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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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beim Volk sich entweder eine besondere Ehre,oder auch nur gar zuweilen etwas Geld zu er-werben: mit einem Wort, es ward, im Grundeohne Vorurtheil betrachtet, wie ſehr es auchvom Volk in Ehren gehalten ward, ein nieder-trächtiges und öfters abscheuliches Brodverdienst,wobei alle Rücksicht, ob und wie lange dabeidie Gesundheit bestehen könne, wegfiel. SchonHippokrates und andere der ältesten Aerztemißbilligten daher öffentlich dieses Verhalten;wie denn auch Galen dieser Kunst den Nah-men einer schädlichen Kunst beileget. Platoſagt ausdrücklich: (a)Ich geſtehe, daß esnicht die heftigen, ſondern die gemäßigten Uebun-gen sind, welche dem Menschen eine gesundeLeibesbeschaffenheit verschafften,,. Dieser plato-nische Ausspruch liefert eigentlich den wahrenMaaßstab des Werths der Gymnastischen, unddes Unwerths und Schädlichkeit der athletischenUebungen; welcher Unterschied noch heutigesTages so sehr verkannt wird, da schon dieseAusdrücke von den Schriftstellern selbst so oftmit einander vermischet werden. Im Anfangbestanden die Uebungen der Athleten mehrentheilsin überſpannten körperlichen Spielen. Nachund nach aber, nachdem die Sitten bei denRömern noch mehr verdarben, artete dieſes ſoweit aus, daß ſich welche zur Beluſtigung desVolks auf Blut, ja Leben und Tod fochten.Diese wurden Schwerbfechter (Gladiatores) ge-nannt,(a) Lib. de Philos.