20diejenigen welche sich zum Wettstreit angabenauf folgende Weiſe an: „Wenn eure Beeiferungund Fleiß in den Leibesübungen, euch die Ehreerworben in den olympischen Spielen erscheinenzu dürfen; wenn ihr euch gar keinen Vorwurfvon Feigheit, oder anderer unedler Handlungzu machen habt, dann könnt ihr mit allerZuversicht hier bleiben: wer unter euch sichaber nicht als einen solchen fühlet, der entfernesich und gehe, wohin er es gut findet". Dar-auf wurden sie alle, einer nach dem andern,von dem Herold, welcher seine Hand auf denKopf des Streiters legte in dem Streitplatz(Stadium) herumgeführet; und nun wurden dieZuschauer mit lauter Stimme gefraget: ob ei-nem von ihnen irgend eine lasterhafte, odersonst entehrende Handlung des Kämpfers be-kannt sey; oder, ob man wiße, daß er vieleichtgar ein Sclave seye, u. d. g. Wenn diesesalles geschehen war, und niemand etwas ein-gewendet hatte, dann ließ man den Streiter,vor der Statue des Jupiters den Eid schwören,daß er zehn Monathe lang hintereinander, sichin Erlernung der Leibesübungen befleißiget ge-habt; und beim Wettstreit auf das sorgfältigstealle vorgeschriebene Regeln und Gesetze beobach-ten wolle. Ich führe Ihnen dieses deswegen.hier an, weil Sie aus der Folge sehen werden,daß man in den späteren Zeiten ganz andersgedacht hat; und nur allein ritterliche Körperder Leibesübungen würdig hielte, woher dannnothwendig bei der daraus folgenden Einschrän-kung
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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