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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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artetem Zustande. Um dieses seinen Mitbür-gern auffallend zu machen, nicht aber um ih-nen ein allgemeines Muster zur Nachfolge auf-zustellen, entwarf er einen Plan, wovon diesesBuch das Ideal ſeyn ſolte, welches nur fürseinen individuellen Aemil der in einer solchenGeselschaft leben mußte, bestimmt und gut war;mithin auch für alle diejenige gut seyn kan,die so beschaffen sind, wie der Aemil war; diefür den nemlichen Endzweck erzogen werden;und die einen ähnlichen Führer haben sollen,wie der Aemil hatte. Wie solte dies andersmöglich seyn können, da z. E. ein schwächlichesKind bei der Erziehung, welche man dem Ge-sunden und Starken geben muß, sterben; undhingegen das Gesunde bei der Erziehung, wel-che das schwächliche Kind erfordert, einen weich-lichen, wo nicht gar kränklichen Körper bekom-men würde. Nicht anders geht es im mora-lischen. Geben Sie z. B. dem mit heftigenLeidenschaften versehenem Kinde diejenige mora-lische Erziehung, welche Sie den Regeln derKlugheit zufolge einem sehr furchtsamen, undleicht zu führendem Kinde geben müßen, sowerden Sie Gefahr laufen, einen Wüterich zuziehen; und im entgegen gesetzten Fal einenäußerst furchtsamen, unthätigen und zu nichtstaugenden Menschen. Eben wenig wird jemandläugnen, daß die Erziehung nach jedem Stand,Clima, ꝛc. auch gar sehr verschieden seyn müße.Und wie viel komt endlich nicht auf den Hof-meister an? Eine Sache die in unsern Zeitenganz