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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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ganz sicher viel zu leichtsinnig behandelt wird.Gewiß wil Rousseau auch nicht so verstandenseyn, daß das Kind nach den Trieben seinereignen Natur aufwachse; sondern es sol sichzwar, nach Maasgabe daß seine Vernunft er-leuchtet wird, in so fern selbst bilden; aber im-mer muß es doch lehren handeln nach Beispie-len. Der Nachahmungs-Geist liegt im Men-schen: Es ist unnöthig dieses durch Beispieleerläutern zu wollen. Wohin wir in der mensch-lichen Geselschaft unsre Blicke richten wollen,finden wir unter allen Ständen, und bei jeg-lichem Alter hievon die auffallendsten Beweise. DieKinder ahmen aber alles wie die Affen nach;und nach diesem Triebe bildet sich das Kind,nach seinem Menter, das ist lernt handeln, wiesein Hofmeister handelt. Der Lehrer muß da-her seinen Zögling nie verlaßen, eben so wieRoußeau seinen Aemil immer um sich hatte. Ermuß alles auch die Spiele selbst mitmachen, da-mit das Kind selbige eben so zu machen lernenmöge. Sie sehen daher wie unzuverläßig diemehreſten Eltern in der Erziehung der Kinderzu Werke gehen, und das bloß deswegen, weilsie nach einer einmal angenommenen allgemei-nen Regel mehrentheils darin handeln, unddas Ganze der Erziehung nicht übersehen; nochuntersuchen, oder zu untersucheu fähig sind,ob und wo vieleicht eine Abartung von der Re-gel bei ihrem Kinde Platz finde. Ich hoſſeSie durch diese Briefe wenigstens von einigenSeiten in den Fal zu setzen, aus zuverläßigerenGründen