ins Unendliche gehen, da bei unsren herrschen-den unverdauten Begriffen von Freiheit, auchdie Erziehung in unzähligen Zuckungen ange-troffen wird; und bei der wenigen öffentlichenSorgfalt, welche zu unseren Zeiten darauf ge-wandt wird, fast jeder Vater ein ganz beson-deres Principium dabei hat; oder seine Kinderder bloßen wilden Natur, das heißt ihren ei-genen Leidenschaften überläßt. Zuletzt werde icheinige wolgemeinte Rathschläge, wie dieß, oderjenes zu verbesseren sey, geben; jedoch keineandere als wobei ich die Gründe zugleich wer-de anführen können. Hier muß ich Sie aberwarnen, ja nichts Systematisches von mir zuerwarten. Ich würde in dem Fal halbe Bü-cher von anderen vortreflichen Männern nurblosweg abschreiben müßen; von denen ich weiß,daß Sie als guter Vater sich es längst zurPflicht gemacht haben, selbige durchzustudieren:Ich meine die eines Montaigne, Locke, Rou-ßeau, Brechter, Campe, Basedow, Man-gelsdorf, Resewitz und verschiedener anderen.Ich werde daher in diesem letzten Theil, ohnemich an irgend eine Ordnung ängslich zu bin-den, bald dieſe, bald jene Materie in meinenBriefen zum Vorwurf nehmen. Und da esuns an allgemeinen Systemen der Erziehunggar nicht gebricht; bei der Erziehung aber mehrwie irgendwo die Wahrheit eintrift und genaubeobachtet werden muß, daß nemlich alles aufdieser Welt relativ ist; das ist, daß nicht je-dem Kinde alles gut ist; auch demselbenKinde
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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