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Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
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welche* seine Mitbürger zu einem Hund der ge-sammten rheinischen Städte gegen räuberischeWillkiihr und zur Aufrccbterhaltung des Landfrie-dens aufforderte. Mit Begeisterung ward Wal-podens Vorschlag angenommen und in kurzemtraten dem heercsniächtigen Hunde über hundertStädte nebst vielen Karsten und Herren bei. DieErzhiscliöfe von Mainz, Trier und Colli hobenviele ihrer lästigen Zölle auf und beschworengern einen Hund, welcher vom Kaiser mit Freu-den bestättigl wurde. Mainz war nun das Hauptdes Städtebundes, der Sitz von Concilicn, Staats-versammlungen und Reichstagen, hatte Fürsten zuBundesgenossen und sein weitverbreiteter Handelwurde eine unversiegbare Quelle wachsenden Rcich-thums. Die Stadt hielt glänzende Turniere undKampfspielc auf dem heutigen Thiermarkt, Künsteund Wissenschaften blühten in ihren Mauern, wodie ersten Harfenkämpfe deutscher Meistersängerertönten, und ihrer Einer, Heinrich Prtiucnlob,der 1318 von acht der schönsten und edelstenFrauen zu Grabe *) getragen wurde, weil er insüssen Weisen unser Geschlecht verherrlicht hatte.Es war die Zeit, wo sich Mainz den schönen Na-men da* goldne gewann!

Aber der Ciilminationspunkt seines Ruhmeswar erreicht; in seinem lauern brachen nun öfterdie gefährlichsten Kämpfe zwischen Bürgern und

*) Die Ansicht des Kreuzgaiißs im Dom, wo sichsein Gral» befindet, ist beigegeben.