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nen und Bewunderung erfüllt und unwillkührlichzur Andacht stimmt. In den Nebencapellen unddem Chore befinden sich, einschliesslich der Al-täre, 78 steinerne Grab- und Denkmäler, wor-unter mehrere von sehr hohem Alter und bedeu-tendem Kunstwerth; auch in der Mcmoric, einerCapellc am Eingang in den grossen Kreuzgang,einige merkwürdige Denkmale, im Kreuzgangeselbst aber, von welchem ein Stahlstich beigege-ben wurde, der Grabstein Heinrich Frauenlobs(-J- 1318)-, zwar von neuerer Arbeit, jedoch aufNicolaus Vogts Veranlassung genau nach jenemalten verfertigt, welcher 1783 durch die Schuldvon Bauleuten verloren gegangen ist.
Ehe wir nun in der Aufzählung der MainzerKirchen weiter gehen, müssen wir schliesslichnoch einmal des Domschatzes erwähnen, der zwarbis auf die letzte Spur verschwunden, uns aberein deutliches Bild von dem frommen Sinn desChristen und dem Keichthum der Kirche im Mit-telalter zu geben vermag. Schon im elften undzwölften Jahrhundert war dieser Schatz unermess-lich reich, wie das Chronikon des ErzbischofsChristian (1249 erwählt) ausführlich darthut. Eineder grössten Merkwürdigkeiten dieses Schatzeswaren nach ihm die kostbaren, mit mannichfalti-gen Gemälden von bewunderungswürdiger Kunstdurchwirkten Tapeten, welche in solcher Mengesich vorfanden, dass die ganze Kirche im Innerndamit behängt werden konnte; ferner fand sicheine ungeheure Masse von goldenen und silbernen