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gelegt und die reiche Bibliothek fast ganz vonden Flammen vernichtet, die neuen Glocken imPfarrthurme gingen gänzlich zu Grunde, die an-dern im Hauptthiirme schmolzen oder zerspran-gen, nur die Mauern, Pfeiler und Gewölbe derKirche blieben unverletzt. Zehn Jahre blieb nunnach dieser grauenvollen Verwüstung der verödeteTempel verlassen stehen, während welcher ZeitVieles im Innern der Kirche verderbt, Statuenund Ilasreliefs verstümmelt, an vielen Denkmälerndie Wappenschilde zerschlagen, Alles, was vonMetall war, entwendet wurde. Erst dem from-men und verdienstvollen Bischof Joseph LudwigColmar gelang es, den Anfang mit der Wieder-herstellung des Tempels zu machen, dessen gänz-licher Ausbau jedoch erst in der allerjüngstcn Zeitdurch die Bemühungen des kunstverständigen HerrnDomdechant Dr. Werner zu Stande gebracht wordenist. Jetzt aber steht dies ehrwürdige Gebäude in vollerHerrlichkeit da; der Pfarrthurm hat eine gothischeKuppel von geschmiedetem Eisen, mit Zinktafelngedeckt, die Aussenseiten haben einen gehörigenAnstrich, eben so das ganze innere, die gothischeKanzel, die Grabmäler mit ihren architektonischenArbeiten sind restaurirt, die Capellen anständighergerichtet, die Altäre ihrem Dienste wiederge-geben. Die ganze Länge dieses schönen Tempelsbeträgt 356, die Breite 140 und die Höhe seineshöchsten Thurmes 390 Euss; 56 gewaltige stei-nerne Pfeiler tragen im Innern das hohe Gewölbe,dessen Anblick die Seele des Beschauers mit Stau-
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