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Frevel durch Kaiser Friedrich Barbarossa hartgezüchtigt, aber die Kirche war entweiht, ihreSchatze geplündert und für immer verloren. Wirwerden später auf diese und andere dem Dom-schatze angehörige Herrlichkeiten noch einmalzurückkommen. — 30 Jahre der Buhe gingennun vorüber, da traf im Jahre 1190 unter demkriegerischen Erzbischof Conrad von VVittelsbachdie Domkirche zum viertenmale das Schicksal derEinäscherung, verderblicher als alle vorhergehen-den, denn ihre neuerdings gesammelten kostbarenGerätschaften, ihre Bücher und Urkunden alterPrivilegien wurden alle ein Baub der Flammen,worauf sie noch, wenige Jahre nachher, 11%,von einem heftigen Sturme, der ihre starken Bal-ken selbst bis Hochheim geschleudert haben soll,schrecklich verwüstet wurde. Lange blieb dieKirche in ihrem Schutte liegen, bis endlich Erz-bischof Siegfried von Eppstein im Jahre 1233einen Ahlass für die Geber von Beiträgen aus-schrieb, worauf die Gaben in so reichlicher Fülleherbeiströmten, dass die Kirche nicht allein wie-der errichtet, sondern auch ansehnlich erweitertwerden konnte, 1239. Vier stürmische Jahrhun-derte, voll Erschütterungen und wilden Kriegs-getlimmels für ganz Europa, flössen nun vorüberohne Gefahr für diesen Tempel und während die-ser Zeit ward er vielfältig verschönert, durch denAnbau von Capellen vergrössert und durch einenschönen Kreuzgang, den Erzbischof Conrad vonWeinsberg zwischen 1397 und 1412 mit vielem