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Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
Entstehung
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Main). 27

schönsten Häuser und 1'aJlaste wurden bei die-sem Bombardement ein Raub der Flammen —Jahrzchndc lang waren ihre Ruinen ein lebendi-ger Zeuge des Vandalismus unserer Zeit. DieBeharrlichkeit und Ausdauer der Belagerer siegtezuletzt, durch eine für Franzosen ehrenvolle Ca-psulatum kam Mainz wieder in deutsche Hände,worin es bis zum Jahr 1797 verblieb, wo es durchden Frieden von Campoformio nebst einem Theilodes linken Bhcinufers an die französische Bepu-blik abgetreten wurde. Von 1804 bis 1813 öftersder Aufenthalt Napoleons, ward es beständigerSitz der Dcpartcmental - Regierung vom Donners-berge, welcher Jcanbon St. Andre, früher pro-testantischer Geistlicher, dann Volksrepräsentaut,Mitglied des Heilsausschusses und Consul Frank-reichs in Algier, bis zu seinem 1813 erfolgten Tode,ruhmvoll vorstand. Ackerbau und Viehzucht ka-men während seiner Verwaltung mehr und mehrin Flor, Alleen von Fruchtbäumcn bekränzten dieneuhergestclltcn Vicinalwcgc, kein öder Hügel,kein unfruchtbares Sandfeld beleidigte mehr dasAuge, das Land gewann bald das Ansehen einesblühenden Gartens. Für Mainz selbst eröffnetensich reichliche Erwerbsquellen durch den Festungs-bau des gegenüberliegenden Castel, durch die An-lage neuer Landstrassen, durch Erbauung einesFreihafens, durch Begründung eines Bischofssitzes,der medicinischen Specialschule und des Ljceums,und endlich durch die fortdauernden Truppen-durchzüge-, bestimmt, nebst Strasburg und Ant-