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zwar dem allerklcinstcn Theile seiner Bewohner,die sich am flimmernden Phantome der Freiheitund Gleichheit enthusiasmirt hatten, zur Republikerklärt, Clubbsitzungcn und Festzüge angeordnetund eine Deputation nach Paris gesandt. Dochdieser Freudentaumel dauerte nicht lange: dennschon im April des folgenden Jahres 1793 be-gann für Mainz durch die deutschen Hundestrup-pen eine Einschlicssung und Belagerung, welcheihm eine unglückliche durch den Verlust seinesfrüheren Wohlstandes und so vieler herrlichenGebäude erkaufte Berühmtheit verschaffte. Diese.Belagerung, während welcher die Bürger das grössteUngemach zu erdulden hatten, war eine der griiss-ten Waffcnthaten des Revolutionskrieges, gleichehrenvoll für beide im Kampf begriffene Theile.Von Anhöhe zu Anhöhe, von Graben zu Graben,von Schanze zu Schanze mussten unter ungeheu-ren Anstrengungen und herben Verlusten der Be-lagerer die eingeschlossenen Franzosen mühsamund langsam vertrieben werden; endlich, am 19.Juni, war es den Deutschen gelungen, die ersteParallele zu Stande zu bringen, und sogleich be-gann eine regelmässige Bcschicssung, die fast bisan's Ende der Belagerung fortgesetzt wurde undder Stadt oinen unersetzlichen Verlust verursachte.11 Kirchen, worunter der Dom und die herrlicheLiebl'raiicnkirche, ein Meisterwerk der Kunst, mitdem ll.iiiscrviertel nach der Gräbcrgassc hin, dieim edelsten Style erbaute Domprobstci, das Do-minikanerkloster nebst dem grössten Theile der