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v. Wambuld, eines seiner heftigsten Gegner, ziem-lich hart, legte der Bürgerschaft and Geistlichkeiteine Kriegssteuer von mehr als 160000 Thalern,eine damals unerschwingliche Summe, auf undsteigerte durch den Abbruch vieler Häuser dieNoth der Bürger, die durch Hunger und eine dar-auf folgende Epidemie ohnehin so sehr gelittenund 0000 IVIiteinwohncr verloren hatten, fast zurVerzweiflung, die Festungswerke aber licss erausbessern und erweitern, und machte Mainz eineZeitlang *) zum Mittelpunkt seiner Kricgsopera-lionen.
Ehe wir aber weiter gehen in unserer Skizzeder Mainzer Geschichte, müssen wir noch einesKurfürsten aus den Zeiten der Koformationstinru-hen gedenken, der, obgleich geistlicher Kürst underster Dclcgirter der Hierarchie in Deutschland,selbst für unsere Zeit als das glänzendste Musterder Aufklärung und Duldsamkeit aufgestellt wer-den kann. Daniel Brendel von Homburg (-J- 1582)berief zwar die Jesuiten nach Mainz und über-trug ihnen sämmtliche Lehrstellen an der dortigenUniversität, war aber auf der andern Seite voneinem solchen Geiste der Versöhnlichkeit beseeltund von solcher Gerechtigkeit gegen alle Glau-bensparteien, dass er es in seinen Erblandcn da-hin brachte, dass die Anhänger der verschiedenenGlaubensformen in der friedlichsten Eintracht ne-ben einander wohnten, ja selbst an seinem Hofe
*) liodmiiiin.