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Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
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die Ansprüche des Erzstiftes auf die Herrschaftder durch eine grosse Pest entvölkerten Stadt,und nach ihm Theodorich, obgleich beide erfolg-los, erneuert. Da begannen später die länderver-wüstenden Fehden zwischen den Erzbischöfen Die-ther von Isenburg" und Adolph von Nassau. Je-nem hingen Rath und Bürgerschaft, auch anfangsdie Geistlichkeit an, uud diesen hatte Papst Pitts II.1461 zum Erzbischof ernannt. Mainz wurde end-lich durch den Vcrrath einiger seiner entartetenBürger den 28. October 1462 in der Nacht denSchaarcn des Erzbischofs Adolph von Nassau ge-öffnet. Umsonst hielt eine grosse Eule durch dasAuf- und Zuschlagen ihrer Flügel die Feinde,welche Wächter zu vernehmen glaubten, eine ganzeStunde lang von dem Ersteigen der Mauern ab;das Geschick der unglücklichen Stadt war in denSternen geschrieben, Und sie sollte verlieren, wassie Jahrhunderte lang gross, reich und mächtiggemacht hatte ihre Freiheit.

Diether von Isenburg, durch Adolphs falscheFriedensvorschläge nach Mainz gelockt, entkammit genauer Noth, aber 500 ihrer mit dem Mathder Verzweiflung kämpfenden Bärger fanden denTod und Erzbischof Adolph, welcher den andernTag von Eltvill aus als Sieger einzog, behandeltedie der Plünderung und allen Verbrechen preis-gegebene Stadt nicht milder, als 169 Jahre späterMagdeburg von Till) behandelt wurde.

Diether von Isenburg, nach Adolphs Tod 1475zum zweitenmal auf den erzbischöfliehen Stuhl er-