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Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
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10 Üömn?.

arglistigen, gewissenlosen und herrschsüchtigenPriester nennt, waren der treffliche Willigis(f 1011) und Aribo (f 1031) die ersten Erz-bischöfe von Mainz, welche durch ihre Stimmebei Kaiserwahlcn den Ausschlag gaben. Erstem-wählte nach K. Otto's III. Tod Heinrich IL, letz-terer den Frankenherzog Konrad I. zum deutschenKaiser, und fortan entschied beinahe immer diewichtige, doch nicht immer gerechte Stimmo einesKrxbischof* und Kurfürsten von Mainz bei derWahl eines Reichsoberhauptes.

Die Bevölkerung, und mit ihr Handel und Ge-werbe, hatten unter den Erzbischöfen Aribo undBardo so zugenommen, dass Mainz nach und nachzu einer bedeutenden Handelsstadt emporbluhte.Zahlreiche Handwerker fingen an Genossenschaf-ten, endlich Zünfte zu bilden, und ihren städtischenund bürgerlichen Einrichtungen standen (seit Bardo,1032) Räthe und Bürgermeister vor. Durch Ei-nigkeit, kaiserliche Privilegien und wohlerworbenenBei cht hu m erstarkt, setzten sie bald der allzu-grossen Anmassung geistlicher Oberherrschaft Wi-derstand, endlich, als es zu ernsten Streitigkeitenzwischen Bürgern und Erzbischöfen gekommenwar, Gewalt entgegen. Erkenbold (1020) undSiegfried I. (1077) bestanden die ersten Kämpfemit ihnen. Letzterer wurde sogar auf immer ausden Mauern der Stadt vertrieben.

Unter Er/.bischof Rudhard *) (f 1109), der

*) Kr war der Stifter des ehemaligen Klosters 8t-loliiiiiiiislx-rj; im Klieiiißau.