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Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
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sönlichen Leitung stand. Männer, wie Eginhard,RicuJf, Alcuin, Habanus Mourus u. a. unterstütz-ten dabei seine Bemühungen um Wissenschaft,Kultur und Sitte aufs eifrigste. Auchliess der grosseKaiser auf achtzehn steinerne Pfeiler einer Rhein-brücke, welche (wie man vermuthet) Kaiser Trajandurch die 22ste Legion hatte erbauen lassen, und dieaus unbekannten Ursachen nach 260 Jahren wiederzur Ruine geworden war, eine hölzerne Brückesetzen. Nach zehnjähriger Arbeit brannte sie je-doch kurz nach ihrer Vollendung wieder ab, underst nach beinahe tausend Jahren fasste Napoleonden Plan, eine steinerne Brücke über den Rheinzu bauen. Die Ausführung unterblieb durch dieZeitereignisse, aber das Modell *) dieser projek-tiven Brücke, von St. Far entworfen, ist noch aufder Stadtbibliothek zu sehen.

Unter den Nachfolgern Karls des Grossen,den entarteten Karolingern, nahm Mainz, das be-deutend an Umfang und Bevölkerung gewonnenhatte, eine andere Gestalt an. Adel und Geist-lichkeit, von ihm in gehorsamer Abhängigkeit er-halten, warfen nach und nach die Zügel ab, so,dass Erzbischof Hatto I. (v. 891 912) dererste war, welcher zu seiner geistlichen Ober-herrschaft landesherrlich« Gewalt und Würde fügte,worauf endlich seine Nachfolger Bang und Machtder ersten geistlichen Fürsten Deutschlands er-warben. Nach Hatto I., den die Geschichte einen

*) Ein anderes, von Arnold verfertigt, ist in Paris.