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Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
Entstehung
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grösscrte die Stadt bedeutend und Bischof Sieg-bert umgab sie 712 mit Maliern, wodurch siespäter einer Belagerung der Burgundionen wider-stehen konnte, bis sie der tapfere Karl Martellentsetzte.

Die Geschichte von Mainz beginnt sich nunmehr und mehr zu lichten. 745 wurde Bora-f'aeius (.Winfried), der weise und glaubensstarkeApostel Germanicns, auf den erzbischöflichen Stuhldaselbst und die Mainzer Kirche zur Metropolisvon ganz Deutschland erhoben. Sein Verdienstwar es, 752 dem kräftigen und tapfern Pipin aufden fränkischen Thron und dem letzten Sprossender unwürdigen Merovinger ins Kloster geholfenzu haben. Wer aber betrachtet nicht mit Erstau-nen und Rührung die ehrwürdige Gestalt dieses85jährigen Greises, wie er mit einigen gleichgc-sinnten Männern das Schiff besteigt, welches ihnden Bhcin hinab zu den heidnischen Friesen trägt,wo er, die Religion des Friedens verkündend, denTod eines Märtyrers stirbt!

Karl der Grosse, Pipins Sohn und Nachfolger,liebte Mainz und hielt sich oft daselbst auf. DreiStunden davon entfernt, zu Inyelhaim, auf demlinken Rheinuler, hatte er einen Pallast mit hun-dert Säulen von Granit und Marmor aus Ravenna,erbaut, und einen Kreis von Helden und Weisenum sich versammelt. Kirchen und Klöster ent-standen zu jener Zeit in und um Mainz. Karlstiftete auf dem Albansberg daselbst ein Klostermit einer gelehrten Schule, die unter seiner per-