14 tötrebabm.
Der Kochbrunnen hat nach den neuesten Mes-sungen 56° Reaum. Die Quelle des Adlers 52°.Die der vier Jahreszeiten 48°, keine der übrigenBadequellcn jedoch unter 38°*).
Seitdem man angefangen hat, das WiesbaderWasser auch kurmässig zu trinken, wurde derKochbrunnen mit einer neuen steinernen Fassungversehen. Der beigegebene Stahlstich giebt eineAnsicht desselben nebst der daranstossenden klei-nen Säulenhalle. Durch schattige Alleen stehtder Kochbrunnen mit den übrigen entfernterengeschmackvollen Anlagen in Verbindung. Diese1838 verändert und erweitert, ziehen sich vomKursaal an,.bei der Dietenmühle vorüber bis nachSonnenberg, mit 892 Einw. Auf einem ziemlichsteilen Felsen erheben sich die Ruinen der BurgSonnenberg, und die Sage erzählt, dass hier einstein Tempel der Mattiaken stand, welchem einerihrer Fürsten Sueno seinen Namen gab. Bequemzu ersteigende Kieswege führen zur Burg hinan,und oben sind überall Sitze angebracht, welcheden Wandrer zur ruhigen Beschauung der untenliegenden schiinen Landschaft einladen. Tief un-ten um den Burgfelscn gereiht liegen die Häuserdes nun zum Dorf gewordenen Sonnenbergs,welchem 1351 Kaiser Karl IV. Stadtgerechtig-keit verliehen hatte. Schon im Jahre- 1221
*) Wer sich nilher über die Heilkräfte von Wies-baden unterrichten will, findet Itelchrung in denWerken yon Hitler, Ilufeland, Pecz, IViilliuiiiiu,Fenncr v. Fenncberg, Richter u. a. m.