tütcalictlKn. I 3
12000 0., and besitzt alle Mittel, um ein grossesPublikum zu unterhalten und anzuziehen. In die-ser Absicht ist täglich vortreffliche Musik hinterdem Kurgebäude, wo sich die zahlreiche Bade-gesellschaft versammelt. In den Sälen aber drängtsich beständig eine spiellustige Menge um die ver-lockenden grünen Tische, welche nun einmal anBadeort« leider ein notwendiges Uebel zu mwscheinen.
Was die Badeanstalten in Wiesbaden betrifft,so sind dieselben fast alle, besonders die in dengrösseren Badehäusern vortrefflich.
Siebenzehn zu den muriatisch-salinischcn Was-sern gehörende heisse Quellen geben übermässigenVorrath, und ausserdem existiren noch vier kalteMineralquellen, welche jedoch nicht zum Badenbenutzt werden. Im Ganzen sind in Wiesbadenetwa 700 zum Theil sehr schön und elegant, im-mer aber reinlich und bequem eingerichtete </<-mauerte Bäder, ohne die Wannenbäder in solchenGasthäusern, welche keine eigenen Quellen haben.Obgleich nun alle diese Badeanstalten Privatei-gentum,, sind, so ist dennoch nichts vernachläs-sigt, was zum Comfort der Badenden betragenkann, und es sind selbst die besten Einrichtungenzu Dampf- und Douchebädcrn gemacht. Auf Ver-anlassung des Dr. Gergens ist nun auch einem'ang gefühlten Bedürfniss abgeholfen, und im Ba-dehaus zum Spiegel ein russisches Dampfbad ein-gerichtet worden.