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Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
Entstehung
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Unweit der Fasanerie wurde von Dorow aucheine Opferstütte alter Germanen entdeckt. Usi-peter und Mattiaken wohnten in jener Zeit um-her, und waren Jahrhunderte lang bald Besiegte,bald Bundesgenossen der Römer. Ihnen folgtenandre deutsche Völker und die Alemannen mach-ten der Römerherrschaft am Rhein für immer emEnde. Die Nachrichten von Wiesbaden verschwin-den während dieser Zeit beinahe gänzlich. Alsaber endlich in der letzten Hälfte des fünftenJahrhunderts die glänzende Monarchie Karls desGrossen erstanden, und Deutschland bei seinemEnkel Ludwig als selbstständigcs Reich erschie-nen war, wird Wiesbaden dadurch wieder wich-tiger, dass daselbst eine königliche Pfalz (Saal)erbaut, und auf der Erbcnhcimer Höhe ein stei-nerner Königsstuhl errichtet wurde. Der ganzeI Bezirk umher hiess Cunigeshundrcte oder König-sundragau, das heisst des Königs besondrer Gauoder Domainialgut. Es war Eigenthum der deut-schen Könige bis zum 11. Jahrhundert und kamdann als'Reichslehen an die Grafen von Nassau.Karl der Grosse, dessen Residenz Ingelheim nurwenige Stunden von da entfernt war, könnte nächstdem Alemannen König Makrian in der Badechro-

*) S über seine ehemaligen Gränzbesti m mun C cn dietrefllicne 10tf«iwlie.Top«grapM« des Hcr7.o,;lhumsNassau ?on C. D. Vogel. Derboin, Kempf. 1850,und die Werbe von Arnoldi, Riller, Ebhardt,Lehne u. a. m.