88 Ina U)teptrtl)al.
liehen Sachen unmittelbar von Kaiser und Reichzu Lehen. Ihre Gerechtsame und Freiheiten wa-ren von grosser Bedeutung, und das Erzstift, ei-fersüchtig über so viele Vorzüge, versuchte 1219Unterhandlungen über die Aufhebung des Gau-grafen - Amtes anzuknüpfen. Sie wurden ohneErfolg wieder zerrissen, aber 60 Jahre späterverloren die Rheingrafen durch Gewalt der Waf-fen was sie nicht freiwillig aufgeben wollten.Sie traten nenilich feindlich auf gegen das Erz-stift, als die Verbündeten des Grafen von Spon-heim in der berüchtigten Fehde desselben mitdem Erzbischof Werner von Mainz. Die Rhein-grafen und ihre Burgmänner suchten dem Erz-stifte auf alle Weise zu schaden, sie beraubtenKaufleute, sperrten die freie Schiffahrt des Rheinesund schädigten und bedrängten Land und Leutevon ihrer festen Burg herab, so dass dieselbevor dein rheinischen Städtebund als ein Rüuber-nest verklagt wurde. Erzbischof Werner vonMainz zog daher 1279 mit seinen Schaarcn vordie Burg Rheinberg, eroberte sie und Hess siezerstören. Rheingraf Sifried das Haupt dieserFamilie wurde indessen in der Schlacht beiSprendlingcn, wo der brave Michael Mort fürseinen Herrn den Grafen von Sponheim den Hel-dentod starb, gefangen genommen. Er war inWerners, seines Feindes Haft, und erhielt dieFreiheit nur unter sehr harten Bedingungen zu-rück. Da er dieselben nicht erfüllen konnte, sozog Werner 1281 alle seine Lehen, Rechte, Frei-