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Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
Entstehung
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Ganzen wenig dort zu sehen, denn die Aussichtist noch beschränkter wie von der Kammerburg.Man erzählt, dass sie früherhin von Schatzgräbernhäufig besucht worden sei, weil der Sage nachein grosser Schatz von einein schwarzen drei-beinigen Hund bewacht, dort vergraben sein soll.Also schon wegen dieses Ungethiinis ist es rath-sam, sich mit der Ansicht von Ferne zu begnü-gen! Durch die viellach in einander gewunde-nen Thaler geniesst man diese auch auf die ver-schiedenste Weise. Besonders schön zeigt sie sichauf dem Weg durch das Wcrkerthal nach demWerkerbrunncn, wo ein sehr beliebtes dem Scl-terserwasscr ähnliches und häufig versandtes Mi-neralwasser quillt.

Rheinbergs älteste Geschichte ist so interes-sant, dass sie näher betrachtet zu werden verdient.Diese einst sehr feste, berühmte und berüchtigteBurg wurde im dreizehnten Jahrhundert von denErzbischöfcn von Mainz zum Schutz der rhein-guuer Gränzcn erbaut und war, wie wir schonoben bemerkten, eine der vier erzbischöflichenLandesburgcn. Sie wurde den schon im Jahr937 im Rheingau vorkommenden Rheingrafen,Besitzern der aus 15 Dörfern bestehenden Herr-schaft llheinl)ir<j als erzbischölliches Lehen über-geben. Diese alten Rheingnil'en, denen das Gau-giaen-Amt schon in den frühesten Zeiten vonden Karolingern her zugestanden hatte, trugendas höchste Richtcraint in bürgerlichen Justiz-sachen vom Erzstifte, den Blutbann aber in nein-