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Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
Entstehung
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Aammtrbti-ger ATiil]lr. 85

Brcilbach von Büreshcim damit. Später wurdedie Burg freiwillig verlassen und zerfiel ohnezerstört zu werden. Längs den Ufern der fo-rellenrcichen Wisper, welche oft sanft durchgrüne Wiesen flicsst, öfter aber über grosseSchieferbänke stürzt, gelangt der Wandrer durchdas vielfach gewundene Thal bald zu dem Punkt,wo ihn die Aussicht auf den hoch und trotzigüber die Berge ragenden Burgthurm von Rhein-bert/ überrascht. Bloch eine Viertelstunde weiterund man kommt an die, zu den Besitzungen desFreiherrn von Zwierlcin gehörige

Hainmerberger ITIültle,

mit den Rainen von Kamtnerburg oder Kammer-berg und likeinberg, von welchen eine Ansichtbeigefügt ist.

Wer diese Thäler und Schluchten so genuukennt, wie die Verfasserin dieser Blätter, derwird zuweilen versucht zu glauben, dass einstRuisdael und Everdingen hier herumgewandertsc) en, um Studien zu ihren schönen aber melan-cholischen Landschaften zu sammeln!

Die Wisper, der grösste Bach des Rheingau's,entspringt auf der Kemler Halde bei dem Dörf-chen Wisper und macht bis zum Rhein einen etwaachtstündigen Lauf. Sie nimmt eine Menge klei-nerer Bäche auf und schwillt gleich andern Ge-birgswassern nach heftigen Regengüssen oder imFrühjahr, wenn der Schnee auf den Bergen