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halten. Der Kurfürst, von dem Unglaublichenunterrichtet, ernennt eine Commission, die Sachean Ort und Stelle zu untersuchen. Ein Detasche-ment Mainzer Husaren, begleitet von dem geist-reichen Carl Theodor von Dalberg, (nachherigemCoadjutor des Erzstiftes, dann Grossher/.og vonFrankfurt) zieht in tiefer Stille in das Saucrthalein; aber die Stunde der Befreiung sollte demunglücklichen Vater noch nicht schlagen! EinSpäher oder Verräther war dem Zug vorangeeilt,und so fand man an Ort und Stelle angelangtden Gefangenen verschwunden, und musste un-verrichteter Sache wieder abziehen.—■
Das gebeininissvollc Dunkel, welches auf die-ser Geschichte ruht, wird einst auf die Phantasieeiner späteren Generation ihre romantischen Zau-ber üben, und ein künftiger rheinischer Sagen-dichter erzählt dann vielleicht, dass das Volk anden Gewölben der Sauerburg oftmals den bleichenSchatten des gefangenen Grafen erscheinen sehe!
Der Wandrer, welcher von hier aus nicht dennäheren, aber weit uninteressanteren Weg überdas Dorf Hansel nach der Kamnierberger lVlüblenehmen will, muss nun wieder zurück bis an dieheilige Kreuz-Kapelle, und noch einmal begegneter den aus drei Maucrzacken bestehenden Bestender Burg Waldecli. Sie hatte schon im Jahr1315 eigene Burgmänner und war bis zum vier-zehnten Jahrhundert der Sitz eines ausgebreitetenAdelsgeschlechts von gleichem Namen. 1502 be-lehnte das Erzstii't auch die noch blühenden uralten