Saucrt!)ul. 83
Die grossen Umfangsmauern der Burg zeugenfür ihre chmalige Wichtigkeit. Sie sind zumTheil noch wohl erhalten, wie auch mehrere Ne-büngehiiude und hleinere Thürmc, von welchen je-doch keiner mehr bestiegen werden kann. Vonder Terasse, welche auf dem ehmaligcn Wallnoch um einen grossen Theil der Burg herläuft,geniesst man eine schöne Aussicht auf die Wald-thälcr und Berge umher, so wie auf das tief un-ten liegende kleine Dörfchen Sauerthal, welchesebenfalls einen eisenhaltigen Mincralbrunnen hat,und etwas Weinbau treibt.
In diesem Dörfchen trug sich in der letztenHälfte des vorigen Jahrhunderts eine Begebenheitzu, deren Hauptzüge in Schiiler's Räubern wie-dergefunden werden. Der Graf von — in Mainz,Haupt einer der ersten deutschen Adelsfannlien,verschwendete grosse Summen mit Goldmachernund Adepten. Er verschwindet endlich auf eineseltsame und geheimnissvolle Art aus der Gesell-schaft, und seinen Freunden gelingt es zu erfor-schen , dass ihn seine Söhne in diesem abgelege-nen Winkel der Erde in strenger Gefangenschaft
8t. Goarshauson, Ilr. Justi/.rath Schapncr, genommen.Die Verfasserin beabsichtigte /.u jener Zeit die Her-ausfalle i i11<-s 11 :111<1 1 >11<' 1 1s dir llcisciidc im ltei/.0|;lluiiu[Nassau, iinil es wurden ihr durch gütige Vermiltcl-unjf der Herzoglichen Landesregierung von beinaheallen 20 Aeintem Beiträge eingesandt. Ein kleinerTheil jener Aufgabe soll durch diese Itliitlcr gelöstwerden.
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