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Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
Entstehung
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74 Btr llhcingau.

Bischen Königshauses „Gott mit uns" ausgemci-sclt. Rechts an der Mauer in einiger Höhe zeigtsich eine steinerne Tafel mit der Inschrift „Frie-drich Ludwig, Prinz von Vreussen, Markgrafvon Brandenburg etc. etc. Hess die Burg Rhein-stein in den Jahren 1825 — 1829 wieder auf-bauen durch den Baumeister Wilhelm Kuhn."

Die ursprüngliche Erbauung dieser Burg fälltins zwölfte oder den Anfang des dreizehntenJahrhunderts. Ihre näheren wenig interessantenSchicksale sind in der lleissigcn historischen Ab-handlung von J. K. Dahl „Die Burgen Rheinsteinund Reichenstein mit der Clemenskirche am Rhein,Wirth, 1832" und in dem zugleich als Wegwei-ser durch, die Burg dienenden Heitchcn „Rheinsteinetc." Koblenz, Bädecker, 1837, von einem Unge-nannten zusammengestellt. Der Romantiker wirdin diesen trockenen aber mit vielem Fleissc zu-sammengetragenen Begebenheiten umsonst darnachforschen, ob nicht in alter Zeit Kampf und-Tod,Raub und Entführung eines schönen Burgl'räuleinsoder Belagerung und kühne Verteidigung hiervorgegangen sein möchten. Es ist aber nichtsvon allem dem hier vorgefallen, und die beidenVerfasser jener Schriften haben sich Mühe gege-ben, zu beweisen, dass in den traurigen Zeitendes Faustrechts, wo links und rechts ein raub-und fehdolustiger Adel die rheinischen Burgenbewohnte, diese Burg die einzige war, welcheganz ehr- und tugendsamc Bewohner hatte, sodass „kein Fluch auf diesen Mauern ruht." Was