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Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
Entstehung
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üiloetcr Öbtrbarl). 29

Von Hattcnlicim aus führt immer etwas stei-gend eine woh [erhaltene Scitenstrassc nach dem1 Stunde entfernten

Kloster Uhrrbarli.

Am Fuss der Rabenköpfe, von schönen Wal-dungen und Wiesen umgehen, liegen die weitläu-figen Gebäude dieses einst um die rheingauischeKultur hochverdienten Klosters in malerischer Ab-geschiedenheit von der Welt und ihrem Treibenda. Ehemals reiche und berühmte CisterzienserAhtci dient es nun als Corrcctionshaus undIrrenanstalt unter der Leitung des verdienten Di-rectors Lindnaintner.

In seinen Kellern aber liegen die trefflichenWeine, welche jährlich aus den nahe gelegenenherzoglichen Domainen-Wcinbergen gezogen wer-den. EinTheii der schönen, durch Abt lludhard I.erbauten und 1186 von dem Erabischof Conradvon Mainz im Heise)'n der Bischöfe von WormsStrassburg und Münster, feierlich eingeweihtenKirche, wurde zu diesen Kellern und einem Kel-lerhaus verwendet. In diesem letztern werden dieTrauben aus dein nahe liegenden Steinbcry die-sem berühmtesten aller herzoglichen Weinberge.gekeltert und gewöhnlich im Frühjahr die grossenDomainial-Weinversteigerungen gehalten, wo oftin wenigen Stunden für mehr als 100000 11. anWeinhändler und Agenten fürstlicher Höfe ausallen Gegenden Deutschlands verkauft wird.