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Ausser den Kellern, wo die zum Verkauf be-stimmten Weine lagern, befindet sich in Eber-bad) auch noch der Keller für die inländischenherzoglichen Cabinetsweine. Eine solche reicheSammlung der edelsten Rroducte des Rheingauswird man an keinem Orte der Welt wiederfinden!In diesen „heiligen Haileu" ist ein laufender Bron-nen und die weissen Fässer, alle auf das zier-lichste mit Nummern und blanken Messingkrahnenversehen, reihen sich in grosser Zahl an denMauern hin. In der IVlitte des Kellers zieht sichum einen gewaltigen Pfeiler ein runder, steinernerTisch, welcher so gross ist, dass ein gewandtesPaar leicht darauf herumwälzen könnte. Dieje-nigen aber, welche diesen merkwürdigen Ort be-suchen dürfen, ziehen es natürlich vor, ein GlasSleinberger Nektar auf das Wohl des Herzogszu trinken oder langsam auszunippen.
Kloster Eberbach wurde zwischen den Jah-ren 1111 und 1120 — nachdem schon ein klei-nes Klösterlein daselbst bestanden hatte — vondem Erzbischof Adalbert von Mainz gestiftet.Seine ersten Bewohner waren Chorherrn nachden Regeln St. Augustins. Nach dem gänzlichenVerfall ihrer Disciplin und Sitten kam es an dieBcncdictiner von Johaniiisberg, uuil wurde vondort aus eine Zeitlang verwaltet, bis es dem hei-ligen Bernhard von Clairvaux übergeben, undvon diesem mit 12 frommen Cisterzienser Mön-chen unter dem Abt Rudhard I. bevölkert ward.Die (leissigen Mönche bauten das Land umher