(Ei-b.uh. «7
„Zelt rvo mau mit WohlbedachtNur latciu'schcu 'Vers (jeuiacht *)"
lebto und starb (1477) zu Erbach eine Frau ausdiesem Gcschlechlc, welche in der Kultur- undSittengeschichte des llhcingaus als Dichterin ge-nannt wird. Es war die schöne und geistvolle-Gemahlin Adams von Allendorf, des Vicedomsim Rheingau. Sie dichtete deutsch und lateinischund las die Alten. Damals waren aber die Dich-terinnen noch seltner als jetzt, und wenn siesangen, so waren es fromme Lieder zur EhreGottes und seiner Heiligen. Auch diese sangnur geistliche Weisen. Sie schrieb ein Gedichtüber St. Bernhard von Clairvaux, und das Le-ben der heiligen Hildegardis. im Kloster Eber-bach ist ihre Ruhestätte.
Erbach, mit den schönen Landhäusern desGrafen von \\ cslphalen, Herrn von Oeltinger u.a.geschmückt, liegt in ziemlich langer Reihe dichtam Ufer des Rheines. Gegenüber fängt die grossoRheinau an, welche zu dem Gute des Grafenv. Westphalen gehörend, sich beinahe eine halbeStunde weit bis Hattenheim erstreckt und ein be-liebter "Vorguiigeiisort der Rheingauer ist. In denNVirthschal'tsgebiiuden sind Erfrischungen zu ha-ben, und hier und da öffnen sich zwischen hohenschattigen llaunigruppen die reizendsten Fernsich-ten stromauf- „„j abwärts.
Zwischen Erbach und Hattenheim quillt dicht
*) UhlamJ.