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Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
Entstehung
Seite
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liehe Reben trügt, steht ein kleines verwahrlostesKapellchcn, und hier ist der Punkt wo man eineder bezauberndsten Aussichten des Michigans ge-nicsst. Es vergeht kein schiiner Soninicrabend,ohne dass zahlreiche Besuche aus den umlie-genden Bädern hierher kommen, um sich da-ran zu erfreuen, und wohl ist zu beklagen, dasskein Thurni wie auf dem Mclibokus, oder auchnur ein einfacher hölzerner Tempel wie auf derBoss bei Eberbach einen geschützten Ruhepunktgewährt. Man schaut liier das ferne Darmstadt,Mainz, Biebrich, Schierstein, Eltvill, Kicdrichund Burg Scharfenstein, Erbach, Hall »arten, Hat-tenheim, den Hof Rcicliardshausen, Oestrich,Winkel, Schloss Volraths, den stolzen Johannis-berg, Geisenheim, Eibingen, Rüdesheim mit sei-nen grauen Burgen und den Tempel des Nieder-waldes. Auf der linken Seite des Rheines amEingang in die Bergschliicbt liegt Bingen mit derBurg Klopp, dann stromaufwärts der Rochusbergmit seiner weissen Kapelle, das freundliche Dorf-chen Kempten, Gaulsheini, Algesheim, der Lo-renziberg mit der VierzehnnotliheJI'ers - Kapellezwischen zwei alten Lindenbäumeft, Ober- undNiederingelheim, der ehemaligen Residenz KaiserKarls des («rossen, Heidesheim and Budenhcimund andre Orte mehr. Der Rhein leigt sich bei-nahe an keinem andern Aussichtspunkt so stolzund majestätisch, als hier, wo man seinen Laufvon Mainz bis Bingen mit einem Blick übersieht.Seine üferhöhen überragen: der Feldberg, der