Her Hljcingau. 13
der Grosse mag grossen Antheil an der Verbes-serung und Ausbreitung desselben genommenhaben, späterhin wirkten jedoch vorzüglich dieKlöster des Ilhcingaus und namentlich Eberbachund Johannisberg sehr thiitig dazu. Wir finden,dass im eilften Jahrhundert der RüdeshcimerBerg, im zwölften der Johannisberg, Steinberg,der Gräfcnbcrg bei Kiedrich aber im dreizehntenJahrhundert zum Theil von frommen Händen an-gepflanzt wurde. Ucberhaupt haben sich die Klö-ster des Rheingaus nicht allein um jeden Zweigder Kultur verdient gemacht, sondern sie sorgtenauch für einen geordneteren Wcinhandel und rich-teten ordentliche Weinmärkte ein. Der Beginndes auswärtigen Weinhandels von den Erzeugnis-sen des Rheingaus ist schon iu das dreizehnte Jahr-hundert zu setzen, und fand grosse Beförderungund Sicherheit in der deutschen Hanse. Köln amRhein, zu derselben gehörend, war daher imMittelalter lange der vorzüglichste Stapelplatzseiner edlen Weine. Auch in Bacharach war einsolcher bis zum sechszehnten Jahrhundert. Spä-ter aber finden wir ihn fast ausschliesslich indie reiche Handelsstadt Frankfurt am Main ver-legt, wo auch jetzt noch der vorzüglichste Marktrheinischer Weine ist.
In der neuem und neusten Zeit ist unglaub-lich viel in der Verbesserung der Kultur desW T einstockes geschehen. Man strebt überall da-nach, flachen Lagen Abdachung zu geben, denBoden zu verbessern wo solches nöthig ist, und