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verlassen hatten, kam es in die Hände der Kai-serlichen, deren Feldherr Gallas die Stadt Mainz;durch Capitulation wieder erhalten hatte. Nachdem westphälischen Frieden trat eine kurze Ruheein, welche 1689 durch die französischen Raub-horden unter Bouflers, Melac und Louvois, aufdie traurigste Weise unterbrochen wurde. Alsspäterhin die Stürme der Revolution ausbrachenund Mainz 1793 zur französischen Republikschwören musste, wurde der Rheingau ebenfallsvon den Feinden besetzt, und diese abwechselnd,weil das Ländchen gleiches Schicksal mit Mainzhatte, wieder von den Deutschen verdrängt.Nach der Auflösung des Erzstiftes Mainz kamendlich wie bekannt der Rheingau an das Her-zogliche Haus Nassau.
Wir haben hiermit versucht, in wenigen Um-rissen das Bild des alten Rhcingau's zu zeichnen,und es bleibt uns jetzt nur noch übrig einigeWorte über die Geschichte seines Weinbaus zusagen. Er war, wie wir gesehen haben, dieQuelle frühen Reichthums, und in Verbindungmit einer schönen Natur, dauernder Berühmtheit.Wenn auch die Volkssage erzählt, dass bei Bacha-rach mitten in den Fluten des Rheines auf einemFelsen einst Bacchus einen Altar gehabt, und dassRömer die ersten Reben im Rheingau gepflanzthätten, so wird doch nach den bewährtestenSchriftstellern der eigentliche Beginn des Rhein-gaucr Weinbaus, wie schon bemerkt wurde, erstin die Zeiten der Merovinger gesetzt. Auch Karl