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—1404 und in den Fehden gegen die Raubburgenmehrerer Helden des Fauslrechts, leider aberauch als getreue Helfer des Erzbischofa Adolfvun Nassau bei seiner grausamen Eroberung vonMainz 1462.
Alle Ausgaben solcher Kriegsziige wurdennachher unter die Ortschaften des Rheingaus zugleichen Theilen verthcilt, die Klöster aber undder Adel stellten Geldbeiträge und Rittersteuern.Im fünfzehnten Jahrhundert endlich, wo der alteHeerbann aufhörte und Kaiser Maximilian I. dieLandsknechte einführte, bekam auch der Rhciu-gau eine andre Kriegsordnung- Seine befestigtenGrenzen wurden bis zum Jahr 1031 erhalten,wo es Herzog Bernhard von Weimar, dem zwei-ten Helden des drcissigjnhrigen Krieges gelang,sie durch List bei Neudorf zu durchdringen undsomit den Rheingau zu erobern. Früher schon,1527 als Folge der Theilnahme an den unruhigenBewegungen des Bauernkrieges, hatte jedoch derRheingau alle seine schönen Privilegien und Frei-heiten verloren, *) und Erzbischof Albrecht II.war ihm ein strenger Herr. Er war der Erste,welcher als unumschränkter Landesfürst alleAemter und Gerichte im Rheingau besetzte undalle gesetzgebende und vollziehende Gewalt vonsich ausgehen liess. Die späteren Schicksale desRheingaus lassen sich in wenig Worten erzäh-len. — 1035, nachdem es die Schweden wieder
*) Schunck.