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Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
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Der Ill)ctimou. 7

ten sich dicht ineinander und brachten in derFolge eine dicke verwickelte Wildniss hervor, dieMenschen und Pferden undurchdringlich war"*).

Hei Niederwal laut' fingen die ersten Befesti-gungen dieser Grenze an. Es waren fünfzehnstarke Thürme und Bollwerke, von ihrer FormBackofen genannt. Die letzten Reste derselben,aus einem Thurin **) bestehend, wurden vor meh-reren Jahren mühsam zerstört und zu dem Bauder Schlangenbader Chaussee verwendet. Einenheimlichen Ausgang oder Weg durch die Wild-niss des Gebäckes zu bahnen, war hochverpönt,ja das Abschneiden des kleinsten Zweiges wurdemit zehn Goldgulden gebiisst, und die Hainge-richte, welche im dreizehnten Jahrhundert ihrenAnfang im Hheingau nahmen, so wie auch diedazu bestellten Aufseher wachten streng über dersorgfältigen Erhaltung und Ausbesserung dessel-ben. Dieses also verwahrte und abgeschlosseneLändchen bildete auch durch seine eigenthümlicheund höchst freie Verfassung ein für sich abge-schlossenes Ganze, einen kleinen Staat im Staate.Seine Bewohner, denen der fleissige Anbau unddie Kultur schon berühmt gewordener WeineWohlhabenheit, ja selbst so viel llcichthum ver-schaffte, um an frommen inlandischen Klostcr-stiftungeu den thiitigsten Antheil zu nehmen, hat-

*) l»ür.**) Die SOgenasate Klinge unweit iler ersten Mühlevor Soli]aii|;i'iilia<l.