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Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
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©er tlhctngau. 5

schönes acht deutsches Bild entschwundener Zei-ten und Sitten, dass es wohl interessant genugerscheint, einen Blick darauf zu werfen.

Nach Vertreibung der Römer aus den Rhein-gegenden wurde der Rheinyaa, gleich wie dieandern deutschen Ländcrtheilc unter der Herr-schaft der Merovingcr und Karolinger, durch ei-gene Grafen regiert, auf deren Geschichte wirspäter zurückkommen werden. Vom zehntenJahrhundert an gehörte er zu dem Erzstifte Mainzund seine Erwerbung wird auf folgende Weise *)erzählt:K. Otto I. beschloss 961 auf Pabst Jo-hannes XII. Verlangen einen Zug wider KönigBerengar in Italien. Ehe er über die Alpen ging,hielt er in der Mitte des Monats Mai einen Reichs-tag zu Worms, und brachte es durch Verhand-lung seines Nebensolines, Erzbiscliof Wilhelmszu Mainz, und seines Bruders, Erzbiscliof Brunoszu Cöln, dahin, dass sein Prinz Otto II. durcheinstimmige Wahl zu seinem Thronfolger erklärtund gleich darauf den 26. Mai zu Aachen ge-krönt wurde. Otto I. soll diese ihm vom Erz-bischof Wilhelm geleisteten Dienste dadurch be-lohnt haben, dass er ihm den Comitat des vor-dem Hheinyau's mit den Städten Mainz und Bin-gen geschenkt habe." Der Rheingau aber wurdein jener Zeit in den obern und niedern (odervordem) eingeteilt. Jener, dessen Beschreibungnicht hierher gehört, lag zwischen dem Rhein,

*) Jtodiiiiuiii I.