Band 1
) Thätigkeit d»
! destabacs. D«üvil- und Militär.yundeter aus dasanitäre Zweckeet; nur die un-einer AendernMiwilligen Aerztenn Aerzten die IV4. September inhst die bisherigenin wiederholt he-inge nach Opera-ten (60) meinemdes ganzen frei-wurden. Manr sich -völlig vonnstation ein, denimenden Typhus-mcy mit 3 Fran-sehe Abtheilun»ler Assistenzarztrsah mit 2 Civil-rigen Theil des
ä Bahnhofes hochen-Anlagen um-870 in Händenmber einen Chrf•sonals XI. Armee-iselben Personals,h 4 Französischeehör (Bädern etc.)sntilirt, was Ver-^6 herabzusetzen,auserkrankungen,. Kranken in et-das Hospital mitareth VII. Armee-Sektion Lazarett-h auf einige Tage,iekorps zu über-
er Französischenl durch 4 Aerzteq Aerzte blieb in)as Gebäude, hockTrinkwasser ver-• Lazarethzweckt;eben. — Nebenser das Presbytereöden und Leicht-igen Einrichtung■mber wurde da,anke eingerichtet1871 bestehen,rut eingerichtetesRebengärten ge-belegt und einem26. August stellteiktlich engagirtalen Stabsarzt des
Band I.
V. Abschnitt: Vormarsch der III. und Maas-Armee; Schlachten bei Beanmont und Sedan.
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I.azarctk-Reservepersonals XL Armeekorps als Chefarzt an dieSpitze desselben. Das Haus bot in den gut ventilirbaren5 Schlafsälen ein bereits fertig eingerichtetes Lazareth von100 Betten; 3 Säle blieben für Ruhrkranke, 2 für Leichtkrankebestimmt. Die im Garten gelegene ältere Anstalt erhielt22 Betten für Typhuskranke; ausserdem wurden in dem Haupt-gebäude mehrere kleine Zimmer für Offiziere eingerichtet. Dievorhandene Luftheizung genügte wegen mangelnden festen Ab-schlusses der Korridore im Winter nicht, musste deshalb durchneugesetzte Oefen ergänzt werden. Im November machte sichdie Notwendigkeit geltend, noch einen 6. Saal mit 20 Bettenzu benutzen, der durch Requisitionen und freiwillige GabenAusstattung mit den nöthigen Utensilien erhielt. Am 13. April1871 wurde das Hospital geschlossen.
0) Ecole normale. Auch dieses Gebäude, ein Lehrerseminar,günstig gelegen, mit grossen, gut zu lüftenden Räumen, warschon am 9. August von der Stadt als Lazareth eingerichtetund mit ärztlichem Personal versehen worden. Am 6. Septembertraf ein Assistenzarzt Lazareth-Reservepersonals XL Armee-korps als Chefarzt ein, der anfangs gemeinsam mit den bisherdaselbst thätigen Aerzten, später allein der Behandlung der vor-zugsweise mit Ruhr oder Typhus behafteten Kranken oblag.
7) Das Seminar verdankte ebenfalls der Stadt seine Ein-richtung und die Stellung des nöthigen Personals, das insgesammt,nachdem am 11. September 1870 ein Assistenzarzt des Lazareth-lleservepersonals XL Armeekorps als Chefarzt eingetreten war,bis zur Auflösung des Lazareths am 13. März 1871 thätig blieb.Auch dieses Lazareth war nur mit innerlich (vorwiegend Typhus-uud Ruhr-) Kranken belegt und bot in 6 grossen Unterricbts-sälen und einer Reihe kleinerer Zimmer sehr geeignete Kranken-räume. Neben 3 Französischen Aerzten wirkte hier noch einfreiwilliger Deutscher Arzt.
8) In dem grossen Kasernement St. Catherine befand sich1. eine Rekonvaleszenten-Abtheilung, 2. ein Lazareth für Leicht-kranke, mit 250 Betten, beide unter Bayerischer Oberleitung.Auch waren 2 durch das Preussische Kriegsministerium engagirteausländische Aerzte attachirt. Am 20. Dezember trat einPreussischer Arzt in die Chefarztstelle ein und verblieb bis zurAuflösung des Lazareths am 26. März, während das übrigeärztliche Personal mehrfach wechselte.
9) Das Maison de prison et correction war ursprünglichdurch die städtische Verwaltung zu einem Lazareth von130 Betten eingerichtet und von mehreren FranzösischenAerzten geleitet worden. Am 7. September wurde ein Assistenz-arzt des Lazareth-Reservepersonals XL Armeekorps dem Hospitalals Chefarzt vorgesetzt. Es stellte sich sehr bald heraus, dassdie Räume grösstenteils feucht und kalt, daher nicht für Krankegeeignet waren; man nahm deshalb von einer weiteren BelegungAbstand und schloss das Lazareth am 8. Oktober.
10) Um einen Ersatz für die auf diese Weise ausfallendenBetten zu schaffen, wurde beschlossen, die Cour imperiale (courd'appel) einzurichten; Professor Benecke erhielt seitens des(louvernements-Generalarztes den Auftrag, die Leitung derLazaretheinrichtung zu übernehmen. Schon am 6. Novemberwar das Gebäude soweit geräumt, dass die Aufstellung derBetten beginnen konnte. Dasselbe empfahl sich durch günstigeLage, gutes Trinkwasser, zweckmässige Küchen- und sonstigeEinrichtungen und bot in den hohen luftigen Sitzungssälen einegute Unterkunft für 71 Kranke.
Das Lazareth-Reservepersonal XL Armeekorps widmete sichm den erwähnten Räumen der Krankenbehandlung bis zumRückmarsch der Deutschen Heere — nämlich bis zum 12. Juli 1871.
Auch das ain 29. Aug-ust in Nancy angekommeneBayerische Haupt-Feldspital No. 3 erhielt Befehl, sich inund bei dieser Stadt in Thätigkeit zu setzen.
Oertliclie Verhältnisse erforderten eine Theilung in"2 Hälften; der einen wurde die Kaserne St. Jean zu Nancyzunächst zur Benutzung als Etappenspital angewiesen, fürdie andere das College La Malgrange Lei Nancy als eigent-liches Kriegslazareth ausgewählt. Beide Abtheilungen be-gannen ihre Thätigkeit am 11. September 1870.
La Malgrange, bischöfliche Erziehungsanstalt für Knaben,3 — 4 Kilometer von Nancy entfernt auf einer Hochebene er-baut, erschien wegen seiner freien Lage in Gärten und Park-anlagen, sowie wegen der Beschaffenheit seiner inneren Räumeäusserst günstig. Da übrigens einige der geistlichen Professorenauch nach Etablirung des Spitals in ihren Lokalitäten ver-blieben, so standen von den Räumen des umfangreichen Ge-bäudes nur 2 grosse und 3 kleinere Säle (Schul- und Schlafsäle)sowie 10 Zimmer zur Verfügung. Da diese Spitalabtheilungvon vornherein die Bestimmung hatte, vorzüglich Typhus- undRuhrkranke aufzunehmen, so wurde eine möglichst weitläufigeBelegung angestrebt. Gleichwohl Hess sich für 150 Mann Platzgewinnen. Die vorhandene, sehr geräumige Küche, sowie dievortreffliche Waschanstalt würden noch grösseren Ansprüchengenügt haben. Anfangs kamen hier vorzugsweise Kranke der Ein-schliessungs-Armee von Metz zur Aufnahme, welche zum Theilvom Bahnhofe Nancy in Transportwagen nach Malgrangegebracht wurden, häufig im Zustande äusserster Erschöpfung;später trafen auch Kranke von den Cernirungstruppen vor Parisein. Die Mehrzahl litt an Ruhr. In dem Zeitraum vom 11. Sep-tember bis 17. November wurden im College La Malgrange455 Mann behandelt, ausserdem 417 Passanten auf 1—2 Tageverpflegt.
Weniger günstig lagen die Verhältnisse in der tief gelegenen,ehemaligen Kürassier-Kaserne St. Jean auf dem gleichnamigenPlatze in der Nähe des Bahnhofes. Anfangs hatte die Kasernedie Bestimmung, nur als Etappen- resp. Passanten-Lazareth fürLeichtkranke zu dienen; bald aber musste sie bei dem grossenZudrang und der Ueberfüllung der anderen Lazarethe der StadtKranke jeglicher Art aufnehmen. In der Zeit vom 11. Sep-tember bis 17. November fanden 653 Mann daselbst Unterkunft.98 wurden, in Folge des am 15. November an das Spital er-gangenen Befehls, nach Lagny vorzurücken, an das 4. Feld-lazareth IX. Armeekorps abgegeben.
Da es nach der Schlacht bei Sedan galt, weitereBäume zur Unterbringung von Kranken zu beschaffen, sowurden 3—4 Kilometer südlich Nancy 15 Baracken zu je40 Betten gebaut, welche am 3. September vom BayerischenHaupt-Feldspital No. 2 übernommen wurden.
Dieses Baracken-Lazareth 1 ) war von Anfang an wegenseiner gesunden Lage und Ventilation vorzugsweise zurAufnahme von Verwundeten, Typhus- und Buhrkrankenbestimmt. Jede dieser Krankheiten wurde getrennt in deneinzelnen Baracken behandelt; für Typhus- etc. Krankewaren meist Wechselbetten vorhanden, da die Baracken zukeiner Zeit vollständig belegt waren. Der höchste Kranken-bestand betrug im September 289, im Oktober 306 Mann,
Weiteres darüber siehe im 7. Kapitel.