■■ MHHH1HHHH ULB Düsseldorf Sanitäts-Bericht über die Deutschen Heere im Kriege gegen Frankreich 1870/71. Herausgegeben von der Militär-Medizinal-Abtheilung des Königlich Preussischen Kriegsministeriums unter Mitwirkung der Militär-Medizinal-Abtheilung des Königlich Bayerischen Kriegsministeriums, der Königlich Sächsischen Sanitäts-Direktion und der Militär-Medizinal-Abtheilung des Königlich Württembergischen Kriegsministeriums. ✓ Erster Band. I. Administrativer Theil: Sanitätsdienst bei den Deutschen Heeren. Berlin 1884. Ernst Siegfried Mittler und Sohn Königliche Hofbuchhandlung und Hofbuchdruckerei Kochstrasse 69/70. Der Sanitätsdienst bei den ,re (Deutschen Heeren i im Kriege gegen Frankreich 187071. Herausgegeben inisteriums iums, steriums. von der Militär-Medizinal-Abtheilung des Königlich Preussischen Kriegsministerinms unter Mitwirkung der Militär-Medizinal-Abtheilung des Königlich Bayerischen Kriegsministeriums, der Königlich Sächsischen Sanitäts-Direktion und der Militär-Medizinal-Abtheilung des Königlich Württembergischen Kriegsministeriums. X Mit 64 lithographischen Tafeln, 18 Holzschnitten im Text, 13 Karten und 16 Skizzen. Berlin 1884. Ernst Siegfried Mittler und Sohn Königliche Hofbuchhandlung und Hofbuchdruckerei Kochstrasse 69/70. f/y des ^ 03 VEREINS 7^ AERZTE Ä ^%LO° Vorwort. ö ogieich nach Beendigung des Deutsch-Französischen Krieges machte sich bei den leitenden Militär- Sanitätsbehörden der Deutschen Staaten der Wunsch geltend, die dem Sanitätsdienst während dieser denkwürdigen Epoche zugefallenen Aufgaben und die Art, wie das Sanitätspersonal der Deutschen Armeen den an dasselbe herangetretenen Anforderungen entsprochen hatte, im Einzelnen zu schildern, die daraus sich ergebenden Erfahrungen betreffs einer zweckmässigen Organisation der Feld-Sanitätsehrrichtungen zu erörtern, endlich das in den ärztlichen Berichten, Krankenbüchern, Krankenjournalen und Tagebüchern aufgespeicherte, reichhaltige wissenschaftliche Material, zweckmässig geordnet und gesichtet, behufs weiterer Verwerthung im Interesse der Opfer künftiger Kriege der Oeffentlichkeit zu übergeben. Der Ausführung dieses Gedankens stellten sich jedoch während der ersten Jahre nach dem Friedensschlüsse unübersteigliche Hindernisse entgegen, indem einerseits die erwähnten Berichte, Krankenbücher und Krankenjournale lange Zeit hindurch zur Prüfung von Invaliden-Ansprüchen und für andere unabweisliche praktische Aufgaben so unentbehrlich blieben, dass von einer Benutzung derselben für wissenschaftliche Zwecke nothgedrungen vorläufig Abstand genommen werden musste, während andererseits — soweit das Historisch- Organisatorische in Betracht kam — die zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte durch noch gewichtigere Interessen vollauf in Anspruch genommen waren. Die hauptsächlichste Grundlage für die Wirksamkeit der Sanitätsorgane bei den Deutschen Heeren im Kriege 1870/71 hatte die auf der Kriegserfahrung von 1864 und 1866 und auf den Beschlüssen der im Jahre 1867 zu Berlin abgehaltenen Militär-Sanitäts-Konferenz beruhende Norddeutsche »Instruktion über das Sanitätswesen der Armee im Felde vom 29. April 1869« abgegeben, deren wichtigste Bestimmungen auch bei den Süddeutschen Staaten in Kraft standen, soweit bei diesen nicht eigenartige Verhältnisse (insbesondere die abweichende Einrichtung der mobilen Sanitätsformationen) anderweitige Anordnungen bedingten. Waren die Vorschriften dieser Instruktion während des Deutsch-Französischen Krieges auch in der Hauptsache als zweckmässig befunden worden, so hatte die umfassende praktische Probe doch einerseits manche auf der Konferenz des Jahres 1867 strittig gebliebene, durch die erwähnte Instruktion nicht erledigte Punkte in hellere Beleuchtung Vorwort. Band I. gerückt, andererseits überhaupt neue Gedankenreihen eröffnet, endlich gleichzeitig dargethan, dass einzelne Theile des Organismus im Drange wuchtiger Ereignisse minder vollkommen funktionirten, als hei Erlass der Instruktion vorgeschwebt hatte und als zu einem befriedigenden Ineinandergreifen erforderlich blieb. Während jedoch im Allgemeinen ziemlich vollständige Uebereinstimmung darüber herrschte, welche Punkte der Verbesserung bedürftig seien, gingen naturgemäss die Meinungen über Dasjenige, was an Stelle des Abzuändernden gesetzt werden solle, im Einzelnen beträchtlich auseinander. Es musste zunächst wichtiger erscheinen, hierüber eine Einigung herbeizuführen und die als nothwendig erkannten Aenderungen schon im Frieden in das Leben zu rufen oder doch für den Kriegsfall instruktionsmässig zu sichern, als das Geschehene zu beschreiben, zumal Niemand zu wissen vermochte, eine wie lange oder wie kurze Zeit den Eriedensvorbereitungen gegönnt sein würde. Während des Deutsch-Französischen Krieges war gerade Das nicht als der kleinste Uebelstand empfunden worden, dass die maassgebende Instruktion zn kurze Zeit vor Ausbruch der Feindseligkeiten Geltung erhalten hatte, um jedem Einzelnen so geläufig zu sein, wie zu völlig sicherer und sinngemässer Handhabung unerlässlich ist. Unmittelbar nach dem Friedensschlüsse richtete sich daher das hauptsächlichste Bestreben darauf, unter dem noch frischen Eindrücke der kriegerischen Ereignisse die für erforderlich erachteten organisatorischen Maassnahmen in neuen Instruktionen zum Ausdruck zu bringen und das zu ihrer Durchführung Erforderliche anzubahnen. Nachdem über die wichtigsten Punkte die Ansichten sich geklärt hatten, wurden die entsprechenden Fragen wiederum einer auf Anregung Ihrer Majestät der Kaiserin im Oktober 1872 nach Berlin zusammenberufenen Militär-Sanitäts-Konferenz zur nochmaligen Berathung vorgelegt; den inzwischen bereits erlassenen Verordnungen folgte sodann im Laufe der nächsten Jahre eine Keihe tiefgreifender Veränderungen der Heeres- Sanitätsorganisation. Die einheitliche Leitung der Feldlazarethe durch Chefärzte hatte sich, wie schon in den Feldzügen von 1864 und 1866, so auch unter den grösseren Verhältnissen des Deutsch-Französischen Krieges als ein zweifellos richtiges Prinzip bewährt. Die Gelegenheit zu einer Vorbildung im Frieden für diese verantwortungsreiche Feldstelle wurde geschaffen durch die Allerhöchste Verordnung vom 24.'Oktober 1872, welche für die Zukunft (vom 1. Januar 1873 ab) die Leitung auch der Friedenslazarethe durch Chefärzte (anstatt durch Lazareth- kommissionen) befahl. Uni Vieles einschneidender noch waren die Umgestaltungen, welche sich aus der unter dem 6. Februar 1873 Allerhöchst genehmigten abgeänderten »Verordnung über die Organisation des Sanitätskorps« ergaben. Neben den Obliegenheiten, welche aus der Nothwendigkeit entsprangen, frühere Verfügungen mit den durch die eben erwähnten Allerhöchsten Erlasse neugeschaffenen Verhältnissen in Einklang zu bringen, neben der gleichzeitigen Ausarbeitung mannigfacher, in erster Linie den Friedensdienst betreffender Instruktionen (so insbesondere der »Instruktion zur Ausführung der ärztlichen Kapport- und Berichterstattung vom 15. Februar 1873«, der »Instruktion über die Versorgung der Armee mit Arzneien und Verbandmitteln vom Jahre 1874«, der »Instruktion für die Militärärzte zum Unterricht der Krankenträger vom 25. Juni 1875«, der »Dienstanweisung zur Beurtheilung der Militärdienstfähigkeit und Ausstellung von Attesten vom 8. April 1877«), neben der Mitwirkung endlich bei den auf den Sanitätsdienst bezüglichen Paragraphen neuer militärischer Erlasse erfolgte die thunlichst vollständige praktische Verwerthung aller während des Deutsch-Französischen Krieges auf organisatorischem Gebiete gemachten Erfahrungen und der in militär-hygienischen Fragen inzwischen gewonnenen wissenschaftlichen Ergebnisse durch die »Kriegs - Sanitätsordnung«, welche unter dem 10. Januar 1878 die Allerhöchste Sanktion erhielt. Band I. Desgle: Ausbildung de Standes dr Erst a und die Inans dem niemals werden. Im . Seiner Excelle Heranziehung Bereitstellung Es ers müsse. Sobalc sich demgemä; Sächsischen u stehenden Art Entsendung vi der Preussisch schlüssig zu r Die Ko Theile des Beri Daten gewonn Kriegsminister es zweckmässi die acht Kapii Die vo Jahre bei alle: Da die Umstf Dienstobliegen] alle Kapitel a überdies unvei Störungen her statistischen F Kurz v der Militär-Me gebildet, welcl: desgleichen eii war die Verse und medizinis Inhalt des ersten Bandes. I Toxi Vorwort Seit? v Sanitätsdienst bei den Deutschen Heeren. Erstes Kapitel. Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung der Deutschen Heere. rster Abschnitt: Mobilmachung des Sanitätswesens. — Sanitätspersonal................. I. Norddeutseher Bund............. A. Mobilmachungsverfahren......... B. Gliederung des Sanitätspersonals...... C. Bedarf an Sanitätspersonal bei der Armee des Norddeutschen Bundes.......... D. Bedarf und Deckung des Bedarfs in den einzelnen grösseren Staaten ............ 11. Süddeutsche Staaten............. Anmerkungen: Friedens-Organisation des Heeres-Sanitätswesens in den Deutschen Staaten........... Zweiter Abschnitt: Sanitätsmaterial der Truppen .... 1. Preussen................. IT. Wichtigere Abweichungen bei anderen Deutschen Staaten Dritter Abschnitt: Mobile Sanitätsformationen..... I. Formationen zur ersten Hilfe.......... A. Sanitätsdetachcments........... B. Bayerische Sanitäts-Kompagnien...... 6 13 17 26 26 29 31 32 32 37 j ite 38 0. Württembergische Feld-Sanitätszüge .... II. Formationen zur Behandlung und Pflege der Verwundeten und Kranken................ 40 A. Preussen............... 40 1. Foldlazarethe............ 41 2. Stehende Kriegs - und Etappenlazarethe (Lazareth-Reservepersonal)....... 47 B. Abweichungen in Sachsen......... 48 C. Bayern................ 49 D. Württemberg............. 51 K. Baden................ III. Depots und Magazine............. Anmerkungen: Ressort- und Disziplinarverhältnisse bei den mobilen Sanitätsformationen. — Aufgaben des dirigirenden ärztlichen Personals im Rücken der kämpfenden Armeen . . Schlussbetrachtung: Vertheilung der Aerzte und Sanitätsformationen auf die einzelnen Armeen......... 51 52 53 54 Anhang: Verluste des Sanitätspersonals......... 56 Zweites Sanitätsdienst und hygienische Seite ■Vorbemerkung: Vorschriften für den Sanitätsdienst bei den Truppen.................... 61 ■rster Abschnitt: Sanitätsdienst und hygienische Maassnahmen auf dem Marsch und im Quartier........... 61 I. Märsche (Hammel-Stationen — Maroden- und Rekonvaleszenten-Kompagnien) ............ 61 II. Kantonnements............... 63 A. Regelung des Sanitätsdienstes (Krankendepots — Kantonnementslazarethe)......... 63 B. Hygienische Zustände und Maassnahmen während der hauptsächlichsten längeren Kantonniritngen . 65 1. Vor Metz............. 65 2. Vor Strassburg........... 67 > 3. Vor Paris ............. 67 Kapitel. Maassnahmen bei den Truppen. Seite Zweiter Abschnitt: Sanitätsdienst im Gefecht. (Dienst bei der kämpfenden Truppe — Nothverbandplatz — Verwundetentransport — Dienst bei Belagerungen)......... 69 Dritter Abschnitt: Allgemeine hygienische Maassnahmen. . 72 I. Bekleidung und Ausrüstung der Truppen..... 72 II. Ernährung der Truppen............ 74 A. Art der Verpflegung in verschiedenen Perioden des Krieges..............74 B. Die hauptsächlichsten Nahrungs- und Genussmittel 76 III. Direkt gegen die Verbreitung von Krankheiten gerichtete Maassnahmen................ 79 Anmerkungen: Vorschriften für die Feld - Verpflegung. — Nahrungswerth der Feld-Portion........... 81 Anhang: Desinfektion der Hchlachtfelder........ 82 b* XII Inhalt des ersten Bandes. Band I Drittes Kapitel. Thätigkeit der Sanitätsdetaoliemeiits, der Feld-, Kriegs- und Etappenlazarethe. Seite Vorbemerkung................. 91 Erster Abschnitt: Aufmarsch........... 92 Zweiter Abschnitt: Die ersten Kämpfe der III. Armee (Weissenburg, Wörth) und die Belagerung vun Strassburg . 94 Treffen bei Weissenburg............ 94 Schlacht bei Wörth.............. 95 Belagerung von Strassburg........... 99 Kriegs- und Etappenlazarethe.......... 100 Dritter Abschnitt: Schlacht bei Spicheren und Ereignisse während der Heeresbewegungen nach der Mosel..... 102 Schlacht bei Spicheren............. 102 Die Heeresbewegungen nach der Mosel....... 103 Schlacht bei Colombey — Nouilly......... 104 Kriegs- und Etappenlazarethe.......... 10b' Vierter Abschnitt: Die ersten Kämpfe links der Mosel und die Einschliessung von Metz............ 110 Schlacht bei Vionville-—Mars la Tour....... 110 Unternehmung gegen Toul und Belagerung dieser Festung 114 Schlacht bei Gravelotte—St. Privat........ 114 Einschliessung von Metz bis zur Schlacht bei Noisseville 121 Schlacht bei Noisseville............ 124 Einschliessung von Metz bis zur Uebergabe..... 125 Kriegs- und Etappenlazarethe.......... 130 Fünfter Abschnitt: Vormarsch der III. und Maas-Armee; die Schlachten bei Beaumont und Sedan .... ... 136 Vormarsch........•........ 136 Schlacht bei Beaumont............. 137 , , Sedan.............. 140 Kriegs- und Etappenlazarethe.......... 147 Sechster Abschnitt: Bewegungen der III. und der Maas- Armee nach der Schlacht bei Sedan; Einschliessung bezw. Belagerung von Paris uud der kleineren rückliegenden Festungen................... 155 Vormarsch................. 155 Einschliessung von Paris bis Ende Oktober 1870 . . . 157 Einschliessung und Belagerung von Paris vom November bis 28. Januar 1871............. 167 Schlacht bei Villiers.............. 168 Zeit nach der Kapitulation von Paris bis Ende Februar 1871 174 Belagerung der kleineren ruckliegenden Festungen . . . 174 Kriegs- und Etappenlazarethe.......... 176 Siebenter Abschnitt: Südöstlicher Kriegsschauplatz . . . 184 Sanitätsdetacheinents und Feldlazarette....... 184 Kriegs- und Etappenlazarethe.......... 191 Achter Abschnitt: Nördlicher Kriegsschauplatz..... 192 Sanitätsdetacheinents und Feldlazarette....... 192 Kriegs- und Etappenlazarethe.......... 198 Neunter Abschnitt: Südwestlicher Kriegsschauplatz . . . 199 Die ersten Kämpfe gegen die Loire-Armee..... 19!) Vormarsch der IL Armee............ 202 Gefechte im November. — Schlacht bei Beaune la Rolande 204 Schlacht bei Loigny—Poupry.......... 207 Weitere Kämpfe im Dezember.......... 209 „ „ bei Beaugency— Cravant...... 210 Kleinere Gefechte im Dezember.......... 212 Kämpfe im Januar 1871............ 212 Kriegs- und Etappenlazarethe.......... 216 Zehnter Abschnitt: Waffenstillstand, Rückmarsch und Okkupation ..................... 218 Schlussbetrachtung ............... 219 Band I. Vorbemerkung Erster Abschni Wesens für Verw die im Deutsch-F I. Eisenbahn in dem K II. Nach den getroffene A. Noi B. Süd III. Gesammtii Kriege au A. Noi B. Süd C. Fre Rekapitulation Zweiter Absein züge. — Dienst! Viertes Kapitel. Krankenzerstreuuiig. Seite Vorbemerkung................. 222 Erster Abschnitt: Organisatorische Bestimmungen, welche bei Ausbruch des Krieges in Kraft standen....... 223 I. Organisation des Etappenwesens......... 223 II. Vorschriften für die Evakuation......... 225 A. Norddeutscher Bund........... 225 B. Süddeutsche Staaten........... 228 Zweiter Abschnitt: Ausführung der Krankenzerstreuung. . 229 I. Aufmarsch der Armeen. — Wassertransport auf dem Rhein und der Mosel............. 229 IL Die ersten Schlachten in Elsass-Lothringen. — Belagerung von Strassburg............ "232 III. Heeresbewegungen nach der Mosel. — Schlachten vor Metz. — Einschliessung bezw. Belagerung von Metz, Seit. Toul und Verdun. — Evakuationskommissionen in Weissenburg und Saarbrücken—Forbach...... 233 IV. Vormarsch der III. und Maas-Armee. — Schlachten bei Beaumont und Sedan. — Evakuationskommission in Aachen.................. 211 V. Bewegungen der III. und Maas-Armee nach der Schlacht bei Sedan. — Einschliessung und Belagerung von Paris. — Evakuationskommission in Epernay—Reims ... 243 VI. Südöstlicher Kriegsschauplatz.......... 249 VII. Nördlicher Kriegsschauplatz.......... 250 VIII. Südwestlicher Kriegsschauplatz......... 250 IX. Waffenstillstand und Präliininar-Friedenszeit .... 252 X. Rückmarsch und Okkupation.......... 254 Schlussbetrachtung ............... 251 Vorbemerkung Erster Abschni pflege .... I. Preussen A. Au; B. lim C. Die ans 1. 2. V orbem erkung Erster Abschni land vor dem K Feld-Sanitäts-In; Zweiter Absein Schauplatz . . Band I. I Band I. Inhalt des ersten Bandes. Xlll Fünftes Kapitel. Sanitätszüge. Seite | I. und der Maas- lschliessung bezw. ■en nickliegenden ....... 155 | ....... 155J ober 1870 ... 157 ■is vom November ....... 167 ....... 168 1 Ende Februar 1871 174 - Festungen . . . 174 \ ....... 176 ischanplatz . . . 184 ....... 184J ....... 191 upiatz..... 192 ........ 192 ....... 198 ischanplatz . . . 199 ■mee ..... 199 ....... 202l Beaune la Rolande 204 j ....... 207« ....... 209« int...... 2101 ....... 212 I ....... 212» ....... 2161 kmarseli und Ükku- ....... 2181 ....... 219 Seilt lskonimissionen jach .... i. — Schlachten bei ionskommission in e nach der Schlacht lagerung von Paria. ay—Reims . . . idenszeit 235 241 243 249 250 230 252 254 251 Seile Vorbemerkung . . ,.............. 261 Erster Abschnitt: Entwickelnng des Eisenbahn-Transportwesens für Verwundete und Kranke. — Gesammtübersicht über die ini Deutsch-Französischen Kriege ausgerüsteten Sanitätszüge 262 I. Eisenbahntransport Verwundeter und Kranker vor und in dem Kriege des Jahres 1866......... 262 IL Nach dem Kriege von 1866 in dcu Deutschen Staaten getroffene Vorkehrungen............ 264 A. Norddeutscher Bund........... 264 B. Süddeutsche Staaten........... 266 III. Gesammtübersicht über die im Deutsch-Französischen Kriege ausgerüsteten Sanitätszüge........ 267 A. Norddeutscher Bund........... 267 B. Süddeutsche Staaten........... 268 C. Freiwillige Krankenpflege......... 268 Rekapitulation ................. 269 Zweiter Abschnitt: Einrichtung und Ausstattung der Sanitätszüge. — Dienstbetrieb auf denselben......... 270 I. Zusammensetzung der einzelnen Züge. (Zahl und Art der Wagen. — Kommunikations-System. — Rangirung und äussere Kennzeichnung der Wagen)...... 270 II. Einrichtung und Ausstattung der Wagen..... 274 A. Krankenwagen............. 274 B. Küchenwagen............ 282 C. Depotwagen.............. 284 D. Verwaltungswagen........... 284 E. Wagen für das leitende und Pflegepersonal . . 285 F. Andere Wagen............. 286 III. Personal der Sanitätszüge. — Dienstbetrieb .... 286 IV. Beköstigung auf den Sanitätszügen........ 289 Dritter Abschnitt: Regelung der Fahrten. — Leistungen der Sanitätszüge. — Besondere Vorkommnisse. — Kosten . 291 I. Regelung der Fahrten............ 291 IL Leistungen der Sanitätszüge.......... 293 A. Allgemeine Uebersicht .......... 293 B. Die einzelneu Fahrten.......... 293 III. Besondere Vorkommnisse (Unglücksfälle. — Belästigungen und Beschädigungen).......... 296 IV. Kosten der Sanitätszüge........... 297 Sechstes Kapitel. Lazaretlie des Inlandes. Seite Vorbemerkung................. 299 Erster Abschnitt: Organisation der heimathlichen Krankenpflege ..................... 300 I. Freussen................. 300 A. Auswahl der Orte und Gebäude...... 300 B. Innere Einrichtung der Lazaretlie...... 301 C. Die verschiedenen Arten heimathlicher Lazareth- anstalten............... 301 1. Staatliche Lazaretlie......... 301 2. Lazarethe und Pflegeanstalten der freiwilligen Hilfstätigkeit........... 303 Seite IL Die übrigen Deutschen Staaten......... 304 A. Sachsen............... 304 B. Bayern.........■....... 304 0. Württemberg............. 306 D. Baden................ 306 E. Hessen................ 306 Zweiter Abschnitt: Gestaltung der heimathlichen Krankenpflege während des Krieges........ .... 307 I. Reserve-, Vereins- und Privatlazarethe...... 307 IL Kriegsgefangenenlazarethe........... 308 III. Summarischer Ueberblick über die Thätigkeit der heimischen Lazaretlie............. 310 Siebentes Kapitel. Zelte und Baracken. Seite Vorbemerkung.................311 Erster Abschnitt: Zelt-und Baracken-Behandlung in Deutschland vor dem Kriege 1870/71. — Bezügliche Vorschriften der Feld-Sanitäts-Instruktion von 1869..........312 Zweiter Abschnitt: Zelte und Baracken auf dem Kriegsschauplatz .......:........... 3KJ Seite Bei Feld- und stehenden Kriegslazarethen (bezw. Auf- nahms- und Haupt-Feldspitälern)........ 316 A. Nach den ersten Schlachten in Elsass-Lothringen 317 B. Vor Strassburg............. 318 C. Vor Metz............... 318 D. Um Sedan.............. 321 E. Auf Etappen-Linien........... 322 XIV Inhalt des ersten Bandes. Band I. Band I. Seite II. Bei Etappen-Lazarethen............ 326 HI. Bei Lazarethen der freiwilligen Krankenpflege . . . 329 llekapitulation................. 330 Dritter Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland . . 331 I. Zelte................... 331 A. Zeltlazarethe.............. 331 1. Internationales Zeltlazareth auf dem Rochusberge bei Bingen.......... 331 2. Zeltlazareth am Thürmchen bei Köln a. Rh. 332 3. Garnison- u. Belagerungs-Lazareth Köln a. Rh. 333 B. Einzelne Krankenzelte.......... 334 Rekapitulation.............. 336 II. Baracken................. 336 A. Neuerbaute Krankenbaracken..... 336 Erste Gruppe: Baracken nach Preussischer kriegsministerieller Vorschrift, von gleicher Grösse und Konstruktion, mit Bodenerhöhung, durchbrochenem Dachreiter und Latrinen in Anbauten............. 336 1. Barackenlazarcth zu Halle a. S. . . . 336 2. Barackenanlagen zu Hannover . . . 336 a. Reservelazareth No. HI..... 336 b. „ I .... 338 c. Reservelazarethe No. IV, V u. VI . 338 3. Barackenanlagen zu Kassel .... 338 4. Barackenlazarcth zu Meiningen . . . 339 5. , , Lübeck .... 339 6. Einzelne Baracken........ 339 Rekapitulation.......... 340 Zweite Gruppe: Baracken mit Dachfirst- Ventilation mittels durchlaufender oder unterbrochener Dachreiter verschiedener Konstruktion, Bodenerhöhung bis 0.'J5 m, Latrinen in Anbauten............ 341 a. Ausschliesslich oder vorwiegend staatliche Lazarethe......... 341 1. Barackenlazarcth auf dem Tempel- hofer Felde bei Berlin..... 341 2. Barackenlazarcth zu Hamburg- Altona.......... 345 3. Barackenanlagen zu Wesel . . . 347 4. Barackenlazarcth zu Leipzig . . 348 5. Barackenanlagen zu Karlsruhe . . 348 6. Barackenlazurethe zu Heidelberg . 350 7. Barackenlazareth zu Giessen. . . 351 8. Barackenanlage zu Weimar . . . 351 9. Barackenlazareth zu Bremen am Bahnhof Neustadt...... 352 10. Einzelne Baracken...... 352 b. Vereins-Lazarethe........ 355 1. Barackenlazareth zu Lichterfelde . 355 2. Barackenlazareth zu St. Johann- Saarbrücken ........ 355 3. Alice-Hospital b. Bessungen-Darm- stadt........... 356 4. Einzelne Baracken...... 356 Rekapitulation......... 358 Dritte Gruppe: Baracken mit Dachfirst- Ventilation, Bodenerhöhung bis 0.;>5 m, Neben- raume und Latrinen innerhalb der Baracke . 359 a. Staatliche Lazarethe....... 359 1. Barackenanlagen zu Frankfurt a. M. 359 Seite a. Reservelazareth No. I . . . 359 b. , , n ... 360 2. Einzelne Baracken...... 361 b. Vereins-Lazarethe........ 363 1. Barackenlazareth zu Aachen. . . 363 2. „ „ Düsseldorf. . 364 3. , „ Frankfurt a.M. 365 4. Krankenbaracken der Stadt Nürnberg ........... 365 5. Einzelne Baracken...... 366 Rekapitulation......... 366 Vierte Gruppe: Baracken mit Dachfirst- Ventilation und Fundirung auf Stein- oder Holzpfeilern von 1.25-1.90 m Höhe .... 367 1. In Berlin........... 367 2. Baracken- und Zeltlazareth zu Neuwied 367 3. Krankenbaracke in Bremen..... 368 Rekapitulation.......... 368 Fünfte Gruppe: Baracken mit Dachfirst- Ventilation ohne Unterbau und ohne Bodenerhöhung ............. 369 a. Staatliche Lazarethe....... 369 1. Barackenlazareth zu Oldesloe . . 369 2. Baracken- und Zeltspital zu Ludwigsburg .......... 369 3. Barackenspital zu Gmünd.... 370 b. Vereinslazarethe......... 370 Rekapitulation.......... 371 Sechste Gruppe: Baracken ohne Dachreiter, mit Ventilationseinrichtungen verschiedener Art............... 372 Siebente Gruppe: Baracken ohne Dachreiter, ohne besondere Ventilationseinrichtungen und ohne Bodenerhöhung......... 377 Achte Gruppe: Zeltbaracken (d. h. Holz- baraeken, bei denen Theile der Wände oder des Daches durch Leinewand ersetzt sind) . 380 Neunte Gruppe: Baracken verschiedener Konstruktion an Etappen-Ortcn....... 382 Gesanuntübersicht über die innerhalb Deutschlands erbauten Baracken........ 383 B. Aptirungen vorhandener barackenartiger Gebäude............... 383 G. Baracken bei Kriegsgefangenenlazarethen 389 1. Barackenlazareth auf dem Karthäuser l'lateau bei Coblenz............ 389 2. Barackenlazareth auf dem Petersberge bei Coblenz.............. 390 3. Barackenlazareth auf der Wahner Haide bei Köln a. Rh............ 31)0 4. Barackenlazareth auf dein Gremberge b.Deutz 390 5.\ Barackenlazarethe bei Wesel (auf der Büde- 6./ richer Insel und auf der Spellner Haide) . 391 7. Barackenlazarcth zu Minden...... 392 8. „ auf dem Exerzirplatz bei Glogau....... 393 9. „ zu Lerchenberg bei Glogau 393 10. „ zu Königsberg in Preussen 393 11. „ der Festung Ulm .... 394 12. Einzelne Baracken.......... 394 13. Aptirungen . . '........... 396 Vorbemerkung Erster Abschnit pflege, insbesond zösischen Kriege. (Entstehung Nothwendigk (Vntralisatioi dienst.) . . Zweiter Ab sehn im Kriege 1870'7 I. Organisatio (Vorschrift Vereine. — girte. — £ mation dess und der Pri II. Wirksamke A. Auf 1. 1 2. I eilaee 1. Person Preus Krieg 2. Etat a Arme 3. Enektii Preus machi 4. Sollstal perso 5. Etat an Sachs 6. Effektiv XII. befoh 7. Sollstai korps Fahrz 8. Etat a! dessel 25. (C 9. Summai bestai deutsc ^^^ Band I. Band I. Tnhalt des ersten Bandes. XV Seite ;h No. I . . . 359 „II ... 360, t...... 361 ....... 363 su Aachen. . . 363 , Düsseldorf. . 364 , Frankfurt a.M. 365 der Stadt Nürn- ....... 365 i...... 366 ....... 366 i mit Dachfirst- auf Stein- oder Höhe .... 367 ....... 367 jreth zu Neuwied 367 einen..... 368 ....... 368 i mit Dachfirst- uiid ohne Boden- ....... 369 ....... 369 zu Oldesloe . . 369 dtspital zu Lud- ....... 369 Gmünd. ... 370 ....... 370 ....... 371 ohne Dachreiter, en verschiedener ....... 372 ■ l ohne Dachreiter, Einrichtungen und ....... 377 ten (d. h. Holz- der Wände oder d ersetzt sind) . 380 erschiedenerKon- ....... 382 nerhalb Deutsch- ....... 383 ,rackenartiger ....... 383 jnenlazarethen 389 arthäuser Plateau ....... 389 Petersberge bei ....... 390 Wahner Haide ....... 390 reinberge b.Deutz 390 el (auf der Büde- Spellner Haide) . 391 ...... 392 Exerzirplatz bei ....... 39;) iberg bei Glogau 393 berg in Preussen 393 ig Ulm .... 394 ....... 394 ....... 396 Achtes Kapitel. Freiwillige Krankenpflege und die Genfer Konvention. Vorbemerkung ................. Erster Abschnitt: Entwickelung der freiwilligen Krankenpflege, insbesondere in Deutschland, bis zum Deutsch-Französischen Kriege. (Entstehung der modernen freiwilligen Krankenpflege. — Notwendigkeit derselben. — Vorbereitung im Frieden. — Centralisation und Anschluss an den staatlichen Sanitätsdienst.) ................... Zweiter Abschnitt: Die Deutsche freiwillige Krankenpflege im Kriege 1870'71................ Seite 397 398 405 I. Organisation (Vorschriften der Feld-Sanitäts-Instruktion von 1869. — Vereine. ■— Norddeutscher Militär-Inspekteur. — Dele- girte. — Süddeutsche Staaten. — Personal. — Legitimation desselben. — Depots. — Leistungen des Staates und der Privatbahnen an die freiwillige Krankenpflege.) 405 II. Wirksamkeit................410 A. Auf dem Kriegsschauplatz........410 1. Hilfsleistungen auf den Schlachtfeldern (Unterstützung der Sanitätsdetachements) .... 410 2. Unterstützung der Feld-, Kriegs- und Etappen- lazarethe............. 411 3. Mitwirkung bei dem Evakuationsdienst . . 4. Unterstützung hygienischer Maassuahmen . . 5. Anderweitige Wirksamkeit auf dem Kriegsschauplatz ............. B. Im Inlande.............. 1. Balmhofstationen und Wassertransport auf dem Rhein............. 2. Unterstützung der Reservelazarethe .... 3. Nachrichten - Vermittelung (Central - Naeh- weise-Büreau)............ 4. Beihilfen an Rekonvaleszenten, Invalide. Hinterbliebene u. s. w......... 0. Gesammtaufwand der freiwilligen Krankenpflege . Schlussbetrachtung........... Dritter Abschnitt: Die internationale freiwillige Krankenpflege ..................... I. Entwickelung der internationalen freiwilligen Krankenpflege ................... fl. Internationale Wirksamkeit der freiwilligen Krankenpflege der kriegführenden Nationen........ III. Beihilfe neutraler V r ölker........... Anhang: Die Genfer Konvention im Kriege 1870/71 .... Seite 413 414 415 415 415 415 417 418 418 419 420 420 423 425 428 IL Beilaffen. Beilage 1. 2. 3. 4. 5. 6. Seile Zum ersten Kapitel. Personal der Militär - Medizinal-Abtheilung des Preussischen Kriegsministeriums während des Krieges...............3* Etat an ärztlichem Personal bei der Preussischen Armee................4* Effektivbestand an ärztlichem Personal bei der Preussischen Armee nach befohlener Mobilmachung ............... 6* Sollstand eines Preussischen Armeekorps an Sanitätspersonal nebst Pferden und Fahrzeugen .... 9* Etat an ärztlichem Personal bei dem XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps.........10* Effektivbestand an ärztlichem Personal bei dem XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps nach befohlener Mobilmachung.........11* Sollstand des XII. (Königlieh Sächsischen) Armeekorps an Sanitätspersonal nebst Pferden und Fahrzeugen..............12* Etat au ärztlichem Personal und Effektivbestand desselben nach befohlener Mobilmachung bei der 25. (Grossherzoglich Hessischen) Division . . . 13* Summarische Nachweisung des Etats und Effektivbestandes an ärztlichem Personal bei der Norddeutschen Armee............14* Seite Beilage 10. Nachweisung des in den staatlichen Sanitätsanstalten der mobilen und immobilen Norddeutschen Armee thätig gewesenen staatlichen Personals .... 15* „ 11. Vertheilung der Aerzte und Sanitätsformationen bei den kämpfenden Armeen........ 16* „ 12. Vertheilung der Aerzte und Sanitätsformationen im Rücken der kämpfenden Armeen.....23* „ 13. Dirigirendes ärztliches Personal bei dem immobilen Tlicil der Norddeutschen Armee......25* „ 14. Ordre de bataille des dirigirenden ärztlichen Personals und der Sanitätsformationen bei der Bayerischen Armee........... 26* „ 15. Etat an ärztlichem Personal bei der Bayerischen Armee................27* „ 16. Aerztliches Personal nach befohlener Mobilmachung bei der Bayerischen Armee a. nach dem Effektivstande vom 1. August 1870 28* b. „ „ „ 1. Oktober 1870 29* „ 17. Sollstand eines mobilen Bayerischen Armeekorps an Sanitätspersonal nebst Pferden und Fahrzeugen 30 ■ 18. Sollstand der mobilen Bayerischen Armee an Sanitätspersonal nebst Pferden und Fahrzeugen 31* „ 19. Uebersicht über das zur Verwendung gelangte Württembergische Sanitätspersonal.....32* , 20. Aerztliches Personal der Württembergischen Feld- Division ...............33* Band I. Band I. Inhalt des ersten Bande«. XVII Seite hluss des ikenpflege Armee . 85* t Schluss sfälle bei i Personen irung der iss . . . 86* clüuss des ilitärärzte 87* >s Krieges in Militär- .... 89* .chsisehen) en Militär- .... 90* te des ge- dem XII. .... 91* jenen )enen und ärärzte . 93* i Badischen .... 94* isirten Ba- .... 95* gefallenen ihen Armee et) . . . 9G* gefallenen :hen Armee tet) ... 97* sinfektions- 101* und . . 92* Thätigkeit lit über die i Thütigkeit th - Reserve- ht über die is Lazareth- geordncte 'eldlazarethe 102* 115* 120* 148* 172* irischen dem der Itheini- zu Köln ab- ..... 182* .ml Weissen- äsionen . . 183* 91. Seite Armeebefehl des Oberkommandos der II. Armee vom 20. August 1870, betreffend die Evakuation aus Feldlazaretten...........184* Armeebefehl des Oberkommandos der II. Armee vom 10. September 1870, betreffend die Evakuation aus Peldlazarethen...........185* Armeebefehl des Oberkommandos der II. Armee vom 22. Oktober 1870, betreffend die Evakuation von Ruhr- und Typhuskrankeu......... 186* Verfügung der Militär-Medizinal-Abtheilung des Preussischen Kriegsministeriums vom 25. Oktober 1870, betreffend die Evakuation.......187* Konvention betreffend die Evakuation von Verwundeten und Kranken auf der Pariser Gürtelbahn 188* Nachweisung der Etappeninspektionen und Etappenkommandanturen ............189* Kriegskalender mit besonderer Berücksichtigung der Etappen- und Evakuationsverhältnisse .... 190* Zum fünften Kapitel. Fahrten der Weissenburger Lazarethzüge .... 197* Geräthausstattung des Württembergischen Küchenwagens ................198* Inventarienverzeichniss des Küchenwagens eines Preussischen Sanitätszuges.........199* Oekonomischer, chirurgischer und Lebensmitteletat eines Preussischen Sanitätszuges......200* a. Oekonomie-Ausrüstung des I. Bayerischen Spitalzuges ................202* b. Etat an Lebensmitteln etc. der Bayerischen Spitalzüge. Magazinbestand der Württembergischen Spitalzüge 203* Inventarienverzeichniss des Verwaltungswagens der Preussischen Sanitätszüge I bis IX .....204* Verbandmittel- und Arznei-Ausstattung der Würt- tembergisehen Spitalzüge.........205* Summarische Uebersicht über die Fahrten sämmt- licher Deutschen Sanitätszüge.......206* Fahrten der Preussischen Sanitätszüge I bis IX . 208* Fahrten der Bayerischen Spitalzüge und des Pfälzer Lazarethzuges.............219* Fahrten des Sächsischen Sanitätszuges..... 221* Fahrten der Württembergischen Spitalzüge . . . 222* Fahrten des Badischen Lazarethzuges.....223* Fahrten des Hamburger Lazarethzuges.....224* | Zum sechsten Kapitel. Gesammtübersicht über die in den Lazarethen des Inlandes errichteten Lagerstellen sowie über die daselbst behandelten Deutschen und Franzosen . 225* Spezielles Verzeichniss der Lazarethe des Inlandes 226* Durchschnittliche Verpflegungsstärke der in sämmt- lichen Garnison-, Reserve-, Vereins- und Privat- lazarethen in Preussen einschliesslich der kleineren Staaten des Norddeutschen Bundes befindlich gewesenen Verwundeten und Kranken der mobilen Preussischen Armee...........247* Durchschnitts-Verpflegungsstärke der in sämmtlichen Garnison-, Reserve-, Vereins- und Privatlazarethen befindlich gewesenen Verwundeten und Kranken der mobilen Deutschen Armee.......248* SuntMs-Bttieht über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. Beilage 66. . 67. , 6a , 69. 70. 71. , 72. Beilage 73. , «4. „ 75. 76. 77. 78. 79. 80. 81. 82. 83. 84. 85. 86. 87. Beilage 88. 89. 90. Beilage 92. Durchschnittliche Verpflegungsstärke der in sämmtlichen mobilen Lazarethanstalten der Preussischen Armee befindlich gewesenen Verwundeten und Kranken (Offiziere, Beamte und Mannschaften) der mobilen Preussischen Armee........ 249 :: „ 93. Durchschnittliche Verpflegungsstärke der in sämmtlichen auf dem Kriegsschauplätze eingerichteten Lazarethen befindlich gewesenen Verwundeten und Kranken (Offiziere. Beamte und Mannschaften) der mobilen Deutschen Armee.........250* „ 94. Uebersicht über die Zahl der am 19. Februar 1871 in Preussen einschliesslich der kleineren Staaten des Norddeutschen Bundes internirten und der an demselben Tage in Lazarethpflege befindlich gewesenen Französischen Kriegsgefangenen . . . 251* Zum siebenten Kapitel. Beilage 95. Auszug aus der Beschreibung und Bezeichnung der Bestandteile eines Krankenzeltes zu zwölf Betten für den Felddienst (November 1867) sowie Anleitung zur Aufstellung desselben......252* „ 96. Beschreibung einer im Anschluss an Reservelazarethe zu erbauenden Baracke für 30 Kranke .... 253* „ 97. Anweisung zur Benutzbarmachung der Lazareth- baracken sowie zur Einrichtung der Exerzirhäuser resp. Reitbahnen als Lazarethe für den Winter . 255* „ 98. Uebersicht über die auf dem Kriegsschauplatze zur Verwendung gekommenen Krankenzelte und Baracken...............257* „ 99. Uebersicht über die innerhalb Deutschlands zur Verwendung gekommenen Krankenzelte und neuerbauten Baracken........... 260* Zum achten Kapitel. Beilage 100. Resolutionen der internationalen Konferenz von Vertretern der der Genfer Konvention beigetretenen Regierungen und der Vereine und Genossenschaften zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger, abgehalten zu Berlin vom 22. bis 27. April 1869 ................. 269* „ 101. Uebereinkunft der Deutschen Vereine zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger vom 20. April 1869............. 273* „ 102. Armeebefehl betreffend die freiwillige Kraukenpflege 275* „ 103. Kriegsministerielle Verfügung betreffend Innehaltung der Genfer Konvention und der Zusatzartikel seitens der Deutschen Truppen.......276* „ 104. Armeebefehl betreffend das Verfahren gegenüber verwundeten Französischen Gefangenen .... 276* 105. Kriegsministerielle Verfügung betreffend Nachrichtenvermittelung über verwundete und erkrankte Französische Offiziere..........277* , 106. Armeebefehl betreffend das Verfahren gegen Französische Ambulanzen...........277* „ 107. Armeebefehl betreffend die Verwendung der Hilfskrankenträger mit Bezug auf die Genfer Konvention 278* „ 108. Befehl des Grossen Hauptquartiers betreffend die Instradirung Französischer Aerzte......278* „ 109. Bericht der 8. Infanterie-Brigade über eine angebliehe Verletzung der Genfer Konvention . . . 279* :''* -'\i XVI Inhalt des ersten Bandes. Band I. Band I. Beilage 21. , 22. , 23. , 24. , 25. „ 20. , 27. „ 28. 29. „ 30. . 31. 32. 33. , 34. 35. . 36. , 37. » 38. 39. 40. 41. 42. 43. 44. 45. Seite Sollstand der Württembergisehen Feld-Division an Sanitätspersonal nebst Pferden und Fahrzeugen 34* Aerztliches Personal bei den Badischen Truppen 35* a. Etat. b. Dirigirendes ärztliches Personal und ärztliche Leiter der Sanitätsformationen. Verzeichniss der Instrumente der Preussischen Militärärzte.............. 3G* Inhalt der Arznei- und Verbandtaschen der Preussischen Lazarethgehilfen.........37* Inhalt eines Preussischen Bandagentornisters . . 38* Verzeichniaa der zur Sanitätsausrüstung derTruppen- theile, Sanitätsdetachements und Feldlazarethe der Preussischen Armee gehörigen Gegenstände 39* Nachweisung von den Erfordernissen an Personal, Pferden und Fahrzeugen zur Ausrüstung eines Preussischen Sanitätsdetachements ...... 43* Nachweisung von den Erfordernissen an Personal, Pferden und Fahrzeugen zur Ausrüstung eines Preussischen Feldlazareths........44* Nachweis der Raumerfordernisse eines Lazareths für 200 Kranke nach Preussischer Vorschrift . . 45* Eiserner Bestand an Nahrungsmitteln bei einem Preussischen Feldlazareth.........46* Auszug aus dem Beköstigungsregulativ für die Feldlazarethe der Preussischen Armee......47* Schema zum zehntägigen Rapport der Preussischen Truppenärzte.............49* Etat eines Preussischen Lazareth-Reservedepots . 50* Etat eines Preussischen Lazareth-Reservemagazins 56* Nachweisung der seitens der Militär - Medizinal- Abtheilung des Preussischen Kriegsministeriums als Ersatz auf den Kriegsschauplatz gesandten wichtigeren Erfordernisse für den Krankendienst 57* Gesammtübersicht über die von der Militär-Medizinal - Abtheilung des Preussischen Kriegsministeriums zur Verwendung bei der mobilen Armee beschafften wichtigeren Erfordernisse für den Krankendienst 64* Inhalt und Packordnung eines Bayerischen Bandagentornisters ...............71* Uebersicht der Ausrüstung mit Arzneimitteln der Truppentheile, Aufnahms- und Haupt-Feldspitäler der Bayerischen Armee.......... 72* Uebersicht der Sanitätsausrüstung (ausschliesslich Arzneimittel) der Truppentheile, Divisionsärzte, Aufnahms- und Haupt-Feldspitäler der Bayerischen Armee................75* Inhalt der Badischen Verbandzeugträger-Tasche 77* Verzeichnis« der die Ausrüstung eines Badischen Verbandarznei-Wagens bildenden Gegenstände 78* Ausrüstung der Badischen Feldlazarethe (No. 1 bis 4) älterer Ordonnanz mit Instrumenten, wichtigeren Gegenständen zur Krankenpflege und Oekonomie- utcnailicn...............80* Uebersicht über die mobilen Sanitätsformationen bei den Deutschen Heeren.........81* Anleitung zum Desinfektionsverfahren nach der Preussischen Feld-Sanitätsinstruktion nebst einem Zusatz des Preussischen Kriegsministeriums vom 30. Juli 1870.............82* Summarische Nachweisung der während des Krieges (bis 30. Juni 1871) gestorbenen Preussischen Militärärzte..............84* Seite Beilage 46. Summarische Nachweisung der bis zum Schluss des Jahres 1871 gestorbenen zur Militär-Krankenpflege gehörenden Personen der Preussischen Armee . 85* „ 47. Prozentische Nachweisung der bis zum Schluss des Jahres 1871 vorgekommenen Todesfälle bei den zurMilitär-Krankenpflege gehörenden Personen der Preussischen Armee mit Spezifizirung der Aerzte nach Charge und Dienstverhältniss . . . 86' „ 48. Namentliches Verzeichniss der bis zum Schluss des .lahres 1871 gestorbenen Preussischen Militärärzte 87* „ 49. Summarische Nachweisung der in Folge des Krieges invalidisirten Preussischen und Hessischen Militärärzte ................ 89* „ 50. Verzeichniss der bei dem XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps gestorbenen und invalidisirten Militärärzte ................ 90* 51. Summarische Uebersicht über die Verluste des ge- sammten Feld - Sanitätspersonals bei dem XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps..... 91* „ 52. Namentliches Verzeichniss der gestorbenen und invalidisirten Bayerischen Militärärzte ... 92* I „ 53. Namentliches Verzeichniss der gestorbenen und invalidisirten Württembergisehen Militärärzte . 93* j „ 54. Namentliches Verzeichniss dergestorbenenBadischen Militärärzte..............94* I „ 55. Summarische Nachweisung der invalidisirten Badischen Militärärzte...........95* I „ 56. Summarische Nachweisung sämmtlicher gefallenen und verwundeten Militärärzte der Deutschen Armee (nach dem Datum der Gefechte geordnet) . . . 96* „ 57. Namentliche Nachweisung sämmtlicher gefallenen und verwundeten Militärärzte der Deutschen Armee (nach dem Datum der Gefechte geordnet) . . . 97* f Zum zweiten Kapitel. Instruktionbetreffend dieBenutzungderDesinfektions- kammer zu Corbeil........... 101* , Beilage 58. Zum dritten Kapitel. Beilage 59. Zeitlich geordnete Uebersicht über die Thätigkeit der Sanitätsdetachements......... 102* „ 60. Nach Armeekorps geordnete Uebersicht über die Thätigkeit der Sanitätsdetachements..... 115* 61. Zeitlich geordnete Uebersicht über die Thätigkeit der Feldlazarethe und des Lazareth - Reservepersonals ............... 120* r 62. Nach Armeekorps geordnete Uebersicht über die Thätigkeit der Feldlazarethe und des Lazareth- Reservepersonals............ 148* „ 63. Nach Etablirungsorten (alphabetisch) geordnete Uebersicht über die Thätigkeit der Feldlazarethe und des Lazareth-Reservepersonals..... 172* Zum vierten Kapitel. Beilage 64. Bestimmungen des am 31. Juli 1870 zwischen dem Preussischen Kriegsministerium und der Rheinischen Dampfschifffahrts-Gesellschaft zu Köln ab- schlossenen Mietiisvertrages........ 182* „ 65. Instruktion für die in Saarbrücken und Weissen- burg eingesetzten Evakuationskommissionen . . 183* Beilagt 66. Arn vo an ■ 67. Arn IC an » 68. Arn 22 R ~ 69. Vet P 1£ • 70. Kot dt - 71. Nac kt - 72. Kri E Beilage 73. Fal - 74. Gei w - 75. luv P - 76. Gel ei „ 77. a. ( , 78. Ma - 79. luv I - 80. Ve ti - 81. 8. V 82. Pal ' 83. Fa I , 84. Fa » 85. Fä •fl 86. Fa 8 87. Fa Beilage 88. Ge I d » 89. Sp - 90. Du 91. Du C 1: SinitJte-Beric] HHHJHHUHIHIIHm^lHi^^^^l XVIII Tafel Inhalt des ersten Bandes. Band 1. III. Tafeln, Zeichnungen, Karten und Skizzen. Tafeln. Zu Kapitell. Abschnitt 2: Sanitätsmaterial der Truppen. I. ll. III. IV. V. VI. \ VII. / VIII. IX. X . I Arznei- und Bandagentaselien der Preussischen Lazaretligehilfen. Preussischer Bandagen-Tornister. Preussischer Batterie-Medizin- und Bandagenkasten. „ Truppen-Medizinkarren C 1859. C/1861. , Truppen-Medizinwagen C!/1870. Sächsischer Truppen-Medizinwagen. Bayerischer Arznei-Verbandwagen der Truppen. Württembergischer Truppen-Medizinwagen. Badischer Verband-Arzneiwagen der Truppen. „ Verband-Arzneikarren der Truppen. Zu Kapitel 7, Abschnitt 1: Zelt- und Barackenbehandlung in Deutschland vor dem Kriege 1870/71. XXIX. XXX. XXXI. Zu Kapitel 1, Abschnitt 3: Mobile Sanitätsformationen. Tafel XL Sanitätswagen eines Preuss. Sanitätsdetachements. XII. Krankentransportwagen eines Preussischen Sanitätsdetachements. XIII. Bayerischer Krankentranspoi twagen. „ XIV. Württembergischer vierspänniger Krankentransportwagen. XV. Württembergischer zweispänniger Krankentransportwagen. X V 1. Üekonomie-Utensilienwagen eines Preussischen Feld- lazareths. Transportable hölzerne Feldlazareth-Bettstelle nach Preussischer Vorschrift. XVII. Sanitätswagen eines Preussischen Feldlazareths. Zu Kapitel B. Abschnitt 2: Einrichtung und Ausstattung der Sanitätszüge. Tafel XVIII. Krankenwagen der Preuss. Sanitätszüge I bis IX. XIX. „ des X. Preussischen (Hannoverschen) Sanitätszuges. „ XX. Krankenwagen der Bayerischen Spitalzüge. „ XXI. Feldbettlade der Bayerischen Spitalzüge I bis IV und ihre Aufstellung auf Grundschen Blattfedern. XXII. Krankenwagen der Württembergischen Spitalzüge. XXIII. „ des Badischen Lazarethzuges. XXIV. „ „ Pfälzer Lazarethzuges. r XXV. Küchenwagen der Preussischen Sanitätszüge. XXVI. „ „ Bayerischen Spitalzüge. XXVII. Wagen für die Verwaltung und Apotheke bei den Preussischen Sanitätszügen. XXVIII. Arztwagen der Bayerischen Spitalzüge. Tafel XXIX. Amerikanische Lazareth-Baracke. Stromeyersche Lazarethbaracke. Volkmannsche , Preussische Lazarethbaracke nach dem kriegsministeriellen Erlass vom 29. Mai 186G. Essesche Musterbaracke. Preussisches Krankenzelt für den Felddienst vom November 1867. Vorschriftsmässige Preussische Lazarethbaracke 1870. Zu Kapitel 7, Abschnitt 2: Zelte und Baracken auf dem Kriegsschauplatz. Tafel XXXII. Barackenlazareth Bonsecours bei Nancy. „ XXXIII. Typhusbaracke zu Chäteau Thierry. Zu Kapitel 7, Abschnitt 3. Zelte und Baracken in Deutschland. Tafel XXXIV. Zeltlazareth auf dem Rochusberge bei Bingen. „ XXXV. Krankenbaracke zu Hannover (Reservelazareth IH. am Welfenschloss). Krankenbaracke zu Meiningen. , XXXVI. Barackenlazareth auf dem Tempelhofer Felde bei Berlin. „ XXXVII. Barackenlazareth Hamburg-Altona. , XXXVIII. „ Leipzig. „ XXXIX. Friedrichs-Barackenlazareth zu Karlsruhe. „ XL. Krankenbaracken zu Heidelberg. „ XL1. Krankenbaracke des Reservelazareths zu Bremen am Bahnhofe Neustadt. „ XL II. Krankenbaracke des Alice-Hospitals zu Bessungen bei Darmstadt. XLIII. Barackenlazareth der Heyischen Fabrik zu Worin-. „ XL IV. Städtische Krankenbaracke beim Reservelazareth Homburg vor der Höhe. „ XLV. Barackenlazareth zu Frankfurt a. M. auf der Pfingst- weide. „ XLVL Barackenlazareth zu Sachsenhausen bei Frankfurt a. M. (Reservelazareth II). „ XL VII. Vereins-Barackenlazareth zu Frankfurt a. M. XLVIII. Krankenbaracke Ihrer Königl. Hoheit der Frau Kronprinzessin von Preussen zu Homburg v. d. TT. XLIX. Krankenbaracke des Reservelazareths Offenbach. „ L. Vereins-Barackenlazareth zu Aachen. „ LI. Krankenbaracke des Reservelazareths Düsseldorf. „ LH. Krankenbaracken der Stadt Nürnberg. „ LII1. Krankenbaracke des allgemeinen Krankenhauses zu Bremen. „ LIV. Baracken-Zeltlazareth zu Ludwigsburg am Salon. Band I. Tafel LV. Bi LVI. li I.- LVII. K LVIII. K LIX. K LX. B LXI. K M LXII. B B: LXHI. K LXIV. K Zc z Sai Zeichnung 1. Tas< g< 2 und 3 4. Bayi Z H Zeichnung 5. Bay Entwickelunj Zeichnung 6. Bla1 7. Auf 8. Einrichtung Zeichnung 9. Teu 10. Auf (< 11. Auf 0 Zelte und I Zeichnung 12. Bar 13. Bar ^^M ^V Band 1. «Band L Inhalt des ersten Bandes. XIX 1: ►eutsehland vor wke. ke. ) nach dem kriegs- 29. Mai 1866. • den Felddienst vom e Lazarethbaracke 1870. i 2: sgsschauplatz. bei Nancy, 'hierry. t 3. tschland. iberge bei Bingen. sr (Reservelazareth III. jn. rempelhofer Felde bei Altona. zu Karlsruhe. »erg. velazareths zu Bremen [ospitals zu Bessungen ;hen Fabrik zu Worms, beim Reservelazareth irt a. M. auf der Pfingst- senhausen bei Frank- i II). i Frankfurt a. M. ligl. Hoheit der Fran ten zu Homburg v. d. H. elazareths Offenbuch. i Aachen. elazareths Düsseldorf. Nürnberg. einen Krankenhauses zu ndwigsburg am Salon. Tafel LV. Barackenlazareth am Orangeriegarten zu Bessungen ] bei Darmstadt. LVI. Barackenlazareth auf dem Exerzirplatz bei Mannheim. Isolirbaracke zu Offenbach. LVH. Krankenbaracke des Bayerischen Haupt-Feldspitals No. 4 zu Mosbach. LVIII. Krankenbaracke des Militär - Krankenhauses zu Neu-Ulm. LIX. Krankenbaracke des Militär-Krankenhauses Oberwiesenfeld bei München. LX. Barackenlazareth der Stadt Speyer. LXI. Krankenbaracke zu Edenkoben. Mannschaftsbaracke im Lager Lechfeld. LXII. Barackenlazareth für Kriegsgefangene auf dem Petersberge bei Coblenz. Barackenlazareth für Kriegsgefangene auf der Wahn er Haide bei Köln. LXIII. Krankenbaracke des Kriegsgefangenen-Lazareths zu Minden. LXIY. Konstruktion einiger in Baracken 1870/71 gebräuchlicher Yentilations- und Abort-Einrichtungen. Zeichnungen (im Text). Zu Kapitel 1, Abschnitt 2: Sanitätsmaterial der Truppen. Eeichnung 1. Taschen - Verbindezeug der . Preussischen Lazareth- gehilfen. „ 2 und 3. Preussische Feldtrage der Trappen. , 4. Bayerische Krankentrage. Zu Kapitel 1, Abschnitt 3: Mobile Sanitätsformationen. Zeichnung- 5. Bayerische Feldbettlade. Zu Kapitel 5, Abschnitt 1: EntWickelung des Eisenbahn-Transportwesens für Verwundete und Kranke. Zeichnung G. Blattfedern nach Grundschem System. 7. Aufstellung von Tragen auf Blattfedern (Kopftheil). 8. (Seitenansicht). Zu Kapitel 5, Abschnitt 2: Einrichtung; und Ausstattung der Sanitätszüge. Zeichnung Q, Teufelsklaue (Hamburger System). , 10. Aufhängung der Tragen nach Hamburger System (Querschnitt). 11. Aufhängung der Tragen nach Hamburger System (Längsschnitt). Zu Kapitel 7, Abschnitt 2: Zelte und Baracken auf dem Kriegsschauplatze. Zeichnung 12. Baracken-Etappenlazareth Nancy. „ 13. Barackenlazareth zu Forbach. Zu Kapitel 7, Abschnitt 3: Zelte und Baracken in Deutschland. Zeichnung 14. Situationsplan des Traindepots zu Kassel und der daselbst errichteten Baracken. , 15. Situationsplan des Reservelazareths Schiesshaus zu ■ Weimar. „ 16. Barackenlazareth zu St. Johann-Saarbrücken. 17. Reserve-Barackenlazareth Oldesloe. 18. Reserve-Barackenlazareth Breslau. Karten. Karte I. (Zu Kapitel 3, Abschnitt 2): Uebersicht über die durch die Kämpfe bei Weissenburg—Wörth und durch die Belagerung von Strassburg bedingten Lazarethetablirungen. „ II. (Zu Kapitel 3, Abschnitt 3): Die durch die Schlacht bei Spicheren, die Heeresbewegungen nach der Mosel und die Schlacht bei Colombey—Nouilly veranlassten Lazarethetablirungen. „ III. (Zu Kapitel 3, Abschnitt 4): Die durch die Schlachten bei Vionville—Mars la Tour und Gravelotte—St. Privat. sowie durch die EinSchliessung von Metz bedingten Lazarethetablirungen. „ IV. (Zu Kapitel 3, Abschnitts'): Die durch den Vormarsch der III. und Maas-Armee, sowie durch die Schlachten bei Beaumont und Sedan bedingten Lazarethetablirungen. „ V. (Zu Kapitel 3, Abschnitt 6 2 ): Die durch die Bewegungen der III. und Maas - Armee nach der Schlacht bei Sedan, sowie durch die Einschliessung bezvv. Belagerung von Paris bedingten Lazarethetablirungen. VI. (Zu Kapitel 3, Abschnitt 7): Die auf dem südöstlichen Kriegsschauplätze entstandenen sowie einige im 6. Abschnitt 3 ) besprochene Lazarethetablirungen. VIL (Zu Kapitel 3, Abschnitte 8 und 6): Die auf dem nördlichen Kriegsschauplätze und die anlässlich der Bewegungen der III. und Maas-Armee nach der Schlacht bei Sedan 1 ) erfolgten Lazarethetablirungen. „ VIII. (Zu Kapitel 3, Abschnitt 9): Die auf dem südwestlichen Kriegsschauplatze erfolgten Lazarethetablirungen. , IX. (Zu Kapitel 4, Abschnitt 2): Die während des Krieges zur Evakuation benutzten Eisenbahnen. Landetappen- und AVasserstrassen. , X. (Zu Kapitel 3 u. 4): Uebersicht über die am 20. August 1870 etablirt gewesenen mobilen Lazarethe und die denselben an diesem Tage offen stehenden Evakuations- strassen. „ XI. (Zu Kapitel 3 und 4): Uebersicht über die am 20. September 1870 etablirt gewesenen mobilen Lazarethe und die denselben an diesem Tage offen stehenden Evakuationsstrassen. XII. (Zu Kapitel 3 u. 4): Uebersicht über die am 20. Januar 1871 etablirt gewesenen mobilen Lazarethe und die denselben au diesem Tage offen stehenden Evakuationsstrassen. , XIH. (ZuKapitel8. Abschnitt 3): Zelt- undBarackenbehaudlung jjjj^ innerhalb Deutschlands. 1 ) Siehe hierzu auch Karte VI. 2 ) Hierzu auch Karten VI und VII. 3) Wegen des grössten Theiles derselben siehe Karten V und VII. 4 ) Siehe hierzu auch Karten V und VI. ■I^HIHBHIHBHBHHHIi^HH xx Inhalt des ersten Bandes. Band I. Skizzen. Skizze 1. (Zu Kapitel 3, Abschnitt 2): Erste Hilfe im Treffen bei Weissenburg. 2. (Zu Kapitel 3, Abschnitt 2): Erste Hilfe in der Schlacht bei Worth. 3. (Zu Kapitel 3, Abschnitt 3): a. Erste Hilfe in der Schlacht bei Spicheren. b. , , „ „ „ Colombey—Nouilly. „ 4. (Zu Kapitel 3, Abschnitt 4): Erste Hilfe in der Schlacht bei Vionville—Mars la Tour. B 5. (Zu Kapitel 3, Abschnitt 4): Erste' Hilfe in der Schlacht bei Gravelotte—St. Privat. 6. (Zu Kapitel 3, Abschnitt 4): Erste Hilfe in der Schlacht bei Noisseville. , 7. (Zu Kapitel 3, Abschnitt 5): a. Erste Hilfe im Gefecht bei Nouart. 1). „ „ in der Schlacht bei Beaumont. 8. (Zu Kapitel 3, Abschnitt 5): Erste Hilfe in der Schlacht bei Sedan. Skizze 9. (Zu Kapitel 3, Abschnitt 6): Erste Hilfe in der Schlacht bei Yilliers. „ 10. (Zu Kapitel 3, Abschnitt 6): Ständige Verbandplätze währeird der Beschiessung von Paris. „ 11. (Zu Kapitel 3, Abschnitt 8): Erste Hilfe in der Schlacht bei Amiens. „ 12. (Zu Kapitel 3, Abschnitt 8): Erste Hilfe in der Schlacht bei St. Quentin. , 13. (Zu Kapitel 3, Abschnitt 9): a. Erste Hilfe im Treffen bei Coulmiers. b. „ „ in der Schlacht bei Beaune la Rolande. „ 14. (Zu Kapitel 3, Abschnitt 9): Erste Hilfe in der Schlacht bei Loigny—Poupry. „ 15. (Zu Kapitel 3, Abschnitt 9): Erste Hilfe am ersten Tage der Schlacht bei Beau- gency—Cravant. „ 16. (Zu Kapitel 3, Abschnitt 9): Erste Hilfe in der Schlacht vor Le Maus. Sanitäts Mol Als am IG. er Armee ergin ine rastlose Th fcderes Ziel kam »drohenden mäi vfordernissen an mstellen, galt es ittel nicht zurü allerseits das Lc erwundung odei n den Kriegsop« ;esanimte Armee rankheiten thun Die oberste §des Armeedienste ■frieden eine ausg Unter Benutzung ■waren die Grund Sanitätsdienstes i ßanitätswesen dei iusaminengefasst. selbe neu organil Suüt&ta-Beiiclit ul>e m^ Band I. i Yilliers. td der Beschiessung von i Araiens. i St. Quentin. Uoulmiers. bei Beaune la Rolande. •i Loigny—Poupry. der Schlacht bei Beau- ir Le Maus. Erstes Kapitel. Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung der Deutschen Heere. Erster Abschnitt. Mobilmachung" des Sanitätswesens. — Sanitätspersonal. I. Norddeutscher Bund. Mobilmachungsverfahren. Als am IG. Juli 1870 der Befehl zur Mobilmachung Ger Armee erging und damit in allen Deutschen Gauen ine rastlose Thätigkeit eingeleitet ward, welche kein knderes Ziel kannte, als dem die vaterländischen Grenzen ■bedrohenden mächtigen Gegner ein mit allen Kriegs- ■erfordernissen ausgerüstetes Heer schleunigst entgegenzustellen, galt es auch, mit der Bereitstellung derjenigen Mittel nicht zurückzubleiben, welche dazu dienen sollten, einerseits das Loos des Einzelnen zu erleichtern, wenn Verwundung oder Krankheit ihn zur weiteren Theilnahme an den Kriegsoperationen unfähig macht, andererseits die gesammte Armee vor dem Umsichgreifen verheerender Krankheiten thunlichst zu bewahren. Die oberste Heeresleitung hatte auch diesem Zweige des Armeedienstes — dem Feld-Sanitätswesen — schon im Frieden eine ausgedehnte Fürsorge zu Theil werden lassen. Unter Benutzung der Kriegserfahrung aus dem Jahre 1866 jwaren die Grundsätze und Regeln für die Ausübung des Sanitätsdienstes im Kriege in der „Instruktion über das anitätswesen der Armee im Felde vom 29. April 1869" znsammengefasst. Wichtige Formationen waren durch dieselbe neu brganisirt, die Anordnungen betreffs der Art Sanitjt«-HerieM ul.er die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. ihrer Mobilisirung in dem Mobilmachungsplan getroffen; das Feld-Sanitätsmaterial war an geeigneten Punkten — vorwiegend in den Traindepots und in den Garnison- lazarethen der Korps-Stabsquartiere — niedergelegt, das Sanitätspersonal durch die von den Korps-Generalärzten wie alljährlich so auch für das Jahr 1870 ausgearbeiteten Mobilmachungslisten vertheilt. Als der Kriegsfall eintrat, kam es nunmehr darauf an, das in der Ruhe des Friedens Vorbereitete trotz der Plötzlichkeit der Ereignisse schnell und sicher ins Leben treten zu lassen. Nachdem die bei den einzelnen Armeekorps entworfenen ärztlichen Mobilmachungs-Ranglisten seitens des Generalstabsarztes der Armee genehmigt und von den Generalkommandos bestätigt waren, traten die Militärärzte des aktiven Dienststandes sofort in ihre Feldstellen ein; ebenso wurden die durch die Landwehr-Bezirkskommandos einberufenen Aerzte des Beurlaubtenstandes ungesäumt denjenigen Truppentheilen oder Feldformationen zugewiesen, für welche sie bereits im Frieden designirt waren. Die Stellenbesetzung brachte manche Schwierigkeit mit sich, namentlich wegen der mannigfachen Rücksichten, welche bei der Versorgung zahlreicher Feldstellen, insbesondere bei den für das Kriegsverhältniss vorgesehenen Sanitätsformationen beobachtet werden mussten. Die eigenartige Stellung der Chefärzte der Feldlazarethe, bei welchen eine vollkommene Vertrautheit mit den militärischen und ad- 1 EtsäbS^^C - ^ ■ V»*-.** V" I e *'■*.*'"■' ■ V- ■ ■ f^;as^;-%w»w-i TM'."'.?■"■-* -J*i'--*.- X«!*.«-»"' HM I. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung. Hand Band I. ministrativen Verhältnissen nicht zu entbehren war, machte es erforderlich, die für diese verantwortungsreichen Posten bestimmten Persönlichkeiten unbedingt der Zahl der aktiven Ober-Militärärzte zu entnehmen. Kaum minder schien es geboten, bei den Sanitätsdetachements wenigstens in der Stelle des ersten Stabsarztes stets einen Militärarzt des aktiven Dienststandes zu verwenden, da auch dieser für die erste Hilfe auf dem Schlachtfelde bedeutungsvolle ärztliche Posten neben der chirurgischen Tüchtigkeit eine Reihe von Kenntnissen und Eigenschaften erfordert, welche nur durch fortgesetzte dienstliche Berührung mit der Truppe erworben werden. Für die Stellen des dirigirenden ärztlichen Personals, zu welchem die Armee-Generalärzte, die Feld- Korps-Generalärzte, die Etappen-Generalärzte, die Divisionsärzte undFeld-Lazarethdirektoren gerechnet werden, mussten die diensterfahrensten aktiven Militärärzte vorbehalten bleiben. Diese unabweislichen Erfordernisse machten starke Verschiebungen innerhalb des Sanitätspersonals nothwendig; die Mehrzahl der aktiven Ober-Militärärzte und ein grosser Theil der aktiven Militärärzte überhaupt musste den im Frieden von ihnen bekleideten Stellungen bei den Truppen entzogen werden. Ersatz liess sich in der Weise beschaffen, dass die Regimentsarztstellen mit Stabsärzten der Linie oder der Landwehr versorgt wurden, während Assistenzärzte des aktiven Dienst- oder des Beurlaubtenstandes die Stabsarztstellen versahen. In gleicher Weise gingen die erprobten älteren Lazareth- gehilfen der Truppentheile in die wichtigen Ober-Lazareth- gehilfenstellen bei den Sanitätsanstalten über; den Truppen wurde dafür Ersatz aus dem Beurlaubtenstande gestellt. Die namentliche Vertheilung dieser Lazarethgehilfen war gleichfalls bereits im Frieden durch die Korps-Generalärzte vorbereitet. Die Einbeorderung der Lazarethgehilfen sowie der militärischen Krankenwärter und der Krankenträger des Beurlaubtenstandes geschah durch die Bezirkskommandos gleichzeitig mit der Einberufung der übrigen Mannschaften. Die Mobilmachung der Sanitätsdetachements, der Feld- lazarethe, des Lazareth-Reservepersonals, des Lazareth- Reservedepots und des Feldlazareth-Direktors erfolgte gleichzeitig mit der Mobilmachung des betreffenden Armeekorps und zwar immer am Garnisonorte des Korpskomman- dos bezw. Train-Bataillons. Nach den Bestimmungen des Mobilmachungsplans konkurrirten hierbei der Trainkomman- deur, der Korpsarzt und der Korpsintendant. Von dem Korpsarzt wurde das ärztliche und pharmazeutische Personal des Beurlaubtenstandes nebst den chirurgischen Instrumentenmachern, von dem Intendanten das Verwaltungspersonal einberufen und seinen Bestimmungen zugewiesen. Die Ueberweisung der Krankenträger, Trainmannschaften, sowie der Pferde an die Sanitätsdetachements und die Feldlazarethe erfolgte durch den Trainkommandeur. Die Vertheilung des militärischen Personals der Sanitätsdetachements lag dem Kommandeur (Rittmeister), die des ärztlichen, Lazarethgehilfen- und Wärterpersonals deu ersten Stabsarzt desselben ob. Bei den Feldlazarethen war di Vertheilung des gesammten Personals Sache des Chefarztes Die Versorgung der Truppentheile mit Arzneien, Vei bandmitteln und chirurgischen Instrumenten geschah naci der durch Spezialverfügungen sehr vielfach abgeänderte! „Instruktion über die Versorgung der Armee mit Arzneiei und Verbandmitteln vom Jahre 1859" zunächst unter dei Verantwortlichkeit des betreffenden Truppen-Obermilitär arztes. Diese Sorge lag für die ihnen unterstellten Au stalten auch den Chefärzten der Feldlazarethe und den Stabsärzten der Sanitätsdetachements ob, hier jedoch nocl Gliec zur Ausübung derselben der Divisionsärzte bezw. des Feld lazareth-Direktors bedienen konnte. Die erste Füllung de- Lazareth-Reservedepots wurde durch den Feldintendantei, in Konkurrenz mit dem Korps-Generalarzt bewirkt. Zur Ausstattung der vorgenannten Feld-Sanitätsanstaltei mit Arzneien war bestimmt, dass die Droguen und phar mazeutisch- chemischen Präparate, soweit dieselben nicht ad der Korps-Arzneireserve entnommen werden konnten, an Grund von Kontrakten zu beschaffen seien, welche de: Die oberste der mobilen und i Kriegsministeriuni: kbtheilung desselb Medizinalwesens, ( Von dieser G von ärztlichem P( gleich desselben unter der besonderen Kontrole des Korpsarztes, der siel Armeekorns die I des Krieges gebili von ärztlichem i Lücken hatten e Saiiitätsanstalten i forderliche veran chirurgischen Inst mittein zu versehe dass die Truppen gegen Krankheit« Korpsarzt (im Einverständniss mit der Feldintendantur) mit M aasslla i imeu e j n i zuverlässigenDroguenhandlungen, pharmazeutischenFabrikei ee( j enn t e Pesinfei oder Apotheken abschliessen sollte. Räumuno- der La Die für diese Anstalten vorgeschriebenen Materialien 1 ^j e Ueberführun« wurden durch den Korps-Stabsapotheker von Materialwaaren h e m i;i thliche Lazai handlungen zu den ortsüblichen Preisen oder von den vor j-yrrurde Die Bewi gedachten Lieferanten entnommen. I welche vorstehenc Die Versorgung der Sanitätsdetachements und Feld f or derte Umsicht lazarethe mit Labemitteln und Viktualien war Sache da Feldintendanten. Während der Feld-Generalarzt für die Mobilisirun« der Feld-Sanitätsformationen Sorge trug, war es Aufgabt des stellvertretenden (Provinzial-) Generalarztes, die Ei» richtung der Reservelazarethe zu betreiben. Er hatte den] selben zunächst, wenn angängig, Militärärzte zu überweisen,! banden die Orsrai anderenfalls den Bedarf durch Engagement der schon imBfl ass bei iedem Frieden dafür in Aussicht genommenen Civilärzte zu decken.Rj ot , 0 ,.ai.jv7t h« Auch der Bedarf an Apothekern wurde von ihm durcl Einberufung dienstpflichtiger Pharmazeuten sichergestellt, Die Verwaltungsbeamten überwies der Provinzialintendant welcher auch — in Konkurrenz mit dem stellvertretenden Generalarzt — die Ausstattung der Reservelazarethe nacl den Vorschriften des Friedens-Lazarethreglements besorgte, nur knapp bemesi 1). Das ärztlic Auf dem Kri Spitze für den Ergebniss. Trotz des komplizirten Geschäftsganges bei der Mobil machung der Sanitätsbehörden ging dieselbe so von Statten, dass die ersten Sanitätsanstalten am zehnten Mobilmachung tage zum Abmarsch bereit standen; die übrigen konnten nach wenigen Tagen folgen. J ) Vergl. zu dt } 2 ) Betreffs des 3) Betreffs der .aniKei zu versienen wie Massig, z,ucKer, Spiritus, i^acKmus-rapier u. uergi i liehen Personals bei ( Generalarzt be Stabsarzt der Ar dienst im Armeev durch Allerhöchst Generalärzte Dr.I Im grossen Haup vollen Stellung i der Generalarzt ] Zur Beihilfe arzt und 1 Assi als Schreiber. Den Feld-K Band iVärterpersonals des eldlazarethen war dit Sache des Chefarztes. 3 mit Arzneien, VeJ lenten geschah nacl ielfach abgeänderte! Armee mit Arzneiei zunächst unter der Truppen-Obermilitär m unterstellten An dlazarethe und der ab, hier jedoch nocl orpsarztes, der siel irzte bezw. des Feld >ie erste Füllung ?^ n !*• «a* VTvr* ■■•* .» ■^■■■■i I. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung. Band I. Bedarf und Deckung des Bedarfs in den einzelnen grösseren Staaten. 1. Preusseu.') Eine erhebliche Schwierigkeit für die Deckung des Bedarfs an Sanitätspersonal lag darin, dass in den erst seit 1866 dem Königreich Preussen einverleibten Provinzen Schleswig-Holstein, Hannover und Hessen-Nassau sowie auch in den kleineren Norddeutschen Staaten, welche zu Preussen in ein Konventionsverhältniss getreten waren, die allgemeine Wehrpflicht und die Dienstpflicht im Beurlaubten- verhältniss erst seit dieser Zeit, d. h. seit kaum drei Jahren, zur Einführung gelangt und überdies in den genannten Gebietsteilen noch eine nicht unerhebliche Anzahl von Personen vorhanden war, welche auf Grund früherer Loskaufungen und Stellvertretungen überhaupt nicht dienstpflichtig waren. Es hatte sich demnach ein ergiebiger Stamm an Sanitätspersonal des Beurlaubten- Standes hier noch nicht bilden können. Nur in Hessen- Nassau war ein kleines Kontingent landwehrpflichtiger Aerzte, weil dort die durch Stellvertretung Befreiten noch im 2. Aufgebot im Kriegsfalle wehrpflichtig waren. Der sich ergebende Ausfall musste also aus den Beständen der älteren Preussischen Provinzen gedeckt werden. Da ein, wenn auch nicht bedeutender, Ausfall wohl vorauszusehen war, wurden bei den notwendigen Ausgleichungen gewisse Grundsätze angenommen, welche auch, wie später erörtert werden wird, im Königreich Sachsen Berücksichtigung fanden. Nach diesen Grundsätzen wurde bestimmt, dass in erster Reihe die sämmtlichen mobilen Sanitätsanstaltender Armee: die Sanitätsdetachements, Feld- und Kriegslazarethe mit Mitgliedern des Sanitätskorps aus dem aktiven Dienst oder dem Beurlaubtenstande besetzt werden sollten. In zweiter Reihe sollten die mobilen Truppen bedacht werden, mit der Einschränkung jedoch, dass für den Fall des Mangels bei jedem Infanterie- und Kavallerie-Regiment sowie bei jedem Train-Bataillon die Nichtbesetzung einer Assistenzarztstelle in Aussicht genommen ward, während die Artillerie-Regimenter statt der etatsmässigen 16 Assistenzärzte vorläufig nur 6 erhalten sollten. Der Rest der vorhandenen Aerzte blieb gleichmässig auf die Ersatz- und Besatzungstruppen zu vertheilen. Die Vorbereitungen für den Kriegsfall konnten danach soweit getroffen werden, dass innerhalb des angedeuteten eingeschränkten Etats sämmtliche Truppen und Administrationen der zu mobilisirenden Armee mit Aerzten — nach Namen und Funktion — versehen waren. Der leitenden Centralstelle verblieb die Aufgabe, auch ') Unter „Preussische Armee" ist in dem Nachfolgenden immer die Norddeutsche nach Ausschluss des 12. (Königlich Sächsischen) Armeekorps und der 25. (Grossherzoglich Hessischen) Division verstanden. die bei der mobilen und immobilen Armee vorläufig vakant gebliebenen Stellen noch zu besetzen und für den voraus- sichtlichen Ausfall durch Kampfverluste und anderweitige Abgänge Ersatz zu schaffen. Später allerdings kam noch die bedeutendere Aufgabe hinzu, für die im Laufe des Krieges nothwendig gewordenen Neuformationen das zugehörige Sanitätspersonal zu beschaffen; die Summe der dienstbereiten ärztlichen Kräfte war glücklicherweise eine so grosse, dass auch diesen Anforderungen Genüge gethan werden konnte. Bereits am 16. Juli erging ein Aufruf des Kriegst ministeriums an die nicht dienstpflichtigen Aerzte, etwaige Dienstanerbietungen an den Generalstabsarzt der Armee gelangen zu lassen. Ein ähnlicher, unter dem 24. Juli erlassener Aufruf stellte dienstbereiten verabschiedeten Militärärzten Reaktivirung für die Kriegsdauer in Aussicht, Die zahlreich eingehenden Meldungen von Aerzten des inlandes und Auslandes legten von der allgemeinen, dem Patriotismus und der Humanität entsprungenen Opferwilligkeit ein glänzendes Zeugniss ab. Der Gesainmtbedarf an Aerzten für den Preussischen Heeresverband, einschliesslich der im Verlaufe des Krieges aufgestellten Neuformationen und der nothwendig gewordenen Verstärkung des Lazareth-Reservepersonals, bezifferte sich —■ wie bereits erwähnt — auf 3852 Aerzte. Davon entfallen auf den Etat der sogleich mobilen Armee 2800, auf den anfänglich immobilen Theil 1051 Aerzte (ohne den Generalstabsarzt der Armee). Im Einzelnen erforderte der Preussische Etat:') Armee- Korps- Etappen- Band I. In den ober Aktiv..... Im Beurlaubtenstan Es wurden hii Durch Reaktivirung Durch Verleihung ei tärischen Ranges gediente Oivilärzt Ausserdem 8 cl 5 M 412 Oberstabsärzte als 1031 Stabsärzte Generalärzte, konsultirende Divisionsärzte, Feldlazareth - Direktoren Chefärzte, Regimentsärzte, Garnisonärzte, bei Feldlazarethen, , Sanitätsdetachements, als Bataillons- etc. Aerzte, „ Garnisonärzte, 234!l Assistenzärzte, endlich 8 chirurgische Konsulenten. Summe 3851. Hierauf waren vorhanden: Im aktiven Dienst 1156 (einschliesslich 109 einjährig freiwilliger Aerzte, welche sofort nach befohlener Mobil machung zur Einstellung gelangten) und 1277 Mitglieder des Sanitätskorps im Beurlaubtenstande; ausserdem 14 Aerzte, welche ihrer Dienstpflicht mit der Waffe genügt hatten und nicht zum Sanitätskorps übergetreten waren, endlich 7 2 Aerzte der Ersatzreserve 1. Klasse, 2 ) — im Ganzen 2519 Aerzte. Von den 2 Regimentsarzt V besetzenden 51 i dass 25 Obers «linden mussten. Stabsärzte (unter Abzug jener 25 etatsmässigen Ob ! ärzte herangezogt Aerzte) gab es stehenden 227 1t Stabsarztstellen ( der Kriegslazare diese Stellen bes Stabsarztstellen keit sind aber b fänglich immobi Stabsarztstellen i Assistenzärzte in In Betreff Oeneralarztstelle: durch ältere Ol werden sollten. Feldlazareth-Dire Solcher Aer handen. Diese Alle zu jenen F< weitem nicht aus besetzen; es hii Oberstabsärzte (l müssen. Da ab ein nicht unerh« I verschiedenen Gi verwendbar war Oberstabsärzte m ' Stellen (die Gene Die Verhält! maassen: !) Vergl. zu dem Folgenden Beilage 2 und 3. 2 ) Dienstpflichtige Aerzte der Ersatzreserve wurden ausschliesslich j als Unterärzte angestellt und mit Wahrnehmung vakanter Assistenzarztstellen beauftragt, reglenientsrnässige A I der Unterärzte verp Band I. iee vorläufig vakant nd für den voraus- b und anderweitige Uerdings kam noch die im Laufe des ormationen das zu- n; die Summe der 3 ücklicherweise eine gen Genüge getlian Aufruf des Kriegsbeil Aerzte, etwaige absarzt der Armee unter dein 24. Juli 311 verabschiedeten rsdauer in Aussicht. Band I. I. Abschnitt: Bedarf und Deckuno; des Bedarfs. Preussen. In den oberen Chargen waren vorhanden: Generalärzte. Oberstabsärzte. Stabsärzte. Aktiv........ 15 202 307 Tin Beurlaubtenstande . . 5 — 235 Es wurden hinzugewonnen: Durch Reaktivirung ... 2 7 17 Durch Verleihung eines militärischen Ranges an nicht gediente Civilärzte ... 5 — 8 27 209 507 Ausserdem 8 chirurgische Konsulenten und 52 ordinirende Aerzte. Von den 27 Generalärzten fand 1 (reaktivirt) als Regimentsarzt Verwendung. Es waren somit auf die zu besetzenden 51 Stellen nur 26 Generalärzte vorhanden, so dass 25 Oberstabsärzte als Generalärzte Verwendung linden mussten. Im Ganzen waren vorhanden 210 Ober- i von Aerzten des | Stabsärzte (unter ihnen 1 reaktivirter Generalarzt). Nach r allgemeinen, dem Abzug jener 25 verblieben 185. Zur Besetzung der 412 etatsmässigen Oberstabsarztstellen mussten daher 227 Stabsärzte herangezogen werden. Stabsärzte (einschl. ordinirende Aerzte) gab es im Ganzen 619. Nach Abzug der vorstehenden 227 blieben nur 392 zur Besetzung von 1031 Stabsarztstellen (einschl. der Stellen der ordinirenden Aerzte der Kriegslazarethe) übrig. Es hätten somit, wenn alle diese Stellen besetzt worden wären, 639 Assistenzärzte in tsprungenen Opfer* ir den Preussischen r erlaufe des Krieges ;r nothwendig ge- eservepersorials, be- - auf 3852 Aerzte Stabsarztstellen Verwendung finden müssen. In Wirklich- Theil 1051 Aerzte keit sind aber bei der mobilen Armee 17 und bei der an- ) tische Etat:') Irzte, ;th-Direktoren, ärzte, Tzte, ements, :. Aerzte, ; fänglich immobilen Armee 138, im Ganzen also 155 Stabsarztstellen unbesetzt geblieben, so dass also nur 484 Assistenzärzte in solchen fungirt haben. In Betreff der durch den Feldetat hinzutretenden Generalarztstellen war bestimmt, dass sie in erster Reihe durch ältere Oberstabsärzte (mit Majorsrang) bekleidet werden sollten. Dasselbe galt für die Divisionsarzt- und Feldlazareth-Direktorstellen. Solcher Aerzte waren nach dem Friedensetat 50 vorhanden. Diese reichten also, selbst vorausgesetzt dass Alle zu jenen Feldstellen verwendbar gewesen wären, bei weitem nicht aus, jene 25 -+- 32 4- 13 = 70 Stellen zu besetzen; es hätten dazu wenigstens noch 21 jüngere Oberstabsärzte (mit Hauptmannsrang) herangezogen werden f müssen. Da aber, entgegen der obigen Voraussetzung, ein nicht unerheblicher Theil jener älteren Aerzte aus verschiedenen Gründen für die bezeichneten Stellen nicht ssslich 109 einjährig verwendbar war, so wurden in Wirklichkeit viel mehr h befohlener Mobil- Oberstabsärzte mit Hauptmannsrang mit Wahrnehmung jener d 1277 Mitglieder des stellen (die Generalarztstellen nicht ausgeschlossen) betraut. Die Verhältnisse gestalteten sich (tatsächlich folgender- ffe genügt hatten und maasgen: ren, endlich 7 2 Aerzte Ganzen 2519 Aerzte. j i und 3. rve wurden ausschliesslich ig vakanter Assistenzarzt- steilen beauftragt. Versahen sie Stabsarztstellen, so bezogen sie die ; reglementsmässige Vergütigung. Sie waren zum Tragen der Uniform j der Unterärzte verpflichtet. Von den disponibeln 26 Generalärzten wurden 4 Armee-Generalärzte, 1 dem grossen Hauptquartier attachirt, 11 konsultirende Chirurgen, 6 mobile Korps-Generalärzte, 4 stellvertretende Generalärzte (darunter 1 reaktivirter). Ton den 50 Oberstabsärzten mit Majorsrang erhielten: 14 mobile Generalarztstellen, 9 immobile Generalarztstellen, 8 Stellen von Divisionsärzten und Feldlazareth-Direktoren, 10 andere mobile Stellen, 9 blieben immobile Oberstabsärzte. Von den Oberstabsärzten mit Hauptmannsrang endlich fanden Verwendung: 4 in mobilen Generalarztstellen, 3 in immobilen Generalarztstellen. 40 in Stellen von Divisionsärzten und Lazareth-Direktoren. Ausserdem bekleideten 2 reaktivirte Oberstabsärzte die Stellen je 1 immobilen Generalarztes und 1 Feldlazareth- Direktors. Das Mehr vorstehender Zahlen gegen den Etat wird bedingt durch im Laufe des Krieges eingetretenen Abgang von Stelleninhabern durch Tod, Invalidität und Versetzung und die hierdurch nothwendig gewordene Neubesetzung. Berechnet man das Verhältniss, in welchem die wichtigeren Stellen mit aktiven Militärärzten oder mit Aerzten des Beurlaubtenstandes etc. besetzt worden sind, so ergiebt sich folgendes Resultat: Die Generalarztstellen (einschliesslich der Stellen der konsultirenden Chirurgen) wurden eingenommen von: 39 aktiven Aerzten........76.5 pCt. 5 Aerzten des Beurlaubtenstandes . . 9.8 „ 2 reaktivirten früheren Militärärzten . 3.9 „ 5 ordentlichen Professoren .... 9.8 „ Die Divisionsarztstellen wurden ausschliesslich von aktiven Militärärzten bekleidet. Unter den Feldlazareth-Direktoren befand sich 1 reaktivirter Arzt (7.7 pCt.), so dass 92.3 pCt. der Stellen aktive Militärärzte inne hatten. Von den Chefarztstellen waren anfangs nur 2 an Aerzte des Beurlaubtenstandes verliehen. Später gestaltete es sich jedoch so, dass neben 146 aktiven (96 pCt.) 6 Aerzte des Beurlaubtenstandes (4pCt.) als Chefärzte fungirten. In den ersten Stabsarztstellen der Sanitäts- detachements befanden sich im Laufe des Krieges ausser 31 Aerzten des aktiven Dienststandes (79.5 pCt.) 8 Aerzte des Beurlaubtenstandes (20.5 pCt.). Die Regiments- und Oberstabsarztstellen wurden bekleidet durch 183 aktive (85.i pCt.), 26 Aerzte des Beurlaubtenstandes (12.i pCt.) und 6 reaktivirte Aerzte (2.8 pCt.). Die Stabsarztstellen schliesslich waren besetzt mit: 175 aktiven Aerzten.......21.8 pCt. 574 Aerzten des Beurlaubtenstandes . 71.4 „ 25 reaktivirten Aerzten......Sil , 30 aus dem Civil angestellten Aerzten 3.7 „ Warn a3aSfr***''\? ''&i£>.#®ai^#- t V£*^:\^»iasä»Ti I. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung. Band 1. I Band I. Aus dein Civilstande') wurden im Ganzen — einschliesslich der früher erwähnten Reaktivirten oder mit militärischem Range Versehenen sowie einschl. 60 Studirender der militärärztlichen Bildungs-Anstalten — 1083 Aerzte eingestellt. Darunter befanden sich 13 Universitätsprofessoren und Operateure, von denen 5 als konsultirende Chirurgen (mit Generalarztrang) und 8 als chirurgische Konsulenten (ohne bestimmten Militärrang) Verwendung erhielten, sowie 129 ausschliesslich für Kriegslazarethe gewonnene Aerzte (gleichfalls ohne bestimmten Rang), darunter eine Anzahl von Medizinalbeamten (Kreisphysiker etc.). Den Rest des aus dem Civil gewonnenen ärztlichen Personals bildeten 842 nicht approbirte Doktoren und Studirende der Medizin, von welchen 809 (darunter die oben erwähnten 60 Studirenden der militärärztlichen Bildungs- Anstalten) dienstpflichtig waren und als Unterärzte Anstellung fanden. Von den 33 nicht Dienstpflichtigen gelangten 9 ebenfalls als Unterärzte zur Verwendung, während die übrigen als Begleiter bei den Verwundetentransporten oder zur Verstärkung des Lazareth-Reservepersonals benutzt wurden. Endlich kamen sogleich nach Ausbruch des Krieges 77 ausländische Aerzte hinzu, welche auf ihren Antrag vom Generalstabsarzt der Armee direkt zum Dienst in den Kriegslazarethen beordert wurden. 20 derselben wurden in ordinirenden, 57 in assistirenden Stellen bei den Kriegslazarethen verwendet. Hierzu gesellten sich später noch weitere 35 ausländische Aerzte, welche auf dem Kriegsschauplatze, und 232, welche in Lazarethen des Inlandes, staatlichen Reserve- und Vereinslazarethen, Gelegenheit zurBethätigung erhielten, zusammen also 347 Aerzte des Auslandes. Die Vertheilung derselben auf die verschiedenen Heimaths- staaten ergiebt die Anmerkung zu Beilage 7. Bedingung für die Anstellung ausländischer Aerzte war, dass dieselben sich der Deutschen Sprache mächtig erwiesen und — soweit es sich nicht um bekannte Persönlichkeiten handelte — einer 14tägigen Probedienstzeit unterzogen. Wenn sie sich während derselben bewährt hatten, konnten sie unter denselben Bedingungen wie die Inländer mit den ent- 2 ) Die Besoldung u. s. w. der alsbald nach der Mobilmachung bei den mobilen Trappen und Sanitätsformationen angestellten, aus dem Civilstande übernommenen Aerzte wurde in folgender Weise geregelt: Diejenigen, welche früher gedient hatten, bezogen die Kompetenzen ihrer erdienten Charge, die Uebrigen diejenigen eines Assistenzarztes res])., wenn sie als Ober-Militärärzte fungirten, diejenigen der Assistenzärzte in Stabsarztstellen. Beide Kategorien trugen die Uniform des Sanitätskorps, hatten Anspruch auf Mobilmachungsgeld, Naturalquartier und Mundportion. Die auf Grund kriegsministerieller Verfügung vom 25. August 1870 ausschliesslich zur Verstärkung des Lazareth-Reservepersonals engagirten Civilärzte trugen keine Uniform und bezogen — je nachdem sie als ordinirende oder als assistirende Aerzte angenommen waren — 3 bezw. 2 Thaler Diäten pro Tag, ausserdem Reisekosten nach den Sätzen für Stabs- bezw. Assistenzärzte, Quartier, endlich eine Portion gegen die reglementarische Geldvergiitigung. sprechenden Diäten angestellt werden, wobei alsdann die Probedienstzeit mit in Anrechnung kam. Die nicht dienstpflichtigen Aerzte des Inlandes und Auslandes sollten nach der ursprünglichen Absicht der leitenden Stelle nur bei den immobilen Truppen und Lazarethen gegen ein für jede Verwendung speziell lixirtes Einkommen Verwendung finden. Als sich aber bald herausstellte, dass ein Zurückgreifen auf dieselben auch für die mobilen Sanitätsformationen nicht ganz zu vermeiden sei. erging unter dem 5. August seitens des Kriegsministeriuuis die Bestimmung, dass die weitere Verwendung nicht dienstpflichtiger Aerzte auf dem Kriegsschauplatz im Allgemeinen beschränkt bleiben müsse auf ehemalige Militärärzte de? aktiven oder Beurlaubtenstandes, jedoch auch ausgedehnt werden könne auf Civilärzte des Inlandes, insofern erste« Kategorie nicht ausreiche und eine unbedingte Notwendigkeit vorliege. Die Anstellung der nicht dienstpflichtigen Aerzte erfolgte durch den Generalstabsarzt der Armee. Für die Verwendung der erwähnten ärztlichen Kräfte. welche die Approbation als Aerzte noch nicht erlangt hatten, in ärztlichen Stellen war als Bedingung aufgestellt worden, dass sie das sechste Semester absolvirt und die chirurgischen Vorlesungen und Kliniken mit Erfolg besucht haben mussten. Sie wurden sämmtlich als Unterärzte resp. Feld- Assistenzärzte angestellt. Der Preussische Armeeverband verfügte hiernach über die Zahl von 3679 Aerzten (ausschl. Generalstabsarzt der Armee), von denen die mobile Armee 2767, die anfänglich immobile Armee 912 zugetheilt erhielt. Es waren somit bei der mobilen Armee gegen den vollen Etat nur 33, bei der anfänglich immobilen 139 Stellen unbesetzt geblieben. Ausser diesen 3679 angestellten Aerzten waren behufs geleistet i 1 für d Verwendung in den Reserve- und Kriegsgefangenen-Laza- krankenwärtern ° rethen und -Depots im Inlande noch Aerzte aus dem Civil niandirunwen <> - ee' engagirt, mit welchen von Seiten der stellvertretenden gehaften von den I Intendanturen unter Konkurrenz der stellvertretenden ,3,,,, Reservelazare Generalärzte Kontrakte geschlossen wurden. (Sie erhielten. „ ac ] 1 Maasseabe je nachdem sie als dirigirende, ordinirende oder assistirende ZU1 . Entlassung k; Aerzte Verwendung fanden, eine diätarische Remuneration * ,)• i . , von 4 resp. 3 und 2 Thalern — die chirurgischen Kon- .. ,, , r , XT 1 sammtlichen Nord 'ormationen betr heil der Armee gehilfen; hiervon m Ganzen also aren im Frieden Um den erst* in Preussen alleii laubtenstande eit immobilen 1723 P: träglich noch et' s würden also ii -Sanitüts-Rericht übe pflege den verwu ngedeihen liessei Unter diesen taaten des Nor standen ausser d usschliesslich ie Uebrigen ve Nebenamt, währet wie vor oblagen. 2760 approbirte A Die Gesammtsum: Preussen vorband* betrug 7880. Vo lieh im Dienste d Der Kriegsm vor der Hand du stände gedeckt. Nachdem jed er Landwehr, d( och nicht sechs S; sämmtlich eingezc och weiterer Bed rsatztruppen en der militärischen ' wurden. Zugleicl ■Ersatz auszubildei freiwillig zum San den Lazarethen eri der im Frieden bedingung war ein Aehnlich wurde d Den Anforderung^ den Beständen de: sulenten entsprechend mehr; ausserdem wurde ihnen, wenn sie ausserhalb ihres Wohnortes verwendet wurden, freies Naturalquartier gewährt.) Zur Zeit des höchsten Bedarfs standen 1779 Civilärzte — 8 chirurgische Konsulenten eingerechnet — in solchem Kontraktsverhältniss. Unter ihnen befanden sich 38 ausländische Aerzte, welche vom Generalstabsarzt der Armee zur Verwendung in den Reserve- lazarethen den stellvertretenden Generalärzten überwiesen worden waren. Somit standen im Dienst der Preussischen Heeresverwaltung im ganzen 5458 Aerzte, abgesehen von der Zahl derjenigen, welche im Dienste der freiwilligen Kranken- Fo Tb Band 1. Band 1. I. Abschnitt: Bedarf und Deckung des Bedarfs. Preussen. 9 wobei alsdann die i. des Inlandes und ichen Absicht der Truppen und Laza- lg speziell fixirteg ;li aber bald heraus- elben auch für die zu vermeiden sei. Kriegsministeriuniü mdung nicht dienst- latz im Allgemeinen *e Militärärzte de« •h auch ausgedehnt les, insofern ersten 'dingte Nothwendig- lichtigen Aerzte erArmee. sn ärztlichen Kräfte, noch nicht erlang) gdingung aufgestellt ■ absolvirt und die i mit Erfolg besucht irärzte resp. Feld- ■fügte hiernach über Generalstabsarzt der 3767, die anfänglich t. Es waren somit en Etat nur 33, bei unbesetzt geblieben, erzten waren behufi Legsgefangenen-Laza- .erzte aus dem Civil er stellvertretenden 3r stellvertretenden rden. (Sie erhielten, nde oder assistirende rische Remuneration chirurgischen Kon- l wurde ihnen, wenn ndet wurden, freie? es höchsten Bedarfs she Konsulenten ein- ältniss. Unter ihnen welche vom General- tg in den Reserve- ralärzten überwiesen 'reussisehen Heeresabgesehen von der freiwilligen Krankenpflege den verwundeten und kranken Soldaten ihre Hilfe 8 angedeihen Hessen. Unter diesen 5458 von Preussen (und den kleineren ■ Staaten des Norddeutschen Bundes) besoldeten Aerzten standen aussei* den 1156 aktiven Militärärzten 1604 im ausschliesslichen unmittelbaren Dienste der Armee. Die Uebrigen versahen den Dienst in der Armee als Nebenamt, während sie ihrer Berufstätigkeit im Civil nach wie vor oblagen. Die Preussische Armee hatte demnach 2760 approbirte Aerzte zu ihrer ausschliesslichen Verfügung. Die Gesammtsumme der am Schluss des Jahres 1870 in Preussen vorhandenen Aerzte (einschl. Wundärzte 1. Klasse) betrug 7880. Von diesen haben somit 35 pCt. ausschliesslich im Dienste der Armee Verwendung gefunden. Der Kriegsmehrbedarf an Lazarethgehilfe'n wurde; ■vor der Hand durch Einziehungen aus dem Beurlaubten- ■stande gedeckt. Nachdem jedoch die Lazarethgehilfen der Reserve und ■der Landwehr, desgleichen diejenigen Mediziner, welche noch nicht sechs Semester ihrer Studienzeit absolvirt hatten, sämmtlich eingezogen waren, für die Neuformationen aber noch weiterer Bedarf eintrat, musste derselbe den immobilen Ersatztruppen entnommen werden, für welche an Stelle der militärischen Gehilfen geeignete Civilpersonen engagirt ■wurden. Zugleich aber blieb das Bestreben rege, weiteren «Ersatz auszubilden, daher für Mannschaften, welche sich freiwillig zum Sanitätsdienst meldeten, Unterrichtskurse bei den Lazarethen eröffnet wurden. Die Ausbildung geschah in der im Frieden vorgeschriebenen Art und Weise. Vorbedingung war eine zweimonatliche Ausbildung mit der Waffe. Aehnlich wurde der Bedarf an Krankenwärtern gedeckt. Den Anforderungen der mobilen Armee; wurde zunächst aus den Beständen der Garnison- und Reservelazarethe Genüge geleistet und für diese Ersatz durch Engagement von Civil- krankenwärtern geschaffen. Sodann aber erfolgten Kom- mandirungen geeigneter, freiwillig sich meldender Mannschaften von den Besatzungs- und Garnisontruppentheilen zu den Reservelazarethen, während die engagirten Civilwärter ■nach Maassgabe des neuherangebildeten Ersatzes wieder zur Entlassung kamen. Die etatsmässige Zahl an Lazarethgehilfen für die säniintlichen Norddeutschen sogleich mobilen Truppen und Formationen betrug 4597, für den anfänglich immobilen Theil der Armee 1984, in Summa also 6420 Lazarethgehilfen; hiervon entfielen auf Preussen 4136 bezw. 1723, im Ganzen also 5859 Lazarethgehilfen. Auf diese Zahl waren im Friedensetat 2228 (in Preussen 1999) vorhanden. Um den ersten Kriegsbedarf zu decken, mussten somit in Preussen allein 3860 Lazarethgehilfen aus dem Bcur- Hlaubtenstande eingezogen werden. Von den vorläufig fcmmobilen 1723 Preussischen Lazarethgehilfen wurden nachträglich noch etwa 780 mit ihren Truppentheilen mobil. rs würden also im Ganzen 943 immobile Individuen übrig Suitits-Bericht ftbei dl« Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. geblieben sein. Nach Beilage 7 waren aber im Ganzen in den Preussischen Reservelazarethen 2002 in Thätigkeit. Es mussten somit noch weitere 1059 Lazarethgehilfen aus dem Beurlaubten stände eingezogen bezw. bei den immobilem Truppen ausgebildet werden. Die Gesammtsumme der in Preussen verwendeten Lazarethgehilfen beträgt hiernach 5859 -f 1059 = 6918 Lazarethgehilfen. An militärischen Krankenwärtern bedurfte Preussen allein für das Feld 2921. Da der Friedensetat nur 312 aufwies, so mussten die fehlenden 2609 dem Beurlaubten- verhältniss entnommen werden. In den Reservelazarethen fanden ausserdem 5700 Krankenwärter und Hausdiener Beschäftigung. Auf diese waren vom Friedensverhältniss her zwar die Civilkranken- wärter der Garnisonlazarethe vorhanden, der weitaus grösste Theil musste aber gleichfalls aus dem Beurlaubtenstande eingezogen und, als dessen Bestände erschöpft waren, durch Engagement von Civilvvärtern, schliesslich durch Kommandirung von Mannschaften behufs Ausbildung zu Krankenwärtern sichergestellt werden. — Im Ganzen haben in den Sanitätsanstalten der Preussischen mobilen und immobilen Armee 8621 Krankenwärter und Hausdiener Verwendung gefunden. Apotheker gab es im Beurlaubtenstande so viele, dass der Bedarf für die Feldarmee durch Einziehung eines Theiles vollständig gedeckt werden konnte. Bestimmungs- gemäss sollten nur approbirte Apotheker in Feldstellen Verwendung finden, gleichwohl wurden in einzelnen Armeekorps auch einige nicht approbirte Pharmazeuten auf den Kriegsschauplatz geschickt. Dieselben wurden zwar ausnahmsweise in ihren Stellen belassen, jedoch mit der Anordnung, dass sie bei etwaigem Abgang ausschliesslich durch approbirte Apotheker zu ersetzen seien. Apothekenbesitzer wurden mit Rücksicht auf den Bedarf im Inlande möglichst in ihrer heimischen Thätigkeit belassen. Der Preussische Etat erforderte für das Feld 262 Apotheker (einschliesslich 14 Stabsapotheker), für die Reservelazarethe 204. Darauf waren bei Ausbruch des Krieges 107 einjährig freiwillige Pharmazeuten vorhanden. Der sofortige Mehrbedarf wurde durch Einziehung aus dem Beurlaubtenstande, der später eintretende dadurch gedeckt, dass diejenigen einjährig freiwilligen Pharmazeuten, deren Dienstjahr am 1. Oktober 1870 zuEnde ging, nicht zur Reserve entlassen sondern nach Bedürfniss weiter verwendet wurden. Die für die etatsmässigen Feldsanitätsformationen bestimmten Pharmazeuten waren bereits im Frieden seitens der Korps-Generalärzte notirt, so dass es bei Ausbruch des Krieges lediglich der Einberufung bedurfte. Auch bei den Verwaltungsbeamten der Feldformationen und der Reservelazarethe hatte solche Notirung seitens der Intendanturen stattgefunden. Die zu Feldbeamten bestimmten Persönlichkeiten wurden in erster Reihe der Zahl der Friedenslazarethbeamten, soweit dieselben felddienstfähig, entnommen, sodann den als Aspiranten 2 ""»•-* t.' '^Sjj&i 10 1. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausriistung. Band ' Band I. für die Zahlmeister- bezw. Lazareth- und Garnisonver- waltungs-Laufbahn notirten Militärpersonen-, weiterhin dem Kreise der subalternen Staats-. Kommunal- und Privatbeamten, schliesslich dem Kaufmannsstande und anderen für das Verwaltungsfach vorbereitenden Berufsarten. Der Bedarf an Beamten für die Reservelazarethe wurde gedeckt .ins dem Rest der Friedenslazarethbeamten unter Heranziehung der weiter erforderlichen Zahl aus den vorstehend genannten Kreisen. Der Etat der Feldsanitätsanstalten an Beamten bezifferte sich auf 449, der Bedarf für die Reservelazarethe auf 637 Beamte. Rekapitulation. DieGesammtzahl der im Sanitätsdienste der Preussischen Armee wirklich verwendeten Personen — ausschliesslich der 1779 kontraktlich engagirten Civilärzte — betrug: 3 679 Aerzte, 478 Apotheker, 1 086 Verwaltungsbeamte, 6 918 Lazarethgehilfen, 8 621 Krankenwärter und Hausknechte, 5 811 Krankenträger (ausschliesslich der etwa 5000 Hilfskrankenträger bei den Truppen). 152 Apotheken-Handarbeiter, 28 chirurgische Instrumentenmacher, 6 701 Feldwebel, Unteroffiziere, Trainmannschaften. Summe 33 474. Rechnet man hierzu noch 408 Offiziere, welche bei den Sanitätsdetachements, den Lazarethreservedepots und als militärische Mitglieder der Lazarethkonnnissionen des Inlandes Dienst thaten, so ergiebt sich die Zahl von 33 882 und mit den oben erwähnten 1779 Civilärzten die Zahl von 35 661 Personen, welche in der staatlichen Krankenpflege Preussens und der übrigen Staaten des Norddeutschen Bundes ausschliesslich des Königreichs Sachsen und des Grossherzogthums Hessen thätig gewesen sind. 2. XII. (Königlich Sächsisches) Armeekorps.') Bedarf. Die Einberufung des Sanitätspersonals erfolgte nach demselben Modus wie in Preussen durch die den verschiedenen Kategorien des Personals vorgesetzten Behörden, des militärischen durch die Bezirkskommandos, des ärztlichen durch den Korps-Generalarzt, des ökonomischen durch die Intendantur. ') Die Armeezugehörigkeit desselben, desgleichen die Namen des dirigirenden ärztlichen Personals und der Leiter der Sanitätsformationen siehe in Beilage 11. Im Uebrigen vergl. zu dem Folgenden Anmerkung 8. Im Kriegsfalle hatte das Armeekorps an Sanität formationen zu stellen: 1) Für das Feld: a. 3 Sanitätsdetachements, b. 12 Feldlazarethe, c. ein Lazareth-Reservepersonal (3 Sektionen), d. das dirigirende ärztliche Personal, e. ein Lazareth-Reservedepot. 2) Für das Ersatztruppen-Gebiet in der Heimath: die Reservelazarethe, zu welchen die Garnisonlazarethe verwenden und andere passende Bauten zu gewinnen wai An assistirein 29 bei den 12 , , 16 der 1 ... dei 3 - dei 2 „ dei 15 , dei 1 » dei 36 . dei 9 n *, Der Bedarf an Sanitätspersonal stellte sich folgende maassen:') An dirigirendem ärztlichen Personal fiir das Feld 1 Korpsarzt, 2 Divisionsärzte, 1 Peldlazareth-Direktor, fiir die Ersatztruppen: 1 stellvertretender Korpsarzt. In Summa 5, zu welcher noch eine beliebige Zahl konsultireni Aerzte fiir das Feld hinzutreten durfte. An ordinirenden Aerzten für das Feld: 9 Regimentsärzte für die 9 Infanterie-Regimenter, i; „ „ „ 6 Kavallerie-Regimenter, 1 Regimentsarzt dir die Artillerie, 20 Bataillonsärzte für die 2. und 3. Bataillone Infanterie-Regimenter und 2 Jäger-Bataillone. 4 Abtheilnngsärzte bei 4 Fussartillerie-Abheilungen 6 Stabsärzte der Sanitätsdetachements. 12 Chefärzte der 12 Feldlazarethe. 12 (ordinirende) Stabsärzte bei denselben, 3 Stabsärzte (als Chefärzte) der 3 Sektionen des Lazarett Reserveperaonals. In Summa 124. An assistirendei 9 bei dei 2 „ , 6 1 1 1 1 108 der den dei Summa 129. An assistirenden j 4 bei de 2 , de 1 , » 1 „ de In Summa 8. Demnach belief 124 für da 129 „ de 8 .. dii In Summa 261. In Summa 7.5. Aerzte Der gesammte folgender Tabelle ers An ordinirenden Aerzten für die Ersatzformationen: 9 Bataillonsärzte für die 9 Infanterie-Ersatzbataillone, 1 Abtheilungsarzt fiir die Feldartillerie-ErsatzabtheiliiMJ' 54 ordinirende Aerzte für die Reservelazarethe (mit voÄMrigirendc aussetzlieh 5400 Kranken) einschliesslich der milita Ordinirende :nztliehen Nrilüliederdei-Reserve-LazaretlikommissioiiÄAssistirende In Summa 64. Summa An ordinirenden Aerzten fiir die Besatzungstruppen: für die 4 Infanterie 4 Bataillonsärzte Bataillone, 1 Oberstabsarzt als Garnisonarzt von Dresden, 1 Stabsarzt als Garnisonarzt der Festung Königstein, 1 „ . Arzt des Etappen-Hauptortes. Besatzun? fur fks Feld: Der Kriegsetat ld: 116 für di pagnn 24 für di 14 .. „ In Summa Dies ergiebt eine Gesammtheit ordinirender Aerzte von: 73 für das Feld. 64 „ den Ersatz, 7 „ die Besatzung. In Summa 144. !) Vergl. Beilage 5. 2 , , 9 .. , und 0 3 für di 24 , „ Seite 192 •) Ausschl. der einschl. der für Reser und assistirenden A< H Band 1 Jand I. I. Abschnitt: Bedarf und Deckung des Bedarfs. Sachsen. 11 ekorps an Sanität- Sektionen), d. Heimath: lie Garnisonlazarethe i iitcn zu gewinnen wara stellte sich folgende! imal für das Feld: An assistirenden Aerzten für das Feld: 29 bei den 29 Infanterie-(einschliesslich Jäger-) Bataillonen, 12 , , 6 Kavallerie-Regimentern, 16 , der Artillerie einschliesslich der Kolonnen-Abtheilung, 1 .„ der Ponton-Kolonne, 3 „ den 3 Pionier-Kompagnien, 2 „ dem Stabe des Train-Bataillons, 15 , den 3 Sanitätsdetachements, 1 „ dem Feld-Korpsarste, 36 . den 12 Feldlazarethen, 9 » , 3 Kriegslazareth-Personalabtheilungen. In Summa 124. nge Zahl konsultireni Feld: mterie-Begimenter, rallerie-Regimenter, :rie, und 3. Bataillone Jäger-Bataillone, irtiUerie-Abtheilungen, lenieiits, lie, denselben, An assistirenden Aerzten für die Ersatzformationen: 9 bei den 9 Infanterie-Ersatzbataillonen, 2 „ , 2 Jäger-Ersatzkoinpagnien, 6 - , 6 Kavallerie-Ersatzeskadrons, 1 . der 1 Feldartillerie-Ersatzabtheilung, 1 „ , 1 Pionier-Ersatzkompagnie, 1 ,. , 1 Train-Ersatzabtheilung, 1 .. dem stellvertretenden Korpsarzte, 108 , den Reservelazarethen. Summa 129. An assistirenden Aerzten für die Besatzungstruppen und Anstalten: 4 bei den 4 Infanterie-Besatzungsbataillonen, 2 ., der Festungsartillerie-Abtheilung, 1 „ „ Festung Königstein, 1 „ dem Kadettenhause. In Summa 8. 3 Sektionen des Lazarett itzformationen: äiiterie-Ersatzbataillone, Eirtillerie-ErsatzabtheiMj Reservelazarethe (mit M ünschliesslich der militi rve-Lazarethkomn i i ssioii' nlziiiigstmppeii: 4 Infanterie - Besatzung rzt von .Dresden, ler Festung Königsteiii. ipen-Hauptortes. irender Aerzte von: Demnach belief sich der Kriegsetat der Assistenzärzte auf: 124 für das Feld, 129 , den Ersatz, 8 „ die Besatzung. In Summa 261. Der gesammte Sollbestand an Aerzten 1 ) überhaupt ist aus folgender Tabelle ersichtlich: Aerzte Feld Ersatz Besatzung Summa Dirigirende . 4 1 __ 5 Ordinirende . 73 64 7 144 Assistirende . 124 129 8 261 Summa 201 194 15 410 Der Kriegsetat an Lazarethgehilfen war folgender, nämlich für das Feld: 116 für die 116 Infanterie- (einschliesslich Jäger-) Kompagnien, 24 für die 24 Kavallerie-Eskadrons, 14 .. „ 14 Fnssartillerie-Batterien, 2 ,. , 2 reitenden Batterien, 9 „ „ Kolonnenabtheilung (nämlich 4 bei 4 Infanterie- und 5 bei 5 Artillerie-Munitionskolonnen), 3 für die 3 Pionier-Kompagnien, 24 „ „ 3 Sanitätsdetachements, Seite 192 ') Ausschl. der konsultirenden Chirurgen und deren Assistenten, einschl. der für Reservelazarethe im Etat vorgesehenen 162 ordinirenden and assistirenden Aerzte. Uebertrag 192 4 für das dirigirende ärztliche Personal, 1 ) 108 , die 12 Feldlazarette. 27 , das Kriegslazareth-Personal. In Summa 331. 2 ) Für die Ersatzformationen: 38 bei den 38 Infanterie- (einschliesslich Jäger-) Ers:itz- kompagnien, 6 bei den 6 Kavallerie-Ersatzeskadrons, 3 „ ,3 Fussartillerie-Ersatzbatterien, 1 . der 1 reitenden Batterie, 1 , ,, 1 Pionier-Ersatzkompagnie, 2 , ,1 Train-Ersatzabtheilung, 1 „ dem stellvertretenden Korpsarzte, 162 , den Reservelazarethen. In Summa 214. Für die Besatzungstruppen: 3 bei deu 3 Reserve-Fussbatterien, 4 „ . 4 Festungsartillerie-Kompagnien, 16 , ., 16 Infanterie-Besatzungskompagnien. Ml In Summa 23. Demnach betrug der Kriegsetat der Lazarethgehilfen: 331 für das Feld, 214 ., den Ersatz, 23 „ die Besatzung. Summa 568. Der Kriegsetat an Krankenwärtern war folgender, nämlich für das Feld: 24 für die 3 Sanitätsdetachements, 144 , . 12 Feldlazarethe, 36 „ das Kriegs-Lazarethpersonal. Summa 204. Für die Ersatzformationen: 324 für die Reservelazarethe, keine „ „ Besatzungstruppen, in Summa 204 Krankenwärter für das Feld, 324 „ „ den Ersatz. Summa 528. Abgesehen von den (nicht zum Sanitätskorps gehörigen) Krankenträgern, welche sich in der Etatzahl von 372 bei den drei Sanitätsdetachements zu befinden hatten, betrug der Kriegssollbestand des ganzen Sanitätskorps vor dem Feldzuge 1870/71 wie folgt: Feld Ersatz Besatzung Summa Aerzte 3 ) . . Lazarethgehilfen Krankenwärter 201 331 204 194 214 324 15 23 410 568 528 Summa . . . 736 732 38 1506 m >) Ausschl. derjenigen für die „konsultirenden Aerzte". 2 ) Ausschl. desjenigen, welcher bei dem Lazareth-Reservedepot an Stelle eines Unteroffiziers als Schreiber verwendet werden kann. 3 ) Ausschl. der konsultirenden Chirurgen und deren Assistenten. 2* ■■-.''■■K'V.n^.' | ■1 W^t^M 12 I. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung. Blini1 I Band I. Deckung des Bedarf«.') Der Kriegsbedarf an Unterpersonal war als gedeckt anzusehen, nicht jedoch der Bedarf an Aerzten. Thatsächlich waren vor der Mobilisirung an aktiven Aerzten vorhanden: 1 Generalarzt, 16 Oberstabsärzte, 28 Stabsärzte, 45 Assistenzärzte, 12 Unterärzte des Aussterbeetats (einschliesslich 9 mit dem Charakter als Assistenzärzte versehen), 2 Unterärzte der neuen Verfassung und 5 einjährig freiwillige Aerzte, also 109 Aerzte des aktiven Dienststandes. Ausserdem 4 Assistenzärzte und 2 Unterärzte des Beurlaubtenstandes, insgesammt 115 Aerzte. Der Kriegssollbestand betrug jedoch 410 Aerzte, es blieb demnach ein noch während der Mobilisirung zu deckender Bedarf von 295 Aerzten. Nach den in Preussen ausgesprochenen und in Sachsen angenommenen Grundsätzen sollten zunächst die säinmt- lichen ärztlichen Stellen bei den mobilen Truppen und Formationen nur durch Mitglieder des Sanitätskorps aus dem aktiven Dienst- oder Beurlaubtenstande, die Chefarztstellen bei den Feld- und stehenden Kriegs-Lazarethen ausschliesslich durch aktive Obermilitärärzte besetzt, zur Ueber- nehmung von Feld-Regimentsarztstellen geeignete Stabsärzte und zur Besetzung der Feld-Bataillonsarzt- etc. Stellen nöthigenfalls Assistenzärzte verwendet werden. Zur Besetzung der garnisonärztlichen und der anstaltsärztlichen Stellen sowie derjenigen der stellvertretenden Korpsärzte, der Ersatz- und Besatzungs-Truppenärzte verblieben die nur noch garnisondienstfähigen Aerzte des aktiven Dienststandes (etwa 5 pCt. des letzteren), demnächst die Aerzte des Beurlaubtenstandes, die verabschiedeten Militärärzte, die Aerzte der Ersatzreserve und Civilärzte, letztere im Kontraktsverhältniss, endlich zur Sicherstellung des assistenzärztlichen Dienstes bei den Ersatz- und Besatzungstruppen, den Kriegs- und Reservelazarcthen, nöthigenfalls auch die in den letzten Studiensemestern befindlichen Studirenden der Medizin. Behufs Gewinnung des noch vorhandenen Bedarfs er- liess der Korps-Generalarzt Dr. Roth, in ähnlicher Weise wie es in Preussen geschah, noch am ersten Mobilmachungstage einen Aufruf an die Civilärzte und an die Studirenden der Medizin, in welchem den letzteren die Stellung von Unterärzten mit den Kompetenzen der Assistenzärzte, den ersteren die Anstellung in dirigirenden, ordinirenden und assistirenden Stellungen gegen tägliche Diäten für den Fall der Dienstleistung angeboten wurde. In Folge dieses Aufrufes traten aus dem Civil in der Zeit vom IG. bis 31. Juli 18?0 in das Sanitätskorps über: 2 ältere Civilärzte als Stabsärzte, 21 Aerzte als Assistenzärzte, darunter 2 bisherige Militär- Stipendiaten, 68 Studenten der Medizin als Unterärzte, darunter 3 Militär- Stipendiaten, 2 einjäh rig freiwillige Aerzte, 93 Aerzte. s ) Vergl. zu dem Folgenden Beilage ti und 7. Dazu 3 Professoren der Universität Leipzig als kon| sultirende Chirurgen. Ausser diesen in das Sanitätskorps Uebernoinmenen' boten in den Tagen bis zum 31. Juli 1870 164 ärztliche Kräfte, und zwar 18 gewesene Militärärzte, 4 Professoren, 105 approbirte Aerzte einschl. 5 Oesterreicher, 13 Aerzt* IL und III. Klasse und 24 Studirende der Medizin einschl. eines solchen aus der Schweiz und zwei aus Oesterreich theils für das Feld theils für die Heimath ihren Beistand an. Mit Hilfe dieses Zuwachses konnten die feldärztlichen Stellen in ihrer vollen Zahl besetzt werden. Es konnten sogar 3 bisher aktive aber felddienstunfähige Oberstabsärzte pensionirt und dieselben nebst 2 anderen älteren aktiven Oberstabsärzten, 1 aktiven Stabsarzt, 3 aktiven Assistenzärzten und 4 aktiven Unterärzten dem stellvertretenden Korpsarzte für Reservelazarethe, für die garnison- ärztlichen Stellen, Besatzungs-Bataillone und Militäranstaltt» zur Verfügung gestellt werden. Wegen der erreichten Etaterfüllung mussten atuj eine Anzahl jüngerer Elemente, welche für eine künftige Verwendung im Felde vorbestimmt wurden, zunächst im heimathlichen Gebiete beschäftigt werden. Dieselben bildeten für die im Felde eintretenden Vakanzen einen willkommenen Ersatzstamm. Im weiteren Verlaufe (vom! 1. August ab) meldeten sich noch 128 ärztliche Personen. und zwar 84 approbirte Aerzte I. Klasse, 12 Aerzte 11 und 111. Klasse und 32 Studirende der Medizin. Sonach verfügte das Armeekorps gegenüber dem Soll bestände von 410 Aerzten über 109 aktive Militärärzte, 6 Militärärzte des Beurlaubtenstandes, 93 neu zugegangene Militärärzte, also 208 Mitglieder des Sanitätskorps, ferner über 1(54 während und 128 nach der Mobilisirung angemeldete, in Summa 500 ärztliche Kräfte. 3. Die XXV. (Grossherzoglich Hessische) Division') machte die Deckung folgenden etatsmässigen Personalbedarfes erforderlich: a. An dirigirendem ärztlichen Personal für das Feld: 1 Divisionsarzt, 1 Feldlazareth-Direktor, für die Heimath: 1 stellvertretenden Divisionsarzt. b. An ordinirendem ärztlichen Personal: 30 für das Feld, 4 für immobile Formationen. c. An assistirendem ärztlichen Personal: 50 für das Feld, 10 für immobile Formationen In Summa 82 mobile und 15 immobile Der Bedarf gedeckt, der mob von 17 Aerzten i Der Kriegseti etat. Da in lies Standes vorhandei angängig durch A gedeckt werden, Ausfall gelang. In Hessen w Aerzten versorgt. Feldlazarethen 2 i mit 1 Arzte ins 1 sollten die Trupj Lazarethe komma Auch das lh nur 4 Assistenzäi Am 15. Juli v Armee 175 Aerzt« 29 7 einjähi Demgegenüb ein Bedarf von 4 mobile Armee . . Ersatztruppen . . Besatzungstruppen . immobilen Stellen . Zusammen 97 Aerzte. Sumi Den spezielL Vergl. Beilage 8. — Siehe auch Anmerkung 9. !) Zu dem Fol Bail(1 ! Band I. I. Abschnitt: Bedarf und Deckung des Bedarfs. Bayern. 13 ät Leipzig als kon- ps Uebernoinmenen 1870 164 ärztliche! ,rzte, 4 Professoren, irreicher, 13 Aerzti der Medizin einschl. vei aus Oesterreich ;h ihren Beistand an. sn die feldärztliclien erden. Es konnten unfähige Oberetab* 2 anderen älteren Stabsarzt, 3 aktiven ,rzten dem stellver- he, für die garnison- und Militäranstalten lung mussten aucli & für eine künftige urden, zunäclist im werden. Dieselben .en Vakanzen einen eren Verlaufe (vom! ärztliche Personen lasse, 12 Aerzte 11.1 r Medizin, gegenüber dem Soll- Der Bedarf für den immobilen Theil wurde alsbald gedeckt, der mobile Theil jedoch rückte mit einem Mangel von 17 Aerzten ins Feld. Der Kriegsetat betrug 33 Aerzte mehr als der Friedensetat. Da in Hessen noch keine Aerzte des Beurlaubtenstandes vorhanden waren, so musste der Bedarf soweit als angängig durch Verträge mit Civilärzten auf Kriegsdauer gedeckt werden, was eben nur bis auf den erwähnten Ausfall gelang. In Hessen wurden in erster Reihe die Truppen mit Aerzten versorgt. Daher kam es, dass von den 6 Hessischen Fchllazarethen 2 mit je 4, 1 mit 3, 2 mit je 2 und 1 gar nur mit 1 Arzte ins Feld rückte. Bei eintretender Etablirung sollten die Truppenärzte abwechselnd zum Dienst in die Lazarethe kommandirt werden. Auch das Hessische Sanitätsdetachement hatte statt 5 nur 4 Assistenzärzte. In gleicher Weise aber, wie in Preussen und Sachsen, war auch in den Hessischen Reservelazarethen noch eine grössere Anzahl von Civilärzten thätig, welche in obiger Summe nicht enthalten sind, und zwar in dem zum Norddeutschen Bunde gehörigen Theil von Hessen 42. Rechnet man diese zu den obigen Zahlen hinzu, so erhält man für Hessen (ausschliesslich der in den Reservelazarethen Süd- Hessens thätig gewesenen Civilärzte) 122 Aerzte. Ergebniss.') Die Rekapitulation des gesammten, im Dienste des Norddeutschen Heeressanitätswesens beschäftigt gewesenen ärztlichen Personals ergiebt demnach: für den Preussischen Armeeverband . . . 5458 für das Königlich Sächsische Armeekorps . 410 für die Grosshcrzoglich Hessische Division. 12'2 für die Reservelazarethe in Mecklenburg . 64 Insgesainint (i054 Aerzte. Hl II. Süddeutsche Staaten. Standes, 3, neidete, ssische) Division ■) tsmässigen Personal- für das Feld: A. Bayern.') Am 15. Juli waren im Dienste der Königlich Bayerischen Armee 175 Aerzte des aktiven Dienststandes, 29 „ des Beurlaubtenstandes, 7 einjährig freiwillige Aerzte. Demgegenüber stand nach dem Mobiluiachungsplane ein Bedarf von 429 Militärärzten und zwar: für die +3 N b 3 CO m u S o N •~ -H O -t-> | w N t- =C3 CO d ) Vergl. Beilage 9 und 10"- 14 I. Kapitel: Sanitätspersonal und SauitäteaHSrüstang. Band I. land zur Deckung des Bedarfs an hilfsärztlichem Personal Verwendung landen. Ueljer die Mehrzahl derselben wurde gleich bei der Mobilmachung verfügt, ausserdem befand sich jedoch noch bei den Truppentheilen und in der Reserve eine ziemliche Anzahl, welche erst während des Krieges zur ärztlichen Dienstleistung herangezogen wurde. Diese Mediziner erhielten die Uniform der einjährig freiwilligen Aerzte ohne die besonderen Abzeichen derselben und wurden als „funktionirende Assistenzärzte" bezeichnet. Sie gelangten fast ausschliesslich in den Lazarethen als Assistenten der ordinirenden Aerzte zur Verwendung. Wenn auch die Heranziehung dieser Hilfskräfte nur als ein Nothbehelf bezeichnet werden kann, so wäre doch ohne dieselben eine Deckung des notwendigsten Bedarfs in Bayern (ebenso wie in I'reussen) fast unmöglich gewesen. Im Uebrigen haben sich überall, in der Nord- und Süddeutschen Armee die in diesen Stellungen als Feldassistenzärzte verwendeten Studirenden, wie die Berichte der Feldkorpsärzte ausweisen, auf das vortrefflichste bewährt und durch regen Eifer lind treue Pflichterfüllung zu ersetzen gesucht, was ihnen an ärztlichem Wissen und an Erfahrung nothwendig mangelte. Die Zahl der während des Krieges in verschiedenen Garnisonen des Inlandes verwendeten pensionirten Militärärzte betrug 26; in Feldstellen wurde keiner derselben verwendet. Die Gesammtzahl der beim Beginne in Bayern vorhandenen pensionirten Selbstverständlich waren sie nicht alle der Mobilmachung Aerzte betrug 40. verwendungsfähig. Als wichtigste Ergänzungsquelle des Sanitätspersonals waren, wie schon im Jahre 1866, die Civilärzte in Aussicht genommen. Entsprechend dem allgemeinen Grundsätze, dass auf dem Kriegsschauplatze nur Aerzte mit militärischem Rang und entsprechender Uniform verwendet werden sollten, musste den aus dem Civilstande beizuziehenden Aerzten auch hier, soweit sie für den Dienst im Felde bestimmt wurden, ein gewisser militärischer Rang verliehen werden. Am 20. Juli 1 iarl'sfalle auch Aus-] efand sich unter M ■r Ausländer. Armee. gen, darunter den dversitäten Erlangen irt, wurde der Rang uite der Armee ver mm der Universität sschauplatz entsendet \rmeekorps zur Verweiche durch keine estaltete sich ähnlicli in der PreussischeD Armee. Oberstabsarzt I. Klasse v. Nussbaum begleitete von Mitte August an das I. Armeekorps und war in allen Schlachten und Gefechten desselben auf den Verbandplätzen sowie in den Spitälern thätig; Stabsarzt ä la suite Sprengler sohloss sich an das Aufnahmsfeldspital VI an, bei welchem er bis Mitte September verblieb. Die übrigen waren dem IL Armeekorps attachirt und hauptsächlich in den Spitälern vor Paris beschäftigt. Mit der Ernennung zum Militärarzt ä la suite der (Armee war nach damaligen Bestimmungen an und für sich keinerlei militärische Dienstverpflichtung verknüpft; sie berechtigte nur zur Führung des Titels und zum Tragen der Uniform sowie während der Dauer einer wirklichen militärischen Verwendung zu den Kompetenzen der betreffenden Charge. Die Zahl der während des Krieges ernannten bezw. verwendeten Aerzte ä la suite der Armee belief sich auf 7, da auch 2 im Inlande verwendete Aerzte, von denen sich einer auch vorübergehend auf den Kriegsschauplatz begab, den Rang als Stabs- bezw. Regimentsarzt ä la suite verlieben erhielten. Wie gegenüber dem Etat der Bedarf an Aerzten, bei der mobilen Armee sowohl als im Inlande, gedeckt war. lassen die Beilagen 16a und 16b ersehen, welche den effektiven Stand an Aerzten am 1. August und am 1. Oktober 1870 ausweisen. Aus der letzteren ergiebt sich, dass an diesem Tage bei der mobilen Armee nur 3 etatsmässige Stellen, und zwar bei Etappenbehörden, nicht besetzt waren; auch diese 3 Stellen wurden jedoch kurz nach dem 1. Oktober besetzt. Die übrigen geringen Differenzen erklären sich aus momentanen Abgängen durch Krankheit etc. Hei der immobilen Armee weist die Ueborsicht einen sehr bedeutenden Ueberschuss gegen den Etat bei der Position Kommandanturen auf, was sich aus dem vermeinten Bedarf in Folge der grossen Krankenzahl in den bestellenden Militärspitälern und der Neuerrichtung von vielen Reservespitälern erklärt. Unbesetzt war die Stelle des Korpsarztes bei dem immobilen Generalkommando München, welche aber von dem Oberstabsarzt beim Artillerie- Korpskommando mit versehen wurde. Dasselbe war der Fall mit einer Reihe von Stellen bei den Ersatztruppen, welche ebenfalls von Aerzten, die bereits eine andere Bestimmung hatten, mit wahrgenommen wurden. Um boppelzählungen zu vermeiden, konnte jeder Arzt nur einmal und zwar nach seiner hauptsächlichsten Verwendung aufgeführt werden. Ebenso mussten, der Uebersichtlichkeit halber und um Doppelrechnung auszusehliessen, in den Tabellen alle diejenigen wehrpflichtigen Doktoren der Medizin, welche im Laufe des Feldzuges zu Landwehr-Assistenzärzten ernannt worden sind, ohne Rücksicht auf das Datum ihrer Ernennung unter der Rubrik „Landwehr-Assistenzärzte" verrechnet werden. Die Zahl der bei Ausbruch des Krieges vorhandenen Militärärzte des aktiven und Beurlaubtenstandes, und die Zahl der während des Krieges ernannten bezw. in Verwendung genommenen zeigt übersichtlich die nachstehende Tabelle, nach welcher 615 Aerzte und Studirende der Medizin thatsächlich im Laufe des Krieges im Dienste der Militärverwaltung gestanden haben: 0} Studirende g U der Medizin h :j3 N :o5 ES] •4-3 in Um 0 :c3 r — Im CS] 33 :c3 so i T3 O 02 CO ichtige andwehr- zärzte bl. > «0 p i-l s So o « -M 03 PQ CD < © tu H im •< Tg 3 Wehrpfl funktion. L Assistei * E £ a OS Stand am ersten Mobilmachungs- tage ..... 175 28 1) 8 211 Während des Krieges ernannt, bezw. in Verwendung gezogen 3 4 45 70 38 26 7 73 102 36 404 Summe 178 32 53 70 88 96 7 73 102 36 615 Die Vertheilung auf die Feldarmee und auf das Inland ist aus folgender Tabelle zu entnehmen: CSJ 0) CS] (-1 S Studirende der Medizin 0> CS] Cm ^ ---------- Es wurden :5 -M CO "r: rß 03 N 3 3 OS h +3 3 = CÖ ichtige andwehr izärzte verwendet ^ ici'p S es £ 0) 3 H 3 zl, O Zj 'S w 03 8.2 -n *^ Ol O S •M 1 g ES] 3 Wehrpfl fuiiktion. 1^ Assistei ja S E E a 02 Im Felde . . 160 23 38 66 32 5 78 — 402 In der Garnison .... 18 9 15 4 6 96 2 73 24 36 213 Summe 178 32 53 7(1 38 26 7 73 102 36 615 Ueber das dirigirende ärztliche Personal giebt Beilage 14 Aufschluss. Militär-Apotheker. Am 16. Juli 1870 gab es 8 Ober- und 19 Unter- Apotheker. Landwehr-Apotheker waren noch nicht ernannt. Der Bedarf an Apothekern für die Feldarmee war nach dem Mobilmachungsplane 36, ausserdem 12 für die immobile Armee, darunter je 1 für jedes der 9 Garnison- lazarethe, in welchen schon im Frieden Militär-Apotheken bestanden, zusammen also 48. 39 absolvkte wehrpflichtige Pharmazeuten, als solche in den Listen geführt und zur Verwendung vorgemerkt, wurden im Laufe des Krieges zu !) 7 davon an diesem Tage noch als einjährig freiwillige Aerzte dienend. 16 1. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung. Hand Hand I. Landwehr-Apothekern ernannt, so dass nicht nur der Etat, Bondern auch der wirkliche Bedarf, welcher sich in verschiedenen Garnisonen höher erwies, ohne Schwierigkeit gedeckt werden konnte. Sanitäts-Kompagnien. Besonders hervorzuheben ist, dass sich im Königreich Bayern das für Deutschland einzige Beispiel einer Sanitäts- Ersatztruppe befand. Jede Sanitäts-Kompagnie bildete nämlich eine Ersatzabtheilung, bestehend aus: 1 Oberlieutenant, Kommandant, 1 Bataillonsarzt. 1 Unter-Quartiermeister, 1 Sergeant, 1 Korporal I. Klasse, i » n. , 1 Hornist I. „ 10 Gefreiten i ausgebildet, worunter 12 Mann 20 Gemeinen I. Klasse^ der Krankenwärterabtheilung, 30 „ II. „ als Ersatzmannschaften, 67. Hierzu 3 Diener und Pferdewärter, 70 Gesammt-Kopfzahl mit 1 Reitpferd. Aus den Ersatzmannschaften war der Bedarf an Nachschub von Mannschaften der Sanitäts-Kompagnie und Krankenwärtern für die mobiles Armee zu decken. Es konnte dies auch in genügender Weise geschehen, da die Ersatzabtheilungen beständig wieder unausgebildete Leute einberiefen und ausbildeten. Beilage 17 zeigt den Sollstand an Sanitätspersonal und für den Sanitätsdienst bestimmten Fahrzeugen und Pferden bei einem mobilen Armeekorps. Beilage 18 giebt unter A den Sollstand an Sanitätspersonal etc. bei der mobilen Armee nach dem ursprünglichen Mobilmachungsplan. B zeigt die Vermehrung des Sollstandes an, wie sie durch die nachträgliche Mobilmachung von 8 Infanterie-Feld-Bataillonen und 8 Landwehr- Bataillonen, durch die Neuformationen von 2 Aufnahms- Feldspitälern, endlich durch die Zutheilung der Bespannung an die anfänglich unbespannten Feldspitäler bedingt war. C ist die Summe von A und B, giebt also den Sollstand an Sanitätspersonal etc. bei der gesammten mobilen Bayerischen Armee, einschliesslich Etappen und Truppen ausserhalb des Verbandes der beiden Armeekorps. B. Württemberg.') Die Mobilmachung der Wiirttembergischen Feld-Division erledigte sich in analoger Weise wie in den bisher genannten Staaten. Der Generalstabsarzt der Königlich Württembergischen Armee blieb immobil, ihm wurde für die Dauer des Krieges ein Regimentsarzt (Oberstabsarzt) beigegeben. J ) Siehe hierzu Anmerkung 11. Der dirigirende Feld-Stabsarzt (Divisionsarzt befand sich bei dem Hauptquartier der Feld-Division, ausser dem begleitete dieselbe ein für die Kriegsdauer angestellte! konsultirender Chirurg. Der Etat der Württembergischen Feld-Division an Sanitätspersonal, sowie die Gewinnung und Verwendung desselben, desgleichen die Besetzung der leitenden Stellen sind aus Beilage 19, 20 und 21 zu entnehmen. Das friedens-etatsmässige obermilitärärztliche Personal (Regiments- und Bataillonsärzte) wurde durch Einziehung der beurlaubten und durch Anstellung freiwillig siel meldender Aerzte aus dem Civilstande, letztere meist mit dem Titel „Oberarzt", auf den Kriegsbedarf ergänzt Assistenzärzte waren in Württemberg nicht etatsmässig. Das Hilfspersonal, welches unter der Kollektiv bezeichnung „Heilgehilfen" (Lazarethgehilfen) aus Ob» heilgehilfen und Heilgehilfen bestand, wurde bei Eintritt der Mobilmachung durch Einstellung dienstpflichtiger um] nichtdienstpflichtiger Studirender der Medizin und nieder« Civilchirurgen (Heilgehilfen) auf den kriegsetatsmässigei Stand gebracht beziehungsweise nach Bedarf vermehrt. DenFeld-Besatzungs- und Ersatztruppen waren zugetheilt jedem Infanterie-Regimentsstab „ Bataillon „ Kavallerie-Regiment jeder Artillerie-Abtheilung jeder Kompagnie „ Eskadron „ Batterie, ferner dem Divisions-Hauptquartier der Feld-Gensdarmerie dem mobilen Pferdedepot der Munitionsreserve 3 „ Proviantkolonne 2 Die etatsmässige Besetzung der Sanitätsanstalten siehe im dritten Abschnitt „Mobile Sanitätslbrmationen". Die im Sommer 1870 ausgegebene „Provisorische Vor schrift für den Sanitätsdienst der Königlich Württembergischa Truppen im Felde" entsprach auch bezüglich der Mobil machung in den wesentlichen Punkten der Preussische Instruktion über das Sanitätswesen der Armee im Felds vom 29. April 1869 und wurde dem Mobilmachungsverfahra zu Grunde gelegt. Zur Zeit des 35 aktive Militär zu einem ärztliche darunter 21 Oben ärzte und 87 Ai Ergänzung gesclm Feldärzten, d. h. den Rang und d Premierlieutenant 1 Obermilitärarzt, I Friec Anmerk 1 Heilgehilfe, Heilgehilfen. C. Baden. 1 ) Die Mobilmachung geschah ganz wie in Preussen nacll vorher aufgestellten Listen und nach denselben Grundsätzen hinsichtlich der Besetzung der Feldstellen. Der Etat der Badischen Feld-Division erforderte 18 Ober Stabsärzte, 37 Stabsärzte, 99 Assistenzärzte; ausserdea 231 Lazarethgehilfen, 120 Krankenwärter, 231 Kranken träger (ohne die Hilfskrankenträger der Truppen), 11 Ver waltungsbeamte und 6 Pharmazeuten. ') Vergl. Beilage 22. — Ausserdem Anmerkung 12. Die Dienstste V seilen Armee ben über die Organisatioi ■^reiche das Sanitäts angehörigen A erzten als Personen des S< militärischen Range, eine entsprechende D durch diese Verordn tärischen Krankenwäi Kärnten nach Maass Vorgesetzte der .Mai: Ehrenbezeugungen zi Die Rangverh Verordnung folgende Generalstabsarzt der Generalarzt der höcl > „ mitt r, r, nied berstabsarzt der hol » ni« Stabsarzt lAssistenzarzt der hol » ni Die Rangabzeicl [Die Unterärzte und die einjährig freiwil Der Genera Ist ali: gewalt eines Divisi mentskommandeurs. Die Ergänzung :orps erfolgt dure Zöglinge einer der biversitäten absolv SuittU-Berichl nli < Band t Band I. I. Abschnitt: Anmerkungen. Friedens-Organisation des Sanitätswesens. 17 rzt (Divisionsarzt) S ^eld-Division, ausser-8 'gsdauer angestellter t Feld-Division an g und Verwendung [er leitenden Stellen tnehinen. tärärztliche Personal e durch Einziehung ung freiwillig sieli •, letztere meist mit ■iegsbedarf ergänzt, nicht etatsmässig. nter der Kollektivgehilfen) aus Ob» , wurde bei Eintritt dienstpflichtiger und fedizin und nieder« kriegsetatsniässi gen Bedarf vermehrt. icn waren zugetheilJ Zur Zeit des Ausbruches des Krieges gab es in !>aden 35 aktive Militärärzte, welche während der Mobilmachung zu einem ärztlichen Personal von 145 Köpfen ergänzt wurden, darunter 21 Oberstabsärzte, 37 Stabs- beziehungsweise Feldärzte und 87 Assistenz- beziehungsweise Feldärzte. Die Ergänzung geschah durch freies Engagement von sogenannten Feldärzten, d. h. Civilärzten, welche je nach ihrem Alter den Rang und die Kompetenzen eines Hauptmanns oder Premierlieutenants erhielten. Das untere Personal wurde ebenfalls kontraktlich gewonnen und rckrutirte sich meist aus den von Organen der freiwilligen Krankenpflege ausgebildeten Leuten. Die Pharmazeuten waren kontraktlich verpflichtete Civilapotheker, welche theilweise schon in gleicher Art bei den Garnisonlazarethen Anstellung erhalten hatten. Zu Beamten wurden neben den aktiven Militärbeamten ineist solche des Civilstandes (Ministerialbeamte u. s. w.) ausgewählt. Anmerkungen. KM Friedens-Organisation des Heeres-Sanitätswesens in den Deutschen Staaten. Obermilitärarzt, Heilgehilfe, eilgehilfen. initätsanstalten sieht formationen". B „Provisorische Torrn Württembergisch« bezüglich der Mobil- ten der Preussiscliei der Armee im Feld» bilmachun gs verfahret wie in Preussen nael enselben Grundsätze! eilen. ion erforderte ISOber tenzärzte; ausserden. ärter, 231 Kranken; ler Truppen), 11 Vi nmerkuug 12. Anmerkung 1. Die Dienststellung der Sanitätsorgane in der l'reussi- sclien Armee beruhte damals auf der Allerhöchsten .Verordnung [über die Organisation des Sanitätskorps vom.20. Februar 1868", durch welche das Sanitätskorps als solches geschaffen und den demselben »gehörigen Merzten der Landarmee und der Marine die Eigenschaft als Personen des Soldatenstandes mit einem gegen früher erhöhten militärischen Range, sowie — in den dafür geeigneten oberen Stellen — i eine entsprechende Disziplinargewalt beigelegt war. Die Aerzte wurden [durch diese Verordnung Vorgesetzte der Lazarethgehilfen, der mili- •tärischen Krankenwärter, der Pharmazeuten und Lazareth-Verwaltungs- I beamten nach Maassgabe der Charge oder der Funktion, nicht aber ■orgesetzte der Mannschaften, seitens deren ihnen lediglich bestimmte Ehrenbezeugungen zustanden. Die Rangverhältnisse der Militärärzte waren durch dieselbe Verordnung folgendermaassen geordnet: BeneralStabsarzt der Armee = Generalmajor. Generalarzt der höchsten Gehaltsklasse = Oberst "i mit dem Pensionaaii- l. Epruclie eines Begi- „ „ mittleren „ = ) Oberst-J mentskomroandeurs. , „ niederen „ =' lieutenant. Oberstabsarzt der höheren Gehaltsklasse = Major. „ „ niederen „ = i Hauptmann, der erstere mit u. i ,.^„+ __ ( dem Pensionsanspruclie eines Ciansarzx — ) Hauptmanns I. Klasse. Assistenzarzt der höheren Gehaltsklasse = Premierlieutenant. „ , niederen „ = Sekondelieutenant. Die Rangabzeichen analog denjenigen der Offiziere. Dir Unterärzte und die einjährig freiwilligen Aerzte! Der Generalstabsarzt der Armee besitzt die Disziplinar-Straf- gewalt eines Divisionskommandeurs, der Generalarzt die eines Regimentskommandeurs. Die Ergänzung der ärztlichen Mitglieder des Sanitäts- Ikorps erfolgt durch Mediziner, welche ihre Studien entweder als : Zöglinge einer der „militärärztlichen Bildungs-Anstalten" oder auf • Universitäten absolvirt hatten und entweder auf Beförderung, d. h. in Sanitiits-i'.erirlit aber die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. Unteroffizier mit Portepee. den aktiven Dienststand, eintraten, oder nur ihrer allgemeinen Wehrpflicht als einjährig freiwillige Aerzte nachkamen. Jeder Militärarzt, der zum Assistenzarzt des aktiven oder des Beurlaubtenstandes (der Reserve) befördert werden sollte, musste seit dem Jahre 1868 vorher zur Wahl gestellt werden. Zu diesem Behufe bildeten die aktiven, im Offizierrange stehenden Militärärzte einer Division einen Wahlverband. Beförderungen und Versetzungen der im Offizierrange stehenden Militärärzte erfolgen seitdem nur durch Allerhöchste Kabinets- ordre, erstere unter Verleihung eines Patents der betreffenden neuen Charge. Kompetenzen, Verabschiedung und Pensionirung richten sich nach den für die Offiziere maassgebenden Bestimmungen. Ebenso sind sämmtliche Militärärzte ihren unmittelbaren Militärvorgesetzten in gleichem Maasse unterstellt wie die Offiziere bezw. Portepee-Unteroffiziere. Die obere Leitung des Preussischen Militär-Medizinal Wesens wurde zu einer einheitlichen gemacht durch die Errichtung einer besonderen Militär-Medizinalabtheilung im Kriegsministerium. Als Abtheilungschef steht derselben der Generalstabsarzt der Armee vor; dieser selbst ist nur dem Kriegsminister unterstellt. Anmerkung 2. Die Gliederung des ärztlichen Personals der Preussischen Armee im Frieden war in den meisten Punkten dieselbe wie im Kriege, wich jedoch auch in wesentlichen Dingen ab, insbesondere dadurch, dass die Friedensformation keine selbstständigen Divisionsärzte und keine Chefärzte von Sanitätsanstalten kannte. 1 ) Die Gliederung des ärztlichen Personals im Frieden war demnach folgende: Unter dem Generalstabsarzte der Armee, als Chef des Sanitätskorps und der Militär-Medizinalabtheilung, leiten die Korps- Generalärzte als disziplinarische Vorgesetzte sämmtlicher Mitglieder des aktiven Sanitätskorps den Sanitätsdienst in den einzelnen ■) Chefärzte sinil inzwischen auch f&r das Friedensvcrliilltniss geschafft* 3 18 I. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausriistung. Anmerkungen. Band [ ■uid r. Armeekorps. Der Korps-Generalarzt ist der technische Berather des kommandirenden Generals in allen Sanitätsangelegenheiten der Truppen, und bildet die Revisionsinstanz für sämmtliche Eingaben der Militärärzte, insbesondere für die ärztlichen Rapporte und Berichte, die Dieustunbrauchbarkeits- und Invaliditätsatteste. Er regelt den ärztlichen Dienst in den Lazarethen und ist gemeinschaftlich mit der Korpsintendantur die vorgesetzte Instanz für alle Sanitätsanstalten des Korpsbezirkes hinsichtlich der Verwaltung, Verpflegung sowie der Versorgung mit Arzneien und Verbandmitteln. Alljährlich bereist er die Garnisonen seines Dienstbereiches, besichtigt die daselbst befindlichen Lazarethe und Garnisonanstalten und trifft im Einverständ- niss mit der Korpsintendantur — eventuell nach Vortrag bei dem kommandirenden General — Maassregeln zur Abhilfe sanitärer Uebel- stände. Zu seinen Dienstobliegenheiten gehören ferner: Hygienische Maassnahmen und Ueberwachung der sanitären Verhältnisse bei grossen Uebungen, Manövern, Mitwirkung bei Errichtung von Kantonnements- lazarethen, Regelung des Krankentransports, Vorbereitung von Reserve- lazarethen für den Kriegsfall (gemeinschaftlich mit der Intendantur), Designirung bezw. Engagirung des ärztlichen Personals für diese Lazarethe, Aufstellung des Sanitäts-Mobilmachungsplanes für das Armeekorps. Zur Erledigung seiner umfangreichen Geschäfte sind ihm 1 Assistenzarzt, 1 Stabsapotheker und 1 bis 2 Lazarethgehilfen (letztere als Schreiber) beigegeben. Sämmtliche im Offizierrange stehenden Militärärzte des Armeekorps waren in zwei Divisions-Wahlverbände eingetheilt; an der Spitze jedes solchen Verbandes stand — lediglich zur Leitung der Wahlen — der rangälteste Oberstabsarzt des Divisions-Stabsquartieres als Divisionsarzt, 1 ) ohne dadurch zu den Aerzten des Wahlverbandes in ein Vorgesetztenverhältniss zu treten. Die bei den Truppen befindlichen Aerzte werden ihrer Funktion nach in „Ober-Militärärzte" 2 ) und „assistirende Aerzte" eingetheilt. Zu ersteren gehören die Oberstabs- und die Stabsärzte. Allen Ober-Militärärzten gemeinsam sind folgende Funktionen: die Ordination im Lazareth, die Beurtheilung der neueinzustellenden Rekruten gleich nach ihrer Ankunft beim Truppentheil, die Leitung der Revaccination derselben, die Beurtheilung der Dienstuntauglichkeit oder Invalidität der krankheitshalber zu Entlassenden und die Kon- statirung der Gesundheit der zur Reserve abgehenden Mannschaften. Die Ertheilung des Unterrichtes der Lazarethgehilfen-Lehrlinge, militärischen Krankenwärter und der Krankenträger sowie die Behandlung der Unteroffizier-Frauen und -Kinder seitens der Ililfsärzte unterliegt ihrer Beaufsichtigung; bei grösseren Uebungen, Manövern, Schiess- übungen etc. ihres Truppentheils ausserhalb der Garnison haben sie denselben eventuell zu begleiten. Oberstabsärzte sind nur bei Regimentsstäben als Regimentsärzte, in grossen Garnisonen als Garnisonärzte und bei einigen ausserhalb der Truppenverbände liegenden militärischen Instituten etats- mässig. Als technische Berather der Regimentskommandeure üben dieselben Einfluss auf den gesammten Sanitätsdienst innerhalb des Regiments; an sie gelangen alle diesen betreffenden von den vorgesetzten Behörden ergehenden Verfügungen, deren Ausführung sie zu überwachen haben. Ebenso gehen durch ihre Instanz sämmtliche Rapport- und Berichterstattungen der unterstellten Stabsärzte, deren Form ihrer Prüfung unterliegt. Eine besondere Funktion der Oberstabsärzte ist die Aushebung der Ersatzpflichtigen bei dem „Departe- ments-Ersatzgeschäft" (jetzt „Aushebungsgeschäft"). Dasjenige Bataillon etc., welchem der Regimentsstab attachirt ist, besitzt keinen Bataillonsarzt; der Dienst bei demselben wird von dem Regimentsarzt versehen. Die Stabsärzte sind in Bezug auf technische Gutachten, Atteste u. s. w. dem Superarbitrum! der Oberstabsärzte nicht unterworfen, wie sie auch in der Behandlung der Kranken auf den Station I der Lazarethe als ordinirende Aerzte eine vollkommen selbststänc Thätigkeit üben. Als Bataillons- resp. (Artillerie-) Abtheilungsär haben sie bei ihrem Truppenverbande die analogen Dienstpflichten die Regimentsärzte bei den Regimentern, ihr Dienstverhältniss zu Regimentsarzte ergiebt sich aus dem vorher Gesagten. Eine hat sächlich den Stabsärzten anheimfallende Funktion ist die Mustei der Wehrpflichtigen bei dem „Kreis-Ersatzgeschäft" (jetzt „Mustert geschäft"). Zu den assistirenden oder Hilfsärzten gehören die Assist«, ärzte, die Unterärzte und die einjährig freiwilligen Aerzte. Die älteren Assistenzärzte können ausnahmsweise zur V« tretung von Ober-Militärärzten beim Kreis - Ersatzgeschäft oder i detachirten Stellungen verwendet werden; im Uebrigen sind die Diera funktionell sämmtlicher Hilfsärzte die nämlichen. Der Dienst da selben bei der Truppe besteht in dem täglichen „Revierdienst", d.t in der Untersuchung — und bei leichteren, keiner Lazarethbehundlui. bedürftigen Fällen auch in der Behandlung — der sich krank melda den Soldaten im Revier der Truppe, daneben in der Behandlung dt Soldaten-Frauen und -Kinder; im Lazareth liegt ihnen der wichtL Lazarethwachdienst ob sowie die Assistenz der ordinirenden Aem bei der Krankenbehandlung auf den Stationen. In solchen Lazarethe wo kein Militärpharmazeut angestellt ist, haben die Hilfsärzte m die Dispensation der Arzneien und die Verwaltung der Dispena anstalt sowie der Verbandmittelvorräthe zu besorgen. Bei allen Zweigen des obermilitärärztlichen äusseren Dienst- haben sie zu assistiren, so bei den Untersuchungen der Neueinzustelli den oder zu Entlassenden, desgleichen bei den Revaccinationen, welc vorschriftsmässig an allen zur Einstellung gelangenden Rekruten i* vollziehen sind. Auch haben sie die Lazarethgehilfen-Lehrling- militärischen Krankenwärter und Krankenträger zu unterrichten. Ib säinmtlichen Dienstfutiktionen stehen unter Kontrole und Aufsicht dt Ober-Militärärzte. Die Ausstellung von Attesten wird ihnen nur da übertragen, wenn sie einen Ober-Militärarzt (beim Musterung, geschäft etc.) vertreten. Werden sie zur Begleitung der Truppen beim Ausmarsch a Uebungen ■— in der Stärke von mindestens 1 Bataillon — kommat dirt, so fungiren sie für die Dauer der Abwesenheit aus der G;iinibezüglich des Dienstes bei der Truppe als Ober-Militärärzte. Die Unterärzte des aktiven Dienststandes können nati dreimonatlicher Dienstleistung bei der Truppe, sofern sie die Staat Prüfungen absolvirt haben 1 ), auf Antrag des rangältesten ärztlich Vorgesetzten und nach eingeholter schriftlicher Genehmigung dt Kommandeurs des Truppentheiles durch den betreffenden Divisionsat zur Wahl zum Assistenzarzt vorgeschlagen werden. Diejenigen des Beurlaubtenstandes können das zur Vw erforderliche Zeugniss des Regimentsarztes entweder durch eine In willige .sechswöchentliche Dienstleistung als Unterarzt mit Gehall 1 einem Truppentheile erwerben, oder bei einer in Folge der Dien Verpflichtung stattgehabten Einziehung. Sobald sie im Besitze die* Zeugnisses sind, erfolgt die Präsentation zur Wahl nach den für di aktiven Unterärzte maassgebenden Bestimmungen. !) Nach dem Kriege wurden die Obliegenheiten und Befugnisse der Divisionsärzte vermehrt. 2 ) Die Bezeichnung „Ober-Militär'ärzte' 1 deckt sich im Allgemeinen mit dem Ausdruck „ordinirende Aerzte", welcher jedoch nur auf die Lazareththätigkeit Bezug hat. t) Durch Allernächste Kahinetsordre vom 12. Februar 1852 war bestimmt wordei "l:is;-. ( l:i- gesamrate hilfsärztliche Personal nur aus voll approbirten und promovir Aerzten bestehen solle. Von diesem Zeitpunkte an wurden nur voll approbirte A« als einjährig freiwillige Aerzte eingestellt und der Uebertritt aus dem Bturlattbtensta in den aktiven militärärztlichen Dienst nur ebenso qualiftzirten Aerzten gestattet, S solche Ober- und Assistenzarzte, welche den Anforderungen der Allerhöchsten Kabinet ordre entsprachen, konnten in höhere Rangstufen aufsteigen, die noch vorhandenen Ae) lieser Charge, welche lediglich die Approbation als Wundärzte J. Klas-e erlangt halt konnten nicht avanciren und wurden auf den Aussterbc-Etat gesetzt, ebenso auch ditj jenigen Unterärzte, welche nur die Approbation als Wundärzte II. Klasse oder gar ktn staatliche Approbation besasstn. Studirende der militärärztlichen Bildungs-Anstalten werden sogleich nach Beendigt] ihrer Studien als rnterar/.te angestellt, bleiben jedoch in dieser Charge, bii Staatsprüfungen absolvirt haben. Die einjährig eiche nach Absolvir r/.t erhalten haben, istung ihrer allgeim erzte zur Einstellt! ■ ganzen Jahres ihr erzte. 1 ) Löhnung, m ztes, beziehen einja linen andern als den ( Werden. Die Einstelli erfolgl durch den Kn Arzt nach mindestens zur Beförderung im i Wunsch hat, in den : des Korps - Geueralar [Anstellung als Untera arzl zur Reserve entlasi frei» illige sechswöcht Assistenzarzt der Rese wo nie durch die Vei aktiven Dienststandes Militärärzte des Divis M i litärperson medizinischen Staatsp Bern Generalarzt des Unterarzt in Antrag der Beschaffenheit dei abhängig. Offiziere des Aerzte sind, kennen übertreten; unmittelb; Hie sich einer vierwc betreffenden Korps-G zielten. Der Uebertriti Standes in das aktD nehmigung. Bei Er! Berücksichtigung der Lebensalters, nach . festgestellt. Anmerkt Die Vertheilu bei der Armee de 187(1 war nach dein d Jedes Arnieeko Divisionsarzt der Gros lang eines Generalar: •zt als Dezernent ii inisteriums und 1 G lldungs-Anstaltcn et Bei den Divisio mdere Aerzte nicht Zu jedem Infan irte 1 Oberstabsarz ler Feld-Artillerie-. ler Regimentsstab at btheilungsarzt. Jedes selbstständ lesass einen Stabsarz ') Gegenwärtig ein ha] -) Auch bei der Marini 3 ) Die Brigaden haben Band; Station >d I. I. Abschnitt: Anmerkungen. Friedens-Organisation des Sanitätswesens. 19 ä-anken auf den Station*; ollkommen selbstständi« illerie-) Abtheilungsärc ilogen Dienstpflichten J Dienstverhältniss zu de: Die einjährig freiwilligen Aerzte sind solche Mediziner, weli-lie nach Absolvirung der Staatsprüfungen die Approbation als rzt erhalten haben, l'iir felddienstfähig befanden und behufs Ab- Bstung ihrer allgemeinen Wehrpflicht anstatt »mit der Waffe", als _erzte zur Einstellung gelangt sind. Sie dienten damals während ° ' ' des ganzen Jahres ihrer gesetzlichen Dienstpflicht ausschliesslich als , ..„, ,. „ ' Aerzte.') Löhnung, und zwar in Höhe der Kompetenzen eines Unter- ehäft" (jetzt-MusteruM . , . ..., . ,. . .... . . , u " » arztes. beziehen einjährig freiwillige Aerzte nur dann, wenn sie an . einen andern als den Ort ihrer freien Wahl versetzt oder kommandirt . s em wer( ] eü |)j 0 Einstellung zum Dienst als einjährig freiwilliger Arzt erfolgt durch den Korps-Generalarzt. Hat ein einjährig freiwilliger Arzt nach mindestens sechsmonatlicher Dienstzeit sich als qualifizirt zur Beförderung im Sanitätskorps erwiesen, so kann, falls er den Wunsch hat. in den aktiven Sanitätsdienst überzutreten, auf Antrag des Korps - Generalarztes beim Generalstabsarzt der Armee seine Anstellung als Unterarzt erfolgen. Anderenfalls wird er als Unterarzt zur Reserve entlassen und kann sich durch eine später abzuleistende freiwillige sechswöchentliche Dienstleistung die Qualifikation zum n in der Behandlung dC AssisU ,„ z . irzt der Resel . ve erwerben. Die Beförderung zu dieser Charge i hegt ihnen der wichtig L urde ( , ureh (Ue Verordnung von 1868 wie bei den Aerzten des ausnahmsweise zur Ye: 3-Ersatzgeschäft oder i Uebrigen sind die Diens liehen. Der Dienst dei Lehen „Revierdienst", i.i einer Lazarethbehandla - der sich krank meld« von löbö wie aktiven Dienststandes von der vorhergängigen Wahl durch die aktiven ilitärärzte des Divisionsverbandes abhängig gemacht. Militärpersonen des Beurlaubtenstandes, welche die edizinischen Staatsprüfungen absolvirt haben, können jederzeit bei ein Generalarzt des betreffenden Armeekorps ihre Ernennung zum ntcrarzt in Antrag bringen. Die Erfüllung des Antrages ist von der Beschaffenheit der Zeugnisse aus dem aktiven Militärverhältniss fcbhängig. Offiziere des Beurlaubtenstandes, welche approbirte izarethgehilfen-Lehrling. Ael . zt( , sindj können ()]mc 110( . hmalige Wahl in daa Sanitätskorps übertreten; unmittelbar nach erfolgter Aufnahme in dasselbe müssen sie sieh einer vierwöchentlichen Dienstleistung in einem von dem betreffenden Korps-Generalarzt zu bestimmenden Lazarethe unterziehen. Der Uebertritt von Aerzten oder Offizieren des Beurlaubtenstandes in das aktive Sanitätskorps bedarf der Allerhöchsten Genehmigung. Bei Ertheilung derselben wird die Anciennität mit Berücksichtigung der aktiven Dienstzeit, der Qualifikation und des Lebensalters, nach Anhörung des Generalstabsarztes der Armee festgestellt. der ordinirenden Aera t. In solchen Lazaretts aben die Hilfsärzte am srwaltnng der Dispensi besorgen, liehen äusseren Dienste mgen der Neueinzustelle n Revaccinationen, weldj gelangenden Rekruten ■ ;er zu unterrichten. Ihr ontrole und Aufsicht I sten wird ihnen nur dai arzt (beim Musterung pen beim Ausmarsch ■ 1 Bataillon — kommai: isenheit aus der Garnis» )ber-Militärärzte. ststandes können natl pe, sofern sie die Staat es rangältesten ärztlich lieber Genehmigung dt betreffenden Divisions« werden. i können das zur \V» entweder durch eine H Unterarzt mit Gehalt h iner in Folge der Diens lald sie im Besitze diel ir Wahl nach den für d« mgen. Anmerkung 3. Die Vertheilung des ärztlichen Personals im Frieden bei der Armee des Norddeutschen Bundes vor dem Kriege .870 war nach dem damaligen Etat folgende: Jedes Armeekorps besass 1 Korps - Generalarzt; auch der ivisionsarzt der Grossherzoglich Hessischen (25.) Division hatte den ■ung eines Generalarztes. Ausserdem war (wie noch jetzt) 1 Generalarzt als Dezernent in der Militär-Medizinal-Abtheiluug des Kriegs- ministeriums und 1 Generalarzt als Subdirektor der militärärztlichen ildungs-Anstalten etatsmässig. '') Bei den Divisions- und Brigadestäben waren im Frieden besondere Aerzte nicht etatsmässig. 3 ) Zu jedem Infanterie-, Kavallerie- und Artillerie-Regiment gehörte 1 Oberstabsarzt als Regimentsarzt, zu jedem Bataillon und tritt aus dem BourlauttenstaM jeder Feld-Artillerie-Abtheilung, mit Ausnahme derjenigen, welchen lifizirten Aerzten gestattet, s. der Iteginiüiitsstab attaelürt war, 1 Stabsarzt als Bataillons- Abtheilungsarzt. Jedes selbstständige Bataillon, mit Ausnahme der Train-Bataillone, esass einen Stabsarzt als Bataillonsarzt. In grösseren Garnisonen, 'uar 1852 war bestimmt wordel >11 approbirten und proraovirta rden nur voll approbirte AenS igen der Allerbüebsten Kabw reu, die noch vorhandenen Aenfc adärzte I. Klasse erlangt lnittf e-Etat geset/.t, ebenso an.-b di- diirzte II. Klasse oder gui kei resp. werden sogleich nach Beendig! i in dieser Charge, b Je ] ) Gegenwärtig ein halbes Jahr mit der Waffe, ein halbes Jahr als Arzt. -} Auch bei der Marine leitet ein Generalarzt die Sanit'ätsaugelegenheiten. 3 ) Die Brigaden haben auch im Kriege keine besonderen Aerzte. Festungen etc. war ein Ober-Militärarzt als Garnisonarzt etatsmässig, ebenso waren auch einige Stellen bei grossen Bezirkskonunandos mit Stabsärzten besetzt. Ausserdem gehörten der Militär-Medizinal- Abtheilung 2 Oberstabsärzte und 2 Stabsärzte an. Bei dem medizinisch-chirurgischen Friedrich-Wilhelms-Institut bestanden damals 18 Stabsarztstellen. Die militärischen Erziehungs- und Unterrichtsanstalten etc. waren nach Maassgabe ihres Umfanges mit oberen und assistirenden Aerzten besetzt. Jedes Bataillon und jede Artillerie-Abtheilung hatte je 1 etats- mässige Assistenzarztstelle, jedes Kavallerie-Regiment 1 dergleichen beim Stabe und 1 bei jeder detachirten Eskadron. Bei jedem Train-Bataillon stand ein Assistenzarzt, während der obermilitarärztliche Dienst bei demselben durch Ober-Militärärzte anderer Truppen der Garnison versehen wurde. Da die Zahl der vorhandenen Assistenzärzte den Etat nicht deckte, so wurde der Dienst der fehlenden Assistenzärzte entweder von den in anderen Stellen vorhandenen Assistenzärzten oder auch von einjährig freiwilligen bezw. zur Dienstleistung eingezogenen Unterärzten mit versehen. Waren auch solche nicht vorhanden, so hatten die betreffenden Ober-Militärärzte den sonst dem Hilfsarzte zufallenden Dienst selbst wahrzunehmen. Der Etat eines Preussischen Armeekorps im Frieden erheischte demnach: Bezeichnung der Stelle Gtaneral- arzt Oberstabsärzte Stabsärzte Assistenzärzte Bemerkungen Genera l-(Ki'rps-)K.otnmando Infanterie and Jäger . . . Kavallerie....... Festangs- Artillerie . . . Garnisonen, Festungen . . Militärische Institute . . 1 l r 8 9 4—S 1 2 3 17—20 3 1 1 25 89 8-15 4 2 1 1 Der Assistenzarzt für das Bureau des Generalärzte.-. Je nach der Zahl der Garnisonen ist die Zahl der Assistenzärzte verschieden. Zusammen 80 100 Aerzte. Der Gesammtetat der Preussischen Armee 1 ) (einschliesslich Braunschweig) umfasste: 1 Generalstabsarzt, 14 Generalärzte, 205 Oberstabsärzte, 321 Stabsärzte und 610 Assistenzärzte, Summa 1151 Aerzte. Nach Hinzurechnung der bezüglichen Etats Sachsens und Hessens: 1 Generalstabsarzt, 16 Generalärzte (einschl. 1 Hessischen Divisions-Generalarzt), 229 Oberstabsärzte, 357 Stabsärzte, 686 Assistenzärzte, Summa 1289 Aerzte für die gesammte Norddeutsche Armee. Von diesen etatsmässigen Stellen waren die der oberen Militärärzte vollkommen besetzt, in dem Etat der Assistenzärzte hingegen machte sich damals, wie auch gegenwärtig, stets ein nicht unerheblicher Mangel geltend. wm l ) Obne die Marine. ; ^^^^^MM'ÄM\^'^vS&^C^ 20 I. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung. Anmerkungen. Band I. Anmerkung 4. Dan Pflege- und Wartepersonal bei der Norddeutschen Armee wird durch die Lazarethgehilfen und die militärischen Krankenwärter repräsentirt. Die Lazarethgehilfen ergänzen sich aus den Soldaten in Reihe und Glied und sind Kombattanten. Als Lehrlinge einzustellende Soldaten müssen die gewöhnliche Volksschulbildung besitzen, mit der Waffe vollkommen ausgebildet sein, mindestens sechs Monate mit derselben gedient und sich tadellos geführt haben. Durch ihre Annahme als Lazarethgehilfen-Lehrlinge ist die Wiedereinstellung in die Truppe, für den Fall, dass sie sich nicht als hinreichend begabt oder als unzuverlässig erweisen, nicht ausgeschlossen. Der Unterricht der Lazarethgehilfen - Lehrlinge wird von den Assistenzärzten unter der Aufsicht von Ober - Militärärzten ertheilt. Als Unterlage für denselben dient der „Leitfaden zum Unterricht der Lazarethgehilfen", 5. Auflage, Berlin 1868. Der Unterricht dauert ein Jahr. Die praktische Anleitung zur Krankenpflege erhalten dieselben am Krankenbette. Nach Absolvirung des Lehrkurses werden die Lehrlinge geprüft und, wenn sie bestanden haben, zu „Unterlazareth- gehilfen" (Gefreiten) befördert. Als Kapitulanten werden sie zu Lazarethgehilfen (Unteroffizier), und nach siebenjähriger Dienstzeit mit dem Hintermanne ihrerTruppe zuOber-Lazarethgehilfen(Sergeanten) befördert. Ihre Rangabzeichen sind dieselben, wie die der übrigen Unteroffiziere. Bei jeder Kompagnie, Eskadron, Batterie etc. ist ein Lazarethgehilfe etatsmässig. Sie sind Untergebene der Militärärzte, stehen aber unter der Disziplinar-Strafgewalt der Kompagnie- etc. Chefs, welche ihnen auch Urlaub ertheilen in Uebereinstimmung mit dem vorgesetzten Über-Militärarzt. Ihr Dienst umfasst alles, was unter den Begriff der unmittelbaren technischen Krankenpflege fällt, namentlich die niedere Assistenz bei den ärztlichen Krankenvisiten, bei der Untersuchung der Soldaten, bei Operationen und Obduktionen. Sie werden in der Hilfeleistung bei Zubereitung der Arzneien, auch zum Selbstbereiten einfacherer Arzneien ausgebildet, damit sie namentlich auf Märschen den Aerzten bei Benutzung des Medizinkastens hilfreich zur Hand gehen können. Kleinere Truppenkörper begleiten sie zum Baden, zu Schiess- und Felddienstübungen; zu diesem Behufe werden sie in der ersten Hilfeleistung bei vorkommenden Unfällen unterwiesen. Bei solchen Ausmärschen sind sie mit Labeflasche, Arznei- und Bandagentasche und Verbindezeug (wie im Kriege, siehe Kapitel 1, Abschnitt 2) versehen. Im Schreibwesen werden sie mindestens soweit ausgebildet, dass sie im Stande sind, die Impflisten zu führen, die laufenden Rapporte anzufertigen und die dienstlichen Schriftstücke abzuschreiben. In der gesammten Norddeutschen Armee waren 2228 Lazarethgehilfen (einschl. Lehrlinge) etatsmässig. D i e m i 1 i t ä r i s c h e n K r a n k e n w ä r t e r. Durch kriegsministerielle Verfügung vom 2. Juli 1852 und eine weitere vom 26. Juni 1863 wurde bestimmt, dass von der Infanterie Leute abgegeben werden sollten, welche als Krankenwärter auszubilden und zu verwenden seien. Es sollen nur solche Leute hierzu gewählt werden, welche sich freiwillig melden und vermöge ihrer Führung und moralischen Eigenschaften zu der Hoffnung berechtigen, dass sie sich der Krankenpflege mit Eifer und Ausdauer widmen werden. Kann der Bedarf nicht aus gedienten Mannschaften des stehenden Heeres gedeckt werden, so können solche unmittelbar für diesen Dienst ausgehoben werden. Aber auch bei der Aushebung hängt die Designirung zu dieser Dienstgattung von der Zustimmung der Wehrpflichtigen ab; dieselben müssen ausserdem die nöthige Körperkraft und die gewöhnliche Volksschulbildung besitzen. Die militärischen Krankenwärter erhalten in den Lazarethen theoretischen und praktischen Unterricht, welcher, soweit er die Krankenwartung anbelangt, gemeinschaftlich mit dem der Lazarethgehilfen stattfindet. Wenn der Dienst der Lazarethgehilfen die technische Krankenpflege — also sämmtliche niederen Verrichtungen, welche auf die Heilung der Krankheit abzielen — umfasst, so begreift der Dienst der militärischen Krankenwärter alle diejenigen niederen Hilfe- und Dienstleistungen in sich, welche als Bedienung und Wartung zu bezeichnen sind. Aufrechterhaltung der Ordnung und Reinlichkeit in den Krankenzimmern, Bettung der Kranken, Vertheilung der Speis« nach den ärztlichen Verordnungen, Hilfeleistung bei Entleerungen Reinigung der Kranken, Zurichtung und Verabreichung von Baden, Nachtwachen etc. etc. gehören in den Wirkungskreis der Kranke» wärter. Mit Rücksicht auf den schweren Dienst, welcher diesen Leute« zufällt, werden diejenigen von ihnen, welche vorher mit der Waffi gedient haben, nach längstens einjähriger Dienstleistung als Krankenwärter zur Reserve entlassen. Diejenigen, welche sich sogleich al- Krankenwärter ausheben lassen, dienen in diesem Verhältniss \'/-i Jahr bleiben ö'/a Jahr in der Reserve und treten dann zur Landwehr über Sie bleiben auch in der Reserve und Landwehr zum event. Dienst uh Krankenwärter verpflichtet. Bei jedem Armeekorps sind 26, in der Preussischen Armee somit 312 militärische Krankenwärter im Frieden etatsmässig; dieselba werden nur den grösseren Lazarethen überwiesen. Ausser diesen militärischen Krankenwärtern funktioniren ii den Garnisonlazarethen noch Civilkrankenwärter, meist vir sorgungsberechtigte Militäranwärter, welche theils die Krankenwartraj mitversehen, theils zu den mehr wirtschaftlichen Zwecken der La» rethe (Heizung, Küche etc.) verwendet werden. Anmerkung 5. Band I. Die Krankenträger der Norddeutschen Armee. Von den Infanterie, den Jägern und Schützen 1 ) werden alljährlich zwei .Muni pro Kompagnie aus den Mannschaften des zweiten Dienstjahres zn> Ausbildung als Krankenträger kommandirt. Der Unterricht — weichet auf Grund der „Instruktion für die Militärärzte zum Unterricht der Krankenträger" ertheilt wird und sich auf die zu leistende erste Hilfe bei Verwundeten und Verunglückten sowie auf den Transport det Verwundeten und das Aufschlagen des Verbindezeltes bezieht -j findet in den Garnisonen während des Winters statt, wird von Assistenzärzten mit Unterstützung seitens der älteren Lazarett gehilfen ertheilt und steht unter der Oberaufsicht eines Ober-Militär fungirten. Von den arztes. Im Sommer findet ein Repetitionskursus statt, an welchen 6 Pharmazeuten, au auch die schon früher ausgebildeten Mannschaften, nunmehr de dritten Dienstjahres, theilnehmen. Bald darauf werden die Kranken träger zu einer zehntägigen praktischen Uebung 2 ), meist bei den Train-Bataillon des Armeekorps, zusammengezogen. Aufgabe der Krankenträger ist es, im Falle eines Krieges währen der Gefechte die Verwundeten aufzusuchen und zu laben, sie möglich ungesäumt der ärztlichen Hilfe zuzuführen und ihnen erforderlich« Anmerk Die Militär- A tärbeamte ohne besti Soldatenstandes. W Belbstständig, soliden tiren die einzelnen Dienststelle, welcher hältniss zwischen dei Der Ober-Stai inal-Abtheilung des Die Korps-St beigegeben, unter der reserven 1 ), die Kontn und der Drogucn zu c Sie revidiren die D vierteljährlich eingel Kriege hatte je ein t zu erledigen. Die Militär-1 theker, welche von vember 1830) besteht durch einjährig frei Wehrpflicht nachzuk Ihrer Einstellung die sieht, jedoch auf di nicht approbirte A] werden durften 2 ), wi im Bedarfsfalle der Einjährig freiwi gestellt, welche mim Vertheilung derselbe anstalten von 2—5 10 Bataillonen 2 un angestellt werden kö Im Bezirke des 82 Garnisonen, wel Unter diesen waren zeuten in Ansatz o- die erste Hilfe s auf Braunschweig 1 einjährig freiwillige ärztlichen Mitgliedes Garnisonlazarethen sonders beauftragten Zur Unterstützu: der Anfertigung de Lazarethgehilfen, z (Reinigung der Gefs in grösseren Lazar gestellt. Apotheker ier Falles, nach der ihnen ertheilten Unterweisung, leisten. Zu diesem Zwecke werden die Krankenträger theils den Sanität detachements (siehe diese) zugetheilt, theils bleiben sie als IUI 1 ■ krankenträger bei der Truppe. (Siehe Kapitel 2: Sanitäts - Dienst nügt haben, körn im Gefecht.) Bei eintretendem Mangel an Lazarethgehilfen könneiB sie auch als solche in die Lazarethe kommandirt werden. ' * . ° n '"" """ zwar zunächst |e eine für i Die Krankenträger verrichten ausserhalb ihrer AusbildungsperiodtB aus dem Kriege von 186(i ihren gewöhnlichen Dienst in der Truppe und werden mit ihrem Jahr-BGegenständemussten von c gange zur Reserve entlassen, in welche somit vor dem Kriege in jedenB Centralstelle bezogen we Armeekorps pro Jahr 200—232 Krankenträger übertreten. 011 '* i^Naeli der MUiti ■ Apotheker, welche als ein I wollten, 1) die Berechtigui beibringen, mit welchem i) Jetzt auch von der Kavallerie. sdiriftsmitssiger Lehrzeit -') Bei derselben wird ein Sanitätsdetaehement mit bespannten Fahrzeugen formiÄ 1 » einer Apotheke konditi und der Dienst eines solchen während eines Gefechtes dargestellt und geübt Eigenschaften besitzen Band I. j Band I. I. Abschnitt: Anmerkungen. Friedens-Organisaiion des Sanitätswesens. 21 ie technische Kranken- rngen, welche auf die so begreift der Dienst en niederen Hilfe- und g und Wartung zu be-i ng und Reinlichkeit inj k'ertheilung der SpeiseJ tung bei Entleerungen, J tbreichung von Bädern ingskreis der Krankenweicher diesen Leuten' vorher mit der Waffe Istleistung als Kranke* eiche sich sogleich ah im Verhältniss 1' lt Jahr, ann zur Landwehr über. lr zum event. Dienst aM reussischen Armee somit etatsmässig; dieselbe] wen. ivärtern funktioniren in I en wart er, meist ver-l leils die Krankenwartmjj •hen Zwecken der Laza-i ehen Armee. Von der n alljährlich zwei Mant iweiten Dienstjahres zu 'er Unterricht — welch« •zte zum Unterricht dei e zu leistende erste Hilft auf den Transport de: irbindezeltes bezieht -I Inters statt, wird vui der älteren Lazarett sieht eines Ober-Militär- ursus statt, an welchen nschaften, nunmehr des' luf werden die Kranken- ebung*), meist bei deij ezogen. lle eines Krieges wahren ld zu laben, sie möglich; und ihnen erforderlieht sung, die erste Hilfe a räger theils den Sanitäl s bleiben sie als HiltV apitel 2: Sanitäts - Dien>; Lazarethgehilfen köniiti ndirt werden. ihrer Ausbildungsperiuil- 1 werden mit ihrem .Fallt vor dem Kriege injedci cer übertreten. bespannten Fahrzeugen fori lirgestellt und geübt. Anmerkung 6. Die Militär-Apotheker der Norddeutschen Armee sind Mili- Itärbeainte ohne bestimmten Militärrang. Sie sind nicht Personen des ; Soldatenstandes. Wie das Apothekenwesen der Armee nicht in sich fclbstetändig, sondern dem ärztlichen Ressort unterstellt ist, so ressor- tiren die einzelnen Militär-Apotheker jedesmal von der ärztlichen Dienststelle, welcher sie zuertheilt sind. Bin disziplinarisches Verhältniss zwischen den pharmazeutischen Dienststellen besteht nicht. Der Über-Stabsapotheker ist Beamter in der Militär-Medizinal-Abtheilung des Preussischen Kriegsmiiiisteriums. Die Korps-Stabsapotheker sind den Korps - Generalärzten beigegeben, unter deren Leitung sie die Verwaltung der Korps-Arznei- resenen 1 ), die Kontrole über die Beschaffung der fertig anzukaufenden und der Droguen zu den selbst anzufertigenden Medikamenten besorgen. Sie revidiren die Dispensir-Anstalten der Garnisonlazarethe und die { vierteljährlich eingehenden Arzneiberechnungen derselben. Vor dem [Kriege hatte je ein Stabsapotheker die Geschäfte für zwei Armeekorps zu erledigen. Die Militär-Pharmazeuten sind ausschliesslich junge Apotheker, welche von der seit 1830 (Allerh. Kab. Ordre vom 18. No- jvember 1830) bestehenden Allerhöchsten Erlanbniss Gebrauch machen, lurch einjährig freiwilligen Dienst in einer Militär-Apotheke ihrer Kehrpflicht nachzukommen. Besthnmungsgemäss sollten dieselben bei ihrer Einstellung die Approbation als Apotheker besitzen; mit Rücksicht jedoch auf die frühere Ersatz-Instruktion, nach welcher auch licht approbirte Apotheker in Militär-Dispensiranstalten angestellt werden durften 2 ), war nachgegeben worden, dass bis zum Jahre 1872 im Bedarfsfalle der alte Modus noch beibehalten werden durfte. Einjährig freiwillige Pharmazeuten werden nur in Garnisonen angestellt, welche mindestens die Stärke von 2 Bataillonen haben. Die fVertheilung derselben ist dahin normirt, dass bei den Dispensir- anstalten von 2—5 Bataillonen 1 Pharmazeut, über 5 bis einschl. 10 Bataillonen 2 und bei mehr als 10 Bataillonen 3 Pharmazeuten angestellt werden können. Im Bezirke des Norddeutschen Bundes gab es im Jahre 1870 [82 Garnisonen, welche mit Militär-Pharmazeuten versehen waren. Unter diesen waren 58 mit je 1, 14 mit je 2 und 10 mit je 3 Pharmazeuten in Ansatz gebracht, so dass im Ganzen 116 Pharmazeuten fungirten. Von denselben entfallen auf Sachsen 4 Garnisonen mit 6 Pharmazeuten, auf Hessen 2 Garnisonen mit 3 Pharmazeuten und auf Braunschweig 1 Garnison mit 1 Pharmazeuten. Der Dienst der einjährig freiwilligen Pharmazeuten stand unter Oberaufsicht des ärztlichen Mitgliedes der Lazarethkommission bezw. in den grösseren (Jarnisonlazarethen eines mit der Leitung der Dispensiranstalt besonders beauftragten Ober-Militärarztes. Zur Unterstützung der Pharmazeuten, gleichzeitig behufs Erlernens der Anfertigung der einfachsten Arzneien und dergleichen werden Lazarethgehilfen, zu den niederen Handreichungen und Arbeiten (Reinigung der Gefässe u. s. w.) militärische Krankenwärter oder — in grösseren Lazarethen — besondere Apothekenhandarbeiter gestellt. Apotheker, welche ihrer Wehrpflicht als Pharmazeuten genügt haben, können aus dem Beurlaubtenstande nur zum Dienst als 2 ) Die Korps-Arzneireserven wurden nach dem Kriege von 1866 eingerichtet (und zw n zanftchst je eine für zwei Armeekorps) behufs systematischen Auf brauches der grossen au-- dem Kriege von 1866 verbliebenen Bestände. Die in der Ar/.neireserve vorhandenen Gegenstände mussten von den Garnisonlazarethen im Bedarfsfalle ausschliesslich von dieser Centr.ilstello bezogen werden. Nach dem Deutsch-Französischen Kriege wurde für jedes Korp^ eine Arznei- und Verbandmittelreserve mit erweiterten Aufgaben ins Leben gerufen. '-') Nach der Militär-Ersatzinstruktion vom 9. Dezember 1858 mussten diejenigen Apotheker, welche als einjährig freiwillige Pharmazeuten ihrer Wehrpflicht nachkommen dlten, 1) die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachweisen, 2) ein Zeugniss beibringen, mit welchem sie den Nachweis lieferten, dass sie nach zurückgelegter vor- «chriftsmassiger Lehrzeit mindestens zwei Jahre als Gehilfen, davon ein Jahr als Rezeptor i einer Apotheke kondilionirt hatten, 3) die zu ihrem Dienst notwendigen körperlichen [Eigenschaften besitzen und i) von tadelfreier Führung seien. Pharmazeuten eingezogen werden. Aber auch diejenigen dem Beurlaubtenstande ungehörigen Apotheker, welche ihrer aktiven Dienstpflicht mit der Watte genügt haben, dürfen bei eintretender Mobilmachung nach Maassgabe des Bedarfs als Apotheker zur Verwendung gelangen. Anmerkung 7. Die Lazareth-Verwaltungsbeamten in <\vr Norddeutschen Armee. Für die Verwaltung der ökonomischen Angelegenheiten der Lazarethe, der Vorräthe an Gebrauchsgegenständen, Bekleidung, Wäsche, Küche, Heizung und Beleuchtung, Aufrechterhaltung der Reinlichkeit und Ordnung in den Krankenzimmern und auf den Korridoren etc. etc. sind besondere Beamte vorhanden, welche von der Militär-Medizinal-Abtheilung des Kriegsministeriums angestellt werden und von der Korps-Intendantur ressortiren. Denselben sind in allen wirthschaftlichen Angelegenheiten und Dienstobliegenheiten die militärischen und (Jivilkrankenwärter untergeordnet. Diese Verwaltungsbeamten (Inspektoren) ergänzen sich meist aus versorgungsberechtigten Personen des Unteroffizierstandes, welche die Qualifikation zu einem solchen Verwaltungsposten durch ein bei der Korps-Intendantur abzulegendes schriftliches und mündliches Examen dargethan haben. In kleinere Lazarethe (Speziallazarethe einzelner Truppen) wurde meist nur ein älterer, zuverlässiger und im Schreib- und Rechnungswesen genügend bewanderter Unteroffizier (Feldwebel oder Wachtmeister) als Rechnungsführer kommandirt. Grössere (Garnison-) Lazarethe besitzen mindestens einen Inspektor, grosse Lazarethe haben zwei und mehr Inspektoren, von denen der älteste als „Ober-Inspektor", der zweite als Inspektor, der dritte als Rendant (Kassenbeamter) oder als Assistent des Ober-Inspektors fungirt. Der Inspektor oder, wo mehrere Inspektoren vorhanden waren, der Ober-Inspektor war Mitglied der damaligen Lazarethkommission; die als Rechnungsführer in die Lazarethe komman- dirten Unteroffiziere hingegen gehörten diesen Kommissionen nicht an. In Bezug auf Diensterfüllung waren die ökonomischen Beamten der Kommission verantwortlich; die Revision der Verwaltung in ökonomischer Beziehung, Revision der Bücher und der Kasse, des Materiales, soweit es der Verwaltung angehört, und der Baulichkeiten gehörten in den Dienstbereich der Intendantur. (Vergl. Kapitel 6.) Anmerkung 8. Besonderheiten in der Organisation des Sanitätswesens im Königreich Sachsen. Nachdem das Königreich Sachsen im Jahre 1866 ein Bestandteil des Norddeutschen Bundes und sein Heer ein Bestandtheil der Norddeutschen Buudesarmee geworden war, wurde auf Grund einer speziellen Militärkonvention mit Preussen vom 7. Februar 1867 die Verfassung des Sächsischen Heeres nach Preussischem Muster umgestaltet und damit auch die Organisation des Sanitätswesens im Wesentlichen den Preussischen Einrichtungen angepasst. Da jedoch das Sächsische Armeekorps im Uebrigen in sich selbstständig unter einem eigenen Kriegsministerium blieb, so ist auch die personelle und materielle Leitung des Sanitätswesens eine selbstständige. Dieselbe geht von einer eigenen Centralstelle, der Sanitätsdirektion, aus, an deren Spitze der Korps-Generalarzt steht. Die Sanitätsdirektion ist zwar direkt dem Kriegsministerium untergeordnet, bildet aber keine Abtheilung in demselben. Der Vorstand (Korps- Generalarzt) ist Referent im Kriegsministerium, und als solcher nicht dem Armeekorps-Kommando, sondern direkt dem Kriegsministeriun. unterstellt. Die Sanitätsdirektion besteht aus: 1) dem Korpsarzt, 2) 2 Stabsärzten als Referenten, 3) dem Korps-Stabsapotheker. 4) dem Korps-Rossarzt. 22 I. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung. Anmerkungen. Band I Die Gliederung des Sanitätspersonals in Sachsen ist dieselbe wie in Preussen; nur der Corps-Generalarzt hat eine von derjenigen der Preussischen Generalärzte abweichende Stellung, insofern derselbe zwar einerseits die Geschäfte des Korps-Generalarztes versieht, andererseits aber auch — wie oben erwähnt — als Vorstand der Sanitätsdirektion und Referent für Sanitätsangelegenheiten im K riegsministerium ftmgirt. Die Ergänzung des Sächsischen Sanitätskorps geschah, was die Aerzte anbelangt, nur durch freiwilligen Eintritt approbirter Aerzte, welche auf einer Universität ihre Studien vollendet hatten und nach Erfüllung ihrer allgemeinen Wehrpflicht oder während derselben (nach mindestens 6 Monaten Dienst als einjährig freiwilliger Arzt) in das aktive Sanitätskorns übertraten. Eine besondere Bildungs- anstalt für Militärärzte hat in Sachsen nur bis zum Jahre 1864 bestanden. Kurz vor dem Feldzuge 1870/71 hatte das ärztliche Sanitätspersonal in Sachsen folgenden Friedens etat: Dienststelle Gancialarzt Uber- stabsitrzte ärzte 5 Kavallerie-Regimenter mit je zwei 1. Reiter-Regiment mit einer Garnison Fehtungs-Artillerie-Abtheilimg. . . Andere Formationen (Garnisoulazareth 1 9 5 1 1 1 2 18 2 3 1 3 27 2 10 1 4 1 1 1 11 1 17 29 58 Die Lazarethgehilfen, militärischen Krankenwärter und auch die als Krankenträger ausgebildeten Mannschaften der Infanterie wurden vor dem Kriege in Sachsen unter dem Namen Sanitätssoldaten zu- saminengefasst. Die Sanitätsmannschaften bezifferten sich auf 348 Mann im 2. und ebensoviel im 3. Dienstjahre; es traten somit alljährlich 348 im Sanitätsdienst ausgebildete Mannschaften zur Reserve über. Anmerkung 9. Das Grossherzoglich Hessische Truppenkontingent auch aus dem nicht zum Norddeutschen Bunde gehörigen Theile des Grossherzogthums war in Folge der Militärkonvention von 1866 als 25. (Grossherzoglich Hessische) Division unter das Generalkommando des XI. Armeekorps gestellt. Der Divisionsarzt der Hessischen Division hatte den Rang eines Generalarztes. Das Sanitätswesen war durchgängig nach Art des Preussischen organisirt, nur die Uniform der Aerzte wich nach den allgemeinen Grossherzoglich Hessischen Bestimmungen von derjenigen der Preussischen Aerzte ab; die Ernennungen der Aerzte erfolgten durch S. K. H. den Grossherzog. Aehnliche Verhältnisse bestanden auf Grund besonderer Konventionen in verschiedenen Staaten des Norddeutschen Bundes, namentlich in Mecklenburg und Braunschweig. Anmerkung 10. Königreich Bayern. Die Organisation des Heeres-Sanitäts- wesens in Bayern stand bei Beginn des Deutsch-Französischen Krieges im Wesentlichen auf dem Standpunkte der Reformen von 1855. Die Militärärzte der Bayerischen Armee waren Militärbeamte, gleichgestellt mit den betreffenden Offizierschargen. Die Spitze des Sanitätswesens bildete der Generalstabsarzt der Armee mit der Funktion eines Referenten im Kriegsministeriuni; eine besondere Militär-Medizinal-Abtheilung, wie in Preussen, bestand nicht. Bei dem Generalkommando eines jeden der beiden Armeekorps befand sich als Leiter des Sanitätsdienstes im Armeekorps und als technischer Berather des kommandirenden Generals ein Oberstabsarzt 1. Klasse als Korpsarzt, bei jedem Divisionskommando in derselben Eigenschaft ein Oberstabsarzt 11. Klasse, welcher als Divisionsarzt somit auch im Frieden etatsmässig war. Jedem Korpsarzte wie jedem Divisionsärzte war ein Bataillonsarzt als Assistent beigegeben Bestimmte Vorschriften über die Dienstfunktionen dieser leitenden Chargen waren nicht aufgestellt; auch war ihnen das unmittelbare Eingreifen in den Dienst dadurch erschwert, dass sie nur eine be- rathende Stimme, keine eigene Initiative besassen. Die Ergänzung der Militärärzte in Bayern erfolgte, da mili- tärärztliche Bildungs-Anstalten nie bestanden hatten, ausschliesslich durch freiwilligen Zugang aus dem Civil. Bis zum Jahre 18fl konnten Mediziner bei vorhandener körperlicher Befähigung naeh vollendetem Universitätsstudium und bestandener Fukultätsprüfung als ,ärztliche Praktikanten" mit dem Range eines Junkers, ungefähr dem eines Portepeefähnrichs entsprechend, in die Armee eintreten Im Jahre 1845 jedoch wurde diese Charge aufgehoben und als Bedingung für die Annahme als Militärarzt die bestandene medizinische Staatsprüfung festgestellt, von welcher in Bayern das Recht zur Ausübung der ärztlichen Praxis abhängig war. Der Eintritt in die Armee erfolgte von dieser Zeit an als Unterarzt II. Klasse mit dem Range. jedoch ohne die Gebühren eines Unterlieutenants. Die letzteren wurden erst dem Unterarzt I. Klasse zu Theil. Obwohl diese Trennung später aufgehoben wurde und mit der Anstellung als Unterarzt gleich das wirkliche Gehalt eines Unterlieutenants verbunden war, so hatte die militärärztliche Laufbahn doch bei der geringen Aussicht auf Beförderung wenig Anziehendes. In Folge dessen entsprach der Zugang bei weitem nicht dem wirklichen Bedürfnisse, daher man sich bei der Mobilmachung im Jahre 1866 entschliessen musste, die Charge des Unterarztes ganz zu streichen und den Eintritt mit der Charge eines Bataillonsarztes und dem Range nebst Gehalt eines Oberlieutenants zu gewähren. Diese Maassregel hatte ganz den gewünschten Erfolg; der Zugang während des genannten Jahres war ein so lebhafter, dass im Jahre 1870 bei Ausbruch des Krieges die für den Friedensstand festgesetzte Zahl an Aerzten vollständig vorhanden war, obwohl viele der 1866 Angestellten wieder austraten und von September 1866 bis Juli 1870 nur 15 Militärärzte zugingen. Der Friedensstand an Aerzten in Bayern war festgesetzt auf 1 Generalstabsarzt mit dem Range eines Generalmajors, 3 Oberstabsärzte I. Klasse mit dem Range eines Obersten. 5 „ II. , , „ „ , Oberstlieutenants, 12 Stabsärzte mit dem Range eines Majors, 27 Regimentsärzte mit dem Range eines Hauptmanns I. Kl, 26 » „ , , „ II. Kl 104 Bataillonsärzte „ „ „ „ Oberlieutenants, Band I. Die Vertheilum stellen war folgend« Dienststelle zusammen 178 Aerzte, welche am 16. Juli 1870 vollzählig vorhanden waren, mit der einzigen Abweichung vom Sollstande, dass ein Oberstabsarzt I. Klasse fehlte, an dessen Stelle sieh ein Oberstabsarzt IL Klasse befand. Die gegen andere Staaten bedeutende Zahl von höheren Militärärzten war dadurch bedingt, dass auch im Frieden Divisionsärzte als solche bestanden, dass bei allen grösseren Kommandanturen Stabsoder Oberstabsärzte etatsmässig waren und dass endlich auch eil Theil der rangältesten Aerzte bei den Infanterie-Regimentern den Majorsrang besass. Kriegsroinisterium . . 2 General-Kommandos . 4 Divisions-Kommandos Artillerie-Korpskommando Lefbgudfl der Hartschien 16 Infanterie-Regimenter 10 Jäger-Bataillone . . 10 Kavallerie-Regimenter 4 Artillerie-Regimenter Genie-Regiment . . . 4 Sanitäts-Kompagnien . 2 Festungs-Gouverneraent 6 Stadt-Kommandantschaf Operationskurs für Militä] Militär-Rildungsanstalten 2 Garnison-Kompagnien Invalidenhaus .... Die Aerzte freiwillige Dienst, s< lSli.S bei der allgen führung gelangt un Ausbruch des Krieg sich gerade bei dem Zum Eintritt a medizinische Fakult; nach fünfjährigem ■ zugleich die obligati Aerzte, welche wurden nach den ( medizinischen Staats Fakultätsexamen ab" Range der Unterlid nannten Prüfung zu I ■ entsprechend der Ch ärzten waren auch ^worden, von welcher Militärärzte gedient ■ ärztlicher Verhältnis Am 15. Juli ] 1 Landwehr-Assistei handen. Die Summi fiignng stehenden A< 175 Ae 29 _______ 7 ein j zusammen 211 Aei Dem Bayerisch lern Sanitätswesen d jbt die Einrichtung ( Die Bestimmiu der Krankenträger b( sie den Warte- und stellen, wozu vor i kommandirte Soldat worden waren. 2 ) ] ) Kine Divisionsarz -) Die SanitaN-KiHi) i85u und dem Vorgange di ►:>C^ I&t- ' u ■" Band I. waren Militärbeamte, rgen. r Generalstabsarzt im Kriegsministeriumj wie in Preussen, beer beiden Armeekorpi i Armeekorps und erals ein Oberstabsani ommando in derselben er als Divisionsarzt Jedem Korpsarzte wie 3 Assistent beigegeben, ktionen dieser leitende! hnen das unmittelbare dass sie nur eine Krisen. ayern erfolgte, da mili- hatten, ausschliesslich. Bis zum Jahre I8fl iclier Befähigung nach lener Fakultätsprüfung iines Junkers, ungefähr 1 l die Armee eintreten ufgehoben und als Be-t lestandene medizinische i ern das Recht zur A n» er Eintritt in die Armee . Klasse mit dem Range, tenants. Die letzterei Obwohl diese Trennung \ mg als Unterarzt gleich erblinden war, so hatte ringen Aussicht auf Beil entsprach der Zugang daher man sich bei der musste, die Charge des tt mit der Charge eines It eines Oberlieutenants .en gewünschten Erfolg: ar ein so lebhafter, dal i für den Friedenswille anden war, obwohl viele d von September 18661 yern war festgesetzt aufl y;e eines Generalmajors. I :m Range eines Oberst« , „ , Oberst- lieutenant* BS Majors, eines Hauptmanns I. Kl IL Kl , Oberlieutenants, 870 vollzählig vorhanden dlstande, dass ein Ober-j i sich ein Oberstabsarzt ihl von höheren Militär- 'rieden Divisionsärzte ab Kommandanturen Stab- dass endlich auch ein] anterie-Regimentern den Band I. I. Abschnitt: Anmerkungen. Friedens-Organisation des Sanitätswesens. Die Vertheilung des ärztlichen Personals auf die einzelnen Dienststellen war folgende: Di enststelle ©'S N 1« Oh N ■ ) 25 ij 104 Die Aerzte des Beurlaubtenstandes. Der einjährig freiwillige Dienst, sowie die Landwehr waren in Bayern erst im Jahre I 1868 bei der allgemeinen Umgestaltung des Heereswesens zur Ein- I führung gelangt und daher nach kaum zweijährigem Bestehen bei Ausbruch des Krieges noch nicht zur vollen Geltung gekommen, was I sich gerade bei dem Sanitätspersonal fühlbar machte. Zum Eintritt als einjährig freiwilliger Arzt war die bestandene medizinische Fakultätsprüfung erforderlich, zu welcher die Zulassung nach fünfjährigem Universitätsstudium erfolgte; mit derselben war zugleich die obligate Erwerbung des Doktorgrades verbunden. Aerzte, welche ein Jahr als einjährig Freiwillige gedient hatten, wurden nach den damaligen Bestimmungen bis zum Bestehen der medizinischen Staatsprüfung, welche in der Regel ein Jahr nach dem Fakultätsexamen abgelegt wurde, zu Landwehr-Assistenzärzten mit dem Range der Unterlieutenants ernannt und nach dem Bestehen der genannten Prüfung zu Landwehrärzten mit dem Range der Oberlieutenants, I entsprechend der Charge der Bataillonsärzte, befördert. Zu Landwehrärzten waren auch alle wehrpflichtigen praktischen Aerzte ernannt ; worden, von welchen freilich nur die wenigen, welche früher als aktive Militärärzte gedient hatten, eine Kenntniss militärischer und militärärztlicher Verhältnisse besessen. Am 15. Juli 1870 war ein Bestand von 28 Landwehrärzten, 1 Land wehr-Assistenzart und 7 einjährig freiwilligen Aerzten vorhanden. Die Summe der am genannten Tage der Armee zur Verfügung stehenden Aerzte überhaupt betrug demnach: 175 Aerzte des aktiven Dienststandes, 29 „ , Beurlaubtenstandes, ________ 7 ei njährig freiwillige Aerzte, zusammen 211 Aerzte. Dem Bayerischen Sanitätswesen durchaus eigenthümlich und von dem Sanitätswesen der Norddeutschen Staaten vollkommen abweichend ist die Einrichtung der Bayerischen Sanitäts-Kompagnien. Die Bestimmung derselben im Kriege entsprach derjenigen der Krankenträger bei der Norddeutschen Armee, im Frieden sollten sie den Warte- und Pflegedienst in den Militär-Lazarethen sicherstellen, wozu vor ihrer Errichtung nur aus Reihe und Glied ab- koniinandirte Soldaten ohne jede technische Vorbildung verwendet worden waren. 2 ) 2 ) Eine Divisionsarztstelle war ltwl mit einen Stabsarzt besetzt. -) Die Sanitäts-Kompagnien verdanken ihre Entstellung der Mobilmachung im Jahre ■85u und dem Vorgange des Oesterreichischen Heeres. Auf Antrag des Kommandii enden Die Ergänzung der Sanitäts-Kompagnien geschieht auf dem Wege der Rekrutirung und unmittelbaren Ueberweisung der ans- gehobenen Mannschaften an die Kompagnien. Zur Zeit des Krieges besass jede Division eine Sanitäts- Kompagnie, so dass deren vier vorhanden waren. Dieselben waren den Train-Bataillonen zugetheilt. Die Ausbildung der Mannschaften geschah nach denselben Grundsätzen wie die der Genietruppen. Ausser ihrem Exerzirdienst wurden sie auch zur Leistung von Wachen herangezogen und waren deshalb für den Frieden mit Infanteriegewehren ausgerüstet. Für ihren besonderen Dienst als „Sanitätssoldaten" erhielten sie einen ziemlich umfassenden Unterricht, welcher sich auf die Kenntniss des menschlichen Körpers und der verschiedenen Verletzungen, die gebräuchlichsten Verbände, den Transport der Verwundeten, die Krankenpflege und die Hilfsleistung bei Unglücksfällen erstreckte. Nach vollendetem theoretischen Unterricht wurden die Sanitätssoldaten abwechselnd zum Dienst als Krankenwärter in die Militärspitäler beordert, während die Unteroffiziere als Oberkrankenwärter Verwendung fanden. Die Ausbildung entsprach demnach ungefähr der der Preussischen Lazarethgehilfen, begriff aber dazu noch die der Krankenträger in sich. Die Sanitäts-Kompagnien hatten im Frieden nur je 1 Arzt (Regimentsarzt) und keine Bespannung für ihre Fahrzeuge. Die erforderliche Zahl von Aerzten, Trainmannschaften und Pferden mussten ihnen deshalb bei einer Mobilmachung erst zugetheilt werden, in welchem Falle jede Kompagnie auch 1 Unteroffizier und 4 Gemeine von der Kavallerie zum Ordonnanzdienst ständig zugewiesen erhielt. Bis zum Jahre 1868 war der Dienst der Krankenpflege in den Militär-Krankenhäusern von den Mannschaften der Sanitäts-Kompagnien versehen worden; insoweit diese nicht ausreichten, wurden Soldaten aus Reihe und Glied hierzu kommandirt. Für den Dienst in Feldhospitälern mussten früher ausschliesslich Mannschaften der Infanterie-Regimenter verwendet werden. Deshalb war 1867 die Anordnung getroffen worden, dass von jeder Kompagnie alljährlich 2 Mann einen kurzen theoretischen Unterricht über Krankenpflege erhalten sollten. Das auf diese Weise gewonnene Personal konnte jedoch, da es ohne jede praktische Vorbildung blieb, unmöglich den notwendigsten Anforderungen entsprechen; die Sanitäts-Kompagnien vermochten diesem Mangel nicht abzuhelfen, da sie im Kriegsfalle ihre Mannschaften auf dem Schlachtfelde dringlich bedurften; es mussten deshalb bei einer Mobilmachung alle auch in Garnison- lazarethen als Wärter kommandirten Sanitätssoldaten abgelöst werden, wobei verschiedenartige Missstände nicht ausbleiben konnten. Diesen Missständen wurde durch die Errichtung von Krankenwärter-Abtheilungen abgeholfen. Die Mannschaften derselben werden bei dem Ersatzgeschäfte ausgehoben und zwar zunächst aus denjenigen Wehrpflichtigen, welche wegen geringer körperlicher Gebrechen nicht vollkommen diensttauglich erscheinen. Sie erhalten bei der betreffenden Sanitäts-Kompagnie eine einfache militärische Ausbildung und werden, nachdem sie theoretisch unterrichtet worden sind, den Garnisonlazarethen überwiesen. Im Falle der Mobilmachung werden durch Einziehung der Reserve- und Landwehrpflichtigen alle Krankenwärterstellen in den Feldlazaretten mit diesen vollkommen ausgebildeten Krankenwärtern besetzt; eine genügende Anzahl bleibt noch für die Garnisonlazarethe übrig. Bei der Mobilmachung im Jahre 1870 war diese Institution noch zu jung, um bereits den ganzen Bedarf an Krankenwärterpersonal der damals von Bayern aufgestellten Armee wurde die Bildung von zwei Sanitäts-Kompagnien aus Mannschaften der Infanteric-Kegimenter angeordnet und für die Errichtung und die einzuführenden Dienstvorschriften die Österreichische Sanitätstrnppe zum Muster genommen. Ihrer ferneren Entwickelung und Vervollkommnung wurde durch stete Benutzung eigener und fremder Erfahrungen und durch fortgesetzte Versuche besondere Aufmerksamkeit zugewendet. Im Jahre 1859 erfolgte die Bildung einer dritten, im Jahre 1863 die einer vierten Kompagnie, so dass von da an jede Division mit einer Sanitäts-Kompagnie versehen war. Gegenwärtig ist ihre Zahl wieder auf zwei Kompagnien reduzirt, je eine für jedes Armeekorps. DSa ■ ■^■■■■■H 24 I. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung. Anmerkungen. Band I and I. decken zu können; dem Mehrbedarf wurde deshalb in der Weise abgeholfen, dass Landwehrleute der Infanterie, welche den obenerwähnten theoretischen Unterricht genossen hatten, für den Mobilmachungsfall als Krankenwärter vorgemerkt und auch Landwehrleute der Sanitäts-Kompagnien zum Lazarethdienst herangezogen wurden. Auf diese Weise liess sich der Stand von 131 Mann erreichen, auf welchen sich jede Krankenwärter-Abtheilung im Mobilmachungs- falle zu setzen hatte. Mit der Errichtung der Krankenwärter-Abtheilungen wurde die Dienstleistung der Sanitätssoldaten in den Garnisonlazarethen wesentlich beschränkt. Eine den Lazarethgehilfen in Norddeutschland entsprechende Institution gab es in Bayern nicht. Ausser den für den Krankenträgerdienst in der Gefechtslinie bestimmten Sanitätssoldaten wurden im Frieden Mannschaften der Infanterie als Blessirtenträger nach Art der Norddeutsehen Hilfskrankenträger ausgebildet. Jede Infanterie- oder Jäger-Kompagnie zählte in ihrem Stande vier Blessirtenträger, welche nur mit dem Seitengewehr bewaffnet und von allem Kompagniedienst befreit waren. Sie zählten zu den „Nichstreitbaren" und trugen im Kriege, gleich den Aerzten, die Armbinde mit dem rothen Kreuze. Die Ausbildung der Blessirtenträger war in der Weise gesichert, dass während des Friedens von jeder Kompagnie und jedem Jahrgang drei Mann von einem der Abtheilungsärzte einen vierteljährigen Unterricht erhielten, welcher sie zum Aufheben und Tragen der Verwundeten, zur Anlegung einer Aderpresse und eines Notverbandes befähigte. Ihre Aufgabe war die der Krankenträger überhaupt. Die Verhältnisse des Pharmazeutischen Personals waren in Bayern nach wesentlich anderen Grundsätzen geregelt als in Preussen. Es waren ausser bei der Intendantur eines jeden Armeekorps und bei der Rechnungsrevision des Kriegsministeriums auch im Frieden bei den grösseren Garnisonspitälern Militärapotheker angestellt. Gleich den Militärärzten waren sie Militärbeamte, gleichgestellt mit der betreffenden Offizierscharge, und zwar hatten die Oberapotheker, die Vorstände der Militärapotheken, den Rang eines Hauptmanns I. bezw. TL Klasse, die Unterapotheker den eines Ober- bezw. Unterlieutenants. Am 16. Juli 1870 ergab sich ein Präsenzstand von 8 Ober- und 19 Unterapothekern; Landwehr-Apotheker waren noch nicht ernannt. Anmerkung 11. Die Friedensorganisation des Württembergischen Sanitätswesens, welches von einem Generalstabsarzt geleitet wurde, 1 ) war bei Eintritt der Mobilmachung von der Preussischen in mehrfachen wesentlichen Punkten unterschieden; die Differenzen bezogen sich hauptsächlich auf die Ergänzung und Ausbildung des Personals. Die allgemeine Wehrpflicht in der Ausdehnung, wie sie damals in Preussen bestand, war in Württemberg erst durch das Gesetz vom 12. März 1868 „über die Verpflichtung zum Kriegsdienst" eingeführt worden. Mit diesem Gesetze trat auch das Institut der einjährig freiwilligen Mediziner (nicht Aerzte) ins Leben. Dasselbe hatte jedoch bis zum Ausbruch des Krieges dem Heere nur einen Hilfsarzt für den Friedensdienst zugeführt. Ueberhaupt hat das neue Gesetz in dem gedachten Zeitraum keinen Einfluss auf die bis dahin bestandene Art der Ergänzung der Militärärzte ausüben können. Diese geschah in den meisten Fällen durch Besetzung der verhältnissmässig wenig zahlreichen Stellen des Friedensetats mit Bewerbern aus der Reihe der Civilärzte, theilweise auch mit solchen, welche aus Staatsmitteln Studienkostenbeiträge empfangen und dafür eine mehrjährige ] ) Nach dem Kriege trat das AYurttembergische Kontingent als XIII. (Königlich Württembergisclies) Armeekorps in ein näheres Verhältnis* zur Prenesischen Armee. Seitdem bildet ein Generalarzt, zugleich Abtheilnngscbef im Kriegsminislei-hiiu. die Spitze des Wlirttemhergisclien Kanitätskorps. aktive Dienstverpflichtung übernommen hatten. Es waren dies ausnahmslos Lazarethgehilfen (vor 1868 .Unterärzte", später „Heilgehilfen*! genannt), welche theils vor, theils nach ihrem Diensteintritt das Gyi nasium absolvirt hatten und nach Ablauf ihrer aktiven Dienstpflicht! als Kapitulanten mit Löhnung zum medizinischen Studium beurlaubt worden waren. Das Lazarethgehilfenpersonal ergänzte sich — abgesehen! von vereinzelten Fällen, in welchen künftige Mediziner nach dem Maturitätsexamen freiwillig eintraten, um, wie eben bemerkt, mi Löhnung beurlaubt die Universität zu beziehen — bis 1868 aus den! Stande der niederen Wundärzte. Diese brachten durchschnittlich eint gute Schul- und häufig eine schätzbare technische Vorbildung mit] "Während ihrer Präsenz erhielten sie im Winter sorgfältigen an» tomischen Unterricht an der Leiche, sowie eine entsprechende theo, retische und praktische Weiterbildung' in der Chirurgie etc., so das unter ihnen nicht wenige, sehr tüchtige und geschickte Leute gewonnen wurden, welche bei der Truppe mit Recht ein grosses Vertrauen genossen und als ärztliche Gehilfen sieh sehr brauchbar und zuverlässig erwiesen. Mit der gegen Ende der sechziger Jahre vorbereiteten Medizinal-J reform in Württemberg ging diese Quelle der Ergänzung des Lazarett- gehilfenpersonals dem Versiegen entgegen. Die Militärverwaltuns musste daher auf anderweitige Heranbildung desselben bedacht sein Dies geschah durch Einführung der „Garnison-Sanitätsabthei hingen" (in den drei grossen Garnisonen je eine) in Folge Krieg: ministerialerlasses vom 23. September 1868. Ihre Bestimmung wa- im Frieden die für das Feldtruppenkorps erforderlichen „Sanitäi Soldaten" (Krankenträger der Sanitätsdetachements) und KrankenwärtJ auszubilden, sowie als Vorschule für die Heilgehilfen zu dien« bei der Mobilmachung aber zur Formirung der Feldsanitätszfijj (Sanitätsdetachements) und Feldspitäler (Feldlazarethe) verwendet werden, auch die medizinisch-chirurgische Ausrüstung der aus ihn hervorgehenden Feldsanitätskörper, sowie der den betreffenden ( sonen zugehörigen Truppentheile zu verwalten und bei der MobiM Vor dem Entlassui [rankenträger" vorge Sit gestattete aber e inde und häufigeres Der Unterricht \ fhaftskategorien ger Lus- und Ankleiden ltdeten in Ordom r erl)undmaterials, I Tothtragen etc., Vo; ransport, sowie auf .'!. .Monat erhielten twa im Umfang vom pterricht der Lazare ■Benbahnübung" mi ransport, Ein- und A Für die Sanitätss rnere Unterricht im Httike zu Grunde. lätigem Handeln (ha id der Behandlung higen und brauchba »lb hatten sie nie k Iren Anlegung durcl fcmen; desgleichen y riehen zur Verfügun Nach solchem Voi lftigen Heilgehilfen iterricht der Lazar Imbulanzübungen mkenträger entsprei Ige, an die Reihe. Neben dem Sanitä machung abzugeben Eigentliche Militärische K ranken wärt er waren vor Errichtim; der Garnison-Sanitätsabtheilungen überhaupt nicht ausgebildet Word« die Anleitung der Sanitätssoldaten erfolgte bis dahin in einer et«! dem theoretischen und praktischen Unterricht der Preussischen K rankenträger entsprechenden Weise, jedoch mit erheblich längen Dauer der Kommandirung (9 Monate) Durch die Neuorganisation schieden die nach viermonatlichei Dienst mit der Waffe als Sanitätsmannschaften ausgewählten bew freiwillig sich meldenden Leute aus ihrem bisherigen Verbände g: aus und traten zu einer selbstständigen Sanitätstruppe, der Garniafl Sanitätsabtheilung, mit eigenem Kommandeur (Offizier) und eigen« etatsmässigen Arzt (zugleich technischer Instruktor) zusammen. Die Ausbildung zum Heilgehilfen dauerte in der Garnisoi Sanitätsabtheilung vom 1. März bis 15. Oktober; daran schloss sii eine weitere sechsmonatliche Unterweisung in einem für sämmtliel Aspiranten der drei Garnison-Sanitätsabtheilungen gemeinsamen Hei gehilfenkursus, worauf sie als Heilgehilfen in die Regimenter ei getheilt wurden Für die Sanitätssoldaten dauerte die Ausbildung vom 1. Mi bis 15. Oktober; dann erfolgte ihre Beurlaubung und nach 3 Jahn ihre Einberufung zu einem 30tägigen Wiederholungskursus (die gesel liehe Präsenzzeit der Infanterie betrug damals in Württembei höchstens 2 Jahre) Die Krankenwärter wurden 3 Monate lang in der Garnisoi Sanitätsabtheilung ausgebildet und sodann in drei Serien zu viermonatlichem Krankenwärterdienst ins Garnisonspital kommandij Die im Spital zeitig nicht Verwendeten wurden beurlaubt, bis i Reihe sie traf. Der Inhalt des Unterrichts entsprach im Crossen und Ganzen tlei in der Preussischen .Instruktion für Militärärzte zum Unterricht d tüchtigsten Leute eoretisch und praktis Die Garnison-Sanit »glichen Prenssischi »er war somit auf z\ Ulf über die Berei fcpe, wie sie in Würt {stützen. Doch darf len. dass die aus i in ihnen gebildete P (eges die Anerkennui Einrichtung wnrdei a. Die Leichtigk tionen. b. Ausstattung Sanitätstruppe c. Die durch die keit des Austs Soldaten. BuiUte-BerieU ul>er d Band ■a I. I. Abschnitt: Anmerkungen. Friedens-Organisation des Sanitätswesens. 25 m Diensteintritt das GM irer aktiven Dienstpflia Ischen Studium beurhml.- ranzte sich — abgesehei ige Mediziner nach dem wie eben bemerkt, hen — bis 1868 aus hten durchschnittlich eine dinische Vorbildung mit Winter sorgfältigen am eine entsprechende theo- »r Chirurgie etc., SO da- tid geschickte Leute ■ t Recht ein grosses V« sich sehr brauchbar unä i vorbereiteten Medizinal-] Die Militärverwaltnt:. j desselben bedacht mI äs on- Sanität sab tlu-i Leichen zur Verfügung standen, an diesen) schulgerecht angehalten. Nach solchem Vorbereitungsunterricht, der mit Rücksicht auf die en. Es waren dies an*B .. „ „ ,. . a ••* . tt -i i - lf Krankentrager vorgeschriebenen Maasse. Die reichlicher zugemessene . tt.': JLi„:„I,.;++ j„„ /.„, Zeit gestattete aber eine gründlichere Behandlung der einzelnen Gegenstände und häufigeres Repetiren. Der Unterricht war in den ersten 2 Monaten für die 3 Mannschaft skategorien gemeinsam und erstreckte sich insbesondere auf Aus- und Ankleiden, Heben, Legen, Tragen, Verladen von Verwundeten in Ordonnanz- und andere Fahrzeuge, Behandlung des "Verbandmaterials, Herstellen von Seil- und Strohgeflechten, von ■ othtragen etc., Vorbereitung von Landfuhrwerken zum Krankentransport, sowie auf anatomische und chirurgische Anfangsbegriffe. Im 3. Monat erhielten die Krankenwärter einen besonderen Unterricht, etwa im Umfang vom I. Abschnitt des Preussischen „Leitfadens zum Unterricht der Lazarethgehilfen." Dann folgte noch eine gemeinsame fcisenbahnübung" mit Einrichten von Gepäckwagen zum Krankentransport. Ein- und .Ausladen von Verwundeten. Für die Sanitätssoldaten und Heilgehilfen-Aspiranten blieb der fernere Unterricht im Wesentlichen gemeinsam. Demselben lag der Gedanke zu Grunde, die Sanitätsmannschaft für Nothfälle zu selbsttätigem Handeln (hauptsächlich in der Anlegung von Notverbänden .. T . und der Behandlung von Blutungen, Digitalkompression etc.) zu be- J*. „!?.,. \ fähigen und brauchbare (chirurgische) Gehilfen heranzuziehen. Des- halb hatten sie nie komplizirte Verbände selbst anzulegen, aber bei deren Anlegung durch den Arzt die Assistenz kunstgemäss zu über- . . _ , tt . nehmen; desgleichen wurden sie zur Assistenz bei Operationen (wenn eine) in Folge Kri^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^" . Ihre Bestimmung \va el ° ! lti * " ..' künftigen Heilgehilfen auch manche Kapitel aus dem Leitfaden zum men s; ui i . 'Unterricht der Lazarethgehilfen umfasste, kamen die sogenannten A-mbulanzübungen (den praktischen Uebungen der Preussischen ng rtei ecs. . ^'Krankenträger entsprechend), zum Schlüsse mit Bespannung der Fahr- ldlazarethe) verwendet r^, ^ die Reihe Ausrüstung der aus ihn«. S{ , ben dem Sanitätsunterricht wurde die militärische Ausbildung ;r den betreffenden Gar t . nertl ^^i, fortbetrieben: Instruktion, Marschiren (einschl. Reisemärsche), lten und bei der >t* Gymn;lntik etc . Vor dem Entlassungstermin der Sanitätssoldaten fand eine Auslese ,rter waren vor Errichtung tuchtigsten Leute statt) we i c h e in der schon angegebenen Weise nicht ausgebildet "• f »' (fl t ), eol . eti3ch uml praktisch zu Heilgehilfen weitergebildet wurden. ■ bis dahin m einer eh. Die Garnison-Sanitätsabtheilungen sind nach dem Kriege durch die ;rricht der Prenssisck b« z ügliehen Preussischen Institutionen ersetzt worden. Ihre Lebens- och mit erheblich langere^^, ^ r gomit auf ^^ Ja]|re beschränktj eine zu km . ze Zdtj um darauf über die Berechtigung einer friedensetatsmässigen Sanitäts- lie nach viermonathclu :i . n] , ]H . wie sie i„ Württemberg organisirt war, ein begründetes Urtheil taften ausgewählten bez«« gt|itz( . u , )o| , h darf von den Garnison-Sanitätaabtheilungen gesagt bisherigen V erbande aaii^ er( j (ii| ( j agg ^ aua jj men hervorgegangenen Feldformationen und itätstruppe, der Oarnisoi« }|| il||leu o- L -l>ildete Personal sich während des Deutsch-Französischen 3ur (Offizier) und eigeu« eg(ig ji e Anerkennung der Aerzte erworben haben. Als Vortheile ätruktor) zusammen. , ej , Kim-ichtung wurden hervorgehoben: a. Die Leichtigkeit der Mobilmachung der Feld-Sanitätsformationen. b. Ausstattung jeder Infanterie - Brigade mit einer eigenen Sanitätstruppe. e. Die durch die gleichmässige Ausbildung gebotene Möglichkeit des Austausches zwischen Krankenwärtern und Sanitätssoldaten. lauerte in der Garnisa tober; daran schloss sicij in einem für sämmtlic» hingen gemeinsamen Heil u in die Regimenter einj ie Ausbildung vom 1. M;r mbung und nach 3 Jahns rholungskursus (die gesd damals in Württembaj d. Die Schulung des' Personals der Feld-Sanitätszüge, welche es ermöglichte, dass bei Etablirung der Letzteren als permanente Verbandplätze (namentlich vor Paris) nichts zu einer Lazarethpflege fehlte. Anmerkung 12. Im Grossherzogthum Baden war seit dem Jahre 1866 beständig dahin gearbeitet worden, die Organisation des Sanitätswesens (wie des Heerwesens überhaupt) den Preussischen Einrichtungen gleichartig zu machen. Wichtigere Abweichungen von der Friedensorganisation waren daher kaum noch vorhanden. Das Personal, welches im Uebrigen vollständig nach Preussischen) Muster gegliedert war, hatte an seiner Spitze einen Generalstabsarzt 1 ) als Vertreter im Kriegsministerium, welchem zur Unterstützung ein Oberstabsarzt und ein jüngerer Stabsarzt zur Seite standen. Der Dienstbetrieb war ganz nach Preußischer Vorschrift geregelt. Als Unterschied wäre nur etwa hervorzuheben, dass die Behandlung der Revierkranken nicht in ihren Mannschaftszimmern, sondern grundsätzlich 2 ) in besonders dazu eingerichteten Revier- Krankenstuben erfolgte. Nach der „Instruktion für die Ausbildung der Sanitätsmannschaft, insbesondere für den Unterricht der Krankenträger bei der Grossherzoglich Badischen Division, vom 13. Juli 1870", wurde die „Sanitätsmannschaft" eingetheilt in: 1) Krankenträger, 2) Hilfskrankenträger, 3) Krankenwärter, 4) Lazarethgehilfen: a) Lazareth- gehilfen-Lehrlinge, und b) Lazarethgehilfen, Die für den Feldbedarf erforderliche Zahl von Krankenträgern, Hilfskrankenträgern und Krankenwärtern wurde durch alljährliche Ausbildung von mindestens 2 Mann des 2. Dienstjahres von jeder Kompagnie beschafft, bei deren Auswahl die Regimentsärzte mitzuwirken und sich namentlich über den nöthigen Grad der Intelligenz und der Schulkenntnisse der Auszuwählenden zu vergewissern hatten. Zu Lazarethgehilfen sollten jährlich so viele Leute (bis zu 1 Mann pro Kompagnie, Eskadron oder Batterie) herangebildet werden, als zur Deckung des Bedarfs erforderlich schien. Für den Mobilmachungsfall, in welchem die Ausbildung einer grösseren Zahl erforderlich werden konnte, waren besondere Weisungen seitens des Grossherzoglichen Divisions-Kommandos vorbehalten. Zu Lazarethgehilfen wurden Mannschaften erwählt, welche entweder 1) an dem durch § 4 obiger Instruktion vorgeschriebenen Unterricht mit gutem Erfolge theilgenommen, oder 2) vor ihrem Eintritt in die Truppe als Civil- Heilgehilfen ausgebildet waren, oder 3) welche sich freiwillig meldeten. Der Unterricht, welcher den Sanitätsmannschaften ertheilt wurde, zerfiel in einen für Alle gemeinsamen und in einen für jede Kategorie besonderen Unterrieht. Der Umfang desselben entsprach den auch in den übrigen Deutschen Kontingenten üblichen Anforderungen, doch war die Ausbildung der Mannschaften eine zeitlich sehr ausgedehnte, in Folge dessen eine besonders sorgfältige. 3 ) 1 ) Derselbe ist seit der Aufnahme des Badischen Kontingentes in den Verband der Preussischen Armee durch einen Generalarzt ersetzt. 2 ) In Prenssen ist diese Einrichtung fakultativ eingeführt. 3 ) Bis 1868 wurde die praktische Krankentragerubung im Herbst abgehalten und dauerte vier Wochen. ate lang in der Garnist n in drei Serien zu Jarnisonspital komniandi vurden beurlaubt, bis l Grossen und Ganzen d« rärzte zum Unterricht j Sanitäts-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71, 1. Bd. 26 I. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung. Bau) Zweiter Abschnitt. Sanitätsmaterial der Truppen. 1. Preussen. Die Ausrüstung der zur Preussiscben Armee gehörigen Truppen mit Sanitätsmaterial erfolgte — wie bereits erwähnt — auf Grund der „Instruktion über die Versorgung der Armee mit Arzneien und Verbandmitteln vom Jahre 1859" und der dieselbe abändernden Spezialbestimmungen. Danach bestand die Ausrüstung: 1) In den chirurgischen Instrumenten der Militärärzte, zu deren Beschaffung aus eigenen .Mitteln und Mitnahme ins Feld dieselben verpflichtet waren;') 2) in den Labeflaschen und dem Taschenverbandzeug der Lazarethgehilfen, sowie in denjenigen Arzneien und Verbandmitteln, welche von den Lazarethgehilfen in den dazu bestimmten Arznei- und Bandagentaschen getragen wurden; 3) in der Ausstattung der Medizin- und Bandagenkasten, 4) in dem Inhalte der Bandagentornister, ■")) in den Krankentragen und Krankendecken, Ausserdem war nach der Feld-Sanitätsinstruktion von 1869 6) jeder Soldat mit den zur ersten Hilfe nothwendigsten Verbandmitteln selbst versehen. Die Labeflaschen der Lazarethgehilfen waren gläserne, mit Leder überzogene Flaschen von birnförmiger, abgeplatteter Gestalt, welche 855 g Flüssigkeit fassten und mit einem Kork verschlossen wurden. Ein kleiner Trinkbecher von Zinn ward darüber gestülpt und mit einem Riemen befestigt. Im Allgemeinen wurde die Flasche mittels eines Schulterriemens an der Seite getragen, konnte jedoch auch mit Hilfe eines breiten, an der Innenseite befindlichen Messinghakens zur Verhütung lästiger Sohlend hewegnngen bei raschem Vorwärtseilen des Trägers das Säbelkoppel gehakt werden. Form und Inhalt des Verbandzeugs der Lazad gehilfen ist aus Zeichnung 1 ohne Weiteres ersichtlich. nebst den dazu gehörigen Fahr- ] ) Das Verzeichnis« der vorgeschriebenen Instrumente siehe Beilage 23; die Fortschaffung erfolgte in dem zu ihrer Aufnahme besonders eingerichteten Bandagenkasten bezw. auf dem Medizinkarren. — Assistenzärzten in obermilitärärztlichen Stellen und Aerzten des Beurlaubtenstandes wurden fiskalische Instrumente zum Gebrauch überwiesen. — Die mobilen Sanitätsformationen führten fiskalische Instrumente. (Siehe Beilagen 2G, 33, 35 und 36.) Zeichnung 1. Taschen-Verbindezeug der Preussischen Lazarethgebi Die Arznei- und Bandagentaschen (siehe Tafe': von denen jeder Lazarethgehilfe der Fusstruppen ein an dem Säbelkoppel — und zwar vorn rechts und vom Schlosse — zu tragen hatte, sahen den damali Patronentaschen der Soldaten sehr ähnlich. Eine diel Taschen war mit den für augenblicklichen Bedarf ■ wendigsten Arzneimitteln, die andere mit einfache Verbandmaterial gefüllt.') Die Gefässe der Arznei« (siehe die Abbildung) enthielten der Reihe nach: Ol. olivJ Elix. amar., Natr. bicarbon , Ung. Zinci (in zinnerner lü'nl Liq. ammon. caust, Tinct. opii simpl., Spir. aether., Phil acet. Ein Gefäss blieb als Reserve übrig. Die Lazai> J ) Das Nähere darüber siehe Beilage 24. Zu Samtäts-Bericht über die Deutsrhen ] Fig. 3. Preussisc Fi^-1 ^ ESMiUlerftSotaKilHofbuikhanäkB» Bert Bani 7u Samtats Bericht über die Dputsrhen Heere 1870.i71 l.Band. Tdlcl Fig. 3. Preussischer Bandagen-Tornister. Fig.l |g^ Arznei-Tasche der preuss ~rX Lazareth- Gehilfen. ------1 Fig. 4 Preussischer Bandagen-Tornister. Fig. Z. Bandagen-Tasche der preuss Lazareth-Gehilfen. M gern o.'Xicolat £S Mittler ScSohn.K*! Hofbuihhanalurig Berlin Geo^rhUi.lns'-uS'.emdrvW Greve %) Hoflith Berlm .—] ®< 1 g .1 'S §>< r------1 f o 9- —. cT 03 p 'S — 03 fC -1 o [ g p~ ~1 3 -CD 1= CD ^ C3 c_ r <"i , 3 Ph 03 CD DQ 1= V c_ S 'S _£--- 3 C_> CD s< CO * co °s CO =3 Q_ CO ■ot) e 1 =oJD 5) @ © ® ® ® 3) ® ® © © © f o' R ------------ 1 o ■-------- 1 o ' 1 o o o o [o; o' O o o t°: © o §> ^==bL_ __ L=J s e s s 6 $ S S » Q S s s ~~| s »3 1; • • s s e s> s « s s GS® \% S CS S S * l____l S 0 S 8 1 s ® s ® « © « a^ CO "CD I cu i-O OO CD c_ CD -czj CD C_3 CO CO CO ^3 CD C_ Q_ CO V — CO CD CT3 CO co co =3 tu c_ Q_ CO CD 03 CO CO CO CO CO CO Q_ Qj !.-, Bericht über die Di . 6* OM ~±rys i^^H^H Bericht über die Deutschen Heere 1870 71 1 Band Preußischer Truppen-Medizin-Wagen 1870 Tafel \ "inri— tut Fig. 2. Vorder-Ansichl Sn Fig.3. Hinter-Ansicht. ■ Band I. tehilfen der berittenen Tr md Bandageiivorratli in nstolenhalfter vorn am 8 Isneben war theil weise a nach dem Kriege zu allge Lazarethgehilfentasc] Luf Grund der Erfahrung« rar vorgeschlagen wordei 'erbandiuittel zugleich bei iber die linke Schalter Jlecheinsätzen für die L zuführen. Nach güustigei auch im Frühjahr 1870 Schaffungen nur dieses M< 'bis zum Ausbruch des h Idass die Einführung eiw können. Die erste Füllung ■Hspensiranstalten der G ■wurde aus den Medizin- u Der Inhalt dieser Mi ■welche nebst ihren Ger Friedens in den Dispens [bewahrt standen, reprft» Ider Arznei- und Verbanc Infanterie- oder Jäger-Bat; Regiment erhielt 1 Medizi Hauptquartier einer Arm JGeneral-Etappeninspektioi {Artillerie- oder Train-K< II6V2" hohen, lö'/V' brei gleich die Bandagen aufii Die innere Eintheilu: kästen war eine etwas Aufnahme des Inhaltes 1 Einsatz; bei denjenigen äl -Einsatz (gleich dem mit« nach einem neueren Mod durch eine bequemere Hai Zugänglichkeit des unten Tafel II). Der Inhalt w; Wesentlichen der gleiche Die erste Füllung Bandagenkasten hatten di< lazarethe aus den ledigli räthigen und gesondert vi nur die für die Medizinquartiere und Train-Koloi wurden bei den Traindt den für die Sanitätsan Gegenständen aufbcwalu 1 ) Den Inhalt derselben Kasten zusammen in gefüllten 2 ) Siehe ebenfalls Beilag Band I. II. Abschnitt: Sanitätsmaterial der Truppen. Preussen. 27 Igehilfen der berittenen Truppen führten dergleichen Arznei- lund Bandagenvorrath in Taschen, welche an Stelle der I Pistolenhalfter vorn am Sattel des Pferdes befestigt waren. Daneben war theil weise auch schon die erst längere Zeit nach dem Kriege zu allgemeiner Einführung gelangte neue ■Lazaretligehilfentasche (vom Jahre 1878) in Gebrauch. ■Auf Grund der Erfahrungen in den Kriegen 1864 und 1866 war vorgeschlagen worden, eine einzige, für Arznei- und Verbandmittel zugleich bestimmte, an einem breiten Kiemen über die linke Schulter zu hängende Ledertasche mit Blecheinsätzen für die Lazarethgehilfen aller Waffen einzuführen. Nach günstigem Ausfall der Probeversuche war auch im Frühjahr 1870 befohlen worden, bei Neubeschaffungen nur dieses Modell zu berücksichtigen; die Zeit ■bis zum Ausbruch des Krieges war jedoch zu kurz, als dass die Einführung eine irgend ausgedehnte hätte sein können. Die erste Füllung der Taschen geschah in den ^Dispensiranstalten der Garnisonlazarethe; die Ergänzung I wurde aus den Medizin- und Bandagenkasten vorgenommen. Der Inhalt dieser Medizin- und Bandagenkasten, welche nebst ihren Geräthen und Gefässen während des Friedens in den Dispensiranstalten der Garnisonen aufbewahrt standen, repräsentirten den eigentlichen Stamm der Arznei- und Yerbandausrüstung der Truppen. Jedes Infanterie- oder Jäger-Bataillon, desgleichen jedes Kavallerie- ■Eegiment erhielt 1 Medizin- und 1 Bandagenkasten, 1 ) jedes Hauptquartier einer Armee oder eines Armeekorps, jede ■General-Etappeninspektion, Pionier-Kompagnie, Batterie, Artillerie- oder Train-Kolonne 1 kleineren (21" langen, 16'V' hohen, 15'/V breiten) Medizinkasten, 2 ) welcher zugleich die Bandagen aufnahm (siehe Tafel II). Die innere Eintheilung und Einrichtung der Medizinkasten war eine etwas verschiedene. Alle besassen zur Aufnahme des Inhaltes einen oberen und einen unteren Einsatz; bei denjenigen älterer Konstruktion war der obere ■Einsatz (gleich dem unteren) ungetheilt, bei denjenigen ■nach einem neueren Modell in zwei Hälften zerlegt, wo- ■iurch eine bequemere Handhabung des oberen und leichtere ■ Zugänglichkeit des unteren Theils erreicht war (vergl. die Tafel II). Der Inhalt war bei beiden Konstruktionen im Wesentlichen der gleiche. Die erste Füllung sowohl der Medizin- wie der Bandagenkasten hatten die Dispensiranstalten der Garnisonlazarethe aus den lediglich für diesen Zweck stets vor- räthigen und gesondert verwahrten Beständen zu besorgen; nur die für die Medizin- und Bandagenkasten der Hauptquartiere und Train-Kolonnen bestimmten Verbandmittel wurden bei den Traindepots vorräthig gehalten und mit den für die Sanitätsanstalten bestimmten gleichartigen Gegenständen aufbewahrt. Auf dem Kriegsschauplatze ') Den Inhalt derselben siehe Beilage 26. — Das Gewicht beider gasten zusammen in gefülltem Zustande betrug 236 Pfund. 2 ) Siehe ebenfalls Beilage 26. blieb die Ergänzung durch direkte Beschaffung au Ort und Stelle — Requisitionen — oder aus den Beständen der ! Sanitätsanstalten, namentlich der Feldlazarethe, zu bewirken. Zur Fortschaffung der Sanitätsausrüstung der kleineren Truppenkörper (Batterien u. s. w.) lag die Notwendigkeit besonderer Fahrzeuge nicht vor: das Sanitätsmaterial derselben wurde vielmehr lose auf den Gepäckwagen mitgeführt. Die Beförderung der beiden .Medizin- und Bandagenkasten der grösseren Einheiten (Bataillon u. s. w.) bezw. ihres Inhaltes e-'\dgte auf den Truppen-Medizin-Wagen oder Karren. Bei den Karren nach einem älteren Modell (C/1859) wurden auf besonders dazu angebrachte Untersätze die nur von oben zugänglichen Kasten aufgeschraubt. (SieheTafellll.) Um Letztere vor Nässe zu bewahren, war der Karren mit einem wasserdichten Plan verseilen, welcher mittels einer längs über die Mitte desHintertheils verlaufenden Eisenstange dachartig erhoben gehalten werden konnte. Die beiden mitzuführenden Tragen Hessen sich in der unter dem Karren hängenden Schosskelle anbringen. Neben diesen einspännigen Medizinkarren älterer Konstruktion waren auch zweispännige nach einem neueren .Modell (0/1861) in Gebrauch (siehe Tafel IV), welche im äusseren Ansehen den früheren Packkarren der Kavallerie durchaus glichen, 'im Innern aber eine Schubkasten-Einrichtung besassen. Die mit diesen neueren Karren ausgestatteten Truppentheile bedurften keiner Medizin- noch Bandagenkasten, da die bei der älteren Konstruktion in Letzteren vertheilten Gegenstände bei der neueren in den Schubladen Aufnahme fanden. Beide Arten von Karren besassen die Normalspurweite von 52 Zoll (= 143 Centi- meter) und wurden vom Bocke her gelenkt. Endlich wurden noch im Verlaufe des Feldzuges einzelne Bataillone und Kavallerie-Regimenter statt der Karren mit Medizinwagen neuester Konstruktion (C/1870) ausgestattet (siehe Tafel V), welche in Form und Bau mit dem Kompagnie-Packwagen übereinstimmten, im Uebrigen dem Sanitätswagen der Sanitätsdetachements (vergl. dritter Abschnitt) ähnelten. Diese Medizinwagen waren bei Ausbruch des Krieges noch nicht thatsächlich eingeführt, kamen jedoch bei Beschaffungen für Neuformationen sowie als Ersatz für abgängig gewordene Medizinkarren ausschliesslich zur Verwendung. Sämmtliche Sanitätsfahrzeuge waren gemäss den Bestimmungen der Genfer Konvention mit der Neutralitätsflagge und — ebenso wie der sogleich zu erwähnende Bandagentornister — mit dem Genfer Kreuz versehen. Für diejenigen Fälle, in welchen der mit dem Sanitätsmaterial beladene Wagen oder Karren aus irgend einem Grunde dem Truppentheil nicht folgen kann, wurden auf den betreffenden Fahrzeugen Bandagentornister (siehe Tafel I) mitgeführt, welche sich überallhin nachtragen liessen und zwar für jedes Bataillon u. s. w. zwei, für jede Batterie u. s. w. einer.') Desgleichen standen auf den x ) Betreffs des Inhaltes siehe Beilage 25. 4* 28 I. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausriistung. Band I. betreffenden Fahrzeugen jedem Infanterie-Bataillon 40, jedem Kavallerie-Regiment 24, jeder Batterie oder Pionier-Kompagnie 8, jeder Kolonne 10 Krankendecken zu Gebote. An jedem Medizinwagen oder Karren — bei den verschiedenen Konstruktionen verschieden angebracht (vergl. die Tafeln) — befand sich ein Wasserfass von 10 Liter Inhalt. Auch das Privatgepäck der Aerzte wurde auf den in Rede stehenden Fahrzeugen befördert. Endlich führten die Infanterie-Bataillone auf den Medizinwagen oder Karren je 2, die Batterien u. s. w. auf den Gepäckwagen je 1 Krankentrage mit; in der Ausstattung der Kavallerie-Regimenter fehlten damals noch die Tragen. Die Preussische Feldtrage der Truppen (siehe Zeichnung 2 und 3) war in der Quere zusammenlegbar') Ueber den Zu- und Abgang an Arzneien und Verbandmitteln sandte jeder selbstständige Truppenarzt viertel- jährlich an den Feld-Korps-Generalarzt eine Nach Weisung ein, welcher behufs Beurtheilung des Verbrauchs ein summarisches Krankenverzeichniss beilag. Die persönliche Ausstattung des Soldaten mit Verbandmitteln bestand in einem Stück alter Leinewa»! (1 D Fuss gross), einer viereiligen 1 3 A Zoll breiten leinen« Binde und einem Loth Charpie. Diese schon im Frieda beschafften Gegenstände wurden — iii einem 9 Zoll hohe 8 Zoll breiten Stück Oelleinewand zu einem Päckchen von 5 Zoll Länge und 3'/-' Zoll Breite vereinigt — von da Infanteriemannschaften in der linken Hosentasche, von Husaren und Ulanen eingenäht in dem Vorderschoss ii.'1'.i'i ....... .i-H "' [ ..... Zeichnung 2. Preussische Feldtrage der Truppen. — Obere Ansicht. Zeichnung 3. Preussische Peldtrage der Truppen. — Seiten-Ansicht. und in dieser Weise — auf die Hälfte ihrer Länge verkürzt — leicht an den Fahrzeugen unterzubringen. Sie bestand aus einem Holzgestell mit Eisenbeschlag (Bügel und Füsse), einem auf und nieder zu legenden Kopfstück und aus einem Ueberzug von gefirnisster Leinewand, welchem Quergurte zur Stütze dienten. Die neuen Tragen besassen an den Seiten Klappen aus gleichem Stoff wie der Ueberzug, welche zur Fixirung des Gelagerten dienten; bei den älteren Tragen fehlten dieselben. J ) Diejenigen der Sanitätsdetachements nicht. Attila bezw. Ulanka, von den übrigen berittenen Manu Schäften in der hinteren Rocktasche getragen. Endlich er hielt jeder Mann eine Marke von Blech mit der Bezeich nung seines Truppentheils und der Nummer, unter welche der Inhaber in die Stammrolle eingetragen war. Die- Blechmarken trugen die Mannschaften an einer Schnur um den Hals auf blossem Leibe. Sie hatten den Zweck, zw Feststellung der Identität derjenigen Personen zu dienen welche etwa bewusstlos oder todt und ohne Soldbuch gt fanden wurden. §^■^■1 ■i^i^i^HB| 1 ■> -m^^a^m H Band l Arzneien und Verband- Truppenarzt viertel- irzt eine Nachweist»! des Verbrauchs er. »lag. g de« Soldaten ■ stück alter Leinewami i Zoll breiten leinener, iese schon im Frieden n einem 9 Zoll hohen, i einem Päckchen vor vereinigt — von Hosentasche, von dem Vorderschoss y^^ggj j". ■ ' ■!'! Mi igen berittenen Mann getragen. Endlich er. 31ech mit der Bezeictl Kummer, unter welcher' :i getragen war. Dier> an an einer Schnur ui| latten den Zweck, zur 'li Personen zu dienet und ohne Soldbuch n erichtüber die Deutschen Heere 1870 7t. 1 Bind Innere Sächsischer Truppen-Medizinwagen %s. Einrichtung für 1 Mann zum Sitzen. 1 Mann zum Liegen. , Berlin GeogrlithJnstuSt-aiadr.* W.Gr*ve.K$J Hof: i.Saiutats Ben cht üben iM, ^^M^^MMM ■ Band I II. DieAusrüstui tornistern war nonimen, jedoch Desgleichen keine Tragen; wagen (siehe Ta er auf Märschen < einen Leichtkran sitzender Stellung war derselbe mit Obwohl die Ober-Militärärzte irischen Instruinei bereits eingeführ zu Stabsärzten B Garnisonlazarethe werden. DieBayeriscl: nach Art der Pre> nach etwas ab\ PreussischenBand tornister — wie erwähnt — ledi die Bestimmung h; nachgetragen zu den, wenn die '. zeuge nicht zu f< vermögen, sollte [nhalt der Bayeris Tornister in erster sur Verwendung < Quartier unnöthig itände der Arznei- Dieseni Zwecke e licht bloss mit Verl Menge der am j gestattet. 2 ) ') Dieser Wagt i blieben. *) Den gesummt Band I. II. Abschnitt: Sanitätsmaterial der Truppen. Sachsen. Bayern. 29 II. Wichtigere Abweichungen bei anderen Deutschen Staaten. A. Sachsen. Die Ausrüstung der Sächsischen Truppen mit Bandage n- tornistern war vor Beginn des Feldzugs in Aussieht genommen, jedoch noch nicht zur Durchführung gelangt. Desgleichen besassen die Sächsischen Truppentheile keine Tragen; hingegen war der Truppen-Medizin- wagen (siehe Tafel VI und VII) derart eingerichtet, dass er auf Märschen einen schwer Erkrankten in liegender und einen Leichtkranken in sitzender oder 2 Leichtkranke in sitzender Stellung aufnehmen konnte. Zu diesem Zwecke war derselbe mit 3 Rosshaarkissen ausgestattet. 1 ) Obwohl die Preussische Vorschrift, nach welcher die Ober-Militärärzte den hauptsächlichsten Bedarf an chirurgischen Instrumenten selbst zu beschaffen haben, im Prinzip bereits eingeführt war, konnten alle vor dem Jahr 1868 zu Stalisärzten Beförderten aus den reichen Beständen der trnisonlazarethe mit staatlichen Instrumenten versehen rden. B. Bayern. Die Bayerischen Truppen besassen Bandagentornister nach Art der Preussischen, bedienten sich derselben jedoch nach etwas abweichenden Grundsätzen. Während die Preussischen Bandagen- tornister erwähnt wie oben lediglich die Bestimmung hatten, nachgetragen zu werden, wenn die Fahrzeuge nicht zu folgen vermögen, sollte der Inhalt der Bayerischen Toni ister in erster Linie lur Verwendung gelangen, so oft es auf Märschen oder im gebraucht werden, so wurden die Enden der Längstheile Quartier unnöthig erschien, die schwerer zugänglichen Be- t durch die zu diesem Zweck in den Quertheilen befindlichen stände der Arznei- und Verbandwagen in Anspruch zu nehmen. ' Löcher hindurchgeführt, nachdem der Ueberzug, welcher Bseni Zwecke entsprechend war der Bayerische Tornister | einen langen, oben und unten offenen Sack aus starker ehtl ilossmit Verbandmitteln, sondern auch mit einer massigen I Leinewand darstellte, über die Längstheile hinübergezogen Zeichnung 4. Bayerische Feld-Tragbahre. Zur Fortschaftung des Hauptquantums von Arzneien und Verbandmitteln bestanden bei der Bayerischen Armee zweispännige Arznei- und Verbandwagen (auch „ärztliche Wagen" genannt) (siehe Tafel VIII), deren jedes Bataillon, Kavallerie-Regiment und jede Haupt-Munitionskolonne 1, dieReserve-Artillerie Abtheilung (Korps-Artillerie) 2 besass. Dieselben waren der Konstruktion nach Deckelwagen mit hölzernen Achsen und einem schmalen Bock, dessen sich die bei der Infanterie nicht berittenen Aerzte auf Märschen bedienen konnten, da die Fahrzeuge vom Sattel aus gefahren wurden. Das Innere derselben war sehr geräumig, der Inhalt 1 ) jedoch grösstenteils in wenig handlichen Kisten verpackt und schwel' zugänglich. In der Medizinkiste befanden sich zugleich die unentbehrlichsten pharmazeutischen Gerätschaften. In dem Arznei- und Verbandwagen wurden auch die (fiskalischen) Etuis mit chirurgischen Instrumenten befördert, von welchen zwei Muster in Gebrauch waren: ein älteres hölzernes Kästchen und eine zwar minder reichhaltige, aber sehr handliche Blechbüchse nach Französischem Vorbild. An den Seiten des ärztlichen Wagens waren be- stimmungsgemäss die Krankentragen anzubringen (vier pro Bataillon = eine pro Kompagnie). Da sich jedoch im Verlaufe des Feldzuges zeigte, dass die Wagen oft hinter den Truppen zurückbleiben mussten, erwies es sich als praktisch, die Tragen, welche in vier Stücke (zwei Längstheile und zwei Quertheile) zerlegt werden konnten, von den Blessirtenträgern, deren jede Kompagnie gerade vier besass, fortschaffen zulassen. Sollte die Trage (Zeichnung 4) enge der am häufigsten gebrauchten Arzneimittel ausstattet. 2 ) J ) Dieser Wagen ist auch nach dem Kriege in Sachsen etats- sig geblieben. *) Den gesammten Inhalt siehe Beilage 37. war. Diese Trage war sehr einfach und dauerhaft; Klagen über dieselbe wurden nur insofern laut, als der sackartige Ueberzug bei längerem Gebrauch sich dehnte und daher eine Mulde bildete, welche die richtige Lagerung des Kranken <) Vergl. Beilagen 38 und 39. 30 I. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung. Band 1.1 erschwerte. Als weiterer Nachtheil wurde empfunden, dass die Quertheile ziemlich weit seitlich über die Längstheile hinausragten, wodurch die Bewegung des einen Blessirten- trägers, welcher sich bei dem Lagern des Verwundeten mit gespreizten Beinen quer über die Trage stellen musste, behindert ward. 1 ) Für den Ersatz der verbrauchten Arzneimittel waren die Truppen auf die Feldspitäler angewiesen, hinsichtlich der Verbandinittel auf die Verbandreserve des Divisionsarztes, 2 ) welchem ein vierspänniger Rüstwagen mit einem bedeutenden Vorrath von Verbandmitteln zur Verfügung stand. Seit 1867 waren für die Truppenärzte an einem Gürtelriemen zu tragende Ledertaschen zur Aufnahme der nöthigsten Instrumente reglementarisch vorgeschrieben. C. Württemberg. Die Truppen-Medizin wagen der Infanterie-Bataillone, der Kavallerie-Regimenter, der Feldartillerie und Kolonnen- Abtheilungen wie der Pioniere der Württeinbergischen Feld-Division waren im Bau und äusseren Ansehen den Gepäckwagen der Kavallerie und Artillerie gleich, im Inneren dagegen ihrer besonderen Bestimmung entsprechend eingerichtet. (Siehe Tafel IX.) Der innere Raum des Wagenkastens war in drei hinter einander liegende Abtheilungen eingetheilt; der hinterste Abschnitt enthielt acht nach hinten auszuziehende Schubkasten in zwei Reihen, je vier übereinander. Alan gelangte zu denselben durch Herunterklappen des die hintere Wagenwand bildenden Verschlussbrettes, welches, durch Ketten in wagerechter Stellung gehalten, alsdann eine Art Arbeitstisch (Rezeptirtisch) darstellte. Im vorderen Wagenabschnitt befanden sich, durch ein Seitenthürchen abgeschlossen, zwei übereinanderliegende nach der Seite auszuziehende Schubkasten. Der mittlere Wagenabschnitt bildete einen einzigen grossen Raum. Der ganze Wagen war mit einem gewölbten, seitlich aufzuklappenden, mit starker Oelleinewand überzogenen Deckel versehen. Die Packordnung war im Allgemeinen folgende: Die beiden vorderen Schubladen enthielten die für den persönlichen Gebrauch der Aerzte bestimmten, sämmtlich militärfiskalischen, chirurgischen Instrumente, die Operations- schürzen, Waschapparat und dergl, sowie die Bruchbänder. In den acht hinteren Schubladen war die Feldapotheke nebst den Instrumenten der Heilgehilfen und den Verband- mittelvorräthen untergebracht. Grosse Verbandgeräthe, wie die langen Oberschenkelverbände, Drahthosen, Drahtschienen für Unterschenkel und Knie, ferner die Pechfackeln und dergl. wurden an 1 ) Sowohl für den Wagen als die Trage wurden nach dem Kriege andere Modelle vorgeschrieben. 2) Siehe Beilage 39. der Innenseite des hohlen Wagendeckels angeschnallt.! Der grosse mittlere Raum des Wagens nahm ausser derol Privatgepäck der Aerzte die in das Gefecht nachzutragen! den Verbandtornister auf, welche besondere kleine Torj nister-Amputationsbestecke (eins pro Wagen) eut-l hielten, dazu die Krankendecken und die Ueberzüge der! Krankentragen, ausserdem aber je einen aus Eisenstäbeul und Segeltuch leicht und elastisch konstruirten Verband! koffer, welcher alles Nöthige zur Errichtung eines Truppen! Verbandplatzes enthielt.') Der Verbandkoffer sollte ein! ausgiebige erste Hilfsleistung auch an solchen Orten w möglichen, wohin der Wagen nicht folgen kann oder dar! Die Längsholmen und die Querhölzer der einfach abeJ äusserst solide konstruirten Krankentragen waren ausse am Wagen angebracht, wo auch ein TrinkwasserfässcbeJ nicht fehlte. Der Wagen war mit Laternen, einer Henrn- schraube, welche jedoch an der Hinterseite des Wagen- angebracht war und von dort aus bedient werden mussti versehen und wurde zweispäunig vom Bocke gefahren. D. Baden. Die Sanitätsausrüstung der Badischen Truppen erfolgt; nach der „Nachweisung von den Erfordernissen zur Sanitätf ausrüstung für die Grossherzogliche Division" vom Jahre 181 Die Bataillonsärzte waren mit Amputatioiisbesteck ausgerüstet, welche in einer ledernen über die Schulter hängenden Tasche getragen wurden. Die gesammte chirurgische Ausstattung der Aer; geschah aus fiskalischen Beständen. Neben dem Preussischen Bandagentornister war the weise noch die alte Badische Verbandzeugträgertascl in Gebrauch. 2 ) Die Kavallerie-Regimenter, Musketier- und Grenadie Bataillone besassen einen grösseren vierrädrigen Verbau Arzneiwagen, 3 ) die Füsilier- und Jäger-Bataillone eine zweirädrigen Verband-Arzneikarren leichterer Ko struktion. (Siehe Tafel X.) Ersterer hatte vorn einen & mit Verdeck, Schürze und gut schliessenden Vorhängt auf welchem zwei Kranke bequem Platz fanden. Aussen an dem Wagen wurden neben dem ordonnai massigen Zubehör des Gepäckwagens (Laternen, Schau zeug u. s. w.) zwei zusammenrollbare Tragbahren die zu diesem Zwecke vorhandenen eisernen Bügel gele« befestigt und durch ein darüber geschnalltes Stück theerter Leinewand geschützt. !) Der A r erbandkoffer war in mehrere Räume abgetheiltt umfasste in reichlicher Ausstattung das zum chirurgischen Verbat damals für wesentlich Brachtete, als: Charpie, Baumwolle, Leinewul Kompressen verschiedener Grösse, dreieckige Tücher, Mitellen, Bin! aus Leinewand, Flanell und Gaze, Schienen aus Holz, Pappe und Gut| percha, Taflet, Schwämme, Eiterbecken, Irrigatoren, Gypsbüchsen i s ) Den Inhalt derselben siehe Beilage 41. 3) Wegen des Inhaltes siehe Beilage 42. ;kels angeschnallt nahm ausser dej t'echt nachzutragen ndere kleine Tor pro Wagen) ent die Ueberzüge da 311 aus Eisenstal h 1 : struirten Verb an tung eines Truppe: idkoffer sollte ein solchen Orten erteil kann oder dar: ■ der einfach ab •agen waren ausse Trinkwasserfässcbei ernen, einer Hemi erseite des Wagei ient werden mussl Bocke gefahren. :ien Truppen erfolg! ernissen zur Sanität sion" vom Jahre 18ii umputationsbesteckes über die Schulter! ätattung der Aerzl mtornister war theil Izeugträgertasel etier- und Grenadie: srrädrigen Verbaw äger-Batailloiie eia en leichterer Km hatte vorn einen Sj essenden Vorhäng atz fanden, eben dem ordonnat s (Laternen, Schau; are Tragbahren! iisernen Bügel gelegj eschnalltes Stück ere Bäume abgetheilt ti chirurgischen Verl e, Baumwolle, Leinens •e Tücher, Mitellen, Birt iub Holz, Pappe und Gut .gatoren, Gypsbüchsen 41. B. co -oO c_ • —< 09 > < CD zu es -~J r^i O} e_ m nden ihnen Labung U t der ärztlichen Hilfe len hat ein Krankenträgi ktion selbst die erste Hil »tsächlich in der Stillutii les Kompressionsverbandf' in dem Anlegen eines ei ht. Die Marschunfähig« g und der Art der Vf" Sanitätswagen eines preußischen Sanitäts-Detachements 1867. Fig. 1. Seiten-Ansicht Fig. 2. Hin Lei-Ansicht. (Thüren geschlossen.) Fig. 3. Hinter Ansicht. (Thüren geöffnet-) [SSB [rankenträger der Detachemw 1 siehe zweites Kapitel, zweih ■ : . ■ Zu Sanitats I ^k, \ ■^^■^^^■H Zu Sanitats-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71 1 Bind Kranken-Transportwagen eines preußischen Sanitäts-Detachements.1859. TafelUL Fi£.l. Seiten-Ansicht. Kg 2. Vorder -Ansicht. Fig. 3. Durchschnitt n. Hinter -Ansicht. Band I. ' wundung entsj krösster Schoi zum Hauptrerl Die Kraul an einem dem möglichst gede sind dem Verl laden die Verw der Gefechtslini für die abgege selben sofort v I Wagen mehr \ letzung den T Krankenträger Verbandplatz, zu [welche keinen zu gehen im 1 Verbandplatz v, geladen, neue 1 Fahrzeuge unvei Ebenso begebei ■rundeten Kam liaben, mit ihrei Besondere bh. sich davon ; Standen nach in Im Kampfplatz Dien Der Hauptv | Allgemeinen aus linie befinden, benutzen; wo so schlagen. Gemt |ion wird der \ nit den National |iuf weissem Gri Laterne bezeichi Die ärztlicl fcneralarzt odei Sektion der ran< eine zweckmässig und des Person; ■irden die Aerzt geschieden. Dil rundeten in Em weitere Destimm ILeicht\ erwundeti nach Vornalm sofort weiter j der Erleichterun Bie Tröstungen Lbtheilung fit keitraubeiulen \'e Band I. III. Abschnitt: Mobile Sanitätsformationen. 35 wundung entsprechend, auf die Trage gelegt und mit ^rösster Schonung zu den Krankentransportwagen oder zum Hauptverbandplatz getragen. Die Krankentransportwagen halten zu diesem Zweck in einem dem Gefecht möglichst nahe liegenden aber auch aöglichst gedeckten Platz, dem Sammelplatz; die Pferde sind dem Verbandplatze zugekehrt. Die Krankenträger ^aden die Verwundeten mit den Tragen, auf welche sie in ler Gefechtslinie gelagert wurden, in die Wagen, empfangen für die abgegebenen Tragen andere und rücken mit denselben sofort wieder in das Gefecht. Ist kein Raum im ragen mehr vorhanden, oder gestattet die Art der Verletzung den Transport zu Wagen nicht, so bringen die Krankenträger den Verwundeten direkt nach dem Hauptverbandplatz, zu welchem sich diejenigen Leichtverwundeten, [welche keinen Sitzplatz mehr auf dem Wagen finden und izu gehen im Stande sind, zu Fuss begeben. Auf dem [Verbandplatz werden die in den Wagen Beförderten ausgeladen, neue Tragen werden hineingeschoben, worauf die Fahrzeuge unverweilt nach dem Sammelplatze zurückkehren. Ebenso begeben sich diejenigen Träger, welche ihre verwundeten Kameraden bis zum Verbandplatze getragen haben, mit ihren Tragen ohne Aufenthalt zurück. Besondere Pflicht der Offiziere des Detachements ist ■es. sich davon zu überzeugen, dass — soweit es den Um- ■ständen nach möglich ist — Verwundete nicht hilflos auf dein Kampfplätze liegen bleiben. Dienst auf dem Hauptverbandplatz. Der Hauptverbandplatz soll sich nicht weit, jedoch im I Allgemeinen ausser Gewehrschussweite, hinter der Gefechts- Hinie befinden. In erster Reihe sind geeignete Gebäude zu | benutzen; wo solche fehlen, ist das Verbindezelt aufzuschlagen. Gemäss den Bestimmungen der Genfer Konvention wird der Verbandplatz bei Tage durch eine Fahne Änitdeu Nationalfarben und eine zweite mit dem rothen Kreuz auf weissem Grund, bei Nacht ausserdem durch eine rothe ^fcaterne bezeichnet. Die ärztliche Thätigkeit leitet entweder der Korps- Generalarzt oder der Divisionsarzt, bei einer detachirten ^Sektion der rangälteste Arzt. Dieser dirigirende Arzt hatte eine zweckmässige, zeitersparende Vertheilung der Geschäfte und des Personals eintreten zu lassen. Im Allgemeinen wurden die Aerzte und Lazarethgehilfen in drei Abtheilungen geschieden. Die erste Abtheilung hatte die Verwundeten in Empfang zu nehmen, zu untersuchen und die weitere Bestimmung über sie zu treffen. Hier wurden die JLeichtverwundeten mit einfachen Deckverbäuden versehen und — nach Vornahme der etwa nöthigen kleineren Operationen — sofort weiter geschickt. Den tödtlich Verletzten wurden hier Erleichterungsmittel und durch die Divisionsgeistlichen die Tröstungen der Religion gespendet. Der zweiten ^fc.btheilung fiel die Aufgabe zu, die schwierigen und Zeitraubenden Verbände anzulegen, namentlich solche, welche den Transport Schwerverwmideter nach dem Feldlazareth ermöglichen sollten. Die dritte Abtheilung endlich hatte die unaufseniebbaren grösseren chirurgischen Operationen auszuführen'), wie Unterbindungen grösserer Gefässe, dringende Amputationen, Tracheotomien und dergl.; die Resektion von Gelenken war von dem Verbandplatze selbstverständlich ausgeschlossen. Um wiederholtes unnöthiges Untersuchen und Verbinden von Verwundeten auf dem ferneren Trausporte zu vermeiden und die Vertheilung der Verwundeten nach Maassgabe der Schwere und Art ihrer Verletzung auf die Lazarethe zu regeln, war jeder Arzt verpflichtet, nach Vollendung des Verbandes dem Verwundeten ein Diagnosetäfelchen anzuhängen, auf welchem kurz der Befund und der Grad der Transportfähigkeit vermerkt ward. Letzterer wurde durch eine römische Ziffer bezeichnet und zwar durch 1, wenn nach der Art der Verletzung der Transport lebensgefährliche Folgen haben würde. Solehe A r erwundeten mussten unbedingt auf dem ersten Stationspunkte untergebracht werden. Man zeichnete mit II, wenn ein weiterer Transport nachtheilig sein konnte; in diesem Falle wurde der Verwundete so lange als Platz vorhanden in den näheren Lazarethen belassen. Endlich 111 bedeutete, dass ein weiterer Transport unbedenklich sei. Ausserdem war kurz und deutlich zu verzeichnen die Art der Verletzung und die geleistete Hilfe. Mit solchen Täfelchen war jeder Arzt ausgestattet; dieselben bestanden aus Papier mit einer Gewebezwischenschicht und liesseu sich mittels der daran befindlichen starken Bänder dem Verwundeten ir. jiu Knopfloch binden. War nach Anschluss der Truppenärzte au das Sanität s- detachement noch weitere Verstärkung des Personals auf dem Verbandplatze wünschenswerth, so wurde dieselbe in erster Linie durch diejenigen Feldlazarethe bewirkt, welche Befehl hatten der Division zu folgen, im Nothfalle auch durch die zur Disposition des kommandirenden Generals stehenden LaSarethe, unter Umständen selbst durch das Lazareth-Reservepersonal, wenn Letzteres in erreichbarer Nähe sich aufhielt. Der Trausport der Verwundeten von dem Verbandplatze nach dem inzwischen etablirten Feldlazareth geschah mittels der Krankentransportwagen des Detachements und, wo diese nicht ausreichten, mittels der Vorspannwagen der Truppen und anderer den Detachements zur Verfügung gestellter, meist landwirtschaftlicher Wagen, welche so gut als thunlich für den Transport von Verwundeten hergerichtet wurden. Marschfähige Verwundete folgten den Wagentransporten zu Fuss. Wenn die Umstände es gestatteten, begleiteten die Krankenträger die Verwundetentransporte bis zu den Feldlazaretten. ] ) Zwei zusammenlegbare Operationstische gehorten zur Ausrüstung jedes Sanitätsdetachements. (Vergl. Beilage 26. III. 33.) 5* 36 I. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung. Band I. 3. Sachsen. Die drei Sanitätsdetacheinents des XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps waren in ihrer Organisation und Ausrüstung im Prinzip durchaus denjenigen der Preussischen Armee entsprechend. Da indessen die Preussische Feld- Sanitätsinstruktion von 1869 in Sachsen erst unmittelbar vor dem Kriege zur endgiltigen Einführung gelangt war, hatte noch nicht sämmtliches Material der Sanitatsformationen eine den Vorschriften dieser Instruktion entsprechende Umgestaltung erfahren können. Insbesondere wichen die Sächsische Feldtrage und die Transport-Fahrzeuge von denen der übrigen Norddeutschen Armee ab. Die Feldtrage bestand aus zwei durch Querstäbe von Eisen verbundenen Längsholmen, deren Grifftheile Charniere zum Einklappen besassen.') Der Ueberzug war aus gefirnisster Leinewand hergestellt. Als Sanitätswagen sowohl wie als Gepäckwagen dienten gewöhnliche, mit Einsatzkisten versehene Deckelwagen, welche ursprünglich nicht für den Sanitätsdienst bestimmt und nun im Bedarfsfalle erst für denselben eingerichtet waren. Auch die Kranken-Transportwagen unterschieden sich in —■ allerdings unwesentlichen — Einzelheiten von denen der Preussischen Detachements. 3. Baden. Bis zum Jahre 1868 bestand bei den Grossherzoglich Badischen Truppen eine Sanitäts-Kompagnie 2 ) (mit einem Arzt als Chef), deren Organisation und Ausrüstung sich an die entsprechende Oesterreichische und Bayerische (siehe diese) Formation anschloss. Auch die Kranken- Transportwagen (Omnibus) der Sanitäts - Kompagnien waren namentlich den Bayerischen sehr ähnlich: insbesondere waren dieselben mit Rollbahnen versehen, auf welche der Verwundete von der Feldtrage vor dem P]inschieben in den Wagen umgelagert werden musste. Im Jahre 1868 wurde die Sanitäts-Kompagnie in ein Sanitätsdetachement nach Preussischem Muster umgestaltet und damit auch ein kleinerer, dem Preussischen Modell sehr nahe kommender Kranken-Transportwagen eingeführt, welcher im Kriege neben dem älteren in Gebrauch war. Das Badische Detachement bestand jedoch, der numerischen Stärke der Badischen Feld-Division entsprechend, aus 3, an Personal und Material nahezu gleichen Sektionen (Zügen) ä 60 Krankenträger, kam somit an Stärke 1 l /a Preussischen Detachements gleich. Die Trage wurde von 4 Mann = 2 Rotten bedient; 6 Rotten = 3 Tragen bildeten 1 ) Die frühere Preussische Feldtrage war in derselben Weise konstruirt. 2 ) Dieselbe war in den fünfziger Jahren dureh den jetzigen Generalarzt des XIV. Armeekorps, Dr. Beck, organisirt. 1 Patrouille, 5 Patrouillen 1 Zug; die 3 Züge des Detachements verfügten somit über 45 Tragen. An Personal besass das Badische Detachement inFolge dessen mehr als ein Preussisches: 1 Oberstabsarzt (als Chefarzt), 1 Stabsarzt, 4 Assistenzärzte, 1 Ober-Lazarethgehilfen, 3 Lazarethgehilfen, 4 Krankenwärter, 8 Gefreite, 48 Krankenträger, 1 Lieutenant, 1 berittenen Train-Unteroffizier, 1 „ , -Gefreiten, 20 Train-Soldaten, Summe 93. Die Fahrzeuge bestanden in 3 Sanitäts-, 3 Requisiten- 3 Packwagen, 6 älteren, grossen (Omnibus) und 3 neuerei kleinen Kranken-Transportwagen. Die Omnibusse waren w je vier, die übrigen Fahrzeuge mit je zwei Pferden bespannt Auch die Ausstattung mit Material war eine grösseren Formation entsprechend reichere. Ausscrclei hatte das Badische Detachement von der erheblich umfanjj reicheren Ausrüstung der früheren Sanitäts - Kompagni Manches beibehalten: eine grosse Zahl von Räderbahren (18 einen von dem Preussischen Modell abweichenden Operatioi tisch (nach Beck), einen Transfusionsapparat, Blechbüchse; zur Herstellung von Fleischsaft 1 ) u. A. Die Badischen Feldtragen waren den Preussischei ähnlich, unterschieden sich jedoch von Letzteren durch h wegliche Eisenstollen. Da diese Stollen in lockeren Bodei eindringen, der Blessirte daher in solchem Fall unter Ui ständen nicht mehr auf eine horizontale Ebene zu lieg« kommt, müssen die Träger beim Ausruhen eine angemessei Bodenstelle auswählen. Da die Feldtragen älterer Ordonnanz nicht der Tasche unter der Kopflehne versehen waren, so führ jeder Krankenträger eine Tasche, enthaltend: Ein leinen Säckchen mit folgendem Inhalt: 1 Scheere, 1 Sehnallentourniquet, 2 Gläschen für Essig und Olivenöl, 4 Loth Bindfaden, l /i Brief Stecknadeln, 1 Blechbüchse mit zwei Abtheilungen, enthaltend: 1 Schwamm, gestrichenes Heftpflaster, '/-i Pfund Charpi 2 fünfeilige Binden, 2 zehneilige Binden, 1 Schlei (vierköpfige Binde), 4 Kompressen, 1 Armschi: C/j Leintuch). !) Diese Büchsen besassen einen hermetischen BajonettverscM und einen Bügel zum Aufhängen. Sie wurden mit dem durch eü| Wurstmaschine zerkleinerten Fleisch, ohne weitere Zuthat, gefüllt« zu mehreren in einen mit allmälig zum Sieden erhitztem Was! gefüllten Kessel gehängt, wodurch binnen Kurzem ein Fleischsaft! wonnen wurde, welcher, mit Salz versetzt, ein gerühmtes Stärk™ und Belebungsmittel für Schwerverwundete, desgleichen einen kräftiaa und wohlschmeckenden Zusatz zu Suppen und anderen Speisen abgi es 09 -CO ce 5£ c_ o C3_ CO es CO c_ I— c 00 _^ er CO c ^ t c_ V OD /i Pfund ('hur: ge Binden, 1 Sehleui Sanitätsdienst von Militärarzt. Der Kriegsstand rm Mobilmachungspl Aus dem Stande 1 Hauptmann, 1 Oberlieutena 2 Unterlieutem 1 Regimentsar: 1 Feldwebel . 1 Hornist I. K 2 Hornisten II 3 Sergeanten, 1 Listenführer, 4 Korporale I 5 , HJ 9 Gefreite, 30 Gemeine I. 111 , II. 172 Köpfe. Zugetheilt 4 Bataillonsürzti 1 Korporal 1 4 Gemeine / 1 Wachtmeister 2 Korporale I. 1 1 Trompeter I. ] 1 Schmied 1 Sattler 32 Gemeine, (davon 2 zur R 9 Beamtendiener 56 228 Personen mit 1 Summe Band I. III. Abschnitt: Mobile Sanitatsformationen. 37 Die Taschen unter der Kopflehne der neueren Krankentragen hatten denselben Inhalt wie nach der Preussischen Vorschrift. Das Sanitätsdetachement war, wie in Preussen, aus- fcliesslich Krieg'sformation, wurde jedoch im Frieden all- ihrlich zur Uebung und Wiederholung des Gelernten am Sitze des Divisionskommandos formirt. B. Bayerische Sanitäts-Kompagnien. Pen Sanitätsdetackeinents der Norddeutschen Armee nl der Badischen Feld-Division entsprachen in der Baye- ischen Armee die Sanitäts-Kompagnien, welche dort auch Frieden als selbstständige Truppenkörper zur Wahrnehmung des Warte- und Pflegedienstes in den Friedens- lilitärkrankenhäusern bestanden. Die Bayerische Armee besass vier solcher Kompagnien, eine für jede Division. Die Mannschaften wurden in derselben Weise wie die Bhietruppen ausgebildet und erhielten den Unterricht im Sanitatsdienst von dem bei der Kompagnie stehenden iilitärarzt. Der Kriegsstand einer Sanitäts-Kompagnie war nach am Mobilmachungsplane folgender: Aus dem Stande der Kompagnie: 1 Hauptmann, Kommandant mit 2 Reitpferden, 1 Oberlieutenant . . . . „ 2 „ 2 Unterlieutenants ..... 4 ,, 1 Regimentsarzt.....„ 1 Dienstpferd, 1 Feldwebel......„1 „ 1 Hornist I. Kl.......1 2 Hornisten II. Kl. ... , — 11 Pferde. 3 Sergeanten, 1 Listenführer, Sergeant 4 Korporale I. Kl., 5 , IL , 9 Gefreite, 30 Gemeine 1. KL, Hl . II. , 172 Köpfe. Zugetheilte: — 1 Korporal \ von der J 4 Gemeine / als Ord Kavallerie 1 Dienstpferd, onnanzen 4 1 Wachtmeister II. Kl. 1 2 Korporale I. Kl. 2 1 Trompeter I. Kl. vom 1 1 Schmied *■ Fuhr1 1 Sattler wesen V 32 Gemeine, 64 Zugpferde, (davon 2 zur Reserve) 2 zur Reser !' Beamtendiener und Pf ärdewärter (davon 56 74 228 Personen mit 8 Offlzierspferden, 13 Dienstreitpferden, 64 Zugpferden, Summe 85 Pferden und 17 Fahrzeugen, nämlich: 12 vierspännige Wagen zum Transporte der Verwundeten, 4 zweispännige Rüstwagen für die ärztliche Ausrüstung, 1 vierspänniger Rüstwagen mit Verbandmitteln zur Disposition des Divisionsarztes. Die Sanitäts-Kompagnien waren im Frieden zu Uebungs- und Wachtdienstzwecken mit Infanterie-Gewehren bewaffnet, für das Feld wurden jedoch nur zehn Gewehre für jede Kompagnie, als für den Sicherheitsdienst erforderlich, mit- )mmen. Die Verwundeteu-Transportwagen der Sanitäts- Kompagnien (vergl. Tafel Xlll) waren mit 4 Pferden bespannt. Der auf Druckfedern ruhende Wagenkasten hatte vorn einen unbedeckten Bocksitz, im Innern jederseits eine Längsbank und vorn eine Querbank, so dass auf dem Bocke 3 und im Innern 9 Verwundete sitzend Platz fanden. Die Seiteubänke konnte man in die Höhe klappen und dadurch Raum für zwei bequem hineinzuschiebende Tragen schaffen. Es Hessen sich dann im Inneren 2 liegende und 3 auf der Querbank sitzende Verwundete befördern. An den Langseiten waren Thüren angebracht; wollte man Tragbahren in den Wagen schieben, so wurde die Hinterwand herabgelassen. Von der Decke herabhängende Lederschlaufen dienten den Insassen als Halt bei Schwankungen. Rings um das Dach lief ein Geländer von Drahtgeflecht, um Gepäck und Wallen, welche obenauf gelagert wurden, vor dem Herabfallen zu bewahren. An den Seiten des Wagens befanden sich Riemen zur Aufhängung von 8 Tornistern. Die offenen Theile der Wagenwände waren mit Ledervorhängen versehen; jeder Wagen führte ein Wasserfässcheii. In jedem Wagen befanden sich 2 auf Rollen laufende Tragbahren mit Lederpolstern, welche allerdings den Vor- theil boten, dass sie bequem in den Wagen geschoben werden konnten, andererseits aber eine Umlagerung des Verwundeten nothwendig machten. Ausser diesen 24 Bahren, welche nur für das Innere der Wagen bestimmt waren, besass jede Kompagnie noch 30 Feldtragen, welche mit unwesentlichen Abweichungen denjenigen der Truppentheile glichen, sowie endlich 15 Tragleder. Die zweispännigen Rüstwagen, in welchen die Vor- räthe der Kompagnien an Verband- und sonstigen Gebrauchsgegenständen untergebracht waren, hatten dieselbe Konstruktion wie die ärztlichen Wagen der Truppen, waren nur etwas grösser. Nach derselben Konstruktion, nur in noch grösserem Maassstal >e,war der Verbandmittel-Rüstwagen des Divisionsarztes gebaut. Jeder Sanitätssoldat war mit einer Verbandtasche ausgerüstet, desselben Inhaltes wie diejenigen der Blessirten- träger bei den Truppen. An chirurgischen Instrumenten besass jede Sanitäts-Kompagnie 2 vollständige Apparate, an Arzneimitteln denselben Vorrath wie ein Infanterie-Bataillon.') ') Siehe Beilage 38. bamtals Bericht über die Bei 38 1. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung. Band ] Um eine vorübergehende Verpflegung der Verwundeten auf dein Verbandplatze zu ermöglichen, führte jede Kompagnie 75 Pfd. gebranntes Mehl, 30 Pfd. Kochsalz, 9 Pfd. Kümmel, 18 Unzen Fleischextrakt, 12 Flaschen Wein, 12 Flaschen Essig und 3 Pfd. Schweineschmalz mit sich. Der Sanitätsdienst auf dem Schlachtfelde beruhte hauptsächlich auf den „Vorschriften für den Dienst und die Uebungen der Blessirtenträger und der Sanitäts- Kompagnien" (eine Instruktion für den gesammten Sanitätsdienst war nicht vorhanden). Durch die Felddienst-Vorschriften vom Jahre 1864 wurden nach dem Muster der im Jahre 1862 entstandenen Oesterreichischen Brigade- Sanitätsdetachements die Blessirtenträger bei den Infanterie- Abtheilungen eingeführt. Da gleichzeitig die Sanitäts- Kompagnien von 2 auf 4 vermehrt worden waren, so ergab sich von selbst als Einheit für den Sanitätsdienst auf dem Schlachtfelde die Division, jedoch — in Folge der Einfügung der Blessirtenträger — als Untereinheit die Brigade. Es wurde demnach zwischen die Gefechtslinie und den Divisions-Verbandplatz eine Zwischenstation, der Brigade- Hilfsplatz, eingeschoben und die Thätigkeit zwischen diesem und den fechtenden Truppen den Blessirtenträgern überwiesen, welche im Gefechtsfalle brigadeweise unter den Befehl eines Offiziers gestellt wurden. Dieser Offizier, Kommandant der Blessirtenträger- Abtheilung, sollte nach den allgemeinen Anordnungen des Brigadiers und im Einvernehmen mit dem ältesten Arzte der Brigade einen Hilfsplatz ausmitteln, auf welchen sich unverzüglich sämmtliche Aerzte der Brigade mit ihren Arznei- und Verbandwagen zu begeben hatten. Im Laufe des Gefechtes fiel diesem Offizier die Aufgabe zu, die Blessirtenträger in Rotten an die Punkte zu dirigiren, wo ihre Hilfe nothwendig war, worin er von dem bei jedem Bataillon vorhandenen Blessirtenträger- ünteroffizier unterstützt wurde, ferner die Aufrechthaltung der Verbindung zwischen Gefechtslinie und Hilfsplatz, und die Sorge dafür, dass letzterer den Vor- und Rückwärtsbewegungen der Brigade in entsprechender Weise sich anschliesse. Der Hilfsplatz sollte 1000—1500 Schritt hinter der Mitte der Gefechtelinie der Brigade sich befinden, die Leitung des ärztlichen Dienstes dem rangältesten Arzte der Brigade obliegen, welcher die Hälfte der hier erschienenen Aerzte auf den Divisions-Verbandplatz zu beordern hatte. Den eigentlichen Befehl auf dem Hilfsplatz führte aber ein Lieutenant der Sanitäts-Kompagnie; der Kommandant der letzteren hatte nämlich zu jedem der beiden Brigade-Hilfsplätze einen Zug der Kompagnie mit 1 Arzt und 4 Kranken-Transportwagen zu entsenden. Die Mannschaft dieses Zuges diente zur Einrichtung des Hilfsplatzes und zur Unterstützung der Aerzte. Die von den Blessirtenträgern hierher gebrachten Verwundeten sollten hier die erste nothwendigste Hilfe finden bezw. für den Transport nach dem Divisions-Verbandplatz vorbereitet werden, wohin sie vermittels der 4 Krankenwagen uuj allenfalls requirirter Landfuhrwerke gebracht werden sollten. Der Divisions-Verbandplatz war nach den allgemeinen Direktiven des Divisions - Kommandeurs oder seines Generalstabschefs durch den Divisionsarzt und det Kommandanten der Sanitäts-Kompagnie im Einvernehme» zu ermitteln und einzurichten. Er sollte im günstigst« Falle mindestens 3000 Schritt, im minder günstigen Fallt 5000 Schritt hinter der Mitte der Gefechtslinie und jeden falls an der Hauptrückzugslinie der Division liegen. Da Befehl auf dem Verbandplatze führte der Hauptmann derl Sanitäts-Kompagnie; unter ihm hatte der Regimentern« derselben die Leitung des ärztlichen Dienstes zu übei nehmen. Es standen ihm hierzu an ärztlichem Personal 2 Aerzte der Sanitäts-Kompagnie und die Hälfte del Truppenärzte der Division zur Verfügung; zur Untei-8 Stützung der Aerzte, zur Einrichtung des Verbandplätze!« zur Bereitung von Nahrungsmitteln diente der 3. Zug der» Sanitäts-Kompagnie. Die Ueberfiihrung der Verwundet™ in die Feldspitäler sollte mit Hilfe der übrigbleibend« 4 Krankentransportwagen und requirirter Fuhrwerke scheheu. Letztere herbeizuschaffen war hauptsäeltlid Aufgabe der der Kompagnie beigegebenen Kavallerie Ordonnanzen.') C. Württembergische Sanitätszüge. In Württemberg wurden aus den Garnison-Sanität Abtheilungen, welche schon im Frieden bestanden Ausbruch des Krieges 4 Feld-Sanitätszüge 2 ) gebildel Das Personal eines jeden Sanitätszuges bestand aus 1 Kommandanten (Oberlieutenant), 1 Oberarzt, 3 Heilgehilfen, HO Sanitätssoldaten, und 27 Unteroffizieren, Trainsoldaten etc. ') Diese Bestimmungen wurden in den zahlreichen Schind« und Gefechten des Jahres 1870/71 durchgängig nur zum klein« Tlieil eingehalten. Der Sanitätsdienst gestaltete sieh vielmehr in Regel (ähnlich wie die Preussische Feld-Sanitätsinstruktion es « schrieb) so, dass die Mehrzahl der ihren Abtheilungen folgen Truppenärzte, bei Beginn einer Aktion in kleinere oder grössere Grup] vereinigt, Nothverbandplätze an den nächsten geeignet scheinen« Punkten errichteten. Die Bestimmung, dass bei jeder Brigade Offizier als Kommandant der Blessirtenträger-Abtheilung thätig solle, kam nur in den seltensten Fällen zum Vollzuge. Statt der bestimmungsmässig zu etablirenden zwei Brigi Hilfsplätze wurde meistens nur ein solcher für die Division, m Umständen sogar für das ganze Armeekorps errichtet, nämlich demjenigen Sanitätszuge, welcher der die Avantgarde bildenden Br: beigegeben war und mit dieser marschirte. Auf diesen Hill-] 1 oder auch auf den Hauptverbandplatz der Division begaben sich diejenigen Truppenärzte, welche nicht schon in irgend einer Weise weitig thätig waren. Waren die Umstände der Errichtung von NoüVi bandplätzen von Seite der Trappenärzte hinderlich, so versammelten - wohl auch sämmtliche Aerzte einer Division auf dem Hauptverbandpia! 2 ) Ausserdem ein Festungs-Sanitätszug, zunächst für den Diel in der Festung Ulm. Derselbe war in Zusammensetzung und M stattung den Feld-Sanitätszügen ähnlich. Fig.; uchh Berht Band 1 Krankenwagen und bracht werden sollte war nach den all- - Kommandeurs oder] Divisionsarzt und nie im Einvernehme sollte im günstigste inder günstigen Fallt ■fechtslinie und jeden Division liegen. Den i der Hauptmann ,g der Regimentsani ja Dienstes zu ühu t ärztlichem Persona' und die Hälfte der) rfügung; zur Unter- >• des Verbandplätze liente der 3. Zug ing der Verwundet« der übrigbleil leadd irirter Fuhrwerke war hauptsächli' egebenen Kavalleri anitätszüge. len Garnison-Sanität| ieden bestanden, tätszüge 2 ) gebildel tszuges bestand au*:; ant), ■n etc. >n zahlreichen Schlackt ängig nur zum kleiner! ltete sich vielmehr in & anitäteinstruktion e* rt i Abteilungen folgend« nere oder grössere Gruppf sten geeignet scheinenJ| ss bei jeder Brigade l ;er-Abtheilung thalig' i 1 Vollzuge. ablirenden zwei Brigä r für die Division, m* ps errichtet, nämlich uitgarde bildenden Bri« i. Auf diesen Hilfspl )ivision begaben sich d n irgend einer Weise aui 2r Errichtung von NothvJ rlich, so versammelten i lf dem HauptverbandplaJ *, zunächst für den Di<| lsammensetzung und Simtats Bericht über die Deutschen Heere 1870 71 1 Bind Württembergischer 4 spänniger Krankentransportwagen. 1859, Tafel XIV. Fig.l. Seiten-Ansicht. Kgl Hofh'Jl Berlin ■ ' Zu Samt als - Ben cht über dip Uputsc" HHHHH ^ H ^f^ 3 RJ^G .'.er 8t Sohn K£l.Hofbuchh Berlin .lAÄSt« ■ ridit über die Deutschen Heere 1870 71.1 Bind Württembergischer 2 spänniger Krankentransportwagen. 1862. 5! Tafel F. '.Her & Sohn Xfcl.Hofbuohh Berlir oeog-hth.InstuSieindr vW Greve.Kgl Hoflith Berlin ■ Band I. Von den 4 Feld-Sa Brigaden unterstellt. die Brigade-Verbandpl, nicht auf den Truppen der Brigade sich unt< arztes zu vereinigen h, zur Verfügung des K hatte eintreffenden Fa Brigade-Verbandplätzei oder Divisions-Verband Hier waren der konsultirender Chirurg elegenen Feldspitälerr andplatzes war, Oper; eiter vorgeschobenen erden konnten, vorzu orbereitung des Verw n die Feldspitäler zu icht überhaupt gestati latzes ein Feldspital t Jm Uebrigen entsp ebene „Provisorische er Königlich Württem ■glich des ärztlichen J bind, in allen wesen anitätsinstruktion. Jeder der vier mol wagen, drei viel rankenwagen. Die vom Sattel gef IV) konnten in dem itzende bequem aufneh eil in schubladenähnlii uf Rollen sehr leicht < legende in zwei Etagei r oberen Etage war c ch noch in die Höhe leren Etage dadurch j s weitmaschigem Drah aub konnte letzteres n solcher konnte auch agenwand herabgelassc i sehr guter Federung uisclben ohne Unglück rden. Klagen der Vf starke Schwankungen ind nicht vorgekommen. ■Fe waren nur zum Eil ge erforderlich, wurc Baten mit völliger Siel Veranlasst durch die ilderten vierspännigen ] ahrungen hatte das Wi den Jahren 1867/68 i UgÜ|M MM| g^~____^^^^_ _MM|HM WM I Von den 4 Feld-Sanitätszügen waren 3 den 3 Infanterie- I Brigaden unterstellt. Bei grösseren Gefechten hatten sie ■ die Brigade-Verbandplätze vorzubereiten, auf welchen die I nicht auf den Truppen-Verbandplätzen beschäftigten Aerzte I der Brigade sich unter Leitung des ältesten Regiments- ' arztes zu vereinigen hatten. Der 4. Feld-Sanitätszug stand In zur Verfügung des Kommandeurs der Feld-Division und blatte eintreffenden Falles in der Rückzugslinie von den ■ Brigade-Verbandplätzen zu den Feldspitälern den Haupt- ■ oder Divisions-Verbandplatz zu etabliren. Hier waren der Feld-Stabsarzt, wenn möglich ein Jkonsultirender Chirurg, sowie Aerzte aus den nächst- jgelegenen Feldspitälern thätig. Die Aufgabe dieses Verbandplatzes war, Operationen oder Verbände, die auf den weiter vorgeschobenen Verbandplätzen nicht ausgeführt werden konnten, vorzunehmen, sowie in jedem Sinne die Vorbereitung des Verwundeten für den weiteren Transport in die Feldspitäler zu vollenden, falls die Verhältnisse nicht überhaupt gestatteten, an die Stelle des Verbandlatzes ein Feldspital treten zu lassen. Im Uebrigen entsprach die im Sommer 1870 ausgegebene „Provisorische Vorschrift für den Sanitätsdienst er Königlich Württembergischen Truppen im Felde", be- iüglich des ärztlichen Dienstes bei Aktionen gegen den 'eind, in allen wesentlichen Punkten der Preussischen anitätsinstruktion. Jeder der vier mobilen Sanitätszüge hatte einen Sani- drei vierspännige und drei zweispännige ra nkfin wagen. Die vom Sattel gefahrenen Vierspänner (siehe Tafel IV) konnten in dem grossen vorderen Abschnitt sechs itzende bequem aufnehmen, während der hintere Wageneil in schubladenähnlich eingerichteten Laden, die sich ,uf Rollen sehr leicht ein- und ausschieben Hessen, vier legende in zwei Etagen fortzubringen hatte. Für Lüftung r oberen Etage war durch Jalousien, die sich übrigens ch noch in die Höhe klappen Hessen, für Lüftung der teren Etage dadurch gesorgt, dass hier die Seitenwand s weitmaschigem Drahtsieb bestand. Zum Schutz gegen üb konnte letzteres mit einem Vorhang bedeckt werden; |n solcher konnte auch über die hintere, gewöhnlich offene ragenwand herabgelassen werden. Der Wagen hat sich t'i sehr guter Federung vortrefflich bewährt; es ist mit piselben ohne Unglücksfall über jedes Terrain gefahren rorden. Klagen der Verwundeten über Luftmangel oder starke Schwankungen, namentlich der oberen Etage, ad nicht vorgekommen. Besonders einzuübende Kunst- riffc waren nur zum Einschieben der Laden in die obere ige erforderlich, wurden aber seitens aller Sanitäts- kldaten mit völliger Sicherheit ausgeübt. Veranlasst durch die im Feldzug 18C6 mit dem gemilderten vierspännigen Etagenwagen gemachten günstigen fahningen hatte das Württembergische Kriegsministeriuni den Jahren 1807/68 auch die vom Bock gefahrenen lätswagen, zweispän uigen Kranken-Transportwagen (siehe Tafel XV), deren Innenraum ursprünglich zur Aufnahme vou acht Sitzenden oder zwei Liegenden eingerichtet war, zum Etagenwagen für vier Liegende abändern lassen. Das Einzelne entspricht, wie die Abbildung zeigt, im Allgemeinen den Etagen des Vierspänners. Der wesentlichste Unterschied beider bestand aber darin, dass der Verwundete im Zweispänner nicht wie in jenem in einer Schublade, sondern auf einer Krankentrage mit vier allerdings etwas kurzen Handgriffen lag. Die Federung dieser Wagen war vortrefflich; kurz und leicht beweglich, überwand das Fahrzeug unschwer alle Terrains. Der Haupteinwand gegen diese Wagen, die übrigens zum Verkehr vom Bahnhof zu den Reservelazarethen des Korpsbereiches noch zur Verfügung stehen, liegt, wie bei den Bayerischen und Badischen Kranken-Transportwagen älterer Ordonnanz, darin, dass sie nur die für diese Fahrzeuge besonders konstruirten Krankentragen bezw. Schubladen aufnehmen können und wegen dieses Umstandes einer für Feldverhältnisse wesentlichen Forderung — der Verwendung einer einheitlichen, überall gleichen Krankentrage — nicht entsprechen. Der Sanitätswagen eines Württembergischen Sanitätszuges (= Bi-igade-Sanitätsdetachement) hatte im Wesentlichen dieselbe Einrichtung wie der Truppen-Medizinwagen (siehe diesen). Die Packordnung desselben war eine eigenartige, von der Preussischen prinzipiell verschiedene. Von den hinteren Schubladen dienten No. 1 bis 6 zur Aufnahme der Arzneimittel und Arzneigeräthe, sowie der chirurgischen Instrumente und Geräthe; No. 7 und 8, welche eine grössere Tiefe als die anderen Schubladen hatten (20 cm), waren, wie auch die beiden vorderen grossen Schubladen, mit Verbandmitteln gefüllt. In dem mittleren Räume waren die Krankendecken, der kompendiös zusammengelegte Operationstisch und die Laterne untergebracht. Die Höhlung des Deckels fand dieselbe Verwendung wie bei den Truppen-Medizin wagen. Die Schubladen 7 und 8 (hinten), sowie 9 und 10 (vorn) waren mit Verbandmitteln derart gefüllt, dass die letzteren nicht nach Gattungen auf die verschiedenen Kästen vertheilt waren, sondern vielmehr jede für sich eine vollkommene Zusammenstellung aller zum Verbinden notli- wendigen Stücke enthielt; der Inhalt der Schubladen war also durchweg derselbe, nur derjenige der beiden grossen Vorderschubladen reichlicher. Diese letzteren sollten mit dem Inhalte des Verbandkoffers eine gewisse Reserve bilden, wenn der zum Handgebrauch bestimmte Inhalt der hinteren Schubladen (7 und 8) erschöpft sein würde. Diese Art der Packung macht zwar, was Sauberkeit und Uebersichtlichkeit anlangt, nicht den angenehmen Eindruck wie die der Schubladen F. 1 bis 4 des Preussischen Sanitätswagens, hat aber doch auch andererseits ihre Vorzüge: 1) Da der Inhalt aller Behälter im Wesentlichen gleich, nur quantitativ verschieden ist, so ist die Orientirung ■ |^H ■■■■■■■■■■■■^ 40 t. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung. Band 1 1 Band I, sehr erleichtert; 2) bei Etablirung des A r erbandplatzes fällt ein zeitraubendes Zusammensuchen der einzelnen Verbandutensilien aus verschiedenen Fächern fort, indem jede der nach der Instruktion vom 29. April 1869 zu errichtenden Abtheilungen auf dem Verbandplatze nur eine solche Schublade an sich zu nehmen braucht, um in derselben alles Nöthige vorzufinden. Ebenso leicht ist die Zurückgabe des nicht verbrauchten Verbandmateriales, welches einfach in der Schublade verbleiben kann und mit derselben wieder in den Wagen geschoben wird, also nicht erst wieder gesammel, und auf einzelne Fächer vertheilt werden muss. Endlicl liegt in dem Umstand, dass der nicht für bestimmte gleich artige Gegenstände ausgemessene Raum ohne Schwierigkeil die Aufnahme auch nicht vorschriftsmässig geformter Ter bandgegenstände gestattet, ein Vortheil, welcher im Felds bei Ergänzung des'verbrauchten Materiales durch requiriiS Artikel oder durch die freiwillige Krankenpflege von WichtiJ keit sein kann. II. Formationen zur Behandlung und Pflege der Verwundeten und Kranken. Mit Ausnahme der Württembergischen Feld-Division, welcher nur eine Kategorie eigentlicher Heilanstalten (die Württembergischen Feldspitäler) folgte, verfügten die Deutschen Heere über zwei zur Krankenbehandlung bestimmte Formationen: die Feldlazarethe (Bayerische Auf- nahms-Feldspitäler) und das Lazareth-Reserveper- sonal, welchem die Bayerischen Haupt-Feldspitäler im Prinzip entsprachen'), insofern auch diese dazu dienen sollten, im Rücken der kämpfenden Armee die Stetigkeit der Krankenbehandlung zu sichern, wenn die Feldlazarethe (Aufnahmsspitäler) ihrer besonderen Bestimmung gemäss den operirenden Truppen nacheilten, um im Falle neuen Zustroms von Verwundeten in erreichbarer Nähe zu sein. A. Preussen. Während bei Schöpfung (l(>r Samlätsdetachements die Erreichung grösstmöglicheter Beweglichkeit als eigentliches Ziel und oberstes Prinzip für die Ausrüstung vorschwebte, tritt bei den für die Krankenbehandlung bestimmten Formationen das Bedürfniss nach Vollständigkeit der Materialausstattung mehr in den Vordergrund. Die Art der modernen Kriegführung aber bedingt die Notwendigkeit, mindestens einem Theil der Lazarethe bei aller unumgänglichen Reichhaltigkeit der Ausrüstung zugleich die denkbarste Beweglichkeit zu bewahren. Klare Hrkenntniss der Aufgabe, diese im Prinzip sich widersprechenden Forderungen bis zu einem gewissen Grade zu vereinigen, hat in Preussen nach dem Kriege von 1860 zu einer gänzlichen Umgestaltung der Lazaretheinrichtungen J) Die Bayerischen Haupt-Feldspitaler reprasentiren in einer Formation das Norddeutsche Lazareth-Keservepersonal und Lazareth- Reservedepot. für das Feld geführt, welche im Kriege 1870/71 ihre er-i Probe bestanden hat. Der den Neuschöpfungen zu Grunde liegende Gedanl war der, den Armeen statt der früheren wenigen Ol grossen Heilanstalten in den Feldlazarethen eine grössa Anzahl von relativ kleinen Hilfskörpern beizugetej deren Ausrüstung überall eine sofortige Etablirung stattet, ohne zu verhindern, dass eine gewisse Zahl M selben stets unmittelbar der Armee folgt und nöthigenfalj dem Schlachtfelde selbst zueilt, um den Schwervcrwundet« die mit einem weiteren Transport verbundenen Schmers und Nachtheile zu ersparen. Zu diesem Zweck wurde das frühere schwere (Korps! Feldlazareth'), welches eine Verwendung in drei getrennt/ Sektionen zuliess, als solches aufgehoben und in drei seilt' ständige Lazarethe mit wesentlich veränderter Ausstatte verwandelt. Ebenso erfolgte die Loslösung der Pep< abtheilung des früheren leichten (Divisions-) Feldlazarethe? von der (zum Sanitätsdetachement umgeformten) fahren* Abtheilung. Statt über drei (in neun Sektionen theilbai Korpslazarethe und drei Depotabtheilungen von Divisio« lazarethen verfügte somit jedes Armeekorps fortan über zw völlig gleichmässig ausgerüstete „Feldlazarethe", weltl wiederum behufs weiterer Erhöhung ihrer Beweglichki und Verwendbarkeit eine solche Einrichtung erhielten, eine Spaltung jedes einzelnen in zwei Sektionen kcincrlj Schwierigkeiten verursachte. J ) Nach der Feld - Sanitätsinstruktion von 1803 waren je Armeekorps drei solcher Korpslazarethe zugetlieilt. Dieselben »j ihrerseits schon aus einer durch das Bedürfniss nach grösserer 1 weglichkeit bedingten Dreitheilung des früheren Hauptlazareths (\W| jedes Armeekorps nur eins besessen hatte) hervorgegangen. 2 ) Solcher Divistons - Feldlazarethe besass jedes Armeeil ebenfalls drei. Um stets eine gen in die Möglichkeit zu v folgen zu können, wur das r Lazareth-Reserv Die auf den ersten Blicl tätsformation, welche le< dass demselben eigenes wird, erklärt sich leic Grunde liegenden Gedai Reserve an Sanitätspersi («währen sollte, aus ders [oder Mehrere an Orte au [und dass andererseits df tls r stehendes Kriegsla? las erforderliche Mateiia reth überliefert vorfindei fepot entnehmen sollte. Während übrigens 'rganisation der Feldlaz; terathungen der Berlii fahre 1867 in der Feld- ;esetzt w.urde, sich so v lern Deutsch-Französisch lag. eine irgend wesentlij ■nehmen, war bei dem lazareth-Reservedepots l )| >iegs-Sanitätsordnung Stallungen dieser Format lie Personal- und Mater .uch in der neuen, auf issenden Instruktion bei] 1. F Die Feldlazarethe ton den Truppen oder letachenients, die Kranke Truppen aufzunehmen, zu »■Schiebungen der Armi rei zu machen und ihren Jedes sogleich mobil izarethon ausgestattet 2 ), alinic von 200 Kranken corps zu gleicher Zeit h. etwa 8% der Dui (mittelbaren Nähe ärztli jiochte. Die Feldlazarethe fül lie Nummern 1—12. Ein J ) Siehe diese. ^^^ 2 ) Die erst während des nd XIV.) erhielten je drei, die 'ei dem XIV. Armeekorps w ier I iadischen Division thätig. Sanitiits-Iiericlit über die Deutsc] Band 11 Band I. III. Abschnitt: Mobile Sanitätsformationen. 41 st wieder gesammell rden muss. Endlicl für bestimmte gleit« a ohne Schwierigkeit issig geformter Verl il, welcher im Feld« iales durch requiriw enpflege von Wichtig! nd Kranken. re 1870/71 ihre eral Lde liegende Gedaia iheren wenigen ra| rethen eine gros« iörpern beizugeha ■tige Etablirung Le gewisse Zahl dr| dgt und nöthigenfal n Schwerverwundeta •bundenen Schmerfl ere schwere (KorpJ mg in drei getrennt! icn und in drei selb •ändertet' Aiisstattuij oslösung der Dep ons-) Feldlazarett«! geformten) fahrend Sektionen theilbaij ungen von Pivisioj orps fortan über z» dlazarethe", welcj ihrer Beweglich^ chtung erhielten, ■i Sektionen keiwil von 18ß3 waren ja ;etheilt. Dieselben »i rfniss nach grösserer en Hauptlazaretbs W lervorgegangen. esass jedes Arme* Um stets eine genügende Anzahl von Feldlazarethen lin die Möglichkeit zu versetzen, der vorrückenden Armee [folgen zu können, wurde die Ablösung derselben durch das „Lazareth-Reservepersonal" in Aussicht genommen. |Die auf den ersten Blick auffällige Erscheinung einer Sanitätsformation, welche lediglich aus Personal besteht, ohne dass demselben eigenes Material zur Verfügung gestellt wird, erklärt sich leicht aus dem dieser Formation zu Grunde liegenden Gedanken, dass dieselbe einerseits eine Reserve an Sanitätspersonal darstellen und die Möglichkeit gewähren sollte, aus derselben hierhin und dorthin Einzelne i>der Mehrere an Orte augenblicklichen Bedarfs zu dirigiren, und dass andererseits das Personal da, wo es geschlossen ils „stehendes Kriegslazareth" zur Wirksamkeit gelangte, las erforderliche Mateiial theils von dem abrückenden Laza- reth überliefert vorfinden, theils aus dem Lazareth-Reserve- fepot entnehmen sollte. Während übrigens — wie bereits erwähnt — die Organisation der Feldlazarethe, wie dieselbe auf Grund der JBerathungen der Berliner Militär-Sanitätskonferenz vom Fahre 1807 in der Feld-Sanitätsinstruktion von 1869 festgesetzt wurde, sich so vollständig bewährt hat, dass nach lern Deutsch-Französischen Kriege keine Veranlassung vor- a»-, eine irgend wesentliche Aenderung an derselben vorzunehmen, war bei dem Lazareth-Reservepersonal und den jazareth-Reservedepots l ) nicht das Gleiche der Fall. Die Lriegs-Sanitätsordnung von 1878 hat wesentliche Umgestaltungen dieser Formationen gebracht: das Prinzip aber, }ie Personal- und Materialreserve getrennt zu halten, ist mch in der neuen, auf der Kriegserfahrung von 1870/71 lesenden Instruktion beibehalten. 1. Feldlazarethe. Die Feldlazarethe hatten die Verwundeten direkt ton den Truppen oder durch Vormittelung der Sanitäfs- ielachements, die Kranken im Allgemeinen direkt von den ■nippen aufzunehmen, zu verpflegen und zu behandeln, bei terschiebungen der Armeen aber sich nach Bedarf wieder rei zu machen und ihren Truppen zu folgen. Jedes sogleich mobile Armeekorps war mit 12 Feld- azarethen ausgestattet 2 ), jedes Feldlazarett für die Auf- ähine von 200 Kranken vorbereitet, so dass jedes Armeetor] is zu gleiche]' Zeit 2400 Kranke und Verwundete h. etwa 8% der Durchschnitts-Kopfstärke) in seiner [mittelbaren Nähe ärztlicher Fürsorge zu übergeben vermochte. Die Feldlazarethe führten innerhalb ihres Armeekorps ie Nummern 1—12. Ein Theil derselben wurde von dem x ) Siehe diese. 2 ) Die erst wahrend des Krieges gebildeten Armeekorps (XIII. [ml XIV.) erhielten je drei, die 4. Reserve-Division zwei Feldlazarethe. ei dem XIV. Armeekorps waren ausserdem die fünf Feldlazarethe ei' Badischen Division thätig. SanitstB-Bericht über die Deutschen Beere 1870/71. I. Bd. kommandirenden General den Divisionen zugetheilt (meist 3 für jede Division); der Rest verblieb zur unmittelbaren Disposition des kommandirenden Generals, welcher veranlasste, dass nach einer Aktion den Divisionen an Stelle der zur Etablirung gelangten zurückbleibenden Lazarethe andere aus der Zahl der noch zur Verfügung stehenden beigegeben wurden. Die Befehle über die Verwendung der Lazarethe, ihre Bewegung und Etablirung ergingen von den General- oder Divisionskommandos direkt an die Chefärzte. Innerhalb des Lazaretks stand die alleinige Befehlsführung dein Chefarzt 1 ) zu, welcher auch alle für die Innehaltung der Marschbefehle erforderlichen Anordnungen zu treffen hatte. Jedes Feldlazareth war in 2 Sektionen theilbar. Im Falle der Thejlung übernahm der Stabsarzt die Führung der 2. Sektion und stand derselben als selbstständiger verantwortlicher Leiter vor. So lange das Feldlazareth die Fühlung mit dem in seiner Stellung verbleibenden oder vorrückenden Armeekorps behielt, blieb es diesem unterstellt. Sobald aber diese Fühlung verloren ging, was der Fall war, wenn die dem Lazareth zu gebenden Befehle demselben nicht mehr durch Ordonnanzen überbracht werden konnten, so trat es unter den Befehl der General-Etappen-Inspektion. Letzterer lag alsdann ob, dafür Sorge zu tragen, dass das Feldlazareth thunlichst bald durch Lazareth-Reservepersonal abgelöst wurde und dem mobilen Armeekorps nachrücken konnte. .Mit diesem Wechsel der Behörde wechselte das Lazareth auch sein ärztliches Ressort, indem es nun nicht mehr den dirigirenden Aerzten des Armeekorps, sondern den betreffenden Organen der General-Etappen-Inspektion, dem Etappen-Generalarzt und dem Feldlazareth-Direk- tor 2 ) unterstellt war. Die Feldlazarethe wahrten jedoch ihre Korpsangehörigkeit grundsätzlich, auch wenn sie unter Umständen vorübergehend unter eine andere Behörde (General-Etappen- Inspektion) traten. Bei rückgängigen Bewegungen der Armee hatte der Chefarzt die Pflicht, dasjenige Personal und Material, welches zur Pflege der vorhandenen Verwundeten unumgänglich nothwendig war, unter dem Schutze der Genfer Konvention zurückzulassen, alles andere Personal und Material jedoch der Armee zuzuführen. In jedem Fall musste, so lange die Armee sich (vorwärts oder rückwärts) bewegte, die Sorge des Chefarztes darauf gerichtet sein, das Lazareth baldmöglichst wieder für sein Armeekorps ') Das Personal der Feldlazarethe siehe Beilage 28. — Hinsichtlich der Disziplinarbefugnisse des Chefarztes vergl. Anmerkung 3. 2 ) Das dirigirende ärztliche Personal im Rücken der kämpfenden Armeen siehe Beilage 12. — Betreffs der Obliegenheiten des Feld- lazareth-Direktors vergl. Anmerkung 4. 6 i-^ÄSsÄäfeÄR 42 I. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung. Band tl disponibel zu machen. 1 ) Zu diesem Zweck hatte er auf die Verminderimg des Krankenbestandes und auf die Ablösung des Feldlazareths hinzuwirken. Ersteres geschah durch Evakuation unter Vermittelung der Etappen - Behörden, Letzteres durch das denselben Behörden unterstellte Lazareth- Reservepersonal. Der Chefarzt war deswegen verpflichtet, sofort bei Etablirung des Lazareths nicht nur seiner vorgesetzten Division, sondern auch der General-Etappen-Inspektion einen Rapport einzureichen, aus dem sowohl die Zahl der transportfähigen und nicht transportfähigen Kranken als auch die Art und Menge der bei den Kranken im Gebrauch befindlichen Oekonomie-Utensilien und Verbandmittel hervorging, deren Erstattung durch das ablösende Personal erwartet wurde. Material und Fahrzeuge. Das von den Feldlazarethen mitgeführte Material 2 ) befälligte sie, aberall und zu jeder Zeit auch da, wo Requisiten zur Krankenpflege nicht an Ort und Stelle zu beschaffen waren, 201) Kranke zu lagern, zu verpflegen und zu behandeln. Nur Bettstellen gehörten nicht zur Ausstattung eines Feldlazareths, mussten vielmehr bei jeder Etablirung auf dem Wege der Requisition beschafft oder — wo eine genügende Zahl nicht vorhanden war — schleunigst gegen Bezahlung angefertigt werden. Die Sanifatsinstruktion enthielt genaue Anleitung zur Herstellung sowohl einer nur an Ort und Stelle zu verwendenden wie einer ebenfalls aus Holz zu fertigenden transportablen I Jettstelle, deren Weiterführung in Aussicht genommen war. 3 ) (Vergl. Tafel XVI.) Die Unterlage für die Kranken in den Bettladen bildeten die mitgeführten Strohsäcke, welche vermöge der an den Seiten zur Durchsteckung der ebenfalls mitgeführten Tragestangen angebrachten Schlaufen gleichzeitig für kurze Entfernungen als Krankentragen Verwendung linden konnten. Besondere Krankentragen gehörten deshalb nicht zur Ausrüstung der Lazarethe. Zur Fortschaffung des Materials besass jedes Feld- lazareth 3 vierspännige Oekonomie-Utensilienwagen und 2 zweispännige Sanitätswagen. Bei einer Theilung in 2 Sektionen erhielt jede der Letzteren 1 der Sanitätswagen], auf welche der Inhalt gleichmässig vertheilt war. 1 ) Unzweifelhaft birgt dieser bewegliche Charakter der Peld- lazarethe die Gefahr einer überhasteten Evakuation in sich. Aufgabe der leitenden Behörden ist es, den Drang nach Vorwärtsbewegung auf ein richtiges, dem Hilfebedarf bei der kämpfenden Armee entsprechendes Maass zu beschränken. — Dass übrigens die Feldlazarethe keineswegs etwa ausschliesslich oder auch nur vorwiegend Passantenstationen gewesen sind, ist aus dem dritten Kapitel dieses Bandes sowie aus dem chirurgischen und medizinischen Theile des Berichtes ohne Weiteres ersichtlich. 2 ) Siehe Beilage 26. :; ) Die Vorschriften für beide Arten von Bettstellen sind unverändert in die Kriegs-Sanitätsordnung vom Jahre 1878 übernommen. Von den 3 Utensilienwagen folgten No. 1 und 3 der ersteJ Sektion, No. 2 der zweiten. No. 1 und 2 waren völlig! gleichmässig gepackt; No. 3 war im Innern in 2 Hälfte! getheilt und von jeder dieser Hälften nach der Mitte ein Fach abgezweigt, so dass im Ganzen 4 Fächer enJ standen. Der Inhalt des 1. und 2. Fachs gehörte zu Wage, No. 1 derjenige des 3. und 4., welcher bei der TheiluiiJ unigeladen werden musste, zu Wagen No. 2. Im Uebrigen waren diese Oekonomie-Utensilie wagen (vergl. Tafel XVI) Kastenwagen mit gewebt« Plandeckel; nur der Wagen No. 2 führte die beide Reserveräder, daher bei Wagen No. 1 die SchosskollJ hinten angebracht ist. 1 ) Die Sanitätswagen der Feldlazarethe (vergleich Tafel XVII) waren denjenigen der Sanitätsdetachem« (siehe diese) sehr ähnlich, jedoch etwas kleiner, besag« weder Galerie noch Ueberdachung des Verdecks, dal» keinen verwendbaren Raum auf Letzteren; auch fehlten di Räume an der Innenseite der Thüreii und hinter daj Wagenausschnitt. Etablirung der Feldlazarethe. — Dienstbetrieb. — Ablösuni Für die Wahl des Ortes der Etablirung bei AktioiifJ gegen den Feind sollte der Grundsatz maassgebend möglichste Nähe am Verbandplatz bei thunliclist gesichert Lage anzustreben. In erster Reihe sollte sich das Auge: merk darauf richten, zu Lazarethzwecken frei gelegea salubre Gebäude zu erlangen, welche bei derOrtsbehöB zu requiriren waren (im Inlande auf Grund des Krieg leistungsgesetzes). Als Normalsatz des einem Kranken i gewährenden Luftraumes wurden 1200 Kubikfuss an; sehen. 2 ) Bei Unzulänglichkeit oder nicht entsprechend! hygienischer Beschaffenheit der vorhandenen Gel min standen für den Fall längerer Etablirung Krankenzelte 1 den Lazareth-Reservedepots zur Verfügung; der rechtzeitig Bau von Baracken war für solche Fälle ebenfalls i vornherein instruktionsmässig in Aussicht genommen inj empfohlen. 3 ) Desinfektionsmaterialien, für deren AI wendung die Sanitätsinstruktion ausdrücklich Anleituij enthielt, 4 ) gehörten übrigens in beträchtlichen Quantität« zur Ausrüstung der Feld-Sanitätsanstalten. Gemäss den Vorschriften der Genfer Konvention wm« jedes Lazarethgebäude durch eine National- und eä Neutralitätsflagge kenntlich gemacht. J ) Nach der gegenwärtig geltenden Vorschrift führt der genau« Wagen nur noch ein Reserverad, und zwar ein in der Radpfa» stehendes, mit. Die Lazarethe der ungeraden Nummern führen t Hinterrad, diejenigen der geraden ein Vorderrad. Der Tragseilen! für das zweite Rad ist somit in Wegfall gekommen. 2 ) Betreifs der Raumerfordernisse für ein Feldlazarett sii Beilage 29. 3 ) Näheres darüber siehe in dem Kapitel „Zelte und Baracke] 4 ) Siehe Beilage 44. CCD CO CO co co CO co co co CO -OjO CO CO co o O 'oO « CO % 1 > Ü^^^^HH Band I. . 1 und 3 der ersten) und 2 waren völld Innern in 2 Hälft« l nach der Mitte anzen 4 Fächer eni- ha gehörte zu Warn er bei der Theilun No. 2. nomie-Uton?ilii>], igen mit gewebt« führte die beidej 1 die Schosskoll. izarethe (vergleich ■iaiütätsdetachemeiii as kleiner, besasse es Verdecks, dalii •en; auch fehlten ili 'ii und hinter da betrieb. — Ablösuni lirung bei Aktioni i maassgebend II hunlichst gesichert Ute sich das Auga »cken frei gelegen bei der OrtsbehöB Grund des Kriej s einem Kranken 30 Kubikfuss am licht entsprechend! rhandenen Gebä» mg Kranken zelte ung; der rechtzeitij Fälle ebenfalls v icht genommen n, für deren drücklich Anleitm •htlichen Quantität! [ten. er Konvention wui National- und ei •hrift führt der genau r ein in der Radpft an Nummern führen ■rrad. Der Tragschei ommen. ein Feldlazarett äii el „Zelte und Baractt ■^Tflr^f - mW*H* SamtÜU Bericht über die r*T~ \ F\° umhin I t , ■ !nfl Samtäts Berichtüberdii Deutschen Heere 1870/71 1 Pind mm Sanitätswagen eines preußischen Feld-Lazareths 1867. Fig. 2. Hinter-Ansicht (Thüren geschlossen.) Fig. 3. Hinter-Ansicht (Htüren geöffnet.) tSJIi" ' Band T. Während auf Mi Kantonnirungen die La; zu stellen hatten, wurd Etablirungen seitens dt f'iir die Sicherheit der Der Dienstbetrit durch die Feld-Sanität Der Chefarzt hatte die T zu bestimmen und jede einen Assistenzarzt ui Zu jeder wichtigeren Invalidität im Gefolge Lebensgefahr — die ( holen, welchem das R aufzuführen, lieber je» Journal nach vorgesch dem Ilauptkrankenbucl eine Spezialkrankenlisti Der Dienst der Ac militärischen Krankenw im Ganzen nach den f Bestimmungen. Es gal formationen eine Kategi Lazarethgehilfen, welcl Lazarethordnung zugefi einer vorzugsweisen Bet durch Beaufsichtigung ( Diese als Revierai gehilfen führten nach der anweisung die Aufsich und Polizeiangelegenhei lieh über die Lagerung, der Kranken, über die I der Krankenzimmer, i geschäfte, über die 5 Speisen und Getränke sserung der Wäsche von ihnen war im Aufi hatte die Kranken nach täfeichen ersichtlichen Stationen zuzuweisen ai Diese Dienstobliegt gehilfen nach den An wiederum waren die ] Koch und alles adinin Daneben hatten sie sie wachen im Feldlazarett »eiligen. Der Feldlazareth des Oekonomiepersonal Rendant, die Ober-Lazan Wärter und etwaiges Hi der Rendant repräsentii Verwaltung. Beiden la; HB Band T. III. Abschnitt: Mobile Sanitätsformationen. 43 Während auf Märschen und bei vorübergehenden j Kantonnimugen die Lazarethe ihre Sicherheitswachen selbst zu stellen hatten, wurde bei längeren Kantonnirungen und Etablirungen seitens der militärischen Kommandobehörden für die Sicherheit der Lazarethe Sorge getragen. Der Dienstbetrieb in den etablirten Lazarethen war durch die Fehl-Sanitätsinstruktion genau vorgeschrieben. Der Chefarzt hatte die Trennung der Kranken nach Stationen [zu bestimmen und jeder Station einen ordinirenden Arzt, einen Assistenzarzt und Lazarethgehilfen zu überweisen. Zu jeder wichtigeren Operation, welche voraussichtlich Invalidität im Gefolge haben musste, war — ausser bei Lebensgefahr — die Genehmigung des Chefarztes einzuholen, welchem das Kecht zustand, die Operation selbst auszuführen. Ueber jeden Kranken wurde ein Krankheitsjournal nach vorgeschriebenem Schema geführt. Neben dein Hauptkrankenbuche bestand auf jeder Station noch eine Spezialkrankenliste für die Station. Der Dienst der Aerzte, der Lazarethgehilfen und der militärischen Krankenwärter auf den Stationen regelte sich Jim Ganzen nach den für die Friedenslazarethe gegebenen [Bestimmungen. Es gab jedoch bei den mobilen Sanitätsformationen eine Kategorie von Lazarethgehilfen, die Ober- Lazarcthgehilfen, welchen eine besondere Stellung in der Lazarethordnung zugewiesen war. Dieselbe bestand in einer vorzugsweisen Betheiligung an der Lazarethverwaltung [durch Beaufsichtigung des unteren Lazarethpersonals. Diese als Revieraufseher fungirenden Ober-Lazareth- gehilfen führten nach der besonders für sie entworfenen Dienstfanweisung die Aufsicht über die kleineren Oekonomie- und Polizeiangelegenheiten im Lazarethhaushalte, nament- llich über die Lagerung, Pflege, Wartung und Beköstigung der Kranken, über die Reinigung, Heizung und Erleuchtung [der Krankenzimmer, über die Besorgung der Küchen- j.geschäfte, über die Zubereitung und Vertheilung der Speisen und Getränke, über die Reinigung und Ausbesserung der Wäsche und der Kleidungsstücke. Einer von ihnen war im Aufnahmebüreau beschäftigt. Derselbe [hatte die Kranken nach Maassgabe der auf den Diagnose- ! täfeichen ersichtlichen Verwundung bezw. Krankheit den : Stationen zuzuweisen und auf denselben unterzubringen. Diese Dienstobliegenheiten übten die Ober-Lazareth- fgehilfen nach den Anordnungen des Inspektors; ihnen wiederum waren die militärischen Krankenwärter, der [Koch und alles administrative Hilfspersonal untergeben. Daneben hatten sie sich jedoch auch an den Krankenwachen im Feldlazarethe de? Reihenfolge nach zu beiheiligen. Der Feldlazareth-Inspektor stand an der Spitze jdes Oekonomiepersonals. Demselben waren daher der jRendant, die. Ober-Lazarethgehilfen, der Koch, die Krankenwärter und etwaiges Hilfspersonal untergeordnet. Er und Ider Rendant repräsentirten die Kassen- und Oekonomie- venvaltung. Beiden lag mit Rücksicht auf die richtige Kassenführung gleiche Verpflichtung ob. Der Chefarzt hatte monatlich einmal eine Revision der Kasse vorzunehmen. Dem Rendauten war neben der Besorgung des Kassenwesens noch die Aufnahme der Kranken und die Führung des Hauptkrankenbuckes als besondere Dienst- verrichtung übertragen. Die Verwaltung der Oekonomie-Utensilien des Feldlazarette lag dem Inspektor, die der chirurgischen Instrumente und Utensilien einem dazu bestimmten Assistenzarzt, die der Apothekenutensilien dem Apotheker ob. Die Beköstigung der Kranken hatte im Allgemeinen nach den Grundsätzen des Beköstigungs-Regulativs 1 ) zu erfolgen. Der Bedarf an Viktualien war in Feindesland möglichst auf dem Wege der Requisition zu beschaffen, anderen Falls aus den Magazinen und Lazareth-Reserve- depots zu entnehmen. Für den Fall der Noth führten die Lazarethe einen dreitägigen eisernen Bestand an Lebensmitteln mit. 2 ) Beköstigung der Kranken in den Lazarethen auf dem Kriegsschauplatz. Es versteht sich von selbst, dass unter Feldverhältnissen ein Beköstigungs-Regulativ nichts Anderes sein kann noch soll, als einerseits ein allgemeiner Anhalt für das hauptsächlich Anzustrebende, andererseits eine Grundlage für die Rechnungslegung, schliesslich ein Maassstab, nach welchem bei gelegentlicher kontraktlicher Verdingung der Verpflegung zu verfahren ist. Der thatsächliche Regulator der Diät auf dem Kriegsschauplatz ist offenbar häufig genug weder eine Instruktion noch die Persönlichkeit des behandelnden Arztes, sondern einzig und allein der Zwang der Situation. Im Grossen und Ganzen waren alle Lazarethe auf dem Kriegsschauplatz bestrebt, die Beköstigung ihrer Kranken in Anlehnung an das Regulativ zu bewerkstelligen, hinter dessen Anforderungen nur eine verhältnissmässig kleine Anzahl nothgedrungen zeitweise zurückblieb. Letzteres ereignete sich namentlich während der ersten Wochen des Krieges mit den gewaltigen, schnell aufeinander folgenden Schlachten, den raschen — nicht selten plötzlichen — Heeresbewegungen, wobei der Unterhalt der dicht beieinander marschirenden und lagernden grossen Armeen die Vorräthe der Bewohner erschöpfte, während Transportwege und Transportmittel zerstört oder für die eigentlichen kriegerischen Operationen in Anspruch genommen waren, so dass die Nachfuhr der Verpflegungsartikel zahlreiche Hemmungen, Stockungen, gelegentlich selbst vorübergehende gänzliche Unterbrechung erleiden musste. In den späteren Kriegsperioden, als ganze Armeen unbewegt vor den grossen Oentren des feindlichen Widerstandes lagerten, als die gesicherten Etappenstrassen, die wiederhergestellten Bahnlinien, die herangeholten Transportmittel einen regelmässigen Nachschub von Kriegsbedürfnissen jeder Art gestatteten, gelang es den Lazarethen meist, die Verpflegung der Kranken über das reglementarisch vorgeschriebene Maass hinaus zu bewirken. Die Mittel und Wege, welche den Lazarethen zur Sicherstellung der Beköstigung sich darboten, waren 1) der mitgeführte eiserne Bestand, 2) die Vorräthe der staatlichen Magazine, 3) der Bestand der staatlichen Lazareth - Reservedepots, 4) der Weg der Requisition, 5) die Inanspruchnahme der freiwilligen Krankenpflege. !) Siehe Beilage 31. 2 ) Siehe Beilage 30. 6* " 44 I. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung. Band [I Band T. Selten nur war es ein einzelner dieser Faktoren, mittels dessen die Lazarethverpflegung bewerkstelligt ward; durch die gleichzeitige Benutzung mehrerer oder aller soeben aufgeführten Bezugsquellen war es möglich, die Beköstigung nicht selten abwechselungsreicher und wohlschmeckender zu gestalten als der Etat der Friedenslazarethe ermöglicht, in den meisten Fällen sie wenigstens nach Quantität und Qualität den Anforderungen des Regulativs anzupassen, fühlbarem Mangel endlich fast ausnahmslos rechtzeitig zu begegnen. Der auf 3 Tage berechnete eiserne Bestand der Feldlazarethe (siehe Beilage 30) konnte und sollte seiner Zusammensetzung und seiner Bestimmung gemäss lediglich dazu dienen, unmittelbar nach der Etablirung in entlegenen und ausgesogenen Ortschaften direkter Noth des Augenblickes abzuhelfen. In der That waren mehrere Lazarethe wiederholt für kurze Zeit auf diesen Bestand und allenfalls eine geringe Menge requirirten Fleisches angewiesen, wenn sie, von anderen Bezugsquellen vorübergehend abgeschnitten, in erschöpften Gegenden zurückblieben. Auch wo die Vorräthe der staatlichen Truppenmagazine und Lazareth-Beservedepots zu erreichen waren, genügten diese allein — wenigstens in der ersten Periode des Krieges — nicht zur Bereitung einer zweckmässigen Krankenkost, weil die aus den Magazinen der Truppen zu entnehmenden und die zum Etat der Depots gehörigen Gegenstände — Letztere sind im Wesentlichen die nämlichen, aus welchen der eiserne Bestand der Feldlazarethe zusammengesetzt ist — zwar im Lazarethhaushalt unentbehrlich sind, ohne anderweitige Zuschüsse aber keine Verpflegung möglich machen, welche den bei längerer Etablirung an eine Krankenkost zu stellenden Anforderungen hinsichtlich der Abwechselung, Verdaulichkeit und Nahrhaftigkeit entspricht. Erst später, nach Einrichtung der Centraldepots, 1 ) wurden auch staatlicherseits beträchtliche Mengen nicht etatsmässiger Verpflegungsartikel (Schinken, konservirtes Fleisch und Gemüse und dergl.) auf den Kriegsschauplatz gesandt, 2 ) welche eine gleichmässige Lazarethverpflegung erleichterten. Gleichwohl waren viele Lazarethe zeitweilig nahezu ausschliesslich auf jene Lieferungen der erstbezeichneten Art beschränkt, welche auch zu anderen Zeiten und an anderen Orten wenigstens den Hauptbedarf an gröberen Lebensbedürfnissen deckten. Die wichtigsten aus den Magazinen und Depots beschafften Gegenstände waren folgende: Fleisch, und zwar besonders die wichtigste der Fleischsorten, das Rindfleisch, welches theils aus den vielfach vorhandenen grossen Feldschlächtereien, theils als »lebende Häupter" von den Proviant- kolonnen entnommen wurde. Selten musste hier oder dort ein Lazareth dasselbe zeitweise ganz entbehren; bei anderen war es so reichlich vorhanden, dass man in Ermangelung anderer Stärkungsmittel die Fleischportionen erhöhen konnte. Einzelne Lazarethe waren sogar im Stande, Bouillon und Fleisch für durchpassirende Krankentransporte lange Zeit hindurch stets bereit zu halten. Viel seltener wurde Kalbfleisch, dessen Fehlen oft mit Recht zu Bedauern Anlass gab, und das zur Krankenkost allerdings weniger geeignete Schweinefleisch verabfolgt; um so häufiger dagegen Hammelfleisch. Letzteres lieferte zwar schmackhafte Braten und erschien anfangs als willkommene Abwechslung, ■— wo aber die Lazarethe sich seiner längere Zeit ausschliesslich bedienen mussten, da verlor es alsbald seine Beliebtheit, vielmehr wurde es ebenso wie die aus demselben bereiteten Brühen den Kranken in kurzer Zeit zuwider. Als später an vielen Orten die Rinderpest ausgebrochen war, stellten sich der Beschaffung frischen Fleisches erhebliche Schwierigkeiten entgegen. Nur wenige Lazarethe waren zu dieser Zeit in der angenehmen Lage, wenigstens zeitweise Geflügel in hinreichender Menge für die Schwerverwundeten aufzutreiben. Mehr und mehr wurde man jetzt genöthigt, zu konservirtem Fleisch seine Zuflucht zu nehmen, ] ) Siehe unter „Depots und Magazine" -') Vergl. Beilage 35 und 36. leider aber meist mit unbefriedigendem Erfolg. Als solches wnrJ von den Magazinen das sogenannte „Dauerfleisch" geliefert, welche,! seinem Namen oft nur wenig entsprach. 1 ) Dasselbe wurde theifel wegen seines zu hohen Salzgehaltes als für Kranke wenig geeigirf ja oft für ungeniessbar erklärt, theils war es verdorben und mussJ wegen vorgeschrittener Fäulniss zentnerweise vergraben werdu Ebensowenig konnte eingepökeltes Fleisch (häufig von Vieh herrühren« welches wegen Furcht vor Rinderpest geschlachtet und frisch einl gesalzen worden) im Lazarethhaushalte für die Kranken VerweudurJ finden; wo es aus Mangel an anderem Fleische versucht wurde, bli t i| es eben beim ersten Versuch, da das Fleisch sich als ganz hart, Brühe ungeniessbar erwies. Der sehr oft an Stelle des Fleisch,. seitens der Magazine verausgabte Speck konnte, selbst wenn er voll guter Beschaffenheit war, doch nur für einen äusserst kleinen Theill der Verwundeten — und auch für diese nur an einzelnen Tagen - als kaum befriedigender Ersatz für Fleisch gelten. Seltener wurde der im Beköstigungsregulativ nicht enthalt« Schinken staatlicherseits geliefert. Das Fleischextrakt, welches niemals fehlte und dessen Verbrandl ins Ausserordentliche stieg, wurde als angenehme, die Verdauung organe anregende Würze, welche auch das Fleischbedürfniss vorüber gehend herabzusetzen geeignet ist, daher als im Felde bis auf Weitem unentbehrlich, anerkannt, konnte aber einen Ersatz für frische Fleisd brühe nicht gewähren; vielmehr wurde den meisten Kranken der I sehmack desselben schon nach kurzer Zeit zuwider. Das von den Magazinen gelieferte Brot war meistens Schwert Roggenbrot, zur Verabfolgung an die Kranken nicht geeignet, selbst Rekonvaleszenten nicht im Stande sind, es ohne Verdamm»- beschwerden längere Zeit hindurch zu gemessen. Gleichwohl wart die Lazarethe während einiger Perioden grösstentheils auf dasselkl angewiesen, da leichtes Brot sich zuweilen nur in, geringer Met) beschaffen Hess. In solchen Fällen musste das Roggenbrot nottf gedrungen verabreicht werden; doch geschah es auch dann nuri geringen Mengen und nach sorgfältiger Auswahl der Kranken. Daiiekl aber besassen die Magazine Weizenmehl meist in hinreichender MeiJ und nur ausnahmsweise von weniger guter Qualität. Die Lazarett waren daher im Stande, entweder durch sachverständige Leute Personals oder durch andere Bäcker ein den Kranken zuträglichj Brot, hier und da auch Semmel, herstellen zu lassen, so dass übe länger dauernden Brotmangel kaum eine Klage laut geworden Ausser dem Brote fand guter Schifl'szwieback mehrfach Verwenduii:j jedoch meist nur zur Bereitung von Suppen. Trockene Gemüse und Cerealien, besonders Erbsen und Eti auch Graupen, Grütze u. s. w. waren in den .Magazinen reichlich vor| handen; auch ihre Qualität gab im Ganzen selten Veranlassungi Klagen. Abgesehen aber von der Monotonie in der Kost, wenn ml eines dieser Lebensmittel zu haben war, bilden diese Viktuali doch nur für einen kleinen Theil von Kranken eine ihrem Zustami entsprechende Nahrung. Ebenso kann die den Lazarethen mancka zentnerweise überwiesene Erbswurst, deren Vortrefflichkeit für Truppenverpflegung unbedingte Anerkennung fand, als Krankenkoäl nicht bezeichnet werden. Nichtsdestoweniger gab es einige Lazarett« in welchen tagelang für Gesunde, Schwer- und Leichtkranke in deml selben Kessel gekocht werden musste. Nur ein Zusammentreffen allerl ungünstigen Umstände jedoch konnte es ausnahmsweise herbei führ«. dass im September in Ste. Marie aux ebenes der Küchenzettel eintj Kriegslazareths mehrere Tage lang lautete: „Morgens Mehlsuppt Mittags Bouillon, Rindfleisch oder Erbswurst oder Bohnen, AbeniJ Wassersuppe oder Erbswurst, dazu altes Kommissbrot, keine Extradiätl Mit Eiern, Kartoffeln, leichtem Wein wurden die Lazarethe m den Magazinen im Ganzen nur selten versorgt, regelmässig hingegl mit dem leicht in grösseren Quantitäten vorräthig zu haltenden Kai» ! ) Vergl. Kirchner, Lazaretli zu Versailles. Verpflegung der Truppen. Siehe übrigens im zweiten Kapitt Während somit die M nur in vorübergehenden Nof Lande wie Frankreich auf Reglement als hauptsächlicl das Nöthige — und oft we leicht zu beschaffen. Wo i ist — so lange es erlaubt bl sition ausgedehnter Gebrau grösseren Ortschaften, in wi waren trotz vorhergegangener sitionen seitens der Truppe Stärkungsmittel in gewünscl wenigen Orten erst nach 1 Unlust seitens der Bevölker Andererseits freilich gab es arm und leistungsunfähig, odi und durchziehenden Truppe] waren, dass das später anlang leeren Ställen und leeren Vor berichten, welche bei der Eta Dorfe ihre Kranken bestens i Schlachtvieh jeder Art Rinderpest, fast überall, weil keiten, zu erlangen. Die meis Tagen — und zwar zu diese so gut mit frischem Fleisch v werden konnte und Klagen ül Andere Lazarethe waren etwa vorfindliche oft frei um] fangen. So lieferte am 21. A lazareth II. Armeekorps das gegriffenes Schwein, das ei] ipäherangen der durchziehe] folgenden Tagen Hess sich ei Requisitionskommando zur A bis zu der bald erfolgenden R i gesorgt war. Ausreichende Requisitio führbar, dagegen fand man i desselben doch Weizen in K verarbeitet wurde. Bessere S : Verabfolgung an die Kranken Nahrung aufgeweicht; er wur (Brot von selbst weniger guter Ein glückliches Ereignis [an einzelnen Orten ein Theil jangetroffen wurde, so dass man [längere Zeit hindurch zu en [konnten sowohl frische Gemüs- Cerealien in reichlichster Men Fast nur auf diesem W gelangen. Wo das Rindvieh schlachtet, wo in Folge der Rii: Igetödtet worden und wo die I möglichst verheimlicht wurde] Milch und Butter selbst in gel erwies sich die Verabfolgung jthümern den Besitz ihrer Küli •massigen Lieferung der Milch | ausnahmslos als sehr erfolg* durch Requisition in den Bc blossen Kontrakte mit Liefer dahin, dass sie Milch wenigste ■) Bericht des Chefarztes (Oberst uäiMHHBMi ^^^B ^^H Ba nd l| Band T. TIT. Abschnitt: Mobile Sanitätsformationen. 45 Ig. Als solches wurdf seh* geliefert, weld* Dasselbe wurde theit Tranke wenig geeignet verdorben und mu le vergraben werde ig von Vieh herrührend] ichtet und frisch ei» Kranken Verwende versucht wurde, b! sich als ganz hart, n Stelle des Fleisch«! ;e, selbst wenn er voil äusserst kleinen TheJ an einzelnen Tagen • ten. üativ nicht enthalte» und dessen Verbräm! dune, die Verdauung ischbedürfniss vorüber Felde bis auf Weit» atz für frische Fleisch isten Kranken der I ider. war meistens schwere en nicht geeignet, es ohne Verdauung •en. Gleichwohl wart ätentheils auf dasselk lur in, geringer Menji das Roggenbrot notlt es auch dann nuri der Kranken. Danet« in hinreichender Meid lalität. Die Lazarettf verständige Leute Kranken zuträglich«| u lassen, so dass ül> ge laut geworden mehrfach Verwend« ers Erbsen und Bei ugazinen reichlich v selten Veranlassung in der Kost, wenn l ilden diese Viktuali n eine ihrem Zustai» Lazarethen manchn« ortrefflichkeit für fand, als Krankenko: ab es einige Lazarett Leichtkranke in da 1 Zusammentreffen dl hmsweise herbeiführt der Küchenzettel ei» „Morgens Mehlsupi oder Bohnen, Abent sbrot, keine Extradiät den die Lazarethe I , regelmässig hinaep g zu haltenden Kafff ibrigens im zweiten Kapifc \ Während somit die Magazin- etc. Lieferungen den Lazarethen nur in vorübergehenden Nothfällen genügen konnten, war in einem Lande wie Frankreich auf dem Wege der Requisition, welche das Reglement als hauptsächlichste Bezugsquelle vorschrieb, fast immer das Nöthige — und oft weit mehr als dieses — verhältnissmässig leicht zu beschaffen. Wo immer es erforderlich und möglich war, ist — so lange es erlaubt blieb — von der Beschaffung durch Requisition ausgedehnter Gebrauch gemacht worden. In Städten und grösseren Ortschaften, in wohlhabenden Dörfern und auf Schlössern waren trotz vorhergegangener Einquartierung und wiederholter Requisitionen seitens der Truppen meist alle nöthigen Nahrungs- und Stärkungsmittel in gewünschter Menge und Beschaffenheit, nur an wenigen Orten erst nach Ueberwindung anfänglich dokumentirter Unlust seitens der Bevölkerung oder der Ortsbehörde zu erlangen. Andererseits freilich gab es auch Orte, welche entweder überhaupt arm und leistungsunfähig, oder durch die quartierenden, biwakirenden und durchziehenden Truppen so gründlich in Anspruch genommen waren, dass das später anlangende Lazareth nichts mehr vorfand. Von leeren Ställen und leeren Vorratskammern mussten mehrere Lazarethe berichten, welche bei der Etablirung in einem vorher reich genannten Dorfe ihre Kranken bestens verpflegen zu können gehofft hatten. Schlachtvieh jeder Art war, besonders vor dem Ausbruche der Rinderpest, fast überall, wenn auch natürlich oft nur mit Schwierigkeiten, zu erlangen. Die meisten Lazarethe waren schon in den ersten Tagen — und zwar zu dieser Zeit zum Theil besser, als später — so gut mit frischem Fleisch versehen, dass billigen Ansprüchen genügt werden konnte und Klagen über Mangel zu den Ausnahmen gehörten. Andere Lazarethe waren genöthigt, das in den verlassenen Dörfern etwa vorflndliche oft frei umherlaufende Vieh zum Schlachten einzu- fangen. So lieferte am 21. August 1870 in Amanvillers dem 3. Feldlazarett! IL Armeekorps das erste frische Fleisch ein im Dorfe aufgegriffenes Schwein, das einzige, welchem es gelungen war, den Späheraugen der durchziehenden Truppen zu entgehen; 1 ) in den folgenden Tagen Hess sich ein mit reichlicher Beute durchziehendes Requisitionskommando zur Abgabe eines Rindes bewegen, so dass bis zu der bald erfolgenden Regelung der Fleischlieferung hinlänglich gesorgt war. Ausreichende Requisition guten leichten Brotes war oft unausführbar, dagegen fand man viel Weizenmehl, oder in Ermangelung desselben doch Weizen in Körnern, welcher gemahlen und weiter verarbeitet wurde. Bessere Sorten von Zwieback kamen häufig zur Verabfolgung an die Kranken, meist vor dem Genuss in der flüssigen Nahrung aufgeweicht; er wurde übrigens weniger gern gegessen als Brot von selbst weniger guter Qualität. Ein glückliches Ereigniss war es, wenn in den Herbstmonateil an einzelnen Orten ein Theil der Gärten unzerstört und ungeplündert angetroffen wurde, so dass man diesen den Bedarf an frischen Gemüsen längere Zeit hindurch zu entnehmen vermochte; an anderen Orten konnten sowohl frische Gemüse, wie Kartoffeln, trockene Gemüse und Cerealien in reichlichster Menge durch Requisition beschafft werden. Fast nur auf diesem Wege konnte man zu Milch und Butter gelangen. Wo das Rindvieh in grosser Zahl fortgeführt und geschlachtet, wo in Folge der Rinderpest so manches Stück gefallen oder getödtet worden und wo die Produkte der Kühe von den Besitzern möglichst verheimlicht wurden, war die Beschaffung von frischer Milch und Butter selbst in geringen Quantitäten oft unmöglich. Hier erwies sich die Verabfolgung von Schutzscheinen, welche den Eigentümern den Besitz ihrer Kühe sicherten, falls sie sich zur regelmässigen Lieferung der Milch an die Lazarethe verpflichteten, fast ausnahmslos als sehr erfolgreich. Viele Lazarethe wurden auch durch Requisition in den Besitz von Milchkühen gesetzt, andere schlössen Kontrakte mit Lieferanten und brachten es auf diese Weise ahin, dass sie Milch wenigstens für den dringenden Bedarf in aus- U Bericht des Chefarztes (Oberstabsarzt Scheideniaim). reichender Menge erhielten, so dass z. B. ein grösseres Lazareth in St. Cyr über ein tägliches M ilchquantum von £0 Litern verfügte. Mit der Butter, welche fast überall nur in beschränktem Maasse zu erlangen war, musste stets sehr sparsam umgegangen werden. Während man an einzelnen Orten Eier nur in so geringer Zahl requiriren oder kaufen konnte, dass selbst denjenigen Kranken nicht immer solche verabreicht werden koimten, welche derselben am dringendsten bedurften, waren sie an anderen Stellen in so grosser Zahl zu beschaffen, dass viele Verwundete und Kranke lange Zeit hindurch täglich mehrere Stück erhielten. Von der grossen Zahl der übrigen durch Requisition beschafften Verpflegungsmittel sei nur noch der Wein erwähnt, an welchem nur sehr wenige Lazarethe zeitweise Mangel litten. Allerdings kamen nicht nur die oft in grossen Quantitäten • in wohlgefüllten Kellern vorgefundenen trefflichen alten Weine, sondern auch die geringeren Sorten vielfach zur Verwendung, obgleich der junge Französische Landwein als zweckmässiges Getränk für Kranke nicht gelten kann. Einem Theil der Lazarethe wurde die Gesammtbeköstigung auf dem Wege der Requisition fertig geliefert. Es waren dies entweder solche, die in Krankenhäusern, Klöstern und ähnlichen Anstalten sich etablirten, woselbst Kücheneinrichtungen und sachverständiges Personal vorhanden war, oder solche, welche die Gemeinden zur Gestellung des nöthigen Materials und Personals veranlassen konnten. In allen diesen Fällen war die Beköstigung eine in jeder Beziehung zufriedenstellende. An Stelle der Requisitionen trat nach Abschluss des Waffenstillstandes der freihändige oder kontraktliche Ankauf der Lebensmittel, womit im Allgemeinen eine bessere, jedenfalls eine regel- mässigere, minder vom Zufall abhängige Verpflegung gesichert war. Wo es anging, wurde auch in dieser Zeit von der Bestimmung der Sanitätsinstruktion, welche die kontraktliche Verdingung der Gesammtbeköstigung gestattete, Gebrauch gemacht. Der Preis schwankte in solchen Fällen zwischen 1— 2 l /-> Francs pro Kopf und Tag. War an vielen Orten auf solche Weise eine reichliche und selbst hochgestellten Anforderungen entsprechende Verpflegung erreicht, so brachten die Depots der freiwilligen Krankenpflege 1 ) da, wo es an Wünschenswerthem fehlte oder selbst das Nothwendige sich nicht anderweitig beschaffen liess, meist eine rasche und willkommene Aushilfe. Freilich gelang es auch den Delegirten der freiwilligen Krankenpflege nicht immer, vollständig die in den Kriegsverhältnissen begründeten Hemmnisse zu besiegen, welche sich einer sofortigen Heranführung der reichen Vorräthe der Depots an die Orte des grössten Bedarfs entgegenstellten; auch diese Bezugsquellen waren — da sie die Armee nicht begleiten durften, sondern ebenso wie die staatlichen Depots ihr nachfolgten — nicht selten unerreichbar in Zeiten, während welcher sie am meisten herangesehnt wurden: in den ersten Tagen der Etablirung nach grossen Schlachten. Vielfach aber gelang es der Energie und Umsicht von Delegirten, mit den Depots zur Stelle zu sein, bevor der Bedarf der Lazarethe anderweitig hatte gesichert werden können. Auch da, wo für das Nothwendige durch Requisition oder aus staatlichen Magazinen gesorgt war, gewährten reichliche Lieferungen der freiwilligen Krankenpflege von Erquickungs- und Labemitteln oder sonstigen schwerer zu beschaffenden Verpflegungsartikeln erwünschte Möglichkeit, die Krankenkost zu verbessern, sie dem Zustande einzelner Kranker angemessener und für Alle abwechselungsreicher zu gestalten. Nur wenige Lazarethe auf dem Kriegsschauplätze haben der Unterstützung durch die Depots der freiwilligen Krankenpflege während längerer Perioden gänzlich entbehrt; ebenso waren nur wenige in der Lage, trotz erreichbarer Nähe solcher Depots, auf Inanspruchnahme derselben zu Gunsten bedürftigerer Lazarethe gänzlich verzichten zu können. Einen besonders begehrten Zuwachs zur Krankenkost in den Lazarethen bildeten die von der freiwilligen Krankenpflege mitge- l ) Vergl. hierzu achtes Kapitel: „Freiwillige Krankenpflege", 46 I. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung. BandlB Band I. führten beträchtlichen Quantitäten von Schinken und Rauchfleisch. Weniger geeignet erwiesen sich verschiedene Sorten von Wurst. Dagegen bewährte sich das hier und da gebrauchte Büchsenfleisch als ein sehr schätzbares Verpflegungsmittel für Verwundete und Rekonvaleszenten, weniger natürlich für innerlich Kranke. — Vorzugsweise kam zur Verwendung Guylacz, Rostbeef und Filet; spärlicher vorhanden, aber gern genossen waren präservirte Suppen. Im An- schluss daran sind die nicht ganz selten in Anwendung gezogenen präservirten und komprimirten Gemüse zu nennen, von welchen erstere sich gut bewährten, während letztere als wenig verwendbar bezeichnet wurden, weil sie bei zweifelhaftem diätetischen Werthe einen faden, heuartigen Geschmack hatten. Die in grossen Mengen verbrauchte kondensirte Milch war bei dem häufigen Mangel an frischer Milch ein unschätzbares Ersatzmittel. Es wurde von ihr in ausgedehntem Maasse Gebrauch gemacht; dieselbe wurde trotz ihrer grossen Süsse von den Kranken gern und längere Zeit hindurch genommen, nur Wenige wurden derselben bald überdrüssig. Ebenso werthvoll waren die sehr grossen Lieferungen von Weinen aller Art, welche die freiwillige Krankenpflege den Lazarethen zur Verfügung stellte. Zwar nmssten zuweilen grössere Quantitäten derselben als für die Kranken ungeeignet, ja völlig ungeniessbar bezeichnet werden — woran nicht die wohlmeinenden Spender, sondern unredliche Lieferanten die Schuld trugen —; im Gegensatz aber zu solchen Ausnahmefällen wurde von vielen Lazarethen anerkannt, dass ohne diese Gaben eine so reichliche Verabreichung von gutem schweren Wein, wie für die zahlreichen, derselben besonders bedürftigen Verwundeten und für die Schwerkranken gewünscht werden musste, zuweilen nicht möglich gewesen wäre. Oognac war ebenfalls meistens so reichlich vorhanden, dass in geeigneten Fällen von demselben ausgiebiger Gebrauch gemacht worden ist. Nur in wenigen Lazarethen mit günstig gelegenem Etablirungsort konnte gelegentlich Bier, sowohl Porter als leichtere Sorten, verabfolgt werden; kohlensaures Wasser wurde oft vermisst, zu andern Zeiten war an demselben kein Mangel. Gakes wurden als ein wohlschmeckendes, leicht verdauliches Genussmittel, weniger als ein Surrogat des Brotes, von den Kranken gern genossen. Butter, Eier (von welchen die aus weiter Entfernung herbeigeschafften Vorräthe manchmal leider ganz oder grösstentheils faul waren), Heringe, Zucker, Ohokolade, Früchte, selbst mancherlei Delikatessen bildeten erwünschte Ergänzung der Extraspeisung der Kranken. Die Zubereitung der Speisen in den Lazarethen fiel zuweilen, trotz des Vorhandenseins aller Ingredienzien, nicht zur Befriedigung aus, weil die als Köche einberufenen Mannschaften häufig von der Kochkunst nur sehr wenig verstanden. Auch wenn sie die gewöhnliche Kost geniessbar herzurichten wussten, fehlte ihnen die Fähigkeit, die Extraspeisen gut und schmackhaft zu liefern. 1 ) Für diese Lazarethe fanden sich glücklicherweise immer Sachverständige, welche sich der Küche annahmen. Es waren dies entweder Französische Köche oder Kochfrauen, welche man engagirte, meistens aber Ordensschwestern, Patres, Diakonissinnen oder freiwillige Krankenpflegerinnen, welche der Küche mit Sorgfalt vorstanden, deren Bemühungen und Geschick es gewöhnlich gelang, nicht nur überhaupt die Speisen zur allgemeinen Zufriedenheit herzurichten, sondern auch den einzelnen Krankheitszuständen und Geschmacksrichtungen Rechnung zu tragen. Wie für die Armeeverpflegung überhaupt, so dürfte insbesondere für die Krankenbeköstigung im Felde durch die überraschenden Fortschritte, welche die Technik seit dem Deutsch-Französischen Kriege in der Konservirung, Präservirung und Konzentrirung von Nahrungsmitteln zu verzeichnen hat, eine neue Aera angebrochen sein. | darf zuversichtlich angenommen werden, dass in einem künftig«! Kriege die regelmässige angemessene Verpflegung der Kranken unverhältnissmässig geringeren Schwierigkeiten verbunden und eigen lichem Mangel auch in den Zeiten des grössten, noch so plöteM hereinbrechenden Bedarfs vollkommener als je bisher vorzubeug«] sein wird. Hinsichtlich der ärztlichen Rapporterstattung seitaj der Feldlazarethe war Folgendes bestimmt: Dem Corps- resp. Etappen-Generalarzt war am 11. und 21. jeden Monats auf Grund der Spezial-Kranken listen ein zehntägiger Rapport einzureichen. Dies« führte genau dieselben Krankheitrubriken, wie der für diJ Truppenärzte 1 ) vorgeschriebene zehntägige Rapport; dil Zahlenangaben waren jedoch bei den Feldlazarethen füif die eigene Armee, die verbündeten Truppen und die feinil liehen Truppen zu sondern. Auf der Rückseite hatte Lazarethrapport Bemerkungen über die Lazarethlokale das Dienstpersonal zu enthalten. Gleichzeitig mit dem am 1. jeden Monats fälligen zet tägigen Rapporte war ein Medizinalbericht einzureichen! der sich über folgende Punkte eingehender ausspreche! musste: 1) Lage und hygienische Beschaffenheit des Lazareij (im ersten Berichte nach der Etablirung); 2) ärztlicher Dienst, Warte- und Pflegepersonal, faj willige Krankenpflege, Verpflegung der Kranken; 3) Krankheitszustand und Krankheitsformen im Allgi meinen; 4) Epidemien und Endemien; 5) kontagiöse Augenkrankheiten; 6) wichtige Krankheitsfälle und Verwundungen, Opt rationen etc. Diesem Medizinalbericht war eine namentliche Im der von den Verbandplätzen den Feldlazarethen ül- wiesenen und der im Feldlazareth selbst Operirten i Angabe des Tages und der Art der Verwundung, Tages der Operation, der Operationsmethode, des Operatem event. des Verbandplatzes und der Art und des Data des Abganges (völlige Heilung, Tod, Evakuation wohinj beizufügen. Die Korps- resp. Etappen-Generalärzte hatten die Rapporte zu prüfen event. das danach Erforderliche an: ordnen und sie sodann gesammelt an das Kriegsministerin Militär-Medizinal-Abtheilung, einzusenden. Ueber das Verhalten der Kranken in den L» rethen waren besondere Bestimmungen vorhanden, dera Befolgung die Ober-Lazarethgehilfen und der Lazaret Sergeant zu überwachen hatten. Die Entlassung der Geheilten fand in der B« nach dem Frühstück statt. Der Rekonvaleszent erhiJ J) Nach dein Kriege wurde in Folge dessen auf eine systematische Heranbildung von Köchen für die Feld-Sanitätsformationen Bedacht genommen. sein Soldbuch bezw. de der Entlassung vermerk mitgebrachten, bei der Währung genommenen . worüber wiederum im S schein vom Rendanten d wurde: über den Rück stände musste Quittung wurden der nächsten ] welche für ihre weiter Efappeninspektion mit ^ Die Entlassung gesc unter einem Kommandc geleitet wurden. Von je borte hatte der Chefarzt zeitig zu benachrichtiget War nach dem JJrl Kranker zur Fortsetzung Chefarzt, dem der Krar den Akten des Feldlaz zu lassen und ein besc [Ausfertigung dieses Atte des Betreffenden behufs erkennung der Invalidit r Mannes iibersandt. — D Patienten traf der Chefa Jeder im Feldlazare [in das Hauptkrankenbuc [register eingetragen. Di ausgestellten Todtensche öffentlichen, aussergerich die Person des Verstc nur ein Zeugniss ausz Lazareth gebrachter Yei Name und Nationale al [am .....an.....gesto Personalbeschreibung des |m Todtenregister unter i sufügen. Alle vierzehn Tage scheine der vorgesetzten lern aber nmssten am f mefärzte über die vorgekc >ezw. Regimentskommand lie Verstorbenen gestand Soldbücher der Verstürbe Bei der Ablösung < ler General-Etappeninspe leservepersonal erhielt ] lergegebene Material Ers iazareth-Reservedepot. i) Siehe Beilage 32. — Gleich der Friedens-Rapporterstatti ist (durch die Kriegs-Sanitätsordnung) auch das Feld-Rapportw^ inzwischen gänzlich umgestaltet. J ) Betreffs der Grundsät »folgte, siehe das Kapitel: „] HHHHHI^^^^^H Band I angebrochen sein. | ss in einem künftige! gung der Kranken 1 verbunden und eigeat ten, noch so plötzlitt je bisher vorzubeug« terstattung Seite« nmt: ralarzt war am ler Spezial-Kranken nzureichen. Die :en, wie der für di ägige Rapport; di l Feldlazaretten ft ippen und die feind- Rückseite hatte d 3 Lazarethlokale Monats fälligen zefr >ericht einzureicle ähender aussprecht! nheit des Lazarett blirung); Pflegepersonal, f ig der Kranken; .tsformen im Allp r erwundungen, e namentlieke LiäJ Feldlazarethen ü' 1 lbst Operirten nel r Verwundung, liode, des Operatem Lrt und des Dati Evakuation wohin] alärzte hatten <&» l Erforderliche am as Kriegsministeriiii len. mken in den La jn vorhanden, den; und der LazaM fand in der Ref jkonvaleszent erhiJ Band I. III. Abschnitt: Mobile Sanitätsformationen. 47 sein Soldbuch bezw. den Aufnahuieschein, worin der Tag der Entlassung vermerkt wurde, und die in «las Lazareth mitgebrachten, bei der Aufnahme vom Rendanten in Verwahrung genommenen Dienst- und Privateffekten zurück, worüber wiederum im Soldbuche oder auf dem Aufnahmeschein vom Rendanten der entsprechende Vermerk gemacht wurde; über den Rückempfang der geldwerthen Gegenstände niusste Quittung geleistet werden. Die Gebeilten wurden der nächsten Etappenkommandantur überwiesen, welche für ihre weitere Instradirung von der General- Etappeninspektion mit Weisung versehen war. Die Entlassung geschah meist in Abtheilungen, welche unter einem Kommandoführer zur Etappenkommandantur geleitet wurden. Von jedem solchen bevorstehenden Transporte hatte der Chefarzt die Etappenkommandantur rechtzeitig zu benachrichtigen. War nach dem JJrtheil des ordinirenden Arztes ein Kranker zur Fortsetzung des Dienstes unfähig, so hatte der Chefarzt, dem der Kranke vorgestellt werden niusste, zu den Akten des Feldlazareths ein Protokoll aufnehmen zu lassen und ein besondei'es Attest auszustellen. Eine Ausfertigung dieses Attestes wurde dem Ersatztruppentheil des Betreffenden behufs weiterer Veranlassung betreffs Anerkennung der Invalidität bezw. Dienstuntauglichkeit des Mannes übersandt. — Die Auswahl der zu evakuirenden Patienten traf der Chefarzt.') Jeder im Feldlazareth vorgekommene Todesfall wurde In das Hauptkrankenbuch und in ein besonderes Todten- egister eingetragen. Die ausserdem von den Lazarethen .usgestellten Todtenscheine hatten die Beweiskraft von nentlichen, aussergerichtlichen Urkunden. Wo aber über die Person des Verstorbenen Zweifel bestanden, war nur ein Zeugniss auszustellen, dass ein von ... ins Lazareth gebrachter Verwundeter (oder Kranker), dessen ame und Nationale aber nicht zu ermitteln gewesen, m.....an.....gestorben sei. Dazu war eine genaue ersonalbeschreibung des Verstorbenen aufzunehmen und Todtenregister unter der betreffenden Nummer mit beinfügen. Alle vierzehn Tage wurden die ausgefertigten Todtenscheine der vorgesetzten Intendantur eingesandt. Äusserem aber mussten am Schlüsse eines jeden Monats die hefärzte über die vorgekommenen Todesfälle den Bataillonsbzw. Regimentskommandeuren etc., unter deren Kommando ie Verstorbenen gestanden hatten, unter Mitsendung der oldbücher der Verstorbenen Anzeige machen. Bei der Ablösung des Feldlazarethes durch das von per General-Etappeninspektion hierzu beorderte Lazareth- Reservepersonal erhielt Ersteres für das zur Etablirung hergegebene Material Ersatz durch Ueberweisung aus dem Lazareth-Reservedepot. riedens-Rapporterstatto| ,j Betreffa del . Grun(]satze etC-j nadl we \ ehen j ie Evakuation i das Feld-Rapport««„. folgtej siehe dag Kapitel; „Krankenzerstreuung'. Falls die LTmstäude es wünschenswerth machten, die Kontinuität in der Krankenbehandlung zu wahren, konnten auf Veranlassung des Etappen-Generalarztes zum Etat des Feldlazarethes gehörige Aerzte, Lazarethgehilfen und-Wärter bei dem etablirten Lazarethe belassen und an deren Stelle dem weiter rückenden Feldlazarethe Aerzte aus dem Reservepersonal überwiesen werden. Das Hauptkrankenbuch und das Todtenregister, sowie die nicht mit Evakuations-Transporten an die Reserve- lazarethe überwiesenen Journalblätter wurden bei Ablösung des Feldlazareths mit einem die Uebergabe konstatirenden Vermerk und der Unterschrift des Chefarztes des Feldlazarethes beziehungsweise der ordinirenden Aerzte versehen, gegen Quittung an den Chef des stehenden Kriegs- lazarethes (siehe unten) übergeben und in diesem fortgeführt. Bei der schliesslichen Auflösung des Lazarethes waren diese Akten an dasKriegsministeriuni,Militär-Medizinal-Abtheilung, einzusenden. Die Spezial-Krankenlisten blieben bis zur Demobilisirung lud den Feldlazarethen. 2. Stehende Kriegs- und Etaunenlazarethe. (Lazareth-Reservepersonal.) Eine durch Etablirung eines Feldlazareths entstandene Krankenanstalt führte nach Uebernahme derselben durch das Lazareth-Reservepersonal den Namen „stehendes Kriegslazareth". Die stehenden Kriegslazarethe standen direkt unter dem Befehl der General-Etappeninspektion. Im Uebrigen waren die Dienst- und Disziplinarverhältnisse in denselben durchaus die nämlichen wie in den Feldlazarethen. Die Chefärzte (Stabsärzte des Lazareth-Reservepersonals) sollten daher ebenfalls aktive Militärärzte sein. Diese stehenden Kriegslazarethe repräsentiren das stabilere Element in der Krankenbehandlung auf dem Kriegsschauplatz. Zw r ar sollten instruktionsgemäss auch sie noch dahin streben, durch Evakuation der Kranken in die heimischen Reservelazarethe sich wieder frei zu machen und der inzwischen vorgeschobenen Armee zu folgen, immerhin aber verblieben die Patienten in diesen Anstalten, bis zum Abgang durch Tod oder Genesung oder bis ihr Zustand nach Urtheil des Chefarztes einen Transport auf weitere Entfernung hin unbedenklich erscheinen Hess. In Folge dessen war die Thätigkeit der stehenden Kriegslazarethe eine fast unausgesetzte, während die Feldlazarethe ihrem Wesen nach — ausser bei länger währenden Belagerungen — nur eine immerhin rascher vorübergehende, durch grössere Pausen unterbrochene entfalten konnten. 1 ) El ] ) Als Nachtheil dieser Organisatisn des Lazarethwesens auf dem Kriegsschauplatz — namentlich für Verwundete — ist hervorgehoben worden, dass ein mehrfacher Wechsel der behandelnden Aerzte dabei nicht zu vermeiden ist. Diesem Nachtheil, welchen die Diagnosetäfelchen zu vermeiden bestimmt sind, steht gegenüber die Schnelligkeit und Ausgiebigkeit der ersten Hilfe. Im Vergleich mit der Preussischen Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung. Band I. Vermöge ihrer Ständigkeit waren die Kriegslazarethe vielfach in der Lage, einen gewissen Komfort zn entwickeln und Anlagen zu errichten, deren Herstellung den rascher vorwärts eilenden Feldlazaretten nicht möglich war. So wurden namentlich Baracken verschiedener Konstruktionen — einzeln oder in grösseren Gruppen — gebaut, welche die Isolirung und weitläufigere Yertheilung der Kranken in weitgehendstem Maasse gestatteten.') Bückte die Armee so weit vor, dass auch die Etappen- Kommandobehörden weiter vorwärts geschoben wurden, so traten diejenigen stehenden Kriegslazarethe, welche noch nicht aufgelöst werden konnten, unter den Befehl der alsdann errichteten Generalgouvernements. Zur Versorgung dieser Lazarethe mit den verschiedenen Bedürfnissen und zur Leitung des Sanitätsdienstes innerhalb der Gouvernements überhaupt wurde dem Gouverneur ein technischer Beirath in der Person eines Generalarztes, Letzteremein Feld- lazareth-Direktor 2 ) beigegeben. Auch ein Beservedepot blieb zur Deckung des Bedarfs an Lazarethmaterial dem Gouvernement unterstellt. Das Lazareth-Beservepersonal, w r elches den Dienst in den stehenden Kriegslazarethen versah, hatte pro Armeekorps folgenden Etat: 3 Stabsärzte. 9 Assistenzärzte, 3 Feld-Apotheker, 3 Lazarethinspektoren, 3 Rendanten, 3 Unteroffiziere als Schreiber, 9 Ober-Lazarethgehilfen als Revieraufseher, 18 Lazarethgehilf'en, 36 militärische Krankenwärter, 3 Köche, 17 Trainsoldaten als Burschen und Ordonnanzen. Eigene Transportmittel besass diese Formation nicht, war vielmehr hinsichtlich ihrer Fortbeförderung auf Eisenbahnen und requirirte Fuhrwerke angewiesen. Die gesammte Formation ist, wie aus obigem Ver- zeichniss ohne Weiteres ersichtlich, in drei Sektionen theilbar, deren jede ungefähr dem Etat eines Feldlazarethes entspricht. Jede Sektion konnte — wie es im Verlaufe des Krieges thatsächlich öfter geschah — weitere Spaltung erfahren, so dass unter Umständen das Lazareth-Beservepersonal eines Armeekorps (abgesehen von den Peta- chirungen Einzelner zu Etappenlazarethen, Evakuations- stationen u. s. w.) an sechs verschiedenen Orten zugleich thätig zu sein vermochte. Organisation von 1866 ist übrigens die Zahl der Stationen, welche ein Verwundeter zu passiren hat, bevor er in ein heimisches Reserve- lazareth gelangt, nicht vermehrt, sondern um eine vermindert. Im Kriege von 1866 waren diese Stationen: 1) Verbandplatz (fahrende Abtheilung), 2) Depotabtheilung, 3) Korpslazareth, 4) stehendes Kriegs- lazareth (damals neu eingeführt und noch wenig organisirt); 1870: 1) Verbandplatz (Sanitätsdetaehement), 2) Feldlazarett!, 3) stehendes Kriegslazareth. ! ) Näheres hierüber siehe in dem Kapitel: „Zelte und Baracken". 2 ) Vergl. Anmerkung 6. Bei dem raschen Vordringen der Deutschen Armee. der schnellen Aufeinanderfolge grosser Schlachten und der dadurch bedingten grossen Zahl pflegebedürftiger Verwundeter machte sich alsbald das Bedürfniss geltend, (fc Lazareth-Beservepersonal zu verstärken. Es wurden dem selben daher Aerzte vom Civilstande, darunter viele Ausländer, die sich freiwillig meldeten, zugetheilt,') voi denen die älteren, Universitätslehrer, Medizinalbeamte und Leiter von Krankenhäusern, in Stellungen als ordinirendf. die jüngeren als assistirende Aerzte Verwendung fanden.', Das Lazareth-Beservepersonal war im Uebrigen nick lediglich darauf beschränkt, die durch das Feldlazarett personal etablirten Lazarethe zu übernehmen und fortzuführen, sondern es fand auch vielfach Gelegenheit zur selbstständigen Errichtung von stehenden Kriegs- um namentlich von grösseren und kleineren Etappenlaza rethen, welche in grosser Zahl an den Sitzen der Etappe» konimandanturen längs der Evakuationsstrassen erfordert wurden. Auch die Etappenlazarethe standen unter derj Leitung der General-Etappeninspektion. Auf die im In- lande errichteten fanden die Vorschriften des Friede» Lazarethreglements, auf die im Auslande die Bestimmungei für die Feldlazarethe entsprechende Anwendung. In Zeiten der Waffenruhe oder während länger dauem-1 der Belagerungen konnte das Personal der Sanitätsdetacb nients und Feldlazarethe zum Dienst in den Kriege lazarethen mit herangezogen werden, wie anderersei] auch das Lazareth-Beservepersonal, wenn es sich — etablirt zu sein — in der Nähe eines Gefechtsplatzcs bJ fand, zur Hilfeleistung auf dem Verbandplatze und in Feldlazarethe verwendet ward. Das pharmazeutische und chirurgische Sanitätsmaterialj dessen das Lazareth-Beservepersonal bei der ErrichhJ und während der Unterhaltung eines Lazarethes bedurfte war von dem Lazareth-Beservedepot zu liefern, soweit dt Bedarf nicht etwa durch Ausschreibungen seitens k Etappenbehörden gedeckt wurde. B. Abweichungen in Sachsen. Die Lazarethanstalten des 12. (Königlich Sächsische™ Armeekorps waren völlig übereinstimmend mit den Preuss sehen organisirt, die Abweichungen beschränkten lediglich auf die Fahrzeuge der Feldlazarethe. i) Vergl. erster Abschnitt. 2 ) In der Kriegs-Sanitätsordnung von 1878 ist die Zusamna setzung des „Kriegslazareth-Personals" (welchen Namen daselbst i bisherige Lazareth-Reservepersonal erhalten hat) durch Zutheihmg w Oberstabsärzten eine andere geworden. Die Verstärkung durch CM ärzte ist in der neuen Instruktion von vornherein in Aussicht nommen. Die Verwendung soll eine geschlossenere sein als im Deutsdj Französischen Kriege der Fall war: grundsätzlich soll das Person^ fortan nur in stehenden Kriegslazarethen wirken, Abkomniandiru Einzelner nur ausnahmsweise in der Art erfolgen, dass diesell« jederzeit ihrer eigentlichen Bestimmung — dem Dienst in den stehen! Kriegslazarethen Sowohl die v zweispännigen Sai sanitären Zwecke | sprechenden Konst Arzneimittel wurde benutzt. Das aus Ueberzuge aus g war seitlich aufzi verschiedene Fäel Ycrliandinittel etc. Der sogenann von den eben besc sein Kasten aus jungenden festen ] Baum für zwei los Ketten befestigt w «fächerte Einsätze per erwähnten Ein Grössere Unt Achtungen wiesen Formationen der I! Die Bayerisch Klassen: die Aufn nter den Erstere] Die bespannten Fei korps so vertheilt, Ä Infanterie-Divisio bespannten Aufnalr «pitäler, welche matten zwar ihre wie die übrigen Feh [beförderung derselb orspannpferde aiif pitalreserve ui bayerischen Genera als Oberkommandan eiden Armeekorps Haupt-Feldspitäle: Die Bayerische laclnmgsplan über lalims- und über 4 >ald zeigte, dass d iclit zu entsprech 11. August 1870 d jAufnahms-Feldspitäle larschbereit Stander ;eschickt wurden, laehungsplan wur |e Feldspitäler iederholt kam es itablirung an einem Suittta-Bericht über edürftiger YerJ iss geltend, dasl Es wurden de» inter viele Am\ igetheilt,') to zinalbeamte un als ordinirendy mdung fanden.' Uebrigen nicht I as Feldlazarett! nen und fortzii-l Gelegenheit zw| m Kriegs- Btappenlaza :en der Etappen! ssen erforderlid nden unter Auf die im Inj i des Friede» e Bestimmunge ldung. i länger (lauen Sanitätsdetach" in den Krieg de andereren es sich — fechtsplatze» dpiatze und äanitätsmateral der Erriclitm. u-ethes bedurft« fern, soweit i en seitens ck isen. ich Sächsische»! mit den Pretai schränkten | •ethe. ist die Zusamw Tarnen daselbst t ireh Zutheilung " irkung durch Chi n in Aussicht äein als im Deutä( i soll das Person«; , Abkoraniandiw en, dass diese* ist in den stehend« Band 1. tll. Abschnitt: Mobile Sanitätsformationen. 49 Sowohl die vierspännigen Utensilienwagen als die kweispännigen Sanitätswagen waren ursprünglich nicht zu I sanitären Zwecken gebaut, daher nicht nrit.den entsprechenden Konstruktionen versehen. Zum Transport der Arzneimittel wurden vorwiegend sogenannte Deckel wagen 'benutzt. Pas aus einem hölzernen Gerippe und einem üeberzuge aus gefirnisster Leinewand bestehende Dach ■rar seitlich aufzuklappen. Eine innere Eintheilung in verschiedene Fächer zur Aufnahme der Gerätschaften, Wiliandinittel etc. besassen diese Wagen nicht. Der sogenannte Apothekenwagen unterschied sich [von den eben beschriebenen Fahrzeugen nur dadurch, dass sein Kasten aus zwei nach unten keilförmig sich verjüngenden festen Einsätzen bestand, zwischen denen ein Raum für zwei lose einzufügende Kisten, welche mittelst Ketten befestigt wurden, übrig blieb. Diese Kisten hatten efächerte Einsätze und waren von der Seite — die vorhin' erwähnten Einsätze nur von oben — zugänglich. C. Bayern. Grössere Unterschiede von den Preussischen Einrichtungen wiesen die zur Krankenbehandlung bestimmten Formationen der Bayerischen Armee auf. Die Bayerischen Feldspitäler theilten sich in zwei [lassen: die Aufnahms- und die Haupt-Feldspitäler. Jnter den Ersteren gab es bespannte und unbespannte. )ie bespannten Feldspitäler waren auf die beiden Armee- Corps so vertheilt, dass jedes Armeekorps zwei, jede der Infanterie-Divisionen eines zugewiesen erhielt. Die un- Hespannten Aufhahuis-Feldspitäler, sowie die Haupt-Feldler, welche letztere sämmtlich unbespannt waren, latten zwar ihre Vorräthe auch in Rüstwagen verpackt, [ wie die übrigen Feldspitäler, blieben jedoch für die Weiterleförderung derselben auf die Eisenbahn oder requirirte Virspannpferde angewiesen. Sie bildeten zusammen die Spitalreserve und standen unter dem Befehl eines der byerischen General-Etappeninspektion zugetheilten Majors als Oberkommandanten der Spitalreserve. Für jedes der piden Armeekorps waren 1 unbespanntes Anfnahms- und Haupt-Feldspitäler berechnet. Die Bayerische Armee verfügte somit nach dem Mobil- lachungsplan über 8 bespannte und 2 unbespannte Auf- iahms- und über 4 Haupt-Feldspitäler. Da sich jedoch !>ald zeigte, dass diese Zahl dem gegebenen Bedürfnisse licht zu entsprechen vermochte, so wurde schon am 11. August 1870 die Bildung von 2 neuen bespannten Lufnahms-Feldspitälern angeordnet, welche am 20. August aarschbereit standen und den beiden Armeekorps nachgeschickt wurden. Eine weitere Abweichung vom Mobil- acliungsplan wurde durch die Erfahrung bedingt, dass He Feldspitäler einer eigenen Bespannung bedurften. Wiederholt kam es vor, dass unbespannte Feldspitäler, zur Stablirung an einem mit der Eisenbahn nicht erreichbaren SuUUU-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. I. IM. Punkte beordert, ausser Stande waren, dem erhaltenen Befehle nachzukommen, da Vorspannpferde um keinen Preis aufzutreiben waren. Auf Grund einer dringenden Vorstellung seitens der General-Etappeninspektion ordnete daher das Bayerische Kriegsministerium unter dem 15. September 1870 die Bespannung sämmtlicher ursprünglich unbespannten Feldspitäler an. Die nöthige Zahl von Pferden und Trainmannschaften sowie Reitpferde für tue Kommandanten und Adjutanten wurden in den folgenden Monaten abgesandt. Die Bayerische Armee verfügte demnach schliesslich über 12 Aufnahms- und 4 Haupt-Feldspitäler, alle mit eigener Bespannung. Der Unterschied zwischen beiden Gattungen bestand darin, dass die Aufnahms-Feldspitäler. welche für 200—300 Kranke eingerichtet waren, die Behandlung der von den Truppen zugehenden Kranken und Verwundeten grundsätzlich nur bis zur erlangten Transportfähigkeit übernehmen sollten, worauf dieselben in die für 500—800 Kranke berechneten Haupt-Feldspitäler überzuführen waren, welche als Heilanstalten der zweiten Linie, mit mehr stabilem Charakter und von den Bewegungen der Armee wenig beeinflusst, die Behandlung möglichst bis zur gänzlichen Wiederherstellung fortführen sollten. Es entsprachen demnach die Aufnahms-Feldspitäler den Norddeutschen Feldlazarethen, während die Haupt - Feldspitäler die Funktion der stehenden Kriegslazarethe wahrnahmen. Die Verfügung über das jeder Division zugetheilte Aufnahms-Feldspital stand dem Divisionskommandanten, über die anfänglich zwei später drei jedem Armeekorps zugetheilten dem Armeekorps - Kommandanten, über die Feldspitäler der Spitalreserve der General-Etappeninspektion zu. Jedes Feldspital stand unter dem Befehle eines Hauptmanns als Kommandanten, welchem ein zweiter Offizier als Adjutant beigegeben war. Die ärztliche Leitung war dem zum dirigirenden Arzt ernannten Regiments- (Stabs-) Arzt oder Stabsarzt (Ober-Stabsarzt) übertragen. Der Kommandant war verpflichtet, „den Vollzug der sanitätlichen Anordnungen, welche der dirigirende Arzt für nothwendig hielt und innerhalb seiner Befugnisse traf, durch seine kräftige Mitwirkung zu sichern". Diese Befugnisse beschränkten sich jedoch darauf, „das gesammte ärztliche, Apotheken- und Wartepersonal nach den besonderen Fähigkeiten und Verhältnissen zu den verschiedenen Funktionen zu bestimmen und zu verwenden". Bei der „Auswahl der Gebäude zu Spitalzwecken, der Eintheilung und Herstellung der Räumlichkeiten, der Belegung mit Kranken, sowie bei allen sanitätspolizeilichen Maassregeln" war der dirigirende Arzt auf das Einvernehmen mit dem Spitalkommandanten angewiesen. Für die „Krankenverpflegung und für die Feldspitalbedürfnisse hatte er im Verein mit dem ersten Verwaltungsbeamten Sorge zu tragen und alles Nöthige hierzu bei dem Kommandanten des Spitals zu veranlassen". Bei jedem Feldspital bestand, in Uebereinstimmung 7 50 I. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung. mit den entsprechenden Verhältnissen im Frieden, eine Sanitätskommission, unter dem Vorsitze des dirigirenden Arztes aus den zwei ältesten ordinirenden Aerzten gebildet, welcher die Beurtheilung der Felddiensttauglichkeit bezw. der Ausspruch über die Invalidität der in dem Spitale behandelten Kranken zustand. Auch die in der Nähe befindlichen Truppentheile wurden bei vorkommenden Fällen solcher Art an diese Kommission verwiesen. Das Rapportwesen war genau dasselbe wie in den Garnisonlazarethen. Die Feldspitäler hatten an die vorgesetzten Kommandostellen einzureichen: 1) Täglich eine Standtabelle, aus welcher der Krankenstand an dem betreffenden Tage, ausgeschieden nach Internisten, Externisten, Syphilitischen und Krätzigen sowie nach Truppentheilen, ferner der Zu- und Abgang zu entnehmen war. 2) Vierteljährlich eine Zusammenstellung -, . -, n , w i Zeichnung' 5. Feldbettlade der m dem betreuenden ft Quartale zur Behandlung gekommenen Krankheitsformen, wobei über wichtigere Fälle und über den hygienischen Zustand des Spitales speziell zu berichten war. Ausser diesen reglementmässigen Rapporten musste während des Feldzuges 1870/71 zufolge Beskriptes des Königlichen Kriegs-Ministeriums von 10 zu 10 Tagen ein namentliches Verzeichniss der behandelten Kranken und Verwundeten unmittelbar an letzteres eingeschickt werden, welches dasselbe an das Central-Nachweisbureau in München abgab. Desgleichen mussten an das Oberkommando der Armee und sonstige höhere Kommandostellen alle in der Preussi- schen Instruktion begründeten oder sonst speziell anbefohlenen Rapporte erstattet werden. Die Listenführung war eine doppelte, eine ärztliche (namentliches Verzeichniss der behandelten Kranken und Verwundeten mit Angabe des Nationales und der Krankheit bezw. Verwundung) und eine rechnerische, welche die täglich erforderliche Krankenbeköstigung sowie Kosten der Krankenverpflegung ermittelte. Diese wurde zusammengestellt aus den von den Aerzten zu führenden Ordinations- bogen, welche für jeden Kranken anzulegen waren und in welche täglich die verordneten Kost- und Getränkportionen sowie die Medikam'ente eingetragen werden mussten. Journalblätter zu lediglich wissenschaftlichen oder Invaliditätszwecken gab es nicht. Die Verpflegung der Kranken in den Feldspielern hatte nach denselben Sätzen zu geschehen, wie in den Friedenslazarethen; es erhielt ein Kranker bei ganzer Kost Morgens 25 Loth Suppe, Mittags 25 „ Suppe, 8 , Fleisch, 26 , Gemüse Abends 25 Loth Suppe, 6 , Fleisch, dazu 16 , Brot; bei halber Kost Morgens 25 „ Suppe, Mittags 25 » Suppe, 4 „ Fleisch, 26 » Gemüse, Abends 25 „ Suppe, 3 Reis oder 2 Eier dazu 12 n Brot; bei viertel Kost Morgens 25 » Suppe, Mittags 25 » Suppe, der Bayerischen Feldspitäler. dazu 3 Zwetschgen oder 1 Ei, Abends 25 Loth Suppe, dazu 6 „ Brot. Bei erholungsW dürftigen Krankei konnte die Kost durcl| zweckmässige Speisa vermehrt, ebenso anstat des gekochten Fleisch mit Gemüse, Braten odt Mehlspeisen auf Ordnung des Arztes geben werden, sowie Kaffee an Stelle der Morgensupp Die Bereitung der Kost geschah durch vertragsmässig v« Spitale auf die Dauer des Feldzuges engagirte Köchimm Um bei schneller Etablirung nicht in Verlegenheit V züglich der Beköstigung zu gerathen, führte jedes Aufnata Feldspital einen eisernen Bestand an Lebensmitteln mit siel Der Etat eines bespannten Aufnahmsspital nach dem Mobilmachungsplan folgender: 1 Hauptmann als Kommandant mit 1 Dienstpferd, 1 Ober- oder Unterlieutenant mit 1 Dienstpferd, 1 Stabs- oder Regimentsarzt als dirigirender und ordinal der Arzt, 3 Regiments- oder Bataillonsärzte als ordinirende Aerzte. 4 Bataillons- oder Assistenzärzte als assistirende Aerzte. 1 Bataillons-Quartiermeister, 1 Unter-Quartiermeister, 1 Verwaltungs-Aspirant, 1 Ober-Apotheker, 1 Unter-Apotheker, 1 Korporal I. Klasse, Schreiber, 2 Ober-Krankenwärter, 20 Krankenwärter, 2 Laboranten für die Apotheke, 2 Korporale II. Klasse vom Fuhrwesen mit 2 DienstpferA 13 Beamte ndiener (Burschen), davon 3 zur Reserve, 80 Köpfe nebst 4 Dienstpferden, ausserdem 46 Zugpferde (davon 2 Reservepferde). An Fahrzeugen: 1 vierspänniger Rüstwagen für das Gepäck, 8 „ Requisitenwagen, 1 „ Apothekenwagen, 2 zweispä nnige Kaleschen für die Aerzte und Beamten, 12 Fahrzeuge. Die Ausrüstung der Bayerischen Feldspitäler 1 ) !) Vergl. Beilage 38 und 39. eine reichliche ur | Vorhandensein ein bettlade (siehe Z< angenehm empfum EinHaupt-F 1 Hauptmati 1 Ober- ode 1 Stabs- odt der Arzt, 7 Regiments 8 Bataillons- 1 Regiments 1 Bataillons- 2 Verwaltun 3 Ober- odei 1 Katholisch 1 Evangelisc 1 Korporal ] 5 Ober-Kran 50 Krankenw; 4 Apotheken 24 Dienern, 111 Gesammt-I Das Material 2 zweispänni; 18 vierspännig 1 21 Fahrzeuge) Ich« Train mit 8 Z Kommandanten und fü Das Ilaupt-Fel in zwei Hälften ge Exemplar Vorhände waren. Alle Ausrüstun 38 und 39 nähere A wagen verpackt. ] und die Gepäckwa wie die Arznei- um on denen sie sich Der Arzneischj Nummern auf. amente wurde dur- Inlande geliefert. 1 ) I Der Württem 6 Feldspitäler. , von 250 Kranken : leichmässig ausgei Spaltung eines Feld ohne weitere Vorbe ') Siehe auch „De ■ ■ '. ; ■ Bandl Band I. III. Abschnitt: Mobile Sanitätsformationen. 51 pe, 3Ch, je, je, seh, üse, De, oder 2 Bier, y je, je, n oder 1 Ei, >e, ei erholungslx jen Kranket i die Kost durd massige Speise hrt, ebenso anstat kochten Fleisch müse, Braten ode-j aeisen auf ig des Arztes | er Morgensupp? i'tragsmässig toi igirte Köcliinnr: Verlegenheit 1 s jedes Aufnah ismitteln mit sicll hmsspitals tri ienstpferd, ienstpferd, mder und ordiain rdinirende Aerzte. äistirende Aerzte, mit 2 Dienstpferi r Reserve, ick, e und Beamten, ddspitäler 1 ) i [eine reichliche und bequeme, namentlich wurde auch das I Vorhandensein einer leichten schnell aufzustellenden Feldbettlade (siehe Zeichnung 5 vorseitig) in vielen Fällen [angenehm empfunden. Ein Haupt-Feldspital für 500—800 Kranke bestand aus: 1 Hauptmann als Kommandant, 1 Ober- oder Unterlieutenant, 1 Stabs- oder Regimentsarzt als dirigirender und ordiniren- der Arzt, 7 Regiments- oder Bataillonsärzten als ordinirende Aerzte, 8 Bataillons- oder Assistenzärzten als assistirende Aerzte, 1 Regiments- oder Bataillons-Quartiermeister, 1 Bataillons- oder Unter-Quartiermeister, 2 Verwaltungs-Aspiranten, 3 Ober- oder Unter-Apothekern, 1 Katholischen, 1 Evangelischen Feldgeistlichen, 1 Korporal I. Klasse, Schreiber, 5 Ober-Krankenwärtern, 50 Krankenwärtern, 4 Apotheken-Laboranten, 24 Dienern, 111 Gesammt-Kopfzahl. i>as Material war in: 2 zweispännigen Rüstwagen für das Gepäck, 18 vierspännigen Requisitenwagen, 1 „ Apothekenwagen, 21 Fahrzeugen verpackt, für welche nachträglich der erforderliche Train mit 8 Zug- und 5 Reitpferden, worunter 2 für den Kommandanten und für den Adjutanten, gestellt wurde. Das Haupt-Feldspital war behufs leichterer Verwendung [in zwei Hälften getheilt, welche bis auf den nur in einem ; Exemplar vorhandenen Apotheken wagen gleich ausgerüstet waren. Alle Ausrüstungsgegenstände, über welche die Beilagen 38 und 39 nähere Auskunft geben, waren in den Requisiten- I wagen verpackt. Diese sowohl, wie auch die Apotheken- und die Gepäckwagen hatten alle dieselbe Konstruktion [wie die Arznei- und Verbandwagen der Truppen (s. diese), ron denen sie sich nur durch die Grösse unterschieden. Der Arzneischatz eines Haupt-Feldspitals wies über 200 Nummern auf. Ersatz für die verausgabten Medicamente wurde durch zahlreiche Nachschickungen aus dem Inlande geliefert. 1 ) D. Württemberg. Der Württembergischen Feld-Division folgten Feldspitäler. Jedes derselben war auf ein Maximum ron 250 Kranken ausgestattet und in zwei vollkommen [gleichmässig ausgerüstete Sektionen getheilt, so dass die , Spaltung eines Feldspitales in seine zwei Hälften jederzeit ohne weitere Vorbereitung erfolgen konnte. ') Siehe auch „Depots und Magazine". Das Personal eines Feldspitales bestand aus: 1 dirigirenden Oberarzt (Chefarzt) mit Disziplinarstrafgewalt über das gesammte Personal des Spitals und über die als krank in demselben befindlichen Unteroffiziere und Soldaten, 4 ordinirenden Aerzten, 1 Apotheker, 9 Heilgehilfen, 1 Apothekergehilfen, 36 Krankenwärtern, 1 Stösser der Apotheke (Apotheken-Handarbeiter), 1 Spitalkommissar (Verwaltungsbeamter), 2 Fourieren (Schreiber), 1 Oekonom, 2 Köchen, 27 Trainmannschaften etc. Die Material-Ausstattung war derjenigen der Preussi- schen Feldlazarethe entsprechend. Lazareth-Reservepersonal oder eine analoge Formation besass die Württembergische Division nicht.') E. Baden. Von den fünf Feldlazarethen der Badischen Division war das fünfte dem Preussischen Reglement entsprechend hergestellt und ausgerüstet; die vier übrigen waren nach älterer Badischer Vorschrift auf eine grössere Zahl von Kranken (300) berechnet und besassen daher ein grösseres Personal. Gegenüber einem Preussischen Feldlazareth hatte ein älteres Badisches mehr: 1 Stabsarzt, 2 Assistenzärzte, 3 Lazarethgehilfen, 6 Krankenwärter, 1 Koch, 10 Trainsoldaten. Auch die Fahrzeuge der Badischen Feldlazarethe 1 bis 4 waren nach einem älteren Modell gebaut. Jedes dieser Lazarethe besass neun Wagen (fünf vierspännige, vier zweispännige), welche nach dem Kriege als zu schwerfällig und nicht leicht lenkbar abgeschafft wurden. Die Ausstattung der Feldlazarethe älterer Ordonnanz war reicher an Instrumenten, Essbestecken, Geschirren etc. als die der Preussischen Lazarethe. Der Transport des Verwaltungspersonals, Apothekers etc. erfolgte bei allen fünf Feldlazarethen mittels eines Omnibus, 2 ) welcher bei Evakuationen oder bei Thätigkeit auf einem Schlachtfelde zugleich als Kranken-Transportmittel Verwendung fand. Das Lazareth-Reservepersonal der Badischen Division bestand — der numerischen Stärke der Letzteren entsprechend — etatsmässig aus zwei Sektionen. Dasselbe wurde nur unvollständig aufgestellt. 3 ) ') Auch keinen Feldlazareth-Direktor. 2 ) Vergl. Anmerkung zu Beilage 28. s ) In Folge dessen kam es nur vorübergehend zur Errichtung von stehenden Kriegs- und Etappenlazarethen durch Badisches Personal. 7* I. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung. III. Depots und Magazine. Jedem der zwölf sogleich mobilen Preussischen Armeekorps, desgleichen dem Xll. (Königlich Sächsischen) Armeekorps, der 25. (Grossherzoglich Hessischen), der Württembergischen und der Badischen Feld-Division war je ein Lazareth-Reservedepot etatsmässig beigegeben, welches die Bestimmung hatte, möglichst nahe bei der kämpfenden Armee Reserven an Arzneien, A r erbandmitteln, Transportapparaten, Lebensmitteln und Lazarethbedürfnissen jeder Art zur Ergänzung der Bestände bei den Sanitätsdetachements und Feldlazarethen sowie zur Einrichtung und Unterhaltung von stehenden Kriegs- und Etappenlazarethen bereit zu halten. 1 ) Eigene Transportmittel besassendieseDepots nicht. 2 ) Der Stationsort des Depots war in der Regel der Etappen-Hauptort des Armeekorps. Bei jeder Armee verblieb ein Depot zur unmittelbaren Disposition der General- Etappeninepektion (von welcher auch die übrigen Depots ressortirten), um durch diese direkt an einen Punkt plötzlichen Bedarfs beordert werden zu können. Das Personal eines Lazareth-Reservedepots bestand aus: 1 Premierlieutenant, 1 Lazarethinspektor, 1 Feldapotheker, 2 chirurgischen Instrumentenmachern, 3 Unteroffizieren als Aufseher und Schreiber, 2 Trainsoldaten. Die bei der mobilen Armee befindlichen Feldlazarethe hatten ihre Requisitionen von Lazarethbedürfnissen an die Etappenintendantur zu richten, die der General-Etappeninspektion unterstellten Lazarethe dagegen direkt an die ihnen angewiesenen Depots. Die Ergänzung der Vorräthe des Lazareth-Reservedepots erfolgte — soweit dieselbe in Feindesland nicht durch die von der General-Etappeninspektion zu bewirkenden Ausschreibungen betrieben werden konnte — auf Grund der diesfälligen Requisition des Etappenintendanten durch die nächste Provinzialintendantur unter Konkurrenz des stellvertretenden Generalarztes. ') Den Etat der Depots siehe Beilage 33. 2 ) Diesem Umstände ist es zuzuschreiben, dass namentlich in der ersten Periode des Krieges, während welcher die Eisenbahnen und anderweitigen Kommunikationsmittel durch Kriegstransporte jeder Art in Anspruch genommen waren, die Depots zu weit hinter den Armeen zuriickblieben, um ihrer Aufgabe voll genügen zu können. Durch die Kriegs-Sanitätsordnung von 1878 ist in Folge dieser Erfahrung jedem Lazareth-Beservedepot eine Trainkolonne von 20 Wagen zugetheilt. Zur Erleichterung dieser Ergänzung wurde im AugiJ 1870 für jedesArmeekorps am Anfangspunkte seiner Etappe! linie ein Lazareth-Reservemagazin errichtet, welcW namentlich solche Vorräthe aufzuspeichern hatte, die vo| den Lazareth-Reservedepots in grösseren Quantitäten gJ braucht wurden. 1 ) Im weiteren Verlaufe des Krieges stellte sich die Notl] wendigkeit heraus, Centralstellen für die Ergänzung d Depots und Magazine auf dem Kriegsschauplatze selbst etabliren, welche auch mit zahlreichen solchen Bedürfnisse ausgestattet wurden, die im Etat der Sanitätsanstalten ni vorgesehen waren, die sich aber für die Verpflegung um Behandlung der Kranken als dringlich herausgestellt hattal Die Sendungen für diese Central-Lazareth-Resem depots wurden seitens der Militär-Medizinal-Abtheilungdtj Preussischen Kriegsministeriums mittels besonderer Exti züge oder unter Benutzung der leer nach dem Kriegj schauplatze fahrenden Sanitätszüge abgelassen. 2 ) Solche Central-Lazareth-Reservedepots wurden ei richtet: in Reims für die L, in Nancy für die IL An und den grossen Bedarf der in Nancy selbst eingeriehteteJ Lazarethe, in Chalons s. M. für die IIL, in Crepy für Maas-, in Strassburg für die Süd-Armee, während ein sechst Centraldepot in Epernay in unmittelbarem Zusanmienhaii; mit der an letzterem Orte stationirtenEvakuationskommiVsi! stand und gleichzeitig den Sanitätsanstalten der Arm« Abtheilung Seiner Königlichen Hoheit des Grossherzogs voJ Mecklenburg als Rückhalt diente. Die Bayerische Armee bedurfte der etatsmässigtl Depots nicht, da die Haupt-Feldspitäler derselben gleid zeitig die Materialreserve repräsentirten. Analog Preussischen Central depots wurde jedoch seitens Bayerischen Armeeverwaltung Ende Oktober 1870 zur regt massigen Ergänzung der Bestände ein „Medikamente« depot" am Sitze der Bayerischen General-EtappeninspektioJ Corbeil und als Theil des Feld-Monturdepots in EpernJ eine Niederlage von Lazarethutensilien (einschliesslidT Wäsche und Krankenkleider) errichtet. 1 ) Den Etat eines solchen siehe in Beilage 34. 2 ) Vergl. hierzu Beilage 35 und 36. Ressc Aufgaben Anmerku Ressort- und lätsdetachement. Disziplinar-Strafgewalt alle zu dem Detachei Luzurethgehilfen und I .Aerzte sind der Disi ^laasse unterstellt, wie Der Kommandeur ■er lieamten des Detac als solcher die Befug weis und Geldbussen pinfachen Stubenarrest verhängen. Ueber die Aerztt der erste Stabsarzt des die Disziplinargewalt Gegen den ihm zui erste Stabsarzt innerha Befugnisse, wie der I Kommandeur des Sanit [arztes von den durch [zu machen. Bei groben Pflici ■chkeiten hat der Kon äie Amtssuspension de jestimmen. Anmerkurj Ressort- und I azareth. — Der Ol lilitärische, ärztliche i leisten hatte, besass irischen Krankenwärti fctachirten Kompagnie tpotheker konnte er A in Fällen grober l'H ■rfägen, in welchem lerselben sofort zu be landarbeiter (Unterbean iis zu 8 Tagen zu verfü Ueber die Trainmi ranken Soldaten besass lieselbe wurde von den ■zw. Divisions- bezw. I ') Dasselbe gilt gegenwä iefillirten Chefärzte der Fried lie Kriegs-Sanitätsordnung aud ds Kranke in denselben befind: nicht detaehirten Kompag ] Band Band l. lü. Abschnitt: Mobile Sanitätsformationen. Anmerkungen. 53 wurde im AuguJ te seiner EtappJ irrichtet, welcM a hatte, die voi Quantitäten gef lte sich die Nott| : Ergänzung d upiatze selbst; :hen Bedürfnissa ätsanstalten nicht Verpflegung unci usgestellt hatte areth-Reserfl al-Abtheilung i esonderer Exte ich dem Kriegj äsen. 2 ) ots wurden Li- die 11. Arnj ist eingerichtete in Crepy für i irend ein sechst! i Zusammenhal itionskomnuM [ten der Arme* Trossherzogs toJ ir etatsmässigei ierselben gleici i. Analog en. i- das Feld 1»| al 163 für« i Aerzten, skll i nahezu gleit! ungen und & nicht der F iFundungen litäts-Anstalte 13 7=41.4ptt.| = l. 6 pCt. i eine absolut! irzten. Ltäts-Anstatt« 4 für das Fel| sind : Verunglückte! rankenwärtffl Ruhrsterblietti somit 96 Verwundungen und Erkrankungen mit 5 Todesfällen. Die Verwundungen und Erkrankungen betragen 96 = 25.8 pCt. des Etats, die sämmtlichen Todesfälle (5 + 3 iTerunglückte) 8 = 2.«pCt. Gefallener und Gestorbener. Von den 29 Typhösen sind 3 = 10.3 pCt. gestorben, um den 5 Ruhrkranken starb keiner. Unteroffiziere und Mannschaften befanden sich 497 etatsmassig bei den Sanitätsdetachements, Feldlazarethen und dem Reserve-Lazarethpersonal. Von denselben sind |39 = 28.o pCt. den Etats erkrankt, den Krankheiten eilegcn 15 — 3.opCt. des Etats. Von den 60 an Typhus Erkrankten sind 10 = 16.7 pCt., von den 7 an Ruhr Erkrankten 3 gestorben = 43p('i. der Erkrankten. Von den Beamten; deren 62 auf dem Etat der vorgenannten Anstalten standen, sind 16 = 25.4 pCt. erkrankt, [ davon 2 = 3.2 pCts des Etats gestorben (ausschliesslich 1 verunglückten Beamten vom Lazarethdepot). Unter [Anderem wurden 7 von Typhus befallen, von denen 1 starb. 3. Bayern.') Bei der Bayerischen Armee starben 8 Aerzte, hiervon [1 durch Kriegswaffen = 12.5 pCt., 5 = 62.5 pCt. der {Gestorbenen durch Infektionskrankheiten. Die gestorbenen Lerzte gehörtensämmtlich den Sanitätsanstalten da- mobilen Lrniee an. Der Etat der im Felde befindlichen Aerzte betrug 402, somit beträgt tW\- Abgang durch Tod 2 pCt. äes Etats; der Etat der mobilen und immobilen Aerzte betrug 615, der demselben gegenüberzustellende Verlust ron 9 Aerzten ergiebt daher einen Abgang von 1.46 pCt. ■er Aerzte überhaupt. Während der Mobilmachung traten 3 aktive Militärärzte in Pension, im Laufe des Krieges wurden als kriegsinvalide überhaupt anerkannt 34 Aerzte, darunter 5 aktive lilitärärzte. Für die aktiven Militärärzte, deren Präsenzstand bei der leldarmee 160 betrug, beläuft sich daher der Verlust durch Invalidität auf3.i 3 pCt., für die 402 Feldärzte auf 8.5 pCt. 4. Württemberg. 2 ) Im Sanitätsdienste der Königlich Württembergischen leld-Division standen ') Vergl. Beilage 52. 2 ) Vergl. Beilage 53. Summe 83 Personen mit Offizierrang und 842 Mannschaften, worunter 156 Lazarethgehilfen und 456 Krankenwärter und Sanitätssoldaten. Hiervon erkrankten 7 Aerzte. . . = 10.6 pCt. der Aerzte und 462 Mannschaften = 54.it . des Effektivstandes. Von diesen starben 2 Aerzte. . . = 0.1 pCt. der Aerzte oder 28.« pCt. der Erkrankten. 21 Mannschaften = 2.5 , der Effektivstärke oder 2.5 pCt. der Erkrankten. Ausserdem starben 2 Aerzte bei immobilen Formationen. Verwundet wurden 2 Mannschaften = 0.S pOt., 1 Arzt . . . = 1.5 „ der Aerzte. Von den Verwundeten starb keiner; auch ist keiner auf dem Schlachtfelde gefallen. Von dem im Sanitätsdienste stehenden Personal erkrankten an Typhus 4 Aerzte und 195 Mannschaften. Hiervon starben 2 Aerzte und 18 Mannschaften etc. Die Morbidität an Typhus betrug daher für die Aerzte..... 6.2 pCt.. „ „ Mannschaften . . 23.2 „ Die Typhus-Mortalität betrug für die Aerzte . . 3.1 pCt. der Aerzte oder 50 pOt. der Erkrankten, „ „ Mannschaften 2.2 , der Mannschaften oder 9 pCt. der Erkrankten. A r on der Ruhr hatten die Sanitätsformationen (ebenso wie vom Typhus) verhältnissmassig am meisten von allen Truppen zu leiden. Es erkrankten 24 = 2.85 pCt. der Mannschaften und starben 2 = 8.8 pCt. der Erkrankten oder O.24 pCt. der Mannschaften. An Pocken erkrankten 9 Mann = l.ospCt. der Iststärke. 7 Aerzte wurden in Folge des Krieges invalidisirt. 5. Baden. 1 ) Von den 145 Badischen Aerzten starben 5 = 0.4,3 pCt. Von denselben fiel 1 in der Schlacht, 4 starben an Krankheiten, unter Letzteren ein bei Lazarethen des Inlandes Beschäftigter. — Bei dem übrigen Sanitätspersonal sind 8 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der in Folge des Krieges invalidisirten Aerzte beträgt 17 = 11.6 pCt. ') Vergl. Beilagen 54 und 55. 8* 60 I. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung. Band Rekapitulation. Von sämmtlicheu 4062 bei der mobilen Deutschen Armee etatsmässigen Aerzten sind danach: Gefallen oder an Wunden gestorben 11= 0.27 pCt. der Kopfstärke, an Krankheiten gestorben. . . . 55 = 1.35 „ „ „ darunter an Infektionskrankhei ten 25 = O.w » „ ______»_____ Summe der Gestorbenen 66 = 1.62 pCt. der Kopfstärke. Verwundet wurden (einschl. der 11 Gestorbenen) 1 )...... als erheblicher erkrankt sind nachgewiesen 2 ) (einschl. 55 Gestorb.) 538 = 13.24 „ „ „ darunter an Infektionskrankhei ten 130 = 3.42 „ „ ______ „ Summe d. Verwundeten u. Erkrankten 604 = 14.86 pCt. der Kopfstärke. Von den Erkrankten litten an Infektionskrankheiten überhaupt 139 = 25.S pCt. aller krank Gemeldeten, 66 = 1.62 pCt. der Kopfstärke, darunter an Pocken . . . an Typhus. . . an Ruhr . . . Von 66 Verwundeten . . . „ 538 krank Gemeldeten . „ 139 an Infektionskrankheiten Leidenden „ 15 Pockenkranken . . „ 64 Typhuskranken . . „ 55 Ruhrkranken . . . ■ 1Ö — ^-8 „ » n » . 64 = 11.9 . , . 55 = 10.2 , „ starben 11 = 16.6 p(Jt. der Behandelten, , 55 = 10.2 „ „ 25: 2 15 6. 18.o 13.3 23.i ao.9 *) Vergl. hierzu Beilagen 56 und 57. 2 ) Vergl. hierzu Tabelle 1 des II. Bandes. Diese Zahl ist zu niedrig, weil Offiziere, Aerzte und Beamte auch in Fällen schwererer Erkrankung nicht immer in Lazarethe aufgenommen, sondern mehrfach sogleich in Privatpflege gelangt sind. Vergl. betreffs der Erkrankungen unter den Aerzten S. 57 und 58. Von sämmtlichen Todesfällen waren verursacht: durch Wunden......16.6 pCt., und zwar: darunter Krankheiten..... 83.4 Infektionskrankheiten . 37.» Pocken....... 3.u Typhus....... 22.7 Ruhr....... 9.1 Der Vergleich obiger Daten mit den Morbidität«- u Mortalitätsverhältnissen unter den Mannschaften und zieren der mobilen Armee') zeigt, dass die durch Infektion! krankheiten bedingte Morbidität der Aerzte eine viel geringere war als diejenige der Mannschaften und am hinter derjenigen der Offiziere noch etwas zurückblieb, dahingegen die Intensität dieser Erkrankungen, soweit die selbe in den Sterblichkeitsziftern zum Ausdruck gelaugt, den Aerzten und bei dem Sanitätspersonal überhaupt weiten am grössten gewesen ist. 2 ) Dei den immobilen Deutschen Truppenverbänden stark im Ganzen 19 Aerzte; die Gesammtzahl der während da Krieges gestorbenen (mobilen und immobilen) Aerzte betrag somit 85. 352 Deutsche Aerzte wurden als in Folge des Krieg* invalide anerkannt. Sani ') Vergl. IL Band. *) Betreffs des übrigen Sanitätspersonals vergl. das bei den ein-l zelnen Staaten Gesagte; hinsichtlich des Personals der mobile! Sanitätsformationen der gesammten Deutschen Armee >ithe an die betreffenden Tabellen des II. Bandes. Die Gr bei den Tru l waren in d das Sanitäts Nach § l pflege erford nach Anhöru theilen beka Äussere aufgefordert betreffenden | zu erstatten. Die Hau Sanitäts Soweit auf Märsche •enen, sond JDinge zwec] | Gesundheit s Der Ab Iwenn moglic ; rung marsch rursacht: !t., [orbiditäts- aften und l ircli Infektion*! rzte eine seliil laften und atidl irückblieb, da»| 311, soweit d»| ck gelangt, irhaupt weitaitl ■bänden starbcl :■ während del Aerzte betrla '•e des KrieaJ das bei den eiiJ 1s der inobiltij Vnnee siehe aurtl Zweites Kapitel. Sanitätsdienst und hygienische Maassnahmen bei den Truppen. Vorbemerkung. &• Vorschriften für den Sanitätsdienst bei den Truppen. Die Grundsätze für die Handhabung des Sanitätsdienstes bei den Truppen auf dem Marsche, im Quartier und im Gefecbt [waren in den §§ 1 bis 16 der Preussischen Instruktion über das Sanitätswesen im Felde vom 29. April 1869 enthalten. Nach § 1 dieser Instruktion sollten die für die Gesundheits- l pflege erforderlichen Maassnahmen von den Truppenbefehlshabern nach Anhörung des Ober-Militärarztes den unterstellten Truppen- ' theilen bekannt gegeben werden. Ausserdem hatten die Aerzte die Verpflichtung, auch unaufgefordert über alle die Gesundheitsverhältnisse der Truppen betreffenden Beobachtungen den Truppenbefehlshabern Vortrag zu erstatten. Die Hauptgrundsätze der genannten Instruktion kamen bei allen Deutschen Truppen in gleicher Weise zur xVuwendung. In den „Dienstvorschriften für die Bayerischen Truppen aller "Waffengattungen", IV.Theil „Felddienst" waren die Anweisungen für den Sanitätsdienst bei den betreffenden Abschnitten in gesonderten Paragraphen angeführt; ausserdem gewährte die am 1. Januar 1865 für die Truppen erlassene „Anleitung zur Gesundheitspflege für Truppen der Königlich Bayerischen Armee" weitere Anhaltspunkte bezüglich der Körperpflege, des Verhaltens auf Märschen u. s. w. Besondere Bestimmungen ergingen im Verlaufe des Feldzuges von Allerhöchster Stelle, von den Oberkommandos der Armeen, den Korpskommandos u. s. w. je nach der Sachlage. Erster Abschnitt, Sanitätsdienst und hygienische Maassnahmen auf dem Marsche und im Quartier. I. Märsche. Soweit militärische Rücksichten es gestatteten, wurden aul Märschen nicht nur die im Reglement vorgesehrie- Ibenen, sondern auch die nach augenblicklicher Lage der IDinge zweckmässig erscheinenden Maassnahmen für die I Gesundheit zur Ausführung gebracht. Der Abmarsch geschah iu der wärmeren Jahreszeit ■wenn möglich in früher Morgenstunde. Bei heisser Witterung marschirten die Abteilungen in grösseren Abständen und nicht zu eng geschlossenen Gliedern. Auf längeren Märschen wurde ausser der Haupt-Ruhepause wiederholt kürzere Rast gehalten, an geeigneten Stellen Wasser geschöpft und Erleichterung im Anzüge durch Oefihen der oberen Knöpfe des Waffenrockes u. s. w. gestattet. Zugleich ergingen Belehrungen, Warnungen und Verbote betreffs des Genusses schädlicher Nahrungsmittel (namentlich unreifer Kartoffeln, halbreifen Obstes etc.), Band I. des Missbrauches geistiger Getränke, des Trinkens zu kalten oder verunreinigten Wassers, der Lagerung auf feuchtem, kühlem Boden bei erhitztem Körper und dergleichen mehr. Immer wurde darauf gehalten, dass die Mannschaften vor dem Ausmarsche ihr Frühstück zu sich nahmen und ihre Feldflaschen füllten mit Wasser allein oder ■—- an warmen Tagen — vermischt mit Essig oder schwarzem Kaffee. Besondere Ueberwachung forderte der Wassergenuss. Eigenmächtiges Austreten zum Trinken war strengstens verboten; ebenso musste verhindert werden, dass die .Mannschaften beim Rasten auf jede mit trübem Inhalt gefüllte Lache losstürzten. Um dies zu vermeiden, galt es andererseits auf rechtzeitige Befriedigung des Durstes Bedacht zu nehmen. Man schickte daher, wie durch die; Allerhöchste Kabinetsordre vom 17. Juni 1870 (Verordnungen über die Ausbildung der Truppen im Felddienst) vorgeschrieben war. kleine Kommandos unter einem Offizier nach den zu passi- renden Ortschaften voraus, welche vorhandene Eimer oder sonstige Gefässe mit Wasser füllten und an beiden Seiten der Strasse aufstellten. Die Flügelleute schöpften im Marschiren mit dem Kochkessel-Einsatz und reichten denselben den inneren (Miedern hin. Bei einigen Truppentheilen war übrigens während der ersten Wochen des Feldzuges eine Neigung zu ängstlichem Fernhalten vom Trinken auf dem Maische bemerkbar, was ausser anderen schädlichen Wirkungen auch den Uebelstand im Gefolge hatte, dass alsdann ein übermässiger Wassergenuss sogleich nach dem Einrücken in das Quartier am so schwerer verhindert werden konnte. Der Mangel an gutem Trinkwasser machte sieb übrigens bald nach dem Eindringen in Frankreich und später oftmals in empfindlichster Weise (insbesondere auch bei Hilfeleistungen) geltem 1. Der Abgang an Kombattanten durch Fussübel drohte namentlich während der ersten Wochen des Krieges, als hohe Marschleistungen von den zum Theil eben erst einberufenen, des Marschirens mit gepacktem Tornister nicht mehr oder noch nicht gewöhnten Mannschaften gefordert werden mussten, bedenkliche Dimensionen anzunehmen. Eine Hauptsorge lichtete sich daher auf die Fusspflege bei den Truppen. Neben sorgfältiger Kontrole der Fussbeklei- dung und regelmässigen Fussvisitationen wurde darauf gehalten, dass täglich 1—2 Stunden nach dem Einrücken in das Biwak oder Kantonnement Fusswaschungen stattfanden. In den Quartieren legte man die Fusskranken zusammen, um die Ueberwachung derselben und die Besorgung der ärztlichen Anordnungen durch die Lazareth- gehilfen zu sichern. Bei wunden Füssen wurden vorwiegend Waschungen mit Spirituosen oder Tannin-Lösungen vorgenommen; als Verbandmittel kamen am häufigsten Blei-, Zink- und Tannin- Salben zur Anwendung. Oedematöse Anschwellungen der Füsse und unteren Extremitäten (anfangs nach grösseren Märschen sehr häufig, nicht selten auch mit SugillatioM oder eiysipelasähnlicher Röthung der Hautdecke verbünd. schwanden in der Regel rasch bei horizontaler Lagerun«! Pussbädern, Bleiwasser-L T mschlägen und methodischen Eii] Wickelungen. Als prophylaktische Mittel gegen Wm laufen und Wundreiten wurden — ausser Sorgfalt in Bekleidung — vorwiegend empfohlen: häufige kaltj Waschungen der betreffenden Körpertheile und Ein» bungen mit Spirituosen Flüssigkeiten oder mit IV namentlich frischem Talg vom Rind oder Hammel, a\ i meist leicht zu haben war und nach Aeusserung verschiJ dener Berichterstatter die Haut besser konservirte als dij erweichenden Salben, Oele oder Schweinefett. Abgesehen von der numerischen Schwächung, \. die Truppentheile durch die zahlreichen Erkrankungen dcl erwähnten Art erfuhren, erwuchs eine beträchtliche V» legenheit aus der Nothwendigkeit, diese Kranken in solche j Weise unterzubringen, dass einerseits ihrem Zustande Red nung getragen, andererseits ihre schleunige Herstellung und Rückkehr zur Truppe verbürgt war. § 5 der 1 Sanitätsinstruktion schrieb vor, dass auf Märschen Leicht! kranke, welche voraussichtlich in etlichen Tagen wiedal marsch- und kampffähig sein würden, nöthigen Falls tels Vorspanns mitgeführt werden sollten; die übrigen noch transportablen Kranken waren im lnlande den Gar nison-Lazarethen, auf Märschen im Ausland den Etappe Lazarethen zuzuweisen; nicht transportable Kranke sollten] unter Benachrichtigung der nächsten Etappen-Kommai dantur den Ortsbehörden zur Pflege übergeben werde«! Die Ausführung dieses Paragraphen stiess jedoch Schwierigkeiten, einerseits weil es gerade in der ers Zeit i\i^ Krieges, also in derjenigen Periode, welche diel meisten Marschkranken aufzuweisen hatte, weder eine auf! reichende Menge von Fuhrwerken noch eine entsprechend! Anzahl von Etappen-Lazarethen gab, andererseits Teil manche Truppenführer den Befehl ertheilten, auch Leicht kranke nicht mitzuführen, sondern sogleich den Laza zu überweisen. Diesen Befehlen lag die Notlrwendigk zu Grunde, die Truppentheile so leicht beweglich wie m< lieh zu erhalten; die Zahl der Lazarethkranken aber, welck in solchen Fällen überwiegend aus Leichtkranken bestand! stieg dadurch bei einzelnen Infanterie-Regimentern auf ein! beträchtliche Höhe. Da die Etappen- und Feld-Lazareth! häufig nicht über eine genügende Anzahl von Lagerstellei! verfügten, um solche Transporte aufnehmen zu können, so| wurden letztere von Etappe zu Etappe rückwärts gesi und blieben auf diese Weise zuweilen unverhältnissinäsa! lange von ihrem Truppentheil entfernt. Um diesen Miss! ständen abzuhelfen, brachte man später die Marode Fusskranken nach bestimmten Sammel-Stationen, unterl warf sie dort ärztlicher Behandlung und schickte sie drei Tagen entweder zu weiterer Pflege in ein Lazarett! oder auf requirirtem Fuhrwerk geheilt zu ihrem Truppe"! theil. Band t Sugillatiom cke verhundei. ;aler Lagerun< thodischen Ei] gegen Wuni Sorgfalt in d« häufige kalt e und Eins ler mit Fett tmmel, welejn jrung verschie- lervirte als tt. chung. weldi rankungen ■ächtliche Va iken in solchen Zustande Beck >-e Herstellim» § 5 der Feld- irschen Leictt Tagen wiedeil gen Falls mit ; die übrigei ande den Gar den Etappen] {.ranke sollt* »pen-Konuaal rclicn werden! i jedoch an' in der ersi c. welche eder eine a* entsprechend« ererseits wl , auch Leichti len Lazarethei| othwendigkeil dich wie möjf l aber, welchel nken bestand, atern auf eint reld-Lazaretfe i Lagerstellen su können, wärts g' hältnissmässif i diesen Mfe Band I. I. Abschnitt: Sanitätsdienst etc. auf dem Marsche und im Quartier. Kantonnements. (53 Aus diesen Mannschaften entstanden die sogenannten Maroden-Kompagnien". Die erste derartige Formation in Starke von 700 Köpfen wurde von dem Garde-Korps in Homburg zusammengezogen; eine zweite von ungefähr gleicher Stärke bildete sich in Dieulouard an der Mosel. Im weiteren Verlaufe fanden diese improvisirten Truppenkörper, ebenso wie die ihnen ähnlichen „Rekonvaleszenten-Kompagnien", Verwendung im Etappendienst oder bei den Fuhrparks der Korps, wo sie die sonst zur Bedeckung der Wagen erforderlichen Mannschaften disponibel machten. In Amiens bildete im Dezember, während der Expedition gegen St. Quentin, ein aus den Fusskranken kg VIII. Armee-Korps zusammengestelltes Bataillon die Besatzung der Stadt. Bei dem I. Bayerischen Armee-Korps diente eine Abtheilung Fusskranker zur Bewachung der Bahnstationen bei Orleans. Bei der Süd-Armee wurden im Januar 1871 durch Korps-Befehl sämmtliche nicht marsch- fähigen Elemente in Prouthoy gesammelt und nach Chä- tillon zur Verstärkung der schwachen Etappenbesatzung befördert. Als die 11. Armee den Vormarsch von Metz gegen die Loire antrat, wurden die Leichtkranken auf Vorspann- oder Bagage-Wagen mitgeführt, bis sich auch hier die Bildung von grösseren Sammelstellen und Rekonvaleszenten-Kompagnien (in Chartres) als nothwendig herausstellte. II. Kantoiiiienieiits. A. Regelung des Sanitätsdienstes. Bei Kantonnirungen, namentlich bei solchen von längerer aner, gestaltete sich der Sanitätsdienst in ähnlicher Weise ie in der Garnison. Täglich zu einer bestimmten Stunde wurden die Kranken fem Arzte vorgeführt und untersucht. Leichtkranke blieben um Theil in ihren Quartieren, zum Theil in besonders ingerichteten Kranken-Depots oder in Kantonnements- azarethen, welche zur Aufnahme sämmtlicher Kranken er in dem Orte und dessen Umgebung stationirten Truppenheile dienten, in Behandlung der Truppenärzte; Schwerranke oder mit chronischen Leiden Behaftete sowie Syphi- itische wurden den Feld- oder Etappen-Lazarethen übereben. Beim Verlassen der Kantonnirungsorte brachte man 11c Kranken, welche ihren Abtheilungen nicht folgen onnteii. in die nächstgelegenen Feld-, Kriegs- oder Etappen- azarethe, übergab einzelne Nichttransportable auch den Wsbehörden unter Anzeige an das nächste Etappen-Kommando. Kranken-Depots. Die Errichtung von Kranken-Depots für Leicht- tranke war im § 4 der Feld-Sanitätsinstruktion ausdrück- itdi vorgesehen. Dem eigentlichen Sinne der Instruktion Maroden w gemäss sollte ein derartiges Kranken-Depot nur eine Revier- lonen, unter ckte sie ein Lazaretl rem Truppe»- rankenstube oder ein Revier-Lazareth repräsentiren,') ncht selten jedoch nahmen diese Improvisationen einen so ! ) In der Kriegs-Sanitätsordnung von 1878 ist der Ausdruck panken-Depots" aufgegeben: dieselbe spricht nur von „Krnnken- tnlifii der Truppentheile'. bedeutenden Umfang an und zeichneten sich durch so reichliche und zweckmässige Ausrüstung mit Material aus, dass sie eine über den Begriff „Revier-Krankenstube" hinausgehende Bedeutung erlangten. Sie waren in solchen Fällen — nicht dem Namen, aber dem Wesen nach — wirkliche Kantonnements-Lazarethe. Von denjenigen Anstalten, welche instruktionsgemäss diesen Namen führten (siehe unten), unterschieden sie sich lediglich dadurch, dass sie nur mit Hilfe des Sanitätspersonals und -Materials der Truppen ohne Konkurrenz anderer Formationen eingerichtet waren. Den wohlthätigen Einfluss dieser Einrichtung erkennt man am besten aus der Verbreitung derselben über die ganze Armee während der letzten Periode des Feldzugs. Selbst in den Marschquartieren suchte man ephemere Einrichtungen ähnlicher Art zu improvisiren. Wie sehr dieselben die Lazarethe zu entlasten geeignet waren, zeigte sich z. B. bei dem Belagerungs-Artillerie-Regiment vor Paris, dessen Zahl an Lazarethkranken in der dritten Dekade Oktober (vor Bestehen eines Kranken-Depots) 2.3 pCt. der Kopfstärke betrug, in den nächstfolgenden Dekaden aber (nachdem inzwischen Kranken-Depots eingerichtet waren) auf Li und 0.8 pCt. herabsank. Je nach der Stärke der Truppen und nach Maassgabe der vorhandenen Räume wurden diese Depots für Regimenter, Bataillone oder noch kleinere Verbände bemessen. Jm Bereich des Garde-Korps vor Paris gab man zuletzt der Einrichtung von Krankenstuben für die einzelnen Kompagnien aus lokalen Gründen den Vorzug. Die Beschaffung der nöthigen Requisiten für ein solches Lazareth im Kleinen machte natürlich oft erhebliche Schwierigkeiten. Eine derartig ausgedehnte Revierbehandlung hat, um erfolgreich zu bleiben, das Vorhandensein von 64 TL Kapitel: Sanitätsdienst und hygienische Maassnahmen. Band; i Band I. mehreren Zimmern mit verschliessliaren Fenstern und Thüren, Feuerherd, Strohlager oder Betten zur unumgänglichen Voraussetzung. Dazu kommen noch die zur Krankenpflege nothwendigsten Mobilien und Utensilien. Die Beschaffung dieser Gegenstände konnte nur auf dem Wege der Requisition erfolgen. Am besten Hessen sich daher solche Depots hei den Belagerungs-Korps einrichten, da liier die verlassenen Ortschaften uneingeschränkte Benutzung der Säuser und zurückgelassenen Möbel gestatteten. Häufig jedoch mussten die mit vieler Mühe eingerichteten Räume bei Dislokationen der Truppen verlassen werden und fanden sich nach wenigen Tagen, wenn das Regiment seine alten Quartiere wieder liezog, verödet vor. Der Pflege- und Wartedienst in den Kranken-Depots lag den Lazarethgehilfen der Truppe ob, von denen wenigstens einer sein Quartier in dem Revierhause oder in der Nähe haben musste, um die nöthige Ueberwachung der Kranken auszuüben. Vor Strassburg versahen diesen Dienst vielfach auch Schulschwestern und Fratres, welche sich willig und mit Eifer der Kranken annahmen. Der Dienstbetrieb in einem gut eingerichteten Revier- Lazareth ging in nachstehender Weise vor sich. Die Kompagnien lieferten die Ausstattung nach einem bestimmten Vertheilungsplan, so dass für jeden Kranken Matratze, Decke, Kissen, Töpfe, Spei- und Trinkglas vorhanden waren. Arbeiter mussten Küche, Haus, Hof, Latrinen rein halten, Erdklosets einrichten. Die Lebensmittel wurden von dem Bataillon nach Ausweis eines am Mittag übersandten Stärke-Nachweises geliefert, von kommandirten Leuten gekocht, nach ärztlicher Anordnung vertheilt. Ein Lazarethgehilfe und mehrere als Wärter kommandirte Leute versahen den Wachtdienst. Die Standgefässe aus dem Medizinkarren eines Bataillons wurden in dem Depot aufgestellt und nur bei Alarmirung abgeholt, in welchem Fall Gehilfe, Wärter und Koch bei den Kranken verblieben. Die Führung der Listen und Diätzettel ging wie im Frieden vor sich. Augenkranke, leicht Fiebernde, Krätzkranke — Letztere in besonderen Zimmern — Fusskranke bildeten das Hauptkontingent. Die etwa nöthige Evakuation in ein Fohl-Lazaretk erfolgte Mittags mittelst eines vom Bataillon gestellten Wagens. Die allmälige Verbesserung in den Einrichtungen dieser Depots, welche nicht selten über Baderäume verfügten, bewog einzelne Truppenärzte, Ruhr- und Typhus-Kranke leichterer Art einer länger dauernden Behandlung inKranken- Depots zu unterwerfen. Da man jedoch die Beobachtung machte, dass dieselben bei der Undurchführbarkeit wirklicher lsolirung einen Herd für weitere Erkrankungen abgaben, kehrte man allgemein zu dem Prinzip zurück, alle ansteckenden Kranken (auch Augenkranke mit Absonderung der Bindehaut) den Feld-Lazarethen zu überweisen. Die Verpflegung in den Kranken-Depots verursachte vielfach Verlegenheiten, da sich aus den gelieferten Lebensmitteln kaum eine für schwerer Erkrankte oder der Erholung Bedürftige passende Diät zusammenstellen lies] Die Bestände der freiwilligen Krankenpflege wurden viel fach zur ersehnten Ergänzung in Anspruch genommen. Erhielten die Truppen Marschordre, so mussten noch in Behandlung befindlichen Kranken den Feld-LazJ retheu zugeführt werden. Der Umstand, dass bei häufiger! Dislokationen dies oft im Augenblick kaum zu beweri stelligen war, bestimmte manche Aerzte, nur solche inneiT lieh Kranke in Depots zu behandeln, deren Wiederher*! hing mit Sicherheit in zwei bis drei Tagen zu erwarten stand Hier und da griff man auch zu dem Mittel, die RevieJ Krankenhäuser durch Verlegung derselben um etwa ein Meile hinter die Front der Truppe und Abkommandin eines Hilfsarztes mit dem nöthigen Pflegepersonal gaJ unabhängig von den kleineren Dislokationen der Truppe! zu machen. Zur Ueberführung der Kranken in die Lazarethe fanda wo es anging, die Kranken-Transportwagen der Sanität! Detachements-Verwendung. Behufs Uebernahme nichttranJ portabler Kranker wurde durch Vermittelung des Generaf Kommandos ein Theil des Personals nichtetablirter Lazarethe herangezogen. Direkte Evakuationen der Kranke] durch die Truppen auf weitere Entfernungen mittels Bahn erfuhren wegen daraus entstehender Jhkonvenienze I Jeanstandung. Eine Verwendung in grösserem Maassstabe erlangt- die Kranken-Depots zuerst bei der Einschliessung von Med Hier wurde durch Befehl des Ober-Kommandos der Eil schliessungs-Armee die Errichtung von grossen Reviefl Kranken-Depots für die biwakirenden Truppen in den nal den Biwaks gelegenen Orten angeordnet. Gerade W(| musste später vor der Bildung von Seuchenherden du Anhäufung von Typhus- oder Ruhr-Kranken in den Kranial Depots ausdrücklich gewarnt werden. Während der Belagerung von Paris wurden von alle] Truppen Kranken-Depots eingerichtet und meistens guter Ausrüstung versehen. Stete besondere Aufmerksamkeit erheischten die trinen in den Revierhäusern. Bei der bekannten mang- haften Einrichtung der meisten Französischen WohnuBjl hinsichtlich dieser Anlagen drohten der Salubrität Gebäude Gefahren, welche sich nur durch strenge Verbal und wachsame Kontrole fernhalten Hessen. Während i wärmeren Monate wandte man allgemein Frdklosets mit gehöriger Desinfektion; im Winter mussten feste trinen gebaut werden. Kaiitoimements-Lazarethe. Zur Aufnahme derjenigen Kranken, welche weg Schwere oder Art der Erkrankung nicht bei der Triiflj verbleiben konnten, war bei längeren KantonnirungeB \ den Fall des Mangels an erreichbaren Feld- und Etaof Lazarethen oder einer Ueberfülluna; derselben die Erridj Band enstellen lies] fe wurden vie|| genommen. so mussten den Feld-Ld i bei häufigeiT'l um zu bewerl ir solche inner! l Wiederherstel erwarten standl el, die Eevii i um etwa eiij bkommandiniiii epersonal ganJ m der Trupp rzarethe fanden] n der SanitätJ hme nichttraul ig des General etablirter Fell en der KrankJ jen mittels Inkonvenieiiztl Stabe erlangt« äsung von Mr; andos der Ei{ ;rossen Revit sn in den nabJ Gerade hin mherden dura n den Krank«! rden von alkj meistens sehten die muten mangtl en Wohiinngr] Salubrität itrenge VerM Während Erdkloseto ssten feste Band I. I. Abschnitt: Sanitätsdienst etc. auf dem Marsche und im Quartier. Kantonnements. 65 welche weg >ei der Trfl .onnirungen I ■ und Etappel ich die Emi tung von Kantonnements-Lazarethen vorgeschrieben. Pas General-Kommando hatte Zahl und Umfang ihrer Anlage zu bestimmen; bei der Ausführung konkurrirten die Feld- Intendanüir und der Korps-Generalarzt. Sie wurden vor- scliriftsmässig auf eine Krankenzahl von 3 pCt. der Kopf- stiirke der auf sie angewiesenen Truppen berechnet. Die Ausstattung mit Personal und Material erfolgte im Allgemeinen durch die Feldlazarette. Soweit die Verhältnisse es gestatteten, konnten auch die Sanitäts-Detache- ments oder das Lazareth-Reservepersonal zur Deckung des Bedarfs an Personal herangezogen werden. In der Regel jedoch wurden solche Anstalten demjenigen Personal unterstellt, welches am nächsten zur Hand rar. Da die Truppenärzte unter Umständen am ehesten disponibel erschienen, so fiel ihnen sehr häufig die Aufgabe zu, auch ohne Material und anderweitiges Personal als das bei den Truppen vorhandene solche Kantonnements- Lazarethe einzurichten und bis zur Ankunft des abbisenden Personals der Sanitäts-Formationen zu verwalten. Diese Lebergangsformen fanden sich naturgemäß« am häufigsten unter den Besatzungstruppen der General-Gouvernements owie bei der im Süden operirenden, theilweise aus Landwehr- 'orinationen bestehenden Armee, da diese erst nach Ausbruch des Krieges gebildeten Truppen-Verbände mit einer geringeren Anzahl von Feldlazaretten und Lazareth-Reserve- ersonal ausgestattet waren. 1 ) Die Besetzung der nach und nach in Deutsche Hände gefallenen Festungen rief die Notwendigkeit hervor, für die Garnison derselben Hospitäler zur Verfügung zu stellen, eiche auch den etwa durchmarschirenden Truppen Ge- bgenheit zur Unterbringung von Kranken darbieten konnten. u diesem Zwecke wurden zunächst die früheren Französi- ichen Garnison-Lazarethe nach sorgfältiger Reinigung mit ilfe des vorhandenen Materials oder durch Requisition ein- erichtet. Desgleichen wurden die Civil-Hospitäler, soweit te genügende Garantie boten, in Anspruch genommen. Durch ommandirung von Truppenärzten und Lazarethgehilfen, [ im Nothfalle von Hilfs - Krankenträgern als Kranken- ärter oder durch Heranziehung von Privat-Pflegepersonal Heimischwestern, Civil-Krankenwärtern) Hess sich auf diese eise rasch eine regelmässige Lazarethpflege herstellen. orzugsweise kamen diese schnellen Organisationen bei en im Jura kämpfenden Armee-Abtheilungen zur Geltung, eiche wegen Schwierigkeit der Wege, Ungunst der Jahreszeit, Mangel an Transportmitteln und bei dem raschen echsel ihrer Aufstellung besonders vieler derartiger ammeistellen für Kranke bedurften. Ausser den nicht in Feldlazarethe übergeführten leichtverwundeten gingen diesen Kantonnements-Lazarethen hauptsächlich an rheumatischen Uebeln, gastrischen Stö- nngen, Bronchitis oder Lungenentzündung, zuweilen auch inzelne an Pocken, Typhus oder Typhoid Erkrankte zu. l ) Vergl. Beilage 11. Smiüt.,-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. Beim Wechsel der Truppentheile übernahmen die Aerzte der einrückenden Truppen diese Lazareth-Anstalten. Wurde die Garnison oder das Kantonnement ganz aufgehoben, so gingen die transportablen Kranken in die nächsten Feldlazarethe über, die nichttransportablen wurden der Ortsbehörde übergeben unter Benachrichtigung der Etappen-Kommandos und der Truppentheile. Konnte das Lazareth nicht aufgelöst werden, so hatte die General- Etappen-Inspektion für anderweitiges Personal Sorge zu tragen. B. Hygienische Zustände und Maassnahmen bei den hauptsächlichsten längeren Kantonnirungen. 1. Vor Metz. 1 ) Die zur Einschliessung von Metz bestimmte Armee 2 ) hatte nach drei grossen verlustreichen Schlachten am 19. August das errungene Terrain — die Plateaus und Flussniederungen auf beiden Seiten der Mosel — eingenommen und hielt die Festung bis zu ihrer Ueber- gabe (27. Oktober) umschlossen. In demselben Boden, auf welchem sie jetzt so lange verweilen sollte, hatte sie kurz vorher ihre eigenen und die feindlichen Gefallenen gebettet und einen Theil der Kadaver der verendeten Pferde eingescharrt; ein anderer Theil der Thierleichen bedurfte noch der Inhumation und erfüllte die Luft mit Verwesungsgasen. Schlachtabfälle der getödteten Thiere, Exkremente bedeckten nebst anderem unvermeidlichen Unrath ausgedehnter Lager und Biwaks den Boden und entsandten die Produkte ihrer Zersetzung in die Luft. Ein regnerischer Herbst verwandelte weit und breit das zerwühlte Terrain sehr bald in ein Meer von Schlamm und spülte die Erde von den Leichenhügeln. Den nach dreiwöchentlichen Märschen und gewaltigen Schlachten in angestrengtem Vorpostendienst sich erschöpfenden Mannschaften durchnässte er die Kleider und erfüllte die Schützengräben mit Wasser. Auch das Trinkwasser wurde durch die im Boden enthaltenen Verwesungsstoffe verunreinigt. So bedrohten gefährliche Feinde von Anfang an Leben und Gesundheit der Armee, welchen entgegenzuarbeiten während der ganzen Dauer der Einschliessung von den militärischen Befehlshabern, den Sanitätsorganen und den Verwaltungsbehörden als eine für alle Betheiligten gleich schwierige, gleich verantwortungsvolle Aufgabe empfunden wurde. i) Vergl. Generalstabsvverk I, Seite 1400, sowie den Anhang zu diesem Kapitel (Desinfektion der Schlachtfelder). Hinsichtlich des Gesundheitszustandes der Armeen vor Metz, Strassburg und Paris wird auf den 2. Band (Statistischer Theil) und auf den 6. Band (.Medizinischer Theil) des Berichtes verwiesen. 2 ) Betreffs Zusammensetzung und Stärke derselben siehe Generalstabswerk I, Seite 235* sowie den 2. Band dieses Berichtes. 9 ■ 4 P0-1 66 II. Kapitel: Sanitätsdienst etc. bei den Truppen. Band Die in der Nähe der Festung befindlichen Dörfer waren säinintlich durch die Schlachten hart mitgenommen und grossentheils von den Einwohnern verlassen. In den noch brauchbaren Gebäuden hatten sich die zahlreichen Lazarethe eingerichtet, welche die Schwerverwundeten aus den drei grossen Schlachten verpflegten. Auch durch Vertheilung der Truppen auf einen grösseren Rayon konnte daher nur ein sehr kleiner Theil derselben unter Dach gebracht werden; von dem Gros nahm ein Theil die Yorpostenstellungen hart am Feinde ein, während dem Rest die Aufgabe zufiel, Tlüttenlager zu bauen und täglich zu verbessern. Von den dazu erforderlichen Materialien waren nur Laub und Aeste überall zu haben. Die ohnehin knappen Strohvorräthe dagegen konnten nicht für diesen Zweck Verwendung finden. In beträchtlicher Zahl erbeutete Französische Zelte gewährten hier und da erwünschte Aushilfe. Gegen Ende August forderte das Oberkommando zur Requisition von Leinwand behufs Bedachung der Laubhütten auf und ordnete den Bau fester Baracken durch Pioniere an. Die Truppen sollten ausserdem, soweit dies möglich, alle drei Tage (später alle zwei Tage) zwischen Biwak und Kantonnement wechseln. Mit Beginn des September stellte sich heftiges, Wochen hindurch anhaltendes Regenwetter ein, gegen welches die bisher erbauten Laubhütten, obwohl die Truppen allmälig eine grosse Uebung in dem vortheilhaftesten Gebrauch der Aeste bekommen hatten, nirgends genügenden Schutz gewährten. Zudem wurden die Wege innerhalb der Lager durch den tiefen Koth so schwierig, dass eine stete Verlegung derselben erforderlich ward. Inzwischen drängte das Oberkommando immer von Neuem auf die Beschleunigung des Barackenbaues. Die Requisition von Brettern zu diesem Behuf ward gestattet; Moselkies diente zur Befestigung der Lagergassen und Verbindungswege. Das Oberkommando selbst Hess ausserdem in ganz Lothringen für die Armee Bretter requiriren und stellte bald eine Anzahl derselben den Truppentheilen zur Verfügung. Indessen erreichte diese Requisition wegen Mangels an Brettervorräthen bei weitem nicht die Höhe des Bedarfs, so dass die Unterkunft der Truppen dauernd eine missliche blieb. Die Baracken wurden theilweise mit Dachpappe gedeckt und mit eisernen Oefen versehen. Mit diesen Anordnungen ging Hand in Hand die sanitäre Ueberwachung der Dörfer. Die hygienischen Verhältnisse; in denselben und in Ihrer Umgebung bedurften dringend einer Verbesserung. Neben den überfüllten Quar- tieren befanden sich die mit Verwundeten und Kranken belegten Häuser. Strassen, Gärten, Wiesen und Weinberge waren mit menschlichen Exkrementen verunreinigt, was in Anbetracht der Zahl der im weiten und nächsten Umkreise der Stadt (abgesehen von der Bevölkerung selbst) in beiden Lagern untergebrachten Menschen (an 350 OCX) Köpfe, d. i. pro Tag mindestens 900 Centner Exkremente) nicht verwunden! kann. Hierzu kamen noch die Exhalationen der Gräber, der freiliegenden Thierkadaver und der Abfälle der täglich zur Ernährung zweier grosser Armeen geschlacli. teten Rinder, Hammel und Pferde, also auf Verhältnis» massig kleinem Räume, und zwar vorzugsweise in nächster Nähe der Biwaks und Ortschaften, schwer zu bewältigend! Massen verwesender animalischer Stoffe. Eine Aenderung dieser Verhältnisse zu schaffen, war« zunächst die einzelnen Truppentheile selbst berufen. Allein bei dem häufigen Wechsel der Kantonnements und Lage: konnten Desinfektionen und Reinigungen der Quartiere nur unzureichend und vereinzelt durchgeführt werden. Da in dessen das Umsichgreifen der Darmerkrankungen mit epidemischem Charakter zu umfassenderen Maassnahmen hitdrängte, ordnete das Oberkommando zunächst eine gründliche Abräumung der Schlachtfelder mit Verbrennung alle* nicht anderweitig zu beseitigenden Unraths an. Die Leichen- hügel, soweit der Regen sie zerstört hatte, mussten von den in der Nähe derselben lagernden Truppen erhölit werden, wofür bestimmte Anweisungen ergingen. Zur Y« meidung einer Ueberfüllung der Kantonnements in den Dörfern wurde jedes Haus in Bezug auf seine Belegbar keit abgeschätzt und die ermittelte Zahl deutlich am Hau vermerkt. Um Feuersgefahr zu vermeiden, sollten die Truppen im Freien abkochen. Zur Desinfektion der Häuser wurden grosse Vorräthe von Desinfektionsmitteln durch die Etappen zu Remilly und Pont ä Mousson überwiesen. Die D« infektion hatte nach der bereits im Juli den Truppen zugegangenen Anleitung 1 ) zu erfolgen. Die Umgebung der Häuser, die Gärten, die Weinberge wurden durch — mit Grabscheiten versehene — Patrouillen abgesucht, welche alle Exkremente und Abfälle vergraben und überdecken mussten. Die Latrinen standen unter ärztlicher Kontrole; vielfach wurden in bestimmter Entfernung von den Häusern Erdklow* mit täglicher Bedeckung der Exkremente eingerichtet. Gegen Ende September fand auf Anordnung des Ober kommandos eine erneute gründliche Reinigung aller Quartiere statt; die Truppen hatten dieselben zu diesem Zweck für einen Tag gänzlich zu verlassen. Anfang Oktoher wurde die Sorge für Reinhaltung der Quartiere dem jede* maligen Kommando - Aeltesten als verantwortliche Ffliclit übertragen. Bei einigen Regimentern ward zur Durch führung hygienischer Maassregeln eine Sanitäts-Kommission gebildet, welcher die Kontrole der Quartiere oblag. D» selbe hatte insbesondere eine zu dichte Belegung zu verhüten, die Entfernung der Auswurfstoffe und die Reinigung der Häuser zu überwachen. Weder in den Quartieren noch in den Kranken-Depots durften Ansammlungen von Ruhroder Typhus-Kranken geduldet werden, letztere waiv: vielmehr sofort den Lazarethen zu übergeben. Auf diese Band L sehr gut. J ) Siehe Beilage 44. — Die Anleitung ist gleichlautend mit dal durch die Sanitäts-Instruktion für die Feldlazarethe gegebenen, ver| mehrt durch einen Zusatz über die Süvern'sche Desinfektionsmasse. Band I. >r Abfälle der en geschlaeli- f Verhältnis- 3 in nächst« bewältigend« raffen, wara -ufen. Allein ;s und Lager Juartiere mir ■den. I)a in- igen mit epi snahmen hin- ; eine griind- ■oinmng alle* Die Leichen- mussten von ppen erhöht 3n. Zur Ter- mts in den ne Belegb» ch am Haiw die Truppen luser wurde« die Etappen l. Die De* Truppen zu- ngebung der urch — mit , welche alle ken mussten. )le; vielfach ■n Brdkloset? erichtet. [ig des Ober ; aller Quai- iesem Zweck mg Oktober 3 dem jedes- liehe Pflicht zur Durch- -Kommission oblag. Pic- ung zu TW ie Keiniguiis irtieren noch i von Rubr- stere waren Auf diese iiitend mit J er igebenen, »» ktionsmasse. Band I. I. Abschnitt: Sanitätsdienst etc. auf dem Marsche und im Quartier. Kautonnements. 67 Weise wurde eine allniälige Trennung der mit einfachen Erkrankungen Behafteten von den an epidemischen Formen Leidenden durchgeführt. Jede neue Erkrankung an Durchfall lnusste sofort zur Kemitniss des Arztes gebracht werden. Die Klagen über schlechtes Trinkwasser auf dem Hochplateau des linken Mosel-Ufers konnten durch die Ueberweisung abessynischer Brunnen nicht Abhilfe finden, da letztere sich bei dem felsigen Untergrund als unbrauchbar erwiesen. Es wurde deshalb das Kochen des Wassers vor dem Genuss angeordnet und der Zusatz von Spirituosen angerathen.') Der bedenklicher werdende Gesundheitszustand der Truppen rief besondere Maassnahmen bezüglich der Bekleidung und Verpflegung hervor, welche bei den betreffenden Abschnitten Erwähnung finden. Durch die Uebergabe von Metz erwuchsen neue Gefahren für die Deutschen Truppen. Bei der eingeschlossenen Französischen Armee hatten sich ebenfalls Typhus und Ruhr entwickelt, daneben Pocken. Es stand zu erwarten, dass die Deutsche Besatzung der eroberten Festung den äusserst ungünstigen sanitären Verhältnissen daselbst ihre Opfer werde bringen müssen. Um dieser Kalamität vorzubeugen, zugleich auch um das Loos der sehr zahlreichen, a ) in der Stadt verbliebenen Kranken zu verbessern, wurde sofort eine kommissarische Untersuchung der sämmtliehen Laza- rethe in Metz sowie eine Desinfektion der Wohnungen beschlossen und ausgeführt. Ebenso ward der ganze Sanitätsdienst unter die einheitliche Leitung eines Deutschen Garuisonarztes gestellt. Auf solche Weise gelang es, die Deutschen Truppen vor neuen Epidemien zu bewahren. 2. Vor Strassburg. 3 ) Einer günstigeren Lage als die grosse Armee vor Metz hatte sich das Belagerungskorps vor Strassburg zu erfreuen. Nachdem die aus der Badischen Feld-Division und der 1. Reserve - Division nebst den zugetheilten Artillerie- und Pionier-Abtheilungen bestehenden Truppen die Einschliessuug vollendet, wurde ihre Unterkunft so geregelt, dass nur die zu den Belagerungsarbeiten koinman- dirten Abtheilungen für die Zeit des Kommandos im Biwak bezw. vorbereiteten Lagerorten verblieben, während die eigentliche Belagerungs-Armee sich in festen Kantonnements unter Dach und Fach in den Dörfern einrichtete. Die dem nniern Kreise des Cernirmigsringes zunächst gelegenen Orte waren natürlich am stärksten belegt und theilweise überfüllt. Im Allgemeinen waren die Unterkunftsräume sehr gut. J ) Vergl. Seite 75. 2 ) 20 000 Kranke oder in der Genesung Begriffene. (Generalstabswerk II, Seite 304.) 3 ) Betreffs der Einscliliessung und Belagerung von Strassburg siehe Generalstabswerk I, Seite 1321 u. ff. und II, Seite 95 u. ff., desgleichen den 2. Band dieses Berichtes. Von Seiten des Oberkommandos wurde sorgfältige Bekleidung und Beköstigung ausdrücklich angeordnet, Zu- schuss an Kaffee und Branntwein gewährt, der Genuss von Obst verboten, die Desinfektion der Latrinen und Scklacht- plätze eingeleitet. Das Belagerungskorps erfreute sich eines guten Gesundheitszustandes: Typhus und Ruhr waren verhältniss- niässig selten; die von den Bewohnern in einigen Fällen auf die Armee übertragenen Pocken machten Revaccinationen nöthig, welche die weitere Verbreitung abschnitten.') 3. Vor Paris. Nachdem die Einschliessuug von Paris am 19. September durch die III. und die Maas-Armee vollzogen war, erhielten die grösseren Truppenverbände (Armeekorps, Divisionen) die von ihnen erkämpften oder besetzten Terrainabschnitte zur Aufstellung, Bewachung und Verteidigung angewiesen und blieben daselbst mit einzelnen Ausnahmen bis zum Eintritt des Präliminarfriedens. Unterkunft fanden die Truppen in den meist grossen reichen Dörfern und Villen der Umgegend von Paris. Manche dieser Ortschaften konnten jedoch wegen des feindlichen Feuers und der vorgefundenen Zerstörungen an den Häusern nicht gleichmässig belegt werden. Viele der von den Einwohnern verlassenen Häuser waren überdies schon vor Ankunft der Truppen von feindlicher Seite in einen hohen Grad der Verwüstung und Unsauberkeit versetzt worden. Bei der Beschaffenheit der Cernirungslinie in der ersten Zeit war ein sehr anstrengender Vorpostendienst nöthig. Ein grosser Theil der Bereitschaftstruppen inusste biwakiren; später kamen in den Biwaks Französische Zelte zur Verwendung; auch wurden für diese Truppen- theile im Oktober Holzbaracken und im Winter Erdhütten errichtet, so z. B. zu Pont Iblon, Gonesse, bei CMtillon und an anderen Orten. Da an einzelnen Punkten eine stärkere Konzentration der Truppen geboten war, mussten die Mannschaften mitunter eng, in mangelhaft ventilirten Räumen, untergebracht werden. Der Vorpostendienst wechselte in bestimmtem Turnus bei den Truppenverbänden (Brigaden etc.); eine Anzahl von Truppentheilen, namentlich der Infanterie, war in Folge dessen beständig auf Wechselquartiere angewiesen und demgemäss — besonders in einzelnen ohnehin eng belegten Dörfern — um Vieles schlimmer daran, als jene, welche im Besitz ständigerer Quartiere blieben. Waren letztere auch noch so mangelhaft und beschränkt, so Hessen sich doch Reinlichkeit und Ordnung darin leichter erhalten und überwachen. !) Näheres darüber im 6. Bande (Kapitel „Pocken"). 9* ■ 68 II. Kapitel: Sanitätsdienst etc. bei den Truppen. Band I In den Kantonnirungsorten erhielten die Truppen- theile (Bataillone, Kompagnien etc.) möglichst zusammenhängende und geschlossene Häuserkomplexe oder Strassen zugewiesen. Handwerkskundige Mannschaften, als Glaser, Kainin- kehrer, Maurer, Töpfer etc. wurden zur Ausbesserung und Instandhaltung der Häuser verwendet. Zur Lagerung leistete den Truppen der Ueberfluss an Möbeln und Matratzen, der sich in den meisten Orten in der Nähe von Paris vorfand, vortreffliche Dienste. Als der Winter begann, konnten viele Unterkuufts- räume, welche der Heizvorrichtungen entbehrten, mittelst der in grossen Magazinen aufgefundenen Porzellan- und Eisenblechöfen heizbar gemacht werden. Selbst in den gedeckten Unterkunftsräumen der Vorposten versuchte man kleine eiserne Oefen anzubringen, welche jedoch nicht selten rauchten. Eigene Küchenanlagen mit grösseren Kochherden zur Bereitung gemeinsamer Menagen errichteten nur wenige Truppentheile mit ständigen Quartieren in den mehr rückwärts gelegenen Orten. In der Regel fand das Kochen entweder an den Kaminen der Quartiere unter vielfacher Benutzung der vorgefundenen Küchengeschirre und Kessel 1 ) statt, oder auch sehr häufig im Freien an den einfachen Peldkochherden bezw. Kochlöchern. Die Schlachtstätten der Peldmetzgereien wurden gewöhnlich in abgeschlossenen Gehöften an den Ausgängen der Kantonnirungsorte oder in abseits gelegenen Meierhöfen stationirt. Die Beseitigung der Schlachtabfälle etc. hatte durch Vergraben etc. auf entlegenen Feldern zu geschehen. In den einzelnen Kantonnirungsorten lag die Anordnung und Ueberwachung der nöthigen Ordnung und Reinlichkeit in den Strassen und auf Plätzen, sowie die Beaufsichtigung der Brunnen den Platzkommandos ob. Hinsichtlich der Erhaltung dieser Quartiere und der Herstellung der Reinlichkeit in denselben waren bereits am 22. September 1870 strenge Weisungen ergangen, welche im Verlaufe der Einschliessung wiederholt in Erinnerung gebracht und ergänzt wurden. Beim Einrücken in die Kantonnemeuts hatte zunächst die nöthige Instandsetzung der zu belegenden Räume durch Reinigung, Beseitigung der unzulänglichen Aborte, sowie allenfalls vorhandenen Unrathes, nebst Errichtung von Latrinen und Anlegung der nöthigen Abfallgruben zu erfolgen. Die Erhaltung aller gemeinnützigen Gegenstände, insbesondere die Schonung von Wasserleitungen und Brunnen wurde eindringlich empfohlen; letztere selbst waren beim Eintritt der kalten Jahreszeit einzuwintern und deren Umgebung, ebenso wie Strassenrinnen, eisfrei zu erhalten. ') Durch Befehl des Oberkommandos der Maas -Armee vom 30. Dezember 1870 durften für Feldwachen grosse blecherne Kochkessel angeschafft werden. Die Wechselquartiere erfuhren vor dem Verlassen stet-| gründliche Säuberung, welche sich nicht nur auf Innere der Häuser, sondern auch auf Hofräume und "WejJ erstreckte. Um die Wohnlichkeit dieser AVechselquartiere zu erhalten, machten Aufschriften an den Häusern die Offizier- quartiere als solche, desgleichen die Belegungsfähigkeit dp Mannschaftsräume ersichtlich. Im Laufe des Winters traten bei einzelnen Platzkommandos gemischte Kommissionen (aus Offizieren Aerzten bestehend) ins Leben, welche in kurzer Zeit Viel« für Hof- und Strassenreinigung, sowie vorzugsweise Bewohnbarniachung leerstehender Räume leisteten. Von Zeit zu Zeit, später allwöchentlich, fanden ß Visionen der Wohnräume und ihrer Umgebung statt, beim'. Kontrole der Reinigung, Lüftung, Erneuerung des I strohes, Zustand der Aborte etc.; häufige Anordnungen ergingen betreffs Neuaulage von Latrinen, Beseitigung der überfüllten durch Zuschütten nach vorheriger Desinfektioi und dergleichen mehr. Verdächtige Quartiere, in welchen Ruhr- und Typhi»! herde sich bildeten, wurden vorerst gänzlich geräumt unt je nach dem Resultat der Untersuchung von weiterer Bi legung ausgeschlossen oder nach vorgenommener Lülhin: und Desinfektion wieder belegt. Zu letzterem Zwecke m im Dezember eine grössere Menge von Desinfektionsmittel an die Truppen übergeben worden. In gleicher Weise ergingen Verbote hinsichtlich di Benutzung verdächtiger Brunnen; event. wurden letzten auch nach vorhergegangener Untersuchung geschlossen oder anderweitig unzugänglich gemacht. Eine nothwendige, aber sehr schwierige Aufgabe bildete bei der länger andauernden Ueberfüllung der Quartier« desgleichen bei Besetzung der Forts die Beseitigung da in den Wohnungen, in Latrinen und Abfallgruben sammelten Unrathes durch eine geregelte Abfuhr, welc sich mitunter erst nach zwei- bis dreiwöchentlicher gross Anstrengung vollständig durchführen Hess. Hierbei waren brennbare Materialien, als Uebenesl von Kleidungsstücken und von Hausrath, als Lagerstrol und ähnliches an sicheren Orten zu verbrennen, der lnh; der Latrinen, Abfallgruben und Düngerhaufen alier vor der Räumung zu desinfiziren, auf entlegene Felder zu führe und dort zu vergraben. Ganz besonders achteten Offiziere und Aerzte auf Er haltung der körperlichen Reinlichkeit der Mannschaften. Wo nur immer möglich, richtete mau Badeanstalt« sowohl für Offiziere als Soldaten ein, wozu sich glücklicherweise an vielen Orten die Einrichtungen vorfanden; mi Eintritt der wärmeren Jahreszeit wurde die Gelegenheii zu Flussbädern im Freien au gesicherten Stellen flei benutzt. Durch Belehrungen, sowie durch streng e Aufsicil| und häufige Gesundheitsbesichtigungen ward für Körpei Band MBaml I. II. Abschnitt: Sanitätsdienst im Gefecht. 69 Verlassen stetl nur auf daj me und Weg lartiere zu erl r die Offizier! gsfähigkeit de| rzeliien P] Offizieren ui ;er Zeit Viele! ■zugsweise füi| iteten. b., fanden Bei g statt, behufl ng des Lager-I Anordnungerl eseitigung da r Desinfektiotk - und Tvplnifl i geräumt i weiterer Bf-, neuer Lüftui| u Zwecke n ektionsmittelil nsichtlieh urden letztertl schlössen odel ufgabe bildet« der Quartieit| eseitigung di Igruben ang ifuhr, welcliJ lieber grro«! tls Ueberresl ds Lagerstrolj en. der Inhal: alier vor (tel ler zu führet .erzte auf Er| muschafteii. Badeanstalteil h glücklicher! erfanden; mül Gelegenhei| teilen nge Aufsich! für Körper-j |Bege überhaupt nach Möglichkeit gesorgt und ungeregelte Lebensweise hintangehalten. In der Heizperiode machten die Gefahren des Kohlen- äainpfes Belehrungen und Warnungen hierüber nothwendig, nachdem einige Falle von Vergiftung durch Kohlenoxydgas Folge Kaminfeuers bei mangelhafter Ventilation vorgekommen (ein Fall bei Bayerischen Truppen vorlief tödtlich). Die prophylaktischen Maassregeln gegen ansteckende Krankheiten (besonders Blattern und Syphilis) sind an anderen Stellen erörtert. 1 ) ') Vergl. den dritten Abschnitt. Zweiter Abschnitt, Sanitätsdienst im Gefecht. Das den Trappen selbst beigegebene Sanitätspersonal Kind -Material 1 ) sicherte auch dem vereinzelt kämpfenden Üeineren Truppeuverbande den notwendigsten ärztlichen feistand auf dem Gcfechtsfelde. Die Feld-Sanitätsinstruktion von 1869^) ging von dem Gedanken aus, dass zwar die msgiebigere definitive Hilfe grundsätzlich den Sanitäts- ?ormationen (Sanitäts-Detachements, Feld- und Kriegs- ILazarethen) vorbehalten bleiben, die erste Hilfe jedoch den täinpfenden Truppen bei kleineren Zusammenstösseu, bei I welchen im Allgemeinen die Gegenwart von Sanitäts-For- [mationen nur eine zufällige sein kann, ausschliesslich durch ihr eigenes Sanitätspersonal geleistet werden solle. Nach 6 der Instruktion hatte jedoch nur die Hälfte der Aerzte [und Lazarethgehilfen den Truppen in die Gefechtslinie zu [folgen, während der andern Hälfte oblag, den Noth- Yerbandplatz einzurichten und den Dienst daselbst zu versehen. Die Vertheilung des Personals nach diesem Grundsätze erfolgte durch den Truppen-Kommandeur. Wurden rössere Verbände in ein Gefecht verwickelt, so konnte auch eine vorher getroffene, ein für alle Mal feststehende r ereinbarung darüber Platz greifen, welche Aerzte und fehilfen die Truppen begleiten, welche sich auf den r erbandplatz zu begebeu hatten. Zuweilen freilich brach das Gefecht so schnell aus, da.-s die vorher vereinbarte Konzentration des Personals In Folge der innerhalb der Bataillone sich häufenden Verluste, welche die Thätigkeit der Aerzte an diesen Punkten pesthielten, sich nicht als durchführbar erwies. Es kam dann gar nicht zur Etablirung eines Noth-Verbandplatzes, sondern zur Zersplitterung der ärztlichen Kräfte, welche per wirklichen Hilfeleistung nachtheilig ward. So sorgfältig in der Instruktion auch die verschiedenen jagen vorgesehen sein mögen, so geräth doch in Wirk- ') Vergl. Kapitel 1, Abschnitt 1 u. 2. 2 ) Dasselbe ist bei der Kriegs-Sanitätsordnung von 1878 der Fall. lichkeit der Truppenarzt — namentlich wenn er der Einzige bei seiner Truppe ist — naturgemäss nicht selten in Verlegenheit, wohin die höhere Pflicht ihn rufe: nach vorn in die Gefechtslinie um des moralischen Eindrucks willen, oder hinter die Front, um an geschütztem Platz mit reichlicherer Assistenz eine wirksamere Thätigkeit entfalten zu können. In diesem Dilemma lag reglements- mässig die Entscheidung bei dem Truppen-Kommandeur, dessen Aufmerksamkeit jedoch in solchem Augenblick durch seine taktische Aufgabe vollauf in Anspruch genommen war. Den sich selbst überlassenen Arzt bestimmte meist der beruhigende Eindruck, welcher aus der unmittelbaren Begleitung des bekannten Arztes für die Truppe erwächst, nicht selten wohl auch die Sorge, dass sein Zurückbleiben nicht bloss dem Wunsche, wirksam zu helfen, zugeschrieben werden könne. So kam es, dass die Aerzte einiger Regimenter während des ganzen Feldzuges niemals auf einem Verbandplatz vereinigt gewesen, auch nie dazu gelangt sind, zur Unterstützung eines Saiiitäts-Detachements herangezogen zu werden. War schon das gesammte, bei den Truppen selbst befindliche Sanitätspersonal und -Material nur auf eine vorläufige, unaufschiebbare Hilfe berechnet, so ist es einleuchtend, dass insbesondere der Beistand, welcher von den die Truppen in die Gefechtslinie begleitenden Aerzten geleistet werden konnte, sich nur auf die vorbereitenden Akte der Hilfe zu erstrecken vermochte. Im Allgemeinen galt es dort, Schmerzen zu lindern, eine möglichst zweckmässige Lagerung der Verwundeten auf den Tragen zu erreichen und allenfalls stärkere Blutungen zu stillen. Die eigentliche Aufgabe bestand darin, den Transport nach dem Verbandplatz zu ermöglichen, zu einem unschädlichen und schmerzlosen zu gestalten. Bei der Kavallerie war die Leistung des beim Truppentheil verbleibenden Sanitätspersonals in vielen Beziehungen durch die Eigeuthümlichkeit der Waffe modifizirt. Vor Allem machte sich hier der Mangel an Hilfspersonal und das Fehlen von passenden Transportmitteln (Tragen) geltend. 1 ) Im Allgemeinen blieben die Verwundeten nach Anlegung des Notverbandes auf die weitere Sorge der benachbarten Infanterie angewiesen, da die Truppenärzte der Kavallerie selten in der Lage waren, die Sorge für die Unterkunft der Verwundeten übernehmen zu können. In eine ebenso schwierige Lage gerieth zuweilen das Sanitätspersonal der im Kampfe begriffenen Artillerie. Gingen die Batterien in schnellem Tempo vor, so blieben zunächst die Staffeln, bei welchen sich das Sanitätsmaterial befand, zurück. Gleichwohl bedurfte der Arzt desselben um so mehr, als gerade dort am häufigsten gewaltige Zer- reissungen durch Sprengstücke u. s. w. schnelle operative Hilfe forderten. „Truppen- oder Noth-Verbandplatz" 2 ) hiess der von dem Truppen-Kommandeur bezw. dem rang- ältesten Truppenarzt bestimmte Ort, an welchem die Verwundeten zunächst gesammelt wurden. Hinsichtlich seiner Lage war bestimmt, dass er nicht weit — in der Eegel ausser Gewehrschussweite — hinter der Gefechtslinie liegen solle, damit die Verwundeten schnell dahin gelangen. Auch die Rücksicht auf die Leistungsfähigkeit der Hilfs-Kranken- träger erforderte, dass die Entfernung des Verbandplatzes von der Feuerlinie eine möglichst geringe blieb. Er musste daher mit den avancirenden Truppen vorgeschoben werden. Im Uebrigen galten für seine Wahl und seine Kenntlichmachung dieselben Vorschriften wie für den Hauptverbandplatz. 3 ) Die Ueberführung der Verwundeten nach dem Verbandplatz bewirkten die Hilfs-Krankenträger der Truppen (ßlessirteuträger bei der Bayerischen Armee, Württembergische Sanitäts-Soldaten) 4 ) mittelst der auf den Medizinwagen befindlichen Tragen. 5 ) Bei Beginn der Gefechtsbereitschaft wurden die Hilfs-Krankenträger aus der Kompagnie herausgezogen und hatten, 16 Mann pro Bataillon, unter spezieller Aufsicht eines hierzu kommandirten Unteroffiziers, den Anweisungen der Aerzte und Lazarethgehilfen nachzukommen.. Erwies sich die oben genannte Zahl als unzulänglich, so kommandirte unter Umständen der Truppen- Befehlshaber weitere Mannschaften zu diesem Dienst. Auch die ausnahmsweise Heranziehung der Hilfs-Krankenträger eines noch nicht selbst in das Gefecht verwickelten Truppentheils war in der Instruktion vorgesehen. Der Dienst der !) Gegenwärtig werden auch Mannschaften der Kavallerie zu Hilfe-Krankenträgern ausgebildet; desgleichen gehören Tragen zur Feldausrüstung der Kavallerie-Regimenter. *) Zur Unterscheidung von dem durch ein Sanitäts-Detachement etablirten „Hauptverbandplatz". 3) Vergl. Kapitel I, Seite 35. 4 ) Vergl. Kapitel I, Anmerkungen zu Abschnitt 1, Seite 20 bezw. 24. 5) Vergl. Kapitel 1. Abschnitt 2. Hilfs-Krankenträger dauerte in grossen Schlachten bis tij in die Nacht fort, um beim ersten Morgengrauen wied zu beginnen. Er war jedoch beendet, sobald sämrntlicrJ Verwundete die Verbandplätze erreicht hatten; eine weiten] Verwendung der Hilfs-Krankenträger im Sanitätsdienst (an] dem Verbandplatze selbst) gestattete aus naheliegend Gründen die Instruktion nicht. Art und Umfang des Beistandes, welcher auf deJ Nothverbandplatze geleistet werden konnte, hing \ mancherlei Umständen ab. Flatterte die den Verbandplai bezeichnende Fahne — wie es häufig nicht anderkonnte — auf freiem Felde, so musste, namentlich erstarrender Winterkälte oder herabströmendem Regen, thunlichst schleuniger Transport in das nächste Feldlazarett I mit Aufschub jedes nicht unerlässlichen Eingriffs als diel grösste, den Verwundeten zu erweisende Wohlthat u gesehen werden. Andere Beschränkungen legte die unab weislicher Rücksicht auf die Beweglichkeit der Trupp« bemessene Materialausrüstung auf. Dieselbe gestatte zwar die Anlegung auch dauerhafter Verbände (namentli von Gypsverbänden), mehrte sich aber die Zahl der Gm fechtsopfer, so konnte das Material für nachhaltigere Hill bei schweren Verletzungen leicht erschöpft werden, bevol der Verwundetenzugang aufhörte. Anfangs gelang es aucll zuweilen nicht, den bei der Bagage zurückgehaltene! Medizinwagen an den Verbandplatz heranzuziehen, welchem Falle die Aerzte sich hinsichtlich der Verband] mittel auf den Inhalt der Bandagentornister angewiesal gleichzeitig aber auch ihrer reglementsmässig auf denl Medizinwagen untergebrachten') Instrumente beraubt sahen! Die Truppenbefehlshaber wurden deshalb durch Aller! höchsten Erlass vom 25. August 1870 ermächtigt, beiil Marsch mit Aussicht auf ein Gefecht den Medizinwagen -I abweichend von den sonstigen Grundsätzen — unmittelbar! dem Truppentheil folgen zu lassen. Das Maass der operativen Hilfe, zu welcher anfj Nothverbandplätzen geschritten wurde, richtete sich wesentl lieh danach, ob ein Hauptverbandplatz in der Nähe bestanl oder nicht. In letzterem Falle wurden Ablösungen derj durch grobes Geschütz zerschmetterten Gliedinaassen üb ähnliche unaufschiebbare grosse Eingriffe auf dem Notl Verbandplatz ausgeführt, woselbst man sich anderenfalls in operativer Hinsicht auf Ausziehung von Kugeln, fernung fremder Körper oder abgelöster Knochenstückel von denen ein erheblicher Insult der umliegenden Theile| befürchtet werden musste, beschränkte. Im Uebrigen blieb nächst der Labung der Verwundeter! die Vorbereitung derselben für die Ueberführung nacll einem Feldlazareth die eigentliche Aufgabe des auf deal Nothverbandplatz thätigen Personals. In allen zur Stelle,' slätzen obla leurs hing Ynppenverl ferbandplati Jefechtslinh üerüber ma Wurde schlössen, sc geliilfen zun ■anitätsdetac fahrend we gelbst in Th irzte auch a Immer ; zur Auflösui ■e Sorge fü: lor Verwun fcrbandplatz Leichtigkeit licht selten [läuser vorgi den Verwun ■deutend al ■er nur da Jen Kampf ^ In denj< iicnts zur "\ förderung de Taren die T erwuchs ai bringen, ( Fahrzeuge ni Vintermonatc- Verlegenheit. ') Vergl. ] 2 ) Betreffs |>lätzen siehe K 3 ) Die aus es XIV. Arme ns den in Stau ■ce mitgefiihr ] ) Vergl. Anmerkung auf S. 26. Betreffs Unterbringung H Instrumente in Umhängetaschen bei den Bayerischen und Badiscta| Truppenärzten siehe S. 30. Band I ichten bis frl grauen wiedel ld Bämmtlidl i; eine weiterJ ;ätsdienst (ail naheliegende« ober auf dei e, hing volI Verbandpk; anders sein! imeiitlich 1*1 m Regen, eiil i Feldlazarett I griffs als M SVohlthat J egte die mit] ; der Truppe:. be gestattete! b (namentliell Sahl der Gel ialtigere am erden, bevoij slang es audl ickgebalteueij zuziehen, der Verbau« angewiesen! sig auf des »eraubt sahen durch Aller- tchtigt, beim! lizinwagen- - unmittelbq welcher au : sich wesejä Nähe bestai» ösungen de maassen um f dem Notlj anderenfalls! Cugeln, Lochenstiick' Buden Theile Band I. II. Abschnitt: Sanitätsdienst im Gefecht. 71 In allen grösseren Gefechten waren Sanitätsdetachements ir Stelle, 1 ) welchen die Etablirung von Hauptverband- fcätzen oblag. 2 ) Von dem Ermessen des Divisionskominan- ieurs hing es alsdann ab, ob die bereits eingerichteten jruppenverbandplätze fortbestehen oder in dem Hauptverbandplätze aufgehen sollten. Die Ausdehnung der fefecktslinie war im Allgemeinen für die Entscheidung üerüber maassgebend. Wurde die Aufhebung der Nothverbandplätze be- Igchlossen, so begaben sich die Truppenärzte und Lazareth- gehilfen zum Hauptverbandplatz, um dort das Personal des Sanitätsdetachements zu unterstützen. In grossen Schlachten, während welcher Feldlazarethe auf dem Schlachtfelde selbst in Thätigkeit traten, betheiligten sich die Truppenärzte auch an dem Wirken dieser Formationen. Immer aber blieb den Truppenärzten, wenn der Befehl jiir Auflösung des Nethverbandplatzes erfolgte, zunächst lie Sorge für die zweckmässige und schonende Beförderung Irr Verwundeten entweder nach dem nächsten Haupt- lerbandplatz, oder nach einem Lazareth. Vermöge der Leichtigkeit und Beweglichkeit der Feldlazarethe, welche wicht selten bis in die soeben vom Feinde verlassenen [äuser vorgeschoben wurden, gelang es allerdings häufig, Jen Verwundeten mühselige Transporte zu ersparen oder fedeutend abzukürzen. Diese glücklichen Fälle konnten iber nur da eintreten, wo grössere taktische Verbände in len Kampf verwickelt waren. In denjenigen Gefechten, in welchen Sanitätsdetache- lcnts zur Verwendung gelangten, hatten diese die Beorderung der Verwundeten in Lazarethe zu übernehmen. raren die Truppenärzte aber auf sich allein angewiesen, K erwuchs aus der Notwendigkeit die Verwundeten unterzubringen, da den Truppen eigene Krankentransport- phrzeuge nicht zu Gebote standen, besonders in den rintermonaten und fern von grossen Etappenlinien manche lerlegenheit. 8 ) ') Vergl. Beilage 59. 2 ) Betreffs der Regelung des Dienstes auf den ITauptverband- l'l.iizrn siehe Kapitel I, S. 35. 3 ) Die aus den Regimentern No. 30 und 34 kombinirte Brigade des XIV. Armeekorps, desgleichen die erste Reserve-Division hatten aus den in Strassburg erbeuteten Vorräthen je drei voitures d'ambu- ance mitgeführt. Vor Beifort wurden diese mit Maulthieren be- Nicbttransportable Verwundete wurden mögliebst aii Ort und Stelle, auf Gehöften oder Dörfern in Pflege gegeben. Der Truppentheil war in solchen Fällen genöthigt, eine Bedeckung, nicht selten auch Hilfspersonal zurückzulassen, wenn er sich nicht überzeugen konnte, dass die Uebergabe des Verwundeten an die Ortsbehörde unter Benachrichtigung der nächsten Etappe unbedenklich sei. Der truppenärztliche Dienst bei Belagerungen festen' Plätze wurde je nach den lokalen Verhältnissen durch besondere Bestimmungen geregelt. Vor Strassburg blieb die Hälfte der Aerzte bei den Truppen und errichtete in der ersten Parallele Nothverbandplätze, die andere Hälfte be- l gab sieb auf den von dem Badischen Sanitätsdetacbement etablirten Hauptverbandplatz. Nach Eröffnung der zweiten und dritten Parallele wurden in diesen grössere Nothverbandplätze erforderlich, auf welchen das gesammte truppenärztliche Personal in Thätigkeit trat. Auf dem äussersten rechten Flügel, wo kein Trancheendienst stattfand, wurde der Nothverbandplatz bis zum Eisenbahndurchgang von Königshofen vorgeschoben; nicht weit dahinter lag der Hauptverbandplatz. Auf dem rechtsrheinischen Ufer bestanden ähnliche Anordnungen. Aerzte und Lazarethgehilfen mit dem erforderlichen Verbandmaterial begleiteten die zur Beschiessung vorrückenden Batterien. Die Bethätigung der Sanitätsdetachements und Feldlazarethe, welchen die wirksamere Hilfe zufiel, während der einzelnen Schlachten, Gefechte und Belagerungen findet sich in Kapitel HI') im Einzelnen nachgewiesen. Dort ist auch gelegentlich der Verhältnisse gedacht, unter denen die Truppenärzte bei den verschiedenen Aktionen gewirkt haben. Selbstverständlich wurde das Sanitätspersonal der Truppen mindestens jedes Mal dann auf dem Gefechtsfelde in Anspruch genommen, wenn der eigene Truppentbeil engagirt war. Da die Art des Eingreifens der Truppenärzte immer im Sinne der vorstehenden allgemeinen Skizzirung erfolgte und das Maass ihrer Thätigkeit in direktem Verhältnisse zu den Gefechtsverlusten stand, so wird von der Wiedergabe der einzelnen Gefechtsberichte Abstand genommen. spannten Wagen den Lazarethen als Transportmittel überwiesen: sie leisteten gute Dienste auf den schmalen Gebirgswegen zwischen Brevilliers und Chätenois. i) Siehe auch Beilage 59—62. Verwundeta| ihrung i des auf dai jrbringung d'l und Badisctoi m^^^^^^^m^m Dritter Abschnitt. Allgemeine hygienische Maassnahmen. I. Bekleidung und Ausrüstung der Truppen. Der durch alle Jahreszeiten sich hinziehende Feldzug stellte die Bekleidung und Ausrüstung der Truppen, insbesondere diejenige der .Mannschaften zu Fuss, durch die andauernden Märsche und zahlreichen Biwaks bei zum Theil sehr ungünstiger Witterung auf eine ausserordentlich schwere Probe, bei welcher sich indessen die Bekleidung und Ausrüstung aller Kontingente im Allgemeinen als durchaus zweckentsprechend bewährt hat. Der nasskalte Herbst und der harte Winter, während dessen die Operationen ihren ungehemmten Fortgang nahmen, zwangen gleichwohl auch hinsichtlich der Bekleidung zu besonderen Maassnahmen und zur Beschaffung nicht reglementarischer Stücke. Unzweifelhaft war für den Gesundheitszustand der Truppen die Anordnung von Bedeutung, dass jeder Mann — soweit dies nicht schon beim Ausmarsch geschehen — mit einer Flanell-Leibbinde zu versehen sei. Die leinenen oder baumwollenen Hemden und die aus starkem, ungebleichtem, baumwollenem Stoff hergestellten Unterbeinkleider, mit welchen die Truppen in das Feld ausrückten, wurden allmälig mittelst Nachschubes, Bequisi- tionen oder Liebesgaben durch gleichartige Stücke aus wollenen Stoffen ersetzt, ebenso die Fusslappen 1 ) durch wollene Socken und baumwollene Strümpfe. Leider erwiesen sich die wollenen Socken als wenig dauerhaft. Eine Anzahl Wollhemden, sowohl von den gelieferten als von den aus Liebesgaben stammenden, wohl aus ungekrumpten Stoffen gefertigt, schrumpfte bei Durchnässung bis zu ein Drittel der ursprünglichen Grösse zusammen und wurde somit unbrauchbar zu fernerer Benutzung. Der an sich vorzügliche Mantel gewährte seiner geringen Länge wegen den biwakirenden Truppen keine ausreichende Bedeckung. Man beschaffte daher zunächst für die Einschliessungs-Armeen wollene Decken und dehnte diese Maassregel später nach Möglichkeit aus. Bei einigen l ) Die Fusslappen haben sich im Allgemeinen gut bewährt, namentlich wenn sie aus grober Leinewand gefertigt waren und täglich gewaschen werden konnten. Füllten sie jedoch den Stiefel nicht vollständig aus, so begünstigte dieser Umstand das Zustandekommen von Abschürfungen und deren weiteren Folgen. Armeekorps war es gestattet, die Decken durch Einschnitt deiartig herzurichten, dass der Mann sie mantelartig üba hängen konnte, indem er den Kopf, durch den Einschui steckte. Für die Vorposten wurden bereits im Oktober g trocknete Schaffelle ausgegeben. Auch durften die Fell der bei den Truppen geschlachteten Hammel und Schaff in den nächstgelegenen Gerbereien theils zum Füttern Mäntel theils zur Anfertigung von Pelzjacken hergerielii werden. Freilich war die Benutzung der Schaffelle einigen Uebelständen verbunden. Da dieselben nicht \ von dem Unterhautgewebe befreit, auch nur flüchl trocknet werden konnten, so entwickelten sie lästig« Geruch und gaben für die Entwickelung von Ungezie einen günstigen Boden ab. Uebrigens kam auch eine Anzahl bereits fertiger Peh zur Vertheilung, zunächst für die Posten der Feldwache bei der Einschliessungs-Armee vor Paris. Sehr gute Dienste leisteten neben den Ohrenklappe die neu beschafften Mantelkappen, welche sich an di Kragen des Mantels anknöpfen Hessen, ebenso die bald i grösseren Mengen anlangenden Pulswärmer und warm! Handschuhe verschiedenster Art. Willkommene Schutzmittel gegen die Kälte wäkrai der Märsche im November gaben endlich die in Französisch Magazinen vorgefundenen, für Mobilgarden bestimmt grossen Vorräthe von Wollblousen ab. Naturgemäss wurde von den Bekleidungsstücken ai härtesten die Fussbekleidung der Infanterie mi genommen. Die Mannschaften dieser Waffengattung waren bei Norddeutschen Truppen-Kontingenten durchgängig mit einei Paar langschäftiger, etwa bis zur Mitte des Scliienbei reichender, einsohliger, mit Absatzeisen und Nägelbeschli versehener Stiefel, daneben zum Theil mit einem zweit» Paar kurz schäftiger Stiefel, zum Theil — an Stelle letzteren — mit einem Paar Schuhe ausgestattet. Schon vor Beginn der eigentlichen Operationen, wälnei der langen Eisenbahntransporte und der Märsche im Kci zentrationsrayon der Armeen, trat ein Uebelstand herri Bei der Mobilmachui Feldtruppen durchw« aus den für die ges; gelegten Vorräthen stattfindender Auffrii zur Ausgabe gekomn Zeit auf den Kamme Umstandes hart. Bei der Truppen blieb n — insbesondere die mit Sorgfalt zu ver] liehe Einfettung gel hieraus erklärt sieli kranken, welche in inacliung die Lazaret Die Schuhe en kurzschäftigen Stiefel durch den oberen A drangen und, da der dergleichen Gegenstäi ■oder Blasenbildung u Auch die bei den sogenannten Bundsc werden sollten, bewä gelben war spröde u der Sonnenhitze hart und an den Kappen — zumal wenn bei 1 ein gebunden waren Knöcheln und Ferse: Unterschenkels, auf v einwirkten. Diese Mi rischen Truppen zahl ersten Wochen einen zur Folge hatten. Bei Benutzung derartige Uebelstände vielmehr im Allgemein den Infanteristen zu st( Beziehung und erwies Als der Krieg s und die Truppen — und tiefem Schmutze oder — vor den bei. schmutzigen Laufgräb Nachschub, bei dem l ) Wegen Einfetten gewissen Zeiträumen, zwischen besondere Voi ausgegeben worden eingeführte sogenannte Bach Professor Dr. v der Pässe nach Mögli -) Vergl. Seite >>anitäts-Berioht üter SOI rsc Fer Me glichk 62, die I mmmMmmmgatm/^M ^^taM«| .4* . ..-**?;:- 1 f l ^^v*5^ : iS>£ft-*vv^2& : S^* ^H^^^HHHI Band iB Ka d 1 III. Abschnitt: Allgemeine hygienische Maassnahmen. Bekleidung und Ausrüstung. 73 rch Binschniäl ütelartig iil«l den EiiHflmirl i Oktober $ lrften die F el und Scba'J in Füttern ■n hergeviclit« Schaffelle •n nicht vollij ir flüchtig ä i sie lästig» on Ungezieil fertiger PelJ ;r Feldwachf hrenklapptj e sich an so die bald! r und warffli Lälte währ« FranzösiseM n bestimm* igsstücken anterie waren bei dq ngig mit einei }g Schienbein! Nägelbeschlaj einem zweite an Stelle attet. ionen, währeJ •sehe im Kcj Istand hen'»! Bei der Mobilmaeliung nämlich waren die Mannschaften der Feldtruppen durchweg mit ganz neuen Bekleidungsstücken aus den für die gesammte Kriegsstärke des Heeres niedergelegten Yorräthen versehen worden. Trotz regelmässig stattfindender Auffrischung der letzteren hatten daher die zur Ausgabe gekommenen Stiefel zum Tlieil immerhin lange Zeit auf den Kammern gelagert und waren in Folge dieses Unistandes hart. Bei dem sehr rasch erfolgenden Ausmarsch der Truppen blieb nicht überall genügende Zeit, die Stiefel __ insbesondere diejenigen der Reserve-Mannschaften — mit Sorgfalt zu verpassen und durch wiederholte, gründliche Einfettung geschmeidig zu machen.') Zum Theil hieraus erklärt sieli die nicht unerhebliche Zahl von Fuss- kranken. welche in den ersten Wochen nach der Mobilmaeliung die Lazarethe füllten. 2 ) Die Schuhe erwiesen sich minder zweckmässig als die kurzschäftigen Stiefel, weil Schmutz, Sand und kleine Steine durch den oberen Ausschnitt sehr leicht in dieselben eindrangen und, da der Soldat nicht immer in der Lage war. dergleichen Gegenstände sofort entfernen zu können, Wunden oder Blasenbildung und Entzündungszustände herbeiführten. Auch die bei den Bayerischen Fugstruppen eingeführten sogenannten Bundschuhe, welche wechselseitig getragen jrerden sollten, bewährten sich wenig. Das Oberleder derselben war spröde und wurde nach Regen sowohl als in der Sonnenhitze hart: der Schluss über dem Fussrücken und an den Kappen erwies sich als mangelhaft. Dazu kam - zumal wenn bei Regenwetter die Hosen in die Schuhe eingebunden waren — der Druck harter Nähte an den Knöcheln und Fersen, sowie an denjenigen Stellen des Unterschenkels, auf welche die Riemen nebst den Schnallen einwirkten. Diese Mängel veranlassten auch bei den Bayerischen Truppen zahlreiche Fussübel, welche während der ersten Wochen einen namhaften Abgang von Mannschaften zur Folge hatten. Bei Benutzung der langschäftigen Stiefel traten derartige Uebelstände nicht zu Tage: dieselben entsprachen vielmehr im Allgemeinen den an eine gute Fussbekleidung für den Infanteristen zu stellenden Anforderungen in hygienischer Beziehung und erwiesen sieh als ziemlich dauerhaft. Als der Krieg sich indess in den Winter hineinzog und die Truppen — wie an der Loire — bei steter Nässe und tiefem Schmutze starke Märsche andauernd zurücklegen oder — vor den belagerten Festungen — in nassen und Schmutzigen Laufgräben ausharren mussten, während der Nachschub, bei dem schnellen Vorrücken der Armeen und ') Wegen Einfettung der auf den Kammern lagernden Stiefel in gewissen Zeiträumen, sowie für das Verpassen der Stiefel sind inzwischen besondere Vorschriften erlassen, auch sind Pussmessapparate ausgegeben worden. Ferner gewährleistet die seit dem Jahre 1877 eingeführte sogenannte „rationelle Methode" der Stiefelanfertigung nach Professor Dr. v. Meyer in Zürich einen bequemeren, Verletzung 4er Fasse nach .Möglichkeit verhütenden Sitz der Fussbekleidung. -) Vergl. Seite 62, desgl. Kapitel III, Abschnitt 1. -amfcits-Bericht filier die Deutschen Heere 1870/71. 1. Bd. weil die Eisenbahnen theils unterbrochen, theils anderweitig in Anspruch genommen waren, nicht rechtzeitig bewirkt werden konnte, gerieth die Fussbekleidung in sehr defekten Zustand. Das Leder weichte bei dem zeitweisen Mangel guter Schuhschmiere vollständig auf; zur zweckmässigen Ausführung der erforderlichen Reparaturen fehlte es häufig an Zeit und Material; die Versuche, Schuhwerk zu re- quiriren, blieben ohne erheblichen Erfolg. So kam es, dass die Truppen sich mit Bolzschuhen versahen, Stroh und Felle um die Füsse wickelten und mit Schnüren befestigten oder Französische Soldatehschuhe in Gebrauch nahmen, welche — da sie häufig zu klein waren — durch Ausschneiden der Kappen verwendbar gemacht wurden. Vor Paris leisteten mehreren Bayerischen Abtheilungen Strohschuhe, welche die Mannschaften selbst geflochten hatten, gute Dienste. Zu bemerken ist noch, dass die Befestigung der Sohlen mittels Messingstifte besondere Vorsicht noth- wendig machte, da die Stifte nicht ganz selten die Brandsohlen durchbohrten und durch Eindringen in die Haut schmerzhafte Verletzungen der Füsse verursachten. 1 ) Auch genügten die Stiefel mit einfachen Sohlen nicht immer, um die Füsse gegen die Einwirkung der Feuchtigkeit und der steinigen Wege ausreichend zu schützen.*) Schäfte endlich, welche nicht aus starkem Leder gefertigt waren, legten sieh bei anhaltender Nässe leicht in Falten, welche Durchscheuerungen herbeiführten. Die übrigen Bekleidungsstücke erwiesen sich im Allgemeinen als zweckmässig und machten nur in vereinzelten Fällen sanitäre Anordnungen nothwendig. Am häufigsten traten — namentlich in der warmen Jahreszeit — durch zu festen Schluss des Rockkragens und der Halsbinde verursachte gesundheitsschädliche Einwirkungen hervor. Diesen Schluss verstärkte bei der Infanterie auf längeren Märschen das „Ziehen" des Tornisters und die damit verbundene Spannung des Rocks durch die Schulterriemen.*) Aufmerksamkeit erforderte bei der Infanterie auch das an sich sehr zweckmässige Tragen der Hosen in den Stiefeln. Im Allgemeinen zeigten sich für diese Trageweise die Beinkleider etwas weit, wodurch bei ungeschickter ümwickelung derselben Hautabschürfungen und deren Folgen begünstigt wurden. Aber auch bei zweckmässiger ümwickelung beengten doch die durch das Umschlagen bedingten Tuchwülste den Raum in den Stiefelschäften, behinderten dadurch die Luftzirkulation in denselben und somit die Ausdünstung des Fusses. Mehrfach griffen die Mannschaften zu dem hygienisch ganz fehlerhaften Auskunftsmittel, die Beinkleider •) Im Jahre 1879 wurden die Truppen darauf hingewiesen, wie auch bei Benutzung von Messingstiften Verwundungen der Füsse vermieden werden können. 2 ) Seit dem Jahre 1877 werden die langschäftigen Infanterie- Stiefel allgemein mit Doppelsohlen versehen. 3 ) Vergl. Seite 61 (Oetfnung der Halsbekleidung auf Märschen). 10 ■H 74 II. Kapitel: Sanitätsdienst etc. bei den Truppen. Band ] Band I. durch umgewickelte Bänder zu befestigen, was Störungen der Blutzirkulation zur unvermeidlichen Folge hatte.') Von den Ausrüstungsgegenständen hat sich der kleinere Tornister ohne Holzgestell, mit welchem ein grosser Theil der Norddeutschen Truppen in das Feld gerückt war, bei den ungünstigen Witterungsverhältnissen nicht gut bewährt. Derselbe schrumpfte, da kein Holzrahmen ihn stützte, durch die Nässe zusammen und nahm eine unregelmässig verschobene Form an. Das Hauptgewicht kam dadurch auf das Kreuz zu liegen; der Tornister „zog", behinderte die Athmung und ermüdete schnell den Träger. 2 ) Der Brotbeutel, meist durch eine dreitägige Mund- *) Gegenwärtig bestellt die zweckmässige Anordnung, dass die Tuchhosen der Infanterie-Mannschaften mit einer Knöpfvorrichtung zu versehen sind. 2 ) Die inzwischen erfolgte Rückkehr zu dem älteren, grösseren Modell mit einem Holzgestell und einer dem anatomischen Bau des Rückens entsprechenden Form kann daher trotz des etwas grösseren Gewichts dieses Modells nur als vortheilhaft angesehen werden. portion beschwert, drückte in Folge seiner Trageweise einseitig auf die linke Schulter und beeinträchtigte ebenfalj. das freie Athemholen. Um diese Nachtheile wenigsten zeitweise zu beseitigen, wurde mehrfach sehr zweckmäsä eine Verschnürung des Brotbeutels mit dem Säbelkoppel angeordnet und dadurch das Gewicht des ersteren auf die Hüfte verlegt. Als weiterer Uebelstand machte sich geltend dass der Brotbeutel nicht aus wasserdichtem Stoff In». gestellt war und im Innern keine Scheidewand besass. In Folge dessen wurde der im Brotbeutel verwahrte Provial durchnässt, nicht selten verdorben, insbesondere das Brot er weicht, auch durch andere Gegenstände (Tabak, Pfeife a.s.w. beschmutzt und im Geschmack beeinträchtigt. 1 ) J ) Inzwischen sind seitens des Preussischen Kriegsministeriinn. grössere Versuche mit wasserdichten Brotbeuteln angeordnet worden welche letzteren im Innern eine Scheidewand (kleine Tasche) besitze und mit einer Vorrichtung versehen sind, welche das Tragen derselb« am Leibriemen ermöglicht. II. Ernährung A. Art der Verpflegung in verschiedenen Perioden des Krieges. Der Ernährung der Truppen, diesem hochwichtigen Faktor für Erhaltung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit, wurde sowohl seitens der obersten Heeresleitung und der dazu berufenen Verwaltungsbehörden als auch seitens der einzelnen Truppenkommandos und der speziell hierfür bestellten Organe jede denkbare Fürsorge zugewendet. Bei den mannigfaltigen Hilfsquellen in Frankreich, dem Reich- thume seiner Bodenprodukte und der unausgesetzten Vorsorge für Nachschub aus der Heimath konnte ein eigentlicher Mangel auf längere Zeit nicht eintreten. Vorübergehende Störungen in der Zufuhr nöthigten in solchen einzelnen Fällen zu zeitweiliger Herabminderung der Portionssätze. Auch machte sich zeitweise, besonders bei den an der Einschliessung und Belagerung von Festungen betheiligten Truppen, die Einförmigkeit der Nahrung fühlbar, wenn sich zu dem erwünschten Wechsel keine Gelegenheit bot. Eine solche Abwechselung brachten hier und da die Sendungen von Liebesgaben, die jedoch zu unregelmässig und in einer dem thatsächlichen Bedarfe gegenüber immerhin der Trappen.*) zu geringen Menge eintrafen, um von wirklichem Einflnsa auf die Verpflegung im Ganzen werden zu können. Auf Märschen war im Allgemeinen die Verpflegn^ —■ abgesehen von kurz dauernden Perioden vor und nacl grösseren Schlachten — eine ausreichende, zeitweise selbel eine sehr gute. Es fehlte fast niemals an Fleisch unii Kaffee, selten nur an Wein, öfter dagegen an Brot und besonders an Wasser. Gleich die ersten Marschtage nach dem Einrücken ii das feindliche Gebiet brachten den vorrückenden Arme«. erhebliche Entbehrungen hinsichtlich des Wassers, das auf den Biwakplätzen öfter fast gänzlich mangelte und ans weiter Ferne herbeigeholt werden musste; die Brunns naher Ortschaften waren meist sehr bald völlig erschöpft Die mit dem Transport des Brotes auf weitere Em fernungen unvermeidlich verknüpften Uebelstände oder M anderweitigen Gründen sich ergebende Schwierigkeiten i der Sicherstellung des Brotbedarfs mussten neben äel Leistungen der Feldbäckereien durch angestrengten Bad betrieb bei den Truppen selbst in den Marschquartieren ea überwunden werden. Bei forcirten Märschen oder plötzliclj eintretenden Aenderungen der Marschrichtung, in welche Fällen die Verpflegungskolonnen den Truppen nicht hnntf sogleich zu folgen vermochten, bewährte sich die Sei' 1 ' 1 *) Vergl. hierzu die Anmerkungen am Schluss des 3. Abschnittes. erbackung des Brotes werthvolles Auskünfte Behufs Ernährung führten zunächst die Requisitionen aus; spä mit regelmässig organ gelichtet. Eine gute Verpfl« dieser Armee, insbesoi dieser Periode ausgebi und Fleischkonserven Büchsenfleisch) gebotei Grosse Schwierig] auf dem Plateau des korps mit Trinkwasser. so wenig Wasser, dass di Strecken zum Tränken ments zu regelmässig mussten. Zur Vermeic waren genaue feldpol Das meist trübe und dazu geeignete Appai Kohlenfilter gereinigt.' Die vor Metz ein klingen an Durchfällei meine Bestimmungen be zwar besondere für Ke Kaffee wurde in d hohter Gabe, Wein nac gewonnenen Vorraths gi Wurst und Kaffee zusan Liebesgaben verabfolgt ordinäre Ausgabe von Stellung einer warmen Das Trinkwasser mussti Spirituosen Zusätzen ■ vei überhaupt und insbesoi« gänzlich untersagt, derj •las Aeusserste beschri empfohlen und eine gei lieber Lebensmittel dur Die Beifort belag der Sorge für ihren Ui "in die Festung von ( stark ausgebeutet war i Entfernungen erfolglos nächst durch die Erbeuti Neu-Breisach, sodann diu und Schlächtereien bei schaffen. Gleichwohl b förmigkeit; zumeist bes Pie Mannschaften fühlt ') Betreffs der Abessyj Band« Band I. III. Abschnitt: Allgemeine hygienische Maassnuhmen. Ernährung. 75 erbackung des Brotes seitens der Truppen als besonders jrerthvolles Auskunftsmittel. Behufs Ernährung der Einschliessungs-Armee vor Metz führten zunächst die Kavallerie-Divisionen umfangreiche Requisitionen aus; später wurden stabile Etappenmagazine mit regelmässig organisirter Zufuhr zu den Truppen eingerichtet. Eine gute Verpflegungs-Aushilfe wurde den Truppen dieser Armee, insbesondere mit Rücksicht auf die während dieser Periode ausgebrochene Binderpest, in den Gemüse- und Fleischkonserven (Erbswurst, Dauerfleisch etc. und ßüchsenfleisch) gel toten. Grosse Schwierigkeit verursachte die Versorgung der auf dem Plateau des linken Moselufers gelegenen Armeekorps mir Trinkwasser. Die natürlichen Wasserläufe führten so wenig Wasser, dass die Kavallerie sich genöthigt sah, grosse Strecken zum Tränken zurückzulegen und eigene Detache- ments zu regelmässigem Wasserholen organisirt werden mussten. Zur Vermeidung von Kollisionen und Störungen waren genaue feldpolizeiliche Anordnungen erforderlich. Das meist trübe und lehmige Trinkwasser wurde, soweit dazu geeignete Apparate sich beschaffen Hessen, durch Kohlenfilter gereinigt.') Die vor Metz eingetretenen sehr zahlreichen Erkrankungen an Durchfällen, Ruhr und Typhus machten allgemeine Bestimmungen betreffs der Ernährung nothwendig, und zwar besondere für Kantonnement, Biwak und Vorposten. Kaffee wurde in doppelter Portion, Branntwein in erhöhter Gabe. Wein nach Maassgabe des durch Requisitionen gewonnenen Vorraths geliefert, der eiserne Bestand aus Erbswurst und Kaffee zusammengesetzt, Extraportionen Brot aus Liebesgaben verabfolgt, von einzelnen Korps die extra- prdinäre Ausgabe von 2 ! /a Loth Mehl pro Mann zur Herstellung einer warmen Mehlsuppe am Abend angeordnet. Das Trinkwasser musste vor dem Genuss gekocht oder mit Spirituosen Zusätzen• versehen werden; der Genuss von Obst Oberhaupt und insbesondere von unreifen Weintrauben wurde gänzlich untersagt, derjenige von wässerigen Kartoffeln auf s Aeusserste beschränkt, dagegen Reis allgemein an- \ empfohlen und eine genaue sanitäre Ueberwachung sämmt- [ lieber Lebensmittel durchgeführt. Die Beifort belagernden Truppen waren fortdauernd der Sorge für ihren Unterhalt ausgesetzt, da das Terrain um die Festung von der Französischen Besatzung schon stark ausgebeutet war und auch Requisitionen auf weitere Entfernungen erfolglos blieben. Erleichterung wurde zunächst durch die Erbeutung von grossen Proviantmengen in Neu-Breisach, sodann durch die Errichtung eigener Bäckereien und Schlächtereien bei den einzelnen Truppentheilen geschaffen. Gleichwohl behielt die Kost eine grosse Gleichförmigkeit; zumeist bestand sie aus Rindfleisch mit Reis. Die Mannschaften fühlten bald Widerwillen gegen diese Betrefl's der Abessynischen Brunnen siehe Seite 67. Zusammenstellung und litten viel an Verdauungsstörungen. Mit grosser Freude wurden deshalb die Konserven, besonders die Erbswurst, begrüsst, welche gerade in dieser Episode der Entbehrungen während der Kämpfe um Beifort eine beliebte und gesuchte Speise abgab. Die Tage der Schlacht an der Lisaine (15. bis 17. Januar) stellten durch empfindlichen Mangel an Brot und völlige Stockung der Zufuhr die Entsagungsfähigkeit der Truppen auf eine besonders harte Probe. Die Errichtung eines grossen Magazins in Dole aus dort gefundenem Französischen Proviante, sowie die befohlene Verpflegung des Armeekorps durch die IL Armee für zehn Tage auf der Linie Blesme—Joigny verbesserten die Verpflegungsverhältnisse wohl im Ganzen, doch konnte eine durchgreifende Aenderung erst mit Eröffnung der Bahn Blesme—Dijon eintreten. Die dichte Belegung der Kantonnements vor Paris, der dadurch bedingte Wegfall ausreichender Requisitionen und die Nothwendigkeit der Zufuhr durch Proviantkolonnen auf weitere Entfernungen machte hier zeitweise Beschränkungen der Tagesportion, insbesondere hinsichtlich des Fleisches, nothwendig, wogegen es nicht an Kaffee, Wein und trockenen Gemüsen mangelte und auch Feldfrüchte, wie Kartoffeln, deren systematische Gewinnung im Befehlswege geregelt wurde, erwünschte Aushilfe boten. Das Erbacken des Brotes geschah auch hier vielfach durch die Truppen selbst. Die Verabreichung von Branntwein bezw. Wein erfolgte vor Paris speziell für die auf Vorposten und in Biwaks befindlichen Truppen, sowie für diejenigen der Belagerungsartillerie. Die Beschaffenheit des Trinkwassers erforderte auch dort besondere Vorkehrungen. Schon beim Einrücken in die Kantonnements waren seitens der Preussischen Militär- Medizinal-Abtheilung unter Hinweis auf die Wirkung des vorherrschend gypshaltigen Wassers besondere Verhaltungs- maassregeln anempfohlen worden. In einzelnen dichtbelegten Orten fehlte es an Brunnen, auch hatte das Wasser einen schlechten Geschmack. Man war genöthigt, stagnirendes Cisternenwasser zu gebrauchen, welches bald einen fauligen Geruch nach Schwefelwasserstoff annahm. Zur Verhütung sanitärer Nachtheile sahen sich auch dort einige Truppen- theile genöthigt, einen Wasserbeschaffungs-Dienst zu organi- siren, um das Wasser oft aus weiter Entfernung heranzufahren. Die Reinhaltung der Dächer zur Vermeidung von Verunreinigung des Cisternenwassers war gleichfalls Gegenstand wiederholter Befehle. Als der Gesundheitszustand der Armee sich verschlechterte und namentlich Erkrankungen an Darmkatarrh, Typhus und Ruhr sich häuften, ergingen an die Mannschaften Belehrungen und genaue Verhaltungsbefehle bezüglich der Lebensweise; die tägliche Beköstigung in den Menagen wurde durch besondere diätetische Vorschriften geregelt, ausserdem Morgens die Verabfolgung eines Bechers Rothwein oder schwarzen Kaffees mit Kognak angeordnet. 10* Hl HHHH Aus dein gleichen Anlass fanden vor Paris alkoholische Getränke mit Zusatz von Tinctura corticum aurantioriun oder radicis calami Verwendung. Gegen das in Folge einförmiger Nahrungsweise und des Mangels an frischen Vegetabilien (wohl auch in Folge des fortgesetzten Genusses von gypshaltigem Wasser) bei den Bayerischen Truppen häutiger beobachtete Erkranken an Gelbsucht erwies sich neben möglichster Abwechselung in der Verpflegung als bestes Schutzmittel der regelmässige Genuss eines Salates aus Bitterkräutern (Leontodon taraxacuni, Rumexarten, Brunnenkresse etc.). Diese Pflanzen konnten bereits Anfang Februar im Freien gesammelt werden. Nach Eintritt des Präliminarfriedens waren zu Folge Allerhöchster Bestimmung Requisitionen irgend welcher Art nicht mehr zulässig; von diesem Zeitpunkt ab fand daher ausschliesslich Magazin-Verpflegung statt. Vom 21. März 1871 all wurde eine Verpflegungs-Zulage bewilligt und zwar den Unteroffizieren doppelte Löhnung, den Mannschaften eine tägliche Zulage von 25 Pfennigen; dagegen hörte seitens der Verwaltung die Beschaffung von Tabak, Cigarren und Wein von diesem Zeitpunkte ab auf.') B. Die hauptsächlichsten Nahrungs- und Genussmittel. Von den zur Feldverpflegung gehörigen Nahrungs- und Genussmitteln lieferten die Proviautkolonneti und Magazine hauptsächlich: Brot, Zwieback, Mehl, frisches Rindfleisch, 1 [ammeifleisch, Rauch- und Pökelfleisch, Speck, Erbswurst, Büchsenfleisch, Fleischkonserven, Reis, Graupen, Hülsenfrüchte, Kaffee, Zucker, Rothwein, Branntwein, Cigarren und Tabak. Brot und Zwieback. Das wichtigste und unentbehrlichste Nahrungsmittel — das Brot — wurde während des Feldzuges theils durch Requisition der im Operations-Gebiete vorgefundenen Vor- räthe, theils durch Herstellung seitens der Feldbäckereien, theils durch Selbsterbackung bei den Truppen, endlich durch Nachschub aus der Heimath beschafft. Das requirirte Französische Weissbrot war- wegen seiner leichten Verdaulichkeit im Allgemeinen sehr beliebt: einige Regimenter hatten sich so sehr daran gewöhnt, dass, als das Commissbrot — aus Roggenmehl mit starkem Kleie- Gehalt — während des Waffenstillstandes wieder zur Ausgabe kam, Verdauungsstörungen sich bemerklich machten und erst durch Mischbrote aus Roggen und Weizen ein Uebergang hergestellt werden musste. Anderwärts wurde im Gegentheil das bei den Truppen selbsterbackene Brot vielfach dem Französischen Weissbrote vorgezogen. Zwieback kam zur Ausgabe, sobald die Umstand? die Brotverpflegung unmöglich machten. Der Deutsche Zwieback bestand aus einem Gemisch von Roggenmehl Weizenmehl und war ßestandtheil der eisernen Portion, Seinem Nährstoffgehalt nach ein guter und kräftiger Ers des Brotes, erwies er sich doch als zu zäh und klebrjj beim Kauen. Besser mundete den Truppen der lediglich aus guten Weizenmehl hergestellte Zwieback, 1 ) wie derselbe bei Seda aus Französischen Vorräthen zur Vertheilung gelangte. V( Paris wurden daher die vorgefundenen Weizen-Vonalln vielfach zu Zwieback verwendet, welcher namentlich eine schmackhafte Suppe lieferte. Fleisch und Speck. Das hauptsächlichste Nahrungsmittel neben dem Broti bildete in der Feldverpflegung das Fleisch — zunäcÜ das Rindfleisch —, welches ebenfalls theils durch Requisitia von Rindern im Operationsbereich, theils durch Nachschub vi leitendem Vieh aus den etablirten Viehdepots beschafft wank Die Nachführung des Fleisches der durch die bei- gegebenen Schlächter-Kolonnen geschlachteten Rinder va mochte nicht den Bedarf zu decken, auch war das Flekt, bei diesen Transporten häutig dem Verderben ausgeset; daher in der Regel die Truppen selbst die lebend geführten Häupter bei Ankunft im Biwak oder Quartier durel ihre eigenen Mannschaften schlachten Hessen. Den Uebel- stand, dass auf solche Weise frisches, nicht ausgekühlt Fleisch zur Vertheilung kommen musste,' suchte mau durd besondere Instruktionen zu beseitigen, nach denen n Fleisch zum Zwecke der Auskühlung stets eine Nacht aufbewahrt und am folgenden Morgen gekocht entweder sofort! genossen oder im Kochgeschirr des Mannes bis zum gelegen!- liehen Gebrauch transportirt werden sollte. Von entschiedenem, hygienischem Werthe war die fij höhung der Fleischportion auf ein Pfund, ebenso die spät« bei besonders angestrengtem Dienste (vor Metz und Parisj gewährten Extra-Zulagen an Fleisch. Diesen Anordnung! lag nicht allein ein gesteigertes Nahrungsbedürfniss Mannes, sondern auch die Erwägung zu Grunde, dass '■ den unberechenbaren Zuständen des Krieges, bei der liegenden Gefahr des Verderbens der Nahrungsmittel in Folge! der Witterung oder der schlechten Transportverliältui--' bei der Ungeübtheit der Soldaten in der Zubereitung Speisen, besonders des Fleisches, unvermeidliche Verlad zu entstehen pflegen, welche durch diese Portionssätze nae Möglichkeit ausgeglichen werden sollten. Wesentlichen Einfluss auf den Nährwerth des Fleischt- hatte die Art der Beschaffung und die Zubereitung, von den Treibern und Pflegern von weit her über Grenze gebrachte, ohne gute Pflege und genügende Uni J ) Siehe im Uebrigeii hinsichtlich der Verpflegung der Truppen ßeneralfttabswerk II. 8. 1480—1498. *) Der jetzige Preussische Zwieback wird gleichfalls aus rea \V eizenmehle erbacken. kunftsräume zusammei lang hinter den Heer diesen Umständen tie lehrungen oder Seuc zum Opfer; im beste erheblich an Quantitä Boden während des hei getriebenem Vieh Knochen wie 41: 59 Als die Anfang grössere Störungen ii vorzugsweise beliebten langten andere Fleisch Zunächst kam in fleisch zur Verwend Zeit (.Mitte September] in der bisher aussch jedoch stellten sich Verhältnisse oft wocl Fleisches (von fettet nicht selten unüberw Störungen ein. Geräuchertes falls verabreicht, ind Vorrath desselben im Maassstabe. Wenngl frischen Fleische nac Abwechslung, welche massig anregend wirk Salz- oder Pök vorhanden — kam verursachte dieses dv Nährstoffe beraubte u bei mehrtägig wiederh Störungen. Der Speck — a theil der eisernen Po Eiweissgehaltes und ab werthvolle Bereic wesentliche Lücke uul er aber längere Zeit 1 ein, bei Salzspeck mac Störungen bemerklich. Süddeutschen, nicht d; fraglich. Am meisten wenn er in kleiner weitigen Fleischportio Die vielfachen Het des Feldzuges und im unüberwindlicher Wei des Heeres mit frisc erweckten früh das Be * M -w^-i^v-'--» H, Band« Band I. III. Abschnitt: Allgemeine hygienische Massnahmen. Ernährung. 77 lie Umstände! )er DeutsdJ ggenmehl rnen Portio [ äftiger Ersatl und klelirij L'h aus g-uteiJ slbe bei Sedd ;elangte. A'or| izen-Vorräfti rnentlich einel 'ii dem Brotel — zunäch« •li Requisition lachschub volI schafft wurdJ irch die bei] i Rinder va I ,r das Flekll tu ausgesett 3 lebend Quartier dimil Den Uebel ausgekühlt! te mau dnia Li denen dal le Nacht anf-l it weder 80 zum gelegent-1 i war die Er- lso die spät tz und Parisl Anordnung edürfniss nde, das; bei der i aittel in Fol? rtvei'hältiii-" bereitung k iche Veite ionssätze u des Fleisch ireituug. Di her über ü igende Unti falls ans reÜ kunftsräume zusammengepferchte Vieh inusste oft noch Tage Log hinter den Heeressäulen hergetrieben werden. Unter Besen Umständen fielen die Thiere in Schaaren den Entbehrungen oder Seuchen (Rinderpest und Hungertyphus) zum Opfer; im besten Falle nahm das Fleisch derselben erheblich an Quantität ab. Bei einem noch auf Deutschem Boden während des Krieges etablirten Viehdepot wurde bei getriebenem Vieh das Verhältniss des Fleisches zu den Knochen wie 41:59 koiistatirt. Als die Anfang September auftretende Rinderpest grössere Störungen im Bezüge des bei den Mannschaften vorzugsweise beliebten frischen Rindfleisches verursachte, gelangten andere Fleischsorten (nebst Konserven) zur Abgabe. Zunächst kam in ausgiebigster Weise das Hammelfleisch zur Verwendung. Dasselbe bildete in der ersten Zeit (Mitte September) noch eine willkommene Abwechslung in der bisher ausschliesslichen Rindfleisch-Nahrung; bald jedoch stellten sich bei dem in Folge unvermeidlicher Verhältnisse oft wochenlang andauernden Genüsse dieses Fleisches (von fetten oder sehr abgetriebenen Thieren) nicht selten unüberwindlicher Widerwille und gastrische Störungen ein. Geräuchertes Fleisch (Rauchfleisch) wurde ebenfalls verabreicht, indessen verbot der immerhin geringe Vorrath desselben im Handel eine Verwendung in grösserem Maassstabe. Wenngleich es an Nährkraft ein wenig dem frischen Fleische nachsteht, so gewährte es doch eine Abwechslung, welche auf Appetit und Verdauung gleich- niässig anregend wirkte. Salz- oder Pökelfleisch — in grösseren Quantitäten vorhanden — kam längere Zeit zur Verwendung, jedoch verursaclite dieses durch Auslaugen eines Theils seiner Nährstoffe beraubte und hierdurch minderwerthige Fleisch bei mehrtägig wiederholtem Genüsse zahlreiche Verdauungsstörungen. Der Speck — als Ersatz für das Fleisch und Bestandteil der eisernen Portion — füllte trotz seines geringen Eiweissgehaltes und leichten Verderbens in warmer Zeit als werthvolle Bereicherung des Fleischspeisezettels eine wesentliche Lücke unter den Nahrungsmitteln aus. Wurde er aber längere Zeit hindurch genossen, so trat Widerwille ein, bei Salzspeck machten sich ausserdem oft Verdauungsstörungen bemerklich. Namentlich war sein Genuas den Süddeutschen, nicht daran gewöhnten Soldaten wenig zuträglich. Am meisten behagte der Speck den Truppen, wenn er in kleiner Quantität als Zugabe zu einer anderweitigen Fleischportion geliefert wurde. Konserven. Die vielfachen Hemmnisse, welche sich bald nach Beginn des Feldzuges uutl im weiteren Verlaufe desselben öfters in unüberwindlicher Weise einer regelmässigen Verpflegung des Heeres mit frischen Lebensmitteln entgegenstellten, erweckten früh das Bedürfniss nach einem Ersatz, der nicht nur den augenblicklichen Hunger befriedigen könnte, sondern auch im Stande wäre, eine wirkliche Rekonstruktion der durch die Anstrengungen verbrauchten Kräfte zu ermöglichen und damit die Leistungsfähigkeit des Körpers auf dem Niveau zu erhalten. Zunächst war das Bestreben dahin gerichtet, das frische Fleisch mit thunl ichster Erhaltung seiner Vorzüge für einen längeren Transport fällig zu machen. Dies führte zu dem sogenannten Dauerfleisch, welches sich vor Metz bei den Truppen') im Allgemeinen bewährte, und von den auf Deutschem Gebiete ausserhalb der Seuchenherde gelegenen Magazinen geliefert wurde. Die Herstellung desselben, welche sich auf kurz vor Ausbruch des Krieges angestellte Versuche gründete, geschah in der Weise, dass man frisches Fleisch zuerst bis zur Koagulirung der oberflächlichen Schicht dämpfte, dann trocknete, schliesslich mit Salz und Pfeffer einrieb. Einzelne Truppentheile bedienten sich selbst des gleichen Verfahrens, um das frisch gelieferte Fleisch wenigstens für zwei bis drei Tage zu konserviren. Auch suchte man ganz allgemein in einfacherer Weise das Fleisch durch kräftiges Einreiben mit Salz und durch Einwickeln in Gras, frische Blätter oder nasse Tücher vor dem Verderben zu schützen. Naturgemäss konnten diese Methoden dem hoch gespannten Bedürfniss nicht genügen. Die Armee-Intendantur der 11. Armee hatte deshalb gleich nach der Mobilmachung in Berlin eine Konservenfabrik eingerichtet, welche zunächst nur für die Herstellung einer einzigen Konserve, „der Erbswurst", bestimmt war, später aber auch reine Fleischkonserven lieferte. Bei Beginn des Krieges war die Technik der Darstellung von guten Fleischkonserven 2 ) im Allgemeinen noch nicht über die ersten Anfänge hinaus entwickelt. Auch die Privatindustrie vermochte nur wenige als Feld- Nahrungsmittel geeignete Präparate zu bieten. Es waren dies vornehmlich: das Fleisch-Extrakt, das Büchsenfleisch und der Ungarische Gulasch. Dem Amerikanischen Fleisch-Extrakt blieb in Noth- fällen eine beschränkte Verwendung gesichert, so bei Metz, wo es auf Vorposten und in Biwaks, in seltenen Fällen sogar als einziger Ersatz für das fehlende Fleisch neben dem Gemüse zur Vertheilung kam. Die hier und da gehegte Erwartung, dasselbe würde als Zusatz zu vegetabilischen Nahrungsmitteln diesen einen erhöhten Nährwerth geben und so den Genuss des Fleisches ersetzen, konnte nur bedingt und auf indirektem Wege insofern erfüllt werden, als das Fleisch-Extrakt eine schmackhafte Zubereitung der Pflaiizennährstofle, sowie des Brotes in den Suppen ermöglichte und dadurch einer Verschleuderung dieser Stoffe durch Wegwerfen entgegenarbeitete. ■ ') Vergl. im Uebrigen Seite 44. 2 ) Dieses Ziel darf jetzt naeh den Ergebnissen der bisherigen praktischen Versuche in der Mainzer Konservenfabrik als erreicht betrachtet werden. 78 II. Kapitel: Sanitätsdienst ete. bei den Truppen. Band I. Größere Bedeutung erlangte das Büchsenfleisch. Zunächst stand nur das hnportirte, nach dem Appertschen Verfahren aus Amerikanischem Material hergestellte Präparat zur Verfügung. Das Fleisch wird längere Zeit, schon in den Büchsen eingeschlossen, einer Hitze von über 100° C. ausgesetzt. Der durch die entwickelten Gase aufgeblähte Deckel wird darauf durchbohrt und die Büchse, während die Gase entweichen, schnell luftdicht verschlossen. Durch die Hitze sind sämmtliche organischen Keime in dem Inhalte /.erstört. Zugleich löst sich aber auch das Bindegewebe in Leim auf, wodurch die langen festgeronnenen Muskelfasern als feine, zähe Stränge, umgeben von einer gelatinartigen Zwischensubstanz, hervortreten. Dieses meist von wilden Kindern, nicht von gemästeten Ochsen, herstammende Fleisch — an sich schon minderwerthig — verlor durch die Zubereitung, wenn auch nicht an Wohlgeschmack, so doch durch die flechsige Beschaffenheit an Annehmlichkeit beim Kauen. Nichtsdestoweniger war das Büchsenfleisch ein sehr beliebtes, wenig übertroffenes Ersatzmittel, da es in der That nur reine, kaum veränderte Fleischnahrung mit einem kräftigen Bouillongeschmack darstellt. Nebenbei bot es den Vortheil, dass es auch kalt genossen werden konnte, wodurch es unter Umständen — auf Vorposten und im Biwak — einen über den des frischen Fleisches hinausgehenden Werth erhielt. Vielfach wurde demgemäss der Wunsch laut, die Büchsen möchten in grösserer Zahl und in Portionen für einen bis zwei Mann geliefert, oder dem eisernen Bestand an Stelle des Specks eingefügt werden. Mit Rücksicht auf die spezielle Verwendung als Bestand- theil der eisernen Portion suchte die Konservenfabrik in Berlin in der Erbswurst eine Konserve herzustellen, welche dem wirklichen Nahrungsbedürfnisse genügen, mit absoluter Haltbarkeit ein möglichst kleines Volumen und Gewicht verbinden, eine schnelle Zubereitung ermöglichen und leicht theilbar sein sollte. Die zuerst versuchsweise, dann in grossem Maassstabe in den eisernen Bestand eingeführte Erbswurst wurde in Fortionen von 500 Gramm in Form mit Pergamentpapier umhüllter Cylinder (Würste) geliefert und war zusammengesetzt aus kleinen Fleischstückchen, kondensirtem Erbsenmehl, Fett (Speck in Würfeln) und Gewürzen. Durch einen Erlass vom 23. September 1870 bestimmte das Oberkommando der IL Armee, dass die Erbswurst in 500 Gramm neben einer bis zwei Portionen Kaffee als Tagesportion gelten solle, falls keine weiteren Lebensmittel zur Verausgabung kämen; würde Brot und Kaffee daneben verabreicht, so sollte die Portion 3 /4 Pfund = 375 Gramm betragen; könnte dagegen eine vollständige Portion Fleisch oder Brot ldcht gewährt werden, so hätte '/3 Pfund Erbswurst = 167 Gramm als Ersatz für Gemüse zu gelten. Behufs der Zubereitung wurden auf '/« Pfund Erbswurst 3 /* Quart Wasser kalt zugesetzt und bis zu fünf Minuten gekocht. Die grossen Vorzüge dieser neuen Konserve machten sich bald geltend. Man lobte in den Truppenberichten ihre schnelle und einfache Bereitungsweise, welche den Soldatei in den Stand setzt, in kurzer Zeit eine kräftige und wohl schmeckende Suppe von dem Feuer nehmen zu könnet Durch Zusatz von Fleisch oder Kartoffeln liess sich ei» angenehme Abwechslung im Geschmack erzielen. Den Süddeutschen Truppen behagte die Erbswurst besonders weg« ihres gewürzigen Geschmacks und des Speckgehalts, wahren« der Genuss des reinen Specks, wie bereits erwähnt, nicht zusagte. Die gleichwohl von mehreren Seiten gegen die Erb* wurst erhobenen Beschwerden, welche sich in den Bericht« der Truppenärzte ausgedrückt finden, richten sich vornehmlich auf die zu häufige Verabreichung, welche entschiedenen Widerwillen und öfters Diarrhöen erzeugt habe, Andere leiten das Misstrauen der Truppen gegen die Erbswurst aus dem mangelhaften Verständniss der Zubereitung! weise ab, wobei zu viel Wasser eine zu dünne Suppe ergeben habe. Wieder Andere fanden, dass das Präparat bei langem Transport leicht schimmele, durch intensiyi Sommerhitze ranzig werde und dann im gekochten Zustand einen unangenehmen Geschmack und Geruch entwickle. Einige wurden von demselben auch nicht hinreichend gesättigt Immerhin aber hat die Erbswurst, wenn sie in der damaligen Herstellung auch nicht als eine durchaus tadellos Konserve') bezeichnet werden konnte, doch über viele Ve pflegungs-Schwierigkeiten hinweggeholfen; dies beweist an zuverlässigsten der sehr erhebliche Verbrauch. Bei den Sächsischen Truppen war seit langer Zeit eine gemischte Konserve als Bestandtheil der eisernen Portin eingeführt, welche sich auch in diesem Feldzuge bewährte Es war dies der Fleischgries, welcher zusammen mit Zwieback einen zweitägigen eisernen Bestand für jedes Mann bildete. Zur Herstellung des Fleischgrieses wird fein gewiegtes Rindfleisch mit Weizengries, Gewürzen und Suppenkräutern gemengt, und diese Mischung demnächst in einem Darrofen getrocknet. Ein Pfund der Mischung wurde vier Portionen angenommen; die Verwendung erfolgte f nach der Menge des zugesetzten Wassers als Suppe od als Brei. Die Bayerische Armee bezog beträchtliche Mengen von Konserven aus der Königlichen Feldschlächterei und Flei-H. Konservenfabrik am Gesundbrunnen bei Frankfurt a. )l Ausser dem schon früher erwähnten Dauerfleisch und Gulasd lieferte diese Fabrik Roastbeef und Lendenbraten, in Blechbüchsen zu etwa 5'/ä bezw. 2 8 /-* Pfund Inhalt ein- gelöthet, und sogenannte Hartbouillon in Blechbüchsei von 1 bezw. 1 l /i Pfund Inhalt. Ein achtel Pfund des letzteren Präparates, welches die nöthigen Gewürze etc. bereit enthielt, reichte vollständig aus für eine kräftige Suppe von 3 /i Quart. ') Hinsichtlich der Verbesserung der Gemüsekonserven gilt gleicb- massig das in der Anmerkung Seite 77 betreffs der Fleischkonserve Gesagte. Band I. Die in die Feldve Gemüse: Beis, Grau [Erbsen, Bohnen, Linse der Magazine und inus aus der Heimath ergän langen Transporten, be: Schutz gegen Witterui fing allmälig an in den zubauen und in den 's ähnlich verhielt es sie fruchten. Diese trockenen Zeit. Auf dem Marscl nieist der Uebelstand gi dieselben weich zu koc auf diese Nahrungsmiti selbst entstanden leichf auch die Abneigung g mangelhaften Kochfertig Unkenntniss einer ents Von frischen Gei lieh auf den Feldern st fast überall vorhanden, begehrt; vom Novembe: zur grossen Seltenheit Sonstiges Gemüse pur Verwendung. I Von Genussmitteln Soldaten das Unentbehr Beit fehlte und über hinweghalf. III. Direkt ge Waren in der vo wetteifernden Bemühun; Verwaltungs-Behörden gerichtet, durch zweck schaffen in Biwaks und Pösstmöglicher Sauber] pankheitskeimen thunl feinen durch angemesse «tandsfähig gegen die E karer Krankheitskeime : Band I. III. Abschnitt: Allgemeine hygienische Maassnahmen. Ernährung. 79 Gemüse. Die in die Feldverpflegung aufgenommenen trockenen Bemüse: Reis, Graupe oder Grütze, Hülsenfrüchte Erbsen, Bohnen, Linsen), Mehl bildeten den Haupt bestand ■er Magazine und mussten in der Regel durch Nachschub aus der Beimath ergänzt werden. Auch sie erlitten auf den langen Transporten, bei Anhäufungen und bei ungenügendem Benutz gegen Witterungseinflüsse oft Schaden. Der Reis finir allmälig an in den Säcken aufzuquellen, sich zusammenzuballen und in den äusseren Schichten zu verschimmeln; ähnlich verhielt es sich mit Bohnen und anderen Hülsenfrüchten. Diese trockenen Gemüse mangelten übrigens zu keiner Zeit. Auf dem Marsche machte sich bei ihrer Benutzung meist der Uebelstand geltend, dass die Zeit nicht ausreichte, Eeselben weich zu kochen, weshalb die Mannschaften lieber auf diese Nahrungsmittel verzichteten; bei dem Genüsse selbst entstanden leicht Verdauungsstörungen. Häufig war auch die Abneigung gegen diese Nahrungsmittel in der Mangelhaften Kochfertigkeit der Mannschaften, bezw. in der Unkenntniss einer entsprechenden Zubereitung begründet. Von frischen Gemüsen, welche im Herbste noch reichlich auf den Feldern standen, waren namentlich Kartoffeln fast überall vorhanden, viel gesucht und für die Menagen begehrt; vom November ab waren sie dagegen fast überall lor grossen Seltenheit geworden. Sonstiges Gemüse und Obst kam nur in Lazaretben zur Verwendung. Genussmittel. Von Genussmitteln war der schwarze Kaffee dem Soldaten das Unentbehrlichste geworden, welches zu keiner Zeit fehlte und über momentane Nothlagen am besten hinweghalf. Während des ganzen Feldzugs hielten alle Truppen- fuhrer darauf, dass den Mannschaften bei jeder Gelegenheit das Kaffeekochen gestattet werde. Die Bereitung war mittels der in ausreichender Zahl mitgeführten kompendiösen Kaffeemühlen sehr rasch ermöglicht. Als bei der Armee vor Melz Diarrhöen sich massenhaft einstellten, befahl das Oberkommando eine Erhöhung der Kaffeeportion auf das Doppelte. Um den Truppen dieses Genussmittel völlig zu sichern, machte man auch Versuche mit Kaffeekonserven oder sogenanntem Prosskaffee. Da die (Privat-) Fabrik, welche diesen Artikel lieferte, verhältnissmässig geringwerthigen Kaffee dazu verwendete und ihn mit Traubenzucker zusammenpresste, so ging man bald von diesem Aushilfsmittel wieder ab. Von hohem Werth für die Erhaltung der Kräfte und Gesundheit der Mannschaften war der allgemein verbreitete Rothwein, welcher in grossen Vorräthen in den okkupirton Bezirken aufgefunden wurde und das fast ausschliessliche Getränk bildete. Hier und da mussten sich die Mannschaften mit Cider behelfen, dessen Genuss häufig nicht ohne unangenehme Wirkungen blieb. Anstatt des Weines kam zeitweilig Branntwein, Kognak etc., namentlich in den Wintermonaten, zur Verkeilung. Auch die reglementsmässigen Getränke-Portionssätze wurden zuweilen überschritten, so besonders vor Metz, wo die Ungunst der Witterung und der anstrengende Vorpostendienst eine Erhöhung geboten. Eines der anregendsten und für viele Soldaten fast unentbehrliches Genussmittel, der Tabak, ward in der ersten Zeit des Feldzuges sehr schwer vermisst, zumal er selbst für theures Geld nicht leicht beschafft werden konnte. Ein vom 31. August 1870 datirter Allerhöchster Brlass gewährte den Mannschaften täglich drei Loth Tabak oder an dessen Stelle Oigarren. III. Direkt gegen die Verbreitung von Krankheiten gerichtete Maassnahmen. Waren in der vorstehend geschilderten Weise die wetteifernden Bemühungen der Truppen-Kommandos, der Vei'waltungs- Behörden und der Sanitäts-Organe darauf gerichtet, durch zweckmässige Unterbringung der Mannschaften in Biwaks und Kantonnements, durch Erhaltung fcrösstmöglicher Sauberkeit daselbst die Entstehung von Krankheitskeimen thunlichst zu verhüten, sowie den Einzelnen durch angemessene Kleidung und Ernährung widerstandsfähig gegen die Einflüsse der Witterung und unsichtbarer Krankheitekeime zu erhalten, so blieb nunmehr noch die Aufgabe übrig, nachweislich vorhandene oder mit Wahrscheinlichkeit zu vermuthende Ansteckungsstoffe soweit unschädlich zu machen, als sich dies unter den jeweilig obwaltenden Verhältnissen erreichen Hess. Diesem Zwecke sollten vor Allem die ausgedehnten Desinfizirungen dienen, auf deren umfassende Vornahme und sorgfältige Ueberwachung durch die Sanitätsorgane namentlich das Preussische Kriegsministerium unablässig hindrängte. Bereits unter dem 30. Juli 1870 wurden seitens der Preussischen Militär-Medizinal-Abtheilung zahlreiche 80 II. Kapitel: Sanitätsdienst etc. bei den Truppen. Hand I. Exemplare der in der Feld-Sanitätsinstruktion enthaltenen Anleitung zum Desinfektionsverfahren nebst einem Nachtrag betreffend die Süvern'sche Desinfektionsmasse') an die Truppen vertheilt; bei jedem besonderen Anlass — so namentlich bei Beginn der Einschliessung von Metz und nach dem Fall dieser Festung 2 ) —- ergingen neue Mahnungen in dieser Richtung und erfolgte die Bereitstellung grosser Quantitäten von Desinfektions-Material. Gründliche 1 (esinfizirungen wurden demgemäss überall da vorgenommen, wo Truppen längere Zeit untergebracht waren, namentlich aber sobald Krankheitsherde von Typhus, Ruhr oder Pocken sich thatsächlich entwickelt hatten. Wohnungen, I Torräume, Aborte und Düngergruben, ebenso die Kleider der Erkrankten 3 ) bildeten in solchen Fällen das haupt- J ) Siehe Beilage 44. 2 ) Desgleichen für das Inland bei Errichtung der grossen Gefangenen-Depots. 3 ) Die Desinfektion der Kleider fiel vorwiegend den Lazarethen zu, woselbst — wie bereits Kapitel I, Abschnitt 3 erwähnt — auf die 1 hirchführung von Desinfektions-Maassregeln das grösste Gewicht gelegt wurde. Viele Lazarethe besassen — allerdings mehr oder weniger primitive — eigene Desinfektions-Anstalten. Die Benutzung vorhandener Backöfen gestattete zur Desinfektion der Kleider vielfach die Anwendung der trockenen Hitze. Eine besondere auf letzteres Mittel berechnete Desinfektionskammer bestand nur in Corbeil, wo eine solche gegen Ende Dezember auf Antrag und nach dem Plane des Bayerischen Regimentsarztes Dr. Tutschek (dirig. Arzt des A. F. Sp. No. 1) mit Genehmigung der Königlich Bayerischen General-Etappeu-Inspektion in einem Seitengebäude des neuen städtischen Hospice Galignani von Seiten der Stadt erbaut und am 24. Februar zur Benutzung für sännntliche Spitäler in Corbeil etc. übergeben wurde. Die Instruktion zur Benutzung derselben siehe in Beilage 58. In dieser Kammer wurden behufs Vernichtung von Kleiderparasiten, sowie zur Zerstörung von Kontagieu die Monturen etc., Bettstoffe von Blattern- etc. Kranken der längern Einwirkung einer sehr hohen Lufttemperatur unter gleichzeitiger Ventilirung des Desinfektionsraumes ausgesetzt. Bei den vorgenommenen Heiz- res]». Desinfektions-Versuchen ergab sich zunächst, dass es möglich war, die aus Ziegelsteinen erbaute, 7 Fuss hohe, 6 Fuss breite und 10 Fuss lange Kammer, deren innere Seitenwand eine stets warme Mauer des Maschinenbaues bildete, durch Steinkohlenheizung soweit zu erwärmen, dass in ihrem Innern eine Temperatur von 115 —118° B. herrschte. Die Hitze höher zu treiben ging nicht leicht an, theils wegen des etwas zu klein angelegten Feuerungsraumes, theils weil die Seitenmauern und namentlich die auf Eisenstäben ruhenden Ziegel der Decke zu dünn waren, so dass fortwährend grosser Wärmeverlust stattfand. Der anfänglich dem Architekten gemachte Vorschlag, den Innenraum mit Eisenblech auszukleiden, die Heizung durch geschlängelte Eisenröhren (Luftheizung) zu bewirken, den Raum einzuwölben und mit dickeren .Mauern zu versehen, gelangte nur unvollkommen oder gar nicht zur Ausführung. Bei jeder Heizung wurden Monturen, Mäntel, Wolldecken von Blatternkranken etc. in der Kammer aufgehängt und hierbei anfangs Versuche nach v. Pettenkofers Rath gemacht, indem man in die Aermel, Taschen etc. rohe Eier, theils wie sie waren, theils umwickelt mit Leinwand oder Flanell, brachte. Nachdem die Eier 3—4 Stunden der höchsten erreichbaren Temperatur ausgesetzt gewesen, waren die ohne weitere Umhüllung oder in Leinwand (selbst in 24 Lagen) gewickelten Eier vollkommen hart; die in Wollstoff gehüllten Eier fanden sich je nach der Zahl der Umhüllungen in ver- sächlichste Objekt der Desinfektion. Letztere kam in au.. gedehnter Weise auch bei den Thierseuchen (Rinde™ Lungenseuche, Milzbrand und Rotz) zur Geltung; sie streckte sich dabei sowohl auf die Stallungen als auf das Waij Personal und die Bekleidung des letzteren, sowie auf dg zum Transport benutzten Eisenbahnwagen und sonstig Fahrzeuge. Die zur Assanirung der Schlachtfelder getroffenJ Maassnahmen haben wegen ihres Umfanges, ihres ei« artigen Charakters und weil der wichtigste Theil dersell» erst in die Zeit nach Abschluss des Waffenstillstandes fiel in dem Anhange zu diesem Kapitel eine ausführliche! Darstellung erhalten. Ausser den Infektions-Krankheiten (Typhus, En] und Pocken 1 ) forderten namentlich Syphilis und HantJ Parasiten zu besonderer Prophylaxis auf. Gegen die syphilitischen Erkrankungen erwie» sich Vorbeugungs-Maassregeln besonders nothwendig, ab M Verkehr von Paris aus nach Kapitulation dieses I'laiz- und Eintritt des Waffenstillstandes freigegeben war. Aas häufigen Visitationen der Mannschaften wurde eine streng Ueberwachung der Prostituirten in den einzelnen Kai tonnements, sowie Untersuchung derselben durch die Ort Polizeibehörden unter Kontrole Deutscher Militärärzte geführt; nicht ortsangehörige Prostituirte wurden au? Bezirken verwiesen. Gleiche Maassregeln waren benl vom Oktober ab im Etappenbereiche und in den Genen Gouvernements zur Durchführung gelangt. Gegen Ende Oktober gewann namentlich unter einem häufigen Quartierwechsel ausgesetzten Cernirod Truppen vor Paris Krätze eine grössere Verbreta Kranke dieser Art wurden trotz der Schwierigkeit IsoIrrung fast ausschliesslich im Revier behandelt. Da* bald an Peru-Balsam mangelte, griff man zu Einreibungen i Schwefel-Sali>en, Petroleum. Benzin, grüner Seife, gleichen zu Waschungen mit Kali, hier und da (bei Bayerischen Truppen) auch zu Bepinselungen mit Ohlorofo« Später wurde allgemein die Behandlung mit Peru-] schiedenen Stadien der Koagulirung des Kiweisses oder ganz uubetij flusst von der Wärme. Unverändert blieben Eier, welche man in der Mitte einer ma- dicken Rosshaarmatratze unterbrachte, woraus sich der Schiusa abtöl Hess, dass Matratzen, um auf solche Weise desinfizirt zu w«l aufgerissen und die Rosshaare in aufgezupftem Zustande der Lutttil ausgesetzt werden müssten. Diese Desinfektionskammer blieb bis zur Auflösung der Fi spitäler in Corbeil in Benutzung. An einigen Orten dienten die bestehenden Dampfwä als Desinfektionsanstalten, z. B. jene in Coulommiers; vielfach griff 1 " auch zu Schwefelräucherungen der Decken und Wäschstücke. Wäsche von Typhus- und Ruhrkranken etc. wurde in solfl Anstalten an bestimmten Tagen gesondert zur Reinigung abg *) Näheres über die Präventiv-Maassregeln gegen die Verbreit« dieser Seuchen, insbesondere auch über die Revaccinationeo deren Erfolge siehe im medizinischen Theile (ß. Band) des Bcri* durchgeführt, nachde Mittels herbeigeschaff Das öftere Verb I wechselnde Benutzung aber die Verwendur Pecken begünstigte be anderer Haut- und rang derselben war u sehr schwierig. Zur sicherste Mittel, die besinfizirung der Kh Vorschvif Anmerkung Preussische Vorsc dem durch Allerhöchste Reglement umfasste die F< Mnndportion, welche a. in eine tägliche b. eine tägliche Vil zerfiel. Die tägliche Brotpoi 1 Pfund Zwieback. Bei nicht die volle Fleischport (lirende General die Portic Das Brot wurde in I das Reglement nur einen drei Tagen and höchstens Die Zeichen guter Beschafl Die tägliche Viktuali 1) Fleisch: 3 /4 Pfund frisch rohen Zustai 15 Loth geräuc 10 Lotli Speck. 2) Gemüse: V/i Loth Reis 7'/2 Loth ordin weizen-, Hai 15 Loth Hülser 15 Loth Mehl 3 Pfund Karte 3) Salz: D/2 Loth. 4) Kaffee, in gebram > in ungebra I» Biwaks und bei Jwch Befehl des kommam Branntweinportion von 1/12 ( 3a»iUte-Berieht ülipi die Dm •^HHHI^I^IIB Band Blind r. ITC. Abschnitt: Allgemeine hygienische Maas anahmen. Anmerkungen. 81 durchgeführt, nachdem die nöthigen Quantitäten dieses Mittels herbeigeschafft waren. Das öftere Vertauschen der Kantonnements und die wechselnde Benutzung der Pelze, Decken u. s. w., namentlich aber die Verwendung aufgefundener Matratzen und Decken begünstigte begreiflicherweise die Uebertragung auch anderer Haut- und Kleider-Parasiten. Die Vertil- tnng derselben war unter den herrschenden Verhältnissen sehr schwierig. Zur Beseitigung stand nicht immer das sicherste Mittel, die Benutzung von Backöfen — behufs besinfizirung der Kleider und Betten etc. — zu Gebote. Ausser der Reinigung der Lokale durch Aufwaschen mil Chlorkalk oder Karbolsäure-Lösung, Verbrennung des Lagerstrohes u. s. w. wurde das Aufstreuen Persischen Insektenpulvers hier und da mit Erfolg angewendet: Montureu und Wäsche brühte man mit heissem Wasser oder bearbeitete sie mit heissen Bügelstählen: sehr wirksam erwiesen sich Benzin, Mischung von Terpentinöl und Weingeist zu gleichen Theilen, Petroleum; — dazu kamen Bäder und Einreibungen der Mannschaften mit, verschiedenen antiparasitären Mitteln. Anmerkungen. Vorschriften für die Feld-Verpflegung. — Nahrmigswerth der Feld-Portion. unbeti der Fr Anmerkung 1. Preussische Vorschrift für die Feldverpflegung. Nach pem dnrch Allerhöchste Kabinets-Ordre vom 4. Juli 18G7 erlassenen Eeglement umfasste die Feldverpflegong der Armeeangehörigen eine Mundportion, welche a. in eine tägliche Brotportion, und b. eine tägliche Viktualienportion zerfiel. Die tägliehe Brotportion betrug 1 Pfund 15 Loth Brot oder 1 Pfund Zwieback. Bei obwaltenden Umständen, besonders wenn nicht die volle Fleischportion gewährt wurde, konnte der konnnan- dirende General die Portion auf 2 Pfand erhöhen. Das Brot wurde in Laiben zu 3 Pfund verausgabt, für welche das Reglement nur einen Gewichtsverlust von 1 Loth in den ersten i drei Tagen und höchstens 2 Loth für spätere Verausgabung znliess. Die Zeichen guter Beschaffenheit waren genau festgesetzt. Die tägliche Viktualienportion bestand aus: 1) Fleisch: 3 /4 Pfund frisches oder gesalzenes Fleisch — Gewicht im rohen Zustande — oder 15 Loth geräuchertes Rind- oder Hammelfleisch, oder 10 Loth Speck. 2) Gemüse: 7'/a Loth Reis oder 7'/2 Loth ordinärer Graupe bezw. Grütze (Hafer-, Buchweizen-, Haide- oder Gerstengrütze), oder 15 Loth Hülsenfrüchten (Erbsen. Linsen. Bohnen), oder 15 Loth Mehl oder 3 Pfund Kartoffeln. 3) Salz: D/2 Loth. 4) Kaffee, in gebrannten Bohnen, D/2 Loth, > in ungebrannten Bohnen, l 3 /4 Loth. In Biwaks und bei ausserordentlichen Anstrengungen konnte durch Befehl des kommandireliden Generals neben dem Kaffee eine Bramitweinportion von 1/12 Quart verabreicht werden. Unter ähnlichen Sanittte-Berient iuVi die Deutsch«) Heere 1870/71. I. Bd. Voraussetzungen durfte auch eine Erhöhung der Gemüseportion auf 10 Loth Reis oder 10 „ Graupe oder Grütze, oder 20 „ Hülsenfrüchte oder 4 Pfund Kartoffeln und der Fleischportion auf 1 Pfund erfolgen. Die Sicherstellung der Gesammt-Natural Verpflegung sollte be- stinunungsgemäss in Feindesland stets durch Quartierverpflegung bezw. Requisition stattfinden und nur im Falle unabweisbarer Notwendigkeit auf die Bestände der vaterländischen Magazine zurückgegriffen werden. Anmerkung 2. Bayerische Vorschrift für die Feldverpflegung. Brot U/2 Pfund oder Zwieback 1 Pfund. Fleisch, roh oder gepökelt, T /-' Pfund, oder geräuchertes Rind- oder Hammelfleisch '/s Pfund, oder geräuchertes Schweinefleisch oder Speck ] /4 Pfund. Gemüse: Kochmehl 13 Loth, Graupen oder Reis (i Loth oder gewöhnliche Granpen 8 Loth, oder grobe Hülsenfrüchte 13 bis 14 Loth. oder Sauerkraut 20 Loth. oder Kartoffeln 1 Pfund 12 Loth. Salz: V/t Loth zu frischem Fleisch, 1 Loth zu gesalzenem. Getränke: Bier Vs Maass oder Branntwein Vio Maass oder Wein 1 /t Maass. Gebrannter Kaffee: tys Loth und Zucker 2 /s Loth. Anmerkung 3. Nahrungswerth der Feldportion. Um einen Anhalt für das Maass des Kräfteverbrauchs eines Soldaten zu gewinnen, hat man seine Leistung mit der eines stark arbeitenden Arbeiters gleichgestellt. Nach Donders beträgt die Arbeitsleistung eines gesunden Arbeiters durchschnittlich pro Tag etwa 150 000 kgmtr und die innere Körperleistung (Girkulation. Respiration u. s. w.) nach Playfair etwa 70 000 kgmtr. Summe 220 000 kgmtr. 11 I "vzw'*? - iH 82 II. Kapitel: Sanitätsdienst und hygienische Maassnahmen. Band 11 28.3 g Biweiss entsprechen ungefähr einer Leistung von 53762 kgmtr, es würden also etwa 113 g Eiweiss jener Leistung von 220 000 kgmtr entsprechen. Der wirkliche Verbrauch bei obiger Arbeit ist indessen nach den angestellten Beobachtungen bei neunstündiger Arbeit: 137 g Biweiss, 137 g Fett, 352 g Kohlehydrate. Für einen Soldaten im Felde fordert Voit: 145 g Biweiss, 100 g Fett, 500 g Kohlehydrate. Betrachtet man auf diese Forderung hin zunächst die reglement- mässige Kriegsportion von 1870, so ergiebt sich als Gehalt derselben nach den Untersuchungen der zu München im Jahre 1880 niedergesetzten Spezialkommission: Eiweiß Fett Kohlehydrate 375 g frisches Fleisch 68.2 33.7 750 g Brot .... 63.7 9.7 393.7 125 g Reis . . . . 9.4 _____________ CU ___________ 97.o Summe 141.3 43.s 490.9 oder bei Hülsenfrüchten statt Reis, und Speck statt Fleisch: Eiwei" Fett Kohlehydrate 170 g Speck .... 2.9 160.6 — 750 g Brot .... 63.7 9.7 393.7 250 g Er bsen . . . 56.2 ' 6.2 _________ 145.3 Summe . . 122.8 176.5 539.2 Bei Fleischlieferung kann durch Erhöhung der Portion aufäOdJ der geforderte Eiweissgehalt also sogar überschritten werden. Die eiserne Portion enthält nach obiger Berechnung: Eiweisa Fett Kohlehydrat! Zwieback 500 g = 78.o 6.5 367.0 Reis 125 g = 9.4 0.4 97.f> Speck 170 g = 2.9 _________ 160r __________ — Summe 795 g 90.3 167.5 464.r, oder bei Salzfleisch statt Speck neben Zwieback und Reis: Salzfleisc h 375 g = 68.2 __________3a7_________ 464.<; Summe 1000 g = 155.6 40.6 464.« Band T. Anhang zum zweiten Kapitel. Desinfektion der Schlachtfelder. Erste Bestattung der Gefallenen. Die Art der Bestattung, die Anlage der Gräber, der Friedhofe u. a. w. ist längst als eine Angelegenheit von höchstem öffentlichen Interesse gewürdigt worden, welcher Behörden und Private eine um so umfassendere Sorgfalt zu widmen gewohnt sind, je mehr in neuerer Zeit die Ge- sundheitslehre den Zusammenhang zwischen Fäulniss organischer Materie und den gefürchtetsten Krankheiten nachgewiesen und betont hat. Die Kriegsverhältnisse lassen es gleichwohl erklärlich erscheinen, dass trotz aller Erkenntniss und Würdigung der aus einer mangelhaften Beisetzung der Gefallenen entspringenden Gefahren und trotz aller Pietät, welche gerade den auf dem Schlachtfelde Gestorbenen von Freund und Feind gezollt wird, die Bestattung nach grossen Schlachten stets eine ungenügende gewesen ist. 1 ) Auch der Feldzug 1870/71 bildete in dieser Beziehung keine Ausnahme. Da die Deutschen Armeen in allen grösseren Kämpfen den Sieg davontrugen, so verblieb ihnen zunächst die Sorge um die Assauirung der Schlachtfelder und zwar den Truppentheilen selbst, da besondere Formationen für diesen i) Vergl. hierzu insbesondere die Verhandlungen auf der internal ionaleii Konferenz der Hilfsvereine zu Paria 1867. Zweck nicht vorgesehen waren. Die Schnelligkeit dnl Operationsbewegungen liess den Truppen nicht genügend! Zeit, die erforderlichen Bestattungsarbeiten in vollem Umfange auszuführen. Sie mussten sich, abgesehen von dal Schlachtfeldern vor belagerten Festungen, meist daraul beschränken, die Leichen der gefallenen Kameraden ; beerdigen, die Sorge um die Leichen der Feinde und §1 Pferdekadaver verblieb in solchen Fällen den Einwohnern! der anliegenden Ortschaften, welche freiwillig oder gel zwungen die einschlagenden Arbeiten meist ohne sachver| ständige Leitung ausführten. In Folge dieser Verhältnisse machten sich auf grossen Leichenfeldern der bis zum Sturze des Französisclial Kaiserthums in rascher Folge gelieferten Schlachten nocl im Herbste 1870 unter dem Einfluss einer warmen "Witteninjl und reichlicher atmosphärischer Niederschläge hygienisch! Missstände geltend, deren Beseitigung von Militär- uni Civilbehörden, zum Theil auch von wohlmeinenden Privat personen erstrebt ward. Vorläufige Desinfizirungen im Herbst 1870. Auf dem Gebiete des Schlachtfeldes von Weissenhimj in den Gemeinden Weissenburg, Altenstadt, Steinseltz ml Riedseltz wurden nachträgliche Maassnahmen überhaupt! nicht nöthig. In den Gemarkungen von Forbach, Spiclieifl| Band 1. Anhang: Desinfektion der Schlachtfelder. 83 Fleisch: Kohlehydrat« 393.7 145.3 539.2 ortion auf 500 J werden. imng: Kohlehydrate 367.0 97.fi 464.« Reis: 464.c 464.« telligkeit ht geiiügendf l vollem Um ■heu von da meist di meradeii zi inde und di l Einwohnen lig oder i'' jhne sachv» sich auf da Französisch« ilachten nori ten Witten^ 3 hygienisd« Militär- und 3ii den Privat- bst 1870. Weissen!™« teinseltz oj n überhaupt di, Spichere« und Stiringen hingegen, dem Kampfplatz der Schlacht bei Spicheren, spülte der Regen die deckende Erdschicht von d ell __ übrigens fast ausschliesslich im Walde und überall mehr als 1 Kilometer von Wohnungen entfernt befindlichen — Massengräbern vielfach fort, so dass in Fäulniss begriffene teichentheile blosslagen. Diese Zustände erfuhren im Herbste 1870 dauernde Beseitigung durch die Thätigkeit eines hierzu beorderten Militärkommandos. Es wurden 5 Fuss hohe Erdaufschüttungen ausgeführt, welche zum Schutze gegen Witterungseinflüsse eine Rasenbekleidung erhielten. Die vielen Opfer des blutigen Tages von Wörth waren durch ein zwangsweises Aufgebot aller arbeitsfähigen Kräfte aus den betheiligten Ortschaften in 8 bis 10 Tagen zur Erde gebettet worden, meist in Massengräbern von 3 Fuss Tiefe. Ein Bericht des Maire von Wörth vom 7. September, desgleichen eine von Bürgern Wörths unter dem 8. September an den Unterpräfekten in Weissenburg gerichtete Petition schilderte die Missstände mit der Bitte um Anordnung von planmässigen das ganze Gebiet des Schlachtfeldes umfassenden Arbeiten zur Abwehr der drohenden Gefahren. Auf Veranlassung des Unterpräfekten erliess der Polizei- Koimnissar von Wörth an die Maires sämmtlicher beteiligten Ortschaften den Befehl, die Gräber hinreichend mit Erde zudecken zu lassen. Die blutigsten Schlachten des Feldzuges 1870/71 hatten bei Metz stattgefunden. Gegen 30 000 Menschenleichen und eine grosse Anzahl von Thierkadavern waren hier rasch zur Erde bestattet. Als im Laufe des Herbstes vereinzelte Klagen über die Zustände auf den dortigen Schlachtfeldern in die Oeffentlichkeit drangen, ohne dass jedoch Art und Umfang der Unzuträglichkeiten auch nur annähernd vollständig zur allgemeinen Keimtniss — insbesondere-der Behörden —- gelangte, erhielt der Apotheker J. Junghans im Oktober 1870 seitens des Vorstandes der Deutschen ehemischen Gesellschaft den Auftrag, Desin- fektioiisarbeiten in der Umgegend von Metz zur Ausführung zu bringen. Bei St. Privat, Ainauvillers und Verneville nahm derselbe eine Reihe der Massengräber (je 100 bis 200 Leichen enthaltend), welche eine Erddecke von 1 bis 2 Fuss besassen, in der Weise in Angriff, dass er auf denselben mittels Chlorkalk und Manganlauge eine starke Chlorgas- Bntwickelung einleitete und alsdann Erdhügel aufwarf. Zahlreiche gar nicht verscharrte Pferdekadaver liess Junghans mit Karbolsäure besprengen und, soweit die Vorräthe reichten, mit Eisenvitriol und Desinfektionspulver bewerfen. Zu einem Vergraben der faulenden Kadaver fehlte es an Arbeitskräften; auch die mitgebrachten Vorräthe an Desin- fektionsmaterial — so beträchtlich dieselben an sich scheinen mochten 1 ) — waren bald verbraucht, so dass durch diese ') Zur Desinfizirung des Bazaineschen Lagers wurden von Junghaus im Dezember 1870 allein 50 Centner Chlorkalk, sowie 50 Centner Eisenvitriol und Karbolsäure-Präparate verwendet. Arbeiten in der That nur ein kleiner Theil des Schlachtfeldes und auch dieser nur eine höchst unvollkommene Assanirung erfahren hatte. Es liegt auf der Hand, dass das Besprengen und Ueberschütten der unter freiem Himmel faulenden Kadaver nur einen sehr vorübergehenden Erfolg haben und höchstens so lange wirksam sein konnte, als die Desinfektionsmittel nicht durch Regen wieder fortgespült wurden. Auch ist es einleuchtend, dass, wo es an Arbeitskräften zum Verscharren der Kadaver fehlte, solche auch nicht vorhanden waren, um auf den chemisch desin- fizirten Massengräbern Erdhügel in genügender Höhe zu errichten. Ohne eine derartige Bedeckung aber musste bei stärkeren Regengüssen die Wirkung der Chemikalien verloren gehen. Ebenso hatte das Comite" der Deutschen Vereine zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger Sachverständige zur Bewerkstelligung der Desinfektion der Gräber um Metz entsandt, ohne dass ein durchgreifender Erfolg erzielt worden wäre. Den Deutschen Verwaltungs - Organen aber erwuchs nach Abzug der Belagerungs-Armee zunächst die schon für sich kaum zu bewältigende Aufgabe, innerhalb der Stadt selbst und in deren allernächster Nachbarschaft gesundheitsgemässe Zustände anzubahnen. Die Aufmerksamkeit der Behörden richtete sich daher erst später, zu Anfang des Winters, auf die ausgedehnten Leichenäcker in der weiteren Umgebung von Metz. Ende November forderte die Kaiserliche Präfektur die Maires der im Bereiche der Schlachtfelder liegenden Ortschaften auf, für eine genügende Wiederbestattung der Leichen Sorge zu tragen. Der mittlerweile hereinbrechende kalte und schneereiche Winter hinderte indessen die Ausführung entsprechender Maassregeln. Wie bei Spicheren, Wörth und Metz, so wurden auch bei Sedan im Herbst 1870 nachträgliche Desinfektionsarbeiten eingeleitet. Ende September 1870 stellten sich mehrere angesehene Bürger Sedans an die Spitze eines Arbeitertrupps, um die gar nicht oder mangelhaft beerdigten Leichen und Kadaver im Gebiete des Schlachtfeldes von Neuem zu bestatten. Diese Anläufe wurden jedoch bald dadurch unterbrochen, dass Krankheiten unter den Arbeitern auftraten. Sämmtliche im Spätherbst 1870 auf den verschiedenen damals in Betracht kommenden Schlachtfeldern vorgenommenen Desinfektionsarbeiteii, mit Ausnahme derjenigen auf dem Schlachtfelde bei Spicheren, erwiesen sich in der Folge als unzureichend. Die von Behörden angeordneten einheitlichen Maassnahmen wurden zu einer Zeit begonnen, in welcher Kälte und Schnee ihre Durchführung sehr erschwerten; die von Privatpersonen oder Vereinen in das Werk gesetzten Versuche aller scheiterten bei der Grösse der Aufgabe an der Unzulänglichkeit der Kräfte und der Mittel. 11* 84 Anhang: Desinfektion der Schlachtfelder. Bund I. Anregung zu weiteren Maassnahmen. Nachdem indessen die Anlinerksamkeit der Behörden den Zuständen auf den Schlachtfeldern zugewandt war, landen — während der Winter die von letzteren drohenden Gefahren einstweilen in den Hintergrund drängte — eingehende Recherchen und nach Konstatirung des Sachverhalts Vorbereitungen für planmässige, von Sachverständigen einheitlich zu leitende Maassregeln statt. Ende Dezember wurden die Polizeikommissare der im Bereich der Schlachtfelder um Metz gelegenen Kantons seitens der Präfektur aufgefordert, sorgfältige Erhebungen anzustellen, sowohl über die Art der Leichenbestattung wie hinsichtlich der Maassnahmen, welche auf den Gebieten der Schlachtfelder zur Beseitigung des durch die Rinderpest gefallenen Viehes und der Schlächtereiabfälle getroffen waren. Ueber das Resultat der Ermittelungen erstattete die Präfektur Meldung an das Civilkommissariat zu Strassburg. Auf Antrag des letzteren beauftragte das Preussische Kriegs- miuisterium durch Verfügung der Militär-Medizinalabtheilung vom 16. Februar 1871 zwei Militärärzte, den Oberstabsarzt Dr. d’Arrest und Stabsarzt Di'. Bode, mit der Leitung der erforderlichen Maassnahmen. Die Schlachtfelder bei Spicheren und Weissenburg gaben zu hygienischen Bedenken keinen Anlass. Auf dem Gebiet des Schlachtfeldes bei Wörth waren in Folge einer Verfügung des Kreisdirektion vom 1U. Februar 1871 erneute gründliche Desinfektionsarbeiten unter Leitung des Polizeikommissars Döllinger und Kantonalarztes Dr. Sadoul in voller Ausführung. Behufs Assanirung aller Schlachtfelder und grösseren Beerdigungsstätten in den von Deutschen Truppen besetzten Gebieten erging unter dem 17. März 1871 seitens der Preussischen Militär - Medizinalabtheiluug an sämmtliche Feldkorps- und Etappen-Generalärzte die Aufforderung, den aus mangelhaften Inhumirungen hervorgegangenen hygienischen Uebelständen kräftig zu begegnen. Die Gräber sollten, event. unter vorheriger Anwendung von Desinfektionsmitteln, genügend mit Erde zugedeckt, wo nötliig, auch Exhumirungen vorgenommen werden. ln Belgien war die öffentliche Meinung wegen des benachbarten Schlachtfeldes bei Sedan sehr beunruhigt, ln Folge dessen setzte sich Ende Februar 1871 die Belgische Regierung mit den Deutschen und Französischen Behörden in Verbindung und unternahm ihrerseits die Assanirung des bezeichneten Schlachtfeldes. Mit der Ausführung betraute sie Dr. Laute, den Chemiker Creteur und Ingenieur Michel. Die Thätigkeit der Regierung wurde durch ein in Belgien unter Vorsitz des Fürsten Orloff gebildetes „Comitc pour l’assainissement des eliamps de bataille“ unterstützt, in dessen Aufträge sich Dr. Trouet an den .Maassnahmen bei Sedan betheiligte. Auch die Französischen Behörden blieben nicht unthätig. Der Minister für Landwirthscliaft und Handel forderte in i| einem Schreiben vom 2. März 1871 ‘) das Coinite coiisul.il tativ d’liygiene publique zu einem Bericht auf und übersandte, nachdem das Comitö in einer Sitzung vom 20. Man Beschluss gefasst hatte, die vereinbarten Direktiven zur sofortigen Ausführung an die Gesundheitsräthe der Departements und Arrondissements. So entwickelte sich im Beginn des Frühjahrs 1871 eine lebhafte Thätigkeit auf sämmtlichen Schlachtfeldern Frankreichs; überall wurden die.gesundheitlichen Uebelstäude von Sachverständigen festgestellt, die erforderlichen Arbeiten von ihnen geleitet und überwacht. Zustand der Schlachtfelder im Frühjahr 1871. Am schwierigsten und komplizirtesten lagen die A r er- liältnisse bei Metz. Hier hatten in der Zeit von Mitte August bis Ende Oktober neben der ansässigen Bevölkerung zwei grosse Armeen in einer Stärke von nahezu 500 000 Mann theils in der Stadt und den Dörfern einquartiert, theils in Lagern gelebt. Die blutigsten Schlachten des Feldzuges waren vor den Thoren der Festung geschlagen, zahlreiche Lazarethe auf Deutscher und Französischer Seite errichtet worden. Hierdurch hatte sich in der Stadt selbst und deren nächster Umgebung eine Menge fäulnissfähigen Materials aufgehäuft, dessen Beseitigung und Desinfizirung trotz der durch zahlreiche Armeebefehle dokumentirten Aufmerksamkeit, welche das Oberkommando der Cernirungs- Armee dieser Angelegenheit unausgesetzt widmete, weder zur Zeit der Einschliessung, noch — wie oben erwähnt — nach der Kapitulation der Festung vor Eintritt des Frostes hatte erreicht werden können. Es zeigte sich bald, dass die Art, wie die Leichen und Kadaver beerdigt waren, nur einen Theil der abhilfebedürftigen sanitätspolizeilichen Uebelstäude abgab, dass vielmehr zur Erreichung einer gründlichen Assanirung auch die ausgedehnten Lagerplätze derBazaineschen und Deutschen Armee, endlich alle diejenigen Ortschaften in Betracht kamen, in denen oder in deren Nähe Truppen gelegen hatten, da auch nach Beendigung der Cernirung seitens der Dorfbewohner nichts zur Beseitigung des faulenden Materials geschehen war, das durch die Anwesenheit so vieler Truppen und das Leben der Ortsbewohner selbst sich angehäuft hatte. Die grossen Truppeulager, welche überdies in ihre 1 ' Mehrzahl von bewohnten Häusern weit entfernt lagen, gaben allerdings nur zu verhältnissmässig geringen sanitäts- polizeilichen Ausstellungen Anlass; in den Dörfern hingegen boten sich die bedenklichsten hygienischen Zustände dar. Die Strassen wurden bedeckt gefunden mit Düngerhaufen und Jaucheherden, mit Resten faulender Uniformtrümmer 0 Annales d’bygiene publique 1871. T. 35, p. 420 u. ff- Anhang: Desinfektion der Schlachtfelder 85 and I. ucl Ausrüstungsgegenstände; die Plätze, auf welchen man Iberische Abfälle aus den Schlächtereien, zum Tlieil auch as an der Rinderpest eingegangene Schlachtvieh vergraben atte, dessen wegen zu niedrigen Erdaufwurfs den Fäulniss- asen freien Weg. Bei den Begräbnissstätten der Gefallenen und den l'ten, an welchen die zahlreichen Pferdekadaver ver- cliarrt lagen, war es zunächst die Wahl des Platzes, reiche vielfach Bedenken erregen musste. Der Drang der riegerischeu Ereignisse hatte gerade nach den grossen ’elilachten vor Metz eine Wahl überhaupt nicht zugelassen; jeiehen und Kadaver mussten zunächst bestattet werden, vo sie eben gefunden wurden. Einzel- und Massengräber fanden sich daher am Absage von Höhenrücken (um Mars la Tour, St. Hubert), n tiefgelegenen Stellen feuchter Wiesen (um Ste. Marie ux Clienes, Habonville, Mars la Tour), unmittelbar an hausseeu und Viciualwegen (Ste. Marie aux Clienes, Rezon- 'ille), neben bewohnten Häusern (Rezonville, Gravelotte, tmanvillers), dicht neben Brunnen (Roncourt, Ste. Marie, -ravelotte) oder Wasserläufen (Amanvillers, St. Privat, -orze, Chätel). Thierkadaver lagen in Chausseegräben, in äclien (Gravelotte), in Wassertümpeln und Latrinengruben Gravelotte). Auch die Art der Bestattung musste vielfach als eine csmulheitswidrige angesehen werden, insofern die Erd- ufscliiittung bei Menscheugräbern, in erhöhtem Maasse ei Thiergräberu, unzureichend gefunden wurde. Nirgends etrug dieselbe mehr als 3’/a Puss. Thierleichen lagen icht selten in flachen, ’/z Fuss tiefen Löchern oder ohne Ile Vertiefung da, wo sie getödtet worden waren: in r äl(lern, Wiesen, Dorfgärten, Chausseegräben, Bächen, ’ümpelu, mehr oder weniger von Erde entblösst. Endlich erwies sich der Inhalt der Gräber in vielen allen als viel zu gross. Menschengräber mit 100 und ehr Leichen waren nicht selten. Ein Grab bei Viouville ntkielt neben 86 Preussischen 1170 Französische Soldaten, in Kolossalgrab bei Ste. Marie aux Clienes sogar 2500 Ge- allene. Nach den Berichten der seitens der Belgischen Regie- ung zur Assanirung des Schlachtfeldes bei Sedan ent- arnlten Kommission fanden sich im Allgemeinen auch dort ie Gräber von sehr bedeutendem Umlänge und mit einer o dünnen Erdschicht bedeckt, dass die Oberfläche der jeiehen von der des Bodens nicht mehr als 10 cm ent- erut war. Zahlreiche Pferdekadaver hatte man in die Mosel ge- 0I 'fen (so bei Mouzon), 1 ) auch das Moselbett selbst an wer Stelle, woselbst während der warmen Jahreszeit a » Wasser zurückgetreten war, als Beerdigungsplatz eniitzt. 2 ) ') Creteur S. 24. *) -Lumles d’hygieue publique T. 36, p. ‘206. Aelmlich, wenn auch nicht ganz so gefahrdrohend, entsprechend der geringeren Anzahl der Leichen und Pl'erde- kadaver, stellten sich die Zustände auf den Schlachtfeldern von Wörth, um Paris und in dem übrigen Frankreich heraus. Unzureichende Erdbedeckung und ungeeignete Wahl der Plätze bildeten überall die hauptsächlichsten Gegenstände der Klagen. Endgiltige Arbeiten im Frühjahr und Sommer 1871 . Mit Konstatirung der hygienischen Uebelstände auf den Schlachtfeldern ging Hand in Hand die Durchführung der sich als nothwendig ergebenden Maassnahmen. Die Arbeiten wurden mit um so grösserer Energie in Angriff genommen, als man das seitherige Ausbleiben epidemischer Krankheiten 1 ) unter der anwohnenden Civilbevölkerung dem Einfluss des ausnahmsweise kalten und schneereichen Winters zuschrieb und das Erwachen gefährlicher Krankheitskeime beim Eintritt der warmen Jahreszeit befürchtete. Desinfizirung der Umgegend von Metz. Die Assanirungsarbeiten um Metz wurden unter Leitung des Ober-Stabsarztes Dr. d’Arrest und Stabsarztes Dr. Bode um Mitte März mit einem Piouier-Detacliement von 50 Mann begonnen, welches letztere bald auf ‘2 Kompagnien und gegen Mitte April auf 4 Kompagnien verstärkt ward. Da ausserdem Civilarbeiter engagirt waren, so betrug seit Mitte Mai die tägliche Anzahl der Arbeiter 1200—1500 Mann. Die Fortifikation in Metz lieschaffte die erforderlichen Wagen, Handwerkzeug u. s. w.; die Desinfektionsmaterialien, Sämereien und Pflanzen kaufte die Kommission freihändig an, während die Präfektur die nöthigen Geldmittel bereitwilligst zur Verfügung stellte. Die Arbeiten dauerten bis Ende Juli und erstreckten sich über das engere Terrain der Schlachtfelder hinaus, einerseits auf das umfangreiche Bazainesche Lager, das in einer Ausdehnung von 2 bis 3 km die Stadt umfasste, andererseits auf alle diejenigen Ortschaften und Felder in der weiteren Umgebung der Festung, welche ausserhalb des Gebietes der Kampfplätze während der Dauer der Einschliessung von Deutschen Truppen besetzt gewesen waren. Es wurden auf dem linken Mosel-Ufer in Verne- ville, Ste. Marie aux Clienes, Gravelotte und Gorze, auf dem rechten Mosel-Ufer in Coruy und Courcelles sur Nied Centralpunkte für die Arbeiten errichtet, welche gleich- ') (Jeher den Gesundheitszustand der Civilbevölkerung in der Nachbarschaft der Schlachtfelder, desgleichen über die Infektions- Krankheiten bei den in der Nähe der Schlachtfelder kantonnirenden Deutschen Truppen vergl. den medizinischen Tlieil (6. Band) des Berichtes (Kapitel: Typhus und Ruhr). Siehe auch das Kapitel r Wundkrankheiten“ im chirurgischen Theil (3. Band). 86 Anhang: Desinfektion der Schlachtfelder. Band«Band I. zeitig als Depots für die Desinfektionsniaterialien und die Transportmittel dienten. Zur Herstellung gesundlieitsgemässer Zustände in den Dörfern auf den Schlachtfeldern kamen folgende Maassregeln zur Anwendung: 1) Eine gründliche Reinigung der Dorfstrassen. Die stinkenden Wässer wurden abgeleitet, die trocken gelegten Pfützen mit Chlorkalk und Karbolsäure desinfizirt. Uniform- trümuier, Bindenstücke und sonstige Verbandreste wurden aus den Gräben und Gossen zusammengetragen und entweder verbrannt oder nach Ueberschüttung mit Kalk V/j bis 2 Fuss tief vergraben. Um die in den Strassen auf- gethürmten Düngerhaufen unschädlich zu macheu, hatte die Präfektur auf Vorschlag der Kommission die Kommunen aufgefordert, festgemauerte und cementirte, nicht allzu tiefe und mit getheerten Brettern bedeckte Dunggruben anfertigen zu lassen, die so weit von den nächsten Bronnen und Kellerräumen entfernt sein mussten, dass Verderbniss des Trinkwassers und Verpestung der Luft in bewohnten Räumen ausgeschlossen erschien. 2) Die zu Feldschlächtereien benutzten Gebäude erfuhren eine gründliche Reinigung. Die alte Pflasterung ward aufgerissen, die mit faulenden Blutresten imprägnirte Unter- füllnng entfernt, eine Mischung von Kalk und Steinkohlen- theer hineingeschüttet und eine sorgfältige, dichtgefugte Pflasterung angeordnet. Wände und Decken kratzte man ab und versah sie mit einem Kalküberzug. 3) Nach ähnlichen Grundsätzen ergingen Belehrungen behufs Vermeidung der Gefahren, welche aus mangelhafter Säuberung und Desinfektion der zu Lazarethzwecken benutzten Räumlichkeiten für die späteren Bewohner entstehen konnten. Letztere wurden, da Zwangsmaassregeln unzulässig erschienen, seitens der Präfektur unter Mitteilung der für zweckmässig zu erachtenden Maassnahmen auf die bestehenden Gefahren besonders aufmerksam gemacht. 4) Plätze, welche zur Aufnahme der Abfälle aus den Feldschlächtereien gedient hatten, wurden je nach der Quantität der verscharrten Massen mit einer Anzahl flacher paralleler Gräben durchzogen, in die man starke Chlor- kalklösung zusammen mit Karbolsäure hineinschüttete. Darüber ward eine etwa 1 Fuss hohe Erdschicht geworfen und dieselbe mit Gras und Klee besäet. 5) In Fäulniss übergegangene organische Stoft'e anderer Art, z. B. verdorbene Lebensmittel in denjenigen Ortschaften, woselbst Verpflegungs-Magazine bestanden hatten, wurden unter Anwendung von Kalk und Chlorkalk vergraben; die Erdbeschüttung erhielt Bepflanzung. Bedeutend umfangreicher und schwieriger gestalteten sich die Desinfektionsarbeiten an den zahlreichen Gräbern und Gruben, wobei übrigens nahezu ausschliesslich die Leichen und Pferdekadaver, die Opfer der grossen Schlachten, in Betracht kamen, da das an der Rinderpest eingegangene Schlachtvieh fast überall ein den hygienischen Anforderungen entsprechendes Einscharren erfahren hatte. Exhumirungen wurden mit Rücksicht auf die JahrJ zeit und die lange seit der Bestattung verflossene Periode.! unter Würdigung der bei der vorgeschrittenen Fäulniss H die Arbeiter zu fürchtenden Gefahren, auf die äusserstej Fälle beschränkt und grundsätzlich nur bei Einzeln oder kleinen Massengräbern angewandt, deren Inhalt sei bis acht Leichen nicht übersteigen durfte. Exhumirungeil kamen zur Anwendung: 1) Zum Zwecke von Tieferlegungen, da, wo Leichei| flach an sehr abhängigen Stellen gebettet waren und besorgen musste, dass die vorschriftsmässig errichteten Eiil hügel durch Einwirkung heftiger Regenströme gelockenl über die Leichen fortgleiten würden. Diese TieferlegungJ wurden bei St. Hubert, Mars la Tour, Rezonville, iil Ganzen aber nur selten nöthig und in der Weise ait geführt, dass man dicht neben dem ursprünglichen Grabl eine etwa 4 Fuss tiefe Grube aufwarf, dann die Leid»! unter reichlicher Anwendung von Chlorkalk und gepulverte Holzkohle (bezw. Sägespänen) vorsichtig entblösste und hinl überschaffte. Ganz besondere Vorsiehtsmaassregeln machten Exhumationen da nöthig, wo sie 2) zum Zwecke einer Transhuination in ein voJ ursprünglichen Bestattungsort weiter entferntes Grab statij fanden. Es geschah dies, wo Leichen bezw. Kadav> dicht neben bewohnten Häusern, Kellern, Brunnen, Wasserläufen oder in Chaussee- bezw. Wegegräben undi Wassertümpeln gefunden wurden. An solchen Orten zur Leitung der Arbeiten stets ein Arzt anwesend. Na Feststellung der Ausdehnung des Grabes und der Lage derl Leichen durch Probe-Spatenstiche wurde zuerst die decke mittelst flacher Spatenstiche entfernt, jedoch m soweit, dass noch kein Austritt kadaveröser Gase st fand. Bei der nun folgenden Operation betheiligten ii immer nur zwei Arbeiter. Dieselben trugen an einei Winkel des Grabes, womöglich am Fussende der Leid»! die Erdaufschüttung ab, bestreuten, sobald UnifornistiidJ oder Leichentheile sich zeigten, diese mit Chlorkalk Sägespänen bezw. gepulverter Holzkohle oder mit (ld sogenannten braunen Desinfektionspulver (einer Misch« von Torferde, Gips, Kohlenpulver und Karbolsäure) reichlich, dass kein Fäulnissgeruch sich bemerkbar machte] Ebenso behandelte man die aus der nächsten Uingek der Leiche herausbeförderte, von kadaveröser Flü^k durchtränkte, meist dunkelblaugrün gefärbte Erde. wurde unter reichlicher Anwendung besonders von Chloi kalk und Kohlenpulver langsam vorgeschritten, die Lei* ganz freigelegt, durch Umwenden auf ein grosses gelagert, aus der Gruft herausgehoben und mittels eiof| gutschliessenden Sarges zur neuen Grabstelle traDspora Alsdann ging man zur methodischen Blosslegung der zweiteil dritten Leiche u. s. w. über, niemals an zwei Leichen zugleicj operirend. Ebenso ward bei der Exhumation von Pferd kadavern verfahren; zum Transport derselben dienten Sei* oder grosse [beendet, so hoch mit ur [etwa '/ä Fus8 In allen not h wendig : Einzel- wie . arbeiten best 1. in T Grut U. in 1 nach Mitt« besäi Zum Zw gräbern Vc Zuflusses. Zi von den Grä Gräben zieh gepolstert wn ,ben, so Vi rigkeiten we arbeiten dagi der grössere; Wars la Tou Arten von Zuiluss von¥ des Wassers ■Kategorie m [lieh mit desii des Grabes a besäet. Bei wendete man lageröhren s Reibst mehrfj les Wassers Chemisi (solchen Masse sich kadaverc der grossen A irozesses unc lenen Mittel [gerade in de Üst, sowie Chi kohlentheer b Nachdem decke über d krsten Spurei wurde die g: gebranntem K Kalk und Kai |4 bis 5 Zoll h per zur Läi itwa 2 Fuss Band uf die Jahn, isene P( i Fäulni lie aussen Einzelgräba Inhalt sed üxhuminma , wo Leichei iren und richteten Eni me gelocker ieferlegung« jzonville, r Weise anziehen Gral l die Leid d gepulverte asste und liin machten i in ein voi s Gral) stal zw. Radav- Brunnen. I räben und m Orten M esend. Ni der Lage erst die jedoch r Gase statt heiligten ;n an ema > der Leid Tniforinstüd hlorkalk m ler mit da ler Misch« •bolsäure) • kbar macH sn Umgeba r Flüssigbi 3 Erde, •s von Cblo ii, die Lei* grosses mittels einei transporti" r der zweite chen zugl . von Pfei dienten Sa Band 1. Anhang: Desinfektion der Schlachtfelder. 87 oder grosse Haken. War in solcher Weise die Exhumation beendet, so füllte man das ursprüngliche Grab mehrere Zoll hoch mit ungelöschtem Kalk oder mit Karbolsäure-Pulver etwa '/a Fuss hoch an und schloss es mit festgestampfter Erde. In allen denjenigen Fällen, welche Exhumationen nicht nothwendig machten, blieb der Inhalt sämmtlicher Gräber, Einzel- wie Massengräber, unangetastet. Die Assanirungs- arheiten bestanden hier: 1. in Trockenlegung der feuchtgelegenen Gräber und Gruben, IL in Errichtung von Erdhügeln, die — eventuell nach vorangegangener Anwendung desinfizirender Mittel — auf Grund besonderer Regeln aufgeworfen, besäet und bepflanzt wurden. Zum Zweck der Trockenlegung genügten bei Einzel- gräbem Vorkehrungen zur Abhaltung weiteren Wasserzuflusses. Zu diesem Behufe liess die Kommission 12 Fuss von den Gräbern entfernt 1 Fuss breite und ebenso tiefe Gräben ziehen, deren Wände zuweilen mit Basen ausgepolstert wurden. Lagen Leichen in der Nähe von Wassergräben, so verlegte man letztere oft unter grossen Schwierigkeiten weiter seitwärts. Sehr umfangreiche Wasserarbeiten dagegen erwiesen sich nöthig zur Trockenlegung der grösseren Massengräber bei Ste. Marie aux Chenes, Mars la Tour, Flavigny, Verneville. Hier wurden zwei Arten von Gräben angelegt: die einen, um weiteren Zufluss von Wasser fernzuhalten, die anderen zur Ableitung des Wassers aus den Gräbern selbst. Die zweitgenannte Kategorie wurde mit besonderer Vorsicht gezogen, reichlieh mit desinfizirenden Mitteln gefüllt, nach Austrocknung des Grabes aber mit festgestampfter Erde geschlossen und besäet. Bei einzelnen Gräbern (Mars la Tour, Ste. Marie) wendete man zur Abhaltung des Wassers mit Erfolg Drai- kageröhren an, nachdem sich herausgestellt hatte, dass leibst mehrfache parallel laufende Gräben den Andrang des Wassers nicht verhindern konnten. Ghemisehe Desinfektionsmittel kamen nur bei solchen Massengräbern zur Verwendung, in deren Umgebung eich kadaveröse Ausdünstungen bemerkbar machten. Unter der grossen Anzahl der zur Beschleunigung des Verwesungs- prozesses und zur Vernichtung der Fäulnissgase empfohlenen Mittel wurde vorzugsweise gebrannter Kalk, welcher gerade in der Umgebung von Metz leicht zu beschaffen ist, sowie Chlorkalk, Manganlauge, Karbolsäure und Steinkoldeutheer benutzt, und zwar nach folgender Methode: Nachdem durch flache Spatenstiche ein Theil der Erddecke über den Leichen soweit abgetragen war, dass die ersten Spuren der Fäulnissgase nach aussen drangen, wurde die ganze Oberfläche und ein seitlicher Theil mit gebranntem Kalk in Pulverform oder einer Mischung von Kalk und Karbolsäure, zuweilen auch mit Steinkohlentheer 4 bis 5 Zoll hoch überschüttet. In anderen Fällen zog man quer zur Längsaxe des Grabes in Zwischenräumen von pwa 2 Fuss eine Anzahl etwa 6 Zoll breiter Furchen, liess in diese reichlich Manganlauge einfliessen und bedeckte dann die ganze Fläche reichlich mit Chlorkalkpulver. Die alsdann bei den chemisch desinfizirten Massengräbern zur Anwendung kommenden Maassnahmen waren gleicher Art wie die an sämmtlichen anderen Gräbern vorgenommenen Assanirungsarbeiten. Sie bestanden in einer Erdaufschüttung, welche die Leichen und Kadaver mindestens 5 Fuss überragte und deren Basis bei Einzelgräbern 2 bis 3 Fuss, bei Massengräbern 4 bis 5 Fuss mehr als die Ausdehnung des ursprünglichen Grabes betrug. Den so aufgeworfenen und festgestampften Hügeln gab man eine Böschung von 60° und besetzte sie an der Basis sowohl als an der Oberfläche mit einer fussbreiten Rasenborte, um die Einwirkung heftiger Regengüsse für die erste Zeit möglichst abzuhalten. Die Regulirungsarbeiten erhielten endlich in allen Fällen damit ihren Abschluss, dass die Oberfläche und die nächste Umgebung des Hügels in einer Ausdehnung von 5 bis 6 Fuss mit Gras, Klee oder Wicken sorgfältig besäet und, soweit es die Jahreszeit erlaubte, mit Akazien- oder Kastanienbäumen, zuweilen auch mit Eschen bepflanzt wurden. In der Nähe besonders feucht gelegener Massengräber pflanzte man ausserdem Sonnenblumen an. Eine Ausnahme in Bezug auf die Höhe der Erdaufschüttung fand nur da statt, wo Pferdekadaver vereinzelt auf Aeckern umherlagen, weit entfernt von bewohnten Häusern, Bächen und frequentirten Wegen. In solchen Fällen legte man den Erdkugel nur l'/a bis 2 Fuss hoch an, um der Vegetation die Aufsaugung und Umsetzung der Fäulnissprodukte zu erleichtern. Mit Gräben wurden die Leichenhügel nicht umgeben: ebenso vermied die Kommission die Bildung von Gruben und Löchern in der Nähe der Gräber auf das sorgfältigste. Zur Beobachtung dieser Regel hatte die im Beginn der Regulirungsarbeiten mehrmals gemachte Erfahrung Veranlassung gegeben, dass in Folge der plötzlichen Belastung durch die Erdaufschüttung die Leichenjauche namentlich bei feuchter Witterung seitlich heraus in den Graben drang, wodurch kadaveröse Ausdünstungen in schlimmerem Grade entstanden als zuvor. Vereinzelte, nur theilweise mit Erde bedeckte oder ganz entblösste Leichen bezw. Kadaver bestattete man nach vorangegangener Desinfektion in unmittelbar nebenan aufgeworfenen Gräbern. Grössere Massen todter Körper wurden nach Entwässerung der nächsten Umgebung mit Kalk reichlich überschüttet und dann mit dem vorschrifts- mässig angelegten und besäeten Leichenhügel bedeckt. Viel einfacher als bei Metz lagen die Verhältnisse auf den übrigen Schlachtfeldern. Einerseits handelte es sich bei ihnen — und dies gilt auch für die Kampfplätze bei Paris — lediglich um eine angemessene Wiederbestattung der an Zahl weit geringeren Opfer der Schlachten, andererseits kamen bei weitem weniger die Schwierigkeiten in Betracht, welche bei Metz durch den Reichthum des dor- ■■I 88 Anhang: Desinfektion der Schlachtfelder. Band I Band I- tigen Klimas an meteorologischen Niederschlägen und die in Folge dessen nothwendigen Drainirungsarbeiten entstanden. Desinflzirung des Schlachtfeldes von Wörth. Die Desinfektion des Schlachtfeldes von Wörth erfolgte ganz im Sinne der oben geschilderten Arbeiten. Sämmtliche Gräber erhielten eine 10 cm dicke Aufschüttung von gebranntem Kalk oder auch von Gerberlohe, welche letztere indessen nur auf den von Wohnungen weit entfernten Gräbern zur Verwendung kam. Alsdann wurden Erdhügel von 5 Fuss Höhe aufgeworfen und mit schnell wachsenden Pflanzen besäet. Exhumirungen fanden nicht statt. Die Arbeiten gelangten unter Leitung des Kantonalarztes Dr. Sadoul und des Polizeikommissars Döllinger zur Ausführung; Arbeiter nebst den nöthigen Fuhren stellten die Gemeinden. Nach einer .Meldung des Polizeikommissars an den Unter- präfekten von Weissenburg waren die Arbeiten nach I4tägiger Dauer am 3. März 1871 beendet. Dieselben hatten 700 Kubikmeter Kalk erfordert. Desinflzirung des Schlachtfeldes von Sedan. Auf dem Schlacht fehle von Sedan kamen verschiedene Desinfektions-Verfahren zur Anwendung. Der Delegirte des Gönnte" 1 ) pour l'assainissement des champs de bataille in Brüssel, Dr. Trouet, desinfizirte etwa 200 in der Nähe der Maas gelegene Gruben, welche nach seiner Schätzung ungefähr 5000 Pferdekadaver enthielten, in der Weise, dass er auf die dünne deckende Erdlage eine Kalkschicht von "20 cm Dicke aufschüttete, alsdann einen Erdhügel von 1,75 m Höhe errichten und mit Hanf besäen Hess. Die .zur Bildung der Hügel nöthige Erde gewann Dr. Trouet dadurch, dass er jedes Grab mit einem breiten und tiefen Graben umgab. Von den seitens der belgischen Regierung entsandten Delegirten behandelte der Ingenieur Michel 2 ) 903 Einzel- und Massengräber in ähnlicher Weise. Nach einer anderen Methode verfuhr der Chemiker Creteur. Ausgehend von der Erfahrung, 3 ) d/tss die Verbrennung harziger Stoffe bei Gegenwart von Fett eine ausserordentliche Hitze entwickelt, glaubte derselbe in dem Steinkohlentheer das geeignete Mittel gefunden zu haben, auch in mehreren Schichten übereinander gelagerte Leichen und Kadaver in den Gräbern selbst zu verbrennen. Er liess deshalb die Erde von den Gräbern entfernen bis zu der unmittelbar über den Leichen befindlichen dunkeln, stinkende Gase aushauchenden Schicht. Diese besprengte Creteur, um die kadaverösen Ausdünstungen unschädlich zu machen, anfänglich mit Karbolwasser, später schüttete ') Annales d'hygiene publique 1871. T. 30. p. 203 u. ff. 2 ) Frölich, S. 161. 4 Creteur, S. 52. er, da Karbolwasser den Gestank nicht beseitigte und jj Arbeiter über Mattigkeit und nervöse Depression klagten! mit verdünnter Schwefelsäure befeuchteten Chlorkali darauf. Alsdann wurden die Leichen freigelegt, mit eineiT Schicht Chlorkalk bedeckt und reichlich mit SteinkolileJ theer begossen. Nachdem letzterer die verschiede»] Leichenlagen möglichst durchdrungen hatte, wurde <|J Theer endlich durch Stroh entzündet, das vorher mit pj troleum durchtränkt war. Nach der Schilderung Cre'teurl dehnte sich die Flamme schnell über das ganze Grab unter Entwickelung einer enormen Hitze und nach Ablanj von 55 — 60 Minuten war der Inhalt selbst der grösteJ Massengräber angeblich soweit verbrannt, dass nur ein Viertel des ursprünglichen Inhalts in Form von calcinirten Knocket! zurückblieb, die, mit einer trockenen, harzartigen Mas? überzogen, nicht den geringsten kadaverösen Geruch verbreiteten. Nachdem die Reste mit ungelöschtem Kall bedeckt waren, wurde ein Erdhügel aufgeworfen, deseil Basis nur ein Viertel der Ausdehnung des ursprüngliche Grabes hatte, und alsdann die Regulirung durch Besäen i Hanf und Hafer beendet. Für grössere MassengräbaJ 250 bis 300 Leichen enthaltend, wurden 5 bis 6, für kleiner*! mit 30 bis 40 Leichen, 2 Tonnen Theer verbraucht. Als i Deutsche Behörde in der zweiten Hälfte des März die Fei; Setzung dieser .Methode verbot, 1 ) desinfizirte Creteur i Sinne der Arbeiten der Deutschen Kommission unter wendung von chemischen Desinfektionsmitteln (Theer i«| Kalk) und Errichtung von Erdhügeln mit breiter Oiwl fläche, welche er mit Hanf und Hafer besäen liess. Die von Trouet und Michel um die Erdhügel gezogen« tiefen und breiten Gräben wurden auch von Creteur ver| mieden. Die Verbrennungsmethode Creteurs ward am 19. Mi 1871 gleichzeitig in der Presse medicale beige und it Nouvelliste de Ronen, am 7. April auch in der Gazffil hebdomadaire beschrieben. Da ihr ein vorzüglicher ml durchgreifender Erfolg nachgerühmt wurde, so unteniak die Deutsche Kommission vor Metz eine Reihe ähnliche! Versuche, welche jedoch aus Pietätsrücksichten auf Pferd« kadaver beschränkt blieben. Um den Verbrennungsproze- zu erleichtern, wurden diese einzeln, reichlich mit Th« übergössen, auf einen aus breiten und grossen steinen zusammengestellten Herd gebracht. Nachdem di| Kadaver noch mit trockenem Stroh und Reisig umpacl und abermals reichlich mit Theer Übergossen waren, sprengte man die so eingehüllten Fleischmassen mit Petr» leum und zündete dasselbe an. Nach dem Bericht Kommissionsmitglieder entwickelte sich alsbald eine pH waltige Flamme nnd eine so kolossale Hitze, dass Jed'J glaubte, die allseitig vom Feuer umgebenen Kadaver mfisrt in kürzester Zeit verkohlen. Allein das Feuer liess nal einer halben Stunde so sehr nach, dass es durch Nachscli«| !) Die Gründe für dieses Verbot siehe später. Bam] I Band I. Anhing: Desinfektion der Schlachtfelder. 89 igte und j äion klagt« i Chlorkali ?t, mit ein Steinkohle rerschiedea wurde rher mit IV ung CretPiir, ize Grab ai nach Ablas der größte ur ein Vierh 'ten Knoche rtigen Man Geruch meb schtem Kall rfen, dean rsprünglicha li Besäen im: laasengräbn für kleinen .cht. Als du ärz die Fon Cretenr 'ii unter An i (Theer it reiter Gmmi liess. ;el gezogen« Cretenr vn am 11). Mi slge und der Gazel üglicher im 0 unternali he ähnlich n aufPfeii inungsprozd i mit Tili» rossen Fell Nachdem i isig umpact 1 waren, 1» m mit Peö Bericht ild eine f , dass Je laver müsst ;r lies oh Nachseh« vnii Theer und Petroleum immer von Neuem belebt werden musste. Nach 2 Stunden waren Kopf, Hals und Unterschenkel der Thiere stark verbrannt, die grossen Fleisch- nassen des Rumpfes aber nur geröstet und mit einer dicken Pechschicht bedeckt, welche das Eindringen der Hitze in die Tiefe verhindert hatte. Man öffnete nunmehr die Bauchhöhle, packte an Stelle der herausgenommenen Gedärme Reisig and Stroh, machte tiefe Einschnitte in das Fleisch, namentlich der Gesässmuskoln, und setzte die mit Theer und Petroleum von Neuem reichlich beschütteten Kadaver abermals in Brand. Es wurden dieselben Erscheinungen wie vorher beobachtet, nach abermals zwei Stunden aber hatte «Teichwohl die Zerstörung nur geringe Forf- üchritte gemacht, so dass nichts übrig blieb, als die noch ansehnlichen Fleischtheile des Rumpfes zu verscharren. Diese gewiss unter günstigen Bedingungen angestellten Verbrennungsversuche, welche mehrmals und stets mit dem früheren Resultat wiederholt wurden, lieferten nach übereinstimmender Ansicht der Kommissionsmitglieder den unzweifelhaften Beweis dafür, dass durch diese sehr kostspielige und sehr zeitraubende Methode, welche überdies die Exhumation voraussetzt und wegen der Verbrennungsgefahr für die beim Unterhalten fies Feuers thätigen Leute nicht ganz unbedenklich ist, eine ausreichende Verkohlung grosser organischer Massen nicht herbeigeführt wird. 1 ) Die gepriesenen Resultate Creteurs mussten nach obigen Ergebnissen um so zweifelhafter erscheinen, als die von ihm behandelten Leichen und Kadaver in den zum Theil noch feuchten Massengräbern mehrfach übereinander geschichtet blieben. Zur Verbrennung der unteren Lagen musste es an dein nöthigen Sauerstoff fehlen, so dass durch das Cre- teur 1 sche Verfahren im günstigsten Falle nur ein Verkohlen der obersten Leichenschicht erreicht sein kann. Die Reduktion des Gräberinhalts auf ein Viertel seiner ursprünglichen Füllung würde nur durch ein Verdampfen von Flüssigkeit in Folge der grossen TTitze erklärt werden können. Desinflzirung der übrigen Schlachtfelder. Die Assanirungsarbeiten auf den Schlachtfeldern um Paris, im nördlichen und südlichen Frankreich wurden auf Befehl des Ministers für Landwirtschaft und Handel unter Leitung der Gesundheitsräthe der Departements undArron- dissements zur Ausführung gebracht auf Grund von .Direktiven, über welche das Comite consultatif d'hygicne publique unter Vorsitz von Ambroise Tardieu in einer Sitzung vom '20. .März liS71 Bosehhiss ffefasst hatte. Li Uebereinstim- ') Dasselbe gilt für alle Methoden der Leichenverbrennung bei offenem Feuer. Da andererseits den hygienischen Forderungen durch wirkliche vollständige Verbrennung unzweifelhaft am besten genügt würde und die Möglichkeit einer solchen (z. B. in Incinerations-Oefen) wenigstens theoretisch nicht ausgeschlossen ist, empfiehlt § 39 der Kriegg-Sanitätsordnung von 1878 die Verbrennung für Thierleichen, -wenn hierzu die Anstalten beschafft werden können". Bmitits-Berioht über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. niuiig mit den Anschauungen, welche den Deutschen Arbeiten zu Grunde lagen, sollten nach den Direktiven Exhumirungen nur unter Anwendung besonderer Vorsichtsmaassrcgeln und nur dann stattfinden, wenn die Verlegung der Leichen aus sanitären oder ökonomischen Gründen durchaus nöthig erschiene. Dahingegen war von der Anwendung chemischer Desinfektionsmittel ganz abgesehen, auch die Anlage niedriger Erdhügel (40 bis 50 ein Höhe) angeordnet, welche indessen nebst ihrer nächsten Umgebung mit schnell wachsenden Pflanzen besäet werden sollten. Im Vertrauen darauf, dass eine lebhafte Pflanzenvegetation die Fäulnissprodukte am besten zerlege und absorbire, nahm das Comite von der Errichtung hoher Erdhügel und Anwendung chemischer Desinfektionsmittel absichtlich Abstand. 1 ) Vor Metz operirte man in derselben Weise nur an Einzelgräbern, die von Wohnungen, Chausseen und Wasserläufen weit ablagen: es musste mit Recht bezweifelt werden, ob auf den grossen feuchtgelegenen Massengräbern und Gruben bei so niedrig aufgeworfenen Erdhügeln auch die lebhafteste Vegetation genügt haben würde, kadaveröse Ausdünstungen zu verhüten. Bei den in nächster Nähe bewohnter Ortschaften gelegenen Gräbern konnte von der Französischen Methode kein Gebrauch gemacht werden, da jedenfalls bis zur Ent- wickelung des Pflanzenwuchses Fäulnissgase die dünne Erdschicht durchdringen mussten. Erfolg der Assanirungsarbeiten. Die Assanirung der Schlachtfelder des Feldzuges 1870/71 wurde im Laufe des Sommers 1871 beendet. Während der Ausführung traten ernstliche Erkrankungen unter den Arbeitern nicht auf, doch kamen vor Metz, wohl in Folge des Einathmens kadaveröser Ausdünstungen, bei einigen Leuten heftige l'alpitationen, Aufblähen der Magengegend, Ohrensausen, Schwindelgefühl. auch plötzliches Erbrechen zur Beobachtung, — Erscheinungen, die schnell vorübergingen und am folgenden Tage stets völlig beseitigt waren. Aehnliches sah Cretenr bei Sedan. Der Zweck der Desinfektionsarbeiten wurde allseitig erreicht: die gefürchteten Epidemien blieben aus. Will man in dieser Thatsache den Frfolg der auf den Schlachtfeldern ausgeführtem Bestattungskorrekturen erblicken, so kann man freilich, da die verschiedenen erwähnten Methoden gleich- massig zum Ziele führten, zu dem Schluss gelangen, dass sowohl die Französische als die Deutsche Methode, ebenso die Arbeiten um Sedan unter den jeweilig gegebenen Verhältnissen zweckdienliche waren. Ob indessen die Fran- zosischerseits angeordneten Assanirungsniaassregeln. die sich am meisten von den Deutsehen Arbeiten unterschieden, wirklich in der durch die Direktiven vorgeschriebenen Weise zur Anwendung gelangt sind, ist nicht bekannt: es muss demnach dahingestellt bleiben, ob nicht seitens der- ') Annales d'hygiene publique 1871, T. 35, p. 420 u. ff. 12 90 Anhang: Desinfektion der Schlachtfelder. Band I. jenigen Französischen Behörden, welche die Grabkorrekturen ausführten, mehr geschehen ist, als verlangt war. Thatsächlich arbeiteten die Französischen Medizinalbehörden bei Sedan trotz der Direktiven unter Anwendung von Desinfektionsmitteln und Konstruktion höherer Grabhügel. In derselben Weise desinfizirte ein Ingenieur um Paris l ) auf Befehl des Ministers der öffentlichen Arbeiten. Die seitens der Belgischen Kommission bei Sedan zur Ausführung gelangten Maassnahmen differirten von den Deutschen wesentlich nur durch die Verbrennungsmethode Creteurs. Da indessen auch Uretern- die nach der angeblichen Verbrennung zurückgebliebenen Rückstände chemisch desinfizirte und über denselben Erdhügel aufwarf, welche demnächst bepflanzt wurden, so stellen in der Hauptsache auch die Ihm Sedan angewandten Methoden keine prinzipielle Abweichung von den um Met/, und bei Wörth vollzogenen Assanirungen dar. Ergebnisse. 1) Im Kriege 1870/71 (wie in allen vorangegangenen grossen Kriegen) gelang es nicht, bei der ersten Beerdigung ') Annales d'hygiene T. 35. p. 421. der Opfer der Schlachten den Forderungen der Gesundheitspflege völlig Rechnung zu tragen. 1 ) 2) Die während der Dauer der kriegerischen Ereignisse, desgleichen die später von Privatpersonen und Vereinen unternommenen Desinfektionsarbeiten führten nicht zumZielp. 3) Eine endgültige Assanirung der Schlachtfelder wurde erst nach geschlossenem Waffenstillstand erreicht, (heil- durch die lokalen Civil- und Militärbehörden, theils durch besonders dazu ernannte staatliche Kommissionen. 4) Eine Verbrennung oder ausreichende Verkohhui«; der todten Körper ist mittels Verbrennung in offenem Feuer (auch durch die Oreteur'sche Methode) nicht zu erreichen, !) Die Kriegs-Sanitätsordnung von 1878 giebt bestimmte Vor- schriften über Anlage der Gräber anf Schlachtfeldern und die weitere Sorge für dieselben. Nach dieser Instruktion dürfen Gräber, insbesondere Massengräber, innerhalb von Ortschaften, auf Landstrasgen oder in nächster Nähe derselben, in unmittelbarer Umgebung von Quellen und Wasserbächen sowie in engen Schluchten nicht angelegt werden. Die Gräber selbst sollen ungefähr 2 m tief sein; Massengräber dürfen nicht mehr als ß Leichen enthalten. Den zur Anlage von Massengräbern bestimmten Militärkommandos sind Aerzte beizugeben. Machen sich gesundheitsschädliche Einflösse von Begräbnissplätan geltend, so sind Kommandos zu bilden, welche nach Angabe der Militärärzte die geeignete Beseitigung derselben zu bewirken haben n. s.w. i M Drittes Kapitel. Thätigkeit der Sanitätsdetachements, der Feld-, Kriegs- und Etappenlazarethe. Vorbemer k u n g. Nachdem die Organisation und Ausstattung der mobilen Sanitätsformationen, desgleichen die instruktionsmässig denselben zufallenden Aufgaben im 3. Abschnitt des 1. Kapitels dargestellt worden sind, soll in dem Nachstehenden geschildert werden: l) in welchem Umfange und unter welchen Umständen die einzelnen Formationen thatsächlich zur Wirksamkeit gelangten; 2) in welchem Verhältniss die durch dieselben reprä- sentirte Hilfe während der verschiedenen Kriegsperioden, insbesondere auch bei den einzelnen Schlachten und grösseren Gefechten zu dem Hilfebedarf stand. Aus der Darstellung der zuletzt erwähnten Verhältnisse soll nach Möglichkeit ersichtlich werden, wie weit der geleistete Beistand auf dem Kriegsschauplatze, namentlich aber die erste Hilfe auf dem Schlachtfelde, als zulänglich bezeichnet werden kann. Den eigentlichen, ausschlaggebenden Prüfstein auch der Organisation bilden zwar schliesslich die in der Behandlung der Verwundeten und Kranken sowie in der Prophylaxis von Krankheiten erreichten Resultate, über welche der statistische, chirurgische und medizinische Theil des Berichtes' genauere Auskunft giebt, nicht minder lehrreich aber für die organisatorischen Fragen bleibt die Kennt- niss der Umstände, unter denen im Einzelnen diese Resultate erlangt sind. Die grosse Fülle von Material, welches gerade für die Darstellung und Beurtheilung der Thätigkeit der Sanitätsformationen in den regelmässigen Berichten der Sanitätsdetachements und der Lazarethe selbst, sowie in den zusammenfassenden Relationen der -vorgesetzten Instanzen vorliegt, machte es schon aus äusseren Gründen unmöglich, dasselbe auch nur annähernd vollständig mitzutheilen. Bei der Auswahl des für die nachfolgende Darstellung, welche nur die grösseren Aktionen berücksichtigt, zu Verwerthenden musste im Interesse einer nicht allzu ungleichartigen und nicht über alles räumliche Maass hinauswachsenden Schilderung Vieles unbenutzt bleiben, auch wenn es an sich nicht ohne historisches Interesse oder wohl geeignet schien, für das ärztliche Handeln im Felde nützliche Winke zu ertheilen. Unter diesen Umständen wurde für die Frage des Aufzunehmenden der sich stets in den Vordergrund drängende Gesichtspunkt entscheidend, wie die Möglichkeit der Hilfeleistung dem Hilfebedarf sich anpasste. Die Antwort auf diese Frage wurde vorwiegend in Zahlenverhältnissen gesucht, welche insbesondere jedesmal nach Darstellung der Bethätigung der Sanitätsformationen in und nach grösseren Gefechten übersichtlich zusammengestellt sind. Dabei liegt die Voraussetzung fern, dass mit diesen Zahlenverhältnissen allein ein auch nur statistisch völlig zutreffendes Bild der ersten Hilfe gegeben sei. Zur Genauigkeit in statistischer Beziehung würde vor Allem ein Nachweis darüber gehören: wie weit der wirkliche Bestand an Aerzten etc. von der etatsmässigen Zahl bei den betheiligten Sanitätsformationen zur Zeit der Schlacht abwich, in welchem Umfange sich die Truppenärzte und die freiwillige Krankenpflege an der ersten Hilfe betheiligt haben, wie Viele von den Ver- missten, von denen nur ein Theil den Verwundeten oder Gefallenen zugerechnet werden kann, und wie Viele der Gefallenen vor dem Tode ärztliche Hilfe nicht erfordert haben. Nicht minder würde zur Ergänzung des Bildes nothwendig sein, zu wissen, wie gross die Anzahl der mitversorgten Verwundeten des feindlichen Heeres gewesen ist. Immerhin aber geben jene Zahlenübersichten, da wenigstens der durch das Sanitätspersonal den Truppen geleistete Beistand in einem ziemlich gleichbleibenden Verhältniss zu der Zahl der engagirten Truppentheile stand, einen annähernden Ueberblick über die Grösse der in den einzelnen Schlachten durch die Verluste auf Deutscher Seite dem Sanitätspersonal zugefallenen Aufgaben und sind jedenfalls ein deutlich redendes Zeugniss dafür, wie weit in den einzelnen Schlachten auf den sofortigen Beistand durch Sanitätsdetachements und Feldlazarette gerechnet werden konnte, d. h. wie weit die gesammte Organisation den leitenden Behörden ermöglichte, eine genügende Anzahl dieser Formationen zur rechten Zeit dem Orte des Bedarfes zuzuführen. Auch wird das Maass der wirklich geleisteten Hilfe und die Zulänglichkeit derselben aus derartigen Zusammenstellungen, so nüchtern sie erscheinen 12* M ■I MH 92 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachenieuts, Feld- etc. Lazarethe. Vorbemerkung. Band ] Band 1. mögen, in Wahrheit richtiger zu ersehen sein, als aus lebhafter gefärbten, nothwendig mehr oder weniger durch den Beobachtungskreis und die Subjektivität der Berichterstatter beeinflussten Schilderungen einzelner Vorgänge, bei welchen leicht vergessen wird, dass die günstigeren oder ungünstigeren Zustände in irgend einem Momente auf irgend einem Theile eines ausgedehnten Schlachtfeldes nur sehr bedingt als Maassstab für die Gesammtleistung gelten können. Da nach Obigem der Inhalt des nachstehenden Kapitels weniger eine Geschichte der einzelnen Sanitätsformationen, als vielmehr eine zusammenfassende Darstellung eines bestimmten Theiles des Sanitätsdienstes auf dem Kriegsschauplatze von einem gegebeneu Gesichtspunkte aus repräsentiren soll, so wurde ebensowohl im Interesse der Uebersichtlichkeit des Gesammt- bildes als aus äusseren Gründen bei den Feldlazarethen — namentlich wo anlässlich der grossen Schlachten und der langwierigen Einschliessungen fester Plätze einer grossen Anzahl von Etablirungen zu gedenken war — im Allgemeinen davon Abstand genommen, die bei jeder einzelnen Einrichtung obwaltenden Umstände (Art uud Beschaffenheit der belegten Gebäude, Details der Krankenbewegung, die Evakuation, Beschaffung der Utensilien und der Verpflegung, Beihilfe der freiwilligen Krankenpflege u. s. w.) ausführlicher zu berichten. Der stabilere Charakter der Kriegs- und Etappen-Lazarethe in Verbindung mit dem Umstände, dass für dieselben der bei den Sanitätsde- tachements und Feldlazarethen in den Vordergrund gestellte Gesichtspunkt der Bereitschaft im Augenblicke desBedarfs wesentlich zurücktritt, veranlasste bei der Schilderung der Thätigkeit des Lazareth-Reservepersonals und der Bayerischen Spitalreserve ein etwas näheres Eingehen auf die Verhältnisse, unter denen diese Formationen im Einzelnen gewirkt haben. Die hauptsächlichste Ergänzung der nachstehenden Darstellung bilden die Beilagen 59 bis 63. Während Beilage öS und 61 neben ihrem eigentlichen Zweck, die bei den grösseren Kriegsaktionen betheiligten oder in Folge derselben zur Wirk- samkeit gelangten Sanitätsformationen übersichtlich zusammenzustellen, vorwiegend die Krankenbewegung berücksichtigen, geben die Beilagen 60 und 62 einen Anhalt für die Verfolgnn» der Thätigkeit jeder einzelnen Sanitätsformation während da ganzen Verlaufes des Feldzuges. Die Benutzung der Beilage Sj im augedeuteten Sinne wird durch Beilage 63 wesentlich erleichtert. Umfang, Art undRichtung der Krankenrückbeförderun» aus den auf den verschiedenen Kriegsschauplätzen thätira Sanitätsanstalten haben in dem 4., die Krankenzerstreuung b e . handelnden Kapitel dieses Bandes eingehende Besprechung erfahren; Kapitel 7 (Zelte und Baracken) schildert die verschiedenen Arten improvisirter Räume zur Unterbringung und Behandlung Verwundeter und Kranker; die Beköstigung der Kranken i: den Lazarethen auf dem Kriegsschauplatz wurde bereits in 3. Abschnitt des 1. Kapitels (Seite 43 bis 46) zusammenfassend erörtert; die seitens der freiwilligen Krankenpflege den mobiler Sanitätsanstalten zu Theil gewordene Unterstützung ist zerstreut an allen oben genannten Orteu, zusammenhängend aber 8. Kapitel gewürdigt. Die Krankenbehandlung und deren lii- sultate in den Lazarethen auf dem Kriegsschauplatz ergeben sich aus dem statistischen, chirurgischen und medizinischen Theile des Berichtes, woselbst auch gelegentlich — wenn spezielle Zweck es erfordert — die Verhältnisse Etablirungen genauer besprochen sind. Zahl, Art und ResnlW der auf dem Kriegsschauplatze vorgenommenen wichtigem operativen Eingriffe sind aus Band V und aus der rekapit lirenden Tabelle XXIII in der „Statistik der grösseren Open tionen" im III. Bande ersichtlich. Erster Abschnitt. Aufmarsch. 1 ) Mit dem Aufmärsche der Deutschen Heere im Juli 1870 vollzog sich derjenige der Sanitätsdetacheinents und der Feldlazarethe gleichzeitig. Schon vor Beginn der eigentlichen Kriegsoperationen jedoch wurden einzelne Feld-Sanitäts- formationeu oder Sektionen derselben in ihrer Vorwärtsbewegung durch die wachsende Anhäufung von Kranken theils wenige Tage, theils wochenlang aufgehalten, da die an der Grenze befindlichen Friedenslazarethe, welche der Regel nach die auf dem Marsche Erkrankten aufnehmen sollten, sich gegenüber der grossen Zahl Pflegebedürftiger bald als unzureichend erwiesen. Die erste und längste Marschunterbrechung erfuhr die 2. Sektion des 2. Feldlazareths XL Armeekorps, als sich die Etablirung dieser Sektion in Philippsburg (Baden während der Nacht vom 31. Juli zum 1. August notlnveiiJt machte. Das Lazareth erhielt daselbst das Schulhaus im einige kleinere Gebäude überwiesen und nahm im Ganz« bis 25. August, an welchem Tage es seinem Korps wiede folgte, 271 vornehmlich leichtere Kranke auf. Dieselbe wurden theils geheilt entlassen, theils nach Manul» evakuirt, während 9 Kranke in civilärztlicher Behandln^ zurückbleiben mussten. Das Aufnahnis-Feldspital No. 10 1. Bayerischen Arme* korps, welches am 6. August aus seinem Formatioi München ausgerückt war, hatte sich nach seinem B treffen in Laiigenkandel, einem Orte der Bayerisch« ] ) Vergl. Generalstabswerk I, S. 49 u. 138 u. ff. — Die Namen der Persönlichkeiten, welche den Sanitätsdienst bei den mobilen Sanität-" foDilationen geleitet haben, siehe in den Beilagen zum 1. Kapitel. Pfalz, am 7. August walteten Verwundeten Lokalitäten boten das Bchulbaus und das ii Waisenhaus. Beide E theil schon durch eO besetzt; die Mehrzahl jedoch am 8. August il Pest vertheilte man an Sälen des Schulhauses, wurde alles zur Aufm Nöthige vorbereitet um des Städtchens reichlic versehen. Die erwarte ein. an ihrer Stelle jed Fusskranke. Letztere v verlegt und von den 14. August führte ma Baupt-Feldspital No. Transportfähige verblie Am 14. August marsch Das 7. Feldlazareth korps niusste sich an gleich nach seiner Aus zu Biebrich etabliren nachdem es 36 aufge Pflege abgegeben hatte Während des Ai Kontingents wurden di damit beschäftigt, die Erkrankten aufzunehme nöthigenfalls an die n 4. Feld-Sanitätszuge w Bruchsal,-nach der am liahn-Greiizstation Maxs 'las 6. Württeinbergisc in .-einem Marsche eii: sich in Bruchsal einrich einschliesslich 55 Verw Bei der 11. Armee Reservepersonal, welch« Namentlich geschah dies seitens des Lazareth Sächsischen) Armeekor] kirchen und Cmgebuns St. Ingbert. ') Die Württembergisc «'heu Sanitatsdetachements. Bund 1. I. Abschnitt: Aufmarsch. 93 Pfalz aui 7. August Abends zur Aufnahme von 200 erwarteten Verwundeten einzurichten. Hierzu geeignete Lokalitäten boten das auf freiem Platze gelegene neue Bchulhaus und das in der Nähe befindliche ehemalige Waisenhaus. Beide Häuser fanden sich zum grösseren Theil schon durch etwa 300 Marode Deutscher Truppen besetzt; die Mehrzahl dieser Zurückgebliebenen konnte iedoch am 8. August ihrem Truppentheil nachrücken, den Rest vertheilte man auf benachbarte Ortschaften. In den Baien des Schulhauses, sowie in einigen Privatwohnungen Lurde alles zur Aufnahme der angesagten Verwundeten Nöthige vorbereitet und das Spital von der Einwohnerschaft des Städtchens reichlichst mit Verband- und Labe-Mitteln versehen. Die erwarteten Verwundeten trafen zwar nicht ein. an ihrer Stelle jedoch zahlreiche innerlich Kranke und Fusskranke. Letztere wurden ebenfalls in die nahen Dörfer verlegt und von den Aerzten des Spitals besucht. Am 14. August führte man die leichteren Kranken in das Haupt-Feldspital No. 5 nach Bretten über, einige nicht Transportfähige verblieben in Behandlung eines Civilarztes. Am 14. August marschirte das Spital ab. Das 7. Feldlazareth XH. (Königlich Sächsischen) Armeekorps musste sich am 2. August Abends 7 Uhr, sogleich nach seiner Ausschiffung, in der Unteroffizierschule zu Biebrich etabliren, brach aber schon Tags darauf, nachdem es 36 aufgenommene Kranke in anderweitige Pflege abgegeben hatte, zu seinem Armeekorps auf. Während des Aufmarsches des Württembergischen Kontingents wurden der 1.. 2. und 3. Feld-Sanitätszug 1 ) damit beschäftigt, die vorübergehend Marschunfähigen und Erkrankten aufzunehmen, nachzuführen, zu verpflegen und nöthigenfalls an die nächsten Lazarethe abzugeben; dem 4. Feld-Sanitätszuge wurden die Krankentransporte nach Bruchsal,-nach der am rechten Rheinufer gelegenen Eisenbahn-Grenzstation Maxau in Baden etc. übertragen. Auch das 6. Württembergische Feldspital erfuhr am 1. August iu seinem Marsche eine Unterbrechung; dasselbe musste sich in Bruchsal einrichten und bis 23. August 243 Kranke, einschliesslich 55 Verwundete, aufnehmen. Bei der IL Armee war es vorzugsweise das Lazareth- Reservepersonal, welches Marschkranke zu verpflegen hatte. Namentlich geschah dies in Alzey, Worms und Neustadt a.D. seitens des Lazareth-Reservepersonals XU. (Königlich Bächsischen) Armeekorps, ferner in Kaiserslautern, Neuen- kirehen und Umgebung, Zweibrücken, Homburg i. Pfalz, Bt. Ingbert. ! ) Die Württembergischen Sanitätszüge entsprachen den Preussi- Khen Sunitatsdetachements. Vergl. Kapitel 1, Abschnitt 3. Einige dieser Einrichtungen gelangten in Folge der kriegerischen Ereignisse zu grösserer Bedeutung und werden deshalb später noch Erwähnung finden. In der Grossherzoglich Hessischen Stadt Alzey begann die am 4. August daselbst eingetroffene 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals XII. Armeekorps die Einrichtung eines Etappenlazareths und vereinigte am 5. August die bereits vorhandenen, bisher von Civilärzten behandelten Kranken in der günstig gelegenen, für 50 Kranke Raum bietenden Volksschule. Alles für die Lazaretheinrichtung Erforderliche musste, da das Personal vorschriftsgemäss kein eigenes Material besitzt, von der städtischen Behörde erbeten werden, wodurch notwendigerweise die ökonomische Ausstattung eine Verzögerung erlitt, obschon die dortige freiwillige Krankenpflege sich rührig betheiligte. Gleichzeitig war auch die Umwandlung der Realschule in ein für 65 Kranke ausreichendes Lazareth betrieben worden, welches man vom 7. August an ebenfalls mit Kranken zu belegen begann. Die meisten Kranken, welche in Alzey Aufnahme fanden, kamen direkt von der Truppe, ein kleinerer Theil aus Civil-Krankenanstalten der von den marschirenden Truppen berührten Ortschaften. Die Entlassung transportfähiger Kranker gestaltete sich an einzelnen Tagen ziemlich umfangreich; so wurden am 5. August 111 Kranke unter ärztlicher Begleitung nach Mainz übergeführt. Am l'J. August verliess das Personal mit zwei ihm zugetheilten Pflegerinnen des Sächsischen Albertvereins Alzey, konnte sich aber in Folge von Bahnstockungen umso langsam vorwärts bewegen, dass es ihm erst am 22. August gelang, in Reinilly, der damaligen Endstation der Bahn, zugleich mit der 2. Sektion Lazareth-Reservepersonals XII. Armeekorps ausgeschifft zu w T erden. Mit letzterer setzte es an demselben Tage seinen Marsch zu Fuss nach Pont ä Mousson fort und gelangte über St. Mihiel, wo die 2. Sektion behufs Uebernahme eines Etappenlazareths verblieb, am 3t). August nach Clermont en Argonne. Die 2. Sektion Lazareth-Reservepersonals XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps war vom 10. Ins 19. August in Worms thätig, woselbst sie am erstgenannten Tage einen Bestand von 76 Kranken übernahm, zu welchen] weiterhin nur noch 11 Leichtkranke hinzutraten. Auf dem Bahnhofe richtete diese Sektion ausserdem ein Aufnahmezimmer und eine Verbandstatiou mit 40 Betten für durch- passirende Kranke ein und regelte daselbst den ärztlichen Wachtdienst. Die Verpflegung der Passanten übernahm die freiwillige Krankenpflege von Worms. Am 19. August rückte das Personal ab und traf, wie schon erwähnt, am 22. August in Remillv mit der 1. Sektion zusammen. ■■^H ■■ ■ 94 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Zweiter Abschnitt. Die ersten Kämpfe der III. Armee (Weissenburg,'> Wörth 2) ) und die Belagerung von Strassburg. Treffen bei Weissenburg am 4. August 1870. Als die III. Armee 3 ) die Grenze überschritt und am 4. August das Treffen bei Weissenburg lieferte, befanden sich die Preussischen Sanitätsdetachements bei ihren Korps; dasselbe war auch bezüglich der Bayerischen Sanitäts- Kompagnien der Fall, indess machte sich bei letzteren der Mangel an Aerzten fahlbar, da von den auf Kriegsdauer Ernannten noch keiner in seiner Feldstelle eingetroffen war. Bei Beginn des Treffens entsandte die 2. Bayerische Sanitäts-Kompagnie einen Zug zur Errichtung des Hilfsplatzes 4 ) nach dem Dorfe Schweigen, nördlich Weissenburg, und schlug — 15 bis 20 Minuten von der Gefechtslinie entfernt — den Hauptverbandplatz nordöstlich dieses Dorfes in einem zum Dorfe Aechtenbach gehörigen Hause auf. Die Kompagnie versorgte unter Mitwirkung von Truppenärzten 271 Verwundete. In dem noch weiter nordöstlich gelegenen Städtchen Bergzabern hatten die Einwohner Unterkunftsräume vorbereitet; dorthin wurden alle transportfähigen Verwundeten noch am 4. August von der Feuerwehr der Stadt auf zweckmässig eingerichteten Wagen übergeführt. Von den Schwerverletzten blieben einzelne ') Vergl. Generalstabswerk 1, S. 174 ff. 2 ) Vergl. Generalstabswerk 1, S. 216 ff. 3 ) Die III. Armee besass an Sanitäts-Anstalten (vergl. hierzu Seite 54 und 55 und Beilage 11): V. Armeekorps: 3 Sanitätsdetachements, 12 Peldlazarethe, 1 Lazareth- Reservepersonal (3 Sektionen); XI. Armeekorps: 3 Sanitätsdetachements, 12 Peldlazarethe, 1 Lazareth- Reservepersonal (3 Sektionen); I. Bayerisches Armeekorps: 2 Sanitäts-Kompagnien, 4 (später 5) Auf- nahms-Feldspitäler, 4 Haupt-Feldspitäler, 2 (anfänglich unbespannte) Aufnahms-Feldspitäler; II. Bayerisches Armeekorps: 2 Sanitäts-Kompagnien, 4 (später 5) Aufnahms-Feldspitäler, 4 Haupt-Feldspitäler, 2 (anfänglich unbespannte) Aufnalims-Feldspitäler; Württembergische Feld-Division: 4 Feld-Sanitätszüge, 6 Feldspitäler; Badische Feld-Division: 1 Sanitätsdetachement (3 Züge), 5 Feldspitäler, 1 Sektion Lazareth-Reservepersonal. Erst vom 10. August ab gehörte auch das VI. Korps zur III. Armee; dasselbe besass 3 Sanitätsdetachements, 12 Feldlazarethe, 1 Lazareth-Reservepersonal (3 Sektionen). d ) Betreffs des Ausdrucks „Hilfsplatz" im Gegensatz zu „Hauptverbandplatz" vergl. Seite 38. an Ort und Stelle, andere wurden nach Weissenburg gebracht. Am Abend des 5. August schloss sich die 2. Bayerische Sanitäts-Kompagnie dem Vormarsch ihm Division an, nachdem sie während des Vormittags noch dei: Transport der übriggebliebenen Verwundeten nach Bergzabern vermittelt hatte. Das 1. Sanitätsdetachement V. Armeekorps etablirte einen Verbandplatz bei Altenstadt, südöstlich Weissenhure. und erhielt von 1 Uhr Mittags ab die Unterstützung de» 1. Feldlazareths "V. Armeekorps, welches sich von 4 Uli: Nachmittags ab in Altenstadt selbst einrichtete. In der Nähe des Geissberges benutzte das 3. Sanität» detachement V. Armeekorps eine Meierei als Verbandplatz. Die daselbst verbundenen Verwundeten fanden nach da Einnahme Weissenburgs hier bezw. in Altenstadt Aufnahme: ihre Ueberführung nach den genannten Orten wurde durcl das 5. Feldlazareth V. Armeekorps vermittelt. In dem Forsthause zur Haardt, nahe der Strasse Ger- mersheim—Weissenburg, hatte das 1. Sanitätsdetachement XL Armeekorps gleich nach Beginn des Gefechts einen Verbandplatz errichtet; Unterstützung erhielt dasselbe seitens der 1. Sektion des 2. Feldlazareths XL Armeekorps, weichet die weitere Pflege der daselbst aufgenommenen 127 Verwundeten zufiel. Wiewohl das Gehöft zur Haardt sich nur weni« zu Lazarethzwecken eignete und bei der Unzulänglichkeit der Räumlichkeiten ein Tlieil der Verwundeten trotz ungünstiger Witterung unter freiem Himmel gelagert werden musste konnte das Forsthaus bei dem Fehlen anderweitiger Räumlichkeiten wenigstens für den ersten Bedarf als Lazareth nicht entbehrt werden, doch wurden baldigst die Leichtverwundet« nach Landau, die Schwerverwundeten mit Hilfe der freiwilligen Krankenpflege am 9. und 10. August nach Weissenburg evakuirt. In Haardt blieb ein Arzt des 2. Feldlazareths XI. Armeekorps mit Lazarethgehilfen und Krankenwärtern zurück; der grössere Theil des Personals der 1. Sektion dieses Lazareth folgte vom 5. August ab seinem Korps. Das 3. Sanitätsdetachement XL Armeekorps war an: derselben Stelle erschienen, da aber die Wagen desselbei nicht sogleich auf das Schlachtfeld vorrücken durften, konnta Aerzte und Mannschaften in ausgiebigerer Weise sich er.-t bethätigen, als Mittags das Material herankam. c2 o cc =3 00 UJ CO CO w * ^^^hh m Band I sich etfl o o o o 'S 'S <3 3 T "^fj]$W§ JfffF I TC Band I. Zur Uni Befechtsfelde I. Feldlazare kg 3. Feld Feissenburg der 21. Divi korps — wel am 4. Augus und. da es (1 Artillerie gef nach dem Ge Verwundeten um 5 Uhr Ni etablirt zu £ tliati»' und bi Bin Thei ■er Eisenbabj noch nicht l möglich gewe vorgeschriebe weil die Wage der Stelle kam Fohllazarethei Tauen erwart Ichon genannt ■usserdem — phrnB-Feldspi Das zur ■rrückbleibem die dorthin g lastet. Die welche die Hi blieb in Folg oben erwähnt der freiwillige riegs- und I Das 1. F August dur abgelöst. Let2 Schwerverwund 21. August. Das Aufna Eisenbahn von einem Tag- und |ein, woselbst e Im Verfügung nochstufiger, g< nnd Speieher s [In demselben i I Uhr mittels ] [einigen Kranke Kirche, dem Sc urden von C Krankenpflege, p. August kor 'las Hauptfelds Unfähige dem Band I. II. Abschnitt: Die ersten Kämpfe der III. Armee etc. Wörth. 95 Zur Unterstützung der Sanitätsdetachements auf dem befechtsfelde selbst war — ausser dem schon erwähnten j 5. Feldlazareth V. und 2. Feldlazareth XI. Armeekorps — das ?>■ Feldlazareth V. Armeekorps auf dem Bahnhofe Keissenburg in Thätigkeit getreten. Ebenso erhielt das der 21. Division zugetheilte 1. Feldlazareth XL Armee- k üV ps — welches nach einem angestrengten Nachtmarsche lain 4. August Morgens 5 Uhr in Rohrbach eingetroffen und, da es die Division bereits abgerückt fand, der Korps- Artillerie gefolgt war — Nachmittags 4 Uhr Befehl, sofort nach dem Geissberge zu marschiren und den zahlreichen Verwundeten daselbst Hilfe zu leisten. Das Lazareth traf um ö Uhr Nachmittags auf dem Geissberge ein, war, ohne etablirt zu sein, bis zur einbrechenden Nacht daselbst thätig und biwakirte auf dem Schlachtfeld. Ein Theil der Feldlazaretho (welche nur bis Mainz mit der Eisenbahn befördert waren) befand sich am 4. August noch nicht bei den Armeekorps; anderen war es nicht möglich gewesen, die in § 23 der Feld-Sanitätsinstruktion torgeschriebene stete Fühlung mit der Truppe zu erhalten, weil die Wagen in dem schwierigen Terrain nur langsam von ler Stelle kamen. Von den bei den Armeekorps eingetroffenen Feldlazarethen gelangte, da grössere Kämpfe in den nächsten Tauen erwartet wurden, zur eigentlichen Etablirung nur das schon genannte 1. Feldlazareth V. Armeekorps in Altenstadt, ausserdem — mehrere Tage nach dem Treffen — das Auf- nahms-Feldspital No. 9 1. Bayerischen Armeekorps. Das zur Behandlung der Schwerverwundeten allein zurückbleibende Feldlazareth in Altenstadt war daher durch die dorthin gelangenden 49t! Verwundeten ohnehin überlastet. Die Versorgung der zahlreichen Gefechtsopfer, welche die Häuser und Strassen in Weissenburg erfüllten, j blieb in Folge dieser Umstände nach dem Abrücken des oben erwähnten 3. Feldlazareths V. Armeekorps zunächst der freiwilligen Krankenpflege allein überlassen. (Vergl. ü'iegs- und Etappenlazarethe.) Das 1. Feldlazareth V. Armeekorps wurde bereits am (!. August durch das 11. Feldlazareth desselben Armeekorps abgelöst. Letzteres übernahm 171 in Altenstadt verbliebene Schwerverwundete und widmete sich deren Pflege bis zum |21. August. Das Aufnahms-Feldspital No. 9 war am 6. August mittels I Eisenbahn von München nach Bruchsal abgerückt und traf nach einem Tag- und Nachtmarsche am 8. August früh in Bergzabern [ein, woselbst es sich in der folgenden Nacht einrichtete. Das zur Verfügung gestellte Schloss, ein älteres Gebäude mit enger, hochstufiger, gewundener Treppe, enthielt mehrere grosse Säle lund Speicher sowie einige kleine, schlecht ventilirte Zimmer. In demselben fand die grössere Hälfte der am 9. August früh |2 Uhr mittels Eisenbahn ankommenden 200 Verwundeten nebst einigen Kranken Aufnahme. Die Uebrigen, welche man in der Iirche, dem Schulhause und dem Rudolf-Spitale unterbrachte, wurden von Civilärzten sowie Mitgliedern der freiwilligen Krankenpflege, barmherzigen Schwestern etc., versorgt. Am p. August konnten die letzten Verwundeten nach Bretten in das Hauptfeldspital No. V übergeführt und neun Transportfähige dem städtischen Rudolf-Spitale übergeben werden. Während dieser Thätigkeit des Spitals war der Chefarzt nach Görsdorf bei Wörth kommandirt worden, um die Rückbeförderung der zahlreichen Verwundeten zu leiten und mehrere grössere Operationen auszuführen. Am 13. August rückte das Spital in Eilmärschen seinem Armeekorps nach. Schlacht bei Wörth am 6. August 1870. Die Sanitätsdetachements XL Armeekorps, am 5. August mit ihrem Korps südlich Sulz eingetroffen, waren am 6. in Richtung auf Gunstett aufgebrochen und hatten zunächst vor Gunstett, im weiteren' Fortgange der Schlacht in Gunstett selbst, noch später in Morsbronn und Elsass- hausen, von Truppenärzten unterstützt, Verbandplätze errichtet. Auch die von Aschbach in Richtung auf Hohweiler aufgebrochene Badische Division hatte auf die Meldung ihres Divisionsarztes, dass zahlreiche Verwundete in und um Gunstett lägen, ihr Sanitätsdetachoment vorgesandt, sow ie die schleunige Heranziehung der Badischen Feldlazarethe verfügt. Das Badische Sanitätsdetachement blieb in und um Gunstett bis zum 8. August beschäftigt, unterstützt von den Badischen Feldlazarethen, von denen das 1. am 7. August in Gunstett sich etablirte. Die Sanitätsdetachements V. Armeekorps widmeten sich am 6. August in und um Dieffenbach, am 7. in Elsasshausen in angestrengtester Thätigkeit dem Aufsuchen, Verbinden der Verwundeten und dem Transport derselben in die Feldlazarethe. Der 1. Württembergische Feld-Sanitätszug errichtete am 6. August einen Verbandplatz in Surburg südöstlich Wörth und weiterhin einen solchen in Engelhof; ebenso war der 3. Feld-Sanitätszug am genannten Tage mit A r er- wundeten beschäftigt; der 2. Feld-Sanitätszug behandelte und verpflegte etwa 300 Verwundete auf dem bei Wörth errichteten Brigade-Verbandplatze. Am 7. August führte der Zug noch Verwundetentransporte von Engelhof nach Reichshoffen und von Eberbach nach Engelhof; der 3. Zug suchte an demselben Tage das Schlachtfeld ab und brachte 150 verwundete Franzosen im Dorfe Eberbach und dem Albrechtshäuser Hofe unter. Bayerischerseits etablirte der die Avantgarde der 4. Division begleitende 1. Zug der 2. Sanitäts-Kompagnie IL Armeekorps Vormittags sofort nach seiner Ankunft in Langensulzbach einen Hilfsplatz, während der 3. Zug in Mattstall den Hauptverbandplatz aufschlug. Hierher wurden auch anfänglich ungefähr 70 Verwundete vom Hilfsplatze gebracht, bis die Versperrung der engen Strasse durch Fuhrwerke den weiteren Verkehr unmöglich machte. Der 2. Zug, welcher der 8. Brigade gefolgt war, vereinigte sich in Langensulzbach mit dem schon in voller Thätigkeit begriffenen 1. Zuge. Da die Entfernung von der Gefechts- linie nach Mattstall — über eine Stunde — sich als viel zu gross erwies, so begab sich auch der Chefarzt der Kompagnie mit dem übrigen Personal auf den Hilfsplatz in Langensulzbach, welcher nur 15 bis 20 Minuten von der Feuerlinie -entfernt lag und nunmehr zum Ilauptverband- " ■ ■'.;. ;P'. Jvv' i ■:■•* .- -: A.-V ■■ I 96 III. Kapitel: Tliätigkeit der Sanitätsdetaehements, Feld- etc. Lazarethe. platz für die Division erhoben wurde. Hei den in Mattstall bereits untergebrachten Verwundeten blieben einige Truppenärzte zurück, hauptsächlich um die Weiterbeförderung der Verwundeten ins Werk zu setzen und zu überwachen. Für den Hauptverbandplatz in Langensulzbach war das sehr geräumige Schulhaus mit Hof und Garten, dann ancli das Rathhaus in Verwendung gezogen worden. Um den Andrang nach dem bereits überfüllten Langensulzbach zu vermindern, wurde Nachmittags von einem Zug der Sanitäts- Kompagnie unmittelbar hinter den kämpfenden Truppen an einem geschützten Punkte im_Freien ein Hilfsplatz errichtet, auf welchem die Verwundeten bis gegen Abend verblieben. Nachdem die Sanitäts - Kompagnie alle erreichbaren Verwundeten eingebracht hatte und die Thätigkeit auf dem Hauptverbandplatz beendet war, begann gegen Abend die bis zum folgenden .Mittag fortgesetzte Bvakuatioh mit Benutzung der Wagen der Kompagnie und zahlreicher Bauernfuhrwerke. Ein Theil der Verwundeten kam sofort nach Weissenburg, der grösste Theil nach Lembach, wo ein Bataillonsarzt seit dem .Morgen des C>. mit Vorbereitungen für ihren Empfang thätig gewesen war. Die Mairie, das Schulhaus und einige andere geeignete Gebäude daselbst waren geräumt und mit allen irgendwie aufzutreibenden Betten sowie mit Stroh versehen worden. Die im Laufe des Tages und Während der ganzen Nacht anlangenden Wagen füllten bald sämmtliche Räume mit Schwerverwundeten an. Leichtverwundete wurden sofort nach Weissenburg weiter befördert; dorthin mussten auch, davon der widerstrebenden Bevölkerung in dem nicht militärisch besetzten Orte wenig mehr zu erhalten war, die erst gegen .Morgen anlangenden Schwerverwundeten nach erhaltener Labung weiter geschickt werden. Im Laufe des Vormittags wurden überhaupt alle Transportfähigen nach Weissenburg übergeführt; die Transportunfähigen, sowie die erst am Nachmittage ankommenden Verwundeten gingen in die Behandlung des in Lembach wohnenden Arztes über und wurden am 8. von dem Personal des Aufnahms-Peldspitals No. 4 übernommen, welches im Laufe der nächsten Tage die vollständige Bäumung des Ortes bewerkstelligte. Gegen Mittag des li. .August schlug der bei der Vorhut befindliche Zug der 1. Sanitäts-Kompagnie, nach einem äusserst anstrengenden Marsch auf grundlosen Wegen durch hügelige Gegend, in Görsdorf in einem am südwestlichen Ende des Dorfes gelegenen Baumgarten einen Hilfsplatz auf. unterwegs hatte man dnrenRequisition die Vorräthe an Lebensmitteln vervollständigt, auch eine Anzahl von Bauernfuhrwerken gewonnen. In Görsdorf angelangt, fand die Kompagnie den erwähnten Hilfsplatz bereits mit einer grösseren Zahl meist Preussischer Verwundeter belegt, was Veranlassung gab, den Hauptverbandplatz an derselben Stelle einzurichten, namentlich da Brunnen in unmittelbarer Nähe, die Wege in gutem Stande waren und die Anlage des Gartens die Zu- und Abfahrt erleichterte. Stroh und Bretter zur Lagerung, sowie Tische zu Operationen Verbänden konnten in genügender Menge beschafft weijj Da im Ganzen nur fünf Aerzte zur Verfügung stand« — die Sanitäts-Kompagnie selbst zählte an diesem Ta« nur zwei in ihrem Bestände — und sich mit abnehmen« Tage ein sein' fühlbares Sinken der Temperatur gelte» machte, so musste vor Allem darauf Bedacht genomJ werden, die Verwundeten unter Dach zu bringen, für J» Labung zu sorgen und die nöthigsten Verbände anzule* aufschiebbare, mehr Zeit in Anspruch nehmende Operation, aber zu unterlassen. Die ursprünglich ins Auge gefaati Räumlichkeiten,Schulhaus,Mairie undKirche, waren sohvlia gefüllt; es mussten daher ausser einzelnen Wohngebäoi allmälig fast sämmtliche Scheunen des Dorfes belegt wenj Die zurückgebliebenen Einwohner wurden veranlasst. Hin; Verwundeten Lebensmittel zu beschaffen, welcher Forden sie auch in anerkennenswerther Weise (Mitsprachen. Am andern Morgen zwischen 4 und 5 Uhr lang letzten Verwundeten auf dem Hauptverbandplätze an: Gesammtzahl derselben betrug ungefähr 800, welche lieh verhältnissmässig gute Unterkunft fanden: keiner brandj den Rest der kühlen Nacht im Freien zu verbringen Als der von dem Avantgarde-Zug errichtete Hilfspl zum Hauptverbandplatz erhoben war, ergab sich Notwendigkeit, den Hilfsplatz weiter vorzuschieben. wurde hierzu ein vor Görsdorf, unmittelbar an der Stva» nach Wörth gelegener Steinbru ch gewählt, wo sich mehrere Truppenärzte mit ihren Medizinwagen ei Nachdem jedoch der Uebergang der Division über die Ü bewerkstelligt war, rückte der Hilfsplatz an diesen Fl vor, und zwar an einen Punkt, wo sich ein Steg bei und woselbst schon ein Bataillonsarzt thätig war. da Truppentheil beim Ueberschreiten des Wasserlanfe? dieser Stelle einige Verluste erlitten hatte. Der Platz durch innige Weidenbäume nur nothdürftig gedeckt, währte aber den Vortheil, dass reichliches Wasser zurTi fügung stand. Die zahlreich zugebrachten Verwundeten wurden dem Rasen niedergelegt, bis sie von den Fuhrwerken Sanitäts-Kompagnie aufgenommen und nach Görsdorfs bracht werden konnten. Bei der unzureichenden An; der Transportmittel mussten jedoch viele Verwundete grössten Theil der Nacht im Freien zubringen; Operatio: Hessen sich hier nicht ausführen. Die 1. Sanitäts-Kompagnie blieb bis zum Abend 8. August in Görsdorf, mit der Pflege der daselbst ui gebrachten Verwundeten und ihrer Ueberführung nach Eisenbahnstationen Sulz und Weissenburg beschäftigt, am 8. der 1. Bayerische Spitalzug' eintraf. Am Naelmii des 8. August langte der Chefarzt des am gleichen in Bergzabern eingetroffenen Aufnahms-Foldspitals No.j Görsdorf an, um die ihm übertragene Leitung der Kvakin« mit zwölf Krankenwärtern zu besorgen. Er verblieb Görsdorf bis zum 11. August; freiwillige Aerzte und 1« r&t-vmm ■ ■ ■■ MM Bund 1. In erzige Schw und Pflege i letzten entw den in Wort geben waren Die 4. i rat' erat am fcwakirte hi< an-, uin das anmiete nael Von den lorpa am G zu Preuschd( »ekhe bis zi dem richtete .Vnneekoi 3. und 12. ii: Das 2. F in 18 Hausen bei denselben Das 4.F< falls in Wort Kommunalhau Verwundeten nahm das Las teniber etablii sprechenden F padann noch 24. November. Das 5. Fe aut dem Schla Verbandplatze korps gewirkt l'rivatgebäude 200 Leichtvei wurden, 142 £ seine Nichttrai dem 3. Feldlas In Dieffe zunächst die 1 keiten inAnsp lazareth dessel und Scheunen Preuschdorf he Räumliehkeitei Am Morgen de noch 300, das ron denen ein Jis zum 12. A leten nach Sul Die Feld Mainz aus in gefolgt waren jkudig bei d und 2. (let: im 7., das :;.. war das 1. F las 3. in Wöt *■ in Elsassha 3»ait»ts-Berich Lerzige Schwestern aus München abernahmen die Behandlung und Pflege der noch vorhandenen Verwundeten, bis die fetzten entweder nach Deutschland zurückbefördert oder den in Wörth etablirten Preussischeu Feldlazarethen über- vlicn waren. Die 4. Sanitäts-Kompagnie I. Bayerischen Armeekorps traf erst am 6. August Abends am Ufer der Sauer ein, liiwakirte hier und sandte am 7. August früh ihre Züge um das Gefechtsfeld abzusuchen und bis Abends Verwundete nach Frösehwiller überzuführen. Von den Feldlazarethen etablirte sich das 1. V. Armeekorps am G. August Nachmittags 4 Uhr in der Schule zu Preuschdorf und nahm daselbst 154 Verwundete auf, welche bis zum 8. August zurückbefördert wurden. Ausserdem richteten sich am Tage der Schlacht seitens des Armeekorps das 2., 4., 5. Feldlazarett) in Wörth, das und 12. in Dieffenbach ein. Das 2. Feldlazareth V. Armeekorps übernahm in Wörth in 13 Häusern und der Kirche 287 Verwundete. Es verblieb bei denselben bis zum 24. August. Das 4. Feldlazareth desselben Armeekorps benutzte — ebenfalls in Wörth — das sogenannte Schloss, das Schul- und Kommunalhaus. Später übernahm es auch die nichttransportablen Verwundeten in Langensulzbach und Görsdorf. Im Ganzen nahm das Lazareth 813 Verwundete auf. Es blieb bis 19. Sep- tember etablirt; der Stabsarzt des Lazaretts mit dem entsprechenden Pflegepersonal verweilte jedoch bei einigen auch Bsdann noch zurückgehaltenen Schwerverwundeten bis zum 14. Xovember. Daa 5. Feldlazareth V.Armeekorps war Nachmittags 3 Uhr aut dem Schlachtfelde eingetroffen und hatte zunächst auf dem Verbandplätze des 3. Sanitätsdetachements desselben Armeekorps gewirkt, bis es sich Abends 8 Uhr in fünf grösseren Privatg'ebäuden Wörths etabliren konnte. Es nahm ausser etwa 200 beichtverwundeteu, welche alsbald nach Sulz dirigirt wurden, 142 Schwerverwundete auf. Am 9. August übergab es eine Nichttransportablen theils dem 4. Feldlazareth V., theils dem 3. Feldlazareth XI. Armeekorps. In Dieffenbach nahm das 3. Feldlazareth V. Armeekorps ■mächst die Kirche und das Schulhaus als Lazarethräumlich- teiten in Anspruch und theilte sich demnächst mit dem 12. Feld- a/.areth desselben Armeekorps in die vorhandenen Wohnhäuser und Scheunen. Die Leichtverwundeten wurden alsbald nach Preuschdorf beziehungsweise Sulz befördert, da die vorhandenen Eiiumlichkeiten höchstens 300 Verwundete zu lagern gestatteten. Am Morgen des 7. August hatte indessen das 12. Feldlazareth loch 300, das 3. Feldlazareth 131 Verwundete in Behandlung, on denen ein Theil die Nacht im Freien hatte zubringen müssen. iis zum 12. August evakuirten beide Lazarethe ihre Verwun- leten nach Sulz und folgten darauf ihrem Armeekorps. Die Feldlazarethe des XL Armeekorps, welche von (ainz aus in der Richtung auf Landau ihrem Armeekorps gt waren, hatten auch am 6. August noch nicht voll- tiimlig bei demselben eintreffen können; doch traten das und 2. (letzteres nur mit der 1. Sektion) am 6., das 4. »in 7., das 3., 8. und 9. am 8. August in Thätigkeit, und bar das 1. Feldlazareth in Surburg, das 2. in Spaclibach, p 3. in Wörth, das 4. in Sulz, das 8. in Morsbrunn, das in Elsasshausen. SanitMs-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. Das 1. Feldlazareth XI. Armeekorps, am (i. August in der Richtung auf Gunstett abgerückt, erhielt bei seinem Eintreffen auf dem Verbandplatze vor Gunstett Befehl, sich in Surburg zu etabliren. In beiden Schulhäusern des Ortes und einem Oeko- nomiegebäude, sowie weiterhin in einer Anzahl von Scheunen wurden die Verwundeten gelagert, deren Zahl im Laufe der Nacht vom 6. zum 7. August bis auf 280 anwuchs. Den grössten Theil derselben evakuirte das Lazareth bis zum 12. August in der Richtung auf Sulz; bei dem verbliebenen Bestände Hess es die nöthigen ärztlichen Pflegekräfte zurück und folgte mit dem grösseren Theile des Personals und Materials seinem Armeekorps. Die während der Schlacht nach dem nahe bei Wörth gelegenen Dörfchen Spachbach dirigirte 1. Sektion 2. Feldlazaretts XL Armeekorps (siehe unten) hat am 31. August ihre letzten Verwundeten evakuirt. Das 3. Feldlazareth XI. Armeekorps fand bei seinem Eintreffen in Wörth die für Lazarethzwecke geeignetsten Räume bereits von den oben erwähnten drei Feldlazarethen V. Armeekorps besetzt. Es brachte seine Verwundeten in sieben Privathäusern unter und übernahm später auch die in Görsdorf befindlichen schwerverwundeten Franzosen. Der Gesammt- zugang betrug 100 Verwundete. Am 30. August übergab das Lazareth seinen Bestand an das 4. Feldlazareth V. Armeekorps. Das 4. Feldlazareth desselben Armeekorps entwickelte eine umfangreiche operative und anderweitige Thätigkeit, namentlich im Bahnhofsgebäude zu Sulz. Die Menge der dort anlangenden, theils nach angelegtem Verbände weiterbeförderten, theils in einem von einer Feldtelegraphen - Abtheilung eilig errichteten Barackenlager untergebrachten Verwundeten war so gross, dass auf die Zählung verzichtet wurde. Am 10. August übernahm das Lazareth-Reservepersonal XI. Armeekorps den verbliebenen Bestand. In dem mit Französischen Verwundeten überfüllten Morsbronn etablirte sich am 8. August das 8. Feldlazareth XL Armeekorps. Unter 295 Verwundeten befanden sich daselbst 262 Franzosen; bis zum 16. August wurde nach Sulz und Hagenau evakuirt und an dem genannten Tage das Lazareth aufgelöst. Das 9. Feldlazareth XI. Armeekorps übernahm am 8. August den Verbandplatz des 3. Sanitätsdetachements dieses Armeekorps in Elsasshausen (siehe unten). Bis zum 15. August wurden die leichter Verwundeten nach Hagenau und Bischweiler, die Schwerverwundeten nach Sulz, Reichshoffen und Wörth evakuirt. Von den Feldlazarethen der Badischen Division etablirte sich in Folge der Schlacht von Wörth ausser *lem vom 7. August ab in Gunstett thätigen 1. Feldlazareth noch am 11. August das 3. Feldlazareth in Bisclrweiler. Der grösste Theil des 1. Badiscben Feldlazaretts verliess Gunstett am 28. August unter Zurücklassung ärztlichen und Pflegepersonals, welches daselbst bis zu der am 1. Oktober erfolgenden gänzlichen Auflösung der Gunstetter Lazarethanstalten verblieb. Das 3. Badische Feldlazareth nahm in Bischweiler 229 fast durchweg schwer Verwundete (darunter 221 Franzosen) auf und brachte dieselben in vier öffentlichen Anstalten unter. Französische Aerzte unterstützten das Lazareth, welches am 25. August zwei Aerzte mit dem entsprechenden Unterpersonal bei dem Bestände von 156 Mann zurückliess, während das Gros in der Richtung auf Strassburg abrückte. Unter den schwierigsten Umständen arbeiteten die Feldlazarethe in Spachbach (2. XL), Elsasshausen (9. XL), Gunstett (1. Bad.) und Sulz (4. XL). Das erstgenannte fand bei seinem Einrücken in dem Dörfchen Kirche und 13 ^^MH 98 ITT. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Kirchhof, Wohnhäuser, Scheunen und Landstrasse mit Verwundeten überfüllt; eine in der Nacht vom 6. zum 7. August vorgenommene Zählung ergab 717 Verwundete. In Elsass- bausen Lagen in den neun, zur Zeit der Uebernahme von den Einwohnern verlassenen, grösstenteils zerschossenen Wohnstellen, in welche der reichlich strömende Regen ohne erhebliches Hinderniss eindrang, Schulter an Schulter gedrängt 408 Verwundete; (darunter 199 Franzosen). Am 10. August traf ein Theil des Personals einer Französischen Ambulanz in Stärke von 4 Aerzten und 2Beamten zur Hilfeleistung ein. Von Gunstett aus, wo sich gegen 2000 Verwundete angehäuft hatten, wurden alle Leichtverwundeten oach angelegtem Verbände alsbald in der Richtung auf Sulz und Surburg evakuirt. Trotzdem blieben sämmtliche irgend belegbaren Räume noch immer mit Verwundeten überfüllt; überdies dauerte der Zugang — insbesondere aus den nahe gelegenen Ortschaften Morslironn, Dürrenbach und Wallburg - bis zum 9. August fort. So war die am Abend des 8. August bis auf 40 Schwerverwundete geräumte Kirche von Gunstett am .Morgen des 9. August bereits wiedermit 170 Schwerverwundeten überfüllt. Line geregelte Lazarethpflege liess sich in Gunstett erst vom 9. August ab ermöglichen. Am Abend dieses Tages blieben noch 158 Schwerverwundete in Behandlung des Badischen Lazareths. Auch das 4. Badische Feldlazareth, welches sich am 11. August in Hagenau und zwar in einem Theile des Weiber-Zuchthauses einrichtete, erhielt in den ersten Tagen Verwundete aus der Schlacht bei Wörth; seine weitere Thätigkeit, galt indessen vornehmlich den Verwundeten und Erkrankten des Belagerungskorps vor Strassburg, zu welchem die aus dem Verband der 111. Armee ausgeschiedene Badische Division vom 10. August ab gehörte. Von den Bayerischen Lazarethanstalten wurde durch die Schlacht bei Wörth nur das Aufnahms-Feldspital No. 4 11. Bayerischen Armeekorps beschäftigt. Während eines mehrtägigen Biwaks bei Reichshoffen hatte es die in Lem- bach (nördlich Wörth) zurückgebliebenen Verwundeten zu übernehmen. Am 13. August rückte das Spital der Armee wieder nach. Württembergischerseits war in Folge der Schlacht bei Wörth das 1. Feldspital vom 8. bis 18. August in Reichs- holfen. das 2. Feldspital vom 8. bis 9. August in Frösch- willer thätig. Letzteres pflegte 07, ersteres 207 .Mann (darunter 150 Verwundete). Die äusseren Verhältnisse, unter denen die vorgenannten Feldlazarethe während und nach der Schlacht bei Wörth Beistand leisteten, waren fast durchweg recht ungünstige: die Gebäude für Lazarethzwecke wenig oder gar nicht geeignet, zum Theil /.erschossen und dem Eindringen der damals herrschenden Regengüsse ausgesetzt, die Räumung der Wahlstatt insbesondere durch Bodenverhältnisse erschwert, das Trinkwasser vielfach fade und trübe, die Ortschaften von den Bewohnern verlassen, Lebens- und Labemittel nicht vorhanden und — wenigstens in den ersten Band I. Tagen nach der Schlacht — auch Magazinverpflen schwer zu beschaffen; die Lazarethräumlichkeiten über» eine Lagerung im Freien wegen ungünstiger Witteij verwerflich und, wo sie gleichwohl stattlinden musste, auf Stroh oder blosser Erde zu ermöglichen, die Feldlazarett ausser der Sorgt; für die eigenen Verwundeten durch zal reiche schwerverwundete Franzosen überlastet, endlich« vorwärts drängende Armee, welche neuen schweren Kämpfe entgegenging und eben deshalb auf thunlichst schient Heranziehung ihrer Sanitätsformationen Bedacht nehi musste. Alle diese Umstand«; zwangen gebieterisch, j Rückbeförderung der Verwundeten möglichste Ausdehne zu geben, insbesondere auch durch Ausnutzung der Eis bahnlinie, welche von Hagenau über Sulz einerseits na, Landau, andererseits nach Karlsruhe führte, alle hin Transportablen nach dem Inlande zu schaffen. Sulz, al die dem Schlacht fehle von Wörth nächstgelegene gr Eisenbahnstation, gewann .dadurch eine besonders Bedeutung. Hier hatte am Morgen <\o^ 7. Augast Ja 4. Feldlazareth XL Armeekorps zunächst im Bahnhol gebäude, weiterhin in sechs von der Feld-Telegrapha Abtheilung der III. Armee aus vorhandenen Latten den Hopfenstangen der angrenzenden Felder rasch ernteten Baracken (zu je 25 Lagerstellen) sich etablirt. Eil Eintheilung der Stadt in vier Reviere sollte die Sichtnngi itätsdetacl zahlreichen, in den einzelnen Häusern der Stadt zerstn . ' . urasM»cn Aer: liegenden Verwundeten erleichtern. Indessen konnten di i.^ i, . ■ Kräfte eines einzelnen Lazareths diesen Verhältnissen ge^ei c ,i i a( .t,t pn i Lazareth-Anst reichen Evaki hierdurch ein« Die Verl Schlacht bei gefalle verwun Wunde verniis! gefallet verwun Wunde verniisc 581 Offii Die erste freu im Bezi kzarethe setzt E über um so weniger ausreichen, als bis zum 10. An: aus allen im Bereich des Schlachtfeldes von Wen legenen Ortschaften ununterbrochen Zuzüge erfolgten Nähe der Deutschen Grenze, der ungestörte Betrieb I Bahnen Südwest-Deutschlands ermöglichten es gleichwd die Missstände, welche nach der Schlacht bei Wörth ii besondere in Sulz sich anfänglich bemerkbar machten beseitigen, plannlässige Fvakuation der Transportfähig ijyNj,,, und geregelte Lazarethverhältnisse für die Intransportabk n um t onw herzustellen. Die Pflege-Vereine zu Karlsruhe, Mamillen. Pforzheim und Fürstenfeldbruck Hessen es sich in Verl düng mit dem Hauptdepot der freiwilligen Kranken]*. ( ., |r ^ in Mannheim angelegen sein, durch Ueberweisung von Vi pflegungs-Artikeln und Lagerungs-Apparaten dem in die* ^.j \y.<. v t\. Hinsieht sich fühlbar machenden Mangel abzuhelfen. Kl« gtam [ , () bestrebte sich die freiwillige Hilfstätigkeit, das Person; der etablirten Feldlazarethe durch geeignete Pflegekfll zu verstärken und wirkte insbesondere mit bei Lösung d' schweren Aufgabe, welche die Verhältnisse in Sulz währen der ersten Zeit nach der Schlacht bei Wörth der Krank™ pflege stellten. Hier, wo neben dem 4. Feldlazarett XL Armeekorps das Lazareth-Reservepersonal dieses Korp wirkte und ausserdem am 9. und 10. August das 1. Sanität! detachement XL Armeekorps die Evakuation auf der B Station hütete, trafen nach und nach etwa 200 Per«* der freiwilligen Krankenpflege ein, welche theil inschliessi 11. Einsichtli imsslierzotdk S.U7 •teilende Bad karethe der ] in 11. Augus iselbst eint« Förth, ander lasskalten Wei p Etablirung In erster irbeiten, kam (gerungskorpg ') Vergl. Q Vergl. U( h ,lF vT^ : '^wf: : m Band Z111V« ^PflegnuÄj^areth-Anstalten Dienste leisteten, theils bei den zahl- " -.^ ei ^"HiH r eiche 11 Evakuations-Transporten sich betheiligten und eben ^Äierdurcli ein«' geregelte Lazarethpflege ermöglichen halfen. ;'er Witter >D musst« ' Feldlazarett 'ii durch zi t, endlich« -eren Kämpf) hat schleuß dacht iiclmir lieterisch, | e Ausdehud mg der ES« ihrerseits um ', alle irga RH. Sulz. | igene gröM jsonders htl 1. August ib im BahnhoS l-Telegraph ■ii Latten rasch enidj etablirt. Ei e Sichtung dÄ^ Stadt zerstr transportaw he, Maunhei ich in VeiM isung von \< dem in diel helfen. Ehe« , das Pernoiii ,e Pflegekrät lei Lösung Afcy Band I. II. Abschnitt: Die ersten Kämpfe der III. Armee etc. Strassburg. 99 Ergebniss:') Die Verluste im Treffen bei Weissenbnrg und in der Schlacht bei Wörth sind folgende gewesen: 1 ) Weissenbnrg: gefallen .... "24 Offiziere 250 Mann, verwundet und au Wunden gestorben 67 „ 1119 „ vermisst .... — ,, 91 ,, 91 Offiziere 1460 Mann. Wörth: gefallen .... 106 Offiziere 1483 Mann, verwundet und an Wunden gestorben 384 ,, 7297 „ vermisst .... — „ 1373 tre ,„a 490 Offiziere 10153 Mann. In beiden Kämpfen zusammen: 581 Offiziere und 11613 Mann; Summa 12 194. Die erste Hilfe leisteten, indem sie an den Schlachten im Bezirk des Schlachtfeldes verfügbar waren, 13 Sa- itatsdetachements und 7 1 /-- Feldlazarethe mit 129 etats- ässigeu Aerzten, so dass auf je 1 Arzt durchschnittlich n konnten lB 10( ) Deutsche Verwundete entfallen; 20 zur Zeit der lll " ss( '" "•"""■Schlachten oder unmittelbar nach denselben etablirte Feld- im 10. Ang»«j azai . et i Rl setzten die Pflege der Verwundeten fort. in Wörth a^^^^^^^^^ rfolgten. B e Betrieb j es gleichwel iei Wörth oj Einschliessung und Belagerung von Strassburg, 11. August bis 27. September. 2 ) Hinsichtlich der Sanitätsformationen war das aus der ma< ™; ! ÄGi'ossherzoglich Badisehen Division, der Garde-Land wehr- •a.nspoi-tfähig» ivigion und (j(M . j Reserve-Division bestehende Belage- pngskorps von Strassburg auf das aus 3 Sektionen begehende Badische Sanitätsdetachement und die 5 Feld- tzarethe der Badisehen Division angewiesen. Von letzteren ar indessen No. 1 zur Zeit des Eintreffens der Division <)i* Strassburg— am 11. August —in Folge der Schlacht i'i Wörth noch in Gunstett beschäftigt. Von den 4 anderen stand am 10. August das 3. in Bischweiler, das 4. war in 11. August einerseits im Hinblick auf die zahlreich asi'Hist eintreffenden Verwundeten aus der Schlacht bei ni'tli. andererseits mit Rücksicht auf die in Folge des '-,, ' i | llass k a lten Wetters sich häufenden Erkrankungen in Hao-enau l der Ivrankeiir [. Feldlazani) .1 dieses Korf las l.SanitttH i auf der 200 PersoM theils in * zur Etablirung gelangt. hi erster Linie, in unmittelbarer Nähe der Belagerungs- rbeiten, kam für die Verwundeten und Kranken des Be- ^gerungskorps das am 11. August in Vendenheim etalilirte ') Vergl. Ueneralstabswerk I, Anlage 9, 8. 102* und Anlage 12, •') Vergl. Generalstabswerk J, 8. 1338 ff., 11, 8. 95. 5. Feldlazareth in Betracht, welchem zur Evakuation der Verwundeten und Kranken (über Seltz nach Rastatt) die Rheinstrasse, später auch die Eisenbahn nach Weissenbnrg zur Verfügung stand; demnächst das 2., welches sich bereits am 10. August in dem etwas entfernteren Orte Brumath und der benachbarten Irrenanstalt Stepliansfelden eingerichtet halle. Schon vor Beginn der eigentlichen Belagerung aber gab die Erhöhung des Krankenstandes Anläse, das in Bischweiler verbliebene 3. Badische Feldlazareth näher an Strassburg heranzuziehen und dasselbe am 25. August in dem Schlosse zu Kolbsheim, südlich Strassburg, zu eta- bliren. Auch das in Gunstett thätige 1. Badische Feldlazareth verliess am 28. August den genannten Ort, rückte zunächst nach Wanzenau und etalilirte sich am 8. September gleichfalls südlich Strassburg in Bläsheini, so dass nunmehr sämmtliche Badische Feldlazarethe bei Strassburg vereinigt und in Wirksamkeit waren. Zum Theil gleichzeitig (vom 27. August bis 18. September) "arbeitete in Hagenau das 6. Württembergische Feldspital, welches daselbst im Ganzen 127 Kranke zu verpflegen hatte. Mit dem Heranschieben der Vortruppen gegen die Festung am Abend des 23. August begann auch für das Badische Sanitätsdetachement eine Zeit angestrengter Thätigkeit. Entsprechend seiner Formation wurde es in drei getrennten Zügen verwendet, von denen der eine in Oberhausbergen, der zweite nordöstlich dieses Ortes auf dem linken Flügel der Angriffsfront in Hoouheim, der dritte südlich Oberhausbergeu auf dein rechten Flügel der Angriffsfront, in Fekbolsheim, Verbandplätze etalilirte. Ausserdem errichtete jeder Zug vorwärts seines Hauptverbandplatzes einen Hilfsverbandplatz und zwar der in Oberhausbergeu stationirte in der Parquetfabrik nahe der Kronenburger Vorstadt, der in Hoenheim einen solchen in Schiltigheim, der in Kckbolsheiui stationirte unter dem Eisenbahnübergange bei Königshofl'en. Der Hauptverbandplatz des in Bckbolsheim statio- nirteu Zuges wurde im Verlaufe der Belagerung ihm Festungswerken näher gebracht durch Verlegung nach der Karthause — zwischen Eekbolshcim und Königshoflen, südlich beider Orte. Nach Eröffnung der 3. Parallele schoben die Züge ihre Hilfsverbandplätze in die 2. Parallele vor. Ergebniss. Die Verluste während der Belagerung von Strassburg sind folgende gewesen: 1 ) todt oder in Folge Verwundung gestorben 12 Offiziere 165 Mann, verwundet vermisst 30 685 44 42 Offiziere 894 Mann. Summa 936, 100 ITI. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachement«, Feld- etc. Lazarethe. Band I. denen 1 Sanitätsdetachement die erste Hilfe geleistet und nacheinander H Feldlazarette für ihre weitere Behandlung zu Gebote gestanden haben. Die Feldlazarethe haben in ihrer zwei- bis dreimonatlichen Thätigkeit etwa viermal so viele Kranke als Verwundete verpflegt. Kriegs- und Etappenlazarethe. Die Feldlazarethe, welche durch die ersten kriegerischen Ereignisse an der Grenze festgehalten wurden, wieder für ihre Truppentheile verfügbar zu machen, sie abzulösen und in „stehende Kriegslazarethe" zu verwandeln, ausserdem die Kranken-Rückbeförderung in geordnete Hahnen zu leiten, war die erste Aufgabe der Sanitätsorgane der General- Etappeninspektion der 111. Armee. Der Letzteren stand hierfür das aus je 3 Sektionen bestehende Lazareth-Reserve- personal des V. und XI. Armeekorps, 1 ) sowie die Bayerische Spitalreserve (4 Haupt-Feldspitäler und 2 Aufnahms-Feld- spitäler) zur Verfügung. Das Lazareth-Reservepersonal der Badischen Division wurde von Anfang an durch Abkoni- mandirungen aufgelöst. Die Württeinbergische Division besass eine solche Formation nicht. Im Anschlüsse an das Treffen bei Weissenburg entstand in diesem Orte ein von der freiwilligen Krankenpflege eingerichtetes und unterhaltenes Kriegslazareth unter Leitung des Professor Billroth aus Wien. 2 ) Weissenburg gelangte weiterhin zu besonderer Bedeutung für den Sanitätsdienst dadurch, dass hier zur Entlastung des Etappeuhauptortes der III. Armee, Mannheim, am 1. September 1870 eine Evakuationskonimission ins Leben trat, deren Thätigkeit in dem Kapitel, „Krankenzerstreuung" ausführlicher gewürdigt ist. Die Ablösung und Unterstützung der durch die ersten Kämpfe der 111. Armee zurückgehaltenen Feldlazarethe bewirkten das Lazareth-Reservepersonal V. und XL Armeekorps, sowie die Bayerischen Haupt-Feldspitäler. Das Lazareth-Reservepersonal XL Armeekorps war am 1. August von Cassel, seinem Mobilmachungsorte, aufgebrochen und am 7. in Landau angelangt. Zur Ablösung lies 4. Feldlazaretlis XL Armeekorps nach Sulz berufen, traf es am 10. August daselbst ein. Das Personal bestand aus 2 (statt 3) Stabs- und 8 (statt 9) Assistenzärzten; da alle Lazarethgehilfen und Krankenwärter fehlten, so wurden an deren Stelle 20 barmherzige Schwestern als Pflegerinnen herangezogen. Die unmittelbar nach der Schlacht auf morastigem Boden erbauten Baracken mussten bei dem im September eintretenden Regenwetter geräumt werden. Am 5. Oktober war der Bestand des Lazareths soweit zurückgegangen, dass nur ein Assistenzarzt an Ort und Stelle blieb, der endlich am 2. Dezember, nachdem alle Deutschen ') Das 6. Armeekorps trat der III. Armee erst später hinzu. (Vergl. Seite 94.) 2 ) Vera;!, dessen im Literaturverzeiclmiss aufgeführte Publikation. evakuirt waren, die noch übrigen 22 verwundeten Franzosen der Gemeinde übergab und damit das Lazareth auflöste. InReichshoffen lagen am 20. August noch 75 Verwundete, fast ausschliesslich Franzosen. An dem genannten Tage wurde die 2. Sektion Lazareth-Reservepersonals XL Armeekorps behufs Uehernahme derselben aus Sulz hierher kommandirt Zur Wartung und Pflege standen Französische Heilgehilfen, Krankenwärter, sowie eine Anzahl Französischer und vier Deutsche Schwestern zur Verfügung. Lebensmittel and Erfrischungen lieferten die Mairie und die freiwillige Krankenpflege. Heilmittel fanden sich in einem zurückgelassenen Französischen Lazarethwagen vor. Die Verwundeten wurden am 4. September an das Bayerische Haupt-Feldspital No. 5 abgegeben. In Weissenburg, wo — wie erwähnt — vom 4. August bis 7. Oktober 1870 Personal der freiwilligen Krankenpflege unter Professor Billroth mit 249 Verwundeten beschäftig! war, richtete sich später (am 7. Oktober 1870) das Lazareth- Reservepersonal V. Armeekorps ein, um bis 31. März 1871 1192 Kranke (unter ihnen 87 Verwundete) zu verpflegen. Das ärztliche Personal wurde durch barmherzige Schwestern unterstützt. Im Dezember kamen einige Pockenkranke in Behandlung. Als nach dem Falle von Strassburg dem 4. ßadisehen Feldlazareth in Ilagenau Befehl zuging, seiner Division hei dem Vormarsch durch die Yogesen zu folgen, wurde die 3. Sektion Lazareth-Reservepersonals XL Armeekorps toi Sulz herangezogen und am 5. Oktober die Ablösung des Feldlazaretlis durch dieselbe bewirkt. Bei der grossen Bedeutung, welche Hagenau durch seine Lage für die Evakuation über Weissenburg hinaus gewinnen musste, hatte schon im September das General-Gouvernement von Elsa- Auftrag erhalten, die Belegungsfähigkeit des Lazareths in Hagenau auf 400 bis 500 Betten zu bringen. Zur Erreichung dieser Bettenzahl war das 4. Feldlazareth V. Armeekorps zur Begründung eines zweiten Lazareths nach Hagenau berufen worden. Da jedoch die Hl. Armee das Feldlazareth reklamivte und das in Ilagenau bestehende Kriegslazareth keinen seine Kräfte übersteigenden Zugang erfuhr, so Hess das General-Gouvernement durch das genannte Feldlazareth nur die Einrichtung der früher als Französische Vereinslazarethe benutzten Kasernen (petit quartier) mit Hilfe von vorhandenem, theils aus Mannheim, theils durch Requisition am Orte beschafftem Material vollenden und die Belegung erst am 25. November durch das zur Ablösung eintreffende 12. Feldlazareth Y1L Armeekorps, das dem General-Gouvernement unterstellt war, beginnen. Als auch im Dezember grösserer Zuwachs nicht eintrat, übernahm am 31. Dezember das eben erwähnte Feldlazareth die ge- sammten Lokalitäten; das Lazareth-Reservepersonal wurde nach Mülhaiisen dirigirt, um hier das 10. Feldlazareth VIII. Armeekorps für das Belagerungskorps vor Beifort frei- zu machen. Die in Ilagenau vorhandenen Französischen Verwundeten waren allmälig in dem Französischen Hospital ßäud I. IL Abschnitt: Die ersten Kämpfe der III. Armee etc. Kriegs- und Etappenlazarethe. 101 vereinigt worden und blieben unter Aufsicht des Feldlazarette in Behandlung der Französischen Aerzte. Von der Bayerischen Spitalreserve betheiligten sieh an der Pflege der hei den ersten Kämpfen der 111. Armee Verwundeten drei Haupt-Feldspitäler. Zunächst das Haupt-Feldspital No. 4 in Mosbach. Dasselbe verliess seinen Mobilisirungsort Würzburg am 27. Juli mittels Eisenbahn und traf noch am gleichen Tage in dem zur ersten Etablirung bestimmten Badischen Städtchen Mosbach (an der Bahnlinie Würzburg—Heidelberg) ein. Nach Ueberlaesung der für ein Badisches Reserve- lazaretb bestimmten Räume konnten mit Einrechnung einer entfernt gelegenen Filiale der Zuckerfabrik Waghäusel etwa 240 Krank» untergebracht werden. Es wurde deshalb alsbald die Errichtung von sieben Krankenbaracken zu je 10 Mann auf einer der Stadt nahegelegenen Anhöhe angeordnet; bis zum 4. August waren zwei, vier Tage später wiederum zwei vollendet, deren Einrichtung sofort begann. Bis zum 11. August trafen jedoch weder Verwundete noch Kranke ein, weshalb der Chefarzt sich am 12. August nach Heidelberg begab, von wo er an demselben Abend mit 61 Verwundeten zurückkehrte. In der nächsten Zeit folgten mehrere Transporte meistens Leichtkranker. Nach kurzer Thätigkeit erhielt das Spital am 21. August Befehl zur Marschbereitschaft, evakuirte deshalb am '22. August säniint- lieke Verwundeten in die angewiesenen Spitäler Unterfrankens und übergab 12Nichttransportfähige dem Distriktsspital. Am 3. September fuhr das Spital mittels Eisenbahn nach Nancy ab. Am 29. Juli rückte das Haupt-Feldspital No. 5 mittels Eisenbahn von München ab und gelangte am 30. Juli Morgens nach Bretten in Baden (an der Linie Ulm—Bruchsal), um sich dort in den ersten Tagen des August zu etabliren. Geeignete Lokale zur Unterkunft für Verwundete etc. fanden sich in diesem Städtehen mit 4000 Einwohnern nur in sehr beschränkter Zahl vor. Die Erbauung einer grösseren Baracken-Anlage wurde deshalb in Aussicht genommen, vorläufig jedoch nur mit der Herstellung von vier Kranken- Baracken begonnen, von welchen zwei fertig und eingerichtet, aber nicht mehr belegt wurden. Am 27. August verliess das Spital Bretten und gelangte mittels Eisenbahn am 29. August Mittags nach Niederbronn zur zweiten Etablirung. Dieser Badeort mit 3000 Einwohnern war mit Verwundeten und Kranken beider Armeen — namentlich aber der Französischen —- so überfüllt, dass vor der Etablirung eine unverzügliche grössere Evakuirung nöthig erschien. welche am 31. August auch ausgeführt wurde. Dasselbe Verehren fand in dem eine halbe Stunde entfernt gelegenen Spital zu Reichshoffen statt, als dieses mit übernommen werden musste. Nach eingetroffener Weisung, unverzüglich nach Coulommiers abzurücken, evakuirte das Spital am 22. September die in Niederbronn und Reichshoffen befindlichen Verwundeten, soweit als thunlich, nach ilagenau undWeissen- burg; die in Niederbronn noch verbliebenen zwei schwer- verwundeten Franzosen verlegte man in das Spital der Niederbronner Schwestern. Am 23. September erfolgte der Abmarsch des Haupt- Feldspitals No. ö. Einige Tage später rückte ein Halbbataillon des Bayerischen 4. Infanterie-Regiments in Niederbronn ein. Der Bataillonsarzt dieser Abtheilung hatte am 20. September auf Weisung des Bayerischen Etappenkommandos sogleich ein Spital in den Räumen des Kurhauses einzurichten, welches hauptsächlich zur Aufnahme von Kranken und Verwundeten des Beobachtungskorps vor Bietsch. sowie der Etappentruppen diente und bis zu seiner Ende März 1871 erfolgten Auflösung in Summa 626 Kranke verpflegte. Das Haupt-Feldapital No. 2 traf von Beinern Formationsorte Augsburg am 11. August in Sehaidt. nördlich Weissen bürg, (du. um daselbst bis zum 27. August zu verweilen. Passende Unterkunftsräume landen sich in dem eine Viertelstunde vom Dorfe entfernt liegenden Bahnhofe und für 100 Kranke im Dorfe selbst. Auf einem Kleeacker wurden neun Mannschaftgzelte aufgeschlagen. Im Ganzen kamen 275 Mann (darunter 40 Verwundete) zur Behandlung. Entfernter vom Kriegsschauplatze trat die 3. Sektion des Lazareth-Reservepersonals XII. (Königl. Sachs.) Armeekorps am 8. August in Neustadt a. d. Haardt in Wirksamkeit, wo zwischen dem 5. und 8. August 20 Verwundete angelangt waren: die Thätigkeit des Personals blieb jedoch eine engbegrenzte, da der dortige Hilfaverein die Herstellung von Kranken-Unterkunftsräumen, die Verpflegung und ärztliche Behandlung in die Hand genommen hatte. Bis ">. September wurden 100 Verwundete und 3 innerlich Kranke aufgenommen. Den Bestand von 90 Kranken übergab die Sektion am 5. September unter Zurücklassung des nöthigen Personals (welches später vom November 1870 bis 12. März 1871 zu Evakuationszwecken im Bahnhof Mitry bei Paris verwendet wurde) der Civilbehörde. Ergebnis s. Die ersten Schlachten der! 1 [.Armee fesselten 7 Sektionen Lazareth-.Reservepersonal und 3 Bayerische Haupt-Feldspitäler im Grenzgebiete, und zwar theils auf Deutschem, theils auf Französischem Boden. Acht Mal handelte es sich dabei um Neu-Einrichtung von Kranken-Anstalten, zwei Mal um Ablösung von Feldlazarethen (4. XL und 4. Bad.), ein Mal um die Fortführung des Sanitätsdienstes in Weissenburg. Zu. Sanitäts-Bericht 102 III. Kapitel: Thatigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Band l| Dritter Abschnitt. Schlacht bei Spicheren und Ereignisse während der Heeresbewegungen nach| der Mosel. Schlacht bei Spicheren am 6. August 1870. Audi bei der I. und II. Armee 1 ) iiel in den Anfang des August der erste blutige Zusammenstoss mit dem Feinde, und zwar südlich der Grenzstadt Saarbrücken, in der Schlacht bei Spicheren am (>. August. 2 ) Neben dein 2. Sanitätsdetaehenient XU. Armeekorps, welches, der 14. Division zugetheilt, dieser auf das Gefechtsfeld zu folgen hatte, trat im Verlaufe des Kampfes bei Saarbrücken das der 5. Division angehörige 1. Sanitäts- detachement 111. Armeekorps in Thatigkeit, und zwar unter recht schwierigen Verhältnissen, da die meisten Verwundeten von den Höhen 1500 Schritt weit getragen werden mussten. Wahrend 20 Stunden (in der Nacht bei Fackelschein) war dieses Sanitätsdetachement ununterbrochen und bis zur Erschöpfung seiner Verbandvorräthe thätig. Auch das 2. Sanitätsdetachement VI11. Armeekorps hatte, als seine Division (die IG.) in das Gefecht eingriff, am Fusse der Hohen einen Verbandplatz errichtet. Leider konnte d^v- seibe, weil daselbst aufgenommene Verwundete aufs Neue verletzt wurden, nicht bis zum Ausgange der Schlacht dort belassen, musste vielmehr weiter nach rückwärts verlegt werden. Auch dieses Detachement blieb bis zum Morgen des 7. August in Thatigkeit. Am Morgen des 7. August traf das 2. Sanitätsdetachement III. A rmeekorps, von Neunkirchen heranmarschirend, auf dem Schlachtfelde ein. Dasselbe wirkte besonders auf den Verbandplätzen der Franzosen in Btzling und Spicheren. woselbst sechs Französische Aerzte mit einer Anzahl Infirmiers vorerst noch bei 700 verwundeten Franzosen zurückgeblieben waren. Die weitere Behandlung und Pflege der Verwundeten tiel in Etzling vom Abend des 7. August ab dem 6. Feldlazarett) 111. Armeekorps, in ') Die zugehörigen Sanitätsanstalten ergeben sich aus dein Etat für je 1 Armeekorps. Die I. Armee bestand aus dem Vll. und VIII. (später auch I.) Armeekorps; die II. Armee aus dem Garde-, ID., IV., IX., X., XII. Armeekorps und an Stelle der zum Küstenschutz zurückgebliebenen 17. Division aus der 25. (Grossherzoglich Hessischen) Division. — Vergl. hierzu Generalstabswerk Anlage 5, sowie Seite 54 dieses Bandes. 2 ) Vergl. Generalstabswerk I, S. 297 ff. Spicheren vom Morgen des 9. August ab dem 3. Fekllaza reih desselben Armeekorps zu. Von den Feldlazarethen — zunächst des V\L Armee knips — hatten sich die der 14. Division zugetheilteu Feli lazarethe No. 2 und 4 während der Schlacht in den Ulanen) Kasernen 1. und 11. der Stadt Saarbrücken etablirt. Da> in der Ulanen-Kaserne I. thätige 2. Feldlazareth nah bis Abends 6 Uhr 194 Schwerverwundete auf, deren Zai bis zum Morgen des 7. August auf 258 anwuchs. Ausba dem wurden noch etwa 150 Leichtverwundete nach erlui tenem Verbände theils der i'rivatpflege Saarbrückener Bürg« theils einem Hilfsausschusse übergeben, welcher die Eu| kuation der Verwundeten veranlasste. Unterstützt wur das Lazareth am 7. und 8. August durch das 5. Fclt| lazareth VII. Armeekorps Das 4. Feldlazareth hatte 86 Schwerverwundete H genommen. Am 8. August übergaben beide genannt! Feldlazarethe ihre Pflegebefohlenen dem Lazaretti-Resen personal VII. Armeekorps. Das 3. und 12. Feldlazareth Y\l. Aruieekor]>> * Wirten sich am Morgen des 7. August zunächst gern« schaftlich im Elementarschulhause; der massenhafte Zu» an Verwundeten nöthigte indessen sehr bald zu getrennte! Handeln. Das 12. Feldlazareth blieb in dem Schulgebändi während das 3. in der Turnhalle und in der Reitbahn si einrichtete. Beide Lazarethe übergaben am 2.'). Augtl ihre Bestände von Verwundeten und Kranken der inzwische in Saarbrücken gebildeten Lazareth-Komniission. Von den Feldlazarethen 111. Armeekorps etabM sich das 1. am Schlachttage in St. Johann in sechs Lokalen welche nach den Ansprüchen der Hygiene und des Reg« ments höchstens für 200 Verwundete Raum boten, zunlcM aber nothgedruugen durch 414 Verwundete überfüllt werdei mussten. Unter günstigeren Verhältnissen richtete sich an| 7. August das 4. Feldlazareth ein, welches am 11. Au<; seinen Bestand (97 Mann) dem tl. Feldlazareth VIII. Arme korps übergab. Letzteres verweilte daselbst bis i 24. August. Diesem, wie auch dem gleichzeitig eingerückten 11. Fei lazareth VIII. Armeekorps erwuchs eine bedeutende Arbeil Vermehrung durch die Behandlung zahlreicher in den ei Voll f13 Div. . Geislautem Gr.<. Rössel JlteG/x lAvanti \13Div B Emmersweilerf .' t£ Tiupigfy li UiieuHes •2i< Wersl'C W% Jen. Voll lere^i.. ^Iflnlinirfti inlotoL raihttnx i'rlL,r„.r, ^ÖfiE :r"lp s ßonlcs ,\ leu :1a Or. *> 2Mf ■ >^< tä 1 Sohn KömghdheHofbuJihaiicft Zeichen UrUänwg sute "^myMfwwwt Zu: Saiutäts-Berichtuber che Deutschen Heere 1870/71. Bandl. Bandl Skizze 3^ Erste Hilfe in der SCHLACHT bei S PICHEREN (S. 102.) am6^August 1870. Stellungen derTruppen um6l!hrAbends. 3Sajul.Vtta£h£ments 3JhkUazareihe. en nach i 3. FekllazaJ VII. Armee- stheilteu Feld u den Ulan« etablirt. Da, wareth naln [*, deren ichs. Aussei c naeh er jkenerßürga sher die En irstützt wt das 5. Felil mundete ■ de genannt' ireth-Resen aeekorps ed ächst gemein nlial'te Zugau: zu getrenntel Schulgebüi Reitbahn H n 23. AugM ler inzw'nxk^^i/' 011. >rps etablirt lechs LokaleiJ ud des Regle) oten, zunäcM erfüllt werden shtete sich in 111 11. AllgU: i VIII. Ann"' Ibst bis *tenll.Fe!fl v-^ ; itende Arbeit ir in den eiifl Emniersweiler Skizze 3^ Seogr hth Inst.11 Steindr.vW Greve,ü$ tfoftoMeilin ■«»T^^ ?4^Wl^ffW?'K Band I. zelnen Häusern der S Verwundeten, sowie ( kuationst räusperten. [n Neudorf bei Loi ovlii-aclit worden wart Etablirung einer Sekti korps nothwendig. D Lazareth-Reserveperso Unter nüsslichen lazareth III. Armeekc lazareth III. Armeeko Abend des 7., erstere den gedachten Orten en übernommen. Bei d Spicheren noch 248, Franzosen, nieist in S< Spicheren auch in de schon am 13. August Das Lazareth in Spich Lazareth-Reservepersor Schliesslich erhielt Sachs.) Armeekorps a geinünd abzurücken, im welche in verschiedene! waren und vom 11. An untersucht wurden. Zu eine beträchtliche Menj zurückgelassener Kraul die noch verfügbaren Hinrichtung des Lazari strömenden Maroden ui an Stroh erschwert, wenigstens ein grosser gelagert werden; endlit des College am 12. Ai die Maroden in der Ki Lazareth errichtet werdf früh erfolgte die Entl Franzosen und die Ab] Lazareth-Reserveperson: musste nach kaum dre Torbereitet werden. Die überwiegende Spicheren Verwundete] Unterkunft. Es samme in Deutsche Hände g 3000 Verwundete an, brücken etablirten sec reichen können, wenn Bevölkerung Saarbrückt Weise die amtliche Kr; grosse Anzahl Leichtv Richtung auf Bingerbrü Ein Theil der St Band I. III. Abschnitt: Schlacht bei Spicheren und Heeresbewegungen nach der Mosel. 103 gelnen Häusern der Stadt in Privatpflege untergebrachten Verwundeten, sowie durch die Betheiligung an den Eva- kuationstransporten. [nNeudorfbei Louisenthal, wohin 58 Schwerverwundete gebrachl worden waren, erwies sieh die vorübergehende Etablirung einer Sektion ü(^ 5. Feldlazareths VII. Armeekorps nothwendig. Dieselbe wurde am IB. August durch Lazareth-Reservepersonal VIII. Armeekorps abgelöst. Unter misslichen Verhältnissen wirkte das 3. Feld- Uzareth IM. Armeekorps in Spicheren und das (i. Peld- lazareth III. Armeekorps in Etzling. Letzteres hatte am Abend (h^ 7., ersteres am Morgen d(^ 9. August die in den gedachten Orten errichteten Französischen Verbandplätze übernommen. Bei der Uebernahme befanden sieh in Spieheren noch '248, in Etzling 139 schwerverwundete Franzosen, nieist in Scheunen und in den Schulhäusern, in Bpicheren auch in der Kirche gelagert. Etzling konnte schon am 13. August als Lazareth aufgehoben werden. Das Lazareth in Spicheren wurde am 24. August von dem Lazareth-Reservepersonal IV. Armeekorps übernommen. Schliesslich erhielt auch das 8. Feldlazareth XII.(Königl. Surlis.) Armeekorps am 10. August Befehl, nach Saar- gemünd abzurücken, um verwundete Franzosen zu evakuiren, »reiche in verschiedenen öffentlichen Gebäuden untergebracht »raren und vom 11. August an auf ihre Transportfähigkeit untersucht wurden. Zu den Verwundeten gesellte sich noch eine beträchtliche .Menge von den durchziehenden Truppen zurückgelassener Kranker. Als Unterkunftsräume dienten die noch verfügbaren Gelasse des dortigen College. Die Einrichtung des Lazareths war durch die massenhaft zuströmenden .Maroden und Kranken sowie durch den Maugel an Stroh erschwert. Am Abend des 12. August konnte wenigstens ein grosser Theil der Kranken auf Strohsäcken gelagert werden; endlich wurde der weiteren Ueberfüllung des College am 12. August dadurch vorgebeugt, dass man die Maroden in der Kavallerie-Kaserne, wo ein besonderes Lazareth errichtet werden sollte, unterbrachte. Am 13. August früh erfolgte die Entlassung von etwa 100 verwundeten Franzosen und die Ablösung des Feldlazareths durch das Lazareth-Reservepersonal des Gardekorps. Am 14. August musste nach kaum dreitägiger Wirksamkeit der Abmarsch vorbereitet werden. Oie überwiegende Mehrzahl aller in der Schlacht bei Bpicheren Verwundeten landen in Saarbrücken die erste I nterkunft. Es sammelten sich dort — einschliesslich der in Deutsche Hände gefallenen Franzosen — mehr als oOOO A envundete an, zu deren Versorgung die in Saarbrücken etablirten sechs Feldlazarethe nicht hätten ausreichen können, wenn nicht die Aerzte und die gesammte Bevölkerung Saarbrückens in ausgedehntester, opferwilligster Weise die amtliche Krankenpflege unterstützt hätten. Eine grosse Anzahl Leichtverwundeter konnte alsbald in der Richtung auf Bingerbrück zurückbefördert werden. Ein Theil der Sanitätsanstalten war am Tage der Schlacht bei Spicheren in Folge ununterbrochener Truppen- und Provianttransporte mehr oder weniger zurückgehalten. Die meisten Armeekorps hatten nur drei bis vier Feldlazarethe zu wirklicher, unmittelbarer Verfügung, waren daher — in Voraussicht der kommenden Ereignisse — um so mein- genöthigt. auf schleunige Wiederheranziehung wenigstens einiger der in der Gegend von Saarbrücken zunächst zurückbleibenden feldlazarethe bedacht zu sein. Zur Unterbringung der meisten bei Spicheren Verwundeten standen sowohl in Saarbrücken — wo die Bürger der Stadt willig ihre Privatwohnungen für die Verwundetenpflege öffneten — als in den übrigen Etablirungsorteo der Feldlazarethe im Allgemeinen geeignete Räume zur Verfügung. Brgebn iss. Die Verluste in der Schlacht bei Spicheren Bind folgende gewesen: 1 ) todt . . f)0 Offiziere 71)4 Mann. verwundet 174 „ 3482 „ vermisst — ,, 372 „ 224 Offiziere 4IS4S Mann. Summe: 4S72. Die erste Hilfe leisteten, indem sie am Schlachttage im Bezirk des Schlachtfeldes verfügbar waren, 3 Sanitäts- detachements und 3 Feldlazarethe mit 36 etatsmässigen Aerzten, so dass auf je 1 Arzt etwa 130 Deutsche Verwundete entfallen. Wahrend und kurz nach der Schlacht gelangten 12 l /a Feldlazarethe zur wirklichen Etablirung. Die Heeresbewegungen nach der Mosel. 2 ) Nach den siegreichen Schlachten bei Wörth und Spicheren setzten die Deutschen Armeen ihre Vorwärtsbewegung nicht (dien unter günstigen Verhältnissen fort. Die Witterung war schwankend. Mit grosser Hitze wechselten reichliche Regengüsse, welche die Strassen aufweichten, den aus ebenen Gegenden stammenden Mannschaften das Marschiren im bergigen Lande besonders erschwerten und die ohnehin bestehenden Verpflegungsschwierigkeiten wesentlich steigerten. 3 ) Es konnte daher nicht ausbleiben. das> Krankheiten in der Armee um sich zu greifen begannen. Die IL Armee Hess in Folge dessen am 11. August in Saarunion das 11. Feldlazareth IV. Armeekorps und am 15. in St. Avold das 12. Feldlazareth LI. Armeekorps, die III. Armee am 14. August das 10. Feldlazareth V. Armeekorps in Sarrebourg. Das erstgenannte Lazareth erhielt in Saarunion eine geräumige Strohhutfabrik, das College, einen Theil derMairie und mehrere Privatgebäude überwiesen. Es nahm 310 Kranke auf, ') Vergl. Generalstubawerk T, Anlage 14 und Berichtigung. 4 Generalstabswerk I. S. 407 h". 3 ) Generalstabswerk 1, S. 435 ff. 104 [II. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetaehements, Feld- etc. Lazarette. Band I. der Mehrzahl nach an Marschkrankheiten Leidende, daneben auch Typhuskranke. Am 2. September konnte das Lazareth aufgelöst werden, nachdem eine Sektion bereits in den letzten Tagen des August dem Armeekorps gefolgt war. In St. Avold nahm das 12. Feldlazareth II. Armeekorps 277 Mann (darunter 241 Verwundete) auf. Es blieb nur bis zum 20. August etablirt. Das 10. Feldlazareth V. Armeekorps wirkte in Sarrebourg bis zum 25. August als Etappenlazareth. Es belegte die Fruchthalle, Bürgerschule und Kaserne. Der Gesammtzugang betrug 12ß3 Mann (vorzugsweise Fusskranke). Während der Beschiessung des kleinen Bergschlosses Lichtenberg 1 ) am 9. August errichtete eine Sektion des 3. Württembergischen Feld-Sanitätszuges einen Verbandplatz bei Lichtenberg, um 9 Verwundete zu besorgen. Aus demselben Anlasse war die 2. Sektion des Wfirttembergischen Feldspitals No. 4 vom 10. bis 13. August in Lichtenberg und vom 15. bis 20. August in Ingwiller thätig, während die 1. Sektion desselben Spitals vom 10. bis 18. August lediglich in Ingwiller der Krankenpflege oblag. Beide Sektionen versorgten zusammen 220 Kranke und Verwundete in Ingwiller, während in Lichtenberg 36 Franzosen (darunter 24 Verwundete) behandelt worden sind. (Vor Lichtenberg sind gefallen: 1 Offizier, 12 Mann; verwundet: 1 Offizier, 24 Mann.)" In die Zeit des Vormarsches der Armeen gegen die Mosel fiel auch die Einschliessung und Beschiessung der Festung Pfalzburg*) vom 10. August an durch das XI., seit dem 12. August durch das VI. Armeekorps. Bei ersterer trat das 3. Sanitatsdetachement XI. Armeekorps, bei letzterer eine Sektion des 2. Sanitätsdetaehements VI. Armeekorps in Thätigkeit. [nsgesammt sind somit auf dem Marsche nach der Mosel l'/i Sanitatsdetachement und 3 Feldlazarethe beschäftigt worden. Schlacht bei Colombey—Nouilly am 14. August 1870. Am 14. August folgte das 1. Sanitatsdetachement VII. Armeekorps seiner (13.) Division auf das Gefechtsfeld bei Colombey. Die 1. Sektion desselben errichtete einen Verbandplatz im Schlosse zu Aubigny, die 2. einen sobdien in Coincy. In Colombey selbst wirkte das 3. Sanitatsdetachement AMI. Armeekorps, welches sich aber mit Bücksieht auf die Nähe der Festung Metz genöthigt sah, die Verwundeten rückwärts nach Schloss Aubigny und Schloss Fange überzuführen. Auch das 2. Sanitatsdetachement \\\. Armeekorps gelangte, als die 14. Division in das Gefecht eingrill', noch zur Thätigkeit. ') Vergl. Gteneralstabswerk 1, 8. 390. ») Vergl. Geaeralstabswerk l. S. 994, 11. 1374 ff. Für das I. Armeekorps war in der Brauerei südlich Noisseville ein Hauptverbandplatz errichtet. Hier wirkte« zunächst das 2., im weiteren Verlaufe der Schlacht auch das 1. Sanitatsdetachement I. Armeekorps, zu deren Unterstützung ausserdem das 1., 3. und 10. Feldlazareth desselben Armeekorps auf dem Hauptverbandplatze eintrafen. Südlich davon, auf dem linken Flügel des I. Armeekorps, errichtete die '2. Sektion des 3. Sanitätsdetachemenl« dieses Korps einen Verbandplatz in Montoy und dehnte weiterhin seine Thätigkeit auf La Planchette aus. Noch am Abend der Schlacht wurden alle irgend Transportfähigen llmnliehst nach Los Etangs und Courcelles Chaussy zurückgeschickt. Trotzdem blieb auch dann noch eine grosse Anzahl Schwerverwundeter übrig, welche in den unmittelbar vom Kampfe betroffenen Ortschaften untergebracht werden mussten und die Etablirung einer grösseren Anzahl von Feldlazarethen auf dem öefechtsfelde selbst nothwendig machte 1 ! i. Bei dem I. Armeekorps traten alle 12 Feldlazarethe in Thätigkeit. Das 3. und 4. Feldlazareth, der 2. Divison zugetheilt, waren dieser auf das Gefechtsfeld gefolgt. Während das ■'!. sich der Avantgarde der 2. Division anzuschliesseu halle uml auf dem Hauptverbandplätze des Korps wirkte, rückte das 4. Feldlazareth nach OhateauGras und etablirte sich daseiet zunächst im Schlosse. Der starke Zugang an Verwundeten nöthigte indessen sehr bald, die von den Bewohnern verlassenen, fest verschlossenen Gebäude im Dorfe gewaltsam zu offnen und mit Verwundeten zu belegen. Bis zum Morgen dos lf). August hatte das Lazareth 278 Mann aufgenommen, von denen 34 alsbald mittels Wagen nach Boulay evakuirt werden konnten. Zur Unterstützung des 4. Feldlazaretts traf am 15. August das 9. Feldlazareth I. Armeekorps ein. Beide Lazarethe wurden am 18. August durch Lazareth-Reserve- personal desselben Armeekorps abgelöst. Das 1., 3. und 10. Feldlazareth 1. Armeekorps erhielten auf dem Hauptverbandplätze des 1. und 2. Sanitätsdetaehements ihres Korps in der Nacht vom 14. zum IT). August Befehl, nach Les Etangs zurückzugehen und sich dort zu etabliren. Ausgedehnte Entlassungen transportfähiger Verwundeter konnten nach Boulay bezw. Saarlouis erfolgen, so dass vom 18. August ab ein einziges Feldlazareth den Dienst in Les Etangs zu versehen vermochte. An diesem Tage übergab daher das 3. Feldlazareth seinen verbliebenen Bestand von 17, das 10. den seinigen von 39 Nichttransportablen an das 1. Feldlazareth, welches seinerseits ununterbrochen bis zum 2. November mit der Pflege der in Les Etangs verbliebenen Verwundeten und der hinzukommenden Kranken beschäftigt blieb. In die Ortschaften, welche am 14. August bis in die Nacht hinein Kampfobjekte gewesen waren, rückten am frühen Morgen des 15. August die 7 anderen Feldlazarethe V,;md I. TU. Abschnitt: Heeresbewegtmgen nach der Mosel. Schlacht bei Colombey—Nouilly. 105 des I. Armeekorps. Konnte es sich auch bei der Nähe der Pestungswerke von Metz nicht um dauernden Aufenthalt in diesen Orten handeln, so galt es doch, den zahlreichen Verwundeten daselbst Hilfe zu bringen und ihre üeber- (Shrung in gesicherte und geregelte Lazarethverhältnisse %e vermitteln. Nach Nonilly begaben sich vom I. Armeekorps die Peldlazarethe 7. 11 und 8, letzteres, um alsbald in das nahe gelegene Noisseville überzusiedeln. Da militärische Rücksichten Nouilly als Lazareth aufzugeben zwangen, so wurden die Leichtverwundeten nach Teterchen und Saarlouis eva- kuirt, Diejenigen aber, bei welchen ein längerer Transport ansgeschlossen war, auf Krankentragen nach Noisseville übergeführt. Bis zum 19. August waren beide Lazarethe zu Nouilly geräumt. Das 8. Feldlazareth I. Armeekorps nahm in Noisseville die besten Häuser, das Schulhans und eine villenartige Besitzung, in Anspruch. Weiterhin ward in diesem Ort, nach der Räumung Nonillys, eine Scheune belegt und eine Baracke zu 14 Betten errichtet. Indessen konnte auch Noisseville wegen seiner militärischen Bedeutung und im Hinblick auf seine starke Belegung mit Truppen auf die Daner nicht zu Lazarethzwecken verwendet werden, vielmehr siedelte das 8. Feldlazareth am 27. August mit 68 Verwundeten nach Chäteau Gras über und blieb hier in angestrengter Arbeit bis zum 3. Oktober. In Lauvallier, einem Gehöfte, und einer Gerberei bestand, etablir Unterstützung d^ 5. und. 6. Peldlazareths I. Armeekorps das 2. Feldlazareth dieses Korps und nahm daselbst 1(10 Verwundete auf. Da das Lazareth wiederholt durch Schüsse vomFort St. Julien, welche vorüberziehenden Truppen galten, gefährdet wurde, musste am IS. und 19. Augnst der verbliebene Bestand nach Schloss Montoy übergeführt werden. Hier und in La Planchette, einer kleinen .Meierei, hatte sich das 6. Feldlazareth I. Armeekorps eingerichtet. Während La Planchette sich für Lazarethzwecke nur wenig' eignete, enthielt Montoy eine Reihe entsprechender Lokalitäten. Im Ganzen kamen in beiden genannten Orten 283 "Verwundete zur Aufnahme, von wehdien nach umfangreicher Evakuation 41 am 18. August, an das Lazareth-Reservepersonal I. Armeekorps übergeben wurden. Das 12.Feldlazareth I. Armeekorps liess sich in Colombey nieder, um daselbst, bis zum 20. August 148 Verwundete, darunter 77 Franzosen, zu verpflegen. Nur ein kleiner' Theil der Verwundeten hatte in dem Schlosse Aufnahme linden können, die grosse Mehrzahl lag in dumpfigen Kuh- ätällen, Gesinderäumen und einer Scheune. Die Französischen Verwundeten wurden höherem Defehle zufolge Französischen freiwilligen Krankenpflegern anvertraut, leichter verwundete Deutsche konnten zu Wagen nach Courcelles entlassen 'erden. Vom 17. August ab versah die erste Sektion des '-• Feldlazareths den Dienst in Colombey allein, während die 2. in Chäteau Aubigny — ebenfalls bis zum 20. August SuütMs-BericM ibei . Sanitätsdotache- ment I. Armeekorps, dessen Kräfte dem immer neuen Andränge der Verwundeten nicht mehr gewachsen waren, willkommene Unterstützung. Im Erdgeschosse des Gehöftes, woselbst sich reichliche Strohvorräthe vorfanden, richtete das Lazareth sofort einen Verbandplatz ein und lagerte die Verwundeten im eisten Stockwerk, in Scheunen und Ställen. Der Hof wurde durch Bretterleguhg gangbar gemacht, durch Fackeln und ein grosses Wachtfeuer beleuchtet. Die Aufsuchung angemessener Räumlichkeiten veranlasste sodann einen Theil -en. naclul' »n 2. SeW ') Yerwuiiil 1 '' servepersoi rnahm '211 •om 1. Fei depo ts IH kerzte sich zurückgezogen, einer ausreichenden ärztlichen Hilfe entbehrten. Eine freiwillige Hilfskolonne unter Leitung des Professor Fischer, welche bis 17. August vom Lazareth- ibernahm i Reservepersoual III. Armeekorps unterstützt wurde, nahm »ich zunächst der Verlassenen an. In der Folge erhielt Forbach dieselbe Bedeutung für die [I.Armee wie Weissenburg für die III., da Mainz, der Etappen-Hauptort, sich nicht als Krankensainmelpunkt eignete. Es wurde deshalb die Evakuationskoniuiission 1 ) nach Forbach verlegt und am 2. November die 3. Sektion Lazareth-Reservepersonals IX. Armeekorps von Kaiserslautern lief zur Bildung eines Kriegslazareths nach Forbach vorgeschoben. liier am 4. November angelangt, machte n das College und die Gendarmeriekaserne heizbar und stattete ersteres mit 60, letztere mit 20 Betten aus. Die Peberweisung von sechs Waggons mit Lazarethutensilien, von den Hilfsvereinen aus Kaiserslautern gesandt, kam dem Personal besonders zu statten. Ein Civilarzt des Ortes behielt die Behandlung in den bis dahin von ihm Besuchten Lokalitäten; die neu eingerichteten Räume übernahm der vorläufig einzige Arzt des Lazareth - Reservepersonals. Erst am 31. Dezember 1870 wurde das Kriegslazareth, welches vorwiegend eine Pflegestätte für Tvphuskranke abgegeben hatte, aufgelöst. Unterstützt von einem zurückbleibenden Theil des gedachten Lazaretk- Heservepersonals führte der Stabsarzt der Evakuations- kommission die weitere Behandlung vom 31. Dezember 1870 W 18. August 1871. In St. Avold, südlich Forbach, unweit der Bahnlinie paarbrücken—Metz, richtete der Etappenarzt am 20. August ') \ergl. das Kapitel „Krankenzerstreuung*. in dem hochgelegenen, reichlich mit Wasser versorgten Schlosse ein Etappenlazareth her. welches bis 17. November 1870 bestand. Den Etappenarzt unterstützten zwei Französische Schwestern und einige von Pocken genesene Franzosen. Südlich der grossen Eisenbahnlinie Saarbrücken—Metz, in Saargemünd, wurde das 8. Feldlazareth XII. Armeekorps am 13. August vom Lazareth - Reservepersoual des Gardekorps abgelöst, welches dort bis zum 8. September mit Hilfe eines Civilarztes des Ortes und Französischer Schwestern zahlreiche Verwundete und Kranke versorgte. Bei seiner Abberufung wurde der Bestand (57 Mann) auf Befehl des Etappen-Generalarztes der II. Armee in der Behandlung des Civilarztes und eines als Rekonvaleszent anwesenden Stabsarztes belassen. Drei Ober-Lazarethgehilfeu des Personals blieben zurück. Der Zugang im Oktober und November, nur von den Besatzuugstruppen stammend, war unbedeutend. Am 10. Dezember errichtete das Besatzungs- Bataillon des Ortes ein Kantotinementslazareth, in dessen Verpflegung der Rest von 7 Verwundeten und 20 Kranken überging. Endlich hatte in Falkenberg, an der Eisenbahn Saarbrücken—Metz, der Etappenkommandant, da nicht transportable Kranke daselbst zurückgelassen worden waren, einen durchpassirenden Feld - Assistenzarzt zurückgehalten und durch ihn in der Schule am 15. August ein Lazareth einrichten lassen. Freiwillige Pfleger und Pflegerinnen und von der Besatzung kommandirte Mannschaften bildeten das Wartepersonal. Das Lazareth bestand bis 11.November 1870. Der Etappen - Generalarzt der I. Armee verfügte über die bezüglichen etatsmässigen Sanitätsanstalten vom VU., VIII. und I. Armeekorps. Das Lazareth - Reservepersonal VII. Armeekorps war am 28. Juli von seinem Mobilmachungsorte Münster gemeinschaftlich mit dem Lazarcth- Reservedepot VII. Armeekorps bis Cell befördert, und von dort auf requirirten Wagen am 7. August Abends in Saarbrücken eingetroffen. Hier erhielten die 1. und 2. Sektion, nachdem sie Nachts biwakirt, Befehl, das 2. und 4. Feldlazareth YJI. Armeekorps (in den Ulanenkasernen I und II) abzulösen. Der 1. Sektion fehlten noch alle, der 2. noch vier militärische Krankenwärter, an deren Stelle barmherzige Schwestern eintraten. Am 17. August übernahm das Lazareth-Reservepersonal IX. Armeekorps sämmtliche in den Kriegslazarethen Saarbrückens noch befindlichen Kranken. In einem kleinen Dorfe unweit Saarbrücken, wohin Verwundete vom (3. August transportirt und in zwei Bergmannsschlafhäusern günstig untergebracht waren, hatten vom 9. bis 11. August drei Aerzte des 5. Feldlazareths VII. Armeekorps den Dienst versehen. Am 11. August aber wurde ein Assistenzarzt des Lazareth-Reservepersonals VIII. Armeekorps nebst 1 Beamten, 1 Revieraufseher und 2 militärischen Krankenwärtern hierher abkommandirt, welcher nunmehr die Leitung des Lazareths unter Assistenz des einen zurück- 14* ■■^■■i bleibenden Arztes übernahm. Mehrere katholische Schwestern, freiwillige Pflegerinnen und acht Bergleute übernahmen die Krankenwartung. Allmälig konnte der grösste Theil der Verwundeten evakuirt werden. Anfang November befanden -ich nur noch 11 im Lazareth, welche in die Bände der immobilen Verwaltung äbergingen. In Boulay, an der Etappenstrasse Saarlouis—Etangs, befanden sich 94 Kranke (64 Deutsche und 30 Franzosen) in der Behandlung zweier ortsansässiger Aerzte. Die 2. Sektion Lazareth - Reservepersonals J. Armeekorps, welche, am 3. August, von Königsberg i. Pr. abgefahren, in 84 Stunden bis Birkenfeld befördert, dort am 7. August ausgeschifft und sodann mittels Wagen (die Mannschaften zu Fuss) bei strömendem Regen in vier Tagemärschen bis Saarlouis gelangt war, erhielt daher Befehl, in Boulay ein Kriegslazareth einzurichten. Die Nässe hatte das Gepäck durchdrungen, so dass die von den Aerzten mitgeführten chirurgischen Instrumente verrostet waren. Auch das Depot besass weder Instrumente, noch eine genügende Menge von Verbandmitteln, weil es während der Falnt auf unaufgeklärte Weise mehrere Waggons eingebüsst hatte. Am 13. August traf das Personal in Boulay ein. Zu den drei Assistenzärzten der Sektion kamen noch zwei vom Kriegsministeriuui kontraktlich engagirte Civilärzte. Die beiden Aerzte des Ortes behielten die Franzosen in Behandlung. In der Nacht vom 14. zum 15. August strömten plötzlich zahlreiche aus der Schlacht bei Colombey—Nouilly stammende Verwundete zu. Da das Lazareth - Reserve- personal technisches Material nicht mit sich führt, entstand ein drückender Mangel an allen für die chirurgische Behandlung nöthigen Dingen. Die 12 Krankenwärter wurden durch Deutsche und Französische barmherzige Schwestern unterstützt. Der Versuch, Französische Infirmiers, die man im Lazareth vorfand, zum Dienst heranzuziehen, scheiterte an ihrer mangelnden Willigkeit. Sie entliefen später zum grösseren Theil. Nur die beiden Französischen Köche. welche in einer kleinen Küche nicht nur die Beköstigung für sämmtliche Kranken des Lazareths bereiten, sondern auch die Speisung von zahllosen durchpassirenden Verwundeten besorgen mussten, thaten mit Sorgfalt ihren anstrengenden Dienst. Nach den Verwundeten stellten sich Ruhrkranke in solcher Zahl ein, dass man besondere Unterkunftsräume für dieselben beschaffen musste. Jm Monat September wurden noch fünf Assistenzärzte und für die fehlenden Lazarethgehilfen sechs Studirende des Friedrich-Wilhelms-Instituts zu deni Lazareth kommandirt. Von den 12 Krankenwärtern waren inzwischen schon fünf erkrankt, so dass sechs ans Trier am 10. September eintreffende Schwestern erwünscht kamen. Im Oktober machte sich die Nothwendigkeit geltend, für eine Passanten-Station zu sorgen. Eine solche war dringend nöthig geworden, als nach der Kapitulation von Metz die Gefangenentransporte über Boulay nach Saarlouis geführt wurden. Um Mitte November leerte sich das Lazareth allmälig und konnte endlich am 14. Dezember 1870 aufgelöst Werdn nachdem das Personal vom 8. November ab auch die \ ( „ waltung des Lazareths in Teterehen übernommen hatte In Folge der angestrengten Thätigkeit in den mit Ruin. und Typhuskranken angefüllten Bäumen kamen auch Indem ärztlichen Personal mehrfache, zum Theil schwer Erkrankungen vor. Am 9. November waren zwei von den Aerzten tad Teterchen abkommandirt worden. Dorthin ( 3 /4 Meilen m Boulay, an der Strasse nach Saarlouis) hatte man nach du Schlacht am 14. August gegen 150 Verwundete gebrach welche in Boulay keine Unterkunft mehr gefunden hatte« Die 1. und 3. Sektion Lazareth-Reservepersonals I. Arnim'. korps erhielten deshalb noch in der Nacht vom 14. zum 15, Befehl, sofort in dem Lazareth-Reservedepot VIII. Arme» korps alle nöthigen Utensilien zu empfangen und in Teterchei ein Kriegslazareth zu etabliren. Nachdem die Verwundete gelagert und verbunden, erging an die 3. Sektion die A Weisung, das Kriegslazareth allein zu verwalten; die LSekti« wurde am 17. August nach Montoy berufen. Ende August, all die Zahl der Ruhrkranken zunahm, richtete man in den Schulhause zu Teterchen, einem grossen massiven Gebäudi (du eigenes Ruhrlazareth für 40 Kranke ein. Die Patn Klosters hatten das nöthige Holz zu Bettstelleu für all' Kranken geliefert und einer derselben stellte in acht Tag«. die erforderliche Anzahl fertig. Auch die Verpnegun« wurde vom Kloster aus, und zwar gut besorgt. Nur dit Krankenbeförderung machte Schwierigkeiten, da Fuhrvrai immer erst aus dem 3 /4 Meilen entfernten Boulay requiiÜ werden musste. — Die Lücken des Personals winden im September durch einen kontraktlich engagirten Civilaizt. fünf Studirende des Friedrich-Wilhelms-Instituts und eine« freiwilligen Krankenpfleger ausgefüllt. In der Civilb» völkerung des Ortes, wo gleichfalls Ruhr herrschte, machte« die Aerzte des Personals Besuche von Haus zu Hau- Auch einer der Studirenden und fünf Krankenwärter et ! krankten an Typhus bezw. Ruhr. Nach dem Fall von Metz 1 Hess der Zugang an Kranken nach; die Sektion er] daher Befehl, der Armee zu folgen. Teterchen wurde mit einem Bestand von 91 Kranken, darunter noch 7 Ter wundete, Filiale von Boulay. Der kontraktlich engagirt Civilarzt blieb zurück und übernahm die Leitung, unterstützt von zwei aus Boulay hierher kommandirten Aerztei Auch das nöthige Beamten- und Pflegepersonal winde \ dort abgegeben. Am 19. Dezember konnte das Lazarett ganz aufgelöst werden. Nach der Schlacht bei Colombey—Nouilly ward die in Teterehen befindliche 1. Sektion Lazareth-Reservepersonal: I. Armeekorps am 17. August — wie oben erwähnt — angewiesen, nach Montoy überzusiedeln. Am 18. traf sie daselbst ein, während zwei Assistenzärzte mit acht Krankenwärtern nach Schloss Gras sieh begaben, von wo die beide Feldlazarethe ihre Verwundeten, bis auf 24, bereits nach Boulay evakuirt hatten. Auch diese Aerzte dt^ Lazarett gaservepersonals blieben um l übergaben an diesi Uoisseville etablirte 8. selbst schlössen sich ihn Dieser Ort. drei Kiloi mitten auf dein Schlacht mit seinem prächtig einge luftigen Privathäusern i Schlacht bei Noisseville brachte das Lazareth mi Franzosen besetzten das Kmle der Schlacht. Dem Tauen mehr als 4(.K) A'( verbundenen Verwundete wieder in Sicherheit geh; niehi-iadi in schon bele vuindeter wurde zum zw ein Arzt. Die Franzosei »rundeten nach Metz trau? zwischen den beiden Vo Oberkommando, das Dorf vorhandenen 81 Verwuni lassen. Daselbst erhielt ( einmal grösseren Zuwach veuiber wurde es aufgelö Courcelles sur Nied, [dem damaligen Bndpun] gelegen, war schon nach Mosel das Ziel vieler Vei blieb längere Zeit Durcl es am 19. August Etappe) hofe befand sich ein Verl pflege und eines Sanitä portablen Verwundeten i Banse an der Bahn unti 27. August das Lazareth den Dienst versah. Am Sektion Lazareth-Reserv Lazareth. Die Kirche, für |ag inmitten des Friedhc loch über dem Fussbodei Vorrichtung. Trinkwasser alle Brunnen waren vers lassdas Wasser eine Vier Bühlenweiher herbeigehol die Pferde aller umliegei trankt wurden. — Die 1 wrohsäcken, da Bettstel werden können. Das zw< für 10 bis 12 Betten und benutzt. Trotz aller dies der Zustand der Verwunde dem es gelungen war, Rul hatten aufgenommen wei Band 1. III. Abschnitt: Heeresbewegungen nach der Mosel. Kriegs- und Etappenlazarethe. 109 gogervepersonals blieben nur bis zum 27. August in Gras „ml übergaben an diesem Tage den Bestand an das in Noisseville etablirte 8. Feldlazareth J. Armeekorps. Sie uelbst Schlüssen sieh ihrer Sektion in Montoy wieder an. Dieser Ort, drei Kilometer östlich vom Fort Les Bordes, Bitten auf dein Schlachtfelde des 14. August gelegen, bot mit seinem prächtig eingerichteten Schloss und zwei grossen hftigen Privathäusern sehr geeignete Unterkunft. Die Schlacht bei Noisseville am 31. August und 1. September brachte das Lazareth mitten in den Kampf hinein. Die Franzosen besetzten das Dorf und räumten es erst gegen Ende der Schlacht. Dem Lazareth gingen in diesen beiden Tagen mehr als 400 Verwundete zu. Einige der bereits verbundenen Verwundeten mussten aus brennenden Häusern wieder in Sicherheit gebracht werden. Granaten schlugen mehrfach in schon belegte Häuser, aber nur ein Verwundeter wurde zum zweiten Male leicht verletzt, ebenso ein Arzt. Die Franzosen hatten die Mehrzahl ihrer Verwundeten nach Metz transportirt. Der Umstand, dass Montoy zwischen den beiden Vorpostenketten lag, • veranlasste das Oberkommando, das Dorf am 5. September räumen und die vorhandenen 81 Verwundeten nach Maizery überleiten zu lassen. Daselbst erhielt das Lazareth am 13. Oktober noch einmal grösseren Zuwachs von Verwundeten. Am 12. November wurde es aufgelöst. Courcelles sur Nied, zwischen Colombey und Kemilly (dem damaligen Endpunkt der Bahn Saarbrücken—Metz) gelegen, war schon nach den ersten Kämpfen rechts der Mosel das Ziel vieler Verwundetentransporte geworden und blieb längere Zeit Durchgangspunkt für dieselben, zumal es am Id. August Etappen-Hauptort wurde. An dem Bahnhofe befand sich ein Verbandplatz der freiwilligen Krankenpflege und eines Sanitätsdetachements. Die nicht transportablen Verwundeten wurden in der Kirche und einem Jla!i>e au der Bahn untergebracht, woselbst vom 22. bis '11. August das Lazareth-Beservepersonal des Gardekorps den Dienst versah. Am 27. August 1870 übernahm eine Sektion Lazareth-Reservepersonals 111. Armeekorps das Lazareth. Die Kirche, für 24 bis 30 Lagerstellen ausreichend, lag inmitten des Friedhofes. Die Fenster befanden sich hoch aber dem Fussboden und besassen keinerlei Oeffnungs- vorrichtung. Trinkwasser Hess sich am Ort nicht beschaffen, alle Brunnen waren versiegt oder völlig verunreinigt, so Baas das Wasser eine Viertelstunde weit in Tonnen aus einem Mühlenweiher herbeigeholt werden musste, aus welchem auch die Pferde aller umliegenden Truppen und Kolonnen getränkt wurden. — Die Kranken lagen in der Kirche auf ferohsäcken, da Bettstellen noch nicht hatten beschafft «erden können. Das /.weite belegte Gebäude bot nur Raum für 10 bis 12 Betten und wurde mehr als Durchgangsstation benutzt. Trotz aller dieser ungünstigen Verhältnisse blieb der Zustand der \ r erwundeten ein leidlicher, namentlich nachdem es gelungen war, Buhrkranke, welche mit in die Kirche hatten aufgenommen werden müssen, zurückzubeordern. Line grosse Menge von Erquickungsgegenständen stand in freiwilligen Gaben zu Gebote. Am 9. September wurde das Lazareth-Beservepersonal 111. Armeekorps durch die 3. Sektion Lazareth-Reserve- personals Vlll. Armeekorps ersetzt. Diese erhielt am 22. September den Auftrag, das Lazareth von ('unreelles nach dem gesundheitlich günstigeren Fange zu verlegen. An letzterem Ort war gleichzeitig noch das St. Feldlazareth VII. Armeekorps thätig, welches vom 2. November ab die Kranken des Kriegslazareths mit versorgte, während das Personal des letzteren das in Folge der Schlacht bei Colombey vom 9. Feldlazareth VIII. Armeekorps in Courcelles Chaussy eingerichtete Lazareth übernahm. Beim Vorrücken der III. Armee auf der Strasse nach Luneville fand man in Zabern ein Lazareth vor, das, im dortigen Spital und im Schloss eingerichtet, von vier Civilärzten des Ortes versehen und durch Mittel der städtischen Vereine erhalten ward. Bei der Wichtigkeit, welche dieser Platz für die Etappenstrasse und für das Cernirungskorps vor Pfalzburg gewann, kommandirte das Generalgouvernement von Elsass am 26. September einen Stabsarzt, der zugleich als Etappenarzt fungiren sollte, und einen Assistenzarzt des Lazareth-Reservepersonals V. Armeekorps dorthin. Zunächst besorgten zwölf barmherzige Schwestern die Verwaltung und Pflege. Die Lazareth- einrichtungen waren anfangs mangelhaft. Es fanden sich nur 25 Bettstellen. 50 Matratzen und ebensoviele Strohsäcke vor. Erst allmälig gelang es, durch Requisition und freiwillige Gaben das Nöthige zu beschaffen. Bei der hygienisch günstigen' Beschaffenheit des Schlosses konnte die Belegungsfähigkeit desselben Ins auf 400 Lagerstellen gebracht werden. Da das unvollständige Personal dem bedeutenden Zugänge im Oktober und November nicht gewachsen war, wurde es am 27. November durch das dem Generalgouvernement überwiesene 12. Feldlazareth 1. Armeekorps allgelöst und nach Kolmar dirigirt. Zur Ablösung des seit dem 14. August in Sarre- bourg thätigen 10. Feldlazareths V. Armeekorps wurden die 1. und 2. Sektion des Lazareth - Reservepersonals V. Armeekorps herangezogen. Dieselben übernahmen am 26. August von dem Feldlazareth nur sechs Kranke, hatten aber gleichzeitig auf dem Bahnhofe eine Verbandstation zu errichten und den täglich neu zuströmenden Kranken Unterkunft zu bereiten. Das Personal bestand aus einem Stabsarzt und fünf Assistenzärzten; an dem übrigen etats- mässigen Personal fehlten der 1. Sektion, welcher der Lazarethdienst oblag, 1 Ober-Lazarethgehilfe, 5 Lazareth- gehilfen, der Koch und 10 militärische Krankenwärter. Binnen vier Wochen gingen dem Lazareth gegen 400 Kranke zu. Alles musste requirirt, aus dem entfernten Depot herbeigeschafft oder ans den Mitteln der freiwilligen Krankenpflege! erbeten werden. Gleichwohl gelang es, eine Kaserne und eine Schule, welche letztere übrigens bald wieder ihrem eigentlichen Zweck zurückgegeben werden musste. 110 III. Kapitel: Tkätigkeit der Samtätadetachements, Feld- etc. Lazarethe. Band I. zu Lazarethen einzurichten; ein kleines städtisches Hospital wurde mit benutzt. Der hauptsächlichste Zugang stammte aus den in Sarrobourg ankommenden Krankenzügen, die, oft mit 8(X) bis 900 Kranken besetzt, daselbst über- nachteten und last regelmässig in den späten Abendstunden eintrafen. Die im September und Oktober zugehenden Kranken litten zumeist an Typhus und Ruhr der schwersten Art. Diese Kranken entstammten den vor Metz lagernden Truppen der 11. Armee, welche damals über Nancy nach Deutschland evakuirte. Am 20. Oktober, als der Zugang sich vermindert hatte, ging das Personal unter Zurück' lassung eines Arztes und Unterpersonals nach Strassburg ab. Ergebnis«. Die Schlacht bei Spicheren und die weiteren Ereignisse wählend der Vorwärtsbewegung der Deutschen Heere nach der Mosel machten es nothwendig, in 15 verschieden«! Orten theils auf Deutschem, theils auf Französischem (V biete Lazarethe durch das Lazareth - Reservepersonal aj Leben rufen oder übernehmen zu lassen. Acht Mal handelte es sich dabei um Ablösung von Feldlazarethen, \\n- durch drei in Folge der Schlacht bei Spicheren etablirb (2. VII., f>. Vlll. und 8. XII.) befähigt wurden, den V» wundeten aus den grossen Schlachten vom 16. und 18. August Heistand zu leisten. Zur Neueinrichtung' von Lazarethen erwies sich das nicht vollzählige und nialeiiil- lose Personal nicht immer ausreichend geeignet, zumal der Aufenthalt der Lazareth-Beservedepots meist nicht bekannt war. An Stelle fehlenden Unterpersonals traten weiblich Mitglieder religiöser Genossenschaften Deutschlands und Frankreichs mit mehr Erfolg ein, als die Franzöfti&cken Inlirmicrs. Vierter Abschnitt. Die ersten Kämpfe links der Mosel und die Einschliessung von Metz. Schlacht bei Vionville—Mars la Tour am 16. August 1870.') Nach Ueberschreitung der Mosel seitens Deutscher Heerestheile erfolgten die weiteren Bewegungen hauptsächlich in der Richtung gegen die Maas. Zu einem grösserem Yorstosse gegen die südliche der von Metz nach Verdun führenden Hauptstrassen wurde u. a. das 111. Armeekorps bestimmt. Dasselbe setzte sich demgemäß am Ki. August früh vom Moselthal aus nordwärts in Marsch und griff in ausgedehnter Gefechtsfront den Feind bei Vionville (westsüdwestlich Metz) an. Das 1. Sanitätsdetacheinent auf dem rechten Flügel suchte zwischen Gorze und Flanville an dem südlichen Rande de^ Bois des Pretres Verbandplätze zu errichten, j bis es ihm gelang, etwas weiter rückwärts in St. Thiebault den zahlreich zuströmenden Verwundeten gesicherte Unterkunft zu bereiten. Transportfähige Verwundete schickte das Detackement sofort nach Gorze, wo während der Schlacht das 5. Feldlazareth 111. Armeekorps, welches der 5. Division gefolgt war, sich etablirt hatte, später unterstützt vom 7. Feldlazareth III. Armeekorps. !) Vergl. Generalstabswerk I, S. 513 ff. Bei Vionville, im Centruin des 111. Armeekorps, wirkte das 8. Sanitätsdetachement dieses Korps, während da 2. Sanitätsdetachement auf dem linken Flügel bei Tronvi. einen Verbandplatz errichtete, im Verlaufe der Schlacht jedoch mit seiner 2. Sektion das 3. Sanitätsdetacheineiit in Vionville verstärkte. Nach dem Verbandplatze bei Vmh ville waren ausserdem seitens des Korps - Generalarzt« 111. Armeekorps zwölf Aerzte, nach demjenigen bei Tito ville acht Aerzte der noch nicht etablirten Feldlazareth HL Armeekorps zur Unterstützung kominandirt worden, während das 2. Feldlazareth Mittags in Tronville 8Ü etablirte. Das übrige Personal des 4., 8., 9., 10., 11. und 12, Feldlazaretts HL Armeekorps hielt mit dem Materialeä der Nähe von Tronville, da bei dem Schwanken des Gefechts eine weitere Etablirung von Lazarethen in der Nähe des Gefechtsfeldes zur Zeit nicht zweckmässig erschien Ein Versuch, das 12. Feldlazareth 111. Armeekor]>s während der Schlacht in Puxieux zu etabliren, musste in Folge ungünstigen Gefechtslage aufgegeben werden. Mit dem Eingreifen der 19. Divisiou in das Gefecht hatte das 1. Sanitätsdetachement X. Armeekorps auf freiei Felde zwischen Mars la Tour und Tronville einen Verband platz errichtet, während das zur 20. Infanterie - Division gehörige 2. Sanitätsdetachement im Walde zwisc 7.n Sajmats Bericht über die Deutsc 226. »46 .t ; . : B'ois •{' jjia, Barne*, >m< i«^ las loram; «*£ {&$&!§ E S Ihmer a s, M Zeichen Urkläria Band I. 15 verschied......f französischem Ge- servepersonal in« Acht .Mal hau- ildlazarethen, w» pichereu etabliifc wurden, den V» n vom 16. um] jueinrichtung von lige und materü »eignet, zumal der eist nicht bekannt s traten weibliche Deutschlands und :lie Französisch« q Metz. rmeekorps, wirkte js , während das ügel bei Tronville mfe der Schlackt iätsdetachemeiit in ulplatze bei Yion- rps - Generalarzt« y eiligen bei Tron- rten Feldlazaretke ninandirt worden, in Tronville sich 10., 11. und 12. dem Materiale in ;kwanken des Ge- ethen in der NSta kmässig erschien, meekorps während rsste in Folge der ■den. i in das Gefecht! eekorps auf freiem' lle einen Verband i afanterie - Division Walde zwischen | 7n Samtits-Bencht über die Deutschen Heere 1870/71 Band I Skizze !t. E S Milder 4 Solm.Kjl HoiWMuuidliHi£ .Berlin -E Zticken-ErJdärung sieAe, Sldxze 1. '°S Maafsstab 1:80,000. G«ogr-liliiIrist.u.Steindr.vW&reve,"K|lHonittL,'B*Tl]^. 3000 ItOOO 1S000 m Band T. [/ Chambley und 3. Sanitätsdete dem Verband}: Das Eing; lochten Fli'i«'< 2. Sanitätedeti Errichtung ein Bois des Ognc zeugte, dass b( die Kräfte die gelbe noch da> korpa zur Uht Etablirung des VIII. Anneek« Auch da.' Hessischen D ■ Preussischen i gelangte noch bei Ste. Oather Der opferreich bandplätze de detachements reicher auch « heranmarschirc heit gab, von die Preu'ssiscfo 180 Venrunde DerVerba korps wurde a: bault etablirtc noinmen, wodr Möglichkeit v< Belbst in Thäti platz in derNl -einer Pivisior Das 2. Sa Vionrille zur Feldlazarethe 6. Division da: Die Sanit blieben bis zw hezAv. C'hamldt Richtung auf 3. Sanitätsdeta bei Chambley Artillerie wied Die Sanit; Abend des 17.. Gorze beschafft fertig und folgt In Vionvilli dieselben mm und Pflege der Franzosen ven csw^jä^ ^H Band T. IV. Abschnitt: Kämpfe links der Mosel und Einschliessnng von Metz. 111 (hambley und Tronville, das der Korpsartillerie beigegebene 3, Sanitätsdetachement X. Armeekorps bei Chambley nahe dorn Verbandplätze des 2. sich etablirte. Das Eingreifen der 10. Division auf dem Preussisehen rechten Flügel gab dem dieser Division zugetheilten ■>. Sanitätedetachement Till. Armeekorps Veranlassung zurj Errichtung eines Verbandplatzes zwischen Gorze und dem Bois des Ognons. Als sich indessen der Korpsarzt überzeugte, dass bei dem massenhaften Zugänge an Verwundeten die Kräfte dieses Detachements nicht ausreichten, Bog derselbe noch das 1. und 3. Sanitätsdetachement VI11. Armeekorps zur Unterstützung heran und verfügte die sofortige Btablirung des 5. und der 1. Sektion des 2. Feldlazareths VI 11. Armeekorps in St. Thiebault bezw. in Gorze. Auch das Sanitätsdetachement der Grossherzoglich Hessischen Division, weiche am Abend im Osten der Preussisehen Stellung in das Gefecht eingegriffen hatte. gelangte noch zur Thätigkeit, indem es einen Verbandplatz bei Ste. Catherine östlich und etwas südlich Gorze errichtete. Der opferreiche Kampf machte erforderlich, dass die Verbandplätze dei 1 in Thätigkeit getretenen zehn Sanitätsdetachements zunächst etablirt blieben, — ein (Jmstand, welcher auch dem 1. Sanitätsdetachement der am 17. August heranmarschirenden 23. Division (XII. Armeekorps) Gelegenheit gab, von 3 Uhr Nachmittags an bis zur Dunkelheit die Preussisehen Sanitätsdetachements zu unterstützen und 180 Verwundeten Beistand zu leisten. Der Verbandplatz des 1. Sanitätsdetachements 111. Armeekorps wurde am Morgen des 17. August von dem in St. Thiebault etablirten 5. Feldlazareth Ylll. Armeekorps übernommen, wodurch das gedachte Sanitätsdetachement in die -Möglichkeit versetzt ward, ebenfalls noch auf der Wahlstatt Belbst in Thätigkeit zu treten. Es errichtete einen Verbandplatz in der Nähe von Rezonville und folgte am 18. August seiner Division. Das 2. Sanitätsdetachement 111. Armeekorps war in Vionville zur Unterstützung der daselbst eingetroffenen Feldlazarethe belassen worden; an seiner Statt folgte der I). Division das 3. Sanitätsdetachement 111. Armeekorps. Die Sanitätsdetachements 1 und 2 X. Armeekorps blieben bis zum Nachmittage des 18. August bei Tronville bezw. Chambley in Thätigkeit und rückten darauf in der Richtung auf St. Privat la Montagne ab. während das 3. Sanitätsdetachement dieses Korps bis zum 19. August bei Chambley wirkte und am 21. August sich der Korps- Artillerie wiederum anschloss. Die Sanitätsdetachements VIII. Armeekorps, bis zum Abend des 17. August mit den Verwundeten-Transporten nach Gorze beschäftigt, wurden in derNacht zum 18. August marschfertig und folgten ihrem Korps in der Richtung auf Gravelotte. In ^\ ionville befanden sich zwei Französische Ambulanzen; dieselben wurden dort und in Rezonville zur Behandlung und Pflege der zahlreich daselbst vorhandenen verwundeten Franzosen verwendet,, demnächst aber nach Metz entlassen. Das 5. Feldlazareth') III. Armeekorps hatte sich, wie erwähnt, während der Schlacht in Gorze etablirt. Es belegte zunächst das geräumige Hotel de ville, später die Gendarmeriekaserne, da-- Schloss Ste. Catherine und eine Anzahl Privatgebäude: später wurde eine Baracke errichtet. Die Pflegekräfte des Lazareths. welches bis 7. September in Gorze verblieb, erhielten Verstärkung durch barmherzige Schwestern aus Neisse und einige Vin- centinerinnen. Bis zum 20. August bat es 754 Mann aufgenommen. Das 7. Feldlazareth III. Armeekorps richtete sieh ebenfalls in Gorze in dem grossen Gebäudekomplexe ein, welcher als Landarmen- und Krankenhaus des Mosel-Departements diente. Hier befanden sich 230 Lagerstellen. Der Andrang war indessen so stark, dass auch Flur, Hof und Garten belegt werden mussten. Es war daher eine wesentliche Hilfe, dass die Französischen Schwestern vom Orden des heiligen Borromäus dem Lazarett gleich bei seiner Btablirung 100 Bettstellen, theilweise mit Matratzen ausgerüstet, überwiesen. Bis zum 18. August waren 385 Verwundete aufgenommen. Das Lazareth verharrte in seiner dortigen Thätigkeit bis zum 5. November, also über die Kapitulation von Metz hinaus. Neben dem 5. und 7. Feldlazareth III. Armeekorps wirkte in Gorze die 1. Sektion (U^ 2. Feldlazareths V1I1. Armeekorps und in dem nahe gelegenen St. Thiebault das 5. Feldlazareth desselben Armeekorps. Erstere benutzte in Gorze das katholische Pfarrhaus, die Schule und ein Privatgebäude, nahm in Summa 245 Verwundete auf und übergab am 4. September seinen verbliebenen Bestand dem 7. Feldlazareth III. Armeekorps. Die Meierei und die Kapelle St. Thiebault konnten nur etwa für 100 Lagerstellen hergerichtet werden; der Zugang betrug indessen 204 Mann. ungerechnet 154 Leichtverwundete, welche nur vorübergehend Aufnahme fanden. Am 11. September wurde der verbliebene Bestand (45 Mann) nach Gorze geschafft. Das 2. Feldlazareth III. Armeekorps musste bei seiner Etablirung am 10. August in Tronville alle irgend belegbaren Bäume, Kirche, Schule, Wohnhäuser und Scheunen, in Anspruch nehmen. 610 Verwundete fanden hier Aufnahme. Wassermangel und der ungünstige Einfluss des nahe gelegenen Schlachtfeldes nöthigten dazu. Tronville am 20. August als Lazareth aufzugeben. In der Nähe von Tronville, in der Fenne du Saulev, versah das 4. Feldlazareth III. Armeekorps vom IG. bis 19. August den Dienst bei in Summa 400 Verwundeten, doch gestatteten die Verhältnisse dieses Gehöftes eine Etablirung des Lazareths nicht. ') Von den Feldlazaretten der an der Schlacht bei Vionville — Mars la Tour mehr oder weniger beteiligten Armeekorps (IIb, VIII., IX., X.) waren am Tage des Kampfes in Folge der früheren Ereignisse noch etablirt: das 1. und 3. Feldlazareth III. Armeekorps in Saarbrücken bezw. Spicheren, das (>., 9. und 11. Feldlazareth VIII. Armeekorps in Saarbrücken bezw. Courcellea Ohauasy. HHH 112 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Barn] In Mariarille hat das "2. Feldlazareth X. Armeekorps r>7. r ) Verwundete, darunter 40 Franzosen, aufgenommen. Nur die Schwerverwundeten wurden seitens des Lazareths zurückbehalten, die Leichtverwundeten baldmöglichst nach Pont a Mousson evakuirt. Die Verpflegungsschwierigkeiten und der Wassermangel waren in Mariaville die gleichen wie in Mars la Tour (siehe später). Während des Marsches nach .Mars la Tour erhielt das 5. Feldlazareth X. Armeekorps noch am Abend des lö.August, als es Thiaucourt passirte, durch den Armee-Generalarzt der IL Armee Befehl, daselbst zu bleiben und sich zu etabliren. Ausser dem Asyle Ste. Anne, welches der Armee- Generalarzt für Zwecke der Krankenpflege bereits hatte herrichten lassen, belegte das Lazareth die Kirche, die Knabenschule, einen Theil der Maine und eine Anzahl von Privatgebäuden. Vom 17. bis 20. August, erhielt das Lazareth, welches bis zum 27. August in Thiaucourt blieb, die Unterstützung tU^ 10. Feldlazarette X. Armeekorps. Der Zugang an Verwundeten war in den ersten Tagen ein massenhafter, passirten doch das Lazareth bis zum 21. August 2059 Verwundete, darunter 112 Franzosen. Nur Schwer- verwundete wurden zurückbehalten. In Puxieux hatte nach dem vergeblichen Versuche, während des Kampfes seihst ein Feldlazareth dort einzurichten, am Morgen des 17. August das 12. Feldlazareth III. Armeekorps sich etablirt: nach Ueberführung der daselbst eingetroffenen 71 Verwundeten nach Tronville konnte das Lazareth am Abend t\o^ 1*. August seinem Korps folgen. Nach Mars la Tour war das 10. Feldlazareth Hl. Armeekorps am Morgen des 17. August gerückt und hatte das 2. Feldlazareth IX. Armeekorps daselbst bereits in Thätig- keit getroffen. Letzteres nahm (195 Verwundete auf und übergab am 21. August 90 Schwerverwundete an das 10. Feldlazareth HJ. Armeekorps, um seinerseits in Aman- villers einen neuen Wirkungskreis zu erhalten. Das 10. Feldlazareth Hl. Armeekorps, welches einschliesslich diu 1 vom vorgenannten Lazareth Ueberwiesenen 462 Mann versorgt hatte, übergab am 2. September seinen Bestand an das in der benachbarten Fernie Mariaville etablirte 2. Feldlazareth X. Armeekorps (siehe oben), welches bei der durch Heilung, Rückschub und Tod verringerten Zahl der Pflegebefohlenen weiterhin (bis zum 27. September) den Dienst in beiden Ortschaften versehen konnte. Die Verhältnisse, unter denen die Lazarethe in Mars la Tour zu wirken hatten, lagen ungünstig, Die Beköstigung war in den ersten Tagen unzureichend, auch machte sich, da in unmittelbarer Nähe des Ortes zwei Armeekorps biwakirten, bald Wassermangel geltend. In und bei Vionville hatte, wie erwähnt, ärztliches Personal der Fehllazarethe 111. Armeekorps das 2. und ,'i. Sanitätsdetachement dieses Korps während des Kampfes unterstützt; die eigentliche Etablirung von Lazarethen konnte jedoch erst vom Morgen des 17. August ab erfolgen. Das 8. und 9. Feldlazareth III. Armeekorps sowie das .'i. Jfefoj. lazareth X. Armeekorps gelangten hier zur Einrichtnn» Auch in Vionville wurde jeder für Lazarethzwecke irgend verwendbare Raum mit Verwundeten belegt, die Ortschaft — (Mitsprechend den drei daselbst etablirten Feldlazarethen — in drei Rayons getheilt und alles irgend verwendbare Holz, unter Anderem die Kirchenbänke, zur Herrichtung v« Bettstellen verwendet. Bis zum 20. August hatte ig 8. Feldlazareth III. Armeekorps 350, das 9. 691, das ?,. Feld. lazareth X. Armeekorps 402 Verwundete aufgenommen. Die Transportablen wurden theils nach Gorze, theils nach Noveant evakuirt. so dass es am 20. August möglich war. das .'!. Feldlazareth X. Armeekorps seinem Korps folgen und den Bestand dieses Lazareths mit 242 je zur Hälfte an das 8. und 9. Feldlazareth III. Armeekorps fibergehen zu lassen. Frsteres wurde am 10. Oktober, letzteres sclinn am 13. September aufgelöst. In der etwa 3 /4 Stunden von Gorzo entfernten, einsaa gelegenen Forme Ste. Apolline etablirte sich am Morgen da 17. August das 1. Feldlazareth X. Armeekorps, um bis zum 27. September daselbst zu verweilen. 161 Verwundete (110 Deutsche, 51 Franzosen) fanden dort in Haus, Speicher, Heuboden und Schuppen Unterkunft. Auch das ärztliche Personal des auf dem Marsche befindlichen 3. und 4. Feldlazareths XII. (Königl. Sachs.) Armeekorps fand am 17. August vorübergehend Gelegenheit, die Preussischen Aerzte zu unterstützen. Pont A Mousson war am 15. August Etappen-Hauptori der IL Armee geworden,') auch hatte die General-Etappe* lnspektion dieser Armee, am 16. August dem Oberkommando folgend, gleichfalls Pont A Mousson erreicht. Entsprechend der Bedeutung dieses Ortes, als wichtigem Ausgangspunkt zweier Verbindungslinien mit dov Heimath (Pont ä Mousson— Nancy — Yeudonheim und Pont ä Mousson — Dehne— Saargemünd —Zweibrücken — Mannheim) 2 ) war eine Reihe von Feldlazarethen theilweise schon vor der Schlacht am Ib. August nach Pont ä Mousson beordert; auch befand sich daselbst eine Französische freiwillige Hilfskolonne (Ambulance de la Presse), welche indessen alsbald nai'li Saargemünd zur Dienstleistung gewiesen wurde. Das X. Armeekorps etablirte sein 4., 7. und 8. Feldlazareth, das Gardekorps sein 10., das III. Armeekorps sein 6. in Pont ä Mousson. woselbst die genannten Lazarethe des X. Armeekorps bis in den Oktober hinein beschäftigt blieben. Das 4. Feldlazareth X. Armeekorps, schon am 15. August in Pont ii Mousson eingerückt, erhielt am Morgen des 17. August Befehl, sich daselbst einzurichten. Es wirkte in dem von barmherzigen Schwestern geleiteten Hospital St. Charles, dorn Institut delanativite und einem Pensionat. Zur Aufnahme von 200 BH 300 Leichtkranken dienten ausserdem zwei grössere Gebäude Das Lazareth hatte in den ersten Tagen einen Zugang von 273 Mann. >) Generalstabswerk I. Seite 1380. 2) Generalstabswerk I, Seite 1382. Band 1. Fe l ' id« am be das I H U 3 i .Fei im aui Das 8. Seminar un 1100 Verwun 600 Leichtverw In der fünf Blocks 17. August li. Feldlazareth Schlacht vom solchen von 1 korps verblieh Das 10. 17. August im verwundete Am 6. Septemb Gardekorps ahg Endlich h durch die Den eines Feldlazai III. Armeekor] in und bei 18. August nai in der Sehlach zosen in Iläus< liältnissen an. und 22 Franzo 286 Mann bei evakuirte. Zu Haupi Sehlacht am 1 Nähe des Schi entfernter von Auf allen Verl Arbeitslast ein und Pont ä Städtchen von Morgen des abgesehen vor haus, Mairie meidliche Zers erschwerte di< peinlichsten TN von Gorze bis züge von Truj passirbar, zeit vom 16. zum in Kellergesch unaufgeklärte welche mit Ve mit grösster M Entstehen zu abzuwenden. !) Betreffe siehe auch „Kr Schnitts), sowie Siuiit;it<-1:: n.'li 1 Band I. sowie das .'!. F,,],]. er zur Einrichtw^, zarethzwecke irgen elegt, die Ortschafl xaa. Feldlazarethen- (I verwendbare Hok ir Berrichtung von August hatte d* i 9. 691, das 3. Feld- Ldete aufgenommen, Gorze, theils nach Lugust möglich war, 'inem Korps folgen 242 je zur Hälfte ueekorps fibergehen )ber, letzteres schon ' entfernten, einsam sich am Morgen da sekorps, um bis zum 161 Verwundete •t in Haus. Speicher, if dem Marsche be- inigl. Sachs.) Arme» iid (Gelegenheit, dk t Etappen-Hauptort ie General-Etappen- dem Oberkommando sieht. Entsprechend gern Ausgangspunkt ii (Pont ä Mousson— loussou — Dehne— l) 2 ) war eine Reihe or der Schlacht am rdert; aucli befand illige HUfskolonM essen alsbald nach i wurde. 4., 7. und 8. Feld- s III. Armeekorps ie genannten La» ■ii < )ktober hinein ichon am 15. August [orgendes 17. August te in dem von barm- Charles, dem Institut ufnahme von 200 bis ei grössere Gebäude, einen Zugang von Band '■ IV. Abschnitt: Kämpfe links der Mosel und Kinschliessung von Metz. 113 Das 8. Feldlazareth X. Armeekorps etablirte sich im Seminar und verpflegte bis zum Morgen des 18. August 1100 Verwundete, von denen es an dem genannten Tage 600 Leichtverwundete nach Remilly abgab. In der am Nordende von Pont ä Mousson belegenen, aus fünf Blocks bestehenden Dragonerkaserne richtete sich am 17. August das 7. Feldlazareth X., am 18. August auch das (i. Feldlazareth III. Armeekorps ein. Letzteres hatte in Folge der Schlacht vom 16. August einen Zugang von 291, ersteres einen solchen von 164 Verwundeten. Das 6. Feldlazareth III. Armeekorps verblieb in Pont ä Mousson nur bis 31. August. Das 10. Feldlazareth des Gardekorps, seit dem Morgen des 17. August im College thätig, nahm vorzugsweise Schwerverwundete auf. Im Ganzen betrug der Zugang 402 Mann. Am 6. September wurde es durch Lazareth-Reservepersonal des Gardekorps abgelöst. Bndlich hatte sich mit der Besetzung von Rezonville durch die Deutschen die Notwendigkeit der Etablirung eines Feldlazareths daselbst ergeben. Das 11. Feldlazareth III. Armeekorps ward daher, nachdem es am 16. und 17. in und bei Tronville Dienste geleistet, im Laufe des 18. August nach Rezonville herangezogen und traf hier 175 in der Schlacht vom 16. August schwer verwundete Franzosen in Häusern, Scheunen, Ställen unter traurigen Verhältnissen an. Das Lazareth erhielt weiterhin 89 Deutsche und 22 Franzosen in Pflege, so dass die Gesammtaufnahme 286 Mann betrag, von denen es bis zum 27. August 269 evakuirte. Zu Hauptstätten der Verwundetenpflege nach der Schlacht am 16. August gestalteten sich in unmittelbarer Nähe des Schlachtfeldes: Gorze, Mars la Tour, Vionville: entfernter von der Entscheidungsstätte: Pont ä Mousson. Auf allen Verbandplätzen und in allen Lazarethen war die Arbeitslast eine überwältigende, am grössten aber in Gorze und Pont ä Mousson. 1 ) In erstgenanntem Ort, einem Städtchen von etwa 2000 Einwohnern, befanden sich am Morgen des 17. August etwa 5000 Verwundete, welche, abgesehen von den öffentlichen Gebäuden (Schloss, Stadthaus, Mairie, Kirchen), alle Häuser erfüllten. Diese unvermeidliche Zerstreuung der Kranken durch die ganze Stadt erschwerte die Uebersicht und den Krankendienst in der peinlichsten Weise. Dazu kam, dass die engen Strassen von Gorze bis zum 18. August in Folge unablässiger Zuzüge von Truppen, Geschützen und Trainkolonnen schwer passirbar, zeitweilig völlig verstopft waren. In der Nacht vom 16. zum 17., ebenso vom 17. zum 18. August brach in Kellergeschossen, in welchen sich Branntwein befand, auf unaufgeklärte Weise Feuer aus, — jedesmal in Häusern, welche mit Verwundeten vollständig angefüllt waren. Nur mit grösster Mühe gelang es, die Brände alsbald nach dem Entstehen zu löschen und damit unermessliches Unheil abzuwenden. a ) Betreffs der Bedeutung dieses Ortes für den Sanitätsdienst siehe auch „Kriegs- und Etappenlazarethe" (am Schluss dieses Abschnitts), sowie das Kapitel „Krankenzerstreuung". SuitMs-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. Ueberall war die erste Pflege der Verwundeten aus der Schlacht bei Vionville—Mars la Tour ausserordentlich erschwert durch den Umstand, dass in den Ortschaften — so namentlich wieder in Gorze — die meisten Bewohner die Häuser verlassen und sich mit den vorhandenen Lebensmitteln nebst allem transportablen Hausgeräth nach Metz oder in die benachbarten Wälder geflüchtet hatten. Vi (de Häuser mussten erbrochen werden; Lagerstellen waren nur mit grossem Zeitverlust oder gar nicht zu beschaffen. Trotz aller Schwierigkeiten gelang es, am 17. August alle nicht sogleich nach rückwärts geschafften Verwundeten unterzubringen. Während des 17. August war das Sanitätspersonal aller Orten von Tagesanbruch bis spät in die Nacht in Anspruch genommen durch Untersuchung der Verwundeten behufs Auswahl der Leichtverletzten, durch Anlegung einer grossen Zahl von Gypsverbandea, um Verwundete mit Gelenkschüsscn oder Schussfraktureu zum Transport geeignet zu machen, endlich durch Vornahme primärer Amputationen und Resektionen. Noch ehe jedoch eine vollständige Uebersicht der Schwerverwundeten gewonnen war, entbrannte die Schlacht vom 18. August, so dass z. B. in Gorze erst am Nachmittag des 19. weitere operative Eingriffe zur Ausführung gelangen konnten. Die Resultate der Verwundetenbehandlung in den Feldlazarethen auf dem Schlachtfelde vom 16. August — und besonders in Gorze — wurden vielfach verkümmert durch interkurrente Krankheiten, namentlich durch erschöpfende Diarrhöen, Ruhr und Typhus. Es gab wenige Verwundete, welche von Diarrhöe verschont blieben, an welcher auch die meisten Einwohner und fast alle Aerzte der dort verbliebenen Deutschen Sanitätsanstalten litten. Ergebniss. Die Verluste in der Schlacht bei Vionville—Mars la Tour sind folgende gewesen: 1 ) todt oder in Folge Verwundung gestorben . . 236 Offiziere 4185 Mann. verwundet.....479 „ 9932 „ vermisst...... 5 . 962 „ 720 Offiziere 15079 Mann. Summe: 15799. Die erste Hilfe leisteten, indem sie am Schlachttage im Schlachtfeldbezirke thätig waren, 10 Sanitätsdetachements und IOVü Feldlazarette mit 122 Aerzten, so dass auf je einen Arzt etwa 130 Deutsche Verwundete entfallen. Von Feldlazarethen gelangten zur wirklichen Etablirung während oder kurz nach der Schlacht: 22. Vergl. Generalstabswerk I, Anlage 21 und Berichtigungen. 15 114 III. Kapitel: Tliätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Band I. Unternehmung gegen Toul am 16. August 1870, Belagerung dieser Festung vom 12. bis 23. September 1870.') Von den am Kampfe des 16. August nicht betheiligten Truppen der II. Armee war das Gardekorps über Dieulouard und ebenso das XII. (Königl. Sachs.) Armeekorps in nördlicher Richtung vorgegangen, während das IV. Armeekorps mit der 7. Division bei Rosieres en Haye biwakirte und die 14. Infanterie-Brigade als Avantgarde gegen Toul vorgeschoben hatte. Zahlreiche Marschkranke verschiedener Truppentheile hatten sich in Dieulouard gesammelt und Hessen daselbst die Einrichtung eines Lazareths nothwendig erscheinen. Das 3. Feldlazareth des Gardekorps erhielt demgemäss am 16. August Befehl, mit einer Sektion in Dieulouard sich zu etabliren. Bis zum Abend des 16. August kamen 768 Mann in Zugang, von denen bereits am folgenden Tage 585 Mann geheilt ihren Truppentheilen wieder überwiesen oder vorläufig zu besonderen, den Etappeninspektionen unterstellten Truppenverbänden vereinigt wurden. 2 ) Am Abend des 19. August hatte das in Dieulouard befindliche ärztliche Personal seinem inzwischen in Doncourt en Jarnisy zur Etablirung gelangten Feldlazareth sich anzuschliessen; das Etappenlazareth ging in die Hände des Französischen Kantonarztes über. Zur Aufnahme der bei der Unternehmung gegen Toul am 16. August Verwundeten des IV. Armeekorps liess sich in dem Dorfe Rosieres en Haye am 16. August das 1. Feldlazareth IV. Armeekorps in dem Schulhause sowie mehreren Privatgebäuden und Scheunen nieder. Die ITeberführung der Verwundeten von dem Gefechtsfelde nach Rosieres en Haye fiel der 2. Sektion des 1. Sanitätsdetachements IV. Armeekorps zu. Das Lazareth nahm 133 Verwundete auf. Da der verbliebene Bestand von 31 Verwundeten die Kräfte des Lazareths nur theilweise in Anspruch nahm, folgte am 27. August die 1. Sektion dem Armeekorps, während die 2. weiterhin den Dienst in Rosieres en Haye versah, wo sie ihre Tliätigkeit am 3. September beendete. 3 ) >) Vergl. Generalstabswerk I, S. 643 und II, S. 86. 2 ) Vergl. S. 63 (Marodenkompagnien). 3 ) Die Verluste vor der Festung Toul beziffern sich: 16. August nach Generalstabswerk I, Anl. 22, S. 181*: todt oder in Folge Verwundung gestorben........6 Offiziere 44 Mann, verwundet........12 „ 129 „ vermisst......... — „ ________ 9 „ 18 Offiziere 182 Mann. 17. August bis 23. September nach Generalstabswerk II, Anlage 67, S. 21*: todt oder in Folge Verwundung gestorben ........ — Offizier 7 Mann, verwundet ........ 1 „ 27 vermisst ......... — „ _____ — „ 1 Offizier 34 Mann. Mit der 17. Infanterie-Division traf am 12. Septemlin das 2. Sanitätsdetachement IX. Armeekorps östlich Tum ein, brachte die am 12. und 13. September Verwim- deten (6) in dem Dörfchen Villey St. Etienne vorläuft unter und übergab sie am 13. September Abends da !). Feldlazareth XIII. 1 ) Armeekorps. Da die Ortschaft Vife St. Etienne zur Etablirung eines Feldlazareths nicht geeignet erschien, wurden daselbst nur die Nichttranspoi tablen in Behandlung und Pflege des erforderlichen iuzi liehen und Wartepersonals zurückgelassen, während da- 9. Feldlazareth XIII. Armeekorps sich am 16. Septem!» in Gondreville in der Mairie und dem Schulhause etablirte Es nahm daselbst 16 Verwundete und 66 Kranke auf. die es bis zum 25. September nach Nancy evakuirte. Ausser dem oben genannten 9. gelangte vor Toul aucL das 7. Feldlazareth XIII. Armeekorps zur Tliätigkeit. E- etablirte sich am 16. September in Blenod les Toul, hatte indessen nur einen Krankenzugang von 16 Mann, welch. es am 25. September, nachdem Toul am 23. Septemba gefallen, in diese Festung brachte, woselbst das ärztliche Personal der Deutschen Besatzungstruppen den Dieiw versah, bis das dem Generalgouvernement von Lothringa zugetheilte 2. Feldlazareth IH. Armeekorps am 5. Novemba in Toul zur Etablirung gelangte, wo es bis 31. März 1871 verblieb. Das 2. Feldlazareth III. Armeekorps richtete sich in dem Militär- und Civilkrankenhause, einer Kaserne, dem College iml einem andern Gebäude ein, von den Truppenärzten 110 Krankt übernehmend. Es behandelte bis 31. März 1640 Krank (darunter 143 Verwundete), von denen es 46 dem ablösend« 8. Feldlazareth VII. Armeekorps übergab. Schlacht bei Gravelotte — St. Privat 2 ) am 18. August 1870. Die Sanitätsanstalten der IL Armee hatten mit die« die Mosel überschritten und waren bei den Kämpfen da 16. August auf dem linken Flussufer in Tliätigkeit getreten. während diejenigen der I. Armee der Mehrzahl nach auf dem rechten Ufer geblieben waren. Als die I. Armee am 17. August mit dem VII. und VIII. Armeekorps die Mosel bei Corny und Arsy ebenfalls überschritt, hatten einem Befehle des grossen Haupt quartiere zu Folge die Feldlazarethe der I. Armee mit da Trains der Armee bis auf Weiteres auf dem rechten Moselufer zurückzubleiben. !) Das 7., 8., 9., 10, 11. und 12. Feldlazareth IX. Armeekorps gehörte ursprünglich der 17. Infanterie-Division an, welche, ans de« Verbände IX. Armeekorps ausgeschieden, einen Theil des von .Sein« Königlichen Hoheit dem Grossherzog von Mecklenburg - Schwert befehligten XIII. Armeekorps bildete. Diese Feldlazarethe werden daher auch als 7., 8., 9., 10., 11. und 12. XIII. Armeekorps bezeichne obwohl dieses Korps im Uebrigen nur drei Feldlazarethe besä« welche während des Feldzuges neu aufgestellt worden waren. 2 ) Generalstabswerk I, S. 669 ff. SMtas_Bmchtut SCHLACHT bei am 1 SteDungenderDe 10 Ijaro^ingm. öftere. i ohne die anlasslu 3 MarianlU; ier 9- Sohn Kora^-iche "Hofb Zeichen HHdan * w Gravelotte ihäiig eÄe im, Karton frei} ■ n «HHj I Saiatäts-Bencht ufrer die Deutschen Heere 1870/71 iiamU raf am 12. Septem] eekorps östlich Tod September Venug St. Etienne vorläu* )tember Abends dem )a die Ortschaft Vilkj Feldlazareths nicht mr die Nichttranspoi i erforderlichen änt fassen, während ßh am 16. Septem!» i Schulhause etabliri 1 66 Kranke auf, dii y evakuirte. langte vor Toni aiidi 3 zur Thätigkeit. E- lenod les Toni, hatte 'on 16 Mann, weld» ü am 23. Septemti voselbst das ärztlich itrappen den Dieu-i ment von Lothringq :orps am 5. Novembd es bis 31. März 1871 s richtete sich in dem serne, dem College uul ppenärzten 110 Krank) . März 1640 Krank es 46 dem ablösend« 3. It. Privat 2 ) am 3. nee hatten mit diese] jei den Kämpfen de a Thätigkeit getreten. sr Mehrzahl nach auf t mit dem VII. und >rny und Arsy eben- i\c^ grossen Hausier I. Armee mit den ;s auf dem rechten izareth IX. Anneekorpi ion an, welche, aus dem len Theil des von .Seiner Mecklenburg - Schwerin le Feldlazarette werden ". Armeekorps bezeichnet. ei Feldlazarethe besä* t worden waren. M Erste Hilfe in der SCHLACHT bei GRAVELOTTE-ST PRIVAT (S.Wt.) anx 18 l ?" August 1870. Stellungen der Deutschen Truppen um7Uhr Abends. 2V SanitäXsDetackemcnts. l3aron3wiqm. oftererv Wechsels der Stellung nicht eingezeichnet J \ Z4 Feldlnzarethe. ^^^^^^^ / ohne die anlässlich der Schlacht, hei, Vionrille, elaJfUfien F*> ä^toSÄHoftudhhaiiähir.gBeTlm Oeo^r heh Ins*, u Steint v^.' langten im L als neun, im h lazarethe zur Als die e Gravelotte die nach ihrem B 1. Sanitätselets hatten, und z nur die 2. Se Wenn an von Chassepo wurde, konnte Band h Feuer erhielt, auf las Dorf hinein und tigen Gebäude einen thlreiche Verwundete zu Gunsten derselben Yuppen seiner (23.) ten. t der 1. Garde-In- fden etwa 500 Ter- wrgt. Seine Thätig- s bis Nachts 1 Uhr. gegen Mittag. An stachement, nachdem ndeten übernommen. rmeekorps errichtet« atz auf freiem Felde t von einigen Laza- Verwundeten musetei tonnten erst am fol- tt entfernten Häusei achdeni gegen Mittag r erwundeten geräumt sende Transport der lie 1. Sektion alles achement begab sich e 3. Sanitätsdetaehe- st hinter Ste. Mark ung seinen Verband twa 150 Verwundete »11s nach Ste. Marie a geräumigen Hanse die ganze folgende in Thätigkeit, venal i vom 6. Feldlazarett )sartillerie zu folgen, cht waren somit 14 -, VII., V11L, Xll. »düng gelangt. Auf lern mit denjenigen auf der Südseite von en, das 3. Sanitäte- it getreten. •en auf dem Gefechte- efindlichen Sanitäterstärkung durch die itzung herbeieilenden Sanitätsdetachement e, während da» zur Sanitätsdetacheinent Löft südlieh St. Privat. ). Morgens ab unter- Armeekorps. Band I. IV. Abschnitt: Kampfe links der Mosel und EinSchliessung von Metz 117 Die Dunkelheit der Nacht verhinderte an einzelnen Stellen das Absuchen des Schlachtfeldes, insbesondere bei der I. Armee in den leicht bewaldeten Bergabhängen; die Thätigkeit während der Nacht galt daher vorzugsweise den bereits aufgenommenen Verwundeten. Mit dem Morgen des 19. August und mit dem Eintreffen immer zahlreicherer Feldlazarethe erhielt ein Theil der etablirten Sanitätsdetachements einen anderweiten Wirkungskreis zugewiesen. Einmal handelte es sich um die Absuchung der Gefechtsstellungen des vorigen Tages, welche während der Nacht nicht hatte vorgenommen werden können, und um die Uebernahme derjenigen Verwundeten, welche in den vom Feinde erst am 19. August geräumten Stellungen sich befanden, ausserdem aber um die Verlegung zahlreicher Verwundeter aus dem unmittelbaren Bereiche des Gefechtsfeldes nach rückwärtigen Ortschaften. Bei der 1. Armee rückten die Saiiitätsdetaelieinent;- VIII. und IL Armeekorps auf die Hochebene bei St. Hubert vor, während die Detachements des Vll. Armeekorps sich dem Verwundeten-Transport nach Ars sur Moselle widmeten, eine Aufgabe, mit welcher dieselben schon am Schlachttage begonnen hatten. Das Sanitätsdetachement der 18. Infanterie-Division, nach Amanvillers vorgegangen (vergl. vorstehend), blieb daselbst bis zum 20. August in Thätigkeit, während das 1. Sanitätsdetachement des Gardekorps am 19. August in Ste. Marie aux Chenes insbesondere auf einem Französischen Verbandplätze wirkte, welcher ohne ärztliche Hilfe angetroffen worden war. Das 2. Sanitätsdetachement des Gardekorps übernahm den Verwundeten-Transport vom Schlachtfelde nach Verne- ville und Habonville, während das 3. bis zum Abend des 19. August auf seinem Verbandplatze in Thätigkeit blieb. Das 2. Sanitätsdetachement X. Armeekorps wirkte während des 19. August in Jerusalem, ebenso das Sanitätsdetachement der 25. (Grossherzogl. Hessischen) Division bis zum Mittage des 19. August an seiner ersten Etablirungs- stelle, um sodann bis zum 23. August in Montigny la Orange seine Beistandsleistung fortzusetzen. Die Hauptstätten der Verwundetenpfiege nach der Schlacht vom 18. August wurden die Orte Gravelotte und Ste. Marie aux Chenes. In dem erstgenannten Dorfe gelangten im Laufe des 18. und 19. August nicht weniger als neun, im letztgenannten bis zum 20. August sechs Feldlazarethe zur Etablirung. Als die ersten (um 3 Uhr Nachmittags) gelangten nach Gravelotte die Feldlazarethe des VIII. Armeekorps, welche nach ihrem Eintreffen auf dem Gefechtsfelde zunächst dem 1. Sanitätsdetachement V11I. Armeekorps sich angeschlossen hatten, und zwar zunächst das 1. und 2. (von letzterem nur die 2. Sektion), bald danach das 4., endlich das 12. Wenn auch der Ort im Laufe der Schlacht mehrfach von Chassepot- und Mitrailleusen-Geschossen überschüttet wurde, konnte die einmal erfolgte Etablirung doch aufrecht erhalten bleiben, zumal nirgends im Orte Feuersbrünste entstanden, welche die in den Wohnstätten gelagerten Verwundeten gefährdet hätten. In der nahegelegenen Forme Mogador gestalteten sich die Verhältnisse leider anders. Dort war seit dem 16. August ein Französisches Lazareth errichtet und mit zahlreichen Verwundeten, darunter eine Anzahl Deutscher, belegt worden. Zufällig einschlagende Französische Granaten setzten das Gehöft in Brand und es gelang nicht, die Verwundeten den Flammen zu entreissen. Die Einwohner von Gravelotte waren fast sämmtlich geflohen; es fehlte an Nahrungsmitteln und Stroh und selbst das Wasser musste in Fässern auf Bauernwagen eine Stunde weit herbeigeschafft werden. Die für Lazarethzwecke zu Gebote stehenden Häuser und Scheunen waren vielfach weit davon entfernt, den genlässigsten hygienischen Anforderungen zu entsprechen. Das 1. Feldlazareth VIII. Armeekorps benutzte für seine Zwecke zwei an der Strasse Gravelotte — Rezonville gelegene ' Gehöfte, das 2. Feldlazareth eine Meierei an derselben Strasse, deren Räumlichkeiten — seit dem 16. August von einer Französischen Ambulance benutzt — zwischen einer Anzahl Leichen noch 17 schwerverwundete Franzosen aufwiesen. Fünf zurückgelassene Französische Zelte ermöglichten die Unterbringung der Schwerverwundeten. Beide Lazarethe blieben bis Ende August in Thätigkeit; während aber das 2. Feldlazareth ausschliesslich Verwundete aufnahm, fiel dem 1. Feldlazareth VIII. Armeekorps neben der Sorge für 86 Verwundete die Behandlung innerer Kranker zu. Das 4. Feldlazareth VIII. Armeekorps belegte vier Bauernhäuser an derselben Strasse in unmittelbarem Anschluss an den Verbandplatz des 1. Sanitätsdetachements VIII. Armeekorps. Dasselbe behandelte bis zum 23. September eine sehr grosse Zahl Verwundeter sowie Kranker von der Einschliessungs-Armee vor Metz. An dem genannten Tage wurde es durch das 7. Feldlazareth VIII. Armeekorps abgelöst. Noch näher an Metz gelangte das 12. Feldlazareth VIII. Armeekorps zur Thätigkeit. Als dasselbe nämlich nach seinem Eintreffen in Gravelotte sich überzeugte, dass daselbst eine Anzahl von Feldlazareth en bereits wirke, rückte es in der Nacht vom 18. zum 19. August nach St. Hubert Auberge vor, um den zahlreichen Verwundeten bei jenem hart umstrittenen Gehöfte Hilfe zu bringen. Das Lazareth fand dort 235 Preussen nebst 72 Franzosen und dirigirte alsbald 93 Preussen mit 20 Franzosen über Gravelotte rückwärts. Eine dauernde Etablirung in diesem Gehöfte war indessen um so weniger angängig, als militärische Bücksichten die Festhaltung desselben und seine Sicherung durch Verschanzungen nothwendig machten. Von diesen Erwägungen geleitet, befahl das Generalkommando II. Armeekorps am 20. August, das Lazareth in St. Hubert Auberge mit allen Kräften und Mitteln zu räumen. Unter Beihilfe des 3. Sanitätsdetachements IL Armeekorps erfolgte daher am 20. August die Evakuation theils nach Gravelotte, theils nach Corny. Von dem II. Armeekorps waren das L, 2. und 4. Feldlazareth am Abend der Schlacht in einer grösseren Anzahl von Bauerugehöften des Dorfes Gravelotte zur Thätigkeit gelangt. Alle Leichtverwundeten wurden alsbald nach rückwärts dirigirt, nur die am schwersten Verwundeten blieben in Gravelotte. Vom 23. Au»ust ab versah das / I ■Hl 118 TU, Kapitel: Thätigkeit der .Saiiitatsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Band I, des 18. August in VII. Armeekorps. der 1. Armee in 19. August den 2. Feldlazareth II. Armeekorps allein den Dienst, welchen es am 27. August seinerseits an das 1. Feldlazareth II. Armeekorps abgab. Endlich etablirte sich am Abend Gravelotte noch das 4. Feldlazareth Nachdem sodann das Oberkommando Gravelotte in früher Morgenstunde des Alizug des Gegners von den Höhen bei Point du jour erfahren und hiernach die Ueberzeugung gewonnen hatte, dass eine unmittelbare Fortsetzung des Kampfes nicht mehr zu erwarten stehe, war um 8 Uhr früh der Befehl ergangen, dass nunmehr sämmtliche Feldlazaretlie vom rechten Mosel- Ufer zu ihren Korps herangezogen werden sollten. In Folge dessen rückte nach Gravelotte zu den bereits etablirten Feldlazarethen noch das 2. Feldlazareth Y1L Armeekorps. Das 4. Feldlazareth VII. Armeekorps, welches am Nachmittage des 18. August angefangen hatte, in Jouy aux Arches sieh einzurichten, war Abends lO'A Uhr angewiesen worden, nach Gravelotte vorzurücken. Das Lazareth traf daselbst Nachts 1 Uhr ein und war genöthigt, 145 Verwundete in vier Scheunen, einem Schullokale und einem Privathause unter ungünstigen Verhältnissen zu behandeln. Am 24. August übergab es seinen Bestand dem inzwischen eingetroffenen 7. Feldlazareth VIII. Armeekorps. Das 2. Feldlazareth VII. Armeekorps übernahm den Verbandplatz des 2. Sanitätsdetachements IL Armeekorps und etablirte sich in der Kirche und drei Privathäusern, d. h. in Gebäuden, welche nur bei dem gänzlichen Mangel an geeigneteren Lokalitäten für Lazarethzwecke zu verwenden waren. Das Lazareth entliess mehrere hundert Mann nach Courcelles Chaussy und behielt 137 Mann, darunter 16 Franzosen, zurück. Am 24. August übergab es seinen Bestand von 48 Mann an das 7. Feldlazareth VIII. Armeekorps. Von den übrigen Feldlazarethen des VII. Armeekorps waren das 1. und 10. während der ersten Nachmittags- stunden in Ars sur Moselle eingetroffen. Nachdem das 1. Feldlazareth daselbst für seine Zwecke die Gendarmeriekaserne, das Restaurant Remy, sowie die an der Strasse nach Gravelotte liegende Kirche eingerichtet und daselbst bereits eine Anzahl Verwundeter aufgenommen hatte, traf jedoch der Befehl ein, nach Gravelotte zu eilen, um dorthin Verbandgegenstände, an denen es zu mangeln begann, zuzuführen und das ärztliche Personal in Gravelotte zu verstärken. Das Lazareth Hess daher in Ars sur Moselle nur einen Arzt und das entsprechende Pflegepersonal zurück, während das Gros bis zum Vormittage des 19. August in Gravelotte wirkte, um dann nach Ars sur Moselle zurückzukehren, wo das 10. Feldlazareth inzwischen in der Markthalle, der Knabenschule und einem Privathause sich eta- blirt hatte. Das 5. Feldlazareth VII. Armeekorps trat, nachdem es am 19. August die Mosel überschritten, alsbald in Ancy sur Moselle in Thätigkeit, indem es, ohne eigentlich etablirt zu sein, während zweier Tage die Evakuation der in Ancy eintreffenden Verwundeten theils nach Corny, theils nach Ars sur Moselle veranlasste. Von den Feldlazarethen des IX. Armeekorps hatte sich das 1. während der Schlacht Nachmittags 4 Uhr m Schlosse zu Verneville etablirt, dessen Räumlichkeiten für Lazarethzwecke sehr geeignet waren. Der starke Zugaai an Verwundeten nöthigte ausserdem, die benachbart« Scheunen, sowie vorübergehend den Schlossplatz mit Verwundeten zu belegen. In der Nacht vom 18. zum 19. August erhielten auch das 4. und 6. Feldlazareth IX. Armeekorps Befehl, sich in Verneville einzurichten. Die Lazarethe wirkten daselbst unter nicht ungünstigen hygienischen Verhältnissen; auch die Verpflegung war in Folge reichlicher Schlossbestände eine recht gute; im Schlosspark befand sich überdies ein wohlgefüllter Eiskeller. Vier als Krankenpflegerinnen ausgebildete Englische Damen, barmherzige Schwestern aus Neigge, Schwestern aus Bethanien und Alexianer Brüder widmeten sich in den Lazarethen zu Verneville der Krankenpflege. Während das 4. Feldlazareth die am östlichen Ausgange des Dorfes gelegene Meierei und die Nachbarhäuser in Anspruch nahm, war das 6. Feldlazareth mit der 1. Sektion in dem westlichen, mit der 2. Sektion in dem östlichen Theile des Dorfes thätig und belegte insbesondere die Schulgebäude. Beide Lazarethe verpflegten längere Zeit hindurch nur Schwerverwuudete, das 4. bis zum 21. August 174, das 6. IOC; jedes hat bis dahin ausserdem etwa 500 Leichtverwundete vorübergehend behandelt. Amanvillers wurde erst am 19. August von den Franzosen geräumt; Deutsche Sanitäts-Anstalten konnten daher erst an diesem Tage daselbst Hilfe bringen. Der Divisionsarzt der 1. Garde-Infanterie-Divisioii fand an dem genannten Ort am 19. August einen gänzlich verlassenen Französischen Verbandplatz mit etwa 100, zum Theil amputirten Franzosen, welche durch Aerzte des IX. Armeekorps nach St. Privat in das 11. Feldlazareth X. Armeekorps übergeführt wurden. Das 3. Feldlazareth IX. Armeekorps erhielt Befehl, sich in Amanvillers zu etabliren. Da jedoch eine Anzahl der besten Häuser in Flammen aufgegangen war, so fanden sich nur noch wenige verwerthbare Gebäude vor; man musste sich daher vorwiegend mit Scheunen und Ställen begnügen. Die starke Anhäufung Schwerverwundeter (über 400) in Amanvillers machte eine Theilung der Arbeit unbedingt erforderlich, weshalb an das 2. Feldlazareth IX. Armeekorps und das 3. Feldlazareth IL Armeekorps Anweisung erging, das vorgenannte Lazareth zu unterstützen. Im Gegensatz zu dem benachbarten Verneville waren die hygienischen Verhältnisse in Amanvillers äusserst ungünstige. In Anoux la Orange übernahm das 1. Hessische Feldlazareth am 19. den Verbandplatz des Hessischen Sanitätsdetachements. Da die Wohnräume in Anoux la Orange zur Krankenpflege sich wenig geeignet erwiesen, wurde alsbald mit dem Bau einer Baracke zu 36 Lagerstellen begonnen. Das Lazareth wirkte daselbst während des grösseren Theiles der Einschliessung von Metz (bis 10. Oktober). Nach Doncourt en Jarnisy war während der Schlacht das 3. Feldlazareth des Gardekorps gerückt und hatte sich Band I. daselbst Naehin Einrücken bere vor, zum Thei untergebracht, waren bei ihren gast ab gelang «rundeten herzu grossen Korns konnten die Ma lokalitäten ben möglich, alle "V IJeköstigung liei bar aber macht Das 5. Fei mittage des i '•!. Sanitätsdetac dem Verbandpl keit der Btabl benachrichtigt lazareth, welch korps folgte, i Nachmittags 4 1 irgend zur Ur 1. Feldlazareth 52 Mann an da Das 2. um sich am Nachm villc das eine A Gehöfte aufVie 9. Feldlazareth 19. August B Verbandplatz d Gardekorps zu Der verblie ging bei Ablösu lazareth IL Ar: In St. Ail korps 113, das g ßardekorps 204 Verhältnissen: Haus, welches Anforderungen Brunnen ersehe Wasser unbrauc durch das 2. Gn AmMorgei des Gardekorps wundete, denei die erste Hilfe lagerte seine in sieben Haus und gutes Tri 20. August ab Ste. Marie ■■M Band I Armeekorps hatte hrnittags 4 Uhr im Räumlichkeiten für Der starke Zugang die benachbart« hlossplatz mit ?«•• 18. zum 19. August ith IX. Armeekorpi 3v nicht ungünstige« Verpflegung war eine recht gute' ein wohlgemuter innen ausgebildete estern aus Neisse, ir Brüder widmeten er Krankenpflege, östlichen Ausgange irhäuser in Anspruch Sektion in dem Westen Theile des Dorfes gebäude. Beide La- Lr Schwerverwundete. lOö ; jedes hat bis dete vorübergehend rust von den Frau- Iten konnten daha gen. Der Division*- 1 an dem genannten ■enen Französischen iputirten Franzosen, ■ps nach St. Privat i hergeführt wurden, ■ps erhielt Befehl, jedoch eine Anzahl gen war, so fanden Gebäude vor; mau leuuen und Ställen Schwerverwundetei rheilung der Arbeit as 2. Feldlazarett th IL Armeekorps eth zu unterstützen. rneville waren die äusserst ungünstige. 1. Hessische Feld- lessischen Sanitäts- noux la Grange zur äsen, wurde alsbald »•stellen begonnen. s grösseren Theiles ktober). irend der Schlacht ckt und hatte sich Band I. IV. Abschnitt: Kämpfe links der Mosel und Einschliessung von Metz. 119 daselbst Nachmittags ö'/a Uhr etablirt. Es fand bei seinem Einrücken bereits 500 Verwundete — meist Franzosen — vor zum Tbeil in den elendesten Scheunen und Ställen untergebracht. Mehrere Französische Aerzte nebst Infinniers waren bei ihren Landsleuten zurückgeblieben. Vom 19. Au- mist ab gelang es, einzelne grössere Lokale für die Verwundeten herzurichten, u. a. die Kirche, die Schule, einen irrossen Kornspeicher und mehrere Scheunen; endlich konnten die Maine und mehrere Privatgebäude als Lazareth- lokalitäten benutzt werden. Vom 20. August ab war es möglich, alle Verwundeten in Bettstellen zu lagern. Die Beköstigung liess \ T ieles zu wünschen übrig, besonders fühlbar aber machte sich der Wassermangel. Das 5. Feldlazareth des Gardekorps war am Nachmittage des Schlachttages durch eine Ordonnanz des '•>. Sanitätsdetachements des Gardekorps von dem Zudrange zu dem Verbandplätze bei St. Ail und von der Nothwendig- keit der Etablirung eines Feldlazarettes in seiner Nähe benachrichtigt worden. Demgemäss rückte das 5. Feldlazareth, welchem später das 1. Feldlazareth des Gardekorps folgte, nach Jouaville und etablirte sich daselbst Nachmittags 4'/2 Uhr. Beide Lazarethe belegten alle nur irgend zur Unterkunft geeigneten Räumlichkeiten. Das 1. Feldlazareth übergab am 24. August seinen Bestand mit 52 Mann an das 5. Feldlazareth des Gardekorps. Das 2. und 11. Feldlazareth des Gardekorps etablirten sich am Nachmittag des 18. August in dem Dorfe Habon- rille, das eine Anzahl für Lazarethzwecke nicht ungeeigneter Gehöfte aufwies. Vorübergehend wirkte hier auch das 9. feldlazareth des Gardekorps, doch erhielt letzteres am 19. August Befehl, in dem nahegelegenen St. Ail den Verbandplatz der 2. Sektion 2. Sanitätsdetachements des Gardekorps zu übernehmen. (Siehe oben.) Der verbliebene Bestand beider erstgenannten Lazarethe ging bei Ablösung derselben am 22. August an das 10. Feldlazareth IL Armeekorps über. In St. Ail übernahm das 9. Feldlazareth des Gardekorps 113, das gleichfalls dort eingerückte 4. Feldlazareth des Gardekorps 204 Verwundete unter ungünstigen hygienischen Verhältnissen: unfreie Lage, im ganzen Orte kein einziges Haus, welches den an ein Lazaretbgebäude zu stellenden Anforderungen auch nur annähernd entsprochen hätte, die Brunnen erschöpft, das auf sumpfigen Wiesen vorgefundene V\ asser unbrauchbar. Beide Lazarethe wurden am 21. August durch das 2. Grossherzoglich Hessische Feldlazareth abgelöst. AmMorgen des 19. August übernahm das 12. Feldlazareth des Gardekorps in dem wohlhabenden Dorfe Batilly 214 Verwundete, denen die Sanitätsdetachements des Gardekorps die erste Hilfe hatten angedeihen lassen. Das Lazareth lagerte seine Verwundeten unter günstigen Verhältnissen in sieben Häusern; insbesondere besass der Ort reichliches und gutes Trinkwasser. Die Verpflegung liess sich vom 20. August ab in regelmässiger Weise beschaffen. Ste. Marie aux Chenes war bleich Gravelotte nach der Schlacht ein einziges grosses Lazareth, da Tausende von Verwundeten in Wohnräumen, Scheunen und Ställen dicht gedrängt bei einander lagerten. Es wirkten hier das ('>., 7. und 8. Feldlazareth des Gardekorps. Ihre Thätigkeit war zunächst dahin gerichtet, die Verwundeten zu sondern, entsprechend zu lagern und alle irgend Transportablen zu evakuiren, um den überfüllten Ort zu entlasten und hierdurch geregelte Lazarethverhältnisse anzubahnen. Das 6. Feldlazareth behielt 283, das 7. 204, darunter 17 Franzosen, das 8. 261, darunter 2G Franzosen, sämmtlich Schwerverwundete, zurück. Seitens des XII. (Königl. Sachs.) Armeekorps trafen Abends zwischen 7 und 8 Uhr das 1., 2., 5. und 6., und in der Nacht das 7., 8., 9., 10., 11. und 12. Feldlazareth in Ste. Marie ein, und zwar von den ersteren zunächst nur die Aerzte, während die später anlangenden ihre Wagen mitbrachten. Am Morgen des 19. August waren demnach in Ste. Marie in Thätigkeit: das 7. Feldlazareth des Gardekorps; vom XII. (Königl. Sachs.) Armeekorps ausser dein 1., 2. und 3. Sanitätsdetachement das 1., 2., 5. und 6. Feldlazareth mit vollem Material, sowie das Personal des 7. bis 12. Feldlazarette. Das 8. Feldlazareth XII. Armeekorps wurde am 19. Vormittags nach Auboue abgesendet; das 1. Feldlazareth musste, nachdem auch das 6. Feldlazareth des Gardekorps Mittags in Ste. Marie angekommen war. seine Kranken an das 2. Feldlazareth abgeben und nach St. Privat abrücken; das 7. und 9. Feldlazareth XII. Armeekorps wurden nach Roncourt abgeschickt (siehe später), letzteres indess schon am 20. wegen des Vormarsches des Armeekorps wieder herangezogen, so dass das 7. allein in Roncourt blieb. Somit standen am 20. August dem weiter- marschirenden XII. Armeekorps, da das 10., 11. und 12. Feldlazareth in Ste. Marie aux Chenes nur Verbandstationen einrichteten und dabei marschbereit blieben, ausser drei Sanitätsdetachements sechs Feldlazarette wieder zur Verfügung. Nachdem das 2. Feldlazareth XII. Armeekorps am 18. August Abends 8 Uhr in Ste. Marie eingetroffen war, übernahm es, wie erwähnt, die in und nahe der Kirche dieses Ortes in der Zahl von etwa 200 angehäuften Verwundeten. Da die Möglichkeit eines feindlichen Angriffs auf das Dorf nicht ausgeschlossen war, etablirte sich das Lazareth nicht eigentlich, sondern that nur das Notwendigste, indem es die Lagerung der Verwundeten ordnete und Verbände erneuerte. Am 19. August wurden die Bänke aus der Kirche entfernt, Strohsäcke gestopft und die Verwundeten so gut wie möglich gelagert. In Folge Abrückens des 1. Feldlazareths nach St. Privat übernahm das 2. die Schule mit 40, vier angrenzende Scheunen mit etwa 60 und ein grösseres Privatgebäude mit ungefähr 70 Verwundeten, so dass es gegen 460 aufgenommene Verwundete und eine sehr grosse Anzahl zeitweise Beistand suchender Leichtverwundeter zu behandeln hatte. Am 22. August früh 9 Uhr erhielt das Lazareth seitens des Korpsarztes durch den konsultirenden Chirurg Professor Dr. Braune, welcher mit 80 von der freiwilligen Krankenpflege gestellten Wagen in Ste. Marie ankam, den Befehl, die Ueber- 120 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Band führung von 300 Verwundeten nach St. Hilaire, einem südwestlich Ste. Marie an der Strasse Thiaucourt —Verdun gelegenen Dorfe zu bewerkstelligen. Zu diesem Behufe wurden dem La- zareth alsbald aus Ste. Marie und Umgegend 291 Verwundete überwiesen ; aus dem eigenen Krankenbestande kamen 11 hinzu, so dass dasselbe, nachdem es seinen eigenen Krankenrückstand an das 5. und 6. Feldlazareth in Ste. Marie abgegeben hatte, mit 302 Kranken Nachmittags 5'/s Uhr den Ausmarsch antrat. Am 23. August früh langte das Lazareth nach zwölfstündigem Marsche mit diesem Transport in dem Kloster St. Hilaire an. Unter den Ueberanstrengungen, welche die Pflege der zahlreichen Schwerkranken dem Sanitätspersonal auferlegte, erkrankten 3 Aerzte und 11 Mann. Das Lazareth blieb in St. Hilaire bis zum 26. September. Das ebenfalls nach Ste. Marie kommandirte 5. Feldlazareth XII. Armeekorps traf am 18. August Abends 8 l /t Uhr daselbst ein und entwickelte seine Thätigkeit im untern Theile des Dorfes in einem Gutshofe und der zu demselben gehörigen Scheune. Die Hilfeleistung bei den Verwundeten dauerte ununterbrochen bis zum 19. August früh 3 Uhr, um schon nach zweistündiger Käst von Neuem zu beginnen. Die gewaltige Zahl der Verwundeten gestattete fast nur Nothverbände und machte eine ausreichende Ernährung unmöglich. Das erschöpfte Sanitätspersonal wurde am 20. durch Mannschaften der Truppen unterstützt; auch trafen Delegirte der freiwilligen Krankenpflege mit Hilfsmitteln ein; behufs besserer Unterbringung der Verwundeten wurden nach Rückbeförderung eines Theils derselben ein Theil des Schlosses und eine im Schlossgarten erbaute Baracke belegt. Am 2. September übergab das Lazareth seine verbliebenen 46 Kranken an das eingerückte Lazareth - Reservepersonal X. Armeekorps, um am 3. September Ste. Marie zu verlassen. Das 6. Feldlazareth XII. Armeekorps traf ebenfalls noch am 18. August S'/ä Uhr Abends in Ste. Marie ein und betheiligte sich ohne Unterbrechung tagelang an der Behandlung der Verwundeten, welche, zum Theil in Scheunen, Kellern, Böden und Ställen versteckt, erst aufgesucht werden mussten. Auch für dieses Lazareth traf am 20. August eine Anzahl von Mannschaften aus der Truppe zur Unterstützung ein, ebenso führten auch ihm Delegirte der freiwilligen Krankenpflege Lebens- und Verbandmittel herbei. Am 2. September gab das Lazareth seinen 36 Mann betragenden Krankenstand an das Lazareth-Reservepersonal X. Armeekorps ab, um am 3. September zugleich mit dem 5. Feldlazareth und dem Lazareth-Reservedepot XII. Armeekorps von Ste. Marie aufzubrechen. Das 7. Feldlazareth XII. Armeekorps begab sich erhaltenem Befehle gemäss am 18. August Abends 9'/2Uhr aus dem Biwak nach Ste. Marie, um hier bei den Hunderten von Verwundeten, welche am 19. August früh noch auf dem Schlachtfelde lagen, eine kurze aber angestrengte Thätigkeit zu entwickeln. Seiner Bestimmung gemäss, marschirte es durch das noch brennende St. Privat nach Roncourt, wo es am 19. August früh 4'/* Uhr eintraf, um hier in einer Reihe Häuser Verwundete aufzunehmen. Die von den Einwohnern verlassenen Räume wurden sofort gereinigt und zur Kranken-Unterbringung hergerichtet. Freilich Hess sich für die Lagerung fast nichts als ungedroschenes Stroh auftreiben; empfindlich war auch der Mangel an Wasser, Salz und Brot, welches letztere das Personal des Lazareths selbst schon seit drei Tagen entbehrte. Das Wasser zum Kochen und Verbinden wurde aus einem l 1 /-' Stunde entfernten Bache herbeigetragen, die vorgefundenen Getreidevorräthe musste man ebensoweit zum Vermählen befördern. Den ganzen 19. August dauerte der Zugang an Verwundeten fort; bis Abend betrug er 168; auch in der folgenden Nacht mussten wegen der immer neu ankommenden Verwundeten fast alle Häuser, Scheunen, die Kirche, Schule etc. belegt werden, wobei sich namentlich der Mangel an Beleuchtungsmaterial als drückend herausstellte Am 29. August Mittags marschirte das 7. Feldlazarett nach Conflans ab, von da begab es sich über Etain nach Re- zonvaux, um am 31. August in Damvillers (halbwegs zwischen Verdun und Montmedy) einzutreffen, wo es die ersten Nachrichten über sein Armeekorps erlangte. Die Verpflegung war in Ste. Marie aux Cheney eben*, misslich. wie in den übrigen Lazarethen jener schwer l>e lasteten Gegend; man musste sich hauptsächlich mit da spärlichen und unsicheren Ergebnissen der Requisition begnügen. Erst am 22. August konnte das aus vorgefundenen Getreide gebackene Brot an Stelle des Zwiebacks ausgegeben werden. Das 8. Feldlazareth XII. Armeekorps erreichte seih Korps am 18. August bei Mars la Tour, als die Schlacht bei St. Privat begann, und erhielt Befehl, unverzüglicl nach Ste. Marie vorzugehen. Am 19. August wurde es von dort nach Auboue (einem Ort an der Strasse von Ste. Mark nach Briey, wo diese die Orne kreuzt) gewiesen. Es fand daselbst 211 Deutsche und einen Franzosen vor (danmtei 189 Verwundete), welche es bis zum 22. September verpflegte. Das 9. Feldlazareth XII. Armeekorps kam am 18. August Abends 6 Uhr bei Mars la Tour an. Vier Aerzte desselben wurden alsbald in den genannten Ort zur UnterstützTffif der Preussischen Aerzte abgesendet. Um 8 Uhr erhielt es den Befehl, nach Ste. Marie bezw. St. Privat und Boncourt vorzurücken. Es traf am letzteren Orte den 19. liiili 5 1 /-' Uhr ein und theilte sich mit dem 7. Eeldlazaretli in die dortigen Unterkunftsräume, von denen nicht wenigen als 15 Häuser mit 310 Kranken dem für eine solche Abgabe numerisch zu schwachen Sanitätspersonal des 9. Feld- lazareths zufielen. Nach Abgabe seines Krankenbestsnda an das 7. Feldlazareth XII. Armeekorps folgte das 9. an 21. August seiner Division. Vom 27. August bis 11. September wirkte auch da- 6. Feldlazareth X. Armeekorps in Roncourt. Die vom 1. Feldlazareth XII. (Königl. Sachs.) Armeekorp- am 18. August Abends in Ste. Marie errichtete Verband Station übergab der Chefarzt—wie oben erwähnt—am 19. Au gust Mittags an das 2. Feldlazareth und brach nach St. Privat auf, um hier ein Lazareth einzurichten. Diesem Vorhaben standen in dem grossentheils eingeäscherten und an vielen Orten noch brennenden Borfe bedeutende Schwierigkeiten entgegen. Indess gelang es, vier nur theilweise durch Granatfeuer beschädigte Häuser nach mühsamer Reinigung der wenigen verschonten Räume zu gewinnen und die hier massenhaft lagernden, zum Theil durch Johanniter-Kolonnen vom Schlachtfelde herbeigeschafften Verwundeten unterzubringen, zu verbinden, zu erquicken und aus dem Nährmittel-Bestände des Lazareths zu verpflegen. Am 8. September verblieb dem Lazareth ein Bestand von 31 (einschl 2 Französischen) Verwundeten, den es an das 11. leid lazareth X. Armeekorps abgab. Band I. Am 8. Septe auf, gelangte üb Bach Dun sur Me Was die V anlangt, so macl der Brunnen auc dass ein Gespann war, das nöthigi fünf Kilometer zuschaffen. Das üeesbar gemac] allmälig durch < insbesondere des und Genfer Hi] Unterstützung ' Proviantkolonnc In St. Priva in Thätigkeit g und Pflege der beschäftigt bliel Neben der seit dem Morp X. Armeekorps leistenden Sanii Da die Unterbi Geschosse und unmöglich hera nach Briey, Thi so dass das La hielt, bei welcl Am Tage eine Anzahl s Ambulanzen b Die Auswahl durch Preussi später mit An< sich mehrfach 24 Stunden na Seite alle Verw versehen gewe Die Verlui sind folgende todt oder in wundung verwundet vermisst . ') Vergl. L 2 ) Vergl. G Sanitits-Berieh ■Ü^HÜÜiiiHH Bau,] obei sich namentlich rückend herausstellte. das 7. Feldlazarett über Etain nach Re- s (halbwegs zwischen es die ersten Nach- 3 aux Chenes eben« en jener schwer \» •uptsächlich mit den der Requisition be- s aus vorgefundenen wiebacks ausgegeben orps erreichte seil ir, als die Schlacht >efehl, unverzfigl .ugust wurde es m Srasse von Ste. Marie gewiesen. Es ] izosen vor (daruntei 22. September ver- is kam am 18. Augral ier Aerzte desselben t zur Unterstiitziiu» Im 8 Uhr erhielt Privat und Bonconrt Orte den 19. 1 n 7. Feldlazarett in lenen nicht weniger für eine solche Aul- x'i'sonal des i). Feld- 58 KrankenbestanuV ps folgte das 9. am ier wirkte auch in icourt. 1. Sachs.) Armeekorp- errichtete Verband erwähnt—am 19.Au- »räch nach St. Prrfl . Diesem Vorhaben lerten und an vielen nde Schwierigkeiten ur theilweise ilnrcl: mühsamer Reinigung winnen und die hw Johanniter-Kolonnt'ii Verwundeten unter- und aus dem Nähr- flegen. Am 8. Sep- and von 31 (einschl. s an das 11. Fei* IV. Abschnitt: Kämpfe links der Mosel und Einschliessung von Metz. 121 Am 8. September Nachmittags brach das 1. Feldlazareth auf gelangte über Etain und Damvillers am 10. September nach Dun sur Meuse und am 15. zu seinem Armeekorps. Was die Verpflegung der Verwundeten in St. Privat anlangt, so machte sich vor Allem in Folge der Zerstörung der Brunnen auch dort erheblicher Wassermangel geltend, so dass ein Gespann neun Tage ununterbrochen damit beschäftigt war das nöthige Wasser in Fässern und Kübeln aus einem fünf Kilometer südlich St. Privat fliessenden Bache herbeizuschaffen. Dasselbe wurde erst durch Kohlenfilter genießbar gemacht. Die übrige Verpflegung regelte sich allmälig durch die Mithilfe der freiwilligen Krankenpflege, insbesondere des Sächsischen Albertvereins, des Luxemburger und Genfer Hilfsvereins; ausserdem erhielt das Lazareth Unterstützung vom Proviantamt des XI. und von einer Proviantkolonne des III. Armeekorps. In St. Privat wurden auch zwei Französische Ambulanzen in Thätigkeit getroffen, welche daselbst bei der Behandlung und Pflege der verwundeten Franzosen bis auf Weiteres beschäftigt blieben. Neben dem Sächsischen Lazareth war in St. Privat seit dem Morgen des 19. August das 11. Feldlazareth X. Armeekorps thätig, welches von dem daselbst Beistand leistenden Sanitätsdetachement 435 Verwundete übernahm. Da die Unterbringung einer so grossen Zahl in dem durch Geschosse und Brände schwer mitgenommenen Orte sich als unmöglich herausstellte, wurden alsbald 320 Transportable nach Briey, Thiaucourt und Pont ä Mousson zurückbefördert, so dass das Lazareth 115 Verwundete in seiner Pflege behielt, bei welchen es bis zum 11. September verweilte. Am Tage nach der Schlacht bei Gravelotte wurde eine Anzahl schwerverwundeter Franzosen Französischen Ambulanzen behufs Ueberführung nach Metz überlassen. Die Auswahl dieser Französischen Verwundeten erfolgte durch Preussische Militärärzte. Französischerseits') ist später mit Anerkennung hervorgehoben worden, man habe sich mehrfach überzeugen können, dass vor Ablauf von 24 Stunden nach Beendigung des Kampfes auf Deutscher Seite alle Verwundeten gelagert, verbunden und mit Nahrung versehen gewesen seien. Ergebniss. Die Verluste in der Schlacht bei Gravelotte—St. Privat sind folgende gewesen 2 ): todt oder in Folge Verwundung gestorben. . 333 Offiziere 4 905 Mann, verwundet .....586 „ 13 856 „ vermisst ......— „ 493 „ 919 Offiziere 19 254 Mann Summe: 20 173 Die erste Hilfe leisteten, indem sie am Schlachttage im Bereiche des Schlachtfeldes thätig waren, 20 Sanitäts- detachements und 24 Feldlazarethe mit 260 Aerzten, so dass auf je 1 Arzt etwa 78 Deutsche Verwundete entfallen. Von den Feldlazaretten langten ausserdem am folgenden Tage noch weitere 17 im Bereiche des Schlachtfeldes an. Die Verwundeten hatten, darnach zu urtheilen, mehr ärztlichen Beistand als in sämmtlichen vorangegangenen Kämpfen, litten aber während der nächsten Tage unter Mangel an Lebensmitteln. Schon aus diesem Grunde musste eine sofortige massenhafte Rückbeförderung ins Werk gesetzt werden. Die Verpflegung war überdies zugleich für zahlreiche Französische Verwundete zu beschallen, welche letztere zum Theil ohne ärztlichen Beistand angetroffen wurden. Zur wirklichen Etablirung gelangten in Folge der Schlacht 39 Feldlazarethe, von denen einige an mehr als einem Orte in Thätigkeit traten. Ausserdem erhielten die bereits früher etablirten Feldlazarethe, insbesondere die in Pont ä Mousson und Courcelles Chaussy befindlichen, zahlreiche Verwundete aus der Schlacht von Gravelotte— St. Privat überwiesen, welche theils in dauernde Behandlung und Pflege dieser Feldlazarethe übergingen, theils von dort aus alsbald der Heimath zugeführt wurden. Da der Rücktransport der sogleich Evakuirten noth- gedrungen über solche Orte erfolgen musste, welche — wie Vionville, Gorze u. a. — ohnehin in Folge der Schlacht vom 16. August mit Verwundeten angefüllt waren, so entstand in diesen Dörfern zeitweilig eine unvermeidliche Kranken-Anhäufung, welche auch ein noch zahlreicheres Sanitätspersonal, als sich thatsächlich zur Stelle befand, nicht sogleich hätte bewältigen können, weil es in den zerschossenen Ortschaften an Unterkunftsräumen fehlte und die Versperrung der Strassen durch Truppen sowie Kolonnen jeder Art die Evakuations-Transporte aufhielt und Hilfeleistungen verzögerte.') Einschliessung von Metz 2 ) bis zur Schlacht bei Noisseville. Seine Majestät de»' König von Preussen hatte für die Einschliessung der Festung Metz unter dem 19. August ausser der I. Armee und der 3. Reserve-Division das IL, III., IX. und X. Armeekorps bestimmt 3 ), und zwar sollten sechs Armeekorps auf dem linken, ein Armeekorps und die ') Vergl. Le Fort in der Revue des deux mondes 1871. 2 ) Vergl. Generalstabswerk I, Anlage 24 und Berichtigungen. Sanitits-Berieht ttlrer die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. !) Betreffs der Verhältnisse in Pont ä Mousson und anderen rückwärts gelegenen Orten siehe auch „Kriegs- und Etappenlazarethe" am Schlüsse dieses Abschnitts, sowie das Kapitel „Krankenzerstreuung". 2) Vergl. Generalstabswerk I, S. 1389 ff. 3 ) Vergl. Generalstabswerk I, S. 930. — Da die 3. Reserve- Division sowie die zur I. Armee gehörige 1. und 3. Kavallerie-Division eigene Sanitätsanstalten nicht besassen, setzten sich die zur Kin- sc-hliessungs-Armee vor Metz gehörigen aus denjenigen des I., VII., VIII., II., III., IX. und X. Armeekorps zusammen, bestanden daher 16 122 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. 3. Reserve-Division auf dem rechten Moselufer verbleiben *). Gleichzeitig war die Bildung der Arrnee-Abtheilung Seiner Königlichen Hoheit des Kronprinzen von Sachsen erfolgt, welche, aus dem Garde-, IV. und XII. Armeekorps nebst der 5. und 6. Kavallerie-Division zusammengesetzt, eine anderweitige Verwendung erhielt (vergl. V. Abschnitt „ Vormarsch"). Bei dieser veränderten Sachlage ward seitens des Oberkommandos der II. Armee bezüglich des Sanitätsdienstes bei der Einschliessungs-Armee unter dem 20. August Folgendes verfügt: „Die innerhalb der Korps-Rayons etablirten Feldlazarethe von Korps, welche nicht zur Cemirungs-Armee gehören, sind durch Verrnittelung der-Feldlazarett!-Direktoren möglichst bald behufs Wiederanschlusses an ihre abgerückten Korps disponibel zu machen, theils durch Evakuation, theils durch Uebermittelung des erforderlichen Lazareth-Reservepersonals, theils mittels Ablösung durch die den resp. Korps angehörigen Feldlazarethe." Die von diesem Armee-Befehle vornehmlich betroffenen Feldlazarethe des Gardekorps waren zu jener Zeit hauptsächlich in Folge der Schlacht von Gravelotte—St. Privat sämnitlich etablirt. Von denselben wurden das 4. und 9. in St. Ail am 21. August durch das 2. Grossherzoglich Hessische Feldlazareth, das 2. und 11. am folgenden Tage iu Habonville durch das 10. Feldlazareth II. Armeekorps abgelöst, während das 1. Feldlazareth des Gardekorps am 24. August in Jouaville seine Thätigkeit beendete. Von den übrigen 7 Feldlazarethen des Gardekorps wurden abgelöst: das 3. in Doncourt en Jarnisy am 31. August durch das 3. Feldlazareth III. Armeekorps, das 5. Feldlazareth in Jouaville am 28. August durch das in Anoux la Grange bereits etablirte 1. Grossherzoglich Hessische, das Ü. und 7. in Ste. Marie aux Chenes am 2. September aus 20 Sanitätsdetachements und 84 Feldlazarethen (ein Sanitäts- detachement IX. Armeekorps war zunächst mit der 17. Division in Deutschland geblieben). Von den Feldlazarethen waren am 19. August etablirt: I. links der Mosel: in Folge der Schlacht bei Gravelotte—St. Privat 22 „ , , „ „ Vionville—Mars la Tour 19 Summa 41 II rechts c er Mosel: in Folge dei Schlacht bei Colombey- -Nouilly 6 » n • V 7> Spicheren 3 Summa 9 Endlich war eins (12. II.) während des Vormarsches der III. Armee in St. Avold zurückgeblieben (vergl. Seite 103 und 104). Im Ganzen waren somit etablirt: 51 Feldlazarethe, so dass noch 33 bei der Einschliessungs-Armee zur Verfügung standen. Von den 51 etablirten Feldlazarethen der zur Einschliessungs-Armee gehörigen Armeekorps wirkten 47 in der Gegend um Metz, ausserdem ebendaselbst 12 Feldlazarethe des Gardekorps und 7 des XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps. Im Ganzen waren demnach am 19. August rings um Metz t>6 Feldlazarethe thätig. ] ) Das Nähere über die Dislokation der zur Einschliessungs- Armee gehörigen Truppen während des August siehe Generalstabswerk I, S. 937 und 1389 ff. durchLazareth-Reservepersonal IX. Armeekorps, nachdem d& gleichfalls dort beschäftigte 8. Feldlazareth des GardeW bereits am 26. August seinen Bestand an das 6. Feldlazarett des Gardekorps übergeben hatte, — das 10. am 6. Septemba in Font ä Mousson durch Lazareth-Reservepersonal de, Gardekorps, endlich das 12. in Batilly am 25. August dunl das 9. Feldlazareth II. Armeekorps. Von den 12 Feldlazarethen des Gardekorps waren >«. mit bis zum Schlüsse des Monats August im Ganzen 9 auf- oder abgelöst. Die Ablösung erfolgte theils durch bestehende Lazarethe, theils durch Neu-Etablirungen von Feldlazarethen der Einschliessungs-Armee, nämlich des 9. und 10. Feldlazareths IL, des 3. Feldlazaretts III. Armeekorps und des 2. Hessischen Feldlazareths. (Vergl. vorstehend. Auf diese Weise gelang es, während der rasch darnach folgenden Schlacht bei Sedau fünf Feldlazarethe des Garde- korps bereits wieder auf dem dortigen Schlachtfelde zo versammeln. Von den sieben auf dem Schlachtfelde des 18. August zunächst verbliebenen Feldlazarethen des XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps konnte, nachdem das 9. bereib am 21. August von Roncourt abmarschirt war, im Laufe des August (am 29.) nur noch das ebenfalls in Roncourt beschäftigte 7. Feldlazareth dem Armeekorps nachgeschieh werden (vergl. Seite 119). Ausser den erwähnten Sanitätsanstalten des Gardekorpä und des XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps gelangten in der Zeit vom 20. bis Ende August noch andere 14 in Folge der Schlachten um Metz etablirte Feldlazarethe zur Auf- oder Ablösung, theils weil die äusseren Verhältnisse, unter denen dieselben zu wirken hatten, überaus ungünstige blieben, oder militärische Rücksichten die Räumung der betreffenden Orte nothwendig machten, anderu- theils weil die Zahl der Verwundeten durch Entlassungen eine erhebliche Verringerung erfahren hatte. Diese Lazarethe waren: Von den in Folge der Schlacht bei Colombey—Nouilly etablirten: das 12. Feldlazareth I. Armeekorps in Colombey— Aubigny. Von den durch die Schlacht bei Vionville—Mars la Tour zur Thätigkeit gelangten: das 2. Feldlazareth III. Armeekorps in Tronville, das 11. Feldlazareth desselben Armeekorps in Rezonville, das 2. Feldlazareth IX. Armeekorps in Mars la Tour und das 3. Feldlazareth X. Armeekorps in Vionville. Von den an der Schlacht bei Gravelotte — St. Privat betheiligten: das 2. und 4. Feldlazareth IL, das 2. und 4. Feldlazareth VII., das 1. Feldlazareth VIII. und die 2. Sektion des 2. Feldlazareths VIII. Armeekorps in Gravelotte, das 12. Feldlazareth desselben Armeekorps in St. Hubert, das 1. Feldlazareth IX. Armeekorps in Verneville, endlich das 6. Feldlazareth III. Armeekorps in Pont ä Mousson. Andererseits öffneten sich in dieser Zeit für die Pflege der Verwundeten 4 bisher in Bereitschaft gehaltene Feldlazarethe, indem das 6. Feldlazareth X. Armeekorps am 9. August das 7. Feldlazareth XII. (Königl. Sachs.) Armeekorps in Roncourt ablöste, das 11. Feldlazareth IL Armeekorps am 20. August in Villers aux Bois 208, sowie das Band I- 4. Hessische F la Orange 284 ] 7. Feldlazareth Stelle des 2. m lazareths VIII. Das Bestre sungs-Armee gi und Typhuskrai ander zu trenne weise verwirkli Verwundeten g auch den Ruh mussten. Wo verschiedenen schaften ermög Trennung im 0 Schlüsse des innerlich Krank Auf dem r sein 11. Feldlazi korps sein 11. F 5. auf dem linke hieran anschliess in St. Marcel, wc 21.bis23.Augus aufnahm, um sie zum 30. Augusl „Vormarsch"); d lazareths am 29. Feldlazareth am lazareth am 23. 1 in Pierrevillers i das X. Armeeko: 3. am 22. Augui Die Zahl etablirten Feld oben erwähnter Im Allgerr. unter sehr ung keiten, welche Vionville—Mar hervorgehoben geringen Theil der Einschliess stand, dass zah selbst stattfinde: bei Noisseville) sächlichsten Er doch in so gro und Kranken e nügende vorläu: kadaverösen Av Auch abgesehe: aller Dörfer 2 ) ( ») Vergl. Se 2 ) Vergl. Se IV. Abschnitt: Kämpfe links der Mosel und EinSchliessung von Metz. 123 neekorps, nachdem da* sareth des Gardekorp, an das 6. Feldlazarett is 10. am 6. Septem],; -Reservepersonal de, ' am 25. August durd jardekorps waren m just im Ganzen 9 auf- gte theils durch 1». leu-Etablirungen von tee, nämlich des 9. und ■eths III. Armeek«n (Vergl. vorstehend.. ind der rasch darnach dlazarethe des Gardegen Schlachtfelde zo tfelde des 18. August des XII. (Königlich Adern das 9. bereits ichirt war, im Laufe sbenfalls in Roncourt ekorps nachgeschickt .alten des Gardekorpä m) Armeekorps geAugust noch andere tablirte Feldlazarette lie äusseren Verhalt- ken hatten, überall he Rücksichten die idig machten, andern- durch Entlassungen hatte. ei Colombey—Nouilly ikorps in Colombey— ionville —Mars la Tour areth III. Armeekorps selben Armeekorps in korps in Mars la Tour n Vionville. Von den ivat betbeiligten: das 4. Feldlazareth VII., >n des 2. Feldlazaretts Feldlazareth desselben .areth IX. Armeekorps ;h III. Armeekorps in 3r Zeit für die Pflege ihaft gehaltene Feld- X. Armeekorps am Snigl. Sachs.) Armee- dlazareth II. Armee- 3ois 208, sowie das i 4. Hessische Feldlazareth am 24. August in Montigny la Orange 284 Französische Verwundete übernahm und das 7. Feldlazareth VIII. Armeekorps in Gravelotte an die Stelle des 2. und 4. Feldlazareths VII. sowie des 1. Feldlazareths VIII. Armeekorps trat. Das Bestreben der Sanitätsleitung bei der Einschlies- sungs-Armee ging dahin, die Verwundeten von den Ruhrund Typhuskranken und letztere beiden Kategorien von einander zu trennen; diese Absicht liess sich aber nur thcil- weise verwirklichen, weil die Dörfer um Metz noch mit Verwundeten gefüllt waren und eben diese Ortschaften auch den Ruhr- und Typhuskranken Unterkunft bieten mussten. Wo sich in Folge dessen keine Trennung der verschiedenen Gruppen der Pflegebefohlenen nach Ortschaften ermöglichen liess, wurde wenigstens räumliche Trennung im Orte selbst angestrebt. So wurden bis zum Schlüsse des August 11 Feldlazarethe vorzugsweise für innerlich Kranke bestimmt. Auf dem rechten Moselufer etablirte das I. Armeekorps sein 11. Feldlazareth am 29. August in Vigy, das VII. Armeekorps sein 11. Feldlazareth am 27. August in Mecleuves, sein 5. auf dem linken Moselufer in Ars sur Moselle am 25. August; hieran anschliessend das III. Armeekorps sein 12. vorübergehend in St. Marcel, wo dasselbe in der Schule und einer Scheune vom 21. bis 23. August Typhus- und Kuhrkranke, auch 37 Verwundete aufnahm, um sie nach Verneville abzugeben und demnächst bis zum 30. August in Etain zu verweilen (vergl. V. Abschnitt „Vormarsch"); das II. Armeekorps die 1. Sektion seines 10. Feldlazareths am 29. August und das IX. Armeekorps das 3. Hessische Feldlazareth am 27. August in Briey, sein 5. Preussisches Feldlazareth am 23. August in Moutier, das 5. Hessische am 28. August in Pierrevillers und das 6. Hessische am 30. August inMoyeuvre, das X. Armeekorps sein 9. am 21. August in Marange und sein 3. am 22. August in Haueoncourt. Die Zahl der bei Beginn des September um Metz etablirten Feldlazarethe betrug somit (unter Ausschluss des oben erwähnten 12. Feldlazareths 111. Armeekorps) 55. Im Allgemeinen wirkten die Feldlazarethe um Metz uuter sehr ungünstigen Verhältnissen. Manche Schwierigkeiten, welche schon gelegentlich der Schlachten bei Vionville—Mars la Tour und bei Gravelotte—St. Privat hervorgehoben worden sind, bestanden für einen nicht geringen Theil der Lazarethe während der ganzen Dauer der Einschliessung fort. Dahin gehört vor Allem der Umstand, dass zahlreiche Etablirungen entweder in den Orten selbst stattfinden mussten, welche (einschliesslich des Kampfes bei Noisseville) in vier opferreichen Schlachten die hauptsächlichsten Entscheidungsstätten abgegeben hatten, oder doch in so grosser Nähe derselben, dass die Verwundeten und Kranken ebenso wie die Gesunden den durch ungenügende vorläufige Bestattung der Gefallenen') begünstigten kadaverösen Ausdünstungen unmittelbar ausgesetzt blieben. Auch abgesehen davon musste der insalubre Zustand fast aller Dörfer 2 ) Gefahren für die Gesunden heraufbeschwören, Vergl. Seite 65, sowie 82 ff. Vergl. Seite 66. eine geregelte Lazarethbehandlung nach jeder Richtung erschweren und die Resultate der Behandlung — namentlich der Verwundetenpflege — beeinträchtigen. Ueberall lagen die Düngerhaufen vor den Häusern auf der Strasse und waren vielfach zu ungeheuerer Ausdehnung angewachsen. So mussten in Colligny (dem Etablirungsort des 7. Feldlazareths VIT. Armeekorps) vier "Wagen eine volle Woche hindurch täglich von früh bis Abend fahren, um den im Orte angesammelten Dünger auf die benachbarten Felder zu schaffen. Die Un- reinlichkeit in den von Geschossen und Feuersbrünsten verschonten Häusern machte einen grossen Theil der knappen Unterkunftsräume zur Krankenbehandlung wenig geeignet, zumal dieselben ohnehin fast ausnahmslos niedrig, klein, schlecht gedielt oder nur mit festgestampftem Lehmboden versehen waren. Auch die Scheunen stellten wegen der landesüblichen Bauart der Gehöfte im Allgemeinen einen sehr mangelhaften Nothbehelf dar. Dieselben bildeten meist keine besonderen Gebäude, sondern waren mit den Wohnräumen und Ställen unter einem Dache vereinigt. Die allein verwendbare schmale Tenne, stets auf einer Seite vom Stalle begrenzt, besass nur ein an der Strasse gelegenes Thor, welches den einzigen Zugang für Licht und Luft bildete; ein hinterer Ausgang fehlte. Wegen der Tiefe der Gebäude war der hintere Theil der Tenne dunkel, daher unbrauchbar. Unter diesen Umständen gewann die Krankenbehandlung in Baracken vor Metz eine immerhin grössere Ausdehnung, als auf den übrigen Kriegsschauplätzen mit Ausnahme der Etappenlinien, 1 ) und wäre ohne Zweifel noch weit mehr ausgedehnt worden, wenn der Beschaffung des Materials nicht die grössten Schwierigkeiten entgegengestanden hätten. 2 ) Eine umfangreichere Verwendung von Zelten blieb durch die Ungunst der Witterung ausgeschlossen. Den Verpflegungsschwierigkeiten halfen vielfach die Depots der freiwilligen Krankenpflege mehr oder weniger ab; der schon häufig erwähnte Wassermangel 3 ) hingegen bildete auch in den Lazarethen eine schwer zu überwindende Kalamität. Die grosse Zahl Schwerverwundeter, welche anfangs die Lazarethe um Metz füllte, später die noch grössere Zahl von Ruhr- und Typhuskranken stellte an das ärztliche und Pflegepersonal die höchsten Anforderungen, denen zu genügen um so schwerer fiel, als ein beträchtlicher Theil des Sanitätspersonals selbst von den Seuchen ergriffen ward. Mit Absicht vertheilte die Sanitätsleitung die Feldlazarethe (somit auch die Kranken) auf eine möglichst grosse Zahl von Ortschaften; nur in Pont ä Mousson, wo sich sogleich nach den Schlachten vom 16. und 18. August eine gewaltige Menge Verwundeter angestaut hatte, 4 ) welcher Ort überdies namentlich während der ersten Zeit der Ein- ') Vergl. das Kapitel „Zelte und Baracken". «) Vergl. Seite 66. 3 ) Vergl. insbesondere Seite 67 und 75. *) Vergl. Seite 112 und 121. 16* 124 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetaehements, Feld- etc. Lazarethe. Band I Schliessung von Metz den Sammelpunkt für die Krankenrückbeförderung abgab, 1 ) wirkte bis in den Oktober hinein eine grössere Anzahl von Feldlazarethen gleichzeitig (Anfang September sechs), daneben von Mitte September ab theils gleichzeitig, theils nach einander sechs Sektionen Lazareth- Reservepersonal. 2 ) Schlacht bei Noisseville am 31. August und 1. September 1870. 3 ) Die Schlacht bei Noisseville am 31. August und 1. September brachte für eine Anzahl von Sanitätsdetaehements und Feldlazarethen erneute Thätigkeit. Die Schlacht begann am 31. August um 4 Uhr Nachmittags, entwickelte sich in der Nähe der Dörfer Poix, Servigny und Noisseville und währte zunächst bis gegen 10 Uhr Abends. Die 1. und 2. Sektion 3. Sanitätsdetaehements I. Armeekorps waren sogleich zur Stelle. Erstere etablirte ihren Verbandplatz an einem durch Buschwerk geschützten, neben einer Quelle befindlichen Ort in der Schlucht, welche sich von Noisseville nach Gras hinzieht, musste jedoch diesen Platz später mit Gras vertauschen, l wo sie von den Aerzten des dort etablirten 8. Feldlazareths I. Armeekorps unterstützt werden konnte. Die 2. Sektion fand eine sehr günstige Aufstellung zunächst in einem nahe bei Vremy gelegenen Gehöft, sah sich jedoch im Verlaufe der Schlacht genöthigt, in ein etwa 200 Schritt dahinter befindliches Gebäude zurückzugehen. Unterstützt wurde diese Sektion durch die Aerzte des 2. Feldlazareths 1. Armeekorps. Nach dem letzteren Platze wurden die Verwundeten vom rechten Flügel, nach Gras diejenigen vom linken Flügel gebracht. In Poix, Servigny und Noisseville hatten die Truppenärzte Nothverbandplätze eingerichtet. Vorübergehend befand sich ein am äussersten Ende von Servigny etablirter Verbandplatz in den Händen der Feinde, doch blieben Aerzte und Verwundete, nachdem der Verbandplatz als solcher erkannt war, vollständig unbehelligt. Am nächsten Morgen begann der unterbrochene Kampf aufs Neue. Während das 1. Sanitätsdetachement I. Armeekorps in der Gegend von Noisseville blieb, war links von ihm in der Gegend von Puche und Flanville das 2. Sanitätsdetachement desselben Armeekorps thätig; das 3. errichtete nördlich Noisseville am östlichen Ausgange von Vremy seinen Hauptverbandplatz, mit der 2. Sektion aber einen Hilfsverbandplatz zwischen Noisseville und Chäteau Gras. In Vremy und in St. Barbe wirkte am 1. September das Sanitätsdetachement der 25. (Grossherzogl. Hessischen) Division; nordwestlich Vremy, in dem Dorfe Charly, das 1. Sanitätsdetachement IX. Armeekorps; indessen wurde J ) Vergl. das Kapitel „Kraukenzerstreuung". 2 ) Vergl. „Kriegs- und Etappenlazarethe" am Schluss dieses Abschnitts. 8 ) Generalstabswerk I, S. 1419. letzteres durch Feuer vom Fort St. Julien gezwungen, seinen Verbandplatz zu räumen und etwa tausend Schritt weiter rückwärts einen zweiten zu etabliren. Auch das 3. Sanitätsdetachement IX. Armeekorps, zur 17. Infanterie-Division gehörig, welche mit der 2. Landwehr- Division unter Seiner Königlichen Hoheit dem Grossherzo« von Mecklenburg-Schwerin seit dem 25. August mittel- Eisenbahn von Hamburg bezw. Bremen aus nach Neunkirchei bezw. Homburg in der Pfalz befördert worden war, gelangte noch am 1. September, dem Tage seines Eintreffens v Metz, dazu, Verwundeten aus der Schlacht bei Noisseville Beistand zu leisten. Das in Folge der Schlacht vom 14. August in Gras und Les Etangs noch etablirte 1. und 8. Feldlazarett 1. Armeekorps dienten zur Unterbringung der Verwundeten der Schlacht bei Noisseville. Besonders stark war der Zugang bei dem 8. Feldlazareth I. Armeekorps in Gra>, welches 323 Verwundete in längere Behandlung nahm. trotzdem dasselbe alle irgend Marschfähigen so schnell al- möglich nach rückwärts dirigirte. Dieser massenhafte Zugang nöthigte das Lazareth, noch vier Häuser, sechs Scheunen und mehrere Stallungen mit Verwundeten zu belegen. In dem vom Schlachtfelde entfernteren Les Etang! war der Zugang wesentlich geringer. Derselbe betrag fir das bereits etablirte 1. Feldlazareth I. Armeekorps 72 Verwundete. Da indessen das 1. Feldlazareth Ende August aus den Kämpfen des 14. August noch 81 Schwerverwundete in Behandlung hatte, auch der Zugang an Verwundeten aus den dem Schlachtfelde nähergelegenen Ortschaften am 2. September andauerte, wurde neben dem 1. das 9. Feldlazareth I. Armeekorps in Les Etangs etablirt. Letzteres nahm daselbst 88 Verwundete auf, welche es in der Schmiede, dem vom 1. Feldlazareth ihm überlassenen Schul- hause und einem grösseren, im Rohbau nahezu vollendeten Privathause lagerte. Neben den genannten Feldlazarethen war auch das seit dem 29. August vornehmlich für die Kranken der 3. Reserve-Division, welche eigene Sanitätsformationen nicht besass, in Vigy etablirte 11. Feldlazareth 1. Armeekorps bei der Behandlung der Verwundeten aus der Schlacht bei Noisseville betheiligt, indem es 308 Verwundete aufnahm. In dem nahe gelegenen Schlosse Buy Hess sich am 1. September das 1. Feldlazareth IX. Armeekorps nieder. Es nahm daselbst 127 Verwundete auf, von denen es 31 am 5. September dem 10. Feldlazareth X. Armeekorps übergab, welches seit dem 3. September in Ennery etablirt war und fortan den Dienst dort und im Schlosse Buy versah. In den Ortschaften Cheuby und Avancy wurden das 5. und 6. Feldlazareth I. Armeekorps aufgeschlagen. Da- erstere rückte am Nachmittage des 31. August in Cheuh) ein und nahm von 7 Uhr Abends ab Verwundete auf, deren Zahl im Laufe des 1. September auf 264 anwuchs. Ah Lazarethräumlichkeiten wurden zwei Landhäuser, ■ -J 3 k ® ^ r2 Ui X co Ol 'S W i o < X u CO H 2 3 I I I 'k Nä4-C^ \ ■■ it. Julien gezwungen, etwa tausend Schritt abliren. IX. Armeekorps, zu- i mit der 2. Landwehr- iheit dem Grossherzo» a 25. August mittelaus nach Neunkirchei worden war, gelangte seines Eintreffens vor Macht bei Noissevii l 14. August in Gras und 8. Feldlazarett ;ung der Verwundeter aders stark war der Armeekorps in Gn>. e Behandlung nahm, fähigen so schnell ah ieser massenhafte Zu- läuser, sechs Scheune« leten zu belegen, fernteren Les Etan»- 0 Derselbe betrag fir . Armeekorps 72 Ter- Ende August aus den Schwerverwundete in an Verwundeten aus ;nen Ortschaften am dem 1. das 9. Fehl- s etablirt. Letzteres welche es in der m überlassenen Schul- u nahezu vollendeten ethen war 1 auch das ir die Kranken der Sanitätsformationeii eldlazareth I. Armee- leten aus der Schlacht Verwundete aufnahm, e Buy liess sich am . Armeekorps nieder, nf, von denen es 31 reth X. Armeekorps er in Ennery etablirt i Schlosse Buy versah. Avancy wurden das aufgeschlagen. Da- ; 1. August in Clieuhy "erwundete auf, derer f 264 anwuchs. Als i Landhäuser, ein o o o ©" CO 1 "**$? Band I. die 0 Lazai grösseres aus höft und mando des ffir das Stühlen her, Das 6. des 1. Sept richten 338 Verwund alsbald 193 preussischen F en In Mont In Franzosen in dem Reservepei Aufnahme ge dort als Gefi dauernd hefti (vergl. Seite b< dort 'SOI * Die Ter 31. August u: todt oder Verwun verwundet vermisst Die erst« tätsdetacheme etatsmässigen Verwundete e Da drei Verwundete a nur noch 4 I Einschliei Die Ven Heeres gestal maassen: Zunächst des Gardekor] das 10. in P< durch Lazare abgelöst. De hinsichtlich di Gesichtspunkl ') General 2 ) Generali ^HB Band I. IV. Abschnitt: Kämpfe links der Mosel und Einschliessung von Metz. 125 grösseres aus Wohnhaus und 3 Scheunen bestehendes Ge- liöft und die Mairie in Anspruch genommen. Ein Kommando des Ostpreussischen Pionier-Bataillons No. 1 stellte für das Lazareth eine Reihe von Bettstellen, Tischen und Stühlen her. Das 6. Feldlazareth I. Armeekorps erhielt am Morgen des 1. September Befehl, sich in dem Dorfe Avancy einzurichten. In acht Bauerngehöften brachte das Lazareth 338 Verwundete nothdürftig unter, von denen es indessen alsbald 193 evakuirte. Auch in Avancy sorgten die Ostpreussischen Pioniere für Herstellung von Bettstellen. In Montoy, welcher Ort 24 Stunden lang von den Franzosen besetzt blieb, hatten Preussische Verwundete in dem dort bestehenden von der 1. Sektion Lazareth- Reservepersonals I. Armeekorps übernommenen Lazareth Aufnahme gefunden. Siebzig Leichtverwundete wurden von dort als Gefangene weggeführt. Das Lazareth war fortdauernd heftigem Granatfeuer von beiden Armeen ausgesetzt (vergl. Seite 109). Ergebniss: Die Verluste in der Schlacht bei Noisseville am 31. August und 1. September sind folgende gewesen: 1 ) todt oder in Folge Verwundung gestorben 32 Offiziere, 646 Mann, verwundet .... 94 „ 1961 „ vermisst ..... 2 ,, 243 ,, 128 Offiziere, 2850 Mann. Summe 2978. Die erste Hilfe leisteten während der Schlacht 6 Sani- tätsdetachements und 6 Feldlazarethe mit zusammen 72 etatsmässigen Aerzten, so dass auf je 1 Arzt 41 Deutsche Verwundete entfallen. Da drei bereits in der Nähe thätige Feldlazarethe Verwundete aufnahmen, so gelangten in Folge der Schlacht nur noch 4 Feldlazarethe zur Etablirung. Einschliessung von Metz bis zur Uebergabe am 27. Oktober 1870. 2 ) Die Verwendung der Feldlazarethe des Einschliessungs- Heeres gestaltete sich im Verlaufe des September folgender- maassen: Zunächst wurden die drei noch etablirten Feldlazarethe des Gardekorps — das 6. und 7. in Ste. Marie aux Chenes, das 10. in Pont ä Mousson — am 2. bezw. 6. September durch Lazareth-Reservepersonal des IX. und Gardekorps abgelöst. Des Weiteren aber traten für die Sanitäts-Leitung hinsichtlich der Verwendung der Feldlazarethe nachstehende Gesichtspunkte in den Vordergrund der Erwägungen. >) Generalstabswerk I, Anlage 58. 2 ) Generalstabswerk L, S. 1389; II S. 264 ff. Unter der Ungunst der äusseren Verhältnisse litten mit der Armee auch ihre in die Feldlazarethe aufgenommenen, durch die Verwundung erschöpften, in ihrer Widerstandskraft geschwächten Verwundeten, und letztere um so mehr, als die Etablirung zahlreicher Feldlazarethe recht eigentlich auf der Wahlstatt hätte erfolgen müssen. Trotz aller Bemühungen, gesonderte Ruhr- und Typhuslazarethe zu errichten, hatten daher beide Krankheiten schon im August angefangen, auch eine grosse Anzahl derjenigen Feldlazarethe zu durchseuchen, welche vornehmlich der Verwundeten-Pflege dienten. Zahlreiche Schwerverwundete, deren Zustand zu den besten Hoffnungen auf Wiederherstellung berechtigte, wurden Opfer der Seuchen. Starben doch allein in dem 1. Feldlazareth X. Armeekorps zu St. Apolline 30 Verwundete an Ruhr. In einer Reihe von Feldlazarethen erkrankte das gesammte Personal entweder an Ruhr oder an Typhus; es gab daher Feldlazarethe, in denen das ursprüngliche Personal vollständig ersetzt werden musste, zunächst aus den nicht etablirten Feldlazarethen und den Sanitäts- detachements, weiterhin aus dem Sanitätspersonal der Truppen. In Würdigung dieser Sachlage beschloss die Sanitätsleitung: Entfernung möglichst aller Verwundeten aus dem Bereiche der Einschliessungs-Armee durch Evakuation, vollständige Schliessung wenigstens der besonders ungünstig gelegenen Feldlazarethe, soweit die betreffenden Ortschaften nicht bereits im August hatten geräumt werden können, Etablirung weiterer Feldlazarethe thunlichst in seuchenfreien, hygienisch günstigeren und, wo möglich, vom Schlachtfelde entfernteren Ortschaften. Für den Transport der Kranken nach rückwärts war es von wesentlichem Vortheil, dass den grossen Schlachten um Metz eine Zeit verhältnissmässiger Ruhe folgte, die nur am Schlüsse des August und im Beginn des September durch die Schlacht bei Noisseville noch einmal unterbrochen wurde. Allmälig ermöglichten ausgedehntere Verbindungen mit der Ileimath und die Beendigung der Truppen-Transporte nach dem Kriegsschauplatze mehr und mehr die Ueber- führung der Verwundeten in die heimathlichen Lazarethe; insbesondere gestattete die ausgedehnte Benutzung der seit dem 25. August eröffneten Bahnstrecke Nancy—Ars sur Moselle 1 ) eine schonende Rückbeförderung selbst der Schwerverwundeten. Bei der Nothlage um Metz musste der Evakuation der Verwundeten eine Ausdehnung gegeben werden, welche unter anderen, nur einigermaassen günstigeren Verhältnissen sicherlich vermieden worden wäre. Wo daher in den vornehmlich für Verwundete bestimmten Feldlazarethen etwa von Mitte September ab sich >) Die Ende September hergestellte Feld-Eisenbahn Pont ä Mousson—Remilly kam für den beregten Zweck erst im Oktober zur Geltung. — Vergl. im Uebrigen das Kapitel „Krankenzerstreuung". Wg^^m ■■■ Ä»o'!^*J^iST;^s»>»3^Ki H IBHI 126 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. noch Verwundete befanden, handelte es sich um Verletzungen schwerster Art: insbesondere um Höhlen- und grosse Gelenkwunden. Von den Ortschaften, in welchen durch die Schlachten um Metz Feldlazarethe zur Thätigkeit gelangt waren, wurden im September für Lazarethzwecke theils dauernd, theils vorübergehend aufgegeben: Amanvillers (2. und 3. Feldlazareth IX., sowie das 3. IL Armeekorps), Habonville (10. Feldlazareth II. Armeekorps), St. Privat (11. Feldlazareth X. Armeekorps), Montigny la Grange (4. Hessisches Feldlazareth), St. Thiebault bei Gorze (5. Feldlazareth VIII. Armeekorps) und Thiaucourt (5. Feldlazareth X. Armeekorps). Als im Laufe des September Truppen-Dislokationen innerhalb der Binschliessungs-Armee erfolgten 1 ) und gleichzeitig die Abnahme der Verwundeteuzahl in den Feldlazarethen eine Vereinfachung des Dienstbetriebes gestattete, trat ein Wechsel der Feldlazarethe ein in den Ortschaften Ars sur Moselle, Gravelotte, Vionville, Mars la Tour, Gorze, Verneville, Roncourt, Pierrevillers und St. Apolline. In Ars sur Moselle wurde das 1. Feldlazareth VII. durch das 10. VIII. Armeekorps, in Gravelotte das 4. Feldlazareth VIII. durch das 7. desselben Armeekorps abgelöst; in Vionville übergab das 9. Feldlazareth III. Armeekorps seinen Bestand am 13. September an das ebenfalls daselbst etablirte 8. Feldlazareth desselben Armeekorps; in Mars la Tour übernahm das neben dem 10. Feldlazareth III. Armeekorps daselbst thätige 2. Feldlazareth X. Armeekorps am 2. September die Kranken des ersteren mit und wurde selbst am 27. September durch Lazareth-Reservepersonal X. Armeekorps abgelöst; in Gorze verblieb nach der am 8. September erfolgten Auflösung des 5. Feldlazareths III. nur noch das 7. Feldlazareth desselben Armeekorps; die Dörfer Verneville (4. und 6. Feldlazareth IX. Armeekorps) und Roncourt (6. Feldlazareth X. Armeekorps) wurden in Folge der Truppen-Verschiebungen dem Bezirk des III. Armeekorps, Pierrevillers (5. Hessisches Feldlazareth) dem des X. Armeekorps zugetheilt, daher sich unter jeweiliger Ablösung der ebengenannten Lazarethe am 28. September in Verneville das 5., in Boncourt am 11. September das 12. Feldlazareth III. Armeekorps und in Pierrevillers schon am 8. September das 12. Feldlazareth X. Armeekorps etablirte; in St. Apolline endlich fand am 29. September die Ablösung des 1. Feldlazareths X. durch Lazareth-Reservepersonal IL Armeekorps statt. Ein Theil der auf diese Weise frei gewordenen Sanitätsanstalten fand alsbald neue Verwendung, da das Umsichgreifen der Ruhr sowie der gastrischen und typhösen Erkrankungen ausser den 4 durch die Schlacht bei Noisseville bedingten noch 21 Neu-Etablirungen von Feldlazarethen nothwendig machte. ') Vergl. Generalstabswerk II, S. 263 ff. — Eine kurze Zeit gehörte während des September das XIII. Armeekorps zur Einschliessungs- Armee vor Metz (vergl. Generalstabswerk I, S. 1480 und II, S. 17, 87 und 264), ohne dass Sanitätsanstalten desselben zur Verwendung kamen. Bei dem Abmarsch dieses Armeekorps nach Toul wurde ihm das 2. Sanitätsdetachement IX. Armeekorps zugetheilt (vergl. S. 114). Ausserdem wurden noch 3 Sanitätsdetachements mit der Errichtung von Lazarethen beauftragt, und zwar: Das 1. Sanitätsdetachement X. Armeekorps am 21. September in Mondelange, das 2. desselben Armeekorps am 21. September in Tremery und das 3. am 17. September in Schloss Pipinville bei Richemont. Das 1. Sanitat- 7-, da* 8., das Armee- detachement wurde am 10. Oktober durch das 2. Sanitätsdetachement am 5. Oktober durch das 3. am 20. Oktober durch das 12. Feldlazareth X, korps abgelöst. Die 21 Neu-Etablirungen des September betrafen: Vom II. Armeekorps: das 4. Feldlazareth in Gorze- Thiebault, das 6. in Rezonville, das 7. in Noveant, das 12. in Pont ä Mousson. Vom III. Armeekorps: das 1. in La Malmaison, das 2. in Doncourt en Jarnisy, das 4. und 11. in St. Privat la Montagne, das 5. in Verneville, das 9. in Confians undPuxe, das 10. in Jarny. Vom VII. Armeekorps: das 4. in Corny und später inSanry sur Med, das 6. in Verny und Pontoy. Vom VIII. Armeekorps: das 3. in Mardigny, das 11. in Jouy aux Arches. Vom IX. Armeekorps: das 3. in Ancy sur Moselle, das 6. in La Malmaison, das 12. in Mecleuves, sowie das 4. Hessische in Ars sur Moselle. Vom X. Armeekorps: das 6. inHagondange, das 11. inAy. Von diesen 21 Feldlazarethen beendeten nur 3 (das 1. und 4. III., sowie das 12. IX. Armeekorps) noch im Laufe des September ihre Thätigkeit, 18 blieben sowohl im September als im Oktober, 10 derselben auch noch im November etablirt. Ausserdem ist an dieser Stelle noch das 4. Feldlazareth VII. Armeekorps zu nennen, welches in Corny am 1. September etablirt, am 5. September durch Lazareth-Reservepersonal VII. Armeekorps abgelöst wurde, indessen noch im Laufe des September in Sanry sur Nied einen länger dauernden Wirkungskreis erhielt. Hatten im Beginne des Krieges die rasch sich folgenden Operationen zu häufigen Ablösungen der Feldlazarethe gezwungen, um den vorrückenden Truppen für den Fall neuer Kämpfe jeder Zeit eine Anzahl von Sanitäts-Formationen zur Verfügung zu belassen, so gewannen nach den grossen Schlachten um Metz die dortigen Lazareth-Einrichtungen eine gewisse Beständigkeit: die Feldlazarethe erhielten mehr und mehr den Charakter stehender Kriegslazarethe. Von den in Folge der erwähnten Schlachten etablirten Feldlazarethen befanden sich Ende September noch 24 in Thätigkeit; daneben die meisten der vornehmlich für innerlich Kranke in der letzten Dekade des August aufgeschlagenen und die im September etablirten 18; die Zahl der Ende September bei der Einschliessungs-Armee thätigen Feldlazarethe belief sich daher auf 51. Im Laufe des Oktober fanden noch 16 Neu-Etablirungen statt, so dass die Zahl im Oktober bis auf 67 stieg 1 ). ') Betreffs der Truppen-Verschiebungen vor Metz im Oktober siehe Generalstabswerk II, S. 281. Band I. Es ergiebt sich für züglich der Verwendung Auf dem rechten M und Metzervisse das 3 scbliessend in Ay das 11 in Chelaincourt das 1. X. Armeekorps. Auf demselben M I. Armeekorps das 11. Cheuby, das 8. in Gras, Laudonvillers und das Chaassy mit dem 9. F davon Colligny mit dem VII. Armeekorps, südlic Crepy das 4. Feldlazare westlich davon in Mech Ortes das 6. Feldlazan in Pontoy, mit der ande von Metz, an der grossen Nied und Seille, in Delm Von Süden her di rechten Ufer in Pont a X., sowie das 12. Feldlaz X. Armeekorps war späte: das 8. auf dem rechten ä Mousson und zum T] das 8. Feldlazareth VIII lazareth II. Armeekori Till. Armeekorps, in Loi Pont ä Mousson, das 8 aux Arches das 11. VIII. Armeekorps. Auf dem linken M( westlich in Moutier das lazareth IX. Armeekor II. Armeekorps, in Ai IX. Armeekorps und d lazareth, in Ars sur Mose sowie das 4. Grossher; westlich in Gorze das 7. 1 das 4. II. Armeekorps, n lazareth II., westlich d III. Armeekorps, letzte] etablirt. Auf der Wahlstat 1. Feldlazareth IL, sowi maison bis zum 14. Ok 1. Feldlazareth IX. Arm auxBois das 11. Feldla: ab das 6. Feldlazareth ] Doncourt en Jarnisy das und Puxe das 9. Feld lazareth II. Armeekorps das 2. Hessische Feldls Roncourt, sowie in M Auboue das 4. Feldlazan inBrieydaslO.Feldlazai Feldlazareth. Näher s Moyeuvre la Grande, zum 4. Oktober und d 18. Oktober ab wirkte, und Pierrevillers das 9. lazareth X. Armeekorps weiter nördlich nach £ itsdetachements mit agt, und zwar: . Armeekorps am «selben Armeekorps 3. am 17. September Das 1. Sanitäte durch das 7., du ■ durch das 8., das llazareth X. Armee- iber betrafen: dlazareth in Gorze- l Noveant, das 12. in Malmaison, das 2. in t. Privat la Montagne, Puxe, das 10. in Jarny. f und später in Sanry lardigny, das 11. in y sur Moselle, das 6. owie das 4. Hessische idange, das 11. inAy. endeten nur 3 (das meekorps) noch im 18 blieben sowohl elben auch noch im ti das 4. Feldlazareth n Corny am 1. Sep- h Lazareth-Reserve- tirde, indessen noch ■ Nied einen länger rasch sich folgenden er Feldlazarethe ge- n für den Fall neuer ianitäts- Formationen ;n nach den grossen iareth- Einrichtungen irethe erhielten mehr iegslazarethe. Schlachten etablirten ptember noch "24 in n-nehmlich für inner- gust aufgeschlagenen die Zahl der Ende mee thätigen Feld- 16 Neu-Etablirungen auf 67 stieg 1 ). vor Metz im Oktober Band I. IV. Abschnitt: Kämpfe links der Mosel und Einschliessung von Metz. 127 Es ergiebt sich für diesen Monat folgende Uebersicht bezüglich der Verwendung der Feldlazarethe um Metz: Auf dem rechten Moselufer, am meisten nördlich, in Sierck und Metzervisse das 3. Hessische Feldlazareth, südlich anschliessend inAy das 11., in Tremery das 8., inEnnery das 10., in Chelaincourt das 1. und in Hessange das 5. Feldlazareth X. Armeekorps. Auf demselben Moselufer von den Feldlazarethen des I. Armeekorps das 11. in Vigy, das 6. in Avancy, das 5. in Cheuby, das 8. in Gras, das 1. und 9. in Les Etangs, das 2. in Laudonvillers und das 12. in Varize. Es folgten Courcelles— Chaussy mit dem 9. Feldlazareth VIII. Armeekorps, westlich davon Colligny mit dem 7. und Pange mit dem 9. Feldlazareth VII. Armeekorps, südlich von Pange in Sanry sur Nied und Crepy das 4. Feldlazareth, dicht dabei in Bazoneourt das 12., westlich davon in Mecleuves das 11. und südlich des letzteren Ortes das 6. Feldlazareth VII. Armeekorps mit einer Sektion in Pontoy, mit der anderen in Verny. In grösserer Entfernung von Metz, an der grossen Strasse Metz—Chäteau Salins, zwischen Nied undSeille, inDelme das 10. Feldlazareth VIII. Armeekorps. Von Süden her dem Laufe der Mosel folgend, auf dem rechten Ufer in Pont ä Mousson das 4., 7. und 8. Feldlazareth X., sowie das 12. Feldlazareth IL Armeekorps (das 7. Feldlazareth X.Armeekorps war später auf dem linkenMoselufer in Mondelange, das 8. auf dem rechten in Tremery etablirt), nördlich von Pont ä Mousson und zum Theil mehr östlich in Mailly und Phlin das 8. Feldlazareth VIII. Armeekorps, in Champey das 5. Feldlazareth II. Armeekorps, in Mardigny das 3. Feldlazareth Till. Armeekorps, in Lorry devant le Pont, 9 Kilometer nördlich Pont ä Mousson, das 8. Feldlazareth IL Armeekorps, in Jouy aux Arches das 11. und in Fleury das 6. Feldlazareth VIII. Armeekorps. Auf dem linken Moselufer südlich Metz und am weitesten westlich in Moutier das 5., in Pagny sur Moselle das 4. Feldlazareth IX. Armeekorps, in Noveant das 7. Feldlazareth II. Armeekorps, in Ancy sur Moselle das 3. Feldlazareth IX. Armeekorps und das 6. Grossherzoglich Hessische Feldlazareth, in Ars sur Moselle das 5. und 10. des VII. Armeekorps, sowie das 4. Grossherzoglich Hessische Feldlazareth. Mehr westlich in Gorze das 7. Feldlazareth III., nahebei in St. Thiebault das 4. II. Armeekorps, nördlich Gorze in Rezonville das 6. Feldlazareth II., westlich davon in Vionville das 8. Feldlazareth III. Armeekorps, letzteres vom 11. Oktober ab in Jeandelize etablirt. Auf der Wahlstatt des 18. August in Gravelotte das 1. Feldlazareth IL, sowie das 7. VIII. Armeekorps, in La Malmaison bis zum 14. Oktober das 6., vom 25. Oktober ab das 1. Feldlazareth IX. Armeekorps, westlich Gravelotte in Villers aux Bois das 11. Feldlazareth IL Armeekorps, vom 14. Oktober ab das 6. Feldlazareth IX. Armeekorps, in Verneville das 5., in Doncourt enJarnisy das 2. und 3., in Jarny das 10., in Conflans und Puxe das 9. Feldlazareth III., in Batilly das 9. Feldlazareth II. Armeekorps, in Anoux la Grange das 1., in St. Ail das 2. Hessische Feldlazareth, in St. Privat das 11. und in Roncourt, sowie in Montois das 12., westlich Koncourt in Auboue das 4. Feldlazareth III. Armeekorps, nordwestlich davon in Briey das 10. Feldlazareth IL Armeekorps und das 3. Hessische Feldlazareth. Näher an Metz heran am linken Orne-Ufer Moyeuvre la Grande, wo das 6. Hessische Feldlazareth bis zum 4. Oktober und das 4. Feldlazareth I. Armeekorps vom 18. Oktober ah wirkte, zwischen Orne und Mosel in Marange und Pierrevillers das 9., in letzterem Orte auch das 12. Feldlazareth X. Armeekorps, welches indessen vom 20. Oktober ab weiter nördlich nach Schloss Pipinville bei Richemont übersiedelte, in Rombas das 2., in Haueoncourt das 3., in Hagondange das 6. Feldlazareth X. Armeekorps, näher der Mosel in Talange das 12. Feldlazareth VIII., nördlich davon das 7. Feldlazareth X. Armeekorps, welches in Mondelange den Ring der Feldlazarethe schloss, nachdem es zuvor in Pont ä Mousson in Thätigkeit gewesen war. Von diesen 67 Feldlazarethen gehörten an dem I. Armeekorps 9 IL 55 10 III. 55 10 VII. 5" 8 im. 55 8 IX. 55 10 X. 12 Als im Verlaufe des Oktober der baldige Fall von Metz vorauszusehen war, eine anderweitige Verwendung der Einschliessungs-Armee mithin in naher und sicherer Aussicht stand, strebte die Sanitätsleitung dahin, für jedes Armeekorps eine Anzahl von Feldlazarethen verfügbar zu machen. Von den 67 vorgenannten Feldlazarethen wurden demgemäss im Laufe des Oktober aufgelöst 34, von denen jedoch 6 in demselben Monat erneute Thätigkeit vor Metz erhielten, welche bis in den November hinein währte. Die Zahl der im Beginn des November noch etablirten Feldlazarethe betrug daher 39. Die vorgedachten 34 Feldlazarethe waren: 1) Von den aus den Schlachten um Metz etablirten: 16, und zwar: vom I. Armeekorps das 6. in Avancy, das 8. in Gras; vom IL Armeekorps das 1. in Gravelotte, das 9. in Batilly, das 11. in Villers aux Bois; vom III. Armeekorps das 8. in Vionville und später in Jeandelize (cfr. unten) das 12. in Montois; vom VII. Armeekorps das 7. in Colligny, das 10. in Ars sur Moselle; vom VIII. Armeekorps das 7. in Gravelotte; vom IX. das 1. Hessische in Anoux la Grange, das 2. in St. Ail; vom X. das 4., 7. und 8. in Pont ä Mousson, das 12. in Pierrevillers. 2) Von den vorzugsweise für innerlich Kranke etablirten: a. Aus dem August, 6: vom IL Armeekorps das 10. in Briey; vom VII. Armeekorps das 5. in Ars sur Moselle, das 11. in Mecleuves; vom IX. das 3. Hessische in Briey, das 5. Preussische in Moutier, das 6. Hessische in Moyeuvre. b. Aus dem September, 9: vom IL Armeekorps das 4. in Gorze — Thiebault, das 12. in Pont ä Mousson; vom III. Armeekorps das 2. in Doncourt en Jarnisy, das 9. in Conflans und Puxe, das 10. in Jarny, das 11. in St. Privat; vom VII. Armeekorps das 6. in Verny; vom IX. Armeekorps das 3. in Ancy sur Moselle, das (i. in La Malmaison. c. Aus dem Oktober, 3: vom III. Armeekorps das 4. in Auboue; vom VIII. Armeekorps das 6. in Fleury; vom IX. Armeekorps das 1. in La Malmaison. Die Sanitätsdetachements bei der Einschliessungs-Armee waren seit der Schlacht bei Noisseville — abgesehen von den oben erwähnten Lazaretheinrichtungen durch einzelne 128 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Band I. Detachements — vornehmlich für Zwecke der Evakuation aus Feldlazarethen in Anspruch genommen worden; auch bildeten die Aerzte, Lazarethgehüfen und Krankenwärter der Sanitätsdetachements in erster Linie den Ersatz für das durch Seuchen stark gelichtete Personal der Feldlazarethe. Die kleineren Gefechte, welche nach der Schlacht bei Noisseville im Laufe des September stattfanden, hatten die Errichtung von Verbandplätzen durch die Sanitätsdetachements nicht nothwendig erscheinen lassen. Dagegen veranlasste das Gefecht am 2. Oktober bei Ladonchamps und St. Remy,') welches besonders die 3. Reserve-Division betraf, die beigegebenen Theile der Sanitätsdetachements No. 3 des I. und VII. Armeekorps zur Herstellung von Verbandplätzen bei Bellevue. Weiterhin bedingte das umfangreichere Gefecht, welches am 7. Oktober bei Bellevue 2 ) stattfand, dass mehrere Verbandplätze auf den Gefechtsfeldern aufgeschlagen wurden. Auf dem rechten Moselufer besorgte das 1. Sanitäts- detachement I. Armeekorps in einem Gehöfte bei Villers TOrme den Hauptverbandplatz, während die 2. Sektion auf dem linken Ufer bei Semecourt wirkte. Das 2. Sanitäts- detachement I. Armeekorps trat mit der 1. Sektion in Ser- vigny, mit einem Theile der 2. Sektion in der Brauerei bei Noisseville, mit dem Rest der 2. Sektion auf dem linken Moselufer bei Bellevue in Thätigkeit, wo auch das 3. Sani- tätsdetachement I. Armeekorps einen Verbandplatz errichtete. Der Verbandplatz des 2. Sanitätsdetachements I. Armeekorps bei Bellevue wurde während der Nacht beschossen, so dass die rothe Laterne entfernt werden musste. Seitens des X. Armeekorps gelangte das 3. Sanitäts- detachement auf dem rechtenMoselufer in Olgy zurThätigkeit. Der dichte Kreis der schon vorhandenen Feldlazarethe machte Neu-Etablirungen für die Opfer der Gefechte im Oktober entbehrlich. Die Ueberführung der A'erwundeten fand mit Hilfe der Sanitätsdetachements, insbesondere nach den Ortschaften Les Etangs, Vigy, Ennery, Haueoncourt, Talange, Hagondange, Marange und Rombas statt, wo zu jener Zeit Feldlazarethe in Thätigkeit waren. Nach dem Falle der Festung wurde die in der zweiten Hälfte des Oktober eingeleitete Ablösung der Feldlazarethe um Metz in grösserem Umfange fortgeführt, und zwar fand dieselbe theils durch Lazareth-Reservepersonal, theils durch die Feldlazarethe des VII. Armeekorps statt, welches nach Uebergabe der Festung im Verein mit der 3. Reserve- Division bestimmt war, vorerst den Dienst in und um Metz zu versehen. Von den Feldlazarethen der Einschliessungs - Armee waren, wie erwähnt, im Beginn des November noch 39 J) Vergleiche Generalstabswerk II, S. 284. *) Vergleiche Generalstabswerk II, S. 285 u. ff. 7. Oktober (siehe ebendaselbst S. 296): todt . . 24 Offiziere, 254 Mann, verwundet 51 „ 928 „ vermisst . 4 „ 521 ,, — Verluste am etablirt. Diese wurden im Laufe des November mit Ausnahme von 3 auf- bezw. abgelöst. Neu-Etablirungen von Feldlazarethen in und um Metz fanden weiterhin nur seilendes VII. Armeekorps bezw. der 3. Reserve-Division statt. Diejenigen Lazarethe, welche im November ihre Thätigkeit bei Metz beendeten, waren folgende: Vom I. Armeekorps: das 1. Feldlazareth in Les Etangs. das 2. in Laudonvillers, das 4. in Moyeuvre la Grande, das 5, in Cheuby, das 9. in Les Etangs, das 11. in Argancy, das 12. in Varize (Summa 7); vom II. Armeekorps: das 5. in Champey, das 6. in Rezon- ville, das 7. in Noveant, das 8. in Lorry (Summa 4); vom III. Armeekorps: das 3. in Doncourt en Jarnisy, das 5. in Verneville, das 7. in Gorze (Summa 3); vom VII. Armeekorps: das 4. in Sanry sur Med, das 9. in Courcelles—Chaussy, das 12. in Bazoncourt (Summa 3); vom VIII. Armeekorps: das 3. in Mardigny, das 8. a Mailly undPhlin, das 10. in Delme, das 11. inJouy auxArches. das 12. in Talange (Summa 5); vom IX. Armeekorps: das 4. in Pagny sur Moselle, das 6. in La Malmaison, das 4. Hessische in Ars sur Moselle, das 6. Hessische in Ancy sur Moselle (Summa 4) ; endlich vom X. Armeekorps: das 1. in Chelaincourt, das 3. in Haueoncourt, das 5. in Chelaincourt, das 6. in Hagondange. das 7. in Mondelange, das 8. in Tremery, das 9. in Marange, das 10. in Buy, das 11. inAy, das 12. inPipinville (SummalO) Zwei dieser Etablirungen (das 1. Feldlazareth I. und das 9. VII. Armeekorps) datirten von der Schlacht bei Colombey- Nouilly, eine (das 7. Feldlazareth III. Armeekorps) von der Schlacht bei Vionville — Mars la Tour, eine (das 3. Feldlazarett III. Armeekorps) von der Schlacht bei Gravelotte—St. Privat. drei (das 5. und 9. Feldlazareth I. sowie das 10. X.Armeekorps) von der Schlacht bei Noisseville; vier andere ebenfalls noch aas dem August, neun aus dem September, sechzehn aus dem Oktober. Die Sanitätsanstalten des L, IL, HL, VIII. , IX. und X. Armeekorps folgten demnächst mit wenigen Ausnahmen') ihren Korps auf die neuen Kriegsschauplätze im Norden und Südwesten Frankreichs; von den Feldlazarethen VII. Armeekorps rückte das IL, der 3. Kavallerie-Division beigegeben, mit dieser nach der Uebergabe von Metz in der Richtung auf Amiens ab, während die anderen 11 Feldlazarethe VII. Armeekorps bei Metz in Thätigkeit blieben bezw. zur Ablösung anderer Feldlazarethe der Einschliessungs-Armee verwendet wurden. Etablirt waren im Beginn des November von den Feldlazarethen des VII. Armeekorps nur drei, nänilieh das 9. in Pange, das 4. in Sanry sur Nied und das 12. B Bazoncourt, 2 ) während die anderen Feldlazarethe des Armeekorps (ausschliesslich des oben erwähnten 11. Feldlazaretts J) Das 2. Feldlazareth III. Armeekorps wurde dem General- Gouvernement von Lothringen unterstellt (vergl. Seite 114); das 10. Feldlazareth VIH. Armeekorps verstärkte die Sanitätsanstata auf dem südöstlichenKriegsschauplatz; das 12.Feldlazareth VIII. Armeekorps fand nach Beendigung seiner Thätigkeit in Talange (30. Novemben bis zum 24. Januar Verwendung in Metz; das 3. Hessische Feldlazarett endlich wirkte nach seiner Freiwerdung in Sierck (2. Dezember) ■ in den Januar hinein bei Sedan, später auf dem südöstlichen Knet Schauplatz. 2 ) Das 12. Feldlazareth VII. Armeekorps wurde im Novenil«: dem General-Gouvernement von Elsass unterstellt (vergl. Seite W- Band I. im Verlaufe dei düng erhielten. Das 1. löst Ennery ab; das 2. wur das 3. in L das 5. zur korps in Chelai das 6. zur korps in Hessas das 7. in I das 8. mit Ablösung des '. mit der 2. Sekl das 10. in Metz etablirt. Zur Ablöst etablirten Feld demselben Mon St. Barbe und Für Anfang Feldlazarethe in Aus derZei lazareth VII. Arr in Metzervisse u korps in Romba Feldlazarethe 1. Summa 10 Feld! Hinsichtlic verwundeten ui Mitwirkung des Armee gereclm Das Protol von Metz, hatte „Sämmtlicl für die Verwm Genfer Konvenl mit dem Persoi Des "Weite tokolls bestimn „Die in c wundeten solle erheischt." Gemäss Ar sich die Saniti Gouvernement arztes des 9. F Dr. dArrest, i Verein mit de Intendanten de Belagerung zu hesichtigte. J ) Generaist: Sanitäts-Bericht ■.'-S>Jisj-j;s:,ii.:adäSiiÄSji,,- ' ^mWf- ■ "w^KT- Band I, I Band I. IV. Abschnitt: Kämpfe links der Mosel und Einschliessung von Metz. 129 im Verlaufe des Monats November nachstehende Verwendung erhielten. Das 1. löste das 10. Feldlazareth X. Armeekorps in Ennery ab; das 2. wurde in Hayange, das 3. in Le Sablon, einer Vorstadt von Metz, etablirt; das 5. zur Ablösung des 1. Feldlazareths X. Armeekorps in Chelaincourt, das 6. zur Ablösung des 5. Feldlazareths X. Armeekorps in Hessange verwendet; das 7. in Longeville bei Metz etablirt; das 8. mit der 1. Sektion in Moyeuvre la Grande mit Ablösung des 4. Feldlazareths I. Armeekorps beauftragt, mit der 2. Sektion in St. Barbe eingerichtet; das 10. in Ban St. Martin und Devant les ponts bei Metz etablirt. Zur Ablösung gelangte von diesen im November neu- etablirten Feldlazarethen des VII. Armeekorps noch in demselben Monat das 5. in Chelaincourt, sowie das 8. in St. Barbe und Moyeuvre la Grande. Für Anfang Dezember ergiebt sieb danach bezüglich der Feldlazarethe in und um Metz folgende Uebersicht: Aus der Zeit der Einschliessung bestanden noch das 9. Feldlazareth VII. Armeekorps inPange, das 3. HessischeFeldlazareth in Metzervisse und Sierck, sowie das 2. Feldlazareth X.Armeekorps in Rombas. Dazu kamen die im November etablirten Feldlazarethe 1., 2., 3., 6., 7., 8. und 10. VII. Armeekorps, in Summa 10 Feldlazarethe. Hinsichtlich der Pflege der in Metz zurückbleibenden verwundeten und kranken Franzosen ward zunächst auf die Mitwirkung des Sanitätspersonals der Französischen Rhein- Armee gerechnet. Das Protokoll vom 27. Oktober, betreifend dieUebergabe von Metz, hatte in dieser Beziehung im Artikel 5 1 ) festgesetzt: „Sämmtliche Militärärzte bleiben in Metz zurück, um für die Verwundeten zu sorgen; sie werden gemäss der Genfer Konvention behandelt werden. Dasselbe findet statt mit dem Personal der Hospitäler." Des Weiteren hatte Artikel 3 der Anlage 1 des Protokolls bestimmt: „Die in der Stadt verbliebenen Kranken und Verwundeten sollen jede Pflege erhalten, die ihr Zustand erheischt." Gemäss Artikel 5 des Uebergabe-Protokolls beschränkte sich die Sanitätsleitung zunächst darauf, dem Deutschen Gouvernement der Festung Metz in der Person des Chefarztes des 9. Feldlazareths VII. Armeekorps, Oberstabsarzt Dr. d'Arrest, einen Garnisonarzt zu geben, welcher im Verein mit dem Französischen Chefarzt, sowie mit dem Intendanten der Metzer Lazarethe sämmtliche während der Belagerung zu Lazarethzwecken benutzten Räumlichkeiten besichtigte. x ) Generalstabswerk I, Anlage 78- Sanitäts-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. Ausser den Kasernen und dem grossen Militärhospitale waren auch fast alle übrigen öffentlichen Gebäude der Stadt in Lazarethe umgewandelt; ferner fanden sich vor: eine besondere Zeltstation auf der Bsplanade, eine aus Eisenbahngüterwagen zusammengesetzte Krankenstation auf der Place royale sowie mehrere neuerbaute Baracken. Am 29. Oktober hatte die Französische Armee in Metz 15 338 Verwundete und Kranke; die Zahl der letzteren wuchs in den ersten Tagen nach der Uebergabe beträchtlich an; bis Ende November gingen weitere 14 187 Kranke zu. Von den sonach in Summa behandelten 29 525 Verwundeten und Kranken der Französischen Rhein-Armee waren bis Ende November 22 208 evakuirt, 1097 gestorben und 6220 im Bestände geblieben. In Metz selbst trat am 15. November das 9. Feldlazareth VII. Armeekorps in Thätigkeit und richtete zunächst das Lyceuni lazarethmässig her. Die Aufgabe dieses Lazareths bezog sich vornehmlich darauf, die aus Metz und Umgebung von den daselbst verbliebenen Truppentheilen zugehenden Kranken zu sammeln, zu untersuchen und je nach dem Befunde die Transportablen nach der Bahn zu evakuireu, die Intransportablen aber in Behandlung zu nehmen. Am 8. Dezember wurde das genannte Lazareth durch das 12. Feldlazareth VIII. Armeekorps abgelöst. Dieses, zur 3. Reserve-Division kommandirt, welche zu jener Zeit die Besatzung der Festung Metz bildete, übergab am 24. Januar seinen Bestand mit 271 Mann dem inzwischen eingerichteten Garnison-Lazareth in Metz, nachdem es seit dem 15. Dezember an Stelle des Lyceums die Räumlichkeiten des grossen Militärhospitals der Garnison Metz für Zwecke der Deutschen Krankenpflege benutzt hatte. Ergebniss. Die Verluste während der Einschliessung von Metz und der nahen Festung Diedenhofen vom 19. August bis 27. Oktober 1870 sind bei Einrechnung der Verluste aus der Schlacht bei Noisseville folgende gewesen: 1 ) todt oder in Folge Verwundung gestorben......71 Offiziere 1103 Mann verwundet......170 „ 3483 „ vermisst....... 8 „ ______ 985 „ 249 Offiziere 5571 Mann Summa: 5820. Für die erste Hilfe waren die etatsmässigen Sanitäts- detachements verfügbar; ausserdem die in Folge der J ) Vergl. Generalstabswerk I, Anlage 77. — Bei Diedenhofen erweist Anlage No. 103 des Generalstabswerks, dass am 15. August 5 Mann verwundet worden sind und dass die weiteren Verluste vom 25. August bis 24. November betragen haben: todt oder in Folge Verwundung gestorben 1 Offizier 11 Mann verwundet ............ 4 „ 75 „ vermisst .......... ■ ■ — „ _____ 17 „ 5 Offiziere 103 Mann 17 130 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Schlachten links der Mosel in Thätigkeit getretenen Feld- lazarethe, zu welchen im September weitere 21 hinzukamen. Bei Beginn des September waren 55 Lazarethe vor Metz etablirt, im Oktober 67; Anfang November war diese Zahl in Folge der Uebergabe der Festung auf 39 gefallen und verminderte sich im Laufe dieses Monats auf 3. Im Ganzen hat die Einschliessung von Metz 82 Mal Anlass zu Neu-Errichtung von Lazarethen gegeben. Die Aufgaben des Sanitätsdienstes wurden durch Typhus und Ruhr beherrscht, welche Krankheiten auch Verwundete und zahlreiche bei der Kranken Wartung thätige Personen befielen und in der letzten Zeit der Einschliessung die gi'össte Ausbreitung erlangten. Völlige Sonderung der Verwundeten von den Seuchenkranken verbot die Rauin- beschränkung. Als Auskunftsmittel blieb nur ausgedehnte Kranken-Rückbeförderung. Die Ergänzung des durch Seuchen gelichteten Pflege- Personals geschah durch die Sanitätsdetachements, deren Krankenträger in den Aufgaben des Lazarethdienstes nicht unterrichtet waren, und durch Mannschaften aus Reih und Glied, welche der Vorbildung für den Sanitätsdienst überhaupt ermangelten. Kriegs- und Etappenlazarethe. 1 ) Die Etappen-Generalärzte der I. und IL Armee waren schon nach dem 16. August bemüht, ihr Lazareth-Reserve- personal zur Aushilfe oder Ablösung der Feldlazarethe, sowie zu selbstständiger Errichtung von Kriegslazarethen in die Gegend von Metz heranzuziehen, was freilich zum Theil erst nach Wochen gelang. Das Lazäreth-Reserve- personal IL Armeekorps, welches mit seinem Korps nach beendeter Mobilmachung in Berlin verblieben, hatte erst am 15. August die Grenze überschritten und befand sich am 17. August in Falkenberg, als es Abends alarniirt wurde und Befehl erhielt, sich sofort mittels Bahn nach Gorze zu begeben. Am nächsten Mittag traf es in Remilly ein; weiteres Fortkommen aber war zunächst unmöglich, weil es an Fuhrwerk zum Transport gebrach. Der kleine Bahnhof von Remilly bot an diesem Tage ein trostloses Bild. Bei einem leise, aber beständig fallenden Regen lagen unter freiem Himmel oder unter Holzschuppen Hunderte von Verwundeten dicht neben einander gelagert und endlose Wagenkolonnen brachten fortwährend neue Opfer, unter ihnen viele mit Verletzungen der schwersten Art. Nachdem das ärztliche Personal hier Beistand geleistet hatte, gelang es ihm Abends, einige Leiterwagen anzuhalten, auf denen die Aerzte und Beamten spät Nachts in Pont ä Mousson eintrafen. Die Stadt war vollgepfropft mit Fuhrwerken aller Art, auf denen Verwundete von den Schlachtfeldern ankamen. !) Die Etappenlinien vergl. im Generalstabswerk I, S. 1380 u. ff. Nach kurzer Hilfeleistung brach am 19. August Abends das Personal wieder auf und traf noch in derselben Nadit in Gorze ein. Während Feldlazarethe die grösseren Gebäude inne hatten, wurde dem Lazareth-Reservepersonal II. unj einer Sektion des Lazareth-Reservepersonals III. Armeekorps die Aufgabe zu Theil, die einzeln oder zu mehreren in den Privathäusern (und jedes Haus war belegt) unter gebrachten Verwundeten zu behandeln. Gorze war in den ersten Tagen ein einziger grosser Verbandplatz. Das Personal leistete die hier nöthige Hilfe nicht selbstständig. sondern unterstützte nur die dortigen Feldlazarette, namentlich das 7. III. Armeekorps. Im September jedoch, als die Ruhr den Lazarethen Schaaren von Kranken zuführte, wurde unweit Gorze in dem Schlösschen St. Catherine unter einem Assistenzarzt des Lazareth-Reservepersonals IL Armeekorps eine besondere Ruhrstation errichtet, die jedoch hauptsächlich als Durchgangspunkt für den Transport nach Noveant diente. Auf dem Wege von Pont ä Mousson nach Gorze hatte das Personal schon in Pagny und Arnaville je eine« Assistenzarzt zurücklassen müssen zur Behandlung einiger weniger Verwundeter, die intransportabel dort ohne ärztliche Hilfe lagen. Vom 6. September ab übernahm der in Arnaville stationirte Arzt beide Lazarethe und vereinigte am 20. September alle Verwundeten in Pagny. Die Kranket waren hier sehr gut untergebracht und wurden vortrefflidi verpflegt, da der Pfarrer des Ortes und verschiedene Einwohner sich des Lazareths in der zuvorkommendsten Weise annahmen. Am 9. Oktober wurde der Assistenzarzt durch das an dem genannten Tage etablirte 4. Feldlazarett IX. Armeekorps abgelöst. Auch in St. Apolline, einem einsamen Gehöft an de Strasse nach Mars la Tour (5 Kilometer von Gorze musste das Lazareth-Reservepersonal IL Armeekorps am 29. September mit 2 Aerzten etc. zur Ablösung des dortigen Feldlazareths IX. Armeekorps eintreten. Die Unterkunft war schlecht; das Wasser musste aus Gorze herbeigeschafft werden; die Nahrungsmittel wurden vom Etappenkommand« in Gorze, Arznei und Verbandmittel vom Lazarett Reservedepot 1 ), besondere Erquickungsgegenstände von dem Depot der freiwilligen Krankenpflege bezogen. Am 16. Oktober wurde das Lazareth aufgelöst. Fast das ganze Personal litt an fieberhaften gastrischen Beschwerden. In dem Dörfchen Mars la Tour, das zu beiden Seiten der grossen Heerstrasse Metz—Paris in einfacher Häuserreihe sich hinzieht, war Haus an Haus mit Verwundeten gefüllt. Dem hier seit Anfang September thätigen 2. Feld- lazareth X. Armeekorps wurde am 16. September, da es um diese Zeit noch über 300 Kranke und Verwundete z" verpflegen hatte, die 1. und 2. Sektion Lazareth-Reserve !) Das des II. und X. Armeekorps befand sich in Gorze; erster« wurde am 2. Oktober nach Noveant, letzteres am 9. November uscl Nancy verlegt. I. personals X. Arn 27. September lazareth allein. 39 Häusern 210 der benachbarter hatte bei seinem krank zurücklasse fingen durchschi zu. Auch unter Abdominaltyphus, wachs für das La nach Ste. Marie a konnte das Kim nachdem alle tri nach Noveant ev; Mairie zur weiter In Thiaucoui korps Ende Sej setzt. Ein freiwil wurden hier dem Es bestanden wundete eingerich mit zwei grossen, das für innerlich 1 der Stadt, auch luJ henkelten. Im As in dem andern Hi satzungstruppen \ kommandirt. Der umfangreicher, das transportablen Kra mussten. Am 5. I Die Bedeutu Nähe an den Seh wurde in der Fo dass auch die EtE so dass alle Kran lang — als die I auf diese Etappe dreien hier besiel zurückbehalten v 6 Sektionen Laz schiedenen Korps hilfe, dann zur selben wurden i zahlreiches freiwi Belegt waren 2. ein Kasernenkor Seminar mit Kircl Sativite und 5. dt 2. Sektion Lazareth lazareth desselben wieder durch die 2, korps abgelöst zu des Lazareths am vom 13.-26. Sept X. Armeekorps ii ^flflkH l^l^l^l^l^Hli 1. IV. Abschnitt: Kämpfe links der Mosel und Einschliessung von Metz. 131 L9. August Abend ) derselben Nach grösseren Gebäude r epersonal II. und nals III. Armeeoder zu mehreren rar belegt) untei- Gorze war in den srbandplatz. Da» licht selbstständig. 311 Feldlazarette. September jedoch, von Kranken zu- chen St. Catherine l-Reservepersonals ion errichtet, die rt für den Tram» i nach Gorze hatte .rnaville je einen Jehandlung einiget el dort ohne ärzt- b übernahm der the und vereinigte gny. Die Kranken wurden vortrefflich verschiedene immendsten Weise Assistenzarzt durch 3 4. Feldlazarett m Gehöft an eter von Gorze). I. Armeekorps am ösung des dortigen Die Unterkunft rze herbeigesclial titappenkommandt 1 vom Lazarett genstände von dem zogen. Li aufgelöst. Fast n gastrischen Be- i zu beiden Seiten einfacher Häuser- mit Verwundeten >r thätigen 2. Feld- September, da es Ld Verwundete zi Lazareth-Reserve- lieh in Gorze; erster« m 9. November na* Personals X. Armeekorps zur Aushilfe beigegeben. Am 27. September übernahm dieses Personal das Kriegs- lazareth allein. An dem genannten Tage lagen in 39 Häusern 210 Verwundete und Kranke, ausserdem 7 in der benachbarten Ferme Mariaville. Das Feldlazareth hatte bei seinem Ausmarsch 9 Mann an Ruhr und Typhus krank zurücklassen müssen; dem Lazareth-Reservepersonal gingen durchschnittlich täglich 10—12 solcher Kranken zu. Auch unter den Einwohnern des Ortes grassirte der Abdominaltyphus. Mit dem Fall von Metz hörte der Zuwachs für das Lazareth auf; die 1. Sektion wurde deshalb nach Ste. Marie aux Chenes kommandirt; am 6. November konnte das Kriegslazareth überhaupt aufgelöst werden, nachdem alle transportablen Verwundeten und Kranken nach Noveant evakuirt und ein verwundeter Franzose der Maine zur weiteren Pflege übergeben war. In Thiaucourt wurde das 5. Feldlazareth X. Armeekorps Ende September durch ein Etappenlazareth ersetzt. Ein freiwilliger Civilarzt und ein Oberlazarethgehilfe wurden hier dem Etappen-Kommando beigegeben. Es bestanden 2 Lazarethe: das sogenannte Asyle, für Verwundete eingerichtet, am höchsten Punkte des Ortes gelegen, mit zwei grossen, hohen, hellen, gut ventilirbaren Käurnen, und das für innerlich Kranke bestimmte Maison Crepet, im Innern der Stadt, auch luftig, aber nicht mit so vorzüglichen Räumlichkeiten. Im Asyle waren Französische Schwestern thätig, in dem andern Hause acht graue Schwestern. Von den Besatzungstruppen wurden immer 2 Mann als Krankenwärter kommandirt. Der Zugang von den Truppen war bald ein so umfangreicher, dass die Räume nicht genügten und alle irgend transportablen Kranken nach Pont ä Mousson evakuirt werden mussten. Am 5. November wurde das Lazareth geschlossen. Die Bedeutung, welche Pont ä Mousson durch seine Nähe an den Schlachtfeldern des 16. und 18. August hatte, wurde in der Folge noch wesentlich dadurch gesteigert, dass auch die Etappenstrasse der Maas-Armee hier mündete, so dass alle Krankentransporte von zwei Armeen, eine Zeit lang — als die III. Armee bei ihrem Vormarsch ebenfalls auf diese Etappenlinie angewiesen blieb — sogar von dreien hier besichtigt, und die nicht weiter Transportablen zurückbehalten wurden. Nach und nach kamen daselbst 6 Sektionen Lazareth-Reservepersonal, die alle den verschiedenen Korps der IL Armee angehörten, erst zur Aushilfe, dann zur Ablösung daselbst zur Thätigkeit. Denselben wurden 20 kontraktlich engagirte Civilärzte und zahlreiches freiwilliges Pflegepersonal überwiesen. Belegt waren 5 verschiedene Lokalitäten: 1. das College, -■ ein Kasernenkomplex, aus mehreren Blocks bestehend, 3. das Seminar mit Kirche, 4. das Hospital St. Charles mit der Filiale Nativite und 5. das Institut Magot. Am 6. September löste die 2.Sektion Lazareth-Reservepersonals des Gardekorps das 10.Feldlazareth desselben Korps im College ab, um am 26. September wieder durch die 2.Sektion Lazareth-Reservepersonals III. Armeekorps abgelöst zu werden, welche letztere bis zur Auflösung des Lazareths am 5. Dezember verblieb. Dieses Personal hatte vom 13.—26. September schon eine Station des 8. Feldlazareths a. Armeekorps in der unteren Etage des Seminars versehen. Letzteres Feldlazareth übergab am 2. Oktober seinen gesammten Krankenbestand an die 2. Sektion Lazareth-Reservepersonals IL Armeekorps, welche in Gorze frei geworden war und in Pont ä Mousson bis zur Auflösung des Lazareths am 28. Dezember blieb. Die 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals des Gardekorps hatte vom 11.—28. September unter dem 6. Feldlazareth III. Armeekorps eine Abtheilung in der Kaserne inne gehabt; abgelöst wurde das genannte Feldlazareth zunächst durch das 12. Feldlazareth II. Armeekorps am 31. August, letzteres am 25. Oktober durch die 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals IX. Armeekorps. Dieses Personal übernahm am 25. November auch noch den Krankenbestand von 17 Mann, der nach Auflösung des Lazareths in den Hospitälern St. Charles und Nativite von der 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals X.Armeekorps bei ihrem Abgang zurückgelassen werden musste. Das daselbst ursprünglich etablirte 4. Feldlazareth X. Armeekorps war schou am 19. Oktober durch das letztgenannte Personal abgelöst worden. In sämmtlichen Kriegslazarethen zu Pont ä Mousson wurden 501 Verwundete und 1104 Kranke mit 30 363 Be- - handlungstagen verpflegt. Das am 24. September im Institut lu james' Magot, einer wohlthätigen Stiftung der Stadt, errichtete Jf^uU^ Lazareth für kranke Aerzte, Offiziere und Beamte stand unter der Leitung des Stabsarztes der Etappe (Pont a Mousson war zur Zeit Etappen-Hauptort IV. Armeekorps) und blieb in dessen Händen bis zu der im Dezember erfolgten Auflösung. In Ste. Marie aux Chenes war schon am 26. August die 3. Sektion Lazareth-Reservepersonals X. und am 29. das unvollständige Personal IX. Armeekorps eingetroffen. Beide waren bis dahin noch nicht thätig gewesen und unterstützten zunächst nur die vorhandenen Feldlazarethe, um am 2. September die gesammten 197 Verwundeten und 2 Kranke in selbstständigem Kriegslazareth zu übernehmen. An sonstigem Sanitätspersonal waren vorhanden: 7 Civilärzte, darunter 5 kontraktlich engagirte und 2 freiwillige, sowie 10 freiwillige Krankenpflegerinnen, welche hauptsächlich für die Küche, die "Wäsche und die Aufrechterhaltung der Ordnung und Reinlichkeit in den Zimmern verwandt wurden. Später leisteten graue Schwestern Vorzügliches in der Krankenpflege. Die Lage des Ortes, die vorhandenen Räumlichkeiten (Kirche und einzelne grössere Häuser), Wasser- und Bodenverhältnisse waren an und für sich zu Lazareth- zwecken geeignet. Die Rolle, welche Ste. Marie in der Schlacht gespielt, hatte diese günstige Sachlage wesentlich geändert. In der Nähe des Ortes fanden Massenbeerdigungen statt; auch blieben hier nach der Schlacht bedeutende Truppen-Abtheilungen konzentrirt, durch welche namentlich derWasservorrath aufgebraucht wurde. Man leerte geräumige, einigermaassen luftige, hinreichend mit Licht versehene Scheunen von dem darin befindlichen Getreide und führte in diese die Verwundeten aus den einzelnen zerstreuten Häusern über, um die Wartung zu erleichtern. Da bei dem vorwiegend schweren Charakter der Verwundungen, zumal bei den grossen Entfernungen bis zur Eisenbahn, an Evaluation zunächst nicht zu denken war, so ging man daran, die geräumten grösseren Häuser zu 17* 132 III. Kapitel: Thätigkeit der Sauitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Band I. lüften und zu desinfiziren, um sie beim Eintritt kälterer Jahreszeit wieder belegen zu können. Das Wasser erwies sieh bei der chemischen Untersuchung als so verunreinigt mit organischen Stoffen, dass man den Genuss desselben aufgab und täglich gutes Wasser aus dem benachbarten Auboue in Pässern anfahren Hess. Freilich war dies mit Schwierigkeiten verknüpft, da es im Ort leistungsfähige Pferde kaum noch gab und das Lazareth eigenes Fahrmaterial bis auf drei aus Forbach mitgebrachte requirirte Fuhrwerke nicht besass. Leute und Pferde, oft krank, mussten die Ver- pflegungsbedürfnisse aus den meilenweit entfernten Magazinen in Remilly oder Courcefles herbeischaffen. Die Korpsartillerie, welche Auftrag erhalten hatte, dem Lazareth Wagen zu stellen, sah sich dazu oft ausser Stande, und als sie abmarschirte, war das Lazareth zuweilen Tage lang von der Aussenwelt abgeschnitten. Um für die allgemeine Hygiene des Ortes zu sorgen, wurden an den Strassenecken sanitäre Verordnungen angeschlagen, für deren Innehaltung der Maire verantwortlich blieb. Da sämmtliche Kranken bei Uebernahme des Lazareths noch auf Strohsäcken auf der blossen Erde lagen, so requirirte der Chefarzt die Hilfe einer am Orte befindlichen Pionier-Kompagnie, deren Mannschaften aus alten Brettern in kurzer Zeit 200 Bettstellen zimmerten. Dieselbe Truppe stellte auch die Pumpen wieder her und ersetzte dem Lazareth in jeder Richtung die fehlenden Handwerker. Als dieselbe abrückte, wurde auf Antrag noch einmal eine Abtheilung Pioniere bewilligt, welche hinter den einzelnen Lazarethräumen in einer Entfernung von mindestens 50 Schritt für die Aufnahme der Abfälle Latrinengruben aufwarf, die weiterhin täglich mit einer Schicht Erde und Chlorkalk bedeckt wurden. Auch das im Orte befindliche Waschbassin zur Reinigung beschmutzter Leib- und Bettwäsche wurde regelmässig ausgebaggert und mit einem Zusatz von Chlorkalk versehen. Als die Zahl der Ruhrund Typhuskranken zunahm, richtete man zwei der früher geräumten, nun gründlich desinfizirten Häuser zu einer besonderen Station für jene Kategorie von Kranken ein. Im Oktober, bei Eintritt der kalten Witterung, mussten die Scheunen und die Kirche mit heizbaren Häusern vertauscht werden. Obgleich man den Desinfektiousmaassregeln unaufhörlich die grösste Aufmerksamkeit zuwandte und das von aussen herbeigeschaffte gute Trinkwasser nur, nachdem es gekocht und wieder abgekühlt war, mit Salicylsäure, Wein oder Cognac vermischt gemessen Hess, so traten doch im September schon Ruhrfälle im Lazareth auf, von denen auch das gesammte Personal mehr oder minder ergriffen wurde, ohne dass es zunächst zu einem bösartigen Verlauf kam. Auch machten sich unter den Aerzten und Mannschaften Erkrankungen fieberhafter Natur geltend, welche ganz die Erscheinungen des Typhus boten, aber nach 6 bis 8 Tagen dem Gebrauche des Chinin wichen. Im Oktober zeigten die Erkrankungen einen bösartigen Charakter. Ein Rendant, 2 Lazarethgehilfen und 1 Trainsoldat fielen dem Typhus zum Opfer; der Chefarzt und drei Mann vom Unter- personal lagen schwer darnieder. Auch von den Schwestern erkrankten mehrere; eine derselben starb. Von den nach den Schlachten zurückgebliebenen Einwohnern starben ebenfalls 18, die meisten an Typhus einige an Ruhr. Am 27. November endlich wurde der letzte Verwundete evakuirt und damit das Lazareth aufgelöst. Das 5. und 10. Feldlazareth VII. Armeekorps in Ais sur Moselle wurden am 11. Oktober durch die 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals VIII. Armeekorps, welche bis dahin in Berlize thätig gewesen, abgelöst. Die übernommenen 49 Verwundeten vom 10. Feldlazareth VII. Armeekorps waren in gut ventilirbaren Räumen untergebracht; in der Knabenschule, einem kleinen Schlösschen, der Gendarmerie-Kaserne und einem Tanzsaale; die 121 Kranken vom 5. Feldlazareth VII. Armeekorps in der Kirche, mehreren kleinen Häusern und einer Bretterbude. Als die kalte Jahreszeit herankam, wurden die nicht heizbaren Räume entleert und zunächst die von Verwundeten inzwischen frei gewordene Knabenschule mit Kranken belegt; später, als diese ihrem ursprünglichen Zwecke zurückgegeben werden musste, bezog man ein geeignete; Haus in der Stadt, das bis dahin als Etappen-Lazareth gedient hatte (vergleiche unten). Obgleich die Unterkunft für die Verwundeten günstig, das Trinkwasser gut, für grösste Reinlichkeit und gründliche Desinfektion gesorgt war, traten doch im Oktober plötzlich 9 Fälle von Hospitalbrand auf, die zum Theil tödtlict endeten. Die vorherrschenden inneren Krankheiten waren auch in Ars Ruhr und Darmtyphus, welch letzterer im Oktober meist leicht, im November aber schwer verlief und durch hochgradige Schwäche, allerlei Komplikationen, besonders Brand der unteren Gliedmaassen, mehrfach zum Tode führte. Als die Bahn bis Ars fahrbar geworden, war auf dem Bahnhof ein Assistenzarzt vom Lazareth-Reservepersonal IL Armeekorps thätig. Das Personal verliess Ars am 12. Dezember. Das Lazareth-Reservepersonal VIII. Armeekorps hatte, wie bemerkt, am 9. August Befehl erhalten, von Saarbrücken, wo es bei dem Verbinden und Transport der Verwundeten Hilfe geleistet hatte, mit der General-Etappen-Inspektion der I. Armee nach Saarlouis und am 12. August von dort über Bouzonville nach Boulay zu marschiren. Hier wurde es 4 Tage lang zur Behandlung und Verpflegung Verwundeter zurückgehalten und marschirte am 18. August über Pange nach Corny. Nach einem Biwak daselbst erhielt es am 19. Befehl, sofort aufzubrechen und auf dem Schlacht- felde des 18. August Hilfe zu leisten. Schleunigst entnahm es aus dem Lazareth-Reservedepot Verbandmittel, aus dem Orte Erquickungsmittel und ging zu Wagen über Gorze nach St. Apolline, wo es Wein und Brot an dort etablirte Feldlazareth abgab. Da man seiner auf < Schlachtfelde augenblicklich nicht mehr bedurfte, wandt' sich das Personal sofort rückwärts nach Gorze, wo i» zwischen jedoch schon anderweitige Hilfe eingetroffen war Labe- und Verbandmittel Hess es auch hier zurück und bezog noch an demselben Tage ein Biwak bei Corny, » Band I. Lab ab« am 20. August c 1 Kriegslazareths ii Nach Entnah gegenständen aus 3. Sektion nach Ortes wurden au: dagegen erfuhr Besitzer bereitw Verband- und die Mehrzahl harten sogenann fand man thatsät der Hochofen zu die Aerzte verba Säle statt. Stro vorhandenen Ve dem Bisenbahng geschirre, Beleu So war es unter 1 Abend geworden Arzt meldete, da wachsenden Arb und nach Mitten endet. Das Pers< Beistand geleiste Im Wesentl ganzen August grössere Zahl 1 so kamen doch zahlreichen Pass Nachdem not war, versah die 3 im Hochofen. 1. errichtete Zelt b erbaute Baracke, unbenutzt stehen a Mousson Dachj nannten Tage ei wurde der Hocho Ruhrstation am ; 2. Sektion Lazai seit dem 23. Au leistet hatte, üb Personals VIII. . oben genannte I schlagenes Zelt Mittlerweile VIII. Armeekorp dings neben dem Verwundete als ] nicht beschaffen nirgends zu hab< lang daher hinne Als später staatli auch die Barack Am 6. Sep \ III. Armeekoi Reservepersona ■ ,SM*«fejafcüa^^^sr=v ft^ Band I. I Band I. IV. Abschnitt: Kämpfe links der Mosel und Einschliessung von Metz. 133 Charakter. Hin Soldat fielen dem Mann vom Unter- n den Schwestern gebliebenen Einten an Typhus etzte Verwundete t. tneekorps in Ars b. die 1. Sektion >rps, welche big a 10. Feldlazarett n Räumen unter- i Schlössehen, der die 121 Kranken Kirche, mehreren i die kalte Jahres- bäurne entleert und gewordene Knaben- ■em ursprünglichen man ein geeignete; i-Lazareth gedient rkunft für die Ver- ;rösste Reinlichkeit en doch im Oktober zum Theil tödtlich iheiten waren auch r im Oktober meist durch hochgradige Brand der unteren Als die Bahn bis f ein Assistenzarzt >rps thätig. Das Armeekorps hatte. von Saarbrücken, der Verwundete« tappen-lnspektion August von dort reu. Hier wurde Verpflegung Ver 3 am 18. August ak daselbst erhielt auf dem Schlackt- Schleunigst ent- )t Verbandmittel, l zu Wagen über und Brot an das an seiner auf dein bedurfte, wandt'' ;k Gorze, wo in- 3 eingetroffen war hier zurück und k bei Corny, « am 20. August der neue Befehl zur Etablirung je eines Kriegslazareths in Corny und in Noveant eintraf. Nach Entnahme von Lazarethutensilien und Verband- o-egenständen aus dem Depot in Corny gingen die 2. und 3. Sektion nach Nove'ant ab. Bei genauem Absuchen des Ortes wurden ausser 6 Offizieren nur 22 Mann gefunden; dagegen erfuhr man, dass in einem Schlösschen, dessen Besitzer bereitwilligst den vorbeiziehenden Verwundeten Verband- und Labemittel gespendet hatte, einige Verwundete, die Mehrzahl aber im Bahnhofsgebäude und in dem benachbarten sogenannten Preussischen Hochofen lägen. Hier fand man thatsächlich 30 Verwundete, für welche sofort der Hochofen zum Lazareth eingerichtet wurde. Während die Aerzte verbanden, fand die Reinigung der vorhandenen Säle statt. Strohsäcke wurden gestopft, die daselbst schon vorhandenen Verwundeten gelagert und die übrigen aus dem Eisenbahngebäude nach dem Hochofen geschafft. Ess- geschirre, Beleuchtungsmaterialien etc. wurden requirirt. So war es unter fortwährendem Zugang von Hilfebedürftigen Abend geworden, als der nach dem Schlösschen entsandte Arzt meldete, dass er allein nicht mehr im Stande sei, der wachsenden Arbeit zu genügen. Er erhielt Unterstützung, und nach Mitternacht war das Lagern und Verbinden beendet. Das Personal hatte an diesem Tage 147 Verwundeten Beistand geleistet. Im Wesentlichen blieb die Arbeit noch während des ganzen August dieselbe, denn wenngleich einige Mal eine grössere Zahl leichter Verletzter evakuirt werden konnte, so kamen doch täglich neue hinzu, abgesehen von den zahlreichen Passanten. Nachdem noch ein zweites Schlösschen im Ort belegt worden war, versah die 3. Sektion den Dienst in diesem, die 2. Sektion im Hochofen. Am 22. August konnte das neben demselben errichtete Zelt belegt werden und am 29. auch eine daselbst erbaute Baracke, die bis dahin bei dem anhaltenden Regen hatte unbenutzt stehen müssen, weil erst nach vieler Mühe von Pont ä Mousson Dachpappe zu erlangen war. Als an dem letztgenannten Tage ein grösserer Transport' Ruhrkranker ankam, wurde der Hochofen für diese eingeräumt, und die so gebildete Ruhrstation am 30. August der von Saarbrücken eingetroffenen 2. Sektion Lazareth-Reservepersonals VII. Armeekorps, welche seit dem 23. August auf der Etappe in Noveant Dienst geleistet hatte, übergeben. Die 2. Sektion Lazareth-Reservepersonals VIII. Armeekorps verlegte ihre Verwundeten in die oben genannte Baracke und in ein zweites inzwischen aufgeschlagenes Zelt. Mittlerweile hatte die 3. Sektion Lazareth-Reservepersonals MII. Armeekorps am 22. August Befehl erhalten, zwei neuerdings neben dem Hochofen errichtete Zelte und eine Baracke für Verwundete als Lazareth einzurichten. Bettstellen Hessen sich nicht beschaffen. Das Depot in Corny war fast geleert, Stroh nirgends zu haben, die Eisenbahn noch nicht fahrbar. Es gelang daher binnen acht Tagen nur, die beiden Zelte auszustatten. Als später staatliche und freiwillige Sendungen eintrafen, konnte auch die Baracke eingerichtet und belegt werden. Am 6. September wurde das Lazareth-Reservepersonal \ III. Armeekorps abgelöst, indem die 2. Sektion Lazareth- Reservepersonals VII. Armeekorps die Kranken und die 3. die Verwundeten in den bis dahin belegten Räumlichkeiten übernahm. Als die Zahl der Typhus- und Ruhrkranken im September höher stieg, musste von den inzwischen freigewordenen Baracken die eine mit 50 Betten für diese bestimmt werden; die andere diente zur Aufnahme von Passanten. Denn wie im August, so war auch im September und Oktober das Kriegslazareth gleichzeitig Etappenlazareth. Täglich kamen 2—300, später oft 4—500 Kranke aus den Lazarethen westlich von Metz, die hier verbunden, gelabt, oft auch für die Nacht untergebracht werden mussten. Die Transporte kamen häufig noch so spät Abends an, dass eine Beförderung zur Bahn nicht mehr möglich war. Ausserdem lag dem Personal die Begleitung der Krankenzüge oft bis Sarrebourg oder Weissenburg ob. Dem in Folge dessen häufig eintretenden Personalmangel wurde vom Etappen-Generalarzt durch Ueberweisung von zwei angestellten Civilärzten, Lazarethgehilfen und Krankenwärtern des Lazareth-Reservepersonals VIII. Armeekorps, sechs Studirenden und endlich einer Reihe barmherziger Brüder und Franziskanerinnen abgeholfen. Dem anfänglichen gänzlichen Mangel an Arzneimitteln und geeigneten Ver- pflegungs-Artikeln half die freiwillige Krankenpflege ab, bis die staatlichen Depots sich wieder ergänzt hatten. In Folge der Anstrengungen, der ungenügenden Nahrung, des schlechten Trinkwassers und des fortwährenden Aufenthaltes in den Krankenräumen waren fast alle Aerzte mit ruhrartigen Symptomen erkrankt, ausserdem sämmtliche Lazarethgehilfen und Krankenwärter (ein Lazarethgehilfe starb), ebenso die 6 barmherzigen Brüder und 2 Schwestern. Auch unter den Verwundeten trat in vielen Fällen Ruhr auf; zur Isolirung derselben erwiesen sich die Zelte vorzüglich brauchbar. Trotz des anhaltenden Regens im September und Oktober hatten die Verwundeten in ihnen von Nässe nicht zu leiden. Die doppelte Decke von Segeltuch schützte vollkommen. Die in der Eile aufgeführten Baracken gewährten bei Weitem weniger Schutz. Am 20. Oktober warf ein Sturmwind fünf Zelte um, ohne dass indess die Insassen dabei Schaden nahmen. Am 5. September, als die Zahl der nach Noveant strömenden Kranken zu gross geworden, etablirte sich daselbst neben dem Kriegslazareth auch das 7. Feldlazareth II. Armeekorps. Als am 30. Oktober die 2. Sektion Lazareth-Reservepersonals VII. Armeekorps zur Ablösung des 2. Feldlazareths I. Armeekorps in Etangs beordert ward, übergab sie ihre Kranken zunächst der 2. Sektion Lazareth-Reservepersonals IX. Armeekorps, welche den Befehl zur Errichtung eines besonderen Etappen- lazareths in Nove'ant — Corny erhalten hatte. Schon am 1. November aber gingen dieselben in die Hände des Feldlazareths über, welches am 7. November auch die 3. Sektion Lazareth - Reservepersonals VII. Armeekorps ablöste. Seit Mitte Oktober war ein Stabsarzt des Lazareth-Reservepersonals IL Armeekorps von Gorze her zur Wahrnehmung des Bahnhofs- Etappendienstes kommandirt; Anfang November wurden die 1. und 3. Sektion des genannten Personals herangezogen und theils dem Feldlazareth zur Aushilfe beigegeben, theils l'^Pir™ I «E2F* 134 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Band ! als Begleitpersonal für die Krankenzüge zur Unterstützung des Etappenlazareths benutzt. Am 12. November übernahmen die beiden Sektionen das ganze Lazaretb, welches endlich am 22. November nach Evakuation der letzten Kranken aufgelöst wurde. AI« die 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals VIII. Armeekorps am 20. August Befehl erhielt, ein Kriegslazareth in dem auf dem rechten Moselufer, Noveant gegenüber, gelegenen Orte Corny zu errichten, fand sie in einer Orangerie des dortigen Schlosses, in der Mädchenschule und einem Privathause der Stadt Verwundete der schwersten Art. An perforirenden Schädel-, Brust- und Bauchverletzungen, Gelenk- und Knochenwunden Leidende lagen neben Ruhrkranken, auf Stroh gebettet. Dem Personal fehlte es an Material. Das Notwendigste musste erst in der Folge aus staatlichen oder freiwilligen Depots oder durch Requisition herbeigeschafft werden. Es gelang gleichw r ohl, das Kriegslazaretli soweit einzurichten, dass es Ende August in Bezug auf die notwendigste Ausstattung, geordnete ärztliche Pflege und regelmässige Beköstigung nichts zu wünschen übrig Hess. In der Nähe der Orangerie, mitten in dem Schlosspark war durch Errichtung von 5 Zelten mit je 12 Betten für die noch immer zuströmenden Verwundeten und Kranken Platz geschaffen. Am 6. September ging der vorhandene Bestand von 127 Mann an das Etappenlazareth der 1. Sektion Lazareth- Reservepersonals VII. Armeekorps über. Die 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals VII. Armeekorps war nach ihrem Eintreffen in Corny am 22. August durch den Etappen-Generalarzt der I. Armee beauftragt worden, den Dienst bei den Verwundetentransporten daselbst zu versehen. Am 25. August erhielt die Sektion Befehl, die Behandlung der in einem Hause vereinigten verwundeten Offiziere zu übernehmen und ein zweites Haus, an der Strasse nach Nancy gelegen, als Etappenlazareth für 20—25 Betten einzurichten. Da in dem Offizierlazareth freiwillige Pfleger und Pflegerinnen die Krankenwartung besorgten, so reichte das kleine Personal vollkommen aus, zumal bis Ende August nur 49 Kranke durch das Etappenlazareth gingen. Als aber am 6. September alle in Corny bestehenden Lazarethe zu einem Kriegslazaretli unter der einen Sektion vereinigt wurden, überwies der Etappen-Generalarzt dem Lazareth noch 7 Civilärzte, (> Studirende des Friedrich- Wilhelms - Instituts, 19 barmherzige Schwestern und Diakonissinnen, sowie 2 Ober - Lazarethgehilfen und 5 Krankenwärter vom Lazareth-Reservepersonal VIII. Armeekorps. Man ging unverzüglich an den Bau einer Baracke, die Ende September mit Typhuskranken belegt wurde. Der Zugang an Kranken Hess gegen Oktober so sehr nach, dass am 29. Oktober der Befehl, die letzten Kranken nach Noveant zu evakuiren und mit der General-Etappen- inspektion nach Metz zugehen, sofort ausgeführt werdenkonnte. Da es nach dem Falle von Metz galt, eine beschleunigte Ablösung möglichst vieler in dortiger Gegend etablirter Lazarethe herbeizuführen, so gelangte Noveant mit seiner Bahnstation wieder in den Brennpunkt der Krankentransporte. Die 2. Sektion Lazareth-Reservepersonals IX. Armeekorps ward dazu ausersehen, die zur Rückbeförderung mitteb Krankenzügen eintreffenden Kranken zu verpflegen, bezw. für die Nacht unterzubringen und Begleitmannschaft für die Eisenbahntransporte zu stellen. Es wurde zu dem Zweck die in Corny gelegene Ziegelei und Baracke mit etwa 5im Betten ausgestattet und hier sow r ohl als auf dem Bahnhofe Noveant eine Küche errichtet. Da in den ersten Tagen des November die Zahl der täglich unterzubringenden Kranken bis zu 400 anstieg, so gesellte die Sanitätsleitung dem Personal noch eine ausreichende Anzahl von Aerzten und Hilfsmannschaften des Lazareth-Reservepersonals II. und später III. Armeekorps zur Unterstützung hinzu. Im Dezember hörte der Krankenzugang auf, so dass das Lazareth am 4. Dezember aufgelöst werden konnte. In Remilly kam der Geheime Medizinalrath Beneke, welcher sich dem Kriegsministerium zur Verfügung gestellt hatte, am 21. August mit 8 Diakonissinnen aus dem Darmstädter Elisabethstift an und richtete mit Hilfe des Etappen- Stabsarztes die in einem Garten gelegene Villa Rolland zum Lazareth ein. Ein zufällig vorhandener Transport mit Lazareth-Gegenständen der freiwilligen Krankenpflege setzte ihn in den Stand, das Haus sofort mit 24 Betten auszustatten; am 21. August traf auch die 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals III. Armeekorps in Remilly ein, mit der Aufgabe, daselbst ein Kriegslazareth zu errichten. Professor Beneke behielt das eingerichtete Lazareth, welchem später die Mädchenschule und eine neben der Villa Rolland gebaute Baracke mit 30 Betten hinzutraten, unter seiner Leitung, nachdem ihm zwei Assistenzärzte mit drei Ober- .Lazarethgehilfen und vier Krankenwärter unterstellt worden waren. Das übrige Personal errichtete in der Villa Rolland ein Lazareth von 46 Betten und übernahm am 22. August die bereits mit 22 Betten durch die freiwillige Krankenpflege ausgestattete Hauptschule. Von besonderer Bedeutung war in Remilly, nachdem die Verwundeten-Transporte mehr und mehr aufgehört hatten, die in ausgedehntem Maasse und grösster Heftigkeit herrschende Ruhr-Epidemie. Schon am 21. August fand man einige Fälle unter den Kranken der Hauptschule. Die Ruhr verbreitete sich fast von Haus zu Haus. Eine ungewöhnliche Höhe erreichte die Epidemie im September, als die bei Sedan gefangenen Franzosen von Pont ä Mousson her eintrafen und in dem Orte rasteten, um auf der Eisenbahn eingeschifft zu werden. Alle Strassen und Gärten waren damals mit blutigen Ausleerungen beschmutzt. Trotz der dringendsten Vorstellungen von Seiten der Aerzte konnten nicht genug Leute zur Reinigung der Strassen verfügbar gemacht werden. Li" grosser Theil des Personals des Etappenkommandos und des Lazareths erkrankte. 1 ) !) Näheres über die Verhältnisse in Bemilly nach den grossen Augast-Schlachten siehe in dem Kapitel „Krankenzerstreuung". Band I- InMardigny zwölf Kranke, di Personals VII. Ar: nennenswerther Z mandirungen und 22. November auc das 6. Feldlazare Das Kriegslazaret das in Delme an letzten Kranken < Um die vor Verwundeten aus tember wieder ne an Ruhr- und 1 wurde in Berlize errichtet. Das L; war am 6. Septe mit dem Lazare Berlize beordert: Auftrag, ein La 11. September si Unterstützung de 3. Sektion wurde Am 10. Nov Reservepersonals einer Filiale zu bestand, 58 Ven zwei Schul- und grosse Säle des Räume, für Lazä 1 Am 23. Dez Kriegslazareth ir Lazareth-Reserve und in Laudonv dem nöthigen ^ Les Etangs wurcL Rest der Verwu übergeführt wor 8 Nichttransport Am 13. unc dete auf Federw Verfügung geste April 1871 koni Das 12. Fe wurde durch d VII. Armeekorp sich daselbst die der Schule und Häusern leidlich Verhältnisse zu fernung zwischer den Dienst, besi indess sehr zahl 1 Lazarethgehil \ KMg^Ht'. ■"■*■■-***■ mmj^mmmh«m| ^&^tifa^.*täik t jiS&ä .v. Band I. imt mit seiner ukentraiisporte. X. Armeekorps derung mittel legen, bezw. fü r ift für die Eisen- lern Zweck die mit etwa 500 f dem Bahnhofe i ersten Tagen herzubringenden Sanitätsleitung hl von Aerzten ersonals II. und linzu. g auf, so da* len konnte, lalrath Beneke, rfügung gestellt aus dem Dann- Ife des Etappen- 3 Villa Rolland r Transport mit kenpflege setzte I Betten auszn- Sektion Laza- lemilly ein, mit zu errichten, zareth, welchem » Villa Rolland 11, unter seiner mit drei Oher- terstellt worden är Villa Rolland am 22. August illige Kranken- loiiderer Bedeu- eten-Transporte ausgedehntem Ruhr-Epidemie. 'alle unter den ■eitete sich fast he erreichte die sfangenen Fran- ld in dem Orte ifft zu werden. it blutigen Ans- a Vorstellungen tiug Leute zur t werden. Ein ommandos und nach den grossen ;erstreuung". Band I. IV. Abschnitt: Kämpfe links der Mosel und Einschliessung von Metz. 135 In Mardigny befanden sich am 14. November nur noch zwölf Kranke, die von der 3. Sektion Lazareth-Reseiwe- personals VII. Armeekorps übernommen wurden. Da kein nennenswerther Zugang eintrat, konnte die durch Abkom- mandirungen und Erkrankungen sehr gelichtete Sektion am ii. November auch noch mit der einen Hälfte des Personals das 6. Feldlazareth VIII. Armeekorps in Delme ablösen. Das Kriegslazareth in Mardigny wurde am 28. November, das in Delme am 20. Dezember aufgelöst, nachdem die letzten Kranken evakuirt waren. Um die vor Metz etablirten, zum grossen Theil mit Verwundeten aus dem Kampf am 31. August und 1. September wieder neu gefüllten Feldlazarethe von dem Zugang an Ruhr- und Typhus-Kranken möglichst zu entlasten, wurde in Berlize noch im September ein Kriegslazareth errichtet. Das Lazareth-Reservepersonal VIII. Armeekorps war am 6. September von Noveant nach seiner Ablösung mit dem Lazareth-Reservedepot VIII. Armeekorps nach Berlize beordert; die 1. Sektion erhielt hier sofort den Auftrag, ein Lazareth einzurichten; die 2. musste am 11. September sämmtliches Hilfspersonal nach Corny zur Unterstützung des dortigen Lazareths zurückschicken, die 3. Sektion wurde nach Courcelles s./N. gesandt. Am 10. November übernahm die 2. Sektion Lazareth- Reservepersonals VII. Armeekorps in Les Etangs und in einer Filiale zu Laudonvülers, die seit dem 3. Oktober bestand, 58 Verwundete und 8 Kranke. In Etangs waren zwei Schul- und drei Privathäuser, in Laudonvillers drei grosse Säle des Schlosses, durchweg hygienisch günstige Räume, für LazäVethzwecke eingerichtet. Am 23. Dezember übernahm das Personal auch das Kriegslazareth in Courcelles—Chaussy von der 3. Sektion Lazareth-Reservepersonals VIII. Armeekorps. In Les Etangs und in Laudonvillers blieb nur je ein Assistenzarzt mit dem nöthigen Wärterpersonal zurück. Das Lazareth in Les Etangs wurde am 13. Januar 1871 aufgelöst, nachdem der Best der Verwundeten auf Bauernwagen nach Courcelles übergeführt worden war; in Laudonvillers mussten noch 8 Nichttransportable bis zum 15. Februar verbleiben. Am 13. und 14. März 1871 wurden noch 19 Verwundete auf Federwagen, die das Gouvernement von Metz zur Verfügung gestellt hatte, in die Festung transportirt; Mitte April 1871 konnte das Lazareth aufgelöst werden. Das 12. Feldlazareth VIII. Armeekorps in Talange wurde durch die 1. Sektion Lazareth - Reservepersonals VII. Armeekorps am 1. Dezember abgelöst. Es fanden sich daselbst die Verwundeten und Kranken in dem Schloss, der Schule und in drei von den Einwohnern verlassenen Häusern leidlich untergebracht, wenn auch die Heizungsverhältnisse zu wünschen übrig Hessen. Die grosse Entfernung zwischen den einzelnen Unterkunftsräumen erschwerte den Dienst, besonders die Verpflegung. Das Personal war indess sehr zahlreich (6 Aerzte, 2 Ober-Lazarethgehilfen, 1 Lazarethgehilfe, 7 Krankenwärter, 5 Studirende des Friedrich-Wilhelm-Instituts und 1 freiwilliger Pfleger). Am 20. Dezember wurde das Lazareth aufgelöst. Am 10. Oktober war in Henry, an der Etappenstrasse von Remilly nach Falkenberg, noch durch die 2. Sektion Lazareth-Reservepersonals VIII. Armeekorps ein Etappen- lazareth errichtet worden, in welchem bis zum 5. November, dem Tage der Auflösung, 70 Kranke verpflegt wurden. Nach der Uebergabe von Metz übernahm in Sablon die 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals VII. Armeekorps am 22. Dezember 112 Kranke des 3. Feldlazareths VII. Armeekorps. Eine grosse Zahl der Pflegenden erkrankte, zwei barmherzige Schwestern starben. Nachdem am 14. März das Lazareth aufgelöst worden, trat das Personal bis zu seiner Demobilmachung nicht mehr geschlossen in Thätigkeit. In Montigny wirkte ursprünglich eine Französische Ambulanz, nachher das 8. Feldlazareth VII. Armeekorps. Als die 3. Sektion Lazareth - Reservepersonals VII. Armeekorps von Delme zur Uebernahme des Quaran- tainelazareths am 23. Dezember dahin kommandirt wurde, fand sich unter den vorhandenen 400 kranken und verwundeten Franzosen noch eine Anzahl Schwerverletzter. Das Personal wurde durch 19 katholische Schwestern in der Krankenpflege, beim Kochen und Waschen in ausgezeichneter Weise unterstützt. Die von der Französischen Ambulanz zurückgelassenen Krankenwärter erwiesen sich dagegen als unzuverlässig. Im März 1871 waren nur noch Genesende vorhanden, die allmälig theils in die Heimath entlassen, theils als Kriegsgefangene nach Deutschland gesandt wurden, so dass das Hospital am 12. März 1871 aufgelöst werden konnte. Das Personal wurde dem Gouvernement in Metz zur Verfügung gestellt und zunächst zur Uebernahme des Hilfs- Garnisonlazareths in der Tabaksmanufaktur kommandirt. Diese Aufgabe sollte nur einige Tage in Anspruch nehmen, die Ablösung verzögerte sich aber bis zum April 1871; nach diesem Zeitpunkt gelangte das Personal nicht mehr zur Thätigkeit. Ergebniss. Während der in Rede stehenden Kriegsperiode ist ausser dem bereits im vorigen Abschnitt 1 ) erwähnten Lazareth- Reservepersonal I. Armeekorps das Lazareth-Reservepersonal sieben verschiedener Armeekorps 2 ) an 18 Orten beschäftigt gewesen. Für gleichzeitige Ablösung mehrerer Feldlazarethe zeigte sich das Personal einer einzelnen Sektion unzureichend. Bei Zerstreuung einer Sektion auf mehrere Orte sah sich der Einzelne zuweilen ausser Stande, seiner Aufgabe zu entsprechen. Im Mangel an geschultem Wartepersonal lag ein Nothstand, welcher durch häufige Erkrankungen und örtliche Zersplitterung des Personals vermehrt, durch das Eintreten der freiwilligen Krankenpflege hier und da minder fühlbar gemacht, aber nicht aufgehoben wurde. !) Siehe Seite 108. 2 ) Nämlich das IL, III., VII., VIII., IX. und X. Armeekorps, sowie 2 Sektionen des (nicht zur Binschliessungs-Armee gehörigen) Gardekorps. Das Lazareth-Reservepersonal des nur ganz kurze Zeit vor Metz verweilenden XIII. Armeekorps (vergl. S. 126) war damals noch nicht formirt. 136 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Band I. Fünfter Abschnitt. Vormarsch der III. und Maas-Armee; die Schlachten hei Beaumont und Sedan. Vormarsch. Seine Majestät der König von Preussen hatte unter dem 19. August 1870 eine anderweitige Armee-Eintheilung befohlen, der zu Folge das Garde-, IV. und XII. (Königlich Sächsische) Armeekorps nebst der 5. und 6. Kavallerie- Division aus dem Verbände der IL Armee ausschieden und als besondere (Maas-)Armee unter den Befehl Seiner Königlichen Hoheit des Kronprinzen von Sachsen traten. Am 23. August setzte sich diese neugebildete Armee gleichzeitig mit der inzwischen ebenfalls an der Maas angelangten III. Armee befohlenermaassen in der Richtung auf Chalons in Marsch; am 26. August begann die berühmte Rechtsschwenkung beider genannten Armeen, welche nach einigen kleineren Zusammenstössen mit feindlichen Vortruppen die Schlachten bei Beaumont und Sedan herbeiführte. 1 ) Das IV. Armeekorps war schon am 20. August nach Commercy gelangt; am 22. August erhielt die 2. Sektion 6. Feldlazareths dieses Korps Befehl, sich dort für die Kranken des Korps zu etabliren. Die Sektion blieb in Commercy bis zum 23. September in Thätigkeit und nahm im Ganzen 206 Mann auf. Als sodann der Maas-Armee, und zwar insbesondere Sächsischen Truppentheilen, die Aufgabe zufiel, Verdun zu beschiessen 2 ), waren am 24. August die Sächsischen drei Sanitätsdetachements in Bereitschaft. Das 1. Sanitätsdetachement XII. Armeekorps schlug zwar keinen Verbandplatz auf, kehrte aber, bereits über Verdun hinausgerückt, Nachmittags 2 Uhr zurück, um 9 Verwundete abzuholen und dieselben am 25. August in das Lazareth zu Etain abzuliefern. Das 2. Sanitätsdetachement postirte sich südöstlich Verdun in einem Thale in der Nähe von Haudainville, ohne jedoch in Anspruch genommen zu werden. Einen Verbandplatz, welchen das 3. Sanitätsdetachement hinter den Sächsischen Batterien errichtete, bestrichen die feindlichen Granaten. Zwei daselbst Amputirte wurden nach dem östlich gelegenen Fresnes transportirt. Kurz nach diesem Unternehmen ward das 12. Feldlazarett, des zur Einschliessungs-Armee von Metz gehörigen ~^fVergl. Generalstabswerk I, S. 959 ff. 2 ) Generalstabswerk I, S. 966. Verluste: 1 Offizier und 19 Mann. III. Armeekorps in den Etappenort Etain, nordöstlich Verdun, beordert. 1 ) Dasselbe blieb hier jedoch nur you 28. bis 30. August (bei 43 Kranken), um sich am letztgenannten Tage von der 3. Sektion Lazareth-Reserve- Personals des Gardekorps ablösen zu lassen. In noch geringerem Grade als die Beschiessung von Verdun beanspruchte das kurze Reitergefecht bei Buzancy') am 27. August die Bethätigung von Sanitäts-Formationen. Die Aerzte der betheiligten Truppen genügten, indem n sich zu gemeinsamer Hilfeleistung an einem Waldsaume vereinigten. 22 A^erwundete kamen noch Nachmittag' in Dun an, um hier von der 2. Sektion 1. Sanitat detachements XII. Armeekorps weiter versorgt und Tagt darauf nach Etain zurückbefördert zu werden. In grösserem Umfange als die beiden vorgenannten Aktionen forderte das Gefecht bei Nouart 3 ) am 29. Augn-t sanitären Beistand. Bald nach Beginn des Gefechfc richtete das 1. Sanitätsdetachement XII. Armeekorps einen Verbandplatz an einem Waldrande bei Tailly ein. Ander hier entwickelten Thätigkeit betheiligten sich die Aerzte der Infanterie-Regimenter No. 102 und 103, sowie des4., 9. und! 10. Feldlazareths XII. Armeekorps. Im weiteren Gefechtsverlaufe ging das erwähnteDetachementNachmittagszwischen 4 und 5 Uhr, unter Zurücklassung von Sanitätspersonal bei den zurückbleibenden Verwundeten, nach Nouart hinein, um hier seine Hilfeleistung fortzusetzen, vertauschte jedoch Abends nach 7 Uhr den neuen Verbandplatz, weil derselbe da feindlichen Feuer ausgesetzt war, wieder mit dem früheren bei Tailly. Hier dauerte die Arbeit bis Nachts l 1 /* Uhr, da die meisten Verwundeten (es wurden 132 Mann verbunden) noch in das mittlerweile eingetroffene 3. und 10. Feldlazareth, welche in Villiers und Tailly (südöstlich Nouart) aufschlugen, befördert werden mussten. Das 3. Sanitätsdetachement desselben Armeekorps langte gegen 5 Uhr Nachmittags am Kreuzungspunkte der nach Tailly ~) Vergl. S. 123. 2 ) Vergl. Generalstabswerk I, S. 966. Verluste: 2 Rittmeister verwundet und 32 Mann (einschliesslich 1 todt). 3) Vergl. Generalstabswerk I, S. 1020. Die Verluste bei Nouan betragen nach Generalstabswerk I, Anlage 37, S. 261: todt oder in Folge Verwundung gestorben 1 Offizier 72 Mann. verwundet............13 „ 276 „ vermisst........... . — „ ______ 1 » _ 14 Offiziere 349 Mann. &.m9B B^^a^^BB s HHHHHl i^l^H Band] ■ und Sedan Itain, nordöstlich jedoch nur Tom im sich am letzt- Lazareth-Reserve- sen. Beschiessung von echt bei Biizancr 1 ) itäts-Formationen. lügten, indem sie sinem Waldsaume ioch Nachmittag; ction 1. Sanität 'ersorgt und Tags rden. len vorgenannten t s ) am 29. August m des Gefecht- Armeekorps einen 'ailly ein. Ander sich die Aerzte sowie des4., 9. nnd! weiteren Gefechts- chmittags zwischen itspersonal bei den ouart hinein, um ertauschte jedoch , weil derselbe dem mit dem früheren seit bis Nachts (es wurden 132 reile eingetroffene rs und Tailly (stt 3rden mussten. Armeekorps langte Lkte der nach Tailly •luste: 2 Rittmeiste e Verluste bei Noua« i. 261: Offizier 72 Mann. „ 276 „ 1 n 2 § o o c o CO -8 Band 1. und von Villiers i und erhielt den sich senkenden dem darauf von marscbirte es al mit Verwundet« Neuem den Verl des andern Taj die etwa 80 Vei Das 2. Deta ^es Gefechts in Von FeldL Nouart zunächst beschäftigt. Die die Sanitäts-Det gab seine Pflege das 4. ging am band 64 Deutsc förderte sie the: beerdigte eine J Zur wirklw Gefechts bei Xoi korps, ersteres bis 12. Septenil bis 1. Septembe und Kranke, in genommen. (Si Während t Schlacht bei ß Pflege Verwund dem 12. FeldL Kranker zurück^ alsbald zur Ye der Schlacht be Marsche Erkrai stehenden Lazai Etappenlazaretb Schlacht bei Seitens des 30. August Mor sind korpsweise Truppen zurück Als die b( 30. August in f der Gegend vc 1 ) VergL Bei 2 ) VergL „K, üchnitteg. 3 ) Vergl. Gei 4 ) Generalstal Sanitäts-Bericht i *>,£lft. .Eil ^^?XfrjiV_r^ Band 1. V. Abschnitt: Vormarsch der III. und Maas-Armee; Schlachten bei Beaumont und Sedan. 187 und von Villiers devant Dun nach Nouart führenden Wege an und erhielt den Befehl, am Eingang des nach Tailly hin sich senkenden Thals den Verbandplatz zu errichten. Nachdem darauf von Tailly ärztliche Hilfe erbeten worden war. marschirte es ab und schlug noch vor Abend in einem mit Verwundeten gefüllten Gehöfte am Dorfwege von Neuem den Verbandplatz auf, um sich hier bis 3 Uhr früh des andern Tages zu beschäftigen und gegen 8 Uhr früh die etwa 80 Verpflegten an das 10. Feldlazarett) abzugeben. Das 2. Detachement XII. Armeekorps verblieb während des Gefechts in Reservestellung. *) Von Feldlazaretten waren durch das Gefecht bei Nouart zunächst das 4., 9., 3. und 10. XII. Armeekorps beschäftigt. Die ersteren beiden unterstützten am 29. August die Sanitäts-Detachements, ohne sieh zu etabliren, das 9. gab seine Pflegebefohlenen am 30. August an das 10. ab: das 4. ging am 30. August nach Beaulieu, lagerte und verband 64 Deutsche und 91 Französische Verwundete, beförderte sie theils nach Dun, tlieils nach Beaumont und beerdigte eine Anzahl Gefallener. Zur wirklichen Btablirung gelangten in Folge des Gefechts bei Nouart das 3. und 10. Feldlazareth XII. Armeekorps, ersteres in Villiers devant Dun (vom 29. August bis 12. September), letzteres in Tailly (vom 29. August bis 1. September). In Villiers wurden 262 Verwundete und Kranke, in Tailly 110 Verwundete und 9 Kranke aufgenommen. (Siehe Schlacht bei Beaumont.) Wahrend des Vormarsches beider Armeen bis zur Schlacht bei Beaumont waren somit 2 Feldlazarethe zur Pflege Verwundeter, nur '/* Feldlazareth (abgesehen von dem 12. Feldlazareth 111. Armeekorps) zur Aufnahme Kranker zurückgeblieben. Die beiden erstgenannten dienten alsbald zur Vermehrung der Pflegestätten für die Opfer der Schlacht bei Beaumont. Zur Behandlung der auf dem Marsche Erkrankten genügten die rückwärts bereits bestehenden Lazarethanstalten. sowie einige neu eingerichtete l'happenlazarethe. 2 ) Schlacht bei Beaumont am 30. August 1870. 3 ) Seitens des Oberkommandos der Maas-Armee war am 30. August Morgens (i Uhr bestimmt worden: „Die Trains sind korpsw r eise vereinigt hinter den heutigen Biwaks der Truppen zurückzulassen." 4 ) Als die beiden Divisionen des IV. Armeekorps am 30. August in frühester Morgenstunde aus ihren Biwaks in der Gegend von Andevanne und Bayonville aufbrachen, 1 ) Vergl. Belagerung von Verdun im folgenden Abschnitt. 2 ) Vergl. „Kriegs- und Etappenlazarethe" am Schluss dieses Ab- M-lmittes. 3 ) Vergl. Generalstabswerk I, S. 1034 und ff. 4 ) Generalstabswerk I, Anlage 38. Sanitäts-Bericht über die Deutschen Heere ]S7(J,71. 1. Bd. befand sich die 2. Sektion des 2. Sanitätsdetachements IV. Armeekorps bei der Avantgarde der 8. Division, die erste Sektion bei der 8. Division, das 1. Detachement Ihm der 7. Division und das 3. bei der Korps-Artillerie. Während der ersten Momente des Kampfes vor Beaumont waren das 1. und 2. Sanitätsdetachement in ihm Gehöften südlich Beaumont thätig, späterhin trat das 1. Sanitätsdetachement in dem vom Feinde verlassenen Lager in Wirksamkeit. Die Verwundeten wurden alsbald nach Beaumont geschafft, welcher Ort seit 2 Uhr Nachmittags sich in den Händen der Deutschen befand. Das 3. Sanitätsdetachement errichtete in den späteren G-efechtsstunden einen Verbandplatz vor Mouzon. JJaverischorseifs etablirte ein der Avantgarde beigegebener Zug der 4. Sanitäts-Kompagnie I. Armeekorps, als die Avantgarde gegen 1 Uhr in das Gefecht eintrat, unmittelbar hinter der Geschützlinie im Freien einen Hilfsplatz, auf welchem die Verwundeten einstweilen gelagert wurden, bis die beiden anderen, hinter dem Gros der Division marschirenden Züge der Kompagnie auf dem Schlachtfelde ankamen. Da weit und breit kein Haus vorhanden war, so musste auch der Haupt-Verbandplatz im Freien errichtet und das Operationszelt aulgeschlagen werden, wozu eine ungefähr 400 Schritt hinter dem ITilfsplatze gelegene Midde gewählt wurde. Hier waren unter Leitung des Divisionsarztes sämmtliche Aerzte der Division thätig, so dass die Arbeit leicht bewältigt werden konnte. Das Heranschaffen der Verwundeten war allerdings bei der bügeligen und waldigen Beschaffenheit der Gegend sehr schwierig, auch das nöthige Wasser musste ziemlich weit herbeigeholt werden, hingegen erleichterte den Weitertransport der Verwundeten der Umstand, das?> der Haupt-Verbandplatz unmittelbar an der Strasse nach dem nur 3 /* Stunden entfernten Sommauthe lag, wo noch am nämlichen Nachmittage das Aufhalnns-Feldspital No. 9 eingetroffen war und sich etablirt hatte. Um 8 1 /-' Uhr Abends, nachdem sämmtliche Verwundeten — 4 Offiziere und 130 Mann — nach Sommauthe übergeführt waren, rückte die 4. Sanitäts-Kompagnie nach La Thibaudine Ferme vor, wo mehrere Truppenärzte während des Gefechts die von den Blessirtenträgern dorthin geschafften Verwundeten, so gut es ging, in dm wenigen Gebäuden untergebracht hatten. Doch lag, als die Kompagnie nach 9 Uhr dort eintraf, noch eine ziemliche Anzahl Verwundeter — Bayern, insbesondere aber Franzosen — im Freien in der Nähe der Ferme und im Walde von Warniforet. Diese wurden gesammelt, in den Scheunen untergebracht und bis 2 Uhr Nachts verbunden. Die Kompagnie blieb den Rest der Nacht in und bei der Ferme und begann mit Tagesanbruch mit der Ueberführung der Verwundeten nach Sommauthe. Um 9 Uhr musste sie ihrer Division folgen; die noch vorhandenen Verwundeten, sowie die von dem ersten Zuge der Kompagnie nach dem Dorfe Yoncq Gebrachten wurden einer dem Aufnahms- 18 IHHHHH 138 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetaehements, Feld- etc. Lazarethe. Band I. Feldspital No. 9 attachirten Kolonne der freiwilligen Kraukenpflege zur Weiterbeförderung übergeben. Der 1. Zug hatte nämlich, nachdem er alle erreichbaren Verwundeten auf den Haupt-Verbandplatz gebracht, seinen Hilfsplatz um 6 Uhr Abends aufgehoben und die Richtung gegen das Dorf Voncq eingeschlagen, wohin ein Theil der 4. Brigade vorgeschoben worden war. Der in Rede stehende Zug sammelte die in und vor dem Orte befindlichen Preussischen Verwundeten (2 Offiziere, gegen 100 Mann) und brachte sie theils in der Maine, theils in anderen Häusern unter, wobei er von mehreren Truppenärzten der 4. Bayerischen Brigade Unterstützung erhielt. Der Zug blieb, mit der Pflege dieser Verwundeten beschäftigt, während der Nacht in Yoncq und schloss sich am folgenden Morgen seiner Kompagnie wieder an. Das 1. Sanitätsdetaehenient XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps entwickelte seine Thätigkeit gegen Mittag zunächst rechts der von Stenay nach Beaumont führenden Strasse, wurde aber um 4 Uhr Nachmittags nach L(itanne bei Beaumont vorgezogen, wo es in einer Mühle den Verbandplatz einrichtete und bis Nachts 11 Uhr sich mit 68 Verwundeten beschäftigte. Den folgenden Tag früh 5 Uhr begann das Detachement von Neuem Verwundete aufzusuchen und beendete diese Thätigkeit gegen Mittag, um endlich Nachmittags gegen 3'/•> Uhr den Weitermarsch über die Maas nördlich nach Lombut anzutreten. Die weitere Pflege der Verwundeten übernahmen theils in Beaumont errichtete Preussische Feldlazarethe, theils das in Stenay sich niederlassende 7. Feldlazareth XII. Armeekorps. Das noch in Sektionen getrennte 2. Sanitätsdetachement XII. Armeekorps schlug mit seiner 1. Sektion Nachmittags 4'/2 Uhr, eine Stunde von Beaumont entfernt, in der Nähe des in Reserve stehenden IV. Armeekorps seinen Verbandplatz auf, welcher Nachmittags gegen 7 Uhr weiter nach vorn verlegt wurde, und blieb daselbst so lange thätig, bis Abends 10 Uhr die Dunkelheit und der Mangel an Beleuchtungsmaterial das weitere Aufsuchen voirVerwundeten verhinderte. Die bis dahin Eingebrachten wurden am Spätnachmittag und Abend an die Preussischen Feldlazarethe IV. Armeekorps in Beaumont abgegeben. Am 31. August von 4 1 /-' bis 9 Uhr Vormittags suchte das Detachement das Schlachtfeld nochmals ab und marschirte, nachdem es gegen 90 Verwundete verbunden und theilweise auf Vorspannwagen Preussischen Sanitätsanstalten zugeführt hatte, nördlich in der Richtung auf Douzy ab. Die 2. Sektion des 2. Sa- nitätsdetachements sowie das ganze 3. traten zunächst in Beaulieu, südöstlich Beaumont, in Thätigkeit und wurden daselbst am Spätnachmittage vom 4. Feldlazareth abgelöst, um nördlich Beaumont, rechts am Wege nach Mouzon, auf einer Anhöhe von Neuem Beistand zu leisten. Die Verwundeten, welche bis Nachts 3 Uhr die ärztliche Thätigkeit in Anspruch nahmen (das 3. Detachement hatte deren 68 versorgt), wurden am 31. August ebenfalls den in Beaumont befindlichen Lazarethen übergeben. Am 31. August endlich fiel der 2. Sektion des 2. Detachements noch die Aufgabe zu, auf das hinter Douzy gelegene Gefechtsfeld vorzugehen, um etwa liegengebliebene Verwundete aufzuheben. Von den Feldlazarethen des XII. (Königl. Sächsischen) Armeekorps leisteten das 3. und 10. den in der Schlacht bei Beaumont Verwundeten weiteren Beistand. Das 3. Feldlazareth hatte schon Nachmittags 5 Uhr "Weisung erhalten, in Villiers devant Dun — südöstlich Nouart - aufzuschlagen. Dementsprechend richtete dasselbe gegen G Uhr zwei Erdgeschoss-Säle des dortigen Schlosses, eine Stube der Dorfschule und mehrere Scheunen zu Krankenräumen ein. Bis zum 30. August früh 3 Uhr verband, stärkte und lagerte das Uazareth 108 Verwundete vom 1. und 3. Sanitätsdetachement; bis zum 30. August gingen weitere 92 Verwundete zu, welche auf Wagen des 3. Feldlazareths anlangten; endlich wurden noch am 31. August Abends 9 Uhr 37 Verwundete von dem in Tailly eingerichteten Feldlazareth dem 3. übersendet. Von diesen 237 Mann wurden 51 in täglichen Transporten auf "Wagen, die das Etappenkommando stellte, nach Clermont übergeführt, so dass am 31. August Abends ein Bestand von 169 Deutschen (einschliesslich 164 Verwundeten) und 10 verwundeten Franzosen verblieb. Eine weitere Vermehrung fand durch 25 Mann (einschliesslich 16 Verwundeter), welche das in Tailly thätige Feldlazareth bei seinem Aufbruche am 1. September an das 3. Feldlazareth abgab, statt. Insgesammt hat das Uazareth bis zum 12. September (einschliesslich 12 Franzosen) 262 Mann behandelt. Das 10. Feldlazareth XII. Armeekorps kam am 29. August Nachmittags 4b/2 Uhr auf dem Verbandplatze der 23. Division an, um Verwundete zu verbinden. Um 9 Uhr Abends rückte es nach Tailly ab, woselbst es die vom Verbandplätze herbeigeschafften Verwundeten zu übernehmen hatte. Zur Unterbringung derselben, welche einschliesslich 9 anderweitig Kranker in der Zahl von 119 dem Uazarethe bis zum 31. August zugingen, wurde ein Schloss benutzt. Schon am Nachmittage des 30. August wurden durch Vermittelung der freiwilligen Krankenpflege 59 Leichtverwundete nach Clermont befördert, und am 31. August mittels der im Orte vorgefundenen Wagen über 30 in das 3. Eeldlazareth nach Villiers devant Dun übergeleitet. Den Kestbestand übersandte das 10. Feldlazareth am 1. September dem 3. Feldlazareth, um seinerseits dem Armeekorps zu folgen. Das 1. Feldlazareth IV. Armeekorps, dessen 2. Sektion sich noch in Rosieres en Haye befand, etablirte sich während des Nachmittags des 30. August mit seiner 1. Sektion in der Ferme Pont Gaudron (bei Beaumont), welche Raum für etwa 200 Lagerstellen bot. Nachdem das Lazareth bis zum 7. September 256 Verwundete aufgenommen, wurde es an dem genannten Tage durch Lazareth - Reservepersonal IV. Armeekorps abgelöst. In Beaumont selbst gelangten am Tage der Schlacht das 3., 5., 8. und 12. Feldlazareth IV. Armeekorps zur Etablirung, unterstützt von dem 7., 6. und 9. Feldlazarett desselben Armeekorps, von denen das erstere sich am folgenden Tage in Faubourg de Mouzon ebenfalls einrichtete. Der von allen Hilfsmitteln für die Krankenpflege eat blösste Ort Beaumont besass den hinsichtlich rascher Unterbringung der Verwundeten hoch anzuschlagenden, für i Band I. weitere Behandln] hatten Vorzug, lag. Ueberall sal oder anderweitig serbrochenem IIa Blutlachen und Pf< Ilauser der Stadt und das 3. Feldlaz die übrigen Preuss reihe des Markte: der Dienstbetrieb Das 12. Feldli stand (178 Verwur Feldlazarethe No. reth-Eeservepersorj lazareth blieb in F Bayerischersc 30. August das A unterstützt vom Somraauthe. Dai Strasse von Clern schien wegen der führenden grosse; erleichterten Tran die Interbringunj Tauen ankommen Schwierigkeiten. Bei dem fast nur zwei Vorhand« Räumlichkeiten dei mehr als 30 Wo Zimmern, sowie S dumpfe, von einer gezwungen, einige verderbniss in de Fenster nach Mögli und Kranken war 1 3. September wun erreicht. Ein Thi konnte auch in de legenen Schlosse Be Hilfsgesellschaft E Verwundeten bedi Auch passirten ti Feldspitälern um Strasse nach Clerm kurzer Rast frisch 310 solcher P aS sai werden. Durch d: und fortgesetzte E tember auf 50 ni vermindert, welch« Ambulanz übergal Ebenfalls nc Entfernung vom 11. Feldlazareth ~ daselbst die Sei eine Gastwirthscl Gleich in den ■■^■^■■^■i^HH Band lements noch die gene Gefechtsfeld Verwundete auf nigl. Sächsischen) i in der ScnlaeH :tand. ittags 5 Uhr \\ e \. döstlich Nouart - sselbe gegen (i Uhr es, eine Stube der mräurnen ein. Bis e und lagerte das nitätsdetachement; undete zu, welche dlich wurden noch von dem in Tailly idet. Von diesen en auf "Wagen, die lt übergeführt, so on 169 Deutschen erwundeten Fran- ad durch 25 Mann ä in Tailly thätige September an das t das Uazareth bis lzosen) 2G2 Mann am am 29. August tze der 23. Divi- Jm 9 Uhr Abends lie vom Verband- ibernehmen hatte. lliesslich 9 ander- Lazarethe bis zum mutzt. Schon am Vermittelung der lete nach Clermont )rte vorgefundenen '"illiers devantDun .s 10. Feldlazarett erseits dem Armee- dessen 2. Sektion lirte sich während tier 1. Sektion in welche Raum für Lazareth bis zum len, wurde es an - Reservepersonal age der Schlacht Armeekorps zur d 9. Feldlazarett erstere sich am mfalls einrichtete. :-ankenpflege ent- ich rascher Unteragenden, für - 3, 4, 7, 8, 12) h Baiii] I, 3S Tages 24 Oft apagnie, welche anden, erhielte« cblosses Dorival auptverbandplaö •zu unter Leitung übrigen Baulich- Bäume darboten, edenen Truppen- ßbwerverwundete unverzüglich in ddspital No. '2 in es, die Zahl der ^t Verbleibenden nken. llicben Schwierig' e der 5. Brigade (;n einige Häuser Nähe des Parkes eingerichtet und Brigade in einem esammelt hattea Feuer der feind- lis verschlossenen gemacht. Nach der Franzosen, daselbst zurück- keiner Weise he- jrige 3. Sanitärer 5. Infanterie- keine zur Errieli- e und genügend irend der ganzen so dass alle Ves Li-Verbandplätzen der Kompagnie in einem der am elegenen Häusel Beistand. Nacht e mit der I. im . folgenden Tage srstreut liegenden Frenois wurde rerischen Armee- mittags traf hier elches sich vor- ,lbe Stunde rück genden Tage mit ind die auf dem )ernahm. Hierher Kompagnien eine Band t. V. Abschnitt: Vormarsch der III. und Maas-Armee; Schlachten bei Beaumont und Sedan. 143 crrosse Anzahl der in Bazeilles und Remilly liegenden Verwundeten gebracht, um die dort befindlichen Feldspitäler zu entlasten. Auch die Württembergischen Sanitätszüge wurden mehr oder weniger in Anspruch genommen. Der 1. Feld- Sanitätszug suchte am 2. September Verwundete in den Wäldern bei Bois de la Garenne auf und schaffte die Gefundenen in die nächstgelegenen Französischen Ambulanzen; auch brachte er Verwundete nach Donchery und richtete hier ein Nothspital ein. Der 2. Feld-Sanitätszug verband am 1. September Französische Gefangene bei Donchery, Buchte am 2. September den nördlichen Theil des Schlachtfeldes von Sedan ab und leistete Beistand bei der Evaluation Preussischer Lazarethe und bei der Unterbringung Verwundeter in Vrigne aux Bois. Der 3. Feld-Sanitätszug errichtete am 1. September einen Brigade-Verbandplatz in Elaire, nahm bis 3. September 19 Verwundete aus den Gefechten zwischen Donchery und Mezieres auf und führte sie nach Dom le Mesnil über. Endlich betheiligte sich auch der 4. Feld-Sanitätszug am 2. September bei der Absuchung des Waldes von La Garenne, richtete einen Verbandplatz in Uly ein, nahm 52 Verwundete auf und leitete 24 derselben nach Donchery über. Von Preussischen Feldlazaretten 1 ) gelangten am Tage der Schlacht folgende zur eigentlichen Etablirung: ') Hinsichtlich der Feldlazarette der an der Schlacht bei Sedan betheiligten Truppen verbände (Preussisches Garde-, IV., V. und XI. Armeekorps, XII. (Königlich Sächsisches), I. und II. Bayerisches Armeekorps und Württembergische Feld-Division) ergiebt sich finden 1. September folgende Uebersicht: Seitens des Gardekorps waren sämmtliche 12 Feldlazarette an- lässlich der Schlachten vom 16. und 18. August etablirt worden. Fünf derselben (1., 2., 4., 9., 11.) hatten so zeitig freigemacht werden können, dass sie sich am 1. September wieder bei ihrem Korps bc- hnden; vier andere (3., 5. ,8., 12.) waren zwar mittlerweile ebenfalls abgelöst, jedoch erst im Anmarsch begriffen. (Vergl. S. 122.) Das IV. Armeekorps verfügte über sein 2., 4., 9., 10. Feld-. lazareth und über die 1. Sektion des 6. Das 1., 3., 5., 7., 8., 12. war etablirt in Folge der Schlacht bei Beaumont, das 11. war auf dem Vormarsch nach der Mosel in Sarrebourg zurückgelassen worden (vergl. S. 103 und 104), ebenso die 2. Sektion 6. Feldlazaretts in Commercy, während das nach der Maas vorausgeschickte Armeekorps in der dortigen Gegend verweilte (vergl. S. 136). Von den Feldlazarethen des V. Armeekorps befanden sich acht (1., 3., 5., 6., 7., 8., 9., 12.) bei den Truppen; das 4. war noch in Wurth festgehalten (vergl. S. 97), das 11. kurz vorher in Grand Pre etablirt worden, während die Feldlazarethe 2 und 10 — von denen das erstere bis zum 24. August in Wörth, das letztere bis zum 25. August in Sarrebourg thätig gewesen war (vergl. S. 97 und 104) — ihr Armeekorps noch nicht wieder erreicht hatten. Das XII. (Königlich Sächsische) Armeekorps war mit sechs Feldlazarethen von Metz abmarschirt (vergl. S. 119); zwei derselben (3. und 10.) hatten inzwischen anlässlich der Kämpfe bei Nouart und Beaumont etablirt werden müssen (vergl. S. 137 und 138). Von den fünf Aufnahms-Feldspitälern(No. 2, 6, 9, 10, 11) I. Bayerischen Armeekorps war nur das 9. in Sommauthe zurückgeblieben (vergl. S. 139). Die fünf Aufnahms-Feldspitäler II. Bayerischen Armeekorps Y "■ ■>, % 7, 8, 12) befanden sich sämmtlich bei ihrem Korps. Im Süden und Osten von Sedan: In Balan das 6. Feldlazarett IV. Armeekorps, welches im Ganzen 33G Mann (darunter 324 Verwundete) behandelte und am 20. September die letzten 42 Mann einer Englisch- Amerikanischen Ambulanz übergab. In LaMoncelle das 11. Feldlazarett des Gardekorps nebst dem am 31. August und am Morgen des 1. September in Remilly but Meuse (bis zur Etablirung des 10. Feldlazarethe V. Armeekorps) thätig gewesenen, dann aber näher an das Schlachtfeld herangezogenen 9. Feldlazarett IV. Armeekorps. Ersteres nahm 106 Verwundete auf und übergab am 8. September seinen verbliebenen Bestand an das letztere, welches im Ganzen 396 Mann (darunter 132 Franzosen) behandelte und am 2. Oktober durch das Lazareth-Reservepersonal XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps abgelöst ward. In Daigny das 9. Feldlazarett des Gardekorps. Dasselbe hatte während der Schlacht vorübergehend in Villers Cernay Beistand geleistet, woselbst es für eine Anzahl Verwundeter ärztliches und Pflegepersonal zurückliess, als es gegen 5 Uhr Nachmittags beordert wurde, dem Gefechtsfelde näher sich zu etabliren. Während der beiden nächstfolgenden Tage erhielt es Unterstützung durch das 2. Sanitäts- detachement XII. Armeekorps. Am 7. September räumte das Lazarett den Ort, weil die Nähe des Schlachtfeldes Luftverderbniss bewirkte und die Wunden ein schlechtes Aussehen annahmen. Im Ganzen hatte es 331 Mann aufgenommen. In Givonne das 2. Feldlazarett des Gardekorps, welches von der Gesammtzahl seiner Pfleglinge (303 Mann, darunter 268 Verwundete) 108 Franzosen an eine Französische Ambulanz und seinen Restbestand am 8. September an das seit dem 2. September ebenfalls in Givonne thätige 4. Feldlazarett des Gardekorps abgab. Letzteres blieb in Givonne bis 4. Oktober und behandelte daselbst im Ganzen 214 Verwundete, darunter 55 Franzosen. Etwas weiter vom Schlachtfelde entfernt, in Lamecourt, das am 31. August in Beaumont beschäftigt gewesene 4. Feldlazarett IV. Armeekorps. Dasselbe verpflegte bis zum 7. September 193 Mann, darunter 184 Verwundete. In Remilly sur Meuse das 10. Feldlazarett IV. Armeekorps, welches daselbst 461 Mann aufnahm und am 17. September die verbliebenen Deutschen dem Bayerischen Auf- nahms-Feldspital No. 2, die Franzosen einer freiwilligen Französischen Ambulanz übergab. Im Norden und Westen von Sedan: In Floing das 7. Feldlazarett XL und das 9. V. Armeekorps. Zu diesen trat am 2. September das 8. und am 3. September das 9. Feldlazarett XL Armeekorps, während Die Württembergische Feld-Division entbehrte von ihren sechs Feldspitälern nur das 6., welches die Badischen Sanitätsanstalten vor Strassburg unterstützte (vergl. S. 99). Die Zahl der verfügbaren Feldlazarethe bei der III. und Maas- Arn..... betrug demnach am 1. September: 44'/-_>. 144 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetaclieinents, Feld- etc. Lazarethe. das 1. Feldlazarett XI. Armeekorps ohne eigentliche Etabli- rung vom 1. bis 3. September an demselben Orte wirkte. Das 7. Feldlazareth XI. Armeekorps war kaum in Floing eingerückt und hatte seine Wagen vor der Mairie auffahren lassen, als Französische Kürassiere durch das Dorf stürmten, ohne das Lazareth zu schädigen. Die Etablirung konnte daher ihren Fortgang nehmen. Am 19. September wurde mit der Belegung dreier im Schlosspark aufgestellter Baracken begonnen. Das Lazareth nahm in Summa 447 Mann (darunter 114 Franzosen) auf und übergab am 22. September seinen liestand (55 Mann) dem 9. Feldlazarett XI. Armeekorps. Letzteres hatte am 31. August ärztliches und Pflegepersonal in Tannay bei 50 Verwundeten zurücklassen müssen und demnächst am 2. September in Floing diejenigen Verwundeten übernommen, welchen bis dahin das 1. Feldlazarett XI. Armeekorps Beistand geleistet hatte. Das 9. Feldlazarett war zunächst in 24, zum Theil wenig geeigneten Gebäuden thätig, indessen ermöglichte eine ausgiebige Evakuation aus sämmt- lichen in Floing arbeitenden Lazaretten allmälig eine zweckentsprechende Unterbringung der zurückbehaltenen Schwerverletzten. Das in Rede stehende Feldlazarett übernahm schliesslich die Nichttransportablen aller in Floing befindlichen Sanitätsanstalten und verblieb daselbst bis zum 3. November. Vorübergehend erhielt es Unterstützung durch vier Aerzte des 2. Sanitätsdetachements XL Armeekorps, ausserdem durch freiwillige Krankenpfleger und durch zugetheilte Studirende der Medizin. Das 9. Feldlazarett V. Armeekorps behandelte in zehn Häusern 154 Deutsche und 69 Französische Verwundete, übergab jedoch schon am 10. September die Verbliebenen dem oben erwähnten 7. Feldlazarett XI. Armeekorps. In den wenig vortheilhaften Räumen der Kirche und Schule widmete sich das 8. Feldlazarett XL Armeekorps vom 2. bis 11. September 189 Verwundeten (darunter 173 Franzosen). Als es seinem Korps folgte, traten die zurückbehaltenen 55 Mann in die Behandlung des 7. und 9. Feldlazaretts desselben Armeekorps. Die Natural-Verpflegung war bei sämmtlichen in Floing etablirten Feldlazaretten eine gute. Dieses Resultat wurde zum Theil durch Requisitionen, zum Theil durch Lieferungen der freiwilligen Krankenpflege erreicht. In St. Menges das 6. und 7. Feldlazarett. V. Armeekorps. Die hygienischen Verbältnisse daselbst waren trotz der Nähe des Schlachtfeldes keine ungünstigen, weil der Ort hoch gelegen ist und der einsichtsvolle Maire alle die Salubrität betreffenden Maassregeln — insbesondere die auf Beseitigung der Pferdekadaver hinzielenden — eifrig unterstützte. Der Zugang der Verwundeten war in St. Menges sehr bedeutend und währte bis 2 Uhr Nachts. In der Kirche allein befanden sich in der Nacht vom 1. zum 2. September über 300 Verwundete. Abgesehen von diesen nahm das 6. Feldlazarett im Ganzen 430 Mann auf (darunter 350 Verwundete), das 7. im Ganzen 232 (darunter 213 Verwundete). Ersteres übergab bei seiner Auflösung am 16. Oktober 7 Mann dem 9. Feldlazarett XL Armeekorps in Floing, nachdem es schon am 12. September die Pflegebefohlenen des 7. Feldlazaretts mit übernommen hatte. In Fleigneux das 1. Feldlazareth V. Armeekorps. Dasselbe war am Schlachttage der Korpsartillerie zugetheilt worden und dem 3. Sanitätsdetachement gefolgt. Als letzteres Mittags bei St. Menges in Thätigkeit trat, wurde auch das ärztliche und Pflegepersonal des Lazareth zur Hilfeleistung herangezogen. Nachmittags 4 Chi es den Befehl, sich in dem Dorfe Fleigneux einzurichten Dasselbe verblieb bei 176 Mann (darunter 160 Verwundeten bis zum 14. September, an welchem Tage es die noch w handenen Pflegebefohlenen an das 6. Feldlazareth V. Armeekoi in St. Menges abgab. 1 n St. Albert (beiDonchery) das 12. Feldlazareth XL Anw korps. Das zur Etablirung benutzte Fabrikgebäude, inwelcU 312 Mann (darunter 299 Verwundete) untergebracht wenle mussten, Hess in hygienischer Beziehung, sehr viel i wünschen übrig, wurde daher, sobald die Noth des Angei blicks vorüber war (am 10. September), aufgegeben. Da. Lazareth wirkte demnächst (vom 12. bis 17. Septembq im College zu Sedan, dessen traurige hygienische Te: hältnisse dringend der Abhilfe bedurften. Das College hati vor der Schlacht als Kaserne, demnächst als erstes As; für ungezählte kranke und verwundete Franzosen gedient Es bedurfte 5 Tage angestrengter Arbeit des gesamintei Lazaretbpersonals und eines von der Kommandantur Sedan gestellten Militär-Kommandos, um daselbst m einigermaassen den ersten Anforderungen der Hygie» gerecht zu werden. Für 308 zurückbehaltene Französisck Verwundete sorgte weiterhin der Etappenstabsarzt genannte Lazareth löste am 17. September das 3. Fei; spital der Württembergischen Division in Donchery at übergab jedoch, da der Dienst an diesem Orte sehr von einem einzigen Feldlazareth versehen werden könnt schon am 22. September seinen Bestand an das dasei verbleibende 10. Feldlazareth XL Armeekorps. In Vrigne aux Bois das 5. und 6. Feldlazaw XL Armeekorps. Ersteres war bereits bis St. Albert toi gerückt, als es 4 Uhr Nachmittags der Befehl erreichte auf Vrigne aux Bois zurückzugehen. Dasselbe nahm 243 Mann auf (darunter 110 Deutsche 32 Französische Verwundete), übergab jedoch am 19. Septem!« den verbliebenen Bestand an das 6. Feldlazarett, welches ii Ganzen 394 Mann (darunter 172 Verwundete) verpflegte u am 10. Oktober den Rest Deutscher dem 10. Feldlazare; XL Armeekorps, einige Franzosen aber der Behandlung Fr« zösischer Civilärzte überliess. Von den Feldlazaretten des XII. (Königlich iSäch- sehen) Armeekorps etablirten sich am 1. September da 9., 11. und 12. in Douzy; das erstgenannte schon Toi mittags, die beiden anderen im Laufe des Nachmittag Das 11. Feldlazareth brachte — ausser den in 1 2 Hauset Geborgenen — gegen 200 Verwundete in 30 auf der Street Thionville—Mezieres unbenutzt stehenden Eisenbahnwaga unter; das Personal schob dieselben zusammen und setzt vor jeden Wagen eine Leiter. Später baute eine Bayerisa Pionier-Kompagnie daselbst eine Baracke. Das 7. Tel lazareth traf, von seinem bisherigen Etablirungsorte Rasen kommend, am 1. September gegen 5 Uhr Nachmittagsi Stenay ein und erhielt von der dortigen Etappen-Inspekt« XII. Armeekorps Befehl, vorläufig daselbst zu bleiben, t Bund I. die durchpassirendi geschickt zu mach« Das 9. Feldlazs in Lombut (südlich tember früh 5 Uhr Vormittags 9 7» Uhi gewiesen, sich in < indem Wasser und 1 welche für 200—30 willkommen waren i der Fabrikbesitzer c I. und 2. Septemb von 322 Mann. Im tember, an welchen anderen beiden, in 399 Verwundete un Dasll.Feldlaz: behandelte dort im ( Das 12. Feldla Ordre erreichte, sofe den vier von diese sich namentlich ein durch seine vortheil an Betten aus. Ins] der von den früher i Uehernommenen) 41 Das 7. Feldh rückwärts transport rung von Verbänder Korps-Artillerie an, vorzumarschiren. Ebenfalls noc Reinilly sur Meuse ( und in Cheveuges II. Bayerischen Ai Weitere Einri in den nächstfolgei seitens des (bereits korps in Givonne, Floing (siehe oben] Uly, der zweiten Hi tischen Armeekorps I. und des 10. Aufnah in dem noch bre 6. Aufnahms-Felds Raucourt, welches Verwundeten der in Anspruch genom zu sein. Am 3. S< nannten Feldlazar XL Armeekorps ( bergiseke Feldspita pflege zu widmen b tember das Eintn korps in Donchery des 12. Feldlazare Das 8. Feldlazi das 1. Feldlazareth oben) unterstützt, i Sanitäti - Bericht übe Band es Lazareths do( ;tags 4 Uhr erhy reux einzurichtet r 160 Verwundeten es die noch y« ,reth V. Armeekor» azarettiXI.Ann») äbäude, inweldta »•gebrachl ng. sehr viel Noth des Augen aufgegeben. ]i a is 17. Septemba hygienische Vis Das College hat! t als erstes As Yanzosen gedient t des gesammta Kommandantur um daselbst ;en der Hygia ltene Französisch penstabsarzt; is iber das 3. in Doncliery al m Orte sehr bal ii werden könnt) d an das dasei körps. : 6. Feldlazarett jis St. Albert w ■ Befehl erreicht r 110 Deutsche h am 19. Septem!« izareth, welches ii 3te) verpflegte u i 10. Feldlazaret • Behandlung Frai [Königlich Sack 1. September di umte schon V« des Nachmittag den in 12 Haus« 30 auf der Streck n Eisenbahnwag« arninen und setil ite eine Bayeiw te. Das 7. Fei rungsorte Rauco» hr Nachmittag! Stappen-Inspekti ist zu bleiben, I Band I. V. Abschnitt: Vormarsch der III. und Maas-Armee; Schlachten bei Beaumont und Sedan. 145 die durchpassirenden Verwundeten für den Weitertransport geschickt zu machen. Das !). Feldlazarett war am 31. xiugust Abends 10 Uhr in Lombut (südlich Sedan) angelangt, woselbst es am 1. September früh 5 Uhr Befehl erhielt, nach Douzy vorzurücken. Vormittags 9 1 /« Uhr traf es daselbst ein und ward sogleich angewiesen, sich in einer einzeln und gesund gelegenen, mit nutem Wasser und hohen Zimmern versehenen Zuckersiederei, welche für 200—300 Mann Raum gewährte, einzurichten. Sehr willkommen waren in der Nähe befindliche Strohvorräthe, welche der Fabrikbesitzer ohne Weiteres zur Verfügung stellte. Am I. und 2. September erreichte der Krankenstand die Höhe von 322 Mann. Im Ganzen hat das Dazareth bis zum 30. September, an welchem Tage es den verbliebenen Bestand den anderen beiden, in Douzy thätigen Feldlazarethen übergab, B99 Verwundete und Kranke behandelt. Das ll.Feldlazareth blieb in Douzy bis zum 8. Oktober und behandelte dort im Ganzen 810 Mann, darunter 562 Verwundete. Das 12. Feldlazareth biwakirte bei Mouzon, als es die Ordre erreichte, sofort in Douzy in Thätigkeit zu treten. Unter den vier von diesem Lazareth benutzten Häusern zeichnete sich namentlich eines (einem Französischen General gehörig) durch seine vortheilhafte Lage in einem Garten und Beichthum an Betten aus. Insgesammt hat das Lazareth (einschliesslich der von den früher abrückenden, oben genannten Feldlazarethen Uehernommenen) 410 Mann, darunter 327 Verwendete, verpflegt. Das 7. Feldlazareth leistete mehreren Hundert nach rückwärts transportirten Verwundeten Beistand durch Erneuerung von Verbänden etc. und schloss sich am 5. September der Korps-Artillerie an, um mit dieser in der Richtung auf Paris vorzumarschiren. Ebenfalls noch während der Schlacht gelangte in Remilly sur Meuse (siehe später) das 2.Aufhahms-Feldspital I. und in Cheveuges ein Theil des 4. Aufnahms-Feldspitals II. Bayerischen Armeekorps zur Etablirung. Weitere Einrichtungen von Feldlazarethen erfolgten in den nächstfolgenden Tagen und zwar am 2. September seitens des (bereits erwähnten) 4. Feldlazaretts des Gardekorps in Givonne, des 8. Feldlazaretts XI. Armeekorps in Floing (siehe oben), des 8. Feldlazarettes V. Armeekorps in Uly, der zweiten Hälfte des 4. Aufnahms-Feldspitals II. Bayerischen Armeekorps in Frenois, des 3. Aufnahms-Feldspitals I.unddes 10. Aufnahms-Feldspitals II. Bayerischen Armeekorps in dem noch brennenden Bazeilles, endlich seitens des C. Aufnahms-Feldspitals I. Bayerischen Armeekorps in Raucourt, welches daselbst seit dem 31. August durch die ~\ erwundeten der Schlacht bei Beaumont Tag und Nacht in Anspruch genommen war, ohne jedoch bis dahin etablirt zu sein. Am 3. September gesellte sich zu den früher genannten Feldlazarethen in Floing das 9. Feldlazareth XL Armeekorps (siehe oben), während das 3. Württem- hergische Feldspital in Dom le Mesnil sich der Verwundetenpflege zu widmen begann. Den ßeschluss bildete am 4. Sep- iember das Eintreffen des 10. Feldlazarett«! XL Armeekorps in Donchery und — entfernter von der Wahlstatt — lies 12. Feldlazaretts des Gardekorps in Carignan. Das 8. Feldlazareth V.Armeekorps hatte am 1. September das 1. Feldlazareth desselben Armeekorps in Fleigneux (siehe oben) unterstützt, erhielt jedoch am 2. September Befehl, die BinitäU-Bericht über die Deutschen Heere 1870 71. I. Bd. Verbandplätze des 2. Sanitätsdetachements V. Armeekorps und einer Französischen Ambulanz zu übernehmen. Im Ganzen nahm das Lazareth 385 Mann auf (darunter 297 Franzosen). In Folge ausgedehnter Evakuation über Belgien konnte es schon am 10. September seinem Korps folgen. Das 4. Aufnahms-Feldspital IL Bayerischen Armeekorps wirkte theils in dem Dorfe Cheveuges (siehe oben), theils in dem Schlosse zu Frenois. Unter den 415 Aufgenommenen befanden sich 342 Verwundete. Eine freiwillige Sanitätskolonne unterstützte das Spital bei den Krankentransporten. Am 17. bezw. 16. September beendete dasselbe seine Thätigkeit an den genannten Orten. In Bazeilles wirkte ausser dem (später noch besonders zu erwähnenden) 3. das 10. Bayerische Aufnahms-Feldspital, welches am 2. September Mittags das am nördlichen Ende des Dorfes gelegene Schloss Monvillers überwiesen erhielt, woselbst noch eine Französische Ambulanz funktionirte, welche sich nach dem Eintreffen des Spitals zurückzog. Das stattliche Schloss — eines der wenigen Gebäude, welche der allgemeinen Zerstörung entgangen waren — bot für die Krankenbehandlung sehr geeignete, grosse und luftige Räume dar. Die Säle des Hochparterre und ein benachbartes Orangerie-Gebäude waren grösstenteils schon mit Französischen Verwundeten belegt; rings um das Schloss — theils auf Rasenplätzen, theils auf Heu gelagert — fanden sich weitere zahlreiche Verwundete vor. Nach sechsstündiger angestrengter xVrbeit waren bei einbrechender Dunkelheit sämmtliche Verwundeten (ca. 300) unter Dach gebracht. Zur Erreichung dieses Resultates hatten freilich ausser Speichern und Remisen auch die Stallungen benutzt werden müssen, doch w T ar es immerhin um so erwünschter, als noch an demselben Abend ein strömender Regen sich ergoss. Bei der Ueberfüllung sämmtlicher Bäume des Schlosses, in dessen unmittelbarster Nähe überdies das Lazaretbpersonal selbst vor Beginn der Etablirung zahlreiche Todte hatte beerdigeu müssen, erschien schleunige Evakuation als dringendes Bedürfuiss. Nachdem 46 nicht transportable Verwundete am 14. September einer Englischen Ambulanz unter Dr. Frank übergeben waren, marschirte das Spital am 15. September nach Corbeil ab. Das Aufnahms-Feldspital No. (j. 1. Bayerischen Armeekorps richtete sich in dem Marktflecken Raucourt (an der Strasse Clermont—Sedan) ein und fand daselbst in der Mairie, der Schule und Kirche, sowie in zahlreichen Privathäusern 247 Verwundete vor, welche bisher von den Aerzten des in der Nähe biwakirenden Aufnahms-Feldspitals No. 8 und von einer freiwilligen Französischen Ambulanz — welcher die verwundeten Franzosen überlassen blieben — versorgt worden waren. Am 12. September sandte das Spital die letzten Transportfähigen zurück und übergab 15 Nichttrausportfähige den Civilärzten des Ortes. Die 1. Sektion 3. Württembergischen Feldspitals verpflegte in Dum le Mesnil bei Donchery vom 3. bis 15. September 30, die 2. Sektion in Donchery selbst bis zum 18. September 241 Mann, darunter 174 Verwundete. Ausser der ebengenaunteu Sektion und dem früher erwähnten 12. Feldlazareth XI. Armeekorps wirkte in Donchery vom 4. September ab das 10. Feldlazareth dieses Korps, welches vom 22. September ab allein dort verblieb und erst am 2. November durch Lazareth-Reservepersonal IV. Armeekorps abgelöst wurde. Im Ganzen verpflegte das Lazareth 328 Mann (darunter 151 Verwundete). Nach Carignan waren etwa 200 Verwundete der Deutschen und Französischen Armee geschafft worden, von denen nur ein Theil in einem Kloster hatte Aufnahme finden können, während die Uebrigen zunächst schlecht untergebracht und ohne aus- 19 146 111. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazaretlie. Band ] reichende Pflege geblieben waren. Am o. September erhielt deshalb das 12. Feldlazareth des Gardekorps Befehl, dorthin abzurücken. Da die Evakuation aus den Lazarethen (namentlich an der Südseite) vor Sedan alsbald vor sich ging, um möglichst viele Verwundete den nachtheiligen Einflüssen des Schlachtfeldes zu entziehen, so stieg die Krankenzahl in Carignan noch am Tage des Eintreffens des Feldlazaretts auf das Doppelte. Letzteres wirkte in dem kleinen Ort unter schwierigen Umständen, militärischer Bedeckung entbehrend, bis zum 23. September. Nachdem es bis zu diesem Tage im Ganzen 786 Mann (darunter 304 Verwundete) Beistand geleistet hatte, brach es nach Paris auf, Hess jedoch bei 23 Nichttransportablen einen Assistenzarzt mit dem entsprechenden Wartepersonal zurück. Zu den übrigen Schwierigkeiten der Natural Verpflegung der Kranken gesellte ^ich auch hier insbesondere der Mangel an brauchbarem Wasser. Die meisten dieser Sanitätsanstalten konnten in Folge ausgedehnter Evakuation, Ablösung durch Lazareth-Reserve- personal und Uebergabe Französischer Verwundeter und Kranker an Ortsbehörden oder internationale Ambulanzen in der 2. Hälfte des September ihren inzwischen vor Paris angelangten Armeekorps nachrücken; 7 Feldlazarethe wurden in den Oktober hinein, 1 (das 12. Feldlazareth XI. Armeekorps) sogar bis zum 3. November in der Gegend von Sedan festgehalten. Am stärksten war der Andrang zu den Sächsischen Feldlazarethen in Douzy (siehe oben), den Bayerischen in Bazeilles und Remilly sur Meuse, sowie bei dem 12. Feldlazareth des Gardekorps in Carignan. Auf der Nordseite gestaltete sich Floing (siehe oben) zur Hauptstätte der Verwundetenpflege. Bei dem 2. Aufnalims-Feldspital I. Bayerischen Armeekorps, welches am 31. August bis Kaucourt, am 1. September nach Remilly sur Meuse beordert war, um daselbst Morgens 9 Uhr die Verwundeten (etwa 200 Mann) des Bayerischen Hauptverbandplatzes zu übernehmen, erforderten 588 Verwundete das Aufgebot aller Kräfte. Ausser den zur Ausrüstung des Spitals gehörigen Feldbettstellen, den vorgefundenen Betten und Matratzen wurden die reichen Woll- vorräthe der Fabrik, welche als Verbandplatz gedient hatte, für Lagerstätten benutzt, später dienten auch 4 Französische Mannschaftszelte zur Unterbringung der Verwundeten. In der Zeit vom 10.—16. September wurden dem genannten Spital aus den übrigen etablirt gewesenen 5 Bayerischen Feldspitälern, welche dem am 11. September von Sedan abmarschirenden 1. Bayerischen Armeekorps folgen sollten, sowie aus dem in Remilly thätigen 10. Feldlazareth IV. Armeekorps noch 263 Verwundete überwiesen. Am 22. September gab es seinen Bestand an eine Englische Ambulanz in Balan ab. Im Ganzen waren 901 Mann, darunter 840 Verwundete, zur Aufnahme gekommen. Noch schwieriger gestalteten sich die Verhältnisse bei dem 3. Aufnahms - Feldspital IL Bayerischen Armeekorps, dessen gesammtes Personal am 1. September während des Kampfes bei Sedan während des ganzen Tages und der darauf folgenden Nacht mit der Pflege der in Raucourt angesammelten Verwundeten (meist Franzosen) beschäffo geblieben war und sich alsdann am 2. September Mitt» in dem bis dahin als Hauptverbandplatz benutzten Schlo» zu Bazeilles etablirte. Die übernommenen Verwundeta (mehr als 1400 Mann) erfüllten alle Räume des Schlosse) Hunderte lagen noch auf den Rasenplätzen vor und hinte dem Hause und in den Alleen zerstreut. Beständig bracht«. am 2. und 3. September die Sanitätswagen von den Hilft platzen des nahen Schlachtfeldes neue Verwundete heni so dass das Schloss 3 Tage hindurch lediglich einen grossei Verbandplatz darstellte. Ausser mit der Ueberfüllung hatte man dort insbesondere noch mit dem Mangel an Wasser zu kämpfen, welchem vot weither in Fässern geholt werden musste. Heftige Regengüsse überschwemmten in den ersta Tagen den Park, während noch Hunderte von Verwundet« in demselben lagen. Mit Aufbietung aller Kräfte wuri versucht, wenigstens den grösseren Theil durch Schlitz. dächer aus Brettern, Strohbündeln, Baumzweigen und ii erbeuteten Zelten nothdürftig zu bergen. Erst nach nii. nach gelang es Nothbaracken aufzuschlagen. Die Muni Verpflegung würde trotz der Anstrengungen der Verpflegung» beamten kaum befriedigend herzustellen gewesen sein, venu nicht die umliegenden Truppenabtheilungen von ihren Vi, räthen abgegeben und für das Spital gekocht hätten, aussei dem die Hilfsvereine, namentlich aus Luxemburg, Belgien und Deutschland, zeitig zu Hilfe gekommen wären. Um und in dem Lazareth entwickelte sich allmali. ein widriger Geruch, der sich über die ganze Gegend verbreitete und durch die Auswurfsstoffe der grossen, in da Nähe des Schlosses biwakirenden Heeresabtheilungen, sofk durch den das Schloss umgebenden Kanal, welcher sich m einen übelriechenden Sumpf verwandelte, endlich durch dit Ausdünstungen des umliegenden Schlachtfeldes erzeugt worden war. Bald trat Ruhr auf, von welcher auch Aerzte Krankenwärter und viele Verwundete ergriffen wurden, Die Wunden bekamen ein übles Aussehen und bedeektei sich namentlich bei Amputirten unter den Zelten mit niis farbigen Auflagerungen. Das Lazareth arbeitete hier Ii zum 14. September 1870 und übergab an diesem Tage 34 Verwundete und Kranke der Obhut der Englisch Amerikanischen Ambulanz unter Dr. Frank, nachdem es in gesammt 561 Mann(darunter512Verwundete) behandelt hattf Ergebniss. Die Verluste in der Schlacht bei Sedan sind folgen* gewesen:') todt oder in Folge Verwundung gestorben . . 188 Offiziere; 2132 Mann. verwundet......282 „ 5627 - vermiest....... 2 „ 700 . 472 Offiziere 8459 Mann Summe: 8931. ] ) Vergl. Generalstabswerk I, Anlage 50. Band l Die erste Hi tage im Schlacht f< detachements und dass auf je 1 An fallen. Es ist die überhaupt in den gr worden ist.') Die " an einzelnen Punkt« jedoch Missstände linden der Verwund* dieser Anhäufung in der Richtung de Von den Feh Folge der Schlach meisten derselben wundetenpflege gl Typhus- und Ruhr- Kriegs- Bei dem Von 1 in Zabern und Sj und Kriegslazaretl Sammelpunkt der n beförderten Kranke General-Etappenins um Mitte August dz den Etappengenera Behufe Krforderlic Verfügung stand, nöthigt, 2 1 /* Felds] welche den Ort pas am 22. August der mit dem entspreche Depot eintraf, erhie Lazaretlie ablösen Ganzen 1000 Lage Eeservepersonal \ Sektionen aufgelöst lazarethe, für dere heim augewiesen w ganzen Dauer des 11. Juli 1871 in T Das Kriegslazai Caserne des Carmes, massigen Gebäude, konnte. Ende ükto ein auf dem Hofe steh ebenfalls als Käsern l ) Dabei bleibt pnd Gefechten, welch. Paris vorfielen, ein The der Einschliessungs-Ai bereits etablirten Laz Band I wen) beschall ■ptember Mitti mutzten Schlo« en Verwundetet le des Schlossei I vor und hinti ständig bracht«. II von den Hill» irwundete hem, ich einen grosse dort insbesondere fen, welches m i in den erste ,-on Verwundet« er Kräfte wiiri il durch Schlitz azweigen und b Erst nach und 'en. Die Muni der Verpflegungwesen sein, wen: n von ihren V« ht hätten, aussei emburg, Belgien m wären. Ite sich allniali. mze Gegend vergrossen, in ds theilungen, soii , welcher sich il endlich durch dit htfeldes erzeug! eher auch Aerzte rufen wurden. - n und bedeektei Zelten mit mfe trbeitete liier il an diesem Tagt t der Englisck , nachdem es in- s) behandelt hatte. lau sind folgen re 2132 Mann, 5627 , 700 M _ re 8459 Mann oe: 8931. Band I. V. Abschnitt: Vormarsch der III.' und Maas-Armee; Schlachten bei Beaumont und Sedan. 14' Die erste Hilfe leisteten, indem sie am Schlacht- tage im Schlachtfeldbezirke thätig waren: 21 Sanitäts- detachements und 21 Feldlazarette mit 252 Aerzten, so dass auf je 1 Arzt etwa 35 Deutsche Verwundete entfallen. Es ist dies das günstigste Verhältniss, welches überhaupt in den grösseren Schlachten des Feldzugs erreicht worden ist.') Die übermässige Anhäufung von Verwundeten an einzelnen Punkten, namentlich südöstlich Sedan, erzeugte jedoch Missstände in der Unterkunft, welche auf das Befinden der Verwundeten nachtheilig einwirkten. Die Ursachen dieser Anhäufung lagen in dem Gange der Schlacht und in der Richtung der Verkehrslinien. Von den Feldlazarethen gelangten in unmittelbarer Folge der Schlacht 31 zur wirklichen Etablirung. Die meisten derselben hatten in der Folge neben der Verwundetenpflege gleichzeitig die Behandlung zahlreicher TyphuB- und Ruhr-Kranker zu übernehmen. Kriegs- und Etappenlazarethe. Bei dem Vormarsch der 111. Armee, welche bereits in Zabem und Sarrebourg (vergl. Seite 109) Etappen- mid Kriegslazarethe hatte einrichten lassen, kam als Bammelpunkt der neu zugehenden sowohl wie der rückwärts beförderten Kranken zunächst Luneville in Betracht. Die fieneral-Etappeninspektion der III. Armee, welche bereits um Mitte August daselbst eintraf, beauftragte am 19. August den Etappengeneralarzt mit der Besorgung des zu diesem Behufe Erforderlichen. Da zunächst kein Personal zur Verfügung stand, so sah der Etappengeneralarzt sieb ge- nöthigt, 2Vä Feldspitäler der Württembergischen Division, welche den Ort passirten, vorübergehend festzuhalten. Als am 22. August der Feldlazareth- Direktor VI. Armeekorps mit dem entsprechenden Lazaroth-Reservepersonal und dein Depot eintraf, erhielt derselbe Befehl, die Württembergischen Lazarethe ablösen zu lassen und Kriegslazarethe mit im Ganzen 1000 Lagerstellen zu organisiren. Das Lazareth- Beservepersonal VI. Armeekorps wurde in seine drei Sektionen aufgelöst und errichtete drei gesonderte Kriegslazarethe, für deren Verpflegung es auf Nancy und Mannheim angewiesen war. Es blieb in denselben während der ganzen Dauer des Krieges und darüber hinaus bis zum 11. Juli 1871 in Thätigkeit. Das Kriegslazareth No. I (200 Betten) befand sich in der Caserne des Carmes, einem alten, schmutzigen, sehr unzweckmässigen Gebäude, welches nur Leichtkranke beherbergen konnte. Ende Oktober belegte man statt des Hauptgebäudes ein aui dem Hofe stehendes, kurz vorher renovirtes Haus, welches ebenfalls als Kaserne gedient hatte und allen Anforderungen ') Dabei bleibt indessen zu beachten, dass bei den Schlachten und Gefechten, welche während der Einschliessung von Metz und Paris vorfielen, ein Theil der Verwundeten sogleich den für die Kranken der Einschliessungs-Armeen in unmittelbarer Nähe der Kampfplätze bereits etablirten Lazarethen zugeführt werden konnte. genügte. Am 11. November ging das Lazareth an das (i. Feld- lazareth II. Armeekorps über. Das Kriegslazareth No. II war mit 279 Betten in dem Hauptgebäude des Kaiserlichen Schlosses untergebracht, das, hoch und frei gelegen, mit seinen luftigen, hellen Zimmern und seinem schönen Park sehr geeignete Lokalitäten darbot. Gegen den "Winter hin sah man sich genöthigt, eiserne Oefen neben die Kamine zu setzen, weil letztere für die Erwärmung nicht ausreichten. Am 1. April ging das Hospital an das 2. Feldlazareth VII. Armeekorps über, welches daselbst noch bis zum 1. Juni 1871 verblieb und den Best seiner Kranken an das Kriegslazareth No. III übergab. Letzteres war in einem Seitenflügel des Schlosses bei der Uebernahme durch die 3. Sektion Lazareth-Keservepersonals VI. Armeekorps nothdürftig eingerichtet. Die Bäume waren im höchsten Grade überfüllt; die Kranken lagen noch auf Stroh, den Tornister als Kopfkissen benutzend». Nach gründlicher Reinigung und Desinfektion schaffte man aus der Kaserne eiserne Bettstellen mit allen nöthigen Lagerungsgeräthen herbei und hatte binnen Kurzem ein gut eingerichtetes Lazareth von 200 Betten. Am 1. Juni 1871 wurden diese Bäumlichkeiten aufgegeben und nur die in dem Hauptflügel des Schlosses von dem 2. Feldlazareth VII. Armeekorps zurückgelassenen Kranken noch bis zum 11. Juli verpflegt, an welchem Tage das ganze Lazareth geschlossen werden konnte. Neben den drei Preussisohen Lazarethen bestanden unter der mehrfach wechselnden Leitung eines der Aerzte des Lazareth - Reservepersonals VI. Armeekorps die Ambulance internationale und das städtische Hospital; erstere wurde am 1. April aufgelöst durch Uebergabe der daselbst noch vorhandenen 48 verwundeten Franzosen an die Französische Verwaltung. Das Lazareth-Reservepersonal war in seinemBestand fast vollzählig, wurde aber sehr bald durch Abkommandirungen gelichtet. Der Etappengeneralarzt überwies daher von Nancy aus am 23. August acht kontraktlich angestellte Civilärzte, welche zunächst vorwiegend als Begleiter der Krankenzüge in Verwendung kamen, dann in den Lazarethen Dienst thaten, und endlich ebenfalls an andere Lazarethe abgegeben werden mussten. An Pflegekräften waren dem Personal 11 Schwestern (Franziskanerinnen) zur Aushilfe überwiesen. Die 1. Sektion wurde bei ihrer Ablösung nach Chälons s. M. dirigirt, die 2. durch Abkommandirungen zerstreut, die 3. nach Auflösung des Kriegslazareths sofort demobilisirt. Welche Bedeutung diese Lazarethe in Luneville gehabt haben, mag daraus erhellen, dass in den drei Kriegs- lazarethen 566 Verwundete und 5319 Kranke mit 87 473 Behandlungstagen, seitens der beiden anderen Hospitäler 383 Verwundete und 2094 Kranke verpflegt worden sind. Anfänglich waren es neben Französischen Verwundeten und Kranken nur solche der III. Armee, die hier zurückblieben; später kamen die aus den Schlachten bei Beaumont und Sedan herrührenden Transporte. Im September und Oktober gingen Typhus- und Ruhrkranke in grosser Zahl aus den Lazarethen um Metz zu, bis die Evakuationen von dort über Saarbrücken erfolgen konnten. Weiterhin, als die Bahn nach Paris fahrbar geworden war 19* 148 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Band : WU/u* und die Evakuation aus den Lazarethen der dortigen Einschliessungs-Armee begann, kam von da aus neuer Zugang, bis die Sprengung der Brücke bei Toul die Krankenzüge auf die nördliche Bahnlinie verwies. Während der Ereignisse auf dem südlichen Kriegsschauplatze evakuirte das XIV. Armeekorps von Epinal aus nach Luneville, wo die grosse Etappenstrasse erreicht wurde. Als die Lazarethe in jener Gegend aufgelöst wurden, war es wieder Luneville, welches die von dort kommenden Kranken aufnehmen musste. Der III. Armee folgend, siedelte deren General-Etappen- inspektion schon am 18. August nach Nancy über und da es gelang, die Eisenbahn bis dahin sofort fahrbar zu machen, so konnte am "23. August auch der Etappen-Hauptort der III. Armee von Mannheim hierher verlegt werden. In Folge des [Jmstandes, dass die wichtigsten Bahnlinien bei Nancy zusammentreffen, waren die dortigen Kriegslazarethe berufen, die bedeutendste Rolle unter den Deutschen Sanitätsanstalten im Rücken der kämpfenden Heere zu übernehmen. Die Französische Armee hatte einen grossen Theil ihrer von Wörth mitgenommenen Verwundeten hier zurückgelassen, das verfolgende Deutsche Heer eine beträchtliche Zahl von Kranken bei seinem Durchmarsch untergebracht. Täglich musste auf neuen Zugang von der Etappenstrasse her gerechnet werden, dem sich sehr schnell auch grosse Transporte von Kranken und Verwundeten aus den überfüllten Lazarethen um Metz zugesellten, als vom 23. August an die Bahn bis Pont ä Mousson fährbar wurde. In der Stadt hatten schon Französische Aerzte Lazarethe errichtet, in denen allniälig freiwillige Aerzte der verschiedensten Nationen ihre Thätigkeit entfalteten. Von Deutschen Militärärzten befand sich in Nancy zunächst nur der Stabsarzt des Etappen-Hauptortes, welcher Tag nd Nacht auf dem Bahnhofe in Anspruch genommen war. Der Etappen-Generalarzt befahl daher am '25. August dem Feldlazaroth-Direktor XL Armeekorps, da die Verhältnisse in Weissenburg jetzt so weit geordnet waren, dass sie von dem in Sarrebourg thätigen Feldlazareth-Direktor V. Armeekorps mit überwacht werden konnten, das Lazareth-Reserve- depot XL Armeekorps von Mannheim heranzuziehen, die 1. und *2. Sektion Lazareth-Reservepersonals desselben Armeekorps in Sulz und Reichshoffen frei zu machen und selbst sofort nach Nancy vorzugehen. Am 1. September traf derselbe dort ein und ging unverzüglich an die Organisirung der Lazarethe, über welche mannigfache Klagen laut geworden waren. Es bestanden bereits 10 Lazarethe mit 1468 Betten, von denen 1312 belegt waren. Der Feldlazareth-Direktor beschloss unter diesen Umständen das ihm zu Gebote stehende Lazareth-Reservepersonal auf die vorhandenen Krankenanstalten zu vertheilen und jeder derselben vor allen Dingen einen Chefarzt und das erforderliche Beamtenpersonal zuzuweisen. Diese Lazarethe waren: 1) Das Etappenlazareth am Bahnhof (die Thätigkeit demselben siehe im Kapitel „Krankenzerstreuung"). 2) Ein Kriegslazareth in der Manufacture des tahacs. Dm Lazareth war ursprünglich durch Französische Civil- und Militär. ärzte für eine grosse Zahl Französischer Verwundeter aus da Schlacht bei Wörth in dem ganz neuen, für sanitäre Zwecke äusserst günstigen Fabrikgebäude eingerichtet; nur die un- zweckmässig eingerichteten Klosets bedurften einer Aendernni Am 20. August hatte Professor Heine mit 12 freiwilligen Aerzten verschiedener Nationalität neben Französischen Aerzten dieBe- handlung übernommen. Als das Lazareth am 4. September in Preussische Verwaltung überging, blieben zunächst die bisherigen Verhältnisse bestehen, bis am 3. Oktober wegen wiederholt bemerkten Hospitalbrandes und der üblen Ausgänge nach Operationen alle transportablen Deutschen Verwundeten (60) meinem besonderen Sanitätszuge unter Begleitung fast des ganzen freiwilligen Personals nach Karlsruhe geschafft wurden. Man richtete danach den einen ganzen Flügel, der sich völlig von dem andern abschliessen liess, als Verwundetenstation ein, den andern für die in Menge von Metz her zuströmenden Typhi* und Ruhrkranken. Professor Simonis aus Nancy mit 3 Französischen Assistenten behielt seine Französische Abtkeilun» für Verwundete; ein als Chefarzt fungirender Assistenzarzt Lazareth-Reservepersonals XL Armeekorps versah mit 2 Civil- ärzten und 2 freiwilligen Aerzten den übrigen Theil des Lazareths. 3) Das Hopital militaire, ein unweit des Bahnhofes hock und isolirt gelegenes dreistöckiges, mit Garten-Anlagen umgebenes Gebäude, ebenfalls seit August 1870 in Händen Französischer Civilärzte, erhielt am 7. September einen Chef arzt in einem Stabsarzt des Lazareth-Reservepersonals XI. Armeekorps. Neben ihm waren 1 Assistenzarzt desselben Personals 2 freiwillige Deutsche Aerzte, sowie anfänglich 4 Französische Aerzte thätig. Das Lazareth war mit allem Zubehör (Bädern etc.l recht gut ausgestattet, aber sehr schlecht ventilirt, was Veranlassung gab, die Bettenzahl von 386 auf 276 herabzusetzen. — Gegen Ende des Jahres schwanden die Typhuserkrankungen, dafür mehrte sich die Zahl der venerischen Kranken in erschreckender Weise. Am 1. April 1871 ging das Hospital mit einem Bestände von 213 Mann auf das 3. Feldlazareth VII. Armeekorps über. — Am 1. Juni übernahm die 2. Sektion Lazareth- Reservepersonals VII. Armeekorps das Lazareth auf einige Tage. um es alsbald an das 1. Feldlazareth X. Armeekorps zu übergeben. 4) Das Depot de mendicite war von der Französischen Verwaltung für Verwundete eingerichtet und durch 4 Aerzte der Stadt versehen. Einer der Französischen Aerzte blieb u Thätigkeit, so lange das Lazareth bestand. Das Gebäude, hoch auf durchlässigem Boden gelegen, mit gutem Trinkwasser versorgt, mit Bädern etc. ausgestattet, war für Lazarethzweckt sehr geeignet. Am 14. März wurde es aufgegeben. — Neben demselben waren vom 2. September bis 1. Oktober das Presbytere und das Asyle St. Leon als Filialen mit Maroden und Leichtkranken belegt gewesen, wegen ihrer ungünstigen Einrichtung aber wieder geräumt worden. Am 4. November wurde das Asyle abermals mit 12 Betten für Pockenkranke eingerichtet und blieb zu diesem Zweck bis zum Februar 1871 bestehen. 5) Das Blindeninstitut, ein neuerbautes, gut eingerichtete! Gebäude, '/* Stunde von der Stadt mitten in Rebengärten gelegen, war schon am 21. August mit Kranken belegt und einen Französischen Arzte anvertraut worden. Am 26. August stellte der Feldlazareth-Direktor zunächst einen kontraktlich engagirtel Deutschen Civilarzt und am 11. September einen Stabsarzt des Band I. Lazareth-Reservepers Spitze desselben. 1 5 Scblafsälen ein b 100 Betten; 3 Säle 1 bestimmt. Die im 22 Betten für Typhu rebäude mehrere kle vorhandene Luftheizi Schlusses der Korrid neugesetzte Oefen ei die Notwendigkeit zu benutzen, der d Ausstattung mit den 1871 wurde das Hos 0) Ecole normal günstig gelegen, mit schon am 9. Augus und mit ärztlichem I traf ein Assistenzar korps als Chefarzt e daselbst thätigen Ae zugsweise mit Ruhr 7) Das Seminai liclitung und die Stell nachdem am 11. Sep Reservepersonals XL bis zur Auflösung de Auch dieses Lazaretl und Kuhr-j Kranker sälen und einer Reihe räume. Neben 3 Fi freiwilliger Deutsche 8) In dem gross 1. eine Rekonvalesze kranke, mit 250 Bc Auch waren 2 durch < ausländische Aerzte Preussischer Arzt in Auflösung des Laza ärztliche Personal m 9) Das Maison durch die städtisch 130 Betten eingeri Aerzten geleitet wori arzt des Lazareth-Re als Chefarzt vorgese die Räume grösstent geeignet waren; man Abstand und schloss 10) Um einen I Betten zu schaffen, v d'appel) einzuvichtei Gouvernements-Gene Lazaretheinrichtung war das Gebäude s Betten beginnen kon Lage, gutes Trinkwa Einriebtungen und h gute Unterkunft für Das Lazareth-R in den erwähnten I Rückmarsch der Deut Band 1 ) Thätigkeit d» ! destabacs. D« üvil- und Militär. yundeter aus da sanitäre Zwecke et; nur die un- einer AendernM iwilligen Aerzten n Aerzten die IV 4. September in hst die bisherigen in wiederholt he- inge nach Opera- ten (60) meinem des ganzen freiwurden. Man r sich -völlig von nstation ein, den imenden Typhus- mcy mit 3 Fran- sehe Abtheilun» ler Assistenzarzt rsah mit 2 Civil- rigen Theil des ä Bahnhofes hoch en-Anlagen um- 870 in Händen mber einen Chrf •sonals XI. Armee- iselben Personals, h 4 Französische ehör (Bädern etc.) sntilirt, was Ver- ^6 herabzusetzen, auserkrankungen, . Kranken in et- das Hospital mit areth VII. Armee- Sektion Lazarett- h auf einige Tage, iekorps zu über- er Französischen l durch 4 Aerzte q Aerzte blieb in )as Gebäude, hock Trinkwasser ver- • Lazarethzweckt ;eben. — Neben ser das Presbytere öden und Leichtigen Einrichtung ■mber wurde da, anke eingerichtet 1871 bestehen, rut eingerichtetes Rebengärten gebelegt und einem 26. August stellte iktlich engagirta len Stabsarzt des Band I. V. Abschnitt: Vormarsch der III. und Maas-Armee; Schlachten bei Beanmont und Sedan. 149 I.azarctk-Reservepersonals XL Armeekorps als Chefarzt an die Spitze desselben. Das Haus bot in den gut ventilirbaren 5 Schlafsälen ein bereits fertig eingerichtetes Lazareth von 100 Betten; 3 Säle blieben für Ruhrkranke, 2 für Leichtkranke bestimmt. Die im Garten gelegene ältere Anstalt erhielt 22 Betten für Typhuskranke; ausserdem wurden in dem Hauptgebäude mehrere kleine Zimmer für Offiziere eingerichtet. Die vorhandene Luftheizung genügte wegen mangelnden festen Abschlusses der Korridore im Winter nicht, musste deshalb durch neugesetzte Oefen ergänzt werden. Im November machte sich die Notwendigkeit geltend, noch einen 6. Saal mit 20 Betten zu benutzen, der durch Requisitionen und freiwillige Gaben Ausstattung mit den nöthigen Utensilien erhielt. Am 13. April 1871 wurde das Hospital geschlossen. 0) Ecole normale. Auch dieses Gebäude, ein Lehrerseminar, günstig gelegen, mit grossen, gut zu lüftenden Räumen, war schon am 9. August von der Stadt als Lazareth eingerichtet und mit ärztlichem Personal versehen worden. Am 6. September traf ein Assistenzarzt Lazareth-Reservepersonals XL Armeekorps als Chefarzt ein, der anfangs gemeinsam mit den bisher daselbst thätigen Aerzten, später allein der Behandlung der vorzugsweise mit Ruhr oder Typhus behafteten Kranken oblag. 7) Das Seminar verdankte ebenfalls der Stadt seine Einrichtung und die Stellung des nöthigen Personals, das insgesammt, nachdem am 11. September 1870 ein Assistenzarzt des Lazareth- lleservepersonals XL Armeekorps als Chefarzt eingetreten war, bis zur Auflösung des Lazareths am 13. März 1871 thätig blieb. Auch dieses Lazareth war nur mit innerlich (vorwiegend Typhus- uud Ruhr-) Kranken belegt und bot in 6 grossen Unterricbts- sälen und einer Reihe kleinerer Zimmer sehr geeignete Kranken- räume. Neben 3 Französischen Aerzten wirkte hier noch ein freiwilliger Deutscher Arzt. 8) In dem grossen Kasernement St. Catherine befand sich 1. eine Rekonvaleszenten-Abtheilung, 2. ein Lazareth für Leichtkranke, mit 250 Betten, beide unter Bayerischer Oberleitung. Auch waren 2 durch das Preussische Kriegsministerium engagirte ausländische Aerzte attachirt. Am 20. Dezember trat ein Preussischer Arzt in die Chefarztstelle ein und verblieb bis zur Auflösung des Lazareths am 26. März, während das übrige ärztliche Personal mehrfach wechselte. 9) Das Maison de prison et correction war ursprünglich durch die städtische Verwaltung zu einem Lazareth von 130 Betten eingerichtet und von mehreren Französischen Aerzten geleitet worden. Am 7. September wurde ein Assistenzarzt des Lazareth-Reservepersonals XL Armeekorps dem Hospital als Chefarzt vorgesetzt. Es stellte sich sehr bald heraus, dass die Räume grösstenteils feucht und kalt, daher nicht für Kranke geeignet waren; man nahm deshalb von einer weiteren Belegung Abstand und schloss das Lazareth am 8. Oktober. 10) Um einen Ersatz für die auf diese Weise ausfallenden Betten zu schaffen, wurde beschlossen, die Cour imperiale (cour d'appel) einzurichten; Professor Benecke erhielt seitens des (louvernements-Generalarztes den Auftrag, die Leitung der Lazaretheinrichtung zu übernehmen. Schon am 6. November war das Gebäude soweit geräumt, dass die Aufstellung der Betten beginnen konnte. Dasselbe empfahl sich durch günstige Lage, gutes Trinkwasser, zweckmässige Küchen- und sonstige Einrichtungen und bot in den hohen luftigen Sitzungssälen eine gute Unterkunft für 71 Kranke. Das Lazareth-Reservepersonal XL Armeekorps widmete sich m den erwähnten Räumen der Krankenbehandlung bis zum Rückmarsch der Deutschen Heere — nämlich bis zum 12. Juli 1871. Auch das ain 29. Aug-ust in Nancy angekommene Bayerische Haupt-Feldspital No. 3 erhielt Befehl, sich in und bei dieser Stadt in Thätigkeit zu setzen. Oertliclie Verhältnisse erforderten eine Theilung in "2 Hälften; der einen wurde die Kaserne St. Jean zu Nancy zunächst zur Benutzung als Etappenspital angewiesen, für die andere das College La Malgrange Lei Nancy als eigentliches Kriegslazareth ausgewählt. Beide Abtheilungen begannen ihre Thätigkeit am 11. September 1870. La Malgrange, bischöfliche Erziehungsanstalt für Knaben, 3 — 4 Kilometer von Nancy entfernt auf einer Hochebene erbaut, erschien wegen seiner freien Lage in Gärten und Parkanlagen, sowie wegen der Beschaffenheit seiner inneren Räume äusserst günstig. Da übrigens einige der geistlichen Professoren auch nach Etablirung des Spitals in ihren Lokalitäten verblieben, so standen von den Räumen des umfangreichen Gebäudes nur 2 grosse und 3 kleinere Säle (Schul- und Schlafsäle) sowie 10 Zimmer zur Verfügung. Da diese Spitalabtheilung von vornherein die Bestimmung hatte, vorzüglich Typhus- und Ruhrkranke aufzunehmen, so wurde eine möglichst weitläufige Belegung angestrebt. Gleichwohl Hess sich für 150 Mann Platz gewinnen. Die vorhandene, sehr geräumige Küche, sowie die vortreffliche Waschanstalt würden noch grösseren Ansprüchen genügt haben. Anfangs kamen hier vorzugsweise Kranke der Ein- schliessungs-Armee von Metz zur Aufnahme, welche zum Theil vom Bahnhofe Nancy in Transportwagen nach Malgrange gebracht wurden, häufig im Zustande äusserster Erschöpfung; später trafen auch Kranke von den Cernirungstruppen vor Paris ein. Die Mehrzahl litt an Ruhr. In dem Zeitraum vom 11. September bis 17. November wurden im College La Malgrange 455 Mann behandelt, ausserdem 417 Passanten auf 1—2 Tage verpflegt. Weniger günstig lagen die Verhältnisse in der tief gelegenen, ehemaligen Kürassier-Kaserne St. Jean auf dem gleichnamigen Platze in der Nähe des Bahnhofes. Anfangs hatte die Kaserne die Bestimmung, nur als Etappen- resp. Passanten-Lazareth für Leichtkranke zu dienen; bald aber musste sie bei dem grossen Zudrang und der Ueberfüllung der anderen Lazarethe der Stadt Kranke jeglicher Art aufnehmen. In der Zeit vom 11. September bis 17. November fanden 653 Mann daselbst Unterkunft. 98 wurden, in Folge des am 15. November an das Spital ergangenen Befehls, nach Lagny vorzurücken, an das 4. Feld- lazareth IX. Armeekorps abgegeben. Da es nach der Schlacht bei Sedan galt, weitere Bäume zur Unterbringung von Kranken zu beschaffen, so wurden 3—4 Kilometer südlich Nancy 15 Baracken zu je 40 Betten gebaut, welche am 3. September vom Bayerischen Haupt-Feldspital No. 2 übernommen wurden. Dieses Baracken-Lazareth 1 ) war von Anfang an wegen seiner gesunden Lage und Ventilation vorzugsweise zur Aufnahme von Verwundeten, Typhus- und Buhrkranken bestimmt. Jede dieser Krankheiten wurde getrennt in den einzelnen Baracken behandelt; für Typhus- etc. Kranke waren meist Wechselbetten vorhanden, da die Baracken zu keiner Zeit vollständig belegt waren. Der höchste Krankenbestand betrug im September 289, im Oktober 306 Mann, Weiteres darüber siehe im 7. Kapitel. 150 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetacheinents, Feld- etc. Lazarethe. Band l| Band 1. im Januar 1871 steigerte sich derselbe auf 386 und im Februar auf 399 Mann. Zur Aufnahme kamen in der ersten Zeit vorzugsweise Kranke mit Darmkatarrken, Typhus und Euhr, zum grossen Theil von der Einschliessungs-Arniee vor Metz, sodann aus den Spitälern zu Sedan, Chälons, Epernay. Im Dezember gesellten sich Kriegsverwundete in grösserer Anzahl (201) aus den Gefechten bei Orleans — meistens Leichtverletzte — hinzu. Am 4. Dezember wurde auch das am 17. November von dem Haupt-Feldspital No. 3 verlassene, sodann einer gründlichen Reinigung unterzogene College La Malgrange, l'/a Kilometer von den Baracken entfernt, als Filiale des -Barackenlazareths zur Aufnahme von Rekonvaleszenten eingerichtet. Arn 12. April erfolgte die Uebergabe des Barackenlazareths, nachdem daselbst im Ganzen 2846 Mann behandelt waren, mit einem Krankenbestand von 129 Kranken an das 7. Feldlazarett VII. Armeekorps. Nach Weisung der General-Etappen- Inspektion hatte das Haupt-Feldspital in Bereitschaft zu Nancy zu verbleiben, von wo es am 11. Juni mittels Eisenbahn in die Heimath abrückte. Da Deutsche Militär-Krankenwärter in ausreichender Zahl nicht zu Gebote standen, waren in allen Hospitälern Nancys Französische barmherzige Schwestern aus dem Kloster St. Charles und vom Orden des heiligen Borromaeus neben besoldeten Französischen Civilwärtern, welche letztere hinsichtlich der Reinlichkeit und Zuverlässigkeit Manches zu wünschen übrig Hessen, bei der Pflege der Kranken und in der Küche thätig. Die gesammten Verpflegungsbedürfnisse wurden durch die Stadt, erst vom 15. März 1871 ab durch die Militärmagazine gedeckt, während die freiwillige Krankenpflege in ausgiebiger Weise für Erquickungs- und andere Gegenstände sorgte. In sämmtlichen Kriegslazarethen zu Nancy sind 737 Verwundete und 6557 Kranke mit 182 738 Behandlungstagen verpflegt worden. Als die III. Armee über Nancy hinaus auf der Strasse Vaucouleurs—Ligny—St. Dizier weiter rückte und das ge- sammte Lazareth-Reservepersonal der III. Armee anderweitig gefesselt war, hatte der Etappen-Generalarzt von den durch die Preussische Militär-Medizinal-Abtheilung ihm überwiesenen 23 Civilärzten 8 zur gelegentlichen Verwendung bei sich behalten, welche er sofort für die Errichtung der Etappen-Lazarethe verwenden konnte. Zwei derselben wurden vom 24. August bis 3. September in einem kleinen Lazareth von 41 Betten zu Vaucouleurs beschäftigt, 2 andere vom 27. August 1870 bis 10. März 1871 in Ligny, wiederum 2 vom 1. September bis 23. Oktober in St. Dizier, endlich 2 vom 28. August 1870 bis 28. März 1871 in Bar le Duc, während das 1. Bayerische Aufnahms-Feldspital in der Zeit vom 1. bis 24. September ein Etappen-Lazareth in Void versah. In Vaucouleurs handelte es sich vorwiegend um Schwerkranke. Ausserdem kamen täglich Transporte von 20 bis 40 Kranken an, welche nur vorübergehend Untevkut; I und Pflege bedurften, bevor sie nach Nancy weitergesdigf-l wurden. Als die Etappenstrasse nach dem RechtsabmarsdJ der III. Armee verlegt worden war, behielt der Ort nur einj schwache Bayerische Besatzung. Acht Tage nach Abzug Etappenkommandos ward die Stadt von Mobilgardisten übtr-L fallen, die Bayerische Besatzung nebst den beiden Aerztal gefangen genommen. Die letzteren wurden nach Lang: geführt und erst am 3. Tage aus der Gefangenschaft zu i Bayerischen Vorposten zurückgebracht. Nordwestlich Vaucouleurs liegt der Marktflecken Void,tl das 1. Bayerische Aufnahms-Feldspital vom 5. September! 24. September (ausser durchschnittlich täglich 60—80 Passantt im Ganzen 198 Kranke verpflegte. Dasselbe fand bei seinen! Einrücken 52 Kranke in Privathäusern zerstreut, welche bisher I von dem Civilarzte des Ortes behandelt worden waren. AumJ den schon benutzten 16 Häusern wählte man sofort die Vo schule mit einem schönen geräumigen Saale und ein grösserei Kaffeehaus zur Krankenunterkunft. Zu diesen 18Häusernka noch vier, in welchen Passanten untergebracht und verp wurden. Für die damals in sehr grosser Zahl durchpassiremk| Verwundeten (von Sedan her) ward ein besonderer Verbandplat eingerichtet, wo das gesammte ärztliche Personal fast tägli« mehrere Stunden beschäftigt blieb. Da zu jener Zeit in viele| Dörfern der Umgebung von Void die Ruhr herrschte, die Anfänge einer Typhus-Epidemie in denselben beobachte] wurden, hatte ein ordinirender Arzt des Spitals öftere Rundreise! durch diese Dörfer vorzunehmen und die zur Verhir einer Weiterverbreitung der Epidemien geeigneten Maassnabml anzuordnen. In Ligny, westlich Void, wurde am 27. August ein Etappe« lazareth für 140 Betten in vier verschiedenen Lokalitätil errichtet. Der Etappen-Generalarzt hatte auch hierher ziel Civilarzte geschickt; neben ihnen war ein Bayerischer Truppeif arzt thätig. Im November wurden zwei Abtheilungen gerännil da das Lazareth nur noch für die Besatzungstruppen diente! Im Dezember wurde die Behandlung dem Arzte des Ortes über-I geben; am 10.März 1871 endlich fand die Auflösung des Las] reths statt. Nach St. Dizier, vier Stunden südwestlich Bar le Dit| wurde am 22. August 1870 der erste kranke Deutsche gebracht und dem Hospice civil übergeben. In den nächst« beiden Tagen kamen noch 40 dazu. Da aber das kH Haus nur 50 Betten hatte, so überwies man die bis j 30. August noch weiterhin zugehenden 104 Mann c grossen Hospice d'alienes. Inzwischen war ein Bataillon 38. Preussischen Infanterie-Regiments eingerückt. Die beide! Aerzte dieses Truppentheils übernahmen die Sorge für die tägl«! sich vermehrende Zahl von Kranken und richteten für sie noch Ecole des freres ein. Auch hier waren bis zum 30. August scM 65 Kranke untergebracht, die ein Französischer Arzt der St« übernahm. So wurden die zwei Preussischen Aerzte in SM gesetzt, auch noch das College, ein Knabenpensionat n 250 Betten, in ein Lazareth zu verwandeln, welches bis: 31. August schon 214 Kranke aufgenommen hatte. Arn l.Sffl tember sandte der Etappen-Generalarzt zwei Civilarzte nml St. Dizier zur Uebernahme der Hospitäler, die jetzt not! 174 Kranke enthielten. Da die verschiedenen Lokalitäten seil weit auseinander lagen, der Chefarzt überdies mit der BehaM lungsweise der Französischen Aerzte (z. B. wiederholte lasse bei Typhus) nicht einverstanden war, so verlegte derselM nachdem möglichst viele Kranke nach Bar le Duc ev waren, am 4. September den Rest von 94 Mann in das Collefl und Hess nur 4 Schwerverwundete in dem Hospice civil. I Lazareth war im Col les, den mitten im G 1 Baracke zu verwandt untergebracht wurd lLazareth ihre Lazai [personal überlassen; [plötzlich Befehl zum lassistirende Arzt m iss ersterer sich ihm dieMairie sofon Wärter. Im Ganzen 802 Kranke behandel von den vor Toul Zahl der Kranken se 123. Oktober 1870 i In Bar le Duc, Bich in wenigen Tag [gesammelt. Der Et einige von den ihm zur Errichtung eines Civilhospital, das L; früheres Priestersem Lazarethe eiugerich 400 Kranke, währe gleich für die dui werden musste. Es [bereit zu stellen. Di die Besatzungstruppf lie späterhin leider leben der Truppen [half mit Erfrischung! ibends laugte der e Norden her an. D »chatten erquickt, fu [Morgen mit Ausnahn [befördert. Dies wiec >eförderung von Sed Nun aber wuchs di( sowohl die Lazarethe [als auch diejenigen Bt. Dizier ihre Krar nach der Kapitulatio ahne dass die Züge sine Erfrischungssta lieh das Etappenlaz; lovember wieder fi farscb von Metz n tränke hier zurück las Höpital des Mar les ärztlichen Perso im 8. Dezember tri iter den Befehl de *er Zugang an 1 lanuar 1871 339. mndenen 70 Krank( ibergeben. Gleichzeitig m len Marsch gegen [ing über Thiaucoi In Argonne. Als < png nach Nordosl lasse von Pont ä Btain gelegt und Band l■ Band I V. Abschnitt: Vormarsch der III. und Maas-Armee; Schlachten bei Beaumont und Sedan. 151 ahend Unterkun(t| icy weitergescha i Rechtsabmarsc der Ort nur ei«| ge nach Abzu obilgardisten übel in beiden AevztJ l nach Langres all ngenschaft zu deil rktflecken Voicl, t, 1 5. September li l 60—80 Passanten! e fand bei seinen! treut, welche bisleif den waren. Ahm n sofort die Volk und ein grössere i 18 Häusern kämet ■acht und verpflegt! hl durchpassirendttl nderer Verbandplatz ersonal fast täglitll jener Zeit in viele» hr herrschte, auti snselben beobacbttj ls öftere Rundreist! zur Verhindern«! jneten Maassnabnia lugust ein Etappe« edenen Lokalität! auch hierher znl layerischer Truppe»! theilungen gerämtl angstruppen dient« :zte des Ortes über-l Auflösung desLaal restlich Bar le Dwl ike Deutsche Soldsl Iu den nächst« a aber das klein! man die bis zu 104 Mann I r ein Bataillon erückt. Die beiiei Sorge für die täglitj teten für sie nochäil im 30. August scioj scher Arzt derStf len Aerzte in Stai labenpensionat ffl In, welches bis: n hatte. Am l.Serf wei Civilärzte nal 3i-, die jetzt n« len Lokalitäten seil ies mit der Behaut! $. wiederholte Adel so verlegte dersew ar le Duo evakuisj VTann in das Coli Hospice civil. Lazareth war im College sehr gut untergebracht. Auch gelang es den mitten im Garten gelegenen Theatersaal in eine luftige Baracke zu verwandeln, in der 22 der schwersten Typhuskranken uutero-ebracht wurden. Die Besatzungstruppen hatten dem Lazareth ihre Lazarethgehilfen und Krankenträger als Pflegepersonal überlassen; am 14. September erhielten dieselben aber 'plötzlich Befehl zum Abmarsch; der dem Chefarzt beigegebene fassistirende Arzt musste krank nach Vitry evakuirt werden, so dass ersterer sich allein befand. Auf seine Requisition stellte ihm die Maine sofort 8 Schwestern und 16 Arbeiter als Krankenwärter. Im Ganzen wurden in St. Dizier 40 Verwundete und W)2 Kranke behandelt. Die schwersten Krankheitsfälle stammten jvon den vor Toul liegenden Truppen. Im Oktober sank die Zahl der Kranken sehr rasch, so dass das Etappenlazareth am |3. Oktober 1870 aufgelöst werden konnte. In Bar le Duc, an der Bahnlinie Paris—Frouard, hatte sieb in wenigen Tagen eine bedeutende Zahl von Kranken angesammelt. Der Etappen-Generalarzt schickte am 28. August Einige von den ihm noch zur Disposition stehenden Civilärzten zur Errichtung eines Etappenlazareths dorthin. Das vorhandene Civilhospital, das Lyceum und das L'höpital des Maristes, ein früheres Priesterseminar, schon von der feindlichen Armee als Lazarethe eingerichtet, zählten bereits am 29. August über 400 Kranke, während neuer Zugang täglich erwartet und zugleich für die durchpassh-enden Krankentransporte gesorgt werden musste. Es gelang allmälig, insgesammt 450 Betten [bereit zu stellen. Die Verpflegungsbedürfnisse wurden requirirt, die Besatzungstruppen stellten Mannschaften als Krankenwärter, pe späterhin leider sehr oft entsprechend dem Kommen und [Gehen der Truppen wechselten, die freiwillige Krankenpflege [half mit Erfrischungsmitteln sowie mitPersonal. Am 4.September Lbends laugte der erste Verwundetentransport (150 Mann) von Korden her an. Die Verbände wurden erneuert, die Mann- jschaften erquickt, für die Nacht untergebracht und am nächsten [Morgen mit Ausnahme der Schwerverwundeten nach Nancy weiter [befördert. Dies wiederholte sich mehrere Tage, bis die Kranken- beförderung von Sedan her über Pont ä Mousson geleitet wurde. [Nun aber wuchs die Zahl der Ruhr- und Typhuskranken, da sowohl die Lazarethe auf der Etappenstrasse vorwärts Bar le Duc, [als auch diejenigen an der nunmehr aufgegebenen Strasse über St. Dizier ihre Kranken hierher sandten. Als Ende September [nach der Kapitulation von Toul die Eisenbahn fahrbar geworden, ohne dass die Züge in Bar übernachteten (am Bahnhof bestand eine Erfrischungsstation der freiwilligen Krankenpflege), leerte sich das Etappenlazareth sehr schnell, füllte sich aber Anfang November wieder für einige Zeit, als die IL Armee bei ihrem larsch von Metz nach Südwesten die Stadt passirte und viele [ranke hier zurücklassen musste. Am 16. November wurde las Höpital des Maristes aufgegeben, so dass ein grosser Theil les ärztlichen Personals anderweitig verwandt werden konnte, tm 8. Dezember trat das Etappenlazareth als Kriegslazareth iter den Befehl des General-Gouvernements von Lothringen. )er Zugang an Kranken betrug im Dezember 164, im lanuar 1871 339. Am 28. März 1871 wurden die noch vor- landenen 70 Kranken an das 9. Feldlazarefh VII. Armeekorps ibergeben. Gleichzeitig mit der III. Armee hatte die Maas-Armee den Marsch gegen Chälons angetreten. Die Etappenstrasse pg über Thiaucourt—St. Mihiel—Vaubecourt—Clennont fcn Argonne. Als auch diese Heeresabtheilung die Schwenkung nach Nordost machte, musste eine zweite Etappen- Kasse von Pont ä Mousson über Thiaucourt — Presnes — Main gelegt und nach der Schlacht bei Beaumont über Damvillers—Dun—Stenay bis Mouzon ausgedehnt werden, während die andere Linie von Clermont über Varennes bis Buzancy verlängert wurde. Auf diesen beiden Linien wurde der ärztliche Dienst für die von den vorrückenden Truppen zurückgelassenen Kranken, sowie später für die Rücktransporte von Verwundeten und für die von den Kriegsgefangenen-Transporten zurückbleibenden Kranken zunächst durch Feldlazarethe, später hauptsächlich durch Lazareth-Reservepersonal sicher gestellt. In St. Hilaire (südlich Etain) wurde das 2. Feldlazarett XII. Armeekorps 1 ) am 26. September von der 3. Sektion Lazareth-Reservepersonals III. Armeekorps abgelöst; dieselbe behandelte bis 10. November 1870 21 Verwundete und 53 Kranke. In Etain übernahm am 30. August 1870 die 3. Sektion Lazareth-Reservepersonals des Gardekorps die in Behandlung des 12. Feldlazareths III. Armeekorps befindlichen Kranken. In der ersten Dekade des September bereits passirten den Ort etwa 1800 Kranke und Verwundete, die verbunden, verpflegt und für die Nacht gelagert werden mussten. Ausser den von diesen Transporten zurückbleibenden In- transportabeln hatte das Lazareth, welches in 5 Gebäuden über 130 Betten verfügte, einen sehr starken Zugang an Ruhr- und Typhuskranken von den in der Nähe kantonnirenden Truppen, konnte deshalb erst, nachdem die Evakuationen von Sedan her längst aufgehört, am 31. Oktober geschlossen werden. Ein grosser Theil des Personals war unter dem anstrengenden Dienste erkrankt und hatte durch Aerzte und Mannschaften vom Lazareth-Reservepersonal IX. Armeekorps ersetzt werden müssen, zeitweise auch durch Mannschaften der Besatzungstruppen. In Damvillers, nordwestlich Etain, versahen die Aerzte der Besatzungstruppen den Etappendienst. Weiter nordwestlich, in Stenay, waren anfänglich Französische Aerzte der Stadt thätig, vom 11. September an das Lazareth-Reservepersonal XII. Armeekorps, unterstützt von einem Theile des Lazareth- Reservepersonals IV. und des Lazareth-Reservepersonals IX. Armeekorps. Unter Zurücklassung eines Arztes in Stenay, brach das erstgenannte Personal am 30. September nach Douzy auf. Am 27. Oktober wurden die noch in Stenay vorhandenen Deutschen Verwundeten nach Douzy abgegeben, Französische Verwundete der Gemeindebehörde überlassen und das Etappenlazareth geschlossen. Auf der westlichen Etappenlinie wurden folgende Lazarethe eingerichtet: Zunächst in St. Mihiel, westlich Pont ä Mousson. Hierselbst traf die für die Gründung eines Etappenlazareths bestimmte 2. Sektion Lazareth-Reservepersonals XII. Armeekorps am 2G. August ein und fand bereits 98 Kranke einschliesslich 4 Verwundete vor. Die räumlichen Verhältnisse zeigten sich günstig, indem ein Stadtkrankenhaus mit 100 Betten und ein Kasernement mit Raum für mehr als 500 Kranke zur Verfügung standen. Später traten das College und das Hospice Ste. Anne hinzu, so dass auch eine Kategorie Kranker von der andern getrennt ge- i) Yerg'l. Seite 120. 152 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Band 11 Bund I- halten werden konnte. Das Kasernernent freilich inusste auf einige Zeit geschlossen werden. Hier waren die fast durchgängig an Ruhr leidenden Französischen Kriegsgefangenen zu Tausenden untergebracht worden und zwar meist nur im Kasernenhofe auf Streu. Dabei waren trotz Darbietung aller Hilfsmittel und trotz Androhung schwerer Strafen alle Kasernenräume vom Hofe hinauf bis zum Dache verunreinigt. Erst als Ende September 184 Ruhrkranke zurückbefördert worden waren, gelang es, einen Theil der Kaserne behufs gründlicher Reinigung und Desinfektion zu schliessen. Die Verpflegung durch Requisition zu beschaffen fiel schwer; selbst Brot war anfangs nicht in genügender Menge vorhanden; vom 6. November an wurde sie durch Yermittelung der Gemeinde in regelmässiger Weise bewerkstelligt und durch ein Depot der freiwilligen Krankenpflege unterstützt. Das durch Krankheit gelichtete Pflegepersonal ward von Anfang an durch solches der freiwilligen Krankenpflege verstärkt. Allerdings brach der grösste Theil des letzteren am 24. September nach Nanteuil auf. Trotzdem hat das Lazareth bis zum 13. Januar 1871 nicht weniger als 8911 Kranke und Verwundete (einschl. der Deutschen Passanten) in Behandlung genommen. An derselben Etappenlinie, nordwestlich 8t. Mihiel, in Clermont en Argonne ein Etappeulazareth einzurichten, wurde der 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals XU. Armeekorps zur Aufgabe gemacht. In Clermont en Argonne befanden sich am 30. August in zwei öffentlichen Gebäuden 32Deutsche und Französische Kranke. Bis 31. August gingen noch 75 Deutsche Verwundete und 49 Deutsche Kranke zu, so dass für die Unterkunft und sonstige Verpflegung von 156 Kranken sofort das Erforderliche ins Werk zu setzen war, eine Aufgabe, welcher sich fast unübersteigliche Schwierigkeiten entgegenstellten. Dieselben beruhten hauptsächlich darin, dass das Lazarethpersonal von der Stadt Clermont thatsächlich nichts erlangen konnte. Die Bevölkerung war in Folge der zahlreichen Durchmärsche, Einquartierungen und der hiermit verbundenen Requisitionen hart mitgenommen und von allen Hilfsmitteln entblösst. Nichtsdestoweniger musste die dringlich nöthige Errichtung eines Lazareths sofort angestrebt werden. Von den zahlreichen verlassenen kleinen Häusern der Stadt wurden zu jenen beiden vorgenannten sogleich noch neun und später abermals neun, obschon dieselben von Schmutz, namentlich von verwesenden Stoffen, starrten, mit Beschlag belegt und auf das sorgfältigste gereinigt. Den Bedarf an Bettstellen suchte man theils durch Requisition, theils durch Herstellung von 90 hölzernen Feldlazarett» - Bettstellen zu decken, hielt aber dabei an dem Grundsatze fest, nur die nicht transportfähigen Kranken in die Lazarethräume aufzunehmen, die transportfähigen nöthigenfalls in besonderen Massenquartieren (einem Saale im Rathhause, dem Bahnhofs - Güterschuppen und einigen Scheunen) nächtigen zu lassen. Die Beköstigung war in dieser verödeten Gegend nicht minder schwierig zu beschaffen. Auch von Heilmitteln war nichts vorhanden, als das, was die Aerzte zufällig persönlich mit sich führten, nebst dem Wenigen, was sich im Privatbestande eines bis zum 25. September mitherangezogenen Französischen Arztes befand und was der ebenfalls daselbst thätige Arzt der Deutschen Besatzungstruppen darbot. Fast das gesammte Heil- und Pflegepersonal erkrankte an Typhus oder Ruhr; ein Assistenzarzt fiel dem Typhus zum Opfer. Auch der Etappenkommandant des Ortes starb am 31. Oktober an Ruhr. Die Krankenbewegung durch Clermont war beträchtlich, namentlich seitens der Passanten. Von letzteren gingen allein am 7. September 580 durch den Ort; von Ende August bis 19. September betrug ihre Zahl 3714. In die Verpflegung des Lazareths wurden vom 30. Au« 9. Dezember 784 aufgenommen. Nebenher hatte das Persoml noch die Pflege einiger (am 22. September waren es 24 einschliesslich 9 Deutscher) Kranken, die in Varennes in R handlung eines Französischen Civilarztes sich befanden, zu übei wachen. Nachdem schon am 21. November das übrige P nach Rethel aufgebrochen war, übergab der mit einigen Wärtern zurückgebliebene Assistenzarzt am 9. Dezember die übrigen zwei Typhuskranken dem Truppenarzte der Besatan Weiter nordwestlich in Grand Pre und Vouziers nal« zunächst ein Feldlazarett! 1 ) den Etappendienst mit wak In letzterem Orte traf am 6. Oktober 1870 ein Arzt da freiwilligen Krankenpflege ein, welcher bis "29. November 146 Kranke behandelte. In Buzancy (zwischen Vouziers und Stenay) ver der Etappenarzt bis 14. September den Dienst Auss erhielten zwei Stabsärzte des Lazareth-Reservepersonals IV. Armeekorps Befehl, diejenigen meist an Ruhr leidenden Kranken, welche die Maas-Armee bei ihrem Marsche auf Beaumont zwischen diesem Ort und Clermont ohne ärztliche Hilfe und militärischen Schutz hatte zurücklassen müssa zu sammeln und in die Etappenlazarethe überzuführen. Nördlich Beaumont, in Faubourg de Mouzon, war 17. September, nachdem das 11. Feldlazarett) IV. Armeekorps alle Transportablen entlassen hatte, der Rest von Verwundeten und Kranken zunächst in die Hände freiwilligen Krankenpflege übergegangen, deren Orgi hier unter Leitung des konsultirenden Chirurgen IV. Armee korps einige Tage thätig blieben. Am 21. Septem!« wurde die 3. Sektion Lazareth-Reservepersonals IV. Arm» korps von Beaumont zur Uebernahme des Kriegslazarett beordert und übernahm daselbst den Dienst am - 24. September, Es fanden sich in einer Spinnerei und Mühle 116 Verwundete und 24 Typhuskranke, zu denen in den nächstl Tagen noch 11 Verwundete und 7 Typhuskranke aus Cari und Beaumont hinzukamen. Die übrigen wurden bis 10. Oktober nach Douzy entlassen, so dass mit dem genannt« Tage das Kriegslazareth geschlossen werden konnte. Durch den Armee-Generalarzt war dem Feldlazarett Direktor XL Armeekorps mitgetheilt worden, dass in Podi Maugis, einem kleinen Orte zwischen Wadelincor Remilly am linken Maas-Ufer, mehr als 500 verwunde! Bayern lägen. Der Feldlazareth-Direktor begab sich s (am 20. September) an Ort und Stelle und fand in durch eine grosse Wollspinnerei mit vielen Fabrik"' und kleinen Arbeiterhäusern gebildeten Gehöft in der 517 Bayern, theils in den grossen Fabriksälen, theils« den kleinen f Wohnräumen der Arbeiter unterge Dieses Lazareth hatten zwei Bayerische Aerzte als Aushill spital am 8. September errichtet, um einerseits die Verwundeten überfüllten Feldspitäler zu entlasten, ander« seits die Erkrankten und Marschunfähigen des von Seil) abrückenden Bayerischen I. Armeekorps aufzunehmen. i) Vevsd. Seite 139. Die ganze Spita sation geschaffen wi hatte schon einige % Wirthshauses, sowie bereitgestellt; ausser von den Einwohnern ersten Krankentrans mit 88 Kranken eint werden konnten. I 3 Tagen — es ginge 116, am 11. Septem! unverzügliche Einric hierzu das freigelegt 4 grossen, zu ebener und Schieferboden, masehinenlokale best; der Maschinen aus Belegung nur gegen deshalb sofort noch '. hauses theilweise gi Lagerstätten benutzt! Wohnhäuser für Lei' man ein ziemlich em haus für Schwerkra isolirt liegendes Häi hause des Fabrikbes: Küche diente das W Anbau. Für Ventil Ausheben und Bese: desgleichen durch 1 später jedoch mit T tausses portes, mitte' mauern. Auch an einer abgesonderten saales wurden 2 — 3 vorhandenen laufend aus dem im Nebenri kessel gespeist wurd die Erwärmung die Reinigung der Lok; durch Fabrikarbeite: werkstelligt werden, des Massenandrange vorräthen oder mit es, Woll-, Stroh- ui Matratzen herzustel] mittels Requisition der freiwilligen Kra Vom 2. Oktober an ein Englischer Arzt, unterstützt aus dem Unterhalt des Spi 300 Kranken etc. ül Weise bis zur Auflö: waren in der Folg t Civil&rzte. DasVv Krankenwärtern, t] Truppen gestellt, d( 19 Mann als Krank noch 3 Krankenwän Uebernahme der Ve auch 5 freiwillige während der ganze) Dame aus Sedan ■Mch Ueberführung Suitttg-B«iioM ülier ^■■HBB and I. Band I. V. Abschnitt: Vormarsch der III. und Maas-Armee; Schlachten bei Beaumont und Sedan. 153 m 30. Augi latte das Pi waren es 24 ein- Varennes in B;- aefanden, zu über- is übrige Pi t einigen \\ .ernber die zte der Besatznii., d Vouziers nalm lienst mit 70 ein Arzt iis 29. November i Stenay) vei inst Aus Reservepersoni n Ruhr leidenden rem Marsche auf int ohne ärztliche icklassen müssen. überzuführen. Mouzon, war ait ireth IV. Armee e, der Rest voi die Hände der l , deren (Irgui uvgen IV. Armee- i 21. Septem!» sonals IV. Anne» :s Kriegslazaretli- am 24. September l Mühle 116 Ter i in den nächstl anke aus Carignai wurden bis ait dem genannt: konnte. dem Feldlazarett rden, dass in Port Wadelincourt fl s 503 verwundet' • begab sich sofe und fand in da in Fabrikgebäudes Jehöft in der Tl., riksälen, thefls ;er untergebrae erzte als AusbiH einerseits die « entlasten, ander« ;en des von Seda aufzunehmen, Die ganze Spitalanlage war grossentheils durch Improvisation geschaffen worden. Der wohlwollende Fabrikbesitzer hatte schon einige Zeit vorher in den Räumen des Schul- und Wirthshauses, sowie in dem Bureaugebäude 50 Lagerstellen bereitgestellt; ausserdem wurden 30 Betten und Matratzen etc. von den Einwohnern herbeigeschafft, als am 8. September die ersten Krankentransporte aus den umliegenden Feldlazarethen mit 88 Kranken eintrafen, welche sämmtlich gut untergebracht werden konnten. Der gewaltige Andrang in den nächsten 3 Tagen — es gingen am 9. September 100, am 10. September 116, am 11. September 226 Kranke zu — bedingte jedoch die unverzügliche Einrichtung weiterer Räume. Zunächst wurde hierzu das freigelegene Fabrikgebäude bestimmt, welches aus 4 grossen, zu ebener Erde befindlichen Langsälen mit Oberlicht und Schieferboden, mehreren Magazinen und dem Dampfmaschinenlokale bestand. Nach Entfernung des grösseren Theils der Maschinen aus den Sälen konnten dort selbst bei enger Belebung nur gegen 400 Kranke Unterkunft finden. Es wurden deshalb sofort noch 2 grosse luftige Speicherräume des Waaren- hauses theilweise geräumt, die vorhandenen Wollsäcke als Lagerstätten benutzt und mehrere kleine dreistöckige Arbeiterwohnhäuser für Leichtkranke bestimmt. Ausserdem richtete man ein ziemlich entfernt, an der Bahnstation, gelegenes Cafehaus für Schwerkranke und ein am Ende des Dorfes ganz isolirt liegendes Häuschen für Blatternkranke ein. Im Wohnhause des Fabrikbesitzers fanden die Offiziere Unterkunft. Als Küche diente das Waschhaus der Gemeinde nebst einem kleinen Anbau. Für Ventilation der grossen Fabriksäle wurde durch Ausheben und Beseitigung einzelner Oberlichtfenster gesorgt, desgleichen durch Anbringung grosser, anfangs mit Matten, später jedoch mit Thüren versehener Oeffnungen, sogenannter fausses portes, mittels Durchschlagens der langen Umfassungsmauern. Auch an einer Badeeinrichtung fehlte es nicht. In einer abgesonderten Kabine am Eingange des mittleren Langsaales wurden 2 — 3 Badewannen aufgestellt, welche durch die vorhandenen laufenden Brunnen, sowie durch die Rohrleitung aus dem im Nebenraume befindlichen, stets geheizten Waschkessel gespeist wurden. Beim Eintritt kühlerer Witterung fand die Erwärmung dieser Säle durch Dampfheizung statt. Die Reinigung der Lokale und ihrer Umgebung musste anfangs durch Fabrikarbeiter, die der Wäsche von Frauen des Ortes bewerkstelligt werden. Zur Lagerung diente in den ersten Tagen des Massenandranges der mit den reichlich vorgefundenen Woll- vorräthen oder mit Stroh bedeckte Fussboden; allmälig gelaug es, YVoll-, Stroh- und Laubsäcke, noch etwas später Seegras- Matratzen herzustellen. Die Verpflegung der Kranken erfolgte mittels Requisition und aus den inzwischen etablirten Depots der freiwilligen Krankenpflege zu Donchery, Sedan, Arlon etc. ^m 2. Oktober an hörte jede Requisition auf. Dafür besorgte ein Englischer Arzt, welcher im Auftrage einiger Engländer und unterstützt aus dem englischen Depot zu Arlon den Gesammt- Unterhalt des Spitals bei einem Bestände von nahezu 300 Kranken etc. übernahm, die Verpflegung in vollkommener Weise bis zur Auflösung des Spitals (8. November). Von Aerzten waren in der Folge thätig: 5 Bayerische Militärärzte und 2^ Civilärzte. Das Wärterpersonal bestand anfangs aus 6 Militär- Kraukenwärtern, theils von Feldlazarethen, theils von den Truppen gestellt, denen aus der Zahl der Leichtkranken noch 19 Mann als Krankenpfleger zugesellt wurden; später kamen noch 3 Krankenwärter des 5. Aufnahms-Feldspitals hinzu. Nach Uebernahme der Verpflegung durch den englischen Arzt trafen auch 5 freiwillige Krankenpflegerinnen aus England ein; während der ganzen Zeit der Etablirung leistete überdies eine Dame aus Sedan dem Spitale die erspriesslichsten Dienste. Pach Ueberführung der zuletzt noch verbliebenen 4 Schwer- Suitttg-BeiieM über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. kranken in das Militär-Lazareth zu Sedan wurde am 8. November die Thätigkeit beendigt. Das gesammte Personal rückte am 9. November mit einem kleinen Rest Geheilter über Boulzicourt und Reims zum Armeekorps ab. Vom 23.-25. September wurden die in Sedan selbst bestehenden Sanitätsanstalten durch den Feldlazarett-Direktor besichtigt. Die in der Stadt vorhandenen Französischen Hospitäler standen unter zweifacher Leitung: ein Theil unter der Ambulance militaire, der andere unter der Am- bulance internationale, bei welcher letzteren Französische Aerzte aus Paris, sowie Belgische. Englische und Amerikanische thätig waren. Jede Ambulanz hatte noch (i Lazarethe inne. Nachdem seit dem 20. September über Mezieres 400—500 Kranke zurückbefördert worden waren, zählte am 25. September die Ambulance militaire 105 Verwundete und 210 Kranke, die Ambulance internationale 511 Verwundete und 276 Kranke. Die Zahl der verwundeten Franzosen verringerte sich durch den Rückschub über Mezieres sehr schnell, da gegen Ende September solche Transporte täglich abgehen konnten. Die zu Entlassenden wurden in Donchery durch einen dazu kommandirten preussischen Militärarzt, später durch den Etappen-Stabsarzt von Sedan untersucht. Schwieriger gestaltete sich der Transport für die verwundeten Deutschen. Dieselben mussten zu Wagen über Bouillon nach Libramont geschafft werden. Jeder solche Transport erforderte immer 4 Tage, 2 zum Hinmarsch, 2 für die Rückfahrt, da die leeren Fahrzeuge gewöhnlich zum Transport von freiwilligen Gaben aus Deutschland benutzt wurden. Bei dem grossen Mangel an Fuhrwerken konnten solche Beförderungen nur selten stattfinden. Deutsche, welche in die lleimath geschickt wurden, bedurften einer militärischen Bedeckung (abgesehen von Begleitung durch Sanitätspersonal). Mit Rücksicht auf die schwache Besatzung in Sedan musste mit dem 2. Transport gewartet werden, bis die Begleitungsmannschaft von Pont ä Mousson (5 Tagemärsche hin und eben so viele zurück) wieder heimgekehrt war. Am 7. September hatte der Etappenstabsarzt zu Sedan Befehl erhalten, daselbst sofort ein Etappenlazareth für 150 Betten zu errichten. Am 15. September musste der genannte Arzt neben dem Etappenlazareth auch das Hospital im College mit 127 Schwerkranken (Verwundete, sowie Ruhr- und Typhuskranke) von dem 12. Feldlazareth XL Armeekorps, das nur wenige Tage daselbst etablirt gewesen war 1 ), übernehmen. Zur Assistenz waren ihm die Truppenärzte der Garnison überwiesen; kurze Zeit be- theiligten sich auch zwei Civilärzte. Als Pflegepersonal traten hinzu fünf Lazarethgehilfen und zehn Soldaten. Die Mannschaften waren aber in stetem Wechsel begriffen, weil sie nur ungern Krankendienst thaten oder aus anderen Gründen für denselben nicht geeignet waren. Als am 23. September das Bayerische Aufiiahms-Feldspital No. 5 in Sedan einrückte, beorderte der Feldlazareth-Direktor dasselbe zur Uebernakine dieses Lazareths. i) Vergl. Seite 144. 20 154 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Band Am 24. September übernahm das Bayerische Aufhahms- FeldspitalNo. 5, welches vorher, und zwar vom 15.—23. August, in Niederbronn mit der Rückbeförderung von Kranken, vom 26. August bis 14. September auf dem Bahnhofe zu Nancy beschäftigt gewesen und am 21. September in Sedan eingerückt war, jedoch von SedaD aus zwei Aerzte und drei Krankenwärter an das benachbarte Bayerische Marodenspital Pont Maugis abzugeben gehabt hatte, das Etappenlazareth im College mit 124 Kranken. Am 9. November beendete es seine Thätigkeit, nachdem es bis dahin 278 Mann gepflegt hatte. Ein verbleibender Rest wurde dem Lazareth der Citadelle Montagne des Capucins übergeben, woselbst das Bayerische Spital einen Theil seines Wärterpersonals bis 19. November in Verwendung Hess. Das Hopital niilitaire in Sedan, ursprünglich zwar nicht für diesen Zweck gebaut, war mit allen erforderlichen Einrichtungen, wie Apotheke, Badeanstalt, Waschhans, versehen, würde daher sehr gut geeignet gewesen sein, wenn es nicht schon seit so lauger Zeit eine übergrosse Zahl von Kranken aller Art beherbergt hätte. Mitte Oktober befanden sich daselbst noch gegen 100 Franzosen (Verwundete und Kranke), für deren Behandlung Französische Aerzte und Wärter zurückblieben, während die Verpflegung den Deutschen anheimfiel. Die unteren Räume und das erste Stockwerk wurden mit 97 Deutschen Kranken belegt. Den ärztlichen Dienst musste der Etappenstabsarzt zunächst allein versehen; erst im November wurden demselben vier Civilärzte überwiesen, welche daselbst im Dienst verblieben, bis die 1. Sektion des Lazareth-Reservepersonals XIII. Armeekorps das Hospital am 20. November übernahm. Dieses Personal, nur aus zwei Sektionen bestehend, war durch Abgabe von Personal der anderen Korps gebildet worden. Als dasselbe am 12. Dezember seinem Korps nach Orleans zu folgen Befehl erhielt, wurde die Krankenbehandlung im Hospital von drei Truppenärzten fortgeführt bis zum 21. März 1871, an welchem Tage die Uebernahme seitens des 6. Feldlazareths XII. Armeekorps erfolgte. Vom 1. Oktober bis 21. März waren verpflegt worden 83 Verwundete und 1267 Kranke. Das 9. Feldlazarett! IV. Armeekorps in La Moncelle übergab seine Kranken am 2. Oktober der 3. Sektion Lazareth-Reservepersonals XII. Armeekorps, indem ein Arzt dieses Personals bis zum 10. Oktober dieselben behandelte , um sodann den Restbestand von 20 Mann dem Lazareth-Reservepersonal IV. Armeekorps zu übergeben, welches bei denselben bis Ende Oktober verweilte. In Douzy wirkte seit dem 6. Oktober das Lazareth- Reservepersonal XII. Armeekorps. Die Krankenverpflegung war schwierig aber genügend zu beschaffen. Seit dem 20. Oktober konnten die wegen der eintretenden Kälte ungünstigsten Unterkunftsräume, die früher erwähnten Eisenbahnwagen und die Baracke (vergl. Seite 144),_ aufgegeben werden. Bis zum 12. Dezember, an welchem Tage das Personal den Rest von 14 Kranken nach Sedan beförderte, hat dasselbe (abgesehen von La Moncelle) 270 Kranke, darunter 76 Verwundete, gepflegt. Am 12. und 20. Oktober gelang es, auf gewöhnlichen Krankenzügen Hunderte von Kranken aus den Lazarethen bei Sedan zu evakuiren und so die Ablösung der Lazarethe zu fördern. Diese erfolgte für das 6. Feldlazareth V., da« 12. XII. und das 10. XI. Armeekorps durch die 2. Sektion Lazareth-Reservepersonals IV. Armeekorps von La Moncelle aus, welche bis zum 18. November thätig blieb und da« die noch vorhandenen 25 Krauken an das dort etablirte G. Feldlazareth 1. Armeekorps abgab. Gegen Ende Oktober bestanden in und um Sedan. abgesehen von dem Etappenlazareth in Sedan, das dei Charakter eines Garnisonlazaretks angenommen hatte, mir noch vier Kriegslazarethe: 1) in La Moncelle die 2. Sektion Lazareth-Besen» Personals IV. Armeekorps, 2) in Douzy die 3. Sektion Lazareth-Reservepersonaäi XII. Armeekorps, 3) in Pont Maugis \ Bayerisches Aufnahms-Feldspital 4) in Sedan / No. 5. Ausserdem befanden sich in Floing einige Kranke ii. Behandlung eines dort verbliebenen Arztes des 9. Feldlazareths XII. Armeekorps. In Balan und Monvülen endlich widmete sich noch eine Englisch - Amerikanische Ambulanz der Verwundetenpflege. Sämmtliche eben genannten Anstalten beherbergten zu dieser Zeit 373 Kranke und Verwundete. In den letztgenannten beiden Lazarethen lagen mi noch Rekonvaleszenten, deren Entlassung ebenfalls in 14 Tagen bevorstand. Von Französischen Verwundet« und Kranken waren in Sedan nur noch 90 in der Behandln« von vier Französischen Aerzten. Die Aufsicht über den Bezirk ging an den Feldlazarett Direktor des General-Gouvernements in Reims über. Derselbe leitete die Rückbeförderung der Kranken über Boulzicourt nach Reims, in welchen beiden Orten zu diesei Zwecke die Einrichtung von Etappenlazarethen stattfand. In Boulzicourt wurde einer der dortigen Truppenärzte täglich für den Etappendienst kommandirt, empfing die nunmehr regelmässig jeden Tag zu Wagen eintreffenden Transporte von je 25 Mann, liess sie in dem Etappenlazareth verpflegen und etwa zwei Stunden später naet Reims befördern. Ergebniss. Im Ganzen kamen anlässlich des Vormarsches der III. und Maas-Armee, sowie in Folge der Schlachten bei Beanmoai und Sedan 15 Sektionen Lazarethpersonal, 2 Bayerische Haupt-Feldspitäler und die beiden der Spitalreserve 9 getheilten Bayerischen Aufnahms-Feldspitäler zur Thätigkeit. und zwar einige Sektionen nacheinander an mehreren Orten. andere, um bis zum Rückmarsch der Deutschen Heere m der Stätte ihres Wirkens zu verharren. Der Mangel an Heilpersonal, namentlich an Wärt» kräften, machte sich auch auf diesem Theil des Kriegt Schauplatzes geltend. Jede Art des thatsächlich geleisteten Band I. VI. A !) Vergl. den folgenden Abschnitt. Ersatzes war ung Leute der Besä dass sie eine r inangelnden Vo: der Mannschafte zeitweilig den auch hei dem 1 in Betracht, wäl der Französisch Bewegung Schliessung Nachdem d gestreckt, der Friedensverhan weitere Vorma Die III. A das XL Korps VI. Korps sov Richtung auf I Südwesten in B 6. Kavallerie-I marschirte. Di Grenze zwischi Zur Behai seitens der III lazarethe zurü und Chiiteau 1 blirungen das 1 korps, sowie — also 5 Feh Armeen vor F 10., 11. und 1? keit und zwar Reims. Letzt VI. Armeekor] die Aufgabe z ') Diese 3 getheilt und mit c ■ Band dlazareth V., fa. ■ch die 2. Sektion 5 von La Moncelle ; blieb und daa las dort etablirfc und um Sedan, das lnmen hatte, jazareth-Resero •Reserveperaonah fhahms-Feldspital einige Kranke in stes des 9. Feld- und Monvillen ;h-Amerikanische ntliche eben geZeit 373 Kranke etilen lagen m mg ebenfalls ii ien Verwundetet n der Behandln!» den Feldlazavett- ieinis über. De: • Kranken über i Orten zu diesen ■ethen stattfand ;en Truppenärzte iirt, empfing die ren eintreffende« n dem Etappen den später nacl marsches der III iten bei Beaumoni al, 2 Bayerisch Spitalreserve zier zur Thätigkeit l mehreren Orten itschen Heere itlieh an Wärter- 'heil des Krieg: chl ich geleistet« Band I. VI. Abschnitt: Bewegungen der III. und Maus-Armee nach der .Schlacht bei Sedan, Einschliessung von Paris etc. 155 Ersatzes war ungenügend. Die zunächstliegende Art — durch Leute der Besatzungtruppen — hatte zwar den Vorzug, dass sie eine rein militärische war, litt aber unter der mangelnden Vorbildung, häufig auch unter der Abneigung der Mannschaften, sowie daran, dass die Besatzungstruppen zeitweilig den Ort wechselten. Letzterer Umstand kam auch hei dem Personal der freiwilligen Krankenpflege mit in Betracht, während der Krankenwartung durch Angehörige der Französischen Nation, namentlich der Uebelstand anhaftete, dass die Verständigung zwischen Kranken und Pflegern durch die Sprachverschiedenheit erschwert war. Die Zahl der Aerzte, welche sich durch Krankheiten, mehrmals auch durch Gefangennahme verringerte, Hess sich durch Civilärzte zwar ergänzen, doch behielt die Verwendung der Letzteren etwas Missliches bei solchen Feldstellen, deren Selbstständigkeit neben der wissenschaftlichen Ausbildung auch eine gründlicheKenntniss der Dienstvorschriften zur Voraussetzung hat. Sechster Abschnitt. Bewegungen der III. und der Maas-Armee nach der Schlacht bei Sedan; Einschliessung bezw. Belagerung von Paris und der kleineren rückliegenden Festungen. Vormarsch. Nachdem die Französische Armee bei Sedan die Waffen gestreckt, der gefangene Kaiser aber das Eingehen auf Friedensverhandlungen abgelehnt hatte, begann alsbald der weitere Vormarsch des Deutschen Heeres gegen Paris. Die III. Armee, von welcher das I. Bayerische und das XL Korps vorläufig bei Sedan zurückblieben und das VI. Korps sowie die 5. Kavallerie-Division bereits in der Richtung auf Reims vorgeschoben waren, setzte sich nach Südwesten in Bewegung, während die Maas-Armee (durch die 6. Kavallerie-Division verstärkt) auf deren rechtem Flügel marschirte. Die Strasse über Rethel und Beims bildete die Grenze zwischen beiden Armeen. Zur Behandlung der unterwegs Erkrankenden wurden seitens der III. Armee auf dem Marsche nach Paris Feldlazarette zurückgelassen in Attiguy, Reims, Montmirail und Chäteau Thierry. Betheiligt waren bei diesen Eta- Idirungen das 11. und 12. Feldlazareth VI., das 10. V. Armeekorps, sowie das 2. und 5. Württembergische Feldspital, — also 5 Feldlazarette. Erst nach dem Eintreffen der Armeen vor Paris traten an dieser Etappenlinie auch das 10., 11. und 12. Feldlazareth XIII. Armeekorps ') in Thätigkeit und zwar das 10. in Mourmelon, das 11. und 12. in Reims. Letzteres löste daselbst das 12. Feldlazareth VI. Armeekorps ab (am 9. November), nachdem ihm vorher die Aufgabe zugefallen war, in Acy le Haut den Kranken ') Diese 3 Peldlazarethe waren der 2. Landwehr-Division zu- Btheilt und mit dieser dem General-Gouvernement in Reims unterstellt. der Soissous einschliessenden Truppen ausreichenden Beistand zu sichern. Als sodann das I. Bayerische Armeekorps den übrigen Truppentheilen der III. Armee in der Richtung auf Paris folgte, machte sich die Nothwendigkeit einer Lazarethanstalt in Epernay geltend, woselbst in Folge dessen das Aufnahins-Feldspital No. 11 in Thätigkeit trat. Die meisten dieser Lazaretheinrichtungen blieben lange Zeit hindurch bestehen. Noch bevor die Zutbeilung der 6. Kavallerie-Division an die Maas-Armee (durch Befehl vom 3. September) erfolgte, rückte diese Division (in Folge Befehls vom 2. September) gegen Reims vor und besetzte am 3. September Attigny, einß etwa in der Mitte zwischen Sedan und Reims gelegene Stadt. Noch an demselben Tage etablirte sich daselbst das 12. Feldlazareth VI. Armeekorps in dem Kloster, dem Schulhause und einem Privatgebäude. Schon am nächsten Tage stieg der Krankenstand auf 261. Insgesammt behandelte das Lazareth daselbst 4 10 Mann und übergab am 25. September 35 Nichttransportable der Pflege Französischer Civilärzte, um seinerseits nach Reims zu rücken, wo die 1. Sektion des genannten Lazareths im Verein mit dem 11. Feldlazareth VI. Armeekorps bereits am 5. September zur Etablirung gelangt war. Beide Lazarethe belegten ausser einer Anzahl (hauptsächlich für Typhuskranke bestimmter) Baracken viele, fast durchweg zur Aufnahme von Kranken vorzüglich geeignete Räume in Hospitälern, Pensionaten und Fabriken. Aufgenommen wurden von beiden Lazarethen zusammen nicht weniger als 2645 Mann. Das 12. Feldlazareth übergab am 9. November seinen Bestand mit 91 Kranken an das 12. Feldlazareth XIII. Armeekorps, das 11. am 29. November seinen Bestand mit 350 Kranken an das 11. Feldlazareth XIII. Armeekorps. Ebenfalls in Reims Hess sich das 5. Württembergische Feldspital am 13. September nieder, um bis 28. Oktober 1870 524 Kranke zu behandeln. 20* B^^B B^^H 156 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarette. Band I. Das 2. Württembergische Feldspital etablirte sich am 16. September in Chäteau Thierry und blieb hierselbst bis 14. Dezember, in welchem Zeiträume es 610 Kranke, darunter 23 Verwundete, gepflegt hat. Das 10. Feldlazareth V. Armeekorps gelangte am ^.September zu Montmirail (südwestlich Epernay) im Hotel Dieu und einigen Privatgebäuden zur Thätigkeit. Es nahm insgesammt 758 Mann (darunter 31 Verwundete) auf. Am 22. November übergab es einen Bestand von 4 Typhus- und 1 Ruhrkranken einem Französischen Arzte und der Pflege von Vincentinerinnen. Das seit dem 25. September in Mourmelon le Grand (südöstlich Reims) stationirte 10. Feldlazareth XIII. Armeekorps richtete sich daselbst in dem sogenannten Hopital provisoire in 16 Französischen Krankenbaracken (mit je 25 Betten) ein, welche leider während des ungewöhnlich kalten Winters 1870/71 sich nur unzureichend erwärmen Hessen. Das Lazareth behandelte daselbst in Summa 1493 Mann, am 23. Februar wurde es aufgelöst. Das 11. Feldlazareth XIII. Armeekorps Hess sich am 22. September in einem Privathause des Boulevard Gerbert zu Reims nieder, welches von der freiwilligen Krankenpflege sehr zweckmässig und mit einem gewissen Luxus eingerichtet worden war. Es nahm daselbst 123 Mann auf, beendete indessen seine Thätigkeit in Reims schon am 11. Oktober, um sich darauf am 26. Oktober in dem nordöstlich Reims gelegenen Boulzicourt zu etabliren. Hier bebandelte das Lazareth in Summa 69 Mann, vou denen es 9 am 13. November dem ablösenden 1. Feldlazareth 1. Armeekorps übergab. Es war darauf vorübergehend in Grand Pro vom 16. bis 20. November bei 59 Mann (darunter 17 Verwundete) thätig, um dann vom 29. November ab zum zweiten Male in Reims zu ausdauernderer und ausgedehnter Wirksamkeit zu gelangen. Am 20. März 1871 wurde es durch das 6. Württembergische Feldspital abgelöst, nachdem es in Reims 2657 Kranke behandelt hatte. Das 12. Feldlazareth XIII. Armeekorps gelangte am 2. Oktober in Acy le Haut, einem grossen wohlhabenden Dorfe, etwa eine Meile von Soissons, zur Etablirung. Es behandelte daselbst in Summa 273 Mann unter recht günstigen äusseren Verhältnissen und begab sich nach Auflösung der Krankenanstalten zu Acy le Haut am 2. November nach Reims (siehe oben), woselbst es vom 9. November 1870 bis 11. März 1871 etablirt blieb. Mit Einschluss des übernommenen Bestandes von 91 Kranken hat das Lazareth in dieser Zeit 1511 Verwundete und Kranke behandelt. In dem Maison Roederer am Boulevard le Temple erhielt es eine von dem Besitzer freiwillig hergegebene und vollständig eingerichtete Krankenanstalt für verwundete und kranke Offiziere überwiesen. Personal des 1. Sanitätsdetachements XIII. Armeekorps unterstützte die Thätigkeit des Feldlazareths. Das Aufnahms-Feldspital No. 111. Bayerischen Armeekorps benutzte in Epernay vom 16. September an die riesigen Hallen der an einem Hügel gelegenen Champagnerfabrik von Moet und Chandon, welche von der Mairie mit Lagerstellen versehen und schon mit 116 Mann belegt waren. Insgesammt hat das Spital hier 587 Mann (ausschliesslich 45 Passanten) behandelt. Am 3. Oktober wurde der Restbestand (88) der unter dem Schweizerischen Arzte Dr. Appia stehenden Ambulanz übergeben. Für die Kranken der Maas-Armee entstanden Lazareth- Einrichtungen in Rethel, Neufchätel,Neuilly St. Front, Fismes, Villers -Cotterets, La Ferte' Milon und Nanteuil le Haudouin durch das 4. und 7. Feldlazareth XII. (Königl. Sachs.) Armeekorps, das 1. Feldlazareth des Gardekorps und das 2. Feldlazareth IV. Armeekorps. Eine Sektion des letzteren wurde ausserdem am 10. September angewiesen, schleunigst nach Laon zu rücken, weil die Pflege der am 9. September bei Explosion des Pulvermagazins') Verunglückten ein Lazarett an jenem Orte erheischte. Es blieben somit 4 Feldlazarette der Maas-Armee auf der Etappenlinie zurück; dieselben wurden jedoch theils durch Ablösung, theils durch Aufgabe der Etablirungsorte nach einigen Wochen wieder frei — am spätesten (13. November) die 2. Sektion 2. Feldlazareths IV. Armeekorps in Laon. Das 4. Feldlazareth XII. (Königl. Sächsischen) Armeekorps nahm am 9. September in Rethel zunächst das Hopital general in Benutzung, welches bereits mit Kranken des Französischen Heeres und wenigen Deutschen belegt war. Nächstdem wurde das College Notre Dame beansprucht und sein Bestand an guten Betten durch Bettstellen, Matratzen und Decken der Gefängnisse von Rethel ergänzt; später wurden die im Nachbar- hause mit kranken Franzosen belegte Ambulanz, das Postgebäude, zwei Schulen, endlich einige in der Kapuzinerstrasse gelegene Privaträume herangezogen. Einschliesslich der vorgefundenen 130 Kranken gingen bis zum 10. September 361 zu. Die Behandlung hatten bis zur Ankunft des Feldlazareths bei den Französischen Kranken ein zurückgebliebener Französischer Militärarzt, bei den Deutschen ebenda verbliebene Württembergische Aerzte, von Französischen Civilärzten unterstützt, geleitet. Nach erfolgter Uebeigabe von 182 Mann an die 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals XII. Armeekorps am 26. und 27. November trat das Feldlazareth seinen Abmarsch am 28. November gegen Reims an. Insgesammt sind, abgesehen von den durch Rethel gegangenen Passanten, in die dortigen Lazarethanstalten während der Monate September, Oktober und November 1334 Kranke aufgenommen worden. Am 14. September etablirte sich westlich Reims in Fismes das 7. Feldlazareth XII. (Königl. Sächsischen) Armeekorps. Zu Lazarethzwecken geeignete grosse Gebäude besass die Stadt nicht; man sah sich daher genöthigt, mit dem leerstehenden Bahnhofe, einigen Lagerhäusern, zwei in engen Gassen liegenden Tanzsälen etc. vorlieb zu nehmen. Von Bettstellen und Matratzen fand sich nur ein sehr geringer Vorrath vor, so dass die Kranken, deren Zahl bis zum Abende des folgenden Tages (l 5. September) auf 287 gestiegen war, zunächst auf Stroh gelagert werden mussten. Das etatsmässige Lazarethpersonal, welches 5 Kranke zählte, wurde am 23. September durch die Abtrennung einer Sektion geschwächt, weil sich in Villers Cotterets (an der Bahn Soissons—Paris) Mitte September eine grosse Anzahl (etwa 200) Kranker angesammelt hatte, obschon daselbst ein Deutsches Lazareth nicht existirte. In Folge dessen erhielt das in Rede stehende Feldlazareth am 19. September Befehl, zwei Aerzte nach Villers abzusenden, welche sich auch der in La Ferte Milon (südlich Villers Cotterets) befindlichen Kranken annehmen sollten. In Villers fanden diese Aerzte am 24. September jedoch nur noch 57 Kranke vor, im Hopital und in dem geräumigen, mit hohen Zimmern ausgestatteten Schlosse gut untergebracht, von zwei Französischen Civilärzten behandelt und von Schwestern verpflegt. Die Verhältnisse in Villers Cotterets standen demnach günstiger als man erwartet hatte, so dass an leitender Stelle die Anwesenheit des Sanitätspersonals über den 1. Oktober hinaus nicht für nöthig erachtet, vielmehr die Ueberwachung der Sachlage in Villers durch den Chefarzt des 7. Feldlazareths tob Fismes aus als genügend angesehen wurde. In La Ferte Milon Band I. VI. Abs. ') Vergl. Generalstabswerk II, Seite 25. Die Verluste beliefen sich Französisclierseits auf 300 Mann, Preussischerseits waren 3 Offiziere und 39 Mann todt, 12 Offiziere und 60 Mann verwundet. waren die Umstände erwähnten Aerzte vo abstatteten, überzeuj tember davon, dass in der Mädchenschul vortrefflich beschaffe: durch einen Civilar gesichert waren. Ei statt, so dass am 4. blieben. Diese Krank eingetroffene Sektion angelangten 2. Sekti am 6. Oktober abzun wieder einzutreffen. Am letzteren Oi noch immer in Thäti, den Best von 90 Krs Personals des Garde 7. Feldlazareth in Fi 666 Kranke behande] Das l.Feldlazan ternber in seine zwe: bald in Neufchätel si Wirksamkeit gelangt' I. Sektion vom 15. Hotel Dieu, einem Pe bei in Summa 516 K 30. September dem welches seinerseits di personal desselben K< wurde, dem Gardekt folgen. Die 2. Sektion gehend von der 1. u College mit den Verv und dem benachbarte einigen Privathäuseri Lazareth insgesammt 13. November konnte Die 1. Sektion II. September der 7, tember nordöstlich Ps behandelte daselbst anr 4. Oktober dem übergab. Einschliessung bis I Seitens des : war unter dem 15. dass die Armee Seh y oii Sachsen gegen aber auf dem link rücken habe. 2 ) Dem entspreche Armee von Paris Garde- und IV. Arr ') Vergl. Generals 2 ) Generalstabswer nrnm—nn ^HjH^|~i!K3Ty#KIW.V^f H -,\ Band I. VI. Abschnitt: Bewegungen der III. und Maas-Armee nach der Schlacht bei Sedan, Einschliessung von Paris etc. 157 waren die Umstände ähnliche. Bei Besuchen, welche die oben erwähnten Aerzte von Villers Cotterets aus jeden zweiten Tag abstatteten, überzeugten sich dieselben zunächst am 25. September davon, dass 54 Kranke in dem Stadtkrankenhause und in der Mädchenschule untergebracht, dass diese Räume sanitär vortrefflich beschaffen und Wartung und Pflege der Kranken durch einen Civilarzt, Schwestern und Civil-Krankenwärter besichert waren. Ein Zugang von Kranken fand nicht mehr statt, so dass am 4. Oktober nur noch 27 Mann in Bestand blieben. Diese Kranken übergab die am 3. Oktober in La Ferte eingetroffene Sektion am 5. Oktober der am Abend des 4. Oktober angelangten 2. Sektion 6. Feldlazaretts IV. Armeekorps, um am 6. Oktober abzumarschiren und am 7. Oktober in Fismes wieder einzutreffen. Am letzteren Orte war der Stamm des 7. Feldlazaretts noch immer in Thätigkeit und blieb es bis 13. November, um den Kest von 90 Kranken an die 1. Sektion Lazareth-Reserve- personals des Gardekorps abzugeben. Insgesammt hat das 7. Feldlazarett in Fismes, Villers Cotterets und La Ferte Milon 666 Kranke behandelt. Das 1. Feldlazarett des Gardekorps theilte sich am 11. September in seine zwei Sektionen. "Während die 2. Sektion alsbald in Neufchätel sur Aisne zu einer nicht eben bedeutenden Wirksamkeit gelangte, die es am 18. Oktober beendete, war die I. Sektion vom 15. September ab in Neuilly St. Front in dem Hotel Dieu, einem Pension ate und einem grösseren Privathause bei in Summa 510 Kranken thätig, 265 derselben wurden am 30. September dem 9. Feldlazarett des Gardekorps übergeben, welches seinerseits durch das Eintreffen von Lazarett-Reservepersonal desselben Korps am 9. Oktober in den Stand gesetzt wurde, dem Gardekorps in die Kantonnements vor Paris zu folgen. Die 2. Sektion 2. Feldlazaretts IV. Armeekorps, vorübergehend von der 1. unterstützt, belegte in Laon zunächst das College mit den Verwundeten und richtete weiterhin in Laon und dem benachbarten Aulnois das Hotel Dieu, die Schule nebst einigen Privathäusern für Kranke her. Hier behandelte das Lazareth insgesammt 186 Mann, darunter 57 Verwundete. Am 13. November konnte die Auflösung erfolgen. Die 1. Sektion des eben genannten Lazaretts folgte am II. September der 7. Division und etablirte sich am 18. September nordöstlich Paris in Nanteuil le Haudouin. Das Lazareth behandelte daselbst in Summa 695 Mann, von denen es 390 am 4. Oktober dem Lazareth-Reservepersonal IV. Armeekorps übergab. Einschliessung von Paris vom 19. September bis Ende Oktober 1870.') Seitens des grossen Hauptquartiers Seiner Majestät «rar unter dem 15. September 1870 angeordnet worden, dass die Armee Seiner Königlichen Hoheit des Kronprinzen TOB Sachsen gegen die Nordseite von Paris, die III. Armee aber auf dem linken Ufer der Marne und Seine vorzurücken habe. 2 ) Dem entsprechend fanden von den zur Einschliessungs- Armee von Paris gehörigen Preussischen Armeekorps das Garde- und IV. Armeekorps auf der Nordseite, das V. und ') Vergl. Generalstabswerk II, & 49 ff., 147 ff., 541 ff. 2 ) Generalstabswerk II, Anlage 65. VI., sowie das demnächst von Sedan herangezogene XL Armeekorps auf der Südseite von Paris Verwendung. An Stelle der zum XL Armeekorps gehörigen 22. Division, welche vom 6. Oktober ab mit dem I. Bayerischen Armeekorps zur Sicherung gegen eine an der Loire gebildete neue Französische Feld-Armee verwendet wurde, trat in der ersten Hälfte des Oktober das Gros der durch denFall der Festung Toul verfügbar gewordenen 17. Division;') ausserdem begann Ende Oktober die Heranziehung des IL Armeekorps von Metz zur Einschliessungs-Armee von Paris. 2 ) Die räumliche Verwendung der Sanitätsanstalten entsprach im Allgemeinen der Dislokation der Armeekorps, 9 ) welchen jene angehörten. 4 ) Mit dem Einrücken der Truppen in die Kantonnements vor Paris begann für den Sanitätsdienst überhaupt und für die Lazarethpflege insbesondere die günstigste Periode des Krieges. Nur vor Strassburg hatten die Feldlazarette — wegen des besseren Gesundheitszustandes des Belagerungskorps und wegen der grösseren Nähe der Heimath, welche die Evakuation sowohl als die Heranschaffung der Be- 1 ) Generalstabswerk II, S. 176. Die nach dem Fall von Strassburg ebenfalls nach Paris abrückende Garde-Landwehr-Division besass keine eigenen Sanitätsanstalten. 2 ) Generalstabswerk II, S. 301. ») Vergl. Generalstabs werk n, S. 151 ff. 4 ) Zur Zeit des Abmarsches aus der Gegend von Sedan befanden sich nachstehende Peldlazarethe bei ihren resp. Armeekorps: Bei dem Gardekorps: das L, 3., 5., 6., 7., 8. Feldlazarett]. „ „ IV. Armeekorps: das 2. und 12. Feldlazareth. , „ XII. , , 1., 4., 5., 6., 7., 10. Feldlazareth. , V. , 1., 7., 8., 9., 10. Feldlazareth. „ „ VI. , sämmtliche 12 Feldlazarethe. , , XL , das 1., 2:, 3., 4., 11. Feldlazareth. , I. Bayerischen Armeekorps: das Aufnahms-Feldspilal No. 11. , , II. „ „ die Aufnahms-Feldspitäler No. 7, 8. 12. „ derWurttembergisclienFeld-Divis ion: das 1., 2., 4., 5., Feldspital. Summa: 44 Feldlazarethe, d. h. genau die Hälfte der etatsmässigen. Die andere Hälfte war in Folge der vorangegangenen Ereignisse — namentlich der Schlachten am Metz und bei Sedan — etablirt. Auf dem Marsche von Sedan nach Paris blieben 10 Feldlazarethe auf der Etappenstrasse zurück (vergl. ,Vormarsch"). Die oben genannten Truppenverbände laugten somit mit zusammen 34 Feldlazarethen vor Paris an. Mittlerweile waren von den 44 zur Zeit des Abmarsches von Sedan etablirten 16 frei geworden, welche noch vor Ablauf des September wieder bei ihren Armeekorps eintrafen. Am 1 9. September waren noch etablirt: in Folge des Treffens bei Weissenburg: das 4. Feldlazareth V. Armeekorps; in Folge der Schlachten um Metz: das 2. und 8. Feldlazareth XII. Armeekorps; in Folge der Schlachten bei Beaumont und Sedan: das 4. Feldlazareth des Gardekorps, das 6. und 9. IV., das 6. und 11. V., das 5., 6., 7., 9, 10., 12. Feldlazareth XL, das 9, 11. und 12. Feldlazareth XII. (Königlich Sächsischen), sowie das Aufnahms- Feldspital No. 2 I. Bayerischen Armeekorps; endlich 10 Feldlazarethe auf der Etappenstrasse — in Summa: 28 Feldlazarethe. Von diesen wurden frei: bis Schluss des September 9, im Oktober 9, im November 9, das letzte (2. Württembergiscbe) im Dezember. | . )«£&.: ..Ar&kffä«Ji.i*;.> dürfnisse erleichterte — in mancher Hinsicht unter vielleicht noch besseren Verhältnissen gewirkt. Der Umstand, dass die meisten der zur Einschliessungs-Arinee gehörigen Armeekorps Monate lang in derselben Gegend verweilten, begünstigte auch bei den Lazarethen — welche an den innerhalb der Armeekorps vor sich gehenden kleineren Truppenverschiebungen nur ausnahmsweise Theil nahmen — stabilere Einrichtungen. Da meist eine ausreichende Reserve nicht etablirter Sanitätsanstalten zu Gebote stand, brauchte die Sanitätsleitung nicht wie bisher vor Allem darauf bedacht zu sein, etablirte Lazarethe für neue Verwendung frei zu machen. Der Verwundeten-Zugang blieb überdies ein massiger, und der Kranken-Zugang — obwohl Typhus und Ruhr auch hier zahlreiche Opfer forderten — erreichte wenigstens keineswegs die gleiche Höhe wie bei der Einschliessungs-Arinee vor Metz; immer zahlreicher und zweckmässiger eingerichtete Kranken-Depots 1 ) endlich entlasteten die Feldlazarethe. So ergab sich für letztere mehr noch als vor Metz die Möglichkeit, ihren einmal aufgenommenen Pflegebefohlenen die mit erneutem Transport und öfterem Wechsel des Sanitätspersonals unabweislich verbundenen Mühsale zu ersparen, vielmehr nach Art stehender Kriegs- lazarethe Verwundete und Kranke so lange in eigener Pflege zu behalten, bis letztere entweder geheilt zu ihrem Truppentheil entlassen oder als Rekonvaleszenten in die Heimath evakuirt 2 ) werden konnten. Der dichte. Kranz etablirter Feldlazarethe, welcher die eingeschlossene Hauptstadt in dem Rayon zwischen der Linie der Deutschen Vorposten und der rückwärtigen Grenze der Cernirungstruppen umgab, 3 ) gestattete zugleich, Verwundete meist unmittelbar vom Gefechtsfelde in geordnete Lazarethpfiege überzuleiten. Die Unterbringung der Kranken erleichterte wesentlich der Reichthum der Umgebung von Paris an besseren Wohnhäusern, Villen, Schlössern, Instituten aller Art. Waren auch viele Gebäude vor Ankunft der Deutschen Truppen in einen Zustand versetzt, welcher sie für Zwecke der Krankenpflege ungeeignet machte, so blieben doch nicht wenige übrig, welche allen unter Kriegsverhältnissen füglich zu stellenden Anforderungen entsprachen. In Folge dieser Gunst der Umstände kam es vor Paris trotz der grösseren Stabilität der dortigen Lazarethe und obwohl das Material daselbst leichter zu beschaffen gewesen wäre, als bei Metz, nirgends zur Aufstellung von Baracken. Hier und da fanden sich bereits improvisirte Lazaretheinrichtungen vor; an anderen Orten förderten zurückgebliebene Eigenthümer die Bemühungen des Sanitätspersonals. Am ungünstigsten lagen die Umstände in den von allen oder fast allen Bewohnern verlassenen Orten, in welchen — ähnlich wie vor Metz — erst Häuser erbrochen, Geräthe von weit her zusammen- !) Vergl S. 64. 2 ) Die Evakuation aus den Lazarethen vor Paris war wegen mangelnder Eisenbahnverbindung anfangs sehr erschwert. Vergl. das Kapitel „Krankenzerstreuung''. 3 ) Siehe Karte No. V. geholt werden mussten. Auch unter solchen Verhältnissen aber gelang es meist rasch, das Nöthigste zusammenzubringen. Insbesondere fehlte es selten, in Folge des Vorhandenseins zahlreicher grosser Pensionate aller Art, an Betten und Matratzen, deren geringe Maasse — da bei ihrer Herstellung nicht die Benutzung durch Deutsche Krieger ins Auge gefasst war — allerdings zuweilen neue Verlegenheit bereiteten. Die hygienischen Zustände der Etablirungsorte zeichneten sich namentlich vor dem grösseren Theil derjenigen um Metz vortheilhaft aus. Nirgends hatten die Lazarethe mit den Schwierigkeiten zu kämpfen, welche sich dort aus der Notwendigkeit der Wundbehandlung in unmittelbarer Nähe eines blutgetränkten, mit verwesenden Stoffen aller Art bedeckten Bodens ergaben. Nicht wenige Lazaretheinrichtungen vor Paris lagen inmitten von Parks , Gärten oder auf luftigen Anhöhen. Als Uebelstand machte sich freilich geltend, dass die weiten Säle manches Institutes oder Schlosses keine so ausgiebige Ventilation ermöglichten, als die Krankenanhäufung daselbst erheischte, wahrend anderwärts die Nothwendigkeit, die Kranken auf eine grössere Zahl kleinerer, räumlich oft weit auseinander liegender Gebäude zu vertheilen, das Personal zersplitterte und die Kräfte desselben übermässig in Anspruch nahm. Dazukam, dass viele sonst zweckmässige Gebäude — namentlich zahlreiche Villen — keine oder nur unzureichende, oder auch zerstörte Heiz Vorrichtungen besassen, — ein Uebelstand, welchen der strenge Winter des Kriegsjabres doppelt empfindlich hervortreten liess. Auch die Verpflegungsschwierigkeiten waren in den Lazarethen vor Paris im Allgemeinen geringer als auf den meisten übrigen Kriegsschauplätzen. Requisitionen, staatliche Depots und Magazine vermochten — namentlich in der späteren Zeit der Einschliessung — eine ausreichende Beköstigung der Kranken zu sichern; die Hauptdepots der freiwilligen Krankenpflege zu Meaux und Versailles mit zahlreichen Zweigdepots kargten daneben nicht mit der Zuwendung etatsinässiger und ausseretatsmässiger Lebens- und Erfrischungsmittel. Die Beschaffung von Wasser hingegen war vielfach auch bei den Lazarethen mit den grössta Schwierigkeiten verknüpft.') In gleicherweise erleichterte das Verharren der Truppe« in denselben Stellungen den Ersatz der Arzneien, Insiit mente und Verbandmittel aus den nachgerückten Lazarett Reservedepots. Als am 19. September das V. Armeekorps im Aor marsche auf Versailles bei Petit Bicetre und Chätillon » Gefechte 2 ) verwickelt wurde, etablirte das 2. Sanitätscletache- ment V. Armeekorps im Verlaufe des Gefechts einen } er- bandplatz bei Villacoublay. Die Verwundeten dieses Gefechts wurden, nachdem Versailles durch das V. Armee- i) Vergl. Seite 75. 2 ) Vergl. Generalstabswerk II, S. 65 ff. korps besetzt wordt detacliements V. J Dahin wurden auch fechts bei Petit Bic Aufnahms-Feldspital von La Motte quan Die erste Hilfe leis den genannten I 3. Bayerische Saniti einen Verbandplatz korapagnie unterstüt die hier befindlicher nahrns-Feldspital II selben Tage gab ( Thiais und Chevilly knips Anlass zur 1 helle Epine. Zur Unterbringi wurden noch an dei 12. Feldlazareth V. lazareth VI. Armee! das 8. Aufnahms-Fel Croix de Bernis, we siedelte. (Siehe unt Wahrend der G u-mber 1 ) etablirte äi korps einen Verbam 2. Sanitätsdetacheme Anlässlich des Gef< schlug wiederum di korps einen Verban des 2. und die 2. S einen bei Chevilly, i detachements bei 11 Die Deutschen theils in den schon Bailies (12. V.) und nähme, theils in di Chevilly in der Näh in Orly etablirten 4. unten.) 97 Verwuiu die Behandlung de welches am 1. Oktol stationirt ward. 1 30. September wurdi vom Gefechtsfelde : Französische Ainbula Ausser den vier der Pflege der Ven gelangten im Septem ') Vergl. Generaist 2 ) Vergl- Generaist 7*Ti»'■<*•*' «'•*****,' 3 Band I Band I. VT. Abschnitt: Bewegungen der TIT. und Maas-Armee nach der Schlacht bei Sedan, Rinschliessung von Paris etc. 159 korps besetzt worden war, mit Hilfe des 2. und 3. Sanitäts- detacliements V. Armeekorps nach Versailles befördert. Dahin wurden auch diejenigen (172) Verwundeten des Gefechts bei Petit Bicetre gebracht, welche das 7. Bayerische Aufnahrns-Feldspital in Bicetre und auf dem Verbandplatze von La Motte quarre'e vorübergehend aufgenommen hatte. Die erste Hilfe leistete in dem bezeichneten Gefechte ausser den genannten Preussischen Sanitätsdetachements die 3. Bayerische Sanitätskompagnie, welche in Croix de Bernis einen Verbandplatz errichtete und dort von der 2. Sanitätskompagnie unterstützt wurde. Noch am Abend übernahm die liier befindlichen Verwundeten das eintreffende 8. Aufnahrns-Feldspital IL Bayerischen Armeekorps. An demselben Tage gab das Gefecht des VI. Armeekorps bei Thiais und Chevilly dem 1. Sanitätsdetachement VI. Armeekorps Anlass zur Etablirung eines Verbandplatzes bei La belle Epine. Zur Unterbringung der am 19. September Verwundeten worden noch an demselben Tage 3 Lazarethe etablirt: das 12. Feldlazarett V. Armeekorps in Versailles, das 7. Feldlazarett. VI. Armeekorps in Villeneuve St. Georges und das 8. Aufnahms-Peldspital IL Bayerischen Armeekorps in Croix de Bernis, welches später nach Pont d'Antony übersiedelte. (Siehe unten.) Während der Gefechte des VI. Armeekorps am 23. September 1 ) etablirte das 1. Sanitätsdetachement dieses Armeekorps einen Verbandplatz bei Grignon; eine Sektion des 2. Sanitätsdetachements leistete bei La belle Epine Beistand. Anlässlich des Gefechts bei Chevilly am 30. September 2 ) schlug wiederum das 1. Sanitätsdetachement VI. Armeekorps einen Verbandplatz bei Grignon auf, die 1. Sektion des 2. und die 2. Sektion des 3. Sanitätsdetachements je einen bei Chevilly, während die 1. Sektion des 3. Sanitätsdetachements bei Thiais thätig war. Die Deutschen Verwundeten dieser Gefechte fanden theils in den schon eingerichteten Feldlazaretten zu Versailles (12. V.) und Villeneuve St. Georges (7. VI.) Aufnahme, theils in dem erst anlässlich des Gefechts bei Chevilly in der Nähe des Gefechtsfeldes am 30. September in Orly etablirten 4. Feldlazarett VI. Armeekorps. (Siehe nuten.) 97 Verwundete (darunter 36 Franzosen) kamen in die Behandlung des 2. Feldlazaretts VI. Armeekorps, welches am 1. Oktober ebenfalls in Villeneuve St. Georges stationirt ward. Nach Beendigung des Gefechts vom 30. September wurden 145 schwer verwundete Franzosen vom Gefechtsfelde aus durch die Vorposten hindurch in Französische Ambulanzen geschafft. Ausser den vier bereits genannten, in erster Reihe mit «er Pflege der Verwundeten beschäftigten Feldlazaretten gelangten im September bei der III. Armee noch 10, vor- ') Vergl. Generalstabswerk II, S. 159. 2 ) Vergl- Generalstabswerk II, S. 166. wiegend für innerlich Kranke bestimmte Feldlazarette zur Etablirung und zwar: Bei dem V. Armeekorps das 2. Feldlazarett in Versailles, bei dem VI. Armeekorps das 6. Feldlazarett in Epinay sur Orge, bei dem 11. Armeekorps das 1. Feldlazarett in Boissy St. Leger, bei dem 1. Bayerischen Armeekorps die Aufnahms-Feldspitäler No. 6, 10 und 9 und zwar die beiden erstgenannten in Corbeil, das letztgenannte in Villebousin, bei dem IL Bayerischen Armeekorps das Aufnahms-Feldspital No. 12 in Verrieres le Buisson. bei der Württembergischen Feld-Division das 1. Feldspital in Lagny, das 2. in Noisiel, das 4. in Meaux. Die meisten dieser Lazarett-Einrichtungen blieben während der ganzen Dauer der Einschliessung von Paris und darüber hinaus bestehen. Einige derselben gewannen einen ungewöhnlichen Umfang und eine besondere Bedeutung für die Krankenpflege vor Paris: so namentlich die Lazarethe in Corbeil, Lagny, Meaux 1 ) und besonders in Versailles, wo zu den beiden im September etablirten Feldlazaretten im Laufe der nächsten Monate noch 5 andere hinzutraten. (Siehe später.) Einige der in Versailles thätigen Lazarethe, namentlich aber das 12. Feldlazarett V. Armeekorps — dessen Etablirung im Schloss zu Versailles 2 ) eine der grössten während des Deutsch-Französischen Krieges zu Stande gekommenen Lazarett-Einrichtungen repräsentirt — wurden durch das Personal nicht etablirter Feldlazarette des V. Armeekorps verstärkt. Hauptsächlich betheiligt hierbei waren das 1., 8., 9. und 11. Feldlazarett des genannten Armeekorps. Auch das ärztliche Personal des grossen Hauptquartiers Seiner Majestät widmete sich im Schlosslazareth zu Versailles der Krankenpflege. Das 12. Feldlazarett V. Armeekorps hatte auf dem Gefechtsfelde vom 19. September Befehl erhalten, sich im Schlosse zu Versailles alsbald zu etabliren. Bei der Ankunft daselbst fand es von einer Holländischen Ambulanz Einrichtungen für etwa 60 Verwundete getroffen; ausserdem war im grossen Saale des Parterre (Salle de Louis XIV.) eine Anzahl typhus- krankor Franzosen untergebracht, welche alsbald nach dem Stadthospital verlegt wurden. Diese Räume dienten als Ausgangsund Mittelpunkt umfangreicher Lazarethanlagen, in welchen das 12. Feldlazarett V. Armeekorps bis zum 5. März 1871 gewirkt und in dieser Zeit vorzugsweise Verwundete (2004), namentlich aus den Gefechten vom 19. und 30. September, 21. Oktober 1870 und 19. Januar 1871, behandelt hat.DieGesammt- zahl der in das Lazareth Aufgenommenen betrug 2099 Mann. Die Holländische Ambulanz fügte sich, nachdem der Bestand derselben in das Französische Militärhospital übergeführt worden war, als besondere „Holländische Abtheilung" dem Feldlazarett ein und bestand.als solche bis zum 27.November. Als Krankenpfleger wirkten neben dem Lazarethpersonal Mitglieder französischer religiöser Genossenschaften, sowie mehrere Deutsche freiwillige Pfleger und Pflegerinnen. Die Beköstigung wurde durch Lieferungen aus dem Centralmagazin der III. Armee, 1 ) Vergl. betreffs dieser Orte auch „Kriegs- und Etappen- Lazarethe" am Schluss dieses Abschnittes, sowie das Kapitel „Kranken- zerstreuung". 2 ) Yevgl. Kirchner im Literatur-Verzeichniss. 1G0 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Band ] sowie durch Zuwendungen der freiwilligen Hilfsthätigkeit, insbesondere des Berliner Central-Komitees, des Bayerischen Central- Komitees, der Hilfsvereine zu Bremen und Hamburg sicher gestellt. Bas Lazareth zählte schliesslich 7 Abtheilungen und nahm fast das ganze Schloss ein. Für die leichteren durchgehenden Fälle war im Nordflügel eine besondere Station eingerichtet. Bie Rückbeförderung der Verwundeten konnte erst ■von Mitte Oktober ab und zwar anfangs nach Nogent, vom Be- zember ab nach Lagny stattfinden. Nachdem das Lazareth am 3. März seinen Bestand bis auf 5 Nichttransportable mittels eines Sanitätszuges evakuirt hatte, wurde es am 5. März aufgelöst, indem es die Nichttransportablen dem 3. Feldlazareth XL Armeekorps übergab. Bas 2. Feldlazareth V. Armeekorps gelangte am 19. September ebenfalls nach Versailles und richtete sich am 21. d. M. für innerlich Kranke im Kaiserlichen Lyceum ein; das zugehörige Petit College wurde mit 200 Betten ausgestattet vorgefunden. Bis zum 5. März 1871 behandelte das Lazareth 3614 Kranke. Bas 7. Feldlazareth VI. Armeekorps war am 19. September in Villeneuve St. Georges in dem Schulhause und drei Privatgebäuden zur Etablirung gelangt, woselbst es bis zum 20. Februar verblieb. Vom Beginn des Oktober ab benutzte es neben den seitherigen Gebäuden die Schlösser Balzac und Cotterau II sowie die Mairie. In Summa behandelte das Lazareth 1151 Mann, darunter 516 Beutsche, 106 Französische Verwundete. Am 27. September etablirte das VI. Armeekorps sein 6. Feldlazareth in Epinay sur Orge in dem Schulhause. Vom 14. Oktober ab versah nur die 2. Sektion den Bienst daselbst, während die 1. Sektion der 2. Kavallerie-Bivision in der Richtung auf Orleans folgte. Als die Räumlichkeiten des Schulhauses in Epinay sur Orge, insbesondere in Folge des Zuganges von Kranken der Garde-Landwehr-Bivision, sich als unzulänglich erwiesen, wurde das bei Epinay gelegene Schloss Sillery als Krankenanstalt eingerichtet. Bas Lazareth behandelte in Epinay sur Orge bezw. Sillery, abgesehen von mehreren Hundert Leichtkranken, 98 Typhuskranke. Es wurde am 12. Bezember durch das 11. Feldlazareth VI. Armeekorps abgelöst. Bas 4. Feldlazareth desselben Armeekorps hatte am 30. September Befehl erhalten, sich in Orly für die Verwundeten des Gefechts bei Chevilly zu etabliren; es wurde die Mädchen- Waisenanstalt der Vincentinerinnen, welche allen hygienischen Anforderungen entsprach, als Lazareth eingerichtet. Unter dem Gesammtzugange von 228 Mann befanden sich 169 Verwundete. Bas Lazareth hat bis zum 27. Oktober seine letzten Pflegebefohlenen entlassen. Seitens des XL Armeekorps wurde während des September vor Paris nur das 1. Feldlazareth in Boissy St. Leger als Kantonnementslazareth in der Mairie und dem Schulhause, später auch in einem nahegelegenen Schlosse etablirt. Basselbe behandelte in der Zeit vom 27. September bis 11. Oktober ins- gesammt 130 Mann, von welchen es 87 am 11. Oktober dem ablösenden 7. Feldlazareth XIII. Armeekorps übergab. Bas Aufnahms-Feldspital No. 8 IL Bayerischen Armeekorps rückte am 19. September von Longjumeau bei Paris in Eilmärschen nach Antony vor und übernahm den Hauptverbandplatz in dem angrenzenden Croix de Bernis, auf welchem sieh in vier Häusern 136 in den Gefechten bei Petit Bicetre und Chatillon Verwundete befanden. Am folgenden Tage, dem 20. September, wurden, um Raum für neu zugehende Verwundete und Kranke zu gewinnen, zahlreiche Verwundete in das zu Versailles im Schlosse etablirte Preussische Feldlazareth (12. V.) übergeleitet und sechs feindliche Schwerverwundete der Französischen Ambulanz im Chäteau de Norville überlassen. Vom 23.—25. September brachte man sämmtliche Verwundeten, sowie die mittlerweile zugegangenen Kranken nach dem günstigere Räumlichkeiten darbietenden Pont d'Antony. Da auch dieser Ort, gleich dem vorigen, durch vorgeschobene feindliche Werke bedroht war, so wurden am 13. Oktober, dem Tage des Gefechts bei Bagneux, die Verwundeten und Kranken aus den am meisten gefährdeten Räumlichkeiten nach dem eine Stunde entfernt gelegenen Massy übergeführt und die Uebersiedelung der übrigen, nicht sogleich transportfähigen Kranken am 23. und 24. Oktober unter Beihilfe der 2. Sanität», kompagnie bewerkstelligt. Bie Räumlichkeiten des sehr günstig gelegenen Ortes Massy erwiesen sich jedoch in Folge des gewaltigen Zuganges namentlich innerlich Kranker, unter denen sich viele der Jahreszeit wegen nicht transportfähige Schwerkranke befanden, als nicht ausreichend; es wurde deshalb, auch mit Rücksicht auf einen späteren, voraussichtlich grösseren Zugang von Verwundeten am 15. November in dem eine halbe Stunde entfernten Palaisean eine Filiale errichtet. In dieser fand während derBeschiessun» von Paris eine grössere Anzahl Verwundeter aus den Aufnahm* Feldspitälern No. 3, 4, 7 und 9 Unterkunft. Bie Thätigkeit des Spitals zu Massy endete am 20. Februar 1871; sämmtliche transportfähigen Kranken und Verwundeten wurden nach Versailles entlassen und 20 Intransportable der Filiale des Aufnahms-Feldspitals No. 12 in Massy einverleibt. Am gleichen Tage fand auch die Auflösung der Filiale in Palaiseau statt; am 24. Februar stand das Spital wieder marschbereit. Ins- gesammt sind in den eben genannten vier Orten 2303 Kranke einschliesslich 7 Franzosen behandelt worden. Südsüdwestlich Lagny, in Corbeil, etablirte sich am 23. September das Aufnahms-Feldspital No. 6 I. Bayerischen Armeekorps. Beim Eintreffen desselben in Corbeil fanden siel das Theätre lyrique, das städtische Hospice, das Quarantäne- Gebäude und Maison Beudon mit Kranken angefüllt, welche in ersterem Lokale von dem Bataillonsarzte des dort befindlichen Landwehr-Bataillons, in den übrigen von drei Französischen Civilärzten versorgt wurden. An der zur Unterkunft bestimmten Mühlhalle, einem grossartigen Lagerungsplatze für Getreide, Mehl etc., harrte noch eine grosse Zahl von Kranken, welche rasch alle Räume der Halle erfüllten und die erste Nacht auf Stroh zubringen mussten. Am nächsten Tagl (24. September) wurde in der Mühlhalle der Parterre-Raum. eine grosse Säulenhalle, mangelhaft erhellt und ventilirt durch spärliche Oeffnungen ohne Fenster, mit 100 Feldbetten ausgerüstet und der darüber befindliche Speicherraum von da gleichen Grösse zur Unterkunft von Passanten hergerichtet, di dieses Gebäude, an der Hauptstrasse gelegen, in der Folge i den ersten Zufluchtsort für ankommende Krankentransporti bilden sollte. Ferner übernahm das Spital an diesem Tag* zwei schon belegte Lokale — das Theätre lyrique sowie den Gartenpavillon des Schlosses zu St. Germain am rechten Seine- Ufer, etwa zwei Kilometer von Corbeil entfernt. — Letzteres Lokal, inmitten eines Parkes, war vom Besitzer in aussen komfortabler Weise zur Aufnahme von 20 — 25 Verwundeten eingerichtet worden. Endlich wurde noch die verlasse« Gendarmerie-Kaserne, welche, sehr günstig vor der Stadt gelegen, in einem Vorder- und Hintergebäude je 15 und 10 kleine Zimmer enthielt, für neuen Krankenzugang in Stand gesetzt. Am 26. September ward ein Theil der in dem neuerbauten städtischen Krankenhause angehäuften Kranken übernommen am nächsten Tage begann die Belegung der Schlaf- und Lehrsäle eines Pensionats und am 30. September der BibliotheqK populaire, des früheren städtischen Spitals — in ungünstiger, tiefer Lage unweit des Seine-Kanales — als eines Notbehelfes- Ein Neubau unfern der Gendarmerie-Kaserne (Maison Huron! Band I. VI. Absei vollkommen trocken, böden, konnte erst nac zur Unterbringung v 1. und 2. Oktober auc Civilärzten besorgten Gebäude und in der Vi jene aus den umliege Aufbruch des I. Arme steigerte sich die Kr: des Spitals, der am 28. September auf 621 und vom 7. Oktober (einschl. der Passantei überfüllt; das ärztlic' getheilten Aerzten u sammt dem durch Ma mehrten Wartepersona Am 11. Oktober erfo getroffene Haupt - Fe 741 Kranke Übergeber 1839 Mann, darunter In demselben O: No.101.Bayerischen Ai Dasselbe benutzte viel Spinnerei. Schon am banden; insgesammt si: gab das Spital den I Feldspital No. 1 ab. Nordwestlich Corl das Aufnahms-Feldspi 29. September zunäch das Schloss und 10 Ballainvilliers, wo ei Schwestern die Kranke: ausreichten, musste di 1 k Stunden entfernte Aufgenommen wurden 359 am 8. Oktober ve I. Bayerischen Armeek Das Aufnahme-M hatte in Verrieres le 1 zu treten. Bieser vo fast gänzlich verlassen Lage im Bievrethale an des vom Bois de Verrie von Versailles, sowie ^ die Höhen und den V schützt, nach Süden i ein beliebter Sommer; und die Umgebung mit Landhäusern versehen, zu statten kamen. In Villen nebst zwei gros haus eingerichtet und höher stieg und die I Ruhrfälle eine weitläu zweite Schulhaus, eine Krankenaufnahme, in «Mtalt mit Bädern u: Blatternkranke ein gan Haus eingerichtet, so zehn Gebäuden bestan f ür die Kranken und gerechnet die Räume Sanitäts-Bericht über die ■ Band ] Band I. VI. Abschnitt: Bewegungen der III. und Maas-Armee nach der Schlacht bei Sedan, Einsehliessung von Paris etc. 161 vollkommen trocken, aber ohne Fenster, Thüren und Bretterböden, konnte erst nach Beseitigung dieser Mängel am 6. Oktober zur Unterbringung von Kranken benutzt werden. Als am 1 und 2. Oktober auch noch die bisher von drei Französischen Civilärzten besorgten Kranken im Hospice, im Quarantaine- Gebäude und in der Villa Deudon übernommen und hierzu noch jene aus den umliegenden Kantonnements-Spitälern etc. beim Aufbruch des I. Armeekorps nach Corbeil übergeführt wurden, steigerte sich die Krankenzahl so, dass der tägliche Bestand des Spitals, der am 24. September 429 Kranke betrug, am 28. September auf 623, am 3. Oktober auf 744 Mann anwuchs und vom 7. Oktober an die Zahl von 800 Kranken täglich (einschl. der Passanten) überstieg. Sämmtliche Bäume waren überfüllt; das ärztliche Personal, unterstützt von einigen zu- oetheilten Aerzten und mehreren Studirenden der Medizin, lammt dem durch Mannschaften der Landwehr-Bataillone vermehrten Wartepersonal blieb in fast ununterbrochener Thätigkeit. Am 11. Oktober erfolgte die Ablösung durch das eben eingetroffene Haupt - Feldspital No. 4; demselben wurden 741 Kranke übergeben. Insgesammt sind aufgenommen worden 1839 Mann, darunter 164 Verwundete. In demselben Orte trat auch das Aufnahms - Feldspital No.101.Bayerischen Armeekorps am 26. September in Thätigkeit. Dasselbe benutzte vier Villen und den Saal einer Baumwollenspinnerei. Schon am zweiten Tage waren 363 Kranke vorhanden; insgesammt sind 647 Mann zugegangen. Am 12. Oktober gab das Spital den Rest seiner Kranken an das Aufnahms - Feldspital No. 1 ab. Nordwestlich Corbeil, in Villebousin bei Longjumeau, schlug das Aufnahms-Feldspital No. 9 I. Bayerischen Armeekorps am 29. September zunächst nur mit einer Sektion auf, benutzte das Schloss und 10 Häuser, sowie das nahe Schlösschen Ballaiuvilliers, wo ein Französischer Arzt mit Beihilfe von Schwestern die Kranken behandelte. Als die Räume nicht mehr ausreichten, musste die zweite Sektion am 2. Oktober in dem l'/s Stunden entfernten Schlosse Mont Huchet sich einrichten. Aufgenommen wurden hier 181 und in Villebousin 518 Kranke, 359 am 8. Oktober verbleibende wurden dem Feldspital No. 11 I. Bayerischen Armeekorps übergeben. Das Aufnahms-Feldspital No. 12 IL Bayerischen Korps hatte in Verrieres le Buisson am 29. September in Thätigkeit zu treten. Dieser von seinen etwa 1100 Einwohnern damals fast gänzlich verlassene Ort ist gepriesen wegen seiner reizenden Lage im Bievrethale an dem terrassenförmigen südlichen Abhänge des vom Bois de Verrieres bedeckten Abschnittes der Hochebene von Versailles, sowie wegen seines milden Klimas, da er durch die Höhen und den Wald vor Nord- und Nordwestwinden geschützt, nach Süden aber offen liegt. Wegen dieser Vorzüge ein beliebter Sommeraufenthalt für die Pariser, war der Ort und die Umgebung mit zahlreichen, in schönen Parks gelegenen Landhäusern versehen, welche der Etabliriing des Spitals trefflich zu statten kamen. In der ersten Woche wurden zwei grössere Villen nebst zwei grossen anstossenden Gebäuden und das Schulhaus eingerichtet und sofort benutzt. Als die Krankenzahl hoher stieg und die Belegung wegen der vielen Typhus- und luihrfälle eine weitläufigere werden musste, wurden auch das zweite Schulhaus, eine Villa, sowie ein anderes Wohnhaus zur Krankenaufnahme, in einem kleinen Hofgebäude die Krätzanstalt mit Bädern und Desinfektionsvorrichtung, endlich für Ulatternkranke ein ganz isolirtes, von Gärten umgebenes kleines Haus eingerichtet, so dass Mitte Januar die ganze Anlage aus zehn Gebäuden bestand, welche in 79 Räumen 380 Lagerstellen rar die Kranken und das nöthige Wartepersonal enthielten, ungerechnet die Räume und Betten für das übrige Personal Sanitäts-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. (Offiziere, Aerzte, Beamte). Fast sämmtliche Gebäude standen in Parkanlagen oder Gärten, das Trinkwasser war überall gut und rein. Beim Eintritt kälterer Jahreszeit verursachte die Heizung Schwierigkeiten, da nur ein Theil der Zimmer in den zum Sommeraufenthalt gebauten Häusern Kamine, die meisten übrigen Räume keinerlei Heizvorrichtung besassen. In einigen wenigen Häusern fanden sich Anlagen zu Luftheizungen, welche zum Theil benutzt werden konnten. Für die übrigen Lokale wurde Abhilfe durch aufgefundene Oefen, sowie durch eigene Herstellung kleiner eiserner Oefen geschaffen. Letztere wurden von einem Mann des Lazarethpersonals, einem Schlosser, aus den vorhandenen eisernen Gartenstühlen und aus Eisenblech konstruirt; das Untergestell des Ofens bestand aus diesen Stühlen, deren durchbrochene Sitze den Rost bildeten. Bei Aufstellung der Oefen in den Zimmern wurde die Rohrleitung gewöhnlich durch die Fenster geführt. Das Spital blieb fast 5 '/a Monate in Thätigkeit und hatte nebenbei am 4. Dezember die von Antony nach Verrieres verlegte Station zu übernehmen, wozu ein günstig an der Hauptstrasse gelegenes Gebäude mit 66 Lagerstellen in grossen Zimmern eingerichtet wurde. Am 20. Februar kam noch eine Filiale hinzu in dem eine halbe Stunde entfernten Ort Massy, welche aus den zurückgelassenen nichttransportablen Kranken des Aufnahms-Feldspitals No. 8 bestand. Bei Beginn des Abmarsches des IL Bayerischen Armeekorps hatte das Spital vom 7. März ab noch die Aufnahme und Eva- kuation der Kranken des ganzen Armeekorps allein zu übernehmen, besorgte am 9. März die Ueberleitung aller Schwerkranken nach Versailles und am 10. März die letzte Evakuation von 96 Kranken nach Lagny mit Hilfe der Sanitäts-Kompagnien. Am 11. März verliess dasselbe als letzte Abtheilung des IL Bayerischen Armeekorps in dem südlichen Einschliessungs- ring von Paris den Ort Verrieres und marschirte seinem Armeekorps bis Coulommiers nach, wo es nach einigen Kantonnirungs- tagen in dem nahegelegenen Chäteau du Buisson am 19. März Befehl zum sofortigen Rückmarsch nach Ingolstadt erhielt. Vom 29. September bis 10. März wurden an beiden genannten Orten 5500 Mann (ausschliesslich 2718 Passanten) aufgenommen, darunter 71 Verwundete. Oestlich Paris — in Lagny — schlug das 1. Württembergische Feldspital am 20. September auf, um bis 25. März 1871 3638 Mann (u. a. 1120 Verwundete) zu verpflegen. Desgleichen richtete sich das 4. Feldspital') und zwar die 1. Sektion am 29. September, die 2. am 5. Oktober in Noisiel ein. Es fand hier in einer Fabrik einen Saal mit 32 Betten vor, welchen der Besitzer bereits als internationale Ambulanz für Lazarethzwecke hergestellt hatte, schliesslich benutzte es in dieser Fabrik 21 Säle mit 350 Betten, sowie 12 Offizier- Krankenzimmer im Schlosse und der Villa des genannten Besitzers. Vom Dezember an wurde auch eine Maschinenhalle für 150 Kranke in Gebrauch gezogen, so dass das Spital über reichliche und gute Unterkunftsräume verfügte. Es nahm bis 11. März 1871 im Ganzen 1533 Pfleglinge auf, unter ihnen 718 Verwundete. Am 30. September endlich Hess sich die 1. Sektion des 2. Württembergischen Feldspitals in Meaux nieder (nordöstlich Lagny), wo schon am 18. September der 3. Württembergische Feld-Sanitätszug eine Krankenstation in der Kavallerie-Kaserne unterhielt, um bis 8. Februar 1871 in Summa 3449 Mann (u. a. 390 Verwundete) Beistand zu leisten. Nach Noisiel und Lagny führte der 1. Feld-Sanitätszug, welcher vom 19. September bis Ende November in Villiers, Vergl. Stoll im Literaturverzeichniss. 21 HH^^HH^^HH 162 "III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazaretlie. Band 1. westlich von den Lazarethen einen Dauer-Verbandplatz unterhielt, die Verwundeten über. Der 2. Feld-Sanitätszug unterstützte überdies das Lazareth in Lagny vom 28. September ab durch 12 Sanitätssoldaten. Im Einscbiiessungsbezirke der Maas-Armee etablirteu sich im Laufe des September elf Feldlazarethe und zwar: bei dem XII. (Königl. Sächsischen) Armeekorps das 6. und 1. in Claye, das 10. in Vaujours, das 5. in Penchard; bei dem Gardekorps das 5. in Gonesse, das 6. in Mitry, das 8. in Louvres; bei dem IV. Armeekorps das 4. und 12. in Villiers le Bei, das 3. in Ecouen, das 5. in Eaubonne. Auch diese Lazareth-Einrichtungen blieben bis nach der Kapitulation von Paris bestehen; nur in Villiers le Bei und Ecouen wurden in Folge von Truppenverschiebungen die Feldlazarethe des IV. Armeekorps durch solche des Garde- korps abgelöst. 1 ) Villiers le Bei und Gonesse gestalteten sich in der Folge zu Hauptstätten der Kranken- namentlich auch der Verwundetenpflege im Bereiche der Maas-Armee. 2 ) Das 6. Feldlazareth XII. Armeekorps liess sich in Claye, einer westlich Meaux am Ourcq-Kanal gelegenen Stadt, nieder. Als Unterkunft boten sich hier dar ein Sehlösschen für 45, die Mairie für 20, die Gendarmerie-Kaserne für 19 Kranke, und 4 Privathäuser mit einem Gesammtbelegraum für 266 Kranke, einschliesslich einer Durchgangsstation mit 24 Betten. Vom 19. September 1870 bis 19. März 1871 behandelte es dort 1042 Mann, grösstentheils Typbus- und Ruhrkranke, welche schon Ende September zwei Drittel des gesammten Kranken- bestandes ausmachten. Das 10. Feldlazareth desselben Armeekorps erreichte nach seinem kurzen Aufenthalte bei Beaumont schon am 2. September sein Armeekorps wieder. Am 12. September traf es in Vaujours bei Le Vert Galant ein, um hier befohlenermaassen Verwundete aufzunehmen. Zu diesem Zweck wurde das dortige Waisenhaus überwiesen. Dasselbe, aus einem Haupt- und einigen Nebengebäuden bestehend, bot für 150 Mann Unterkunft, indess waren alle Räume zur Zeit unheizbar, da die Kamine sich zugemauert erwiesen. Von den 400 Bettstelleu stellten sich nur ungefähr 30 als brauchbar heraus; willkommener waren die vorgefundenen Matratzen und Wäschebestände. Die Speisenbereitung war durch umfängliche Kücheneinrichtung sehr erleichtert. Das Wasser jedoch, welches in Röhren von einer nahen Hügelkette nach dem Grundstücke geleitet war und aus Kalksteiulagern stammte, taugte wenig zum Trinken sowohl als zum Kochen der Gemüse und zum Waschen. Die Ereignisse des 2. Dezember (siehe S. 168) nahmen das Lazareth - Personal in unmittelbaren Anspruch. Früh 9 Uhr erhielt es den Befehl, alle entbehrlichen Aerzte und Wärter mit den verfügbaren Wagen und Verbandstücken sofort zum Verwundeten-Trausport nach Torcy abgehen zu lassen. Der Abmarsch erfolgte um 10 Uhr; um 1 Uhr Mittags trafen die drei Aerzte etc. in Torcy ein, um von hier nach Champs vorzugehen, wo Räume als Verbandstation angewiesen waren. Die zahlreichen Verwundeten wurden operirt, verbunden und in die rückwärtigen Lazarethe befördert. Da Verwundete noch Abends 9 Uhr eintrafen, so setzte das Personal seine Arbeit bis 3. Dezember Mittags fort, zu welcher Zeit sämmtliche Verwundeten evakuirt waren, und kehrte erst am ') Siehe Seite 164. 2 ) Betreffs Gonesse siehe auch ..Kriegs- und Etappenlazarethe" am Schlüsse dieses Abschnitts, sowie das Kapitel „Krankenzerstreanng". 4. Dezember nach Vaujours zurück. 1 ) Während seines 173tägigen Aufenthalts in Vaujours bis 10. März 1871 hat das Feldlazareth 289 Kranke und Verwundete aufgenommen. Der Wundverlauf war bei einigen Kranken durch Auftreten von Hospitalbrand gestört. Nachdem das 5. Feldlazareth XII. Armeekorps seine Thiiti«- keit bei Ste. Marie beendet hatte, marschirte dasselbe am 3. September ab und gelangte über Rethel (8. September) am 23. September nach Penchard, einem nördlich Meaux gelegenen kleinen Dorfe. Bis 9 Uhr Abends, den 23. September, trafen schon 96 Typhus- und Ruhrkranke ein, welche in der Mairie, im Schlosse und mehreren Scheunen untergebracht wurden. Der Krankenzugang setzte sich in so bedeutendem Maassstabe fort, dass am Abend des 24. September bereits 210 Kranke derPfleoe harrten und zehn weitere Häuser an den zwei Strassen nach Dammartin und nach Meaux für die Unterkunft der Kranken hergerichtet werden mussten. Auch ein Tanzlokal musste hinzugenommen werden, als der Krankenbestand am 26. September Abends auf 364 und am 27. September sogar auf 426 stieg. Der Krankenpflegedienst in Penchard vertheilte sieh schliesslich auf sechzehn meist kleine, nur zur Hälfte mit Heizanlagen ausgerüstete und durchgängig mit schmalen Treppen versehene Häuser. Die rückwärtige Entlassung von Kranken, welche besonders am 5. Oktober in reichlichem Maasse durch Diakonen stattfand, führte auch in Penchard erträglichere Zustände herbei. Die bisher benutzten Scheunen konnten sämmtlich entleert werden. Während seines 69tägigen Aufenthalts in Penchard hat das Feldlazareth 496 Kranke aufgenommen. Das 1. Feldlazareth XII. Armeekorps marschirte uacli Beendigung seiner Thätigkeit in St. Privat dem Armeekorps über Vouziers, Reims, Fismes bis in die Nähe von Claye nach, wo es am 20. September eintraf. Hier erhielt es den Befehl zur Errichtung eines Lazareths in Annet, nahebei Claye, wohin es am 29. September abmarschirte. Der äusserst unsauber vorgefundene Ort wurde sogleich soweit gereinigt, dass noch am 29. September 6 Häuser mit 140 Kranken belegt werden konnten; zu diesen kamen am 30. September 111 Kranke. welche in weiteren 5 Häusern untergebracht wurden. Zu den bereits belegten 11 Häusern mussten später des fortdauernden Krankenzuwachses wegen noch weitere 9 Häuser zu Lassareth- z wecken herangezogen werden. Die Räume wurden durch Aufstellung von Oefen heizbar gemacht und täglich zweimal des- infizirt. Die Aufstellung von drei Kohlenfiltern sicherte die Reinheit des Trinkwassers. In der ärztlichen Behandlung wurde das Lazareth unterstützt durch zwei konsultirende Aerzte, ferner durch die Zutheilung eines Arztes des 2. Feldlazareths und durch die Mitwirkung von vier Aerzten des 3. Sanitätsdetaciiements, Zwölf Mannschaften des letzteren, Felddiakonen und Schwestern halfen bei der Krankenpflege. Während seiner Kiltägigen Thätigkeit (vom 29. September bis 8. März) hat das Lazareth 2207 Kranke (u. a. 123 Verwundete) in Pflege genommen. Zu Unterkunftszwecken hatten etwa 108 Zimmer in 20 Häusern gedient. Das 5. Feldlazareth des Gardekorps übernahm am 21. September in Gonesse 63 Kranke, welche daselbst vorläufig von dem 1. Sanitätsdetachement des Gardekorps behandelt und im Schulhause untergebracht worden waren. Das Lazareth belegte weiterhin eine Pensionsanstalt und das Hotel Dieu. In Summa behandelte es in Gonesse 854 Mann. Am 21. Februar wui'A es durch das 6. Feldlazareth des Gardekorps abgelöst. Letzteres, zu Mitry in einem Schlosse, vier Privathäusera und einer Zuckerfabrik seit dem 21. September thätig, diente Band I. VI. Absei ') Vergl. Hebig im Literaturverzeichniss. I zur Aufnahme innerl Ende Oktober hatte Im November liess de um im Dezember wiec bezw.Februar auf 36 zugange von 684 Man Lazareth wurde durcl Gardekorps zeitweilig an das Lazareth-Resei Das 8. Feldlazarel in Louvres in der M gebäuden unter nicht etablirt, diente gleich innerlich Kranker. 2i. Februar wurde die letzten sieben Ki nähme in dem 12. (siehe Monat Februar Das 4. und 12. sich am 21. Septemb« welche günstige hygi behandelte das 4. Feldl ging der Dienst in de das 3. und 7. Feldlazi Im Schlosse zu E 3. Feldlazareth IV. Arn Verhältnissen ein und es 212 am 14. Oktol Gardekorps übergab. Das 5. Feldlazai 27. September zu Eau Ortes gelegenen Seh 462 Mann auf. In < der Zugang unbedeut wiederum 150 Mann. 31 Kranke mittels Se noch 53 Kranke, we 11. Feldlazareth IV. Ar alsbald geräumt wurd lazareths am 10. Mär an das 10. Feldlazare Während des Mc die Vorposteugefecht das Gefecht bei Bagi gefecht bei La .Mal Gefecht bei Le Bonr Dorfes am 30. Oktob seitens einzelner Sai Zum Vorposten^ das 1. Sanitätsdetacl I Uhr mit vier Ki 6'A'Uhr mit vierVe: am 7. Oktober in C verband und an das 10. Oktober Nachmi alarmirt und rückte i es fünf Verwundete das vorgenannte La ') Generalstabswer Bund I. VI. Abschnitt: Bewegungen der III. und Maas-Armee nach der Schlacht hei Sedan, Einschliessung von Paris etc. 163 zur Aufnahme innerlich Kranker, namentlich Typhöser. Bis Eude Oktober hatte es 367 Mann in Behandlung genommen. Im November Hess der Zugang an Typhuskranken (16) nach, um im Dezember wiederum auf 79 anzusteigen und im Januar bezw.Februar auf 36 bezw. 17 zu fallen. Unter dem Gesammt- zun'ano'e von 684 Mann befanden sich 320 Typhuskranke. Das Lazareth wurde durch Personal des 2. und 7. Feldlazareths des Gardekorps zeitweilig verstärkt. Am 8. März ging der Dienst an das Lazareth-Reservepersonal des Gardekorps über. Das 8. Feldlazareth des Gardekorps, seit dem 27. September in Louvres in der Mairie, dem Hospital und einigen Privatgebäuden unter nicht ungünstigen hygienischen Verhältnissen etablirt, diente gleich dem vorigen vorzugsweise zur Aufnahme innerlich Kranker. In Summa behandelte es 766 Mann. Am 22. Februar wurde Louvres für Lazarethzwecke aufgegeben, die letzten sieben Kranken des 8. Feldlazareths fanden Aufnahme in dem 12. Feldlazareth des Gardekorps zu Gonesse (siehe Monat Februar). Das 4. und 12. Feldlazareth IV. Armeekorps etablirten sich am 21. September in Villiers le Bei in vier Pensionaten, welche günstige hygienische Verhältnisse boten. In Summa behandelte das 4. Feldlazareth daselbst 371 Mann. Am 12. Oktober ging der Dienst in den Lazarethanstalten zu Villiers le Bei an das 3. und 7. Feldlazareth des Gardekorps über. Im Schlosse zu Fcouen richtete sich am 24. September das 3. Feldlazareth IV. Armeekorps unter vorzüglichen hygienischen Verhältnissen ein und nahm daselbst 332 Mann auf, von denen es 212 am 14. Oktober dem ablösenden 2. Feldlazareth des Gardekorps übergab. Das 5. Feldlazareth IV. Armeekorps etablirte sich am 27. September zu Eaubonne in zwei am östlichen Ausgange des Ortes gelegenen Schlössern. Es nahm bis Ende November 462 Mann auf. In den Monaten Dezember und Januar war der Zugang unbedeutend, im Februar betrug derselbe jedoch wiederum 150 Mann. Nachdem das Lazareth am 2. März 31 Kranke mittels Sanitätszuges evakuirt hatte, blieben ihm noch 53 Kranke, welche es an dem genannten Tage dem 11. Feldlazareth IV. Armeekorps übergab. Da indessen Eaubonne alsbald geräumt wurde, erreichte die Thätigkeit des 11. Feldlazareths am 10. März ihr Ende, der Bestand desselben ging an das 10. Feldlazareth des Gardekorps in Villiers le Bei über. Während des Monats Oktober veranlassten insbesondere die Vorpostengefechte bei Bondy (am 8. und 10. Oktober), das Gefecht bei Bagneux (am 13. Oktober) und das Ausfallgefecht bei La Malmaison (am 21. Oktober), sowie das Gefecht bei Le Bourget am 28. und die Erstürmung dieses Dorfes am 30. Oktober') die Etablirung von Verbandplätzen seitens einzelner Sanitätsdetachements. Zum Vorpostengefecht bei Bondy am 8. Oktober rückte das 1. Sanitätsdetachement XII. Armeekorps Nachmittags 1 Uhr mit vier Krankenwagen aus und kehrte Abends 6 '/:> Uhr mit vier Verwundeten zurück, welche es in seinem am 7. Oktober in Claye errichteten Verbandzimmer frisch verband und an das Feldlazareth in Vaujours abgab. Am 10. Oktober Nachmittags 372 Uhr wurde es von Neuem Marmirt und rückte mit vier Krankenwagen vor, auf welchen es fünf Verwundete einbrachte, um dieselben ebenfalls an MS vorgenannte Lazareth abzuliefern. Am 14. Oktober l ) Generalstabswerk II, Seite 178 u. ff. Nachmittags 4 Uhr begab es sich mit sechs Krankenwagen in die Vorpostenlinie und gelangte um 6 Uhr mit vier Verwundeten, die es nach Vaujours abgab, zurück. In dem Gefecht bei Bagneux leisteten die 2. und 3. Sanitäts-Kompagnie IL Bayerischen Armeekorps in Plessis-Piquet bei Chätillou Unterstützung; die Verw r undeten wurden unverzüglich in die nächsten Lazarethe (hauptsächlich nach Massy) übergeführt; in Chätillou dauerte dies bis in die Nacht hinein, weil der 2. Kompagnie der grössere Theil der Fahrzeuge, welcher zur Krankenrückbeförderung nach Corbeil abgegeben worden war, an diesem Tage fehlte. In dem Ausfallgefecht bei La Malmaison errichtete das 2. Sanitätsdetachement V. Armeekorps mit seiner 1. Sektion einen Verbandplatz in St. Cloud, mit seiner 2. Sektion einen solchen in Bougival, in dessen Nähe ein weiterer Verbandplatz durch das 3. Sanitätsdetachement V. Armeekorps etablirt wurde. Die Verwundeten dieses Gefechts gelangten am 21. und 22. Oktober mit Hilfe der Sanitätsdetachements nach Versailles und in das am 20. Oktober zu St. Germain en Laye eingerichtete 3. Feldlazareth VI. Armeekorps. (Siehe unten.) Der 1. Württembergische Feld-Sanitätszug suchte an diesem Tage das Gefechtsfeld bei Champigny und Le Flaut ab. In dem Gefechte bei Le Bourget am 28. Oktober trat die 1. Sektion 2. Sanitätsdetachements des Gardekorps in Wirksamkeit und führte die Verwundeten dieses Gefechts nach den zu Gonesse und Villiers le Bei etablirten Feld- lazarethen über. Während des Gefechts am 30. Oktober, welches mit der Erstürmung von Le Bourget endete, errichteten das 2. und 3. Sanitätsdetachement des Gardekorps Verbandplätze, während das 1. Sanitätsdetachement sich bei dem Verwundeten - Transporte nach den Feld- lazarethen betheiligte. Das 2. Sanitätsdetachement etablirte seinen Verbandplatz in der ersten, westlich des Font Iblon in der Nähe des Moree-Baches aufgeführten Baracke, während das 3. Sanitätsdetachement ein an der Chaussee gelegenes Haus nebst Schuppen für seine Zwecke verwendete. Der Transport der Verwundeten fand vornehmlich nach Gonesse und Villiers le Bei statt. Neben den daselbst bereits thätigen Feldlazarethen wurde in ersterem Orte am 30. Oktober speziell zur Aufnahme der Verwundeten dieses Tages das 4., im letzteren das 9. Feldlazareth des Gardekorps etablirt. Am 1. Oktober waren im Einschliessungs-Bayon oder in unmittelbarer Nähe desselben 25 Feldlazarethe in Wirksamkeit. Acht derselben wurden im Laufe des Oktober auf- bezw. abgelöst, andererseits fanden 33 Neu- Einrichtungen statt, von denen nur eine (diejenige des 2. Feldlazareths VI. Armeekorps in Villeneuve St. Georges) noch im Oktober wäeder aufgehoben ward, während fast alle übrigen, ebenso wie die grosse Mehrzahl der im 21* 164 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Band I. September erfolgten Etablirungen bis in den Februar bezw. März hinein bestehen blieben. Am 31. Oktober befanden sich somit vor Paris 49 etablirte Feldlazarethe. Das Oberkommando der Maas-Armee wies durch Armeebefehl vom 12. Oktober die unterstellten Armeekorps ausdrücklich an, für alle Eventualitäten vier Feldlazarethe bei jedem Armeekorps verfügbar zu halten und dies nöthigenfalls mittels ausgedehnterer Krankenbehandlung inPievierlazarethen durch Truppenärzte zu ermöglichen. Ebenso wie die Truppen der Einschliessungs-Armee erfuhren auch die Sanitätsanstalten vor Paris im Oktober eine nicht unbeträchtliche Verminderung durch die im Südwesten Frankreichs beginnenden Kämpfe.') Die im Oktober aufgelösten Lazarethe, deren Etablirung aus dem September datirte, waren: das 3., 4. und 12. Feld- lazareth IV. Armeekorps in Ecouen bezw. Villiers le Bei; das 4. Feldlazareth VI. Armeekorps in Orly; das 1. Feld- lazareth XL Armeekorps in Boissy St. Leger; das 6., 10. und 9. Aufnahms-Feldspital I. Bayerischen Armeekorps in Corbeil bezw. Villebousin, welche sich ihrem nach der Loire abmarschirenden Armeekorps anzuschliessen hatten. Mit Ausnahme von Orly blieben alle diese Orte Stätten der Krankenpflege theils durch direkte Uebernahme der bereits eingerichteten Pflegestätten seitens anderer Lazarethe, theils durch neue Einrichtungen. Die im Oktober zur Thätigkeit gelangten Feldlazarethe waren folgende: I. bei der Maas-Armee: bei dem Gardekorps: das 2. in Ecouen, das 3., 7. und 9. in Villiers le Bei, das 4. in Gonesse, das 11. in Thieux, das 12. in Moussy le Vieux; bei dem IV. Armeekorps: das 1. in Andilly, das 6. in La Ferte Milon, A r illers Cotterets und Le Plessis Bouchard, das 7. in Doinont, das 8. in Montlignon, das 11. in Montigny les Cormeil; bei dem Xll. (Königlich Sächsischen) Armeekorps: das 2. und 11. in Meaux, das 3. in Annet, das 8. in Souilly; IL bei der III. Armee: bei dem V. Armeekorps: das 5. in Versailles; bei dem VI. Armeekorps: das 1. in St. Cyr, das 2. in Yilleneuve St. Georges, das 3. in St. Germain en Laye, das 8. in Ablon sur Seine, das 10. in Evry sur Seine; bei dem XL Armeekorps: das 3. in Brie Comte Robert, das 4. in Le Coudray Chäteau, das 6. in Buc, das 11. in Jouy en Josas; bei dem (im Oktober vor Paris eingetroffenen) XIII. Armeekorps: das 7. in Boissy St. Leger, das 8. und 9. in Yeres; bei dem I. Bayerischen Armeekorps: das 11. Aufnahms- Feldspital in Villebousin; x ) Vergl. (Seite 157 und den 9. Abschnitt. bei dem IL Bayerischen Armeekorps: das 4. Aufnahms- Feldspital in Versailles und das 7. in Bievre bezw. Amblainvillers und Villegenis; bei der Württembergischen Feld-Division: das li. Feldspital in Ferneres und Rentilly. Das 2. Feldlazareth des Gardekorps löste am 14. Oktober im Schlosse zu Ecouen das 3. Feldlazareth IV. Armeekorps ab. Es behandelte in Ecouen einschliesslich der 212 Uebernonnnenen in Summa 1218 Mann und übergab die letzten 10 am 9. März dem 10. Feldlazareth des Gardekorps in Villiers le Bei. Das 3. und 7. Feldlazareth des Gardekorps lösten an 12. Oktober das 4. und 12. Feldlazareth IV. Armeekorps in Villiers le Bei ab (vergl. September). Das 3. Feldlazareth des Gardekorps übernahm die bisher von dem 4. Feldlazareth IV. Armeekorps behandelten Kranken. In Summa verpflegte es 1110 Mann, darunter 161 Verwundete, von denen es 41 Mann am 21. Februar dem ablösenden 10. Feldlazareth des Gardekorps überwies. Das 3. Feldlazareth wurde durch ärztliches etc. Personal des 9. und 10. Feldlazarett«, sowie des 1. Sanitätsdetachements des Gardekorps unterstützt, als der aufreibende Dienst einen grossen Theil des Personals unter typhösen Erscheinungen erkranken machte. Die Verpflegung Hess bis Ende Oktober Manches zu wünschen übrig: späterhin gingen reiche Sendungen von dem Berliner Central- Comite dem Lazarethe zu. Das 7. Feldlazareth des Gardekorps behandelte in Villiers leBel in Summa 1120 Kranke, von denen es 21 am 21. Februar 1871 dem ablösenden 10. Feldlazareth des Gardekorps übergab. Die Kranken-Evakuation erfolgte aus allen in Villiers le Bei und der Nachbarschaft dieses Ortes etablirten Lazarethen in der ersten Zeit nach Dammartin, später vom Bahnhof Gonesse aus. Personal des 9. Feldlazareths und des 1. Sanitätsdetachements des Garde- korps verstärkten das etatsmässige Personal des 7. Feldlazareths, Das 9. Feldlazareth des Gardekorps war in Folge der schon früher stattgehabten Einrichtungen anderer Lazarethe in der Auswahl seiner Räumlichkeiten sehr beschränkt, als es am 30. Oktober in Villiers le Bei sich zu etabliren hatte. Es belegte eine grössere Restauration und als weiterhin innerlich Kranke dem Lazarethe zugingen, ein Orangerie-Gebäude. \on den Gefechten des 30. Oktober übernahm es 24 Verwundete. Ia Summa behandelte das Lazareth 425 Mann. Am 21. Februar beendete es seine Thätigkeit in Villiers le Bei, indem sein Bestand in die Behandlung des 10. Feldlazareths des Gardekorps überging (vergl. Monat Februar). Das 4. Feldlazareth des Gardekorps belegte in Gonesse, woselbst die für Lazarethzwecke am besten geeigneten Räumlichkeiten schon vorher von dem 5. Feldlazareth des Gardekorps in Anspruch genommen waren, fünf Lokalitäten: das Schulhaus, ein Restaurationsgebäude, Theatersäle, ein Asyl und ein Pensionat, von denen nur etwa die beiden ersteren massigen hygienischen Anforderungen entsprachen. Dem Lazarethe gingen am ersten Tage 207 Verwundete aus dem Gefecht bei Le Bourget zu, von denen das Lazareth indessen 139 bereits am folgenden Tage nach Dammartin evakuiren konnte. Als das Lazai'eth am 21. Dezember in Folge der Gefechte bei Le Bourget, Stains und Epinai weitere 186 Verwundete aufzunehmen hatte, war es ge- nöthigt, neben den seither belegten Räumlichkeiten noch die Mairie und eine Villa zu benutzen. In Summa behandelte das Lazareth 504 Mann, darunter 393 Verwundete. Seit den Gefechten des 21. Dezember wurde es durch ärztliches Wart» - und Pflegepersonal des 2. Sanitätsdetachements, sowie des /• und 10. Feldlazareths des Gardekorps unterstützt. Es beendete seine Thätigkeit in Gonesse am 22. Februar 1871, indem sein Band I. VI. Absein Bestand in die Behand überging. Das 11. Feidiazar in Thieux in zwei g: Es nahm hier 783 Ma kranke, und übergab b 1871 fünf Kranke dei Gardekorps. Das 12. Feldlaz 7. Oktober in Moui panimartin, ia dem g Gehöften, von denen nische Verhältnisse bo aufgenommen, von de 11. Februar 1871 de des Gardekorps übe) 12. Feldlazareths erfo korps aus dem Maga: Lieferungen der freh Meaux. Zur Aufnahme ii Andilly das 1. Feldl Besitzern verlassenen Verhältnisse boten. I 351 Kranke. Ende Andilly. Die 2. Sektion 6 mit einem Theile ihr Milon von der 2. Sek 27 Kranke, während j der 2. Sektion zu Ville Schlosse zur Thätigki in Summa 44 Mann 1 Zugang 36 Mann, 4 '. über. Am 22. Oktot den genannten Orten. Die 1. Sektion d Le Plessis Bouchard ii Verhältnissen zur Ets und November gingen wundete. In Folge wurde der Zugang ai lebhafter, so dass äi eine Anzahl weiterer treffen des Hessisch Krankenrüekbeförder Lazareth 945 Kranke lösung am 10. März i des Gardekorps in Vi Das 7. Feldlazar in Domont in 5 Priva 312 Mann (u.a. 5 Verv seiner Auflösung 29 lazareth IV. Armeeko Hauptgebäude Feuer, schaff sämmtliche Kr Das 8. Feldlaza 1. Oktober zu Montli nahm daselbst in Sur seiner Auflösung am korps in Eaubonne ül dere auch durch reich: Krankenpflege, in du werden. Bund I. VI. Abschnitt: Bewegungen der III. und Maas-Armee nach der Schlacht bei Sedan, Kinschliessung von Paris etc. 165 Bestand in die Behandlung des 12. Feldlazaretts des Gardekorps überging. Das 11. Feldlazarett des Gardekorps gelangte am 1. Oktober in Thieux in zwei grösseren Privatgebäuden zur Thätigkeit. Es nahm hier 783 Mann auf, meist Typhus-, Fieber- und Ruhrkranke, und übergab bei Auflösung des Lazaretts am 11. Februar 1871 fünf Kranke dem in Mitry etablirten 6. Feldlazarett des Gardekorps. Das 12. Feldlazarett des Gardekorps etablirte sich am 7. Oktober in Moussy le Vieux, \U Stunde nordwestlich Dammartin, in dem geräumigen Schlosse und weiterhin in zwei Gehöften, von denen insbesondere das Schloss günstige hygienische Verhältnisse bot. In Summa hat das Lazarett 5G9 Mann aufgenommen, von denen 10 bei Auflösung des Lazaretts am 11. Februar 1871 dem in Louvres etablirten 8. Feldlazarett des Gardekorps überwiesen wurden. Die Verpflegung des 12.Feldlazaretts erfolgte wie beim 11. Feldlazarett des Garde- korps aus dem Magazin zu Le Mesnil Amelot, daneben durch Lieferungen der freiwilligen Krankenpflege aus dem Depot in Meaux. Zur Aufnahme innerlich Kranker wurde am 21. Oktober in Andilly das 1. Feldlazarett IV. Armeekorps in 4 von ihren Besitzern verlassenen Villen etablirt, welche günstige hygienische Verhältnisse boten. Das Lazarett verpflegte daselbst in Summa 351 Kranke. Ende Februar beendete es seine Thätigkeit in Andilly. Die 2. Sektion 6. Feldlazaretts IV. Armeekorps übernahm mit einem Theile ihres Personals am 5. Oktober in La Ferte Milon von der 2. Sektion des 7. Feldlazaretts XII. Armeekorps 27 Kranke, während gleichzeitig der andere Theil des Personals der 2. Sektion zu Villers Cotterets im Hospice und im sogenannten Schlosse zur Thätigkeit gelangte. In La Ferte Milon wurden in Summa 44 Mann behandelt. In Villers Cotterets betrug der Zugang 36 Mann, 4 Mann gingen in civilärztliche Behandlung über. Am 22. Oktober endete die Thätigkeit der Sektion in den genannten Orten. Die 1. Sektion des Lazareths war seit dem 11. Oktober zu Le Plessis Bouchard in 4 Schlössern unter günstigen hygienischen Verhältnissen zur Etablirung gelangt. In den Monaten Oktober undNovember gingen in Summa 194 Mann zu, darunter IG Verwundete. In Folge der Gefechte bei Epinai und Etrepagny wurde der Zugang an Verwundeten bei Beginn des Dezember lebhafter, so dass das Lazarett sich genöthigt sah, im Dorfe eine Anzahl weiterer Bäumlichkeiten zu benutzen, bis das Eintreffen des Hessischen Sanitätsdetachements eine ausgiebige Kiankenrückbeförderung gestattete. In Summa behandelte das Lazarett 945 Kranke, u. a. 254 Verwundete; bei seiner Auflösung am 10. März überwies es 5 Mann dem 10. Feldlazarett des Gardekorps in Villiers le Bei. Das 7. Feldlazarett IV. Armeekorps, seit dem 6. Oktober in Domont in 5 Privathäusern thätig, nahm daselbst in Summa 312 Mann (u. a. 5 Verwundete) auf. Es übergab am 9. Februar bei seiner Auflösung 29 Mann dem in Andilly etablirten 1. Feld- lazareth IV. Armeekorps. Am 10. November entstand in dem Hauptgebäude Feuer, doch gelang es mit Hilfe der Einwohnerschaft sämmtliche Kranken zu retten. Das 8. Feldlazarett IV. Armeekorps etablirte sich am 1. Oktober zu Montlignon in drei villenartigen Gebäuden. Es nahm daselbst in Summa 431 Kranke auf, von denen es 23 bei seiner Auflösung am 9. Februar dem 5. Feldlazarett IA r . Armeekorps m Eaubonne überwies. Die Verpflegung konnte, insbesondere auch durch reichliche Zuwendungen seitens der freiwilligen Krankenpflege, in durchaus zufriedenstellender Weise bewirkt werden. Das 11. Feldlazarett IV. Armeekorps etablirte sich am 11. Oktober in Montiguy les Cormeil und dem 10 Minuten davon entfernten Cormeil in 7 Gebäuden. Das Lazarett nahm daselbst in Summa 64G Kranke auf, von welchen es 15 bei seiner Auflösung am 2. März dem in Le Plessis Bouchard thätigen 6. Feldlazarett IV. Armeekorps übergab. Das 2. Feldlazarett XII. Armeekorps, welches am 5. Oktober vor Paris (in Chessy) eintraf, erhielt hier den Befehl, nach Meaux zu marschireu, um dort von Neuem in Thätigkeit zu treten. Demgemäss übernahm es am 29. Oktober in Meaux 69 in dem hoch und frei gelegenen College untergebrachte, von dem 2. Württembergischen Feldspital verpflegte Kranke. Später (am 8. Februar 1871) übernahm es noch die in einer Tapetenfabrik befindliche Krankenstation des 12. Württembergischeu Feldhospitals. Eine geordnete Verpflegung fand das Lazarett bereits vor. Das kalkreiche Trinkwasser wurde den Kranken nur filtrirt verabreicht. Das Lazarethpersonal war wegen Krankseins dreier Aerzte, des Rendanten, des Kammerunteroffiziers und eines Krankenwärters unvollständig. In der Folge halfen 4 Schwestern des dortigen Klosters aus. Während seines 129tägigen Aufenthalts (bis 7. März 1871) in Meaux hat das Lazarett 2078 Kranke aufgenommen. Das 11. Feldlazarett XII. Armeekorps, welches nach seiner in Douzy beendeten Thätigkeit von da am 9. Oktober früh ab- marschirt und über Rethel auf der Etappenlinie am 16. Oktober zum Korps gelangt war, schlug am 19. Oktober in Meaux auf. Als Krankenunterkunft wurde zunächst das Seminaire angewiesen, am 27. Oktober auch das College und späterhin noch das Hotel Dieu. Die Stadt lieferte allen Bedarf in him - eichender Menge und Beschaffenheit; eine Dampfküche kam für die Zubereitung der Kost vortrefflich zu statten. Nur das Wasser war trüb und absetzend. Das numerisch und körperlich geschwächte Personal (2 Mann waren gestorben, 7 krank) wurde durch die Anstellung eines Civilkrankenwärters, 2 Soldaten und 5 Schwestern verstärkt. Das Lazarett hat während seiner 143tägigen Thätigkeit (bis 10. März 1871) 2693 Kranke in Pflege genommen, darunter 98 Verwundete. Nachdem das 3. Feldlazarett XII. Armeekorps seine Thätigkeit in Villers devant Dun für die Verwundeten von Beaumont etc. beendet hatte, brach es am 13. September auf, um über Rethel, Fismes und Meaux am 21. September in Vaujours zum Armeekorps zu stossen. Von hier ging es am 4. Oktober nach Annet, wo es am Abende ankam und bereits von 30 Kranken erwartet wurde. Noch an demselben Tage wurde das einzige grosse Gebäude des Ortes, das Schloss, mit Hilfe von Leuten des 3. Sanitätsdetachements zum Lazarette eingerichtet. Während seiner 155tägigen Arbeit in Annet (bis 3. Februar 1871) hat das Feldlazarett 1130 Kranke aufgenommen. Das 8. Feldlazarett XII. Armeekorps war von Aubouö am 22. September über Clermont en Argonne, Chälons, Epernay, Chäteau Thierry und Meaux am 3. Oktober nach dem Dorfe Souilly, nordwestlich Claye abmarschirt. Die geeignetsten Unterkunftsräume bot ein Schloss mit einem Belegeraum für etwa 50 Mann, welches, da bereits 7 Kranke auf Unterkommen warteten, sogleich gereinigt und ausgestattet wurde. Weiterhin mussten noch 13 Häuser für Lazarethzwecke hergerichtet werden. Zur Unterstützung des Personals trafen Mitte Oktober 12 Mann vom 3. Sanitätsdetachement XII. Armeekorps und 6 Felddiakonen, im November 5 Viucentinerinnen ein. Die Verpflegung der Kranken war gut und ausreichend. Während seiner 71tägigen Thätigkeit in Souilly (bis 19. Dezember 1870) hat das Feldlazarett 564 Mann aufgenommen; unter denselben befanden sich 8 Verwundete. 166 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachemente, Feld- etc. Lazarethe. Band: Das V. Armeekorps etablirte in Versailles am 22. Oktober neben dem 12. sein 5. Feldlazareth. Dasselbe hatte am 18. und 19. September 43 Verwundete ausValenton nach Villeneuve St. Georges befördert, war am 20. September nach Versailles gerückt und hatte sich am 10. Oktober im Schlosse zu Trianon etablirt. Am 22. Oktober erhielt das Lazareth Befehl, sich der Garde - Infanterie - Kaserne zu Versailles zu bedienen. Das Lazareth, zur Aufnahme innerlich Kranker bestimmt, behandelte in Summa 1260 Mann und übergab am 4. März seine letzten drei Kranken dem 3. Feldlazareth XL Armeekorps. Das 1. Feldlazareth VI. Armeekorps gelangte am 6. Oktober in der Militärschule zu St. Cyr zur Etablirung, welche Raum zur Unterbringung von 700 Kranken bot. In der ersten Zeit war neben dem 1. Feldlazareth eine Französische Ambulanz daselbst thätig. In Summa behandelte das Lazareth in St. Cyr 1495 Mann (u. a. 330 Verwundete); es übergab bei seiner Auflösung am 3. März 1871 seinen Bestand mit sieben Mann einer Französischen Ambulanz. Seitens des VI. Armeekorps wurde am 1. Oktober das 2. Feldlazareth in Villeneuve St. Georges etablirt. Es nahm hier 97 Verwundete, vier Ruhr- und einen Typhuskranken auf und übergab am 17. Oktober 19 Mann dem 7. Feldlazareth VI. Armeekorps. Am 20. Oktober richtete sich das 3. Feldlazareth VI. Armeekorps zu St. Germain en Laye ein im Schlosse, in der sogenannten Infirmerie und zwei Privathäusern, von denen die beiden ersteren zur Aufnahme äusserer, die letzteren zur Unterbringung der inneren Kranken dienten. Ausserdem wurde im Beginn des November die sogenannte Venerie belegt — ein Gebäude- Komplex, welcher gewöhnlich als Absteigequartier für das Jagdgefolge des Kaisers Napoleon gedient hatte. Am 22. Februar beendete das Lazareth seine Thätigkeit in St. Germain en Laye. Dem 8. Feldlazareth VI. Armeekorps ging seitens der 11. Division am 23. Oktober der Befehl zu, sich im Schlosse zu Ablon, insbesondere auch für die von Orleans her zur Eisenbahn ankommenden Verwundeten und Kranken, zu etabliren. Das Schloss bot hygienisch günstige Verhältnisse und Raum für 50 Lagerstellen. Leider nöthigte das Auftreten von Pyämie, das Lazareth von Mitte Januar ab für Verwundete vollständig zu schliessen. In Summa behandelte das Lazareth 323 Kranke (u. a. 124 Verwundete); am 28. Februar beendete dasselbe seine Thätigkeit in Ablon. In Evry sur Seine etablirte sich am 9. Oktober das 10. Feldlazareth VI. Armeekorps in den Schlössern Beauvoir, Destournelles und Mousseau. Das Lazareth behandelte daselbst in Summa 804 Mann (u. a. 99 Verwundete), von denen es 275 am 7. Dezember dem ablösenden Lazareth-Reservepersonal II. Armeekorps übergab. Seitens des XI. Armeekorps gelangte am 1. Oktober das 3. Feldlazareth in Brie Comte Robert zunächst in dem städtischen Hospital und dem Schulhause, sowie weiterhin in 11 Privatgebäuden zur Wirksamkeit und behandelte in Summa 425 Mann. Vom 12. November ab blieb nur die 2. Sektion des Lazareths in Brie Comte Robert thätig, während die erste in der Richtung auf Versailles abrückte. Am 7. Dezember ging der Dienst in dem Lazareth zu Brie Comte Robert an das Lazareth-Reservepersonal II. Armeekorps über, welchem ein Bestand von 61 Kranken übergeben wurde. Am 18. Oktober etablirte sich das 4. Feldlazareth XL Armeekorps in den auf dem linken Seine-Ufer nahe bei Corbeil gelegenen Ortschaften Plessis Chenet und Le Coudray Chäteau in fünf schlossartigen Gebäuden, welche sämmtlick günstige hygienische Verhältnisse und Raum für 300 Kranke boten. Das Lazareth behandelte daselbst in Summa 1437 Mann. A» 21. Februar beendete es seine Thätigkeit in den gedachten Ortschaften. In dem Dorfe Buc bei Versailles richtete sich am 24. Oktober das 6. Feldlazareth XL Armeekorps ein und belegte einer Anzahl kleinerer Häuser insbesondere ein grösseres Landhaus (Chäteau Thomas). In Summa behandelte es 462 Mau Am 22. Februar wurde es aufgelöst, Das 11. Feldlazareth XL Armeekorps etablirte sieb m 15. Oktober zu Jouy en Josas in den Schlössern Jouy und Villevers unter günstigen hygienischen Verhältnissen. Die Kommandantur von Versailles und die Mairie von Jouy überwiesen eiserne Bettstellen. Das Pflegepersonal des Lazareths wurde durch Lazarethgehilfen und Wärter des 1. Feldlazarette XL Armeekorps, sowie durch freiwillige Krankenpfleger verstärkt. In Summa behandelte das Lazareth in Jouy en Josas 641 Kranke. Am 27. Februar wurde es aufgelöst. Seitens des XIII. Armeekorps löste das 7. Feldlazareth am 11. Oktober das 1. Feldlazareth XL Armeekorps in Boinj St. Leger ab und behandelte 441 Mann, darunter 71 Verwundete. Am 21. Dezember wurde es durch das 9. Feldlazareth II. Armeekorps abgelöst. Das 8. Feldlazareth XIII. Armeekorps liess sich in drei grossen schlossähnlichen Landsitzen von Yeres nieder, welche günstige gesundheitliche Verhältnisse boten, war aber später genöthigt, weitere zehn Häuser für Lazarethzwecke zu benntaa Es nahm in Summa 692 Mann auf (u. a. 30 Verwundete), von denen es 129 am 21. Dezember dem ablösenden 7. Feldlazarett IL Armeekorps übergab. Das 9. Feldlazareth XIII. Armeekorps belegte in Y«e> zwei grössere Privatgebäude sowie eine Wollspinnerei und nahm daselbst in Summa 268 Kranke auf. Am 9. November erhielt es Befehl, der 17. Division zu folgen und übergab seinen Bestand mit 244 Kranken dem 8. Feldlazareth XIII. Armeekorps. Um am 8. Oktober das Aufnahms-Feldspital No. 9 in Villebousin abzulösen rückte das Aufnahms-Feldspital No. 11 1. Bayerischen Armeekorps zum 5. Oktober von Epernay ab und arbeitete im erstgenannten Orte bis 25. November, um insgesammt 380 Mann zu behandeln. Nachdem es vom 21. September—3. Oktober zu Chätenayim Standquartier gelegen, hatte das Aufnahms-Feldspital No. i IL Bayerischen Armeekorps am 4. Oktober nach Versailles zi marschiren, um sich dort zu etabliren. In dem hierzu am 7. Oktober bestimmten Gebäude, der Garde-Infanterie-Kaserne, konnten nach gründlicher Reinigung und Desinfektion sainuit- licher Räume die ersten Kranken am 9. Oktober aufgenommen werden. Die rasche Steigerung des Krankenstandes, welcher am 25. Oktober die Höhe von 560 erreichte, bedingte nicht nur eine Vermehrung des Personals durch Truppenärzte und Hilfs- krankenwäi-ter, sondern auch wegen drohender Ueberfüllun« der Kaserne mit Schwerkranken (Typhus- und Ruhrfälle) die Einrichtung neuerer Unterkunftsräume, wozu drei PrivathänM und eine Schule benutzt wurden. Mit Einrechnung dieser Filialen konnten 600 Kranke Unterkunft finden. Als der Krankenzugang Ende Oktober nachliess, hatte n 2. Sektion des Spitals die bisherigen Filialen des Armee-Feldspitals No. 7 zu Amblainvillers und Villegenis mit einem Krankenbestand von 112 Kranken am 14. November zu übernehmen und blieb dortselbst bis 22. Februar thätig. V» wiegend kamen hier innerlich Kranke — viele Typhus- un« Ruhrkranke — zur Behandlung; nur 27 Verwundete wurdei aufgenommen. In Versailles steigerte sich im Monat November und Dezember die Krankenzahl in erheblicher Weise durch di< von Orleans und Chartres ankommenden Verwundetentran Band I- VI. Absein Am 6. März 1871 wurc Kranken und Verwund l.aunv. die nicht tra miiitaire übergeleitet; Tage seine Thätigkeit jnr Aufnahme 2520 I wurden 1253 Mann 1 zeitweilig 28 Mann von theilen, fünf Französisc und ein Ordensbruder, Das Aufnahms-Fe richtete sich am 4. 0 pflegung in Bievre ein 9. Oktober bereits zur halbe Stunde entfernte am 29. Oktober in d Beide Filialen mussten Zuganges am 15. Nov Feldspitals No. 4 übe von dieser Zeit an nur weiterer Räumlichkeit Lagerstellen (für Verw schaft zu halten). ] namentlich schwerer ganzen Winter hindur erheblichem Grade ab; i an zahlreiche Passanten im Spitale übernachtet liehe Ziffer zwischen 2 Ganzen 6050 Kranke Corbeil, Lagny, theils geführt. Zu Kranker luftige Villen, das Seh zwei kleine abseits ge. 7. März 1871 an dur finden. Am 8. März : der Schwerkranken na marschbereit, um am 1 Kantonnements zu folj die Heimath nicht mel Filialen hat es 3638 Kr behandelt: unter den wundete. Das 6. Württembi rieres und in Rentilly 12. Oktober bis 18. F< letzterem Orte arbeitet' lt. Februar 1871 und Die Verluste un Paris und während t 20. September 1870 todt oder in Folge A erwundung gestorben . . 1 verwundet . . .. 1 viTinisst ] ) Geueralstabsweri "ifct.äiBS.V '-ÄsäSl Baud I. i 1437 Mann. Am in den gedachten sich am 24. Oktober ind belegte auai ein grösseres Land- leite es 462 Mani etablirte sieb ia hlössern Jouy und Verhältnissen. Die rie von Jouy üher- onal des Lazaretts ies 1. Feldlazarett Krankenpfleger Ter- h in Jouy en Jos« lfgelöst. 7. Feldlazarett am ueekorps in Boim nter 71 Verwundete, dlazareth IL Armee- liess sich in drei :res nieder 1 , welche l, war aber später zwecke zu benutzen. ) Verwundete), toi Lden 7. Feldlazarett 3 belegte in Yere Wollspinnerei und Am 9. November and übergab seinen h XIII. Armeekorps, 'eldspital No. 9 in is-Feldspital So. 11 on Epernay ab und iber, um insgesamt)! aber zu Chatenavim s-Feldspital No. 1 nach Versailles zi In dem hierzu am -Infanterie-Kaserm »esinfektion summt- tober aufgenommen censtandes, welcher bedingte nicht nur penärzte und Hilfs- ander Ueberfüllun« und Ruhrfälle) die iu drei Privathäuser Einrechnung dieser iden. nachliess, hatte Ö ;n des Armee-Feld- legenis mit einem November zu über- iruar thätig. ^ r ' viele Typhus- und Verwundete wurden im Monat November aer Weise durch S wundetentransporte Band I. VI. Abschnitt: Bewegungen der III. und Maas-Armee nach der Schlacht bei Sedan, Binschliessung von Paris etc. 167 Am 6. März 1871 wurden die noch vorhandenen transportablen Kranken und Verwundeten in das Haupt-Feldspital No. 3 nach Laffuy die nicht transportfähigen Verwundeten ins Hopital militaire übergeleitet; zugleich stellte das Spital an diesem Tace seine Thätigkeit ein. In Versailles kamen insgesammt zur Aufnahme 2520 Mann, in Amblainvillers und Villegenis wurden 1253 Mann behandelt. Das Personal unterstützten zeitweilig 28 Mann von den Sanitäts-Kompagnien und Truppen- tbeilen fünf Französische Schwestern, später neun Diakonissinnen und ein Ordensbruder, nebst vier bis fünf Krankenpflegern. Das Aufnahms-Feldspital No. 7 IL Bayerischen Armeekorps richtete sich am 4. Oktober für Kranken-Aufnahme und Ver- pfletnino' in Bievre ein. Die rasche Ueberfüllung nöthigte am 0. Oktober bereits zur Errichtung einer Filiale in dem eine halbe Stunde entfernten Schlosse Amblainvillers bei Igny und am 29. Oktober in dem nahe gelegenen Schlosse Villegenis. Beide Filialen mussten wegen des andauernd starken Kranken- zu»anges am 15. November an eine Sektion des Aufnahms- Feldspitals No. 4 übergeben werden; das Spital No. 7 blieb Ton dieser Zeit an nur in Bievre in Thätigkeit unter Einrichtung weiterer Räumlichkeiten und möglichster Vermehrung seiner Lagerstellen (für Verwundete waren stets 60 Betten in Bereitschaft zu halten). Der massenhafte Zugang von Kranken, namentlich schwerer Typhus- und Ruhrkranken, dauerte den ganzen Winter hindurch an und nahm erst Mitte Februar in erheblichem Grade ab; in gleicherweise strömten vom 17. Oktober an zahlreiche Passanten zu, welche nur behufs weiterer Evakuation im Spitale übernachteten und verpflegt wurden und deren tägliche Ziffer zwischen 20—96 Mann schwankte. Es wurden im Ganzen 6050 Kranke theils in die Spitäler von Versailles, Corbeil, Lagny, theils in die Reservespitäler der Heimath übergeführt. Zu Krankenzwecken dienten fünf leicht gebaute luftige Villen, das Schulhaus, eine Kapelle und ein Saal, sowie zwei kleine abseits gelegene Häuser für Blatternkranke. Vom 7. März 1871 an durfte keine Krankenaufnahme mehr stattfinden. Am 8. März machte sich das Spital nach Evakuation der Schwerkranken nach Verrieres, der übrigen nach Versailles, marschbereit, um am 10. März dem IL Armeekorps in die neuen Kantonnements zu folgen, woselbst es bis zum Rückmarsch in die Heimath nicht mehr zur Verwendung kam. In Bievre und Filialen hat es 3638 Kranke etc. (einschliesslich 3005 Passanten) behandelt; unter den Aufgenommenen befanden sich 91 Verwundete. Das 6. Württembergische Feldspital richtete sich in Ferneres und in Rentilly ein. An ersterem Orte blieb es vom 12. Oktober bis 18. Februar 1871 und pflegte 799 Kranke, an letzterem Orte arbeitete nur die 2. Sektion vom 17. Oktober bis 14. Februar 1871 und versorgte 400 Verwundete und Kranke. Ergebniss. Die Verluste unmittelbar vor der Einschliessimg von Paris und während derselben haben vom 2. September bis 20. September 1870 betragen: 1 ) III. Armee. Maas-Armee, todt oder in Folge Verwundung . HOffiz. 149 Mann, 4 Offiz. 49 Mann, .16 ., 3G9 „ 14 „ 87 ., • 1 .. 80 ., — „ 1 - 28 Offiz. 598 Mann, 18 Offiz. 137 Mann. gestorben rerwundet . vermisst n Generalstabswerk II, Anlage 61. Darauf vom 20. September bis 31. Oktober 1870:') 111. Armee. Maas-Armee, todt oder in Folge Verwundung gestorben. . G4 Offiz. 837 Mann, 22 Offiz. 211 Mann, verwundet . . 105 .. 2102 ^ 29 „ 549 .. verniisst . . 1 „ 309 „ — „ 15 „ 170 Offiz. 3248 Mann, 51 Offiz. 775 Mann. Der Gesammtverlust belief sieb demnach auf rund 5000 Mann. Sanitätsdetachements kamen vor Paris bis 31. Oktober 20mal zur Thätigkeit; von Feldlazaretten wurden im September 25, im Oktober 33 etablirt, darunter vier in unmittelbaren) Anschluss an Gefechte, speziell zur Aufnahme der Venvundeten. Einsehliessung und Belagerung von Paris vom November 1870 bis 28. Januar 1871. Während des Monats November gab im Südbezirke des Einschliessungs-Heeres nur das Gefecht bei L'Hay 2 ) am 29. November Anlass zur Errichtung von Verbandplätzen seitens des V. Armeekorps. Das 1. Sanitätsdetachement arbeitete an diesem Tage zunächst in St. Cloud, dann in Villeneuve le Roi; hier erhielt es demnächst Standquartier und beförderte Kranke nach Versailles und St. Cyr. Das 1. Sanitätsdetachement VI. Armeekorps hatte während des Gefechts einen Verbandplatz in dem Schlosse Mont Jean errichtet. Am nächsten Tage, als das VI. Armeekorps die Gefechte bei Thiais und Choisy le Roi zu bestehen hatte, gelangten alle drei Sanitätsdetachements desselben zur Wirksamkeit: das 1. in Fresnes les Rungis, das 2. und 3. inGrignon und Valenton. Die Verwundeten wurden vorwiegend nach Villeneuve St. Georges übergeführt. Auf der Nordseite des Einschliessungs-Heeres wurde während des Gefechts bei Epinai am 30. November das 2. und 3. Detachement IV. Armeekorps beschäftigt: das 2. in den Grenzhäusern Epinais, das 3. bei Enghien; die Verwundeten fanden in Le Plessis Bouchard weitere Pflege. Im Dezember erfuhren die vor Paris zur Verfügung stehenden Sanitätsanstalten weitere Verminderung dadurch, dass ein Zug des 2. Sanitätsdetachements XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps die Sächsische Kavallerie-Division nach dem nördlichen Kriegsschauplatz begleitete, 3 ) während das 9. Peldlazareth V. und das 10. XL Armeekorps zur Unterstützung des dortigen Sanitätsdienstes auf den südwestlichen Kriegsschauplatz 4 ) beordert ward. 1 ) Generalstabswerk II, Anlage 71 und Berichtigungen. 2 ) Vergl. Generalstabswerk II, 8. 541 u. ff. ») Vergl. 8. Abschnitt. 4 ) Vergl. 9. Abschnitt. ^^^^^^^^^^^H Schlacht bei Villiers am 30. November und 2. Dezember 1870.') Nachdem der 1. Zug des 2. Sanitätsdetachements XII. (Königl. Sächsischen) Armeekorps scbon am 28. und 29. November wiederholt Alarmstellung bei Chelles eingenommen hatte, sodann nach Brou zurückgegangen war. überschritt das Detachement am 30. November südwärts die Marne und ging gegen 1 Uhr nach Villiers vor. Hier errichtete es links am Eingänge des Ortes in einem Hause den Verbandplatz und sendete die Krankenträger und Wagen nach Verwundeten aus. Da feindliche Granaten den Verbandplatz erreichten, musste es denselben gegen 4 Uhr weiter rückwärts in ein Gehöft von Malnoue verlegen, wo es bis Abends 11 Uhr die dahingeschafften Verwundeten versorgte. Auch zwei Feldlazarethe XII. Armeekorps betheiligten sich an der ersten Hilfe: das 7. marschirte am 30. November früh von Chessy ab und langte nach mehrfacher Marschunterbrechung Nachmittags 4 Uhr in Torcy (nordöstlich Villiers) an. Hier erhielt es den Befehl, sich in Chainps (westlich Torcy) disponibel zu halten, wo es gegen 50 Verwundete verband. Unter Zurücklassung eines Assistenzarztes ging es erst Nachts 1 Uhr nach Torcy zurück, um hier eine Verbandstation einzurichten und bis 6. Dezember 700 Verwundete zu verbinden, zu lagern und zu befördern. Das 4. Feldlazarett! XII. Armeekorps, welches soeben von Rethel her in Mitry angekommen war, marschirte am 30. November Vormittags 10 Uhr nach Le Vert Galant und von da südöstlich nach Pomponne. Abends 5 Uhr erhielt es Weisung, hier zu verbleiben, zunächst eine Verbandstation einzurichten und die Verwundeten alsbald zurückbefördern zu lassen. Am Tage nach der Schlacht vom 30. November befanden sich der 1. Zug des 2. Sanitätsdetachements, desgleichen das 4. und 7. Feldlazareth noch in voller Thätigkeit. Während das 2. Sanitätsdetachement damit beschäftigt war, die Verwundeten auf Wagen einer Proviantkolonne in das mittlerweile vollständig in eigentliche Lazareth-Thätigkeit eingetretene 4. Feldlazareth nach Pomponne überzuführen, verblieb das 7. Feldlazareth — wie erwähnt — in Torcy, lediglich als Verbandstation dienend. Die Ilaupthilfe leisteten am 30. November die Württembergischen Sanitätsanstalten. Der 1. Feld-Sanitätszug errichtete einen Brigade-Verbandplatz in Bois St. Martin und nahm (einschliesslich derjenigen der zweiten Schlacht bei Villiers am 2. Dezember) 534 Verwundete auf. Der 2. Zug etablirte einen Verbandplatz bei Bonneuil, um 60 Verwundete vom Gefecht am Mont Mesly zu bergen und nach Suzy bezw Boissy St. Leger, Pontault und La Queue überzuführen; der 3. einen Brigade-Verbandplatz >) Vergl. Generalstabswerk If, S. 541 a. ff. bei Brevannes, sodann in der Ferme Höpital, um 117 V» wundete zu verbinden und nach Boissy St. Leger zu schaffender 4. Feld-Sanitätszug hatte seinen Verbandplatz im Parfe bei Villiers, nahm etwa 30 Schwerverwundete auf und brachte sie in das Lazareth zu Rentilly. Auch den folgenden Tag über waren diese Württei bergischen Detachements mit den Verwundeten des 30. November, insbesondere mit deren Ueberleitung in die nahm Württembergischen Feldspitäler beschäftigt. Am 2. Dezember früh 7 Uhr begann das 3. Sanität detachement XII. Armeekorps in Champs, und zwar in drei Häusern, seinen Verbandplatz einzurichten. Mittag! 12 Uhr trafen die Aerzte des 10. Feldlazareths desselben Armeekorps mit ihren Wagen, nach und nach die gesammten Fuhrwerke der Lazarethe ein. Gegen Mittag begann massenhafter Zugang der Verwundeten, welche von Noisv aus auf Wagen des 2., von Villiers und Malnoue aus auf Wagen des 3. Sanitätsdetachements ankamen. Die ärztlichen Kräfte wurden verstärkt durch eine Anzahl Truppenärzte der 24. Division. Der Transport nach rückwärts gia mittels der vorhandenen Fuhrwerke rasch und ohne Unterbrechung vor sich. Die Verwundeten wurden für den Transport mit Decken versehen, welche die Feld-Intendantur lieferte. Inzwischen hatte das 4. Feldlazareth XII. Armeekorps Befehl erhalten, die leicht Verwundeten von Pouiponne aus mit einem in Lagny angekommenen Sanitätszuge zu befördern und soviel Betten als möglich einzurichten. Die Ankunft, das Verbinden und die Stärkung der Verwundeten dauerten daselbst bis in die tiefe Nacht. Das 2. Sanitätsdetachement XII. Armeekorps, welche am östlichen Ausgange des Dorfes Noisy le Grand in Thätigkeit trat, musste, da das bezügliche Haus dem Feuer dei auf dem Mont Avron thätigen Batterie ausgesetzt war, Nachmittags das Dorf verlassen und nach Malnoue übersiedeln. Das 1. Sanitätsdetachement XII. Armeekorps sendete von Mont Fermeil aus Wagen ab und brachte Verwundete ein, die es noch am 2. Dezember in das 10. Feldlazarett desselben Armeekorps abgab. Die rasche Unterbringung der Verwundeten von: 2. Dezember förderte die vom Korps-Generalarzt XII. Arm« korps getroffene Maassnahme, dass die nahen Feldlazarette dieses Armeekorps ihre Wagen nach Champs sandten. Ueberdies vermochte die Intendantur 150 Wagen de Fuhrparks mit reichlicher Strohschüttung zur Ver zu stellen. Der letzte Verwundeten-Transport verliess Schlachtfeld Nachts 2 Uhr. Die Absuchung der Gefecht- Stellungen war erschwert durch den Umstand, dass da- Feuer der Forts auch nach Beendigung des eigentlichei Kampfes nicht schwieg. In Torcy allein waren 371 Verwundete zur Aufnal» gelangt, verbunden, gepflegt und sobald wie thunlich 4. Feldlazareth in Pomponne übergeben worden. Ausserde» entsendete das 7. Feldlazareth von Torcy aus seine A\ agU :\ ;ao ^ .OD PT V I 1^ CO > es 's-, Ui g & c CO _i = —i b d «5 > n I W £ 'S 5 c« r. B r ■o -D 3 p5 ) 61 » 662 „ verwundet G V 42 119 1019 „ 2168 „ {*■ 1 2 7? 222 „ 530 „ 248 Offiziere, 4987 Mann. Summa 5235. ') Vergl. Generalstabswerk II, Anlage 97. Minute-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. Am 30. November gelangten nur 3'/2 Sanitätsdetaehe- ments zur Thätigkeit; am 2. Dezember dagegen kamen 7 l /a Detachements zur Verwendung. Die nahen Peldlazarethe griffen, wie schon am 30. November, ebenfalls helfend ein, und die grosse Anzahl der verfügbaren Transportwagen beeinflusste das Schicksal der Verwundeten in der günstigsten Weise. Von nahen Feldlazarethen waren am 30. November zwei, am 2. Dezember fünf thätig. Dies ergiebt 112 etats- niässige Aerzte, mithin einen Arzt auf je 47 Deutsche Verwendete. Von Feldlazarethen waren am 1. November 49 otablirt. Im Laufe des Monats wurden drei derselben aufgelöst, 17 andere gelangten zu neuer Wirksamkeit, so dass am 30. November 63 Peldlazarethe der Einschliessungs-Armee sich in Thätigkeit befanden. Die im November aufgelösten Feldlazarethe waren: das im September eingerichtete 5. Peldlazareth XII. Armeekorps in Penchard, das 9. Peldlazareth XIII. Armeekorps in Yeres und das seit Oktober in Villebousin beschäftigte Aufnahms-Feldspital No. 11, welches am 25. November seinem an die Loire abmarschirten Armeekorps (1. Bayerisches) nachrückte. Für die Behandlung der Verwundeten und Kranken öffneten sich im November: I. Bei der III. Armee: Bei dem V. Armeekorps: das 4. Feldlazareth in Versailles; bei dem VI. Armeekorps: das 4. Feldlazareth in Epinay sur Orge; bei dem (Anfang November vor Paris eingetroffenen) IL Armeekorps: das 1. Peldlazareth in Boissy St. Leger, das 2. in Orsay, das 4. in Longjumeau; bei dem XL Armeekorps: das 2. in Rambouillet, das 8. in Viroflay, das 12. in Buc; bei dem IL Bayerischen Armeekorps: das Aufnahms-Feldspital No. 3 in Igny; bei der Württembergischen Feld-Division: das 5. Feldspital in Pontault bezw. Roissy. IL Bei der Maas-Armee: Bei dem Gardekorps: das 1. Feldlazareth in Piscop, das 2. in Le Luat Chäteau; bei dem IV. Armeekorps: das 2. in Enghien, das 10. in Herblay; bei dem XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps: das 7. in Torcy, das 9. in Juilly, das 12. in Chantilly bezw. Pontoise. Das 4. Feldlazarett V. Armeekorps, welches in St. Cyr zur Disposition stand, erhielt am 5. November Befehl, sich in Versailles für innerlich Kranke zu etabliren. Es richtete zu diesem Zwecke ein Seminar nebst einem gegenüber gelegenen Gebäude ein, beide in hygienischer Beziehung nicht ungünstig. In Summa behandelte das Lazareth daselbst 1239 Kranke und übergab am 5. März seinen Bestand mit 51 Intransportablen dem 3. Feldlazareth XL Armeekorps. Das 4. Feldlazareth VI. Armeekorps belegte am 9. November in Epinay sur Orge und dem i /i Stunde davon entfernten Orte Brunay zwei Gebäude und nahm in Summa 22 **fc*ä 170 III. Kapitel: Thatigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Band : 848 Kranke auf (u. a. 7 Verwundete). Am 17. Februar wurde es aufgelöst. Das l.Feldlazareth II. Armeekorps erhielt am 12. November Befehl, für die Kranken der 3. Division in Boissy St. Leger Vorkehrungen zu treffen, da das daselbst bereits etablirte 7. Feld- lazareth XIII. Armeekorps gefüllt war. Das Lazareth benutzte eine Anzahl vonPrivatgebäuden, in welchen bis zum 18. November 114 kranke Offiziere und Mannschaften aufgenommen wurden, siedelte jedoch später nach dem nahegelegenen Schloss La Orange über. In Summa nahm das Lazareth in Boissy St. Leger— La Orange 594 Kranke auf. Am 1. Januar betrug der Bestand 167 Mann, welcher am 5. Januar dem ablösenden Bayerischen Aufnahms-Feldspital No. 2 übergeben wurde. In Orsay gelangte am 27. November das 2. Feldlazareth II. Armeekorps in drei an der Strasse Orsay—Paris gelegenen Villen zur Etablirung und verpflegte daselbst bis zu seiner am 3. Januar erfolgenden Auflösung in Summa 113 Kranke. Das 4. Feldlazareth IL Armeekorps etablirte sich am 18. November zu Longjumeau in einer Pensionsanstalt und der Gendarmeriekaserne. Es nahm daselbst in Summa 377 Mann auf (darunter 5 Verwundete). Am 6. Januar beendete es seine Thatigkeit in Longjumeau. Das 2. Feldlazareth XL Armeekorps hatte während des Oktober vorübergehend in Rambouillet 20 Verwundete und 20 Kranke in Behandlung genommen und war nach Evakuation derselben am 10. November in St. Germain en Laye zunächst in einem Seitenflügel des Frauenklosters Les Loges unter günstigen hygienischen Verhältnissen zur Etablirung gelangt. Weiterhin wurden mehrere Privatgebäude in Anspruch genommen, von denen das eine bis dahin von einer Englischen Ambulanz, ein anderes vom 3. Feldlazareth VI. Armeekorps als Rekonvaleszenten-Station benutzt worden war. In Summa nahm das Lazareth 556 Mann auf. Am 8. März beendete es seine Thatigkeit in St. Germain en Laye. In Viroflay etablirte sich am 9. November das 8. Feldlazareth XI. Armeekorps in vier villenartigen Privathäusern, welche für Lazarethzwecke sich sehr wohl eigneten und selbst in der Zeit des strengen Frostes — wenn auch nicht ohne Schwierigkeit — hinreichend geheizt werden konnten. In Summa behandelte das Lazareth daselbst 418 Kranke. Die Auflösung erfolgte am 8. März. Das 12. Feldlazareth XI. Armeekorps schlug am 2. November in Buc neben dem daselbst bereits etablirten 6. Feldlazareth XL Armeekorps auf, indem es fünf Gebäude benutzte, die sämmtlich günstige hygienische Verhältnisse boten. Das Lazareth behandelte daselbst in Summa 477 Kranke. Am 20. Februar wurde es aufgelöst. Das Aufnahms-Feldspital No. 3 IL Bayerischen Korps erhielt am 1. November zwei Schlösser bei Igny im Bievre- Thale überwiesen, von welchen vorläufig nur eines zur Aufnahme für Verwundete eingerichtet ward. Dasselbe war neu gebaut, hoch und frei inmitten eines Parkes gelegen, wegen seiner Lage, seiner grossen Säle, hohen Korridore und der Bade- Einrichtungen vorzüglich zu einem Spitale geeignet. An Quellwasser fehlte es nicht. Mangelhaft war auch hier nur die Luftheizungs-Vorrichtung, insofern die zum 2. Stock führenden Rohre verstopft und nicht frei zu bekommen waren; es blieben daher während der kälteren Zeit die Räume des 2. Stockes unbelegt. Vom 2. November bis zum 24. Februar wurden daselbst 208 Mann (darunter 129 Verwundete) behandelt. Das 5. Württernbergische Feldspital richtete sich am 21. November in Pontault und mit eiuem Hilfslazareth in Roissy ein, um bis 19. Februar 796 Mann (einschliesslich 485 Verwundete aus den Schlachten bei Villiers) zu behandeln. Das 1. Feldlazareth des Gardekorps besetzte am 10. November in Piscop bei St. Brice 7 Häuser, darunter zwei Schlösser und ein villenartiges Gebäude, und behandelte daselbst in Summa 482 Mann. Am 11. Februar beendete es seine dortige Thatigkeit, indem es seine letzten acht Kranken dem in Villiers le Bei etablirten 3. Feldlazareth des Gardekorps überwies. In Chäteau le Luat bei Piscop wirkte vom 11. November ab das 10. Feldlazareth des Gardekorps. Es behandelte daselbst in Summa 138 Kranke. Am 10. Februar wurde Schloss leLmt als Lazareth aufgegeben. Während das 2. Feldlazareth IV. Armeekorps, welches am 30. November in Enghien bei Montmorency 14 Verwundete und 1 Kranken in Behandlung nahm, bereits vom 2. Dezember all wieder zur Verfügung seines Armeekorps stand, währte die am 12. November in Herblay erfolgte Etablirung des 10. Feld- lazareths IV. Armeekorps bis zum 9. Februar 1871. Das Lazareth war in sechs Häusern des Dorfes, nahm 285 Mann auf und überwies bei der Auflösung seine letzten vier Kranken den in Montigny les Cormeil etablirten 11. Feldlazareth IV. Armeekorps. Von den Feldlazarethen des XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps 1 ) erhielt das am 13. Oktober von Douzy kermMessv eingetroffene 9. Feldlazareth am 1. November wegen des fortdauernd vermehrten Krankenzuganges (namentlich von Typhus- kranken) am 1. November Befehl, sich in Juilly von Neuem der Krankenpflege zu unterziehen. Juilly, wohin das Lazareth am 2. November abging, liegt nördlich von den damaligen Lazareth-Standorten Claye und Annet und nordöstlich Mitrj, nahe bei der nach Nanteuil le Haudouin führenden Bahn Wohlgeeignet zur Krankenunterkunft erwies sich daselust das College mit seinen vorwiegend geräumigen Sälen. Die Lagerung» geräthschaften fanden sich theils im Gebäude selbst, theil- wurden sie im Orte und in dem nahe gelegenen Städtchen Dammartin neu angefertigt. Das Lazarethpersonal war durch Krankheit und Tod sehr gelichtet: am 10. November waren 1 Unterarzt, 2 Lazarethgehilfen, 3 Krankenwärter, 3 Trainmannschaften und 1 Koch krank. Während seiner 28tägigen Thatigkeit in Juilly / hat das Lazareth 276 Mann aufgenommen. darunter 27 Verwundete. Den Rest von 86 Kranken gab e- am 1. Dezember an die 2. Sektion Lazareth-Reservepersonals des Gardekorps in Juilly ab. Ursprünglich mehr für die im November nach Norden ab- marschirendeu Truppentheile des XII. Armeekorps als für dii Einschliessungstruppen bestimmt, begann das 12. Feldlazarett dieses Armeekorps, welches bisher in Messy in Bereitschaft gestanden, in Chantilly eine neue Thatigkeit. Hier wurde sogleich das nahegelegene Schloss des Herzogs d'Aumale mit Beschul belegt und nach einigen Tagen ein Gasthaus hinzugenominen Insgesammt nahm das Lazareth bis 25. Dezember 185 Krankt auf. Als die General-Etappeninspektion in Chantilly, da (Hess Ort an der Etappenstrasse der I. Armee lag, ein ständig* Etappenlazareth errichten Hess, wurde das Feldlazareth nni 61 Kranken von der 2. Sektion Lazareth-Personals IV. Arm» korps am 25. Dezember abgelöst. Am 2. Dezember war eine Sektion des 12. Feldlazarett in Chantilly nach Pontoise abgerückt, um hier ein Lazart» einzurichten. Die schon harrenden Kranken brachte mau ■ 3. Dezember vorläufig in zwei Sälen des Stadtkrankeuliau-e unter, für etwaigen weiteren Krankenzugang aber wurden einem Pensionat 150 Betten hergerichtet. Während ib»| 36tägigen Thatigkeit hat die 2. Sektion des 12. Feldlazarett' in Pontoise 96 Kranke in Pflege genommen; 39 wurden ai Band I- VI. Absc ') Betreffs des 7. Feldlazareths XII. Armeekorps siehe S. 1 7. Januar der 1. Sekl korps überlassen. Am 3. Dezenib< Cliampiguv, 1 ) hielt korps bei Chennevii feld, insbesondere a 4. Dezember wieder ach am 5. Dezeml Chennevieres nach 3. Dezember das 5. blirong gelangt war Das 2. Sanitä übergab am Morgei dem seit dem 2. 10. Feldlazareth 11. demnächst nach den nach Chennevieres ü evakuirte es die in La Queue en Brie. Das 3. Sauitäts 3. Dezember Morg« St. Leger, Ormessc dort, sowie weiter getreten. Am 4. um von Chennevieres n In den Gefechti am 21. Dezember gel des Gardekorps zur rückte im Verlaufe später nach Le Bou nur eine unbedeutei such, bei Licht zu den Verbandplatz b Das 3. Sanität: Ihlon hinter dem 5 zelne Wagen nach Abend rückte das D hier die einzelnen I selige Arbeit, da di liehen Granatfeuer, worden war, sich t hatten. Das Detac Le Bourget erst in Mit dem Begii sich die Notbwendig platze innerhalb dei korps wurde ein Ve: fflent in dem sogen errichtet, während korps Verbandplatz XII. (Königl. Säcl ') Vergl. Generals 2 ) Vergl. Generals Band : esetzte am 10. X (J . mter zwei Schlösser ndelte daselbst in ete es seine dortige iken dem in Villien orps überwies. vom 11. November bebandelte daselbst urde Scbloss le Lmt ekorps, welches am 14 Verwundete und om 2. Dezember an and, währte die am •ung des 10. Feld- ar 1871. DasLaza- ahm 285 Mann auf :n vier Kranken dem llazaretb 1Y. Armee- liglich Sächsischen] . Douzy her in Messy ber wegen des fort- lentlich von Typhus- i Juilly von Neuem wohin das Lazareth von den damaligen l nordöstlich Mitry, in führenden Bahn, ies sich daselbst das ilen. Die Lagenmgs- )äude selbst, theil- ?elegenen Städtchen ipersonal war durch .0. November waren ienwärter, 3 Train- nd seiner 28tägig« Mann aufgenommen, 86 Kranken gab es eth-Reservepersonal< ber nach Norden ah meekorps als für die das 12. Feldlazarett y in Bereitschaft ge- . Hier wurde sogleicl lumale mit Beschlag aus hinzugenommeii •ezember 185 Kranb i Chantilly, da di 3 lag, ein stäudige- las Feldlazareth m« Personals IY. An» des 12. Feldlazarett m hier ein Lazarett ken brachte man a» s Stadtkrankenhafe gang aber wurden i» et. Während ihr« des 12. Feldlazarett nen; 39 wurden » meekorps siehe S. m Band I. VI. Abschnitt: Bewegungen der III. und Maas-Armee nach der Schlacht bei Sedan, Binschliessung von Paris etc. 171 7. Januar der 1. Sektion Lazaretb-Keservepersonals des Gardekorps überlassen. Am 3. Dezember, dem Tage des Ausfallgefechts bei Champigny, 1 ) hielt das 1. Sanitätsdetackeinent II. Armeekorps bei Chennevieres, suchte von dort aus das Gefechtsfeld, insbesondere auch das Dorf Champigny, ab, war am 4. Dezember wiederum am Jägerhause thätig und widmete -ich am 5. Dezember dem Verwundeten-Transporte von Clienneviores nach La Queue en Brie, woselbst seit dem 3. Dezember das 5. Feldlazareth IL Armeekorps zur Eta- blirung gelangt war. Das 2. Sanitätsdetacliement desselben Armeekorps übergab am Morgen des 3. Dezember seine Verwundeten dem seit dem 2. Dezember in Chennevieres etablirten 10. Feldlazareth 11. Armeekorps (vergl. unten), und rückte demnächst nach dem Jägerhause vor, um die Verwundeten nach Chennevieres überzuführen. Am 3., 4. und 5. Dezember evakuirte es die in Coeuilly befindlichen Verwundeten nach La Queue en Brie. Das 3. Sanitätsdetachement 11. Armeekorps war am 3. Dezember Morgens 4 Uhr aufgebrochen, über Boissy St. Leger, Ormesson nach Chennevieres marschirt und dort, sowie weiter vorwärts am Jägerhause in Thätigkeit getreten. Am 4. und 5. Dezember evakuirte es Verwundete von Chennevieres nach La Queue en Brie. In den Gefechten 2 ) bei Le Bourget, Stains und Epinai am 21. Dezember gelaugten das 2. und 3. Sanitätsdetachement des Gardekorps zur Thätigkeit. Das 2. Sanitätsdetachement ruckte im Verlaufe des Gefechts nach Pont Iblon und später nach Le Bourget, konnte indessen in letzterem Orte mir eine unbedeutende Thätigkeit entfalten, da jeder Versuch, bei Licht zu verbinden, feindliches Granatfeuer auf den Verbandplatz hinzog. Das 3. Sanitätsdetachement hielt zunächst bei Pont [blon hinter dem 2. Sanitätsdetachement und sandte einzelne Wagen nach Le Blanc Mesnil und Aulnay. Gegen Abend rückte das Detachement nach Le Bourget und suchte liier die einzelnen Häuser nach Verwundeten ab, eine mühselige Arbeit, da die Verwundeten bei dem starken feindlichen Granatfeuer, mit welchem Le Bourget überschüttet «oiden war, sich thunlichst in die Keller zurückgezogen hatten. Das Detachement beendete seine Thätigkeit in Le Bourget erst in der neunten Abendstunde. Mit dem Beginne der Beschiessung von Paris ergab sich die Nothwendigkeit der Einrichtung ständiger Verbandplätze innerhalb der Belagerungslinien. Seitens des Garde- korps wurde ein Verbandplatz durch das 1. Sanitätsdetachement in dem sogenannten Maison Blanche bei Pierrefitte errichtet, während das 1. Sanitätsdetachement IV. Armeekorps Verbandplätze in Montmorency und Enghien, das XII. (Königl. Sächsische) Armeekorps zunächst für die ') Yergl. Generalstabswerk II, S. 575. 2 ) Vergl. Generalstabswerk II, S. 772. Beschiessung des Mont Avron solche in Livry und Mont- fermeil einrichtete. Auf der Südfront waren zwar theil- weise schon um Mitte November Nothverbantlplätze in Choisy le Roi durch das 2. Sanitätsdetachement VI. Armeekorps und bei Meudon durch das 3. Sanitätsdetachement V. Armeekorps errichtet worden, die eigentliche Etablirung von Verbandplätzen in der Belagerungslinie fand jedoch, entsprechend dem späteren Beginne der Beschiessung auf dieser Seite, erst in der Nacht zum 2. Januar statt (vergl. Belagerung im Januar). Von den am 1. Dezember der Krankenbekandlung obliegenden 63 Feldlazarethen beendeten 9Va im Laufe des Monats ihre Thätigkeit: 13 wurden zu neuem Wirken berufen, so dass am Jahresschlüsse 66 V2 Feldlazarethe den Verwundeten und Kranken der Einschliessungs-Armee offen standen. Dieses ist die höchste während der Einschliessung und Belagerung von Paris erreichte Ziffer. Auf- bezw. abgelöst wurden: I. Von den im September etablirten Feldlazarethen nur das 6. Feldlazareth VI. Armeekorps in Epinay sur Orge; IL von den im Oktober eingerichteten das 10. Feldlazareth VI. Armeekorps in Evry sur Seine, das 8. Feldlazareth XII. (Königl. Sächsischen) Armeekorps in Souilly, das 7. und 8. Feldlazareth Xlll. Armeekorps in Boissy St. Leger bezw. Yeres; III. von den im November zur Thätigkeit gelangten: das 2. Feldlazareth IV. Armeekorps in Enghien, das 7., 9. und die 1. Sektion 12. Feldlazaretts XII. (Königl. Sachs.) Armeekorps in Torcy, Juilly und Chantilly; IV. endlich das lediglich mit den Verwundeten der Schlacht vom 2. Dezember beschäftigte 10. Feldlazareth IL Armeekorps. Das letztgenannte Armeekorps hat im Laufe des Dezember die meisten Neu-Etablirungen aufzuweisen. Ausser dem soeben erwähnten 2. kamen das 3., 5., 7., 8. und 9. Feldlazareth desselben zur Wirksamkeit. Die sonstigen Lazareth-Einrichtungen des Dezember betrafen: I. Bei der III. Armee: bei dem V. Armeekorps: das 3. Feldlazareth in Versailles; bei dem VI. Armeekorps: das 5., IL, und 12. Feldlazareth in Morsang sur Orge, Epinay und Viry; bei der W r ürttembergischen Feld-Division: das 3. Feldspital in Croissy—Beaubourg. IL Bei der Maas-Armee: Nur das 4. und 9. Feldlazareth XII. (Königl. Sächsischen) Armeekorps in Pomponne bezw. Torcy. Das 3. Feldlazareth V. Armeekorps etablirte sich zu Versailles in dem Französischen Militärhospitale. Es nahm daselbst in Summa 1486 Mann auf (darunter 40 Verwundete). Ende Februar übergab es seinen Bestand mit 212 Mann an das 3. Feldlazareth XL Armeekorps. Das 5. Feldlazareth VI. Armeekorps erhielt am 2. Dezember Befehl, sich in Morsang niederzulassen. Es belegte daselbst drei Villen, ausserdem das nahegelegene Schloss Savigny. In 22* 172 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Band I. Summa nahm das Lazareth 747 Kranke auf. Die Krankentransporte erfolgten mit Hilfe des 1. Sanitätsdetachements VI. Armeekorps nach Corbeil. Am 9. März beendete das Laza- reth seine Thätigkeit. Das 11. Feldlazareth VI. Armeekorps löste am 12. Dezember das 6. Feldlazareth desselben Armeekorps in Epinay sur Orge und Sillery ab. Es belegte ausser Schloss Sillery auch die nahegelegenen Schlösser Eldorado und Julien. Der Zugang betraf wie bei dem 6. Feldlazareth VI. Armeekorps im Wesentlichen Leichtkranke. Die Evakuation erfolgte nach Viry an das 12. Feldlazareth, bei Auflösung des in Rede stehenden La- zareths Ende Februar jedoch nach Morsang an das 5. Feldlazareth VI. Armeekorps. In Viry gelangte am 15. Dezember das 12. Feldlazareth VI. Armeekorps in drei geeigneten Privathäusern zur Thätigkeit. Das Lazareth behandelte 588 Kranke. Es beendete seine Thätigkeit am 28. Februar. Vorübergehend hatte in Viry in der Zeit vom 8. bis 18. Dezember auch ein Theil des 3. Hessischen Feldlazaretts Dienste geleistet. Das 3. Feldlazareth IL Armeekorps war in Folge des Gefechts am 2. Dezember seit diesem Tage in dem hygienisch sehr günstig gelegenen Schlosse Ormesson vorzugsweise zur Aufnahme von Verwundeten bereit. Das Lazareth behandelte in Summa 250 Mann (darunter 128 Verwundete), von denen es 23 am 3. Januar bei Auflösung des Lazareths in Ormesson dem in La Queue en Brie etablirten 8. Feldlazareth IL Armeekorps übergab. Das 10. Feldlazareth IL Armeekorps war am 2. Dezember in Chennevieres thätig und übernahm daselbst am Morgen des 3. Dezember den Verbandplatz des 2. Sanitätsdetachements IL Armeekorps (siehe oben). Da eine dauernde Etablirung in Chennevieres wegen der Unsicherheit des Ortes nicht angängig war, so beförderte das Lazareth bis zum 5. Dezember die Verwundeten nach La Queue en Brie. In letzterem Orte etablirte sich am 3. Dezember das 5., am 5. Dezember auch das 8. Feldlazareth IL Armeekorps. Das 5. belegte zwei villenartige Gebäude und die Mairie, welche allerdings von Uebelständen nicht frei waren, insbesondere nicht genügend erwärmt werden konnten. Es nahm daselbst, abgesehen von denjenigen Verwundeten, welche nur ein bis zwei Tage blieben, in Summa 169 Mann auf (darunter 165 Verwundete), von denen es 41 am 3. Januar, als es Befehl erhielt, der 8. Infanterie-Brigade (Detachement v. Kettler) zu folgen, dem gleichfalls in La Queue en Brie etablirten 8. Feldlazareth IL Armeekorps übergab. Letzteres hatte am 5. Dezember das abgesondert von dem Dorfe gelegene, mit allem Comfort eingerichtete Schloss eines Französischen Justizbeamten für seine Zwecke überwiesen erhalten und nahm daselbst einschliesslich der 64 von dem 3. Feldlazareth in Ormesson und dem 5. Feldlazareth in La Queue en Brie Ueberwiesenen in Summa 190 Verwundete auf. Es beendete seine Thätigkeit in La Queue en Brie am 3. Februar. Die Krankentransporte fanden nach Lagny statt, wobei das Lazareth durch den in Le Plessis liegenden Württembergischen Sanitätszug unterstützt wurde. Das 9. Feldlazareth IL Armeekorps war seit dem 3. Dezember in Boissy St. Leger in 11 zum Theil auf das äusserste verwahrlosten Häusern thätig und löste am 21. Dezember das 7. Feldlazareth XIII. Armeekorps ab. Es behandelte daselbst einschliesslich der von dem letztgenannten Feldlazareth Uebernommenen 391 Kranke (u. a. 99 Verwundete). Seit Anfang Januar beförderte das Lazareth mit Hilfe der Sanitäts-Kompagnie der 2. Bayerischen Division seine Kranken nach Lagny und übergab am 10. Januar seinen Bestand mit 56 Mann den Bayerischen Behörden. Das 7. Feldlazareth IL Armeekorps, welchem seit 21. Dezember in Yeres der Lazareth dienst oblag, behandelte daselbst einschliesslich der 129 vom 8. Feldlazareth XIII. Armeekorps übernommenen Kranken 430 Mann (darunter 5 Verwundetel. Am 6. Februar ging der Dienst an das Aufnahms-Feldspital No. 9 I. Bayerischen Armeekorps über. Das 3. Württembergische Feldspital etablirte sich am 1. Dezember in Croissy—Beaubourg und behandelte bis 15. Februar 404 Mann, einschliesslich 137 Verwundete. Am 2. Dezember richtete sich (vergl. Schlacht bei Villieisi das 4. Feldlazareth XII. Armeekorps in Pomponne für die Aufnahme von Verwundeten ein und wurde hierbei von der Korps- Intendantur wesentlich unterstützt. Besonders nahm letztere die Lieferung von Lagerbedürfnissen für 400 Verwundete und die Verpflegung auf sich. Binnen vier Tagen waren eine grössere Anzahl frei und sonnig gelegener Räume vortrefflicli hergerichtet. Zur Unterkunft dienten am 10. Dezember bereits 4 Häuser in Pomponne und zu Evakuationszwecken 5 Häuser, sowie einzelne Bäume in Thorigny. Das Lazareth hat während seiner 99tägigen Thätigkeit (vom 2. Dezember 1870 bis lO.März 1871) 563 Mann (darunter 259 Verwundete) aufgenommen. Das 9. Feldlazareth XII. Armeekorps rückte, nachdem es seine Thätigkeit in Juilly beendet, am 2. Dezember von diesem Orte ab und traf am 3. Dezember früh 4'/2Uhr in Champs ein. um hier eine Verbandstation vorzubereiten. Nachdem es Aerzte, Gehilfen und Krankenwärter zur Unterstützung des Württem- bergischen Feldspitals in Noisiel abgesandt hatte, rückte es nach Torcy ab, um mit dem übrigen Personal dem dortigen 7. Feldlazarethe beizustehen und alsbald eine Anzahl sehr schwer Verwundeter in vorübergehende Pflege zu nehmen. Als das 7. Feldlazareth am 6. Dezember Torcy verliess, übernahm das 9. die zurückgebliebenen Kranken desselben. Vom 11. Dezember bis 6. Februar 1871 hat das 9. Feldlazareth überhaupt 175 Mann aufgenommen (darunter 33 Verwundete). Vor Beginn des artilleristischen Angriffes auf der Südfront 1 ) waren in der Nacht zum 2. Januar ständige Verbandplätze, im Osten zu Fontenay aux Roses, südwestlich davon in Plessis-Piquet, nordwestlich anschliessend in Meudon und am meisten westwärts in St. Cloud errichtet worden. Auf diesen ständigen Verbandplätzen wirkten und zwar in Fontenay ein Zug der 2. Sanitäts-Kompagnie IL Bayerischen Armeekorps, in Plessis-Piquet das 3. Sanität- detachement XL Armeekorps, der 1. Württembergisck Sanitätszug und die 3. Sanitäts-Kompagnie 11. Bayerischen Armeekorps, in Meudon das 3., in St. Cloud das 2. Sanitäts- detachement V.Armeekorps, in Sceaux einZug der 2.Sanitäts- Kompagnie IL Bayerischen Armeekorps, endlich vom 10. Januar bis 2. Februar der 2. Württembergische Sanitatv zug in Chäteau la Lande, daneben wurde die 2. Sektion des 1. Sanitätsdetachements XI. Armeekorps dem Belagenmgs- Artillerie-Regiment überwiesen. Ausserdem bestanden Nothverbandplätze zu Choisy le Roi und Chevilly, auf welchen das 2. und 3. Sanitäts- detachement VI. Armeekorps den Dienst in der ^ eise versahen, dass ständig ein Arzt, zwei Lazarethgehiltai. zwei Krankenwärter und eine Patrouille Krankenträger zur Vergl. Generalstabswerk II, S. 1137. tD Ö fe ■BS'- 03 ,W ge 86 des genannten "\ todt oder in J wundung g< verwundet . vermisst . . 2 ) Vergl. 8. 114. 3 ) Vergl. S. 100. 4 ) Vergl. Generals Band ] onal zurück. In S . enommen. n Joinville le Pont :tion am 3. Februar. 11. März 626 Mann rischen Armeekorps l, 2 Kilometer süd- le-Ufer, zu wirken, i, in einem schönen legen, sowie sechs ternkranken ein ah- sn nach gründlicher i von 89 Kranken men säinmtlich vm- wurden daselbst mdelt. Das Spital irmten 2. Infanterie- 1871 in Creteil - ld von da bis zum harleville, mit der spraliminanen am ;rselben durch die 1. März war die itätsanstalten vor seil der Deutschen rang Französischer 'eldlazarethe notk Bkliegenden Paris fällt zugleich r kleiner Festungi Unternehmung! aationen erheisch bis 15. Oktober ig von SoissoiM, 1 ] Paris—Reims ge- sslich das 12. Feldner bereits früh« ber 187Ü währende jr Maas gelegen« : Verluste bei Soissw 10 Mann. 95 „ 6 „ 111 Mann. Festung Verdun 1 ) bedingte die Errichtung von Verbandplätzen auf dem östlichen und westlichen Maas-Ufer in Yacherauville und Fromereville durch das 1. Sanitäts- detaclienient XIII. Armeekorps. Die Verwundeten und Kranken der Belagerungstruppen fanden in dem Krankenhause zu Bras Unterkunft, bis die Einnahme der Festung die Ueberführung der Kranken nach Verdun selbst gestattete. Vom 18. November an stand daselbst das 7. Feldlazareth X. Armeekorps zur Verfügung. Dasselbe benutzte in Verdun als Hauptlazareth das Petit seminaire, welches sehr günstige hygienische Verhältnisse bot; daneben wurden die schon früher von Französischen Aerzten belegten Lokalitäten: Hospital St. Nicolas, Palais der Gräfin d'Anglemont und Grand seminaire für Lazarethzwecke verwendet, von denen indessen das Palais d'Anglemont, durch die Be- schiessung stark beschädigt, nur theilweise benutzt werden konnte und im Laufe des Dezember aufgegeben wurde. In Summa behandelte das Lazareth 849 Kranke (u. a. 27 Verwundete). Am 19. März 1871 wurde es nach Evakuation seiner letzten Kranken aufgelöst. Einige den General-Gouvernements zur Verfügung stehende Feldlazarethe wurden "während des November benutzt, um auf der LinieToul—Nancy- Luneville—Hagenau den Sanitätsdienst sicher zu stellen. In Toul gelangte am 5. November das 2. Feldlazareth 111. Armeekorps zur Thätigkeit. 2 ) Das 4. Feldlazareth IX. Armeekorps löste am 17. November in der Kaserne St. Jean zu Nancy das Bayerische Haupt-Feldspital No. 3 ab. Es nahm daselbst 1170 Mann auf (darunter 55 Verwundete). Nachdem das Lazareth Ende März noch einen Bestand von 194 Mann gehabt hatte, ging der Dienst am 10. April an das 6. Feldlazareth VII. Armeekorps über. In Luneville arbeitete vom 11. November 1870 bis Ende März 1871 das 6. Feldlazareth IL Armeekorps. Die Caserne des lärm es gewährte Raum für 300 Betten. Das Lazareth behandelte 1412 Mann (u. a. 127 Verwundete). In Ilagenau wirkte vom 27. November ab das 12. Feldlazareth VII. Armeekorps. 3 ) Es behandelte hier in der Kaserne Petit quartier 1286 Kranke (u. a. 108 Verwundete); 68 übergab es dem 7. Feldlazareth XIV. Armeekorps am 1. Mai 1871. Die an der Bahnlinie Diedenhofen—M&ieres gelegene Festung Montmödy war bereits am 5. September von Truppentheilen des Gardekorps erfolglos und mit Verlust von vier Mann beschossen 4 ) worden, bei welcher ') Vergl. Generalstabswerk II, S. 371. Die Verluste vor der Festung betrugen vom 7. September bis 7. November 1870 nach Anlage 86 des genannten "Werkes: todt oder in Folge Verwundung gestorben verwundet ..... vermisst ..... 4 Offiziere, 38 Mann, 9 116 „ 1 44 „ 14 Offiziere, 248 Mann. Vergl. S. 114. Vergl. S. 100. Vergl. Generalstabswerk II, S. 22 ff. Gelegenheit das 3. Sauitätsdetachement des Gardekorps einen Verbandplatz bei Thonnelle errichtet hatte. Vom 15. November an wurde die Festung eingeschlossen \ am 14. Dezember 1870 kapitulirte dieselbe. 1 ) In den letzten Tagen vor der Kapitulation Hess das VII. Armeekorps am 12. Dezember von seinem 2. Sanitäts- detachement einen Verbandplatz in Chauvency errichten. Für die Kranken und Verwundeten der die Festung Mont- nie'dy belagernden, sowie der die Festung Longwy 2 ) (östlich Montmedy) seit dem 15. November einschliessenden Truppen (Longwy kapitulirte den 25. Januar 1871) war zunächst das 3. Hessische Feldlazareth in Stenay verfügbar. Dasselbe benutzte hier das für Lazarethzwecke sehr geeignete neue Kasernement und nahm daselbst bis zum 19. Dezember in Summa 144 Mann auf (darunter 13 Verwundete). In Guignicourt, woselbst das oben genannte Lazareth am 22. Dezember das Schulhaus und ein Privathaus belegte, wurden 125 Mann aufgenommen, darunter 9 Verwundete. Am 10. Januar wurde das Lazareth in Guignicourt aufgelöst. Das 2. Feldlazareth VII. Armeekorps übernahm in Marville 45 Verwundete, «reiche ihm von dem 2. Sanität s- detachement VII. Armeekorps zugeführt wurden. In Summa behandelte es in Marville 99 Mann (u. a. 5 Verwundete), die es bis zum 18. Dezember evakuirte bezw. der Kommandantur Montmedy überwies. Mezieres, eine Festung nordwestlich Sedan, wurde vom 25. September bis 1. Januar 1871 beobachtet bezw. belagert und kapitulirte an letztgenanntem Tage. 3 ) Die Verwundeten während der Beschiessung am 31. Dezember 1870 nahm das 2. Sauitätsdetachement VII. Armeekorps auf, welches einen Verbandplatz in Damouzy eingerichtet hatte und sie zu dem 2. Feldlazareth VII. Armeekorps nach Bontaucourt überführte. In letztgenanntem Orte behandelte das bezeichnete Lazareth vom 22. Dezember bis 5. Januar 1871, und zwar im Schlosse und Schulhause, 57 Kranke (u. a. 6 Verwundete); 48 wurden mit Hilfe des 2. Sanitätsdetachements VII. Armeekorps nach Charleville übergeführt. Ausser diesen nahm das Lazareth in Charleville 255 Kranke auf (u. a. 17 Verwundete), von denen !) Vergl. Generalstabswerk II, S. 623 ff. Die Verluste be- trugen für: Montmedy (Anlage 103) Longwy (Anlage 179) todt . . . — Offizier, 4 Mann, — Offiziere, 15 Mann, verwundet . 1 . 15 , 2 , 81 , vermisst 1 „ 36 „ 1 11 „ 2 Offiziere, 55 Mann. 3 Offiziere, 57 Mann. -) Vergl. Generalstabswerk II, Seite 623 und ff. Die Verluste betrugen für: Montmedy (Anlage 103): Longwy (Anlage 179): todt ... — Offiziere, 4 Mann, — Offiziere, 15 Mann, verwundet 1 „ 15 „ 2 „ 31 „ vermisst . 1 , 36 __________ 1 , _____ 11 B 2 Offiziere, 55 Mann. 3 Offiziere, 57 Mann. 3 ) Vergl. Generalstabswerk II, S. 385 bezw. 758. Nach Anlage 116 betragen die Verluste: todt ... 2 Offiziere, 22 Mann, verwundet .3 „ 89 „ vermisst . — „ _______ 8 „ 5 Offiziere, 119 Mann. 176 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarette. Band I. es 94 am 11. Januar dem ärztlichen Personal des 48. Landwehr- Regiments übergab. Ausser den vorstehend erwähnten Feldlazarethen eta- blirte das VII. Armeekorps im Januar nur noch sein 7. Peldlazareth. Letzteres hatte am 1. Januar in Dieden- hofen 1 ) das Garnison-Lazareth mit 79 Mann übernommen, welche bis dahin von ärztlichem Personal des 19. Landwehr- Regiments behandelt worden waren. In Summa verpflegte das Lazareth in Diedenhofen 21Ü Mann (u. a. 13 Verwundete), von denen es 152 am 16. Januar dem Lazareth- Reservepersonal I. Armeekorps übergab. Am 17. Januar zur Bahn nach Longuyon befördert, wurde das Peldlazareth daselbst telegraphisch von dem Kommandeur des Be- lagerungsdetachernents vor Longwy angewiesen, sich alsbald in Cons la Grandville zu etabliren. Das Lazareth bewirkte dies in den Räumen eines alten Klosters unter leidlichen hygienischen Verhältnissen und nahm daselbst in Summa 99 Kranke auf (u. a. 4 Verwundete), von denen es 31 am 28. Januar dem Lazareth-Reservepersonal 1. Armeekorps übergab, nachdem bereits am 25. Januar die Festung Longwy kapitulirt hatte. Kriegs- und Etappenlazarethe. Die von Sedan aus nach Paris vorrückende Maas- Armee marschirte über Vendresse auf Rethel. Von Rethel aus nahm die Armee ihre Etappen-Verbindung mit Pont ä Mousson wieder auf und zwar über Vouziers —Grand Pre—Clermont—St. Mihiel. Die an dieser Strasse eingerichteten Krankenanstalten wurden weiter benutzt, später sogar durch einige neu eingefügte vermehrt; zur Ablösung der daselbst festgehaltenen Feldlazarethe stand Lazareth- Reservepersonal nicht sogleich zur Verfügung. Nur in Rethel selbst wurde das 4. Peldlazareth XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps durch die 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals desselben Armeekorps, jedoch auch erst am 27. November 1870, freigemacht, welche, 182 Kranke übernehmend, von diesem Tage bis 12. Dezember allein arbeitete, da die 2. Sektion anfangs noch in Clermont en Argonne beschäftigt war. Zur Unterkunft dienten drei Häuser. Eine zur Zeit der Ankunft des Personals im Bau begriffene Baracke erwies sich nach der Fertigstellung während der Wintermonate für Kranke wenig brauchbar, wurde daher vorwiegend von der Besatzung benutzt und erst vom 7. April 1871 ab zur Unterbringung einiger Blatternkranker verwendet. Am 24. Januar 1871 gingen 186 (einschliesslich 155 Verwundete) meist der I. Armee an- gehörige Kranke von Reims her zu. Von dieser Zeit an wurde auf dem Bahnhofe eine Verbandstation eingerichtet. Im Ganzen sind in Rethel vom Lazareth-Reservepersonal bis 30. April 684 Mann verpflegt worden. ] ) Vergl. Generalstabswerk II, S. 266, 280, 616. Diedenhofen kapitulirte am 24. November 1870. Die Festung Von Rethel aus ging gegen Paris hin die Etappa linie der Maas-Armee über Neufchatel sur Aisne, FiBm« Neuilly St. Front und Nanteuil le Haudouin. An allen diesen Orten waren auf dem Vormarsche Feldlazarethe zu- rückgeblieben, 1 ) von welchen drei noch im Oktober, eins iiu November durch Lazareth-Reservepersonal frei und für die Einschliessungs-Armee selbst disponibel gemacht werden konnten. Auch in Villers Cotterets, woselbst nach dem am 22. Oktober erfolgten Abmarsch des 6. Feldlazaretts IV. Armeekorps keine Lazaretheinrichtung bestanden hatte, ergab sich die Notwendigkeit der Etablirung eines Etappen- lazarethes, als dieser Ort nach Fahrbarmachung der Linie Reims—Crepy en Valois—Mitry von zahlreichen Evakuations- Transporten passirt ward. Das in Neufchatel thätige 1. Feldlazarett des Gardekorps wurde am 18. Oktober von der 1. Sektion Lazareth-Resene- personals des Gardekorps abgelöst. Am 10. November befanden sich nur noch zwei Kranke in dem Lazareth, welche dem Civil- arzte des Ortes zur weiteren Behandlung überwiesen wurden. 32 Verwundete und 341 Kranke waren in der genannten Zeit durch das Etappenlazareth gegangen, ausserdem 317 in der Stadt zerstreut untergebrachte Leichtkranke ärztlich behandelt worden. Die Sektion übernahm darauf am 13. November die Kranken des in Fismes befindlichen 7. Feldlazareths XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps und behandelte an diesem Ort bis zum 31. Dezember noch 114 Kranke. In Neuilly St. Front wurde das 9. Feldlazareth des Gardekorps abgelöst am 8. Oktober durch die 2. Sektion Lazareth- Reservepersonals des Gardekorps, welche unter Leitung eine; kontraktlich engagirten Civilarztes in vier verschiedenen Gebäuden ein vollständiges Kriegslazareth verwaltete (der Stabsarzt der Sektion starb daselbst). Bis zum 1. Dezember, dem Tage der Auflösung, sind in dem Lazareth 2 Verwundete und 259 Kranke behandelt worden. In dem nordwestlich Neuilly gelegenen Villers Cotterets übernahm die 2. Sektion Lazareth-Reservepersonals IV. Armeekorps am 28. November 16 Kranke, welche nach dem Abmarsch des 7. Feldlazareths XII. Armeekorps von einem Truppenanl behandelt worden waren. Durch einen Kaminbrand wurde ein Theil der Krankenzimmer mit neun Lagerstellen unbrauchbar das Personal richtete deshalb für den Fall der Noth in der Nähe des Lazareths noch ein grosses, hohes, gut ventilirbaw Schulzimmer zu acht Betten ein und stellte in einer Anzahl von Krankenzimmern kleine Oefen auf, allerdings auf Kostet der Ventilation, welche vordem durch die Kamine bewirb worden war. Für nur übernachtende Kranke gab es in den Wartesälen des Bahnhofsgebäudes 34 Lagerstellen, endlich wurde — 8 Minuten vom Bahnhofe entfernt — ein grosser. luftiger Saal zu 50 Lagerstellen bereitgestellt. Die Verpflegung der Kranken geschah durch Lieferung der Bedürfnisse seitens der Stadt in genügender Weise. Der Zugang (56 Mann) W gering; sieben Kranke verblieben beim Weggange des Persoi am 21. Dezember, der Pflege des Truppenarztes. In Nanteuil le Haudouin wurde das 2. Feldlazareth IV. Armeekorps am 4. Oktober durch die 1. Sektion Lazareth- Reservepersonals desselben Armeekorps abgelöst. Es handelte sich um die Weiterbehandlung einer grossen Zahl von Schwerkranken; unter dem Gesammtbestande von 390 Mann befand» Band I. VI. Absehn ») Vergl. S. 156. sich 103 Typhus- und I Zeit gingen weitere 9i zum 24. März 1871 in 7 Verwundete 'und 656 bot eine Passantenstat: Häuser waren ursprünj den Einwohnern fast g£ Die Zimmer reichten m Hilfe von sechs Schwe pfleger zu statten kam, an Typhus erkrankten. Auch von den s lagerung von Paris eta durch Lazareth-Reser auf diese Weise, the Kriegslazarethe nahe schliessungs-Rayons di stellenden Sanitätsansi Die erste Heranz folgte, als das I. Baj Marsch nach Südwestc ausreichende Anzahl die auf dem neuen Ereignisse verfügbar : wendigkeit wurden an Xo. 6 in Corbeil unc St. Germain les Corb< und das (ebenfalls zu Feldspital Xo. 1 abge Anlass am 7. Oktober c (siehe später) zur Thät Befehl erhalten hatte begehen, wo es am 8. Xaclitmarsche anlangte in den eine Stunde V( Etiolles und Soissy sot und dessen nächste einer Haupstätte der deutung der dortigei Maasse, als die Eva westlichen Kriegssch, „Krankenzerstreuung"; Das Haupt-Feldspi einen Zugang von 42 Maroden; in kurzer Z< von 800—900 Krank nutzung gezogenen Sei Ton prächtigen Parks insgesammt an der Pari in Thalmulden nahe de vorzüglich geeignet, i grossen Entfernung de: Ueberwachung und Ver im Gehrauch stehenden kamen noch 8, im Okto' bestand aus je acht Abt Kranke, aus einer Abthi Sanitüts-Berieht über die D Band I. hin die Etappe» r Aisne, Pi smes , louin. An allen Feldlazarette zu. Oktober, eins im l frei und für dj e gemacht werden >selbst nach dem i 6. Feldlazarette o- bestanden hatte. mg eines Etappen- .achung der Linie .chenEvakuations- th des Gardekorps Lazareth-Resene- Sfovember befanden welche dem Civil- Lberwiesen wurden. ier genannten Zeit erdem 317 in der ärztlich behandelt Band I. VI. Abschnitt: Bewegungen der III. und Maas-Armee nach der Schlacht bei Sedan, Einschliessung von Paris etc. 177 ember die Kranken is XII. (Königlicl m diesem Ort bis lazareth des Garde- Sektion Lazarett inter Leitung eines verschiedenen Ge- waltete (der Stabs- 1. Dezeinher, dem 2 Verwundete und a Villers Cotterets srsonals IV. Armeenach dem Abmarsch einem Truppenarzt linbrand wurde ein eilen unbrauchbar. 11 der Noth in der , gut ventilirbaM Ite in einer Anzahl jrdings auf Kostet Le Kamine bewirb Lnke gab es in den .gerstellen, endlich nt — ein grosser, t, Die Verpflegung Bedürfnisse Seiten! ag (56 Mann) W ränge des Personal •ztes. is 2. Feldlazarett . Sektion Lazarett elöst. Es handelti n Zahl von Schwer 390 Mann befand* sich 103 Typhus- und 31 Ruhrkranke. Im Laufe der nächsten Zeit gingen weitere 90 Kranke zu. Das Personal blieb bis zum 24. März 1871 in Thätigkeit und verpflegte im Ganzen 7 Verwundete'und 656 Kranke. Ausserdem bestand am Bahnhof eine Passantenstation von 130 Betten. 14 verschiedene Häuser waren ursprünglich von dem Feldlazareth in dem von den Einwohnern fast ganz verlassenen Städtchen belegt worden. Die Zimmer reichten meist nur für je sechs Betten, so dass die Hilfe von sechs Schwestern und einem freiwilligen Krankenpfleger zu statten kam, zumal ein Arzt und vier Krankenwärter an Typhus erkrankten. Auch von den während der Einschliessung und Belagerung von Paris etablirten Feldlazarethen wurden mehrere durch Lazareth-Reservepersonal abgelöst, welches theils auf diese Weise, theils durch Neu-Erricktung stehender Kriegslazarethe nahe der rückwärtigen Grenze des Ein- Bchliessungs-Rayons die der Armee vor Paris zur Verfügung stehenden Sanitätsanstalten vermehrte. Die erste Heranziehung von Reserve-Formationen erfolgte, als das I. Bayerische Armeekorps im Oktober den Marsch nach Südwesten angetreten hatte und es galt, eine ausreichende Anzahl von Sanitätsanstalten desselben für die auf dem neuen Kriegsschauplatze zu erwartenden Ereignisse verfügbar zu machen. In Folge dieser Notwendigkeit wurden am 12. Oktober das Aufnahms-Feldspital No. 6 in Corbeil und das Aufnahms-Feldspital No. 10 in St. Germain les Corbeil durch das Haupt-Feldspital No. 4 und das (ebenfalls zur Spitalreserve gehörige) Aufnahms- Feldspital No. 1 abgelöst, nachdem bereits aus demselben Anlass am 7. Oktober das unmittelbar vorher in Coulommiers (siehe später) zur Thätigkeit gelangte Haupt-Feldspital No. 5 Befehl erhalten hatte, sich unverzüglich nach Corbeil zu begehen, wo es am 8. Oktober Morgens nach einem starken Xacütmarscke anlangte und sämmtliche leerstehenden Villen in den eine Stunde von Corbeil entfernt liegenden Dörfern Etiolles und Soissy sous Etiolles überwiesen erhielt. Corbeil und dessen nächste Umgebung gestaltete sich damit zu einer Haupstätte der Krankenpflege vor Paris; die Bedeutung der dortigen Lazarethanstalten wuchs in dem Maasse, als die Evakuations-Transporte von dem südwestlichen Kriegsschauplatze her (vergl. das Kapitel „Krankenzerstreuung") sich mehrten. Das Haupt-Feldspital No. 5 hatte bereits am 9. Oktober einen Zugang von 425 Mann, meist Rekonvaleszenten und Maroden; in kurzer Zeit mussten Lagerstellen zur Aufnahme von 800—900 Kranken vorbereitet werden. Die in Benutzung gezogenen Schlösser, Villen und Häuser — meist von prächtigen Parks und Gärten umgeben — lagen fast insgesamtnt an der Pariser Strasse, theilweise auf Anhöhen oder m Thalmulden nahe der Seine und waren zu Krankenzwecken vorzüglich geeignet. Allerdings war bei der Menge und der grossen Entfernung der einzelnen Lokale von einander die Ueberwachung und Verpflegung sehr schwierig; die Zahl der im Gebrauch stehenden Zimmer und Säle betrug 132 —hierzu kamen noch 8, im Oktober sogar 11 Küchen. Das ganze Spital bestand aus je acht Abtheilungen für innerlich und äusserlich Kranke, aus einer Abtheilung für Krätze nebst einer getrennten Sanitäts-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. Blatternstation in einem fast '/s Stunde von Etiolles entfernt gelegenen Hause. Bald nach Eröffnung der Krankenaufnahme war der höchste Tageskrankenbestand am 18. Oktober mit 833 Mann erreicht. — Die höchste Krankenziffer wies in den nächsten Monaten der 15. November mit 750 Mann, der 11. Dezember mit 679 und der 4. Januar 1871 mit 664 Mann auf. Nachdem schon Ende Januar der Krankenzugang sich merklich verringert hatte, konnte das Spital am 4. März nach Evakuation der letzten 21 Kranken in das Aufnahms-Feldspital No. 1 zu Corbeil St. Germain seine Thätigkeit abschliessen. Im Ganzen waren in Etiolles und Soissy vom 9. Oktober 1870 bis 4. März 1871 5929 Mann (darunter 4177 Passanten) behandelt worden. Das Bayerische Haupt - Feldspital No. 4, welches am 10. Oktober von Sedan herangekommen war, musste am 11. Oktober das Aufnahms-Feldspital No. 6 I. Bayerischen Armeekorps in Corbeil unter Uebernahme von 741 in zehn Häusern untergebrachten Kranken ablösen. Schon während der Ueber- gabe des Bestandes trafen fortwährend neue Kranke ein, welche die belegten Räume, selbst Korridore, überfüllten, so dass in den ersten Tagen Ordnung schwierig herzustellen und zu erhalten war. Von den zahlreichen Krankentransporten, die sowohl von der Umgebung von Paris, als von Orleans und Chartres mittelst Landfuhrwerken und Eisenbahn nach Corbeil kamen, wurden die meisten Schwerkranken, sowie die nicht mehr Transportablen zunächst dem Spital zugewiesen, ebenso auch die Blatternkranken (namentlich Franzosen von den durchpassirenden Gefangenen- Transporten im Dezember und Januar), deren Todesfälle die Sterblichkeit nicht unbedeutend erhöhten; zur Unterkunft dieser Kranken waren die Mansarden-Räume des Hospice (Galignani) bestimmt. Der tägliche Krankenstand (zwischen 450 — 600) nahm erst im Februar erheblich ab; der Zugang betrug im Oktober 1244, steigerte sich im November auf 2106, im Januar auf 2273 Mann und fiel im Februar auf 1523. Ausser der Besorgung ihrer Lazarethkranken fiel den Aerzten die Aufgabe zu, den rückbeförderten Kranken Beistand zu leisten. Die Thätigkeit des Hauptfeldspitals dauerte in Corbeil bis 12. März 1871; am 16. März trat dasselbe seinen Rückmarsch nach Bayern an. Während des Zeitraumes vom 12. Oktober 1870—12. März 1871 kamen zur Behandlung 4908 Kranke und Verwundete und 4101 Rekonvaleszenten, somit 9009 Mann. Das auf dem rechten Seine-Ufer, in St. Germain les Corbeil, thätige Aufnahms-Feldspital No. 10 IL Bayerischen Armeekorps wurde am 12. Oktober vom Aufnahms-Feldspital No. 1 abgelöst, indem letzteres 259 Kranke in vier Villen und einem Spinnerei- Saale übernahm. In kurzer Zeit wurden noch vier Villen neueingerichtet, ferner am 16. Oktober der nur mit Verwundeten belegte Garten-Pavillon des Schlosses St. Germain (2 km von den übrigen Spitallokalen entfernt) übernommen, endlich ein kleines Gebäude als Passantenhaus für neun Offiziere benutzt. Insgesammt verfügte das Spital über genügende Räume zur Aufstellung von 270 Betten für Mannschaften und von 18 Betten für Offiziere. Dazu wurden Mitte November zwei grosse leerstehende Häuser als Passantenhäuser eingerichtet, welche nebst einem Nebenbau für 100—125 fast täglich durchpassirende Kranke und Verwundete bequeme Unterkunft auf Strohsäcken in erwärmten Räumen darboten. Von den 11 benutzten Häusern lagen zehn inmitten von Gärten oder Parks. Die Zahl sämmtlicher zur . Krankenpflege verwendeten Zimmer und sonstigen Räume belief sich auf 83, welche in acht Kranken-Abtheilungen eingetheilt waren. Längere Zeit stand auch ein Eiskeller zur Verfügung. Die Mehrzahl der zugegangenen Kranken litt an innerlichen Erkrankungen (über 75°/o). Unter den äusserlich Kranken befanden sich 175 Verwundete. Während der fünfmonatlichen 23 178 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazaretlie. Band Thätigkeit des Spitals (vom 12. Oktober 1870 bis 9. April 1871) wurden 1728 Mann aufgenommen, ausser diesen noch 6362 Passanten je 1—3 Tage hindurch verpflegt. Am 9. April erfolgte die Auflösung des Spitals, nachdem einige Tage vorher mittels Sanitätszuges auf einmal 93 Verwundete und Kranke, die letzten zehn Kranken aber am 8. und 9. April theils nach Brunoy, theils nach Lagny evakuirt worden waren. In dem Maasse, wie Lazareth-Reservepersonal der vor Paris stellenden Armeekorps an seinen bisherigen Etablirungs- orten entbehrlich ward, fand durch dasselbe die Ablösung der Feldlazarethe in Juilly, Evry sur Seine, Brie Comte Robert, Chantilly, Pontoise, Meaux und die Neu-Errichtung stehender Kriegslazarethe in Juilly und Chäteau Thierry statt. Mit Ausnahme von Evry liegen sämmtliche Orte, an welchen Lazareth-Reservepersonal zur Verwendung gekommen ist, rechts der Seine. In Juilly war vom 2. bis 23. November die 3. Sektion Lazareth-Reservepersonals IV. Armeekorps, vom 1. Dezember 1870 bis 7. März 1871 die 2. und vom 7. März bis 2. April die 3. Sektion Lazareth-Keservepersonals des Gardekorps thätig. Die 2. Sektion des Gardekorps löste daselbst das 9. Feldlazareth XII. Armeekorps ab. Die erstgenannte Sektion IV. Armeekorps behandelte 70 Verwundete und zehn Kranke; die beiden Sektionen des Gardekorps zusammen 16 Verwundete und 552 Kranke. Die 3. Sektion Lazareth-Reservepersonals IL Armeekorps übernahm am 7. Dezember von dem 10. Feldlazareth VI. Armeekorps nahezu 300 Kranke, welche bei Evry sur Seine in den Schlössern des Tourelles, Beauvoir, Mousseau, Pageot und Petit- bourg, was Raum und Ausstattung betrifft, vorzüglich untergebracht waren. Nur Schloss Mousseau besass eine eigene Cisterne, welche jedoch für den Krankendienst nicht ausreichte. Die vier übrigen Schlösser wurden mittels Röhrenleitung von Lizy aus mit Wasser versorgt. Da indessen die Leitungsröhren einfroren, musste der ganze Wasserbedarf aus der Seine heraufgeschafft werden. Die Schlösser waren überdies lediglich zum Sommeraufenthalt bestimmt und leicht gebaut, Thüren und Fenster wenig dicht; die Luftheizung in den unteren Räumen reichte nicht aus. Im Februar war es nach zahlreichem Abgange durch Heilung, Evakuation etc. möglich, alle Schlösser bis auf Beauvoir zu räumen, in welchem die letzten Kranken bis zur Auflösung des Lazareths am 5. März verblieben. Im Ganzen hat das Lazareth 74 Verwundete und 823 Kranke behandelt. In dem kleinen Landstädtchen Brie Comte Robert, südöstlich Paris etwa zwei Meilen von der nächsten Eisenbahnstation gelegen, übernahm am 8. Dezember die 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals IL Armeekorps 61 vorwiegend Typhus- und Ruhrkranke von dem seit dem 1. Oktober hier etablirten 3. Feldlazareth XL Armeekorps. Die Kranken waren in dem fast ganz von seinen Einwohnern verlassenen Städtchen ziemlich gut untergebracht. Die räumliche Entfernung der fünf belegten Privathäuser, zu denen späterhin noch zwei andere kamen, welche an sich ebenso wie die früheren allen hygienischen Anforderungen entsprachen, erschwerte den Dienst, zumal der Chefarzt nur noch über zwei Aerzte verfügte. Das Personal behandelte 21 Verwundete und 360 Kranke. In Chantilly löste am 25. Dezember die 2. Sektion Lazareth- Reservepersonals IV. Armeekorps das dort seit dem 16. November thätige 12. Feldlazareth XII. Armeekorps ab und übernahm einen Bestand von 61 Kranken. Dieselben waren in einem ausserhalb der Stadt frei in einem Parke gelegenen Schlosse und in einem Hotel, welches ca. fünf Minuten vom Schlosse entfernt, am Ausgange der Stadt lag, untergebracht. Zu diesen Anlagen kam Anfang Januar noch ein im Parke befindliches Häuschen hinzu, welches zur Aufnahme der wenigen Pocken- kranken eingerichtet wurde. Insgesammt behandelte im Personal bis 7. April 1871 219 Kranke. In Pontoise übergab die 2. Sektion des 12. Feldlazaretts XII. Armeekorps den verbliebenen Bestand von 39 Kranken an 2. Januar der 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals des Gardekorps. Bis zum 22. Februar nahm das Personal noch 37 z D . meist leichter an Katarrhen und Rheumatismus Erkrankte auf von denen der grösste Theil geheilt zur Truppe entlassen werden konnte. Ein Schwerverwundeter wurde am 8. März der Mairie übergeben. Die 2. Sektion Lazareth-Reservepersonals desselben Armeekorps übernahm am 4. Februar in Meaux den in der Kavallerie- Kaserne befindlichen Krankenbestand des abrückenden 2. Württembergischen Feldspitals. Unter den 119 Mann befanden sich 27 Typhuskranke. Zur Unterkunft derselben diente weiterhin noch die Kavallerie-Kaserne, in welcher freilich die Luft durch die im Erdgeschosse untergebrachten Ställe verschlechtert wurde. Während ihrer 58tägigen Thätigkeit in Meaux hat bis 2. April die 2. Sektion 1123 Kranke aufgenommen, darunter 11 Verwundete. Am 2. April wurden die verbleibenden Kranken an das 1. Feldlazareth XL Armeekorps abgegeben. In Chäteau Thierry richtete die 2. Sektion Lazareth- Reservepersonals II. Armeekorps am 24. Januar 1871 eh Lazareth ein mit der Bestimmung, solche Kranken und Verwundeten aufzunehmen, welche voraussichtlich bald wieder geheilt zu ihrem Truppentheil zurückkehren könnten. Die hygienischen Verhältnisse waren für diesen Zweck im Allgemeinen günstig, doch fehlte es an geräumigen Lokalen. Ende Januar gelang es, 340 Lagerstellen in folgenden Hansen zu beschaffen: 1) im College mit niedrigen feuchten Parterre -Zimmern in der I. Etage mit grossen ziemlich luftigen Schlafzimmern, welche letzteren, durch Oefen erwärmt, billigen Anforderungei entsprachen, für 200 Lagerstellen; 2) in der nebenliegenden Gendarmerie-Kaserne; in den kleinen Zimmern des dreistöckigen Gebäudes konnten zur Noth 100 Lagerstellen aufgestellt werden; die nicht ausreichend) Kaminheizung Hess sich wegen Platzmangels durch Oefen nicht ersetzen; 3) in dem Hause Goutron; das geschmackvoll eingerichtete Gebäude hatte im Parterre mehrere grosse, brauchbare Säle. welche durch Luftheizung erwärmt wurden, in den beiden anderen Etagen nur kleine Zimmer mit Kaminen, es fa 80 Lagerstellen; leider war die Küche in diesem Hause n klein; das Essen musste aus der mehrere 100 Schritt entfernten Kaserne herangeschafft werden, in welcher eine Kücheneinrichtuuj für 200 Mann vorgefunden wurde; 4) in Maison Pinard, welches im Parterre und in der I. Etage 60 Lagerstellen gestattete; auch hier fand sich keine ausreichende Küche; das Essen wurde aus dem weit entfernten College geholt. Sämmtliche Räume besassen gar keine Ausstattung; wurden daher sofort Feldbetten besorgt, welche schon Ende Januar grösstentheils in Benutzung kamen. Die Verpflegung lieferten die Königlichen Magazine unter Erhöhung der Fleischportion auf das Doppelte mit Rücksicht auf den Nährbedarf der Rekonvaleszenten; ausserdem wurde für Darreichung von Wein in genügender Menge gesorgt. In die eintönige Magazin- Verpflegung kam Abwechselung nach Auflösung des Lazarethi Nanteuil, in Folge deren reiche Vorräthe an Viktualien nach Chäteau Thierry gesandt wurden. Den ärztlichen Dienst versahen drei Aerzte, welchen 8 — 9 Lazareth-Gehilfen und zehn Band I. VI. Abschn Krankenwärter nebst standen; bei starkem den Dienst nicht bewä der Garnison Hilfswärt< stand, der Bestimmung' den von leichteren Wui besonders Typhus und kamen Schwerkranke Rekonvaleszenz nach dingte gleichwohl, da Chäteau Thierry aus werden konnten, sonder 28. Januar bis 30. A 1190 Kranke aufgenom worden. Ausser den durcl auf dem Vormarsche < einrichtungen waren, Kranken der vorrück« traktlick engagirte Ch miers (Endstation der Aerzte der freiwillig Personal in La Fertt der Bahn Paris — Ep worden. In Coulommiers lag gab es vorzügliches Qu« rethe wurden anfänglicl wohl eingerichtete, au Gärten gelegene Häuser in 31 Zimmern) wurder bestimmt, während in Offiziere vorbehalten bli für den massenhaften i zum Theil in dem Pa mussten, einem hygienis wurde das Palais nur no benutzt. Als Uebernacl gleich in den ersten Tag eingerichtet, welches sj nommen, nach deren AI günstigen Lage und B dafür richtete das Etap einem Mädchen-Pensiona Uebemachtungsstationer wurden sofort in das sts Dienst nahmen — abge Spitale thätigen Aerzten dem beschwerlichen Eta bis Mitte November tägl dem Lazarethdienst obb der freiwilligen Kranker nach Coulommiers, welch versahen. Der Pflege- Zeit von vier Studirende Bayerischen Mannschaft Kranken erfolgte im W welche anfangs auch für d hatte. Von Mitte Nove Fleisch und Brot in nat den Magazinen gedeckt der ersten Zeit bedeute -JTf'M, iPf-vsw.'. Parke befindliches r wenigen Pocken- it behandelte das « 12. Feldlazaretts ron 39 Kranken am srsonals des Garde- rsonal noch 37 zu- nus Erkrankte auf, Truppe entlassen rarde am 8. Min ls desselben Armee- a in der Kavalier» des abrückenden den 119 Mann be- terkunft derselben in welcher freilich jrachten Ställe yer- igen Thätigkeit in anke aufgenommen, n die verbleibenden corps abgegeben. Sektion Lazareth- Januar 1871 eh Kranken und Yer- htlich bald wieder ren könnten. Die ;en Zweck im All- igen Lokalen. Bis folgenden Häusern Parterre -Zimmern Jen Schlafzimmern, gen Anforderungen ;-Kaserne; in den udes konnten zur e nicht ausreichende i durch üefen nicht ckvoll eingerichtete 3, brauchbare Säle. en, in den beiden iaminen, es fasste i diesem Hause n 0 Schritt entfernten jKücheneinrichtung xterre und in der lier fand sich keine lern weit entfernten re Ausstattung; es welche schon Ende . Die Verpflegung löhung der Fleisch- uf den Nährbedarf ir Darreichung toi eintönige Magazin- sung des Lazarethä in Viktualien nach itlichen Dienst ver- -Gehilfen und zeto Band I. VI. Abschnitt: Bewegungen der III. und Maas-Armee nach der Schlacht bei Sedan, Einschliessung von Paris etc. 179 Krankenwärter nebst zwei Studirenden der Medizin zur Seite standen; bei starkem Andränge konnte dieses Personal allein den Dienst nicht bewältigen; es wurden daher zeitweilig von der Garnison Hilfswärter kommandirt. Der Krankenzugang bestand, der Bestimmung des Lazareths entsprechend, fast nur aus den von leichteren Wunden und schweren inneren Krankheiten, besonders Typhus und Ruhr, Genesenden; nur ausnahmsweise kamen Schwerkranke zur Aufnahme. Die Langwierigkeit der Rekonvaleszenz nach den genannten Infektionskrankheiten bedingte gleichwohl, dass die meisten Behandelten auch von Chäteau Thierry aus nicht zu ihrem Truppentheil entlassen werden konnten, sondern weiter evakuirt werden mussten. Vom 28. Januar bis 30. März 1871 sind 53 Verwundete und 1190 Kranke aufgenommen, davon 462 der Heilung zugeführt worden. Ausser den durch die früher erwähnten Feldlazarethe auf (lern Vormärsche der 111. Armee geschaffenen Lazareth- einrichtungen waren, ebenfalls für die zurückbleibenden Kranken der vorrückenden Armee, noch durch zwei kontraktlich engagirte Civilärzte am 16. September in Coulom- miers (Endstation der Bahn Paris — Tournan) und durch Aerzte der freiwilligen Krankenpflege mit zugehörigem Personal in La Fertö sous Jouarre (einem Städtchen au der Bahn Paris — Epernay) Etappenlazarethe eingerichtet worden. In Coulommiers lagen die Verhältnisse günstig, insbesondere gab es vorzügliches Quellwasser in reichlicher Menge. In Laza- rethe wurden anfänglich vier von ihren Besitzern verlassene, wohl eingerichtete, ausserhalb der Stadt in gut gepflegten Gärten gelegene Häuser umgewandelt. Drei Häuser (126 Betten in 31 Zimmern) wurden für die Aufnahme von Mannschaften bestimmt, während in einem vierten Gebäude 5 Zimmer für Offiziere vorbehalten blieben. Dieselben genügten jedoch nicht für den massenhaften Andrang der Kranken, welche deshalb zum Theil in dem Palais de justice untergebracht werden mussten, einem hygienisch wenig geeigneten Baume. Nachmals wurde das Palais nur noch als Verbandstation für die Passanten benutzt. Als Uebernachtungsstation für Passanten hatte man gleich in den ersten Tagen noch das sogenannte Asyle et Ecole eingerichtet, welches späterhin von Bayerischen Aerzten übernommen, nach deren Abgang jedoch wegen seiner höchst ungünstigen Lage und Beschaffenheit sofort aufgegeben wurde; dafür richtete das Etappenlazareth im Theater, Gefängniss, in einem Mädchen-Pensionat und endlich in einer Kommunalschule Uebemachtungsstationen für 500 Mann ein. Pockenkranke wurden sofort in das städtische Spital gebracht. Den ärztlichen Dienst nahmen — abgesehen von den lediglich im Bayerischen Spitale thätigen Aerzten — anfangs nur zwei Aerzte wahr, welche dem beschwerlichen Etappendienst — es passirten Coulommiers l)is Mitte November täglich durchschnittlich 200 Mann — neben dem Lazarethdienst oblagen. Mitte November kam ein Depot der freiwilligen Krankenpflege mit 4 Aerzten und 31 Pflegern nach Coulommiers, welche den Etappendienst selbstständig weiter versahen. Der Pflege- und Wartedienst wurde in der ersten Zeit von vier Studirenden des Friedrich-Wilhelms-Instituts und Bayerischen Mannschaften versehen. Die Beköstigung der kranken erfolgte im Wege der Requisition durch die Stadt, welche anfangs auch für die Passanten-Beköstigung aufzukommen hatte. Von Mitte November an lieferte die Stadt nur noch Heisch und Brot in natura, während sonstige Bedürfnisse aus den Magazinen gedeckt wurden. Der Krankenzugang war in Qer ersten Zeit bedeutend; insgesammt wurden bis 1. März 950 Kranke, einschliesslich der von dem Bayerischen Spital Uebernommenen verpflegt. In La Ferte sous Jouarre dienten zu Lazarethzwecken anfänglich drei Häuser: das städtische Hospital, die Ecole Bazin, ein ziemlich günstig gelegenes und leidlich hygienisch eingerichtetes Haus, dessen grosse luftige Säle zum Theil als Nachtstation verwendet wurden, endlich die Succursale, ein grösseres Gebäude mit massigen hygienischen Verhältnissen, welches bald verlassen wurde. Grösserer Zugang fand noch am 25. Januar 1871 dadurch statt, dass die zur Evakuation nach Deutschland bestimmten Kranken (118) wegen der Brückensprengung bei Toni nicht weiter gelangen konnten. Dieselben wurden, soweit möglich, im Spitale und dem grossen Saale der Ecole Bazin untergebracht, ein Rest von 22 Mann in Bürgerquartiere gelegt und von dem Lazareth aus verpflegt. Sogleich nach Wiedereröffnung des Verkehrs fanden grössere Evakuationen statt, vermöge welcher das Lazareth wieder auf seinen geringen Krankenbestand zurückging. Die Mehrzahl der Lazarethkranken litt an inneren Leiden; dieselben überwogen auch der Schwere der Erkrankung nach die Verwundeten, deren Weitertransport nur sehr selten aufgeschoben zu werden brauchte. Die Verpflegung erfolgte durch die Mairie, welche Fleisch und Brot liefern musste, und durch das Depot der freiwilligen Krankenpflege, welches für die übrigen Bedürfnisse aufkam. Vom 15. Oktober bis 27. Februar 1871 wurden hier 43 Verwundete und 394 Kranke behandelt. Im Verlaufe der Einschliessung machte sich, als die Evakuation grösseren Umfang annahm, die Nothwendigkeit geltend, zwischen den bereits bestehenden Etappenlazarethen Kranken-Zwischenstationen anzulegen. Zu solchen wurden auf der Etappenlinie der III. Armee die Städte Tournan und Nogent TArtaud, auf derjenigen der Maas-Armee Dammartin und Lizy sur Ourcq ausersehen. Später kamen als Haupt-Evakuations-Stationen noch Gonesse und Lagny hinzu. In dem Etappenorte der III. Armee, Tournan, südöstlich Paris, waren schon seit Anfang Oktober Bayerische und freiwillige Aerzte thätig gewesen, um die zahlreichen Passanten zu pflegen oder Schwerkranke in eingerichteten Lazarethräumen zu behandeln. In den ersten beiden Monaten wurden 3400 Passanten gelabt und verbunden, sowie 349 Personen in die Lazarethe aufgenommen. Die Räume in der Stadt genügten mit nur sehr wenigen Ausnahmen hygienischen Anforderungen nicht. Nichttransportable Kranke wurden daher, wenn irgend möglich, in das vorzüglich geeignete Schloss Pereire übergeführt; 31 Kranke verblieben unter Behandlung eines Französischen Arztes in der Kommunalschule, in welcher barmherzige Schwestern thätig waren. Letzteres Lazareth wurde überdies von der Societe internationale und einer Französischen Dame reich ausgestattet. Die sonstigen früher benutzten Räume blieben für die zahlreichen Passanten in Benutzung. Sehr erschwert war der Dienstbetrieb durch den Mangel an Warte- und Pflegepersonal, die von der Garnison gestellten Wehrleute zeigten sich sämmtlich ungeeignet; die allgemeinen hygienischen Verhältnisse — in Tournan herrschte der Typhus — waren bis zum Dezember hin ungünstig und übten auf Kranke wie Verwundete schädlichen Einfluss aus. Während seiner Thätigkeit vom 26. November 1870 bis 27. Februar 1871 nahm das Lazareth insgesammt für längere Zeit auf 531 Mann, darunter 88 Verwundete (35 Franzosen) und ebensoviele Typhus- und Ruhrkranke. 23* ISO III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachemente, Feld- etc. Lazurethe. Band I. In dem im Marne-Thale gelegenen Nogent d'Artaud, einem kleineren Etappenorte der III. Armee an der Bahnlinie Paris— Epernay, richtete der Etappenarzt am 20. Oktober ein Etappen- lazareth ein, welches jedoch wegen der Nähe grösserer Etappenorte, Chäteau Thierry etc., eine erheblichere Bedeutung nicht gewonnen hat. Den Krankendienst versah bis Mitte Novembep der Etappen - Stabsarzt, später ein im Orte kantonnirender Truppenarzt unter Beihilfe von zwei Ordensschwestern und dem Wartepersonal des Truppentheils. Im Ganzen kamen 134 Mann zur Aufnahme. In Gonesse, 1 /t Meile von der nach Chantilly führenden Bahn, nordöstlich St. Denis gelegen, arbeiteten vom 26. November bis 28. Februar 1871 die 3. Sektion Lazareth-Reserve- personals des Garde- und die 1. Sektion IV. Armeekorps, um später von einem Etappenarzte abgelöst zu werden. Das von seinen Bewohnern fast gänzlich verlassene Städtchen blieb lange Zeit Sitz vieler militärischen Behörden (auch Eta- blirungsort von Feldlazaretten), so dass es schwierig war, für den Andrang der Kranken und Verwundeten geeignete Unterkunft zu finden. In allen nur irgend verwerthbaren Häusern, auch in dem l /i Stunde von der Stadt entfernt liegenden Bahnhofsgebäude wurden Lagerstätten eingerichtet. In der Zeit von Ende November bis Ende Februar war es möglich, auf diese Weise 3773 durchpassirenden Kranken und Verwundeten Beistand angedeihen zu lassen. In der letzten Zeit der Etablirung war der Zugang nicht mehr so stark, da die Eröffnung anderer Bahnlinien, welche einen veränderten Gang der Kranken- zerstreuung im Gefolge hatte, 1 ) ihren Einfluss geltend machte. Unmittelbar nach der Einschliessung von Paris wurde in Dammartin (etwa 4 Meilen nordöstlich Paris und '/a Meile von der Bahn Sevran—Crepy), dem Sitze der General-Etappeninspektion der Maas-Armee, am 22. September ein Etappen-Lazareth mit zunächst 33 Betten eingerichtet. Dammartin würde sich durch seine hohe freie Lage sehr gut zu einer umfangreichen Lazareth- anlage geeignet haben, wenn nicht Mangel an Wasser und grösseren Lokalitäten hinderlich gewesen wären. Bei der grossen Bedeutung, welche Dammartin für die Maas-Armee gewann, mussten schliesslich zehn Häuser zu Lazarethen eingerichtet werden, deren räumliche Entfernung von einander den Dienstbetrieb sehr erschwerte. Die Offizierstation befand sich in einem mitten in schönem Parke gelegenen sehr gut eingerichteten Schlösschen, in welchem 20 Offiziere mit ihrer Bedienung untergebracht werden konnten. Für die zahlreichen Schwerkranken waren die hygienisch besten Häuser des Ortes eingerichtet: 1) das Brüder-Lazareth zu 30 Betten, Franziskanermönche pflegten die Kranken; 2) das „Neue Lazareth", ein hochgelegenes, freistehendes zweistöckiges Haus zu 30 Betten; 3—4) das „Diakonen- und Diakonissen - Lazareth" zu 60 Betten, welches drei nebeneinander liegende Privathäuser mit grossen Stuben und geräumigen Höfen und Gärten umfasste. Für die leichter Erkrankten blieben bestimmt: 1) Hotel Dieu, in einem Garten gelegen, mit luftigen, geräumigen Zimmern und 19 Betten; 2) MaisonPellard: dreistöckige zusammenhängende Häuser, welche in ihren engen und verbauten Zimmern nur wenig Platz und Uebersicht boten, auch durch die winkligen Treppen den Transport der Kranken sehr erschwerten ; 3—4) die Apotheke mit 5 und ein Privathaus mit 9 Betten. Als „Kekonvaleszenten-Station" endlich diente ein Gartenhaus (mit Nebengebäude), dessen niedrige und kleine Zimmer !) Vergl. das Kapitel „Krankenzerstreuung". anfänglich als Durchgangsstation verwendet wurden, W ; man bei dem Eintritt des nasskalten Herbstwetters hierzu da. „Pensionat" wählte,dessen zahlreiche, nur schlecht zuventilirende Zimmer eine Belegung mit schwerer Erkrankten nicht gestatteten Zur Aufnahme der aus den Kämpfen bei Le Bourget stau- menden Schwerverwundeten wurden im November noch ein dreistöckiges, in einem Garten gelegenes Haus mit 25 Betten und zur Aushilfe für Passanten ein kleines Haus mit 30 Lauer- steilen ausgestattet. Den ärztlichen Dienst versah in der ersten Zeit der Stabsarzt des Etappen-Hauptortes IV. Armeekorps allein, welcher nach dem am 20. Oktober erfolgten Eintreffen eines Theiles der 3. Sektion Lazareth-Reservepersonals IV. Armeekorps bis zum 6. März 1871 als Chefarzt des Etappen-Lazareths in Funktion blieb. Die Verpflegung war bald eine durchaus geregelte, da ein grosses Depot der freiwilligen Krankenpflege Viktualien und bis zum Eintreffen des Lazareth-Reserve-Depots IV. Armeekorps sonstige nothwendige Gegenstände in genügender Menge lieferte. Der Krankenzugang war bis zum November, d. h. bis zur Eröffnung der Etappenlinie Mitry—Gonesse, ein bedeutender bis Ende November gingen allein an Passanten über 2000 zu, welche zum grossen Theile aus Rekonvaleszenten von Typhu.- und Ruhr und aus Leichtverwundeten bestanden. Dieselben wurden, mit Verbänden, warmer Kleidung und Lebensmitteln versehen, meist am folgenden Tage weiter befördert. Zur Aufnahme in das Lazareth kamen anfänglich fast ausschliesslich innerlich, und zwar besonders Typhus- und Ruhr-Kranke; erst nach den Kämpfen bei Le Bourget stellten sieh auch mehr Verwundete ein. Für die Nichttransportablen wurde in einem freiliegenden Hause ein besonderes Verwundeten-Lazareth eingerichtet. Verwundete gelangten insgesammt 109 zur Aufnahme, fast ausschliesslich Schwerverletzte. Längere Aufnahme im Lazareth fanden überhaupt 1122 Mann. Das Bayerische Haupt-Feldspital No. 3 marschirte 27. November 1870 von Nancy ab und rückte am 29. November in Lagny ein. Die ältere Stadt hat meist enge, düstere Strassen. während in der Umgebung sehr zahlreiche, inmitten anmuthiger Gärten und Parks zerstreut liegende Villen sich finden. Gegenüber Lagny, am rechten Ufer der Marne, erhebt sich, gleichfalls an eine Hügelreihe angelehnt, die Ortschaft Thorigny, woselbst der Bahnhof, damals der Endpunkt des von Strassburj nach Paris führenden Schienenweges, sowie die grossen Ver- pflegungsmazine lagen. Die beiden, Lagny mit Thorigny verbindenden Brücken, eine steinerne und eine eiserne, waren vor dem Anmärsche der Deutschen Truppen durch die Franz«« gesprengt, doch hatten erstere die Kommunikation mittels zwei« Bockbrücken sogleich wieder hergestellt. Die meisten Bewohner hatten die Stadt verlassen; kaum 500 Personen waren zurückgeblieben. Die Häuser befanden sich grösstenteils in einem hohen Grade der Verwüstung und Verunreinigung; die zm Etablirung benutzten Lokale bedurften daher vorerst einer gründlichen Reinigung. Das Haupt-Feldspital hatte sogleich bei seiner Ankunft Befehl erhalten, seine Thätigkeit nach zw Richtungen zu theilen, nämlich in Lagny selbst ein stehendes Kriegsspital und in Thorigny eine Passantenanstalt zu errichten Da das 1. Württembergische Feldspital die wenigen disponible! grösseren Gebäude bereits belegt hatte, so blieben meist nur kleinere Räume zur Auswahl übrig. Am 4. Dezember warei die Einrichtungen so weit getroffen, dass in 15 Hausen 390 Krankenbetten bereit standen, während die Passanten- anstalt in Thorigny 300 Lagerstellen umfasste. Der ZugamJ namentlich in letzterer Anstalt, welche von einem Regiment" arzt mit zwei Assistenten und dem nöthigen Wärterpersor» Band VI. Absch besorgt wurde, betrug Die anbefohlene wei vollendet, so dass an nähme von Kranken l Bettstellen(216)beiwe: damit begnügen mus Steinpflaster versehene vom eigenen Persona, hölzerne Bettladen i ausserdem 100 Betts XII. (Königlich Sachs erfolgte die Erweitei zweier Kochherde mit den grössten Anforder geleistet werden konn rethe des nördlichen ! Ende Januar fan anstalt zu Thorigny die Uebernahme die Krankenpflege statt; ordiuirende Aerzte mi Als im März das reth abmarschirten ui Thätigkeit einstellte, in Lagny zurückzuble zu übernehmen. Anj Lagny zurückkehren Häuser. Da ein gros warten stand, so wu gegeben und innerha mälig auf 300, weicht herabgemindert. Am 6. Juni erhie am 15. Juni wurden 32 Kranke nach Deuts Kranke und die zur ( 21, am 17. Juni vo 22. Division übernom In der Periode v kamen im Kriegsspit ausserdem 2924 Pas April 806, Mai 469, Thorigny wurden im 2752 Mann versorgt. Nach Ankunft i XII. (Königlich Sachs zember wurden demse Baume für etwa 30 B von 8523 Passanten, in Behandlung, darun In Lizy sur Our( eine Verbandstation fi rückbeförderten Kranl Befundenen waren in und ausgestatteten G in vier anderen Geh Begünstigt wurde di kleidungs- und Laben Kraukenpflege. Gewi der freiwilligen Kran «n Lazarethgehilfe zi Besatzung Wärterdiei seines Bestehens hat schliesslich 544 Ver theils in längere Beb Band I. wurden, während | wetters hierzu da- echtzuventilirende in nicht gestatteten. i Le Bourget stau- oveinber noch ein [aus mit 25 Betten laus mit 30 Lauer- iten Zeit der Stabs- ps allein, welcher m eines Theiles der rmeekorps bis zum areths in Funktion haus geregelte, da mpflege Viktualien i-Depots IV. Armeegenügender Menge mber, d. h. bis zur I , ein bedeutender! nten über 2000 : zenten von Typhus tanden. Dieselben und Lebensmitteln »efördert. 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Die anbefohlene weitere Ausdehnung war bis Mitte Januar vollendet, so dass an 800 Lagerstellen in 33 Häusern zur Aufnahme von Kranken bereit standen. Da die etatsmässige Zahl an Bettstellen(216) bei weitem nicht ausreichte, man sich daher anfangs damit begnügen musste, Strohsäcke auf den theilweise mit Steinpflaster versehenen Boden zu legen, so wurden — ausser den vom eigenen Personal hergestellten — weitere 200 einfache hölzerne Bettladen durch Preussische Pioniere angefertigt, ausserdem 100 Bettstellen vom benachbarten 2. Feldlazareth XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps erworben. Im Januar erfolgte die Erweiterung der einen Küche durch Erbauung zweier Kochherde mit Einsatz von je drei Kesseln, so dass selbst den grössten Anforderungen hinsichtlich der Verpflegung Genüge geleistet werden konnte. Eine zweite Küche war für dieLaza- rethe des nördlichen Stadttheiles im Gange. Ende Januar fand die Zurückziehung des in der Passantenanstalt zu Thorigny verwendeten Personals und Materials und die Uebernahme dieser Zweigstation durch die freiwillige Krankenpflege statt; in Lagny konnten in Folge dessen sieben ordinirende Aerzte mit je einem Assistenzarzt thätig sein. Als im März das Sächsische und Württembergische Laza- refh abmarschirten und auch die freiwillige Krankenpflege ihre Thätigkeit einstellte, erhielt das Haupt-Feldspital Befehl, allein in Lagny zurückzubleiben und den gesammten ärztlichen Dienst zu übernehmen. Anfang März begannen die Gesuche der nach Lagny zurückkehrenden Einwohner um Ueberlassung ihrer Häuser. Da ein grösserer Krankenzuwachs nicht mehr zu erwarten stand, so wurde der Mehrzahl dieser Gesuche stattgegeben und innerhalb vier Wochen die Zahl der Betten all- mälig auf 300, welche noch in zwölf Häusern vertheilt blieben, herabgemindert. Am 6. Juni erhielt das Spital Befehl zur Marschbereitschaft; am 15. Juni wurden mittels eines Preussischen Sanitätszuges 32 Kranke nach Deutschland evakuirt, einige nicht transportable Kranke und die zur Okkupations-Armee gehörigen, im Ganzen 21, am 17. Juni von dem 3. Preussischen Feldlazareth der 22. Division übernommen. In der Periode vom 4. Dezember 1870 bis 17. Juni 1871 kamen im Kriegsspital zu Lagny 2502 Mann in Behandlung, ausserdem 2924 Passanten, im Februar 22, im März 1110, April 806, Mai 469, Juni 517. In der Passanten-Anstalt zu Thorigny wurden im Monat Dezember 2943, im Monat Januar 2752 Mann versorgt. Nach Ankunft der 3. Sektion Lazareth-Reservepersonals XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps in Lagny am 21. Dezember wurden demselben drei noch unbenutzte Villen mit einem Räume für etwa 30 Kranke überwiesen. Es nahm, abgesehen von 8523 Passanten, vom 21. Dezember bis 21. März 83 Kranke in Behandlung, darunter 28 Verwundete. In Lizy sur Ourcq, nordöstlich Paiis, wurde am 7. Oktober eine Verbandstation für die aus den umliegenden Lazarethen zurückbeförderten Kranken eingerichtet. Für die nichttransportabel Befundenen waren in dem Schlosse, einem sehr gut gelegenen und ausgestatteten Gebäude, 30 Betten aufgestellt, während in vier anderen Gebäuden die Passanten Verpflegung fanden. Begünstigt wurde die ärztliche Thätigkeit durch ein mit Be- kleidungs- und Labemitteln ausgestattetes Depot der freiwilligen Kraukenpflege. Gewöhnlich waren zwei Aerzte — einer von der freiwilligen Krankenpflege — in Lizy thätig, denen nur «n Lazarethgehilfe zur Seite stand, während sechs Mann der Besatzung Wärterdienste verrichteten. In den zwei Monaten seines Bestehens hat das Etappenlazareth 2399 Mann, einschliesslich 544 Verwundete, theils als Passanten verpflegt, theils in längere Behandlung genommen. Endlich bestanden auf der Linie Paris—Nancy rückwärts der bisher erwähnten Orte, theils behufs Unterbringung der von Besatzungstruppen herrührenden Kranken, hauptsächlich aber ebenfalls für Zwecke der Evakuation, kleinere oder grössere, zum Theil sehr umfangreiche Lazaretheinrichtungen in Dormans, Epernay, Keims, CMlons s. M., Vitry le Franeais, Commercy und Toni.') In Dormans war schon im Oktober ein stehendes Lazareth, und zwar in einem in Parkanlagen gelegenen, von seinem Besitzer in reichlichster Weise für Lazareth- zwecke ausgestatteten Schlosse, eingerichtet worden. An Buhr, Typhus und Wechselfieber Leidende bildeten den Hauptbestandtheil der Kranken. In Epernay waren seit Beginn des Krieges von wohlhabenden Champagner-Fabrikanten Lazarethe für ihre Landsleute, von denen indessen bei Besetzung der Stadt durch die Deutschen Truppen nur wenige vorgefunden wurden, hergestellt. Vorzüglich waren 1) Chambre des notaires mit 13 Betten; 2) St. Chretien mit 32 Betten; 3) Dominicain mit 20 Betten; 4) Hospice mit 22 Betten; 5) Hotel Chandon mit 13 Betten (Offizier-). Weniger gut, aber noch sehr brauchbar 6) College mit 17 Betten; 7) Theätre mit 13 Betten; 8) Lucquac mit 12 Betten; 9) Machet pere mit 31 Betten; 10) Etablissement Moet et Chandon mit 280 Betten; 11) Biache mit 19 Betten; 12) Machet freres mit 19 Betten; 13) Perier mit 30 Betten. Das grosse Etablissement Moet et Chandon wurde alsbald noch um 160 Betten vergrössert. In allen Räumen herrschte die grösste Sauberkeit; barmherzige Schwestern und Diakonissinnen wetteiferten in der Pflege der Kranken. Die Beköstigung erfolgte theils durch die Besitzer, theils durch Requisitionen und wurde unterstützt durch die Depots der freiwilligen Krankenpflege. Den ärztlichen Dienst in diesen Anstalten versahen bis zum März 13 freiwillige Deutsche und ausländische Aerzte. Die in Epernay stationirte Evakuations-Kommission richtete ausserdem zwei grosse Eisenbahnschuppen als Uebernachtungsstation ein, die einem Preussischen Stabsarzt allein unterstellt blieben. Der Krankenzugang war ein bedeutender: bis 11. März gingen 3546 Mann zu, unter denen sich 310 Verwundete befanden. Die Hauptmasse der Zugehenden litt an Typhus und Ruhr und deren Folgezuständen. Am 11. März übernahm das Lazareth- Reservepersonal IL Armeekorps den Lazarethdienst in Epernay bei einem Bestände von 147 Kranken. Nördlich Epernay bestand eine umfangreiche Lazareth- anlage in Reims, an welcher sich vom 4. November bis 10. Dezember 1870 die 2. Sektion Lazareth-Beservepersonals XIII. Armeekorps betheiligte. Sämmtliehe Lazareth-Ein- richtungen waren dem Feldlazareth-Direktor des General- G ouvernements unterstellt. Eines der grössten Lazarethe, das Lycee imperiale, welches 200 Mann fassen konnte, übernahm am 4. November die genannte Sektion mit einem Krankenbestande von 116 Personen, welche grösstentheils typhuskrank waren. Während der Zeit seiner Thätigkeit nahm das Personal im Lycee noch 224 Kranke und Verwundete — von letzteren nur vier — auf, so dass insgesammt 340 Gegenstand seiner Pflege bis 10. Dezember 1870, l ) Die an derselben Bahnlinie noch weiter rückwärts, sowie einige zwischen den oben genannten Stationen gelegenen Etappeulazarethe sind bereits in früheren Abschnitten erwähnt worden. dem Tage seiner Ablösung, geworden sind. 105 Mann hinter- liess das Personal dem ablösenden Feldlazareth. Weiter westlich befanden sich in Chälons sur Marne schon seit September 1870 für kranke Franzosen eingerichtete Lazarethaustalten, von welchen ebenfalls eine Anzahl vorgefunden wurde. Die Ecole des arts (280 Betten), sehr gut geeignet; im Oktober wurde die Zahl der Betten vermehrt, als ungünstigere Lokale geräumt werden mussten. Die 1. Sektion Lazareth - Reservepersonals VI. Armeekorps übernahm dort am 16. November den Dienst unter Oberaufsicht des Etappen-Stabsarztes, welcher für die einheitliche Leitung Sorge trug. Am 12. März 1871 gab das Lazareth der Schulbehörde einige Säle zu Lehrzwecken zurück, ebenso im April, je nachdem die fortgesetzte Verminderung des Krankenbestandes es erlaubte. Die Ecole normale (45 Betten) wurde im November der Schulbehörde zurückgegeben. Das Grand Seminaire (21 Betten), mit kleinen zellenartigen Zimmern, welche nicht genügend geheizt werden konnten, wurde im Oktober geschlossen. Das Petit Seminaire (40 Betten) lag weit vor der Stadt, war hygienisch ungünstig und wurde im Oktober geschlossen. Das Quartier des freres, ein ungenügend heizbarer Kaum, wurde im Oktober geräumt aus Mangel an Wartepersonal. Hotel Dieu, das Civilkrankenhaus mit 121 Betten, wurde am 11.Februar 1871 mit einem Krankenbestande von 127Kranken durch das Lazareth-Keservepersonal VI. Armeekorps übernommen, welches am 21. März 1871 das Hospital an das 4. Württembergische Feldspital abgab. Vom 22. Mai bis 4. Juni 1871 behandelte das 3. Feldlazareth III. Armeekorps die Kranken und Verwundeten im Hotel Dieu und hatte in dieser Zeit einen Zugang von 138 Mann, grössten- theils leicht Erkrankten. Einen Bestand von 111 Kranken übergab es am 4. Juni der 2. Sektion Lazareth-Reservepersonals III. Armeekorps, welche bis zum 18. Juni daselbst thätig war und ebenfalls fast ausschliesslich Leichtkranke zu behandeln hatte. 51 Kranke übergab die Sektion dem 2. Sanitätsdetachement III. Armeekorps, welches bis 19. Juli etablirt blieb und seinen Bestand von 73 Mann dem ablösenden 7. Feldlazareth III. Armeekorps übergab. Asyle des alienes (51 Betten), sehr gut; das günstige Asyle de la salle Doulcet (48 Betten) musste im Januar aufgelöst werden, da es nicht geheizt werden konnte. Asyle de la salle Gosserez (16 Betten), zu kalt, sonst gut, musste schon im Oktober geschlossen werden. Salle Eulalie (45 Betten), recht geeignet, wurde am 21. Februar mit 21 Kranken vom Lazareth-Reservepersonal VI. Armeekorps übernommen, geschlossen am 5. März 1871 wegen Verminderung des Krankenbestandes und zur Vereinfachung des Geschäftsbetriebes. Der Convent (9 Betten), wegen ungenügender Heizungsvorrichtung im Oktober geschlossen. Asyle de St. Joseph(8Betten), sehr gut; im Februar aufgelöst. Ecole mutuelle, zu 200 Betten eingerichtet, für Passanten; eine Verbandstation am Bahnhofe. Drei Baracken auf dem Bahnhofe, auf 200 Passanten berechnet, verloren durch Verlegung der Evakuations- Kommission nach Nancy und Epernay bald ihre anfängliche Bedeutung und wurden im November für leichte Lazaretk- kranke zu je 40 Betten eingerichtet. Störung verursachte hier die Nähe des Bahnhofsverkehrs. Endlich kam im Januar noch hierzu die Kaserne St. Jacques, welche, nach der Brückensprengung bei Fontenoy zur Aufnahme von Passanten eingerichtet, später als syphilitische Station verwerthet wurde. (250 Betten.) Die Lazareth-Einrichtungen in Chälons besassen im September 844 Betten, im Oktober 700, im November 809 im März 640, im April 220 und im Mai 214 Betten. Der Krankenzugang war bis zur Einrichtung der Evakuations- Kommissionen in Epernay im November durch die bis dahin zuströmenden Passanten beträchtlich; letztere kamen wochenlang täglich zu Hunderten an. Die grössere Hälfte des Zugangs betraf innerlich Kranke, unter denen anfänglieh Typhus und Ruhr überwogen. Der Verwaltung erwuchsen besondere Schwierigkeiten aus dem Umstände, dass Aerzte vieler Länder in den dortigen Lazarethen gleichzeitig thätig waren; dieselbe lastete anfangs ganz allein auf dem Etappen- Stabsarzte, welchem erst Ende Oktober ein Rendant und am 16. November das Lazareth-Reservepersonal VI. Armeekorps zu Hilfe kamen. Das vom 16. November bis 1. Juli 1871 daselbst thätig gewesene Lazareth-Reservepersonal VI. Armeekorps hat 138 Verwundete und 2590 Kranke behandelt. Südöstlich Chälons, in Vitry le Francais, war bereits zwei Tage nach Kapitulation der kleinen Festung', am 27. August, von einem Preussischen Civilarzte ein Etappen- lazareth eingerichtet worden, welches durch seine Lage an der Bahn Epernay—Nancy grosse Bedeutung gewann. Zu Lazarethzwecken wurde in erster Linie verwandt: Das grosse Hauptkrankenhaus Hotel Dieu, ein Kloster der Borromäerinnen, in welchem sich eine Waisenanstalt, ein Asyl und ein Findelhaus befanden. Das sehr weitläufig gebaute Kloster nahm fast ein Stadtviertel ein und lag an drei massig breiten Strassen. Sämmtliche Gebäude waren einstöckig — die Hauptgebäude massiv, die Nebengebäude mit Fachwerk gebaut — und umschlossen fünf verschieden grosse, zum Theil mit gut gepflegten Gartenanlagen versehene Höfe. Ausserdem waren in einer '/* Meile von der Stadt auf freiem Felde gelegenen Zuckerfabrik zwei Säle mit 46 Kranken belegt, welche in den reichlich ventilirten hohen Räumen sehr gute Unterkunft fanden; es stellte sich jedoch Ende September das Bedürfnis! heraus, wegen der eintretenden Kälte den grössten Theil der Kranken von dort wegzunehmen; der Rest folgte im Oktober; das Gebäude blieb seitdem für Nothfälle offen. Dafür wurde ein zweites Kloster, die Ambulance du Couvent, eingerichtet, Die Einrichtung der Ambulanz wurde durch Requisition bei der Mairie, zum Theil auch durch die freiwillige Krankenpflege besorgt. Grosse Schwierigkeiten verursachte bei dem strengen Winter die Heizung; dieselbe konnte nur unvollkommen durch Aufstellung eiserner Oefen bewirkt werden. Die Verpflegung der Kranken wurde im Hotel Dieu und in der Ambulance du Couvent ganz von der Verwaltung des Hotel Dieu geleistet. An Warte- und Pflegepersonal standen zur Seite die zuverlässigen und thätigen Borromäerinnen des Hospitals und von der Stadt gestelltes Personal, welches jedoch grösstentheils aus unbrauchbaren Leuten bestand. Der Gesammtzugang (meist Typhus- und Ruhrkranke) betrug 1951 Mann. In Commercy, einem östlich Vitry le Francais an der Maas und der vorgenannten Eisenbahnlinie gelegenen Städtchen, wurde zur Pflege durchpassirender Kranker am 13. Dezember durcl personals III. Arme Ausser fünf Zim: eins baldigst wieder durchfeuchtet waren vi werden konnte, stand nach Lage und Bauar Verfügung, doch fehlte so dass das Lokal n: für 70 Passanten zv Einen Hauptbesta Kranken bildeten, bes< im Februar kamen Lungenentzündung ur sämmtlich von dem 1 welches Anfang Febrv. nissen Commercy passi In der Festung nach der Kapitulatic Lazarethe in vier Hi Die Krankenkost bereitet, welche auch a thätigen Antheil nähme Typhus und Ruhr. Im Das Lazareth bestand und übergab den an 1 Kranken dem 2. Feldl; Am 20. Januar Reservepersonals VI Stadt nördlich Mezie des 2. Feldlazarettes 20. Januar ein Trup] Dieselben waren ir thümlichen Kloster, we massiven Gebäuden ei zu Unterrichtszwecken lieferte die wohlhabei wurden 146 Mann (eins Nach der Kapiti 14. Dezember fand n zerstörten Unterstadt in bedauernswerthes Häuser (das sogenam schaft mit 160 Bette Milien ausgestattet. und Verwundete nebst Französischen Ambul in einem gegenüber wohnern verlassenen, lagen. Es wurden Deutschen Kranken 1 für das andere Haus stattung durch in Mon vollständig bewirkt. Abzug der Französisch möglich, das Privath; wurde anfänglich dur welchem Ende Janua Band I. ne von Passanten ition verwertet >ns besassen im a November 809, !14 Betten. Der der Evakuations- ircb die bis dabin re kamen wochen- ssere Hälfte des denen anfänglich iltung erwuchsen nde, dass Aerzte gleichzeitig thätig auf dem Etappen- Rendant und am mal VI. Armee- 1 daselbst thätig Armeekorps hat delt. cais, war bereits en Festung, am rzte ein Etappeneb seine Lage an ung gewann. nie verwandt: iu, ein Kloster der inanstalt, ein Asyl veitläufig gebaute ig an drei massig einstöckig — die achwerk gebaut — um Theil mit gut Ausserdem waren n Felde gelegenen sgt, welche iu den gute Unterkunft jer das Bedürfnis! grössten Theil der folgte im Oktober; en. Dafür wurde ivent, eingerichtet. Requisition bei der ige Krankenpflege ) bei dem strengen vollkommen durch Die Verpflegung der Ambulance du tel Dieu geleistet e die zuverlässigen und von der Stadt teils aus unbrauch- ig (meist Typhus- s Francais an di nlinie gelegenen irder Kranker am Band 1. VI. Abschnitt: Bewegungen der III. und Maas-Armee nach der Schlacht bei Sedan, Binschliessung von Paris etc. 183 13. Dezember dureb einen Arzt des Lazareth-Reserve- personals III. Armeekorps ein Etappenlazaretb errichtet. Ausser fünf Zimmern im Hopital militaire, von welchen eins baldigst wieder geräumt werden musste, da die Wände durchfeuchtet waren und eine wirksame Lüftung nicht erzielt werden konnte, stand in dem College, ausserhalb der Stadt, ein nach Lage und Bauart hygienisch sehr günstiges Gebäude, zur Verfügung, doch fehlte hier ausreichende Lazareth-Einrichtung, so dass das Lokal nicht für stationäre Kranke, wohl aber für 70 Passanten zweckmässig hergerichtet werden konnte. Einen Hauptbestandtheil der 338 zur Aufnahme gekommenen Kranken bildeten, besonders in der ersten Zeit, Typhuskranke, im Februar kamen vorwiegend schwere Erkrankungen an Lungenentzündung und Gelenkrheumatismus zur Behandlung, sämmtlich von dem Belagerungskorps vor Longwy stammend, welches Anfang Februar unter ungünstigen Witterungsverhält- nissen Commercy passirte. In der Festung Toul (südöstlich Commercy) richteten nach der Kapitulation dieses Platzes Deutsche Civilärzte Lazarethe in vier Häusern ein. Die Krankenkost wurde durch Französische Schwestern zubereitet, welche auch an der Pflege der Kranken und Verwundeten thätigen Antheil nahmen. Die vorherrschenden Krankheiten waren Typhus und Ruhr. Im Ganzen wurden 332 Mann aufgenommen. Das Lazareth bestand vom 25. September bis 6. November 1870 und übergab den an letzterem Tage verbleibenden Bestand an Kranken dem 2. Feldlazareth III. Armeekorps. Am 20. Januar übernahm die 1. Sektion Lazareth- ßeservepersonals VIII. Armeekorps in Charleville, einer Stadt nördlich Mezieres an der Maas gelegen, die Kranken des 2. Feldlazareths VII. Armeekorps, welche vom 1. bis 20. Januar ein Truppenarzt behandelt hatte. Dieselben waren in dem College untergebracht, einem altertümlichen Kloster, welches mit seinen drei- und zweistöckigen massiven Gebäuden einen viereckigen Hofraum umschloss und zu Unterrichtszwecken benutzt worden war. Die Verpflegung lieferte die wohlhabende Stadt. Bis zum 28. Februar 1871 wurden 146 Mann (einschliesslich 11 Verwundete) aufgenommen. Nach der Kapitulation und Besetzung Montmedys am 14. Dezember fand man in zwei Häusern der fast gar nicht zerstörten Unterstadt Französische Kranke und Verwundete in bedauernswerthestem Zustande vor. Eines dieser Häuser (das sogenannte Militär-Hospital) hatte die Bürgerschaft mit 160 Betten und den nöthigsten sonstigen Utensilien ausgestattet. Daselbst waren 90 Französische Kranke und Verwundete nebst dem Personal einer zurückgebliebenen Französischen Ambulanz untergebracht, w r ährend 70 andere in einem gegenüber liegenden, grossen, von seinen Bewohnern verlassenen, jeder Ausstattung entbehrenden Hause lagen. Es wurden sofort 35 Betten des Hospitals mit Deutschen Kranken belegt, mit Hilfe der Kommandantur für das andere Haus Betten beschafft und die weitere Ausstattung durch in Mondelange lagernde Lazareth-Gegenstände vollständig bewirkt. Im Laufe des Januar war es nach Abzug der Französischen Ambulanz durch Krankenevakuation möglich, das Privathaus zu räumen. Der ärztliche Dienst wurde anfänglich durch den Chefarzt allein wahrgenommen, welchem Ende Januar vom 7. Feldlazareth X. Armeekorps ein Assistenzarzt zugetheilt werden konnte. Den Warte- und Pflegedienst versahen drei Lazarethgehilfen der Besatzung und die Französischen Infirmiers, welche letztere indessen später in der Küche beschäftigt wurden. Vom 11. Februar an war bei dem geringen Krankenbestande (Zugang erfolgte ausschliesslich von der Besatzung) nur noch ein Arzt thätig. Aufgelöst wurde das Lazareth erst mit dem Abmarsch der Besatznng. Für das Belagerungskorps vor der kleinen Festung Longwy hatte das 7. Feldlazareth VII. Armeekorps in Longuyon am Chiers und Cons la Grandville am 19. Januar ein Lazareth eingerichtet, 1 ) dessen Krankenbestand am 28. Januar von einem Theile der 3. Sektion Lazareth- Reservepersonals I. Armeekorps übernommen wurde. Die Lazaretheinrichtung in Cons la Grandville befand sich in einem alten verlassenen Mönchskloster. Bei der Ueber- nahme des Lazareths litt die Mehrzahl der Kranken an rheumatischen und katarrhalischen Affektionen; dieselben wurden bis auf acht schon in den ersten Tagen nach Diedenhofen abgegeben, der Rest von zwei Pockenkranken aber am 12. Februar 1871 nach Longuyon übergeleitet. Das Lazareth in Longuyon war schon von Franzosen in einem alten Schlosse am Chiers eingerichtet worden; ein Civil- arzt aus Longuyon hatte die Kranken unter Mitwirkung des 7. Feldlazareths VII. Armeekorps behandelt. Trotz der niedrigen Lage am Flusse waren hier die Verhältnisse sehr viel günstiger als in Cons la Grandville. Am 10. Februar brach im Schlosse Feuer aus, welches allerdings rasch gelöscht wurde, aber den Schornstein derart beschädigte, dass die Küche nicht mehr benutzt werden konnte. Die Kranken wurden deshalb in das leere Mädchenpensionat übergeführt. Die Verpflegung war gut; im Schlosse fand man Vorräthe von Lebensmitteln, welche durch Sendung aus Metz vervollständigt wurden; Extraspeisen lieferte die Mairie der Stadt, welche auch für Heizung und Beleuchtung aufkam. In beiden Lazarethen zusammen sind 86 Kranke behandelt worden. Das Lazareth-Reservepersonal war in ersterem Ort vom 28. Januar bis 12. Februar, an letzterem Ort vom 28. Januar bis 5. März 1871 thätig. Ergebniss. Während der Einschliessung und Belagerung von Paris sowie der kleineren rückliegenden Festungen wurden 29 Lazarethe durch Lazareth-Reservepersonal eingerichtet oder übernommen. Die Unterbringung der Lazarethkranken war in der rauheren Jahreszeit durch den Umstand erschwert, dass viele der sonst geeigneten massiven Häuser nur ungenügende Heizvorrichtungen besassen. ■— In Folge von Mangel an Aerzten bei dem Lazareth-Reservepersonal mussten die Militärärzte der Etappenorte oder Civilärzte, zeitweise ohne Unterstützung durch Verwaltungsbeamte, umfangreiche Lazarethe einrichten und verwalten. Zur Verstärkung des Wartepersonals mussten auch hier aushilfsweise Mannschaften der Besatzungstruppen herangezogen werden, wobei die früher beregten Uebelstände 2 ) sich ebenfalls geltend machten. ») Vergl. S. 176. 2 ) Vergl. S. 155. 184 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetaehements, Feld- etc. Lazarethe. Band I. Bund I- Siebenter Abschnitt. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Seine Majestät der König von Preussen hatte unter dem 20. September 1870 die Bildung der 4. Reserve- Division aus den noch in der Heimath befindlichen Feld- truppen befohlen. *) Nach der Einnahme Strassburgs am 28. September wurde diese Division am 30. September mit der Ein- schliessung von Schlettstadt (17. bis 24. Oktober) und des weiter südlich gelegenen Neu-Breisach (7. Oktober bis 10. November) beauftragt, 2 ) während das aus der Badischen Division und mehreren Preussischen Truppentheilen des bisherigen Belagerungskorps von Strassburg neugebildete XIV. Armeekorps 3 ) westwärts in Richtung auf Chätülon und Troyes vorrücken sollte. Die unbedeutenderen Gefechte bei Champenay und bei Raon l'Etape am 4. und 5. Oktober hatten eine Etablirung des Badischen Sanitätsdetaehements nicht noth- wendig gemacht, der ernste Kampf am 6. Oktober bei La Bourgonce 4 ) bedingte jedoch die Errichtung eines Verbandplatzes bei Nompatelize. Die Verwundeten wurden insbesondere nach Baon l'Etape dirigirt, wohin das im Anmarsch zum Armeekorps begriffene 3. Badische Feld- lazareth behufs Etablirung beordert ward. Bis zum Eintreffen des Lazareths in Raon l'Etape am 10. Oktober wurde der Sanitätsdienst bei den 700 Verwundeten durch einen Zug des Badischen Sanitätsdetaehements bewirkt und der Ueberfüllung des Ortes durch Evakuation nach Luneville entgegengearbeitet. i) Vergl. Generalstabswerk II, S. 305. 2 ) Ein Sanitätsdetachement befand sieh bei dieser Division nicht. Die Feldlazarethe derselben waren die Feldlazarethe No. 9 und 10 (oder 4. und 5. Preussisches) XIV. Armeekorps. 3 ) Das XIV. Armeekorps besass an Sanitätsformationen 1 Badisches Sanitätsdetachement und 5 Badische Feldlazarethe. Ausserdem wurden zwei Preussische Sanitätsdetaehements neu errichtet, desgleichen die fünf Feldlazarethe No. 6 bis 10 (oder 1. bis 5. Preussisches) XIV. Armeekorps. — Zur Zeit des Abmarsches der Badischen Feld-Division von Strassburg waren sämmtliche fünf Feldlazarethe derselben noch etablirt und zwar: das 1. in Bläsheim, das 2. in Brumath, das 3. in Kolbsheim, das 4. in Hagenau, das 5. in Vendenheim. Das 1. Feldlazareth folgte seiner Division jedoch bereits im November nach, am 4. November das 4., am 5. das 3., am 8. das 2., endlich am 12. November auch das 5. 4 ) Vergl. Generalstabswerk II, S. 311 und ff. Die Verluste betragen nach Anlage 83: todt......5 Offiziere, 92 Mann, verwundet ... 20 „ 314 „ vermisst . . . . — „ _______ 5 „ 25 Offiziere, 411 Mann. Das 3. Badische Feldlazareth benutzte für seine Zwecke inKaon l'Etape das Asyl, das Waisenhaus, die Knabenschule, die Markthalle und eine Werkstätte, welche als Ruhrlazareth eingerichtet wurde, endlich das Schulhaus in Neufville. Die Französischen Schwestern des Ortes und zwei freiwillige Deutsche Krankenpflegerinnen unterstützten das Pflegepersonal des Lazareths. In Summa wurden behandelt 414 Mann, darunter 92 Schwer- verwundete. In der 2. Hälfte des November verliess der grössere Theil des Personals Raon l'Etape; der kleinere Theil blieb bis zum 5. Dezember daselbst thätig, folgte nach Auflösung des Lazareths seinem Korps, wurde jedoch am 12. Dezember zwischen Vellexon und Leveux vom Feinde überfallen und zum Theil in Gefangenschaft abgeführt. Nachdem am 12. Oktober Epinal von den Deutschen besetzt worden war, richtete daselbst das 4. Badische Feldlazareth ohne eigentliche Etablirung das Bürgerhospital und das Gefängniss für Lazarethzwecke her, hatte indessen weiterhin nach Gray vorzurücken, übergab daher die als Etappenlazareth dienenden Räumlichkeiten Epinals Preussischen Truppenärzten. Die Gefechte am Ognon 1 ) am 22. Oktober machten die Errichtung von zwei Verbandplätzen bei Cussey und bei Etuz nothwendig. Der Transport der Verwundeten erfolgte insbesondere nach Vesoul, wo das 4. Badische Feldlazareth in Wii-ksamkeit trat und von dort aus über Epinal und Luneville evakuirte. Nach der Besetzung Grays am 26. Oktober durch die Deutschen wurde die Etablirung des von Vesoul herangezogenen 4. Badischen Feldlazareths in Gray verfügt und demselben das Hotel Dieu, das College, Maison Paret und die Kaserne überwiesen. Schwestern vom Orden Note Dame und Vincentinerinnen widmeten sich der Krankenpflege. In Summa behandelte das 4. Badische Feldlazarett in Gray 864 Mann, darunter 258 Verwundete, namentlich aus den Gefechten bei Dijon. Am 28. Dezember musste das Lazareth bei der veränderten Kriegslage Gray verlassen, woselbst jedoch bei 8(5 intransportablen Verwundeten und Kranken das nöthige ärztliche und Pflegepersonal zurückblieb. Das Lazareth war demnächst vom 1* bis 20. Januar mit der einen Sektion in Maasmünster, mit der andern in Sentheim ohne eigentliche Etablirung thätig, wirkte darauf vom 23. bis 30. Januar in Lure bei 550 verwundetet und kranken Franzosen und etablirte sich am 3. Februar zum zweiten Male in Gray. Von den 86 zurückgelassenen Verwundeten und Kranken fand das Lazareth noch 52 vor; die ») Vergl. Generalstabswerk II, S. 323 ff. anderen waren seitens das innere Frankreicl Monats Februar dient hauptsächlich als Etap Dijon evakuirten Verwi nächst weiter in die H< das 4. Badische Feldlaz in Gray 1878 Mann, u Nach dem Eintre liehen Kriegsschaupia Feld-Division wurde ds 1871 durch das 4. Feldl es einen Bestand von des Monats März versa Dienst zu Gray, in welc V. Armeekorps theilten Leistungsfähigkeit durc und Pflegepersonals wi Den Gefechten i Gefecht bei Dijon.') errichtete während St. Apollinaire und s Richtung auf Gray z sur Beze in die Be' Zwecke herangezoge wurden demnächst sei wo sie in die Behan übergingen, während gaben in Mirebeau Vesoul, woselbst ein Anfang November si normale und dem Hc Das Lazareth nah und Gray Evakuirten, ^ in Summa 715 Mann vom 16. Dezember ab dt auf Dijon, nachdem es rückte 9. Feldlazareth geben hatte. Weiterhin etabl: Feldlazareth am 15. und das 6. Feldlazare am 12. Dezember 18 Einige Tage vor von Strassburg hatte ( Division von Neuenb am 3. Oktober Mülh; Festung Neu-Breisacl 17. Oktober mit der Da ein Sanitätsd« war aus Mannschaftei errichtet und mit ra worden. Von Feldlazaretl Kranken der 4. Rese 9- und 10. Feldlazare ') Vergl. Generalsti 2 ) Vergl. Generalsti Sanitats-Bericht über dio Band I. Band I. VII. Abschnitt: Südöstlicher Kriegsschauplatz. 185 ine Zwecke inKaon schule, die Markt- ;areth eingerichtet Die Französischen eutsche Kranken- al des Lazareths. -unter 92 Schwer- mber verliess der ler kleinere Theil folgte nach Auf- edoch am 12. DeFeinde überfallen n den Deutschen 4. Badische Feld- s Bürgerhospital Br, hatte indessen ;ab daher die als i Epinals Preussi- Dktober machten bei Cussey und ler Verwundeten das 4. Badische )n dort aus über »ktober durch die >n Vesoul heran- Gray verfügt und Vlaison Paret i om Orden Notre ich der Krankenische Feldlazarett idete, namentlich iei der veränderten 36 intransportablen ztlicbe und Pflege- lemnächst vom 14. asmünster, mit der •ung thätig, wirkte 550 verwundeten im 3. Februar zum iickgelassenen Ver- noch 52 vor; die anderen waren seitens der Franzosen als Rekonvaleszenten in das innere Frankreich transportirt worden. Während des Monats Februar diente das 4. Badische Feldlazareth in Gray hauptsächlich als Etappenlazaretb, indem es die von Dole und Dii'on evakuirten Verwundeten und Kranken aufnahm und demnächst weiter in die Heimath beförderte. In Summa behandelte das 4. Badische Feldlazareth während seiner zweiten Etablirung in Gray 1878 Mann, u. a. 114 Verwundete. Nach dem Eintreffen des V. Armeekorps auf dem südöstlichen Kriegsschauplatze und dem Abrücken der Badischen Feld-Division wurde das 4. Badische Feldlazareth am 19. März 1871 durch das 4. Feldlazareth V.Armeekorps abgelöst, welchem es einen Bestand von 139 Mann übergab. Bis zum Schlüsse des Monats März versah das 4. Feldlazareth V. Armeekorps den Dienst zu Gray, in welchen sich darauf das 1. und 7. Feldlazareth V.Armeekorps theilten, da die Lazarethe zu jener Zeit in ihrer Leistungsfähigkeit durch zahlreiche Erkrankungen des ärztlichen und Pflegepersonals wesentlich beeinträchtigt waren. Den Gefechten am Ognon folgte am 30. Oktober das Gefecht bei Dijon.') Das Badische Sanitätsdetachement errichtete während desselben einen Verbandplatz bei St. Apollinaire und sandte die Verwundeten alsbald in der Richtung auf Gray zurück. Dieselben traten in Mirebeau rar Beze in die Behandlung und Pflege des zu diesem Zwecke herangezogenen 1. Badischen Peldlazareths und wurden demnächst seitens des letzteren nach Gray evakuirt, wo sie in die Behandlung des 4. Badischen Peldlazareths übergingen, während das 1. nach Erledigung seiner Aufgaben in Mirebeau sur Beze vom 5. November ab in Vesoul, woselbst ein grösserer Theil des XIV. Armeekorps Anfang November sich befand, in dem Lycee, der Ecole normale und dem Hotel Dieu zur Etablirung gelangte. Das Lazareth nahm daselbst ausschliesslich der aus Dijon und Gray Evakuirten, welche nur 1 bis 2 Tage in Vesoul blieben, in Summa 715 Mann auf, u. a. 132 Verwundete. Es folgte vom 16. Dezember ab der Badischen Feld-Division in der Richtung auf Dijon, nachdem es seinen Bestand an das in Vesoul eingerückte 9. Feldlazareth XIV. Armeekorps (4. Preussisches) übergeben hatte. Weiterhin etablirten sich in Dijon das 5. Badische Feldlazareth am 15. November, das 2. am 27. November und das 6. Feldlazareth XIV. Armeekorps (1. Preussisches) am 12. Dezember 1870. (Vergl. unten.) Einige Tage vor dem Aufbruche des XIV. Armeekorps von Strassburg hatte die im Breisgau versammelte 4. Beserve- üivision von Neuenburg aus das linke Bheinufer betreten, am 3. Oktober Mülhausen besetzt und am 7. Oktober die Festung Neu-Breisach eingeschlossen, sowie ausserdem am 17. Oktober mit der Belagerung Schlettstadts begonnen. 2 ) Da ein Sanitätsdetachement nicht zur Verfügung stand, war aus Mannschaften der Division provisorisch ein solches errichtet und mit rasch angefertigten Tragen ausgerüstet worden. Von Feldlazarethen standen für die Verwundeten und Kranken der 4. Beserve-Division während dieser Zeit das 9. und 10. Feldlazareth XIV. Armeekorps geöffnet. ') Vergl. Generalstabswerk II, S. 333 ff. 2 ) Vergl. Generalstabswerk II, S. 346 ff. Sanitäts-Bericht über dio Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. Das 9. Feldlazareth XIV. Armeekorps (4. Preussisches) richtete im College zu St. Hippolyte bei Schlettstadt am 21. Oktober ein Lazareth ein, in welchem sechs vor Schlettstadt schwer Verwundete Aufnahme fanden. Da Schlettstadt bereits am 24. Oktober fiel, wonach ein weiterer Zugang an Verwundeten nicht stattfand, konnte das Lazareth zu St. Hippolyte am 2. November aufgehoben werden; das 9. Feldlazareth XIV. Armeekorps folgte darauf der 4. Reserve-Division in der Richtung auf Neu-Breisach und gelangte in Widensolen am 3. November zur Etablirung. Es nahm daselbst 12 vor Neu-Breisach Verwundete auf, seine Thätigkeit fand indessen durch die am 10. November erfolgte Uebergabe Neu-Breisachs schon am 12. November ihr Ende. Das 10. Feldlazareth XIV. Armeekorps (5. Preussisches) etablirte sich am 16. Oktober zwischen Schlettstadt und Neu- Breisach in Markolsheim in drei sehr günstigen Gebäuden. Es nahm daselbst in Summa 379 Mann, u. a. 21 vor Neu-Breisach Verwundete, auf und Hess am 12. November 20 Nichttransportable in civilärztlicher Behandlung zu Markolsheim zurück. Nach der Einnahme der Festungen Schlettstadt (am 24. Oktober) und Neu-Breisach (am 10. November 1870) setzte sich die 4. Beserve-Division von Neu-Breisach aus nach Vesoul in Marsch. Das 9. Feldlazareth XIV. Armeekorps (4. Preussisches) wurde am 15. Dezember angewiesen in Vesoul das 1. Badische Feldlazareth abzulösen, damit letzteres an die Badische Feld-Division herangezogen werden könne. Das 9. Feldlazareth behandelte in Vesoul in Summa 1811 Mann. 81 Mann waren, nachdem die Deutschen Truppen Vesoul verlassen hatten, Mitte Januar 1871 seitens der Franzosen in Kriegsgefangenschaft abgeführt worden. Unter den Aufgenommenen befanden sich 167 Verwundete. Das Gefecht bei Autun 1 ) am 1. Dezember, während dessen das Badische Sanitätsdetachement einen Verbandplatz bei Autun errichtete, insbesondere aber das Gefecht bei Nuits 2 ) am 18. Dezember brachten den in Dijon etablirten Feldlazarethen starken Zugang an Verwundeten. Während des letzteren Gefechtes hatte das Badische Sanitätsdetachement zunächst einen Verbandplatz bei Boncourt und im weiteren Verlaufe des Kampfes bei La Bergere etablirt. Eine schwere Zeit begann für die in Dijon etablirten Feldlazarethe, als die Deutschen vom 26. Dezember ab bis 3. Februar 1871 diese Stadt geräumt hatten. Es war beschlossen worden, dass das 5. Badische Feldlazareth mit seinem gesammten Personal, dagegen das 2. Badische und das 6. Feldlazareth XIV. Armeekorps (1. Preussisches) nur mit je einer Sektion in Dijon zurückbleiben sollten. Alle irgend Transportablen wurden, insbesondere mit Hilfe des Badischen Sanitätsdetachements, nach Vesoul evakuirt, — 433 Verwundete und Kranke aber als nichttransportabel in Dijon i) Vergl. Generalstabswerk II, S. 632. 2 ) Vergl. Generalstabswerk II, S. 726 ff. Die Verluste betragen nach Anlage 113: todt......18 Offiziere, 211 Mann, verwundet ... 37 „ 656 „ vermisst .... — „ 18 „ 55 Offiziere, 885 Mann. 24 186 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Band I, zurückgelassen. Das 5. Badische Feldlazareth hatte bis zum Abmarsch der Deutschen aus Dijon daselbst 1480 Mann aufgenommen. Von den in Dijon Verbliebenen 224 Pflegebefohlenen dieses Lazareths führten die Franzosen nach und nach 122 in Kriegsgefangenschaft ab. Das 5. Badische Feldlazareth blieb bis zum 19. Februar in Dijon etablirt und wurde an diesem Tage durch das 5. Feldlazareth II. Armeekorps abgelöst. In Summa hatte das Lazareth in Dijon 1853 Mann aufgenommen, u. a. 687 Verwundete. 182 wurden dem ablösenden 5. Feldlazareth II. Armeekorps übergeben. Das 2. Badische Feldlazareth und das 6. Feldlazareth XIV. Armeekorps nahmen in Dijon in Summa 1186 Mann (u. a. 353 Verwundete) auf. Bei der Räumung Dijons seitens der Deutschen blieben in beiden Lazarethen zusammen 209 Verwundete und Kranke zurück. Das in Dijon zurückgelassene Personal des 2. Badischen Fekllazareths wurde demnächst dazu verwendet, einen Sanitätszug über Genf und Lyon nach Karlsruhe zu begleiten, worauf es Mitte Februar von neuem auf dem Kriegsschauplatze eintraf und sich mit der andern Sektion des Lazareths wieder vereinigte. Die aus Dijon und Gray zurückgezogenen Sanitätsformationen des XIV. Armeekorps gelangten demnächst näher bei Beifort in Folge der Kämpfe während des Januar zu erneuter Thätigkeit (siehe später). Alsbald nach dem Falle Neu-Breisachs kamen in der Umgegend von Beifort 1 ) nach und nach zunächst diejenigen Sanitätsanstalten des XIV. Armeekorps zur Verwendung, welche nicht auf dem westlicheren Theile des Operationsgebietes in Dijon, Gray und Vesoul beschäftigt waren. Insbesondere etablirte sich das 7. Feldlazareth XIV. Armeekorps (2. Preussisches) seit dem 3. Dezember mit der 2. Sektion in Chenebier, seit dem 8. Dezember mit der 1. Sektion in Chätenois, während das 8. Feldlazareth XIV. Armeekorps (3. Preussisches), welches vom 23. bis Ende November in Epinal gewirkt hatte, vom 8. Dezember ab in Giromagny und demnächst in Morvillars in Thätigkeit trat. Das 7. Feldlazareth belegte in Chenebier zunächst das katholische Pfarrhaus und die von den Schwestern de la Charite, welche das Lazareth unterstützten, eingerichtete Schule, später auch das evangelische Pfarr- und Schulhaus. In Chätenois benutzte das Lazareth die Mairie, das Schulhaus und ein grösseres Bauergehöft. Die Verpflegung wurde aus den Magazinen zu Montbeliard und Frahier beschafft. Im weiteren Verlaufe der Etablirung traten mehrere Schweizer Aerzte zu dem Lazareth. In Summa nahm dasselbe in Chenebier und Chätenois 740 Mann auf, darunter 476 Verwundete. Am 15. März beendete das Lazareth seine Thätigkeit in den genannten Orten. Das 8. Feldlazareth XIV. Armeekorps (3. Preussisches) hatte sich am 23. November in Epinal in dem Hospital St. Maurice unter günstigen hygienischen Verhältnissen etablirt. Ausserdem standen dem genannten Feldlazareth in dem Departemental - Gefängniss 120 Lagerstellen zur Verfügung. ] ) Beifort wurde vom 3. bis 11. November eingeschlossen (vergl. Generalstabswerk II, S. 364 ff.) und vom 11. November bis 8. Februar 1871 belagert (vergl. Generalstabswerk II, S. 1031 ff.). Das Lazareth hatte im Wesentlichen die Aufgabe eines Etappen- lazareths zu erfüllen, indem es die ihm zugehenden Verwundeten und Kranken thunlichst bald nach rückwärts entliess. Es nahm in Summa 406 Mann auf (39 Verwundete), von denen es zwölf geheilt entlassen und 380 evakuirt hatte, als durch das Eintreffen des Lazareth-Reservepersonals XIV. Armeekorps in Epinal am 30. November der Sanitätsdienst daselbst auf letzteres überging. Das 8. Feldlazareth XIV. Armeekorps war darauf tob 8. Dezember ab in Giromagny etablirt und nahm daselbst 374 Mann auf (131 Verwundete). Es übergab seinen Bestand am 15. Januar dem seit dem 9. Januar mit einer Sektion gleichfalls in Giromagny etablirten 2. Badischen Feldlazareth, nach- dem bereits seit dem 2. Januar nur eine Sektion den Dienst in Giromagny versehen hatte. Das 2. Badische Feldlazareth behandelte daselbst 373 Mann, darunter 107 Verwundete und Hess am 14. März bei Auflösung des Lazareths drei Nichttransportable in civilärztlicher Behandlung zurück. Die Verpflegung war durch die Magazine zu Mülhausen und Dammerkirch bewirkt worden. Die am 2. Januar in Giromagny ausser Thätigkeit getretene Sektion des 8. Feldlazareths XIV. Armeekorps war am folgenden Tage in Morvillars zur Etablirung gelangt und hatte daselbst für Lazarethzwecke eine Schule, eine Fabrik und ein grösseres Wohnhaus hergerichtet. In Summa nahm das Lazarett in Morvillars 1116 Kranke auf (u. a. 297 Verwundete). An 6. März wurde das Lazareth in Morvillars aufgelöst. Bei Beginn der Kämpfe des Januar waren die Sanitätsdetachements des XIV. Armeekorps in folgender Wea vertheilt: Vor Beifort befand sich bei der 1. Beserve-Division das derselben inzwischen überwiesene neu formirte Sanität» detachement, ausserdem die 1. Sektion des 3. Sanitäfe- detachements XIV. Armeekorps, dessen 2. Sektion dem Detachement Goltz zugetheilt Avorden war. Die 4. Beserve-Division hatte ein Preussisches Sanitäfe- detachement zu 2 Sektionen, die Badische Feld-Division ihr Sanitätsdetachement mit 3 Zügen zur Verfügung. In dem Treffen bei Villersexel') am 9, Januar errichtete das Sanitätsdetachement der 4. Reserve-Division zunächst in dem Walde Le grand Fougeret, woselbst auch das Badische Sanitätsdetachement thätig war, einen Verband-| platz, auf welchem es erst den Schnee wegschaufeln rnus.-te bevor ein Heulager als vorläufige Stätte für die Verwundet« hergerichtet werden konnte. Erst in den Abend- und Nachtstunden ward es möglich, die Verwundeten in den äusserst beschränkten Bäumen der Häuser auf dem rechten Oguon- Ufer hart an der Brücke von Villersexel zu bergen. 94 nichttransportablen Verwundeten blieben zwei Aerzte des Sanitätsdetachements der 4. Reserve-Division und ein Delegirter der freiwilligen Krankenpflege zurück. Am 13. Januar wurden die in Kriegsgefangenschaft gerathenen Preussischen Verwundeten nach Clerval evakuirt, wo i) Vergl. Generalstabswerk II, Seite 1067 ff. Die Verluste 1 tragen nach Anlage 141: todt ... 10 Offiziere, 96 Mann, verwundet . 15 „ 319 „ vermisst . 1 , 138 „ 26 Offiziere, 553 Mann. Band I. die Aerzte mit dem pflege auf dem Wege Deutschland zurückkel Verwundeten wurden An demselben Ta 4. Reserve-Division ii thätig. Während der Vor der Schlacht an der 1 vorausgingen, etablir einen Verbandplatz b Öanitätsdetachement d Sektion wirkte, währ hei Aibre errichtete ur welche von den Fi wurden. Der Verbau 16. Januar aufgehobei Verbandplätze seitens in Grand Charmont detachements der 4. Re '2. Sektion des 3. Sa in Beaucourt errichtet Detachement gelangt» der Erstürmung von Verbandplätze in letzt Die transportablen V< Lisaine wurden auf den Chätenois insbesondei Tretudans evakuirt, w< Strassburgs in den E gangener zweirädriger mit Maulthierbespanni Von den inzwisc] lazarethen der Badisa Feldlazareth am 21. J; mit seiner einen Sekt: falls dort etablirten 8 4. Badische Feldlazan einen Sektion in Ma; beim, das 6. Feldlaz einen Sektion vom 4 in Montbeliard, das 1 15. Januar in Tretu 3. Badische Feldlazai Lure wirkte. Das 1. Badische F auf, u. a. 214 Verwund ') Vergl. Generalsta trugen nach Anlage 141: todt . verwundet vermisst 2 ) Vergl. Seite 71, . abe eines Etappen- 3nden Verwundeten entliess. Es nahm rem denen es zwölf ils durch das Ein- meekorps in Epinal auf letzteres über- >s war darauf vom id nahm daselbst ;ab seinen Bestand ner Sektion gleich- ?eldlazareth, nacb- :tion den Dienst in ie Feldlazarett be- rwundete und Hess Nichttransportable 3 Verpflegung war nmerkirch bewirkt hätigkeit getretene i war am folgenden und hatte daselbst i und ein grösseres a das Lazarett in Verwundete). Am aufgelöst. raren die Sanität- folgender Weise . Reserve-Division l formirte Sanität?- . des 3. Sanitäte- 1 2. Sektion dem ir. russisches Sanitäte- che Feld-Division • Verfügung. . Januar errichtete -Division zunächst woselbst auch das r, einen Verband- 3gschaufeln musste, tr die Verwundeten Abend- und Nachtun in den äusserst 3m rechten Ognon 3l zu bergen. Be ieben zwei Aerzte 3-Division und ein ege zurück, nschaft gerathenen evakuirt, worauf ' ff. Die Verluste U- tann. fanu. Band I. VII. Abschnitt: Südöstlicher Kriegsschauplatz. 187 die Aerzte mit dem Delegirten der freiwilligen Krankenpflege auf dem Wege Lyon — Mentone über Italien nach Deutschland zurückkehrten. Die transportfähigen Deutschen Verwundeten wurden nach Lure evakuirt. An demselben Tage war das SanitätscIStachement der 4. Reserve-Division in dem Vorposten-Gefechte bei Arcey thätig. Während der Vorpostengefechte am 14. Januar, welche der Schlacht an der Lisaine 1 ) am 15., 16. und 17. Januar vorausgingen, etablirte das Badische Sanitätsdetachement einen Verbandplatz bei Bre'villiers, auf welchem auch das Öanitätsdetachement der 4. Reserve-Division mit der einen Sektion wirkte, während die andere einen Verbandplatz hei Aibre errichtete und hierbei 12 Krankenträger einbüsste, welche von den Franzosen kriegsgefangen weggeführt wurden. Der Verbandplatz bei Brevilliers wurde erst am 16. Januar aufgehoben, nachdem seit dem 15. Januar neue Verbandplätze seitens des Badisehen Sanitätsdetachements in Grand Charmont und Frahier, seitens des Sanitäts- detachements der 4. Reserve-Division inHericourt, seitens der 2. Sektion des 3. Sanitätsdetachements XIV. Armeekorps in Beaucourt errichtet worden waren. Das zuletzt genannte Detachement gelangte auch am 20. und 21. Januar bei der Erstürmung von Perouse zur Thätigkeit, indem es Verbandplätze in letzterem Orte und in Danjoutin aufschlug. Die transportablen Verwundeten aus der Schlacht an der Lisaine wurden auf dem Gebirgswege zwischen Brevilliers und Chätenois insbesondere nach Chätenois, Dammerkirch und Tretudans evakuirt, wobei eine Anzahl durch die Uebergabe Strassburgs in den Besitz des XIV. Armeekorps übergegangener zweirädriger Krankenwagen (voitures d'ambulance) mit Maulthierbespannung sehr gute Dienste leistete. 2 ) Von den inzwischen bei Beifort eingetroffenen Feldlazaretten der Badischen Division gelangte das 1. Badische Feldlazareth am 21. Januar in Altkirch, das 2. am 9. Januar mit seiner einen Sektion in Giromagny neben dem gleichfalls dort etablirten 8. Feldlazareth XIV. Armeekorps, das 4. Badische Feldlazareth — wie oben erwähnt — mit der einen Sektion in Maasmünster, mit der andern in Sent- heim, das 6. Feldlazareth XIV. Armeekorps mit seiner einen Sektion vom 4. Januar ab in Lure und demnächst i» Montbeliard, das 10. Feldlazareth XIV. Armeekorps am 15. Januar in Tretudans zur Thätigkeit, während das 3. Badische Feldlazareth vorübergehend in Vesoul und Lure wirkte. Das 1. Badische Feldlazareth nahm in Altkirch 246 Mann auf, u. a. 214 Verwundete. Am 2. Februar übergab es seinen ') Vergl. Generalstabswerk II, Seite 1091 ff. Die Verluste betragen nach Anlage 141: todt ... 12 Offiziere, 239 Mann, verwundet . 48 „ 1004 „ vermisst . — „ 343 „ 60 Offiziere, 1586 Mann. 2 ) Vergl. Seite 71, Anmerkung 3. Bestand (76 Mann) dem ablösenden Lazareth-Reservepersonal XIV. Armeekorps. Das 3. Badische Feldlazareth etablirte sich am 31. Dezember zu Vesoul in dem Priester-Seminar und dem Waisenhause und behandelte daselbst 345 Mann. Das Lazareth rückte am 9. Januar unter Zurücklassung von ärztlichem Personal nach Lure und beförderte von dort 83 Verwundete und Kranke über Mülhausen. Das 6. Feldlazareth XIV. Armeekorps (l. Preussisches) war vom 4. bis 11. Januar in Lure bei 92 Mann (65 Verwundete) thätig. Es richtete eine Anzahl von Gebäuden für Lazareth- zwecke her, welche demnächst dem die Stadt Lure besetzenden Feinde zu statten kamen. Vom 19. Januar ab belegte das Lazareth in Montbeliard zwei grössere Etablissements. Es nahm daselbst 399 Mann auf. Am 15. März wurde es aufgelöst. Das 10. Feldlazareth XIV. Armeekorps (5. Preussisches) war am 15. Januar in dem ärmlichen Dorfe Tretudans zur Etablirung gelangt und hatte daselbst 212 Mann, unter ihnen 184 Verwundete, aufgenommen. Da die äusseren Verhältnisse, unter denen das Lazareth wirken musste, überaus ungünstige waren, insbesondere Verpflegungsschwierigkeiten sich ergaben, wurden die in Tretudans Aufgenommenen sobald als möglich nach Altkirch, Chätenois und Dammerkirch evakuirt, worauf das Lazareth vom 23. Januar ab der 4. Reserve-Division wiederum folgte. Eine wesentliche Unterstützung erwuchs dem Sanitätsdienst bei dem XIV. Armeekorps in der Thätigkeit des von seinem Korps abkommandirten und dem General- Gouvernement von Elsass zur Verfügung gestellten 10. Feldlazareth VIII. Armeekorps. 1 ) Dieses Lazareth, seit dem 1. Dezember in Mülhausen thätig, nahm daselbst in Summa 604 Mann (29 Verwundete) auf, von denen es 166 am 5. Januar dem ablösenden Lazareth-Reservepersonal XL Armeekorps übergab, um alsbald mit der 1. Sektion sich in Dammerkirch zu etabliren, während die 2. Sektion seit dem 3. Januar in dem Schulbause zu Grosnes wirkte. InGrosnes wurden in Summa bis zum 29. Januar 282 Kranke aufgenommen (u. a. 107 Verwundete). Die 2. Sektion schloss sich darauf der ersten in Dammerkirch wiederum an. Hier dienten die Knabenschule, das Stadthaus und 2 Privathäuser als Unterkunftsräume. Wenn auch das Lazareth in Dammerkirch im Wesentlichen die Aufgaben eines Etappenlazareths zu erfüllen hatte, brachten doch andererseits insbesondere die Kämpfe an der Lisaine demselben grösseren Zugang an schwertransportablen Verwundeten. In Summa nahm das Lazareth in Dammerkirch 1656 Mann auf, darunter 540 Verwundete. Am 30. April wurde es aufgelöst. Als das Grosse Hauptquartier Seiner Majestät des Königs die Gewissheit gewonnen hatte, dass die Armee des General Bourbaki den Truppen des General v. Werder gegenüberstand, erging an das IL und VII. Armeekorps, welche am 6. Januar bei Montargis und Auxerre sich befanden, telegraphisch der Befehl, sich in der Gegend von Nuits sur Armancon—Chätillon sur Seine zu versammeln. 2 ) i) Vergl. Seite 100. 2 ) Generalstabswerk II, Seite 1059. — Das II. Armeekorps hatte am 6. Januar sieben Feldlazarethe (1., 2., 3., 5., 10., 11., 12.) bei sich; von den fünf etablirten befand sich das 6. in Luneville, wo es bis zum März 1871 in Thätigkeit verharrte, das 4., 7., 8. und 9. Feldlazareth wirkten zu jener Zeit vor Paris, doch wurden das 4. und 7. (in Longjumeau bezw. Yeres) schon am 6., das 9. (in Boissy St. Leger) 24* 188 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetacheraents, Feld- etc. Lazarethe. Band In Auxerre war am 25. Dezember vorübergehend das 9. Feldlazarett VII. Armeekorps in Thätigkeit getreten und hatte daselbst 114 meist Leichtkranke behandelt, welche am 27. Dezember in die Behandlung des 1. Sanitäts- detachements VII. Armeekorps übergingen. Für das II. Armeekorps ergab sich bei seinem Abrücken von Montargis die Nothwendigkeit, daselbst für 9 Verwundete und 92 Kranke die 2. Sektion seines 10. Feld- lazareths zu etabliren. Als Unterkunft dienten die Räume der Unterpräfektur und das Hotel Dieu. Die Sektion blieb daselbst bis zum 20. Februar und folgte alsdann ihrem Armeekorps. In Chätillon sur Seine war seit dem 18. Dezember das 5. Feldlazareth VII. Armeekorps in dem Hospital St. Pierre, der Erziehungsanstalt St. Bernard und dem Waisenhause unter günstigen Verhältnissen thätig. Das Lazareth gewann durch die veränderte Kriegslage erhöhte Bedeutung: es hatte allein im Monat Januar einen Zugang von 587 Mann. In Summa behandelte das Lazareth in Chätillon sur Seine 1024 Mann, darunter 56 Verwundete. Am 26. März übergab es seinen Bestand mit 28 Mann an das 4. Feldlazareth X. Armeekorps. Neben dem 5. war vom 16. Januar ab das 6. Feldlazareth VII. Armeekorps in Chätillon sur Seine in dem Gymnasium, dem Tribunal, der Gendarmerie-Kaserne und vorübergehend in einigen Privathäusern etablirt. Dieses Lazareth nahm in Summa 721 Mann auf (u. a. 226 Verwundete). Am 7. März evakuirte es seine letzten Pflegebefohlenen mittels des Hamburger Sanitätszuges. Bei dem Vormarsche des IL und VII. Armeekorps gegen die Bourbakische Armee wurde zunächst in Courtivron die Thätigkeit der 1. Sektion 10. Feldlazareths IL Armeekorps am 17. Januar bei 6 Schwerverwundeten in Anspruch genommen. Das 2. und 5. Feldlazareth IL Armeekorps waren dem Detachement Kettler zugetheilt. Brsteres hatte sich am 21. Januar in Folge des Vorpostengefechts bei Talant') in der Ferme Changey bei Daix eingerichtet. Hier wurde es in der Nacht vom 21. zum 22. Januar kriegsgefangen abgeführt. Das 5. Feldlazareth, am 21. Januar gleichfalls in Daix eingetroffen, ging, da für die Verwundeten daselbst durch am 10. Januar frei gemacht, nur das 8. (in La Queue en Brie eingerichtet) blieb bis zum 3. Februar seinem Armeekorps entzogen. — Das VII. Armeekorps verfügte am 6. Januar über 6 Feldlazarethe (3., 4., 5., 6., 8., 9.); ausserdem ward an dem genannten Tage das 1. (in Vigy), am 16. Januar das 7. (in Diedenhofen) frei; das schon am 5. Januar von Bontaucourt abmarschirte 2. Feldlazareth erfuhr bis zum 11. Januar einen Aufenthalt in Charleville. Von den übrigen drei Feldlazaretten (10., 11., 12.) war das 12. schon früher dem General- Gouvernement von Elsass unterstellt worden (vergl. Seite 100), während das 10. und 11. auf anderen Kriegsschauplätzen Verwendung fanden, indem das 11. der 3. Kavallerie-Division folgte (vergl. „Nördlicher Kriegsschauplatz'') und das 10. bis in den März hinein in Bau St. Martin wirkte (vergl. Seite 129). ') Vergl. Generalstabs werk II, Seite 1207 ff. das 2. Feldlazareth entsprechend gesorgt war, alsbald an' Darois zurück, widmete sich hier der Behandlung der y m Daix zurückgesandten Leichtverwundeten und zog sich mit diesen am 23. Januar auf Val Suzon zurück. . Während nies Gefechts bei Pouilly 1 ) am 23. Jan» ietablirte das Lazareth an der Strasse einen VerbandpH \und brachte nach Beendigung des Feuergefechts die Schwer- verwundeten in eine dicht bei Pouilly gelegene Ferme Da indessen die nördlich Dijon gelegene grössere Ortschaft Is sur Tille vom Feinde nicht besetzt war, erging der Befehl, die Verwundeten der letzten drei Kampfta«e möglichst dorthin überzuführen. Für dieselben hatte ad das 5. Feldlazareth IL Armeekorps zu etabliren. Erst nachdem eine Kompagnie des Infanterie-Regiments No. 21 dem Lazareth zur Deckung beigegeben war, sah die Ortsobrigkeit veranlasst, geeignete Unterkunftsräume in der Mairie, dem Salle dAsyle, der Gendarmerie-Kaserne und einen Privathause zur Verfügung zu stellen. Die verwundeten Offizien wurden von der Gräfin Charbonelle in deren Schloss aufgenommen Die Unsicherheit der Lage nöthigte zu möglichst zahlreich Krankentransporten nach Chätillon sur Seine, welche nur unter starker Bedeckung stattfinden konnten. Das Lazareth behandelte in Is sur Tille in Summa 266 Mann, u. A. 230 Verwundet Nach der Wiederbesetzung Dijons wurde die Ueberführung der in Is sur Tille untergebrachten Verwundeten nach Dijon angestrebt und am 16. Februar zum grössten Theil bewirkt, dock mussten immerhin noch 22 Nichttransportable in der Behandlum einer Sektion des Lazareths in Is sur Tille verbleiben. Ek Anfang März konnte das Lazareth in Is sur Tille aufgefci werden. Während des Gefechts bei Salins 2 ) am 26. Januar trat das der 3. Infanterie-Division beigegebene 1. Sanität-- detachement IL Armeekorps in Thätigkeit. Die Verwundeten wurden in dem eine Meile entfernten Ort Mouchard untergebracht, woselbst am Gefechtstage da- 12. Feldlazareth IL Armeekorps mit seiner 1. Sektion ii dem hygienisch günstigen Schulhause sich etablirte und daselbst 77 Verwundete aufnahm. Das Lazareth blieb Mouchard bis zum 10. Februar, an welchem Tage dit letzten Verwundeten nach Dole evakuirt wurden. Die Gefechte bei LesPlanches, Chaffois undSombaconrf am 29. Januar veranlassten zunächst die Etablirung k von seiner Division abkommandirten (vergl. Seite 175 3. Grossherzoglich Hessischen Feldlazareths in Chaffok Das Lazareth behandelte unter schwierigen äusseren Verhältnissen daselbst in Summa 133 Mann (u. a. 47 V« wundete, die es vorzugsweise im Schulhause mite brachte). Die Beendigung der Feindseligkeiten gestattet die Ueberführung der noch in Chaffois befindlichen Krank- ] ) Vergl. Generalstabswerk II, Seite 1208 ff. trugen nach Anlage 171: Die Verluste H todt ... 3 Offiziere, 87 Mann, verwundet . 13 ,, 255 „ vermisst . . — „ 20 „ 16 Offiziere, 362 Mann 2 ) Vergl. Generalstabswerk II, S. 1242 ff. 3) Vert>l. Generalstabswerk II, S. 1261 ff. 1. I „ach hygienisch gün am i- Februar als Am Tage des am 1. Februar 1871 des IL Armeekorps Dem L Sanitä 31. Januar der Befe am 1. Februar Vei n evakuiren. Da 1. Sanitätsdetachemc detachement IL Arn Pontarlier ein. Die Hotel de ville und l'iivatgebäude. Am n-undeten in die B über, während das : die Sorge für die übernahm. Das 1. Sanitätsd tarlier, nachdem es 51 Kranke in Behand verpflegte einschliessl nommenen Verwundet wundete. Am 10. ] 45 Verwundeten und eingetroffenen 11. Fei Das 3. Sanitätsd 2. Sektion am 1. Fehl und belegte zunächst gebäude. Es nahm i Kranke auf, von derj lazareth IL Armeekor Von den Feldls in der Gegend von 9. in Poligny, das 12. in Pontarlier; ' 1. in Arbois, das 4. zur Thätigkeit ben letztgenannten Lazai dem Kantonnementsl Das 3. Feldlazar Champagnole eingetri wundete aus dem Gef das Lazareth in der 1 Frauenkloster und d( zur Aufnahme von 72 Gliedmaassen litten. Champagnole 294 Mai zosen am 1. März der das Lazareth seine Tl Das 9. Feldlazan seinem Korps theils n ') Vergl. Generals trugen nach Anlage 171 todt . . verwundet vermisst Baal •gt war, alsbald auf Behandlung der von sn und zog sich urück. lly 1 ) am 23. J aiWat einen Verband^ ■gefechts die Schwer- ly gelegene Penne, Jgene grössere unbesetzt war, ergb ■ten drei Kampftage dieselben hatte i ( \ etabliren. Infanterie-Regiments :geben war, sah i t \ ;erkunftsräume in der ie-Kaserne und einem verwundeten Offizien Schloss aufgenommen möglichst zahlreichen ine, welche nur unter iS Lazareth behandelte A. 230 Verwundete. die Ueberführung der ten nach Dijon ange- Theil bewirkt, dock ible in der Behandluio ille verbleiben. Ek. s sur Tille aufgelöst s 2 ) am 26. Januar ;egebene 1. Sanität keit. jine Meile entfernte) am Gefechtstage in seiner 1. Sektion ii sich etablirte ia( 3 Lazareth blieb welchem Tage dit rt wurden, bis undSombacourf die Etablirung dt (vergl. Seite 175' zareths in Ckaffei hwierigen äusseret tfann (u. a. 47 Ter Schulhause unter eligkeiten gestattete )efindlickeii Kranke« >8 ff. Die Verluste 1 Mann, Mann Band I. VII. Abschnitt: Südöstlicher Kriegsschauplatz. 189 räch hvgienisch günstiger gelegenen Orten. Chaffois wurde 4. Februar als Lazareth aufgegeben. Am Tage des Gefechts bei Pontarlier—La Cluse') m 1. Februar 1871 gelangten die drei Sanitätsdetachements j eä IL Armeekorps in Pontarlier selbst zur Wirksamkeit. Dem 1- Sanitätsdetachement II. Armeekorps war am 31. Januar der Befehl zugegangen, mit der einen Sektion Dg 1. Februar Verwundete aus La Grange nach Frasne m evakuiren. Dagegen traf die andere Sektion des 1 Sanitätsdetachements gleichzeitig mit dem 2. Sanitätsdetachement IL Armeekorps am Abend des 1. Februar in Pontarlier ein. Die Detachements etablirten sich in dem Hotel de ville und einem demselben gegenüberliegenden l'rivatgebäude. Am 2. Februar gingen sämmtliche Verwundeten in die Behandlung des 2. Sanitätsdetachements über, während das 1. Sanitätsdetachement bis auf Weiteres die Sorge für die in Pontarlier befindlichen Kranken iibemahm. Das 1. Sanitätsdetachement verliess am 6. Februar Pontarlier, nachdem es daselbst in Summa 57 Verwundete und 34 Kranke in Behandlung gehabt. Das 2. Sanitätsdetachement verpflegte einschliesslich der vom 1. Sanitätsdetachement übernommenen Verwundeten in Summa 141 Mann, u. a. 114 Verwundete. Am 10. Februar übergab es seinen Bestand mit 43 Verwundeten und 7 innerlich Kranken dem in Pontarlier eingetroffenen 11. Feldlazareth II. Armeekorps. Das 3. Sanitätsdetachement II. Armeekorps traf mit seiner 2. Sektion am 1. Februar Nachmittags 4 Uhr in Pontarlier ein and belegte zunächst ein Privathaus, demnächst das Tribunalsgebäude. Es nahm in Summa 82 Verwundete und 19 innerlich Kranke auf, von denen es 61 am 10. Februar dem 11. Feldlazareth II. Armeekorps übergab. Von den Feldlazarethen des II. Armeekorps wurden in der Gegend von Pontarlier das 3. in Champaguole, das 9. in Poligny, das 10. in Lons le Saunier, das 11. und 12. in Pontarlier; von denen des VII. Armeekorps das 1. in Arbois, das 4. in Levier, das 7. in Montigny le Eoi zur Thätigkeit berufen, während ein kleiner Theil des letztgenannten Lazareths vom 5. Februar ab den Dienst in dem Kantonnementslazareth zu Neufchäteau versah. Das 3. Feldlazareth II. Armeekorps war am 28. Januar in Champagnole eingetroffen. Als am 1. Februar daselbst Verwundete aus dem Gefechte bei Frasne anlangten, etablirte sich das Lazareth in der Knabenschule, der Mädchenschule, einem Frauenkloster und der Mairie. Letztere diente vorzugsweise zur Aufnahme von 72 Franzosen, welche meist an erfrorenen Gliedmaassen litten. In Summa behandelte das Lazareth in Champagnole 294 Mann (23 Verwundete), von denen es 72 Franzosen am 1. März der Mairie übergab. Am 14. März beendete das Lazareth seine Thätigkeit in dem genannten Orte. Das 9. Feldlazareth IL Armeekorps war seit dem 17. Januar seinem Korps theils mittels Bahn, theils zu Fuss gefolgt, als es ') Vergl. Generalstabswerk II, S. 1280 ff. Die Verluste betragen nach Anlage 171: todt..... 6 Offiziere, 116 Mann, verwundet . . 16 „ 229 „ vermisst ... — „ 57 „ 22 Offiziere, 402 Mann. am 10. Februar in Poligny den Befehl erhielt, sich daselbst zu etabliren. Das Lazareth richtete sich im College ein und nahm hauptsächlich innerlich Kranke auf. Es behandelte während der Monate Februar bis Juni in Summa 408 Mann und wurde am 15. Juni nach Rückbeförderung der letzten Insassen aufgelöst. In Lons le Saunier richtete sich am 12. Februar die 1. Sektion 10. Feldlazaretts II. Armeekorps in der Normalschule, dem Hotel Diou und der Saline Montmorotein. Vom 1. März ab war das ganze 10. Feldlazareth II. Armeekorps in Lons le Saunier vereinigt. Am 8. Juni, nach Entlassung der letzten 28 Kranken nach Dole, wurde das Lazareth in Lons le Saunier aufgelöst. Das 12. Feldlazareth II. Armeekorps war vom 2. Februar ab mit der 2. Sektion in Pontarlier im College etablirt. Es behandelte in Summa 113 Mann (u. a. 90 Verwundete). Am 5. März übergab es seinen Bestand mit 18 Verwundeten und zwei Kranken an das gleichfalls in Pontarlier etablirte 11. Feldlazareth II. Armeekorps. Letzteres hatte am 10. Februar die seither von dem 2. und 3. Sanitätsdetachement II. Armeekorps behandelten Verwundeten und Kranken, in Summa 113 Mann (darunter 85 Verwundete), übernommen. Die Gesundheitsverhältnisse in Pontarlier waren wenig günstig, zumal über 1000 verwundete Franzosen in dem Orte lagen, Typhus und Pocken unter der Civilbevölkerung herrschten und überdies Verpflegungsschwierigkeiten sich ergaben, welche letztere erst später — namentlich durch eine reiche Sendung des Berliner Central-Komitees — gehoben wurden. Durch Vermittlung der freiwilligen Hilfsthätigkeit fand Ende Februar die Entlassung von 51 Verwundeten und Kranken durch die Schweiz nach Karlsruhe statt; am 27. März konnten die verbliebenen verwundeten und kranken Deutschen bis auf vier Nichttransportable mittels des Badischen Sanitätszuges nach Karlsruhe übergeleitet werden. Das Lazareth beendete jedoch erst am 7. Mai seine Thätigkeit in Pontarlier. In Summa hat es daselbst 164 Mann behandelt. Das 1. Feldlazareth VII. Armeekorps war am 20. Januar von Metz in der Richtung auf Chätillon s. S. abgerückt und richtete sich zu Folge erhaltenen Befehls am 6. Februar in Arbois ein, um daselbst sowohl die seither in Behandlung Französischer Aerzte befindlichen und sonst zugehenden Kranken in Behandlung zu nehmen, als auch für die in den Gefechten bei Chaffois und Sombacourt Verwundeten Sorge zu tragen. In Summa behandelte das Lazareth in Arbois 384 Deutsche, 107 Franzosen (32 Verwundete). Am 7. März wurden sämmtliche Franzosen der Mairie übergeben. Am 17. März war der Bestand des Lazareths auf 52 Mann gesunken, welche an diesem Tage in die Behandlung des 3. Sanitätsdetachements II. Armeekorps übergingen. In Levier etablirte sich am 4. Februar das 4. Feldlazareth VII. Armeekorps bei 89 Kranken unter schwierigen äusseren Verhältnissen, da es militärischen Schutzes entbehrte und auf Requisitionen angewiesen war. Am 16. Februar konnte es seine Thätigkeit daselbst beenden. Das 7. Feldlazareth VII. Armeekorps benutzte in Montigny le Roi vom 11. Februar ab das für seine Zwecke geeignete Sehulhaus und behandelte daselbst in Summa 66 Kranke. Am 10. März beendete es seine dortige Thätigkeit. Die Badische Division war nach der Schlacht an der Lisaine im Ognon-Thale wieder vorgerückt, hatte Dole besetzt und war von dort aus auf Dijon marschirt, welcher Ort am 1. Februar von den Deutschen wieder genommen wurde. In Dole hatte sich am 1. Februar das 3. Badische ^£ür£££M.J- 190 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Band ] Feldlazarett etablirt; das 4. war nach Gray beordert worden, um dort unter den früheren Verhältnissen aufs Neue zu wirken; das 10. Feldlazareth XIV. Armeekorps (5. Preussi- sches) war in L'lsle sur le Doubs am 6. Februar zur Etablirung gelangt, während in Dijon neben dem 5. Badischen Feldlazareth, welches daselbst zunächst noch verblieb, am 4. Februar das 4. Feldlazareth IL Armeekorps, am 14. Februar das 3. Feldlazareth VII. Armeekorps sich einrichteten. Diesen folgte am 19. Februar das 5. Feldlazareth IL Armeekorps, welches das 5. Badische Feldlazareth in Dijon ablöste (vergl. Seite 186). Das 3. Badische Feldlazareth, seit dem 1. Februar in Dole in dem geräumigen, für Lazarethzwecke geeigneten Jesuiten- Kollegium, dem "Waisenhause und dem Foyer des Theaters thätig, behandelte in Dole 1265 Mann. Unter den Aufgenommenen befanden sich 112 Verwundete. Am 18. März übergab es seinen Bestand mit 174 Kranken dem ablösenden 12. Feldlazareth II. Armeekorps. Neben dem 3. war vom 21. Februar ab das 1. Badische Feldlazareth in der Artillerie-Kaserne zu Dole etablirt. Es behandelte daselbst in Summa 407 Mann und übergab am 16. März dem ablösenden 8. Feldlazareth IL Armeekorps seinen Bestand mit 148 Mann. Das 10. Feldlazareth XIV. Armeekorps (5. Preussisches), seit dem 6. Februar in LTsle sur Doubs in der Mairie, dem Schlosse und der Schule unter günstigen Verhältnissen thätig, behandelte daselbst in Summa 311 Mann (u. a. 126 Verwundete). Am 10. März wurde das Lazareth aufgelöst. Das 4. Feldlazareth IL Armeekorps hatte sich am 4. Februar in Dijon in der Ursuliner - Kaserne unter günstigen Verhältnissen eingerichtet und zunächst die daselbst seitens der Französischen Verwaltung untergebrachten 39 Deutschen (24 Verwundete) in Behandlung genommen. In Summa verpflegte das Lazareth daselbst 336 Mann (46 Verwundete) und beendete seine Thätigkeit in der Ursuliner-Kaserne am 12. März (seine zweite Thätigkeit in Dijon siehe im 10. Abschnitt). Das 3. Feldlazareth VII. Armeekorps war vom 14. Februar ab in Dijon in der Kapuziner-Kaserne etablirt. Es nahm in Summa 554 Mann auf, von denen es 29 am 14. März dem 5. Feldlazareth IL Armeekorps übergab. Letzteres hatte mit seiner einen Sektion (die andere war theilweise noch in Is sur Tille) am 19. Februar im Lycee zu Dijon das 5. Badische Feldlazareth abgelöst und blieb daselbst bis zum 9. Mai beschäftigt. Das Lazareth diente in dieser Zeit neben dem 4. Feldlazareth IL Armeekorps insbesondere zur Aufnahme von Kranken der durchmarschirenden Truppen des IL und VII. Armeekorps und zur Uebernahme der Nichttransportablen in den zur Auflösung gelangenden Feldlazarethen Dijons und seiner Umgebung. In Summa nahm das Lazareth, einschliesslich der 182 vom 5. Badischen Feldlazareth Uebernommenen, 1068 Mann auf (102 Verwundete), von denen es 138 am 9. Mai dem 7. Feldlazareth IL Armeekorps übergab (vergl. 10. Abschnitt). Südlich Dijon war am 12. Februar in Nuits das 2. Feldlazareth VII. Armeekorps in zwei für Lazarethzwecke geeigneten Privatgebäuden etablirt worden. Es nahm daselbst in Summa 270 Mann auf (2 Verwundete) und wurde am 7. März aufgelöst. Gleichzeitig mit der Etablirung des Feldlazaretts in Nuits hatte die 4. Reserve-Division in Beaume les Dames durch das derselben zugetheilte Sanitätsdetachement ein Kantonnements-Lazareth errichten lassen. Die Lazareth. bedürfnisse wurden zum Theil aus dem Schwefelbade zu Guillon beschafft. In Summa wurden bis zum 7. März in Beaume les Dames 107 Kranke aufgenommen (8 Verwundete) Die weitere Lazareththätigkeit auf dem südöstlichen Kriegsschauplatze wurde durch Truppenbewegungen beding welche nach Beendigung der Kämpfe stattfanden und in gewissem Sinne schon der Periode des Rückmarsches der Deutschen Armee angehören. An dieser Thätigkeit waren vornehmlich Lazarethe des V. Armeekorps betheili. in Grand Seraucc lazareth in Essigny 1< Division das ihr bei korps in Poeuilly. lazareth VIII. Arme Das 4. Feldlazai Mairie und das Schu auf, welche es als darauf nach Essign; während des 20. Jam 21. Januar wieder bei in Xesle, am 31. . Stationen und war thätig. Zu sehr viel ui 2. Feldlazarett I. 1 Lazareth nahm dase Manie, zwei Schule: Privathäusern und e lagerte, und wurde Ton dem 3. Sanitäts Unter den Aufgenc 94 Franzosen, von d 21. Januar nach H< kuationen erfolgten St. Quentin mittels S Köln; die letzte Rü Auflösung des Laza schonenden Weise ai Du Pflegepersonal d williger Krankenpftej selben Anfang Februai and sechs Würzburgi [hat sich dem Lazai verhalten. ] ) Vergl. Generali |St. Quentin betrugen tu todt . verwunc vermissl Band L VIII. Abschnitt: Nördlicher Kriegsschauplatz. 197 St Quentin 1 ) ani 19. Januar 1871. Seitens des I. Armee- , ,„ s wurde das 1. Sanitätsdetachement in Grand Seraucourt, u- 3 in Essigny le Grand etablirt. Ausserdem leistete den Verwundeten der 1. Infanterie - Division die zur a ]{ a vallerie-Division kommandii-te Sektion des 3. Sanitäts- (letachements VII. Armeekorps, welche einen Verbandplatz in Holnon errichtete, Beistand. Die Sanitätsdetachements 1 und 2 des VIII. Armeekorps waren bei Savy und Essigny le Grand thätig, während das 3. sich insbesondere dem Verwundetentransporte nach Roupv widmete, demnächst in Essigny le Grand das daselbst zur Etablirung gelangte 6. Feldlazareth VIII. Armeekorps unterstützte und gleichzeitig sich bei der Beförderung der Verwundeten nach St. Quentin betheiligte. Von den Feldlazarethen der I. Armee waren noch während der Schlacht fünf zur Etablirung gelangt. Das 1. Armeekorps etablirte sein 4. Feldlazareth in Cugny, sein 2. in Grand Seraucourt, das VIII. Armeekorps sein 6. Feldlazareth in Essigny le Grand, sein 9. in Savy, die 3. Kavallerie- Division das ihr beigegebene 11. Feldlazareth VII. Armeekorps in Poeuilly. Am 21. Januar richtete sich das 5. Feldlazareth VIII. Armeekorps in St. Quentin selbst ein. Das 4. Feldlazareth I. Armeekorps belegte in Cugny die Maine und das Schulhaus und nahm daselbst 18 Verwundete auf, welche es alsbald nach Harn evakuirte. Es rückte darauf nach Essigny le Grand und betheiligte sich dort während des 20. Januar an der Verwundetenpflege. Seit dem 21. Januar wieder bei seinem Korps, errichtete es am 28. Januar in Nesle, am 31. Januar in Chaulnes Kranken - Transport- Stationen und war im Februar vorübergehend in Abbeville thätig. Zu sehr viel umfangreicherer Thätigkeit gelangte das 2. Feldlazareth I. Armeekorps in Grand Seraucourt. Das Lazareth nahm daselbst 400 Verwundete auf, die es in der Maine, zwei Schulen, zwei Kestaurationsgebäuden, einigen Privathäusern und einem grossen schlossartigen Wohnhause lagerte, und wurde hierbei seit dem Morgen des 20. Januar von dem 3. Sanitätsdetachement I. Armeekorps unterstützt. Unter den Aufgenommenen befanden sich 306 Deutsche, 94 Franzosen, von denen 169 Deutsche und 34 Franzosen am 21. Januar nach Harn evakuirt werden konnten. Die Eva- kuationen erfolgten später nach Tergnier, Montescourt und St. Quentin mittels Sanitätszügeu von Hannover, Berlin und Köln; die letzte Rückbeförderung geschah am 10. März bei Auflösung des Lazareths in einer für die Verwundeten sehr schonenden Weise auf einem Kohlenschiffe nach St. Quentin. Das Pflegepersonal des Lazareths war durch eine Anzahl freiwilliger Krankenpfleger verstärkt worden; doch wurden dieselben Anfang Februar durch vier freiwillige Krankenpflegerinnen und sechs Würzburger Ordensschwestern ersetzt. Die Gemeinde hat sich dem Lazareth gegenüber stets entgegenkommend verhalten. ] ) Vergl. Generalstabswerk II, S. 994 ff. Die Verluste bei St. Quentin betrugen nach Anlage 127: todt ... 27 Offiziere, 423 Mann, verwundet . 69 , 1809 . vermisst . . — „ 72 „ 96 Offiziere, 2304 Mann. In Essigny le Grand war das 6. Feldlazareth VIII. Armeekorps bei dem starken Zugange an Verwundeten genöthigt, alle verfügbaren Käume in der Ortschaft zu belegen und die leichter Verwundeten alsbald nach Harn zu dirigiren. Das Lazareth behielt 280 Schwerverwundete, und zwar 253 Deutsche, 27 Franzosen. Die Gesundheitsverhältnisse Essignys waren leider wenig günstige, weshalb nach der Etablirung des 5. Feldlazaretts VIII. Armeekorps in St. Quentin die thunlichste Ueberführung der Verwundeten in dieses Lazareth stattfand. Am 31. Januar, als das 6. Feldlazareth VIII. Armeekorps noch 56 Schwerverwundete im Bestand hatte, ging der Dienst in Essigny an das Lazareth-Reservepersonal VIII. Armeekorps über. Das 9. Feldlazareth VIII. Armeekorps richtete sich am 18. Januar in Tertry für die Verwundeten dieses Gefechtstages ein und nahm iu mehreren grösseren Privathäusern 122 Mann auf, von denen es am 19. Januar 80 nach Peronne überführte. Es liess bei dem in Tertry verbleibenden Bestände entsprechendes Personal zurück und rückte am Abend des 19. Januar nach Savy ab, woselbst das Schulhaus und zehn Privathäuser den zahlreichen Verwundeten ein nur nothdürftiges Unterkommen gewährten. Das Lazareth behandelte 251 Verwundete, einschliesslich 57 Franzosen. Am 22. Februar beendete es seine Thätigkeit in Savy, indem es seinen Bestand — 13 schwerverwundete Franzosen — der Maine übergab. In Tertry hatte die Thätigkeit des daselbst zurückgelassenen Personals am 27. Januar ihr Ende erreicht, nachdem die Verwundeten mit Hilfe des 3. Sanitätsdetachements VIII. Armeekorps nach St. Quentin übergeleitet worden waren. Das 11. Feldlazareth VII. Armeekorps übernahm am 18. Januar zu Vraignes in zwei Privathäusern 75 Verwundete dieses Gefechtstages und beförderte dieselben alsbald über Nesle nach Amiens. Am 19. Januar etablirte es sich in Folg.e Befehls der 3. Kavallerie-Division zu Poeuilly in der Mairie und dem Schulhause und nahm daselbst 131 Verwundete auf; auch versah es vom 20. Januar ab den Dienst bei 21 im Schulhause zu Holnon untergebrachten Verwundeten. Bei Auflösung der Lazarethe wurden die Bestände aus allen drei Ortschaften nach St. Quentin übergeführt. Holnon wurde am 5., Vraignes am 6., Poeuilly am 16. Februar seitens des 11. Feldlazarette aufgegeben. Das 5. Feldlazareth VIII. Armeekorps erhielt am Abend des 20. Januar in Amiens Befehl, nach St. Quentin abzurücken. Nach einem 20stündigen Marsche kam es am Abend des 21. Januar daselbst an und richtete sich im Lyceum, welches zur Aufnahme von 400 Kranken vorzüglich geeignet war, ein. Eine internationale Ambulanz, welche in demselben Gebäude thätig war, siedelte am 28. Januar mit Hilfe des 3. Sanitätsdetachements VIII. Armeekorps in ein städtisches Hospital über. Das Feldlazareth diente sodann als Sammellazareth bei Auflösung der Lazarethe zu Essigny, Holnon, Poeuilly und Savy. In Summa nahm es 523 Mann auf (u. a. 305 Verwundete). Die Kranken-Transporte erfolgten über La Fere nach Keims; die Verwundeten wurden mittels Sanitätszügen nach der Heimath befördert. Die freiwillige Krankenpflege hatte acht barmherzige Schwestern und sechs Diakonen dem Lazareth überwiesen, doch verliessen die Mitglieder der freiwilligen Krankenpflege St. Quentin im Laufe des Februar, während das Lazareth seine Thätigkeit daselbst erst am 20. März 1871 beendete. Ergebniss. Die Verluste auf dem nördlichen Kriegsschauplatze haben nach den Anlagen No. 99, 114 und 127 des General- 198 III. Kapitel: Thätigkeit der Sumtätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Stabswerks in der Zeit vom Oktober 1870 bis Januar 1871 betragen: todt oder in Folge Verwundung gestorben 84 Offiziere, 1125 Mann, verwundet .... 249 „ 4889 „ vermisst..... 5 „ 446 „ Summa: 348 Offiziere, 6460 Manu. An diesen Verlusten ist die Schlacht bei Amiens mit 76 Offizieren und 1216 Mann, die Schlacht bei St. Quentin mit 96 Offizieren und 2304 Mann betheiligt. Den Verwundeten leisteten 20 Sanitätsdetachements den ersten Beistand, Feldlazareth-Einrichtungen fanden 37 statt. Die Unterbringung von Kranken und Verwundeten im Rücken der Armee fand einige Male unter zwingenden Umständen in solchen Gegenden statt, welche militärischer Besatzung ermangelten. Es kam in Folge dessen die Gefangennahme von Lazarethpersonal und einem Krankentransport vor. Gegenüber diesen Vorkommnissen verdient die Haltung der Gemeindevertretung von Amiens 1 ) um so rühmender hervorgehoben zu werden. Kriegs- und Etappenlazarethe. Die I. Armee hatte, wie erwähnt, auf ihrem Vormarsch zunächst am 12. November in Etain das 5. Feldlazareth VIII. Armeekorps für die Pflege ihrer Kranken zurücklassen müssen. Am 27. Dezember wurde das genannte Feldlazareth durch die 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals VIII. Armeekorps abgelöst. Schon am 29. Dezember konnten die übernommenen 26 Kranken bis auf einen Typhuskranken — welcher im städtischen Hospitale durch einen Civilarzt behandelt wurde — evakuirt werden. Die Sektion marschirte sofort nach St. Menehould, wo das 1. Feldlazareth VIII. Armeekorps am 4. Januar abgelöst ward. Die von durch- marschirenden Truppen daselbst zurückgelasseneu29Kranken (vorwiegend Typhus-Rekonvaleszenten) waren sehr gut untergebracht. Dieselben konnten schon am 10. Januar zurückbefördert werden. Grössere Bedeutung erlangte das Kriegslazareth in Soissons, dem Haupt-Etappenorte der I. und Maas-Armee. In dem Grand und Petit seminaire fand die 2. Sektion Lazareth-Reservepersonals VIII. Armeekorps am 23. November 1870 schon 180 Kranke und Verwundete vor. Beide Lazarethräume lagen frei, umgehen von Plätzen und Gartenanlagen, hatten gute Treppen und breite Korridore; die Ventilation war in den kleinen Zimmern des Grand seminaire und allen fünf Sälen des Petit seminaire eine gute, während ein Saal zu 18 Betten im Grand seminaire nicht genügend ventilirt werden konnte und deshalb lediglich für Leichtkranke Verwendung fand. Mitte Dezember wurde bei dem starken An- i) Vergl. S. 194. dränge von Pflegebedürftigen noch ein Theil des städtische Krankenhauses (Hotel Dieu, 150 Betten) übernommen i welchem schon 56 Mann (Deutsche und Franzosen) Aufnahm gefunden hatten. In diesem Spitale wurden auch die weniro n zugehenden Pockenkranken streng abgesondert von den übrima Leuten behandelt. Der Zugang an Verwundeten und Kranken war ein sehr bedeutender; es wurden im November 213 j\l ani] im Dezember 1049, im Januar 918, im Februar 548 — a |,. gesehen von den nur eine Nacht verweilenden Passanten - behandelt. Die Krankenzufuhr wurde hauptsächlich durch die freiwillige Krankenpflege von Compiegne aus auf der Aisn r zuSchiffbewirkt, gelegentlich auch durch Leiterwagen, als der Ei- gang der Aisne den Schiffstransport zeitweise unmöglich machte Das Personal erhielt Unterstützung durch Französische barmherzige Schwestern. Die Verpflegung wurde zum grössten Theile aus Königlichen Magazinen, zum kleineren Theile durch Requisition bei der Mairie besorgt; besondere Stärkungsmittel lieferte vielfach das im Orte befindliche Depot der frerwillirrej Krankenpflege. In unmittelbarer Nähe der Kämpfe um Amiens hatte das 11. Feldlazareth VII. Armeekorps, wie erwähnt, nc K \ am Tage der Schlacht ein Lazareth in Marcelcave eingerichtet, welches am 11. Dezember von der 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals I. Armeekorps übernommen ward. Am 15. Februar konnte das Lazareth, in welch« 63 Mann, darunter 54 meist schwer Verwundete, weicht aus den Kämpfen bei Amiens stammten, Aufnahme gefunden hatten, aufgelöst werden. Die letzten Kranken wurden dem genannten Tage nach Amiens evakuirt. Die südlich Amiens in den Ortschaften Dury, Hebecoi und Sains befindlichen Kranken übernahm die 3. Sekti Lazareth-Reservepersonals VIII. Armeekorps. In Dury waren die Kranken in einem Schlosse und einen grossen Wohnhause gut untergebracht, ebenso in Sains in dortigen Gendarmerie und Mairie, während in Hebecourt, to die vielen sehr kleinen Zimmer eines Sommerschlösschens nur schlecht ventilirt werden konnten, die hygienischen Umstand« zu wünschen übrig Hessen. Die Verpflegung der 44 Kranken (einschliesslich 43 Verwundete) erfolgte im Wege der Requisition durch die Mairie; Extradiät etc. konnte durch Liebesgaben an dem Depot zu Amiens beschafft werden. Der ärztliche DieM wurde in .Dury und Hebecourt von dem Chefarzte unter Beihilfe eines Arztes der freiwilligen Krankenpflege versehen, während in Sains ein Assistenzarzt mit zwei Lazarethgehilfen und drei Krankenwärtern thätig war. Von den übernommenen 44 Personen konnten bis zum 27. Januar 36 evakuirt werden. der Rest wurde einem Arzt der freiwilligen Krankenpflege übergeben, welcher bis 10. März 1871 in Sains verblieb. In dem Städtchen Roye, südöstlich Amiens, etablirte am 28. November die 3. Sektion Lazareth-Reservepersonal: I. Armeekorps ein Lazareth in den hohen und geräumigen Zimmern des Klosters Hotel Dieu, welche Raum für 49 Lagerstellen boten, und in dem nicht weit vom Klosta entfernten Schulgebäude, welches in einem grösseren Zimmer 10 Verwundete aufnehmen konnte. Die Verpflegung wurde bereitwilligst von der Stadt geliefert, die Extradiät etc. von dem Depot der freiwilligen Krankenpflege in Amiens besorgt. An der Pflege betheiligtet sich Schwestern, welche auch der Küche und Wäsche vorstanden Den ärztlichen Dienst versah anfänglich der Chefarzt mit drei Band t un 2 (1 l 4 ab id Assistenzärzten, vom 'arzt, welcher durch kam, alle Kranken ii zu können. Zu Ev Amiens geschickt befördert. Am 28. Dezembei Amiens stammende ^ nach Clermont, wo 3. Sektion Lazareth-! faxende Vorkehrung hatte, so dass sofo: Betten gelagert werd Die Leichtverwun überhaupt nur 13 Man einem grossen Saale fektur-Gebäudes unte: geben, mitten in der [rundeten hatte man e und massiven Civilhosj Bettstellen besass. 94 1 Die ersten Käu Die Bildung eine der Loire führte das Oktober 1870 zu eingetroffenen XL Ar liehst dem I. Bayerisc jener Seite hin zu ve ') Generalstabswerk begleiteten sogleich das später folgten ihr auch Armeekorps auf den sü4 lazareth blieb bis zum 10. bis zum 3. Noven noch in Folge der Schlac •eth war ein Theil sc der Rest erst am 3. Nov( ristlie Armeekorps verfüg m Aufnahms-Feldspital f in Mont Buchet, am 1 ibb'eb bis zum 25. Novem II. 'heil dos städtischen ) übernommen, ä •anzogen) Aufnahme in auch die wenigen dert von den übrigen ideten und Kranken ovember 213 Maäi "ebruar 548 — a |,. mden Passanten - lauptsächlich durch le aus auf der Aisne terwagen, als der Eis- se unmöglich machte. Französische bann- urde zum grüsst a äineren Theile durch lere Stärkungsmittel :pot der freiwilligen um Amiens hatte wie erwähnt, noch n Marcelcave ein- •on der 1. Sektion .orps übernommeii lareth, in welchen "erwundete, weicht Aufnahme gefunden tranken wurden an :uirt. en Dury, Hebecoun ahm die 3. Sektioii torps. Schlosse und einem 3nso in Sains in der nd in Hebecourt, ¥» merschlösschens nur szenischen Umstände ing der 44 Kranken Wege der Requisition rch Liebesgaben ans Der ärztliche Dienst Chefärzte unter Bei- ikenpflege versehen, wei Lazarethgehilfen l den übernommenen 36 evakuirt werden. i Krankenpflege über- 3 verblieb. i Amiens, etahlirte th-ReservepersonaL len und geräumiges welche Raum t weit vom Kloster m grösseren Zimmer t von der Stadt ge- ;pot der freiwilligen c Pflege betheiligten d Wäsche vorstanden. ler Chefarzt mit drei gaad t IX. Abschnitt: Südwestlicher Kriegsschauplatz. 199 Assistenzärzten, vom 21. Januar ab jedoch nur ein Assistenz- * -,{ welcher durch den starken Krankenabgang in die Lage alle Kranken in einem Saale des Klosters zusammenlegen können. Zu Evakuirende wurden jeden zweiten Tag nach »miens geschickt und von dort mit den Sanitätszügen weiter befördert. Am 28. Dezember gelangten 145 von den Kämpfen um \miens stammende Verwundete mittels eines Sanitätszuges nach Clerniont, wo seit dem 24. Dezember bereits die 3 Sektion Lazareth-Reservepersonals I. Armeekorps umfassende Vorkehrungen zur Aufnahme derselben getroffen hatte so dass sofort fast alle Ankommenden in guten Betten gelagert werden konnten. Die Leichtverwundeten und Kranken (von Letzteren wurden überhaupt nur 13 Mann aufgenommen) wurden vorwiegend in einem grossen Saale und mehreren kleinen Zimmern des Prä- fektur- Gebäudes untergebracht, welches, von Gärten umgeben, mitten in der Stadt lag. Für die schwerer Ver- Ermdeten hatte man einen Flügel des grossen, dreistöckigen und massiven Civilhospitals eingerichtet, welches 100 eiserne Bettstelleu besass. 94 Mann konnten bis zur Auflösung des Laza- reths am 5. März evakuirt werden, während 54 geheilt zu ihren Truppentheilen abgingen. Am Schlachttage von St. Quentin hatte das 6. Feld- lazareth VIII. Armeekorps in Essigny le Grand (südlich St. Quentin), wie erwähnt, ein Lazareth eingerichtet. Durch Tod und Evakuation nach St. Quentin war der Bestand bis 1. Februar 1871 auf 56 Schwerverwundete gesunken, welche an diesem Tage von der 3. Sektion Lazareth- Reservepersonals VIII. Armeekorps übernommen wurden. Die Verwundeten waren in 22 verschiedenen Häusern untergebracht, von denen schliesslich Ende Februar noch die fünf besten belegt blieben. Die Nähe St. Quentins gestattete die Beförderung auch der schwerer Verletzten, so dass im Februar noch 38 dorthin zur Entlassung kamen. Die letzten 12 Verwundeten wurden am 9. März nach St. Quentin übergeführt und damit das Lazareth aufgelöst. Ergebniss. An der Krankenpflege auf dein nördlichen Kriegsschauplatz betbeiligte sich bis Ende Februar 1871 das Lazareth- Eeservepersonal zweier Armeekorps an 11 Orten. Neunter Abschnitt. Südwestlicher Kriegsschauplatz. Die ersten Kämpfe gegen die Loire-Armee. Die Bildung einer neuen Französischen Feldarmee an der Loire führte das Oberkommando der III. Armee am Oktober 1870 zu dem Entschlüsse, von dem vor Paris kingetroffenen XL Armeekorps die 22. Infanterie-Division kebst dem I. Bayerischen Armeekorps zur Sicherung nach jener Seite hin zu verwenden. 1 ) ') Generalstabswerk II, S. 225. — Die 22. Infanterie-Division kegleiteten sogleich das 2., 5. und 7. Feldlazareth XI. Armeekorps, später folgten ihr auch das 1., 9. und 10. Feldlazareth desselben Armeekorps auf den südwestlichen Kriegsschauplatz. Das 1. Feldlazareth blieb bis zum 10. Oktober vor Paris in Boissy St. Leger, das 10. bis zum 3. November in Donchery etablirt; von dem ebenfalls noch in Folge der Schlacht bei Sedan in Floing wirkenden 9. Feldlazareth war ein Theil schon am 5. Oktober frei geworden, während der Rest erst am 3. November nachrücken konnte. — Das I. Bayerische Armeekorps verfügte bei seinem Abmarsch von Paris nur über das Aufnahms-Feldspital No. 2; schon am 7. Oktober aber wurde das l in Mont Buchet, am 12- das 6. und 10. in Corbeil frei; das 11. ver- Heb bis zum 25. November in Villebousin. Die 22. Infanterie-Division etablirte zunächst zur Aufnahme der Verwundeten aus den kleineren Gefechten, welche diese Bewegung herbeiführte, 1 ) das 2. Feldlazareth XL Armeekorps am 7. Oktober in Rambouillet, welches daselbst, nachdem es im Ganzen nur 40 Mann (darunter ca. 20 Verwundete) aufgenommen, seine Thätigkeit am 31. Oktober beendete. Am 9. Oktober trat die oben erwähnte, dem General von der Tann unterstellte Armee-Abtheilung den Vormarsch auf Orleans an und lieferte am folgenden Tage das Gefecht bei Artenay, am 11. Oktober das Treffen bei Orleans. Im Gefechte bei Artenay 2 ) errichtete der bei der Vorhut befindliche Zug der 1. Sanitäts-Kompagnie I. Bayerischen i) Generalstabswerk II, S. 226—229. 2 ) Vergl. Generalstabswerk II, S. 229. Die Verluste sind in Anlage 71 des Generalstabswerkes (betr. Belagerung von Paris) mitenthalten. todt oder in Folge Verwundung gestorben . 2 Offiziere, 37 Mann, verwundet ..... 4 „ 175 „ vermisst . . . . . . — „ _______ 6 ,, _____ 6 Offiziere, 218 Mann. 200 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- ete. Lazarethe. Bandl Armeekorps anfänglich neben der Landstrasse, dann in einer kleinen, sehr verwahrlosten Gastwirthschaft, ungefähr eine halbe Stunde nördlich Artenay. einen Hilfsplatz. Als der übrige Theil der Kompagnie nachrückte, übernahm sie denselben als Haupt-Verbandplatz. Es sammelten sich 60 Verwundete an, welche nur nothdürftig untergebracht werden konnten und deren Pflege der herrschende Wassermangel sehr erschwerte. Der Hilfsplatz war weiter nach vorn in das inzwischen besetzte Bahnhofsgebäude von Artenay verlegt worden, in welches man ungefähr 140 Verwundete überführte. Nach Besetzung des ganzen Ortes durch die Deutschen Truppen rückte auch die Sanitäts- Kompagnie vor, indem sie alle in der oben erwähnten Gastwirthschaft untergebrachten Verwundeten mit sich führte, und übernahm den Bahnhof nebst den benachbarten Häusern als Haupt-Verbandplatz. Hier fanden alle Verwundeten in jeder Beziehung zweckmässige Unterkunft und genügenden Beistand, bis sie am folgenden Morgen dem während der Nacht eingetroffenen Aufnahms-Feldspital No. 2 übergeben werden konnten. Im Treffen bei Orleans 1 ) am 11. Oktober 1870 leisteten das 2. und 3. Sanitätsdetachement XI. Armeekorps, sowie die 1. und 4. Sanitäts-Kompagnie I. Bayerischen Armeekorps den Verwundeten die erste Hilfe. Der Kampf bewegte sich ausschliesslich auf hügeligem, vielfach durchschnittenem Boden, welcher, mit zahllosen Gartenmauern und einzelnen Häusern bedeckt, das Aufsuchen der zerstreut liegenden Verwundeten und deren Transport in ungewöhnlichem Grade erschwerte. Jede der beiden Brigaden der 2. Bayerischen Division hatte einen Zug der 4. Sanitäts-Kompagnie bei sich; derjenige der 4. Brigade errichtete zuerst in Saran, in der Kirche und den zunächst gelegenen Häusern, später bei dem weiteren Vordringen der Brigade in einem Gehöfte bei Les Murlins einen Hilfsplatz, während derjenige für die 3. Brigade sich in La Montjoie befand, woselbst bald darauf auch der Haupt-Verbandplatz für die 2. Division aufgeschlagen wurde. Gegen Abend waren, da die meisten Verwundeten von den beiden Hilfsplätzen, viele auch unmittelbar vom Schlachtfelde, hier zusammentrafen, alle Räumlichkeiten belegt. Die Aerzte des Aufnahms-Feldspitals No. 9 unterstützten die Thätigkeit der Sanitäts-Kompagnie. Die verwundeten Offiziere waren in dem benachbarten Schlösschen La Tuilerie untergebracht worden. Als die 1. Bayerische Brigade aus der Reserve zur Unterstützung der 22. Division vorgezogen ward, erhielt !) Vergl. Generalstabswerk II, S. 235. Die Verluste sind in Anlage 71 des Generalstabswerkes (betr. Belagerung von Paris) mit- enthalten: todt oder in Folge Verwundung gestorben . 24 Offiziere, 248 Mann, verwundet.....35 » 579 , vermisst . . . . . . — , _______ 46 , _____ 59 Offiziere, 873 Mann. Band I. sie den 1. Zug der 1. Sanitäts-Kompagnie zugetheilt. ] Strasse Orleans—Chateaudun war so sehr mit Tn überfüllt, dass die Krankenwagen in St. Jean de la Euelle zurückgelassen werden mussten. Die Mannschaften d« Zuges sammelten die an dem Bahndamme und in Nähe zerstreut liegenden Verwundeten und brachten die. selben in einen Meierhof nahe der Strasse, wo sie verbunden und transportfähig gemacht wurden. Die 1. Sanitäts-Kompagnie erhielt nach dem mit Besetzung von Orleans endenden Gefecht bei eingetretene! Dunkelheit den Befehl, zur Unterstützung der 4. Sanität» Kompagnie vorzugehen. Die Kompagnie durchsuchte die Weinberge und den Faubourg Bannier, wo sich in den Häusern der Hauptstrasse noch eine Anzahl Schwer- verwundeter, namentlich Franzosen, vorfanden. Am folgenden Morgen begann die Räumung der Verbandplätze und zwar in der Art, dass von dem Haupt- Verbandplatz in La Montjoie zuerst die Leichtverwundetes und alle Franzosen in das Aufnahms-Feldspital No. 2 h Artenay, die Schwerverwundeten nach Orleans gebrach wurden, wohin man auch alle Verwundeten von den der Stadt näher gelegenen Hilfsplätzen schaffte. Den Haupt- Sammelpunkt bildeten hier die geräumige Einsteigehalle die übrigen Räumlichkeiten des Bahnhofes in Faubour» Bannier, welche Mittags vom Aufnahms-Feldspital No.} übernommen wurden. Die Ueberführung dahin geschalt theils mittels der Krankenwagen, theils, soweit die im ] hofe Les Aubrays und Umgebung liegenden Verwundeten in Betracht kamen, auf Eisenbahn-Rollwagen, welche Bataillonsarzt des 12. Bayerischen Infanterie-Regiment vom Bahnhof Orleans nach Les Aubrays hatte schaffei lassen. Hier wurden die Verwundeten aufgeladen durch Blessirtenträger nach Orleans geschoben. Im Laufe des 13. Oktober war das Schlachtfeld vi allen Verwundeten geräumt. Dieselben fanden theils;: dem Aufnahms-Feldspital No. 2 I. Bayerischen Armeekoi in Artenay, theils in dem 5. Feldlazareth XL Armeekorp in Ormes, theils endlich in dem Aufnahms-Feldspital Naj I. Bayerischen Armeekorps in Orleans Aufnahme. Auch das 5. Feldlazareth XL Armeekorps und das Bay Aufnahms-Feldspital No. 2 siedelten bald nach Orleans über (siehe unten), womit diese grosse und reiche deren Besitznahme und Behauptung die blutigsten Kämpft auf dem südwestlichen Kriegsschauplatze veranlasste, ad auch zum Hauptort der Krankenpflege auf diesem Operation' gebiete gestaltete. Während der ersten Besetzung dt Stadt durch Deutsche Truppen (am 12. Oktober) warn daselbst fünf Feldlazarethe thätig, nach der zweiten Be-it: ergreifung (am 5. Dezember) wirkten dort grösstenthei gleichzeitig neun Feldlazarethe und fünf Sektionen LazareH Reservepersonal. Mehrere dieser Hospital-Einrichtunfl blieben bis in den März hinein bestehen. (Das Schicks einiger dieser Lazarethe bei der Besetzung von Orlean durch die Franzosen siehe unten.) Nächst Orleans { ßr den Sanitätsdiensi platze, insbesondere d punl inkt für die aus dt Evakuations-Transpor j u Chartres das 5. F< sanikeit. Da dasselb pben allein nicht ge: zem ber das 10. Feldl V. Armeekorps Befel vor Paris hinweg nac Anfang Dezember b lazarethe nebeneinai entfalteten. Das bereits in Fo Aufnahms-Feldspital N am 11. Oktober früh sofort die am Bahnhof konnten nebst 56 innei Mitwirkung der Hambi untergebracht und geh trafen noch 83 Verwu sowie eine grössere Anz Passanten-Transporten, ville, woselbst sich in Arztes 51 Mann, meisi stellt und dasselbe alb auch in Artenay das S wundeten geräumt, ^ Krankenaufnahme bis welchem Tage Orleans wurde. 2 ) Im Ganzen v darunter 267 Verwund Inzwischen hatte Personals nebst einigen zur üebernahme der untergebrachten Kran! in der Stadt mehrere 14. November 197 in zuge der Deutseben ' kranke Deutsche. Di( wundeten wurde von nach Bourges und Pa Orleans verblieben. 1 sisclie Aerzte die Kran Ebenfalls am Ta; 5. Feldlazareth XL Ar: auf. Dort verpflegte t Nach der Besitznahme 12. Oktober wurde die gelagerten Verwundete Stadt am 17. Ok 5. Feldlazareth der 2 ein Arzt blieb mit c 16. November in Or] Lazareths begab sich te hier unter Tom 25. Oktober ab ') Vergl. das Kapit 2 ) Vergl. Generalsti 3 ) Vergl. Generalsta Sanitats-Bericht über die Band I, IX. Abschnitt: Südwestlicher Kriegsschauplatz. 201 lie zugetheilt, fjj f sehr mit Trupp« . Jean de la R ue i] e Mannschaften fe mme und in des«, und brachten die- trasse, wo sie y,,, •den. nach dem mit der lit bei eingetretener mg der 4. Sanitäfe lie durchsuchte die r, wo sich in da e Anzahl Schwer, fanden. Räumung der Y s von dem Haupt i Leichtverwundetes Feldspital No. 2 1 i Orle'ans gebraclt ideten von den der laffte. Den Haupt e Einsteigehalle lhofes in Faubour» ns-Feldspital No, ung dahin gesel soweit die im Bai enden Verwundetet Iwagen, welche ei Infanterie-Regiment! rays hatte schaffei en aufgeladen schoben. las Schlachtfeld toi en fanden theils i Tischen Armeekorp eth XL Armeekorp hms-Feldspital No.! 3 Aufnahme. Ami md das BayeriM bald nach Orleaii je und reiche ! 3 blutigsten Kämpft ,ze veranlasste, sid if diesem Operation 5ten Besetzung 12. Oktober) warei i der zweiten Ben dort grösstenthei ' Sektionen Lazarett jspital-Einrichtun^ len. (Das Schiefe ;etzung von Orle'ai Nächst Orleans gewann Chartres die grösste Bedeutung ffir den Sanitätsdienst auf dem südwestlichen Kriegsschauplätze insbesondere dadurch, dass seine Lage es zum Mittelpunkt für die aus dem Süden nach Versailles abgehenden Kvakuations-Transporte machte. 1 ) Am 25. Oktober trat in Chartres das 5. Feldlazareth XL Armeekorps in Wirksamkeit. Da dasselbe jedoch den ihm zufallenden Aufgaben allein nicht genügen konnte, erhielten Anfang Dezember das 10. Feldlazareth XL und das 9. Feldlazareth V, Armeekorps Befehl, sich von der Einschliessungs-Armee vor Paris hinweg nach Chartres zu begeben, wo somit von Anfang Dezember bis in den Februar hinein drei Feldlazarette nebeneinander eine umfangreiche Thätigkeit entfalteten. Das bereits in Folge des Gefechts bei Artenay etablirte Aufnahms-Feldspital No. 2 I. Bayerischen Armeekorps gelangte am 11. Oktober früh 8 '/s Uhr nach Artenay und übernahm sofort die am Bahnhof angesammelten 193 Verwundeten. Diese konnten nebst 56 innerlich Kranken in dem Marktflecken (unter Mitwirkung der Hamburger freiwilligen Sanitätskolonne) rasch untergebracht und gelagert werden. In den nächsten Tagen trafen noch 83 Verwundete von dem Kampfe bei Orleans ein, sowie eine grössere Anzahl von innerlich Kranken nebst mehreren Passanten-Transporten. Als Filiale wurde ein Spital in Angerrille, woselbst sich in Behandlung des dortigen Französischen Arztes 51 Mann, meistens innerlich Kranke, befanden, unterstellt und dasselbe allmälig geleert. Bis zum 24. Oktober war auch in Artenay das Spital bis auf einen intransportablen Verwundeten geräumt, verblieb jedoch daselbst ohne weitere Irankenaufnahme bis zum 9. November in Bereitschaft, an welchem Tage Orleans wieder von feindlichen Truppen besetzt wurde. 2 ) Im Ganzen waren 408 Mann zur Aufnahme gekommen, darunter 267 Verwundete. Inzwischen hatte am 28. Oktober die Hälfte des ärztlichen Personals nebst einigen Krankenwärtern nach Orleans abzugehen zur Uebernahme der Behandlung der im Salle de lTnstitut untergebrachten Kranken. Ausserdem behandelte das Spital in der Stadt mehrere erkrankte Offiziere und vom 11. bis H.November 197 in der Caserne de Passage nach dem Abzüge der Deutschen Truppen vorgefundene verwundete und kranke Deutsche. Die Mehrzahl dieser Kranken und Verwundeten wurde von den Franzosen bis zum 15. November nach Bourges und Pau geschickt, so dass nur 14 Mann in Orleans vei'blieben. Am 15. November übernahmen Französische Aerzte die Krankenbehandlung, Ebenfalls am Tage des Gefechts bei Orleans schlug das 5. Feldlazareth XL Armeekorps in dem ärmlichen Dorfe Ormes auf. Dort verpflegte es 218 Mann, darunter 210 Verwundete. Nach der Besitznahme von Orleans durch die Deutschen am 12. Oktober wurde die schleunigste Ueberführung der in Ormes gelagerten Verwundeten nach Orleans veranlasst. Als jedoch diese Stadt am 17. Oktober geräumt ward, 3 ) hatte auch das 5. Feldlazareth der 22. Infanterie-Division zu folgen; nur ein Arzt blieb mit dem nöthigen Pflegepersonal bis zum 16. November in Orleans zurück. Der grössere Theil des Lazareths begab sich über Chäteaudun nach Chartres und gelangte hier unter schwierigen äusseren Verhältnissen vom 25. Oktober ab im Hotel Dieu, zu welchem später noch ') Vergl. das Kapitel „Krankenzerstreuung'' 2 ) Vergl. Generalstabswerk II, S. 359 ff. 3 ) Vergl. Generalstabswerk II, S. 248. Sanitäts-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. I. B. andere Räume (insbesondere das Bahnhofsgebäude und ein Ge- fängniss) hinzugenommen werden muSsten, aufs Neue zur Thätigkeit. Das Lazareth, welches erst am 26. Februar 1871 durch das 12. Feldlazareth IV. Armeekorps abgelöst wurde (siehe unten), musste zunächst bei der Unsicherheit der Lage marschbereit bleiben; eine eigentliche Etablirung konnte daher nicht stattfinden; dabei war der Zugang an Verwundeten und Kranken ein sehr bedeutender. In Berücksichtigung dieser Umstände sah das Lazareth sich genöthigt, alle diejenigen Schwerverwundeten und Kranken, welche nicht nothwendig Schaden durch den Transport nehmen mussten, desgleichen alle diejenigen Leichtkranken, deren Genesung in etwa 8 Tagen nicht zu erwarten stand, in der Richtung auf Rambouillet—Versailles mittels Pferdebahn zu entlassen. Am 2. bezw. 5. Dezember erhielt das 5. Feldlazareth XI. Armeekorps — wie oben erwähnt — Unterstützung durch Ankunft des 10. Feldlazareths desselben, bezw. des 9. Feldlazarette V. Armeekorps. Zur Zeit des Eintreffens des erstgenannten Lazareths befanden sich in Chartres ca. 900 Lazareth- und über 1000 Revierkranke, unter den ersteren etwa 200 Verwundete. Das 10. Feldlazareth übernahm das Bahnhofsgebäude und das Gefängniss, vertauschte jedoch bald diese unzweckmässigen Räumlichkeiten mit einer Anzahl kleinerer Häuser. Im Ganzen behandelte es 1223 Mann (darunter 852 Verwundete) und übergab davon 11 am 14. Februar dem Lazareth-Reserve- personal XIII. Armeekorps. Das 9. Feldlazareth V. Armeekorps behandelte in Chartres in Summa 1049 Mann, darunter 305 Verwundete. Die letzten 13 Kranken gingen am 7. Februar ebenfalls an das Lazareth- Reservepersonal XIII. Armeekorps über. Die Thätigkeit des oben erwähnten 12. Feldlazareths IV. Armeekorps 1 ) in Chartres währte nur vom 26. Februar bis 16. März 1871. Vom 11. bis 15. März diente dasselbe zur Aufnahme sämmtlicher Kranken des III. Armeekorps. Das Aufnahms-Feldspital No. 9 I. Bayerischen Armeekorps rückte am 12. Oktober in Orleans ein, um den ihm zugewiesenen grossen Bahnhof zur Aufnahme der zahlreich dahin gebrachten Verwundeten zu benutzen. Von den Räumlichkeiten daselbst wurden Dienstzimmer und Wartesäle zur Untei'kunft für Offiziere und Schwerverwundete aus den eigenen Spitalbeständen eingerichtet, während die grosse Einsteighalle für Leichtverwundete, später die grosse luftige Güterhalle für Operirte etc. mit den nöthigen Lagerstellen von der Mairie versehen ward. Wegen ungenügender Lüftung räumte man bald die engen Dienstzimmer und gab die verwundeten Offiziere in geeignete Privatwohnungen der Stadt ab. Nachdem die Räume des Bahnhofes durch Evakuirung der transportablen Verwundeten möglichst entleert waren, mussten die daselbst noch verbleibenden 76 Schwerverwundeten am 23. Oktober der anglo-amerikanischen Ambulanz unter Dr. Pratt übergeben werden. Das Bayerische Spital hatte vom 24. Oktober ab in zahlreichen Häusern der Stadt vorzugsweise innerlich Kranke zu behandeln; nach Okkupation des Ortes durch die Französische Armee am 9. November wurden die belegten Räume für kranke Franzosen in Anspruch genommen, alle irgend transportablen Deutschen Kranken aber als Gefangene fortgebracht. Am 15. November übernahmen Französische Aerzte vollständig die Krankenräume. : ) Das IV. Armeekorps rückte während des Waffenstillstandes am 10. Februar aus seinen Stellungen vor Paris nach Chartres ab, um (ebenso wie das V. Armeekorps) für den Fall der Wiedereröffnung der Feindseligkeiten die II. Armee zu verstärken. (Vergl Generalstebswerk II, S. 1404.) 26 202 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitatsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Band I Das gesammte Personal des Spitals — ohne das Material — wurde am 16. November mit dem der übrigen zurückgebliebenen Spitäler durch Südfrankreich in die Schweiz befördert und traf am 23. November in München ein. Die Aerzte gingen alsbald (am 29. November) wieder auf den Kriegsschauplatz ab, trafen am 7. bezw. 11. Dezember wieder in Orleans ein und hatten sich vom 12. Dezember ab an der Behandlung der in der ganzen Stadt zerstreuten Verwundeten zu betheiligen. Als am 18. Dezember auch das Wartepersonal mit dem ergänzten Material wieder anlangte, wurde dem Spital das Kloster Sacre Coeur zur Verfügung gestellt, in welchem es vom 19. bis 28. Dezember in Thätigkeit blieb. Es kamen fast nur Verwundete — im Ganzen 216 Mann — theils aus den weniger guten Räumen in Orleans, theils aus den Spitälern der Umgebung zur Aufnahme. Ausser den bereits genannten Lazarethen gelangten im Laufe des Monats Oktober noch die Aufnahms-Feldspitäler No. 10 und 6 I. Bayerischen Armeekorps — und zwar beide in Orleans — zur Thätigkeit. Das Aufnahms-Feldspital No. 10 I. Bayerischen Armeekorps brach am 16. Oktober nach Orleans auf und erhielt hier am 18. desselben Monats die Manutention militaire (Kue du Co- lombier) — den grossen Getreidespeicher der Garnison — angewiesen, der bisher zur Unterkunft von Truppen benutzt worden war. Am 19. Oktober Morgens schon trafen die ersten Kranken zur Aufnahme ein. Der Zugang mehrte sich von Tag zu Tag, bis der Krankenstand am 29. Oktober die höchste Ziffer mit 280 Mann erreichte. Ausserdem hatten zwei Aerzte des Spitals vom 20. Oktober bis 9. November die in der Französischen Ambulanz der Caserne de Passage und der Ecole de Dessin befindlichen Kranken zu besorgen. Wegen der Baumüberfüllung wurden die Genesenden bis zur Wiederherstellung ihrer Dienstfähigkeit in Privatquartieren der Stadt untergebracht. Nach dem Abmärsche des I. Bayerischen Armeekorps erfolgte am 9. November gegen Mitternacht die Okkupation von Orleans durch feindliche Truppen. Im Verlaufe des 10. und 12. November wurden die Kranken von den Französischen Behörden und Aerzten übernommeu und bis zum 13. November alle Kranken, welche sich einigermaassen bewegen konnten, in die Caserne d'Etape verlegt. Während des 13. und 14. November füllten sich die durch Abführung der Deutschen Kranken leer gewordenen Räume der Manutention mit Französischen Kranken und Verwundeten, worauf am 15. November Französische Aerzte und Intendanten das Lazareth vollständig übernahmen. Das Personal des Spitals, mit Ausnahme zweier Assistenzärzte, welche die kriegsgefangenen Kranken nach Pau zu begleiten hatten, wurde am 16. November durch den Süden von Frankreich und durch die Schweiz nach Deutschland gesandt. Am 29. November gingen die Aerzte wieder zur Armee nach Frankreich ab, während das übrige Personal mit dem neuergänzten Material nach einigen Tagen folgte. Am 7. bezw. 11. Dezember in Orleans wieder eingetroffen, hatte dieses Personal eine grosse Anzahl von Kranken und Verwundeten, welche in mehreren Privatambulanzen und in der Caserne d'Etape untergebracht waren, zu versorgen. Durch Zutheilung weiterer Räume zu den bereits belegten, von denen nur die Caserne d'Etape einem anderen (Preussischen) Lazarethe übergeben werden musste, war der Dienst auf acht in verschiedenen Theilen der sehr weitläufigen Stadt gelegene Räumlichkeiten ausgedehnt. Nachdem das 1. Bayerische Armeekorps Orleans am 24. Dezember verlassen, sollte das Spital vor Paris rücken, sobald die Uebergabe der Verwundeten und Kranken an die Preussischen Eeldlazarethe ermöglicht war. Dieselbe wurde am Sl.Dezeuvb begonnen, jedoch erst am 9. Januar beendigt, so dass an diesem Tage die Thätigkeit des Spitales zum Abschlüsse kam. Das Aufnahms-Feldspital No. 6 I. Bayerischen Arrneekom- erhielt auf dem Marsche nach Orleans am 18. Oktober BefeH zunächst in Artenay im Kantonnement zu verbleiben. Von h, wurde am 27. Oktober und 2. November der grössere TU des ärztlichen Personals nebst einigen Krankenwärtern nach Orleans beordert, um daselbst am 28. Oktober ein bisU von Truppenärzten besorgtes Spital am linken Loire-Ufa in der Rue de Coq, Faubourg St. Marceau, einer enoet schmutzigen Strasse, zu übernehmen. Ferner wurde am 2. November das Grand Seminaire, ein gut eingerichtetes gesund gelegenes Gebäude in der Nähe des Domes, übernommen endlich noch ein Spital eingerichtet im Taubstummen-Institut St. Laurent, das, hoch und frei gelegen, von Gärten begrenzt in gut lüftbaren Zimmern und in der Kapelle 50 Kranken sehr gute Unterkunft gewährte. Nach dem Einrücken der feindlichen Armee in Orleans au 14. November übernahmen Französische Militärärzte die Kranken Das gesammte Lazarethpersonal wurde am 16. November nacl dem Süden Frankreichs abgeführt und dann in die Heimath entlassen. Bereits vor Eröffnung des 5. Feldlazareths XL Ann». korps in Chartres hatte sich zur Unterbringung von Kranken der gegen Orleans operirenden Truppen die Eta- blirung eines Feldlazareths an der Strasse Orleans—Paa als nothwendig erwiesen. Demzufolge hatte das 9. Feld- lazareth VI. Armeekorps Befehl erhalten, sich in Etampa einzurichten und blieb hier vom 21. Oktober 1870 bis 7. Man 1871 durch im Ganzen 1692 Mann (darunter 472 Verwundet! in Anspruch genommen. Vormarsch der II. Armee. Im Laufe des November erfuhren die Deutschen Truppq auf dem südwestlichenKriegsschauplatze eine sehr bedeutend! Verstärkung zunächst dadurch, dass unter dem 7. Novemliei eine aus dem 1. Bayerischen Armeekorps, der 17. und 22. Infanterie-, der 2., 4. und (3. Kavallerie-Division M stehende Armee-Abtheilung unter dem Oberbefehl Sr. Könkl Hoheit des Grossherzogs von Mecklenburg-Schwerin gebildet wurde, welche den Versuchen des Feindes zum satze von Paris in südwestlicher Richtung entgegentrete sollte, 1 ) und weiterhin dadurch, dass die aus drei Armeekorps und der inzwischen zugetheilten 1. Kavallerie-Divisici bestehende IL Armee unter dem Oberbefehl Sr. Königl. Hoheit des Prinzen Friedrich Karl, welche schon Ende Oktober von Metz aus den Marsch nach Südwesten ai getreten hatte, 2 ) während des November auf dem süchresl liehen Kriegsschauplatze eintraf. Der Zusammensetzt! dieser Armee und der vorgenannten Armee -Abtheilna entsprechend, gelangten nunmehr auf dem südwestliche! 1 ) Generalstabswerk II, S. 401 bezw. 389. — Im November wari dieser Armee-Abtheilung auch die 5. Kavallerie-Division zugetkill (Generalstabswerk II, S. 441). 2 ) Generalstabswerk II, S. 371. Band I. au Kriegsschauplätze Formationen des XI diejenigen des 111.. Verwendung, aussen getheilte 6. Feldlaz des 3. Sanitätsdetac 1. Kavallerie-Divisioi , nu -den die Sanität Kriegsschauplätze < Oktober bis März VI. Armeekorps Dezember bis in 10. Fekllazareth (v dei XI ei (vergl. S. 201). Während des Lrten blieben für gens, Moutargis, N lazarethe zurück, \ näher gelegenen al in Anspruch genomu In Chaumont de« 4., am folgenden i) Siehe 8. 199, A ü) Verbleib und 1 durch Befehl des Obert S. 128 und 129). Die Lammen etatsmässig 4 XIII. drei eigene und Von diesen 45 hatten s indem das 2. Feldlazar iltin General-Gouvernerr. merkmig 1), die Feldlaz; der 2. Landwehr - Divisi lerfügnng gestellt wäre leldlazaretb. bis zum 30. der Gegend von Sedau, schauplatze Verwendung desgl. S. 175 u. 188); das in Verdun, später in ] lern südwestlichen Kriegs somit 39 Feldlazarette, 33 den Korps der IL J Zeit des Abmarsches de Feldlazarett XIII. , s korps sogleich verfügbar; korps blieben noch bis : Yeres etablirt. Von den selben bei ihrem Abmari dem III. Armeekor .. IX. ■ X. „ Diesen folgten schi lazareth X., am 3. das 6 K. und das 10. Feh ife des November rücl Lazarethe nach, mit alleii ■orps, welches bis zum Baiii] i urdeam31.Dezemlj et gt, so dass an diesem ichlusse kam. -erischen Armeekonj 1 18. Oktober Befehl, verbleiben. Y 0 n dj • der grössere Theil Lrankenwärteru nach , Oktober ein bisher ]a linken Loire-Ufa arceau, einer engen, Ferner wurde am gut eingerichtetes, Domes, übernommen, 'aubstummen - Institut von Gärten begrenzt, >elle 50 Kranken sehr Armee in Orleans itärärzte die Kran] n 16. November nach lann in die Hein lazareths XL Armee- Unterbringung toi m Truppen die Etaasse Orleans—Part hatte das 9. Fe; ,en, sich in EtaaM )ber 1870 bis 7. .Man lter 472 Verwundete) Lrmee. e Deutschen Truppa eine sehr bedeutende ter dem 7. Novemba <:orps, der 17. vallerie- Division U berbefehl Sr. König snburg-Schwerin gt es Feindes zum Eni- itung entgegen! reta die aus drei Armee- . Kavallerie-Divisi« n-befehl Sr. Königl. welche schon Ende nach Südwesten an- er auf dem südwe-t- ?r Zusammensetze l Armee -Abtheiluns ' dem südwestlich« , — Im NoVernix erie-Division zugetlieilt Band I. IX. Abschnitt: Südwestlicher Kriegsschauplatz. 203 K" ie"'sschauplatze ausser den bereits erwähnten 1 ) Sanitäts- %inationeu des XL und 1. Bayerischen Armeekorps auch diejenige 11 des III., IX., X. und XIII. Armeekorps 2 ) zur Verwendung, ausserdem das der 2. Kavallerie-Division zu- »etheilte 6. Feldlazareth VI. Armeekorps und ein Theil des 3. Sanitätsdetachements I. Armeekorps, welcher der 1 Kavallerie-Division überwiesen worden war. Unterstützt ■mrden die Sanitätsanstalten der auf dem südwestlichen Kriegsschauplätze operirenden Truppen durch das vom Oktober bis März in Etampes etablirte 9. Feldlazareth VI. Armeekorps (vergl. S. 202) und durch das vom Desember bis in den Februar hinein in Chartres thätige 10 Feldlazareth XL und 9. Feldlazareth V. Armeekorps (vergl. S. 201). Während des Anmarsches der 11. Armee gegen Sudeten blieben für deren Kranke in Chaumont, Troyes, fang Montargis, Nemours, Angerville und Pithiviers Feld- lazarethe zurück, von denen die dem Operationsgebiete näher gelegenen alsbald auch für die Verwundetenpflege in Anspruch genommen wurden. In Chaumont gelangte am 14. November eine Sektion des 4., am folgenden Tage das 10. Feldlazareth X. Arniee- i) Siehe S. 199, Anmerkung 1. 2) Verbleib und Ablösung der Feldlazarette vor Metz wurde dnri'li Befehl des Oberkommandos vom 29. Oktober geregelt (vergl. S. 128 und 129). Die zuletzt genannten vier Armeekorps besassen zusammen etatsmässig 45 Feldlazarette (das III., IX., X. je 12, das XIII. drei eigene und die Feldlazarette 7—12 IX. Armeekorps). Von diesen 45 hatten sechs eine anderweitige Bestimmung erhalten, indem das 2. Feldlazarett III. Armeekorps bereits im September iltm General-Gouvernement von Lothringen (vergl. S. 128, Anmerkung 1), die Feldlazarette 10 — 12 IX. (XIII.) Armeekorps mit der 2. Landwehr - Division dem General-Gouvernement in Reims zur lerfügung gestellt waren (vergl. S. 155), während das 3. Hessische Feldlazareth bis zum 30. November in Sierck verblieb, um alsdann in der Gegend von Sedau, schliesslich auf dem südöstlichen Kriegsschauplätze Verwendung zu finden (vergl. S. 128, Anmerkung 1, desgl. S. 175 u. 188); das 7. Feldlazarett X. Armeekorps endlich wirkte in Verdun, später in Nancy (vergl. S. 175). Zur Verwendung auf dem südwestlichen Kriegsschauplätze blieben den genannten Armeekorps somit 39 Feldlazarette, von welchen sechs dem XIII. Armeekorps, 33 den Korps der II. Armee angehörten. Von ersteren waren zur Zeit des Abmarsches der 17. Infanterie-Division von Paris das 1., 2-, 3. Feldlazareth XIII. , sowie das 9. Feldlazarett IX. (XIII.) Armeekorps sogleich verfügbar; das 7. und 8. Feldlazarett IX. (XIII.) Armeekorps blieben noch bis zum 21. Dezember in Boissy St. Leger bezw. Yeres etablirt. Von den 33 Feldlazaretten der II. Armee konnten deren bei ihrem Abmärsche von Metz nachstehende sich anschliessen: dem III. Armeekorps: das 1., 4., 6., 8.—12. Feldlazarett, .. IX. „ „ 1., 2., 3., 5. Preussische und das 1., 2., 5. Grossherzoglich Hessische Feldlazareth, , X. „ ,4. Feldlazarett. Diesen folgten schon am 2. November das 1., 5. und 8. Feldlazarett! X-, am 3. das 6. Feldlazarett IX. und am 5. das 7. III., das 1 IX. und das 10. Feldlazareth X. Armeekorps. Im weiteren Verlaufe des November rückten alle übrigen noch vor Metz festgehaltenen Lazarethe nach, mit alleiniger Ausnahme des 2. Feldlazaretts X. Armeekorps, welches bis zum 31. Dezember in Rombas verbleiben musste. korps zur Etablirung; in Troyes wirkte das 1. Hessische, in Sens das 6. Feldlazareth HL, in Montargis zuerst nur eine Sektion des 4. Feldlazareths X. Armeekorps, bis auch die in Chaumont verbliebene Sektion nachrücken konnte, in Nemours das 12. Feldlazareth 111., in Angerville das 3. Feldlazareth IX., endlich in Pithiviers das 12. Feldlazareth 111. Armeekorps. Das 4. Feldlazareth X. Armeekorps richtete sich mit einer Sektion in dem städtischen Hospitale und der Ecole normale departementale ein und zwar wurde in ersterem eine sehr gute Baracke benutzt. Am 6. Dezember ging der Dienst an das Lazareth-Reservepersonal X. Armeekorps über. Das 10. Feldlazareth X. Armeekorps etablirte sich in dem Lyceum und wirkte daselbst bis zum 10. Dezember. Das 1. Grossherzoglich Hessische Feldlazareth hatte am II. November Befehl erhalten, sieb in der Garde-Kaserne zu Troyes zu etabliren. Der Krankenzugang war lebhaft, weshalb zur Unterstützung des Lazareths am 21. November Lazareth- Reservepersonal des X. und am 26. November solches des III. Armeekorps herangezogen wurde. In Summa behandelte das Lazareth 763 Kranke, von denen es 619 Ende November dem Lazareth-Reservepersonal X. Armeekorps übergab. In Sens war am 17. November das 6. Feldlazareth III. Armeekorps zurückgelassen worden. Es benutzte ausser einem Privat - hause das Grand seminaire mit 200 Lagerstellen und für die Typhuskranken eine Kirche, welche den übrigen Lazarethräumen fern lag. In Summa behandelte das Lazareth daselbst 658 Kranke. Am 24. März 1871 beendete es seine Thätigkeit in Sens. In Montargis etablirte sich das 4. Feldlazareth X. Armeekorps mit einer Sektion am 18. November (die andere, zur Zeit in Chaumont beschäftigt, traf erst Mitte Dezember in Montargis ein) und nahm daselbst in Summa 140 Kranke auf, bei welchen es bis zum 30. Dezember verblieb. Das 12. Feldlazareth III. Armeekorps erhielt am 20. November das Civilhospital zu Nemours überwiesen, gelangte indessen wegen der bei der II. Armee unter dem 22. November eingeleiteten Truppen - Verschiebungen') nur zu unbedeutender Thätigkeit, indem es in Summa 23 Kranke in Behandlung nahm, welche bei dem Abrücken des Lazareths am 23. November in der Behandlung des Hospitalarztes unter der Pflege Französischer Schwestern zurückblieben. Am 18. November hatte im Schulhause zu Angerville eine Sektion des 3. Feldlazareths IX. Armeekorps die Aufgabe, die zugehenden Kranken nach Etampes zu befördern. Das Lazareth nahm ausser 8 Verwundeten 205 Kranke auf, welche es bis zum 23. November sämmtlicb evakuiren konnte. Das 10. Feldlazareth III. Armeekorps erhielt am Abend des 20. November Befehl, in Pithiviers ein Lazareth einzurichten. Dasselbe hat im November ausser 233 innerlich Kranken 146 Verwundete aus den Gefechten dieses Monats aufgenommen. In Summa behandelte es in Pithiviers 554 Deutsche und 29 Franzosen, von denen es 30 am 18. Januar 1871 dem inzwischen gleichfalls in Pithiviers eingetroffenen 7. Feldlazareth III. Armeekorps übergab. Letzteres, seit dem 27. November in Pithiviers in Thätigkeit, behandelte 792 Kranke. Das Lazarethpersonal erkrankte bei solcher Ueberanstrengung tbeils an Ruhr, theils an Typhus und gastrischem Fieber, so dass im Januar von dem ursprünglichen Personal nur noch der Chefarzt übrig war. Am 6. März überwies das Lazareth seine letzten vier Pflegebefohlenen (Franzosen) der Mairie zu Pithiviers und folgte darauf seinem Korps. x ) Generalstabswerk II, S. 439. 26* ^Äiferi 204 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetackements, Feld- etc. Lazarethe. Band I, Gefechte im November. — Schlacht bei Beaune la Rolande am 28. November 1870. Mit den grösseren Gefechten'), welche seit dem 7. November bei den Bayern, seit dem 18. November bei der Armee -Abtheilung Sr. Königi. Hoheit des Grossherzogs von Mecklenburg-Schwerin 2 ) und seit dem 24. November bei der II. Armee 3 ) stattfanden, traten auch die Sanitäts- detachements der betreffenden Armeekorps aufs Neue in Wirksamkeit. Während einer von der 2. Preussischen Kavallerie- Division Stolberg unter Mitwirkung Bayerischer Infanterie ausgeführten Rekognoszirung, welche das Gefecht am Walde von Marche'noir am 7. November zur Folge hatte, errichtete ein Bayerischer Bataillonsarzt zwischen Valliere und •Marolles hinter der Gefechtslinie auf freiem Felde einen Nothverbandplatz, aufweichen 35—40 Verwundete gelangten. Diese wurden nach Beendigung des Gefechts auf Fuhrwerken nach Bonneville geschafft, hier in der Nacht von der 4. Sanitäts-Kompagnie I. Bayerischen Korps abgeholt und nach Orleans gebracht. Leider war es bei der sehr ausgedehnten Gefechtslinie auf einem vollkommen offenen und der überlegenen Feuerwirkung des Gegners überall ausgesetzten Terrain nicht möglich gewesen, alle Verwundeten auf den Hilfsplatz zu schaffen, daher die Mehrzahl derselben in Gefangenschaft gerieth. Am Tage des Treffens bei Coulmiers 4 ) am 9. November 1870 marschirten auf der Strasse Ormes—Coulmiers, welche das Schlachtfeld von Coulmiers in zwei Hälften theilte, die beiden Sanitäts-Kompagnien des I. Bayerischen Armeekorps. Der Divisionsarzt der 2. Division hatte bei Beginn des Kampfes in dem Schlosse Coulmiers selbst den Hauptverbandplatz zu errichten beabsichtigt und mit der Einrichtung schon begonnen; das heftige und ununterbrochene Geschützfeuer aber, welches gegen diesen in der ersten Linie gelegenen Punkt gerichtet wurde, zwang dazu, den Hauptverbandplatz weiter rückwärts zu verlegen. Von der 1. Sanitäts-Kompagnie I. Bayerischen Armeekorps war der 2. Zug bei Beginn des Gefechts hinter die 1. Brigade postirt worden; derselbe schloss sich, als der Rückzug angetreten ward, dem Armeekorps an und führte einige 20 Verwundete in seinen Transportwagen mit. Das Gros der Kompagnie verlud um 2 Uhr den grössten Theil der auf dem Hauptverbandplatze in der Fernie Descures ] ) Generalstabswerk II, S. 397. -) Generalstabswerk II, S. 435. ') Generalstabswerk II, S. 435. x ) Vergl. Generalstabswerk II, S. 407. — Die Verluste betrugen nach Anlage 90 (und Berichtigung in Anlage 93): todt .... 16 Offiziere, 90 Mann, verwundet . . 30 „ 456 ,, vermisst ... 2 , 200 „ 48 Offiziere, 746 Mann. angesammelten, sowie die in Rosieres, nördlich der ötra~., befindlichen Verwundeten auf ihre Fahrzeuge und bracht sie nach dem 11 Kilometer von Coulmiers entfernten. Orleans zu gelegenen Ormes, wohin sich nach BeendimL des Gefechts um 4 Uhr, auch die 4. Sanitäts-Korn mit dem Reste der Verwundeten von Descures zurüekzo» Im Ganzen kamen auf diese Weise bis Abends 9 pu 120 Verwundete nach Ormes, welche während der N; entsprechend untergebracht, gespeist und mit Transport verbänden versehen werden konnten. Die ersten Verwundeten der 3. Brigade, welche nördlich der Strasse vorrückte, wurden nach Rosieres gebracht Bei dem weiteren Vorgehen errichteten Aerzte der Brieai in dem aus vier oder fünf Häusern bestehenden, eine halb) Stunde vor Gemigny gelegenen Weiler des Laps einen Nothverbandplatz, wo sich ungefähr 150 Verwundete ansammelten. Abends begaben sich die Aerzte mit d a Verwundeten nach Gemigny, welcher Ort zum Schutze dp, Rückzuges von der 3. Brigade besetzt gehalten ward fanden sich bereits zahlreiche Verwendete vor, so dass Kirche geöffnet und als Unterkunft für die neu Ankommend« benutzt werden musste. Um Mitternacht trat die Bris O den weiteren Rückmarsch an, wobei so viele Verwunden als möglich mitgenommen wurden, so dass nur die i transportfähigen mit einem Arzt und einigen Blessirtenl zurückblieben. Am 11. November gelangte eine Französisch Ambulanz an den Ort, welche noch 80 Bayerische Vd wundete antraf. Auch in Coulmiers musste eine Anzahl Seher- verwundeter zurückgelassen werden, von welchen ei: Theil noch in der Nacht von einer Französisch« Ambulanz evakuirt wurde. Hingegen gelang es, die nach Ormes geschafften Verwundeten in rückwärtige Deutelt Lazarethe zu bringen. Die beiden Sanitäts - Konipagniei brachen mit denselben von Ormes am 10. früh 4 Uhr ai und gewannen über Saran die Strasse Orleans—Pa Cercottes, ehe dieser Punkt von den vorrückenden Franzi» sischen Truppen besetzt war. Auf dem langen Marsch nach Angerville hatten die Verwundeten viel zu leiden regnete und schneite durcheinander und die Luft war empfindlich kalt; zudem konnte auf dem bis Nachts 9U1 währenden Transporte nicht die mindeste Labung gereid werden. In Angerville führte man die Offiziere in in Spital der barmherzigen Schwestern über, während die Man schaffen in improvisirten Lazaretten untergebracht und dun Soldaten der Sanitäts-Kompagnien verpflegt wurden, 1 am 12. Vormittags das Aufnahms - Feldspital No. I. Bayerischen Armeekorps eintraf und die Verwunden übernahm. Dieses Spital besorgte ebendaselbst die aus dem Gefecl von Coulmiers nach Angerville übergeleiteten 125 Verwundeten neben 58 Kranken, ohne sich zu etaldiiei Während die in einigen Häusern und in dem entlegen« Bahnhofe nothdürftig untergebrachten Verwundeten ver- ö in 4 nördlich der Stra«. irzeuge und liracht,. :rs entfernten, g e g ( ch nach Beendigm» Sanitäts-Kompaai Descures zurückzog, bis Abends ! während der und mit Transi rigade, welche nöri ■h Rosieres gebracht 1 Aerzte der Brigadg teilenden, eine [er des Laps einen 150 Verwundete lie Aerzte mit 3rt zum Schutze de gehalten ward. Hiei lete vor, so das; ie neu Ankomme cht trat die B so viele Verwi ' dass nur die gen Blessirtenträge | gte eine Franzo' 80 Bayerische } 10 Anzahl Schwa von welche einer Französis gelang es, die nacll ückwärtige DeuteeM äanitäts - Kompap 10. früh 4 Uhr 5 Orleans—Pa vorrückenden Fr lern langen Marsch) en viel zu leiden; und die Luft ira 3m bis Nachts 9 Ulir este Labung gereich die Offiziere in dl während die Mai« tergebracht und durch erpflegt wurden, - Peldspital No. nd die Verwundeta t die aus dem Gefeclii •geleiteten 125 Ter i sich zu etaliliiet l in dem entleg r Verwundeten v Gleichzeitig wa Gardais in ein kurz Die 4. Sanität» mit wenigen Ausnal Orte, wo sie Uiite folgenden Morgen s Fuhrwerken nach C Das Aufhahins-' korps übernahm in 48 Verwundete unc und heförderte sie i In dem Gefechi errichtete das 2. Sai Verbandplatz und b Verwundeten nach B XL Armeekorps die hang für Lazarethzw 135 Verwundete — 26. November hatte evakuirt und folgte 11 .ÄÄi'fcäÄS? JÜ-'-ijSäi&Äf'teiti Band I. IX. Abschnitt: Südwestlicher Kriegsschauplatz. 205 bmiden und gelabt wurden, traf ein von Toury zurückkehrender Zug ein, welcher die Mehrzahl der 188 Pflegebefohlenen nach Btampes überführte, so dass beim Abmärsche am 13. November nur 20 Mann zurückzulassen und einer Deutschen freiwilligen Krankenpflege-Abtheilung zu über- ot'lieii waren. Während der Gefechte bei Chäteauneuf en Thimerais') am 18. November richtete das 2. Sanitätsdetachement XI. Armeekorps einen Verbandplatz in genanntem Orte ein. Oic Verwundeten wurden am 19. November seitens des 9. Feldlazaretts XI. Korps übernommen. Dieselben _ 66 Deutsche und 22 Franzosen — waren im Schulhause und einem benachbarten Privathause untergebracht und wurden in Richtung auf Chartres evakuirt. Am 21. November Nachmittags 4 Uhr stiess die 1. Bayerische Infanterie-Division an dem Strassenknoten bei La Fourche auf den Feind, welcher eine auf der Höhe gelegene Schanze besetzt hielt. Dieselbe wurde von dem 2. und 9. Jäger-Bataillon gestürmt. Dicht am Fusse der Anhöhe standen einige Häuser und Scheunen, in welche die Verwundeten und zwar — bei der unmittelbaren Nähe der Feuerlinie — fast ausnahmslos wenige Minuten nach erhaltener Verletzung gebracht und wo sie von Truppenärzten verbunden wurden. Nach Beendigung des Gefechts sammelte ein Zug der 1. Bayerischen Sanitäts-Kompagnie alle Verwundeten in dem Orte La Fourche und brachte sie von da im Laufe der Nacht nach Champrond, wo das Aufnahms-Feldspital No. 2 bereits eingetroffen war. Eine Anzahl verwundeter Franzosen wurde anwesenden Französischen Aerzten übergeben. Gleichzeitig war die 4. Bayerische Brigade bei Thiron- Gardais in ein kurzes Gefecht verwickelt. Die 4. 'Sanitäts-Kompagnie sammelte die Verwundeten, mit wenigen Ausnahmen nur Franzosen, in dem genannten Orte, wo sie Unterkunft und Verpflegung fanden. Am folgenden Morgen schaffte man dieselben auf requirirten Fuhrwerken nach Chartres. Das Aufnahms-Feldspital No. 2 I. Bayerischen Armeekorps übernahm in den wenigen Häusern von Champrond 18 Verwundete und 1 Typhuskranken am 22. November und beförderte sie nächsten Tags nach Chartres. In dem Gefecht bei Bre'toncelles 2 ) am 21. November errichtete das 2. Sanitätsdetachement XL Armeekorps einen Verbandplatz und bewirkte die alsbaldige Ueberführung der Verwundeten nach Bre'toncelles, woselbst das 9. Feldlazarett XL Armeekorps die Mairie, den Bahnhof und ein Privat- baus für Lazarethzwecke herrichtete. Aufgenommen wurden 135 Verwundete — 68 Deutsche, 67 Franzosen. — Am 26. November hatte das Lazarett sämmtliche Verwundeten evakuirt und folgte darauf der 22. Infanterie-Division. ') Vergl. Generalstabswerk II, S. 444 ff. 2 ) Vergl. Generalstabswerk II, S. 447. In dem Gefecht bei Ladon und Maizieres 1 ) am 24. November etablirte das 1. Sanitätsdetachement X. Armeekorps einen Verbandplatz in Boiscommun, das 2. einen solchen im Gehöft Maizieres. Der Transport der Verwundeten erfolgte nach Beaumont en Gatinais. Der am Morgen des 25. November unternommene Versuch, durch ein Kommando des 3. Sanitätsdetachements X. Armeekorps die in Ladon noch befindlichen verwundeten Deutschen gleichfalls nach Beaumont zu evakuiren, wurde von den Franzosen zurückgewiesen; das Kommando musste, nachdem es eine Stunde zurückgehalten worden war, unverriehteter Sache umkehren. In Beaumont en Gatinais war am 24. November das 1. Feldlazarett X. Armeekorps in dem Stadthause, einer Kaserne und einem grösseren Privathause zur Etablirung gelangt. In Summa behandelte das Lazarett in Beaumont 453 Kranke (u. a. 220 Verwundete). Am 23. Februar 1871 beendete es seine dortige Thätigkeit. Neben ihm hatte seit dem 28. November das 5. Feldlazarett X. Armeekorps in dem sogenannten Schlosse, in zwei Tanzsälen und einem Cafe" sich eingerichtet und vorzugsweise Leichtverwundete aufgenommen. In Summa behandelte das Lazarett 349 Mann, von denen es 34 am 2. Januar an das 1. Feldlazarett X. Armeekorps übergab. In der Schlacht bei Beaune la Rolande 2 ) am 28. November wurden nachstehende Verbandplätze errichtet: Seitens der zur 1. Kavallerie-Division gehörigen Sektion des 3. Sanitätsdetachements I. Armeekorps ein solcher auf dem rechten Flügel bei Barville. von dem 1. Sanitätsdetachement III. und dem 1. Sanitätsdetachement X. Armeekorps je einer an der Strasse Egry—Beaune la Rolande, von dem 2. Sanitätsdetachement X. Armeekorps in dem Gehöft Long-Cour und seitens des 3. Sanitätsdetachements X. Armeekorps am Bahnhofe von Beaune la Rolande. Der Verwundeten-Transport ging einerseits in die zu Beaumont en Gatinais bestehenden Lazarette (siehe oben), oder darüber hinaus nach Puiseaux, andererseits nach Beaune la Rolande. In Puiseaux wurde zur Pflege der Verwundeten aus der in Rede stehenden Schlacht am 29. November das 8. Feldlazarett X. Armeekorps, in Beaune la Rolande am 30. November das 11. Feldlazarett 111. Armeekorps etablirt. Das 8. Feldlazareth X. Armeekorps benutzte in Puiseaux die Mairie, ein Sehulgebäude, die Gendarnieriekaserne und drei Privathäuser, welche, mit Ausnahme der für Lazarethzwecke ') Geueralstabswerk II, S. 460 ff. Die Verluste betrugen nach Anlage 93: todt......5 Offiziere, 50 Mann, verwundet ... 7 ,, 145 „ vermisst .... — „ 12 „ 12 Offiziere, 207 Mann. 2 ) Vergl. Generalstabswerk II, S. 468 ff. Die Verluste betrugen nach Anlage 93: todt.....7 Offiziere, 172 Mann, verwundet ... 29 „ 593 , vermisst . . . . 4 „ ______ 93 » _____ 40 Offiziere, 858 Mann. ^HHHHHIHH^^^IBHHHH ;%V,Ä*Vf,' ■ I ' 206 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachemeuts, Feld- etc. Lazarethe. Band ungeeigneten Kaserne, die in Folge dessen auch baldmöglichst geräumt wurde, günstige hygienische Verhältnisse boten. In Summa behandelte das Lazareth in Puiseaux 434 Mann. Die Verpflegung wurde tbeils durch Ankäufe, theils durch Requisitionen, theils durch Beiträge der freiwilligen Krankenpflege aus den Depots zu Corbeil und Pithiviers sichergestellt. Nachdem seit dem 8. Januar Krankentransporte nach Corbeil zu Wagen hatten stattfinden können, wurde noch in demselben Monat die Eisenbahn nach Corbeil eröffnet. Die Krankentransporte aus Beaumont en Gatinais und Pithiviers Hessen sich nunmehr über Puiseaux leiten. Von hier wurden die Leichtkranken mittels gewöhnlicher Züge, die Schwerverwundeten in Hilfslazarethzügen nach Corbeil übergeführt. Am 27. Februar stellte das Lazareth seine Thätigkeit ein, nachdem der letzte Kranke, ein nichttransportabler Franzose, derMairie übergeben worden war. Das 11. Feldlazareth III. Armeekorps erhielt am 30. November Nachmittags Befehl, sich in Beaune la Rolande zu etabliren, woselbst in vielen Häusern und Gehöften Deutsche und Französische Verwundete zerstreut lagen. Da auch zwei Französische und eine Englische Ambulanz in Beaune la Rolande sich befanden, geschah die Vertheilung der Verwundeten zwischen dem Preussischen Feldlazareth und den gedachten Ambulanzen in der Weise, dass die Deutschen von ersterem, die Franzosen von den letzteren übernommen wurden. Mittels der Fahrzeuge der Englischen Ambulanz und des 3. Sanitätsdetachements I. Armeekorps erfolgte die Evakuation von 56 Verwundeten theils nach Pithiviers, theils nach Beaumont, 8 wurden als nichttransportabel am 8. Dezember bei dem Abrücken des Laza- reths der Englischen Ambulanz bezw. der Mairie übergeben. In dem Gefecht der 4. Bayerischen Infanterie-Brigade bei Varize am 29. November nahm die 4. Sanitäts-Kompagnie I. Bayerischen Armeekorps die Verwundeten auf (1 Offizier, 28 Mann) und leitete sie nach Orgeres über. Hier wurden sie im Schulhause besorgt und am 30. November nach Chartres befördert. Während des Gefechts bei Villepion 1 ) am 1. Dezember sandte die 1. Sanitäts-Kompagnie I. Bayerischen Armeekorps einen Zug vor, zur Errichtung eines Hilfsplatzes in Villerand, zwischen Villepion und Orgeres, von welchem nach eingetretener Dunkelheit ungefähr 300 Verwundete nach Orgeres gebracht wurden, wo der Haupt-Verbandplatz sich befand. Hierher kamen im Ganzen gegen 500 Verwundete, zu deren Unterbringung fast alle Wohnhäuser des Ortes in Anspruch genommen werden mussten, da es vor Allem darauf ankam, die vor Frost erstarrten Verwundeten in heizbaren oder wenigstens gedeckten Räumlichkeiten unterzubringen. Die 4. Sanitäts-Kompagnie I. Bayerischen Armeekorps wurde erst um 5 Uhr aus ihrer Reservestellung vorgezogen; sie wandte sich nach Loigny, durchsuchte diesen Ort und die ganze Umgebung, soweit sie nicht vom Feinde besetzt war, und brachte einige 80 Verwundete nach Labung der- ') Vergl. Generalstabswerk II, S. 448 ff. Die Verluste betrugen nach Anlage 93: todt..... 8 Offiziere, 114 Mann, verwundet ... 29 .. 584 „ vermisst . . . . 5 , _____ 196 „ 42 Offiziere, 894 Manu. selben in Loigny und Anlegung der ersten Verbände n*j La Maladerie. Da anzunehmen war, dass sowohl (l als auch La Maladerie am folgenden Tage geräumt werda mussten, so führte man noch in der Nacht und in <] et Frühe des 2. Dezember alle Verwundeten aus dem let zt . genannten Orte und 100 aus Orgeres mit den Kranken, wagen der Sanitäts-Kompagnien und den wenigen zur Y,„ fügung stehenden Landfuhrwerken nach Ymonville üher wo das ebenfalls dahin beorderte Aufnahms-Feldspital Xn. \\ gleichzeitig mit dem ersten Verwundeten-Transport ankam Auf einen Verbandplatz der Truppenärzte in der Feims Villepion wurden nach der Besetzung durch die Franzose von den letzteren noch eine Anzahl verwundeter Bayen gebracht. Der kommandirende General stellte den Aerztei ihre Freilassung in Aussicht, sobald ein Französischer Arzt eintreffen würde. Da aber am andern Tage das Gefecht 4t fortsetzte, wurde hiervon Abstand genommen. Die AerSi erhielten den Auftrag, die Ferme, in welche au diesem Tage viele verwundete Franzosen gebracht wurden, als zu sehr im Feuerbereiche gelegen zu räumen und den Trau- port nach Patay zu begleiten, was auch unter BewachUM geschah. Die Blessirtenträger wurden für Gefangene erklärt begleiteten jedoch ebenfalls den Zug; sie verblieben bei den Verwundeten, welche in Patay von einer Amerikanisch Gesellschaft übernommen wurden, und entkamen ajj einigen Tagen. Die Aerzte wurden mittels eines vor ihrer Thüre auf gestellten Postens in Gewahrsam gehalten, am 3. Dezembn nach Orleans auf den Bahnhof, am 4. unter Begleitung vot zwei Gendarmen nach Tours ins Militärgefängniss und tob hier am 10. über Bordeaux und Marseille wieder unter Gendarmeriebegleitung nach Nizza geschafft, wo man 4 in dem Gefängniss unterbrachte. Am 14. gelangten sie die Italienische Grenze und wurden von zwei Carabiniaj nach San Remo eskortirt, wo der Unterpräfekt sie fänglich ebenfalls in die Citadelle abliefern wollte. Ueber Innsbruck und München trafen sie endlich am 29. Dezember wieder bei ihrer Abtheilung ein. Zur weiteren Pflege der Verwundeten dieses Gefeek- richtete sich das Aufnahms-Feldspital No. 11 I. Bayerischa Armeekorps in Ymonville, einem kleinen Dorfe an der Hauptstrasse von Orleans nach Chartres, unter schwierige« Verhältnissen ein. Gleichzeitig mit Ankunft des Spitals am frühesten Morgen des 2. Dezember langte ein grösserer Verwundetentransport wi Orgeres aus dem Gefecht vom 1. Dezember an, welchem sowohlai diesem als am nächsten Tage mehrere Transporte aus der Schlackt bei Loigny—Poupry folgten, so dass die Zahl der eingetroffi Verwundeten am Abend des 3. Dezember bereits auf 78lMaui gestiegen war, einschliesslich 195 Passanten, welche natl Labung und Verbanderneuerung weiter transportirt wurden. In dem unbedeutenden Orte konnten Schwerverwundeti nur in beschränkter Zahl im Schulhause und in einigen Ca lokalen Unterkunft finden; die übrigen mussten in den dürftige« Räumen fast sämmtlicher Bauernhäuser und -Hütten vertbeil: werden. Zu: Saiiats Bmcht über ie 14. gelangten äe u von zwei Carabinieii Jnterpräfekt sie efern wollte. IV lieh am 29. Dezember eten dieses Gefecht So. 11 I. Bayerischa einen Dorfe an der es, unter schwierigen > am frühesten Morgei vrandetentransport toi an, welchem sowohl spurte aus der Schlackt Zahl der eingetre bereits auf 781 ssanten, welche nacl ransportirt wurden. :en Schwerverwundeti und in einigen Ga-t mssten in den dürftig« und -Hütten vi Skizze 14. söhi K imgti üe ffofbu 3 i üü ähäi Bari* ßeojSr hthlrxst u Steindr vWGxeve rtgl HoflitOerliii 38Zeichen ttrkltirunju siehe Skizze 7. Maalsetab 1: 100.000 ioua .100 o r-H-t-t-r-rt-NT >oOo 2000 6000 1000 eooo Meter - 1 - I -I >*ur durch die e welches am ersten Ta „irenden Munitionsko gesetzte Evakuirung gelang es dem Spital, Dasselbe hat 1109 versorgt. Schlacht bei Lo In der Scillae Prenssischerseits da korps (17. Divisior Baigneaux, später ei 2, Sanitätsdetachem trat. Bayerischersei Kompagnie in Vilk le Peneux von der 1 Verbandplatz errichl Der Hilfsplatz i Häusern bestehende ähnlichen Gebäude, auch die Stallung, < Häuser belegt werd« 300, nach Tillai, w irpfüllt -waren, 500 möglichst rasch nac] «iiiiilcten waren di gegangenen Mars ein herrschende Kälte i allein Anderen aul möglichste Sorgfalt Schon im Laufe Führung auch der Feldspital No. 11 ii andern Morgen for befohlenen Yormarst Kompagnien anzuscl t andeter in Ville} «erden, bei welchen < Soldaten zurückblieb Drohungen den Mail irwerken und der zu bewegen, doch 1 eine schwierige, bis ipital No. 6 eintraf, prtachaften übernahn bei der Räumung vc gefallen waren, mai Kämpfen in der em] Vier Feldlazare Ymonville eingerecl ') VergL Geiieralsl HH^IHI^^^^HI üaiid 1. IX. Abschnitt: Südwestlicher Kriegsschauplatz. 207 >*ur durch die angestrengteste Thätigkeit des Personals, welches am ersten Tage von Truppenärzten einer dort kanton- nirenden Munitionskolonne unterstützt wurde, und durch fort- o-esetzte Evakuirung (vom 3. bis 7. Dezember nach Chartres) -ilang es dem Spital, sich am 8. Dezember verfügbar zu machen. Dasselbe hat 1109 Mann, einschliesslich 962 Verwundete, versorgt. Schlacht bei Loigny—Poupry am 2. Dezember. In der Schlacht bei Loigny—Poupry 1 ) errichtete Preussischerseits das 2. Sanitätsdetachement IX. Armeekorps (17. Division) einen Verbandplatz in dem Dorfe Baürneaux, später einen solchen in Lurneau, wo auch das 2, Sanitätsdetachement X. Armeekorps in Wirksamkeit trat. Bayerischerseits wurde von einem Zuge der 1. Sanitäts- Kompagnie in Villeprevost ein Hilfsplatz und in Tillai le Peneux von der 1. und 4. Sanitäts-Kompagnie ein Haupt- Verbandplatz errichtet. Der Hilfsplatz in Villeprevost, einem nur aus wenigen Htasera bestehenden Ort, befand sich in einem schloss- älmliehen Gebäude, welches sich allmälig so füllte, dass auch die Stallung, die Scheunen und einige benachbarte Häuser belegt werden mussten. Hierher kamen ungefähr 300, nach Tillai, wo fast alle Häuser mit Verwundeten refüllt waren, 500 Mann; die Leichtverwundeten wurden möglichst rasch nach Ymonville weitergeschickt. Alle Verwundeten waren durch die Anstrengungen der vorhergegangenen Märsche, den zweitägigen Kampf und die herrschende Kälte aufs äusserste erschöpft, so dass vor allem Anderen auf ihre Erwärmung und Labung die Dröglichste Sorgfalt verwendet werden musste. Schon im Laufe des Nachmittags wurde mit der Ueber- fiihrung auch der Schwerverwundeten in das Aufnahnis- feldspital No. 11 in Ymonville begonnen und dieselbe am andern Morgen fortgesetzt. Doch musste bei dem anbefohlenen Vormarsche des Korps, dem sich die Sanitäts- Kompagnien anzuschliessen hatten, eine grosse Zahl Verwundeter in Villeprevost und in Tillai zurückgelassen werden, bei welchen ein Landwehr-Assistenzarzt mit Sanitätssoldaten zurückblieb. Demselben gelang es zwar, durch Drohungen den Maire des Ortes zur Beschaffung von Land- rwerken und der unumgänglich nöthigen Lebensmittel zu bewegen, doch blieb seine Aufgabe in jeder Beziehung eine schwierige, bis am 5. Dezember das Aufnahins-Feld- ipital No. 6 eintraf, welches die Verwundeten in beiden Ortschaften übernahm. Der Verlust der Feldspitäler, welche bei der Bäumung von Orleans in die Hände der Franzosen gefallen waren, machte sich hier und in den folgenden Kämpfen in der empfindlichsten Weise geltend. Vier Feldlazarethe etablirten sich, das Lazareth in Ymonville eingerechnet, dessen Niederlassung durch das Vergl. Generalstabswerk II, 8. 493 ff. Gefecht bei Villepion veranlasst worden war, in vier Nachbardörfern. Während der folgenden Tage kamen in der Nähe noch einige Feldlazarethe zur Thätigkeit. welche sich jedoch wegen der Kämpfe an den nächstfolgenden Tagen nicht ausschliesslich auf die Opfer der Schlacht bei Loigny— Poupry beschränkte. Jedenfalls waren mit der Pflege der Verwundeten aus der Schlacht bei Loigny—Poupry folgende Feldlazarethe beschäftigt: Vom Tage der Schlacht ab das bereits erwähnte in Ymonville; das 9. Feldlazareth XL Armeekorps zu Baigneaux; das 2. XIII. Armeekorps in Brandeion und das 9. desselben Armeekorps in Bazoches les Hautes; vom 4. Dezember ab das 2. und G. Aufnahms-Feldspital 1. Bayerischen Armeekorps in Orgeres bezw. Villeprevost. In Baigneaux benutzte das 9. Feldlazareth XL Armeekorps das sogenannte Schloss, das Schulhaus, sowie 11 Privathäuser und nahm daselbst 250 Verwundete auf. Vom S.Dezember ab wurde das Lazareth durch eine Englische Ambulanz unterstützt, welche jedoch am 15. Dezember, als durch zahlreiche Entlassungen die Zahl der Verwundeten erheblich abgenommen hatte, gemeinschaftlich mit der 1. Sektion des Feldlazareths der 22. Infanterie-Division folgte, so dass fortan nur die 2. Sektion den Dienst in Baigneaux versah. Am 29. Dezember wurde letztere durch die 1. Sektion des 3. Feldlazareths XIII. Armeekorps abgelöst. Das 2. Feldlazareth XIII. Armeekorps hatte während der Schlacht am 2. Dezember Befehl erhalten, sich in Bazoches les Hautes zu etabliren. Bei dem Eintreffen daselbst fand es das Schloss und sämmtliehe für Lazarethzwecke irgend verwendbaren Häuser bereits durch das 9. Feldlazareth XIII. Armeekorps besetzt, rückte daher alsbald nach Brandeion; die dem Schlachtfelde näher gelegenen Ortschaften standen in Flammen. Die hygienischen Verhältnisse Brandeions Hessen allerdings Vieles zu wünschen übrig; meist hatten die Wohnhäuser nur einen einzigen heizbaren Raum, eine Belegung von Scheunen und Ställen aber verbot sich durch die strenge Kälte, welche zu jener Zeit herrschte. In Summa behandelte das Lazareth in Brandeion 351 Mann, darunter 342 Verwundete; am21.De~ zember verlegte es die in Bestand verbliebenen 32 Mann nach dem hygienisch sehr viel günstigeren Bazoches les Hautes, da das Lazareth Befehl erhalten hatte, das bis dahin an diesem Ort thätige 9. Feldlazareth XIII. Armeekorps abzulösen. Letzteres war am 2. Dezember der 17. Infanterie-Division auf das Gefechtsfeld gefolgt, hatte sich alsbald in Bazoches les Hautes eingerichtet und, wie bereits erwähnt, alle irgend für Lazarethzwecke verwendbaren Räumlichkeiten daselbst in Benutzung genommen. Das Lazareth war bei dem starken Andränge von Verwundeten des 2. und weiterhin des 3. Dezember genöthigt, 300 Leichtverwundete nach angelegtem Verbände rückwärts zu befördern, während es 276 Verwundete (u. a. 48 Franzosen) zurückbehielt. Vom 6. Dezember ab waren geregelte Krankentransporte möglich. Am 21. Dezember ging der Dienst in Bazoches les Hautes an das 2. Feldlazareth XIII. Armeekorps über. Nach der Vereinigung der Bestände des 2. und 9. Feldlazareths XIII. Armeekorps befanden sich am 21. Dezember in Summa 58 Schwerverwundete in Bazoches les Hautes. Das 2. Feldlazareth XIII. Armeekorps wirkte daselbst noch bis zum 19. Januar 1871 und übergab an dem gedachten Tage 12 Verwundete der 1. Sektion des 3. Feldlazareths XIII. Armeekorps. Letzteres, wie vorstehend erwähnt, HHH^^HHHIHHH 208 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Band I. seit dem 29. Dezember in dem nahen Baigneaux bei 24 Verwundeten beschäftigt, führte am 20. Januar seinen damaligen Bestand von 9 Verwundeten nach Bazoches les Hautes über, wo es einschliesslich der vom 2. Feldlazareth XIII. Armeekorps übernommenen 12 Verwundeten, deren zusammen 21 behandelte. Am 23. Februar 1871 beendete es seine Arbeit an dem genannten Orte. Das Aufnahms-Feldspital No. 2 I. Bayerischen Armeekorps hatte sich am 4. Dezember in Orgeres, einem kleinen Dorfe zunächst dem Schlachtfelde von Loigny und Bazoches les Hautes, zu etabliren, woselbst schon 308 Mann, grösstentheils Schwerverwundete, unter Pflege eines Arztes und mehrerer Sanitätssoldaten vorhanden waren. In den nächsten drei Tagen trafen noch weitere Verwundete und Kranke ein, unter diesen ein am 7. Dezember von einem Johanniterritter von Lumeau her geführter Verwundeten-Transport mit 134 Mann, so dass die Gesammtzahl der Aufgenommenen 606 Mann betrug. Die Etablirung fand unter schwierigen Verhältnissen statt. Da der kleine Ort bei der Nähe des Kampfplatzes nicht verschont geblieben, von seinen Einwohnern gänzlich verlassen war und überhaupt grössere Räume nicht darbot, so mussten anfänglich in sänimtlichen Häusern die kleinen, dumpfen, theilweise ganz unheizbaren Zimmer mit Verwundeten überfüllt werden, bis durch ergiebige Entlassungen bessere Unterkunft geschaffen wurde. Sehr erwünschte Unterstützung erhieltdas ärztliche Personal durch die am 10. Dezember durchpassirenden Aerzte der beiden Feldspitäler No. 9 und 10. Am 16. und 18. Dezember wurden die am schwersten Verwundeten dem in der Nähe thätigen Aufnahms- Feldspital No. 6 in Villeprevost übergeben. In Villeprevost, einem Dorfe zunächst dem Schlachtfelde des 1. und 2. Dezember an der Strasse von Loigny und Orgeres nach Janville, sowie in dem nahegelegenen Tillai le Peneux wurden 546 Verwundete der dort etablirten Verbandplätze vom Aufnahms-Feldspital No. 6 I. Bayerischen Armeekorps übernommen , welche in einem Sommerschlösschen, in mehreren Scheunen, Ställen, sowie in etwa 12 Häusern des kleinen Ortes dicht gedrängt meist auf Stroh lagen, und in Tillai namentlich einige grössere Gastwirthschaften überfüllten. Erst nach mehreren Tagen ermöglichten ergiebige Entlassungen nach Toury und Chartres eine mehr zweckentsprechende Untei'kunft und Lagerung mittels der Feldbetten im Schlosse und den umliegenden Häusern zu Villeprevost und' zu Tillai, welcher letztere Ort am 8. Dezember als Filiale dem eingetroffenen Schweizerischen Militärarzt Dr. Bis mit einem Bestände von 92 Verwundeten übergeben wurde. Eine sehr unangenehme Komplikation der ohnehin meist schweren Verwundungen bildeten zahlreiche Erfrierungen, welche die Verwundeten durch längeres Liegen auf dem Schlachtfelde bei — 8 ° R. und Aufenthalt in unheizbaren Räumen erlitten hatten. Am 16. Januar 1871 schloss das Spital seine Thätigkeit daselbst mit Evakuation der letzten 10 Verwundeten ab. Ergebniss. Die Verluste in der Schlacht bei Loigny—Poupry sind (nach Anlage 93 und Berichtigung des Generalstabswerkes) folgende gewesen: todt oder in Folge Verwundung gestorben 57 Offiziere, 714 Mann, verwundet.....149 „ 2682 „ vermisst .....2 „ 542 „ 208 Offiziere, 3938 Mann. Summa 4146. Den ersten Beistand leisteten vier Sanitätsdetachements in unmittelbarer Nähe des Schlachtfeldes Hessen sich vi« Feldlazarethe am Schlachttage selbst nieder, so da Anwesenheit von 48 etatsmässigen Aerzten der Saniti ans talten angenommen werden darf; demnach entfallen » Durchschnitt 86 Deutsche Verwundete auf je 1 Arzt. Di Pflege der Verwundeten wurde in sechs Feldlazarett fortgesetzt. Weitere Kämpfe im Dezember. Während der Schlacht bei Orleans 1 ) am 3. und 4. D» zember 1870 war von den Sanitätsdetachements des III.Arme» korps am 1. Gefechtstage das 1. bei Chilleurs thätig, ob» jedoch an diesem Tage eine ausgedehntere Wirksamkeit entfalten zu können. Seitens des IX. Armeekorps richtete das 3. Sanitätsdetachement an der Strasse Artenay—Pari; und das 1. Sanitätsdetachement in Artenay selbst einen Verbandplatz ein. Das Sanitätsdetachement der 25. (Grossherzoglich Hessischen) Division war in seine beiden Sektionen getheilt worden; die 1. wirkte in Chevilly und demnächst in Fleury, die 2. in Glatigny. Von dem X. Anued korps leistete das 2. Sanitätsdetachement in Neuville am Bois Beistand und bestrebte sich, die Verwundeten in da Richtung auf Pithiviers—Malesherbes zu befördern. Während die Mehrzahl der am 3. Dezember thätiga Sanitätsdetachements auch am zweiten Schlachttage, ai welchem ein eiskalter Nordostwind wehte, auf den Verband- platzen vom Tage zuvor in Wirksamkeit blieb, bedingte 6 einzelne das Fortschreiten des Gefechts in der Richtum auf Orleans die Verlegung der Verbandplätze in die Näh dieser Stadt. So hatte am 4. Dezember das 1. Sanitäti detachement III. Armeekorps seinen Platz bei Chezy m das 1. IX. Armeekorps anfänglich in Chevilly, später i Cercottes, einem an der Bahn gelegenen Dorfe, in Aem Nähe auch das 3. Sanitätsdetachement X. Armeekorps an 4. Dezember zur Thätigkeit gelangte. Die Sanitäts-Kompagnien I. Bayerischen Armeekorp hatten erst am zweiten Schlachttage Gelegenheit zur IV- Standleistung. Die 1. Kompagnie errichtete in der Fen Meules, nordwestlich Orleans, einen Verbandplatz, wollt. ungefähr 40 Verwundete unmittelbar aus der Gefechts gebracht wurden. Die Verwundeten konnten in der Fern alle gut untergebracht werden. Als die Kompagnie dei vorausgegangenen Division nachrückte, wurde das nötliigt Wartepersonal in Meules zurückgelassen und am andern Tage die Ueberführung der Verwundeten nach Orleans bewerkstelligt. i) Vergl. Generalstabswerk II, S. 514 ff. — Die Verluste bj trugen nach Anlage 93: todt ... 31 Offiziere, 322 Mann, verwundet . 93 „ 1234 , vermisst . — „ 67 ,. 124 Offiziere, 1623 Mann. Während des K Kompagnie in Thäti nördlich Bricy (südö „pnoninien war, rück ,5dlich nach Le Co Nachmittags noch ei he Coudray) namen Alle liier befindlichei Loh Orleans überge Die Kämpfe bc Etablirung einer g [hefls auf dem Ge Längs der Strasse 0 lazarethlX.Armeeko Division gehörige 6. im Verein mit bere: bindung mit den £ Sirasse Orleans — Cc f. und 10. Feldlazai lazarethen das 6. F herbes, westwärts de lazareth XIII. Arme in Ascheres le Man Thätigkeit. Demnäc Ton Orleans die Eri dieser grossen und i für Lazarethzwecke Das 1. Feldlazar 3. Dezember zuni dem weiteren Zugang' •unser. Iu Summa ] wundete Deutsche an thiitige 4. freiwillige Franzosen behandelte Theil des Lazareths . verweilte bei 6 Verwr genannton Orte. Das 6. Feldlazai seiner 1. Sektion am Toury unter ungünsti: 17. Dezember war in Epinay sur Orge ') ds hatte am 26. Dezembe zu folgen, während versah. In Summa wui korps in Toury bis Passanten 572 Mann In Malesherbes r: korps am 5. Dezembei der Klosterschule ein, unterstützten. Es \u Etappenlazaretb.es , in la Kolande entlassene] auf Paris befördern li Aufgenommenen war Aufgenommenen konn nach Corbeil transpor ] ) Vergl. S. 160. Sanitäts-Bericlit über die Band] initätsdetacbementg' es Hessen sich vier nieder, so dass die ■rzten der Sanitäte imnach entfallen J auf je 1 Arzt, M 2ehs Feldlazarett« izember. S 1 ) am 3. und 4. De. nents des III. Arm« lilleurs thätig', oM hintere WirksamM Armeekorps richtete isse Artenay—Paris, .rtenay selbst einen ment der 25. (Gross, p in seine beiden kte in Ohevilly und Von dem X. Armee- Bnt in Neuville am Verwundeten in dp; zu befördern. . Dezember thätigd ;n Schlachttage, ai Lte, auf den Verhaul it blieb, bedingte üb lts in der Eichung idplätze in die Näh .ber das 1. Sanität» Platz bei Chezy i Chevilly, später len Dorfe, in desri , X. Armeekorps an erischen Armeeknfl Gelegenheit zur chtete in der Feilt Verbandplatz, wo] ms der Gefechtsli onnten in der Fem die Kompagnie , wurde das nöthig sen und am andern ideten nach Orlßfflj ff. _ Die Verluste N }2 Mann, 34 , 57 „ Band I. TX. Abschnitt: Südwestlicher Kriegsschauplatz. 209 23 Manu. Während des Kampfes bei Boulay trat die 4. Sanitäts- r or npagnie in Thätigkeit, und zwar anfänglich im Freien lordlich Bricy (südöstlich Meules). Als die erste Schanze •enommen war, rückte die Kompagnie mit den Verwundeten Mich nach Le Coudray vor und richtete im Laufe des Nachmittags noch einige Räumlichkeiten in Boulay (südlich L Coudray) namentlich für verwundete Franzosen ein.' ifle hier befindlichen Verwundeten wurden am 5. Dezember „ach Orleans übergeführt. Die Kämpfe bei Orleans veranlassten die alsbaldige jtablirung einer grösseren Anzahl von Feldlazarethen, theils auf dem Gefechtsfelde', theils in Orleans selbst, längs der Strasse Orleans—Paris vermittelten das 1. Feld- lazareth IX. Armeekorps in Artenay und das zur 2. Kavallerie- bivision gehörige 6. Feldlazareth VI. Armeekorps in Toury jm Verein mit bereits erwähnten Feldlazarethen die Verbindung mit den Sanitätsanstalten vor Paris. Auf der Strasse Orleans — Corbeil gelangte rieben den in Pithiviers (7. und 10. Feldlazareth III. Armeekorps) stationirten Feldlazarethen das 6. Feldlazareth IX. .Armeekorps in Males- herhes, westwärts der Strasse Orleans—Paris das 3. Feld- areth XIII. Armeekorps in Lumeau, ostwärts derselben m Ascheres le Marche das 4. Hessische Feldlazareth zur Thätigkeit. Demnächst ermöglichte die Wiederbesetzung von Orle'ans die Errichtung grösserer Lazarethanstalten in dieser grossen und wohlhabenden Stadt, welche zahlreiche, für Lazarethzwecke sehr geeignete Gebäude besass. Das 1. Feldlazareth IX. Armeekorps belegte in Artenay am 3. Dezember zunächst die Gendarmerie - Kaserne und bei dem weiteren Zugange an Verwundeten zwei grössere Privat- liiuser. In Summa nahm das Lazareth in Artenay 393 verwundete Deutsche auf, während die gleichfalls in Artenay thätige 4. freiwillige Französische Ambulanz 600 verwundete Franzosen behandelte. Am 17. Januar verliess der grösste Theil des Lazareths Artenay; ein kleiner Theil des Personals verweilte bei 6 Verwundeten noch bis zum 29. Januar an dem genannten Orte. Das 6. Feldlazareth VI. Armeekorps etablirte sich mit seiner 1. Sektion am 3. Dezember in dem ärmlichen Städtchen Toury unter ungünstigen hygienischen Verhältnissen. Seit dem 17. Dezember war in Folge des Eintreffens der 2. Sektion aus tpinay sur Orge ') das ganze Lazareth in Toury thätig, doch hatte am 26. Dezember die 1. Sektion der 2. Kavallerie-Division zu folgen, während die 2. Sektion den Dienst in Toury weiter versah. In Summa wurden seitens des 6. Feldlazareths VI. Armeekorps in Toury bis zum 1. März 1871 ausschliesslich der Passanten 572 Mann behandelt. In Malesherbes richtete sich das 6. Feldlazareth IX. Armeekorps am 5. Dezember in dem städtischen Krankenhause und der Klosterschule ein, deren Schwestern das Lazareth hilfreich unterstützten. Es hatte im Wesentlichen die Aufgabe eines Etappenlazarethes, indem es die aus Pithiviers und Beaune a Rolande entlassenen kranken Mannschaften in der Kichtung auf Paris befördern liess. Der bei weitem grösste Theil der Aufgenommenen war leicht krank oder leicht verwundet, die Aufgenommenen konnten daher meist schon am andern Tage nach Corbeil transportirt werden. In Summa behandelte das ] ) Vergl. S. 1G0. »-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. Lazareth 629 Mann. Am 19. Januar 1871 wurde Malesherbes als Lazareth aufgegeben. Das 3. Feldlazareth XIII. Armeekorps liess sich am 4. Dezember in dem mit Verwundeten überfüllten Dorfe Lumeau nieder. Da nur ein kleiner Theil der belegten Räumlichkeiten sich heizen liess und strenge Kälte herrschte, ergab sich die Nothwendigkeit ausgedehnter Krankenevakuation nach Toury —Etampes und Orleans. In Summa hatte das Lazareth 397 Verwundete zu behandeln (u. a. 154 Franzosen). Seit dem 29. Dezember wurde der Dienst in Lumeau ausschliesslich von der 2. Sektion des Lazareths versehen, welche am 17. Februar die letzten Verwundeten evakuirte. In Ascheres le Marche behandelte das 4. Hessische Feldlazareth vom 3. bis 20. Dezember 76 Mann (darunter 73 Verwundete). Nachdem beim III. Armeekorps am 4. und 5. Dezember das 1. Feldlazareth in Grand Bourgneuf und das 4. in St. Jean de Braye zur Thätigkeit gelangt war, wurde mit der seit dem 6. Dezember in Orle'ans erfolgenden Aufstellung von Feldlazarethen die Ueberführung der Verwundeten aus den Nachbarorten nach Orle'ans mit Hilfe der Sanitätsdetachements veranlasst. Das 4. Feldlazareth III. Armeekorps richtete sich am 6. Dezember in dem bischöflichen Palais (vorwiegend für Offiziere), dem grossen Seminar, dem Hospital in der Rue Serpente und einer Kirche ein; letztere wurde indessen alsbald einer Englisch- Amerikanischen Ambulanz übergeben. Am 13. März beendete das Lazareth seine Thätigkeit in Orleans. Das 5. Grossherzoglich Hessische Feldlazareth übernahm am 7. Dezember in Orleans die Räumlichkeiten und 171 Pfleglinge des Lyceum, in welchem seit dem Abend des 5. Dezember das 1. Feldlazareth XIII. Armeekorps 250 Kranke und Verwundete behandelt hatte. In Summa pflegte das 5. Lazareth daselbst 1051 Mann. Am 8. März wurde es aufgelöst. Dem 5. Feldlazareth IX. Armeekorps wurde am 8. Dezember in Orleans die in der Rue du Colombier gelegene Manutention militaire überwiesen, woselbst sich zu jener Zeit unter der Behandlung Französischer Aerzte 300 Verwundete und Kranke befanden. In Summa behandelte das 5. Feldlazareth IX. Armeekorps daselbst 1387 Mann (darunter 313 Verwundete), von denen es 15 Mann am 13. März bei Auflösung des Lazareths dem Hotel Dieu überwies. Das 9. Feldlazareth III. Armeekorps war seit dem 12. Dezember in Orleans, zunächst in der Ecole des petites soeurs, später auch in der Ecole des freres de la Ste. Croix, der Caserne de l'Etape und der Ecole professionelle thätig. (Die Ecole des petites soeurs und die Ecole des freres de la Ste. Croix wurden am 21. Dezember dem Lazareth-Reservepersonal III. Armeekorps übergeben.) Alle diese Räumlichkeiten waren bei der Ueber- nabme mit Verwundeten und Kranken überfüllt; ein grosser Theil der Aufgenommenen konnte jedoch sehr bald den Truppen als geheilt wieder überwiesen oder in Revierbehandlung genommen werden. Für letzteren Zweck diente ein der Ecole des petites soeurs gegenüber liegendes Haus, in welchem das Lazareth täglich 500 bis 600 Revierkranke untersuchte und behandelte. Am 20. Dezember nöthigte das Auftreten von Pocken zur Errichtung einer besonderen Pockenstation. Im Januar 1871 leistete dem Lazareth ein Delegirter der freiwilligen Krankenpflege durch Beschaffung und Vertheilung namentlich ausser- etatsmässiger Erquickungs-, Stärkungs- und Bekleidungs-Gegenstände wesentliche Dienste. Ausschliesslich der im Revier Behandelten und Derjenigen, welche nur bis zum Abgange des 27 M U«*^ yuA>eJeendigte daselbst sein Tage die letzten fünf heni Lazareth-Besere- ivant am 8., 9. 1870. ■he Verluste brachte p. icht bei Beaugencj-j r viele schwere 1 )ie starke Kälte n a UnterkunftsränB in. Nicht wenige Teinter Dach und F:, Frostschäden höher« iche Thätigkeit ai 1 Kampf bei Beaumoi etit Chatre. In de: pagnie ihren Haiifi las benachbarte itäts-Kompaß: Anzahl verwundet! erfügbaren Käumlitl nieten belegt werde tonts geleitet wur 1. Sanitäts-Kompa; jn Hauptverbandpla; ,nd Chatre, wosi ich eingefunden ibei grossem Andiai dt. , u saintats-Bericlit über die Deutsdim Hmi-i- 1870 71 Kanil I Skizze 1.1 E S Mittler & Sohn Kl BofbucHianäl - Iß: lachen ErkUiriuuj siehe Slow 1 ' Mi i > -.. Maafsstab 1:80000. 2Q0Q 3QO U MW ^H Band L Von den Verwm gebracht, während c Heung begeben mus Noch grösser w «muteten in dein m entfernten Orte Bea einige Truppenärzte •) Uhr auch der 1. ! Die meisten Verwun geräumigen Gebäud gebracht, doch muss Häuser belegt werd Schutz zu bieten sc über dem feindlichei Am 2. Gefechts 4. Sanitäts-Kompagn schon am 8. innege und mit dem 1. Zug (rundeten Offiziere v des 9. nach Orleans Die 1. Sanität 9. Dezember noch Verbandplatze in I Wartepersonale zurü nach ßeaumont vor 4, Sanitäts-Kompagn Der 1. Zug de Tagesanbruch alle Verwundeten mit Ai Franzosen 1 ) nach L dem Weiler Grand Truppenärzte am Ä Chatre und Beaumo: zu errichten. Der ^\ gute Unterkunft, da' diejenigen Verwund« vorn liegenden Ortsc Am 10. Dezemb zurück, weil ein krä: dem Hilfsplatze nahe nur ein Transporte 12 Schwerverwundei von Sanitätssoldatei Beauinont mitgenom: beiden Sanitäts-Kom platzen in Grand C provisorische Lazarei hauptsächlich in der ') In der Nacht vi welcher verwundete Fra untergebracht waren, in sich nur mit Mühe retl ca nur Einem, mit ei zubieeben. ^H Band L IX. Abschnitt: Südwestlicher Kriegsschauplatz. 211 Von den Verwundeten wurden gegen 300 nach Le Monte «bracht, während die Leichtverletzten sich zu Puss nach genüg begeben mussten. Koch grösser war anfänglich die Anhäufung von Verwundeten in dein nur wenige /Minuten von der Feuerlinie entfernten Orte Beaumont, wo seit Beginn der Schlacht einige Truppenärzte Beistand leisteten, bis Nachmittags l l'lir auch der 1. Zug der 4. Sanitäts-Kompagnie eintraf. Die meisten Verwundeten waren in einem schlossähnlichen, »eräumigen Gebäude und dessen Nebenräumen untergebracht, doch mussten nach und nach fast alle diejenigen Häuser belegt werden, welche durch ihre Lage einigen Schutz zu bieten schienen, da der Ort den ganzen Tag über dem feindlichen Feuer stark ausgesetzt blieb. Am 2. Gefechtstage, dem 9. Dezember, verharrte die 4. Sanitäts-Kompagnie auf den Verbandplätzen, welche sie schon am 8. innegehabt hatte, nämlich in Grand Chatre und mit dem 1. Zuge in Beaumont. Die sämmtlichen verwundeten Offiziere vom 8. Dezember wurden in der Frühe des 9. nach Orleans gebracht. Die 1. Sanitäts-Kompagnie hatte am Morgen des 9. Dezember noch gegen 150 Verwundete auf ihrem Verbandplatze in Le Monts, welche mit dem nöthigen Wartepersonale zurückgelassen wurden, als die Kompagnie nach Beaumont vorrückte, wo sie mit dem 1. Zuge der 4. Sanitäts-Kompagnie zusammentraf. Der 1. Zug der 1. Sanitäts-Kompagnie brachte bei Tagesanbruch alle in Petit Chatre noch anwesenden Verwundeten mit Ausnahme von sechs schwerverwundeten Franzosen 1 ) nach Le Monts und begab sich dann nach dem Weiler Grand Billy, um für die 1. Division, deren Truppenärzte am Morgen des 9. meist noch in Grand Chatre und Beaumont beschäftigt waren, einen Hilfsplatz zu errichten. Der Weiler Grand Billy bot verhältnissmässig gute Unterkunft, daher im Verlaufe des Nachmittags auch diejenigen Verwundeten, welche noch in den weiter nach vom liegenden Ortschaften lagen, hierher gebracht wurden. Am 10. Dezember früh ging dieser Zug nach Beaumont zurück, weil ein kräftiger Vorstoss der Franzosen gegen das dem Hilfsplatze nahe liegende Cravant zu erwarten war. Da nur ein Transportwagen zur Verfügung stand, mussten 12 Sckwerverwundete auf Tragbahren und theilweise auf von Sanitätssoldaten gezogenen Bauernfuhrwerken nach Beaumont mitgenommen werden. Die übrigen Theile der beiden Sanitäts-Kompagnien verblieben auf ihren Verbandplätzen in Grand Chatre und Beaumont, welche bereits provisorische Lazarethe darstellten; ihre Thätigkeit bestand hauptsächlich in der Verpflegung und der Bückbeförderung ') In der Nacht vom 9. zum 10. Dezember ging die Halle, in welcher verwundete Franzosen mit gesunden Deutschen Mannschaften untergebracht waren, in Flammen auf. Selbst die Gesunden konnten sich nur mit Mühe retten. Von den verwundeten Franzosen gelang es nur Einem, mit einem Gypsverband am Unterschenkel, herauszukriechen. der Verwundeten. Letztere wurde von den beiden Hauptverbandplätzen, sowie von Le Monts aus ununterbrochen fortgesetzt und erfolgte anfänglich nach Orleans, vom 11. Dezember an aber auch nach Meuug, wo an diesem'Tage das Bayerische Aufnahms-Feldspital No. 11 eingetroffen war. Am 11. Dezember konnte die Sanitäts-Kompagnie, nachdem sie noch einen Zug zur Absuchung der benachbarten verlassenen Ortschaften entsendet hatte, dem Armeekorps nach Orleans folgen. Dasselbe war am 13. Dezember bei der 4. Sanitäts-Kompagnie der Fall, welche in ihren Fahrzeugen alle noch vorhandenen Verwundeten mit sich führte und an das Aufnahms-Feldspital in Meung ablieferte. Preussischerseits errichtete das 2. Sanitätsdetachement IX. Armeekorps einen Verbandplatz im Centrum der Gefechtslinie bei Messas, das 2. Sanitätsdetachement XL Armeekorps einen solchen auf dem rechten Flügel in Beaumont und das Sanitätsdetachement der 25. (Grossherzoglich Hessischen) Division auf dem linken Flügel bei Maulnes. Letzterer Verbandplatz wurde am 9. Dezember bei dem weiteren Vorrücken des IX. Armeekorps auf dem linken Loire-Ufer nach St. Die verlegt; auf dem rechten Loire-Ufer bei dem Eingreifen des X. Armeekorps in der Bichtung auf Beaugency und während des hierbei stattfindenden Gefechts bei Cravant errichtete das 3. Sanitätsdetachement X. Armeekorps einen Verbandplatz bei Billy. Im Allgemeinen wurden die Verwundeten der Gefechtstage des 8. bis 10. Dezember alsbald nach Meung und Orleans übergeführt. Auf dem Gefechtsfelde selbst wirkte zunächst lediglich das 1. Feldlazareth XL Armeekorps, demnächst aber in Beaugency das 8. III. Armeekorps. Das 1. Feldlazareth XL Armeekorps übernahm in der isolirt gelegenen Ferme Ourcieres (zwischen Launay und Thorigny) am Abend des 8. Dezember 78 Verwundete von dem 2. Sanitätsdetachement XL Armeekorps. Bis zum Abend des 9. Dezember wuchs die Zahl der Verwundeten auf 300 an. Wegen der dortigen ungünstigen Umstände wurden die Verwundeten schleunigst nach Orleans übergeführt. Bis 17. Dezember, dem Endtage seiner Thätigkeit, hat das Lazareth 14 Mann (einschliesslich 12 Verwundete) durch Tod verloren. Das 8. Feldlazareth III. Armeekorps behandelte in Beaugency 77 Mann (u. a. 63 Verwundete), die es ausschliesslich eines mit Tode geendeten Verwundeten bis 20. Dezember an rückwärtige Lazarethe abgab. Die Verluste in der Schlacht bei Beaugency—Cravant am 8., 9. und 10. Dezember betrugen nach Anlage 106 des Generalstabswerkes: todt oder in Folge Verwundung gestorben verwundet .... vermisst..... 57 Offiziere, 521 Mann, 96 „ 1937 „ 5 779 „ 158 Offiziere, 3237 Mann, Summe 3395. Den ersten Beistand leisteten sechs Sanitätsdetachements und zwei Feldlazarethe zusammen mit 52 Aerzten, so dass auf je einen Arzt durchschnittlich 65 Deutsche Verwundete entfielen. 27* 212 III. Kapitel: Thätigkeit der Sänitätedetachements, Feld- etc. Lazarethe. Band Kleinere Gefechte im Dezember. Nach der Schlacht bei Beaugency—Cravant trat zwar eine Zeit verhältnismässiger Euhe auf dem südwestlichen Kriegsschauplatze ein, doch fanden kleinere Gefechte fast täglich statt. Zu lebhafteren Berührungen mit dem Feinde kam es insbesondere mehrfach bei dem X. Armeekorps, welches mit der Besetzung von Blois und Vendome beauftragt 1 ) worden war und Front gegen Tours genommen hatte. In dem Gefecht bei Vendome 2 ) am 15. Dezember errichtete das 2. Sanitätsdetachenient X. Armeekorps in einem Gehöfte vor Vendome einen Verbandplatz. In dem Gefecht bei Morde 3 ) am 16. Dezember leistete der Bayerischen Infanterie-Brigade die 4. Sanitäts-Kompagnie I. Bayerischen Armeekorps Beistand. Das 2. Sanitätsdetachement X. Armeekorps gelangte in dem Gefecht bei Monnaie am 20. Dezember zur Wirksamkeit, indem es in der Nähe von Monnaie sich etablirte. Nördlich Monnaie, in einem Gehölze nahe der Chaussee, wurde durch das 1. Sanitätsdetachement X. Armeekorps ein zweiter Verbandplatz errichtet. In dem Gefecht bei Montoire am 27. Dezember trat das 2. Sanitätsdetachement X. Armeekorps auf der nach Montoire führenden Strasse in Thätigkeit und schickte später ein Kommando bestehend aus einem Arzte und 28 Krankenträgern in der Richtung auf Montoire vor; dieses Kommando wurde indessen seitens des Gegners aufgehoben. Endlich gab am 31. Dezember das Gefecht bei Vendome 4 ) dem 2. Sanitätsdetachement X. Armeekorps erneuten Anlass zur Errichtung eines Verbandplatzes bei dem genannten Orte. Etablirungen von Feldlazaretten in der zweiten Hälfte des Dezember auf dem südwestlichen Kriegsschauplatze wurden vornehmlich durch den Zugang von innerlich Kranken bedingt. Solche Etablirungen fanden statt seitens des 6. Feldlazareths X., des 3. III., des 7. XIII. und des 6. Feldlazareths VI. Armeekorps in Blois, Beaugency, Maintenon und Bonneval. Am 21. Dezember richtete sich zu Blois in dem Präfektur- Gebäude das 6. Feldlazarett X. Armeekorps unter vorzüglichen hygienischen Verhältnissen ein. In Summa behandelte das Lazareth daselbst 711 Kranke, unter anderen 85 Verwundete. Am 9. März beendete es seine Thätigkeit in Blois. In Beaugency wurde am 24. Dezember das 3. Feldlazareth III. Armeekorps etablirt. Es behandelte daselbst in Summa 25 Mann und Hess, als es am 3. Januar der 5. Infanterie-Division zu folgen hatte, bei 17 Nichttransportablen einen Arzt mit dem entsprechenden Pflegepersonal zurück. Nördlich Chartres, zwischen diesem Orte und Rambouillet, südwestlich Paris, wurde, nachdem Allerhöchsten Orts unterm !) Generalstabswerk II, S. 692. 2 ) Generalstabswerk II, S. 681. 3 ) Generalstabswerk II, S. 687. 4 ) Generalstabswerk II, S. 710 ff. 17. Dezember angeordnet war, dass die Armee-AbtheilungSein Königlichen Hoheit des Grossherzogs von Mecklenburg-Schweri bei Chartres Stellung nehmen solle, 1 ) in dem Städtchen H a ; n tenon unter dem 29. Dezember das 7. Feldlazareth XIII. Armp korps als Kantonnements-Lazareth für die Kranken der 22 U fanterie- und 4. Kavallerie-Division etablirt. Das Lazareth benutzte für seine Zwecke vier grösser hygienisch günstig gelegene Privatgebäude und nahm in Summ, neben 50 Revierkranken 136 Lazarethkranke daselbst auf. V übergab am 17. Januar, als das Lazareth Befehl erhielt der 5. Kavallerie-Division zu folgen, 7 Mann der Etappen-Kommandantur Maintenon. Südlich Chartres, zwischen diesem Orte und Chäteaudun gelangte in Bonneval für die Zeit vom 31. Dezember bi> 5. Januar die 1. Sektion des 6. Feldlazareths VI. Arineekom, für die Kranken der 2. Kavallerie-Division zur Thätigkeit Das Lazareth benutzte die Knabenschule. Die zugehenden Kranken wurden alsbald nach Chartres evakuirt. Kämpfe im Januar. Im Beginn des Januar 1871 hatte der Oberbefehl» haber der IT. Armee bezüglich des beabsichtigten Vorrückens auf Le Mans angeordnet, dass das X. Armeekora sowie die 1. und 6. Kavallerie-Division am 5. Januar sich auf der Linie Vendome — St. Armand versammeln und au 6. bis Montoire vorrücken sollten, während das III. Armeekorps am 6. nach Vendome aufbrechen und mit seinen Spitzen den Abschnitt von Azay erreichen sollte. 2 ) In Ter. folg dieser Ordre hatte das III. Armeekorps am 6. Januar das X. in Vendome abzulösen. Bei dem Vorrücken über Vendome wurde das HL Armeekorps am 6. Januar in das Treffen bei Azay—Mazange 1 verwickelt. Hierbei widmete sich das 1. Sanitätsdetachemeiit von 3 Uhr Nachmittags bis 2 Uhr Nachts dem Verwundeten- Transporte nach Vendome. Das 2. Sanitätsdetaclienieiit errichtete, unterstützt von dem 8. Feldlazareth III. Ar korps, einen Verbandplatz in der Ferme Haut de Moirtrieiii welcher am 7. Januar aufgehoben wurde, das 3. Sanitäs detaehement einen Verbandplatz bei Vendome, welcher zum 8. Januar bestehen blieb. Die Verwundeten di...... Gefechts fanden sämmtlich Aufnahme in Vendome. Hier wurde seitens des X. Armeekorps noch am Gefechtstag das 4. Feldlazareth, seitens des III. Armeekorps am 7. Januar das 5. Feldlazareth etablirt. Das 4. Feldlazareth X. Armeekorps richtete sich in einem Theile der Kavallerie-Kaserne ein. Leider liess die Verpflegung insbesondere in der ersten Zeit, Vieles zu wünschen übrig ! ) Generalstabswerk II, S. 691. *) Generalstabswerk II, S. 710 ff. 3 ) Vergl. Generalstahswerk II, S. 796 ff. — Die Verluste be trugen nach Anlage 122: todt ... 13 Offiziere, 83 Mann, verwundet . 30 „ 352 vermisst. . — „ 7 „ 43 Offiziere, 442 Mann. o o t/3 Band [ aee-Abtheilung Seine, [ecklenburg-Schwerhj iem Städtchen ilain. lazareth XIII. Armee. Kranken der 2'' I n rt. Zwecke vier grosso, ä und nahm in Summ, nke daselhst auf. £, h Befehl erhielt, dtt ler Etappen-Komman- Drte und Chäteaudun. m 31. Dezember bi- reths VI. Armeekon sion zur Tliätigkeit. le. Die zugehenden rakuirt. ir. te der Oberbefehl» beabsichtigten Vor- das X. Armeekorpi i am 5. Januar sid versammeln und a, ■end das III. Arm» Leu und mit len sollte. 2 ) In Ter ekorps am 6. Januar 3 wurde das III. Ar- bei Azay—Mazange Sanitätsdetachemenl ts dem Verwundete» Sanitätsdetacuemeit llazareth III. Armee- 3 Haut de Montriein de, das 3. Sanitatendome, welcher li Verwundeten die- in Vendöme. Hier icb am Gefechtstagi eekorps am 7. Januar richtete sich in einti Hess die Verpflegung zu wünschen übrii f. — Die Verl;! Mann, n Mann. Band L p as Lazarett behan 306 Verwundete. A Pas 5. Feldlazai nua r zunächst die So av il et militaire unt Krauken. Die hygi< sehr günstige. Nach wurden dem Feldlaza Benutzung überwies hygienischen Verhältr gehend auch noch ein werden niussten. In (darunter 358 Verwun am 17. März der Mai war in der ersten Ze: korps erschwert, doc in Orleans Lebensmil nisse besserten sich i errichtet ward. Bei der Armee des Grossherzogs 6. Januar bei La ] kommen (44. Infant Die Verwundeten 1 Sanitätsdetachem La Hmil bei La ] folgenden Tage in XI. Armeekorps üb La Huril waren ine alle leichtverwundt Chartres, die schw le Rotrou evakuirt, Bchwerverwundeten hygienischen Verliä willigst zur Verfügi 6bergeführt wurden. Das Lazareth genannten 20 in £ beendete es seine Tb ab war der Dienst < worden, die andere w dort den ärztlichen übernommen. In den Gefecht ljczw. Villechanve-Y tätsdetachement IX. rorps der Verwun irundeten mit sich telben nach Vendön Von Feldlaza« auf Le Maus westlie ks 8. Feldlazarett pernard in einem Kampfe bei Le Man zahlreiche Verwund ') Vergl. Generals 2 ) Vergl. Generali Band I. IX. Abschnitt: Südwestlicher Kriegsschauplatz. 213 Tks Lazareth behandelte in Summa 431 Kranke, darunter "Ofi Verwundete. Am 9. März 1871 wurde es aufgelöst. Das 5- Feldlazareth III. Armeekorps übernahm am 7. Ja- r ZUD ächst die Sorge für die im Lyceum und im Hospice ■ ■] e ^ m ilitaire untergebrachten Deutschen Verwundeten und Kranken. Die hygienischen Verhältnisse des Hospice waren w hr o-ünstige. Nach Vereinbarung mit der Verwaltung desselben wurden dem Feldlazareth drei grosse Säle zur ausschliesslichen Peiiutzung überwiesen. Minder günstig erwiesen sich die hygienischen Verhältnisse des Lyceums, neben welchem vorübergehend auch noch einzelne Privatgebäude in Benutzung gezogen «rden niussten. In Summa behandelte das Lazareth 559 Mann (darunter 358 Verwundete), von denen es 32 bei seiner Auflösung in 17. März der Mairie zu Vendöme übergab. Die Verpflegung war in der ersten Zeit wie bei dem 4. Feldlazareth X. Armeekorps erschwert, doch lieferten später die Deutschen Behörden in Orleans Lebensmittel in ausreichender Menge ; die Verhältnisse besserten sich noch mehr, als in Vendome selbst ein Depot errichtet ward. Bei der Armee-Abtheilung Seiner Königlichen Hoheit des Grossherzogs von Mecklenburg-Schwerin war es am 6, Januar bei La Fourche 1 ) gleichfalls zum Kampfe gekommen (44. Infanterie-Brigade und 4. Kavallerie-Division). Die Verwundeten wurden am Gefechtstage seitens des I. Sanitätsdetachements XL Armeekorps in dem Oertclien La Hmil bei La Fourche untergebracht und gingen am folgenden Tage in die Behandlung des 9. Feldlazareths XL Armeekorps über. Die hygienischen Verhältnisse von La Huril waren indessen so traurige, dass am 9. Januar alle leichtverwundeten Deutschen und Franzosen nach Chartres, die schwerverwundeten Franzosen nach Nogent le Rotrou evakuirt, und am 10. Januar die 20 verbliebenen sclrwerverwundeteii Deutschen in die sehr günstigen hygienischen Verhältnisse des von dem Besitzer bereitwilligst zur Verfügung gestellten Schlosses La Vignardiere übergeführt wurden. Das Lazareth behandelte hier einschliesslich der vorgenannten 20 in Summa 81 Verwundete. Am 21. Januar beendete esseine Thätigkeit in La Vignardiere. Vom 15. Januar ab war der Dienst daselbst nur von einer Sektion versehen worden, die andere war nach Nogent le Rotrou gerückt und hatte dort den ärztlichen Dienst im Hospice bis zum 21. Januar übernommen. In den Gefechten am 7. Januar bei Epuisay und Sarge bezw. Villechauve-Villeporcher 2 ) widmeten sich das 3. Sani- tat-dctachement IX. und das 3. Sanitätsdetachement I. Ai'inee- korps der A'erwundetenpflege. Ersteres nahm die Verwundeten mit sich nach Epuisay, letzteres evakuirte dieselben nach Vendöme. Von Feldlazarethen wurde während des Vormarsches auf Le Maus westlich Orleans am 9. Januar die 1. Sektion des 8. Feldlazareths XIII. Armeekorps zu La Ferte- pernard in einem Fabrikgebäude etablirt. Als durch die Kampfe bei Le Mans auch dem eben genannten Feldlazareth zahlreiche Verwundete zugingen, wurden ausserdem das ') Vergl. Geueralstabswerk II, S. 792 ff. 2 ) Vergl. Generalstabswerk II, S. 813 ff. Hospice, eine Primärschule, das Presbytere und das Maison Richard für Lazarethzwecke eingerichtet. Abgesehen von denjenigen Verwundeten und Kranken, welche alsbald nach Chartres entlassen wurden, nahm das Lazareth in La Ferte"- Bernard 221 Mann auf, darunter 112 Verwundete. Am 25. Februar wurde es aufgelöst. Das Gefecht bei Ardenay 1 ) am 9. Januar veranlasste die Etablirung des 2. Sanitätsdetachements und des 12. Feldlazareths III. Armeekorps in Le Breil. Das Lazareth belegte neben der Schule und dem Kloster zwölf Privatgebäude und behandelte daselbst 256 Mann (u. a. 212 Verwundete). Am 22. Februar wurde Le Breil als Lazareth aufgegeben. In der dreitägigen Schlacht vor Le Mans 2 ) vom 10. bis 12. Januar gelangten am ersten Gefechtstage vornehmlich das 1. Sanitätsdetachement III. Armeekorps bei Parigne l'Eveque und das 2. Sanitätsdetachement XL Armeekorps bei Ckateau Bröteau zur Wirksamkeit. Für die Verwundeten dieses Tages ward im Laufe der Schlacht seitens des III. Armeekorps das 1. Feldlazareth in Parigne l'Eveque, seitens des XL Armeekorps das 7. in Chäteau Bre"teau und seitens des XIII. Armeekorps die 2. Sektion des 8. Feldlazareths in Connerre etablirt; am nächsten Tage trat an letzterem Orte auch das 9. Feldlazareth XIII. Armeekorps in Thätigkeit. Das 1. Feldlazareth III. Armeekorps übernahm in Parigne l'Eveque zunächst 121 Verwundete von dem 1. Sanitätsdetachement III. Armeekorps, deren Zahl durch die Gefechte der nächsten Tage auf 318 anwuchs. Die äusseren Verhältnisse, unter denen das Lazareth Hilfe leistete, waren äusserst ungünstige; es fehlte sowohl an geeigneten Lazareth-Räumlichkeiten, als an Lagerungs- Vorrichtungen; die Verpflegung war erschwert, die Stimmung der Bevölkerung eine feindliche, so dass zum Schutze des Laza- reths eine Eskadron des Hannoverschen Dragoner - Regiments No. 9 nach Parigne l'Eveque verlegt werden musste. Das Lazareth beendete hier seine Thätigkeit am 20. Februar. Das 7. Feldlazareth XL Armeekorps erhielt am 10. Januar Befehl, die von dem 2. Sanitätsdetachement XL Armeekorps im Schlosse Breteau untergebrachten Verwundeten zu übernehmen. Mit Rücksicht auf die in den nächsten Tagen zu erwartenden weiteren Kämpfe führte jedoch das Sanitätsdetachement seine Verwundeten alsbald nach dem Dorfe Mezieres über; von hier aus wurden dieselben durch das 7. Feldlazareth am 11. Januar nach La Ferte-Bernard gebracht. Inzwischen hatten die Kämpfe des 11. Januar Schloss Breteau aufs Neue mit Verwundeten gefüllt. In Folge dessen gelangte das 7. Feldlazareth XL Armeekorps am Abend des 11. Januar erneut zur Thätigkeit. Es nahm in Breteau in Summa 1G4 Verwundete auf. Seit dem 15. Januar, an welchem Tage der Bestand auf 31 gesunken war, versah nur die 2. Sektion den Dienst. Die hygienische Be- i) Vergl. Generalstabswerk II, S. 832 ff. 2 ) Vergl. Generalstabswerk II, S. 845 ff. Die Verluste betrugen nach Anlage 122: todt.....39 Offiziere, 518 Mann, verwundet ... 88 , 1383 , vermisst . . ■ 4 „ ______ 132 , 131 Offiziere, 2033 Mann. 214 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. BamH schaffenheit des Schlosses Breteau war eine sehr günstige; ebenso gestaltete sich die Verpflegung daselbst zufriedenstellend. Am 23. Februar entliess das Lazareth seine letzten Deutschen Verwundeten mittels Sanitätszuges und übergab am 24. Februar die verwundeten Franzosen einer Englischen Ambulanz. Die 2. Sektion des 8. Feldlazareths XIII. Armeekorps war genöthigt, in Connerre 15 Privathäuser mit Verwundeten zu belegen. In Summa behandelte es daselbst 290 Mann, darunter 285 Verwundete (104 Franzosen). Am 14. Februar waren die | Französischen Verwundeten in die Behandlung einer Englischen ' Ambulanz übergegangen, während die Deutschen bis zum I 9. März evakuirt wurden. Das 9. Feldlazareth XIII. Armeekorps erhielt am 11. Januar Nachmittags 4 Uhr Befehl, sich im Bahnhofe zu Connerre zu etabliren. Daselbst hatte während des Gefechts am 11. Januar das 2. Sanitätsdetachement IX. Armeekorps einen Verbandplatz errichtet, von welchem 20 Nichttransportable übernommen wurden. Das Lazareth benutzte für seine Zwecke das Bahnhofs- hötel, den Bahnhof und drei Privatgebäude. In Summa behandelte es daselbst 97 Mann, darunter 72 Verwundete. Bei seiner Auflösung am 6. Februar übergab es 8 Franzosen der Mairie in Connerre. Ausser dem eben erwähnten Verbandplatze des 2. Sanitäts- detachements IX. Armeekorps in Connerre machten die ausgedehnten Kämpfe des 11. Januar Verbandplätze bei allen betheiligten Korps nothwendig. Die Sanitätsdetachements 1 und 3 des IX. Armeekorps errichteten solche bei Champagne", nach welchem Orte auch der Verwundeten-Transport unter vielen Mühen erfolgte. Bodenschwierigkeiten und Glätte der Wege hinderten die Benutzung der Transport- wagen und nöthigten, die Verwundeten auf weite Strecken zu tragen. Im weiteren Fortgange der Schlacht errichtete das 1. Sanitätsdetachement IX. Armeekorps einen zweiten Verbandplatz bei Yvre und widmete sich von hier aus am 12. Januar dem Verwundeten-Transport nach Champagne. Die Sanitätsdetachements des III. Armeekorps wirkten bei Change; insbesondere diente Schloss Aniigne" als Verbandplatz für das 2. und 3. Sanitätsdetachement III. Armeekorps, während die Verwundeten der 5. Infanterie-Division zunächst im Schlosse La Girardrie und iu der Ferme Gue la Hart Unterkunft fanden, bis die Ueberführuiig nach Change erfolgen konnte. Das der 20. Infanterie-Division zugetheilte 2. Sanitätsdetachement X. Armeekorps war auf der Strasse Tours — Le Mans vorgegangen und hatte einen Verbandplatz bei St. Pierre du Camp errichtet. Diese Verbandplätze blieben im Allgemeinen auch für den dritten Schlachttag—den 12. Januar—bestehen; nur das 2. Sanitätsdetachement IX. Armeekorps errichtete an diesem Tage einen neuen Verbandplatz bei St. Corneille. Von Feldlazarethen gelangten am 11. Januar das 8. III. Armeekorps in Schloss Girardrie, das 2. IX. Armeekorps in Champagne', am 12. Januar das 11. III. Armeekorps in Schloss Amigne" zur Btablirung. Diesen folgte am 13. Januar das 1. Feldlazareth XL Armeekorps in Schloss Boisrier bei Chanteloup an der Strasse Bonnetable — Le Mans, sowie das 3. Feldlazareth III. Armeekorps m» das 3. X. Armeekorps in Le Mans, woselbst später aiiel noch das 12. Feldlazareth X. Armeekorps etablirt wurde Das 8. Feldlazareth III. Armeekorps hatte am Abend dei 10. Januar in der Ferme Gue la Hart einen Verbandplatz errichte und sich bestrebt, die auf dem Gefechtsfelde zahlreich u ffi . herliegenden Französischen Verwundeten thunlichst in gedeckte» Bäumen unterzubringen, was um so nothwendiger erscheinet musste, als starkes Schneetreiben herrschte. Am Morgen 11. Januar erfolgte die Einrichtung des Lazareths in Schlos- Girardrie, woselbst 20 nichttransportable verwundete Franzosen sich bereits befanden. Der weitere Zugang an Verwundeten nöthigte alle für Lazarethzwecke irgend geeigneten Fennen der näheren Umgebung von Schloss Girardrie in Benutzung zn nehmen. In Summa behandelte das Lazareth in Girardrie 203 Verwundete und 18 Kranke. Vom 15. Januar ab über' nahm dasselbe auch die Behandlung- und Pflege der Change Untergebrachten, in Summa 180 Mann, darunter 176 Verwundete. Nachdem es schon am 11. Januar einzelne leicht verwundete Offiziere und Mannschaften der Richtung auf Le Breil und Parigne l'Eveque evakuirt hatte, wurden am 16. Januar alle leichtverwundeten Preussen nach Orleans, alle schwerverwundeten Franzosen Le Mans entlassen und letztere daselbst dem 3. Feldlazarett III. Armeekorps überwiesen. Vom 16. Januar ab blieb schliesslich Change belegt und zwar mit verwundeten Franzosen. Zur Unterstützung war dem Lazareth ärztliches und Wärterpersonal des 2. Sanitätsdetachements III. Armeekorps beigegeben worden, auch waren zwei Französische Militärärzte mit Wärtern bei ihren Landsleuten zurückgeblieben. Seit 18. Januar betheiligte sich eine Schweizer Ambulanz hei der Behandlung und Pflege der verwundeten Franzosen. Au 20. Januar folgte das Feldlazareth seinem Korps. Das 2. Feldlazareth IX. Armeekorps richtete amll.Januai in Champagne für seine Zwecke zunächst das Schulhaus, eine Villa und ein Gasthaus her; später belegte es noch eine gros« Anzahl von Privatgebäuden, deren Zahl am 16. Januar durch Rückbeförderung der Kranken auf 11 beschränkt werden konnte In Summa behandelte das Lazareth in Champagne 202 Mann (u. a. 170 Verwundete). Vom 24. Februar ab stand es wieder zur Verfügung seines Korps. Während des 11. Januar hatte das 11. Feldlazarett III. Armeekorps die Sanitätsdetachements dieses Korps in um Change unterstützt, insbesondere auch Schloss Amigne für Lazarethzwecke hergerichtet und zahlreiche marschfähige Ver wundete auf Vendöme zurückdirigirt. Am Abend des 12. Januar erfolgte der Befehl zur Etablirun; in Schloss Amigne. Das Lazareth behandelte daselbst in Sunt« 151 Mann (u. a. 139 Verwundete), von denen es 28 Franzosen am 23. Januar der Französischen Ambulanz in Change übei Unter günstigen hygienischen Verhältnissen etablirte am Morgen des 13. Januar die 2. Sektion des 1. Feldlazarett XL Armeekorps in Schloss Boisrier. Das Lazareth behandelst daselbst in Summa 74 Verwundete. Es beendete seine Thätigkeit in Boisrier am 29. Januar. Mit der Besetzung von Le Mans durch die Deutschen ergi sich die Notwendigkeit, grössere Lazarethanstalten daselbst zu beschaffen. Zunächst erhielt das 3. Feldlazareth III. Armee- korps am 13. Januar Befehl, behufs Aufnahme von Verwundeter der letzten Gefechtstage, sowie der Kranken des III. Armeekorps welches in und um Le Mans lag, das Lyceum, ein Schull» und ein Hotel herzurichten. Aerztliches, Lazarethgehilfci und Wärterpersonal des 3. Sanitätsdetachements III. Armeekorpsunterstützten das Feldlazareth; auch betheiligten sich seit Anfang Februar Fra behandelte in Le Mi wundete). Für die Soldaten wurde en Schauspielhauses ein Das 3. Feldlaza die bisher von einer aus toiles und die . ] n Summa nahm da (u. a. 184 Verwunde Das 12. Feldla 20. Januar in Le Mai Kräfte der beiden dt geschwächten Feldlas Banque de France ur 13 Privathäuser. ] Summa 789 Kranke gehilfen- und Warte des 3. Sanitätsdetacl Seit Beginn des massige Krankentrai das für diesen Zwec X. Armeekorps wes etablirten Preussiscl 8. März ihre Thätig! Während der 13. bis 18. Januar bei Chassille 1 ) Ai korps mit seiner es die Verwundet folgenden Tage g; dem 1. Sanitätsde Errichtung eines "* demselben Tage d; 2. Sanitätsdetachem des Gefechts bei A der Ortschaft St. I Neu-Etablirung der Zeit dieser G vielmehr erst durc welche das grosse 1 15. Januar angeoi Rouen abgerückte i sein 7. Feldlazaretl auf Orleans in 1. Sektion seines 3. Die weiteren Etal südwestlichen Krie^ und wurden bedin Stillstands-Quartiere Das zwischen 1 korps etablirte se erstgenannter Stadl und Montrichard) ') Vergl. General 2 ) Vergl. General 3 ) Vergl. Genera 4 ) Vergl. General HHIH III. Armeekorps ^ woselbst später auch corps etablirt wunfc 3 hatte am Abend det Verbandplatz errichte itsfelde zahlreich \i ffl - thunlichst iu gedeckten thwendiger erscheinen ;hte. Am Morgendes 5 Lazaretts in Schloss verwundete Franzosen gang an Verwundete! id geeigneten Fennen rdrie in Benutzung zn ^azareth in Girardrie 15. Januar ab über- und Pflege der 180 Mann, darunter am 11. Januar ein ad Mannschaften in ne l'Eveque evakuirt le leichtverwundeten ideten Franzosen nach t dem 3. Feldlazarett Januar ab blieb an 'erwundeten Franzosen, irztliches und Wärter- irmeekorps beigegeben Militärärzte mit fünf [geblieben. Seit den Lweizer Ambulanz ha ideten Franzosen. An m Korps. richtete am 11. Januai st das Schulhaus, eine ;te es noch eine gl [ am 16. Januar durch chränkt werden konnte, Champagne 202 Mann ab stand es wieder das 11. Feldlazarett ts dieses Korps in ch Schloss Amigne für che marschfähige Vi ir Befehl zur Etablirun; leite daselbst in Summi denen es 28 Franzosen ,nz in Change über! ältnissen etablirte siel >n des 1. Feldlaza: s Lazareth behandelte ■endete seine Thätigleit rch die Deutschen ergi irethanstalten daselbst 'eldlazareth III. Armee- eahme von Verwundet« ten des III. Armeek iyceum, ein Scbulhaus hes, Lazarethgehife ichements III. Armee- 3h betheiligten sich seit IX. Abschnitt: Südwestlicher Kriegsschauplatz. 215 . e „ Februar Franziskanerinnen in dem Lazareth. Dasselbe behandelte in Le Mans in Summa 1205 Mann (u. a. 376 Ver- mdete). Für die zahlreichen pockenkranken Französischen Soldaten wurde ein besonderes Lazareth in den Sälen des Schauspielhauses eingerichtet. Das 3. Feldlazareth X. Armeekorps erhielt am 13. Januar die bisher von einer internationalen Ambulanz benutzten Halles % t 0 iles und die Ecole mutuelle von Le Mans überwiesen. In Summa nahm das Lazareth in Le Mans 817 Kranke auf ( u . a. 184 Verwundete). Das 12. Feldlazareth X. Armeekorps etablirte sich am •)0 Januar in Le Mans, weil der starke Zugang an Kranken die Kräfte der beiden daselbst bereits thätigen, in ihrem Personal geschwächten Feldlazarethe überstieg. Es belegte das Gebäude der Banque de France und in einer demselben benachbarten Strasse 13 Privathäuser. Das Lazareth behandelte in Le Mans in Summa 789 Kranke (u. a. 103 Verwundete). Das Lazareth- gehilfen- UB d Wärterpersonal des Lazareths wurde durch solches des 3. Sanitätsdetachements X. Armeekorps verstärkt. Seit Beginn des Februar konnten von Le Mans aus regelmässige Krankentransporte stattfinden, wozu insbesondere auch das für diesen Zweck in Rambouillet thätige 11. Feldlazareth X. Armeekorps wesentlich beitrug. Alle drei in Le Mans etablirten Preussischen Feldlazarethe beendeten daselbst am 8. März ihre Thätigkeit. Während der kleineren Gefechte in den Tagen vom 13. bis 18. Januar gelangte am 14. Januar bei dem Gefecht bei Ckassilie 1 ) das 1. Sanitätsdetachement X. Armeekorps mit seiner 2. Sektion zur Thätigkeit, indem es die Verwundeten nach Le Mans überführte. Am folgenden Tage gab das Gefecht bei Sille le Guillaume 2 ) dem 1. Sanitätsdetachement X. Armeekorps Anlass zur Errichtung eines Verbandplatzes bei Conlie, während an demselben Tage das der 22. Infanterie-Division beigegebene 2. Sanitätsdetachement XI. Armeekorps für die Verwundeten des Gefechts bei Alen^on einen Verbandplatz in der Nähe der Ortschaft St. Blaise aufschlug. Neu-Etablirungen von Feldlazarethen erwiesen sich in der Zeit dieser Gefechte nicht als nothwendig, wurden vielmehr erst durch die Truppenverschiebungen geboten, welche das grosse Hauptquartier Seiner Majestät unter dem 15. Januar angeordnet hatte. 3 ) Das in der Richtung auf Roueu abgerückte XIII. Armeekorps etablirte am 26. Januar sein 7. Feldlazareth in Evreux; das unter dem 22. Januar auf Orleans in Marsch gesetzte IX. Armeekorps die 1. Sektion seines 3. Feldlazarettes am 26. Januar in St. Calais. Die weiteren Etablirungen von Feldlazarethen auf dem südwestlichen Kriegsschauplatze fallen in den Monat Februar und wurden bedingt durch die Anordnung der Waffen- stillstands-Quartiere. 4 ) Das zwischen Alencon und Le Mans stehende III. Armeekorps etablirte sein 11. Feldlazareth am 6. Februar in erstgenannter Stadt, das X. Armeekorps (zwischen Le Maus und Montrichard) sein 10. Feldlazareth am 5. Februar in ') Vergl. Generalstabswerk II, S. 907. 2 ) Vergl. Generalstabswerk II, S. 914 ff. 3 ) Vergl. Generalstabswerk II, S. 918. 4 ) Vergl. Generalstabswerk II, S. 1398 und 1404. Chäteau du Loir, ostwärts hiervon und etwas südlich das zwischen Vendöme, Vouvray und Blois untergebrachte IX. Armeekorps am 19. Februar die 2. Sektion seines 3. Feldlazareths in Chäteau Eenault. Endlich diente vornehmlich der Krankenevakuation die am 2. Februar erfolgte Etablirung des 11. Feldlazareths X. Armeekorps in Rambouillet. Das 7. Feldlazareth XIII. Armeekorps benutzte in Evreux das hygienisch günstige Priesterseminar und behandelte daselbst in Summa 290 Mann, meist Leichtkranke. Am 4. März wurde es aufgelöst. Die 1. Sektion 3. Feldlazareths IX. Armeekorps verpflegte in St. Calais in einer Anzahl von Privathäusern 79 Verwundete und Kranke. Es beendete am 6. März seine Thätigkeit. Die 2. Sektion desselben Lazareths, iu Chäteau Renault unter sehr günstigen hygienischen Verhältnissen seit dem 19. Februar thätig, nahm daselbst in Summa 72 Kranke auf, die es bis zum 5. März theils geheilt entliess, theils nach Blois evakuirte. Das 11. Feldlazareth III. Armeekorps nahm in Alencon in Summa 82 Kranke auf, welche es in einer Infanterie-Kaserne lagerte, deren Parterre-Räumlichkeiten eine Französische Laza- reth-Anstalt einnahm. Das Lazareth hatte bis zum 24. Februar seine Pflegebefohlenen theils geheilt entlassen, theils nach Le Mans evakuirt und folgte darauf seinem Korps in Richtung auf Le Mans. In Chäteau du Loir belegte das 10. Feldlazareth X. Armeekorps das Schulgebäude, die Gendarmerie-Kaserne, das städtische Hospital, ein Privathaus, später auch das Kloster. Es behandelte daselbst in Summa 270 Kranke und wurde am 14. März aufgelöst. Das 11. Feldlazareth X. Armeekorps etablirte sich am 2. Februar in Rambouillet in dem Schlosse, einem Pensionate und der Knabenschule. Es diente insbesondere zur Aufnahme von Verwundeten und Kranken, welche aus den auf dem südwestlichen Kriegsschauplätze unter ungünstigen hygienischen Verhältnissen etablirten Feldlazarethen evakuirt wordeu waren. In Summa nahm das Lazareth in Rambouillet 384 Mann auf (u. a. 257 Verwundete), welche nach und nach meist durch Sanitätszüge weiter nach rückwärts befördert wurdeu. Das Pflegepersonal des Lazareths ward durch Franziskanerbrüder, barmherzige Schwestern und freiwillige Krankenpfleger verstärkt. Am 11. März beendete es seine Thätigkeit in Rambouillet. Ergebniss. Die Verluste in den Kämpfen auf dem südwestlichen Kriegsschauplätze haben nach den Anlagen 90, 93, 106, 110, 111, 122 (und den Berichtigungen) des Generalstabswerks betragen: todt oder in Folge Verwundung gestorben 301 Offiziere, 3411 Mann, verwundet .... 685 „ 11761 „ vermisst.....35 „ 3138 „ 1021 Offiziere, 18310 Mann. Der Gesammtverlust erreicht somit noch nicht den jenigen der verlustreichsten Schlacht des der Schlacht bei Gravelotte—St. Privat. Feldzuges Den Verwundeten leisteten die Sanitätsdetachements 76 Mal den ersten Beistand; Feldlazareth-Etablirungen fanden 82 statt. Die Winterkälte erschwerte die Hilfeleistung, verursachte Erfrierungen und übte auf die Beschaffenheit der Verletzungen einen nachtheiligen Einfluss aus. Typhus und namentlich Ruhr forderten — ebenso wie auf dem nördlichen und südwestlichen Kriegsschauplatze — sehr viel weniger Opfer als vor Metz und Paris; andererseits erreichten die Pocken hier eine immerhin grössere Verbreitung in der Deutschen Armee als anderwärts (vergleiche G. Band des Berichtes). Wiederholt wurden Französischerseits Deutsche Aerzte und Hilfspersonal nebst den Kranken als Kriegsgefangene weggeführt und dadurch wochenlang der Erfüllung ihrer Aufgaben entzogen. Kriegs- und Etappenlazarethe. Von Ende November ab erhielten die an der Loire und Sarthe thätigen Sanitätsanstalten durch das allmälig an den Orten seiner bisherigen Wirksamkeit frei werdende Lazareth-Reservepersonal der zur II. Armee gehörigen Korps sowie durch dasjenige des XIII. Armeekorps und durch das der Bayerischen Spitalreserve überwiesene Auf- nahms-Feldspital No. 5 wirksame Unterstützung. Die meisten Sektionen langten allerdings erst im Dezember, eine sogar erst im Januar auf dem südwestlichen Kriegsschauplatze an. 1 ) In dem wichtigen Etappenorte der II. Armee Chaumont wurde das am 14. bezw. 15. November etablirte 4. und ] ) Die 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals III. Armeekorps blieb bis zum 30. November in Remilly, die 2. in Pont ä Mousson bis zum 15. Dezember gefesselt, während die 3. ihre Thätigkeit in St. Hilaire schon am 11. November beendete, jedoch in Folge mehrfacher Abkommandirungen erst im Januar wieder geschlossen zur Verwendung kam. — Von dem Lazareth-Reservepersonal IX. Armeekorps wurde die 1. Sektion zwar am 3. Dezember in Pont ä Mousson frei, musste jedoch behufs Ergänzung des durch Krankheiten gelichteten Personals anderer Lazarethe und Neubildung von Lazareth- Reservepersonal für das XIII. Armeekorps aufgelöst werden; die 2. Sektion wirkte bis zum 4. Dezember in Noveant, die 3. ward erst am 31. Dezember in Forbach entbehrlich. — Die drei Sektionen Lazareth-Reservepersonals X. Armeekorps konnten sämmtlich noch im November nach dem südwestlichen Kriegsschauplatze abrücken: die 1. und 2. verliessen Mars la Tour schon am 6. November, während die 3. am 27. von Ste. Marie abmarschirte. — Die 2. Sektion Lazareth- Reservepersonals XIII. Armeekorps wirkte zunächst vom 4. November bis 10. Dezember in Reims, während die 1. erst im Dezember formirt ward. Das Bayerische Aufnahms-Feldspital No. 5 verliess Sedan am 9. November, um sich ebenfalls nach Südwesten zu begeben, während die übrigen zur Bayerischen Spitalreserve gehörigen Sanitätsanstalten (mit Ausnahme des in Nancy thätigen Haupt-Feldspitals No. 2) vor Paris verblieben, wo dieselben zahlreiche Bvakuations-Transporte vom südwestlichen Kriegsschauplätze her in Empfang zu nehmen und entweder zurückzubehalten oder zur Weiterbeförderung in geeignete Verfassung zu setzen hatten (vergl. das Kapitel „Krankenzerstreuung"). 10. Feldlazareth X. Armeekorps am 6. bezw. 10. Dezember durch das Lazareth-Reservepersonal desselben Armeekoru abgelöst. Das dortige städtische Spital blieb wegen der in Chaumont herrschenden Pocken-Epidemie lediglich derartigen Kranken vorbehalten. Eine Baracke (44 Betten) war sehr gut ei». gerichtet und zur Behandlung Schwerkranker vorzüglich n. eignet, obgleich eine genügende Erwärmung derselben Schwieri». keiten begegnete — es froren z. B. in einer Nacht hei —14° j> sämmtliche Mixturen ein — da ein Theil der "Wände nur ein sehr einfaches Holzfachwerk besass. Die 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals X. Armeekorps ging am 31. Januar nach Orleans, nachdem sie ihren Kranken- bestand der seit 10. Dezember in Chaumont thätigen 3. AI). theilung Lazareth - Reservepersonals übergeben hatte. D; e letztere Abtheilung hatte am 10. Dezember von dem 10. Feldlazareth X. Armeekorps einen Krankenbestand von 284 Hau übernommen, welche sich in 12 Sälen des Lyceums befanden, Die Verpflegung der Kranken erfolgte auf dem Wege der Requisition durch die Stadt, welche auch die im Lyceum noch fehlenden Bettstellen beschaffen musste. Besonders fühlbar machte sich der grosse Mangel ai Extradiät für die Typhuskranken; es konnte demselben auch nur theilweise von dem im Uebrigen sehr gut ausgestatteten Hauptdepot der freiwilligen Krankenpflege abgeholfen werden, Die Krankenanhäufung war in Chaumont eine bedeutende, da bei den öfteren Verkehrsstockungen auf der südlichen Etappen- linie der Krankenrückschub zeitweilig nicht möglich war, der Zugang von Kranken aber stetig fortdauerte. Im März gab das Personal die Ecole an das X. Armeekorps ab zur Einrichtung eines Kantonnementslazareths und, natl ausgiebigen Krankenentlassungen mittels Sanitätszuges, vier Wochen später auch das Lyceum, so dass dann nur noch dii Pockenstation in der Baracke mit 13 Kranken seitens eine Arztes des Reservepersonals zu verwalten war. Am 30. April wurde auch diese Station aufgelöst. Beide Abtheilungen haben insgesammt 94 Verwundete 1908 Kranke verpflegt. Nach Troyes wurde am 21 bezw. 26. November 1870 Lazareth-Reservepersonal X. bezw. 111. Armeekorps zci Unterstützung des Hessischen Feldlazareths No. 1 lieran gezogen, welches letztere am 1. Dezember durch das erat genannte Personal abgelöst ward. Die ursprünglich von Hilfsvereinen gegründeten Lazarette befanden sich in vier Gebäuden. Im November schon war das ungünstigste Lazareth, Ambulance rue St. Jacques, vi geräumt, und der dortige Krankenbestand in die Ambulance Trinite St. Jacque übergeführt worden. Da jedoch im Dezember in letzterer Typhus unter den daselbst befindlichen Verwundeten ausbrach, brachte man sämmtliche Kranken in die günstigere Ambulance Croix des Fourches, so dass das Kriegslazareth auf zwei Räume beschränkt blieb. Die zugehenden Pockenkranken wurden stets sofort in das städtische Krankenhaus Hotel Dien gebracht, in welchem sie der Chefarzt behandelte. Die Verpflegung der Kranken geschah in befriedigender Weise auf dem Wege der Requisition durch die Stadt bis gegen Ende März. vom April an durch Naturalienempfang aus Königlichen Mag* zinen und Selbstankauf, auch durch Gaben aus den Depots der freiwilligen Krankenpflege in Chaumont und Troyes selbst. Der ärztliche Dienst wurde im Dezember von drei Aerzten des Lazareth-Reservepersonals X. Armeekorps und zwei Aerzten Lazareth-Reservepersonals III. Armeekorps versehen, denen uoeb sechs Civilärzte ( l es Krankenbestande ärztlichen Personals. personals X. Armeekc Kranken die 3. -Sekt: korps allein. Auch in Troyes gesammt hat das Pe I.Dezember 1870 bis 157 Verwundete, beb Westlich Troy Etappenarzt Ende I befand sich in dem maligen Nonnenklos ach recht gut zu hauptsächlich aus r l massig; insgesammt 1871 269 Kranke, < In Orleans übei Personals IX. Arm« Erziehungsanstalt S in dem gegenüberli« Vorstadt Bannier) e das Personal vom 530 Kranke, einsch Am 8. Februa Lazareth-Reserveper Reservepersonals X. der ehemaligen Ke richtete Lazareth, dt bildeten. Die Kaserne war da sie in nist; bei der Ue der Höfe (welche h( Krankenzimmer, der Schlösser durchweg harten Betten konnte: Abtritte dienten Holz Flure aufgestellt wa: hatte nicht stattgefui für die Kleidungsstücl man in den Gefängnii die Effekten längere Kranken geschah dur durch einige Franzc März verringerte sich bei geringem Zugang bestand, stetig, so da Personals anderweit ^ wurden die Lazareth dantur übergeben, na 26 Franzosen in das geführt war. Währ 247 Mann behandelt. Am 22. Dezem) Reservepersonals III liegenden Häusern < nun Theil bisher i Sutt&ts-Bericht tbwr ili Band I bezw. 10. DozeunV. sselben ArmeeW egen der in Chaumont derartigen Kranken war sehr gut e i n . anker vorzüglich n. ; derselben Scnwieri«. r Nacht hei — 14°E. il der "Wände nur ein onals X. Armeekorps m sie ihren Kranken. nont thätigen 3. AI- ergehen hatte. Die 3r von dem 10. Feld- istand von 284 Mann s Lyceums befanden. if dem Wege der Re- die im Lyceurn noch ;r grosse Mangel an konnte demselben ehr gut ausgestattet« ;e abgeholfen werden, nont eine bedeutende [er südlichen Etappen- ht möglich war, der rte. an das X. Armeekorps tslazareths und, naci s Sanitätszuges, via ss dann nur noch die "ranken seitens eines war. Am 30. April ot 94 Verwundete und 26. November 1 [I. Armeekorps zu aretlis No. 1 heran- iber durch das erst- ;egründeten Lazarette 'einher schon war das ; St. Jacques, völlig nd in die Ambulanz a, jedoch im Dezember ndlichen Verwundeten ken in die günstigen as Kriegslazareth auf enden Pockenkranken nkenhaus Hotel Dien «handelte. Die Vergeuder Weise auf dem ms gegen Ende Man us Königlichen Maga- n aus den Depots der nd Troyes selbst. Der m drei Aerzten de' s und zwei Aerzten rps versehen, denen IX. Abschnitt: Südwestlicher Kriegsschauplatz. '217 cb sechs Civilärzte zur Seite standen. Mit der Verringerung 1 Krankenbestandes ging Hand in Hand eine Reduktion des l etlichen Personals. Bei der Ablösung des Lazareth-Reserve- ersonals X. Armeekorps am 13. April übernahm die Pflege der Kranken die 3. Sektion Lazareth-Reservepersonals III. Armeekorps allein. Auch in Troyes herrschten Typhus und Pocken. Ins- sesammt hat das Personal in Troyes während der Zeit vom 1 Dezember 1870 bis 13. April 1871 2477 Mann, einschliesslich 157 Verwundete, behandelt. Westlich Troyes richtete in Nemours der dortige Etappenarzt Ende November ein Lazareth ein. Dasselbe befand sich in dem städtischen Krankenhause, einem ehemaligen Nonnenkloster, dessen hohe und geräumige Säle gich recht gut zu einer Krankenanstalt eigneten. Der hauptsächlich aus Typhuskranken bestehende Zugang war massig" insgesammt behandelte das Lazareth bis 11. März 1871 269 Kranke, einschliesslich 18 Verwundete. In Orleans übernahm die 2. Sektion Lazareth-Reservepersonals IX. Armeekorps am 28. Dezember das in der Erziehungsanstalt Sacre' Coeur und bald darauf auch das in dem gegenüberliegenden Kloster de la Visitation (in der Vorstadt Bannier) eingerichtete Lazareth. Insgesammt hat das Personal vom 28. Dezember 1870 bis 11. März 1871 530 Kranke, einschliesslich 372 Verwundete, verpflegt. Am 8. Februar 1871 übernahmen die 2. Sektion Lazareth-Reservepersonals IX. und die 1. Sektion Lazareth- Reservepersonals X. Armeekorps das Französischerseits in der ehemaligen Kaserne St. Charles zu Orleans eingerichtete Lazareth, dessen Bestand vorwiegend Pockenkranke bildeten. Die Kaserne war an und für sich wenig zu einem Lazarethe geeignet, da sie in dem Ueberschwemmungsgebiete der Loire oelegen ist; bei der Uebernahme kam hierzu eine Verschmutzung der Höfe (welche hoch mit Mist angefüllt waren) und der Krankenzimmer, deren Oefen überdies rauchten und deren Schlösser durchweg defekt waren. Die sehr schmalen und harten Betten konnten ebenfalls kaum gebraucht werden; als Abtritte dienten Holztonnen, welche in den Ecken der breiten Flure aufgestellt waren. Eine Isolirung der Pockenkranken hatte nicht stattgefunden. Dieselbe wurde sofort ausgeführt; für die Kleidungsstücke der zugehenden Pockenkranken richtete man in den Gefängnisszellen Räucherkammern her, in welchen die Effekten längere Zeit verblieben. Die Verpflegung der Kranken geschah durch Requisition. Das Pflegepersonal wurde durch einige Französische Schwestern unterstützt. Anfang März verringerte sich der Krankenbestand durch Evakuationen bei geringem Zugang, welcher endlich nur aus Pockenkranken bestand, stetig, so dass nach und nach ein grosser Theil des Personals anderweit Verwendung finden konnte. Am 13. März wurden die Lazareth-Einrichtungen der Französischen Intendantur übergeben, nachdem ein Bestand von 20 Deutschen und 26 Franzosen in das Pockenhaus und in das Hotel Dieu übergeführt war. Während seiner Thätigkeit hat das Lazareth 217 Mann behandelt. Am 22. Dezember übernahm die 2. Sektion Lazareth- Reservepersonals III. Armeekorps in fünf weit von einander liegenden Häusern der Stadt Orleans 127 Kranke, welche zum Theil bisher in Behandlung Französischer und Eng- Suütits-Bericht ul.er di* Deutsch«» U^ein 1870/71. I. Bd. lischer Aerzte, zum Theil auch Hessischer Militärärzte gewesen waren. Maison des petites soeurs in der Rue de la Paterne war alt und winklig. Wesentlich besser lagen die Verhältnisse in der Ecole de St. Croix. welche in ihren vier ziemlich grossen, gut heiz- und ventilirbaren Zimmern 50 Lagerstellen barg. Ausserdem versah das Personal noch drei im Faubourg Bour- gogne zuLazarethen eingerichtete Häuser, welche am 13. Januar vom Lazareth - Reservepersonal IX. Armeekorps übernommen wurden. Im Januar richtete das Personal noch ein verlassenes und verwahrlostes Privathaus in der Rue St. Come als Lazareth ein, welches durch seine günstige Lage und Bauart — neues Gebäude im Garten, an einem freien Platze in der Nähe der Loire — sich vorzüglich zu Zwecken der Krankenpflege eignete. Insgesammt hat das Personal bis 12. März 1871 674 Mann behandelt, darunter 91 Verwundete. Die 3. Sektion Lazareth-Reservepersonals IX. Armeekorps übernahm,- wie erwähnt, in Orleans die Kranken des Faubourg am 13. Januar, ferner das Orphelinat, welches, nur zum kleinen Theil günstig beschaffen, lediglich mit Leichtkranken belegt wurde. Günstigere Verhältnisse bot dagegen das Kloster St. Aignau, ein neues, dreistöckiges Gebäude mit guter Luftheizung und Wasserleitung. Es wurden in den gut ventilirbaren Räumen 8 Zimmer mit 89 Betten belegt, in welchen vorwiegend die schweren Fälle Aufnahme fanden, da auch in dem gegenüberliegenden Kloster Notre Dame de Charite die hygienischen Verhältnisse zum Theil sehr viel zu wünschen Hessen. Eineinhalb Kilometer entfernt von diesen Häusern war dem Personal noch das in einem Park gelegene Seminar Pomme de Pin überwiesen, welches sich jedoch, auch abgesehen von der Entfernung, welche den Dienstbetrieb erschwerte, wenig zu einem Lazareth eignete. Dem Lazareth- personal standen zahlreiche Ordensschwestern und Infirmiers, die enteren mit vorzüglichem Erfolge, zur Seite. Die Schwestern besorgten die in jeder Abtheilung eingerichteten Küchen und betheiligten sich auch an der Krankenpflege. Viktualien wurden von der Stadt requirirt; Extradiät und Erfrischungsmittel lieferten das Reserve-Depot und später die freiwillige Krankenpflege in ausreichender Weise. Das Lazarethpersonal hat vom 13. Januar bis 11. März 1871 insgesammt 025 Kranke, einschliesslich 199 Verwundete, behandelt. Am 11. Januar übernahm die 3. Sektion Lazareth- Reservepersonals 111. Armeekorps die Kranken und Verwundeten des Lazareths Caserne de Passage, welche sich in der genannten Kaserne und 4 Privathäusern des nördlichen Theiles der Stadt befanden. Drei Häuser wurden im Februar mit dem allmäligen Sinken des Krankenstandes aufgegeben. Der Dienst war anfänglich schwierig, da mehr als die Hälfte der 214 übernommenen Kranken — unter denen sich 8 Verwundete, 80 Typbus- und Ruhrkranke befanden — keine Bettstellen hatten und fast Alle — zumal in der Kaserne — unter Schmutz und Ungeziefer litten. In der Kaserne waren die meisten Matratzen verfault; sämmtliche Decken und Wäschestücke mussten erneuert werden. Der Zugang an schweren Typhusfällen war ein so bedeutender, dass nur mit der grössten Aufopferung seitens des Pflegepersonals die Kaltwasser-Behandlung durchgeführt werden konnte. Insgesammt hat das Lazareth bis 11. März 499 Mann behandelt. In Meung (südwestlich Orleans) wurde das 1. Feld- lazareth XIII. Armeekorps am 23. Dezember abgelöst durch das Lazareth-Reservepersonal desselben Korps. Dasselbe 28 ERSfraSi 218 III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe. Band fand 129 Mann, darunter 83 grösstenteils Schwerverwundete, theils in einem alterthümlichen, weitläufigen Schlosse, theils in zwei Privathäusern untergebracht, von denen das eine mit Kranken, das andere mit Verwundeten belegt war. Das Lazarethpersonal erhielt seit 5. Januar 1871 Unterstützung durch vier Englische Aerzte, deren vorzügliche Transportwagen die Evakuation erleichterten. Bis zum 16. Februar hat das Lazareth 182 Kranke und Verwundete behandelt, darunter 83 Verwundete. Nach kurzem Aufenthalte in Meung, wo das Personal sich an der ersten Einrichtung der dortigen Lazarethanstalten betheiligte, errichtete die 2. Sektion des Lazareth-Reserve- personals XIII. Armeekorps am 29. Dezember ein Lazareth in Chartres. Das ärztliche Personal hatte zugleich den Revierdienst bei der 17. Division zu versehen, durch welchen ein Arzt, da es sich um die tägliche Untersuchung von durchschnittlich 400—500 Mann handelte, vollständig in Anspruch genommen war. Nach dem Abrücken des 9. Feldlazareths V. und des 10. XL Armeekorps wurden auch noch deren Kranke von dem Lazareth-Reservepersonal übernommen. Dieselben lagen in dem Tribunal civil und in einem Vergnügungslokale. Für die syphilitisch Kranken, welche Ende Februar in grosser Zahl zugingen, waren zwei besondere Zimmer im Arresthause eingerichtet. Ausser sechs von den Feldlazarethen zurückgelassenen "Wärtern unterstützten das Personal drei freiwillige Pflegerinnen, welche leider von den in Chartres grassirenden Pocken ergriffen wurden. In den Lazarethen erkrankten an dieser Seuche fünf Mann; dieselben wurden sofort der Pockenstation im Hotel Dieu überwiesen. Insgesammt hat das Personal vom 29. Dezember his 11. März 1871 351 Kranke behandelt. Am 23. November 1870 war das Bayerische Aufnahm; Feldspital No. 5 von Sedan nach Lagny mittels Eisenbau und von dort mit eigener Bespannung über Corbeil nacl Etampes abmarschirt, um sich am 8. Dezember in dem nahegelegenen Dorfe Chamarande zu etabliren. Hier wurden zum grössten Theil Verwundete aus dem Gefechte bei Orleans — grösstentheils aus Feldspitälern - aufgenommen. Der Zugang war nur in den ersten Tage beträchtlich und hörte im Januar vollkommen auf. f) eil Verwundeten bot das Jagdschloss des Herzogs von Tersi^v mit seinen geräumigen und luftigen Zimmern angemessene Unterkunft. Durch fortdauernde Evakuirung minderte sich die Krankenzahl so erheblich, dass am 14. Februar die Mehrzahl des ärztlichen Personals nach Corbeil ab^ehei konnte, um dort auf dem Bahnhofe bei den massenhafte Krankentransporten (aus den westlich und südlich gelegene! Spitälern) Aushilfe zu leisten. Zur Aufnahme kamen 161 Manu, darunter 148 Verwundete. Nachdem ein Sanitätszug die noch verbliebenen sieben Verwundeten am 26. Februar nach Etampes übergeführt hatte, war das Spital wieder verfüglich, verblieb eini«e Tage in Corbeil und gelangte am 12. März nach Chälom von wo es den Rückmarsch in die Heimath antrat. Ergebniss. An der Krankenpflege auf dem südwestlichen Krie» schauplatze hat sich das Lazareth-Reservepersonal von fünf Armeekorps betheiligt, indem dasselbe 12 Lazarethanstalten an sechs verschiedenen Orten verwaltet hat. Zehnter Abschnitt. Waffenstillstand, Rückmarsch und Okkupation. Die Deutsche Heeresleitung Hess nach Beendigung der Feindseligkeiten bis zum Abschluss des Präliminarfriedens am 26. Februar 1871 mehrfache Truppen-Dislokationen eintreten. 1 ) Die hierdurch bedingten Neu-Etablirungen von Feldlazarethen sind bereits in den vorstehenden Abschnitten im Anschluss an die Besprechung des Sanitätsdienstes auf den einzelnen Kriegsschauplätzen erwähnt worden. Des Weiteren wurden nach Abschluss des Präliminarfriedens sechs Neu-Errichtungen von Feldlazarethen durch die Einleitung des Rückmarsches, 2 ) welcher am 3. März 1871 !) Vergl. Generalstabswerk II, S. 1393 ff. 2 ) Vergl. Generalstabswerk II, S. 1414 ff. begann, veranlasst. Theils handelte es sich hierbei die Sicherstellung der Krankenpflege an den wichtigeren Eisenbahn-Knotenpunkten, theils um die Einrichtung v Kantonnements- und Etappenlazarethen. Im Allgemeine! war die Thätigkeit der in jener Zeit neu etablirten Feld lazarethe keine ausgedehnte, weder was die Zahl noch was Schwere der Erkrankungen anlangt. Nur vereinzelt noch befanden sich Verwundete in den Feldlazarethen; von Seuchen war Ruhr nahezu völlig erloschen; auch die ! der Typhuskranken hatte sich unter dem Einflüsse der günstigeren Jahreszeit, mit dem Nachlass der Strapaze! und mit der besseren Verpflegung stetig vermindert; Anwachsen zeigte sich nur bei Marschkrankheiten und (in Band t Folge des erleichte ( | ell im engeren i Die Abreise £ uach Deutschland < wurde der endgilt zeichnet, am 16. M der Französischen 4. Juni 1871 bis 13. Französischer Geh 1. Armeekorps, so 2. Bayerische Divi mobilem Zustand er verliessen die let: Frankreichs. Vergl. General Der Umfang, i erste Hilfe seitens lazarethe hat gewä hstreichsten Schla Foratehenden ausfi Schlachten mit mii aus folgender Ueb( Schlacht Weissenburg-Wörth . Spicheren .... Colombey-Nouilly . . Vionville-Mars laTour Gravelotte-St. Privat Koisseville . . . Beaumont . . . Sedan ..... Villiers .... Loigny-Poupry Beaugency-Cravant Durchschnitt Aus dieser Zi durchschnittlich aui Band 1. ayerische Aufnahm iy mittels Eisenbafo ; über Corbeil nach i. Dezember in dg, tabliren. Verwundete aus dem aus Feldspitälern - n den ersten Tagen lkommen auf. ]) ffl [erzogs von Tersigny mmern angemessene drang minderte siel am 14. Februar % ich Corbeil abgehet ei den niassenhaftei. nd südlich gelegenen Aufnahme kamen l verbliebenen sieben ätampes übergefuhrl ich, verblieb einige März nach Chäloiu imath antrat. id westlichen Krie» fr" •vepersonal von fü 12 Lazarethanstalteti t hat. es sich hierbei an den wichtigeren die Einrichtung v n. Im Allgemein« neu etablirten Feld die Zahl noch was die Nur vereinzelt noeli llazarethen; von sehen; auch die I ■ dem Einflüsse der ehlass der Strapaa 3tig vermindert; lkrankheiten und (i Uanil l. X. Abschnitt: AVaffenstillstand, Rückmarsch und Okkupation. Schlussbetrachtung. 219 polire des erleichterten Verkehrs mit der Bevölkerung) bei den im engeren Sinne sogenannten ansteckenden Leiden. Die Abreise Seiner Majestät des Deutschen Kaisers uach Deutschland erfolgte am 15. März 1871. Am 10. Mai wurde der endgiltige Friede zu Frankfurt a. M. unterzeichnet, am 16. Mai Deutscherseits und am 18. Mai seitens der Französischen Nationalversammlung ratifizirt. Vom 4. Juni 1871 bis 13. September 1873 dauerte die Okkupation Französischer Gebietstheile, zu deren Durchführung das 1. Armeekorps, sowie die 4., 6., 11., 19., 22., 24. und 2. Bayerische Division noch mehr oder minder lange in mobilem Zustand erhalten wurden. 1 ) Am 16. September 1873 verliessen die letzten Deutschen Trappen den Boden Frankreichs. i) Vergl. Geueralstabswerk II, S. 1429 ff. Von Sanitätsanstalten verblieben bei der Okkupations- Armee nur eine Anzahl Feldlazarethe (3 für jede Division) und anfänglich noch einige Sektionen Lazareth-Reservepersonal, während unter dem 24. Juli 1871 die Heimkehr und Demobilmachung der Sanitätsdetachements verfügt ward. Denjenigen Feldlazarethen und Abtheilungen des Lazareth- Reservepersonals, welche während der Okkupation in Thätig- keit traten, fielen Aufgaben zu, welche nicht wesentlich von denjenigen der Friedenslazarethe abwichen. Es darf daher als genügend angesehen werden, nur die örtlichen und zeitlichen Grenzen dieser Thätigkeit zu bezeichnen, wie es bezüglich aller seit 1. Mai 1871 auf Französischem Boden neu errichteten Lazarethe am Schlüsse der Beilage 61 geschehen ist. Nach dieser Uebersicht sind vom 1. Mai 1871 an seitens der Feldlazarethe noch 148, seitens des Lazareth-Reservepersonals 13 Lazarethaustalten neu errichtet und verwaltet worden. Schlussbetrachtung. Der Umfang, in welchem den Opfern des Krieges die erste Hilfe seitens der Sanitätsdetachements und Feldlazarethe hat gewährt werden können, geht für die 11 verlustreichsten Schlachten des Feldzuges, welche in dem Vorstehenden ausführlicher berücksichtigt worden sind, — Schlachten mit mindestens 2500 Mann Gesammtverlust — aus folgender Uebersicht hervor: Auf dem Schlacht■a £ 2 Ja , CO 3 felde Mtig: sj > s » S ■%£ Schlacht s E 03 m CD o tn ;| s 'ÜfS eldlazarethe kß^ 3 Q 03 ■ S N Ö ■ ä K S P c & t-> §4 und 1866 bewährte ärztliche ') Damit sind nur die eigentlichen Btablirungen gemeint; die h irksamkeit auf den Schlachtfeldern zur Unterstützung der Sanitäts- detachements ist hierbei ausser Betracht gelassen. Oberleitung derselben hat im Kriege 1870/71 auch die schwierigere Probe endgiltig bestanden. Das Lazareth-Reservepersonal ist 145 Mal zur Lazareth- Thätigkeit gelangt, — das Personal einer Sektion mithin durchschnittlich, da (einschliesslich der Bayerischen Spitalreserve) 49 Sektionen bestanden haben, 1 ) drei Mal. Verhältnissmässig am häufigsten ist das Lazareth-Reservepersonal des VIII. Armeekorps in Anspruch genommen worden, während dasjenige des VI. Armeekorps nur zwei Lazarethe (davon jedoch eines während der ganzen Dauer des Krieges) versehen hat. Das Lazareth-Reservepersonal reichte nicht aus, um an allen wichtigeren Etappenorten den Sanitätsdienst sicherzustellen. Wegen Mangels an eigenem .Material erwies es sich überdies ungeeignet, Lazarethe neu zu errichten, soll deshalb in Zukunft nur zur Uebernahme materiell bereits ausgestatteter Lazarethe verwendet werden. 2 ) Die Erörterung der Frage, wie weit es gelang, zur längeren Behandlung der Verwundeten und Kranken eine genügende Anzahl der für diese Aufgabe eigentlich bestimmten Formationen (Feldlazarethe und Lazareth-Reservepersonal) zur rechten Zeit an den Ort des Bedarfs heranzuziehen, wird, da diese Frage nur im Zusammenhange mit der Evakuation besprochen werden kann, am Schlüsse des Kapitels „Krankenzerstreuung" ihre richtige Stelle linden. Von grösseren operativen Eingriffen an Verwundeten wurden in den Sanitätsanstalten auf dem Kriegsschauplatze mehr als 3600 vorgenommen; das Nähere darüber bleibt dem chirurgischen Theile des Berichtes vorbehalten. Die Ausstattung der mobilen Sanitäts-Formationen mit chirurgischem, pharmazeutischem und ökonomischem Material hat im Wesentlichen dem durchschnittlichen damaligen Bedürfniss entsprochen. Dafür spricht der Umstand, dass dieselben Gegenstände Manchen als überflüssig, Anderen als unentbehrlich erschienen, während einiges nicht Vorhandene wohl von Einzelnen gewünscht, von Anderen jedoch keineswegs vermisst wurde. Betreffs der Verbandmittel ist diese Frage inzwischen durch die veränderte Methode der Wundbehandlung in ein gänzlich neues Stadium getreten. Hinsichtlich der ökonomischen Ausrüstung verdient hervorgehoben zu werden, dass der etatsmässige Bestand der Bayerischen Feldspitäler an Bettladen 3 ) vielfach die Etablirung wesentlich erleichterte, dass nahezu bei allen Sanitätsdetachements der Vorrath an Beleuchtungsmaterial als zu knapp bemessen empfunden wurde, und dass gelegentlich auch Feldlazarethe das Fehlen dieses Artikels in ihrer Ausrüstung beklagten. ') Das Badische Lazareth-Reservepersonal ist hierbei nicht eingerechnet (vergl. 8. 51 und Beilage 43). 2 ) Vergl. 8. 48, Anmerkung 2. — Betreffs der Lazareth- Reservedepots siehe S. 52. ») Vergl. S. 50 und 51. Band I. Viertes Kapitel, Krankenzerstreuung. Vorbeine Lange vor dem Deutsch-Französischen Kriege war durch traurige, in zahlreichen Feldzügen immer von Neuem bestätigte Erfahrungen die Lehre erkauft worden, dass grössere Anhäufung und längere Anstauung von Verwundeten und Kranken sowohl für diese selbst als für den gesunden Theil der Heere und für die Bevölkerung der kriegführenden Staaten durch Störung des Heilungsvorganges, durch Begünstigung der Entstehung und Verbreitung verheerender Epidemien schlimmere Gefahren heraufbeschwört als diejenigen, welche durch feindliche Waffen bedingt werden. Schon in früheren Kriegen — namentlich während der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts — ging daher das bewusste, durch Autoritäten der Kriegschirurgie (insbesondere durch Pirogoff) warm befürwortete Streben dahin, Verwundete und Kranke trotz der Schwierigkeit, welche daraus für die Wartung und Pflege erwächst, über eine möglichst grosse Anzahl von Räumen und Orten zu „zerstreuen". Im Kriege 1870/71 ist dieses System auf dem Kriegsschauplatze selbst — wie aus dein 3. Kapitel ersichtlich — sowohl von den Chefärzten der Feldlazarethe durch entschiedene Bevorzugung mehrerer kleiner Unterkunftsräume vor einzelnen grossen, als von den Korps- und Armee - Generalärzten durch die Stationirung der Sanitäts- Anstalten (vergl. insbesondere S. 123) nach Möglichkeit durchgeführt worden. In dem Nachstehenden soll, von der Krankenzerstreuung in derobenerwähnten engeren Bedeutung abgesehen, das Wort vielmehr ausschliesslich in dem umfassenderen Sinne genommen werden, in welchem damit das Prinzip ausgedrückt wird, transportable Verwundete und Kranke weit vom Operationsgebiete der Heere überhaupt der Genesung zuzuführen, — ein Prinzip, welches offenbar nur eine logische Weiterentwickelung des Bestrebens, Kranke auf dem Kriegsschauplatze zu vereinzeln, repräsentirt. In grossem Maassstabe konnte dieser Gedanke erst verwirklicht werden, als die gewaltige Entwickelung der modernen Verkehrsmittel die Vorbedingungen dazu geschaffen hatte, als insbesondere die immer umfangreichere Verwendung der Dampfkraft im Dienste des Völkerverkehrs die Möglichkeit gewährte, Verwundete und Kranke Tage und Nächte hindurch in schonender Weise zu transportiren. 1 ) Wegen der Wichtigkeit dieses Momentes ist das Eisenbahn-Transportwesen und die in innigem Zusammenhange damit stehende zweite Vor- !) Allerdings sind auch in den Kriegen früherer Jahrhunderte zahlreiche Kranke und Verwundete oft weit nach rückwärts geleitet worden. Diesen Transporten lagen jedoch ganz andere Motive zu Grunde, als diejenigen, welche zur Krankenzerstreuung im modernen Sinne geführt haben. Häufig veranlasste dazu die Besorgniss, Verwundete und Kranke in Feindeshand fallen zu lassen, häufiger noch der Umstand, dass die Armeen früherer Zeiten über so bewegliche kleine Hilfskörper, wie die modernen Feldlazarethe darstellen, überhaupt nicht oder doch nicht in ausreichender Zahl verfügten. Verwundete und Kranke mussten daher, um überhaupt in Lazarethpflege zu ge- r k ii n g. bedingung für eine ausgiebige Krankenzerstreuung: das Vorhandensein einer hinreichenden Anzahl immobiler Lazarett]. Einrichtungen, in besonderen Kapiteln erörtert (siehe 5. und 6. Kapitel), während der Einfluss des Transportes auf die Ter- wundeten und Kranken im chirurgischen und medizinischen Theile des Berichtes seine Würdigung finden wird.') In dem Folgenden handelt es sich daher lediglich um Darlegung des Gesammt-Umfanges, in welchem die Krankenzerstreuung während des Krieges 1870/71 bei den Deutschen Heeren geübt worden ist, sowie um Schilderung der Umstände, unter welchen die Evakuationen erfolgten und der Wege, die für dieselben offen standen, der Grundsätze, nach denen dabei verfahren worden ist, und vor Allem um ein Bild sowohl der im Voraus getroffenen als der im Verlaufe des Krieges zur Regelung des Kranken- rückschubes nothwendig gewordenen Maassnahmen. Die Meinung über das zu letzterem Zweck Erforderliche hat durch den Deutsch-Französischen Krieg eine gänzliche Umwandelung erfahren, wie ein Vergleich der Kriegs-Sanitätsordnung von 187« mit der Feld - Sanitätsinstruktion von 1869 beweist. 2 ) Diese Thatsache fordert zu einer gesonderten Darlegung der in Betracht kommenden Verhältnisse um so mehr heraus, als einerseits das Prinzip der Krankenzerstreuung, welches während jedes Krieges der letzten Jahrzehnte in steigendem Maasse und während des Jahres 1870/71 auf Deutscher Seite in grösserem Umfange als selbst während des Amerikanischen Sezessionskrieges zur Durchführung gelangt ist, mit Vermehrung der Schienenstränge und Verbesserung der eigens für Krankenbeförderung hergerichteten Transportmittel voraussichtlich noch weiterer Entwicklung entgegengeht, während andererseits nur die sorgfältigste Regelung der Transporte zu bewirken vermag, dass der Vortheil, welcher den auf dem Kriegsschauplatze verbleibenden Kranken und Gesunden aus der Entfernung zahlreicher Kranker erwächst. nicht durch Benachtheiligung der Transportirten erkauft wird. Angesichts der Wichtigkeit, welche die Krankenzerstreuung für das Wohl der Kriegsopfer, der Heere und der Bevölkerungen unbestritten besitzt, darf der uralten Frage nach einer ausreichenden Sicherung der ersten Hilfe die relativ neueAufgahe einer angemessenen Vorbereitung und Durchführung ausgedehnter Krankenzerstreuung als eine ebenbürtige und im Verein mit jener älteren die gesammte Frage nach einer zweckmässigen Organisation des Feld-Sanitätswesens beherrschende hingestellt werden. langen, nach den oft weit entfernten Orten gebracht werden, in welchen sich immobile oder umfangreiche, daher schwer bewegliche, mobile Sanitäts-Anstalten (z. B. die früheren Hauptlazarethe der Preussischen Armee) befanden. Offenbar dienten Krankentransporte der letzteren Art nicht der Krankenzerstreuung, sondern beförderten im Gegen- theil die Krankenairhäufung. ') Siehe insbesondere den 3. Abschnitt im 1. Kapitel des III. Bandes. 2 ) Siehe Schlussbetrachtung zu diesem Kapitel. Organisatoris Im Jahre 1866 Krieges bei der Preu. Zerstreuung besond (für jeden Kriegssch in Folge der Plötzl greifenden Einfluss i als die kurze Dauei Brande liegenden C In der Preussis i) Durch die „Insi vom 22. Mai 1866. Durch Allerliöc „Organisation des war dieser Theil d< 1666 für die Preuss mimgen dieser Inst Deutschen Staaten i Das Etappenwt einer operirenden A betreffenden Staatsg Organisation gehört« 1) der Nachschul Heranführung Pferde, Güter 2) die Rückbeföi oder vorüberg mentlicli der Pferde und de 3) die Sicherung der Operation Die Etappenve: bis in die heiinathli aus welchen letzten Das Armee-Obe Armeekorps bestim Band 1. I. Abschnitt: Organisatorische Bestimmungen. 223 »Streuung: das Vor- immobiler Lazareth- rörtert (siehe 5. und usportes auf die Yen- a und medizinischen den wird.') In dem h um Darlegung des izerstreuung während teeren geübt worden i, unter welchen die ie für dieselben offen jei verfahren worden im Voraus getroffenen ^elung des Kranken- aahmen. Die Meinung che hat durch den he Umwandelung er- itsordnung von 187« !69 beweist. 2 ) Diese egung der in Betracht ms, als einerseits das während jedes Krieges sse und während des össerem Umfange als onskrieges zur Durch- Schienenstränge und lerung hergerichteten rer Entwicklung ent- orgfältigste Regelung der Vortheil, welcher enden Kranken und r Kranker erwächst, irtirten erkauft wird. inkenzerstreuung für 1 der Bevölkerungen •age nach einer ausrelativ neueAufgahe führung ausgedehnter ld im Verein mit jener ckmässigen Organisa- e hingestellt werden. acht werden, in welchen er bewegliche, mobile arethe der Preussischen transporte der letzteren beförderten im Gegen- Kapitel des III. Band« pitel. Erster Abschnitt, Organisatorische Bestimmungen, welche hei Ausbruch des Krieges in Kraft standen. Im Jahre 1866') waren unmittelbar vor Beginn des Krieges bei der Preussischen Armee zur Regelung der Kranken- jersi reuung besondere Eisenbalin-Transport-Kommissionen (für jeden Kriegsschauplatz eine) aufgestellt worden, welche in Folge der Plötzlichkeit dieser Institution einen durchgreifenden Einfluss um so weniger zu gewinnen vermochten, als die kurze Dauer des Feldzuges ein Einleben in den zu Grunde liegenden Gedanken nicht begünstigte. In der Preussischen Feld-Sanitätsinstruktion von 1869 ') Durch die „Instruktion über die Evakuation der Feldlazarette" vom 22. Mai 1866. war daher von der Aufstellung besonderer Organe zur Leitung der Krankentransporte Abstand genommen, die Regelung der gesammten Evakuation vielmehr sowohl bei der Armee des Norddeutschen Bundes als bei den Süddeutschen Staaten gänzlich in die Hand der Etappenbehörden gelegt. Zum Verständniss der Art, wie die Krankenzerstreuung bei den Deutschen Heeren im Kriege 1870/71 von Statten ging, ist somit eine kurze Darstellung der hauptsächlichsten in Betracht kommenden Vorschriften für das Etappenwesen unerlässlich. I. Organisation des Etappenwesens. Durch Allerhöchsten Erlass vom 2. Mai 1867 über die [Organisation des Etappenwesens zur Zeit des Krieges" war dieser Theil des Heereswesens nach dem Kriege von 1666 für die Preussische Armee neu geordnet; die Bestimmungen dieser Instruktion traten auch bei den übrigen Deutschen Staaten unverändert in Kraft. Das Etappenwesen umfasste die gesammte Verbindung einer operirenden Armee mit der Operationsbasis und dem betreffenden Staatsgebiete. Zu den Aufgaben dieser Kriegs- organisation gehörte: 1) der Nachschub des gesammten Kriegsmaterials, die Heranführung aller für die Armee bestimmten Menschen, Pferde, Güter und Materialien; 2) die Rückbeförderung aller von der Armee dauernd oder vorübergehend Zurückbefehligten, darunter namentlich der Verwundeten und Kranken, sowie der Pferde und des Kriegsmaterials aller Art; 3) die Sicherung der Verbindungslinien der Armee mit der Operationsbasis und dem Vaterlande. Die Etappenverbindung einer Armee erstreckte sich bis in die heimathlichen Bezirke derjenigen Armeekorps, aus welchen letztere sich ergänzten. Das Armee-Oberkommando setzte die für die einzelnen Armeekorps bestimmten Etappenlinien und deren Rayons fest. Wo Eisenbahnstrassen zur Verfügung standen, schloss sich die Etappenverbindung der operirenden Armee mit (\^v Heimath an jene an. Im Allgemeinen war in jedem Armeekorps-Bezirk ein grösserer Ort, welcher eine Eisenbahn-Hauptstation sein musste, ausgewählt, um einerseits als Sammelpunkt für den gesammten Nachschub zum mobilen Armeekorps, andererseits als Zerstreuungspunkt finden Rückschub von demselben zu dienen. Dieser Sammelpunkt hiess der Etappen-Anfangsort. Von ihm aus erstreckte sich die Eisenbahn - Etappenverbindung nach vorwärts bis thunlichst in die Nähe der operirenden Armee. Diejenige Station, in welcher die Etappenbahnen hinter der Armee endigten, welche somit je nach dem Gange der Operationen wechselte, hiess Etappen-Hauptort. Die grösseren Stationen der Etappenbahnen erhielten in Abständen von 20 bis ,'30 Meilen je eine Kommandantur, - die Eisenbahn-Etappe. Von den Etappen-Hauptorten zu den Hauptquartieren der Armeen, auf feindlichem Gebiete auch neben der Etappenbahn, sofern nur eine einzige zur Verfügung stand, führten die Land - Etappenstrassen. An letzteren befand sich durchschnittlich alle drei Meilen ebenfalls eine Etappen- Kommandantur, — Land-Etappenort. Die leitende Spitze des gesammten Etappenwesens einer aus mehreren Armeekorps bestehenden Armee bildete 224 IV. Kapitel: Krankenzerstreüung. ein General - Etappeninspekteur,') welcher einerseits vom Armee-Oberkommando, andererseits vom Kriegsministerium ressortirte. Der General - Etappeninspekteur erhielt vom Armee- Oberkommando sämintliche Befehle über die Verwendung der Truppentheile. Um stets in enger Verbindung mit dem Oberkommando bleiben zu können, schlug er sein Hauptquartier nur etwa einen Tagemarsch entfernt, in der Regel in dem vom" Oberkommando zuletzt innegehabten Quartiere auf. Die Leitung des gesammten Sanitätswesens im Bereich der General - Etappeninspektion war dem zum Stabe der General - Etappeninspektion gehörigen Etappen- Generalarzt übertragen. Setzte sich die Armee aus mehreren Armeekorps zusammen, so stand an der Spitze des Etappenwesens eines jeden Korps ein Etappeninspekteur, der vom General- Etappeninspekteur ressortirte. Für die Leitung des Sanitätsdienstes im Bereich der Etappeninspektionen waren so viele Feld-Lazarethdirektoren aufgestellt, als Armeekorps zum Verbände der Armee gehörten. Der Kommandant des Etappen-Anfangsortes ressortirte einerseits vom stellvertretenden Generalkommando der heimathlichen Provinz, andererseits von der General- Etappeninspektion, in der Weise, dass das stellvertretende Generalkommando den rückwärtigen Verkehr innerhalb des heimathlichen Korpsbezirks und den Vorschub bis zum Etappen-Anfangsorte bestimmte und überhaupt die territoriale Oberbehörde in allen militärischen Beziehungen repräsentirte, während die General-Etappeninspektion den Gesammtverkehr von der Armee bis zum Etappen-Anfangsorte und umgekehrt durch Vermittelung der Eisenbahn- Exekutivkommission auf dem Kriegsschauplatze, beziehungsweise durch Vermittelung der Linienkommissionen im heimathlichen Bahngebiete regelte. Zur Wahrnehmung des ärztlichen Dienstes am Etappen- Anfangsorte war der dortigen Kommandantur ein Arzt beigegeben. Derselbe fungirte als Vorstand des daselbst zu errichtenden Etappenlazareths, leitete die Verladung und den Weitertransport der Kranken und sorgte für die Gesundheitspflege am Orte. Die Kommandanturen an der Etappenbahn ressortirten lediglich von der General-Etappeninspektion. Ihnen lag die militärische Ordnung auf den Bahnhöfen und die Sorge für die Bedürfnisse der durchpassirenden Transporte ob. Der ärztliche Dienst an den Eisenbahn - Etappenorten wurde von disponiblen Militärärzten, oder, wo solche nicht zu erlangen waren, von dafür engagirten Civilärzten besorgt. Auf den Bahnhöfen war für nicht transportable Kranke Unterkunft zu sofortiger Aufnahme zu beschaffen, ausserdem eine Verbiudestation zu errichten. War mit der Etappe ein stehendes Kriea;slazareth verbunden oder ein solches ] ) Für die beiden Bayerischen Armeekorps bestand eine besondere General-Etappeninspektion. Vergl. Beilagen 14 und 71. in der Nähe, so wurden die betreffenden Kranken dies» überwiesen. Die Kommandantur des Etappen-Hauptortes ressortni von der General-Etappeninspektion, wenn der Etappen Hauptort der Endpunkt einer von mehreren Armei benutzten Eisenbahn war; bildete er dagegen den Endpmi- der Etappenbahn nur eines Korps, so blieb diese Kommai- dantur der betreffenden Etappeninspektion unterstellt, p» dieser Ort meist ein Knotenpunkt für die zu den einzelnen Armeekorps führenden Etappenstfassen war, an welchem sich alle Nachschübe zur Armee und Rückschübe von de] Armee konzentrirten, so bestand die hauptsächlichste Aufgabe der Kommandantur des Etappen-Hauptortes darin die beiden entgegengesetzten Strömungen im Flusse a erhalten und auszugleichen. Zur Wahrnehmung des ant liehen Dienstes befand sich bei der Kommandantur fa Etappen-Hauptortes ein Stabsarzt, welcher als Vorstand des hier zu etablirenden Etappenlazareths und als Orwan des Etappen-Generalarztes beim Krankentransporte wirkte. Die Kommandanturen an der Land - Etappenstra- erhielten ihre Befehle von derjenigen Etappeninspektj welche über die betreffende Etappenstrasse verfügte, lange eine solche Inspektion nicht bestand, ressortirten ■ von der General-Etappeninspektion. Befand sich am Etappen orte ein Feld-, stehendes Kriegs- oder Reservelazareth, ■ ressortirte dieses zwar von der Etappeninspektion, Etappenkommandant besass aber dem Lazareth ge; über dieselben Rechte, welche ein Festungskommandati in Bezug auf die Garnisonlazarethe ausübt. Bestand solches Lazareth nicht, so errichtete die Etappenkomman dantur ein Etappenlazareth, für welches auf Anordnung General-Etappeninspektion das ärztliche, Verwaltungs- Pflegepersonal durch den Etappen-Generalarzt aus i Lazareth - Reservepersonal gestellt wurde. Die Lazarett bedürfnisse für die Etappenlazarethe waren bei den Lazarett Reservedepots zu requiriren. 1 ) Die Leitung des Sanitätsdienstes im ganzen Bereich der General-Etappeninspektion lag — wie erwähnt — d« Etappen-Generalarzt ob. Zu seiner besonderen Dien.-! funktion gehörte die Leitung der Errichtung von Lazareth« innerhalb des Rayons, soweit derselbe das Ausland rührte, die Regelung der Thätigkeit der Feld-Lazarett- direktoren, die Sorge für geeignete Verwendung k Lazareth-Reservepersonals, die Vertheilung des Personal' und Materials der freiwilligen Krankenpflege (in Gemeinschaft mit den Delegirten derselben), die Ueberweisung der Geheilten und Invaliden an die Etappenkommandanturei die Führung der Krankentransporte für den gesainuite« Etappenrayon. Der Etappen-Generalarzt unterstand eii» Baml 1. .1 ] ) Beilage 71 enthält ein dem Generalstabswerke entnommene Verzeichniss der im Januar 1871 auf Französischem Boden befinl liehen Etappeninspektionen und Etappenkommandanturei!. Fast ■ allen der daselbst aufgeführten Etappenorte bestanden — wie ans Jt 3. Kapitel hervorgeht — grössere Lazaretheinrichtungen. se its dem General -E je= Militär-Medizinj ,1er zur betreffend! kehrte er für gewö Der General nähme des Dienste bestimmte ärztlich personal — das La jteflt. Ausserdem v Reservedepots, wel hauptorte oder in i l'ui ein wirksames einzelnen im Bereit handenen Sanitätslw Etappeninspektion sprechende Zahl vo Sobald das vi feindliche Gebiet ei i) Betreffs der Fe im Bücken der Armee (Anmerkung 3 Q. 4). A. » Hinsichtlich de: Lrtirenden Verwirr Feld - Sanitätsinstrul niedergelegt. Von den auf undeten sollten ärztlichem Befunde licht bedurften und genommen zu werdet unter militärischer J lantur übergeben w und nach erfolgter einigen der General heilen zurückzuseni raren in die Feit ichwerverwundeten mf Fahrzeugen. Di «arschfähigen Verwi n Feldlazarethe bec Auf den Verba pnaportfahigkeit r «leisteten Hilfe in ittels der Diagnose BMitäts-Bericht über dit Band L den Kranken dies« lauptortes ressortfat, wenn der Etappen. lehreren Arme, igegen den Endpnut- blieb diese Koma» ition unterstellt, p, die zu den einzelnen ?n war, an welchem Rückscliübe von der hauptsächlichste Auf ;n- Hauptortes darin. irngen im Flusse zu lrnehmung des ärzi- Kommandantur fa welcher als Vorstam ireths und als Or^ai kentransporte wirkte Land - Etappenstra- 1 Etappeninspekt Strasse verfügte. 9J stand, ressortirten i ifand sich am Etappen- r Reservelazareth, q appeninspektion, em Lazareth gegen- Festungskommandani ausübt. Bestand die Etappenkominan- es auf Anordnung der he, Verwaltungs- und Generalarzt aus dem urde. Die Lazarett- aren bei den Lazarett im ganzen Bereiche wie erwähnt — da • besonderen Dienst- :htung von Lazarette! Ibe das Ausland te t der Feld-Lazarett ete Verwendung der .eilung des Persona ;enpflege (in Gemein- die Ueberweisung dei ppenkonnnandantun für den gesaruuitei arzt unterstand einer latabswerke entnommene zösischem Boden betiiiJ- immandanturen. Fast v bestanden — wie aus dl inrichtungen. Band 1. t. Abschnitt: Organisatorische Bestimmungen 225 seits dem General-Etappeninspekteur, andererseits dem Chef I Jlilitär-Medizinalwesens; mit den Korps-Generalärzten w zur betreffenden Armee gehörigen Armeekorps verkehrte er für gewöhnlich unmittelbar. Der General - Etappeninspektion war das zur Ueber- nahme des Dienstes in den stehenden Kriegslazarethen bestimmte ärztliche, hilfsärztliche und Verwaltungs- nersonal — das Lazareth-Reservepersonal — direkt unterstellt. Ausserdem verfügte diese Behörde über die Lazareth- Reservedepots, welche sich in der Regel am Etappen- liauptorte oder in nächster Nähe desselben befinden sollten. t'm ein wirksames Ineinandergreifen der Thätigkeit aller einzelnen im Bereich der Geueral-Etappeninspektioii vorhandenen Sanitätsbehörden zu erzielen, war jeder General- Etappeninspektion eine der Zahl der Armeekorps entsprechende Zahl von Feld-Lazarethdirektoren zugewiesen. 1 ) Sobald das von der operirenden Armee okkupirte feindliche Gebiet eine grössere Ausdehnung gewann, setzte i) Betreffs der Feld-Lazarethdirektoren und des Sanitätsdienstes im Rucken der Armee Oberhaupt vergl. S. 47 u. 48 sowie S. 53 u. 54 (Anmerkung 3 u. 4). die oberste Heeresleitung für grössere Theile des besetzten Landes an Stelle der General-Etappeninspektionen Generalgouvernements ein, welche die gesammte Militär- und Civil- gewalt in diesen Gebieten zu übernehmen hatten. Damit traten alsdann die in dem betreffenden Landestbeile eingerichteten Lazarethe unter das Kommando des betreffenden Generalgouvernements, welchem von Seiten der abgelösten General-Etappeninspektion zur Leitung und Beaufsichtigung dieser Lazarethe, sowie zur Versorgung derselben mit den verschiedenen Bedürfnissen ein Feld-Lazarethdirektor und ein Lazareth - Reservedepot überwiesen wurden. Mit Leitung der Krankenzerstreuung beauftragte das Generalgouvernement die Kommandantur des für diese Zwecke am günstigsten gelegenen Etappenortes ihres Bezirks. Ausserdem überwies die betreffende General - Etappeninspektion dem ablösenden Genoralgouvernement eine Anzahl Reserve- lazare.'ie, welche seitens dieser Behörde der Militär- Medizin 1-Abtheilung des Preussischen Kriegsministeriums namhaft zu machen waren. Den letzten Zielpunkt für die Krankenzerstreuung bildeten die heimathlichen Lazareth- anstalten (siehe 6. Kapitel). IL Vorschriften für die Evakuation. A. Norddeutscher Bund. Hinsichtlich der Auswahl der nach rückwärts zu trans- portirenden Verwundeten und Kranken waren in der Feld-Sanitätsinstruktion von 1869 bestimmte Grundsätze niedergelegt. Von den auf den Verbandplätzen anlangenden Verkündeten sollten die Leichtverwundeten, welche nach ür/.tlichcui Befunde einer besonderen Behandlung überhaupt nicht bedurften und deshalb nicht in ein Feldlazareth aufgenommen zu werden brauchten, in gesammelten Transporten unter militärischer Führung der nächsten Etappenkomman- dantur übergeben werden, welche dieselben unterzubringen und nach erfolgter Genesung demnächst nach den Weilingen der General - Etappeninspektion zu ihren Truppenheilen zurückzusenden hatte. Die übrigen Verwundeten faren in die Feldlazarethe zu schaffen und zwar die chwerverwundeten in die nächstgelegenen, nöthigenfalls auf Fahrzeugen. Diesen Transporten sollten sich diejenigen »rschfähigen Verwundeten, welche ebenfalls der Aufnahme .n Feldlazarethe bedurften, anschliessen. Auf den Verbandplätzen war instruktionsmässig die •nsportfahigkeit neben der Art der Verletzung und der leisteten Hilfe in der auf Seite 35 beschriebenen Weise mittels der Diagnosetäfelchen anzudeuten. Bwitits-Bericht über die Deutsch™ Heere 1870/71. I. Bd. Für die Evakuation aus den Lazarethen der operirenden Armee enthielt Beilage 12 der Feld-Sanitätsinstruktion die leitenden Grundsätze. Danach war bei der Auswahl der Verwundeten für den Rücktransport zunächst auf den Zeitpunkt nach der Verletzung Rücksicht zu nehmen. Vor Eintritt des Reaktionsstadiums galt die Weiterbeförderung als minder bedenklich, während der Dauer dieses Stadiums sollte sie nach Möglichkeit überhaupt vermieden werden. Der Transport von Verwundeten mit Eröffnung der Kopf-, Brust- oder Bauchhöhle, mit Schussfrakturen des Oberschenkels und Kniegelenkes und des Beckens war nur auf ganz geringe Entfernung für zulässig erklärt. Die Rücksendung Verwundeter mit Schussfrakturen des Unterschenkels oder der oberen Glied- maassen gestattete die Instruktion nur nach ausreichender Immobilisirung des verletzten Gliedes durch einen zweckmässigen starren Verband. 1 ) Leichtkranke, deren baldige Herstellung zu erwarten stand, sollten möglichst nahe der Truppe verbleiben, jedenfalls nicht weiter, als bis zu den dem Kriegsschauplatze zunächst gelegenen Reservelazarethen geschafft werden. Krätzkranke zu evakuiren verbot die Instruktion: die- !) Die Württembergische Instruktion enthielt noch die besondere Vorschrift, dass Amputirte und solche Verwundete, bei welchen ein grösseres Gefäss unterbunden war, erst nach der Entfernung der Ligaturfäden transportirt werden sollten. 29 226 IV. Kapitel: Krankenzerstreuung'. Band selben waren vielmehr stets an Ort und Stelle, nöthigenfalls in eigenen Krätzlazarethen, zu behandeln. 1 ) Bei Schwerkranken hatten der Kräftezustand, das Krankheitsstadiuni und die Möglichkeit einer eventuellen geeigneten Unterbringung während des Transportes als entscheidende Momente zu gelten. Aus Orten, in welchen Cholera oder Ruhr herrschte, sollten an Diarrhöe leidende Kranke nur ausnahmsweise in ganz besonders dringenden Fällen fortgeschafft werden. Mit ansteckenden Augenkrankheiten behaftete, Syphilitische und Simulationsverdächtige endlich waren der besseren Kontrole wegen ausschliesslich in grössere Lazarethe überzuführen und durften in Pflegestätten der freiwilligen Krankenpflege keine Aufnahme finden. Die absendenden Lazarethe hatten die Pflicht, in ihren Transportanmeldungen (siehe später) folgende Kategorien zu unterscheiden: A. Verwundete, I. nicht weit zu transportirende, IL in entferntere Lazarethe zu transportirende, B. Simulationsverdächtige, C. Syphilitische, D. Augenkranke, E. Leichtkranke, F. sonstige Kranke, bei welchen die Krankheit unzweifelhaft erkennbar ist und Kontrol- maassregeln nicht erforderlich Bind. Die Anzahl der von jeder Kategorie zu Evakuirenden war durch vorstehend erläuterte Buchstaben und beigesetzte Ziffern zu bezeichnen (z. B. 26 A. L, 3 C, 39 F.). Die Landesangehörigkeit der zu Evakuirenden sollte in der Weise möglichst berücksichtigt werden, dass durch Zusammenlegung der demselben heimischen Bezirk angehörenden Kranken ihre Ueberführung nach den in ihrer Heimath oder in deren Nähe gelegenen Reservelazarethen erleichtert würde. Im Allgemeinen war die Richtung der Transporte schon durch das Armeekorps des absendenden Lazareths oder Lazarethkomplexes bestimmt. Hinsichtlich der kranken Kriegsgefangenen bestand die Anordnung, dass dieselben, wenn Wiederkehr der Dienstfähigkeit nicht zu erwarten stand, in der Regel beim Abrücken der Lazarethe den Ortsbehörden im Feindesland übergeben werden sollten. Dagegen mussten diejenigen transportablen Kranken der feindlichen Armee, deren Genesung binnen nicht zu langer Frist angenommen werden durfte, in diejenigen staatlichen Lazarethe übergeführt werden, die in der Nähe solcher Festungen errichtet waren, welche Kriegsgefangene aufzunehmen hatten. Nach ihrer Genesung wurden diese Kranken in die Kriegsgefangenen- Depots abgeliefert. In Vereins- oder Privatlazarethe durften kriegsgefangene Kranke nur dann abgegeben werden, wenn ihre Bewachung daselbst genügend gesichert erschien. !) Eine derartige Maassregel ist nirgends nothwendig geworden. Ueberhaupt gewann Krätze nur vor Paris etwas grössere Verbreitung. (Vergl. S. 81.) Die Auswahl der aus den Lazarethen fortzuschaffenden Kranken gehörte zu den Obliegenheiten der Chefärzte Für geordnete Entleerung der Lazarethe Sorge zu traea fiel innerhalb der Korpsbezirke den Korps-Generalärzten innerhalb des Bereiches der General - Etappeninspektionet, (bezw. der Generalgouvernements) den Feldlazarett- direkteren zu. Die Rückbeförderung der Ausgewählt« hatte nach den Bestimmungen des Etappen - Generalarzt die Kommandantur des Etappen-Hauptortes mit Hilfe da derselben beigegebenen Stabsarztes zu vermitteln. Zu diesem Behufe sollte die General-Etappeninspektion der genannten Etappenkommandantur Zahl und Art der aw den einzelnen Feld- und Kriegslazarethen zu entlassenden Kranken mittheilen, ebenso Namen und ßelegungsfahigkeit der zur Aufnahme bereitstehenden rückwärtigen Lazarethe, welche ihre darauf bezüglichen Meldungen in regelmässigen Zeitabschnitten durch Vermittelung der Militär-Medizinal- Abtheilung an die General - Etappeninspektionen gelang» Hessen. Letztere hatten den zu entleerenden Lazarethen die den Krankentransport entgegennehmenden Etappenkommandanturen namhaft zu machen und das Kriea ff ministerium von dem zu erwartenden demnächstigen Kranken transport in Kenntniss zu setzen. Die Kommandantur fa Etappen-Hauptortes, welche sichdurch regelmässige Rapporte von der Belegungsfähigkeit der zugehörigen rückwärtiga Lazarethe in Kenntniss erhalten und für den Fall einet unzureichenden Zahl der zur Verfügung gestellten Lager- steilen bei der General - Etappeninspektion durch "Vermittelung des Kriegsministeriums die Ueberweisung weitetet Lazarethe beantragen sollte, liess instruktionsmässig auf Grund der von den Feld- und Kriegslazarethen ihr zu kommenden Rapporte über die Zahl und Art der zu et wartenden Kranken durch den Etappen-Stabsarzt den Pk zur Vertheilung der Kranken auf die disponiblen Lazarett entwerfen. Desgleichen hatte der Etappen - Stabsarzt in: dem zur Etappenkommandantur gehörigen Eisenbalmbeamtet den Fahrplan für die abzulassenden Krankenzüge fed zustellen, sowie deren sachgemässe Zurüstung anzuordna und zu überwachen. Die Kommandantur des Etappen Hauptortes sollte hierauf telegraphisch die absendenda Lazarethe von der Vertheilung der Kranken auf die rüc wärtigen Lazarethe, von Ort und Zeit des Abgangs d Bahnzüge, desgleichen die Etappenkommandanturen an da Zwischenstationen und am Etappen-Anfangsorte von da Abgang, dem mnthmaasslichem Eintreffen und von Grösse des abgelassenen Transports, endlich die Aufnahm? lazarethe von der fahrplanmässigen Ankunftszeit der Zig sowie von Zahl und Art der ihnen zugehenden Kranke benachrichtigen. Den Krankentransport bis zur Eisenbahn hatten & absendenden Lazarethe zu bewirken mit Hilfe der von dl Etappenkommandanturen zu requirirenden, mit statt' Strohschüttung zu belegenden Fahrzeuge. Auch war « den Lazarethen selbst das Begleitungspersonal bis zur Bahn HjihI l- _____________ Station zu stellen: Eisenbahntransport Sorge tragen. Das in erster Linie der um l zu diesem Zw Etappen - Generalat Etappendelegirten turen zu überweis Lazarethgehilfen u den Bahntransport sollte entweder v oder durch den ] personal hierfür 1 ßegleitkommandos nebst Abrechnung; lieferung au die au Etwaige Abgänge lassen von Kranke Tod während der zeichnen. Für di Eisenbahnwagen b da.- Kapitel „Saniti lieh in die für l werden, worauf B den Transportger* unverweilt zur abs zukehren hatten. An den Hau] Verbänden, etwaig( Zustand sich währe besondere Etappen liehen Dienstes 1 beauftragen, währ wiegend die Darre von Erfrischungs- Herbeischaffung v Kleidungsstücken frischimgsstationen Die aufnehme graphische Benachi transportes die n* Kranken vom Bäht Lazareth zu treffei einem Orte vornan oder Garnisonältest die Vertheilung Lazarethe an. Die Transpoi Art des Krankentt 1) auf Lar 2) auf Eis 3) zu Was Band 1. Len fortzuschaffend^ iten der Chefärzte. he Sorge zu trag^ Corps-Generalärzten, Etappeninspektioaen den Feldlazareth. der Ausgewählt« ippen - Generalarata tortes mit Hilfe des zu vermitteln, ßi appeninspektion der 1 und Art der an ;hen zu entlassenden d Belegungsfähigkai iwärtigen Lazarette, gen in regelmässig«, er Militär-Medizinal- Lspektionen gelange: eerenden Lazarethei ahmenden Etappen- n und das Krie» niächstigen Kranken : Kommandantur de egelmässigeRapporti törigen rückwärtigi [ für den Fall einer ng gestellten Lager- ktion durch Vermii- Überweisung weiterer struktionsmässig gslazarethen ihr und Art der zu er- n-Stabsarzt den Pia lisponiblen Lazarett appen - Stabsarzt im en Eisenbahnbeamtei i Krankenzüge fest urüstung anzuordne: lantur des Etappe« ich die absendenden ranken auf die rick dt des Abgang? k nmandanturen an de« Anfangsorte von -effen und von der endlich die Aufnahm? .nkunftszeit der Zog zugehenden Krank«! Eisenbahn hatten (Ü Üt Hilfe der von it enden, mit Starts uge. Auch war t personal bis zur I Band I- I. Abschnitt: Organisatorische Bestimmungen. 227 itation zu stellen; für militärische Begleitung auf dem Eigenbahntransport hingegen sollte das Etappenkommando agfga tragen. Das Pflegepersonal war instruktionsmassig in erster Linie der freiwilligen Krankenpflege zu entnehmen und W diesem Zwecke dem Etappen - Hauptorte von dem Flappen - Generalarzte in Gemeinschaft mit dem General- Etanpendelegirten den verschiedenen Etappenkommandan- turen zu überweisen. Auf je 100 Kranke waren zwei Lazarethgehilfen und 13 Krankenwärter gerechnet. Der den Bahntransport begleitende Arzt (1 bis 2 auf 100 Kranke) sollte entweder von dem absendenden Lazareth gestellt oder durch den Etappen-Generalarzt aus dem Reserve- nersonal hierfür kommandirt werden. Dem Führer des ßeuleitkommandos sollten die namentlichen Krankenlisten nebst Abrechnungsbüchern und Journalblättern zur Ablieferung an die aufnehmenden Lazarethe übergeben werden. Etwaige Abgänge durch nothwendig gewordenes .Zurücklassen von Kranken auf den Zwischenstationen oder durch Tod während der Fahrt waren auf den Listen zu verzeichnen. Für die Unterbringung der Kranken in den Eisenbahnwagen bestanden genaue Vorschriften. (Vergl. das Kapitel „Sanitätszüge".) Die Evakuirten sollten pünktlich in die für sie bezeichneten Lazarethe abgeliefert werden, worauf Begleitkommando und Pflegepersonal mit den Transportgeräthen (besonders Krankentragen u. s. w.) unverweilt zur absendenden Etappenkommandantur zurückzukehren hatten. An den Hauptstationen waren zur Erneuerung von Verbänden, etwaiger Empfangnahme solcher Kranker, deren Zustand sich während der Fahrt verschlimmert hatte u. s. w., besondere Etappenärzte mit der Wahrnehmung des ärztlichen Dienstes bei den durchpassirenden Kranken zu beauftragen, während der freiwilligen Krankenpflege vorwiegend die Darreichung geeigneter Speisen und Getränke, von Erfrischungs- und Genussmitteln aller Art, sowie die Herbeischaflung von Verbandgegenständen und etwaigen Kleidungsstücken zugedacht blieb, — Verband- und Er- IVischungsstationen. Die aufnehmenden Lazarethe endlich hatten auf telegraphische Benachrichtigung über den Abgang des Krankentransportes die nöthigen Vorkehrungen zur Abholung der Kranken vom Bahnhofe und zu deren Ueberführung in das Lazareth zu treffen. Waren mehrere solcher Lazarethe an einem Orte vorhanden, so ordnete der vom Kommandanten oder Garnisonältesten bestimmte Arzt — Lazarethdirektor — die Yertheilung der Ankömmlinge auf die einzelnen Lazarethe an. Trausport mittel. Die Transportmittel unterschieden sich je nach der Art des Krankentransportes. Derselbe fand statt: 1) auf Landwegen, 2) auf Eisenbahnen, 3) zu Wasser. 1) Der Transport auf Landwegen kam vorzugsweise in Betracht bei den operirenden Truppenkörpern selbst, bei den Sanitätsdetachements, den im Korpsverbaude verbliebenen Feldlazarethen, endlich bei allen denjenigen der General-Etappeninspektion oder dem Generalgouvernement unterstellten Lazarethen, welche nicht an einer Etappenbahn etablirt waren. Zur Absendung der Kranken von der Truppe hatten die Feldintendanturen instruktionsmässig für eine ausreichende Anzahl von Wagen mit Strohschüttung zu sorgen, welche ebenso wie die den einzelnen Truppenkörpern überwiesenen Vorspannwagen im Fall einer Aktion den Sanitätsdetachements zur Verfügung zu stellen und neben den eigenen Fahrzeugen der Detachements zu verwenden waren. 1 ) Die Norddeutschen Feldlazarethe besassen keine eigenen Transportmittel für Kranke und Verwundete, ebensowenig die stehenden Kriegs- und Etappenlazarethe. Alle diese Sanitätsanstalten waren auf die von den Etappenkommandanturen zu requirirenden Landfahrzeuge mit Strohschüttung angewiesen. Ausserdem sollten die Lazarethe, wenn thunlich. die Transportwagen der Sanitätsdetachements zum Fortschaffen ihrer Kranken heranziehen. 2) Für den Transport auf Eisenbahnen enthielt Beilage 13 zu § 44 der Feld-Sanitätsinstruktion eingehende Vorschriften. Diese Instruktion, in welcher besondere, für den Krankentransport ausgerüstete Eisenbahnzüge (Sanitätszüge) noch nicht vorgesehen waren, ging von der Voraussetzung aus, dass die Bahnen bei den ungeheuren Anforderungen, welche alle Zweige der Kriegsverwaltung an sie stellen mussten, nicht im Stande sein würden, eine hinreichende Menge von Betriebsmitteln für den Krankentransport bereit zu halten oder rechtzeitig herbeizuschaffen, und dass die Rückbeförderung der Kranken nur in zweiter Stelle in Betracht kommen könne. Erst im gegebenen Falle, nachdem die Auswahl der für den Eisenbahntransport bestimmten Kranken nach den oben angegebenen Prinzipien stattgefunden, sollten daher die für deren Transport gerade verfügbaren Eisenbahnwagen zugerüstet werden. Für Leichtkranke und Leichtverwundete waren Coupe"- wagen 1. bis 3. Wagenklasse bestimmt; liegend zu Trans- portirende sollten auf Krankentragen oder auf den mit Gurtschlaufen versehenen Strohsäcken der Feldlazarethe, eventuell auf starker Strohschüttung, befördert werden. Für den Fall, dass die Umstände es möglich machten, war übrigens die Zusammenstellung ganzer Züge aus durchgängigen, mit Krankentragen ausgerüsteten Personenwagen 4. Klasse zum Transport von liegend zu Befördernden ausdrücklich in Aussicht genommen. (Weiteres darüber siehe in dem Kapitel „Sanitätszüge".) ] ) Vergl. S. 34 und 220, betreffs direkter Bvakuation von den Truppen aus auch S. 64 29* 3) Für den Transport zu Wasser hatte das Preussiscbe Kriegsministerium die Herrichtung von Dampfschiffen auf dem Rhein und der Mosel vorgesehen, mittels deren Kranke und Verwundete auf beiden Wasserstrassen in die an den genannten Strömen gelegenen Reservelazarethe übergeführt werden sollten. Organisatorische Bestimmungen für die Krankenzerstreuung zu Wasser waren nicht getroffen. B. Süddeutsche Staaten. Die bei den Süddeutschen Kontingenten für die Eva- kuation erlassenen Vorschriften schlössen sich "im Ganzen eng an die Norddeutschen Bestimmungen an, enthielten jedoch, namentlich bei der Bayerischen Armee, einige Besonderheiten, welche zum Theil durch die abweichende Organisation der Sanitätsformationen bedingt waren. Unter dem 2. August 1870 erging in Bayern eine „Instruktion über den Transport Verwundeter und Kranker nebst den Grundsätzen über das Evakuiren der Feldspitäler". Nach derselben hatten die ordinirenden Aerzte der Feldspitäler in den täglich an die Etappeninspektion einzureichenden Standtabellen') folgende Kategorien zu unterscheiden: a. solche Patienten, welche voraussichtlich binnen wenigen Tagen wieder vollkommen diensttauglich sein werden, 1). solche, die zur Zeit nicht transportabel sind, c. solche, die ohne Gefahr einer Verschlimmerung ihres Zustandes transportirt werden können, und zwar: a. nur liegend zu Transportirende, ß. auch in sitzender Stellung zu Transportirende. Sobald aus den Kranken a und ß ein Transport zusammengestellt werden konnte, hatte der Arzt der Etappeninspektion bei dieser Behörde die Weiterbeförderung zu beantragen und nach deren Anordnung zu überwachen. Die Stellung eines Spitalzuges vereinbarte die Etappeninspektion mit den Kommandanten der Feldspitäler. Die Evakuation aus den Feldspitälern regelte sich hinsichtlich der Auswahl der Kranken im Allgemeinen nach folgenden Grundsätzen: in die Hauptspitäler waren solche Verwundete und Kranke zu bringen, deren Heilung bis zur vollen Felddiensttüchtigkeit innerhalb 8 bis 10 Tagen nicht zu erwarten stand, sondern muthmaasslich einen Zeitraum von 2 bis 6 Wochen beanspruchte, und deren Zustand voraussichtlich keine Verschlimmerung durch den Transport erfahren würde; in die Reservespitäler solche, welche erst nach mehreren Wochen Genesung erwarten Hessen, für einen längeren Transport geeignet waren und deren Felddienstfähigkeit für die Folge zweifelhaft erschien. Ausgeschlossen von der Evakuation blieben nach d» Instruktion diejenigen innerlich Kranken, welche au akutem Gelenkrheumatismus, Entzündungen der Eingeweide, Typlm Dysenterie oder Pocken litten und sich noch nicht im Stadium der Rekonvaleszenz befanden; von Verwundeten diejenigen mit perforirenden Verletzungen der drei grossen Körperhöhlen, sowie mit mehrfachen Knochenbrüchen u. g, ■ Schwerverwundete sollten nur dann fortgeschafft werden wenn sie nicht mehr fieberten und der Heilungsprotea so weit eingeleitet erschien, dass anzunehmen war, sie würden mit genügender Sicherung der verletzten Theile und bei passender Pflege die Erschütterung des Körpers bei dein Transport ohne Nachtheil ertragen. Am weitesten war der Evakuationstermin für solche Verwundete hinausgerückt, bei welchen es sich um Eröffnung einer der drei grossen Körperhöhlen oder um Oberschenkel- und Beckenschussbrüche handelte. Fjj derartige Patienten sollten die besten Transportmittel vorbehalten bleiben; ebenso war eine genügende Ima* bilisirung und zweckmässige Lagerung der verletzten Glied- maassen und der Verwundeten überhaupt besonders betont. Aus den Hauptspitälern sollten innerlich Kranke und Verwundete leichteren Grades in der Regel nicht fortgeschickt, sondern dort so lange in Pflege behalten werden, bis sie gesund zu ihren Abtheilungen oder als schonungsbedürftig in ein Sammelhaus oder eine Rekonvaleszenten Anstalt im Felde übergeführt werden konnten. Für den Fall, dass in Folge gehemmten oder wegen Ueberfüllung der rückwärtigen Lazarethe zeitweilig untersagten Transportes die Kranken in den Feldspitälern sich angestaut, oder eine Massenanhäufung von Verwundeten in unzureichenden Lokalen bezw. an ungesunden Orten stattgefunden hatte, gestattete die Instruktion ausdrücklieh, die schleunige Räumung der Lazarethe um jeden Preis eintreten zu lassen. Die Leitung und Regelung der Evakuation lag innerhalb jedes Armeekorps - Bereiches den hierzu bestimmten — im Etappenrayon den der General - Etappeninspektion und den einzelnen Etappeninspektionen zugewiesenen — Aerzten ob. In den Feldspitälern bezeichnete der dirigireude Arzt unter eigener Verantwortung die zu Entlassenden und die Art des Transportes für dieselben; dem Spitalkommau- danten war die weitere Ausführung der Evakuation übertragen. Die Abzusendenden mussten vor Abgang des Transports noch gespeist und mit hinreichenden Lebens- und Labemitteln versehen werden. Auch sollte für gute Bekleidung, Lagerung und Bedeckung mit wollenen Decken gesorgt sein. Den Transport hatte ein mit den nöthigeu Instrumenten, Verband- und Arzneimitteln ausgerüsteter Assistenzarzt und eine hinreichende Anzahl von Krankenwärtern bis zum Bestimmungsort zu begleiten. Die Grösse und der Abgang der Transporte sollten dem Bestimmungsorte telegraphisch oder durch eine vorausgeschickte berittene Ordonnanz angezeigt werden. Au Transportu 1) Die von ün Feldspitäler. Da die lllir für Leichtkrank konnten Bänke fü das gewölbte Dach in Drittelshöhe bef( gesetzte Bretter ge fandvorhänge boter 2) Die mit Sti deckten, theils ung 3) Requirirte l den Trausport herg 4) Die Sanitäts dieselben abkömmli dein Transporte dei i) Vergl. 8. 51. Für den Aufm* deutsche und drei Norddeutschen Linie A. Berlin — He kirchen; B. Leipzig bez' Biebrich); C. Berlin —Ha] Homburg D. Dresden bez 1 Mainz); E. Posen — Gö Landau; F. Münster—Di Vier Nebenlinie 'reussens an die Ha Vergl. Generaist Band I )ii blieben nach da i, welche an akutem Eingeweide, Typl,,,, lieh noch nicht i tt ; von Verwundeten >'en der drei gr 0S8 e D jehenbrüchen u. .1« fortgeschafft werden, der Heilungsproz« imen war, sie würden ten Theile und ], ei es Körpers bei dem istermin für solche n es sich um Erdhöhlen oder um tie handelte. Fü r ;en Transportmittel 3 genügende Iminu- ier verletzten Glied- )t besonders betont, nerlieh Kranke und Regel nicht fort ;ge behalten werden, oder als schonun««- 3 Rekonvaleszenten- :onnten. mmten oder wegen he zeitweilig unter- [i Feldspitälern siel ron Verwundeten in ssunden Orten statt >n ausdrücklich, die eden Preis eintreten r akuation lag inner- hierzu bestimmten - Etappeninspektion 11 zugewiesenen - mete der dirigirendt :u Entlassenden um] dem Spitalkomnian- ;r Evakuation über- vor Abgang da reichenden Leben- uch sollte für gute lit wollenen Decken 1 mit den nöthigeu itteln ausgerüsteter izahl von Kranken- Gleiten. Die Grösse dem Bestimmungsgeschickte berittene Band 1- lt. Abschnitt: Ausführline der Kruukenzerstreauntr. 229 An Transportmitteln waren vorgesehen: 1) Die von ihrem Material entleerten Rüstwagen') der Feklsiiitäler. Da dieselben keine Federn besassen, sollten sie . fjjj Leichtkranke zur Verwendung kommen. Im Innern konnten Bänke für 8 bis 12 Mann angebracht werden, i aö o-ewölbte Dach Hess sich durch die eiserne Griffstange • prittelshöhe befestigen und durch vorn und hinten einsetzte Bretter gegen das Zufallen sicherstellen. Lein- -jnuVorhänge boten Schutz gegen Wind, Regen und Schnee. 2) Die mit Strohschüttung auszustattenden, theils gedeckten, theils ungedeckten Wagen der Proviantkolonnen. 3) Requirirte landesübliche Fahrzeuge, thunlichst für den Transport hergerichtet. 4) Die Sanitätswagen der Sanitäts-Kompagnien, insofern dieselben abkömmlich erschienen. Sie sollten vorzugsweise dein Transporte der Schwerverwundeten dienen. i) Vergl. 8. 51. 5) Eisenbahnwagen und die für den Krankentransport besonders ausgerüsteten Bayerischen Spitalzüge (vergl. hierüber das Kapitel „Sanitätszüge"). Nur für kürzere Wegestrecken war der Transport auf gewöhnlichen Feldtragbahren zulässig. Die Vertheilung der Kranken auf die Bayerischen Reserve- und Vereinsspitäler unterlag der Leitung der Eisenbahn - Centralkommission in München, unter welcher zwei Evakuationskoinmissionen, aus Offizieren, Aerzten, Eisenbahntechnikern, Oekonomiebeamten, Delegirten u. s. w. bestehend und in München bezw. Würzburg stationirt, die weitere Vertheilung der Ankömmlinge auf die Lazarethe in Bayern vermittelten. Würzburg versorgte die drei Fränkischen, München die übrigen vier Landeskreise. Die Entsendung der Kranken in die Pfälzer Lazarethe ordnete später die Evakuationskommission in Weissenburg an. Für den Transport Verwundeter und Kranker auf Wasserstrassen bestanden auch in den Süddeutschen Staaten besondere Bestimmungen nicht. Zweiter Abschnitt. Ausführung der Krankenzerstreuung. I. Aufmarsch der Armeen. Wassertransport auf dem Rhein und der Mosel. Für den Aufmarsch der Heere 1 ) standen sechs Norddeutsche und drei Süddeutsche Linien zu Gebote. Die Norddeutschen Linien waren: A. Berlin — Hannover — Köln —Bingerbrück—Neun- kirchen; ß. Leipzig bezw. Harburg—Kreiensen—Mosbach (via Biebrich); C. Berlin — Halle—Kassel—Frankfurt — Mannheim — Homburg i. d. Pfalz; D. Dresden bezw. Leipzig—Bebra—Fulda—Kastei (bei Mainz); E. Posen — Görlitz — Leipzig — Würzburg — Mainz — Landau; F. Münster—Düsseldorf— Köln—Call. Vier Nebenlinien führten aus den nördlichen Provinzen ieussens an die Hauptlinien heran. ') Vergl. Generalstabswerk I, 8. 86. Die drei Süddeutschen Linien waren: 1) Augsburg—Ulm—Bruchsal; 2) Nördlingen—Krailsheim - Meckesheim; 3) Würzburg—Mosbach—Heidelberg. Die rückwärtigen Verbindungen für die drei Deutschen Armeen hatten sich bis zum 5. August, dem Vorabend der Schlachten bei Wörth und Spicheren, in folgender Weise gestaltet:') 1) Die 1. Armee benutzte als Etappenlinie die Bahnlinie F, welche sich auf dem Landwege, 'der Eifelstrasse entlang, nach Trier fortsetzte. Ausserdem stand ihr die Landstrasse von Cobleiiz über Hundsrück nach Hermeskeil zur Verfügung. 2) Der 11. Armee waren ausser den beiden von Berlin ausgehenden Linien A und C noch die Bahnlinien B und D (letztere gemeinsam mit der III. Armee) zugewiesen. i) Vergl. Generalstabswerk I, S. 213 u. 214. 3) Die Hl. Armee besass als Verbindungslinien mit (lfm i Unterbinde ausser der letztgenannten die Linie E und die drei Süddeutschen Linien No. 1, 2 und 3. Am 18. Juli wurde Köln Etappen-Hauptort für die 1., Mainz für die IL, Mannheim für die 111. Armee. Am '23. Juli erging die Anordnung, dass die IL Armee ihre Kranken nach Frankfurt zu dirigiren habe. Die in der Zeit bis Anfang August den Lazarethen zugehenden Pflegebedürftigen waren meist Marschkranke. Einige bei Rückbeförderung derselben sich ergebende Uebelstände und die dadurch hervorgerufenen Maassiegeln haben bereits im 2. Kapitel (S. 62 u. 63) Erwähnung gefunden. Uebrigens wurde schon in dieser Periode des Aufmarsches für die Beförderung Kranker nach den Reserve- lazarethen in den Bezirken des VII., VIII. und XL Armeekorps ein Vertrag von Bedeutung, welchen das Preussische Kriegsministerium am 31. Juli mit der Rheinischen Dampfschifffahrtgesellschaft betreffs Ueberlassung von Dampfbooten zum Zwecke des Krankentransports abschloss. 1 ) Kam auch diese und eine analoge, die Benutzung der Mosel betreffende Maassregel hauptsächlich den Opfern der ersten grossen Schlachten und den während der ganzen Kriegsperiode bis nach der Schlacht bei Sedan Erkrankten zu Gute, so erscheint es doch zweckmässig, bereits an dieser Stelle im Zusammenhange zu berichten, in welcher Weise und in welchem Umfange während des Krieges 1870/71 Wasserstrassen für "die Krankenzerstreuung nutzbar gemacht worden sind. Durch den oben erwähnten Vertrag verpflichtete sich die Rhein-Dampfschifffahrtgesellschaft, für den Krankentransport 18 Dampfschiffe zu stellen. Schon am 31. Juli waren 16 gemiethete Dampfboote 2 ) von Düsseldorf aus in Mainz eingetroffen, welche demnächst für die Evakuation zur Verwendung kamen. Da in der Folge ein weiteres Bedürfniss nicht eintrat, so blieb es bei der Indienststellung dieser 16 Schiffe. Die Oberleitung des Dampfschifftransports lag in den Händen des stellvertretenden Generalkommandos VIII. Armeekorps. Jedes der Boote konnte 90 bis 120 liegende Kranke aufnehmen. Da ausserdem stets noch eine Anzahl sitzend zu Transportirender verladen wurde, so stieg die Gesammt- zahl der mittels eines Dampfschiffs Befördei'ten auf 140 bis 200 Mann und erreichte einmal sogar die Zahl 262. 3 ) Die Schiffe mussten, bevor sie für den Krankentransport übernommen wurden, auf das sorgfältigste gereinigt und vollständig geleert werden. Das Verdeck wurde durch ') Die Bestimmungen dieses Vertrages siehe in Beilage 64. 2 ) Die Dampfboote „Mannheim", „Königin", „Roland", „Rubens", „Adolf", „Biberfeld", „Concordia", „König", „Victoria", „Stadt Bonn", „Mathilde", „Elisabeth", „Goethe", „Schiller", „Marianne", „Germania". 3 ) Es waren dies Verwundete aus den Kämpfen vor Metz, welche am 17. August von Bingen aus nach Engers und Düsseldorf befördert wurden. Ueberspannung mit wasserdichtem Segeltuch in ein am, Zeh umgewandelt zur Aufnahme der Verwundete] solcher Schwerkranken, welche der frischen Luft besonden bedürftig waren. Das Zeltdach konnte bei günstig» Wetter nach Belieben theilvveise oder gänzlich / gezogen werden. Die Ventilation der für die LeichtkranU bestimmten Bäume unter Deckvermittelten eigens angebracht über Deck gehende Luftschachte. Zur Lagerung der Kranken auf den Schiffen lieferten die Lazaretlikommissioiif.,, l Mainz und. Düsseldorf 600 wollene Decken, 1900 Strohsäcke 1800 Kopfpolstersäcke, ausserdem Krankentragen, Bhtt federn, Querbäume, Gummi- und Lederringe in reichlicher Menge. Da die Lagerungsmittel häufig an den Ausladestefla verbleiben mussten, so waren die abgegebenen Gegenstände jedesmal zu ersetzen, wozu die freiwilligen Hilftvereiy ihre Magazine zur Verfügung stellten. Die Labe- und Erfrischungsmittel wurden durch die Lazarethkonimissionii Coblenz beschafft. Die mit den Wirthen der Rheindampfer vertragsmässig vereinbarte Beköstigung entsprach im Allgemeinen den Diätregulativen für die Garnisonlazaretk Die Oberaufsicht über die Transporte führte anfangs Delegirter der freiwilligen Krankenpflege; ausserdem ki trolirte auf jedem Schiffe ein besonderer Delegirter d« Beköstigung der Kranken. Zur ärztlichen Begleitung sollt das Lazareth-Reservepersonal der IL Armee dienen; and waren 9 Aerzte (darunter 2 Studirende der Medizin) speziell für diesen Zweck kontraktlich angeworben. Da es im Anfang an Aerzten mangelte, so wurde nicht jedem Dampfe ein Arzt beigegeben, sondern öfters Transporte von m und drei Dampfern unter der Begleitung eines einzige« Arztes abgelassen. Das männliche und weibliche Pflegepersonal stellte die freiwillige Krankenpflege. Nach Erkrankung des mit der Oberleitung der Trai porte betrauten Delegirten der freiwilligen Krankenpfta übernahm die Lazarethkommission in Mainz die Aufsicht über Verladung, Transport und Verpflegung der Befördert« Ein militärisches Begleitkommando wurde gewöhnlich nick gestellt, war aber in einzelnen Fällen nöthig, um i Andränge des Publikums zu den Haltestellen zu steuen Die Abfahrt erfolgte meist von Mainz aus am frühe Morgen, nachdem der Dampfer Abends oder in der beladen worden war. Der Arzt, welcher die Befugü hatte, nach seinem Ermessen die Fahrt jederzeit zu rata brechen und landen zu lassen, vertheilte die Kranken an: die an der Wasserstrasse gelegenen Lazarethe je nach da Aufnahmefähigkeit der letzteren, worüber er unterweg telegraphisch benachrichtigt wurde. Die Dauer der Fahrzeit richtete sich lediglich nai dem Bedürfniss und der Möglichkeit der Abgabe vo: Kranken. Wurden Schiffe noch Abends von Mainz al gelassen, so gingen sie bei St. Goar vor Anker und begab« sich am andern Morgen um 5 Uhr von dort weiter natl Köln und Düsseldorf. Oefters wurde bei Köln zum zweite Mal genächtigt. Ka aDj 80 wurde es ers Nach jeder Fal der Schiffe mit Chl< im d das gebraucht Matratzen wurden i Reinigung übergebe: Die regelmässii nachdem schon am Krankentransporte ersten Transporte < Biebrich, Wiesbaden und Maroden (auch autuiarschirenden IL sollte die IL Arm* verfügen, später w I. Armee zugewies mauste die Genera] dem Wassertraiispoi wurden zahlreiche A vheinabwärts geschs n\ bewältigende Ue Als mit dem w reich die Wasserst: >treuung weniger ii Intendantur des V] Dampfboote den Ei tember kündigte d dem IT). August c transport - Angelegt «ehs, am IT). Sept beiden letzten nocl Am 28. September Pampfschifffahrtgesi in Mainz abgerüste Im Ganzen sind auf den gemiethete 10683 Mann (8262 worden, und zwar: in 78 Fahrten v » 3 , 2 , , 1 . , 1 . , 1 . 1 . . 5 , . 1 » , 1 Summe: 94 Fahrten Die durchschn: sich demnach auf 1 Band i eltuch in ein po«, r Verwundeten „„j lachen Luft besonda, nute bei güu ler gänzlich > ür die Leichtkranka en eigens angebrachte •agerung der Kranke, retbkommissionen i- cen, lOOOStrohsa* rankentragen, |;| ; „-. srringe in reichlicher n den Ausladestella gebenen Gegenstände willigen Hilfevereni si). Die Labe- ■ lazaretbkonimission len der Rheindampfa ig entsprach im All- ie Garnisonlazaretk ß (uhrte anfangs ei lege; ausserdem kon- iderer Delegirter dit hen Begleitung sc Armee dienen; s der Medizin) spe sworben. Da es : nicht jedem Dampfe Transporte von zwei itung eines einzige« md weibliche Pflep 3iipflege. jerleitung der Tran- illigen Krankenpflej? ainz die Aufsicht ül« mg der Befördertet irde gewöhnlich nie len nöthig, um i bestellen zu steuern Mainz aus am frühe:, is oder in der Nach elcher die Benign« rt jederzeit zu unter- ulte die Kranken jazarethe je nach de Drüber er unter«! s sich lediglich dt der Abgabe voi lends von Mainz 3r Anker und von dort weiter m bei Köln zum zweit Band I. IL Abschnitt: Ausführung der Krankenzerstreuung. 231 \f 1 genächtigt. Kam ein Schiff spät Abends in Düsseldorf an, so wurde es erst am andern Morgen entladen. Nach jeder Fahrt musste eine gründliche Desinfektion , , gchiffe mit Chlorkalk und Essigdämpfen vorgenommen j das gebrauchte Lagerstroh verbrannt werden; die Matratzen wurden in Düsseldorf dem Garnisonlazareth zur Reinigung übergeben und gegen ungebrauchte umgetauscht. Die regelmässigen Fahrten begannen am 1. August, achdem schon am 29. und 31. Juli 1870 zwei vereinzelte Krankentransporte nach Bonn stattgefunden hatten. Die ersten Transporte dienten dazu, die Reservelazarethe in Biebrich, Wiesbaden und Mainz von den zahlreichen Kranken und Maroden (auch Syphilitischen) zu räumen, welche die ■lufmarschirenden Heere dahin abgegeben hatten. Zunächst sollte die II. Armee über die Wasserstrasse des Rheins verfügen, später wurde dieser Evakuationsweg auch der I Armee zugewiesen. Bei ihrem weiteren Vorrücken musste die General-Etappeninspektion der 1. Armee von dem Wassertransport allerdings Abstand nehmen; dagegen wurden zahlreiche A^erwundete der III. Armee auf Schiffen rbeinabwärts geschafft, daher sich dort zeitweilig eine kaum zu bewältigende Ueberfüllung der Lazarethe ergab. Als mit dem weiteren Vordringen der Heere in Frankreich die Wasserstrasse des Rheins für die Krankenzer- -treuuug weniger in Betracht kam, konnte die Provinzial- Intendantur des VIII. Armeekorps am 30. August sechs Dampfboote den Eigenthümern zurückgeben. Am 6. September kündigte das Gouvernement Mainz, welches seit dem 15. August die formelle Regelung der Dampfschiff- transport - Angelegenheiten übernommen hatte, abermals sechs, am 15. September zwei und am 19. September die beiden letzten noch in Verwendung befindlichen Schiffe. Am 28. September 1870 waren sämmtliche 16 Schiffe der bauipfsekifffahrtgesellschaft wieder zugestellt und konnten in Mainz abgerüstet werden. Im Ganzen sind in der Zeit vom 29. Juli bis 28. September auf den gemietheten Rhein-Dampfschiffen in 94 Fahrten 10683 Mann (8262 Verwundete und 2421 Kranke) befördert worden, und zwar: in 78 Fahrten von Mainz nach Düsseldorf , Bingen „ V V V „ Düsseldorf, Biebrich . . Bonn . . . Königsweiler Ruhrort . . Duisburg Emmerich . Düsseldorf . Neuwied . . Benrath . . 8 318 Mann, 434 , 242 73 , 172 139 „ 134 , 901 177 93 . Summe: 94 Fahrten............10 683 Mann. Die durchschnittliche Belegungsziffer der Schiffe belief sich demnach auf 114. Konnten sich auch die LageruugsVorrichtungen auf den Schiffen, was Zweckmässigkeit und Comfort anlangt, mit den entsprechenden Einrichtungen der Eisenbahn- Sanitätszüge nicht messen, so stimmen doch alle Berichte darin überein, dass der Einfiuss des Schiffstransports auf den Zustand der Verwundeten und Kranken, Dank dem uneingeschränkten Genüsse der frischen Luft, der guten Ventilation selbst in den inneren Schiffsräumen, der anregenden Reise auf dem schönen Strome und der ruhigen Fahrt, ein recht günstiger gewesen sei. Im Ganzen machte sich der Eindruck geltend, dass viele Verwundete und Kranke eine längere Wasserfahrt besser ertrugen, als eine gleich lange Eisenbahnfahrt. Namentlich gilt dies von Leichterverwundeten, zumal solchen mit Wunden am Kopf und den oberen Extremitäten, nicht minder von Typhus- und Ruhrkranken. Bei den Verwundeten kamen weder Blutungen noch andere bedenkliche Komplikationen zur Beobachtung. Nachdem am 12. August 1870 die Mosel-Dampfschifffahrt von Trier abwärts wieder in Betrieb gesetzt werden konnte, wurde durch Verfügung der Preussischen Militär- Medizinal-Abtheilung vom 19. August 1870 auch die Wasserstrasse der Mosel für die Krankenzerstreuung in Anspruch genommen. Am 22. August gelangten 60 Verwundete, von Metz kommend, auf einem kleinen Schiffe von Trier nach Schweich, am 27. August 52 Verwundete innerhalb eines Tages von Trier nach Coblenz und im November 1870 noch eine grössere Anzahl Kranker und Verwundeter von Trier bis nach Düsseldorf. Die Beförderungsweise auf der Mosel durch Dampfboote der Mosel-Dampfschifffahrtgesellschaft zu Trier unterschied sich nicht von der auf dem Rhein geübten. Vorübergehend kamen an einzelnen Punkten am Rhein (z. B. zwischen Coblenz und Neuwied) Fähren zur Verwendung. Der Aufwand des Preussischen Kriegsministeriums für Dampfschiffmiethe, Lagerungsmittel und Beköstigung auf den Schiffen belief sich im Ganzen auf 87 766 Thaler. Im späteren Verlaufe des Krieges wurden gelegentlich auch Französische Wasserstrassen für Zwecke der Kranken- zerstreuung nutzbar gemacht. Namentlich geschah dies auf dem nördlichen Kriegsschauplatz.') Die Versuche blieben jedoch vereinzelt, theils weil die Wasserstrassen nicht nahe genug an geeignete Eisenbahn-Verladestationen heranreichten, theils wegen Maugels an geeigneten Transportschiffen. i) Vergl. S. 197 (2. Feldlazareth I. Armeekorps in Grand Seraueourt), desgl. S. 198 und „Nördlicher Kriegsschauplatz" in diesem (4.) Kapitel. 232 IV. Kapitel: rfrankenzerstreuung. Band II. Die ersten Schlachten in Elsass-Lothringen. — Einschliessung und Belageruii» von Strassburg. Nacli dem Treffen bei Weissenburg und der Schlacht bei Wörth betrug die Zahl der Todten auf Deutscher Seite 1863, während 88G4 Verwundete in den Ortschaften nahe den Schlachtfeldern beistand und Pflege erheischten.') Ausserdem hatte der geschlagene Feind die Sorge für den grössten Theil seiner Verwundeten dem nachdringenden Sieger überlassen. Jedes der 20 etablirten Feldlazarethe war daher überfüllt und die denselben zufallende Aufgabe eine überwältigende. Während des Treffens bei Weissenburg (4. August) waren die meisten Verwundeten in dem 15 Minuten entfernten Dorfe Altenstadt am Geissberge untergebracht worden; etwa 400 bis 500 fanden nach Beendigung des Gefechts in der Stadt selbst Unterkunft. In den nächstfolgenden Tagen wurden die auswärts befindlichen Verwundeten auf Landfuhrwerken nach dem Bahnhofe in Weissenburg geschafft, um von da auf der Bahn weiter befördert zu werden. Die Evakuation war in den ersten Tagen eine ziemlich regellose, zumal die Schlacht bei Wörth (6. August) den Zufluss von Verwundeten alsbald aufs Neue hoch anschwellen machte. Tag und Nacht kamen Verwundete aus Sulz und Wörth an, meistens auf Leiterwagen und anderen Landfuhrwerken, theilweise auf nothdürftig hergerichteten Eisenbahnwagen. In Weissenburg waren die Strassen mit Verwundeten vollgestopft, so dass der Verkehr nahezu unmöglich wurde. In Gunstett lagen gegen 2000 Verwundete; eine noch grössere Anzahl in den Dörfern Morsbronn, Sulz, Dürrenbach, Spachbach, Elsasshausen, Fröschwiller u. s. w. Schon am Tage nach der Schlacht bei Wörth gingen zur Einholung von Verwundeten Bahnzüge von Weissenburg aus nach Sulz und Hagenau vor; nach letzterem Orte wurden besonders die Französischen Verwundeten geschafft. In Sulz und Weissenburg begann die Weitersendung auf der Bahn nach Deutschland. Die Züge wurden zunächst nach Mannheim geleitet, wo sich der Etappenhauptort der III. Armee befand. Schon vor Beginn der eigentlichen Kriegsoperationen waren den Kommandanturen der Pjtappenhauptorte zahlreiche Beservelazarethe mit einer grossen Anzahl von Lagerstellen zur Aufnahme von Kranken und Verwundeten bezeichnet worden. Dem Etappen-Hauptort Mannheim waren die Reservelazarethe zu Frankfurt a. M., Kassel, Magdeburg, Erfurt, Berlin, Leipzig, Dresden, Görlitz für Norddeutsche, !) Siehe S. 99. Vergl. zu dem Nächstfolgenden überhaupt S. 94 bis 99. Heidelberg, Würzburg, TTeilbronn, Stuttgart, Ulm für 8jj deutsche Verwundete und Kranke .zur Belegung überlas«« Die General - Etappeninspektion der III. Armee Latte angeordnet, dass die Norddeutschen zunächst nach Frankfurt a. M., die Süddeutschen nach Heidelberg dirigirt werde« sollten. Mit Beginn der Kämpfe traf auch reichliche* Material zur Ausrüstung der Züge für den Krankentransport in Mannheim ein. Trotzdem gelang es in der ersten Zeit nicht, die Krankenrückbeförderung in geordnete Bahnen zu lenken. Gegenüber dem gewaltigen Zufluss Verwundeter in den ersten Tagen des August reichten die während de; raschen Aufmarsches der Heere getroffenen Maassnalmien nicht aus. An den Verladestellen im Felde gebrach es an Material und Personal zur gehörigen Ausrüstung der Transportzü>: die Verwundeten wurden auf den Zügen untergebracht, h gut es eben die Verhältnisse gestatteten. Da es an militärischem Begleitkommando fehlte, hielten die Züge häuti« die vorgeschriebene Route nicht ein. So kam es, da« dieselben sich theilweise tief nach Norddeutschland hinein in Gegenden verirrten, nach denen sie nicht instradirt waren, und dass nur zwei der von Mannheim abgesandten Züge richtig dorthin zurückkehrten. In Mannheim selbst waren am Bahnhofe nur unzulängliche Räume zur vorläufigen Aufnahme der Verwundeten vorhanden. Wegen Mangels an Assistenz musste sich der dortige Etappen-Stabsarzt darauf beschränken, die Verwundeten möglichst zu sichten, die nicht weiter Beförderung- fähigen auszuladen und auf die Mannheimer Lazarethe zu vertheilen. Die grössere Menge wurde nach Erneueriui! der Verbände, Verbesserung des Lagers und erfolgter Speisung weiter nach rückwärts gesendet. In den ersten Tagen nach derSchlacht beiWörth passirta Mannheim durchschnittlich täglich2000 und mehr Verwundete. Erst nach und nach gelang es den Etappenbehörden in Mannheim, die Krankenzerstreuung regelrechter zu gestalten. Die Chefärzte der Feldlazarethe erhielten Anweisung, den Etappen - Stabsarzt in Mannheim über den Umfang der zu erwartenden Evakuationstransporte zu b» nachrichtigen, worauf Letzterer nach Maassgabe der Zahl und Art der Verwundeten und Kranken die Absendung m Eisenbahnzügen nach den räumungsbedürftigen Lazarethen veranlasste. Zunächst gingen wöchentlich vier, später nur dm zwei Trausportzüge nach Elsass-Lothringen ab. Gegen den 20. August war die Räumung der Lazarethe im Elsa« ziemlich vollendet der General Mannheim nach Hauptknotenpunkt Armee zu sein. Aehnlich Obwohl schon am fete sogleich auf c 1 evakuirt worden i nach der Schlacht Ailingen u. s. Deutsche, theils wurden die Transpc von dort mit der überwiegende auf der Rhein - die Transporte Hauptorte der nach Köln, unter T eges und der indessen auf den und die Behörden hindern vermochten und Köln Bestimm Weissenburger Trar Etapj Nai gestal w. Fr; I Mehrz •Nah zui II ' I •Rhei in. He Eins Während des "\ Armee fast lediglicl Nach der Schlacht Etappen-Hauptort; ■nie über Teterchei ßaville, Bazoncour Etappeninspektion Auf diesem Wege Schlacht bei Colon TetiTchen, Boulay, ( Colombey, Aubigny Noisseville, Nouilly Station auf dieser Lin überfüllten die dase war die Evakuation ') Vergl. S. 108. Sanitäts-Bericht über dii ul Belagern«» ttgart, Ulm für Siid- Belegung überlas«« III. Armee hatte unächst nach Frank. ilberg dirigirt werd« raf auch reidilidm en Krankentransport 18 in der ersten Zeit geordnete Bahnen zu Zufluss Verwundeter ten die während de? ffenen Maassnahm« ;brach es an Material ; der Transportzüge: en untergebracht, i en. Da es an mili- lten die Züge häufi« So kam es, da rddeutschland hinein sie nicht instradirt tnnbeim abgesandten nihofe nur unzuläng- Le der Verwundeten sistenz musste sich eschränken, die Verweiter Beförderung» lieimer Lazarethe zu ie nach Erneuerung igera und erfolgte iet. lt beiWörth passirtei ind mehr Verwundete. en Etappenbehördei ng regelrechter z« arethe erhielten An- Mannheim über den onstransporte zu b» Maassgabe der Zahl die Absendung von lürftigen Lazareth« r, später nur noch gen ab. Gegen den lazarethe im Elsas IL Abschnitt: Ausführung der Krankenzerstreuung:. 233 • mlich vollendet und als am 23. August das Hauptquartier , General - Etappeninspektion der dritten Armee von Mannheim nach Nancy vorging, hörte ersterer Ort auf, der Hauptknotenpunkt für die Krankenzerstreuung der dritten Armee zu sein. Aehnlich gestalteten sich die Verbältnisse bei Spicheren. Obwohl schon am Tage der Schlacht selbst viele Verwundete sogleich auf der Bahn über Kaiserslautern nach Mainz evakuirt worden waren, so befanden sich doch am Tage nach der Schlacht in Saarbrücken, Saargemünd, Porbach, [Wringen u. s. w. noch gegen 4000 Verwundete, theils Deutsche, theils Franzosen. In den darauffolgenden Tagen wurden die Transportablen nach Saarbrücken geschafft, um von dort mit der Bahn weiter befördert zu werden. Die überwiegende Mehrzahl der Verwundeten gelangte zunächst auf der Rhein - Nahebahn nach Bingerbrück, von wo aus die Transporte zum Theil nach Mainz, dem Etappen- Hauptorte der II. Armee, zum grösseren Theil aber nach Köln, unter gleichzeitiger Benutzung des Schienenweges und der Rheindampfboote, gelenkt wurden. Da sich indessen auf den Bahnen Verkehrsstockungen einstellten und die Behörden diese Unregelmässigkeiten nicht zu verhindern vermochten, so gelangte ein Theil der für Mainz und Köln Bestimmten versehentlich nach der durch die Weissenburger Transporte ohnehin überfüllten Stadt Mannheim. Trotz der angestrengtesten Bemühungen gelang es damals nicht, die Züge ordnungsmässig auszurüsten und mit dem nöthigen Personal zu versehen, so dass auch hier das Bild, welches die ersten Evakuationen gewährten, keineswegs der Vorstellung entsprach, welche bei Erlass der Feld-Sanitätsinstruktion vorgeschwebt hatte. Die Rücksendung der Verwundeten und Kranken des Belagerungskorps vor Strassburg 1 ) bereitete keine Schwierigkeiten, da auf beiden Rheinufern Schienenstränge bis nahe an die Belagerungslinie heranreichten und die zu Trans- portirenden rasch in die Badischen Lazarethe gelangen konnten. Zudem waren die Verluste des Belagerungskorps relativ gering (39 Offiziere 894 Mann), der Gesundheitszustand desselben ein befriedigender. Die Evakuation erfolgte durch Vermittelung der Lazarethe in Vendenheim und Hagenau. In Vendenheim war zu diesem Zwecke seit Ende August ein von Karlsruhe ausgesandter Bahnzug stationirt, welcher die Transportfähigen auf gut ausgestatteten Lagerstätten nach den nahen heimathlicben Lazaretben brachte. 2000 verwundete Franzosen, welche man in Strassburg nach Kapitulation dieser Festung vorfand, wurden gleichfalls theils über Weissenburg, theils über Kehl nach Deutschland übergeführt. i) Vergl. S. 99. III. Heeresbewegungen nach der Mosel. — Schlachten vor Metz. Einschliessung bezw. Belagerung von Metz, Toul und Yerdun. Evakuationskommissionen in Weissenburg und Saarbrücken—Porbach. Während des Vormarsches auf Metz blieb die erste Armee fast lediglich auf Land-Etappenstrassen angewiesen. Nach der Schlacht bei Spicheren wurde Saarlouis ihr Etappen-Hauptort; von hier aus führte die Land-Etappenlinie über Teterchen nach Boulay, weiterhin über Varize, Raville, Bazoncourt nach Corny, woselbst die General- Etappeninspektion am 18. August ihren Sitz aufschlug. Auf diesem Wege evakuirten später die in Folge der Schlacht bei Colombey—Nouilly etablirten Lazarethe in Teterchen, Boulay, Courcelles—Chaussy, Les Etangs, Pange, Colombey, Aubigny, Lauvallier, Montoy, La Planchette, Noisseville, Nouilly und Gras. Boulay bildete die Hauptstation auf dieser Linie: Ruhrkranke und Erholungsbedürftige herfüllten die daselbst eingerichteten Lazarethe. 1 ) Häufig war die Evakuation auf dem Landwege durch Mangel an ') Vergl. S. 108. Sanitäts-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. Fuhrwerk bebindert; so mussten u. A. am 15. August 32 Verwundete auf Tragen von Nouilly nach Noisseville geschafft werden. Die zweite Armee verfügte zur Verbindung mit der Heimath über die alsbald in Betrieb gesetzte Eisenbahnlinie Saarbrücken—Remilly, ausserdem über die südlich derselben von Saargemünd nach Delme hinziehende Strasse. Am 23. August wurde die von Weissenburg über Vendenheim und Luneville führende Eisenbahn bis Nancy fahrbar; am 25. August erst konnte dieselbe bis Pont ä Mousson in Betrieb gesetzt werden. Während der ersten Tage nach den grossen Schlachten vor Metz bildete somit die Eisenbahnlinie Remilly—Saarbrücken (neben den genannten Land-Etappenstrassen) den einzigen Abzugsweg für die rückwärts gesandten A r erwundeten. Es war daher geradezu unausbleiblich, dass in der 8 bis 10 Meilen von den Schlachtfeldern des 16. und 18. August entfernten 30 234 IV. Abschnitt: Krankenzerstreuung. Verladestation Remilly Verwundete und Kranke in überwältigender Menge sich anstauen mussten. In der That strömten vom 18. August an in Pont ä Mousson und Remilly fünf Tage und vier Nächte hindurch die Transporte von allen Seiten her zusammen. Von einer Benachrichtigung seitens der Feldlazarethe, wie viele, welcherlei Arten von Verwundeten und wann diese eintreffen würden, konnte nicht die Rede sein, ebensowenig von detaillirter telegraphischer Mittheilung an den Etappen - Hauptort, da in Wahrheit ein ununterbrochener Wagenzug stattfand. Man konnte nur melden: „Es werden unaufhörlich Verwundeten- Transporte folgen." Ganz Remilly stellte ein einziges Etappenlazareth dar, nach welchem die Verwundeten — mit Ausnahme der verhältnissmässig Wenigen, welche in den Krankenwagen der Sanitätsdetachements Platz fanden — meist auf zweirädrigen, mit Strohschüttung versehenen Landfahrzeugen gelangten. Im Orte selbst gab es für die Meisten nur nothdürftige, für Viele gar keine Unterkunft. Zahlreiche Verwundete lagen in strömendem Regen unter freiem Himmel, weil es an Gebäuden fehlte, um Alle unter Dach zu bringen, während es sich als unmöglich erwies, auf der mit Kriegstransporten jeder Art überlasteten Bahn die Tausende sogleich zu evakuiren. Diese Zustände in Remilly während der Tage vom 19. bis 23. August und die stürmische Evakuation nach den Schlachten vor Metz überhaupt sind derjenige Punkt in der Sanitätsgeschichte des Krieges von 1870/71, anlässlich dessen hauptsächlich schwere Vorwürfe gegen die Chefärzte der Feldlazarethe und gegen die oberen Sanitätsbehörden der betreffenden Armeen erhoben worden sind. Ob es den Verwundeten und Kranken selbst zu grösserem Heile gereicht hätte, wenn sämmtliche Verwundete, nahezu 33 000 Deutsche und eine entsprechende Zahl Franzosen, welche nach den Schlachten vom 14., 16. und 18. August alle Ortschaften in der Nähe der Schlachtfelder füllten, zunächst daselbst belassen und die darunter befindlichen Transportablen nur langsam, in demMaasse, wie die Bahn Transporte aufzunehmen vermochte, nach rückwärts gesandt worden wären, muss freilich dahingestellt bleiben, darf jedoch mit Fug bezweifelt werden, um so mehr, da auch in jenen Orten Mangel an ausreichenden Unterkunftsräumen das hauptsächlichste Hinderniss einer genügenden Beistandsleistung bildete. 1 ) Nicht minder darf bezweifelt werden, dass ein — auch nur zeitweiliges — Verbleiben einer so ungeheuren Zahl Verwundeter und der nicht wenigen Kranken, welche bereits zu jener Zeit den Lazarethen zugingen, in unmittelbarer Nähe der Heere ohne nachtheiligen Einfluss auf den Gesundheitszustand der Letzteren geblieben wäre. Der Umstand, dass innerhalb fünf Tagen drei gewaltige Schlachten — darunter die beiden blutigsten des gesammten Feldzuges — geschlagen wurden, und dass zu dieser Zeit eine 1 ) Vergl. Sehlacht bei Vionville—Mars la Tour und bei Grave- lotte—St. Privat im 3. Kapitel (S. 110 bis 113 nud 114 bis 121). einzige Eisenbahn zu Gebote stand, musste Verhältnis. herbeiführen, welche nur die Wahl zwischen zwei Uebeln übrig Hessen: einerseits einer Ueberfüllung der Ortschaft« in der Umgebung der Schlachtfelder, welche Verwundete Kranke und Gesunde gleichmässig mit den schwerste Gefahren bedrohte, anderseits einer umfangreichen Evakuation, welche diese Gefahren für die zurückbleibend« Verwundeten, Kranken und Gesunden zweifellos vermin. derte, ohne dass mit Sicherheit behauptet werden kann die Uebel und Gefahren, welchen- der Transport unter den obwaltenden Verhältnissen die Zurückgesandten allerdin«, aussetzte, seien schlimmere gewesen als diejenigen, welche sie im Falle des Verbleibens ebenfalls zu erdulden gehabt hätten.') ) Nachdrücklicher als alle theoretischen Erörterungen demonstriren einige Zahlenverhältnisse denjenigen Umfang in welchem nach den Schlachten vom 14., 16. und 18. August um jeden Preis evakuirt werden musste. Die Zahl der Deutschen Verwundeten aus diesen Schlachten betrug (nach Abrechnung der am Tage der Verwundung Gestorbenen) rund 33 000 Mann. Nimmt man, unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Prozentsatzes an, dass 6 pCt. derselben wegen Geringfügigkeit der Verwundung keiner Lazarett behandlung bedurften, so blieben immer noch gegen 31000 Mam in Lazarethen unterzubringen. Dazu kommen mindesten in Deutschen Sanitäts-Anstalten behandelte Franzosen. In den von Deutschen besetzten Ortschaften waren somit sehr nahe an 34 000 Verwundete zu verpflegen. Von allen Denjenigen, welch nur Worte des Tadels für das nach den in Rede stehend» Schlachten von der Sanitätsleitung bei den Deutschen Heeren eingeschlagene Verfahren haben, hat Keiner die Frage beantwortet oder auch nur ernstlich erörtert, wo für eine solche Zahl in den durch Feuersbrünste, Geschosse und Strassenkärupfe verwüsteten Ortschaften Unterkunftsräume — nicht etwa zu Verwundetenbehandlung geeignete, sondern nur überhaupt Unterkunftsräume — augenblicklich gewonnen werden sollten. Desgleichen wird die Frage der Ernährung (vergl. S. 121! m:: Stillschweigen übergangen. Das Personal und Material eines Norddeutschen Fell- lazareths war auf 200 Kranke berechnet unter dem Vorbehalt dass dasselbe nöthigenfalls auch für 300 bis 400 Mann eine Zeit lang ausreichen müsse. Thatsächlich sind während da Krieges 1870/71 (vergl.Beilage 61) nicht selten 500 bis 600Man< und darüber in einem einzigen Feldlazareth gleichzeitig behandelt worden; immer aber war dies doch eben nur unter der Voran Setzung einer schleunigen Rückwärtssendung der Hälfte der Aufgenommenen möglich. Nimmt man 300 Verwundete (darunter viele Schwer verwundete) als diejenige Grenze an, Li- zu welcher die Kräfte des Personals eines Feldlazareths, sofern das Material zur Verwundetenpflege in ausreichender Menge ersetzt werden kann, allenfalls auch für längere Zeit zu angemessener Pflege befähigt ist, so ergiebt sich, dass 113 Feldlazarethe erforderlich gewesen wären, um jenen 34000 Verwundeten an Ort und Stelle genügenden Beistand zu sichern Die an den Schlachten vom 14., 16. und 18. August betheiligten vor Metz als Einschliessungs-Armee verbleibenden 7 Armee' korps besassen etatsmässig 84 Feldlazarethe und 21 Sektion! Lazareth-Reservepersonal, von welchem Letzteren eine Sektion falls ihr Material zu Gebote steht, einem Feldlazareth gleit! erachtet werden kann. In Summe gehörten also etatsmäsai zur Einschliessungs - Armee 105 Feldlazarethe oder letzterei Band 1. Diese nahelieg das Oberkommando gleich zu setzende 1 der Schlachten vor 1 Opfer der Schlacht b der II. Armee an de den 21 etatsmässigei landen sich in jener denjenigen Armeekor Zahl von Aerzten des (vergl. S. 6), die For liehe Schwierigkerter Etappeninspektionen Zeit 3 ebenfalls an S. 106 und 107, sov* läge 62). Von den 1' Armee sind danach somit 86. An der Schlacl ausser den die spätere verbänden auch das korps Theil genomm 19. August seine sän Metz zurück (vergl. blieben zunächst das welchem nur 5 schb rechtzeitig, um auf d genügenden Sanitäts mit dem XII. Arme« sich bei Sedan als äi I) Sektionen Lazareth- korps waren damals noinmen (vergl. S. 10 der Einschliessungs-, rethe anderer Arme Hätten diese sämmtl pflege widmen könne 300 Mann pro Lazai Von den 34 000 der selbst in diesem Fall liehst schnell nach r den Zurückbleibende werden sollte. In Wirklichkeit Linie) für die Vei Schlachten vor Metz Reservepersonal, som (vergl. S. 106, 113 un korps) blieben somii taten übrig. Bis zu dem 14. eingerichtc weil eben Mangel an Verwundeten zwang Personal aller nicht geblieben, sondern z herangezogen wordei Verwundetenpflege et legung der mehrer pro Lazareth zusami somit unerlässlich, jedenfalls nicht weni Dabei verdient in jener ersten Peric ausgegangenen Aktii Band I. musste Verhältnis tischen zwei Hebeln lung der Ortschaft« welche Verwui mit den schwerst« umfangreichen Eva- iie zurückbleibenden . zweifellos vermin. auptet werden kann. Transport unter da gesandten allerdina Is diejenigen, welche I zu erdulden gehabt etischen Erörterungen enjenigen Umfang, in 6. und 18. August um n aus diesen Schlachten der Verwundung &y nan, unter Zugrunde- es an, dass 6 pCt. der- idung keiner Lazarett )cb gegen 31000 Mani lmen mindestens 3001) lte Franzosen. In den en somit sehr nahe »n len Denjenigen, welck 3n in Rede stehende« den Deutschen Heeren iner die Frage beut wo für eine solche Zahl ld Strassenkämpfe ver- — nicht etwa zur mdern nur überhaupt rönnen werden sollten ng (vergl. S. 1211 ini: Norddeutschen unter dem Vorbehalt )0 bis 400 Mann eine lieb sind während des selten 500 bis 600 Mann h gleichzeitig behandelt nur unter der Von» ndung der Hälfte 300 Verwundete (dasjenige Grenze an, tt ;s Feldlazaretts, sofern i ausreichender Menge iir längere Zeit zu ot sich, dass 113 F um jenen 34 000 Ter- i Beistand zu sichern 18. August betheiligte« erbleibenden 7 Arn» ethe und 21 Sektionen Letzteren eine Sektion sm Feldlazarett g [orten also etatsmäsi! izarethe oder letzterei Band L II. Abschnitt: Ausführung der Krankenzerstreuuiig. 235 Diese naheliegenden Erwägungen waren es, welche i Oberkommando der Einschliessungs-Arinee veranlassten, leich zu setzende Formationen. Von diesen waren zur Zeit j pr Schlachten vor Metz 5 Feldlazarette mit Behandlung der (tüfer der Schlacht bei Spicheren, 1 mit der Pflege von Kranken der II. Armee an der Grenze beschäftigt (vergl. S. 115). Von dpn 21 etatsmässigen Sektionen Lazarett - Reservepersonal befanden sich in jenen Tagen erst 11 bei der Armee, weil bei dpnienigen Armeekorps, in deren Bezirk noch keine ausreichende 7ahl von Aerzten des Beurlaubtenstandes vorhanden sein konnte iver'd. S. 6), die Formirung des Reservepersonals auf beträchtliche Schwierigkeiten stiess. Von jenen 11 bei den General- r^ppeninspektionen eingetroffenen Sektionen waren zu jener Zeit 3 ebenfalls an den Etappenstrassen beschäftigt (Vergl. 5 106 und 107, sowie zu der ganzen Auseinandersetzung Beilage 62). Von den 105 Feldlazaretten etc. der Einschliessungs- Irmee sind danach 19 in Abzug zu bringen; es verbleiben somit 86. An der Sehlacht bei Gravelotte — St. Privat aber hatte ausser den die spätere Einschliessungs-Armee bildenden Truppenverbänden auch das Garde- und das XII. (Königl. Sachs.) Armeekorps Theil genommen. Ersteres Hess bei seinem Abmarsch am 19. August seine sämmtlichen 12, letzteres 7 Feldlazarette vor Metz zurück (vergl. S. 122). Die 7 Sächsischen Lazarette verblieben zunächst daselbst, ebenso 7 Lazarette des Gardekorps, welchem nur 5 schleunigst nachgesandt wurden, gerade noch rechtzeitig, um auf dem Schlachtfelde bei Sedan dem Gardekorps genügenden Sanitätsbeistand zu sichern, wie denn auch die 5 mit dem XII. Armeekorps abgerückten Sächsischen Lazarette sich bei Sedan als äusserst notbwendig erwiesen. Sämmtliche 6 Sektionen Lazareth-Reservepersonal des Garde- und XII. Armeekorps waren damals auf rückwärtigem Gebiete in Anspruch genommen (vergl. S. 107 und 93). Zu den 86 Feldlazaretten etc. der Einschliessungs-Armee traten somit aushilfsweise 14 Lazarette anderer Armeekorps; Summe 100 Feldlazarette etc. Hütten diese sämmtlich sich ausschliesslich der Verwundetenpflege widmen können, so konnten sie bei einer Aufnahme von 300 Mann pro Lazarett, zur Noth für 30 000 Mann ausreichen. Von den 34 000 der Lazarettpflege Bedürftigen hätten somit selbst in diesem Fall immer noch 4000 um jeden Preis tbun- lichst schnell nach rückwärts geschafft werden müssen, wenn den Zurückbleibenden mehr als der Schein der Hilfe gewährt werden sollte. In Wirklichkeit sind (ausschliesslich oder doch in erster Linie) für die Verwundetenpflege nach den drei ersten Schlachten vor Metz 76 Feldlazarette und 8 Sektionen Lazareth- Reservepersonal, somit in Summe 84 Lazarette, etablirt worden (vergl. S. 106, 113 und 121). 16 Feldlazarette (=273 pro Armeekorps) blieben somit für Krankenbehandlung und Eventualitäten übrig. Bis zum 20. August mussten jedoch 18 der seit dem 14. eingerichteten Lazarette ihre Etablirung aufheben, weil eben Mangel an Unterkunftsräumen zur Rücksendung der Verwundeten zwang. Es versteht sich von selbst, dass das Personal aller nicht etablirten Lazarette keineswegs müssig geblieben, sondern zur Unterstützung der etablirten Lazarette herangezogen worden ist. Aber auch jene 84, ursprünglich zur \ erwundetenpflege etablirten Lazarette vermochten beiZugrundelegung der mehrerwähnten Zahl von 300 Aufzunehmenden pro Lazarett zusammen nur 25 200 Mann zu versorgen; es war somit unerlässlich, von den 34000 Bebandlungsbedürftigen jedenfalls nicht weniger als 8800 ungesäumt zu transportiren. Dabei verdient noch hervorgehoben zu werden, dass es nur in jener ersten Periode des Krieges, bevor Verwundete aus vor- ngenen Aktionen und an den Etappenstrassen zurück- die schleunige Evaluation aller transportablen Verwundeten nach Reinilly durch Armeebefehl vom 20. August noch ausdrücklich anzuordnen.') Minder klar sind die Gründe, welche dazu führten, dass es zu jener Zeit in Remilly an Sanitätspersonal und Material gebrach. 2 ) Unzweifelhaft mussten die Kräfte einer einzigen Sektion Lazareth-Reservepersonals, welche überdies erst am 21. August daselbst eintraf, während die vorher angelangten Verwundeten auf zufällige Hilfe durchpassiren- der Sanitätsformationen (S. 130) angewiesen blieben, an dem Orte einer derartigen vorauszusehenden Stauung, so lange letztere anhielt, weit hinter dem Hilfebedürfniss zurückbleiben. Günstiger gestaltete sich die Lage, als — wie erwähnt — am 23. August die Bahn von Weissenburg bis Nancy und am 25. August bis Pont ä Mousson am linken Mosel-Ufer frei ward. Nun boten sich für die Krankenzerstreuung von Metz aus zwei Bahnlinien: Remilly—Saarbrücken und Pont ä Mousson—Weissenburg. Von Remilly und Pont ä Mousson zogen sich bald — unter Benutzung der Moselbrücken oberhalb und unterhalb Remilly — Etappenstrassen im Bereiche der Einschliessungs - Armee rings um Metz herum, auf welchen die Verwundeten und Kranken aus den zahlreichen um Metz etablirten Lazaretben auf Krankenwagen der Sanitätsdetachements unter Zuhilfenahme der Fuhrparks bis an eine der beiden Verladestellen geschafft wurden. Die erstgenannte Bahnlinie brachte die Evakuirten nach Bingerbrück, von wo aus dieselben theils auf dem Schienenwege theils auf Dampfbooten rheinabwärts befördert werden konnten. Inzwischen hatte bei dem massenhaften Andränge Verwundeter und Kranker eine Ueberfüllung der Rheinischen Reservelazarethe um so weniger ausbleiben können, als ein nicht geringer Theil der Verwundeten der 111. Armee irrthümlich in der Richtung nach Köln instradirt worden war. Um dieser Ueberfüllung abzuhelfen, welche in gerin- gebliebene Kranke einen grösseren Theil der Sanitäts-Anstalten fesselten, gelingen konnte, 8 Sektionen Reservepersonal auf den Schlachtfeldern zu versammeln. Theoretisch dürfen bei einer derartigen Berechnung lediglich Feldlazarette in Betracht gezogen werden. Angesichts obiger Daten in Verbindung mit der Thatsache, dass die Zahl der mobilen Sanitäts-Anstalten, welche im Kriege 1870/71 den Deutschen Heeren folgten, nicht nur eine grössere gewesen ist, als je vorher einer Armee zu Gebote gestanden hat (vergl. S. 55), sondern auch dicht an diejenige Grenze heranreicht, welche mit Rücksicht auf die Beweglichkeit der Heere von den Kommandobehörden als zulässig erachtet wird, erscheinen die beklagenswerthen Zustände nach den Schlachten bei Metz zwar immerhin als solche, die zu vermeiden jede Sanitätsleitung einer Armee auf das äusserste bestrebt bleiben muss, aber doch in erster Linie und ganz überwiegend als unter Umständen unvermeidliche Folge einer Kriegführung, die zur Erreichung eines grossen Zweckes auch grosse Opfer nicht scheut. i) Vergl. Beilage 66. 2 ) Vergl. S. 130 und 134. 30* 236 IV. Kapitel: Krankenzerstreuung. gerem Grade auch die Reservelazarethe in Hessen-Nassau und Thüringen betraf, hatte die Preussische Militär-Medizinal- aljtheilung am 14. August zwei Stabsärzte mit der Aufgabe betraut, sämmtliche im Westen befindliche Lazarethanstalten zu bereisen und alle transportfähigen Verwundeten und Kranken unverzüglich nach weiter östlich gelegenen Reserve- lazarethen überführen zu lassen. Diese Maassregel schaffte bereits in der zweiten Hälfte des August im Westen wieder Raum für die Aufnahme neuer Transporte. Mittlerweile brachten, während die Feldlazarethe vor Metz trotz der weitgetriebenen Evakuation mit Verwundeten aus den grossen Schlachten noch immer überfüllt waren, die kleineren Vorposten- und Ausfallgefechte täglich neuen Zugang. Die Schlacht bei Noisseville (31. August und 1. September) verursachte ein abermaliges plötzliches und beträchtliches Anschwellen der Zahl der Verwundeten. Dazu kam, dass die Einschliessungs-Armee von Typhus und Ruhr heimgesucht war, und dass der anstrengende Dienst im Verein mit der nasskalten Witterung den Krankenstand bei den Truppen überhaupt gewaltig in die Höhe trieben. Bald nach den Schlachten brach überdies in den La- zarethen Pyämie und Septicämie aus; zugleich mehrten sich die Fälle der Uebertragung von Typhus und Ruhr innerhalb der Lazarethe. Unter diesen Umständen musste das Armee-Oberkommando auch weiterhin darauf bedacht bleiben, für thunlichste Entleerung der Lazarethe Sorge zu tragen. 1 ) Als jedoch nach und nach die Lazarethanlagen in Nancy 2 ) und Pont ä Mousson 3 ) immer grössere Ausdehnung gewannen und es sich mehr und mehr herausstellte, dass besonders für Typhus- und Ruhrkranke längere Reisen bedenklich wurden, traf das Armee-Oberkommando am 10. September die Anordnung, 4 ) dass nicht weit trans- portirbare Kranke und Verwundete der Truppen vor Metz möglichst auf den verfügbaren Transportwagen der Sanitäts- detachements nach Pont ä Mousson und von da weiter auf der Bahn nach Nancy geschafft werden sollten. Von hier aus gelangten dieselben erst, wenn ihre Weiterschaffung angemessen erschien, auf der Bahn, und zwar anfangs ausschliesslich über Weissenburg, später (nach Fertigstellung der Umgehungsbahn Pont ä Mousson—Remilly am 23. September) direkt von Pont ä Mousson oder ebenfalls von Nancy aus auch über Saarbrücken nach Deutschland. Unter dem 22. Oktober wurde die Evakuation der Ruhr- und Typhuskranken vor Metz durch Armeebefehl 5 ) noch weiter beschränkt, insbesondere der Transport derselben auf weite Strecken ausdrücklich nur dann für zulässig i) Vergl. S. 125. 2) Vergl. S. 148 bis 150. 3 ) Vergl. insbesondere S. 131. 4) Vergl. Beilage 67. 5) Vergl. Beilage 68. erklärti, wenn Sanitätszüge zur Verfügung ständen, r», dieselbe Zeit (25. Oktober) sah sich auch die Preu* Militär-Medizinal-Abtheilung veranlasst, für die Evakuatä» von Kranken der erwähnten Art besondere Vorsichtsmaa- regeln anzuordnen. 1 ) Während der zweiten Hälfte der Einschliessung von Metz wurden daher die meisten derartigen Kranken theils in den Feldlazarethen um Jl et! theils in den Kriegslazarethen zu Nancy und Pont ä Mou.-,, bis zum völligen Ablauf des eigentlichen Krankheitsprozes-i- verpflegt. Wie aus dem Gesagten hervorgeht, haben drei Orte für die Krankenzerstreuung vor Metz eine besondere Bedeutung erlangt: in der ersten Zeit der Cernirung Remilly und Pont ä Mousson, später Nancy. Hörte Remilly auch glücklicherweise am 23. September auf, einzige Verladungsstelle zu sein, so blieb doch die dortige Bahnstation bis nach dem Falle von Metz der Ein- schiffungspunkt für alle Transporte aus den auf dem rechten Mosel-Ufer etablirten Lazarethen. Pont ä Mousson war schon am 15. August Etappen- hauptort der IL Armee, am 25. August Endstation des toi Weissenburg heranführenden Schienenstranges, am 23. Sep tember zugleich Endpunkt der nordöstlichen Bahnlinie geworden. (Vergl. oben.) Die Zahl der bis zum 5. Oktober 1870 über Pont ä Mousson abgesandten Kranken betn rund 30 000 Mann. In der ersten Zeit musste man alle leichter Verwundeten von Pont ä Mousson aus auf Landfahrzeuga nach Remilly, später nach Nancy befördern. Als die Bi strecke Pont ä Mousson—Nancy in Betrieb gestellt war (25. August), wurden die Transportfähigen theils zu Fus theils auf Wagen zur Bahn gebracht und fuhren von hier zunächst in Eisenbahnwagen 2. oder 3. Klasse oder mit Heu- und Strohschüttung versehenen Gepäckwagen weiter Der 1. (Württembergische) Sanitätszug traf in Pont ä Mottssor am 2. September 1870 ein. Der dritte für die Krankenevakuation von Metz wesentlich in Betracht kommende Ort war Nancy, die erste offene grosse Stadt an der Heerstrasse, welche von der Rheingrenze aus nach der Französischen Hauptstadt führt zugleich am Ausgangspunkt der von der Mosel nach den Gebiet der oberen Saone und der oberen Seine hinziehenden Strassen gelegen. Dieser Umstand und der Reichthum des Ortes au grossen, gesunden Gebäuden, die vielen Hilfsmittel aller Art, welche die Stadt sowohl, als das fruchtbare Lothringen überhaupt zu liefern vermochte, machten Nancy zum Haupt-Stützpunkte für die rückwärtigen Verbindungen der Deutschen Heere besonders geeignet. Dazu kam, dass Nancy bald nach Beginn der Einschliessung von Metz Endpunkt der einen, später mit Pont ä Mousson und Remilly Knotenpunkt beider von der Vergl. Beilage 69. At is na nel zun beimathlichenGren bahnen ward verkehr nach Par b jieb Nancy vermö während des gam verschiedenen Krie aus Deutschland Haterialtransporte Endlich eig Lage speziell zi von Kranken und und Süden her Bald nach Be Nancy (am 23. Aug der III. Armee. H bahnverbindung, un Norden und Weste Heere. Auf der einen I. und II. Armee u gleichfalls von ei nach Nordwesten d diesen Festungen v Ardennen gegen di Bereits vor Inspektion der III Verwundete in gro wohl von den man Feldlazarethen um Totti, Verdun und schaffen um Nancy Kranken sämmtlich und September tag Nach dem Fall tober) und Verdun ganze durch diese '. macht, theils nach konnte das Bahnne den; hörte indesset der Endpunkt de diese Stadt doch n Durchgangspunkt und nach Frankrei und Döle operirend über Blesme, theil Festung Beifort de sperrte. So kam es, da zum 5. Mai 1871 n passirten. Nicht g( welche vom Bahnhc Lazarethen gebrach Vergl. S. 147. igung ständen. t ffl auch die Prens t, für die Evakuatiy; dere Vorsichtem«» zweiten Hälfte de, er die meisten de,. [azarethen um Jj et! ' und Pont ä M, JU .... 1 Krankheitspi'ozi..... it, haben drei Orte eine besondere Be- BT Cernirung Remilly eise am 23. Septem- ;in, so blieb doch die le von Metz der Ein- i den auf dem rechten 15. August Etappen- it Endstation des toi itranges, am 23. Sep- tlichen Bahnlinie ge- r bis zum 5. Oktober Iten Kranken betn i alle leichter Ter- auf Landfakrzeuga rdern. Als die B; Betrieb gestellt war higen theils zu Pub, und fuhren von hier 3. Klasse oder mit Gepäckwagen weite, raf in Pont ä Moussoi uation von Metz au war Nancy, die erat se, welche von der len Hauptstadt führt der Mosel nach dem !ren Seine hinziehen- l des Ortes an grossen, ttel aller Art, welch Lothringen überhaupl im Haupt-Stützpunkte der Deutschen Heere ach Beginn der Ein- inen, später mit Pont lkt beider von II. Abschnitt: Ausführung der Kraukenzerstreuung. 237 heimathlichen Grenze nach Frankreich hineinführenden Eisenhahnen ward. Auch nachdem es gelungen, den Bahnverkehr nach Paris und Orleans hin weiter auszudehnen, blieb Nancy vermöge dieser besonderen Verhältnisse doch während des ganzen Krieges Centrum für die von den verschiedenen Kriegsschauplätzen zurückkehrenden und die aus Deutschland nach Frankreich entsandten Truppen- und llaterialtransporte. Endlich eignete sich Nancy wegen seiner gesunden L a ■n „ von Forbach aus im Oktober . . . 1393 n n 1) „ November . . 9 836 „ n n „ Dezember . . 11309 n n n „ Januar . . . 7 257 n T n „ Februar . . . 7 346 „ „ n „ März . . . . 7 959 » „ V r April. . . . 1847 V V » „ Mai . . . 583 n - , Summe: 51162 Kranke und Verwundete. Sämmtliche Evakuationskommissioneii haben den an ihre Errichtung geknüpften Erwartungen voll und ganz entsprochen. Mit ihrer Hilfe, freilich auch unter Begünstigung des Umstandes, dass gleich blutige Schlachten wie diejenigen am 1(3. und 18. August im weiteren Verlaufe des Krieges nicht mehr geschlagen wurden, gelang es rasch, den Kranken- Rückstrom, welcher während der ersten Wochen sich regellos ergossen, in wohlgeordnete Bahnen zu zwängen und trotz mancher auch weiterhin sich ergebenden Schwierigkeit in solchen zu erhalten. IV. Vormarsch der III. und Maas-Armee. — Schlachten bei Beaumont und Sedan. Evakuationskommission in Aachen. Während des Vormarsches und der Rechtsschwenkung nach Xorden verfügte die ID., sowie die später mit derselben zusammen operirende Maas-Armee nur über Land- Itappenstrassen, da die Wiederherstellung des Bahnverkehrs mit dem raschen Vordringen der siegreichen Armeen begreiflicherweise nicht gleichen Schritt zu halten vermochte. Die III. Armee hatte auf dem Wege durch die Vogesen und durch Lothringen zwei grosse Land - Etappenlinien benutzt. Die nördliche derselben zog von Niederbronn nach Saarunion, Chäteau Salins und Nancy, die südliche on Hagenau über Buxviller nach Finstingen, Marsal und /imeville. Zweiglinien — insbesondere die von Buxviller ach Zabern und die von Finstingen nach Saarburg führende äisenbahn — verbanden die südliche Etappenstrasse mit der iahulinie Strassburg—Luneville—Nancy. Suitits-Berient illiev ilie Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. Als letztere Bahn am 23. August fahrbar wurde, erfuhr der Etappen - Hauptort der III. Armee eine Vorschiebung von Mannheim nach Nancy. Von Nancy und Luneville aus wendete sich die Landetappe, südlich um Toni biegend, über Colombey nach Vaucouleurs und Void an der Maas, nach Ligny und Bar le Duc am Ornain. Bei dem nun erfolgenden Rechtsabmarsch kam die III. Armee auf die Etappenlinien der Maas-Armee, welche sich östlich und westlich der Maas in der Richtung auf Sedan hinzogen und vor dieser Festung in Stenay-Varennes endigten. Die Land-Etappenlinien der Maas-Armee entwickelten sich von Pont ä Mousson aus. Diese Stadt wurde am 25. August die Bahn-Endstation zweier Linien: der östlichen, auf dem rechten Maas-Ufer von Pont a> Mousson über 31 242 IV. Kapitel: Krankenzerstreuung. Bund Thiaucourt—Fresnes en Voevre— Etain nach Damvillers und Stenay führenden, und der westlichen, welche auf dem linken Maas-Ufer über Thiaucourt — St. Mihiel—Clerinont en Argonne nach Varennes lief. Zwischen beiden Linien lag die vom Feinde behauptete Festung Verdun. Auf diesem Wege mussten während des Vormarsches und in den ersten Tagen nach den Schlachten bei Beaumont und Sedan die Verwundeten zurückgeschafft werden. An den genannten Orten waren Etappenlazarethe errichtet. 1 ) Nach der Schlacht bei Beaumont wurde die östliche Linie von Damvillers bis Stenay, die westliche von Varennes bis Buzancy weitergeführt. Die Entfernung von Sedan bis zur Eisenbahn in Pont ä Mousson betrug auf den beiden Land- Etappenstrassen 14 bis IG Meilen. Bis zum 4. September waren die um Sedan etablirten Lazarethe mit der Evakuation der transportablen Verwundeten auf die östliche Etappenlinie angewiesen, da die III. Armee auf ihrem Vormarsche nach Sedan die Lazarethe der westlichen Linie mit zahlreichen Kranken angefüllt hatte. Nach den Schlachten bei Beaumont und Sedan machte sich das Bedürfniss nach Evakuation wiederum mit Macht geltend. In und um Sedan lagen etwa 8500 Deutsche und mindestens ebenso viele Französische Verwundete. Dazu kam, dass auch in und um Sedan Typhus und Ruhr wütheten und täglich neue Pflegebedürftige in die ohnehin überfüllten Lazarethe führten. Ueberdies erheischte der schleunig erfolgende weitere Vormarsch der Armeen eine alsbaldige Ablösung wenigstens eines Theiles der 31 in und um Sedan etablirten Feldlazarethe, deren Räumlichkeiten und Pflegemittel für die massenhaft Zuströmenden keineswegs ausreichten. 2 ) Die Entlastung der Lazarethe durch Rückschub transportabler Verwundeter und Kranker stiess jedoch auf beträchtliche Schwierigkeiten. Der Bahnverkehr auf der an Sedan vorüberziehenden Bahnlinie war nach Nordwesten durch die Festungen Mezieres und Rocroi, nach Südosten durch die Festungen Montmedy, Thionville und Metz gesperrt; der Landtransport aber nach Pont ä Mousson erforderte eine zweitägige Reise, war daher nur Leichtverwundeten zuzumuthen. Unter diesen Umständen wurde durch Vermittelung der freiwilligen Krankenpflege auf diplomatischem Wege eine Vereinbarung mit der Belgischen Regierung getroffen, wonach die Verwundeten der Deutschen sowohl wie der Französischen Armeen über Belgien fortgeschafft werden durften. Kranken hingegen ward aus begreiflichen Gründen die Erlaubniss zum Passiren des Belgischen Gebietes versagt. Letztere blieben somit auf die Land - Etappenlinien angewiesen. Dagegen gelang es, mit dem Kommandanten von M£zieres eine Konvention abzuschliessen, laut welcher diejenigen Französischen Verwundeten, deren Genesung vor- i) Vergl. S. 136 und 151 ff. 2 ) Vergl. insbesondere S. 146. aussichtlich erst nach Monaten zu erwarten stand, U. Mezieres nach Belgien befördert werden sollten. Die Ei» schiffung derselben erfolgte unter Leitung von Deleeirt. der freiwilligen Krankenpflege in Donchery. \ V ; Deutsche Schwerverwundete zufolge Armeebefehls v» 7. September 1870 auf dem Landwege nach BonilL geschafft und von hier ebenfalls auf dem Landwege nad Libramont—Recogne und Neufchäteau dirigirt wurden um von da über Lüttich nach Deutschland, und zwar zn, nächst nach Aachen zu gelangen. Der 53 bis 70 Kilometer lange Weg bis zu den Bahnstationen in Neufchäteau nml Libramont—Recogne wurde von den Landfahrzeugen rj zwei Tagemärschen zurückgelegt. Bouillon diente al- Uebernachtungsstation; in Neufchäteau und Libramont wurden Verpflegungsstationen etablirt. Auch in Aachen war inzwischen durch Anordnung der Preussischen Militär-Medizinal-Abtheilung eine Evakuation^ kommission (1 Stabsarzt, 1 Offizier, 1 Delegirter der freiwilligen Krankenpflege und 1 Kaserneninspektor) niedergesetzt worden, welche die Vertheilung der Verwundete: auf die Reservelazarethe zu regeln hatte und am 6. S» tember in Thätigkeit trat. Auch war daselbst in der Näi des Bahnhofes die Errichtung eines Krankendepots 500 und eines Lazareths mit 200 Betten vorbereitet. Da mit Rücksicht auf die Neutralität Belgiens Deuts Militärpersonen derEintrittinBelgischesGebiet nicht gestattd werden konnte, so stellte der Königliche Kommissar die freiwillige Krankenpflege ein Begleitpersonal n 30 Heilgehilfen und 70 Krankenwärtern unter der Leimt. eines Delegirten sowie die erforderlichen Lebensmittel zur Verfügung. Wie erwünscht diese Abzugslinie auch erscheine] musste, so hat sie doch in der Folge den Erwartung!! nicht völlig entsprochen. Abgesehen von lnkonvenienzei anderer Art machte sich bald der Uebelstand geltend, dabei der Evakuation der Französischen Verwundeten m Mezieres keine Bürgschaft dafür vorhanden war, dass d» selben nicht, anstatt nach Belgien, nach Frankreich U fördert wurden. Als daher am 1. Oktober in der Umgegend von Sedai sich nur noch etwa 300 Deutsche und 800 Französisch Verwundete und Kranke befanden, deren Transportfäkigkei überdies erst nach längerer Zeit zir erwarten stand, anr in Brüssel, Lüttich und Namur laut Mittheilungen des Norddeutschen Bundeskonsuls in Lüttich zu derselben Zeil nur noch etwa 40 verwundete Deutsche vorhanden wäre». erfolgte seitens des Preussischen Kriegsministeriums dei Befehl zur Einstellung der Verwundetenbeförderung übet Belgien. Die in und um Sedan noch befindlichen Deutsch« und Franzosen wurden nunmehr nach eingetretener Trau portfähigkeit über Reims, Toni oder Nancy auf den 1 zwischen fahrbar gewordenen Bahnlinien evakuirt. Da bei dieser Lage der Dinge für die Evakuation. 1 kommission in Aachen nur noch ein sehr beschränktes Arbeitsfeld übrig geblksb« einmonatlichem Bei m Belgien noch fiel der Lazarethd (lie aus Belgien h jeu Lazarethen zu Y. Beweg Auf dem Vorr eine Land-Etappen ein. 1 ) Von hier i schluss an die schoi Vouziers—Grand Pont ä Mousson Etappenstrasse v< Xeuillv le Front, Dammartin und t angegebenen Orte ebenso wie die ar von Pont ä Mou der 111. Armee er Maasse in Anspru Abend des zweite selben mit mehren Truppen überfüllt Rethel, wohin d lazarethe ihre tr inussten oft 500 1 die Maas-Armee vor Paris einrüc dieser Armee ar Dammartin aufsch linie von Pont : kürzeren Nebenlii Die III. Arn nach Paris bei früheren Etappenl auf Sedan am 26. Dieselbe wurde über Blesine uacl aus verlief sie i Epernay, Dorma ') Vergl. zu den _____________ JSiiiul 1. erwarten stand. r,| n len sollten. Die Ei,. :>itung von Delegat, Donchery, walnv, i Armeebefehls vo , [wege nach BotüM ' dem Landwege nael ean dirigirt wurden, diland, und zwar zj. er 53 bis 70 Kilometer in Neufchätea« und n Landfahrzeugen in Bouillon diente al- teau und Librame« t. durch Anordnung der lung eine Evakuation;. 1 Delegirter der frei rneninspektor) nieder ung der Verwundete! hatte und am 6. 3» r daselbst in der Nsi 8 Krankendepots mit itten vorbereitet, ität Belgiens Deute* 33 Gebiet nicht gestati? igliche Kommissai Begleitpersonal tern unter der LeitJ chen Lebensmittel m inie auch erscheine], olge den Erwartung n von Inkonvenienzei :belstand geltend, en Verwundeten ük banden war, dass i nach Frankreich ■ Umgegend von Sedai und 800 Französisch sren Transportfähigkeit erwarten stand, lut Mittheilungen des ;tich zu derselben iche vorhanden wäre» Criegsministeriums detenbeförderung i befindlichen Deutsch?: h eingetretener Tran* er Nancy auf den in inien evakuirt. i für die Evakuation* lr beschränktes Arbeit* Baiiil I- II. Abschnitt: Ausführung der Krankenzerstreuung. 243 yd übrig geblieben wäre, wurde dieselbe am 5. Oktober nach ■ lnionatliehem ß es tehen wieder aufgelöst. Die Sorge für die ßelgien noch zu erwartenden verwundeten Deutschen gel der Lazarethdirektion in Aachen zu. Dieselbe hatte die aus Belgien heimkehrenden Verwundeten zunächst in deu Lazarethen zu Aachen selbst unterzubringen und wegen etwaiger weiterer Rückbeförderung derselben mit der Evakuationskommission zu Saarbrücken in Verbindung zu treten. Im Ganzen hat die Evakuationskommission zu Aachen rund 6500 Verwundete über Belgien in die heimathlichen Lazarethe geleitet. V. Bewegungen der III. und Maas-Armee nach der Schlacht bei Sedan. — Einschliessung und Belagerung von Paris. Evakuationskommission in Epernay—Reims. Auf dem Vormarsch nach Paris richtete die Maas-Armee eine Land-Etappenlinie zunächst von Vendresse nach Rethel ein. 1 ) Von hier aus wurde nach rückwärts ein neuer An- schluss an die schonbestehenden Etappenlinien über Attigny— Vouziers—Grand Pre" nach Varennes, von da weiter nach Pont ä Mousson gewonnen. Nach Paris zu ward die Etappenstrasse von Rethel aus über Neufchätel, Fismes, Neuillv le Front, La Ferte" Milon, Nanteuil le Haudouin, Dammartin und Juilly weiter geführt. An sämmtlichen angegebenen Orten entstanden Etappenlazarethe, welche ebenso wie die an der sogleich zu erwähnenden, ebenfalls von Pont ä Mousson nach Paris führenden Landetappe der 111. Armee eröffneten Lazaretheinrichtungen in hohem Maasse in Anspruch genommen wurden. Meist schon am Abend des zweiten Tages nach der Etablirung waren dieselben mit mehreren Hundert Kranken der vormarschirenden Truppen überfüllt. Besonders stark war der Zufluss in Rethel, wohin die weiter vorwärts gelegenen Etappenlazarethe ihre transportablen Kranken abgaben. Hier uiussten oft 500 bis 600 Mann untergebracht werden. Als die Maas-Armee am 19. September in die Cernirungslinie vor Paris einrückte und die General-Etappeninspektion dieser Armee am 20. September ihr Hauptquartier in Dammartin aufschlug, bestanden auf ihrer Haupt-Etappenlinie von Pont ä Mousson bis Dammartin 13, auf den kürzeren Nebenlinien 4 kleinere Lazarethe. Die 111. Armee bog auf dem Vormarsch von Sedan nach Paris bei Epernay wieder in die Richtung ihrer früheren Etappenlinie ein, welche sie beim Rechtsabmarsch auf Sedan am 26. August in Bar le Duc verlassen hatte. Dieselbe wurde nunmehr zunächst von Bar le Duc aus über Blesme nach Vitry le Francais fortgeführt. Von hier aus verlief sie im Thal der Marne nach Chälons s. M., Epernay, Dormans, Chäteau Thierry, Nogent l'Artaud, ')\ k r ergl. zu dem Folgenden S. 155 und 157, desgleichen 176 bis 183. Nanteuil s. M., La Ferte" sous Jouarre, Meaux und Lagny. Vom Marnethal aus zogen mehrere Etappenstrassen theils von Chäteau Thierry, Nogent l'Artaud und Nanteuil s. M. ausgehend (über Coulommiers, Tournan und Brie Comte Robert), theils von Meaux und Lagny aus (über Ferneres, Boissy St. Leger und Villeneuve St. Georges) nach der Seine zu, an welcher in der Stadt Corbeil das Hauptquartier der General-Etappeninspektion der III. Armee und gleichzeitig das der Bayerischen General-Etappeninspektion aufgeschlagen ward. Nach Westen hin setzten sich an der Südfront von Paris die genannten Land-Etappenstrassen über Longjumeau nach Versailles und St. Germain hin fort. Auch an allen eben erwähnten Etappenorten der HI. Armee standen rasch die im 3. Kapitel geschilderten zum Theil sehr umfangreichen Lazarethanlagen zur Aufnahme zurückbleibender oder zurückgesandter Kranker bereit. Während der ersten Woche nach vollzogener Ein- schliessung von Paris mündete die Etappenlinie der Maas- Armee erst bei Pont ä Mousson, diejenige der III. Armee bei Nancy in die westlichen Endpunkte der beiden einzigen, die Verbindung mit Deutschland vermittelnden Eisenbahnen. Eine derselben, die nach Bingerbrück führende nordöstliche Abzugslinie, ward überdies erst mit Fertigstellung der Strecke Pont ä Mousson—Remilly') am 23. September für die Evakuation von Paris aus nutzbar. Ein beschwerlicher, 12 bis 14 Tage in Anspruch nehmender Landtransport lag damals zwischen den Sanitätsanstalten vor Paris und den bezeichneten Einschiffungsorten, von welchen Pont ä Mousson das Endziel für die Transporte der Maas- Armee, Nancy für diejenigen der III. Armee bildete. Dem auf allen Gebieten des Heereswesens sich geltend machenden Bedürfnisse, für die beiden bis Paris vorgedrungenen Armeen bald über eine möglichst weit nach i) Vergl. S. 236. 31* 244 IV. Kapitel: Krankenzerstreuung. Band I Westen benutzbare Eisenbahn zu verfugen, kam der am 23. September erfolgte Fall von Toul, welcher die Linie Nancy—Paris bis Chäteau Thierry—Nogent l'Artaud frei machte, wesentlich zu statten. Bereits am 28. September konnte diese Strecke in Betrieb gesetzt werden. Eine weitere Benutzung nach Westen hin war durch die Tunnel- und Brückensprengungen bei Nanteuil zunächst noch unmöglich gemacht. Bis auf Weiteres mussten daher die Kranken der III. Armee in Nogent l'Artaud, diejenigen der Maas-Armee in Chäteau Thierry eingeschifft werden, von wo sie nach Epernay, dem bedeutendsten unter den Etappenorten der Linie Lagny—Nancy, gelangten, um von dort entweder über Weissenburg oder über Saarbrücken nach Deutschland dirigirt zu werden. Die reiche, gesund gelegene und mit grossen, zur Krankenpflege vortrefflich geeigneten Räumlichkeiten versehene Champagnestadt Epernay gelangte bald als wesentlicher Stützpunkt für die Krankenzerstreuung von drei Operationsgebieten (Pai'is, nördlicher und südwestlicher Kriegsschauplatz) zu einer grossen Bedeutung für den Sanitätsdienst. Da die Entfernung dieser Gebiete von der Heimath eine sehr beträchtliche, inzwischen auch die Jahreszeit so weit vorgerückt war, dass ein langwieriger Transport für den Zustand eines grossen Theiles der Kranken geradezu bedenklich erscheinen musste, so sah sich das Preussische Kriegsministerium veranlasst, für die zahlreichen Evakuirten, denen eine längere Reise nachtheilig werden konnte, in Elsass - Lothringen, woselbst seit August Generalgouverneure die Verwaltung leiteten', dauernde Lazaretheinrichtungen zu schaffen und zur Regelung der Krankenzerstreuung in diese Lazarethe näher bei den kämpfenden Armeen eine besondere Evakuations- kommission zu Stationiren. Zunächst ward Chalons s. M. 1 ) hierzu ausersehen; da jedoch zu derselben Zeit, als das Preussische Kriegsministerium die Anordnungen hierfür traf (22. Oktober), die Exekutivkommission für Truppentransporte mit Genehmigung des Grossen Hauptquartiers von Chalons nach Epernay übersiedelte, so wurde am 25. Oktober als Sitz der neu errichteten Evakuationskom- mission gleichfalls Epernay bestimmt. Das Generalgouvernement in Reims erhielt den Auftrag, die genannte Kommission, welcher zwei Stabsärzte angehörten, in Epernay einzusetzen und mit dem nöthigen Material auszurüsten. In die Krankenzerstreuung auf die Lazarethe in Prankreich theilten sich die Evakuationskommissionen zu Epernay und die Etappenkommandantur zu Nancy bald in der Weise, dass erstere die vorwärts Nancy, letztere die zwischen Nancy und der Grenze etablirten Lazarethe belegte. Zu diesem Zwecke standen die genannten Orte sowohl untereinander, als auch mit den zu räumenden und den zu belegenden Lazarethen in beständigem telegraphischen Ver- i) Vergl. S. 182. kehr. Den Grenzkommissionen in Weissenburg und Forbacl lag die Zerstreuung der Kranken auf die Lazarethe & Inlandes nach wie vor ob, so zwar, dass nach Forbacli lk ausschliesslich Transporte mit Norddeutschen Kranken naek Weissenburg vor Allem die mit Mittel- und Süddeutsche« beladenen Züge dirigirt wurden. In Epernay selbst stand eine Reihe gut ausgestatteter Lazarethe zur Verfügung, 1 ) welche man theils in geeigneten Häusern, theils in den grossen, luftigen und hellen Lagerräumen der zahlreichen Champagnerfabriken aufgeschlagen hatte. Eine umfangreiche Passantenstation nahm zwei der grössten Bahnhofschuppen in Anspruch; das Theater diente den durchpassirenden Offizieren als Unterkunft. In geräumigen Schuppen befanden sich die in grossem Umfange errichteten staatlichen Depots, 2 ) denen sich eine mit reichen Vorräthen ausgestattete Hauptniederlage da freiwilligen Krankenpflege anreihte. Als die Evakuationskommission in Thätigkeit trat war das von Deutscher Seite in Betrieb genommene Bahngebiet immer noch ein verhältnissmässig beschränktes. Die Haupt- Knie der Französischen Ostbahn reichte von den Grenz- punkten Strassburg, Weissenburg und Saarbrücken bis nach Nanteuil s. M. Ausserdem waren die von Chalons s. II. w,\ von Epernay aus nach Reims führenden Bahnen fahrbar: von hier aus reichte der Bahnverkehr nordöstlich \$ Boulzicourt bei Mezieres, nordwestlich bis Soissons. In Norden von Paris war die Linie Gonesse—Beauvais- Clermont in Betrieb gesetzt. Vorläufig zwar blieb letztere ohne Anschluss an die übrigen Schienenstränge, nach wenigen Wochen jedoch wurde mit Erweiterung der benutzbaren Bahnlinien auch die Verbindung derselben untereinander eine bessere. Am 21. November konnte die Ost- Linie über Nanteuil s. M. bis Lagny, die nördliche vor. Soissons bis Mitry und über Creil nach Gonesse bis dicht vor die Mauern der Pariser Forts eröffnet werden. Nach Süden hin wurde die Bahnlinie Blesme — Chaumont en Bassigny am 7. November und die Strecke Chauinout- Chätillon s. S. am 2. Dezember, die Linie Chätillon—Troye: am 7. Dezember und die Linie Chätillon — Nuits so* Ravieres am 25. Dezember in Betrieb gesetzt. Epernay lag im Mittelpunkt dieses ausgedehnten Bahn- netzes, welches die Kranken von den drei Kriegsschauplätzen vor Paris, im Norden und Südwesten auf der Strecke Paris—Nancy zusammenführte. Auf diesem Netz zirkulirte ausser den vielen Kranken- transportzügen, welche besondere Lazaretheinrichtungen nicht besassen, eine Anzahl wohlausgerüsteter Sanitätsziige. (Vergl. das folgende Kapitel.) Nachdem zuerst ein Sanitätszug nach Chalons s. 51- entsandt und der Evakuationskommission in Epernay zur Verfügung gestellt war, überwies die Militär-Medizinal- i) Vergl. S. 156 und 181. 2) Vergl. S. 52. Band I. Abtheilnng in Kerl dicklichen Befeli lediglich zur Bück zu verwenden. Di Etappeninspektion mitdenLinienkomi um jederzeit Samt linien entsenden 2 Entleerung der La: säinmtliche gesch kommission in Ep Sache der G blieb es, wegen ^ Evakuationskommi welcher es oblag kominissionen die ] die Aufsicht über übernehmen, die Cl Anweisungen zu v den ihr hierzu besoi betonten zu requ durch Neubeschaff Medizinal-Abtheilu Von der Gr Kommissionen zu Richtung der Zug Lazarethe. Diese Folge vorübergeh« die Exekutivkomn den Gefechten ur traf, dass täglich Gonesse eintreffen, abgesandt und we solle, wogegen eil abzulassen sei. Be falls nur die im t zugewiesene Stelle kommission in Ep des Bedürfnisses nach Paris abzuscb ausfallen durften. sich die Kommissi« Bald aber zei hammtliche Sanitä hier eine Umladur nicht — was nur Karlsruhe selbst ei) Kriegsministerium die Sanitätszüge ii (hei Nancy) vorges nach Paris, dem Nc kommission in Ep mussten sich die einfügen. _________ Band 1 Benbarg und Forbaeh f die Lazarethe i] e , iss nach Forbach f* sehen Kranken, nach 1- und Süddeutschen ie gut ausgestattet« 1 theils in geeignet« 'ii und hellen Lager- briken aufgeschlagen ation nahm zwei der ; das Theater diente aterkunft. sich die in grossem ts, 2 ) denen sich eine Hauptniederlage der Thätigkeit trat, war aommene Bahngebiet ränktes. Die Haupt- bte von den Grenz- 'aarbrücken bis nach an Chälons s. iL w v , len Bahnen fahrbar: ehr nordöstlich lij. b bis Soissous. Im ronesse—Beauyais- 5 zwar blieb letztere hienenstränge, nach veiterung der benutz- ng derselben unter- iber konnte die Ost- die nördliche von m Gonesse bis dicht »ffnet werden. Nach )sme — Chaumont en Strecke Chauinout- ie Chätillon—Troye: lätillon — Nuits sc* gesetzt. i ausgedehnten Bahn- m drei Kriegssch» esten auf der Strecke den vielen Kranken- jazaretheinricktungen .•üsteter Sanitätszüge. nach Chälons s. M. don in Epernay zur e Militär-Medizinal- Band I. II. Abschnitt: Ausführung der Krankeiizerstreuunar. 245 khtbeilang ™ Berlin bald weitere Sanitätszüge mit dem aus- lri'u'kliclien Befehle, dieselben geschlossen zu erhalten und ledielicn zur Bückbeförderung liegend zu Transportirender zu verwenden. Die Kommission hielt sich mit den General- Etappeninspektionen in stetiger Verbindung und vereinbarte mit den Linienkommissionen die erforderlichen Maassnahmen, um jederzeit Sanitätszüge an diejenigen Punkte der Bahnlinien entsenden zu können, an denen ein Bedürfniss zur Entleerung der Lazarethe vorlag. Am 25. November worden -ainintliclie geschlossenen Sanitätszüge der Evakuations- konimission in Epernay unterstellt. Sache der Generalärzte und Feld-Lazarethdirektoren blieb es, wegen Zusendung von Sanitätszügen mit der Evakuationskommission in Epernay in Verbindung zu treten, welcher es oblag, im Einverständniss mit den Linien- kowinissionen die Fahrdirektion bis zur Grenze zu ertheilen, die Aufsicht über das Personal und Material der Züge zu übernehmen, die Chefärzte der Züge mit den entsprechenden Anweisungen zu versehen, die Ergänzung des Materials aus den ihr hierzu besonders überwiesenen oder von den Etappenbehörden zu requirirenden Beständen, nöthigenfalls auch durch Neubeschaffung zu bewirken oder bei der Militär- Medizinal-Abtheilung in Berlin zu beantragen. Von der Grenze an bestimmten die Evakuations- koinmissionen zu Forbach und Weissenburg die weitere Richtung der Züge und die zu belegenden heimathlichen Lazarethe. Biese Regelung der Fahrten wurde in der Folge vorübergehend geändert, indem Anfang Dezember die Exekutivkommission im Grossen Hauptquartier nach den Gefechten und Schlachten vor Paris die Anordnung traf, dass täglich ein Sanitätszug in Lagny, Mitry oder Gonesse eintreffen, von da zum Nachtquartier nach Epernay abgesandt und weiterhin nach Karlsruhe dirigirt werden solle, wogegen ein leerer Sanitätszug wieder nach Paris abzulassen sei. Beladen oder leer, sollten diese Züge jedenfalls nur die im täglichen Fahrplane ein für allemal ihnen zugewiesene Stelle einnehmen, wogegen es der Evakuationskommission in Epernay überlassen blieb, nach Maassgabe des Bedürfnisses zu entscheiden, ob solche Züge täglich nach Paris abzuschicken seien oder einen oder mehrere Tage ausfallen durften. Für etwaige plötzliche Bedürfnisse hatte sich die Kommission einen Sanitätszug in Reserve zu halten. Bald aber zeigte es sich, dass es unzweckmässig war, saimntliche Sanitätszüge nach Karlsruhe zu dirigiren, da hier eine Umladung der Evakuirten eintreten musste, wenn nicht — was nur ausnahmsweise der Fall sein konnte — in Karlsruhe selbst ein Sanitätszug bereit stand. Das Preussische Kriegsministeiium verfügte deshalb am 26. Dezember, dass die Sanitätszüge in planmässigen Fahrten nur bis Frouard (bei Nancy) vorgesandt werden sollten; die weitere Sendung nach Paris, dem Norden oder der Loire hatte die Evakuationskommission in Epernay anzuordnen. Auf der Rückfahrt mussten sich die Sanitätszüge wieder in den Fahrplan einfügen. Nancy wurde nach Einsetzung der Evakuationskommission zu Epernay vorzugsweise Nachtstation. Anfänglich kamen noch täglich zwei Krankentransport- oder Sanitätszüge in Nancy an. Der erste Zug wurde nach Ausmusterung der nicht weiter Transportablen alsbald nach Luneville weitergeschickt, um dort zu nächtigen und anderen Tages die Heimreise fortzusetzen, der zweite dagegen in Nancy über Nacht behalten und nach Ausladung der nicht weiter zu Befördernden sowie nach entsprechender Versorgung der Uebrigen anderen Tages heimwärts geleitet. Als später nur noch ein Zug mit Kranken täglich in Nancy einlief, blieb derselbe hier über Nacht und wurde am anderen Morgen weiter gesandt. Nächst Epernay war das bedeutendste Evakuations- centrum an der Französischen Ostbahn Chäteau Thierry. 1 ) So lange die Bahnlinie nicht über das etwas weiter nach Paris zu gelegene kleine Städtchen Nanteuil s. M. hinausgeführt werden konnte, blieb Chäteau Thierry die wichtigste Verladestelle für die von den Armeen vor Paris kommenden und zu ihnen gelangenden Bahntransporte. — Zur Aufnahme der Kranken waren hier Lazarethe mit 300 Betten eingerichtet. Ausserdem hatte man am Bahnhofe zwei grosse heizbare Schuppen, einen geräumigen Empfangssaal im Bahnhofsgebäude selbst, die benachbarte Gendarmeriekaserne mit 100 Betten und drei kleinere Diensthäuschen (für Offiziere) zur vorübergehenden Aufnahme durchpassirender Kranker zweckmässig hergerichtet. Nach Chäteau Thierry wandte sich in der ersten Zeit der Einschliessung die Mehrzahl der Krankentransporte aus der gesammten Cernirungslinie vor Paris. Von Norden und Osten her erreichten die Kranken Chäteau Thierry auf zwei Wegen: auf der längeren Landetappe von Gonesse über Dammartin und Lizy sur Ourcq, oder auf der kürzeren Landetappe von Livry-Mitry über Claye und Meaux im Marnethale. Von Süden und Westen her kamen die Kolonnen nach Chäteau Thierry auf einer langgestreckten Land-Etappenlinie. Diejenigen aus dem westlichen Theil der Cernirungslinie sammelten sich in Versailles und zogen von hier über Longjumeau nach Corbeil. Dort vereinigten sie sich mit den von Süden herankommenden und bewegten sich, so lange es die Jahreszeit erlaubte, in zweitägigem Marsche über Brie Comte Robert, Tournan (Mittagsstation) nach Coulommiers (Nachtstation) und von da weiter über Rebais oder La Ferte sous Jouarre nach Nogent 1'Artaud und Chäteau Thierry, wo am zweiten Abend die Bahn erreicht wurde. Sie brachten nicht nur die transportfähigen Kranken der III. Armee, soweit diese in der süd- und östlichen Cernirungslinie von Paris stand, zur Bahn, sondern auch noch die zahlreichen Verwundeten und Kranken der an der Loire kämpfenden Truppen. So konnte es nicht ausbleiben, dass die Lazarethe und sonstigen Räume in Chäteau Thierry !) Vergl S. 156 und 178. 246 IV. Kapitel: Krankenzerstreuung. Bainl bald überfüllt waren und dass die Verladung der massenhaft ankommenden Kranken den Bahnhofs! leliörden daselbst grosse Schwierigkeiten bereitete. Um diesem Uebel- stande einigermaassen abzuhelfen, wurden zum Zwecke der Einschiffung der Kranken die beiden kleinen Orte Nogent l'Artaud und Nanteuil s. M. zu Hilfe genommen. Obgleich die räumlichen Verhältnisse eine ausgiebige Benutzung dieser Orte für die Krankenzerstreuung erheblich erschwerten, gelang es immerhin, CMteau Thierry auf diese Weise zu entlasten. Das erwähnte, gleichfalls au der Ostbahn gelegene Städtchen Nogent l'Artaud,') welches vom 20. Oktober bis zum 25. November Etappen-Hauptort der III. Armee war, eignete sich nur wenig zum Sammelpunkt für Krankentransporte. Die bewohnbaren Gebäude des unbemittelten Ortes waren zur Beherbergung Schwerkranker ungeeignet, ebenso fehlte es an passenden Räumlichkeiten zur Beherbergung grösserer Krankentransporte für die Nacht. Eine geordnete Unterbringung gelang erst nach Erbauung mehrerer Baracken in der Nähe des Bahnhofs. Mit Hilfe dieser Vorkehrungen sind in dem Zeitraum von 5 Wochen (20. Oktober bis 25. November) ungefähr 80<)0 Kranke und Verwundete hier über Nacht behalten und zum Theil in das Etappenlazareth aufgenommen worden. Die Mehrzahl der von Versailles und Corbeil aus ankommenden Kranken nächtigte nicht in Nogent l'Artaud, sondern blieb entweder in La Ferte' sous Jouarre, oder gelangte, soweit es anging, direkt nach Chäteau Thierry. Späterhin kam es freilich häufig genug vor, dass Krankenkolonnen, wenn die Landwege grundlos und aufgeweicht waren, Chäteau Thierry nicht zu erreichen vermochten und in Nogent l'Artaud übernachten mussten. Aehnlich lagen die Verhältnisse in dem Städtchen Nanteuil s. M., welches so lange den Endpunkt der nach Paris heranführenden Ostbahnlinien bildete, bis der Bau der durch Brücken- und Tunnelsprengungen nothwendig gewordenen Umgehungsbahn beendigt war. Der Ort, klein und armselig, dazu von seinen Einwohnern grossentheils verlassen, besass so wenig geeignete Räumlichkeiten zur Aufnahme grösserer Krankentransporte und so spärliche Hilfsmittel zur Pflege von Kranken, dass die Errichtung von Lazarethen und die Herstellung von üebernachtungsräumen auf die grössten Schwierigkeiten stiess. Trotzdem mussten daselbst öfters Kranke, welche von Meaux, Coulommiers und aus den benachbarten Kan- tonnements dorthin gelangten, vorübergehend untergebracht werden. Zu grösseren Lazaretheinrichtungen kam es in Nanteuil nicht. Günstiger gestalteten sich die Umstände in dem einige Meilen weite 1- westlich gelegenen wohlhabenden und sanitär wohlbeschaffenen Städtchen La Ferte sous Jouarre, 2 ) wo in i) Vergl. S. 180. 2 ) Vergl. S. 179. der Ecole Bazin ein Kriegslazareth von 200 Betten und Chäteau Reil ein Lazareth der freiwilligen Krankenpflegev« 20 bis 30 Lagerstellen etablirt werden konnte. Im Gra» Höpital der Stadt wurden die Transportunfähigen unt« gebracht; ausserdem hatte die Bayerische Besatzung j Marodenhaus errichtet. Grössere Lokalitäten wurden ® Aufnahme derjenigen Krankenkolonnen vorbereitet, weli auf ihrem Wege von Corbeil (resp. Versailles) her 4, zweite (bezw. dritte) Nachtquartier aufsuchten. Nach der am 21. November erfolgten Wiedereröffmii} der Bahn bis Lagny hörte die Bedeutung von La Feite i j für die Krankentransporte auf, doch blieben dort Lazarethe in Thätigkeit. Die nächste wichtige Etappe war Meaux. 1 ) [%, mittelgrosse und begüterte Stadt, wenige Meilen hinter dei Cernirungslinie gelegen, leistete während der ganzeu Di der Einschliessung von Paris wesentliche Dienste für Sammlung und Unterbringung von Kranken, sowie al Durchgangsstation für die Krankentransporte, — letztere- so lange die Bahn nicht bis Lagny eröffnet war. Die Stadt besass grössere Gebäude, in welche zahlreiche Kranli aufgenommen werden konnten. Von der III. sowohl at der Maas-Armee wurden hier Lazarethe für 600 Mai: sowie in zwei Kasernen Passantenstationen mit 230 im 90 Lagerstellen eingerichtet. Besonders wichtig m Meaux für die Evakuation bei der Maas-Armee, Krankenkolonnen, falls sie nicht über Dammartin m Soissons oder Chäteau Thierry dirigirt wurden, so langi über Meaux gingen, bis die Eröffnung weiterer Bahnstrecta die Einschiffung der zu Befördernden in Lagny, Mitry Gonesse ermöglichte. Späterhin diente Meaux wesentlich zur Entlastung Lagny, als dieses der Haupthafenplatz für die Kranke» transporte der III. Armee und der an der Loire kämpfend« Heere geworden war. Für die Leichtkranken und Leicht verwundeten wurden hier, in gleicher Weise wie in Chäteai Thierry, Sammellazarethe eingerichtet, von welchen ausii Genesenen wieder zur Truppe zurückkehrten. Die letzte Station an der nach Paris führenden Ol bahnlinie war Lagny—Thorigny. 2 ) Mit Eröffnung der Lim Lagny—Nanteuil s. M. am 21. November wurde erstereStai — welche vom 26. November an Etappen-Hauptort dt III. Armee war — der wichtigste Stapelplatz für die «t sammte Krankenzerstremmg seitens der III. Armee, son der an der Loire und Sarthe kämpfenden Truppen. Die auf beiden Ufern der Marne gelegene, durch zw Nothbrücken verbundene Zwillingsstadt eignete sich, wei sie auch nicht reich genannt werden kann und in Folge dt Flucht ihrer Einwohner anfangs wenig Hilfsmittel bot. recht gut zur Unterbringung einer grossen Menge von Pfle? bedürftigen, namentlich als nach und nach sich Handel u» ») Vergl. S. 161 und 165. 2) Vergl. S. 161 und 180. Band I. Wandel wieder eine fordern halfen. Als die ScMa täglichen Kämpfe a und Verwundeter i ,1er Nahe des Bahi jfcchtetation für IC Lagny etablirten I Kranke über Nach Die freiwillig* Theil des Pflegepe lieferte das Materia und der Transportz sraben das ärztliche Kranken und Verw Hanptortes ob; dei leitete die Evakua ziehung die Streck (Mitte Dezember) Eperuay einen eigei nach Lagny, welch« Epernay zu besorg! Während der praktisch, die Eis* Bahnhofs mit den "N Morgen in den Zug erst Morgens unmi statt. Zur Zeit de zwei, am 5., 6. unc transportzüge abge Die Zahl der schwankte beträchtl bis 11. April 47 valeszenten, von do der Durchgang in (3903 Mann) und \ An der schon welcher vor Eröffn kolonnen aus dem Chäteau Thierry, N befanden sich La Tournan, 2 ) und Bri Betracht kommende Diese Stadt (5( Sitz der General -I der Bayerischen ( erster gesicherter westlich von Paris ein Hauptsammel- u wärts geschobenen J ) Vergl. S. 179. 2 ) Ebendaselbst. 3 ) Vergl. S. 166. 4 ) Vergl. S. 160 Band )ii "200 Betten und in ;en Krankenpflegev 01 n konnte. Im i; sportunfähigen qjJ irische Besatzung kalitäten wurden i n vorbereitet, welch Versailles) her 4, Lifsuchten. gten Wiederer mg von La Feite 1, h blieben dort war Meaux. 1 ) [%, iige Meilen hinter der ?nd der ganzen Dan« tliche Dienste für Kranken, sowie & insporte, — letzte: öffnet war. Die Stad e zahlreich*! Kraut n der III. sowohl al rethe für 600 .ationen mit 11 m Jp|v mders wichtig Maas-Armee, ber Dammartin nae irt wurden, so lanj weiterer Bahnstreck« in Lagny, Mitry n *h zur Entlastung vi atz für die Kranke« der Loire kämpfend« itkranken und Leick Weise wie in Chätei , von welchen aus kehrten. Paris führenden Oä it Eröffnung der Lim er wurde erstere «Itappen-Hauptort da tapelplatz für die er III. Armee, stwi iden Truppen, gelegene, durch zii dt eignete sich, w sann und in Folge dt Hilfsmittel bot. dotl sen Menge von Pfle? nach sich Handel m Band l II. Abschnitt: Ausführung der Krankenzerstreuung. •247 Wandel wieder einstellten und die Krankenpflege wesentlich fordern halfen. Als die Schlachten und Gefechte vor Paris und die Lrlichen Kämpfe an der Loire immer neue Mengen Kranker id Verwundeter nach Lagny führten, wurden an zwei in , . jjgjje des Bahnhofes gelegenen Strassen 28 Häuser als \- htstation f ur 100O Passanten eingerichtet, worauf die in I a»nv etablirten Lazarethe von der Verpflichtung, solche Kranke über Nacht aufzunehmen, befreit werden konnten. Die freiwillige Krankenpflege stellte den grösseren Theil des Pflegepersonals für die Krankentransporte und lieferte das Material zur Ausrüstung der Passantenstationen und der Transportzüge; die in Lagny stationirten Lazarethe .ralien das ärztliche Begleitpersonal her. Die Sichtung der Kranken und Verwundeten lag dem Stabsarzt des Etappen- Hanntortes ob: der Feld-Lazarethdirektor XL Armeekorps leitete die Evakuationsgeschäfte. Ihm war in dieser Beziehung die Strecke Lagny—Epernay unterstellt. Später (Mitte Dezember) sandte die Evakuationskommission in Eperuay einen eigenen Delegirten zum dauernden Aufenthalt nach Lagny, welcher die Krankenbeförderung von dort bis Epernay zu besorgen hatte. Während der Zeit der Gefechte erwies es sich als praktisch, die Eisenbahnwagen auf todten Strängen des Bahnhofs mit den Verwundeten zu beladen und am nächsten Morsen in den Zug einzureihen. Später fand die Beladung eist Morgens unmittelbar vor der Abfahrt nach Epernay statt. Zur Zeit des stärksten Andranges wurden täglich zwei, am 5., 6. und 16. Dezember sogar je drei Krankentransportzüge abgelassen. Die Zahl der täglich in Lagny verladenen Kranken schwankte beträchtlich. Im Ganzen sind vom 28. November bis 11. April 47 312 Mann, Verwundete und Rekonvaleszenten, von dort entsandt worden. Am stärksten war der Durchgang in den Tagen vom 2. bis 6. Dezember (3903 Mann) und vom 14. bis 16. Dezember (3736 Mann). An der schon erwähnten Land-Etappenstrasse, auf welcher vor Eröffnung der Bahn bis Lagny die Krankenkolonnen aus dem Süden und Westen von Paris nach Chäteau Thierry, Nogent l'Artaud und Nanteuil s. M. zogen, befanden sich Lazaretheinrichtungen in Coulommiers, 1 ) Tournan, 2 ) und Brie Comte Robert. 3 ) Der hauptsächlich in Betracht kommende Ort an dieser Strasse aber war Corbeil. 4 ) Diese Stadt (5000 Einwohner), seit dem 20. September Sitz der General-Etappeninspektion der III. Armee und der Bayerischen General - Etappeninspektion, wurde als erster gesicherter Seine-Uebergang für die südlich und westlich von Paris operirenden Armeen schon sehr früh ein Hauptsammei- und Stützpunkt für sämmtliche weiter vorwärts geschobenen Deutschen Lazarethe des südwestlichen 1 ) Vergl. S. 179. 2 ) Ebendaselbst. 3 ) Vergl. S. 166. 4 ) Yergl. S. 160 und 177. Theils der Pariser Einschliessungs-Armee und zugleich für die Krankentransporte der an der Loire und Sarthe kämpfenden Truppen. Nur ein kleiner Theil der bei Orleans Verwundeten und Erkrankten wurde nach Ville- neuve St. Georges geleitet. Zeitweise stiess jedoch die Krankenbeförderung über Corbeil auf unbesiegbare Hindernisse, namentlich als der Eisgang die hier errichteten Kriegsbrücken zerstört hatte (26. Dezember). Die ganze Verbindung blieb damals für längere Zeit auf die feste Brücke von Corbeil beschränkt. Es mussten deshalb in den benachbarten Orten Soissy, 1 ) Etiolles, 2 ) Le Coudray 3 ) und Evry s. S. 4 ) Lazarethe zur Aufnahme der zahlreich anlangenden Verwundeten errichtet werden. Die Krankenbewegung bei den in Corbeil und der oben genannten nächsten Umgebung befindlichen Lazaretheinrichtungen war, wie aus nachstehender Tabelle ersichtlich, während des fünfmonatlichen Bestehens derselben dauernd eine sehr lebhafte. Der tägliche Bestand schwankte in der Zeit vom Oktober 1870 bis zum Februar 1871 zwischen 1500 und 2000 Mann. Jahr Zugang an Gesammt- summe des Zugangs a qp A h O -*> m a? M a 0 > ob 2 darunter und Monat 5 M c g Rekonvaleszenten u. Passanten u m 03 bß BD O ja p. u xs 3 1870 Oktober . . . 2 262 1275 4 037 121 166 715 249 November. . 1826 2 398 4 224 144 128 483 118 Dezember . . 2 067 4113 6180 117 176 349 76 1871 Januar.... 1467 3 495 4 962 108 113 236 47 Februar . . . 866 2 445 3 311 75 61 105 16 387 914 1301 34 15 105 2 April .... 12 — 12 — — — — Summe: 9 387 14 640 24 027 603 659 1993 503 Für die Leichtkranken und Erschöpften, welche besonders von der Loire her zuströmten, wurden am 13. November zwei eigene Sammelhäuser eingerichtet, in denen sie verpflegt und unter strenger Disziplin gehalten wurden. Vom 14. November bis 20. Februar sind etwa 8000 Mann auf diese Weise untergebracht, 2000 davon geheilt zu ihrem Truppentheil geschickt worden. Am 5. März konnten die Sammelhäuser wieder aufgehoben werden. Die Rückbeförderung aus den Bayerischen Lazareth- Anstalten zu Corbeil erfolgte in regelmässigem Turnus zwischen den drei Spitälern, und zwar wurden auf acht Rüstwagen und einem vom Oberkommando beigegebenen Wagen an den ungeraden Monatstagen jedesmal 90 Kranke, im Ganzen in der gedachten Zeit 6198 in den genannten !) Vergl. S. 177. 2 ) Ebendaselbst. ■■>) Vergl. 8. 166. 4 ) Ebendaselbst. 248 IV. Kapitel: Krankenzerstreuung. Band ] Spitälern verpflegte Kranke und etwa GOOO Passanten zur Bahn gebracht. Weiter nach Westen schloss sich an die Hauptpunkte der Krankenzerstreuung die Land-Etappenlinie nach Versailles an. Von dieser Stadt wird, soweit sie für die Krankenzerstreuung in Betracht kommt, weiter unten die Rede sein. 1 ) Während der Einschliessung und Belagerung von Paris wurde nur vorübergehend aus Rambouillet — Chartres (theils auf der Bahn, theils auf der Landetappe) sowie aus den südlich Paris nach Orleans zu gelegenen Lazarethen nach Versailles evakuirt. Da die Lazarethe daselbst jedoch sehr bald überfüllt waren und dem Operationsgebiet zu nahe lagen, wurde für längere Zeit verboten, Transporte dorthin zu richten. Die überaus schwierigen Verhältnisse, mit denen, wie oben erwähnt, die Maas-Armee nach ihrem Eintreffen vor Paris bezüglich der Rückbeförderung ihrer Kranken zu kämpfen hatte, zwangen dazu, die Evakuation thunlichst zu beschränken, und zur Aufnahme der Kranken im Bereiche des von der Maas-Armee behaupteten Landstrichs Lazarethe zu errichten, in denen der grössere Theil der Behandelten so lange verpflegt werden konnte, bis sich die rückwärtigen Verbindungen besser gestalteten. Ein grosses Etappenlazareth von 400 Betten bestand in Dammartin, 2 ) wohin die Feldlazarethe des IV. Armeekorps ihre transportfähigen Kranken ablieferten. Die Feldlazarethe des Gardekorps und des XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps schafften ihre Pfleglinge nach Nanteuil le Haudouin. Erheischte die Ueberfüllung dieser Orte gleichwohl eine theilweise Evakuation, so bewegten sich von Dammartin und Nanteuil le Haudouin aus die Krankenkolonnen auf dem Landwege über La Ferte Milon nach Reims und von da weiter nach Pont ä Mousson; die beschwerliche Reise beanspruchte anfangs 12 bis 14 Tage. Dass vom 4. Oktober an, nach Eröffnung der Bahn bis Nanteuil s. M., die Kranken der Maas-Armee die kürzeren Land-Etappenstrassen von Dammartin über Lizy sur Ourcq nach Chäteau Thierry, desgleichen von Mitry über Claye nach Meaux und weiter das Marnethal hinauf ebenfalls nach Chäteau Thierry benutzten, ist oben bereits erörtert. In Lizy sur Ourcq 8 ) und Meaux 4 ) waren Etappenlazarethe zur Aufnahme der Passanten errichtet. Diese beiden Orte blieben nunmehr für das Garde- und XII. , Dammartin für das IV. Armeekorps die nächsten Evakuationsorte. Daneben musste jedoch die nördliche Evakuationslinie über Nanteuil le Haudouin beibehalten werden, weil die Lazarethe in Meaux und Chäteau Thierry bald überfüllt waren. Nach dem Fall von Soissons und dem Freiwerden der a ) Siehe „Waffenstillstand and Priiliminarfriedenszeit" in diesem (4.) Kapitel. 2 ) Vergl. S. 180. 3) Vergl. S. 181. •*) Vergl. S. 161 und 165. an Bahnlinie Mitry—Villers Cotterets wurde Mitry') 8. November der Einschiffungsort für die in der Richtun» nach Soissons abgelassenen Transportzüge. Von Mitry ai* fuhren die Kranken auf der Bahn bis Villers Cotter&ts. 1 wurden hier wieder ausgeladen und für die Nacht unti gebracht, weil die Strecke von Villers Cotterets bis Soissou- durch die Tunnelsprengung bei Vierzy gesperrt war. Am folgenden Tage auf Landfuhrwerken nach Soissons 3 ) m. schafft, blieben sie auch dort über Nacht und gelan^u am dritten Tage, nun wieder mittels Bahn, über Beim- nach Chälons s. M. bezw. Epernay. In ähnlicher Weise regelte sich der Krankentransport für die an der Oise operirenden Truppen nach Eröffnung der Linie Gonesse—Villers Cotterets. Erfrischungsstationen bestanden auf den Bahnhöfen iaMitry, Gonesse, 4 ) Chantilly 5 ) undReims. 6 ! Am 21. November war endlich der gesprengte Tunnel bei Vierzy wiederhergestellt; das zeitraubende, für die Kranken beschwerliche Umladen in Villers Cotterets und Soissons hörte auf, vielmehr fuhren die Kranken fortan ohne Unterbrechung auf der Eisenbahn von Mitry und Goncw über Reims, Epernay und Nancy nach Weissenburg. So blieben die Verhältnisse für die Maas-Armee ht zum Januar 1871. Nach dem Fall von Mezieres (1. Janm 1871) gestattete die Eröffnung der nördlichen Bahnlinie Metz — Diedenhofen—Mezieres—Reims die Sichtung de, Krankenrückstromes zu ändern. Am 21. Januar 1871 wank durch Verfügung der General-Etappeninspektion die neueröffnete Bahnlinie der Maas-Armee und I. Armee zur ausschliesslichen Benutzung überwiesen, wogegen die Beförderung auf der Linie Reims—Epernay—Frouard aufhörte, Die Land-Etappenlinie der Maas-Armee konnte aufgelöBt werden. Grössere Verpflegungsstationen traten nun in Reims, Mohon (Me'zicres) und Diedenhofen in Wirksamkeit, Soissons blieb Erfrischungsstation. Eine in Reims stationirte, von der Evakuationskommission in Epernay abgezweigte Kommission (bestehend aus 1 Stabsarzt, 1 Offizier, 1 La- zarethinspektor und einem Delegirten der freiwilligen Krankenpflege) übernahm vom 28. Januar an die Rückbefördenui'' der Kranken von der I. und der Maas-Armee. Diejenigen der Maas-Armee wurden auf dem nördlichen Bahnnetz heinigeschafft, hatten somit Epernay nicht zu passiren. Für die über Reims geleiteten Transporte war dieser Ort Nachtstation. Ausserdem konnten die Krankenzüge und Sanität» züge fehlende Ausstattungsgegenstände etc. aus den dortigen Depots 7 ) empfangen. Für die durchpassirenden nicht Transportfähigen boten die in der Stadt selbst eingerichtete! Lazarethe Gelegenheit zur Aufnahme. i) Vergl. S. 162. 2 ) Vergl. S. 176. 3) Vergl. S. 198. •*) Vergl. S. 180. ») Vergl. S 170 und 178. «) Vergl. S. 155 und 156, desgl. ') Vergl. S. 52. Band I- Wenngleich es durch Eröffnung d< he j m _-Dammerkirc] Übergänge leicht g( Baden zurückzusein XIV. Armeekorps Schwierigkeiten zu überaus feindselige Gebieten sehr schw wiederherzustellen. Sprengung der Me macht; an der Ba dem erstgenannten bürg einmündet, wa und der Bahnviadr Festung Beifort Jen: Yesoul sperrte. Erst nach unc ville aus bis Chan in Betrieb zu set: konnte der Badisch Boucarat und Raoi Das XIV. Art marsch jenseits dei Strassen angewiesei Auf der lange rührte dasselbe m 12000 Einwohner) welchen die Krank mussten, weil bei der dortigen Bevöl den konnten, wo a gewährten. Kaum and forderten drin fähigen. Diese abe weil der Landweg- Besatzungen der k und Langres bestä: durch die feindlich Dabei herrsch 15°R.) oder windig so dass bald Glatte: passirbar machte. Kranken eines seel Ihr Befinden erhe Orten, wo Lazaret !) Vergl. S. 184 SanitHts-Bericht über Band I II. Abschnitt: Ausführung der Krankenzerstreuung. 249 «rde Mitry«) „ le m der »ichtang ?e. Ton Mifaj ^ Villers CotterfiM ff die Nacht unter. >tterets bis Soisson, gesperrt war. An. lach Soissons 3 ) ge . acht und gelangten Bahn, über Beim. rankentransportfijf Eröffnung der Linie istationen bestanden ntilly 5 ) undReiins.f gesprengte Tunnel ;raubende, für d; e Hers Cotterets tranken fortan ohne Mitry und Gonesse Weissenburg. e -Maas-Armee bi> Vle'zieres (1. Januar trdlichen Bahnlü die Richtung de. Januar 1871 wunt ispektion die neu- I. Armee zur au.*- ogegen die Beför- -Prouard aufhörte. i konnte aufgelöst 311 traten nuu in 3ii in Wirksamkeit, n Reims stationirte. ernay abgezweigte , 1 Offizier, 1 La- eiwilligen Kranken- e Rückbeförderiuii: Lrmee. Diejenigen ien Bahnnetz heimzu passiren. Für r dieser Ort Nacht- nzüge und Sanität-- c. aus den dortigen enden nicht Traft lbst eingerichteten YI. Südöstlicher Kriegsschauplatz. 1 ) Wenngleich es den im Oberelsass operirenden Truppen durch Eröffnung der Bahn Schlettstadt—Mülhausen—Sent- ij e j m _-Daminerkirck und durch Wiederherstellung der Rhein- übei'o'änge leicht gemacht zu sein schien, ihre Kranken nach Baden zurückzusenden, so hatte doch in Wirklichkeit das XIV. Armeekorps auch in dieser Beziehung erhebliche Schwierigkeiten zu überwinden. Vor allem war es bei der überaus feindseligen Stimmung der Bevölkerung in jenen Gebieten sehr schwierig, den Bahnverkehr in Südlothringen wiederherzustellen. Die Linie Luneville—St. Die" war durch Sprengung der Meurthebrücke bei Boucarat unfahrbar gemacht- an der Bahnlinie Blainville—Vesoul, welche bei dem erstgenannten Orte in die grosse Linie Paris—Strass- bursr einmündet, war die Moselbrücke bei Charmes gesprengt und der Bahnviadukt bei Xertigny zerstört, während die Festung Beifort jenseits Dammerkirch die Linie Mülhausen— Vesoul sperrte. Erst nach und nach gelang es, die Bahn von Blainville aus bis Charmes und später (11. Januar) bis Epinal in Betrieb zu setzen. Auf der Linie Luneville—St. Die konnte der Badische Sanitätszug bis an die Brücke zwischen Boucarat und Raon l'Etape vorgehen. Das XIV. Armeekorps blieb somit bei seinem Vormarsch jenseits der Vogesen wesentlich auf Land-Etappen- strassen angewiesen. Auf der langen Strecke von Strassburg bis Dijon berührte dasselbe nur wenige kleine Städte (von 4000 bis 12000 Einwohner), wie Raon l'Etape, Vesoul, Gray, in welchen die Kranken, so gut es ging, untergebracht werden mussten, weil bei der aufgeregten, fanatischen Stimmung der dortigen Bevölkerung nur da Lazarethe errichtet werden konnten, wo anwesende Truppen genügende Sicherheit gewährten. Kaum etablirt, waren die Lazarethe überfüllt und forderten dringend die Weitersendung der Transportfähigen. Diese aber war in hohem Grade erschwert, theils weil der Landweg zwischen Epinal und Dijon durch die Besatzungen der festen Plätze Beifort, Besancon, Auxoime und Langres beständig gefährdet wurde, theils wegen der durch die feindliche Bevölkerung bereiteten Hindernisse. Dabei herrschte wochenlang bittere Kälte (—10bis 15°R.) oder windiges nasses Wetter mit strömendem Regen, so dass bald Glatteis, bald tiefer Schmutz die Wege fast un- passirbar machte. Um zur Bahn zu gelangen, bedurften die Kranken eines sechstägigen, ununterbrochenen Transportes. Ihr Befinden erheischte aber eine wiederholte Rast an Orten, wo Lazarethe zu Gebote standen. Demgemäss ver- ') Vergl. 8. 184 bis 192. Sanitilts-Bericht über die Deutschen Heere 1870,71. I. Bd. gingen oft 10 bis 12 Tage, bevor die Kranken Epinal erreichten, um von hier aus nach mehrtägiger Ruhe und Erholung auf der Bahn heimwärts geschafft werden zu könneii. Da es oft schwer fiel, von der Bevölkerung Fuhrwerk zu erlangen, sandte das Badische Kriegsministerium eine Omnibuskolonne zum Abholen der Kranken ins Feld. Eine Kommission, bestehend aus dem stellvertretenden Korpsarzt, dem Korpsintendanten und einem Delegirten der freiwilligen Krankenpflege, betrieb die Regelung der Krankenzerstreuung mit grosser Energie und sorgte für Schutz, Lebensmittel u.s.w. Nach den Gefechten im Oktober gelangten die Transporte über St. Die nach Raon l'Etape und von hier nach Luneville. Während des weiteren Vorrückens der Deutschen stand die von Dijon über Gray, Vesoul, Port sur Saone nach Epinal führende Strasse zur Verfügung. Bei der am 27. Dezember erfolgenden Räumung von Dijon wurden alle transportfähigen Kranken auf Wagen mit- geführt. Auf spiegelglatt gefrorenen Strassen erreichten die Krankenkolonneii, am rechten Saone-Ufer hinziehend, über Port sur Saöne nach zweitägigem Marsch Vesoul. Nach den Kämpfen bei Villersexel (am 9. Januar 1871) schaffte man einen grossen Theil der Verwundeten bei schneidender Kälte nach Lure. Während der Schlacht an der Lisaine (15., 16. und 17. Januar) stellte sich zwischen den Verbandplätzen und den rückwärtsgelegenen Lazarethen von Chatenois, Giromagny, Morvillars und Altkirch ein ununterbrochener Verwundetentransport auf Krankentransport- Wagen und Landfuhrwerken her. Der Bahnanschluss erfolgte in Mülhausen. Dank der grossen Vorsicht, mit welcher die Krankenbeförderung ausgeführt w r urde, liefen die unter den schwierigsten Umständen vor sich gehenden Landtransporte ohne besondere Unglücksfälle ab, so dass die Evakuirten unbenachtheiligt die heimischen Lazarethe erreichten. Stets waren die Transporte von Aerzten und Krankenwärtern begleitet, welche zumeist seitens der Sanitätsdetachements gestellt wurden. Für das Belagerungskorps vor Beifort entstand in Dammerkirch, 1 ) der Bahnstation vor Beifort, ein Etappen- lazareth, aus welchem der unter der persönlichen Leitung des Prinzen Karl von Baden stehende Badische Sanitätszug die Transportfähigen abholte, um dieselben in die Badischen Reserve- und Vereinslazarethe überzuführen. i) Vergl. S. 187. 32 Für die aus Mülhausen, Colmar und von Bpinal oder Raon l'Etape über Zabern in Strassburg einlaufenden Krankentransport- und Sanitätszüge, welche die Kranken- zerstreuung von der Süd-Armee her (ohne Berührung des Grenzortes Weissenburg) vermittelten, befand sich in Strassburg bei der Etappenkommandantur ein eigener Arzt Evakuationspersonal stationirt; die Etappenkomrnandantii Strassburg war zur direkten Beförderung dieser Züge % Kehl nach Baden ermächtigt. VII. Nördlicher Kriegsschauplatz. Während des Marsches durch die Argonnen bewegte sich die I. Armee auf zwei Etappenstrassen nördlich und südlich Verdun vorwärts. 1 ) Die Evakuation der Kranken konnte theils rückwärts nach Pont ä Mousson und Metz, theils vorwärts nach Reims erfolgen, wohin auch die Belagerungskorps vor den kleinen Festungen ihre wenigen Kranken entsandten. In der Champagne und beim weiteren Vormarsch gegen Amiens blieb zunächst Reims der Zielpunkt für die Evakuation. Der Bahnverkehr war im November schon so weit hergestellt, dass Krankentransportzüge von Reims aus bis Laon und, nach dem Fall von La Fere und Verdrängung der Franzosen gegen die nördliche Grenze, bis Amiens und Rouen vorgesandt werden konnten. Die zahlreichen, im nordwestlichen Frankreich errichteten Feld- und Kriegslazarethe brachten ihre Leichtverwundeten und Leichtkranken auf Landfuhrwerken, die Schwerverwundeten und Schwerkranken, soweit sie beförderungsfähig waren, auf Krankenwagen der Sanitätsdetache- ments an die Bahnstationen Amiens, St. Quentin, Rouen und übergaben sie dort den Sanitäts- oder Krankentransportzügen. i) Vergl. S. 192. Compiegne 1 ) bildete lange Zeit den Kranken-Samru punkt der I. Armee. Dorthin entsandten die Lazarethe nach den Schlachten in der Gegend von Amiens ihre transpoft fähigen Verwundeten. Von Compiegne aus wurden dieselbe zum Theil unter Benutzung von Dampfbooten auf der Aisne , 2 ) nach Soissons und weiter nach Reims gebracht. In Noyon 3 ) an der Bahn La Fere—Compiegne, sammelten siel die von Amiens kommenden Krankenkolonnen. Anfängliel begaben sich dieselben von Noyon über La Fere und Laon nach Reims; nachdem aber ein Transport vom Feinde aufgehoben worden war, wurden die Kolonnen über Compieni nach Soissons geleitet. Vom Januar ab nahmen die von Berlin, Köln um München nach dem nördlichen Kriegsschauplatz abgesandtei Sanitätszüge die Evakuirten in Amiens in Empfang, i der Schlacht bei St. Quentin allein 1200 verwundete Deutsche und Franzosen. 1) Vergl. 8. 192. 2) Vergl. S. 197 und 198. 3) Vergl. S. 192. VIII. Südwestlicher Kriegsschauplatz. Als Orleans am 12. Oktober das erste Mal von den Deutschen besetzt wurde, richtete sich das Bestreben des Bayerischen Generalkommandos, um allen Kriegsfällen gegenüber bereit zu sein, sofort darauf, die zahlreichen Kranken, welche dem auf dem Bahnhofe in Orleans') etablirten Bayerischen Aufnahms-Feldspital No. 9 zuströmten, nach den in Artenay, Etampes und Corbeil eingerichteten Laza- rethen zurückzubefördern. Wesentliche Dienste leistete hierbei die Eröffnung eines Pferdebahnbetriebes auf dem von Orleans nach Juvisy bei Paris führenden Schienenstrange. ] ) Vergl. S. 200. Es fand sich nämlich auf dem Bahnhof in Orleans zwai Wagenmaterial in hinreichender Menge, dagegen waren Lokomotiven nur zwei unbrauchbare Exemplare aufzutreiben, deren Wiederherstellung mehrere Wochen erforderte. Di; Feld - Eisenbahnabtheilung richtete daher den Betrieb Pferdekräften in der Weise ein, dass je vier Wagen toi fünf nach landesüblicher Weise hintereinander gespannt« Pferden gezogen wurden. Bei jedem Transport gingen mehrere solcher Züge gleichzeitig ab. Strohsäcke und Matratzen-Feldbetten dienten in den gedeckten Wagen m Lagerung der Verwundeten. Behufs Begleitung und ärztlicher Hilfeleistung waren den Zügen Bedeckungsmannschalte; unter dem Kommando von Offizieren, Aerzte und Kranken tärter beigegeben, die Endstation der Hier erfolgte die A Am 17., 20. ui Trausporte abgesan rückwärts schafften Auf erhebliche weise nicht. Von Landwegen nach O Ausser diesen fagen der Proviai über Artenay, Etai Z ur Empfangnahme Am 23. Oktol von Kranken derer Transportmitteln v( Erst kurz vor Bahnbetrieb mit ein In den letzten T (8./9. November) far Dagegen wurden ai wundeten von Tour 15. und 16. Novem Die Kämpfe v< Orleans (4/5. Deze Verwundeten und B fähig waren, wurden Lokomotivbetrieb - geschafft. Gegen I 4. Januar 1871) d: werden, weil die Bi den Eisgang zerstör bei Corbeil für die n Transporte nicht ai Aus den nord schaffte man die 1 Etampes, theils uai kehrungen zu ihrer Als die IL A Ende Oktober den konnte sie zuerst Krankenevakuation marsche nach Trc St. Dizier—Joinvilh (6. November). B II. Armee auf die I von Vitry le Franc, ereque nach Sens, Fontainebleau führt wurde erst am 2. dort streifenden Fr ') Vergl. S. 166. 2 ) Vergl. S. 247. 3 ) Vergl. S. 201 i m eigener Arzt mi appenkommandantti, ig dieser Züge über Band I. II. Abschnitt: Ausführung der Krankenzerstreuung. 251 Mi Kranken-Saniisel 11 die Lazarethe nacl aiens ihre transpoit us wurden dieselbe! impfbooten auf der Reims gebracht. In gne, sammelten b Tonnen. Anfängliel r La Fere und La« iort vom Feinde auf men über Compiegt i Berlin, Köln und lauplatz abgesandt« 3 in Empfang, i i 1200 verwundete nhof in Orleans zwar , dagegen waren m Mnplare aufzutreiben, ben erforderte. Dil ler den Betrieb ml je vier Wagen von einander gespannte] l Transport gingen ). Strohsäcke 3deckten Wagen m ieitung und ärztlicher jckungsmannschaftf' Merzte und Krank» Wärter beigegeben. In Toury wurde genächtigt. Ablon, 1 ) die Endstation der Bahn, erreichte man in zwei Tagen. Hier erfolgte die Ausladung der Kranken und Verwundeten. Am 17., 20. und 22. Oktober wurden drei derartige Transporte abgesandt, welche je 301, 260 und 104 Mann rückwärts schafften. Auf erhebliche Hindernisse stiess diese Beförderungs- weise nicht. Von Ablon ging der Krankentransport auf Landwegen nach Corbeil weiter. Ausser diesen Eisenbahnwagen benutzte man auch die Wagen der Proviantkolonnen, welche auf der Landetappe über Artenay, Etampes und La Ferte" Aleps nach Corbeil zur Empfangnahme von Vorräthen fuhren. Am 23. Oktober 1870 gerieth bei grossem Andrang von Kranken deren Weiterbeförderung wegen Mangels an Transportmitteln vollkommen ins Stocken. Erst kurz vor der Räumung von Orlöans konnte der Bahnbetrieb mit einer Lokomotive ins Werk gesetzt werden. In den letzten Tagen vor der Räumung von Orleans (8./9. November) fanden Krankentransporte nicht mehr statt. Dagegen wurden am 13. November die Kranken und Verwundeten von Toury und Angerville nach Etampes, am 14., 15. und 16. November nach Corbeil abgeschickt. Die Kämpfe vor und nach der zweiten Besetzung von Orleans (4./5. Dezember) füllten diese Stadt abermals mit Verwundeten und Kranken au. Soweit dieselben transportfähig waren, wurden sie auf der Eisenbahn — nunmehr durch Lokomotivbetrieb — nach Etampes, Ablon und Corbeil fortgeschafft. Gegen Ende des Jahres aber musste (bis zum 4. Januar 1871) die Krankenrückbeförderung ganz sistirt werden, weil die Brücke bei Villeneuve St. Georges durch den Eisgang zerstört war und die einzige feste Seinebrücke bei Corbeil für die mannigfaltigen, auf dieselbe angewiesenen Transporte nicht ausreichte. 2 ) Aus den nordwestlich Orleans etablirten Lazarethen schaffte man die Kranken und Verwundeten theils nach Etampes, theils nach Chartres, woselbst umfassende Vorkehrungen zu ihrer Aufnahme getroffen waren. 3 ) Als die IL Armee nach der Kapitulation von Metz Ende Oktober den Marsch nach der unteren Seine antrat, konnte sie zuerst die Bahnlinie Blesme—Nancy für die Krankenevakuation benutzen. Gleichzeitig mit dem Vormärsche nach Troyes — Chaumont wurde die Bahnlinie St. üizier—Joinville—Blesme—Chaumont in Betrieb gesetzt (6. November). Bei ihrem weiteren Vormarsch blieb die II. Armee auf die Land-Etappenstrasse angewiesen, welche von Yitry le Francois über Troyes, Estissac, Ville l'Arch- eveque nach Sens, von da über Cheroy nach Morel und Fontainebleau führten. Die Bahnlinie Chaumont—Chätillon wurde erst am 2. Dezember fahrbar und blieb durch die dort streifenden Französischen Mobilgarden beständig ge- •) Vergl. S. 166. 2 ) Vergl. S. 247. 3 ) Vergl. S. 201 und 202. fährdet. Die Bahnlinie Chätillon—Troyes konnte am 7. Dezember in Betrieb gesetzt werden. Troyes bildete in der zweiten Hälfte des November einen Sammelpunkt für die zahlreichen Fusskranken und Maroden,') welche hinter den in Eilmärschen vordringenden Truppen zurückblieben, ebenso St. Dizier, von wo die Krankenzüge entweder Abends oder ganz früh Morgens aufbrachen, um sodann gegen 9 Uhr Morgens in Blesme und Abends zum Uebernachten in Luneville einzutreffen. Die Fortsetzung der Linie über Chätillon stiess auf andauernde, schwer zu beseitigende Hindernisse. Am 25. Dezember konnte der Betrieb zwar bis Nuits sous Ravieres ausgedehnt werden, die volle Benutzung der Bahn gelang aber erst am 20. Januar 1871. Von Fontainebleau aus führte eine Land-Etappenstrasse über Melun nach Villeneuve St. Georges, von da weiter nach Lagiiy und Meaux behufs Anschlusses an die Bahnlinie Paris—Strassburg. Beim weitereu Vormarsch der 11. Armee gegen die Loire war die Krankenzerstreuuug nach den zahlreichen Gefechten eine äusserst beschwerliche. Die Kranken und Verwundeten mussten auf Landwegen über Puiseaux, Malesherbes und Milly nach Corbeil geschafft werden. Von Pithiviers aus richtete sich der Landtransport theils über La Ferte Aleps nach Corbeil, theils über Angerville und Etampes nach Juvisy. Bis zum Februar 1871 blieb die Beförderung so sehr behindert, dass es häufig rathsamer erschien, bei Auflösung von Lazarethen Kranke und Verwundete den Ortsbehörden unter Hinweis auf die Genfer Konvention zu übergeben. Noch schwieriger gestalteten sich die Verhältnisse nach den blutigen Sehlachten westlich der Linie Orleans— Paris. Um auf Landwegen über Corbeil Lagny zu erreichen, bedurfte es tagelanger Fahrten in der kalten Winterszeit auf Landfuhrwerken, leeren Proviantwagen und einzelnen Kranken-Transportwagen der Sanitätsdetachements, während Schneetreiben und Glatteis die Bewegung hemmten und der Verpflegung die grössten Schwierigkeiten entgegenstanden. . Dabei belief sich die Zahl der an einem Tage Fortzuschaffenden mehrmals auf 1000 Mann. Auch nach Eröffnung der Bahnlinie Versailles— Chartres—Le Maus (anfangs Pferde- später, vom 19. Januar 1871 ab, Dampfbetrieb) musste dieser Landweg innegehalten werden, da die Ueberfüllung der Lazarethe von Versailles, wie oben erwähnt, 2 ) ein Verbot der Krankenabsendung nach dorthin nothwendig gemacht hatte. Vom 20. Januar an konnte die südliche Bahnlinie Blesme — Chaumont — Chätillon — Nuits sous Ravieres— Montereau—Montargis—Juvisy—Orleans von Sanitätszügen befahren werden. !) Vergl. S. 63. 2 ) Vergl. S. 248. 32* 252 IV. Kapitel: Krankenzerstreuung. IX. Waffenstillstand und Prälinünarfriedenszeit. Sobald sich nach vorläufigem Abschluss eines dreiwöchentlichen Waffenstillstandes (am 28. Januar 1871) absehen Hess, dass in nicht zu ferner Zeit der Einstellung der Feindseligkeiten ein definitiver Friede folgen werde, wurde die Räumung der weit über Frankreich zerstreuten Feld-, Kriegs- und Etappenlazarethe in Angriff genommen. Wesentliche Vortheile gewährte dabei der Umstand, dass Eisenbahnen nunmehr in grösserer Ausdehnung benutzt und Sanitätszüge bis an die Grenzen der von den Deutschen Truppen in Besitz genommenen Landestheile vorgeschoben werden konnten. Aus dem Südosten Frankreichs holten die Sanitätszüge, welche nach Pontarlier, Dijon und Dole vorgingen, die dort zerstreuten Kranken und Verwundeten zurück. Auf der südlichen Linie zwischen Chaumont und Orleans drangen die Sanitätszüge bis Blois und Tours vor. Nach Westen wurde die Bahn über Le Mans bis nach Beaumont sur Sarthe und Conlie fahrbar. Im Norden der Seine konnte der Bahnbetrieb bis Dieppe und Abbeville aufgenommen und ein regelmässiger Verkehr zwischen Rouen, Amiens, Reims und Metz ins Werk gesetzt werden. Zunächst mussten die transportfähigen Kranken an den wichtigsten Knotenpunkten der Eisenbahn gesammelt werden; auf dem nördlichen Kriegsschauplatz besonders in Amiens und Rouen, auf dem südwestlichen in Orleans, Blois, Tours und Le Mans. Im Südosten waren Pontarlier, Lons le Saunier und Arbois die Hauptkonzentrationspunkte, nach welchen demnächst die Sanitätszüge ausliefen. Um diese Zeit kam Versailles als Evakuationsstelle zu besonderer Geltung. Dorthin gelangten nun die Krankentransporte von den zahlreichen Lazarethen, welche bei Rambouillet, Chartres, Vendome, St. Calais, Le Mans, Nogent le Rotrou etc. errichtet waren, theils unter Benutzung der etatsmässigen Fahrzeuge der Sanitätsdetachenients und Feld- lazarethe, theils auf Wagen der Fuhrparkkolonnen, theils auf Landfahrzeugen, theils endlich auf der Bahn. In Versailles selbst standen sechs etablirte Feldlazarethe zur Verfügung. Anfänglich sollten dieselben sofort geleert werden, durch die Friedenspräliminarien vom 26. Februar 1871 wurde indess die Frist für die Räumung des linken Seine- Ufers bis zum 12. März hinausgerückt. Auf Grund einer am 11. Februar abgeschlossenen Konvention, 1 ) betreffend die Benutzung der Pariser Gürtelbahn für Deutsche Krankentransporte, durften die Krankenzüge leer oder beladen das feindliche Gebiet und einen Theil von Paris passiren, indem sie an dem Eintritt in die Demarkationslinie von Delegirten !) Vergl. Beilage 70. der Deutschen an Delegirte der Französischen freiwilligen Krankenpflege übergeben und von Letzteren durch die Französischen Linien geführt wurden. Auf diese Weise war der Etappen-Hauptort Lagny, wohin die Krankentransporte von Versailles aus bisher auf beschwerlichem Landwege geführt worden waren, innerhalb weniger Stunden erreichbar Auf der nördlichen Gürtelbahn verkehrten nunmehr von Mitte Dezember bis Mitte März sowohl Krankentransport- züge, aus gewöhnlichen Personenwagen und mit Stroh belegten Güterwagen zusammengestellt, als auch eigentliche Sanitätszüge. Am 14. Februar befanden sich in Versaille- und Umgegend noch etwa 200 nicht transportfähige Kranke nebst etwa der doppelten Anzahl Schwerverwundeter und schwacher Rekonvaleszenten, welche nur durch Sanitätszüge fortgeschafft werden konnten, ausserdem eine grosse Mem»e von Leichtkranken. Das Lazareth im Lyceurn 1 ) zu Versailles diente bei Einleitung der Krankenevakuation aus den zunächst zi räumenden Gebieten als Sammelort für alle diejenigen Schwerkranken aus den umliegenden Lazarethen, welche in Sanitätszüge verladen werden sollten. Hier konnten diese Kranken einige Tage ausruhen, um dann die Weiterreise anzutreten. Auf solche Weise gelang es, bis zum 4. Man den grössten Theil der in der Umgebung von Versaille- und auf dem südwestlichen Kriegsschauplatze errichtete Lazarethe aufzulösen. An diesem Tage brachen in Paris die ersten Unruhen aus, welche in der Folge zur Errichtung der Kommune führten. Da unter diesen Umständen die Gürtelbahn zunächst nicht benutzt werden konnte, so mussten für einige Zeit die regelmässigen Fahrten der Sanitätszüge aufhören. Schon nach wenigen Tagen aber wurden dieselben wieder aufgenommen und konnten die Rücksendungen der transportfähigen Kranken aus dem Südwesten über Versailles vollends bewerkstelligt werden. Für diejenigen Lazarethe und Kranken, welche auf dem von Deutschen Truppen nicht mehr besetzten Französischen Gebiete zurückblieben, übernahm die Französische Regierung die Sorge hinsichtlich der Ter pflegung, Sicherheit und thunlichst baldiger Heimbeförderung, (§ 14 der Konvention zur Ausführung der Friedenspräli minarien.) 2 ) Die in Französische Kriegsgefangenschaft ge i) Vergl. S. 160. 2 ) § 14 des Präliminar - Vertrages lautete: „In den nicht mehr von Truppen besetzten Departements wird die Französische Regierung für die Ruhe und Sicherheit der Deutschen Lazarethe und der mit Legitimation versehenen Mitglieder der freiwilligen Krankenpflege einstehen. Ein besonderer Schutz ist den einzelnen zurückbleibenden, nicht transportfähigen Kranken zu gewähren. Zur Abholim? rathenen und nach P waren von dort sc des Einzugs des I Truppen in Paris Versailles zurückge Der mit Kranh zosischen Hauptstai 11. Februar 1871 a us Paris nach Deu Gebieten fortzuscha zösische Regierung In Corbeil reg die aus dem Süden dahin, dass die Ti Boissy St. Leger, Corbeil gesammelt Miiitätszüge gesonc Schwerkranken auf kranke erreichten i Boissy St. Leger. ImMärz 1871 wi dass nur noch gan in den nunmehr zu zurückbleiben mussl Bereits am 2. und Etappen-Gene kommission Epernay der in nächster Ze der nur auf Sanität geben. Die etwa fähigen sollten in v Evakuationskommiss züge nach Maassga dieselben auch für In den Gegenc liehen Bahnnetzes, andererseits in Mitry wenige Kranke, dass zögen Platz fanden. Die Linie Le Ma ebenso Tours, war v Lazarethe waren au Ein von Epern zug führte die let Chäteaudun und Orl von Kranken können von Lazarethe geschickt w Französische Regierung zurückbleibenden und 2 Mitteln sorgen. Die niel Armee jetzt oder späti zurücklässt, werden auf ihrer Evakuation unterl Irischen freiwillige,, etzteren durch die uf diese Weise war i Krankentransporte erlichem Landwege Stunden erreichbar. hrten nunmehr von l Krankentransport- und mit Stroh be- als auch eigentlich,. Et sich in Versailles lsportfähige Kranke rerverwundeter und r durch Sanitätszüge i eine grosse Menge jrsailles diente bei i den zunächst zu ür alle diejenigen izarethen, welche in Hier konnten diese um die Weiterreise >S, bis zum 4. Mar; tung von Versailles luplatze errichteten die ersten Unruhen ung der Kommune die Gürtelbahn zu- mussten für einige litätszüge aufhören, ;n dieselben wieder mgen der transport- n über Versailles aigen Lazarethe und Truppen nicht mehr ieben, übernahm die sichtlich der Ter- ir Heimbeförderung. der Friedenspräli- ägefangenschaft ge- tete: „In den nicht vird die Französische ntschen Lazarethe und • freiwilligen Krankenden einzelnen zurück- währen. Zur Abhobln« Band I. IL Abschnitt: Ausführung der Krankenzerstreuung. 253 thenen U11( j nacü Paris gelangten Verwundeten und Kranken n-aren von dort schon am 1. und 2. März — den Tagen des Einzugs des Deutschen Kaisers und der Deutschen Truppen in Paris — durch ein Sanitätsdetachement nach Versailles zurückgeführt worden. Der mit Kranken und Verwundeten überfüllten Französischen Hauptstadt wurde durch die Konvention vom 11. Februar 1871 gleichfalls gestattet, 5000 Verwundete aus Paris nach Deutscherseits nicht besetzten Französischen Gebieten fortzuschaffen. Zu diesem Zweck durfte die Französische Regierung leer zurückkehrende Bahnzüge benutzen. In Corbeil regelte sich die Krankenrücksendung für die aus dem Süden anlangenden Transporte in dieser Zeit dahin, dass die Transportfähigen aus den Lazarethen in Boissy St. Leger, Cre'teil, Yeres, Brunoy, Draveil etc. in Corbeil gesammelt und für die Krankentransport- und Sauitätszüge gesondert wurden; Sanitätszüge brachten die Schwerkranken auf der Gürtelbahn nach Lagny; Leichtkranke erreichten denselben Ort auf dem Landwege über Boissy St. Leger. IinMärzl871 war die Rücksendung so weit vorgeschritten, dass nur noch ganz vereinzelte Kranke und Verwundete in den nunmehr zu räumenden Französischen Departements zurückbleiben mussten. Bereits am 2. März wurden sämmtliche Feld-Korpsund Etappen-Generalärzte angewiesen, der Evakuations- komuiission Epernay, wenn möglich telegraphisch, die Zahl der in nächster Zeit voraussichtlich transportablen sowie der nur auf Sanitätszügen zu befördernden Kranken anzugeben. Die etwa noch verbleibenden nicht Transportfähigen sollten in wenige Lazarethe vereinigt werden. Die Evakuationskommission in Epernay war angewiesen, Sanitätszüge nach Maassgabe des Bedürfnisses zu requiriren und dieselben auch für weniger schwere Fälle zu verwenden. In den Gegenden der Haupteinladepunkte des nördlichen Bahnnetzes, in Rouen, Amiens und St. Quentin, andererseits in Mitry, Gonesse und Juilly, harrten nur noch so wenige Kranke, dass sie in zwei dahin abgesandten Sanitätszügen Platz fanden. Die Linie Le Mans—Chartres—Rambouillet—Versailles, ebenso Tours, war völlig geräumt; alle daselbst errichteten Lazarethe waren aufgelöst. Ein von Epernay nach Orleans abgesandter Sanitätszug führte die letzten Transportfähigen von Vendome, Chäteaudun und Orleans zurück. Das Gleiche geschah mit vonKranken können von Deutschland Sanitätszüge in die vorbezeichneten Lazarethe geschickt werden. Soweit dies nicht möglich, wird die Französische Regierung für schnellen und sicheren Rücktransport der zurückbleibenden und zur Evakuation geeigneten Kranken mit allen Mitteln sorgen. Die nicht transportablen Kranken, welche die Deutsche Armee jetzt oder später in den nicht mehr besetzten Departements zurücklässt, werden auf Kosten der Französischen Regierung bis zu ihrer Evakuation unterhalten." den Kranken in Corbeil und Umgebung. Ebenso nahm ein Sanitätszug noch etwa 150 an der Bahn zwischen Corbeil und Blesme liegende Kranke auf. In Rethel und Reims waren transportable Kranke nicht mehr vorhanden. Auf der Linie Lagny—Epernay fanden sich noch: 40 in Lagny, 35 in Meaux, 4 in La Ferte sous Jouarre, 4 in Chäteau Thierry, welche gleichfalls durch einen Sanitätszug abgeholt wurden. Bei der Süd-Armee hatte man die Verwundeten und Kranken von Pontarlier aus über Beifort, von Arbois aus über Dole und vom XIV. Armeekorps aus über Gray und Vesoul, von Dijon aus auf der Bahn nach Nancy dirigirt, woselbst drei Sanitätszüge die Rückbeförderung besorgten. Als das XIV. Armeekorps Ende März und Anfang April den Rhein überschritt, kamen seine sämmtlichen Feld- Sanitäts-Anstalten in die Lage, ihre Thätigkeit einzustellen. Am 23. März 1871 konnte die Evakuationskommission in Epernay nach fünfmonatlicher, angestrengter und erfolgreicher Thätigkeit aufgelöst werden. Nur kurze Zeit (im Januar 1871) hatten die Krankentransporte über Epernay eine Unterbrechung erfahren, als die Bahnlinie durch Sprengung der Moselbrücke bei Fontenoy (zwischen Toul und Frouard am 22. Januar) vorübergehend unfahrbar geworden war. Während dieser Tage hatten die Feldlazarethe Befehl, die Krankenabgabe auf das geringste Maass zu beschränken. In der Zeit vom 8. November 1870 bis zum 23. Mai 1871 sind durch die Evakuationskommission in Epernay im Ganzen 84 827 Verwundete und Kranke über Epernay bezw. Reims nach den östlich Epernay auf Französischem Boden gelegenen Lazarethen oder über Weissenburg, Strass- burg und Forbach in die Heimath befördert worden, davon 19 000 Mann mittels geschlossener, heizbarer Sanitätszüge in 98 Fahrten. Nicht gerechnet sind hierbei diejenigen Fahrten der Sanitätszüge, welche vor Einsetzung der genannten Evakuationskommission ausgeführt waren. 1 ) Die nicht auf Sanitätszügen beförderten 65 000 bis 66 000 Mann sind fast sämmtlich eine Nacht in Epernay beherbergt und verpflegt worden. Von der Garnison Epernay waren zum Evakuations- dienst kommandirt: 2 Unteroffiziere als Revieraufseher, 1 Lazarethgehilfe, 1 Schreiber, 1 Ordonnanz, 4 Köche, 12 Krankenwärter, sowie in täglichem Wechsel 2 Unteroffiziere und 12 Mann. 2 ) ' Nach Auflösung der Evakuationskommission verblieb in Epernay noch eine Uebernachtungs- und Verpflegungsstation mit 340 Betten, zu deren Verwaltimg 1 Stabsarzt und 1 Offizier kommandirt wurden. x ) Vergl. das Kapitel „Sanitätszüge". 2 ) Betreffs der freiwilligen Krankenpflege an den Evakuations- Centren siehe 8. Kapitel. IV. Kapitel: Krankenzerstreuung. band I, X. Rückmarsch und Okkupation. Am 15. März 1871 — dem Tage, an welchem Seine Majestät der Kaiser und König von seinem siegreichen Heere in Frankreich Abschied nahm — wurde seitens des Preussischen Kriegsministeriums angeordnet, dass die Kranken der zur Okkupation Französischer Gebietsteile bestimmten Truppenverbände nicht nach dem Inlande entsendet, sondern in die bei der Okkupations-Armee verbleibenden Sanitäts-Anstalten l ) aufgenommen werden sollten, mit Ausnahme der Verwundeten und der vor dem Friedens- schluss Erkrankten. Hinsichtlich der Lazarethkranken derjenigen Truppen- theile, welche nach erfolgtem Friedensschlüsse den Heimmarsch anzutreten hatten, wurde am '23. Mai 1871 verfügt, dass beim Eintreffen des Marschbefehles die Transport- Iahigen in Krankentransport - und Sanitätszügen nach den heimathlichen Lazarethen des betreffenden Korpsbezirks überzuführen seien, zu welchem Zwecke die Feld- Korps-Generalärzte mit den heimathlichen Sanitäts- und Intendanturbehörden die nöthigen Vereinbarungen treffen sollten. Die Zahl der auf Sanitätszügen zu Befördernden musste der Evakuationkommission in Weissenburg behufs Absendung eines Sanitätszuges nach den betreffenden Lazarethen in Frankreich angegeben werden. >) Vergl. S. 218. Jedesmal, wenn in Gemässheit des Friedensvertrag ein weiterer Gebietstheil Frankreichs von den Okkupation truppen zu räumen war, wurden die transportfähigen Kranken aus dem aufzugebenden Landstriche nach I Jaza . rethen in derjenigen Zone gebracht, welche die betreffenden Truppen neuerdings besetzten. Nur einzelne Kranke, z. Badekurenbedürftige, Invalide etc., wurden mit Genehrmgun» des Oberkommandos der Okkupations-Armee nach den heimathlichen Garnisonlazarethen übergeführt. Zur Abholun» solcher Kranker und Verwundeter, welche beim Abwai^l ihres Truppentheils zurückbleiben mussten, dienten nach ein- getretener Transportfähigkeit eigens eingerichtete Sanitäts wagen, deren Absendung die Intendantur des Gardekorji vermittelte. Nachdem auf diese Weise die Fortschaffung der Krank« und Verwundeten aus Frankreich nach und nach vollstäudi» C bewerkstelligt war, konnten auch die beiden an der Grenze aufgestellten Evakuationskommissioiien aufgelöst werden. Am 20. Mai 1871 erfolgte die Aufhebung der Eva- kuationskommission in Forbach. Als am 15. Juli 1871 der regelmässige Lauf der Sanität züge eingestellt wurde, war auch für die Evakuatioiit- kommission in Weissenburg die Zeit gekommen, nach elfmonatlicher, angestrengter Arbeit ihre Thätigkeit einzustellen; ihre Auflösung erfolgte am 3. August 1871. 8chlussbetrachtung. Die Ereignisse während des Krieges 1870/71 haben unverkennbar gelehrt, dass die in der Feld - Sanitätsinstruktion von 1869 theoretisch durchgeführte Einrichtung, die gesammte Krankenzerstreuung in die Hände der mit anderen Aufgaben vollauf beschäftigten Etappen-Behörden zu legen, eine unvollkommene gewesen ist. Die Kranken- zerstreuung blieb eine ungeordnete, so lange dieses Prinzip in Kraft stand; es gelang dagegen verhältnissmässig rasch und vollständig, befriedigende Zustände auf diesem Gebiete herbeizuführen, sobald in den, selbstverständlich auf das Einvernehmen mit den Etappen-Behörden und die Unterstützung derselben angewiesenen, im Uebrigen aber selbstständig disponirenden Evakuationskommissioiien auch für diesen besonderen Zweck besondere Organe geschaffen waren. Es konnte danach keinem Zweifel unterliegen, dass der Schöpfung von Krankentransport - Kommissionen im Jahre 1866 ein richtiger Gedanke zu Grunde gelegen hatte. und dass lediglich in der Neuheit der Einrichtung in Verbindung mit der Kürze des Feldzuges der Grund dafür gesucht werden musste, dass die damalige Wirksamkeit der Kommissionen hinter den Erwartungen zurückgeblieben war. Durch die Kriegs-Sanitätsordnung von 1878, in welcher — der durch den Deutsch-Französischen Krieg entwickelten Bedeutung des Gegenstandes entsprechend — die Bestimmungen über Krankenzerstreuung umfangreiche Abschnitte einnehmen, sind in Folge dessen Krankentransport- Kommissionen in wesentlich fortentwickelter Gestalt 1 ) von vornherein der Feld-Sanitätsorganisation eingefügt. !) Nach der Kriegs-Sanitätsordnung wird jeder Etappeninspektioi eine unter ärztlicher Leitung stehende Krankentransport-Kommissio« mit ausgedehnten Obliegenheiten und Befugnissen unterstellt. pie Gesammtzs Heimath Evakuirten Die Gesammtza tos 30. Juni 1871 in jer mobilen Arme« Lazarethbehandl zusammen 560 851 . der Gesammtzahl al Rekonvaleszenten \ Inlandes transportir Die evakuirten längere oder kürze -chanplatz behandel Trappe aus frühzeit gegen gelangten — in grosser Zahl sogl vorher in einem Fe: Sammelpunkten der i) Nämlich: 2041 brticken-Forbach und A In diesen Nachweisung vom IG. bis 30. Septem seits sind darin die nach Bitenthalten. Dazu ko: gesandten, desgleichen Ügermigskorps vor Stra her ohne Berührung voi sammtliche nach April für welche der Zugan 1. September ziemlich s dass die Zahl der im M sich auf 35000-36 000 der überhaupt Evakuir kranken im Juli (11 496 oder theilweise in Laza und Kranken der mobi Beilage 88, woselbst 4 geführt sind, erklärt t Summe der in den einz Verpflegten darstellt, w Zählungen einschliesst, d behandelt worden sind, die direkt vom Kriegs Gelangten von denjenigt Lazareth in ein anderes dem Rapportschema ei gesehen; dasselbe ist je eine Verwerthung der gänzlich ausgeschlossen sich übrigens mit Sich aufgeführten Summe voi heimathlichen Lazarettn 2 ) Die im Juli II Betracht, da die Grenz« 3 ) D. h. die Gesan Tage der Verwundung fügigkeit der Verletzuni 4 ) Einschliesslich i 5 ) Davon etwa 40 ( 6 ) Vergl. S. 64. iJaad l es Friedensvertrages oii den Okkupation, iie transportfäliiga ldstriche nach Laza- lche die betreffenden nzelne Kranke, z. len mit Genehmig^, Lrmee nach den hei- iihrt. Zur Abholung lche beim Abniav^i en, dienten nach ein- ugerichtete Sanitäfe .tur des Gardekorp. haffung der Krank«. und nach vollständig 'eiden an der Grenzt aufgelöst werden. Lufhebung der Eva- ge Lauf der Sanität- ir die Evakuations- t gekommen, nach ihre Thätigkeit ein- 3. August 1871. runde gelegen hatte. Einrichtung in Verls der Grund dafür ige Wirksamkeit der ;urückgeblieben war. on 1878, in welcher i Krieg entwickelten ickend — die Be-, umfangreiche Ab-' u Krankentransport-; kelter Gestalt 1 ) von i eingefügt. eder Etappeninspektioi intransport-Kommissioi | sen unterstellt. II. Abschnitt: Ausführung der Krankenzerstreuung. Schlussbetrachtung. 255 Die Gesammtzahl der vom Kriegsschauplatz nach der Heimath Evakuirten beläuft sich auf etwa 250 000 Mann.') Die Gesammtzahl der in der Zeit vom 1. August 1870 Ms 30. Juni 1871 in Lazarethe aufgenommenen Kranken der mobilen Armee betrug 468 687, 2 ) diejenige der einer Lazarethbehandlung bedürftigen Verwundeten 3 ) 92 164; zusammen 560 851 Mann. 4 ) Es sind somit etwa 44,6 pCt. der Gesammtzahl als noch Behandlungsbedürftige oder als Rekonvaleszenten vom Kriegsschauplatz in Lazarethe des Inlandes transportirt worden. 5 ) Die evakuirten Kranken waren fast sämmtlich vorher längere oder kürzere Zeit in Lazarethen auf dem Kriegsschauplatz behandelt, da direkte Evakuationen von der Truppe aus frühzeitig untersagt wurden; 6 ) Verwundete hin- wen gelangten — namentlich nach grossen Schlachten — in grosser Zahl sogleich von den Verbandplätzen aus, ohne vorher in einem Feldlazareth verweilt zu haben, nach den Sammelpunkten der Evakuations-Transporte. i) Nämlich: 204192 nachweislich über Weissenburg, Saar- briicken-Forbaeh und Aachen Evakuirte (vergl. S. 240, 241 und 243). In diesen Nachweisungen fehlen die in der Zeit vom 1. bis 10. und vom IG. bis 30. September über Saarbrücken Transportirten, andererseits sind darin die nach Deutschland geschafften verwundeten Franzosen mitenthalten. Dazu kommen sämmtliche im Monat August Zurückgesandten, desgleichen die während des ganzen Feldzuges vom Be- iageruugskorps vor Strassburg und dem südöstlichen Kriegsschauplatz her ohne Berührung von Weissenburg (vergl. S. 233 und 249), endlich sämmtliche nach April bezw. Mai 1871 Evakuirten. Eine Schätzung, für welche der Zugang im Monat August und der Bestand am 1. September ziemlich sichere Anhaltspunkte abgiebt, lässt annehmen, dass die Zahl der im Monat August über die Grenze Zurückgeschafften sieh auf 35 000—36 000 Mann beläuft. — Die oben angegebene Zahl der überhaupt Evakuirten, vermehrt um den Zugang an Lazarethkranken im Juli (11496 Mann), ist offenbar die Zahl der ausschliesslich oder theilweise in Lazarethen des Inlandes behandelten Verwundeten und Kranken der mobilen Armee. Der scheinbare Widerspruch mit Beilage 88, woselbst 453127 Angehörige der mobilen Armee aufgeführt sind, erklärt sich dadurch, dass letztere Zahl lediglich die Summe der in den einzelnen Reserve-, Vereins- und Privatlazarethen Verpflegten darstellt, welche eine grosse Zahl von Doppel- und Mehrzählungen einschliesst, da Viele in mehr als einem heimischen Lazarethe behandelt worden sind. Das vorliegende Material gestattete nicht, die direkt vom Kriegsschauplatz nach einem inländischen Lazareth Gelangten von denjenigen zu trennen, welche aus einem derartigen Lazareth in ein anderes transportirt worden sind. Allerdings war in dem Rapportschema eine scharfe Trennung beider Kategorien vorgesehen; dasselbe ist jedoch so vielfach irrig aufgefasst worden, dass eine Verwerthung der Rapporte für die in Rede stehende Frage gänzlich ausgeschlossen ist. Aus obiger Auseinandersetzung ergiebt sich übrigens mit Sicherheit, dass rund 44 pCt. der in Beilage 88 aufgeführten Summe von 453 127 Mann auf Schiebungen innerhalb der keimathlichen Lazarethe zurückgeführt werden müssen. 2 ) Die im Juli 1870 in Zugang Gekommenen bleiben ausser Betracht, da die Grenze erst Anfang August überschritten ward. 3 ) D. h. die Gesammtzahl der Verwundeten nach Abzug der am Tage der Verwundung Gestorbenen (17 255) und der wegen Geringfügigkeit der Verletzung bei der Truppe Verbliebenen (7402). 4 ) Einschliesslich Offiziere, Aerzte und Beamte. 5 ) Davon etwa 40000 mittels Sanitätszügen (vergl. 5. Kapitel). 6 ) Vergl. S. 64. Für Beurtheilung der Frage, wie weit diese umfangreiche Rücksendung durch das unabweisliche Bedürfniss diktirt bezw. ob und wie weit letzteres überschritten worden ist, giebt nachstehende Tabelle I (S. 256) einen Anhalt. Aus dieser Tabelle ergiebt sich Folgendes: 1) Trotz der grossen Zahl von Lazarethen, welche den Deutschen Heeren folgten, hätten erstere — auch wenn man sie sich unausgesetzt etablirt und voll belegt denkt — von Mitte August ab zu keiner Zeit ausgereicht, um sämmtliche Lazarethkranken der mobilen Armee zu beherbergen. Durchschnittlich hätten sie nur für 68 pCt. der Gesammtzahl eine zulängliche Pflege zu sichern vermocht.') 2) Durchschnittlich lagen 56 pCt. sämmtlicher mobilen Lazarethanstalten der Krankenpflege ob, während durchschnittlich pro Armeekorps 6 Lazarethe nicht etablirt waren. Da ein Theil der Letzteren stets als auf dem Marsche von dem letzten Etablirungsort zum Armeekorps begriffen gedacht werden muss, so verringert sich die Zahl der den Truppen für Eventualitäten zur Verfügung stehenden Lazarethe auf etwa die Hälfte der jeweilig nicht etablirten. 2 ) Es ergiebt sich daraus, dass im Allgemeinen nicht mehr Lazarethe etablirt sein konnten, als thatsächlich etablirt waren. 3 ) Denkt man sich diese wirklich etablirten Lazarethe beständig bis an die Grenze der dauernden Leistungsfähigkeit belegt, so hätten gleichwohl durchschnittlich nur 38,6 pCt. aller Lazarethkranken auf dem Kriegsschauplatze verpflegt werden können. 3) Der durchschnittliche Bestand in einem etablirten Lazareth betrug 150 Deutsche. Bei Hinzurechnung der in Deutschen Sanitäts - Anstalten behandelten Französischen Verwendeten würde diese Zahl sich auf 165 bis 170 erhöhen. Ein solcher Durchschnittsbestand erscheint bei einer auf 200 Mann berechneten Formation hoch, und um so höher, wenn man erwägt, wie häufig ein Lazareth oder doch eine Sektion desselben bei einer verhältnissmässig kleinen Zahl Niehttransportabler zurückbleiben musste. Erklärlich wird derselbe eben nur durch die Thatsache, dass oft auch längere Zeit !) Allerdings muss dabei berücksichtigt werden, dass manche Kranken (namentlich Verwundete) in Lazarethen des Inlandes (insbesondere in Vereins- und Privatlazarethen) einer längeren Lazareth- pflege theilhaftig geworden sind, als ihr Zustand unbedingt erforderte. Eine frühere Invalidisirung oder anderweitige Entlassung solcher Pfleglinge würde — wenn Mangel an Lagerstellen eine derartige Maassregel nothwendig gemacht hätte — die Durchschnittsziffer der Lazarethkranken ohne Schaden für die Betreffenden etwas verringert haben. Für das Gesammt-Resultat dürfte dieser Punkt kaum von erheblichem Belang sein. a ) Vergl. ausserdem Bemerkung 6 zu Tabelle I, wonach die Kavallerie- und Reserve - Divisionen bei Berechnung der pro Armeekorps nicht etablirten Lazarethe ausser Betracht geblieben sind. 3 ) Vor Paris wurde ausdrücklich befohlen, dass 4 Feldlazarethe pro Armeekorps in Bereitschaft zu halten seien (vergl. S. 164). Tabelle I. © u Monat Dnni 'S B August September Oktober November Dezember Januar Februar 1 Zugang an Lazarethkranken x ) bei der gesammten mobilen Deutschen Armee 97 033 &3 870 74 797 61127 67 035 57 944 40 475 2 Durchschnittlicher Bestand an Lazarethkranken der mobilen Deutschen Armee in sämratlichen mobilen und immobilen Lazarethanstalten 37 384 63116 80 427 83 430 84 272 83 905 74 954 8« m 249 3 Zahl der zur Behandlung sämmtlicher in Spalte 2 aufgeführten Kranken erforderlichen Feldlazarette etc. 2 ) 187 316 402 417 421 419 375 4 Zahl der thatsächlich hei den Deutschen Heeren vorhandenen Feldlazarette etc. 3 ) 235 243 246 252 254 254 254 5 Durchschnittlicher Bestand, für welchen die in Spalte 4 aufgeführten Lazarethe höchstens ausreichen konnten 4 ) 47 000 48 600 49 200 60 400 50 800 50 800 50 800 49314 6 Die Zahlen in Spalte 5 betragen in Prozenten der Zahlen in Spalte 2 125.7 77.o 61.2 60.« 60.3 60.5 67.8 68, 7 Zahl der durchschnittlich etablirt gewesenen Feldlazarette etc. 5 ) 61 126 153, 152 172 177 160 14S Es waren somit durchschnittlich nicht etablirt a. überhaupt 174 117 93 100 82 77 94 m b. pro Armeekorps 6 ) 10 6»/, 5 5% VI, 4 5 i 9 Durchschnittlicher Bestand, für welchen die durchschnittlich etablirten Lazarethe höchstens ausreichen konnten 7 ) 12 200 23 400 30 600 30400 34 400 35400 32 000 28l.« 10 Die Zahlen in Spalte 9 betragen in Prozenten der Zahlen in Spalte 2 32.3 37.0 38.0 36.3 40.8 42.i 42.7 i 11 Wirklicher durchschnittlicher Bestand in den Lazaretten auf dem Kriegsschauplatze (ausschliesslich Franzosen) 7 211 15 376 25 535 24307 26 436 27138 21800 au 12 Die Zahlen in Spalte 11 betragen in Prozenten der Zahlen in Spalte 9 59.1 64.0 83.4 80.0 76.8 76.G 68.1 ;:. 13 Auf 1 etahlirtes Feldlazarett etc. kommt somit durchschnittlicher Bestand (ausschliesslich Franzosen) 118 128 166 160 154 153 136 13) 14 Die Zahlen in Spalte 11 betragen in Prozenten der Zahlen in Spalte 2 19.3 24.1 31.7 29.i 31.4 32.3 29.1 :'•„ 15 Abweichung des durchschnittlichen Bestandes in den Feldlazaretten etc. (Spalte 11) von dem durchschnittlichen Bestände an Lazarethkranken überhaupt (Spalte 2) 8 ) — 30173 — 47 740 — 54 892 — 59123 - 57 836 — 56 767 — 53154 -51381 16 Zahl der nachweislich Evakuirten !) ) etwa 35000 etwa 32 482 etwa 28 793 etwa 31266 etwa 26 209 etwa 17 707 etwa 27 346 etwa 21 SO] 17 Die Zahlen in Spalte 16 betragen in Prozenten der Zahlen in Spalte 2 93.i. 51.5 35.8 37.5 31.1 21.i 36.s I- ') Die in Lazarethe aufgenommenen Verwundeten sind hier und in dem Folgenden in der Bezeichnung „Lazaretlikranke" mit einbegriffen. 3 ) Unter der Annahme, dass jedes Feldlazarett oder die einem solchen gleich zu setzende Formation auf einen Bestand von 200 Kranken berechnet und tatsächlich bestiit mit 200 Mann belegt gewesen wäre. 3 ) D. h. wenn jedes Feldlazarett oder die einem solchen gleich zu setzende Formation auf einen Bestand von 200 Kranken berechnet gewesen wäre. — Etatsmässig Im die Deutsche Feld-Armee zur Zeit ihrer höchsten Mobilstärke 189 auf je 200 Mann berechnete Feldlazarette bezw. Aufnahms-Feldspitäler und 4 grössere Badische Feldlazarette altera Ordonnanz, deren jedes für 300 Kranke ausgestattet war; letztere 4 kamen somit 6 Norddeutschen Feldlazaretten gleich. Summe: 195 Feldlazarette. Dazu 47 Sektion«! Beseryepersonal (jede = 1 Feldlazarett) und 4 Bayerische (auf je 500 bis 800 Kranke berechnete) Haupt-Feldspitäler, deren jedes 3 Norddeutschen Feldlazaretten gleichgestellt ■ Summe: 254 einem Bestände von je 200 Mann entsprechende Feldlazarette oder gleich zu achtende Formationen. Diese Zahl trifft jedoch erst von Dezember 1870 ab zn, da 2 Bajen-cb- Aufnahms-Feldspitäler erst im August, die 3 Feldlazarette für das XIII., desgleichen die 5 Preussischen Feldlazarette für das XIV. Armeekorps bezw. die 4. Reserve-Division erst« Laufe des November formirt wurden und weil das Lazareth-Eeservepersonal wegen der früher angegebenen Hindernisse erst allmälig die etatsmässige Stärke erreichte. (Vergl. S.Ü Anmerkung.) 4 ) D. h. bei einem täglichen Bestände von 200 Mann pro Lazarett. 5 ) Nachweislich waren etablirt (bei Zugrundelegung der in Anmerkung 3 speziflzirten Umrechnung der Badischen und Bayerischen Sanitäts-Anstalten): am 1. August 3,u 1. September 121, am 1. Oktober 144, am 1. November 157, am 1. Dezember 158, am 1. Januar 180, am 1. Februar 184, am 1. März 149 Feldlazarette etc. (Hierbei sind diejenigen mit eingerechnet, deren Etablirung am 1. des betreffenden Monats begann, nicht aber diejenigen, deren Etablirung an diesem Tage schloss.) Als Zahl der durchschnittlir jedes Monats etablirt gewesenen Lazarethe ist das arithmetische Mittel zwischen den Zahlen der am 1., 10., 20. und letzten jeden Monats etablirt gewesenen Lazarette i Rechnung gestellt. °) Hierbei ist die Wnrttembergische Feld-Division einem Armeekorps gleich gerechnet, die 5 Reserve- bezw. Landwehr-Divisionen, desgleichen die 6 Kavallerie-Diriiioi« welche eigene Sanitäts-Anstalten nicht besassen, wohl aber solche von den Armeekorps zugetheilt erhielten, sind hingegen ausser Betracht geblieben. 7 ) D. h. wiederum bei einem täglichen Bestände von 200 Mann pro Lazareth. 8 ) Die für Spalte 15 sich ergebenden Zahlen sind identisch mit den Zahlen des durchschnittlichen Bestandes in den Lazaretten des Inlandes. Dieselben können sich mit df Zahlen der Evaknirten nicht decken, da der Bestand in jedem Monat sich aus dem Zugange (Evakuirte) und dem vom vorigen Monat verbliebenen Bestände (minus AbgiH zusammensetzt. fl ) Vergl. hierzu S. 255 Anmerkung 1. — Die Gesammtzahl der über Aachen Transportirten ist im September verrechnet, obwohl ein kleiner Theil derselben ohneZffiäj erst im Oktober die Grenze passirt hat. (Vergl. S. 242/243.) hol tsäc as ethki tliät de not I hindurch w«i behandelt wor im Allgemein« nach Obigem konnte, wähl wesentlich als sie thatr 4) Die Zahl dei gewesenen L proportional an Lazare trotz vermein haupt keine weist, hängt Falle von Met um Metz selben nach Schauplatz der etablirten mit dem hoch haupt (Dezemli Bestandes (Jai Gründen (vor Kvakuation is< ö) Die absolute in den Lazaret bewegen sich monatlich etal des Durchschi haupt annäher Ausnahmen. (!) Die relativer in den Lazare Verhältniss de (Spalte 12 und hältniss einersi überhaupt, and endlich zu de beiden erstgen Monaten ein i (vergl. sub 4), kuirten durch beeinflusst wir im August, t diesem Monat wegen der Näl liehen Grenzen Bvakuation in (sowohl absoli bereits hohen hauptsächlich Evakuation be >) Vergl. S. 128, 2 ) Vergl. S. 236. Saiiit.its-Iit'iH'ht über Ü44 905 119 254 800 60.5 171 77 4 400 138 76.G 153 32.3 va 707 21.1 Band Februa 40 475 74 954 375 254 50 800 67.- 32 000 21800 — 53154 etwa 27 346 Durch. sehn::' 21 Ui etwa 27 Sil eclmet und tatsächlich bestäni sen wäre. ■— Etatsmässig bes e Badische Feldlazarette alte . Dazu 47 Sektionen LazarA 'eldlazarethen gleichgestellt i nber 1870 ah) zu, da 2 Bayerkt die 4. Reserve-Division erst Stärke erreichte. (Vergl. S.33) -Anstalten): am 1. August 3, u Herbei sind diejenige]: >r durchschnittli: h ;ablirt gewesenen Lazarethe« hen die 6 Kavallerie-Divisio» Dieselben können sich mit & benen Bestände (minus Ahgii r Theil derselben ohne Ml Baiiil T. II. Abschnitt: Ausführung der Krankenzerstvcnnng. Schlussbetrachtung. 257 hindurch weit mehr als 200 Mann in einein Lazareth behandelt worden sind. Es ergiebt sich daraus, dass im Allgemeinen die etablirten Lazarethe, deren Zahl nach Obigem (süb 2) nicht füglich vermehrt werden konnte, während der eigentlichen Kriegsperiode keinen wesentlich höheren Bestand zu verpflegen vermochten, als sie thatsäehlich verpflegt haben. 4) Die Zahl der durchschnittlich in jedem Monat etablirt gewesenen Lazarethe steigt im Allgemeinen annähernd proportional dem wachsenden Durchschnittsbestände an Lazarethkranken überhaupt. Dass der November trotz vermehrten Bestandes an Lazarethkranken überhaupt keine Zunahme der etablirten Lazarethe aufweist, hängt mit den Heeresbewegungen nach dem Falle von Metz zusammen, welche eine Entleerung der um Metz thätigen Lazarethe und Heranziehung derselben nach dem südwestlichen bezw. nördlichen Kriegsschauplatz nothwendig machten.') Auch das Maximum der etablirten Lazarethe fällt nicht vollständig zusammen mit dein höchsten Bestände an Lazarethkranken über- haiipt(Bezember), sondern in den Monat des zweithöchsten Bestandes (Januar), weil dieser zugleich aus anderen Gründen (vergl. snb 6) der Monat der geringsten Evakuation ist. 5) Die absoluten Zahlen des durchschnittlichen Bestandes in den Lazarethen auf dem Kriegsschauplatz (Spalte 11) bewegen sich in derselben Weise wie die Zahlen der monatlich etablirten Lazarethe, sind daher den Zahlen des Durchschnittsbestandes an Lazarethkranken überhaupt annähernd proportional mit den sub 4 erwähnten Ausnahmen. 6) Die relativen Zahlen des durchschnittlichen Bestandes in den Lazarethen auf dem Kriegsschauplatz, d. h. das Verliältniss des wirklichen Bestandes zu dem möglichen (Spalte 12 und 13), stehen in einem komplizirten Verliältniss einerseits zu dem Bestände an Lazarethkranken überhaupt, andererseits zur Zahl der etablirten Lazarethe, endlich zu den Evakuations-Bedingungen. Nur die beiden erstgenannten Faktoren weisen in den einzelnen Monaten ein im Wesentlichen analoges Verhalten auf (vergl. sub 4), während die monatliche Zahl der Eva- kuirten durch allerlei äussere Umstände abweichend beeinflusst wird. Das Maximum der Evakuationen liegt im August, theils weil die blutigsten Schlachten in diesem Monat geschlagen wurden, nicht minder aber wegen der Nähe dieser Schlachtfelder an den heimath- lichen Grenzen. Nach einer noch immer ausgedehnten Evakuation im September sinkt letztere im Oktober (sowohl absolut als namentlich im Verliältniss zu dem bereits hohen Bestände an Lazarethkranken überhaupt) hauptsächlich in Folge der vor Metz ergangenen, die Evakuation beschränkenden Bestimmungen, 2 ) während ') Vergl. S. 128, 192 und 203. 2 ) Vergl. S. 236. Sanitäts-Bericht über die Deutschen Ileore 1870/71. ein anderer grosser Theil der Feld-Armee bereits weil in das Innere Frankreichs (bis Paris) vorgedrungen ist, daher dessen Kranke schon im Oktober zum Theil nicht mehr die Grenze passiren, sondern auf die in der Champagne und in Elsass-Lothringen bestehenden stabileren Lazareth-Einrichtungen vertheilt werden. 1 ) Der Fall von Metz bedingt im November wieder eine etwas verstärkte Evakuation. Letzterer entsprechend sinkt in diesem Monat, da die Zahl der etablirten Lazarethe fast absolut die gleiche bleibt, der relative Bestand in den Lazarethen auf dem Kriegsschauplatz. Derselbe nimmt im Dezember in Folge Vermehrung der etablirten Lazarethe weiter ab, trotz wachsender Zahl des Bestandes an Lazarethkranken überhaupt und obwohl die Evakuationen bei zunehmender Entfernung der Heere von den heimathlichen Grenzen und mit dem Vorrücken der Jahreszeit sich mindern. Zur Zeit des Minimums der Evakuation, dessen Lage im Januar sowohl durch die Jahreszeit als durch die Entfernung der Heere von den Grenzen bedingt wird, lässt die grosse Zahl auf dem Kriegsschauplatz etablirter Lazarethe den relativen Bestand in letzteren trotz des noch immer hohen Bestandes an Lazarethkranken überhaupt nur wenig über das Mittel der Kriegsmonate hinausgehen. Die Betrachtung der Ziffern in Tabelle 1 ruft demnach den Eindruck hervor, dass im Allgemeinen nicht mehr evakuirt worden sei, als mit Rücksicht auf die Leistungsfähigkeit der mobilen Sanitäts-Anstalten evakuirt werden musste, wenn den Zurückbleibenden wahrhaft ausreichender Beistand gesichert werden sollte. Eine Ausnahme scheinen die Zustände im August zu machen, welcher Monat durchschnittlich nur wenig etablirte Lazarethe und in diesen einen geringen Durchschnitts-Bestand aufweist. Die eigenartigen Verhältnisse dieses schlachtenreichsten Monats verlangen eine besondere Erörterung. Es versteht sich von selbst, dass das Evakuations- Bedürfniss in erster Linie nicht von dem Durchschnittsbestande eines ganzen Monats, auch nicht von der Höhe des Zugangs an sich während einer solchen verhältniss- mässig langen Periode abhängt, sondern von der Plötzlichkeit eines Massen-Andranges, wie solcher unter Umständen durch rasch um sich greifende Epidemien, vor Allem aber durch traumatische Epidemien, d. h. durch grosse Schlachten, bedingt wird. Der Umstand, dass im August 1870 innerhalb 12 Tagen 5 grosse Schlachten (mit einem Gesammt- verlust von 56 393 Mann auf Deutscher Seite) geschlagen wurden, weist diesem Monat nicht bloss in der militärischen, sondern auch in der Sanitätsgeschichte der Feldzüge eine durchaus eigenartige Stellung an. Während daher für die übrigen Monate eine Rechnung mit Durchschnittszahlen, wenn sie auch eine Ergänzung durch Betrachtung einzelner bestimmter Momente erfordert, nicht nur zulässig ist, i) Vergl. S. 244. I. Bd. 33 IV. Kapitel: Krankenzerstreuung;. sondern geradezu eine Zahl von Anhaltspunkten verschafft, die auf keine andere Weise zu gewinnen sind,') ist ein zutreffendes Bild der Verhältnisse im August in keiner Weise mittels Durchschnittszahlen, sondern ausschliesslich durch Betrachtung bestimmter Momente zu erlangen. Der Umstand, dass zur Etablirung der überwiegenden Mehrzahl mobiler Lazarethe erst in der zweiten Hälfte des Monats Veranlassung vorlag, läset sowohl die Zahl dieser Lazarethe als des Bestandes in denselben im August viel geringer erseheinen, als der realen Aufgabe entspricht, welche den Sanitätsfonnationen in diesem denkwürdigen Monat zufiel. Eine Ergänzung in diesem Sinne erhält Tabelle I durch die nachstehende Tabelle IL 2 ) ') Dies gilt auch für den September trotz der Schlacht bei Sedan. Da letztere am 1. des Monats stattfand, fallen die durch dieselbe für die Lazarethe auf dem Kriegsschauplatze geschaffenen Verhältnisse fast ausschliesslich in den September mit einer nur noch geringen Nachwirkung im Oktober. (Vergl. S. 154 und 242.) -) Bei Aufstellung derselben kommen wesentlich andere Gesichtspunkte und demgemäss andere Grundsätze in Betracht als einerseits bei Tabelle T, andererseits bei der die erste Hilfe demonstriren- den Tabelle auf S. 219. Von Tabelle I unterscheidet sich Tabelle II dadurch, dass bei ersterer 200, bei letzterer 300 Pfleglinge als Grenze für die Leistungsfähigkeit eines einzelnen Lazareths angenommen sind. Offenbar ist es ein wesentlicher Unterschied, ob — wie in Tabelle I — von unausgesetzter, oder — wie in Tabelle II — von einer zwar immerhin länger dauernden, aber doch periodischen Thätig- keit die Bede ist. Für eine Thätigkeit der letzteren Art kann und muss eine über das Normalmaass hinausgehende Kraftanspannung gefordert werden, welche während eines ganzen Feldzuges unausgesetzt eben nicht geleistet werden könnte. Was das Verhältniss der Tabelle IT zur Tabelle der ersten Hilfe auf S. 219 anlangt, so war es zunächst nicht durchführbar, in beiden Fällen durchweg dieselben Schlachten in den Kreis der Betrachtung zu ziehen, weil bei mehreren der auf S. 219 erwähnten besondere Verhältnisse obwalteten, welche eine ziffermässige Aufstellung der anlässlich der betreffenden Aktion etablirten Lazarethe nicht wohl angängig erscheinen Hessen. Es sind dies die Schlachten bei Noisseville, Villiers und Beaugency—Cravant, deren Opfer zu kleinerem oder grösserem Theile in bereits aus anderen Anlässen eingerichteten Lazarethen Aufnahme finden konnten. (Vergl. S. 125, 169 und 211.) An Stelle dieser, aus dem erwähnten Grunde in Tabelle II unbeachtet gelassenen Schlachten sind in letzterer 3 andere (bei Amiens, an der Hallue und bei St. Quentin) eingereiht. — Die Schlachten bei Colombey — Nouilly, Vionville — Mars la Tour und Gravelotte— St. Privat, desgleichen diejenigen bei Beaumont und Sedan mussten in Tabelle II in 2 Gruppen zusammengefasst werden, weil die einzelnen Schlachten innerhalb jeder dieser beiden Gruppen räumlich und zeitlich so nahe zusammengehören, dass die am 14. und 16. August aufgeschlagenen Lazarethe für die am 18. August Verwundeten ebenso in Betracht kommen, wie die durch die Schlacht bei Beaumont bedingten Btablirungen für die Opfer des Tages von Sedan (vergl. S. 106, 113 und 139). — Ein weiterer Unterschied zwischen Tabelle II und der Tabelle auf S. 219 besteht hinsichtlich der Rubrik „Gesammtverlust". Für Betrachtung der ersten Hilfe erschien es am richtigsten, die Gefallenen und Vermissten mit in Rechnung zu stellen, da mindestens ein grosser Theil derselben einen ersten Beistand sicher ebenfalls erfordert hat. Für die Füllung der etablirten Lazarethe hingegen kommen diese Kategorien ebensowenig in Betracht, wie diejenigen Leichtverwundeten, denen die Geringfügigkeit ihrer Verletzung das Verbleiben bei der Truppe gestattete. Tabelle II. o>^3 fl csit, - "* S-TS bfc» w Ü-fl «» NÄ Ä '^W* 2 03 U ^ 03 a> B &>•& 9 -r — 3 - Schlacht > s £ 03 m o 9 £ 72 — - o *- 1 2 3 4 5 6 1 Weissenburg-Wörth . 8197 20 2) 443 6000 2 Spicheren .... 3459 12'/2 3 ) 299 3750 3 Colombey—Nouilly, Vionvilleu. Gravelotte 30446 76") 400 23 800 4 Beaumont u. Sedan . 9012 41i/ a ») 217 12 450 5 Loigny—Poupry . . 2911 6 482 1800 6 Amiens..... 1046 5 209 1500 7 An der Hallue. . . 725 3':) 242 900 8 St. Quentin .... 1912 5 384 1500 66« Uli 412 Der Lindruck, welchen diese Tabelle hervorruft k — soweit es sich dabei nur um das Verhältniss der Hüft bereitsehaft zum Hilfebedarf handelt — ein überwiese! günstiger. Was insbesondere die Schlachten vor Metz h trifft, so erscheint es im Hinblick auf die gewaltigen Y lustziffern als ein im Glänzen erfreuliches Resultat, da die zur Etablirung gelangten Feldlazarette allein I, einer Aufnahme von 400 Mann pro Lazareth sämmtlicb Deutschen Verwundeten zu fassen vermochten, und das- j Zurücksendung des fünften Theiles ausreichte, um — s weit nur die Zahl disponibler Sanitäts-Anstalten in 4 Auge gefasst wird — Zustände herbeizuführen, welche auch längere Zeit hindurch die Kräfte des Personals alle falls gewachsen sein konnten. 7 ) Den reichlichsten dauer ') Nach Abzug der Vermissten, der am Tage der Verwund« Gestorbenen und der wegen Geringfügigkeit der Verletzung bei da Truppe Verbliebenen ') Ohne das Lazareth -Reservepersonal XI. und XII. (Küiiisl Sächsischen) Armeekorps, sowie die Bayerischen Haupt-Feldspitäl No. 2, 4 und 5. (Vergl. S. 100 und 101.) 3 ) Ohne das Lazareth-Reservepersonal IX. und IV. Anneekorjf (Vergl. S. 106.) 4 ) O^hne die 8 Sektionen Lazareth-Reservepersonal. Einem! dadurch, andererseits durch Nichtberücksichtigung der in dental Lazarethe aufgenommenen Franzosen finden die Abweichung) der Anmerkung auf S. 234 und 235 ihre Erklärung ■"•) Einschliesslich der Feldlazarethe No. 3 und 10 XU (Königl. Sächsischen) Armeekorps. (Vergl. S. 139 bezw. 137.) «) Ohne das 3. Feldlazareth VIII. Armeekorps. (Vergl. 8.1* 7 ) Die Zahl der bei der Armee vorhandenen Lazarethe war vor Metz sowohl als bei den übrigen Aktionen noch grösser als i allein in Rechnung gestellte Zahl der etablirten Lazarethe (versi Anmerkung auf S. 234 und 235). Bei Aufstellung der Tabelle II wimt jedoch von dieser Thatsache abgesehen, weil von der Voraussetzu« ausgegangen werden muss, dass die Zahl der nach einer Schlacht wirkli etablirten Lazarethe die Zahl derjenigen repräsentire, die in Anbetraf!: aller Verhältnisse etablirt werden konnten. Diese Verhältnisse bf standen nicht bloss in dem Vorhandensein der Lazarethe, auch nicht allein in ihrer Erreichbarkeit, sondern wesentlich auch in der Meinu« der Kommandobehörden über bevorstehende, vorauszusehende Bedürfnisse und in der Zahl der benutzbaren Unterkunftsräume. den Beistand (eben« g, 019) hatten unte je bei Beaumont gängigsten erscheil Loigny—Poupry, wo dag! < zwei ßayeriscl Orleans in Feindes! Aufgaben durch ve: ff ege entzogen wor Weissenburg-Wörth feinen Zahl von örterten Verhältnis; Inanspruchnahme d( umstände, dass di der nächsten Zuku mehr als die unumg von Sanitäts-Anstalt stösse zurückzulasse Letztere Erwäj raschen Wiederhers Weissenburg-Wörth drängte und demgei deren mangelhafte ( und beleuchtet wor nach den Schlachte Unterkunftsräumen vermeidlichen Folg« wundeter, was dort nach einer einzigen i) Betreffs der Ut rehnitteziffern nach de trat, vergl. S. 146. S Durchschnittsberechnun Betrachtung der einze eine ausschliesslich! Jede dieser beiden B gänzuug. •) Vergl. S. 202 i '■>) Vergl. S. 232 i 4 ) Besonders dem trachtnng der Karte welcher Weise die Kart sich ergänzen. Die K Lazarethe nach, welche einzelnen Kriegsschau]: etablirt gewesen sind; bahnen, Land-Etappen- irgend einer Kriegsperi Im Gegensatz dazu sind obwaltenden Verhältnil treffenden Tage etablii Gebote stehenden Eise zu Grunde gelegten Ti Momente dar. Karte mittelbar nach den Sei ist, wie um diese Zeit burg-Wörth und vor S schloss sich der Ring Band I- II. Abschnitt: Ausführung der Krankenzerstreuung. Schlussbetrachtung. •259 443 , 6000 o l9; 299 , 3750 _ 400 ,23 800 GH 217 12 450 _ 482 ] 1800 in, 209 ! 1500 _ 242 , 900 -. 384 | 1500 412 ibelle hervorruft, jf r erhältniss der Hilfe — ein überwiege lachten vor Me die gewaltigen V, iches Resultat, dag azaretlie allein I, Lazareth sämmtlicl lochten, und dassdi nsreichte, um — .,, its-Anstalten in 4 leizuführen, welche des Personals allen- reichlichsten dauern i Tage der Verwund« der Verletzung bei fa XI. und XII. (Knni,; chen Haupt-Felds]iit,L X. und IV. Armeekorp' srvepersonal. Kinn-, htigung der in deutsA die Abweichung! lärmig, e No. 3 und 10 XI 5. 139 bezw. 137.) sekorps. (Vergl. S. IS. .ndenen Lazarethe len noch grösser als dit lirten Lazaretlic (verel ung der Tabelle II wimt von der Voraussetzum :h einer Schlacht wivkli (> konnten die inzwischen aus Amerika bekannt gewordenen Nachrichten über die Einrichtung von Lazarethwagen noch nicht nutzbar gemacht werden, weder von Preussen und seinen Verbündeten, noch von Oesterreieh, Sachsen und den Süddeutschen Staaten. Alle damaligen, den Kranken- Transport auf Eisenbahnen betreffenden Maassnahmen bei den in Betracht kommenden Heeren trugen das Gepräge einer mehr oder weniger glücklichen Improvisation. Nur eines Versuchs ist aus jener Zeit zu gedenken, welcher von der Oesterreichischen Nordbahn in Böhmen unternommen wurde. Dieselbe Hess eine Reihe von Güterwagen für den Transport von Schwerverwundeten der Oesterreichisch-Sächsischen Armee herrichten. Die besondere Zurüstung dieser Wagen bestand darin, dass an 16 in einem Güterwagen befestigten Pfosten acht Tragbahren in Lederriemen aufgehängt und durch Seitenpolster gegen die seitlichen Stösse des Wagens möglichst geschützt wurden. Diese Wagen sind ohne Zweifel die ersten Lazareth-Eisen- bahnwagen gewesen, welche auf dem Europäischen Kontinent für Kriegszwecke Verwendung gefunden haben.') Was diese Einrichtung praktisch geleistet hat, wie umfangreich sie verwendet und welche Erfahrung damit gemacht worden ist, entzieht sich der diesseitigen Kenntniss. ') In Frankreich hatte Larrey im Jahre 1857 fiir Friedens- zwecke Eisenbahnwagen einrichten lassen, welche Kranke sitzend oder liegend aus dem Lager bei Chälons s. M. nach dem in der Stadt selbst befindlichen grossen Militärlazareth überzuführen hatten. II. Die nach dem Kriege von 1866 in den Deutschen Staaten getroffenen Tor. kehrungen für den Eisenbahntransport Verwundeter und Kranker. A. Norddeutscher Bund. Nachdem die Berliner Militär-Sanitäts-Konferenz von 1867 sich mit der Angelegenheit eingehend beschäftigt und die Zusammenstellung von Krankenwagen nach Amerikanischem Muster zu förmlichen Lazarethzügen dringend empfohlen hatte, wurde durch die Pariser Weltausstellung im Jahre 1867 die Frage der Einrichtung besonders ausgerüsteter Eisenbahn-Lazarethzüge zwar nicht unmittelbar zur Erledigung gebracht, aber doch ihrem Ziele wesentlich näher gerückt, in erster Linie durch eine Ausstellung von Gerätheii und Gegenständen zur Lagerung und Pflege der zu Transportirenden. Insbesondere Hess der Nordameri- kanische Arzt Dr. Evans das Modell eines Amerikanischen Lazareth-Eisenbahnwaggons ausstellen, welches von allen Seiten die anerkennendste Beurtheilung fand. Ausserdem gab die Pariser Ausstellung den Anstoss zum Erscheinen des Gurltsehen Werkes: „Abbildungen zur Krankenpflege im Felde, auf Grund der internationalen Ausstellung der Ililfsvereine für Verwundete zu Paris im Jahre 1S67 (Berlin 1868)*. Neben Gurlt haben sich um die in Rede stehende Angelegenheit noch diejenigen anderen Männer wesentlich verdient gemacht, welche gleich ihm zur Bildung eines internationalen Kongresses behufs Prüfung der einschlägigen Fragen von ihren Regierungen nach Paris entsandt worden waren. Seitens dieses Kongresses wurde vor Allem die Lagerung der Verwundeten auf Krankentragen als beste Lageriingsweise bezeichnet; auch fanden durch Vermittelung der Compagnie de l'Ouest praktische Versuche mit Personenwagen 2. und 3. Klasse, sowie mit Güterwagen statt. Da aber die Mehrzahl der Kongressmitglieder die Umänderung der in den meisten Europäischen Staaten gebräuchlichen, nicht unter einander kommunizirenden Personen- und Güterwagen in durchgängige, mit Stirnthüren und niederlegbaren eisernen Perronbrücken versehene Wagen für unausführbar hielt, so blieb vor der Hand wenigstens die Aufgabe, Sanitätszüge nach dem Amerikanischen Purchgangssystem von Staatswegen herzustellen, ungelöst. Vornehmlich dem Generalarzt der Landwehr, Professor Dr. Esmarch muss das Verdienst nachgerühmt werden, dieses Ziel unermüdlich weiter verfolgt zu haben. Seiner Energie und der Allerhöchsten Unterstützung, welche Ihre Majestät die Königin Augusta diesen Bemühungen angedeihen Hess, gelang es, die Verwaltung der Berliner Aktiengesellschaft für Fabrikation von Eisenbahnbedarf zum Neubau von 60 Personenwagen blieb, wurde für befördernden Verl dingigen Person« rim Notbfall auch i .ibi'ii Stahl-Blattfe 4. Klasse nach dem Amerikanischen Durchgang für die Hannoversche Bahn zu veranlassen und diese \\ gleichzeitig zur Aufnahme von federnd aufgehängten Tr für Kriegszwecke geeignet zu machen. Sehr wesenti war dabei das bereitwillige Entgegenkommen, dessen i der Urheber dieser Idee von dem Leiter der erwähito Verwaltung, Herrn v. Unruh, zu erfreuen hatte. Nacht das Preussische Handelsministerium die bezüglichen Y schlage Esmarchs gebilligt hatte, konnte am 18. Dezes!« 1867 unter Betheiligung von Kommissaren des PrensaiBcbe Kriegsministeriums eine Probefahrt auf dem in der schriebenen Weise zusammengestellten Zuge ausgenüal werden, welche zur Zufriedenheit ausfiel und alle Bedenk. insbesondere solche hinsichtlich etwaiger Schwierigkeit! beim Ein- und Ausladen, beseitigte. Demzufolge ordnel das Preussische Handelsministerium am 8. Oktober In die Bereitstellung eines grösseren Wagenparks nach ,> Esmarchschen Vorschlägen an. Diese Eisenbahnwaa deren nähere Beschreibung weiter unten folgen wird, hal* im Kriege 1870/71 ihre Verwendung gefunden. Bei dem begründeten Zweifel, ob die neuerbaiiln Wagen im Kriegsfalle für den Bedarf ausreichen wimln und ob im Hinblick auf die bei Ausbruch eines Krie«i> unvermeidlichen Verkehrsstockungen eine rasche Sammln. dieser Wagen erwartet werden könne, suchte inzwkln das Preussische Kriegsministerium nach Mitteln, auch ande Eisenbahnwagen zu schonendem Transport Verwundete. und Kranker durch geeignete, die Erschütterungen währei der Fahrt möglichst beseitigende Lagerungsmethoden tait lieh zu machen. Dasselbe entschied sich für die Annal» des Transportsystems mittels der weiter unten zu l schreibenden sogenannten Grundschen Blattfedern. Diese beiden wesentlichen Fortschritte fanden neben anderen für die Weiterentwickelung des Krankentransporte wichtigen Einrichtungen in der Preussischen Instruktim über das Sanitätswesen der Armee im Felde foi 29. April 1869, Aufnahme. Bestimmungen der Preussischen Peld-Sanitätsinstruktii von 1869 betreffend den Eisenbahntransport Verwundet« und Kranker. 1 ) Während für Leichtverwundete und Kranke die sitzen! Beförderung in den Personenwagen 1. bis 3. Klasse oh» weitere Zurüstung dieser Wagen im Prinzip beibehalt« >v 2 Zeichnung 6. Blattfed' genommen. Diese, i brücken versehene! in der vorderen i beiderseits je vier ! Barrierebretter in z Haken befanden sie wänden. Nach Weg J ) Beilage 13 zn § 44 der genannten Instruktion. 27 Zeichnung 7. Anfstelln: Haken zur Aufnahm jeder Längswand, un deren Stangenendei Gummiringe an den Seitenwände aufzuhä zeitig ward durch di geregelt, auch berei ständen eigene Zug zusammenzustellen : zur Bildung staatlic liehe Beförderung li Sanitäts-Bericht über di roffenen Vorranker. en Durchgangsgut,, issen und diese \V ;| 1 aufgehängten en. Sehr wes ikomrnen, dessen si Leiter der erwähnlu euen hatte. Nackig die bezüglichen V tute am 18. Dezemi, *aren des PrenssiBcin auf dem in der ten Zuge ausge iel und alle Bedenk« aiger Schwierigkeit! Demzufolge ordrt am 8. Oktober In;; Wagenparks nach M ese Eisenbahnwagen en folgen wird, hal„ gefunden. ob die neuerhi rf ausreichen wiir isbruch eines Krieg eine rasche Sanrnil le, suchte inzwk i Mitteln, auch andoi ansport Verwundet« jhütterungen wähl* irungsmethoden tau« ich für die Annal* weiter unten zu !► n Blattfedern. chritte fanden neb« a Krankentransporte dachen Instrukt nee im Felde foi L-Sanitätsinstriiktinii insport Verwundet« d Kranke die sitzen* 1. bis 3. Klasse ob Prinzip beibehalt« strnktion. liaiid 1. I. Abschnitt: Eisenbahn-Transportwesen. — Üebersicht der ausgerüsteten Sanitätszüge. 265 Hieb wurde für die schwerer Kranken und liegend zu befördernden Verwundeten die Verwendung de]- durchgängigen Personenwagen 4. Klasse und der gedeckten (im Notlifall auch der offenen, hochwandigen) mit Grund- ■ehen Stahl-Blattfedern versehenen Güterwagen in Aussicht Zeichnung G. Blattfedern nach Grundschem System. (Seitenansicht.) Mnommen. Diese, mit Stirntbüren, Stirnperrons und Wagen- Ürficken versehenen Personenwagen 4. Klasse, enthielten in der vorderen und hinteren Hälfte des Wagenraumes beiderseits je vier Stiele mit Haken zum Anschrauben der lianierebretter in zwei verschiedenen Höhen. Eben solche Haken befanden sich in entsprechender Höhe an den Seitenwinden. Nach Wegnahme der Barrierebretter sollten diese Ausserdem wurde die Krankenbeförderung in nicht durchgängigen, besonders eingerichteten Güterwagen vorgesehen, welche behufs elastischer Aufstellung der Krankentragen mit bogenförmigen Blattfedern nach Grundschem System ausgestattet werden sollten. Die Blattfedern U Zeichnung 7. Aufstellung von Tragen auf Blattfedern. (Stirnansicht.) Haken zur Aufnahme von 12 Krankentragen dienen (je 6 an jeder Längswand, und zwar je 3 in zwei verschiedenen Höhen), deren Stangenenden in Federschlaufen gesteckt, durch Grummiringe an den Haken der acht Wagenstiele und der Seitenwände aufzuhängen waren (vergl. Tafel XV11I). Gleichzeit ig ward durch die Instruktion die Verladungsweise genau geregelt, auch bereits darauf hingewiesen, dass unter Umständen eigene Züge aus solchen Personenwagen 4. Klasse zusammenzustellen seien. Damit war die erste Anregung zur Bildung staatlicher Eisenbahnzüge für die ausschliessliche Beförderung liegend zu Transportirender gegeben. Sanitäts-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. IE Zeichnung 8. Aufstellung von Tragen auf Blattfedern. (Obere Ansicht.) wurden an dem einen Ende von einem Schuh mit vier Stacheln (zur Sicherung der Stellung auf dem Wagenboden), an dem anderen Ende von zwei die Schwingungen erleichternden Rollen getragen und besassen oben eine eiserne Gabel zur Aufnahme von Querbäumen. Die Lagerung von G Verwundeten in einem Güterwagen machte 4 Paar Blattfedern erforderlich, von denen je ein Paar in einem gewissen Abstände nahe den vier Wagenecken parallel mit der Längswand, ein drittes und viertes Paar in derselben Richtung den ersten gegenüber zu beiden Seiten der Wagen- thüren aufzustellen war. Die Gabeln je zweier einander in der Querrichtung gegenüberstehender Federn dienten den Querbäumen zur Stütze, auf welche zu beiden Seiten der Thüren je drei Tragen gestellt werden sollten, so dass in der Mitte des Wagens ein Raum theils zum Aufenthalt für das Pflegepersonal, theils zur Aufstellung von Geräthen bezw. eines Ofens, frei blieb. (Siehe Zeichnung 6, 7 und 8, vergl. auch Tafel XXI.) Im Bedarfsfalle sollten diese Blattfedern auch in Personenwaagen 4. Klasse verwendet werden, wenn deren oben vorgesehene Ausrüstung fehlte oder sich als mangelhaft erwies. Nur für den Nothfall war die Verwendung der früher gebräuchlichen Strohsäcke der Feldlazarett»?, sowie das Aufschütten von Heu oder Stroh instruktions- mässig zugelassen. — Das Personal für diese Kranken- Transportzüge hatten die Etappenkommandanturen, unter Umständen auch die Sanitätsdetachements zu stellen. Das Fahrtempo sollte ein möglichst rasches sein, der letzte Wagen wegen der starken Schwingungen nicht mit Schwerverwundeten beladen werden. Ein Anhalten'des Zuges während der Fahrt durfte nur bei schleunigst erforderlichem ärztlichen Einschreiten erfolgen. Die Ventilation des Wagens blieb durch Oeffnen der von der Windseite 34 V. Kapitel: Sanitätszüge. uidl- abgelegenen Fenster oder der hinteren Thüren der Personenwagen zu bewerkstelligen. Besondere Ventilations-, Heizungsund Beleuchtungs-Vorrichtungen waren noch nicht vorgesehen. — Die Beköstigung der Zuginsassen hatte auf den Zwischenstationen durch die Etappenkommandanturen zu erfolgen. Dem leitenden ältesten Arzt lag ob, die noth- wendigen Labe-, Verband- und Arzneimittel durch Vertu ittelung der Etappenkommandantur zu beschaffen. Als mitzuführende Lebens- und Labemittel waren besonders empfohlen: Zwieback oder englisches Biscuit, Wein, Rum oder Arak; in kälterer Jahreszeit und bei längeren Transporten: Kaffee, Thee, Fleischextrakt. Behufs Bereitung der warmen Getränke gehörte eine Theemaschine mit Berzelius- lampe zur Ausstattung eines Krankenzuges. Bei der Auswahl der Verbandmittel und Instrumente leitete vorzugsweise die Rücksicht auf Mittel zur Blutstillung. Von Arzneimitteln waren vornehmlich Analeptica, sodann Chloroform, Liquor Ammonii caustici, Liquor Ferri sesquichlorati, Tinctura Opii, Morphiumlösung (mit Spritze), Tartarus depuratus und Acidum citricutn, letztere beiden Gegenstände zur Bereitung kühlender Getränke, vorgesehen. Als sonstige Ausrüstungsgegenstände für jeden Wagen bestimmte die Instruktion: 1 Handlaterne mit 1 Licht, 1 Signalflagge, 6 wollene Decken (bei rauher Jahreszeit entsprechend mehr), 1 Weinglas, 2 Trinkbecher, 1 graduirten Porzellanbecher zum Eingeben von Arzneien, 1 Steckbecken. Die nothwendigen Lagergeräthe, Leder- und Gummiringe, Blattfedern etc. sowie Labe-, Arznei- und Verbandmittel waren aus dem Lazareth-Reservedepot an die Etappenkomman- danturen und von diesen an die Züge abzugeben. Behufs Sicherung der rechtzeitigen Verpflegung sowie der ordnungsmässigen Empfangnahme der Beförderten an den Abnahmestellen war der telegraphische Verkehr auf den Zwischenstationen durch besondere Bestimmungen geregelt. Die Züge sollten nach ihrer Entlastung mit voller Ausrüstung und vollem Begleitpersonal alsbald wieder ins Feld zurückkehren, um für die Zwecke der Evakuation dauernd in Verwendung zu bleiben. B. Süddeutsche Staaten. Auch in Süddeutschland, insonderheit in Württemberg, dem einzigen Deutschen Staate, welcher vom Beginn des Eisenbahnbaues au durchgängige Wagen besass und demnach für die Einführung Amerikanischer Lazarethwagen die güi stigsten Vorbedingungen bot, hatten die Vorbereitungen für den Eisenbahntransport der Verwundeten und Kranken nicht geruht. Im Jahre 1868 empfahl der damalige Württembergische Regimentsarzt Dr. v. Fichte in der Deutschen Vierteljahresschrift für öffentliche Gesundheitspflege (1868, Heft II, No. CXXII) die Einführung des Amerikanischen Transportsystems und stellte zwei hauptsächliche Anforderungen an die Militärverwaltung: 1) Staatliche Organisation eigener Eisenbahnamtray für die Krankenabfuhr von der Armee; AusrM derselben mit eigens eingerichteten Spital wagen, $oJ mit Küchen- und Kellerwagen (Proviantwagen) gewöhnliche Personenwagen für sitzend zu 'J portirende; Ausstattung dieser Eisenbahnzüge eigenem ständigem Personal. 2) Kontraktmässige Verwendung des gesammten Wird bergischen rollenden Eisenbahnmaterials im Kriegsj für die gesammte Deutsche Armee. Bald darauf (1868) traten die oben erwähnten Esmanl sehen Bestrebungen an die Oeffentlichkeit, welche sich a Wesentlichen darauf beschränkten, eine verhältnissmd kleine Zahl von Eisenbahnwagen durchgängig machen) für den Krankentransport im Felde herrichten zu kJ Der Vorschlag v. Fichtes, ganze Züge zur Befördern grösserer Mengen von Kranken und Verwundeten gesammten Deutschen Armee in allen Einzelheiten tj zubereiten, war damit seiner Verwirklichung nicht eil näher gebracht; v. Fichte trat deshalb mit dem AYüntJ bergischen Kriegsministerium in weitere UnterhandlnJ ein, in Folge deren eine technische Kommission niei gesetzt wurde, welche die Vorschläge v. Fichtes im gemeinen annahm. Da jedoch die geringe Breite der Wagenthüreu I denken erregte, geriethen die vorbereitenden MaassnaJ wieder ins Stocken, bis der Ausbruch des Krieges« alle Bedenken hinweghalf. Bald erschienen die von Inj projektiven Württembergischen Sanitätszüge, gefördert i das energische Eingreifen des Ministers v. Varnbüleu die ersten durchgängigen Sanitätszüge auf dem KrifJ schauplatze. Gleichzeitig wurde eine vorläufige „Vorschrift für Sanitätsdienst der Königlich Württembergischen TrupperJ Felde" erlassen, welche einige Bestimmungen über den Ei-J bahntransport Kranker und Verwundeter enthielt. Danal war die Regelung dieser Angelegenheit im WesentlidJ in die Hand der Etappenbehörden gelegt, welche für Beorderung von Krankentransport-Zügen, für deren J stattung mit Personal und Material, für das Verladern die Beköstigung der Beförderten, sowie endlich für deiJ ordnungsmässige Ablieferung an die abnehmenden BpiMJ und rasche Rückkehr Sorge zu tragen hatten. Der weitere Kriegsverlauf brachte auch hier bald TiJ änderungen mit sich. In Bayern waren seit dem Kriege von 18661 sondere Bestimmungen über den Eisenbahntransport wundeter und Kranker im Felde nicht ergangen. Ausbruch des Krieges zeitigte aber auch hier die in AI sieht genommenen Maassregeln. Am 18. Juli 1870 «J eine Eisenbahn-Oentralkoninussion in München niedergeJl welcher neben ihren übrigen Dienstverpflichtungen nlil vier Spitalzüge in kürzester Zeit fertig zu stellen. Jflf Zug sollte vierzig Eisenbahnwagen umfassen, die eine e Sprechende Anzahl tönnehmen hatte Erektion, welcl ßalmmaterials für i Ausser der a Imsportirender v Befördernde g< nur als Füllung v Endung linden, ui fcgehränkung. D Feldtrageu ruktion 1 ) vor A i) Vergl. 8. 28 u [II. Gesamm A. 1 In Preussen brderungen, welcl Verwaltung, sondei Brddeutschlands s staatlichen Sanitäts: keiten. Die für den fängigen Personen les Krieges nach ■utechland zerstre bahubehörden zu H< zu sammeln und rollenen Decken ui litte August 1870 überwies das Preus ragen, sowie 3900 äisenbahndirektion ■Errichtung dieser ■truktion erforder Intendantur zu Ha Weisung erhielt Summe 432 wollem Entnehmen. Aus d 36 Wagen form Stappeninspektionei ügmig vom 23. A ■erwiesen. Das Pflegepersonal sollt uid l I. Abschnitt: Eisenbahn-Transportwesen. — Uebersickt der ausgerüsteten Sanitätszüge. 267 brechende Anzahl sitzend und liegend zu Transportirender »fzunehmen hatten. Am 2. August 1870 erschien eine gtruktion, welche auf die Verwendung des rollenden ßalnunaterials fvir Sanitätszwecke besondere Rücksicht nahm. Ausser der angemessenen Unterbringung sitzend zu tansportirender war namentlich der Transport für liegend Befördernde genau geregelt. Stroh und Heu sollten nur als Füllung von Strohsäcken für den Transport Ver- lendung finden, und auch für diesen Zweck in thunliehster fjo-ehiänkung. Dafür wurde — neben der Verwendung Feldtrageu Bayerischer und Norddeutscher Kon- itruktion 1 ) vor Allem der Transport mittels der in den Vergl. 8. 28 und 29 bezw. 34 und 37. Bayerischen Feldspitälern üblichen Feldbettladen') befürwortet. Das Verladen in die Eisenbahnwagen und aus denselben, das Verhalten während des Transports, die Uebergabe und das Wiedereinrücken bei der Feldarmee wurde durch diese Instruktion genau, und zwar im Allgemeinen in Anlehnung an die Preussische Instruktion vom 29. April 1869, vorgeschrieben. Eine am 22. August 1870 erschienene Instruktion für die Bayerischen Spitalzüge regelte den Dienstbetrieb bei denselben (Zusammenstellung und Ausrüstung der Züge, Dienstobliegenheiten des Personals u. s. w.). J) Vergl. S. 50. [II. Gesammt-Uebersicht über die im Deutsch-Französischen Kriege ausgerüsteten Sanitätszüge. A. Norddeutscher Bund. In Preussen stiess angesichts der gewaltigen An- orderungen, welche der Krieg nicht nur an die Militärverwaltung, sondern namentlich auch an die Eisenbahnen lorddeutschlands stellte, die Einrichtung von geschlossenen staatlichen Sanitätszügen Anfangs auf beträchtliche Schwierigkeiten. Die für den Krankentransport ausgerüsteten durch- ingigen Personenwagen 4. Klasse waren bei Ausbruch des Krieges nach allen Richtungen der Windrose in Deutschland zerstreut. Gleichwohl gelang es den Eisen- ahubehörden zu Hannover in kurzer Zeit, 72 solcher Wagen sammeln und dieselben — mit aufgehängten Tragen, wollenen Decken und den übrigen Geräthen ausgerüstet — iitte August 1870 fertig zu stellen. Zu diesem Zweck überwies das Preussische Kriegsministerium 868 Krankenwagen, sowie 3900 Gummi- und Lederringe der Königlichen Sisenbalmdirektion zu Hannover. Die Beschaffung der zur Einrichtung dieser 72 Wagen nach der Feld-Sanitäts- ptruktion erforderlichen Utensilien wurde der Provinzial- Dteudantur zu Hannover übertragen, welche ausserdem itweisung erhielt, für jeden Wagen 6, mithin in Bumme 432 wollene Decken aus disponiblen Beständen zu ntnehmen. Aus diesen 72 Wagen wurden zwei Züge zu 36 Wagen formirt und dieselben den beiden General- Etappeninspektionen der 11. und 111. Armee durch Verlegung vom 23. August 1870 zu dauernder Verwendung überwiesen. Das begleitende militärische, ärztliche und Pflegepersonal sollten die beiden General-Etappeninspek- tionen aus dem Personal der freiwilligen Krankenpflege entnehmen. Am 27. August 1870 wurden weitere 28 Personenwagen 4. Klasse in Hannover bezw. Münster ausgerüstet und zu einem dritten Zuge formirt. Mithin waren bis Pmde August auf Anordnung der Preussischen Militärverwaltung 100, nach dem Durchgangssystem gebaute Wagen 4. Klasse zu drei Zügen vereint nach dem Kriegsschauplatz in Bewegung gesetzt worden. In Folge von Zufälligkeiten, die ausserhalb der Macht der betreffenden Behörden lagen, gelang es leider nicht, diese Wagen zusammenzuhalten und geschlossen als Sanitätszüge der Heimath wieder zuzuführen.') Ausserdem waren im Beginn des September die Eva- kuationskommissionen zu Saarbrücken und Weissenburg mit Vorrichtungen ausgestattet, um im Bedarfsfalle zwei Güterzüge zu je 20 nicht durchgängigen Wagen mittels Blattfeder-Vorrichtung in Krankentransport-Züge umzuwandeln. Da indessen gerade damals die bereits vorhandenen, der Mehrzahl nach Süddevttschen, Sanitätszüge für den augenblicklichen Bedarf ausreichten, so verzichtete man zunächst darauf, geschlossene Züge mit der Grundschen Einrichtung zu formiren, begnügte sich vielmehr damit, einzelne Wagen mit den gerade beförderungsfähigen Verwundeten zu belegen und anderen Zügen anzuhängen. Mittlerweile hatte die Militärverwaltung veranlasst, dass die überall hin zerstreuten, nach dem Durchgangssystem gebauten Wagen 4. Klasse wieder gesammelt und ') Vergl. S. 240. 34« 268 V. Kapitel: Sauitätszüge. der Evakuationskomiuission zu Weissenburg behufs Forinirung wirklicher Sauitätszüge zur Verfügung gestellt wurden. 1 ) Die Kommission kam dieser Aufgabe so schnell nach, dass schon am 17. Oktober der erste Zug, als Weissenburger Lazarethzug No. 1 bezeichnet, völlig ausgerüstet entsendet Verden konnte. Ein zweiter Zug veiiiess Weissenburg am 24. Oktober, ein dritter am 11. November 1870. 2 ) Da jedoch bei Beginn der kalten Witterung die der Heizvorrichtung entbehrenden Weissenburger Züge den Anforderungen nicht mehr entsprachen, so wurde ihre Auflösung beschlossen. Das verfügbare Material derselben fand, soweit es in den Rahmen der nunmehr maassgebend gewordenen Bestimmungen passte, bei der Ausrüstung von 10 neuen Preussischen Sanitätszügen Verwendung. Neun derselben wurden in Berlin nach gleichem Plane errichtet; der X. (Hannoversche) Zug erhielt eine besondere Einrichtung. Am 15. November 1870 ging der erste dieser Züge, aus 20, mit Heizvorrichtung versehenen Wagen bestehend, nach Weissenburg ab und von dort am 17. weiter; am 21. und 30. November folgten der 1J. und JH.; am 8., 13., 21. und 30. Dezember der IV., V., VI. und VII. staatlicherseits aufgestellte Preussische Sanitätszug, am 1. Januar 1871 der X. (Hannoversche); am 15. Januar und am 3. Februar 1871 endlich liefen die (Preussischen) Sauitätszüge No. V1I1 und IX aus. 3 ) Inzwischen war auch seitens der Sächsischen Militärverwaltung ein Sanitätszug ausgerüstet worden, dessen Thätigkeit im Dezember 1870 begann. B. Süddeutsche Staaten. Den Bayerischen Behörden gelang es mit Hilfe der Rathgeberscken Fabrik in München und unter Mitwirkung der Bayerischen freiwilligen Krankenpflege sehr rasch, vier Spitalzüge aufzustellen, von denen der erste bereits am 7. August nach dem Kriegsschauplatze abging; die übrigen folgten schnell nach. Im November 1870 wurde der vierte Bayerische Spitalzug aufgelöst; seine Bestandtheile fanden zur Ergänzung der Züge I bis III Verwendung. Ebenso ermöglichten die erwähnten sorgfältigen Vorbereitungen, welche die Württembergische Militärverwaltung diesem Gegenstande gewidmet hatte, und das energische Eingreifen des Ministers von Varnbüler, dass ebenfalls noch im Laufe des August drei Württembergische Spitalzüge — als die ersten durchgängigen Züge — auf dem Kriegsschauplatze erscheinen konnten. In Baden wurde im Oktober ein aus Badischen und mehreren vom Kriegsschauplatze her nach Karlsruhe gelangten Güterwagen ein Lazarethzug eingerichtet, derselbe i) Vergl. S. 240. 2 ) Vergl. Beilage 73. 3 ) Vergl. hierzu und zu dem Folgenden Beilage 82 bis 87. jedoch nach der ersten Fahrt wegen erfolgter Reklamai der Wagen aufgelöst. Der eigentliche „Badische LazaJ zug" (siehe zweiten Abschnitt) begann seine Fahrten J November, erhielt jedoch seine endgiltige Zusammensein erst im Februar. 1 ) C. Freiwillige Krankenpflege. Wahrend r die staatlichen Organe in der beschriefeJ Weise bemüht waren, die Errichtung von Sanitätea nach Möglichkeit zu fördern, hatte sich auch die willige Krankenpflege mit lebhaftem Eifer dersJ Aufgabe gewidmet. Der erste durch ihre BemühungeJ Stande gekommene, mit Material und Lebensmitteln; Art, sowie mit eigenem ärztlichen und Pflegepersonal i gestattete Sanitätszug wurde von Frankfurt a. M, gesandt. Leider verzögerten Verkehrsstockungen auf überlasteten Bahnen das Eintreffen dieses Zugs in Reu so dass derselbe unverrichteter Dinge zurückkehren : da sich dort zur Zeit transportable Kranke und Verwna nicht mehr vorfanden. Dagegen gelang es einem SchlesiM Gutsbesitzer, dem Herrn v. Hoenika, welcher einen eigej Lazarethzug mit Betten und sonstigen Erfordernissen i Güterwagen hergestellt hatte, Anfang September 1870 e Reihe Schwerverwundeter in die Heimath zurückzusckafl Wenige Tage darauf erschien ein in K öln aufgesti von dem dortigen Hills verein ausgerüsteter Sanitäfcij auf dem Kriegsschauplätze. Der Erfolg der Hoenikaschen Expedition veranlas den „Berliner Hilfsverein für die Deutschen Arn Felde", gleichfalls einen eigenen Lazarethzug aue M gängigen, mit Trage-Einrichtungen versehenen Wagen I konstruiren und diesem Zuge, nach dem Vorgange Württemberg, Küche und Proviantmagazin mitzoga Am 2. Oktober trat dieser aus 14 Wagen (danij 10 Krankenwagen) bestehende Zug seine erste Fahrt i Professor Dr. Virchow an. Im Ganzen führte er vierFak aus. Da sich die Zahl der Staats- und Vereins-Sanitatsi inzwischen bedeutend vermehrt hatte, blieb derselbe^ bis zum 6. Dezember in Verwendung. Die drei Sanitätszüge von Mainz, Hamburg Hattingen, welche die freiwillige Krankenpflege im Va mit den staatlichen Organen in Thätigkeit setzte, giq der Reihe nach im November auf den Kriegsschauplatz | Die letzte Leistung der freiwilligen Krankenpflege diesem Gebiete war die Errichtung des PfälzerLazai zugs, welcher seine erste Fahrt im Februar autrat in Ganzen drei Reisen ausgeführt hat. Als ausschliesslich staatliche Schöpfungen übrigens nur die ersten fünf aus Personen- bezw. Gütenva; ') Die Fahrt im Oktober ist in Beilage 81 mit erwi Beilage 86 hingegen in Anbetracht der oben erwähnten Verla« mit Absicht ausser Betracht gelassen. I. Abschnitt: Eisenbahn-Transportwesen. — Uebersicht der ausgerüsteten Sanitätszüge. •269 m. erfolgter ReklaaJ che „Badische LazaJ gann seine Fahrten ] giltige Zusammensein n.e in der beschriebe ltung von Sanitäte« ttte sich auch die fJ bhaftem Eifer dersj •ch ihre Bemühungei und Lebensmitteln: und Pflegepersonal | Frankfurt a. M. ehrsstockungen auf . dieses Zugs in Rem ige zurückkehren i Kranke und Verwum mg es einem Schlesisti a, welcher einen eigeJ tigen Erfordernissen \ mg September 1870 e Leimath zurückzuschall ein in Köln aufgesti isgerüsteter Sauitätä isammengesetzten Preussischen Züge, sodann die Weissen- irger Lazarethzüge und die Preussischen Sanitätszüge I bis IX gelten, während bei Errichtung, Ausrüstung und ttrieb aller übrigen Sanitätszüge staatliche Behörden mit ganeu der freiwilligen Krankenpflege zusammengewirkt alien. Rekapitulation. Im Ganzen sind während des Krieges 1870/71 36 Sa- ats-. Spital- oder Lazarethzüge in Deutschland aufstellt worden, und zwar: 3 geschlossenePreussische staatliche Züge aus durchgängigen Personenwagen 4. Klasse. 2 Preussische staatliche Züge aus nicht durchgängigen Guterwagen mit Blattfeder-Vorrichtung und mit 240 Lagerstellen ausgerüstet. 3 Preussische, staatliche, sogenannte Weissenburger Lazarethzüge. 10 staatliche Preussische Sanitätszüge (Na I bis IX und No. X (Hannoverscher Sanitätszug). 1 Sächsischer Sanitätszug. 4 Bayerische Spitalzüge für sitzend und liegend zu Traus- portirende. 1 Pfälzer Lazarethzug, 3 Württembergische Spitalziige ) für liegend und sitzend zu 1 Badischer Lazarethzug ' Transportirende. 2 Lazarethzüge des Herrn v. Hoenika. 1 Frankfurter Sanitätszug. 1 Kölner Sanitätszug. 1 Sanitätszug des Berliner Hilfsvereins. 1 Mainzer Sanitätszug. 1 Hamburger Lazarethzug. 1 Sanitätszug der Heinrichshütte bei Hattingen. lunime 3tt. Die chronologische Reihenfolge, in welcher die Deuten Sanitätszüge in Wirksamkeit traten, war nachstehende: 1870. August 7. I. Bayerischer Spitalzug. II. HI. . I. Württembergischer Spitalzug. IL III. Die zwei ersten geschlossenen Preussischen Sanitätszüge zu je 36 Personenwagen IV. Klasse. Frankfurter Sauitätszug. 8. 11. 16. 19. 23. 23. 23. 1870. August 27. 30. September 8. 14. 24. Oktober 2. a 17. 24. November 4. 15. 16. 21. 22. 25. 80. Dezember 8. 13 21. 30. 1871. Januar 1. 15. Februar 3. 17. Der dritte geschlossene Preussische Sauitätszug aus 28 Personenwagen IV. Klasse und zwei Preussische Züge aus Güterwagen. IV. Bayerischer Spitalzug. Erster Lazarethzug des Herrn v. Hoenika. Kölner Sauitätszug. Zweiter Lazarethzug des Herrn v. Hoenika. Sanitätszug des Berliner Hilfsvereins. Badischer Lazarethzug. I. Weissenburger Lazarethzug. II. Weissenburger Lazarethzug. Mainzer Sanitätszug. Preussischer staatlicher Sanitätszug No. I. Dritter Weissenburger Lazarethzug. Preussischer staatlicher Sanitätszug Nq.IL Hamburger Lazarethzug. Sächsischer Sanitätszug. Preussischer staatlicher SanitätszugNo.HI. Preussischer staatlicher Sanitätszug No.IV. No. V. No.VI. , No. VII. No.X. (Hannoverscher Sanitatszug) Preussischer staatlicher Sanitätszug No. VIII. „ Sanitätszug No.IX. Pfälzer Lazarethzug. Die zuerst genannten drei Preussischen, aus Personenwagen 4. Klasse bestehenden Züge winden — wie erwähnt — bald zerstreut und dienten später zur Bildung der Weissenburger Lazarethzüge; die zwei Preussischen aus Güterwagen mit Blattvorrichtung bestehenden Züge kamen geschlossen überhaupt nicht zur Verwendung; es bleiben somit 31 Züge übrig, von welchen die drei Weissenburger Züge später in den Preussischen eigentlichen Sanitäts- zügeii aufgingen. Diese 31 Züge haben sämmtlich mehr oder minder häufig und lange in Feindesland verkehrt; einige derselben wurden noch im Verlaufe des Krieges wieder aufgelöst; die Mehrzahl aber verblieb während der ganzen Dauer des Feldzuges, einzelne noch über den Friedeus- schluss hinaus, in Betrieb. 1 ) ') Vergl. Beilage 81. 3 Schöpfungen sonen- bezw. Güter« Beilage 81 mit erwätal oben erwähnten Verhüll Zweiter Abschnitt. Einrichtung und Ausstattung der Sanitätszüge. — Dienstbetrieb auf denseRiJ I. Zusammensetzung der einzelnen Züge. Zahl und Art der Wagen. Während bei Aufstellung der verschiedenen Deutschen Sanitäts-, Spital- und Lazarethzüge im Beginn des Krieges eine systematische Trennung der liegend und der sitzend zu transportirenden Kranken und Verwundeten nicht durchweg in Aussicht genommen worden war, führten die im Laufe des Feldzuges gewonnenen Erfahrungen zu dem Grundsatz, diese beiden Kategorien systematisch aus einander zu halten.') Ausschliesslich für den Transport liegender Patienten waren eingerichtet die drei ersten Preussischen Sanitätszüge aus Personenwagen 4. Klasse, sowie die beiden finden Krankenbedarf ausgerüsteten Güterzüge, desgleichen die drei Weissenburger Lazarethzüge, die Preussischen Sanitätszüge No. I bis X, die beiden Lazarethzüge des Herrn v. Hoenika, der Sanitätszug des Berliner Hilfsvereins, der Mainzer, der Hattinger, der Hamburger und der Pfälzer Lazarethzug. Dagegen führten die vier Bayerischen und die drei Württembergischen Spitalzüge, der Badische und der Kölner Lazarethzug neben den mit Lagervorrichtuugen ausgestatteten Wagen noch eine wechselnde Anzahl solcher, welche sitzend zu Befördernde aufnehmen konnten. — Endlich waren der Sächsische und der Frankfurter Sanitätszug ursprünglich zwar nur zur Aufnahme liegend zu Trans- portirender bestimmt, beiden Zügen wurden aber auf dem Kriegsschauplatz mehrfach weitere Wagen zur Mitnahme von sitzend zu befördernden Rekonvaleszenten, Leichtverwundeten und Leichtkranken angehängt. Alle diese hier unter dem Gesammtbegriff „Sanitätszüge" zusammenzufassenden Formationen stellten fahrende Lazarethe dar, welche durch Ausrüstung und Organisation ') In der Kriegs -Sanitätsordnung von 1878 ist diese Unterscheidung festgehalten: nach derselben sind Lazareth- und Hilfs- Lazarethzüge, welche unter der gemeinsamen Bezeichnung „Sanitäts- züge" zusammengefasst werden, ausschliesslich zur Beförderung liegend zu Trausportirender bestimmt, während zur Aufnahme derjenigen "Verwundeten und Kranken, deren Zustand das Fahren im Sitzen gestattet, Krankenzüge dienen sollen. dazu befähigt waren, die darin Untergebrachten für 1|J Zeit zu beherbergen, angemessen zu verpflegen undj weite Entfernungen hin den heimathlichen PflegestarJ zuzuführen. Die ausserdem noch vom Kriegsschauplatz nach j Heimath abgelassenen zahlreichen Eisenbahnzüge, welJ ihre Insassen (Leichtverwundete, Leichtkranke und i nesende) ausschliesslich in sitzender Stellung befördert sowie die ersten Improvisationen mit Strokschüttung u. s,J welche bei Beginn des Feldzuges nothgedrungen auch Transporte Schwerverwundeter dienen mussten, da sie einer specifischen Ausrüstung, Organisation Leitung entbehrten, in dem Folgenden ausser Betracht I Aus dem Umstände, dass anfangs ein einheitliJ Plan für die Einrichtung von Sanitätszügen nicht vor« erklärt sich die zu Tage getretene grosse Verschieden!] in der Zusammensetzung der einzelnen Züge, welche i während des Feldzuges erhebliche Abänderungen erfala musste. So repräseutirten beispielsweise die als erste« dem Kriegsschauplatz erschienenen Bayerischen Spiti züge ursprünglich je einen Wagencomplex von 40 Wagen, in denen sehr grosse Mengen von Kraul und Verwundeten (560 bis 881 Mann) befördert wurden, zeigte sich aber bald, dass diese langen, für den Haa transport berechneten Züge den Anforderungen weniger! entsprechen im Stande waren, ak kleinere, beweg und mit weniger, aber besonders ausgewählten InsasJ belegte Züge, da erstere bei den damaligen Verkel Verhältnissen nur unter Schwierigkeiten befördert weri konnten, durch ihre Schwerfälligkeit auf den ohnehin ra füllten Bahnhöfen des Kriegsschauplatzes und der Grtj länder Verkehrsstörungen verursachten und auf den i angelegten Umgehungsbahnen, um überhaupt vorwärts wegt zu werden, öfters getheilt werden mussten. All war es bei dem Mangel eines vollständigen Kommunikatioi Systems unvermeidlich, dass unter der Länge der Züge I ärztliche Dienst, die Verpflegung und die Beaufsichtig! der Kranken litt. Dies waren die Gründe, welche Bayerische Kriegsverwaltung bald veranlassten, die langi IL Abschnitt: Einrichtung und Ausstattung der Sanitätszüge. — Dienstbetrieb auf denselben. 271 3b auf denselt ige .ergebrachten für law zu verpflegen und uiathlichen Pflegestait iegsschauplatz nach Eisenbahnzüge, wt Leichtkranke und ( sr Stellung beforderi t Strokschüttung u. enen mussten, ble tung, Organisation lden ausser Betracht lfangs ein einheitlii itätszügen nicht vor] grosse Verschieden! Inen Züge, welche u Abänderungen erfahn sweise die als erste Bayerischen Spiti gencoinplex von i Mengen von Kraul n) befördert wurden. angen, für den Mas* tforderungen weniger . kleinere, beweglich« ausgewählten Insa> n damaligen Verkel [eiten befördert wei it auf den ohnehin il platzes und der Grei ;hten und auf den überhaupt vorwärti werden mussten. Ai rdigen Kommunikati ler Länge der Züge rnd die Beaufsichtij e Gründe, welche veranlassten, die lam italzüo-e abzuschauen und dafür um so häufiger kleinere Feld zu schicken. *) Die drei ersten von Preussen entsandten geschlossenen e waren aus je 36 bezw. 28 Personenwagen 4. Klasse nimencestellt, die beiden ersten Preussischen Güter- mit Lagervorrichtungen aus 20 eigens einrichteten Güterwagen, erstere mit je 216 (bezw. 168), e mit je 120 Lagerstätten. (Mithin für die fünf ge im Ganzen 840 Lagerstätten.) Besondere Wagen für Küche, Magazin, Personal u. s. w. thielten diese Zugformationen noch nicht. Die drei Weissenburger Lazarethzüge waren, ent- leehend dem gerade verfügbaren Material, nicht gleich- ässie' ausgestattet. Der erste bestand aus: 21 Krankenwagen, 1 Küchenwagen, 1 Wagen für das Überpersonal, 1 Wagen für weibliches Personal, zugleich Wäsche- und K iichen- Vorrathswagen, 2 Wagen zur Aufnahme des Gepäcks der Transportirten und zur Unterkunft für das militärische Begleitkommando, 1 Latrinenwagen, Summe 27 Wagen mit 252 Lagerstellen. Der zweite Zug war ähnlich zusammengesetzt. Der itte bestand aus 15 Wagen 4. Klasse nach dem Durch- anu'SSYStem, deren einer bereits als heizbarer Raum her- othgedrungen auchn pg^P^ 1 "' estellt war (im Ganzen 178 Lagerstellen). Dazu kamen Güterwagen mit je 6 Tragbahren nach dem Grundschen ystem (fö Lagerstellen), 1 Gotha-Leinefeldscher Wagen nit 6 auf Polsterfüssen ruhenden Matratzen), 2 Wagen Klasse, einer davon (ein Württembergischer) nach dem bchgangssystem gebaut (im Ganzen etwa 32 Plätze), Küchen-, 2 Vorraths-, 1 Apotheken-, 1 Latrinenwagen. mme: 220 Lagerstellen für Schwer-, 32 für Leicht- rwundete. Die staatlichen Preussischen Sanitätszüge o. I bis IX bestanden aus je 20 Krankenwagen zu je 10 Tragen, 1 Küchenwagen, 2 Depotwagen, 1 Wagen für Verwaltung und Apotheke, 1 Arztwagen, 1 Wagen für das weibliche Pflegepersonal, 1 Wagen für die Brennmaterialien, 1 Gepäc kwagen, Ganzen 28 Wagen mit 200 Lagerstellen (mithin für 9 Sanitätszüge Lagerstellen). ') Die Kriegs-Sanitätsordnung von 1878 setzt die Zahl der zu Jiew Sanitätszuge gehörigen Wagen auf 41 fest, darunter 30 Kranken- fcea Bei dieser beträchtlichen Länge eines Zuges ist, gegenüber m "Iren Gesagten, vorausgesetzt, dass bei vollständig durchgeführtem lorommiikationssystem Inkonvenienzen für den Dienstbetrieb sich um i weniger ergeben können, als die Rangirung der Wagen — wie sie urch die genannte Instruktion vorgeschrieben wird — denselben nach ■glichkeit erleichtert. Ebenso ist vorausgesetzt, dass die Beförderung nch langer Züge nach vollständiger planmässiger Einfügung derselben die Gesammtorganisation keinen unbesieglichen Schwierigkeiten gegnen werde. 3 Personenwagen 2. Klasse 4 „ 3. „ Der Wagen für das weibliche Pflegepersonal kam später bei einzelnen Zügen in Wegfall. Etwas abweichend hiervon war der X. Preussische (Hannoversche) Sanitätszug zusammengesetzt, indem derselbe nur 20 Krankenwagen (anfänglich mit je 12, später mit je 10 Tragen ausgestattet), 1 Küchenwagen, 1 Depotwagen, 2 Personenwagen, 1 Kohlenwagen, 1 Gepäc kwagen, mithin im Ganzen 26 Wagen umfasste, einen Verwa'.tungswagen und einen zweiten Depotwagen aber nicht besass. Als im weiteren Verlaufe die mangelhafte Heizvorrichtung im Wagen des Oberpersonals es nothwendig machte, einen Krankenwagen zum Wohnraum zu verwenden, verminderte sich die Zahl der Lagerstellen von anfänglich 240 (später 200) auf 190. Jeder der Bayerischen Spitalzüge No. 1 bis IV, bestand seit Dezember 1870 aus für den Sitztransport von Leichtverwundeten und Leichtkranken, 1 Güterwagen mit Matratzen, 12 Personenwagen 3. Klasse mit je 5 Betten für Schwerkranke, 1 Personenwagen 3. Klasse mit Betten für das ärztliche Personal, 3 Vorrathswagen, von denen einer mit Betten für den Kommandanten und Verwalter bestimmt war, 1 Küchenwagen, 1 Latrinenwagen, 1 Heizwagen für die Dampfheizung, 1 offene n Kohlenwagen, 28 Wagen. Auf einem derartigen Zuge Hessen sich in Personenwagen 2. Klasse sitzend 96 Mann » >> •>. „ ,, 128 „ „ „ 3. „ liege nd 60 „ in Summe 284 Mann befördern. Eine wesentlich andere Einrichtung besass der Pfälzer Lazarethzug mit. 20 Güterwagen für liegend zu Transportirende, 2 Küchenwagen, 1 Magazin- (Depot-) Wagen, 1 Arztwagen, 2 Personenwagen (1 für die Komiteedelegirten und den zweiten Assistenzarzt, 1 für das Unterpersonal) und 2 Gepäckwagen, in Summe 28 Wagen für die Aufnahme von liegend zu Befördernden bestimmt. Sächsische Sanitätszug bestand ursprüng- Der lieh aus 20 Güterwagen für je 8 Kranke, 1 Küchenwagen, 1 Magazinwagen, 1 Gepäckwagen, 1 Kohlenwagen, später kamen noch 3 Personenwagen 4. Klasse mit Stirneingang, von denen Li i jeder für 10 Tragen Raum bot, hinzu, wogegen ein Güterwagen in Abgang kam. Hiernach betrug die Belegungsfähigkeit dieses Zuges anfänglieh 160 Tragen in 24 Wagen, später 182 Tragen in 26 Wagen, in welcher Zahl aber immer ein Theil des begleitenden Sanitätspersonals einbegriffen war, da für dasselbe besondere Unterkunftsräume nicht bestanden. Die Württembergischen Spitalzüge besassen je 8 Personenwagen mit 16 (bezw. 14) Lagerstellen, 2 Personenwagen für 120 Leichtverwundete und Rekonvaleszenten, 1 Bureau- "und Schlafwagen für das Oberpersonal, 1 Wagen für das Pflege- und Dienstpersonal, 1 Küchenwagen, 1 Proviantwagen. 1 Gepäc kwagen, 15 Wagen und enthielten anfänglich Raum für 128 liegend und 120 sitzend zu Befördernde, zusammen für 248 Mann. Als später die Züge heizbar gemacht werden mußten, verringerte sich diese Zahl auf 112 Lagerstellen und 120 Sitzplätze, zusammen 232. Der Badische Lazarethzug hat in seiner Ent- wickelung manche Veränderung erfahren. Seine endgiltige Zusammensetzung war folgende: 7 durchgängige Personenwagen für liegend zu Trans- portirende, jeder mit 16 (bezw. 14) Lagerstellen, 7 Stallwagen 1 ) desgl. mit je 8 Lagerstellen, 2 Personenwagen für sitzend zu Befördernde, 1 Küchenwagen, 1 Depotwagen, 1 Salonwagen mit 2 Betten für Offiziere, 1 Personalwagen, 1 Gepäckwagen, 1 Kohlenwagen, 22 Wagen mit anfänglich 168 (später 154) Lagerstellen und 120 Sitzplätzen, zusammen 288 bezw. 274 Plätzen. Der erste Lazarethzug des Herrn v. Hoenika um- fasste 7 Krankenwagen (Gepäckwagen) mit 37 Lagerstellen (Betten), der zweite 30 solcher Wagen mit 147 Lagerstellen. Der Sanitätszug des Berliner Hilfsvereins vermochte bis zu 135 Verwundete und Kranke in einer wechselnden Anzahl von Kranken-, Personal- und Gepäckwagen zu befördern. Der Mainzer Sanitätszug, welcher aus nicht durchweg kommunizirenden Güterwagen zusammengestellt war, umfasste: 20 Güterwagen ä 8 Betten (und 8 gepolsterte Sitzplätze), 2 Küchenwagen, 1 Depotwagen, 1 Arzt- und Apothekenwagen, 3 Personenwagen (1 für Zugführer, zugleich Magazinwagen, 1 für Delegirte und Anfsiehtspersonal, 1 für die Krankenwärter), 1 Kohle nwagen, 28 Wagen mit 160 Lagerplätzen. !) D. h. ursprünglich zum Transport von Luxuspferden bestimmte Wagen, aus denen die Stalleinrichtung entfernt war. Der gleichfalls nicht durchgängige Kölner San zug bestand aus: 3 Coupewagen 2. Klasse mit je 16 Lagerplätzen. 15 Güterwagen mit je 8 Betten. 3 Coupewagen 2. Klasse mit je 24 Sitzplätzen, 1 Küchenwagen, 1 Dienstwagen, 1 ärztlichen Dienstwagen, 1 Schlafwagen für die Aerzte, 1 Salonwagen, 1 Wagen für das weibliche Pflegepersonal, 2 Gepäc kwagen, in Summe 29 AVagen mit 120 Lagerstellen und 120 Sitzplj 240 Kranke. Ueber die Zusammensetzung des Frankfurter Sj tätszuges fehlen nähere Angaben. Der Sanitätszug, welchen die Heinrichshütte Hattingen ausgerüstet, und welcher nur eine Falnt geführt hat, bestand aus fünf Packwagen, in welchen Insassen auf Matratzen gebettet lagen. Während alle vorbenannten Sanitätszüge bereit' Ausgangsorte systematisch zusammengestellt und mit inneren Einrichtung ausgestattet wurden, erfolgte Organisiruug des Hamburger Lazarethzuges erst dem Kriegsschauplatze aus Güterwagen, welche man Ort und Stelle requirirte, vermittels der in besondi Packwagen dorthin geschaiften Utensilien. Die Zahl d Lagerstellen betrug 150 bis 160. Koiniuunikatioiissystein. Für die endgiltige Gestaltung der Sanitätszüge scheidend sind die Erfahrungen geworden, welche sioli der Art der Verbindung der einzelnen Wagen unteren ergaben. Bis zum Jahre 1867 führten die meisten Beutst Eisenbahnen nur Wagen, welche in einzelne Coupes al theilt und mit seitlichen Thüren versehen waren, aber m in sich einen mittleren Längsgang beliessen, noch di Thüren an den Stirnseiten den unmittelbaren Verkehr Wagen zu Wagen ermöglichten. Nur in Württemberg waren schon seit Beginn Eisenbahnbaues die sogenannten Amerikanischen Eisen») wagen eingeführt, welche der Länge nach von einem gange durchzogen sind, zu dessen beiden Seiten die S platze nach Art der Sprossen einer Leiter sich anreili An beiden Stirnenden dieser Wagen befinden sich die einer Plattform versehenen Thüren, welche durch eine! brücke miteinander in Verbindung gesetzt werden körn Den Zutritt zu den einzelnen Wagen von aussen veraitt die zu den Plattformen führenden Treppen. In Norddeutschland hatte man seit dem Jahre 1: eine Anzahl von Personenwagen 4. Klasse nach deinsel System gebaut. Wie oben erwähnt, fanden diese Wi ihre zweckentsprechende Verwendung bei Errichtung Weissenburger Lazarethzüge sowie der Preussischen Sanil i züge I bis IX. la: od, .Nach diesen G< Ljötezfige in Mg 1) 19 Züge mi die drei ersti wagen 4. I zwei Weissen die Preussiscl der Pfälzer I die drei Wür der Badische 1871 an), der Sanitätszi 2) 9 Züge mi imiiikation: ilic beiden Pr der X. Preuss die beiden Li der Frankfurt äer Mainzer ! der Hamburg der Hattinger ;!) 7 Züge mit der Weissenb die Bayeriscl] der ganzer der Kölner Si der Ursprung] Da- Ergebniss ■ahrungen lässt sii ii Bämmtliche Fühl pstern den Vorzug Ken. In erster ehoben, dass allein kste in die Lage Iginsassen jederze ielicr Lebensgefahi tfe zu gewahren. ystems hervor in I ie Beköstigung, d •aufsichtigung des Soll auch keim urchgängigen Zug lienste geleistet hal er Wagen nicht nui eradezu als ein r pessene Verpfleg« erwundeter und S Rangirung und i Die Rücksicht ienstes auf den ingenden eisenb; iss die Aneinandei teineswegs untergec ler dem Belieben ■stimmten Grundsä ie Sicherheit des Switttte-BericM über d u IT. Abschnitt: Einrichtung und Ausstattung der Sanitätszüge. — Dienstbetrieb auf denselben. 273 je 24 .Sitzplätzen, Nach diesen Gesichtspunkten lassen sich die Deutschen Ljtätszüge in folgende drei Gruppen scheiden: 1) 19 Züge mit Durchgangssystem: die drei ersten geschlossenen Eisenbahnzüge aus Personenwagen 4. Klasse (Preussische), zwei Weissenburger Lazarethzüge, die Preussischen Sanitätszüge No. I bis IX, der Pfälzer Lazarethzug, die drei Württembergischen Spitalzüge, der Badische Lazarethzug (dieser jedoch erst vom Februar 1871 an), der Sanitätszug des Berliner Hilfsvereins. 2) 9 Züge mit Einzelwagensvstem ohne Interkom- fcnikation: die beiden Preussischen Güterzüge mit Lagerungseinriehtung, der X. Preussische (Hannoversche) Sanitätszug, die beiden Lazarethzüge des Herrn v. Hoeuika, der Frankfurter Sanitätszug, der Mainzer Sanitätszug, der Hamburger Lazarethzug, der Hattinger Sanitätszug. ,'i) 7 Züge mit gemischtem System: der Weissenburger Lazarethzug No. III, die Bayerischen Spitalzüge I bis IV (aber nicht während der ganzen Dauer ihrer Verwendung), der Kölner Sanitätszug, der ursprünglich nicht durchgängige Sächsische Sanitätszug. Das Ergebniss der mit diesen drei Systemen gemachten tliialiruiigen lässt sich kurz dahin zusammenfassen, dass nahe- Bämmtliche Führer von Sanitätszügen dem Durchgangs- vstcni den Vorzug vor dem Einzelwagensystem zuerkannt aliiii. In erster Reihe wurde übereinstimmend hervorhoben, dass allein das Durchgangssystem die behandelnden (erzte in die Lage setze, den kranken und verwundeten Iginsassen jederzeit und besonders auch in Fällen plötzlicher Lebensgefahr (Blutungen) rasche und rechtzeitige Hilfe zu gewähren. Nicht minder traten die Vorzüge dieses ■stems hervor in Bezug auf den Dienst des Unterpersonals, lie Beköstigung, die Ventilation der Krankenwagen, die Jeaufsichtigung des Zugpersonals und der Kranken. Soll auch keineswegs verkannt werden, dass die nicht urchgängigen Züge bei der Evakuation ebenfalls gute [Henste geleistet haben, so hat sich doch die Durchgängigkeit er Wagen nicht nur als das zweifellos beste System, sondern kadezu als ein nothwendiges Erforderniss für eine an- Imessene Verpflegung und Behandlung zahlreicher Schwer- ■rwundeter und Schwerkranker erwiesen. Rangirung und äussere Kennzeichnung der Wagen. Die Rücksicht auf möglichste Sicherung des Kranken- dienstes auf den Sanitätsziigen führte im Verein mit fingenden eisenbahntechnischen Gesichtspunkten dahin, H8 die Aneinanderreihung der Wagen — eine Sache von keineswegs untergeordneter Bedeutung — nicht dem Zufall der dem Belieben des Einzelnen überlassen, sondern nach "'stimmten Grundsätzen geregelt wurde. Zunächst erheischte li«' Sicherheit des Zuges eine richtige Vertheilung der Swittits-Bericht Aber die Dentacfcni Uepre 1870/71 I. IUI. Bremsen. Sodann blieb darauf Bedacht zu nehmen, dass die Wagen für Schwerkranke und Schwerverwundete, welche möglicherweise einer raschen ärztlichen Hilfe bedurften, nicht zu weit vom Arztwagen entfernt lagen. Endlich mussten sämmtliche Wagen um den Küchen- und Verwaltungswagen so gruppirt sein, dass die Vertheilung der Speisen und sonstigen Bedürfnisse möglichst schnell und gleich- massig erfolgen konnte. Die Rangirungsinethoden, welche sich unter der Noth- wendigkeit, diesen Umständen Rechnung zu tragen, herausbildeten, wichen zwar bei den einzelnen Gruppen der Züge von einander ab, gingen jedoch sämmtlich von den gleichen Gesichtspunkten aus. Bei den Preussischen Sanitätszügen No. I bis IX folgten auf einander: 1 Gepäckwagen, 1 Haupt-Depotwagen. 1 Arztwagen, 10 Krankenwagen, 1 Depotwagen, 1 Küchenwagen, 1 Verwaltungswagen, 10 Krankenwagen, 1 Wagen für das weibliehe Pflegepersonal. 1 Brennmaterialienwageu.') Bei dem Hannoverschen (X. Preuss.) Sanitätszuge: 1 Gepäckwagen, 10 Krankenwagen, 1 Arztwagen, 1 Kohlenwagen. 1 Küchenwagen, 1 Depotwagen, 10 Krankenwagen, 1 Personenwagen. Bei den Bayerischen Spitalzügen: 1 Vorrathswagen, 12 Krankenwagen für liegend zu Befördernde, 1 Latrinenwagen. 1 Küchenwagen, 1 Arztwagen, 1 Kommandantenwagen, 1 Güterwagen (mit Matratzen) für Pflegeschwestern, 1 Kohlenwagen, 1 Dampfheizwagen, 7 Personenwagen für sitzend zu Beförderade, 1 Vorrathswagen. Bei dem Pfälzer Lazarethzüge: 1 Gepäckwagen, 10 Krankenwagen, 1 Zugführerwagen, 1 Arztwagen, 1 Hauptküchenwagen, 1 Beiküchenwagen, 1 Magazinwagen, 1 Krankenwärterwagen. 10 Krankenwagen, 1 Gepäckwagen. ') Diese Rangirung ist auch in der Kriegs-Sanitäts-Ordnung im Prinzip beibehalten mit denjenigen Aenderungen, welche sich aus der Vermehrung der Wagen ergeben. 35 274 V. Kapitel: Sanitätszüge. Für die Rangirung des Sächsischen Sanitätszuges ergingen besondere Vorschriften nicht. Die Württenibergischen Spitalzüge waren in folgender Weise zusammengestellt: 1 Gepäckwagen, 8 Wagen für liegend zu Befördernde, 2 Wagen für sitzend zu Befördernde, 1 Bureau- und Schlafwagen für das Oberpersonal, 1 Küchenwagen, 1 Proviantwagen. Der Badische Lazarethzug zeigte folgende Anordnung: 1 Feuerungsmaterialienwagen, 1 Hofsalonwagen (für 2 kranke Offiziere), 1 Wagen für das Personal, 2 Wagen für liegend zu Transportirende, 1 Vorrathswagen, 1 Küchenwagen, 5 Wagen für liegend zu Befördernde, 2 Sitzwagen für Leichtkranke, 7 Stallwagen mit Lagerstellen, 1 Gepäckwagen. Die Rangirung der übrigen Sanitätszüge wat wechselnde. Zur äusseren Kennzeichnung trugen SämmtliJ Wagen der Sanitätszüge an ihrer Aussenseite dag J Kreuz im weissen Felde. Auf einigen, z. B. den Preis sehen Sanitätszügen, war ausserdem an jedem einzeln Wagen die Art seiner Verwendung bezeichnet. Die Prd sehen Krankenwagen waren dabei fortlaufend mm und die mit Bremsen versehenen Wagen durch ein 1 Kreuz kenntlich gemacht, damit nicht Schwerverw in diese Wagen verladen würden. 1 ) ') Nach der Kriegs-Sanitäts-Ordnung erhalten Krankem« überhaupt keine Bremsen. II. Einrichtung und Ausstattung der Wagen. A. Krankenwagen. Die Einrichtung und Ausstattung der Krankenwagen musste sich bei den verschiedenen Zügen sehr abweichend gestalten, je nachdem letztere ausschliesslich für den Transport Liegender oder auch Sitzender (d. h. Leichtkranker) bestimmt waren Weitere Verschiedenheiten waren durch den Umstand bedingt, ob zwischen den Wagen ein Durchgang bestand oder nicht. Kr ankenw a gen de rPreussi sehen Sani tat szügelbisIX, der ersten von Preussen ausgehenden geschlossenen Eisenbahnzüge und der Weissenburger Lazareth- züge. (Siehe Tafel XVIir.) Dieselben waren durchgängige Personenwagen 4. Klasse der Hannoverschen Staatsbahn, der Nieder- schlesisch-Märkischen, der Westfälischen, der Magdeburg- Leipziger und der Märkisch-Posener Bahn. Die Länge des Wagenkastens bot Raum für drei hintereinander aufgehängte Tragen (mithin bei Lagerung in zwei Etagen 12 und nach Abrechnung des Raumes für den Ofen 10 Lagerstellen). Da die Federn dieser Wagen einen sanften und gleich- massigen Gang des Wagens gewährleisteten, so trat ein Bedürfniss nach Abänderungen in dieser Richtung nicht hervor. Die zu den Plattformen führenden Treppen besassen nach der offenen Seite eiserne, behufs Erleichterung des Einladens der Kranken in der Mitte unterbrochene 1 an der. Jede Plattform war durch ein vorspringen Stück der Wagendecke überdacht, letztere* dm schräge konsolartige Stützen getragen. Die je zwei PI, formen verbindende eiserne Fallbrücke wurde in «■; rechter Stellung durch eiserne Ketten festgehalten. ' der Plattform aus führte eine zweiflügelige Thür in Wagenraum. Hinter der Thür befand sich eine zweitbei Portiere. Der Wagenraum selbst, war in der auf Seite 265 schriebenen Weise zur Aufnahme von Kranken bergend Der in der Längsrichtung des Wagens zwischen den i Reihen Tragen gelegene Gang von 1 Meter Breite frei und wurde mit einem Läufer aus Wachslehwi ausserdem an jeder Thür mit einer Strohmatte bedeckt, Der Abstand je zweier in der Längsrichtung zusam» gehöriger Pfeiler von einander entsprach der Länge Krankentragen; der Abstand jedes Pfeilers von der i hörigen Seitenwand war etwas grösser als die Breite k Tragen. Zur Lagerung der zu Transportirenden diente Preussische Feldtrage ') von 57 cm Breite und 250 Länge, welche mit einer einfachen oder doppelten Matal (8 Pfund) und einem Keilkissen von Rosshaar (3 Pw ferner mit einem Laken und zwei (unter Umständen mel wollenen Decken ausgerüstet ward. Die geringe Bra des Lagers konnte durch überragende Matratzen beziehn ') Vergl. S. 28. I N CD -oO :S3 CO :CO C= CO CO o CO CO CO =3 cd c Q_ c_ CD -a CO -ao CO CD ca Sanitätszüge war trugen s&mmtlij er Aussenseite das ron igen, z. B. den Pr ei) sm an jedem einzeli »ezeichnet. Die Pip„ i fortlaufend mmm r agen durch ein klein licht Schwerverwnud, i ng erhalten Krankem«, itte unterbrochene (, ■eh ein vorspring« cht, letzteres du: en. Die je zwei Pin rücke wurde in nj ttea festgehalten. ! äflügelige Thür in i ld sich eine zweitbeils n der auf Seite 2li."> n Kranken bergend eins zwischen den : i 1 Meter Breite b r aus Wachsleinwi Strohmatte bedeckt ingsrichtung zusami tsprach der Länge« Pfeilers von der zu, »er als die Breite o iortirenden diente :in Breite und 250 der doppelten Matra m Rosshaar (3 PfMJ unter Umständen mel .. Die geringe Brei i Matratzen bezieht« M CD ■oO :Z3 i-j CO -t—' :CÖ H----- c rt CO a CD _c CD CO CO CO =3 CO C- n c CD s -o ü »3 c CO -on CD Fi ■OD h-5 5 'Ol) CD £ -^ C= ca CL ^ 11(1 1. re j,e durch Alisa Die.- war besond« loberen Gliedmaass Lhöhlung der IV ur de durch Nach inreichendem Rain; lfen. Zur 1 Jagens dienten a fragen angebracht Bezüglich der Preussische Kr item entschiede Zu diesem Zw itaugen Lederschla den Haken di Qg en (Tafel X^V «eignet, die Ersc ischwächen, so s mg doch manche [er ungleichen Ela luminis beruhten. nd wenig dehnba Inge stark nach, i Mutend senkten. nge nicht durchw Ich stärker ausd( und wieder Bei *e da, wo die aen eingriffen, h jidig revidirt we sollte, das in den Tragen inden auch die hrdet würden. G ederholt genöthig feilem nach der ~V anbringen, um ev in dieser Hins erdies beim Aushi gemachten Erfa mnend, gaben a pparate zum Auf! ankenwagen dem »zustatten: 1) cylindr draht, 2) Evolute Pufferfed Wahrend erst derkraft und wei t ertrugen, sich die Evolutenfc htlich ihrer solid Grades ihrer E ä&jtf/Äfc 11(11. II. Abschnitt: Einrichtung und Ausstattung der Sanitätszüge. — Dienstbetrieb auf denselben. 275 e durch Ansatzstücke um 20 cm vergrössert werden. \ e < war besonders bei Verwundeten mit Brüchen der Lren Gliedmaassen nothwendig. Einer muldenförmigen nghöhlung der Matratzen, in Folge längeren Belegtseins, ,de durch Nachziehen der Quergurte an der Trage, bei reichendem Raum durch Auflegen einer zweiten Matratze geholfen. Zur Abschwächung der seitlichen Stösse des aeens dienten an den Wagenwänden in der Höhe der ragen angebrachte Polster. Bezüglich der Befestigungsart der Lagerstätten hatte L Preussische Kriegsministerium sieh für das Aufhänge- ystem entschieden. Zu diesem Zwecke wurden über die Enden der Trag- Lngen Lederschlaufen geschoben; diese ruhten in starken, den Haken der Wagenstiele aufgehängten Gummiiren (Tafel XVIII, Figur 5). Waren letztere auch sehr teignet, die Erschütterungen und Stösse des Wagens abschwächen, so stellten sich bei ihrer längeren Verwenig doch manche Uebelstände heraus, die namentlich auf er ungleichen Elasticität und auf dem Brüchigwerden des mmnis beruhten. Bei Kälte waren diese Ringe spröde, ,d wenig dehnbar, bei Wärme dagegen gaben sie dem stark nach, so dass sich die belasteten Tragen beutend senkten. Ausserdem erwies sich das Material der ge nicht durchweg gleichmässig, so dass einzelne Ringe h stärker ausdehnten als andere, die Tragen daher und wieder schief hingen. Auch zeigten die Gummiige da, wo die Haken und die Lederschlaufen in die- u eingriffen, häufig schwache Stellen, so dass sie be- udig revidirt werden mussten, wenn anders verhindert den sollte, dass durch plötzliches Reissen der Ringe in den Tragen befindlichen Kranken (und unter Um- ,nden auch die in der unteren Schicht Liegenden) ge- rdet würden. Gegen derartige Unfälle sah man sich fcderholt genöthigt, unterhalb der Tragen von den Mittel- 'eilern nach der Wagenwand zu verlaufende Eisenstangen izulningen, um event. die Trage im Stürzen aufzufangen, in dieser Hinsicht mit den Gummiringen — welche rdies beim Aushängen der Tragen leicht verloren gingen «machten Erfahrungen lauteten zwar nicht überein- mend, gaben aber doch Anlass, auf andere elastische parate zum Aufhängen der Tragen zu sinnen und die rankenwagen demnächst mit zwei Arten von Metallfedern »zustatten: 1) cylindrisch geflogenen Federn aus Metalldraht, 2) Evoluten federn aus Stahlblech nach Art der Pufferfedern (vergl. Tafel XVIII, Fig. 4). Wahrend erstere wegen ihrer ungleichmässigen derkraft und weil sie eine grosse, dauernde Belastung iht ertrugen, sich bald als unbrauchbar erwiesen, haben h die Evolutenfedern vorzüglich bewährt, sowohl hin- htlich ihrer soliden Konstruktion, als auch hinsichtlich i Grades ihrer Elastizität, in Folge deren die Schwerverwundeten bei dieser Suspensionsmethode von den loth- rechten und seitlichen Erschütterungen und Schwankungen des Wagens fast gar nichts empfanden. Diese Federn waren in der Weise konstruirt, dass eine jede derselben durch eine Belastung von 100 Pfund gänzlich zusammengedrückt wurde; ein Hinderniss an der Führung der Druckplatte liess bei stärkerer Belastung eine weitere Durchbiegung nicht zu Stande kommen und machte gleichzeitig bei etwaigem Bruch der Feder ein Herabstürzen der Trage unmöglich. Die in Evolutenfedern aufgehängten Tragen hingen zwischen Stielen und Seitenwänden in zwei Etagen mit einem Abstand von 90 cm zwischen der oberen und unteren Trage. Anfänglich befanden sich in jedem Krankenwagen 12 solcher Tragen (an jeder Wagenlangseite je drei Paar). Als später bei zunehmender Kälte die Wagen heizbar gemacht werden mussten, liess man die beiden mittleren Tragen an der einen Wagenwand ausfallen, um Raum für die Aufstellung des Ofens zu gewinnen. Bei der Wahl des Heizsystems kam, neben dem Erforderniss einer möglichst ausgiebigen und gleichmässigen Erwärmung der Wagen, die Rücksicht auf die Verwendbarkeit von solchem Heizmaterial, welches auch in Feindesland aufzutreiben war, wesentlich mit in Betracht, ebenso die Rücksicht darauf, dass die Heizung dem Wärterpersonal keine erheblichen Schwierigkeiten bereiten durfte. Am geeignetsten für diese Zwecke erschienen einfache Oefen aus Eisenblech mit Chamottefütterung, für Steinkohlen eingerichtet, 4*/a Fuss hoch, mit einem Durchmesser von 12 Zoll. Diese an der Mitte der einen Läugswand des Wagens auf Blechplatten aufgestellten Oefen zeigten sich nur selten durch starke Erschütterungen in ihrem Lager gelockert; zu erheblichen Störungen kam es hierbei nicht. Vom Ofen erhob sich senkrecht die aufschiebbare Ofenröhre, welche über der Wagendecke mündete. Das Zurückschlagen des Rauches verhinderte eine über dem Rohr angebrachte bewegliche Glocke (eine Art Schornsteinhelm). Die Wagendecke selbst hatte man durch einen isolirenden Luftraum und einen mit Asche gefüllten Blechkasten gegen Feuersgefahr geschützt. Da die Reinigung der Rauchrohre Schwierigkeiten verursachte, so wurden durch Verfügung vom 5. Januar 1871 jedem Sanitätszuge zwei Rauchköpfe zum Wechseln überwiesen. Um beständig einen massigen Feuchtigkeitsgehalt der Innenluft des Wagens zu erhalten, zugleich um stets warmes Wasser für Verband- und Reinigungszwecke vorräthig zu haben, wurden auf den Oefen Wassergefässe mit nach innen einspringenden Rändern aufgestellt. In jedem Krankenwagen befand sich ein Thermometer. Wenn es bei dieser Heizvorrichtung auch nicht gelang, die Krankenwagen beständig gleichmässig warm zu erhalten, da die Luftschicht in der Nähe der Wände und der Fenster, an der Windseite und bei stark bewegter Aussen- luft stets niedriger temperirt blieb, als die Mitte, 35* 276 V. Kapitel: Sunitätszüge. so liat sich doch ini Ganzen die Ofenheizung in den Preussischeu Krankenwagen hinreichend bewährt. Auch bei .strengster Kälte gelang es, eine Durchschnittstemperatur von 8—10° R. zu erzeugen und zu unterhalten. Klagen über Kälte in den Krankenwagen kamen selten vor. Nach Wiedereintritt wärmerer Witterung musste eher gegen übermässiges Heizen angekämpft werden. Gegen zu starken Luftzug an den Fenstern half sorgfältiges Verkitten der Fugen und Ritzen, gegen Durch- nässung der an den Fenstern gelegenen Matratzen beim Aufthauen der gefrorenen Scheiben das Anbringen von Blechrinnen längs der Fenster und Ableitung des Thau- wassers in kleine Sammelgefässe: Die bekannte Thatsache, dass eiserne üefen zwar rasch heizen, aber auch rasch wieder erkalten und viel Brennmaterial verbrauchen, ist wiederholt — und nicht mit Unrecht — als Mangel dieser Heizmethode hervorgehoben worden. Auch wurde von einzelnen Führern der Sanitätszüge als Missstaud bezeichnet, dass die Oefen schwer zu reinigen und von Schlacken zu befreien seien. Die Ventilationsvorrichtungen der Krankenwagen bestanden in 2 bis 3 kleinen laternenartigen Dunstabzügen in der Wagendecke und in besonderen, mit Schiebern versehenen Oeffnungen in den Seiten- und Stirnwänden der Wagen. Da aber diese Maassnahmen zu einer genügenden Ventilation nicht ausreichten, zumal auch die in den Wagen untergebrachten Uniformstücke etc. zur Luftverschlechterung beitrugen, so sah man sich genöthigt, das bewegliche Fenster an der hinteren Wagenthür dauernd herabzulassen, oder auch, wenn es die Witterung zuliess, diese Thür ganz offen zu halten. Durch Vorziehen oder Zurückschlagen der Portieren an den Stirnthüren Hess sich dabei der Luftzutritt beliebig regeln. Die Urtheile der Aerzte auf den Preussischeu Sanitätszügen über die Zweckmässigkeit dieser Vorrichtungen gingen zwar weit auseinander, doch sind Thatsachen von nachtheiligem Finfluss ungenügender Lufterneuerung in den Krankenwagen nicht berichtet worden. Die Beleuchtung der Preussischeu Krankenwagen erfolgte bei Tage durch die in genügender Anzahl vorhandenen Seiten- und Wagenthürenfenster. Die unteren Tragen erhielten dabei freilich relativ wenig Licht, namentlich wenn es nothwendig wurde, die oben liegenden Kranken gegen zu grelles Sonnenlicht und die von der schneebedeckten Landschaft ausgehenden Reflexstrahlen durch Zuziehen der Fenstervorhänge zu schützen. Zur Beleuchtung bei Nacht dienten die in Decken und'Stirnwände eingefügten, theils durch Oel gespeisten, theils Stearinkerzen enthaltenden Coupelaternen. Daneben besass jeder Krankenwagen noch eine Handlaterne mit einer Stearinkerze. Dieser Beleuchtungsart hafteten verschiedene Mängel an, insofern die Coupelaternen den Wagenraum keineswegs ausreichend erhellten und die Stearinkerzen nicht über sechs Stunden brannten. Zudem ereignete es sich bei grosser Kälte nicht selten, dass das Oel in den Laternen einfror, ohne dass während derbi eine Erneuerung der Kerzen oder eine Erwärmung Oels stattfinden konnte, weil die Laternen nur von ans zugänglich waren. Die Handlaternen allein aber kouj den Wagenraum unmöglich genügend erhellen. gJ wurde deshalb der Etat eines Sanitätszuges an HandlateJ von 20 auf 25 erhöht. (Ausserdem erhielt jeder Zuhlenkasteu, 1 KoMeudJ psitz, d, Vir die Stirnthüreu, [haltend) mit 1 Messinj) les Fasses) und 1 Zin lalin abtränfelnden Wj l (für den eisernen Ofen). . Ofen unter dem T | ileisten besass und; elluug von Flaschen i Ausrüstuugsgegeiist urden in die Mittelpfa Die llutnetze hingen i Benutzung für (lief Tragen hatten keine s vielfach zu . i es als ein Mangel | keine Kiemen zur acht waren und das») enthielten, auf weil oberen Tragen haltt I Tafeln zur Aufzeidiij iiterbringung von Gesd ideren Gestellen ven ssischen (Hauuovi| szuges. UX.) nikation, mit TMuenj änden.) u den 4 Wänden ki Zur Lagerung <§■ i, sondern etwas breilj rufen versehene age für die Matratzd R X -ojO cö I it «111 % I i I 1 3 i s Ulli [• II. Abschnitt: Einrichtung' und Ausstattung der Sanitätszüire. — Dienstbetrieb auf denselben. »77 rrobmaschiges Gurtnetz ausgespannt war. Bei längerer Belastung der Tragen gaben jedoch die Gurte öfters nach, ,,;„ [Jebelstand, welcher durch Nachziehen nur ungenügend tnsgeglichen werden konnte. Auch die Aufhängung dieser I Liren unterschied sich wesentlich von- der für die Sanitäts- kge 1 bis IX beschriebenen Methode. Die Bahren hingen nicht in Gummi- und Lederringen oder in stählernen federapparaten, sondern in Tauen, welche an stählernen federn befestigt waren. In die Deckbalken des Wagens eingeschraubte Haken trugen diese Federn sanimt den daran Engenden Bahren (System Meyer). Die Elasticität dieser Stahlfedern war jedoch häufig eine ungleichmässige, so Lgg vielfach besonders die mit Knochenfrakturen Behafteten sich über eine zu grosse Nachgiebigkeit der Federn und dadurch verursachte Erschütterungen beklagt haben, ein Umstand, welcher zu häufigen Umbettungen der Kranken führte. Erschien die Suspension in Tauen auch geeignet, die enkreehten Stösse des Wagens zu brechen, so standen diesem Vortheile doch erhebliche Nachtheile gegenüber, isofern die Taue bei Belastung der Bahre sich bald stark dehnten, so dass öfters die unteren Bahren auf dem Wagen- oden ruhten, und insofern die Taue überhaupt die Längs- und Quererschütterungen des Wagens den Verwundeten in Inpfindlicher Weise mittheilten. Liess sich auch gegen en eisten Umstand durch Knotung der Taue und gegen die Querstösse des Wagens durch Einschieben von Roll- kissen zwischen Bahren und Wagenwand hier und da Abhilfe schaffen, so blieb doch für manchen Kranken und Verlandeten die Erschütterung auf die Dauer unerträglich nd rief Empfindungen hervor, die sich zuweilen bis zum lefnhl der Seekrankheit steigerten. Eiuigermaassen konnten die Erschütterungen, welche vorzugsweise in der zu starken Konstruktion der Wagen- edern gegenüber der nur geringen Belastung des Wagens hre Erklärung fanden, dadurch gemildert werden, dass, wie lin und wieder geschah, einzelne Blätter aus den Wagen- edern herausgenommen oder „todtgelegt" wurden. Die Berichterstatter haben die Wahrnehmung gelacht, dass es bei den in dieser Weise beförderten Vereideten zu Reizung der Wunden durch Verschiebung der raiuröhren und zu Eitersenkungen gekommen sei. Der Heizung des Hannoverschen Krankenwagens Beute ein in der Mitte des Innenraums stehender, mit einem Blechschirm umgebener, eiserner Ofen, dessen Abzugsrohr erhalb des Wagendaches mündete. Der Ofen entbehrte ner Ausfütterung, heizte daher sehr rasch, erkaltete aber Ich sehr bald, so dass das Feuer ohne Unterbrechung nterhalten werden musste. Trotzdem liess sich eine fcichmässige Erwärmung des Wagens nicht erzielen. Die Värmeabgabe an die kalten Wagenwände scheint öfters Entstehen von Erkältungskrankheiten (Rheumatismus, ngiua u. s. w.) geführt zu haben. Die Ventilation in den Wagen war eine ungenügende. Einerseits war die Belegungszahl für den kleinen Wagenraum eine verhältnissmässig grosse, andererseits gestattete die Vertheilung der Lagerstätten im Wagen nur ein Offenhalten der von der Windseite abgewandten Seitenthür. Gegen zu starken Zugwind suchte man sich durch Vorziehen der hinter den Thüren angebrachten Drillichvorhänge zu schützen. Die kleinen Fenster in den Seitenwinden Hessen sich wegen der Nähe der oberen Bahren zu Venti- lationszwecken nicht verwenden. Die Beleuchtung erfolgte durch zwei Handlaternen. Die innere Ausrüstung entsprach im Uebrigen derjenigen der Sanitätszüge 1 bis IX. Zu bemerken ist nur, dass zu jedem Wagen ein Nachtstuhl mit Deckel und Wasser- verschluss, sowie ein als Trittleiter zu verwendender Stuhl gehörte. Die Krankenwagen der aus Güterwagen hergestellten Preussischen Züge waren, entsprechend den Bestimmungen der Instruktion vom 29. April 1869, mit Grund'schen Blattfedern 1 ) versehen und enthielten 6 Tragen, in jeder Wagenhälfte drei der Länge nach nebeneinander aufgestellt, welche auf den in Federgabeln eingelassenen Querbäumen ruhten. Der Raum zwischen beiden Reihen von Tragen und zwischen den beiden seitlichen Wagenschiebethüren diente dem Wärter, der bei Nacht sich auch sein Lager daselbst zurecht machen konnte, zum Aufenthalt. Dieser Raum enthielt zugleich die übrige Geräthausstattung des nicht heizbaren und nur durch kleine Fenster in den Wänden sowie durch die Thüren ventilirten Wagens. Krankenwagen der Bayerischen Spitalzüge No. 1 bis IV. (Siehe Tafel XX und XXI.) Die Bayerischen Spitalzüge waren kombinirte Eisenbahnzüge, w r elche nicht nur Schwerkranke und Schwerver- wundete in liegender, sondern auch Rekonvaleszenten, Leichtkranke und Leichtverwundete in sitzender Stellung befördern sollten. Demnach sind hier zwei Arten von Krankenwagen zu unterscheiden. Im Gegensatz zu den übrigen Deutschen Sanitätszügen lagen in den Bayerischen Spitalzügen die Kranken und Verwundeten nicht in suspendirten Tragen sondern in Betten, welche auf dem Boden des Wagens auf stählernen Blattfedern (nach Grund'schem System) ruhten. Die Federn waren so stark gearbeitet, dass sie sich bei einer Belastung von 1000 Pfund nur um 25 mm senkten. Auf der Höhe ihrer Convexität trugen sie eine rechtwinkelig aufsitzende und zur Aufnahme des Stützbrettes der Bettstelle dienende Gabel. Solcher Federn waren 8 Stück längs der Seiten wände, und zwar je vier nahe den Ecken, *) Vergl. S. 265. 278 V. Kapitel: Sanitätszüge. je vier gegen die Mitte des Wagens zu, angebracht, so dass je zwei Federn, welche sich in der Richtung des Querdurchmessers des Wagens gegenüberlagen, durch niedere, in den Federgabeln befestigte Stützbretter miteinander in Verbindung standen. Auf den Stützbrettern ruhten in entsprechenden Ausschnitten als eigentliche Lagerstätten die in den Bayerischen Feldspitälern gebräuchlichen, aus einem hölzernen Kopf- und Fussgestell und zwei seitlichen Langhölzern bestehenden Bettladen, ') zwischen deren Langhölzern ein Gurtennetz als Unterlage für Strohsack und Kopfpolster ausgespannt war. Da diese Bettladen eine erheblich grössere Breite be- sassen als die gewöhnlichen Feldtragen, so konnten im Wagenraum nur zwei Reihen angebracht werden, wenn ein Mittelraum für das Pflegepersonal frei bleiben sollte. Wegen der Kürze der hierzu verwandten, nicht durchgängigen Güterwagen Hessen sich im Ganzen nur vier Betten in einem Wagen aufstellen. Das Ein- und Ausladen der Kranken etc. wurde durch eine leicht handliche Rampe, ebenfalls eine den Bayerischen Krankenwagen eigenthümliche Einrichtung, erleichtert. Diese Rampe bestand aus einem starken Brett mit mehreren, an der oberen Fläche aufgenagelten Querleisten, dessen eines Ende mit zwei kräftigen eisernen Haken zum Einhängen in die Laufschienen der schiebbaren Wagenthüre versehen war; dieselbe diente zugleich, mit einem Strohsack bedeckt und in den nicht belegten Wagenraum gestellt, für den Krankenwärter, im Nothfallc sogar für einen fünften Kranken als Lagerstelle. Bis Mitte Oktober 1870 waren nur nichtdurchgängige, mit den beschriebenen Lagerstellen u. s. w. ausgestattete Güterwagen in Gebrauch genommen worden. Wenn auch die Erfahrung gelehrt hatte, dass die Kranken auf diese Weise gut gebettet und leicht verladen werden konnten, so ergaben sich doch auch Missstände, welche zur Vervollkommnung der Einrichtungen Anlass geben mussten. Einerseits liess diese Methode keine vollständige Ausnutzung des Wagenraums zu, andererseits erschwerte der Mangel an Fenstern in den Güterwagen die Ventilation und Beleuchtung der Wagen, welche nur durch Oeifnen der Schiebe- thüren Luft und Licht erhielten. Ausserdem war eine genügende Erwärmung bei Eintritt des Winters ohne weitere raumbeengende Vorrichtungen nicht möglich, wozu noch die übrigen, bereits erwähnten Nachtheile des Einzelwagensystems kamen. Die Bayerische Kriegsverwaltung entschied sich deshalb für Verwendung der nach Amerikanischem System gebauten durchgängigen Personenwagen 3. Klasse der Linie München — Nürnberg. Nach Herausnahme sämmtlicher Wände Hessen sich in jeder Wagenecke auf je einer Grund- schen Stahlblattfeder drei Bettboden aufstellen; letztere erhielten nunmehr statt der Strohsäcke Matratzen mit Federgestell und Rosshaarbelag. Der Raum, welcher an Vergl. S. 29. den Langseiten des Wagens zwischen je zwei Bette verblieb, war gross genug, um je eine weitere Lager* aufzunehmen. Die dritten Lagerstellen bedurften kei Bettladen, vielmehr wurden einfach Matratzen auf \M hölzern zwischen die beiden anstossenden Betten eingefbaT Die Stützbretter und Federn der in den Wagenenden gestellten vier Bettstellen dienten den beiden mittleren, deren Kopf- und Fussende zwei Querbretter als | Widerhalter angebracht waren, zur Unterlage. So enthieli also diese Personenwagen je sechs Bettstellen, zwia denen sich ein hinreichend breiter Mittelgang befand. \ übergehend wurde die mittlere Bettstelle der einen wand entfernt, weil es galt, für die Einsetzung eines od nebst Zubehör Raum zu gewinnen. Als im Februar 1871 den Bayerischen Spitalzügen die Dampfheizung eingeful wurde, gab man diesen Raum seiner ursprüngliche« Stimmung wieder zurück. Eine erhebliche Schwierigkeit entsprang aus der ringen Breite der Stirnthüren, welche so schmal waren, nicht einmal die Bayerischen Krankentragen, geschweige^ die wesentlich breiteren Feld-Bettladen dieselben pas konnten. Man sah sich deshalb genöthigt, eigene! lade tragen zu konstruiren. Dem hieraus sich ergebe^ Uebelstande des öfteren Umlagerns gegenüber wird | Vorzug hervorgehoben, dass die Kranken die schlie&IiJ Unterbringung in den breiteren Bettstellen als wirklijj Behaglichkeit empfanden. Die anfänglich durch Wärmerollen bewirkte Heizn genügte bei zunehmender Kälte nicht mehr, so dass j Aufstellung von Meidingerschen Füllöfen (für SteinM| feuerung) geschritten werden musste. Da aber durch d Heizvorrichtung die eben erst vergrösserte Belegmj fähigkeit der Wagen wieder geschmälert wurde, man darauf, die Heizung des Zuges durch centrale Feuern für den ganzen Zug zu ermöglichen. Vom Februar an kam die damals auf den Bayerischen Eisenbahnen haupt geübte Dampfheizung auch auf den SpitalziiJ zur Anwendung. Der Dampf wurde von einer, in eiii besonderen Wagen aufgestellten Dampfmaschine erze| und durch Gummischläuche in die zu heizenden Wa geführt, wo er sich in Schlangenröhren unter den i stellen (bezw. Sitzen) verbreitete. Die Bedienung Dampfmaschine und Regelung des Dampfzutritts zu einzelnen Wagen geschah durch einen eigenen Heizer, I Ueber die Brauchbarkeit der Dampfheizung in Bayerischen Spitalzügen haben sich die meisten Beridl erstatter günstig ausgesprochen, doch führen einzelne i dass die Rohre besonders an den Biegungen öfters den Stellen gezeigt haben, aus welchen der Dampf zisch« ausgeströmt sei. Klagen über ungenügende BrwSni oder Unglücksfälle durch Explosion und dergl. sind ml vorgekommen. Für die Ventilation der Krankenwagen auf Bayerischen Spitalzügen waren besondere Vorrichte hen je zwei Bettey sine weitere Lage teilen bedurften kei. ch Matratzen auf' senden Betten einge|j n den Wagenenden: len 1 leiden mittleren,* Querbretter als Jnterlage. So enthielt ls Bettstellen, zwi-, klittelgang befand. vj ttstelle der einen lJ e Einsetzung eines Ofej Als im Februar 1871 •ampfheizung eingefil, :iner ursprünglichen [ entsprang aus der ; le so schmal waren, ntragen, geschweige^! aden dieselben patM ;enöthigt, eigene ?( hieraus sich ergebe is gegenüber wird [ranken die schlief Bettstellen als wirk! dien bewirkte HeiziJ icht mehr, so dassi illöfen (für Steinkohl«| te. Da aber durch i vergrößerte BelegJ lmälert wurde, 80 durch centrale Feuern en. Vom Februar sehen Pnsenbahnen ilj zh auf den Spita le von einer, in ein Dampfmaschine ie zu heizenden Wq tiröhren unter den ] Die Bedienung s Dampfzutritts zu i inen eigenen Heizer, Dampfheizung in ;h die meisten Beridj loch führen einzelne! Biegungen öfters defel en der Dampf zische ngenügende Erwin n und dergl. sind i Krankenwagen auf i esondere Vorrielitm CD -o CO e -CO c 3 C CD -O ■oO top t= -oO co c CD CD >1 CG CD -O T3 ig Ü3 2 >< r ö> aj fe > 03 o ^3 PS — £ CD "3 Q3 Ph ■-ö H= i -1-1 "1 ; 3 CO Cd C3 ■oO -aO co CG ( S jb 9 !: / * y i ■ SP I geschaffen. I gewöhnlichen 'S ne n dabei nicl eilt und überdies hmbaren Verscl Eindringen ka den Mahlzeiten Die Beleuc haffeuen Giiterw; kg, bei Nach pgigen Wagen halbverdeckte eine verschiebbai | den Stirnwänden awllaternen bewt Die sonstige Wassergefässe »rgebracht, we irch eiserne Trä£ Bern stand (ans) den Strohsack ■erwägen) in de fcigen Personen Yerfiigung. Für die Untej lonvaleszenten, Ite die ßayerisc^ Bostbahn eine , «wagen 2. Kl K Wagen konr I die Dauer verw I. bei Sedan) rosse Breite bei Ben, wie bei d ivaiis gebracht res geeignetes, äffen Hess, so Zuges auf das der auf die nii bd im deren Zweck dagegen erwies cn getroffene zweckmässig, ?en, die mit 1 reu. um solchen nken und -Yerw i Sitzwagen n als Unterkui [igen — Giitei * weitere Geräthl Inothwendis'. idl. II. Abschnitt: Einrichtung und Ausstattung der Sanitätszüge. — Dienstbetrieb auf denselben. 279 t geschaffen. Dieselbe ging vielmehr lediglich durch . gewöhnlichen Wagenöffnungen von statten. Die Fenster Q en dabei nicht in Betracht, denn sie waren festge- tik und überdies in ihrem unteren Drittel mit einer ab- hmbaren Verschalung bedeckt, welche in erster Linie Eindringen kalter Luft verhindern sollte, andererseits den Mahlzeiten als Tischbrett verwendet werden konnte. Die Beleuchtung der in Krankenwagen umgehauenen Güterwagen erfolgte bei Tage durch die Wagenjen bei Nacht durch Handlaternen. In den durchLigen Wagen wurde die Beleuchtung bei Tage durch halbverdeckte Wagenfenster, welches überdies noch gine verschiebbare Vorhänge besass, bei Nacht durch die den Stirnwänden befindlichen Coupelaternen, sowie durch fcdlaternen bewerkstelligt. Die sonstigen Ausstattungsgegenstände (Trinkbecher Wassergefässe, Verbandzeug etc.) waren auf Brettern einbracht, welche an den Stirnwänden der Wagen ch eiserne Träger festgehalten wurden. — Den Krankenlern stand (ausser der schon erwähnten, als Unterlage den Strohsack zu verwendenden Verladerampe in den kterwagen) in den zu Krankenwagen umgebauten durch- porigen Personenwagen ein zusammenlegbarer Feldsessel Verfügung. Für die Unterkunft der sitzend zu befördernden konvaleszenten, Leichtverwundeten und Leichtkranken, ke die Bayerische Kriegsverwaltung von der Schweizer dostbahn eine Anzahl durchgängiger, achträdriger Per- fcwagen 2. Klasse mit je 80 Sitzplätzen gemiethet. m> Wagen konnten aber, wie sich bald zeigte, nicht die Dauer verwendet werden, weil sie sowohl zu lang reu, so dass sie beim Fassiren von schmalen Tunnels I. bei Sedan) Beschädigungen erlitten, als auch eine rosse Breite besassen und deshalb auf stark gekrümmten Jen, wie bei der Umgehungsbahn von Nanteuil, nicht ■rts gebracht werden konnten. Da sich aber ein ei(K geeignetes, durchgängiges Wagenmaterial nicht be- affen liess, so blieb nichts übrig, als für diesen Theil Zuges auf das Durchgangssystem zu verzichten und der auf die nicht durchgängigen Bayerischen Coupe"- en 2. und 3. Klasse zurückzugreifen. Für ihren be- deren Zweck bedurften diese Wagen keiner Abänderung, »gegen erwies sich eine bei den Bayerischen Spital- en getroffene und diesen eigenthümliche Einrichtung als zweckmässig, nämlich das Mitführen von Güterjen, die mit Strohsäcken und Matratzen belegt Jen, um solchen Rekonvaleszenten, geschwächten Leicht- kken und -Verwundeten, die eine länger dauernde Fahrt en Sitzwagen nicht ertrugen, bei Nacht oder auch bei als Unterkunft zu dienen. Diese — nicht durch- [lgen — Güterwagen wurden durch Oefen geheizt. < weitere Gerätheausstattung derselben erwies sich nicht notüwendig-. Die Krankenwagen des Pfälzer Lazarethzuges (siehe Tafel XXIV) waren Güterwagen, deren Federung eine Umänderung erfahren hatte. Da die Konstruktion der Federn auf eine Belastung von 50 Centnern eingerichtet war, so erschien dieselbe für die Krankenbeförderung, bei welcher die Durchschnittsbelastung nur 20 Centner beträgt, als zu hart; es wurde deshalb ein Theil der Federblätter nach der Angabe von Brockmann (in Stuttgart) herausgenommen und wirkungsunfähig wieder eingesetzt, d. h. todtgelegt, — ein Verfahren, welches sich als leicht und rasch ausführbar und vom besten Einfluss auf die Lagerungsverhältnisse der Beförderten erwiesen hat. Ausserdem wurden die Wagen durch Einsetzung einer 90 cm breiten doppelflügeligen Thür an den beiden Stirnenden und durch Vorlegen von klappleisten, welche sich mittels Stützen auf die Pufferhülsen auflegten, durchgängig gemacht. Für die Lagerung der Kranken wurden Bahren verwendet, die aus einem Gestell von zwei runden Langhölzern und zwei darüber gestellten, mit kurzen Füssen versehenen kürzeren Querhölzern bestanden. Ueber dieses Gestell, das eine Länge von 195 cm und eine Breite von 65 cm besass, war ein starkes Segeltuch ausgespannt, welches die Matratze und die übrigen Betttheile trug. Am Kopfende der Trage befand sich ein um 8 cm erhöhtes Kopfgestell. — Diese Lagerstätten bildeten an den beiden Langseiten des Wagens zwei Etagen in t| lölzer — und dem fpolster und Leintuch I verschiedener Fomi | ecken, nach Bedarf] Schicht der Bahren elastisch auf dem ffj n hänfenen Gurten, »J enwand, dicht unter | id Plättchen befestigt. und mit diesen die Tl Trage und Waget! sollten die seitliche« brechen. 3 Bedenken bezüglich der Suspension gehegl n durch die Erfahren 'ährend der ganzen alle ein Gurt sehadlial die ruhige Lagermi«! nders im Vergleich ml derringen, wobei es che den Schutz gegej für ungenügend erk iifeii, die oben ein ^ Ganzen, doch t haben, aucli schwier! Rost nicht herausgewl irmeabgabe an die verringern, hatte m wände bis zur halben! Die Ventilation geachi aen der Wagen len-tel agbare Decken verhä^ ctö p=i -OJO CO SN CD CD CD -OJO CD Cd CS i Tage durch die leistet; bei Nacht ein 1 an den Stirnenden! Sandlaternen (mit ii H 's -OlO r-J cö O 00 -o ca DQ co co co -OO cö co I 00 CD -OlO CD c_ cö r-J cö O 00 CO CO CO co CO -CO cO co CO I o P-. o CO CO -oO :zj r-J CD C_ CO CO :CT3 cC CO CD -T3 er CD -oo ca cz: CD _^ c: CO c_ - w= ■(' 11.11. Als weiter m ] m nennen: Benutzung den Decken Ijßtoufricäten Irrigatoren, .rbandzeiig, 2 nP r, 1 Tisch , 2 Bettsc kiesslicfa ist itelgang mit iln den Bahr Jeschüttet w Eine Bes ;üs;vii das Vei bei den iil mmimikation g( \)r der Beladung ■einander geku gen der Tragen i die Wagen be^ hier und in pgenden Weise tpeln bedingte |nelligkeit des Sämmtliche Iv] . mit dem Gk (J'i'l \ersehen, v ■eilten Arztes thielt. HO Sfa en rar. sond< •lad ir trankenwage Der Badische Krankenwagen 1) Wiirttembe: Klasse, aus wel «eilender Weise 2) nicht durch Reihe von Fi |wid, über welche Wand und De« den später auss 3) nicht durch [und 2. Klasse, nt waren, um j( machen. (Yerj Ken gleichfalls Später kamen 4) durchgängig Ichtung heraus;, vier Universalscl Vergl. 8. 272, Smittts-Bericht filier ( „11. II. Abschnitt: Einrichtung und Ausstattung der Sanitätszüge. — Dienstbetrieb auf denselben. 281 Als weitere Ausstattungsgegenstände dieser Wagen ■ m nennen: Haken und Netze an den Wagendecken Benutzung für die Insassen der oberen Tragen: den Decken mit Gurten befestigte Querhölzer, zum Ibstaufrichten der Kranken; ferner für jeden Wagen Irrigatoren, 1 Eiterbecken, 2 Verbandbretter mit erbandzeug, 2 Waschbecken. 2 Wasserkrüge, 1 Wassernd 1 Tisch, 2 Stühle, 1 kleine Rank, 1 Nacht- bhl 2 Bettschüsseln, 2 Uringläser, 2 Spucknäpfe. Ljesslich ist noch zu erwähnen, dass der Fussboden im tel^ang mit Stroh- oder Seegrasmatten bedeckt und dass er den Bahren der unteren Schicht Heu oder Stroh hoch geschüttet war. Eine Besonderheit bot bei den Württembergischen m>n das Verladen der Kranken dar. Im Gegensatz zu bei den übrigen Deutsehen Sanitätszügen mit Inter- uiminikation geübten Verfahren wurden hier die Wagen der Beladung oder zum Zweck ihrer Entladung erst geinander gekuppelt, um auf diese Weise das Auf- gen der Tragen auf die Plattform und das Hineinschieben die Wagen bezw. das Herausziehen aus denselben be- emer und in einer für den Kranken weniger beun- Lenden Weise zu ermöglichen. Der durch das Ab- ■pneln bedingte Zeitverlust Hess sich durch die grössere hnelligkcit des Verladens ausgleichen. Sämmtliche Krankenwagen waren verschliessbar, nume- mit dem Genfer Kreuz bezeichnet und mit einer |fel versehen, welche die Namen des dem Wagen zuheilten Arztes und des betreffenden Unterpersonals hielt. L rankenwagen des Badischen Lazarethzuges. (Siehe Tafel XXIII.) Der Badische Lazarethzug bestand, soweit es sich um Krankenwagen handelte, anfänglich aus 1) Wih'ttembergischen durchgängigen Personenwagen Llasse, aus welchen die Sitze entfernt und in enteilender Weise durch Lagerbahren ersetzt wurden; 2) nicht durchgängigen Güterwagen, auf deren Boden Reihe von Fischer - Lipowskischen Universalschweben über welchen als zweite Etage Lattenhängebahren, Wand und Decke befestigt, schwebten (diese Wagen den später ausser Gebrauch gesetzt); 3) nicht durchgängigen Badischen gemischten Wagen lund 2. Klasse, aus denen Sitze und Scheidewände ent- Bnt waren, um je fünf eisernen Ordonnanzbettladen Platz zu ') Vergl. S. 272. Anmerkung 1. Sanitäts-Bericlit ülier die Duiteclieii Heere 1870 71. I. B.l. »eben. (Vergl. Tafel XXIII, Fig. 1.) Dieselben frden gleichfalls wieder ausgeschieden. Später kamen hinzu: 4) durchgängige Stallwagen, 1 ) aus welchen man die Stall- ■riehtungherausgenommen hatte. In diesen Wagen wurden ■vier Universalschweben auf dem Boden aufgestellt, über welchen je vier Hängebahren an Gurten von der Wagendecke und den Seitenwänden herabhingen (Fig. 2): 5) durchgängige Wnrttembergische Personenwagen ."i. Klasse, in welchen an Stelle der Sitze acht eiserne Ordonnanzbettladen mit dem nöthigen Zubehör aufgestellt waren (Fig. 3); 6) für Offiziere hergerichtete heizbare Hofsalonwagen. mit je zwei Bettstellen nebst Matratzen, Kopfpolstern und Decken, ferner Tischen, Sophas, Spiegeln u. s. w. ausgestattet. Sämmtliche Krankenwagen ad 1 bis 5 enthielten eiserne Oefen nebst Heizgeräthen, Cocosmatten zur Belegung <\e^ Mittelganges, Querhölzer über den Bängebabren, Verbandtisch, Spiegel und eine reichliche Ausstattung mit Geschirr. Krankenwagen des Hamburger Lazarethzuges. Dieselben wurden auf dem Kriegsschauplatze requi- rirt') und mittels der dahin mitgenommenen Aus- rüstungsgegenstände eingerichtet. Dazu war von dem Ingenieur llennicke ein von den bisher beschriebenen Methoden vollkommen verschiedenes Aufliängesystem der Tragen in Anwendung gebracht, welches seither den Namen „Hamburger System" behalten hat. Für je zwei übereinander aufzuhängende Tragen sind vier schmiedeeiserne Zangen, sogenannte „Teufelsklauen", erforderlich, deren untere Zeichnung 9. Teufelsklaue. (Hamburger System.) Schenkel Dinge tragen, in welche ein in einen Haken endender Federapparat eingehängt ist. Die Zangenenden werden an die Spriegel der Wagendeckon angelegt und haken sich bei Belastung der Tragen in dieselben immer fester ein; ihr Abgleiten wird durch eine die beiden unteren Schenkel zusammenhaltende Schraube verhindert. An den Haken im unteren Ende der Federapparate werden durch hänfene Schlaufen (oder Gliederketten) vier Stangen befestigt, welche je zwei viereckige Oesen zur Aufnahme der Tragestangen der übereinander aufzuhängenden Tragen besitzen. Das seitliche Schwanken dieser hängenden Lagervorrichtung wurde dadurch verhindert, dass man die der Wagenwand zugekehrten Tragestangen mittels Riemen oder Gummiringe in Haken einhängte, welche in die Längswand des Wagenkörpers eingeschraubt waren, so Vergl. S. 272. 30 282 V. Kapitel: Sanitätezüge. zwar, dass die Riemen oder Gummiringe immer leicht angespannt blieben. Dieses sinnreich konstruirte schwebende Lagerungssystem hat sich vorzüglich bewähr! und deshalb auch in der Kriegs-Sanitäts-Ordnung vom 10. «Januar 1878 für die Herstellung von Hilfslazarethzügen 1 ) Aufnahme gefunden. Wenngleich die oben beschriebenen, vollkommen Zeichnung 10. Aufhängung der Tragen nach Hamburger System (Querschnitt). ausgerüsteten Krankenwagen, wie sie während des Krieges seitens der Deutschen Staaten und Vereine hergestellt worden sind, ihrer ausgiebigeren Ausstattung und zweckentsprechenderen Lagervorrichtungen ballier zweifellos den ü—ü—ö y = B = -. t ^—y_ ü— ü— W— IL Jk , u B LI U Zeichnung 11. Aufhängung der Tragen nach Hamburger System (Längsschnitt). Vorzug vor diesen Improvisationen verdienen, so muss doch betont werden, dass die Hamburger Wagen ihrem Zwecke vollkommen genügt haben. Dass solche Züge jederzeit an denjenigen Orten, wo das Bedürfnis« nach Evakuation sich besonders bemerklich macht, schnell zusammengestellt und überall dem rollenden Material der Eisenbahnen angepasst werden können, muss als besonderer Vorzug dieser Methode anerkannt werden. Krankenwagen der übrigen Sanitätszüge. Die Krankenwagen der Lazarethzüge des Herrn v. Hoenika enthielten je 4 bis 5 eiserne Betten mit Spiralsprungfedern und vollkommener Bettausrüstung. Die Wagen waren weder heizbar, noch durchgängig; im !) Vergl. S. 270, Anmerkung 1. Uebrigen ermöglichte ihre Ausstattung den Ti von Schwerverwnndeten und Schwerkranken auf ,j Strecken. Die Krankenwagen des Sanitätszuges des BerlJ H i 1 fs v e r e i n s waren durchgängige Personenwagen 4. |J aus Norddeutschland. Die Lagerungsvorrichtuncr, sonstige Gerätheausrüstung derselben entsprach Krankenwagen der Preussischen staatlichen Sanität] No. I bis IX. Die Krankenwagen des Mainzer Sanitätszi waren nicht durchgängige Güterwagen mit je 8 Lagerpj und 8 gepolsterten Sitzplätzen. Ueber die EinrichtaJ Genaueres nicht bekannt geworden. Die Einrichtung der Krankenwagen des FrankfJ Sanitätszuges stimmte mit derjenigen des HannoreJ Sanitätszuges überein. Der Kölner Sanitätszug umfasste theila gängige, theils nicht durchgängige Wagen und zwar I sonenwagen 2. Klasse mit Sitzplätzen für je 24 L| kranke, 8 Personenwagen, in welchen die Sitzbänke 16 Matratzen nebst Zubehör ersetzt waren, und 1 ."> l'I wagen mit je 8 Betten. Letztere ruhten auf seitwäl die Wagenwand eingeschraubten Konsolen. Als 1'm | für die Matratzen diente ein leichtes Gestell mit kJ nen Spiralfedern. Die Heizung erfolgte durch Kolik) und Warmwasserkessel. In den nicht durchgängigen Krankenwagen tkgl tätszuges der Heinrichshütte bei Hatting€« die Bettung einfach auf Matratzen ohne weitere! richtung statt. B. Küchenwagen. Wie die Ausrüstung der Krankenwagen bei den tätszügen im Verlaufe des Krieges mancherlei Wal erfuhr, so hat sich auch diejenige der KüchenJ erst während des Peldzugs allmälig entwickelt, gl Züge ermangelten anfangs jeder Küchenausstattiiii{ u. a. die ersten Bayerischen Spitalzüge und die von Preussen auf den Kriegsschauplatz abgesandten 1 komplexe. In Preussen ward erst den sogenannten \\\ burger Lazarethzügen, welche von Mitte Oktober Dezember auf dem Kriegsschauplatz umliefen, ein kj wagen beigegeben. Der Sächsische Sanitätszug führte zwar in ein« sonderen Wagen einen Herd und eine kleine Küeb| rüstung mit sich, diese genügte aber höchstens Bedürfnisse des Wartepersonals, so dass die Kraul) die mitgenommenen kalten Nahrungsmittel oder auf i pflegung durch die Etappen-Behörden angewiesen | Da diese Verpflegungsweise nicht immer eine zweck/ sein konnte, so wurden späterhin (Februar 1871 Zuge zwei Küchenwagen eingefügt. Auch der Bai usstattung den TranJ Schwerkranken auf litätszuges des Beill rige Personenwagen 4.R|J Lagerungsvorrichtung derselben entsprach en staatlichen SanäüJ Mainzer Sanität! •wagen mit je 8 Lagerplij . Ueber die EinrichtnJ rden. J kenwagen des Franko! prjenigen des Hammu. sug unifasste theils l'ige Wagen und zwar I tzplätzen für je 24 L| welchen die Sitzbänke | rsetzt waren, und 15 tere ruhten auf aeitwl en Konsolen. Als Unli leichtes Gestell mit h g erfolgte durch KolilJ en Krankenwagen des j lütte bei Hattingen itratzen ohne weiten enwagen. Krankenwagen bei den ieges mancherlei Wand! diejenige der Küchemi llmälig entwickelt. E jeder Küchenausstattm t Spitalzüge und die chauplatz abgesandten 1 ^rst den sogenannten TVi von Mitte Oktober bi mplatz umliefen, ein K szug führte zwar in ei* und eine kleine Ktklt ügte aber höchstens ils, so dass die KrantiJ ihrungsmittel oder auf i Behörden angewiesen icht immer eine zweckml iterhin (Febrnar 1871 ■ igefügt. Auch der ßj I M ind I. Larethzng, so^ V llattinger Zi itgen. Die spä enden, von Berl Ige besassen in Erichtungen. ] Iron vornherein Ltet, welche si( Ihn beigetragen flegung durch Idgiltig abgegan üge durch eige Immen wurde. Zur Unterbr euibergischen Klasse — na< tLgs der einen chtetisch aufge posser Holzbehä «gehörigen Ges Kmaler Tisch a Zugpersonals. A liger schmaler i Anzahl von Seh tes täglichen Be ellung der Ess- efanden sich an tagen zum Au jffeln u. s. w. Fasserbehälter i Salin und Trich nng dieses Küc (»gerechnet, als Bei den Pre ■che in einem iX. Hannove fcgigen Güterw isgerüstet. (Ve hua Kaiser in ;rossen Behälter veiM'hliessbaren esonderer Feuer atz Ringe, war Ausnutzung des 1 [ebene, gleichmä petzt werden k oberhalb der Wag Bit Holz und K Fächern und Leu beiden Seitei Page und ein ') Das Verzeic ge 74. md l II. Abschnitt: Einrichtung und Ausstattung der Sanitätszüge. — Dienstbetrieb auf denselben. 283 azarethzug, sowie die Züge des Herrn v. Hoenika und L [Iattinger Zug ermangelten ursprünglich der Küchen- Xgen. Die späterhin auf dem Kriegsschauplatze erschei- eiuk'u, von Berlin, Hamburg, Köln und Mainz ausgesandten Ige besassen mehr oder weniger vollkommene Küchen- iniclitungen. Die Württembergischen Spitalzüge waren 011 vornherein mit vollkommenen Küchenwagen ausge- .iri. welche sich von Anfang an bewährt und wesentlich aZ u beigetragen haben, dass von dem System der Ver- fle"ung durch die Etappen noch während des Krieges tdgiltig abgegangen und die Selbstverpflegung der Sanitäts- durch eigene Kücheneinrichtungen allgemein ange- onimen wurde. Zur Unterbringung der Küchen wurden in den Würt- eniljergisclien Spitalzügen gewöhnliche Personenwagen Klasse — nach Entfernung der Sitze — verwendet. ängs der einen Wagenseitenwand war ein eiserner An- chtetiseh aufgestellt; unter demselben befand sich ein rosser Holzbehälter, daneben ein eiserner Herd mit dem «gehörigen Geschirr und ein Bratofen. Ein langer chmaler Tisch an derselben Seite diente zum Speisen des Zugpersonals. An der entgegengesetzten Wand stand ein uoer schmaler Spültisch, an welchen sich eine grössere nzahl von Schränken und Regalen zur Aufbewahrung täglichen Bedarfs an Lebensmitteln, sowie zur Auf- ellung der Ess- und Trinkgeschirre reihte. Ausserdem efanden sich an den Wänden eine Menge von Vorrich- ungen zum Aufhängen von Kochgeschirren, Deckeln, öffeln u. s. w. Endlich enthielt die Küche einen grossen Fasserbehälter in Form eines aufrecht stehenden, mit Im und Trichter versehenen Fasses.') — Die Einrich- og dieses Küchenwagens erwies sich, kleinere Mängel gerechnet, als sehr brauchbar. Bei den Preussischen Sanitätszügen befand sich die ükhe in einem durchgängigen Personenwagen 4. Klasse iX. Hannoverschen Sanitätszuge in einem nicht durch- ängigen Güterwagen) und war in entsprechender Weise isgerüstet. (Vergl. Tafel XXV.) Der Herd (von der Irma Kaiser in Berlin geliefert), welcher zugleich einen possen Behälter für warmes Wasser, einen durch Thüren ersehliessbaren Wärmeschrank und einen Bratofen mit sonderer Feuerung in sich schloss, enthielt nur einen atz Ringe, war aber so eingerichtet, dass unter vollster Lusnutzung des Raumes die ganze, mit einer Galerie um- ebeue, gleichmässig erhitzte Platte mit Kochgeschirren esetzt werden konnte. Das Rauchrohr mündete senkrecht erhalb der Wagendecke. Zum Herd gehörte ein Behälter lit Holz und Kohlen. Geschirrregale mit abgepassten üchern und Leisten zur Festhaltung des Geschirrs standen beiden Seiten des Herdes, ein Anrichtetisch, eine fage und ein Gewürzschränkchen an der gegenüber- ') JJits Verzeichnis« säinmtlicher Gegenstände siehe in Beige 74. liegenden Seite. Die unter dem Geschirr befindlichen 20 verzinnten Kannen von vorgeschriebenem Raummaass — die 10 grösseren fassten je 12 Teller Suppe, die 10 kleineren je 12 Tassen Kaffee bezw. Bouillon — haben sich praktisch besonders nützlich erwiesen, ebenso die 20 Speisebretter, auf denen die Speisen und Getränke für je einen Krankenwagen genügenden Platz fanden. Auf dem Anrichtetisch Hessen sich 10 Speisebretter auf einmal mit den für 10 Krankenwagen bestimmten Speisen beladen. Es erhielten auf diese Weise je fünf Wagen zu jeder Seite der Küche gleichzeitig die ihnen zukommenden Speisen. Die Aufstellung des Spültisches im Küchenraume erschwerte die Reinlichkeit einigermaassen, wenngleich das Spülwasser direkt nach aussen abfloss. Der Eiskasten hatte in zweckmässiger Weise ausserhalb des Wagens auf einer Plattform Aufstellung gefunden und bestand aus einem Holzkasten mit Zinkfütterung und Rosteinsatz; ein Abflussrohr führte das Schmelzwasser ab und bildete gleichzeitig ein Wasserventil zur Abhaltung der Luft. An Stelle der offenen Kochtöpfe, aus denen die Speisen während der Fahrt mitunter herausgeschleudert wurden, fanden späterhin geschlossene Papinsche Töpfe Verwendung. Ueber das Kücheninventar giebt Beilage 75 näheren Aufschluss. Der Küchenwageu der Bayerischen Spitalzüge I bis IV (vergl. Tafel XXVI) war gleichfalls durchgängig und enthielt zwei eiserne Herde, von denen der kleinere zum Vorwärmen des Wassers, der grössere zur Bereitung der Speisen diente. Das Rauchrohr führte den Rauch lothrecht durch die Decke ab; den Wrasenabzug besorgte eine stellbare Klappe im Wagendache. Zur Kaffeebereitung wurde ein besonderer Kochapparat mitgeführt. Die Tische des Küchenwagens konnten aufgeklappt und an der Wand befestigt werden, wodurch bei Nacht Raum für die aus Strohsäcken bestehenden Lagerstätten des Küchenpersonals gewonnen wurde. Die übrige Küchenausrüstung war in zweckmässiger und reichlicher Auswahl vorhanden und passend im Wagen verwahrt. Der Pfälzer Lazarethzug verfügte über zwei Küchen wagen, von welchen der eine (Hauptküchen wagen) einen grossen Herd mit drei gesonderten Feuerstellen zur Bereitung der Hauptmahlzeiten, der andere (Beikücheu- wagen) einen kleinen Herd zur Herstellung der Zwischenmahlzeiten und zur Beschaffung von warmem Wasser enthielt, ausserdem als Spülküche, sowie als Aufbewahrungsraum für den täglichen Bedarf an Lebensmitteln und als Schlafraum für das Küchenpersonal diente. Auch befand sich im Beiküchenwagen ein Kleiderschrank für den Koch. Die sonstige Einrichtung und Ausrüstung der Pfälzer Küchen wagen entsprach derjenigen der Bayerischen Spitalzüge. In allen übrigen Sanitätszügen waren die Kücheneinrichtungen, wo sie überhaupt bestanden, im Allgemeinen dieselben, wie die bisher geschilderten. 36* 284 V. Kapitel: Sanitätezüge. Bemerkt soll noch werden, dass ein eigener Speisewagen, in welchem die marsclifähigen Zuginsassen ihre Mahlzeiten einnehmen konnten, wie solcher neuerdings besonders von Billroth empfohlen worden ist, in keinem der Deutschen Sanitätszüge vorgesehen war. C. Depot- (Vorraths-, Magazin-, Proviant-) Wagen. Mit Ausnahme der ersten von Preussen abgesandten Züge und der Weissenburger Lazarethzüge, in welchen letzteren die Küchen- und Waschvorräthe in dem Wagen für das weibliche Personal untergebracht waren, führten sämmtliche Sanitätszüge zur Aufbewahrung der Lagerungs- vorräthe, Bettstücke, Decken, Wäsche, Speisevorräthe u. s. w. einen bis mehrere besondere Wagen mit sich. Die Preussischen Sanitätszüge No. 1 bis IX hatten zwei, der Hannoversche Zug einen Depotwagen, die Bayerischen Spitalzüge 2 bis 4 Vorrathswagen, der Pfälzer Lazarethzug und der Sächsische Sanitätszug einen Magazinwagen, die Württeml»ergischen Spitalzüge einen Proviantwagen, der Badische und der Mainzer Lazarethzug einen Depotwagen; der Kölner Sanitätszug verwendete für diesen Zweck einen Gepäckwagen, ebenso die Lazarethzüge des Herrn v. Hoenika, der Berliner, der Hattinger und der Frankfurter Sanitätszug, sowie endlich der Hamburger Lazarethzug. In den Preussischen Sanitätszügen I bis IX waren für diesen Zweck zwei durchgängige nicht heizbare Güterwagen eingestellt, von welchen der eine als Vorrathsraum für den täglichen Bedarf an Lebensmitteln und Wäsche etc., der andere mehr als Reservemagazin diente. Der erstgenannte (Depot-) Wagen war durch feste Bretterwände, zwischen denen in der Längsrichtung des Wagens ein schmaler Mittelgang blieb, in vier verschliessbare Kammern getheilt, an deren Wänden sich Bretter- und Lattenver- schläge behufs übersichtlicher Ordnung der Vorräthe befanden. Die Fensterwand des Wagens blieb frei, um Luft und Licht eintreten zu lassen und Raum für die Ver- packungs-, Sortirungs- und Ausgabegeschäfte des Verwalters zu gewähren. Eine Kammer enthielt ein besonders ver- schliessbares Gelass mit Lattengerüsten zur Aufnahme des Flaschenlagers, eine andere barg in einem besonderen Verschlage die Kartoffelvorräthe. In dem zweiten (Hauptdepot-) Wagen lagerten die Vorräthe in Fässern, Kisten und Säcken ohne besondere Einrichtung von Verschlagen oder dergl.; der einzige vorhandene Lattenverschlag nahm die gebrauchte Wäsche auf. In Folge der fehlenden Heizvorrichtung kam es bei starkem Frost vor, dass die Kartoffeln erfroren und Flaschen zersprangen; auch erschwerte die Kälte dem Verwalter einen längeren Aufenthalt in diesem Wagen. — In den Bayerischen Vorrathswagen bildeten ideht Bretterwände sondern Vorhänge die Scheidewände zwischen den einzelnen Kammern. — Der Pfälzer Magazinwagen enthielt Heizvorrichtung. — In den W ü r 11 e m b e r g i s c h e n Pro« wagen befand sich gleichzeitig ein Abtritt; im Badisl Vorrathswagen die Apotheke und der Eisschrank, Feuerungsmaterial. Betreffs der ökonomischen Ausstattung dieser ttj vergl. Beilagen 76, 77 und 78. D. Verwaltungswagen. Die meisten Sanitätszüge enthielten einen besondj Verwaltungswagen, welcher dem Oberpersonal des )\ als Bureau zur Erledigung der schriftlichen Arie] diente; in demselben befanden sich ausserdem bei eiii Zügen die Apotheke, sowie Wohnräumlichkeiten für] Verwalter, bei einigen auch solche für einen Arzt. Die Einrichtung des Preussischen Verwaltungswap (vergl. Tafel XXVII) war im Wesentlichen folgende: gewöhnlicher Personenwagen 3. Klasse, in welchem I Theil der Sitzbänke an Ort und Stelle blieb, wurdl drei Abtheilungen geschieden, deren grösste den ?J und Schlafraum für den Verwalter und einen Assisteni bildete. Als Nachtlager verfügten diese Beiden zwei eiserne Bettstellen nebst Matratzen und sonstü Zubehör. Verschliessbare Wandschränkchen über Betten, 2 Tische mit Schubladen, Schreibzeug und fl'ai flasche und die im Coupe belassenen Sitzbänke verJ ständigten das Inventar dieses Raumes, dessen Fenstetl kleinen Vorhängen versehen waren. Die Hutnetze dit( zur Aufnahme von Verband- etc. Gegenständen. -I nächstkleinere, 4 Fuss 8 Zoll lange Abtheilung enlll auf der einen Wagenseite den eisernen Ofen (mit ] Vorrichtung zur Bereitung von Thee u. s. w.) nebst rungsgeräth und Kohlenkasten, zwei Konsolbretter I Theekessel, Berzeliuslampe und grösseren Apotlitl geräthschaften, auf der anderen Seite die Apotheke f Arzneischrank und Rezeptirtisch. Auf letzterem sta der Wagenwand befestigt, ein Repositorium mit 4 von Fächern für 32 viereckige Standgefässe. Der Eil tirtisch hatte drei Schubladen zur Aufnahme von Medizinflaschen, Bindfaden, Korken und anderen kleiiJ Apothekenbedürfnissen. Die letzte und kleinste Abtheili des Wagens enthielt auf der an die Apotheke anstoMi Wagenseite ein Gestell für Verbandgegenstände, wi durch einen Vorhang gegen Eindringen von Staub ■ geschützt war, auf der anderen Seite den Abtritt und J Waschvorrichtung. Die Aufstellung des Ofens in mittleren Wagenabtheilung hatte den Uebelstand zur Fi| dass einerseits der Wohnraum nicht immer hinreid erwärmt werden konnte, andrerseits die im Apothekern^ untergebrachten flüssigen Substanzen wegen der Nälitj Ofens häufig verdampften. — Die Geräth- und Ära Ausstattung dieses Wagens findet sich in Beilage 79. CL> JxC CD _£= -1----' o cu CD— -aD-=C :3 r-J -a CO er :CÖ Z3 •¥* -OJD c E= (Ti 3 OO -t^ 03 CD 5 O CD CO > co CD CO • — Z3 -o cd c_ c :=3 a_ M— C CU -QO CO agazinwagen enthielt ttembergischenfti )in Abtritt; im Badi-1 nd der Eisschrank, Ausstattung dieser ffj igswagen. nthielten einen beSM m Oberpersonal des Ü der schriftlichen Ariel sich ausserdem bei ein ohnräumlichkeiten für] che für einen Arzt, i s c h e n Verwaltungs^ iVesentlichen folgende: 5. Klasse, in welchem| ld Stelle blieb, wurd deren grösste den ?| Iter und einen Assistem 'igten diese Beiden Matratzen und sonstij ndschränkchen über n, Schreibzeug und Wj assenen Sitzbänke venj Raumes, dessen Fenster| reu. Die Hutnetze itc. Gegenständen. - lange Abtheilung entl eisernen Ofen (mit ] Thee u. s. w.) nebst , zwei Konsolbretter I nd grösseren Apotliej a Seite die Apotheke i. Auf letzterem stand Repositorium mit 4 Standgef ässe. Der Eij zur Aufnahme von •ken und anderen klein! zte und kleinste Abdul die Apotheke ansto«i :rbandgegenstände, wl Eindringen von Staub J Seite den Abtritt und J ellung des Ofens in I ) den Uebelstand zur hl . nicht immer hinreirlij seits die im Apothekern! mzen wegen der Kalif | Die Geräth- und An et sich in Beilage 79. -oSD-=C r-j -a :C8 CO -OüO CO CO CO CD Spiegel k, blieb unverändert und war für den Chefarzt beut. Der erste Assistenzarzt erhielt ein Coupe 2. Klasse, reichem die Sitzbänke entfernt und durch einen Ofen ') Vergl. S. 271. und eine Bettstelle ersetzt waren. Ein schmaler Raum zwischen den beiden Coupes enthielt Toilette und Abtritt. Zu der im Uebrigen zweckmässigen Einrichtung dieses Wagens stand die mangelhafte Heizbarkeit desselben in um so unangenehmerem Gegensätze, als in den Krankenwagen selbst während der grössten Kälte eine behagliche Wärme sich erzielen liess. Dass Tinte und andere Flüssigkeiten im Arztwagen einfroren, war kein seltenes Er- eigniss. In denjenigen Zügen, welche von weiblichen Pflegerinnen begleitet wurden (zwei Diakonissinnen pro Zug), richtete man für diese einen besonderen Wagen in ähnlicher Weise ein. Das männliche Pflegepersonal brachte die Nächte in den Mittelgängen des Krankenwagens auf Matratzen zu. Im Hannoverschen Zuge richtete sich das ärztliche Personal in einem nicht durchgängigen Coupewagen 2. Klasse ein, in welchem der Chefarzt ein durch einen Ofen heizbar gemachtes Coupe bewohnte, während die Assistenzärzte und der Verwalter sich in die übrigen Coupes theilten. Da letztere aber keine Oefen besassen, so blieb später nichts Anderes übrig, als einen Krankenwagen für diesen Tbeil des Oberpersonals iu Anspruch zu nehmen. Die Weissenburger Lazarethzüge führten einen Arztwagen für das obere und einen zweiten Wagen für das Pflegepersonal mit sich. Die betreffenden Wagen in dem Sanitätszuge des Berliner HilfsVereins entsprachen in ihrer Einrichtung den Preussischen Personenwagen. In den Bayerischen Spitalzügen war ursprünglich ein nicht durchgängiger Personenwagen 1. Klasse für das ärztliche Personal bestimmt; später wurde für dasselbe ein Krankenwagen mit 3 Betten, Tisch, Lehnsessel, Schränkchen, Ofen etc. ausgestattet. (Vergl. Tafel XXVIII.) Das untere Pflegepersonal wohnte in den einzelnen Krankenwagen. Der Pfalz er Lazarethzug besass einen bequem eingerichteten Wagen für den Chefarzt und den ersten Assistenzarzt, einen zweiten Wagen für den zweiten Assistenzarzt und zwei bis drei Vereinsdelegirte; auf der Plattform dieses Wagens war in einem Bretterverschläge mit Thür ein Abtritt angebracht. — Das untere Personal w r ohnte in einem mit acht Betten, einem Esstisch und Feldstühlen ausgestatteten Krankenwagen. Da der Sächsische Sanitätszug bei seiner ersten Fahrt den einzigen Arzt, welcher den Zug begleiten sollte, sowie das erforderliche Pflegepersonal erst aus den Feld- lazarethen und Sanitätsdetachements auf dem Kriegsschauplatze erhalten sollte, so hatte man von Hause aus besondere Vorsorge für die Unterkunft des Personals nicht getroffen. So kam es, dass bei der Rückfahrt ein nicht ganz gefüllter Krankenwagen das nöthige Obdach gewähren musste. Bei den späteren Fahrten wurde ein Krankenwagen für diesen Zweck reservirt. 286 V. Kapitel: Sanitätezüge. In den Württembergischen Spitalzagen wies man dem Begleitungspersonal — das obere Personal logirte, wie schon erwähnt, im ßüreauwagen — einen unveränderten durchgängigen Personenwagen 2. Klasse mit zwei Abtheilungen an, in deren einer die Schwestern, in der anderen die nicht wachhabenden männlichen Pfleger bei Nacht Platz fanden. Als Lagerstellen dienten mit Teppichen bedeckte und auf die gegenüberstehenden Sitzplätze gelegte Bretter. Dieselbe Ausrüstung besassen die entsprechenden Wagen des Badischen Lazarethzuges. Der Mainzer Sanitätszug enthielt einen Wagen für die Aerzte (nebst Apotheke), einen Wagen für Delegirte und Aufsichtspersonal und einen Wagen für die Krankenwärter. Den reichlichsten Baum gewährte dem Personal der Kölner Sanitätszug, welcher ausser einem Verwaltungsoder „Dienstwagen" noch einen Arztwagen für den Taggebrauch, einen besonderen Schlafwagen für die Aerzte und einen Damenwagen für die weiblichen Pflegerinnen führte; die 14 männlichen Krankenwärter schliefen in den Krankenwagen. Im Frankfurter, Hattinger und Hamburger Zuge, ebenso in den Lazarethzügen des Herrn v. Hoenika, waren besondere Wagen für das Personal nicht vorhanden. Durfte auch die Einrichtung der Wagen für das obere und untere Personal in einzelnen Zügen als auskömmlich gelten, so kann doch nicht verkannt werden, dass bei der Mehrzahl der Züge die Unterkunft des Personals eine mangelhafte war. Um so höher muss die Pflichttreue anerkannt werden, mit welcher Aerzte, Beamte und Wartepersonal sich dem anstrengenden, körperlich und geistig aufreibenden Dienste auf den Sauitätszügen hingegeben haben. F. Andere Wagen. Ausser den beschriebenen Wagen enthielt jeder Sanitätszug noch einen offenen Wagen für Brennmaterialien, dessen Einrichtung eine besondere Besprechung heischt. Dass derselbe hin und wieder Nachts BestaU wurde, war öfters Grund zu Klagen; desgleichen Mangel eines Schutzdaches nicht selten zur Schattig« Heizmaterials durch Regen und Schnee Anlass. In den meisten Zügen diente ferner ein gewc Gepäckwagen als Kammer für die Waffen- und GtJ ausrüstung der Verwundeten und Kranken, zur AuU von leeren Pässern und Kisten, als Werkstätte Zugschlosser, welcher hier sein Werkzeug und sei räthe aufbewahrte, zugleich auch als UnterkunftsranJ denselben, sowie für die Burschen verwundeter undk Offiziere. Dass dieser Wagen nicht heizbar war. wm Uebelstand empfunden und hatte zur unerwünschten.! in Anbetracht der Verhältnisse nicht ganz zu verbind Folge, dass die hier untergebrachten Leute sich der K halber während der Fahrt häufig in Krankenwagen | hielten. Der bereits erwähnte 1 ) Dampfheizwagen der I tischen Spitalzüge war ein gewöhnlicher, in zwei »J Räume getheilter Güterwagen. In dem kleineren ] befand sich die Dampfheizmaschine von zwei Pferdeb mit aufrecht stehendem Cylinder; in dem grössere! mache hatten der Heizer und der Wagenwärter ihre > statte und ihren Aufbewahrungsort für Handwerkzeuj sonstige Requisiten. Auf dem Weissenburger Lazarethzuge No. 1 Pferdewagen mit zwei Ständen als Latrine eingerid den Bayerischen Spitalzügen eigenthümlich war eiiil derer heizbarer Abort wagen, welcher den marschS| Zuginsassen und den weiblichen Pflegern zum überwiesen und deshalb in zwei von einander getrJ Räume getheilt wurde. Unter jedem Sitzbrett befai| ein Klappenventil, welches sich beim Oeffncn des schloss, beim Niederlassen desselben wieder öffneten Exkremente auf den Bahnkörper fallen Hess. Audij Wagen war heizbar. !) Vergl. S. 278. III. Personal der Sanitätszüge. — Dienstbetrieb. Die Erwägung, dass die Sanitätszüge nicht eine von vornherein feststehende Organisation besassen, dass das Evakuationswesen sich während des Krieges stetig fortentwickelte, und dass bei der verschiedenen Entstehungsweise der Züge — theils staatliche, theils von Vereinen geschaffene — auch die Anstellung und Verwendung des Personals keine gleichmässige sein konnte, lässt es erklärlich erscheinen, dass allgemein giltige Normativ)' mungen für den Dienstbetrieb nicht erlassen wurden die Mehrzahl der Deutschen Sauitätszüge stellte di> willige Krankenpflege sowohl das obere als ( personal; die Dienstobliegenheiten der einzelnenAngM wurden jedesmal durch besonders vereinbarte lnstaH geregelt. doro Besprechung id wieder Nacht« V. Llagen; desgleichen «i it selten zur Schädig», 1 Schnee Anlass. nte ferner ein gewöln ür die Waffen- und qJ nd Kranken, zur Auf» in, als Werkstätte fit] n Werkzeug und » ach als Unterkunftsraiinl len verwundeter und 1 licht heizbar war, tu tte zur unerwünschten. nicht ganz zu verbind« achten Leute sich der E iufig in Krankenwagen ampfheizwageu der I röhnlicher, in zweifln) In dem kleineren ihine von zwei Pferdelt der; in dem grössere! der Wagenwärter ihre | rsort für Handwerkzeosl Lazarethzuge No. 1 nl äii als Latrine eingerj igenthüinlich war ein t , welcher den niarscli hen Pflegern zum wei von einander getiJ • jedem Sitzbrett befail ■h beim Oeffnen des selben wieder öffnete« jer fallen Hess. AucM rieb. mein giltige Normativ^ nicht erlassen ward Sauitätszüge stellte Ji| das obere als das iten der einzelnen Ange-ij iers vereinbarte lnstni CD -qjO i-~i CD -ojO cö CO CD CO ' c_ CD C^ CO c_ CD Auf sämmtlici pgen ruhte die v« der Hand ein i m Preussischei Ljgirenden oc ,.,!,.. Derselbe Lernahme der uklionen von war der Evt ■erstellt, hatte ler Sanitätszüge 1 . Kenntnissnah] fcbigen. Per Ch B f dem Sanitätsz jnaehrichtigung Ltreffen des Sai Bmhehörden wä tanken und Yer Hunten Dienstbel tferung der Be: licn seinen soni ■r die Dauer der Bei Thalern für i Als eigentlicl i Assistenzär: kegeben, welcl lemd bei dein ■kuationskommi Ben und nach 1 Der ärztliche 1 ■ehe im Zuge . lasser Anwendu bezüglichen Be h lag 1 gleichzei ■hing, dem andf .stall des Zuges ligii sich der Che Bchafte ermöglic ■gesetzte des Wi pesenen Krank« Jefarzt direkt im gen die Assisten: i tägliche Zulag Zum Oberperi kterialienverv Stellung verpflic I Zuges unter ( Meten Materiali rifesmässiger Na «liefern. Er ui • direkte Vorgese Ekrseits durfte k; bei Ungeho rigkeiten und er IT. Abschnitt: Einrichtung und Ausstattung der Sanitätsziige. — Dienstbetrieb auf denselben. 287 ■nult' Auf sämmtlichen Preussischen (staatlichen) Sanitäts- rubte die verantwortliche Leituno- des Dienstbetriebes ier Hand eines Arztes aus dein Civilstande, welcher Preussischen Kriegsministeriurn berufen und zum lirirendeii oder Chefarzt des Sanitätezuges ernannt Derselbe erhielt bei seiner Einbeorderung vor rnahme der dienstliehen Funktionen mündliche In- ktionen von Seiten der Militär-Medizinal-Abtheilung. »r der Evakuationskommission in Epernav direkt rgtelltj hatte alle wichtigeren auf den Dienstbetrieb .Sanitätszüge bezüglichen Verfügungen einzusehen und »Kenntnissnahme durch Namensunterschrift zu be- fcigen. Der Chefarzt war der Vorgesetzte des gesaminten, dem Sanitätszuge fungirenden Personals, ihm lag die aclirichtigung der Behörden von dem Abgange und mfen des Sanitätszuges, die Kommunikation mit den Lbehörden während der Fahrt, die Vertheilung der nken und Verwundeten, die Oberaufsicht über den ge- tcn Dienstbetrieb auf dem Zuge und die richtige Abrang der Beförderten an die Bestimmungsorte ob. n seinen sonstigen Kompetenzen erhielt der Chefarzt die Dauer der Hin- und Rückfahrt ein Tagegeld von ■i Thalern für den Tag. Ala eigentlich behandelnde Aerzte waren jedem Zuge i Assistenzärzte, gleichfalls dem Civilstande angehörig, kgeben, welche aber nicht — wie der Chefarzt — nid bei dem Zuge verblieben, sondern seitens der kuationskommission für die einzelnen Fahrten übereil und nach Bückkehr des Zuges abgelöst wurden. Der ärztliche Dienst bei den Kranken und Verwundeten, he im Zuge Aufnahme fanden, regelte sich in sinn- Bnässer Anwendung der für die Feldlazarethe maassgeben- n bezüglichen Bestimmungen. Einem der beiden Assistenzlag gleichzeitig die Verwaltung der Verbandinittel-Ab- eiluim. dem anderen die Dienstleistung in der Dispensir- des Zuges ob. An der Krankenbehandlung bethei- rich der Chefarzt soweit, als es ihm seine übrigen afte ermöglichten. Die Assistenzärzte waren direkte setzte des Wärterpersonals, welches in den ihnen zu- senen Krankenwagen fungirte; sie selbst waren dem Chefarzt direkt unterstellt. Für die Dauer der Fahrt be- Hen die Assistenzärzte neben ihren übrigen Kompetenzen eine tägliche Zulage von 1 Thaler und 20 Silbergroschen. Zum Oberpersonal des Zuges gehörte ferner der Materialienverwalter, welcher bei seiner kontraktlichen Anstellung verpflichtet wurde, alle Ausrüstungsgegenstände des Zuges unter Obhut zu behalten und die nicht ver- i ten Materialien bei Rückkehr des Zuges unter vor- wiftsmässiger Nachweisung des Zu- und Abganges richtig abzuliefern. Er unterstand direkt dem Chefarzt und war • direkte Vorgesetzte des Koches und der Küchenarbeiter. ■lerseits durfte er das Engagement nicht willkürlich ^n: bei Ungehorsam gegen den Chefarzt, bei Pflicht- ngkeiten und erwiesener Unfähigkeit konnte er hingegen zu jeder Zeit und an jedem Orte abgelohnt und entlassen werden. Für die Dauer seiner Funktionen stand ihm eine tägliche Remuneration von 1 Thaler 15 Silbergroschen zu. Der Koch war dein Materialien Verwalter zunächst unterstellt und unter denselben Bedingungen wie dieser mit einer täglichen Löhnung von 1 Thaler angenommen. Er hatte die Zubereitung der Speisen für den gesaminten Zug nach den Vorschriften des Chefarztes und unter Aufsicht des Materialienverwalters zu besorgen. Zur Erledigung der gröberen Arbeiten standen ihm zwei Küchenarbeiter zur Seite, welche ebenfalls kontraktlich engagirt waren und eine Tageslöhnung von 20 Silbergroschen pro Kopf bezogen. Das Pflegepersonal bestand aus 10 Heilgehilfen und 20 Krankenwärtern. Je zwei Krankenwärter waren einem Heilgehilfen unterstellt; jeder Krankenwagen hatte seinen besonderen Wärter. Das Pflegepersonal wurde vom stellvertretenden Kommissar und Militärinspekteur der freiwilligen Krankenpflege gestellt und erhielt von diesem Legitimationspapiere, Neutralitätsbinden und Annahme- bücher. Während der Fahrt war es den beiden Assistenzärzten untergeordnet. Die Heilgehilfen erhielten von Seiten der Militärverwaltung eine Tageslöhnung von 1 Thaler. die Krankenwärter eine solche von 20 Silbergroschen. — Die Heilgehilfen wurden staatlicherseits mit Verbandzeug ausgestattet. Wenngleich bei der Auswahl des Pflegepersonals gerade für die Sanitätszüge seitens der freiwilligen Krankenpflege mit grösster Vorsicht verfahren wurde, so konnte es doch unbeschadet der aufopfernden Hingabc Vieler, welche volle Anerkennung verdient, nicht ausbleiben, dass sich unter dem überwiesenen Personal hin und wieder Elemente vorfanden, welche sowohl betreffs ihrer technischen Befähigung als auch hinsichtlich ihrer Führung zu ernsten Klagen Anlass gaben. Wiederholt mussten solche Leute aus disziplinarischen Rücksichten in Feindesland entlassen werden. Ausser den männlichen Krankenpflegern sollten jedem Zuge zwei Diakonissen zugetheilt werden. Der Umstand, dass bei der reichlichen Zumessung von männlichem Pflegepersonal ihr Beschäftigungskreis ein beschränkter bleiben musste, desgleichen die Schwierigkeiten, welche die Abgrenzung ihres Arbeitsfeldes, besonders gegenüber demjenigen der Heilgehilfen, verursachte, sowie endlich der Umstand, dass ihre Anwesenheit auf dem Zuge das Mitführen eines eigenen Pflegerinnenwagens nothwendig machte, haben im Laufe des Krieges dahin geführt, schliesslich auf die Mitnahme weiblicher Pflegerinnen zu verzichten. Die Eisenbahndirektion stellte für jeden Zug einen Revisionsschaffner, welchem die technische Beaufsichtigung des Zuges zufiel, sowie das Bedienungspersonal für Lokomotive und Tender. Die Bayerischen Spitalzüge I bis IV standen unter dem Befehle eines ständigen, ans den Reihen der pensio- •288 V. Kapitel: Sanitatsztige. nirten Offiziere entnommenen Kommandanten. Zur Auf- rechthaltung der Zugdisziplin verfügte derselbe über einen Unteroffizier und drei Mann aus den Ersatz- und Besatzungstruppen, welche als Wache und zur Verrichtung der vorkommenden Arbeiten verwendet wurden. Dass die Führung der Bayerischen Spitalzüge Offizieren und nicht — wie in Preussen — Aerzten übertragen worden ist, findet seine Begründung — abgesehen von der Analogie mit den damaligen Verhältnissen in den Bayerischen Feldspitälern — darin, dass in Bayern das ärztliche Personal bei jeder Fahrt wechselte, während die Chefärzte der Preussisehen Sanitätszüge dauernd angestellt blieben. Da aber für den Verkehr mit den Behörden im In- und Auslande die Kontinuität in der Leitung des Zuges nicht füglich entbehrt werden konnte, und Militärärzte hierfür nicht disponibel waren, so erschien es den Bayerischen Behörden am zweckmässigslen, die Führung einer Militärperson zu übertragen. Pas ganze übrige, für jede Fahrt besonders ausgewählte Personal stellte das Oentralkomitee des Bayerischen Landeshilfsvereins. Das ärztliche Personal bestand aus freiwillig sich meldenden oder auch besonders hierzu aufgeforderten Professoren der Medizin, praktizirenden Aerzten und älteren Studirenden der Medizin, deren Betheiligung in allen Fällen unentgeltlich erfolgte. Für jede Fahrt wurde ein Oberarzt angestellt; die Zahl der ihm beigegebenen Aerzte betrug bei den ersten, auf umfangreiche Transporte berechneten Fahrten sieben bis acht (der Mehrzahl nachStudirende der Medizin), späterhin eins bis drei. Grosse Schwierigkeiten bereitete in Bayern die Beschaffung des Wärterpersonals. Für die ersten Züge stellten sich hauptsächlich freiwillige Krankenpfleger zur Verfügung, Studenten und andere junge Leute, deren Leistungsfähigkeit mit ihrem guten Willen nicht immer gleichen Schritt hielt. Ausserdem wurden bezahlte Krankenwärter angeworben. Da man indess mit der Zuverlässigkeit der letzteren durchschnittlich keine guten Erfahrungen machte, so gelangte man bald dahin, die Hauptstütze der Krankenpflege auf den Bayerischen Spitalzügen in weiblichen Pflegerinnen zu suchen, welche theils den katholischen Ordensgesellschaften, theils den evangelischen Diakonissen-Anstalten entlehnt wurden. Diese Pflegerinnen leisteten ihre Dienste unentgeltlich. Dej- Küche stand meistens eine kontraktlich engagirte Köchin vor, welcher eine besoldete Küchenmagd zur Seite stand; in einzelnen Fällen besorgten Schwestern die Küchenangelegenheiten. — Die Magazinverwaltung übernahm ein Vertrauensmann des Landeshilfsvereins, ebenfalls unentgeltlich. — Die Bahnverwaltung stellte für jeden Zug einen Wagenwärter, sowie das nöthige Personal für die Bedienung der Lokomotive und des Dampfheizwagens. Auf dem Pfalz er Lazarethzuge befand sich die Führung des Zuges in den Händen eines Chefarztes, welchem sich zwei bis drei Delegirte für die Magazinverwaltung und die Büreaugeschäfte beigesellten. Zwei Assistenzärzte besorgten unter seiner Leituno- die Behandlung der Kranken und Verwundeten. Das männliche Wartepersonal inj Stärke von 10 Wärtern für den Zug, sowie der Koi zwei Gehilfen waren vom Pfalzer Hilfsverein m Diese sämmtlichen Angestellten mit Ausnahme des Küj Personals leisteten ihre Hilfe unentgeltlich. An» f galt die Bahnverwaltung einen Zugrevisor, einen \U Wärter, einen Arbeiter und das Personal für die L 0 ü tive mit. Das ärztliche und Pflegepersonal des Sachs«* Sanitätszuges wechselte mit jeder Fahrt. An der ,*{ des Zuges stand ein Oivilarzt, welchem für die Kran behandlung auf einzelnen Fahrten einige Aerzte beigJ waren. (Nur bei der ersten Bückfahrt und der Hinfahrt wurde der Zug von einem Militärarzt »ef In den Händen dieses Arztes ruhte neben der äi-ztlkJ Behandlung die ganze Leitung, der Verkehr mit liörden und die Versorgung des Zuges mit Lebensgd Bett- und Kleidungsstücken, Verband- und ArzneimiJ welche theils im blande, theils erst auf dem Kn( schauplatze aus staatlichen und Vereinsdepots erfolgte. Pflegepersonal wurde bei der ersten Fahrt im Feldel Sanitätsdetachements und Feldlazaretten entnommen] den späteren Fahrten in der Heimath gestellt und in I ergänzt. Dasselbe bestand aus Lazarethgehilfen, milit&jJ Krankenwärtern, Felddiakonen und Albertinerinnen. Küche stand eine Köchin vor. Das gesammte Personal der Württemberg«! Spitalzüge rekrutirte sich aus den vom Württemberg Sanitätsverein gestellten Freiwilligen. In die FühruJ Zuges theilten sich drei Personen als „leitende Komm« Der „Führer", meist ein Beamter, Offizier oder ein andf Delegirter des Vereins, übernahm die Geschäfte i kehrs mit den Behörden und die disziplinare Aufsic den Zug; der „dirigirende Arzt", stets ein Civilarzt.l die Aufnahme und Vertheilung der Kranken wundeten auf dem Zuge und die ärztliche OberaufeWj besorgen; ein Proviantmeister, meist dem Kaufmann« angehörig, beaufsichtigte das Zuginventar und vermiiJ die Abgabe sowie den Wiederersatz des Gesammtprovi Er leitete ferner die Beköstigung nach Maassgabe deil Verordnungen und hatte über die verbrauchten Gegen™ Rechnung zu legen. Die eigentliche Krankenbehandl ruhte in den Händen einer Anzahl von ordinirenden Ai (ein bis neun pro Zug), denen eine (ebenfalls wectei Anzahl von Wundärzten assistirte; die Krankenpfle« engeren Sinne übten theils freiwillige Sanitätsmannscla theils Diakonissen und barmherzige Schwestern. Aus« befand sich auf dem Zuge noch ein Apotheker, neben seinen speziellen Geschäften meist noch die! tionen eines Sekretärs übernahm. Die Wageiwi Lokomotivführer und Heizer hatte die Bahnverd| gestellt. Es lässt sich nicht verkennen, dass die Ana Personen, welche die Württembergischen Spitalzi»| ndl. II. Abschnitt: Einrichtung und Ausstattung der Sanitätszüge. — Dienstbetrieb auf denselben. 289 liehe Wartepersonal j„ 1 Zug, sowie der KoclJ 5 fälzer Hilfsverein p mit Ausnahme des Kin unentgeltlich. Aaajl Zugrevisor, einen ffj, i Personal für die Lnlj personal des Säe; ■der Fahrt. An der 1 welchem für die Kraul ,en einige Aerzte \* Rückfahrt und der z»J einem Militärarzt gel ruhte Indien der ärztld , der Verkehr mit deij 3S Zuges mit Leite "erband- und ArzneimitJ teils erst auf dem Kii Vereinsdepots erfolgte. ersteir Fahrt im Felde] [lazarethen entnonnueii. eiinath gestellt und imF azarethgehilfen, militari! l und Albertinerinnen. der Württembergs den vom Württemberg! illigen. In die Fülmni»! ii als „leitende Kommkqj er, Offizier oder ein and| ahm die Geschäfte lie disziplinare Aufsicht j ;t", stets ein Civilarzt,! ug der Kranken iie ärztliche OberanMcl] meist dem Kaufmanns! Zuginventar und vermi ;rsatz des Gesammtpvovn ng nach Maassgabe lie verbrauchten Gegenäj ltliche Krankenbehandl ahl von ordinirenden Aa l eine (ebenfalls wectel irte; die Krankenpflefj willige SanitätsmamiBcl» zige Schwestern. A«j ich ein Apotheker, W läften meist noch diel mahm. Die Wagen«! hatte die Bahnver^ nuten, dass die Anzaltl >mborgisehen Spitalzügel teten __ hin und wieder mehr als vierzig — über die äörmisse eines Zuges einigermaassen hinausgegangen ist; eh Hessen sich Bedenken dagegen geltend machen, dass die Lj tun(r „{cht in einer Hand vereinigt war. Endlich erwies ■1, dir freiwillige Bedienungsmannschaft, trotz ihres guten lillens und ihrer Opferfreudigkeit, nicht immer zum Kran- ewlieiist «reinigend ausgebildet, noch hinreichend militärisch fcplinirt, — ein Umstand, welcher sich dann besonders ianwiiehm geltend machte, wenn es an ausreichender fccbiiftigmig fehlte. Der Badische Sanitätszug stand unter der Oberleitimg B Personen, welche sich freiwillig hierzu erboten hatten meistens dem Beamten- oder ärztlichen Stande an- fej-ten. Acht Fahrten dieses Zuges leitete Prinz Karl rjn Baden. Die Aerzte und Kandidaten der Medizin, welche als Assistenzärzte fungirten, leisteten unentgeltlich ihre Hilfe, ebenso die Chirurgen, die männlichen und weiblichen Pfleger, welche sämmtlich vom Badischen Landes- hilfsverein für diese Dienste gewonnen wurden. Die männlichen Pfleger, deren Zahl bei den einzelnen Fahrten wechselte, gehörten den verschiedenartigsten Berufsklassen an. Das Personal der übrigen Deutschen Sanitätszüge entstammte durchweg der freiwilligen Krankenpflege, mil Ausnahme des von den Eisenbahn-Verwaltungen gestellten Fahrpersonals. Aerzte, Proviantmeister, weibliche Pflegerinnen und theilweise auch das männliche Pflegepersonal leisteten zum grössten Theile ihre Dienste unentgeltlich, ein kleiner Theil wurde vom Unterstützungs-Komitee für „vom Kriege Notleidende" besoldet. IV. Beköstigung auf den Sanitätszügen. Mit alleiniger Ausnahme der Württembergischen ■»lzüge, welche von Beginn des Krieges an sich in au«r auf die Beköstigung durch Mitnahme von Rachen- gen und Proviant auf eigene Füsse gestellt hatten, blieben amtliche Deutschen Sanitätszüge während der ersten Lnate des Feldzuges auf die Verpflegung durch die Etappen- hörden angewiesen. Unter diesem für Preussen durch die Feld - Sanitäts- tniktion vom 29. April 1869 vorgeschriebenen System die regelrechte Beköstigung der beförderten Verwun- en und Kranken oft recht empfindlich. Ungeachtet der aufopfernden Thätigkeit der Etappen- Börden auch auf diesem Gebiete, liess sich doch nicht neiden, dass es bei der Ueberlastung der wenigen knen Bahnen im Feindesland durch die Transporte von anschaffen und von Armeebedürfnissen zu erheblichen ttehrsstockungen kam und dadurch das Eintreffen der nitats/iige auf den Verpflegungsstationen bedeutende rzögerungen erlitt. Es konnte daher nicht lange währen, j die Selbstverpflegung als ein unabweisliches Erforder- emein erkannt wurde. Während die ersten Preussi- fen geschlossenen Züge der Kücheneinrichtung noch erpgelten, machte man schon bei den Weissenburger arethzügen den Versuch, dieselben mit Küche und Proviant misten. Die Verfügung vom 30. Oktober 1870 ordnete och noch an, dass die Hauptspeisungen durch die bebenden Verpflegungsstationen an den Eisenbahnen zu er- en hätten. Die mitgenommenen Vorräthe sollten eines- is die Herstellung von Extradiät ermöglichen, anderen- ls als Nothbehelf dienen, wenn die Beköstigung auf Sanitits-BericUt über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. den Verpflegungsstationen äusserer Umstände halber sich nicht durchführen liess. Die Nothwendigkeit des Verbrauchs der Vorräthe musste seitens des dirigirenden Arztes motivirt und bescheinigt werden. Der zu diesem Zwecke den Sanitätszügen mitgegebene, auf acht Tage berechnete Proviant bestand in Thee, Kaffee, Hafergrütze, Gries, Zwieback oder Biscuit, Fleischextrakt, Chokolade und Präserven. Bald aber stellte sich die Unzulänglichkeit auch dieser Verpflegungsweise heraus, indem die Beköstigung der Zuginsassen sich zu einer sehr nnregelmässigen gestaltete. Oefters konnte das telegraphisch vorausbestellte Essen aii den Verpflegungsstationen nicht abgeholt werden, weil es an der nöthigen Zeit zum Speisen fehlte; auch gab nicht selten die Speisung des Zuges zu störenden Verzögerungen des Transportes und zu Stockungen auf den Eisenbahnen Anlass. Aus diesen Gründen wurde schliesslich auf das unmittelbare Mitwirken der Etappenbehörden Verzicht geleistet und die gesammte Verpflegung dem Sanitätszuge selbst übertragen, dessen Lebensmitteletat eine Umarbeitung und wesentliche Erweiterung erfuhr. (Die etatsmässige Lebensmittelausrüstung der Preussischen Sanitätszüge ist in Beilage 76, sub 3, genau angegeben.) Der Etat ging von einem Bedarf für 200 Kranke etc. bei einer achttägigen Eisenbahnfahrt aus und umfasste zugleich den Bedarf für das Zugpersonal bei einer doppelt so langen Fahrzeit. Behufs Bildung eines Reservevorrathes für den Fall etwaiger Verkehrsstockungen wurde dieser Etat um ein Drittheil erhöht. Im Uebrigen hatten die Chefärzte der Sanitätszüge die Verpflichtung, eine Ergänzung der Bestände aus den Depots rechtzeitig zu bewirken und bei nicht vorauszusehenden Zwischen- 37 290 V. Kapitel: Sanitätszüge. fällen das etwa Fehlende durch Requisition bei den Etappen- behOrden, beziehungsweise durch Ankauf zu beschaffen. Trotz der reichen Ausstattung der Depots, namentlich in Epernay, ist der Weg der Requisition und des Ankaufs noch recht häufig beschritten worden. Da die Aerzte allgemein eine reichliche Gewährung von kräftigen Speisen und Getränken während der anstrengenden langen Fahrten für dringend nothwendig hielten, um Kollapszustände zu verhüten, so wurde in dieser Richtung keineswegs gespart. In der That konnte die Krankenkost auf den Preussischen Sanitätszügen als eine reichliche und kräftige bezeichnet werden, welche zugleich eine schätzenswerthe Abwechselung gestattete. Ausser den drei täglichen Hauptmahlzeiten wurden vielen der Beförderten Extraspeisen gewährt; auf manchen Sanitätszügen bildete die Darreichung von Ausnahmediät fast die Regel. Die Versorgung mit frischem Fleische fand meist nach telegraphischer Bestellung an den Etappenstationen statt, wobei es freilich nicht zu vermeiden war, dass das Fleisch mitunter zu frisch zur Zubereitung kam. Es sei hier erwähnt, dass der Preussische Sanitätszug No. I auf seiner dritten Fahrt von Amiens nach Berlin acht lebende Hammel mit sich führte, welche nach und nach bis auf drei dem Appetit der Zuginsassen zum Opfer fielen. Recht gut bewährten sich die Fleischpräserven, von denen das Rindfleisch mit Bouillon bei den regulären, die Braten- und Karbonadepräserven bei den Extradiätverordnungen in Betracht kamen. Frisches Brot und Backwerk wurde ebenfalls bei den Etappenbehörden telegraphisch vorausbestellt. Von den Gemüsepräserven lobte man namentlich Kartoffeln, von sonstigen Präparaten die konden- sirte Milch. Trotz der an die Leistungsfähigkeit des Küchenpersonals gestellten hohen Anforderungen gelang es wiederholt, neben den eigentlichen Insassen der Sanitätszüge noch eine nicht unbedeutende Zahl von Leichtkranken, welche hin und wieder in angehängten Personenwagen den Sanitätszügen auf kürzere oder längere Strecken mitgegeben wurden, zu sättigen, und so für die durch unvorhergesehene Zwischenfälle verhinderte Beköstigung derselben auf den Verpflegungs - Stationen rechtzeitigen Ersatz zu schaffen. Auch auf den Bayerischen Spitalzügen wurde Beköstigung der Kranken ursprünglich durch die Etau behörden, beziehungsweise im Vaterlande durch dipj frischungs- und Verpflegungsstationen der Hilfgvetg bewerkstelligt. Nachdem sich aber die Schwierigkeit« Unzulänglichkeit dieser Verpflegungsweise herangmJ hatte, versah man auch diese Züge mit KücheneinriilJ und Proviant. (Der Lebensmitteletat der Bayerischen S| t züge ist in Beilage 77, sub 2, wiedergegeben.) Der Pfälzer Lazarethzug requirirte von Anfan»| nur Brot und frisches Fleisch von den Etappen, wi|J er den übrigen Proviant bei sich führte. Auch auf dem Sächsischen Sanitätszuge heml insofern ein gemischtes System, als es im Zuge seitot J kalte Speisen gab. Die Zubereitung der warmen Theil unter Benutzung der mitgeführten Fleiscnpräj« erfolgte auf den Etappenstationen. Wie wenig diese ll pflegungsweise genügte, geht daraus hervor, dass beif zweiten Fahrt des Sächsischen Sanitätszuges in SoisJ und Reims nur etwa die Hälfte der Zuginsassen beko-J werden konnte, während die andere Hälfte mit TheeJ Kaffee fürlieb nehmen musste. In Sedan vermochte | Etappe nichts zu liefern. In Montmedy und Dieden] mussten Leute zum Brotankauf in die Stadt gescl] werden, da die Kranken wiederholt über Hunger kla> erst von Metz aus konnte die Verpflegung auf der B ihre Regelung finden. Für die 3. und 4. Fahrt i Sanitätszug die gesammte Beköstigung selbst in die ] Die Verproviantirung der Württembergii Spitalzüge war im Ganzen eine gute und inannigfali Dennoch fehlte es nicht an Grund, die Einrichtung i mangeln, dass die Diätanordnung für den Zug dem ProvJ meister oblag und die Aerzte nicht den ihnen gebiitaJ Einfluss auf die Festsetzung der Diät besassen. (Diel viantausstattung der Württembergischen Spitalzüge ist| Beilage 78, sub 3, zu ersehen.) In ähnlicher Weise, wie bisher geschildert, Beköstigung auf dem Badischen Lazarethzuge, soril den übrigen Deutschen Sanitätszügen vor sich, unter! hilfenahme der von der freiwilligen Krankenpflege gelieft! Vorräthe und zeitweiliger Mitwirkung der Etappenliek I ndl. III. Abschnitt: Regelung der Fahrten. — Leistungen der Züge. — Besondere Vorkommnisse. — Kosten. 291 Dritter Abschnitt, Regelung der Fahrten. — Leistungen der Züge. — Besondere Vorkommnisse. Kosten der Sanitätszüge. I. Regelung der Fahrten. Die bei Beginn des Krieges geltenden Dienstvorschriften iitlrielten noch keine allgemeinen Bestimmungen über die nheitliche Leitung sämmtlicher Krankenzüge. Im Grossen nd Ganzen lag den bestehenden Anordnungen der Gedanke Grunde, dass Sanitätszüge — soweit sie staatlicher- fets organisirt werden würden ■— nach Maassgabe des edürmisses von den Militärverwaltungen ausgerüstet, und tf Verlangen der Armee-Kömmandos nach dem Kriegshauplatze abgesandt werden sollten. Eine so eingehende atliche Organisation dieses Dienstzweiges, wie sie sich Laufe des Krieges als nothwendig herausgestellt hat, ^stand bei Ausbruch des Krieges in keinem der Deutschen aten. Durch Verfügung vom 23. August 1870 wurden die Lmals im Betriebe befindlichen zwei ersten geschlossenen ■eussischen Sanitätszüge den General - Etappen- i<]iektionen der II. und der III. Armee zu dauernder esdilossener Benutzung überwiesen. Wie bereits erwähnt, ndeu diese Züge keine der Absicht entsprechende Ver- endung. 1 ) Die drei Weissenburger Lazarethzüge wurden er Evakuations-Kommission zu Weissenburg unterstellt; pe heimathlichen Endziele bestimmte indess jedesmal lejenige Kommission, deren Standort sie auf dem Rückte passirten. Von den Preussischen Sanitätszügen I bis *IX, welche on Mitte November 1870 bis zum Ende des Krieges im Ide Verwendung fanden, waren die ersten gleichfalls er Evakuations - Kommission in Weissenburg unterstellt. päter bildete die Evakuations - Kommission in Epernay Centralpunkt für das gesammte Evakuationswesen, so- ie den Ausgangspunkt für die Vertheilung der Sanitäts- ge auf dem Kriegsschauplatze und bestimmte die Route die beladenen Sanitätszüge bis an die Landesgrenze. 2 ) ') Vergl. 8. 2Ü7. 2 ) Vergl. S. 245. Den Evakuations-Kommissionen von Forbach und Weissenburg blieb es vorbehalten, die Reserve - Lazarethe zu bestimmen, in welche die Kranken etc. überzuführen waren und der Evakuations-Kommission in Epernay die heimath- lichen Instradirungsorte telegraphisch mitzutheilen, worauf diese Behörde sich mit der betreffenden Linien-Kommission in Verbindung setzte, um die schleunige Rückkehr des Zuges nach geschehener Entleeruug zu vermitteln. Nicht minder wichtig war die von der Armee-Oberleitung getroffene Einrichtung, dass sich für die Sanitätszüge auch auf dem Kriegsschauplatze besondere Depots vorfanden, aus welchen sie ihre Bestände ergänzen konnten. Solche Depots wurden zuerst in Weissenburg, später in Epernay etablirt.') Das letztere nahm allmälig einen solchen Umfang an, dass dort ein eigener Lazareth - Inspektor zu dem speziellen Zweck angestellt werden musste, für die stets gute Ausstattung der Sanitätszüge Sorge zu tragen, die für dieselben bestimmten Vorräthe aufzubewahren und alle Maassregln für rechtzeitige Bereitstellung des Materials zu treffen. Als im weiteren Verlaufe des Krieges Sanitätszüge über Rethel und Reims nach Amiens und Rouen dirigirt werden konnten, wurde ein drittes derartiges Depot in Reims eingerichtet und von Epernay aus mit dem nöthigeii Bedarf versehen. Die zur Armee vor Beifort entsandten Züge wurden in Strassburg, die von Nancy über Blesme nach Orleans gehenden Züge in Nancy seitens des dortigen Central-Lazareth-Reservedepots in ihren Beständen ergänzt. Ausserdem besass die Evakuations-Kommission in Epernay Vollmacht, den Chefärzten der Züge zur Bestreitung dringender Ausgaben einen Vorschuss in angemessener Höhe zu leisten, über dessen Verwendung dieselben bei ihrer Rückkehr nach Epernay der dortigen Behörde Rechnung zu legen hatten. Weiterhin war die Evakuations- Kommission in Epernay angewiesen, den Zug - Chefärzten , ■ ') Vergl. S. 52. 37* 292 V. Kapitel: Sanitätszüge. die sorgfältige Desinfektion der Züge zur besonderen Pflicht zu machen und das dazu erforderliche Material zur Verfügung zu halten. Stellte sich während der Fahrt die Notwendigkeit von Aushesserungen heraus, so hatte sich der Chefarzt dieserhalb an die betreffende Linien-Kommission und in dringenden Fällen direkt an die nächste Bahnverwaltung unter telegraphischer Benachrichtigung der Linien - Kommission zu -wenden. Die Reparaturen mussten mit thun- lichster Beschleunigung auf Rechnung der Militärverwaltung ausgeführt werden. Die aus Deutschland auf den Kriegsschauplatz leer zurückkehrenden Sauitätszüge wurden in ausgedehntem Maassstabe dazu benutzt, Lazarethbedürfnisse zur Ergänzung der Depots nach Frankreich zu schaffen, ein Verfahren, welches neben Ersparung von Frachtkosten den Vortheil rascher und sicherer Beförderung gewährte. Anderweitige Güterwagen den Sanitätszügen anzuhängen, war zwar bestimmungswidrig, hat sich aber nicht immer vermeiden lassen. Die Fahrgeschwindigkeit der Preussischen Sanitätszüge war auf 15 Minuten für die Meile bestimmt worden. Eine Erhöhung derselben auf 12 Minuten für die Meile wurde zwar mehrfach gewünscht, aber nicht zugelassen, weil einerseits dadurch die Sicherheit des Zuges auf den ausgefahrenen Geleisen gefährdet erschien, andererseits das Schleudern der Wagen bei schnellerem Fahren auf den Zustand der Schwerverwundeten nachtheilig einwirken konnte. In Bayern war es die dem Kriegsministerium unterstellte Eisenbahn-Central-Kommission, welche die Aufstellung der vier Bayerischen Spitalzüge anordnete und die nöthigen Vereinbarungen mit den Eisenbahn- und Militärbehörden traf. Die kommandirenden Generale und die Delegirten des Landeshilfsvereins wandten sich ihrerseits an die heimathliche Militärverwaltung, um Nachsendung von Spitalzügen an diejenigen Orte zu erwirken, wo ein besonderes Bedürfniss für Evakuation vorlag. Als die Evakuations-Kommission in Epernay ins Leben trat, wurden auch die Bayerischen Spitalzüge jedesmal dorthin beordert und dieser Behörde zur beliebigen Verwendung überwiesen. Die Züge hatten Verwundete und Kranke ohne Rücksicht auf deren Armeeangehörigkeit aufzunehmen und die von der Kommission vorgeschriebene Richtung einzuhalten. Nur das war mit Rücksicht auf das freiwillig fungirende ärztliche und Pflegepersonal ausbedungen, die leeren Züge nach München zurückkehren mussten] nicht längere Zeit in Feindesland zurückbehalten »J durften; auch regelte sich die Fahrt innerhalb BayerjJ Gebiets und die Abgabe der Beförderten an die sehen Lazarethe nach den Anweisungen der EiseulJ Central-Konimission in München, zu welchem Zveii jeweiligen Zugkommandanten an der Grenze des sehen Gebietes die nöthigen Weisungen zugingen. Der Pfälzer und der Sächsische Sanitätsz»! hielten für ihre Fahrten die nöthigen Direktiven von! Evakuations-Kommission in Epernay. In Württemberg hatte der unter der hohen tektion Ihrer Majestät der Königin Olga stehende Saud verein die Angelegenheit der Spitalzüge unter MitwiJ des Kriegsministeriums und der Königlichen Eisend Direktion in die Hand genommen. Der Württemberg! Kommissar für die freiwillige Krankenpflege, Prinz ] mann zu Sachsen-Weimar, übernahm den Verkektl den Militär- und Civilbehörden hinsichtlich der CirbiJ der Württembergischen Spitalzüge, welche von Begini Krieges an Verwundete und Kranke aller KontinjJ aufnahmen und den Deutschen, grösstentheils aber' den Württembergischen Lazarethen zuführten. Im. meinen wurden die Fahrten der Württembergischen Sri züge durch die jedesmalige Bedürfnissfrage bestimmt. diesem Zwecke blieb der Königlich Württembergischel missar mit den maassgebenden Behörden auf dem Kiij schauplatze in Verbindung. Wenn auch der Badische Lazarethzug auf ersten Fahrten vorzugsweise die Angehörigen des ei Heimathlandes zurückzubefördern bestrebt war, so sich doch bald auch für ihn die Nothwendigkeit hei hiervon abzugehen und sich hinsichtlich seiner Verweil im Felde an die für sämmtliche Armeen thätigen Evakiiatj Kommissionen anzuschliessen. Die übrigen Sanitätszüge, welche in Nord- Mitteldeutschland von Seiten der freiwilligen Kras pflege aufgestellt worden sind, standen unter der i leitung des Königlichen Kommissars und InspekteuiJ die freiwillige Krankenpflege, Fürsten von Ple führten ihre Fahrten nach Maassgabe der Weisungen! welche ihnen von dieser Seite nach Vereinbarung mit| zuständigen Behörden zugingen. P) Vergl. 8. 269. HCl I. III. Abschnitt: Regelung der Fahrten. — Leistungen der Züge. — Besondere Vorkommnisse. — Kosten. 293 epersonal ausbedungen, i 1 zurückkehren musstei ] and zurückbehalten Tt l Fahrt innerhalb I! Beförderten an die I; I .nweisungen der Eiseulj en, zu welchem Zweck ] an der Grenze des Weisungen zugingen. Sächsische Sanitätszi»! I löthigen Direktiven von| Dernay. der unter der hohen ligin Olga stehende SaniJ Spitalzüge unter MitwirJ der Königlichen EisenJ nen. Der Württembenl Krankenpflege, Prinz I übernahm den Verkehr! l hinsichtlich der Cirkulaj üge, welche von Beginn! Kranke aller Kontina , grösstentheils aber' ■ethen zuführten. Im. sr Wfirttembergischen v | edürfnissfrage bestimmt. | ^lich Württembergische I n Behörden auf dem ] she Lazarethzug auf m lie Angehörigen des enjj ern bestrebt war, so die Nothwendigkeit hei nsichtlich seiner Verweil Armeen thätigen Evaknai ge, welche in Nord- , der freiwilligen Krail d, standen unter der | missars und Inspektew Fürsten von PlesaJ lassgabe der Weisungen J i nach Vereinbarung II. Leistungen der Sanitätszüge. A. Allgemeine Uebersicht. Von den 36 Sanitätszügen, welche im ersten Ab- jitte dieses Kapitels in der chronologischen Reihenfolge, Speicher sie ins Leben traten, aufgezählt worden sind, 1 ) gen die 5 ersten Preussischen Züge und der Hattinger nitätszug (letzterer mit 1 Fahrt) hier ausser Betracht bei), da bestimmte Zahlenangaben über ihre Leistungen Die übrigen 30 Sanitätszüge — darunter 13 Preus- ie staatliche Züge — haben von Anfang August 1870 [August 1871 im Ganzen 176 Fahrten ausgeführt, welche Theil tief nach Frankreich hineingingen, und auf en Fahrten zusammen 38 725 Kranke und Verwundete die Lazarethe des Inlandes befördert. werden nach einer ungefähren Schätzung die mit den sten Preussischen Zügen und mit dem Hattinger Zuge ■derten hinzugerechnet, so mag sich die Zahl der auf leutschen Sanitätszügen nach Deutschland Evakuirten auf 140000 Mann belaufen. Dabei sind die nach demFriedens- ■8 auf Deutschen Sanitätszügen aus Deutschland nach ■reich zurückbeförderten verwundeten und kranken bösischen Kriegsgefangenen nicht mitgerechnet. [Die oben angegebene Ziffer von 38 725 nach Deutsch- Evakuirten vertheilt sich auf die einzelnen Züge in Inder Weise: Tabelle I. Sanitätszüge Weissenburgev Lazarethzüge..... Preuss. staatliche Sanitätszüge No. I bis X Bayerische Spitalzüge No. I bis IV . . Pfälzer Lazarethzug........ Sächsischer staatlicher Sanitätszug . . . Württemberg. Spitalzüge No. I bis III . Badischer Lazarethzug....... Lazarethzüge des Herrn v. Hoenika . . Frankfurter Sanitätszug....... Kölner Sanitätszug......... Sanitätszug des Berliner Hilfsvereins . . Mainzer Sanitätszug........ Hamburger Lazarethzug....... Deutsche Sanitäts- und Lazarethzüge F) Vergl. S. 269. N 176 M 3 s: 1217 11814 9671 480 932 4313 4703 184 999 1690 476 1466 780 38725 ~ 2 = 33 245 194 293 160 233 196 224 92 500 241 119 209 156 220 Beilage 81 gewährt einen detaillirteren Ueberblick über die Thätigkeit der einzelnen Sanitätszüge während der Monate August 1870 bis August 1871. Für die Berechnung, wie die Zahl der Beförderten sich auf die einzelnen Monate vertheilt, inuss auch der Kölner Lazarethzug mit einer Gesammtzahl von 1690 Evakuirten ausgeschaltet wenden, weil die Beladung desselben während der verschiedenen Fahrten nicht bekannt ist. Auf den übrigen Sanitäts- und Lazarethzügen sind im Ganzen 37 035 Mann evakuirt worden. Diese Zahl vertheilt sich auf die einzelnen Monate wie folgt: Tabelle II. Zahl Zahl Jahr M o ii a t der der Fahrten Beförderten 1870 11 2807 September....... 12 3057 Oktober....... 9 2430 November ... 16 3995 Dezember . . . 29 6691 1871 21 4409 30 5433 März........ 31 6531 5 632 2 491 1 186 Juli......... 1 140 August........ 1 233 13 Monate Summe: 169 37035 B. Die einzelnen Fahrten. Im Angust 1870') (11 Fahrten) handelte es sich in erster Linie um die Evakuation der Verwundeten und Kranken aus der Umgegend von Weissenburg und Wörth und um Bäumimg der mit Kranken und Verwundeten überladenen Lazarethe in der Pfalz. Die ersten, aus diesem Anlass auf dem Kriegsschauplätze erschienenen Sanitätszüge waren drei Bayerische, welche am 7., 8. und 11. August von München abgingen und die Verwundeten aus dem Treffen bei Weissenburg und der Schlacht bei Wörth der Heimath entgegenführten. Am 16. August lief der erste ] ) Vergl. zu dem Folgenden Beilagen 82 bis 87. — Die Fahrt des Hattinger Lazarethzuges ist nicht mit eingerechnet, weil keine näheren Angaben über dieselbe vorliegen. Dagegen sind die 7 Fahrten des (in der Tabelle II gleichfalls nicht mitgerechneten) Kölner Lazarethzuges mit aufgenommen, somit im Ganzen 176 Fahrten von Sanitätszügen verzeichnet. I 294 V. Kapitel: Sanitätszüge. Württembergische Spitalzug ebendahin aus und räumte die Lazarethe im unteren Elsass. — Als bald danach die Schlachten um Metz eine besonders grosse Zahl von Verwundeten brachten und einige Tage darauf die Bahnen bis nach Lothringen hinein wieder fahrbar wurden, gingen auch Sanitätszüge weiter vor. Am 19., 23. und 28. August begaben sich 3 Württembergische Spitalzüge nach Courcelles und Pont ä Mousson, am 28. und 30. August 2 Bayerische nach Ars sur Moselle und Nancy, um die Lazarethe in der Umgebung von Metz zu räumen. Ein am 26. August abgelassener Bayerischer Spitalzug leerte gleichzeitig die Pfälzer Lazarethe. Dagegen kehrte ein am 23. August vom Frankfurter Hilfsverein nach Reinilly ausgesandter Zug unverrichteter Dinge heim, da sich dort transportable Verwundete nicht mehr vorfanden. Nach den Schlachten bei Beaumont und Sedan wandte sich im September 1870 der Kurs der Sanitätszüge (13 Fahrten) vorzugsweise dieser Gegend zu. Am 5., 6., 7., 11. und 14. September gingen 4 Bayerische Spitalzüge, 1 Württembergischer und 1 Kölner Sanitätszug nach der Belgischen Bahnstation Libramont ab, um die Lazarethe in der Umgebung von Sedan—Beaumont zu entlasten. Da späterhin die Belgische Regierung Schwierigkeiten erhob, konnten die Züge diese Route nicht mehr einschlagen, mussten sich vielmehr darauf beschränken, in die Umgegend von Metz nach Pont ä Mousson, Ars sur Moselle und Noveant vorzudringen, wo sie sowohl Kranke und Verwundete der Binschliessungs-Armee vor Metz, als auch die auf dem Landwege von Sedan und Umgegend Herbeigeschafften aufnahmen. Diese Züge waren theils von Bayern (1 am 20. September), theils von Württemberg (3, am 13., 20. und 30. September), theils von Herrn v. Hoenika (am 8. und 24. September), theils vom Frankfurter Hilfsverein (1 am 6. September) auf den Kriegsschauplatz geschickt. Der weitere Vormarsch der Deutschen Armeen über Reims nach Paris machte auch den Eisenbahnverkehr in den okkupirten Theilen Nordfrankreichs in grösserem Umfange möglich. 1 ) Die im Oktober ausgesandten Sanitätszüge (9 Fahrten) konnten daher auf der Linie Strassburg— Paris bis nach Chäteau Thierry — Nogent l'Artaud (1 Weissenburger Lazarethzug, 2 Bayerische Spitalzüge und 1 Württembergischer Sanitätszug) vordringen; 1 Bayerischer Spitalzug wurde nach Reims dirigirt, während 3 weitere Sanitätszüge (1 Weissenburger Lazarethzug und 2 Sanitätszüge des Berliner Hilfsvereins) viele Kranke und Verwundete aus Nancy und der Umgegend von Metz nach Deutschland brachten. Der Badische Lazarethzug endlich folgte den nach der Kapitulation von Strassburg gegen Süden vordringenden Truppen des Generals v. Werder, und ging durch die Vogesen bis Raon l'Etape vor. Zur Zeit der Kapitulation von Metz (am 27. Oktober) waren die Lazarethe in jener Gegend noch keineswegs I !) Vergl. 8. 244. vei ndl. von Kranken und Verwundeten geräumt; besonders es nicht an vielen Typhus- und Ruhrkranken. Es deshalb im November (welcher Monat im Ganzen 17 F; aufweist) noch 3 Sanitätszüge behufs Entleerung der doi Lazarethe dahin ab, von Köln, Mainz und Berlin ausg» während der IL Weissenburger Lazarethzug durch günstiges Zusammentreffen unmittelbar nach der Uebei von Metz daselbst anlangte. In dem Maasse, als die Hauptmassen der Deutschen Heere immer das Innere von Frankreich eindrangen, gewann der verkehr im nordöstlichen Frankreich weitere Ausdel so dass nun die Mehrzahl der Sanitätszüge der nach vorgedrungenen Deutschen Armee folgen konnte. Die gingen zuerst bis Epernay (6 Sanitätszüge: 2 Weissenhi 1 Bayerischer, 1 Preussischer, 1 Württemberg und 1 Mainzer), Nogent l'Artaud (3 Züge: 1 Preussi, 1 Bayerischer und 1 Württembergischer), später - Fertigstellung der Umgehungsbahn bei Nanteuil — bis woselbst am 27. November der I. Bayerische, am % vember der I. Preussische, ausserdem gegen Ende vember der Hamburger Sanitätszug einlief. — Baden seinen Lazarethzug in diesem Monat zweimal nach Lm und Raon l'Etape. Im Dezember (30 Fahrten) erheischten die » Umgebung von Paris stattgehabten Gefechte (insl bei Le Bourget) und Schlachten (bei Villiers) wieder Nachschub von Sanitätszügen bis vor Paris. Nach Li Mitry — Gonesse gingen im Ganzen 20 Sanitätszitf (5 Preussische, 4 Bayerische, 5 Württembergische, 1WJ burger, 1 Sächsischer, 1 Badischer, 1 Hamburger, liner und 1 Kölner). — Als im Verlauf dieses auch die nach dem Nordwesten Frankreichs ffl Bahnen sich öffneten, konnten 2 Preussische Samt bis Amiens vordringen und die Kranken und Venv der Nordarmee aufsammeln. Den gegen Orleans 0] den Truppen hingegen stand eine in dieses Opei gebiet hineinreichende Schienenverbindung noch ni Gebote. Die Verwundeten und Kranken dieser mussten, soweit sie evakuirt werden konnten, nad Lahnstationen im Osten von Paris geschafft Nach Epernay gingen 5 Sanitätszüge (4 Preussk 1 Mainzer Lazarethzug) ab, um die im Rücken der Dei Armeen befindlichen, überfüllten stehenden Krie} Etappenlazarethe zu entlasten. — Nach dem Südo Frankreich legte der Badische Lazarethzug drei I| zurück; derselbe konnte jedoch nur den Schienen™ Epinal und Raon l'Etape benutzen, weil die Beifort den Eisenbahnverkehr nach der Franche und Burgund sperrte. 2 ) Im Januar 1871 liefen 13 Sanitätszüge In 23Fj aus. Von ihnen begaben sich 10 (5 Preussische n Säcl kgen her, 1 er) nach gnv. Mitry, C rungs-Armee Preussische, nach dem elben drang — Ein Preus gestellten Sc] eechoben, w Brttembergis hsten Nähe ( die Venvmu Leiben Zweck is nach Epin ischer, nach lendet. Ende Jaiiiiai leichtenmg de Es gingen anitürszüge < Russische un< | 2 Preussii aber auch ten von Par Orleans und ürtteinbergiS' Maus gleichfj 1 Preussisch ten; 1 Hau itillon. Nach tätszüge entt rethzug). Si tätszüge eval Lazarethe. .er Franche tätszüge (1 F und Damm ■ethzug in zv die Schweiz t Ich i) Vergl. S. 251. 2 ) Vergl. 8. 249. Die Waffenru t eine ausgi Theile des Nordgrenze en im Ganz< itszüge (4 I um Paris räu chsischer unc Versailles nj n geschickt, B vorgeschol ätszüge (3 P ■tfalls 1 Preus anita III. Abschnitt: Regelung der Fahrten. — Leistungen der Zuge. — Besondere Vorkommnisse. — Kosten. 295 1 Sächsischer, 1 Hamburger, 1 Mainzer und iölner) nach der nordöstlichen Umgebung von Paris Mitry, Gonesse), wo sie die Feldlazarethe der Be- nings-Armee vor Paris evakuirten. — Fünf Züge Preossische, 1 Bayerischer, 1 Kölner und 1 Mainzer) nach dem nördlichen Kriegsschauplatz ab; ein Theil selben drang nach Amiens, ein anderer Theil bis Rouen _ Ein Preussischer Sanitätszug wurde auf der inzwischen Letellten Schienenverbindung südwestlich bis Orleans (gehoben, während im Osten zwei (1 Badischer und ■ürttembergiseher) Sanitätszüge bis Dammerkirch, in der Rieten Nähe der belagerten Festung Beifort, gelangten die Verwundeten des Werderschen Korps aufnahmen. fcelben Zweck hatten 2 Fahrten des Badischen Lazareth- es nach Epinal. Nach Epernay wurde ein Württem- sischer, nach Weissenburg ein Preussischer Sanitätszug feendet. Ende Januar trat in Folge des Waffenstillstandes eine eichterung der Lazarethe in der Umgegend von Paris Es gino-en daher im Februar (31 Fahrten) nur noch Imitätszüge dorthin (nach Versailles und Lagny je leussische und 1 Bayerischei*, nach Gonesse, Chantilly, 2 Preussische und 1 Sächsischer). — Inzwischen aber auch der direkte Weg nach dem Süden und eten von Paris für die Sanitätszüge geöffnet, so dass Orleans und Blois 4 (1 Preussischer, 1 Bayerischer, /■ürttembergiseher und 1 Mainzer), nach Chartres und Hans gleichfalls 4 Sanitätszüge (2 Bayerische Spital- 1 Preussischer und der Pfälzer Lazarethzug) vordringen nten; 1 Hamburger Zug gelangte nach Moret bei Itillon. Nach Amiens und St. Quentin wurden zwei jitätszüge entsandt (1 Preussischer und der Kölner arethzug). Sechs nach Epernay dirigirte Preussische ätszüge evakuirten die im Rücken der Armeen eta- jten Lazarethe. Auf dem südöstlichen Kriegsschauplatze, der Franche Comte und im Süd-Blsass, gingen drei Itätszüge (1 Preussischer und 2 Bayerische) nach Mül- pen und Dammerkirch. Gleichzeitig brachte der Badische rethzug in zwei Fahrten nach Basel und Waldshut die ■ die Schweiz dirigirten Kranken und Verwundeten heim. [Die Waffenruhe gestattete im März (32 Fahrten) zu- st eine ausgiebige Evakuation aus dem ganzen Westen Theile des okkupirten Französischen Gebietes von | Nordgrenze bis zur Loire. Nach diesen Gegenden Ben im Ganzen 24 Fahrten unternommen, wobei fünf itätszüge (4 Preussische und 1 Bayerischer) die Laza- ) um Paris räumten. — Drei Sanitätszüge (1 Preussischer, Bchsischer und 1 Mainzer Lazarethzug) wurden theils Versailles nach Chartres und Le Maus, theils nach en geschickt, um die Auflösung der am weitesten nach en vorgeschobenen Lazarethe zu ermöglichen. — Sechs itätszüge (3 Preussische) wurden nach Orleans dirigirt, ifalls 1 Preussischer Sanitätszug mit Benutzung des östlichen Theiles der Ringbahn 1 ) von Paris nach Corbeil und Etampes, 1 Bayerischer Spitalzug nach Brunoy—Melun. Der Pfälzer Zug nach Troyes und Chaumont en Bassignv, der Hamburger nach Troyes. Im Norden begaben sich 3 Züge (2 Preussische und der Pfälzer Lazarethzug) nach Amiens und Rouen. Aus den Lazarethen zu Reims und Epernay holten (5 Sanitätszüge (4 Preussische, 1 Bayerischer und 1 Württembergiseher) die Kranken und Verwundeten all. — Auf dem südöstlichen Kriegsschauplatze gelangten 8 Sanitätszüge (viermal der Badische, 2 Württembergisclie. 1 Bayerischer und der Kölner) theils bis Miilbausen, theils bis Vesoul, Dijon und Dole. Anfang April war die Hauptarbeit der Sanitätszüge hinsichtlich der Krankenrückbeförderung vollendet, es blieben daher von diesem Zeitpunkte an nur noch einzelne Züge in Thätigkeit und zwar führten der I. und VI. Preussische Sanitätszug, der I. Bayerische Spitalzug und der Badische Lazarethzug noch einzelne Fahrten aus. Im Ganzen wurden im April 5 Expeditionen gemacht. Der I. Preussische Sanitätszug begab sich einmal nach Beifort; bei seiner zweiten Fahrt waren seine Bestimmungsorte Rouen und Amiens. Der I. Bayerische Spitalzug ging noch einmal bis Lagny zur Evakuation der Lazarethe um Paris. Der Badische Lazarethzug brachte in zwei Fahrten die letzten Kranken und Verwundeten der Südarmee aus der Umgebung von Besancon, Dijon und Dole in die Heimath zurück. Im Mai räumte der VI. Preussische Sanitätszug auf 2 Fahrten die Lazarethe im Norden von Paris und o-insr zu diesem Zweck nach Clermont und St. Quentin. Derselbe Zug fuhr im Juni nochmals nach Troyes und Reims, im Juli nach Weissenburg. Im August 1871 unternahm der I. Preussische Sanitätszug seine letzte Fahrt nach Nordfrankreich (Lille, St. Denis und Compiegne), wobei er noch 233 Kranke nach Deutschland zurückbrachte. Die Demobilisirung der Prenssischen Sanitätszüge war sogleich nach dem Abschlüsse der Friedenspräliminarien in die Wege geleitet worden und erfolgte auf Grund eines von der Evakuations-Kommission in Epernay erstatteten Berichtes über die Entbehrlichkeit der einzelnen Züge. Den Anfang machten die Sanitätszüge No. IV und X, indem sich dieselben am 16. März nach Berlin bezw. Hannover zurückbegaben, um durch die Bergisch-Märkische bezw. Hannoversche Bahnverwaltung abgerüstet zu werden. Am 18. März folgte nach Berlin der Preussische Sanitätszug No. VII, am 22. März No. VIII, am 26. März No. IX, am 27. März No. V, am 30. März No. III und am 7. April No. IL Nur die Züge No. I und VI blieben zunächst noch unaufgelöst. Letzterem wurden, um ihn getheilt verwenden zu können, der Küchenwagen des Sanitätszuges No. II mit eigenem Koch und ein zweiter Güterwagen als Depotwagen überwiesen. Von der Mitgabe eines zweiten Arztwagens i) Vergl. S. 252. 296 V. Kapitel: Sanitätszüge. konnte mit Rücksicht auf den Beginn der wannen Jahreszeit um so eher Abstand genommen werden, als der Zug voraussichtlich keine langen Fahrten mehr zu machen hatte. Bin Coupe" 1. oder 2. Klasse erschien zur Aufnahme des Assistenzarztes, welcher eine Hälfte des Zuges selbst- sländig zu übernehmen hatte, ausreichend. Beide genanntenSanitälszüge wurden dem Französischen Hilfsverein behufs Ueberführung der liegend zu transpor- tirenden Französischen Kranken und Verwundeten nach Frankreich zur Verfügung gestellt. Aber auch hierfür genügte später ein einziger Sanitätezug, daher am 29. Juli 1871 auch der Preussische Sanitätszug No. VI abgerüstet wurde; drei vollständig ausgestattete Krankenwagen desselben behielt man für kleinere Transporte zurück; der diesen Wagen zugetheilte Arzt hatte aus Geldvorschüssen die Verpflegung der ihm zur Beförderung überwiesenen Kranken und Verwundeten zu bestreiten. — Der Preussische Zug No. I holte bei seiner ersten Fahrt die in den Lazarethen zu Stettin, Spandan, Hannover und Köln befindlichen Franzosen ab und führte dieselben am 25. Juli nach Lille. Bei der zweiten Fahrt sammelte er die mittels einzelner Krankenwagen aus den Lazarethen in Königsberg, Danzig, Warlubien, Glatz, Neisse, Posen, Glogau und Altona abgeholten 169 Franzosen zunächst in Berlin, um dieselben dann wieder als geschlossenen Zug am 13. August 1871 über Köln nach Charleroi und Lille zu bringen. Im September 1871 ging -derselbe Zug in der Stärke von 17 Krankenwagen nochmals nach Frankreich, um Kranke der 4., 11. und 22. Division aus dem Okkupationsgebiet nach Deutschland zurückzuschaffen. Am 27. Septei 1871 erfolgte dann seine endgiltige Abrüstung, jj, Frankreich verbleibenden Deutschen Truppen erhielte Evakuationszwecke zunächst noch 5 vollständig ansggu Krankenwagen, 1 Küchen wagen, 1 Depotwagen und 1 wagen überwiesen; am 4. April 1872 wurden jedocl diese bis auf einen Krankenwagen zurückgezogen. Von den Bayerischen Spitalzügen liefen nacL Friedensschlüsse nur noch 2 aus. Der eine bracht* 25. Juni 1871 219 kranke und verwundete Franzosen Bayern nach Vesoul und Besaneon, der andere hk 18. September von München nach Brunoy und &6\m die an diesen Punkten gesammelten Kranken der Dew Armee mit dem gesammten Feld-Spitalpersonal nach Soi und Laon zu Schäften. Die Abrüstung der Züge fand München statt. Der Sächsische Sanitätszug war im April ljj;i Dresden demobilisirt worden. Trotzdem kamen nocl mal 8 Krankenwagen dieses Zuges vorübergehend zur T Wendung. Unter der Führung eines Assistenzarztes bnj der aus ihnen formirte Zug 54 kranke Franzosen welchen 2 unterwegs starben) am 18. Juli nach Vi und Besancon und kehrte am 22. Juli nach Dresden znri woselbst er alsbald definitiv abgerüstet ward. Die übrigen Deutschen Sanitätszüge haben an Rückbeförderung der Französischen Kranken und 1 wundeten nach Frankreich nicht Theil genommen, seJ wurden, je nachdem sie entbehrlich erschienen, in Heimath aufgelöst. ilii Icl ra: III. Besondere Vorkommnisse. (Unglücksfälle, Belästigungen und Beschädigungen.) Während der langen Reihe von Fahrten, welche die Deutschen Sanitätszüge ausgeführt haben, ist nur ein einziges Mal einem Sanitätszuge ein ernsterer Unglücksfall zugestossen. Es ist dies um so bemerkenswerther und spricht um so mehr für die Vorsicht und Sorgfalt, welche die Eisenbahnbehörden der Beförderung der Züge ange- deihen Hessen, als die Schwierigkeiten, mit denen diese Verwaltungen in Folge der Ueberhäufung weniger, nur all- mälig dem Verkehr sich öffnender Bahnen mit Zügen aller Art, und wegen der starken, die Sicherheit gefährdenden Abnutzung des liegenden und rollenden Bahnmaterials ohnehin zu kämpfen hatten, durch die grosse Ausdehnung des Kriegsschauplatzes und die Stimmung der Bevölkerung bei verhältnissmässig beschränkter Möglichkeit der Ueber- wachung des Bahnnetzes noch erheblich wuchsen. Als der Umfang der okkupirten Gebiete von Tag zu Tag Woche zu Woche immer bedeutender geworden, den wenig zahlreichen Etappentruppen nicht möglich war, die Bahnstrecken vor Zerstörung di ^gerüstet. Die daf Franktireurs und die feindselige Civilbevölkenrog schützen, kam es wiederholt zu Brücken- und Tu Sprengungen, sowie zur Zerstörung von Schienen Trotz dieser Störungen, welche in einzelnen fall s ^ eme rem wie es schien, besonders darauf abzielten, Krankend porte, welche demnächst passiren sollten, verunglücken lassen, hat doch keiner der Deutschen Sanitätszüge dadi Schaden genommen. Der einzige während der ganzen Kriegszeit ül zu beklagende erheblichere Unfall betraf den Säcbsis Sanitätszug auf seiner vierten Fahrt. Der genannt« III. iC h am 9. März lg grösseren Zahl L 21 Pockenkra !_%■ Abends Vers , n weiter. Hier Jfeker Militärzug e hinteren Wagen, Zuges), welcher ithielt, zwei Pack* c h befanden, eine Raschen Kohlen jinke kamen auf !gen mehr oder t vordere Theil < Leobädigt weiter j ertlie Thatsache zui ragen aus ihren _ mit Kranken et e darauf Gelagert» Da die Staatsve] lege bei Errichtur eise zusammengew Aktoren selbstständ ergestellt hat, wäh emeinsaines Handel en Kosten ausger glich, im Einzeli eträge oder den W egenstände festzust eberblick über die eser Stelle nicht ü Die ersten voi oniplexe zum Kra urger Lazarethz i den späteren sta; ibracht. Ebenso waren d 81 iltung hat für di «tcming und innere iederschlesisch-Märl 29 373 Thaler zahlen gehabt, so sten eines Zuges a 3263 Thaler Sanitäts-Bericht üter die ■M ■HiBH^B III. Abschnitt: Regelung der Fahrten. — Leistungen der Zuge. — Besondere Vorkommnisse. — Kosten. 297 m 9. März von Le Maus auf, woselbst er ausser ■ grösseren Zahl Verwundeter und anderweitig Kranker I 21 Pockenkranke aufgenommen hatte, passirte um n ir \bends Versailles und fuhr auf der Pariser Gürtel- heiter. Hier holte ihn dicht vor Puteaux ein Fran- incker Militärzug ein und zertrümmerte durch Auffahren hinteren Wagen, darunter einen Packwagen (den letzten l guges) welcher die Leiche eines Preussischen Offiziers thielt zwei Packwagen, in welchen die Pockenkranken . befanden, einen Französischen Packwagen und den haschen Kohlen-, Proviant- und Gepäckwagen. Neun anke kamen auf diese Weise ums Leiben, 32 Personen wen mehr oder weniger schwere Verletzungen davon. E vordere Theil des Sanitätszuges war losgerissen und fcgohädigt weiter geschoben worden, wobei die bemerkens- ertbe Tliatsache zur Beobachtung kam, dass die unbelegten fragen a us ihren Ringen geschleudert wurden, während mit Kranken etc. belegten ruhig hängen blieben und darauf Gelagerten keinerlei Beschädigung erlitten. In einigen anderen Fällen ereigneten sich zwar Entgleisungen, Brüche von Kuppelstangen und Badreifen- oder Achsenbrände, niemals aber hat ein derartiges Vorkomm- niss Menschenleben gekostet oder ernstlichere Beschädigungen verursacht. Hingegen kann an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass diejenigen Deutschen Sanitätszüge, welche nach Abschluss des Waffenstillstandes sich auf der Pariser Gürtelbahn bewegten, manche Unbilden auszustehen hatten. So wurden z. B. in einem Bayerischen Spitalzuge bei Batignolles durch Steinwürfe die Wagenfenster zertrümmert und ein Arzt erheblich verletzt. Andere Züge konnten nur dadurch einigermaassen geschützt werden, dass die Fenster und Vorhänge geschlossen, alle Lichter gelöscht, alle Vorrathswagen mit Vorhängeschlössern gesperrt und die Zuginsassen in die Wagen eingeschlossen wurden. Obgleich Delegirte des Französischen Hilfskomitees die Züge begleiteten, wurden mehrere der letzteren durch Gewehrschüsse und Steinwürfe beschädigt. IT. Kosten der Sanitätszüge. Da die Staatsverwaltungen und die freiwillige Kranken- jlege bei Errichtung der Deutschen Sanitätszüge in der leise zusammengewirkt haben, dass einerseits jeder dieser Wrtoren selbstständig und aus eigenen Mitteln ganze Züge (Brgestellt hat, während andererseits mehrere Züge durch femeinsames Handeln mit beiderseitiger Antheilnahme an fen Kosten ausgerüstet worden sind, so ist es nicht »glich, im Einzelnen die für Sanitätszüge verausgabten leträge oder den Werth aller für dieselben verwendeten legenstände festzustellen. Dennoch wird ein summarischer leberblick über die nachweislich entstandenen Kosten an wer Stelle nicht überflüssig erscheinen. Die ersten von Preussen ausgesandten Wagen- oraplexe zum Krankentransport, sowie dieWeissen- arger Lazarethzüge wurden ganz aus Staatsmitteln isgerüstet. Die dafür erwachsenen Kosten sind zum Theil (ei den späteren staatlichen Sanitätszügen in Anrechnung pbracht. Ebenso waren die Preussischen Sanitätszüge No. 1 IX eine rein staatliche Schöpfung. Die Militärver- dtung hat für die Herrichtung der Züge — Heizbar- lacmrag und innere Einrichtung — an die Direktion der iiederschlesisck-Märkischen Bahn die Summe von 29 373 Thalern 11 Silbergroschen 1 Pfennig zahlen gehabt, so dass sich mithin die Einrichtungs- ^sten eines Zuges auf 3263 Thaler 21 Silbergroschen 3 Pfennige Sanitäts-Bericlit über die Deutschen Heere 1870,71. I. Bd. stellten, und zwar kostete die Herrichtung jedes Krankenwagens 97 Thaler, die des Küchenwagens nebst Inventar 535 Thaler, die des Verwaltungswagens nebst Apotheken- schrank 128 Thaler. Dabei waren in den obigen Beträgen die Kosten für die Krankentragen nebst Gummiringen, für die in dem Etat der Oekonomiegeräthe aufgeführten Lazarethbedürfnisse, für die chirurgischen Instrumente, Verbandmittel, Arzneimittel u. s. w., sowie die Kosten für die zur ersten Ausrüstung des Zuges nothwendigen Lebensmittel nicht inbegriffen. Ausser den Kosten der ersten Einrichtung hatte die Militärverwaltung noch die durch Reparaturen erwachsenen Ausgaben, sowie die reglementsmässige Miethe für die ganze Zeit, während welcher die Wagen den Bahnverwaltungen entzogen blieben, zu tragen. Der X. Preussische, sogenannte Hannoversche Sanitätszug, welcher sein Entstehen der Initiative- des „ Pro vinzialVereins in Hannover zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger" verdankte, wurde theils aus Mitteln des Staates, theils aus solchen des Provinzial- vereins ausgerüstet und unterhalten. Wie gross der Kostenaufwand für diesen Sanitätszug gewesen, ist nicht mit Bestimmtheit anzugeben. Bei der Einrichtung, Ausrüstung und Unterhaltung der Bayerischen Spitalzüge I bis IV haben die Staatsverwaltung und die Vereinsthätigkeit zusammen gewirkt. War auch das Unternehmen von Seiten der Militärverwaltung 38 298 V. Kapitel: Sanitätszüge. ins Leben gerufen, so hatte man doch schon bei der ersten Ausstattung auf ausgedehnte Mitwirkung des Landes- Tliifsvereins Bedacht genommen und eine Theilung der erforderlichen Leistungen zwischen diesem und dem Bayerischen Kriegsministerium durch gegenseitiges üeberein- kominen dahin festgestellt, dass Letzteres die Beschaffung und innere Ausrüstung des Wagenparkes, die den verschiedenen Bahnverwaltungen zu zahlenden Vergütigungen und die Stellung des militärischen Personals übernahm, dem Landes-Iiilfsvereine dagegen ausser der Stellung des ärztlichen, Pflege- und Bedienungspersonals die Beschaffung der für die Krankenpflege nothwendigen Gegenstände, der Lebens-, Arznei- und Verbandmittel, der Bett- und Leibwäsche, sowie späterhin die Verpflegung des Zugpersonals nebst derjenigen der Kranken und Verwundeten zufiel. Die vom Bayerischen Staate für die Spitalzüge aufgewendete Summe beläuft sich auf 237 628 Gulden südd. Währung, die Baarauslagen des Landes-Hilfsvereins auf 22 732 Gulden südd. Währung, mithin der Gesammtaufwand auf 260 360 Gulden. Der Transport jedes einzelnen Beförderten kostete danach im Mittel 26 Gulden 54 Kreuzer = etwa 46 M. Der Pfälzer Lazarethzug wurde vom Pfälzer Hilfsverein aufgestellt. Die Wagen lieferte die Direktion der Pfälzischen Eisenbahnen; der Hilfsverein zu Kaiserslautern übernahm die Ausstattung des Zuges mit Personal und Material sowie die Kosten der Gesammtverpflegung. Die Gesammtsumme der durch Herstellung des Zuges (einschliesslich der Bahren, ausschliesslich der Bettutensilien) und durch die Demobilisirung desselben erwachsenen Auslagen belief sich auf 16 000 M. Der Sächsische Sanitätszug wurde auf Veranlassung der Sächsischen Militärbehörden von der Staatseisenbahn- Verwaltung eingerichtet. Die Ausstattung desselben mit Lagerstellen, Bettstücken, Wäsche, Lebens-, Arznei- und Verbandmitteln sowie Geräthschaften erfolgte theils aus Staatsmitteln, theils aus Mitteln der freiwilligen Kran]; pflege. Wie hoch der Kostenaufwand für diesen Zu» beläuft, kann nicht angegeben werden. Auch bei Errichtung der Württembergi^i Spitalzüge konkurrirten die Staatsverwaltung ^ Vereinsthätigkeit. Das Württembergische Kriegsministe^ stellte den nöthigen Bedarf an Ausrüstungsgegensü für die Lagerstätten; die Verwaltung der Württembera* Staatseisenbahnen lieferte das rollende Material n sorgte die Zurüstung der einzelnen Wagen in der Centp wagenwerkstätte. Der Württembergische Sanitäteyg stattete den Zug mit dem übrigen Material, sowie Lebens-, Verband- und Arzneimitteln aus und übaJ die Stellung des Personals aus freiwillig sich Melden,]« Die Höhe des von der Staatsverwaltung getragenen Kost antheils kann nicht genau angegeben werden. Die du schnittlichen Kosten der Ausrüstung eines Sanitätszu^ 1 eine Fahrt beliefen sich auf 2500 bis 3000 Gulden. Für den Badischen Sanitätszug übernahm das Gi herzogliche Kriegsministerium die Ausrüstung mit nöthigen Lagerungsgeräthen. Die Wagen waren theils der Direktion der Badischen Eisenbahnen gestellt, th durch Vermittlung des Württembergischen Sanitätsve» von der Direktion der Württembergischen Staats!.* geliefert. Die Stellung des Personals und die Materi ausstattung besorgten zum grössten Theil die freiwillig Hilfsvereine. In die Verpflegungskosten theilte das Die instruktionsj ;dlung und Pflege rankheit im Felde rtlaufende Kette, Idlazarethe als A nrichtuugen an d< dische Kriegsministerium sich mit den Hilfsvereinen. I n vom Kriegsschai Auslagen der Badischen Staatsverwaltung für Sanitätsii sind nicht ermittelt; die Vereinsauslagen beziffern sich 22 533 Gulden 13 Kreuzer. Alle übrigen Sanitätszüge waren übende»« rkung immobiler L Schöpfungen der Privat- und Vereinsthätigkeit, we!u & verwundeter Krie jedoch von den Staatsverwaltungen erheblich untersti wurden. 70/71 in Anspruch g hrend des Krieges staatlichen Verwalt Im Ganzen hat die freiwillige Krankenpflege nachd t der freiwilligen ] Bericht des Centralkomitees während des Krieges 1870 ossen Zahl von Heil die Summe von 55 281 Thalern und 7 Pfennigen fm-SaiBÄ" 1 Krie g e berührten züge verausgabt. ■ch welche die Zei biet erst eigentlich gehen sind. Während keines i diesen Anstalten t nke Aufnahme und Iwesen aber war z Samtätszwecke ei ') Vergl. S. 263. Sechstes Kapitel. Lazarethe des Inlandes. Vorbemerkung. Die instruktionsgemässen Vorkehrungen für ärztliche Be- ndlung und Pflege der durch feindliche Gewalt oder durch mkheit im Felde kampfunfähig Gewordenen bilden eine rtlaufende Kette, in welcher Sanitätsdetachements und ^ldlazarethe als Anfangsglied, der Evakuation dienende irichtungen an den Etappenstrassen als Zwischenglieder, vom Kriegsschauplatze gelegene immobile Heilanstalten, jrch welche die Zerstreuung der Kranken über ein grosses (biet erst eigentlich zur Thatsache wird, als Endglied ansehen sind. Während keines früheren Krieges war die planmässige Mit- rkung immobiler Lazarethanstalten bei der Pflege kranker . verwundeter Krieger in so grossem Umfange wie im Jahre 170/71 in Anspruch genommen worden. Zwar hatten namentlich phrend des Krieges von 1866 in Nord- und Süddeutschland staatlichen Verwaltungsbehörden, theilweise gemeinschaftlich der freiwilligen Krankenpflege, für die Errichtung einer ^ssen Zahl von Heil- und Pflegestätten innerhalb der nicht 1 Kriege berührten Landestheile Sorge getragen, auch hatten [diesen Anstalten thatsächlich zahlreiche Verwundete und Sinke Aufnahme und Pflege gefunden, das Eisenbahn-Trans- rtwesen aber war zu jener Zeit noch nicht in dem Maasse Sanitätszwecke entwickelt, 1 ) dass eine Ausnutzung der Vergl. S. 263. ausserhalb des Operationsgebietes der Heere liegenden Krankenanstalten möglich gewesen wäre. In Folge dieses Umstandes sind im Jahre 1866 viele Reservelazarethe nicht belegt worden. Ein Ergebniss der im Jahre 1866 gemachten Erfahrungen war es, dass die allseitig anerkannte Notwendigkeit, das Krankentransportwesen und die Unterbringung der im Kriege Verwundeten und Erkrankten in heimathlichen Reservelazarethen schon im Frieden vorzubereiten, in der Preussischen Feld- Sanitätsinstruktion vom Jahre 1869 Ausdruck fand. In dem Nachstehenden soll entwickelt werden, in welchem Umfange und nach welchen Grundsätzen diese Friedensvorbereitungen erfolgt waren, welche Erweiterungen die ursprünglichen Maassnahmen im Verlaufe des Krieges erfuhren und wie weit dadurch eine Kranken Zerstreuung ermöglicht ward. Seine hauptsächlichste Ergänzung findet das nachstehende Kapitel (ausser durch die Beilagen 88 bis 94) durch den 3. Abschnitt des 7. Kapitels (Zelte und Baracken in Deutschland), woselbst die anlässlich des Krieges improvisirten Unterkunftsräume eine ausführlichere Schilderung erfahren. Von einer detaillirteren Darlegung der Zustände und der Thätig- keit in den einzelnen heimischen Lazarethen kann an dieser Stelle um so mehr Abstand genommen werden, als das in dieser Hinsicht Wichtigste im Zusammenhange mit bestimmten Fragen im chirurgischen und medizinischen Theile des Berichtes erörtert werden wird. 38* 300 VI. Kapitel: Lazarethe des Inlandes. Erster Abschnitt. Organisation der heimathlichen Krankenpflege. I. Preussen. Nach der Feld-Sanitätsinstruktion von 1869 hatten sich die Militär-Sanitätsbehörden und die Militär-Intendanturen schon im Frieden mit den Staats- und Kommunalbehörden wegen der zu treffenden Vorbereitungen für Einrichtung von immobilen Lazarethanstalten im Kriegsfall in Verbindung zu setzen. Die dabei maassgebenden Gesichtspunkte sind in dem Folgenden erörtert. A. Auswahl der Orte und Gebäude. Orte in unmittelbarer Nähe von Eisenbahnen oder Wasserstrassen und gleichzeitig gesundheitlich gut gelegen waren bei der Auswahl zu bevorzugen; auch blieb darauf zu achten, dass an dem auszuwählenden Orte tüchtige Aerzte sich befanden, auf deren Hilfe gerechnet werden konnte. Orte mit Garnisonlazarethen und gut geleiteten Civil-Krankenanstalten kamen für die Anlage von Reserve- lazarethen in erster Linie in Betracht; ausgeschlossen blieben jedoch, in der Regel wenigstens, Festungen. Bei der Auswahl der zur Umwandlung in Lazarethe bestimmten Gebäude war darauf Rücksicht zu nehmen, dass dieselben möglichst dem Dunstkreis der Städte entrückt, in der Nähe von grösseren Gärten und freien Plätzen gelegen seien, so dass genügender Zutritt reiner Luft zu den Lazarethgebäuden und die Möglichkeit einer Erweiterung der Lazarethanlage durch Aufschlagen von Zelten oder Baracken im Bedarfsfall gesichert erschien. Für die Berechnung der Belegungsfähigkeit war der Satz von 1200 Kubikfuss Luftraum für jeden Kranken maassgebend; bei der Zahl der Lagerstellen musste auf die an dem Orte stehenden immobilen Truppen Bedacht genommen werden. Von vorhandenen Krankenhäusern sollten nur solche für Militärzwecke Verwendung finden, welche vermöge ihrer ganzen Anlage und Bauart den Anforderungen der Lazareth- Gesundheitspflege entsprachen und deren Salubrität sich im Frieden hinlänglich erwiesen hatte, — in erster Linie die erprobten Friedenslazarethe der offenen Städte (sofern diese Anstalten nicht für die Kranken der nicht aus- marschirenden Truppentheile vorbehalten bleiben m die bürgerlichen Krankenhäuser des Staates und der meinden, die Privatkrankenhäuser, die Lazarethe der liehen und Ordens-Genossenschaften, Diakonissen] Universitätskliniken u. dergl. Nächst den vorhandenen Krankenanstalten b Kasernen in Betracht und zwar vorzugsweise die neueren Grundsätzen erbauten (mit seitlichem gehenden Korridor). Dieselben waren sorgfältig I zubereiten durch Entfernung der Utensilien, Abwaschen Tünchen der Wände und Decken, Reinigung und I infizirung der Fussböden, Einsetzen von Luftscheibe« die Fenster und stellbaren Holzscheiben in die TS Desinfizirung und zweckmässige Einrichtung der Latii Auch barackenartig gebaute militärfiskalische bäude, als Exerzirhäuser, Reitbahnen, Turnhallen, TVaj und Geschützhäuser konnten für Reserve-Lazaretheii tungen designirt werden.') Für den Wintergebrauch mn auf Verkleidung der undichten Wandungen und AnfifeJ von Heizvorrichtungen Bedacht genommen werden. Von öffentlichen Gebäuden waren es besonders Schützenhäuser, welche wegen ihrer nieistentheil- sunden Lage in Gärten und ausserhalb des Dunsft der Städte für Lazarethanlagen geeignet erschienen. hin Hess sich annehmen, dass dieselben während Krieges meistentheils unbenutzt ständen. Ihr luftiger und die Möglichkeit, an die bestehenden Bauten Barao und Zelte anzugliedern, liess sie besonders brauchte scheinen. Als weniger zweckentsprechend wurden Schulen Kirchen erachtet, erstere wegen der zu fürchte» Infektion der Wände, Decken und Fussböden, die Ki wegen der Schwierigkeit der Lüftung und Erwämuuij grossen Räume. Nur unter den dringlichsten Uinsiai und nicht ohne vorsorgliche Zurüstung durften solche bände mit Kranken belegt werden. 11 Tina 1» arc ] ) Vergl. im dritten Abschnitt des achten Kapitels: Aptir barackenähnlicher Gebäude für Zwecke der Krankenpflege. Das Gleiche g Von grössere abrikgebäude, Ichlosser, Klosl Endlich war arackenlazaret 5, innere Einri Für die innere ^en die für die enden Bestimmung ofern ein Lazare klimmte Gattung df geachtet werde „ einzelne Krank iss eine Trennung nieten, eine AI >n übrigen Lazar chwerkranken von "chführen liess. on betreffs Beschai od Erwärmung de ifizirung der Abor Immer und Obdul teckungsfähige Kr nfektionsanstalten o errichten. Vorstehende Grundsätze wurden twaltungen im Y\ ■rechenden vorher 1 ' tkre C. Die versc] L Da auch die Mass des Mobilina id Pflegeanstalten 'erwtindeten und ngelegen sein lies, leiuiisehen Kranker 1) die vom St? mobilen La: '2) die Lazaret willigen Kr 1. Staatlich Bei den staatlh a. Reservela der mobilen b. Garnisonl der immobil Ld I jehalten bleiben mto| des Staates und der i-, die Lazarethe der . aften, Diakonissenhä« Krankenanstalten l ar vorzugsweise die (mit seitlichem dj i waren sorgfältig Itensilien, Abwaschen en, Reinigung und | tzen von Luftscheiba zscheiben in die TMi Einrichtung der Lara ute militärfiskalische men, Turnhallen, Was 1 Reserve-Lazaretheinr en Wintergebrauch u andungen und Aufstell genommen werden, waren es besonders n ihrer meistenthei sserhalb des DunsftK 3eignet erschienen. Ol dieselben während g bänden. Ihr luftiger ehenden Bauten besonders brauch!« md wurden Schulen gen der zu furcht«! d Fussböden, die Kin. tung und Erwärmung dringlichsten Unistai istung durften solche n. i achten Kapitels: Aptin der Krankenpflege. I. Abschnitt: Organisation der heimathlichen Krankenpflege. 301 Das Gleiche galt von den Theatern. Von grösseren Privatgebäuden konnten Gasthöfe, lirikü'ebäude, Konzert- und Tanzsäle, Landhäuser, Mösser, Klostergebäude u. s. w. in Betracht kommen. Endlich war instruktionsmässig auch der Bau von arackenlazarethen für den Kriegsfall vorzubereiten. Innere Einrichtung der immobilen Lazarethe. Für die innere Einrichtung der heimathlichen Lazarethe uten die für die Ausstattung der Friedenslazarethe gelenden Bestimmungen einen Anhalt. Insbesondere musste, fern ein Lazareth nicht etwa ausschliesslich für eine ifitiinnite Gattung von Kranken ausersehen war, dar- U machtet werden, dass das neu zu errichtende Lazareth einzelne Krankenstationen eingetheilt werden konnte, ss eine Trennung der innerlich Kranken von den Verbeten, eine Absonderung der Ansteckungsfähigen von n übrigen Lazarethinsassen und eine Abscheidung der Jbirerkranken von den Leichtkranken und Genesenden sich urchfnhren Hess. Besondere Fürsorge forderte die Instruk- ion betreffs Beschaffung von gutem Trinkwasser, der Lüftung id Erwärmung der Krankenstuben, der Anlage und Des- fizirung der Aborte, sowie der Einrichtung von Todten- lammer und Obduktionsraum. In Lazarethen, welche an- ickungsfahige Kranke aufzunehmen hatten, waren Des- nfektionsanstalten für die Kleidung und Betten der Kranken I errichten. Vorstehende für Preussen erlassenen allgemeinen nmdsätze wurden auch von den übrigen Deutschen Militär- Inraltungen im Wesentlichen angenommen und den entdeckenden vorbereitenden Maassregeln zu Grunde gelegt. Dl C. Die verschiedenen Arten heimathlicher Lazarethanstalten. Da auch die freiwillige Krankenpflege sofort nach Mass des Mobilmachungsbefehls die Einrichtung von Heil- Pflegeanstalten für die in die Heimath zu evakuirenden erwundeten und Kranken der Deutschen Armeen sich gelegen sein Hess, so waren während des Krieges die eimischen Krankenanstalten zu unterscheiden in: 1) die vom Staate begründeten und unterhaltenen immobilen Lazarethanstalten, - 2) die Lazarethanstalten und Pflegestätten der freiwilligen Krankenpflege. 1. Staatliche immobile Lazarethanstalten. Bei den staatlichen Anstalten sind zu unterscheiden: a. Reservelazarethe zur Aufnahme von Kranken der mobilen Armee. b. Garnisonlazarethe, hauptsächlich für die Kranken der immobilen Heerestbeile. c. Belagerungslazarethe in Festungen auf dem Kriegsschauplätze selbst oder in der Nähe desselben. Diese Lazarethe sollten die Kranken der Festungstruppen aufnehmen. d. Kriegsgefangenen-Lazarethe, und zwar: 1) in Festungen, wo dieselben entweder als Hilfs- lazarethe für kranke Kriegsgefangene den Belagerungs- (und Festungsgarnison-) Lazarethen attachirt wurden, oder als selbstständige Kriegsgefangenen-Lazarethe bestanden; 2) bei den ausserhalb der Festungen gelegenen Kriegsgefangenen-Depots: „Depotlazarethe". Die behandelnden Aerzte der Reservelazarethe — auf je 100 Kranke ein ordinirender, zwei assistirende Aerzte — waren zum Theil aktive oder für die Kriegsdauer reaktivirte Militärärzte, zum Theil kontraktlich engagirte Oivilärzte, darunter Aerzte des Auslandes, ausserdem auch solche Civilärzte, welche ihre Dienste unentgeltlich angeboten hatten. 1 ) Der Wartung und Pflege der Kranken dienten dem Heere entnommene Lazarethgehilfen und militärische Krankenwärter 2 ) — auf je 100 Kranke drei Lazarethgehilfen und sechs Krankenwärter — auch Personen des Civilstandes, Pfleger und Pflegerinnen, theils kontraklich angenommene, theils von der freiwilligen Krankenpflege gestellte. Falls am Orte eine für den Bedarf ausreichende Dispensiranstalt nicht vorhanden war, so wurde für je 400 Kranke ein Apotheker angestellt. An Verwaltungspersonal 3 ) waren etatsmässig für GO Kranke ein Rechnungsführer, für 61 bis 150 ein Lazareth- inspektor, für 151 bis '250 ein Ober-Lazarethinspektor und ein Lazarethinspektor, für noch grössere Lazarethe ein Oberinspektor und zwei Lazarethinspektoren. Die Ausstattung mit Material erfolgte bei sänimt- lieben Arten der aufgeführten Lazarethe nach Maassgabe der Bestimmungen für die Friedenslazarethe. Das Mateiial wurde zum Theil aus den Beständen der Garnisonlazarethe entnommen, zum anderen Theile durch freihändigen Ankauf beschafft. Dasselbe gilt von der Lebensmittelverpfle- gung, welche auch im Ganzen kontraktlich verdungen werden konnte, wo die Umstände dies als zweckmässig erscheinen Hessen. Die Arzneien wurden aus den Militär- Dispensiranstalten bezogen oder von den Ortsapotheken geliefert. Das ärztlich-technische Material, als Instrumente, Verbandmittel, chirurgische Geräthe etc., wurde den Vorräthen in den Garnisonlazarethen entnommen oder durch die Provinzialbehörden (Generalarzt und Intendantur) beschafft. Krankentragen und Kranken - Transportwagen stellten die Traindepots. ') Vergl. & 8. 2 ) Vergl. S. 9. 3) Vergl. S. 9 und 10. 302 VI. Kapitel: Lazarethe des Inlandes. Die Oberleitung der staatlichen immobilen Lazarethe lag in den Händen der Militär-Medizinal - Abtheilung des Preussischen Kriegsministeriums. Für die innerhalb eines Korpsbereiches errichteten Lazarethanstalten war der stellvertretende Korps-Generalarzt (Provinzial-Generalarzt) die höchste ärztliche, die Provinzial- oder stellvertretende Korps-Intendantur die Verwaltungs- Instanz. 1 ) Für grössere Städte, in welchen mehrere Lazarethe errichtet waren, wurden zur Leitung der Kranken- vertheilung auf die einzelnen Lazarethe und zur Ueber- wachung des gesammten Dienstbetriebes in denselben eigene Lazareth-Direktoren 2 ) ernannt, welche ihrerseits in militärischer Hinsicht unter dem Garnison - Aeltesten oder Kommandanten standen. — Den Lazareth - Direktoren und Provinzial-Generalärzten lag die regelmässige und häufige Revision der Lazarethe ob. Insbesondere hatten dieselben auf die Salubrität und die sachgemässe Belegung der Anstalten, auf gute Beköstigung und Verpflegung der Kranken, auf die Entfernung der Simulationsverdächtigen und die rechtzeitige Entlassung der Genesenen zu achten. Ausser den genannten ärztlichen Behörden wirkten auch die als chirurgische Konsulenten 3 ) auf Kriegsdauer angestellten Aerzte (Universitätslehrer u. A.) in den heimathlichen Lazarethen. An der Spitze eines jeden Lazarethes stand eine Lazarethkommission 4 ), bestehend aus 1 Offizier, 1 Arzt (aktiver oder reaktivirter Militärarzt), 1 Verwaltungsbeamten (Lazareth-Inspektor). In militärischer Hinsicht unterstanden die Lazarethe dem Offizier der Lazarethkommission und der Kommandantur bezw. dem Garnisonkommando. Der Dienst in den Reservelazarethen geschah im Allgemeinen nach den für die Friedenslazarethe geltenden Grundsätzen. Zum Zwecke einer einheitlichen Regelung der Kr anken- vertheilung hatten die Lazarethe in regelmässigen Zeitabschnitten die Zahl der freien Lagerstellen an die Militär- Medizinal-Abtheilung in Berlin, später direkt an die im Feindesland etablirten beiden Evakuationskommissionen zu Weissenburg und Forbach zu melden, worauf ihnen von diesen Behörden aus eine den allgemeinen oder besonderen Bestimmungen der Lazarethe entsprechende Zahl von Kranken oder Verwundeten zugewiesen wurde. 5 ) An Orten, wo mehrere Lazarethe bestanden, übernahm der Lazareth - Direktor die Vertheilung der Ankommenden auf die einzelnen Lazarethe. Die Abholung und Ueber- führung der Pfleglinge vom Bahnhof in das Lazareth besorgte das Letztere mit Hilfe der ihm übergebenen Trans- J ) Vergl. S. 2. 2 ) Vergl. Beilage 13. 3 ) Ebendaselbst und S. 8. ■*) Nach Analogie der damaligen Verwaltung der Friedenslazarethe. Die Einsetzung von Chefärzten für Friedenslazarethe erfolgte erst durch Verfügung vom 24. Oktober 1872. 8 ) Vergl. 8. 226 und 239. [ilitärpers >'a B It'l andei (eil BS erlin aft portmittel. Die Lazarethkommission bescheinigte Transportführer den Empfang der übergebenen Kranit- und sorgte für unverweilte Rückgabe der von den Kr; während der Fahrt benutzten Lagerungs - Utensilien, f den Fall, dass ein Kranker während des Transportes? storben und unterwegs ausgeladen worden war, hatte Lazarethkommission die Zusendung des Todtenscheins die betreffende Militär- und Gemeindebehörde zu veranhJ Nach erfolgter Aufnahme in ein Lazareth sollten Kranken ohne zwingenden Grund nicht mehr in Lazarethe verlegt werden, damit ihnen der Haupt?« der Rückbeförderung in die Heimath: dauernde Ruhe ungestörte Gleichmässigkeit in der Behandlung nicht Ter loren ginge. Ausnahmefälle unterlagen der Entscheii der Militär-Medizinal-Abtheilung. Hinsichtlich der Entlassung der Kranken a Reservelazarethen war angeordnet, dass 1) die als geheilt Abgehenden dem ErsatztruppAerk theile übergeben werden sollten, welcher dieselben dann vollkommen wieder ausgerüstet ihrem im p e ]| stehenden Truppenkörper nachsandte; Angehörige bündeter Staaten wurden an besondere Sammelbezirke gegeben, die geheilten Kriegsgefangenen in die Kri< gefangenen-Depots abgeführt. 2) Diejenigen Mannschaften, welche zur Fortseta des aktiven Militärdienstes zeitig oder dauernd unbraiit bar zu erachten waren, traten zu ihren Ersatztruppentheil über, welche die weiteren Schritte behufs Entlassung selben aus dem aktiven Militärdienst, bezw. Invalidisim einzuleiten hatten. — Hierzu bedurfte es eines durch ein Ober-Militärarzt auszustellenden Dienstunbrauchbarkei bezw. Invaliditätsattestes. Lazarethe, welche einen Oh Militärarzt nicht besassen, sandten die dienstuntauglich Mannschaften an das nächstgelegene grössere Lazareth. welchem ein Ober-Militärarzt fungirte. Gehörten die I dienstunbrauchbar Erachteten verbündeten Armeen an, wurden sie, wie die geheilt Entlassenen, besonderen Sama stellen überwiesen. 3) Rekonvaleszenten von schweren Krankheiten, überhaupt schwächliche Kranke, welche der ärztlidl Behandlang nicht mehr bedurften, aber eine längere tigung erforderten, konnten an Rekonvaleszentenstatio» oder an Privatpflegestätten (siehe später) abgegeben auf längere Zeit in die Heimath beurlaubt werden, s bei sie unter der Kontrole des nächstgelegenen Eis trappen- oder Landwehr - Bezirkskommandos und (militär-) ärztlicher Oberaufsicht verblieben, um nach ekj tretener vollkommener Genesung alsbald wieder ihra| mobilen Truppentheil nachgesendet zu werden. 4) Bei Abgang mit Tod war nach Maassg; für die Feldlazarethe gütigen Bestimmungen 1 ) zu vi fahren. — Die Todtenscheine und Nachlassenschaften ti i) Vergl. S. 47. Band t ■sonen der traltungsbehördi '„jtenscheine von die Militär - Me< Verden, wogegen d iegskasse ging, ui lue verwahrt zr pie staatlichen I „der als dienst £ten der nächs KHn-Montirunt zugesandt wer Pie Rapport isp am 1.) IL Lieht über den endige Maassregeli iging, welcher d versehen, an lin gelangen lii ift seiner Befugni itenden Korps-Int< wähnten Vorschrift r freien Lagerstel >ise - Bureau in B «reichen, in web ippentheilen geor< Für die Oeko iminungen der Feh len Friedens-Lazari ilegung unterlag des Rechnungski ii HUI EgSl Ku \ 2. Lazareth- nnd Kran! Der Antheil, we ir heimathlichen La ommen hat, ist ei Mitwirkung ein Armee wahrhaft mit auf dem Ui äiwilligen Krankenp staatlichen Orgai Die Mitwirkung E Gebiete der Laz itlich in dreifacher 1) Die freiwillige rannten Pflegesti äftigung bedürftige 2) Es war ihr ül ethen einzelne ! are Vergl. zu dem Fe ssion bescheinigte j pärpersonen der verbündeten Truppen waren an die Militär- jr übergebenen Kra* abe der von den K raife gerungs - Utensilien, jj end des Transportes i worden war, hatte ig des Todtenscheinä debehörde zu Yeranl» lath: dauernde Ruhe 3r Behandlung nicht vj rlagen der Entscheid eil ISS der Kranken m dass rüstet ihrem im Felj mdte; Angehörige ädere Sammelbezirb )der dauernd unbra« iren Brsatztruppenthi die dienstuntauglid le grössere Lazarett. irte. Gehörten die ündeten Armeen an, nen, besonderen Sami waltnno'sbehörden der verbündeten Heere zu senden. — Die 1 dtenscheine von Kriegsgefangenen niussten allmonatlich ,]ie Militär-Medizinal-Abtheilung in Berlin eingereicht rden wogegen der Nachlass derselben an die General- i«rekagse ging, um bei dieser bis nach erfolgtem Friedens- jfgg verwahrt zu bleiben. Pie staatlichen Ausrüstungsgegenstände der verstorbe- ein Lazareth sollten "Mm oder als dienstunbrauchbar entlassenen Mannschaften nicht mehr in anda ®* ten der näclistp " Etappenkommandantur, die Gross- ihnen der Hauptvortt, »d Klein-Montirungsstücke dem betreffenden Ersatztruppen- il zugesandt werden. Pie Rapporterstattung erfolgte in der Weise, am 1.) 11- un d 21. jedes Monats ein zehntägiger 6 iiclit über den Stand des Lazareths und etwa noth endige Maassregeln an den stellvertretenden Generalarzt welcher denselben, mit entsprechendem Verden dem ErsatztruppÄrk versehen, an die Militär-Medizinal-Abtheilung in welcher dieselben al flin gelangen Hess, alles Notwendige jedoch sofort ,ft seiner Befugnisse oder gemeinsam mit der stellver- itenden Korps-Intendantur anordnete. Ausser den schon [wähnten vorschriftsmässigen Meldungen über die Zahl fangenen in die Kriej r freien Lagerstellen waren noch an das Centrainach- eise- Bureau in Berlin Ab- und Zugangsnachweisungen welche zur Portseta Ureichen, in welchen die Kranken namentlich und nach ■uppentheilen geordnet aufgeführt wurden. Für die Oekonomie-Verwaltung blieben die Be- behufs Entlassung dÄmmungen der Feld - Sanitäts - Instruktion und des Preussi- lst, bezw. Invalidisira hen Friedens-Lazarethreglements maassgebend. Die Rech- rfte es eines durch ei ngslegung unterlag der Revision der Korps - Intendantur Dienstunbrauchbarta Jd des Rechnungshofes des Norddeutschen Bundes. ;he, welche einen Der Antheil, welchen die freiwillige Krankenpflege an t heimathlichen Lazareththätigkeit während des Krieges veren Krankheiten, ni nommen hat, ist ein sehr beträchtlicher gewesen. Dass welche der ärztlich Bse Mitwirkung eine fruchtbringende und den Interessen aber eine längere Ku r Armee wahrhaft dienliche sein konnte, beruhte wesent- äkonvaleszentenstatio« t mit auf dem Umstände, dass die Einrichtungen der Biwilligen Krankenpflege sich in der Hauptsache organisch n staatlichen Organisationen einfügten. Die Mitwirkung der freiwilligen Hilfsthätigkeit auf im Gebiete der Lazarethpflege im Inlande erfolgte we- 3päter) abgegeben beurlaubt werden, n nächstgelegenen Era kommandos und blieben, um nach eingi itM in dreifacher Beziehung. alsbald wieder il zu werden, ar nach Maassgabe jstimmungen') zu l 2. Lazareth- und Pflege-Anstalten der freiwilligen Krankenpflege im Inlande. 1 ) 1) Die freiwillige Krankenpflege errichtete die bereits rannten Pflegestätten für Rekonvaleszenten und der Sftigung bedürftige schwächliche Kranke. 2) Es war ihr überlassen, in den staatlichen Reserve- Nachlassenschaften n aretnen einzelne Zweige der Lazarethverwaltung zu ') Vergl. zu dem Folgenden das 8. Kapitel. übernehmen. — Die betreffenden Organe der freiwilligen Krankenpflege waren in solchen Fällen dem staatlichen Laza- rethvorstande unterstellt. Ihre Dienstleistungen erfolgten entweder unentgeltlich oder gegen ein vereinbartes Honorar. Auf diese Weise wurde vielfach die Beköstigung, die Krankenwartung, die Besorgung der ökonomischen und sonstigen Material-Ausstattung, die Wäschereinigung u. s. w. von der freiwilligen Hilfsthätigkeit übernommen. 3) Die freiwillige Krankenpflege errichtete eigene Vereinslazarethe für Verwundete und Kranke der mobilen Armee. Hierzu hatte das Centralkomitee der Deutschen Vereine zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger sich besonders erboten. Für die Auswahl der zu Vereinslazarethen einzurichtenden Gebäude waren die oben besprochenen Grundsätze ebenfalls maassgebend. Hier und da wurden zu diesem Zwecke militärfiskalische Gebäude seitens der stellvertretenden Militärbehörden überlassen. Die Vereinslazarethe, deren jedes mindestens 20 Lagerstellen besitzen sollte, standen insgesammt unter der speziellen militärischen Oberaufsicht des Königlichen Kommissars und Militärinspekteurs der freiwilligen Krankenpflege, in ärztlich technischer und medizinal-polizeilicher Hinsicht aber unter der Kontrole des Staates, speziell unter der Kontrole des am Ort vorhandenen staatlichen Reserve- lazareths, bezw. des daselbst funktionirenden Lazareth- direktors und des stellvertretenden Korps - Generalarztes oder der von ihm bestimmten Kommissare. In den Vereinslazarethen hatte entweder die am Orte ansässige Reserve- Lazarethkommission für Aufrechterhaltung der Disziplin unter den Kranken zu sorgen, oder das Vereinslazareth erhielt eine eigene Vereins-Lazarethkommission, welche aus dem dirigirenden Arzte des Vereinslazarethes und einem Offizier bestand. Die Ausstattung der Vereinslazarethe übernahm meist die freiwillige Krankenpflege allein, doch war es vorgesehen, dass von Seiten der Militärverwaltung Ausstattungs- geräthe zur Verfügung gestellt werden konnten. In Bezug auf ärztliche und Arznei Verpflegung, sowie auf die Beköstigung ihrer Pfleglinge war den Vereinslazarethen vollkommen freie Hand gelassen. Ihren Zugang erhielten die Vereinslazarethe durch diejenigen Reservelazarethe, denen sie unterstellt waren. Jedoch bestand die Einschränkung, dass Kranke, welche an ansteckenden Krankheiten litten, und solche, deren baldige Invalidität sich voraussehen Hess, sowie Kriegsgefangene ') in Vereinslazarethe im Allgemeinen nicht übergeführt werden sollten. Hinsichtlich des Abganges aus den Vereinslazarethen galt die Bestimmung, dass Genesene denjenigen Reserve- lazarethen zurückzuüberweisen seien, aus welchen sie den Vereinslazarethen zugegangen waren. Dasselbe Verfahren l ) Vergl. S. 226. 304 VI. Kapitel: Lazarethe des Inlandes. bestritten wurde griff bei dienstunbrauchbar oder invalide gewordenen Pfleglingen Platz. Bei Abgang mit Tod war der Todtenschein nach vollzogener Ausfertigung an das betreffende staatliche Reservelazareth zu übergeben. Zur Führung des Hauptkrankenbuches, der Todten- liste u. s. w. sowie zur Rapporterstattung wurden Unteroffiziere in die Veremslazarethe kommandirt. Dieselben I zu liefern waren. Als abnehmende Behörde fun»irte standen unter Aufsicht der Vereins-Lazarethkoinmission, ' stellvertretende Korps - Intendantur, bezw. der stell bezw. der vorgesetzten Reserve - Lazarethkoinmission. Als tretende Korps -Generalarzt. amtliche Behörden vollzogen die Kommissionen der Vereins- Wie für die übrigen Lazarethe, so bildete auch für lazarethe ihre Verhandlungen durch Ausfertigung ihrer Rechnungslegung der Veremslazarethe der Rechmini Schriftstücke mil Beisetzung ihrer dienstlichen Bezeichnung des Norddeutschen Bundes die höchste revidirende h* („Königliche Lazarethkoinmission des Vereinslazaretk I N. N.") und ihres entsprechenden Dienstsiegels. i staatlich' Die Rechnungslegung erfolgte in analoger Weise Abstellt wurt in den Reservelazarethen mit der Einschränkung, dasslu " über Besc die Beköstigung etc. — wo dieselbe aus Vereins^ gurten direkt ai die vorgeschriebenen Nachweise ri II. Andere Deutsche Staaten. A. Im Königreich Sachsen war die Einrichtung von Reservelazarethen gleichfalls schon im Frieden vorbereitet. Bei der Auswahl von Orten und Räumlichkeiten wurde im Ganzen nach den in der Preussischen Sanitätsinstruktion enthaltenen Grundsätzen verfahren. Eine Verfügung der Korps-Intendantur vom 25. Juli 1870 bestimmte hinsichtlich der Ausstattung der Reservelazarethe. dass in erster Linie auf die Bestände der Garnisonverwaltung, Lazareth- und Traindepots zurückgegriffen werden solle, die fehlenden Gegenstände aber durch freihändigen Ankauf zu beschaffen seien. Die Preussen giltigen. Die zehntägigen Rapporte die stellvertretende Sanitätsdirektion in Dresden, den Chef zugleich der Generaldirektion der Reservespin als Mitglied angehörte, bezw. an die Korps-Intendam Ausserdem waren fünftägige Rapporte über die verfügbaren Lagerstellen an die Militär-Medizinal-Abtheili in Berlin, am 15. und letzten Tage jedes Monats ein weis über den Zu- und Abgang kranker oder verwind Kriegsgefangenen an das Kriegsministerium in einzureichen. Eigene Vereinslazarethe hat die freiwilligeKraikÄrieden geltenden pflege in Sachsen nicht gegründet. 1 ) Sie beschränl teil bestanden di sich auf die bessere Ausrüstung und Verpflegung geraten und Ve Die Ausstattu Lenen Gebäude Long gestellter, Idtischer Kranker pitäkr, der Gar Vmtiiv- und Rüsti Lhe letztere am oiiraitui'stiicken je stellen hatten, «händigen Ankau Pie neu errich triegsspitäler" filialspitäler", kräng etc. von d ewaltimg besorgt Die im Frieder |nser" behielten Sämmtliche Kr ^ommandan tschaft ituug war dem tabs- oder Regime Dgelte, einem hi Dienstbetrieb, ^ italer war nach Lazareth Verpflegung konnte, wie in Preussen, von den Kranken und Verwundeten in den staatlichen Reser lankenhauskommis leitenden Organen der Reservelazarethe in Akkord gegeben werden. Die Arzneiverpflegung erfolgte aus den Militär- Dispensiranstalten. An der Spitze der Reservelazarethe standen die aus Offizieren, Aerzten und Verwaltungsbeamten zusammengesetzten Reserve-Lazarethkommissionen. Die Generaldirektion der Sächsischen Reservelazarethe als leitende Centralbehörde hatte ihren Sitz in Dresden. Diese Behörde wurde im Beginn des Krieges geschaffen, um die Beziehungen der amtlichen mit der freiwilligen Krankenpflege zu regeln. Sie bestand aus einem Offizier als Vorstand und aus Militärärzten, Militärbeamten, Civil-Medizinal- und Ver- waltungsbeamten, welche letzteren die freiwillige Krankenpflege vertraten. Die Generaldirektion führte die Aufsicht über die Verwaltung der Reservelazarethe und über den ärztlichen Dienst in denselben. Ausserdem hatte sie über die Anerbietungen von Privatpflegestätten zu entscheiden. Die Bestimmungen über Aufnahme, Verpflegung und Entlassung der in die Sächsischen Reservelazarethe übergeführten Kranken unterschieden sich nicht von den für lazarethen. Insbesondere war es ihr vorbehalten, J» ir gegenüber den die Stellung von geschulten Pflegekräften den Dienst den Lazarethen zu fördern. B. Im Königreich Bayern trug der Staat dafür Sorge, dass die im Frieden bestehe« Militärkrankenhäuser, sowie eine grössere Anzahl« neu errichteten Reservespitälern zur Aufnahme der« wundeten und Kranken der mobilen Armee hergerichtet j auf Kosten der Kriegsverwaltung in Betrieb gesetzt l Die einleitenden Vorkehrungen zur Neueinrichtung Reservespitälern wurden theils schon im Frieden, erst bei Beginn der Mobilmachung durch das ministerium im Verein mit dem Ministerium des getroffen, insofern von den betreffenden Militär- und ( behörden — den beiden Generalkommandos und dem i) Vergl. Beilage 89, S. 238. rn nur alle 10 Ta den Spitälern, ai nzeigen über die is Kriegsministeriu Für die Verthe if diese Spitäler ige empfingen v utenAnsteckungski il Syphilitische wi einzelne besonders pmen; für krieg ieben besondere M Den Transport itäler besorgten th Jdaten mittels San «der der freiwillig •Bsportmitteln. Hillsichtlich dei p*erischen Spitälen Sanitäts-Bericbt Über die «II- I. Abschnitt: Organisation der heimathlichen Krankenpflege. 305 des Vereinslazaretlies 1 Dienstsiegels, e in analoger Weise i f Einschränkung, d sselbe aus VereinM riebenen Nachweae i ide Behörde fungirte i tur, bezvr. der stellt le, so bildete auch für irethe der Rechnung cbste revidirende h~\ ■i-too-ierungen — an geeigneten Orten im Königreich «ende staatliche und Privatgebäude ausgewählt und Ljtoestellt wurden. Meldungen hierüber, sowie Ueber- iiber Beschaffenheit, Belegungsfähigkeit u. s. w. ^»rten direkt an das Kriegsministerium. Die Ausstattung der angebotenen und geeignet be- Ljnen Gel laude erfolgte, mit Ausnahme einiger zur Ver- „„nff gestellter, bereits eingerichteter staatlicher oder «dtischer Krankenhäuser, aus den Beständen der Garnison- litäkr der Garnisonverwaltungen, sowie der beiden ontui'- und Büstung'sdepots in München und Nürnberg, P l r ]i,. letztere ausser den Krankenkleidern, Wäsche- und Lrnitnrstücken je 1200 Rosshaar- und Seegrasmatratzen stellen hatten. Kleinere Bedürfnisse wurden durch ^ihJndigen Ankauf beschafft. Die neu errichteten Spitäler erhielten die Bezeichnung Kriegsspitäler", wenn sie eigene Verwaltung hatten, Filialspitäler", wenn ihre Verwaltung, Rechnungs- Lgog etc. von der betreffenden Garnison - Krankenhaus- „valtung besorgt wurde, gen Rapporte gingen . _, . ' , , . , , , , ■** ■,•... , , ?. . -p. j , Die im Friedensbetrieb stehenden „Militär krank en- tion in Dresden, du , ,. ,, ., , . tion der Reservespiö * ,,?ei " behielteD ^ Benennun g bei " die Korps-Intendar Sämmtliche Kriegs- und Filialspitäler unterstanden der bmmandantschaft des betreffenden Bezirks. Die ärztliche Long fl'ar dem dieser Kommandantschaft zugetheilten labs- oder Regimentsarzt, bezw., wenn ein Militärarzt sministerium in .det. 1 ) g und Verpflegung den staatlichen 1W: jh Bayern eine grössere Anzahl :-n zur Aufnahme der 1 äa Armee hergerichtet Dorte über die Zahl 1 itär-Medizinal-Abtheili e jedes Monats ein Si txanker oder verwundi angelte, einem hierfür bestimmten Civilarzt übertragen. Dienstbetrieb, Verpflegung und Rechnungswesen dieser war nach den für die Militärkrankenhäuser im at die freiwillige KraufeMrieden geltenden Bestimmungen geregelt; an Garnison- Sie beschäl rten bestanden die vorschriftsmässigen, aus Offizieren, erzten und Verwaltungsbeamten zusammengesetzten [rankenhauskommissionen fort. — Die Rapportführung ihr vorbehalten, du ar gegenüber den Friedensverhältnissen vereinfacht, inso- jekräften den Dienst rn nur alle 10 Tage Verzeichnisse über Zu- und Abgänge i den Spitälern, ausserdem alle fünf Tage telegraphische nzeigen über die Zahl der belegbaren Lagerstellen an »s Kriegsministerium zu richten waren. Für die Vertheilung der Kranken und Verwundeten if diese Spitäler ergingen bestimmte Anordnungen, ie im Frieden bestehei inige empfingen vorzugsweise Verwundete; Kranke mit utenAnsteckungskrankheiten (besonders Blattern), Krätzige (1 Syphilitische wurden nur in die Garnisonspitäler und einzelne besonders hierfür bestimmte Filialspitäler aufge- in Betrieb gesetzt wd ommen: für kriegsgefangene Verwundete und Kranke sn zur Neuerrichtung chon im Frieden, ieben besondere Militärheilanstalten reservirt. Den Transport der Ankömmlinge vom Bahnhof in die miig durch das Kr« «täler besorgten theils Militärkrankenwärter und Sanitäts- Ministerium des Im ddaten mittels Sanitätswagen und Tragbahren, theils Mitenden Militär- und ö [ieder der freiwilligen Krankenpflege mit ihren eigenen :ommandos und dem (ansportmitteln. Hinsichtlich der Entlassung der Kranken aus den ayerischen Spitälern galten folgende Bestimmungen: Suitäts-Bericht Über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. 1) Geheilte Bayern gingen durch die Kommandantschaft an ihre Ersatzabtheilungen, Verbündete an die hierfür bestimmten Sammelstellen, Kriegsgefangene an die Koni- mandantschaft Augsburg zur Internirung in dem Kriegsgefangenenlager auf dem Lechfeld. 2) Konvaleszenten der Bayerischen und verbündeter Truppen verweilten bis zu ihrer vollkommenen Wiederherstellung in besonders hierfür errichteten Konvaleszentenanstalten oder wurden beurlaubt. Für in der Genesung begriffene Kriegsgefangene bestanden entsprechende Anstalten in Kempten und Bamberg. Bezüglich der in die Heimath beurlaubten Rekonvaleszenten des Bayerischen Heeres waren ähnliche Bestimmungen getroffen, wie die oben für die Norddeutschen Heeresangehörigen mitgetheilten. Den Beurlaubten konnte Geldunterstützung gewährt werden. 3) Kriegsdienstunbrauchbare, beziehungsweise Invalide durften gleichfalls mit Unterstützung nach Hause beurlaubt werden; gleichzeitig war das Entlassungsverfahren einzuleiten. 4) Ueberführung in andere Spitäler, Vereinsspitäler oder Privatpflegestätten (besonders aus den Spitälern der westlichen Bezirke in die der östlichen) fand nur bei Ueberfüllung einzelner Lazarethe statt. Das Personal in diesen staatlichen Reservespitälern wurde durch das Kriegsministerium bestimmt und theils aus den Mannschaften des aktiven Dienststandes, theils aus den Landwehrbeständen entnommen. Die verwendeten Offiziere, Aerzte und Beamten waren theils aktive, theils reaktivirte Militärpersonen, theils — insbesondere die Aerzte — aus dem bürgerlichen Verhältnis» angeworben. In einigen Spitälern wirkten namentlich im Beginn des Krieges freiwillige Krankenpflegerinnen und Wärter, sowie barmherzige Schwestern und Diakonissen. Die freiwillige Krankenpflege im Königreich Bayern, welche in dem vom Bayerischen Kriegsministerium am 5. März 1870 als allein berechtigtes Organ anerkannten Centralkomite des Bayerischen Vereins zur Pflege verwundeter und kranker Krieger ihre Centralstelle besass, hat während des Krieges 1870/71 in Bayern eine grosse Anzahl von grösseren Vereinslazarethen sowie kleineren und kleinsten Lazarethen errichtet.') Dieselben waren theils in städtischen und Distriktkrankenhäusern, theils in Anstalten von geistlichen Orden und Genossenschaften auf Kosten von Gemeinden, Körperschaften und Privatpersonen hergerichtet. Die Vertheilung der Kranken auf diese Pflegehäuser erfolgte durch die Evakuationskommission in München, welche die Zerstreuung der heimkehrenden Kranken über das gesammte Königreich Bayern vermittelte. 2 ) Dieser Kommission war ein Mitglied des Landesvereins zu- getheilt, dessen Aufgabe darin bestand, für die Ueber- i) Vergl. Beilage 89, S. 241 bis 244. 2) Vergl. S. 239. 39 306 VI. Kapitel: Lazarethe des Inlandes. führung der Ankömmlinge in die Krankenhäuser der freiwilligen Hilfe Sorge zu tragen. — Die Mund- und Arzneiverpflegung, desgleichen die ärztliche Behandlung daselbst blieb ausschliesslich der freiwilligen Hilfstätigkeit überlassen. Hinsichtlich der Rapporterstattung war bestimmt, dass wöchentlich Ständtabellen über die jeweilige Belegung und weitere Aufnahmefähigkeit, sowie Meldungen über besondere Bedürfnisse und Vorkommnisse einzureichen seien. C. Im Königreich "Württemberg war das Reservespitalwesen durch die 1870 erlassene „Vorschrift für die Reservespitäler" geregelt. Der Befehl zur Errichtung von Reservespitälern für Verwundete und Kranke der Feldtruppen ging vom Kriegsministerium aus. Diese Spitäler wurden theils in militärfiskalischen, theils in gemietheten oder zur Verfügung gestellten Gebäuden und in neuerbauten Baracken eingerichtet und aus Mitteln der Kriegsverwaltung theils durch Naturalbeschaffung, theils durch Ankauf der Bedürfnisse auf Kosten der Kriegsverwaltung ausgestattet. Den militärischen Befehl über die Reservespitäler führten theils Offiziere, theils Militärärzte. Das Heil-, Pflege- und Verwaltungspersonal wurde, soweit es nicht vorhanden war, theils von den Ersatz- und Besatzungs- truppen nach Bedarf zur Dienstleistung herangezogen, theils aus dem Civilstand gegen Besoldung angeworben oder von der freiwilligen Krankenpflege gestellt. Die Oberaufsicht wurde vom Kriegsministerium, in speziell ärztlich technischer Hinsicht vom immobilen Generalstabsarzt ausgeübt. Ausserdem wirkte der konfluierende Chirurg der Württembergischen Division 1 ) auf seinem Gebiete auch in den Reservelaza- rethen mit. Der Dienstbetrieb schloss sich im Uebrigen ganz an die für die Preussischen Reservelazarethe geltenden Vorschriften an. Ausser diesen rein staatlichen Reservespitälern errichtete die freiwillige Krankenpflege in Württemberg, welche im Württembergischen Sanitätsverein ihren Mittelpunkt und im Königlichen Kommissar der freiwilligen Krankenpflege, dem Prinzen Hermann zu Sachsen-Weimar, ein eigenes Exekutivorgan besass, eine Reihe von kleineren Vereinslazarethen 2 ) theils in neueingerichteten Gebäuden, theils im Anschluss an schon bestehende Krankenanstalten. Die Verwaltung dieser Vereins- und Privat-Krankenhäuser übernahm, soweit es sich nicht um schon bestehende staatliche Krankenanstalten handelte, der Württembergische Sanitätsverein, welcher hinsichtlich der Krankenpflege und Beköstigung von den Frauenvereinen unterstützt wurde. Im Uebrigen waren für die Auswahl von Städten und Gebäuden zur Errichtung von Vereinslazarethen, für die Einrichtung und Ausstattung dieser Lazarethe und fä, Dienstbetrieb in denselben die Norddeutschen Bestimmi maassgebend. Das Gleiche gilt von der Verwendung von p» M pflegestätten, welche im Königreich Württemberg tarn wurden. D. Im Grossherzogthum Baden bestanden während des Krieges dreierlei Arten von hei Lazarethanstalten : 1) staatliche Lazarethe, die Garnisonlazarethe 2) „Vereins-Reservelazarethe", welche, vom Staate ad gerüstet, seitens des Centralkomitees des fladkj Frauenvereins in Karlsruhe, jedoch auf Reck der Militärverwaltung im Betrieb erhalten wn 3) selbstständige Vereinslazarethe und Privat-1'J,, Stätten, welche von der freiwilligen Kranken! allein eingerichtet, ausgerüstet und unl wurden. Die Verwaltung der ad 1 genannten Lazarethe £ denselben Grundsätzen vor sich, welche für die Preussiscl staatlichen Reserve- bezw. Garnisonlazarethe galten. Die Errichtung der „Vereins-Reservelazarethe" ge nach den Grundsätzen der Preussischen Instruktion | 29. April 1869. Das Badische Kriegsministerium bestii die in Lazarethe umzuwandelnden Räumlichkeiten aus seinen Mitteln und Beständen die nothwendi Materialien nach festgesetztem Etat ab. Die aus Lazarethbetrieb erwachsenden Kosten wurden nach ei» vertragsmässig festgestellten Satze von der Badischen KriJ Verwaltung vergütet. Die Vereinslazarethe und Privat-Pflegestätten w ausschliesslich Schöpfungen der freiwilligen KrankenpflJ E. Im Grossherzogthum Hessen 1 ) trat die Kriegsverwaltung bei der Errichtung von Ben lazarethen mit der freiwilligen Krankenpflege, weicht md I. Grestall Hilfsverein für das Grossherzogthum Hessen und im Ali L w j e f 0 jo-t: >) Vergl. Beilage 20. ») Vergl. Beilage 89, S. 245. Frauenvereiu ihre Organe besass, in besonders innigi bindung, so dass es nicht wohl möglich ist, die ßetheili«! eines dieser beiden Faktoren an der heimathlichen Krank pflege für die aus Frankreich zurückkehrenden Verwi und Kranken von der des anderen zu scheiden. Be: gross war hier der Antheil der freiwilligen Krankenpli an der Stellung von Pflegepersonal, mit welchem dieselbe die staatlichen Reservelazarethe auf das reichlichste ver- Im Uebrigen erfolgte die Errichtung, Ausstatte Leitung und der Dienstbetrieb in den Hessischen Res und Vereinslazarethen nach denselben Grundsätzen, w den übrigen Deutschen Staaten. ') Vergl. Beilage 89, S. 239 Da die Vorbe nftigeu Krieg n: russischen Feld-S; lufenden Aufgaben leren Losung in diziual-Äbtheilunj richten war, so b der unterm 18. Irtheilung erlassene russische Provinz! iservelazarethe sof Auf Grund de: eilten Uebersichte neten Orte und ss an 130 beson Preussischen A ammen 34 020 L; leichzeitig wurde ; |th weiteren geeigi bereits bestimmt* Verfügung stehei . Krankenbarackei Iten ins Auge zu u Lagerstellen einzelnen Rese tlieilung gemeldet Die zunächst v h auf die Bezirke Es waren zu err im Bereich Gardekorps (in Berli in 9 Gebäud I. Armeekorps . . I . ?er Lazarethe und fe rddentschen Bestimmm, Verwendung von Vm •h Württemberg angeJ gthum Baden IL Abschnitt: Gestaltung der heimathlichen Krankenpflege während des Krieges. 307 Zweiter Abschnitt. Gestaltung der heimathlichen Krankenpflege während des Krieges. ierlei Arten von lie BimW Garoisonlazarethe, ;", welche, vom Staate ralkomitees des Bad« he, jedoch auf Bechi Betrieb erhalten Wim arethe und Privat -l'J, Freiwilligen Krankead gerüstet und unterM ediz licl nnten Lazarethe eiche für die Preussisd onlazarethe galten. Reservelazarethe" gi ssischen Instruktion j iegsniinisterium besä Räumlichkeiten nden die n Etat ab. Die aus i sten wurden nach eil von der BadischenM 'rivat-Pflegestätten m 'eiwilligen Krankenpli hum Hessen 1 ) e ;esd pie St n ' Errichtung von BeH Krankenpflege, welche um Hessen und im AI in besonders innig glich ist, die Betheilij «r heimathlichen \\n kkehrenden Verwunde 1 1 zu scheiden. Best» •eiwilligen Krankend mit welchem dieselbe if das reichlichste vei Errichtung, Ausstattn den Hessischen Ee-^ Lben Grundsätzen, n I. Reserve-, Vereins- und Privatlazarethe. Da die Vorbereitung der Reservelazarethe für einen luftigen Krieg nach Maassgabe der §§ 51 bis 53 der russischen Feld-Sanitätsinstruktion zu den im Frieden fort- ifenden Aufgaben der Provinzialbehörden gehörte, über reu Lösung in bestimmten Terminen an die Militär- lizinal-Abtheilung des Preussischen Kriegsministeriums zu chten war, so bedurfte es bei Beginn der Mobilmachung der unterm 18. Juli 1870 seitens der Militär-Medizinal- itheilung erlassenen allgemeinen Verfügung an sämmtliche tonische Provinzialintendanturen, um die Errichtung der Lrvelazarethe sofort zur Thatsache werden zu lassen. Auf Grund der von den Provinzialbehörden einge- bten Uebersichten über die zu Reservelazarethen ge- cten Orte und Gebäude erging zunächst der Befehl, is an 130 besonders bezeichneten Orten im Bereiche Preussischen Armeeverwaltung Reservelazarethe mit mmen 34 020 Lagerstellen hergestellt werden sollten. Ichzeitig wurde angeordnet, dass die Nachforschungen ;h weiteren geeigneten Orten fortzusetzen und dass für bereits bestimmten Reservelazarethe Erweiterungen der Verfügung stehenden Räume, namentlich durch Neubau i Krankenbaracken und durch Aufstellung von Kranken- leu ins Auge zu fassen seien. Die Anzahl der beleg- ten Lagerstellen musste alsbald nach der Errichtung es einzelnen Reservelazarethes an die Militär-Medizinal- neflnng gemeldet werden. Die zunächst vorgesehenen Lagerstellen vertheilten auf die Bezirke der verschiedenen Preussischen Armee- l wie folgt: Es waren zu errichten: im Bereich Bardekorps (in Berlin und Potsdam in 9 Gebäuden) an I. Armeekorps ........, ü. V. I. I. I. Lagerstellen 2 Orten 1856 5 , 920 13 . 2 920 19 , 3 540 20 „ 5000 11 , 2 210 11 . 1990 8 , 2180 5 „ 419 6 . 2 300 11 .. 6 975 19 , 3 710 Insgesammt an 130 Orten 34 020. Gleichzeitig erging an das Sächsische und das Hessische Kriegsministerium, an das Mecklenburg - Schwerinsche Militär - Departement und an das Mecklenburg-Strelitzsche Militär-Kollegium das Ersuchen, auch im Bereiche der dortigen Bundes-Kontingente mit der Errichtung von Reservelazarethen für die mobile Bundesarmee der Dringlichkeit der Sache entsprechend auf das Eiligste vorgehen zu wollen. Für das XII. (Königlich Sächsische) Armeekorps wurde die Zahl der bereit zu haltenden Lagerplätze auf 5000, für Hessen auf 2500, für Mecklenburg-Schwerin auf 1500 und für Mecklenburg-Strelitz auf 500 festgesetzt. Ebenso stellte das Preussische* Kriegsministerium den Kriegsministerien der verbündeten Süddeutschen Staaten, der Königreiche Bayern und Württemberg und der Gross- herzogthümer Baden und Hessen, anheim, die Errichtung von Reservelazarethen nach den für den Norddeutschen Bund aufgestellten Grundsätzen in grösstmöglichem Umfange in Angriff zu nehmen und die Anzahl der Lagerstellen auf ein Achtel der im Felde stehenden Truppen zu bemessen. In allen Deutschen Staaten wurde die Errichtung von Reservelazarethen auf das Eifrigste betrieben, während gleichzeitig die freiwillige Krankenpflege bemüht war, theils aus eigenen Mitteln, theils mit Unterstützung der staatlichen Behörden eine grosse Anzahl von Vereins- und Privatlazarethen, sowie von Privat-Pflegestätten zu schaffen. Am 4. August standen im Bereich des Norddeutschen Bundes an 31 Orten 8551 Lagerstellen in staatlichen Laza- rethen bereit und konnten seitens der Preussischen Militär- Medizinal-Abtheilung den General-Etappen-Inspektionen der L, IL und III. Armee zur Verfügung gestellt werden, nämlich: der General-Etappen-Inspektion der I. Armee an......10 Orten 2 508 Lagerstellen, General - Etappen - Inspektion der IL Armee an...... 16 General-Etappen-Inspektion der ITT. Armee an.....5 der der 4013 2 030 somit an 31 Orten 8 551 Lagerstellen. Bis zum 8. August war die Zahl der Betten bis auf 11031 angewachsen; von denselben wurden überwiesen: der General-Etappen-Inspektion der IL Armee an.......23 Orten 6 721 Lagerstellen, der General-Etappen-Inspektion der III. Armee an . . . . . 13 ,, 4 310 ______ ,, insgesammt an 36" Orten 11031 Lagerstellen. 39* Am 12. August standen zur Verfügung der General-Etappen-Inspektion der I. Armee an......18 Orten 3 102 Lagerstellen, der General-Etappen-Inspektion der II. Armee an......32 „ 10 233 der General-Etappen-Inspektion der III. Armee an . . . . . 24 „ 0 073 mithin insgesammt an 74 Orten 22 408 Lagerstellen, von denen 6284 auf die Garnison-, Reserve- und Kriegs- gefangenen-Lazarethe im Königreich Sachsen entfielen. Ende August war die Errichtung der durch Erlass vom 18. Juli 1870 in Aussicht genommenen Reservelazarethe vollendet. Im weiteren Verlaufe des Krieges stellte es sich jedoch bald heraus, dass die vom Staate errichteten Lazarethe selbst mit Hinzurechnung der von der freiwilligen Krankenpflege zur Verfügung gestellten dem Bedürfniss keineswegs genügten. Während nach den grossen Schlachten im August und im Anfang des September vorzugsweise Verwundete nach den heimischen Lazarethen zurückgeschafft werden mussten, wurde im Oktober der Andrang von Kranken, besonders auch von schweren Typhus- und Ruhrkranken aus der Umgebung von Metz, ein so gewaltiger, dass Anfang November sämmtliche vorhandene Reservelazarethe fast vollständig- belegt waren. Es wurde deshalb nothwendig, durch Erweiterung der bestehenden und durch Errichtung neuer Reservelazarethe die Zahl der Lagerstellen für jedes Armeekorps um 100O—2000 Betten zu vermehren. In Folge dieser Maassnahme standen zur Zeit des grössten Bedarfs im Bereich der Preussischen Armeeverwaltung (einschliesslich der beiden Mecklenburgischen Grossherzogthünier) an 204 Orten 60 731 Betten allein in staatlichen Reservelazarethen zur Verfügung. Rechnet man hierzu die Zahl der Lagerstellen in für die immobilen Truppen ursprünglich reservirte» nisonlazarethen, in den Pestungs- bezw. Belag l erungji, rethen, in den mit kranken Kriegsgefangenen bell Hilfslazarethen in den Festungen, sowie endlich in wenigen, im Inland errichteten Etappenlazarethen > giebt sich für die Zeit des höchsten Bedarfs die Zahl 96 805 Lagerstellen (an 282 Orten) in Preussischen rethen des Inlandes (einschliesslich der kleineren Si des Norddeutschen Bundes). Dazu kamen in Sachsen 6645, in Bayern l: in Württemberg 3611, in Baden 5086 Lagerstellen staatlichen Reservelazarethen, was eine Gesammtsum] von 125 542 Lagerstellen in den staatlichen^ rethen Deutschlands bedeutet. Nicht mitgerechnet ist hierbei die Betteuzahl in ( Hessischen staatlichen Lazarethen, über welche genau, Angaben fehlen.') Ausserdem hat die freiwillige Krankenpflea ganz Deutschland nach und nach 32 169 La»i stellen (Königreich Sachsen und Grossherzogthnm nicht mitgerechnet) zur Verfügung gestellt, in wd 69115 Deutsche und 1164 Franzosen Aufnahme und] pflegung gefunden haben. 2 ) r- clnvere eiten. !) Vergl. S. 306. 2 ) Diese Zahlen sind insofern zu niedrig, als für Sack« Zahl der von der freiwilligen Hilfe Verpflegten nicht genau a mittein gewesen ist und als ein Theil der in Preussen durch TenÄenothi" und Privatlazarethe Verpflegten in den Rapporten derja staatlichen Reservelazarethe verrechnet ist, welchen jene Lmt zugetheilt waren. — Ueberhaupt ist eine genaue Trennung staatlichen und Vereins- etc. Lazarethen weder hinsichtlich der La stellen noch hinsichtlich der Verpflegten durchführbar. II. Kriegsgefangeiien-Lazarethe. Die heimathliche Lazarethpflege wurde wesentlich erschwert durch die über Erwarten grosse Menge kranker und verwundeter Kriegsgefangener. Handelte es sich auch bei den verwundeten Franzosen, welche in Kriegsgefangenschaft abgeführt wurden, vorwiegend um Verletzungen leichterer Art, da die schwer Verwundeten und solche, bei denen die Wiederkehr der Felddienstfähigkeit nicht zu erwarten stand, in Feindesland belassen wurden, so gestalteten sich doch für die inländischen Lazarethe die Verhältnisse später dadurch besonders schwierig, dass von den nach Deutschland übergeführten unverletzten Kriegsgefangenen eine ausser- gewöhnlich hohe Zahl erkrankte. Typhus, Ruhr, Blattern, Masern, Scharlach, Lungen- und Rippenfellentzündung, Gehirnhaut- und Bauchfellentzündung u. s. w. grosser Verbreitung unter ihnen auf und bedingten Sil Zugang in den Lazarethen.') So befanden sich beispielsweise am 19. Februar 1" dem Tage des höchsten Gefangenenbestandes, von i damals in Norddeutschland internirten 289 301 Fra (374 995 in ganz Deutschland) 19 438 krank in rethen. 2 ) J ) Vergl. II. Band des Berichtes. 2 ) Vergl. Beilage 94. — Für die Grösse des Krankenstandes den auf die übrigen Deutschen Staaten entfallenden Kontüige Kriegsgefangenen zu der bezeichneten Zeit fehlen die entsprechend« gaben. Ein Ueberblick über die vorliegenden Kxankentabella Aligesehen vo berfüllnng aller febteten Lazaret 1|ieu Armee no f nahezu 20000 [7a ,,.tlinuune, 8persom ,d rflege der kra der Erkrai pnter diesen I ►waltung auf wc prethpflege der L Auf eine au tawüligen Hilfsthi Wen, weil milit ^gefangenen ntferoen. In den erstei iprünglich für v Isarethe und Hill Folge der Kapi Kriegsgefangem Jepots in und bc iclit ausreichten, äumlichkeiten zur jiegsgefangenen ii Unter diesen U: igt, von dem itze, alle kranken n «hingen unterzubi tigimg der Preussi September 187( Peissenburg, Saarb rundete Kriegsge Lesung nicht in ki staatlichen) Reserv war womöglich so efand, dirigirt wer Dagegen wurde eiterliin festgehalte rkrankten Krie^ azarethe nicht in letztere blieben gr der eigenen Feldan Es wurde dahei Depots untergebrac nngen zu treffen. Sc .azarethe in den 1 iber erkennen, dass d irten Franzosen nich Norddeutschen Bundes richtes.) ll der Lagerstellen ihgesehen von der nicht leichten Aufgabe, hei der nuinglich reservirten & ' hcrfnllung aller verfügbaren Krankenanstalten und neu js- bezw. BelagennwJ jäteten Lazarette mit Verwundeten und Kranken der Kriegsgefangenen hele^ n, sowie endlich inj * Etappenlazaretliei: äten Bedarfs die Zahl t, Armee noch für einen Durchschnittskrankenstand nahezu 20 000 Kriegsgefangenen die entsprechenden Lgrethräume, sowie das nöthige ärztliche, Pflege- und Leitungspersonal zu beschaffen, bot die Behandlung 3n) in Preussischen b i Pflege der kranken Franzosen wegen der auffallenden ich der kleineren St >645, in sn 5086 Bayern 13 % Lagerstellen den staatlichen Laz t. n, über welche gerat lige Krankenpflegt 1 nach 32 169 Lagi 1 Grossherzogthum Ht ing gestellt, in w l,j :osen Aufnahme und und !• IT. Abschnitt: Gestaltung der heimathlichen Krankenpflege während des Krieges. 309 Invere der Erkrankungen noch ihre besonderen Schwierigsten. Unter diesen Umständen musste die Deutsche Ileeres- eiualtmiK auf weitere umfassende Maassregeln für die ts eine Gesammtsnim «arethpflege der kranken Kriegsgefangenen Bedacht neh- Auf eine ausgiebige Unterstützung von Seiten der Lfüligen Hilfsthätigkeit konnte dabei nicht gerechnet tei die Betteuzahl in,], re rden weil militärische Gründe dagegen sprachen, die fciegsgefangenen zu weit aus der staatlichen Kontrole zu (fernen. In den ersten Wochen des Krieges genügten die sprünglich für verwundete Kriegsgefangene bestimmten zaretlie und Hilfslazarethe der Festungen. Aber schon Fol^e der Kapitulation von Sedan ward der Zuwachs Kriegsgefangenen so gross, dass die Gefangenen- )epots in und bei den Festungen zur Unterbringung- licht ausreichten, vielmehr alle nur irgend geeigneten läumlichkeiten zur Aufnahme der gesunden und kranken j-iegsgefangenen in Anspruch genommen werden mussten. Unter diesen Umständen sah die Militär-Verwaltung sich niedrig, als für Sa erpflegten nicht genau s i weder hinsichtlich der!« d durchfährbar. düng u. s. \v. traw enbestandes. von den airten 289 301 Franzi ler in Preussen durch Ve« möthigt, von dem anfänglich streng beobachteten Gründeten Kapporten derjeij ^ a ]i e kranken und verwundeten Kriegsgefangenen nur in ,,, e " e Bstungen unterzubringen, Abstand zu nehmen. Gemäss Vereine genaue Trennung! . ,,. . Bing der Preussischen Militär-Medizinal-Abtheilung vom 9. September 1870 an die Evakuationskommissionen in lassenburg, Saarbrücken und Aachen durften fortan verkundete Kriegsgefangene, namentlich aber solche, deren Jenesung nicht in kurzer Zeit zu erwarten war, auch nach den laatlichen) Reservelazarethen grösserer offener Orte, und ■rar womöglich solcher, in welchen sich eine Garnison »fand, dirigirt werden. Dagegen wurde zunächst noch an der Bestimmung auch eiterhin festgehalten, dass für die in den Gefangenen-Depots rkrankten Kiiegsgefangenen die bestehenden Reserve- mf und bedingten stall azarethe nicht in Anspruch genommen werden durften, «totere blieben grundsätzlich für Verwundete und Kranke ise am 19. Februar l*Bder eigenen Feldarmee vorbehalten. Es wurde daher nothwendig, für die in den Gefangenen- epots untergebrachten Franzosen eigene Lazaretheinrich- 1 9 438 krank in Ii uugen zu treffen. Soweit solche besondere Kriegsgefangenen- Lazarethe in den Festungen errichtet wurden (und zwar rosse des Krankenstandes" »her erkennen, dass die Gesundheitsverhältnisse der daselbst inter- entfallenden KontingeiitsBnirten Franzosen nicht besser gewesen sind, als im Bereich des t fehlen die entsprechentoBNorddeutschen Bundesgebietes. (Vergl. hierzu II. Band des Beigenden Krankentabella I richtest zu 10 Betten auf 100 Gefangene), waren dieselben der Lazareth - Kommission, beziehungsweise dem Chefarzt des betreffenden Garnisonlazareths unterstellt. In den besonderen Lagern, welche zur Aufnahme der Franzosen entstanden, erhielten die Depotlazarethe eine selbstständige Verwaltung. Im Ganzen haben solche Kriegsgefangenen-Lazarethe im Bereich des Norddeutschen Bundes an 70 Orten mit 23 088 Lagerstellen bestanden. 1 ) In den verbündeten Süddeutschen Staaten wurden analoge Einrichtungen getroffen, so z. B. in Bayern im Kriegsgefangenen-Lager auf dem Lechfeld, in Ottobeuren, Roggenburg, Würzburg, Ansbach und an anderen Orten. Nach der Kapitulation von Metz genügten aber auch diese Einrichtungen nicht mehr. Nachdem inzwischen die Zahl der Lagerstellen in den staatlichen Reservelazarethen sich nahezu verdoppelt hatte und die Mittel für die Errichtung weiterer, eigens für die Aufnahme kranker Kriegsgefangenen bestimmten Lazarethe immer knapper geworden waren, wurde nunmehr zugegeben, dass auch die in den Depots erkrankenden Kriegsgefangenen theilweise wenigstens den Reservelazarethen und zwar selbst an solchen Orten überwiesen werden durften, welche keine militärische Besatzung hatten. Aus der nachstehenden Uebersicht ist zu entnehmen, in welchem Maasse zu jener Zeit die Reservelazarethe für die Aufnahme von kranken Kriegsgefangenen in Anspruch genommen worden sind. Am 10. November befanden sich in den Reservelazarethen Garde iorps. . . 260 Franzosen I. Armeekorps 57 1 IL „ 508 V III. s 216 <5 IV. , 333 V V. •n 62 0 VI. * 25 *f VII. y> 580 » VIII. y> 541 y> IX. » 200 „ X. n 676 » XI. •n 164 » Insgesammt: 3 622 Franzosen. In den besonderen Kriegsgefangenen-Lazarethen waren zu der gleichen Zeit im Bereich des Norddeutschen Bundes 18 993 kriegsgefangene Mannschaften und 630 Französische Offiziere untergebracht. Von dieser Zahl kamen auf das Königreich Preussen 16 874 Mannschaften und 510 Offiziere. Endlich nöthigte die zunehmende Ueberfluthung Deutschlands mit Kriegsgefangenen und der heimathlichen Lazarethe mit Kranken der feindlichen Armee auch zum Aufgeben des Grundsatzes, welcher kranke Kriegsgefangene von den Vereinslazarethen ausschloss, so dass nunmehr alle Arten x ) Vergl. Beilage 94. — Siehe ausserdem das Kapitel „Zelte und Baracken", 3. Abschnitt. 310 VI. Kapitel: Lazarethe des Inlandes. der im Heimathlande errichtetenLazarethanstalten für kranke Franzosen zugänglich wurden. Die Behandlung derselben erfolgte genau nach den für die Angehörigen der eigenen Armee ruaassgebenden Grundsätzen. Besondere Freiheiten waren den Französischen Offizieren und Beamten im Offizierrange gewährt. Sie erhielten die Erlaubniss, sich nach ihrem Wunsche von Militäroder Civilärzten behandeln zu lassen. Die Arzneien wurden in jedem Falle aus den Dispensir- anstalten unentgeltlich verabfolgt. Die in die Militär- lazarethe aufgenommenen Offiziere durften ihre Burschen dahin mitnehmen, welche dann gleichfalls durch die Laza ff verpflegt wurden. In einigen Festungen, z. B. in Coblenz, Torgau, Kok wurden auch Französische Militärärzte, welche ihren Trum theilen in die Gefangenschaft gefolgt waren, mit i Einwilligung zur Dienstleistung bei den kranken | v gefangenen herangezogen. Dieselben erhielten da- | der Selbsteinmiethung und eine entsprechein entschädigung. Ebenso wurden die von einzelnen Kri« gefangenen als Lazarethgehilfen oder Krankenwärter leisteten Dienste besonders vergütet. III. Summarischer Ueberblick über die Thätigkeit der heimathlicheii Lazaretli Im Ganzen sind in den Lazarethen, welche im Deutschen Inlande seitens der staatlichen Behörden und der freiwilligen Krankenpflege bereit gestellt waren, verpflegt worden: I Angehörige der mobilen Armee etwa 250 000 Mann') Deutsche ( Angehörige der immobilen Armee . . 175 810 Summe 425 810 Mann Franzosen ............... 176 472 Insgesammt 602 282 Mann. Eine genaue Vertheilung dieser Zahlen auf die beiden Kategorien: staatliche und Vereinslazarethe ist — abgesehen davon, dass selbst diese Begriffe nicht immer scharf getrennt werden können — aus dem Grunde nicht möglich, weil letztere nicht durchgängig selbstständige Rapporte aufgestellt haben, die Kranken der Vereinslazarethe vielmehr vielfach in den Rapporten derjenigen staatlichen Reserve- lazarethe aufgeführt sind, zu denen sie in Bezug auf Belegung und Verwaltung in dienstlichem Verhältniss standen. Annähernd sind die betreffenden Zahlen aus den Beilagen 88 und 89 ersichtlich. Wie diese Kranken sieh im Ganzen und während der einzelnen Monate auf die verschiedenen Deutschen Staaten bezw. Provinzen vertheilten, d. h. wie weit eine „Zerstreuung" der Kranken erreicht wurde, legen die Beilagen 90 und 91 im Einzelnen dar. Aus denselben geht hervor, dass zwar die westlichen Staatsgebiete naturgemäss dauernd stärker belegt waren als die östlichen, dass aber nicht wenige Transporte bis in den fernsten Osten geführt worden sind. 2 ) Wie weit dabei richtig, d. h. ohne Schädigung der !) Wegen der Abweichung dieser Ziffer von der Summe in Beilage 88 vergl. Anmerkung 1 auf Seite 255. 2 ) Zwei Mal sah dieMilitär-Medizinal-Abtheilung des Preussischen Kriegsministeriums sich veranlasst, einer Ueberfüllung der westlichen Lazarethe durch besondere Maassregeln abzuhelfen. Zum ersten Mal geschah dies am 14. August (vergl. S. 235 und 236), zum zweiten Mal am 20. September. Transportirten, verfahren worden ist, wird — so« das Material eine Beantwortung dieser schwierigen verwickelten Frage zulässt — im chirurgischen und m zinischen Theile des Berichtes seine Beleuchtung er Ein Vergleich der eben genannten Beilagen mit 4 Beilagen 92 und 93 ergiebt, dass der Bestand an T( wundeten und Kranken der mobilen Armee in den Lazaretk des Inlandes während der eigentlichen Kriegsmonate (d.l srfahrens aus einem von August 1870 bis einschliesslich Februar 1871) dimj ^ therapeutischen 1 schnittlich das Zweieinhalbfache, als Maximum (im Aup lgen , u er ^ nen ^ mehr als das Vierfache des Bestandes in den Lazaretk r hältnissen noch c auf dem Kriegsschauplatze ausmachte. (Vergl. hierzu i jjder in Betracht, i Schlussbetrachtung zum 4. Kapitel S. 254 ff.) Gegen Ende März 1871 begann die allmälige In lösung der im Heimathlande für den Kriegs errichteten Lazarethe. Zuerst wurden die von der freiwilligen Kranken)ij« mwenden, da jeder Ist auch die in c ebung, Verwundete ifgefiibrten Barackei »racken nicht unter igen in festen Gebä ikrnde Gleichwe ilt- und Baracken-Be ihendes Studium gei öglichkeit, Verwund riegsscbauplatze — tsprechend unterzub eine angemessene ] h so grosse Zahl ar wahrhaft nutzbri ergung der Verwundi aufgestellten Vereins- und Privatlazarethe geräumt und Insassen in staatliche Anstalten übergeführt Sehr bald sank dann der Krankenbestand so wi herab, dass er dem Friedensverhältniss sich näherte die vorhandenen Garnisonlazarethe mit Zuhilfenahme ein Theils der Reservelazarethe zur Unterbringung der nod übriggebliebenen Kranken und Verwundeten der Feldarai ' er / te Auf g abe d e r . ge für jede weitere g genügten. fo/71 waren es nam Mit dem weiteren Heruntergehen der Krankenzl „j Sedan, 3 ) nach wef wurde auch die Entleerung der vom Staate neu errichtet« wölkerung des in B Lazarethe in die Wege geleitet, so dass Anfang Oktal» «terkunftsräumen seh 1871 alle für den Kriegsbedarf errichteten Lazarethe at! gelöst waren; die betreffenden Gebäude wurden ihre früheren Bestimmung zurückgegeben, die noch nicht \ heilten Kranken und Verwundeten in die Garnisonlazaretipoth an Baulichkeiten übergeführt.') l ) Betreffs des in den Lazarethen des Inlandes beschäftigt!! wesenen Personals vergl. Beilage 13 und 19, sowie den Test 1. Abschnitts des 1. Kapitels. Meunigten Evakuati< itragen hat, das Loos Auch währ ■n Metz machte sich '■) Vergl. S. 98. ! ) Vergl. insbesonde s ) Vergl. S. 146. *) Vergl. S. 123. iohfalls durch die LjJ Coblenz, Torgau, Kolk, •zte, welche ihren Tn gefolgt waren, lu j t bei den kranken Kilben erhielten das ne entsprechende d lie von einzelnen ]U oder Krankenwärter tet. mdes in den Lazaretli S. 254 ff.) um die allmälige in 'fir den Kriegsbedai ergeführt, rankenbestand so wi Siebentes Kapitel. Zelte und Baracken. liehen Lazaretlit n ist, wiixl — sqJ dieser schwierigen u chirurgischen und u« ne Beleuchtung erhalt« innten Beilagen mit j ( u &ußh die iu deu letzten Dezennien stetig gewachsene 3S der Bestand an T t t - omg: Verwundete und Kranke in Zelten oder luftigen, leicht Armee in den Lazaretli ifgeführten Baracken zu behandeln, und die Erhebung dieses chen Kriegsmonate (i| Mährens aus einem Nothbehelf zu einer Methode wesentlich 3h Februar 1871) dimj ® therapeutischen Erfahrungen und medizinischen Anschau- , nr • /• i wen über das Wesen des HeilungsVorganges, der Wund- ls Maximum (im Am 8 , . , , fiji.iT?-' ' -ankheiten etc. hervorgegangen, so kommt doch unter Kriegs- Vorbemerkung. rhältnissen noch ein anderer Gesichtspunkt dabei kaum dite. (Vergl. hierzu i i D d e r in Betracht. Auch wenn die Behandlung in Zelten und iracken nicht unter Umständen direkte Vorzüge vor der- igen in festen Gebäuden besässe, so würde schon eine ändernde Gleichwerthigkeit mit letzterer genügen, der llt- nnd Baracken-Behandlung ein lebhaftes Interesse und einStudium gerade seitens der Militär-Sanitätsbehörden jiwilligen Krankenpiej izuwenden, da jeder Krieg von Neuem lehrt, dass die Un- :arethe geräumt und i öglichkeit, Verwundete und Kranke — namentlich auf dem riegsschauplatze — in vorhandenen festen Gebäuden zweek- itsprechend unterzubringen, nicht selten das grösste Hinderniss r eine angemessene Pflege abgiebt, welchem gegenüber eine iltniss sich näherten th so grosse Zahl anwesender Sanitätsanstalten ausser Stande L wahrhaft nutzbringende Thätigkeit zu entfalten. Die trgnng der Verwundeten und Kranken ist nicht nur zeitlich vundeten der Fei dann e ers ' e ^ u % a he der Sanitätsorgane, sondern auch die Grund- ((e für jede weitere gedeihliche Beistandleistung. Im Kriege 70/71 waren es namentlich die Schlachten bei Wörth, 1 ) Metz 2 ) heu der Krankenzif(Ä,d Sedan, 3 ) nach welchen trotz des Reichthums und der dichten l Staate neu errichtete evölkerung des in Betracht kommenden Landes Mangel an nterkunftsräumen schmerzlich empfunden wurde, zu einer be- Hennigten Evakuation zwang und ohne Zweifel dazu bei- en hat, das Loos manches Verwundeten ungünstig zu be- isen. Auch während der ganzen Dauer der Einschliessung Li, die noch nicht s m j[ e t z m achte sich — wenngleich in geringerem Grade — n die Garnisonlazaretl oth an Baulichkeiten für Lazarethzwecke geltend. 4 ) o dass Anfang Oktobe ichteten Lazarethe ai ! Gebäude wurden les Inlandes beschäftigt 5 19, sowie den Test i ] ) Vergl. S. 98. l ) Vergl. insbesondere S. 113, 121, 234 und 235. 3 ) Vergl. S. 146. 4 ) Vergl. S. 123. Mag solchem Mangel für die Tage unmittelbar nach grossen Schlachten auch schwerlich ausreichend vorzubeugen sein, so gewährt doch die Mitführung von Zelten und rasche Aufstellung von Baracken die Möglichkeit, einem länger dauernden Noth- stande in dieser Beziehung abzuhelfen. Ebenso ist ausgedehnte Krankenzerstreuung über ein vom Kriegsschauplatz entferntes Gebiet kaum denkbar ohne schleunige Vermehrung der Unterkunftsräume. Die Erfahrungen über die zweckmässigste Konstruktion solcher Improvisationen — wobei die Rücksicht auf Raschheit der Nutzbarmachung, Versandtfähigkeit etc. ebenso hoch steht wie diejenige auf Erwärmungsfähigkeit und sonstige hygienische Beschaffenheit — können jedoch noch keineswegs als abgeschlossen gelten. Nicht nur, dass vorläufig keinem System ein allseitiger und unbedingter, unter allen Umständen sich geltend machender Vorzug zugesprochen werden kann, — auch über das unter speziellen Verhältnissen zweckmässigste gehen die Meinungen noch vielfach auseinander. Trotz der Aufmerksamkeit, welche neuerdings diesem Gegenstande von so vielen Seiten zugewendet worden ist, mag es daher keineswegs überflüssig erscheinen, wenn eine vollständige Uebersicht über die während des Deutsch-Französischen Krieges bei den Deutschen Heeren auf dem Kriegsschauplatz und in Deutschland selbst zur Verwendung gekommenen Systeme und der Verhältnisse, unter denen dieselben benutzt wurden, an dieser Stelle veröffentlicht wird. Leider sind genauere Mittheilungen über den Werth der einzelnen Konstruktionen bezw. über Dasjenige, wodurch der Werth allgemein oder unter bestimmten Umständen bedingt wird (z. B. Schnelligkeit der Aufrichtung, Erwärmungsfähigkeit, Leistung der Ventilatoren etc., Kosten), nicht eben reichlich vorhanden. Soweit bestimmte Angaben darüber vorliegen, sind dieselben im Nachstehenden an entsprechender Stelle beigefügt. Schwieriger noch, ja gänzlich unmöglich ist es, aus dem vorliegenden Materiale ein Urtheil darüber zu gewinnen, ob bezw. welche Vortheile für den Wund- oder Krankheitsverlauf mit einzelnen Systemen etwa verbunden sein mögen. Die Ueberhäufung mit dringlicheren Obliegenheiten erschwerte während der Kriegsperiode naturgemäss nicht nur bei den 312 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. mobilen Sanitätsformationen, sondern auch den in Lazarethen des Inlandes thätigen Aerzten so komplizirte Beobachtungen, wie zu einer vergleichenden Betrachtung in dieser Hinsicht erforderlich wären. Die häufig erfolgte Verlegung der Kranken aus einem Lazareth in ein anderes und innerhalb der einzelnen Lazarethe aus einem Raum in einen anderen macht es auch hinterher unausführbar, exacte Thatsachen nach dieser Richtung hin in grösserer Zahl zu sammeln. Was für den Werth der Zelt- und Barackenbehandlung überhaupt — ohne Rücksicht auf die einzelnen Konstruktionen — aus den während des Krieges 1870/71 erlangten Resultaten etwa gefolgert werden kann, wird im chirurgischen und medizinischen Theile des Berichtes seine Stelle finden. Im Allgemeinen wird angenommen werden müssen, dass die einzelnen Konstruktionen therapeutisch um so zweckmässiger sind, je mehr sie den allgemeinen Forderungen der Hygiene (hinsichtlich des Untergrundes, des Materials, der räumlichen Anordnung der Gebäude, der Ventilation, der Heizung, der Abortanlagen etc.) entsprechen, und dass im Uebrigen der Werth eines Systems überwiegend durch admimsi Gesichtspunkte (Leichtigkeit der Materialbeschaffung g^' keit der Aufrichtung, Versendbarkeit, Erleichterung des Di betriebes, Kosten etc.) bedingt wird. Für einen Theil der dem Nachstehenden beigegeW bildungen sind als Vorlagen einige der Zeichnungen bei worden, welche Dr. Friedleben aus Frankfurt a. M. seiner] mit einem kurzen begleitenden Text auf der im Jahre lfflj Brüssel veranstalteten Ausstellung für Hygiene und Rettn wesen zur Kenntniss weiterer Kreise gebracht hat. Nach! Tode des Verfassers übersandte die Wittwe desselben das »1 ausgestattete Manuskript mit den sorgfältig ausgeführten M nungen dem Generalstabsarzt der Preussischen Armee vrelrl dasselbe der Bibliothek des medizinisch-chirurgischen Friedri Wilhelms-Instituts zu Berlin überwies, woselbst es seitdem werthvolles Besitzthum aufbewahrt wird. Die betreffe Tafeln dieses Bandes tragen die Bezeichnung: „nach Friei Erster Abschnitt. Zelt- und Barackenbehandlung" in Deutschland vor dem Kriege 1870 71. Bezügliche Vorschriften der Feld-Sanitätsinstruktion von 1869. Die günstigen Erfahrungen, welche man namentlich in Oesterreich bei der anfangs (nach der Mobilmachung im Jahre 1854) aus Noth angewandten, später zur Methode erhobenen Zeltbehandlung von Kranken und Verwundeten gemacht hatte, veranlassten das Preussische Kriegsministerium im Jahre 1861, Versuche mit Zelten nach Oesterreichischem Muster anzustellen. Da sich jedoch die Konstruktion der Oesterreichischen Zelte als nicht ganz zweckentsprechend erwies, so erhielt im Jahre 1862 das Garde-Train-Bataillon den Auftrag, zwei Probezelte neuerer Konstruktion herzustellen. Dieselben waren 62 Fuss lang, 25 Fuss breit und bis zum Dache 4 Fuss, in der Mitte 16 Fuss hoch. Vor und hinter dem mittleren, 52 Fuss langen Krankenraum lagen zwei je 5 Fuss lange Vorräume in den Giebeln als Aufenthaltsorte für Krankenwärter und zur Unterbringung von Utensilien. Vier in der Mittellinie stehende, 16 Fuss hohe, 17 Fuss von einander entfernte, hölzerne Ständer trugen einen dreitheiligen, 52 V2 Fuss langen Balken, der die äussersten Ständer um je 4 Zoll überragte; ö'/a Fuss von den letzteren, je 6 Fuss von der Mittellinie entfernt, standen auf jeder Giebelseite zwei je 10 Fuss hohe Thür- ständer. Ueber Balken und Thürständer lag', mit 8 Ellen breiter Dachfläche an jeder Seite, das leinene Doppeldach, welches, an jedem Giebelende zwischen dem äussersten Hauptständer Schutz gegen und den Thürständern abgekappt, einen Walm bildete. ß>r untere Rand Giebel waren durch einfache leinene Vorhänge ges die sich zu 12 Fuss breiten Eingängen öffnen und Gurte geöffnet erhalten Hessen. Einfache, an den lang «H itra^,,,54 Zelten; auss „es vom Fabrika Lj mit eisernen] ersuchen durch be («hafft, so dass Lg .stand, von Armee, 53 der IL Und die übrige jden; 20 nachträj rurden in ähnlicher Als Uebelstand meiner Zelttheile macht. Man gin; Ld J. Unger in igbaren Theilen Dasselbe, 40 Fi Tnss, in der Mitl berdach, Seitenwär nährend Unte: md gefertigt wai W e schmiedeeisern lenten zur Befesti leren Rande der aken an einem Lenden zurückzui irdeckt) und durch Durchmesser gros: uniuirter Leinewam Das Eisengeripj Fusskreuzen, we len ruhte ein dr< r Löchern für die £ Dachkanten unter den Fallblättern eingehakte, 4 Fuss \» nge durch Charnie Fusswände schlössen die Langseiten; die Trennung Vorräume von dem Krankenraume geschah gleichfalls d Vorhänge. Befestigt wurde das Zelt durch vier gtAündem mit Fusskrt und vier kleine Sturmleinen, 50 Knieleinen und 112 Stri; eitern mit je sieb leinen an grösseren und kleineren Pflöcken (Härin; Im Innern fanden zu beiden Seiten des 4 Fuss breil Mittelganges je 10—11 Betten Platz, mit dem Kofi ■ensprossen ruhte: Da die Konsti Zelte dieser Art nach der Seitenwand gerichtet und 2 Fuss von dies hauplatz, theils an I entfernt. Der Preis eines solchen Zeltes belief sich 1 ain - Bataillon liel 552 Thaler, 11 Silbergroschen, 3 Pfennige; das Gewi olzkonstruktion. Während des F Diese beiden Probezelte fanden ihre erste Verwendi inzen in der staatli it Holz- und 70 Ze 1 Zelte mit 1932 Im Jahre 1867 »■ und Friedens! betrug ungefähr 9 Zentner. im Jahre 1862 bei Ausbruch einer Typhus-Epidemie in Pos Im lahre 1864 während des Feldzuges gegen Damii verfügte die Preussische Militärverwaltung schon i 32 Krankenzelte (zu je 12 Betten), von welchen den Kriegsschauplatz geschickt wurden. Im nächsten Jal buche in der Rieh kam die Zeltbehandlung bei mehreren Garnisonlazarei eile kompendiöser und zugleich bei Uebungslagern in Aufnahme. ä dasselbe auf ein Mit geringen Konstruktionsänderungen erfolgte V hei dem bisherig Jahre 1866 vor Ausbruch des Krieges die NeuaiilnteÄn 1304 Pfund sich J-Berirlit Über clip egend durch adminüy ierialbesehaffung, Schnei it, Erleichterung des Dj istehenden beigegeben^ •e der Zeichnungen bei, Frankfurt a. M. seiner t auf der im Jahre 18; für Hygiene und Rettl 16 gebracht hat. N«k] Wittwe desselbenduj orgföltig ausgeführteaU 'reussischen Armee, vreld sch-chirurgischen Friedjj, ies, woselbst es s t wird. Die betreu ichnung: „nach Friedlebei In P g< vi* ige 1870 71, - von 1869. einen Wahn bildete, :ne Vorhänge geschlo* ängen öffnen und Einfache, an den n eingehakte, 4 Fua i liten; die Trennung ! geschah gleichfalls d Zelt durch vier gn jiieleinen und 112 Si ren Pflöcken (Härini eiten des 4 Fuss latz, mit dem Kofi und 2 Fuss von dii ;n Zeltes belief .sich 5 Pfennige; das Ge m ihre erste Verwend yphus-Epidemie in Po aldzuges gegen Dan« Verwaltung schon i a), von welchen 211 rden. Im nächsten eren Garnisonlazar i Aufnahme, inderungen erfolgte ieges die Neuanfgrtij id 1- I. Abschnitt: Zelt- und Barackenbehandlung in Deutschland vor dem Kriege 1870/71. 54 Zelten; ausserdem wurden 30 Zelte nach dem Muster vom Fabrikanten Stoekmann zu Berlin angekauften I ^ eisernem Gerippe, das sich bei den angestellten .«uchen durch bedeutend erhöhte Festigkeit auszeichnete, i'bafft so dass ein Bestand von 116 Zelten zur Ver- tand, von welchen das Kriegsministerium 41 der Armee 53 der II. Armee und 10 der Main-Armee überwies, ikend die übrigen bei Garnisonlazarethen Verwendung [( j en - 20 nachträglich gelieferte Zelte mit Eisengerippe r ,len in ähnlicher Weise vertheilt. Als Uebelstand hatte sich bisher die durch die Grösse ;e lner Zelttheile erschwerte Transportfähigkeit geltend t. Man ging deshalb auf ein Angebot des Fabri- g J. Unger in Erfurt ein, welcher ein Zelt mit zergbaren Theilen vorlegte. Dasselbe, 40 Fuss lang, 20 Fuss breit, an den Seiten Fuss, in der Mitte 13'/2 Fuss hoch, bestand aus einem berdack, Seitenwänden und äusseren Gardinen von Segel- fh. wahrend Unterdach und innere Gardinen aus Leine- »nd gefertigt waren. Das Gerippe bildeten zerlegte schmiedeeiserne Röhren; Sturm- und Handleinen lenten zur Befestigung. Die Ventilation erfolgte am leren Rande der Seitenwände (die in 6 Zoll langen aken an einem Eisenstabe hingen, von einem übersenden zurückzuschnallenden Streifen des Unterdaches srdeckt) und durch zwei mit Leder eingefasste, l'/a Zoll Durchmesser grosse Löcher im Dachfirst, oberhalb deren ii Schutz gegen Regen Blechteller angebracht waren. er imiinrt it au untere Rand der Seiten- und Giebelwände war mit ter Leinewand besetzt. Das Eisengerippe bestand aus vier grossen Ständern it Risskreuzen, welche oben, einander gegenüber, zwei Dge durch Charniere befestigte Sprossen besassen; auf len ruhte ein dreitheiliger Reiter als Firstbalken mit r Löchern für die Stifte der Ständer: ferner aus 14 kleinen jidem mit Fusskreuzen und zwei kleineren dreitheiligen dtern mit je sieben Löchern; die unteren Enden der tensprossen ruhten auf den kleinen Reitern. Da die Konstruktion praktisch erschien, wurden Zelte dieser Art beschafft und theils auf den Kriegs- auplatz, theils an Reservelazarethe versandt. Das Garde- Bataillon lieferte ausserdem noch 5 Zelte mit ilzkonstruktion. Während des Feldzuges von 1866 sind demnach im uzen in der staatlichen Krankenpflege Preussens 91 Zelte t Holz- und 70 Zelte mit Eisenkonstruktion, zusammen Zelte mit 1932 Betten zur Verwendung gekommen. Im Jahre 1867 wurden zunächst die Bestände für den jegs- und Friedensbedarf ergänzt und vermehrt, sowie die ersuche in der Richtung fortgesetzt, die einzelnen Zelt- kompendiöser und das ganze Zelt leichter zu machen, dasselbe auf einem Wagen fortschaffen zu können, s bei dem bisherigen Gewichte des Unger'schen Zeltes n 1304 Pfund sich als kaum möglich erwiesen hatte. kiiUU-Beric-lit aber die Deot-cbm Ho»w 1670/71. r. Bd. b rain - Ol il I eile Diese Versuche führten zur Annahme eines Modells, bei welchem das Gewicht durch Weglassung eines grossen und zweier kleinen Ständer, sowie der einen Nebenabtheilung auf etwa 8 1 /-' Zentner vermindert und die Transportfähigkeit durch vielfache Zerlegbarkeit der Eisentheile (Ständer, Seitenstreben, grosse und kleine Reiter) wesentlich begünstigt war. Fast gleichzeitig mit Einführung der Zeltbehandlung bei der Armee wurden auch bei staatlichen und städtischen Civil-Krankenanstalten Zelte errichtet. Nachdem im Jahre 1862 durch Wilms und Rose im Garten des Krankenhauses Bethanien zu Berlin ein Zelt aus doppeltem Segeltuch bei chirurgischen Schwerkranken mit so gutem Erfolg benutzt worden war, dass man in den folgenden Jahren das System beibehielt und weitere Zelte aufstellte, wurde im Jahre 1863 in der Charite" zu Berlin im Anschluss an das Sommerlazareth durch Esse ein Barackenzelt 1 ) zu dauernder Benutzung erbaut. Dasselbe steht auf einem Pfahlrost, hat einen gedielten Fussboden, hölzernes Balkenwerk und ein darüber gespanntes Dach von gummirter Leinewand aus einem Stück. Ringsherum läuft eine vom Dach überragte 3 Fuss breite Galerie; die langen Seitenwände sowie die Giebelwände sind aus leicht zu öffnenden und zu schliessenden Drillichgardinen hergestellt. Die Länge des Zeltes beträgt 114 Fuss, die Breite des innern Raumes 23 Fuss, die Höhe in der Mitte 14 Fuss; zwei gedeckte Gänge verbinden das Zelt mit dem sogenannten „Sommerlazareth". Der innere Raum ist durch Vorhänge in zwei Säle getheilt, mit dazwischen liegenden Räumen für Wasserklosets, Utensilien etc., und bietet Platz für 42 Betten. Gleichzeitig stellte die Charite'- Direktion zu Isolirungszwecken mehrere kleine viereckige Zelte von ähnlicher Konstruktion für je 1 bis 2 Kranke auf. Nach einigen Jahren der Benutzung wurde das grosse Zelt, weil die Ventilation nicht genügte, durch Aufsetzen eines Dachreiters und Belegung des Daches mit Brettern in eine Zeltbaracke verwandelt und ist als solche noch heute im Gebrauch. Eigentliche Baracken bauten kamen erst einige Jahre später, im Feldzuge 1866, zur Ausführung. 2 ) In diesem Feldzuge wurde die erste staatliche Verwendung von Baracken durch Verfügung des Militär-Oekonomie-Departe- ments des Preussischen Kriegsministeriums vom 23. Mai 1866 veranlasst, welche nebst einer Zeichnung nähere Anweisung zum Bau von Lazarethbaracken gab. ') Hinsichtlich des Gebrauches der Ausdrücke „Zeltbaracke" und „Barackenzelt" herrscht nicht vollständige Uebereinstimmung. In dem Nachfolgenden werden stets unter „Zeltbaracken" hölzerne Baracken verstanden, bei denen einzelne Theile der Wände oder des Daches durch Leinewand ersetzt sind, unter „Barackenzelten" hingegen Zelte mit dem Holz- oder Eisengerüst von Baracken, deren Dach und Wände aus Leinewand bestehen. 2 ) Die von B. Günther in Leipzig errichteten und von 1840 bis 1853 benutzten 2 sogenannten Luftbuden hatten bis dahin wenig oder keine Nachahmung gefunden. 40 314 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. Nach dieser Anweisung sollte die für 40 Kranke bestimmte Baracke (siehe Tafel XXX, Fig. 6 und 7) aus Holz gebaut und mit Steinpappe gedeckt werden. Die Baracke enthielt 2 Krankensäle zu je 20 Betten. Jeder Saal war im Lichten 60 Fuss lang, 20 Fuss breit und 13 Fuss hoch; im Mittelbau zwischen beiden Sälen befanden sich 2 Vorflure mit je 1 Kochherd und dahinter in einem besonderen Anbau die Latrine. Jeder Saal sollte 2 an den Querwänden in Mauernischen aufzustellende eiserne Oefen enthalten, deren eiserne Rauchrohre in 16 Zoll weite gemauerte Ventilationsröhren zu münden hatten; zur Ventilation dienten ausserdem bewegliche Luftscheiben in den Fenstern. Trotz der kurzen Dauer des Feldzugs wurden nach dieser Anweisung mehrere Baracken im Anschlüsse an Reservelazarethe errichtet und benutzt. Von derartigen und ähnlichen Baracken fanden sich einige zu Dresden, eine beim Waisenhauslazareth in Leipzig, eine von Johannitern errichtete in Jüterbog, eine in Landeshut, wo sie sich in dem rauhen Gebirgsklima nicht bewährte; eine Zeltbaracke für 30 Mann in Glatz; desgleichen ist zu erwähnen die auch in den folgenden Jahren benutzte Baracke bei der v. Langenbeck'schen Universitätsklinik in Berlin, endlich die ausgezeichnete, auch für Wintergebrauch eingerichtete und mit Gas-, Wasserleitung, Bade- und Heizeinrichtung versehene Baracke für 52 Schwerverwundete im Park des Lazareths des Frauenvereins beim Sehlesischen Thor in Berlin. Grössere Bedeutung gewannen für die Folge die in der Nähe der Schlachtfelder errichteten Feldbaracken, von welchen namentlich zwei Arten Interesse erregten und in späterer Zeit theilweise nachgeahmt wurden, die eine unter Stromeyers Leitung zu Langensalza, die andere auf Volkmanns Veranlassung zu Trauten au erbaut. Jede Baracke der ersteren Art (vergl. Tafel XXX, Fig. 1 bis 4) war 87 Fuss lang, 20 Fuss breit, 15 Fuss hoch, aus Holz mit Dachlirst- ventilation (Dachreiter) erbaut und mit grossen Oeffnungen in den Giebeln versehen, die durch Wetterdächer geschützt wurden; der untere Theil des Ostgiebels war durch Leine- wandportieren verschlossen; die Westgiebelwand bestand aus Brettern mit einer Thür; dachziegelartig sich deckende Bretter bildeten die Seitenwände; nur die obere Hälfte der nach Norden gelegenen Seite blieb frei und liess sich durch einen nach aussen aufstellbaren Leinewandvorhang schliessen. Das Dach war mit schwarzer Steinpappe gedeckt; der gedielte Fussboden lag 1 Fuss über dem ausgegrabenen und durch eine Schicht von Steinkohlenschlacke ersetzten Erdboden. Drei derartige Baracken, jede zu 30 Betten, blieben vom Juli bis Oktober 1866 in Gebrauch. Ausserdem wurden daselbst noch 2 Halbbaracken, kegelbahnähnliche Buden, sowie in dem benachbarten Kirchheilingen Barackenzelte (Holzgerüst, mit Segeltuch überzogen) in Gebrauch genommen. Die Volkmann'schen Baracken zu Trautenau besfa I in schuppenartigen, 70 Schritt langen, 12 Fuss br' nach drei Seiten geschlossenen, an der vierten off Bretterbuden mit Pultdächern; die der höheren Dacht entsprechende offene Längsseite war im oberen T| \ mit einem Wetterdach versehen, das einen 3 Fuss durch Vorhänge schliessbaren Raum bis zur Dacht freiliess; den unteren Theil schlössen 11 einzeln auf rollende Vorhänge; der gedielte Fussboden lag auf 2 Fuss hoch über dem Erdboden; das Dach war mit! pappe gedeckt. Die Buden boten Raum für je 30 Knu welche in einer Reihe, mit dem Kopfende nach | geschlossenen Wand, lagen. Tafel XXX, Fig. 5 zeH j Konstruktion im Querschnitt. Ausser diesen Zeltbaracken hatten auf den SeU* feldern noch einfache Baracken-Flugdächer Verwend gefunden. Endlich sind zu erwähnen die zu Frankfurt a. II. Garten des Garnisonlazareths errichteten 3 Zeltbarack Dieselben, je 42 Betten fassend, hatten Sparrenwerk Holz, Wände von Leinewand und einen Fussboden gestampftem Lehm. Das Dach bestand bei zweien Leinewand, bei dein dritten aus Brettern, mit Dachmpi überzogen. Eine der mit Leinewanddach versehenen Barati trug einen die ganze Länge des Firsts einnehmenden offe Aufbau nach Art der Eisenbahnhallen; 2'/« Fuss unteik' des Daches verlief parallel mit dem äusseren ein zun;, gleichfalls in der Mitte unterbrochenes Leinewanddacli Lücke jedoch verschlossen werden konnte. Diese Zeltbarach blieben von Anfang August bis Ende Oktober belegt; diedan erreichten Resultate erschienen in Anbetracht der Sekte der Verletzungen und Krankheiten als sehr günstij Besondere Fortschritte hatte der Barackenbau im Jak 1866 in Deutschland nicht gemacht, was bei der Dauer des Feldzugs nicht auffallen kann. Immerliin nr, durch die in den wenigen Baracken erzielten Heilresultstei Neigung für Barackenbehandlung wesentlich gefördert. Noch mehr geschah dies durch die Erfahrungen Amerikanischen Krieges, die erst allmälig bekannt gewürdigt wurden. Einen maassgebenden Einfluss übten namentlich & der Instruktion des Amerikanischen Kriegsministeriuiih i 20. Juli 1864 (Cirkular 6, S. 153) näher ausgeführten I- Stimmungen über Herstellung von Krankenbaracken XXIX, Fig. 1 bis 6 zeigt Giebel und Längsansicht Amerikanischen Baracke mit Grundriss nebst den Vt tilations-Vorrichtungen). Im Jahre 1867 erfolgte die Errichtung der bekannt Esse'schen Baracke im Garten des Charite-Krankenhait in Berlin. Dieselbe, für 20 Kranke bestimmt, ist 84Fi lang, 29 Fuss breit; die Seiten wandhöhe beträgt 13 1 /. F» die Giebelhöhe 19 Fuss; — an den Giebelseiten sich 2 Vorbauten von etwa 10'/s Fuss Breite, an 4 Längsseiten eine 4'/ 2 Fuss breite Galerie, so dass d 1__ 1; 'Cl i zuTrautenaubestJ angen, 12 P uss ^ an der vierten offen, 3 der höheren Dachk» war im oberen T I das einen 3 Puss holj aum bis zur Dachkaiul .ossen 11 einzeln «Tp ^ussboden las; auf das Dach war mit Dy Raum für je 30 Kraut. '.m Kopfende naci J 1 XXX, Fig. 5 zeigt 4 latten auf den öchlai Plugdächer VerwemluJ zu Frankfurt a. II, Leiteten 3 Zeltbaracki hatten Sparreiwerk d einen Fussboden bestand bei zweien Brettern, mit DaclifiaJ lach versehenen Baratt •sts einnehmenden off« dien; 2'/s Fusa unterla :ni äusseren ein zun; es Leinewanddach, dea onnte. Diese ZeltbaraJ Oktober belegt; die inj Anbetracht der l als sehr günstige, er Barackenbau im Jala it, was bei der kann. Immerhin m erzielten Heilresultate 4 wesentlich gefördert. 3h die Erfahrungen i allmälig bekannt n übten namentlich dir . KriegsministeriiuiM | näher ausgeführten I K rankenbaracken (k- und Längsansicht eiaej indriss nebst den T| rrichtung der bekannt i Charite-Krankenhait ce bestimmt, ist 84 Fi Ihöhe beträgt 13 1 /. Ä n Giebelseiten bei a Fuss Breite, an ; Galerie, so dass UTES tttTH isa LH m H4 113 LH: <3 L^ p 1 ä I J - o — I 5 '-OD :;£ c X ,; CD cö C_ c: CÖ cu r->l CO 3 f —v _J cö un c_ ^cC CO 1— ü c: ■*—r" CO CO 1— CD CO CO E _*: CO cö * ^ c_ co o CCi CO E CD > a -CO CD ^ co ' C_ er-: c_ CO E CD CO CO CO co CO C_ • i—i 1 -o U-J CO C-3 ca CD cd CD CJ — OO CO CD ' co CO 3 CD EI CD CS CD o CO c_ cö OO -) c_ e= oo co • — OD IsE 1 I ]l ]|i f ! ] i ] ] 1 USBmtiänge der B i pnga beträgt. IBolzgestellen sind n JC halt: der Zwische Kalkanwendun: Dae h hat einen Da Jalousien; der Fuss Landeten Bretterlaj 12 nach aussen zu i ticheii Scheiben. D .,.„ Kacheln be: ; oder zerbrochen wurden und durch Holzstangen ikenden Brettern; n innen mit Leine 1 estgiebel — die ;en nach Westen !) Vergl. S. 99. — 2 ) Vergl. S. 108. — 3) Vergl. S. 134. 4 ) Vergl. S. 133. — 5 ) Ebendaselbst. — 6 ) Vergl. S. 123. ') Vergl. S. 123. - 3 ) In Metz selbsl k 129 erwähnte Ze' Ite waren auf Kiesbc ■ogen. Bei der Ueb Verwundete (durch die nur für Reko: «falls S. 129), aus ter Güterwagen bei «daselbst) boten ei »ndheitsverhältnisse sige Belegung diesei acht hatten. 4 ) Vergl. S. 105. IL Abschnitt: Zelte und Baracken auf dem Kriegsschauplatz. 319 das 1. Feldl. ■September bis 4, orauch. m ussten, auch die Leine wand, selbst das doppelte cll . sich als nicht ganz regendicht erwies. tz. men nach den gr^ [er Einschliessung di„ lr Verwendung. durch Lazaretli-RK. gust etablirten stehen) August ab belegt. . Abtheilung Lazatt am 23. August in j rankenzelten besteta anden parallel, mit in gehöriger Entfern von auf und In den hochgelegenen Wiesen und Gärten des Dorfes ono-p schlug das 9. Feldlazareth X. Armeekorps 1 ) am September 3 Krankenzelte zu je 12 Betten, 1 Heu nach Westen, 2 von Süden nach Norden, au mutzte dieselben bis 10. Oktober. Die Behandlungs- ultatc werden als günstig bezeichnet. In Mardigny brachte das 3. Feldlazareth VIII. Armee- nrD s 2 ) am 1. Oktober in 2 Krankenzelten mit Bretter- sliöden und je 8 Bettstellen eine Anzahl schwerster Wiusfälle unter. Die Zelte hielten sich gut gegen Regen y Wind. Das helle sonnige Wetter der ersten 8 Tage, welchen die Temperatur in den Zelten Mittags nicht t 16 Grad stieg und Nachts nicht unter 5 Grad sank, irkte dunstig auf den Krankheitsverlauf. Namentlich wird ir vortheilhafte Einfluss der nächtlichen Abkühlung auf [Körpertemperatur der Kranken gerühmt. Vom 9. Oktober wurde das Wetter regnerisch und stürmisch, die Luft eblis und feucht, der Ausdünstung und Wärmeabgabe nderlich. Die Kranken mussten mit 3 bis 5 Decken irsenen werden. Am 19. Oktober wurden die Zelte geaalt nachdem sie durch die Stürme der letzten Tage u-wundeten und Typl D^fach beschädigt worden waren. Von den 16 in ihnen ang Oktober der mj |, an d e iten Typhuskranken schwerster Art sind 3 gestorben. Ausserdem kam vorübergehend in Gorze 1 Zelt zur ('Wildling (siehe unter Baracken) 3 ). Lehmboden der I n Kies mit einer 0 le tiefer Grata en und kalten Witti it werden, nacM« t behandelt waren, is bewährt, insofern Wind vielfach v« urch Holzstangen ei >8. — 3) Vergl. S. 134. >st. - 6) Vergl. S. 123. te Noveant 4 ) besag leservepersonals VIII 1 stehende Kriegsiaa älchen eines später nals VII. Armeekoi .rde. Auch diese I eben. Gravelotte eti&d beendete den Bau im Laufe von 6 Tagen. Die Bretter | ruhte 1 Fuss über dem mit Sand bedeckten Lehm' einem erhöht gele»n den auf starken Holzpfählen; der untere Theil der arten eine aus i l togswände bestand aus horizontalen, sich schuppenförmig Mobiliar (hölzernel ckenden Brettern; der obere Theil blieb offen und konnte rischchen) im Orte i > n niuen mit Leinewandgardinen geschlossen werden. Der 2. Baracken. Den Bau der ersten Feldbaracke vor Metz begann in iigseville das 8. Feldlazareth I. Armeekorps 4 ) am 18. Au- ist in dem Obstgarten des als Lazareth dienenden Gebäudes 'estgiebel — die Baracke hatte eine Längsrichtung von iten nach Westen — war ganz mit Brettern verschlagen, Ausserhalb der ü r Ostgiebel mit Fenstern versehen; beide Giebelseiten e hergestellte, regeln» i) Vergl. S. 123. — 2) Vergl. S. 126. 3 ) In Metz selbst hatten Franzosische Behörden die bereits ite 129 erwähnte Zeltstation auf der Esplanade errichtet. Kunde Ate waren auf Kiesboden aufgestellt und mit einem flachen Graben sogen. Bei der Uebergabe umfasste die Station gegen 1000 Kranke ä Verwundete (durchschnittlich 9 pro Zelt). Ihr gegenüber befand 4 die nur für Rekonvaleszenten bestimmte Waggonstation (vergl. enfalls S. 129), aus 8 regelmässigen Reihen dicht aneinander ge- Uter Güterwagen bestehend. Einige neuerbaute Baracken (vergl. Hidaselbst) boten eine um so mangelhaftere Unterkunft, als die mndheitsverhältnisse in der eingeschlossenen Festang eine über- ssige Belegung dieser wie aller übrigen Krankenräume unvermeidlich macht hatten. 4 ) Vergl. S. 105. besassen Eingangsthüren. Das Dach, welches die Seitenwände um 1 Fuss überragte, war mit Brettern gedeckt, auf denen eine dünne Strohlage ruhte, und trug einen durchgehenden, l'/a Fuss breiten Dachreiter. Die Länge der mit 14 Betten ausgestatteten Baracke betrug 35 Fuss, die Breite 18 Fuss, die Seitenwandhöhe 8 Fuss und die Giebelhöhe 10 Fuss. Leider konnte die Baracke nur 2 Tage lang mit Verwundeten belegt bleiben, da das Lazareth, weil es im Bereich des feindlichen Geschützfeuers sich befand, nach Gras zurückgezogen wurde. Im Schlossgarten von Ste. Marie aux Chenes erbauten Pioniere unmittelbar nach der Schlacht bei Gravelotte— St. Privat eine grosse Baracke zu 80 Betten unter Ver- werthung der Gartenmauer als Bückwand. Diese Baracke — von dem dort etablirten 5. 1 ) und G. 2 ) Feldlazareth XII. (Königl. Sächsischen) Armeekorps benutzt — musste jedoch wegen Undichtigkeit des Materials und Durchlässigkeit für Regen schon am 26. August wieder geräumt werden. In Ars sur Mo seile richtete das 1. Feldlazareth Vll. Armeekorps 3 ) einen grossen barackenartigen Güterschuppen der Eisenbahn ein. Derselbe war von Holz auf einem Steinsockel erbaut, hatte einen 3 Fuss über dem Boden liegenden, mit Holzblöcken gepflasterten Fussboden, ein Ziegeldach und einen durchlaufenden Dachreiter. Der Baum konnte durch drei grosse Schiebethüren in den Längs- wänden erhellt und ventilirt werden. Im Südgiebel befand sich die Eingangsthür, während am Nordende der ganzen Breite nach ein Raum für Wärter und Utensilien abgetrennt war. In der ersten Hälfte des September belegte den Schuppen das 10. Feldlazareth desselben Armeekorps, 4 ) welches ausserdem noch eine 100 Fuss lange, an einer Längsseite offene und hier mit Vorhängen versehene Markthalle zu 60 bis 70 Betten bis zum 10. Oktober benutzte. Das stehende Kriegslazareth, 5 ) welches am 12. September die Kranken und Verwundeten des 5.°) und 10. Feldlazareths Vll. Armeekorps übernahm, erweiterte sich noch durch Hinzunahme einer einfachen, an der Aussen- seite getheerten Bretterbaracke von 18 000 Kubikfuss Inhalt, mit Bretterfussboden, 4 Fenstern an jeder Längswand, aber ohne Dachreiter, zur Unterkunft für 25 Rekonvaleszenten geeignet. In Pont ä Mousson belegte am 25. August das 8. Feldlazareth X. Armeekorps 7 ) eine in dem mit Bäumen bepflanzten Hofe des Petit Seminaire von der freiwilligen Krankenpflege erbaute Baracke zu 30 Betten mit Operirten. Wenngleich die Baracke leicht gebaut war und ihr Dach nicht hinreichend gegen Regen schützte, da sich die zur Bedeckung nöthige Dachpappe anfangs nicht beschaffen liess, so gewährte sie doch einen unschätzbaren Vortheil für die Behandlung der Operirten und Seh Server wundeten, i) Vergl. S. 120. — *) Ebendaselbst. — 3) Vergl. S. 118. «) Ebendaselbst. — 5) Vergl. S. 132. — <<) Vergl. S. 123. ') Vergl. S. 112 und 113. 320 VJI. Kapitel: Zelte und Baracken. Band : die in den Räumen des Hauptgebäudes bis dahin von Pyämie dezimirt worden waren. Bei den in die Baracke Verlegten trat keine einzige Wundkomplikation neu auf; die 10 Mann von 34 Scliwerverwundeten, welche im September in der Baracke starben, hatten sich vor ihrer Verlegung sämmtlich schon in einem vorgeschrittenen Stadium der Pyämie befunden. Am 1. Oktober wurde seitens des ablösenden Lazareth-Reservepersonals II. Armeekorps 1 ) die Baracke mit Typhuskranken belegt, weil die rauhe Witterung die weitere Belassung der Schwerverwundeten daselbst verbot, am 26. Oktober indessen dieselbe gänzlich geräumt, nachdem ein heftiger Sturm den grössten Theil des Daches hinweggerissen hatte. In NovCant 2 ) hatten seit dem 20. August zuerst die 2. und 3. Sektion Lazareth-Reservepersonals VIII. Armeekorps, später die 2. und 3. Sektion Lazareth-Reservepersonals VII. Armeekorps, ein Fabrikgebäude mit daneben errichteten Baracken und Zelten als stehendes Kriegs- lazareth inne. 4 Zelte und 1 Baracke dienten zur Behandlung von Verwundeten, eine kleinere Baracke als Bureau und Küche. In Gorze wurde bei dem vom 15. August an dort etablirten 7. Feldlazareth III. Armeekorps 3 ) im Anfang des September eine Baracke zu 36 Betten erbaut, welche an Stelle von Fenstern in jeder Seitenwand eine 3 Fuss hohe, durch überragende Bretter gegen Regen geschützte offene Spalte besass. Sie musste Ende September wieder geräumt werden, da sie nicht geheizt werden konnte, auch ihre Lage an einer belebten staubigen Strasse auf das Befinden der Verwundeten ungünstig einwirkte. Ersatz schaffte ein inzwischen von Nancy aus durch Vermittelung der freiwilligen Krankenpflege eingetroffenes Zelt nebst zwei mit Dachfirst-Ventilation und Fenstern versehenen Baracken, die ihren Platz in einem schönen, luftigen, am Bergabhange oberhalb der Stadt gelegenen Garten fanden, im Oktober eiserne Oefen erhielten und bis zum 11. November mit gutem Erfolg in Gebrauch blieben. In Maizery benutzte die 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals I. Armeekorps 4 ) den September hindurch eine kleine, aber gut ventilirte Baracke zu 10 Betten mit Erfolg für Schwerverwundete, bis die Kälte im Oktober die weitere Belegung nicht mehr gestattete. In Anoux la Grange erlosch in dem vom 19. August bis 6. Oktober daselbst etablirten 1. Feldlazareth der 25. (Grossherzoglich Hessischen) Division 5 ) die bis dahin häufig aufgetretene Pyämie von dem Augenblicke an, wo die für 30 Verwundete errichtete Baracke in Gebrauch genommen werden konnte. In Corny benutzte das 4. Feldlazareth VII. Armeekorps vom 1. bis 5. September eine am Südende des Dorfes, dem Bahnhof Noveant gegenüber liegende Ziegelei, neben welcher die 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals VII. Armee- >) Vergl. S. 131. — ») Vergl. S. 133. — >) Vergl. S. 111. J ) Vergl. 8. 109. — ») Vergl. S. 118. korps 1 ) im Laufe des September eine Baracke erbaute und bis 30. Oktober mit Typhuskranken belegte. Die Baracke lag von Südwest nach Nordost, war 314 Meter lang und bis zum Dach 3.i Meter, bis zum Giebel 7.7 Meter hoch. Die Seitenwände hatten je 8 durch Läden scliliessbare Fenster; der Eingang befand sich am Südwestgiebel. Von der hintern (südöstlichen) Wand führten 2 Thüren nach den Latrinen, deren eine mit der Baracke in Verbindung stand, während die andere 30 Schritt entfernt lag. Im Innern enthielt die Baracke in 4 Reihen 120 Betten. Zwischen Baracke und Ziegelei war eine gemeinschaftliche Küche errichtet. Vom 30. Oktober an wurde diese Station mit den von ihr durch die Mosel getrennten Etablissements in Noveant als Etappenlazareth vereinigt und von dem Lazareth-Reserve- personal IX. Armeekorps 2 ) übernommen. — Die in der Baracke erzielten Heilresultate werden gerühmt. In dem schönen Parke des Schlosses zu Laudonviller?, — 2. Feldlazareth I. Armeekorps 3 ) bezw. Lazareth-Reserve- personal VII. Armeekorps*) — auf dem sandigen Untergründe einer freien, massig ansteigenden Bodenerhebung erbauten im Monat September Pioniere 2 mit ihrer Längsseite von Nord nach Süd, nicht ganz in einer Flucht liegende, etwa 40 Schritt von einander entfernte, nach Westen durch Baumgruppen und das Schloss geschützte Baracken. Dieselben, für je 50 Betten eingerichtet, waren 47 Meter lang, 6.6 Meter breit und bis zum Dachfirst 5 Meter hoch. Die Konstruktion und innere Eintheilung entsprach im Allgemeinen der kriegsministeriellen Anweisung. Der Fußboden bestand aus Brettern, welche, etwas über dem Boden erhöht, auf 78 Centimeter von einander entfernten Schwellen aufgenagelt waren. Die Wände hatten eine äussere Bretterverschalung und enthielten 20 Fenster von etwa 31 Quadratmeter Fläche, abwechselnd mit Glasfenstern, mit Strohmatten und Zeugvorhängen versehen. Das mit dachziegelartig sich deckenden Brettern gedeckte Dach trug einen 95 Centimeter hohen Dachreiter, welcher sich bei einer Baracke über die Hälfte, bei der andern über ein Drittel des Dachs erstreckte. An einer Giebelseite befand sich ein grosses Flügelthor, daneben ein gedeckter Gang zu cta Latrinen, welche durch zweimal täglich abzufahrende Rollkasten entleert wurden. Am andern Giebelende lagen zu beiden Seiten eines kleinen Korridors die Theeküche und Räume für Lazarethgehilfen. 100 Bettstellen nebst Betttischchen wurden gleichfalls von Pionieren angefertigt Jede Baracke enthielt 3 eiserne Oefen. Die erste Baracke konnte schon am 3. Oktober seitens des 2. Feldlazareths I. Armeekorps mit 26 aus Gras abgegebenen Schwerverwundeten belegt werden, darunter H mit Oberschenkel-Schussfrakturen, 5 Amputirte, 4 mit pene- trirenden Brustschüssen, die meist in schlechtem Zustande ankamen; 2 schon bei der Verlegung moribunde Amputirte 2 ) Vergl. S. 133. — 3 ) Vergl. S. 127. Vergl. S. 134. Vergl. S. 135. Hand ] 3 erbaute und Die Baracke iter lang und i Meter hoch, i schlie3sbare tgiebel. Von üren nach den lindung stand. Im Innern Mi. Zwischen ftliche Küche i mit den von » in Nove'am areth-Reserve- - Die in der mt. ndonvilleri, areth-Reserve- n Untergründe rang erbauten ängsseite von iegende, etwa Westen durch rackeu. aren 41 Meter 5 Meter hoch, entsprach im ng. Der Pu?s- icr dem Boden iten Schwellen issere Bretter- va 31 Quadrat- n, mit Streb ait dachziegel- ;h trug einen ich bei einer er ein Drittel jefand sich ein Gang zu den fahrende Rollende lagen zu 'heeküche und •n nebst Bett- n angefertigt. )ktober seitens aus Gras ab- i, darunter D te, 4 mit peue- litem Zustande nde Amputii'te ral. S. 12". Band 1. II. Abschnitt: Zelte und Baracken auf dem Kriegsschauplatz. 321 itarben am 5. Oktober, 1 Verwundeter mit Schussfraktur des Brustbeins am 8.; sämmtliche Uebrigen erholten sich bei dem guten Wetter der ersten Oktobertage zusehends. Vom 10. Oktober an trat heftiger Sturm und Regen ein. welcher durch die Astlöcher und Fugen der Baracke drang. Am 16. erfolgte daher die Uebersiedelung in die mittlerweile vollendete zweite Baracke, deren Stossfugen durch getheerte Leinewandstreifen gedichtet waren. Doch machte sich von nun an die Kälte in empfindlicher Weise geltend und ver- -cbiedene Wunden verschlimmerten sich. Am 31. Oktober erfolgte noch ein Zugang von 5 Schwerverwundeten aus Cheuby (5. Feldlazareth I. Armeekorps). Am 6. November irarden die Baracken geräumt und die als Bestand verbleibenden 18 Mann in das Schloss verlegt; es waren im Ganzen 31 Schwerverwundete in den Baracken behandelt winden, davon 8 gestorben und 5 evakuirt. In Doncourt en Jarnisy erbaute das 2. Feldlazareth III. Armeekorps 1 ) im September auf dem nach Osten abfallenden Rasenplatze eines mit Obstbäumen bepflanzten Gartens eine Baracke zu 40 Betten. Dieselbe stand von Süd nach Nord und entsprach, abgesehen von grösserer Länge und etwas geringerer Höhe, im Uebrigen vollkommen der kriegsministeriellen Verordnung. Die Ostfront enthielt 10 Glasfenster, die Westfront 10 verschliessbare Holzladen. Die Betten standen zu je 20 in zwei Reihen an den Längswänden. Die Baracke wurde erst Ende Oktober von dem ebenfalls in Doncourt etablirten 3. Feldlazareth desselben Armeekorps in Gebrauch genommen und mit Ruhr- und Tvplmskranken belegt. Trotz Bedeckung der Dachbretterfugen mit Steinpappe regnete es durch. Dieser Umstand sowie die zunehmende Kälte nöthigten zur Räumung nach wenigen Tagen. In Remilly 2 ) belegte das Lazareth-Reservepersonal III. Armeekorps Anfang Oktober eine durch die freiwillige Krankenpflege auf einem Rasenplatze im Garten der \ illa Rolland errichtete, durch einen Häuserkomplex gegen Nordwinde geschützte Baracke zu 30 Betten. Die Kon- -tiuktion dieser Baracke entsprach der kriegsministeriellen Anweisung. Den Boden hatte man 24 Centimeter tief ausgegraben und mit Kies ausgefüllt; die gutgefügten doppelten Holzwände waren mit Stroh ausgestopft; die grossen Fenster an beiden Längsseiten konnten durch BBensprossen beliebig weit geöffnet werden; das Dach, mit Steinpappe eingedeckt, besass Dachreiter mit schliess- haren Klappen; der Krankensaal wurde durch drei eiserne Oefen genügend erwärmt. Das Personal behandelte darin bis in den Monat Dezember hinein Ruhr- und Typhuskranke mit gutem Erfolge, nur traten einige Fälle von Gesichtsrose auf. Die Baracke wurde später abgebrochen und nach Diedenhofen zur Benutzung als Kasernement translozirt. ') Vergl. S. 120. 2 ) Vergl. S. 134. i-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. D. Um Sedan. Bei den zahlreichen, in der Umgegend von Sedan etablirten Feldlazaretten blieb die Verwendung von Krankenzelten auf einige wenige Fälle beschränkt. Das 7. Feldlazareth XI. Armeekorps 1 ) benutzte ein kleines Zelt in Verbindung mit Baracken (siehe unten) vom 1. bis 22. September in Floing; — das 9. Feldlazareth desselben Armeekorps 2 ) belegte inDonchery während des September ein Zelt mit 12 Betten; ausserdem verwendete das Bayerische Aufnahms-Feldspital No. 2 (I. Armeekorps) in Remilly s. M. 3 ) vom 2. bis 21. September drei Französische Soldatenzelte für je drei Mann zur Unterkunft Schwerverwundeter und Operirter; den gleichen Gebrauch machte das Bayerische Aufnahms-Feldspital No. 3 (IL Armeekorps) von vier Französischen Mannschaftszelten im Schlossparke zu Bazeilles vom 4. bis 14. September und benutzte dort zugleich zahlreich vorhandene Tentes d'abri zur Herstellung von Flugdächern, sowie es auch mehrere primitive Nothbaracken errichtete. Eigentliche Feldbaracken entstanden nur vier, und zwar drei in dem Dorfe Floing bei Sedan und eine grosse Baracke in Douzy, nahe bei Bazeilles. \n dem erstgenannten Orte wurden bei dem 7. und 9. Feldlazareth des XL Armeekorps, welche dort gemeinschaftlich — das eine vom 1. bis 22. September, das andere vom 3. September bis 5. Oktober — etablirt waren, unter Leitung des konsultirenden Generalarztes Dr. Stromeyer im Park des Schlosses La Febre drei Baracken zu je 20 Betten erbaut, zu welchen das Material von einem bei Le Chesnes liegenden Bretterlager zu Wasser herbeigeführt wurde. 45 Pioniere unter dem Kommando von zwei Ingenieur-Offizieren errichteten in einem Tage eine vollständige Baracke sowie das Balkengerüst für die beiden anderen, welche letzteren dann innerhalb 8 Tagen durch Landwehrleute vollendet wurden. Der Rasenplatz, an dessen Rande die Baracken sich erhoben, war nach Ost und West von Bäumen umgeben, nach Norden durch das Schlossgebäude geschützt. Zwei Baracken, No. I und II, standen in einer Flucht von Nord nach Süd am Westende des Platzes, etwa 11 Schritt von einander entfernt, die dritte am Südrande von West nach Ost. Die Konstruktion ähnelte derjenigen der Stromeyer'schen Baracken in Langensalza. 4 ) Der Rasen wurde ausgestochen und durch eine 15 Centimeter starke Schicht festgestampfter Steinkohlenmasse ersetzt. Die Länge der Baracken betrug 18.83 Meter, die Breite 6.27 Meter, die Seitenwandhöhe 2.35 Meter und die Firsthöhe 4.70 Meter. Das Dach war mit Segeltuch überzogen; längs desselben i) Vergl. S. 144. *) Ebendaselbst. 3) Vergl. S. 146. '') Siehe Tafel XXX, Fig. 1—4 und S. 314. 41 322 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. verlief ein etwa O.30 Meter hoher Dachreiter. Die Baracken I und II besassen an der Westseite vier grosse nach aussen und oben stellbare Luft- und Lichtklappen, an der Ostseite eine ebensolche Klappe; Baracke III war nur an der Südseite mit vier Klappen versehen. Jede Baracke hatte an jeder Giebelseite einen Eingang, der bei Baracken 1 und 2 nach Norden mit einem Vorhang, nach Süden mit einer Thiir verschlossen war. Bei der 3. Baracke fand sich die Thür an der West-, der Vorhang an der Ostseite angebracht. Die Bettstellen standen mit den Kopfenden an den Längswänden; in der Mitte jeder Baracke befand sich ein kleiner Ofen, welcher als Theeküche diente. Zwei Baracken waren am 15., eine am 20. September belegbar. Die Belegung erfolgte mit Schwerverwundeten. Ein Amputirter mit Tetanus ward in einem Isolirzelt untergebracht. Die Erfolge waren im Ganzen sehr günstig, obwohl einzelne Fälle von Pyämie nicht ausblieben. Im Oktober wurden die Baracken in Folge eines heftigen Regengusses, gegen welchen dieselben nicht zu schützen vermochten, plötzlich geräumt und später nicht wieder belegt. In Douzy begann am 5. September nach den Anweisungen des konsultirenden Generalarztes Professors Dr. Thiersch eine Abtheilung Bayerischer Geniesoldaten eine grosse Baracke in einem Garten zu bauen. Anfangs für 150 Kranke geplant, konnte wegen Mangels an Holz und Arbeitskräften nur Raum für 60 Kranke geschaffen werden. Die eine Längswand der Baracke bildete die mit Spalierpfirsichen bepflanzte hohe Umfassungsmauer des Gartens, die andere wurde durch Bretter mit eingesetzten Glasfenstern hergestellt und schloss den mit Zwergobstbäumen eingefassten Gartenweg ein, so dass das Ganze den Eindruck eines Wintergartens machte. Das Dach wurde mit einem durchlaufenden Dachreiter versehen; der Krankensaal erhielt später Oefen. Unter Räumung von fünf kleineren Häusern belegte das 11. Feldlazareth XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps 1 ) am 11. September die Baracke mit Typhus- und Ruhrkranken, wobei die Lagerstellen auf die trockenen Sandwege zu stehen kamen. Im Oktober wurden die Dachreiter-Oeffnungen mit Wagenplanen geschlossen; — die Benutzung: der Baracke dauerte bis 20. Oktober. E. Auf Etappenlinien. Im Allgemeinen fanden diejenigen mobilen Sanitätsformationen, welche sich an Sammelpunkten der Krankentransporte zu längerer Thätigkeit zu etabliren hatten, ausreichende Gebäude vor, aus denen sich in kurzer Zeit den hygienischen Anforderungen annähernd entsprechende Krankenräume schaffen Hessen. Es kam deshalb nur bei wenigen dieser Lazarethe zur Errichtung von Kranken- ') Vergl. 8. 144 und 145. baracken; ein einziges stehendes Kriegslazareth (da. J rische Haupt-Feldspital No. 2) kam in die Lage, |y Zeit in einem eigens gebauten grösseren Baracki zu wirken. An mehreren Orten fanden die bei städtischen anderen Krankenhäusern vorhandenen oder erst erba Baracken Verwendung. Zu Reims behandelten das ll. 1 ) und die ]. gj des 12. 2 ) Feldlazareths VI. Armeekorps vom 6. Septem an Verwundete und Kranke in mehreren, von der willigen Krankenpflege auf einem grossen, freien, von Mauer umgebenen Platze vor der Stadt errichteten Baratt Zugleich wurden, neben zwei von der freiwilligen Kr pflege gelieferten Zelten, zwei Krankenzelte der y Feldlazarethe benutzt. — Die Baracken bestanden übrig nur aus gewöhnlichen Bretter-Messbuden, welche für 13 8 Betten Raum gewährten. In Nancy hingegen ward dem Bayerischen Hai Feldspital No. 2 3 ) nach seiner Ankunft am 3. Septen das noch im Bau begriffene Barackenlazareth zu Bons* zur dauernden Einrichtung als stehendes Kriegslaza: überwiesen. Barackenlazareth Bonsecours hei Nancy. Diese grosse Barackenanlage (vergl. Tafel XXI — ursprünglich als Etappenlazareth für Nancy*) jektirt, aber wegen Fehlens der nothwendigen einrichtungen zu. diesem Zwecke nicht verwendun — war auf Veranlassung der Etappen - Kommanda« von der Stadt Nancy unter Leitung eines Deutschen meisters durch Französische Arbeiter errichtet von Die Anlage befand sich auf einem sehr günstigen Tem einem hoch und frei gelegenen Ackerfeld 2'/j Kilo« südlich Nancy in der Nähe des Klosters und der K: Notre Dame de Bonsecours, an der Südseite der Luueu Strassburger Bahn. Mit dem Bau der Holzbaracken w r ar bereits Ei August begonnen worden und zwar sollten zunächst 1 Krankenbaracken mit den nöthigen Wirthschaftsbarael errichtet werden. Zur Zeit der Ueberweisung an das Haupt-Pelipi war eine grosse Baracke für administrative Zwecke (Bora und Küche etc.) in Angriff genommen; zwei Kraut baracken konnten am 12. September bezogen werden Verlaufe desselben Monats wurden die übrigen acht Kranti baracken fertiggestellt, so dass bis Ende September m liehe zehn mit Kranken belegt waren. Diese Krankenbaracken — anfangs einfach mit BretK verschalt und jede der Länge nach in zwei gleiche i) Vergl. S. 155. a ) Ebendaselbst. 3 ) Vergl. S. 149. 4 ) Betreffs der zum Etappenlazareth am Bahnhofe zu N«M) hörigen Baracken siehe S. 326. v«^ffln Q| reth (das Lage, ] ai ' a ckenlaa, städtischen, r erst e: die 1. j n 6 - Septeml von de, reien, vone, teten ni gen Kraat lte der beic tandenübrij 'eiche für 13 rischen Hat September li 1 zu Bons« Kriegslazar, Nancy. Tafel XXI Nancy 4 •endigen Eil rweiidungs! Kommanda« Deutschen 1 ichtet tv LStigen Tent 2'/i Kilo« md der K e der Luuwl bereits zunächst ächaftsbsnd [aupt-Feldsp ivecke (Btira zwei Kraut sn werdi 1 acht Kraut rtember säi ch mit Brett 3i gleiche i ofe zu Nai» f 1 ......... i 1 4 _ P 1 E • l_! "1 j -- r.J 1 ^ci3 izztdt L - =c A y J--m i-t~ 1— C3 -i —■ e: 03 CO CO *Z- l~J . __ CO aj - CD n: co c Q3 ^ =3 CJ O OS CJ c_ CLJ co CO Cd er 0 DO ä> Lflnngen dur Ud jedoch bs »ahiend des kracht der tttlich läng« runden;als: do „teren Theile ben durchlau L Terrains Iblialtung dei Lschläge ai L Latrinen : leptember wi (au einer gr pchenkamme leizeinriehtun eben Vorkeh den wäre: ie eine für Wohnräumen Lie für Rel ,lgte der Bai ^teilten Kr; janken belej; Das ganzt h 15 Krank n d bot, da ji jr 600 Kranl Wie aus d raren die Krai äumeuvonje ■ns aufgestt raltungsbaracl rei Wirthscha es hierdurch Die Krar Aunieintheilu ■ Grösse un ■ander. Die ■Bsenlänge \' Giebelhö rankensaal— Sreite und 4 teilen (je 20 inander gebai reite an der i der äussere Die Wän innerer ui toten (Stand tippenkölzer nach in eine Kilverisirtem mit fu- lodens eichs ndl. II. Abschnitt: Zelte und Baracken auf dem Kriegsschauplatz. 3-23 ana ä nureB durch eine Bretterwand getrennt (welche Sckeide- d iedoch bald beseitigt wurde) — erfuhren theilweise noch Orend des Baues die vom dirigirenden Arzte in An- t acht der vorgeschrittenen Jahreszeit und der voraus- , j-, u längeren Benutzung beantragten baulichen Aende- ien als: doppelte Verschalung der Wände, Klappbretter am taren Theile der Längsseiten zu Ventilationszwecken, ebenso ben durchlaufende, theilweise stellbare Fenster, Auffüllung Terrains unter dem Fussboden mit Schlacken zur bhaltun" der Bodenfeuchtigkeit, Anbringung gesonderter LrBChlage an den inneren Stirnseiten, seitlicher Anbau I Linnen an den äusseren Barackenenden. Im Monat leptember wurde eine Wasserleitung hergestellt und der lau einer grösseren Baracke mit Waschküche etc. und La mt ammer ausgeführt. Gegen Mitte Oktober kamen Weinrichtungen und im November die sonstigen unerläss- kben Vorkehrungen für den Wintergebrauch hinzu. InFischen waren noch zwei grössere Baracken erbaut worden: je eine für Verwaltungszwecke, die andere mit kleinen Wohnräumen für erkrankte Offiziere, das Spitalpersonal, ,wie für Rekonvaleszenten. Gegen Ende November er- Me der Bau von fünf neuen, besonders dauerhaft herstellten Krankenbaracken, welche Anfang Januar mit ranken belegt werden konnten. Das ganze Barackenspital bestand demnach schliesslich - 15 Krankenbaracken nebst 4 Administrationsbaracken od bot, da jede Baracke 40 Lagerstellen enthielt, Raum ir 600 Kranke. Wie aus dem Situationsplan auf Tafel XXXII ersichtlich, Faren die Krankenbaracken No. I bis XV mit freien Zwischen- äirnieu von je 12 Meter in Form eines nach Osten offenen Huf- mm aufgestellt, dessen offene Seite durch die Hauptver- altungsbaracke XVI abgeschlossen wurde; — die übrigen i Wirthschaftsbaracken XVII bis XIX standen im Innern hierdurch gebildeten Lazarethhofes. Die Krankenbaracken hatten sämmtlich die gleiche lmeintheilung und unterschieden sich auch hinsichtlich er Grösse und Konstruktion nur in geringem Grade von nder. Die zuerst erbauten No. I bis X hatten eine .ussenlänge von 35.so Meter, eine Breite von 8 Meter und ine Giebelhöhe von 5.so Meter; sie enthielten je einen •ankensaal — von 32 Meter Länge (im Lichten), 7.so Meter reite und 4 Meter Höhe bis zum Plafond — mit 40 Lagerellen (je 20 an einer Längswand) und besassen zwei an- inander gebaute Kabinen von 2.5 Meter Länge und 2 Meter ieite an der inneren, sowie zwei abgesonderte Latrinen der äusseren Giebelseite. Die Wände der Baracken bestanden aus Riegelwerk lit innerer und äusserer Bretterverschalung; die Haupt- fosten (Ständer) waren in den Boden eingerammt, die ippenhölzer des aus starken Dielen bestehenden Fuss- nach Entfernung der obersten Schicht des Erdichs in eine etwa O.15 Meter starke Aufschüttung von «lverisirtein Koaks mit Eisenschlacken eingebettet. Die Längswände erhielten beiderseits eine überlukte Verschalung (die Bretter in horizontaler Richtung) und unten nahe dem Boden in gleichen Abständen bewegliche Bolzläden mit Oharnieren zum Oeffnen, im oberen Theil je eine bis zur Dachfläche reichende durchlaufende Fensterreihe von O.soMeterHöhe mit einzelnen, an der unteren horizontalen Achse beweglichen und nach einwärts stellbaren Flügeln. An den Wänden der Stirnseiten lagen die Schalbretter vertikal. Das stumpfwinklig geschlossene Dach war mit Zinkblech auf Bretterverschalung eingedeckt und durch Firstsäulen unterstützt. Jede Krankenbaracke hatte an der inneren Giebelseite zwei seitliche, in der Nähe der Ecken befindliche Thüren, welche mittels eines 2 Meter langen Ganges in den mit innerer Schutzwand (gegen direkten Luftzug) versehenen Kraiikenraum führten; die zwischen den Gängen liegenden Kabinen dienten zur Aufbewahrung der Wäsche und des Verbandmaterials, sowie zum temporären Aufenthalte für das Wartepersonal, in der wärmeren Jahreszeit zur Herstellung von Bädern. An der äusseren Giebelseite führten ebenfalls zwei Thüren zu den abgeschlossenen und gedeckten Vorplätzen der Latrinen. Letztere, in einem l'/a Meter seitwärts liegenden Anbau belegen, hatten je zwei Sitze und ein Pissoir mit Fosses mobiles — getheerten Tonnen —, welche täglich nach vorheriger Desinfektion von aussen entfernt wurden. Bei Beginn der kalten Jahreszeit wurden die Baracken plafondirt, der Zwischenraum der Doppelwände 1 Meter hoch mit Koaks, der übrige Theil bis zum Plafond beziehungsweise den Fenstern mit getrocknetem Moose fest ausgestopft, die Klappbretter geschlossen und jede Baracke mit vier, die nach Norden gelegenen aber mit fünf kleinen eisernen Füllöfen (sog. Schiffmannsöfen) versehen. Diese Oefen, in der Mittellinie des Krankenraumes in entsprechender Entfernung von einander aufgestellt, waren für Holz- und Steinkohlenfeuerung eingerichtet und trugen Wasseraufsätze; die Rauchröhren führten nach kurzer U-förmiger Krümmung loth- recht durch Plafond und Dach; Gypslagen und Blechbeläge schützten die Holztheile an den Durchtrittsstellen. Die Heizungsresultate konnten anfangs nicht befriedigen, insofern die Temperatur im Oktober trotz der vier Oefen im Krankenraum nicht über 8°R. stieg; erst nachdem die Zwischenräume mit Moos etc. ausgefüllt und manche Schwierigkeiten in der Führung der Rauchröhren beseitigt waren, gelang es, eine ausreichende Erwärmung in den Barackenräumen zu Stande zu bringen, so dass in der kältesten Zeit, im Dezember, die Temperatur nicht mehr unter 12 bis 10 Grad fiel; im Januar und Februar betrug die Temperatur in den älteren Baracken bis zu 15 Grad, im März 14.6 Grad, in denen der neueren Konstruktion wurden im Januar 15.s Grad, im Februar 15.i Grad und im März 14.7 Grad erreicht, bei Aussentemperaturen von — l.o Grad, -f- 3.4 Grad und 4- 5.5 Grad. Der tägliche Verbrauch an Heizmaterial belief sich in der kälteren Zeit auf 4 l /-> Zentner Kohlen und l 1 /-' Zentner Holz pro Baracke. 41* 324 VII Kapitel: Zelte und Baracken. Die zuletzt errichteten fünf Krankenbaracken (No. XI bis XV der Tafel) hatten, bei gleicher Aussenlänge wie die vorigen, eine äussere Breite von 8.50 Meter und eine Giebelhöhe von 6.20 Meter; der Krankenraum war im Lichten 32 Meter lang, 8 Meter breit und 5 Meter hoch bis zur Decke; die übrigen Räume unterschieden sich nicht von denen der älteren Baracken. Die Doppelwände bestanden aus vertikal stehenden Brettern mit Fugendeckleisten. Statt der durchlaufenden Fensterreihe hatte jede Langseite drei grosse Fenster mit je 2 bis 3 Flügeln von 2 Meter Höhe und I.5 Meter Breite, mit horizontal beweglichem oberen Flügel. Das weniger stumpfwinklige, geschlossene Dach war mit Brettern verschalt und mit Dachpappe belegt. Im Innern der Krankensäle standen in den freien Räumen zwischen den Oefen Tische mit Bänken; an den Bettreihen entlang waren Läufer und Teppiche gelegt, ebenso vor einzelnen Betten kleine Teppiche; in den für Typhuskranke bestimmten Baracken standen auch Badewannen aus Zink. Die Beleuchtung erfolgte durch freihängende Petroleumlampen. Die übrigen vier Holzbaracken zu administrativen und ärztlichen Zwecken waren in ihrer Konstruktion den zuerst erbauten Krankenbaracken ähnlich. Bei gleicher Breite und Giebelhöhe hatten die Baracken XVI und XIX eine Länge von 36 Meter, Baracken XV11 und XA r IlI eine solche von 39 Meter; die zum längeren Aufenthalte bestimmten Räume waren ebenfalls doppelt verschalt, plafondirt und heizbar gemacht. Die Verwaltungsbaracke No. XVI am Eingang des Lazareths war durch einen Mittelgang in zwei Hälften getheilt, von welchen die eine die grosse Küche für 600 Mann nebst Vorratskammern, sowie ein Arrestlokal, die andere das Zimmer des Arztes du jour, die Apotheke und die Bureaus enthielt. In einem kleinen Anbau in der Mitte der äusseren Längsseite befand sich das Wachtlokal für die ständige Wache. Baracke XVII besass separate, mit eigenen Eingängen versehene Wohnräume für erkrankte Offiziere, für das Pflege- und Spitalpersonal und für Rekonvaleszenten, ferner ein Lesezimmer und eine Trockenstube. Baracke XVIII enthielt: Trockenschuppen, Werkstätte und Remise, nebst gesonderten Räumen für Kohlen- vorräthe sowie für die Feuerspritze mit Löschrequisiten (von der Mairie geliefert). In Baracke XIX hatte man die Waschküche mit Nebenräumen, das Montur- und Wäschemagazin, endlich das Sektionslokal mit der Leichenkammer eingerichtet. Mit Wasser war die ganze Barackenanlage reichlich versorgt, indem Küche, Waschküche und Sektionslokal mit Laufbrunnen versehen waren und ausserdem im Hofraume zwei Brunnen nebst einem grossen Wasserreservoir sich befanden. Das Wasser wurde durch eine eigens hergestellte, 300 Meter lange Röhrenleitung mit 1.16 Meter Fallhöhe aus einem nahegelegenen Bassin zugeführt; die Verbindung zwischen den einzelnen Baracken vermittelten Kieswege, welche zum Theil mit Brettern belegt waren. Jede Baracke trug an der inneren Giebelseite eine Na sowie eine Laterne. Da der Untergrund, auf dem die ganze Anlage siel hob, aus einer I.30 Meter dicken Thonschicht bestand welche Kies- und Sandschichten in einer Mächtigkeit einigen Metern folgten, so wurden rings um die einzel Baracken und theilweise unter denselben Senkkaiial f Ableitung des Sammelwassers angelegt. Diese waren Brettern gedeckt, auf denen eine O.15 Meter stark von pulverisirtem Koaks lagerte. Zur Entleerung der Fosses mobiles waren in grö» Entfernung von der Barackenanlage viereckige gruben angelegt, welche täglich mit Desinfektioiismitj und etwas Erde überschüttet und nach ihrer Füllung du eine Decke von Chlorkalk und Erde oder Sägespan sowie durch eine Lage von Brettern dauernd verschloi wurden. Vom 13. September 1870 bis 11. April 1871 lilirf Bayerische Haupt-Feldspital in diesem Baraekenlazaretl Thätigkeit; zur Behandlung kamen 1 ) in den Baraci 2846 Mann, darunter 238 Verwundete, 419 Typhus-, 342 Ruhrkranke; gestorben sind 168 Mann, die Summ Behandlungstage belief sich auf 51 607. Am 11. April übernahm das 7. Feldlazareth VII. An korps diese Barackenanlage mit 129 im Bestand m benen und 48 aus der wegen Hospitalbrand gern Tabaksmanufaktur in Nancy (Feldlazareth No. 5 VII. Armeekorps) dahin verlegten Kranken. Das ] lazareth blieb bis zum 7. Juni in Bonsecours etablirt. behandelte dort im Ganzen 883 Mann mit 10144 pflegungstagen. Am 24. April siedelte das 6. Feldlazareth VII. Ar« korps aus der Kaserne St. Jean in Nancy gleichl'all. Bonsecours über, nahm sieben Baracken des Lazaretts Besitz und behandelte in demselben 693 Manu 7108 Verpflegungstagen. Am 7. Juni wurden beide Lazarethe durch das 11 12. Feldlazareth X. Armeekorps abgelöst. Erster»] vom 8. bis 24. Juni dort etablirt und behandelte bis di 227 Mann. Letzteres verblieb noch bis zum 20. i Bonsecours, an welchem Tage das Etablissement zehnmonatlicher Benutzung aufgehoben wurde. In Chäteau Thierry, der grossen Kranken-Sami Station, erbaute im September die Stadtgemeinde im Vei mit der freiwilligen Krankenpflege auf dem luftigen ! berge eine Baracke, welche bis zum Eintritt des Wim von einer Sektion des Württembergischen Feldspitals Nu und im nächsten Frühjahr vom 22. März bis 2. Juni 1J ^ C CD 3 N 03 ü CO L. CO Cü W C Q_ >1 J) Vergl. Beilage 61, 8. 132*. 2 ) Vergl. 8. 156. ithVII.Ai gleichfalls 58 Lazarefti 93 Mann rch das ll.i Ersteres i delte bis U um 20. J lissement •anken-Sami iinde im Yen iftigen : itt des Wi dspital.» No, s 2. Juni U Jldl. fon dem 4. trmeekorps g Typkuskra L 47.8 Meti Lhfläche ui Lhreiter, a ir durcl L r Kranke Lge und 3. Laster, ein £ der Mitte der starken Diele! erschalt. Das in v. Armeekor HJosses des Lenplatze v Lselbe, mit 5 Meter lang ii der Rucks« 5 Centimetc Bnde und I Uten beleg die Eingangst l Centimetei 5 Meter brei eder Giebels« and das Da entilation. IÜr-r zur Auf den Ol lästig. Am en heftigen Nahe der izareth IX. bi enilier zu eta [ourruelon. 'errain mit t bestand aus 1 i je acht 1 einer Re tischen den barer Nähe be (araeke. Die nach SW Ziegelste ersehen. Jede Bai 74 Centi chiebern ve Centimetei 011 NO. ■ H ') Vergl. ! 2 ) Ebendas nid !• II. Abschnitt: Zelte und Baracken auf dem Kriegsschauplatz. 325 dem 4- Feldlazareth XII. (Königlich Sächsischen) neekorps in Benutzung genommen wurde. Diese für Typhnskranke bestimmte Baracke (siehe Tafel XXXIII) 47 8 Meter lang, 5.2 Meter breit, 2.5 Meter bis zur •hfläche und 3.8 Meter bis zum Giebel hoch, hatte keinen •lueiter aber eine Bodenerhöhung von 30 Centimeter; var durch offene Luftkorridore in zwölf Räume für je L granke abgetheilt; jeder Lagerraum von 4.8 Meter rö Ug e und 3.2 Meter Breite hatte zwei gegenüberliegende Eenster, ein stellbares Dachfenster und zwei Eingänge von , jütte der Korridore aus; der Fussboden bestand aus aiken Dielen; die Wände waren doppelt mit Brettern lerschalt. Das in Montmirail') etablirte 10. Feldlazareth Armeekorps errichtete im September im Parke des Ichlosses des Herzogs von Laroche-Foucault auf sonnigem Uaplatze vor dem Schlosse eine Baracke zu 20 Betten. Dieselbe, mit einem schrägen Fultdache versehen, war ho Meter lang, 7.5 Meter breit, an der Frontseite 4.7 Meter, der Rückseite 3.i Meter hoch, sie hatte einen hölzernen, 1,") Centimeter über der Erde liegenden Fussboden; fände und Dach waren von Brettern, letzteres mit Zink- »latten belegt. Die Vorderfront enthielt in der Mitte ie Eingangsthür, seitlich jederseits zwei Fenster, welche Centimeter vom Boden entfernt, 2.2 Meter hoch und i.5Meter breit waren; ein gleiches Fenster befand sich an der Giebelseite. Zwei an jedem Ende nahe der Vorderiran il das Dach durchsetzende Dunstrohre verstärkten die "iiitilation. Die Heizung wurde durch 2 Oefen bewirkt, kse zur Aufnahme von Typhuskranken bestimmte Baracke den Oktober hindurch belegt; die Erfolge waren jinstig. Am 30. Oktober wurde dieselbe geräumt, weil sie len heftigen Stürmen und Regengüssen nicht widerstand. Nahe dem Lager von Chälons hatte sich das 10. Feld- izareth IX. beziehungsweise XIII. Armeekorps 2 ) am 25. Sep- kber zu etabliren und bezog dort das Höpital provisoire bei iouimelonle Grand. Dasselbe befand sich auf erhöhtem ■rrain mit trockenem, stark kalkhaltigem Lehmboden und «stand aus 16 Baracken, welche in zwei parallelen Reihen tou je acht Baracken aufgestellt waren. Die Entfernung vdii einer Reihe zur andern betrug 15, der Zwischenraum fischen den einzelnen Baracken 30 Schritt. In unmittel- irer Nähe befand sich eine Oekonomie- und eine Wohnungs- araeke. Die Baracken standen mit der Längsrichtung von 10. nach SW., waren 45 Schritt lang und 10 Schritt breit, As Ziegelsteinen aufgemauert und mit einem Schieferdach ^ersehen. Jede Baracke besass eine Thür, 12 je 1.15 Meter lange nd 74 Centimeter hohe Fenster, ausserdem 10 kleine mit Ichiebern verschliessbare, je 26 Centimeter lange und Centimeter hohe Luftöffnungen über dem gedielten ') Vergl. S. 156. 2 ) Ebendaselbst. Fussboden. Die Wände waren innen mit Kalk gestrichen. In einem kleinen Anbau, zu welchem ein Gang mit Doppel- thür führte, befand sich die Latrine mit zwei Tonnen. Der Krankensaal enthielt 25 eiserne Bettstellen. Auf den Kopf kamen 18.7 Kubikmeter Luftraum. Heizeinrichtungen waren nicht vorhanden. Das Lazareth wurde Anfang Oktober mit 120 grössten- theils Diarrhöe- und Ruhrkranken belegt; eine Baracke diente als Pockenstation. Obwohl im Laufe des Monats jede Baracke zwei Oefen erhielt, litten die Kranken sehr unter der Kälte, namentlich die Rheumatiker und die Rekonvaleszenten, deren eine grosse Zahl vorhanden war, da das Lazareth wesentlich zur Entlastung der überfüllten Lazarethe von Reims diente. Trotz der Tag und Nacht unterhaltenen Heizung gefroren im Dezember mehrmals sämmtliche Mixturen. Am 23. Februar ward das Lazareth geschlossen. In Corbeil benutzten von den daselbst etablirten Bayerischen Feldspitälern zuerst das Aufnahms - Feldspital No. 6 1 ) vom 26. September bis 11. Oktober, dann das Haupt-Feldspital No. 4 2 ) vom 12. Oktober 1870 bis Mitte März 1871 zwei im Garten des Hospice Galignani seitens der Stadt erbaute Holzbaracken für je 25 bis 30 Kranke. Dieselben waren heizbar gemacht und bewährten sich vorzüglich. In ihrer Konstruktion zeigten sie Aehnlichkeit mit den zu Mosbach von letztgenanntem Haupt-Feldspital errichteten Baracken. 3 ) In Rethel begann das 4. Feldlazareth XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps 4 ) seit Mitte September mit dem Bau einer Baracke in der Nähe des Höpital general. Dieselbe sollte nach dem Voranschlag 200 Mann fassen, um bei grösserem Andränge den Bestand an Leichtkranken aufzunehmen, kam jedoch für diesen Zweck niemals zur Verwendung. Sie war auf eine Pfählung gesetzt und bestand aus einem mit Ziegelsteinen ausgefüllten Holzfachwerk. Die Fenster befanden sich in den oberen Abschnitten der Seitenwände, ebenso war das Bretterdach mit Fenstern versehen. Latrinen brachte man innerhalb der Baracke an. Gegen Ende Dezember wurde ein Theil der Baracke von den Besatzungstruppen als Wachtlokal benutzt; schliesslich belegte die 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps 5 ) dieselbe am 7. April 1871 mit einigen Pockenkranken. In Chaumont enBassigny fand die vom 14.November bis 6. Dezember dort etablirte Sektion des 4. Feldlazareths X. Armeekorps 6 ) eine im Garten des städtischen Krankenhauses gelegene, Französischerseits errichtete und gut gebaute Baracke vor. Dieselbe stand von Norden nach Süden und i) Vergl. S. 160. *) Vergl. S. 177. 3 ) Siehe in Abschnitt 3 dieses Kapitels, Gruppe 6. *) Vergl. S. 156. 6) Vergl. S. 176. 6) Vergl. S. 203. ) . 326 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. !'.. b I lehnte sich mit der Ostfront an die Gartenmauer des La- zareths. In dem 9.4 Centimeter von der Erde entfernten Fussboden befanden sich mehrere siebartig durchlöcherte eiserne Platten. Die Wände waren bis zur Höhe von 3 Meter doppelt verschalt und enthielten, ebenso wie die beiden Dachseiten, mehrere grosse Fenster. Die in der Mitte der Westfront befindliche Thür mit Korridor theilte die Baracke in zwei Säle, deren jeder 22 Betten mit 39.S6 Kubikmeter Luftraum pro Bett und zwei Oefen enthielt. Dicht neben der Baracke, durch einen gedeckten Gang und eine Giebelthür mit derselben verbunden, lag die Latrine. Die Belegung der Baracke geschah mit Ruhr- und Typhuskranken; die Resultate waren günstig. Am 6. Dezember erfolgte die Ablösung des Lazareths durch die 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals X. Armeekorps, 1 ) welche dort ein stehendes Kriegslazareth errichtete und am 31. Januar 1871 durch die 3. Sektion 2 ) ersetzt wurde, welche daselbst bis gegen Ende April 1871 etablirt blieb. Die eintretende starke Kälte, welche einmal —14 ° R. erreichte, erschwerte die Benutzung der Baracke; die Luftlöcher des Bodens mussten verschlossen, die Ritzen der Wände verklebt, und jeder Saal mit noch zwei Oefen versehen werden. Mit diesen Veränderungen konnte die Baracke bis Anfang Februar belegt bleiben. Sie wurde sodann geräumt, im März und April aber wieder, und zwar als Pockenbaracke, benutzt. Als solche blieb sie noch bis zum 13. Mai — zuletzt bei dem 8. Feldlazareth X. Armeekorps — in Gebrauch. Die letzte Krankenbaracke erbaute am 11. Juni 1871 zum Zwecke der Isolirung von Pockenkranken das 10. Feldlazareth XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps in !) Vergl. S. 216. 2 ) Ebendaselbst. ,1hl! Mittel Brettern. m Paeh nur Charleville auf einem Ackerfeld zwischen dem Lazarc, Noch im gebäude und der Maas. Bezüglich der Konstruktion ri c L otbfalle zu man sich nach dem Brinkmann'schen Modell. Nach J rtiggestellt. hebung der obersten Bodenschicht und Ersetzung durch Schlacken wurde ein 1 Meter hoher Socke] Mauerwerk aufgeführt. Die Wände bestanden aus Brettlagen, deren äussere auf den Fugen mit Dectk urde auch c beschlagen war. Am 29. Juni stand die Baracke «, rin"ung siebe Dach, welches, mit Schiefer gedeckt, durchgehende I Öffnung mit Jalousieverschluss besass. Die Dieluno am 6. Juli beendet. Die für 16 Kranke bestimmte Bi erhielt auf jeder Seite sechs hohe Fenster, von denei vier auf den Krankenraum kamen. Dieselben waren von innen zu ziehenden, aber aussen angebrachten U vorhängen versehen. Zur Ableitung des Regen»» diente ein rings um die Baracke geführter Graben. An Stelle der von Brinkmann vorgezeichneten Ttiti an den Längsseiten wurden an beiden Seiten Vorrat» angelegt, die von den Krankenräumen durch Thüreji schieden waren. Der au der westlichen Giebelseite I findliche Vorraum sollte zwei Wärtern zum Aufentli dienen, die nördliche Hälfte des östlichen Vorraums i Bade- und Wäscheraum, die südliche zur Aufbewahru von Geschirr und sonstigen Geräthschaften stuhlen etc.) Verwendung finden. Für die Alifall-;; legte man in angemessener Entfernung Gruben an. Jj Heizung endlich sollte durch zwei im Mittelgange gestellte eiserne Oefen, deren Rohre über das Dach hki führten, bewerkstelligt werden. Die so eingerichtete Baracke war bis auf die 1 Vorrichtungen am 24. Juli 1871, also nach 43 Bautagf fertig und zur Aufnahme von Kranken bereit, wurde all nicht in Gebrauch genommen, weil das Lazareth zu die* Zeit der Isolirung bedürftige Kranke nicht mehr beherbera II. Bei Etappenlazarethen. Baracken-Etappenlazareth Nancy. Es ergab sich von selbst, dass an den Etappenorten zur Unterbringung von durchpassirenden, sowie zur Sonderung der verbleibenden, für eine weitere Evakuation nicht geeigneten Kranken und Verwundeten in erster Linie auf Räumlichkeiten der Bahnhöfe selbst oder in der Nähe der letzteren belegene Gebäude gerücksichtigt wurde; wo es an ausreichenden Lokalitäten mangelte, genügte fast überall die Errichtung einzelner Baracken einfachster Art. Eine Ausnahme machte Nancy, woselbst die ungewöhnlich grossen Transporte von Kranken und Verwundeten, welche in i ersten Zeit nach den blutigen Schlachten um Metz, von den Einschliessungs-Armeen vor Metz und Pari: zusammenströmten, zur Errichtung eines eigenen gros Barackenlazareths zwangen, 1 ) da die ohnehin anderweitig in Anspruch genommenen Bahnhofsgebäude sich als dm unzureichend erwiesen. Den Bau bewirkte auf Requisil der Etappenkommandantur und unter Aufsicht des Etap; arztes die Mairie der Stadt auf dem freien Platze vor neben dem Bahnhofe. (Vergl. Zeichnung 12, S. 327.) !) Vergl. S. 148 und 237. M w Zeiclinu nster in jed neu doppel ngcbenraume ick dachziegi dit vorhande tionsöffnung Im Innern de gegen die kenhalt für ie Galerie inden die Ti drei eiser e der Bar Ihtwinkliger führten. An die B; o. IX) an itersuclrangs rchi öhe el reie Ld I- dem 1 •uktion rieht *• Nach A, zung derseli » Socke] tden aus mit Deckh Baracke gehende 1 j e Dielung,, immte Baraek v on denen >en waren t brachten R { Regemra-, Jraben. dmeten Thi. iten Von* ch Thürenj Giebelseite um Äufentli Vorrrti Aufbewa] aften ie Abfällst •üben an. 1 ittelgange i .s Dach hki auf die 43 Bautaef it, wur ireth zu die* hr beherberg! * •gestellt. Dieselben waren 20.7 m lang, 6.27 m breit 1 im Mittel 3.i m hoch. Wände und Dach bestanden - Brettern. Anfangs war ein 94 cm hoher Raum unter Dach nur mit Leinewand geschlossen gewesen, doch r de auch dieser bald mit Brettern verschalt unter An- rinming sieben grosser, zum Herunterlassen eingerichteter B m li welche in i 1 Metz, md Paris i genen gm* derweitij ch als durch: mf Requisit: t des Etap] ^latze toi :, S. 327.) IL Abschnitt: Zelte und Baracken auf dem Kriegsschauplatz. 327 Noch im August wurden zwei Baracken zu je 70, im tlifalle zu 80 Mann (später Baracke IV und V genannt) ■W 1 M ¥ K II ¥ W Fl Bahnhofshalle. td f & 0 3. / LT 1 M Zeichnung 12. Baracken - Etappenlazareth Nancy. nster in jeder Baracke; die Wände und das Dach er- 'ltcn doppelte Bretterverschalung mit Strohfütterung des risclienraumes; die Bretter der Wände lagen der Länge eli dachziegelförmig übereinander. Ein Dachreiter war :ht vorhanden, dagegen befanden sich am Boden Ven- aticmsöffnungen. Das Dach war mit Zinkblech belegt. Im Innern standen an den Längsseiten, mit dem Kopf- de gegen die Wand gerichtet, hölzerne Pritschen mit einem egenhalt für die Füsse; oberhalb der Pritschen verlief k Galerie für Tornister, Helme etc. Im Mittelgange gsiai anden die Tragstangen des Daches, einige hölzerne Tische id drei eiserne Füllöfen, deren Rauchrohre bis zu halber öhe der Baracken senkrecht in die Höhe, dann nach ptwinkliger Biegung seitlich unterhalb des Daches ins •eie führten. An die Baracke IV reihte sich eine kleinere Baracke io. IX) an, die eine Inspektorstube sowie ein ärztliches utersuchungs- und Verbandzimmer enthielt. In dem südlich sich anschliessenden Garten, in welchen durch das den Platz umgebende Abschlussgitter eine Thür führte, waren zwei viersitzige Abtritte mit Tonnen angebracht, welche zweimal täglich entleert und desinfizirt wurden. Hinter Baracke IV erhob sich eine kleine Küche mit Kochherd. Die beschriebene Barackengruppe stand an der Südostseite des Bahnhofs. Im September wurde der Bau einer weiteren Gruppe von 3 Baracken (No. I, II und III) an der Nordseite des Bahnhofs begonnen und im Oktober beendigt; dieselben, für 90, 80 und 70 Kranke bestimmt, waren im Ganzen den ersten ähnlich, jedoch sorgfältiger gebaut; der Boden ward mit einer Lage von Kies und Asche bedeckt; die doppelten Seiten wände hatten senkrecht stehende Bretter, deren Fugen man mit Latten benageln Hess; die Dächer waren spitzwinklig und mit Dachpappe belegt; im Innern befand sich in Dachhöhe ein Bretterplafond. Die innere Einrichtung entsprach derjenigen in den zuerst errichteten Baracken mit dem Unterschiede, dass die drei Oefen senkrecht zum Dach hinausgeführte Rauchrohre besassen; auch die Latrineneinrichtung war die gleiche wie bei der früher beschriebenen Gruppe. In den Baracken I und III waren im Südgiebel je zwei Räume für das Wartepersonal abgeschlagen. An Baracke II stiess die Küchenbaracke (X), welche eine Küche, eine Theeküche und Wohnräume für die Köchinnen enthielt; jede Küche hatte 2 grosse eingemauerte Kessel. Die zusammen für 240 Kranke bestimmten Baracken No. I bis III konnten in dem häufig eintretenden Nothfall deren 325 beherbergen. Die letzte Gruppe endlich, bestehend in 2 Baracken zu je 82 und einer Offiziersbaracke zu 8 Lagerstellen, wurde im Dezember begonnen und Anfang Januar vollendet. Die beiden ersteren (Baracke VII und VIII), grösser und breiter als die bisher erwähnten, hatten einen hölzernen Fassboden, unter welchem sich eine Schicht Asche befand. Die Zwischenräume der Doppelwände waren mit Asche und getrocknetem Moos gefüllt, die Fugen mit Deckleisten versehen, das Doppeldach mit getheerter Dachpappe benagelt. Im Innern befand sich auch hier ein Bretterplafond; statt der Pritschen waren 82 eiserne Kasernenbettstellen in drei Reihen aufgestellt. Jede dieser Baracken enthielt 4 eiserne Füllöfen, deren Rauchrohre in senkrechter Richtung über das Dach hinausführten. Diese beiden Baracken lagen östlich des Bahnhofs ausserhalb des Abschlussgitters, waren aber durch Oeffnungen in letzterem und durch Verzäunung nach aussen in den Abschlussraum hereingezogen. Die bei der ersten Gruppe neben der Verbandbai'acke gelegene kleinere Offiziersbaracke (VI) wurde durch eine Längsscheidewand in zwei Theile geschieden, in deren jedem durch spanische Wände fünf Abtheilungen hergestellt waren; vier derselben enthielten je ein Bett mit Waschtisch und Stuhl; die fünfte diente zur Aufnahme eines Waterklosets. Die Wände dieser überhaupt möglichst wohnlich eingerichteten Baracke waren innen mit starker grauer Leinewand austapezirt. An den Thüren sämmtlicher Baracken waren Windfänge angebracht. Der ganze Barackenkomplex bestand somit aus sieben Mannschaftsbaracken mit zusammen 544 Lagerstellen bei normaler Belegung, beziehungsweise 649 im Nothfalle, einer Offiziersbaracke zu 8 Lagerstellen, 1 Küchen- und 1 Ver- waltungs- (bezw. Verband-) Baracke. Im Bedarfsfalle wurde auch noch die grosse Bahnhofshalle mit Strohsäcken belegt, in welcher 150 bis 200 Kranke Unterkunft finden konnten. Das Barackenlazareth beherbergte in der Zeit von August 1870 bis Juli 1871 74 484 länger verweilende Kranke und Verwundete und 78 313 Passanten, zusammen 152 797 Mann. Vom April an wurden drei Baracken zu anderen militärischen Zwecken benutzt. Was die Erwärmungsfähigkeit der Baracken betrifft, so ist zu bemerken, dass in den Monaten Februar und März, aus welchen Temperatur - Beobachtungen vorliegen, die Baracken meist nur Nachts belegt waren, bei Tage hingegen leer standen und gelüftet wurden. Die Beobachtungen betreffen je eine Mannschaftsbaracke der verschieden gebauten Gruppen und die Offiziersbaracke (VI). Die mittleren Resultate (°R.) sind folgende: Februar: Morgens Mittags Abends Aussentemperatur: 2.2 2.« 3.7 Innentemperatur in Baracke IIT: 9.4 8.8 10.9 V: 6.o 6.7 7.2 VI: G.7 6.i 10.9 , VII: 7.2 8.1 9.8 März: Aussentemperatur: 3.7 9.i 4.9 Innentemperatur in Baracke III: 8.8 10.., 10.9 V: 5.9 9.i 7.i VI: 7.8 9.i 9.« „ VII: 8.4 9.i 9.0 Diese Temperaturen können als ausreichend anw^ L werden, da die Leute meist angekleidet und mit einer f zwei wollenen Decken versehen schliefen. Die Luft hi Baracken soll durchweg eine gute gewesen sein. al' tai Iffi; ■ar olj s istatti In Courcelles sur Nied 1 ) dienten während des tember 1870 einige offene Bretterhütten beim Ba] als Etappenlazareth und waren namentlich vielfach Ruhrkranken aus der Einschliessungs- Armee von Metz U Ebenso gewährte in St. Dizier 2 ) eine improrä Baracke als Annex des Etappenlazareths im Septeml» azaretb 22 Typhuskranken Unterkunft. Am Bahnhof zu Chälons sur Marne 3 ) war Ursprung die Etablirung eines grösseren Etappenlazareths proje] doch blieb es in Folge der Verlegung der Evakuati kommission von dort nach Epernay 4 ) zunächst hei dem von zweiBaracken, welche im Oktober für zusammen 15QM: errichtet wurden, zu denen im November noch ei dritte hinzukam. Dieselben wurden von Mitte Noveril an zur Aufnahme von je 40 Leichtkranken ausgesi dienten den dort liegenden Truppen als Kantonnemeti lazareth, und wurden dann von dem Lazareth-Reservepersoi VI. Armeekorps 5 ) als stehendes Kriegslazareth übeniom« welches dort bis zum 1. Juli 1871 etablirt blieb. Die Etappenstation zu Forbach, von der freiwi Krankenpflege geleitet, und hauptsächlich aus den Vorrätki des dort angelegten Englischen Depots unterhalten, verft« über drei grosse Baracken mit 500 Lagerstellen und va in der Zeit vom 2. Oktober 1870 bis 3. Januar $ 39 181 Mann. Weitere Etappenbaracken befanden sich an den höfen zu Nanteuil le Haudouin 6 ) und Nogei l'Artaud, 7 ) letztere für 80 Mann eingerichtet. In Reims dienten einige Marktbuden am Bahnhof i Etappenlazareth für 60 Mann. ij Vergl. S. 109. 2 ) Vergl. S. 150 und 151. 3) Vergl. S. 182. 4 ) Vergl. S. 244. 5 ) Vergl. S. 182. «) Vergl. S. 176 und 248. 7) Vergl. S. 180 und 246. Derjenige: {feiten Zelte iracken. weit ■nutzt worde Eigene Li mden auf fe Von Zell der i Jarten des sti jäerszelte, reu. und eil .. .■stelltes, ichlich aber stehende Zel Lerne d'Asfe Her Mac Cor: richtet und Zelt beleg Zwei Fei Forbach jankeupflege ischer aus I Danen. Diei Büssigem Wi dt ihrer Län on einander (gend. (Vei Sie warer in Dach 3.] i- schuppen: >) Vergl. S 8 ) Vergl. S 3 ) Vergl. S Sanitätb-Bericl V ■ l snd mit einer |j ie Luft ä| ein. vielfach ^ nMetzl,el( ! improvä, m Sepi bei dem fi imenl50Mai er noch ei II. Abschnitt: Zelte und Baracken auf dem Kriegsschauplatz. 329 III. Bei Lazarethen der freiwilligen Krankenpflege. Derjenigen seitens der freiwilligen Krankenpflege ge- ferten Zelte und unter Mitwirkung derselben erbauten ■acken. welche von etablirten Feld- oder Kriegslazarethen 'end des §* lai 3im B ahnli ' Ltzt worden sind, ist bereits Erwähnung geschehen. .'■''■■■ Eigene Lazarethe der freiwilligen Krankenpflege be- landen auf feindlichem Boden nur wenige. Von Zelten sind hier zu erwähnen: zwei bei dem zareth der freiwilligen Krankenpflege zu Forbach 1 ) im [arten des städtischen Spitals aufgeschlagene Französische ursprürA ffiaerszelte, welche mit je einem Pyämischen belegt ths projekt, F 1 , und ein iü Weissenbui 'g 2 ) im Garten des College Evakuatiot ulgestelltes, wenig benutztes Zelt zu 10 Betten, haupt- chlich aber eine grössere aus 36 Zelten zu je 8 Betten stehende Zeltstation, welche durch die zu Sedan in der l serae d'Asfeld etablirte Anglo-Amerikanische Ambulanz 3 ) tte Nove I nte'' Mac Cormac und M. Sims auf dem Hofe der Kaserne ausgestatti htet und vom 12. September an mit je 4 Verwundeten antonnemalr» Zelt bele 8' 1 worden ist " iserveper übernomme lieb, er frehv den Von-atli alten, reri und verpfleg Januar an den Bak und No«ei t, l Bahnhof i je drei grosse Fenster; an ihrem oberen Rande, dicht unter der Dachkante befand sich ein 15.6 Centimeter breiter offener Spalt; ebenso hatte man den oberen Theil der Giebelwände offen gelassen. Das Dach war mit ge- theerter Dachpappe gedeckt und von einem hohen, breit überhängenden Dachreiter überragt, der Boden festgestampft und mit Kohlengrus beschüttet; im Mittelgange und zwischen den Betten lagen Laufbretter. Nördlich, etw r a 40 Schritt entfernt, befanden sich zwei Abtritte mit getheerten Tonnen. 30 Schritt südlich der Baracken erhob sich eine Bretterbude mit zwei Zimmern von 3.7 Metern im Quadrat, welche als Operations- und Vorraths- rauni diente. Als Waschhaus wurde ein in der Nähe eines Brunnens aufgestellter Schuppen benutzt. Küche, Bureau und Wohnungen für die Schwestern befanden sich in der nahegelegenen Gasfabrik. Die Baracken wurden meist nur mit 25 Mann belegt, im August im Ganzen mit 55, von welchen 20 = 36.8 pCt. Zeichnung 13. Barackenlazareth zu Forbach. Zwei Feldbaracken zu je 30 Betten liess die Mairie u Forbach für das dortige Lazareth der freiwilligen j-ankenpilege (siehe oben) nach Anleitung des Professors ischer aus Breslau Anfang August innerhalb 60 Stunden rliauen. Dieselben standen vor der Stadt auf etwas ab- ■ÜBsigem Wiesenterrain, durch bewaldete Höhen geschützt, it ihrer Längsrichtung von Osten nach Westen, 6.2 Meter 011 einander entfernt und nicht ganz in gleicher Flucht -vml. (Yergl. Zeichnung 13.) Sic waren "28. -2 Meter lang, 5.6 Meter breit und bis m Dach 3.i Meter hoch. Die Seitenwände bestanden is schuppenförmig sich deckenden Brettern und hatten >) Vergl. S. 107. 2 ) Vergl. S. 100. 3 ) Vergl. S. 153 und achtes Kapitel. Sanität-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. I. Vi. starben, — sämmtlich Schwerverwundete, welche grössten- theils bereits pyäinisch in das Lazareth gekommen w r aren. Nach der Ende September erfolgten Auflösung des Lazareths wurden die Baracken noch vorübergehend von der 3. Sektion Lazareth-Reservepersonals IX. Armeekorps belegt, welches dort vom 4. November bis 31. Dezember ein stehendes Kriegslazareth inne hatte.') Die innerhalb der Deutschen Grenzen liegenden, gleichfalls als Feldbaracken anzusehenden Etablissements in der Bayerischen Rheinpfalz (Speyer, Edenkoben, Edesheim, Maikajnmer, Kaiserslautern, Landstuhl, sowie zu Neunkirchen) werden später 2 ) besprochen werden. !) Vergl. S. 107. 2 ) Siehe im dritten Abschnitt dieses Kapitels. 42 330 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. Baiij| (anil !• Rekapitulation. I. Summarische Uebersicht über die auf dem Kriegsschauplätze zur Verwendung gelangten Krankenzelte und Baracken. Zur Verwendung kamen: I. bei Feld- und stehenden Kriegslazarethen: a. um Wörth 12 Zelte mit 45 Lagerstellen und 7 Baracken 2 ) mit 320 Lagerstellen, b. vor Strassburg — „ „ — » , 11 , „ 400 „ c. um Metz 25 „ » 278 , , 15 , 565 , 3 ) d. um Sedan 9 , „ 34 , , 4 , „120 e. auf Etapp enlinien 2 J) „ 24 _______ „ 38 , 1383 im Ganzen: 48Zelte 1 )mit 381 Lagerstellen und 75Baracken 2 ) mit 2788 Lagerstellen 3 ), IL bei Etappenlazarethen (ausschliesslich der aptirten Bauten in Courcelles s. N. und Reims): — Zelte mit — Lagerstellen und 17 Baracken mit 1274 Lagerstellen, III. bei Lazarethen der freiwilligen Krankenpflege: ________ 39 Zelte mit 300 Lagerstellen und 2 Baracken mit 60 Lagerstell en, Gesammtsumme: 88Zelte 1 ) mit 681 Lagerstellen und 94Baracken 2 ) mit 4122 Lagerstellen 3 ). U. Uebersicht über die bei den einzelnen Armeekorps zur Verwendung gelangten Krankenzelte und Baracken. Armeekorps I. IL III. V. VI. VII. VIII. IX. X. XL XII. (Kgl. Sachs.) XIII. XIV. I. Bayer. II. Bayer. Behandlung fand statt: in Zelten: in Baracken: bei 0 Feldlazarethen, nur bei Lazareth-Reservepersonal, und bei 0 Lazareth-Reservepersonal, (No.7) und bei OLazareth-Reservepersonal, und bei 0 Lazareth-Reservepersonal, (No. 11 und 12) und bei 0 Lazareth- Reservepersonal, nur bei der 1. Sektion Lazareth-Reserve- personals, (No. 3 und 7) und der 2. und 3. Sektion Lazareth-Reservepersonals, und bei 0 Lazareth-Reservepersonal, und bei 0 Lazareth-Reservepersonal, (No. 3, 7 und 9) und bei 0 Lazareth- Reservepersonal, und bei 0 Lazareth-Reservepersonal, und bei 0 Lazareth-Reservepersonal, und bei 0 Lazareth-Reservepersonal, (Aufnahms - Feldspital No. 2) und bei Haupt-Feldspital No. 2, (Aufnahms-Feldspital No. 3). [,;:,. La: bei 2 Feldlazarethen, (No 2 und 8), bei der 1. Sektion Lazai Reservepersonals, „ nur bei Lazareth-Reservepersonal, , (No. 2, 3 und 7) und bei Lazsreth-BeM personal, , (No. 10) und bei 0 Lazaretli - Bei personal, (No. 11 und 12 L. S.) und bei 0 Lazaraj Reservepersonal, (No. 1, 4, 6, 7, 10) und 1. und 3. SeH Lazareth-Reservepersonals, „ nur bei der 2. und 3. Sektion Reservepersonals, , (No. 1 der Grossherzoglich Hess«! Division) und bei Lazaretli - Reim personal, , (No. 8, 11 und 12) und bei 0 LazartJ Reservepersonal, „ (No. 4, 7, 9) und bei Lazarctli-Re*» personal, „ (No. 4, 5, 6,10,11) und bei der 3. &fc Lazareth-Reservepersonals, „ (No. 10 vorher beim IX. Armeekorps] bei 0 Lazareth-Reservepersonal, „ der Badischen Division (No. 1, 2,3, \ „ (Aufnahms - Feldspital No. 2 und 6) i 2 Haupt-Feldspitälern (No. 2 und ä „ (Aufnahms - Feldspital 3) und 1 il. Feldspital (No. 4). Aus dieser Zusammenstellung geht hervor, dass von 11 zu 7 Armeekorps gehörigen Feldlazarethen, 1 Haupt-Fel spital und von dem Lazareth-Reservepersonal bei 3 Armeekorps Zelte, und von 33 zu 13 Armeekorps gehörigen Fei lazarethen, 3 Haupt-Feldspitälern sowie dem Lazareth-Reservepersonal von 8 Armeekorps Baracken verwendet word sind. Seitens der Feldlazarethe des Garde- und IV. Armeekorps sowie der Württembergischen Feldspitäler ist weder i Zelten noch von Baracken Gebrauch gemacht. ') Ausschliesslich zweier von der freiwilligen Krankenpflege gelieferten, in Reims verwendeten Zelte (vergl. S. 322). 2 ) Ausschliesslich der Baracken in Kaiserslautern, Mosbach und Bretten (vergl. S. 317 und 318). 3 ) Ausschliesslich der Lagerstellen in zwei Baracken zu Gosge. ratlas '(>n Bei den [ Priv bewähr behandlung ieni Umfan: ■mstand, da jn die wärmt Raum in Zel Barackenbau Wahrem «arethen Ifnterbringui Rekonvalesz« »macht wur venigen Rest an Baracken «olche, in w ausschliesslic in Deutsehla gegründet o< billige Krar 1. Das Intei Hm: aus 18 in zw 8 LagerstelL verein in Lc Ehein, etwa entfernt, in Aerzte benut zuvor das ai Seiten von i glasirter Th III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 331 Dritter Abschnitt. Zelte und Baracken in Deutschland. I. Zelte. ukenzehp_ Bei den im Inlande errichteten Reserve-, Vereins- d Priratlazarethen trat ebenso wie auf dem Kriegsschau- ilatze während der ganzen Dauer des Peldzuges die Kranken- nhandlung in Zelten gegenüber derjenigen in Baracken ektion Lazard j em Umfange nach bedeutend zurück, wozu einerseits der Umstand, dass nur eine kurze Periode des Krieges noch die warme Jahreszeit fiel und der immerhin beschränkte Kaum in Zelten, andererseits eine gewisse Vorliebe für den ackenbau beigetragen haben mag. personal, izareth-Bexn zaretli - Efot bei 0 Lazartl l. und 3.8dl lals, jktion Lazare A. Zeltlazarethe. Während bei einer grösseren Zahl von Reserve- etc. Lazaretten zur Isolirung Schwerverwundeter oder zur Unterbringung Typhuskranker, auch zum Aufenthalte für lieh HüMwlÄEekonvaleszenten in einzelnen Fällen von Zelten Gebrauch gemacht wurde, bestanden grössere Zeltgruppen nur bei wenigen Reservelazarethen und zwar jedesmal im Anschluss an Barackenlazarethe. Eigentliche Zeltlazarethe, d. h. Wehe, in welchen die Krankenbehandlung vorwiegend oder ausschliesslich in Zelten stattfand, sind nur an zwei Orten in Deutschland errichtet worden (bei Bingen und bei Köln), gegründet oder doch wesentlich unterstützt durch die freiwillige Krankenpflege. zaretli ■ Beaa bei 0 Las tzareth-Besen ei der 3. ätU aals, irmeekorps|i ^personal, No. 1, 2, o. 2 und 6)i (No. 2 und 5i i und 1 Hiq 1 Haupt-. shörigen Fei rendet w ist weder j 1. Das Internationale Zeltlazareth auf dem Rochusberge bei Bingen (siehe Tafel XXXIV), aus 18 in zwei parallelen Reihen aufgestellten Zelten zu je 8 Lagerstellen bestehend, war durch den Deutschen Hilfs- vereiu in London auf luftiger Höhe, 78.5 Meter über dem Rhein, etwa 40 Minuten von der Eisenbahnstation Bingen entfernt, in der Nähe des als Bureaus und Wohnhaus der Aerzte benutzten Hotels Hartmann, aufgestellt, nachdem man zuvor das au der Westseite von Wald, an den drei anderen Seiten von einer dichten Hecke begrenzte Terrain mittels glasirter Thonröhren drainirt hatte. Die Englischen Marquisenzelte bildeten in ihrer Grundform ein längliches Viereck mit abgerundeten Schmalseiten von 9.i4 Meter Länge und 4.87 Meter Breite. Das Dach, aus einfachem, festem Segeltuch gefertigt, wurde durch zwei etwa 4 Meter hohe Holzstangen getragen, auf welchen mit ihren beiden Enden eine gleich lange Stange ruhte. Die Seitenwände, durch 18 kleinere Holzstangen gestützt, waren durch Pflöcke und Leinen am Boden befestigt. Der von Brettern gebildete Pussboden lag etwa O.45 Meter über der Erde. Die Thür befand sich an einer Langseite, und wurde durch Loshaken der an dieser Stelle doppelten Leinwand gebildet; zu ihr führte eine Holzbrücke über den das Zelt umgebenden Graben. In jedem Zelte befanden sich acht mit Rosshaarmatratzen versehene eiserne Betten, von welchen stets nur sechs gleichzeitig benutzt wurden, ferner ein eiserner Tisch, zwei Stühle, ein eiserner Steinkohlenofen und ein Moule"'sches Erdkloset. Die Ventilation fand einerseits durch ein unter der Dielenlage bis zur Zeltmitte verlaufendes Rohr, andererseits durch eine 15 Centimeter im Quadrat weite, mittels eines Vorhanges zu schliessende Oeffhung im Dache statt. Das Rauchrohr des Ofens führte unter dem Boden ins Freie; bei stärkerem Winde füllten sich in Folge dessen die Zelte mit Rauch, wie denn überhaupt die Heizung sich nicht bewährte. Auch die Ventilation scheint nicht ausreichend gewesen zu sein, da die Luft in den Zelten als dumpfig geschildert wird. Die Erdklosets endlich, die an und für sich gut funktionirten, zeigten hier wie an anderen Orten den Uebelstand, dass ihre richtige Handhabung unaufhörliche Aufsicht erforderte, und dass, da diese Bedingung kaum zu erfüllen war, die hygienischen Vorzüge dieser Einrichtung sich oft in Nachtheile verwandelten. Sämmtliche Zelte waren mit dem Hotel, letzteres mit der Bahnstation telegraphisch verbunden. Am Eingange des Lazareths befand sich eine hölzerne Portierloge mit Utensilienraum; ausserdem standen innerhalb der Grenzen der Anlage noch mehrere Bretterhütten, welche als 42* 1 1 Operationsrauin, als Koch- und Waschküche, als Leichenkammer, sowie als Ofenhaus zum Trocknen der Erde für die Klosets dienten. Das Wasser wurde durch eine Dampfmaschine von 8 Pferdekräften aus dem Rhein gepumpt und filtrirt. Die ganze Einrichtung und Ausstattung des Lazareths war eine höchst reiche, fast verschwenderisch zu nennende; ebenso reichlich war das Personal bemessen, das aus 2 Chefärzten (Mr. Simon und Dr. Thudichum), 10 Assistenten, 5 Heilgehilfen (dressers), nebst dem nöthigen Wärterpersonal bestand. Dieser Ausstattung entsprach die Wirksamkeit des Lazareths nicht vollkommen. Bei seiner hohen und isolirten Lage hatte es Mühe, überhaupt Patienten zu bekommen, und war nie mehr als bis zur Hälfte belegt. Im Ganzen wurden während seines Bestehens vom 16. September bis 26. Oktober 172 Mann, meist Verwundete, darin behandelt, von welchen 20 = 11.6pCt. starben. Das Lazareth endete durch eine Katastrophe, indem bei dem orkanartigen Sturme, der am 26. Oktober über den grössten Theil des Kontinents brauste, sämmtliche Zelte hinweggefegt, einzelne in den Rhein geschleudert wurden; mit Mühe konnten die Kranken in das nahe Hotel gerettet werden worden. Die Zelte sind in Bingen nicht wieder aufgestellt, sondern später dem Lokalkomitee in Köln, wo inzwischen die zweite grosse Zeltanlage ins Leben getreten war, als Geschenk überwiesen. 2. Das Zeltlazareth am Thürmchen bei Köln, welches von dem Lokalkomitee zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger für den Regierungsbezirk Köln gegründet und unterhalten wurde, begann seine Thätigkeit am 22. August mit drei von Bodewig und Freydank in Mülheim a. Rh. nach dem amtlichen Muster angefertigten Krankenzelten zu je 12 Betten, und wurde alsbald durch ein Geschenk des Deutschen Hilfsvereins zu London, bestehend in 20 Englischen Zelten mit je 10 vollständig eingerichteten Betten, wesentlich vergrössert. Das Lazareth lag auf erhöhtem Terrain nördlich Köln am linken Rheinufer bei dem ehemaligen Aachener Bahnhofe „am Thürmehen", theils in dem Mumm'sehen Garten, theils auf dem Bahnhofsterrain. — Eine in unmittelbarer Nähe dicht am Rhein liegende Villa (Stein) wurde dem Lazareth für die Rekonvaleszenten zur Verfügung gestellt. Die Wasserversorgung geschah durch die Wasserleitung der Rheinischen Eisenbahngesellschaft; die Gasleitung und das Gas lieferte die Englische Gasgesellschaft zu billigen Preisen; die Wohnräume für die Aerzte und helfenden Damen, sowie die Bureau- und Depotlokalitäten befanden sich im Haupthause des Mumm'schen Gartens; eine Remise diente als Küche, zwei Treibhäuser als Waschküche und Trockenraum. In der Baracke des ehemaligen Thürnichen-BaU wurden durch Anbringung von Ventilationsklappen Boden und im Dach ein Krankenraum zu 90 Betten f P ein Offizierskrankenzimmer, ein Operationssaal und Schlafsaal für Damen hergestellt. Die Zelte standen einzeln, mit entsprechendem Absw jedes mit einem Graben umgeben. Die Konstruktion Preussischen Zelte ist bekannt, 1 ) die der Englischen «i die beim Zeltlazareth Bingen beschriebene, 2 ) mit Unterschiede, dass an Stelle des Holzbodens eine ß aufschüttung trat und je eines der halbrunden / zur Aufnahme der mit Abfuhrtonnen ausgestatteten K] 0i durch einen Vorhang von dem übrigen Zeiträume getheilt war. Eine bedeutende Erweiterung erfuhr das Lazareth Januar 1871, indem der genannte Londoner Verein al mals 25 Zelte, deren grösserer Theil auf dem RochnjU bei Bingen gestanden hatte, als Geschenk überwies: 1 selben fanden ihre Aufstellung zur anderen Seite i Schienenstranges, dem Bahnhof gegenüber. Bei Eintritt des Winters, als das Bedürfniss der Heizu sich stärker geltend machte, vereinigte man die Engli^ Zelte zu Gruppen von je vier in der Weise, dass drei Ü in einer Linie nach ihrer Längsrichtung verbunden wirf während das vierte in der Mitte rechtwinklig auf Linie stiess. Da, wo die Zeltdächer einander berührt? brachte man eine mit Asphalt bekleidete Ablaufrinne an die Stelle der aneinanderliegenden Zeltwände trat verschiebbarer Vorhang. Das mittlere (vierte) Zelt dien als Eingang, sowie als Unterhaltungs- und Speiseram während die drei anderen die Betten enthielten. Injei Zelt wurde an Stelle des entfernten 10. Bettes, nahe Mitte des Innenraumes — nachdem die ersten Versuche, Heizung durch Gasöfen zu bewirken, ungünstig waren — ein eiserner Kohlenofen aufgestellt, und das röhr durch eine der beiden im Dachfirst befindlichen Feral Öffnungen geleitet. Die Einrichtung bewährte sich Ganzen gut; es konnte mit Leichtigkeit eine Temperat differenz von 15—20° Reaumur gegen die Aussei erzielt und erhalten werden. Jedoch blieben als ura meidliche Fehler dieses Systems bestehen: ungleichmäsi Vertheilung der Wärme im Zelt, leicht stattfindende Uete heizung des Ofens und deren nachtheilige Einflüsse, sehnt Abkühlung des Zeltes, sobald das Feuer erlosch öden Reinigung des Ofens entfernt werden musste, Raumbeengi in der Mitte des Zeltes und Feuergefährlichkeit. Es bestanden nunmehr neun Zeltgruppen der schriebenen Art zu je 27 Betten, während acht Engrisc Zelte zu je 9 und die drei Preussischen zu je 11 Bettei !) Vergl. S. 312 und 313. 2 ) Vergl. S. 331. 3 ) Vergl. vorstehend. (Schlusspassus sub 1.) 4 ) Der Raum des 12. Bettes war ebenfalls durch den Ofen hj genommen. s \ CLJ -OO OQ 'S CD -QO c_ co -O CO =: o o cn E CD Ol CO r-~i cd co odL I Einzelzelte L Lazareth Unhofbarack legung lit 408 Das ) Monate, i Ganzen pital uelt i Durchs alage fanc bezw. Lazai in 93 ode: d sclini I auf: (mit beliefe 50 Mark B [ii Mark r i6i Im Ans aatliches erbindung In Zelten Im vorigen |n Winter t dieö ich! a in zu d das Ganii Bei demse Kran bestellt, dr tztere wurd< jeiteren eben knack 13 Zel Um die Z irde das Prc Heizung ■rang auf B lehniigt und iikrt. Zwölf Ze: i durch ^ lankensaal 1 irck einen leicker Rieht me Heizanl en von lit eiiiem Z 1 lebeneinander lei einer Zel m Meter, di< i zum First leite geschah felcke in I.22 «ischenvorhe bildete ') Versl. B ■ai;ii III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 333 - Eiuzelzelte weitere Verwendung fanden. Somit verfügte [ Lazareth über 348 Betten in Zelten, dazu 90 in der Ljßfbaracke, im Ganzen also 438 Betten; die stärkste elecrung fand in den Monaten Februar und März 1871 408 bezw. 401 Mann statt. p a s Lazareth blieb bis zum 22. Juni 1871, also volle Monate, in Wirksamkeit und behandelte in dieser Zeit i Ganzen 934 Mann, von denen 40 = 4.28 pCt. starben. Lnital- oder Wundinfektionskrankheiten traten nur verhielt auf; die Zahl der Verpflegungstage betrug 54 523, , Durchschnitt pro Kopf 58.4. Die Kosten der ganzen ge (mit Einrechnung des Taxwerthes der geschenkten Ate) beliefen sich auf 122 562 Mark, pro Bett auf Mark 50 Pfennig und nach Abzug des Verkaufserlöses 1161 Mark 50 Pfennig. Im Anschluss hieran ist ein an demselben Orte etablirtes tätliches Beservelazareth zu erwähnen, bei -welchem in erbindung mit permanenten Gebäuden eine grössere Zahl in Zelten zur Verwendung kam, und welches sich gleich vorigen durch den Versuch auszeichnete, die Zelte auch Winter hindurch belegungsfähig zu erhalten. Es t dies 3. das Garnison- und Belagerungslazareth Köln a. Rh. Bei demselben waren seit Anfang September drei probe- fcsige Krankenzelte zu je 12 Betten für Typhuskranke bestellt, drei andere mit chirurgischen Kranken belegt; tztere wurden im Oktober geräumt, und nebst sieben fciteren ebenfalls der Typhusstation überwiesen, welche lach 13 Zelte mit 156 Betten umfasste. Um die Zelte für den Winter benutzbar zu erhalten, irde das Projekt einer Zusammenstellung der Zelte und >r Heizung derselben durch eine Niederdruck-Wasser- iizung auf Befürwortung des Provinzial-Generalarztes geeinigt und unter Leitung des Ingenieurs Langen ausführt. Zwölf Zelte wurden in der Weise gruppirt, dass je rei durch Vereinigung in ihrer Längsrichtung einen iankensaal bildeten, dass je zwei solcher Krankensäle, urdi einen 6 Fuss breiten Zwischenraum getrennt, in leicher Richtung hintereinander folgten und eine gemein- une Heizanlage erhielten. Es entstanden dadurch zwei ■nippen von je zwei Krankensälen (sechs Zelten), welche St einem Zwischenräume von etwa 7.5 Meter parallel ebeneinander standen. Die Länge des Krankensaals betrug iei einer Zeltlänge von 8.8 Meter) 26.4 Meter, die Breite Meter, die Höhe der Seitenwände 1.56 Meter, die Höhe is zum First 4.23 Meter. Die Zusammenstellung der drei elte geschah in der Art, dass diejenigen Giebelwände, eiche in l.n Meter Entfernung von der Wand mit einem rischenvorhang versehen waren, 1 ) die äusseren Enden des wies bildeten, der dadurch beiderseits einen doppelten ') Vergl. Beilage 95 (I Pass. 2). Abschluss erhielt. Durch die anderen im Innern befindlichen Wandvorhänge konnten nach Bedürfniss isolirte Räume abgetrennt werden. Der Spalt an den Verbindungsstellen der Zelte wurde mit einem 30 Centimeter breiten Leinwandstreifen übernäht; jedes Einzelzelt erhielt in der Mitte jeder Dachseite, nahe dem First, ein 94 Centimeter langes, 78 Centimeter breites Fenster mit Zinkrahmen, welches von innen mittels einer Drahtstange geöffnet und aufgeklappt erhalten werden konnte. Die unteren Enden der Zeltseitenwände wurden zwischen zwei auf der Kante stehende Bretter geklemmt und durch eine Erdanschüttung von aussen, sowie durch innen eingeschlagene Pfähle befestigt. Der Fussboden erhielt eine Schüttung mit grobem Kies und Holzdielen. Der Eingang in die Zeltsäle fand von dem l.so Meter breiten Zw r ischengang aus statt. Zur Beleuchtung waren pro Saal drei Gasflammen, an jedem Mittelständer jeden Zeltes eine Gasflamme angebracht. Längs den Aussenseiten der Krankensäle verlief jeder- seits ein Graben. Die Belegung mit Betten fand in etwas geringerer Zahl statt, als dem Räume der Einzelzelte entsprach; es wurden in jedem Krankensaale statt 36 nur 30 Betten aufgestellt, und dadurch Raum für zwei Badewannen und ein Spind gewonnen. Die Heizanlage ward in folgender Weise ausgeführt: An dem einen Ende jedes Doppelsaales befand sich ein 2.i9 Meter hoher, I.09 Meter im Durchmesser haltender Kessel, welcher unten den Heizraum, oben den Wasserraum enthielt; der Heizraum war unterirdisch, der Wasserraum stand nach oben mit der äusseren Luft in Verbindung. Der Kessel war von einem Kesselhaus umgeben, welches bei den Zeltsälen 1 und 2 aus einer Bretterhütte, bei 3 und 4 aus dem schadhaft gewordenen 13. Zelte bestand. Die Feuerungen der Kessel führten durch unterirdische Luftschachte zu dem dazwischen stehenden, gemeinsamen, 15 Meter hohen Schornstein. Vom Wasserraum des Klosets aus verliefen die Heizrohre so, dass Kessel und Rohre ein gemeinsames Reservoir darstellten, in Avelchem das warme Wasser andauernd zirkulirte Die Ausflussrohre aus dem Kessel lagen in einer Höhe von I.41 Meter über dem Boden, verliefen innen längs der Zeltwände, durch Holzpfähle oder Holzböcke getragen, sich allmälig und gleichmässig senkend, gingen am Ende des 2. Zeltsaales auf die andere Seite über, liefen ebenso zurück und mündeten, dem Ausfluss gegenüber, im Niveau des Erdbodens wieder in den Kessel. An der Stelle, wo die Rohre den Zwischenraum zwischen den beiden Zeltsälen passirten, waren dieselben auf der einen, höheren Seite durch eine auf- und wieder abwärtsführende Treppe, auf der anderen Seite durch eine ebensolche Rampe überschreitbar gemacht und an diesen Stellen mit Stroh umwickelt. Die Leitung selbst bestand aus zwei parallel miteinander verlaufenden IO.5 bis 15.5 Centimeter im Durchmesser weiten Eisenrohren. Im Innern jedes Zeltsaales befand 334 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. B e ; sich an dem einen Rohr ein Wasserkrahn zur Entnahme warmen Wassers, welches im Kessel durch ein Zuleitungs- rohr wieder ergänzt wurde; ein Manometer zeigte den Wasserstand des Kessels an. Die Anlage erwies sich als völlig zweckentsprechend; durch das zirkulirende Wasserquantum von ca. 5.25 bis 6.18 cbm wurde eine überall gleichmässige Wärme erzeugt, welche die Aussentemperatur bis um 24 ° überschritt, ohne dass Luftverderbniss eintreten konnte. Für Luftabzug sorgten die fast stets geöffneten Fenster im Dach, während die durch die Seitenwände eintretende kalte Luft gleich in den Bereich der Rohre trat und gewärmt wurde. Im Allgemeinen liess sich eine mittlere Temperatur von etwa 13° R. mit Leichtigkeit unterhalten. Die Kosten der ganzen Anlage ermässigten sich wesentlich dadurch, dass die Arbeiten grossentheils durch Rekonvaleszenten und Kriegsgefangene ausgeführt und dass Kessel und Rohre, ebenso wie die Gaseinrichtung zu dem billigen Miethpreise von 10 pCt. des Werthes überlassen wurden. In Folge dessen kosteten die Zeltarbeiten 348 Thaler 6 Silbergroschen, die Heizungsanlage 712 „ 14 „ die Gasanlage 51 „ 4 „ zusammen 1111 Thal er 24 Silbergroschen, was, auf 120 Betten vertheilt, pro Bett 9'/^ Thaler gleich 28 Mark 50 Pfennig beträgt. Das Zeltlazareth bestand von Anfang September 1870 bis Ende Juli 1871, also 11 Monate. In dieser Zeit wurden über 400 Typhuskranke in demselben behandelt. Die Heilerfolge werden gerühmt. B. Einzelne Krankenzelte. In etwas grösserem Maassstabe und längere Zeit hindurch fand Zeltbehandlung nur noch in Neuwied in Verbindung mit Barackenbehandlung statt, worüber das Nähere später. 1 ) Ausserdem war die Verwendung eines oder mehrerer Zelte als Annexe der in festen Häusern oder Baracken etablirten Reservelazarethe vielfach gebräuchlich, doch beschränkte sich ihre Benutzung auf die bessere Jahreszeit; bis Ende Oktober waren sie sämmtlich geräumt. In dieser Weise fand gleichzeitige Zelt- und Barackenbehandlung statt: in Hannover (9 Zelte bei 3 Lazarethen), 2 ) in Berlin (auf dem Tempelhofer Felde, wo bei den drei Barackengruppen zusammen 13 Zelte von verschiedener Grösse in Benutzung waren), 3 ) in Kassel (8 Zelte), in Minden (5 Zelte), in Posen (3 Zelte), in Hamburg, *) Siehe unter II dieses Abschnitts, Gruppe 4. 2 ) Ausserdem 6 Zeltbaracken. 3 ) Ausserdem in der Charite eine Zeltbaracke und mehrere Isolirzelte. Bremen, Halle, Stralsund (je 2 Zelte), in Li cht felde und Frankfurt a. M. (je 1 Zelt); bei Süddeutä<| e nsilien, um Lazarethen in Darmstadt (12 kleine Zelte), in J| (Niederländisches Lazareth mit 10 Zelten), in Lud» bürg (30 kleine und 1 grösseres Zelt) und in Offent (1 Zelt). Im Anschlüsse an stehende Lazarethe des luv [«rösseres fanden Zelte vorzugsweise in Preussen Verwendung Zeltbehandlung auch im Frieden schon seit Jahren am» selben wurc eingeführt war, so zunächst in Berlin bei den Lazami des Gardekorps 12 Zelte. Hiervon waren beim Garni» lazareth in der Scharnhorststrasse vier im Gebrauch, w e ] auch schon in den vorhergehenden Sommern dort bei worden waren; ferner verfügte jedes der Reservelazan in den Kasernen des 1. Garde - Dragoner - Regiment! Kaiser Franz-Regiments und des Garde-Schützen-Batailfotaveth schon über ein probemässiges Zelt auf den betreffenden Kasem deren aus de höfen. Letztgenannter Kaserne gegenüber standen weitere auf dem Albrecht'schen Grundstück aufgesti Zelte als Annexe des in der Kaserne etablirten lazareths. ni Endlich war dem Vereinslazareth in der Garde-Ulan kv. Schles Kaserne zu Moabit ein Zelt aus fiskalischen Bestant überlassen worden. Diese sämmtlichen Zelte waren bis zum Beginn Oktober belegt. Im Anschluss hieran ist das bei dem Johann endeten belej Zweiglazareth Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Primi Carl in Potsdam nach dem Muster der offiziellen l ieseues probe errichtet gewesene Krankenzelt zu 12 Betten, welches Mitte Oktober in Gebrauch blieb, zu erwähnen. Ausserdem waren in der Provinz Brandenburg beim Reserve- (Garnison-) Lazareth Frankfurt a.0. August und September 3 Zelte aufgestellt. In der Provinz Posen fand Zeltbehandlung statt Bromberg, wo bei dem dortigen Reserve- (Garnis Lazareth 3 Zelte, welche sich schon seit 3 Jahren im Gebrauch befanden, auch jetzt wieder bis Ende | wandelt, und tember benutzt wurden. Zu Polnisch Lissa hatte dortige Lokalverein 1 Zelt zu 2 Betten für Schwervermd im Garten des Stadtlazareths aufgestellt; endlich wsrl »Wirten Res* Vereinslazareth zu Jauer ein Zelt als Speisesaal undi enthaltsort für die Rekonvaleszenten im Gebrauch. In Schlesien fand bei den Reservelazarethen e irden sie dui lebhaftere Betheiligung an der Zeltbehandlung namentlich in Breslau. Dort wurden im Juli undAip dem Garnisonlazareth seitens des Traindepots 2 Zeltt 12 Betten überwiesen; ferner stand dem in der Diakonki anstalt Bethanien eingerichteten Reservelazareth ein Ventilation^ ;e ichnet bew Zu Reich' dortigen P. [iwilligen Kirn Aufnahme i Zeltbaracke egen der kalt ten übrigen j Behandlung In Gloga Zelte zu je 1 ■ust und S n untergebi L-ve- (Garn Bei dem 1 fang Oktobe In der Pro areth Celle eise überlassi ■wendet wur ,d 60 bis 80 geschlagen ' In Göttii trichtet; diet jenda waren undete aufget Die Zelte rden bei Et In Hesse zwar bei ( Zelte zu je 16 I zum 26. Ol icht wieder a In der Rh eltlazaretheu rten Verwen In Aach» zur Verfügung; ebenso benutzte das in dem städtki izareth 1 in Krankenhaus Allerheiligen etablirte Reservelazaretl Betten f neu errichtetes Zelt zu 14 Betten vom 26. August bisl™ Oktober; letzteres stand im Garten des Hospitals I ^Ebendasi grossen Linden, hatte einen doppelten Ueberzug von I 1 I Ebendasi III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 335 ': in Licht, !i Süddentj in M in Lud»; in Offe; i des Injj endung, To Jahren r en tilatiousöffnungen, zwei isolirte Räume für Kloset und «Ben und bat sich gegen Wind und Wetter ausdehnet bewährt. Zu Reichenbach i. Schi, befanden sich im Garten des dortigen Reservelazareth attachirten, unter Leitung der Laugen Krankenpflege stebenden Kreis-Krankenhauses »össeres und zwei kleinere Zelte mit zusammen 90 Betten Aufnahme von Schwerverwundeten und Typhuskranken. «elben wurden in Zeltbaracken umgewandelt (Näheres en j e r kalten Jahreszeit geräumt werden. Dieselben inen übrigens sehr gute Dienste geleistet, namentlich Behandlung von Typhus. In Glogau waren im Garten des Garnisonlazareths Zelte zu je 12 Betten aufgestellt, von welchen eines dem Ka retli schon früher angehört hatte, während die beiden deren aus dem Zeltlagerdepot Liegnitz stammten. Im jirißt und September waren durchschnittlich 24 Mann ck aufgestei iin untergebracht. Ein Zelt zu 12 Betten war bei dem lirten Resn Lrre- (Garnison-) Lazareth Görlitz aufgeschlagen. Bei dem Reserve- (Garnison-) Lazareth Sonderburg ■ Garde-Ulan m. Schleswig-Holstein) belegte man von August bis 'hen Bestam nfang Oktober ein Zelt mit Typhuskranken. Inder Provinz Hannover finden sich bei dem Reserve- im Beginn aretb. Celle im Schützenhaus 3 Zelte: ein grosses, leihen' überlassenes Schützenzelt zu 40 Betten, mit Ver- 3m Johann mdeten belegt; ein kleineres, gemiethetes Zelt, das nicht Frau Prinzs wendet wurde; endlich ein vom Garnisonlazareth über- jffiziellen Zi iesenea probemässiges Zelt, welches als Typhuszelt diente in, welches id 60 bis 80 Schritt von den anderen Räumen entfernt nen. ifgeschlagen war. ndenburgi In Göttingen wurden Schützenzelte zu Baracken ein- cfurt a. (I. erichtet; dieselben sollen später besprochen werden; 2 ) lenda waren bei der chirurgischen Klinik 2 Zelte für Ver- dlung statt mutete aufgestellt und bis zum 21. Oktober belegt. ve- (Ganik Die Zelte des Schützenhauslazareths in Hannover 3 Jahren j mden bei Etablirung des Lazareths in Zeltbaracken um- bis Ende: ewandelt, und werden als solche später Erwähnung finden. 3 ) ssa hatte In Hessen-Nassau fand Zeltbehandluug in Hanau Lwervennmi id zwar bei dem im benachbarten Schlosse Philippsruhe dlich war! »bluten Reservelazareth statt, welches im dortigen Park sesaal und! Zelte zu je 16 Betten besass. Dieselben blieben vom August brauch. I zum 26. Oktober in Benutzung: an letztgenanntem Tage azarethen g urden sie durch den heftigen Sturm umgerissen und danach lung statt r uli undAuj ots 2 Zelte ;areth ein em städtisd ■velazaretli LUgust bi lospitals rag von M. iclit wieder aufgerichtet. In der Rheinprovinz fanden (ausser den beschriebenen iCltlazarethen bei Köln und Bingen) Zelte in nachstehenden er Diakonis bleu Verwendung. In Aachen hatte man im August bei dem Reserve- aieth 1 in der Marienthaler Kaserne 3 Zelte zu je .0 Betten für Typhuskranke auf dem Exerzirplatz auf- ') Siehe unter II dieses Abschnitts, Gruppe 8. ■) Ebendaselbst, Aptirungsbauten. 3 ) Ebendaselbst, Gruppe 8. gestellt und benutzte zwei derselben noch während des September; Anfang Oktober wurden auch diese geräumt. Ebenso waren beim Reserve- (Garnison-) Lazareth Bonn im August und September 2 Krankenzelte im Gebrauch. Bei dem in Schloss Engers etablirten Reservelazareth standen im Park 3 probemässige Krankenzelte zu 12 Betten, deren Pussboden 25 cm hoch mit Schlacken und Bimssandkies belegt waren. Dieselben wurden während des Monats September benutzt. In Saarlouis befand sich von früher her ein Krankenzelt beim Garnisonlazareth; 5 neue Zelte zu 12 Mann wurden zur Unterbringung kranker Kriegsgefangener bei dem Reduit B aufgestellt; zu letzteren kamen später noch zwei hinzu, die aus dem stehenden Kriegslazareth Boulay 1 ) überwiesen waren. In Trier standen 5 probemässige Krankenzelte; 2 davon gingen an das Kriegs - Hilfslazareth (frühere Knappschafts- lazareth) in Völklingen über, wo dieselben am 13. August im Garten aufgestellt, und mit je 8 bis 9 Schwerverwundeten belegt wurden. Die drei anderen fanden Verwendung in Trier. Zu Köln waren im Garten des Vereinslazareths im Marien-Hospital 2 Zelte zu je 8 Betten im Gebrauch. Endlich wurden in Saarbrücken auf dem Bahnhofsterrain von Seiten der Evakuationskommission 24 Zelte aufgeschlagen und von Anfang September bis zum 27. Oktober als Etappenlazareth benutzt. Dieselben waren namentlich vielfach mit Typhus- und Ruhrkranken von der Ein- schliessungs-Armee vor Metz belegt. Die Zelte waren ursprünglich für die Feldlazarethe des Gardekorps bestimmt gewesen, hatten dieselben aber nicht erreicht und fanden nun in dieser Weise Verwendung. Ein heftiger Sturm warf dieselben am 27. Oktober um und beschädigte sie, namentlich an den Eisentheilen, so bedeutend, dass sie nicht wieder verwendet werden konnten. Ebendaselbst war bei dem in der Ulanenkaserne etablirten Niederländischen Lazareth ein aus Holland mitgebrachtes grosses Zelt (tente-hopital de la Haye) vom 17. August an 6 Wochen lang für Schwerverwundete im Gebrauch; die Erfolge der Behandlung werden gerühmt. In den übrigen Deutschen Staaten kamen nur sehr wenige Zelte bei Reservelazarethen zur Verwendung. In Bayern waren bei 2 Reservelazarethen (Augsburg und Germersheim) je 1 Zelt für 10 Mann während der günstigeren Jahreszeit aufgeschlagen. Es waren dies sogenannte kleine Rapportzelte konischer Form, aus Holzgerüst und Zeltdach nebst Zeltmantel bestehend, von 11 Schritt Länge und 7 Schritt Breite. In Sachsen gelangte nur 1 Zelt beim Reservelazareth II zu Dresden zur Verwendung; dasselbe, von gleicher Konstruktion wie die Seite 313 erwähnten Zelte aus der Fabrik von Unger, bot Raum für 8 Kranke und 1 Wärter; es wurde im Lazarethgarten aufgestellt, mit einigen Schwer- i) Vergl. S. 318. 336 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. verwundeten bis zum Winter belegt und bewährte sich vortrefflich. Endlich waren in Hamburg — ausser den beim Barackenlazareth aufgeschlagenen — noch 3 Zelte bei dem in einem grossen Exerzirschuppen etablirten Eeservelazareth in Gebrauch. Eines davon, aus England bezogen, nahm Typhuskranke auf, die beiden anderen (probemässige Zelte) aus Erfurt dienten den Rekonvaleszenten als Erholungsräume. Rekapitulation. Im Ganzen kamen innerhalb Deutschland! Satzung: a. bei 42 .staatlichen Reservelazarethen 175 ■> mit nahezu 2000 Lagerstellen (darunter 139 Zelte mit» 1300 Lagerstellen im Anschluss an 36 staatliche 1W . lazarethe in Preussen); b. bei 14 Lazarethen der freiwilligen Krankem! 93 Zelte mit etwa 855 Lagerstellen. II. Baracken in Deutschland. Hauptsächlich die während des Amerikanischen Sezessionskrieges in grossem Maassstabe gewonnenen Erfahrungen gaben den Anlass, dass gleich bei Beginn des Deutsch- Französischen Krieges allenthalben der Bau von Baracken in Vorschlag und meistens auch sofort, zum Theil in grossartiger Weise, zur Ausführung gebracht wurde. Ueberaus zahlreich erhoben sich in allen Theilen Deutschlands Baracken, 1 ) entweder in grösseren Gruppen eigene Lazarethe bildend, oder im Anschluss an bestehende Lazarethe bezw. zu diesem Zweck aptirte Gebäude, theils aus Staatsmitteln, theils auf Kosten der freiwilligen Krankenpflege; dichter stehend im Westen, doch auch bis in den fernsten Osten vertreten. Sämmtliche zur Krankenpflege benutzte Baracken lassen sich in zwei Hauptgruppen eintheilen: A. Neu erbaute Krankenbaracken. B. Aptirungen vorhandener barackenartiger Gebäude zur Krankenunterkunft. Eine besondere Erwähnung erfordern C. die Barackenlazarethe in den Kriegsgefangenen- Depots. A. Neu erbaute Krankenbaracken. Erste Gruppe: Baracken nach Preussischer kriegsministerieller Vorschrift 2 ) von bestimmter Konstruktion und Grösse, mit Boden- erhöhung, unterbrochenen Dachreitern und Latrinen in besonderen Anbauten. (Sämmtlich zu staatlichen Lazarethen gehörig.) 1. Barackenlazareth zu Halle a. S. In Halle a. S. wurde bei dem Reservelazareth im August 1870 auf dem Grundstück hinter der Pfänner- i) Vergl. Beilage 99 und Karte XIII. 2 ) Vergl. S. 315. schaftlichen Saline vor dem Klausthore ein Baraeb lazareth bestehend aus 5 der kriegsministeriellen Tortd* entsprechenden Krankenbaracken zu je 30 Betten ein Küchenbaracke mit Depot und Wohnung des Polij Unteroffiziers, einer Waschküche mit Kohlenmagazin, ein Wohnbaracke für Aerzte mit Operationszimmer und eina Baderaum errichtet. Die 5 Krankenbaracken standen zu 2 und 3 in 2 Reilj auf beiden Seiten einer von Süd nach Nord verlaufet Fahrstrasse, die Baracken jeder Reihe einander parall und eine Barackenbreite von einander entfernt, mit um Längsrichtung von West nach Ost, die Klosets an den m aussen gewendeten Giebeln. Zur Winterbenutzung wurden die Wände von alli Seiten bis dicht unter die Fenster mit Erde beworfen, mit Stroh ausgekleidet und mit Leinewand benagelt. Die Wasserversorgung des Lazareths geschah eine Quellwasserleitung. Die Belegung begann am 25. August 1870 und wähn bis zum 12. September 1871. In dieser Zeit kamen 889 Mai zur Aufnahme, von welchen 829 geheilt entlassen wurda 16=1.8pCt. starben, der Rest mit 44 Mann wurde Garnisonlazareth überwiesen. Die Zahl der Verpflegi tage betrug 38 305. Die Baukosten beliefen sich auf 9 267 Thaler Kosten für Ausstattung und Verpflegung trug der verein zu Halle. Loki 2. Baraekenanlagen zu Hannover. Von den 6 in Hannover errichteten Reservelazaretha sind nachstehende fünf mit vorschriftsmässigen Kranke:. baracken ausgestattet worden. a. Das Reservelazareth No. III, in dem noch nicht völlig ausgebauten Welfenschlosse im dessen Umgebung eingerichtet und am 13. August 18 eröffnet. c 3 < c TT 0 c O 0 i/> L. r- OS CO UJ 3 C3 •* 13 N 111(1 ä zuv fc n 17{ Seite i iche V \ra nkenpJej in Baracl en Tor-, I 3etten, . des lagazii 3r und eka 3 in 2 Eeit I verlaufe^ ader parall it, mit ;■ | i an den i | le von .vorfen, inagelt. schall ) und wäJ Jen 889 Mai ssen wurdaBS^ i wurde da Verpfleg Thaler, 1 j der Lok i'velazareik en Kranket I, Schlosse August 183] ?^^5S* 3 W"W.™ ." W dl. ckenem Westlich S; iskalis« vergl. am Ul'S al aber l Better dahii ßi U! i Situa zehn iiln ol von 9J lilitärii: JO schon rössere Bis d beilassem ifgestellt ewesen. ~H^ [bauten Jdeten, w 1011 diesen che Kranke] (chtung v jnde von Je Richtung Pimensio u Allgemein bssenen Vi inere Eintlic efand sich n| fcaraträume lieht in den Kj hgangsthür irar dicht an kerdem noc lume waren Idezimmer. lügelthiir di lume ins Fr« Von den I, die an< irizontalen ai später gel Iberer kleine] ptere festger Die Klo ktem (Tren angerichtet: rurden von sdesmaliger sollte ferden laupt roii die ric den Wäi on den erki onnte, so e: Das r stem ^^ Laza Herrenhaui Sanitits-Bericl mma ndl. III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 337 Westlich vom Schlosse auf erhöhtem Terrain mit ckenein Sandboden und einigen Bäumen wurde auf Ttärnskalische Kosten ein Komplex von 20 Baracken ■baut (vergl- Tafel XXXV, Fig. 1 bis 4), von welchen hon am 25. August, 9 am 12. Oktober und eine mße ursprünglich für Yerwaltungszwecke bestimmte, aber als Bade- und Isolirraum benutzte Baracke I 10 Betten am 25. Oktober belegt werden konnten. Bis dahin waren 7 theils gemiethete, theils freiwillig Uassene Barackenzelte auf dem Platze vor dem Schlosse »fee^tellt und mit durchschnittlich 105 Mann belegt ewesen. Die Situation der Baracken war derartig, dass die zuerst toten zehn einen aus- und wieder einspringenden Winkel Beten während sich die neun anderen südlich und östlich en diesen ohne bestimmte Anordnung befanden. Sämmt- cbe Krankenbaracken standen parallel mit der Längs- chtung von Nord nach Süd, in einem gegenseitigen Ab- mde von 9.4 bis 10.2 m; die Verwaltungsbaracke hatte Richtung von West nach Ost. Dimensionen und Konstruktion der Baracken entsprachen Allgemeinen der vom Preussischen Kriegsministerium Lssenen Vorschrift; die einzige Abweichung betraf die ne Eintheilung. Der die Klosets enthaltende Anbau fand sich nämlich an demjenigen Giebelende, welches die iparaträume enthielt; der Verbindungsgang' mündete daher fcht in den Krankenraum, sondern in den von der kleineren [pngHthnr in den Krankenraum führenden Korridor, und ar dicht an dieser Thür: an dem Klosetgang befand sich werden) noch ein kleiner Anbau für Pissoirs. Die Separat- ame waren ein Wärterzimmer mit Theeküche und ein .dezimmer. Am anderen Giebelende führte - eine grosse ügelthiir direkt aus dem 30 Betten fassenden Krankende ins Freie. Von den 10 Fenstern jeder Längswand war die Hälfte et, die andere Hälfte entweder um eine im oberen irizontalen Drittel befindliche Achse drehbar, oder (bei in später gebauten Baracken) in zwei Theile getheilt, deren rer kleinerer sich nach aussen offnen Hess, während der tere festgenagelt war. Die Klosets waren nach dem Müller-Schuer'sehen stem (Trennung der festen und flüssigen Bestandtheile) [gerichtet: letztere flössen durch einen Kanal ab; erstere rden von einem Blechkübel aufgenommen, welcher nach esmaliger Benutzung mit Desinfektionspulver versehen 'erden sollte; da dies nicht regelmässig geschah und über- inpt die richtige Handhabung dieser Einrichtung weder j»n den Wärtern, noch von den Kranken, am wenigsten n den erkrankten Kriegsgefangenen erzwungen werden mute, so ergaben sich mannigfache Missstände, welche ieses System als nicht zweckentsprechend erscheinen Hessen. Das Lazareth stand mit der sogenannten „Wasserkunst" Herrenhausen in Verbindung, wodurch sowohl die Zu- Sunititü-BericM über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. leitung des nöthigen Nutzwassers als die Entwässerung sichergestellt war. Das Trinkwasser lieferten Brunnen. Im November erfolgte die Einrichtung von 15, im Dezember diejenige der übrigen 4 Baracken für den Wintergebrauch. Zu diesem Zwecke wurde der freie Sockelraum durch eine 15 Centimeter starke Ziegelmauer geschlossen und diese durch einen Erdanwurf verstärkt; an den Stirnseiten blieb je eine schliessbare Ventilationsöffnung; ebenso blieb an den Längsseiten je eine Oeffnung, welche mit einem Holzkanal in Verbindung stand, der die Luft von unten her in den Mantelraum des Ofens zu führen bestimmt war. Die Wände wurden mit einer Schicht von Backsteinen ausgesetzt und erhielten eine zweite Verschalung. Die Dachreiter wurden mit Holzklappen versehen. Von dem grossen Ausgangsthor ward eine Hälfte ganz verschlossen; die andere erhielt im Innern einen durch Thüren abzusperrenden Vorbau. Die Heizung geschah vermittels zweier, mit Eisenblechmänteln umgebenen Steinkohlen- Füllöfen. Die Rauchrohre verliefen in 7 bis 8 Fuss Höhe, 8 bis 9 Fuss weit horizontal und stiegen dann in einem unten offenen Eisenblechschlot über das Dach hinaus. Da die Baracken, namentlich die zuerst sehr schnell und meist mit zu frischem Holz gebauten zehn, vielfach an Wänden, Dächern, Thüren und Fenstern undicht waren, auch zahlreiche Sprünge und Ritzen aufwiesen, so gelang es nicht, mit Hilfe der oben angegebenen Mittel eine genügende Wärme zu erzeugen. Es wurde daher im Januar im grössten Theil der Baracken über die Querbalken des Dachstuhls eine mit 1 bis 3 schliessbaren Luftklappen versehene Bretterdecke gelegt. Durch diese Maassregel ward der Luftraum, welcher vorher schon, auf 30 Betten berechnet, nur etwas mehr als 15.3 Kubikmeter pro Bett betragen hatte, um fast ein Fünftel verringert und die Ventilation erschwert; die Heizbarkeit wurde allerdings verbessert, doch gelang es nur in den später und sorgfältiger gebauten Baracken, dauernd eine einigermaassen genügende Innentemperatur zu erreichen. Einen weiteren, die Reinhaltung der Baracke erschwerenden Uebelstand bildete die Eigenschaft des verwendeten Heizmaterials, stark zu stäuben und zu russen. Das Lazareth blieb bis tief in den Sommer 1871 hinein in Thätigkeit und bestand vom 1. April ab nach Schluss der übrigen Reservelazarethe allein weiter; von Anfang Mai an wurden nur noch die Baracken, nach Entfernung der Wintereinrichtungen, zur Krankenbehandlung benutzt, das Schloss aber für Verwaltungszwecke und zu Wohnungen verwendet. Bis Ende Juni hat das Lazareth in seinen 1300 Betten, von welchen 580 auf die Baracken kamen, 4735 Kranke und Verwundete behandelt. Die Gesammtmortalität betrug 86 = 1.8 pCt. Wund- und Hospitalkrankheiten traten nie epidemisch auf; einzelne eingeschleppte Fälle von Hospitalbrand heilten rasch. Die Kosten der ganzen Anlage betrugen 38 550 Thlr. 43 338 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. Bd 1). Das Reservelazareth No. I in der Kriegsschule, am Südende der Stadt, frei und isolirt gelegen, besass auf einem freien Räume hinter dem massiven Gebäude 3, im August nach der kriegsministeriellen Vorschrift erbaute Baracken mit je 30 Lagerstellen. Dieselben waren von gleicher Bauart und innerer Einrichtung wie die Baracken des Weifenschlosses; nur war jede Baracke mit 2 Badewannen versehen. Die Belegung begann im August und zwar mit Verwundeten, Typhus- und Ruhrkranken. Eine Baracke diente während der Monate Oktober und November speziell als Ruhrbaracke. Die im November in gleicher Weise wie beim Welfen- schloss getroffenen Vorkehrungen für den Winter, einschliesslich der Anbringung eines Holzplafonds, erwiesen sich auch hier als nicht ausreichend; die Heizung genügte erst dann einigermaassen, als die Mäntel der Oefen entfernt und die Luftkanäle unter denselben verschlossen worden waren. Dadurch konnte die strahlende Wärme besser zur Wirkung kommen; die Ventilation fand aber dann nur noch durch Oeffnen der Fenster statt. Das Lazareth wurde am 5. März 1871 geschlossen. Die Baukosten der drei Baracken beliefen sich, die Wintereinrichtungen mitgerechnet, auf 6351 Thaler. c. Die Reservelazarethe No. IV, V und VI in den Weifen-Kasernen. Vor der Front jeder Kaserne wurde aus fiskalischen Mitteln eine Baracke zu 30 Betten nach dem Muster der zuletzt beschriebenen aufgestellt. Bei den Lazarethen No.IV und VI befanden sich ausserdem zwei aus den Mitteln der freiwilligen Krankenpflege errichtete Barackenzelte (für jedes Lazareth eins) mit doppeltem Zeltdach und Nebenräumen für Wärter, Bad und Klosets. Die Zelte nahmen vorwiegend Typhuskranke auf und blieben bis Ende September im Gebrauch; die Baracken dienten vorzugsweise der Verwundetenbehandlung. Betreffs der Heizung hatten auch diese Baracken trotz der im November erfolgten Einrichtung für den Winter mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen, welche sich bei der exponirten Lage derart steigerten, dass im Dezember und Januar auf ihre Benutzung verzichtet werden musste; im Februar konnten sie wieder bezogen werden, da sich nun eine Durchschnitts-Innentemperatur von* etwa 11° R. erzielen Hess. Die Lazarethe No. IV und VI wurden am 28. Februar, das Lazareth No. V am 31. März, geschlossen und die im Bestände verbliebenen Kranken dem Lazareth No. III im Welfenschloss überwiesen. Die Kosten dieser drei Baracken beliefen sich auf 6339 Thaler. 3. Barackenanlagen zu Kassel. In Kassel befand sich als Haupt-Barackenlazaret Reservelazareth No. II, welches bei dem Traimi auf dem Möncheberg, einem nach Nordwesten U nd i osten abfallenden Plateau, eingerichtet worden war. (?■ Zeichnung 14.) S O Zeichnung 14. Situationsplan des Train -Depots zu Kassel niii daselbst errichteten Baracken. a Baracken. — h Train-Remisen. — c Küchen. Neben den zweistöckigen, aus Ziegelmauerwerk bauten Trainremisen, welche man in 8 Krankensäle wandelte, wurden 8 hölzerne Lazarethbaracken und 1 Ri, baracke auf einem freien Platze nördlich des Depots erb Die Anlage bildete ein regelmässiges Rechteck, de» Seiten die von Nordost nach Südwest stehenden Baratt einnahmen; im Centrum lag die Küchenbaracke Die Krankenbaracken, mit je 30, zusammen mit240Ia stellen, entsprachen in Dimensionen und Bauart vollkoi der kriegsministeriellen Vorschrift. Zu Isolirzwecken war während der wärmeren Jal zeit im Hofe des Traindepots ein Zelt aufgeschlagen. Für den Winter wurden die Wände der Barn aussen mit Dachpappe benagelt, im Innern die Fächer Leinewand überspannt und tapeziert, die Dachreiter di stellbare Holzklappen schliessbar gemacht, vor den Pen Strohrouleaux angebracht. Jede Baracke erhielt drei eist Steinkohlenöfen. Die Belegung der Baracken begann Anfang Septem! 1870 und währte bis zu der am 23. Oktober 1871 er Auflösung des Reservelazareths. Während der Benutzung wurde darauf gehalten, 4 zeitweise die einzelnen Baracken abwechselnd geräumt desinfizirt werden konnten. Die Behandlungsresultate befriedigten durchaus: ai zwei Fällen von Hospitalbrand (einer tödtlich) kam Wundinfektions- und Hospitalkrankheiten gar nicht vor. Während des Sommers 1871 waren stets nur ein; Baracken abwechselnd belegt. Die Baukosten stellten für eine Baracke auf 1965 Thlr. 28 Sgr. 9 Pf. C 3 •DJ 03 > O c c CO a 4\ CD C_ C/3 CD N CO -" £ 1 03 | CO | L 03 CC tjT(J 03 _*: u - CO - c_ l CO - -O ; c l 03 - J£ \ c ! co - c_ «• nicht M ts nur einzf- en stellten Pf. In germä dem Reserve jetb, wd< egsschule , war ante Barac Vl ,n Btandei Isolirung nisonlazan ■ auch : «schlagen |i mit vier Die Win dien den Ke Aufl Ju Meini areths auf d aveth erricl Betten, eim k 4ii'. einem |and, und Die Krai Einrichtu Abweicht nklig auf i leckte, an Für den alung und Flügeltb lohmatten Ichüttung clireiteröffr ■schlössen. verlange] ; Sept< 0. April erf< zum 28. Dezembe Bremmungs issen, kam tretenden, eine Igerissen; ss sie Scha Die Bau! In Lübe or dem Ho »dl- III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 339 In geringerem Maassstabe fand Barackenbehandlung dem Reservelazareth No. I zu Kassel statt. Bei diesem reth welches die Räume des Garnisonlazareths und der ©schule nebst einigen Nebengebäuden (Reitbahn etc.) i waren drei nach kriegsministerieller Vorschrift e Baracken zu je 30 Lagerstellen im Gebrauch. Zwei standen im Hofe der Kriegsschule, die dritte, welche Tgolirung von Pockenkranken diente, im Garten des nisonlazareths, woselbst während des August und Sep- Lber auch sieben Zelte für Typhuskranke und Pyämische geschlagen waren (zwei Zelte mit zwei, zwei mit drei, Ei mit vier und eines mit acht Lagerstellen). Pie Wintereinriehtungen, sowie die Baukosten entdien den Verhältnissen bei dem Reservelazareth IL Die Auflösung des Lazareths erfolgte im April 1871. 4. Barackenlazareth zu Meiningen. (Vergl. Tafel XXXV, Fig. 5-7.) In Meiningen wurde zur Erweiterung des Reserve- aretlis auf dem Exerzirplatze am Werra-Ufer ein Baracken- sreth errichtet, welches aus fünf Krankenbaracken zu je iBetten, einer Wandelbahn, einer Kochküche, einer Wasch- iche, einem Baderaum und einem Wäschetrockenraum (gtaml, und mit Quellwasser versehen war. Die Krankenbaracken entsprachen nach Grösse, Bauart Einrichtung der kriegsministeriellen Verordnung mit Abweichung, dass sie mit dem einen Giebeleude reckt- nklig auf eine, die Baracken verbindende, 5 m breite, deckte, an den Seiten offene Wandelbahn stiessen. Für den Winter erhielten die Wände eine zweite Ver- hahmg und wurden aussen mit Dachpappe belegt. Vor Flügelthor am Giebel und vor den Fenstern wurden rohmatten angebracht. Der Unterraum bekam eine Erd- ischüttung mit Freilassung von Ventilationsöffnungen; die chreiteröffnungen wurden durch stellbare hölzerne Klappen Irschlossen. Jede Baracke erhielt drei eiserne Füllöfen verlängerten Rauchrohren. Das Etablissement wurde kfang September belegt und blieb auch nach der am April erfolgten Schliessung des Reservelazareths noch zum 28. Juni im Gebrauch. Nachdem schon im Laufe Dezember drei Baracken wegen drohender Ueber- fcremmungsgefahr vorübergehend hatten geräumt werden 6ssen, kam das Lazareth bei einem am 28. Juni plötzlich mietenden, ungewöhnlich starken Hochwasser in dringende loth; eine Baracke wurde weggeschwemmt, eine zweite ngerissen; die Insassen konnten gerettet werden, ohne es sie Schaden nahmen. Die Baukosten hatten 7619 Thlr. 11 Pf. betragen. 5. Barackenlazareth zu Lübeck. In Lübeck wurde auf Kosten der Stadt, V* Stunde lor dem Holstenthor auf dem früheren Exerzirplatze, im August 1870 ein Barackenlazareth, bestehend aus neun der kriegsministeriellen Vorschrift entsprechenden Krankenbaracken zu je 30 Betten, einer Küchen-, einer Verwaltungsbaracke nebst einem Brunnen errichtet und dem Reservelazareth überwiesen. Fünf Baracken wurden im November, die vier anderen im Dezember zur Ueberwinterung eingerichtet, indem Wände und Dächer eine zweite, innere Bretterverschalung, der Zwischenraum der Wände eine Ausfüllung mit Lohe, die Dachreiteröffnungen stellbare Holzklappen, die Thüren Windfänge erhielten. Von zwei Koaksfüllöfen in jeder Baracke zogen die Rauchrohre in Ventilationsschachten durch den mittleren Dachreiter in die Höhe. Das Lazareth war vom 30. August 1870 bis Mitte Juni 1871 belegt. 6. Einzelne Baracken. Zu Kottbus wurden bei dem Reservelazareth im September 1870 südlich der Stadt auf massiger Anhöhe, in der Nähe des Centralgefängnisses, zwei vorschriftsmässige Baracken zu je 30 Betten erbaut. Dieselben standen in der Richtung von Ost nach West, mit dem Haupteingang von West. Am 7. Oktober mit 60 Kranken belegt, mussten die Baracken bereits am 25. Oktober der rauhen Stürme wegen wieder geräumt werden. Während des November und Dezember richtete man dieselben in der Weise für den Wintergebrauch ein, dass die Seitenwände und das Dach eine doppelte Verschalung, ohne Ausfüllung des Zwischenraums, die ganze Innenfläche eine Bekleidung mit Segeltuch und Tapeten, die Dachreiter einen luftdichten Verschluss erhielten. Zugleich wurden in jeder Baracke zwei eiserne Kanonenöfen mit Mänteln angebracht, in deren Mantelraum von unten her durch blecherne Kanäle Luft einströmte, während die Rauchrohre, welche nach rechtwinkliger Biegung die Baracke in grosser Ausdehnung durchzogen, schliesslich durch acht blecherne, unten offene Ventilationsschachte hindurchliefen und über dem Dach mündeten. Die Fenster erhielten Strohvorhänge. Die Wiederbelegung der Baracken begann am 18. Februar und währte bis zu der am 18. Juli erfolgten Schliessung des Lazareths. Die durchschnittliche Belegung betrug 39 Mann, die Gesammtzahl der Behandlungstage 4351. Die Baukosten der beiden Baracken beliefen sich auf 2823 Thlr. 6 Sgr. 2 Pf. Eine probemässige Baracke zu 30 Betten wurde auf Staatskosten bei der Provinzial - Irrenanstalt '/* Stunde westlich Halle errichtet und vom 9. September 1870 bis 15. September 1871 belegt (4831 Behandlungstage). In Siegburg Hess Kommerzienrath Rollfs für das Reservelazareth eine der Vorschrift entsprechende Baracke zu 30 Betten mit vollständiger Ausstattung auf dem Zeughaushofe herstellen und zur Winterbenutzung einrichten. 43* 340 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. In derselben kamen von Anfang Dezember bis 26. März 43 Mann zur Behandlung, von welchen 3 starben. In Stade wurden bei dem Eeservelazareth auf dem in der Nähe des Lazarethgebäudes (Garnisonlazareth) frei und luftig liegenden Exerzirplatze drei Baracken nach kriegsministerieller Vorschrift erbaut. Dieselben standen auf sandigem Boden mit lehmigem Untergrunde und waren mit 33 bezw. 34, zusammen mit 100 Betten ausgestattet. Die Wasserversorgung geschah durch Amerikanische Röhrenbrunnen. Im November wurden die bis dahin noch nicht belegt gewesenen Baracken für den Wintergebrauch eingerichtet, indem man die Wände und Dächer verdoppelte, den Unterraum verschluss und die Dachreiter mit Klappen versah. Die Heizung (mittels Säulen- und Füllöfen) liess in ihren Resultaten zu wünschen übrig. Die Belegung von zwei Baracken erfolgte am 28. November mit 45 Deutschen Kranken. Vom 28. Januar 1871 an wurden die Baracken nur für kranke Kriegsgefangene benutzt und am 21. März geräumt. Die Baukosten für die drei Baracken, welche nach Schluss des Lazareths weitere Verwendung als Lazareth- Utensiliendepot fanden, betrugen 5654 Thlr. 18 Sgr. 6 Pf. Bei dem in der Irrenanstalt auf dem Gertrudenberg bei Osnabrück etablirten Reservelazareth war eine vor- schriftsmässige Baracke zu 30 Betten, eine eben solche als Abtheilung 4 des Reservelazareths von dem dortigen Lokalvereine zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger auf dem Schlosshofe erbaut. Die Wände dieser Baracken waren mit Oelfirniss gestrichen, die Fugen mit Deckleisten gedichtet. Die Fenster Hessen sich um eine in 2 /a ihrer Höhe befindliche Querachse in der Weise drehen, dass der untere Theil nach aussen gestellt werden konnte. Der l 1 /» Fuss über dem Terrain liegende Fuss- boden bestand aus einer doppelten Lage von Brettern. Für den Winter erhielt der Fuss der Baracke eine Böschung von Lohe. Die Fächer der Wände wurden innen mit Schlacksteinen ausgemauert, die Fugen mit Schlackenkies verstrichen und eine innere Bretterverschalung der Wände und Dächer angebracht. Die Dach- reiteröifnungen wurden mit grober Leinewand geschlossen, und drei gusseiserne Kanonenöfen gesetzt. Die Belegung der Baracken, die meist keine starke war, begann am 21. August mit Verwundeten. Von Mitte Dezember bis zum 12. März standen die Baracken leer; von da an blieben sie belegt bis zu der am 29. April erfolgten Auflösung des Reservelazareths. In Marburg benutzte das Reservelazareth von Ende August bis 5. April zwei in der Nähe des Bahnhofes aufgestellte Baracken, welche seitens der freiwilligen Krankenpflege mit Wintereinrichtungen versehen wurden. Die Baukosten betrugen 2814 Thlr. 23 Sgr. 2 Pf. Im Grossherzogthum Mecklenburg-Strelitz waren zu Neubrandenburg zwei Baracken vom Lokalverein er- - Von de Re ,ervelazavet richtet und seitens des Reservelazareths für die Gebrauchszeit zum Preise von 1298 Thlr. 20 Sgr. ermi l worden. Dieselben, nach kriegsministerieller .\ konstruirt, standen in der Nähe der Stadt auf freiem F> Eine derselben wurde später zum Wintergebrauch gerichtet und blieb vom November bis Februar (meist schwach) belegt. Zwei dem Reservelazareth Schönberg, Fürsten Ratzeburg, angehörige, von der Landvogtei des Fürstenthn ! r -acken auf freiem Platz vor der Stadt erbaute probemässige Barri i -c Band 1 ' Von di zu je 30 Betten waren nicht für den Wintergebrauch gerichtet, eine davon wurde gleichwohl im Monat vorübergehend mit einigen Kranken belegt. Die Baukosten betrugen 1949 Thlr. 27 Sgr. 5 p. Rekapitulation. Im Ganzen entstanden nach der kriegsministeriel Anweisung: 71 Baracken mit 3020 Lagerstellen; hiervon entfiel 47 Baracken mit 1390 Betten auf fünf eigentliche Baracfa lazarethe; 24 Baracken mit 730 Betten waren im Anschli an 12 Reservelazarethe hergestellt worden. Die Heizungsresultate in den Baracken ( sich aus nachstehender Tabelle der Durchschniti temperaturen. Reservelazareth Hannover, No.III, Bar.No.8 1 ) . „16 3 ) n » *■ 9 * * Kassel, No. II 4 ) ..... . I ..... Meiningen....... Lübeck 6 )....... Kottbus«)....... Stade, Bar. No. 2 . . . . » >i « 3 ... . « » »-*-•••• Osnabrück ....... Marburg....... 3 fco Mittlere Temperatur) im Januar I 80 80 30 30 80 30 30 30 30 34 33 33 80 80 —5.7 -5.7 —5.7 —5.7 —2.7 -2.7 —4 —4.9 —2.« 10.6 9 9.6 12.8 13 12 13.1 9.1 Februar I s +1.3 I 13.3 +1.3 11 +1.3 11.4 +1.3 12.6 0.4 12.4 0.4 12.4 ±0 j 13.2 1.7 ! 12.6 4.5 14.5 ±0 9.1 +3.6 11.2 Man ■< +h 1: +4.3 +4.31: +6J i: +6.! 11 +4.5! 11 +4.5 ! IS +5. +7.1 H 1 ) Aeltere Baracke mit Querdecke. 2 ) Neuere Baracke ohne Querdecke. 3 ) Neuere Baracke mit Querdecke. 4 ) Kohlenverbrauch im Januar täglich 2 bis 3 Zentner. 6 ) Pro Tag und Baracke in der kälteren Jahreszeit etwa 2 Zi Koaks. ß ) Vom 18. bis 28. Februar täglicher Verbrauch von 3 Tonnen Kohlen. Die He bei den fu lassei etc. Krankenban Zeit mit Auf und Dezemb Betreffs und eine I das Nähere. Reserve Halle a. d. S. Hannover, No Meiningen . Kottbus . . Stade . • Osnabrück, Gt Schönberg . Zweite G durchlau reiter v< erhöhu a. Aussi Als di< wahrend def haupt ist zu 1. Baracken Seitens bald nach ') In dei für die ga 0 s gr- ermiet Her .\ iU -f freiem ^rgebraudi ruar (meist : ?i Purstem es Fürst äs sige Barach «rgebrauch Monat Febrj 1 Sgr. 5 Pf, gsmmisteriel iervon entfiel liebe Baracke 'n im Anscii icken er«eli urchäo] iperatur ( n 13.3 11 11.4 12.6 12.4 12.4 13.2 12.6 14.5 9.1 11.2 Min -Rill +4.s +4.31: +6. +6.! m +4.; 1: +5. Bandl- III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 341 Reserv y 0 n den Barackenlazarethen enthielt lazareth No. III zu Hannover 20 Baracken mit 580 Betten T ,. Kassel 8 » » 240 „ , Halle 5 „ y 150 V „ Meiningen 5 „ V 150 „ „ Lübeck 9 » . 270 .1 in Summa: 47 Baracken mit 1390 Betten. Von den 24 einzelnen Baracken bestanden 20 bei if Reservelazarethen in Preussischen Landestheilen und 4 Baracken bei zwei Reservelazarethen im Grossherzogthum Hecklenburg-Strelitz. Die Herstellung und Belegung der Baracken erfolgte »i den fünf grösseren Barackenanlagen zu Hannover, [Mgel etc. gegen Ende August und im September, bei den Krankenbaracken der Reservelazarethe gleichfalls in dieser Zeit mit Ausnahme von zwei, welche erst Anfang November und Dezember in Benutzung kamen. Betreffs der Herstellungskosten für je eine Baracke und eine Lagerstelle ergiebt folgende Zusammenstellung L Nähere. Reservelazareth Zentner, it etwa 2 Zem •auch von 2 Halle a. d. S ...... Hannover, No. II . . . . „ I . . . . , IV, V, VI je Kassel ........ Meiningen ....... Kottbus ........ Stade ........ Osnabrück, Gertrudenberg 1 ). Schönberg ....... Zahl der pq 5 20 3 1 8 5 2 3 1 2 150 580 90 30 240 150 60 100 30 60 Baukosten für 1 Baracke mit ohne Wintereinrichtung M \ M \\ 5560- 5782 6351 6339 5897 4571 4235 5654 1950- fürlLagerstelle mit ohne Wintereinrichtung M \\ M \\ 2935- 185 199 211 210 195 152 141 170 65 97 Zweite Gruppe: Dachfirstventilation mittels durchlaufender oder unterbrochener Dachreiter verschiedener Konstruktion, Bodenerhöhung bis 0.95m, Latrinen in Anbauten. a. Ausschliesslich, oder vorwiegend staatliche Lazarethe. Als die bedeutendste Anlage dieser Gruppe und der wahrend des Krieges entstandenen Barackenlazarethe überhaupt ist zu erwähnen das dreifach gegliederte 1 Barackenlazareth auf dem Tempelhofer Felde bei Berlin. (Vergl. Tafel XXXVI.) Seitens des Preussischen Kriegsministeriums war alsbald nach befohlener Mobilmachung die Einrichtung von ') In der kälteren Jahreszeit nicht belegt. 5000 Lagerstelleu für Kranke und Verwundete in Berlin verfügt worden. Von den im Jahre 1866 benutzt gewesenen 41 Lazarethlokalitäten mit 4500 Betten erschien ein Theil mit etwa 1000 Betten als ungeeignet, so dass ein Bedarf von 1500 Lagerstellen zu decken war. Der für Berlin ernannte General-Lazarethdirektor 1 ) setzte sich mit den städtischen Behörden in Verbindung, welche bereitwilligst auf den Vorschlag eingingen, ein Barackenlazareth zu 600 Betten ausserhalb der Stadt zu errichten. Das Kriegsministerium stellte gleichzeitig die Mittel zur Herstellung eines solchen in der Ausdehnung von 450 Betten bereit, endlich beschloss der „Berliner Hilfsverein für die Deutschen Armeen im Felde" im Anschluss an die eben genannten Etablissements die Errichtung von 450 Lagerstellen in Baracken, so dass dadurch die Zahl von 1500 Lagerstellen erreicht war. Als passendster Platz zur Errichtung dieser Lazarethe erschien der im Süden von Berlin gelegene, an die in der Nähe verlaufende Berliner Verbindungsbahn leicht an- zuschliessende Exerzirplatz auf dem Tempelhofer Felde, zumal von hier auch der Anschluss an die vorhandenen Gas- und Wasserleitungen unschwer zu erreichen war. Dieses Terrain, als der gesundeste Punkt in der Nähe der Stadt geltend, liegt etwa 18 bis 22 m oberhalb des Spreespiegels; im Norden wird es durch den etwas höher gelegenen Kreuzberg, im Osten durch die Hasenhaide geschützt. Der Boden besteht aus Sand und etwas Lehm; Regenwasser zieht schnell ein. oder fliesst bei dem vorhandenen Gefälle bald ab; da die Gegend überdies den Winden ausgesetzt ist, so verdampft auch die Bodenfeuchtigkeit schnell, so dass sich selten Pfützen bilden. Der Belegungsraum jeder einzelnen Baracke wurde nach der kriegsministeriellen Anweisung zu 30 Lagerstellen angenommen, woraus sich die Zahl von 50 Baracken ergab; dieselben gliederten sich in drei Gruppen, deren Anordnung nach Virchows Vorschlag mit Rücksicht auf die vorherrschende Windrichtung (NW und SW) und auf einen von der Verbindungsbahn heranzuführenden Zweigstrang in der Weise stattfand, dass jede Gruppe einen spitzen Winkel darstellte, dessen Oeffnung gegen die von Süd nach Nord durch das Lager verlaufende Eisenbahn sah, während seine Schenkel durch Reihen von Baracken gebildet wurden. Die beiden äussersten Gruppen (I. u. III.) standen westlich, die mittlere (IL), deren Schenkel ungefähr die Verlängerung der inneren Schenkel der beiden anderen darstellten, östlich der Bahn. Der ganze Barackenkomplex bildete auf diese Weise die Figur eines lateinischen W mit zur Hälfte verkürzten äusseren Schenkeln. Die einzelnen Baracken standen mit ihrer Längsrichtung senkrecht gegen die Eisenbahn, also genau von Ost nach West, und waren so angeordnet, dass jede folgende Baracke auf derselben Grundlinie begann, auf welcher die vorhergehende endigte, jedoch in der Art, i) Vergl. Beilage 13. ■B|Hj^H 342 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. dass auf dieser Linie beide durch einen Zwischenraum von 6.27 m getrennt blieben. Die ganze Anlage war von einem 2.i bis 2.6 m hohen Bretterzaune umgeben, welcher zwei Haupteingänge besass, einen nördlichen nach der Stadt zu, einen südlichen zum Einlass der Eisenbahnzüge. Jedes Thor hatte eine Thorwache, von welcher auch die übrigen Posten des Lazareths gestellt wurden. Die Wasserversorgung geschah durch Anschluss an die Englische Wasserleitung in der Königgrätzerstrasse. Es wurde von da durch die Möckernstrasse bis zur Möckern- brücke eine 502 m lange, 15.6 cm weite, von da bis zum Barackenlager eine 1570 m lange, 6 und 13 cm weite Röhrenleitung gelegt; von derselben liefen Zweigleitungen in die einzelnen Barackengassen und von da in jede einzelne Baracke. Ferner wurden Hydranten zur Benutzung bei Feuersgefahr, Wasserschieber zur Absperrung ganzer Theile der Leitung, endlich für jede einzelne Baracke ein Haupthahn angebracht, um dieselbe eventuell ausser Verbindung mit der Leitung setzen zu können. Der Druck des Wassers sowohl, als die Menge desselben erwies sich als vollkommen ausreichend; der durchschnittliche Wasserkonsum belief sich pro Kopf und Tag auf 0.28 cbm. Die Entwässerung des Terrains und die Ableitung der Abfallwässer etc. aus den einzelnen Baracken bot etwas mehr Schwierigkeit, da eine vorliegende Bodenerhöhung überwunden werden inusste, was nur durch Zuhilfenahme von Dampfkraft zu ermöglichen war. Zunächst nahm eine 47 cm weite Stammleitung sowohl das Regenwasser, als auch sämmtliche aus den Baracken, den Wirth- schafts- und anderen Gebäuden kommenden Effluvien jeder Art auf und führte dieselben nach einem seitlich des Barackenlagers liegenden, 4.7 m Durchmesser haltenden, 5 m tiefen gemauerten Sammelbassin, in welchem dreimal täglich mittels einer Mischung von Karbolsäure, Zinkvitriol und Chlorkalk desinfizirt wurden. Von Lokomobilen getriebene Kreiselpumpen hoben den Grubeninhalt über die nordöstliche Terrainhöhe und drückten denselben in einer eisernen bezw. Thonrohrleitung nach den Entwässerungsröhren von Wilhelmshöhe, welche in den Kanal in der Bellealliancestrasse bezw. in den Schifffahrtskanal mündeten. Die Beleuchtung der einzelnen Baracken sowohl, als des ganzen Lagers und der zuführenden Wege geschah durch Anschluss an die städtische Gasleitung in Tivoli. Was die Bauart anlangt, so hatten die drei Gruppen das gemein, dass sämmtliche Baracken einstöckige, hölzerne Pavillons mit Firstventilation nach Amerikanischem Muster darstellten, welche für je 30 Betten Raum boten und zunächst Wintereinrichtungen nicht besassen. In den Einzelheiten der Konstruktion unterschieden sie sich jedoch von einander in mehrfacher Beziehung. Die 15 Krankenbaracken der ersten Gruppe, Reserve- Barackenlazareth No. L, auch ärarische oder militärfiskalische Gruppe genannt, entsprachen im n2 liehen der kriegsministeriellen Instruktion. Sie «J 30.28 ni laug, 6.6 m breit, bis zum Dach 3.i m bis Dachfirst 4. 7 m hoch und bestanden aus einem Kraut saal von 23.8 m Länge und 591.26 cbm Rauminhalt welchen sich im östlichen Giebel vier kleinere Räm» Theeküche, Badeanstalt, Wärterzimmer und llontirmr. kauimer, am westlichen Giebel in einem Anbau die Latrin" anschlössen. Die Schwellen und Fussbodenunterlagen ruhten j 100, in vier Reihen zu je 25 angeordneten gemanertf Pfeilern, welche 30 bis 48 cm hoch über dem Erdl hervorragten, so dass die Luft allseitig freien Zutritt m den Fussboden hatte. Der Fussboden war aus :]. ;i starken, gehobelten und gespundeten, auf der ObeM mit dreimaligem Oelanstrich versehenen, längsliem Brettern hergestellt, die Wände aus einem Gerippe m 26 cm starken, durch Riegel und Streben verbünd« Ständern, von aussen durch vertikale Bretter verschs deren Fugen durch Deckbretter geschlossen wurden: i schmaler Raum unter dem Dache blieb frei. Die Zwisd wände waren ähnlich konstruirt. Von den in jeder Lan» wand vorhandenen elf Fensteröffnungen, mit einer Brüstung höhe von I.25 m, waren diejenigen der Nordseite gj Glasfenstern versehen, deren unterer Theil aus zwei« wohnlichen Flügeln bestand, während der obere Ab» um eine horizontale Achse drehbar war; die Fensteröffmwa der Südfront wurden anfangs durch Vorhänge und Rouleai später gleichfalls durch Glasfenster verschliessbar gemac In der Wand des Westgiebels befand sich ein 3, BI breites, 2.5 m hohes, zweiflügeliges sogenanntes „Schon thor", innen durch einen Vorhang aus starkem Segeltet verkleidet; den zweiten Eingang bildete eine gleichfal mit Vorhang versehene, 1.« m breite Thür im östlicla Giebel. Das weit überragende Dach bestand aus einer einfack mit Dachpappe benagelten Bretterlage; der 19.2 m b durch Verlängerung der Dachsparren gebildete Dada reichte nicht über die ganze Länge der Baracke, son adr über den grössten Theil des Krankensaales hinve; eine Baracke besass drei kleine Dachreiter. Von den Nebenräumen der Baracke lagen das zimmer und die Wärterkammer dicht neben dem Krank': saale; ersteres enthielt neben einer Zinkbadewanne ein« kleinen Cirkulirofen zur Erwärmung des Badewaad Beide Räume waren je 2.64 m lang und breit. Nach am von ihnen lagen die Theeküche mit einem kleinen eisen Kochofen, einem Gaskocher, einem Wasserleitungshahn ■ Ausgussbecken, sowie Speise- und Geschirrschränken Regalen. Diese Räume waren 3.78 m lang und 2.64 m breit Die Klosets (je zwei in einem kleinen Anbau oe dem Westgiebel) standen mit dem Krankeusaale einen gedeckten Gang, welcher zwei Thüren und e« Fenster besass, in Verbindung. Dieselben waren a ■■Hm ■■■ III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 343 Lgerspülong eingerichtet; das Fallrohr führte in eine leine gemauerte Senkgrube, aus welcher die Exkremente ircli das nachspülende Wasser in das Sammelrohr ab- bführt werden sollten; doch genügte dies zur Zeit schwüleren Wasserdrucks nicht immer, so dass ein Theil der ikalmassen in den Senkgruben zurückblieb und zweimal öehentlich abgefahren werden musste. Der Krankensaal selbst bot bequem Raum für 30, in rei Reihen mit den Kopfenden an den Längswänden tehende eiserne Bettstellen; es kam auf jede Lagerstelle |.5 cbm Luftraum. Bei dieser Gruppe befanden sich zu Isolirungszwecken fei kleine Zelte zu je einem Bett und ein grösseres Zelt zu Betten, welche von Ende August bis Anfang Oktober nutzt wurden. Die zweite Gruppe, Reserve-Barackenlazareth II, der städtische Barackengruppe 1 ) genannt, auf Kosten Stadt Berlin erbaut, bot mancherlei Verschiedenheiten ou der Gruppe I. Die Anzahl der Baracken betrug 20, Lange (ohne Galerie) 34 m, die Breite (ebenso) bei Baracken 6.6 m, bei den 10 anderen 5.64 m, die Höhe De Unterbau) bei den 10 ersten 3.13 m bis zum Dach ad 4 m bis zum First, bei den 10 anderen 2.8 m bis zum ch und 3.8 m bis zum First. Den mittleren Theil der Baracke nahm der 28.25 m Bge Krankensaal ein, während sich an jedem Ende zwei lume, einerseits für Latrine und Badeeinrichtung, anderer- eits als Theeküche und Wärterzimmer, befanden. Der Unterbau dieser städtischen Baracken bestand aus ä m tief eingegrabenen 26 cm starken hölzernen Pfählen, flehe bei den drei zuerst vollendeten Baracken (No. 16, 17 kd 18) 62 cm, bei allen übrigen 1,56 m hoch über den fdboden sich erhoben. Auf denselben war die Baracke ähnlicher Weise errichtet, wie bei der militär-ärarischen uppe; nur bestand der Fussboden, um die Schwankungen verringern, aus 5.2 bis 6.5 cm starken gespundeten ohlen, welche direkt auf den Unterzügen ruhten. In ei Baracken (16, 17 und 18) war ein Asphaltfussboden durch hergestellt, dass man auf eine fast dichte Bettung »chpappe genagelt und diese mit einer Asphaltlage beriehen hatte. Das überhängende Pappdach, mit Leisten und Tafel- Jipe gedeckt, hatte Firstventilation mit Dachreitern in ganzen Länge des Gebäudes. Eine 94 cm breite Galerie mit einfachem Eisengeländer hgab die ganze Baracke. Leinene Vorhänge, welche vom iche bis zum Galeriefussboden reichten und nach Belieben Jeilweise oder ganz herabgelassen werden konnten, boten putz gegen Wind und Hitze. ') Diese städtischen Baracken gehören ihrer Konstruktion nach denjenigen, welche in der vierten Gruppe dieses Abschnitts ammengestellt sind, werden jedoch behufs zusammenhängender »ilderung der gesammten Lazarethanlage bereits hier beschrieben. Die Fensteröffnungen, 30 an der Zahl, welche an der Längswand dicht nebeneinander lagen und bis zur Dachhöhe reichten, waren mit Drahtgaze geschlossen, an deren Stelle nach Bedarf Glasfenster vorgesetzt werden konnten. Die Stirnseiten hatten Thüren, von welchen die nach Westen liegende 1.« in, die entgegengesetzte 1.09 m breit war; zu denselben führten von aussen Freitreppen. Nach innen gelangte man in einen Korridor, an dessen beiden Seiten am Westende ein Wärterraum und eine Theeküche, am Ostende der Klosetraum und die Badeküche lagen; die beiden ersteren Räume waren 3.7 m lang und 2.5 m breit, die beiden letzteren 1.8 m lang und 2.5 m breit. Die Klosct- einrichtung unterschied sich von der in den ärarischen Baracken dadurch, dass die Fallrohre ohne Senkgrube direkt in die Sammelröhren einmündeten, eine Einrichtung, welche sich dauernd gut bewährt hat. Der Krankensaal war durchweg länger als in den anderen Gruppen, so dass die Entfernung von Bettmitte zu Bettmitte nicht wie dort l.s m, sondern l.s ni betrug, dagegen war bei der Hälfte der Baracken die Breite eine geringere; bei den schmäleren Baracken betrug der Luftraum pro Kopf 17.5i cbm, bei den grösseren 22.38 cbm. Diese Gruppe verfügte über 25 Zelte, von welchen jedoch nur 8 während der Monate September und Oktober in Gebrauch gezogen wurden. Die dritte Gruppe endlich, 15 Baracken des Berliner HilfsVereins umfassend und Vereins-Barackenlazareth genannt, unterschied sich von der Gruppe I nur in wenigen Punkten. Zunächst bestand der Fussboden, mit Ausnahme von Baracke 50, aus zwei Brettlagen mit gekreuzten Fugen; auf die obere Brettlage war eine Pappschicht genagelt und asphaltirt worden. Die Wände der Baracken waren an der Wetterseite mit Dachpappe benagelt. Der Dachreiter, mit stellbaren Holzklappen versehen, lief über die ganze Länge der Baracken. Die Thore am Westgiebel nahmen die ganze Breite der Giebelwand ein. Ferner stand die Baracke 50, welche, nachdem im Anfange auch noch Baracke 30 der Gruppe II zur Aufnahme der von Hospitalbrand befallenen Verwundeten benutzt worden war, weiterhin allein zu diesem Zwecke diente, ohne Unterbau direkt auf dem abgemauerten Erdboden, auf welchen eine dicke, leicht muldenförmige Cementlage aufgetragen war, so dass Abwaschungen mit Wasser und Desinfektionsmitteln leicht vorgenommen werden konnten. Inmitten dieser Gruppe befanden sich, von Gartenanlagen mit Springbrunnen umgeben, ein Zelt für Pyämische, sowie ein grosses Zelt für Rekonvaleszenten, dessen Seitengardinen Oeffnung und Schliessung je nach der Windrichtung gestatteten. Von den ausser den Krankenbaracken auf dem Terrain des Barackenlagers errichteten, zur Lazarethanlage gehörigen Gebäuden sind zu nennen: Am Thore nach der Stadt neben der Wache das Auskunftsbüreau, der Gasometer, ein Stall, eine Remise und die Feuerwache; 344 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. innerhalb der ärarischen Gruppe ein Gebäude für Apotheke und Operationssaal mit angebautem Eiskeller, eine Küche mit Speisekammer, endlich das grosse Verwaltungsgebäude, welches die Verwaltungsbüreaus, ein Wäschedepot, eine Utensilienkammer, den Betsaal, das Telegraphenbüreau, ein Konferenzzimmer, sowie Wohnungen für Aerzte, Geistliche, Beamte, Schwestern und Wärter enthielt. Etwas entfernter, zwischen den Gruppen I und III, stand das Leichenhaus, ebendaselbst, aber näher der Bahn, eine Waschküche, und dicht an der Bahn die gemeinsame Apotheken- und Operationsbaracke für Gruppe II und III ; bei Gruppe II Küche, Verwaltungsgebäude, Eiskeller und Zeughaus (Mon- tirungsdepot); in der Nähe dieser Gruppe die Pumpstation für die Entwässerungsanlage, ein Desinfektionsofen (massives Gebäude mit hohem Schornstein, versehen mit einer Feuerung zum Verbrennen aller gebrauchten Verband- gegenstände und einer über der Feuerung liegenden Kammer zur Desinfektion der Utensilien mittels heisser Luft), ferner ein Strohschuppen und ein zweites Leichenhaus; bei der Gruppe des Hilfsvereins endlich eine Küche, eine Verwaltungsbaracke, ein Strohschuppen, ein Pferdestall und ein Bahnwärterhaus. Sämmtliche Baracken waren, wie schon oben erwähnt, zunächst für den Sommergebrauch eingerichtet und bewährten sich in der beschriebenen Form während der wärmeren Jahreszeit vollkommen. Schon im Monat Oktober jedoch machte die niedrige Temperatur eine Umgestaltung der Baracken für den Wintergebrauch nothwendig. Von der militärfiskalischen Gruppe erhielten die Baracken No. I, II, XIV und XV eine vollständige innere Verschalung mit gehobelten Brettern, No. III und X11I eine ebensolche mit ungehobelten Brettern; No. IV, V, XI und XII wurden innen bis zur halben Höhe mit ungehobelten Brettern verschalt, der Rest mit Pappdeckeln benagelt; No. VI erhielt eine innere Ausmauerung mit in Theer getränkten Torfstücken, No. VIII eine solche mit trockenem Torf, — darüber erfolgte bei beiden eine Belegung mit Pappe. No. VII und IX wurden aussen mit Steinpappe bekleidet, No. X endlich erhielt einen äusseren Lehmestrich auf Stroh. Sämmtliche Baracken mit Ausnahme von No. X, in welcher ein Versuch mit vier Gasöfen gemacht wurde, erhielten je zwei eiserne Füllöfen und zwar meist Reguliröfen; nur in No. VIII und IX wurden, ihrer mehr exponirten Lage wegen, Schüttöfen von Eisenblech mit starker Chamotteausfütterung angebracht. Die zum Dachfirst hinausgeführten Rauchrohre wurden mit Ventilationsschloten umgeben, die Dachfirstöffnungen mit Brettern vernagelt; nur eine Anzahl stellbarer Klappen blieb frei. Ebenso schloss man den Hohlraum unter der Baracke durch eine bis zur Höhe des Fussbodens reichende Erdaufschüttung, in welcher einige durch Klappen schliessbare Ventilationsöffnungen freiblieben, gegen die äussere Luft ab. Die Zahl der Oefen musste späterhin vermehrt werden, so dass für die 15 Baracken 21 Kohlen- . und 24 Koaksöfen zur Verwendung kamen; die Gast hatten sich nicht bewährt. Bei der Gruppe II erhielten zunächst sau Baracken, nachdem die Aussenseiten der äusseren Pf a reihen des Unterbaues mit Brettern vernagelt waren Erdschüttung bis zur Höhe des Fussbodens mit Freila« von Ventilationsöffnungen. Innen wurden die Dachreit^ mit Ausnahme stellbarer Ventilationsklappen geschW Sechs Baracken erhielten eine innere Bretterver mit Ausfüllung des Zwischenraums durch Torf. Bei andern wurden nur die Fugen der Wand gedichtet innen die Leinewandvorhänge der Galerien gegen die Stiele und Riegel der Bundwand befestigt; zwei Baracken bliebq ohne weitere Einrichtungen. Die Heizung geschah in zwei Baracken mittels Gasöl in den übrigen durch Schutt- und Kanonenöfen; letzten mit Ofenschirm und vertikalem Rauchrohr, bewährten am besten; die Gasöfen mussten auch hier im Dezemt durch Kanonenöfen ersetzt werden. Bei den Baracken des Hilfsvereins wurde betreffs k Unterbaues und des Dachreiters in gleicher Weise fahren; sämmtliche Baracken erhielten eine innere Tu Schalung mit Ausfüllung des Zwischenraums durch Koab asche, sowie eine äussere Benagelung mit Dachpappe Heizung geschah anfangs mit je zwei, später mit j( Füllöfen, nur in Baracke 50, welche sich am besten heia mit zwei Kanonenöfen. Ausweislich der nachfolgenden Tabelle über die schnittlichen Ergebnisse der Heizung muss der Yer-t die Sommerbaracken für den Winter brauchbar zu mach als nicht vollkommen gelungen bezeichnet werden, da der kälteren Zeit trotz ununterbrochenen Heizens eine nügend hohe Innentemperatur nicht erreicht worden ist, Temperatur-Tabelle (°R.) für das Reserve - Barackenlazareth No. I auf dem Tempelhofer Fdt L Dar d: «• aren äii' I Monate: Mittlere Aussen-Temperatur d -a d u 3 -M C3 S d H g i 03 d 03 a d a No. 1 . » 2 . „ 3 . ., 4. „ 5. 6 . 7 . 8 . 9 . 10 . 11 . 12 . 13 . 14 . November Dezember Januar Februar 1870 1871 3.1 7.3 8.4 7.6 6.5 6.6 9.3 7.7 + 1.2 I — 3.31 8o 8.5 8.6 6.1 7.1 7.5 6.2 nicht belegt 7.2 7.o 8.o 9.2 nicht belegt 6.2 6.5 7.1 5.8 8.0 5.1 8.9 11.4 8.4 6.2 7.3 4.6 7.4 9.9 9.5 7.7 8.4 6.5 1.0 10.6 8.5 8.6 8.0 7.5 9.7 8.8 5.9 10.o 9.2 9.3 7.0 9.0 9.1 :<: Der Verbrauch an Brennmaterial betrug im täglichen Durchsei: 2 bis 3 Scheffel Kohlen oder Koaks pro Ofen, und 2 Kloben pro Baracke. Hui ' ff che den lia-Fa ihi % - fcden ett ein id Btädtis jk"- 1 Die as die ■acke Barac .sei-Mi ■n i * J gre Kra: ische b Ober Acke später sdecke Händen die laudlun: idig Das är 86er mehr ■ und en ;,K V •ztli (1 und ippe ein render, Die Bar ideter, nai tust 1870 irden die Gruppe II August ai Bis zum In Gru er 16 in S Unter dei VerwuiK rwundete; 2435 204 257 Die Belia iwervenvun Gesamniti 16 Tage pn Ende Api lossen, nac (Stande übe Mai. Die sdelten in c ■reths Ber Bervelazarel eil- verkauft in bei dem Usse aus leue Baracl i Schwervei Einer 1871 Herbst 18 intergebraue Sauitäts-Bericli die Gas*, v\v die innere Ausstattung betrifft, so waren sämmt- Baracken mit eisernen Bettstellen versehen, welche st sämmtlii W A eu Baracken des Hilfsvereins Spiralfederböden mit Faser-Matratzen, in den anderen Bretterböden mit hsäcken und Rosshaar-Matratzen hatten; hierzu kamen o aoäter je 3 wollene Decken; in jedem Krankensaal Qen 2 grössere Tische und 1 Lehnstuhl, neben jedem tt ein Krankentisch und ein Stuhl. In den ärarischen , städtischen Baracken war der mittlere Gang mit einer ■usseren lt waren, Qit Preüasa he Dachrei n gesc terverschali rf - Be i zwöB ikosdecke belegt. gedichtet ^ 3gen die Stiel litteis Gasij] Öfen; letztes durch Koab ichpappe ber die dura der Vera.. lar zu mack werden, da dzens eine ^ worden k mpelhofer Fei» ,dl. III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 345 Die Oberleitung des ganzen Lazarethkomplexes lag in Händen der General - Lazarethdirektion. Im Uebrigen racken bliebet m die einzelnen Gruppen, was Verwaltung, Kranken- Ldlung, Krankenpflege etc. anbetraf, vollkommen selbst- di£t und von einander unabhängig. is ärztliche Personal gliederte sich in der Weise, dass >ewährten acigser mehreren kousultirenden Aerzten auf jede Barackenini Dezeile tppe ein dirigirender, auf je zwei Baracken ein ordi- render und auf jede Baracke ein assistirender Arzt kam. Die Baracken waren hauptsächlich zur Aufnahme Ver- er Weise tu mdeter namentlich Schwerverwundeter bestimmt. Ende e innere Tb pst 1870 begann die Belegung des Lazareths, und zwar Irden die ersten Verwundeten in Gruppe I am 26. August, Gruppe II am 3. September, und in Gruppe III am er mit je du , August aufgenommen. i besten heia Februar 1871 Mi l.o 10.6 8.5 8.6 8.0 7.5 9.7 5; 5.9 lO.o 9.2 9.3 7.0 9.0 9.1 hen Durchsctoi 2 Kloben Hl Bis zum 1. Mai 1871 wurden behandelt: In Gruppe I: 1338 Mann mit 63 765 Behandlungstagen, , , II: 1585 , , 76 707 „ III: 1276 , ,58 406 ________,_____________ in Summe: 4199 Mann mit 198 878 Behandlungstagen. Unter den 4199 im Ganzen Behandelten befanden sich % Verwundete, und zwar 2011 Schwer- und 885 Leicht- ■undete; von denselben wurden bis ultimo April 1871: 2435 = 84.0 pCt. geheilt, 204 = 7.o pCt. starben, 257 = 9.0 pCt. blieben noch in Behandlung. Die Behandlungsa'auer betrug im Durchschnitt bei den bwerverwundeten 70, bei den Leichtverwundeten 39, bei r Gesamnitzahl der daselbst behandelten Verwundeten ie Tage pro Mann. Ende April wurden die beiden Reservelazarethe geflossen, nachdem sie dem Vereinslazareth den Rest ihrer stände übergeben hatten; letzteres bestand bis zum i Mai. Die noch vorhandenen 38 Schwerverwundeten Kielten in die neu aufgestellten Baracken des Garnison- areths Berlin über. Die Baulichkeiten der beiden »ervelazarethe wurden im Mai 1871 abgebrochen und Bus verkauft, theils anderweitig verwendet; so errichtete m bei dem Garnisonlazareth in der Scharnhorst- ■asse aus dem Material von 10 ärarischen Baracken neue Baracken und belegte dieselben vom 26. Mai an Schwer-verwundeten. Diese Baracken blieben den ganzen uner 1871 hindurch in Gebrauch; zwei davon wurden Herbst 1871 mit dem Material von zwei anderen zum pergebrauch eingerichtet; es verblieben auf diese Weise Sauitäts-BericM über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. dem Garnisonlazareth für weiteren Gebrauch 2 Sommer- und 2 Winterbaracken. Die Wirksamkeit der General-Lazarethdirektion fand Ende Mai 1871 ihren Abschluss. Die Kosten der ganzen Anlage stellten sich nach v. Steinberg folgendermaassen: a. Kosten des Baues und der Ausstattung, ohne Ueberwinterungs- Einrichtungen.......277 653 Thlr. 21 Sgr. 6 Pf. b. Kosten des Baues und der Ausstattung mit Ueberwinterungs- Einrichtungen.......308 477 , 24 , 1 , c. Unterhaltungskosten für Bau und Inventar......... 13 002 „ 7,2, Summe (b. und c.) . . 321 480 Thlr. 1 Sgr. 3 Pf. Nach der Schlussabrechnung beliefen sich die Kosten für das vom Militärfiskus erbaute Reservelazareth No. I auf 62 810 Thlr. 12 Sgr. 1 Pf. ohne Ueberwinterungs- Anlagen; letztere betrugen 10 234 Thlr. 17 Sgr. 8 Pf., so dass die Gesammt-Baukosten die Höhe von 73 044 Thlr. 29 Sgr. 9 Pf. erreichten. Nachträglich übernahm der Militärfiskus noch den auf das Vereinslazareth fallenden Antheil an den Bau- und Unterhaltungskosten der Be- und Entwässerungsanlagen, so dass sich endgültig die verausgabte Summe auf 83 435 Thlr. 8 Sgr. 6 Pf. belief.») 2. Barackenlazareth zu Hamburg-Altona. (Vergl. Tafel XXXVII.) Auch diese grosse Barackenanlage soll in Nachstehendem, obwohl sie zwei Reservelazarethe (für die beiden Städte Hamburg und Altona) darstellt, ihrer Lage und Anordnung wegen einheitlich beschrieben werden. An die Stadt Altona war das Ersuchen gestellt worden, zu Lazarethzwecken 500 Lagerstellen vorzubereiten. Da von dieser Zahl nur 270 in vorhandenen Gebäuden untergebracht werden konnten, so ward für Herstellung des Restes ein Barackenbau beschlossen und als geeignetstes J ) Neben dieser grossen Barackenanlage wurden in Berlin folgende bereits bestehende Lazarethbaracken benutzt: 1) Die von der Charite-Verwaltung zur Verfügung gestellten, neben den Räumen des Sommerlazareths belegenen beiden Baracken — die Zeltbaracke von 1863 (vergl. S. 313) und die Esse'sche Musterbaracke (vergl. S. 314) — nebst einer Anzahl Isolirzelte. In der Baracke hatte die Loge zu den drei Weltkugeln die Verpflegung übernommen. 2) Die Baracke der Universitätsklinik in der Ziegelstrasse mit 28 Betten. 3) In dem als permanentes Barackenhospital gebauten Augusta- Hospital 33 zur Verfügung gestellte Betten. Die ausserdem noch in Berlin neu erbauten 4 Baracken, 2 kleinere des AuguBta-Hospitals (siebente Gruppe), 1 kleine Baracke im Garten des Elisabeth-Krankenhauses (vierte Gruppe) und 1 Baracke beim 1. Berliner Vereinslazareth in der Anklamerstrasse No. 29 (zweite Gruppe), werden an betreffender Stelle nähere Besprechung finden. 44 Terrain ein geräumiger Platz dicht an der Verbindungsbahn Hamburg-Altona gewählt, welcher, frei und etwas erhöht gelegen, leicht an die vorhandenen Wasser- und Gasleitungen anzuschliessen war. Auf diesem Platze liess in den ersten Tagen des August eine hochherzige Patriotin, Frau Btatsrath Donner, auf eigene Kosten 3 Baracken zu je 24 Betten errichten und schenkte sie dem Altonaer Lokal- verein, welcher dieselben dem zu gründenden Beserve- lazareth zur Verfügung stellte. Im Anschluss daran wurden auf dem gleichen Platze für Staatsrechnung 6 weitere Baracken erbaut, von welchen eine 24, die fünf anderen je 30 Betten erhielten, so dass das Beserve-Barackenlazareth Altona über 246 Betten gebot. Für Hamburg betrug das Gesammtbedürfniss 1000 Betten. Nachdem von dem Architekten Stammann bereits der Plan zu einem auf Hamburger Gebiet zu errichtenden Baracken- lazareth in dieser Grösse ausgearbeitet worden war, zwang das frühzeitige Eintreffen der ersten Verwundetenzüge zur Aufstellung von 700 Betten in vorhandenen Gebäuden. Behufs Deckung des weiteren Bedarfes beschloss man den Bau eines Komplexes von 20 Baracken zu je 25 bis 30 Betten nebst nothwendigen Nebengebäuden im Anschluss an das Altonaer Lazareth unter der Bezeichnung: Beserve-Barackenlazareth Hamburg. Der Bau begann am 11. August; am 26. August wurden die sechs ersten fertigen Baracken übergeben, der Best folgte allmälig bis zum 5. Oktober. Da die Stadt Hamburg nunmehr über 500 bis 600 Lagerstellen in Baracken verfügte, so war es ihr möglich, einige der in der Stadt zu Lazarethen benutzten, minder zweckmässigen Gebäude zu räumen. Das gesainmte Barackenlazareth, welches nun aus 29 Kraukenbaracken mit 846 Betten, einem Hamburger Verwaltungsgebäude (die Altonaer Verwaltungsräume befanden sich in einem nahe gelegenen Hause), einer Küchenbaracke, einem Eishause, einem Holz- und Kohlenhause, einem Waschhause und einem Leichenhause bestand, zeigte die Grundform eines sehr spitzwinkligen Dreiecks, dessen nach WNW gewandte Spitze, dicht an der Verbindungsbahn liegend, das Hamburger Verwaltungsgebäude bildete. Den südlichen Schenkel nahmen 12 mit der Längsrichtung von WSW nach ONO liegende Hamburger Baracken (No. XVIII bis XXIX) ein, deren Abstand von einander etwa 6 m, die Uebergreifung der einen gegen die nächstfolgende 6.3 bis 7.5 m betrug. Den nördlichen Schenkel bildeten zunächst 8 von NW nach SO liegende Hamburger Baracken (No. X bis XVII), auf welche dann nach einem freien Zwischenraum 4 Altonaer Baracken (No. 1 bis 4, die sogenannte „Privatgruppe") als Abschluss dieses Schenkels folgten; die vier Altonaer Baracken standen parallel zu einander, von N nach S, mit den Stirnen in gleicher Höhe und je 10.3 m von einander entfernt. Die fünf übrigen Altonaer Baracken (No. 5 bis 9) erhoben sich im Innern des Dreiecks, nahe der Basis, unter sich parallel und etwa je 9.5 m von einander entfernt. Die Küche 1 sich ungefähr in der Mitte des Dreiecks. Das Lazareth war mit Wasser- und Gasleituu sehen; Entwässerungsgräben verliefen an der Aus* der Schenkel, an der Innenseite der letzteren fjU« Verbindungsweg entlang. Nach Bauart und Grösse unterschieden sich so einzelnen Baugruppen, als auch einige Baracken derselben Gruppe von einander. 1) Die Altonaer Baracken No. 1 bis 4 (Privat:, genannt, obgleich nur drei davon aus Privatmittel] I waren) hatten eine Länge von 28.8 m, eine Breit) 7.5 m; die Höhe von der Erde bis zum First des reiters betrug 6 m. Der einfache Bretterfussboden n auf etwa 47 cm hohen gemauerten Sockeln; die; wände, welche im Südende eine 4.7 m lange Verai Hessen, waren im unteren Theile mit horizontalen ] verschalt; der obere Theil bestand aus zwei überein liegenden Beihen dicht an einander gestellter welche sich um ihre obere horizontale Kante nach öffnen Hessen. Das aus einfachen gespundeten Bin gefertigte Dach war aussen mit Dachpappe benagelt trug einen über den ganzen Krankenraum sich erstr den Dachreiter. Der 21.3* m lange, von der am Ende befindlichen 4.7 m langen Veranda durch eine ] wand getrennte Krankensaal, dessen Giebeldreieck| gelassen und durch Leinewand geschlossen war. quemen Baum zur Aufstellung von 24 Krankenbettei gewährte etwa 30.9 cbm Luftraum für jedes Bett. Am nördlichen Ende schlössen sich an den '. saal zwei, durch einen ins Freie führenden KorridJ trennte Bäume, welche als Wärter- und Badezimmer (litj ein seitlich abgehender offener Gang stellte die Ve: mit dem Krankenraum der Nachbarbaracke her; , Mitte dieses Ganges befanden sich die Klosets, deral aussen einzuschiebende Kübel und Tonnen täglich eil und desinfizirt wurden. 2) Die Altonaer Baracken No. 5 bis 9 waren iiaul kriegsministeriellen Vorschrift erbaut, bedürfen daher fc Beschreibung. 3) Die 20 Baracken des Beservelazareths Hai entsprachen in ihren Dimensionen vollständig, inj Bauart grösstentheils den soeben beschriebenen AliJ Privatbaracken. Nur wurde die auch hier urspii projektirt gewesene Veranda nachträglich abgea aussen verschalt, mit Fenstern versehen, und in schnitte getheilt, von denen der eine mit dem Kia räume vereinigt, während aus dem andeien, 4.7 ml und 2.6 m breiten Theile ein Wärterinnenzimmer Utensilieiikammer hergestellt wurde. Die Zahl der 1 Krankensaal stieg somit auf 30, einschliesslich ein ^J bett, bei einem Luftquantum von 800 Kubikfuss übrigens waren fast nie sämmtliche Betten gleickj belegt. )ie Küche lj I Gasleitm» n der Ai,., steren ft] n sich aracken i 3 4 (Privat,. •ivatmitteln g eine Breite i First des] ;eriussboden kein; die ^ mge Veraiii izontalen Brt zwei überei ;estellter Fei ante nach an jundeten Br pe benagelt q sieb erbtiftl der am i lurch eine Bin riebeldi'eiect eu war, t« rankenbettei ies Bett. an den Km iden Komik dezimmer diert te die Verla cke her: i losets, dera II täglich eil 9 waren tracl ürfen daher t izaretbs ständig 01 riebenen AI; hier ;lich und urspri abgeil in iri nit dem I en, 4.7 ml Qzimmer Sahl der Bern sslich ein V ibikfuss pro 1 etten gleicW '< gm Die Klos [chriebenen . Gau, Die tuen bis ig r wese Krank 15 | Dächer i den knde laden — racken f Mauer Das \> Bar und w 101 rpfei "er |l3 Zimmer: dergleicli Die gross iem 1000 C ien. welch ihn besass tacken mit limerhall fenthaltsor Letten au Erfurt ur 360 Thlr, Thlr.. da •uktioii Das Bar, zuerst vo |gt. Im Okto racken für Oli-Il Bei den die Au fetande vo ■Moes de teil 5.: cm fsah die D appen. sp ■essende, nach Sü< ■en Windfi lerzogenen eiserne Fü pe vierecl« unten ^gen erst r Mitte, w lionsrohr /, Die All kacken er verschl Iten. Die j vm."\ j^-i'-^i- ^m III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 347 Klosets, von gleicher Einrichtung wie die oben befanden sich in einem seitlichen, durch Die x-hriebenen, Gang mit dem Krankenraum verbundenen Anbau. Die wesentlichsten Konstruktionsunterschiede der ein- . k ran kenbaracken bestanden darin, dass die Baracken Lg 15 und 26 bis 29 einfache Pussböden, Wände Dächer besassen — die "Wände gespundet —, während den Baracken 16 bis 25 sowohl Fussböden, als auch nde und Dächer aus doppelter Bretterverschalung beiden — Wände und Dächer gespundet. Die Fussböden der acken 10 bis 15 ruhten auf Holzpfählen, die aller übrigen f Mauerpfeilern. Pas Verwaltungsgebäude war zweistöckig und enthielt 13 Zimmern die Bureaus, Depots, Wohnungen für Aerzte dergleichen. Die grosse, gemeinsame, massiv gebaute Küche war mit ein 1000 Quart Wasser haltenden eisernen Cylinder ver- L welcher an der Aussenwand des Gebäudes einen ahn besass. Aus diesem Cylinder konnten sämmtliche acken mit warmem Wasser versorgt werden. Innerhalb des Lazareths standen bis zum Oktober als ifenthaltsort für Rekonvaleszenten 2 Zelte zu 8 und [Betten aufgeschlagen, welche der Hamburger Magistrat i Erfurt und London bezogen hatte. Das Erfurter Zelt, >360 Thlr., war das geräumigere, das Englische, für ) Thlr., dagegen von besserem Material und dauerhafterer Instruktion. Pas Barackenlazareth wurde am 22. August eröffnet I zuerst vorwiegend mit Verwundeten, später mit Kranken legt. Im Oktober und November fand die Einrichtung der acken für den Wintergebrauch in nachstehender Weise itt. Bei den Altonaer Baracken No. 5 bis 9 benagelte die Aussenseite der Wände und Thüren in einem itande von 1.9 cm von den Brettern mit Dachpappe, ■schloss den Sockelraum ringsum mit einer hier und da ich 5.3 cm starkes Thonrohr unterbrochenen Erdschüttung, «ah die Dachreiteröffhungen mit Zugvorrichtungen und fcppen, sperrte den Korridor durch eine selbstthätig ■essende, mit Drillich überzogene Rahmenthür, versah nach Süden führende grosse Flügelthor mit einem inen Windfange, der gleichfalls in einem mit Drillich Erzogenen Rahmen bestand, und stellte in jeder Baracke eiserne Füllöfen nach Schuldt'schem System auf (78 cm pe viereckige Oefen mit eisernem Mantel, in welchen unten her die kalte Luft eintritt; die Rauchrohre ^gen erst in die Höhe und verlaufen dann horizontal ' Mitte, wo sie gemeinsam in einem unten offenen Venti- fionsrohr zum Dach hinausgehen). Die Altonaer Privatbaracken und die Hamburger racken erhielten den gleichen Sockelverschluss mit je ei verschliessbaren Ventilationsöffnungen an den Stirn- iten. Die Eingänge wurden mit Windfängen, die Dachreiteröffnungen mit verschliessbaren Klappen, die Fenster mit verschiebbaren Strohläden versehen und eines um das andere mit Matten und Sackleinewand übernagelt. In den Privatbaracken verschalte man die Veranden und die offenen Gänge mit Brettern. In den Hamburger Baracken 10 bis 15 wurden die Wände mit Torf aufgesetzt und innen mit Schilfmatten bekleidet; die Baracken 26 bis 29 erhielten eine zweite innere Bretterverkleidung. Die Heizung geschah theils mittels der oben beschriebenen Füllöfen, theils mittels gemauerter Kachelöfen. Nach Leisrink beträgt die Gesammtsumme der in den Baracken Behandelten bis zum Schluss der Lazarethe (30. Juni 1871) 5021 A r erwundete und Kranke mit 57 = I.13 pCt. Todesfällen. Wundinfektions-Krankheiten traten nie in nennens- werther Zahl, namentlich niemals in epidemischer Verbreitung auf. Die Baukosten beliefen sich für die sechs vom Staate erbauten Altonaer Baracken auf 10 810 Thlr. 7 Sgr. 8 Pf.; für die drei Altonaer Privatbaracken auf 3069 Thlr. 18 Sgr.; die Hamburger Baracken wurden von der freien Stadt Hamburg auf eigene Kosten errichtet. 3. Barackenanlage zu Wesel. Behufs Vergrösserung des Reserve-(Garnison-)Lazareths auf der Esplanade der Festung Wesel ward ein Barackenkomplex errichtet, welcher bei seiner im September erfolgten Belegung aus 12 kleineren Baracken zu je 12 Betten, einer Baracke zu 20 und einer zu 36 Betten bestand. Derselbe ist bis zur Fertigstellung der Gefangenenlazarethe hauptsächlich mit erkrankten Kriegsgefangenen belegt worden. Die Baracken entsprachen im Allgemeinen der kriegsministeriellen Vorschrift; sie besassen erhöhten Fussböden, Bretterwände, Bretterdach mit Dachreitern, je zwei abgetrennte Wärterräume und angebaute Latrinen. Die Länge der Baracke zu 36 Betten betrug 30.7 m, ihre Breite 6.6 m. Für den Winter wurden die Bretterwände und Dächer verdoppelt und erhielten eine Bekleidung mit Dachpappe. Die Dachreiter wurden zugenagelt, dagegen jedes Fenster mit einer Doppelscheibe versehen, welche bei der äussern Scheibe oben, bei der innern unten einen freien Raum offen Hess, so dass die Luft von aussen eintreten konnte, ohne Zug zu erzeugen. Die Heizung geschah durch eiserne Säulen- undRegulir-Füllöfen; letztere bewährten sich weniger, wurden daher später ebenfalls durch Säulenöfen ersetzt. Als Nebengebäude befanden sich bei dem Lazareth eine Koch-, eine Bade-, eine Theeküche und ein Leichenhaus. Das Trinkwasser wurde durch einen Amerikanischen Brunnen beschafft. Im Dezember kam noch eine w r eitere, gleich für den Wintergebrauch eingerichtete Baracke zu 40 Betten hinzu, 44* ■M 348 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. so dass das Lazareth nunmehr über 240 Betten in Baracken verfügte. Das beständig sehr stark belegte Lazareth wurde erst Ende Juli 1871 geschlossen. Die Baukosten betrugen im Ganzen 15 502 Thlr. 5 Sgr. 5 Pf. 4. Barackenlazareth zu Leipzig. (Vergl. Tafel XXXVIII.) Für das Reservelazareth I in Leipzig hatte die Militärverwaltung nach Beginn des Feldzuges wegen nicht ausreichend vorhandener Räumlichkeiten den Bau einer grösseren Barackenanlage nördlich der Stadt in der Nähe des waldigen Rosenthals und des Pleisse-Flusses auf dem freien geräumigen Exerzirplatze bei dem (alten) Garnisonlazareth in Angriff genommen und so gefördert, dass die Belegung schon am 19. September stattfinden konnte. Die ganze Lazarethanlage bestand aus zwei massiven Gebäuden, dem Garnisonlazareth, welches als Bureau, Wohnraum etc., und einem durch Holzanbau vergrösserten Nebengebäude, welches als Küche diente, im Uebrigen aus Baracken und zwar aus 12 Krankenbaracken und 5 Annexbauten: Aufnahmesaal, Wachlokal, Montirungsdepot, Kohlenmagazin und Leichenhaus. — Das Ganze war von einem Plankenzaun umschlossen. Die 12 Krankenbaracken lagen in zwei Reihen nebeneinander, 6 auf der westlichen, 6 auf der östlichen Seite des rechtwinklig zu den Baracken von S nach N laufenden Verbindungsganges, so dass die Baracken abwechselnd rechts und links in den Gang einmündeten und die ganze Anlage ein grosses Rechteck bildete. Jede Baracke war 53 m, mit Veranda 56 m lang und 6.8 m breit, die seitliche Wandhöhe betrug 4.5 m, die Firsthöhe 5.8 m und 7.5 m bis zum Dachreiterfirst. Die Baracken waren gleich für den Wintergebrauch bestimmt und eingerichtet worden; sie standen auf drei Reihen 85 cm hoher, gemauerter Pfeiler, hatten einen doppelten, durch einen Lehmestrich mit Sandlage ausgefüllten Fussboden. Die Fächer der Wände waren etwa 15 cm dick mit Backsteinen ausgemauert, die Wände innen mit vertikal stehenden Brettern verschalt und deren Fugen mit Leisten gedeckt. In den Längswänden befanden sich 1.4 m über dem Fussboden jederseits 16 O.95 breite und 1.64 m hohe, an der Sonnenseite mit Rouleaux von ungebleichter Leinewand versehene Flügelfenster. Unter jedem Fenster waren, in der Nähe des Fussbodens, zwei kleine durch Schieber innen zu schliessende Ventilationsöffnungen angebracht. Die Wände besassen innen einen perlgrauen Anstrich. Das Dach hatte eine doppelte Bretterverschalung; die äussere war mit Dachpappe belegt, die innere mit weisser Oelfarbe gestrichen; den First unterbrachen fünf je 5.9 m von einander entfernte und 3.2 m lange Dachreiter mit Glasfenstern, welche, um eine horizontale Achse drehbar, mittels Schnüre, öffnet werden konnten. Die an beiden Stirnseiten befindlichen Eingänge f| einerseits nach dem Verbindungsgange, andererseits einer vorliegenden gedeckten, an den Seiten freien 3.i m langen Veranda und vermittels einer Trepp Freie. Ein dritter Eingang befand sich in der Mift Südfront; diesem gegenüber an der Nordfront la»et Klosets. Letztere hatten im Trichterraume eine Vorricia zur Aufnahme Süvern'scher Desinfektionsmasse; der g Trichterraume ansammelnde Inhalt floss durch eine leitung nach dem ausserhalb der Anlage befindlichen B« wo sich die festen Bestandtheile von den flüssigen trem letztere wurden in den nahen Wasserlauf geleitet, die! Stoffe als Dünger abgefahren. Innerhalb der Baracke befand sich ein Vorraum Klosets, mit Ausgussbecken und zwei Tischen, jedi von demselben ein Badekabinet. An den Griebelenden neben den Thüren je ein Wärterzimmer. Der Krankenraum selbst enthielt 55 Betten. 4 Zahl aber auf 60 und darüber vermehrt werden koi Die Baracken waren mit Gas- und Wasserleitm» sehen; jede Baracke erhielt sechs Flammen. Die Heizung erfolgte durch vier grosse eiserne S kohlen-Füllöfen. Dieselben, mit einem gemauerten offenen Mantel, waren so eingerichtet, dass entweder Mantelraume von unten her frische Luft zugeführt. bei anderer Klappenstellung, die Luft über dem Fussh der Baracke abgesaugt und fortgeführt wurde (Kellinp System). Die Rohre verliefen in einem unten zu offne Ventilationsschlot über das Dach hinaus. Die etwas komplizirte Handhabung dieser Oefen vielfach nicht in der richtigen Weise statt, auch n über starke Temperaturschwankungen geklagt, welche z. B. in Baracke X im Januar 1871 zwischen 3° und lt bewegten. Der die Baracken verbindende Gang, welcher siel zur Küche fortsetzte, hatte einfache Bretterböden. | und Dach und besass jeder Baracke gegenüber einei gang von aussen. Die Belegung des Lazareths, welches im 660 Betten verfügte, wechselte meist zwischen stieg aber auch gelegentlich über 700 Mann. Bi> 1. Januar 1871 waren im Ganzen 3014 Verwundete Kranke mit rund 63 300 Verpflegungstagen hell worden. Am 1. November 1871 erfolgte die ScHid Die Baracken dienten dann zum Theil den Truppen Garnison als temporäre Unterkunfts- und Uebungsrii fünf Baracken blieben zur Verfügung des Garnisonla» 5. Barackenanlagen zu Karlsruhe. In Karlsruhe, woselbst eine Anzahl von Militär-j Vereins-Reservelazarethen bestand, unter denen be* GJ t- CC > C GJ (/) 03 -OD 3 U C CO N CO 03 o C- CB DD ^H| l eis Schnüre, Eingänge fi mdererseit- iten freien., dner Trepp, in der Hin- dfront lagei eine Vorric asse; da -: durch eine _ findlichen Bj, iüssigen t» geleitet, diefej ein Vorn 'ischen, jeden G-iebelendei »5 Betten Verden ko Vasserleitin» m. äse eiserne Si gemauerten. iss entweder zugeführt. 3r dem F115-I rde (Kellings iten zu öffne lieser Oefei ;att, auch ? Tagt, weicht len 3° und li , welcher «1 terböden, Tfi enüber einen im Ganzen ischen 4WK Mann. Bi> Verwundete rtagen bei» s die Schüd den Trappen d Uebungsrii jarnisonlaziii c cd tu > c J^'.1>!Wflf'Z>??~'*£ CO c_ n3 t--j ra 1 CO CO CO CT3 Z3 C- c_ c_ CT3 03 CQ ^ r CO Z3 f^i CO cl 1 \ CO ' cü a s 8 . S S r- g 1 gl III £ '-5 « § Ä 'S I | 'S -5 fc- ^y__,.. sjj 03] □& EFp B BFn I 1 □ III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 349 in einer grossen, neu erbauten Lokomotivwerkstätte einrichtete un ter Leitung des Professor Socin aus Basel ste- ' J e L aZ areth zu 400 Betten bemerkenswerth war, errichtete ;Badische Kriegsministerium Ende August bei der Turn- [Tiie in einem von Wald begrenzten Gartenterrain zwei ommerbaracken zu je 32 Betten nebst einer Kücken- acke. Die Baracken, mit ihrer Längsrichtung von 0 nach W iegend, waren 45.4 m lang, 8.7 m breit, bis zum Giebel i m n och und boten einen Luftraum von 56.8 cbm pro ppf. Der Fussboden, 94 cm über der Erde auf gemauerten lacksteinpfeilern ruhend, bestand aus einer einfachen Bretterlage und war mit Wachstuch überzogen. Die Wände »tten eine innere Bretterverschalung; die Seitenwände be- assen jederseits eine Mittelthür und zehn Fenster, deren oberer Flügel sich um seine untere Achse nach innen Irehte - in der Nähe des Fussbodens waren 16 durch Ichieber zu schliessende Ventilationsöffnungen angebracht; die Giebelwände hatten je eine Thür mit darüber befindlichem Fenster. Das Dach wurde durch eine einfache Bretterlage gebildet und war mit Dachpappe belegt; der nze durchlaufende Dachreiter hatte jederseits 14 durch ne Zugvorrichtung nach aussen und oben zu öffnende Fenster. Am östlichen Giebelende befanden sich vier kleine äume, welche als Arzt-, Wärterinnen-, Badezimmer und hensilienraum dienten; dem Westgiebel war eine kleine Veranda vorgebaut. Die Baracken verband unter sich und lit der Küche ein gedeckter Gang an der Westseite. Zum Wintergebrauch wurden die Bäume zwischen den Sockeln mit Brettern geschlossen und die Wände von pissen mit Backsteinen ausgemauert. Die Heizung fand irrch sechs grosse eiserne Kanonenöfen statt. Diese Baracken wurden Mitte September belegt und blieben bis Ende April 1871 in Gebrauch, während welcher eit in ihnen 144 Verwundete behandelt worden sind, mit 18 = 12.5 pCt. Todesfällen. Baracke II wurde später noch mit 28 Typhuskranken elegt. Ganz in der Nähe stand eine kleine, ähnlich gebaute iolirbaracke zu zehn Betten, welche von Patrioten aus ernsbach gestiftet worden war; dieselbe hatte jederseits rier Fenster und nur einen Nebenraum; die Thüren mit Oberlichtern lagen an den Giebelseiten; die Heizung fand durch zwei Oefen statt. Xicht weit von dieser Gruppe erhoben sich auf einem Rasenplatz im Schlossgarten zwei von der Stadt Karlsruhe erbaute Baracken zu 20 Betten. Dieselben waren kleiner und niedriger als die Turnhallenbaracken, nicht mit erhöhtem Fussboden versehen nd hatten nur einen Eingang. Die Ventilation erfolgte [mittels zweier getrennter Dachreiter, die Heizung durch je rei Oefen. Sie dienten als Ruhr- und Typhusstation; vom Januar 1871 an wurden sie der Militärverwaltung als Pocken- lazareth überlassen. Da das grosse Eisenbahnlazareth sich als nicht heizbar erwies und deshalb um Mitte November aufgegeben werden musste, so beschloss man, um Ersatz zu schaffen, die Anlage eines grösseren Barackenlazareths. Dasselbe, unter dem Namen Friedrichs-Baracken- lazareth (vergl. Tafel XXXIX) bekannt, wurde westlich der beschriebenen Turnhallenbaracken im Auftrage der Militärverwaltung durch Baurath Hochstetten erbaut und von der freiwilligen Krankenpflege verwaltet. Die Anlage bestand aus sechs von 0—W liegenden Krankenbaracken, in zwei 63 m von einander entfernten Reihen angeordnet; der Zwischenraum zwischen den einzelnen Baracken jeder Reihe betrug 34.5 m. In der Mitte befanden sich die Administrationsgebäude; mit diesen, sowie unter sich waren die Baracken durch gedeckte, 2.s m breite, an den Seiten offene Gänge verbunden. Die Baracken selbst entsprachen in ihren Dimensionen, ihrer Bauart und ihren Einrichtungen den Turnhallenbaracken, waren jedoch von vornherein als Winterbaracken eingerichtet. Der Krankensaal war im Lichten 35.4 m lang, 8.25 m breit, bis zum Dach 4.2 m und bis zum Giebel 5.6 m hoch. Der Erdboden wurde mit einer 13 cm hohen Kies- und Sandaufschüttung versehen. Der 78 cm erhöht liegende auf Mauerpfeilern ruhende Fussboden bestand aus zwei Bretterlagen und einer Lehmlage mit dazwischen liegender isolirter Luftschicht. Die Wände waren innen mit Brettern verschalt, aussen mit Backsteinen ausgemauert, das Dach doppelt verschalt und mit Dachpappe belegt; ebenso bestand der Firstaufsatz aus doppelten Bretterlagen. An jeder Längswand führten fünf Luftkamine in die Höhe, welche innerhalb der Baracke sowohl am Fussboden als auch weiter ,oben durch Schieber schliessbare Oeffnungen hatten und das Dach überragten. Die Heizung erfolgte durch sechs eiserne Steinkohlenöfen mit Mänteln, in deren Raum von unten her frische Luft eintreten konnte. Die Rauchrohre stiegen durch unten mit Schiebern versehene Ventilationsschlote senkrecht in die Höhe. Die erzielte Innenwärme betrug selbst bei einer Aussentemperatur von —12 bis —14° R, innen + 14 bis +16°. Das Innere war mit Gas erleuchtet und mit Blattpflanzen verziert; die Wände besassen lichtgrauen Anstrich; der Krankenraum enthielt 32 Betten. Die Nebenräume befanden sich an den der Mitte der Anlage zugewandten Giebelseiten, ebenda in einem Anbau, durch einen Gang mit der Baracke verbunden, die mit Tonnen ausgestatteten zweisitzigen Abtritte. An das entgegengesetzte Giebelende schloss sich eine mit Marquisen und Vorhängen versehene Veranda an, welche Raum für sechs Betten gewährte. v-^$**3SR?W|« 350 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. In der Mitte der Anlage lag das zweistöckige Küchen- tmd Administrationsgebäude, nördlich davon eine zweistöckige Oekonomiebaracke mit Wohnungen für Pflegerinnen und einem Montirungsdepot, nordöstlich das auch für die Turnhallenbaracken dienende Leichen- und Sektionshaus. Der Bau dieses ganzen Barackenkomplexes kostete einschliesslich Gasleitung, Einfriedigung etc. 70 000 fl. Das Lazareth wurde am 29. Dezember zuerst mit Verwundeten belegt und funktionirte bis 30. Juni; in dieser Zeit fanden 427 Verwundete mit 38 == 8.89 pCt. Todesfällen Aufnahme. 6. Barackenlazarethe zu Heidelberg. (Vergl. Tafel XL.) Der Lokalverein und die städtischen Behörden von Heidelberg betheiligten sich gemeinsam mit der Grossherzoglichen Kriegsverwaltung bei dem Bau von Baracken, welche in zwei Gruppen aufgeführt wurden. Die erste, für Verwundete bestimmt, erhob sich im August 1870 auf dem Gelände des neuen akademischen Krankenhauses in der Nähe des Bahnhofes und bestand aus vier Baracken zu je 32 Betten und einem Verwaltungs- bezw. Küchengebäude. Die Baracken bildeten zwei von N—S verlaufende, etwa 31 m von einander entfernte parallele Reihen; jede Reihe enthielt zwei in der Längsrichtung stehende und durch einen gedeckten Gang verbundene Baracken. An der Aussenseite dieses Verbindungsganges waren die Abtritte angebracht, während von der Mitte desselben ein gedeckter Gang zu dem im Centrum des Etablissements befindlichen A^erwaltungsgebäude mit Küche und von da zur gegenüberliegenden Barackenreihe führte. Die Baracken standen auf gemauerten, etwa I.25 m hohen Pfeilern, hatten Holzboden, Holzwände und Holzdach mit durchlaufendem Dachreiter. Die Länge betrug 37.2 m, die Breite 9 m, die Höhe der Seitenwände 4.2 m, die Höhe vom Boden bis zum First des Dachreiters 8.8 m. An dem dem Verbindungsgange entsprechenden Giebelende lagen rechts und links vom Eingange Räume für das Wartepersonal. In den Seitenwänden befanden sich jeder- seits neun Glasfenster mit nach aussen drehbaren überflügeln, die freie Giebelwand hatte ein Fenster, der Dachreiter jederseits neun verschliessbare Luken: zur Handhabung derselben verlief innen unterhalb des Dachreiters eine Galerie, welche von dem einen Wärterraume aus durch eine Treppe erreicht werden konnte. An den Wänden befanden sich innen vertikal über das Dach hinausgehende Luftabzugskanäle mit unterer, durch Schieber zu schliessender Oeffnung. In dem 32.4 m langen Krankenraume befanden sich, paarweise zwischen den Fenstern stehend, 32 Betten, sowie in der kälteren Jahreszeit drei eiserne Oefen, deren Rauchrohre durch Ventilationskamine liefen. Der Fussboden W| war mit Strohmatten bedeckt. Dieses Lazareth Mitte August mit Verwundeten belegt und blieb den» a Winter über in Benutzung. Die Baukosten betm 31 921 fl. 33 kr. Die zweite Gruppe, theils von der Stadt, tlieih - der Kriegsverwaltung erbaut, zur Aufnahme an uuJ namentlich an epidemischen Krankheiten Leiden« bestimmt, ward erst am 1. Dezember 1870 benutzbar - lag am Neckar-Ufer, */* Stunde westlich der Stadt. Auch diese Gruppe bestand aus vier Baracken J welchen die beiden nördlichen, von 0—W parallel etwa 18.8 m von einander entfernt liegenden, nach Muster der Karlsruher Friedrichs-Baracken erbaut wai und je 35 Betten enthielten. An der Ostseite ei führte ein gedeckter Verbindungsgang zu den beiden i gelegenen Baracken, welche, von N—S einander Mg und etwa 28.5 m von einander entfernt liegend, in Konstruktion den Heidelberger Baracken für Venvi entsprachen, nur dass sie etwas kleiner und gleich für di Wintergebrauch eingerichtet waren. Der Verbindung?«! verband diese Baracken an ihrer Nordseite und beri auch ein zwischen ihnen liegendes Waschhaus mit Am Südende der Gruppe befand sich, gleichfalls die Verbindungsgänge angeschlossen, ein zweistöckii Wirthschaftsgebäude, welches im Erdgeschoss die Ki:: Speise- und Schlafräume für das Personal sowie das Bii im oberen Geschoss Wohnungen für Aerzte und das 51 tirungsdepot enthielt. Die Baracken waren 29 m lang, 9 m breit 1 zum Dachreiterfirst 8 ra hoch, hatten jederseits si Fenster, welche 2.5 m hoch, 1.3 m breit, mit nach aus stellbaren Oberflügeln und innen mit Rouleaux versel waren; ein gleiches Fenster befand sich an der fn Giebelseite. Der Dachreiter besass jederseits sieben seh bare Dachluken mit darunter verlaufender Galerie; Fussboden war doppelt, der Zwischenraum mit trockei Sand ausgefüllt; die Wände waren mit Mörtelsteinen gemauert, die (innere) Bretterverschalung mit Fugenlatu versehen. Das Dach hatte eine äussere, innere und Zwiscl schalung, also zwei Luftschichten, und war mit dop] getheerter und gesandeter Asphaltpappe überzogen Der Krankenraum enthielt 25 Betten, von welcl vier an der freien Südgiebelwand standen. Auf jedes kamen 1570 Kubikfuss Luftraum; die Stelle eines I nahm eine fahrbare Zinkbadewanne ein. Der Fussh war mit doppelt gewachstem Wachstuch belegt. Die Heizung geschah in den kleineren Baracken drei, in den grösseren durch fünf eiserne, mit schienen versehenen Steinkohlenöfen (Füll - ReguKröi deren Rauchrohre durch Ventilationsschlote verliefen Heizung ergab ein befriedigendes Resultat. Die Aborte waren durch Thüren von dem Verbind gange, welcher seinerseits erst in einen der Nebew ■jz '«fc*«™ VjftW- ■ ■ | i'ulitiilel Alwrt Bai"' III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 351 "nilete a j g0 durch dreifachen Verschluss von dem Kranken- raume getrennt. Die mit einem Syphon versehenen eisernen Fallrohre Sudeten in eine liegende, auf einem niedrigen Wagen bestigte Holztonne, welcher einer gemauerten, mittels Poppelthüre verschliess- iaren Nische unter dem kbort aufgestellt war, alle W ei Tage abgefahren und Inrch einen zweiten Tonnen- ersetzt wurde. Das Lazareth stand unter L Leitung des Professor Friedreich zu Heidelberg. He Belegung erfolgte am .Dezember 1870 und dauerte bis zum 1. Juni 1871. In dieserZeitwurden340Kranke nit 7465 Yerpflegungstagen »handelt. Von den 135 Typhus- aukenstarbenl7=12. c pCt. Das Barackenlazaretli zu Giessen Lyergl. Tafel XLII, Figuren 4-6), Lus vier Krankenbaracken zu [je 25 Betten, einer Küchen- baraeke, einer Wohnbaracke ürdieAerzteund ein Militärkommando, einem Waschhaus, einem Leichenhaus und bineui Kohlensehuppen beeilend, war auf Kosten der Stadtgemeinde errichtet iforden. Die Kraukenbaracken, 31.3 m lang, in Holzfachwerk ^rbaut, enthielten in jeder Längswand sieben Glasfenster nebst einer Thür und besassen drei je 4.4 m lange pnd 1.5 m breite Dachreiter alt Holzklappen. Jeder vrankensaal war 27.2m lang, 5m breit, bis zurDachfläche |3.6m, bis zum Giebel 4.7 m hock. Unter den Fenstern befanden sich eine Anzahl durch Läden schliessbarer Ventilationsöffnungen, welchen eine ebenso grosse Zahl in dem verschalten Unterraum der Baracke entsprach. An den Giebeln befanden sich gleichfalls Eingangsthüren, an dem einen Zeichnung 15. Situationsplan des Reservelazareths „Schiesshaus" zu Weimar. (Nach einer Zeichnung des Lazarethinspektors Becker.) 1. Kegelbahn . 18 Manu. 2. Schiessloge 30 n 3. Kegelbahn . 15 . ( 4. Hauptgebäude 109 • 5. Punschbude 30 » 6. Desgl. . . — n 7. Desgl. . . 14 „ 8. Baracke . . 30 » 9. Desgl. . . 30 n 10. Desgl. . . 30 » 11. Desgl. . . 30 f> Summe 336 Mann. Giebelende ausserdem zwei Bäume für das Wartepersonal, an dem anderen in einem Anbau die Klosets. Das mit 100 Betten ausgestattete Lazareth war durchschnittlich mit 92 Mann belegt; es wurde am G. September 1870 eröffnet und blieb bis Ende Juni 1871 inBenutzung. Bis Ende Mai waren in demselben 823 Mann verpflegt worden. 8. Barackenanlage zn Weimar. (Vergl. Zeichnung 15.) Da es in dieser Stadt keine zu Lazarethzwecken geeignete Baulichkeiten gab, so stellte der Magistrat das Schiesshaus, welches, etwa 20 Minuten von der Stadt entfernt, hoch über derselben und der Hm gelegen, auf drei Seiten von Wald umgeben, den Ansprüchen am besten zu entsprechen schien, als Reservelazareth zur Verfügung. Es wurden dort das Hauptgebäude mit grossem Saal und Restaurations- lokalitäten, welche neben den Bureaus, der Küche, einer Badestube und Wohnungen für Aerzte und Beamte noch 109 Krankenbetten aufzunehmen vermochten, ferner die Schiessloge mit30Betten, zwei bedeckte Kegelbahnen zu 15 bezw. 18 Betten und drei hölzerne sogenannte „Punschbuden", von welchen (nebst Wachstube), eine als Depot diente, wäh- (Büreau, Arztzimmer, Wohnung ren ddie anderen mit30bezw. für Beamte, Küche, Badestube), 14 Betten be legt wurden, als Lazarethräumlichkeiten in Gebrauch gezogen. Ausserdem wurden vier Lazarethbaracken zu je 30 Lagerstellen neu erbaut. Die Baracken, welche Mitte August fertiggestellt waren, lagen auf der Schiesshauswiese, mit ihrer Längsachse von NW—SO, und entsprachen in Grösse uud Konstruktion der Preussischen Vorschrift mit den gleichen Abänderungen, welche bei Gruppe I und III der Baracken (Depot), 352 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. auf dem Tempelhofer Felde bei Berlin getroffen worden waren (durchlaufende Dachreiter und vier Nebenräume, darunter ein Badezimmer). Dieselben wurden gleich nach ihrer Vollendung belegt und blieben während des Bestehens des Lazareths im Gebrauch, während die Kegelbahnen Anfang Oktober, die Punschbuden Anfang November der Kälte wegen geräumt werden mussten. Zwei Baracken wurden im Oktober, die beiden anderen im November in der Weise für den Winter eingerichtet, dass der Raum unter der Baracke mit Freilassung einiger Ventilationsöffnungen zugemauert, die Fugen der Wände innen mit ungebrannten Lehmsteinen ausgelegt und getüncht wurden. Die Thüren erhielten eine doppelte Verschalung, vor den Fenstern wurden Strohvorhänge angebracht, der Dachreiter durch stellbare Klappen verschlossen, die Fussböden erhielten' neuen Oelanstrich. Bedeutende Schwierigkeiten verursachte die Heizung. Nachdem ein erster Heizungsversuch durch zwei eiserne Steinkohlenöfen rasche Verrussung der Oefen und Rohre bei stärkerer Feuerung ergeben hatte, konnte auch durch Anbringung längerer Zugrohre keine wesentliche Verbesserung bewirkt werden, da auch diese schnell verrussten, wenig Zug hatten und Rauch erzeugten. Erst durch die im Januar bewirkte Herstellung von gemauerten Kaminen, in welchen die Rauchrohre bis zum Dach verliefen, um dann in einem Thonrohr dasselbe zu überragen, und durch Anbringung je eines dritten Ofens gelang es, wenigstens bei Tage vollkommen hinreichende Wärme zu erzeugen; bei Nacht fielen die Temperaturen meist beträchtlich. (Siehe Temperaturtabelle am Schlüsse dieser Gruppe.) Das Lazareth blieb bis gegen Ende April in Thätigkeit. Bis zum 10. März waren im Ganzen 2065 Mann mit 19 = O.9 pCt. Todesfällen in demselben behandelt worden. Eine Baracke wurde speziell als Typhusbaracke benutzt. Die Baukosten für die vier Baracken betrugen 6283 Thlr. 19 Sar. 6 Pf. 9. Barackenlazareth zu Bremen am Bahnhof Neustadt. (Vergl. Tafel XLI.) Auf Veranlassung des Senats von Bremen waren drei Baracken zu je 50 Betten errichtet und dem Reserve- lazareth überwiesen worden. Dieselben standen frei und isolirt auf erhöhtem Terrain neben dem Bahnhof. Sie waren 57.8 m lang, 7.i m breit; die Höhe der Seitenwände betrug 3,45 m, die Höhe vom Fussböden bis zum Dachfirst 5 m, bis zum Dachreiterfirst 5.85 in. Die Baracken standen 47 cm über dem Boden erhöht, hatten einen doppelten Fussböden mit Ventilationsöffnungen, doppelte Bretterwände mit einer 6 Zoll breiten stehenden Luftschicht und ein doppeltes Bretterdach mit ganz durchlaufendem Dachreiter. An den Längsseiten befanden sich je 18 resp. 19 Glasfenster, deren jedes eine Luftscheibe mit Glasjalousien enthielt. In der Mitte der einen Längsseite führte eine Thür in einen fünf Nebenräume enthaltenden Mittelraum, welcher die beiden Krankensäle Die Nebenräume dienten als Wärterzimmer, Badezhn Waschraum und Theeküche; die beiden Krankensäle je 24■" lang und 6.7 m breit, mit je 25 Betten und etwa 23., 9 Luftraum pro Bett, waren durch je 16 Fenster erhellt» hatten an jeder Giebelseite eine Eingangsthür mit klein» sich nach der Seite öffnendem Vorbau. An einem Giel» ende führte ein kurzer, durch Doppelthür verschlösse* und durch ein eigenes Fenster erleuchteter Gang zum ß^ das einen besonderen Anbau darstellte und mit einrichtung versehen war. Für den Winter wurde die äussere Wandver bis auf den Boden herabgeführt und der Dachreiter auf wenige Klappen verschlossen. Jeder Kranken- erhielt zwei Regulir-Füllöfen für Koaks und Steinko Die Beleuchtung fand mittels Gas statt. Bureau Küche befanden sich in einem in der Nähe befindlich massiven Gebäude. Während der wärmeren Jahreszeit waren hei Lazareth einige Zelte aufgeschlagen. Die Baracken wurden vom 21. August an für wundete und Kranke benutzt. Das Lazareth blieb bis 28. Januar in Thätigkeit, an welchem Zeitpunkte Baracken geräumt, gereinigt und die Wände mit 1 Kalkanstrich versehen wurden. Am 19. Februar w dieselben wieder mit 91, durch einen Lazarethzug 1 Versailles herbeigeführten Kranken belegt und blieben zum 21. April in Gebrauch. 10. Einzelne Baracken. In Posen wurden im Garten des dortigen GarniJ (Reserve-)Lazareths drei Baracken erbaut, zwei zu 401 eine zu 60 Betten. Dieselben hatten einen 46—91s über dem Terrain erhöhten Fussböden, während des Sommal einfache Wände mit Fenstern und verschliessbaren Lirj löchern, einfache Dächer und durchlaufende 1.25 m Dachreiter mit jalousieartigem Verschluss der Seit« Öffnungen. In den beiden kleineren Baracken waren i Seitenwäude so eingerichtet, dass der die Fenster haltende mittlere Theil bequem gänzlich entfernt weriJ konnte und nur der obere und untere Wandstreifen fc| mit den Stielen verbunden blieben. In den Baracken! fanden sich Theeküchen und Wärterräume; ein Anbau il zum Aufstellen von zwei Klosets bestimmt. Eine wW leitung lieferte das nöthige Trinkwasser. Für den IViia erhielten die Seiten- und Giebelwände eine zweite äuss Verschalung, bei den kleineren Baracken aus Brettern, der grösseren aus Latten mit aufgenagelter Dachpaj den Zwischenraum füllte man mit Stroh. Auch die Dächer wurden mit einer zweiten Brett) Verschalung versehen und mit Dachpappe gedeckt, Dachreiterjalousien geschlossen und mit Strohmatten t hangen. Der freie Raum unter dem Fussböden m tigen Garaiini zwei zu 40 is len 46-94 ( nd des Som« liessbaren Lii ie I.25 m brä is der cken waren ii e Fenster entfernt wenii andstreifen 6 n Baracken ti ein Anbau ii , Eine Waaj Pur den Wal : zweite aus us Brettern, fcer Dac iweiten Bretts s gedeckt, Strohmatten I ^ussboden wfl * < c r-s ^^ f ^^uw^^*w^^,Ww- ■ n^n^H gv-% ■ ■and ■ei ■dcu HH bndl. IH. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 353 igen die Aussenluft abgeschlossen bis auf einige Venti- ö j nun gen, von welchen aus Luftröhren unter dem den hin zu den Oefen führten; letztere waren eiserne Mienöfen, deren vertikale Kauchrohre im oberen Theile Baracke ein Dunstabzugsrohr umgab. Die durchschnittliche Belegung betrug bei Baracke 1 : 35, ■ n^cke II: 32 und bei Baracke III: 55 Mann. Pie Baukosten der Baracken beliefen sich auf 11 516Thlr. gerr. also pro Baracke (im Durchschnitt) auf 3838 Thlr. ger. und pro Lagerstelle auf 82 Thlr. 7 Sgr. 9 Pf. In der wärmeren Jahreszeit waren bei dem Lazareth ich drei Zelte zu je 12 Betten im Gebrauch. In Sprottau verfügte das Reservelazareth während I September über eine von der Stadt erbaute Sommer- Lcke zu 12 Betten mit Dachreiter etc. In Hildesheim waren bei dem Reservelazareth auf I Steingrube, einem freien Platze an der Stadt, zwei mit i Längsrichtung von N—S stehende, 12.5 m von einander fernte 32.s m lange, 7 m breite und bis zum Dach in hohe Baracken errichtet worden. Die Dachhöhe derlei betrug 2.7 m; der Fussboden lag auf einem 18 bis ein hohen Balkenrost. Die Eingangsthüren befanden ch in den Stirnseiten; neben dem südlichen Eingänge ■en zwei Nebenräume abgeschieden. Von der Ostseite ■te ein gedeckter, mit Doppelthüren versehener Gang der 8 Fuss entfernten Latrine. Der Krankensaal ent- lt 60 Betten. Die Ventilation erfolgte durch Dachreiter durch 21 vom Boden 2.2 m entfernte, 1.6 m hohe und cm breite Fenster in jeder Längswand. Die Beleuchtung chah durch 10 Petroleumlampen, die Heizung durch efen, welche unten aus Eisen, oben aus Kacheln be- inden und lange Bauchrohre besassen. Anfang November wurde in Dachhöhe ein Bretterfond angebracht, Papier zur Verklebung der Wände utzt und der Raum unter dem Fussboden aussen mit ksteinen zugesetzt. Die Baracken blieben von Anfang September bis 27. April, eine noch bis zum 23. Mai, dem Tage der Auflösung Reservelazareths, belegt. Die durchschnittliche nionat- e Belegungsziffer betrug 82. In Kreuznach verfügte das Reservelazareth über vier verschiedenen Punkten vor der Stadt liegende und ähnlich oben beschriebenen konstruirte Baracken, drei zu eine zu 40 Betten, welche nur von Anfang August bis 'ang Oktober belegt blieben. Von den zwei Krankenbaracken bei dem Reservelazareth Homburg v. d. IL 1 ) war die eine (vergl. Tafel XLIV), der Stadt und der Kurhausgesellschaft erbaut (Baracke 1), I6.7 in lang, 7.4 m breit; die Seitenwandhöhe betrug m. Die Höhe vom Fussboden bis zum Dachreiterfirst m. Der Fussboden lag dem Terrain entsprechend auf ') Betreffs der Baracke Birer Kaiserlichen und Königlichen Hoheit | Frau Kronprinzessin des Deutschen Reiches und von Preussen zu mburg siehe dritte Gruppe. SanitSts-Bericht iTber die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. 0.30 bis 1.5 m hohen Steinpfeilern. Die Wände hatten dicht über dem Fussboden je 1 Fuss von einander entfernte Ventilationsöffnungen von 8 qcm Grösse. Die Fenster, deren sich jederseits fünf vorfanden, waren in ihrer unteren Hälfte um eine vertikale, in der oberen um eine horizontale Achse drehbar. Ueber den Fenstern befanden sich runde, 13 cm im Durchmesser haltende Oeffnungen. Der durchlaufende Dachreiter hatte in seiner ganzen Länge jederseits 14, je 48 cm hohe, mit Leinewand überzogene und tapezierte stellbare Klappen. Der Krankenraum, zu 16 Betten eingerichtet, war 6885 cbm gross, so dass auf jedes Bett ein Luftraum von 43.2 cbm kam. Am nordöstlichen Stirnende befand sich ein durch eine Freitreppe zu erreichender Eingang; neben demselben in einem durch einen Vorraum getrennten Anbau die Klosets, am entgegengesetzten Stirnende, durch einen Vorbau geschützt, ein zweiter Eingang mit seitlicher Oeffnung, daneben drei abgetrennte Räume für Wärter, Badeeinrichtung und Utensilien. Für den Winter wurde der Hohlraum unter dem Fussboden mit Freilassung einiger Oeffnungen durch Mauerwerk geschlossen, das Fachwerk der Wände mit Backsteinen ausgesetzt; die Wände erhielten innen einen Leinewandüberzug und bis zu 2.2 m Höhe Tapetenbekleidung, darüber einen Leimfarbenanstrich. Das Dach wurde innen durch eine blinde, mit Leinewand überzogene Decke, welche den Dachreiter freiliess, abgesperrt. Das Dach selbst und der Dachreiter bekamen eine Deckung von Patentziegeln. Die Heizung geschah durch zwei runde Steinkohlenöfen mit senkrechten Rauchrohren, welche im Dezember bei —4.7° R. mittlerer Aussentemperatur 6.7 ° durchschnittliche Innenwärme, im Januar bei —3.i° aussen etwa 4.3° innen erzielten. Die Hauptschuld der ungenügenden Heizresultate soll an der schlechten Beschaffenheit der benutzten Kohlen gelegen haben. In Baden wurde noch zu Freiburg i. B. nach dem Muster der Friedrichs-Baracken in Karlsruhe von der Kriegsverwaltung im Garten des akademischen Krankenhauses eine Baracke zu 32 Betten erbaut, welche, anfangs für Typhöse bestimmt, später als Pockenlazareth diente. In Hessen waren ähnliche Baracken wie die bei Giessen erwähnten errichtet worden: in Darmstadt eine Baracke zu 20 Betten beim Reserve- (Garnison-) Lazareth — von Anfang August bis Mitte Juni 1871 benutzt — und eine Baracke zu 16 Betten bei dem Krankenhause der barmherzigen Schwestern; bei dem Reservelazareth in Friedberg eine vom Staate erbaute Isolirbaracke für 10 Mann; eine von der Bergwerksgesellschaft zu Oberrossbach zur Verfügung gestellte Baracke zu 30 Betten; in Pfungstadt eine vom dortigen Alice-Frauenverein errichtete, dem Reservelazareth überwiesene Baracke zu 20 Betten nebst Küchenbaracke; in Nauheim eine Isolirbaracke für 8 Mann. 45 354 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. Im Grossherzogthum Mecklenburg-Schwerin wurde zu Rostock eine vom dortigen Lokalverein im August erbaute Baracke zu 24 Betten von der Reserve-Lazareth- kommission für das Reservelazareth angekauft. Dieselbe stand im Garten des Professors Zehender bei der Steinthor-Vorstadt, im Ganzen nach der offiziellen Vorschrift aber mit durchlaufendem Dachreiter erbaut; der Krankensaal war 18.4 m lang, 5.9 m breit. Für den Winter erhielten die Wände eine zweite Bretterverschalung; der Dachreiter wurde unten mit stellbaren Holzklappen abgeschlossen; die Heizung erfolgte durch zwei mit Blechmantel versehene eiserne Oefen mittels Steinkohlen und Torf (siehe Temperatur-Tabelle). Die Baracke wurde vom 6. Oktober bis Ende Mai 1871 benutzt. In Oldenburg stellte der dortige Lokalverein eine Baracke zur Benutzung für Schwerverwundete und Typhöse zur Verfügung. Dieselbe, auf freiem, erhöhtem, sandigem Platze, mit der Längsrichtung von 0—W gelegen, war 32 m lang, 7.5 m breit und bis zum Dach 3.8 m, bis zum First 4.7 m hoch. Der Zwischenraum des 62 cm über der Erde auf steinernen Pfeilern ruhenden doppelten Fussbodens war mit trockenem Sande, der Hohlraum der doppelten Bretterwände und des gleichfalls doppelt verschalten Daches mit Torf und Sägespänen gefüllt. An beiden Längsseiten befanden sich 6 hohe und breite Fenster, deren oberer Theil geöffnet werden konnte, und zwischen den Fenstern in der Nähe des Fussbodens besondere Ventilationsklappen. Den Fenstern entsprechend trug der Dachfirst an sechs Stellen 2.2 m lange und 1 m breite, mit Holzjalousien versehene Dachreiter. An den Giebelseiten und in der Mitte der Längswände befanden sich grosse Flügelthüren, am Westgiebel ausserdem abgetrennte Räume für Wärter, Utensilien, Thee- und Badeküche. Die Klosets barg ein besonderer Anbau. Der Krankensaal selbst war 28.5 m lang und enthielt 32 Betten. Im Winter wurden die Thüren der Längsseiten verschlossen, die der Giebelseiten mit Windfängen versehen, die Ventilationsklappen am Boden und drei der Dachreiter mit Brettern vernagelt. Die drei eisernen Säulenöfen, deren Rauchrohre von der Sparrenkreuzung aufwärts ein Ventilationsmantel umgab, wurden mit Torf geheizt. Die Baracke blieb von Anfang September bis zum 23. April mit Verwundeten und Kranken belegt. Zur zweiten Gruppe sind auch die von dem 5. Bayerischen Haupt - Feldspital zu Bretten in Baden (vergl. S. 317 und 318) errichteten Sommerbaracken zu rechnen. Bei seiner Etablirung in den ersten Tagen des Monats August konnte das genannte Haupt-Feldspital in Bretten geeignete Räume zur Krankenaufnahme nur für etwa 220 Mann ermitteln, weshalb sofort der Bau von Baracken projektirt und theilweise auch ausgeführt wurde. Zunächst war hierfür ausser einigen kleineren L I das Trockenhaus einer Zuckerfabrik in der Nil Bahnhofes zur Verfügung gestellt worden, welches lieh als Speisehalle für durchziehende Truppen dienen Während dieser grosse Holzbau durch entsprecl Ä.ptirungsarbeiten (Einsetzen eines Etagengebälke* Beseitigung der Wasch- und Brunneneinrichtung) zu £ r . zwecken eingerichtet wurde, Hess gleichzeitig di e nach Angabe des dirigirenden Arztes eine Holzb' für 50 Kranke in günstiger Lage auf einer Anhöhe der genannten Fabrik und ganz nahe der Eis* erbauen. Beide Gebäude wurden bis 8. August ft gestellt. Im Trockenhause konnten 100 Feldbetten geschlagen werden; auch waren daselbst noch kle gesonderte Räume für Aerzte etc. vorhanden. Statt der ursprünglich geplanten Anlage eines gros Barackenkomplexes von 10 Krankenbaracken zu je 50 J| ordnete schliesslich die Militärverwaltung die Herstell von noch vier Krankenbaracken an, welche möglichst gebaut und nur während der besseren Jahreszeit bi werden sollten. Sie wurden auf einer 15—20 cm c Aufschüttung mehrerer Schichten von gepulvertem Eisenschlacken und Lehm errichtet; jede Baracke eine Aussenlänge von 90 m, eine Breite von 4.5 m, eine bis zur Dachfläche von 3.5 m, bis zum Giebel von 5.s m Hauptlängsfront stand nach Süden. Das Innere bildete ei einzigen Krankenraum mit 50 Lagerstellen in einer! bei 90 cm Bettenabstand; an der gegenüberliege«! Längswand befanden sich Tische, Bänke und Gestelle Utensilien. Der stumpf gefugte Bretterfussboden lag hohl dass er auf Rippenhölzern befestigt war, die ihrerseü drei Langschwellen ruhten. Die Hauptständer der Bari waren eingegraben; die Wände hatten einfache ät Bretterverschalung, an beiden Längswänden je 16 respondirende Fenster von l.i m Höhe und 0.6omBi im Lichten. Das einfache Satteldach, auf stumpf Bretterverschalung mit Theerpappe eingedeckt, hatte| Firste zwischen je zwei Bundgespärren O.90 m lange reiter; die Dachflächen überragten die Seitenwände Baracken um O.45 m. Jede Baracke besass drei Eii zwei kleine an den Stirnwänden und einen Haupte (Thor) in der Mitte der einen Längswand mit V und breiter dreistufiger Treppe. Aussen waren die Baracken noch ringsum mit streben und Abzugsgräben versehen. Gedeckte Latrinen, zu denen Laufbretter ßl befanden sich nahe bei jeder Baracke. In grösserer fernung wurden tiefe Gruben zur Unschädlichmachung gebrauchten Verbandstücke etc. angelegt. Küche Apotheke waren in benachbarten Gebäuden unterge Während des Baues der letzten vier Baracken am 18. August der Befehl zum Aufbruch des Hauptf spitales ein, was die Einstellung des Baues zur Folge kil III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland 355 kleineren Lokj ar en bis dahin zwei Baracken fertig geworden, aber 11 der Nähe ^ u j c ht mit innerer Einrichtung versehen. > welches anjj g euu Abmärsche des Haupt-Feldspitals wurden die Pen dienen so] • aUä gebauten Baracken der Obhut der Stadt übergeben, in entsprechd mtlicke aber durch einen heftigen Orkan in der Nacht ?engebälkes ^.—27. Oktober 1870 zerstört; der Wiederaufbau tung)zuKraü terblieb, die Trümmer wurden öffentlich versteigert, azeitig die | pj e Einrichtung des Trockenhauses der Zuckerfabrik iine Holzbai, tte einen Kostenaufwand von 2161 fl. 5 kr. = 3704 M. r Anhöhe m, pf die Abrüstung einen solchen von 37 fl. 13 kr. der Eiseal $ M. 80 Pf. bedingt; die Herstellungskosten der 5. August ferj m&en betrugen für die erste durch die Stadt erbaute ) Feldbetten ffao ke 2384 fl. 17 kr. = 4087 M. 38 Pf.; für die ?t noch Hg, iden an deren Baracken: 3994 fl. = 6846 M. 91 Pf. Der " en - r [ fl5 f ur die versteigerten drei Baracken belief sich auf ge eines grosse^ fl. 24 kr. = 3370 M. 31 Pf. :en zu je 50; l die Herstei e möglichst ahreszeit h 5—20 cm c epulvertem le Baracke In lag hohl die ihrerseits ider der 1 einfache ai nden je 16 und 0.6om f stumpf gel ;edeckt, hatte '.90 m lange Seitenwände ss drei Ei len Haupteii and mit Tor ngsum mit b. Vereinslazarethe. 1. Barackenlazareth zu Lichterfelde. Als Annex zu den Berliner Lazarethen ist das von 5 m, eineH n Berliner Lokalverein der Stadtbezirke 41—54 geriete Barackenlazareth in Lichterfelde bei Berlin betrachten, welches dem Reservelazareth in der Garde- goner-Kaserne attachirt war. Dasselbe lag in einer II i4.. >el von 5.5 m; nere bildete ei ;n in einer jgenüberliegei und Gestelle ^Parkanlage auf oekenem, sandigem nden und bestand Bser einem Hause welchem sich neben •eaus, Wohnungen Küche 72 Kranken- en befanden, aus ■eimit dem Hause und ireinander durch «n gedeckten Gang Verbindung stehen Baracken, ieselben enthielten en dem Kranken - 16 bezw. Betten je einen lfbretter füll In grösserer 1 idlichinacmin« gt. Küche I len untergel ier Baracken I 1 des Haupt-I| es zur Folge k ärterraum, eine Badestube und zwei Müller-Schuer'sehe ehtstühle. Die Bauart entsprach im Allgemeinen der kriegs- |nisteriellen Vorschrift. Ausserdem stand ein Krankenzelt Verfügung. Die Belegung begann am 31. August 1870 und währte Ende Juli 1871. Im Winter wurde eine zweite Verschalung der Wände gebracht, und dieselben aussen mit Dachpappe benagelt. tels vier eiserner Schüttöfen gelang es bei einem täglichen Gebrauch von 2 l /-j Tonnen Koaks und 1 Zentner Kohlen in der grösseren Baracke genügende Wärme zu erzeugen. Die kleinere Baracke dagegen uiusste der Kälte wegen vom Dezember bis Ende März ausser Gebrauch gesetzt werden. 2. Barackenlazareth zu St. Johann-Saarbrücken. (Yergl. Zeichnung 16.) Grössere Ausdehnung hatte das als Annex des Reserve- lazareths Saarbrücken auf Kosten des Centralkomitees der Deutschen Vereine in Berlin durch das Personal der Bergwerksdirektion (BaurathNeufang) errichtete Barackenlazareth in St. Johann. Das im August 1870 erbaute, am 1. September fertiggestellte Lazareth No. I lag am östlichen Ende von St. Johann zwischen Gärten an der Saarbrücken-Mainzer Landstrasse auf durchlässigem Kiesboden und umfasste 10 Krankenbaracken nebst einer Verwaltungsbaracke, welche in zwei Reihen in der Art angeordnet waren, dass die östliche Reihe aus dem in der Mitte liegenden Verwaltungsgebäude und 4 Krankenbaracken, die westliche aus 6 Krankenbaracken bestand. Die Breite der Strasse zwischen den Baracken betrug etwa 6.27 m. Die einzelnen Baracken jeder Reihe standen rechtwinklig zur Strasse, einander parallel, etwa 9.4 m von einander entfernt, und waren in der Längsrichtung etwas gegen einander verschoben, so dass die ganze Reihe eine etwas schrägeRichtung hatte. .3 Zu einander waren die S beiden Reihen so an- g geordnet, dass jede 'o Baracke einer Reihe M einem Zwischenraum ^ der andern Reihe ge- •:> 4 Leipzig, B. X . 55 -5, t +12,; —1.3 +14 Weimar 4 ). . . 30 —5.2 +10.2 —0.:, +11.1 +5.H +1|| Bremen . . . 50 -4..-, +11.1 +3.7 +14.4 +4-4 +11 Posen, Bar. 1 : >j. 40 -6.« +15.i -3.i +13 + 3 -3 +11 „ 3 . 60 „ +14. ;! r> +15.8 » +H Hildesheim . . 60 -5.2 + 9 +l.i +11.7 +6.. +| Homburg . . 16 -3.! + 4.3 — — Rostock . . . 24 —2.;, +11.2 -Li +12 — Oldenburg . . 32 -3.7 + 8.:, +1.3 +10.i +K tH St. Johann-Saarbrücken. . . 20 — — —3.7 +13.-, +7 4 Braunschweig . 20 —9.3 + 8,-) —1 + 9.5 +5.3 +11 Wiesbaden . . 32 —2 +15 —0.5 +15.7 — > Die Baukosten bei dieser Barackengruppe zeiga I nach der Art der Ausführung, Konstruktion, sowie J inneren Einrichtung ganz erhebliche Unterschiede, wiej nachstehende Zusammenstellung ersichtlich macht: Reserrelazareth Berlin, R.-L. I - II • .. in . Altena, R.-L. staatlicl Privat Wesel..... Karlsruhe, R.-L. . Heidelberg, V.-L. . Weimar, R.-L. . . Posen, R.-L. . . B.H.-F.-Sp.VMosbach 1 ') Wiesbaden . . . Zahl der 15 20 15 6 3 15 6 4 4 o O 3 2 450 600 450 174 72 240 192 128 120 140 150 64 Baukosten für 1 Baracke mit ohne Winter- einrichtung M A Jl 14 609 18 482 — 20 624 5 403 45 3 069 60 3100 44 13 482 60 13 680 60 6 282 40 11 416'l0 13 73660 12 562 17 776 18 410 50 3 644 75 für 1 Ltpri mit Winta einriebt™ Jl 486 95 616 - 687 15 180 15 42 65 193 in 421 20 427 50 209 — 246 75 429 25 ] ) 17 zur vierten Gruppe gehörige Baracken des Lazaretha auf dem Tempelhofer Felde (vergl. S. 343 und 367) sind abgerechnet. 1 ) In der grösseren Baracke täglich 2'/i Tonnen Kosh 1 Zentner Steinkohle. s ) Täglich durchschnittlich im Januar und Februar 3 Zei Kohlen, im März 2 Zentner Kohlen. 3 ) Im Januar je '/.-, Tonnen Kohlen und Koaks, im Febriul 3 /5 Tonnen Kohlen und Koaks, im März je 1 /io Tonne KoUtnf Koaks. 4 ) Täglich 2 bis 3 Zentner Kohlen. •"') Täglich 4 bis 5 Tonnen in der kälteren Zeit. 6 ) Einschliesslich innerer Einrichtung. sultate in pe ergiebt 10. t ll.i 13 12.6 14 ll.i 14. 4 13 15.8 11.7 12 lO.i 13.-, 9-5 15.7 ■4 +5,. 4 +4j -1; +!!, +5.H +iij +U +lJ . +1(1 +6. +| +6 +7 +t| -f*i nippe zeiga | .tion, sowie rschiede, wie I l macht: kosten für 1 1 mit Wintei eini'iclitriL , .11 _ 486 95 311 — 616 - 55) 50 687 45 613 — 180 45 - — 42 65 - — 193 70 - — 421 20 - — 427 50 - — 209 - - — 246 J75 - 75 — a — 429 25 - To unen Ki ab Februar 3 Zel aks, im Febriiil Tonne Kohlt» i Zeit. -o C/3 OuO OJ CO CO M CT» cd CD r_ 03 N CD a> c_ CD uu. rH 05 1=1 ■i|{l ■ Lad l III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 359 Dritte Gruppe: Baracken mit Dachfirst- fentilation, Bodenerhöhung bis zu 95 cm, ^ebenräume einschliesslich der Latrinen innerhalb der Baracke. Diese Gruppe uinfasst solche .Barackenbauten, welche hin Bezug auf Grundrisseintheilung an die Amerikanischen Vorbilder (vergl. S. 314) anlehnen, hinsichtlich er Dimensionen und Belegungsfähigkeit jedoch von denken wesentlich abweichen. a. Staatliche Lazarethe. In erster Linie zählen hierzu 1. die grossen Barackenanlagen in Frankfurt a. M. In dieser schon durch ihre Lage am Knotenpunkte lehrerer Eisenbahnen, durch die geringe Entfernung von >r Grenze, durch die Fülle der Hilfsmittel, auf welche >i der Wohlhabenheit und Mildthätigkeit ihrer Bewohner i rechnen war, von vornherein als Haupt-Krankensammel- mkt geeigneten Stadt entstanden neben einer beträcht- ;hen Anzahl kleinerer Vereins- und Privatlazarethe drei 'osse Barackenlazarethe, davon zwei als staatliche Reserve- rethe, das dritte als Vereinslazareth.') a. Das Reservelazareth No. I (vergl. Tafel XLV) rde als grössere Barackenanlage,bestehend aus 30Baracken je 20Betten, auf der Pfingstweide, einem grossen, bis- als Bxerzirplatz benutzten, freien, von schönen Bäumen igebenen Platze am Ostende der Stadt in unmittelbarer ie des Hanauer Bahnhofes errichtet. 20 Baracken aute die Militärverwaltung, 10 die Stadt Frankfurt. ieselben standen in drei von W—0 verlaufenden Reihen, einzelnen Baracken in der Richtung von N—S, die rnseiten jeder Reihe in gleicher Höhe; die Entfernung- einzelnen Baracken von einander betrug an 6.27 m; cas geringer war der Zwischenraum zwischen den Reihen. beiden nördlichen Reihen bestanden aus je 13 Baracken, südliche Reihe hatte nur je 2 Flügelbaracken, während mittlere Raum für die dort und weiter südlich stehenden ebengebäude frei blieb. Diese Nebengebäude waren: |1) Eine Baracke, enthaltend Wohnungen für wachhabende Aerzte, Wärter und Köchinnen, sowie die Kochküche nebst Viktualien- kammer und Keller. 2) Eine Waschküche mit Wäsche- und Bollkammer, Beamten- und Warterwohnungen. 8) Ein Wäsche- und Utensilienmagazin. 4) Ein Holz- und Kohlenschuppen, Montirungskammer, Wachlokal für die Feuerwehr. 6) Ein Latrinengebäude. 6) Ein Leichenhaus mit Sektionsraum und Schuppen zum Trocknen der Erde für die Klosets. |7) Eine Thee- und Badeküche. Ein Eishaus. Eine Wache. ') Betreffsdesletzterensiehe„Vereinslazarethe"subbdieserGruppe. Ferner gehörte zum Reservelazareth I das anstossende Garnisonlazareth mit drei seit 1866 im Garten desselben stehenden Zeltbaracken und einem neuen Zelt mit Eisengerüst, welche für je 18 Mann Raum boten und bis weit in den Herbst hinein mit durchschnittlich 64 Mann belegt blieben. Von den staatlicherseits erbauten Baracken war eine dem Verein zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger zur Anlage eines Depots überlassen worden, eine zweite diente zur Hälfte als Speisesaal für die Pflegerinnen, zur Hälfte als Wohnung für Lazarethgehilfen. Die Krankenbaracken, zunächst für den Gebrauch im Sommer bestimmt, waren 19 m lang, 7.45 m breit. Die Entfernung des Fussbodens von der Erde betrug 0.65 m, die Höhe der Seitenwände 4 m, die Höhe vom Fussboden bis zum Dachreiterfirst 6.so m. Sie standen auf gemauerten Pfeilern, hatten einen Bretterfussboden, Holzriegelwnnde mit innerer Bretterverschalung, ein einfaches, mit Dachpappe belegtes Bretterdach und einen durchgehenden Dachreiter, dessen Oeffnungen mit unbeweglichen Bretterjalousien versehen waren. Die Fensteröffnungen, sechs auf jeder Seite, hatten an Stelle von Glasfenstern mit Leinewand überspannte Holzrahmen, welche um die obere Kante nach aussen geöffnet und gestellt werden konnten. An jeder Giebelseite befand sich eine Flügelthür mit Treppe; an dem einen Giebelende waren zwei Räume abgetrennt, deren einer einen Nachtstuhl und ein Ausguss- becken aufnahm. Als Nachtstühle wurden anfangs Moule'sche Erdklosets verwendet; es stellten sich aber in Folge ungenügender Beobachtung der entsprechenden Vorschriften seitens der Kranken und Wärter, auch wegen Mangels geeigneter Erde so erhebliche Missstände ein, dass die Klosets bald durch einfache Leibstühle ersetzt werden mussten. Die allgemeinen Latrinen hatten Fosses mobiles. Die Wasserversorgung des Lazareths erfolgte aus drei gegrabenen Brunnen, die Entwässerung durch Röhren, welche mittels eines Sammelrohrs in den Main mündeten. Die Beleuchtung geschah durch das von der Englischen Gasgesellschaft unentgeltlich gelieferte Gas. Vom 6. August an, dem Tage der Belegung der ersten Baracken, blieb das Lazareth in stetigem Gebrauch. Die Behandlung der Kranken fand durch Civilärzte statt, die Krankenpflege durchDiakonissen, barmherzige Schwestern, Frauen und Mädchen der Stadt. Dank der guten Beschaffenheit der Luft in den zwar etwas eng stehenden, aber sauber gehaltenen, meist nur mit je 15 Kranken belegten, öfters zum Zweck der Desinfizirung geräumten Baracken waren die Behandlungsresultate recht günstige. Im Oktober stellte sich die Nothwendigkeit heraus, die Baracken für den Winter einzurichten. Es geschah dies in der Weise, dass bei den vom Staat erbauten 20 Baracken der unter der Baracke befindliche Raum mit VII. Kapitel: Zelte und Baracken. Ausnahme einiger Ventilationsöffnungen ringsum zugemauert, das Fachwerk der Wände mit trockenen Tuff- oder Ziegelsteinen ausgesetzt und an der Aussenseite mit Brettern verschalt, der Dachreiter durch eine unter demselben angebrachte Holzdecke mit zu öffnenden Klappen abgesperrt wurde. Bei den städtischen Baracken fand eine vollständige Ausmauerung sowohl des Hohlraums unter dem Fussboden, als auch der Wände mit Backsteinen und Kalk statt; in der Höhe der Seitenwände wurde durch einen horizontalen Holzplafond Dach und Dachreiter abgesperrt, hierdurch allerdings auch der Luftraum der Baracke wesentlich geschmälert. Glasfenster an Stelle der Leinewandrahmen und verschliessbare Ventilationsöffnungen unterhalb der Fenster halfen die Wintereinrichtung vervollständigen. Die Heizung erfolgte in jeder Baracke durch zwei grosse eiserne Cylinderöfen, deren Rohre horizontal nach der Mitte der Baracke und hier von einem grösseren, unten offenen Ventilationsrohr umgeben, über das Dach hinaus verliefen. Letztere Einrichtung fehlte im Anfange bei den staatlichen Baracken, wurde aber daselbst im Januar gleichfalls angebracht, da ohne Vergrösserung der wärmeabgebenden Fläche durch Verlängerung und seitliche Führung der Rauchrohre die Heizung ungenügend blieb. Nach dieser Aenderung Hess sich eine Temperatur erzielen, die höchstens 1—2°R. niedriger blieb als in den städtischen Baracken, trotz des erheblich grösseren Luftraumes. Bis zum 30. Juni 1871 sind in dem Barackenlazareth im Ganzen 8842 Mann mit 177 645 Verpflegungstagen behandelt worden. Wundinfektions- und Lazarethkrankheiten traten nur vereinzelt, nie epidemisch auf. Im Mai 1871 wurden die Wintereinrichtungen entfernt und die Baracken wieder für den Sommergebrauch eingerichtet, ein Theil derselben jedoch vom Juni an nicht mehr belegt; dagegen füllten sich mehrere Baracken im August wieder mit evakuirten Ruhr- und Typhuskranken. Im Oktober 1871 wurden zwei Baracken von der Pfingst- weide in den Garten des Garnisonlazareths transferirt, erhielten dort einen doppelten Boden sowie einen innern Anstrich und nahmen die Verwundeten aus den Zeltbaracken auf. Mit der am 15. Dezember erfolgten Ueber- führung der zweiten chirurgischen Station von der Pfingst- weide in die Baracken des Lazarethgartens endete die Wirksamkeit des Barackenlazareths der Pfingstweide nach fast l 1 /* jährigem Bestehen. b. Reservelazareth No. II. (Vergl. Tafel XL VI.) Gleichzeitig mit dem Barackenlazareth auf der Pfingstweide erbaute die städtische Lazarethkommission auf Kosten der Stadt ein zweites Lazareth, aus zehn grösseren Holzbaracken zu 20—24 Betten und vier kleineren zu 10 bis 12 Betten bestehend, in Sachsenhausen, in dem sogenannten Vaconins'sehen Garten, einem städtischen, mit Rasen bewachsenen und einer Mauer umgebenen Grundstück in unmittelbarer Nähe des Offenbacher Bahnhof* des städtischen Rochus-Spitals. Für Bureaus, Wohnungen, Küche, Vorrathsräume dergleichen wurden am Eingange des Gartens stehe« vorhandene Gebäude eingerichtet und benutzt. Die Krankenbaracken standen in zwei nicht J parallelen Reihen, welche von 0—W verliefen, w a L die einzelnen Baracken bei einem Abstände von ( t, untereinander eine Längsrichtung von S—N einnak Der Abstand der beiden Reihen von einander betr 25m; in jeder Reihe standen am östlichen Endei kleine Baracken. Die grösseren Baracken hatten eine Länge von i\ eine Breite von 6.6 m und eine Seitenwandhöhe von3 4 Die Höhe vom Fussboden bis zur inneren Firstliriej Dachreiters betrug 4.7 m. Der einfache Fussboden i nur etwa 45 cm von der Erde entfernt und lag auf U schwellen, welche auf dem Erdboden aufruhten, Die Seitenwände hatten eine einfache äussere T schalung und bestanden aus einzelnen Feldern von \ f Breite, von welchen abwechselnd je eins festgenagelt mit einem feststehenden Glasfenster versehen war, wak, sich das zweite in zw T ei übereinander liegenden Hfl klappenartig um die obere Achse drehen und nach an aufstellen Hess; die obere dieser Klappen bestand einem mit Leinewand bespannten Rahmen, die unteren Brettern. Die Fenster, vier bis sechs jederseite 1.4 m breit und hoch. Ein weiteres, aufstellbares Ff befand sich in den Giebeln über jeder Eingangsthür. Dach und der nur 28 cm hohe Dachreiter waren an- i einfachen, mit Theerpappe belegten Bretterlage berge-:- Am nördlichen Ende der Baracke war ein Wärterziui und ein Klosetraum abgetheilt, letzterer mit Kübeln sehen, welche von aussen weggenommen und entleert k konnten. Abgesehen von der geringeren Länge und 1 unterschieden sich die kleineren Baracken in ihrer struktion nicht von den soeben beschriebenen. Die Wasserversorgung erfolgte durch einen ii Mitte des Lazareths liegenden Brunnen, die Entwi« durch ein in eine Versickerungsgrube mündendes Röhre: Die Beleuchtung lieferte die neue Frankfurter gesellschait unentgeltlich. Die Belegung des Lazareths begann am 12. £ 1870; die Behandlung geschah durch Civilärzte, die pflege durch Damen der Stadt, Diakonissen und barmk Schwestern. Auch hier wurden die Betten der fast nie alle gleichzeitig belegt, die einzelnen Baracken Zeit zu Zeit geräumt und desinfizirt. Im Oktober machte sich die Nothwendigkeit richtungen zur Ueberwinterung geltend, welche November beendet waren. Zunächst erhielt der Sockelraum einen Verschluss Bretterverschalung, unter Freilassung einiger Ventilat Öffnungen; die oberen Klappen der Seitenwände der : ^M BHMBH her Bahnhol orrathsräune j Jartens stein ratzt. zwei nicht erliefen, «fl tande von 3—N einnatu ider betrug •>)]] ichen Ende: Länge von l\\ ldliöke von Ja ren Firstlinie j i Fussboden nd lag auf La] rahten. me äussere l| 'eidern ton lj festgenagelt \ hen war, vi iegenden und nach ans pen bestand i (i, die unteren | jederseits, stellbares Fena ingangsthür. : waren erläge berge; 3in Wärtern mit Kübeln { id entleert ¥9 Länge und Enj :en in ihrer 1 ienen. ■eh. einen in j die Entwia endes Bohren Frankfurter am 12. Septeij irzte, diel i und 1 ten der Baiwj Inen Baracken i jndigkeit der! , welche Anä| i Verschha dger Ventilat itenwände «^sajä^-j- m'"!*& ~ |c „IL 111. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland 361 Brettern verschlagen und, ebenso wie die untere, fest- ,r P It. die Oeffmmgen des Dachreiters mit schliessbaren Dpen versehen. Die Innenseiten der Wände und des ,],, Miirilen mit zwei freiliegenden, durch einen Zwisehen- L (retrennten Lagen von mit Papier übeiddebter Sack- Lffand in der Weise überzogen, dass eine zweifache Jjrluftschicht entstand. Dag die Klosets und den Wärterraum enthaltende Lende der Baracken sperrte man mittels einer ganz jhfrehenden, mit Flügelthür versehenen Bretterwand vom bkenraume völlig ab. An der südlichen Barackenreihe ilo^s man die (direkt ins Freie führende) Südthür mit Echtem Verschlusse, bei der nördlichen Reihe brachte p vor derselben eine 7.8 cm weit vorgerückte zwei- reliue. sellistschliessende Vorthür an, welche an ihren anfänden kleine Glasfenster erhielt. Den grösseren cken «^ab man zwei grosse eiserne Steinkohlenöfen, ■ Bohre sich nach horizontalem Verlauf in der Mitte einem gemeinsamen Luftschachte vereinigten; für die neren Baracken genügte ein Ofen. Der Fussboden lelt einen Oelanstrich. Die«' Einrichtungen haben sich sehr gut bewährt (siehe keraturtabelle). Eine weitere Veränderung trat im Februar 1871 ein, Ihm Zunahme der Blatternepidemie das als städtisches ternhaus dienende Rochus-Spital nicht mehr ausreichte; hrden demselben die östlichen, ihm zunächst liegenden icken, die vier kleinen und zwei grosse mit zusammen -88) Betten überlassen, durch hohen Bretterzaun vom vetli getrennt und mit dem Rochus-Spital durch einen ^■durchbrach vereinigt. Dafür übernahm die Stadt den von vier neuen grossen Baracken mit zusammen 80 bis etten, welche sich westlich an die nördliche Baracken- anschlossen und gegen Ende Februar belegbar wurden. Dieselben besassen eine von der vorstehend beschriebenen abweichende Konstruktion. Sie standen 3 Fuss über Erde, waren 21.4 m lang, 7.4 m breit; die Höhe der imaiide betrug 3.4 m, die Höhe vom Fussboden zum First 4. 9 m, Woran sich noch ein 0.6 m hoher reiter anschloss. Letzterer besass jederseits drei fest- nde Glasfenster und sechs schliessbare Holzklappen. Winnie hatten doppelte Bretterverschalung mit genauer plattung; in der Bretterverschalung des Sockelraums den sich jederseits drei Luftklappen. Im Barackenselbst wurden dicht über dem Fussboden in gleichen nilen sechs je 30 cm hohe, La m lange von aussen bare Luftklappen angebracht. Jeder Klappe entern darüber befindliches Glasfenster von 2 m Höhe m Breite, dessen untere Hälfte feststand, während bere nach innen beliebig weit umgekippt werden Auch über den beiden Giebelthüren befanden sich Bare Glasfenster. Am südlichen Ende war auf einer ein Wärterzimmer abgetrennt, während die Latrine hördlichen Ende in einem durch Doppelthüren ab- ■imüt-i Bericht iiI.,m du- Deutschen Beer« 1870,71. L M geschlossenen seitlichen Anbau Platz fand. Die Kübel derselben wurden von aussen unter die Sitze geschoben und an letztere mittels einer Hebelvorrichtung durch ein Gegengewicht aus Stein fest angepresst. Im Vorraum des Klosets befand sich ein Pissoir mit Ausgussbecken. Die Heizung geschah durch zwei Steinkohlenöfen in gleicher Weise wie bei den älteren Baracken und erwies sich auch hier als ausreichend. Drei dieser neuen Baracken waren vom 1. März an belegt, die vierte fand Verwendung zum Gottesdienst. Im April entfernte man bei den älteren Baracken die Sockelbekleidung und machte die bisher festgenagelten Ginsfenster durch Charniere und Stangen stellbar. Am 26. Mai 1871 erfolgte die Schliessung des Lazareths, nachdem daselbst 2100 Kranke und Verwundete Aufnahme gefunden hatten, von welchen 27 = \.->s pCt. gestorben waren. Die Anzahl der Verpflegungstage betrug 53 478. 2. Einzelne Baracken. 1 ) In (Neustadt-)Eberswalde wurde auf dem Hofe der als Reservelazareth dienenden Kaserne im August 1870 der Bau einer Baracke zu 60 Lagerstellen begonnen und Anfang- Oktober vollendet. Da jedoch nunmehr die rauhe Witterung ihre Belegung nicht mehr gestattete, wurde sie während des Oktobers mit Wintereinrichtungen versehen und erst vom 4. November ab mit Kranken belegt. Die Baracke ruhte auf Stielen, hatte doppelte Holzverschalung der Wände und dazwischen eine Schicht roher, auf Latten genagelter Pappe. Das Dach war mit Steinpappe gedeckt und mit einem Dachreiter versehen; im Innern befand sich in Dachhöhe eine Bretterdecke mit zwei leicht zu öffnenden Luftklappen. Strohmatten schützten die Fenster. Die Baracke umschloss zwei Krankensäle zu je 30 Betten und mehrere kleine Nebenräume. Einer der letzteren diente als Baderaum und enthielt eine durch einen Dampfapparat zu heizende Badewanne. Die Erwärmung der Baracke erfolgte durch eiserne Kanonenöfen mittels Steinkohlen. Die Belegung der Baracke währte bis in den August 1871. Die Gesammtzahl der Verpflegungstage betrug 11 790. Die Baukosten beliefen sich auf 3983 Thlr. 28 Sgr. 2 Pf. Gleiche Konstruktion hatte die vom Reservelazareth Landsberg a. d. W. im September erbaute Baracke zu 40 Betten in zwei Sälen. Dieselbe war im September, Oktober und November 1870 belegt. Von da an stand sie wegen zu grosser Kälte bis zum 21. Februar leer, wurde jedoch dann wieder bis Ende Juni in Gebrauch gezogen. Die Zahl der Behandlungstage betrug 13 716. Die Baukosten beliefen sich auf 3445 Thlr. 12 Sgr. Bei dem Reservelazareth Homburg v. d. Höhe war ausser der in der zweiten Gruppe bereits erwähnten 2 ) noch 1 ) Betreffs der Baracke bei dem Reservelazareth Weilbach s. S.365. 2) Siehe S. 353. 46 362 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. Band eine Baracke errichtet worden, welche, als Musterbaracke von Ihrer Kaiserlichen und Königlichen Hoheit der Frau Kronprinzessin des Deutschen Reiches und von Preussen gestiftet und nach Höchstderen eigenen Angaben durch Baumeister Jacobi erbaut, eine geschichtliche Bedeutung erlangt hat. Die Baracke (vergl. Tafel XLVIII) lag, von neu angelegten Gartenanlagen umgeben, hinter der als Reserve- lazareth dienenden Infanteriekaserne am nordöstlichen Ende von Homburg, auf dem nach NO abfallenden Exerzirplatze, durch ein muldenförmiges Wiesenthal von dem gegenüber liegenden Haartwalde getrennt, mit ihrer Längsrichtung von SW—NO, der von der Stadt und Kurhausgesellschaft erbauten Baracke schräg gegenüber und etwa 18.8 in von derselben entfernt. Die Musterbaracke war 26.1 m lang, 7.,-, in breit; ihre Seitenwandhöhe betrug 2.8 m, die Höhe vom Fussboden bis zum Dachreiterfirst 5.75 m. Sie stand auf gemauerten Pfeilern, welche, dem absteigenden Terrain sich anpassend, am südwestlichen Ende I.25 m, am nordöstlichen 2.5 bis 2.8 m hoch waren, hatte einen doppelten, aus einzölligen, mit eisernen Federn verbundenen Dielen bestehenden Fussboden, doppelte Wände und doppeltes Dach: die Zwischenräume waren mit Wirrstroh ausgefüllt. Die äussere Wandverschalung bestand aus horizontalen, sich schuppenförmig deckenden, die innere aus vertikal stehenden Brettern. Die Längswände waren in acht Felder getheilt, von welchen die beiden äussersten den Nebeiiräumen, die sechs mittleren dem Krankensaale entsprachen. Bei den sechs Mittelfeldern war die Wand nur bis zur Höhe von I.20 m in der angegebenen Weise ausgeführt; im oberen Theile nahm die Mitte jeden Feldes ein 1 m breites festgenageltes Glasfenster ein, während die Seitentheile aus grossen Holzklappen bestanden, welche, mit Charnieren an der oberen Riegelkante befestigt, beliebig weit nach aussen geöffnet werden konnten; der ganze obere Theil der Wand des Krankensaales bestand in dieser Weise jederseits aus sechs Fenstern und zwölf Holzklappen. Oberhalb der Fenster befand sich je eine 1 m breite, 26 cm hohe, durch Schnüre nach innen stellbare Klappe; ebenso waren unterhalb der Fenster dicht über dem Fussboden 94 cm breite, 13 cm hohe Klappen angebracht, welchen in der äusseren Verschalung je fünf kleine, 5.s cm im Quadrat haltende Oeffnungen entsprachen. Das überhängende Dach war mit Dachpappe gedeckt, getheert und gesandet und der ganzen Länge nach mit einem 1.8 m breiten, etwa O.g m hohen Dachreiter versehen, welcher jederseits acht etwa .'> m lange, 37 cm hohe, von innen durch Schnüre zu öffnende Holzklappen besass; eine gleiche Klappt; war in seinen Giebelseiteil angebracht. Im Innern der Baracke fanden sich, beim Eintritt von der Siidwestseite aus, zu beiden Seiten des nach aussen und nach dem Krankensaale mit Flügelthüren versehenen Korridors zwei kleine quadratische Räume abgetrennt. welche je ein Fenster an der Giebelseite, über demselh» eine Ventilationsklappe und in 2.8 m Höhe eine mit wand überzogene Decke besassen; dieselben dienten Wärter- resp. als Verbandmaterialienraum. [Jeher die Baracke führenden Eingangsthür befand sich ein | Fenster, vor welchem eine Laterne angebracht war. Zwei gleich grosse, durch einen Korridor getrennt Nebenräurne bildeten das Nordostende der Baracke rl eine diente als Badezimmer und war mit einer Warn ausgestattet, welche sich durch eine deckelartio'e y 0 ,, richtung zum Speisetisch für die Wärterinnen umgestalte! liess; der gegenüberliegende, mit einem Ausgussbeckm versehene Raum diente als Putzraum: ein in demselbei angebrachter Verschlag enthielt das Waterkloset. V« dem Putzraum aus führte eine Thür in eine, dem Giebel aussen angebaute kleine Waschküche mit eingemauertem Kessel, von welchem aus auch das erwärmte Badewasse mittels eines Rohres nach der Wanne geleitet wurde Eine vor der nordwestlichen Ausgangsthür hergestellt« mit Geländer versehene Veranda ermöglichte auf eine seitlichen Rampe den Ausgang ins Freie. Der Krankensaal war mit 20 Betten und der gleiche:, Zahl von Tischen, Stühlen und Kleiderständern, ferner mit Sesseln, Schreibtischen, Kommoden und zwei mit Wann und Kaltwasserleitung versehenen Waschtoiletten ausstattet. Der Fussboden war angestrichen und lackirt; * den Wänden hingen Bilder und Landkarten: Blumentische und Ampeln mit Blattpflanzen zierten den Raum; dieFensta waren mit Lambrequins behangen; auch eine Wanduhr sowie Thermometer und Barometer fehlten nicht; die ganze Ein- richtung bot ein harmonisches Bild von Wohnlichkeit, geeignet, in den Leidenden das tröstende Gefühl ein« behaglichen Häuslichkeit zu erwecken. \h^r Kubikinhalt des Krankenraums betrug 814.6cbm: pro Bett ergab sich ein Luftraum von 40.6 cbm. Die Baracke war mit Wasserleitung versehen, welche Bad, Waschtische und Kloset versorgte; die Abflüsse ■ mit hydraulischen Verschlüssen — mündeten durch St» gutröhren in die nahe gelegenen Wiesen. Die Beleuchtmj fand durch Gas statt. Zur Behaglichkeit der InsuM trug namentlich die Art der Heizung bei, welche bei der im Oktober vorgenommenen Wintereinrichtung in der Weise eingeführt wurde, dass der Lnt.erraum der Baracke. unter Freilassung einer Thür an der Nordostseite und je 22 Ventilationsöfl'nungen in den Langseiten, durch Backstein mauerung geschlossen und in dem so gewonnenen Räume eh* Luftheizung eingerichtet wurde. Heber einer Feuerung deren Rauchrohr in einen die Baracke überragenden, seitlieli stehenden Schornstein führte, befand sich eine gewollt;' Heizkammer, welcher die frische Luft von aussen zugefSW ward, während die erwärmte Luft in einem lang- da Baracke verlaufenden, mit Abzweigungen versehenen Rohr zu den mit Schiebern versehenen Oeffnungen im Fussboden und durch diese in die Baracke gelangte. Dergleichen y. «a < « I !<*= % < aO Ö —1— OD oo cu OO ."t^.' OD OD c_ CD CD— >■ i----- -OO o -cxO =*■ cd c= *— £ :CD oo oo CD OD i-t3 P( 3 O \ ö] fL i '.0 & 1 1 8 E 1 a e '----------' __p E 1 1----1 3 El j 1 L ! 3 El f B / 1 \ El i - ^- a , H- ----- ■ IM -----1 cö ^S <~> r->j d- CO CT3 :^ ---- CT3 __, 1 in CO C— > l—1— e_ OD OD CO —i —i CO CC K o '-3 SS 3 *o •r-i OO ^OO ' «t*« ■***• 1 »i ?5S5s I* £-.«» I £g) | _ 1 « Q a lli ? fi 8 fi SJ5. -* » * «■* ■** Sind £ Oeffnungen der vier Nel e der < Die Vo schiedener - ehm tt zontaler Ri' Hill zi« 1-ii'ti Ze ppn mi iuäserdeui i loci durch ( 1 10 Tempei er Wai im Jan Tempera ,13° und Die Ba dazu kamen J kr., der Feuerungsar lic-aiiimtbaii ;gr. ste Die Bj lazareths zu in • irr« dienenden n zu je 22 Bt lang. 7.4 m durchlaufene Herten e hatte Boden dun ensolche Baracke. V an dem eil deren einei enthielt. 1 Wahrend ch ein Kranke il trichterförmig erweiterten Ventilationsschacht und durch denselben über das Dach hinaus ins Freie. Die Heizbarkeit erwies sich als eine genügende. Die Benutzung des Lazareths begann unmittelbar nach Vollendung des Baues. Baracke 1 wurde am 25. August, Baracke 2 am 6. September, Baracke 3 am 26. September mit Verwundeten belegt, welche zum Theil auf dem Wege über Belgien anlangten. Bis zu der Ende Mai 1871 erfolgten Schliessung des Lazareths betrug der Gesammtzugang 282 Mann, wovon 29 = 10.3 pCt. starben. Die Zahl der Verpflegungstage belief sich auf 16 963. Die Gesamintbaukosten des Lazareths betrugen etwa 8000 Thlr. 2. In Dnsseidorf (vergl. Tafel LI) waren bei dem in der Kaserne etablirten Reservelazareth im August auf dem anstossenden Exerzirplatze acht aus dem Zeltlager-Depot in Liegnitz überwiesene, modellmässige Krankenzelte zu 12 Betten in schachbrettartiger Anordnung aufgestellt. Dieselben wurden jedoch nur mit je acht Betten besetzt und blieben von Mitte September bis gegen Ende Oktober mit Typhus- und Hospitalbrandkranken belegt. Insbesondere die letztgenannte Krankheit nahm unter dem Einfluss der Zeltbehandlung meist einen günstigen Verlauf. Der starke Zuwachs an Kranken machte jedoch die Erbauung von Baracken dringend wünschenswerth. Dieselbe erfolgte durch Holländische Aerzte und Vereine, welche überhaupt in der mit Kranken und Verwundeten angefüllten Stadt eine segensreiche Thätigkeit entfalteten. Die erste Baracke wurde Anfang September vom Dr. Berns aus Utrecht auf eigene Kosten hergestellt und am 15. September vollendet. Eine zweite Baracke, vom Holländischen Komitee zum rothen Kreuz erbaut, war am 23. September, eine dritte, durch einen Holländischen Privatverein gestiftet, Anfang Oktober, und eine vierte, etwas grössere, gleichfalls aus den Mitteln des Holländischen Komitees zum rothen Kreuz errichtet, Anfang November belegungsfällig. Mit Ausnahme der Bettstellen beschaffte das Holländische Komitee auch alle Ausstattungsgegenstände. Das Trinkwasser lieferte die vortreffliche städtische Wasserleitung. Die drei zuerst gebauten Baracken waren 20.sml (mit Anbau 25 m), 6.7 m breit, bis zum Dach 3. um |,j,. Dachfirst 6.3 m hoch. Sie hatten einen etwas über 1« Erde erhöhten Fussboden, einfache Bretterwände doti J verschalte Dächer und durchlaufende Dachreiter von 1 Breite, mit jederseits fünf Luken von l. s m Länire 78 cm Höhe. An jeder Längsseite befanden sich ftW an jeder Stirnseite ein Fenster. Neben der Einsaat» thür an eine*' Stirnseite lagen zwei Nebenräunie n 2.5 m Länge und 2.26 m Breite für das Wartepersonal. U anderen Giebelende war ein 4.2ö 111 langes, 2m bn durch ein Fenster erhelltes Badezimmer angebaut. |i ( . Krankenraum selbst besass eine Länge von 17. um. Zur Ueberwinterung wurden die Fugen der Wand,. mit Latten vernagelt und die Wände aussen mit Asphalt pappe bekleidet, der Sockelraum, mit Freilassung- eh Ventilationsluken, durch einen Erdwall geschlossen, die Luken des Dachreiters mit stellbaren Klappen versehen Da sich Füll-Reguliröfen nicht bewährt hatten, so erhiell jede Baracke zwei grosse eiserne Tvommelöfen, welche m lange eine genügende Wärme erzeugten, als mit I Stückkohlen geheizt werden konnte. Leider liess sich (lies,,. Feuerungsmaterial nicht jederzeit in ausreichender Quantität beschaifen. Die vierte, vorzugsweise für Typbuskranke bestimmte Baracke, gleich den vorher erwähnten mit 20 Betten ausgestattet, auch von derselben Konstruktionsart, hatte etwas grössere Dimensionen und war gleich für den Wintergebrauch eingerichtet. In eine andere legte man Leute mit schlecht aussehenden und brandigen Wunden: die beiden übrigen Baracken dienten hauptsächlich zur Behandlung von Operirten. Letztere wurden von dem Zeitpunkt an, wo der Barackenbau vollendet war, ausschliesslich in den Baracken behandelt. Für die Zweckmässigkeit dieses Verfahrens spricht folgende Zusammenstellung der vor Erbauung der Baracken und der später erreichten Operations-Resultate. In der Kaserne wurden behandelt: 8 Unterbindungen.....mit 6 Todesfällen, 8 Resektionen.......5 14 Amputationen und Exartikul. . 12 Sa. 30 Operationen......mit 23 Todesfällen. \\i den Baracken, resp. Zelten: 5 Unterbindungen.....mit 3 Todesfällen, 3 Resektionen.......ü „ 16 Amputationen.....„5 r, Sa. 24 Operationen......mit 8 Todesfällen. Die Baracken blieben bis zum 20. Februar 1871 in der Verwaltung des Holländischen Komitees. Als dann der grösste Theil der Holländischen Aerzte und Pfleger in die Heimath zurückkehrte, übernahm die Königliche Lazarett Verwaltung die Baracken gegen einen geringen Miethzin- bis zum 1. Mai 1871. Die Baukosten hatten je 900 resp. bei der vierten Baracke 1000 Thlr. betragen. 5 ZD CXJ 'ei ) 03 CO c_ OS CO c= CT5 C_ CO co CD CO co =3 co ca CO c_ co CO CO P4 rd CS C CD ^^^^^^^^^^^^^^M JB^k^^pS - H ^^^^m CO CO CO CD : =3 _^ f~l CD o3 CO C- 1— cö H—' CO CD CB M C73 lliii. .1 PH 3 CD CO 13 . ji^-iitay^lcwÄ-ü-Hiak^^isiti^rÄ-iMV litrateitLi III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 365 am 3. Barackenlazareth zu Frankfurt a. M. (Vergl. Tafel XLVII.) Im Park der früher Kurfürstlichen Villa, (Festende der Stadt, nahe den Main- und den Westbahngelegen, errichtete der Frankfurter Verein zur Pflege Felde verwundeter und erkrankter Krieger eine grössere fcrackenanlage. Die Villa, von der damaligen Eigen- hnmerin der Hessischen Ludwigshahn-Gesellschaft, zur Verfügung gestellt, bot in den vorhandenen Räumen und Bebengebäuden hinreichend Platz für Bureaus, Küche, Wohnungen der Aerzte und Wärterinnen und dergl. In änem Orangeriegebäude konnten 30 Krankenbetten aufstellt werden. In dem schönen und geräumigen Parke äelbsl wurden an passenden Stellen, ohne strenges System in ouppirung, fünf grosse Baracken zu je 20 und zwei kleine zu je 10 Betten errichtet, welche ihrer Konstruktion und inneren Einrichtung nach vollkommen den oben beschriebenen älteren Baracken des Reservelazareths II glichen; TO n welchen sie auch hinsichtlich der Grösse nur wenig djfferirten. Der Krankensaal war 20.a m lang, 6 m breit, bei einer Wandhöhe von 3.13 m und Giebelhöhe von 4.3 m. Die Wasserversorgung geschah mittels Rohrleitung us einem durch Brunnen gespeisten Reservoir, die Ent- rfsserung durch ein in den städtischen Kanal in der Gut- lantstrasse mündendes Röhrensystem. Die Kloseteinrichtung bestand auch hier in Kübeln, welche abgefahren werden konnten. Die Wege zwischen den Baracken und Gebäuden waren gepflastert. Die Gasbeleuchtung wurde von der neuen Frankfurter Gasgesell- achaft unentgeltlich gestellt. Die Wintereinrichtungen waren die gleichen wie im Reservelazareth 11; die doppelte Austapezierung der Wände genügte jedoch nicht, um zu guten Heizresultaten zu "■dangen, welche sich sofort besserten, als auch das Dach derselben Umänderung unterworfen worden war. Die Heizung erfolgte anfangs durch Wagner'sche Zirkuliröfen, später durch grosse eiserne Füll-Reguliröfen. Die mit Hilfe der letzteren erreichte Temperatur betrug im Februar durchschnittlich Morgens 10°, Mittags 12° und Abends IOV2 0 . Das Lazareth wurde am 15. August 1870 eröffnet und am 31. März 1871 geschlossen; dasselbe war meist mit Schwerverwundeten belegt. Die Anzahl der Verpflegten betrug . )i 6 094 80 5143 11 951 80 10 336 20 9 228 25 8000 2 700 30001 3 478 20 7 653 45 2914 20 4333 30 1 Lagerstelle mit ohne Winter- einrichtung M & M ., 304 257 - 199 — 258 — 461 — 285 — 135 15(f'| — 173 90 239 145 70 144 45 Nach dem System der dritten Gruppe sind im Ganzen (aiiggehL dreier nicht benutzter Baracken mit zusammen 65 Betten) 70 Baracken mit 14(33 Betten errichtet worden; hiervon bestanden: i bei 2 staatlichen Barackenlazarethen 44 Baracken mit 840 Betten' 1 ) li. . 5 anderen Reservelazarethen 8 » „ 238 , c . 4 Vereins-Baraekenlazarethen und zwar: inPreussen bei 3 Barackenlazarethen 14 „ , 284 „ „Bayern „ lBarackenlazareth 2 » „ 64 „ i bei 2 anderen Vereinslazarethen 2 „ 37 „ in Sachsen und Hessen) ___________________________ In Summe bei 13 Lazarethen 70 Baracken mit 1463 Betten. Vierte Gruppe: Baracken mit Dachfirst- ventilation und Fundirung auf Stein- oder Holzpfeilern von l.a—l.um Höhe. 1. Berlin. Zu dieser Kategorie, für welche die Esse'sehe Baracke in der Charite" (vergl. S. 314) als .Muster diente, gehören zunächst die schon in der zweiten Gruppe beschriebenen städtischen Baracken auf dem Tempelhofer Felde bei Berlin, 4 ) deren 17 auf 1.56 m hohen Holzpfählen ruhten. Ebenso ist an dieser Stelle eine kleine Holzbaracke anzuführen, welche zu Berlin im Garten des Elisabethtrankenhauses 5 ) auf 1.25 m hohen Pfählen mit doppelter, gutgefugter Wandverschalung, Dachreitern und Fenstern erbaut wurde und zwei Krankensäle mit je vier Betten, einen Vorraum mit Wärterbett, eine Badestube nebst Wasserleitung sowie ein Kloset enthielt. Für den Winter ward der Sockel rundum mit Brettern verschalt und durch einen neben der Baracke stehenden 'I Die drei kleineren Baracken. — 2 ) Die grossere Baracke. :l ) Sämmtlich in Preussen. — 4 ) Yergl. S. 343. 'i Vergl. 8. 345, Aimierk. 1, Schlusspassus. grossen Ofen Luftheizung eingeführt, welche auch ziemlich befriedigende Resultate lieferte. Die Durchschnitts-Zimmer- temperatur betrug in der Baracke im Februar 10.3 0 , im .März 9.*°, im April 9. 6 ° R. 2. Zelt- und ßarackenlazareth zu Neuwied. In Neuwied errichtete der dortige Zweigverein des vaterländischen Frauenvereins in Gemeinschaft mit dem Fürsten und der Fürstin Mutter von Wied ein kombinirtes Zelt- und ßarackenlazareth im Park des fürstlichen Schlosses, welches aus drei Krankenbaracken, einem Operationssaale, einer Kochküche, einer Waschküche, einer Badekammer, sowie aus acht Englischen und fünf grossen Russischen Zelten bestand. Die erste Baracke, von der Fürstin von Wied gestiftet, gelangte schon am 17. August zur Verwendung, während die zwei anderen, vom Fürsten und vom Vereine gebauten, etwas später fertiggestellt wurden. Die Baracken, für je 24 Betten eingerichtet, standen auf 1.8s m hohen Backsteinpfeilern, hatten einen hölzernen Fussboden, ebensolche Wände und Dächer, und einen über das ganze Dach fortlaufenden Dachreiter. Die Eingangs- thür lag in der Mitte der einen Langseite und wurde durch eine schräge Brücke erreicht. Die Thür fahrte in einen abgeschlossenen Mittelraum, welcher als Aufenthaltsort der Pflegerinnen sowie als Theeküche diente. Flügel- thiiren führten von demselben nach den beiden Kranken- Sälen zu je 12 Betten. Eine direkte Treppe mündete nach hinten aus dem Mittelraum ins Freie. Der Vorderseite entlang verlief eine durch das überhängende Dach geschützte hölzerne Galerie. An dem einen Giebelende befanden sich in einem Anbau eine Utensilienkammer und die Klosets mit Abfuhrtonnen. ZurUeberwinterung wurden die Zwischenräume zwischen den Sockelpfeilern mit Freilassung einzelner Oeffnungen vermauert, die Fächer der Wände mit Tuffsteinen ausgesetzt, die Dachreiteröffnungen geschlossen, die unteren Theile der Fenster mit Decken verhangen, die Fussboden mit Strohmatten belegt. Später bildete man aus den nun disponibel werdenden Zelttüchern der Englischen Zelte Plafonds und behing die Wände mit wollenen Decken. Eine im Räume unter der Baracke eingerichtete Luftheizung bewährte sich nicht, so dass an deren Stelle Ofenheizung eingerichtet wurde, welche ein gutes Resultat ergab. Im September wurden auf der Wiese zwischen Baracke II und III acht Englische, vom Deutschen Hilfsvereine in London überwiesene Leinewandzelte aufgestellt. Dieselben, von oblonger Gestalt, hatten ein festes, doch konipendiöses Eisengerüst und Zelttuch von gutem, dichtem Gewebe. Sie boten Raum für 12 Kranke, waren aber nur mit acht Betten besetzt. Der Eingang fand durch einen zuknöpfbaren Spalt an einer Schmalseite des Zeltes statt: zur Ventilation war im *-«!?y^ 368 VIT. Kapitel: Zelte und Baracken. Band I, Dach ein aufzurollendes viereckiges Leinewandfenster angebracht; überdies konnte eine ganze Zeltwand abgeknöpft werden. Der Boden der Zelte war mit Kies bestreut. Um dieselben eventuell für den Winter brauchbar zu machen, brachte man später einen Bretterfussboden an und setzte einen kleinen eisernen Steinkohlenofen in jedes Zelt; die Wände wurden innen mit "Decken behangen. Auf diese Weise gelang es, drei dieser Zelte, die, dicht an Baracke II gerückt, mit dieser durch einen gedeckten Gang verbunden und von einem Schutzdach überragt wurden, auch den Winter über in Gebrauch zu erhalten. Zu diesen Englischen Zelten, welche die Bezeichnung No. 1—8 erhielten, gesellten sich die auf einer Wiese vor Baracke I aufgestellten fünf grossen Russischen, von Ihren Majestäten dem Kaiser und der Kaiserin von Russland geschenkten Zelte No. 9—13. Vier derselben, 1 grosses zu 40 Betten bestimmt, aber nur mit 2G Mann belegt, und 3 kleinere zu 20 Betten, mit je 14 Mann belegt, waren untereinander parallel und durch Zeltgänge verbunden so aufgeschlagen, dass sie einen geschlossenen Komplex bildeten, während das 5., ebenfalls zu 20 bezw. 14 Betten, isolirt stand. Die Russischen Zelte bestanden aus dichtem, mit Leinewandüberzug versehenem Soldatentuch. Der Eingang fand durch eine Portierenthür mit kleinem Vorbau statt. In die Giebel wände wurden Glasfenster eingesetzt, im Dach Ventilationsöffnungen angebracht; ausserdem konnte Lüftung durch Aufheben einer ganzen Wand erfolgen. Auch diese Zelte wurden durch Legen von Pussböden und Setzen von Oefen, von welchen das grosse Zelt 3, die anderen je 1 erhielten, für den Wintergebrauch eingerichtet; sie bewährten sich sehr gut; die Wärme war auch in der kältesten Zeit ausreichend und die Patienten fohlten sich in ihnen sehr wohl und behaglich. Die Beleuchtung geschah durch Petroleumlampen. Das ganze Baracken- und Zeltlazareth disponirte demnach über 72 Lagerstellen in Baracken und 146 in Zelten, zusammen über 218 Betten. Die Verwaltungsräume und Wohnungen der Aerzte befanden sich nebst einem Offizier- lazareth im nahen fürstlichen Schlosse. Die Belegung des Lazareths begann Mitte August und währte bis zum 1. Februar 1871. Im Ganzen wurden 365 Kranke und Verwundete mit 14 169 Verpflegungstagen behandelt, 9 = 2.5 pCt. starben. Die Baukosten der beiden fürstlichen Baracken nebst Nebengebäuden betrugen 3554 Thlr. 3 Pf., somit für die Baracke 5331 M., für eine Lagerstelle 217 M. 10 Pf. 3. In Bremen 1 ) (vergl. Tafel Uli) wurde bei dem als Reservelazareth dienenden allgemeinen Krankenhause eineBaracke nach demMuster derEsse'schen ') Betreffs der Baracke am Bahnhof Neustadt zu Bremen siehe S.352. Charitebaracke seitens des Senats der freien Stadt er ■' Dieselbe, inmitten des grossen Gemüsegartens n > Längsrichtung von NW—SO gelegen, stand auf l hohen gemauerten Pfeilern, hatte eine ringsum lauf f Galerie und an jedem Giebelende eine breite b e d i/ Veranda mit Freitreppe. In der inneren Raumeintheilung unterschied si dadurch von der Charitebaracke, dass sie einen diebeM Krankensäle (zu je 25 Betten) trennenden Mittelr» besass. in welchem sich zwei Badezimmer, zwei Wärt zimmer und eine Theeküche befanden; auch hier «av ' mitten der einen Langseite, eine Eingangsthür mit Fre' treppe. Die Länge der Baracke betrug 61.4 m (mit beidp Veranden 70.8 ni), die Breite der Galerie 1. 2 .-, m. Jeder Krankensaal war 26.8 m lang, 9.5 m breit )\ zum Dachreiterfirst 7.8 m hoch und gewährte 37 cbm [ M r< pro Kopf. Die Höhe der Seitenwände betrug 4, 3 , U1 Boden, Wände und Dach waren doppelt, mit Isolir-Laft. schiebt. Die Zahl der Fenster betrug in jeder Lau».. wand 28 bezw. 29, wovon auf jede Seite des Kranken- Saales 13 kamen; dieselben hatten schliessbare Holzläden Die Dachreiteröffnungen waren mit Jalousien versehen. Die Klosets, welche sich neben den Giebelseiten durch die Galerie vom Krankenraum getrennt, in einem Anbau befanden, waren zur Abfuhr eingerichtet. Die Beleuchtung der Baracke geschah durch Gas, Für den Winter ward der Raum unter der Baracke durch Bretterverschalung verschlossen; ebenso wurden die Dachreiterluken mit Brettern zugesetzt und die Ausse* wände durch Aufnagelung von Fugenleisten gedichtet. Jeder Krankensaal erhielt zw T ei grosse eiserne Füllofeii mit langen Rohren, welche durch Ventilationsschachte über das Dach hinausführten. Die erzielte Wärme betrug im Februar im Mittel 13.i> 0 R., bei l.i° äusserer Durchschnitte temperatur. Die Baracke blieb vom 21. August 1870 bis 21. April 1871 mit Verwundeten und Kranken belegt; die Betfcenzai] derselben stieg- im Februar auf 60. Rekapitulation. Die vierte Gruppe mnfasst im Ganzen 22 Baracken mit 640 Betten, welche sich vertheilen auf: 1') staatliches Barackenlazareth mit 17 Baracken und 510 Betten, 1 anderes Reservelazareth ..1 „ 50 . 1 Vereins-Barackenlazareth „3 „ „ 72 , 1 anderes Vereinslazareth „1 , 8 Sa.: 4 Lazarethe mit 22 Baracken und G40 Betten. ') Es sind dies die städtischen Baracken des Lazareths dem Tempellmfer Felde (vergl. 8. 343 und 358). CD E CD C_ CO =3 r-J CO CD CO =3 cd CD c: CO c_ CD ' CD E CD -op "cd CO CD -C3 CD _^ CJ ce c- cc CQ co CO • / J - ? 2 ^■^^^^^^^^^^^H^^^H Band L III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 369 Fünfte Gruppe: Baracken mit Dachfirst-Ventilation, ohne Unterbau und ohne Bodenerhöhung. a. Staatliche Lazarethe. 1. Das Reservelazareth zu Oldesloe (vergl. Zeichnung 17) testend aus 3 Baracken mit zusammen 100 Betten und lag inf freiem Felde, über 500 Schritt von jeder Wohnung entfernt. Die Anordnung war derartig, dass zwei Baracken in einer Uni,, von W nach 0, mit der Front nach Süden und einem 2wL«chenranm von 6.a m sich an einander reihten, während die Iritte, nach Norden sich erstreckende, rechtwinklig auf den E .V I j F ru M n»' Zeichnung 17. Reservelazareth Oldesloe. Baracke / zu 40. Baracken II und III zu je 30 Betten. Zwischenraum zwischen den beiden anderen stiess. Es entstand dadurch, da die Breite jeder Baracke 6.3 m betrug, ein I1.3 m im Geviert messender, quadratischer, gemeinsamer Mittelraum zwischen den drei Baracken, welcher von Yerhindungsgängen und von vier Nebenräumen eingenommen wurde. Die nördliche Baracke (No. I) war I6.t5m lang, jede der beiden anderen 25.7 m, so dass lie ganze Südfront eine Länge von 57.74 m besass; ilie Höhe der Baracken betrug im Mittel 3.s m, bis zum Dachfirst 4.4 m. An den Griebelenden führten Flügelthüren ins Freie; lorl waren auch in einem Anbau, mit den Baracken durch einen Gang verbunden, die Klosets angebracht. Die Baracken selbst standen direkt auf dem grob- sandigen Boden. Dieselben hatten anfangs einfache Wände und Dächer, deren First stellenweise durchbrochen und mit Dachreitern versehen war. Die beiden Frontbaracken liiitteu an der Südseite, die Nordbaracke an der Ostseite ahwechselnd Glasfenster und durch Jalousien schliessbare Fensteröffnungen, an der anderen Längsseite nur Glasfenster. Baracke 1 war zu 40, jede der beiden anderen zu :il1 Betten eingerichtet; die vier Zimmer des Mittelraums Sraitits-Bericht üb« die Deutschen Heere 1870/71. 1. Ed. dienten als Apotheke, als Wärter- bezw. Wärterinnenzimmer und als Bureau, wurden aber auch zu Bädern und zum Operiren benutzt. Ein 50 Schritt von der Barackengruppe errichteter Schuppen enthielt Küche, Vorraths- und Feuerungs - Materialienraum. Zwischen Baracke und Schuppen befand sich ein Pumpbrunnen mit gutem Trinkwasser. Die Baracken waren Ende August vollendet, wurden aber bis zum November nicht belegt und nunmehr zur Winterbenutzung eingerichtet, indem Wände und Dächer eine zweite Verschalung und Ausfüllung des Zwischenraums mit Sägespänen erhielten; die Dachreiteröffnungen wurden durch hölzerne Klappen verschliessbar gemacht, die offenen Fenster durch Glasfenster ersetzt, und alle Fenster mit aufrollbaren Strohmatten versehen. Die Thüren wurden verdoppelt, die grossen Giebel-Flügelthüren überdies mit einem Windfang versehen. Jede Baracke erhielt einen grossen und einen kleinen eisernen Steinkohlenofen mit Mauerfüllung, zu welchen später noch ein dritter hinzu kam. Trotz dieser Vorrichtungen waren die Heizresultate, bei der exponirten Lage der Baracken und dem Mangel eines Pussbodens, kaum genügend. Baracke 111 (die östliche) erreichte im Januar bei mittlerer Aussentemperatur von —4.j°B. eine Durchschnitts-Innentemperatur von 10.4°. Baracke 1 im Februar IO.1 0 , im März 11. 9 ° bei Aussen- temperaturen von —O.9 0 , bezw. +4.2°. Die erste Belegung des Lazareths dauerte vom 7.November bis Anfang Dezember, worauf die Baracken wieder bis zum 20. Januar leer standen. Von diesem Tage an blieb das Lazareth bis zum 17. April in Thätigkeit. Von Anfang Mai an wurden, da nur noch ein Bestand von 26 Mann blieb, Baracke II und III geräumt. Baracke 1 wurde innen bis Mannshöhe mit Papier beklebt, da durch die starke Heizung bei äusserer Kälte die Bretterwände vielfach Spalten und Risse bekommen hatten. Die Baukosten hatten 8793 Thlr. 7 Sgr. 5 Pf. betragen. 2. Das Baracken- und Zeltspital zu Lndwigsbiirg (vergl. Tafel LIV) war am südlichen Abhänge des Salonwaldes, eines mit Wald- und Parkanlagen bedeckten Berges, '/* Stunde von Ludwigsburg entfernt, etwa 314 m hoch über dem Meere in einer nach Süden offenen Waldbucht auf einem etwa 4 Württembergische Morgen umfassenden Terrain errichtet. Der Bau begann am 1. August 1870 und war am 18. desselben Monats vollendet. Das Lazareth bestand aus 12 Krankenbaracken zu je 20 Betten, einem grösseren und 30 kleinen Zelten, einer Küchenbaracke, einer Operationsand Weisszeugbaracke, einer Magazinbaracke und einem Leichenhause. Die Krankenbaracken standen in zwei von ()—W verlaufenden parallelen Reihen; die Längsrichtung der einzelnen Baracken war gleichfalls 0—W. Auf der mit Kies 47 370 Vit Kapitel: Zelte und Baracken. bestreuten, 9.5 m breiten Strasse zwischen den Barackenreihen lag ein schmalspuriger, von der westlich liegenden Küche ausgehender Schienenstrang, auf welchem mittels kleiner Wagen den Baracken die Speisen zugeführt wurden. Oestlich von den Krankenbaracken standen die Operationsbaracke und die in vier Reihen angeordneten Zelte; am äussersten Ostende befand sich das Leichenhaus. Die Krankenbaracken waren 7.8 m von einander entfernt, 22.2 m lang, 7.5 m breit; die Wandhöhe betrug 2.8 m, die Firsthöhe 5 m. Der Fussboden bestand aus einer 30 cm hohen Schicht reinen, quarzreichen Flusssandes, dessen oberste Lage jeden Morgen erneuert wurde. In den Fussboden waren Pfähle mit einer Aushöhlung zur Aufnahme der Bettfüsse eingeschlagen; längs der Betten verlief ein fassbreites Brett. Die Wände bestanden aus eingegrabenen Ständern mit horizontaler, dachziegelartiger Bretterverschalung; die fünf Glasfenster jeder Längswand waren um ihre untere horizontale Achse nach einwärts stellbar und innen mit Vorhängen versehen. Das Dach war mit Latten benagelt und mit Ziegeln, der durchlaufende Dachreiter mit dachziegelartig liegenden Brettern gedeckt. An jeder Giebelseite befand sich eine Thür, zu welcher über den die Baracke umgebenden Graben hinweg eine Brücke führte; die Westthür war mit einem Vorhäuschen versehen. Am Ostgiebel schloss sich jederseits ein 3.i m langer, 2.8 m breiter abgezweigter Raum an: der südliche diente als Wärterzimmer und hatte ein Fenster nach dem Krankenraume; der nördliche enthielt die Klosets (Leibstühle). Der Luftraum pro Bett betrug 25.8 kbm. Die Baracken waren nicht für den Wintergebrauch bestimmt; um sie jedoch über den Sommer hinaus noch einige Zeit benutzen zu können, setzte man im Oktober in jede Baracke einen Steinkohlenofen und schloss das Dach gegen den Dachreiter durch stellbare Holzklappen ab. Ende Oktober und Anfang November konnte trotz dieser Einrichtung und ununterbrochener Heizung die Temperatur nicht über 2 bis ti ° R. Morgens, 7 bis 10 ° Mittags gebracht werden. Die nach Art eines Lagers in vier Reihen aufgestellten runden Mannschaftszelte mit je einem Bett, welche zu Isolirzwecken dienten, waren von einem Graben umgeben und besassen als Ventilationsvorrichtung eine im Dach angebrachte, durch einen Deckel gegen Regen geschützte Blechröhre. Das grössere Zelt fasste 6 bis 8 Mann. In der Magazinbaracke war ein Badekabinet eingerichtet; daneben befand sich ein Pumpbrunnen, der aber so schlechtes Wasser lieferte, dass das Trinkwasser für das Lazareth mittels Krügen von entfernteren Brunnen geholt werden musste. Das Lazareth wurde am 22. August belegt und bis zum 8. November benutzt, an welchem Tage der Kälte wegen die Schliessung stattfand, nachdem der Rest der Kranken in das Garnisonlazareth Ludwigsburg geschafft worden war. Es hatten 275 Mann, meist Schwervonvui 1 Aufnahme gefunden, von denen 23 = 8.3 6 pCt. starbe Von den Baracken wurden sechs nach Ludwimh translocirt und dort in einem Garten auf gemauerte - gestellt; durch Ausfüllung der Wandflächen mit Maue doppelte Verschalung von Fussboden und Dach, Aufstell von zwei Oefen pro Baracke, Anbringung von Luftkanäl unter der Dielenlage und von Luftschachten Hess sich ih- Benutzbarkeit auch für die Wintermonate erreichen so d- sie nun vom Dezember bis zum Frühling erkrankte K gefangene aufnehmen konnte. Im März kamen noch ZWl . Baracken mit gleicher Einrichtung hinzu. Zwei Baracken wurden dem Garnisonlazareth Gmüiii überwiesen und dort in gleicher Weise für den Winta gebrauch aptirt. 3. Das Barackenspital zu Gmünd, am Südende des nach S offenen Schiessthaies aufwiege» boden gelegen, bestand aus 25 Baracken von ähnlicher Konstruktion wie die Ludwigsburger Baracken. 12 hatten Asphaltböden, die übrigen einfache Bretterböden. Bei Beei des Winters musste trotz Anbringens von Oefen dies Lazarel wegen unzureichender Erwärmung geräumt werden. b. Vereinslazarethe. In Plochingen wurden im Garten des Johanniter- Krankenhauses 2 Baracken zu je 20 Betten errichtet, von ähnlicher Bauart wie die Ludwigsburger und mit gleieha Wintereinrichtung. Dieselben blieben bis 1. Juni 1871 belegt. In Darmstadt wurde ausser dem bei der zweite Gruppe erwähnten') Alice-Hospital und mehreren Kranken- baracken bei Lazarethen der Stadt noch eine gri Barackenanlage — zum Theil von der Regierung, zum Theil von dem Darmstädter Lokalverein zur Pflege im F verwundeter Krieger und von Privaten — in dem schonen mit hohen Bäumen, Gebüschen, Rasenplätzen, schattigen Allee« und Wasserbassins versehenen Bessunger Orangem garten eingerichtet. Dieselbe (vergl. Tafel LV) bestand ausser den drei Orangeriehäusern, in welchen neben den iirzt liehen Zimmern, den Verwaltungsbüreaus und der Apothefa noch Raum für zusammen 135 Kranke war, aus neun Krankenbaracken zu je Iß und zwei zu je 24 Betten (zusammen also 192 Barackenlagerstellen), einer Küchen baracke und mehreren kleineren Baracken zu verschiedenen Zwecken (Operations-, Leichenhaus, Latrine, Waschkück Trockenhaus, Kohlenschuppen und Wache mit Spritzenhaus Im August und September kamen 12 Isolirzelte m'f 2 Betten hinzu. >) Vergl. S. 35(i. £ B 'S • r-< cvi ir._-_-j* ^ ^ P-i =00 ^ ^ ^ ^ SP I <— -ouO c_ CT) ra c_ o 03 CO M -cxo rö ——; £ CD -o 3 CD -^: o CT3 C_ rö OQ CD CT! E CT! rt i—i 3 o ! 3 ir Jft*ar5g »3*5 . C/5 -o/ c rt O 03 _D C 03 ■OuO c 3 C/3 Cß 03 QQ C 03 +- C_ 03 O Q3 03 -00 c CT! £- O +-* r* 03 3 t_ -P Cü cj N T- 'Cl C 03 .*: o co c_ CD GQ I IT 1 &,r«l4S-A. l 4äiW £ 1 I in - V CO '-oo ■ f-H 8| 1 Rand 1. III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 371 Zunächst erbaute man im Beginn des Monate August nSommerbaracken, welchen im September 4 weitere nachflirten Per ^ au c ' er ^ grösseren Winterbaracken ward -t im Oktober, als die Orangeriehäuser geräumt werden lasten in Angriff genommen, zu welcher Zeit dann auch i'e Sommerbaracken für den Winter eingerichtet wurden. Die neun kleineren Krankenbaracken lagen von N—S, ,j ( , zW ci grösseren von N—0, die zuerst gebauten den Orangeriehäusern näher, die sechs späteren südlicher auf (iner erhöhten Terrasse. Die oanze Anlage war mit einer Mauer umgeben. Die Baracken zu 16 Betten waren 16.6 m lang, 6.9 m i-gif die Hohe der Seitenwände betrug 3 m, die Höhe im First 5.3 m und bis zum Dachreiterfirst 6.7 in; sie enthielten ausser dem Krankensaale an einer Giebelseite einen Wärterraum und ein Kloset. Der Boden war nicht «dielt sondern 30 cm hoch mit trockenem Granitsand be- -diiittet. Die Längswände sowohl als die Stirnwände waren anfangs ganz offen gelassen und nur mit Segelleinewand reschlossen, deren obere Hälfte sich vorhangartig aufziehen in jeder Stirnwand befand sich ein Thor mit einem Forhang im Innern; der nördliche Eingang war mit einer hölzerner Doppelthür versehen; über jeder Thür befand -ich ein grosses mit Leinewand benageltes Fenster. Das Dach und der 1.4 m hohe, 1.7 m breite Dachreiter hatten doppelte Bretterverschalung; letztere war seitlich ganz offen. Dass diese zeltbarackenartige Konstruction keinen ge- aigenden Schutz gegen Regen und Wind gewährte, konnte nicht überraschen; die aus diesem Grunde nothwendigen Abänderungen bezw. die Einrichtung der später erbauten Baracken war folgende: Die Seitenwände erhielten bis zur halben Höhe eine Verschalung aus horizontalen, dachziegelartig sich deckenden Brettern mit Ventilationsluken dicht über dem Fuss- boden. Die Segeltuchvorhänge der oberen Hälfte wurden so eingerichtet, dass sie als Ganzes oder in einzelnen Theilen niarkisenartig nach aussen gestellt werden konnten, die Stirnwände im unteren Theile mit horizontalen, im oberen mit vertikalen Brettern verschalt; das Dach erhielt eine Belegung mit Dachpappe, der Dachreiter verschliess- bare Klappen. Bei Eintritt des Winters wurde noch der untere Theil der Längswände innen mit Ziegelsteinen ausgemauert, der obere erhielt Glasfenster mit doppelt verschalten Zwischenräumen von je 0.78 bis 1 in Breite. Die Fenster Hessen sieh um die obere horizontale Achse nach aussen öffnen und waren innen mit Leinewandrouleaux versehen. Im Inneren wurde endlich eine Bretterdecke angebracht, hei einigen Baracken horizontal in Wandhöhe, bei einigen anderen dachartig, in der Mitte 62 cm höher, bei den übrigen dicht unter dem Dachreiter und mit je zwei Ventilationsklappen versehen. Die letztgebauten von den kleineren, sowie die zwei grosseren Baracken waren von vornherein mit diesen Wintereinrichtungen hergestellt worden, nur mit dem Unterschiede, dass der obere Theil der Seitenwände abwechselnd mit Fenstern und mit nach aussen stellbaren Holzklappen versehen war, welche letzteren bei den grösseren Baracken später zugenagelt und hinterinauert wurden. Die zwei grösseren Baracken hatten überdies einen auf gemauerten Pfeilern ruhenden Holzfussboden erhalten: im Uebrigeu unterschieden sie sich von den kleineren nur durch ihre Dimensionen, welche in der Länge etwa 18.8 m, in der Breite etwa 9.4 m betrugen. Die durch einen Vorraum von dem übrigen Barackenraum getrennten Klosets w T aren mit Abfuhrkübeln versehen. Die Heizung geschah in ausreichender Weise durch 2 bis 3 Oefen (theils eiserne, theils Kachel-, theils Ziegelsteinöfen). Das Lazareth war an eine Wasserleitung angeschlossen; die Beleuchtung fand durch Petroleumlampen statt. Die Benutzung des Lazareths währte von Mitte August bis Anfang April; die Zahl der Behandlungstage betrug 25242. In Neunkirchen, einem in der Nähe von Saarbrücken gelegenen Marktflecken, Hess der Frauenverein unter Mitwirkung des Professors Fischer aus Breslau eine Baracke für 15 Verwundete erbauen. Dieselbe lag neben dem Schlafhauslazareth der Grube Ziehwald, am Abhänge eines Berges auf geebnetem, trockenem Boden, mit der Längsrichtung von S—N und war ringsum mit breiten Abzugsgräben umgeben; die Länge betrug 15.6 m, die Breite 4.4 m, die festen Fussbodendielen lagen ohne Unterbau auf einer Schicht festgestampften Kohlenschuttes. Die Wände bestanden aus einfachen, aber gut gefugten Brettern und hatten 7 Fenster, von welchen je drei an den Längswänden, eins an der südlichen Giebelwand lag. Das einfache Dach trug in der Mitte einen, '/» der Baracke einnehmenden Dachreiter, der durch Holzläden verschlossen werden konnte; auch der zwischen dem oberen Rand der Längswände und dem Dach offengebliebene schmale Raum war durch aufzuschlagende Holzklappen schliessbar. An der Nordseite befand sich die Thür mit einem kleinen Vorbau. Die Baracke erhielt später zwei eiserne Oefen, deren Rauchrohre durch Ventilationsschlote verliefen. Benutzt wurde dieselbe von Ende August bis Ende November. Rekapitulation. Die Zahl der unter der fünften Gruppe beschriebenen Baracken beläuft sich auf 54 mit 1087 Lagerstellen. Davon wurden benutzt bei a. staatlichen Reservelazarethen in: Preussen . . 1 Barackenlazareth 3 Baracken mit 100 Lagerstellen, Württemberg 2 Barackenlazarethe 37 „ „ 740 » b. bei Vereinslazarethen in: Preussen . . 1 Lazareth 1 Baracke mit 15 Lagerstellen, Württemberg 1 „ 2 Baracken „ 40 » Grossherzog- thum Hessen 1 11 192 In Summe: 6 Lazarethen 54 Baracken mit 1087 Lagerstellen 47* 372 VIT. Kapitel: Zelte und Baracken. Band ] Sechste Gruppe: Baracken ohne Dachreiter, mit Ventilations-Einrichtungen verschiedener Art. In der Stadt Mannheim, welche in Folge ihrer Lage, alts Knotenpunkt der aus der Pfalz und dem Elsasa kommenden, in das Innere Deutschlands fährenden Bahnen, naturgemäss dazu gelangen musste, zahlreiche Verwundete und Kranke zu beherbergen, ergab sich frühzeitig die Notwendigkeit, neben einer grösseren Anzahl in Gebäuden etablirter Lazarethe dem dringendsten Bedürfnis* durch Errichtung provisorischer Krankenbaracken zu entsprechen. So entstand im August das Barackenlazareth (vergl. Tafel LVI, Fig. 1 bis 4) auf dem jenseits des Neckar etwas erhöht und frei gelegenen, aus trockenem Alluvialboden bestehenden Exerzirplatze. Neun Krankenbaracken bildeten die beiden Schenkel eines nach Ost stehenden gleichschenkligen Dreiecks, auf welchem die einzelnen Baracken staffeiförmig, mit der Längsrichtung von 0—W in einer seitlichen Entfernung von je 9.4 m von einander standen, durch gedeckte Gänge miteinander verbunden. Die Grundlinie des Dreiecks nahmen die Administrations-, Wohnungs-, Operations- und Küchenbaracken ein; in der Mitte des Dreiecks befand sich ein Zeltdach für Rekonvaleszenten ; ausserhalb desselben eine Waschküche, eine Sektionsund eine Isolirbaracke. Die beiden (westlichen) Flügelbaracken waren von vornherein für den Wintergebraueh, die sieben anderen sowie die Isolirbaracke als Sommerbaracken erbaut. Die Sommerbaracken waren je 18 m lang, 6.6 m breit, bis zum Dach 3.6 m, bis zum Giebel 5.9 m hoch. Die Stützbalken waren l.jsm tief in die Erde gerammt, mit Querbalken verbunden, an den Langwänden 2.i m, an den Stirnwänden 3.6 m hoch, mit sich deckenden Brettern verschalt; der freibleibende obere Raum Hess sich durch Rouleaux von leichtem Segeltuch verschliessen. Das überhängende ziemlich Hache Dach war mit Dachpappe gedeckt und übertheert. Eine Bretterscheidewand theilte die Baracke der Länge nach in zwei Theile; an dieser Wand standen jederseits auf dem 5 cm hoch mit Kies überdeckten Boden 11 Betten mit den Kopfenden, so dass die freien Gänge längs der Aussenwände verliefen; in diesen und zwischen den Betten befanden sich Laufbretter: jede Abtheilung hatte an jedem Giebelende einen durch Vorhänge verschliess- baren Ausgang und eine Thür nach dem Verbindungsgange zur Nachbarbaracke; an diesen Gängen befanden sich die Abtritte mit Abfuhrtonnen. In gleicher Weise war die Isolirbaracke zu 30 Betten gebaut, nur ohne die mittlere Längsscheidewand; die Betten standen hier mit den Kopfenden an den Laugseiten. Es stellten also diese Baracken einfache Sommer- bezw. Zeltbaracken ohne Fussboden und ohne Dachfirst-Ventilation wärmere« vor. Dieselben bewährten sicli während der Jahreszeit durchaus und wurden im Anfanu do> \ , fe wo l>OU'l]]|if>i geräumt. Die beiden Winterbaracken (vergl. Tafel LVj Vi bis 3), 36 m lang, 8.s m breit, 3. 6 m bis zum Dach \ bis zum Giebel hoch, standen ü.s m hoch über der F 1 auf einem Pfahlrost; die Wände waren innen und a mit Brettern verschalt, die Zwischenräume mit Hei Stroh ausgefüllt, die Fugen mit Leisten gedichtel jeder Langseite befanden sich neun, 2.2 m hohe, ]. 6 lu V(1 Boden entfernte Fenster, deren oberer Theil nach inne herabgeschlagen werden konnte, während sich der untere in zwei Flügeln öffnen liess. Der Fussboden bestand an« einer einfachen Lage starker Dielen direkt auf dem Pfahl- rost, war mit einem Oelanstrich versehen und mit £ matten belegt. Derselbe schwankte bei der Benutzung lieh erheblich. In der westlichen Giebelseite befand sich eine breite Flügelthür; eine kleinere führte von einer Law nach dem Verbindungsgange. Das Dach bestand aus mit Dachpappe überzogenen doppelten Bretterlage Dachfirst-Ventilation war bei diesen Baracken durch eine von der gewöhnlichen abweichende Konstruktion hergestelltes waren nämlich je 4 bis 5 Dachsparren abwechselnd l.sm weit über den First hinaus fortgeführt, vonderSpit« aus durch senkrechte Balken mit dem Dach Verbundes, oben und an den Seiten mit Brettern verschalt, so das abwechselnd nach den beiden Seiten gerichtete inansardeii- fensterartige Oeffnungen entstanden, welche mit Segeltuch verschlossen werden konnten. Die Einrichtung bewirkte zwar eine vollkommene Ventilation, bot aber niel nügenden Schutz gegen den Regen; auch warei Kreuzungsstellen des Daches schwer dicht zu halten, was die Heizung der Baracken erschwerte. Erst nach geschehener Vemageluug der Luken liess sich die Heizung mittels 2 eiserner Steinkohlenöfen in befriedigender Weis bewerkstelligen. Am Westende jeder Baracke war ein Wärterraim mit zwei Betten und ein Badezimmer abgetrennt. I 1 ' Krankenraum enthielt 34 Betten, von welchen je zw« zwischen zwei Fenstern mit dem Kopfende an der Längswand standen. Die hölzernen Bettstellen enthielten Strot sack, Seegrasmatratze, Kopfpolster und zwei wollene Decken. Das Lazareth war vom 8. August bis 9. Dezember 1870 belegt; es wurden in demselben 332 Verwundete, zum grossen Theil Schwerverwundete, behandelt. Die Zahl der Todesfälle betrug 46 = lS.sspCt. der Behandelten; es starben davon 32 an Pyärnie, 1 an Septicämie, 2 an Erysipelai und 3 an Tetanus. Der ganze Barackenkomplex, welcher in Zeit von drd Wochen (die sieben Sommerbaracken in sechs Tagen) erbaut worden war, kostete 18 0Ü0 fl., jede Sommerbaracke etn 1500, jede Winterbaracke etwa 3000 fl. In der Nähe dieses Lazareths, gleichfalls auf dem Exerzirplatze, befand sich das internationale Lazarett y > < m -001 ^M ■BWRWPPWWP*»B b '1 der «,p 'ig de> Noi 'afel LVJ. pig | Zl ™ Dach, ; { 4Ü , h über dei innen und ne mit I],., | gedichtel hohe, Um von Theil nach innen [ sich der outen orten bestand in« et auf dem Pfahl. i und mii r Benutzung ziem- e befand sich eine u einer Lai bestand aus Bretterlage: di e äcken durch eine iktiou hergestellj Ten abwechselnd rt. von der Spits Dach verbunden, erschalt, so das jhtete manne mit Segeltnd richtung bewirkte t aber niel auch waren £e licht zu halten erte. Erst nacl. sich die Heizung ■iedigender Weise ein Wärtern»« abgetrennt I 1 ' welchen je zun rte an der Längt enthielten Stroh- A wollene Decken. 9. Dezember 1870 Verwundete, zum 3lt. Die Zahl de idelten: es starbei "2 an Erysipel»! r in Zeit von drei ihs Tagen) erbaut merbaracke etwa »ichfalls auf dem male Lazarett r-~l _ -t—' 1 CO CD Q_ C_ c_ E ca CD r-J ■ — CD CO er -* 03 er *—1 i X toO CD U_l CT3 £ CD E . „ rt CO CD c_ -CZ3 -O ra c^- CO =3 CO CO CD 1 CO ■CO 1 cd CD 1 * CO CT3 o _o -—. ~T~ C= lO CD 'ob 1 i ti ^ MimmiMiMMwa asüüHiüisüsss »■S^-äg ^^^^^^■^^^^^^^^^^^^^^H Band I. III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 373 j ■ Niederländischen Gesellschaft zum rothen Kreuz hauptsächlich von Utrecht aus errichtet. Die Ver- • Itang de^ Anfangs als reines Zeltlazareth prqjectirten. 5 September mit einem grossen und sechs kleineren /elten fertiggestellten Lazareths musste in Folge eines beftio-en Sturmes, welcher am 7., noch vor der Belegung lie Zelte umriss, zum Barackenbau schreiten. Vom 13- September ab bestand das Lazareth aus einer Baracke zu '24 Betten, welche ähnlich den oben beschriebenen Sommerbaracken, doch ohne Längsscheidewand, erbaut war, ■hier kleineren Administrationsbaracke, einem grossen Zelt n l(i Betten sowie neun kleineren, zu lsolir- und Wohnungs- nrecken verwendeten Zelten. Dasselbe zeichnete sich durch . Die Baukosten beider Baracken, welche dem Garnison- lazareth für den Friedensgebrauch überwiesen wurden, beliefen sich einschliesslich Wintereinrichtung auf 7563 Thlr. 8 Sgr. 2 Pf. In Bunzlau waren bei dem Reservelazareth auf der am östlichen Ende der Stadt frei, hoch und trocken gelegenen Schiesshauswiese im August 1870 zwei Holzbaracken erbaut worden. Die „grössere" Baracke, für 30 Kranke bestimmt, hatte einen 30 cm über dem Terrain liegenden Passboden, doppelt verschalte Bretterwände, deren Zwischenraum mit einer 6 Zoll starken Schicht von Sägespähnen ausgefüllt war, und ein mit Steinpappe belegtes Bretterdach. Statt des Dachreiters besass dieselbe zwei Dachfenster und zwei leicht zu öffnende Giebelluken. Die Eingangsthür befand sich am Westgiebel und hatte einen kleinen Vorbau als Windfang. Zwei eiserne Oefen und ein Kachelofen — sämmtlich mit Torf geheizt — ergaben eine ausreichende Erwärmung. Die Beleuchtung geschah mittels Gas. Diese Baracke blieb vom Anfang September bis Ende April durchschnittlich mit 25 Mann belegt. Die „kleine" Baracke, zu 10 Lagerstellen, ebenso konstruirt, nur mit mehr Ventilationsöffnungen versehen, wurde erst vom 24. Februar 1871 an belegt. Bei den Baracken befanden sich fünf Latrinen, eine Koch- und eine Waschküche. Aehnliche Baracken wurden noch errichtet: eine zu 75 Betten bei dem Reserve-(Garnison-)Lazareth in Münster zur Unterkunft für Pockenkranke und eine in Neisse beim Garnisonlazareth, welche vom Juni bis September 1871 belegt war. Beim Reserve- (Garnison-)Lazareth Minden standen während des September im Garten fünf modellmässige Krankenzelte mit je acht Betten aufgeschlagen. Der Bau einer Krankenbaracke für 20 Mann wurde in demselben Monat in Angriff genommen und Anfang Oktober vollendet. Dieselbe stand vollkommen frei, hatte einen 62 cm über der Erde liegenden Fussboden, doppelte Holzwände mit 23 cm breiter Isolir-Luftschicht, ein hölzernes, mit Theerpappe belegtes Dach und drei Ventilationsklappen darin. lieber dem Fussboden war die eine Wand behufs X I ^^^^^^^^^^^^M 374 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. Band permanenter Ventilation in Handbreite ringsum durchbrochen. Im Winter wurde diese Spalte zugenagelt und die Baracke mit vier Säulenöfen versehen. Die Baracke blieb bis Mitte Juni 1871 belegt. Die Baukosten betrugen 2087 Thlr. 29 Sgr. 5 Pf. In Neu-ulm (vergl. Tafel LVIII) trat die Noth- wendigkeit eines Barackenbaues zu Anfang des Jahres 1871 hervor, als die Räume des bisher benutzten Friedensspitals für die zahlreichen Kranken unter den Kriegsgefangenen nicht mehr ausreichten. Insbesondere konnten Blattern- kranke daselbst nicht mehr gesondert untergebracht werden. Es wurde deshalb die Erbauung von zwei Krankenbaracken angeordnet und zur Aufstellung derselben das Festungsterrain südwestlich des Friedensspitals ausgewählt, — ein freier Platz mit Kiesgrund zwischen Gartenanlagen, auf der einen Seite vom genannten Spitale, auf den andern zwei Seiten von Remisen und dem Reithause begrenzt. Beide Baracken — parallel zu einander mit einem Abstand von 7.3 m gestellt — waren gleich gross und entsprachen in ihrer Konstruktion im Allgemeinen den in Alt-Ulm (vergl. Kriegsgefangenen-Lazarethe) erbauten Lazarethbaracken. Jede Baracke war 31.75 m lang, 7.30 in breit, 5.40 m hoch und enthielt ausser dem Krankensaale für 32 Kranke am nordöstlichen Ende neben dem Ausgange zwei durch einen Mittelgang getrennte Kabinen (je eine für die Wärter und für die Latrine mit drei Leibstühlen), am südwestlichen Giebel den Haupteingang mit einem Vorbau. Der Krankenraum hatte im Lichten eine Länge von 27.7 m, eine Breite von 7.7 m, eine Höhe bis zur Dachpfette von 3.« m, bis zum Giebel von 5.is m. An jeder Längsseite standen 16 Betten in der Weise, dass zwischen je zwei Betten ein grösserer Raum (1 m breit) frei blieb; der Mittelgang zwischen den zwei Bettreihen war 2. 6 in breit. Die beiden Kabinen hatten je eine Länge von 3.2 m und eine Breite von 2.39 m mit einem 2.4 m breiten Mittelgange. Von dem Krankenraum trennte die Kabinen eine doppelte Bretterverschalung, in der sich eine Thür befand. Die Baracken ruhten auf einem durchlaufenden Mauersockel und zwei Reihen Backsteinpfeilern. Der hohlliegende Fussboden bestand aus einer Lage rauhgefugter Bretter; der etwa 30 cm abstehende Kiesboden unter demselben war mit Kohlengrus O.75 m hoch bedeckt. Die Wände besassen eine äussere und eine innere Bretterversckalung nebst Fugenleisten ohne Ausfüllung des Zwischenraumes. In jeder Längswand waren neun zweiflügelige, 0.9m breite, l.mi hohe, mit Laden versehene Fenster angebracht, von denen acht auf den Krankenraum entfielen. An den Stirnwänden befand sich je eine Ein- gangsthür von 2.06 m Höhe und 1.02m Breite; der Vorbau am südwestlichen Eingange hatte gleichfalls Bretterverschalung mit zwei kleinen Fenstern und einer Thür von derselben Grösse, wie oben angegeben. Das geschlossene Dach überragte die Barackenwände um 45 cm, war aussen und innen mit Brettern verschalt, mit Dachpappe belegt und mit Dachrinnen nebst Abf 11 röhren versehen. Jeden Krankenraum heizten drei gusseiserne Sail öfen auf Hausteinsockel mit Rauchröhren von Eisenbl« li jede Wärterkabine enthielt einen kleineren Ofen. Zur Ventilation dienten ausser den Fenstern kleine Röhren von O.29 m Durchmesser, welche unmittel bar über dem Fussboden die Seitenwände durchsetzten und aussen mit durchlöcherten Blechscheiben, innen mit Schieber versehen waren, desgleichen im Dache je drei Luftabin« röhren von l.ie m Länge und O.n m Durchmesser mit Klappen und Tropfbechern. Mehrere, in die Aussenwände eingelassene, durchlöcherte Zinkblechtafeln von 0. 033 ,,„, Grösse vermittelten die Durchlüftung des Hohlbodens Beide Baracken wurden binnen sechs Wochen t\ m 27. Januar bis 10. März 1871) von Gewerbsmeistern der Stadt unter militärischer Leitung kontraktmässig vollendet' der Kostenaufwand betrug 5806 fl. 30 kr. = 9954 Mk. (jpj und zwar für: Erd-, Maurer- und Steinhauerarbeiten 852 fl. 06 kr., Zimmermannsarbeiten......3145 , 12 , Schreinerarbeiten....... 238 „ 50 Schlosserarbeiten....... 325 , 26 , Glaserarbeiten........ 54 , 38 , Uafnerarbeit......... 10 , 48 „ Blechschmied......... 398 , 16 , Gusseisenwaaren....... 251 , 58 , Dachpappeindeckung...... 501 , 12 „ Reinigungs- und Anstricharbeit . . 28 „ 08 „ somit für eine Baracke 2903 fl. 15 5806 fl. 30 kr.. 4977 M. 40 Pf. Die Baracken dienten vorzugsweise zur Aufnahme von Pockenkranken. Im Würzburg entstand im Dezember eine Kranken- baracke auf dem Walle hinter dem mit Verwundeten überfüllten Garnisonspitale, ohne Untermauerung oder Erhöhung des Bodens, jedoch der Jahreszeit wegen mit doppelter Bretterwand, deren Zwischenräume mit Stroh ausgefüllt wurden, und mit Ventilationsöffnungen am Boden. welche durch Schieber geschlossen werden konnten. Anstatt des Dachreiters, welchen man der schwierigen Heizung halber vermeiden wollte, wurde je das fünfte Brett den ganzen Plafond entlang zum Verschieben eingerichtet und der Zutritt der Luft zum Dachraume durch grosse Giebelthüren und Legefenster auf jeder Dachseite vermittelt. Die Eindeckung des Daches bestand in Bretter- Schalung mit Dachpappen-Ueberzug (wurde einige Jahre nach dem Kriege in Schieferdachung umgewandelt). Die Baracke, welche eine Aussenlänge von 42.30 m, eine Breite von 7..om und eine Höhe von 2.90 m hatte, bot in zwei grösseren und zwei kleineren Abtheilungen Raum für 40 Betten. Eine dreisitzige Tonnenlatrine befand sich, durch Doppel- thüren und kurzen Gang abgeschlossen, an dem Südende. pff^P^^Tfl^ Band I. en nebst Abfall. «eiserne Säule,, von Eisenblech - Ofen. Fenstern etc. «reiche unmittel- lurchsetzten und ien mit Schieben, drei Luftabzugs- )urchmes8er mit lie Aussenwände n von l].03 0 ,,,„ Eolübodens. i Wochen (vom srbsmeisteni der aässig vollendet • = 9954Mk.8H ! fl. 06 kr., , 12 , „ 50 „ ' , 26 , , 88 , » . « . , 16 , . 58 . . 12 . fl. 30 kr., M. 40 Pf. r Aufnahme von ■ eine Kranken- t Verwundeten mauerung oder szeit wegen mit uime mit Stroh ingen am Boden. konnten, der schwierigen das fünfte Brett ben eingerichtet Le durch grosse Dachseite v»r- tand in Bretter- le einige Jahre wandelt). ron 42.30 m, eine in hatte, bot in ungen Raum für h, durch Doppel- :i dem Südende. CO o CO "cö fcn =3 =3 ca =C CxJ 'ob er Ph CD 1 —' O CO c_ >•> CÖ CQ CO CO cö c_ CÖ CO ^> er ^ CD ■ ►—i _i^ ^ er cö c_ ö ^ CJ CO I^^^MH r-CJ -1 CQO F= s: K ^~ V SI KI 23 3 Sl K ^ K ^ [2 nr t HP >> ■„ t-m^M^' m& l t placirte Schwier ärter Käl diu «twii l'tUll: ispit Alt o;er «engl Baracke Kordwei Ventilat! ^n Garnisons In Johanniter -elbe. berge mit der für 1 hocl L lans hoch, ■ Rückseij im gelst« 1 befaiK :if 15.? m 7.4 m der feilster Luftzieg uiebel am Nord] Per innere zehn Betten Front (Wesi Baracke wu 1871 im Ge Von ah im Garten und bis zun] Im An Krank] zu erwähne Juli 1870 hinreichend] von 500-? bald die 1 40 Kranke fand sich e Terrain süc| lernt von nach Würzl SchefBenz" Die B abliang aui weiser para der das T mit möglicl Links Baracken ii: die nach st ( i) Verg .. jiA-iilyj/ ^-it-rfririlfcuari'tii». .n^^BL^I ^^^^m III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 375 Schwierigkeiten verursachte die Erwärmimg, welche trotz lacirter eiserner Steinkohlenöfen (fünf an der Zahl) bei '". o-er Kälte sich kaum über 12° E. bringen Hess, da die tacke durch ihre hohe und freie Lage den West- und todvestwinden stark ausgesetzt war, was freilich der Ventilation zu statten kam. Wartung und Beköstigung besorgte das nahegelegene Garnisonspital. In Altena (in Westfalen) wurde bei dem dortigen Johanniter - Krankenhaus eine Baracke errichtet. Die- 11 ip für 18 Betten eingerichtet, stand auf dem Schloss berge hoch und frei gelegen, auf felsigem Grunde, „it der Längsrichtung von N—S, war fest gebaut, 15, m lang, 6.6 m breit, bis zum Dach 4.4 m, bis zum First 7, B hoch, hatte vier Fenster in der Westfront, zwei in ,1er Rückseite, zwei in der Südgiebelseite und acht Klappfenster im Bach. Die Wände waren l.a; m hoch, von Luftziegelsteinen, im Uebrigen von Holz erbaut. Am Süd- triebel befanden sich zwei abgezweigte Räume für Wärterinnen, am Xordgiebel ein zweisitziger Abtritt in einem Anbau. Per innere Raum war in zwei Krankenzimmer zu acht und zehn Betten getheilt. Der Haupteingang befand sich in der Front (Westseite), ein zweiter im südlichen Giebel. Die Baracke wurde im August belegt und blieb bis zum Mai 1871 im Gebrauch. Von ähnlicher Konstruktion war eine zu Sonnenburg im Garten des Johanniter-Krankenhauses aufgeschlagene und bis zum Sommer 1871 belegte Baracke. Im Anschluss an diese Gruppe sind noch die Krankenbaracken des Bayerischen Haupt- Feldspitals No. 4 zu Mosbach 1 ) (vergl. Tafel LVII) zu erwähnen. Dieses Haupt-Feldspital konnte bei der Ende Juli 1^70 befohlenen Etablirung in Mosbach in Baden hinreichende und zweckentsprechende Räume zur Aufnahme von 500—800 Kranken nicht erlangen, hatte daher alsbald die Erbauung von sieben Krankenbaracken für je 40 Kranke zu unternehmen. Für die Aufstellung derselben fand sich ein hygienisch äusserst günstiges, hochgelegenes Terrain südöstlich der Stadt, einige hundert Schritt entfernt von der am obern Stadtende von der Hauptstrasse nach Würzburg sich abzweigenden „alten Strasse nach Schefflenz'', an der linken Wand des Elzthales. Die Baracken wurden an dem sanft abfallenden Bergallhang auf trockenem Ackerfelde mit dem Längendurch- messer parallel zur Thalrichtung und unter Berücksichtigung der da? Thal durchziehenden „alten Schefflenzerstrasse" mit möglichst geringen Erd- und Maurerarbeiten aufgestellt. Links der Schefflenzerstrasse erhoben sich drei Baracken in freien Abständen von 9 m, parallel zu einander, die nächste stets etwas höher gelegen als die vorher- Vergl. S. 317. gehende; — rechts der genannten Strasse sollten vier Baracken mit freien Abständen von 6 m Platz finden. Von letzteren wurden zwei ganz, die übrigen beiden nur theil- weise vollendet. Ungefähr in der Mitte zwischen sämint- lichen Baracken, fast unmittelbar an der Strasse, erhielt die Küche sammt einem Anbau zur Speisevertheilung ihren Platz. Bei einem an derselben Strasse alleinstehenden Hause befand sich in mittlerer Entfernung von 2—300 Pubs von den Baracken ein Brunnen, welcher gutes Trinkwasser in hinreichender Quantität lieferte. Für die unteren der links der Strasse erbauten Baracken wurde eine freistehende Latrine hergestellt, an den oberen Baracken dieser Reihe befand sich die Abtrittsanlage in einem Anbau, dessen andere Hälfte als Wärterzimmer diente. Für Apotheke und Magazin fanden sich geeignete Räume in nahegelegenen Häusern vor. Der Grösse und Konstruktion nach unterschieden sich die Krankenbaracken untereinander nicht. Jede Baracke hatte bei einer Länge von 42.3 m im Lichten eine Breite von 6 m und eine Höhe vom Fussboden bis zur Dachschwelle von 3 m, bis zum Giebel von 5.4 m. Jede Baracke sollte zur Aufnahme von 40 Kranken dienen, und zwar standen an jeder Längsseite 20 Betten, wobei in der Mitte ein 2.4 m breiter Durchgang frei blieb. Vor Errichtung der Baracken ebnete man das Terrain so weit, dass die Höhe des aus Backsteinen gemauerten Sockels nur zwischen 30 und 50 cm variirte. Auf diesem Sockel ruhten die Mauerschwellen und Bodenrippen; letztere wurden noch an einzelnen Stellen untermauert; der hohlliegende Fussboden bestand aus starken rauhgefugten Dielen. Zwischen den Pfosten waren Quer- und Streberiegel und auf den Pfosten die Pfetten verzapft; die Firstpfette sass auf den Dachpfosten auf, welche letztere auf den Kehlbalken aufstehend in diese eingezapft waren. Die Wände hatten einfache Verschalung von vertikal stehenden Brettern mit Fugenleisten, verstärkt durch Streben und sogenannte Rahmenschenkel zwischen den Pfosten und Streben. Streben — durch eiserne Schrauben befestigt — verbanden der Quere nach die Dachpfosten mit den Querbalken und Pfosten. Auf die Pfetten waren die auf- gepassten Dachsparren genagelt, auf diese die Latten zur Aufnahme der eingespeisten Hohlziegel, welche das Dach schlössen. An den Längsseiten der Baracken befanden sich je 10 zweiflügelige Fenster von O.9 m Breite und l.a m Höhe; die Fensterbrüstung lag l.osm hoch über dem Fussboden. An jeder Giebelseite, korrespondirend mit dem Mittelgange des Krankensaales, befand sich eine Flügelthür, La m breit und 2.i m hoch. Zu Ventilationszwecken waren unterhalb jedes zweiten Fensters l.s m lange und O.30 w breite, in Charnieren gehende Holzladen angebracht. Der Anbau der Baracke 111, dessen lichte Breite 9 m und Tiefe 4.a m betrug, durch doppelte Bretter- 316 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. Verschalung mit einer Thür von dem Krankenraume getrennt, umschloss zwei durch einen Mittelgang von 2 m Breite gesonderte verschalte Räume: der eine derselben war für die Wärter und zur Aufbewahrung der nöthigsten Kranken-Requisiten bestimmt, der andere enthielt eine dreisitzige Latrine. Die freistehende, gleichfalls mit Ziegeln gedeckte, von aussen mit Tannenzweigen verkleidete Latrine der Baracke I stand in einiger Entfernung dem Baracken- Eingang gegenüber, durch einen gedeckten Gang mit Bretterboden mit demselben verbunden. Zur Aufnahme der Exkremente in beiden Aborten dienten aptirte, mit Handgriffen versehene Petroleumfässer. Der Küchenbau, von 12 m Länge und 6 m Breite, hatte zwei Schienenherde mit je zwei Kesseln und einen ver- schliessbaren Speiseschrank; eine an die Küche angebaute gedeckte Halle mit grossen Tischen diente als Essraum. Für den Fall einer länger währenden Benutzung in der kälteren Jahreszeit war noch eine innere Bretter- verschalung mit Ausmauerung oder Ausfüllung des Zwischenraumes mit Spreu oder Asche, Anbringung eines Plafonds sowie Einsetzen von zwei Oefen in jeder Baracke beabsichtigt. Hinsichtlich des Termins der Ausführung und Vollendung der Barackenbauten (durch Gewerbsmeister von Mosbach) bestimmte der Vertrag, dass die erste Baracke nach viei- Tagen vom 1. August (dem Tage der Kontrakts-Ausfertigung) ab, die zweite nach weiteren vier Tagen, alsdann wöchentlich je zwei Baracken fertig zu stellen seien. Als der Bau wegen Marschbereitschaft des Haupt- Feldspitals am 21. August eingestellt wurde, waren fünf Krankenbaracken nebst Küche und Latrinen vollständig fertiggestellt, die übrigen in der Ausführung begriffen. Die Kosten beliefen sich a. fftr die fünf vollendeten Baracken auf 7790 fl. 44 kr. = 13 355 M. 65 IT. und zwar: Erdarbeiten........135 fl. — kr. Maurerarbeiten.......290 „ 56 „ Zimmermannsarbeiten .... 5747 , 6 „ Schmiedearbeiten...... 41 „ 50 „ .Schlosserarbeiten...... 59 „ 46 „ Glaserarbeiten.......482 „ 25 „ Dachdeckerarbeiten.....1033 „ 41 „ 7790 fl. 44 kr. somit durchschnittlich für eine Baracke auf 1558 fl. 8 kr. gleich 2671 M. 13 Pf. b. für Anbau der Baracke III 314 fl. — kr. = 538 M. 29 Pf. e, für die freistehenden Aborte 112 „ 55 „ = 191 „ 57 „ d. für Küche und deren Anbau 706 „ 54 „ — 1211 , 84 . Der Gesammtkostenaufwand einschliesslich der im Bau begriffenen Baracken stellte sich auf 12 041 fl. 26 kr. = 20 642 M. 63 Pf. Von den Baracken sind vier vom 12. August bis 20. August mit 120 Kranken und Verwundeten belegt und am 24. August wieder geräumt worden: eine weitere Benutzung nach Abmarsch des Spitals hat nicht mehr at gefunden. Die ausgebauten fünf Baracken und das Balkeneerin der sechsten wurden am 4. Januar 1871 versteigert erzielten einen Erlös von 2383 fl. = 4085 M. 18 Pf • A Material der nicht ausgebauten Baracke No. III sowie V Bodenbretter sämmtlicher Baracken dienten zur Herstellt] einer gedeckten Speisehalle für 500 Mann an der Etam Station. Rekapitulation. Die sechste Gruppe umfasst im Ganzen 30 zur V» wendung gelangte Baracken mit 881 Leerstellen und zwar bei 1 staatlichen Barackenlazareth (in Baden)....... 10 Baracken, -25-2 LagerateU« „ 5 Reservelazarethen in Preussen . 8 , 275 ,, 2 Bayerischen Reservespitälern u. \ 1 Bayerischen Haupt-Feldspital j „ 5 Vereinslazarethen (in Preussen, Baden und Hessen) . . 5 „ 90 264 In Summe bei 14 Lazarethen 30 Baracken, 881 Ladestellen Die wenigen vorhandenen Aufzeichnungen über cBt Heizungsresultate in Baracken dieser Gruppe sind i„ Folgendem zusammengestellt: *j Mittlere Temperatur (°R.) im E S -------- ----- ------ Lazareth Januar Februar März a sc CO c3 rH 3 w m S 6 33 a Aussen IlllH'll Brandenburg n. II. 1 ) 40 -4.i 10.4 — 2.u +14.9 +5.i +14.« Bunzlau .... 30 —• — —2.« +13.9 +2.1 H... Minden .... 20 — — -0.6 +13.0 +7.3 +11.3 Die Baukosten für Baracken dieser Gruppe ergeben sich aus nachstehender Tabelle: Zahl der — ^ C3 ; 5h Baukost cii gerstelle für 1 Baracke für 1 La Lazareth mit ohne mit ohne WinterWinter- 03 sc einrichtung einrichtung hH .11 J, ji /, .ii & JI :. Mannheim . . . 7 S.B.154 2 566 20 11 WO 2 W.B.68 5132 40 — — 2333) 40 — - Brandenburg a. H. 2 40 11344 90 — — 283 60 — - Münster .... 1 75 11 927 90 — — 159 - — - Minden .... 1 20 6 263 90 — — 313 20 — - Neu-Ulm . . . 2 64 4 977 4 — — 155 — _ _ Mosbach, H.-F.-Sp. 4 5 200 r 2 671 13 — — 67 4 ) 1 - y ) V/2— 2 Scheffel Kohlen pro Tag und Baracke. 2 ) Sommerbaracke. — 3 ) Winterbaracke. *) Mit Einschluss der Nebenbauten 82 Mark. <- 1? «f *\„"i T*<^» -F cht mehr statt i Balkengerippe versteigert und M - 18 Pf.; d« '. III sowie die zur Herstellung an der Etapp«,. 'ii 30 zur V Pr . eilen und zwar: i, 252 LagereteUe« 275 264 90 . i, 881 Lagerstellen. ngen i'U.ei- dl,. nippe sind i„ r ("R) im März 53 : r. i +5.i +14« +2.i 14 +7.3 +11.3 hnppe ergi (18 teil für 1 Lagerstelle mit uliiic Wiuter- einrichtung .11 . 2333 40 283 60 159 — 313 20 155 — — - 116^70 G7 4 i - ke. BH =1 3 =©= =©= X «WfSW?^ £jfe^L*^Wifl&jta&£fik u riL .Aü£k.<. Band L III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. iVbente Gruppe: Baracken ohne Dachreiter, line besondere Ventilationsvorrichtungen und ohne Bodenerhöhung. njese Gruppe umfasst — mit Ausnahme der beim girackenlazareth Speyer erbauton und der zwei beim immata-Hospital zu Berlin eigenartig konstruirten Baracken mir ein fache Holzbauten, welche gleichwohl nach ersten kriegerischen Ereignissen bei dem grossen Aidrange von Verwundeten und Kranken wesentliche ngte leisteten. Der Gebrauch dieser in kürzester Zeit „„(1 in möglichst einfacher Konstruktion errichteten Unter- hnftsräume beschränkte sich meist auf die Zeit des Sommers , ra d Herbstes. Zunächst ist hier zu erwähnen das Barackenlazareth ,1er Stadt Speyer. (Vergl. Tafel LX.) Bei der vorauszusehenden Nähe des Kriegsschauplatzes trsfen in dieser Stadt bereits gegen Ende Juli auch die -tadtischen Behörden und die freiwillige Krankenpflege reichliche Vorsorge zur Unterkunft von Verwundeten und Kranken. Abgesehen von der Einrichtung mehrerer passender Gel laude wurde auf Kosten und Veranlassung der Stadtverwaltung der städtische Tabaktrockenschuppen zur Aufnahme von Verwundeten etc. entsprechend aptirt und im Afflchluss an diesen eine grössere Barackenanlage, theil- «,ianar gemacht. Die üssen ruhenden 1 iben aufgea nmelcylinder mit getroffen durch mg eine- Bretter- en. ' DurchwänmiM :, ganz aus Höh I8.5 in lang, 9 in las Verwaltung» ic Pflegepersonal, Wasche, d. du lal, nördlich m halt und gedeckt. en Sammelgrube. 1 Leichenkammei ►berlicht. — Im gebohrt, welcher wegen sein« tzbares Waäsei entirtes Sammel- Putz- und Spülken I. II und III zugeführt wurde: ke IV vorhanden. ben, in denen die int wurden, vard eine eigene und von da ein en Zeitraum fOü unten die zuenl Cj> CO < CO 03 -^J 3= a^ C_ C/Q OD _o -d t \ ' J PS _ CO 03 ,_, CO c^ =3 o m Pn t — es c: aj co r— 1 _ü: OO c= CO <— I c_ «oO ±*z pC * s CO zu Reichenbach i. Schi, aufgestellten drei Zelten (mit 90 Betten) noch im August in der Weise, dass die Giebelwände ganz, die Seitenwände bis Mannshöhe Bretterverschalung erhielten. Zugleich wurde ein hohlliegender Bretterfussboden angebracht, das Dach mit Latten gesichert und diese mit getheerter Dachpappe benagelt. Im September fügte man im Innern noch weitere Bretter- verschalungen hinzu, namentlich erhielt das grössere Zelt eine Einschubdecke von Brettern; auch wurde dasselbe mit eisernen Kohlenschüttöfen versehen. Trotzdem erwies es sich auch bei ununterbrochener Heizung als nicht möglich, eine genügend hohe Temperatur dauernd zu erhalten; namentlich blieb der Fussboden stets empfindlich kalt. Die Zelte mussten daher im Laufe des Monats Oktober geräumt werden. Weitere Zeltbaracken wurden errichtet: in Darmstadt eine mit 12 Lagerstellen bei dem Vereinslazareth Turnhalle, desgleichen zwei zu je 18 Betten (nebst einem Zelt mit 6 Betten) im Garten der Diakonissen-Anstalt (Elisabeth- Stift); eine mit 28 Betten im Garten des Garnisonlazareths zu Konstanz. Endlich kamen zur Benutzung drei zu Frankfurt a. M. (vergl. S. 359) schon von früher bestehende Zeltbaracken zu je 18 Betten und eine bei der Universitätsklinik zu Halle a. S. vorhandene mit 18 Betten. Rekapitulation. Im Ganzen wurden neu errichtet: 17 Zeltbaracken mit 458 Lagerstellen; hiervon trafen auf 4 Reservelazarethe 11 Zeltbaracken mit 320 Betten, und 3 Vereinslazarethe 6 382 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. Band I. Im Allgemeinen bewährten sich diese luftigen Bauten sehr gut, sowohl für Verwundete als für Kranke, doch gestatteten die klimatischen Verhältnisse nur eine kurz dauernde Verwendung, auch litten sie gelegentlich durch die Stürme des Spätherbstes. Neunte Gruppe: Baracken verschiedener Konstruktion an Etappenorten im Tnlande. Die Baracken dieser Gruppe waren in der Regel ebenfalls nur einfache Holzbaracken ohne besondere Ventilation«- etc. Einrichtungen, aber zur Benutzung für den Winter mit den nöthigen Heizvorrichtungen versehen. Sie entsprachen im Allgemeinen ihrem Zwecke, der darin befand, die mit Sanitäts- oder Krankenzügen ankommenden Verwundeten und Rekonvaleszenten für kurze Zeit aufzunehmen, bis dieselben in nahegelegene Reservelazarethe übergeführt oder mit der Bahn wieder weiter befördert werden konnten. Dergleichen Baracken Hess die Militärverwaltung — theils einzeln, theils zu Gruppen vereinigt — an folgenden Eisenbahnstationen errichten: In Königsberg, Mainz und Posen am Bahnhofe je eine einfache, 15.6 m lange, 12.5 m breite Holzbaracke, mit doppelter Bretterverschalung der Wände, welche mittels zweier eiserner Steinkohlenöfen geheizt und bis in den Sommer 1871 benutzt wurde. Die Baracke in Posen am Bahnhofe der Oberschlesischen Bahn brannte am 2. Mai 1871 mit dem grössten Theil der Utensilien, doch ohne Beschädigung der Insassen, nieder. In München wurde am Centralbahnhofe zuerst eine einfache Holzbaracke als Etappenlazareth zu 40 Betten erbaut, später jedoch eine leerstehende neue Güterhalle mit Wintereinrichtungen,Penstern und 120Lagerstellen versehen. In Leipzig befand sich am Thüringer Bahnhofe eine Etappenbaracke mit 85 Betten, einem Speisesaal und einem Waschräume; von Anfang März 1871 bis Ende Juli 1871 fanden hier 17 Offiziere und 4891 Mann als Passanten Unterkunft und Verpflegung. In Karlsruhe dienten die im Januar 1871 von der Kriegs Verwaltung erbauten, vom Männerhilfsverein verwalteten Asylbaracken an der Beiertheimer Landstrasse in der Nähe des Bahuhofes als Etappenlazareth. Dieselben, 4 Kranken- und 1 Küchenbaracke, lagen an einem Schienengeleise, mit welchem sie durch einen 10 Fuss breiten Holzperron in Verbindung standen. Sie ruhten auf Pfählen, hatten doppelt verschalte Böden, Wände und Dächer, und erhielten Luft und Licht durch seitliche, hochangebrachte Fenster; die Heizung geschah mittels grosser Kasernenöfen. Lagerstätten, bestehend aus Pritschen mit Seegrasmatratzen, Kopfpolstern und wollenen Decken, waren für mehr als 300 Mann vorhanden. Waschlokale, Abtritte und Desinfek- tionseinrichtungen fehlten nicht. Die Kücheneinrichtungen ermöglichten die gleichzeitige Speisung von 300 bis 400 Manu mit warmer Kost. Die mittlere Belegung dieser Barac.lt betrug 118 Mann; die Kosten beliefen sich ohne die \ gaben für Material auf 16 000 fl. In Mannheim wurden bei Beginn des Winters st des bisher als Etappenlazareth benutzten, schwierie heizenden, grossen, geschlossenen, auf Pfählen von eh- 30 cm Höhe stehenden Güterschuppens mit 86 Betten zw' Winter-Etappenbaracken dem Bahnhofe gegenüber erbaut Dieselben entsprachen im Allgemeinen den Winterbaracke» auf dem Exerzirplatze (vergl. S. 372), waren zu 28 hü 32 Betten eingerichtet und durch eine Querwand in zwei \1> schnitte getheilt. Sie standen in einer Reihe mit einander zugekehrten Giebelseiten; die abgekehrten Giebelenden enthielten je vier Räume für den Arzt, die Wärter, die Thee- küche und die Utensilien. Sie ruhten auf 4 Fuss hohen Steinpfeilern, hatten ein doppelt verschaltes Dach und doppelten Fussboden; bei ersterein war der leere Raum mit Heu, bei letzterem mit Lehm und Sand ausgefüllt Die Ventilation fand durch Oeffnuugen am Boden neun Fenster an jeder Langseite und ein durchlaufendes Reiterdach statt. Die Heizung wurde durch je vier Oefen in ausreichender Weise bewirkt. Der Fussboden war in der einen Baracke mit Wasserglas getränkt und mit Strohmatten belegt, in der andern mit Wachstuch bedeckt. Diese Baracken blieben vom 9. Oktober bis Ende April in Gebrauch und bewährten sich gut. Zu Freiburg i. B. errichtete die Militärverwaltung am Bahnhofe eine Baracke mit 41 Betten, welche namentlich im Frühjahr 1871 den nach Hause zu evakuirenden Franzosen als Unterkunfts- und Verpflegungsstation diente. In Darmstadt Hess das Kriegsministerium am Bahnhof und dem daranstossenden nordöstlichen Theile des grossen Exerzirplatzes 3 einfache Bretterbaracken mit je 20 Betten als Etappenlazareth errichten. Eine davon wurde im März 1871 abgebrochen, die beiden andern blieben bis Ende Juni in Funktion. Als Küche diente ein Eisenbahnwagen. Im Ganzen betrug die Zahl der Behandlungstage 5591. In Frankfurt a. M. endlich bestand das Etappenlazareth am Main - Neckar - Bahnhofe aus einer einzigen grossen, 50.2 ni langen, lim breiten, bis zum Dach 2.8 m. bis zum First 5.3 m hohen, einfachen' Holzbaracke für 200 Betten, welche im November und Dezember 1870 vom Staate für 2300 Thlr. erbaut wurde. Die Latrineneinrichtung befand sich innerhalb der Baracke, welche von Mitte Dezember bis in den Sommer 1871 durchschnittlich mit 88 Mann belegt blieb. Die Heizung geschah mittels 8 eiserner Steinkohlenöfen, durch welche im Februar eine mittlere Wärme von 9.6°, im März von 9.8° und im April von 11 ° R. erzeugt ward. Ausserdem errichtete oder benutzte die freiwillige Krankenpflege an sehr vielen Bahnstationen des Inlandes kleinere Baracken und ähnliche Räume zur vorübergehenden Unterkunft und als Erfrischungsstationen. Band I. dieser Barock«, i ohne die a Winters statt • j schwierig Z u ililen von etwi 86 Betten zwei sgenüber erbaut. Winterbarackea iivn zu 28 b» rand in zwei Ab- mit einander zu- xiebelenden ent- ärter, die Thee- f -t Fuss Lohen ütes Dach und ler leere Raum Sand ausgefüllt. m Boden, nenn mfendes Reitervier Üefen in den war in der mit Strohmatten gedeckt. Diese pril in Gebrauch irverwaltung am i namentlich im mden Franzosen iente. ium am Bahnhof 3ile des grossen ait je 20 Betten wurde im März ieben bis Ende Eisenbahnwagen, gstage 5591. das Etappen- einer einzigen ;um Dach 2.8 m, folzbaracke für inber 1870 vom rineneinrichtuDg che von Mitte ischnittlich mit litteis 8 eiserner r eine mittlere im April von die freiwillige 311 des Inlandes orübergekenden Band t III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 383 Anhangsweise sind noch jene stabilen Baracken bei • I- und Militär-Krankenhäusern zu erwähnen, welche, vita längere Zeit vor Ausbrach des Krieges errichtet, -hrcml desselben zur Benutzung für verwundete und kranke Beeres-Angehörige kamen. Kg waren dies zu Berlin die Esse'sche Musterbaracke 1 ) um [ die Zeltbaracke 2 ) in der Charite, die permanente Baracke der Universitätsklinik in der Ziegelstrasse, 3 ) einige Baracken des Augusta-Hospitals; 4 ) zu Frankfurt a. M. die dort bestehenden drei Zeltbaracken; 5 ) zu Halle eine Baracke beim Vereinslazareth in der Diakonissen-Anstalt und eine bei der Universitätsklinik; 6 ) zu Greifswald eine ■rRgsere Baracke für 65 Kranke mit sehr guten Ventilations- Rinrichtungen bei der Universitätsklinik; endlich zu Heidelberg eine Baracke der chirurgischen Klinik. Gesammt - Uebersicht aber die innerhalb Deutschlands während des Krieges erbauten Baracken. 7 ) Im Ganzen sind in Deutschland während des Krieges (ausser 9 zwar aufgestellten aber nicht benutzten Baracken) an 84 Orten bei 114 Garnison-, Reserve-, Vereins- oder Privatlazarethen 459 eigentliche Krankenbaracken mit 12 722 Lagerstellen errichtet worden, — ungerechnet die beträchtliche Zahl von Baracken zu administrativen Zwecken sowie die Aptirungsbauten; ausserdem bei 10 Etappen- lazarethen 17 staatliche Krankenbaracken mit etwa 1100 Lagerstellen. Mehr als die Hälfte der Baracken (251) hatte eine Bettenzahl von 20 oder 30. Des Genaueren groppiren sich die Baracken hinsichtlich der Belegungs- fahigkeit wie folgt: Es enthielten 1 Baracke 75 Betten, 4 Baracken zwischen 61u.70 , 18 „ .. 51*. 60 20 , „ 41u.60 47 „ , 31u.40 206 „ , 21u.30 146 * , , 11 u.20 18 ________ , 5u.l0 Summe 459. Auf die Deutschen Landesgebiete entfielen: . . . bei 57 Lazarethen 24ß Baracken, 6502 Lagerstellen, (davon 150 mit 30) ( „ 101 , 20) Prensseii . . . hiervon 39 Reservelaz. und 18 Vereinslaz. Bayern .......bei 8 Lazarethen hiervon 4 Reservelaz. und 4 Vereinslaz. Sarlw'ii ......bei 2 Lazarethen hiervon 1 Reservelaz. und 1 Vereinslaz. Württemberg ... bei 5 Lazarethen hiervon 2 Reservelaz. und 3 Vereinslaz. 186 60 16 7 9 13 12 1 41 37 4 5118 1384 664 188 476 680 660 20 827 740 87 .....bei 15 Lazarethen 8 Reservelaz. 43 hiervon 31 und 7 Vereinslaz. 11 Hessen . . .....bei 15 Lazarethen 4.", hiervon 7 Reservelaz. 14 und 8 Vereinslaz. 39 Meeklenb.- Schwer, bei 1 Reservelaz. 1 V Strelitz , 2 Lazarethen 3 hiervon 1 Reservelaz. 2 und 1 Vereinslaz. 1 Sachsen-Weimar . bei 1 Reservelaz. 4 Oldenburg 1 1 Sachsen-Meiningen , 1 5 Braunschw eig . . . , 1 Vereinslaz. 1 Reuss . . . ..... „ 1 Reservelaz. 1 Hamburg. 2 29 Bremen. . 1 4 1 9 racken. ') Vergl. S. 345. Anmerkung sub 1. — *) Ebendaselbst :; ) Kbendaselbst, sub 2. — *) Ebendaselbst, sub 3. ■'') Vergl, S. 359. — 6) Vergl. S. 381. — 7 ) Vergl. Beilage 99 sub B. Im Ganzen bestanden demnach bei 71 Reservelazarethen 343 Baracken mit 9725 Lagerstellen und bei 43 Vereins-, Johanniter-, Privat- und internationalen Lazarethen 116 Baracken mit 2997 Lagerstellen. Auch von den bei staatlichen Lazarethen benutzten und bei diesen verrechneten Baracken waren mehrere seitensder freiwilligen Krankenpflege errichtet. B. Aptirungen vorhandener barackenartiger Gebäude. Eine ziemliche Ausdehnung fand die Verwendung vorhandener Gebäude mit barackenartiger oder ähnlicher Konstruktion, welche nach erfolgter Aptirung theils als eigene Lazarethe, theils als Annexe und Filialen bestehender Lazarethe der Krankenunterkunft dienten. Zu diesen Baulichkeiten zählten vorzugsweise die grossen luftigen Hallen (Schiess-, Turn- und Industriehallen), Reitbahnen, Exerzirschuppen, Kegelbahnen, Train-Remisen verschiedener Gattung, sowie gewöhnliche Mannschaftsbaracken. In der besseren Jahreszeit Hess sich die Aptirung solcher Räume meist leicht und schnell bewerkstelligen, da besondere Ventilations- etc. Vorrichtungen bei der luftigen Bauart unnöthig waren. Erheblicheren Schwierigkeiten begegnete erst die Einrichtung iür den Wintergebrauch; in vielen Fällen musste hiervon gänzlich Abstand genommen werden. Das Reservelazareth zu Breslau (vgl. Zeichnung 18, S. 384) war in einer grossen Holzbaracke etablirt, welche in der zweiten Hälfte des August seitens des Magistrats auf den Schiessständen des städtischen Schiesswerders aufgeschlagen und mit 200 Betten belegt wurde. Der am Nordwestende der Stadt, in der Odervorstadt isolirt gelegene, etwa ö'/2 Morgen grosse, mit einem Plankenzaun umgebene Platz, welcher im Süden an den Park des Schiesswerders und den städtischen Turnplatz, im Osten an die Gebäude des Schiesswerders und das Etablissement eines Handelsgärtners, im Norden und Westen an städtische, nicht mit Häusern be- 384 VTI. Kapitel: Zelte undlBaracken. Band I. baute Grundstücke grenzte, liegt in unmittelbarer Nähe der Rechte Oderufer-Eisenbahn sowie des Oderkanals. Das einzige in der Nähe befindliche Haus war die Restauration des Schiesswerders, deren Räume als Küche, Bureau und Waschlokal für das Lazareth Verwendung fanden. Das Lazareth- gebäude selbst, welches früher schon anderwärts als land- wirthschaftliche Halle gedient hatte, bestand aus Holzlachwerk, mit Brettern verschlagen. Dem 121.s in langen, 14.i m breiten, von W—O, mit der Hauptfront nach Süd man verschalt und mit Dachpappe eingedeckt. Die Wände d überragenden, gewissermaassen einen kolossalen Dachreit» vorstellenden Mittelbaues bestanden nur aus dicht 1 einander liegenden Fenstern: das Dach desselben hatte mit Dachpappe benagelt. Im Innern war das Lazareth durch Bretterwand folgenderniaassen eingetheilt: In der Mitte des Hauptgebäudes trennte ein durchlaufender, 4.? m breiter Flur das Lazareth in 1HPV- zwei 100 SO *J0 3(1 HO 10 I 1 1 1 I I I I 1 1 I tu' f T T- (Nach Kaumann.) Zeichnung 18. Reserve-Barackenlazareth Breslau. (i Flur. — /(Portier. — c Polizei-Unteroffizier. — rf Badeküche.—e Utensilienraum.—/Theeküehe.'— ;/ Bolzkammer. — /(Wärter. — /Arzt. — /.' Inspektor. — l Lazarethgehilfen. — m Todtenkammer.— n Montirungskammer. — o Operationssaal. — p Bureau. — q Receptions- (Verband-) Raum. stehendenHauptgebäude hatte man auf der Nordseite an jedem Ende einen 18.8m langen, 14.i m breiten Flügel angebaut. Das Gebäude war in der Art dreischiffig angelegt, dass an einen höheren, mit Satteldach versehenen Mittelbau zwei Seitenschiffe mit Pultdächern sich anlegten. Die Höhe des Mittelschiffs betrug bis zum Dach 5.7 m, bis zum First 6.4 m, die Höhe der Seitenschiffe 3.13 m bezw. 3.76 m; die Breite der drei Schiffe war gleich (je 4.? m). Den Mittelbau stützten hölzerne Pfeiler; die drei Schiffe bildeten also einen Raum, welchen die Fensterreihen der beiden Seitenwände sowie zwei Fensterreihen im oberen Theile des Mittelbaues erhellten. Die beiden Ecken des Hauptgebäudes sprangen risalitartig vor und überragten auch in der Höhe den übrigen Bau, so dass sie ein pavillon- oder eckthurm- artiges Ansehn darboten. Sämmtliche Räume besassen einen auf Balkenunterlage ruhenden, 31 cm über dem Terrain liegenden Bretterfussboden mit schliessbaren Ventilationsöffnungen. Die Seitenwände hatten bis 2.2 m Höhe doppelte Bretterverschalung; der übrige 94 cm hohe Raum wurde durch die Fenster eingenommen, welche, um ihre Unterachse nach innen drehbar, durch Schnüre geöffnet und geschlossen werden konnten. Die Dachsparren ragten etwa 94 cm über die Seitenwände hinaus, waren mit Brettern Theile, welche gesonderte Stationen bildeten. An der Südseite desselben befanden sich zu beiden Seiten da Haupteingangs 20. gs qm grosse Zimmer für Portier und Polizei-Unteroffizier. Neben dem Nordausgange des Flur« lag links die 22 qm grosse Theeküehe mit Holzkammw, rechts die ebensogrosse Badeküche mit Utensilienkammev. Holz- und Utensilienkammer hatten die Grösse der übrigen Nebenräume und besassen eigene Ausgänge nach dem Hofe. Im Hauptgebäude befanden sich auf jeder Seite vier grosse Krankensäle; zwischen die beiden mittleren schoben sich vom Hofe her ein 22 qm grosser Flur und ein ebenso grosses Wärterzimmer ein, so dass jeder Kranken- saal mit einem Flur in Verbindung stand. Der grösste Krankensaal, den Eckpavillon einnehmend, 16 m im Quadrat gross, fasste 30 Betten; der daranstossende Saal 26, der nächstfolgende 20 Betten, worauf als vierter der neben dem Mittelflur liegende zu 24 Betten folgte; jede Station hatte also 100 Betten zur Verfügung. Jeden der beiden Flügel durchzog der Länge nach ein 4.7 m breiter Korridor, welcher nach Norden ins Freie, nach Süden in den grossen Eckkrankensaal des Hauptgebäudes mündete. Der übrige Raum war in Zimmer von 4.7 m Breite und 9.\ 111 Länge getheilt. In jeden Band I. Die Wände de« Baien Dachreiter is dicht nebe«, «lben hatten«, 11 Bretterwände snnte ein quer- azareth in zwei III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 385 leten. An der den Seiten da für Portier und jange des Plnra ut Holzkammer, ;ensilienkammer. isse der übrigen nach dem Hofe. eder Stute vier ittleren schoben Flur und ein jeder Kranken- d. Der grösste 16 m im Quadrat de Saal 26, der r der neben dem ie Station Latte ler Länge nach ch Norden ins irankensaal da war in Zimmer eilt. In jedem .. i j ao . j e ein Zimmer für Arzt, Inspektor und Lazareth- h'lfen ferner im westlichen Flügel eine Todtenkammer, Jontirungskammer und ein Operationssaal, im östlichen Bureau ein Rezeptions- und Verbandraum, sowie zwei r lirzimmer zu je 4 Betten, welche in den Raum des B ßctsaals mit hineingezogen werden konnten. Die Latrinen befanden sich auf dem Hofe vor dem N'nrdausgange des Mittelflurs, von welchem ein Theil als Vorraum für dieselben abgetrennt war. Dieselben hatten 10 \l>trittssitze, 20 Pissoirständer, und eine massive überböte Düngergrube, welche durch vier mit den Feuerungen lerThee- und Badeküche in Verbindung stehende Russische Röhren ventilirt wurde. Der Abfluss führte durch einen Kanal in die etwa 70 Ruthen entfernte Oder. Das Lazareth war mit einer durch eine kleine Dampfmaschine getriebenen Wasserleitung versehen, welche die Ihee* und Badeküche, die Klosets und Pissoirs mit Wasser rersorgte. Vor dem Mittelportal befand sich ein Hydrant Inr den Fall der Feuersgefahr. Heizeinrichtungeti be- -Umden nicht. In besonderen Holzbuden war ein Wachlokal für JO Mann und am nördlichen Rande des Platzes eine Todtenkammer mit Obduktionslokal eingerichtet. Für Rekonvaleszenten standen ein Zelt und eine Laube zur Verfügung. Das Lazareth wurde am 1. September belegt, sodann vom |5. bis 22. September wegen notwendiger Reparaturen des sieht ganz regendichten Daches vorübergehend geräumt, worauf es wieder bis 25. Oktober in Funktion blieb. Es beherbergte fast ausschliesslich Verwundete, zum Theil Schwerverwundete. Die Heilresultate waren sehr günstig; Todesfälle sind überhaupt nicht vorgekommen. Die Zahl der Behandelten betrug 292 Mann. Das Lazareth rnusste am 26. Oktober wegen zunehmender Killte, welche sich bei der Höhe der Baracke besonders empfindlich geltend machte, geschlossen werden; die Morgen- temperaturen hatten schliesslich nur noch V-° über Null betragen. Die Räumung des Lazareths war zur rechten Zeil erfolgt: zwei Tage später, am 27. Oktober, deckte der mehrfach erwähnte heftige Sturm die Baracke ab und riss dieselbe theilweise nieder. In Kaiserslautern wurde die für eine projektirte Industrie-Ausstellung gebaute, grosse hölzerne Halle mit zahlreichen Fenstern und Oberlichtern als Baracken- la/areth eingerichtet und in zwei getrennten Flügeln mit rasammen 100 Betten belegt. In einem Querbau befanden lieh Küche, Bureaus, Magazin and Leichenkammer. Das Reservelazareth in Göttingen. Bei dem Reservelazareth auf dem Schützenhofe in ßöttingen wurden eine Schützenhalle und zwei Tanzzelte •ptirt; erstere, von sehr luftiger Konstruktion, erfuhr durch Ausbau eine Umwandlung in eine grössere Krankenbaracke, konnte jedoch nur bis Ende Oktober benutzt werden. SaniUts-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. 1 Bd, Von den Zelten erhielt das grössere, welches einen 78 cm über der Erde liegenden Fussboden besass, Bretterwände mit grossen Fenstern und ein mit Ziegeln gedecktes Dach; dasselbe wurde mit 00 bis 70 Betten belegt. Da bei seiner leichten Bauart und bedeutenden Höhe — bis zum Dachfirst 12.5 m — die Ventilation sich als zu kräftig erwies, wurde später in 5.6 m Höhe eine Bretterdeoke gezogen. Das kleinere Zelt, zu 30 Betten, erhielt Bretterwände mit Fenstern und ein Bretterdach mit Pappendeckung. Der Fussboden lag 15 bis 25 cm über der Erde. Im Oktober versuchte man die luftigen Räume mittels Oefen zu heizen, doch mussten sie im November der Kälte wegen geräumt werden. Blatternspital zu Würzburg auf dem Exerzirplatze Galgenberg. Auf dem östlich der Stadt Würzburg hochbelegenen Exerzirplatze Galgenberg wurde die grosse Fahrzeughalle No. 312 — eine offene Säulenhalle mit Ziegeldach und einer kleinen gemauerten Wachstube am westlichen Ende — wegen ihrer hohen, freien Lage Anfang Oktober zunächst zu einem Theile für die Unterkunft von Ruhr- und Typhuskranken aptirt. In dieser 108.i m langen, 8.8 m breiten und 3 m hohen Halle stellte man zunächst nur zwei Abtheilungen zu je 25 Betten her, die eine für Ruhrkranke, die andere für Typhöse; als ärztliches Zimmer diente das gemauerte Wachlokal, woran die Küche mit zwei Herden angebaut wurde; am östlichen Ende der Halle ward ein geschlossener Bade- und Waschraum angebracht; die Latrine, in einiger Entfernung von der südlichen Langseite, stand durch einen gedeckten Gang mit letzterer in Verbindung. Trinkbares Wasser lieferte in ausreichender Weise die nahe der Halle befindliche Cisterne (mit 40 000 Kubikfusa = 994.44 cbm Fassungsraum); für den Fall etwa eintretenden Wassermangels war die Zufuhr mittels Fässer aus der städtischen Wasserleitung (Pfosten am Rennwegerthor) vorgesehen. Die hygienischen Verhältnisse in dieser hoch und luftig gelegenen Baracke waren vortrefflich, ebenso befriedigend die Heilresultate. Als aber der Zugang von Blatteinkranken, namentlich aus der Garnison und dem Gefangenendepot, im November sich steigerte und deren Unterbringung in isolirten Räumlichkeiten innerhalb der Stadt kaum möglich erscheinen liess, wurde die Halle zur ausschliesslichen Aufnahme von ßlatternkranken bestimmt; die wenigen noch dort befindlichen Typhuskranken schaffte man in das Filialspital „Ehehaltenhaus". Nach Desinfizirung der bisher benutzten Räume und Herstellung einer neuen Abtheilung mit 30 Betten konnten am 18. Dezember sämmtliche Pockenkranken in der Halle untergebracht werden. Am 30.Dezember errichtete man wegen Zunahme der Krankenzahl noch eine vierte Abtheilung für 20 Kranke, so dass jetzt die ganze 4 386 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. Band 1. Halle für vier Krankensäle, an welche der Küchenraum sieh anschloss, verwendet war und 100 disponible Lagerstellen enthielt. Diese Abtheilungen — anfangs aus einfacher Bretterwand mit Fugendeckleisten und gleicher Plafondirung hergestellt — wurden, als die rauhere Jahreszeit eintrat, zum Winteraufenthalt mit doppelter Bretterverschalung und Strohfütterung, Vorthüren, Oefen und Bretterfussboden versehen. Bei dem vermehrten Andränge von Pockenkranken, «leren Tagesbestand im Januar sich rasch bis auf 100 steigerte, kbnnten die vorhandenen Bäume nicht mehr genügen; es wurde deshalb eine neue Baracke in der Nähe der Fahrzeughalle errichtet und für dieselbe mit Rücksicht auf spätere Verwendbarkeit als Remise eine entsprechende Konstruktion gewählt. Die Entdeckung des Daches geschah mit Bretterverschalung und Dachpappe. Die Baracke war 44.4 m lang, 6.3 m breit, 3 m hoch (bis zum Dache), hatte an jeder Giebelseite einen Eingang, an beiden Langseiten je sechs Fenster und wurde mit 40 Betten besetzt, welche in zwei Reihen an den Längswänden standen. Zur Winterbenutzung war dieselbe von vornherein mit doppelter Bretterwand und Strohfütterung mit Vorthüren, Fenstern und Oefen eingerichtet worden, aber ohne Dachreiter, da die Ventilirung bei der hohen Lage und dem einfachen Bretterplafond in höchst genügender Weise erfolgte und es in dieser Baracke, wie in der Fahrzeughalle ohnedem schon schwer hielt, die Erwärmung bis auf 13° R. zu bringen. Zu gleicher Zeit wurde daselbst noch eine 10 m von der Ostfront der grossen Halle entfernte Dependenz- Baracke erbaut, welche den ärztlichen und administrativen Zwecken diente. Die Konstruktion der letzteren ähnelte derjenigen der Blatternbaracke; bei einer Länge von 20.50 m, Breite von 5.9_- m und Höhe von 3.i in enthielt dieselbe sechs gesonderte Abtheilungen, und zwar die Badekabine, den Holzraum, die Montur- und Requisitenkammer, die Desinfektionskammer und endlich die Leichenkammer; vom Desinfektionslokale aus konnten alle übrigen Räume gleichzeitig des- infizirt werden. Barackenlazareth zu München (Haidhausen). Im .Monat August Hess der Stadtmagistrat zu München auf der Haidhauser Anhöhe Baracken zur Aufnahme von 125 Verwundeten aus den beim Oktoberfeste benutzten Holzbuden herstellen. Die innere Einrichtung als: Lagerstellen, Matratzen, Bettfournituren etc. gab die Militär- Krankenhausverwaltung ab; am 3. September konnten die Baracken bereits belegt werden. Auf dem äusserst günstigen Terrain, einer hochgelegenen Wiese zunächst des städtischen Krankenhauses r. d. J. wurden 7 Baracken in entsprechenden Zwischenräumen, mit der einen offenen Längsfront nach Norden gerichtet, aufgestellt. Dieselben hatten verschiedenen Fassumrarai 6, 12, 24 und 30 Betten. Der einfache Bretterfussboden lag etwa 0. 6 m über H Erdboden; der abgeschlossene Hohlraum darunter durch zahlreiche Oeffnungen gute Durchlüftung. Rj erheblichen Uebelstand bildete anfänglich die lästige V- schütterung des Fussbodens, über welche einzelne V wundete schon nach kaum einstündigem Aufenthalte klaffte Belegung des Bodens mit Läufern aus dicken Stoffen dicke Filzunterlagen unter den massiven Fussgestellen Ar» Holzbettladen schafften Abhilfe. Die offene nördliche Lai > seite liess sich theils durch grosse Fenster, theils durcl Fallbretter und Jagdzeuggardinen abschliessen: in der mi| Brettern verschlagenen südlichen Langseite befandet siel Fenster und schliessbare Luken: die Dächer waren mii Schindeln oder mit Dachpappe gedeckt. Einzelne d» Baracken enthielten separate Räume für Schwerkranke ete Rechts und links von jeder Baracke standen kleine Hütte mit Leibstühlen. Die Desinfektion der letzteren erfobrte durch Eisenvitriol und Karbolsäure; Dejektionen von Ruhr. kranken wurden verbrannt. Bis Ende September blieb die Temperatur in ,|,., Baracken erträglich, wenngleich den Kranken zur Nacll drei Decken gereicht werden mussten. Im Oktober wurdei zwei Baracken durch Aufstellung von zwei grossen Füll- öfen (für Koaks) heizbar gemacht, mit Fenstern y# sehen und mit einem Mantel von dichtem Jagdzeug umgeben; es gelang auf diese Weise bei einer Aussentempe- ratur von 2 bis 4° R. eine Temperatur von 13 bis 15° in den Baracken zu erzielen, wobei die Verwundeten sich bfr haglich fühlten. Eine längere Benutzung fand nicht statt, da auch hier gegen Ende Oktober der mehrerwähnte Orkan in der Nacht sämmtliche Baracken umstürzte, glücklicherweise ohne besonderen Schaden für die etwa 80 Kranken, welche sämmtlich nach zweistündiger Anstrenguni;- des a'rzi- liehen und Wartepersonals unversehrt in das nahegelegen Spital übergeführt werden konnten. Vereinslazarethe in Mannheim. In Mannheim richtete man zwei Lazarethe in barackei artigen Gebäulichkeiten ein. Das eine, dicht bei dei gelegene Lazareth „Schiesshaus", aus einem grossei offenen Schuppen mit Ziegeldach bestehend, wurde durcl Bretter an der einen Langseite sowie den beiden Giebel Seiten vollständig, an der andern Langseite mir bis zu einer Höhe von 1.8 m verschalt, der Raum darüber durcl leinene Vorhänge geschlossen. — In dem so geschaffenen baraekenartigen Bau fanden 40 Betten Aufstellung; in ist Nähe ward noch eine Krankenbaracke zu 24 Betten w eine Küchenbaracke errichtet (vergl. S. 373). Das andere bavackenartige Lazareth bildete die am rechtt) Neckar-Ufer, 1 / i Stunde von der Stadt entfernt liegende Wolf'sche Seilerbahn. Dieselbe, ebenfalls ein of Schuppen von 282.5 m Länge und 8.s m Beeile, von einem U eldi T s lies .M Uli« raui ,uf 3.i m hol hohen Ziege g von jüUageu, der ände reiche je lf> hielten. Auf reicher einer niiiui diente ammer; ein jer Mitte gege Oberlicht, d haiacke: etw Lazareth war ffinters gei v. Bergmann a Aussei' dei eine sehr grol ähnlichen Li benutzt. Die Art zwecke, besoi Allgemeinen n ministeriums. 1 ) Räume herrscl wurden befried Füllen erfolgte Weise und nie liehen Wünsch Herstellung u haft zuströmen Lazarethe haut und die zu G< Ventilation» anderen Zweck Unter dei und Fassungsra geräth- und G in Benutzung -eehsmit 1427 zu Wesel eine eiue, zu Wün 800 Betten. Uni ein E »elcher die A herauszugreifer Bei dem i elahlirten Re netig zunehn ßefongenendep kuuftsräume dt Hilfslazarethen ') Vergl. S. Band J. Passungsraum für ra 0. 6 m über dem darunter erfifc shlüftung. Ein, i die Lästig w einzeln,. V, fenthalte klagtet; sken Stoffen' mil | Fussgestelli e nördliche Lang. ter, theils durch ässen; in der m j, Lte befanden -i,| icher waren niii t- Einzelne d« Schwerkranke ett len kleine Hüttö letzteren erfolgte rtionen von Rnhr- nperatur in der •anken zur Naebl i Oktober wurdn vei grossen Füll- it Fenstern ver- ■m Jagdzeug um. ner Aussentemp» on 13 bis 15" in «rundeten sich b» fand nicht stau, hrerwähnte Orkan irzte, glücklichem etwa 80 Krank™, trengung des arzi- das nahegelegew i hei in. •rethe in barack« icht bei der Stadl s einem grossei lend, wurde durch 3ii beiden Giebel' jseite nur bis zu um darüber dnrc i so geschaffenen ufstellung; in der zu 24 Betten n 173). lete die am recht«! entfernt liegen^ ifalls ein offener Breite, \ on einem 1. III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 387 r " ni hohen Pfosten ruhenden, am First etwa 4.? m I n Ziegeldach überdeckt, wurde beiderseits, unter Frei- „■ von Thüren, bis zu Mannshöhe mit Brettern ver- Magen, der obere Raum mit Vorhängen versehen; durch l wände Hess sich das Innere in zwölf Krankensäle theilen, ,i.] l( , j e 15 bis 16, im Ganzen 180 bis 200 Betten enterten Auf je zwei Krankensäle folgte ein Verschlag'. ,i •her einerseits als Wärterzimmer, andererseits als Kloset- ,.. mil diente. In der Mitte befand sich das Ordinations- ; uier ein Mittelgang führte durch das ganze Gebäude; ler Mitte gegenüber erhob sich eine Operati onsbaracke mit Oberlicht, daneben die Administrations-, Wohn- und Depot- Imiacke: etwas entfernter stand das Küchenhaus. Das lazaretli war nicht heizbar, wurde daher bei Beginn des Winters geräumt; es stand unter der Leitung des Professors v. Bergmann aus Dorpat. Ausserden eben erwähnten aptirten Baracken wurde „jue sehr grosse xVnzahl der oben angeführten barackenähnlichen Lokale bei Reservelazarethen eingerichtet und benutzt. Die Art und Weise ihrer Herstellung für Krankenzwecke besonders zur Benutzung im Winter, geschah im Lllgemeinen nach den Direktiven des Preussischen Kriegs- tniiiisteriums. 1 ) In der grösseren Zahl dieser barackenartigen Räume herrschten günstige hygienische Verhältnisse und müden befriedigende Heilungsresultate erzielt. In manchen Fallen erfolgte allerdings die Aptirung in ziemlich primitiver Weise und nicht immer in Uebereinstimmung mit den ärztlichen Wünschen, namentlich wenn es sich um schleunige Herstellung von Nothbaracken zur Unterbringung massenhaft zuströmender Kranker und zur Entlastung überrollter l.nzarethe handelte, während die Jahreszeit ungünstig war und die zu Gebote stehenden Mittel nur die einfachsten Ventilation» und Heizungsvorrichtungen in den zu ganz anderen Zwecken bestimmten Räumen gestatteten. Unter den aptirten Gebäulichkeiten überwogen an Zahl und Fassungsrauni die Trainremisen (Fahrzeughallen, Heer- geräth- und Geschützrohrschuppen etc.); es waren hiervon in Benutzung bei den Reservelazarethen zu Magdeburg sechs mit 1427 Legerstellen, zu Schweidnitz eine mit 120, zu Wesel eine mit 130, zu Bonderburg zwei, zu Kassel eine, zu Würzburg drei mit 290, zu Dresden eine mit 300 Betten. Um ein Bild von der Art und Weise zu geben, in teicher die Aptirung erfolgte, genügt es, einige Beispiele herauszugreifen. Bei dem im Garnisonlazaretb und mehreren Kasernen etahlirten Reservelazarcth Magdeburg machte die stetig zunehmende Zahl der Truppentlieile und der Gefangenendepots eine Vermehrung der Kranken-Unter- kimftsräume durch Errichtung einer grösseren Anzahl von Hilfslazarethen nothwendig. Es fanden hierzu ausser ') Vergl. S. 315. einigen Zelten die vorhandenen barackenartigen Räume: eine Reitbahn, sechs Remisen und mehrere Mannschaftsbaracken Verwendung. Im November wurde die Trainremise No. 1 auf der Esplanade des Fort Schamhorst, ein zweistöckiges, aus Steinfachwerk erbautes und mit Ziegeln gedecktes Gebäude von 78 m Länge und 12.5 m Breite, durch 25 Fenster erhellt und ventilirt, zu einem Lazaretli für 350 Mann eingerichtet. Die Heizung erfolgte mittels einer Lokomobile, von welcher aus Eisenblechröhren von 13 cm Durchmesser den Dampf durch den Krankenraum führten, nachdem derselbe einen grossen eisernen Vorwärmer passirt hatte. Die Röhren liefen an den Wänden 30 bis 90 cm über dem Boden hin. Die mittlere Innentemperatur betrug hier im Februar 13°, im März 14. 6 ° R. In gleicher Weise wurde im November der zweistöckige Nutzholzschuppen No. III vor dem Ulrichsthor mit 160 Betten bestellt; die hier eingerichtete Dampfheizung durch eine Lokomobile musste später, weil ungenügend, mit Ofenheizung vertauscht werden. Bei dem am 28. November ebenfalls in Gebrauch gezogenen Wagenhaus No. 2 mit 397 Betten auf dem Fort Scharnhorst erzielte dieselbe Dampfheizung im Februar eine mittlere Wärme von 12.i° R. In zwei anderen Lokalen: Wagenhaus No. 7 mit 150 Betten und ein vor der hohen Pforte liegender Heer- geräthschuppen mit 70 Betten erhielten Luftheizung mittels Kastenöfen und Thonröhren: beide Gebäude bestanden gleichfalls aus Steinfachwerk und hatten angebaute Latrinen; der Schuppen wurde nach aussen mit Brettern verschlagen. Im Wagenhaus No. 5, hinter einer Kaserne, welches am 29. Dezember mit 350 Betten belegt ward, erfolgte die Heizung durch Oefen. Bei dem Garnisonlazaretb Würzburg erfuhren sogleich nach Beginn des Krieges, da die Räume des Lazareths und der in der Stadt errichteten Filialspitäler für den Andrang der grossen Zahl Verwundeter und Kranker nicht genügen konnten, zunächst zwei Geschützhallen und eine Fahrzeugremise in nachstehender Weise eine Aptirung zu Zwecken der Krankenpflege: 1) Die Geschützhalle No. 314 im Hofe der alten Artilleriekaserne, eine einfache Bretterremise von 89.3 m Länge, 5.3 m Breite und 3.65 in Höhe, mit Ziegeldach, vielen Einfahrtsthoren, ohne Fenster, ward in keiner Weise baulich verändert, da sie nur vom August bis Oktober für Leichtkranke benutzt werden sollte; sie diente dazu, das benachbarte Garnisonlazaretb zu entlasten und vor Ueber- füllung zu bewahren zu jener Zeit, als die anderen Filialspitäler noch nicht eingerichtet waren; sie genügte für die genannten Monate, da man bei Tage durch Oeffnen der vielen Einfahrtsthore Licht und Luft einlassen konnte, was auch bei Schliessung der Thore sich dadurch ermöglichen liess, dass je die fünfte Reihe Dachplatten in der ganzen 49* 388 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. Band I. Dachlänge aufstellbar war und so gewisserniaassen den Dachreiter ersetzte. Diese Halle wurde mit 54 Betten besetzt, welche wegen der geringen Breite der Halle in einer Reihe standen; hiervon waren am 12. August bereits 49 belegt. Sie galt als Dependenz des sogenannten Hinterbaues des Garnisonspitals, dessen Aerzte die; Kranken in der Halle mit versahen, wie Letztere auch die Kost aus der Lazarethküche erhielten. Am 1*2. Oktober wurde sie geräumt, weil ihre Lage nicht so günstig erschien, dass man durch bauliche Aenderungen ihre Verwendbarkeit als Winteraufenthalt hätte anstreben wollen. 2) Die sogenannte kleine Gesehlitzhalle No. 319 am Zellerthore, gleich der vorigen eine einfache Bretterhalle mit Schieferdaehung von 21.25 in Länge, 11.io m Breite und 3.« m Höhe mit 808.is cqm Raum, wurde durch doppelte Bretterverschalung, Ausfüllung der Doppelwand mit Stroh, Einsetzen von Fenstern und Oefen zur winterlichen Unterbringung von Kranken mit Ausschluss von Verwundeten eingerichtet und verwendet, später, als die Blattern- kranken sich mehrten, für diese benutzt, sodann, nachdem diese Kranken Anfang Dezember aus dem Stadt-Rayon überhaupt entfernt und in das Blatternspital am Galgenberge (vergl. S. 385) transferirt waren, nach gründlicher Desinfizirung wieder mit innerlich Kranken bis zum Ende des Krieges belegt. Dieselbe entsprach den hygienischen Anforderungen vollkommen, bot in einem grossen, hellen, mit zahlreichen Fenstern versehenen Saale Raum für 3(5 in drei Reihen aufgestellte Betten. Von allen Würzburger Baracken war sie am leichtesten zu heizen; die Verpflegung lieferte das nahe Garnisonspital. 3) Die grosse zweistöckige Fahrzeug - Remise No. 271 hinter der Reitschule, am nördlichen Abhänge des Marienberges. Jede Etage dieser aus doppelten Holz- wänden bestehenden Halle mit eigener Auffahrt enthielt einen grossen Raum von 53.so m Länge, 14.64 m Breite und 3.5oni Höhe, welcher mit 100 Betten in vier Reihen bestellt ward. Die Räume dienten vorzugsweise als Passantenstation zur vorläufigen Unterbringung der in grösseren Mengen vom Kriegsschauplatz anlangenden Kranken, welche hier gesondert wurden. Nur Leichtkranke blieben daselbst bis zu ihrer Genesung. Auf diese Weise gestaltete sich die Remise während der ersten Monate zum Etappenspital, nachdem die hierfür bestimmte, ausnehmend geeignete und bereits eingerichtete Lokomotivhalle am Bahnhofe, in Folge einer zeitweiligen Räumung, für diesen Zweck während der ganzen Kriegs- dauer verloren gegangen war. Die Ventilation Hess sich bei der geringen Höhe der Etagen, der geringen Anzahl und Kleinheit der Fenster nur unvollständig bewerkstelligen; desgleichen war bei der Grösse der nicht unterschlagenen Räume und bei der Menge der Bewohner Ruhe um so weniger aufrecht zu erhalt« als die Scheidung der Etagen durch einfachen Bretter jedes Geräusch fortpflanzte; auch Staub, Wasser etc durch die Dielenlage aus dem oberen Stockwerke in \ Erdgeschoss. Die nothdürftige Herstellung der Räume für ( ] Wintergebrauch durch Einsetzen von Vorthfiren Fensta und Oefen in jeder Etage musste zur Benutzung für hei* kranke genügen. Eine gesonderte Latrine mit secha \i theilungen war ausserhalb des Gebäudes errichtet und uiii der Nordfront durch einen gedeckten Gang verbündender entgegengesetzten Seite befand sich die Theeküche Die Verpflegung erfolgte aus dem nahen Garnisonspitali Die Baracke war schon am 11. August mit 105 Kranke: belegt; am 17. März 1871 wurde in Folge vermindert« Krankenzuganges das Erdgeschoss, Anfang Juli auch dir obere Etage geräumt. Hinsichtlich der Häuligkeit der Benutzung als Kranke Unterkunftsräume reihen sich den eben besprochenen Train remisen die Reitbahnen an; in Gebrauch gezogen wurde solche bei den Reservelazarethen zu Landsberg a. W. 44 Betten, Nauen 1 mit 80, Sorau 1 mit 79, Magd: 1 mit 80, Mühlhausen 1 mit 100, Zeitz 1 mit 100, Po» 1 mit 60, Wesel 1 mit 36, Bonn 1 mit 132, Göttingej 2 mit 86, Lüneburg 1 mit 90, Kassel 1, Bernbnri 1 mit 120. Von diesen Reitbahnen blieben vier nur bis zum Ein tritt des Winters belegt; die übrigen, sämintlich mit Winta eiurichtungen versehen, standen mit wenigen Ausn bis zum nächsten Frühjahr in Benutzung. Die Wintereinrichtungen wurden in vorgeschi Weise durch Einziehen von Bretterdecken, Dielung da Fussbodens etc. bewerkstelligt und auf mannigfacl vervollständigt. Die Reservelazarethe zu Göttingen verfügten üb« zwei von Seiten der Stadt für Krankenaufnahme eingerichtet« Reitbahnen. Die eine Reitbahiihalle, mit Wintereinrii und zwei kleinen Baracken auf dem Hofe für Utens und Wohnungen, welche nach ihrer Einrichtung eine Wirkliche Lazarethbaracke darstellte, blieb vom Augii.-; bis in den Februar hinein belegt. Der 47 cm über Erde liegende Fussboden und die Wände waren tu Brettern und mit Werg und Dachpappe gedichtet. Di? Südfront hatte zwei Flügelthüren und acht grosse Fenster deren sich auch in jeder Giebelwand eines befand. In der Nordfront wurden vier grosse mit grobgewebt Leinewand überspannte, 1.8 m lange, in der Längsachse 1« wegliche Holzrahmen eingesetzt; ebenso je ein solcher jede Giebelwand. Das mit getheerter Dachpappe gedeckte Holzdach trug zwei mit Klappen schliessbarc Dachreiter Der Kubikinhalt des ganzen Raumes belief sich auf 5128«' Fi;-- In einem hölzernen, durch eine Thür getrennten befanden sich die Abtritte mit Abfuhrkübeln, in kälteren Zeit ivurden sämmtliche Thüren sowie der unten Band I. ec ^ zu erhalt« ehei > Bretterbode, Wasser etc. dra», tockwerke in 4 Räume für ,],,, rthüren, p, iutzuug für ne mit sechs Ab. errichtet und mi; ig verbanden; an:' i tue Theeküche 11 Gamisonspitale, t mit 105 Krank« alge vermindert« »g Juli and die zung als Krank.., ssprochenen Train- ih gezogen wurdg sberga.W. 1 „„, 79, Magdeburg 1 mit 100, Po* ; 132, Göttingei iol 1, Bernbsri nur bis zum Ein uitlicli mit Wim. migen Ausnahmen i vorgeschi ken, Dielung i mannigfache .\ sn verfügten ab« ahme eingerichtet WintereinrichtoM ofe für Utena Einrichtung eint lieb vom Augiw sr 47 cm über du ^ände -waren aii- >e gedichtet. Die :kt grosse Fenster, Band I. ITT. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 389 md eines mit grobgewebt« [er Längsachse b» i je ein solcher in achpappe gedeckte 3ssbare Dachreiter. äichauf51280Fw getrennten Anbau tirkübeln. in l sowie der untere Theil der Fenster mit wollenen Decken verhangen und tiefen gesetzt, welche von zwei im Oktober bis neun im Derber stiegen, dann aber genügende Wärme erzeugten. nie Ausstattung bestand in 41 Kranken- und 3 Warterbetten. Zur Behandlung kamen meist innerlich Kranke. In Magdeburg wurde die schon erwähnte, aus Stein- fachwerk erbaute, "21.9 m lange, 10. 9 m breite, 4.7 m hohe, mit Fenstern reichlich versehene Artillerie-Reitbahn \'o "2 vor dem Sudenburger Thor zu einem Ililfslazareth (nr 80 Mann eingerichtet. Den Daehraum trennte mau mäter durch eine Decke von Segeltuch ab. Die Heizung eeschah vermittels einer Lokomobile in der oben') be- ebenen Weise; die erzeugte Wärme betrug im .Mär/. )±i°, im April 12.6° R. Auf ähnliche Art richtete man Exerzirhäuser, Halle" und Schuppen ein, z. B. in Koburg die Exerzirhalle. Diesellje, aus Fachwerk mit Backstein- lüllung auf Sandsteinsockeln erbaut, ganz frei und hoch auf dem Bxerzirplatze gelegen, war 47 m lang, 12.5 m breit, J-7 m bis zum Dache, 7 m bis zum Giebel hoch. [las mit Brettern verschalte und mit Schiefer gedeckte Dach hatte in der Mitte einen 8 m langen Dachreiter mit Bcbliessbaren Fenstern. Im Winter erhielten die Wände eine innere Verschalung. Der Zwischenraum wurde mit St loh ausgestopft, die 24 Fenster mit Strohmatten versehen. Drei Backstein-Füllöfen heizten den Raum, welcher den ganzen Winter hindurch in Benutzung blieb. Ebenso wurde in Hamburg ein Exerzirachuppen für 200 Betten mit Ventilations-Einrichtungen Wasser-, Siel- und Gasleitung versehen; Küche und Latrinen befanden sich in eigenen Anbauten. Dergleichen Exerzirschuppen etc. kamen ferner zu Krankenzwecken in Gebrauch bei den Reservelazaretken zu Eberswalde 1 mit 60 Betten, Kottbus 1, Prenzlau 1 mit 66, Sorau 1 mit 98, Schwerin 2 mit 200, Ludwigs- lust 1 mit 60, Neustrelitz 1 mit 100 Betten. Schützen- und Turnhallen sowie Kegelbahnen aptirtc man. durch Anbringung von Decken und Fussboden- dielung, Umsetzen von Üefcn und Herstellung von Anbauten, unter anderen bei folgenden Reserve- und Vereins- lazarethen: Schiesshäuser und Hallen zu Kottbus 1 mit 20 Betten, Göttingen 1 mit 40, Altenburg 1, Weimar 1 mit 30, Bayreuth 1 mit 20, Freiburg 1 mit 30; Turnhallen zu Weilburg, Leipzig, Nürnberg und Freisiug; Kegelbahnen bei den Lazarethen zu Bremen 1 mit 30 Betten, Weimar 2 mi) 33, Schaidt 1 mit 20, Nördlingen 1 mit 40. Ausser diesen baraekenähnliclicn Bauten fanden noch Verwendung: Glashäuser, Orangerien, Bierhallen, Sommerpavillons, Konzerthallen, Holz- und Strohmagazine etc. Vergl. 8. 387. C. Baracken bei Kriegsgefangenen-Lazarethen. Die bedeutende Ansammlung von Kriegsgefangenen in Deutschland erforderte an mehreren Orten eigene Lazareth- einrichtungen, während an anderen die kranken Kriegsgefangenen in den Reservelazaretken, entweder in getrennten Räumen oder auch mit den Kranken und Verwundeten der Deutschen Arruee zusammen Unterkunft finden konnten.') Bei der raschen Füllung der Kriegsgefangenen-Depots, welche sogleich ein zahlreiches Kontingent von Kranken lieferten, konnten die vorhandenen Lazaretliräume in der Regel nicht genügen. In den ersten Zeiten mussten Zelle. Strohhütten und in Eile aptirte barackenartige Bauten als provisorische Unterkunft benutzt werden. Der frühzeitig in Angriff genommene Neubau von Krankenbaracken erlitt eine wesentliche Verzögerung durch den Umstand, dass in Voraussieht eines längeren Gebrauches derselben bei vorgerückter Jahreszeit eine möglichst solide Konstruktion ins Auge gefasst werden musste. Im Hinblick auf die Winterbenutzung sah man in der Regel von der Anbringung von Dachreitern all und wählte dafür andere Ventilationsvorrichtungen. Bei einer Anzahl derjenigen Gefangenendepots, welche in grösseren Barackenlagern untergebracht waren, erbaute man für die Kranken eigene Baracken- lazarethe. In Nachstehendem sollen zunächst die Barackenlaza- rethe bei Kriegsgefangenen-Depots, welche mit Ausnahme eines einzigen sämmtlich in Preussischen Armeekorps-Bezirken sich befanden, nach ihrer Grösse und ihrer zeitlichen Entstehung, sodann die einzeln errichteten Krankenbaracken, endlich die Aptirungsbauten für Lazarethzwecke geschildert werden. 1. Barackenlazareth auf dem Karlliäuser Plateau hei Coblenz. In Coblenz wurden die gegen Mitte September eintreffenden 9000 Kriegsgefangenen zunächst in einem auf dem Karthäuser Plateau errichteten provisorischen Zelt- und Strohhüttenlager untergebracht. Für die Kranken derselben dienten 4 inmitten des Lagers errichtete einfache Holzbaracken, 6 isolirt stehende Zelte, einige Strohhütten sowie 3 eingerichtete Wagenhäuser. Im Oktober ward auf demselben Plateau zur Errichtung eines Barackenlagers für die Gefangenen und zugleich eines Barackenlazareths, bestehend aus 14 Kranken- und 3 Oekonomiebaracken, geschritten. Das Karthäuser Plateau, eine Hochebene von 810 m Länge und 502 m Breite, liegt südwestlich Coblenz, nach Osten zum Rhein, nach Westen zur Mosel terrassenförmig abfallend; südlich wird es von dem Berge Kuhkopf, i) Vergl. S. 308 bis 310. 390 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. Band I. nördlich vom Fort Alexander begrenzt. Den Boden bildet angeschwemmtes steinig-sandiges Erdreich, unter welchem sich eine auf Schieferbasis ruhende Lehmschicht befindet; der Grund ist daher meist etwas feucht; die hohe exponirte Lage garantirt frische gute Luft. Pas Barackenlazareth lag etwa 200 Schritt südöstlich des Lagers und bildete mit 13 Krankenbaracken die Form eines gegen das Lager hin offenen Hufeisens, in dessen Mitte die Küchen- und Verwaltungsbaracke sich erhoben, während ausserhalb und isolirt sich die Waschbaracke befand. Beide Seiten des Hufeisens wurden von je 5, von NW—SO gerichteten, in je 2 Reihen zu 2 und 3 stehenden Baracken gebildet, während zwei vonNO—SW sich erstreckende Baracken die Grundlinie abgaben, hinter deren Mitte, etwas isolirt, eine Pockenbaracke lag. Abseits erhob sich das Leichenhaus und ganz isolirt, etwa 100 Schritt entfernt, die 14. Krankenbaracke, welche gleichfalls als Pockenlazareth diente. Die Wasserversorgung geschah durch Anschluss an eine vorhandene Wasserleitung. Die Baracken standen auf gemauerter, mit einer Erdanschüttung umgebener Unterlage, hatten einen doppelten, auf Eisenbahnschienen ruhenden Fussboden. doppelte Wände (deren Zwischenraum mit Stroh ausgestopft und deren Fugen mit Latten vernagelt waren) und ein mit Dachpappe gedecktes Holzdach, welches drei etwa 2.5 m lange und 1 m breite Dachreiter mit leicht zu öffnenden Ventilationsklappen unterbrachen. Die Länge der Baracken betrug 35.2 m, die Breite 6.9 m, die Höhe in der Mitte etwa 5 m. Im Innern befanden sich neben dem Eingange zwei Wärterzimmer; zwischen diesen führte ein Korridor zum Krankenraum, welcher ursprünglich für 40 Betten, mit einem Luftkubus von 19.6 cbm pro Kopf berechnet, meist jedoch mit 45 Betten bestellt war, so dass das Lazareth, zu 560 Betten angelegt, im Ganzen bis 650 Kranke aufnehmen konnte. Neun Baracken hatten nur auf einer Langseite, die fünf anderen auf beiden Seiten Fenster; letztere waren durch Riegel schliessbar. Die Latrinen lagen, der Mitte der Baracken entsprechend, ausserhalb derselben in Anbauten, waren mit Tonnen versehen und zur Abfuhr eingerichtet. Geheizt wurden die Baracken durch je vier grosse eiserne Steinkohlenöfen, welche als Mittel im Februar II.3 0 , im März 14.o°, im April 11.5° R. bei Durchschnitts- Aussentemperaturen von 3.3°, 6.2 ° und 8.6° und einem täglichen Kohlenkonsum von 2—2'/s Zentner in der kälteren Zeit ergaben. Die Belegung war durchweg eine starke; bis zum 1. Januar 1871 belief sich die Zahl der Aufgenommenen auf 2160 Mann; die Mortalität betrug bis dahin 234 = 10.8 pCt. Die Auflösung des Depots und damit des Lazareths erfolgte Anfang Juli 1871. Die Baukosten betrugen (einschl. der drei Oekonomie- baracken) 25 500 Thlr., mithin für die Baracke 1500 Thlr. und für je eine Lagerstelle (zu 560 gerechnet) 136 M. 60 Pf. 2. Barackenlazareth auf dem Petersberge bei Coblegi (Vergl. Tafel LXII, Fig. 1—4.) Bin zweites Barackenlager für 10 000 Kriegsgefangene, wurde im November auf dem nordwestlich Coblem gelegenen Petersberge, in der Nähe der Feste Franz im Terrain um die Rübenacher Schanze errichtet. D»i dazu gehörige Lazareth, welches, von dem Gefangenenlager durch die Verwaltungs- und Kücheubaracken des letzteren getrennt, innerhalb einer eigenen Drahtumzäununc lacr bestand Ende November aus zehn Krankenbaracken uuj drei Oekonomiebaracken, wozu im Dezember noch z\vi>i im Januar noch drei weitere Krankenbaracken hinzukamen Neun derselben standen einander parallel in einer Beihe mit den Längsachsen von N—S, vier weitere unmittelbar dahinter von 0—W, die zwei Pockenbaracken in einiger Entfernung. Die Oekonomiebaracken bestanden aus einer Koch- und Badeküche und zwei Baracken, welche die Bureaus, Wohnungen für Aerzte und barmherzige Schwestern sowie die Magazine enthielten. Die Kranken! »aracken waren denen auf der Karthause ähnlich; auch sie hatten einen doppelten, auf Mauerwerk und Eisenschienen ruhenden Fussboden, doppelte mit Stroh ausgestopfte Wände und ein mit Asphaltpappe belegtes Bretterdach mit vier, durch Klappen verschliessbaren, 2 m langen und 1.6 m breiten Dachreitern. Die Aussenlänge der Baracke betrug 44.8 m. Der Krankensaal hatte im Lichten 37.5 m Länge, 6.9 m Breite und war bis zum Dache 2.os m, bis zum Giebel 3.9 ni hoch (Dachreiterhöhe O.79 m). Die nur in einer Längswand vorhandenen, 1 m hohen und O.9 m breiten Fenster konnten durch eine Hebevorrichtung aufgezogen und herausgelassen werden. An dem einen Stirnende befanden sich in Anbauten auf beiden Seiten der Eingangsthür Tonnenlatrinen mit je drei Sitzen. Am andern Ende waren Räume für barmherzige Schwestern und den Polizei-Unteroffizier abgezweigt. Die Heizung erfolgte durch vier grosse eiserne Oefen, welche im Februar 14.6°, im März und im April 1"m mittlere Wärme erzielten. Der Krankenraum enthielt 52 Betten, so dass im Ganzen 780 Betten zur Verfügung standen. Die Baukosten dieses Lazareths betrugen 1600 Thlr. für eine Baracke, 108 M. 60 Pf. für eine Lagerstelle. Die Auflösung des Lazareths erfolgte gleichzeitig mit der des Lazareths auf dem Karthäuser Plateau (siehe oben), 3. Barackenlazareth auf der Wahner Haide bei Köln. (Vergl. Tafel LXII, Fig. 5.) Auf dem Artillerie-Schiessplatze der Wahner Haide, südöstlich Köln auf dem rechten Rhein - Ufer, entstand im September 1870 zur provisorischen Aufnahme von mehr als 10 000 Kriegsgefangenen ein grosses Zelt- und Strohhüttenlager; an gleicher Stelle wurde im Oktober Band I. e bei Ceblem. KriegsgefangeB, istlich Coblew Pi- Feste Franz, errichtet. D« ^efangenenlaga 3n des letzteren Umzäunung lag enbaracken und »her noch zwei. sen hinzukamen, in einer Beihe, ere unmittelbar uken in einiger mden aus einer en, welche die zige Schwestern, rankenbaracken auch sie hatten nienen ruhenden Wände und ein iit vier, durch 1 1.6 m breiten : 44.8 m. Der e, 6.9 m Breite iebel 3. 9 m hoch Längswand vor- Fenster konnten 1 herausgelassen en sich in An- Tonueulatrineii ren Räume für Jnteroffizier ab- 5 eiserne Oefen, im April 13.« dass im Ganzen gen 1600 Thlr. jagerstelle, gleichzeitig mit an (siehe oben). ide bei Köln. r ahner Saide, Ufer, entstand Aufnahme von isses Zelt- und le im Oktober f. LÜ_ Oqll ______ £ 5S 53 3 ^ N fe, ,g £ £ J J & <5 jS >S =q >< N ») * ^ K C>^ ^ ^3 i mwvwis\w r L^3 L^ ^3 ^3 3 ^ ^ L^^l [^ ^3 ^ ^3 ^3 L^3 ^^ Ü^l L^3 L^ S^4wmW l ". Lv-stssm J * Band I. III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 391 i< Winterunterkunft der Gefangenen ein Barackenlager ffir 5000 Mann errichtet, welches im November und Anfang Dezember bezogen werden konnte. Die dazu ^hörige, gegen Ende Dezember fertiggestellte Baracken- Sazarethanlage, au f einem freiliegenden Höhenrücken, n m höher als das Lager errichtet und etwa 600 Schritt in nordöstlicher Richtung von demselben entfernt, bestand um drei grossen Lazarethbaracken, einem Oekonomie- »ebäude mit Kniestock, drei Latrinen, einem Leichenhause einem Brunnen und zwei Müllgruben. Die Gebäude iraren zu einein Viereck geordnet, dessen Nordost- und Westseite von den drei Baracken, die Südseite vom Oekonomiegebäude gebildet wurde; die Latrinen und das l.eichenhans befanden sich ausserhalb des Vierecks. Die Krankenbaracken standen direkt auf dem Erdboden waren von Fachwerk erbaut, die Fächer mit Schwemm- tfeinen in '/-■ Steindicke, ausgemauert, die Holzdächer mit Lsphaltpappe benagelt. Sämmtliche Baracken waren 10.8m breit 3 ni bis zum Dach und 5 m bis zum First hoch. Die Län u 'e der nördlichen Baracke betrug 59 m, die der beiden anderen 45.8 m. Jede Baracke enthielt zwei Krankensäle zu je 100 Betten; an den Giebelenden befanden sich in der nördlichen Baracke je drei, in den beiden anderen je zwei Offizierzimmer mit je zwei Betten. Ausserdem enthielt die nördliche Baracke in der Mitte zwischen den Kranken- sälen eine Theeküche, eine Waschküche, eine Rollkammer, eine Flickstube und eine Badestube. Nördlich der letztgenannten Baracke, mit ihr verbunden durch Gänge, welche äch zwischen Krankensaal und Offizierstuben quer durch die Baracke hindurchzogen und dadurch auch den Insassen der anderen Baracken zugänglich waren, lagen zwei Latrinen mit je sechs Sitzen und zwei Urinirständen. Die beiden anderen Baracken hatten in der Mitte je ein Wärterzimmer und zwischen den Offizierzimmern je ein Lazarethgehilfen- jdmmer. Im Oekonomiegebäude befanden sich die Koch- küehe, die Apotheke, die Bureaus und Wohnungen für Aerzte. Hi'' Baracken, welche in ihren sechs Krankensälen Raum für ßOO Kranke boten, wurden vermittels eiserner Säulenöfen geheizt, deren Rohre in Ventilationsschloten verliefen. Die erzeugte Wärme erreichte im Durchschnitt im Februar 11.7°, im März 12.3°, im April 12.6° R. bei entsprechenden mittleren Aussentemperaturen von 4.4°, 7.4° und 8,5°. Der tägliche Steinkohlenkonsum pro Saal belief sich in der kälteren Zeit auf 2—2'/2 Zentner. Die Baukosten der drei Baracken betrugen 27 000 Thlr., pro Baracke 9000, pro Lagerstelle 135 M. 4. Haraekenlazareth auf dem ({remberge bei Deutz (bei Kalk). Ein zweites Barackenlager für 8<>ö0 Kriegsgefangene wurde im Oktober am Gr cm berge, östlich Deutz errichtet. Für die anfangs im Reserve-(G.arnison-)Lazareth und verschiedenen anderen Lokalen innerhalb der Stadt untergebrachten Kranken benutzte man demnächst das bei Kalk östlich vom Barackenlager liegende Feldbäckereigebäude, bis bei letzterem drei Lazarethbaracken, von gleicher Konstruktion wie die bei Wahn erbauten, nebst einem Oekonomiegebäude hergestellt wurden. Dieselben waren je 6O.2 m lang, II.3 m breit und in zwei Säle zu je 100 Betten getheilt, boten also zusammen Raum für 600 Kranke. Neben jeder Baracke befand sich eine Latrine; ausserdem waren eine Badeküche mit fünf Wannen und zwei Kochküchen vorhanden; die Wasserversorgung des Lazareths geschah durch eine schon bestehende Wasserleitung, die Heizung durch eiserne Oefen, deren Rauchrohr jedesmal in einem mit porösen Steinen aufgemauerten Kamine verlief. Die erzielten Wärmegrade waren hier durchschnittlich im Februar 12.i°, im März 13.a°, im April 13. 7 ° R. Die Belegung begann in der zweiten Woche des Dezember und blieb durchweg eine sehr starke. Die Kosten dieser Baracken betrugen 22 000 Thlr., also für die Baracke 7333 Thlr. 10 Sgr. und für eine Lagerstelle 110 M. 5. und 6. Barackenlazarethe bei Wesel. In Wesel blieben die am 9. September 1870 eingetroffenen Gefangenen bis Mitte November auf der Römerward, einem am Rheinufer gelegenen Wiesengrunde, in einem Zeltlager untergebracht; die Versorgung ihrer Kranken geschah zunächst in den Räumen des Reserve-(Garnison-) Lazareths und dessen Erweiterungen. Als mittlerweile die Menge der Gefangenen die Zahl 18 000 überschritten hatte, wurden zwei grosse Barackenlager erbaut und dieselben gleichzeitig mit Lazaretheinrichtungen versehen. a. Auf der Büdericher Insel. Das Barackenlager auf der Büdericher Insel, etwa 20 Minuten südlich Wesel, für 10 000 Mann bestimmt, erhielt sieben grosse Lazarethbaracken, welche. zusammen mit einem als Lazareth benutzten Pallisaden- schuppen, Raum für 500 Kranke boten. Sechs dieser Baracken lagen parallel nebeneinander an der Nordostfront des Lagers, je zwei und zwei durch eine Thee- und Badeküche verbunden, mit ihrer Längsrichtung von NO—SW; die siebente Baracke stand etwas westlicher, dem Mannschaftslager näher und war gleichfalls mit einer angebauten Thee- und Badeküche versehen. Zu dem Lazareth gehörten, ausser den schon erwähnten vier Thee- und Badeküchen, eine Verwaltungsbaracke, eine Küchenbaracke, eine Waschküche, ein Leichenhaus, achl Latrinen und ein Brunnen. Die Länge der in zwei Säle zu je 32 Betten getheilten Baracken betrug 264 m, die Breite 11.3 m. Sie waren direkt auf dem Erdboden mil doppelten Bretterwänden und einem mit Pappe gedeckten Holzdache erbaut (nur bei einer Baracke waren die Fächer I ^m £U'£P* ^^vV^ff,' - r, r ^> I VIT. Kapitel: Zelte und Baracken. tiand 1. mit Schwemmsteinen ausgemauert), mit Fenstern versehen, hatten aber keine besonderen Ventilationseinrichtungen. Die Heizung erfolgte durch zwei Zirkuliröfen in jedem Krankensaal, welche, als nicht ausreichend, im Februar durch besser funktionirende eiserne Säulenöfen ersetzt wurden. Die mit letzteren erzielten mittleren Wärmegrade betrugen im Februar 12°, im März 13.4°, im April 12.i° R. bei Durchschnitts-Aussentemperaturen von '2.7°, 9° und 7.7°. Das Barackenlazareth blieb bis 18. Juli in Benutzung, zu welcher Zeit, nach Auflösung des Gefangenen-Depots, der nichttransportable Rest dem Garnisonlazareth Wesel bezw. dem liarackenlazareth auf der Esplanade überwiesen wurde. Die Baukosten für die sieben Baracken beliefen sich auf 21886 Thlr. 12 Sgr. 10 Pf., für jede Baracke 3123 Thlr. 23 Sgr. 3 Bf. und für jede Lagerstelle 146 M. 40 IT. b. Auf der Spellner Uaide. Das zweite Barackenlager. erhob sich auf dem Artillerie - Schiessplatze der Spellner Haide , eine Stunde südlich Wesel, wo theils in einem provisorischen, theils in einem für bleibenden Gebrauch bestimmten Barackenkomplex Räume für nahezu 10 000 Kriegsgefangene geschaffen waren. Die dazu gehörige Lazareth- anlage, etwa 100 Ruthen westlich vom Lager, bestand ans 15 Kiankenbaracken für 500 Kranke, 30 Latrinen, einer Verwaltungsbaracke, einer Koch-, einer Thee-, einer Bade- und einer Waschküche, einem Leichenhause und drei Amerikanischen Brunnen. Das Lazareth stand auf Sandboden mit lehmigem Untergründe, war von Wald, Wiesen und Feldern umgeben und hatte gutes Trinkwasser. Die Bauart der Baracken war im Allgemeinen die gleiche wie bei denen auf der Büdericher Insel, insofern auch sie weder erhöhten Fussboden noch Dachfirstventilation besassen, ihre Dimensionen aber waren etwas geringer, die Fächer der Aussenwände bei säninifliehen Baracken mit Schwenimsteinen in einer Steindicke ausgemauert, nur* bei den gleichfalls gemauerten Zwischenwänden der beiden Krankensäle betrug die Dicke '/s Stein. Die mit Brettern verschalten Dächer waren mit asphaltirter Pappe gedeckt, Jeder Krankensaal erhielt zunächst zwei Füllöfen, welche auch hier im Februar durch Säulenöfen ersetzt wurden. Die mittlere Wärme betrug im Februar ll.j°, im März 12.i°, im April 13.,° R. bei einem täglichen Kohlenverbrauch von 4—5 Zentnern pro Baracke in der kälteren Zeit. Die Baracken zeigten sich mehrfach reparaturbedürftig, die Dächer häufig nicht genügend dicht gegen Regen; im .März mussten zwei Baracken wegen Banfälligkeit und Undichtigkeit geräumt werden, an deren Stelle dann eine neuerbaute Baracke trat. Die Baukosten der ganzen Lazarethanlage betrugen 52 400 Thlr.; für die 15 Lazarethbaracken 39 268 Thlr. 7 Sgr. 3 Pf.; mithin kostete jede Baracke 2617 Thlr. 25 Sgr. 5 Pf. und jede Lagerstelle 235 M. 60 Pf. 7. Barackenlazareth zu Minden. (Vergl. Tafel LXIII.) Das Gefangenendepot in Minden hatte im September 1870 eine Kopfstärke von 4600 Gefangenen, welche i einem Zeltlager untergebracht waren. Die Kranken wurde im Reserve-(Garnison-) Lazareth und in fünf bei demselbei aufgeschlagenen Krankenzelten zu 8 Betten, zu welchen im Oktober noch eine früher erwähnte 1 ) Baracke zu 20 Betten hinzukam, behandelt; ausserdem waren acht aptirte baracken- artige Gebäude zu Lazarethzwecken in Gebrauch gezogen Die Zelte mussten Mitte Oktober geräumt werden. \|< im November noch 5000 weitere Gefangene hinzukamen schritt die Fortifikation zum Bau eines grösseren Baracken- lazareths auf einer geeigneten, dem Bahnhofe nahegelegenen Oertlichkeit, welches in der ersten Woche des Dezeinher fertiggestellt wurde. Dasselbe bestand aus 13 in zwei parallelen Reihen angeordneten Krankenbaracken von verschiedener Grösse nebst einer Kapelle. Die Baracken jeder Reihe standen dicht aneinander. In der Nähe befand sich ein Utensilienschuppen und eine Waschbaracke. Das Wafflei lieferten vier Röhrenbrunnen. Die Baracken waren nach besonderem System gebaut, indem man auf eigentliche Längswände verzichtet, vielmehr die Dächer bis zum Boden herab- geführt hatte, so dass diese Baracken mehr das Aussehen von Schutzdächern darboten, deren innere Einrichtungen übrigens, namentlich in Bezug auf die Ventilation, rechl zweckmässige waren. Zur Beschreibung wird eine da sieben grösseren Baracken gewählt, welche Raum für 30 Betten gewährten, während die kleineren nur 24 fassten; die Gesammtzahl der Betten betrug 354. Eine solche grössere Baracke war 26.3 m lang, 11 m breit, vom Fussboden bis zum First 7.l< m hoch und stand mil doppeltem Fussboden auf gemauerten Pfeilern. Auch die Wände, welche zugleich das Dach bildeten, hatten ebenso wie die Giebelwände eine doppelte Bretterlage: eine äussere gefugte und eine innere mit sich schuppenförmig deckenden Brettern; die äussere Schicht war mit Dachpappe benagelt Die innere Verschalung reichte nicht ganz bis zum First, sondern bildete O.g m unterhalb desselben eine l.jsm breite Querdecke mit vier grossen, um eine horizontale Längsachse drehbaren Klappen. Ueber dieser Decke gestaltete sich die äussere Verschalung zu einem durchgehenden. schmalen Dachreiter. Längs des unteren Endes der innern Verschalung verlief eine 2.5 m hohe vertikale Innenwand; diese hatte in ihrer ganzen Länge dicht über dem Fhs- boden einen 2.6 cm breiten Schlitz; der Raum hinter diesei Wand kommuuizirte mit dem Zwischenräume zwischen den Pussböden, so dass dadurch eine Verbindung dieses letzteren Raumes mit dem Innenraum der Baracke gegeben war. Vom Fussbodfinzwisehenrauiue aus gingen vier, 46 hl 62 cm im Durchmesser haltende eiserne Röhren, in deren ') Siehe S. 3?3. c CD T3 C 0* cz CD re £_ CO CD J - <0D •Aj WA >i+~- - i Band en. te im Septembea enen, welche h, Kranken wurde« >f bei demselbes i) 7A\ welchen im ke zu 20 Betten aptirte baracken- sbrauch gezogen. it werden. .\1< me hinzukamen, iseren Baracken- e nahegelegenen e des Dezeinher ms 13 in zwei iracken von ver- s Baracken jeder Fähe befand sich :ke. DasWassa Jen waren naeli igentliche Längs- um Boden herab- In- das Aussehen e Einrichtungen entilation, recbl wird eine der Iche Raum für n nur 24 fassten: lang, 11 m breit, i und stand mil ilern. Auch die atten ebenso wie eine äussere ge- irmig deckenden lpappe benagelt /. bis zum First, iine 1.25 in breite "izontale Längs- )ecke gestaltete durchgehenden. Endes der inneni tale Innenwand; über dem Pu» mm hinter dieser ne zwischen deu >• dieses letzteren jegeben war. gen vier, 40 bie öhren, in deren Band I. III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 393 l von TUeil die Rauchrohre der vier eisernen Oefen „findeten, bis über das Dach. Diese Ventilationsart hat sieh sehr gut bewährt; die l ft ist in den stark belegten Baracken, obgleich nur * . 20—21.5 cbm Luftraum auf den Kopf kamen, stets I .....ujrkenswerth rein gewesen. jode Baracke hatte 16 mansardenartig vorspringende Fenster und an einem Ende eine grosse Flügelthür; am entgegen »angesetzten, mit einer kleineren Thür versehenen Ende waren zu beiden Seiten eines durch Thüren vom Krankenraum getrennten Korridors Nebenräume als Thee- loirlic und Wärterzimmer abgezweigt. Die Abtritte befanden sich in einem durch Doppelihnren abgeschlossenen Anbau in der Mitte einer Längswand und waren mit Kübeln ausgestattet. Die Temperatur der Baracken soll nie unter -j-10°R. gesunken sein. Die beschriebenen Baracken wurden von Anfang Dezember an benutzt, und blieben im Durchschnitt mit etwa 350 Mann belegt. Am Abende des 27. Februar entstand in Baracke I, wahrscheinlich in Folge zu starken Heizens des nahe an der Giebelwand stehenden Ofens der Theeküche, Feuer, welches fünf Baracken und die Kapelle in kurzer Zeit in Asche legte; die Kranken, 36*2 an der Zahl, konnten glücklicherweise alle in ein kurz vorher zu Lazarethzwecken eingerichtetes Pontonragenhaus gerettet werden. Die acht übrigen, zum grösseren Theil erheblich beschädigten Baracken reparirte man und belegte sie in der Folge von Neuem. Nach Aufhebung des Lazareths im Mai 1871 wurden zwei dieser Baracken nach dem Bade Oeynhausen translozirt. Die Baukosten für die BS Baracken hatten 36 528 Thlr. 2 Sgr. 3 IT. betragen, also im Durchschnitt pro Baracke 2810 Thlr. und pro Bett 309 M. 52 Pf. S. und !). liarackeiilazarethe hei lilogaii. Bei Grlogau befanden sich zwei Barackenlager für Gefangene, das eine auf dem Exerzirplatze vor dem Breslaues Thore, das andere bei Lerchenberg. a. Auf dem Exerzirplatze. Acht Lazarethbaracken nebst einer Oekonomie-, einer Küchenbaracke und vier Latrinen standen am Südende des Lagers auf gemauertem Fundament; der Fussboden lag :il Ins 62cm über dem Terrain; der Baum zwischen der doppelten Verschalung der Wände war mit Sand ausgefüllt, da- gleichfalls doppelt verschalte Dach mit Dachjoppe gedeckt; an den Thüren befanden sich Windfänge. Die Ventilation erfolgte durch Luftkanäle, welche unter dem Boden zu den Oefen führten, und durch drei mittels Flaschenzügen zu öffnenden Klappen im Dach. Die Heizung geschah in jeder Baracke durch der gemauerte Ziegel- und drei eiserne Kanonenöfen; dieselbe ergab im März und April Sanitits-Beiiclit über die Deut dien Heere 1870,71. I. Bd. bei mittleren Aussentemperaturen von —2.9° und -(-3.7° R. im Durchschnitt 14.7° und 13.e° Innenwärme. Die Belegungsfähigkeit der acht Baracken betrag 35 Mann pro Baracke bei einem Luftkubus von 37 cbm finden Kopf; diese Zahl wurde übrigens zeitweise bedeutend überschritten. b. Zu Lerchenberg. Das Lazareth zu Lerchenberg bestand aus 4 IIolz- baracken mit doppelten Wänden und Pappdach zu je 35 Betten (eine Baracke enthielt zugleich die Kochküche), 1 Waschküche und 2 Latrinen. Die Ventilation fand durch Fenster, die Heizung durch eiserne Oefen mittels Torf statt; die erreichten Wärmegrade betrugen im März 14.2°, im April 14.«° R. Die Baracken blieben bis gegen Ende Juni in Gebrauch und waren im Durchschnitt mit je 24 Mann belegt. 10. Barackenlazareth zu Königsberg i. Pr. Im südwestlichen Theile des Barackenlagers für Kriegsgefangene auf dem kleinen Exerzirplatze zu Königsberg befanden sich, nach Nord und Nordost durch die Mannschaftsbaracken, nach Süd und West durch die 7.5 m weit entfernt verlaufende, 3.7m hohe Umzäunung des Lagers geschützt. 4 Krankenbaracken. Dieselben hatten eine doppelte Bretterverschalung, deren Zwischenraum mit gestampfter Torferde gefüllt war, und bestanden aus je zwei Krankensälen zu 28 Betten nebst fünf Nebenräumen für Theeküche, Utensilienkammer, Unteroffizier-, Lazarethgehilfen-Wohnung und Wachlokal. Jeder Saal hatte 5 Fenster, in welchen je 4 Ventilationsrauten angebracht waren; ausserdem dienten je 3 Schlote, in welchen die Rauchrohre der Oefen bis über das Dach hinaus verliefen, gleichfalls der Ventilation. Die Heizung bewirkten in jedem Krankensaal 4, in jeder Baracke 10 eiserne Steinkohlenöfen; als Schutzvorrichtungen waren an den Fenstern Strohmatten befestigt, welche Nachts heruntergelassen wurden. Die Heizung erwies sich als vollkommen genügend; das durchschnittliche Verhältniss der Aussen- zur Innentemperatur war im Januar —8.c° zu + 13.7°, im Februar —G. 7 ° zu +15.o°, im März 4-2.4° zu 4-15.0°, im April 4-3.9° zu 4-14.8°, im Mai, bei nur gelegentlicher Heizung, -f-ü.4° zu -f- 12.c°H. Der Kohlenverbrauch belief sich in der kältesten Zeit auf etwa 10 bis 11 Motzen pro Ofen täglich. Innerhalb der Baracken befanden sich Nachtstühle; Urinrinnen mit untergestellten Fässern waren in kleinen Anbauten angebracht. Zu den Lazarethbaracken gehörten eine Kochküche, zwei Todtenkaininern und zwei Kohlenschuppen. Her ganze Komplex führte den Namen: Baracke 80 bis SS. Belegt waren die Baracken vom Januar bis Ende Juli. Da eine derselben als Kochküche für die gesunden Gefangenen benutzt wurde, blieben als Krankenbaracken drei mit zusammen 168 Betten zur Verfügung, welche durchschnittlich mit 160 Mann belegt waren. 50 394 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. B 11. Barackenlazareth der Festung Ulm. Zur Unterbringung der zahlreichen Kranken des Ulmer Gefangenendepots wurde ein grösserer Komplex von Krankenbaracken in mehreren Gruppen, ausserdem einzelne Baracken in der Nähe von festen Gebäuden errichtet. Zwei Gruppen von je 6 bis 8 Baracken standen an einem Abhänge in der Nähe des neuen Garnisonlazareths, in je zwei Keinen so angeordnet, dass sich die Baracken jeder Reihe mit etwa 12.5 m Abstand die Giebelseiten zuwandten. Die Entfernung /wischen den beiden Reihen betrug etwa 9.5 m. Die Baracken waren von verschiedener Grösse: die kleineren zu 20, die grösseren zu 30 Lagerstellen eingerichtet; erstere hatten eine Aussenlänge von 20.8 m; der Krankensaal selbst war Iß.8 m lang, 7.6 m breit, 3.s m bis zum Dache und 4.7 m bis zum Giebel hoch, mit 6 Fenstern auf jeder Seite. Sie standen auf gemauerten und betonirten Fundamenten; unter dem hohlliegenden Fussboden war der Raum theihveise mit Kohlengrus aufgefüllt. — Die Konstruktion der Baracken glich im Uebrigen derjenigen der bereits beschriebenen Uaracken in Neu-ulm (S. 374). Die Heizung erfolgte in den kleineren Baracken durch 2, in den grösseren durch 3 Kachelöfen und erwies sich als ausreichend. Im Ganzen wurden 19 Krankenbaracken und 2 Wirth- schaftsbaracken erbaut. Eine der Gruppen, aus 4 grösseren und 2 kleineren, im Dezember 1870 erbauten Baracken bestehend, fand Verwendung als Typhusspital. Eine der kleineren Baracken diente als Küche und Bureau. Von den übrigen blieb immer abwechselnd eine Baracke leer, während eine mit Rekonvaleszenten belegt wurde. Im Ganzen fanden bis 1. März 1871, dem Tage der Schliessung des Lazareths, 70 Typhuskranke Aufnahme, von welchen 13= 18.spCt. starben. 12. Einzelne Krankenbaracken. Ausser diesen 11 eigentlichen Barackenlazarethen wurden im Anschluss an die eingerichteten oder bestehenden Hilfs- lazarethe der grösseren Gefangenendepots einzelne Krankenbaracken meistens mit grösserem Fassungsraume erbaut. — Die Zeit ihrer Errichtung fiel ebenfalls bei der Mehrzahl in die kälteren Monate, weshalb auch hier solidere Konstruktionen mit möglichst einfachen Ventilations- und Heiz Vorrichtungen gewählt werden mussten. Derartige Krankenbaracken befanden .sich in nachstehenden Gefangenendepots: In Erfurt gelangte der projektirte Barackenbau für Kriegsgefangene (11000 .Mann) und deren Kranke im November zur Ausführung. — Eine Baracke für 39 Kranke war schon im Oktober aus Privatmitteln auf dem Petersberge gebaut und der Militärverwaltung gegen Miethe überlassen worden; in der Nähe derselben entstanden zwei grössere Baracken gleicher Konstruktion. Die eine. (i2.? m lang, 15.7 m breit, war für 79, die andere von «] Breite,, aber nur 47 m Länge, für 5(5 Betten bestimm boten diese drei Baracken, welche als Filialen des weiterhin benutzten Hilfslazareths in der Defensions-E dienten, Raum für 174 Betten bei einem Luftraum y 37 cbm pro Kopf. Die Baracken waren von Holz , mit doppelten Bretterwänden; der Fussboden lag Fuss über der Erde, von einer Erdaufschüttung umgeben' das Bretterdach war mit Dachpappe belegt: die Va tilation erfolgte durch aufzuklappende, an den Seitenwänden 6 Fuss, an den Giebelwäuden 8 Fuss über dem Fussboden angebrachte Fenster. In jeder Baracke befanden sich eine Thee-, eine Bad* küche und ein Abtritt. Die Heizung geschah durch eisen» Kanonenöfen, welche pro Tag und liaracke in der kälterei Zeit 8 bis 10 Scheffel Steinkohlen erforderten. Die erzielte Temperatur betrug im Durchschnitt im Februar 12.i°, im März 12.7°, im April 12.5° R. bei ,. nt . sprechenden mittleren Aussentemperaturen von ]. 0 °. 5■- und b.7°R. Die Baracken wurden in den letzten Tagen des November belegt und blieben bi3 in den Mai hinein im Gebrauch, Die Belegung erstreckte sich meist nur auf zwei Dritte] da vorhandenen Lagerstellen. Aehnlich den Baracken zu Ulm waren die bei den Kriegsgefangenen-Depots zu Altdamm (bei Stettin) bestehenden zwei Holzbaracken zu je 120 Betten, desgleiche« zu Jüterbog eine am Eingange des Lagers befindliche ab „Hauptlazareth" verwendete Baracke mit 78 Betten und drei Holzbaracken mit je 18 Betten, sowie endlich zwei im November zu Torgau erbaute Baracken zu je 32 Bettes. In "Wittenberg wurden unter Leitung der Fortifikatk» zwei grosse Baracken als Hilfslazarethe des Reserve' (Garnison-)Lazareths hergestellt. Baracke 1 lag auf dem kleinen Exerzirplatze, in der Richtung von SSW—NNO. Dieselbe stand auf gemauertem Sockel, hatte doppelte, gestülpte, 1 Zoll starke Bretterwände, doppelte Dachverschalung mit Dachpappendeckung und einen 30 cm über dem Terrain liegenden doppeitel Fussboden. Der Zwischenraum (\cv Wände war bis zu einer Höhe von Las in mit Kaff und Steinkohlenasche angefüllt. Der in drei Krankensäle getheilte Innenraun enthielt ausserdem Kochküche, Baderaum. Vorrathskammer, Wasch- und Rollkammer, zwei Latrinen und eine Todten- kammer. In der Nähe befand sich ein Röhrenbrunnen. Die Baracke hatte 65 Klappfenster und 38 durch Klappen schliessbare Dachluken. Zum mittleren Krankensaal gehörten sechs, zu jedem der beiden äusseren acht eiserne Säulenöfen; die Rauchrohre von je zweien mündeten in einen gemauerten Schornstein; ebendahin führten Luftschlote von Zinkblech, deren untere Enden mit dem Räume zwischen dem doppelten Pussboden in Verbindung standen: dieser Zwischenraum kommunizirte durch eine Anzahl länij-s der Wände in (üe ■oO c =3 < CO T3n^3^m^i äere von gleid«, te n bestimmt, g Filialen de Jefensions-Kas,,!, Qm Luftraum V(lll von Holz erbm ssboden lag hüttung umgebe[ belegt: die V t1 , den Seitenwände« 3i" dem Fussboda Tte e-, eine Bad» bah durch eiserse e i» der kälterei ertcn. Durchschnitt ü 12.5° R. bei gut » von ].o°, ;,..■ ?en des November in im Gebrauck f zwei Drittel d« aren die bei den (bei Sil.Hin) ]„, stten, desgleichen •s befindliche ab 78 Betten und ne endlich zu ei zu je 32 Bettes, der Fortifikatioa ■ des Reserve- zirplatze, in der auf gemauerten starke Bretter- ipappendeckung, snden doppelten de war bis zu ;ohlenasche aus- ilte Innenraun orrathskammer, ul eine Todten- Röhrenbrunnen. durch Klappen is, zu jedem der Rauchrohre von n Schornstein; kblech, ilemi dem doppelten Zwischenrauns Wände in die Band l ITT. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland. 395 Dielung eingebohrter Löcher mit dem Imienraum der Baracke. _ Die Heizung erzielte bei einem täglichen A erbrauch „ 8—10 Tonnen im Februar 13.o°, im März 12. 7 ° R. k»imittleren Aussentemperaturen von —2.o°, bezw. +5.8°. Die Bettenzahl der Baracke betrug 129, die Durch- jchnittebelegung 111 Mann: die Benutzung währte vom November bis April. Sehnlichen Aufbau zeigte die in den städtischen knlagen vor dem Schlosstbore in der Richtung von 0—W liegende Baracke II; nur war bei derselben die innere Bretterwand nicht gestülpt, sondern gespundet. Dieselbe hatte 84 Klappfenster und 23 nach Süden liegende Dachluken. Sie fasste in drei' Krankensälen 150 Betten und hesass ausserdem eine Küche mit Vorrathskammer, eine Badeküche und eine Latrine, sowie zwei Röhrenbrunnen. Die Krankensäle hatten je sechs Oefen mit den oben [jesebriebenen Einrichtungen, welche im Januar bei—4.3°R. mittlerer Aussentemperatur und 15 Tonnen täglichem Kohlen- rerbraucheine Durchschnittstemperatur von 15.i° erzeugten. Im Februar ergaben sich 13.?°, im März 12.i° bei gerin- irerem Kohlenverbrauch. Die durchschnittliche Belegung betrag 92 Mann. (deiche Konstruktion hatten die im Barackenlager zu Krekow bei Stettin benutzten vier Krankenbaracken, bei welchen jedoch das Fachwerk mit Ziegelsteinen ausgesetzt war. In Posen errichtete man im Dezember in der Nähe der als Reservelazareth dienenden St. Adelberts-Kaserne zwei Krankenbaracken. Die eine, westlich der Kaserne vollkommen frei und luftig gelegen und nach Osten durch die nahe Kaserne geschützt, stand mit der Längsrichtung von N—S und war 56.6 m lang, 12.5 m breit, 5 m hoch. Eine mittlere Querwand theilte sie in zwei Säle; am Nordende befanden sich Verschlage für das AYartepersonal, für eine Tbeeküche, einen Baderaum und Klosets nach dem Mülle r- Schuer'schen System. Die Wände waren innen mit Brettern rerschlagen, aussen mit getheerter Dachpappe benagelt, der Zwischenraum mit Stroh ausgefüllt. Au der Ostseite befanden sich Fenster, an der Westseite hölzerne Klappen, welche gewöhnlich geschlossen blieben und nur nach Bedarf zum Ventiliren geöffnet wurden. Die Eingangsthüren waren mit Vorbauten versehen. Die Krankensäle enthielten 120 Betten und wurden durch 11 eiserne Steinkohlenöfen erwärmt. Die durchschnittlich erzielten Temperaturen betrugen im Januar 14.3° R., im Februar 12.9°, im März 12.s°, im April 14.6°, bei mittleren Aussentempcraturen von — 6.4° im Januar, —3.o° im Februar, -4-6-0° im März und +7.4° im April und einem täglichen Kohlenkonsum von 20—25 Scheffel in der kälteren Zeit. Die Baracke war von Ende Dezember bis Ende Juni in Gebrauch; die durchschnittliche Belegung betrug 110 Mann. Eine zweite ähnliche Baracke von 61.s m Länge, 12.-)m Breite und 5.6ni Höhe bis zum Dachfirst winde im Monat Februar auf dem Kasernenhofe mit der Richtung von 0—AV errichtet. Der Pussboden lag hohl; die Wände hatten doppelte Holzverschalung mit Strohfütterung: in der Südfront waren 13, in der Nordfront 4 grosse Fenster angebracht. Der Innenraum umfasste einen grösseren westlichen Saal zu 75 und einen kleineren östlichen zu 51 Betten; zwischen den Sälen befanden sich die Thee- küche, Badeküche und Wärterzimmer. Die Ausgänge. mit kleinen Vorbauten versehen, lagen an den Giebelseiten; in dem westlichen Vorbau befand sich eine Latrine mit Pissoir; die Latrine für den kleineren Saal barg ein kleiner Anbau an der Nordseite. Die Heizung erfolgte durch 12 eiserne Steinkohlenöfen, in welche von unten her Luftkanäle mündeten, und erzielte durchschnittlich im März 11.8°, im April 14. u ° und im Mai 14. 3 ° R. Die Belegung dauerte vom 24. .März bis Ende Juni. In dem Uebungslager auf der Lockstedter Ilaide bei Kellinghusen in Holstein waren gegen 6000 Kriegsgefangene in Baracken untergebracht. Dort entstanden drei Lazarethbaracken zu je 34 Lagerstellen. Dieselben lagen von AV—0, standen direkt auf dem Erdboden, hatten doppelte Holzwände, Holzdächer (in welchen sich leicht zu öffnende Ventilationsklappen befanden) und an beiden Längsseiten Fenster. Jede Baracke umschloss ausser dem Krankensaale noch vier kleinere Räume, welche als Bade- bezw. Tbeeküche und als Wärterzimmer dienten; am Westende lagen in einem besonderen Anbau die Latrinen. Die Heizung erfolgte durch Steinkohlen-Füllöfen; dieselbe genügte nicht, da die Durchschnitts-Temperaturen nicht über Ü.7 C R. im März und 10. b" im April hinausgingen, bei mittleren Aussentemperaturen von 5°, bezw. 6.8°. Die Belegung des Lazareths begann am 1. Februar 1871. Da diese Baracken bei wachsender Krankenzahl nicht ausreichten, so wurden noch in demselben Monate drei Mannschaftsbaracken mit 180 Betten, eine Offiziersbaracke mit 30 Betten in acht Räumen zu Lazarethzwecken überwiesen. Dieselben fanden, da sie keine besonderen Ventilationseinrichtungen besassen, vorzugsweise nur für die leichteren Fälle Verwendung. Das Lazareth blieb in dieser Ausdehnung bestehen, bis es gleichzeitig mit Auflösung des Depots im Mai 1871 geschlossen wurde. A r on gleicher Art, wie die eben beschriebenen, waren die im Barackenlager der Kriegsgefangenen zu Mainz erbauten drei Krankenbaracken zu je 60 Betten, welche sich jedoch bei der exponirten Lage des Lagers als so schwer heizbar erwiesen, dass sie nur mit Leicht- bezw. Revierkranken belegt werden konnten, während man die Lazareth- kranken in das Reserve- (Garnison-)Lazareth und dessen Annex (Kasernenlazareth) nahm. Ferner wurden bei dem Gefangenendepot zu Neisse im Anfange des Januar zwei einfache Holzbarackeu für je 20 Kranke von der Fortifikation hergestellt und am 10. Januar belegt. 50* 396 VII. Kapitel: Zelte und Baracken. Band I. 13. Aptirungen. Auch bei den Gefangenendepots kamen vielfach barackenähnliche Räume für Zwecke der Krankenpflege zur Verwendung. So wurden Schuppen (Exerzir-, Heergeräth-, Geschützschuppen) zur Aufnahme von Kranken aptirt in Stettin, Posen, Wesel (je zwei), Torgau, Neisse, Minden (je einer). Von diesen sei der im Fort Leopold zu Stettin eingerichtete freiliegende, grosse, barackenartige Exerzirschuppen besonders hervorgehoben: Derselbe war in Form eines langen Rechtecks aus Holz erbaut und hatte doppelte Wände, in welchen sich unten Fenster, oben quadratische Luftlöcher befanden. Innen war derselbe in drei grosse Säle zu je 120 Betten eingetheilt; eine dieser Abtheilungen war für Kranke der Deutschen Armee bestimmt; Nebenräume dienten als Badestuben, Koch- und Waschküche, Konferenzzimmer, Wohnungen für Aerzte und den Lazarethinspektor. Au der nach Nordost liegenden langen Wand war im Innern ein Gang abgezweigt, welcher zur Verbindung der Säle als Wandelbahn sowie als Luftreservoir diente und die Heizbarkeit der Säle wesentlich erhöhte. Letztere geschah mittels eiserner Steinkohlen-Kanonenöfen und erzielte im Februar, März und April, bei einer Durchschnitts-Aussen- temperatur von —3.5°, -j-4.5 0 und -f 5--'°R- eme mittler«' Wärme im Innern von 13.7°, 11.7° uud 12.8°. Das Lazareth war mit Wasser- und Gasleitung versehen. Das in der Nähe errichtete halbmassive Oekonomie- und Administrationsgebäude konnte des nassen Mauerwerks wegen erst im April 1871 bezogen werden. Aptiite Wagenhäuser, Laboratorien, Trainremisen etc. wurden in Gebrauch gezogen in Stettin 1, in Krekow bei Stettin 3, in Altdamm bei Stettin 1, in Coblenz 3, Torgau 2, Neisse 1 und Minden 3. Von Ställen aptirte man in Krekow 1, in Minden 2. Reitbahnen wurden benutzt in Altdamm bei Stettin, Neisse, Wesel und Minden je eine. Gewöhnliche Mannschafts-Baracken der Kriegsgefangenendepots fanden ebenfalls vielfache Verwerthung zu Krankenzwecken. Zu solchen wurden sie theilweise gleich anfangs, bevor sie noch mit Gefangenen belegt waren, als Aushilfe benutzt, oder sie wurden später bei wachsender Krankenzahl von den Gesunden geräumt, gehörig desinfizirt und mit den nöthigen Lazareth-Einrichtungen versehen. In der Regel dienten bei den grösseren Barackenlagern stets mehrere Baracken ausschliesslich zur Aufnahme von Leicht- und Revierkranken. Diese gewöhnlich in Holzfachwerk gebauten Baracke deren Wandfächer jedoch mit einer Lage von Ziegeli-tei ausgesetzt waren, boten je 40—60 — 120 Kranken Unter kunft. Die Ventilation fand theils durch Luftklappen an d Dächern, theils durch gegenüberliegende im oberen Theile der Seitenwände befindliche Fenster (mit drehbaren a oder eingesetzten beweglichen Scheiben) statt. Die || zung geschah durch eiserne Steinkohlenöfen. Solche Baracken wurden vorzugsweise benutzt n Mainz, .Jüterbog, Falkenberg, auf der Lockst- Haide und zu Uebigau in Sachsen. Eine etwas andere Konstruktion hatten die i lu Barackenlager Lechfeld (vergl. Tafel LXi, Fig. 5—7) lieu . gebauten Baracken für Kriegsgefangene, von welchen 1-5 zur Unterbringung der Revierkranken dienten. Jvi\c dies« Baracken — von 40.& m Aussenlänge, 6 m Breite und 5» Giebelhöhe — enthielt an den Stirnenden je ein klein« Zimmer für Unteroffiziere und dazwischen zwei gleich gros« Säle, welche durch einen Mittelgang getrennt waren. Dm Säle, je 16 m lang, 5.wm breit, erhellt durch vier Fenster an jeder Längswand, waren theils plafondirt, theils mit einer Dachverschalung versehen. Die Giebelwände bestanden aus Backsteinmauern, während die aus Riegelwerk mit innerer und äusserer Bretterverschalung hergestellte] Längswände, sowie die Scheidewände auf Steinsockeln best, Mauerpfeilern ruhten: die Ausfüllung der Hohlräume zwischen den Bretterverschalungen geschah durch die auf der Baustelle gewonnenen Rasenziegel; — das Dach war durch Bretter ganz geschlossen und mit Dachpappe belogt: innen wurden entweder horizontale Bretterdecken angebracht oder die inneren Dachflächen mit Dachpappe benagelt. Die Heizung erfolgte in allen Räumen durch eiserne Oefen; besondere Ventilationsvorrichtungen machte üe hohe und freie Lagt; der Baracken sowie die Beschaffenheit des lockern Geröll- etc. Bodens unnöthig. In einer Baracke fanden 50—60 Leichtkranke Unterkunft. Rekapitulation. im Ganzen wurden somit bei den Kriegsgefangenen- Depots errichtet: 11 Barackenlazarethe mit 103 Baracken mit 5160 Laperstellen, als Annexe bei 10 Luzarethen 27 1913 in Summa 130 Baracken mit 7073 Laareretellea Die Gesanimtzahl der in Deutschland erbauten Kranken- baraeken (vergl. S. 383) beträgt demnach — unter Hinzurechnung der eben angeführten Baracken bei Kriegs- gefangenen-Lazarethen — 589 mit 19 795 Lagerstellen. Band I. gebauten Barack«, ' vn " Ziegelstein«, 0 Kranken Untej Lxiftklappen an den i im oberen Thefl) t drehbaren Achsen i statt. Die H pi . Öfen. äweise benutz) j, der Lockstedter hatten die i lu U, Fig. 5-7) „eu- von welchen -1-5 ienten. Jede dies« !| i Breite und 5g 'den je ein klein« i zwei gleich gron trennt waren. pj P durch vier Fenster fondirt, theils mit )elwände bestanden is Riegelwerk mit ung hergestellten Stemsockeln bezw. ; der Hohlräume ;hah durch die auf — das Dach war Dachpappe belegt: l'deckcn angebracht >appe benagelt. men durch eisen« ingen machte j| de die Beschaffen- innöthig. In einer nterkunft. Kriegsgefangenen- mit 5160 Lagerstell«, ,• 1913 mit 7073 Lagerstelba erbauten Kranken- h — unter Hinzu- cken bei Kriegs- •5 Lagerstellen. A.chtes Kapitel. Freiwillige Krankenpflege und die Genfer Konvention. Vorbemerkung. Die Darstellung des Sanitätsdienstes im Kriege 1S70/71 bliebe lückenhaft, würde nicht auch im Z usani menhange l ) der Leistungen gedacht, durch welche die freiwillige Krankenpflege in diesem wie in jedem neueren Völker-Kampfe die staatliche Fürsorge unterstützt hat. Gross, wie die gesammten Verhältnisse dieses Krieges, waren die Aufwendungen an Personal und Material, die Bethätigungen ton Opferwilligkeit und persönlicher Hingabe, durch welche die kriegführenden Nationen und neutrale Völker aus privater Initiative die Kriegsnöthe zu mildern, insbesondere das Loos der Verwundeten und Kranken zu erleichtern bestrebt waren. Bei Betrachtung der freiwilligen Krankenpflege im Felde werden zwei Dinge zweckmässig unterschieden: 1) die nationalen, 2) die internationalen Bestrebungen. Ist auch vielfach der internationale Charakter der modernen freiwilligen Hilfstätigkeit besonders hervorgehoben worden, so dass hier und da die Auffassung Platz greifen konnte, als ob „freiwillige Krankenpflege" und „internationale Krankenpflege" im Wesentlichen sich deckende Begriffe seien, 2 ) so verdient ') Gelegentlich ist es bereits in allen vorangegangenen Kapiteln geschehen und zwar, je nachdem eine zweckmässige Gliederung des Stoffes es forderte, bei Einzelnem detuillirt, bei Anderem nur andeutend. Die Nachfolgende bildet demgemäss zum Theil allerdings eine Ergänzung, anderntheils jedoch lediglich eine Zusammenfassung des in früheren Kapiteln Enthaltenen. — Die von der freiwilligen Krankenpflege ausgegangenen Veröffentlichungen, insbesondere die Berichte ilcs Militärinspekteurs und des Oentralkonütees, sind für das Nachstehende mitbenutzt. 2 ) Vergl. dritten Abschnitt dieses Kapitels: Internationale freiwillige Krankenpflege. (S. 422.) doch festgehalten zu werden, dass der Gedanke, die staatliche Krankenpflege im Kriege durch freiwillige Hilfsthätigkeit zu unterstützen, ursprünglich ganz unabhängig von der Vorstellung eines neutralen Charakters des Feld-Sanitätswesens, lediglich als nationale Angelegenheit, entstanden ist und dass jeder dieser beiden Gedanken seine besondere Entwicklung erfahren hat. Erst nachdem beide Ideen zu einer gewissen Keife gelangt waren, wurden sie in der gewaltigen Agitation, welche sich au die grossen Europäischen Kriege in den fünfziger Jahren dieses Jahrhunderts knüpfte, und durch die Genfer Konferenzen bis zu einem gewissen Grade verschmolzen, insofern für eine ausreichende Wirksamkeit der Sanitätsorgane überhaupt und der freiwilligen Krankenpflege insbesondere die Neutralität des gesammten Feld-Sanitätswesens für unerlässlich erachtet ward. Beide Gedanken traten somit gleichzeitig in eine neue Phase und in einen äusseren Zusammenhang, indem fortan in der öffentlichen Diskussion fast ausnahmslos beide zusammen behandelt wurden. Da sie überdies auch eines gewissen inneren Zusammenhangs tbatsäcblich keineswegs entbehren, wird auch hier im Anschluss an die Darstellung Desjenigen, was seitens der Deutschen freiwilligen Krankenpflege für die Kriegsopfer überhaupt und seitens der fremdländischen speziell für die Angehörigen der Deutschen Heere geschehen ist, eine kurze Betrachtung der Wirkung, welche die Genfer Konvention im Deutsch-Französischen Kriege erkennen Hess, ihre richtigste Stelle finden. 398 VIII. Kapitel: Freiwillige Krankenpflege und die Genfer Konvention. Band ßawl I- Erster Abschnitt. Entwicklung* der freiwilligen Krankenpflege, insbesondere in Deutschland, zum Deutsch-Französischen Kriege. Im modernen Sinne, cl. h. als Ausdruck einmüthiger und mehr oder weniger organisirter Hilfsbereitschaft eines ganzen Volkes, trat die freiwillige Krankenpflege zum ersten Mal während der Deutschen Befreiungskriege in den Jahren 1813 bis 1815 in die Erscheinung, zu einer Zeit, als der von schwersten Schicksalsschlägen heimgesuchte Preussische Staat sich Aufgaben gegenübergestellt sah, welche nur bei unbegrenzter Opferfreudigkeit Aller zu lösen waren. Durch den Mund Königlicher Prinzessinnen, in einem Aufruf vom 23. März 1813') appellirte damals der hart bedrängte Staat nicht an die Humanität, sondern an den Patriotismus der Privaten, indem er dieselben aufforderte, die Nothlage des Staates durch freiwillige Hilfsthätigkeit auf dem Gebiete der Krankenpflege zu erleichtern. Der glänzende Erfolg dieses Aufrufes bezeichnet den Beginn der modernen, organisirten freiwilligen Krankenpflege im Felde. Während in diesem Fall die Initiative zur Ergänzung der staatlichen Sanitäts-Einrichtungen durch private Mittel und private Kraft von Höchsten- Stelle aus ergriffen wurde, bevor die staatlichen Maassnahmen sicli unzulänglich erwiesen hatten, erfolgte in den nächsten grossen Europäischen Kriegen (Krim-Krieg und Italienischer Krieg) der Anstoss von Privaten, nachdem die Zustände auf den Schlachtfeldern und in den Lagern dargethan hatten, dass die staatlichen Sanitäts - Einrichtungen der kämpfenden Armeen nicht Dasjenige leisteten, was die veränderte Kriegführung in Verbindung mit dem humaneren Sinne des Zeitalters forderte und was bei richtiger Verwerthung aller vorhandenen Kräfte für erreichbar erachtet werden musste. Die in beiden erwähnten Kriegen hinter dem Hilfebedürfniss zurückbleibende Sanitäts-Ausstattung der Armeen nöthigte schliesslich auch diejenigen unter den betheiligten Heeresverwaltungen, welche von dem Zudrange undisziplinirter Elemente nicht ohne Grund Unzuträglichkeiten befürchteten, private Hilfsthätigkeit in grossem Maassstabe in Anspruch zu nehmen, deren Zulassung überdies die öffentliche Meinung stürmisch forderte. !) Den Wortlaut desselben siehe bei Gurlt, Geschichte der internationalen und freiwilligen Krankenpflege im Kriege. Leipzig 1873. Diese Vorgänge in den ebenerwähnten beiden Kriemi entfachten jene lebhafte und nachhaltige, nicht den Patriotismus, sondern der Humanität entsprungene Agitation, welche einerseits den Völkern die Verpflichtna» vorhielt, nicht nur gelegentlich und vereinzelt, sondern regelmässig und in zweckmässiger Vereinigung die staatliche Krankenpflege im Felde zu unterstützen, während andererseits die Heeresverwaltungen angeregt wurden, mit diesem Faktor ein für alle Mal zu rechnen und ihn grundsätzlich mehr oder minder fest dem Rahmen der gesammteti Armee-Feldorganisation einzufügen. Neue Nahrung erhielt diese stürmische, in jedem Fall merkwürdige und folgenreiche Agitation, welche auch spateren Betrachtern als bedeutsames Blatt in der Kultur- geschichte der Menschheit erscheinen dürfte, durch die Ereignisse im Nordamerikanischen Sezessionskriege. In der That darf die umfassende, von schönstem Erfolg krönte Wirksamkeit der ..Sanitätskommission'' der Nord- Staaten als Beispiel dafür angesehen werden, was auf dem Gebiete der freiwilligen Krankenpflege im Felde durch volle Einsetzung aller nationalen Kräfte und zweckmässige, centralisirte Leitung derselben geleistet werden kann. Immerhin aber lagen die Verhältnisse jenseits da Ozeans zu eigenartig, als dass die Thätigkeit der dortigen Sanitätskommission ohne Weiteres den Europäischen Volkers hätte als Muster hingestellt werden können. Eine so a ordentliche Vollmacht, wie die der Amerikanischen Sanitatkommission ertheilte, vermöge deren die Letztere geradezu eine Stellung über den staatlichen Sanitäts-Organen einnahm, ') ist in Europäischen Staaten undenkbar, wie denn auch einen ähnlichen Anspruch die freiwillige Krankenpflege in den Staaten Europas niemals erhoben hat. Ueberdies konnte in den Unions-Staaten, wo das gesammte Kriegswesen im Wesentlichen iniprovisirt werden musste, auch die Krankenpflege seitens einer an private Initiative gewöhnten und mit ausgedehnter Selbstverwaltung vertrauten Bevölkerung noch allenfalls rechtzeitig in Gang gebracht werden, auch wenn das dazu Notwendigste erst bei Aus- !) So war z. B. die erste Aufgabe der Kommission, die Mängel in der staatlichen Sanitätspflege zu untersuchen. Selbst in Amerika wurden dadurch naturgemäss schwere Konflikte hervorgerufen. brach des K jeits hatte e Bnrichtungei in werden, g im Frieden v bei der stete Tage prallen gewa Drei D( Vorgänge in |) dass der Stande sei, < vollständige Humanität g Grunde für ui bereits im F Forderungen kOnne, wenn Verwundeten werde. — Di mäter vorbei Es kann «reicher im Volkskraft r erfordernisse machl wird, i thatsächlich ( berechtigten . hingewiesen i entbehrlich \ oh Vorgang* gesammte nal Deutschen Be darstellen, od< der Armeen i wendig zu w hältnissen wii mit Enropäis* in Parallele £ Ein ganz. Bässig ist, ; Felde Wünsc nehmen. Aue] welche die S nicht verkam nicht lllillingl Inanspruchnal Personals und »artig auch i ausgestatteten herbeiführen der leichter , ') Siehe d< freiwillige Krim Band Band I. I. Abschnitt: Entwicklung der freiwilligen Krankenpflege bis zum Deutsch-Französischen Kriege 399 ;schland, bis ten beiden Krieg« iltiuv, nicht dem ntsprungene Agit». die Verpflichtung vereinzelt, sondern einigung die staat- erstützen, während geregt wurden, mit neu und ihn grund- neu der gesammt« che, in jedem Fall , welche auch apfr itt in der Kultur- dürfte, durch die ionskriege. In der nsteni Erfolge ge- üssion" der Nord- irden, was auf dem i im Felde durck und zweckmässig«, werden kann. tnisse jenseits de? igkeit der dortigen ropäischen Völken m. Eine so ausser- kanischen Sanitäte Letztere geradezu Litäts-Organen ein- denkbar, wie dem lige Krankenpflege m hat. Ueberdi« gesammte Kriegs- ■den musste, auch vate Initiative ge- vvaltung vertrauten in Gang gebracht igste erst bei Aus- mmission, die Mängel 1. Selbst in Amerika hervorgerufen. •h des Krieges in Angriff genominen wurde. Anderer- ,; t - hatte es sich bereits gezeigt, das« freiwillige Bilfs- i" ichtungen für Europäische Heere, um wahrhaft nützlich werden gleich allen anderen Armee-Einrichtungen schon • Frieden vorgesehen und vorgebildet sein müssen, zumal l ,; der steten Kriegsbereitschaft der Europäischen Staaten Tage nach einer Kriegserklärung das Aufeinander- jjjen gewaltiger Heeresmassen erwartet werden muss. Drei Dogmen hatten sich unter dem Eindruck der Vorgänge in den oben erwähnten Feldzügen gebildet: li jggg der Staat als solcher ein für alle Mal nicht im Stande sei, den Opfern der Kriege diejenige rasche und vollständige Fürsorge angedeihen zu lassen, welche die Humanität »'ebiete; 2) dass die aus dem eben erwähnten Grunde für unerlässlich erachtete „freiwillige Krankenpflege" bereits im Frieden sich organisiren müsse; 3) dass den Forderungen der Menschlichkeit nur dann Genüge geschehen könne, wenn das Sanitätspersonal und -Material gleich den Verwundeten und Kranken selbst als neutral anerkannt terde. — Das Nähere zu diesem letzteren Satze bleibt für später vorbehalten. 1 ) Eg kann füglich dahingestellt bleiben, ob der Staat. welcher im höchsten Sinne des Wortes die gesammte Volkskraft repräsentirt und für alle anderen Kriegs- erfordernisse in der Hauptsache allein verantwortlich ge- mschl wird, nur gerade auf dem Gebiete der Krankenpflege thatsächlich ein für alle Mal „nicht im Stande ist", jedem berechtigten Ansprüche zu genügen. Jedenfalls darf darauf hingewiesen werden, dass das Dogma von der absoluten Un- eatbehrlichkeit der freiwilligen Krankenpflege wesentlich \ oh Vorgängen abstrahirt ist, welche entweder — wie die gesammte nationale Erhellung aus tiefster Noth zur Zeit der Deutschen Befreiungskriege — immerhin eine Ausnahmslage darstellen, oder — wie die unzureichende Sanitäts-Ausrüstung der Armeen in der Krim und in Italien — sich nicht noth- wendig zu wiederholen brauchen, oder endlich von Verhältnissen wie diejenigen der Vereinigten Staaten, welche mit Europäischen Zuständen überhaupt nicht ohne Weiteres in Parallele gestellt werden können. Ein ganz anderes Ansehen hat die Frage, ob es zweckmässig ist, alles auf dem Gebiete der Krankenpflege im Felde Wünschenswerthe von Staatswegen in Angriff zu nehmen. Auch wenn man von der historischen Entwicklung, welche die Sache genommen hat, gänzlich absieht, wird nicht verkannt werden können, dass eine, an sich gewiss nicht unmögliche, sehr viel umfangreichere staatliche Inanspruchnahme des in der Bevölkerung vorhandenen Personals und Materials für die Krankenpflege, als gegenwärtig auch in den am reichlichsten mit Sanitäts-Anstalten ausgestatteten Armeen stattfindet, unzweifelhafte Härten herbeiführen niüsste, welche sich vermeiden lassen, wenn der leichter Abkömmliche und Begütertere freiwillig für ') Siehe den dritten Abschnitt dieses Kapitels: Internationale freiwillige Krankenpflege. den schwerer Behinderten und minder Leistungsfähigen eintritt. Und wenn auch hier wie überall der Enthusiasmus nicht immer mit der Neigung zu unbedingtem Ausharren. die freiwillige Uebernahme von Verantwortlichkeiten nicht immer mit klarer Erkenntnis» derselben und genügender Vorbildung verbunden ist, so soll doch andererseits nicht bestritten werden, dass die Begeisterung und das Gefühl der „Freiwilligkeit" eine Anzahl von Kräften frei macht, die kein Befehl zu erschliessen im Stande ist. Bei der Zusammensetzung der modernen Kriegsheere, welche unmittelbar aus dem Volke selbst hervorgehen und namentlich in den Ländern mit allgemeiner Wehrpflicht einen nicht geringen Theil der besten Kraft desselben darstellen, giebt es überdies bei den kriegführenden Nationen kaum eine Familie, deren nächste Gedanken und hauptsächlichste Sorgen nicht von dem Augenblicke der Mobili- sirung an bei dem Heere weilten, mit welchem sie nicht nur durch das allgemeine nationale Interesse, sondern auch durch die Sorge um Leben und Gesundheit der nächsten Angehörigen mit den stärksten natürlichen Banden verknüpft ist. Nichts ist daher erklärlicher, als dass alle Diejenigen, welche nicht selbst in den Reihen der Kämpfer stehen, es als eine allgemeine Angelegenheit betrachten, das Loos Derjenigen zu erleichtern, welche bei Vertheidigung der allgemeinen Güter durch Wunden oder Krankheiten auf das Leidenslager gestreckt werden. Unzweifelhaft hiesse es viele edelste Empfindung zurückstossen und verletzen, viele daraus fliessende freudige Opferwilligkeit zum Schaden des Ganzen unbenutzt lassen, wollte der Staat unter solchen Verhältnissen die nicht schon durch das Gesetz zur Theil- nahme an dem allgemeinen Werke Berufenen verhindern, aus eigenem Antriebe auf einem Gebiete mitzuwirken, welches unter gewissen Voraussetzungen eine freiwillige Bestätigung sicherlich nicht ausschliesst. Es muss endlich zugestanden werden, dass der staatlichen Sanitätspflege — so ausgedehnt und so reichlich ausgestattet man sie sich auch denken mag — gewisse Grenzen gesteckt sind, über welche sie nicht hinauskann, ohne berechtigtere Interessen zu verletzen. So anbedenklich man dem Staate das Recht und die Pflicht zusprechen mag, die nationalen Kräfte für alles zur raschesten Unterbringung, geeignetsten Behandlung und vollständigsten Herstellung der im Kriege Verwundeten und Erkrankten Notwendige in Anspruch zu nehmen, so wenig Billigung würde es finden, wollte der Staat Alles, was einem Kranken angenehm, bei seinem Zustande zulässig, allenfalls sogar zuträglich aber keineswegs unentbehrlich ist, auf Kosten der in Kriegszeiten ohnehin schwer belasteten Gesammtheil aus übertriebener Humanität in den Kriegshospitälern ausstreuen. Mehr und mehr hat das Verstandniss dafür sich Bahn gebrochen, dass die freiwillige Hilfsthätigkeit hauptsächlich da segensreich zu ergänzen vermag, wo der Staat die weitere Fürsorge einstellt, nicht weil er zu derselben „nicht im Stande", sondern weil er dazu nicht berufen ist. 400 VTII. Kapitel: Freiwillige Krankenpflege und die Genfer Konvention. Band 1 Nach allem Gesagten kann es nicht zweifelhaft sein, dass und in welchem Sinne die freiwillige Krankenpflege in der That — wie es in einer hervorragenden Publikation 1 ) derselben ausgedrückt ist — „auf dem Bewusstsein beruht, dass es auch der grössten Vorsorge niemals gelingen werde, durch offizielle Einrichtungen Dasjenige zu erreichen, wozu der opferfreudige Patriotismus einer ganzen Nation und die von sittlichen Motiven getragene Grossherzigkeit und Nächstenliebe befähigt sind". Offenbar aber deckt sich die Zulassung freiwilliger Dienstanerbietungen und freiwilliger Gaben noch keineswegs mit dem Begriff „freiwillige Krankenpflege", wie Letzterer sich historisch entwickelt hat. Vielmehr geholt zu demselben wesentlich noch die Vorstellung einer mehr oder minder geschlossenen, in sich selbst gegliederten, dem "Heere nicht unmittelbar angehörigen Korporation. Dies allein ist der Punkt, bei welchem es allenfalls zweifelhaft erscheinen kann, ob die Form der Entwicklung, welche der Gedanke freiwilliger Hilfsleistung auf dem Gebiete der Krankenpflege im Felde in Folge der Vorgänge während der früher erwähnten Kriege genommen hat, eine zur Erreichung des Zweckes nothwendige, oder doch die vorzugsweise günstige gewesen ist, insofern durch diese Form einerseits die Gefahr eines ungenügenden Zusammenwirkens, andererseits diejenige eines Zuströmens mangelhaft dis- ziplinirter Elemente auf den Kriegsschauplatz nahegelegt wurde. Thatsache ist jedenfalls, dass zwar die Führer der durch jene Kriege hervorgerufenen Bewegung sich von Anfang an und jederzeit voll bewusst waren, dass eine gedeihliche Wirksamkeit der freiwilligen Krankenpflege nur bei fester Organisation, entschiedener C'entralisirung und unbedingter Einfügung in die Disziplin sowohl wie in den Mechanismus der Heeresverwaltung möglich sei, — dass aber diese richtigen, gegen eine falsche Auffassung des Begriffes „Freiwilligkeit" von vornherein ankämpfenden Vorstellungen erst allmälig in Folge wiederholter Kriegserfahrung auch in weiteren Kreisen Wurzel zu fassen begonnen haben. Die Art der Wiedererstehung der freiwilligen Krankenpflege in den fünfziger und sechziger Jahren dieses Jahrhunderts aus der Initiative der Völker heraus, nicht minder ihre abnorme Stellung in den Unions-Staaten hat zunächst bei den Ferner- stehenden vielfach einen nachtheiligen Einfluss auf die Erkenntuiss dessen geübt, wie weit und unter welchen Umständen die freiwillige Krankenpflege in Europäischen Kriegen eine so segensreiche Thätigkeit zu entfalten vermag, wie den hochgesinnten Vorkämpfern derselben vorschwebte. Man vergass über den gewaltsam hereinbrechenden neuen Eindrücken, dass ein Menschenalter früher in den Deutschen Befreiungskriegen der Staat selbst den Anstoss zu einer ähnlichen, nur räumlich beschränkteren Bewegung gegeben und die erfolgreiche Führung derselben nicht aus der Hand gelassen hatte. x ) Berieht des Militärinspekteurs, S. 1. Freilich wird nicht verkannt werden dürfen, dass d' Idee der freiwilligen Krankenpflege im Felde unter d Umständen, unter welchen sie, durch neue umfassende V Stellungen bereichert und erweitert, wiederum und stärk als je vordem Gewalt über die Gemüther gewann aus siri selbst heraus nicht füglich eine andere Form annehme konnte, als eben diejenige, welche sie thatsächlich a genommen hat. Ebenso natürlich aber ist es, dass die Frae nach der zweckmässigsten Regelung des daraus sie gebenden schwierigen Verhältnisses seitdem nicht mehr vm der Tagesordnung verschwunden ist, vielmehr namentlich nach jedem Kriege umfassende Diskussionen und veränderte Instruktionen zur Folge gehabt hat, welche sämmtlieh der durch jede neue Kriegserfahrung stärker erkannten Notwendigkeit entsprangen, die Friedens-Vorbereitungen der freiwilligen Krankenpflege immer umfassender, ihre Organisatioi immer centralisirter, ihren Anschluss an den staatlichen Sanitätsdienst immer enger zu gestalten und die Oberleitung durch die staatlichen Behörden immer stärker zur Geltung zi bringen, — lauter Gesichtspunkte, welche theoretisch be* reits auf den Genfer Konferenzen vollkommen gewürdigt in der Praxis aber nicht immer ausreichend berücksichtig! worden sind. Schon oben ist erwähnt, dass gleich anfangs aussei' da Unentbehrlichkeit der freiwilligen Krankenpflege im Felde von den Führern der Bewegung auch die Nothwendigkeil einer Vorbereitung im Frieden nachdrücklich betont wurde. Und wenn dem ersten Satze eine bedingte Richtigkeil nicht abgesprochen werden kann, so hat die UeberzeuguM von dem bedingungslosen Zutreffen dieses zweiten immer allgemeinere Verbreitung, immer rückhaltloseren Ausdruck gefunden. Eine Folge der schon damals sich geltend machenden Erkenntuiss dieser Notwendigkeit war es, daa die im Oktober 1863 zu Genf abgehaltene, grundlegende internationale Konferenz die Bildung nationale!' ständigei Hilfsvereine (welche unter einander in internationaler V» bindung stehen sollen) dringend empfahl. Da gerade damals die Kriegsereignisse in Schleswig- Holstein sich vorbereiteten, gewann namentlich für IV die Angelegenheit alsbald ein praktisches Interesse, in 6. Februar 1864 bildete sich zu Berlin das „Central- komitee des Preussischen Vereins zur Pflege in Felde verwundeter und erkrankter Krieger" mit der von ihm selbst formulirten Aufgabe: I. in Friedenszeiten die für einen Kriegsfall erforderlichen Vorbereitungen zur Pflege der Verwundet« und Kranken zu tieften: a. durch Sammeln von Geldmitteln; b. durch Anschaffung des nöthigen .Materials; c. durch Ausbildung von Krankenpflegern und Krankenpflegerinnen: d. durch Kommunikation mit den bestehenden geistlichen und weltlichen Genossenschaften zur Krankenpflege für die Zwecke des Vereins; Band 1. en dürfen, da- m Felde unter den sue umfassende V» 3derum und stark,- sr gewann, aus j| *re Porin annehmen ie thatsächlich an- it es, dass die Prag? les daraus sich erlern nicht mehr von •ielmehr namentliel men und veränderte eiche sämnitlich der er erkannten Notli- 'bereitungen der frei- 3r, ihre Organisation an den staatlichen und die Oberleitum trker zur Geltimg zu che theoretisch 1».. kommen gewürdigt, diend berücksichtkl h anfangs ausser der ikenpflege im Felde die Nothwendigkeil achdrücklicli betoal bedingte RichtigM t die Ueberzeugung is zweiten immer all- iltloseren Ausdruck amals sich geltend ligkeit war es, das- ltene, grundlegende itionaler ständiger internationaler Willi. jnisse in Schleswig- icntlich für Preussen dies Interesse. Am lin das „Central- s zur Pflege im r Krieger" mit der Kriegsfall erforder >-e der Verwundete« ;teln; gen Materials; ■ankenpflegern und n bestehenden gört- nossensebaften zur ie des Vereins; Band I- I. Abschnitt: Entwicklung der freiwilligen Krankenpflege bis zum Deutsch-Französischen Kriege. 401 ]I in Kviegszeiten im Anschlüsse an die militärische Sanitätsverwaltung bei der Heilung und Pflege der im Felde verwundeten und erkrankten Krieger mitzuwirken: a. durch Errichtung von Lazarethen in der Nähe des Kriegsschauplatzes; b. durch Entsendung von Krankenpflegern und Krankenpflegerinnen; c. durch Hilfsleistung bei der Fortschaffang der Verwundeten vom Schlachtfelde mittels eines besonderen Personals; d. durch Verstärkung der Vorräthe an Verbandmaterial und Nahrungsmitteln in den Lazarethen: e. durch Heranziehung der geistlichen und weltlichen Genossenschaften. Zur Förderung dieses Unternehmens erging eine allgemeine Aufforderung: 1) durch persönliche Betheiligung an den Geschäften des Vereins oder durch einen jährlichen Beitrag von mindestens 10 Silbergroschen dem Centralverein beizutreten, 2) Provinzial- und Lokalvereine zu bilden, welche bei selbstständiger Thätigkeit in ihren Bezirken behufs einheitlicher Wirksamkeit mit dem Centralverein in Verbindung treten sollten. Der bei Stiftung des Vereins ausgesprochenen Absicht und dem Sinne der Genfer Verhandlungen gemäss blieb derselbe auch nach Beendigung des Schleswig-Holsteinschen Feldzuges bestehen; dasselbe war bei mehreren Hundert wahrend des Krieges entstandenen Lokalvereinen und einigen inzwischen ebenfalls gebildeten nichtpreussischen Lamlesvereinen der Fall. Trotz der Förderung jedoch, «reiche namentlich dem „Preussischen Landesverein etc." von Allerhöchster Stelle zu Theil wurde, welche sich insbesondere unter dem 19. April 1865 durch Uebernahme des Protektorates seitens Ihrer Majestäten des Königs und der Königin kund gab,') erlahmte die Theilnahme der Bevölkerung in der Friedenszeit. Erst die grösseren Verhältnisse des Deutschen Krieges von 186G, während dessen üe Bevölkerung von Neuem die vollste Opferwilligkeit für die humanen Zwecke der freiwilligen Krankenpflege an den Tag legte, ohne dass man sich doch verhehlen konnte, dass das Verständniss nicht immer dem guten Willen, der Erfolg wegen Mangels an geschulten Kräften nicht immer dem Aufwände entsprach, brachte die immer mehr als dringlich und unabweislich erkannte Angelegenheit der Friedensorganisation in lebhafteren Fluss. Von wesentlicher Bedeutung für die weitere Entwickelung w r ar die mehrerwähnte, 8 ) im Frühjahr (vom 18. März bis 5. Mai) 1867 zu Berlin abgehaltene Militär-Sanitätskonferenz, auf welcher auf besondere Anregung Ihrer Majestät der Königin ') Korporationsrechte wurden dem Verein am 7. Mai 186G verliehen. 2 ) Vergl. S. 31 und 41. Sanitäts-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. von Preussen auch die freiwillige Krankenpflege den Gegenstand eingehender Berathungen bildete. Als nach Beendigung des Krieges von 1866 Anforderungen an die freiwillige Hilfstätigkeit naturgemäss immer seltener herantraten und das schliessliche gänzliche Aufhören derselben sich absehen Hess, fügte die Generalversammlung des Vereins vom 14. Dezember 1868 dem Statut einen unter dem 24. Januar 1869 staatlich genehmigten Artikel hinzu, welcher ausdrücklich gestattete, im Frieden Kräfte und Mittel auf Fürsorge für die Invaliden und deren Angehörige, auf die Vorbereitung von Reservelazarethen. sowie auf Abhilfe bei ausserordentlichen Noth- ständen zu verwenden. Letztere in Folge ihrer in die Augen springenden Richtigkeit auch von der Berliner internationalen Konferenz der Hilfsvereine im April 1869 angenommene Bestimmung ging aus der Würdigung der Schwierigkeit, ja Unmöglichkeit hervor, das Interesse für mögliche, selbst wahrscheinlich künftige Zwecke dauernd in weiten Kreisen lebendig zu erhalten, wenn es nicht beständig durch eindrucksvolle praktische Aufgaben der Gegenwart wirksam erregt wird. Zwar bemühte sich der Verein seit dem Mai 1866 durch die Zeitschrift „Kriegerheil" Verständniss und Interesse für die Zwecke der freiwilligen Krankenpflege zu erhalten und zu fördern, wie er schon im Mai 1865 durch Ausschreibung einer Preisaufgabe ,.betreffend die gründliche Besprechung der in der Neuzeit gewonnenen Anschauungen und Erfahrungen über die Organisation der Privatbeihilfe zur Pflege der im Felde verwundeten und erkrankten Krieger"') die ermattende Theilnahme zu beleben sich bemüht hatte; zwar bew r ies er durch seine Betheiligung an der im Jahre 1867 zu Paris veranstalteten internationalen Ausstellung der Hills vereine, sowie an der in Würzburg am 22. August 1867 abgehaltenen Konferenz der Deutschen Hilfsvereine und an der Pariser internationalen Konferenz (26. bis 31. August 1867) seine Lebensfähigkeit, überall aber hatte sich die Einsicht Bahn gebrochen, dass die Friedensaufgabe der Vereine nur zum allergeringsten Theile in der Ansammlung von Kapitalien und Material bestehe, dass die Popularisirung der Grundsätze der Gesundheitspflege überhaupt und der Aufgaben der Hilfsvereine im Felde insbesondere zwar nicht vernachlässigt zu werden brauche, dass es aber vor Allem gelte, durch Gewinnung möglichst vieler ständiger Mitglieder in allen Theilen des Vaterlandes einen in jedem Augenblick überall bereiten festen Mittelpunkt für patriotische Hilfsleistungen zu bilden, geeignete Personen für die Krankenpflege zu ermitteln und ein geschultes Personal für die eigentliche Krankenpflege sowohl als für die Verwaltung in grossem Maassstabe heranzubilden. Mit Recht wurde geglaubt, dass das Interesse für dieses Ziel auf keine bessere noch würdigere Art rege zu erhalten ] ) Der Preis wurde Ende 1866 der von Moynier und Appia ver- fassten Schrift „La guerre et la charite" zuerkannt. 51 402 VIII. Kapitel: Freiwillige Krankenpflege und die Genfer Konvention. und keine geeignetere Vorschule für die Kriegsverhältnisse zu gewinnen sei, als indem die Hilfsleistung bei allgemeinen Landeskalamitäten jeder Art, welche einen raschen und geordneten Beistand erfordern, in das Friedensprogramm aufgenommen werde. Als hauptsächlichste Quelle von Unzuträglichkeiten hatte sich in allen Kriegen, während welcher die freiwillige Krankenpflege in Thätigkeit getreten war, die Thatsache geltend gemacht, dass einem nicht geringen Theile des Personals Kenntniss des Krankendienstes fehlte, Wofür der beste Wille nicht zu entschädigen vermochte. Die Ausbildung tüchtiger Pflegekräfte musste daher ein Hauptaugenmerk der Friedensorganisation- werden. Die Unterweisung freiwilliger Pfleger und Pflegerinnen in Militär- und Civilhospitälern, die Unterstützung der von der evangelischen Diakonie, katholischen Ordenshäusern, den Körperschaften der Johanniter- und Malteser - Ritter und anderen verwandten Genossenschaften berufsmässig geübten Krankenpflege, die kostenfreie Entsendung von Pflegern und Pflegerinnen nach Stätten allgemeiner und individueller Noth wurde zu diesem Zwecke in Aussicht und alsbald in Angriff genommen. Die bedeutsamste Unterstützung erwuchs den Bestrebungen des Centralkomitees in den Frauenvereinen. Nachdem bereits seit Jahrhunderten in Deutschland Frauenvereine bestanden hatten, deren Thätigkeit sich auf die engeren Kreise ihrer Heimath beschränkte, kamen in den Deutschen Befreiungskriegen grössere Vereinigungen dieser Art mit ausgedehnterem Plan und bestimmteren Grundsätzen zu Stande.') Aehnliches ereignete sich bei den späteren Feldzügen dieses Jahrhunderts, allein erst das Kriegsjahr 18G6, welches überhaupt für die Fortentwickelung der seit dem Krimkriege hinsichtlich der Krankenpflege im Felde gährenden Ideen in den Europäischen Staaten eine neue Epoche einzuleiten berufen war, brachte vorzugsweise durch das leuchtende Beispiel und die nie ermüdende Theilnahme ihrer Majestät der Königin von Preussen die Bildung von patriotischen Frauen vereinen in vorher ungeahnten Fluss. Ausser dem „Vaterländischen Frauenverein", 2 ) welcher im Jahre 1869 bereits 275 Zweigvereine umfasste, entstand während des Krieges 1866 der „Frauen- Lazarethvereiu zu Berlin", welcher sich in dem Augusta- Hospital zu Berlin eine eigene Stätte zur Ausbildung 1 ) Wie die Anregung zu umfassender privater Hilfe damals von Prinzessinnen des Preussischen Königshauses ausging (vergl. S. 398), so blieben während der Befreiungskriege zahlreich entstandene Frauenvereine die Mittelpunkte der gesammten freiwilligen Hilfsthätigkeit. 2 ) Derselbe wurde von seiner Protektorin (Ihrer Majestät der Königin) bei der Feier des Sieges- und Friedensfestes (am 11. November 1866) ins Leben gerufen, um die Frauen und Jungfrauen, welche während des Krieges das Centralkomitee unterstützt hatten, zu weiterer helfender Thätigkeit verbunden zu erhalten. — Sein ursprüngliches Statut vom 1. Mai 1867, in welches die Linderung ausserordentlicher Nothstände bereits aufgenommen war, erfuhr unter dem 24. Mai 1869 noch beträchtliche Erweiterung. weiblichen Personals und dauernder Thätigkeit a f Gebiete der Krankenpflege gründete.') Die übrigen in Preussen ständig gebliebenen fast nahmslos durch den Krieg von 1866 hervorgerofag Vereine, nämlich die „Victoria-National-Invalid"* 1 Stiftung", 2 ) der „König Wilhelm-Verein«/) ?' „Kronprinz-Stiftung", endlich die schon im Jahre 1851 begründete Stiftung „Nationaldank für Veteranen"« mögen wegen ihres inneren Zusammenhanges mit d Gesammtidee der freiwilligen Krankenpflege hier km wähnt sein, obwohl die Krankenpflege selbst nicht in d Bereich ihrer Wirksamkeit einbezogen ward. Eine wichtige Stellung in der Preussischen wie später in der gesammten Deutschen freiwilligen Krankenpfle» nehmen die Ordens - Genossenschaften der Johannit und Malteser (desgleichen der diesen Korporation,,, analoge Bayerische St. Georgs-Orden) ein. Unter den 15. Oktober 1852 hatte König Friedrich Wilhelm IT. die ' der Zeit der Noth am 23. Januar 1811 nach 4G0jährige m Bestehen aufgehobene Ballei Brandenburg des Johanniter- Ordens wieder ins Leben gerufen mit der Maassgabe, dass aus den Ordensmitteln Krankenanstalten begründet und erhalten werden sollten. Am Schlüsse des Jahres 1868 besass der Orden 27 Kranken- und Siechenhäuser 5 ) mit zusammen 934 Betten. Die Bedeutung dieses Ordens für die Krankenpflege im Felde liegt vornehmlich darin, dass derselbe durch diese eigenen Krankenhäuser, welche unter der Leitung von Ordens-Rittern stehen, beständig in der Lage ist, Krankenpfleger heranzubilden, unter seinen Mitgliedern Verständniss für das Wesen und die Bedürfnisse der eigentlichen Krankenpflege sowohl wie der Lazarethver- waltung zu verbreiten und dadurch jeder Zeit einen Stamm geschulten Personals zur Verfügung zu stellen. In Würdigung dieses Umstandes wurde schon 1866 von Allerhöchster Stelle die Bestimmung getroffen, dass die Delegaten 1 ) Das Statut des Frauen-Lazarethvereins datirt vom 17. März 1868. 2 ) Entstanden in Folge eines Aufrufes Seiner Königlichen Hoheit des Kronprinzen vom 3. August 1866. Bin zusammentretendes Komitee entwarf ein Statut, welches am 24. Dezember 1866 unter Verleihung der Rechte einer juristischen Person an den Verein die staatliche Genehmigung erhielt. Die Zahl der Zweigvereine belief sieh in August 1868 auf 191. Der Zweck des Vereins wird durch seinen Namen kundgethan. 3 ) Anfang Juni 1866 gebildet. Sein ursprünglich umfassenderes Programm, welches zum grossen Theil mit demjenigen anderer Vereine zusammenfiel, konzentrirte sich bald auf die Unterstützung der Familien der zur Fahne einberufenen Soldaten, sowie der Wittwen und Waisen der Gefallenen. 4 ) Der Zweck derselben besteht darin, diejenigen Veteranen vom Feldwebel bezw. Wachtmeister abwärts, welche eine Invalidenpension aus Staatsmitteln nicht zu beanspruchen haben, bei durch Alter oder Unglücksfällen entstandener Hilfsbedürftigkeit zu unterstützen. s ) Davon 23 in den verschiedenen Provinzen der Preussischen Monarchie, 1 in Dresden, 1 in Ludwigslust, 1 zu Plochingen in Württemberg; ausserdem 1 in Beirut. Band 1. eit auf dein äbhebenen, fast M »6 hervorgerufen ional-Invaliden. i-Verein«,») die clion im Jahre 1851 für Veteranen"«) lenhanges mit der pflege hier kurj ,,, selbst nicht in den ward. issischen wie späte,. gen Krankenpflep der Johanni t( , r sen Korporationen n) ein. Unter dem Wilhelm IT. die i n nach 460jährigem »rg des Johanniter- er Maassgabe, dass ten begründet und 3 des Jahres 1868 üechenhäuser 5 ) m i t dieses Ordens fij r dich darin, dass der- r, welche unter der tändig in der Lage seinen Mitgliedern e Bedürfnisse der ' der Lazaretkver- r Zeit einen Stamm r , zu stellen. ] n on 1866 von Aller- dass die Delegaten itirt vom 17. März 1868. ■er Königlichen Hoheit mientretendes Komitee 1866 unter Verleihung Verein die staatlich ireine belief sieh im is wird durch seinen anglich umfassenderes nigen anderer Vereine rstützung der Familien ■ Wittwen und Waisen eiligen Veteranen vom eine Invalidenpension bei durch Alter oder iU unterstützen. zen der Preussiselien 1 zu Plochingen in I. Abschnitt: Entwicklung der freiwilligen Krankenpflege bis zum Deutsch-Französischen Kriege. 403 , f re iwilligen Krankenpflege vorzugsweise den Genossenhaften der Johanniter und Malteser zu entnehmen seien. Im Feldzuge 1864 errichtete der in Rede stehende Orden auf dem Kriegsschauplatz eigene, vorzugsweise zur Aufnahme von Offizieren bestimmte Kriegsspitäler, nahm jedoch später (und zwar schon im Kriege des Jahres 1866) on dieser gesonderten Wirksamkeit Abstand. In voller Gemeinsamkeit mit dem evangelischen Johanniter-Orden wirkten in den Kriegen seit 1864 die katholischen Genossenschaften der Malteser-Ordens-Ritter und zwar sowohl die ältere Rheinisch-Westfälische, als die im Jahre 1866 begründete Schlesische Genossenschaft. Uretero hat sich insbesondere auch die Unterstützung der seelsorge beim Heere und in den Lazarethen zur Aufgabe gestellt. Auch ausserhalb Preussens war unter dem Eindruck der Kriegsereignisse von 1866 die Bildung von Vereinen rüstig vorwärts gegangen, von welchen sich ein Theil (deich den früher erwähnten Preussischen Korporationen nach dein Friedensschluss als ständige Hilfsvereine behufs Vorbereitung der freiwilligen Krankenpflege im Frieden konstituirte. Im Jahre 1869 bestanden: 1) Der Bayerische Verein zur Pflege etc. 1 ) 2) Im Königreich Sachsen: der Sächsische Landesverein 2 ) und der Albert-Verein. 9 ) 3) Der Württembergische Central verein. 4 ) 4) Der Badische Frauenverein. 5 ) 5) Im Grossherzogthum Hessen: „Der Hilfsverein für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde." 6 ) Im Anschluss an denselben wurde im Frühjahr 1867 unter dem Präsidium Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Prinzessin Ludwig von Hessen der „Frauenverein für Krankenpflege im Grossherzogthum Hessen" gegründet. Auch noch einige andere Hessische Vereine (zur Unterstützung von Invaliden etc.) stehen in Beziehung zum „Hilfsverein etc.", gehören jedoch mit Rücksicht auf ihren besonderen Zweck nur bedingt hierher. ') Am 5. Januar 1868 konstituirt als Fortsetzung des am 18. Oktober 1866 begründeten Bayerischen Iiivaliden-Uiiterstützuiigsvereiiis. 2 ) Der vollständige Name lautet: „Internationaler Verein zur Pflege im Kriege verwundeter und erkrankter Soldaten für das Königreich Sachsen". Derselbe zählte in dem genannten Jahre 224 Mitglieder. 3 ) Als erster internationaler Frauenverein am 14. September 1867 unter Oberleitung Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Kronprinzessin Carola von Sachsen begründet. 4 ) Im Frühjahr 1864 konstituirt. Derselbe befindet sich in Besitz eines eigenen Diakonenhauses zu Ludw-igsburg behufs Ausbildung junger Männer zur freiwilligen Krankenpflege 5 ) Bereits am 6. Juni 1859 unter dem Eindruck der durch den Italienischen Feldzug bedingten Kriegsbedrohung gestiftet. i; ) Im Dezember 1864 ins Leben gerufen — 2100 Mitglieder. 6) Im Grossherzogthum Sachsen - Weimar der „Weimarische Landes verein zur Pflege etc.". 1 ) 7) Der Mecklenburgische Landesverein zur Pflege etc. 2 ) 8) Der Oldenburgische Landesverein etc. 3 ) 9) Der Landesverein etc. für das Herzogthum Sachsen- Altenburg. 4 ) 10) Der Anhaltische Landesverein etc. 11) Der Landesverein des Herzogthums Braunschweig. 12) Der Hamburger Verein zur Pflege etc. 5 ) 13) Der Bremische Verein zur Pflege etc. fi ) '14) Der Lübecker Verein zur Pflege etc. Einen äusserst werthvollen, stets bereiten Bestandtheil der freiwilligen Krankenpflege bilden die in allen Theilen Deutschlands bestehenden evangelischen wie katholischen religiösen Genossenschaften, welche in grossen eigenen Krankenhäusern ein zahlreiches, namentlich weibliches Pflegepersonal heranbilden, das sich in allen modernen Kriegen der überwiegenden Mehrzahl nach durch Sachkunde, Disziplin, Anspruchslosigkeit und Aufopferungsfähigkeit besonders bewährt hat. Der Grad der Durchbildung, welchen die Idee der freiwilligen Krankenpflege im Felde überhaupt und hinsichtlich der Friedensvorbereitung insbesondere seit den Genfer Konferenzen durch die Kriegserfahrung von 1864 und 1866 und durch die öffentliche Diskussion erlangt hatte, wird durch die Resolutionen der vom 22. bis 27. April 1869 zu Berlin abgehaltenen internationalen Konferenz bezeichnet, welche zugleich (in Verbindung mit der Instruktion für das Sanitätswesen im Felde vom 29. April 1869) als das historische Dokument für den Stand der gesammten Frage bei Beginn des Krieges 1870/71' angesehen werden können. 7 ) Eben so dringlich wie zur Vorbereitung im Frieden hatten alsbald die ersten mit der freiwilligen Krankenpflege gemachten Erfahrungen zur Zusammenfassung und einheitlichen Leitung der Kräfte gemahnt. In dieser Beziehung ') Am 14. November 1868 als Zweigverein des Preussischen Landesvereins konstituirt — 169 Mitglieder. 2 ) Bereits seit dem Jahre 1864 in Wirksamkeit; etwa 1300 Mitglieder. 3 ) Im Anfang des Jahres 1866 gebildet — 251 Mitglieder. 4 ) Am 30. Januar 1869 gegründet mit Anschluss an das Preussische C'entralkoniitee — 70 Mitglieder. — Derselbe veranlasst die Ausbildung von Krankenpflegerinnen im Charite-Krankenhause zu Berlin. ö) In Folge der Kriegsereignisse in Schleswig - Holstein am 18. Oktober 1864 begründet. Am 16. Dezember 1868 ward in Folge der Kriegserfahrung von 1866 der Anschluss an den Preussischen Verein beschlossen. 6 ) Am 10. November 1868 konstituirt unter Anschluss an den Preussischen Landesverein — 100 Mitglieder. 7 ) Wegen dieser den oben erwähnten Resolutionen im Hinblick auf den Deutsch-Französischen Krieg beiwohnenden Bedeutung sind dieselben in Beilage 100 im Wortlaut abgedruckt. 51* 404 VIII. Kapitel: Freiwillige Krankenpflege und die Genfer Konvention. inusste das Vorgehen der Sanitätskoininission der Ver- | einigten Staaten auch für Europäische Völker als unbedingt mustergiltig anerkannt werden. Während auf den Euro- | päischen Kriegsschauplätzen die Gaben zersplittert wurden, weil jeder Verein, jede Provinz, ja jede Gemeinde ihre Gaben gesondert den Söhnen der betreffenden engeren Heimath zukommen zu lassen bestrebt war, schnitt die Amerikanische Sanitätskommission mit unerbittlicher Strenge von dem ersten Tage ihres Bestehens an alle Sonderbestrebungen ab. Es gab keinen Weg auf dem Gebiete der freiwilligen Krankenpflege zu spenden oder zu wirken, als durch Vermittlung und nach den Anweisungen der Kommission. — Schon der Name Central- komitee, welchen der Vorstand des Preussischen Landesvereins, wie früher erwähnt, sogleich bei der Konstituirung im Februar 1864 sich beilegte, beweist, dass es dabei auf die Schöpfung einer ähnlich zusammenfassenden und leitenden Spitze abgesehen war, durch welche zunächst die Hilfsbestrebungen des Preussischen Volkes in einen gemeinsamen Kanal geleitet werden sollten. Zu diesem Zwecke war die Gliederung in Provinzial- und Lokalvereine vorgesehen. Die Neigung zur Sonderung erwies sich jedoch als so stark, dass bei Ausbruch des Krieges von 1866 sich nur 2 Provinzial- und etwa 120 Spezialvereine dem Central- komitee angeschlossen hatten. Wiederum war es der Krieg von 1866, in dessen Verlauf die Ereignisse so deutlich sprachen, dass während und nach Beendigung desselben die Erkenntnis« des Nothwendigen allmälig die centrifugalen Bestrebungen überwand. Im Jahre 1869 umfasste der Preussi- sche Verein nicht nur 8, d. h. sämmtliche in den 11 Preussischen Provinzen bestehenden Provinzial- und eine entsprechend vergrössertc Zahl von Lokalvereinen, sondern auch die in den übrigen Staaten des Norddeutschen Bundes (mit Ausnahme des Königreiches Sachsen und des Gross- herzogthums Hessen) bestehenden Landesvereine, welche auf Grund eines von dem Centralkomitee aufgestellten einfachen Normalstatutes zu dem Preussischen Vereine in ein enges Verhältniss getreten waren. Am 20. April 1869 endlich, also unmittelbar vor der am 22. April zusammentretenden internationalen Konferenz, wurde auch mit den eben erwähnten noch aussenstehenden beiden Landesvereinen des Norddeutschen Bundes, sowie mit denjenigen der für den Kriegsfall mit Preussen verbündeten Süddeutschen Staaten auf Grund eines neuen Normalstatutes vom 27. Februar 1869 eine Uebereinkunft geschlossen, welche die Gesammt-Organisation und die Bildung eines Centralkomitees der Deutschen Vereine zum Zweck hatte. Durch diese wichtige Uebereinkunft 1 ) wurde nach den Worten Seiner Majestät des Kaisers 2 ) „die Deutsche Einheit auf dem Gebiete der Humanität voll- ') Dieselbe ist wegen ihrer historischen Bedeutung in Beilage 101 im Wortlaut mitgetheilt. *) Vom 14. März 1871 aus Nancy datirter Brief an Ihre Majestät die Kaiserin, zogen, als die politische Einheit unseres Vaterlande« ■' noch im Kreise der Wünsche bewegte". Zugleich mit der Centralisirung der Gaben und K sollte das Centralkomitee statutengemäss die nothw« C Verbindung der freiwilligen Krankenpflege der staatlichen bewerkstelligen. Zu diesem Zweck batt drei von der Staatsregierung ernannte Kommissare, «äu dem Centralkomitee zugleich als Mitglieder angehört« Letzteres von den Bedürfnissen der Heeresverwaltniu ; Kenntniss zu erhalten und zu vermitteln, dass die Tbl, keit der Vereine diesen Bedürfnissen entsprechend regelt ward. Entwickelte sich somit aus dem Schoosse der f r , willigen Krankenpflege selbst manches sowohl für fr Centralisirung, wie für die Anschlussfälligkeit an die liehe Sanitätsverwaltung unverkennbar Wichtige, so i- das nach beiden Riehtungen hin Bedeutsamste von Allerhöchster Stelle ausgegangen. Als es nämlich bei der Mobilmachung im Jahre Im;. den Anschein gewann, dass jede der bereits beste Korporationen (Preussischcr Hillsverein, Johanniter teser, religiöse Genossenschaften beider Konfessionen u und der zahlreichen alsbald sich bildenden Vereinigunm gesonnen sei, auf eigene Hand, ohne oder doch in lockerst« A r erbindung mit den übrigen zu wirken, so dass amtliche] seits gegen die Zulassung so wenig organisirter Elemente auf den Kriegsschauplatz Bedenken erhoben werden mussten unternahm es Seine Majestät der König von Preussen, alle die getrennten Bestrebungen zu einem planmässig wirkend« Ganzen zusammenzuschmelzen, indem ein Allerhöchstes Dekret vom 31. Mai 1866 den damaligen Kanzler des Johanniter« Ordens zum „Königlichen Kommissar und Militärinspektem der freiwilligen Krankenpflege bei der Armee im Felde' ernannte, welchem alle Organe der freiwilligen Kranken pflege durch ein Königliches Machtwort bis zu gewiss« Grade unterstellt wurden. Derselbe sollte durch direkte Kommunikation mit den Feldbehörden Ort, Art und Gros* des Bedarfs ermitteln und für ordnungsmässige Zuluhnaj durch die freiwillige Krankenpflege Sorge tragen.') Nach Beendigung des Krieges von 1866 war nicht inet« die Frage, ob die Einrichtung eines Königlichen Kommisw beibehalten werden solle oder nicht, so sehr eine derartige reglementarisch verfügte Centralisirung freiwilliger Ver einigungen auch geeignet erscheinen mochte, zunächst hin und da — namentlich im Hinblick auf die gänzlich un abhängigeStellung der Amerikanischen Sanitätskommission- Befremden zu erregen. Auch die anfangs Widerstrebend« konnten sich der Anerkennung der Zweckmässigkeit dieser Maassrcgel angesichts ihres Erfolges nicht entziehen. Die Berliner Militär-Sanitätskonferenz des Jahres 1867 hatt >) Den Wortlaut der ursprünglichen, nur während des Krieg« von 1866 in Geltung verbliebenen Instruktion für den Königlichen Kommissar siehe bei Loeffler, Das Preussische Militär-Medizinal wesen und seine Reform. 1 Bd. daher hinsic die Zukunft ' Gemäss Thatiirkeit d die .Armee liindung mit Krankenpfle; Die Ko: fcgrrorgegani die freiwillig der Gaben und mass die notin Krankenpfleg, n diesem Zweck «^missare, Iitgheder ang e | Heeresverwall teln, dass die ] =en entspreche m Schoosse der f re j. mes sowohl IV, Fähigkeit an die f Wichtige, so i leutsamste von Aller- ehung im Jahre 18« •r bereits besteh ein, Johanniter, • Konfessionen u. g, r lenden Vereinig der doch in lock in, so dass amtlicher- organisirter Element loben werden musstei ig von Preussei planmässig wirkenden ein Allerhöchstes De- anzler des Johanniter und Militäriiispektciir •Armee im Fehle- freiwilligen Kranken. )rt bis zu gewissei sollte durch direkte Ort, Art und Gros* gsmässige Zufuhnw irge tragen.') 186G war nicht meto liglichen Kommissar! ) sehr eine derartigt ig freiwilliger Verlockte, zunächst liier uif die gänzlich anitätskominission- ngs Widerstrebenden eckmässigkeit diese; icht entziehen. Die Jahres 1867 hatte r während des Krieg« n für den Königlichen sclie Militär-Medizinal- Band I- II. Abschnitt: Die Deutsche freiwillige Krankenpflege im Kriege 1870/71. 405 , , er hinsichtlich dieses Punktes nur zu erwägen, wie für l'e Zukunft der Wirkungskreis des Militärinspekteurs zweck- , ;Kt -i-er abzugienzen sei. Gemäss der Instruktion vom 31. Mai hatte sich die Thätigkeit desselben im Kriege von 18(36 vorzugsweise auf |j, Armee im Felde" beschränkt, während seine Verbindung mit der heimischen Wirksamkeit der freiwilligen Krankenpflege eine allzu lockere geblieben war. Die Konferenz schlug vor, die Wiederkehr der daraus hervorgegangenen Uebelstände dadurch zu vermeiden, dass die freiwillige Krankenpflege, soweit sie im Felde thätig ist, durch Yermittelung ihrer Delegirten der neugeschaffenen General-Etappeninspektion unterstellt werde und durch engere Beziehung des Königlichen Kommissars zu der heimischen Yereinsthätigkeit. Darauf hinzielende Bestimmungen wurden in die Instruktion über das Sanitätswesen im Felde vom 29. April 1869 aufgenommen, 1 ) welche, wie (tu- den amtlichen Sanitätsdienst, so auch für das gesaninite Wirken der freiwilligen Krankenpflege im Kriege 1870/71 die Basis bildete. §§ 65, 66 und 67 der Instruktion. Zweiter Abschnitt. Die Deutsche freiwillige Krankenpflege im Kriege 1870 71. I. Organisation. Geeinigter und mit bestimmteren Instruktionen versehen, als in den früheren Europäischen Kriegen, trat, wie aus dein Vorangeschickten hervorgeht, die Deutsche freiwillige Krankenpflege in den Krieg 1870/71 ein, in dessen Verlaufe an sie wie an die gesammte Kriegstüchtigkeit der Nation die gewaltigsten Ansprüche herantreten sollten. Die breite Grundlage der organisirten freiwilligen Krankenpflege bildeten die A r ereine; die leitende Spitze stellte der Königliche Kommissar und Militär- Inspekteur dar, welcher die Centralisation der freiwilligen Bilfsthätigkeit sowie das Zusammenwirken derselben mit den amtlichen Sanitätsorganen zu bewirken und Delegirte als die zwischen ihm einerseits und den Vereinen sowohl ak den Militärbehörden andererseits vermittelnden Organe zu bestellen hatte. Im Einzelnen sollte der Königliche Kommissar: 1) von allen zur Unterstützung der Armee oder einzelner Theile derselben sich bildenden Vereinen, von ihren Absichten und ihren Statuten sich Kenntniss verschaffen; 2) die Gaben und die Wünsche Einzelner über ihre Thätigkeit entgegennehmen; 3) den Vereinen angeben, worauf sich ihre Thätigkeit '"Sünders zu richten habe, und nach welchen Orten und an welche Depots, Personen etc. die für die Armee oder die hazarethe bestimmten Gaben zu senden seien, damit sie ihre Uestiimnuim- erreichen; 4) sich dauernd mit dem Kriegsministerium in Verbindung erhalten, um für seine Thätigkeit die leitenden Gesichtspunkte zu erfahren. Den obersten Grundsatz betreffs des Verhältnisses der freiwilligen Hilfsthätigkeit zu den Militär-Sanitätsorganen enthielt §63 der Instruktion: „Die freiwillige Krankenpflege darf kein selbstständiger Faktor neben der amtlichen sein, sie muss vielmehr, wenn sie nicht hemmend und verwirrend auf den Betrieb des Pflegewesens einwirken soll, dem staatlichen Organismus eingefügt und von den Staatsbehörden geleitet sein." Als geeignetstes Feld für die Thätigkeit der freiwilligen Krankenpflege bezeichnete die Instruktion das Gebiet im Rücken der operironden Armee und als hauptsächlichste Aufgaben: 1) Die Gestellung des Begleitungspersonals an Pflegern für die Transporte der Kranken und Verwundeten aus den Feldlazarethen und den stehenden Kriegs- lazarethen nach den rückliegenden Reserve- lazarethen; "2) die Bereitstellung von Reserven an vollständig ausgebildeten Krankenpflegern und Krankenpflegerinnen für die Feld- und stehenden Kriegs- lazarethe; 3) die Sammlung, Zuführung und Vertheilung der freiwilligen Gaben an die Feldlazarethe; 406 VIII. Kapitel: Freiwillige Krankenpflege und die Genfer Konvention. Band I 4) die Einrichtung von Verband- und Erfrischungsstationen auf den Bahnhöfen; 5) die Unterstützung der Reservelazarethe, sei es durch Uelternahnie einzelner Zweige der Lazareth- verwaltung oder durch Aufnahme von Rekonvaleszenten oder endlich durch Einrichtung besonderer (Vereins-) Lazarethe; 6) die Vermittelung von Nachrichten über den Verbleib verwundeter oder erkrankter Krieger an die Angehörigen derselben. 7) Als Ausnahme war die Beihilfe der freiwilligen Krankenpflege auch im Bereiche der fechtenden Truppen durch Anschluss einer Verwundeten-Trans- portkolonue an einen Stab oder ein Sanitätsdetache- ment, desgleichen die Errichtung von Vereinslaza- rethen auf dem Kriegsschauplatz in Aussicht genommen. Jede durch das Armee-Oberkommando zugelassene Verwundeten - Transportkolonne unterstellte die Instruktion während eines Gefechtes unbedingt den Anordnungen desjenigen Militärarztes, welcher auf dem zunächst gelegenen Verbandplatze die Disziplin übte. 8) Ebenso sollte ausnahmsweise — initErlaubniss des General-Etappeninspekteurs und genau nach dessen Befehlen — die selbstständige Zuführung von Transporten mit Erfrischungsgegenständen für die Truppen seitens der freiwilligen Krankenpflege stattfinden dürfen. Sache der Vereine war es, Personal und Material zu beschaffen, zu sondern und entweder an die ein für alle Mal festgesetzten Sammelstellen oder nach den speziellen Bestimmungen des Königlichen Kommissars und seiner Vertreter zu versenden, während Letzteren die Vertheilung auf die Bedarfsstellen oblag. Allerdings waren der Uebereinkunft vom 20. April 1869 keineswegs alle Deutschen A r ereine, sondern nur die speziell den Namen „Hilfsverein zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger" führenden beigetreten, während nicht nur die religiösen Genossenschaften, sondern auch der Johanniter- und Malteser-Orden, desgleichen der Bayerische St. Georgs-Orden, die Frauenvereine und eine grosse Zahl theils schon früher, theils erst nach Ausbruch des Krieges begründeter Vereine mehr oder weniger gesondert fortbestanden/) ganz abgesehen noch von den vielen einzelnen Kräften, welche zur Hilfsleistung bereit waren, ohne einem Vereine beitreten zu wollen. Immerhin umfasste die geschaffene Vereinigung, zumal sich derselben wenigstens die Ritter-Orden und die Frauenvereine dem wiederholt von Allerhöchster Stelle ausdrücklich ausgesprochenen Wunsche ') In Preussen waren dies hauptsächlich: 1) Der Berliner Hilfs- verein für die Deutsehen Armeen im Felde; 2) der König Wilhelm- Verein; 3) der Preussische Frauen- und Jungfrauen-Verein; 4) der Haupt-Verein für die Landwehr-Frauen; 5) der Berliner Frauen- Lazareth- Verein. gemäss') eng anschlössen, die Hauptkräfte der freiwillig« Krankenpflege in Deutschland. ZurZeit des Friedensschlusses waren dem Centralkoniitee der Deutschen Hilfsvereine 25 Landes-, 25 Provinzial- und 1987 Zweigvereine (einschliesslich Frauen vereine) mit zu- sammen etwa 255 000 Mitgliedern unterstellt. Nach §§ 5 und 6 der Uebereinkunft vom 20. April 1869*) lag dem Centralkoniitee die einheitliche Vertretung der Deutschen Vereine und die Herbeiführung des einheitlichen Zusammenwirkens derselben ob, zu welchem Zweck es nach Maassgabe des Bedürfnisses und der bereiten Mittel an die Landesvereine Aufforderungen in Bezug auf den Ort, wohin und in Bezug auf die Art, wie die Hilfe geleistet werden solle, zu richten hatte, während den Landesvereinen dabei anheimgegeben blieb, unter steter Kommunikation mit dem Centralkoniitee den im eigenen Lande befindlichen Lazarethen und den eigenen Landestruppen die nächste Fürsorge zuzuwenden, sowie ihre Zufuhren durch besondere jedoch dem Centralkomitee zu bezeichnende Delegirte an den Ort ihrer Bestimmung begleiten und daselbst im Ein- verständniss mit den betreffenden Militärbehörden verwenden zu lassen. 8 ) Nachdem in Folge der Französischen Kriegserklärung das Preussische Centralkomitee bereits unter dem 17. und 19. Juli Aufrufe erlassen hatte, welchen rasch diejenigen zahlreicher anderer Vereine folgten, ernannten die verschiedenen Landesvereine ihre Delegirten für das Deutsche Centralkomitee,. welches alsbald in Berlin zusammentrat und während der Dauer des Krieges daselbst in Permanenz blieb. Als die meisten nach Berlin gesandten Delegirten der auswärtigen Landesvereine in ihrer Heimath dringend nöthig wurden, traten auf Ersuchen der Landesvereine in Berlin wohnhafte Vertreter an ihre Stelle. Zum Königlichen Kommissar und Militärinspekteur der freiwilligen Krankenpflege bei dem Heere des Norddeutschen Bundes wurde durch Allerhöchste Kabinets-Ordre vom 20. Juli Seine Durchlaucht Fürst Hans Heinrich XL von Pless ernannt, welcher unter dem 22. Juli die Aufnahme seiner Thätigkeit ankündigte und zur Vereinsbildung (möglichst unter Einfügung in die Organisation des Centralkomitees) sowie zu Anmeldungen von freiwilligen Pflegern und Pflegerinnen aufforderte. Bereits unter dem 28. Juli wurden die Namen sämmt- lieber Landes-, Provinzial- und Bezirksdelegirten für die Provinzen und für einzelne Regierungsbezirke der Preussi- sehen Monarchie, desgleichen für die Grossherzogthümer ] ) Allerhöchste Ordre vom 2. Juni 1869 an das Centralkomitee und vom 12. Mai 1870 an den Kriegs- und Marineminister, — beide mitgetheilt im Bericht des Militärinspekteurs, S. 5 und 6. *) Vergl. S. 404. 3) Thatsächlich fielen diejenigen Rechte, welche in der Uebereinkunft dem Centralkomitee eingeräumt sind, in letzter Instanz überwiegend dem Militärinspekteur zu, dessen Delegirte im Inlande (siehe später) zugleich als Delegirte des Centralkomitees fungirten. Band I. II. Abschnitt: Die Deutsche freiwillige Krankenpflege im Kriege 1870/71. 407 fte der freiwilligen dem Centralkoniitee 25 Provinzial und enve reine) mit zu . •stellt. om 20. April 18g» he Vertretung der g des einheitlichen liein Zweck es nach ■eiten Mittel an die luf den Ort, wohin, fe geleistet werden -ndesvereinen dabei ommunikation mit Lande befindlichen uppen die nächste m durch besondere, lende Delegirte an d daselbst im Ein- »ehörden verwenden en Kriegserklärung i unter dem 17. und n rasch diejenigen srnannten die ver- für das Deutsche srlin zusammentrat elbst in Permanenz sandten Delegirten Heirnath dringend r Landesvereine in le. ilitärinspekteur der des Norddeutschen s-Ordre vom 20. Juli ch XL von Pless 3 Aufnahme seiner bildung (möglichst ig Centralkomitees) 2jen Pflegern und die Namen sämint- sdelegirten für die ezirke der Preussi- Grossherzogthümer ,n das Centralkomitee rinerainister, — beide >. 5 und 6. eiche in der Ueberein- letzter Instanz über- irte im Inlande (siehe ;es fungirten. o e , se n und Baden, welche sich völlig der Preussischen Organisation angeschlossen hatten, mitgetheilt. Diese Delegirten im Inlande hatten nach dem Cir- . j jpg jülitärinspekteurs vom 28. Juli die Thätigkeit aller Vereine und der zur freiwilligen Krankenpflege gehörigen Privatpersonen zu leiten, von dem jeweiligen Bestände an Personal Geld und Material sich Kenntniss zu verschaffen, fir Verband- und Erfrischungsstationen an den Bahnhöfen ;0 \vifi für Einrichtung und Ergänzung der Vereinsdepots an den Etappenorten und an den Stationsorten der Reserve- lazarethe zu sorgen, die Hilfe der freiwilligen Krankenpflege in den staatlichen Reservelazarethen — soweit sie daselbst instruktionsmässig gestattet war 1 ) — zu veranlassen und je einen Delegirten für jedes dieser Lazarethe zu ernennen, die Einrichtung von Vereinslazarethen und deren Anschluss an die staatlichen Einrichtungen im Sinne der Instruktion Z u vermitteln und für jedes derselben wiederum einen Delegirten aus den Mitgliedern desjenigen Vereins, welcher das Lazareth errichtete, zu bestellen. Jede sogleich bei Beginn des Krieges oder im Verlaufe desselben formirte Armee erhielt einen Armeedelegirten, einen General-Etappendelegirten und einen Kolonnenführer, jedes Armeekorps einen Korpsdelegirten. Die den Hauptquartieren der Höchstkommandirenden attaclhrten Armeedelegirten hatten in erster Linie mit Rücksicht auf die Operationen der betreffenden Armee im Einvernehmen mit den Organen der Militärverwaltung die Bedürfnisse festzustellen, soweit die Befriedigung derselben der freiwilligen Krankenpflege oblag, im Uebrigen sich in beständiger Verbindung mit den im Rücken der Armee befindlichen General-Etappendelegirten zu halten und an diese, eventuell an die Provinzial- und Landes- delegirten, ihre Requisitionen zu richten. Die General-Etappendelegirten waren der be-* treffenden General-Etappeninspektion unterstellt, um nach den Anweisungen derselben im Anschluss an die offiziellen Organe die Thätigkeit der freiwilligen Krankenpflege im Rücken der kämpfenden Armee einheitlich zu regeln. Ihre Aufgabe war, das Begleitungspersonal für Evakuationstrans- porte heranzuziehen; die Pfleger und Pflegerinnen für die Feld- und stehenden Kriegslazarethe aus den rückwärts liegenden Sammelpunkten zu requiriren; die erforderlichen Materialien für Feld- und Kriegslazarethe aus den Vereinsdepots zu beschaffen; besondere Lazarethdelegirte zu bestellen (welche sich nach § 72 der Sanitätsinstruktion mit den Chefärzten ins Einvernehmen zu setzen hatten) und mit diesen in beständiger Verbindung zu bleiben; endlich Verband- und Erfrischungsstationen auf den Bahnhöfen einzurichten (soweit dies nicht die Delegirten für das Inland bereits veranlasst hatten). Von vornherein war ihnen eine nicht unerhebliche Zahl von Personen beigegeben, welche je ') Näheres darüber siehe unter B. des folgenden Abschnitts Wirksamkeit der freiwilligen Krankenpflege im Inlande). nach Bedürfniss bei dem Vorrücken der Armee und der auf dem Fusse folgenden General-Etappeninspektionen als Subdelegirte für einzelne Stationen zurückgelassen werden sollten. Desgleichen wurden ihnen alsbald aus Aerzten, Heilgehilfen, Krankenpflegern und Helfern zusammengesetzte, ungefähr je 200 Mann starke Kolonnen zur Verwendung in den Lazarethen, bei Verwundeten - Transporten und Evakuationen unterstellt. Ein Allerhöchster Erlass vom 22. Juli sprach nachdrücklich aus, dass nur den vom Königlichen Kommissar bestellten Personen gestattet werden könne, als Organe der freiwilligen Krankenpflege zu fungiren. Andererseits war darin — wie schon in der Instruktion für das Sanitätswesen im Felde — darauf hingewiesen, dass der Kommissar bei Lösung der ihm zufallenden Aufgaben sich der schon bestehenden Genossenschaften der Johanniter- und Malteser- Orden sowie des Centralkomitees als bereiter Organe werde bedienen können. Dem entsprechend entstammte eine beträchtliche Zahl der Delegirten bei der Feldarmee wie im Inlande, sowie der Mitglieder der Centralstelle dem Johanniter- und Malteser- Orden. 1 ) In Folge einer Verständigung mit dem Centralkomitee fungirten die Delegirten des Königlichen Kommissars im Inlande zugleich als Delegirte des Centralkomitees. Auf dem Kriegsschauplatze war nicht das Gleiche der Fall, doch beschränkte sich das Centralkomitee auf Ernennung des Personals für die Depots und gelegentliche Absendung eigener Kommissare in besonderen Fällen. Da den Vorschriften der Feld-Sanitätsinstruktion nur für die Norddeutsche Armee (einschliesslich der Grossherzoglich Hessischen Truppen) unmittelbare Giltigkeit zukam, so umfasste der Wirkungskreis des Militärinspekteurs — gemäss der Ernennungsordre — zunächst lediglich die freiwilligen Hilfseinrichtungen bei der Armee des Norddeutschen Bundes. Diese Beschränkung wurde zwar auch im Verlaufe des Krieges nicht aufgehoben, doch erfolgte für die Badischen und Hessischen Truppen auf Grund besonderer Vereinbarung die Bestellung je eines besonderen Delegirten durch den Preussischen Militärinspekteur. Württemberg adoptirte das Prinzip der Preussischen Einrichtung, indem daselbst Prinz Herrmann von Sachsen-Weimar zum Königlichen Kommissar für die freiwillige Krankenpflege in Württemberg ernannt ward. Das Centralkomitee des Bayerischen Hilfsvereins hingegen entsandte zu den Bayerischen Armee- *) Von den 353 Delegirten, welche nach dem Bericht des Militärinspekteurs im Verlaufe des Krieges auf dem Kriegsschauplatze verwendet wurden, gehörten 170 dem Johanniter-, 25 dem Verein der Schlesischen Malteser, 29 der Johanniter-Malteser-Genossenschaft in Rheinland-Westfalen an. Unter den 1328 Delegirten im Inlande befanden sich 130 Johanniter, 6 Schlesisehe Malteser, 17 Rheinisch- Westfälische Malteser. In Summa wurden während des Krieges 490 Johanniter, 31 Schlesisehe und 67 Rheinisch-Westfälische Malteser- Ritter zu personlichen Dienstleistungen (Delegirte, Kolonnenführer, Kommissare mit speziellen Aufträgen etc.) verwendet. :? I 1 408 VIII. Kapitel: Freiwillige Krankenpflege und die Genfer Konvention. Band ! korps eigene Delegirte, welche jedoch, ebenso wie die Württembergischen, mit denjenigen des Preussischen Militär- inspekteurs in voller Eintracht zusammenwirkten. Bereits unter dem 6. August 1870 erklärte der Bayerische Gesandte zu Berlin in einem offiziellen Schreiben ausdrücklich, dass die Delegirten des Bayerischen Hilfsvereins zu den Dele- girten des Norddeutschen Militärinspekteurs in demjenigen Verhältnisse stünden, „wie es durch die Allerhöchst genehmigte Gesammtorganisation der Deutschen Vereine begründet ist". 1 ) Um alle nothwendigen Maassnahmen in so kurzer Zeit treffen zu können, wie die Plötzlichkeit der Kriegsgefahr und der beschleunigte Aufmarsch der Armee erforderte, umgab sich der Königliche Kommissar alsbald mit einem Kollegium von Mitarbeitern, welche sich in die speziellen Geschäfte für einzelne Zweige der freiwilligen Krankenpflege theilten. Diese dem Militärinspekteur unmittelbar unterstellte „Centralstelle der freiwilligen Krankenpflege" blieb, als Ersterer sich mit dem grossen Hauptquartier Seiner Majestät des Königs zur Feldarmee begab, zunächst in Berlin zurück. Nach den Schlachten bei Metz folgte ein Theil des Personals auf den Kriegsschauplatz und bildete zunächst in Pont ä Mousson, sodann in Meaux, endlich in Versailles eine „Centralstelle für die freiwillige Krankenpflege im Felde", während der andere, durch neu eintretende Mitglieder verstärkte Theil unter dem durch Allerhöchste Ordre ernannten „stellvertretenden Königlichen Kommissar und Militärinspekteur" 2 ) in Berlin verblieb. Die Einberufung beziehungsweise Annahme und Ver- theilung des Personals erfolgte für die Norddeutsche Armee seitens des Königlichen Kommissars durch seine Organe. Für die Mitglieder der religiösen Genossenschaften wurde meist die A 7 ermittelung des Johanniter- und Malteser- Ordens sowie der Bischöfe in Anspruch genommen. Eine grosse Zahl von Hilfsbereiten (darunter viele Aerzte) stellte sich ohne Entschädigungsansprüche zur Verfügung. Andere wurden aus Vereinsmitteln besoldet; die Vergütigungen für das Unterpersonal (Heilgehilfen, Krankenwärter u. s. w., welche namentlich für Evakuations- zwecke in grossem Maassstabe herangezogen werden mussten) übernahm in den meisten Fällen der Staat, während die freiwillige Krankenpflege — gemäss der Sanitätsinstruktion — die Bereitstellung desselben sich angelegen sein Hess. Als diejenigen Korporationen, welche die meisten Pfleger beziehungsweise Pflegerinnen entsandt haben, dürften Folgende zu nennen sein: 1) Das Berliner Bureau für Felddiakonie (stellte 3ß0 Felddiakone). 2) Die Diakonenanstalt zu Duisburg (228 Diakone). J ) Die Kriegs-Sanitätsordnung von 1878 nennt — den veränderten Verhältnissen entsprechend —mir einen Kaiserlichen Kommissar. 2 ) Als solcher fungirte Seine Durchlaucht der Herzog von Ujest. 3) Die evangelischen und katholischen Krankenpflege. Orden. *) 4) Die Frauenvereine. — In richtiger Erkenntnis der Bedingungen, unter welchen die weltlichen Pflegerinnen wahrhaft nützlich zu wirken vermögen, beschränkte sie! die persönliche Hilfsleistung der Mitglieder von Frauen vereinen vorwiegend auf das Inland. Auf dem Kriem Schauplatz waren ausser einigen vereinzelt eingetroffenen Pflegerinnen und einer massigen Zahl von den Fraue* vereinen (namentlich dem Badischen) entsandter Wärterinnen während längerer Zeit 35 Albertinerinnen thätig, ausserdem vorübergehend in Lazarethen auf dem Kriegsschanplafa 13 Pflegerinnen des Darmstädter (Alice-) und einige Mitglieder des Badischen Frauenvereins. 5) Der bei Weitem grösste Theil, namentlich des männlichen Personals wurde von den Vereinen geworben oder stellte sich aus eigenem Antriebe aus den studentischen Kreisen, den Turner-, Schützen-, Feuerwehr- und sonstigen über ganz Deutschland zerstreuten Verbindungen. Die Sanitätsinstruktion und der schon erwähnte Aller- höchste Erlass vom 22. Juli ermächtigten zur freiwilligen Hilfsleistung bei der Feldarmee und zum Tragen des (vom Kriegsministerium zu stempelnden) Neutralität» abzeichens 2 ) bei der Norddeutschen Armee nur solche Personen, welche mit einer von dem Königlichen Kommissar abgestellten Legitimationskarte versehen waren. Ausser dem Norddeutschen Militärinspekteur erhielten anfangs mir noch der Königliche Militärkoimnissar von Bayern und der Württembergische Hilfsverein das Recht, derartige Legitimationskarten auszugeben; ein Befehl des Grossen Hauptquartiers vom 10. November 1870 erkannte die gleiche Befugniss noch den Landes- und Bezirksdelegirten, dem stellvertretenden Königlichen Kommissar in Berlin, der ! ) Die Gesammtzahl der von den Orden entsandten Brüder und Schwestern ist nicht zu ermitteln, dass dieselbe aber eine sehr bedeutende gewesen ist, geht aus folgenden Daten hervor: Der Rheinisch - Westfälischen Malteser- Genossenschaft waren allein von katholischen Orden 342 Brüder und 15G7 Schwestern zur Disposition gestellt, von welchen 206 Brüder und 5G5 Schwestern auf dem Kriegsschauplatze, die Uebrigen im Inlande Verwendung fanden, Der Verein der Schlesischen Malteser stellte für den Kriegsschauplatz 26 barmherzige Brüder und 432 barmherzige Schwestern, ausserdem mehr als 200 graue Schwestern für das Inland. Das Diakonissenhaus zu Kaiserswerth stellte 76 Diakonissen für den Kriegsschauplatz, 144 für das Inland. Das Berliner Diakonissenhaus Bethanien sandte 38 Diakonissin auf den Kriegsschauplatz u. s. w. *) Die Möglichkeit, den freiwilligen Helfern die Berechtigung zum Tragen des Neutralitätsabzeichens zuzuerkennen, obwohl bei Abschluss der Genfer Konvention sowohl wie der Zusatzartikel dieses Personal absichtlich unerwähnt geblieben ist, beruhte lediglieh auf der Einfügung der freiwilligen Krankenpflege in den Heeres-SanitÄtfr dienst, vermöge welcher allein das organische Personal derselben als zu den in Artikel 2 und 7 der Konvention Genannten gehörig betrachtet werden konnte. (Vergl. hierzu den dritten Abschnitt dieses Kapitels.) i^BHH^H Band I. ben Krankenpflege. utiger Erkennt** fliehen Pflegern^ , beschränkte 4.;, ;lieder von Frauen- Auf dem Kvhhk. izelt eingetroffen« von den F rauen . ■andter Wärterinnen 11 thätig, ausserdem n Kriegsschauplatz '-) und einig-,. Mit- tinentlieh des mann. len geworben oder den studentischen rehr- und sonstig« lindungen. 1011 erwähnte Aller- ten zur freiwilligen zum Tragen des 311) Neutralität»- rnee nur solche Per- shen Kommissar ansparen. Ausser dem '11 anfangs nur noch Bayern und der t, derartige Legiti- les Grossen Haupt- kannte die gleiche rksdelegirten, dem sar in Berlin, der entsandten Bruder mul ;lbe aber eine sehr bell hervor: Genossenschaft WM« d 15G7 Schwestern zur r und 5G5 Schweden ide Verwendung fanden. stellte für den Kriegs- irmherzige Schwestw«, das Inland, dlte 70' Diakonissen für sandte 38 Diakonissen lfern die Berechtigung erkennen, obwohl bei der Zusatzartikel diese« t, beruhte lediglich auf 11 den Heeres-Sanitäts- Personal derselben als Genannten gehörig beritten Abschnitt diese« II. Abschnitt: Die Deutsche freiwillige Krankenpflege im Kriege 1870/71. 4üit /Hill' untralstelle für die freiwillige Krankenpflege im Felde, „;,. den Armee- und General-Etappendelegirten zu. 1 ) Die durch Vereine und Private gesammelten Gaben ■ ml (laut § 71 der Sanitätsinstruktion) in Depots zu ■mein welche an den zur Armee führenden Eisenbahnlinien (insbesondere auch an den Etablirnngsorten der entliehen Lazareth-Reservedepots) von der freiwilligen Krankenpflege eingerichtet und von ihren Delegirten veraltet werden sollten, um von dort aus an die Bedarfsstellen , m f dem Kriegsschauplatze vertheilt zu werden. Dem°'eniäss fand zunächst an den Haupt-Etappenorten der drei hei Anfang des Krieges aufgestellten Armeen die Errichtung je eines „Vereins-Hauptdepots" statt und für die I. Armee zu Coblenz, für die II. zu -Mainz, ,|ie III. zu Mannheim. Jedes Hauptdepot stand unter der oberen Leitung des General-Etappendelegirten, so lange dieser sich am Etappen- Ilauptorte befand, anderenfalls unter derjenigen seines Stellvertreters, des Haupt - Etappenorts - Delegirten. Das Verwaltungspersonal wurde für alle Depots von dem Deutschen Centralkomitee gestellt und ernannt, Der Delegirte für das Hauptdepot hatte die Requisitionen ans dem Bereich derjenigen Armee, für welche das Depot designirt war, entgegenzunehmen, für beständige genügende Ausrüstung desselben mit den erforderlichen Materialien Sorge zu tragen und die Beförderung der Kompletirungstränsporte auf der Etappenstrasse durch Ver- niittelung der Autorität des Etappenkommandanten zu veranlassen. Bei Einrichtung sowohl der bei Beginn des Krieges wie der im Verlaufe desselben etablirten Hauptdepots wurde nach einem bestimmten Ausrüstungsplan verfahren und dieser Plan so weit als thunlich innezuhalten versucht. Die Ausstattung bezog sich auf folgende Gruppen: 2 ) ') Im Ganzen sind nach dem Berichte des Militärinspekteurs bis nrm Schlüsse des Krieges 15 000 derartige Legitimationskarten ausgegeben worden, abgesehen von der beträchtlichen Zahl Derjenigen, «eiche mit gefälschten oder widerrechtlich angeeigneten Binden und Kurten auf den Kriegsschauplatz gelangten. Die daraus erwachsenen Missstände sind bekannt und im Berichte des Militärinspekteurs sowohl als in zahlreichen anderen Publikationen der freiwilligen Krankenpflege allseitig erörtert. Da die Vorgänge im Deutsch-Französischen Kriege die schon 1866 gemachte Erfahrung bestätigen, dass Binde und Carte allein zu leicht zu beschaffende Gegenstände sind, soll nach der Kriegs-Sanitätsordnung von 1878 — unter Beibehaltung der früheren Vorschriften — Personal der freiwilligen Krankenpflege auf den Kriegsschauplatz nur in einer mit staatlicher Genehmigung zu bestimmenden, aus Vereins- oder Privatmitteln zu beschaffenden und zu ergänzenden Kleidung zugelassen werden. Auch bedarf es nach der Kriegs-Sanitätsordnung zum Betreten der über den Bereich der Eteppeninspektion hinaus gelegenen Bezirke ausser jenen Ausweiskarten noch einer besonderen, den bezüglichen Auftrag enthaltenden, schriftliehen Bescheinigung seitens des Kaiserlichen Kommissars oder eines bei der Etappeninspeküon befindlichen Delegirten mit der ausdrücklich lerkten Zustimmung des betreffenden Armee-Oberkommandos. -) Die einzelnen Gegenstände siehe im Bericht des Central- bmitees S. 12 bis 14. Sanitäts-Bericht über die Deutschen Heere 187U 71. I. Bd. 1) Lagerungsgegenstände. 2) Bekleidungsgegenstände. .">) Verbandgegenstände. 4) Chirurgische Instrumente und Apparate. 5) Arzneien und Desinfektionsmittel. 6) Nahrungs- und Genussmittel. 7) Sonstige Lazarethbedürfnisse und Utensilien. Zur Kompletirung der Bestände in den Hauptdepots errichtete das Centralkomitee für jedes derselben eine Anzahl von ,,Vereins-Beservedepots", an welche die Gaben sämmtlicher Vereine und Privatpersonen des betreffenden Bezirks, mochten dieselben sich dem Centralkomitee angeschlossen haben oder nicht, dirigirt werden sollten. Zu Etablirungsorten wurden solche durch Eisenbahn-Verbindungen geeignete Punkte gewählt, welche seitens der militärischen Verwaltung auch für Anlage staatlicher Ergänzungsdepots in Aussicht genommen und ausserdem Sitz einer Etappenkommandantur waren, so dass für ein ununterbrochenes Zusammenwirken des zur Leitung des Vereins-Reservedepots berufenen Subdelegirten mit den staatlichen Behörden, sowie für rasche Erledigung aller vom Hauptdepot anlangenden Requisitionen die günstigsten Bedingungen obwalteten. Im Falle der Unmöglichkeil. Forderungen des Hauptdepots aus den Beständen des Reservedepots zu genügen, sollte telegraphische Meldung an den Königlichen Kommissar und an das Deutsche Centralkomitee erstattet werden behufs direkter Erledigung durch das „Deutsche Centraldepot" in Berlin. Erst in zweiter Linie und sofern dadurch der Versorgung der Hauptdepots kein Eintrag geschehe, war die Ueberlassung von Material aus den Reservedepots an staatliche Reservelazarethe vorgesehen, während die Vereins- Privatlazarethe überhaupt nicht durch die Depots, sondern lediglich durch diejenigen Vereine und Privatpersonen,welche die Lazarethe errichtet hatten, versorgt werden sollten. Der Subdelegirte für das Reservedepot hatte von Zeit zu Zeit an den Landes- beziehungsweise Provinzial- delegirten zu berichten; das Verwaltungspersonal ernannte wiederum das Centralkomitee. Solche Reservedepots mit bestimmten Sammelbezirken wurden bei Beginn des Krieges errichtet: 1) Für das Hauptdepot Coblenz: in Köln. 2) Für das Hauptdepot Mainz: in Magdeburg, Hamm, Harburg, Kassel, Berlin und Leipzig. 3) Für das Hauptdepot Mannheim: in Görlitz, Stuttgart, München und Nürnberg.') Die Regierungsbezirke Trier, Coblen/., Wiesbaden, desgleichen die Pfalz sowie die Crossherzogthiimer Baden und Hessen-Darmstadt wurden keinem der Sammelbezirke zugetheilt, weil diese Landestheile einerseits eine besonders grosse Zahl von Lazarethen zu versorgen halten, anderer- l ) Die Sammelbezirke der einzelnen Depots siehe im Bericht des Centralkomitee 52 r 410 VIII. Kapitel: Freiwillige Krankenpflege und die Genfer Konvention. Saud . Beita hei der Nähe des Kriegsschauplatzes die Depots und Üazarethc auf demselben direkt versorgen zu können in der Lage waren. Die Ergebnisse der Sammlungen in den Mecklenburgischen Grossherzogthümern, den Provinzen Brandenburg, Pommern und Preussen wurden theils als Reservebedarf für die vorgenannten Depots, theils zur Kompletirung des (Vntraldepots selbst vorbehalten. Die Vereinsvorstände in den freien Reichsstädten Hamburg, Bremen und Lübeck stellten bei Ausbruch des Krieges ihre gesammten Einnahmen zur Verfügung des Centralkomitees und erboten sich zugleich diejenigen Gegenstände, welche in ihrem Gebiete besser und billiger zu beschaffen waren als im Binnenlande, nach Anweisung des Centralkomitees anzukaufen und direkt den von Letzterem namhaft zu machenden Bedarfsstellen zuzuführen. In Folge dieses Anerbietens wurden die Depots der freien Reichsstädte keinem bestimmten Speisungsrayon zugetheilt, vielmehr sandten dieselben auf Requisition des Centralkomitees ihre Transporte unter Begleitung besonderer Delegirten unmittelbar an die Orte des Bedarfs. Bei dem Vorrücken der Armeen schoben die Hauptdepots zur Erleichterung und Beschleunigung des Geschäftsverkehrs besondere j.Zweigdepots"' vor und zwar zunächst nach Saarlouis, Saarbrücken und Neustadt a. d. Hardt. Gleichzeitig wurde mit der Errichtung von Eisdepots in Neunkirchen und Weissenburg vorgegangen. in dem Maasse wie demnächst die Deutschen Heere tiefer in Frankreich eindrangen, folgten ihnen die Depots, nach Erledigung der ihnen zugetheilten Aufgabe, sich entweder auflösend oder ihre Wirksamkeit an einer neu entstandenen Bedarfsstelle wieder aufnehmend. In dieser Weise bestanden auf Französi »sischem Bodei im Bereiche der wichtigsten militärischen Operationen n i der hauptsächlichsten Etappenlinien längere oder kürzen Zeit hindurch nach und nach 8 Hauptdepots zu Courc Pont ä Mousson, Nancy, Meaux, Reims, Versailles, Amiens und Orleans, daneben (54 Reservedepots,') ausserdem nocl vier, welche für die aus der Umgegend vonSedan Evak auf Belgischem Gebiete errichtet waren. Nach der Sanitätsinstruktion sollten alle Requisitiona der Sanitätsdetachements, Lazarethe u. s. w. an die Delegirten gerichtet und durch Vermittelung dieser aus den Depots gedeckt werden. Zum Nachtheil der Ordnung sind direkte Bezüge seitens der Sanitätsformationen nicht immer unterblieben. Seitens des Staates wurde die freiwillige Krankenpflege in Erfüllung ihrer Aufgaben — gemäss §§ 78, 80 und 81 der Sanitätsinstruktion — durch Ertheilung von Auskunft und Bathschlägen, durch Gewährung von Porto- und Gg. bührenfreiheit auf den Posten und Staatstelegraphen durch freie Fahrt und frachtfreie Beförderung des .Materials auf Staats- und unter Staatsverwaltung stehenden Eisenbahnen, durch freie Unterbringung und Beköstigung der Krankenpfleger unterstützt. Hierbei sei erwähnt, dass auch die Deutschen Privat bahnen vollständige Frachtfreiheit für alle Transporte der freiwilligen Krankenpflege einräumten. 2 ) im Berieht I 'tiitriil- ') Die Etablirungsorte derselben siehe komitees S. 14 bis 16. -) Der Geldwerth der von den Deutschen Staats- und IVhal- bahnen gewährten Frachtfreiheit wird von dem Centralkomitee an! zusammen 44t) (XK) Thaler berechnet. Band L (irischen Kr Hilfe bestim Konferenz d »Jhrend des Umfang des Interesse der in der l'akult; Trausportkol oben erwähn »ach in der Richtigkeit r mg von 181 1 werden, das; [nstruktiou e der freiwillij dieses Krieg erste Vergor hat, während pflege selbst mangelhaft Elemente ge die meisten 1 [n viele den dem Ki Gebieten, bih aus Angehö Duldungen iu persönüche 1 Schauplatz gehörigen P Kvaktiation, Verwendung; korps", „Hil kauut geworc Programm gt dem Heraustt dem späteren IL Wirksamkeit. Auf allen in der Instruktion vorgesehenen Gebieten 1 ) ist die freiwillige Krankenpflege in grossem Maassstabe thätig gewesen. Die Art und Grösse der Betheiligung seitens der einzelnen Vereine und Genossenschaften ist aus den zahlreichen, nach dem Kriege erschienenen Rechenschaftsberichten derselben, sowie aus den zusammenfassenden Berichten des Militärinspekteurs und des Centralkomitees ersichtlich; in dem Nachstehenden soll daher nur Art. umfang und Bedeutung der von der freiwilligen Krankenpflege als Gesammtheit ausgegangenen Beihilfe in den einzelnen Zweigen geschildert werden. ') Vergl. S. 405 und 40(1. A. Auf dem Kriegsschauplatz. 1. Hilfsleistungen auf den Schlachtfeldern. (Unterstützung der Sanitätsdetachements.) Die Militär - Sanitätskonferenz von 1867 hatte insbesondere auch die Frage eingehend erwogen, ob eine Mitwirkung von Privaten auf dem Schlachtfelde selbst zulässig sei. Trotz der dagegen geltend gemachten Notli- wendigkeit, gerade der Hilfstätigkeit auf dem Schlachtfelde die unbedingte militärische Ordnung und Einheit zu wahren und ungeachtet der nach dem Kriege von 1866 vorgenommenen sehr beträchtlichen Vermehrung der mili- ') Vergl. I ») Vergl. Verhandlungen von der l'reiwill 3) Vergl. : Buchten Brfahn reo 1S78 die au Transportkoloni desjenigen Sani' Märschen, Kant Belbec nicht olm behörde trennet leiner Entsendu handlangen gegi tärischen Bestin für das Heer »artigen habe. 4 ) Dieser i auf dem Niirntx ÜUlHl I. anzösischem BoJ >n Operationen J ngere oder kfl«J jpota zu CourceM Versailles, Ai„j„ lK ,') ausserdem aää in Sedan Kvakuirte,, l alle Requisition s. w. an die I)e] P . ng dieser aus ,1,.,, il der Ordnung sind itionen nicht imm« reiwillige Kranken- läse §§ TS, 80 und Sl lung von Auskunft on Porto- luul Gi>. Stelegraphen, dnivl, [ des Materials ai:!' enden Eisenbahn« i'ung der Kranken- Deutschen Privat- alle Transporte dg ii Bericht des l 'i'iitral- ii Staats- und Print 'in Centralkomitee auf luplatz. achtfeldeni. elienients.) i 1867 hatte in» erwogen, ob eine aclitfelde selbst zu- 1 gemachten Notkauf dem Schlacht- ng und Einheit zu Kriege von 18C6 rmehrinig der nn'li- Band L II. Abschnitt: Die Deutsche freiwillige Krankenpflege im Kriege 1870/71. 411 irischen Krankenträger und Verbesserung der zur ersten ',.,,- bestimmten Formationen überhaupt 1 ) erachtete die Jferenz die grundsätzliche Ablehnung der Privathilfe »hrend des Gefechts mit Rucksicht auf den möglichen r ifane des Hilfsbedarfs nach grossen Kämpfen als nicht im I , !regS e der Verwundeten liegend. Diese Anschauung kam der fakultativen Zulassung von freiwilligen Verwundeten- lYjBjsportkolonnen auf das Schlachtfeld — wie sie nach der oDe n erwähnten liestiinniung in Aussicht genommen war — mcb in der Sanitätsinstruktion zum Ausdruck und ihre Richtigkeit nach beiden Seiten hin wurde durch den Feld- ,mr von 1870/71 bestätigt. Denn es kann nicht bestritten «riilcn. dass die aus einer Ausnahme (als welche die lihtiuktion es hinstellte) zur Regel gewordene Mitwirkung [er freiwilligen Krankenpflege auf den Schlachtfeldern Krieges einerseits die rasche Unterbringung und »rate Versorgung der Verwundeten wesentlich befördert hat, während andererseits — wie die freiwillige Krankenpflege selbst unumwunden anerkennt 2 ) — der Zudrang mangelhaft vorgebildeter und ungenügend disziplinirter Elemente gerade bei diesem Zweige der Kriegsthätigkeit ilji. meisten Ungehörigkeiten herbeiführte. 3 ) In vielen Theilen Deutschlands, namentlich aber in den dem Kriegsschauplatze näher gelegenen westlichen Gebieten, bildeten sich bei Ausbruch des Krieges zahlreiche, aus Angehörigen aller Stände zusammengesetzte Verbindungen mit der Absicht, der Armee zu folgen, um durch persönliche Dienstleistungen aller Art auf dem Kriegsschauplatz hilfreich zu werden. Die Mehrzahl der dazu (rehörigen Personen fand allerdings schliesslich bei der Kvakuation, in den Etappenlazarethen und in den Depots Verwendung; ein Theil dieser, unter den Namen: „Sanitätskorps'', «Hilfskorps", „Krankenträger", ,.Nothhelfer" 4 ) bekannt gewordenen Korporationen aber gelangte dazu, ihrem Programm gemäss, die staatlichen Saiiitätsdetacliements bei dem Heraustragen der Verwundeten aus der Schlachtlinie, dem späteren Absuchen des Gefechtsfeldes, bei der ersten i) VergL S. 31 und 32. 2 ) Vergl. insbesondere den Bericht des Militärinspekteurs, die Verhandlungen auf dem Nürnberger Vereinstage und zahlreiche andere von der freiwilligen Krankenpflege ausgegangene Publikationen. 3 ) Vergl. Beilage 102. — In Folge der im Kriege 187071 gemachten Erfahrungen scliliesst zwar auch die Kriegs-Sanitätsordnung TOD 1S78 die ausnahmsweise Zulassung einer freiwilligen Verwundeten- Transportkolonue nicht aus, doch soll eine solche dem Kommandeur desjenigen Saiiitätsdetacliements, welchem sie zugetheilt ist, auch auf Märschen, Kantonnements u. s. w. unterstellt sein und sich von demselben nicht ohne vorgängige Genehmigung der betreffenden Kommando- behörde trennen dürfen. Auch ist das Personal der Kolonne vor seiner Entsendung damit bekannt zu machen, dass es bei Zuwiderhandlungen gegen die Befehle des Kommandeurs und gegen die militärischen Bestimmungen überhaupt nach der Disziplinar-Strafordnung s Heer Strafe bezw. seine unverzügliche Entfernung zu gewärtigen habe. 4 ) Dieser Ausdruck ist durch einen Vortrag des Professor v. Held auf dem Nürnberger Vereinstage vorzugsweise populär geworden. Hilfsleistung durch Labung. Verband und ärztlichen Beistand zu unterstützen. Mehrere Mitglieder dieser Vereinigungen besiegelten ihren Eifer durch den Tod auf dein Schlachtfelde selbst oder in Folge von Wunden und Seuchen. 1 ) Diese „Nothhelfer" waren theils als selbsts tändige Korps organisirt, 2 ) theils militärischen Sanitätsformationen attachirt, 3 ) theils waren sie nach ihrer Zusammensetzung und Ausrüstung mehr als freiwilliges Feldlazareth anzusehen. 4 ) Es versteht sich von selbst, dass in dem Maasse Erfolge verzeichnet werden konnten, als bei der Auswahl des Personals die Intelligenz, Umsicht, Zuverlässigkeit des Einzelnen berücksichtigt und die Disziplin im Ganzen aufrecht erhalten war. In dieser Weise gelangte die freiwillige Krankenpflege insbesondere bei Weissenburg, Wörth, in den Schlachten um Metz, bei Sedan, in mehreren Ausi'allgefechten vor Paris, während verschiedener Kämpfe in der Gegend von Orleans, bei einer Anzahl von Schlachten und Gefechten im Norden und Südosten Prankreichs, somit auf allen Theilen des Kriegsschauplatzes zur Thätigkeit. Dies ist auch der Ort, einiger weltlicher Pflegerinnen zu gedenken, welche auf dem Gefechtsfelde selbst oder in unmittelbarer Nähe desselben die Erquickung und Verpflegung der Opfer kriegerischer Aktionen sich angelegen sein Hessen. Dahin gehört insbesondere die Wirksamkeit einiger Mitglieder des Sächsischen Albert-Vereins, welche namentlich während und nach den blutigen Schlachten von Metz sich dieser Art der Hilfsleistung unterzogen. 5 ) 2. Unterstützung der Feld-, Krieg»- und Etappenlazaretlie. Oben ist erwähnt, dass einige sogenannte „freiwillige Sanitätskorps" ihrer Zusammensetzung und Ausstattung ] ) Die grössten Verluste hatte ein aus (!4 Mann bestehendes Hamburger Sanitätskorps. Dasselbe verlor ein Mitglied durch Tod auf dem Schlachtfelde, zwei durch Typhus, ausserdem wurde durch Eisenbahnunfall ein Mitglied getödtet, eins schwer verletzt. — Tödtliehe oder doch schwere Verwundungen durch feindliche Waffen kamen bei dem freiwilligen Personal noch mehrfach, Todesfälle durch Krankheit in beträchtlicher Zahl vor. — In Tabelle 53 des II. Bandes dieses Berichtes sind 4 verwundete und 189 erkrankte Mitglieder der freiwilligen Krankenpflege als in Deutschen Lazarethen behandelt aufgeführt. Unter den Erkrankten befanden sieh 31 Pocken-, 50 Typhus- und 18 Ruhrkranke. Als gestorben sind ebendaselbst 20 bezeichnet, darunter 1 in Folge von Verwundung, 5 an Pocken, 8 an Typhus, 3 an Ruhr. ' l ) So insbesondere das Aschaffenburger, Kölner, Darmstädter, Offenbacher, Oberingelheimer, Frankfurter, Hamburger Korps. 3 ) Z. B. die Münchener und Mainzer. *) So die hauptsächlich aus Nürnberger und Würzburger Helfern zusammengesetzte Grolmansche Kolonne, desgleichen das aus 9 Aerzten und 15 Studirenden bestehende Breslauer akademische Sanitätskorps unter Führung des Professor Fischer u. A. ■"') Im Ganzen waren auf dem Kriegsschauplatze 35 Albertineriimen thätig. Nach der Schlacht bei Sedan richteten dieselben eine Ver- pttegungsstation in Douzy ein, später in (Jhäteau Thierry und in Lagny. (Näheres darüber siehe im Rechenschaftsbericht des Albert-Vereins.) 52* 412 VIII. Kapitel: Freiwillige Krankenpflege and die Genfer Konvention. Band nach als eine All freiwilliger Feldlazarethe anzusehen waren. In der That fanden dieselben auch Gelegenheit, nach All der Feldlazarette zu wirken, indem sie nach den Schlachten selbstständig Lokalitäten zu Lazarethzwecken einrichteten und den Dienst daselbst bis zur Kvakuation der Verwundeten oder bis zu ihrer Ablösung durch staatliches Personal versahen. In dieser Weise wirkte insbesondere das schon genannte Breslauer Korps unter Professor Fischer in Forbach') und Neunkirchen, die (Jroimansche Kolonne in Donchery, ein Frankfurter Korps in Ftampes. Das grösste Lazareth der freiwilligen Kranken- pflege auf dem Kriegsschauplatz bestand in Weissen!iurg'-) (bis in den < (ktober hinein) unter Professor Billroth aus Wien. Bereite an anderer Stelle 3 ) ist die Wichtigkeit angedeutet, welche dieser Thätigkeit der freiwilligen Krankenpflege gerade nach den ersten Schlachten für Sicherstellung ausreichenden Sanitätsbeistandes zugeschrieben werden uiuss, da zu jener Zeit ein Theil der staatlichen Feldlazarethe die Armeen noch nicht hatte erreichen können 4 ) und die oberen Sanitätsbehörden mit Rücksicht auf den sofort erfolgenden weiteren Vormarsch der Heere und die vorauszusehenden grösseren Kämpfe darauf bedacht sein mussten, möglichst viele Sanitätsanstalten schleunigst wieder heranzuziehen. 5 ) Eigentliche mobile Lazarethe auszurüsten und nach dem Kriegsschauplätze abzusenden, hat im Uebrigen die Deutsche freiwillige Krankenpflege mit Recht nicht für ihre Aufgabe gehalten.") ») Vergl. 8.107 und 329. — *) Vergl. 8.100. S) Vergl. S. 95, 98, 103 und 107. — 4 ) Vergl. S. 95 und 103. S) Vergl. S. 103 und 259. ") Vera!. Beilage 100 sub Ipass. 2. — Im Gegensatz zum Verfahren der Deutschen freiwilligenKrankenpflege rüstete die Französische Societe de secours etc. zwölf mobile freiwillige Ambulanzen aus, ausserdem noch vier unter ihrer Direktion stehende auf Kosten neutraler Völker (die Schweizer, die Niederländische, die Anglo-Amerikanische und die Turiner Ambulanz). Die Gesellschaft legt auf diesen Theil ihrer Thätigkeit besonderes Gewicht und hebt rühmend hervor, dass sie zuerst von den Europäischen Bilfsgesellschaften freiwillige Lazarethe organisirt habe. (Rapport de la societe francaise etc., Paris 1872.) Es ist von [nteresse, damit die Darstellung Le Forts (La Chirurgie militaire etc., Paris 1872) zu vergleichen, welcher — obwohl (oder weil) er selbst als Chefarzt einer dieser Ambulanzen fungirte — die Entsendung von Lazarethen seitens der Hilfsvereine nach dem Kriegsschauplatz von Grund aus verwirft. — Bei allen wohlgemeinten Bestrebungen, ganze freiwillige Sanitätsformationen — sei es für die erste Hilfe, sei es für dauernde Behandlung — aufzustellen, darf darauf hingewiesen werden, dass bei Bemessung der Zahl staatlicher Sauitätsdetacheinents und Feldlazarethe nicht bloss die Menge des vorhandenen Personals und Materials sondern eben so sehr das Urtheil der Befehlshaber über das mit ausreichender Beweglichkeit der Heere verträgliche Maass in Betracht kommt. — Die Kriegs-Sanitätsorduung von 1878 schliesst zwar — analog der Feld-Sanitätsinstruktion von 1869 (vergl. S. 406 pass. 7) — die Einrichtung von Vereinslazarethen auf dem Kriegsschauplatz nicht unbedingt aus, macht dieselbe jedoch von besonderer Ermächtigung des Generalinspekteurs des Etappen- und Eisenbahnwesens abhängig, welche nur ausnahmsweise bei dringendem Bedürfnis und mit Vorbehalt des Widerrufs ertheilt werden soll. Mehrfach hingegen — so insbesondere unter schwierige, Verhältnissen in Nancy') und Eemillv 2 ) — o-nb,,,,,. J ' belang es i||.|. selben, an Stätten besonderen Hilfebedarfs, desgle unmittelbar nach der Besetzung von Ortschaften 1 Deutsche Truppen für die von denselben mitgebrac aus benachbarten Kantonnements zusammenströmenden von durchmarschirenden Heerestheilen zurückgelas Kranken Unterkunftsräuine auszusuchen, auszustatten einer geordneten Lazarethpflege durch die nachrückenden staatlichen Sanitätsformationen wirksam vorzuarbeiten A T on nicht geringerem Werthe war die Unterstützung welche den etablirten staatlichen Lazarethen durcl Personal der freiwilligen Krankenpflege und den n Inhalt ihrer Depots erwuchs. Mehrfach wurden Aerzl freiwilligen Krankenpflege mit der Leitung von Etappen- lazarethen beauftragt, ungleich häufiger wirkten solche ah Assistenten der Militärärzte. Nach dem Berichte des Militärinspekteurs sind aus dem Gebiete ik^ Norddeutschen Bundes, Ladens und Hessens 4431 Krankenpfleger und 1703 Pflegerinnen, ausserdem nach dem Berichte da Bayerischen Hilfsvereins von letzterem (i"21 Pfleger um! 5 Pflegerinnen (ausser 3 männlichen und 117 weiblichen Ordensgliedern) nach dem Kriegsschauplatze abgesandt, von denen ein Theil bei der Evakuation (siehe später), eil nicht geringer Theil aber beim innern Dienst der Lazarethe Verwendung gefunden hat/) und zwar sowohl hei der eigentlichen Krankenpflege als im Haushalt der Lazarethe Namentlich waren es die männlichen und weiblichen Mitglieder religiöser Genossenschaften, welche nach beidet Richtungen im Allgemeinen die erspriesslichsten Dienste leisteten. Weit geringer blieb die Zahl weltlicher Pflegerinnen, welche in Sanitäts-Anstalten auf dem Kriegsschauplatz beschäftigt waren. 4 ) Hinsichtlich derjenigen im Interesse der Verwundeten mehr wünschenswerthen als nothwendigen Gegenstände (insbesondere Erquickungs- und Genussmittel), welche nicht zum Etat der staatlichen Sanitätsformationen''') gehörten, waren letztere instruktionsmässig auf die Vorrällie der freiwilligen Krankenpflege angewiesen. Der mehrfach hervorgehobene 6 ) Mangel an Beweglichkeit der staatlichen Lazareth- Reservedepots bewirkte, dass thatsächlich sowohl Leben» mittel als Verbandzeug, Arzneien und andere unentbehrliche ') Vergl. S. 148 und 237. — 2 ) Vergl. 8. 134. 3 ) Im dritten Kapitel wurde im Allgemeinen davon Abstald genommen, bei jeder einzelnen Btablirung anzugeben, wie viele freiwillige Pfleger und wie lange dieselben in dem betreffenden Lazarefl Dienste geleistet haben; gleichwohl linden sich daselbst zahlreich Hinweise dieser Art. — Da die Bestimmungen der Feld - Sanität» Instruktion von 186!) hinsichtlich der Disziplinargewalt der Chefarzt! über dieses Personal sich als nicht ausreichend erwiesen haben, enthält die Kriegs-Sanitätsordnung von 1878 erheblieh weiterg Vorschriften in dieser Hinsicht. i) Vergl. S. 408. 5) Vergl. Beilagen 2G, 29 bis 31, 33 bis 36, 38, 39 und 42. h ) Vergl. insbesondere S. 52, 110 u. a. Bund I. l> e unter schwierig, ' ~ Belang es ,],, edarfs, desgleiche, Ortschaften dmvl, Iben mitgebracht uaenströmendenij 11 ^rfickgelaasew '• auszustatten m\ die nachrückenden 11 vorzuarbeiten. ' die Unterstützung, izarethen durch du ?e und den rei wurden Aerzte der itung von Etapp» ■ wirkten aolche tfa dem Berichte de> ' des Norddeutsche Krankenpfleger um; dem Berichte da m 621 Pfleger „,„! und 117 weiblich« auplatze abgesan^ n (siehe später), ei Dienst der Lazaretfc ar sowohl bei der shalt der Lazarett und weiblichen IGl reiche nach h riesslichsten Dienste ie Zahl weltlichei ten auf dem Krieg» sc der Verwundeten idigen Gegenstände mittel), welche nicht lationen 6 ) gehörten, lie Vorräthe der frei 'er mehrfach hervor staatlichen Lazarett dich sowohl Lebens- n")): desgleiclw Bericht über die freiwillige Hilfsthätigkeil im Grossherzogthu» Buden u. A. *'.ri>n» ™5 vtf J ?*^'' ?5 F'rigwS* Öand I den Behörden auf. eines Krieges i ?e der Kranken g eines festen Vj ;hten und die vi reffen. Als solche kalitäten. dien Binrichtnngii kalitäten zu panqi ' einzurichten (Vej. mtstehenden Kontos, nng der Lazareft- aus der Beschaff ztlichen Pflege- nj ligen Krankenpii^ bei dieser ganzen »anrisse zu mach« iite Kreise der IV interessiren. Die irichtung und V* ehnnngslegung min l Tag zu zahlenden Die Vereinsbildmi noch nicht so weit [gehende reine Form nässig festgestellte! in so ausgedehnte! en können, wie den 3ne Grundsätze in. , wo das Centn! auf die erste na ausgegangene Aufbereitenden Maat» esentlich diesem Um- Zeit des Eintreffen gelegenen Schlacht its über 3000 Betten an. Die gesamtste herzoglichen Krieg»- uch eine Aversiniuil- e. litätsinstruktion und en enthaltenen B* the kam in Bad« lche die Einsetzung zur AufrechthaltuBg Seite 55); desgleidm im Grossberzogttaui IL Abschnitt: Die Deutsehe freiwillige Krankenpflege im Kriege 1870/71. 417 Wahrnehmung des militär-gesekäftlichen Die fer Disziplin, Tkeile* der Lazarethverwaltnng etc. verlangte. 1 ) Kichtbeachtung dieses Prinzips ist von der freiwilligen Krankenpflege selbst bedauert worden. 2 ) Rb lag im Gange der Ereignisse und in der darin ,,■■" leten ^ r ^ w i e der heimische Lazarethdienst fiber- uut sich gestaltete 8 ), dass die dem Kriegsschauplatze ■1 er gelegenen Lande im Westen Deutschlands, namentlich Baden und die Pfalz, in allen Zweigen der freiwilligen Hilfs- thätigkeit speziell aber in der Lazaretlipflege eine besonders fangreiche Thätigkeit entfalteten, doch wetteiferten alle rjude und Provinzen. Berlin, der Centralpunkt der Deutschen freiwilligen Krankenpflege überhaupt, wurde [auptort (wie der heimischen staatlichen, so auch) der freiwilligen Lazaretlipflege durch Etablirung von 2G wohl- eineerichteten Vereins- und Privatlazarethen, 4 ) welche zusammen über mehr als 2000 Betten verfügten. Ge^en Ende des Krieges bestanden in den Deutschen Staaten gegen 1500 Vereins- und Privatlazarethe; 6 ) der für dieselben seitens des Centralkomitees und der mit dem- «elben verbundenen Vereine gemachte Aufwand an Baar- mitteln wird von dem Centralkomitee auf 2 078 970 Thaler angegeben. Unter diesen Anstalten befanden sich grossartige und mustergiltige Anlagen, wie das in der neuerbauten Bahnhofswerkstätte zu Karlsruhe für 400 Betten eingerichtete Ei.-eülialm-Lazareth 6 ) und zahlreiche andere; grosse, im i. Kapitel bereits näher beschriebene Barackenlager entstanden in Berlin, 7 ) Altona, 8 ) Frankfurt a. M., 9 ) Speyer, 10 ) Darmstadt, 11 ) Karlsruhe 12 ) und Heidelberg, 13 ) theils durch die freiwillige Krankenpflege allein, theils unter reger Beteiligung derselben; auch zahlreiche Annexbaracken (neben hazaretken in festen Gebäuden) wurden von Privaten oder Vereinen errichtet und unterhalten. 14 ) Wo es anging — namentlich in den grösseren Städten und an den Sitzen der Universitäten — reservirten die ständigen Civil-Hospitäler eine entsprechende Anzahl von Betten für die Verwundeten und Kranken der Armee. Der Johanniter-Orden verpflegte in 25 ständigen Krankenhäusern und 7 Kriegslazarethen 2446 Mann. Fürstlichkeiten, ls ) i) Vergl. S. 303. ') Bericht über die freiwillige Hilfstätigkeit im Grossherzog- llium Baden S. 92. 3 ) Vergl. S. 310. 4 ) Einschliesslich 7 ständiger Civilhospitäler, welche je eine Anzahl Betten zur Disposition stellten (vergl. Beilage 89, S. 22G*). •"') Betreffs der Zahl der Lagcrstellen und vier Verpflegten siehe 8. 308. Vergl. ausserdem hierzu Beilage 88; die einzelnen Lazarethe wfa in Beilage 89. ,; ) Vergl. S. 349. — ?) Vergl. S. 343. — 8) Vergl. S. 345. ") Vergl. S. 365. — »•) Vergl. S. 377. — '') Vergl. S. 371. ") Vergl. S. 349. — ») Vergl. S. 350. ,4 ) Das Einzelne darüber siehe im 7. Kapitel; vergl. auch Beilage 99. '') Vergl. Beilage 89; betreffs der Musterbaracke Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Kronprinzessin von Preussen zu Homburg -iclie ausserdem S. 361 des Textes. Buittta-BericM über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. Johanniter-Ritter') und nicht wenige Privatpersonen errichteten Lazarethe auf eigene Kosten oder gaben Bäume für Zwecke der Krankenpflege her; desgleichen stellten fast alle Aerzte, welche eigene Heilanstalten besassen, je nach der Art ihrer Einrichtungen Betten für Verwundete und Kranke aller Art oder für bestimmte Kategorien zur Verfügung. Eine der Berechnung im Einzelnen sich entziehende, jedoch ebenfalls beträchtliche Zahl von Kranken ging vereinzelt in Privatpflege über. Nach der Instruktion sollte dies nur bei Rekonvaleszenten der Fall sein und die Ueberweisung, der militärischen Kontrole halber, lediglich aus den Reserve-Lazarethen erfolgen. Der Eifer Privater, namentlich A T erwundete in Pflege zu bekommen, war jedoch so gross, dass die Bestimmungen vielfach durchbrochen wurden. Namentlich in den westlichen Gegenden, vor Allem wiederum in Baden und in der Pfalz, gewann die Privatpflege eine sehr grosse Ausdehnung. Ausser dieser direkten Mitwirkung bei der Behandlung der Kranken sorgte die freiwillige Krankenpflege im Inlande ähnlich wie auf dem Kriegsschauplatze, nur in noch sehr viel ausgedehnterer Weise, für die geistigen Bedürfnisse der Pflegebefohlenen der Lazarethe durch Unterstützung der Seelsorge, Beschaffung von Büchern für die Rekonvaleszenten und durch Führung einer ausgebreiteten Korrespondenz. 3. Naelirichten-Vermittelung. Central - Nachweisebüreau. Während auf letztere Art dem Mittheilungsbediirfnisse des Einzelnen genügt ward, entstand durch die bereits am 19. Juli erfolgte Errichtung des in § 76 der Sanitäts- Instruktion vorgesehenen Central - Nachweisebüreaus eine organisirte Institution für Auskunftsertheilung. Die in der Instruktion lediglich den Reserve-, Vereins- und Privat- Lazarethen auferlegte Verpflichtung zu dekadenweiser Einsendung der Krankenlisten wurde im Verlaufe des Krieges auch auf die Feld-, Kriegs- und Etappen-Lazarethe ausgedehnt und das dadurch zusammenströmende Material zur Ergänzung der amtlichen Verlustlisten benutzt. Die dem Central - Nachweisebüreau daraus erwachsende Arbeitslast war eine so grosse, dass Monate hindurch 2 ) ein regelmässiger Nachtdienst durchgeführt werden musste. Das Preussische Kriegsministerium regte bei den Militärbehörden der anderen Deutschen Staaten die Einrichtung 1 ) 23 Johanniter-Ritter haben Lazarethe oder Pflegestätten gegründet. — Im Ganzen hat der Orden (einschliesslich zweier Transporte von Liebesgaben) fast ausschliesslich aus Beisteuern seiner Mitglieder mehr als li-O 000 Thaler verausgabt, ausser den an das Centralkomitee abgegebenen Naturalgaben sowie den an Letzteres direkt abgeführten Geldbeiträgen und den ungefähr 30 000 Thaler betragenden Spenden für die Kaiser Wilhelm-Stiftung. 2 ) Und zwar bis zum 25. März 1871; die Schliessung des Bureaus erfolgte erst am 15. Juli. 53 418 VIII. Kapitel: Freiwillige Krankenpflege und die Genfer Konvention. ähnlicher Institute an, welche mit dem Berliner Central- Nachweisebüreau in beständiger Wechselwirkung verblieben. Durch Vermittelung des Genfer internationalen Komitees ward auch mit dem von der Soctete" de secours aux Messe's militaires zu Paris etablirten Bureau de renseignements der wünschenswerthe Verkehr angeknüpft. Am Schlüsse seiner Thätigkeit hatte das Central-Nach- weisebüreau aus 11 963 Listen in Summe 509 837 Mann (darunter 60 000 Franzosen) gebucht. 4. Beihilfen an Rekonvaleszenten, Invalide, Hinterbliebene etc. In weiterer Ergänzung der staatlichen Fürsorge für die durch den Krieg an ihrer Gesundheit Geschädigten ermöglichte die freiwillige Krankenpflege zahlreichen, einer Lazarethbehandlung nicht mehr Bedürftigen zur vollständigen Herstellung ihrer Gesundheit Bade- oder klimatische Kuren. Die Wirksamkeit der freiwilligen Krankenpflege bestand dabei theils in pekuniären Beihilfen, theils in der Einrichtung und Unterhaltung von Heilstationen. Zu diesem Zweck trat das Deutsche Centralkomitee auch mit den internationalen Komitees in der Schweiz und in Italien in Verbindung, unter deren Mitwirkung am Genfer See, im Rhone-Thal und an einigen Orten Italiens Pensionen eingerichtet wurden, in welchen die Aufgenommenen freie Wohnung und Verpflegung sowie ärztliche Behandlung und Medikament»! erhielten. Nach der Zusammenstellung des Centralkomitees wurden von Letzterem und den mit ihm verbundenen Vereinen für Kuren dieser Art bis August 1871 über 900 000 Thaler verausgabt. Bereits unter dem 26. Juli 1870 ermächtigte ein Allerhöchster Erlass das Centralkomitee, das Statut einer mit den Hilfsvereinen zu verbindenden Stiftung für die Invaliden der Deutschen Heere und die Hinterbliebenen der im Kriege oder in Folge desselben Verstorbenen vorzulegen. Unter dem 3. September 1870 wurde eine solche Stiftung unter dem Namen „Deutsche Wilhelm-Stiftung" Allerhöchst genehmigt mit dem Zusatz, dass als Zweck derselben vornehmlich die Unterstützung derjenigen in Folge des Krieges hilfsbedürftig Gewordenen in Aussicht zu nehmen sei, für welche Staatshilfe gesetzlich ausgeschlossen oder eng begrenzt ist, und dass der Vorstand sich vor Ertheilung der Unterstützungen mit den militärischen Behörden in Einvernehmen zu setzen habe. Da inzwischen der Ausschuss der Victoria-National-Invalidenstiftung die Bildung einer gleichartigen, ganz Deutschland umfassenden Stiftung anstrebte, wurden auf Wunsch Seiner Majestät des Kaisers beide Anstalten zu der unter dem 1. Juni 1871 genehmigten, am 14. September 1871 konstituirten „Kaiser Wilhelm- Stiftung für Deutsche Invalide" verschmolzen, welcher sich die grosse Mehrzahl der Deutschen Hilfsvereine anschlössen. Das Centralkomitee überwies derselben den Bestand A für die beregten Zwecke eingegangenen und bis dal' vom Centralkomitee selbst verwalteten bezw. ausgegebe Fonds in Höhe von über 900 000 Thaler. An dieser Stelle ist auch daran zu erinnern ]-■■ sowohl durch die Hilfsvereine wie durch die erwähnte anderen Stiftungen und durch den Stuttgarter Vere künstliche Glieder 1 ) eine beträchtliche Anzahl von P- thesen für Kriegsverstümmelte beschafft worden sind Schliesslich sei erwähnt, dass theils die zur tri willigen Krankenpflege im eigentlichen Sinne geh« Genossenschaften, theils eigens zu diesem Zwecke m. sammengetretene Komitees bedürftige Familien der m Fahne einberufenen Reservisten und Landwehrmänner unt» stützten. Als im Mai 1871 Reservisten und Landwehr leute, deren Anwesenheit in der Heimath dringlich nöthii war, von ihrem noch in Frankreich weilenden Truppenthei] beurlaubt wurden, sofern sie die Reisekosten zu trafen vermochten, stellte der Berliner Hilfsverein für die Deutschen Armeen im Felde dem Preussischen Kriegsministerium zu diesem Zwecke 4000 Thaler zur Disposition. 2 ) C. Summe des Aufwandes. — Schlussbetrachtung. Nach der von dem Centralkomitee veröffentlichte« Zusammenstellung gingen bei Letzterem selbst und bei den mit ihm verbundenen Vereinen aus Deutschland 10 274 007 Thal er, durch Beihilfen aus dem Auslände 2 498 468 Thaler ein. Verausgabt wurden: 1) Für Verwaltungs- und Betriebs-Unkosten . 183 342 Tlilv. 2) Für Sendungen an hilfsbedürftige Vereine . 1585 4G5 , 3) Für Depotbedürfnisse......... 4047 694 , 4) Für Pflegekräfte........... 108 6G8 . 5) Für Lazaretlie........... 2 078 970 , 6) Für Erfrisehungsstationen...... 272 682 „ 7) Für Sanitätszüge.......... 55281 , 8) Für Unterstützungen zu Badekuren u. s. w. 901599 , 9) Andere Ausgaben für Invalide, Hinterbliebene und für die Kaiser Wilhelm-Stiftung . . .2 417 294 . Summe . . 11650 995 Tbk. Der Werth der ausserdem bei den Vereinen eingegangenen und verausgabten Naturalgaben wird auf 5 258 492 Thaler veranschlagt. ') Desgleichen durch die Baseler internationale Anstalt für Beschaffung von künstlichen Gliedern (vergl. III. Abschnitt die«« Kapitels). Der Stuttgarter Verein hat in den Jahren 1868 bis 1819 56 Kriegsinvalide (welche überwiegend aus dem Kriege 1870/71 herrühren dürften) mit künstlichen Gliedmaassen versehen. Seiten- J- Badischen Franenvereins wurden 85 Prothesen beschafft u. s. w. 3 ) Betreffs der Unterstützung Deutscher Kriegsgefangener ilurcli die Deutsche freiwillige Krankenpflege siehe den dritten Abschnitt dieses Kapitels. » den Bestand der ™ ni und bis dahi. bezw. ausgege ler. ' zu erinnern, lurch die enval„ lt , uttgarter Verein f w e Anzahl von 1%. ft worden sind. tlieils die zur f n \. en Sinne »-,.]„, diesem Zwecke z* > Familien der znr ndwehrmänner um,,,, iten und Landweb ath dringlich nöthig üenden Truppenthal kosten zu tragen Ter- n für die Deutschen Megsministeriun 2» sition. 2 ) ndes. — ig. itee veröffentlicht« ■ein selbst und bei a aus Deutschland aus dem Auslände •den 1 183 342 Tlilr. ie . 1 585 465 , 4047 694 , 108 668 , 2 078 970 , 272 682 „ 55281 , w. 901 599 . 2 417 294 . . 11650995 Tlilr. den Vereinen ein- raleaben wird auf ,tionale Anstalt für Belli. Abschnitt dieses 11 Jahren 1868 bis 1879 am Kriege 1870/71 her- versehen. Seifen- da . beschafft n. s. w. Kriegsgefangener ilurcli den dritten Abschnitt II. Abschnitt: Die Deutsche freiwillige Krankenpflege im Kriege 1870 71. 419 pi e von anderen Vereinen und von Privaten in Nord- 1 Süd-Deutschland geleistete .Beihilfe entzieht sich dein iflVnnässigen Ausdruck, würde jedoch obige Summe be- . .ljtiieh erhöhen. So verwendete der „Berliner Hilfsnein für die Deutschen Armeen im Felde" allein noch n" 640 Thaler, der Barackenlazaretk-Verein für den Re- nerungsbezirk Aachen (nach Abzug des staatlichen Zu- M-husses) 28 370, der Johanniter-Orden über 200 000, der Scblesische Malteser-Verein etwa 38000, die Rheinisch-Westfälische Malteser-Genossenschaft über 90 000 Thaler u. s. w. Soweit eine Uebersicht über das freiwillige Personal in Ziffern zu geben möglich ist, kamen zur Verwendung: ] Aus dem Bereiche des Norddeutschen Bundes, Badens und Hessens: 1 ) Art der Dienstleistung Als Delegirte des Militärinspekteurs Pflegepersonal Anderweitiges Personal (Transportbegleiter etc.) Summe Auf dem Kriegsschauplatz 624 6134 2 ) 1 4356 8 936 1 ) Im Inlande 1328 13 4293) 16 935') Summe 1952 19 563 4356 25 871 IL Seitens des Bayerischen Landesvereins: 5 ) FreiOrBezahltes Art 3 sc £ a willige dens- glieder Warte - personal #3 CS -a 2 der Dienstleistung z> :cä .- f U CD >■ u a liehe iche un onissen m O Ol ÖS c 0. 3 S Ei "3 TS +3 0> bE a Ä"tS | -2 c 6 ) Auch die Genfer Zusatzartikel vom Jahre 1868 erwähnen die freiwillige Krankenpflege nicht. ») Vergl. 8. 400. 3 ) Ils peuvent solliciter le concours des comites appartenant aux nations neutres. (Artikel 5 der Resolutionen. Siehe Actes du conüte international etc. Geneve. 1871.) i) Vergl. 8. 401. •"') Ebendaselbst und S. 264. Jahre 1867, desgleichen die Resolutionen von 1869 1 ) „ selben erneuten Ausdruck, ohne dass ein amtlicher Erla diesen Bemühungen in ähnlicher direkter und allgen Weise Rechnung trug (noch der Natur der Sache nacl Rechnung tragen konnte), wie es betreffs des Wunsch« die nationale freiwillige Krankenpflege unter den Schub der Genfer Konvention zu stellen, durch die Feld-Sanität« Instruktion von 1869 geschah. Alle Hilfsleistungen auf dem Kriegsschauplatz im Jahn 1870/71 durch Mitglieder fremdländischer internationaler Vereine, internationaler Lazarethe etc. beruhten somit lediglich auf einer Zustimmung von Fall zu Fall oder auf stillschweigendem Gewährenlassen, nicht auf einer instruktiong- massigen Einfügung in die Feld-Sanitätsorganisation, eben so wenig auf bindenden Bestimmungen eines völkerrechtlichen Vertrages. Gleichwohl müssen die Genfer Konferenzen und die Genfer Konvention, wenn auch nicht als rechtliche so doch als thatsächliche Grundlage, und der Idee nach als Ausgangspunkt dieser internationalen Hilfsleistungen im Deutsch-Französischen Kriege angesehen werden. Immerhin erscheint es bemerkenswerth, dass nach dem eigenen Ausspruch des internationalen Komitees zu Genf aus dem Juli 1870 das Wort „international" sich seit einer Reihe von Jahren „einer gewissen besonderen Beliebtheit erfreut, in Mode gekommen ist und denjenigen, welche eigentlich über freiwillige Krankenpflege schreiben wollen ganz von selbst in die Feder fliesst", 2 ) so dass eben dies« Komitee, welchem eine Voreingenommenheit gegen internationale Bestrebungen auf dem Gebiete der Krankenpflege im Felde gewiss am wenigsten zugetraut werden kann, vor dem verschwenderischen Gebrauche jenes Wortes warnen und daran erinnern zu sollen glaubte, dass die freiwillige Krankenpflege in erster Linie eine nationale Institution ist und nationale Aufgaben zu verfolgen hat. 3 ) Bei Betrachtung der internationalen freiwillige« Krankenpflege im Kriege 1870/71 wird zweierlei zu erörtern sein: 1) die internationale Wirksamkeit der freiwilligen Krankenpflege der kriegführenden Nationen, 2) die von neutralen Völkern Deutschen Heeresangehörigen geleistete Beihilfe. Ist Letztere auch nicht nur in den Rechenschafts-Berichten der fremdländischen Vereine etc. im Einzelnen dargelegt, sondern in dem Berichte des Central- komitees bereits übersichtlich zusammengestellt, so ziemt es sich doch, derselben auch an dieser Stelle in Anerkennung des den Deutschen Heeren daraus erwachsenen Beistandes in Kürze zu gedenken. i) Vergl. Beilage 100 sub I, pass. 10 und 18. 2 ) Actes du comite international etc. Geneve. 1871. S. 169. 3 ) Ebendaselbst. — Vergl. übrigens die Vorbemerkung zu Kapitel (S. 397). Band I III. Abschnitt: Die internationale freiwillige Krankenpflege. 423 ien von 1869 1 ) d ett . 3in amtlicher Erster und allgemeine, ur der Sache ,,;,,[ •effs des Wunsch«, je unter den Schutz h die Feld-Sanität». Schauplatz im J^ 'her internationaler >eruhten somit ledirth, dass nach dem Komitees zu Genf nal" sich seit einer onderen Beliebtheit denjenigen, welche ge schreiben wollen, so dass eben dies« enheit gegen int» der Krankenpflege it werden kann, vor Les Wortes warnen dass die freiwillige Dnale Institution ist at. 3 ) malen freiwilligen rd zweierlei zu er- •ksainkeit der frei [en Nationen, 2) die resangehörigen ge- nur in den Rechen- ereine etc. im Einrichte des Central- gestellt, so ziemt« lle in Anerkennung ■chsenen Beistände; 18. neve. 1871. S. 169. orberaerkung zu diesem II. Internationale Wirksamkeit der freiwilligen Krankenpflege der kriegführenden Nationen. A. Deutsche freiwillige Krankenpflege. I Fürsorge für Französische Verwundete und Kranke. Gleich den amtlichen Sanitätsorganen der Deutschen Heere hat auch die Deutsche freiwillige Krankenpflege (führend des ganzen Krieges wissentlich niemals und nirgends änen Unterschied zwischen Freund und Feind gemacht, ßa genügt darauf hinzuweisen, dass nicht nur der ausserordentlich grossen in Deutsche Hände gefallenen Menge Französischer Verwundeter und Kranker auf dem Schlachtfelde und in den Lazarethen die gleiche Sorgfalt wie den Deutschen Kriegern gewidmet ward, 1 ) sondern dass auch einer nicht kleinen Zahl derselben von Deutschen Komitees Badekuren und Unterstützungen aller Art bewilligt worden sind. 2 ) Als die Bourbakische Armee auf Schweizer Gebiet übertrat und die bei den Truppen und Kranken derselben herrschende Noth bekannt wurde, sandte das Centralkomitee der Deutschen Vereine einen namhaften Transport von Gegenständen für die Krankenpflege nach der Schweiz und liess daselbst durch seine mit der Leitung beauftragten Delegirten, nach Kommunikation mit dem internationalen Komitee, die Sendung auf die Bedarfsstellen vertheilen. Schon früher 3 ) ist erwähnt, dass das Central-Nachweise- btreau in seinen Listen 60 000 Franzosen geführt und die Korrespondenz zwischen diesen und ihrer Heimath vermittelt hat. 2. Gaben an die Bevölkerung auf dem Kriegsschauplatz. Berichte über die unter einem Theil der Bevölkerung auf dem Kriegsschauplatz herrschende Noth, welche sogleich nach Beginn der Feindseligkeiten in die Oeffentlich- keit gelangten, veranlassten insbesondere die vereinigten Badischen Hilfskomitees, in einem vom 7. August datirten Aufrufe ausdrücklich zur Sammlung von Lebensmitteln etc. für die nothleidende Bevölkerung auf dem Kriegsschauplätze ! ) Yergl. hierzu den Anhang zu diesem Kapitel: Die Genfer Konvention im Kriege 1870/71. -) Eine ziffermässige Angabe über die speziell Französischen Heeresaiigehörigen zu Gute gekommenen Beträge ist nicht möglich, weil die an Deutsche und Franzosen geleistete Hilfe in den meisten Berichten gar nicht getrennt ist, der beste Beweis dafür, dass sie als gleichmässige Obliegenheit betrachtet wurde. 3 ) Siehe S. 418. aufzufordern. Obwohl eine derartige Ausdehnung der Thätigkeit, welche von den eigentlichen Aulgaben abzulenken drohte, in den Kreisen der freiwilligen Krankenpflege selbst keineswegs allgemeine Zustimmung fand, gingen doch während der ganzen Dauer des Krieges zum Theil bedeutende Sendungen nach denjenigen Gegenden des Kriegstheaters, welche des Beistandes am dringendsten zu bedürfen schienen. So sind aus den Magazinen der vereinigten Badischen Komitees allein 18 Transporte für diesen Zweck in die Umgebung von Wörth, Strassburg und Bitsch, in die Kohlenbezirke an der Saar und in das Departement der oberen Saöne befördert worden. Nach der Kapitulation von Strassburg wurden die dortigen Bewohner theils durch direkte Beihilfen, theils durch die von Ihrer Königlichen Hoheit der Grossherzogin von Baden angeregte, durch Mitglieder des Badischen Frauenvereins ausgeführte Beschaffung von Gelegenheit zu Arbeit und Verdienst nachhaltig unterstützt. 3. Fürsorge für die Kriegsgefangenen. Auf dem im Oktober 1868 zu Genf abgehaltenen Kongress, welcher die Zusatzartikel zur Konvention von 1864 vereinbarte, erfolgte seitens des Belgischen Kommissars der fruchtlose Versuch, die Behandlung von Kriegsgefangenen ebenfalls zum Gegenstand internationaler Verhandlungen zu machen. Obwohl auch die Resolutionen der Konferenz von 1869 keinen darauf bezüglichen Antrag enthielten,') entsprach es doch der ganzen, den Genfer Humanitätsbestrebungen zu Grunde liegenden Idee, die Kriegsnöthe überhaupt zu mildern, eben so sehr wie der Richtung, welche die Bestrebungen der freiwilligen Krankenpflege genommen hatten, dass während des Deutsch-Französischen Krieges in unmittelbarem Anschluss an die freiwilligen Hilfskomitees namentlich in Deutschland, Frankreich, Belgien 2 ) und in der Schweiz Vereine zur Unterstützung der Kriegsgefangenen entstanden. In Deutschland entfaltete — neben zahlreichen Lokalvereinen — das „Preussische Komitee zur Unterstützung der Kriegsgefangenen" die aus- gebreitetste Thätigkeit in dieser Richtung. 3 ) Dasselbe war 1 ) Vergl. Beilage 100. — Die Frage ist später auf der Brüsseler Konferenz (im Jahre 1874) erörtert worden. 2 ) Das Brüsseler Comite de la societe international de secours aux prisoimiers de guerre war ein Zweigverein der Belgischen Ab- theilung der Französischen societe de secours aux blesses. 3 ) Vergl. zu dem Folgenden den Rechenschaftsbericht dieses Vereins. ■■^^^^^^^H 424 VIII. Kapitel: Freiwillige Krankenpflege und die Genfer Konvention. Band I. überwiegend von Mitgliedern der freiwilligen Krankenpflege unter dem 27. November 1870 zu diesem speziellen Zwecke zusammengetreten, nachdem bis dahin auf direkte Allerhöchste Anregung vom Königlichen Kommissar beauftragte Personen bei Ankunft der Züge mit kriegsgefangenen Franzosen sich mit Letzteren in Verbindung gesetzt hatten, um ihre Bedürfnisse zu erfahren und Nachrichten zwischen ihnen und ihren Familien zu vermitteln. Seitens des Brüsseler Komitees und anderer zu gleichem Zwecke in Frankreich entstandener Vereine waren unterdessen Delegirte eingetroffen, welche seitens des Preussischen Kriegsministeriums die Befugniss erhielten, unter unentgeld- licher Benutzung der Eisenbahnen die Gefangenendepots zu besuchen und mit den Insassen derselben direkt zu verkehren. Da jedoch diese Erlaubniss Unzuträglichkeiten herbeiführte, inusste dieselbe zurückgenommen und den fremden Delegirten aufgegeben werden, die Vermittelung des Preussischen Komitees nachzusuchen, dessen Mitgliedern durch Brlass vom 15. Dezember 1870 der persönliche Verkehr mit den Kriegsgefangenen und die Vertheilung von Liebesgaben nach Maassgabe der bestehenden Bestimmungen gestattet blieb. Inzwischen aber war die Zahl der in Deutschland internirten Franzosen eine so ungewöhnlich grosse geworden, dass daraus für die Behörden ernstliche Schwierigkeiten erwuchsen. In Folge dessen ging denjenigen Militärkommandos, welchen Gefangenendepots unterstellt waren, seitens des Kriegsministeriums Anweisung zu, etwaige Bedürfnisse der Insassen direkt bei dem Preussischen Komitee zur Sprache zu bringen. Eine Verfügung des Finanzministeriums vom 21. Dezember 1870 gestattete die zollfreie Einfähr der aus dem Auslande eingehenden Gaben für Kriegsgefangene, sofern eine Militärbehörde diese ihre Bestimmung bescheinigte. Zur Vermeidung von Weiterungen wurde späterhin eine solche Bescheinigung seitens des Komitees für ausreichend erachtet. Zur Ermittelung der Bedürfnisse der gefangenen Franzosen bereisten auch Delegirte des Preussischen Komitees die Depots und erstatteten dem Komitee Bericht. Letzteres brachte die Requisitionen der Behörden oder der Delegirten zur Kenntniss der verschiedenen ausländischen Ililfs vereine, welche mit dem Preussischen Vereine in Verbindung standen, und nahm Liebesgaben von denselben in Empfang, um sie nach Maassgabe der Bedürfnisse oder an bestimmte Adressaten zu vertu eilen. In Summe sind rund 7000 Thaler baar und Waaren im Werthe von nahe an 134 000 Thaler durch Vermittlung des Preussischen Komitees den kriegsgefangenen Franzosen zugeflossen. Diese Thätigkeit im Französischen Interesse setzte d Komitee in den Stand, seiner eigentlichsten Aufgabe -]' Unterstützung Deutscher Gefangener in Frankreich s'i nähern zu können. Da eine direkte Fürsorge für L sich als unmöglich erwies, blieb dem Preussischen \ nichts übrig, als seine Vermittlung zu Gunsten der zosen nur gegen Zusicherung der Gegenseitigkeit zu «, währen. In Folge dessen ward Französischerseits Delegirten von Deutschen und ausländischen 1 ) Vereinen die Möglichkai gegeben, zu den Deutschen Kriegsgefangenen zu gelange« und sich denselben theils unmittelbar durch Ueberbrine» von Liebesgaben, theils mittelbar nützlich zu erweisen Von dem Preussischen Verein wurden gegen 4000 Thalei im Interesse der kriegsgefangenen Deutschen verausgabt B. Die Französische freiwillige Krankenpflege, Die Französische Hilfsgesellschaft 2 ) blieb während fei Krieges mit dem Deutschen Centralkomitee in beständiger Verbindung und bemühte sich, die guten Dienste, welche seitens der Deutschen freiwilligen Krankenpflege den Französischen Kranken geleistet wurden, den in Französische! Hospitälern befindlichen Deutschen zu vergelten. Ton der Mitwirkung der Französischen freiwilligen Krankenpflege bei der Nutzbarmachung der Pariser Gürtelbahn für die Evakuationstransporte ist schon früher die Rede gewesen: 3 ! auch bei dem Aufsuchen und Zurückführen der Deutschen Kranken aus nicht okkupirten Departements nach AbschloH der Friedenspräliminarien waren Französische Delegirte behilflich. Ebenso stand das von der „societe de secours" eingerichtete „Bureau de renseignements" in wechselseitiger Verbindung mit dem Deutschen Central-Nachweisebüreao, Die in Lille gebildete „societe de secours aux pri- sonniers de guerre" und Mitglieder der freiwilligen Krankenpflege in verschiedenen Theilen Prankreichs erwiesen siel entgegenkommend gegen die Delegirten der Deutschen Vereine zur Unterstützung der Kriegsgefangenen und trugen nacli Kräften dazu bei, die Zwecke dieser Komitees zu fördern. >) Insbesondere des Brüsseler und des Baseler internationalen Komitees. 2 ) Die „societe de secours" verausgabte bis Ende 1871 an Baar- mittein über 10 Millionen Francs. Der AVerth der an dieselbe st- schenkten Gegenstande wurde auf 7 Millionen Francs veranschlag! •Siehe im Uebrigen 8. 412, Anmerkung 6. — Betreffs der Unterstütainj welche die Deutsche Sanitätspflege in Frankreich durch Private, Ordensmitglieder, Gemeinden etc. erfahren hat, vergl. den Anliain zu diesem Kapitel: Die Genfer Konvention im Kriege 1870/71. 3) Vergl. S. 252. Band I. i Interesse setzte da< ichsten Aufgabe, der in Frankreich, ^ 'ürsorge für Lei Preussischeu Y i Gunsten der genseitigkeit zu ge . ischerseits Delegirten sinen die Möglichkeil mgenen zu gelangen durch Ueberbringa itzlich zu erweisen, gegen 4000 Thaler itschen verausgabt s Krankenpflege, ) blieb während des mitee in beständiger iten Dienste, welche ikenpflege den Frau- .en in Französischen vergelten. Ton der ligen Krankenpflege Gürtelbahn für die die Rede gewe ihren der Deutschen aents nach Abschlug! razösische Delegirte ete de secours" ein- ' in wechselseitiger il-Nachweisebüreao, le secours aux pri reiwilligen Krankenreichs en\ iesen sich . der Deutschen Yer- enen und trugen nacli Komitees zu fördern. Baseler internationalen bis Ende 1871 an Baar- tli der an dieselbe ge- sn Francs veranschlag! itreffs der Unterstützung ukreich durch Private, at, vergl. den A a Kriege 1870/71. Band III. Abschnitt: Die internationale freiwillige Krankenpflege. 425 III. Beihilfe neutraler Völker. Der Krieg von 1870/71 war der erste, in welchem ,!,,]■ auf den Genfer Oktober-Konferenzen erörterte Plan ,,j m . r Unterstützung der Krankenpflege bei den kriegführenden Nationen durch neutrale Völker eine Verwirk- [ichnng erfuhr. Allerdings waren schon im Jahre 18(56 den kriegführenden Parteien namhafte Geldsummen aus dem auslände, meist von auswärts lebenden Angehörigen der betreffenden Staaten, für Zwecke der Krankenpflege zugeflossen; die damaligen Beiträge besassen jedoch mehr den Charakter nationaler Gaben, gingen überdies zersplittert ein und kamen zersplittert zur Verwendung; anderweitige internationale Wirksamkeit fand überhaupt nicht -tait. In den Jahren 1866 bis 1870 hatten sich in den meisten Europäischen Ländern ständige Hilfsgesellsehaften gebildet, überall war die Erkenntniss von der Notwendigkeit der Centralisirung gewachsen; die Ideen der Genfer Konferenzen hatten tiefere "Wurzeln gefasst. Die Folge davon war, dass die aus dem Auslande eingehenden Geld- unterstützungen ganz überwiegend, die Sendungen von Material zu grossem Theil an die allein richtige Adresse, an das Deutsche Centralkomitee, übersandt wurden und nur ein verhältnissmässig kleiner Bruchtheil anderen Vereinen direkt zuging. Den grössten Theil der Sammlungen brachten Deutsche Komitees auf, die sich bei Ausbruch des Krieges im Auslande speziell zu diesem Zwecke bildeten, aber auch die ständigen nationalen und internationalen Hilfs- Ischaften betheiligten sieb mit beträchtlichen Summen fon Geld- und Naturalgaben, sowie durch später noch zu erwähnende anderweitige Leistungen auf dem Gebiete der Krankenpflege. A. Uebersicht der Beihilfen an Geld und Material aus dem Auslande. An das Centralkomitee gelangten im Ganzen aus auswärtigen Staaten 2106 632 Thaler baar und Material im Werthe von 922 521 Thaler; ausserdem erhielten andere Vereine direkt 398 836 Thaler in Geld, die mit dem Centralkomitee verbundenen Vereine Naturalgaben im Werthe von 4335971 Thaler, so dass die geflammten bekannt gewordenen, der Deutschen freiwilligen Krankenpflege aus dem Auslände zugegangenen Geldbeträge die Höbe von 2 498 468 Thaler, die Materialsendungen einen Werth von 5 258 492 Thaler erreichten. Buütäta-BericM über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd. An den beim Centralkomitee eingegangenen Gfeld- unterstützungen betheiligten sich: 1 ) Von Europäischen Ländern: 1) Oesterreicllische Monarchie . . mit 33 449 Thaler, 2) Belgien......... „ 37 924 .. 3) Dänemark......... „ 963 4) Frankreich......... . 995 „ 5) Griechenland........ „ 791 , 6) Grossbritannien und Irland . . . „ 188 443 „ 7) Italien.......... , 23 460 , 8) Niederlande........ „ 13 823 , 9) Portugal......... , 7 115 ,. 10) Russland einschl. Polen.... , 135 294 , 11) .Schweden und Norwegen ... „ 9387 „ 12) Schweiz......... „ 30 548 „ 13) Spanien......... , 3 868 , 14) Türkei und Rumänien . . . . „ ______ 12 059 Summe 498119 Thaler. Von außereuropäischen Landern: 1) Amerika: a. Kanada........mit 868 Thaler, b. Vereinigte Staaten .... , 1 108 060 e. G'entral-Amerika.....„ 63123 „ d. Süd-Amerika .... . . , 249203 1 421 254 Thaler. 2) Asien: a. Asiatische Türkei .... mit 2416 Thaler, b. Indien (darunter von der Britischen Armee 10 562 Tille.) .. 66 914 , c. China......... , 16 930 „ d. Japan........ , 23 672 e. Philippinen...... „ 4 822 „ 114 754 Thaler. 3) Afrika: a. Aegypten....... mit 13 374 Thaler, b. Süd- und West-Afrika . . . 18 369 31 743 Thaler. 4) Australien........mit 40 762 Thaler. ____________ Summe 1 608 513 Thaler. Gesammt-Sumnie 2 106 632 Thaler. Unter den Naturalgaben befanden sich ausser den die Hauptsache bildenden Utensilien zur Krankenpflege und geeigneten Naturprodukten der betreffenden Länder auch werthvolle Geschenke an Pretiosen, Gemälden, Kunstgegenständen und sonstige Gegenstände aller Art; von diesen Gaben veranstaltete das Centralkomitee eine Lotterie und setzte den Ertrag derselben unter seine Einnahmen. K «I Aus dem Bericht des Centralkoniitees. 54 426 Vlll. Kapitel: Freiwillige Krankenpflege und die Genfer Konvention. band B. Internationale Leistungen einzelner Völker. 1 ) Vorstehende Uebersieht vermag für sich allein nm so weniger ein ausreichendes Bild des internationalen Zusammenwirkens auf dem Gebiete der freiwilligen Krankenpflege im Kriege 1870/71 zu geben, als — wie schon erwähnt — die Hilfsgesellschaften verschiedener Länder sich noch in anderer Weise bethätigten. Dieser anderweitigen Wirksamkeit vorzugsweise soll im Nachstehenden noch kurz gedacht werden. 1. Schweiz. In der Schweiz, welche sieb durch die Veranstaltung der Genfer Konferenzen und durch die seitdem unablässig- fortgesetzten Bestrebungen in demselben Kinne einen unzweifelhaften Anspruch darauf erworben hat, als Vorort der internationalen freiwilligen Krankenpflege angesehen zu werden, wozu sie durch ihre geographische Lage und sonstigen Verhältnisse ohnehin besonders geeignet erscheinen muss, hatte sich die societe d'utilite publique, welche die < )ktober-Konferenz berief, nach derselben als „Internationales Komitee" konstituirt, welches die Centralstelle aller internationalen Bestrebungen auf dem Gebiete der freiwilligen Krankenpflege zu bilden bestimmt war und als solche auf allen Seiten Anerkennung fand. In Folge eines Beschlusses der Berliner internationalen Konferenz vom Jahre 1869 2 ) errichtete dieses Komitee die internationale Agentur zu Basel, deren „Informations- büreau" mit Hilfe der von Seiten der kriegführenden Staaten übermittelten Nachrichten Auskunft über Vermisste ertheilte, während ein anderes Bureau die Bestellung von Briefen und Geldsendungen an die beiderseitigen Kriegsgefangenen ausführte. Dieselbe Agentur vertheilte die ihr aus allen Ländern anvertrauten Gaben theils direkt auf dem Kriegsschauplatze, theils auf die entfernt von demselben gelegenen Lazarethe beider Parteien. Der Geldwerth der von der Agentur beiden kriegführenden Völkern zugeführten Unterstützungen betrug mehr als 3 Millionen Francs. Die Wirksamkeit des von der Baseler Agentur abgezweigten „internationalen Hilfskomitees für Kriegsgefangene" bezog sich begreiflicherweise vorzugsweise auf die grosse Zahl der Französischen Kriegsgefangenen, doch fanden auch die Deutschen entsprechende Berücksichtigung. Die in Basel errichtete „internationale Anstalt zur Beschaffung von künstlichen Gliedinaassen" versah 100 Invalide beider Armeen (darunter 45 Deutsche) mit künstlichen Armen, Beinen und anderen Prothesen. ') Ueberwiegend ebenfalls nach dem Bericht des Gentralkomitees mit einzelnen Zusätzen aus den Akten des Preussischen Kriegsministeriums. — Einige der im Nachstehenden erwähnten Lazarethe sind im 7. Kapitel dieses Bandes näher beschrieben. a ) Vergl. Beilage 100 sub IV, pass. 2 und 3. In Folge eines Aufrufs des Oberkonnnandirenden rU Schweizerischen Armee meldeten sich bis zum 1. Noveml 146 Aerzte und 40 Studirende der Medizin zur IW, leistung auf dem Kriegsschauplatz, von welchen ein < Theil auf Deutscher Seite zur Thätigkeit gelangte v bestand (nachdem unter dem 14. November 1870 Vej lungen darüber eingeleitet waren) vom 3. Januar hl 28. Februar 1871 eine Schweizerische Ambulanz Pruntrut, w r elche nach Art der stehenden Kriegslazaretlie die südlich Beifort etablirten Feldlazarethe unterstützt,. Die Evakuation von dort aus erfolgte mit Hilfe Schvri. zerischer Transportwagen. Die Unkosten wurden grä theils von der Baseler Agentur, der Rest vom Schweizerischen Militärdepartement gedeckt.') 2. Niederlande. Abgesehen von den reichen Beihilfen an Geld Material, welche seitens des Niederländischen Vereins zu Pflege etc. unparteilich gespendet wurden, widmete siel derselbe besonders der Errichtung und Unterhaltung von Lazarethen in grossem Umfange. Auf Deutschein Bode bestanden Niederländische Lazarethe in Trier, Saarbrücken. 2 ) Düsseldorf, 3 ) Wesel, Neuwied und Mannheim; 4 ) in Frank reich (grösstentheils zur Unterstützung der Französische Sanitätsverwaltung) in Versailles (vergl. S. 159), La Chapelk Balan, Metz, Havre, Bordeaux, Lille, Pouilly sur Meuse Die Gesammtausgaben des Komitees beliefen sieh auf etwa 127 649 Preussische Thaler. 3. Luxemburg. Die 200 000 Bewohner des Grossherzogthums Luxemburg setzten das dortige Centralkomitee in Stand, ca. 3u0lH)i Francs in Geld und Material zur Linderung der Kriegs- nöthe zu verausgaben. 63 Transporte wurden theils den Lazarethen in der Umgegend von Metz und Sedan, theil- den verarmten Bewohnern des Kriegsschauplatzes zugeführt Innerhalb des Landes fanden namentlich Französische Verwundete und Kranke nach der Uebergabe von Metz Aufnahme und Verpflegung. Ueber 20 Aerzte und WwA ärzte, desgleichen Studenten und mehrere Apotheke meten sich, vorzugsweise nach der Schlacht bei Spicheren, den Verwundeten beider Parteien. 4. Belgien. Der Belgische Hilfsverein errichtete und unterhielt in Verbindung mit dem Frauenkomitee im In- und Auslände eine beträchtliche Anzahl von Lazarethen, von welchen einige sich vorübergehend auf Deutschem Boden befanden ') Vergl. auch Seite 191 (Lazareth in La Ohapelle s. E.) und S. 214 (8. Feldlazareth TIT. Armeekorps). ») Vergl. 8. 335 und 356. — 3) Vergl. S. 364. J ) Vergl. S. 334 und 373. ffaml I. kommandirenden fa bis zum l.Nov, Medizin zur D i welchen ein g igkeit gelangte, g eniber 1870 Vei vom 3. Januar bä sehe Ambulan, ndeu Kriegslazarefc aarethe unterstüfete, fce mit Hilfe Schwei ten wurden grö r Rest vom Sd,«,.;. ') ihilfen an Geld wi wüschen Vereins zur orden, widmete siel ul Unterhaltung von uf Deutschem Bode Trier, Saarbrücken. 2 ) innheim; 4 ) in Frank der Französische! .S.159),LaChapeDe , Pouilly snr Meuse »eliefen sich auf etwa iherzogthums Luxem. instand, ca.300000 ndernng der Kriege e wurden theils den dz und Sedan, theil- diauplatzes zugeführt ich Französische V» gäbe von Metz An: Aerzte und Wund rere Apotheker will- hlacht bei Spieheren, ete und unterhielt in im In- und Auslande •el hon, von welchen lern Boden befanden La Chapelle s. E.) S. 364. Band I. III. Abschnitt: Die internationale freiwillige Krankenpflege. 427 . ,. em | die Mehrzahl in Folge des Ganges der Ereignisse i', Französische Krankenpflege unterstützten. In dem d . a kcnlazareth zu Saarbrücken 1 ) und in Trier kam Bel- ,•.,],,< Personal und Material zur Verwendung; ebenso • Keltischer Arzt nebst Gehilfen in dem Lazareth zu V lkenbei'o-. Das Centralmagazin zu Brüssel errichtete ,■ ,. Filiale in Aachen, aus welcher die Hospitäler in Aachen und Umgegend, sowie die dortigen Gefangenen- 1 ,r P L- mit Beihilfen versehen wurden. Die Gesammtaus- »ben des Vereins betrugen 69 741 Thaler. 5. Oesterreich. In Wien bildete sich bei Beginn des Krieges ein Deutsches Hilfskomitee zu dem mehr nationalen Zweck, Jie Deutsche Sanitätsverwaltung durch persönliche und materielle Hilfsleistung zu unterstützen. Dasselbe entsendete -n"leich vier der ersten Operateure Wiens auf den Kriegsschauplatz, später 15 barmherzige Schwestern in die Laza- rethe von Hanau. Das Ergebniss seiner Sammlungen belief sich auf 41300 Gulden baar und etwa ebensoviel in Xaturalgaben. Daneben entfaltete der Oesterreichische patriotische Hilfsverein eine ausgedehnte internationale Wirksamkeit im Interesse beider kriegführenden Parteien, indem derselbe Geld und Verbandgegenstände in bedeutenden Mengen theils den Deutschen, theils den Französischen Vereinen, Üieils der internationalen Agentur ■ in Basel übermittelte. Zwei hervorragende Chirurgen wurden als Delegirte des Vereins der Deutschen, zwei andere der Französischen Sanitätsverwaltung zur Verfügung gestellt. 2 ) Desgleichen wirkte der Hilfsverein für das Königreich Bitumen durch Geld und Beschaffung von Lazarethbedürf- nissen zum Vortheil beider Nationen. 6. (ji'ossbi'itannien. Schon die Uebersicht über die der Deutschen freiwilligen Krankenpflege aus dem Auslande zugegangenen Unterstützungen lägst die hervorragende Betheiligung Grossbritanniens an der internationalen Krankenpflege im Kriege 1870/71 erkennen. Ein grosser Theil der dort erwähnten Beiträge war durch Deutsche Komitees beschafft. Ausserdem aber wirkte der Britische nationale Verein zur Pflege etc. seinerseits in ausgedehnter Weise. 89898 Pfd. St. hat der Verein in nahezu gleichen Theilen den Hilfsvereinen beider kämpfenden Völker zugewendet, einschliesslich der 40 000 Pfd. St., welche zur Hälfte dem Armee-Oberkommando der Deutschen Heere vor Paris, zur Hälfte mit Erlaubniss des Letzteren der eingeschlossenen Hauptstadt zur Verwendung für Sanitätszwecke überbracht ') Vergl. 8. 356. 2 ) Einer derselben, Dr. v. Mundy, richtete in St. Cloud eine Ambulanz ein. wurden. Ende August engagirte das Komitee 40 Chirurgen und entsprechendes Unterpersonal, welche in der Anglo- Ainerikanischen Ambulanz 1 ) zu Sedan und Balan, in dem Barackenlazareth zu Darmstadt, 2 ) in einem andern Englischen Lazareth zu Saarbrücken 3 ) selbstständige Thätigkeit übten. 62 andere Chirurgen, 16 als Krankenpflegerinnen thätige Damen und 32 Pfleger wirkten vereinzelt in Deutschen und Französischen Hospitälern, welche zugleich aus reich ausgestatteten Englischen Depots mit Material jeder Art versehen wurden. 4 ) Knglisohe Krankenzelte, vom Hilfsverein zu London überwiesen, kamen insbesondere in Neuwied, 5 ) Bingen 8 ) und Köln 7 ) zur Verwendung. Auch den Kriegsgefangenen beider Nationen widmete der Verein seine Fürsorge. Seitens des Englischen Kriegsministeriums wurde die auf "200 Mann berechnete, weiterhin aus den Vereinsdepots unterstützte „Woohvich - Ambulance" ausgerüstet, welche zuerst ein Lazareth in St. Germain etablirte, sodann während des Feldzuges an der Loire Deutschen Truppen- theilen zugetheilt war. 8 ) 7. Russland. Der Bussische Verein zur Pflege etc. entsandte zwei Delegirte mit reichen Geldmitteln nach dem Kriegsschauplatze, unterhielt 33 Aerzte während verschieden langer Zeit und Hess 16 Materialientransporte nach Basel (6), Brüssel (4), Frankreich (3) und Deutschland (3) gelangen. Seine Ausgaben für internationale Hilfszwecke beliefen sich auf tri 176 Bubel. 9 ) 8. Italien. Eine Kolonne von Aerzten aus Turin begab sieh unter Vermittelung der Baseler Agentur nach Paris und wurde auf Französischer Seite in einer von der societe de secours ausgerüsteten Ambulanz verwendet. 10 ) Die seitens des Italienischen Centralkomitees geplante Errichtung eigener Ambulanzen unterblieb, weil es zweifelhaft war, ob dieselben Verwendung linden wurden. Ihre Hilfsmittel sandten die Italienischen Vereine überwiegend an die Baseler- Agentur, mit welcher sie in ununterbrochener A r erbindung standen. 11 ) ') Vergl. S. 412, Anmerkung 6. — Diese Ambulanz ist im 3. Kapitel dieses Bandes mehrfach erwähnt. Siehe insbesondere S. 145, 153, 154, 214 und 529. *) Vergl. S. 356. — 3) Ebendaselbst 4 ) Vergl. sc. B. S. 194 (Lazareth in Dury und Hebecourt). 5) Vergl. S. 367. — ") Vergl. S. 331. ') Vergl. S. 332. — ») Dieselbe ist 8. 206 erwähnt. 8 ) Betreffs der von Ihren Majestäten dem Kaiser und der Kaiserin von Russland geschenkten Krankenzelte siehe S. 368. W) Vergl. S. 412, Anmerkung 6. u ) Die Italienische Regierung stellte ein neutrales Hospitalschiff in Dienst. Vergl. Bulletin international vom Januar 1871 No. 6, S. 108. 54* 428 Anhang zum VIII. Kapitel: Die Genfer Konvention im Kriege 1870/71. Band ] 9. Vereinigte Staaten. Die aus den Vereinigten Staaten von Nordamerika geleistete Beihilfe 1 ) an Geld und Material war so bedeutend, dass sie noch eine besondere Berücksichtigung erheischt. Dieselbe stammte überwiegend von den in Amerika lebenden Deutschen. Wie schon während des Amerikanischen Sezessionskrieges die dortige freiwillige Krankenpflege hinsichtlich ihrer centralisirten Organisation ein in Europa noch nicht erreichtes Muster darstellte, so verdient auch das im Kriege 1870/71 eingeschlagene Verfahren besondere Beachtung. Auf Anregung eines im Juli 1870 in New-York zusammengetretenen patriotischen Hilfsvereins konstituirten sich in den verschiedensten Theilen des Landes einige Vergl. 8. 425. 30 Komitees, deren Delegirte am 18. August zu Chic«« in Illinois zusammentraten und den „Deutschen patrioti Hilfsverein der Vereinigten Staaten" bildeten. SämmÜicl Lokalvereine wurden als Zweigvereine desselben erklärt' der Exekutiv-Ausschuss des New-Yorker Vereins bildete die General-Agentur. Gleichzeitig beschloss man, die Bei träge sämmtlich dem Deutschen Centralkomitee zur Ve fügung zu stellen. Bin besonderer Repräsentant des Hilfe. Vereins für Deutschland wurde ernannt und das Deutsche Centralkomitee — welches diesem Wunsche bereitwillig Folge gab — ersucht, denselben als Mitglied anzuerkennen Auf Veranlassung des Deutschen Generalkonsulat« mit welchem der patriotische Hilfsverein sich sofort in engste, während der Kriegsdauer unausgesetzt aufrecht erhaltene Verbindung setzte, entsandte der Verein auf sehn Kosten Aerzte und Wärter, welche auf dem Kriegsschauplätze und im inlande Verwendung landen. Anhang zum achten Kapitel. Die Genfer Konvention im Kriege 1870 71. Nachdem die Genfer Konvention bereits im Vorstehenden besprochen worden ist, soweit dieselbe mit der internationalen Wirksamkeit der freiwilligen Krankenpflege in unmittelbarem Zusammenhange steht, bleibt noch übrig, im Anschluss daran zu erörtern, in welcher Weise die Bestimmungen des völkerrechtlichen Vertrages überhaupt im Deutsch-Französischen Kriege gehandhabt worden sind und welcher Einfluss derselben auf dem Kriegsschauplatz zu Tage getreten ist. • Bei jeder derartigen Betrachtung verdient der Umstand gebührende Berücksichtigung, dass in dem Feldzuge von 1870/71 die Konvention zum ersten Mal von vornherein und in vollem Umfange von beiden Parteien prinzipiell als zu Recht bestehend anerkannt war.') Vor Beginn der Feindseligkeiten erklärte sowohl die Deutsche als die Französische Heeresleitung ausdrücklich, ihre Kriegführung nach den in der Konvention und den ') Im Kriege von 1866 trat Oesterreich erst im Verlauf der Aktion dem Vertrage bei. — Die Additional- Artikel bestanden damals noch nicht. Rand I. Additional-Artikeln vom "20. Oktober 1868') ausgesprochenen Grundsätzen einrichten zu wollen. Es zeigte sich jedoch sehr bald, dass weder die Französische Armee noch die Bevölkerung auf dem Kriegsschauplätze, noch selbst das Französische Sanitätspersonal eine genügende Ivenntniss der Konvention besass. 8 ) Weder !) Diese Artikel wurden zu Genf in Folge der Erfahrungen von 1866 vereinbart, nachdem die Berliner Militär-Sanitätskonferenz vmi 1867, die "Würzburger und die Pariser Konferenz von Delegirten der llilfsvereine durch ihre Diskussionen und Resolutionen vorgearbeital hatten. — Diese Zusatzartikel waren zwar von den meisten derjenigen Regierungen, welche den Genfer Kongress beschickt hatten, gut- geheissen worden, jedoch nicht ratitizirt, besassen daher noch keine bindende Kraft, konnten sonnt bei Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges zunächst nur für die Kriegsdauer angenommen werden. (Vergl. Beilage 103.) ! ) Siehe die Cirkulare des Norddeutschen Bundeskanzler- WH 27. Dezember 1870 und 9. Januar 1871. — Auch von Französiseher Seite fehlt es nicht an klaren Kundgebungen darüber; vergl. in dieser Beziehung insbesondere Le Fort, a. a. 0. S. 201. ^^^^■^^■^■1 August zu Chi«,-, utschen patrioti 'ildetou. SämmtU ch( e desselben erklar, rker Vereins b cliloss man, die |;„. ralkomitee zur V«. Präsentant des Hilft. it und das Deutsche mische bereitwillig tglied anzuerkennen Generalkonsulate« rein sich sofort ii, sgesetzt aufrecht er- ler Verein auf seine ni' dein Kriegsschulden. Anhang zum VIII. Kapitel: Die Genfer Konvention im Kriege 1870/71. 429 -i 1 ) ausgesprochenen iss weder die Frau- ; auf dem Kriegs- be Sanitätspersonal 311 besass. 8 ) Weder e der Erfahrungen von - Ssnitätskonferenz tob mz von Delegirten der dutionen vorgearbeitet den meisten derjenigen •eschickt hatten, gut- ssen daher noch keine Deutsch-Französischen angenommen werden. i Bundeskanzlers fom ich von Französischer rüber; vergl. in dieser Seiten der Französischen Regierung noch seitens der de secours war etwas geschehen, um den Inhalt der ention zu popularisiren. 1 ) Dieselbe musste überdies der Französischen Armee um so unbekannter bleiben, ie Französischen Militärärzte das Anlegen der Neu- tralitätsbinde und das Aufhissen der Neutralitätsfiagge unter- i. s ) Irrthümer, welche den Deutschen Schuld gegeben •erden mögen gelegentlich die Folge solcher Unterlassung «ewesen sein, während andererseits manche Feindseligkeit »gen Deutsche Sanitätsformationen oder einzelne Mitglieder nitätspersonals ohne Zweifel lediglich aus Unkenntniss der Bedeutung des Neutralitätszeichens und der gesammten Konvention hervorgegangen ist. 3 ) Immerhin aber war die Nichtbeachtung des Neutralitäts- reichens auch seitens der Kaiserlichen Französischen \iinec eine so auffällige, dass das Internationale Komitee zu Genf unter dem 2">. August 1870 in einem an den Mi- ') Das Deutsche Centralkomitee Hess bei Ausbruch des Krieges ilen Text der Konvention und eine kurzverständliche Erläuterung ihres Sinnes in 80000 Exemplaren drucken und dieselben theils in der Armee, theils in der Bevölkerung verbreiten. — Vergl. auch Bei- lige 1(18, Schlusspassus. -') Xote des Bundeskanzlers vom 9. Januar 1871. — Rapport de hi societe de secours. — Le Port, a. a. O. s ) Ueberhaupt kann nicht die Absicht bestehen, jeden Fall, in welchem feindliche Geschosse einen Verbandplatz bestrichen oder in ein Lazareth einschlugen, als eine Verletzung der Konvention, am wenigsten als eine vorsätzliche zu bezeichnen. An sich ist es nicht eben wahrscheinlich, dass ein Truppenführer mit Vorsatz und Ueber- legung die Munition dazu verschwenden wird, bereits kampfunfähige Verletzte oder das in helfender Thätigkeit begriffene Sanitätspersonal zu besebiessen, während gesunde Truppen ein zur Erreichung des Kriegszweckes bei Weitem geeigneteres Ziel abgeben. Andererseits kann es keinesfalls der Sinn des Vertrages sein, dass eine von vornherein ungeeignete oder im Verlauf der Aktion unzweckmässig gewordene Wahl eines Verbandplatzes u. s. w. den Gegner abhalten soll, eine in der Nähe einer Neutralitätsfahne befindliche Truppe zum Gegenstand seines Angriffs zu machen, lediglich auf die Möglichkeit hia. dass ein solcher auch den Verbandplatz gefährden könne. Sache der leitenden Sanitätsorgane ist es, in Kommunikation mit den Truppen- fnhrern die Verbandplätze und Etablirungsorte der Lazarethe zunächst n zu wählen, dass sie dem zu erwartenden feindlichen Feuer mögliehst entrückt sind, und nötigenfalls einer Veränderung der Truppenstellung Mitsprechend zu verlegen. — Im Uebrigen ist leicht einzusehen, wie schwer, ja wie unmöglieh es häufig bleiben muss, dass in der Hitze eines Kampfes, zumal wenn derselbe etwa in der Dunkelheit der Nacht geführt wird, die unbeabsichtigte Schädigung von Mitgliedern des Sanitätspersonals vermieden werde und wie wenig es hinterher möglich i-t zu ermitteln, wen in solchem Fall ein berechtigter Vorwurf trifft, sofern von einem Vorwurf überhaupt die Rede sein kann. Dem stürmenden Soldaten ist es nicht zu verargen, wenn er, ohne zu wissen wer ihm gegenübersteht, — z.B. in der Dunkelheit, — einen Arzt oder einen Krankenwärter angreift; ebenso natürlich ist es, dass der Angegriffene sich, so gut er kann, zur Wehre setzt. Von mehrfachen Beispielen dieser Art erschien ein auch in anderer Hinsicht charakteristischer Berieht der 8. Infanterie - Brigade vom 2. März 1871 über die nächtliche Einnahme des Dorfes Hauteville (vergl. Generalstabswerk II, S. 1206) besonders bezeichnend; derselbe ist aus diesem Grunde in Beilage 109 im Wortlaut mitgetheilt. nister Palikao gerichteten Schreiben au die Unterzeichnung des Vertrages seitens der Französischen Regierung, sowie an die Nachtheile, welche der Französischen Armee selbst aus der Nichtbeachtung desselben erwachsen rnüssten, erinnern zu sollen geglaubt hat. 1 ) Es liegt auf der Hand, dass ein mit Leidenschaft und Erbitterung geführter Krieg nicht diejenige Zeit ist. während welcher die Gemüther dazu disponirt sind, Ilumaniläts- bestrebungen, wie sie der Genfer Konvention zu Grunde liegen, würdigen und richtig auffassen zu lernen. Ein Einfluss derselben, vor Allem ein solcher, welcher dein Sinne des Vertrages entspricht, kann nur so weit erwartet werden, als die Bestimmungen desselben bereits im Frieden mit dem gesammten Denken verwachsen sind. Lediglich als weitere Folge der Unbekanntschaft mit der Konvention darf es daher gewiss in vielen Fällen betrachtet werden, dass die missverständlichsten Auffassungen derselben Flatz griffen. Insbesondere verbreitete sich in beiden Armeen die sonderbare Meinung, es sei nur nöthig, eine selbst- fabrizirte oder auf beliebigem Wege beschaffte weisse Binde mit rothem Kreuz anzulegen, um vor jeder persönlichen Gefährdung unter allen Umständen geschützt zu sein. Dass die Konvention das Recht zum Ausgeben dieses Abzeichens lediglich den Militärbehörden vorbehält und dass dasselbe ausschliesslich dazu bestimmt ist, Verwundeten und Kranken in allen Wechselfällen kriegerischer Ereignisse Beistand und Pflege zu sichern, kam vielfach gänzlich in Vergessenheit. Schon an anderer Stelle ist darauf hingewiesen, 2 ) dass die Leichtigkeit, mit welcher dieses Abzeichen sich fälschen oder unrechtmässig beschaffen lässt, eine Quelle von Unordnungen im Bücken der Armeen geworden ist, — übler noch war es, dass eben diese Leichtigkeit, es zu beschaffen, sowie nach Belieben an- und wieder abzulegen, dasselbe zum Deckmantel der Spionage und unlauterer Absichten aller Art vorzüglich geeignet machte. 3 ) Eine ebenso unstatthafte Auffassung wie hinsichtlich des Abzeichens der Personen trat vielfach hervor betreffs der Handhabung des Neutralitätszeichens zum Schutze von Lokalitäten. Artikel 5 des Vertrages spricht aus, dass jeder in einem Hause aufgenommene und verpflegte Verwundete demselben als Schutz dienen, d. h. dass derjenige Einwohner, welcher Verwundete bei sich aufnimmt, mit Truppen-Einquartierung sowie mit einem Theil der etwa ') Actes du comite international. Geneve 1871. S. 182. *j Vergl. S. 409. "') Zu besonderen Erwägungen — allerdings aus anderen Gründen als den oben angedeuteten — gab das durch die Feld-Sanitätsinstruktion von 1869 angeordnete Tragen der Neutralitätsbinde seitens der Hilfskrankenträger Anlass. Das Preussische Kriegsministerium wies später ausdrücklich darauf hin (vergl. Beilage 107), dass es auch diesen nicht eigentlich zum Sanitätspersonal gehörigen Mannschaften untersagt bleiben müsse, sich aktiv am Kampfe ihrer Truppen zu betheiligen. — Nach der Kriegs-Sanitätsordnung von 1878 tragen in Zukunft die Hilfskrankenträger überhaupt nicht die weisse Binde mit rothem Kreuz, sondern — lediglich zu ihrer Kennzeichnung — eine rothe Armbinde. ^M M 430 Anhang zum V11 f. Kapitel: Diu Genfer Konvention im Kriege 1870/71. n<\ [ auferlegten Kontribution verschont werden soll. Die Un- baltliarkcit dieser Fassung war schon im Jahre 1866 zu Tage getreten, daher Additional-Artikel 4 den Grad der Berücksichtigung dem Ermessen der Truppenbefehlshaber anheimstellte. Gleichwohl wiederholte es sich während des Deutsch-Französischen Krieges oft, dass bei Annäherung Deutscher Truppen sich ganze Städte und Dörfer mit rothen Kreuzen im weissen Felde bedeckten, 1 ) obwohl entweder überhaupt keine Verwundete vorhanden oder dieselben einzeln auf die Häuser vertheilt waren. Wurden unter solchen Umständen die ermüdeten Soldaten — wie sich von selbst versteht — gleichwohl in die Häuser einquartiert, so blieb die Beschuldigung nicht aus, der Artikel des Vertrages sei inissachtet worden. Es kam in solchem Fall aber auch vor, dass Französische Truppen — vermuthlich ohne Kenntniss davon zu haben, dass über ihnen die von den Bewohnern aufgepflanzten Neutralitätsflaggen wehten — die heranziehenden Deutschen mit Gewehr- und Geschützfeuer empfingen. 2 ) So ist es erklärlich, dass der Vorwurf, die Genfer Konvention verletzt zu haben, von jeder Partei der andern zugeschleudert werden konnte und dass ein Werk, welches der Absicht entsprossen war, mitten in der Leidenschaft des Kampfes versöhnliche Empfindungen wach zu rufen und zu erhalten, in nicht seltenen Fällen lediglich dazu diente, die wechselseitige Krbitterung noch zu steigern. Artikel 6 Passus 4 bestimmt, dass nicht nur dienstunfähig gewordene sondern auch solche in feindliche Hand gefallene Verwundete, welche nach erfolgter Heilung wieder dienstfähig sind, in ihre Heimath entlassen werden können unter der Bedingung, während der Dauer des Krieges die Wallen nicht wieder zu ergreifen. Zu dieser Erlaubniss bedurfte es keines Vertrages. Additional-Artikel 5 setzt demgeniäss fest, dass — mit Ausnahme derjenigen Offiziere, deren Anwesenheit bei der betreffenden Armee auf den Erfolg der Waffen von Einfiuss sein würde — die in die Hände des Feindes gerathenen Blessirten, selbst wenn sie nicht als unfähig zum Fortdienen erkannt werden, nach erfolgter Herstellung oder wo möglich noch früher unter der oben erwähnten Bedingung in ihre Heimath zurückgeschickt werden sollen. 3 ) Nach dem Kriege von 1870/71 ist auf allen Seiten anerkannt worden, dass die Durchführung dieses Paragraphen meist unmöglich ist, da sie lediglich zur Verlängerung des Krieges führen und damit der Absicht der Konvention direkt entgegenlaufen würde. Abgesehen von der Schwierigkeit der Unterscheidung, die Anwesenheit welches Offiziers auf den Gang der Ereignisse von Einfiuss sein werde, abgesehen auch von der peinlichen, gewiss oft unhaltbaren Situation, in welche ein Offizier ge- ] ) On aurait pu croire. qu'on celebrait quelque grande fete nationale. (Le Port, a. a. O. S. 20 und 194.) -) Aueh Fälle wie der in Beilage 109 mitgetheilte gehören in diese Kategorie. 3 ) . . . . devront etre renvoyes. räth, der nach Heilung einer leichten Verletzung 7n • Landsleuten zurückkehrt und trotz völliger Dieiistfa] durch sein Ehrenwort nicht nur verhindert ist ,\J\ weiteren Kämpfen zu betheiligen, sondern — dem k Tage liegenden Sinne des Vertrages nach — offenbar verpflichtet, jeder anderen für die Armee nutzbrini Thätigkeit (Ausbildung von Ersatztruppen etc.) sich zu halten, — muss es offenbar für die Mannschaften einfach unmöglich sein, die Bedingung zu erfüllen, unU welcher ihnen die Freiheit zurückgegeben wurde. ] n B kenntniss dieser Schwierigkeit zogen viele leicht verwundet Französische Offiziere, welchen Deutscherseits die Bückkel gegen ihr Ehrenwort, im Verlaufe des Krieges nicht weiter zu dienen, anheimgestellt wurde, das Verbleiben in ( ] ( >, Kriegsgefangenschaft vor. Zahlreiche Fälle von Nick erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeit andererseiti nöthigten die Deutsche Heeresleitung bald, von dies« Artikel überhaupt abzusehen. In Folge der Beschwerden welche darüber aus Frankreich erhoben wurden, wandte sicli das internationale Komitee zu Genf unter dem 21. September an den Norddeutschen Ministerresidenten zu Bern, später auch an den Präsidenten des Deutschen Centralkomitea mit der Bitte, das Deutsche Oberkommando zur AusnÜmm der erwähnten Bestimmung zu bewegen. Mit Rücksicht auf die beregten Vorkommnisse musste die Antwort ertheffi werden, dass „die Erlaubniss zur Rückkehr mit Reck verweigert werden könne, wenn die Umstände sprechen". 1 ) Die praktisch wichtigsten Bestimmungen der Konventi« sind in den Artikeln 1 bis 4 enthalten, welche das Handeln der Sanitäts-Anstalten der besiegten Armee nach Schlacht, sowie das gegen Sanitätspersonal und -Material. wenn solches in die Gewalt des Gegners geräth, einzuschlagende Verfahren betroffen. Der Kardinalpunkt liegt in Artikel 3 und Zusatzartikel 1, welche die Mitwirkiuv von Lazarethen einer besiegten Armee bei der Fnrsora für die Verwundeten ermöglichen und sicherstellen sollen. Denn immer ist das Elend nach grossen Schlachten, welchen durch die Genfer Konvention nach Möglichkeit zu Steuer beabsichtigt wurde, zum grossen Theil dadurch bedingt, da die Sanitäts-Einrichtungen jeder Armee — sie mögen für den eigenen Bedarf noch so reichlich bemessen sein - nothwendig überlastet werden müssen, wenn ihnen allein auch die Pflege der verwundeten Feinde anheimfällt. Langt vor der Genfer Konvention hatten in Kriegen eivilisirta Staaten die Sieger sich der blessirten Besiegten, soweit die Verhältnisse es zuliessen, angenommen; zur Durchführung dieses durch den Stand der Europäischen Kultur im Allgemeinen völlig gesicherten Verfahrens bedurfte es daher schwerlich eines Vertrages; 2 ) das relativ Neue des Letzteren t) Vergl. hierzu Actes du eomite international. S. 191. 2 ) Es darf insbesondere darauf hingewiesen werden, dass geradt die Deutschen Truppen in den Feldzügen von 1848 und 1864 ganz im Sinne der Genfer Konvention verfahren sind, obwohl Letztere ilaina.- igCI Band I. .Verletzung zu illiger Dienstfaj Rindert ist, B idern - dem klarj, nach - offenba b ' mee llu tzbri, lL spen etc.) sich z [annschaften ng zu erfüllen, ^eben wurde. [„ |. : , •iele leicht verwunde sherseits die Bü c . kkelr s Krieges nicht weiter is A^erbleiben in fa ie Fälle von Nick* dlichkeit anderersefo g bald, von , Ige der Besch« a wurden, wandte siel ;er dem 21. September nten zu Bern, später shen Centralkomitiv. nando zur Ausfuhrm igen. Mit Rücksicht e die Antwort ertheili Rückkehr mit Reck 3 Umstände dagegen ungen der Konvention i, welche das Handeln i Armee nach eine srsonal und -Material. xegners geräth, eiii- r Kardinalpunkt lieft dche die Mitwirkt^ ee bei der Fürsorp 1 sicherstellen sollen. i Schlachten, welchen öglichkeit zu stein! dadurch bedingt, da- Lee •— sie mögen für eh bemessen sein i, wenn ihnen allein e anheimfällt. Lang ii Kriegen civilisirter Besiegten, soweit die m; zur Durchführung sehen Kultur im All- ns bedurfte es daher iv Neue des Letzteren lational. S. 191. isen werden, dass geradi ii 1848 und 1864 ganz im obwohl Letztere damals Anhang zum VIEL Kapitel: Die Genfer Konvention im Kriege 1870 71. 4SI u-d-ade zum wesentlichen Theil darin, dass die garantirte K tralität des Sanitätswesens den Opfern der Schlachten , ( jj e jrjife der Sanitätsorgane der besiegten Armee zu- f enden sollte. Das in Artikel 3 der Konvention als zulässig bezeichnete roiterwirken des Sanitätspersonals in den Lazarethen auch .1 Besitzergreifung der Lokalität durch den Gegner ist ! Aiditional-Artikel 1 obligatorisch gemacht, „soweit es ila- Bedflrfniss erheischt". Wiederum mag die Ulibekanntschaft selbst der Fran- ,,-i-rlien Militärärzte mit der Konvention oder eine miss- tndliche Auffassung derselben 1 ) vielfach Ursache davon „■ii sein, dass die Französischen Ambulanzen sich fast regelmässig mit den Truppen zugleich zurückzogen und die goree für die verwundeten Franzosen ganz wie in Zeiten foi \lisehluss der Konvention den Deutschen allein über- Kessen.*) jeht bestand. Es kann daher nicht ohne Weiteres als Folge rtrages betrachtet werden, dass Passus 1 des Artikels 6 der Konvention, nach welchem „die verwundeten und kranken Militärs ohne Unterschied der Nationalität aufgenommen und verpflegt werden sollen' im Kriege 1870/71 im Allgemeinen auf beiden Seiten sowohl von den amtlichen Sanitäts-Organen als von der freiwilligen Krankenpflege so vollständig durchgeführt worden ist, als er überhaupt seiner Natur nach durchführbar erscheint. Als Beispiele der Fürsorge, welche die Deutschen Militärbehörden auch den Französischen Verwundeten und Kranken zu Theil werden Hessen, seien statt vieler ähnlicher nur die i» den Beilagen 104 und 105 abgedruckten Verfügungen mit- eetheilt Das Verfahren der Deutschen Sanitäts-Anstalten gegenüber den verwundeten Franzosen ist aus dem 3. Kapitel dieses Bandes und der dazu gehörigen Beilage 61, desgleichen aus dem statistischen -tuvie dem chirurgischen und medizinischen Theile des Berichtes ausreichend ersichtlich. An dieser Stelle sei speziell nur hervorgehoben, dass im V. Bande und in der darauf gegründeten, im III. Bande enthaltenen Operations - Statistik 1263 in Deutschen Lazarethen an Franzosen und 31 in Französischen Sanitäts - Anstalten an Deutschen ausgeführte grössere Operationen mitgetheilt sind. — Ebenso m das in der weit überwiegenden Mehrzahl der Fälle entgegenkommende Verhalten der Französischen Gemeinden und Privaten gegenüber den Deutschen Lazarethen offenbar meist nicht durch die Konvention sondern in erster Linie durch den Bildungsgrad bedingt. Die Sicherheit der Lazarethe hörte trotz der Konvention da auf, wo dieselben inmitten einer leidenschaftlich erregten, irregeleiteten Bevölkerung des militärischen Schutzes entbehrten. Vielfach ist im 3. Kapitel die Unterstützung hervorgehoben, welche den Deutschen Banitäts-Anstalten durch Französische Aerzte, Ordensgenossenschaften, Bgenthmner der zu Lazarethen eingerichteten Gebäude etc., sowie durch Ortsobrigkeiten (vergl. insbesondere das Verhalten der Behörden zu Amiens, S. 194) zu Theil wurde, mehrfach auch sind ebendaselbst die Schwierigkeiten angedeutet, welche in der späteren Periode des Kriogcs (namentlich auf dem nördlichen, südöstlichen und südwestlichen Kriegsschauplatz) den fern von Truppenkörpern etablirten Lazarethen aus der feindseligen Stimmung der Bevölkerung erwachsen ■ifid. (Vergl. hierzu auch S. 297: Beschädigung von Sanitätszügen.) !) Auch im Kriege 1866 wurde die Konvention irrthümlich dahin gedeutet, dass das Verbleiben der Lazarethe der besiegten Armee auf dem Schlachtfelde lediglich fakultativ, der Sieger hingegen unbedingt verpflichtet sei, für die verwundeten Feinde umfassende Für- wrge zu treffen. z ) Gelegentlicher Ausnahmen ist im 3. Kapitel einige Male ge- Yergl. z. B. S. 97 (Bischweiler), S. 143 (Givonne), S. 145 (Badacht. Trotzdem, oder vielmehr weil die Französischen Aerzte von der Konvention wenig Gebrauch machten, fiel eine nicht geringe Zahl von Mitgliedern Französischer Sanitäts- formationen in Deutsche Hand. Viele derselben zogen es vor, ihre Landsleute in die Gefangenschaft zu begleiten: 1 ) mehrere solcher nach Deutschland übergeführten Aerzte fanden später Verwendung in den für Kriegsgefangene errichteten Lazarethen. 2 ) Die Uebrigen wurden gemäss Artikel 3 und Zusatzartikel 1 der Konvention zur feindlichen Armee zurückgeschickt. Der Zeitpunkt solcher Entlassung ist in Additional- Artikel 1 ausdrücklich dem Ermessen der Militärbehörde anheimgestellt. In der That versteht es sich von selbst, dass kein Truppenführer es darauf ankommen lassen wird, militärische Maassregeln oder Stärkeverhältnisse der eigenen Truppen, welche derselbe geheim zu halten wünscht, durch sofortige Auslieferung von Sanitätspersonal zur Kenntniss des Feindes zu bringen. In solchem Falle ist es dem Geiste des Vertrages sowohl als dem Wortlaut des Zusatzartikels durchaus entsprechend, die Rücksendung so lange aufzuschieben, als militärische Rücksichten es erfordern, oder die Betreffenden einen Umweg machen zu lassen, welcher sie so lange von ihren Truppen fernhält, dass die von ihnen etwa gemachten Beobachtungen inzwischen werth- los geworden sind. Das Grosse Hauptquartier sah sich unter dem 24. August 1870 veranlasst, ein derartiges Verfahren ausdrücklich vorzuschreiben. 3 ) Im Allgemeinen ist allseitig anerkannt, dass die Behandlung, welche Deutsche Behörden dem in ihre Hand gefallenen Französischen Sanitätspersonal und -Material 4 ) angedeihen Hessen, dem Sinne sowohl als dem Buchstaben der Konvention entsprach. Ebenso liegt keine Nachricht über eine entschiedene Feindseligkeit von Befehlshabern der Kaiserlichen Französischen Armee gegen Deutsche, in Französische Gewalt gerathene Sanitätsformationen vor, zeilles), S. 183 (Montmedy), S. 206 (Beatme la Rolande), S. 214 (La Girardrie) u. a.; häufiger aber finden sich daselbst Notizen über verlassene Französische Verbandplätze (siehe insbesondere S. 118) und Lazaretheinrichtungen. 1 ) Bei der Kapitulation von Metz allein protestirten 53 Französische Militärärzte gegen Anwendung der Bestimmungen der Genfer Konvention auf ihre Personen. — In gleicher Weise verfuhren nicht wenige Aerzte bei der Kapitulation von Strassburg. (Akten des Preussischen Kriegsministeriums.) 2 ) So insbesondere zu Koblenz, Kolberg und Torgau. (Akten des Preussischen Kriegsministeriums. — Vergl. auch S. 310.) 3) Vergl. Beilage 108. 4 ) Die Frage, wie mit dem Material der Lazarethe zu verfahren sei, hat im Kriege 1870/71 wie schon im Kriege 1866, besondere Schwierigkeiten verursacht, aus dem natürlichen Grunde, weil die Sanitätsformationen der verschiedenen Armeen nach verschiedenen Prinzipien organisirt sind, alle Definitionen und Unterscheidungen von „leichten" und „Haupt-Feldlazuretheir daher nur theilweise zutreffen und zahlreichen Missverständnissen ausgesetzt bleiben. Beilage 106 mag als Beweis dafür angeführt sein, dass die Deutschen Militärbehörden bestrebt waren, auch in dieser Hinsicht den Vorschriften der Uebereinkunft Rechnung zu trafen. r * 432 Anhang zum VIII. Kapitel: Die Genfer Konvention im Kriege 1870/71. vielmehr fehlt es nicht an ausdrücklichen Mittheilungen über loyalste Behandlung in solchen Fällen. 1 ) Die Meldungen über Angriffe auf Lazarethe, Fortführen ganzer Sanitätsformationen einschliesslich der Verwundeten und Kranken oder einzelne]- Mitglieder des Sanitätspersonals 2 ) mehrten sich erst nach Vernichtung des Kaiserlichen Heeres; die Behandlung, welche den nach diesem Zeitpunkt gefangen Genommenen zu Theil wurde, verschlechterte sich in dem Maasse, als in den Heeren der Republik und unter der Bevölkerung der vom Kriege überzogenen Departements die Leidenschaften überhand nahmen und sich der Beherrschung durch die Führer entzogen. 3 ) Auch in dieser späteren Periode des Feldzuges fand zwar meist schliesslich die Auslieferung der in Französische Hand gefallenen Mitglieder des Sanitätspersonals statt, häufig aber erst, nachdem Aerzte, Gehilfen, Krankenwärter etc. nicht nur ihrer Waffen und Pferde, sondern auch ihres Privateigenthums beraubt und den schlimmsten Misshandlungen ausgesetzt worden waren. Am übelsten erging es Denen, welche das Unglück hatten, von Franktireurs überfallen und den Insulten fanatisirter Volksmassen in den grossen Städten Süd-Frankreichs 4 ) preisgegeben zu werden. im Ganzen wird nach den vorstehend skizzirten Ereignissen gesagt werden dürfen, dass die der Genfer Konvention zu Grunde liegenden Ideen im Kriege 1870/71 genau so weit verwirklicht worden sind, als sie in das allgemeine Bewusstsein auch der Massen übergegangen waren und sich Geltung verschafft haben würden, auch wenn kein Vertrag ausdrücklich ihre Beachtung gefordert hätte, während über diese Grenze hinaus die geschriebenen Artikel sich um so unwirksamer erwiesen, je höher die Leidenschaften stiegen und je weniger der Binfluss gebildeter Führer zur Geltung gelangte. Es muss hinzugefügt werden, dass anerkanntennaassen die Fassung der Konvention miss- verständliche Auffassungen beü'ünstiu'te, dass einzelne Be- i) Vergl. z. B. S. 124. 2 ) Vergl. z. B. S. 184, 18G, 187, 193, 194, 201, 202 n. a. — Siehe auch Note des Bundeskanzlers vom 9. Januar 1871. 3 ) Einzelne Führer Hessen es auch zu dieser Zeit an Entgegenkommen nicht fehlen. General Derroja z. B. besuchte nach der am 10. Januar 1871 erfolgten Besetzung Bapaumea durch die Franzosen das gemäss der Genfer Konvention daselbst zurückgebliebene Feld- lazareth No. 4 des VIII. Armeekorps, drückte beim Weggehen den Preussischen Aerzten seinen Dank für die auch den verwundeten Franzosen geleistete Hilfe aus und Hess das Personal bis zum 14. Januar seine Thätigkeit ungestört fortsetzen (vergl. S. 196). An dem genannten Tage wurde dasselbe durch eine Französische Ambulanz abgelöst und am IG. Januar zu den A T orposten zurückgeleitet. 4 ) So namentlich zu Lyon unter den dortigen gesetzlosen Zuständen. Stimmungen derselben sich als unzweckmässig und and als unausführbar erwiesen haben. Ob der praktische Kern der Uebereinkunft, d. h I oben erwähnten Bestimmungen über das Verbleibet Sanitäts-Anstalten besiegter Armeen auf den Schlachtfeld* und über die Behandlung des in feindliche Hand gefa Sanitätspersonals und -Materials sich künftig unter Umständen, also auch in Zeiten höchster nationaler R> regung, als so allgemein durchführbar erweisen wirf wie es in friedlicher Erwägung bei beiderseitigem Willen als möglich erscheint und wie der Zusatzartikel I es fordert, möchte nach den bisherigen Erfahrungen mit Sicherheit weder bejaht noch verneint werden können Mag es im Uebrigen auch wohl zu weit gegangen sein wenn die Vorkommnisse während des Deutsch-Französischen Krieges, des ersten, während dessen die Konvention h vollem Umfange zu Recht bestand, — wie vielfach »». schelten, — als Beweis dafür hingestellt werden, dass die ganze der Konvention zu Grunde liegende Idee niemals Aussicht habe, unter den einen Krieg begleitenden uiu] durch ihn entfachten Leidenschaften verwirklicht zu werden mögen im Gegentheil zahlreiche Thatsachen eben so gm als Beweis dafür gelten können, dass der Hauptgedanke der Uebereinkunft einem weit verbreiteten Bewus entspricht, so hat doch allerdings der Krieg von 1870/71 Das nachdrücklich gelehrt, dass es keineswegs genügt, für einen Vertrag von dem Inhalte der Genfer Konvention die Unterschriften der Regierungen zu ge«'innen, um einer sinngemässen Ausführung auch durch leidenschaftlieh erregte Massen gewiss zu sein. Soll auch nicht bestritten werden, dass eine derartige Uebereinkunft bis zu einem gewissen Grade im Stande ist, die allgemeine Anschauung zu beeinflussen und allmälig demjenigen Niveau anzunähen, welchem der Gedanke eines solchen Vertrages entsprösset ist, so kann doch zunächst eine Wirkung nur insoweit erwartet werden, als die einzelnen Bestimmungen bereits allgemein verbreitete Anschauungen zu präzisem Ausdruck bringen. Die Genfer Konvention — soweit sie überhaupt durchführbar erscheint — dürfte auch in Zukunft genau in dem Maasse Beachtung finden, als die Gedanken, aus denen sie hervorgegangen, schon im Frieden Gemeingut nicht nur der Gebildeten sondern auch der Massen geworden sind. Die freiwillige Krankenpflege, zu deren Friedensarbeil es recht eigentlich gehört, Verständniss für alle Verhältnisse des Sanitätswesens in weiten Kreisen zu wecken und zu befördern, wird nach wie vor wesentlich dazu beitragen können, auch die Grundideen der Genfer Konvention in immer breitere Schichten der Bevölkerungen hineinzutragei und mit dem Denken der Nationen unauflöslich zu verflechten. I I ickmässig und andere bereinkunft, d. h. & das Verbleibe rf den Schlachte liehe Hand gefe 1 künftig unter hster national. rbar erweisen wirf beiderseitigem 1 der Zusatzartikel l fen Erfahrungen mil 'int werden können. weit gegang,. n sei,,. )eutsch-Fraiizosi M .| lr|| 1 die Konvention q wie vielfach g* sllt werden, dass die «ende Idee niemal« »g begleitenden owj rwirklicht zu werden tsachen eben so gm - der Hauptgei ■eiteten Bewusf Krieg von 1870/71 Ineswegs genügt, für 3nfer Konvention die gewinnen, um einer leidenschaftlich er- uch nicht bestritten kunft bis zu einem gemeine Anschauung -Niveau anzunähen, ertrages entspr. mg nur insoweit er- amungen bereits all- präzisem Ausdruck oweit sie überhaupt in Zukunft genau in bedanken, aus denen Gremeingut nicht nm ;sen geworden sind deren Friedensarbeit für alle Verhältnisse zu wecken und n lieh dazu bei 11 nfer Konvention in ngen hineinzutragei öslich zu verflechteil, Beilagen. % Buitita-Bericht über die Deutschen Beere 1870/71 Beilage» /u Bd. I BeiUgen zu Wlilit w.*i .:.«. ^H I iM'äL,. Beilagen zu Band L Personal der Milirär-Medizinal-Abtheilung. 3* Beilage 1. Personal der Militär-Medizinal-Abtheilung des Preussischen Kriegsministeriums während des Krieges 1870/71. Atotheilung-s-Ohefi: Generalstabsarzt der Armee Dr. Grimm. Vortragende Räthe: Generalarzt: Oberstabsarzt Dr. Schubert. Oberstabsarzt Dr. Coler. (Derselbe war von August bis November 1870 als Divisionsarzt der 1. Infanterie-Division im Felde.) Oberstabsarzt: Stabsarzt Dr. Lommer. Kommandirt: Stabsarzt Dr. Heinzel vom medizinisch-chirurgischen Friedrich Wilhelms-Institut. Feldstabsarzt Dr. Dominik vom Feldlazareth No. 5 des I. Armeekorps. Geheimer Kriegsrath Mand. Oberstabsapotheker Stein. 4* Etat an ärztlichem Personal. Beilag ■gen zu Ban,| I Beilagen zu Beilage 2. Etat an ärztlichem Personal bei der Preussischen^ Armee ausschliesslich der für Reservelazarethe und Gefangenendepots erforderlichen Aerzte. es a> 03 e Generalstabsarzt der Armee A. Mobile Armee. 2 ) Armee-Generalärzte (I., IL, III., Maas- und Süd-Armee) ( Garde, I. bis XL, XIII., XIV. Armeekorps 14 General-I 4 Etappen- .... .......4 ärzte: | 4 Gouvernements-..........4 im Grossen Hauptquartier ,1 Divisionsärzte: 13 Armeekorps ä 2, 1 Armeekorps und 5 Keserve-Divisionen ä 1........ Feldlazareth-Direktoren: Garde, I. bis XL u. XIII. Armeekorps ............... Feld- l 12 Armeekorps ä 12 Lazarethe .... 1441 lazarethe:|XIII. u. XIV. je 3, 4. Res.-Div. 2 . . . 8/ 105 Linien-Infanterie-Regimenter........ 68 Linien-Kavallerie-Regimenter........ 16 Jäger-Bataillone (incl. 2 Reserve-Jäger-Bataillone) 12 Feld-Artillerie-Regimenter......... 12 Pionier-Bataillone mit 12 Ponton-Kolonnen . . 12 Train-Bataillone............ Sanitäts- ( 12 Armeekorps je 3.......36j Detachements: j XIII. und XIV. und 4. Res.-Div. je 1 . 3( Lazareth- < 12 Armeekorps ä 3 Sektionen 1 Reserve- j XIII. u. XIV. Armeekorps ä 2 Sekt. ! 41 Sekt. Personal: { 4. Reserve-Division 1 Sektion j Zur Verstärkung des J Tr ' Lazaretli-Reserve-Personals I j rT ' I. Armee......1 u. Maas-Armee .) 14 Etappen-Hauptorte............. 7 Telegraphen-Abtheilungen.......... Evakuations-Kommissionen Weissenburg, Forbach, Epernay Konsultirende Chirurgen............ Summe A. a g < g a a -23 23 32 13 152 öl 32 13 105 152 210 5 — — 23 68 — - 16 12 48 78 456 315' 136 16 192 48' - 41 72 11 152 185 24 - 195 - 123 — 152 7 — 36 — 11 11 6401739' 11 16 32 13 760 630 204 32 252 48 24 273 164 224 14 7 40 22 2800 ' Etat nicht vorhanden, daher die wirklich ui- wendete Zahl Etat nicht vorhanden, daher die wirklich verwendete Zahl lt Miliutr-Mediz Provinz. Gern der [OB Infanten) U Artillerit M Jäger-Er 68 Ersatz-Ei 12 Pionier-] iL» Train-En Gtrnisoiiärzte Unteroffiziers pag 166 Landweh 7 immobile und 9 mobile B arz 9 Fostuiigs a 2 A 3 Festangs ä2 As 33 Festnngs Beserve-Batt 72 Garnisoi I Ihirnrgische !) D. h. der Norddeutschen ausschliesslich des XII. (König! Sächsischen) Armeekorps und der 25. (Grossherzogl. Hessischen) Division 2 ) Ohne die mobilen Besatzungstruppen. *&ßihiMä*iäm m B«d i Aerzte. i Etat nicht Vorhand«, ! daher die wirklich nr- l wendete Zahl Etat nicht vorhanden, daher die wirklich verwendete Zahl Beilager, zu Band l. Etat an ärztlichem Personal. 5* 11. Anfänglich immobile Armee. Militar-Medizinal-Abtheilung .......... Provinz. Generalärzte I. bis XI Korps und Kommando der immobilen Gardetruppen....... 1. Ersatztruppen. 1(6 Infanterie-Ersatz-Bataillone . . 18 Artillerie-Ersatz-Abtheilungen . |J .lager-Ersatz-Kompagnien . . . 68 Ersatz-Eskadrons ....... 12 I'ionier-Ersatz-Kompagnien . , iL» Train-Ersatz-Abtheilungen . . . . 2. Besatzungstruppen. Gannsonärzte (Jnteroffizierschulen, Kadettenhäuser, Invaliden- Kompagnien und -Häuser, Feuerwerks-Abtheilung . 1(36 Landwehr-Bataillone und Stamm in Berlin (35.) . . 7 immobile Reserve-Kavallerie-Kegimenter a 1 Stabsarzt und 2 Assistenzärzte.......... 0 mohile Reserve-Kavallerie-Regimenter ä 1 Oberstabsarzt und 2 Assistenzärzte........ 9 Festungs-Artillerie-Regimenter ä 2 Abtheilungen 1 ii 2 Assistenzärzte.......... 361 3 Festungs-Artillerie-Regimenter a 1 Abtheilung a 2 Assistenzärzte (IX., X. u. XI. Armeekorps) ß) 33 Festungs-Pionier-Kompagnien......... Reserve-Batterien der 4 Landwehr-Divisionen .... 72 Garnison-Bataillone............ Chirurgische Konsulenten............ 31 "5 . o +0 ■ N •*5 tSJ & ja 23 :c3 b2 < 8 öS C 9 s O 'm S CJ 11 CS] rj 0> Hill 32 §3 SS i ^- ^ ^ 0 Y. 1 11 •ll 16 11 105 105 - 12 12 11 68 12 12 18 — - 9 167 23 72 16« 14 is 42 33 8 72 Summe B. Totalsumme A. und B. - — 12 — — — 30 391 610 1 4 36 32 13 152 21510312349 11 23 210 24 14 68 12 12 34 33 333 21 27 42 33 8 144 8 1051 3852 ') Das Kommando der immobilen Gardetruppen hat in Stelle des Generalarztes 1 Oberstabsarzt, welchem kein Assistenzarzt beigegeben ist Spater mobil bis auf 17 Bataillone Später grosstentheils mobil Davon 30 spater mobil Sämmtlich mobil Etat nicht vorhanden, daher die w i rklich verwendete Zahl >gl. Hessischen) Division 6* Effektiv bestand an ärztlichem Personal. Beilagen zu Band I. Beilage 11. Effektiv- an ärztlichem Personal bei der Preussischen 1 ausschliesslich der bei den Garnison- und Reservelazarethen, sowie (Bei dem Etat sind die im Laufe des Krieges gebildeten Neuformationen mit berücksichtigt- die Sanitätskorps Etat - '—! 3^ .2 <*• & ~ f-t 02 r< a s .^ n o Annee-Generalärzte...... Generalärzte........j Divisionsärzte ........ Peldlazareth-Direktoren .... Chefärzte.......... Regimentsärzte........] Stabsarzte ......... J Assistenzärzte........ I Konsultirende Chirurgen .... Chirurgische Konsulenten .... Ordinirende f , A e^tebei denKriegs- ) lazarethen ausseht. Assistirende Lazareth-Reser l sonals des ve-Per- mobil mobil immobil mobil mobil mobil mobil immobil mobil immobil mobil immobil mobil immobil mobil mobil 4 24 32 13 152 185 568 1587 12 im aktiven Dienststande Ö H:C8 .3 =i ^ I • ^Tj -3 ö IS" 30 391 610 11 — 72 152 32 12 105 12 17 45 148 6 94 14 58 9 311 16 24 10 202 36 Summe mobil immobil Totalsumme 2800 1051 3851 12 3 178 24 15 202 287 369 2o! 25 32 12 150 160 23 152 23 513 52 im Beurlaubtenstande C x La rO j> o a, g .g , £ &Sa g 'S od "S ! ° .52 ^ J8 3-« 1 r ^ flu 03 > 1 S aJ 53 . ^ae bE bD S

> 'S 5 kontraktlich engagirt bc^i 3 SO OijJ' 0> w rß CD 17 12 5 8 2 7 17 12 52 14 41 20 15 12 10 22 10 6 16 10 5 16 52 77 58 2 52 77 15 18 307 409 12 C3 & IV. Ausländer. V. Summe von T bis TV. 388 436 18 20 57 24 12 32 13 152 185 30 551 253 1571 609 11 72 152 77 52 77 169 72 241 58 2 15 is 60 33 307 409 716 12 12 406 436 842 77 77 2767 912 3679 Anmerku merkungen. Beilagen zu Bwid , Anmerkungen zu Beilage 3. 1) Das in der Uebersiclit wie in der Anmerkung 2 verzeichnete Personal stand lediglich unter der Leitung des Kriegsministeriums bezw. des Generalstabsarztes der Armee. Dasjenige ärztliche Personal, welches unter der Leitung des Königlichen Kommissars für die freiwillige Krankenpflege des Zentralkomitees und anderer Vereine fungirte, d. i. die freiwillige Krankenpflege, hat eine Aufzählung hier nicht gefunden. 2) Abgesehen von den vorstehend aufgeführten 3679 Aerzten wurden bei den Garnison- und staatlichen Reservelazarethen, sowie den Gefangenendepots reglementsmässig verwendet: 1779 nicht mehr dienstpflichtige oder nicht dienstpflichtige approbirte Aerzte (darunter 38 ausländische Aerzte). 3) Die (ausschliesslich der Ausländer) angestellten 27(50 Aerzte (Summe von I und II) hatten mit wenigen Ausnahmen sämmtliche Examina (Abiturienten-Examen, das tentamen physicum, das examen rigo- rosum, die Doktorpromotion und alle fünf Stationen des Staatsexamens) absolvirt; die Oberstabsärzte und ungefähr 200 Stabsärzte ausserdem auch das für die Beförderung zum Oberstabsarzt erforderlich gewesene Physikatsexamen bestanden. Die in Spalte III aufgeführten 842 nicht approbirten Studirenden sind solche, welche nach absolvirtem Abiturienten-Examen mindestens 3 Jahre studirt und insbesondere die chirurgischen Kollegien und Kliniken mit Erfolg besucht hatten. 4) Von den hier verrechneten Aerzten ist ein grosser Theil durch die Provinzial-Generalärzte in die reglementsmässigen Stellen zu den Gefangenendepots, Reservelazarethen u. s. w. abkommandirt, ein anderer nicht unerheblicher Theil im Laufe des Feldzuges zur mobilen Armee versetzt worden. 5) Die in Spalte IV verrechneten........... 77 und die in Anmerkung 2 erwähnten.........38 115 ausländischen Aerzte sind im Vertragsverhältniss durch den General Stabsarzt der Armee direkt in ihre Stellen beordert worden Oh eine solche direkte Beorderung fanden bei den staatlichen Reserve- sowie Vereinslazarethen u. s. w. noch 232, im Ganzen also "j- Aerzte des Auslandes Verwendung, welche sich auf die einzeln Länder wie folgt vertheilen: Holland....... 84 Schweiz....... 69 Nordamerika ....... 57 Russland....... 49 England....... 38 Oesterreich...... 22 Belgien . . ..... 15 Griechenland ......2 Italien........2 Spanien........2 Norwegen.......1 Schweden.......1 Türkei........1 Rumänien.......1 Mexico........1 Serbien ........ 1 Capstadt.......1 6) Vor Beginn der Mobilmachung waren eingestellt 129 einjalirh freiwillige Aerzte; die übrigen 109, welche zum Theil noch Anstand über die Zeit der Demobilmachung hinaus hatten, träfet nach der Mobilisirung in die Armee ein. 7) Unter dem sub 1 hilfsärztlichen Personal befinden sicli 63 Unterärzte. ■B Beilagen zu Band] liältniss durch den General. =n beordert worden. Ohne i den staatlichen Reserve- J32, im Ganzen also 5fl che sicli auf die einzeln«, 84 69 57 49 38 22 15 2 2 2 1 1 1 1 1 1 1 ngestellt 129 einjalim lebe zum Theil noch Alling hinaus hatten, traten i. al befinden sich 63 Unter Beilagen zu Band t s © S_ cd - CD b0 U3.I.IT!5[UlZipOJ\- CM co na2BM5[3i3d9f) 1 1 1 1 CO 1 o 5 a 5 g :q3 IM g uaSrjAvs^iuufj 1 1 1 1 CO CM o CO CO rH X iragoM^jodstrej^uaiimMg 1 1 1 1 CO 1 t^> uaStf^Y ayrmiasaqtjsqpg ~ 1 1 1 1 1 1 1 1 1 rH i—l 'S S-'S ua2uAMiai]igii8|f^ 1 1 1 1 1 1 1 1 1 s CO CO CM cc CM ■* CO CM "* 1 E =2 Ph -2n Z ■* CO tH S (o -ipa Tri T* CC SM Cß CM CM CO Ig CO J ja'j.iaq.repnnij-iiajiaiTi.ody i i i i i i i i i a CM .ia^a - BAiap.io] ( | ■* CM CO CM cc CM CM CO CO CD CR CM 'uazrretntopjo 'naqos.rag; CM CD HH CM CD '3 .ia.np;j i CM CO C7i Iß i 3 EH aip.ya*) i 1 1 1 CTS CO CO CO ajaizgjojajiiQ pim i 1 1 1 OJ 28 03 xia;iiBa3.iag'.ia^s launqoBjW 1 1 CM CO' -. ab a.iaizu;jo.ia;nfi) ,iaqia.iqag i 1 1 1 1 CM CM 3 CO CM 2 p CD E .iaS^.mia31ire.i5[ i 1 1 1 CO 1 CO 1-H .la^rBAVitajpre.i^; i 1 1 1 CM 5 s o tH CM es ■^ co ~n CO uajyiqaSmajBOTq er: CM CM o CM E «4-1 M n auiauiaf) pun a^iaxia*) 1 o co 1 CO CM CO i—i 13 CO M< Jfl rM ajaiztfjo.ia^iß 1 CM i-i 1 CM CM 1^ CO H< CM ua^ireaäiag 1 1 CM CM rH pqOMpto^ 1 1 1 1 1 1 1 1 ro 1 CO "3 3 E s .la^airjody tH 1 CO CM CD aiureaqs.unn^]T!M.ia^ 1 1 CO CM r- CM Ph CM BS CD ajaizgjo 1 1 Ol 1 OS CM CM CO CM ^H ■* CM iH o CO O a^zaay ■* CM CM P- OJ r-ln p^ d = w Armeekorps n A erzte. Anmerkung Beilage" zu Band I. I s a ® 1 » Lrzte n Verlaufe des Feldzuges pwi li ab: 3 Reserve-Batterien, i Ifr ds - Kolonnen nnd 4 Kompagwi Festongs-Arlillerie-Abtheilng jp 03 fl > — cj I S ac Ä © P - OD 0 DJ k :si •H . 4^ TS, 03 bjD G «sä mh tu s o> Ti = •8 ac H ac 0) a> •pH +J ^ N o S « 02 Sh B 03 CD «3 ..H * CO O lO CM CO «O rH «'g'25 M S H ^h CO r-t (M rH O rH 1.B5 3^3 _g g CO M ^3 pttJ ]n CJ 'III auiumg 1 1 1 1 1 1—1 1 CM 1 1 1 1 ■* CM CO CO 3 03 ■S H -g ! '«ty 8 a;z.re.i9^ixi 1 1 1 i 1 r- I CM I I 1 1 ^ CM 1 in H 9 ti -PI9iä S I B 1 1 1 i 1 T—1 1 1 1 1 1 Tl< 1 CO III. ende der "353 5. ----- lOIBipuadijs 1 1 1 i I | 1 1 1 I 1 1 | 1 CO CO cd -•re«l!M 1 i 1 1 1 1 l 1 1 1 1 1 .cci co -y l!9^'B|ISJ9Ara_Q 1 1 1 1 I 1 1 1 1 1 1 I 1 1 1 I 0 CD cd uap uoa 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 I 30 & U9^BIA.l9S9.IZ'TBS.i; p J 1 1 1 1 1 1 1 1 1 I 1 1 1 [ 1 1 i += o •jj aummg 1 1 1 1 t— : ■* ix» M a -UI9 9!}Z.rej9|Ufl 9^ZJ^ZU9|SISSy 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 CM 1 1 CM 1 1 >* 9uiuing CMtM 0 1 iH 1— T—1 IQ •-h m CD 1 ") 1 TpijStrejm! ,iap raq 1 CM s s •99uuy uap:qoui CM | rji tH IN IM CO cc a c£ I -* 1 CO iO sa i CO ipra^Sos .top iaq 1 tH tH 55 T— (N tH CO 1 ^_, ,_, _ !S 3 •^ HJ 53 -D r^ -Q ^ c=3 C-H ^5 O -= J3 ,.r »o — O ja o -Q ^5 O rQ C 1 c o o o c i G o o ° s O i s e 1 fc B g '*e, s 4> • iH a lg 1 T3 ' *^~ a +3 a 3 vi M □ eiclinung. o OD CS «42 ö es =3 ' 4) * tS3 o CO c3 9 p rjl 'm w. ■H s M H U 4* s Ö :cS PO O s 3 > 1 9 U o l & .5 .-a 9 N 4 *> P- r/ 43 +3 S +3 -m ,003 < s 4> H}-1 N u 4> :?3 4) 4> -t-s H >3 4» 4) 33 Eh E m ■ G 1 4 ■M Im CG ■«3 X CO CO ■2 ^ o .2 _3 ]3 .2 & 3« ■S s 02 \< Unteroffiziere und Mannschaften fe 22 Z 209 1036 20 3 36 36 -2412 M M 2,'M § S SP 'S CD .s o 108 8 24 25 4 24 24 372, — 108144 - 12 Train - SfcH Ü 3 D - §t3 bß oj Ü5 Pq 9 M Pferde 27 51 2 4 I I 18 21 4 a 33 36 3 62 51 16 27 356 36 204 372 17 24 36120, 84 33 |45193 1 17 2 255 12 12 K ,N Fahrzeuge vier- spänn. 4 2 72 12 22 — 4 _ 2 — 57 V,C, 96 240 8 8 338 386 36 Beilagen M Uli zweispännige a> Hl C8 £ M o ^ _ o3 93 :i. ^ :- o3 | GQ - 3 ! 36 18 6 6 - -[ 24 : 12 - 4 splu. Omnibu f. Pn u.Gi'p.') I 18 30, 18 Di»isions-G« Feldlazarett! Ckefirzte ffl Begimentsär Btabaärzte f Bataillons- Anistirende Ansistirende Vergl. Beilage 28. Beilagen zu B^ , ütätspersoual igen. ter- änn Fahrzeuge zweispämügj 36 - 3 3Q t3 - X o. - 3 ; — - 2i — 18 6 6 - 24 12 ,- 4 spiu Ulllüibll! f. Vir- U.Gl'p.') BeHigen w Band I. Etat au ärztlichem Personal. 13* Beilage 8. i i 36 1' 18 30, 18 3» Etat an ärztlichem Personal und Effektivbestand desselben nach befohlener Mobilmachung bei der 25. (Grossherzoglich Hessischen) Division ausschliesslich der für Reservelazarethe und Gefangenendepots erforderlichen Aerzte. Divisions- General- arzt Etat Effektivbestand im August 1870 Ober- Stabs- stabsärzte ärzte Assistenz ärzte A. Mobile Trappen, Divisions-Generalanst ................ 1 _ _ — 1 Peldlazareth-Direktor ............... 1 — 1 ( befärate für (i Feldlazarette ............ — « j - — 6 — 7 — — 7 — - 2 — 2 ~ <3 — 5 - 1 Sektion Lazareth-Reserve-Personal .... — 1 — 1 9 — 9 Asgistirende Aerzte für die Sanitäts-Formationen ..... — — — 20 12 Assgtirende Aerzte für die Truppen .......... i 23 21 1 14 18 82 49 65 B. Immobile Truppen....... 1 | 4 10 15 15 14* Summarische Nachweisung an ärztlichem Personal. Beila: gen zu Band I, ZI CS PN fl. I 5ß OD cd CD E CD O _co "3 CD CD CD CS CO CD .CD 03 "e3 CU < e ÖD o q3 0) t3 o a e o cp co s- 05 CD O Q- CD Q E CD tu C JC fcJD o £3 ■ MHM 03 C+H *+■*■! CD N CO :C3 a s c CO CD ,£3 CO CD c« ^3 N CS SZ hH cd 'S CD CO to • I—I O CO CO 9 c3 CO CD P Tl s CO cc o t^ | 1 1 B o cd 3 CN cc § x 1 CO ri} o CN t— lO >* a i— 1 ■* rH i>- 0> CR 05 £ a r~ I •rt 8 ■* CO O S t- T-H lO CO ee o CD CO [>• CN o ä CN CO J c 05 J=' o CR CR o 00 1« 'S § O CO CN iH a o H S 03 1 ,3 "co O S CO CN r— CO 1 U «1 tH 00 O c3 «» ides 'er soi j6 © CO r^ ^H ^ SM 00 CM |H o CO p 1 05 «H CG s 0> t - TU 1 o E o CD CO CO CN CS 03 O =3 CS o 1-1 :c3 03 A o S o CN tH tH CN CN 3 S u bß s o 1 36 >* CN o 05 .o! O a ^H t^ lO CO 0} g >* i—( I 3 a tH tH CD L CR T—1 >* 32 O ^H CN CO S o o CO 00 00 CN o CN CO m 3) ,d o o 05 o CR "O § CD CN TH 1 3 c j 05 +^ 05 O s CR CO 5K CN s CO 03 «1 iH CO T-t cS +» £ 1 o T—1 r^ >* CN H i CN tH 3 S PH .1 f-t ■tH 05 s Sanitäts- Detachement des VII. Armeekorps überwiesen. Feld-Telegraphen-Abtheilung No. 1. =...... 1 Gesammtzalil der Aerzte der I. Armee. Dirigirendes ärztliches Personal......... 22 9 Sanitäts-Detachements............ 63 36 Feld-Lazarethe.............. 180 Truppen- etc. Aerzte............. 333 Summe 598 IL Armee. Armee-Arzt: Generalarzt Dr. Löffler. Stabsarzt Dr. Busse, sodann Dr. Klewitz. Assistenzarzt Dr. Sachse. K onsultirende Chirurgen: Generalarzt Dr. v. Langenbeck. Stabsarzt Dr. Groethuysen. Generalarzt Dr. Burow. Assistenzarzt Dr. Bosse. Generalarzt Dr. Volkmann. Assistenzarzt Dr. Fackeide y. Königlich Sächsische konsultirende Generalärzte: Generalarzt und Geheimer Medizinalrath Prof. Dr. Thiersch. Dr. Braune. Dr. Schmidt. Assistenzärzte: Unterarzt Richter. Hecht, v. Weber. BlBitlts-Bericht Ulier die Deutschen Heere 1870/71. Beilagen zu Bd. I. 18* Vertheilung der Aerzte und Sanitäts-Formationen. Beilage en zu Band L Gardekorps. Korpsarzt: Generalarzt Dr. v. Stuckrad. Assistenzarzt Dr. Köhler, später Dr. Gödicke. Divisionsarzt der l.Garde-Inf.-Div. Oberstabsarzt Dr. Camm er er. - 2. - - - - Dr. Ulrich, später Dr. Krautwurst. Sanitäts-Detachement No. 1. Stabsarzt Dr. Leinweber. - 2. - Dr. Richter. - 3. - Dr. Münnich, später Stabsarzt Dr. Buchholz. Feldlazareth No. 1. Oberstabsarzt Dr. Krautwurst, später Stabsarzt Dr. Hahn. 2. Oberstabsarzt Dr. Tegener, später Stabsarzt Dr. Münnich. 3. Stabsarzt Dr. Fraentzel. 4. Oberstabsarzt Dr. Raffel. 5. - Dr. Carnmerer, später Oberstabsarzt Dr. Dittmar. 6. Oberstabsarzt Dr. Wolf f. - 7. - Dr. Valentini. 8. - Dr. Henrici. 9. - Dr. Grüttner. - 10. - Dr. Ebmeier. - 11. - Dr. Frentzel. - 12. Stabsarzt Dr. Grasnick. Ausserdem 109 Truppenärzte. II. Armeekorps. Korpsarzt: Oberstabsarzt Dr. Grubitz. Assistenzarzt Dr. Zunker. Divisionsarzt der 3. Inf.-Div. Oberstabsarzt Dr. Wagner, später Oberstabsarzt Dr. Toussaint. 4. Inf.-Div. Überstabsarzt Dr. Ewermann, später Oberstabsarzt Dr. Erdtmann. Sanitäts-Detachement No. 1. Stabsarzt Dr. Sauerhering, später Assistenzarzt Dr. Ernesti. 2. Assistenzarzt Dr. Scherwinski. 3. Stabsarzt Dr. Kuhrt. Feldlazareth No. 1. Oberstabsarzt Dr. Brunner, später Oberstabsarzt Dr. Hildesheim. 2. Oberstabsarzt Dr. Hirschfeld. 3. - Dr. Scheidemann. 4. Stabsarzt Dr. Tievenow. 5. Oberstabsarzt Dr. Seydeler. 6. - Dr. Lüdicke. 7. - Dr. Erdtmann, später Oberstabsarzt Dr. Knorr. 8. Stabsarzt Dr. Lemke. 9. - Dr. Prager. - 10. - Dr. Josephson. - 11. - Dr. Becker. - 12. - Dr. Weber. Ausserdem 83 Truppenärzte. III. Armeekorps. Korpsarzt: Oberstabsarzt Dr. Abel. Assistenzarzt Dr. Wichmann. Divisionsarzt der 5. Inf.-Div. Oberstabsarzt Dr. Neubaur - 6 - - - " Dr. Schilling^ später Oberstabsarzt Dr. Bein Sanitäts-Detachement No. 1. Stabsarzt Dr. Blumensath - 2. - Dr. Rothe. - 3. - Dr. Pfeil, später Stabsarzt Dr. Ernst. Feldlazareth No. 1. Oberstabsarzt Dr. Bein, später Stabsarzt Dr. Skreczka. 2. Stabsarzt Dr. Mitscherlich. 3. Oberstabsarzt Dr. Besser. - 4. Stabsarzt Dr. Müller. 5. Oberstabsarzt Dr. Häring. 6. - Dr. Frhr. v. Frank. - 7. - Dr. Rüppel. - 8. - Dr. Ewald. 9. Stabsarzt Dr. Gähde. - 10. Oberstabsarzt Dr. Weydener. - 11. - Dr. Stahmann. - 12. Stabsarzt Dr. Fischer. Ausserdem 83 Truppenärzte. IV. Armeekorps. Korpsarzt: Oberstabsarzt Dr. Wendt. Assistenzarzt Dr. Herter. Divisionsarzt der 7. Inf.-Div. Oberstabsarzt Dr. Fritsche. - 8. - - - Dr. Becker. Sanitäts-Detachement No. 1. Stabsarzt Dr. Stehmann. - 2. - Dr. Thilo. 3. - Dr. Heilmann, später Stabsarzt Dr. Siemeier Feldlazareth No. 1. Oberstabsarzt Dr. Spiering. - 2. - Dr. Danker. - 3. - Dr. Weichelt. 4. Stabsarzt Dr. Trautmann. 5. Oberstabsarzt Dr. Wustandt. 6. - Dr. Winzer. 7. Stabsarzt Dr. Puhlmann. - 8. - Dr. Höche. 9. - Dr. Grimm. - 10. Oberstabsarzt Dr. Böcker. - 11. Stabsarzt Dr. Fleck. - 12. Oberstabsarzt Dr. Vogel. Ausserdem 83 Truppenärzte. IX. Armeekorps. 18. Preussische und 25. (Grossherzoglich Hessische) Divuriot Korpsarzt: Generalarzt Dr. Westphal, später Oberstabsarzt Dr. Ewermann. Assistenzarzt Dr. Weese. Divisionsarzt der 18. Inf.-Div. Oberstabsarzt Dr. Ahrends. Grossherzoglich Hessischer Divisions-Generalarzt Dr. Plagge Sanitäts-Detachement No. 1. Stabsarzt Dr. Richter. - 3. - Dr. Böhme. Grossh. Hess. Sanitäts-Detachement Feldstabsarzt Dr. Kaufmam Beilagen zu feldlazaretl Gi-ossh. Hesi (Bei der üi Korpsarzt: Assist Divisionsai Sanitäts-Di Feldlazare Beilagen zn Band rzt Dr. Neubaur. Dr. Schilling )berstabsarzt Dr. Bein )r. Bluinensath )r. Rothe. )r. Pfeil, tabsarzt Dr. Ernst ein, Dr. Skreczka. sherlioh. esser. er. äring. rhr. v. Frank. .üppel. iwald. ie. f eydener. t ahm ann. ler. närzte. Beilagen Z u Band I. Vertheilung der Aerzte and Sanitäts-Formationen. 1Ü* irzt Dr. Fritsche. Dr. Becker. Dr. Stehmann. Dr. Thilo. Dr. Heilmann, Stabsarzt Dr. Niemeie: spiering. )anker. Veichelt. ltmann. Zustand:. iVinzer. lmann. ie. im. Böcker. k. Vogel. enärzte. ps. lieh Hessische) Divisk Ewermann. isarzt Dr. Ahrends. eneralarzt Dr. Plagg Dr. Richter. Dr. Böhme. Stabsarzt Dr. K aufmann Ffldlazareth No. 1. Oberstabsarzt Dr. Starke. . 2. - Dr. Viedebantt. - 3. Stabsarzt Dr. Eggers. - 4. Oberstabsarzt Dr. Simon, später Stabsarzt Dr. Zimmer. - 5. Oberstabsarzt Dr. Paschen, später Stabsarzt Dr. Schwabe. - 6. Oberstabsarzt Dr. Schaernack. r.rossh. Hess. Feldlazareth No. 1. Oberstabsarzt Dr. Fuchs. - 2. - Dr. Hoernig. - 3. Feldstabsarzt Dr. Saeger. - 4. Stabsarzt Dr. Boehm. - 5. - Dr. Fehr. - 6. - Dr. Metzler. Ausserdem 81 Truppenärzte. (Bei der Grossherzoglich Hessischen Division fehlten 17 Aerzte, davon 15 bei den Sanitätsanstalten.) X. Armeekorps. Korpsarzt: Generalarzt Dr. Berthold. Assistenzarzt Dr. Richter. Divisionsarzt der 19. Inf.-Div. Oberstabsarzt Dr. Korff. 20. - - - Dr. Lockemann, später Oberstabsarzt Dr. Dyes. Sanitäts-Detachement No. 1. Stabsarzt Dr. Kühne. - 2. - Dr. Ehlers. 3. - Dr. Doutrelepont, später Marinestabsarzt Dr. Fuhrmann. Feldlazareth No. 1. Oberstabsarzt Dr. König. - 2. - Dr. Dyes, später Oberstabsarzt Dr. Lockemann. - 3. Oberstabsarzt Dr. Cum ine. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. Dr. Cammann. Dr. Meyer. Dr. Sattler. Dr. Müller. Dr. Lippelt. Dr. Hüb euer. Dr. Oelker. Dr. Neuber. Dr. Scholz. Ausserdem 83 Truppenärzte. XII. (Königlich Sächsisches) Armeekorps. Korpsarzt: Generalarzt Dr. W. Roth. Stabsarzt Dr. Ziegler, zugleich Sanitäts-Direktion. Divisionsarzt der 1. Inf.-Div. No. 23. Oberstabsarzt Dr. Pohl and. - 2. - - - 24. - Dr. Hennicke. Königlich Sächsisches Sanitäts-Detachement No. 1. 1. Stabsarzt: Stabsarzt Dr. Brückner. 2. - Assistenzarzt Dr. Benndorf. Königlich Sächsisches Sanitäts-Detachement No. 2. 1. Stabsarzt Dr. Tietz. 2. Assistenzarzt Dr. Becker. Königlich Sächsisches Sanitäts-Detachement No. 3. 1. Stabsarzt Dr. Druschky. 2. - Dr. Schalle. Königlich Sächsische Feldlazarethe: 1. Chefarzt Oberstab sarzt Dr. P f o t e n h a u e r. 2. - - Niebergall. 3. - - Dr. Mancke. 4. - - Dr. Schady. 5. - - Dr. Tanner. 6. - - Dr. Needon. 7. - - Dr. Lehmannbeer. 8. - - Dr. Klepl. 9. - - Dr. Bennewitz. 10. - Stabsarzt Dr. Klien. 11. - - Dr. Beyer. 12. - - Ch r i s t n e r. Ausserdem 102 Truppenärzte. 5. Kavallerie-Division. 9 Regimenter...............27 Derselben wurde ein Feldlazareth X. Armeekorps beigegeben. 6. Kavallerie-Division. 5 Regimenter...............15 Derselben wurde ein Feldlazareth III. Armeekorps beigegeben. Feld-Telegraphen-AMlieilnng No. 2 ........ l Gesammtzahl der Aerzte der IL Armee. Dirigirondes ärztliches Personal......... 37 21 Sanitäts-Detachements........... 146 84 Feldlazarethe.............. 406 Truppenärzte............. 667 Summe 1256 III. Armee. Armee-Arzt: Generalarzt Dr. Böger. Stabsarzt: Assistenzarzt Dr. Döring. Assistenzarzt Dr. John. Konsultirende Chirurgen: Generalarzt Dr. "Wilms. Assistenzarzt Dr. Küster. Generalarzt Dr. Wegner. Assistenzarzt Dr. Schneider. Generalarzt Dr. Roser. Assistenzarzt Dr. Krause. Generalarzt Dr. Stromeyer. Assistenzarzt Dr. Fischer. 20* Vertheiluna der Aerzte uiiii Sanitäts-Formatiouen. Beil 'igen zu Uaud I. V. Armeekorps. Korpsarzt: Generalarzt Dr. Chalons. Assistenzarzt Dr. Süss mann. Divisionsarzt der 9. Inf.-Div. Oberstabsarzt Dr. Scbmundt. - 10. - - - Dr. Roland. Sanitäts-Detaehernent No. 1. Stabsarzt Dr. Liebert. 2. - Dr. Deininger. - 3. - Dr. Schmiedt. Feldlazareth No. 1. Oberstabsarzt Dr. Jörs, später Stabsarzt Dr. Rawitz, sodann - Dr. Schultze. 2. Oberstabsarzt Dr. Neithart. - 3. - Dr. Mueller, später Stabsarzt Dr. L&mmerbirt. 4. Oberstabsarzt Dr. Krause. - 5. - Dr. Pfeffer. 6. - Dr. Grosse, später Oberstabsarzt Dr. Mayer. 7. Stabsarzt Dr. Eitner. - 8. Oberstabsarzt Dr. Rebenstein. 9. - Dr. Pfrenger. - 10. - Dr. Behrens. - 11. - Dr. Pauli. - 12. - Dr. Kirchner. Ausserdem 83 Truppenärzte. VI. Armeekorps. Korpsarzt: Generalarzt Dr. Protz. Assistenzarzt Dr. Rhein. Divisionsarzt der 11. Inf.-Div. Oberstabsarzt Dr. Mehlhausen, später - Dr. Taubner, sodann - Dr. Wollenhaupt. - 12. Inf.-Div. Oberstabsarzt Dr. Heyne, später Dr. Lots eh. Sanitäts-Detaehernent No. 1. Stabsarzt Dr. Weber. - 2. - Dr. Haertel. 3. - Dr. Lieber, später Stabsarzt Dr. Kottmann. Feldlazareth No. 1. Stabsarzt Dr. Wolf f. 2. Oberstabsarzt Dr. Regenbrecht. Dr. Benetsch. - 3. - 4. - 5. - 6. - 7. - 8. - 9. - 10. Dr. Kutter. Dr. Wollenhaupt, später Stabsarzt Dr. Beyer. Dr. Lendel. Dr. Lotsch, später Oberstabsarzt Dr. Heyne. Dr. Biefel. Dr. Meinecke, später Stabsarzt Dr. Scharm. Dr. Schultze. 11. Stabsarzt Dr. Ertelt. 12. - Dr. Foest. Ausserdem 83 Truppenärzte. XI. Armeekorps. Korpsarzt: Generalarzt Dr. Kuckro. Assistenzarzt Dr. Alfermann. Divisionsarzt der 21. Inf.-Div. Oberstabsarzt Dr. Neubaue' später Oberstabsarzt Dr. Schmidt - 22. - - Oberstabsarzt Dr. Honianu Sanitäts-Detaehernent No. 1. Stabsarzt Dr. Richter später Assistenzarzt Dr. Plane» - 2. Stabsarzt Dr. Nebelung. - 3. - Dr. Thomas. Feldlazareth No. 1. Stabsarzt Dr. Mende. 2. Oberstabsarzt Dr. Kleim. 3. - Dr. Neubauer, sodann Stabsarzt Dr. Graf, später Oberstabsarzt Dr. Weise. 4. Oberstabsarzt Dr. Schmidt. - 5. - Dr. Burchardt. - 6. - Dr. Opitz. 7. Stabsarzt Dr. Hörn. 8. Oberstabsarzt Dr. Dietrich. 9. - Dr. Schwahn. - 10. - Dr. Sacksofsky. - 11. - Dr. Transfeld. - 12. Stabsarzt Dr. Knövenagel. Ausserdem 83 Truppenärzte. 2. Kavallerie-Division. ö Regimenter............... ig Derselben wurde ein Feldlazareth vom VI. Armeekorps überwiesen. 4 Kavallerie-Division. 6 Regimenter............... \% Derselben wurde Vs Sanitäts-Detaehernent vom XI. Armeekorps überwiesen. Feld-Telegraplien-Abtheilung No. 3. ....... i Gesammtzahl der Aerzte der III. Armee. Dirigirendes ärztliches Personal......... 23 9 Sanitäts-Detachements........... 63 36 Feldlazarethe.............. 180 Truppenärzte............... 286 Summe 552 Zur III. Armee gehörten anfänglich auch die sämmtlichen Bayerischen, Württembergischen und Badischen Truppen. Später wurde das I. Bayerische Armeekorps der Armee-Abtheilung Seiner Königlichen Hoheit des Grossherzogs von Mecklenburg, die Badische Feld-Division dem Belagerungskorps vor Strassburg bezw. dem XIV. Armeekorps zugewiesen. ^f^Jf5* ' Beil a ? e " zu Band *t Dr. Neubauer tabsarztDr.Scl, midt zt Dr. Homann. Richter, itenzarzt Dr. Pi ail Nebelung. Thomas. im. ibauer, »r. Graf, st Dr. Weise. midt. chardt. tz. trieb, wahn. k s o f s k y. nsfeld. iagel. :'zte. II. ...... 18 VI. Armeekorps über- 1. ...... 18 tent vom XI. Artnee- ...... 1 [II. Armee. ..... 23 ..... 63 ..... 180 . . . . . 286 Summe 552 ,uch die säinmtlicben hen Truppen. Später lee-Abtheilung Seiner u Mecklenburg, die orps vor Strassburg zu Band I Vertheilung der Aerzte und Sanitäts Formationen. 21-> Maas-Armee. Armee-Arzt: Generalarzt Dr. Roth, später (vom 4. September) Generalarzt Dr. Schiele. Stabsarzt: Assistenzarzt Dr. Schalle. Konsultirende Chirurgen: Generalarzt Dr. Volkmann. Assistenzarzt Dr. Fackeldey. Dirigirendes ärztliches Personal des Garde-, IV. und XII. Armeekorps vergl. oben. 109 Gardekorps. Sanitäts-Detachements No. 1, 2, 3. Mdlawrethe No. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12. Truppenärzte .............. IV. Armeekorps. Sanitäts-Detachements No. 1, 2, 3. Feldlazarette No. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12. Truppenärzte .............. XII. Armeekorps. Siiüitiits-Detachements No. 1, 2, 3. Feldlazarette No. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12. Truppenärzte ...............102 27 15 83 5. Kavallerie-Division .......... 1 Feldlazareth X. Armeekorps. 6. Kavallerie-Division .......... 1 Feldlazareth III. Armeekorps. Gesammtzalil der Aerzte der Maas-Armee. Dirigirendes ärztliches Personal......... 16 9 Sanitäts-Detachements........... 63 38 Feldlazarette.............. 190 Truppenärzte............... 336 Summe 605 Belagerungskorps von Strassburg*. (Ausser der Badischen Feld-Division.) Garde-Landwehr-Division. Divisionsarzt: Oberstabsarzt Dr. Starke. Truppenärzte ...............29 1. Reserve-Division. Divisionsarzt: Oberstabsarzt Dr. Klatten. Truppenärzte............... 46 (Preassische Sanitäts-Anstalten waren diesem Corps nicht zugetheilt. Die Badische Division hatte 1 Sanitäts-Detacheinent und 5 Feldlazarette.) lrmee-Abtheilung Sr. Königl. Hoheit des Grossherzogs von Mecklenburg-Schwerin. (Anfangs war nur das aus der 17. Infanterie-Division und der 2. Landwehr-Division kombinirte XIII. Armeekorps mit dem Korpsarzt Dr. Schilling den Befehlen des Grossherzogs unterstellt.) Korpsarzt: Oberstabsarzt Dr. Schilling. Assistenzarzt: Unterarzt Hadlich. Divisionsarzt der 17. Inf.-Div. Oberstabsarzt Dr. Tor min. - 22. - - - Dr. Ho manu. - 2. Landw.-Div. - Dr. Stahl. 17. Infanterie-Division. Sanitäts-Detach. No. 2 des IX. Armeekorps Stabsarzt Dr. Berna. Feldlazareth No. 9 des IX. Armeekorps Oberstabsarzt Dr. Meyer. - 10 desgl. Stabsarzt Dr. Fant er. - 11 - - Dr. Rothe. - 12 - Oberstabsarzt Dr. W a 11 e r. Ausserdem 41 Truppenärzte. 22. Infanterie-Division. Sanitäts-Detachement No. 2 des XI. Armeekorps. Feldlazarett No. 7 des IX. Armeekorps Oberstabsarzt Dr. S t a h 1,1 Feldlazarette No. 5 und 9 des XI. Armeekorps, später Oberstabsarzt Dr. Wittichen. 8 desgl. Oberstabsarzt Dr. B ö 11 c h e r. I Truppenärzte........ 33. 22* Vertheilung der Aerzte und Sanitäts-Formationen. Beilagen zu Band 2. Landwehr-Division. Truppenärzte........36. 2. Kavallerie-Division......... 19 Aerzte. 1 Feldlazareth vom VI. Armeekorps. 4. Kavallerie-Division ......... 19 Aerzte. V« Sanitäts-Detachement vom XI. Armeekorps. 5. Kavallerie-Division ......... 26 Aerzte. 1 Feldlazareth vom X. Armeekorps. 6. Kavallerie-Division ......... 15 Aerzte. 1 Feldlazareth vom III. Armeekorps. Dazu vom XIII. Armeekorps Feldlazareth No. 1. Stabsarzt Dr. Lex. 2. - Dr. Düsterberg. 3. - Dr. Passauer. Sanitäts-Detachement Stabsarzt Dr. Köhnhorn, später Assistenzarzt Dr. König. Gesaninitzahl der Aerzte. Dirigirendes ärztliches Personal........ 3 7-2 Sanitäts-Detachements........... i 14 Feldlazareth«.............. i Truppenärzte............... i Summe ■}< Dazu kam später das I. Bayerische Armeekorps. Die 2. Landwehr - Division wurde gegen Ende Septem!)) mit den Feldlazaretten No. 10 bis 12 vom IX. Armeekorps de» General-Gouvernement Keims überwiesen. Dagegen erhielt die 17. Infanterie - Division im Novembi die Feldlazarette No. 1, 2, 3 und später auch noch das San Detachement No. 1 des IX. Armeekorps zugetheilt. Süd-Armee. Armee-Arzt: Generalarzt Dr. Westphal. Stabsarzt Dr. Gründler. Assistenzarzt Dr. Gutjahr. Konsultirende Chirurgen: Generalarzt Dr. Wagner. Assistenzarzt Dr. Bitte. Generalarzt Dr. Volkmann. Assistenzarzt Dr. Fackeldey. Dirigirendes ärztliches Personal des II. und VII. Armeekorps vergl. oben. eilagen zn Band Feldlaz.-Dir. des 9 SJ II. Armeekorps. Sanitäts-Detachements No. 1, 2, 3. Feldlazarette No. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12. 83 Truppenärzte. VII. Armeekorps. Sanitäts-Detachements No. 1, 2 und eine Sektion des 3. Feldlazarette No. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 12. 95 Truppenärzte. (Das Korps war um eine koinbinirte Infanterie - Brigade verstärkt.) XIV. Armeekorps. Korpsarzt: Oberstabsarzt Dr. Gielen, später Oberstabsarzt Dr. Klatten, Divisionsarzt der 1. Reserve-Division, kommandirt. Zum XIV. Armeekorps gehörte die Badiscte Felddivision mit ihren Aerzten und Sanitätsanstalten. — Sodann Preuss. Sanitäts-Detachement: Stabsarzt Dr. Wallentowitz. Feldlazareth No. 1. Stabsarzt Dr. Wollenberg. 2. - Dr. Thelemann. - 3. - Dr. Arndt. Detachement von der Goltz mit 20 Aerzten. Den Befehlen des kommandirenden Generals des XIV. Am« korps waren ferner unterstellt: 1. Reserve-Division. Divisionsarzt: Oberstabsarzt Dr. Klatten, später Oberstabsarzt Dr. Schmidt. Truppenärzte........ 35. 4. Reserve-Division. Divisionsarzt: Oberstabsarzt Dr. Rhenius. Sanitäts-Detachement: Assistenzarzt Dr. Bielitz. Feldlazareth No. 4. Stabsarzt Dr. Brock. 5. - Dr. Leesemann. Truppenärzte........ 35. Detachement v. Debschitz mit 18 Aerzten. Gesammtzahl der Norddeutschen Aerzte der Süd-Arme« Dirigirendes ärztliches Personal 7'/s Sanitäts-Detachements . 28 Feldlazarette..... Truppenärzte...... Summe 1 Ausser den in dem Vorstehenden genannten konsultirenden Chirurgen war auch Generalarzt Dr. Esmarch als solc angestellt und zunächst dem Kommando der mobilen Truppen im Bereich des L, IL, IX. und X. Armeekorps überwiesen worc Derselbe fand jedoch in der Folge bei der in Bertin eingesetzten General-Lazareth-Direktion dauernde Verwendung. Feldlaz.-Dir. des Feldlaz.-Dir. des ■1 9 S Daneben ein an: leekorps terberg. lauer. ihnhorn, enzarzt Dr. König Aerzte. ......-l* Summe jj s Armeekorps. i gegen Ende Septem!« rom IX. Armeekorps d„ en. e - Division im Noveiii auch noch das Saniti 3 zugetheilt. Beilage 12. Verkeilung der Aerzte und Sanitäts-Formationen im Rücken der kämpfenden Armeen. General-Etappen-Inspektion der I. Armee. Etappen-Generalarzt: Oberstabsarzt Dr. Ochwadt. Assistenzarzt Dr. Finger. Generals des XIV. An 1011. en, Dr. Schmidt. ... 35. ion. US. . Bielitz. k. emann. Feldlaz.-Dir. des I.Armeekorps: Oberstabsarzt Dr. Saro. - VII. - - Dr. Kratz. - VIII. - - Dr. Baltes, später - Dr. Herz er IL 9 Sektionen Lazareth-Reservepersonal. Daneben ein angemessener Theil der seitens des Kriegsministeriums den General - Etappen - Inspektionen überwiesenen 224 Civilärzte. 3 Stabsärzte der Etappenhauptorte 3 Lazareth-Reservedepots. General-Etappen-Inspektion der II. Armee. Etappen-Generalarzt: Oberstabsarzt Dr. Weber. Assistenzarzt^ Unterarzt Dr. Luther. 35. bschitz Lerzte der Sud-Ann« Feldlaz.-Dir. des Gardekorps: Oberstabsarzt Dr. Gielen, später Oberstabsarzt Dr. Ulrich. IL Armeekorps: Oberstabsarzt Dr. Krulle, später Oberstabsarzt Dr. Brunner. Oberstabsarzt Dr. Herz er I. Dr. Löwer. Dr. Kremers und Grossh. Hess. Feldlaz.-Dir. Oberstabsarzt Dr. Scholz, später Oberstabsarzt Dr. Lockemann. XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps: Oberstabsarzt Reichel. III. IV. IX. X. 22 Sektionen Lazareth-Reservepersonal (einschl. 1 Grossherzoglich Hessischen). Daneben ein angemessener Theil der vorstehend erwähnten Civilärzte. 7 Stabsärzte der Etappenhauptorte. 8 Lazareth-Reservedepots (einschl. 1 Grossherzoglich Hessischen). Hierzu trat später noch: Feldlaz.-Dir. des XIII. Armeekorps: Oberstabsarzt Dr. Paschen mit 2 Sektionen Lazareth-Reservepersonal und 1 Lazareth-Reservedepot. General-Etappen-Inspektion der III. Armee. Etappen-Generalarzt: Oberstabsarzt Dr. Taubner, später Oberstabsarzt Dr. Mehlhausen. Assistenzarzt Dr. Lahs. Summe i\ )r. Esmarch als corps überwiesen wordi Verwendung. Ilaz.-Dir. des V.Armeekorps: Oberstabsarzt Dr. Mayer, später Oberstabsarzt Dr. Grosse. - VI. - Oberstabsarzt Dr. Lagus. - XI. - - Dr. Baerwindt, später Oberstabsarzt z. D. Dr. Biefel. 9 Sektionen Lazareth-Reservepersonal. Daneben ein angemessener Theil der oben erwähnten Civilärzte. 3 Stabsärzte der Etappenhauptorte. 3 Lazareth-Reservedepots. Ausserdem verfügte die General-Etappen-Inspektion über das gesammte bezügliche Personal und Material der Süddeutschen Staaten. Hierzu traten später noch 2 Sektionen Lazareth-Reservepersonal und 1 Lazareth - Reservedepot des neuformirten XIV. Armeekorps. '. 24* Vertheilung der Aerzte und Sanitäts-Formationeii. Beil; agen zu General-Etappen-Inspektion der Maas-Armee. Etappen-Generalarzt: Oberstabsarzt Dr. Ulrich. Saudi Die Maas-Armee wurde durch Abzweigung — des Garde-, IV. und XTT. Armeekorps und zweier Kavallerie-Divisionen — von der II. Armee gebildet. Ihre General-Etappen-Inspektion verfügte demnach über 3 Feldlazareth-Direktoren (vergl. oben), 9 Sektionen Lazarett, Reservepersonal und 3 Lazareth-Reservedepots; ausserdem ül J 3 Stabsärzte der Etappenhauptorte und einen Theil der obio Civilärzte. General-Gouvernement Elsass. Gouvernements-Generalarzt: Oberstabsarzt Dr. Scholz. Assistenzarzt: Unterarzt Dr. Schmidt. General-Gouvernement Lothringen. Gouvernements-Generalarzt: Oberstabsarzt Dr. Krulle. General-Gouvernement Reims. Gouvernements-Generalarzt: Oberstabsarzt Dr. Paschen. General-Gouvernement Versailles. Gouvernements-Generalarzt: Vacat. Leitende Aerzte bei den Evacuations-Kommissionen. 1. Zu Weissenburg. Stabsarzt Dr. Rabl-Rückhard. 2. Zu Forbach. Stabsarzt Dr. Gillm eiste r. 3. Zu Epernay. Stabsarzt Dr. Nieter. n zu Band bei d( Stellv. Stellv. Gei Stellv. Stellv. G Stellv. Ge Stellv. Ge In deren Be Generalarzt Dr. . Assisten Generalarzt Dr. Professo Später fand leben und Dr. "V Dr. Gurlt als Wendung. Als chirur Sanitäts-Bericht üt Beil agen zu Band I. 9 Sektionen Lazarett depots; ausserdem (U einen Theil der obi zu Bund I. Dirigirendes ärztliches Personal. 25* Beilage 13. Dirigirendes ärztliches Personal bei dem immobilen Theil der Norddeutschen Armee. Gardekorps. Oberstabsarzt Dr. Büttner. I. Armeekorps. Stellv. Generalarzt: Generalarzt Dr. Hasse. Assistenzarzt Dr. Sitzler. II. Armeekorps. Stellv. Generalarzt: Oberstabsarzt Dr. Sinsteden, später - Dr. Petruschky. Assistenzarzt Dietrich. III. Armeekorps. Stellv. Generalarzt: Generalarzt Dr. Berger. Unterarzt Dr. "Weil, später Assistenzarzt Dr. Schnorr. IV. Armeekorps. Stellv. Generalarzt: Oberstabsarzt Dr. Schiele. Assistenzarzt Dr. Mayerwisch. V. Armeekorps. Stellv. Generalarzt: Oberstabsarzt Dr. Massalien. Unterarzt Groncki. VI. Armeekorps. Stellv. Generalarzt: Oberstabsarzt Dr. Willmann. Assistenzarzt Leder mann. ter. VII. Armeekorps. Stellv. Generalarzt: Oberstabsarzt Dr. Hedinger, später - Dr. Werlitz. Assistenzarzt Dr. Hölker. VIII. Armeekorps. Stellv. Generalarzt: Oberstabsarzt Dr. Göden, später Generalarzt Dr. Seh oll er. Assistenzarzt Bornemann. IX. Armeekorps. Stellv. Generalarzt: Oberstabsarzt Dr. Toussaint, später Generalarzt a. D. Dr. Köhler. Assistenzarzt Dr. Helfer. X. Armeekorps. Stellv. Generalarzt: Oberstabsarzt a. D. Dr. Schaurnann. Unterarzt Dr. Kümmel, später - Dr. Eilerhorst. XI. Armeekorps. Stellv. Generalarzt: Oberstabsarzt Dr. Roth, Unterarzt Dr. Vennemann. XII. (Königlich Sächsisches) Armeekorps. Stellv. Generalarzt: Oberstabsarzt Dr. Schneider, char. Assistenzarzt Dr. Ilossfeld. XXV. (tirossherzoglich Hessische) Division. Stellv. Divisions-Generalarzt. General-Lazareth-Direktion für Berlin. Generalarzt der Marine: Dr. Steinberg. Ober-Lazareth-Inspektor: Rechnungsrath Fetter. In deren Bezirk waren tbätig: jeneralarzt Dr. Esmarch, als konsultirender Chirurg. Assistenzarzt : Unterarzt Dr. Petersen. Generalarzt Dr. Frerichs, als konsultirender Arzt. Professor Dr. König \ , , . . , T , , t, t, ° \ als chirurgische Konsulenten. Dr. Rose I Später fanden hier auch noch die Generalärzte Dr. Bardeben und Dr. Wilms als konsultirende Chirurgen und Professor Dr. Gurlt als chirurgischer Konsulent vorübergehend Verwendung. Als chirurgische Konsulenten waren ferner angestellt: Prof. Dr. Gurlt für den Bezirk des VIII. Armeekorps ausschl. Cöln. Oberwundarzt Dr. Fischer für Cöln und Umgegend. Prof. Dr. Schillbach für den Bezirk des XL Armeekorps. Dr. Völkers für den Bezirk des VII. Armeekorps. Dr. Hueter. Dieser wurde am 3. Oktober 1870 zum Oberstabsarzt mit Hauptmannsrang ernannt und dem General- Gouvernement Reims als chirurgischer Konsulent überwiesen. — Die Funktion der chirurgischen Konsulenten war grossentheils schon im Oktober und November 1870 entbehrlich geworden. Nur Prof. Hueter und Prof. Gurlt blieben bis zur Mitte des Monats März 1871 in Thätigkeit. Für das Königreich Sachsen. Reserve-Lazarethdirektor für Leipzig: Geheimer Medizinalrath Professor Dr. Wunderlich. Garnisonarzt von Dresden: Oberstabsarzt Dr. Hauck. Arzt des Etappenhauptortes: Assistenzarzt Burkert. Bttit&to-Berieht über die Deutschen Heere 1870/71. Beilagen zu Bd. I. 26* Ordre de bataille des dirigirenden ärztlichen Personals. Beilagi en zu Beilage 14. Ordre de bataille des dirigirenden ärztlichen Personals und der Sanitätsformationen bei der Bayerischen Armee. Mobile Armee. I. Armeekorps. Beim Stabe: v. Sicherer, Oberstabsarzt 1. KL, pensionirt 19. 2. 71, dafür Kranich, Oberstabsarzt 1. Kl. Seggel, Bataillonsarzt. Zugetheilt: v. Nussbaum, Oberstabsarzt 1. Kl., dann Generalarzt älasuite. Brat seh, Bataillonsarzt. Aufnalims-Feldspital No. VI. Hirschinger, Regimentsarzt 2. Kl., dann Stabsarzt. Zugetheilt: Sprengler, Stabsarzt ä la suite (bis 15. 9. 70). Aufnalims-Feldspital No. XI. Herrmann, Bataillonsarzt auf Kriegsdauer. Aufnalims-Feldspital No. X. Stadelmeyer, Stabsarzt, versetzt 26. 12. 70, dafür Feilerer, Regimentsarzt 1.Kl. 1. Infanterie-Division. Beim Stabe: Kranich, Oberstabsarzt 2. KL, versetzt 19.2.71, dafür Lotzbeck, Oberstabsarzt 2.Kl. Vogl, Bataillonsarzt. 1. Sanitäts-Kompagnie. F r i e d r i c h, Regimentsarzt 1. KL Aufnalims-Feldspital No. IX. Lotzbeck, Stabsarzt, versetzt 19. 2. 71, dafür Babinger, Regimentsarzt 1.K1. 2. Infanterie-Division. Beim Stabe: Primbs, Stabsarzt, dann Oberstabsarzt 2. Kl. Lukinger, Bataillonsarzt. 4. Sanitäts-Kompagnie. S chipper, Regimentsarzt 1. Kl. Aufnalims-Feldspital No. IL Mühlbauer, Stabsarzt. IL Armeekorps. Beim Stabe: Rast, Oberstabsarzt 2., dann 1. KL Gassner, Bataillonsarzt. Zugetheilt: v. Linhart, Oberstabsarzt 1. Kl. ä la suite bis 7. 11. 1870 Heineke, Stabsarzt ä la suite bis 25. 11. 1870. Rupprecht, Stabsarzt, dann Oberstabsarzt 2. Kl. ä la suite. Aufnalims-Feldspital No. VII. Fruth, Regimentsarzt 1. KL, versetzt 31.8.70, dafür Bohlinger, Regimentsarzt 1.K1. Aufnalims-Feldspital No. VIII, Neuhöfer, Regimentsarzt 1, dann 1. Kl. Aufnahms-Feldspital No. XII. Eckart, Regimentsarzt 2. Kl. 3. Infanterie-Division. Beim Stabe: Wigand, Oberstabsarzt 2. Kl. Reichel, Bataillonsarzt. 3. Sanitäts-Kompagnie. Quitzmann, Regts.-Arzt 1.K1. Aufnalims-Feldspital No. III. Bauer, Regimentsarzt 1. KL, dann Stabsarzt. 4. Infanterie-Division, Beim Stabe: Henle, Oberstabsarzt 2. Kl. pensionirt 28. 8. 70, dafür Müller, Oberstabsarzt 2. Kl. Decrignis, Bataillonsarzt. 2. Sanitäts-Kompagnie. Schiller, Regimentsarzt 1.1 Aufnalims-Feldspital No. IT. Stucky, Regimentsarzt 2. Kl Haupt-Feldspital No. IL Mayer, Stabsarzt. <*eiieral-Etappen- Inspektion. Beim Stabe: Müller, Stabsarzt, versetzt 28. 8. 1870, dafür v. Grauvogl, Stabsarzt. Schmid, Bataillonsarzt. Haupt-Feldspital No. III. Haupt-Feldspital No. IV. v. Grauvogl, Stabsarzt, vers. 28. 8. 70, dafür Truth, Stabsarzt, pens. 5.1. 71, dafür Stadelmayer, Stabsarzt. Aufnalims-Feldspital No. I. Schmalz, Stabsarzt. Haupt-Feldspital No. V. B e s n a r d, Stabs-, dann Ober Stabsarzt 2. Kl. Aufnalims-Feldspital No. V. Tutschek, Regimentsarzt 1. Kl. | Guttenhöfer, Regimentsarzt 1. Kl. Etappen-Inspektion des I. Armeekorps. Würth, Regimentsarzt 1. Kl. Preitner, Assistenzarzt auf Kriegsdauer. Etappen-Inspektion des IL Armeekorps. Schneider, Regimentsarzt 1. Kl. Wimmelbacher, Assistenzarzt auf Kriegsdauer. IfjUgen Band an c c Charge Generalstabsarz Oberstabsarzt I ötabsarzt . . jjegimentsarzt für v Immobile Behörden. Kriegsministerium. Leuk, Oberstabsarzt 2., dann 1. Kl. Schröder, Regimentsarzt 1. KL, dann Stabsarzt. Immobiles Generalkommando des I. Armeekorps. Immobiles Generalkommando des IL Armeekorps. Dompierre, Oberstabsarzt 1. Kl. beim Artill.-Korps-Kommando. Wacker, Stabsarzt. i Armeekorps-Kc 4 In£anterie-Divis 40 Manterie-Batai „ Jäger-Bataillon 10 Kavallerie-Regi 4 Artillerie-Abth 2 Reserve- Artille 2 Haupt-Munitioi: 2 Feld-Genie-Div: 4 Sanitats-Kompa 10 Aufnahms-Feldi 4 Haupt-Feldspiti 1 General-Etappe 6 Etappen-lnspek 2 immobile Genei 1 Artüleriekorps- Kommandanturen Leibgarde der Hai Militar-Bildungs-A Invalideiihaus 2 Garnisons-Kom] 16 immobile Stäbe 10 Depots von Jag 10 Depots von Ka 4 immobile Stäbe 1 immobiler Stab 4 Ersatzzüge von R Infanterie-Batai W Landwehr-Batai Beil agen zu nationen lite bis 7. 11. 1870 1. 1870. rzt 2. Kl. ä la saite. ms-BeldspitallkVIU. fer, Regimentsarzt 2. dann 1. Kl. o. XII. nfanterie-Division. Beim Stabe: Oberstabsarzt 2. Kl. snsionirt 28. 8. 70, dafür , Oberstabsarzt 2. Kl. nis, Bataillonsarzt. mitäts-Kompagnie. r, Regimentsarzt 1. Kl ms-Feldspital No. IT. , Regimentsarzt 2. Kl. t-Feldspital No. V. d, Stabs-, dann Oberstabsarzt 2. Kl. Vrmeekorps. gsdauer. II. Armeekorps. gab? 611 zu Band I. Etat an ärztlichem Personal. 27* Beilage 15. Etat an ärztlichem Personal bei der Bayerischen Armee nach dem MoMlmacliuiigsplaii für das Jahr 1870. Charge: Generalstabsarzt . . . Oberstabsarzt I. Klasse II. - . Stabsarzt ...... Benmentsarzt . . . . Militärischer Rang derselben: Generalmajor, Oberst, Oberstlieutenant, Major, Hauptmann I. oder IL Klasse, Bemerkung. Charge: Militärischer Rang derselben: Bataillonsarzt j ........Oberlieutenant, -Landwehrarzt \ Landwehr-Assisteiizarzt \ Unterlieutenant. Assistenzarzt aut Kriegsdauer J Stäbe und l'ruppentheile, ftir welche Aerzte etatsmässig waren A. Kricgsminislcriiini B. Mobile Armee. i Armeekorps-Kommandos......... 4 Infanterie-Divisions-Kommandos....... 40 Infanterie-Bataillone ........... 10 Jäger-Bataillone ............ 0 Kavallerie-Regimenter.......... 1 Artillerie-Abtheilungen einer Infanterie-Division 2 Reserve-Artillerie-Abtheilungen eines Armeekorps 2 Haupt-Munitions-Kolonnen eines Armeekorps . . 2 Feld-Genie-Divisionen .......... 1 Sanitats-Kompagnien ........... 10 Aufnahms-Feldspitäler .......... 4 Haupt-Feldspitäler........... 1 General-Etappen-Inspektion........ 5 Etappen-Inspektionen und -Kommandos .... US CD *cO CM CM en zu Band I. Aerztliches Personal bei der Bayerisehen Armee. cd cd E CD o CO CD c« CO u QJ T3 MM C CD o3 t1 s= w o CO a Cü CD T3 -fl ü cd CO Ä CD N l_ CD < 29* bdW «1 'III P un '11 '*I lI0A WHOßlg OlG^^TH^rH^O^CDCOG^ O t—I i—1 -^ i—( H SO 5S (^ CM^ja: T - lO SO cer: ic- *i CD CO ^ 'III U0A 90inmg 1 1 II II 1 1 1° 1 (0 1 | l'l Hh tH 3 « -H oSi^i[Oij;d.iq9M cupiu 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 IS 1 CM CM CM * 03 OD 8;za , BSU0||ro^'cg 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 | | CMlO | t* b- o H3 rö — Oh a^zjBs^uguiiSay; 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 m "* 1 CC^ T-H CO iq3 ö u M CD cd ti ° O^ZJ'BSqB^g 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 M CT 1 •M CM 8SSBI3 g 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 i i™ i CO CO s-g pun 'X a^zjBsqri^saaqo si_, &D CD a^zjBzua^sissy | | | | | |g(N |c^cn 1 1 1«° 1 IT CM CO 0) O 3 2 O M" 3 8^zjBsuo({re^tjg 1 1 1 1 1 lä^g 1 iH | | -^ ^ a^zai?sqT!|g 1 1 1 1" 1 1 1 1 1 1 CM 1 1 l-M ^H CO ■*! n."*! -- 9SSB13 -g 1 1 1 | 5-3 CD ra tß a^zjT!.H]3A\piroq; 1 1 II 1 IS- 1* ! th r^- co es cM CM 1 IS* 1 CM CO X c< CO tH lg o^z.resuo[p;i!|i!g 1 05 1 1 1 tH :o3 Ü 3 5 2? ^ziv.s^nsuiiSa'n ||,|| i^ccoo IQ | H | lOCO OS 2 hH 3 'O cd 3 > es 9^za«sqo;g 1 1 * 1 1 1 1 1*•1* er. tH 1 I tH tH CO CD l-H »«na -.c lO (M en Ö 1 1 i—1 tH co "* i • rß h-H ^H CO u% H3 CS B < ■ ■ -il . . 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Höhere Stäbe einschliesslich Stabs- CD m J C - C - 0 +5 e WS O o 0 *3 WH CS t-i CD •* sä sa bß 0) fii acs a ^ SO!-. CO O 5 r' - c» JT^ U CT+^ ; Q « " -3 *H CO 6 ►. Is CO +3 4-*J . O'c0:0 ^i « o =81 ü Hü' »81 Beilagen zu Band 1-S • 3 § * ,| a T—1 ----- Ol 12 116 1 1 ----- CD CO CM CO tH CD • CO CO CO 05 148 «* CD rH i Vierspännige 3 Oekonomie - Utensilienwagen ........... Zweispännige 2 Sanitätswagen . . . Für den Inspektor, Rendanten und Apotheker ........... Für 1 Wachtmeister, 1 Unteroffizier und 3 Gefreite......... Für den Oberstabsarzt, Stabsarzt und 3 Assistenzärzte....... Summe . . — — 8 - ' 5 6 2 16 G 615 - 4- 1 3 - - 5 1410 630 *) Nach der Feld-Sanitäts-Instruktion von 1869 sollten die Assistenzärzte, der Feldapotheker und die Beamten nicht beritten sein, sondern in einem vierspännigen Omnibus befördert werden. Da jedoch diese Fahrzeuge bei Ausbruch des Krieges noch nicht beschallt waren, ist diese Bestimmung niemals in Kraft getreten. Nach der Kriegs-Sanitäts-Ordnung von 1878 sind die genannten Personen beritten. Bei dem XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps waren die erwähnten Omnibusse im Gebrauch, daher die Zahl der Reitpferde bei den Feldlazaretten dieses Korps sich entsprechend verminderte. Beilagen zu Band ildlazareths. rzeugen ansgernstel: Anzahl it oder ohne i gen ßeserve- ng des König- vom 14. März ordneten Ab- 3 2 m Jahre 1808) Summe der Trainsoldaten ainsoldaten ahrer vom Boek »■3 E 9 Mi - 3 - ' 5 16 6 612 4-1 3-----5 5—15 1410 69 nten nicht beritten sein. es noch nicht beschafft unten Personen beritten der Reitpferde bei den der Raumerfordernisse eines Lazareths für 200 Kranke nach Preussischer Vorschrift. Der Normalsatz des Luftraums für jeden Kranken beträgt 1200 Kubikfuss. Ausser den Kraukenzimmern, deren Raumerforderniss sich hieraus ergiebt, sind zum Geschäftsbetriebe erforderlich: 1) ein Rezeptionszimmer, 2) ein Zimmer als Bureaulokal und Konferenzzimmer, 3) ein Operationszimmer nebst Kammer zur Aufbewahrung der Bandagen und chirurgischen Instrumente, 4) das Apothekenlokal, wenn möglich aus Stube, Kammer, Küche und Keller bestehend, 5) eine grosse Kochküche nebst Speisekammer im Erdgeschoss, sowie die nöthigen Räume zur Aufbewahrung des Brotes, der trockenen Gemüse etc., 6) die nöthigen Kellerräume zur Aufbewahrung des Fleisches, der Getränke, der grünen Gemüse etc., 7) in jedem Stockwerk eine kleine Küche oder ein Kamin, zum Erwärmen des Thees, der Kataplasmen und Fomentationen, 8) Waschanstalt mit Rollkammer, 9) Stube oder Kammer zur unreinen Wäsche, 10) zwei Stuben und Küche im Erdgeschoss, als Badeanstalt, 11) eine heizbare Todtenkammer, 12) ein Raum zur Desinfizirung von Kleidungsstücken etc., 13) ein Lokal zur Aufbewahrung reiner Bett- und Leibwäsche, 14) Raum zur Aufbewahrung der Waffen, Montirungsstücke und des Privateigenthums der Kranken und Verwundeten und des Nachlasses der Verstorbenen, 15) Raum zur Aufbewahrung des Oels, der Lichte, Lampen, Laternen, Leuchter etc., 16) Räume zur Aufbewahrung des Brennmaterials, 17) die nöthigen Bodenräume zum Trocknen der Wäsche mit Verschlagen zur Aufbewahrung von Utensilien, 18) zweckmässig eingerichtete Abtritte und Uriniranstalten, 19) Raum für die Wache, 20) Wohnräume für den wachthabenden Hilfsarzt und die Lazarethgehilfen, wenn möglich auch für die Oekonomiebeamten. Anmerkung. Die Wärter halten sich in den Krankenzimmern mit auf, indess darf, wo der Raum es gestattet, ein besonderes Zimmer zum Aufenthalt der augenblicklich dienstfreien Wärter bestimmt werden. Beilage SO. Eiserner Bestand an Nahrungsmitteln bei einem Preussischen Feldlazareth. (Für drei Tage.) 1) Reis..................... 76 Pfand. 2) Graupe.................... 47 3) Hafergrütze.................. 38 4) Weizenmehl.................. 38 5) Weizengries.................. 57 6) Butter.................... 48 - 7) Salz..................... 38 - 8) Feiner Zwieback................. 40 9) Schiffszwieback................. 200 - 10) Roth wein................... 60 Quart. 11) Rum..................... 18 12) Essig .................... 10 - 13) Kakaomasse.................. 20 Pfund. 14) Gebrannter Kaffee................ 10 15) Fleischextrakt.................. 10 - Anmerkung. Die trockenen Gemüse sollten von Zeit zu Zeit verbraucht und durch frische ersetzt werden. Statt der Butter wurden in der warmen Jahreszeit haltbare Fette (Schweineschmalz) vorräthig gehalten. Benennung I. Zum A. Gewö 1) Mehlsuppe, d 2) Hafergrützsu B. In Stelle ;)) Kaffee mit M Kaffee i) Thee mit Mi Thee . . 5) Milch . . IL Zum 1) Rindfleisch, 2) Fleischextra] 3) Trockene Ge a. Reis . b. Graupen c. Erbsen d. Bohnen e. Linsen f. Hirse . %. Nudeln, c 4) Komprimirte 5) Grüne Gemüi a. Kartoffeln b. Mohrrübe] mit Ka: c. Kohlrabi mit Ka; d. Weisskohl mit Ka: Beilagen zu Band I. n zu Band I. Auszug aus dem Beköstigungs-Regulativ. 47* Beilage 31. Auszug aus dem Beköstigungs-Regulativ für die Feldlazarette der Preussischen Armee. Benennung der Bestandtheile. I. Zum Frühstück. A. Gewöhnliche Kost. 1) Mehlsuppe, dazu Mehl ..... 2) Hafergrützsuppe, dazu Hafergrütze B. In Stelle der gewöhnlichen Kost. 3) Kaffee mit Milch, dazu gebrannter Kaffee .......... 4) Thee mit Milch und Zucker, dazu Thee ........... 5) Milch ........... II. Zum Mittagessen. 1) Rindfleisch, dazu Fleisch.... 2) Fleischextrakt (Liebigsches) . . 3) Trockene Gemüse: a. Reis.......... ( mittlere..... b. üraupen j „ . c. Erbsen ......... d. Bohnen ......... e. Linsen ......... f. Hirse .......... g. Nudeln, dazu Mehl ..... 4) Komprimirte Gemüse ..... 5) Grüne Gemüse, dazu: a. Kartoffeln ........ b. Mohrrüben........ mit Kartoffeln...... c. Kohlrabi........ mit Kartoffeln...... d. Weisskohl........ mit Kartoffeln...... Maass bezw. Gewicht der Hauptbestandteile für die 3 /4 | 72 t 3 /8 | S /8 Quart enthaltende Portion der 1. | 2. | 3. | 4. Diätform. 3Va 3Vä V« 2 /io 15 2 2V2 2'/2 »/w V» 6 4 3 7 5 3 6 4 3 14 10 — 14 10 — 14 10 — 8 6 4 7 5 3 2_ IV2 1 50 40 _ 40 30 — 15 10 — 30 20 — 15 10 — 30 20 — 15 10 — 72 - V10 — 72 Vi Benennung der Maasse und Gewichte Loth Loth Quart Loth Quentchen Loth Portionen Loth Benennung der Bestandtheile. e. Sauerkohl . . . mit Kartoffeln . f. Grüne Bohnen . . mit Kartoffeln . g. Grüne Erbsen . . mit Mohrrüben h. Spinat .... III. Zum Abendessen. A. Gewöhnliche Kost. 1) Suppe von Buchweizengrütze, dazu Grütze.......... 2) Suppe von Hafergrütze, dazu Grütze 3) Suppe von Weizengries, dazu Gries 4) Suppe von Hirse, dazu Hirse . 5) Mehlsuppe, dazu Mehl .... 6) Kartoffelsuppe, dazu Kartoffeln 7) Semmclsuppe, dazu Semmel. . 8) Suppe von Zwieback, dazu Zwieback B. In Stelle der gewöhnlichen Kost. 9) Thee........... IV. Extraspeisungen. 1) Gesäuertes Kalbfleisch, dazu Fleisch 2) Geriebene Kartoffeln, dazu Kartoffeln ........... 3) Bouillon mit Ei, dazu: a. Rindfleisch ........ b. Ei........... 4) Weinsuppe, dazu leichter Wein . 5) Semmelsuppe (Panade), dazu: a. Semmel ......... b. Ei........... Maass bezw. Gewicht der Haupt bestandtheile für die 3 /l ! 7ä I 3 /8 I 3 /< Quart enthaltende Portion der 1. | 2. ! 3. Diätform. '20 15 30 15 15 40 5 372 37» 5 37s 40 7 7 15 10 — 20 — 10 — 15 10 30 20 172 1 4 3 27a 2 272 2 4 3 272 2 30 20 5 4 5 4 2 /io 2 /io — 10 - 35 _ 10 — 1 — 78 — 272 — 1 10 1 7s 272 1 Benennung der Maasse und Gewichte. Loth Metze Loth Loth Stück Quart Loth Stück Maass bezw. Gewicht der Hauptbestandteile für die Benennung der Bestandteile. 6) Milchsemmelsuppe, dazu: a. Milch.......... b. Semmel......... 7) Biersuppe, dazu Bier..... 8) Weinsagosuppe, dazu: a. leichter Wein....... b. Sago.......... 9) Suppe aus getrockneten sauren Kirschen, dazu getrocknete Kirschen 10) Suppe aus getrockneten Pflaumen, dazu getrocknete Pflaumen . . . 11) Suppe aus getrockneten Aepfeln, dazu getrocknete Aepfel . . . . 12) Milchreis, dazu: a. Reis.......... b. Milch.......... 13) Getrocknete Pflaumen..... 14) Oitrone.......... mit Zucker......... S /4 | Vi | 3 / 8 | 3 / S Quart enthaltende Portion der 1. | 2. | 3. | Diätform. 4 3 3 Vi 5 Vi 2 Benennung der Maasse und Gewichte. Quart Loth Quart Loth Quart Loth Stück Loth Maass bezw. Gewicht der Haupt- bestandtheile für die Benennung der Bestandtheile V. Getränke. 1) Bier (Bayerisches)...... 2) Bier (braunes oder weisses) . . . 3) Weinessig......... 4) Wein........... 5) Branntwein ä 36% nach Tralles .. VI. Als Surrogat der gewöhnlichen Getränke. 1) Milch........... 2) Haferschleim, dazu Hafergrütze . 3) Reisschleim, dazu Reis .... 4) Brotwasser, dazu Brot .... VII. Brot (auf den ganzen Tag). 1) Feineres Roggenbrot..... 2) Semmel.......... Vi I Vi | 3 /8 | »/„ Quart enthaltende Portion der 1. I 2. | 3. Diätform. 4. 3 /8 3 /8 3 /8 3 /4 3 /4 3 /4 — — Vl8 — — 78 V» V» Vi Vi — 3 3 — — 2 ~ 7 40 20 '-- 10 Via Beiien- nwig der Msmh und Gewichte. Quart zum 3 über die Loth Erläuterungen. Die in die Feldlazarethe aufgenommenen kranken Offiziere und Beamten müssen sich mit der Beköstigung, wie sie den übrigen Kranken reglementsmässig gewährt wird, in der Regel begnügen. Wünschen sie aber eine bessere Beköstigung und wird dadurch den diätetischen Vorschriften nicht entgegen gehandelt, so bleibt es ihnen unter Zustimmung des Arztes überlassen, sich solche aus eigenen Mitteln zu beschaffen. Religionsvorschriften können die Diätverordnungen nur in den Grenzen des Beköstigungs-Regulativs modifiziren. Die Zeit der Austheilung der Speisen ist für das Frühstück im Sommer auf 6, im Winter auf 7 J /2 Uhr, für das Mittagessen auf 12 Uhr und für das Abendessen auf 6 Uhr festgesetzt. Das Bier wird gewöhnlich mit dem Mittagessen gegeben, ebenso Wein und Branntwein. Bei den Diätverordnungen ist darauf zu sehen, dass die Speisen möglichst gewechselt, an einem Tage aber so wenig wie mögheb vir schiedene Speisen verabreicht werden. Alle Diätverordnungen sind von dem verordnenden Arzte, die Hauptdiätverordnung von dem Chefärzte durch seine NamensunterschriJ zu beglaubigen. Die nach der Hauptdiätverordnung erforderlichen Lebensmittel werden durch den Feldlazareth-Inspektor im Beisein des die Aufsicht in der Küche führenden Oberlazarethgehilfen und des Lazarethkoeh« abgewogen und letzterem zur Zubereitung der Speisen übergeben. Der Feldintendantur bleibt es überlassen, bei längerer Etablinaj des Feldlazareths im Inlande gegen angemessene Entschädigung die Gesammtbeköstigung einem Unternehmer zu übertragen. "Ö 2 M ■a ■ 0 U c5 i> i-4 53 .9 > . P3 S Bemerkungen Or sanitäts-Bericht Beilagen zu Band iss bezw. Gelt der Haupt- uidtheile für die V» 1 3 7^P/7 rt enthaltende r'ortion der 2. | 3.T4T Diätform. 3 /8 3 /4 3 /8 3 /4 Vl8 '/8 Vl8 1/q V2 Vs V« 3 3 3 2 2 7 7 20 10 Benen- nung (] cr Mwum und Gewichte. Quart Lotli Beilagen Band 1. Rapport-Schema. 49* JBeilage 33. Schema, zum lOtägigen Rapport der Preussischen Truppenärzte. über die Erkrankungen beim Rapport Regiment vom bis 18 o wenig wie möglich ver verordnenden Arzte, die i seine Namensunterschrift brderlichen Lebensmittel Beisein des die Aufsicht und des Lazarethkoelt r Speisen übergeben. , bei längerer Etablirmi; ;ssene Entschädigung die übertragen. J2 > rs HM _ 'S m Abgang ,M 3 t- « Die Neuerkrankten litten an: sc ^ S ' -rH n Ö C 3 -5 - *• " 'S ä> ft-S ° o 3 3 P « 5? ms Zahl der Lazareth- kranken des Truppentheils M 3 o 32 Bemerkungen rkungen. 1. Die beim Trappentheil Gestorbenen (die durch Selbstmord oder Unglücksfall Gestorbenen nicht ausgeschlossen) sind namentlich aufzuführen. Das National muss folgende Rubriken enthalten: Charge, Vor- und Zunamen, Tag und Ort der Geburt, Tag des Diensteintritts, Tag der Erkrankung etc., Todestag, Todesursache, Bemerkungen. 2. Die beim Trappentheil verbleibenden Verwundeten sind namentlich nach folgendem Schema aufzuführen: 1. Charge, 2. Namen, 3. Ort der Verwundung, 4. Tag der Verwundung, 5. Art der Verwundung. Ort, Datum. Unterschrift des rapportirenden Arztes Sanit&ta-Bericht über die Di utechen Beere 1870/71. Beilsgea zu Dd. 1. 50* Etat eines Preussischen Lazareth-Reservedepots. Beilagen zu Band I Beilage 33. 9 10 11 12 13 14 15 Iß 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 Etat eines Preussischen Lazareth-Reservedepots. I. Arzneien und Apotheken-Utensilien. Benennung der Gegenstände A. Arzneien. A ei dum eitricum pulv......... tannicum.......... tartaricum pulv......... Aloe lucida............ Alumen pulveratum.......... Argent. nitric. cum Kali nitric...... Argent. nitric. fus. (bis zum Silberhäutchen geschmolzen) ............ Balsamum Peruvianum......... Oalcaria hypochlorosa......... sulphuriea usta........ Oamphora............. Ohinium sulfuricum.......... Ghloroformium........... Chloralhydrat............ Collodium............. Cortex Ohinae Calis. contra....... Cuprum sulphuric. crndL gr. m. pulv. . . . Emplastrum adhaesivum........ Ergotin.............. Emplastrum adhaesivum Anglicum .... Ferrum sulphuricum crudum...... Plores (Jhamomillae vulg........ Folia Menthae piper. conc........ Sennae ............ Glycerinum............. Gummi Arabicum pulv......... Kali chloricum........... hyperinanganic. crud........ purum....... nitricum crystallis......... Kalium sulpliuratum crudum...... Liquor Ammoniaci caust........ Perri sesquichlorati....... Magnesia sulphuriea......... Morphium hydrochloratum....... Natrum biearbonicum........ nitricum........... sulphuricum......... Oleum Olivarum Provinc........ Gewichte Pfund 2 10 3 4 10 V» 10 50 500 2 5 50 12 5 20 6 50 18 4D' 200 40 10 5 5 10 5 30 2 12 2 6 6 20 1 10 10 30 20 o 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Benennung der Gegenstände Oleum Ricini............. Terebinthinae.......... Opium pulveratum........... Plumbum aceticum........... Badix Ipecacuanhae pulv......... Rhei, einmal gespalten....... Besina Damarae............ Saccharum Lactis pulv.......... Radix Altheae gr. m. pulv......... Gentianae gr. m. pulv........ Semen Poeniculi gr. m. pulv........ Spiritus aethereus........... Stibio-Kali tartaricum.......... Styrax liquidus............ Succus Glycyrrhizae crud......... Tinctura Arnicae........... aromat. amara......... Opii simplex.......... Ungt. Cantharid. Pharm, veterin....... Hydrarg. cinereum......... Zincum sulphuricum crud......... B. Apotheken-Utensilien und Gefässe für die unter A. bezeichneten Arzneien. Graue Steinkruken mit weiter Oeffnung ä l'/i Quart Inhalt.......... Dergleichen ä 2 Quart Inhalt....... ä 3 - - ....... ä 5 - - ....... ä 6 - - ....... Pulvergläser von grünem Glase ä 3 /^ Quart Inhalt Dergleichen ä 1 Quart Inhalt....... ä 2 - - ....... Stöpselflaschen von grünem Glase ä l /t Quart Inhalt............... Dergleichen ä 3 /4 Quart Inhalt....... ä 1 - - ....... ä IV« - - ....... ä 2 - - ....... A3 - - ....... Gewichte Pfand 10 12 4 10 3 3 5 5 4 10 12 10 3 10 20 10 10 10 G 10 20 Stückzahl fcflsgeD 25 3 7 3 2 2 11 17 15 7 davon - mit■( geriebenem GM ■ttöpsel 10 6 z 9 - Bt l Blutegel, •> Clilorofor a. eil b. eil c. eil 3 Eiterbeck 4 Flaschenz Beutel 5 G Haarpinsi Induktion 7 Instrumei: jed a. en Beil agen zu Gewichte Pfand Gefässe Arzneien. Juart Inhalt ä i/j Quart 10 12 4 10 3 3 5 5 4 10 12 10 3 10 20 10 10 10 G 10 20 Stückzahl 25 3 7 3 2 2 11 17 5 8 15 7 davon 2 mit m 10 6 jjlagen zn Band I. Etat eines Prenseischen Lazareth-Reservedepots. 51* Benennung der Gegenstände Blechflaschen ä 3 Quart Inhalt....... Blech- oder Zinnbüehsen ä 1 /t Quart Inhalt . . Dergleichen a 1 Quart Inhalt....... ä 2 - - ....... ä 3 - - ....... ä 4 - - ....... Kisten von Holz mit Klappdeckel uDd Drüeker- schloss ä '/> Kubikfuss......... Bergleichen ä 1 Kubikfuss Inhalt...... ä V/-2 - (mit Blech ausgeschlagen) ............. Kisten von Holz mit Klappdeckel und Drücker- schloss ä 3—4 Kubikfuss Inhalt..... Fässer von Eichenholz mit eisernen Bändern ä 45 Quart Inhalt, an einem Boden versehen mit einer 4'/ä Zoll weiten Oeffnuug (zur Unterbringung von Gyps und Bisenvitriol) .... Waagen mit Stahlbalken, kupfernen Schalen und Messingketten, 1 /g Zentner darauf zu wiegen . Tarirwaagen zum Zusammenlegen mit Kasten und Gestell............. Gewichte von Eisen ä 5 Pfund...... ä 3 - ...... - ä 2 - ...... - ä 1 - ...... Messing (Einsatz) ä 1 Pfund . . ä 15 Loth...... Stückzahl 4 16 1 1 3 12 5 3 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 Benennung der Gegenstände Gewichte von Messing ä 10 Loth...... ä 5 -...... (Medizin)...... Löffel von Hörn, 9 Zoll lang....... - 7V2 Zoll lang...... - Eisen, Doppellöffel....... 4 Zoll breit zu Gyps . . . - Holz, 9-10 Zoll lang...... Spatel von Eisen, 10 Zoll lang...... Scheeren zur Receptur.......... Pflastermesser............. Spirituslampen nach \ _ ,, t -r, ,. Eventuell zu Kran- Berzehus .... I r .„ , , „ , } ken- und Verwun- { Theekessel von Kupfer ä IV» Quart Inhalt . J detentransporten ( C. Nebenbedürfnisse. Feiner grauer Bindfaden......... Pergamentpapier............ Korke No. 4............. - No. 5............. Starke Packflaschen zu Flüssigkeiten ä '/* Pfund ä 1 - D. Gefässe für die Verbandmitteltaschen zu den Krankentragen. Flaschen ä Vi Pfund Inhalt zu Essig .... II. Chirurgische Instrumente und Geräthe. Stückzahl 2 2 Satz 1 1 1 1 2 2 1 1 3 3 Vi Pfund Vi Buch 50 Stück 50 20 20 62 Bezeichnung der Gegenstände Stück, Dutzend, Pfund, Loth etc. Zahl Blutegel, künstliche......... CMoroformirungsapparate, bestehend aus: . a. einem Drahtgestell mit doppeltem Flanellbezug, b. einem Chloroformgefäss, c. einer Zange zum Hervorziehen der Zunge. Biterbecken, blecherne, nierenförmige . . Flaschenzüge mit Zubehör in einem leinenen Beutel............. Haarpinsel............ Induktionsapparate, magneto-elektrische Instrumente zur Amputation..... jedes Etui enthaltend: a. eine Bogensäge mit Reserveblatt oder zwei Blattsägen, Stück 12 6 Etuis 50 6 48 3 2 Bezeichnung der Gegenstände b. eine Fingersäge, c. ein grosses zweischneidiges Amputationsmesser, d. ein kleines zweischneidiges Amputationsmesser, e. ein grosses gerades einschneidiges Amputationsmesser, f. ein mittleres gerades einschneidiges Amputationsmesser, g. ein kleines gerades einschneidiges Amputationsmesser, h. einv.Langenbeck'sches Amputationsmesser, i. ein Zwischenknochenmesser, k. ein Messer zum Radiren des Pe- riosteums, Stück, Dutzend, Pfund, i Zahl Loth etc. 7* 52* Etat eines Preußischen Lazareth-Reservedepots. Beila; gen zu Bund 6 Stück, o' Stück, o> Dutzend, a> „ Dutzend, 'S Bezeichnung der Gegenstände Pfund, Zahl T3 Bezeichnung der Gegenstände Pfund, -J Loth Loth s etc. 1-1 etc. 1. drei neusilb. Unterbindungspincetten, e. sechs diverse Resektionsmesser (zwei m. eine Hakenpineette, spitzige, zwei bauchige, ein gen. ein Arterienhaken mit Feder zum knöpftes und eins mit abgerundeHalten des Fadens, ter Spitze), o. ein Schraubentourniquet von Messing f. zwei starke spitze Haken, mit Seitenstäbchen (Petit-Morell), g. zwei stumpfe Wundhaken, p. ein Knebeltourniquet, h. zwei Raspatorien (ein hakenförmiges q. eine gebogene Knochensplitterzange und ein geissfussförmiges), (Liston), i. zwei Elevatorien (ein einfaches und r. sechs grosse Heftnadeln, je zwei und ein doppeltes), zwei gleich. k. einen Hohlmeissel, 8 Instrumente zur Amputation, und zwar ein 1. eine Sequesterzange, Satz Amputationsmesser...... Etuis 6 m. eine Kettensäge, jedes Etui enthaltend: n. einen Zinkblechstreifen, a. ein grosses zweischneidiges Ampuo. eine Trephine mit einer Trepankrone tationsmesser, mit verschiebbarer Pyramide, b. ein kleines zweischneidiges Ampup. einen Tirefond nach Heine mit drei tationsmesser, Schrauben, c. ein grosses gerades einschneidiges q. ein Linsenmesser, Amputationsmesser, r. eine Bürste. d. ein mittleres gerades einschneidiges 12 Irrigatoren ohne Hahn, mit Zinnspitzen und Amputationsmesser, zu jedem 12 Aufsatzspitzen vonKautschuk Stück e. ein kleines gerades einschneidiges 13 Irrigatoren, Schläuche von Kautschuk zu . - Amputationsmesser, 14 Irrigatoren, Spitze von Kautschuk zu . . - f. ein v. Langenbeck'sches Amputations- 15 Kartouchen für Lazarethgehilfen zum Gemesser, brauch beim Krankentransport .... - g. ein Zwischenknorpelmesser. 16 Katheter und Bougies........ Etuis 9 Instrumente zur Kugelextraktion .... 2 jedes Etui enthaltend: jedes Etui enthaltend: a. zwei silberne männliche Katheter, a. eine Löffler'sche Kugelzange mit b. sechs elastische Katheter, Lewkowitz'scher Biegung, c. sechs elastische Bougies. b. zwei amerikanische Kugelzangen, 17 - c. ein Kugelschraubenzieher n.Baudens, 18 Stück {] pinp ^JY'ljitou'splip Koiidp 19 Nadeln . ......... Ktni« 10 lt. Llll^ 11 L'IUUUU ^t.11^ U^ilUC jedes Etui enthaltend: a. vier Scalpells, b. ein Knorpelmesser, c. eine Scheere, d. eine Bogensäge oder grosse Blattsäge, e. eine Pincette, f. einen Tubulus, 1 jedes Etui enthaltend: a. eine Aneurysmennadel, b. 24 Heft- und Umstechungsiiadeln, c. 300 Karlsbader Insektennadeln verschiedener Grösse mit Lanzenspitzen, d. eine Zange zum Abkneipen der Insektennadeln. 1 . ULII 0 g. einen einfachen Haken, 20 Nadeln, Heft- und Umstechungs- .... Dutzend h. einen doppelten Muskelhaken, 21 Nadeln, Karlsbader Insekten-, verschiedener i. eine feine Sonde, Grösse mit Lanzenspitzen...... Stück k. zwei Heftnadeln, 22 Pincetten, neusilberne Unterbindungs- . . - 1. eine Darmscheere, 23 Skalpells, sechs Stück in einem Etui . . Etuis m. einen Meissel, 24 Stück n. eine Doppelsäge zum Oeffnen des 25 Schleifapparate für die chirurgischen In- Bückenmarkkanals. strumentenmacher......... - 11 Instrumente zur Resektion und Trepanation jedes Etui enthaltend: a. eine grosse Knochenzange (Liston), b. eine Zange zum Halten der Knochen, - 3 26 Schlundröhren, elastische (in einem Kasten 27 jeder bestehend aus: c. zwei Stichsägen, a. einem Schröpfschnepper in Futteral, d. zwei Stichsägen mit schiebbarem b. zwölf Schröpfköpfen von Tombak, Rückendecker, c. einer messingenen Spirituslampe, Zahl Beilagen 20 100 24 2400 12 3 12 2 i 9 1 1 Be d. ein 28 Spritzen, Kanüle, 29 Spritzen, Kanüle, 30 Spritzen, Futtera 31 Spritzen, tauen I] 32 Stethosko 33 Streichrie ,34 Thermoun 35 Thermomi 36 Tournique 6 Z V 1 Be 1 Armtrage 2 - stern o 3 Band, lein 4 Beinbrucl 5 Bcinbrucl Kasten 6 Binden, F 7 - le 8 - 9 - 10 - 11 Bruehbän 12 - 13 Charpie, ; 14 - 15 Compresg' 9 Zoll 16 Diagnose! 17 Doppeltge die . 18 Draht, du 19 - Ki 20 - Te 21 Drahthose Polster Schnall Beilagen zu Band I I Beilagen zu Band I. Etat eines Preussischen L«zareth-Reservedepote. 53* Stück, Dutzend, Pfund, Loth etc. zwei 1 ge- mde- uiges und crone drei 1 und 1 cliuk Stück zu . - Geier, Etuis Stück Etuis sin, ver- tizen- r In- Dutzend Stück Etuis Stück i In- - eral, ak, 8, - 20 100 100 12 2 2400 12 3 12 2 6 12 6 Z Stück, d Jz; Stück, Dutzend, 0> Dutzend, •3 Bezeichnung der Gegenstände Pfund, Zahl T3 a Bezeichnung der Gegenstände Pfund, Zahl p Loth Loth i - etc. C3 etc. (1. einem hölzernen Kasten mit doppel37 Tournique s, Schrauben-, von Messing mit tem Boden und Schiebedeckel. Seitenstäben (Petit-Morell)..... Stück 6 28 Spritzen, Injektions- von Zinn mit kurzer 38 Verbandzeuge für Lazarethgehilfen . . . - 12 Kanüle, jede in einem hölzernen Futteral Stück 6 ein jedes bestehend aus: 29 Spritzen, Injektions- von Zinn mit langer a. einer Pflasterscheere, Kanüle, jede in einem hölzernen Futteral - 6 b. einer Pincette. 30 Spritzen, Klystir-, jede in einem hölzernen c. einem Mund- und Pflasterspatel, - 12 d. einer Myrthenblattsonde, 31 Spritzen, neusilberne (Pravaz), zu subku- e. einer Aderlasslancette. - 12 f. einer ledernen Tasche. 32 33 ,34 Stethoskope........... 12 Wannen, blecherne, zu permanenten Bädern: Streichriemen........... 3 39 6 Thermometer, Bade-........ - 12 40 b. für das Bein......... - <; 35 Thermometer zum Messen der Körperwärme - 12 41 Wandhaken, stumpfe, drei Paar, je von ver36 - 20 schiedener Breite in einem Etui . . . Etiiis 2 III. Verbandmittel. Bezeichnung der Gegenstände Stück, Ellen, Pfund, Loth etc. Zahl Armtragekapseln von Blech, H/2 Fuss lang - Drahtgeflecht mit Polstern und Gurten......... Band, leinenes oder geköpertes baumwollenes Beinbruchladen nach Petit-Heister . . . Beinbruchschweben nach Faust in hölzernem Kasten............. Binden, Flanell-, 10 Ellen lang, 23/4Zoll breit leinene, 4 - - l 3 /4 - - 6 - - 2 8 - - 2Vi - 10 - - 2'/2 - Bruchbänder, einfache........ doppelte........ Charpie, geordnete......... krause .......... Compressen aus alter weisser Leinewand, 9 Zoll im Quadrat........ Diagnosetäfelchen in Etuis ä 20 Stück . . Doppeltgeneigte schiefe Ebene, Gestelle für die.............. Draht, dünner geglühter Eisen- .... Kupfer-, zu Reifenbahren .... Telegraphen- zu Smith'schen Schienen Drahthosen nach Bonnet, jede mit einem Polster, einem langen und zwei kurzen Schnallgarten.......... Stück Ellen Stück Pfund Stück Etuis Stück Loth Fuss Stück 30 20 1000 6 10 300 100 300 150 300 12 6 200 300 120 10 4 200 200 20 1 Bezeichnung der Gegenstände 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 Drahtkamaschen mit Fuss für Unterschenkel und Knie, jede mit einem Polster und zwei kurzen Schnallgurten..... Eisbeutel von Kautschuk von verschiedener Grösse............. Eisbeutel von Kautschuk, kleine, für die Augen............. Flanell, 33 Zoll breit........ Garn, drellirtes baumwollenes, zur umschlungenen Naht......... Gaze zu Binden.......... Guttapercha, feinst gewalzte..... Kissen, Häcksel-, aus H/2 Elle Lehiewand von H/s Elle Breite........ Kissen, Luft-........... Kopfnetze............ Leinewand, alte weisse........ Wachs-, doppelt gefirnisste . . Mitellen, l'/2 Ellen lang und ebenso breit, jede aus 2 Ellen P/s Ellen breiter Leinewand gefertigt.......... Pappbogen ............ Sandsäcke, l'/s Fuss lang, 3'/* Zoll breit . Schienen, Bein-, aus Hohlblech für Unterextremitäten ........... Schienen, Ellenbogen-, Kesektions-, Doppel- mit Drahtbügel nach Stromeyer u.Esmarch Stück, Ellen, Pfund, Loth etc. Zahl Stück 20 - 100 _ 20 Ellen 200 Pfund 1 Ellen 1000 Pfund 2 Stück 200 - 50 - 60 Pfund 300 Ellen 300 Stück 200 - 30 - 60 - 50 . 10 54* Etat eines Preussifchen Lazareth-Reservedepots. I 39 40 41 42 43 £ 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 Beilagen zu Bund I. Bezeichnung der Gegenstände Schienen, Englische, bestehend in dünnen Brettchen verschiedener Grösse, welche auf der einen Seite mit Leder überzogen und auf der andern Seite mit Längsschnitten zum Brechen versehen sind Schienen, hölzerne, für Vorderarm und Hand Schienen, hölzerne, mit Blechhülsen zum Zusammensetzen, 1 Fuss lang, drei Zoll breit............. Schienen von Siebdraht, 2 Fuss lang, '/2 Fuss breit............. Schwamm, Wasch-......... Stück, Ellen, Pfund, Loth etc. Zahl Satz Stück Paar Stück Pfund 20 20 50 30 5 i 44 45 46 47 48 49 50 51 52 Bezeichnung der Gegenstände Stück, Ellen, Pfund, Zahl Loth etc. Seide, rohe drellirte Häkel-...... Shirting, lV-i Ellen breit....... Span, Schuster-.......... Tapeten-.......... Stecknadeln............ Stoff, gitterartig gewebter...... Suspensorien........... Yerbandtücher, dreieckige, V)i Ellen langer, V/% Ellen breiter Shirting zu 4 Tüchern Watte, ungeleimte, ä Tafel circa 6 ! /4 Loth schwer............. Pfund i Ellen 300 Stück 50 Rollen 30 Loth - Ellen 150 Stück 24 1000 Tafeln 200 IV. Oekononiie-Utensilien, Transportrequisiten und Lebensmittel. Benennung der Gegenstände A. Wäsche und Kleidungsstücke. Bettlaken.............. Decken, wollene..........Paar Handtücher............. Hemden............... Kopfpolsterbezüge........... Kopfpolstersäcke........... Krankenhosen............ Krankenröcke............ Kopfmatratzen von Rosshaaren...... Leibmatratzen (3theilige von Rosshaaren) . . Pantoffeln, Paar........... Röcke für Lazarethgehilfen....... Schürzen für Krankenwärter....... Socken, baumwollene.......... Socken, wollene............ Strohsäcke mit Gurtschlaufen....... B. Sonstige Utensilien. Aexte............... Befestigungsmaschinen, dazu gehörige Zwangsjacken ............. Brennstempel von Eisen K. U...... Briefstempel............ Dienststempel........... Dienstsiegel............ Druckstempel von Holz K. U...... Druckapparat von Blech ....... Durchschläge, grosse......... Einsatzgewichte ä 1 Pfund....... Stück 1500 600 750 750 750 630 150 150 70 50 90 24 48 180 120 610 o 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 Benennung der Gegenstände Esslöffel, blecherne........ Essnäpfe, blecherne ä V/t Quart...... Flaggen, weisse mit rothem Kreuz zu den Krankenzelten, kleine......... Flaggen, (National-), kleine desgl...... weiss mit rothem Kreuz, grosse . . National-........... Fleischbeile............. Fleischgabeln, grosse.......... Fleischportionswaage von Weissblech .... Geld- und Aktenkasten......... < 'dkörbe .............. < lasse von Blech ä 1 Quart mit Eintheilung a 3 /i, 1 /-2, \'i und V8 Quart....... ^cmässe von Blech ä 1/2 Quart mit Eintheilung zu 1/4 und 1/8 Quart......... Gemässe, hölzerne ä Vi Metze...... ä V4 - ...... Gewichte von Eisen ä 5 Pfund...... - ä 2 - ...... - ä 1 - ...... Hähne von Messing verschiedener Grösse . . Handlampen von Blech......... Handlaternen (Blendlaternen) zum Hängen und Stehen eingerichtet.......... Holzbeile.............. Kämme, weite............ enge............ Kaffeemühlen nach der Probe für die Truppen Kasserollen ä 5—6 Quart........ Stück 180 180 24 24 3 3 6 6 6 3 3 6 6 6 6 6 6 12 18 24 6 36 36 12 3 Beilagen zu Barn % G 3 3 ■ 53 Kessel vc 54 - 55 - 56 - 57 Krankent 58 Krankent: 59 Krankenz 60 Lineale . 61 Messer ui 62 Nachteim (3 Nachteim 64 Papierscli 56 Portionsk 66 - 67 - 68 - ü Proviants 7( Reibeisen 71 Scliaumlö 72 Schreibze 73 Shaten . Hui lagen zu Band Pfund 1 Ellen 3«) Stück 50 Rollen 30 Loth — Ellen 150 Stück 24 ern otli 1000 • . Tafeln 200 180 180 24 24 3 3 6 6 6 3 6 6 6 6 6 6 12 18 24 6 36 36 12 3 Beilagen zu Band 1. Etat eines Preussischen Lazareth-Reservedepots. 55* Benennung der Gegenstände Kessel von Kupfer ä 100 Quart...... ä 50 - ...... - ä 25 -...... - ä 20 - ...... Krankentragen mit Rädern (Räderbahren) . . Krankentragen...... ..... Krankenzelte............. Lineale ............... Messer und Gabeln, Paar........ Nachteimer, von Neuwieder Blech mit Deckel Nachteimergestell von Holz....... Papierscheeren............ Portionskellen von Blech ä '/< Quart .... - ä 1/2 - .... ä 3 /8 - .... - ä 1/4 - .... Proviantsäcke............ Reibeisen.............. Schaumlöffel von Pontonblech....... Schreibzeuge von Blech......... Spaten............... Steckbecken von Zinn mit Deckel..... Stricke, Binde-............ Theekessel von Kupfer ä 10 Quart ..... a 5 -..... Tranchirmesser............ Töpfe von Kupfer ä 15 Quart....... ä 12 - ....... Tragegurte zu den Krankentragen, Paar . . . Stück 3 3 3 3 5 50 24 6 180 12 12 6 6 6 6 6 12 6 6 6 0 18 18 3 3 G 3 3 02 a 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 9G 97 Benennung der Gegenstände Trichter von Blech ä l /j— 3 /4 Quart..... Trinkbecher von Blech......... Uringefässe von Gutta-Percha...... Verbandmitteltaschen zu den Krankentragen . C. Transportrequisiten. Vorkehrungen zur Aufnahme der Krankentragen a. in den bedockten Güterwagen: Blattfedern nebst Querbäumen .... b. in den Personenwagen 4. Klasse neuester Konstruktion: Lederringe und Gummiringe .... D. Lebensrnittel. Hafergrütze..........Pfund Weizenmehl.......... Weizengries.......... Feiner Zwieback........ Schiffszwieback......... Anker Rothwein einschl. Gefässanker .... Rum.............Quart Essig............ Kakaomasse..........Pfund Kaffee, gebrannter........ Fleischextrakt......... Stück 6 180 li() 02 40 Paar Blattfedern und 40 Quer- bäume je 250 Gesammt- bedarf. 100 200 150 150 600 12 45 ;io oo 50 50 ; 56* Etat eines Preussischen Lazareth-Reservemagazins. Beilage JJ4-. 'S a 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 13a 13b 14 15 16 17 18 19 20 21 22 Etat eines Preussischen Lazareth-Reservemagazins. Benennung der Gegenstände , I. Utensilien etc. A. Wäsche und Kleidungsstücke. Bettlaken............ Wollene Decken.......... Handtücher............ Hemden............. Kopfpolsterstücke......... Kopfmatratzen von Rosshaar..... Leibmatratzen - - ..... Pantoffeln............ Röcke für Lazarethgehilfen...... Schürzen für Krankenwärter..... Socken, baumwollene........ wollene.......... Strohsäcke mit Gurtschlaufen..... Leibbinden, wollene......... Unterjacken, -......... B. Sonstige Utensilien. Nachteimer von Neuwieder Blech mitDeckel Dienststempel........... Dienstsiegel........... Druckapparat........... Nachteimergestell......... Portionskellen ä ;i /4 Quart...... a V« - ...... ä 3 /8 - ...... a V< - ..... Stück. Pfund etc. Stück Paar Stück Paar Stück Stück Zahl 1500 600 700 700 600 70 50 90 24 48 580 520 600 500 500 12 2 1 1 12 6 6 6 6 o 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 Benennung der Gegenstände Stechbecken von Zinn ........ Theekessel von Kupfer, innen verzinnt, ä 10 Quart.......... Theekessel von Kupfer, innen verzinnt, ä 5 Quart .......... C. Lebensmittel. Hafergrütze........... Weizenmehl........... Weizengries........... Schiffszwieback.......... Rum......... .... Essig.............. Kakaomasse........... Kaffee, gebrannter......... Fleischextrakt........... II. Etat an Verbandmitteln. Flanell, 33 Zoll breit........ Gaze zu Binden.......... Leinewand, Wachs-, doppelt gefirnisst . . Shirting, D/s Ellen breit....... Stoff, gitterartig gewebt....... Verbandtücher, dreieckige, l'/a Ellen lang, l'/a Ellen breiter Shirting zu 4 Tüchern Watte, angeleimte, ü Tafel 6V4 Loth schwer Stück, Pfand Zahl etc. Stück ls Pfund 500 Quart 45 30 Pfund «) 50 Ellen 191 Stück Tafeln Beilaffen zu Band der seitens als Ersatz 7 \ Bezei 1 Acet. com 2 Acidum b 3 c 4 - h 5 - P (i 81 \ - ti 8 t£ 9 Aloe lucic 10 Alumen p- 11 Amnion. 1 12 Aqua. Air 13 Argent. ni Atropin. s Balsam. C P Bismuth. 1 Oalcar suli Camphora Cera alba Chininnm Oliloral. hi Chloroforn Clioleratro Oollodium Cortex Oh Cubeb. pu' Cuprum sv Elixir am. Empl. adh can Cer - Plu Ergotinum Extr. Absi Chin feni - Hyo semi Ferrum la< Flor. Chan Kuss Saml Glycerinun Fol. Digiti - Mentl - Senn« Gummi ari äuil tte-BcricM üb. ell zu Hand I. Nachgesandte Erfordernisse für den Krankendienst. 57* s. irzinnt, erzürnt, Stück HSt si lang, Fächern schwer Pfund 100 300 IM 500 Quart 45 :>i Pfund 60 50 Ellen 150 Stück Tafeln Beilage .35. IN^oh Weisung der seitens der Militär-Medizinal-Abtheilung des Preussischen Kriegsministeriums als Ersatz auf den Kriegsschauplatz gesandten wichtigeren Erfordernisse für den Krankendienst. I. Chemikalien, Droguen und Desinfektionsmittel. Bezeichnung der Gegenstände Acet. concentratum . . . Acidum benzoieum . . . citricum .... hydroclilor. . . . phosphor. . . . sulfur. pur. . . . tannicum . . . tartaricum . . . Aloe lucida...... Alumen pulv...... Amnion, hydroclilor.. . . Aqua. Amygdal. am. . . Argent. nitr. fus..... - c. Kali nitric. Atropin. sulfur..... Balsam. Copaiv..... Peruvian. . . . Bismuth. hydr. nitr. . . . Oalcar sulfur...... Camphora . . ... Cera alba ....... Chininum sulfur. ... Oliloral. hydrat. ... Chloroform...... Clioleratropfen, Eussische . Hauck'sche Oollodium...... Cortex Ohin. Oalisayae Cubeb. pulver...... Cuprum sulfur. er. . . . pur. cryst. Elixir am. conc..... Empl. adhaes...... canth. ord. . . . Cerussae .... Plumbi compt. . . Ergotinum...... Extr. Absinthii .... Chinae reg. . . . feni pomati . . . Hyoscyami .... semin. Strychni . . Ferrum lacticum .... Flor. Chamomillae . . . Kusso...... Sambuci..... Glycerinum...... Fol. Digital, c..... - Menth, pip..... - Sennae Alex. . . . Gummi arabicum .... Gewichts- bezeich- nung Für I. Armee (Reims) Für IL Armee Für III. Armee (Cbalons) Für Maas- Armee (Crepy) Für Süd- Armee (Strass- burg) Für Central- Für Central- Laz.-Res.- Laz.-Bes. Depot Nancy Depot Epernay Pfund 3 6 6 - 1 — — — 19 - UV» 3 3 10 20 115 - 26 187 62 101 50 515 - 521/2 178 78 101 75 300 - — 10 10 — — _ - 6»/» 43 43 5 20 190 130 _ • 1 53 53 10 — 25 200 - 2 4 4 30 50 500 - — — — 26 — 430 - IV» 2 2 /3 2'2/, 1 2 14 - — 1 1 — — 14'/2 Vs 60 - 1 2 2 _ _ - — 80 80 10 50 450 - 5 6 6 5 10 30 Centner 20 30 20 — — 30 Pfund 1 16 16 .— — 160 - Va V» »/» 5 — 50 - 16 66 56 17 20 100 - 10 .— — 10 20 35 - 215 340 340 90 100 350 - 120 — 120 — 120 _ - 120 — 120 — 120 _ - V* 16 16 — — 100 - 50 90 90 150 5 100 400 - — 22 22 _ 60 - V» 1 1 — — 10 - 3 46 46 10 — _ - 52 214 204 50 100 1000 . - 3 2 2 10 — 100 - 77 4 4 35 50 400 - D/2 3 3 — — — - 1 — — 1 1 2 20 2 5 - Vs »/a 7.> — — - 4 4 — — 5 1100 - 58 66 66 50 1 100 - 4 8 8 _ 100 - 36 60 60 10 20 150 - V» 14 14 — 25 45 - 53 31 31 50 100 500 - 1 2 2 — _ 50 " 53 281 116 150 100 500 Suii&ts-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. Beilagen zu Bd. I. 40 100 100 20 50 100 4 50 20 30 20 200 200 200 100 2 200 40 50 200 10 200 Summe 15 20 202'/s 1041 884'/ä 20 327V-2 130 25 317 640 556 27% 16V» Vs 115 670 82 100 193 56% 305 95 1635 360 360 182V» 1080 5 104 12»/» 105 1820 127 670 7V» 7 20 2 5 1 8 5 1640 1 120 376 148'/2 915 65 1400 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 m 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 Bezeichnung der Gegenstände Hydrargyr. chlor, mit..... bichlor. corr. . . . oxyd. rubr..... Jodum purum....... Kali carbon. crud...... dep...... chloricum...... sulfur. dep....... Kalium jodatum...... sulfurat....... Kali nitricum....... Liquor Ammon. caust..... ferri acetici ..... sesquichlor. . . . Magnes. sulfur....... Mixtura sulfur. acida .... Morph, hydrochlor...... Natr. acet. p. cryst...... bicarbon. pur..... nitric. dep. ...... sulfur. depr...... Oleum Menth, pip...... Anisi....... Crotonis...... Olivar. Prov..... Ricini....... Sinapis ....... Terebintli...... Opium pulv........ Piacent. Sem. Lini..... Plumb. acetic........ Pulv. Dover'sche, ä 0,6 . . . Chinin, sulfur., a 0,3 . . Morph, hydrochlor., a 00,1 Pulvis Ipecac. op...... Liquirit. compt..... Radix Altheae gr. p..... Colombo c...... Gentianae...... Ipecac. c....... P....... ßhei c........ Sassaparillae..... Valerianae c..... Senegae ...... Saccharum lactis...... Semen Foeniculi...... Sinapis....... Solut. arsen. Fowleri .... Species ad inf. pector..... Spiritus aethereus..... vini rectiflc..... camphoratus .... Stibio Kali tartar...... Succus Liquirit....... Styrax liquid........ Stib. sulf. aur........ Sulfur. depur........ Tartarus depur....... Thea chinens. nigr...... Tinetura amara...... Arnicae...... aromat. am..... Chinoidei..... Oolchici..... Myrrhae..... Opii crocata .... - simpl..... Strychni..... Valerian. aeth. . . . Gewichts bezeich- nunsr Pfund Stück Pfund Anker Pfund Centner Pfund Für I. A rmee (Keims) Für IL Armee Für III. Armee (Chalons) Für -i Maas- Armee (Crepy) Für Süd- Armee (Strass- burg) Laz.-Res.- Laz.-Res.- Depot i Depot Nancy ' Epernay >/s Va 1 27 2 6V2 5 27i/ 2 uv« 11/2 11/2 1/2 2 53 4 3 2 1 3 140 3 150 _2'/s 22 288 25 6 1 27 35 25 i 78' 2 1/2 102 2 2'/2 16 20 21/2 52/3 l 2 /3 3 6 900 14 911/2 4 33 25 48 58 28 3 3 4 156 68 6 151/2 171 255 3 70 50 41 3000 576 11 11 13 7 4 10 6 64 9V 3 10 3% 6 H/3 8 6 2 40 54 414 5 2 40 425 265 350 5 2 /s r-Vs 3 6 900 14 54 4 33 25 48 58 28 3 3 4 156 68 6 1 146 180 3 45 30 41 576 9 11 13 7 4 10 6 64 91/3 10 3^/3 6 6 54 94 5 2 105 35 20 25 5 5 10 51 5 10 Vi 150 50 172 2 120 100 2'/* 75 2»/2 20 20 20 10 10 50 26 40 50 100 11 5 70 5 20 10 10 100 50 20 30 1 2 2 100 140 2 100 5 40 120 10 10 25 50 100 3 50 55 50 50 10 40 30 35 15 13 45 1000 75 135 125 100 425 100 400 125 20 15 1100 200 100 15 10 10 3100 450 20 420 55 500 100 1000 500 1000 100 650 50 100 135 30 95 25 150 225 125- 100 450 1100 200 20 25 600 100 5 50 100 220 20 345 150 3 20 20 20 100 40 2 200 100 2 2 200 200 4 200 5 120 20 20 50 60 50 200 3 50 200 20 80 30 m 20 58V! 1820 54 292'/- 10 242', 170 250 749' | 5 297',, 457V- 162'/:! 30 25 1809 470 115 39 17 10 3840 1465 37'/; 1060 150 520 384 4000 500 2440 21'! 240 675 50 100 189 97 110 75 185 355 145 100 585 1, 1540 " 330 64 ä / 3 25 38V) 755 100 8'/ä 25 125 2 40 610 880 12 81 5 40 1085 517 350 6 / « % Bez( Armkapse - Annkissen Band, lein 5 Beinbruch 6 Beinbruch i Binden, F 8 G le 10 - 11 - 12 - 13 _ 14 Bruchbänc 15 - 16 Charpie, 17 Compresse 18 Diagnose-'i 19 Doppeltgei 20 Draht, düu 81 - Ku 22 - Teleg 23 Drahtkams 24 Drahthose] 25 Eisbeutel, 2il _ 27 Flanell Beilag. en zu 20 20 20 100 40 2 200 100 2 2 200 200 4 200 B 120 20 20 50 60 50 200 3 50 200 20 80 30 m 20 58V! 1820 54 292'/* 10 242', 170 250 74i)i | 5 297V 457V- 162'/ä 30 25 1809 470 115 39 17 10 3840 1465 37 1 - 1060 150 520 384 4000 500 2440 21'. 240 675 50 100 189 97 110 75 185 355 145 100 585 Vi 1540 330 64*,j 25 38V) 755 100 8'/j 25 125 2 40 610 880 12 81 5 40 1085 517 350 li,,l;l?vli zu Band I. Nachgesandte Erfordernisse für den Krankendienst. 59* Bezeichnung der Gegenstände Tinctura Valerian. simpl.. Tubera Jalapae p. . . . Salep. p..... Un?t. canth. (Th. ret.) . . Plumbi..... Hydrarg. ein. . . . simplex...... Vinum Ipecacuanhae . . Zilie, sulf. crudum . . . pur..... chlorat...... oxyd. pur..... Acid. carbol. cryst. pur. . Chlorkalk, stärkster . . . Chlormagnesium .... Carbols. Desinfektionspulver Eisenvitriol...... Insektenpulver..... Kali hypermang. crud. . . pur. . . Gewichts- bezeichnung Für I. Armee (Keims) PürIL Arme?' *^ Armee , rn , N Armee (Chalons) (Cr6py) Pfund Centner Pfund 51 1 2 40 2 25 100 300 200 25 50 160 60 2 2 — 4 4 60 60 4 4 75 20 5 2 /3 52'3 506 320 520 206 50 30 380 455'/i 101'/2 320 2 2 UVa 36»/3 10 10 76 15 6V1 45 200 1 25 Für „.. Für Für Süd- Central- Central- Armee Laz.-Res. - Laz.-Res.- (Strass- Depot Depot burg) Nancy Epernay 50 30 10 37V2 100 300 200 25 25 100 20 25 50 300 100 25 2 10 235 100 200 50 2 20 50 100 60 10 50 50 Summe 597 25 25 50 10 565 10 IOP/4 100 562/3 2 10 11731/2 1026 80 1835V* 871V2 7 167 2 /;, 170 II. Verbandmittel, chirurgische Geräthe und Instrumente. Bezeichnung der Gegenstände A. Verbandmittel. Armkapseln von Blech . . . Drahtgeflecht Armkissen (Stromeyer) . . . Band, leinenes...... Beinbruchladen nach Heister Beinbruchschweben nach Faust Binden, Flanell- ä 10 Ellen . Gaze-...... leinene ä 3 Ellen . . - ä 4 - . . ä 6 - . . ä 10 -...... Bruchbänder, einfache....... doppelte....... " ' ( geordnete ( ' Compressen........... Diagnose-Täfelchen in Etui ä 20 Stück . Doppeltgeneigte schiefe Ebene .... Draht, dünner geglühter...... Kupfer- zu Beifenbahren . . . - Telegraph.- zu Schmid'schen Schienen Drahtkamaschen mit Fuss...... Drahthosen nach Bonnet...... Eisbeutel, grosse......... kleine für Augen..... Flanell............ Stück etc. Stück Ellen Stück Centner Stück Loth Fuss Stück Ellen Für die Armee 50 50 1000 10 10 860 600 1200 500 2200 1000 1860 42 18 II. 3340 3340 3340 8>/, 120 10 10 500 500 20 20 148 74 20 5 2000 22 30 1320 1200 2900 800 3800 1850 1920 34 17 21 120 30 14 400 600 100 70 360 90 III. Maas- Süd- Central- ! Central- Laz.-Bes.- Laz.-Res. Depot Depot Nancy , Epernay 50 50 1000 10 10 720 1200 4560 2560 9600 3960 4680 10 5 151/2 1000 166 10 10 200 80 50 120 20 50 50 1000 10 10 500 500 1000 1000 1500 30 12 120 10 10 500 500 20 20 100 50 100 100 2000 20 20 1000 1000 2000 2000 3000 60 24 240 20 20 1000 1000 40 40 200 100 30 40 50 25 32 200 40 40 20 200 200 4000 40 40 2000 2000 4000 4000 6000 300 98 16 480 40 40 2000 2000 80 80 400 200 Summe 560 460 100 11000 112 120 6 400 3000 12 000 10 700 28 200 17150 22 300 526 199 73 1000 1580 120 136 4 700 4 800 380 320 1328 554 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 Fries............ Fusssohlenbretter........ Garn, baumwoll. drellirt..... Gaze zu Binden........ Guttapercha, feinst gewalzt .... Häckselkissen......... Kissen, Luft-......... Kopfnetze.......... Leinewand, neue........ alte........ Wachs-....... Nadeln, Näh-......... Steck- ......... Mitellen........... Pappbogen.......... Beifenbahren.........• Sandsäcke .......... Strohladen.......... Schienen, Bein- aus Hohlblech . . . Bllenbogen-Resekt.-, doppelte Englische....... für Vorderarm und Hand . von Siebdraht..... hölzerne mit Blechhülsen . Langenbecks Lagerungs- Schwamm, Wasch-....... blutstillender..... Seide, rothe drellirte Häkel- .... Shirting........... gefensterter....... Span, Schuster-......... Tapeten-......... Suspensorien......... Verbandtücher, dreieckige..... Ungelernte Watte....... Zwirn, weisser......... B. Chirurgische Geräthe und Instrumente. Blutegel, künstliche........ Chloroform-Apparat........ Eiterbecken, nierenförmig...... Haarpinsel........... Etui mit Instrumenten zur Resektion und Trepanation.......... Amputationsmesser........ Etui mit Instrument zur Kugel-Extraktion Etui mit Obduktions-Instrumenten . . . Etui mit Instrumenten zur Amputation . Irrigatoren........... Schläuche zu...... Spitzen zu....... Kartouchen für Lazarethgehilfen . . . Etui mit Kathetern und Bougies . . . Etui mit Kettensäge........ Etui mit Nadeln......... Heft- und Umstechungsnadeln .... Insektennadeln.......... Pinzetten, Unterbindungs-, neusilberne . Etui mit sechs Skalpells...... Gypsscheeren.......... Schlundrohre, elastische...... Ellen Stück Pfund Ellen Pfund Stück Ellen Centner Ellen Stück Loth Stück Satz Stück Paar Stück Pfund Ellen Stück Rollen Stück Tafeln Loth 24 3 1000 10 380 100 200 360 11 500 64 500 50 60 50 20 50 50 50 100 16 1060 680 200 100 50 334 334 50 50 2*/s 3700 7 860 150 220 1220 21 1300 100 30 1150 30 30 150 50 50 40 20 70 130 125 10 25 2 2■>. Verbandt: 33 Wannen. 34 - 35 Englische 36 - 'ii - 38 - 39 - 40 - 41 Etui mit 42 Etui mit 43 Bougies, 44 - 45 Katheter, 46 Drainagei 47 Gummidä 6 % ■0 Bozi & J A. Was 1 Bettlaken 2 Decken, w 3 Handtüclu 4 Halstüche: 5 Hemden 6 Kupfpolstt 7 Kopfpolst« 8 Krankenlu 9 - 10 Krankenrc 11 . 12 Kopfmatri 13 Leibmatra 14 Pantoffeln Beilagen zu Band I tral- | Central- Res.- Laz.-Res. pot Depot ncy Epernay 12 4600 40 800 400 800 20 1500 256 800 200 300 200 80 200 200 200 400 40 2800 2000 800 400 200 4000 1000 20 100 10 6 5 100 12 öummt 100 124 21' 16300 99 3500 1100 1920 2800 97 5500 200 572 4300 430 60 740 100 450 420 470 520 730 1040 20 126 4 10600 7410 1850 890 Ol is 16500 3550 32 3(1 208 148 30 24 11 15 162 300 350 12 12 13 17 96 9600 60 17 48 42 Beilagen zu Bund I. Nachgesandte Erfordernisse für den Kiankendienst. Bezeichnung der Gegenstände Schröpfapparate........ Spritzen, Injektions-....... Klystier-....... Pravaz'sche...... Stethoskope.......... Streichriemen......... Thermometer, Bade-....... zum Messen der Körper warme........... Tourniquets, Knebel-....... Verbandtaschen für Lazarethgehilfen . Wannen, blecherne für Arm .... - Fuss .... Englische Etuis No. I ...... - . - II ..... - IV ..... - VI..... - VII ..... - VIII .... Etui mit elektrischen Sonden . . . Etui mit Bistouris....... Bougies, elastisch geknöpft .... ungeknöpft . . . Katheter, elastische....... Drainageröhre......... Gummidäumlinge........ Stück etc. Stück Ellen Stück Für die Ar in e e II. III. Maas- Süd- 12 36 24 24 24 7 24 42 20 12 6 6 Oentral- Laz.-Res. Depot Nancy 36 36 24 48 36 36 48 48 72 104 72 Oentral- Laz.-Res. Depot Epernay 20 20 24 24 12 50 36 — 36 — 36 — — 25 — 25 Wäsche und Kleidungsstücke, Lebensmittel und einzelne Utensilien. Bezeichnung der Gegenstände A. Wäsche und Kleidungsstücke. Bettlaken............ Decken, wollene......... Handtücher........... Halstücher........... Hemden............ Kopfpolsterbezüge........ Kopfpolstersäcke......... Krankenhosen, gefärbt....... ungefärbt...... Krankenröcke, gefärbt....... ungefärbt...... Kopfmatratzen (Rosshaar-)..... Leibmatratzen (dreitheilig, Bosshaar-) . Pantoffeln........... Stück etc. Für die Armee II. III. Maas- Süd- Stück Paar 6500 5300 ' 5500 2000 3500 500 3500 2100 2100 500 8000 4000 4000 8800 5800 5800 1000 5300 4300 20 800 13 800 12 800 1000 14 800 11 (XX) 3500 3500 210 150 270 12 000 3 400 5 800 1000 3 800 860 4500 2 300 2 300 140 100 180 61 * Summe 56 84 60 86 72 7 96 220 136 134 8 12 3 4 1 1 2 6 36 36 36 25 25 Central- Central- Laz.-Res.- Laz.-Res.- Depot Depot Nancy Epernay Summe 3500 6000 27 230 4600 2400 24 000 3000 2800 26 520 — — 12 980 3700 2800 20 980 2300 — 4160 2600 2400 9500 1800 — 4180 — — 4000 1800 — 5180 70 280 __ 50 200 200 90 360 — 92 830 64300 66 220 17 980 58 880 7 820 41800 13 880 4000 14 880 700 700 1400 62* Nachgesandte Erfordernisse für den Krankendienst. Beilagen zu Band ] Bezeichnung der Gegenstände. Röcke für Lazarethgehilfen . . . . Schürzen für Krankenwärter . . . . Socken, baumwollene...... wollene........ Strohsäcke mit Gurtschlanfen . . , Leibbinden, wollene....... Taschentücher......... Unterjacken, wollene...... Deckenbezüge, f. w........ B. Lebensmittel. Reis............ Graupen........... Hafergrütze.......... Weizenmehl.......... Weizengries.......... Butter............ Salz............ Feiner Zwieback und Bisquit . . . Schiffszwieback........ Rothwein........... Schwere Weine, Sherry etc..... Rum und Cognak........ Essig............ Kakaomasse.......... Gebrannter Kaffee....... Fleischextrakt......... Kons. Rindfleisch in Büchsen . . , mit Bouillon desgl Prima Kalbsbraten...... Kalbskarbonaden .... Geräucherter Schinken..... Sago............ Nudeln.......... Erbsen........... Bohnen.......... Linsen ........... Buchweizengrütze....... Griesmehl......... Gebackene Pflaumen...... Komprimirtes Gemüse..... Erbswurst......... Stück etc. Stück Paar Stück Centner Quart Flaschen Quart Centner Pfund Centner Für die Armee II. III. Maas- — 200 3600 1500 4U0O 3500 4300 500 25 15V2 15 23V, 72 148 2940 6060 9200 1500 1500 146 V1 25 102 101 48 96 1160 3140 3600 1000 1000 Süd- Central- ] Central- Laz.-Res.- Laz.-Res. Depot Depot Nancy Epernay 24 48 580 4520 2000 1500 2500 300 50'/2 87V2 65 77>/a 45 100 50 96 192 2320 2580 2400 2000 2000 H 60 10 800 15 500 5500 1800 8 300 33 000 6300 360 125V2 284V: 10 10 2OV4 320 120 Summe 240 544 7200 32200 44700 11500 1800 15800 300 168 130 813V: 120 3 Q z & Bez 32 Eier. . 33 Chokolad' 34 Kondensi 35 Thee . 96 Zucker . 37 Citronens 88 Citronen 39 Pfeffer ui 40 Bier 41 Selterwas 42 Branntwe 43 Kartoffel] 1 Nachteim 2 Nachteim 3 Steckbeck 4 Esslöffel 5 Wachssto 6 Seife 7 Feiner B: 8 Bast 9 Stearinlic 10 Uringefäs 11 Rüböl . 12 Streichhö 13 Essnäpfe Central- Laz.-Kes. Depot Epernay 60 10 800 15 500 5500 1800 8 300 4 1165 465 600 570 545 80 17 20 33 000 6300 360 35 232 90 125»/> 284V2 10 10 20'/4 18V» 128 320 120 240 544 7200 32200 44700 11500 1800 15800 300 2 228 1363 1661 15091) 1352 175 168 130 89800 15250 7 598 816 1711,1 554 3 j 348 669'; 4911, 10 10 443.1 471; 364 206 611 6 170 4J 813 1 /; 120 3 Eier......... Chokolade...... Kondensirte Milch . . . Thee........ Zucker........ Citronensäure..... Citronen....... Pfeffer und Gewürze. . . Bier........ Selterwasser..... Branntwein (Korn-) . . . Kartoffeln...... C. Utensilien. Nachteimer...... Nachteimergestelle . . . Steckbecken von Zinn . . Esslöffel von Blech . . . Wachsstock...... Seife........ Feiner Bindfaden .... Bast........ Stearinlichte ..... Uringefässe von Guttapercha Küböl........ Streichhölzer..... Essnäpfe von Blech . . . Schock Centner Stück Pfund Flaschen Centner Stück Pfund Centner Stück Centner Stück 465 2 2 2 4938 2 I 27V, 470 5 2 2 200 48 48 72 995 6 71/2 VI* 36 36 54 480 2 2'A 2 2000 2000 48 24 36 400 3 3 2 12 12 18 540 =3 ■5 a m Central- Laz.-Res.- Depot Epernay Summe 656 21 19 36V2 800 39 12 000 4000 8 404 41 373/4 791/4 800 39 14 000 6 000 200 — 144 — 120 — 180 — 600 90 90 90 90 30 30 30 30 141/2 14V 60 60 44 44 15000 15000 - 540 64* Gesammtübersicht der beschafften Erfordernisse für den Krankendienst. Beilagen zu Band I. Beilage 36. G esammttlbersiclit über die von der Militär-Medizinal-Abtheilimg des Preussischen Kriegsministeriums zur Verwendung bei der mobilen Armee beschafften wichtigeren Erfordernisse für den Krankendienst. o 'A 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 Bezeichnung der Gegenstände Mengen- bezeich- Einmaliger Bedarf der Trun : 39 Sanitäts- ¡ 152 Feld- W Détachements Lazarethe 14 Lazareth- Reservedep. Direkte Sendung des Kriegs- niinistei'iums M.-M.-Abth. I. Arzneien. Acetum....... Acutum concentr. . . . pyrolign. crud. Plumbi .... Acid. benz. subi ..... citricum..... hydrochlor. p. . . . nitric, p .... phosphor ..... suif. cone. p. . . . tannicum .... tartaric, p ..... Adeps suillus ..... Aloe lucida ...... Alumen pulv ...... Amnion, hydrochlor. dep. . Amylum ....... Aqua Amygdal. am. . . Aqua destillata .... Argent, nitr. fus ..... c. Kali nitric. Atropin. sulfur ..... Balsam. Copaiv ..... Peruvian. . . . Bismuth, hydr. nitr. . . . Calcar, suif, ust ..... Camphora ...... Carbo vegetabilis . . . Cera alba ...... Chininum sulfur ..... Chloral, hydr ...... Chloroformium .... Choleratropfen, Hauck'sche Russische Collodium ...... Cortex Chin. Calisayae Cubeb. pulv ...... Cupr. sulf. ven ..... cryst. pur. . . Elix. am. cone ..... Emplastr. adhaes. . . . extens. . angl. . . canth. ordin. Cerussae . . . Plumbi compt. . Ergotinum ...... Bztract. Absinthii . . . Belladonnac . . Chin, regiae . . Filiéis alth. . . ferri pom. . . . Quart Pfund Centner Pfund □ ' Pfund 334 102'/* 164 71 2/ :ï 41 164 16'/:; 102Vá 123 49 1; 2 71 2 /3 41 71*/a 624'/2 71Vî 7lVs 390 Vt 3491/4 123 31374 194 3 / 3 4097s 19»/s 39 191/2 93/4 19V2 D/3 18 31/2 234 1520 303 76 76 14919/30 139 507.3 139 139 76 76 139 100 2 / 3 303 76 139 303 5OV3 201/4 16 467 25 176 114 139 139 139 1599 13 201/4 — 467 — 139 31/4 101 156 1818 371/2 — 39 152 13 139 26 303 139 10 10 28 140 42 56 140 140 70 28 70 168 700 70 280 84 700 56 872 15 20 20272 1041 88472 20 327V« 130 25 317 640 556 272/3 I61/2 U6 1/8 670 82 100 193 56-2/, 305 95 1635 360 360 1321/2 1080 5 104 12 V2 105 1820 127 670 772 7 20 2 5 Somme 1929' ! 371' 1 76 76 169'»Ao 372 1180 5073 11S7 1 ! 159 6342/s 2573/4 139 SI 11261/2 76 695 303 1022/3 433/4 I6V5 2171/2 1380 107 4137a 4072/3 139 2362/s 5891/3 263 4892 1 1 360 360 30774 1827 144 292'4 84 4951 't 78431/4 371/2 247 402 1312'/4 201-Vi; 151/2 159 10 2 10 5 Beilagen zu Band Extract. Hy< Ser Ferrum hydi lact sulf Flor. Chame Kusso Sambr Foliae Digit Ment Senn Glycerinum Gummi aral Ilydrargyr. Jodum puru Kali carbon chloric hydric nitric. - sulf. d Kalium jod. sulf Kreosotum Lakmuspapi Liqu Aram ferri Lithargyr. ] Magnesia si UÍ Mixtura sul Morphin, hy Natr. acet. carbo nitric sulf. 1 Oleum Anis Crot Lini .Men Oliv Eici Sina Tere Natrium ch Opium pulv Plac. Sem. Plumb, ace' Pulver, D01 - Mo - Chi Ipe Liq Radix Alth Colo - Gent Jala] Ipeci - Rhei Sass, Sanitfits-Bericht ?en zu Band 1. iiimsteriums rfordernissc ekte ng des egs- Summe erimiis -Abth. 1929'/2 5 3711/ä - 76 - 76 0 169' 2 ( acid. 1,25 aerophoras j natr _ ^ .^^^^^^ Ipecac, op .....•..... I Pfund stib. à 1,3...... I Stück ^^^ Liquir. cpt. . ^^^I^^^H . . | Pfund Radix Alth. cone. Colombo . Gentian. Jalap, pulv. Ipecac, cone, pulv. Rhei cone, ^^^kulv. Sassaparillae SanitiUs-ßericht über die Deutschen Heere 1870/71. Beilagen zu B4 I. Meiigen- bezeich- Einmaliger Bedarf der Truppen 39 Sanitate- | 152 Feld- I ULaiareth- Detachements Lazarethe Reservedep. 32OV2 205 3131/4 2661/4 30 321/2 321/2 4 IO21/2 1633/4 113 313 143V 82 I633/4 33/4 2661/4 287 246 19 5351/4 2651/4 17 14372 30 164 4104 59 608 4104 16 944 113 82 4104 164 82 713/4 IOII/2 78 26 13 I91/2 39 21/2 26 39 26 2i '2 13 I91/2 V7 931/2 78 21/2 39 39 3Vs 39 31/2 2331/2 — 1490 39 467 2 340 — 11700 — 11/2 I9I/2 10 101 101 1490 101 303 303 139 467 3OV2 76 373/4 25 303 303 10 139 139 20 608 25 303 139 139 606 76 76 20 5 606 10 4*/s 606 10 606 353 10 139 467 139 38 139 139 101 550 280 70 70 280 70 168 28 84 84 280 14 140 140 420 280 140 108 56 140 139 56 140 42 42 Direkte Sendung des KriegsSumme ministeriums M.-M.-Abth. 1 1 8 18 — 101 5 5 — 101 1640 41381/2 1 1 120 120 1481/2 2491/2 915 1729 65 451 376 9173/4 1400 2 4521/4 182/3 791/G 52 2 / 3 1632/3 20 901/4 581/4 871/4 1820 1820 54 4591/2 2921/2 8551'4 — 10 250 418 10 149 2421/2 4941/2 170 198 — 20 — 608 — 25 7491/2 1 4881/2 5 5 2971/2 690 — 139 4571/2 1346 — 171 1621/2 4213/4 30 672">/28 25 25 1809 2 3133/4 470 1581 115 781 17 27 10 142/s — 606 39 701/2 3840 53001/4 1465 2 2621/4 371/2 675/g 1060 1 4501/2 — 39 150 473 520 2 010 384 1194 4000 10 444 2440 73 748 500 4 604 — 16 944 211/2 1341/2 — 831/2 — 4104 240 5621/2 675 1198 50 50 100 240 25 246 189 227 97 3533/4 110 296 — 2021/2 75 75 66* o ,2 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 Gesammtübersicht der beschafften Erfordernisse für den Krankendienst. Beilagen zu Band 1. Bezeichnung der Gegenstände Radix Senegae c..... Valerian. c..... Resinat Damarae..... Saccliar. album..... lactis ..... Sapo Hispanic. und terrebinth. Seeale cornutum pnlv. . . . Semen Foenic...... Sinapis gr. p. . . . Solut. arsenicalis..... Sp. ad Inf. pector..... Spiritus aetlier...... saponatus .... vini crudus . . . - rectific. . . . camphoratus . . . Stibio Kali tartar..... Stib. sulf. aurant..... Styrax liquid....... Succ. Liquirit. er..... dep. pulv. . . Sulf. depurat....... in Alis...... Thea chin. nigr...... Tinctura amara..... Arnicae .... arom. am..... Chinoidei .... Fr. Aurant. immat. Jodi...... Myrrhae .... Opii spl..... crocata . . . Pyrethri ros. . . . semin Colchic. . . Strychni . . Valerian. aeth. . . spl. . . Tartar. dep....... Tubera Salep. pulv..... Ungt. canth. Th. ret. . . . Hydrargyr. ein. . . . Plumbi...... spl........ Veratrium....... Vinum Ipecac...... Wasserglas....... Zineum chlor....... oxyd. pur..... sulf. crud..... - pur..... Mengenbezeichnung Pfund Quart Pfund Einmaliger Bedarf der T | 39 Sanitäts- | 152 Feld- iiuppen Detachements lazarethe 14 Lazareth- Reservedep. 215 123 431 3333/4 266 5253/4 321/2 195 300 300 921/2 162 113 113 921/2 245 164 266V4 266V4 71% 78 9'/2 39 39 156 13 78 78 lO'/s 39 39 19V« 26 191/2 19V2 Aeid. carbolic. eryst. p. . Calcar. hypoehlor. . . . Chlormagnesium . . . . Desinfekt.-Pulv. (Carbol) . Ferrum sulf. crud. . . . Insektenpulver, Persisches Kali hypermang. crud. . . pur. . . II. Desinfektionsmittel. Centner Pfund 139 139 139 353 76 114 20 353 20 303 303 76 304 3040 50 20 303 745 139 139 303 303 76 20 101 139 139 301/2 303 8IV2 139 5 303 76 25 606 50 3243/4 15 IV2 9741/2 501/2 70 70 168 140 42 140 280 140 140 140 84 140 280 97 140 168 450 28 Direkte Sendung des Kriegsministeriums M.-M.-Abth. 355 185 145 100 585 1 1540' 330 1940 25 381/a 81/3 100 755 25 200 40 610 880 12 5 1085 40 81 517 350 597 125 25 50 565 10 10 IOIV4 2 10 100 56% III. Chirurgische Instrumente, Geräthe und Nebenbedürfnisse. Abziehsteine....... Appareilkasten von Blech . . Bandmaass........ Beckenstützen nach Bardeleben Bistouris und drei Lanzetten . Stück Etuis 78 78 78 78 304 608 304 304 ll 3 /4 113/4 1026 14473/4 80 80 18351/2 1975'/2 87F/2 105472 7 8V2 167% 1691 1 /! 170 248V2 382 — 608 Summe 494 324 209 646 3001/2 237 20 268 938 201/2 2313 11453' 4 76 304 5402 5503' 4 1231/3 28t/ 3 543 1793 195 164 139 200 40 1431 1701 12 76 123 106 15G5 40 178 2241/ä 952'/ 2 350 771 509 25 134 895 2953/4 2953/4 5 10174 303 78 35 986 18373 382 zu Band Bezeii Blutegel, kü Brenneisen C'hloroformii Drainageröh: Kimer, blecl Eiterbecken Elle mit Zo: Englische E Etui mit ele Federmesser Flaschenzftg« Gummidäuin Haarpinsel Instrumente Induktionsap Irrigatoren, Kartouchen Katheter um ela Bo Kataplasmen Leuchter, O] Nadeln . - Heft Insel Operationstii Porzellansch ge G] Ps Ps Schlundrohr, Schlundröhre Schlundzangt Schröpfappai Schürzen v. v. Spritzen, Inj Kb Wi Pr: Stethoskope Streichrieme: Thermometei Säge, Ketten Tourniquets, Verbandzeug Wachs, weisi Uüterbindun{ Beilagen zu Band 1. 494 324 209 646 3001/2 237 20 20'/2 2313 11453' 4 76 304 5402 5503 ' 4 123Vs 28Vi 543 1793 195 164 139 200 40 1431 1701 12 76 123 106 15G5 40 178 2241/a 952'/ 2 350 771 509 25 134 895 2953/4 2953/4 5 1011/4 303 78 35 986 183''3 113/4 14473/4 80 1975'/2 1054V2 8V2 1691 Vi 248V2 382 608 382 382 leitet» m Band I. Gesammtübersieht der beschafften Erfordernisse für den Krankendienst. 67* Bezeichnung der Gegenstände Blutegel, künstliche . . . Brenneisen...... C'hloroformirungsapparate Drainageröhrchen . . . Kimer, blecherne. . . . Eiterbecken..... Elle mit Zollmaass . . . Englische Etuis No. I. . - II. . - IV. . - VI. . -VII. . -VIII. . Sonden . Etui mit elektr. Federmesser............ Flasehenzüge mit Zubehör...... Gummidäumlinge.......... Haarpinsel............ Instrumente zur Amputation..... Satz Amputationsmesser . . zur Augenoperation . . . . zum Gypsverband..... zur Obduktion...... zur Resektion u. Trepanation zu verschied. Operationen . . zur Kugel-Extraktion . . . zur - Trepanation . . . zur - Tracheotomie . . gemischte........ Zahn-......... Induktionsapparate......... Irrigatoren, kplt........... Kautschuk-Schläuche . . . . Spitzen..... Kartouchen für Laz.-Geh....... Katheter und Bougies........ elastische......... Bougies, geknöpfte..... ungeknöpfte . . . . Kataplasmen-Erwärmer....... Leuchter, Operations-........ Nadeln............. Heft- und......... Insekten- .......... Operationstische.......... Porzellanschalen z. Incerat....... Scheeren, gewöhnl.......... Gyps-.......... Papier-......... Papp-.......... Schlundrohr, Repoussoir....... Schlundröhre, elastische....... Schlundzangen und scharfe Doppelhaken . Schröpfapparate.......... Schürzen v. Leinwand f. Laz.-Geh. . . . v. Wachstuch f. Aerzte . . . Spritzen, Injektions-........ Klystir-......... Wund-.......... Pravaz'sche ........ Stethoskope........... Streichriemen........... Thermometer, Bade-........ z. Messen d. Körperwärme . Säge, Ketten-, in......... Tourniquets, Knebel- und Schrauben- . . Verbandzeug für Aerzte....... - Laz.-Geh....... Wachs, weisses.......... Unterbindungs-Pinzetten....... Mengen- bezeich- Einmaliger Bedarf der Trurmen ' 39 Sa,litäts - ! 152 Peld " '' iDetachements! luzarethe 14Lazareth- Reservedep. Direkte Sendung des Kriegsministeriums M.-.U-Abth. Stück Ellen Stück Etui Stück Etui Stück Etui Dutzend Stück 1318 Etui Stück Etui Stück Etui Stück Pfund Stück 1318 2740 855 1832 5324 78 156 954 78 78 78 78 39 78 156 1872 1872 156 39 78 78 78 78 798 78 78 39 39 78 468 234 78 156 156 78 1794 78 312 21/2 304 304 1216 1216 304 304 3 648 78 304 39 304 304 78 304 149 304 304 912 10 944 10 944 304 304 304 304 304 304 304 3 040 759 608 304 304 304 304 304 608 304 304 1520 168 84 1568 84 672 28 84 14 42 28 42 280 28 42 326 33 600 868 168 664 168 168 168 168 168 42 168 168 42 1222 168 168 32 30 25 208 12 3 4 1 1 1 2 25 148 15 30 11 8 24 162 300 350 12 12 36 36 36 96 9600 48 42 56 84 60 86 72 7 96 220 13 136 134 60 Summe 200 304 496 25 1 372 5 264 382 12 3 4 1 1 1 2 304 84 25 4 468 422 457 304 382 174 354 304 130 78 78 39 78 42 1510 13116 13166 472 79 36 36 36 304 382 120 500 43 200 78 304 2 984 216 382 382 39 745 78 528 3 508 993 3 600 1465 304 2 240 700 431 568 996 55 8 780 382 2134 2i/2 228 9* 68* Gesammtübersicht der beschafften Erfordernisse für den Krankendienst. Beilagen zu Band I. p 75 76 77 78 79 80 81 82 83 Bezeichnung der Gegenstände Skalpells, 6 im........ Wachslichte zu den Operationslampen Wannen, blecherne ovale..... für Ann....... für Bein....... Waschbecken, blecherne..... Wundhaken, stumpfe, 3 Paar im . . Mikroskope.......... Kugelzangen......... Mengen- bezeich- nung Etui Stück Etui Stück Einmaliger Bedarf der Truppen 39 Sanitäts- Detachements, 152 Feldlazarette 1318 78 156 78 304 304 152 152 608 14 Lazareth- Beservedep. 42 84 84 28 42 Direkte Sendung des Kriegs- ministeriuma M.-M.-Abth. Summe 17 8 8 2 59 382 304 244 244 7G4 108 42 1318 IV. Verbandmittel. 6 'S Bezeichnung der Gegenstände Mengen- bezeich- Einmaliger Bedarf der Direkte Sendung des KriegsSumme 5w Truppen 39Sanitäts- 152 Feld- 1 14 Laz.- j Lazareth- ministeriums CS Detach. lazarethe Res.-Dep. Bes.-Mag. M.-M.-Abth. 1 Stück 156 1520 420 _ 560 2 656 2 - Drahtgeflecht . . . - — — — 280 — 460 740 3 Band, leinenes.......... Ellen Stück 39138 7 800 60 800 152 14000 84 — 11000 112 132 738 4 Beinbruchladen nach Heister ..... 348 5 Beinbruchschweben nach Paust . . - — — 152 140 — 120 412 6 Binden, Flanell-, ä 10 Ellen..... - 16 816 780 4 560 4 200 — 6 400 32 756 7 - 21264 2 340 7 600 — — 3000 34204 8 - 11304 2 340 30 400 — — 12 000 56044 9 ä 4 - ..... - 975 238 3 900 30 400 1400 — 10 700 1 021638 10 ä 6 - ..... - 15100 5136 30400 5 936 — 28 200 84772 11 ä 8 - ..... - — 3 576 12160 3 836 — 17150 36 722 12 ä 10 - ..... - 4 796 1950 7600 4 200 — 22 300 40846 13 Pfund Stück 8072 2 421 39 156 152 912 168 — 526 2711/j 14 Bruchbänder, einfach........ 4183 15 - — 78 304 84 — 199 665 16 Charpie, geordnet und krause..... Pfund 35 750 1910 9140 7 290 — 7 300 61390 17 Compressen, leinene, 12" im □ Stück 961166 21 296 76 000 10 716 — 1000 1070178 18 Diagnosetäfelchen, ä 20 Stück im . . . Etui 1542 1050 760 1680 — 1580 6 612 19 Stück — 5 460 15 200 — — — 20660 20 Doppelt geneigte schiefe Ebene - — — 304 140 — 120 564 21 Pfund — 2'/2 10 2 — 136 160'/2 22 Kupfer-, zu Reifenbahren .... Fuss — — — 2800 — 4 700 7500 23 Telegraphen-, zu Schienen . . . - — 780 15200 2 800 — 4 800 23 580 24 . — 234 912 280 — 320 1746 25 Drahtkamaschen mit Pussbrett..... - — 780 1630 280 — 380 3 070 26 Eisbeutel von Kautschuk, grosse .... - — — 4 560 1400 — 1328 7 288 27 kleine für Augen ... . . - — — 1520 280 — 554 2354 28 Flanell.......... Ellen Stück — 780 6 080 1520 1216 2 800 1400 8 294 100 124 19354 29 1620 30 1340 31 Garn, drellirt baumwollenes ..... Pfund — 5 30 14 — 21Vs 70'/« 32 Guttapercha, f, gewalztes . , - 131 39 139 28 .— 92 4291/2 33 Ellen Stück — 1248 780 1824 14 000 2100 16 300 100 33 648 34 Kissen, Arm-, nach Stromeyer .... 2 704 35 Pfund 2 056 5 720 8 080 1950 468 3100 7 600 912 2 432 18 230 2 800 700 840 4200 — 3500 1100 1920 9 700 17 906 36 Luft-......... 2 712 37 11380 38 43 310 39 Ellen 4 226 780 780 15 200 9120 4 200 2100 2 800 5500 23006 40 21700 41 Stück Pfund Stück 8 704 34 320 100 2 748 780 1950 31 7 600 3 040 7 600 4 2128 3 668 420 6 — 4300 430 200 19 60 27 020 42 4670 43 Nadeln, Näh-........ 44070 44 Steck- ..... 160 45 2188 46 Sandsäcke nach Stromeyer und Esmarch . - — — 4 560 840 — 740 4140 47 - — — 608 140 — 420 1168 48 - — — 163 — — — 163 49 - — — — — — 20 20 zu Band Bezeich Schienen von engli Holz von von Schwamm, bin Wj Seide, rohe, (h SMrting . Span, Schustei Tapeten Stvohladen . Suspensorien gtoff, gitterart V r erbandtücher Watte, ungelei Zwirn, weisser Bezeiclu: Bettlaken Decken, wollen Deckenbezüge Halstücher . Handtücher . Hemden . . Kopfpolsterbez Kopfpolstersäc Krankenhosen, Krankenröcke, Kopfmatratzen Leibmatratzen Leibbinden, W( Pantoffeln Böcke für Laz, Schürzen für is Strohsäcke mit Socken, bäumt wolleni Taschentücher Unterjacken, w Reis . . . Graupen . . Hafergrütze . Weizenmehl Weizengries Griesmehl . Nudeln Erbsen Bohnen Linsen Beilagen zu Band I. Summe 59 382 304 244 244 7G4 108 42 1318 Direkte ldung des Kriegs- Summe üsteriums •M.-Abth. 560 2 656 460 740 11000 132 738 112 348 120 412 6 400 32756 3000 34204 12 000 56044 10 700 1 021638 28 200 84772 17160 36 722 22 300 40846 — 2711/s 526 4183 199 665 7 300 61390 1000 1070178 1580 6 612 — 20660 120 564 136 160'/2 4 700 7500 4 800 23 580 320 1746 380 3 070 1328 7 288 554 2354 8 294 19354 100 1620 124 1340 21Vs 70/3 92 4291/2 16 300 33 648 100 2 704 3500 17 906 1100 2 712 1920 11380 9 700 43 310 2 800 23006 5500 21700 4300 27 020 430 4670 200 44070 19 160 60 2188 740 4140 420 1168 — 163 20 20 zu Band I. Gesammtübersicht der beschafften Erfordernisse für den Krankendienst. 69* Bezeichnung der Gegenstände Schienen von Hohlblech für Bein . . . englische......... Holz-, für Vorderarm und Hand mit Blechhülsen .... 31/2' 1. und 21/2" br. . . von Siebdraht....... von Schusterspan...... Schwamm, blutstillend........ Wasch-......... Seide, rohe, drellirt, Häkel-...... SMrting ............. Span, Schuster-.......... Tapeten-.......... Strohladen............ Suspensorien........... Stoff, gitterartig gewebt....... Verbandtücher, dreieckig....... Watte, ungeleimte......... Zwirn, weisser........... Mengen- bezeich- Stück Satz Stück Paar Stück Pfund Ellen Stück Rollen Stück Ellen Stück Tafeln Pfund Einmaliger Bedarf der Truppen 39Sanitäts- Detach. 152 Feld- lazarethe 14 Laz.- Res.-Dep. 18 900 2 056 020 020 91 107V4 38 4 2 1 42 572 692 740 542 540 Pfund 72 m "3 'S, 3 & OJ "8 -*3 a s o 0] 2 C3 pq 53 3 h M -a.2 J=.5 ä 3 +» 00 i n 3 .3 "3 i—i 1 03 SP > s "4 & |S 2 6 10 1 1 1 1 — 12 10 30 20 4 1-2 2 i Beilagen zu Band I. Inhalt der Badischen Verbandzeugträger-Tasehe. 77* einer Saiiitäte Saintäts- Kompagnie Aufnahm* Feldspital 18 30 9 3 12 12 200 40 8 20 20 30 Beilage 40. Inhalt der Badischen Verbandzeugträger-Tasche. 1 Schoere. 1 Scknallentourniquet. 1 Blechbüchse mit 1 Schwamm, gestrichenem Heft- und anderem Pflaster (letzteres nach Ermessen des Arztes). 1 Blechbüchse für einige Stückchen Zucker. 1 Blechbüchse mit 4 kleinen Arzneigläschen (gefüllt mit spir. aether, tinet. opii simpl., aeid. acet. und einem von dem Arzt zu bestimmenden Arzneimittel). 2 Glasflaschen (1 mit Cognac, 1 mit Wasser). 1 Trinkgläschen. 1 Kugclzange. 1 Wundspritzo. 2 Fischbeinschienen. Vs Pfund Charpie. 5 Binden. 25 Kompressen. 1 Stück Verbandleinewand ('/i Leintuch). 5 gesäumte dreieckige Tücher. '/s Pfund Baumwolle. V» Brief Stecknadeln. 2 Loth Zwirn (aufgewickelt). 4 Loth Bindfaden (aufgewickelt). 78* Ausrüstung eines Badischen Verbandai'zneiwagens. Beilagen zu Band Beilagen zu Bari Beilage 41. Ausrüstung eines Badischen Verbandarzneiwagens. N T o. No. N Menge I. Pharmaceutische Gerätschaften. Ganze Flaschen .... Halbe Flaschen .... Viertelsflaschen .... Achtelsflaschen .... Ganze Blechbüchsen . . Halbe Blechbüchsen . . Viertelsblechbüchsen . . Achtelsblechbüchsen . . Grammwaage..... Grössere Waage . . . Gewichtsgarnitur . . . Lederne Säcke .... Medizingläser .... Medizintöpfe ..... Beibsclialen mit Pistillen Salbenspatel..... Löffel von Bein .... Hornene Infundibeln . . Zinnerne Mensur . . . Colatori en...... Trinkgläschen .... Spiritus-Tlieemaschine Kasserolle...... Feldkessel...... II. Chirurgische Gerätschaften. Amputationsetui............ Zahnoperationsetui........... Kugelzangen............. Katheter von Neusilber......... Elastische Katheter.......... Troikar für den Blasenstich...... Schlundzange............. Schlundstösser........... Pflasterscheere........... Pflasterspatel............ No. N a Pinzette.............. Scheere für den Pappverband ...... Schröpfapparat............ Blechbüchse mit 6 Schwämmen...... Blechbüchse für Heftpflaster....... Klystierspritze............ Wundspritzen............ Tripperspritzen............ Bruchbänder ............. Schnallentourniquets.......... Fischbeinschienen........... Blechene Hohlschienen......... Holzschienen............. Aderlassmensur............ Schwefeläther-Apparat......... Tragbahren............. III. "Verbandmittel und dergl Charpie............Pfund Kompressen............. Rollbinden............. Flanellvollbinden........... Flanell............Ellen Alte Leintücher zum Verband...... Stück Leinenband, zollbreit....... Baumwolle..........Pfund Armschlingen............ Suspensorien............. Flanell-Leibbinden........... Pappendeckel..........Bogen Wachspapier..........Buch Stecknadeln..........Brief Nähnadeln...........Stück Weisser Zwirn.........Loth Weisse Cordonnetseide...... Bindfaden........... Wachs............ Wolldecken............. Handlaternen............. Menge Beilagen zu Band I. Ellen Pfund Bogen Buch Brief Stück Loth Menge 20 400 300 4 4 8 1 1 6 6 6 6 1 2 12 16 3 6 1 Beilagen zu Band t. Ausrüstung eines Badischen Verbandarzneiwagens. 79* Vi. Namen Menge IV. Arzneien. 1) Flüssigkeiten. a. In ganzen Flaschen (zu 2 Schoppen] Acet. vin. opt..........Pfund Aq. vul Theden Liq. Amnion, caust, Aeth. sulphur. Ol. Papav. alb. . Spir. vin. gall. , camphorat. sapon. . vin rectif. , Tinct. amar. . . b. In halben Flaschen (zu 1 Schoppen) Acet. Saturn..........Pfund Elix. acid. Haller........ Liq. Minderer......... Ol. Terebinth......... Tinct. Opii simpl......... Balsam. Copaiv.......... c. In Viertelsflaschen (zu '/»Schoppen Aether, acet...........Pfund Tinct. Cinnam.......... Liq. anodyn. min. Hoffm...... Tinct. Chili, compos........ 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 Vs Vs V* y% d. In Achtelsflaschen (zu '/4 Schoppen) mit eingeriebenen Stöpseln. Spir. Sinap..........Unzen Chloroform.......... Creosot . . . Ol. Menth, pip. V* '/4 2) Trockene Arzneimittel. a. In ledernen Säcken. Flor. Chamom..........Pfund Spec. pector-.......... Rad. Alth........... Far. semin. Lin......... Flor, sambuc.......... Herb. Menth.......... Spec. Aromat.......... Bad. Calam. arom......... Rad. Valerian.......... Flor. Arnic........... Herb. Salv........... b. In ganzen Blechbüchsen. Amylum...........Pfund Sacch. alb........... Sem. Sinap. pulv......... Pulv. Cubeb........... 4 4 3 3 2 2 2 1 1 1 1 H/2 2 2 2 No. 40 41 42 43 44 45 40 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 Namen Sal. amar............Pfund Empl. adhaes.......... Bmpl. matris.......... Sapo venet........... Sapo causticus......... Empl. matur. croc........ Gerat, simpl........... Gerat. Saturn......... c. In halben Blechbüchsen. Camphor...........Pfund Gumm. arab.......... Fol. Senn............ Succ. Liquir......' . . . . Rad. Rhei pulv......... Rad. Ipecac........... Alum. crud........... Crem. Tart. pulv......... Nitrum............ Sal. ammon........... Empl. cantharid ........ Ungt. mercur.......... Sin. sapon. camph......... Pulv. emet. disp.........Stück Pulv. Dovr. disp......... Pulv. Chinin, sulph. disp...... Empl. adhaesiv. anglic...... d. In Viertelsblechbüchsen.') Chinin, sulph...........Unzen Extr. Hyoscyam......... Opium............ Acid. tartar........... Natr. bicarbon.......... Sacch. Saturn.......... Tart. emet........... e. In Achtelsblechbüchsen. 2 ) Morph, acet...........Unzen Mercur. dulc........... Merc. subl. corros......... Merc. praec. rubr......... Lap. infern........... Zinc. sulph........... Menge l'/2 3 2 2 3 3 2 2 2 V« 1 V« 1 V« Vi 72 72 72 1 1 IV» l 100 100 100 24 2 H/2 1 2 3 3 2 1 2 72 72 Anmerkung. Ausserdem werden noch kleine Handvorräthe der nöthigsten Theesorten in Viertels- und Achtelsbüchsen in der Schublade auf bewahrt; nämlich: 1 ) In Viertelsbüchsen: Flor. Chamom. Herb. Menth, pip. Spec. pector. 2 ) In Achtelsbüchsen: Flor. Sambuc. Herb. Salv. 80* Ausrüstung der Badischen Feldlazarette älterer Ordonnanz. Beilagen zu B; and Beilage 4g. Ausrüstung der Badischen Feldlazarethe (No. 1 bis 4) älterer Ordonnanz mit Instrumenten, Gegenständen zur Krankenpflege und Oekonomie-Utensilien. Amputations-Etni................ Resektions- ) I } Etni.............. \ I repanations- ; [ Feldoperations-Etui (von Beck)-........... Von den übrigen Tnstrumenten-Etuis je........ Mikroskop................... Transfusionsapparat................ Etui mit 12 Zinnkathetern............. Augenspiegel.................. Kehlkopfspiegel................. Kataplasmen-Envärmer.............. Schürzen für Lazarethgehilfen............ Armtragekapseln von Blech . . . ......... Binden .................... Charpie.......... ......Pfund Kompressen.................. Drahthosen nach Bonnet.............. Drahtkamaachen................. Eisbeutel von Kautschuk.............. Eisbeutel für die Augen.............. Flanell.................Ellen Pries zu Pomentationen...........Ellen Armkissen von Strohmayer . . • •......... Häckselkissen.................. Luftkissen (Wasserk.)............... Leinwand, alte weisse............Pfund Leinwand, neue weisse...........Ellen Wachstuch................Ellen Dreieckige Tücher................ Mitellen............•......• Reifenbahren.................. Sandsäcke ................... Ellbogen-Resektionsschienen ............ Schienen von Siebdraht.............. Fischbeinschienen................ 618 100 1500 12 20 36 2 10 40 24 20 Shirting................Ellen Schusterspan, Rollen 1 _ „ ..........Pfund 1 apetenspan, Rollen ) Gitterstoff...............Ellen Strohladen .................. Verbandleintücher............... Leintücher.................. Wollene Decken............... . Handtücher für Kranke............. Hemden................... Kopfpolster-Ueberzüge............, . Kopfpolster-Säcke............... Leinene \ I ) Unterhosen............J Drillichene J ( Lazarethröcke................. Wollene \ , ( [ Jacken .............. J Leinene ; ( Pantoffeln.................. Röcke für Lazarethgehilfen............ Schürzen für Krankenwärter............ Baumwollene I ( ; Socken..........1 aar ; Wollene j ( Strohsäcke .................. Essgeschirre von Blech............. Esslöffel, Messer, Gabeln ........je Stück Kaffeemühlen................. Nachteimer mit Gestellen............. Bettpfannen.................. Trinkbecher von Blech.............. Uringefässe von Guttapercha........... Lebensmittel................. Küchenhandtücher............... Küchenschürzen................ Kochherde.................. 5 200 300 40 15 200 4 100 18 Beilagen zu Band Instrumenten, ien. Ellen Pfund Ellen Paar e Stück 50 5 4 36 600 200 200 200 «I 100 40 200 Beü»! *en bo Band 1. Üebersieht über die mobilen Sanitäts-Formationen. 81* Beilage 4*$. TTefo ersieht über die mobilen Sanitäts-Formationen der Deutschen Heere. I. Armee des Norddeutschen Bundes. 43 Sanitäts-Petachements, 170 Feldlazarethe, 45 Sektionen Lazareth-Reserve-Personal, 16 Lazareth-Reserve-Pepots. Nämlich für Garde- bis einschl. XII. Armeekorps: 39 Sanitäts-Petachements (ä 2 Sektionen). 156 Feldlazarethe, 39 Sektionen Lazareth-Reserve-Personal. 13 Lazareth-Reserve-Pepots. XIII. Armeekorps: 1 Sanitäts-Petachement (ä 2 Sektionen). 3 Feldlazarethe, 2 Sektionen Lazareth-Reserve-Personal, 1 Lazareth-Reserve-Pepot. XIV. Armeekorps: 1 Sanitiits-Petachement (ä 2 Sektionen), 3 Feldlazarethe, 2 Sektionen Lazareth-Reserve-Personal 1 ), 1 Lazareth-Reserve-Pepot. Grossherzogl. Hessische Pivision: 1 Sanitäts-Petachement (ä 2 Sektionen). 6 Feldlazarethe, 1 Sektion Lazareth-Reserve-Personal. 1 Lazareth-Reserve-Pepot. 4. Reserve-Pivision: 1 Sanitäts-Petachement (h 2 Sektionen), 2 Feldlazarethe, 1 Sektion Lazareth-Reserve-Personal. II. Süddeutsche Staaten. Bayern: 4 Sanitäts-Kompagnien, 12 Aufnahms-Feldspitäler, 4 Haupt-Feldspitäler. Württemberg: 4 Feld-Sanitätszüge, 6 Feldspitäler, 1 Spital-Reserve-Depot. Baden: 1 Sanitäts-Petachement (ä 3 Sektionen), 5 Feldlazarethe (darunter 4 grössere älterer Ordonnanz), 2 Sektionen Lazareth-Reserve-Personal, 1 Lazareth-Reserve-Pepot. ') Pas Badische Lazareth-Reserve-Personal wurde nur unvollständig formirt und kam nicht geschlossen zur Verwendung. Sanitäts-Bericht über die Deutschen Heere 1970 71. Beilagen zu Bd. I. 11 82* Anleitung zum Desinfektionsverfahren. Beilagen zu Band I, Beilage 44. Anleitung zum Desinfektionsverfahren. Von den zur Desinfektion gebräuchlichen und empfohlenen Mitteln sind folgende in Anwendung zu bringen: 1) Uebermangansaures Kali oder Natron, 2) Karbolsäure, 3) Chlorkalk, 4) Eisenvitriol, Zinkvitriol, Chlorzink, 5) Schwefel, 6) Kohle, von denen ein Theil nur durch unmittelbare Berührung, ein anderer durch Verflüchtigung wirkt. 1) Zur Desinfektion von Wunden ist vorzugsweise eine Lösung von übermangansaurem Kali oder Natron, oder eine Lösung der Karbolsäure anzuwenden, die hierzu jedoch von besonderer Reinheit sein muss. 2) Zur Desinfektion von Exkrementen empfiehlt sich das Eisenvitriol (in Lösung von 1 : 30—40) oder die Karbolsäure, besonders in der von den chemischen Fabriken dargestellten Form eines mit derselben imprägnirten indifferenten Pulvers, das aufgestreut oder in Lösung angewendet wird. 1 ) An Orten, wo die Bestandtheile der Süvern'schen Mischung (Chlormagnesium, Aetzkalk und Steinkohlentheer) leicht zu beschaffen sind, wird auch diese gut zur Desinfektion von Latrinen, Abtrittsgruben, stinkenden Wässern etc. in Gebrauch gezogen. Handelt es sich um die Desinfektion von Abtrittsschläuchen, unzugänglichen Kanälen und Röhren, so sind entweder stärkere Lösungen des genannten Karbolsäurepulvers oder die durch Verbrennen von Schwefel oder Schwefelfäden erzielte schweflige Säure, sowie Chlorräucherungen anzuwenden. 3) Die Desinfektion von Leib- und Bettwäsche wird durch Waschen mit hinreichend starken Laugen sichergestellt. Die Wäsche solcher Kranken aber, die an Typhus, Pocken und anderen eminent ansteckenden Krankheiten gelitten haben, sind vorerst in einer Chlorkalk-, Karbolsäure-Lösung oder in einer schwächeren Lösung von Zinkvitriol (l : 120), von Chlorzink (1:240) einige Zeit (12 — 36 Stunden) zu belassen und dann erst in gewöhnlicher Weise zu waschen. 2 ) Vorzugsweise empfohlen sind die Präparate von Karbolsäure der chemischen Fabrik von Schrader und Beirrend in Schönefeld bei Leipzig. 4) Zur Desinfektion von Strohsäcken und Matratzen sind die Hüllen wie die Bettwäsche zu behandeln, das Stroh zu ver- brennen, die Haare zu sieden. Die Bettstellen sind mit einer Lösung von Karbolsäure oder Chlorkalk, von Zinkvitriol (1 :80) oder Chlorzink (1 : 160) und später mit Seifenwasser abzuwaschen. 5) Kleidungsstücke werden am sichersten durch Hitze im Ofen (75 — 90° R.) desinfizirt, in Ermangelung eines Brennofen — Backofens etc. — wird die Desinfektion derselben durch längeres Belassen in den ad 3 genannten schwächeren Lösungen und nachheriges Waschen, oder auch durch Schwefel- bezw. Chlorräucherungen je nach den Stoffen ausgeführt. ü) Da die zur Desinfektion von Wohn- und Krankenräumen, Ställen etc. vorzugsweise zu benutzenden Mittel, wie Chlor, Karbolsäure, schweflige Säure, den sich darin Aufhaltenden selbst schädlich werden können, so sind dieselben in der Regel nur in unbelegten Räumen anzuwenden, und zwar bei geschlossenen Fenstern und Thüren. Die Karbolsäure wird in der Form des oben genannten Pulvers durch Aufstreuen auf den Boden, oder wo man energischer und schneller wirken will, durch Aufstreuen auf erhitzte Schaufeln oder die Ofenplatte angewandt. Chlorräucherungen werden in der Weise bewirkt, dass man Chlorkalk in irdenen Schalen (l Theil) mit 1 x ji Theilen roher Salzsäure übergiesst. Man lässt die Räume etwa 12 Stunden unter der Einwirkung des Chlorgases, das dann durch Oeffnen von Thüren und Fenstern entfernt wird. Durch Aufstellen VM Schalen mit Liq. amrnon. caust. entfernt man den Chlorgerach am schnellsten. Je nach der Infektionsfähigkeit der in den Räumen vorgekommenen Krankheiten sind Fussböden und Wände sorgfältig mit Lauge, Chlorkalk oder Zinkvitriol-Lösung zu reinigen, event. mit neuem Anstrich zu versehen. Iniizirte Gegenstände von geringem Werthe, deren Desinfektion nur mit unverhältnissmässigen Kosten und grosser Mühe durchzuführen ist, werden am besten verbrannt; unbedingt geboten ist dies bei aller gebrauchten Charpie, bei Kompressen, alter Leinewand, wie überhaupt bei Verbandgegenständen, die bei ansteckenden Krankheiten benutzt waren. en zu Band Die Desinfe' 100 15 15 durch welches V „rd, während zi Steinkohlentheer Mischung dieser Der Kalk w des Brausens flei kleinern. Noch ii des Steinkohlentl mit dem Kalkbre mter angemesse erreicht, erfolgt und geschlossene üesetztem Umrül Diese also g satz eines fünf: bereitet und in i Beilagen zu Band I, en und Matratzen abj dein, das Stroh zu ver ig von Karbolsäure oder Chlorzink (1 : 160) und [ersten durch Hitze im relung eines Brennofen! ektion derselben durch schwächeren Lösungen durch Schwefel- bezw, lUsgeführt. n- und Krankenräumen, len Mittel, wie Chlor, sh darin Aufhaltenden dieselben in der Regel l, und zwar bei gern des oben genannten )der wo man energischer ufstreuen auf erhitzte r eise bewirkt, dass man mit 1'/» Theilen roher ,ume etwa 12 Stunden as dann durch Oeffiien Durch Aufstellen man den Chlorgerach : in den Räumen vor- i und Wände sorgfältig ung zu reinigen, event, l Werthe, deren Des- n Kosten und gn n verbrannt; unbedingt larpie, bei Kompressen, ■bandgegenständen, die iren. n zu Band I. Anleitung zum Desinfektionsverfahren. 83* Anleitung zur Bereitung und Anwendung der Baumeister Süvern'sclien Desinfektionsinasse. Die Desiiifektionsmasse wird gebildet aus: 100 Pfund gelöschtem Kalk, 15 Pfund Steinkohlentheer, 15 Pfund Chlormagnesium, durch welches Verhältniss eine recht kräftige Masse hergestellt jml, während zu einer schwächeren verhältnissmässig weniger Steinkohlentheer und Chlormagnesia erforderlich sind. Die Mischung dieser Stoffe geschieht in folgender Weise: Der Kalk wird mit heissem Wasser gelöscht und während des Brausens fleissig gerührt, um denselben möglichst zu zerkleinern. Noch innerhalb des Brausens geschieht die Zuschüttung des Steinkohlentheers und dessen möglichst innige Vereinigung mit dem Kalkbrei durch ununterbrochenes kräftiges Umrühren unter angemessener Beigabe heissen Wassers. Nachdem dies erreicht, erfolgt die Zuschüttung des bereits vorher in Wasser und geschlossenen Gefässen gelösten Chlormagnesiums bei fortsetzten! Umrühren. Diese also gewonnene breiartige Masse wird durch den Zusatz eines fünffachen Wasservolumens zum Gebrauche vorbereitet und in unverschlossenen Gefässen verwahrt. Mit dieser fertigen Masse werden die Nachteimer und sonstige verunreinigte Gefässe nach zuvoriger Reinigung mit frischem Wasser täglich gründlich ausgespült, und ist es gut, wenn in jedem Nachteimer '/* Quart Masse verbleibt. Kloaken und Kothgruben werden ebenfalls täglich stark überspritzt, Gossen und Kanäle dagegen nach Büdürfniss damit getränkt, wodurch nach den bisherigen Erfahrungen eine ausreichende Desinfizirung dieser Utensilien und Anlagen erzielt worden ist. Anmerkung. Die in der obigen Anleitung angegebenen Zahlen deuten lediglich das Verhältniss zwischen den zu mischenden Stoffen der Desinfektionsmasse an, mit welcher täglich die obere Fläche der in den Kloaken abgeworfenen Exkremente tiberspritzt wird. Wieviel dieser Desinfektionsmasse für den speziellen Zweck zu verwenden, bezw. wie lange die nach dem gegebenen Verhältnisse zubereitete Masse vorhalten soll, richtet sich lediglich nach dem grösseren oder geringeren Bedürfniss. 11* 5JÖ OD •H CD- c 0 OD •H CO 3D 0 S ■e © ■4* OD w >-K © »9 Ä u s cd OD i- N 0 SC sc • pH C pÄ H w • pH © es S «Ö © 1^ -H g ÖD :sd © • pH ÖD • pH ac s 4> &r> O) • pH pH tt ac © TS TS e © pH ^ :sd * pH © TS m 9 2 Ö c8 % faß £ « ö a> aj 1 t < £ SP 3 , i sc OD 3 s g Ja -a ™" PV 9 AI o o h ä PH «j 3 ,3 Q, ,!». H "i 'S =2 o 0} c , -^ i 2 > ge 3 3 0 a a> * 'S o 3 -» e) 3 m c SP £ -«3 a « a? ö M ö CU E cd d Cp +2 N In CD ■ö G o > 1 «. ee CO 1 1 1 1—1 1 1 :n t~ 1 1 - 1 1 1 «3 CN OS CM ■Ol CO eo Ol 3 s_ 5 3 "So 3 a> CC3 M | OS CO CM CM rH s CM CO »H O O aa ~ 2 s zu Band I. Summar. Xachweisung der gestorbenen, z. Militärkrankenpflege geh. Pers. d. Preuss. Armee. 85* Beilage 46. Summarische Nachweisung der während des Krieges gegen Frankreich und bis zum Schluss des Jahres 1871 gestorbenen, jor Militärkrankenpflege gehörenden Personen der Preussischen Armee, mit Angabe der Todesursache und der Dienststellung der Verstorbenen. Bezeichnung des Personals 1) Bei den Feldtruppen. Aerzte . . . . Laz.irctligehilt'en ■>) Bei den San Aerzte .... I.azarethgehilfen Krankenwärter . Offiziere . . . Krankenträger . Train .... tätsdett Summe . h einen ts. Summe 3) Bei den Feldlazaretten. ^ ® ig O So J3 fco o D. P -.*. Ä i^ CD Sq 0 S , ~ Sc t3 i. Ö3 M u o pH X Hl 4) — ;- V ■3 7 3 C - = /i 2 Sc - - 6 15 8 12 4 1 (Vermisst) 21 20 11 1 ; - 8 3 2 2 — 1 1 3 44 28 11 10 5 15 Aerzte ...... Uzarethgehilfen . . Krankenwärter . . . Apotheker ..... tapektoren .... Beuteten..... Apotheken-Handarbeiter Train ...... Summe 4) Beim Lazareth-Reservepersoi Aerzte ..... Luarethgehilfen Krankenwärter . . Apotheker .... Reudanten .... Train ..... Summe 5) Bei den Ersatz- und Garnisontruppen, den Reserve- und Garnison-Lazarethen. Aerzte ............... Lazarethgehilfen ........... Krankenwärter ............ I.azarethinspektoren.......... bumme Totalsumme 5 — 1 77 19 1 3 2 1 2 3 9 3 2 2 2 _ — — 1 2 2 1 — 4 3 — 45 19 8 1 — 1 65 28 1 — 6 — 1 — 15 11 17 1 1 2 1 — 4 i : - — l — i 2 11 17 1 — 1 — 1 — 2 28 20 16 11 — 1 —■ — 4 1 4 3 1 1 1 2 5 10 3 2 1 5 1 3 3 181 59 12 20 57 25 60 14(ein»clil.l Vermissten) 37 58 («inscH. 1 \n mlssten) 96 (emsen). t Vermissten) 2 6 2 5 88 55 158 8 15 26 5') 42) 63) 1 85 149 3 8 2 2') 1 2 18 27 20 18 9 73 494 (einschl. 1 Vermissten) ') Die an Typhus gestorbenen Feldapotheker heissenBock, Mevius, Sehwindt; Grassmann starb an Pneumonie: Frobenius .in Gehirnerschütterung nach Epilepsie; Fuhland an Morphiumvergiftung; die Angabe der Todesursache fehlt bei Roth (8. Armeekorps; gestorben am 26. September 18(0 in Karlsruhe). 2 ) Von den Feldlazareth-Inspektoren starben: Ferlin an Typhus, Gerade und the Bart an Rohr, Müller an Apoplexie. s l Von den Lazarethrendanten starben: Burow, Bodewig und Sasse an Typhus, Mombeck an Ruhr, Pirkner an gastrischem Fieber und Karger an Halskrankheit. 0 CD A o OD •H ö 0 N 0 © d © © © QC 3D © CS SC © d d © feß •- «8 -= © = PL, I © g d N 32 © © = © Im :o SS «^ d © i ■ u s © ^ ^ d © •PN © — 2 § Ü ~- 02 ^ CD M o fc 3 M cc 3 Ä Ä. F» fcH 2 S -Q O S £ m -w M L ü - 3 b> bt ^ c 3 - 3 3 J| 1 __ c o =5 13 *5 d 9 c3 C*-t © rk . i © O :C5 •* M P3 J _ __, 9 SO >C V (M i- — IH 1) ^ — 1—1 CT 1 1 1 1 1 95 cc r- 'M 00 H CT 1 H 1- ** tH T—1 •h l> SC tH 1 1 1 1 SC T^ rH s ■.- 1 CT I tH i t- — •M 1 i tH • I c CT 1 !- | CT | | | 1 i-H D C .0 -■ ■* I -M IH 1 i -H r^- ■y i —' 1 cr s s c3 513 5)5 c •H Ö •H X 1! H CC «O CO | i-l MM M M M MM" 05 00 tH X CO CT X tH tH t— tH CT t— 00 tfS Ö rH O ^DO^O"^ O H ^ 00 N 03 -3 3 T— ffi bß ^ O tH 0 5 ^ >a •* 3 -a s s 4) S M 0) 0) TS £ 0 I - X * © © +3 -H pa k j-. © © • "? < GQ ■+J d +-; 23 © | /; " 'So d C 11 © hfi TjH rH r* i—1 o CT ■* CO g CT CO CD lO TH tH u z 3 © ü o -••o H| ■öS 3f ö * 2^ O © "0 S .-s 3 3 >■ es =h rji e o m « "«, J w -«i' « -i \ f »n fshustnrz. Unterarzt Schmidt (22. 11. t\) ) Assistenzarzt Dr. Mizerski an Verblutung. Assistenzarzt Zimmermann (3. 12. 71) an Leberkrankheit. in Folge der Kriegsstrnpazen. all Apoplexie. an Herzkrankheiten. Unterarzt Hartmann an Diphtheritis. Unterarzt Dr. Liebeneran Halsentzündung. Assistenzarzt Dr. Patrzek an Gesichtsrose. Stabsarzt Dr. Mü hl mann ) • Stabsarzt a. D. Dr. Schindler (nach dem m Fol 8 e ™n Geiste,. 30. Juni 1871 j J krankheit. Unterarzt Dr. Rover an Scharlach. Unterarzt Dr. Esch \ Unterarzt Eigenbrodt f an Gelenkrheumatismus. Unterarzt Busche an chronischer innerer Krankheit. Assistenzarzt Dr. Zastrow (1. 11. 71) an einem Herzfehler nach akutem Gelenkrheumatismus, den er während des Feldzuges überstanden hatte. Nicht angegeben ist die Todesursache hei: Assistenzarzt Dr. Biervert. Assistenzarzt Dr. Seh äffer. Assistenzarzt Dr. Sehneek. Unterarzt Dr. Engel. Unterarzt Dr. Haersel. »uitits-Bericht ttl Beilagen zu Band L in Folge von Geistei krankheit. matismns. ■ Krankheit. an einem Herzfehler is, den er während de« sursache bei: llilaiivn Band I. Summarische Nachweisung invalidisirter Aerzte. 89* OD vi •H 0 •H ac s S 'S OB hH ac •p—i aC aC 4> p P p 45 Fp V X •PN ac ac P 15 i- = 4> i SC 0 CO 0 0 OD .1 CS P • pH 'S •H 3? Ph -a CO i a -■ s 4> ÖD «5 ? aß w 4> ac 45 'S P*H •5 N 45 HS ac 4> n3 P eö ac ac P 4> ac 45 P P 4 &ß t- e3 pP S- 45 ^Ö P 4> pp 45 CS ac ph P ac ice CS P 4> 45 ■§ PQ fe -H 5 * S P S S .a luitits-Bericht tbei die Deutschen Beere 1870 71. Beilagen zu Bd. I. CD CT M 3 BS i ob ^-1 ^ ^ * 2 Sl M M 3 O © i-H Ö *J t- c3 P 2 eq -M m e 8 S (i. tH J3 O M ■« , 3 ■a s o 2 'S iH < £ Ä 1 III ,J I a> ,4 m M SJ 3 — - +3 fc — s V 'X 05 X S s ä 1 f ft «- M * * 8 ? CS ?- ® +3 E o ^3 w W ä "2 o '-. 3 S- ^ H S ü s ä 3 f= >S 3 2j_ ü •H X c Fl 4) c Ö M 0) •H B 3 |Q CO CO r-t CO CM i-l CM ^H CM CO CO CO r- r^ ih t- CO CO l>- O lO i—i co i—i o CM 5£ 1— I CN I X CO, C0_ 5 "ö s s 5j <ü s SC CO CO oc p p « < ■< X SS r * ^_^ ,—. lO >* 1 i—i 3t i—i 1 i—i CO OD lO I CO 1 1—( CM CM l-H 1-t .—. '--' ' .—. cn CR CO CM cn lO CM CM 110 CO t> rH I CO CO ^H CN 1 CO CM CO tH | CM Je ^H ^H ■* 1-H CM >* 3 ■n 12 90* Namentliches Verzetchniss der gestorbenen, verwundeten und invalidisirten Militärärzte. Beilagen zu Band I 0f en ™ Banrl Beilage 50. Namentliches Verzeichniss der während des Feldzuges 1870 71 bei dem XII. (Königlich Sächsischen) Armeekorps gestorbenen und invalidisirten Militärärzte. a. An Wunden gestorben. 1) Stabsarzt Dr. Poppe vom Schützen- (Füsilier-) Regiment No. 108, Granatsplitter, Schlacht bei Villiers 2.12.70. b. An Krankheiten gestorben. 2) Assistenzarzt Dr. Loewel vom Lazareth-Reserve-Personal (1. Abtheilung). 3) Unterarzt Hecht, f 1. Oktober 1870 im Feldlazareth No. 6 des XII. Armeekorps in Claye (Assistent des konsul- tirenden Chirurgen Dr. Braune). c. Invalidisirt. Datum des No. C h arge Name Ursache der Invalidität Invaliditätsattesta (bezw. Beginn des Pensionsbezuges) 1 Assistenzarzt 1. Klasse Petrinus Hämorrhoidalleiden (und Kurzsichtigkeit mit inou- ches volantes) 25. Juli 1871 2 Assistenzarzt 1. Klasse Sieghardt Muskelreissen 30. Juli 1871 3 Oberstabsarzt 1. Klasse Pohland Gelenkreissen 12. September 1811 4 Charakterisirter Assistenzarzt Prengel Quetschung des Rückens 27. September 1811 5 Assistenzarzt 1. Klasse Strenger Gelenkreissen 2. Oktober 1871 6 Oberstabsarzt 1. Klasse Bennewitz Hüftweh 17. Oktober 1871 7 Assistenzarzt (2 Klasse) der Reserve Hempel Brustfellentzündung 3. November 1811 8 Assistenzarzt 2. Klasse Wanderwald Lungenblutung 20. Januar 1872 9 Oberstabsarzt 1. Klasse Uhle Lungenkatarrh 8. Februar 1872 10 Charakterisirter Generalarzt 2. Klasse Reichel Schreibekrampf (und Lungenkatarrh) 9. Februar 1872 11 (lharakterisirter Stabsarzt Mejo Leberanschwellung (und Muskelreissen) 22. Februar 1872 12 Assistenzarzt 1. Klasse B u r k e r t Gelenkreissen mit Herzfehler 20. März 1872 13 Assistenzarzt 1. Klasse Bär Muskelreissen (und Lungenemphysem) 30. März 1872 14 Oberstabsarzt 1. Klasse Uhlemann Bindehautentzündung (und Kurzsichtigkeit mit Sehschwäche) 27. Juni 1872 15 Assistenzarzt 1. Klasse Hirsch Gelenkreissen 1. Juli 1872 16 Charakterisirter Stabsarzt Hubert Muskelreissen (und Leberanschwellung) 3. September 1872 17 Stabsarzt Vieck Lungenblutung 7. Oktober 1872 18 Charakterisirter Stabsarzt Dietze Gelenkreissen mit Herzfehler 30. Dezember 187:' 19 Assistenzarzt 1. Klasse Lehmann Muskelreissen 30. März 1873 20 Stabsarzt H o m i 1 i u s Meningitis spinali< 28. April 1873 21 (lharakterisirter .Oberstabsarzt Christner Gelenkreissen 31. August 1873 22 Oberstabsarzt 2. Klasse Schady Chronisches Muskel- und Gelenkreissen 4. November 1873 23 Oberstabsarzt 1. Klasse Pfotenhauer Glaukom 24. November 1873 24 Assistenzarzt 2. Klasse Michaelis Typhus (und Brnstfelluusschwitzung) 28. November 1873 25 Assistenzarzt 1. Klasse Trum Muskelreissen 7. Dezember 1873 26 Assistenzarzt 1. Klasse Schelzel Lungenkatarrh 1. Februar 1874 27 Oberstabsarzt 1. Klasse Hennicke Chronisches Muskel- und Gelenkreissen 24. März 1874 28 Stabsarzt Schalle Epileptiforme Anfälle 22. April 1874 29 Stabsarzt Meyer Chronisches Muskel- und Gelenkreissen 11. Mai 1874 30 Stabsarzt Schmidt Chronischer Magen- und Darmkatarrh 10. November 1874 31 (lharakterisirter Assistenzarzt Holzmüller Muskelreissen (und Ruhr) 28. Mai 1875 32 Oberstabsarzt 2. Klasse Michank Hüftweh 24. Juli 1875 33 Stabsarzt Schöne Lungenkatarrh 12. Februar 187(1 34 Oberstabsarzt 1. Klasse Lehmannbeer Unterleibsbrüche (und Trübungen der Hornhaut und 20. Februar 1876 , des Glaskörpers) 35 Charakterisirter Oberstabsarzt 1. Klasse Kleinpaul Hämorrhoidalleiden 6. März 1876 36 Charakterisirter Assistenzarzt Schenkel Lungenkatarrh 30. März 1876 37 Assistenzarzt 1. Klasse Schletter Chronisches Muskel- und Gelenkreissen 10. April 1876 38 Charakterisirter Generalarzt 2. Klasse Niebergall Chronisches Muskel- und Gelenkreissen 30. April 1876 39 (lharakterisirter Oberstabsarzt 1. Klasse Graf Aderhautentzündung mit Schwachsichtigkeit 1. Mai 1876 40 (lharakterisirter Oberstabsarzt 2. Klasse 1' essler Typhus (mit Lungenkatarrh) 17. Mai 1876 41 Unterarzt Sperling Muskelreissen 1. Juli 1876 Beilagen zu B- ük1 Etehsischen) ;e. ers 2.12. 70. des konsul- ih- iiid Datum des Invaliditätsattt-t,. (bezw. Beginn fa Pensionsbezueeg] 25. Juli 1871 30. Juli 1871 12. September 1811 27. September 1811 2. Oktober 1871 17. Oktober 1871 3. November 1811 20. Januar 1872 8. Februar 1872 9. Februar 1872 22. Februar 1872 20. März 1872 30. März 1872 27. Juni 1872 l.Juli 1872 3. September 1872 7. Oktober 1872 30. Dezember 187:' 30. März 1873 28. April 1873 31. August 1873 4. November 1873 24. November 1873 28. November 1873 7. Dezember 1873 1. Februar 1874 24. März 1874 22. April 1874 11. Mai 1874 10. November 1874 28. Mai 1875 24. Juli 1875 12. Februar 187(1 20. Februar 1876 6. März 1876 :!(). März 187« 10. April 187« 30. April 1876 1. Mai 1876 17. Mai 1876 1. Juli 1876 zu Bund I. Summarische Uebersieht der Verlust« an Feld-Sanitätspersonal beim XII. Armeekorps. Beilage 51. ©umrmxriselie TTefo ersieht über die Verluste des gesammten mobilen Sanitätspersonals bei dem XII. (Kö'nigl. Sächsischen) Armeekorps. Bezeichnung des Personals Aerzte........... Lazarethgehilfen........ Krankenwärter........ Krankenträger........ Offiziere .......... Unteroffiziere und Mannschaften . . Beamte........... Summe Etat 201 331 204 372 9 497 63 In Prozenten des Etats Verwundet i Erkrankt verwundet Gestorben und erkrankt In Prozenten des Etats gestorben 2 11 58 126 107 91 (1 139 16 30.U 41.4 52.5 25.8 66.7 28.ü 26.4 ö 14 1 15 2 1.5 1.5 6,9 2.2 IIa 3.o 3.2 1677 18 543 33.5 48 2.:- 561 12* Namentliches Verzeichniss der während des Feldzuges 1870 71 gestorbenen und in Folge desselben invalidisirten Bayerischen Militärärzte. 1) Funktionirender Landwehr-Assistenzarzt Mahler. a. An Wunden gestorben. Zerschmetterung des linken Untersehenkels durch Granatsplitter auf dem Verbandplat» in La Perouse um 26. Januar 1871. b. An Krankheiten gestorben. 2) Bataillonsarzt v. Praun der 2. .Sanitäts-Kompagnie, an Kheumat. articul. 3) - Wandner vom Aufnahms-Feldspital No. 8, an chron. Pneumonie. 4) Assistenzarzt auf Kriegsdauer Herzog vom Aufnahms-Feldspital No. 12, an Ruhr. 5) Funktionirender Landwehr-Assistenzarzt Willer vom Aufnahms-Feldspital No., 12 an Tvphus. 6) - - He ff n er - - - No. 5, an Blättern. 7) - - Frey - - - - an Diphtherie. 8) - - - Hörn - - - -an Typhus. 9) Von der immobilen Armee Stabsarzt Kitring der Leibgarde der Hartschiere. c. Invalidisirt. N a m e Während des Feldzuges Pensionirt ö Charge T r u p p e n t h e i 1 Datum Leiden 1 Dr. Karl Auerbacher Bataillonsarzt 9. Infanterie-Regiment 3. 3. 76 Lungenschwindsucht 2 - David Bauer Regimentsarzt Haupt-Feldspital IV 9. 8. 73 Verletzung durch einen Fall 3 Ludwig Bonscha 1 Assistenzarzt auf Kriegsdauer 6. Infanterie-Regiment 7. 5. 76 Nierenleiden 4 - Adalbert Brand Bataillonsarzt 7. Infanterie-Regiment 5. 2. 76 Nekrose der 9. und 10. Rippe 5 - Karl BUschi Regimentsarzt Haupt-Feldspital II 1. 5. 76 Vorzeitige Involution 6 - Friedrich Burkhardt Bataillonsarzt auf Kriegsdauer 4. Infanterie-Regiment 30. 8. 75 (Ihronischer Gelenkrheumatismus 7 Otto Deppisch Regimentsarzt Etappen-Anfangsort I. A.-K. 10. 7. 73 Ischias 8 Joseph D i e 11 Landwehr-Assistenzarzt 11. Infanterie-Regiment 18.12. 73 (Ihronischer Magenkatarrh 9 Johann Feilerer Regimentsarzt Aufnahms-Feldspital X 27. 9. 75 Herzleiden 10 Isaak Frank Regimentsarzt Aufnahms-Feldspital 1 V 27. 4. 75 (Ihronischer Magendannkatarrb 11 Nikolaus Friedreich Bataillonsarzt 7. Jäger-Bataillon 19. 7. 72 Chronischer Bronchialkatarrh 12 - Eduard Fuchs Regimentsarzt Haupt-Feldspital III 22. 4. 74 1 [erzleiden 13 J o s e p li G ö t z Bataillonsarzt 2. Feld-Genie-Division 14. 4. 76 Schwerhörigkeil 14 - AdolphGschwendtner Landwehr-Assistenzarzt 1. Jäger-Bataillon 25. 8. 71 Lnngentuberkuh tse 15 Karl Haussner Bataillonsarzt Aufnahms-Feldspital TUT 25.11.75 Nierenleiden IG - Ludwig Hug Landwehr-Bataillonsarzt 2. Infanterie-Regiment 24.10. 72 Lungentuberkulose 17 Benedikt Kreitmayr Bataillonsarzt auf Kriegsdauer 4. Infanterie-Regiment 9.11.74 Leberleiden 18 Max Lindenmayr Regimentsarzt Aufnahms-Feldspital V 30.11. 73 (Thronischer Bronchialkatarrh 19 - Wilhelm Merkel Regimentsarzt Aufnahms-Feldspital IV 10. 2. 73 Herzleiden 20 - Wilhelm Müller Bataillonsarzt 2. Kürassier-Regiment 18.11.75 Ueberreizung des Nervensystem« 21 - Sebastian Neumeyer Bataillonsarzt 29. Landwehr-Bataillon 26.10. 70 Leistenbruch 22 - Michael Nigst Bataillonsarzt 4. Chevaulegers-Regiment 11.11. 72 Chronischer Blasenkatarrh 23 - Kornelius Papelier Bataillonsarzt 1. Ulanen-Regiment 15. 8. 72 Nierenleiden 24 - Karl Pfirsch Bataillonsarzt auf Kriegsdauer Haupt-Feldspital II 6. 5. 74 Folgezustand von Ruhr 25 Gustav Rösch Regimentsarzt Haupt-Feldspital II 20. 4. 73 Chronischer Gelenkrheumatismila 26 August Sartorius Landwehr-Bataillonsarzt 7. Landwehr-Bataillon 24. 3. 75 Lungentuberkulose 27 Franz Schneider Regimentsarzt Etappen-Inspektion II. A.-K. 1. 7. 74 Kniegelenksentzündung 28 Andreas Schöppler Bataillonsarzt 11. Infanterie-Regiment 31. 7. 75 Chronischer Rheumatismus 29 Hermann Stein Bataillonsarzt Aufnahms-Feldspital X 31.12.71 Knochenhautentzündung am Unter Schenkel 30 Johann Streeb Regimentsarzt Aufnahms-Feldspital V 10.12. 75 Folgen einer Pleuritis 31 A dam Suttner Funktionirender Assistenzarzt] Aufnahms-Feldspital V 5. 6. 72 Folgen von Typhus 32 Dr. Karl Wallenstätter Bataillonsarzt 1. Chevaulegers-Regiment 14. 2. 71 Retinitis 33 - Franz Wigand Oberstabsarzt 2. Klasse 3. Infanterie-Divisionskom. 15.10. 75 Chronischer Darmkatarrh Beil »gen zu Band I. desselben auf dem VerbandpUfae plllls. ;tern. Iitherie. hus. i o n i r t Leiden windsacht [ durch einen Fall en er !». und 10. Rippe Involution ir Gelenkrheumatismus ir Magenkatarrh i t Magendannkatarrh ir Bronchialkatarrn i igkeit erknlose en erknlose n sr Bronchialkatarrli i ing des Nervensystems :ch sr Blasenkatarrh en ,nd von Ruhr sr Gelenkrheumatismus ierkulose isentzüudung sr Rheumatismus lutentziindung am Unter- ler Pleuritis n Typhus ir Darmkatarrh Rpilaeen zu Bund I. Namentliches Verzeichniss der gestorbenen und iiivalidi.-uien Württembergiselien Militärärzte. 93* Beilage .>:*. Namentliches Verzeichniss der während des Feldzuges 1870 71 gestorbenen und in Folge desselben invalidisirten Württembergischen Militärärzte. a. Gestorben: 1) Oberarzt Eggel (Festungsspital) an Tuberkulose (?) am 30. 11. 70 in Ravensburg. 2) Oberarzt Hartmann (Feldspital No. 5) au Tuberkulose um 11. 1. 71 in Lagny. 3) Oberarzt Hocheiseu (4. Infanterie-Regiment) an Starrkrampf nach Verletzung mit einer Nadel am 24. 12. 70 in Strassburg. 4) Regimetntsarzt Mammel (Sanitätszug No. 4) au Tuberkulose iu Folge von Typhus am l(i. 10. 70 in Stuttgart. b. Invalidisirt: 1) Regimentsarst Eberle (7. Infanterie-Regiment), Ischias, invalidisirt 19. 2. 72. 2) Regiments- und Chefarzt Ceusele, bleibende Anschwellung au einer Resektionsstelle am R. Schienbein, invalidisirt 19. 2. 72. 3) Regimentsarzt Schrot er (Feld-Artillerie), chronischer Rheumatismus und chronische Anschwellung der Leber, invalidisirt 13. 8. 72. 4) Regiments- und Chefarzt Sprinkhardt, bleibende Störungen in der Exkretion des Urins, invalidisirt 10. 2. 73. 5) Regiments- und Chefarzt Dürr, chronische Entzündung des rechten Hüftgelenks, in Folge einer während des Feldzuges erlittenen Knochenverletzung des Acetabulum, invalidisirt 8. 2. 75. 6) Regiments- und Chefarzt Heimerdinger (8. Infanterie-Regiment), chronischer Bronchialkatarrn mit Lungenemphysem; Hämorrhoidalbesehwerden, Nabelbruch, invalidisirt 1. 3. 75. 7) Stabs- uud Bataillonsarzt Tilger (7. lnfauterie-Regimeut), chronische Verdauungsbeschwerden und chronische Anschwellung der Leber, invalidisirt 13. 12. 75. 94* Namentliches Verzeiclmiss der gestorbenen Badisehen Militärärzte. Beilagen zu Band I. IScilage 54. Namentliches Verzeichniss der während des Feldzuges gegen Frankreich und bis zum Schlüsse des Jahres 1871 gestorbenen Badischen Militärärzte. 1. In der Schlacht (gefallen): l) Stabsarzt Dr. Klein vom 2. Badischen Grenadier-Regiment („Kaiser Wilhelm") No. 110 im Gefecht bei Nuits (20. 11. 70). 2. An Krankheiten gestorben: 2) Feldarzt Dr. Wittmann vom 1. Badischen Fekllazareth während des Feldzuges (bald nach der Schlacht Wörth) an einem Magenleiden (Krebs ?) verstorben. 3) Stabsarzt Ilomburger starb kurz nach dem Feldzug au Gehirnerweichung in der Anstalt lllenau. 4) Feldarzt Gläuz, Todesursache unbekannt. 5) Feldarzt Fohmann, Todesursache unbekannt (gestorben am 21. Januar 1871; Festuugs-Kompagnie Rastatt). Beilagen zu Band I. Summarische Nach Weisung der Badischrn Militärärzte. 95* Beilage 55. Summarische Nachweisung der in Folge des Feldzuges gegen Frankreich invalidisirten Badischen Militärärzte, mit Angabe der Invaliditätsursachen, der Charge und des Dienststandes der Invalidisirten. Krankheiten Chronische des NervenKrankheiten Krankheiten Krankheiten rheumasystems der der der tische einschl. Athmungs- Cirkalations- BewegungsKrankheiten Geisteskrankheiten organe organe Organe .Summe Hierunter befanden >irh: Oberstabsärzte..... Stabsärzte ...... Assistenzärzte..... Summe . . Aus dem aktiven Dienststande . Grossherzogl, Badische Feldärzte Summe Beilagen zu Bund [ Belagen zu B Sehlacht bei Wörth....... - Spicheren...... - Colombey-Nouilly . . . - Vionville—Mars la Tour Unternehmung gegen Toni..... Schlacht bei Gravelotte—St. Privat . Beaumont...... - Sedan ....... - Noisseville..... Vor Strassburg......... Vor Strassburg......... Gefecht bei L'Isle Adam..... Vor Metz........... Gefecht bei Bellevue....... Vor Paris........... Erstürmung von Le Bourget .... Gefecht bei Nuita........ Vor Beifort.......... Schlacht bei Beaune la Rolande . . - Loigny—Poupry . . . - Villiers....... - Orleans....... Vor Peronne.......... Vor Peronne......... Treffen bei Azay-Mazange..... Schlacht vor Le Mans...... an der Lisaine..... Gefecht bei Talant—Fontaine les Dijon Vor Beifort.......... Gefecht bei Pontarlier—La Oluse . Verwundet . . . Gefallen und an Wunden gestorben . . i) Die eingeklammerten Ziffern bezeichnen die Gefallenen oder an den Wunden Verstorbenen; dieselben sind in den nicht eingeklammerten Ziffern nicht niitentbalten. 1 (1) (1) 2 tabsärzte Feld- Stabsärzte Assistenzärzte Feld- Assistenz ärzte — 2 1 — 1 — — 1 — 1 — 6 1 2(1) (1) 1 1 3 1 — 2 1 1 (1) 2 — __ 1 1 1 — — 1 — __ 2 (1) 1 — __ 1 __ (1) — 1 — — _ __ 1(1) .— 2 (1) 2 11 7 10 19 9 58 1 3 1 1 3 2 der vor ( Cefallen Oi (bei den letzt mippeii- theil « F. ') Kriegsinv Sanitäts-Berict Beilagen zu Bat Beilagen zu Band I. Namentliche Nachweisung der gefallenen und verwundeten Militärärzte. 97* Heilage 57. itärärzte Inet). Feld- Assistenzärzte 1 (1) 3 1 2 (1) n nicht eingeklammerten Namentliche Nachweisung der vor dem Feinde gefallenen und verwundeten Militärärzte der Deutschen Armee (nach dem Datum der Gefechte geordnet). (jefallen oder an Wunden gestorben (hei den letzteren Angabe des Todestages) Verwundet '■- s : Truppen- I : ■i theil r~ r r - ., Art der N a m e g Verwundung 6 = es J Armeekorps, Division etc. Truppentheil Charge N a m e Art der Verwundung Am 6. August: Schlacht bei Wörth. 1 V. Inf.-Regt. No.46 P.-R.-A. Dr. Hirschberg 2 - ... 47 P.-St.-A. Dr. Betke 3 - Korps-Artill. - Dr. Korn 6. August: Schlacht bei Spicheren. 4 VII. Tnf.-Regt. No. 53 F.-St.-A. 5 ; III. - - - 48 F.-Ass.-A. Dr. Stiehl Dr. v. Heyne 1 ) 14. August: Schlacht bei Colombey-Nouilly. I 6 VH. Jäg.-Bat. No. 7 Assist.-A. Dr. Gützloe 1 ) 16. August: Schlacht bei Vionville—Mars la Tour. F.-A.- Dr. Bert he au A. ; Sehuss d. d. Kopf. 7, IH. Inf.-Regt. No. 20 O.-St.-A. 81 - - - - 64 9 - I - - - 24 St.-A. Dr. La Baume Dr. Pahl Dr. Geissler 1 ) 10 III. F.-Art.-Regt. 3 Assist.-A. Dr. Llssa 11 Drag.-Regt.No.2 12| X. 'Inf.-Regt. No. 78 13 - | - - - 57 14 - Drag.-Regt.No.9| 15 - Fld.-Art-Rgt.10 Dr. Straub Dr. Schlüter 1 ) Dr. Frese Dr. S c h u 11 z e Dr. Moritz 16. August: Unternehmung gegen Toul. |16 IV Jnf.-Regt. No. 93 Assist.-A. Dr. Kürmigk [ ) Kviegsinvalide (vergl. Beilage 49). Sanitäts-Bericht Uber die Deutschen Heere 1870/71. Beilagen zu Bd. I. Kont. d. r. Schulter d. Granatspl. leicht verw. an der Brust. Streifschuss d. Granatspl. am linken Unterschenkel. Streifschuss am Unterschenkel. Sehuss in den Unterleib. Zerschmetterung des r. überarm- knochens durch Gewehrschuss. Kont. d. r. Hiifte d. Gewehrkugel. Granatspl. im linken Unterschenkel. Zerschmetterung beider r. Vorderarmknochen d. Gewehrschuss. Streifseh. am r. Auge, Kontusion, Verlust eines Fingers der 1. Hand durch Granatsplitter. Sehuss durch den Oberschenkel. Streifschuss um 1. Unterschenkel. Granatsplitter a. Nackeir. Kont. d. r. Beins d. Granatsplitter. Schuss in den linken Fuss. 13 98* Namentliches Verzeichnis» der gefallenen und verwundeten Militärärzte. Beilagen zu Band I. Gefallen oder an Wunden gestorben (bei den letzteren Angabe des Todestages) x U ^-S «s a-s Truppentheil SD & O N a Art der Verwundung Verwundet cn o z °*-£ 03 o _ •a " 2 2 2 "5 ,o gl i s ^P Trappentheil , Charge Name Art der Verwundung 18. August: Schlacht bei Gravelotte -St. Privat. 2 U. ! Garde- Ass.- Dr. Frank Schuss d. d. Schützen- A. v. Lichtenstein Kopf. Bat. 17 IX. F.-Art.-Regt. 9 F.-R.-A. i n 18 5.Kav.IIus.-Rat. Xo.ll Div. Dr. Steinhansen Dr. Zimmermann Dr. Sauerhering 1 ) Dr. Mendel II. Sanit.-Det. No.F St.-A. G. 3. G.-Gnen.-Rgt. ! F.-St.-A. VIII. ' Sanit.-Det. No. 3 Assist.rA. Dr. Versen 1 ) XII. K.S.Gren.-Regt. Dr. Zocher No. 101 IX. Inf.-Regt. No. 85 VH. F.-Art.-Regt. 7 IX. - - -9 Unter-A. Dr. Broemser 1 ) Dr. Be ermann Dr. Scherk 1 ) 30. August: Schlacht bei Beaumont. 26 IV. Korps-Artill. St.-A. Dr. Rothmann 27 - Inf.-Regt. No. 66 Assist.-A. Dr. Franke] 28 - - - - - i - Dr. Löwe 29 - F.-Art.-Regt. 4 I Unter-A. Dr. Gereon 1. September: Schlacht bei Sedan. 3 V il. Nieder- F.-St.- Dr. Schifftan gehl. Inf.- A. Regt. 1 No. 40 Schuss d. d. Brust, gest. am 13. 9. 70. 30 V. Inf.-Begt Xo. 6 F.-R.-A. Dr. Herzfeld 311 - Drag.-Regt.No.4 ; Dr. Winkler 32| XI. Inf.-Regt. No. 83 - Dr. Platner 33!Wttg. ] 8. Inf.-Regt. F.-Div. Bat.-Arzt Dr. Epting 4 IV. 2. Magdb. F.-li.- Dr. Berger Inf.-Regt. A. No. 27 34 - Hus.-Regt.No.13 Assist.-A. Dr. Krisch 35 - Fld.-Art.-Rgt.ll Dr. Rother 1. September: Schlacht bei Noisseville. 36 1. Fld.-Art.-Regt.l F.-R.-A. ; Dr. Hinze') 37 3.Res.-Komb. Niedschl. F. -St.-A. Heymer Div. Ldw.-Rgt. 18/46 15. September: vor Strassburg'. I 38 Belag. Komb. Pionier- F.-Ass.-A. Dr. Ummethun Korps' Regt. 18. September: vor Strassburg. I 39 l.Res.-3. komb. Pomm. St.-A. Dr. Pohl I Div. Ldw.-Rgt. 26/61 29. September: Gefecht bei L'Isle Adam (Paris). Schuss in d. Unterleib, gest. 30.9.70. 1. venv. an d. 1. Hand d. Grau Schuss durch den r. Oberecbd Schuss in den Unterleib. Streifschuss am Kreuzbein. Schuss in die Brust. Schuss in den linken Fugs Schuss ins Auge. Streifschuss am Auge. Schuss in die Ferse. Granatsplitter an der r. Ww Schuss in die Brust. verwundet am linken VordenJ Streifschuss am Nacken. Kontusion durch Gewehrkugel Kont. d. Fussgelenk> d. Gtu4 Kontusion der Hand. Streifschuss durch Granatsplit« der Stirn. Fleischschussw. d.d. r.( (bersckl Streifschuss am rechten Kni.- Schuss in den linken Obersd* in Kontusion am linken VordtN durch Gewehrschuss. Kontusion der rechten Sei durch Prellstücke ') Kriegsinvalide (vergl. Beilage 49). Beilagen zu I ßefallea (bei den let: • -' l: Truppen- ["! theil 3. 2. komb. See. Pos. Pn. Ldw.-Rgt. So. 58'59 8 Bad. 2. firen.- Regt. 4. Rhein, luv. Drg.-Rgt. Div. No. 5 Westpr. Ul.-Regt. No. 1 XII. K. S. Schützen- Regt. No. 108 ! ) Kriegsin' Beilagen zu Bund I. Beilagen zu Band I. Namentliche Nachweisung der gefallenen und verwundeten Militärärzte. 99* Gefallen oder an Wunden gestorben (bei den letzteren Angabe des Todestages) g e Truppentheil N Art der Verwunduiii;' V e r w u n de I ^H g .2 Trappentheil Charge N a m Art der Verwundung in den Unterleib. fschuss am Kreuzbeia ss in die Brust. ss in den linken Fuaa ss ins Auge. fschuss am Auge. ss in die Ferse. latsplitter an der r. Vfm ss in die Brust. uudet am linken Vorden fschuss am Nacken. ;usion durch GewclirkusM. . d. Fussgelenks d. Gnal usion der Hand. fschuss d urch Granatsplita er Stirn. ichschussw. d.d.r.Obersck« fschuss am rechten Km :!. 2. komb. Ass.- Dr. Zioleeki r,. s . Pos. A. Pn. Ldw.-Rgt. No. 58/59 ss in den linken Oberadd ;usion am linken Vordaj urch Gewehrschuss. Fusion der rechten Schi urch Prellstücke 2. Gren.- St.-A. Dr. Klein Regt. 3. Oktober: vor Metz. | 40 II. Inf.-Regt. No. 49 St.-A. | Dr. Winkler 7. Oktober: Gefecht bei Bellevue (Metz). unbekannt. 41 III. Inf.-Regt. Xu. 8[ F.-St.-A. Dr. Haussmann 42 X. F.-Art.-Regt. 10| F.-St.-A. Dr. Alexander 18. Oktober: vor Paris. 143 IV. Korps-Artill. Assist.-A. Dr. AVugk 1 ) 30. Oktober: Gefecht bei Le T _Bourget. |44' G. 3.G.-Gren.-Regt. F.-St.-A. Dr. Mendel 20. November: Gefecht bei Nuits. Im Gefecht I ersehlagen. I| 24. November: vor Beifort. Assist.-A. Dr. Schmidt 45, 1. Re*.- Div. Ldw. Bat. Bromberg 4. Rhein. F.-R.- Dr. Vogel Kav. Drg.-Rgt. A. Div. No. 5 28. November: Schlacht bei Beaune la Rolande. 140 II l. Inf.-Begt.No. 48 F.-R.-A. Dr. Eltze 2. Dezember: Schlacht bei Loigny-Poupry. Schuss in den 47 NHL Inf.-Regt. No. 75 Assist.-A. Dr. Goering 1 ) Unterleib. Westpr. A.-A. Dr. Aschenborn Schuss in die Ul.-Regt. No. 1 linke Brust. 2. Dezember: Schlacht bei Villiers. XII. | K. S. F.-R.- Dr. Foppe Schützen- A. Regt. No. 108 Granatspl. d. die Stirn. II. Jag.-Bat. No. 2 F.-St.-A. Dr. Andree - iF.-Art.-Regt. 2 F.-Ass.-A. Dr. Hiller 3. Dezember: Schlacht bei Orleans. 50 III. Fld.-Art.-Regt.3 F.-R.-A. Dr. Asche 51 - Inf.-Regt. No. 48 - Dr. Eltze 28. Dezember: vor Peronne. 152 I. 3. Ostpreuss. St.-A. Gren. Regt. No. 4 Dr. Magnus ') Kriegsinvalide (vergl. Beilage 49). Kontusion am rechten Knie. Streifschuss am linken Oberarm. Streifschuss am 1. Oberschenkel. Granatsplitter am r, Überschenkel. Schuss durch die linke Wade. Streifschuss an der linken Backe. Gewehrschuss am linken Oberarm. Kont. am r. Untersch. d. Granatspl. Kont. am l.Fussgelenk d. Granatspl. Kont. des Unterleibs d. Granatspl. Streifschuss am linken Fusse. 13* 100* Namentliche Naehweisung der gefallenen und verwundeten Militärärzte. Beilagen zu Band I Gefallen oder an Wunden gestorben (bei den letzteren Angabe des Todestages) 3 % S Truppen- S. theil | N Art der Verwundung Verwundet 6 Ig «J T 2'S 'ruppentheil Charge Name Art der Verwundmw 4. Januar 1871: vor Peronne. I 53 VIII. Inf.-liegt. No. 69 F.-R.-A. Dr. Marx Kontusion im Gesicht und Hand durch Granatsplittä 6. Januar: Treffen bei Azay-Mazange. 154 III. Inf.-Begt. No. 48 F.-St.-A. I Dr. Casper Fraktur zweier Finger der | 1 html durch Gewehrschn! 11. Januar: Schlacht vor Le Mans. 155 X. Fld.-Art-Rgt 10 Assist.-A. Dr. Hermanns Streifschuss. 10 IL 8. Porom. O.-St.- Dr. Born Inf.-Regt. A. No. 61 11 Bavr. Bayer. Ldw.- Dr. Mahler Art.-Abth. A.-A. des Belag.- | Korps 15. Januar: Schlacht an der Lisaine. 56 4.Res.- Landw.-Bat. Unter-A. Klokow Div. Marienburg 57 XIV. Feld-Artillerie Feldarzt Kaiser 21. Januar: Gefecht bei Talant—Fontaine les Dijon. Sehuss d. d. Kopf. Sehuss an der Dufte. 26. Januar: vor Beifort. Zersehm. d. 1. Untersch. d. Granatspl. 1. Februar: Gefecht bei Pontarlier- La Cluse. 158 II. Inf.-Regt. No. 9 Ass.-A. Dr. Buchwald 1 ) Granatspl. in den 1. Untersdi ') Kriegsinvalide (vergl. Beilage 49). Beilagen zu Bai betreff DieDesinl Wanne von IC Räume. Die Einri Kleider, Couve der Anordnung sich beweglich Man begii stände im Hin! den Eingang z Mehrere h selben Person g derart zusamnu Einer Stange a bei der Wieder Um das A jede derselben an einer der 1 versehen. Ein bedürfen die Leintücher (La An jedem von § 3 lose zi Xamen des Bes Das letzti gehängt wird, welchen der K: Zusammenbind Kleidungsstück hatte. Das Heize; der Kleider hei Nachdem lhermometer s Cor Beilagen zu Band T, Beilage" zu Band I. itusion im Gesicht und a [fand durch Granatsplitter, ktur zweier Finger der Hand durch Gewehrscln& ifschuss. nss an der Hüfte. Instruktion, betreuend die Benutzung der Uesinfektionskamroer zu Corbeil. IUI' natspl. in den 1. Unterscbe Beilage .»*. Iristrnktioii, betreffend die Benutzung der in dem Spitalhospice Galigiiani hergestellten Desinfektionskaminer zu Corbeil. § i. Die Desinfektion geschieht durch Einwirkung der trockenen Warme von 100 —135 Grad Celsius im geschlossenen ventilirten Räume. §2. Die Einrichtung der Kammer ist so getroffen, dass die Kleider, Couvertdecken, Bettfournituren, Wäsche etc., iu passender Anordnung an Haken aufgehängt werden können, welche sich beweglich an Querstangen befinden. Man beginnt mit dem Aufhängen und Anordnen der Gegenstände im Hintergrunde der Kammer und setzt dasselbe gegen den Eingang zu fort. § 3. Mehrere Kleidungs-, Wäschstücke etc., welche ein und derselben Person gehören, müssen mit einer langen Bindfadenschlinge derart zusammen verbunden werden, dass sie an mehreren Haken Einer Stange auseinander gehängt werden können, ohne später bei der Wiederabnahme ihren Zusammenhang zu verlieren. § !• Um das Aufhängen der wollenen Decken zu erleichtern, ist jede derselben vorher mit kleinen in gleichen Zwischenräumen an einer der langen Seiten befestigten Bindfadenschlingen zu versehen. Eine gleiche Vorbereitung mit Zwirnsfadenschlingen bedürfen die der Länge nach einmal zusammengeschlagenen Leintücher (Laken). § 5. An jedem Kleidungsstück oder an jedem nach Vorschrift von § 3 lose zusammengebundenen Pack Kleider ist ein mit dem Namen des Besitzers beschriebenes Blättchen Papier zu befestigen. § 6. Das letzte Kleidungsstück, welches in der Kammer aufgehäugt wird, ist immer die Blouse oder der lange Krankenrock, welchen der Krankenwärter zu seinem Schutze beim Sammeln, Zusammenbinden, Herbeitragen, Aufhängen und Anordnen der Kleidungsstücke über seine gewöhnlichen Kleider angezogen hatte. § 7. Das Heizen des Ofens kann bereits während des Aufhängens der Kleider beginnen. § 8- Nachdem Alles in der Kammer geordnet ist, stellt man das Ihermometer so weit wie möglieh von dem Thürfenster, schliesst Corbeil, im Februar 1871. die Thüre und das im Plafond angebrachte Fenster und setzt nun unter steter Beobachtung des Thermometers die Heizung energisch fort. S 9. Sollen nur die Parasiten und deren Brut getödtet werden, so reicht es hin, die Temperatur auf 105 —110 Grad zubringen und eine Stunde auf derselben Höhe zu erhalten. § 10. Um die Kleider, Bettfournituren etc. von Kranken zu des- infiziren, welche au Menscheublattern, Flecktyphus, Ruhr, egyp- tischer Augeneutzüudung, Pyämie, Scharlach etc. gelitten haben, muss die Temperatur auf 130—135 Grad gesteigert und drei Stunden lang auf dieser Höhe erhalten werden. § II. Während der ganzen Dauer des Steigens der Temperatur und ihrer Erhaltung auf der bleibenden Höhe muss zur Herstellung eines steten Luftwechsels in der Kaminer die kleine Thür rechts unten einen Zoll hoch aufgezogen und ebenso oben die Klappe des hinteren Abzugsrohrs ein klein wenig geöffnet erhalten werden. S 12. Ausserdem muss immer nach Veriiuss von neun Minuten dieselbe kleine Thür zur Hälfte in die Höhe gezogen und eine Minute lang so geöffnet erhalten werden, worauf sie für die folgenden neun Minuten wieder auf die in S 2 angegebene einen einzölligen Spalt lassende Höhe herabgesenkt wird. Gleichzeitig öffnet man die Klappe des vorderen Abzugsrohrs zur Hälfte, schliesst sie nach einer Minute wieder und hält sie während der folgenden neun Minuten geschlossen. § 13. Gi'gen das Ende der Dauer der bleibenden Temperaturhöhe (siehe S 9 und 10) wird mit dem Heizen aufgehört, die kleine Ventilationsthür, die Klappe des vorderen und hinteren Abzugsrohrs und das Fenster im Plafond ganz geöffnet. Ist das Thermometer auf 80, 70 Grad herabgegangen, so kann auch die Thür allmälig geöffnet werden. § 14. Nach hinreichender Abkühlung im Innern und nach Herausnahme der nun desinfizirten Kleider etc. kann man das gleiche Verfahren alsbald mit einer neuen Ladung Kleider und anderer unreiner Gegenstände beginnen. Dr. Tutschek, Feldspital - Dirigent. 102* Uebersicht der Thätigkeit der Sanitäts-Detachements. Beilagen zu Band ] Beilage 59. Zeitlich geordnete Uebersicht über die Thätigkeit der Saiiitäts-Detaohemeiits. Zeit Bezeichnung der Sanitäts- Detachements nach Nummer und Armeekorps 18 70. 1. A agust Treffen bei YVeissenburg. 6. August Schlacht bei Wörth. 6. A ugusl Schlacht bei Spicheren, 9. August. Beschiessung von Lichtenberg. 9. und 10. August. 10. August Beschiessung von Pfalzburg. 11. August vor Strassburg. 14. August vor Strassburg. V. V. V. 3. XI. 1. XL 2. II. Bayer l.Zng. 1. V. 2. V. 3. V. 1. 2.3. XL Baden. 1. Württembg. 2. 3. 1 1. Bayer I. - 4. I. - 1. III. 2. IM. 2. VIII. 2. VII. 3. Württembg, l.u.3. XI. 3. XL Baden. Baden. Verbandplatz in Altenstadt; am anderen Tage die Verwundeten an Feldlazarett 1. V. Verbände. Verbandplatz in einer Meierei beim Geissberge bis 5. August. Verwundetenbeförderung oid Weissenburg. Die Schwerverwundeten an Feldlazarett 9. V. Verbandplatz 1/s Stunde von Weissenburg. Verbandplatz im Forsthause zur Haardt. 127 Verwundete, Uebergabe an Feldlazarett) 2 Z . XI Verbandplatz in Rechtenbach. 271 Verwundete. Beförderung der Verwundeten nach Bergzabern. Abmarsch 5. August Abends. Verbandplatz in Dieffenbach bis 7. August. Verbandplatz wird von Einwohnern beschossen. Verwundete nach Fröschwiller. Verbandplatz bei Dieffenbach, 7. August bei Elsasshausen. Verbandplätze bei Gunstett, später Morsbronn und Elsasshausen. Verbandplatz bei Gunstett. Verbandplatz bei Surburg, dann Engelhof. Verwundete 7. August nach Reichshoffen. Verbandplatz bei Wörth. 300 Verwundete. Verbände. 7. August Absuchung des Schlachtfeldbezirks. Unterbringung von 150 verwundet« Franzosen. Verbandplätze in Langensulzbach und Mattstall. Verwundete nach Weissenburg und Lembach. Verbandplatz in Görsdorf; die letzten Verwundeten kommen 7. August früh 4 bis 5 Uhr: bleibt bis 8. August Abends; Verwundete nach Sulz und Weissenburg. Sucht am 7. August das Schlachtfeld ab und führt Verwundete nach Fröschwiller über. Arbeitet 20 Stunden ununterbrochen, Nachts bei Fackelschein, bis 7. August; die Verwundeta müssen meist 1500 Schritt weit getragen werden; 1 Krankenträger verwundet. 7. August in Etzling und Spicheren; 700 verwundete Franzosen, bei denen 6 Französische Aerztt zurückgeblieben. Verwundete an Feldlazarett 3. und 6. III. Verbandplatz am Fusse der Höhen bis 7. August. Verlegung des Platzes am G. August Abends, weil die Verwundeten von feindlichen Geschossen erreicht werden. Verbände. Verbandplatz bei Lichtenberg. Auf der Bahnhofs-Verbandstation in Sulz thätig. Verbandplatz bei llangenbiethen. Verbandplatz bei Hönheim. Beilage« zu Bai Z e i 14. Aug vor Pfalz! 14. Aug Schlacl bei Colombey- 1G. Aul Schlacht Tionvllle—Man IG. A ugi BeNcliicssnng l 16. A ugi bis 1. Septi 1«. Augi Schlacht bei Gr Beilagen zu Band ents. Idlazareth 1. V. ivundetenbeförderung md ie an Feldlazareth 2 2 . XI Verwundeten nach Berp- röschwiller. ich Reichshoffen. ;ung von 150 verwundet« /eissenburg und Lembati igust früh 4 bis 5 Ulir. sissenburg. Fröschwiller über. August; die Verwundeta räger verwundet. len 6 Französische Aerzt« i Platzes am G. Auga.-t reicht werden. jjeilagen zu Band I. Uebersicht der Thätigkeit der Sanitäts-Detaehements. 103* Zeit 14. August vor Pfalzburg. 14. August Schlacht bei l'olombey—Nouilly. 1G. A u gus t Schlacht bei Vionville—Mars la Tour IG. A ugust Bescliiessnng toii Toul. 16. August bis 1. September. 18. August Schlacht bei Grarelotte. Bezeichnung der Sanitäts- Detaehements nach Nummer und Armeekorps Va 2. VT. 1. u. 2. I. 3*. 1. 1. VII. 3. VII. 2. V11. 1. 111. 2. III. 3. III. u.3. VlIT. 2. V 111. 1. X. 2. X. X. 1 [essisehes 1. XII 1. T. 1». IV. Württembg. 2. Q 3. G 3>. T 1. 11 2. II Nördlich Welschheim Aufstellung. Lieutenant Kuhnheim verwundet. Verbandplatz in der Brauerei bei Noisseville. Die Verwundeten werden vorläufig in Lauvalliers untergebracht, dann nach Lea Etangs evakuirt. 1 Unteroffizier verwundet. 15. August fortgesetztes Absuchen der Höhen bei Nouilly. Assistenzarzt Dr. Reger gefangen und nach dein Fort St. Julien gebracht, später freigelassen. 16. August Beerdigung von 2(Xt Todten bei Nouilly. Verbandplatz bei Montoy in einem Gehöft an der Chaussee nach Metz. 15. August eine Hallte der Sektion nach La Planchette, um den dort befindlichen 150 Verwundeten Hilfe zu leisten. Nachmittags übernimmt das Feldlazareth 6. I. die Verwundeten in Montoy und La Planchette. Verbandplatz im Schlosse zu Aubigny (bis 15. August). (Vom 21. August bis 1. September war das Detachement in Ars sur Moselle etablirt. desgleichen am 11. Februar in Nouilly und vom 21. März bis 28. Mai in Savonnieres.) Verbandplatz in Colombey bei dem Schlosse Aubigny. Aubigny. Verbände. Verwundetentransport nach Pange und Verbandplatz an der südlichen Lisiere des Bois des pretres zwischen Gorze und Klavigny. Derselbe muss mehrmals gewechselt und schliesslich nach St. Thiebault verlegt werden: bleibt hier 3 Tage bestehen; 1 Unteroffizier schwer, 2 Krankenträger und 1 Trainsoldat leicht verwundet, 1 Lazarethgehilfe gefallen. 17. August nach Ablösung durch das 7. Feldlazareth wird der Verbandplatz auf das Schlachtfeld, und am 18. August in die Nähe von Rezonville verlegt. (Vom 19. August bis zur Uebergabe von Metz nimmt das Detachement Antheil an allen grösseren und kleineren Ausfallgefechten der 5. Division.) Verbandplatz auf dem linken Flügel bei Tronville: dann mit der 2. Sektion nach Vionville. Verbandplatz in Vionville bis 18. August. (Vom 11. September bis 30. Oktober war das Detachement in Jarny etablirt.) 17. August Verwundetentransport nach Gorze. Verbandplatz zwischen Gorze und dein Bois des Ognons. Am 17. August Einwohner von Gorze zum Verwundetentransport herangezogen. Bis 19. August Verbandplatz zwischen Mars la Tour und Tronville. Bis 17. August Verbandplatz im Walde zwischen Ohambley und Tronville. Verbandplatz auf dem Gefechtefelde von Tronville nahe dem 2. Detachement 17. August Verbandplatz in Ste. Catherine in der Nähe von Gorze. Leistet 180 Verwundeten vorübergehend Beistand. Verbandplatz bei Ars Laquenexy (vor Metz). Ueberführung der Verwundeten von dem Gefechtsfelde nach Rosieres en Dave in Feldlazareth 1. IV. Auf die Krankenträger heftig geschossen. Vier Württembergische Krankentransporte in die Lazarethe Luneville. Nancy und Menehouhl. Verbandplatz bei Batilly und St. AU; 1 Krankenträger verwundet: geht zeitweilig zurück, weil einschlagende Granaten die auf den Tragen befindlichen Verwundeten tödten. Abgabe der Verwundeten an Feldlazarette 4. und 9. des Gardekorps; den 19. August in Ste. Marie aux Chenes. Verbandplatz auf dem Schlachtfelde, 2. Sektion in St. AU; Verwundetentransport nach Veme- ville und Habonville (2. Feldlazareth IX), 2 Krankenträger verwundet. Verbandplatz in einer Schlucht an der Chaussee St. Ail—Habonville. nach St. Privat. Verwundetentransport 1 Krankenträger verwundet. (Am 24. August richtet es in Gorze, am 2.September in Habonville ein Ruhrluzareth ein. Stalisarzt Dr. Sauerhering und 2 Krankenträger verwundet. Wie 1. in Grarelotte. 104* Uebersicht der Thätigkeit der Sanitäts-Detacliements. Beilagen zu Band Zeit 18. August Schlacht bei Gravelotte. 23. August vor Strasslmrg. 24. August Beschiessiing von Verduii. 20. August. 27. August Gefecht bei Bnzancy. 29. August Gefecht bei Nouart. 30. August Schlaelit Itei Beauinont 31. August und 1. September Schlaelit bei Noisseville. Bezeichnung der Sanitäts- Detachements nach Nummer und Armeekorps 1.2.3. VII. 2. vrr. i. vnr. 2. vm. 3. VIII. 1. TX. I f essisches 2. X. 1. XII. 2. XII. 3. xrr. Badisches (3 Sektionen) y»t xn. 2. XII. 3. XII. 1. Wfirttembg, l.u.3. G. 22. XII. 1. XII. 3. XII. 1. IV. 2*. TV. 3. IV. 4. I. Bayer, 1. XII. 2. XII. 3. XI [. 1. I. 9 I Verbandplätze an der Strasse Gravelotte—Ars sur Moselle. Verwundetentransport nach Ars sur Moselle. 19. August auf der Hochebene von St. Hubert thätig. Assistenzarzt Dr. Versen verwandet (Schuss in die Brust.) Zur Unterstützung herangezogen, ohne einen eigenen Verbandplatz anzulegen. Verbände. Drei Verbandplätze bei und in Amanvillers, der letzte erst am 20. August aufgehobeil. Verbandplatz bei Anoux la Grange und Failly bis 19. August Mittags. (Während der Einschliessung von Metz unterstützen die dortigen Detachementa dir Feldlazarethe, besonders durch Ueberleitung von Kranken.) Verbandplatz in Jerusalem bis 19. August. Verbandplatz in Ste. Marie von 3V-2 Uhr Nachmittags bis Nachts 1 Uhr; 19. August von frül; 5 bis 12 Uhr; gegen 500 Verwundete an Feldlazareth 5. und (>. XII. Verbandplatz auf freiem Felde südöstlich Ste. Marie. 19. August Verwundete 1000 Schritt iveit in die Häuser von Ste. Marie (durch eine Sektion). Verbandplatz in Ste. Marie bis 19. August Mittags; versorgt gegen 1000 Verwundete, welche Feldlazareth ß des Gardekorps übernimmt; 1 Krankenträger im linken Oberarm verwundet In Oberhauslingen, Höoheira, Kckbolsheim. Je ein Hauptverbandplatz mit vorgeschoben« Hilfsverbandplatz bei Kronenburger Vorstadt. Schiltigheim und König-hoffen. Alhnäli» Verschiebung der HifsVerbandplätze. Nachmittag 2 Uhr 9 Verwundete, die es am 25. August an das Lazareth in Etain abliefert. Schlägt südöstlich Verdnn bei Haudainville auf, ohne zur Thätigkeit zu gelangen. Verbandplatz beschossen; 2 Amputationen am Oberschenkel. Richtet in Sermaize ein Lazareth ein. Verbandplätze in Givonne. Abgabe der Verwundeten an das 4. Feldlazareth des Gardekorps. Versorgt 22 Verwundete in Dun und dirigirt sie nach Etain. Verbandplatz bei Tailly; 132 Verwundete bis Nachts U/2 Uhr, an Feldlazareth 3. und 10. XII. Verbandplatz bei Tailly; bis 3 Uhr früh den 30. August thätig; an 10. Feldlazareth 80 Verwundete. Verbandplatz in einem Gehöfte an der Strasse von La Neuville nach Beaumont, später in den von den Franzosen verlassenen Lager. Verwundetentransport nach Beaumont bi- 31. August. Verbandplatz bei Mouzon. Verbandplatz im freien; 4 Offiziere und 130 Mann nach Sommautlie bis S 1 /.' Uhr Abeni darauf Aufsuchen von Verwundeten bis 2 Uhr Nachts. Verbandplatz in einer Mühle; bis Nachts 11 Uhr 08 Verwundete: 31. August früh 5 Uhr -mit es Verwundete auf bis Mittag. 1. Sektion: Verbandplatz beim IV. Korps, 31. August früh 4'/« Uhr bis 9 Uhr Absuchen da Schlachtfeldes, 90 Verwundete. — 2. Sektion: Verbandplatz in Beanlieu, dann am Weg« nach Mouzon bis Nachts 3 Uhr. 31. August Absuchen des Gefechtsfelde-- hinter Donn ohne Erfolg. Verbandplatz in Beaulieu, dann am Wege nach Mouzon. bis Nachts 3 Uhr 68 Verwundete. Verbandplatz bei Noisseville. Aufsuchen der Verwundeten in der Gegend von Buche und Flanville. (Anfang September die 2. Sektion zur Evakuation auf dem Bahnhof Courcelles; am 13 und 14. September führt es die Evakuation des Lazareths zu Aubigny und Poligny sin Hauptverbandplatz am östlichen Ausgange von Vreinv; Hilfsverbandplatz (2. Sektion) zwischa Noisseville und Chateau-Gras. Beilagen zu Band I. Dr. Versen verwandet «liegen. igust aufgehoben. i. •rügen Detaehements die hr; 19. August von früh S. XII. undete 1000 Schritt «ril Verwundete, welche Feld- iken Oberarm verwunde! itz mit vorgeschobenem Königshoffen. Allmjjjae tli in Etain abliefert, su gelangen. azarett den Gardekorps. lazareth 3. und 10. XII. 10. Feldlazarett 80 Ter- ieuumont, später in den ort nach Beaumonl bii e bis S'/i Uhr Abel*, August früh 5 Uhr sneM bis 9 Ulir Absuchen da Jeaulieu, dann um Weg« fechtsfeldes hinter Douzv Uhr 08 Verwundete. niliof Courcelles; :un 13 iibigny und Polig'nv «B atz (2. Sektion) zwischa Beilagen zu Band I. Uebersicht der Thätigkeit der Sanitäts-Detaehements. 1ü5* Zeit Noch 31. August und 1. September Schlacht bei Noisseville. 31. August Hefecht bei Bazeilles. 1. September Schlacht bei Sedan. 4. September (Jpfeelit bei Sanlny vor Metz. Bezeichnung der Sanitäts- Detaehements nach Nummer und Armeekorps Thätigkeit 1. IX. 3. IX. Hessisches 1. I.Bayer, G. G. G. IV. IV. 1. V 2. V 3. V 1. XI. 2. XT 3i. XL 1. XII XII. 3. XII. 1. T. Bayer. 4. 3. 2. 2. I.Bayer. II. Bayer. IT. Bayer. Württembg 3. Württembg 1. Württembg 4. Wurttembg 2. TIT. 1. September. 2 Verbandplätze; einer im Dorfe Charly, wegen Feuers ans dem Furt St. Julien bald geräumt; der zweite 1000 Schritt weiter rückwärts. 1. September. Verbandplatz in der Nähe von Charly auf dem linken Moselufer, wegen feindlichen Feuers später geräumt. 1. .September. Verbandplatz bei Vremy und Ste. Barbe. (Vom 14. September ab bei der Fvakuation in Ars sur Moselle thätig.) Verbandplatz in der Garaspinnerei von Remilly bis 1. September früh 10 Uhr. Verbandplatz in Givonne bis 3. September; zugleich mit dem 2. Feldlazarett. Verbandplatz in der Schlucht zwischen La Moncelle und Villers Cernay, unterstützt durch das 11. Feldlazarett. Verbandplatz in Givonne; 1 Krankenträger und 2 Unteroffiziere verwundet. Einrichtung einer Villa zum Lazarett und Uebergabe derselben am 2 September an das 4. Feldlazarett. Verbandplatz auf der Strasse nach Balan. Verwundetentransport mich Bazeilles. Hauptverbandplatz in La Moncelle am Ausgange nach Sedan in einem Eisenwerk; Hilfs- verbandplatz 100 Schritt von Balan; letzterer wird Nachmittags nach Moncelle zurückgezogen. (Am 2. September auf den Höhen von Balan thätig.) Uebergabe der Verwundeten an das 6. Feldlazarett in Balan. Verbandplatz in St. Menges. (Vom 28. September bis 6. November in Ville d'Avray thätig.) Verbandplatz in Floing. später Uly; 2 Krankenträger leichtverwundet; bleibt bis 3. September in Thätigkeit. Am 2. September fortgesetzter Verwundetentransport nach Uly. Verbandplatz in Floing und St. Albert. 2. September Verbandplatz in Floing. Verbandplatz zwischen Floing und Uly (vorher St. Albert). Verbandplatz zwischen Douzy und Rubecourt; von 10 Uhr früh an in Lamecourt; 205 Verwundete; 3. September die Sächsischen Verwundeten aus Givonne in Lazarette von Douzy befördert. Verbandplatz bei Rubecourt. 80 Verwundete. 1 Ober-Lazarethgehilfe verwundet, 1 Soldat gefallen. 3 September befördert es die Sächsischen Verwundeten von La Moncelle und Daigny nach Douzy. Verbandplatz in einer Meierei bei Douzy. Bis 2. September: 92 Deutsche und 19 Französische Verwundete; 3 Krankenträger verwundet durch Streifschüsse. Verbandplatz in Remilly; Verwundete an Feldlazarett 2. I. Bayer.; in Bazeilles seit lO'/ä Uhr früh; gegen 3000 Verwundete, von Feldspital 3. II. Bayer. 1400 Verwundete am 2. September übernommen. Bis 4. September daselbst. Bazeilles. 14 Offiziere und 320 Mann bis 3. September. Verbände. Xacbts zum 2. September: Vereinigung mit der 1. Sanitäts-Kompagnie. Verbandplatz in Frenois. Verwundete an Feldlazarett 4. Befördert Verwundete nach Frenois. Donchery. 2. September sucht es das Schlachtfeld bei aus dem Gefecht bei Mezieres auf und befördert Verbindet Französische Gefangene be Sedan ab. Verbandplatz in Elaire; nimmt 19 Verwundete sie nach Dom le Mesnil. 2. September: sucht die Wälder bei Sedan ab. bringt Verwundete nach Donchery und richtet hier ein Nothlazareth ein. 2. September: sucht den Wald von La Garenne ab. Verbandplatz in Uly, 52 Verwundete, von ihnen 24 nach Donchery; unterstützt hier das Feldlazarett 3. Württ. und führt, von da nach der Belgischen Bahnstation Libramont in der Zeit vom 4. bis 17. September 458 Verwundete über. Verbandplatz in Vominbert. (In der Folge wird es vorübergehend in Breuil und vom 18. Juni bis 20. Juli in Chälons sur Marne, Hotel Dien, thätig.) Sanitäta-Bericht Bbet dir Dentition Ilrere 1870/71. Beilagen zu Hd. I. 14 106* Uebersicht der Thätigkeit der Sanitäts-Detachements. Beilagen zu Band I Bezeichnung der Sanitäts- - Zeit Detachements- nach Nummer und Armeekorps Thätigkeit 5. September 3. G. Verbandplatz bei Thonnelle. Beschiessung von Montmedy. 10. September. 3. VII. Zur Unterstützung des Feldlazarette in Vigy befehligt 11. September. 2. X. Richtet ein Lazareth mit 40 Betten in Talange ein. 12. September 2. IX. Bringt die am 12. und 13. September Verwundeten im Dorfe Villcy St. Ktienne vorläufig unter vor Toni. und übergiebt sie dem 9. Feldlazareth XIII. Korps. 17. September 3. X. Richtet in Pipinville bei Richemont ein Lazareth ein, nimmt 368 auf, unter anderen 8 Vervor Metz. wundete, 97 gastrisches Fieber und Typhus, 198 Ruhrf. etc.; heilt 181, verliert durch Tod 3 Verwundete, 17 Typhus, 5 Ruhrf., 1 Lungenentzündung; wird 20. Oktober durch Feldlazareth 12. X. abgelöst. 18. September. 3. Württembg. Einrichtung einer Aufnahmestation in der Kavalleriekaserne zu Meauw 19. September 2. V. Verbandplatz bei Villa Coublay. Verwundetentransport nach Versailles. 1 Krankenträger Gefecht bei Bicetre verwundet. vor Paris. 3. V. Verwundetentransport nach Versailles. 1. VT Verbandplatz bei La belle Epine. 3. 11. Bayer. Unterstützt von 2. IL Bayer., Verbandplatz in Croix de Bernis. 19. September 1. Württembg. Dauerverbandplatz in Villiers. bis Ende Noveinber. 21. September 1. X. Richtet ein Lazareth in Mondelange ein, ist darin thatig bis 10. Oktober, nimmt 232 Kranke vor Metz. auf, unter anderen 154 gastrisches Fieber und Typhus, 57 Ruhrf. etc.; heilt 37, verliert durch den Tod 8 Typhus und 1 Ruhrfall; wird abgelöst vom Feldlazareth 7. X. 2. X. Ebenso in Tremery, behandelt 128, unter anderen 61 Verwundete, 19 gastrisches Fieber und Typhus, 44 Ruhrf, verliert 1 Verwundeten durch Tod; abgelöst am 5. Oktober durch Feldlazareth 8. X. 23. Septe mber 1. VI. Verbandplatz bei Grignon. Gefecht vor Paris. '/*2. VI Verbandplatz bei La belle Epine. 24. September. 3. Württembg. Richtet einen Dauerverbandplatz in Chennevieres sur Marne ein. 27. September 2. X. Ausfallgefecht bei Mercy le Haut vor Metz. 30. September 1. VI. Verbandplatz bei Grignon. Gefecht 2». VI. Verbandplatz bei Chevilly. bei Chevilly vor Paris. 3i. VI. Verbandplatz bei Thiais. 3 2 . VI Verbandplatz bei Chevilly. 145 schwer verwundete Franzosen werden vom Gefechtsfelde bei Chevilly durch die Vorposten hindurch in die Französische Ambulance geschafft. (Während der Beschiessung des Forts stellt es für die Belagerungs-Batterien bei Chevilly und L'Hay in Chevilly ein ständiges Kommando, aus 1 Arzt, 2 Lazarett gehilfen, 2 Krankenwärtern und einer Patrouille Krankenträgern bestehend, mit dreitägiger Ablösung. Im Januar und Februar 1871 übernimmt es den Verwundeten- transport in Ablong für die aus dem Süden, namentlich Orleans, Erakuirten; im April und Mai werden mit seiner Hilfe die Lazarethe in Provins nach Lagny geleert.) 2. Oktober 3 2 . I Verbandplatz bei Flancourt. Verwundetentransporte von Vigy nach Les Etanges. Vorpostengefecht 3. VII. Verbandplatz bei Bellevue. Krankentransport nach Talange und Ilagondange. bei St. Reiny vor Metz. (Am 7. Oktober etablirt es sich in Mözieres, am 30. Oktober in Longeville, am 19. IV zember in Chatillon.) 2. Oktober 2. XII. Richtet in Coutry eine Krankenstube ein. vor Paris. Beilagen zu Bat Zeil 5. üktol Gefecht bei (südwestlicher schauplat 6. Oktot Vorpostenge bei Met: 6. Oktol: Gefecht bei La B (südöstlicher schauplat 7. üktob Marsch nach Rac (südöstlicher 1 schauplat 7. Oktober 10. Noven Eiuschliess von Neu-Bn (südöstlicher 1 schauplat 7. Oktob Gefeclit bei B vor Meti 8. und 10. O Vorpostengefe Bondy vor 1 9. Oktob Gefecht b. Ramli (südöstlicher schauplat: 10. Oktot Gefecht bei A (südwestlicher schauplat 11. Oktot Treffen bei 0 13. Oktob Gefecht bei CI (Bagneux) vor Beilagen zu Band it. Etieime vorlaufig uu t er if, unter anderen 8 Verheilt 181, verliert durch :': wird 20. Oktoberdon* ailles. 1 Krankend 'ajfer aber, nimmt 232 Kranke rf. etc.; heilt 37. verlier! Feldlazarett 7. X. I gastrisches Fieber «ml ost am 5. Oktober dnrel n vom Gefeelitsfelde bei imbulanee geschafft. ielagerungs-Batterien bei aus 1 Arzt, 2 Lazarett ern bestehend, mit drei- t es den Verwundeten- ns, Evakuirten; im April ach Lagny geleert.) iea Etanges. ondange. in Loneeville, am 13. De BeOf«en zu Band I. Uebersichr der Thätigkeit der Sanitäts-Detaehements. 107* Zeit 5. Oktober Gefecht bei Toury (südwestlicher Kriegsschauplatz). 6. Oktober Vorpostengefecht bei Metz. 6. Oktober Gefecht beiLaBourgonce (südöstlicher Kriegsschauplatz). 7. Oktober Marsch nach Raon l'Etape (südöstlicher Kriegsschauplatz). 7. Oktober bis 10. November Eiuschliessung von Neu-Breisach (südöstlicher Kriegsschauplatz). 7. Oktober Gefecht bei Bellevue vor Metz. Bezeichnung der Sanitäts- Detaehements nach Nummer und Armeekorps 8. und 10. Oktober Vorpostengefecht bei Bondy vor Paris. 9. Oktober Gefecht b. Rambervillers (sudöstlicher Kriegsschauplatz). 10. Oktober Gefecht bei Artenay (südwestlicher Kriegsschauplatz) 11. Oktober Treffen bei Orleans. 13. Oktober Gefecht bei Chatillon (Bagneux) vor Paris. 3». XI. IX. 1. 2. Badisches Badisches Badisches 3. I. 3. X. 1. XII. Badisches 1. Bayer 4. I.Bayer tyjl. I.Bayer. 2. XL 3. XL 3.u.2. IL Bayer. Verbandplatz bei St. Hubert, Verwundetentransport nach La Malmaison. (Vom 10. bis 14. September befördert es Kranke in Ars sur Moselle, Pont ä Mousson, Verneville und Gravolotte. Vom 8. Oktober bis zur Uebergabe von Metz: bei St. Hubert.) Verbandplatz bei Nompatelize; die Verwundeten nach Raon l'Etape und Luneville bis 10. Oktober. Verbandplatz bei St. Michel. Verbandstationen bei Biesheim, Widensolen; Beförderung Verwundeter auf Markolsheim und Freiburg. 1. Sektion: Hauptverbandplatz im Gehöft bei Villers l'Orme, 2. Sektion: bei Semecourt. 1. Sektion: in Sevigny bei Sie. Barbe; 2. Sektion: in der Brasserie bei Noisseville und bei Bellevue. 1 Krankenträger fällt. Der Verbandplatz bei Bellevue wird Nachts beschossen. (Am 25. Oktober führt es die Evakuation der Lazarethe Les Etanges und Landon- villers nach dem Bahnhofe Oourcelles aus, richtet am 3. November ein Lazareth in Petit Marais ein; vom 7. Feldlazareth abgelöst, evakuirt es am 4. November Vigy.) Verbandplatz in der Nähe von Bellevue. Bei Olgy, 8. Oktober Krankentransport nach Hauconcourt und Ennery. (Im September zeitweise in Richmond zur Unterstützung von Lazarothen thätig.) Wiederholte Zurückbringung von Verwundeten am 8., 10. und 14. Oktober. Verbandplatz bei Raon l'Etape. Verbandplatz Va Stunde nördlich von Artenay, dann Bahnhof von Artenay. 11. Oktober an Aufnahme-Feldspital 2. I. Bayer. Verwundete am Verbandplatz bei Saran, daim bei Les Malins; Hauptverbandplatz im Schlosse Les Montjoie bis 13. Oktober. Die Leichtverwundeten und Franzosen an Feldspital 2. I. Bayer., Schwerverwundeten am 12. Oktober an Feldspital 5. I. Bayer. Sammeln und Verbinden von Verwundeten. > Verbandplätze bei Ormes. Verbandplätze in Plessis-Piquet und bei Chatillon; Ueberleitung der Verwundeten in die Lazarethe. 14* 108' Uebersieht der Thätigkeit der Saiiitäts-Detachements. Beilagen zu Bund Beilage' zu Bin i t Bezeichnung der Sanitäts- Detachements nach Nummer und Armeekorps 18. Oktober Beschiessung von Paris. 21. Oktober Ausfallgefecht bei La Malmaison vor Paris. 21. bis 27. Oktober. 22. Oktober Gefechte am Ognon (südöstlicher Kriegsschauplatz). 28. Oktober Gefecht bei Le Bourget vor Paris. 30. Oktober Gefecht bei Le Bourget vor Paris. 30. Oktober Gefecht bei Dijon (südöstlicher Kriegsschauplatz). 3. November. 7. November Gefecht hei Marchenoir (südwestlicher Kriegsschauplatz). ü. November Treffen bei Coulmiers (südwestlicher Kriegsschauplatz). 18. November Gefecht bei Chäteaiineuf en Thimerais (südwestlicher Kriegsschauplatz). 21. November Gcfeclit bei BretonceUes (südwestlicher Kriegsschauplatz). 21. November Gefecht bei La Fourche und Thiron-Gardais (südw. Kriegsschauplatz). 24. November Gefecht bei Ladon und Maizieres (südwestlicher Kriegsschauplatz). IV. 2i. V. 2*. V. 3. V. 1. Wurttembg 33. Württembg Badisches. 2. u. 3. O. 1. G. Badisches. 2». XII, 4. I.Bayer. 1. u. 1. I.Bayer. 2. XI. 2. XI. 1. I.Bayer 4. L Bayer 12. X. 2. X. 3. X. T h ä t i i t Verbandplatz bei Argenteuil; 2 Krankenträger verwundet. In 8t. Oloud. In Bougival, bis 22. Okt. Verw.-Transport nach Versailles und 8t. Germain. 1 Krankenträger veri Verbandplatz in der Nähe von Bougival. Sucht das Gefechtsfeld bei Champigny und Le Plenit ab. Bei dem Unternehmen nach Nogent sur Seine gegen Preischaaren. Verbandplätze bei (Jussey und bei Etuz; Verwundete nach Vesoul. Leitet die Verwundeten in die Feldlazarethe zu Gonesse und Villiers le Bei. Verbandplätze bei Pont Iblon. zum Theil in Baracken. Verwundetentransport nach Gonen in das 5. und 0. Feldlazaretli. Unterstützt den Verwundetentransport nach den Feldlazaretten. Verbandplatz bei St. Apollinaire, Verwundete nach Gray. Gellt nach dem nördlichen Kriegsschauplätze. Holt Verwundete aus Bonneville nach Orleans am 8. November früh. Hauptverbandplatz in der Fenne Descures, Beförderung der 20 Verwundeten nach Orma Auf dem Rückzuge werden Schwerverwundete in Coulmiers zurückgelassen, die transport fähigen nach Angerville übergeführt und am 12. November an Feldspital 2. I. Bayer abgegeben. Verbandplatz in Chäteauneuf; Verwundete an Feldlazaretli {>. XI. Verbandplatz bei BretonceUes. Ueberlülirung der Verwundeten dahin zu Feldlazaretli 9. XI. Ein Zug sammelt die Verwundeten in La Fourche und bringt sie in der Nacht nach Cham- prond zu Feldspital 2. 1. Bayer. Sammelt Verwundete in Thiron-Gardais und bringt sie Tags darauf nach Chartres. Verbandplatz in Bois commun bei Beaune la Rolande. 1 Krankenträger verwundet. Verbandpl. im Gehöft Maizieres b. Beaune la Rolande. Verw.-Transp. nach Beaumont en Gatinais. Ein Kommando (1 Offizier, 2 Aerzte, 2 Unteroffiziere und 20 Krankenträger nebst 2 Transport- wagen) am 25. November befehligt, die Verwundeten aus Ladon nach Beaumont überzuleiten , wird von den Franzosen, welche die Stadt inzwischen besetzt haben. 1 Stunde lang aufgehalten und muss unverrichteter Sache zurückkehren. i t 26. Novei) Gefecht hei Ben (nördlicher 1 schauplat 27. Nover Schlacht bei (nördlicher I schauplat 28. Xovei Scillaen bei Beaune la (südwestlicher schauplat 29. Noven Gefecht bei (südwestlicher schauplat 29. Noven Gefecht hei vor Par 30. Xoven Ucberfall in El (nördlicher 1 schauplat 30. Xoven Gcfeclit bei ' Choisy lc Bi Eniuai vor 30. Novemb 2. Dez ein Schlacht bei vor Par SKffi'Siß^'SsSSEispSiras* Beilagen zu Bund I. i. 1 Krankenträ iger veri le Bei. transport nach Gronen rwnndeten nach Orma kgelassen, die transport' Feldapital 2. I. Bayer zu Feldlazarett 9. XI. der Nacht nach Cham- eil Chartres. er verwundet. h BeaumoDt en Gatinais. iger nel«t 2 Transport- n nach Beauniont über- besetzt haben. 1 .Stunde Beilagen zu Band I. Uebersicht der Thätiakeit der Sanitäts-Detaetiemeiits. 109* Zeit Bezeichnung der Sanitäts- Detaehements nach Nummer und Armeekorps T li ä t i g k e i t 26. November Gefecht bei Berteaucourt (nördlicher Kriegs- Bchauplatz). 27. November 2i. 1. Schlacht bei Amieus (nördlicher Kriegsschauplatz). 2». 1. 1 I. 1. VIII. 2. VIII 28. November I. Schlacht iei Beaune la Rolande (südwestlicher Kriegsschauplatz) 1. 1. 2. III. X. X. 3. X. 21). November 4. I.Bayer Gefecht bei Varize (südw estlicher Kriegsschauplatz). 29. November 1. V. (iefecht bei L'Hay vor Paris. 1. VI. 30. November 2*. XIX Ucherfall in Etrepagny (nördlicher Kriegsschauplatz). 30. November Gefecht bei Thiais. Choisy le Koi und Epiiiai vor Paris. 30. November und 2. Dezember Schlacht bei Villiers vor Paris. 1. VIII 1. VI. 2. VI. 3. VI. 2. IV- 3. IV 2'. XII. 1 Württembg 2. Württeiiiba 3. Wfirttembg Verbandplatz zwischen Moreuil und 8t. Nicolas. Verbandplatz in den letzten Häusern von Domart. Auf dem linken, später dem rechten Flügel der Qefechtsstellung. 1 Krankenträger verwundet. (Im März fuhrt es Evakuationen aus dem Hotel Dien in Ainiens nach dem Bahnhofe aus.) Sucht bei Hangard das Schlachtfeld ab. Bei Boves, Sains und Theimes thätig. Verbandplatz in den ersten Häusern von Rumigny, dann in Hebecourt, später Chäteau Dury; liier bis 1. Dezember. Verbandplatz bei Barville. Verbandplatz auf der Strasse Beatme la Rolande—Egry. Verbandplatz auf der Strasse nach Egry. Verwundetentransport nach Beauniont bis 20. November. Verbandplatz bei Beaumont im Gehöft Long Cour. 1 Krankenträger schwer verwundet. (2. Sektion am 30. November Verbandplatz auf der Strasse nach Beauniont.) Verbandplatz am Bahnhofe von Beaune; Verwundetentransport nach Beauniont bis 30. November. Bringt die Verwundeten nach Orgeres. Verbandplatz in St. Cloud, später Villeneuve; bleibt dorl bereit bis 8. Februar 1S71 und führt Evakuationen nach Versailles und St. Cyr aus: vom 26. März bis 25. Mai in Gray etablirt. Verbandplatz in Chäteau Mont-Jean. (Vom 14. Nov. bis 6. März in Fresnes und vom 31. Mai bis 13. Juni in Provins etablirt.) Befördert die Verwundeten nach Gisors in die von ihm am 25. November errichtete Prlegestätte. Verbandplatz bei Fresnes les liungis. Verbandplatz in Grignon (bis zur Uebergabe der Forts unterhalt es einen Nothverbandplatz bei Choisy le Roi in der 3. Vorpostenlinie), im April und Mai 1871 leert es die La- zarethe Nangis und Corbeil nach Lagny. Verbandplatz in Valenton. Verwundetentransport nach Villeneuve St. Georges und Chäteau la Grande. Verbandplatz im ersten Hause in Epinay. Rittmeister v. Jaski fällt. (18. Dezember: die 2. Sektion des Detachements zur I. Armee kommandirt.) Verbandplatz bei Enghien; Verwundetentransport nach Plessis Bouchard. 30. November: Verbandplatz am Eingänge von Villiers; 2 Krankenträger verwundet; wegen einschlagender Granaten zurück nach einem Gehöfte von Malnoue, woselbst von 4 Uhr Nachmittags bis 11 Uhr Abends thätig; führt bis 1. Dezember Verwundete nach Pora- ponne in 4. XII. über. Verbandplatz in Bois St. Martin, nimmt am 30. November und 2. Dezember 534 Verwundete auf, führt sie vom 1. bis 4. Dezember nebst anderen 150 Verwundeten von den Verbandplätzen Coeuilly und Villiers nach Noisiel und Lagny. Verbandplatz bei Bonneuil; nimmt 60 Verwundete vom Gefecht bei Mont Mesly auf; führt sie über nach Sucy bezw. Boissy St. Leger, Pontault und La Queue, auch am 1. Dezember verwundete Franzosen nach Sucy. Verbandplatz bei Brevannes, darauf Ferme-Höpital. 171 Verwundete. TJeberführung nach Boissy St. Leger. 1. Dezember: Absuchen des Gefechtsfeldes am Mont Mesly; Transport verwundeter Franzosen nach Boissy St. Leger. Verwundete nach Pontault. 110* Uebersicht der Thätigkeit der Sanitäts-Detachements. Beilagen zu Bau,] Zeit Noch 30. November und 2. Dezember Schlacht bei Villiers vor Paris. 1. Dezember Gefecht bei Villepion (südwestlicher Kriegsschauplatz). 1. Dezember Gefecht bei Antun (südöstlicher Kriegsschauplatz). 2. Dezember Schlacht bei Loigny- Poupry (südwestlicher Kriegsschauplatz). 3. Dezember Ausfallgefecht bei Champigny vor Paris. 3. Dezember Schlacht bei Orleans (südwestlicher Kriegsschauplatz). 4. Dezember Schlacht bei Orleans (südwestlicher Kriegsschauplatz). 6. Dezember. 7. Dezember Gefecht bei Meung (südwestlicher Kriegsschauplatz). 8., 9., 10. Dezember Schlacht bei Beaugency- Cravant (südwestlicher Krieas- schauplatz). Bezeichnung der Sanitäts- Detachements nach Nummer und Armeekorps 3. XII. 2). XII. 1. XII. 2. Württembg. 3. Württembg. 4. Württembg. 1. II. 2. II. 1. 4. I. Bayer. I.Bayer. Badisches 2. IX. 2. X. 1. I.Bayer. 4. I. Bayer, 1. 1. 3. 2. 1. 1. II. II. II. III. IX. IX. X. Hessisches III. IX. 3. X. 1. I.Bayer, 4 I. Bayer 2. Württembg. 2. IX. 1. I. Bayer. 2. IX. 2. XI. Hessisches 4. I. Bayer. 1. I.Bayer Thätigkeit 2. Dezember: früh 7 Uhr Verbandplatz in (Jhamps bis Nachts. 106 Verwundete. In Noisy le Grand, wird beschossen, zurück nach Malnoue. Befördert Verwundete nach Feldlazareth 10. XII. in Vaujours. Bahnhof Villiers, 70 Verwundete nach Noisiel mit Hilfe Sächsischer Johanniter; bis 5. De- zember Transport von Verwundeten. Absuchen des Schlachtfeldes und Verwundetentransport bis 5. Dezember. Verbandplatz Bahnhof Villiers, 101 Verwundete, Rücktransport bis 3. Dezember. In Sucy (Jägerhaus) bis Mittags 2. Dezember. Von 5'/2 Uhr Nachmittags bis 3. Dezember früh 2 l /z Uhr in Ohennevieres. Hilfsplatz in Villerand, 300 Verwundete nach Hauptverbandplatz in Orgeres. Sucht Loigny ab, bringt 80 Verwundete nach Maladerie. Vom 1. und 4. I. Bayer. Ueberführung der Verwundeten nach Ymonville bis 2. Dezember. Verbandplatz bei Autun. Verbandplätze in Baigneaux, Lumeau und Ferrillon. Verbandplatz in Lumeau. Hilfsplatz in Villeprevost; 300 Verwundete. ("Hauptverbandplatz in Tillaille Pcueux ; 500 Yer- | wundete. Ueberführung nach Ymonville zum [ Aufnahme-Feldspital 11. I. Bayer. Bei Chennevieres, bis 5. Dezember Verwundetentransport. Ueberführung von Verwundeten vom Jägerhause nach Ohennevieres, bis 5. Dezember Ver- wundetentransport nach La Queue en Brie. Jägerhaus; bis 5. Dezember Verwundetentransport von Ohennevieres nach La Queue. Bei G'hilleurs. Verbandplatz in Artenay. Lieutenant ürland und 1 Krankenträger verwundet. Verbandplatz auf dem Wege nach Artenay; 1 Krankenträger verwundet (zweimal). Verbandplatz bei Neuville aux Bois bei Pithivieres. Verwundeteutransport nach Gessilie. 1. Sektion in Ohevilly und Fleury, 2. Sektion in Glatigny. Verbandplatz bei Chezy. Verbandplatz bei Ohevilly und Oercottes. (Die Verwundeten in Oercottes vom 1. Sanitäta- Detachement X. Armeekorps am ö. Dezember nach Orleans gebracht.) 1 Krankenträger verwundet. Verbandplatz in der Ferme Meules, 5. Dezember Verwundete nach Orleans. Nördlich hinter Bricy, dann in Le Coudray undBoulay; 5. Dezember Verwundete nach Orleans. Uebernimmt alle nichttransportfähigen Verwundeten in Bois St. Martin (Paris) vom 1. Wurttemb. Sanitäts-Detachement und verpflegt sie bis zum 9. Januar 1871 lazarethmässig. Verbandplatz in Meung, Verwundete an Feldlazareth 1. XIII. Armeekorps. Verbandplatz in der Ferme la Burie, Verwundete über La Challerie am 8. Dezember nach Orleans. Verbandplatz bei Messas. Verbandplatz bei Beaumont. Verbandplatz bei Maulnes. Hauptverbandplatz in Grand Ohärtre, 300 Verwundete nach Le Monts; dann 1. Zug in Beaumont; daselbst auch 9. Dezember. 1. Zug in Petit Ohärtre, 2 Züge in Le Monts. Beilagen zu Bi Z e i N -„,l, 9. u. 10. D Schlacht Benngency-( 12. Dezei vor Monti 15. Dezei 15. Dezei Gefecht bei 1 (südwestlicher schaupla 15. und 16. D 16. Dezei Gefecht bei (südwestlicher schaupla 18. Dezei Gefecht bei (südöstlicher schaupla 20. Dezei Gefecht bei (südwestlicher schaupla 21. Dezei Gefechte bei L< Stahls u.Epiniii 23. Dezei Schlacht an di (nördl. Kriegssc 23. bis 26. De 27. Dezei Gefecht bei I (südwestlicher schaupla 31. Dezei Gefecht bei 1 (südwestlicher schaupla 31. Dezei Gefecht Robert le ] (nördl. Kriegssc 31. Dezei Beschiessnngv. Beilagen zu Basti I. mundete. Johanniter; bis 5. De- Jezember. •es. geres. I. Bayer. Ueberfähmog hülle Peneux; 500 V«- ig nach Ymonville zum 11. I. Bayer. bis 5. Dezember Yer- ;h Ija Queue. r wandet. (zweimal). port nach Oessilie. ttes vom 1. Sanitäts- rächt.) ans. rwundete nach Orleans, aris) vom 1. Württemb lazarethmässig. fps. am 8. Dezember nach nts; dann 1. Zug in Beilagen zu Band 1. Uebersieht der Tbätigkeit der Sanitäts-Detachements. 111* Zeit Bezeichnung der Sanitäts- Detachements mit Nummer und Armeekorps Tbätigkeit XochO. n. 10. Dezember Schlacht bei Beaiigency-Cravant. 4. 1. Hessisches I. Bayer. I.Bayer. Verbandplatz in St. Die. Verbandplätze in Grand Chartre und Beaumont. Hat früh noch 150 Verwundete in Le Monte, seht nach Beaumont. 1. Zug sendet Verwundete nach Le Monte, dann Hilf'splatz im Weiler Grand Billy. 3. 1. X I.Bayer. Verbandplatz bei Billy. 1. Zug geht nach Beaumont. 12. Dezember vor Montmedy. 2. VII. Verbandplatz in Chauvancy. Verwundete an Feldlazareth 2. VII. 15. Dezember 4. I. Bayer. Führt Verwundete aus Villeprevost und Orgeres nach Ktampes über. 15. Dezember Gefecht bei Vendome (südwestlicher Kriegsschauplatz). 2. X. Verbandplatz in einem Gehöfte vor Vendöme. 15. und 16. Dezember. 1. Wurttembg. Dauerverbandplätze in Le Plessis, Los Bordes und La Queue. 16. Dezember Gefecht bei Moree (südwestlicher Kriegsschauplatz). 4. I. Bayer. Nimmt Verwundete auf und bringt sie nach Chäteaudun. 18. Dezember Gefecht bei Nuits (südöstlicher Kriegsschauplatz). Badisches Verbandplatz bei Koncourt, Bpäter bei La Bergere. 20. Dezember Gefecht bei Monnaie (südwestlicher Kriegsschauplatz). 1. 2. X. X. Verbandplatz nördlich von Monnaie in einem Gehöfte an der Chaussee. Verbandplatz bei Monnaie. 21. Dezember Gefechte bei Le Bourget, Stains n.Epinai vor Paris. 2. n.3. G. Pont Iblon, dann Le Bonrget; Versuch bei Licht zu verbinden zieht feindliches Granatfeuer auf den Verbandplatz. 23. Dezember 1 VIII Ueberführung von Verwundeten nach Amiens. Schlacht an der Hallue (niirdl. Kriegsschauplatz). 2. VIII, Verbandplatz im C'häteau Beaucourt, später Chäteau Montigny, bis 24. Dezember. 23. bis 26. Dezember. 4. I.Bayer. Behandelt Verwundete in Orleans. 27. Dezember Gefecht bei Montoire (südwestlicher Kriegsschauplatz). 2. X. Line auf der Strasse nach Montoire vorgeschickte Sektion desselben (1 Assistenzarzt, 28 Unteroffiziere und Krankenträger), fällt in die Hände des Feindes. Seit 27. Dezember (Beginn der Beschießung von Paris) Dauerverbandplätze vom 1. G. in Maison Blanche bei Pierrefitte, vom 1. IV. in Montmorency und Enghien. — Nordbezirk des Einschliessungsheeres. 31. Dezember Gefecht bei Vendönie (südwestlicher Kriegsschauplatz). 2. X Verbandplatz bei Vendöme. 31. Dezember Gefecht bei Robert le Diable (nördl. Kriegsschauplatz). 1. 1. Verbandplatz in Grand Conronne. 31. Dezember Beschiessung v.Mezieres. 2. VII. Verbandplatz in Damouzy. Verwundete an Feldlazareth 2. VII. ,sM)i Üebersicht der Thätigkeit der Sanitäts-Detachements. Beilagen zu Band [. Beilage" zu Ba: Zeit 18 71. 2. Januar Gefecht bei Sapignies (nördl. Kriegsschauplatz). 3. Januar Schlacht bei Bapaume (nördl. Kriegsschauplatz). 3. Januar Beschiessung von Paris. 4. Januar vor Paris. 4. Januar Beschiessung v. Peronno (nördl. Kriegsschauplatz). 4. Januar Gefecht bei Maison-Brulel (nördl. Kriegsschauplatz). G. J anuar Treffen bei Azay- Mazange (südwestlicher Kriegsschauplatz). 6. Januar Gefecht bei La Fonrche (südwestlicher Kriegsschauplatz). 7. Januar Gefechte bei Epuisay nnd Sarge. (südwestlicher Kriegsschauplatz). 8. Januar. 9. Januar Gefechte bei Villersexel nnd Arcey (südöstlicher Kriegsschauplatz). 9. Januar Gefecht bei Ardenay (siidw estlicher Kriegsschauplatz). Bezeichnung der Sanitäts- Detachements nach Nummer und Armeekorps 1 viii. 1. Till. 3. Till. VA VIT. 1*. XL 3i. XI. 12. 1. 11. I. 1. III. 3. tu. 2. 111. 2. XI. 3. I. 3. IX. 4. I. Bayer ein XIV. (4. Res.-Div.) und Badisches. III. Verbandplatz bei Sapignies. Verbandplatz in Meudon. (Vom 4. Januar bleibt es zur Verfügung der Belagerangs-Artillerie und -teilt für die Batterien 2, 3, 4 und 10 Krankenträger zum Tau'- und Nachtdienst, ebenso l'iir die Batterien No. 19 und 20 bei Fleury. Verbandplatz bei Dame Rose. Verbandplatz' bei Eleasis-Piqnet. Verbandplatz im Dorfe Biaches. (Verwnndetentransport nach Athies.] Verbandplatz in Moulineaux, dann Maison-Brulet. Verbandplatz in Maison-Brulet. Verwnndetentransport nach Vendöme von 3 Uhr Nachmittags bis 2 Uhr Nachts. 1 Kranke» träger leicht verwandet Verbandplatz bei Vendöme bis 8. Januar; die Verwundeten nach Vendöme. Verbandplatz in Fenne Haut de Montrieux, unterstütz! vom Feldlazarelh 8. III.. bis 7. Januar die Verwundeten nach Vendöme. Bringt die Verwundeten in La lluril unter, wo sie am 7. Januar Feldlarareth 9. XL aufnimmt Verbandplatz im Pfarrhause zu Villethiou; Krankentransport nach Vendöme. (Am 13. Januar zur Unterstützung des ">. Feldlazarelh- 111. nach Vendöme zurück.) Führt die Verwundeten mit sich bis Epuisay. Uebernimmt in Boissy tit. Leger die Kranken des Feldlazarelh 9. IL nnd errichtet ein Kau- tonnementslazareth bis IG. Januar. Verbandplatz im Walde Le grand Pougeret; ersteres in beiden Gefechten. In Le Breil. Zeil 10. Janu Dreitägige Seh: Le Man (südwestlicher schauplat 11. Janu 11. Janu vor Pari 14. Janu Gefech bei Chass (südwestlicher schauplal 14. und 15. * Vorpostenge (südöstlicher schauplal Gcfeclit bei Mo 15. .1 ami Gefech hei Conlie und (südwestlicher schauplat 15. Janu Schlacht an de (südöstlicher schauplal 18. Jam IJefecht bei (nördl. Kriegssc 19. Jam Schlacht am Valerien yor 19. Jam Sciilacht bei Sl (nördl. Kriegssc Sanitatä-BericUt m^M ■^■^■H Ki«SWES£S«aWMrS^#lfl!W**iHÄ'''W«S* Beilagen zu Band I. .illerie und stellt fiir die chtdienst, ebenso fiir die Jhr Nachts. 1 Krank« äöme. •th 8. TU., bis 7. Januar irareth 9. XI. aufnimmt, sndöme. ach Vendöme zurück) . und errichtet ein Kan- hten. Beilage' 1 zu Band I. Uebersicht der Thätiskeit der Sanitäts-Detachements. 113* Zeit Bezeichnung der Sanitäts- Detachements nach Nummer und Armeekorps T h ä t i g k e i t 10. Januar Dreitägige Schlacht bei Le Maus 1. 2. 111. XT. Bei Parigne L'Kveque. Bei Chäteau Breteau. (südwestlicher Kriegsschauplatz). 11. Januar. 1. 2. 3. 1. III. ITT. TU. IX. Verbandplatz hinter Champagne auf der Strasse nach Le Maus in einem Gehöfte. 1 Krankenträger schwer verwundet. Verbandplatz in Schloss Amigne. Lieutenant v. Bötzow verwundet. Verbandplatz bei Yvre und Champagne. Verwundetentransport bis 12. Januar nach Champagne 1 und St. Hubert. / 2. 3. 2. 2. IX. TX. X. IX. Verbandplatz im Bahnhof zu Connerre. Verbandplatz bei Champagne. (Wegen schwierigen Bodens und Glätte der Wege können die Transportwagen kaum benutzt, vielmehr müssen fast alle Verwundeten getragen werden.) Verbandplatz in Le Camp bei Le Maus. Verbandplatz bei St. Corneille. 11. Januar vor Paris. 2. Württembg. Führt Verwundete und Kranke von Chäteau la Lande nach La Queue und Lagny über. 14. Januar Gefecht bei Chassille (südwestlicher Kriegsschauplatz). 12. X. Verwnndetentransport nach Le Mans. 14. und 15. Januar Vorpostengefechte (südöstlicher Kriegsschauplatz). (Jpfeclit bei Moffans etc. Badisehes ein XIV. (4. Res.-Div.) Verbandplatz bei Brevilliers bis 16. Januar, seit 15. Januar auch Grand Charmont, Frahier. Beförderung der Verwundeten nach Chätenois und Dannemarie. Verbandplatz bei Brevilliers bis 16. Januar, und bei Aibre; aus letzterem Ort werden 12 Krankenträger kriegsgefangen abgeführt nach Insel Oleron; seit 15. Januar auch in Hericourt. 15. Januar Gefecht hei Conlie und Alen^on (südwestlicher Kriegsschauplatz). 1'. 2. X. XI. Verbandplatz bei Conlie. Verbandplatz bei dem Dorfe St. Blaise. 15. Januar Schlacht an der Lisaine (südöstlicher Kriegsschauplatz). 3-'. xrv. Verbandplatz bei Beaucourt. (Die übrigen vergleiche bei 14. und 15. Januar. [Vorpostengefechte.]) 18. Januar (Jefecht bei Tertry (nördl. Kriegsschauplatz). 1. VIII. Verbandplätze bei Beauvois und Tertry. 19. Januar Schlacht am Moni Valerien yor Paris. 2i. V. Verbandplatz in St. Cloud. Rittmeister Rose und 2 Krankenträger verwundet. 19. Januar Schlacht bei St. Quentin (nördl. Kriegsschauplatz). 1. 3. 1. 2. 3. V-'3. I. I. VIII. VIII. VTT1. VIT. Verbandplätze in Grand Seraucourt. Verbandplatz im Dorfe Essigny. Uebergabe der Verwundeten an das 6. Feldlazarett VIII. Bei Savy. Verbandplatz in Essigny le Grand. Bin Krankenträger leicht verwundet. Verwundetentransport nach Roupy; es giebt sein Personal an das Lazareth in Essigny ah und betheiligl sich an der Evaluation nach St. Quentin. Verbandplatz in Ilolnon. Sanitatä-Bericut über die Deutschen Keeve 1870/71. Beilagen zu 1:4 I 15 114* t'ebersicht der Thätigkeit dpi- Sanitäts-Detaohements. Beilagen zu Band I. Zeit 20. und 21. Januar Erstürmung von Perouse (südöstlicher Kriegsschauplatz). 20. Januar Beschiessung von St. Denis. 22. Januar Beschiessung von Paris. 26. Januar 1. IL Gefecht bei Salins (südöstlicher Kriegsschauplatz). 28. Januar. 2. Württembg. 30. Januar. 3. Württembg. 1. Februar 7*1. II. Gefecht hei Pontarlier 2. IL (südöstlicher Kriegsschauplatz). 3*. IL 7. bis 17. Februar. 1. Württembg. 12. Februar. s.-n. 4. Res.-Div. 14. Februar. 2. Württembg. Bezeichnung der Sanitäts- Detachements nach Nummer und Armeekorps 3. XIV. 1. G. 1. IV. Thätigkeit Verbandplätze in Perouse und Danjontin. Verbandplatz in Maison Blanche bei Pierrefitte (Batterie 20—28), bis 28. Januar Errichtung von Verbandplätzen in Montmorency und Bnghien, bis 9. Februar. Verwundete nach Mouchard zum Feldlazarett 12. IL Führt Verwundete und Kranke von Villiers nach Lagny über. Führt Kranke von Joinville nach Lagny über. Befördert Verwundete aus La Grange nach Frasne. 2. IL und Vs I- behandeln, ersteres bis 10. Februar, letzteres bis G. Februar, in Pontarlier Verwundete und Kranke. Behandelt bis 10. Februar Verwundete und Kranke in Pontarlier. Befördert Kranke von La Queue und Pontault nach Lagny. Errichtet in Beaume les Dames ein Kantonnements-Lazareth und bleibt da bis 7. März. Führt Kranke von Fontenay nach Joinville le Pont über. Beilagen zu Bai N Bezeichnung der Sanitäts- Detachements n.ii-li Armeekorps und Nummer ßudekorps 1. 1! •2 1 31 21 I. A,K. l. n 3: 7. 2 r 3: 4. II. A,K. l. 7.'l. III. A,K. l. u ■>. 3. -2» 6. l( 28 3. 4. (i. K. i) N aber die gelegentl Beilagen zu Baaj 28. Januar Februar. Februar, in Pontarlier )t da bis 7. März Beilagen zu Band T. Uebersicht der Thätigkeit der Sanitäts-Detachements. 115* Beilage 60. Nach Armeekorps geordnete Uebersicht der Thätigkeit der Sanitäts-Detachements. Bezeichnung der Sanitäts- Detachements nach Armeekorps und Nummer Zeit Bezeichnung der Sanitäts- Detachements nach Armeekorps und Nummer Zeit Bezeichnung der Sanitäts- Detachements nach Armeekorps und Nummer Zeit (iardekorps Gardekorps Gardekorps l. 18. 8. Schlacht bei Gravelotte 27. 8. Gefecht bei Buzaney 1. 9. Schlacht bei Sedan 2. 2i. 18. 8. Schlacht bei Gravelotte 1. 9. Schlacht bei Sedan 28. 10. Gefecht vor Paris 3. 18. 8. Schlacht bei Gravelotte 27. 8. Gefecht bei Buzaney 1. 9. Schlacht bei Sedan 5. 9. Beschiessung von Montmedy 30. 10. Gefecht bei Le Bourget 20. 1. Beschiessung von St. Denis 2. 30. 10. Gefecht bei Le Bourget 21.12. Gefechte bei Le Bourget etc. 30. 10. Gefecht bei Le Bourget 21.12. Gefechte bei Le Bourget etc. I. A,K. I. A.-K. 1. A.-K. l. 14. 8. Schlacht bei (Jolombey 2. 14. 8. Schlacht bei Colombey 3 2 . 14. 8. Schlacht bei Colombey 16. 8. Schlacht bei Mars la Tour 31. 8. u. 1. 9. Schlacht bei Noisse- ville 31. 8. u. 1. 9. Schlacht bei Noisse- ville 8». 18. 8. Schlacht bei Gravelotte 31. 8. u. 1. 9. Schlacht bei Noisse- ville 7. 10. Gefecht vor Metz 27. 11. Schlacht bei Amiens 31. 12. Gefecht bei Robert le Diable 7. 10. Gefecht vor Metz 27. 11. Schlacht bei Amiens 32. 2. 10. Gefecht vor Metz 7. 10. Gefecht vor Metz 28. 11. Schlacht bei Beaune la Rolande 4. 1. Gefecht bei Maison Brulet 3*. 4. 1. Beschiessung von Pcronnc 19. 1. Schlacht bei St. Quentin 3. 7. 1. Gefecht bei Epuisay etc. 19. 1. Schlacht bei St. Quentin II. A.-K. IL A.-K. II. A.-K. l. 18. 8. Schlacht bei Gravelotte 2. 12. Schlacht bei Villiers 3. 12. Gefecht vor Paris 26. 1. Gefecht bei Salins 2. 18. 8. Schlacht bei Gravelotte 2. 12. Schlacht bei Villiers 3. 12. Gefecht vor Paris 3. 3. 12. Gefecht vor Paris V.'l. 1. 2. Gefecht bei Pontarlier 1. 2. Gefecht bei Pontarlier 32. 1. 2. Gefecht bei Pontarlier III. A,K. III. A.-K. III. A.-K. L 6. 8. Schlacht bei Spicheren 16. 8. Schlacht bei Mars la Tour 28. 11. Schlacht bei Beaune la Rolande 3. 12. Schlacht bei Orleans. 4. 12. Schlacht bei Orleans. 6. 1. Treffen bei Azay-Mazange 10. u. 11.1. Schlacht bei Le Mans. 2. 6. 8. Schlacht bei Spicheren 16. 8. Schlacht bei Mars la Tour 4. 9. Gefecht bei Saulny 6. 1. Treffen bei Azay-Mazange 9. 1. Gefecht bei Ardenay 11. 1. Schlacht bei Le Mans. 3. 16. 8. Schlacht bei Mars la Tour 6. 1. Treffen bei Azay-Mazange 11. 1. Schlacht bei Le Mans !) Nachstehende Uebersicht berücksichtigt nur die Thätigkeit der Sanitäts-Detachements bei Schlachten und grösseren Gefechten, nicht aber die gelegentliche Einrichtung von Lazarethen und den Krankentransport zu Zwecken der Evakuation. 15* L 116* Uebersicht der Thätigkeit der Sanitäts-Detachements. Beilagen zu Band I. Bezeichnung der Sanitäts- Detachements nach Armeekorps und Nummer Zeit IV. A.-K. 12. 1. V. A.-K. l. VI. A.-K. 1. VII. A.-K. VIII. A.-K. 16. 8. Beschießung von Toul 30. 8. Schlacht bei Beaumont 1. 9. Schlacht bei Sedan 22. 1. Beschiessung von Paris 4. 8. Treffen bei Weissenburg 6. 8. Schlacht bei Wörth 1. 9. Schlacht bei Sedan 29. 11. Gefecht bei L'Hav 19. 9. Gefecht bei Bicetre 23. 9. vor Paris 30. 9. Gefecht bei Chevilly 29. 11. Gefecht bei L'Hay 30. 11. Gefechte vor Paris 14. 8. 18. 8. Schlacht bei Coloinlicy Schlacht bei Gravelotte 16. 8. Schlacht bei Mars la Tour 18. 8. Schlacht bei Gravelotte 26. 11. Gefecht bei Bertaucourt 27. 11. Schlacht bei Amiens 23. 12. Schlacht a. d. Hallue 2. 1. Gefecht bei Sapignies 3. 1. Schlacht bei Bapaume 18. 1. Gefecht bei Tertry 19. 1. Schlacht bei St. Quentin Bezeichnung der Sanitäts- Detachements nach Armeekorps und Nummer i t IV. A.-K. 30. 8. Schlacht bei Beaumont 1. 9 Schlacht bei Sedan 18. 10. Beschiessung von Paris 30. 11. Gefechte vor Paris V. A.-K. 2'. 2'. VI. A.-K. Vi 2. 4. 8. Treffen bei Weissenburg 6. 8. Schlacht bei Wörth 1. 9. Schlacht bei Sedan 19. 9. Gefecht bei Bicetre 21. 10. Gefecht b. La Malmaison 19. 1. Schlacht am Mout Valerien 14. 8. vor Pfalzburg Vi 2. 23. 9. vor Paris 2i. 30. 9. Gefecht bei Chevilly ■>. VII. A.-K. 30. 11. Gefechte vor Paris 6. 8. Schlacht bei Spicheren 14. 8. Schlacht bei (Jolombey 18. 8. Schlacht bei Gravelotte 12. 12. vor Montmedy 31.12. Beschiessung von Mezieres VIII. A.-K. 2. 6. 8. Schlacht bei Spicheren 16. 8. Schlacht bei Mars la Tour 18. 8. Schlacht bei Gravelotte 27. 11. Schlacht bei Amiens 23. 12. Schlacht a. d. Hallue 19. 1. Schlacht bei St. Quentin Bezeichnung der Sanitäts- Detachements nach Armeekorps und Nummer Zeit IV. A.-K. 3. V. A.-K. 3. VI. A.-K. 3. VII. A.-K. 3. V2 3. Va3. VIII. A.-K. 3. 30. 8. Schlacht bei Beaumont 30. 11. Gefechte vor Paris 4. 8. Treffen bei Weissenbort 6. 8. Schlacht bei Wörth 1. 9. Schlacht bei Sedan 19. 9. Gefecht bei Bicetre 21. 10. Gefecht b. La Malmusn 3. 1. Beschiessung von Paris. 30. 9. Gefecht bei Chevilly 30. 11. Gefechte vor Parii 14. 8. Schlacht bei Colombej 18. 8. Schlacht bei Gravelotte 2. 10. Gefecht vor Metz 3. 1. Schlacht bei Bapauine 19. 1. Schlacht bei St. Quentin 16. 8. Schlacht bei Mars la Tum 18. 8. Schlacht bei Gravelotte 3. 1. Schlacht bei Bapaume 19. 1. Schlacht bei St. Quentin Idhgeu zu Ba IX.A.-KJ 1. 18.8. 31.8. 3.12. 4.12. Tl.l. Bezeichnung der Sanitäts- Detachements nach Armeekorps und Nummer X. A.-K. l. 1». l. i 2 . li. XI. A.-K. l. i^^^^B^HI^M^Hi^^^HIIH^^^HiHMHH Zeit chlacht bei Beaomont Gefechte vor Paris eft'en bei Weissenburg hlaclit bei Wörth hlacht bei Sedan refecht bei Bicetre Gefecht b. La Malmais« isehiessung von Paris. iefeclit bei Chevilly Gefechte vor Paris Schlacht bei Colomhey ichlacht bei Gravelotte üefecht vor Metz Macht bei Bapauine Schlacht bei St. Queiitiu ichlacht bei Mars la Tom Ichlacht bei Gravelotte hlacht bei Bapannie chlacht bei St. Queiitin Irflageu zu Band I. Uebersicht der Tbitigkelt der Saiiitäts-Dctacueinents 117* . fl fß 3 J?< t- s °° • £ w 3 ;u r- TD J 33 '— J 'S P a 1,9 -fos ^-g s £ 2.2 P sc*'S B ~% 2 S = -?= Zeit .2 ' .. ' ■ e '.< SS-'S Zeichnung ;äts-Deta li Armeek nd Numm Z e i t |Hg| Zeit Zeichnung täts - Deta li Armeel nd Numm Zeit SS'S 3 3'HCS D'3 o 3 111 CO ~ 03 «3g «8§ -r dg OD 2) IX.A.-K.I IX.A.-K. IX. A.-K. Hess. l. 18.8. Schlacht b. Gravelotte 2. 3. (25. Div.) 18.8. Schi. b. Gravelotte 31. 8. u. 1. 9. Schlacht bei 31. 8. u. 1. 9. Schlacht bei 31.8. u. 1.9. Schlacht b. Noisseville 12 9. vor Toul Noisseville Noisseville 2. 12. Schlacht bei Loigny- Poupry 3. 12. Schlacht bei Orleans 3. 12. Schlacht bei Orleans 3.12. Schlacht b.Orleans 4.12. Schlacht bei Orleans 7. 12. Gefecht bei Meung 8.12. Schlacht b. Beaugency 8.12. Schi. b. Beaugency 9. 12. Desgl. 7.1. Gel'echtb.Epuisay etc. 11.1. Schlacht bei Le Maus 11 1. o 12. 1. Schlacht 11.1. Schlacht bei Le .Man;. bei Le Mana Bezeichnung der rianitäts- Detachements nach Armeekorps und Nummer Zeit X. A.-K. : 1. 16. 8. Schlacht bei Mars la Tour 21. 9. vor Metz 1». 1. I 2 . 11. XI. A.-K. 24. 11. Gefecht bei Ladon und Maizieres 28. 11. Schlacht Rolande bei Beaune la 20. 12. Gefechte bei Monnaie 14. 1. Gefecht bei Chassille 15. 1. Gefecht bei Conlie und Alencon 4. 8. Treffen bei Weissenbursr 6. 8. Schlacht bei Wörth 1. 9. Schlacht bei Sedan Bezeichnung der Sanitäts- Detachements nach Armeekorps und Nummer Zeit Bezeichnung der Sanitäts- Detachements nach Armeekorps und Nummer Zeit X. A.-K. 2. 16. 8. Schlacht bei .Mars la Tour 18. 8. Schlacht bei Gravelotte 21. 9. vor Metz 27. 9. vor Metz 24. 11. Gefecht bei Ladon und Maizieres 28. 11. Schlacht bei Beaune la Rolande 2.12. Schlacht beiLoigny-Poupry 3. 12. Schlacht bei Orleans 15. 12. Gefecht bei Vendome 20. 12. Gefechte bei Monnaie 27. 12. Gefecht bei Montoire 31. 12. Gefecht bei Venddme 11. 1. Schlacht bei Le Mana XL A.-K. 2. 6. 8. Schlacht bei Wörth I. 9. Schlacht bei Sedan II. 10. Gefecht bei Orleans X. A.-K. 3. 16. 8. Schlacht bei Mar» la Tour 17. 9. vor Metz 7. 10. Gefecht vor Metz. 24. 11. Gefecht bei Ladon und Maizieres 28. 11. Schlacht bei Beaune la Rolande 4. 12. Schlacht bei Orleans 10. 12. Schlacht bei Beaugency XL A.-K. 3'. 3i. 31. 3*. 3. 4. 8. Treffen bei Weissenburg 6. 8. Schlacht bei Wörth 10. 8. Beschiessung von Pfalzburg 1. 9. Schlacht bei Sedan 5. 10. Gefecht bei Toury 11. 10. Gefecht bei Orleans b II 118* Uebersicht der Thätigkeit der Saniräts-Detachementa. Beilagen zu Band I. Bezeichnung der Sanitäts- Detacheroents nach Armeekorps und Nummer Zeit XL A.-K. l. IX 3. 1. Beschiessung von Paris XII. A.-K. (Kgl. Sachs.) 1. 16. 8. Schlacht bei Mars la Tour 18. 8. Sehlacht bei Gravelotte 24. 8. Beschiessung von Verdun 29. 8. Gefecht bei Nouart 30. 8. Schlacht bei Beaumont 1. 9. Schlacht bei Sedan 8. u. 10. 10. Gefecht bei Bondy 2. 12. Schlacht bei Villiers Bezeichnung der Sanitäts- Detachements nach Ai'mee- korps und Nummer Zeit Bezeichnung der Sanitäts- Detaehements nach Armeekorps und Nummer Zeit XL A.-K. 2. XII. A.-K. (Kgl. Sachs.) 2. 2». 2*. 2'. 18. 11. Gefecht bei Chäteauneuf 21. 11. Gefecht bei Bretoncelles 8. 12. Schlacht bei Beaugency 6. 1. Gefecht bei La Fourche 10. 1. Schlacht bei Le Maus 15. 1. Gefecht bei Conlie und Alencon 18. 8. Schlacht bei Gravelotte 24. 8. Beschiessung von Verdun 27. 8. Gefecht bei Buzancy 30. 8. Schlacht bei Beaumont 1. 9. Schlacht bei Sedan 30. 11. Ueberfall in Etrepagny 30. ll.u. 2.12. Schlacht bei Villiers XL A.-K. 3. 3». XII. A.-K. (Kgl. Sachs.) 3. 4. 1. vor Paris 18. 8. Schlacht bei Gravelotte 24. 8. Beschiessung von Verdun 29. 8. Gefecht bei Nouart 30. 8. Schlacht bei Beaumont 1. 9. Schlacht bei Sedan 2. 12. Schlacht bei Villiers r 3^3 E fe o o <£ sc ss-M E gooE SP S o 3 , Bjz; S-pfl 3 Zeit M ä w O M = Fl « s 0 SD ■CS ■7t < ja 4, t> 3 - d 7. es Zeit I. Bayr. l. V»l. 6. 8. Schlacht bei Wörth 31. 8. Gefecht beiBazeilles 1. 9. Schlacht bei Sedai 10.10. Gefecht bei Artenay 11.10. Gefecht bei Orleans 9.11. Treffen b. (Joulmiers 21. 11. Gef. b. La Fourche u. Thiron-Gardai? 1.12. Gefecht bei Villepion 2. 12. Schlacht bei Loigny- Ponpry 4. 12. Schlacht bei Orleans 7.12. Gefecht bei Meung 8.12. Schlacht b. Beaugency 9. 12. Desgl. I. Bayr. 4. 6. 8. Schlacht bei Wörth 30.8. Schlacht b. Beaumont 1. 9. Schlacht bei Sedan 11.10. Gefecht bei Orleans 7.11. Gefecht b. Marchenoir 9.11. Treffen b. (Joulmiers 21. 11. Gef. b. La Fourche u. Thiron-Gardais 29.11. Gefecht bei Varize 1.12. Gefecht bei Villepion 2. 12. Schlacht bei Loigny Poupry 4. 12. Schlacht bei Orleans 8.12. Schlachtb. Beaugency 9. 12. Desgl. 16. 12. Gefecht bei Moree Sh £ ^ r-3 r- P- ^ 'S o a> 3 £ 2 S '">S _ "2 N ^> rÖ 3 n 3 s 02 ™ Zeit IL Bayr. V s 2. 4.8. Treffen b. Weissenburg 2. 6. 8. Schlacht bei Wörth 1. 9. Schlacht bei Sedan 13. 10. Gefecht vor Paris sog- Ja ■ Sfc '§3 N -■ -■ - »'S O 3 CO X IL Bayr. 3. Zeit 1. 9. Schlacht bei Sedan 19.9. Gefecht b. Bicetre 13.10. Gefecht vor Fan- Beilagen zu Ba . E i i i g- »2^ g sq ps ^ 'Üfc - = § ■n Wiirtt. l. 9. 21. 10 30.11 Bezeichnung der Sanitäts- Det&chements nach Armeekorps and Nummer MiSflies 6. i: ■>; 6. 7. 9. 2S :!( l. It 9. 14 ■■■^H usflCffiFs ■ü^hbbhhh^bm^hi M Beilagen zu Band I. e i t Paris blacht bei Gravelotte schiessung von Verdun l'echt l>ei Nouart ilacht bei Beaumont [acht bei Sedan ilacht bei Villiers Zeit l. 9. Schlacht bei Sedu 19.9. Gefecht b. Bicetre 13.10. Gefecht vor Pari- Beilagen zu Band I. Uebersicht der Thätiskeit der Sanitäts-Detachements. 119* B -i. s o 0> g gS-S 2 ED Zeit Bezeichnung der Sanitäts - Detachem. nach Armeekorps und Nummer Zeit Bezeichnung der Sanitäts- Detachem. nach Armeekorps und Nummer Zeit Bezeichnung der Sanitäts- Detachem. nach Armeekorps und Nummer Zeit Württ. l. 6. 8. Schlacht bei Worth 1. 9. Schlacht bei Sedan 21. 10. Gefecht vor Paris 30.11. Schlacht b. Villiers Württ. 2. 6. 8. Schlacht bei Worth 1. 9. Schlacht bei Sedan 30. 11. u. 2. 12. Schlacht bei Villiers Württ. 3. 6. 8. Schlacht bei Worth 9. 8. Besehiessung von Lichtenberg 1. 9. Schlacht bei Sedan 30. 11. u. 2. 12. Schlacht bei Villiers Württ. 4. 1.9. Schlacht bei Sedan 2. 12. Sohl. 1). Villiers Bezeichnung Bezeichnung Bezeichnung der Sanitäts- der Sanitäts- der Sanitäts- Detachements nach ArmeeZeit Detachements nach ArmeeZeit Detachements nach ArmeeZeit korps und ■ korps und korps und Nummer Nummer Nummer Radisclies 4.Res.-Diy. XIV. A.-K. 6. 8. Schlacht bei Worth 11. 8. vor Strassburg 23. 8. vor Strassburg 6. 10. Gefecht bei La Bourgonce 7. 10. bis 10. 11. Belagerung von Neu-Breisach 9. 10. Gefecht bei Bambervillers 22. 10. Gefechte am Ognon # X 1. 12. Gefecht bei Antun 18. 12. Gefecht bei Nuits 9. 1. Gefechte bei Villersexel 9. 1. Gefechte bei Villersexel und Arcey und Arcey 14. und 15. 1. Gefechte bei 14. und 15. 1. Gefechte bei 15. 1. Schlacht an der Lisa ine Moffans etc. Moffans etc. 20. und 21. 1. Erstürmung von Perouse 120* Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. Beilagen zu Band I. I Beilagen zu ßa Beilage 61. Zeitlich geordnete Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe und des Lazareth-Reservepersonals. Zeit O r t Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps K r a n k e n a n f n a h m e etc. 1. 8. bis 25. 9. 8. bis 14. 2. 8. bis 3. I 1. 8. bis 23. 5. 8. bis 19. 8. 10. 8. bis 19. 8. Philippsburg Langenkandel Biebrich Bruchsal Alzey Worms 2». XI. 10. I. Bayer. 7. XII. 6. Württembg. L.-R. -P. 1. XII. L.-B. -P. 2. XII. 1) Aufmarsch. 271 meist Leichtkranke, 9 übrigbleibende Kranke in zivilärztliche Behandln» 307 meist Leichtkranke, evakuirt nach .Bretten in II. Feldspital 5. Bayer, Rest an Zivilarzt. 36 Marschkranke. 243: 55 Verwundete, 25 Typhus etc., geheilt 69, gest. 1 Verwundeter. 379: geheilt 76, gest. 0, Rest 8 an Örosaherzogl. Lazareth-Komniissicm. 87: geheilt 11, Rest 5 an dortiges Reserve-Lazareth. 2) 4. 8. 6. 8. 9. 8. C. 8. 6. 8. 6. 8. bezw 6. 8. 8. 8. 6. 8. 6. 8. Die ersten bis 6. 8. bis 21. 8. bis 12. 8. bis 8. 8. bis 24. 8. bis 19. 9 . 24. 11. bis 9. 8. bis 30. 8. bis 12. 8 bis 12. 8. Kämpfe der III. Armee ( Weissenburg, Wörth) und die Belagerung von Strassburg. Altenstadt V. Altenstadt ii. (seit 11 V. 8. nur Vsll) Bergzabern 9. T. Bayer. Preuschdorf 1. V. Wdrth 2. V. Wörth 4. V. Wörth 5. V. Wörth 3. XL ( 3. V. i 12. V. Surburg 1. XI. 496 Verwundete (einschl. 103 Franzosen), gest. 26 (einschl. 10 Franzosa] Rest 171 an 11. V. 171 Verwundete, gest. 13 (einschl. 3 Franzosen). 120: 103 Verwundete, geheilt 2, Rest 7 an Bayer. ITaupt-Feldspital 5. ii Bretten und 9 an das städtische Rudolfspital. 154 Verwundete. 287 Verwundete (einschl. 82 Franzosen), gest. 34 Deutsche und 10 Franz»*:. 813 Verwundete (einschl. 183 Franzosen), gest. 98 (einschl. 25 Franzose«] 200 Leicht- und 142 Schwerverwundet« (einschl. 42 Franzosen), gest. 5 Dental und 3 Franzosen, abgelöst durch 4. V, und 3. XI. 166 Verwundete (einschl. 42 Franzosen), gest. 13 Deutsche und 7 Franz«»] abgelöst durch 4. V. 7. 8.: 131 Verwundetenbestand | 7. 8.: 300 Verwundetenbestand 280 Verwundete, evakuirt auf Sulz evakuirt nach Sulz. gest. 18. *) Die vorliegende Uebersicht weicht in einigen Beziehungen von der Nachweisung in Anlage 192 des Generalstabswerks ab, und 7« insofern, als in Uebereinstimmnng mit der Fassung des Berichtes nicht zwölf, sondern zehn Zeiträume unterschieden sind und infolge dessen! innere Anordnung eine andere geworden ist, als ferner aueli die in der 4. Spalte der bezeichneten (fachweisnng erwähnten ablösenden Feldlazswl in der folgenden Uebersicht selbstständig aufgeführt sind, und als endlieb abweichende Angaben über die Thütigkeitsdauer in denjenigen Fall' bemerkbar bleiben, wo Feldlazarethe vor Antritt bezw. nach Abscbluss ihrer eigentlichen Wirksamkeit ortsanwesend waren, sei es, dass sie sich ■ verfügbar hielten oder sieli an den Arbeiten anderer Laxarethe unterstützend betheiligten. Zeit 4. 8. bis 5. bezw. 10. G. 8. bis 31. 8. 8. bis 16. bis 15. 7. 8. bis 28. bezw. 1.1< U. 8. bis 25. bezw. 2. Ii 9. 8. bis 10. 8. 8. bis 18. 8. 8. bis 9. 7. 8. bis 10. 8. 9. bis 2.1( 10. 8. bis 8.1] 25. 8. bis 5.1( bezw. 26.1( 11. 8. bis 4.1( 11. 8. bis 12.1( 27. 8. bis 18. i 10.8. bis 20.8. bei 5.10., bezw. 2. 1 20. 8. bis 4. 8 7.10. bis 31. 3 (vorher 4.8. bis 7.1 5.10. bis 31.12 29. 7. bis 22. 8 9. 8. bis 24. 8 5. 9. bis 22. 9, bezw. 8.10. 13. 8. bis 27. 8 8. 8. bis 5. 9 bezw. 24.10 Sttitttn-Bericht Ii gen zu Band I. Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. 121* , zivilärztliche Behandlung i H. Feldspital 5. Buycr, »est. 1 Verwundeter. Lazareth-Kommissioi ;th. von Strassburg. 36 (einschl. 10 Franzi« er. TIaupt-Feldspital 5 I pital. Deutsche und 10 Franz»*: 8 (einschl. 25 Franzose«! Franzosen), gest. 5 Dental md 3. XI. Deutsche und 7 FraMort ^ulz. gest. 18. >ralstabswerks ah, und td sind und infolge dessenj ten ablösenden Feldlazarej sdaiier in denjenigen F.il •en, sei es, das* sie sich «■ Zeit i 8. bis 5. 8. bezw. 10. 8. 8. bis 31. 8. 8. bis 16. 8, 8. bis 15. 8 8. bis 28. 8. bezw. 1.10, 8. bis 25. 8. bezw. 2.10, 8. bis 10. 8, 8. bis 18. 8, 8. bis 9. 8. 8. bis 10. 8. 8. 9. bis 2.10. 10. 8. bis 8.11. 25. 8. bis 5.10. bezw. 26.10. 11. 8. bis 4.10. 11. 8. bis 12.10. 27. 8. bis 18. 9. 10.8. bis 20.8. bezw, 5.10., bezw. 2. 12. 20. 8. bis 4. 9. 7.10. bis 31. 3. vorher 4.8. bis7.10.! 5.10. bis 31.12. 29. 7. bis 22. 8. 9. 8. bis 24. 8. 5. 9. bis 22. 9. / bezw. 8.10. ^ 13. 8. bis 27. 8. 8. 8. bis 5. 9. bezw. 24.10. O r t Forsthaus zur Haardt Spachbach Morsbronn Elsasshausen Gunstett Bischweiler Lembach Reichshoffen Fröschwiller Sulz Bläsheim Brumath Kolbsheim Hagenau Vendenheim Hagenau Sulz Reichshoffen Weissenburg Hagenau Mosbach Bretten Niederbronn Reichshoffen Schaidt Neustadt a. d. Haardt Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps 2i. XI. 8. XL 9. XI. 1. Badisehes 2. Badisches 4. IL Bayer. 1. Württembg. 2. Württembg. 4. XL 1. Badisches 2. Badisches 3. Badisches 4. Badisches 5. Badisches 6. Württembg. L.-R.-P. XI. (seit 1. 9. nur 3. XL L.-R.-P. 2. XL L.-R.-P. V. (freiw. Krankenpflege unter Prof. Billroth.) L.-R.-P. 3. XL H.-F.-Sp. 4. Bayer. H.-F.-Sp. 5. Bayer. H.-F.-Sp.5.Bayer. H.-F.-Sp. 2. Bayer. L.-R.-P. 3. XII. Kranke n auf nähme etc. 127 Verwundete evakuirt nach Landau und Weissenburg, gest. 19. Sttittts-Bericht iiljer die Deutschen Heere 1870/71. Beilagen zu Bd. I. 717 Verwundete i 295 Verwundete (einschl. 262 Franzosen), evakuirt nach Sulz und Hagenau, gest. 20 (einschl. 16 Franzosen). 408 Verwundete (einschl. 199 Franzosen), evakuirt nach Ilagenau, Bisch- weiler, Sulz, Reichshoffen, Wörth, gest. 8 Deutsche und 8 Franzosen. 9. 8.: 158 Bestand, bis 9. 8.: gest. 28. 229 Verwundete (einschl. 221 Franzosen), gest. 22. 88 Verwundete, gest. 2, Rest 10 an den Kantonarzt. 267: 130 Verwundete, 3 Typhus, 1 Ruhr etc., geheilt 50, gest. 70 Verwundete, Rest an Lazareth-Reservepersonal 2. XL 67 Verwundete, gest. 2 Verwundete. Rest 50 an Lazareth-Reservepersonal XL 143: 13 Verwundete, 54 gastrisches Fieber und Typhus, 24 Ruhr, evakuirt nach Kolbsheim und Brumath. 1783 einschl. 233 Verwundete, gest. 24: 10 Verwundete, 6 Typhus, 3 Ruhr etc. 294: 38 Typhus, 31 Ruhr etc., geheilt 142, gest. 2 Verwundete, 4 Typhus, Rest 6 an Kommandantur in Strassburg. 716: 320 Verwundete, 34 Typhus, 21 Ruhr etc., gest. 38: 30 Verwundete, 5 Typhus, 1 Ruhr etc., abgelöst durch Laz.-Reservepersonal 3. XL 1188: 357 Verwundete, 44 gastrisches Fieber und Typhus, 42 Ruhr etc., geheilt 340, gest. 39: 31 Verwundete, 4 Typhus, 1 Ruhr etc. 127: 13 Verwundete, 34 Typhus, 26 Ruhr etc., geheilt 30, gest. 0. Löst 4. XL ab. 286 Verwundete und 21 Kranke (einschl. 154 Franzosen), geheilt 7, gest. 57, Rest 22 verwundete Franzosen an Gemeinde. 75 Verwundete und 12 Kranke (einschl. 76 Franzosen), gest. 9 Verwundete, abgelöst durch Bayer. Haupt-Feldspital 5. 1192 (unter ihnen 87 Verw., einschl. 115 Franzosen), geheilt 425, gest. 101. Löst 4. Bad. ab, 69 Verwundete und 370 Kranke, Rest 186 an 12. VII. geheilt 42, gest. 19. 172 (einschl. 81 Verwundete), geheilt 42, Rest 12 an Distriktsspital. 230 (einschl. 108 Verwundete), geheilt 39, Rest 9 an städtisches Krankenhaus. 118 ) l geheilt 27, gest. 25- 179 (einschl. 8 Deutsche u. 123 Franz. Verw., [ 6 5 61 / l geheilt 8, gest. 13. 275 (einschl. 40 Schwerverwundete), 2 Typhus, 2 Ruhr etc. (unter ihnen 21 Franzosen, geheilt 138, gest. 9, Rest 15 an Zivilarzt. 202 (einschl. 199 Verwundete), evakuirt nach Mainz, gest. 6 Verwundete. Rest 90 an Zivilbehörde. 16 122* Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. Beilagen zu Band I, Zeit Bezeichnung des Lazaretts nach Nummer und Armeekorps Die Schlacht bei Spicheren und die Ereignisse während der Heeresbewegungen nach der Mosel. 6. 8. bis 14. 8. 6. 8. bis 8. 8. 7. 8. bis 12. 8. 6. 8. bis 8. 8. 7. 8. bis 8. 8. 7. 8. bis 22. 8. 7. 8. bis 23. 8. 11. 8. bis 24. 8. 11. 8. bis 24. 8. 8. 8. bis 12. 8. 8. 8. bis 13. 8. 9. 8. bis 24. 8. 11. 8. bis 13. 8. 11. 8. bis 2. 9. 15. 8. bis 20. 8. 14. 8. bis 25. 8. 10. 8. bis 18. 8. 15. 8. bis 20. 8. 10. 8. bis 13. 8. 14. 8. bis 18. 8. 15. 8. bis 18. 8. 14. 8. bis 2.11. 15. 8. bis 19. 8. 15. 8. bis 18. 8. 15. 8. bis 19. 8. 15. 8. bis 19. 8. 15. 8. bis 3.10. 15. 8. bis 19. 8. 15. 8. bis 18: 8. 15. 8. bis 20. 8. 14. bezw. 15. 8. bis 14. 11. bezw. 7. 12. St. Johann—Saarbrücken St. Johann-—Saarbrücken St. Johann—Saarbrücken St. Johann—Saarbrücken St. Johann - Saarbrücken St. Johann—Saarbrücken St. Johann—Saarbrücken St. Johann—Saarbrücken St. Johann—Saarbrücken Neudorf Etzling Spicheren Saargemünd Saarunion St. Avold Sarrebourg Ingwiller Ingwiller Lichtenberg Chäteau Gras Chäteau Gras Les Etangs Les Etangs Les Etangs Nouilly Nouilly Noisseville (seit 27. 8. Chäteau Gras) Lauvallier Montoy und La Planchette Colombey (2. Sektion seit 17. 8. in Chäteau Aubigny) Pange 1. in. 4. VII. 4. in. 2. VII. 5. VII. 3. VII. 12. VII. 11. VIII. 6. VIII. V* VII. 6. III. 3. III. 8. XII. 11. IV. 12. II. 10. V. 4'. Württembg. 4 2 . Württembg. 4 2 . Württembg. 4. 9. 1. 3. 10. 7. 11. 6. I. 12. I. 9. VII. 456 Verwundete, geheilt 3, gest. 21, Rest 211 an Laz.-Reservepersonal IV 86 Schwerverwundete, Rest an Lazareth-Reservepersonal VII. Evakuirt 600 Leichtverwundete und behält 145 Schwerverwundete (einschl. 31 Franzosen), gest. 5 Verwundete (einschl. 3 Franzosen), Rest 97 an 6. VIII. \ Bis 7. 8. früh: 258 Schwer- und 150 Leichtverwundete, Rest an Lazaretli- I Reservepersonal VII. 242 Verwundete (einschl. 112 Franzosen), geheilt 22, gest. 16 Verwundete. Rest an Lazareth-Kommission in Saarbrücken. 234 Verwundete und Kranke, gest. 22 Verwundete und 2 Ruhr, Rest an Lazareth-Kommission in Saarbrücken. 146 Schwerverwundete, gest. 16, Rest an Lazareth-Reservepersonal IV. 97 von 4. III., dazu 72, insgesammt 169 (einschl. 31 Franzosen), geheilt 1. gest. 20 (13 Deutsche, 7 Franzosen), Rest an Lazareth-Kommission in Saarbrücken. 58 Schwerverwundete, Rest an Lazareth-Reservepersonal VIII. 139 schwerverw. Franzosen, gest. 5, evakuirt nach Saarbrücken u. Spicheren. 248 schwerverw. Franzosen, gest. 26, Rest an Lazareth-Reservepersonal IV 100 verwundete Franzosen, Rest an Lazareth-Reservepersonal Garde. 310 meist Marschkranke, geheilt 212, gest. 2. 277 (einschl. 16 Franzosen), 241 Verwundete, 4 Typhus, 11 Ruhr, geheilt 1. gest. 2 Ruhrkranke. 1263 bes. Fusskranke, gest. 2, abgelöst durch Laz.-Reservepersonal 1. u. 2. Y. [ 220: 35 Verwundete, 12 Typhus, geheilt 102, gest. 1 Verwundeter. 36 (nur Franzosen), 34 Verwundete, gest. 1. Bis 15.8. früh: 278 Verwundete.^ Abgelöst durch Lazareth-Reservepersonal I Unterstützt 4. I. j n*d> 5 Todesfällen. 381: geheilt 12, gest. 28: 2 Ruhr etc., Rest 23 an 2. I. 118 Verwundete, gest. 4. Rest 17 an 1. I. 192 Verwundete, gest. 11, Rest 39 an 1. I. 172 Verwundete, gest 10, ) evakuirt nach Teterchen und Saarlouis. 95 Schwerverwundete, gest. 12, j Reqt a » 8 - L 412. 160 Verwundete, evakuirt nach Boulay und Montoy, gest. 9 Deutsche und 1 Franzose, Rest nach Montoy. 283 Verwundete, gest. 11, Rest an Lazareth-Reservepersonal I. in Montoj Findet 148 Verwundete (einschl. 77 Franzosen) vor, gest. 13. 891: 623 Verwundete, 86 gastrisches Fieber und Typhus, 62 Ruhr etc., ge heilt 84. 17. 8.: 124 Verwundete nach Remilly, gest. 61: 48 Verwundete, 9 Typhus, 3 Ruhr etc. n zu Ba Zeit 15. 8. bis 13.1 15. 8. bis 18. 15. 8. bis 4.1 7. 8. bis 2.1 10. 9. bis 22. 14. 8. bis 27. 10. 8. bis 24. 4.11. bis 31.1 13. 8. bis 8. bezw. 10.1 8. 8. bis 18. 8. 8. bis 17. 14. 8. bis 14. 1 15. 8. bis 17. 15. 8. bis 8.1 18. 8. bis 27. 18. 8. bis 5. 5. 9. bis 12.1 22. 8. bis 27. 27. 8. bis 9. 9. 9. bis 22. 22. 9. bis 2.1 4.11. bis 23.1 26. 9. bis 27.1 26. 8. bis 20.1 bezw. 7.1 Beilagen zu Band I, jgungen _,az.-Reservepersonal IV. sonal VIT. hwerverwundete (einschl. 1. 3 Franzosen), Rest 97 ndete, Rest an Lazarett- 22, gest. 16 Verwundete. ken. und 2 Ruhr, Rest an Reservepersonal IV. !1 Franzosen), geheilt 1, an Lazareth-Kommission rsonal VIII. Saarbrücken u. Spicheren. reth-Reservepersonal IV. 'vepersonal Garde. r phus, 11 Ruhr, geheilt 1, teservepersonal 1. u. 2. Y. st. 1 Verwundeter. Beilagen zu Band I. Uebersieht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. 123* izareth-Reservepersonal i Todesfällen. 2. I. eterehen und Saarlouis, ^t an 8. I. oy, gest. 9 Deutsche üb vepersonal I. in Monte r, gest. 13. typhus, 62 Ruhr etc., %t emilly, gest. 61: 48 Ver- Zeit 0 r t 15. 8. bis 13.10. 15. 8. bis 18. 8. 15. 8. bis 4.11. 7. 8. bis 2.11. 10. 9. bis 22. 9. 14. 8. bis 27. 8. 10. 8. bis 24. 8. 4.11. bis 31.12. 13. 8. bis 8. 9. bezw. 10.12. 8. 8. bis 18. 8. 8. 8. bis 17. 8. 14. 8. bis 14.12. 15. 8. bis 17. 8 15. 8. bis 8.11 18. 8. bis 27. 8. 18. 8. bis 5. 9. 5. 9. bis 12.11 22. 8. bis 27. 8. 27. 8. bis 9. 9. 9. 9. bis 22. 9. 22. 9. bis 2.11 4.11. bis 23.12 26. 9. bis 27.11. 26. 8. bis 20.10. bezw. 7.11. Colligny Conrcelles—Chaussy Courcelles—Chaussy Kaiserslautern Homburg i. d. Pfalz Saarbrücken Saarbrücken Forbach Saargemünd Saarbrücken Saarbrücken Boulay und seit 8. 11. Teterchen Teterchen Teterchen (Jhäteau Gras Montoy Maizery (Jourcelles sur Nied Courcelles sur Nied (Jourcelles sur Nied Pange Courcelles—Chaussy Zabern Sarrebourg Bezeichnung des Larareths nach Nummer und Armeekorps 7. VII. 10. VIII. 9. VIII. L.-R.-P L.-R.-P. L.-R.-P. L.-R.-P L.-R.-P. L.-R.-P L.-R.-P. L.-R.-P. . 3. IX. III. IV. . 2. IX. 3. IX. (i. VII. VII. I. I. I. I. I. G. 111. L.-R.-P. 2. L.-R.-P. 1. L.-R-P. 3. L.-R.-P. 1. L.-R-P. 1. L.-R.-P. 1. L.-R.-P. L.-R.-P. 2. L.-R.-P. 3. VIII. L.-R.-P. 3. VIII. L.-R.-P. 3. VIII. L.-R.-P. 2. V. vom 7. 8. an Zivilärzte des Ortes) L.-R-P. 1. u. 2. V. Kran ken auf nähme etc. 230: gest. 58: 57 Verwundete etc., Rest 45 an Lazareth-Reservepersonal I. 209 Verwundete (einschl. 4 Franzosen), gest. 8 (einschl. 1 Franzose), Rest an 9. VIII. 476: 300 Verwundete, 50 Typhus, 97 Ruhr, gest. 41: 29 Verwundete, 8 Ruhr, 3 Typhus etc., Rest 93 au Lazareth-Reservepersonal VIII. 359 Verwundete (einschl. 35 Franzosen) und 594 Kranke, geheilt 292, gest. 49, Rest 67 an Bayerische Militärverwaltung. 20 Verwundete und 23 Kranke, geheilt 4, gest. 1, Rest 27 an Bayerische Militärverwaltung. 232 Verwundete (einschl. 15 Franzosen) und 21 Kranke, geheilt 6, gest. 8, Rest 168 an Reservelazareth in Saarbrücken. 94 Verwundete (einschl. 22 Franzosen) und 13 Kranke, gest. 4, Rest an Reservelazareth in Saarbrücken. 44 Verwundete (einschl. 42 Franzosen) und 177 Kranke, geheilt 7, gest. 37, Rest 32 nichttransportable Franzosen an Gemeinde. Bis 8. 9.: 128 Verwundete und 198 Kranke, von da bis 10. 12.: 58 Verwundete, 35 Kranke, geheilt bis 8. 9.: 62, von da bis 10. 12: 6. gest. 6 bezw. 1, Rest 7 Verwundete und 20 Kranke an Kantonnements- Lazareth der Besatzung. 177 Verwundete und 50 Kranke. 103 Verwundete und 4 Kranke, geheilt Reservepersonal IX. 1, gest. 4, Rest 65 an Lazareth- 186 Verwundete (einschl. 53 Franzosen) und 865 Kranke (einschl. 285 Ruhr, 182 Typhus, 188 gastr. Fieber etc.), geheilt 55, gest. 96: 15 Ruhr, 52 Typhus etc. \ 193 Verwundete und 949 Kranke, über 1500 Passanten, geheilt 61, gest. 101, ( Rest von Boulay aus behandelt. Löst 4. und 9. I. ab, 24 Verwundete und 7 Kranke, Rest an 8. I. I Löst 2. und 6. I. mit 81 Verwundeten ab, 7 Kranke und 235 Verwundete I (einschl. 37 Franzosen), gest. 64 Verwundete. 52 Verwundete (einschl. 16 Franzosen), 13 Kranke, geheilt 1, gest. 12. 20 Verwundete (einschl. 9 Franzosen) und 8 Kranke, geheilt 1, gest. 15. 6 Verwundete und 346 Kranke, geheilt 13, gest. 12. Löst 9. VIII. ab, 45 Verwundete und 110 Kranke, geheilt 46, gest. 17. 101 Verwundete (einschl. 72 Franzosen) und 543 Kranke, geheilt 113, gest. 14, Rest 181 an 12. I. Löst 10. V. ab, 2 Verwundete und 538 Kranke, geheilt 265, gest. 54. 16* 124* Uebersieht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. Beilagen zu Band Zeit Ort Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps Krankenuuf nähme etc. 16. 8. bis 7. 9. 16. 8. bis 5.11. 16. 16. 17. bis 4. 9. bis 11. 9. bis 29. 9. 16. 8. bis 26. 8. 16. 8. bis 18. 8. 16. 8. bis 20. 8. 17. 8. bis 13. 9. 18. 8. bis 10.10. 17. 8. bis 18. 8. 17. 8. bis 2. 9. 17. 8. bis 21. 8. 16. 8. bis 27. 9. 18. 8. bis 27. 8. 16. 8. bis 27. 9. 17. 8. bis 20. 8. 17. 8. bis 6. 9. 17. 8. bis 19.10. 17. 8. bis 5.10. 17. 8. bis 2.10. 18. 8. bis 31. 8. 16. 8. bis 19. 8. 16. 8. bis 27. 8. bezw. 2. Sekt. 3. 9. 16. 9. bis 25. 9. 4. Die ersten Kämpfe links der Mosel und die Einschliessung von Metz. Gorze Gorze Gorze St. Thiebault bei Gorze St. Apolline (Ferme bei Gorze) Tronville Tronville Vionville Vionville Vionville Puxieux Mars la Tom- Mars la Tour Mariaville (Ferme bei Mars la Tour Bezonville Thiaucourt Thiaucourt Pont ä Mousson Pont ä Mousson Pont ä Mousson Pont ä Mousson Pont ä Mousson Dieulouard Bosieres en Haye Gondreville III. III. 2>. VIII. 5. VIII. 1. X. 2. III. 4. III. 3 X. 9. III. 8. 12. 10. 2. 2. 7. III. III. III. IX. X. 11. III. 5. X. 10. X. 10. G. 4. X. X. X. 6. III, Vü3. G. 1. IV. 9. IX. 992: 150 Buhr etc., geheilt 41, gest. 140: 133 Verwundete, 7 Ruhr. 1766: 933 Verwundete (einschl. 179 Franzosen), 166 Typhus, 409 Ruhr etc. geheilt 98, gest. 256: 148 Verwundete (einschl. 62 Franzosen)' 38 Typhus, 31 Ruhr etc. 245 Verwundete (einschl. 26 Franzosen), gest. 42, Best 58 Verwundete an 7. Hj, 294 Verwundete, gest. 41 (einschl. 4 Franzosen), Best 45 nach Gorze. 446: 438 Verwundete (einschl. 83 Franzosen), geheilt 4, gest. 72 Verwundete (einschl. 30 inf. von Buhr), 2 Buhr etc., Best 22 dem Lazareth- Beservepersonal II. übergeben. 610 Verwundete, evakuirt nach Pont ä Mousson und Vionville, gest. 30. 400 Verwundete. Bis 20. 8.: 402, evakuirt nach Gorze und Noveant, 242 an 8 und 9. IR. Bis 20.8.: 691, zusammen 821 (einschl. 458 Franzosen), evakuirt auf Gorze gest. 39 verwundete Deutsche und 18 verwundete Franzosen. Restbestand 22 Verwundete an 8. III. Bis 20.8.: 350, überhaupt 550, gest. 72. 71 Verwundete, evakuirt nach Tronville. Bis 18.8.: 340, überhaupt 462 Verwundete, an 2. X, gest. vergl. 2. X. 695 Verwundete, evakuirt 597 nach Pont ä Mousson, gest. 8, 90 an 10. III. Anfangs 575 Verwundete (einschl. 40 Franzosen), zusammen 752, evakuirt nach Pont ä Mousson, gest. (einschl. der vom 10. III.) 109, abgelöst durch das Lazareth-Reservepersonal X. Traf 175 verwundete Franzosen an, weiterhin 89 Deutsehe und 22 Franzosen, gest. 9 Deutsche, 8 Franzosen. 2259, gestorben 44: 39 Verwundete, 4 Ruhr, 1 Lungenentzündung. Unterstützt 5. X. 402 (einschl. 78 Franzosen), gest. 14, Restbestand 175, abgelöst durch Lazareth-Reservepersonal des Gardekorps. In den ersten Tagen 231 Deutsche Verwundete und 42 Franzosen, überhaupt 630 (einschl. 465 Verwundete), 17 Typhus, 35 Ruhr, geheilt 50, gest. 33: 21 Verwundete, 5 Ruhr, 3 Typhus etc., Restbestand 70, abgelöst durch Lazareth-Reservepersonal X. Infolge der Schlacht von Mars la Tour 164 Verwundete, überhaupt 365: 320 Verwundete, 3 gastrisches Fieber, 15 Ruhrfälle etc., geheilt 13, gest. 25, einschl. 23 Verwundete. Bis 18. 8.: 1100 Verwundete, bis 23. 8. gegen 4000 Verwundete, unterstützt vom 23. bis 31. 8. durch 12. II., Ende August 286 im Bestand, einschl. 260 Verwundete; 18.8.: 600 nach Remilly, gest. 94: 83 Verwundete, 3 Typhus, 8 Ruhr, Restbestand 148 an Lazareth-Reservepersonal IL Infolge der Schlacht von Mars la Tour 291 Verwundete, weiterhin 162 Verwundete, darunter 134 Franzosen, dazu 128 Ruhr- und 37 Typhus- fälle, geheilt 36; gest.: 7 Verwundete, 1 Ruhr, 1 Typhus, Restbestand 218 an 12. H. Bis 16.8. Abends: 768, 17.8.: 585 geheilt zur Truppe, Best an Französischen Kantonarzt. 133 Verwundete. Bis 23.8.: evakuirt 100, gest. 2. 82: 16 Verwundete, 34 Buhr etc., evakuirt nach Nancy, gest. 1 Buhr. Beilagen zu Ba Zeit Ifi, <). bis 25. 5.11. bis 31. 18. 8. bis 20. 18, 8. bis 31. 18. 8. bis 23. 19. 8. bis 21. I 18. 8. bis 7. H 19. 8. bis 27. 19. 8. bis 23. 18. 8. bis 8. 18. 8. bis 11.1< 19. 8. bis 24. i 21. 8. bis 26.1( 19. 8. bis 24. i 19. 8. bis 21. i 18. 8. bis 28. i 19. 8. bis 28. i 19. 8. bis 28. < 19. 8. bis 9. 21. 8. bis 9. 22. 8. bis 4. S 19. 8. bis 6.10 28. 8. bis 30. 8 18. 8. bis 31. 8 18. 8. bis 28. 8 18. 8. bis 24. 8 18. 8. bis 22. 8 18. 8. bis 19. 8 Beilagen zu Band I. tz. 'undete, 7 Ruhr. i Typhus, 409 Ruhr etc. einschl. 62 Franzosen)] 58 Verwundete an 7.111. sst 45 nach Gorze. ,4, gest. 72 Verwundete Best 22 dem Lazarett d Vionville, gest. 30. M2 an 8 und 9. III. en), evakuirt auf Gorze, mdete Franzosen. Rest- , gest. vergl. 2. X. l, gest. 8, 90 an 10. III. zusammen 752. evakuirt n 10. III.) 109, abgelöst ltsche und 22 Franzosen, o'enentzündung. d 175, abgelöst durch 12 Franzosen, überhaupt i, 35 Ruhr, geheilt 50, us etc., Restbestand 70. undete, überhaupt 365: .uhrfälle etc., geheilt 13. Verwundete, unterstützt ugust 286 im Bestand. smilly, gest. 94: 83Ver- :8 an Lazareth-Reserve- lete, weiterhin 162 VerRuhr- und 37 Typhus- Ruhr, 1 Typhus, Rest- , Rest an Französischen ticy, gest. 1 Ruhr. Beilagen zu Band I. Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. 125* Zeit IB. 9. bis 25. 9. 5.11. bis 31. 3. 18. 8. bis 20. 8. 18. 8. bis 31. 8. 18. 8. bis 23. 9. 19. 8. bis 21. 8. 18. 8. bis 7.10. 19. 8. bis 27. 8. 19. 8. bis 23. 8. 18. 8. bis 8. 9. 18. 8. bis 11.10. 19. 8. bis 24. 8. iL 8. bis 26.10. 19. 8. bis 24. 8. 19. 8. bis 21. 8. 18. 8. bis 28. 8. 19. 8. bis 28. 9. 19. 8. bis 28. 9. 19. 8. bis 9. 9, 21. 8. bis 9. 9. 22. 8. bis 4. 9 19. 8. bis 6.10. 28. 8. bis 30. 9, 18. 8. bis 31. 8. 18. 8. bis 28. 8 18. 8. bis 24. 8. 18. 8. bis 22. 8 18. 8. bis 19. 8, 0 r t Blenod les Toul Toul Gravelotte Gravelotte Gravelotte Gravelotte und St. Hubert Gravelotte Gravelotte Gravelotte Ars sur Moselle Ars sur Moselle Gravelotte Gravelotte Gravelotte Ancy sur Moselle Verneville Verneville Verneville Aman villers Ainanvillers Amanvillers Anoux la Grange Jouaville Doncourt en Jarnisy Jouaville Jouaville Habonville Habonville Bezeichnung dos Lazareths nach Nummer und Armeekorps Kranke n auf u ahme etc. 7. 2. 5. 1. 2. 9. IX. in. 1. VIII. 2. VIII. 4. VIII. 12. VIII 1. 11. 2. II 4. II 1. VII 10. VII 4. VII 7. VIII 2. VII 5. VII 1. IX 4. IX 6. IX. IX. II. 2. IX. 1. Hessisches 1. Hessisches 3. G. G. G. G. G. 16, alle nach Toul evakuirt. Uebernimmt zunächst 110 Kranke von Truppenärzten. 1640: 143 Verwundete, 136 Typhus, 71 Ruhr etc., geheilt 1026, gest. 51: 4 Verw., 26 Typhus, 8 Ruhr etc., Rest 46 an 8. VII. 86 Verwundete, 70 Ruhr, geheilt 5, gest. 5 Verwundete, Restbestand 16 an 7. VIII , 24 an 4. VIII. 97 Verwundete (einschl. 17 Franzosen), gest. evakuirt 84. 13 (einschl. 2 Franzosen), Bis 31.8.: 205 Verwundete (einschl. 12 Franzosen), im September 563, u. A. 386 Ruhr, 134 Typhus, im August gest. 18 Verwundete, im September 39, u. A. 23 Ruhr, 11 Typhus, 3 Verwundete, Restbestand 16 an 7. VIII. Fand in St. Hubert 235 Deutsche und 72 Franzosen, evakuirt nach Gravelotte und Corny, gest. 7 Deutsche und 4 Franzosen. 339, einschl. 318 Verwundete, gest. 49 Verwundete, Restbestand 21 an 7. VIII. \ Nach Evakuation der Leichtverwundeten noch 179 Schwerverwundete, gest. I 43 Verwundete. 298, in Gendarmerie-Kaserne bei 14 Verwundeten (11 üperirten) purulentes Oedem, gest. 31 (einschl. 30 Verwundete), Restbestand 27 an 10. VII. 729 (einschl. 110 verwundete Franzosen), unter ihnen 3 aus Fort St. Quentin schwerverwundete Typhuskranke, gest. von 598 verwundeten Deutschen 53, von 110 verwundeten Franzosen 29, Restbestand 49 Verwundete an Lazareth-Reservepersonal VIII. 145 Verwundete, 126 evakuirt, gest. 9, 10 an 7. VIII. 261, einschl. 172 Verwundete, 18 Typhus, 22 Ruhr etc., gest. 72, u. A. 57 Verwundete, 10 Typhus, 5 Ruhr. Nach Evakuation der Leichtverwundeten behält es 137 Schwerverwundete (einschl. 16 Franzosen), gest. 9 Deutsche, 48 an 7. VIII. am 24. 8. Vermittelt nur die Rückbeförderung der hier eintreffenden Verwundeten theils nach Corny, theils nach Ars sur Moselle. Verbindet 130 Leichtverwundete, behält 291, gest. 21, 61 am 28. 8. an 4. IX. Bis 21. 8.: 174 Schwerverwundete, gegen 500 Leichtverwundete verbunden, überhaupt 343, u. A. 46 Ruhr, geheilt 60, gest. 40, Restbestand 40 an 5. III. Bis 21. 8.: 106 Schwerverwundete, gegen 500 Leichtverwundete verbunden, überhaupt 726: 671 Verwundete (einschl. 42 Franzosen), 55 gastrisches Fieber und Typhus, geheilt 19, gest. 87 Verwundete und 1 Typhus, Restbestand 24 an 5. III. 370 Verwundete, gest. 49, evakuirt die übrigen. 124 Schwerverwundete (einschl. 76 Franzosen) und 87 Kranke (einschl. 28 schwere Ruhrfälle), gest. 24: 20 Verwundete, 4 Ruhrfälle. 122 Schwerverwundete, zusammen 151, gest. 37, Restbestand 60 an 3. IX. \ Am 24. 8. noch 101 Schwerverwundete. Löst am 28. 8. 5. G. mit 17 Verwundeten in Jouaville ab. Ueberhaupt 230: 177 Verwundete, 49 Ruhr, 4 Typhus, gest. 29 Verwundete und 2 Typhus, Rest evakuirt. 413 Deutsche und 323 Französische Verwundete, gest. 9 Deutsche und 23 Franzosen, Restbestand 82, abgelöst durch 3. III. Bis 24.8.: 551, zusammen 605, gest. 10, Restbestand 17, abgelöst durch Hessisches 1. 586 (einschl. 16 Franzosen), evakuirt bis 24. 8. gest. 14, 24. 8.: 52 an 5. G. 248 Verwundete, gest. 20, Rest an 10. IL Unterstützt 2. und 11. G. 520 nach Font ä Moussou etc.. 126* Uebereicht der Thätjgkeit der Keldlazarethe etc. Beilagen zu Band I. I Bei i age n zu Bai Zeit 18. 8. bis 22. 8. 19. 8. bis 21. 8. 18. 8. bis 21. 8. 18. 8. bis 2. 9. 19. 8. bis 2. 9. 20.. 8. bis 26. 8. 19. 8. bis 25. 8. 19. 8. bis 8. 9. 18. 8. bis 22. 8. 23. 8. bis 26. 9. 18. 8. bis 2. 9. 18. 8. bis 2. 9. 18. 8. bis 21. 8. 19. 8. bis 29. 8. 27. 8. bis 11. 9. 19. 8. bis 20. 9. 19. 8. bis 11. 9. 21. 8. bis 23. 8. 2. 9. bis 4.11. 29. 8. bis 6.11. 1. 9. bis 5. 9. 31. 8. bis 2.11. 4.10. bis 26.10. 1. 9. bis 4.10. 22. 8. bis 27. 8. 27. 8. bis 16. 9. 24. 8. bis 10. 9. 28. 8. bis 8. 9. 10. 9. bis 20. 9. 9. 9. bis 28. 9. 7. 9. bis 17. 9. 10. 9. bis 16. 9. 1. 9. bis 5. 9. 25. 8. bis 13.10. Habonville St. Ail 8t. Ail Ste. Marie aux Chenes Ste. Marie aux Chenes Ste. Marie aux Chenes Batilly St. Privat la Montagne Ste. Marie aux Chenes St. Hilaire Ste. Marie aux Chenes Ste. Marie aux Chenes Roneourt Roncourt Roncourt Auboue St. Privat la Montagne St. Marcel Les Mtangs Vigy und Argancy Buy Chäteau bei Antilly Cheuby Avancy Avancy Habonville Habonville Montigny la Grange Pierrevillers Rezonville Malmaison St. Privat Mecleuves Corny Batilly Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps 11. 9. 4. 7. G. G. G. G. G. G. 12. G. 1. XII. 2. XII. 2. XII. XII. XII. XII. 7. XII. 6. X. 8. 11. XII. X. 12. III. 9. I. 11. 1. 5. 5. 6. 10. I. IX. I. I. I. II. VslO. IL 4. Hessisches 5. Hessisches 5. Hessisches 1. III. 4. III. 12. IX. 4. VII. 9. II. 143 Verwundete, gest. 14 (9 an Bauchhöhlenwunden), Rest an 10. II. 113 Verwundete, gest. 3, 204 Verwundete, \ abgelöst durch Hessisches 2. mit 101 Verwundeten Behält 204 (einschl 17 Franzosen) Schwerverwundete, gest. 29, Restbestaud 67, abgelöst durch Lazareth-Reservepersonal IX. Behält 283 Schwerverwundete, gest. 46, Restbestand 52, abgelöst durch Lazareth-Reservepersonal IX. Behält 261 (einschl. 26 Franzosen) Schwerverwundete, 208 evakuirt, gest. 9 Deutsche, Rest an 6. G. 44 Verwundete. 214 Verwundete, gest. 7, Restbestand 20, abgelöst durch 9. IL 178, gest. 18, 31 am 8. 9. an 11. X. 527, gest. 10, Rest an 5. und 6. XII. 354, 349 Schuss- und 8 Stich- und Hiebwunden, gest. 45: 5 an Blutungen 4 an Eitervergiftung etc., evakuirt nach Pont ä Mousson, geheilt 7! abgelöst vom Lazareth-Reservepersonal 3. III. Behält 91 Verwundete, gest. 17, abgelöst durch Lazareth-Reservepersonal X. 254 Verwundete, gest. 18, abgelöst durch Lazareth-Reservepersonal X. 310, gest. 8, Rest an 7. XII. 277, gest. 30, übergiebt am 29. 8. 99 (einschl. 4 Franzosen) an 6. X. 150, u. A. 79 Schwerverwundete (4 Franzosen), geheilt 27, gest. 10 Verwundete, Restbestand 84 an 12. III. 329 (einschl. 205 Verwundete), geheilt 73, gest. 3: 2 Ruhr, 1 Typhus. Uebernimmt 435 Verwundete, behält 115 Verwundete, gest. 18 Deutsche und 15 Franzosen. Typhus- und Ruhrkranke, auch 37 Verwundete, evakuirt nach Verneville. 82 Verwundete aus Schlacht bei Noisseville, evakuirt 46, gest. 19, 23 an 2. I. in Landonvillers. Aus Schlacht von Noisseville 308 Verwundete, überhaupt 510: 351 Verwundete, 115 Ruhr, 26 Typhus etc., gest. 47: 35 Verwundete (einschl 13 Höhlenwunden), 8 Ruhr und 4 Typhus, mit 5 Kranken abgelöst durch 6. VII. 127 Verwundete aus Schlacht bei Noisseville, gest. 7, Rest 37 an 10. X \ Bis 1. 9. 264 Verwundete aus Schlacht bei Noisseville, überhaupt 326: \ 319 Verwundete, 3 Typhus etc., geheilt 12, gest. 44 Verwundete und 1 Typhus. 338 Verwundete aus Schlacht bei Noisseville, gest. 19 Verwundete, Rest- bestand 22 vom 5. I. mitbesorgt und 26. 10. evakuirt. 30Ver- Moselle und 1 168 Verwundete aufgenommen aus 2. und 11. G., 49 Kranke, gest. \ wundete und 1 Ruhrkranker, evakuirt nach Ars sur Mosi ) Ste. Marie aux Chenes. 284 schwerverwundete Franzosen, 1 Typhus und 1 Ruhr, geheilt 2, gest 45 Französische Verwundete. 126, u. A. 39 gastrisches Fieber und Typhus, 53 Ruhr etc., an 12. X. 326: 105 gastrisches Fieber und Typhus, 130 Ruhr, gest. 2 Typhus. U. A. 15 aus 3 IX., gest. 3 Verwundete, Restbestand 41 an 6. IX. 70 Leichtkranke, befördert Schwerkranke zurück als Durchgangsstation, abgelöst durch 11. III. 47 innerliche Kranke, u. A. 20 Ruhr, geheilt 34, Restbestand 5 an 11. VII. 227, abgelöst durch Lazareth-Reservepersonal I. mit 109 Kranken. 20 vom 12. G., dazu 145, einschl. 69 Ruhr- und 11 Typhusfälle, geheilt 78, gest. 9. Zeit 20. 8. bis 11.1 11.10. bis 19.1 11. 9. bis 27. 27. 9. bis 31.1 21. 8. bis 13.1 8. 9. bis 19.1 29. 8. bis 17. 17. 9. bis 23.1 25. 8. bis 11.1 27. 8. bis 4.1 27. 8. bis 15.1 30. 8. bis 4.1 23. 8. bis 30.1 12. 9. bis 13.1 1. 9. bis 25.1 11. 9. bis 29.1 15. 9. bis 29.1 10. 9. bis 29.1 17. 9. bis 10.1 11. 9. bis 29.1 17. 9. bis 30.1 28. 9. bis 3.1 8.10. bis 29.1 4.10. bis 6.1 25.10. bis 29.1 31. 8. bis 13.1 4. 9. bis 5.1 22. 8. bis 18.1 21. 8. bis 29.1 Beilagen zu Band I 1), Rest an 10. II. s 2. mit 101 Verwundeten. :te, gest 29, Restbestaud il IX. und 52, abgelöst durch lete, 208 evakuirt, gest durch 9. II. ist. 45: 5 an Blutungen, jnt ä Mousson, geheilt 7 III. areth-Reservepersoiral X. -Reservepersoinil X. ■anzosen) an 6. X. eheilt 27, gest. 10 Ver- 2 Ruhr, 1 Typhus, idete, gest. 18 Deutsche ikuirt nach Verneville. aürt 46, gest. 19, 23 an iberhaupt 510: 351 Vor : 35 Verwundete (einschl mit 5 Kranken abgelost . 7, Rest 37 an 10. X isseville, überhaupt 326: 12, gest. 44 Verwundete t. 19 Verwundete, Rot 0. evakuirt. 49 Kranke, gest. 30 Ver- ich Ars sur Moselle und 1 Ruhr, geheilt 2, gei Juhr etc., an 12. X. •, gest. 2 Typhus. ;and 41 an 6. IX. ls Durchgangsstation, ab- Restbestand 5 an 11. VII. it 109 Kranken. I Typhusfälle, geheilt B Beilagen zu Band I. Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. 127- Zeit Ort Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps Kr ankenauf nahm e etc. 20. 8. bis 11.10. Villers aux Bois 11. II. Uebernimmt zunächst 208 verwundete und hilflose Franzosen, dazu 29 verwundete Franzosen aus Montigny, gest. 38 Französische Verwundete und 1 Deutscher an Ruhr, Restbestand 12 Verwundete nach Gorze bezw. Pont ä Mousson evakuirt. 11.10. bis 19.10. Jeandelize 8. III. Durchgangsstation für innerliche Kranke, 193, einschl. 72 Ruhr und 31 Typhus bezw. gastrisches Fieber, evakuirt nach Nancy. 11. 9. bis 27. 9. 27. 9. bis 31.10. Roncourt Montois la Montagne 12. 12. III. III. 1 84 Verwundete von 6. X., überhaupt 179, einschl. 49 Ruhr, 24 Typhus, 1 geheilt 15, gest. 24: 9 Verwundete, 9 Typhus, 4 Ruhr etc. 21. 8. bis 13.10. St. Ail 2. Hessisches Uebernimmt vom 4. und 9. G. 101 Verwundete, überhaupt 163, einschl. 52 Ruhr, geheilt 57, gest. 22 Verwundete und 5 Ruhr, Rest evakuirt. 8. 9. bis 19.10. Pierrevillers 12. X. 126 von 5. Hessisches, dazu 244, überhaupt 370: 96 gastrisches Fieber und Typhus, 149 Ruhr etc., gest. 14 Typhus und 9 Ruhr, Rest 53 von 9. X. übernommen. 29. 8. bis 17. 9. 17. 9. bis 23.10. Briey Briey »MO. 10. II. II. \ 350: 174 Ruhr, 75 Typhus etc., gest. 16 Ruhr, 8 Typhus. 25. 8. bis 11.10. Ars sur Moselle 5. VII. 909: 622 Ruhr, 117 Typhus etc., gest. 36 Ruhr, 10 Typhus. 27. 8. bis 4.10. Mecleuves 11. VII. 244: 87 Ruhr, 33 Typhus etc., gest. 13: 8 Typhus, 3 Ruhr, 1 Verw. etc., lässt Personal zurück. 27. 8. bis 15.10. Briey 3. Hessisches 347: 142 Ruhr, 43 Typhus etc., geheilt 210, gest. 10 Typhus, 22 Ruhr. 30. 8. bis 4.10. Moyeuvre la Grande 6. Hessisches Findet 70 Verwundete aus Schlacht bei Gravelotte vor in Bürgerwohnungen, überhaupt 467: 103 Typhus, 73 Ruhr etc., geheilt 179, gest. 30: 23 Typhus, 4 Ruhr etc. 23. 8. bis 30.10. Montiers 5. IX. 426: 229 Ruhr, 54 gastrisches Fieber und Typhus etc., gest. 43 Ruhr, 2 Typhus, Rest nach Ars sur Moselle. 12. 9. bis 13.10. Thiebault bei Gorze 4. Tl. 267: 106 Ruhr, 90 Typhus etc., gest. 30 Typhus, 8 Ruhr, Rest nach Noveant. 1. 9. bis 25.10. Pont ä Mousson 12. II. Uebernimmt von 6. III. 218, überhaupt 797: 145 Verwundete, 169 Typhus, 240 Ruhr etc., geheilt 106, gest. 15 Verwundete, 27 Typhus, 34 Ruhr und 1 innerlich Kranker, Restbestand 170 an Laz.-Res.-Pers. IX. 11. 9. bis 29.10. Doncourt en Jarnisy 2. III. 100 Schwerverwundete (einschl. 60 Franzosen) aus St. Privat, überhaupt 114 Verwundete, gest. 10 Deutsehe und 8 Französische Verwundete, Restbestand 32 an 3. III. 15. 9. bis 29.10. Conflans en Jarnisy 9. HI. 572: 305 Ruhr, 71 Typhus etc., gest. 38: 28 Typhus, 8 Ruhr etc. 10. 9. bis 29.10. Jarny, auch Schloss Boncourt 10. III. 722: 380 Ruhr, 65 Typhus etc., geheilt 214, gest. 8 Ruhr, 16 Typhus und 1 innerl. Kranker, Restbest. 10 nach Doncourt en Jarnisy übergeführt. 17. 9. bis 10.10. St. Privat 11. III. Löst 4. III. ab, überhaupt 931: 280 gastrisches Fieber und Typhus, 262 Ruhr, geheilt 140, gest. 2 Typhus. 11. 9. bis 29.10. Verny, seit 20. 9. Pontoy G. VII. 475: 5 Verwundete, 136 gastrisches Fieber und Typhus, 61 Ruhr etc., geheilt 76, gest. 12 Typhus und 5 Ruhr. 17. 9. bis 30.10. Ancy sur Moselle 3. TX. 1173: überhaupt 500 gastrisches Fieber und Typhus, gegen 400 Ruhrkranke, evakuirt nach Ars sur Moselle, gest. 40: 20 TyP nus > 17 Ruhr etc., Restbestand 113 an 6. Hess. 28. 9. bis 3.11. La Malmaison, seit 14.10. Schloss Villers aux Bois ß. TX. 41 von 1. III., überhaupt 131: 34 Verwundete, 45 Typhus, 52 Ruhr; gest. 6 Verwundete, 5 Typhus, 2 Ruhr, evakuirt nach Noveant. 8.10. bis 29.10. Auboue 4. III. 249: 102 Verwundete, 76 gastr. Fieber, 4 Ruhr etc., gest. 10 Verwundete. 4.10. bis 6.10. Pleury 6. VIII. 8 Verwundete, 74 Kranke, gest. 1 Verwundeter. 25.10. bis 29.10. Malmaison 1. ITT. 19 innerlich Kranke der Vorposten. 31. 8. bis 13.11. Doncourt en Jarnisy 3. III. 50 verwundete Deutsche und 32 verwundete Franzosen vom 3. G., überhaupt 256: 110 Verwundete, 109 Ruhr, 30 gastr. Fieber und Typhus etc., gest. 39: 30 Verw. (20 Deutsche, 10 Franzosen), 6 Typhus, 3 Ruhr. 4. 9. bis 5.11. Ennery, seit 5. 9. auch Buy 10. X. 37 Verwundete vom 1. IX., überhaupt 656: 130 Verwundete, 172 Ruhr, 145 Typhus, geheilt 118, gest. 34: 7 Verwundete, 20 Typhus etc., Restbestand 213 an 1. VII. 22. 8. bis 18.11. Haueoncourt 3. X. 1146: 70 Verwundete, 327 gastrisches Fieber und Typhus, 372 Ruhr etc., gest. 50: 14 Verwundete, 24 Typhus, 9 Ruhr etc. 21. 8. bis 29.11. Marange (seit 19. 10. mit Pierrevillers) 9. X. 924: 59 Verwundete, 328 Typhus, 257 Ruhr, geheilt 397, gest. 117: 64 Typhus, 37 Ruhr, 17 Verwundete etc., Restbestand 2 Franzosen an die Gemeinde. 128* Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. Beilagen zu Band Zeit 24. 9. bis 6.11. 15. 9. bis 12.11. 28. 9. bis 19.11. 29. 9. bis 16.11. 15. 9. bis 3.11. 15. 9. bis 18.11. 11. 9. bis 10.11. 12. 9. bis 20.11. 12. 9. bis 26.11. 3.10. bis 10.11. 18.10. bis 13.11. 3.10. bis 11.11. 8.10. bis 18.11. 8.10. bis 20.11. 17.10. bis 10.11. 3.10. bis 14.11. 12.10. bis 22.11. 12.10. bis 30.11. 9.10. bis 5.11. 17.10. bis 11.11. 3.10. bis 2.11. 4.10. bis 2.11. 10.10. bis 14.10. 6.10. bis 2.11. 20. 10. bis 18.11. Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps Rezonville Noveant Verneville Sanry sur Nied, seit 3. 10, auch Schloss Crepy Mardigny Jouy aux Arches Ars sur Moselle ITagondange Ay, seit 1. 10. auch Schloss Logne Laudonvillers Moyeuvre la Grande Varize, auch Bannay Champey Lorry Bazoncourt Mailly, seit 3.11.auchMar- digny, seit 6.10. 2. Sektion in Phlin bis 31. 10. Delme, auch Kloster Oriocourt Talange Pagny sur Moselle Ancy sur Moselle Chelaincourt (Chäteau bei Bettlainville) Hessange bei Bettlainville Mondelange Tremery Richemont und Pipinville Chäteau 6. II. (anfangs nur2.Sekt. 7. II. 5. III. 4. VII. 3. VIII. 11. VIII. 4. Hessisches 6. X. 11. X. 12. 5. I. II. 8. II. 12. VII. 8. VIII. 10. VIII. 12. VIII. 4. IX. 6. Hessisches 1. X. X. X. 8. X. 12. X. 268: 142 Typhus, 54 Ruhr etc., geheilt 133, gest. 23. 434: 101 Typhus, 88 Ruhr, dazu 80 vom Lazareth-Reservepersonal TU geheilt 298, gest. 15, Restbestand 87 an Lazareth-Reservepersonal if Löst 4. und 6. IX. mit 52 Verwundeten und 12 Kranken ab, überhaupt 122: 64 Verwundete, 19 Typhus, 5 Ruhr etc., geheilt 13, gest. 18:14 Verwundete, 2 Typhus, 1 Ruhr etc. 468: 181 gastrisches Fieber und Typhus, 247 Ruhr, geheilt 13, gest. 16 Typhus 17 Ruhr. 750: 132 Typhus, 48 Ruhr, gest. 14 Typhus, 7 Ruhr, Restbestand 31 an 8. VIII. Löst Lazareth-Reservepersonal VII. und VIII. ab mit 131: 79 Eni» 27 Typhus etc., überhaupt 359: 200 Ruhr, 75 Typhus, geheilt m. gest. 36: 23 Ruhr, 6 Typh us » 5 Verwundete etc. Durchgangsstation, 3640 meist Typhus und Ruhr, Leichtkranke nach Ancv, Schwerkranke nach Nancy evakuirt, gest. 2 Typhus. 1007: 195 Verwundete aus Gefecht von Woippy, 128 gastrisches Fieber 189 Typhus, 293 Ruhr, gest. 59: 11 Verwundete, 36 Typhus, 11 Buk,' 1 Lungenentzündung. 590: 15 Verwundete, 95 Typhus, 197 Ruhr, übernimmt ausserdem am 2. 11. 91 von 8. X. in Tremery, geheilt 91, gest. 31: 3 Verwundete 22 Typhus, 6 Ruhr. 26 Schwerverwundete aus Gras und 5 Schwerverwundete aus Cheuby, vom 2. 11. an auch 50 aus 1., 5., 9., 11. XL, gest. 8, abgelöst durch Lazareth-Reservepersonal VII. mit 18. 410: 115 Ruhr, 28 Typhus, gest. 2 Ruhr, 3 Typhus, 47 an 8. VII. und am 14. 11. nach Rombas evakuirt. 419: 49 Typhus, 61 Ruhr etc., geheilt 141, gest. 15. 237: 181 gastrisches Fieber und Typhus, 50 Ruhr, 4 Verwundete, geheilt 17, gest. 8: 7 Typhus, 1 Hirnentzündung. 531: 194 Typhus, 78 Ruhr etc., gest. 28: 27 Typhus etc. 73: 17 Ruhr, 12 Typhus, 10 gastrisches Fieber, gest. 2 Ruhr, evakuirt nach Sanry sur Nied. 3. 11.: 31 von 3. VIII., überhaupt 266: 106 gastrisches Fieber und Typhus. 76 Ruhr etc., geheilt 65, gest. 30: 17 Typhus, 9 Ruhr etc., abgelöst vom Lazareth-Reservepersonal VII. mit 11. 554: 62 Typhus, 111 gastrisches Fieber, 203 Ruhr, gest. 16: 11 Typhus, 4 Ruhr etc., 10 an Lazareth-Reservepersonal VII. 173: aus Gefechten vom 2. und 7. 10., überhaupt 442: 173 Verwundete. 71 Typhus, 22 Ruhr, gest. 37: 19 Verwundete, 13 Typhus, 3 Ruhr etc. 77 abgelöst durch Lazareth-Reservepersonal VII. Löst 1 Assistenzarzt vom Lazareth-Reservepersonal ab. 328: 3 Verwundete. 127 gastrisches Fieber und Typhus, 199 Ruhr, geheilt 34, gest. 7: 2 Verwundete, 2 Typhus, 3 Ruhr, 9 übergeben an Laz.-R.-t\ II. 548: 176 gastr. Fieber und Typhus, 131 Ruhr, geheilt 56, gest. 5 Typhus. 837: besonders gastrisches Fieber (43 Typhus) und ruhrartige Durchfälle, gest. 12 Typhus, 1 Ruhr, evakuirt nach Oourcelles Ohaussy, mit 130 abgelöst durch 5. VII. 497: 211 gastrisches Fieber und Typhus, 186 Ruhr, geheilt 100, gest. 12: 9 Typhus, 3 Ruhr, 144 übergeben an 6. VII. Löst 1. Sanitäts-Detachement X. ab. 436: 199 gastrisches Fieber und Typhus, 128 Ruhr, geheilt 90, gest. 24: 19 Typhus, 5 Ruhr, 28 an 12. VIII. Löst 2. Sanitäts-Detachement X. ab. 691: 39 Verwundete, 163 Typhus. 232 Ruhr, geheilt 77, gest. 25: 4 Verwundete, 18 Typhus, 3 Kuhr. 91 an 11. X. Löst 3. Sanitäts-Detachement X. ab. 327: 123 Ruhr, 98 gastrisches Fieber und Typhus, gest. 3 Typhus und 1 Ruhr. Beilagen zu B: Zeit 2.11. bis 15. 6.11. bis 14. 12.11. bis 14.: Iß. 10. bis 2.: 16.10. bis 30.: 1.10. bis 31.: 2.11. bis 31.1 2.11. bis 6.1.' 11.11. bis 11J 8.11, bis 22.1 2.11. bis 6.1 tll. bis 2.1 1.11. bis 21.1 1.12. bis 27.1 28.11. bis 10. 3. 15.11. bis 8.1 8.12. bis 24. LI 19. 8. bis 12.1 19. 8. bis 20. 19. 8. bis 10. H 29. 9. bis 16. II 27. 9. bis 6.1: 6. 9. bis 26. 13. 9 bis 5.15 2.10 bis 28.15 11. 9. bis 28. 25.10. bis 3.15 19.10. bis 24.11 2. 9. bis 27.11 2. 9. bis 27.11 11.10. bis 15. IS Beilagen zu Band 8. th-Reservepersonal TU. ireth-Reservepersonal \\. nken ab, überhaupt 122- leilt 13, gest. 18:14 Verteilt 13, gest. 16 Typhus. estbestand 31 an 8. VIII. ib mit 131: 79 Euhr, 75 Typhus, geheilt 110. i etc. jeichtkranke nach Ancv, Typhus. 128 gastrisches Fieber. ete, 36 Typhus, 11 Ruhr, mt ausserdem am 2. 11. ist. 31: 3 Verwundete. ndete aus Cheuby, vom gest. 8, abgelöst durch 47 an 8. VII. und am Verwundete, geheilt 17, i etc. t. 2 Ruhr, evakuirt nach :hes Fieber und Typhus, ius, 9 Ruhr etc., abge- t 11. , gest. 16: 11 Tvphus. il VII. 442: 173 Verwundete, e, 13 Tvphus, 3 Ruhr etc. I VII. ab. 328: 3 Verwundete, ihr, geheilt 34, gest. 7: iben an Laz.-R.-P. II. ilt 56, gest. 5 Typhus. 1 ruhrartige Durchfälle, reelles Ohaussy, mit 130 geheilt 100, gest. 12: I. gastrisches Fieber und Typhus, 5 Ruhr, 28 an :rwundete, 163 Typhus. ete, 18 Typhus, 3 Ruhr. ir, 98 gastrisches Fieber Beilagen zu Band I. Üebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. 129* Zeit 2.11. bis 15.11. 6.11. bis 14.11. 12.11. bis 14.11. 16.10. bis 2.12. 16.10. bis 30.11. 1.10. bis 31.12. 2.11. bis 31.12. o.ll. bis6.1.71. 11.11. bis 11.12. 6.11. bis 22.12. 2.11. bis 6.11. S.U. bis 2.12. 1.11. bis 21.12. 1.12. bis 27.12. 28.11. bis 10. 3.71. 15.11. bis 8.12. 8.12. bis 24.1.71. 19. 8. bis 12.11. 19. 8. bis 20. 9. 19. 8. bis 10.10. 29. 9. bis 16.10. 27. 9. bis 6.11. 6. 9. bis 26. 9. 13. 9 bis 5.12. 2.10 bis 28.12. 11. 9. bis 28. 9. 25.10. bis 3.12. 19,10. bis 24.11. 2. 9. bis 27.11. 2. 9. bis 27.11. 11.10. bis 15.12. Cbelaincourt St. Barbe Moyeuvre la Grande Sierck Metzevvisse Rombas Ennery Vigy Hayange Le Sablon Hessange Vigy Longeville Montigny les Metz Bau St. Martin Metz Metz Gorze Arnaville Pagny St. Apolline bei Gorze Mars la Tour Pont ä Mousson Pont ä Mousson Pont ä Mousson Pont ä Mousson Pont ä Mousson Pont ä Mousson Ste. Marie aux Chenes Ste. Marie aux Chenes Ars snr Moselle Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps K r a n k e n a u f n a h m e etc. 5. VII. 8 2 . VII. 8'. VII. 3'. Hessisches 3*. Hessisches 2. X. 1. VII 1. VII ■>.. VII 3. VII. 6. VII. 6. VII. 7. VII. 8. VIT. 10. VIT. 9. VII. 12. VIII. L.-R.-P. TT. IIP L.-R -P. IT. L.-R.-P. TT. L.-R.-P. II. L.-R.-P. 1. u. 2, X. L.-R-P. 2. G. L-R.-P. 2. III. L.-R.-P. 2. TT. L.-R.-P. 1. G. L.-R.-P. 1. IX. L.-R.-P. 1. X. L.-R.-P. 3. X. L.-R.-P. IX. L.-R.-P. 1. VIII. Sanitiits-lVricM iiber die Deutschen Heere 1870/71. Heilagen zu Bd. I. Löst 1. X. ab mit 130, ausserdem 7, gest. 7: 6 Typhus, 1 Ruhr, 44 an 6. VII. 76: 32 Ruhr, 6 Typhus etc., gest. 1 Typhus und 1 Pocken. Rest 73 nach Metz. 47 vom 4. I.. dazu 10 Marschkranke, evakuirt nach Rombas an 2. X. 211: 16 Verwundete von Thionville, 59 Typhus, 49 Ruhr etc., geheilt 19. gest. 4 Typhus. 110: 66 Typhus, 6 Ruhr etc.. geheilt 24, gest. 3 Typhus. 1 Verwundeter, 1 Lungenentzündung. 831: 41 Verwundete aus Kämpfen vom 7. 10, 286 gastrisches Fieber und Typhus, 242 Ruhr etc.; unterstützt durch 2. Sanitäts-Detachement X.; gest. 53: 10 Verwundete, 35 Typhus. 8 Ruhr. Restbestand 3 von 12. VITI. mitbesorgt. ) 213 vom 10. X., löst 2 12. 6. VIT. in Vigy ab mit 18 (11 Typhus. 3 Ruhr etc.), überhaupt 355 (einschl. 41 Franzosen): 21 Verwundete, 40 gastrisches Fieber, 64 Typhus, 73 Ruhr, gest 23: 5 Verwundete, I 12 Typhus, 6 Ruhr, Rest 5 Franzosen an Ortsbehörde. 344: 9 Verwundete, 103 gastrisches Fieber und Typhus, 75 Ruhr etc.. geheilt 12, gest. 11: 4 Typhus, 2 Verwundete, 2 Ruhr etc. 594: 356 gastrisches Fieber und Typhus, 78 Ruhr etc., gest. 21: 18 Typhus, 1 Ruhr, 1 Pocken etc., Restbestand 112 an Lazareth-Reservc- personal VIT. 1 Von 5. X. 144 in Hessange, löst 11. 1. in Vigy ab, übernimmt 15.11.: 44 von 5. VII, überhaupt 213: 3 Verwundete, 93 gastrisches Fieber (und Typhus, 81 Ruhr, 118 von 5. X. nach (Jourcelles sur Nied evakuirt, gest. 20: 1 Verwundeter. 14 Tvphus. 5 Ruhr, Restbestand 18 an 1. VII. 572: 60 Typhus, 29 Ruhr, gest. 19: 18 Typhus etc. 679 Franzosen, Quarantänelazareth für Französische Genesende, 408 an Etappenkommando in Metz als Kriegsgefangene, 271 abgelöst durch Lazareth-Reservepersonal VII. 2548 genesende Deutsche, gest. 2 Lungenentzündung und 1 Pocken (Franz.) 516, abgelöst dnreh 12. VIII. 644: 11 Verwundete, 214 gastrisches Fieber und Typhus, 5 Ruhr, geheilt 98, gest. 26: 22 Typhus, Rest 271 an Garnisonlazareth Metz. Vergl. Feldlazareth 5. ITT. | 14, geheilt 3, gest. 1. / 12, geheilt 2, gest. 1. Löst 1. X. ab, 26, gest. 6. Löst 2. X. mit 9 Kranken ab, 90 Verw., 182 Kranke, geheilt 15, gest. 34. Löst 10. G. ab, abgelöst durch Lazareth-Reservepersonal 2. III. Löst 26. 9. Lazareth-Reservepersonal 2. G. ab. Löst 8. X. ab. Unterstützt das Feldlazareth 6. TIT., Rest 18 an 12. II. Löst 12. II. und am 25. 11. Lazareth-Reservepersonal 1. X. ab. Löst 4. X. ab. | Unterstützt vom 26. 8. bis 1. 9. die Feldlazarethe, löst sie am 2 9. all I mit 197 Verwundeten und 2 Kranken, überhaupt 216 Verwundete I und 349 Kranke, geheilt 32, gest. 122 Löst 5. und 10. VIT. all, 54 Verwundete und 299 Kranke, geheilt 2. gest. 39. In sämmtlichen Kriegslazarethen von Pont ä Mousson 501 Verwundete und 1104 Kranke. geheilt 190. gest. 211. 17 h 130* Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. Beilagen zu Band I. Bezeichnung —-- Zeit 0 r t des Lazareths nach Nummer und Armeekorps Krankenaufnahme etc. 20 8. bis 6. 9. Noveant L.-R.-P. 2. u3.VIII. 1 An Laz.-Reservepersonal 2. u. 3. VII. 30. 8. bis 30.10. Noveant L.-R.-P. 2. VIT. .......... 425 Verwundete und 1038 Kranke an Laz.-Reservepersonal 2. IX. 23. 8. bis 7.11. Noveant L.-R.-P. 3. VII. An 7. II. geheilt37, gest. 164. 12.11. bis 22.11. Noveant L.-R.-P. 1. u. 3. II. Unterstützt seit Anfang November die dortigen Feldlazarethe aufgelöst 20. 8. bis C. 9. Corny L.-R -P. 1. VITI. 251 Verwundete, 76 Kranke, Restbestand 127 an Laz.-Reservepersonal 1. VII. 22. 8. bis 29 10. Corny L.-R.-P. 1. VII. Durchgangsstation, seit 25. 8. Etappenlazareth, seit 6. 9. Kriegslazarett, 67 Verwundete, 1212 Kranke (ausseid, der Passanten), geheilt 12ö! gest. 105, Rest nach Noveant. 30.10. bis 4 12. Noveant L.-R.-P. 2. IX. Unterstützt vom Lazareth - Reservepersonal II. und III., 54 Verwundete, 494 Kranke, geheilt 11, gest. 7. 21. 8. bis 30. 11. Remilly L.-R.-P. 1. III. 130 Verwundete, 499 Kranke, geheilt 168, gest. 106. 14.11. bis 28.11. Mardigny L.-R.-P. 3. VII. Löst 8 VITI. ab, 13 Kranke, geheilt 2, gest. 0. 22.11. bis 29.12. Dehne L.-R.-P 3. VII. Löst 10. VIII. ab, 12 Kranke, geheilt 1, gest. 1. 8. 9. bis 9.10. Berlize L.-R.-P. 1. VIII. 53, geheilt 8, gest. 1. 10.11 bis 13. l.(K.) bezw. 15.2. (L.) bezw. 15.4. (C.) Les Etangs, Laudon- villers und Courcelles— Chaussy L.-R-P. 2. bezw. 3. VII. Löst 2. I. ab, zusammen 85 Verwundete und 20 Kranke, geheilt 6, gest. 15, 4 an die Gemeinde. 1.12. bis 20.12. Talange L.-R.-P. 1. VII. Löst 12. VIII. ab, 77, gest. 10. 10.10. bis 5.11. Herny L.-R.-P. Vs 2. VIII. 70, geheilt 29, aufgelöst. 22.12. bis 14. 3 • Kabion L.-R.-P. 1. VII. 342 Kranke, geheilt 97, gest. 24. 27.12. bis 12. 3. Montigny les Metz L.-R.-P. 3. VII. 200 Verwundete und 405 Kranke, viel Ruhr und Typhus, auch einige Pocket fälle, geheilt 1, gest. 33, unterstützt vom 12. 3. an Garnisonlaz. Metz. 5. Vormarsch der III. Armee und Maas-Armee; die Schlachten bei Beaumont und Sedan. 22. 8. bis 23. 9. 28. 8. bis 30. 8. 29. 8. bis 12. 9. 29. 8. bis 1. 9. 30. 8. bis 7. 9. 30. 8. bis 3. 9. 30. 8. bis 8. 9. 30. 8. bis 8. 9. 30. 8. bis 7. 9. 30. 8 bis 11. 9. 30. 8. bis 11.10. bezw. 4.11. 31. 8. bis 17. 9. 31. 8. bis 17. 9. Commercy Etain Villers devant Dun Tailly Goudron bei Beaumont Beaumont Beaumont Beaumont Beaumont Sonmiauthe Grand Pre I.c Faobourg de Mouzon Poncav bei Mouzon &. IV. 12. III. 3. XII. 10. XII. 1 1 . IV. 12. IV. 3. IV. 8. IV. 5. IV. 9. I. Bayer. 11. V. 7. IV. 11. IV. 206: 30 gastrisches Fieber und Typhus, 14 Ruhr etc., gest. 4 Typhus, 1 Ruhr. die übrigen geheilt. 43: 3 Typhus, 13 Ruhr, abgelöst durch Laz.-Reservepersonal 3. G. 262 (einschl. 12 Franzosen), geheilt 6, gest. 17: 15 Deutsche, 2 Franzosen (einschl. 16 Verwundete). 110 Verwundete und 9 Kranke, gest. 3, Evakuation, Restbestand an 3. XU. 256 Verwundete, gest. 5 Verwundete, abgelöst durch Laz -Reservepers. IV. 430 Verwundete (einschl. 10 Franzosen), gest. 13 Deutsche und 3 Franzosen. Restbestand 302 Verwundete an 3. und 8. IV. Bis 31. 8.: 405 Verwundete, 178 Verwundete am 3. 9. von 12. IV., gest. 36, Rest 156 an Lazareth-Reservepersonal IV. 486 Verwundete (einschl. 124 von 12. IV.), unter ihnen 36 Franzosen, gest, 30 Deutsche und 2 Franzosen, abgelöst durch Laz.-Reservepers. IV. 346 Verwundete, gest. 8, Restbestand 100 Verwundete an Lazareth-Reservepersonal IV. 507 (ausschl. 310 Passanten): 473 Verwundete, 12Typhus, 2 Ruhr etc., unterstützt von 2. I. Bayer., geheilt 9, gest. 27, Rest 50 an 10. Ambulance internationale. 1906: 820 Verwundete, 61 gastrisches Fieber und Typhus, 26 Ruhr, gest. 19: 4 Verwundete, 11 Typhus, 2 Ruhr etc., Restbestand an Etappen- Kommando und an Gemeinde. 259 und zwar 219 Verwundete (einschl. 5 Franzosen), gest. 18 Deutsche und 1 Franzose. 162 Verwundete (einschl. 41 Franzosen), gest. 9 Deutsche und 14 Franzosen, evakuirt nach Mouzon. Beilagen zu Band 2. u. 3. VTI. 8 Kranke an al 2. IX. geheilt37, gest. 164. -Reservepersonal 1 VII. ät 6. 9. Kriegslazareth, Passanten), geheilt 1%. (1 III., 54 Verwundete, anke, geheilt 6, gest. 15. lins, auch einige Pocken- 3. an Garnisonlaz. Mete, md Sedan. gest. 4 Typhus, 1 Ruhr. personal 3. G. Deutsehe, 2 Franzosen Restbestand an 3. XII. i Laz -Reservepers. IT, utsehe und 3 Franzosen. V. 9. von 12. IV., gest. 36, neu 36 Franzosen, gest. h Laz.-Reservepers. IT. te an Lazareth-Reserve- lus, 2 Ruhr etc., unter- 58t 50 an 10. Ambulance Aus, 26 Ruhr, gest. 19: «tbestand an Etappen- sen), gest. 18 Deutsche tsche und 14 Franzosen, agen zu Band I. Uebersieht der Thätigkeit der Feldlazaretbe etc. 131* Zeit 1. 9. bis 8. 9. 1. 9. bis 2.10. 1. 9. bis 8. 9. 2. 9. bis 4.10. 1. 9. bis 7. 9. 1, 9. bis 7. 9. 1. 9. bis 20. 9. 1. 9. bis 17. 9. 4. 9. bis 12. 9. 1. 9. bis 19. 9. 1. 9. bis 10. 10. 4. 9. bis 3.11. 1. 9. bis 10. 9. bezw. 22. 9. 1. 9. bis 16. 10. 1. 9. bis 12. 9. 1. 9. bis 22. 9. 1. 9. bis 10. 9. 2. 9. bis 11. 9. 3. 9. bis 5.10. bezw. 3.11. 1. 9. bis 14. 9. 2. 9. bis 10. 9. 1. 9. bis 30. 9. 1. 9. bis 8.10. 0 r t La Moncelle La Moncelle Givonne Givonue Daigny Lamecourt Baliin Remilly s. Meuse Carignan Vrigne aux Bois Vrigne aux Bois Donchery Donchery (St. Albert) St. M enges St. Menges Floiiig Floing Floiiig Floing Fleigneux Uly Douzy Douzy Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps 11. 9. G. IV. 2. G. 4. G. 9. G. 4. IV. 6. IV. 10. IV. 12. G. 5. XL 6. XL 10. XL 12. XL 6. V. 7. V. 7. XL 9. V. 8. XI. 9. XL 1. V. 8. V 9. XII 11. XII Kranke n a u f n a h m e et c. 106 Verwundete (einschl. 16 Franzosen), gest. 7 Verwundete (einschl. 2 Franzosen), abgelöst durch 9. IV. 396 Verwundete (einschl. 132 Franzosen), gest. 38 Deutsche, 10 Franzosen, Restbestand 23 an Lazareth-Reservepersonal XII. 303 (einschl. 268 Verwundete), 108 Franzosen an Französische Ambulance, evakuirt nach Carignan bezw. über Neufchäteau nach Belgien, gest. 16, Rest 56 an 4. G. 214 Verwundete (einschl. 55 Franzosen), gest. 15 Deutsche und 13 Franzosen, Rest nach Douzy. 331 (einschl. 124 Franzosen), unterstützt vom 2. Sanitäts-Detachement XII., gest. 10 Deutsche und 1 Franzose. 193 einschl. 184 (darunter 9 Franzosen) Verwundete, gest. 17, evakuirt nach Stenay und Douzy. 336 und zwar 324 Verwundete (einschl. 156 Franzosen), gest. 22 Deutsche, alle Franzosen evakuirt, Restbestand 42 Deutsche an Englisch- Amerikanische Ambulance. 562 und zwar 465 Verwundete (einschl. 95 Franzosen), gest. 25 Deutsche und 8 Franzosen, Restbestand 30 Deutsche an 2. I. Bayer, und 38 Franzosen an Internationale Ambulance. 686 Deutsche und 110 Franzosen: 304 Verwundete, 50 gastrisches Fieber und Typhus, 27 Ruhr etc., geheilt 167, gest. 4 (einschl. 2 Typluis). 110 Deutsche und 32 Französische Verwundete, sowie 34 Typhus, evakuirt nach Belgien, Rest an 6. XI. 394: 172 Verwundete, 42 Typhus etc., evakuirt nach Belgien, gest. 12 Verwundete und 7 Typhus, Restbestand 27 Deutsche an 10. XL, 7 Franzosen an Civilärzte. 328: 151 Verwundete etc., gest. 21 Verwundete, 14 Typhus und 1 Ruhr, Restbestand 44 an Lazareth-Reservepersonal IV. 312: 299 Verwundete etc., gest. 8 Verwundete, behandelt auch vom 10. 9. bis 15. 9 im College zu Sedan 308 Französische Verwundete, dann College an Etappen-Stabsarzt, zwischen 17. 9. bis 22. 9. in Donchery, von Feldspital 3. Württ. 66 Kranke, gest. 4: 2 Typhus, 1 Ruhr etc., Restbestand 39 an 10. XL 430: 350 Verwundete, 36 Typhus etc., gest. 18 Verwundete und 7 Typhus, evakuirt über Donchery nach Belgien, Restbestand 7 an 9. XL 232: 213 Verwundete, 8 Typhus etc., gest. 4 Verwundete und 2 Typhus, evakuirt über Donchery, dann nach Belgien, Restbestand 38 an 6. V. 447 (114 Franzosen), evakuirt über Donchery, gest. 22 Deutsche und 16 Franzosen, Restbestand 55 an 9. XL 154 Deutsche und 69 Französische Verwundete, gest. 12 Deutsche und 3 Franzosen, Restbestand 10 Schwerverwundete an 7. XL 173 Französische und 16 Deutsche Verwundete, gest. 4 Deutsche und 6 Franzosen, Restbestand 62 an 7. und 9. XI. Lässt in Tanney bei 50 Schwerverwundeten am 31 8. Personal zurück und übernimmt alle Transportunfähigen der Feldlazarette in Floing. auch die von 1. XL, welches vom 1. 9. bis 3. 9. in Floing war, 356, gest. 71, evakuirt auf Reims bezw. Sedan. 176: 160 Verwundete (16 Franzosen), unterstützt von 8. V. bis 2. Septbr., gest. 1 Deutscher und 1 Französischer Verwundeter, evakuirt nach Belgien, Restbestand 20 schwerverwundete Deutsche an 6. V. 385: 297 verwundete Franzosen, evakuirt über Belgien, gest. 4 Verwundete (2 Deutsche und 2 Franzosen). 361 Verwundete, 38 Kranke und zwar 12 Typhus, 17 Ruhr etc., geheilt 28, gest. 24: 16 Verwundete, 7 Typhus, 1 Ruhr, Restbestand an 12. XII. und Lazareth-Reservepersonal 3. Xll. 810: 562 Verwundete, 30 gastrisches Fieber, 53 Typhus, 102 Ruhr etc.. geheilt 140, gest. 63: 47 Verwundete, 10 Typhus, 6 Ruhr, Restbestand an 12. XII. und Lazareth-Reservepersonal 3. XII. 17* h 132- Uebersielit der Tliätigkeit der Feldlazarethe ete Beilagen zu Band I. Zeit 1. 9. bis 16.10. 1. 9. bis 5. 9 1. 9. bis 22. 9 1. 9. bis 17. 9 2. 9. bis 16. 9. 2. 9. bis 14. 9 2. 9. bis 14. 9. 2 9. bis 12. 9. 3. 9. bis 15. 9. 3. 9 bis 18. 9. 22. 8. bis 11. 7. 1. 9. bis 12. 7. 11. 9 bis 17.11. 13. 9. bis 11, 4. 5.12. bis 4. 3. 6. 9. bis 23 9. 26. 9. bis 10.11. 1. 9. bis 31.10. 21. 9. bis 27.10. 11. 9. bis 30. 9. bezw. 27.10. 26. 8. bis 13. 1. 30. 8. bis 20.11. bezw. 9.12. 30. 8. bis 21. 9. 24. 9. bis 10.10. 24. 9. bis 9.11. 20.11. bis 12.12. O r t Douzy Stenay Reniilly sur Messe Cheveuges Frenois Bazeilles (Monvillers Chäteau) Bazeilles Baucourt Dom le Mesuil bei Donchery Doncherv Luneville Nancy Nancy und College la Malgrange Bonsecours bei Nancy College la Malgrange Void St. Hilaire Etain Stenay Stenay St. Mihiel Clermont en Argonne Beauinont Le Faubourg de Mouzon Sedan Sedan Bezeichnung des Lazaretlis nach Nummer und Armeekorps 12. XII. 7. XII. 2. I. Bayer. V« 4. II. Bayer. Vi 4. II. Bayer. 3. II. Bayer. 10. I. Bayer. 6. I. Bayer. V« 3. Württembg Vs8. Württembg. L.-R.-P. 1. 2. 3. VI. L.-R.-P. XI. H.-P.-Sp. 3 Bayer' H.-P.-Sp. 2. Bayer. H.-F.-Sp. 2. Bayer A.-P.-Sp. I. Bayer L.-R.-P. 3. III. L.-R.-P. 3. G. L.-R.-P. IV. L.-R.-P. 3. XII. L.-R.-P. 2. XII. L.-R.-P. 1. XII. L.-R.-P. IV. L.-R.-P. 3. IV. A.-F.-Sp. 5. Bayer L.-R.-P. 1. VIII. Kranke naufnahme etc. 342 Verwundete, 9 Typhus, 4 Ruhr etc., geheilt 61, gest. 9. 410: 327 Verwundete, 18 gastrisches Fieber, 12 Typhus, 12 Ruhr etc. geheilt 6, gest. 47: 45 Verwundete, 1 Typhus, I Ruhr, Restbestanü 47 an Lazareth-Reservepersonal 3. XII. Nur Verbandstation, am 2. 9.: 400 Verwundete. 901 einschl. 840 Verwundete und hiervon 17 Operirte, geheilt 13, gest. 58, Restbestand 8 an Englische Ambulance in Balan. 183: \ 246: ) 561 (und 900 Passanten): 512 Verwundete, geheilt 6, gest. 49, Restbestand 34 an Englisch-Amerikanische Ambulance. 456 (einschl. 115 Franzosen), geheilt 5, gest. 19: 18 Verwundete, 1 Typhus, Restbestand 46 an Englische Ambulance (29 Verwundete und 17 Kranke). 538: 300 Verwundete, 6 Typhus, 22 Ruhr etc., ausserdem 226 Passanten, geheilt 32, gest. 12, Rest 15 an Civilärzte. 30: 21 Verwundete, 4 Typhus etc., geheilt 4, gest. 3. 241: 153 Verwundete, 40 Typhus, 10 Ruhr etc., geheilt 20, gest. 8: 3 Verwundete, 5 Typhus, unterstützt vom 4. Württembergischen Sanitäts- Detachement, welches u. A. 458 Verwundete nach Belgien überfuhrt Rest an 12. XT, 3 stellende Kriegslazarethe: 1) den 11. 11. an 6. II , den 31. 3- an 3. Sektion' 2) den 1. 4. an 2. VII., den 1. 6. an 3. Sektion; 3) den 11. 7. 71 geschlossen; 566 Verwundete und 5319 Kranke. In Nancy überhaupt (einschl. bei den Bayerischen Lazarethen): 737 Verwundete und 6557 Kranke: 491 gastrisches Fieber, 968 Typhus 1014 Ruhr etc. 653: 26 Ruhr, 97 Typhus etc., geheilt 375, gest. 18, Rest an 4. IX. 455 (auch 417 Passanten): 166 Ruhr, 82 Typhus, 34 gastrisches Fieber etc. 2846: 238 Verwundete, 419 Typhus, 342 Ruhr etc., (321 Franzosen), geheilt 1342, gest. 168, Rest 129 an 7. VII. 259, geheilt 182, gest. 1, Rest an Barackenluzareth. 198 (ausser Passanten): 8 Verwundete 5 Typhus, 66 Ruhr etc., geheilt 97, gest. 1 Ruhr, Restbestand 25 an 1 Arzt des Haupt-Feldspitals 3. Bayer. 21 Verwundete und 53 Kranke, geheilt 20, gest. 13. 30 Verwundete und 467 Kranke mit 6029 Verprlegungstagen (ausschl, Passanten), unterstützt durch Lazareth-Reservepersonal IX. 83 Verwundete (einschl. 16 Franzosen) und 170 Kranke, geheilt 9, gest. 22. 396: 133 Verwundete, 30 Typhus, 129 Ruhr, unterstützt vom Lazarett Reservepersonal IV. u. IX., geheilt 5, gest. 7 Verwundete, 4 Typhus, 3 Ruhr. 8911: 698 Verwundete, 84 gastrisches Fieber, 353 Typhus, 419 Ruhr, geheilt 291, gest. 114: 20 Verwundete, 1 gastrisches Fieber, 42 Tvphus 43 Ruhr etc. 784: 39 Verwundete, 87 Typhus, 222 Ruhr etc., geheilt 44, gest. 69: 14 Verwundete, 20 Typhus, 22 Ruhr etc. 311 Verwundete und 63 Kranke mit 3811 Behandlungstagen, geheilt 5, gest. 29. 127 Verwundete und 31 Typhus, gest. 35, Rest nach Douzy evakuirt. 278: 9 Verwundete, 105 Typhus, 77 Ruhr, geheilt 113, gest. 32, Rest« Etappenlazareth. 194, geheilt 26, gest. 8, Rest an Feldlazareth 2 der 2. Landwehr-Division, dieses bis 21. 3. Beilagen zu Bai Zeit 2,10. bis 12.1 10,10. bis 31. 1' 6. Die Bew 3. 9. bis 25. ! 5. 9. bis 9.11 5. 9. bis 29.11 12. 9. bis 28.1( 25, 9. bis 23. i 2.10. bis 3.11 9.11. bis 11. 3 22. 9. bis 11. IC 26.10. bis 13.11 16.11. bis 20.11 29.11. bis 20. 3 9. 9. bis 26.11 14. 9. bis 13.11 iL 9. bis 1.10 3.10. bis 5.10 10. 9. bis 13.11, 18. 9. bis 4.10, 12. 9. bis 18.10. 15. 9. bis 30. 9. 12. 9. bis 22.11. 30. 9. bis 9.10. 16. 9. bis 14.12. Beilagen zu Band I. L'yphus, 12 Ruhr etc. is, 1 Ruhr, Restbestaiui e, geheilt 13, gest. 58, Balan. eilt öl, gest. 9. , gest. 49, Restbestaiui Verwundete, 1 Typhus, (29 Verwundete und sserdem 226 Passanten, Alt 20, gest. 8: 3 Yer- tembergischen Sanität»- nach Belgien überfuhrt. len 31. 3- an 3. Sektion: ction; 3) den 11. 7. 71 ke. Lazarethen): 737 Ver- s Fieber, 968 Typlm,. Rest an 4. IX. gastrisches Fieber etc. 321 Franzosen), geheilt Ruhr etc., geheilt 97, ;s Haupt-Feldspitals 3. legiingstagen (ausseht •vepersonal IX. re, geheilt 9, gest. 22. rstützt vom Lazareth- Verwundete, 4 Typhus, ahus, 419 Ruhr, geheilt tes Fieber, 42 Typhim t 44, gest. 69: 14 Veragen, geheilt 5, gest. 29. Douzy evakuirt. .18, gest. 32, Rest an 2. Landwehr-Division. n zu Band I. Uebersicht der Thätigkeit der P"eldlazarethe etc. 133* Zeit ■l 10. bis 12.12. 10.10. bis 31. 10. ü r t Douzy (auch La Moncelle vom 2.10. bis 10. 10.) La Moncelle Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps L.-R.-P. 3. XII. L.-R.-P. 2. IV. Kranken auf nähme etc. In Douzy: 270 Kranke und zwar 76 Verwundete, 99 Typhus, 43 Ruhrkranke etc., (20 in La Moncelle an Lazareth-Reservepersonal 2. IV., gest. 4 Verwundete), geheilt 39, gest. 43: 20 Verwundete, 14 Typhus, 7 Ruhr etc.. Rest nach Sedan. 14 Verwundete und 6 Kranke, gest. 2. Die Bewegungen der III. und der Maas-Armee nach der Schlacht bei Sedan, die Belagerung von Paris und der kleineren rückliegenden Festungen. 9. bis 25. 9. 9. bis 9.11. 9. bis 29.11. 9. bis 28.10. 25. 9. bis 23. 2. 10. bis 3.11. 11. bis 11. 3. 9. bis 11.10. 10. bis 13.11. 11. bis 20.11. 29.11. bis 20. 3. 9 9. bis 26.11. 9. bis 13.11. 9. bis 1.10. 10. bis 5.10. 9. bis 13.11. 18. 9. bis 4.10. 9. bis 18.10. 9. bis 30. 9. 9. bis 22.11. 9. bis 9.10. 9. bis 14.12. Attigny Reims Reims Reims Mourmelon Acy le Haut Reims Reims Boulzieourt Grand Pre Reims Rethel Fismes Villers G'otterets La Ferte Milon Laon Nanteuil le Haudouin Neuf (Jhatel sur Aisne Neuilly St. Front Montmirail Neuilly >St. Front Cliäteau-Thierry 122 VI. 12'. VI. 11. VI. 5. Württembg. 10. XIII. i) 12. XIII. 12. XII 1. 11. XIII. IL xrn. 11. XIII. 11. XIII. XII. 7. XII. 7. XII. 7. XII. 2». IV. 2'. IV. 1^. li. 10. 9. G. G. V. G. 2 2 . Württembg 410: 182 Fusskranke, 92 gastrisches Fieber und Typhus, 51 Ruhr, geheilt 55, gest. 5 Typhus, 1 Ruhr, evakuirt nach St. Menehould, Rest 35 an Französische Civilärzte. ] 2645: 510 Typhus, 129 Ruhr, 40 Verwundete etc., gest. 89: 71 Typhus, } 7 Ruhr, 3 Verwundete, Rest 91 von 12 1 . VI. an 12. XIII. und 350 J von 11. VI. an 11. XIII. 524: 6 Verwundete, 217 Typhus, 52 Ruhr etc., geheilt 244. gest 11: 10 Typhus* 1 Ruhr. 1493: 99 Verwundete, 157 gastrisches Fieber und Typhus, 86 Ruhr, gest. 6: 5 Typhus, 1 Verwundeter. 273: 48 gastrisches Fieber und Typhus, 71 Ruhr etc., gest. 2 an Typhus. 1511: 181 Typhus, 61 Ruhr, 291 Verwundete. 123: 31 gastrisches Fieber und Typhus, 16 Ruhr, gest. 2 an Typhus. 69, gest. 2, Rest 9 an 1. I. 59: 17 Verwundete, 13 gastrisches Fieber und Typhus, gest. 1 Typhus, Rest 28 an 10 I. Lost 11. VI. ab, 2657: 431 Verwundete, 257 gastrisches Fieber und Typhus, 14 Pockenkranke, gest 22 Verwundete und 22 Typhus, abgelöst durch 6. Württembg. 1334: 11 Verwundete, 52 gastrisches Fieber, 123 Typhus, 221 Ruhr, 210 geheilt, gest. 65: 39 Typhus, 17 Ruhr etc., Rest 182 an Lazareth- Reservepersonal 1. XII. 1666: 2 Verwundete, 59 gastrisches Fieber, 109 Typhus, 119 Ruhr, 341 geheilt, gest. 20: 13 Typhus, 6 Ruhr etc., Rest 90 an Lazareth- Reservepersonal 1. G. bezw. 6 2 . IV. 186: 57 Verwundete, 26 Typhus, 20 Ruhr, gest. 8 Verwundete, 5 Typhus, 2 Ruhr. 695: 11 Verwundete, 31 Typhus, 46 Ruhr, geheilt 264, gest. 12: 9 Typhus, 1 Ruhr etc., Rest 390 an Lazareth-Reservepersonal IV. 516: 80 Typhus, 109 Ruhr, gest. 9: 8 'l'yphus, 1 Ruhr, Rest 265 an 9. G. 758: 31 Verwundete, 146 l'yphus, 66 Ruhr, geheilt 378, gest. 53: 31 Typhus. 18 Ruhr etc., Rest 5 an Französische Aerzte. Löst D. G. ab, abgelöst vom Lazareth-Reservepersonal G. 6IÜ: 23 Verwundete, 282 Typhus, 28 Ruhr etc., geheilt 119, gest. 26: 24 Typhus, 1 Ruhr etc. ') Die Feldlazarette 7 bis 12. XIII. gehörten ursprünglich dem IX. Armeekorps an. 134* Uebersicht der Tliätigkeit der Feldlazarethe etc. Beilagen zu Band Zeit 16. 9. bis 3.10. 19. 9. bis 5. 3. 21. 9. bis 5. 3. 27. 9. bis 11.12. 2. Sektion seit 14.10. allein 19. 9. bis 20. 2. 30. 9. bis 27.10. 27. 9. bis 10.10. 19. 9. bis 25. 9. 23. 9. bis 24.10. 13.10. bis 20. 2. 15.11. bis 20. 2. 23. 9. bis 12.10. 26. 9. bis 12.10. 29. 9. bis 8.10. 2.10. bis 7.10. 29. 9. bis 10. 3. 21. 2. bis 7. 3. 20. 9. bis 25 3. 29. 9. bis 11. 3. 5.10. bis 11. 3. 30. 9. bis 8. 15.12. bis 2. 19. 9. bis 10. bezw. 19. 19. 9. bis 10. 23. 9. bis 30.11. 29. 9. bis 8. 3. 21. 9. Iis21 2. 21. 9. bis 8. 3. 28. 9. bis 22. 2. 21. 9. bis 12.10. 26. 9. bis 12.10. 24 9. bis 14.10. Bezeichnung dos Larareths nach Nummer und Armeekorps Epernay Versailles Versailles Epinay sur Orge Villeneuve St. Georges Ürly Boissy St. Leger Croix de Bernis Pont d'Antony Massy Palaiseau Corbeil Corbeil Villebousin b. Longjunieau Mont Huchet Verrieres le Buisson Massy Lugny Noisiel Noisiel Meaux Meaux Claye Vaujours Penchard Annet Gonesse Mitry Louvres Villiers le Bei Villiers le Bei Eeoueu 11. I. Bayer. 12. 2. V. V. 6. VI. 7. VI. 4. VI 1. XI. 8. II. Bayer 6. I. Bayer, 10. 9i. 92. 12. I. Bayer I. Bayer I. Bayer II. Bayer, 12. II. Bayer 1. Wiii'ttembg. 4 1 . Württembg. 4 2 . Württembg. 2i. Württembg. 2 2 . Württembg. 6. XIL 10. XII. 5 XII. 1. XII. 5. G. 6. G. 8. G. 4. IV. 12. IV. 3. IV. 587: 51 Typhus, 97 Ruhr etc., geheilt 399, gest. 20, Rest 88 an Ambnlaa« von Dr. Appia. 2099 und zwar 2004 Verwundete, gest 197, Restbestand 5 an 3. XI. 3614: 878 gastrisches Fieber, 466 Typhus, 116 Ruhr, 15 Pocken etc. nd 231: 210 Typhus, 6 Ruhr etc. Ausser mehreren Hundert Leichtkranken 98 Typhus, gest. 16 Typhus, abgelöst durch 11. VI. 1151: 617 Verwundete (einschl. 106 Franzosen), 177 gastrisches Fieber, 18 Typhus, 24 Ruhr, geheilt 63, gest. 109: 100 Verwundete (einschl! 31 Franzosen), 6 Typhus etc. 228: 169 Verwundete (einschl. 36 Franzosen), geheilt 11, gest. 12 Verwundete. 130: 114 gastrisches Fieber und Typhus etc., geheilt 22, gest. 6 Typing, Restbestand 87 an 7. XIII. 2303 (einschl. 7 Franzosen). 1839: 164 Verwundete, 383 gastrisches Fieber und Typhus, 195 Ruht. 390 Passanten, geheilt 176, gest. 69, abgelöst durch H. F. S. 4. Bayer mit 741. 87 Typhus, 32 Ruhr etc., geheilt 28, gest. 21, abgelöst durch 1. Bayer. J 154 Typhus etc., geheilt 167, gest. 7, 359 an 11. I. Bayer. 647 518 181 5477 und 2718 Passanten, | , 5500: 71 Verwundete, 209 Typhen, 451 gaste dazu seit 20. 2. 23 in Massy, / JV Fieber, 284 Ruhr, 91 Blattern etc., gest. 102: 10 Verw., 51 Typtal und gastrisches Fieber, 25 Ruhr, 3 Blattern etc., geheilt 870. 3638: 1120 Verwundete, 1451 Typhus, 52 Ruhr, geheilt 1018, gest. 179: 63 Verwundete, 105 Typhus etc. ) 1533: 718 Verwundete, 531 Typhus, 27 Ruhr etc., geheilt 302, gest. 127 j 93 Verwundete, 34 Typhus. 1 3449: 390 Verwundete, 1097 Typhus, 107 Ruhr, 30 Pocken, geheilt 591 ; gest. 76: 5 Verwundete, 55 Typhus, 3 Ruhr, 1 Pocken etc. ] Rest 53 an 2. XII. 1042 (meist Typhus und Ruhr), geheilt 282, gest. 48. 289, geheilt 132, Meaux. gest. 12, Restbestand 24 an Lazareth-Reservepersonal 496: 119 gastrisches Fieber, 247 Typhus, 22 Ruhr, geheilt 79, gest. 41: 4 gastr. Fieber, 33 Typhus, 2 Ruhr etc., Restbestand 6. an 11. XII. 2207: 123 Verwundete, 508 gastrisches Fieber, 484 Typhus, 140 Ruhr etc. geheilt 286, gest. 100: 8 Verwundete, 2 gastrisches Fieber, 79 Typhen, 4 Ruhr etc., Rest evakuirt. 854: 640 Typhus, 82 Ruhr etc., geheilt 421, gest. 72: 59 Typhus, 3 Ruhr, 9 Verwundete etc., abgelöst durch 12. G. 684: 320 Typhus etc., unterstützt von 2. und 7. G., Rest an Lazareth- Reservepersonal G. 766: 359 gastrisches Fieber und Typhus, 17 Ruhr etc., gest. 25 Typhus und 2 Ruhr, Rest 7 an 12. G. 371: 133 gastrisches Fieber und Typhus, 29 Ruhr, gest. 22 Typhus. 242: 99 gastrisches Fieber, 54 Typhus, 22 Ruhr, gest. 3 Typhus. 332: 36 Verwundete, 128 Typhus, gest. 17: 15 Typhus etc., mit 212 Kranken abgelöst durch 2. G. Beilagen Bai Zeit 27. 9. bis 2. ! 30.10. bis 22. ! 30.10. bis 20. ! 1.10. bis 11. : 7.10. bis 11. ! 1-2.10. bis 24. ! 12.10. bis 21. ! 14.10. bis 9. ! 4.10. bis 8. I 9.10. bis 19. IS 19.10. bis 10. i 29.10. bis 7. { 1.10. bis 9. i 6.10. bis 9. i 5.10. bis 22.1( 5.10. bis 22.1( 11.10. bis 10. i 11.10. bis 2. i 21.10. bis 27. £ 12.10. bi B 16.K 13.10. bis 18. S 17.10. bis 14. ! 11.10. bis 21.12 15.10. bis 21.12 21.10. bis 9.11 22.10. bis 4. 3 1.10. bis 17.10 19. 9. bis 8. 3 10.10. bis 15.11 29.10. bis 15.11 9.10. bis 6. 3 16.11. bis 22. 2 IUI. bis 22. 2, Beilagen zu Band I. », Rest 88 an Ambulant« ■stand 5 an 3. XI. hr, 15 Pocken etc., «jeot. us, gest. 16 Typhus, ab- 177 gastrisches Fieber, 100 Verwundete (einschl. , 11, gest. 12 Verwundete, eilt 22, gest. 6 Typhus und Typhus, 195 Ruhr, ät durch H. F. S. 4. Bayer abgelöst durch 1. Bayer. ,n 11. I. Bayer. e, 209 Typhen, 451 gastr )2: 10 Verw., 51 Typhu 5 rn etc., geheilt 870. lt 1018, gest. 179: 63 Ver- ., geheilt 302, gest. 127: 30 Pocken, geheilt 5S1. 3 Bohr, 1 Pocken etc. 18. sareth-Reservepersonal in hr, geheilt 79, gest. 41: iestbestand 6. an 11. XII, t Typhus, 140 Ruhr etc risches Fieber, 79 Typhen 72: 59 Typhus, 3 Ruhr. . G., Rest an Lazarett- etc., gest. 25 Typhus nri gest. 22 Typhus, •est. 3 Typhus. :ius etc., mit 212 Kranken Beilagen zu Band I. Uebersicht der Thätigkeit der Feidlazarethe etc. 135* Zeit 0 r t Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps Kranke n auf n ahme etc. 27. 9. bis 2. 3. Eaubomie 5. IV Bis 30.11. 462: 35 Verwundete, 231 Typhus etc., Rest an 11. IV 30.10. bis 22. 2. Gonesse 4. G. 504: 393 Verwundete, gest. 66 Verwundete, Rest an 12. G. 30.10. bis 20. 2. Villiers le Bei 9. G. 425, Rest an 10. G. 1.10. bis 11. 2. Thienx 11. G. 783: meist Typhus, 30 Ruhr, gest. 35: 32 Typhus, 2 Ruhr etc., Rest 5 an 6. G. 7.10. bis 11. 2. Moussy le Vieux 12. G. 569: 217 gastrisches Fieber und Typhus, 44 Ruhr, gest. 32: 28 Typhus. 2 Ruhr etc., Rest 10 an 8. G. 12.10. bis 24. 2. Villiers le Bei 3 U. 1110: 161 Verwundete, 360 Typhus, 36 Ruhr etc., geheilt 174, gest. 88: 56 Typhus, 1 Ruhr, 30 Verwundete, Rest 41 an 10. G. 12.10. bis 21. 2. Villiers le Bei 7. G. 1120: 44 Verwundete, 147 Typhus, 283 gastrisches Fieber, 39 Ruhr etc., geheilt 384, gest. 68: 54 Typhus, 10 Verwundete, 2 Ruhr etc., abgelöst mit 10 von 10. G. 14.10. bis 9. 3. Ecoueii 2. G. Löst 3. IV. ab. Einschl. 9 Uebernoinmene 1218: 374 gastrisches Fieber und Typhus etc., geheilt 346, gest. 49, Rest 10 an 10. G. 4.10. bis 8. 3. Annet 3. XII. 1130, geheilt 362, gest 41: 26 Typhus, 4 Ruhr, 8 Verwundete etc. 9.10. bis 19. 12. Souilly 8. XH. 564: 8 Verwundete, 2 gastrisches Fieber, 85 Typhus, 27 Ruhr etc.. geheilt 168, gest. 35: 24 Typhus, 2 Ruhr etc. 19.10. bis 10. 3. Meaux 11. XTI. 2693: 98 Verwundete, 323 gastrisches Fieber, 188 Typhus, 173 Ruhr etc., geheilt 262, gest. 28: 1 Verwundeter, 22 Typhus, 3 Ruhr etc., Rest 23 an Lazareth-Reservepersonal 2. XII. 29.10. bis 7. 3. Meaux 2. XII. 2078, geheilt 287, gest. 15. 1.10. bis 9. 2. Montlignon 8. IV. 431: 218 gastrisches Fieber und Typhus, 13 Ruhr etc., geheilt 253, gest. 21: 17 Typhus, 1 Ruhr, Rest 23 an 5. IV. G.10. bis 9. 2. Domont 7. IV. 312: 5 Verwundete, 88 Typhus, 11 Ruhr etc., gest. 11: 9 Typhus, 1 Pocken etc., Restbestand 29 an 1. IV. 5.10. bis 22.10. La Ferte Milon 6 2 . IV Löst in La Ferte Milon 7. XII. ab, 44: 9 Typhus, 4 Ruhr etc., heilt 29, gest. 2: 1 Typhus etc. 5.10. bis 22. 10 Villers Cotterets 6». IV. 36: 11 Typhus, 16 Ruhr etc., gest. 1 Typhus, 4 an Civilärzte. 11.10. bis 10. 3. Le Plessis Bouehard 6. IV. 945: 254 Verwundete etc., geheilt 288, gest. 27: 3 Verwundete etc., Rest 5 an 10. G. 11.10. bis 2. 3. Montigny les Cormeil 11. IV. 646: 185 gastrisches Fieber und Typhus, 17 Ruhr etc., geheilt 241, gest. 23: 19 Typhus etc., Rest 15 an 6. IV. 21.10. bis 27. 2. Andilly 1. IV. 351: 170 gastrisches Fieber und Typhus etc., geheilt 125, gest. 14 Typhus. 12.10. bis 16.10. 13.10. bis 18. 2. Ferneres Ferneres 62. 6 1 . Wurttembg. Wurttembg. \ 799: 188 Verwundete, 290 Typhus, 11 Ruhr etc., geheilt 105, gest. 40: 27 Ver- ( wundete, 12 Typhus etc. 17.10. bis 14 2. Rentilly 62. Wüi'ttembg. 400: 43 Verwundete, 147 Typhus, 2 Ruhr, geheilt 170, gest. 39: 15 Verwundete, 24 Typhus. 11.10. bis 21. 12. Boissy St. Leger 7. XIII '. (ur.spr. IX.) 441: 71 Verwundete, 137 Typhus, 25 Ruhr etc., gest. 32: 5 Verwundete, 25 Typhus und 2 Ruhr, abgelöst durch 9. IL 15.10. bis 21. 12. Yeres 8. IX. (bezw. XIII.) 692: 30 Verwundete, 234 gastrisches FTeber und Typhus, 75 Ruhr etc., geheilt 261, gest. 25: 18 Typhus, 4 Ruhr etc., abgelöst mit 129 von 7. IL 21.10. bis 9.11. Yeres 9. IX. später XIII.) 268: 77 Typhus, 38 Ruhr etc., geheilt 17, gest. 3 Typhus und 4 Ruhr. 244 an 8. XIII. 22.10. bis 4. 3. Versailles 5. V. 1260: 155 gastrisches Fieber, 142 Typhus, 7 Ruhr, 2 Pocken etc., geheilt 647, gest. 32: 25 Typhus, 1 Ruhr etc., Rest 3 an 3. XL 1.10. bis 17.10. Villeneuve St. Georges 2. VI. 97 Verwundete (einschl. 36 Franzosen), 4 Ruhr, 1 Typhus, geheilt 3, gest. 16 Verwundete, Rest 19 an 7 VI. 19. 9. bis 8. 3. 10.10. bis 15.11. 29.10. bis 15.11. Bievre Amblainvilliers Villegenis 7. 7. 7. IL Bayer. IL Bayer. II. Bayer. 3187 1 ausschl. 3005 Passanten, ü. A. 91 Verwundete, 301 Typhus, 278 257 [ gastrisches Fieber, 177 Ruhr etc., 68 Variolen, geheilt 495, -.04 gest. 97: 11 Verwundete, 59Typhus, 13 Ruhr, 5 Variolen etc. 9.10. bis 6. Iß. 11. bis 22. Ifi.ll. bis 22. 3. 2. 2. Versailles Amblain villlers Villegeni> 4. 4. 4. IL Bayer. IL Bayer. IL Bayer. 2520 | 9g7 y enrondete) 37 0 gas trisches Fieber, 484 Typhus, 186 Ruhr, \ \ 31 Blattern, 2 Scharlach etc., geheilt 914, gest. 147: 31 Verw.. j 1253 j i gastrisches Fieber, 87 Typhus, 18 Ruhr, 1 Blattern etc k 136* Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarette etc. Beilagen zu Band I. Zeit 8.10. bis 25.11. 6.10. bis 3. 3. 9.10. bis 7.12. 20.10. bis 22. 2. 23.10. bis 28. 2. 1.10. bis 12.11. 12.11. bis 8.12. 15.10. bis 27. 2. 18.10. bis 21. 2. 24.10. bis 22. 2. 30.11. bis 6.12. 15.11. bis 5. 3. 28. 2. bis 12. 3. 9.11. bis 17. 2. 14.11. bis 5. 1. 19.11. bis 5. 1. 18.11. bis 6. 1. 27.11. bis 3. 1. 2.11. bis 20. 2. 9.11. bis 8. 3. 11.11. bis 8. 3. 2.11 bis 24. 2. 21.11. bis 19. 2. 10.11. bis 11. 2. 11.11. bis 10. 2. 30.11. bis 2.12. 12.11. bis 9. 2. 2.11. bis 1.12. 17.11. bis 2.12. 3.12. bis 25.12. 3.12. bis 7. 1. 6.12. bis 28. 2. 2.12. bis 9. 3. Yillebousin St. Cyr Kvry sur Seine St. Germai n en Laye Ablon sur Seine Brie Oomte Robert Jouy en Josas Le Coudray Ch&teau bei Morsang Buc bei Versailles Torcy Versailles Versailles Bpinay sur Orge und Brunoy Boissy St. Leger Schloss La Grange Longjumeau Orsay Buc bei Versailles Viroflay St. Germain Jgny Pontault und Roissy Piscop Le Luat Chäteau bei Piscop Bnghien (Montmorency) Herblay Juilly (Jhantilly Chantilly Pontoise Versailles Morsang sur Orge Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps 11. 1. 10. 3. 8. 3. 3*. 11. 4. 6. 7. 4. 3. 4. 1. 1. 4. 2. 12. 8. 2. 3. 5. I. Bayer VI. VI. VI. VT. XL XI. XI. XL XL XII. V. XI. VI. IL TL IL IL XL XL XL II.Bayer. Württembg. G. 10. G 2. IV 10. IV 9. XII. 12. 12'. 12*. 3. 5. XII. XII. XII. V. VI. Löst 9. I. B. ab, 380: 120 Typhus, 36 gastrisches Fieber, 19 Ruhr ete geheilt 261, gest. 39. 1495: 330 Verwundete (einschl. 7 Franzosen), 286 gastrisches Fieber, 304 Typhus, 32 Ruhr etc., geheilt 445, gest. 73: 31 Verwundete, 38Typhus 4 Ruhr. 804: 99 Verwundete, 132 Typhus, 31 Ruhr etc., geheilt 72, gest. 35: 6 Verwundete, 21 Typhus, 5 Ruhr etc., Rest 275 an Lazareth-Reserve- personal IL 701: 49 Verwundete, 37 gastrisches Fieber, 55 Typhus, 65 Ruhr, 1 Pocken ete geheilt 476, gest. 23: 3 Verwundete, 11 Typhus, 2 Ruhr etc. 323: 124 Verwundete, 44 gastrisches Fieber, 14 Typhus, 4 Ruhr etc., geheilt 18 gest. 42: 38 Verwundete, 2 Typhus, 1 Ruhr etc. \ 425: 211 Typhus, 33 Ruhr, 40 Verwundete etc , gest. 25 Typhus und 1 Ruhr, j abgelöst mit 61 Kranken durch Lazareth-Reservepersonal II. 641: 277 Typhus, 30 Ruhr, 63 Verwundete etc., gest. 29 Typhus, 4 Ruhr und 11 Verwundete. 1437: 46 Verwundete, 241 gastrisches Fieber und Typhus, 88 Ruhr etc. geheilt 600, gest. 43: 42 Typhus und 1 Ruhr. 462: 25 gastrisches Fieber, 125 Typhus, 12 Ruhr etc., geheilt 274, gest 21- 18 Typhus, 2 Ruhr etc. Verbandstation, 700 Verwundete. 1239: 267 gastrisches Fieber, 130 Typhus, 9 Ruhr etc., geheilt 448, gest. 19: 12 Typhus, 1 Ruhr etc., Restbestand 51 an 3. XL 457, geheilt 113, gest. 11, löst die Feldlazarethe in und um Versailles ab. 848: 7 Verwundete, 216 gastr. Fieber, 176 Typhus, 23 Ruhr, 16 Pocken etc geheilt 122, gest. 39: 33 Typhus, 4 Ruhr etc. \ 594: 140 Verwundete, 67 gastrisches Fieber und Typhus, 9 Ruhr etc. I geheilt 68, gest. 10: 4 Verw., 4 Typhus etc., Rest an 2. T. Bayer 377: 5 Verwundete, 72 gastrisches Fieber und Typhus, 3 Ruhr etc., geheilt 151. gest. 9: 7 Typhus etc. 113: 21 Typhus, gest. 3 Typhus. 477: 162 Typhus etc., geheilt 219, gest. 16: 13 Typhus, 1 Ruhr etc. 418: 61 Typhus, 3 Ruhr etc., gest. 13: 6 Typhus etc. 556: 304 gastr. Fieber und Typhus etc.. geheilt 256, gest. 23: 21 Typhus etc. 208: 129 Verwundete etc., geheilt 76, gest. 11. 796: 485 Verwundete, 164 Typhus, 5 Ruhr etc., geheilt 123, gest. 71: 67 Verwundete, 4 Typhus. 482: 4 Verwundete, 65 Typhus, 15 Ruhr etc.. geheilt 239, gest. 11: 9 Typhus etc., Rest 8 an 3. G. 138: 51 Typhus etc., gest. 7 Typhus. 15: 14 Verwundete etc. 285: 33 Typhus, 5 Ruhr, 2 Pocken etc.. geheilt 159, gest. 5 Typhus, Rest 4 an 11. IV. 276: 27 Verwundete, 8 gastrisches Fieber, 153 Typhus, 22 Ruhr etc., geheilt 27, gest. 22: 19 Typhus, 1 Ruhr etc., Rest 86 an Lazareth-Reservepersonal 2. G. )185: 5 Verwundete, 19 Syphilis, 34 gastr. Fieber, 24 Typhus, 3 Ruhr etc, geheilt 62, gest. 0, abgelöst durch Lazareth-Reservepersonal 2. IT. mit 61 Kranken. 96: 11 Verwundete, 14 gastrisches Fieber, 12 Typhus etc, geheilt 43, gest 1 Typhus, Rest 39 an Lazareth-Reservepersonal 1. G. 1486: 40 Verwundete, 117 gastrisches Fieber, 86 Typhus, geheilt 510, gest. 41: 23 Typhus, 6 Verwundete etc, Rest 212 an 3. XL 747: 240 gastrisches Fieber und Typhus, gest. 26: 22 Typhus. Beilagen zu Bai Zeit 12.12. bis 28. 15.12. bis 28. i 2.12. bis :i. 2 12. bis 5. 15 3.12. bis 2. ] 5.12. bis 3. i 3.12. bis 10. 1 21.12. bis 6. i 1.12 Ms 15. S 2.12. bis 10. 3.12. bis 5. £ 1 1. bis ;;. 1 G. 1. bis 30. 6 12. 1. bis 5. 6 8. 2. bis 3. 3 17. 1. bis 28. 2 21. 1. bis 12. 3 21. 2. bis 3. 6 21. 2. bis 8. 6 S. 2. bis 11. 3 bezw. 17. 3. 3. 2. bis 11. 3 10. 2. bis 11. 3. 2. 2. bis 20. 9. 18.11. bis 19. :;. 11.11. bis 31. 3. 17.11. bis 10. 4. 27.11. bis 1. 5. 7.12. bis 19.12. 22.12. bis 10. 1. 15.12. bis 18.12. 22.12. bis 5. 1. 5. 1. bis 11. 1. SuitUa-Bericht ü Beilagen zu Band I. >s Fieber, 19 Ruhr etc., gastrisches Fieber, 304 1 Verwundete, 38 Typhus, teilt 72, gest. 35: GAV 75 an Lazareth-Reserve- s, 65 Ruhr, 1 Pocken etc.. phus, 2 Ruhr etc. is, 4 Ruhr etc., geheilt 18. r etc. it. 25 Typhus und 1 Ruhr. h-Reservepersonal II. ;est. 29 Typhus. 4 Ruhr l Typhus, 88 Ruhr etc. hr. c, geheilt 274, gest 21: tc., geheilt 448, gest. 19- 3. XL und um Versailles ab. 23 Ruhr. Iß Poeken etc., te. ld Typhus, 9 Ruhr etc. etc., Rest an 2. I. Bayer. i, 3 Ruhr etc., geheilt 151. is, 1 Ruhr etc. ,c. gest. 23: 21 Typhus etc. ilt 123, gest. 71: 67 Ter- t 239, gest. 11: 9 Typhi» l, gest. 5 Typhus, Rest 4 us, 22 Ruhr etc., geheilt 86 an Lazareth-Reserve- 24 Typhus, 3 Ruhr etc., r-Reservepersonal 2. IT. us etc , geheilt 43, gest. ;onal 1. G. ius, geheilt 510, gest. 41: 3. XI. 22 Typhus. Beilagen zu Band [. Üebersicbt der Tbätigkeit der Feldlazarethe etc. 187* --------------™ ----------------------------- Bezeichnung -----------------------------------------■------------------------------------------------------ -----------------------------------------------------------------------------------------------------■------------------------- Zeit ü r t des Lazareths nach Nummer und Armeekorps Krankeiiaufiialime etc. 12.12. bis 28. 2. Fpina}* sur ürge 11. VI. Löst ß. VI. ab. Leichtkranke, gest. 3 Typhus, an 5. VI. 15.12. bis 28. 2. Viry 12. VI. 588: 288 gastrisches Fieber und Typhus etc , gest. 14: 12 Typhus etc. 1 ' 2.12. bis 3. 1. Ormesson 3. IL 250: 128 (einschl. 40 Franzosen) Verwundete etc. gest. 17 Verwundete, Rest 23 an 8. TT. 2.12. bis 5, 12. Chennevieres sur Marne 10. IL Verbandstation. 3.12. bis 2. 1. La Queue en Brie 5. IL 169: lß5 Verwundete etc., gest. 36, Rest 41 an 8. IL 5.12. bis 3. 2. La Queue en Brie 8. IL 190 Verwundete, einschl. .52 Franzosen, gest. 44, evakuirt nach Lagny. 3.12. bis 10. 1. Boissy St. Leger 9. IL Löst 7. XIII. ab. — 391: 99 Verwundete, 34 Typhus, 27 gastr. Fieber etc., gest. 15: 10 Verwundete, 2 Typhus etc., Rest 56 an Bayer. 21.12. bis 6. 2. Yeres 7. IL Uebernimmt 8. XIII. — 430: 5 Verwundete, 143 gastrisches Fieber und Typhus, 48 Ruhr etc., gest. 9: 4 Typhus, 1 Ruhr etc. an 9. I. Bayer. 1.12 bis 15. 2. Croissy-ßeaubourg 3. Württembg. 404: 137 Verwundete, 117 Typhus, 4 Ruhr etc., geheilt 195, gest. 25: 15 Verwundete, 10 Typhus. 2.12. bis 10. 3. Pomponne 4. XTI. 56.'!: 259 Verwundete, 41 gastrisches Fieber, 14 Typbus. 2 Ruhr, Pyämie: 2 Unterbindungen, 1 Oberschenkelampntation, geheilt 60, gest. 21: 20 Verwundete, 1 Typhus. : 3.12. bis 5. 2. Torcy 9. XII. 175: 33 Verwundete, 14 gastrisches Fieber, 58 Typhus, 8 Ruhr etc., geheilt 4. gest. 16: 8 Verwundete, 8 Typhus. 1, 1. bis 3. 1. Villebousin 2. I. Bayer. 23 innerliche Kranke, an Lazareth in Corbeil. i;. 1. bis 30. 0. Chäteau la orange 2. I Bayer. Löst 1. n. ab. Bis 30. ß : 999, bestand für die Okkupation bis 23. 9. 71 fort, f x 12. 1. bis 5. 6. 8. 2. bis 3. 3. Brunoy Yeres 9. I.Bayer. 9. T.Bayer. 1882: » 1 120 Typhus etc.. geheilt 77S. gest 36, 76 an 2. I. Bayer. 17. 1. bis 28. 2. Boissy St. Leger 10. I.Bayer. 990: ß8 Typhus, 57 Ruhr etc., geheilt 407, gest. 86. 21. 1. bis 12. 3. Draveil 11. I. Bayer. 558: 38 Verwundete, 92 Typhus. 7 Ruhr etc.. geheilt 175. gest. 23. Rest nach Corbeil. i 21. 2. bis 3. 6. Villiers le Bei 10. G. Uebernimmt 3., 7., 9. G. 10ß9: 292 gastrisches Fieber und Typhus etc.. geheilt 359, gest. 30: 10 Typhus, 1 Ruhr, 2 Verwundete etc., abgelöst mit 59 von 1. IV. r 21. 2. bis 8. (i. Gonesse 12. G. Uebernimmt 5., 4., 8. G. mit 113. einschl. dieser 1209. S. 2. bis 11. 3. bezw. 17. 3. Le Raincy 5. XII. 257: 1 Verwundeter, 44 gastrisches Fieber. 23 Typhus, 3 Ruhr, geheilt 80. gest. 7: 5 Typhus etc. 3. 2. bis 11. 3 Joinville le Pont 2 2 . Württemb. 1 ß2ß: 19 Verwundete, 235 Typhus. 3 Ruhr etc., geheilt 20, gest. 7: i\ 10. 2. bis 11. 3. Joinville le Pont 2'. Württemb. 1 4 Typhus etc. 2. 2. bis 20. 9. Creteil ß. I.Bayer. 1816: 4 Verwundete, 303 Syphilis etc., geheilt 888, gest. 64. * 18.11. bis 19. 3. Verdun 7. X. 849: 27 Verwundete, 213 gastrisches Fieber und Typhus, 47 Ruhr etc., gest. 27 : 2 Verwundete, 19 Typhus, 3 Ruhr etc. 71 1 11.11. bis 31. 3. Luneville 6. IL 1412: 127 Verwundete, 222 gastrisches Fieber und Typhus. 24 Ruhr etc., geheilt 683, gest. 9: 4 Typbus, 1 Ruhr etc. 17.11. bis 10. 4. Nancy 4. IX. 1170: 55 Verwundete, 90 Typbus, 10 Ruhr etc., geheilt. 662. gest. 48: 3 Verwundete, 22 Typhus, abgelöst durch 6. VII. 27.11. bis 1. 5. Hagenan 12. VII. 1286: 108 Verwundete, 97 Typhus, 40 Ruhr, geheilt 688. gest. 11: 3 Typhus etc., Rest 68 an 7. XIV. (2. Preuss.) 7.12. bis 19.12. Stenay 3. Hessisches 144: 13 Verwundete, 57 gastr. Fieber und Typhus, 25 Ruhr etc.. gebeilt 11. 22.12. bis 10. 1. Guigniconrt 3. Hessisches 125: 9 Verwundete, 36 gastrisches Fieber und Typhus, ß Ruhr etc., geheilt 5. gest. 4: 1 Verwundeter, 1 Typhus, 1 Ruhr etc. 15.12. bis 18.12. Marville 2. VTI. 99: 5 Verwundete, 22 gastr. Fieber und Typbus, 10 Ruhr etc.. gest. 1 "Typhus. 22.12. bis 5. 1. Bontaucourt 2. VII. 57: ß Verwundete, 7 gastrisches Fieber und Typbus, 2 Ruhr etc.. geheilt 2, 48 siedeln mit Lazareth nach Charleville über. 5. 1. bis 11. 1. Charleville 2. VH. 255 (ausseid. 48 Uebersiedelter): 17 Verwundete, 39 gastrisches Fieber und Typhus, 8 Ruhr etc., gest. 2: 1 Typhus etc., 94 an Acrzte des 48. Landwehr-Regiments. f 1 ä»nitSts-Bericht ttbei die Deutschen Heere 1870/71. 1! cilagen v.\\ Bd. I. 18 138* Uebersicht der Thätigkeit der Peldlazarethe etc. Beilagen zu Band 1, Zeit 1. 1. bis IG. 1. 19. 1. bis 28. 1. 27.11. bis 30. 4. 18.10. bis 10.11. 13.11. bis 31.12. 8.10. bis 1.12. 21.11. bis 21.12. bezw. 28. 1. 4.10. bis 24. 3. 26.11. bis 28. 2. 26.11. bis 28. 2. 20.10. bis 6. 4. 25.12. bis 7. 4. 7. 1. bis 8. 3. 2.11. bis 23.11. 1.12. bis 7. 3. 4.12. bis 17. 6. 9.12. bis 31. 1. 21.12. bis 21. 3. 4. 2. bis 2. 4. 7.12. bis 5. 3. 8 12. bis 3. 3. 5.10. bis 7.10. 9.10. bis 4. 3. 12.10. bis 12. 3. 12.10. bis 9. 4. 24. 1. bis 30. 3. 4.11. bis 10.12. Ort Diedenhofen Cons Lagrandville Rethel Neufehätel sur Aisne Pismes Neuilly St. Front Villers Ootterets Nanteuil le Haudouin Gonesse Gonesse Pammartin Chantilly Pontoise Juilly Juilly Lagny Thorigny Lagny Meaux Evry sur Seine Brie comte Robert Coulommiers Btiolles und Soisy sur Etiolles bei Corbeil Corbeil Corbeil (St. Germain) Chäteau Thierry Reims Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps Krankenaufnahme etc. 7. VII. VII. L.-R.-P. 1. XII. (bis 12. 12. 1. Sekt. allein) L.-R.-P. 1. G. L.-R.-P. 1. G. L.-R.-P. 2. G. L.-R.-P. 2. IV. L.-R.-P. 1. IV. L.-R.-P. 3. G. L.-R-P. 1. IV. L.-R.-P. 3. IV. (seit 22.9. Arzt des Etappenortes) L.-R.-P. 2. IV. L.-R-P. 1. G. L.-R.-P. 3. IV. L.-R.-P. 2. G. H.-F.-Sp. 3. Bayer. H.-F.-Sp. 3. Bayer. L.-R.-P. 3. XII. L.-R.-P. 2. XII. L.-R.-P. 3. II. L.-R-P. 1. II. H.-F.-Sp. 5. Bayer. H.-F.-Sp. 5. Bayer. H.-F.-Sp. 4. Bayer. A.-F.-Sp. 1. Bayer. L.-R-P. 2. II. L.-R.-P. 2. XIII. 210: 13 Verwundete, 8 gastrisches geheilt 36, gest. 1, Rest 152 ag Uebernimmt das Garnisonlazareth mit 79. Fieber und Typhus, 5 Ruhr etc Lazareth-Reservepersonal I. 99: 4 Verwundete, 4 gastrisches Fieber und Typhus, 3 Ruhr Lazareth-Reservepersonal 3. I. Rest 31 Löst 4. XII. ab, 684: geheilt 329, gest. 19: 3 Verwundete, 11 Typhus, 2 Ruhr etc., abgelöst durch 5. XII. Löst 1. G. ab, 373: 32 Verwundete, 37 gastrisches Fieber, 35 Typt« 80 Ruhr etc., geheilt 241, gest. 18, Rest 2 an Zivilarzt. Löst 7. XII. ab, 114 fast nur Typhus und Ruhr, geheilt 39, gest. 7. Löst 9 1 . G. ab, 261: 2 Verwundete etc., geheilt 41, gest. 14. Bis 21. 12.: 57, geheilt 19, gest. 2 Typhus. Löst 2 1 . IV. ab, 663: 7 Verwundete etc. 4087 Passanten. 3773 Passanten. 1122 (2130 Passanten) mit 23 409 Behandlnngstagen: 109 Verwundete 75 Ruhr etc., geheilt 365, gest. 30: 2 Ruhr etc., abgelöst von2. (i Löst 12 1 . XII. ab, 219: 25 Typhus etc., 4078 Behandlungstage, geheilt 92, gest. 0. Löst 12*. XII. ab, 39 Uebernommene und 37, 1322 Behandlungstage. »• heilt 56, gest. 1, Rest 1 an die Gemeinde. 80: 70 Verwundete etc., geheilt 2, gest. 2 Löst 9. XII. ab, 568: 16 Verwundete etc. 2502: 205 Typhus, 42 Ruhr etc. (ausseid. 2924 Passanten), geheilt 1819, gest. 94, Rest 21 abgelöst von Feldlazareth 3. 22. Div. 5695 Passanten, abgelöst durch freiwillige Krankenpfleger. 83: 28 Verwundete, 13 Typhus, 5 gastr. Fieber, 1 Ruhr etc., 8523 Passant«, geheilt 7, gest. 2 Verwundete. Löst 2. W. mit 119 Kranken ab, 1123: 11 Verwundete, 155 gastr. Fieber. 67 Typhus, 6 Ruhr etc., geheilt 30, gest. 13: 4 Typhus, 1 Rühret« Rest 122 an 1. XI. Löst 10. VI. ab, 897: 74 Verwundete etc., 18 640 Behandlungstage, geheilt437. gest. 21. 381: 21 Verwundete etc., 6422 Behandlungstage, geheilt 242, gest. 31. 61, 61 an Truppenärzte. 1752 (ausschl. 4177 Passanten): 498 Typhus, 175 gastrisches Fieber, 129 Ruhr, 192 Verwundete etc., geheilt 868, gest. 116. Löst Aufnahms- Feldspital 6. I. Bayer, ab, 4908 (ausseid. 4101 Passanten). geheilt 1037, gest. 341. Löst Aufnahms-Feldspital 10. I. Bayer, ab, 1728 (ausschl. 6362 Passanten): 78 Ruhr, 96 gastrisches Fieber, 504 Typhus, 175 Verwundete etc. geheilt 861, gest. 146. 1243: 53 Verwundete, 12 242 Behandlungstage, geheilt 462. 340: 13 Verwundete, geheilt 25, gest. 11: 8 Typhus, 1 Ruhr, 1 Verw, etc. Beilage" Band Zeit 16.11. bis 1. 7. 13.12. bis 20. 3. 20. 1. » 1. 28. 1. bis 28. 2. bis 12. 2. bis 5. 3. 10.10 bis 5.12. 13 10 bis 15 10. ■>S 10 bis 28 12. 23. 1 bis 30 1. 3. 2. bis 19. 3. 30.10. bis 1. 11. 5.11. bis 16. 12. 21.10. bis 2. 11. 3.11. bis 12. 11. 16.10. bis 12.11. 15.12. bis 25 3. 1511. bis 19. 2. 27.11. bis 31. 1. 12 12. bis 11. 1. 3.12. bis 15. 3. 10.12. bislfc 3. 23.11. bis 1. 12. 8.12. bis 2. bezw. 15. 1. 1. 9. 1. bis 14. 3. 3. 1. bis 28. 2. bezw. 6. 3. 21. 1. bis 2. 2. 31.12. bis 9. 1. 9. 1. bis 10. 1. 4. 1. bis 11. 1. !) D. (gleich 1. bis 5. P Beilagen zu Band 1. Verwundete, 8 gastrisches (6, gest. 1, Rest 152 u us, 3 Ruhr, Rest 31 au Verwundete, 11 Typhus lies Fieber, 35 Typhus, an Zivilarzt eheilt 39, gest. 7. Beilage i) zu Band I. Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. 139* ,agen: 109 Verwundete, ir etc., abgelöst von 2.0 landlungstage, geheilt 92, (22 Behandlungstage, n Passanten), geheilt 1819, ;h 3. 22. Div. npfleger. rtuhr etc., 8523 Passanten indete, 155 gastr. Fieber. L3: 4 Typhös, 1 Ruhret« landlungstage, geheilt 431, eheilt 242, gest. 31. trisches Fieber, 129 Ruhr, 6. (ausseid. 4101 Passanten) 'ausseid. 6362 Passanten]: ius, 175 Verwundete etc.. Iieilt 462. is, 1 Ruhr, 1 Verw. ete Bezeichnung Zeit 0 r t des Lazareths nach Nummer und Armeekorps K r a n k e n a u f n a h m e etc. Uli. bis 1. 7. Chälons sur Marne L.-R.-P. 1. VI. (seit Oktober Ktappen-Stabsarzt und Zivilärzte) Uebernimmt 144, 1738. 13.12. bis 20. 3. Commercy L.-R.-P. III. 338: 23 Verwundete, geheilt 81, gest. 7. 20. 1. bis 28. 2. Cliarleville L.-R.-P. 1. V11I. 146: 11 Verwundete etc., 1642 Behandlungstage, geheilt 23, gest. 7. os. 1. bis 12. 2. (Jons Lagrandville L.-R.-P. 3. I. 35, 288 Behandlungstage, geheilt 5, gest. 2, Rest nach Longuyon. 28. 1. bis 5. 3. Longuyon L.-R.-P. 3. I. 55, 521 Behandlungstage, geheilt 12, gest. 2. 7. Südöstlicher Kriegsschauplatz. 10.10. bis 5.12. 13 10. bis 15.10. ■>S 10. bis 28.12. 23. 1. bis 30. 1. 3. 2. bis 19. 3. 30.10. bis 1.11. 5,11. bis 16.12. 21.10. bis 2.11. 3,11. bis 12.11. 16.10. bis 12.11. 15.12. bis 25 3. 1511. bis 19. 2. 27.11. bis 31. 1. 12 12. bis 11. 1. 3.12, bis 15. 3. 10.12. bis 15. 3. 23.11. bis 1.12. 8 12. bis 2. 1. bezw. 15. 1. I 1. bis 14. 3. 3. 1. bis 28. 2. bezw. 6. 3. 21. 1. bis 2. 2. 31.12. bis 9. 1. 9. 1. bis 10. 1. 4, 1. bis 11. 1. Raon l'Etape u. Neufville Epinal Gray Lore Gray Mirebeau sur Beze Vesoul St. Hippolyte Widcnsolen Markolsheim Vesoul Dijon Di Jon Dijon Chenebier Chatenois Epinal Giromagny Giromagny Morvillars Altkirch Vesoul Lure Lure 3. Badisches 4. Badisches 4. Badisches 4. Badisches 4. Badisches 1. Badisches 1. Badisches 9. XIV. 1 ) 9. XIV. 10. XIV. 9. XIV. 5. Badisches 2. Badisches 6. XIV. TK XIV. V. XIV. 8. XIV. 8. XIV. 1 ,l»2. Badisches 8. XIV. 1. Badisches 3. Badisches 3. Badisches 6. XIV. 414: 92 Verwundete, gest. 20 Verwundete. ein und übersiebt die Kranken Preussischen Richtet das Lazareth nur Truppenärzten. 864: 258 Verwundete, 79 Typhus etc., gest. 30: 16 Verwundete, 13 Typhus etc., lässt bei 86 Personal zurück. 550 Franzosen. 1878: 114 Verwundete, 600 gastrisches Fieber und Typhus, gest. 47: 3 Verwundete, 35 Typhus, abgelöst von 4. V. Verwundete aus Gefecht bei Dijon, Rest nach Gray zu 4. Badisches. 715: 132 Verwundete, 35 Typhus etc., gest. 9: 2 Verwundete, 3 Typhus, abgelöst von 9. XIV. 6 Verwundete vor Schlettstadt, gest. 2 Verwundete. 12 vor Neu-Breisach Verwundete, gest. 1 Verwundeter. 379: 21 vor Neu-Breisach Verwundete, geheilt 99, gest. 7: 3 Verwundete, Rest 20 an Zivilärzte. Löst 1. Badisches ab, 1811: 167 Verwundete, 188 Typhus etc., gest. 45: 16 Verwundete, 16 Typhus etc., Rest 116 an 12. V. 1853: 687 Verwundete, 52 gastrisches Fieber, 80 Typhus etc., geheilt 317, gest. 182: 146 Verwundete, 22 Typhus etc., 122 in Französische Gefangenschaft, abgelöst von 5. II. 1 1186: 353 Verwundete, 70 gastrisches Fieber und Typhus, 14 Ruhr etc., geheilt 245, gest. 34: 11 Verwundete etc., 209 bei Räumung zurück- i gelassen. ) 740: 476 Verwundete (einschl. 116 Franzosen) etc., geheilt 102, gest. 144: / 131 Verwundete (einschl. 56 Franzosen), 11 Typhus etc. 406: 39 Verwundete etc., geheilt 12, abgelöst durch Laz.-Reservepers. XIV. 374: 131 Verwundete, 46 Typhus, geheilt 19, gest. 9: 5 Verwundete, 3 Typhus, Rest an 2. Badisches. 373: 107 Verwundete, 20 Typhus etc., geheilt 34, gest. 26: 13 Verwundete, 10 Typhus etc., Rest 3 an Zivilärzte. 1116: 297 Verwundete, 143 Typhus, 5Ruhr etc., geheilt87, gest. 54: 41 Verwundete, 12 Typhus. 246: 214 Verwundete (einsehl. 47 Franzosen), gest. 14: 13 Verwundete (einschl. 3 Franzosen), 1 Typhus, Rest an Laz.-Reservepers. XIV. 345. Evakuirt 83 Verwundete und Kranke über Mülhausen. 92: 65 Verwundete etc., geheilt 9, gest. 1. !) Das im späteren Verlaufe des Feldzuges errichtete XIV. Korps hatte an Feldlazarethen No. 1 bis 5 (Badische) und No. 6 bis 10 (gleich 1. bis 5. Preussisch.es). 18* ^^^^^^■IH 140* Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarette etc. Beilagen zu Band I. Zeit 10. 1. bis 15. 3. 15. 1. bis 23. 1. 1.12. bis 5. 1. 3. 1. bis 20. 1. 5. 1. bis 20. 1. 20. 1. bis 30. 4. 25.12. bis 26.12. 7. 1. bis 20. 2. 18.12. bis 26. 3. 16. 1. bis 7. 3. 17. 1. bis 18. 1. 24. 1. bis 17. 2. 26. 1. bis 10. 2. 30. 1. bis 4. 2. 2. 2. bis 5. 3. 10. 2. bis 7. 5. 1. 2. bis 11. 3. 4. 2. bis 16. 2. 6. 2. bis 17. 3. 10. 2. bis 15. 6. 12. 2. bis 28. 2. 28. 2. bis 8. 6. (5. 2. bis 4. 4. 11. 2. bis 0. 3. 1. 2. bis 18. 3. 21. 2. bis 16. 3. 5. 2. bis 10. 3. 1. 2. bis 12. 3. 14. 2. bis 14. 3. 10. 2. bis 0. 5. 12. 2. bis 7. 3. 18. 2. bis 0. 3. 1.12. bis 14. 1. 21. 1. bis 31. 1. 2. 2. bis 16. 3. Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps Montbcliard Tretudans Mülllausen Grosnea Dammerkireh Dammerkirch Auxerre Montargis (Jhätillon sur Seine Ohätillon sur Seine (Jourtivron ls sur Tille Mouchard Chaffois Pontarlier Pontarlier (Jhampagnole Levier Arbois Poligny Lons le Saunier Lons le Saunier Neufchäteau Montigny le Roi Dole Döle L'Isle sur le DouIib Bijon Dijon Dijon Nuits Gien Epinal Maasmünster Altkirch 6. XIV. 10. XIV. 10. VIII. 10 8 . VIII. 10». VIIL. 10. VIII. 0. VII. 10». II. 5. VII. 6. VII. 10'. JI. 5. II. 12. 11. 3. Hessisches 12*. II. 11. II. 3. II. 4. VII. 1. VII. 0. 11. 10'. II. 10«. II. Theil von 7. VII. 7. VII. 3. Badische» 1. Badisches 10. XIV. 4. IL 3. VII. 5. II. 2. VII. 10. V. L.-R.-P. XIV. L.-R.-P. XIV. L.-R.-P. XIV. 300 (einschl. 113 Franzosen), geheilt 33, gest. 32: 25 Verwundete. 5 Typhus ete 212: 184 Verwundete (einschl. 26 Franzosen) etc. 604: 20 Verwundete, 27 Typhus etc., geheilt 212. gest. 2 Typhus, Rest 166 an Lazareth-Reservepersonal XL 282: 107 Verwundete, 2 Typhus, 1 Ruhr etc., gest. 2: 1 Verwundeter ete. | 1656: 540 Verwundete, 03 Typhus, 14 Ruhr etc., geheilt 102, gest. 54; I 22 Verwundete, 24 Typhus, 1 Ruhr etc. 114. 0 Verwundete und 02 Kranke. 1024: 56 Verwundete, 88 Typhus, 00 gastrisches Fieber, 19 Ruhr etc., gesl 18: 14 Typhus, 3 Verwundete, Rest an 4. X. 721: 226 Verwundete, 30 gastrisches Fieber, geheilt 20, gest. 11: 4Verwundete, 2 Typhus etc. 6 Schwerverwundete. 266: 230 Verwundete etc., gest. 10 Verwundete, lässt Personal zurück. 77 Verwundete, Rest nach Döle. 133: 47 Verwundete, 0 Typhus, 14 Ruhr etc. 113: 00 Verwundete, geheilt 0, gest. 8: 5 Verwundete, Restbestaiidanll.il. 164, geheilt 15, gest. 26: 24 Verwundete (einschl. 4 Franzosen), 1 Typhus ete 204: 23 Verwundete, 44 Typhus, 4 Ruhr etc., geheilt 135, gest. 23: 2 Verwundete, 14 Typhus etc. 80, gest. 2 Typhus, 1 Verwundeter. 401 (einschl. 107 Franzosen): 32 Verwundete, 41 gastrisches Fieber und Typhus, 4 Ruhr etc., gest. 10: 3 Typhus, 1 Ruhr etc., Rest 52 u Beilagen zu B; 3. Sanitäts-Detachement. II. 44 Typhus etc., gest. 11: 8 Typhus etc., evakulrt. Rest 28 nach Dult 408. \ 254: i Kantonnementslazareth.) 66: 12 Typhus etc., geheilt 34, gest. 2: 1 Typhus etc. 1265, Rest 174 an 12. IL 407: 183 gastrisches Fieber und Typhus, 11 Ruhr etc.. geheilt 31, gest. 105: 01 Typhus, 8 Verwundete etc. 311: 126 Verwundete, 20 Typhus, 5 Ruhr etc., gest. 25: 13 Verwundete 6 Typhus etc. 336: 46 Verwundete, 32 Typhus etc., geheilt 88, gest. 15: 6 Verwundet 7 Typhus etc. 554: 40 Typhus, 174 gastrisches Fieber etc.. gest. 10: 12 Typhus, 1 Ruhr ete, liest 20 an 5. IL Löst 5. Badisches ab, 1068: 102 Verwundete, 156 gastrisches Fieber und Typhus, 114 Ruhr etc., geheilt 153, gest. 28: 10 Verwundete, 8 Typhus etc., Rest 138 an 7. IL 270: 2 Verwundete, 45 gastrisches Fieber, 8 Typhus, 2 Ruhr etc., geheilt 9, gest. 2: 1 Typhus etc. 207, geheilt 38, gest. 2. Löst 8. XIV. ab, 266 Verwundete und 1628 Passanten, geheilt 108. gest. 6. 57: 11 Verwundete etc., geheilt 12, gest. 1. Löst 1. Badisehes ab, 175: 123 Verwundete etc., geheilt 0. gest. 22. Zeit 5. 1. bis 1. 15. 12. bis 31. 1.12. bis 28. 12.11. bis 27. 12.11. bis 4. ■21.11. bis 12. 13.11. bis 27. 15.11. bis 21. 15.11. bis 21. bezw. 3. 1 20.11. bis 4. 23.11. bis 7. 2T. 11. bis 24. 25.12. bis 8. 27.11. bis 11. 28.11. bis 11. 28.11. bis 10. 28.11. bis20. 21.12. bis 10. 1.12. bis 8. 1.12. bis 28. 7.12. bis 10. 15.12. bis 12. 16. 2. bis 17. 22.12. bis 16. 24.12. bis 20. 29. 12. bis 23. 23.12. bis 6. 28.12. bis 3. 6. 1. bis 12. 6. 1. bis 14. 25. 1. bis 2. 21. 1. bis 25. 19. 1. bis 20. 28. 1. bis 30. 31. 1. bis 3. 13. 2. bis 16. Beilagen zu Band erwundete, 5 Typhus ete. est. 2 Typhus, Rest 166 t. 2: 1 Verwundeter etc. ,, geheilt 102, gest. 54: r, 19Buhretc., gesl 18: ilt 20, gest. 11: 4 Ver- :t Personal zurück. e, Restbestand an 11. II, Franzosen), 1 Typhus eilt 135, gest. 23: 2 Ver- gastrisches Fieber und 1 Bahr etc., Rest 52 u e., Rest 28 nach Dult tc. geheilt 31, gest. 105: est. 25: 13 Verwundete, gest. 15: 6 Verwundet I: 12 Typhus, 1 Ruhr ult, gastrisches Fieber miil ät. 28: 10 Verwundete, s, 2 Ruhr etc., geheilt 9, ten. geheilt 108. gest. 6. heilt 9. gest. 22. Beilagen zu Band I. Uebersieht der Thätigkeit der Feldlazarethe ete. 141* Zeit Ü r t Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps Krankenauf n a h m e et c. 5. 1. bis 1. 5. Mülhausen L.-R.-P. 3. XI. 1002: 95 Verwundete. 125 Typhus, 73 gastrisches Fieber etc., geheilt 315, gest. 1 Verwundeter, 29 Typhus, Rest 44 abgelöst durch 3. XV. IS. 12. bis 31. 1. Neufchateau L.-B.-P. 2. IX. 175: 4 Verwundete, geheilt (52, gest. 29, 25 an Truppenarzt, dann seit 5. 4. 7. VII. 1.12. bis 28. 4. Colmar L.-R.-P. 1. V. 1062 (einschl. 223 Franzosen): 89 Verwundete etc., geheilt 524. gest. 63, Rest 153 an 4. XV. 12.11- bis 27. 12. Etain 12.11- bis 4. 1. St. Menehould ■21.11. bis 12. 3. Compiegne 13.11- bis 27. 12. Boulzicourt 15.11. bis 21. 11. Guignicourt 15.11. bis 21. 11. Doncherv bezw. 3. 1 20.11. bis 4. 12. Grand-Prc 23.11. bis 7. 1. Noyon 2T. 11. bis 24.12. 1 tebecourt und 25.12. bis 8. 1. seit 1. 12. Kurv 27.11. bis 11. 12. Marcelcave 28.11. bis 11. 3. Moreuil 28.11. bis 19.12. Le Quesnel 28.11. bis 20.12. Sains 21.12. bis 10. 1. Sains 1.12. bis 8. 6. Amiens 4.12. bis 28. 1. Gournay 7.12. bis 10. 3. Bois Guillauine bei R 15.12. bis 12. 3. Rouen 16. 2. bis 17. 3. Rouen 22.12. bis 16. 6. Beauvais 24.12. bis 20. 4. Amiens 20.12. bis 23. 3. Amiens 23.12. bis 6. 1. rft. Gratien 28.12. bis 3. 1. Athies 6. 1. bis 12. 1. Albert 6. 1. bis 14. 1. Bapaume 25. 1. bis 2. 3. Bapaume 21. 1. bis 25. 1. Peronne 10. 1. bis 20. 1. Cugny 28. 1. bis, 30. 1. Nesle 31. 1. bis 3. 2. Chanines 13. 2. bis 16. 2. Abbeville 8. Nördlicher Kriegsschauplatz. 5. VIII. 1. vni. 2. VIII. 1* 1. 7. V11I. 11. I. 1. XIII. 10. I. 8. VIII. 8. I. Bis 30. 11.: 61 (9 gastrisches Fieber und Typhus, 4 Ruhr etc.), Rest 26 an Lazareth-Reservepersonal 1. VIII. 400, gest. 10 Typhus, Rest 29 an Lazareth-Reservepersonal 1. VIII. 1588: 453 Verwundete, 77 Typhus etc., gest. 10: 9 Typhus etc., Rest mit Dampfschiff nach Soissons. 129: 27 Verwundete, 13 gastrisches Fieber und Typhus ete, gest. 4: 2 Verwundete. 2 Typhus, 12 Verwundete. Hauptsächlich Marschkranke, am 21. 11.: 127. Löst 11. XIII. ab mit 28 Kranken. 565: 195 Verwundete, 47 Typhus, 4 Ruhr, geheilt 196, gest. 6: 4 Typhus etc. 1 168 Verwundete, geheilt 2, gest. 16, abgelöst durch Lazareth-Reserve- J personal 3. VlII. 88 Verwundete, gest. 9 Verwundete, abgelöst durch Lazareth-Reservepersonal 1. I. mit 49 Verwundeten. 230: 218 Verwundete etc., geheilt 35, gest. 20. 133: 126 Verwundete etc., Rest 9 Verwundete nach Amiens zu 3. VlII. ) 134: 125 Verwundete, gest. 7 Verwundete, abgelöst durch Lazareth-Re- | servepersonal 3. VIII. (legen 4000 Kranke und Verwundete, Rest 88 an Laz.-Reservepersonal 1. I. 298: 26 Typhus, 17 gastrisches Fieber. 11 Ruhr etc., Rest nach Beauvais evakuirt. 859. 2586: 242 Verwundete, 72 Typhus, 42 Ruhr, geheilt 827, gest. 61: 26 Verwundete, 15 Typhus, Rest 84 an Laz.-R.-P. 2. I. 479: 61 Typhus, 1 Ruhr etc., an Lazareth-Reservepersonal I. 578: 30 Verwundete, 34 Typhus, 3 Ruhr etc., geheilt 299, gest. 8: 4 Typhus etc. 3005: 823 Verwundete etc.. gest. 40 Verwundete, Rest 27 an 3. VIII. 1754: 548 Verwundete, 38 Typhus, 21 Ruhr etc., geheilt 539. gest. 27: 22 Verwundete, 3 Typhus etc., Rest 5 an 3. VIII. 86 Verwundete, gest. 6 Verwundete. 30 Verwundete, evakuirt nach La Fere und Amiens. 330 (einschl. 100 Franzosen). 302 (einschl. 145 Franzosen), gest. 40 Verwundete (einschl. 8 Franzosen). 80 Verwundete, evakuirt nach Amiens. 18 Verwundete, evakuirt nach Hamm. Krankentransportstationen. Untergeordnete Thätigkeit. 142* Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. Beilagen zu Band I. Zeit 19. 1. bis 10. 3. 19. 1. bis 1. 2. 18. 1. bis 19. 1. bezw.27. 1. 20. 1. bis 24. 2. 19. 1. bis 6. 2. 19. 1. bis 16. 2. 19. 1. bis 5. 2. 22. 1. bis 20. 3. 27.12. bis 29.12. 4. 1. bis 10. 1. 23.11. bis 29. 3. 11.12. bis 15. 2. 8. 1. bis 27. 1. 8. 1. bis 27. 1. 8. 1. bis 27. 1. 28.11. bis 23. 1. bezw. 7. 3. 28.12. bis 5. 3. 1. 2. bis 9. 3. 7.10. bis 31.10. 11.10. bis 9.11. 28.10. bis 14.11. 11.10. bis 14.10. 15.10. bis 17.10. bezw. 16.11. 25.10. bis 26. 2. 2.12. bis 14. 2. 5.12. bis 7. 2. 26. 2. bis 16. 3. 21.10. bis 7. 3. 13.10. bis 14.11. 19.12. bis 28.12. Grand Seraucourt Bssigny le Grand Tertry 9. VIII. Savy 9. VIII. Vraignes 11. VII. Poeuilly 11. VII. Holnon 11. VII. St. Quentin 5. VIII. Etain L.-R.-P. 1. VIII St. Menehould L.-B.-P. 1. VIII Soissons L.-R.-P. 2. VIII Marcelcave L.-R.-P. 1. I Hebeeourt L.-R.-P. 3. VIII Dury L.-R.-P. 3. VIII Sains L.-R.-P. 3. VIII Roye L.-R.-P. 3. I Clermont en Oise Kssigny le Grand Rambouillet Artenay Orleans Orines bei Orleans Orleans Ghartres Chartres Chartres Chartres Etampes Orleans Orleans Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps 2. I. 6. VIII. L.-R.-P. 3. I. L.-R.-P. 3. VIII. Kranken auf nähme etc. 400 (einschl. 94 Franzosen), evakuirt nach Hamm, gest. 17 Verwundete. 280 Schwerverwundete (einschl. 27 Franzosen), gest. 41 Verwundete, Rest 56 an Lazareth-Reservepersonal 3. VIII. 122. 251 Verwundete (einschl. 57 Franzosen), gest. 21 (einschl. 9 Franzosen), Rest 13 verwundete Franzosen an Mairie. 131 Verwundete. 523: 305 Verwundete, gest. 48: 47 Verwundete etc. Löst 5. VIII. ab, 34: 5 Typhus, 5 Ruhr etc. Löst 1. VIII. ab, meist Typhus-Genesende, gest. 1. 1116: 203 Verwundete (einschl. 23 Franzosen) etc., geheilt 517, gest. 12. Löst 11. VII. ab, 63: 54 Verwundete etc., geheilt 2, gest. 15, Best nach Amiens evakuirt. } Löst 6. und 4. VIII. ab, 44: 42 Verwundete. 146: 88 Verwundete etc., geheilt 16, gest. 16. 156: 143 Verwundete etc., geheilt 54, gest. 8. Löst 6. VIII. ab, 56, gest. 6. 9. Südwestlicher Kriegsschauplatz. 2. XI. 2. I.Bayer. i/j2. I.Bayer. 5. XL 5. XI. 5. XI. 10. XI. 9. V. 12. IV. 9. VI. 9. I. Bayer 9. I.Bayer 40: 20 Verwundete, 8 gastrisches Fieber und Typhus etc., gest. 2 Verwundete und 1 Typhus. 408: 267 Verwundete, 55 gastrisches Fieber und Typhus, 8 Ruhr etc., 142 Passanten, geheilt 13, gest. 13. 132 und 197 Passanten, geheilt 42, gest. 4. 218: 210 Verwundete (einschl. 88 Franzosen), gest. 4 Verwundete. 313: 57 Verwundete, 50 gastrisches Fieber und Typhus etc., geheilt 101, gest. 21: 13 Verwundete, 8 Typhus. 2743: 609 Verwundete, 269 gastrisches Fieber, 584 Typhus etc. gest. 98: 37 Verwundete, 44 Typhus etc., abgelöst mit 50 durch 12. IV. 1223: 852 Verwundete, 172 gastrisches Fieber und Typhus, 33 Ruhr etc., gest. 77: 53 Verwundete, 19 Typhus, 2 Ruhr etc., abgelöst mit 11 durch Lazareth-Reservepersonal XIIL 1049 (einschl. 197 Franzosen): 305 Verwundete, 173 Typhus etc., gest. 52: 16 Verwundete, 36 Typhus, abgelöst mit 13 durch L.-R.-P. XIII. Löst 5. XL ab mit 50 Kranken, 463: 64 gastrisches Fieber und Typhus, 2 Ruhr etc., geheilt 6, gest. 8: 6 Typhus etc. 1692: 472 Verwundete, 454 gastrisches Fieber und Typhus, 36 Ruhr etc., gest. 129: 48 Verwundete, 61 Typhus, 3 Ruhr "etc. 1055: 618 Verwundete etc., geheilt 149, gest. 39. 216: 191 Verwundete etc., geheilt 3, gest. 14, Rest an Res.-L.-Pers. 2. IX Beilagen zu B, Zeit 19.10. bis 14. 21.12. bis 9. 28.10. bis 14. 14.11. bis 6. 15.11. bis 10. 11.11. bis 1. 16.11. bis 24. .18.11. bis 30. 20.11. bis 23. 19.11. bis 23. 22.11. bis 19. 27.11. bis 6. 12.11. bis 13. 19.11. bis 21. 22.11. bis 23. 22.11. bis 26. 25.11. bis 23. 28.11. bis 2. 29.11. bis 28. 30.11. bis 8. 2.12. bis 7. 2.12. bis 15. 15.12. bis 29. 2.12. bis 21. 2.12. bis 21. 21.12. bis 19. 29.12. bis 20. 20. 1. bis 23. 4.12. bis 18. 4.12. bis 16. 3.12. bis 17. bezw. 29. 3.12. bis 26. 17.12. bis 1. •st. 17 Verwundete. : 1 Verwundete, Rest 56 (einschl. 9 Franzosen), ;eheilt 517, gest. 12. 2, gest. 15, Rest nach hu« etc., gest. 2 VerTyphus, 8 Ruhr etc., 1 Verwundete. yphus etc., geheilt 101, •, 584 Typhus etc. itc., abgelöst mit 50 Typhus, 33 Ruhr etc.. lr etc., abgelöst mit 11 i Typhus etc., gest. 52: durch L.-R.-P. XIII. es Fieber und Typhus, ,c. i Typhus, 36 Ruhr etc., ihr etc. an Res.-L.-Pers. 2. IX. Beilagen zu Band 1. Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. 143* Zeit 0 r t Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps Kranke 11 auf 11 ahme etc. 19.10. bis 14.11. Orleans 10. I. Bayer. 748: 109 Typhus, 66 Ruhr, 5 Verwundete etc., geheilt 273, gest. 13. 21.12. bis 9. 1. Orleans 10. I. Bayer. 474: 103 Verwundete, 68 Typhus, 8 Ruhr etc., geheilt 114, gest. 16. 28.10. bis 14.11. Orleans 6. I. Bayer. 232: 51 Typhus, 9 Rühr etc., geheilt 34, gest. 8. 14.11. bis 6.12. Chaumont en Bassigny 4. X. 191: 63 Typhus, 29 Ruhr etc., gest. 5 Typhus und 1 Ruhr, abgelöst durch Lazareth-Reservepersonal X. 15.11. bis 10.12. Chaumont en Bassigny 10. X. 554: 6 Verwundete, 167 Typhus, 62 Ruhr etc., gest. 3: 2 Typhus, 1 Ruhr, abgelöst mit 288 durch Lazareth-Reservepersonal X. 11.11. bis 1.12. Troyes 1. Hessisches 763: 243 gastrisches Fieber und Typhus, 26 Ruhr, 6 Verwundete, unterstützt vom Lazareth-Reservepersonal X. und III., geheilt 111, gest. 15: 14 Typhus etc., abgelöst mit 619 durch Laz.-Reservepersonal X. 16.11. bis 24. 3. Sens 6. III. 658: 7 Verwundete, 151 Typhus und gastrisches Fieber, 13 Ruhr etc., geheilt 344, gest. 13 Typhus. 18.11. bis 30.12. Montargis 4. X. (bis Mitte Dezember nur 1 Sektion) 140: 41 Verwundete, 3 Ruhr etc., gest. 10: 4 Verw., 5 Typhus, 1 Ruhr. 20.11. bis 23.11. Nemonrs 12. III. 23, 23 an Französisches Zivillazareth. 19.11. bis 23.11. Angerville '/& IX. 213: 8 Verwundete etc. 22.11. bis 19. 1. Pithiviers 10. III. 583 (einschl. 29 Franzosen): 228 Verwundete, 57 Typhus, 2 Ruhr etc., gest. 39: 20 Verwundete, 15 Typhus etc., abgelöst mit 30 durch 7. III. 27.11. bis 6. 3. Pithiviers 7. III. 792: 486 Verwundete, 70 Typhus, gest. 16 Typhus und- 18 Verwundete, Rest 4 Franzosen an Mairie. 12.11. bis 13.11. Angerville 2. I.Bayer. 183: gest. 2, Rest 20 an Deutsche freiwillige Krankenpflege. 19.11. bis 21.11. Chäteauneuf 9. XI. 88 (einschl. 22 Franzosen), gest. 2, Rest in Richtung auf Ohartres evakuirt. 22.11. bis 23.11. jDhamprond en Gatine 2. I. Bayer. 49: 48 Verwundete, 1 Typhus, auch 35 Passanten, gest. 4 Verwundete, Rest nach Ohartres. 22.11. bis 26.11. Bretoncelles 9. XI. 135 Verwundete (einschl. 67 Franzosen), gest. 11 Verwundete (einschliesslich 5 Franzosen). 453: 220 Verwundete, 81 gastrisches Fieber und Typhus, 34 Ruhr etc., gest. 22: 14 Verwundete, 6 Typhus etc. 25.11. bis 23. 2. Beaumont en Gatinais 1 X. 28.11. bis 2. 1. Beaumont en Gatinais 5. X. 349: geheilt 35, gest. 7, Rest 34 an 1. X. 29.11. bis 28. 2. Puiseaux 8. X. 434: 287 Verwundete, 41 gastrisches Fieber und Typhus etc., gest. 37 Verwundete, 5 Typhus, Rest 1 Franzose an Mairie. 30.11. bis 8.12. Beaune la Rolande 11. 111. 71 Deutsche Verwundete, gest. 7 Verwundete, Rest 8 an Engl. Ambnlance. 2.12. bis 7.12. Yiuonville 11. I.Bayer. 1109: 962 Verwundete etc., auch 195 Passanten, gest. 11. 2.12. bis 15.12. 15.12. bis 29.12. Baigneaux Baigneaux 9. 92. XL XI. ! 250 Verwundete, gest. 31, abgelöst mit 24 durch 3 1 . XIII. 2.12. bis 21.12. Brandeion 2. XIII. 351: 342 Verwundete (einschl. 71 Franzosen), gest. 26 Verwundete (einschl. 7 Franzosen). 2.12. bis 21.12 Bazoches les Hautes 9. XII] . (sonst IX.) 276 Verwundete (einschl. 48 Franzosen), gest. 7 Verwundete, Rest 29 an 2. XIII. 21.12. bis 19. 1. Bazoches les Ilautes 2. XIH. Gest. 12, Rest 12 Verwundete an 3 1 . XIII. 29.12. bis 20. 1. Baigneaux SV XIII. 24, gest. 7. 20. 1. bis 23. 2. Bazoches les Hautes 3i. XIII. 21, gest. 2. 4.12. bis 18.12. Orgeres 2. I.Bayer. 606: 559 Verwundete etc., gest. 29: 1 Typhus etc. 4.12. bis 16. 1. Villeprevost 6. I. Bayer. 601: 591 Verwundete, 1 Typhus, 1 Ruhr etc., geheilt 4, gest. 79. 3.12. bis 17. 1. bezw. 29. 1. Artenay 1. IX. 393; geheilt 3, gest. 49 Verwundete. 3.12. bis 26.12. 17.12. bis 1. 3. Toury Toury 6». 62. VI. VI. j 572: 477 Verwundete, 11 Typhus etc., gest. 27: 23 Verwundete, 4 Typhus. I 144* Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarette etc. Beilagen zu Band Zeit 3.12. bis 18. 1. 4.12. bis 29.12. 29.12. bis 17. 2. 3.12. bis 20.12. 6.12. bis 13. 3. 5.12. bis 7.12. 7.12. bis 8. 3. 8.12. bis 13. 3. 12.12. bis 13. 3. 20.12. bis 5. 3. 11.12. bis 20. 2. 7.12. bis 21.12. 11.12. bis 8. 1. 8.12. bis 17.12. 13.12. bis 20.12. 22.12. bis 9. 3. 24.12. bis 8. 1. 29.12. bis 17. 1. 31.12. bis 5. 1. G. 1. bis 9. 3. 7. 1. bis 17. 3. 14. 1. bis 21. 1. 7. 1. bis 14. 1. 15. 1. bis 21. 1. 9. 1. bis 25. 2. 9. 1. bis 22. 2. 10. 1. bis 20. 2. 10. 1. bis 15. 1. 15. 1. bis 24. 2. 10. 1. bis 9. 3. 11. 1. bis 6. 2. 11. 1. bis 15. 1. 15. 1. bis 20. 1. 11. 1. bis 24. 2. Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps Malesherbes Lumeau Lumeau Ascheres le Marche Orleans Orleans Orleans Orleans Orleans Orleans Orleans Meung bot Loire Meung bot Loire Ferme Ourcieres hei Cravant Beaugency Blois Beaugency Maintenon Bonneval Vendöme Vendöme 1 Ferme la Huril bei I K . La Furche, seit 10.1. > ) Schloss La Vignardiere \ Nogent le Rotrou La Ferte Bernard Le Breil Parigne l'Eveque Chäteau Breteaux Ohätean Breteaux Connerre Connerre La Girardrie Change Champagne G. IX. 3. xm. 3 2 . XIII. 4. Hessisches 4. III. 1. XIII. 5. Hessisches 5. IX. 9. HL G. Hessisches 2. Hessisches 1. XTIT. 11. I. Bayer 1. XL 8. III. G. X. 3. nr. 7. IX. (bezw. Xm. G 1 . YI. 4. X. 5. HI. 9i. XT. 9. XL 9 3 . XL 8 1 . TX. (bezw. XTII.) 12. III. 1. HL 7. XL 7 2. XL S 3 . IX. (bezw. XIII. 9. IX. (bezw. XIII. 8. III. 8. III. 2. IX. 629; gest. 1 Typhus. ! 397 (einschl. 154 Franzosen), gest. 43 (einschl. 20 Franzosen). 76: 73 Verwundete etc., gest. 6. Bvakuirt 10. 3. 71 die letzton Verwundeten. 250 Verwundete und Kranke, Rest 171 an 5. Hess. 1051: 533 Verwundete, 137 gastrisches Fieber und Typhus etc.. geheilt 264 gest. 69: 42 Verwundete, 21 Typhus etc. 1387: 313 Verwundete, 77 Typhus etc.. gest. 43: 17 Typhus, 11 Verwundete etc., Best 15 an Hotel Dien. 2140 (einschl. 446 Franzosen): 460 Verwundete, 599 Typhös, 65 Ruhr etc., geheilt 372, gest. 140: 15 Verwundete, 76 Typhus, 5 Ruhr, Rest 26 an Hotel Dien. 733: 151 Verwundete, 130 Typhus, 22 Ruhr etc., gest. 31: 12 Verwundete. 18 Typhus etc. 283: 36 Verwundete, 45 gastr. Fieber und Typhus, geheilt 105, gest. 6: 1 Verwundeter, 5 Typhus. 411: 310 Verwundete (einschl. 65 Franzosen), 18 Typhus, 4 Ruhr etc., gest. 34 Verwundete (einschl. 9 Franzosen), Rest au Lazareth-Re- servepersonal XIII. 386: 318 Verwundete etc., geheilt 4, gest. 54; Rest 4 an Lazareth-Reserve- personal XIII. 300 Verwundete, gest. 14: 12 Verwundete etc. 77: 63 Verwundete, gest. 1 Verwundeter. 711: 85 Verwundete, 235 gastrisches Fieber und Typhus. 5 Ruhr etc.. gest. 21: 9 Verw., 9 Typhus etc., Rest 11 im Hotel Dien. 25: 6 Typhus, 4 Pocken etc., gest. 1 Pocken. 136 Lazareth- und 50 Revierkranke: 34 Typhus, geheilt 75, gest. 7: 5 Typhus etc., Rest 7 an Etappen-Kommando. Evakuirt nach (Jhartres. 401: 306 Verwundete, 19 Typhus etc.. geheilt 36, gest. 42: 36 Verwundete, 5 Typhus etc. 559: 358 Verwundete, 76 Typhus, 6 Ruhr etc.. gest. 40: 27 Verwundete, 9 Typhus etc., Rest 32 an Mairie. \ I Nimmt die Schwerverwundeten von La Huril auf, evakuirt nach Chartres. 221: 112 Verwundete, 44 Typhus, 2 Ruhr etc., geheilt 55, gest. 12: 9 Verwundete, 3 Typhus. 256: 212 A'erwundete (einschl. 42 Franzosen), gest. 31: 30 Verwundete, 1 Typhus, Rest 2 an Mairie. 318 Verwundete etc., gest. 4 Verwundete. > 164 Verwundete. 290: 185 Verwundete (einschl. 104 Franzosen). 24 Typhus etc., gest. ;!;i: 29 Verwundete, 5 Typhus etc. 97: 72 Verwundete (einschl. 48 Franzosen) etc., geheilt 3, gest. 37 (cinscliL 27 Franzosen), Rest 8 Franzosen an Mairie. 221 (einschl. 86 Franzosen): 203 Verwundete etc.. ) ,_ „ | gest. 1< Verwundete. 184: 176 Verwundete (einschl. 164 Franzosen) etc., ) 202: 170 Verwundete. 3 Typhus etc., geheilt 36, gest. 32: 31 Verwundete, 1 Typhus. 81 Verwundete, gest. 4 Verwundete. Beilagen zu B, Zeit 12, 1. bis 22. 13. 1. bis 29. 13. 1. bis 8. 14. 1. bis 8. 21. 1. bis 8. 26. 1. bis 4. 26. 1. bis 6. 19. 2. bis 5. 6. 2. bis 24. 5. 2. bis 14. 9. 2. bis 11. 6.12. bis 31. 10.12. bis 30. 1.12. bis 13. 28.12. bis 13. bezw. 11. 8. 2. bis 13. 22.12. bis 12. 13. 1. bis 11. 11. 1. bis 11. 23.12. bis 16. 29.12. bis 11. 8.12. bis 26. Samtätb-Bericl Beilagen zu Band Franzosen). yphus etc., geheilt 264, 17 Typhus 11 V er . Typhös, 65 Ruhr etc., ,-phus, 5 Ruhr, Rest 26 rt. 31: 12 Verwundete, . geheilt 105, gest 6: Typhus, 4 Ruhr etc., Best an Lazareth-Re- 4 an Lazareth-Reseire- Typhus. 5 Ruin- etc n I lütcl Dien. geheilt 75. gest 7: lo. st. 42: 3G Verwundete, it. 40: 27 Verwundete akuirt nach Chartres. lt 55, gest. 12: 9 Vit- t. 31: 30 Verwundete, Typhus etc., gest. 35: iilt 3, gest. 37 (einsehL gest. 17 Verwundete. ist. 32: 31 Verwundete, Beilagen zu Band I. Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. 145* Zeit 0 r t Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps K r ankenau fn ahm e etc. 12, 1. bis 22. 1. Chäteau Amigne bei Change 11. III. 151: 139 Verwundete (einschl. 35 Franzosen), geheilt 4, gest. 15 Verwundete, Rest 28 Franzosen an Französische Ambulanz in Change. 13. 1. bis 29. 1. Chäteau Boisvier (zwischen Ohanteloup und La Croix) 12. XI. 74 Verwundete, gest. 4 Verwundete. 13. 1. bis 8. 3. Le Maus 3. III. 1205: 376 Verwundete, 128 gastrisches Fieber und Typhus, 89 Pocken etc., geheilt 228, gest. 47: 29 Verw., 12 Typhus, 4 Pocken, 1 Ruhr etc. 14. 1. bis 8. 3. Le Mans 3. X. 817: 184 Verwundete, 240 gastrisches Fieber und Typhus, 1 Ruhr etc., geheilt 217, gest. 48: 30 Verwundete, 16 Typhus, 1 Ruhr etc. 21. 1. bis 8. 3. Le Mans 12 X. 789: 103 Verwundete, 119 Typhus, 31 Ruhr, 45 Pocken (Variolis) etc., gest. 26: 11 Verwundete, 10 Typhus, 1 Ruhr etc. 26. 1. bis 4. 3. Evreux 7. IX. (bezw. XIII.) 290, gest. 4 Typhus. 26. 1. bis 6. 3. St. Calais 3 1 . IX. 79, Rest 2 an Mairie. 19. 2. bis 5. 3. Chäteau Benanlt 3 2 . IX. 72. 6. 2. bis 24. 2. Alencon 11. III. 82, gest. 1 Typhus. 5. 2. bis 14. 3. Chäteau du Loir 10. X. 270: 84 gastrisches Fieber und Typhus, 5 Ruhr etc., geheilt 73, gest. 6: 4 Typhus, 1 Ruhr etc. 9. 2. bis 11. 3. Rambouillet 11. X. 384: 257 Verwundete, gest. 17: 12 Verwundete, 3 Typhus etc. 6.12. bis 31. 1. Chaumont en Bassigny L.-R.-P. 1. X. Löst 4. X. ab, 568: 4 Verwundete etc., geheilt 119, gest. 7, Rest 93 an Sektion 3. 10.12. bis 30. 4. Chaumont en Bassigny L.-R.-P. 3. X. Löst 10. X. ab, 1434: 90 Verw. etc., geheilt 520, gest. 32, Rest 29 an 8. X. 1.12. bis 13. 4. Troyes L.-R.-P. 2. X. unterstützt vom L.-R.-P. 3. in. 2477: 157 Verwundete etc., geheilt 1209, gest. 33, Rest 44 an Lazareth- Reservepersonal 3. III. 28.12. bis 13. bezw. 11. 1. 3. Orleans (Sacre Coeur u. Kloster) L.-R.-P. 2. IX. Löst 9. I. Bayer, ab, 530: 372 Verwundete etc., geheilt 39, gest. 33, hatte seit 31. Oktober die hiesigen Lazarethe unterstützt. 8. 2. bis 13. 3. Orleans / (Kaserne St. Charles) ^ L.-R.-P. 2. IX. L.-R.-P. 1. X. j 247: 13 Typhus, 8 Ruhr, 114 Blattern, geheilt 86, gest. 12. 22.12. bis 12. 3. Orleans L.-R.-P. 2. III. 674: 91 Verwundete etc., geheilt 226, gest. 24: 6 Verwundete, 12 Typhus etc., Rest 138 an Lazareth-Reservepersonal IX. 13. 1. bis 11. 3. Orleans L.-R.-P. 3. IX. 625: 199 Verwundete etc., 127 geheilt, gest. 12: 5 Verwundete, 1 Pocken (Unterarzt) etc., Rest 63 Franzosen an die Französische Behörde. 11. 1. bis 11. 3. Orleans L.-R.-P. 3. III. 499: 123 Typhus, 40 Verwundete etc., geheilt 176, gest. 16: 10 Typhus, 3 Verwundete etc. 23.12. bis 16. 2. Meung sur Loire L.-R.-P. 1. XIII. Löst 1. XIII. ab, anfangs von Sektion 2. unterstützt, 182: 83 Verwundete, 15 Typhus etc., geheilt 21, gest. 36: 31 Verwundete, 3 Typhus etc. 29.12. bis 11. 3. Chartres L.-R.-P. 2. XIII. 351, geheilt 59, gest. 4. 8.12. bis 26. 2. Chamarande bei Etampes A. P.-Sp. 5. Bayer. 161: 148 Verwundete etc., geheilt 8, gest. 12. Öanitats-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. Beilagen zu Bd. I. 19 146* Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarette ete. Beilagen zu Band I. Zeit 0 r t Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps Zeit O r t Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps 10. Rückmarsch und Okkupation. 1. 3. bis 7. 1. 3. bis 6. 2. 3. bis 10. 3. 3. bis 16. 11. 3. bis 22. 22. 3. bis 22. 13. 3. bis 5. 13. 3. bis 6. 14. 3. bis 2. 15. 3. bis 19. 15. 3. bis 26. 16. 3. bis 19. 16. 3. bis 21. 16. 3. bis 9. 18. 3. bis 17. 18. 3. bis 30. 18. 3. bis 14. 18. 3. bis 27. 19. 3. bis 23. 19. 3. bis 16. 19. 3. bis 1. bezw. 13. 19. 3. bis 31. 20. 3. bis 5. 20. 3. bis 20. 22. 3. bis 2. 22. 3. bis 31. 22. 3. bis 3. 23. 3. bis 11. 23. 3. 23. 3. 23. 3. 23. 3. 23. 3. 23. 3. 24. 3. 24. 3. 25. 3. 25. 3. 25. 3. 25. 3. 26. 3. 26. 3. 26. 3. 26. 3. 28. 3. 28. 3. 29. 3. 29. 3. 29. 3. 29. 3. 31. 3. bis 22. bis 2. bis 17. bis 22. bis 19. bis 8. bis 31. bis 30. bis 19. bis 14. bis 1. bis 1. bis 13. bis 11. bis 31. bis 20. bis 27. bis 25. bis 17. bis 8. bis 27. bis 18. bis 18. 3. 71 3. 71 3. 71 3. 71 5. 71 5. 71 6. 71 6. 71 6. 71 3. 71 3. 71 3. 71 10.71 6. 71 5. 71 3. 71 6. 71 3. 71 3. 71 5. 71 6. 71 6. 71 3. 71 6. 71 5. 71 6. 71 5. 71 6. 71 6. 71 9. 71 6. 71 5. 71 5. 71 6. 71 4. 71 5. 71 5. 71 5. 71 4. 71 6. 71 4. 71 6. 71 6. 71 5. 71 10.71 5. 71 5. 71 71 71 71 71 71 Fresuay sur Sarthe Nogent le Bernard Eaubonne Vesoul Reims Beims Creil Crepy en Valois Coulommiers Etampes Issou Malesherbes Dole La Porte sous Jouurre Melun Döle Nangis Bourbonne les Bains Fontainebleau Provins Soissons Gray Compiegne Chälons sur Marne Chäteau Thierry Vailly Ohäteau Vilain Morainval Chäteau bei Heilles Meaux Laon Vitry le Francais Vitry le Francais Chaumont en Bassigny Nancy Marie Pontavert Lure Epinal St. Quentin Vesoul Chatillon s. S. Pontoise Guise Sedan Vignory Bar le Duc Yendeuvre sur Barse Arcis sur Aube Doulaincourt St. Dizier Brienne le Chäteau (Briemie Napoleon) 2. IV. 9. IV. 11. IV. 5. Badisches 6 1 . Wurttembg. 6 2 . Wurttembg. 1. 11. 3. 71. 9. 10. 12. 3. 4. 4. 5. 7. G. G. II. Bayer. III. IV. III. II. II. Bayer, I. Bayer, IL VI. VII. III. VI. XII. 4. V. 8. G. 4. Wurttembg. 4. XII. 3. XII. 2. X. 3». IV. 1. XI. 11. XII. 21. Wurttembg. 22. Wurttembg. 8. X. X. XII. XII. V. 3. Hessisches 8. XII. V. X. IV. XII. 6. XII. 5. Hessisches 9. VII. 12. III. 1. III. 1. Hessisches 2. IX. 11. III. 12. 4. 9. 12. 31. 3. 31. 3. 1. 4. 1. 4. 1. 4. 1. 4. 1. 4. 1. 4. 1. 4. 2. 4. 3. 4. 4. 4. 4. 4. 4. 4. 5. 4. 6. 4. 8. 4. 8. 4. 11. 4. 11. 4. 13. 4. 14. 4. 15. 4. 21. 4. 21. 4. 22. 4. 22. 4. 30. 4. 1. 5. 1. 5. 3. 5. 8. 5. 10. 5. 13. 5. 14. 5. 17. 5. 17. 5. 17. 5. 17. 5. 18. 5. 18. 5. 18. 5. 19. 5. 5. s 18. 31. 4. 18. 31. 20. 7. 29. 22. 4. 20. 3. 21. s 20. s 4. s 6. s 1. s 7. s 8. s 26. s 13. s 22. s 9. s 24. s 27. s 4. s 24. s 20. s 20. s 1. 29. s 18. s 22. s 19. s 5. s 1. s 14. 14. s 30. 2. 1. 3. 5. 71 5. 71 5. 71 6, 71 4. 71 5. 71 5. 71 6. 71 5. 71 9. 71 6. 71 5. 71 6. 71 10.71 5. 71 6. 71 6. 71 5. 71 6. 71 6. 71 5. 71 5. 71 5. 71 6. 71 5. 71 10.71 6. 71 5. 71 5. 71 10.71 6. 71 5. 71 6. 71 6. 71 6. 71 6. 71 6. 71 6. 71 6. 71 5. 71 6. 71 6. 71 6. 71 20. 5. bis 10. 6. 71 20. 5. bis 23. 6. 71 21. 5. bis 4. 6. 71 21. 5. bis 31. 5. 71 21. 5. bis 24. 7. 71 21. 5. bis 1. 6. 71 22. 5. bis 15. 7. 71 23. 5. bis 1. 6. 71 23. 5. 71 bis 28. 4. 72 28. 5. bis 2. 6. 71 Montier en Der Joinville Nancy Tool Bar sur Aube Luneville Gray Gray Vesoul Meaux Mouchy Jussey Rougemont Charleville Montbeliard Dammartin Liancourt Nancy Nancy Nancy Carignan Epinal Longuyon Champagnole Mülhausen Dijon Bourbonne les Bains Hagenau Courban Rethel La Fere Arcis sur Aube Dijon Epinal Bar sur Aube Vendeuvre sur Barse Montier en Der Troyes Mirecourt Melun Brienne Napoleon Lionville Chäteau dArmainvilliers bei Tournan Cormeilles en Parisis St. Die Chälons sur Marne St. Germain les Corbeil Clermont Rambervillers Vitry le Francais Montier en Der Epernay Neufchäteau 1. 6. 3. 8. 10. 2. 1. 7. 10. 1. 32. 6. lli. 10. lll 2. 4. 5. 6. 7. 7. IX. 1. 10. 3. 8. 4. 7. 7. 3. 5. 9. 6. 7. 3. 6. 9. 2i. 5. 4. 12. 10. 3. 10. IX IX. VII. VII. III. VII. V. V. V. XI. IV. V. V. XII. V. G. IV. VII. VII. VII. (später XIII.) VII. VII. II. XIV. II. X. XIV. X. XII. XII. VI. II. Hessisches X. X. Wurttembg. X. IX. VI. X. Wurttembg I. Bayer 2. 3. 9. 2. 5. 1. 7. IV. IX. III. VI. I. IX. III. 2 2 . Wurttembg. 8. III. 2. IX. Beilagen zu Band I Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps 1. IX. 6. IX. 3. VII. 8. VII. 10. III. 2. VII. 1. V. 7. V. 10. V. 1. XI. 32. IV. 6. V. lli. V. 10. XII. lll V. 2. G. 4. IV. 5. VII. 6. VII. 7. VII. 7. IX. (später XIII. 1. VII. 10. VII. 3. II. 8. XIV. 4. II. 7. X. 7. XIV. 3. X. 5. XII. 9. XII. 6. VI. 7. II. 3. Hessisches 6. X. 9. X. 2i. Württembg. 5. X. 4. IX. 12. VI. 10. X. 3. Württembg. 10. I. Bayer 2. IV. 3. IX. 9. III. 2. VI. 5. I. 1. IX. 7. III. 2 2 . Württembg. 8. III. 2. IX. Beilagen zu Band I. Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarette etc. 147* Bezeichnung Bezeichnung Zeit 0 r t des Lazareths nach Nummer und Armeekorps Zeit 0 r t des Lazareths nach Nummer und Armeekorps 28. 5. bis 15. 6. 71 Vignoy 1. Württembg. 28. 6. bis 20. 7. 71 Nancy li. X. 29. 5. bis 14. 6. 71 Arcis sur Aube 3. X. 28. 6. 71 bis 20. 4. 72 Verdun l 2 . X. 29. 5. bis 8. 6. 71 Doulaincourt I 2 . Württembg. 7. 7. bis 25. 7. 71 Soissons 6. I. 31. 5. bis 16. 6. 71 Provins 10. VI. 19. 7. 71 bis 5. 11. 72 Chälons sur Marne 7. III. 2. 6. bis 4. 6. 71 Rozoy 12. XL 25. 7. bis 17. 9. 71 Soissons 3. I. 2. 6. bis 4. 6. 71 Sezanne 6. III. 1. 8. 71 bis 21. 3. 72 Luneville li. X. 2. 6. bis 8. 6. 71 Joinville 5. Württembg. 9. 8. bis 31. 10. 71 Bar le Duc 6*. X. 3. 6. bis 17. 9. 71 Laon 2. I. 23. 8. 71 bis 6. 11. 72 Toul 5i. X. 3. 6. 71 bis 4. 11. 72 Reims 5. III. 17. 9. bis 21. 10. 71 Soissons 6. I.Bayer. 3. 6. bis 28. 6. 71 Nancy 1. X. 18. 9. bis 20. 10. 71 Laon 2. T.Bayer. 3. 6. bis 13. 6. 71 Villiers le Bei 1. IV. bezw. 1. 12. 71 4. 6. bis 21. 9. 71 Montfermeil 12. XI. 4. 10. bis 22. 10. 71 Cliaumont en Bassigny 4. VI. 4. 6. bis 10. 6. 71 Creil 7. IV. 21. 10. 71 bis 22. 4. 72 St. Die 8. IT. 5. G. bis 18. 6. 71 St. Quentin 1. VIII. 22. 10. 71 bis 3.11. 72 Cliaumont en Bassigny 4. II. 5. 6 bis 16. 6. 71 Compiegne 8. IV. 22. 10. 71 bis 20. 7. 73 Sedan 2. 1. Bayer. G. 6. bis 18. 9. 71 Chäteau la Casse 2. I.Bayer. 22. 10. 71 bis 18. 7. 73 Charleville 61. I. Bayer. bei Brunoy 22. 10. 71 bis 14. 7. 73 Eethel 6*. I. Bayer. 7. G. bis IG. 6. 71 Villeparisis 3. XI. 7. G. bis 26. G. 71 Nancy 12. X. 8. 6. bis 27. 7. 71 Toul 10. X. 7. 3. bis 2. 4. 71 Juilly L.-R.-P. 3. G. 8. G. bis 24. 6. 71 Nancy 11. X. 8. 3. bis 28. 5. 71 Mitry L.-R.-P. 2. G. 9. 6. bis 15. 6. 71 Joinville I 2 . Württembg. 11. 3. bis 5. 4. 71 Epernay L.-R.-P. 1. XIIT. 13. 6. bis 10. 9. 71 Villiers le Bei 4. VI. 11. 3, bis 13. 5. 71 Epernay L.-R.-P. 1. IT. 13. G. bis 20. 6. 71 Amiens 7. I. 12. 3. bis 21. 7. 71 Ronen L.-R.-P. 2. I. IG. 6. bis 21. 6. 71 Compiegne 1. I. 31. 3. bis 3. 5. 71 La Fere L.-R.-P. 3. XII. IG. 6. bis 29. 7. 71 Nancy 7. X. 13. 4. bis 31. 5. 71 Troyes L.-R.-P. 3. III. IG. 6. bis 21. 9. 71 Lagny 3. XI. 18. 4. bis 14. 5. 71 Bar sur Aube L.-R.-P. 2. TIT. 19. G. bis 7. 8. 71 Cliaumont en Bassigny 5. X. 13. 5. bis 21. 5. 71 Epernay L.-R.-P. 1. G. 20. G. bis 21. 7. 71 Amiens 4. I. 22. 5. bis 3. 6. 71 Reims L.-R.-P. 2. ITT. 20. G. bis 13. 9. 71 Compiegne 10. I. 1. 6. bis 3. 6. 71 Nancy L.-R.-P. 2. VIT. 21. 6. 71 bis 27. 7. 73 Epinal 10. II. 4. 6. bis 18. 6. 71 Chälons sur Marne L.-R.-P. 2. III. 26. G. bis 13. 9. 71 Gonesse 8. VI. 8. 6. bis 9. 7. 71 Amiens L.-R.-P. 1. I. 19* 148* Üebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. Beilagen zu Band I. Beilage OS. Nach Armeekorps geordnete Üebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe und des Lazareth-Reservepersonals. } 1. Feldlazarethe. Bezeichnung des Zeit Ort Kranke und Behandlungs- Kranke und Behandlungs- Kranke und Be- handlungs- Lazareths Verwundete tage Verwundete tage Verwundete tage Armeekorps und Nummer der Thätigkeit 1. August bis 31. Dezember 1870 1. Januar bis 28. Februar 1871 1. August 1870 bis 28. Februar 1871 Garde-K. 18. 8. bis 24. 8. 70 Jouaville 11. 15. 9. bis 30. 9. 70 Neuilly St. Front l. i 2 . 12.9. bis 18.10. 70 10.11. 70 bis 11.2. 71 13. 3. bis 5. 6. 71 18. 8. bis 22. 8. 70 Neufchätel sur Aisne Piscop Creil Habonville 1842 16 363 168 2741 2010 19104 2. 1. 9. bis 8. 9. 70 14.10. 70 bis 9. 3. 71 6. 4. bis 4. 6. 71 Givonne Ecouen Dammartin 1591 14 993 362 5540 1953 20 533 V*3 16. 8. bis 19. 8. 70 Dieulouard 3. 18. 8. bis 31. 8. 70 12.10. 70 bis 24.2. 71 18.8. bis 21.8. 70 Doncourt en Jarnisy Villiers le Bei St. Ail 1514 16 911 343 4859 1857 21770 4. 2. 9. bis 4.10. 70 30.10. 70. bis 22. 2. 71 Givonne Gonesse 752 5 626 227 2945 979 8 571 5. 18.8. bis 28. 8. 70 21.9. 70. bis 21.2. 71 Jouaville G-onesse 1118 18 450 255 4505 1373 22 955 6. 18. 8. 70 bis 2. 9. 71 21. 9. 70 bis 8. 3. 71 Ste. Marie aux Chenes Mitry 1017 17 931 310 6340 1327 24 271 7. 18. 8. bis 2. 9. 70 12.10. 70 bis 21.2. 71 20 8. bis 26.8. 70 Ste. Marie aux Chenes Villiers le Bei Ste. Marie aux Chenes 1753 16 898 306 4953 2059 21851 8. 28. 9. 70 bis 22. 2. 71 20.3. bis 5. 6. 71 18. 8. bis 19. 8. 70 19.8. bis 21.8. 70 Louvres Compiegne Habonville St. Ail 910 12 567 422 5622 1332 18189 9. 1.9. bis 7.9. 70 30. 9. bis 9.10. 70 30.10. 70 bis 20. 2. 71 Daigny Neuilly St. Front Villiers le Bei 1593 7050 594 3720 2187 10 770 l) In der nachstehenden Üebersicht sind — ebenso wie in Beilage 61 und 62 — nur die wirklichen Etablirungen berücksichtigt, nie aber die Fälle, in welchen Feldlazarethe, ohne etablirt zu sein, die Thätigkeit der Sanitäts-Detaehetnents auf Schlachtfeldern unterstützten. Beilagen zu Bi Bezeichnung des Lazareths nach Armeekorps und Nummer Ixarde-K. 10. 12. Auf e und 17 722 Beh I. A.-K. 12. 1'. G. 2! Beilagen zu Band I. der Feld- 'ranke und ■wundete Be- handlnngs- tage L. August 1870 bis 28. Februar 1871 2010 19104 1953 20 533 1857 21770 979 8 571 1373 22 955 1327 24 271 2059 21851 1332 2187 18189 10 770 en berücksichtigt, nicht unterstützten. Beilagen zu Band I. Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. 149* Bezeichnung Kranke Be1 Kranke BeK ranke Bedes Zeit Ort und handlungs- ilud handltings- und handlungs- Lazareths Verwundete tage Venvundete tage Verwundete tage Armeekorps und der Thätigkeit 1. August bis 31. Dezember 1. Januar bis 28. Februar 1. August 1870 bis Nummer 1870 1871 28. Februar 1871 Birde-K. 17.8. bis 16.9. 70 Pont ä Mousson 10. 11.11.70 bis 10.2.71 21. 2. bis 3. 6. 71 18. 8. bis 22.8. 70 Le Luat chäteau bei Piscop Villiers le Bei Habonville 1462 5 240 214 1573 1676 6 813 n. 1. 9. bis 8. 9. 70 1.10. bis 11. 2. 71 13.3. bis 6. 6. 71 19 8. bis 25. 8. 70 La Moncelle Thieux Crepy en Valois Batilly 927 6168 87 1 455 1014 7 623 12. 4. 9. bis 12. 9. 70 7.10. bis 11.2. 71 21.2. bis 8.6.71 Carignan Moussy le Yieux Gonesse 1821 15 747 1276 14471 3 097 30218 Summe Bis 28. 2. 71: ] 833 Arbeitstage 16 300 153 944 4 564 58 724 20 864 212 668 Auf ein Feldlazareth des Gardekorps kommen bis einschliesslich 28. Februar 1871 durchschnittlich 1739 Kranke und Verwundete und 17 722 Behandlungstage. I. A.-K. 14. 8. bis 2.11. 70 Les Etangs 12. >• 1. 13.11. bis 27.12. 70 15.11. bis 21.11. 70 16. 6. bis 20. 6. 71. 15. 8. bis 19. 8. 70 Boulzicourt Guignicourt Compiegne Lauvallier 398 5352 — — 398 5 352 2. 3.10. bis 10.11. 70 19.1. bis 10.3.71 10. 6. bis 30. 6. 71 15.8. bis 19. 8. 70 Laudonvillers Grand Seraucourt Laon Les Etangs 168 1454 400 3 423 568 4 877 3. 23.11. 70 bis 7. 1. 71 25. 7. bis 17. 9. 71 14. 8. bis 18. 8. 70 18.10. bis 13.11 70 28.12. 70 bis 3.1. 71 Noyon Soissons Chäteau Gras Moyeuvre la Grande Athies 690 7 322 1 305 691 7 627 4. 19.1. bis 20.1. 71 28.1. bis 30.1. 71 31.1. bis 3. 2. 71 13. 2. bis 16. 2. 71 20. 6. bis 30. 6. 71 31. 8. bis 2.11. 70 Cugny Nesle Chaulnes Abbeville Amiens Cheuby 650 5 966 55 76 705 6 042 5. 4.10. bis 26.10. 70 28.11. 70 bis 11.3. 71 21. 5. bis 30. 6. 71 15. 8. bis 18. 8. 70 1. 9. bis 4.10. 70 Avancy Moreuil Clermont Montoy u. La Plan- chette Avancy 552 6 984 109 3 607 661 10 591 6. 15.11. bis 21.11. 70 bezw. 3.1. 71. 4.12. 70 bis 28.1. 71 7. 7. bis 25. 7. 71 Donchery Gournay Soissons 767 8080 1 726 768 8 806 150* Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. Beilagen zu Band I. Bezeichnung des Lazareths nach Zeit Ort Kranke und Verwundete Behandlungs- tage Kranke und Verwundete Behandlungs- tage Kranke und Verwundete Behandlung«. tage Armeekorps und Nummer der Th ätigkeit 1. August bis 31. Dezember 1870 1. Januar bis 28. Februar 1871 1. August 1870 bis 28. Februar 1871 I. A. K. 7. 15. 8. bis 19. 8. 70 28.11. bis 19.12 70 13. 6. bis 20. 6. 71 Nouilly Le Quesnel Amiens 306 2173 — — 306 2173 8. 15. 8. bis 27. 8. 70 27. 8. bis 3.10. 70 29.12. 70 bis 23.3. 71 Noisseville Chäteau Gras Amiens 701 4 906 931 19 040 1632 23 946 9. 15. 8. bis 18. 8. 70 2. 9. bis 4.11. 70 Chäteau Gras Les Etangs 194 3 859 — — 194 3 859 10. 15. 8. bis 18. 8. 70 20.11. bis 4.12. 70 22.12. 70 bis 16. 6. 71 21.6. bis 30.6.71 Les Etangs Grand Pre Beauvais Compiegne 295 1971 594 10 639 889 12 610 11. 15. 8. bis 19. 8. 70 29. 8. bis 6.11. 70 15.12. bis 12.3. 71 Nouilly Vigy u. Argancy Bouen 979 9 376 2 463 35 748 3 442 45124 12. 15. 8. bis 20. 8. 70 3.10. bis 11.11.70 Colombey (2. Sect. seit 17.8. in Chäteau Aubigny) Varize u. Bannay 1261 14 427 701 13 268 1962 27 695 Summe Bis 28.2. 71: 1 129 Arbeitstage 6 961 71870 5 255 86 832 12 216 158 702 Auf ein Feldlazareth des I. Armeekorps kommen bis einschliesslich 28. Februar 1871 durchschnittlich 1018 Kranke und Verwundete und 13 225 Behandlungstage. 11. A.-K. l. 18. 8. bis 7.10. 70 14.11.70 bis 5.1.71 Gravelotte Boissy St. Leger und Sehloss La Grange 423 6 346 158 815 581 7161 2. 19. 8. bis 27.8. 70 27.11 70 bis 3.1. 71 21. 8. bis 9. 9. 70 Gravelotte Orsay Amanvillers 174 1096 122 480 296 1576 3. 2.12.70 bis 3.1.71 1.2. bis 14.3. 71 bezw. 10. 6. 71 19. 8. bis 23. 8. 70 Ormesson Champagnole Gravelotte 214 3 297 127 221 341 3 518 4. 12. 9. bis 31.10. 70 18.11. 70 bis 6.1. 71 4.2. bis 12. 3. 71 bezw. 30. 6. 71 22.10. 71 bis 3.11. 72 (Thiebault bei Gorze) Longjumeau Dijon Chaumont en Bassigny 405 9 260 401 4 010 806 13 270 5. 8.10. bis 18.11. 70 3.12. 70 bis 2.1. 71 24.1. bis 17. 2. 71 19. 2. bis 9. 5. 71 Champey La Queue en Brie Is sur Tille Dijon 402 9 040 275 3 926 677 12 966 6. 24. 9. bis 6.11. 70 11.11. bis 31.3.71 Rezonville Luiieville 940 17 680 1060 15 710 2000 33 390 Beilagen zu B Bezeichnung des Lazareths nach Armeekorps und Xummer II. A.-K. 7. 10. yao ] /2l0 10 *. 10'. 10'. 10 2 . 12. 12». Summe Aul' e und 11 273 Beh: A.-K. Beilagen zu Band I. ranke und wundete Behandlung- l. August 1870 bis 28. Februar 1871 12 21G 158 702 ■ ranke und Verwundete 581 7161 296 1576 341 3 518 806 13 270 677 2000 12 966 33 390 Beilagen zu Band I. Lebersicht der Thätic;keit der Feldlazarethe etc. 151* Bezeichnung Kranke BeKranke BeKranke Be- des Lazareths nach Zeit Ort und Verwundete handlungs- tage und Verwundete handlungs- tage und Verwundete handlungs- tage Armeekorps und der Thätigkeit 1 1. August bis 31. Dezember 1. Januar bis 28. Februar 1. August 1870 bis Xummer 1870 1871 28. Februar 1871 11. A.-K. 15. 9. bis 12.11. 70 Noveant 7. 21.12. 70 bis 6. 2. 71 10. 5. bis 18. 6. 71 8.10. bis 20.11. 70 Yeres Di jon Lorry 581 8 918 172 6109 753 15027 8. 5.12. 70 bis 3. 2. 71 16.3. bis 30.6. 71 La Queue en Brie Döle 337 5 255 81 1821 418 7 076 / 21.10. 71 bis 22. 4. 72 25. 8. bis 13.10. 70 St. Die Batilly !>. 3.12. 70 bis 10.1. 71 10. 2. bis 15. 6. 70 22. 8. bis 27. 8. 70 Boissy Poligny Habonville 294 6336 144 2 979 438 9 315 '/slO 27. 8. bis 16. 9. 70 Habonville )/2l0 29. 8. bis 17. 9. 70 17. 9. bis 23.10. 70 Briey Briey io. 10 ,. 2.12. bis 5.12 70 7.1. bis 20. 2. 71 Chennevieres sur Marne Montargis 320 6500 110 3 360 430 9 860 10'. 17.1. bis 18.1. 71 Courtivron 10'. 12. 2. bis 28. 2. 71 Lons le Saunier 10 2 . 28. 2. bis 8. 6. 71 22. 6. bis 27. 7. 73 Lons le Saunier Epinal 11. 20. 8. bis 11.10. 70 10. 2. bis 7. 5. 71 15. 8. bis 20. 8. 70 1.9. bis 25.10.70 Villers aux Bois Pontarlier St. Avold Pont a Mousson 335 7198 121 1918 456 9116 12. 26.1. bis 10. 2. 71 Mouchard 711 10 514 120 2470 831 12 984 12». 2. 2. bis 5. 3. 71 18.3. bis 30.3. 71 Pontarlier Döle Summe Bis 28. 2. 71: 1 225 Arbeitstage 5136 91440 2 891 43 819 8 027 135 259 Auf ein Feldlazarett des IL Armeekorps kommen bis einschliesslich 28. Februar 1871 durchschnittlich 669 Kranke und Verwundete und 11 273 Behandlungstage. III. A.-K. 6. 8. bis 14. 8. 70 9. 9. bis 28. 9. 70 Saarbrücken Malmaison l. 25.10. bis 29.10. 76 10.1. bis 20. 2. 71 29.3. bis 8. 5. 71 16. 8. bis 26. 8. 70 Malmaison Parigne l'Eveque Arcis sur Aube Tronville 485 3400 455 7 025 940 10 425 2. 5.11. 70 bis 31.3. 71 11. 9. bis 29.10. 70 1.3. bis 31.3.71 9. 8. bis 24. 8. 70 Toul Doncourt en Jarnisy Toul Spicheren 1714 22 459 786 17 546 2500 40005 3. 31. 8. bis 13.11. 70 24.12. 70 bis 3.1. 71 13.1. bis 18. 3. 71 Doncourt en Jarnisy Beaugency Le Maas 579 6 212 1139 13 745 1718 19 957 152* Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. Beilagen zu Band I, Bezeichnung Kranke BeKranke . ! Be- Kranke Bedes Lazareths nach Zeit Ort und handlungs- und handlungs- und handlungs- Verwundete tage Verwundete 1 tage Verwundete tage Armeekorps und Nummer der Thätigkeit 1 1. August bis 31. Dezember 1. Januar bis 28. Februar 1. August 1870 bis 1870 1871 28. Februar 1871 III. A.-K. 7. 8. bis 12. 8. 80 16. 8. bis 18. 8. 70 7. 9. bis 17. 9. 70 Saarbrücken Tronville St. Privat 4. 8.10. bis 29.10. 70 6.12. 70 bis 13.3. 71 19. 3. bis 23.3. 71 Auboue Orleans AMonlmort FoutainebleauN 1158 8 940 555 10 791 1713 19 731 20. 5. bis 4. 6. 71 16. 8. bis 7. 9. 70 -----—.------ S G-orze 28. 9. bis 19.11. 70 Verneville 5. 7.1. bis 17.3.71 3. 6. bis 30. 6. 71 bezw. 4.11. 72 8. 8. bis 13. 8. 70 Vendöme Reims Etzling 1185 7 710 440 3 790 1625 11500 (i. 18.8. bis 31.8.70 16.11. 70 bis 24.3. 71 2. 6. bis 4. 6. 71 16.8. bis 5.11. 70 27.11. 70 bis 6.3. 71. Pont ä Mousson Sens Sezanne Gorze Pithiviers 1247 13129 348 8 482 1595 21611 7*. 15. 3. bis 19. 3. 71 Etampes 7 - V. 16.3. bis 19.3. 71 22. 5. bis 15. 7. 71 19. 7. 71 bis 5.11.72 18.8. bis 10.10. 70 11.10. bis 19.10. 70 13.12. bis 20.12. 70 Malesherbes Vitry le Frangais Ghälons sur Marne Vionville Jeandelize Beaugency 2 351 22 767 65 2 005 2 416 24 772 8. 11.1. bis 15.1. 71 La Girardrie 291 2 366 390 1778 681 15.1. bis 20.1. 71 Ohange 21. 5. bis 30. 6. 71 bezw. Epernay 23. 5. 71 bis 28.4. 72 17. 8. bis 13. 9. 70 Vionville 15. 9. bis 29.10. 70 Gonflans en Jarnisy und 9. 12.12. 70 bis 13. 3. 71 20. 5. bis 4. 6. 71 17. 8. bis 2. 9. 70 10. 9. bis 29.10. 70 seit 24. 9. Schloss Puxe Orleans Ghälons Mars la Tour Jarny und Schloss 2 271 23 013 835 27 686 3106 50699 10. 22.11. 70 bis 19.1. 71 1.4. bis 18.4. 71 18. 8. bis 27.8. 70 17.9. bis 10.10. 70 30.11. bis 8.12. 70 Boncourt Pithiviers Bar sur Aube Rezonville St. Privat Beaune la Rolande 1610 19 853 101 1086 1711 20939 11. 12.1. bis 22.1. 71 6. 2. bis 24. 2. 71 1.4. bis 18.5.71 Chäteau Amignö bei Ohange Alencon Brienue Napoleon 2 091 3 230 228 1848 2 319 5078 Bezeichnung des Lazareths nach Armeekorps und Nummer A.-K. 12. Summe 22. 2'. 4. Sanitäts-Be Beilagen zu Band I. Kranke und erwundete I Be- handlungs- tage 1. August 1870 bis 28. Februar 1871 1713 19 731 1625 11500 1595 21611 2 416 24772 681 3106 1711 2 319 4144 50699 20939 5078 Beilagen zu Band 1. Uebersicht der Thätigkeit der Peldlazarethe etc. 153* Bezeichnung des Lazarette nach Armeekorps und Nummer Zeit Ort Kranke und Verwundete Behandlungs- tage 1 Kranke Be- und handlungs- Verwundete tage Kranke und Verwundete Behandlungs- tage der Thätigkeit l.Augustbis31 Dezember 1870 1. Januar bis 28. Februar 1871 1. August 1870 bis 28. Februar 1871 III. A.-K. 17.8. bis 18. 8. 70 21. 8. bis 23. 8. 70 28. 8. bis 30. 8. 70 Pnxieux St. Marcel Etain 12. 11. 9. bis 27. 9. 70 27. 9. bis 31.10. 70 20 11. bis 23.11.70 9.1. bis 22.2.71 29.3. bis 17.5.71 Boncourt Montois la Montagne Nemours Le Breil Vendeuvre 274 3105 287 3 352 561 6 457 Summe Bis 28 2. 71: " .509 Arbeitstage 15 256 • 136 184 5 629 99134 20885 235318 Auf ein Feldlazareth des III. Armeekorps kommen bis einschliesslich 28. Februar 1871 durchschnittlich 1740 Kranke und Verwundete und 19 610 Behandlungstage. IV. A.-K. 16. 8. bis 27. 8. 70 bezw. 3. 9. 70 Rosieres en Haye l. i 1 - 30. 8. bis 7. 9. 70 21.10. 70. bis 27.2. 71 3. 6. bis 12. 6. 71 Goudron bei Beaumont Andilly Villiers le Bei 610 7543 132 3 336 742 10 879 22. 10. 9. bis 13.11. 70 Laon (und Aulnois bis 3.10) 2'. 2. 18. 9. bis 4.10. 70 30.11. bis 9.12.70 28. 2. bis 7. 3. 71 20. 5. bis 10. 6. 71 30. 8. bis 8. 9. 70 Nanteuil le Haudouin Enghien (Montmorency) Fresnay Cormeilles Beaumont 893 10 970 10 10 903 10 980 3. 24. 9. bis 14.10. 70 23.3. bis 20. 6. 71 3. 4. bis 4. 6. 71 1. 9. bis 7. 9. 70 Ecouen Morainval Mouchy Chäteau Lamecourt 773 5 902 773 5 902 4. 21. 9. bis 12.10. 70 8. 4. bis 6. 6. 71 Villiers le Bei Liancourt 566 6 449 566 6 449 5. 30. 8. bis 7. 9. 70 27. 9. 70 bis 2.3. 71 Beaumont E-iubonne 768 11930 211 3 530 979 15 460 62. 22. 8. bis 23. 9. 70 Gommercy G 1 . 1.9. bis 20.9.70 Balan 6. 6». 5.10. bis 22.10. 70 11.10. 70 bis 10. 3. 71 31.8. bis 17.9.70 La Fertt; Milon und Villers Cotterets Le Plessis Bouchard Le Faubourg de Mouzon 1136 12 484 405 4 923 1541 17 407 7. 6.10. 70 bis 9.2. 71 4. 6. bis 10. 6. 71 Domont Creil 509 8 776 63 1983 572 10 759 8. 30. 8. bis 8. 9. 70 1.10. 70 bis 9. 2. 71 5. 6. bis 15. 6. 71 Beaumont Montlignon Oompiegne 862 11665 55 2 385 917 14 050 Sanitäts-Bericht über die Deutschen Heere 1870"il. Beilagen zu Bd. I. 20 154* Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. Beilagen zu Band I. Bezeichnung des Lazareths nach Armeekorps und Nummer Zeit Ort Kranke und Verwundete Be- haudlnngs- tage Kranke und Verwundete Be- handlungs- tage Kranke und Verwundete Be- handlnnga- tage der Thätigkeit 1. August bis 31. Dezember 1870 1. Jannar bis 28. Februar 1871 1. August 1870 bis 28. Februar 1871 IV. A.-K. 9. 10. 11. 12. 1.9. bis 2.10.70 1.3. bis 6.3.71 15.3. bis 26.3. 71 26.3. bis 10. 6. 71 1.9. bis 17.9.71 12.11. 70 bis 9. 2. 71 11. 8. bis 2. 9. 70 31.8. bis 17.9.70 11.10.70 bis 2.3.71 2.3. bis 10.3 71 30. 8. bis 3. 9. 70 26. 9. bis 12.10. 70 26. 2. bis 16. 3. 71 La Moncelle Nogent le Bernard Issou Pontoise Remilly s. M. Herblay Saar-Union Poncay bei Mouzon Montigny les Cormeil Bauboime Beaumont Villiers le Bei Chartres 372 822 85S 675 3 863 8 414 12 041 4 294 19 26 267 56 1960 4 457 100 391 848 1125 731 3 863 10374 16 498 4 394 Summe Bis 28.2. 71: 1299 Arbeitstage 8 844 104331 1244 22 684 10 088 127 015 Auf ein Feldlazareth des IV. Armeekorps kommen bis einschliesslich 28. Februar 1871 durchschnittlich 841 Kranke und Verwundete und 10 585 Behandlungstage. V. A.-K. 4. 8. bis 6. 8. 70 Altenstadt l. 6. 8. bis 8. 8. 70 1. 9. bis 14. 9. 70 1.4. bis 20. 5. 71 Preuschdorf Fleigneux Gray 943 2 003 — — 943 2003 2. 6. 8. bis 24. 8. 70 21.9. 70 bis 5.3. 71 6. 8. bis 12. 8. 70 Wörth Versailles Dieffenbach 3 338 (50053 574 19 636 3 912 79 689 3. 6.12. 70 bis 28. 2. 71 25.3. bis 19.5.71 Versailles Lure 607 5483 829 14 835 1436 20318 4. 6. 8. bis 19. 9. 70 bezw. 24.11. 70 15.11. 70 bis 5. 3. 71 20.3. bis 12. 4. 71 Wörth Versailles Gray 1004 17 081 560 14186 1564 312G7 5. 6. 8. bis 9. 8. 70 22.10. 70 bis 4.3. 71 Wörth Versailles 819 13 407 582 11 037 1401 24444 fi. 1. 9. bis 16.10. 70 4. 4. bis 20. 5. 71 St. Menges Jussey-Vitry 423 5 614 — — 423 5 614 7. 1.9. bis 12.9.70 1.4. bis 7.6.71 St. Menges Gray 232 1491 — — 232 1491 8. 2. 9. bis 10. 9. 70 Uly 385 2 020 — — 385 2020 9. 1. 9. bis 10. 9. 70 5.12. 70 bis 7.2. 71 14. 8. bis 25. 8. 70 Floing (Ihartres Sarrebourg 1005 10 964 200 6 928 1205 17 892 10. 12.9. bis 22.11.70 18. 2. bis 9. 3. 71 1. 4. bis 29. 5. 71 Montmirail Gien Vesoul 2009 14 697 99 555 2108 15252 Beilagen zu Band I. ranke und rundete Be- handlungs- tage . August 1870 bis 28. Februar 1871 0088 127 015 ranke und Verwundete 943 2003 3 912 79 689 1430 20318 1504 31267 1401 24444 423 5 614 232 1491 385 2020 1205 17 892 2108 15252 Beilagen zu Band I. Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. 155* Bezeichnung des Lazareths nach Armeekorps und Nummer Zeit Ort Kranke und Verwundete Be- handlijngs- tage Kranke und Verwundete Behandlungs- tage Kranke und Verwundete Be- handlungs- tage der ThatigKeit 1. August bis 31.Dezember 1870 1. Januar bis 28. Februar 1871 1. August 1870 bis 28. Februar 1871 V. A.-K. ll. 12. 6. 8. bis 21. 8. 70 30. 8. bis 11.10. 70 bezw. 4.11. 70 4. 4. bis 3. 0. 71 5. 4. bis 20. 5. 71 6. 8. bis 12. 8. 70 19. 9. 70 bis 5. 3. 71 25. 3. bis 1. 4. 71 Altenstadt (seit 11. 8. nur 1/2II) Grand Pre Rougemont (1. Sektion) Montbeliard (2. Sektion) Dieffenbach Versailles Vesoul 476 1650 3 230 21379 484 7 692 476 2134 3 230 29 071 Summe Bis 28.2. 71: 1113 Arbeitstage 12 891 157 422 3 328 74 869 16 219 232 291 Auf ein Feldlazarett des V. Armeekorps kommen bis einschliesslich 28. Februar 1871 durchschnittlich 1353 Kranke und Verwundete und 19 358 Behandlungstage. Yl. A.-K. 1. 6.10.70 bis 3.3.71 St. Cyr 1180 29 548 344 16 562 1524 46110 2. 1.10. bis 17.10. 70 21. 5. bis 31. 5. 71 Villeneuve St. Georges St. Germain les Corbeil 130 681 — — 130 681 3. 20.10. 70 bis 22. 2. 71 18.3. bis 14. 6. 71 30. 9. bis 27.10. 70 9.11. 70 bis 17.2. 71 St. Germain en Laye Nangi- Ürly Epinay s. Orge u.Brunoy 501 12 704 199 6 628 700 19 332 4. 13 6. bis 30. 6. 71 4.10. bis 22.10. 71 Villiers le Bei Chaumont en Bassigny 812 7 977 275 5 641 1067 13 618 5. 62. 2.12. 70 bis 9.3. 71 18.3. bis 16. 5. 71 27. 9. bis 13.10. 70 14.10. bis 11.12. 70 Morsang sur Orge Provins Fpinay sur Orge Epinay sur Orge 294 4098 296 7 555 590 11653 6. 61. 6*. 6 1 . 3.12. bis 26.12. 70 17.12. 70 bis 1. 3. 71 31.12.70 bis 5.1.71 8. 5. bis 29. 5. 71 Toury Toury Bonneval Arcis sur Aube 726 7 818 177 2 863 903 10 681 7. 10. 9. 70 bis 20.2. 71 23.10. 70 bis 28. 2. 71 Villeneuve St. Georges Ablon sur Seine 1008 6 884 145 1938 1153 8 822 8. 26. 6. bis 30. 6. 71 bezw. 13. 9. 71 Gonesse 228 2 040 96 808 324 2 848 9. 21.10. 70 bis 7. 3. 71 Btampes 1359 15 227 310 11 609 1669 26 836 10. 9.10. bis 7.12. 70 31. 5. bis 16. 6. 71 Evry sur Seine Provins 854 13 642 — — 854 13 642 11. 122. 5. 9. bis 29.11. 70 12.12. 70 bis 28. 2. 71 3. 9. bis 25. 9. 70 Reims Epinay sur Orge Attigny 1854 31385 298 4 028 2152 35413 12. 12i. 5. 9. bis 9.11. 70 15.12. 70 bis 28. 2. 71 18. 5. bis 30. 5. 71 Reims Viry Melun 1809 23 418 673 4 605 2 482 28 023 Summe Bis 28.2. 71: 1 491 Arbeitstage 10 755 155422 2 813 62 237 13 568 217 659 Auf ein Feldlazarett des VI. Armeekorps kommen bis einschliesslich 28. Februar 1871 durchschnittlich 1131 und 18 138 Behandlungstage. Kranke und Verwundete 20* i 156* Uebersicht der Thätigkeit der Feldla/arethe ete. Beilagen zu Band I. Bezeichnung des Lazareths nach Armeekorps und Nummer VII. A.-K. 1. 4. Vs5 81. Zeit Ort der Thätigkeit Kranke und Verwundete Be- handlungs- tasre 1. August bis 31.Dezember 1870 18.8. bis 18.9.70 2.11. bis 31.12. 70 2.11. 70 bis 6.1. 71 6. 2. bis 17. 3. 71 14.4. bis 13. 5. 71 6. 8. bis 8. 8 70 19. 8. bis 24. 8. 70 11.11. bis 11.12.70 15.12. bis 18.12 70 22.12. 70 bis 5.1. 71 5.1. bis 11.1. 71 12.2. bis 7. 3. 7 1 31.3. bis 1.6.71 7. 8. bis 22. 8. 70 6.11. bis 22.12. 70 14.2. bis 14.3.71 1.4. bis 1. 6. 71 6. 8. bis 8. 8. 70 19.8. bis 24. 8. 70 1. 9. bis 5. 9. 70 29. 9. bis 16.11.70 4. 2. bis 16. 2. 71 16.3. bis 27. 3. 71 7.8. bis 8. 8. 70 8. 8. bis 12. 8. 70 19. 8. bis 21. 8. 70 25. 8. bis 11.10. 70. 2.11. bis 15.11. 70 18.12. 70 bis 26. 3. 71 8.4. bis 1. 5. 71 11. 9. bis 29 10. 70 2.11. bis 6.11. 70 6.11. bis 2.12. 70 16.1. bis 7. 3. 71 11.4. bis 7. 6. 71 15. 8. bis 13.10. 70 1.11. bis 21.12. 70 1.1. bis 16.1. 71 19.1. bis 28.1. 71 5.2. bis 4. 4. 71 11.2. bis 9.3.71. 11. 4. bis 7. 6. 71 6.11. bis 14.11. 70. 12.11. bis 14.11. 70 1.12. bis 27.12. 70 31.3. bis 8. 6. 71 Ars sur Moselle Ennery Vigy Arbois Bpinal Saarbrücken Gravelotte 1 Iayange Marville Bontaueourt Charleville Nuits Luneville Saarbrücken Le Sablon Dijon Nancy Saarbrücken Gravelotte Corny Sanry sur Nied und Schloss Crepy Levier Bourbonne les Bains Saarbrücken Neudorf Ancy sur Moselle Ars sur Moselle Chelaincourt Cliätillon sur Seine Nancy Verny und Pontoy Hessange Vigy Chätillon sur Seine Nancy, Bonsecours Colligny Longeville Diedenhofen Cons la Grandville Neufchäteau Montigny le Roi Nancy, Bonsecours Ste. Barbe Moyeuvre la Grande Montigny les Metz Toul 492 644 824 684 1359 581 907 575 6143 2 979 Kranke und Verwundete Be- handlungs- • tage 1. Januar bis 28. Februar 1871 Kranke und Verwundete Be- handlungB- tage 1. August 1870 bis 28. Februar 1871 439 500 8 418 2 423 11038 3 455 15 601 4 928 416 41 667 720 402 6 768 1817 3 085 195 6 368 3 682 3 818 931 1144 1240 725 2 026 1301 1309 575 12 911 4 796 11503 2 618 17 406 7137 19419 4 928 Beilage" zu Bu Bezeichnung des Lazareths nach Armeekorps und Nummer VII. A.-K. 9. 10. 11. 12. Summe Auf uud 13390 Beh VIII. A.-K. l. 2i. 42. 2i 4. 41. 61. 62. Beilagen zu Band I. —-----_- Tanke Be- und liandlungs- wundete tage l. August 1870 bis 28. Februar 1871 931 12 911 1144 4 796 1240 11503 725 2 618 2 026 17 406 1301 7137 1309 19419 575 4928 Beilage zu Bund I. Uebersielit der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. 157* Bezeichnung des Lazaretlis nach Armeekorps und Kummer Zeit Ort Kranke und Verwundete Be- handlungs- tage Kranke und Verwundete Be- handlimgs- tage Kranke und Verwundete Be- handlungs- tage der Thätigkeit 1. August bis 31. Dezember 1870 1. Januar bis 28. Februar 1871 1. August 1870 bis 28. Februar 1871 VII. A.-K. 9. 10. 11. 12. 14.8. bezw. 15.8. bis 14.11. bezw. 7.12. 70 15.11. bis 8.12.70 25.12. bis 26.12. 70 28.3. bis 25. 5. 71 18.8. bis 11.10.70 20.11. bis 10.3. 71 15. 4. bis 22. 5. 71 27. 8. bis 4.10. 70 27.11. bis 11.12. 70 19.1. bis 5. 2. 71 19.1. bis 6. 2. 71 19.1. bis 16.2. 71 7. 8. bis 23. 8. 70 17.10. bis 10.11. 70 27.11. 70 bis 1. 5. 71 Pange Metz Auxerre Bar le Duc Ars sur Moselle Ban St. Martin Longuyon Mecleuves M arcelcave Holnon Vraignes Poeuilly Saarbrücken Bazoncourt Hageuau 1008 1984 346 761 8 633 28 485 3 942 8 875 1057 74 587 13 568 2 329 14134 1008 3 041 420 1348 8 633 42 053 6 271 23 009 Summe Bis 28.2. 71: ] 443 Arbeitstage 10165 104 920 4 903 55 764 15068 160 684 Auf ein Feldlazareth des VII. Armeekorps kommen bis einschliesslich 28. Februar 1871 durchschnittlich 1256 Kranke und Verwundete uud 13390 Behandlungstage. VIII. 1. A.-K. 18. 8. bis 20. 8. 70 12.11. bis 4.1. 71 5. 6. bis 18. 6. 71 Gravelotte St. Menehould St. Quentin 556 7 977 2 119 558 8096 2. 2i. 16. 8. bis 4. 9. 70 18. 8. bis 31. 8. 70 24.11. bis 12. 3. 71 Gorze Gravelotte Compiegne 1498 16 073 294 14 876 1792 30 949 3. 15. 9. bis 3.11. 70 1.12. 70 bis 8. 6. 71 Mardigny Amiens 1603 18 564 952 21 597 2 555 40161 4. 42. 41. 18. 8. bis 23. 9. 70 28.11. bis 20.12. 70 21.12. 70 bis 10.1. 71 6.1. bis 14.1. 71 21.1. bis 25.1. 71 25.1. bis 2. 3. 71 1.3. bis 2. 3. 71 16. 8. bis 11. 9. 70 Gravelotte Sains Sains Bapaume Peronne Bapaume Bapaume St. Thiebault bei 917 7 977 491 3 850 1408 11 827 5. 12.11. bis 27.12. 70 22.1. bis 20.3.71 Gorze Etain St. Quentin 365 4 208 523 7 554 888 11762 6. 61. 62. 11. 8. bis 24.8. 70 4.10. bis 6.10. 71 27.11. bis 24.12. 70 25.12. 70 bis 8.1. 71 19.1. bis 1. 2. 71 Saarbrücken Fleury Hebecourt und seit 1.12. Dury Hebecourt und seit 1.12 Dury Essigny le Grand 382 2 974 280 1535 662 4 509 158* Uebersieht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. Beilagen zu Band Bezeichnung des Lazareths nach Zeit Ort Kranke Be- und 1 handlungs- Verwundete ' tage Kranke und Verwundete Be- handlungs- tage Kranke Be- und handlang». Verwundete , tage Armeekorps und Nummer der Thätigkeit 1. August bis 31. Dezember 1870 1. Januar bis 28. Februar 1871 1. August 1870 bis 28. Februar 1871 VIII. A.-K. 7. 24. 8. bis 6.10. 70 7.12. bis 10.3. 71 Gravelotte Bois Guillaume bei Kernen 673 9 838 442 10 204 1115 20042 8i. 8. 3.10. bis 14.11. 70 24.12. 70 bis 20.4. 71 15. 8. bis 4.11. 70 Mailly, Mardigny und 8 2 . Phlin Amiens Courcelles-Chaussy 1068 9 089 1333 22 508 2 401 31597 6.1. bis 12.1. 71 Albert 9. 18.1. bis 19.1. bezw. 27.1. 71 20.1. bis 24. 2. 71 Tertry Savy 476 9116 251 1908 727 110-24 15. 8. bis 18. 8. 70 Courcelles-Chaussy 12.10. bis 22.11. 70 ' Delme und Oriocourt 10. 10 2 . 1.12. 70 bis 5.1. 71 3.1. bis 29.1. 70 Mülhausen Grosnes 1362 8 934 1842 4 869 3 204 13 803 10i. 5.1. bis 29.1. 71 Dammerkirch 29.1. bis 30. 4. 71 Dammerkirch 11. 8. bis 24. 8. 70 Saarbrücken 11. 15. 9. bis 18.11. 70 Jouy aux Arches 586 5 853 — 33 586 5886 23.12. bis 6.1. 71 St. Gratien 18. 8. bis 21.8. 70 Gravelotte u. St. Hubert 12. 2.10. bis 30.11. 70 8.12. 70 bis 24.1. 71 Talange Metz 887 9 357 359 4 933 1246 14290 Summe Bis 28. 2. 71: 1 L457 Arbeitstage 10 373 109 960 6 769 93 986 17142 203 946 Beilagen zu Bau Bezeichnung des Lazareths nach Armeekorps und Nummer IL A.-K. 4. Auf ein Feldlazareth des VIII. Armeekorps kommen bis einschliesslich 28. Februar 1871 durchschnittlich 1429 Kranke und Verwundete und 16 996 Behandlungstage. IX. A.-K. 1 ) 18. 8. bis 28. 8. 70 1. 9. bis 5. 9. 70 Verneville Buy Chäteau bei Antilly • l. 3.12. 70. bis 17.1. bezw. 29.1. 71 31. 3. bis 5. 5. 71 21. 5. bis 31. 5. 71 17. 8. bis 21. 8. 70 22. 8. bis 4. 9. 70 Artenay Montier en Der Kambervillers Mars la Tour Amanvillers 835 4 638 33 817 868 5455 2. 11.1. bis 24.2. 71 29.3. bis 18. 5. 71 28. 5. bis 2. 6. 71 19. 8. bis 9. 9. 70 17. 9. bis 30.10. 70 Champagne St. Dizier Neufchäteau Amanvillers Ancy sur Moselle 931 3173 557 5888 1488 9061 o V»8 ** 3i. 19.11. bis 23.11 70 26.1. bis 6.3. 71 Angerville St. Calais 1800 9 734 190 1806 1990 11540 32. 19. 2. bis 5.3. 71 20. 5. bis 23. 6. 71 Chäteau Renault St. Die Die Feldlazarethe No. 7. bis 12. gehörten später zum XIII. Armeekorps. 6. 8. 8'. 8 2 . 17 1 28 10. 11. 12. 2? ■2 ll 29 Summe Auf ei: und 16 651 Beha Hess. 1 1. 1 c 2. 2 I Beilagen zu Band I. Kranke Be- und handlang». Verwundete | tage 1. August 1870 bis 28. Februar 1871 1115 20042 2 401 31597 727 11024 3 204 586 1246 13 803 14290 17 142 203 946 !9 Kranke und Verwundete 868 1488 5455 9061 1990 11540 Beilage» zu Band I. Üebersicht der Thätigkeit der Feldlazarette etc. 159* Bezeichnung Kranke Be- Kranke Be- Kranke Bedes Zeit Ort und handlungs- und handlnngs- und handlungs- bazareths nach Armeekorps und Verwundete tage Verwundete tage Verwundete tage der Thatigkeit 1. August bis 31. Dezember 1. Januar bis 28. Februar 1. August 1870 bis Hummer 1870 1871 28. Februar 1871 IX. A.-K. 19. 8. bis 28. 9. 70 Verneville 4. 9.10. bis 5.11.70 17.11.70 bis 10.4.71 11.5. bis 15.6.71 Paguy sur Moselle Nancy Mirecourt 1031 12397 579 11404 1610 23 801 5. 23. 8. bis 30.10. 70 8.12. 70 bis 13.3. 71 19. 8. bis 28. 9. 70 28. 9. bis 3.11. 70 Montiers Orleans Verneville La Malmaison und 915 13 397 604 14 501 1519 27 898 6. 3 12. 70 bis 18.1. 71 31.3. bis 18 5. 71 16. 9. bis 25. 9. 70 11.10. bis 21.12.70 Sehloss Villers a. B. Malesherbes Joinville Blenod les Toul Boissy St. Leger 465 3 710 133 1330 598 5040 7. 29.12.70 bis 17.1.71 26. 1. bis 4.3.71 13.4. bis 26. 5. 71 15.10. bis 21.12 70 Maintenon Bvreux Carignan Yeres 464 7 734 206 4 719 670 12 453 8. 8'. 9.1 bis 25.2.71 La Ferte Beruard 755 16 384 182 4 710 937 21094 8 2 . 10.1. bis 9.3.71 16 9. bis 25. 9. 70 Connerre Gondreville i». 21.10. bis 9.11. 70 2.12. bis 21.12. 70 11.1. bis 6.2.71 Yeres Bazoches les Ilautes Connerre 305 3 735 88 1 175 393 4 910 10. 25. 9. 70 bis 23. 2. 71 22.9. bis 11.10.70 Mourraelon Reims 1 055 22 322 703 11766 1 758 34 088 11. 26.10. bis 13.11 70 16.11. bis 20.11. 70 29.11. 70 bis 20.3. 71 10. 9. bis 16. 9. 70 Boulzicourt Grand Pre Reims Mecleuves 417 7 998 585 13 990 1002 21988 12. 2.10. bis 3.11. 70 9.11. 70 bis 11.3. 71 Acy le Haut Reims 598 8 900 672 13 580 1270 22 480 Summe Bis 28.2. 71: 1 515 Arbeitstage 9 571 114122 4 532 85 686 14103 199 808 Auf ein Feldlazareth des TX. Armeekorps kommen und 16 651 Behandlungstage. bis einschliesslich 28. Februar 1871 durchschnittlich 1175 Kranke und Verwundete Hess. I. 19. 8. bis 6.10. 70 28. 8. bis 30. 9. 70 11.11. bis 1.12.70 29.3. bis 27.5.71 21. 8. bis 13.10. 70 11.12. bis 20.2.71 Anoux la Grange Jouaville Troyes Doulaincourt St Ail Orleans 1023 240 14 249 3 780 261 4 315 1023 501 14 249 5 095 160* Uebersieht der Tliätigkeit der Feldlazarette etc. Beilagen zu Band Bezeichnung des Lazareths nach Zeit Ort Kranke und Verwundete Behandlungs- tage Kranke und Verwundete Be- handlungs- tage Kranke und Verwundete Be- handlungs. tage Armeekorps und Nummer der Tliätigkeit 1. August bis 31. Dezember 1870 1. Januar bis 28. Februar 1871 1. August 1870 bis 28. Februar 1871 Hess. 3'. 32. 3. 27.8. bis 15.10.70 16.10. bis 2.12 70 16.10. bis 30.11.70 7.12. bis 19.12. 70 22.12. bis 10.1. 71 30.1. bis 4.2.71 25.3. bis 21.6.71 Brie}' Sierck Metzervisse Stena}' Guignicourt Chaffois Epinal 982 9 557 167 1051 1149 10608 4. 24. 8. bis 10. 9. 70 11. 9. bis 10.11. 70 3.12. bis 20.12. 70 Montigny la Orange Ars sur Moselle Ascheres le Marche 3 235 6 660 — — 3 235 6660 5. 28. 8. bis 8. 9. 70 10. 9. bis 20. 9. 70 7.12. 70 bis 8. 3. 71 1. 3. bis 10. 3. 71 28.3. bis 27. 5. 71 Pierrevillers Rezonville Orleans Beims Vignory 1073 8 074 317 11556 1390 19G30 6. 30. 8. bis 4.10 70 17.10. bis 11.11. 70 20.12. 70 bis 5. 3. 71 Moyeuvre la Grande Ancy sur Moselle Orleans 1276 7 564 353 8 825 1629 16389 Summe Bis 28.2. 71: 719 Arbeitstage 7 829 49 884 1098 25 747 8 927 75631 Auf ein Feldlazareth der 25. Division kommen bis einschliesslich 28. Februar 1871 durchschnittlich 1488 Kranke und Verwundete und 12 605 Behandlungstage. X. A.-K. 17.8. bis 29. 9. 70 3.10. bis 2.11. 70 St. Apolline (Ferme bei Gorze) Chelaincourt 1. 25.11. 70 bis 23. 2. 71 3. 6. bis 28. 6. 71 Beaumont en Gatinais Nancy 2 820 18 528 125 2 930 2 945 21458 lt. 28 6. bis 20. 7. 71 1.8.71 bis 21.3.72 Nancy Lunevillo 12. 28. 6. 71 bis 20. 4. 72 16. 8. bis 27 9. 70 Verdun Mariaville (Forme 2. 1.10. bis 31.12. 70 21. 3. bis 3. 6. 71 16. 8. bis 20. 8. 70 22. 8. bis 18.11. 70 bei Mars la Tonr) Rombas Ohäteau Villain Vionville Haueoncourt 1401 18 381 103 2 265 1504 206« 3. 14.1. bis 8. 3. 71 1. 5. bis 20. 5. 71 29. 5. bis 14. 6 71 17. 8. bis 19.10. 70 14.11. bis 6.12.70 Le Maus Courban Arcis sur Aube Pont ä Mousson Chaumont en Bassigny 1597 15 564 761 8205 2 358 23 769 4. 18.11. bis 30.12. 70 6.1. bis 9.3.71 26. 3. bis 13. 6. 71 Montargis Vendöme Chätillon sur Seine 630 8127 423 7 415 1053 15542 Bezeichnung des Lazareths nach Armeekorps und Nummer X. A.-K. ». 10. 11. 12. Summe Beilagen zu B llm i J Kranke und "erwundete Be- handlusgg. tage 1. August 1870 bis 28. Februar 1871 1149 10608 3 235 6660 1390 19 630 1629 16389 8 927 75631 Kranke und Verwundete 2 945 21458 1504 20 646 2 358 23 769 1053 15542 Beilagen zu Band I. Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. 161* ==------- Bezeichnung Kranke ße- Kranke BeKranke Be- des Zeit Ort und handlungs- und handlungs- und handlungs- Lazareths "Verwundete tage Verwundete tage Verwundete tage Armeekorps und der Thätigkeit l.Augustbis31 Dezember 1. Januar bis 28. Februar 1. August 1870 bis Nummer 1870 18 ?1 28. Februar 1871 X. A.-K. 16. 8. bis 27. 9. 70 4.10. bis 2.11. 70 28. 11. bis 2.1. 71 Thiaucourt Hessange Beaumont en Gatinais 5. 17.5. bis 14.6.71 19. 6. bis 7. 8. 70 Troyes Chaumont en Bassigny 1359 13 590 29 290 1388 13 880 5'. 23. 8. 71 bis 6.11. 72 Toul 5 2 . 9. 8. bis 31.10. 71 27. 8. bis 11. 9. 70 Bar le Duo Roncourt 6. 12. 9. bis 20.11. 70 22.12. bis 9. 3. 71 14. 5. bis 19. 6. 71 17. 8. bis 5.10. 70 10.10. bis 14.10. 70 Hagondange Blois Bar sur Aube Pont ä Mousson Mondelange 941 13 086 337 6 590 1278 19 676 7. 18.11. bis 19.3.71 23. 3. bis 8.4. 71 22.4. bis 4. 6. 71 16. 6. bis 29. 6. 71 17.8. bis 2.10.70 Verdun Nancy Bourbonne les Bains Nancy Pont ä Mousson 1742 17 420 769 7 690 2 511 25110 8. 6.10. bis 2.11. 70 29.11. bis 28.2.71 23. 3. bis 19. 6. 71 21.8. bis 29.11.70 Tremery Puiseaux Chaumont en Bassigny Marange und Pierre- 3 439 34 390 229 2 290 3 668 36 680 9. 17. 5. bis 5. 6. 71 17. 8. bis 20. 8. 70 4. 9. bis 5.11. 70 15.11. bis 10.12. 70 villers Vendeuvre sur Barse Thiaucourt Ennery und Buy Chaumont en Bassigny 895 13 691 38 403 933 14 094 10. 5. 2. bis 14. 3. 71 18. 5. bis 2. 6. 71 8. 6. bis 30. 6.71 bezw. 27. 7. 19. 8. bis 11. 9. 70 12. 9. bis 26.11. 70 Chäteau du Loir Brienne Napoleon Toul St. Privat Ay und Schloss Logno . 1454 14 460 222 2 220 1 676 16 680 11. 2.2. bis 11.3.71 8. 6. bis 30. 6. 71 8. 6. bis 24. 6. 71 8. 9. bis 19.10. 70 Rambouillet Bonsecours Nancy Pierrevillers 1301 17 222 395 4 039 1 096 21261 12. 20.10. bis 18 11. 70 21.1. bis 8.3. 71 7. 6. bis 26. 6. 71 Richemond u. Pipinville Le Maus Nancy 815 10148 662 6 387 1477 16 535 Summe Bis 28.2.71: 1609 Arbeitstage 18 394 194 607 4 093 50 724 22 487 245331 Auf ein Feldlazareth des X.Armeekorps kommen bis einschliesslich 28. Februar 1871 durchschnittlich 1874 Kranke und Verwundete und 20 444 Behandlungstage. Suütfttfl-Bericllt über die Deutschen Heere 1870/71. Beilagen zu Bd. I. ■2] 162* Uebersicht der Tliätisrkeit der Feldlazaretlie etc. Beilagen zu Band I. Bezeichnung Kranke BeKranke BeKranke Be- des Lazareths nach Zeit Ort und Verwundete handlungs- tage und Verwundete handlungs- tage und Verwundete hondlungs- tage Armeekorps und Nummer der Tl ätiorkfiit 1. August bis 31. Dezember 1. Januar bis 28. Februar 1. August 1870 bis 1870 18 71 28. Februar 1871 XI. A.-K. 6. 8. bis 12. 8. 70 27. 9. bis 10.10. 70 8.12. bis 17.12. 70 Surburg Boissy St. Löger Ferme Ourcieres bei l. Cravant 583 2 602 74 568 657 3 170 1 ': 13.1. bis 29.1. 71 2.4. bis 30.6.71 23. 3. bis 22. 9. 71 Chäteau Boisvier Meaux Meaux 2 2 . 1. 8. bis 25. 8. 70 Philippsburg 21. 4.8. bis 5. 8. bezw. 10. 8. 70 Porsthaus z. Haardt 2. 2 i. 6.8. bis 31.8.70 7.10. bis 31.10.70 11.11. bis 8.3.71 8. 8. bis 30. 8. 70 1.10. bis 12.11.70 Spachbaeh Rambouillet St. Germain W'orth Brie Comte Robert 1440 12 270 359 5196 1799 17 466 32 12.11. bis 8.12.70 Brie Comte Robert 3. 28.2. bis 12.3.71 7. 6. bis 16. 6. 71 18. 6. bis 30. 6. 71 bezw. 16. 6. bis 21. 9. 7. 8. bis 10. 8. 70 Versailles Villeparisis Lagny Sulz 554 11120 220 220 774 11340 4. 18.10.70 bis 21.2.71 1. 9. bis 19. 9. 70 11.10. bis 14.10.70 Le Coudray chäteau bei Morsang Vrigne aux Bois Ormea bei Orleans 1092 18011 606 9 834 1698 27 845 5. 15.10. bis 17.10. bezw. 16.11. 70 25.10. 70 bis 21. 2. 71 Orleans Chartres 2 682 16 365 792 6 382 3 474 22 747 6. 1. 9. bis 10.10. 70 Vrigne aux Bois 710 10334 266 4 537 976 14 871 24.10. 70 bis 22. 2. 71 1. 9. bis 22. 9. 70 Buc bei Versailles Floing 7. 10.1. bis 15.1. 71 Chäteau Breteaux 312 1764 56 1487 368 3 251 72. 15.1. bis 24. 2. 70 8. 8. bis 16. 8. 70 Chäteau Breteaux Morsbrunn 8. 2. 9. bis 11. 9. 70 9.11. 70 bis 8. 3. 71 8. 8. bis 15. 8. 70 3. 9. bis 5.10. bezw. 3.11. 70 19.11. bis 21.11 70 22.11. bis 26.11. 70 2.12. bis 15.12. 70 Floing Viroflay Klsasshausen Floing Chäteauneuf Bretoncelles Baigneaux 775 8184 333 7 233 1108 15417 9. 92. 15.12. bis 29.12. 70 7.1. bis 14.1. 71 Baigneaux La Hm-il, seit 10. 1. 70 auch La Vignardiere 1281 10 959 111 433 1392 11392 9 1 . 14.1. bis 21.1. 71 Ferme La Huril, seit 10.1. 71 auch La Vignardiere 9 2 . 15.1. bis 21.1.71 Nogent le Rotrou Beilagen zu Band 1. [ranke Beund handlung •wundete tage 1. August 1870 bis 28. Februar 1871 657 3170 1799 17 466 774 11340 1698 27 845 3 474 22 747 970 14 871 368 3 251 1 108 15417 1392 11392 Beilagen zu Band I. Uebersicht der Thätigkeit der Keldlazarethe etc. 163* Bezeichnung des Lazareths nach Armeekorps und Nummer Zeit Ort Kranke und Verwundete Behandlungs- tage Kranke und Verwundete Be- handlungs- tage Kranke und Verwundete Behandlungs- tage der Thätigkeit 1 1. August bis 31. Dezember 1870 1. Januar bis 28. Februar 1871 1. August 1870 bis 28. Februar 1871 XI. A.-K. 10. n. 12. 4.9. bis 3.11.70 2.12. 70 bis 14. 2. 71 15.10. 70 bis 27. 2. 71 1. 9. bis 10. 9. bezw. 22. 9. 70 9.11. 70 bis 20. 2. 71 4. 6. bis 21. 9. 71 2. 6. bis 4. 6. 71 Donchery Chartrea Jouy en Josae Donchery (St. Albert) und Sedan Buc bei Versailles Monfcrmeil Rozoy 973 523 665 15 595 14 321 9 763 816 144 256 10 371 2 728 5 956 1789 667 921 25 966 17 049 15 719 Summe Bis 28.2.71: 1466 Arbeitstage 11 590 131 288 4 033 54 945 15 623 186 233 Auf ein Feldlazareth des XI. Armeekorps kommen bis einschliesslich 28. Februar 1871 durchschnittlich 1302 Kranke und Verwundete und 15 519 Behandlungstage. XII. A.-K. (Kgl. Sachs.) 19. 8. bis 8. 9. 70 St. Privat 1. 29. 9. 70 bis 8. 3. 71 24. 3. bis 30. 5. 71 18. 8. bis 22. 8. 70 Annet Pontavert Ste. Marie 1740 31504 514 9 258 2 254 40 762 2. 23. 8. bis 26. 9. 70 29.10. 70 bis 7. 3. 71 24. 3. bis 30. 5. 71 29. 8. bis 12. 9. 70 St. Hilaire Meaux Marie Villiers devant Dun 2 390 11748 544 7 885 2 934 19 633 3. 4.10. 70 bis 8. 3. 71 22. 3. bis 30. 5. 71 9. 9. bis 26.11. 70 Annet Vailly Rethel 1061 18 945 293 7 462 1354 26 407 i. 2.12. 70 bis 10.3. 71 22.3. bis 3.6.71 18. 8. bis 2. 9. 70 Pomponne Chäteau Thierry Ste. Marie 2103 26 265 79 2 576 2182 28 841 ■>. 23. 9. bis 30.11. 70 6. 2. bis 17. 3. 71 1. 5. bis 20.10. 71 18. 8. bis 2. 9. 70 Penchard Raincy Rethel Ste. Marie 586 12 509 208 1869 794 14 378 6. 19. 9. 70 bis 10. 3. 71 bezw 19.3.71 26.3. bis 20.10. 71 2. 8. bis 3.8. 70 19. 8. bis 29. 8. 70 1.9. bis 5.9.70 14. 9. bis 13 11. 70 Glaye Sedan Biebrich Roncourt Stenay Fismes 1198 22 738 146 6 654 1344 29 392 7. 24. 9. bis 1.10. 70 3.10. bis 5.10 70 30.11. bis 6.12. 70 19.3. bis 1.6.71 bezw. 13.6.71. Villers Cotterets La Ferte Torcy Soissons 931 12 837 931 12 837 21* 164* Uebersicht der Thätiekeit der Feldlazarette ete. Beilagen zu Band I. Bezeichnung des Lazareths Zeit Ort Kranke und Verwundete Behandlungs- tage Kranke und Verwundete Behandlungs- tage Kranke und A T erwundete Behandlungs- tage Armeekorps und Nummer der Thätigkeit 1 1. August bis 31. Dezember 1870 1. Januar bis 28. Februar 1871 1. August 1870 bis 28. Februar 1871 XII. A.-K. (Kgl. Sachs.) 8. 11.8. bis 13.8.70 19. 8. bis 20. 9. 70 9.10. bis 19.12. 70 25. 3. bis 1. 6. 71 Saargemünd Auboue Souilly St. Quentin 1034 13 904 — — 1034 13 901 9. 19. 8. bis 21. 8. 70 1. 9. bis 30. 9. 70 2.11. bis 1.12. 70 3.12. 70 bis 5. 2. 71 3.5. bis 1. 6. 71 Boncourt Douzy Juilly Torcy La Fere 1158 9 610 1 197 1159 9 807 10. 29.8. bis 1. 9.70 19. 9. 70 bis 10 3. 71 5.4. bis 21.10.71 Failly Vaujours (Jharleville 311 3 380 95 2 270 406 5650 11. 1. 9. bis 8.10. 70 19.10. 70 bis 10.3 71 23. 3. bis 3. 6. 71 Douzy Meaux Laon 2 738 17 603 644 7159 3 382 24 762 12. 12-'. 1.9. bis 16.10.70 16.11. bis 25.12. 70 3.12. 70 bis 7.1. 71 26 3. bis 31.5.71 Douzy Chantilly (seit 2.12. 70 1. Sekt, allein) Pontoise Guise 687 9 737 4 376 691 10113 Summe Bis 28. 2. 71: : L739 Arbeitstage 15 937 190 780 2 528 45 706 18465 236 486 Auf ein Feldlazareth des XII. Armeekorps kommen bis einschliesslich 28. Februar 1871 durchschnittlich 1539 Kranke und Verwundete und 19 707 Behandlungstage. XIII.A.-K. 1 ) 5.12. bis 7.12. 70 Orleans l. 7.12. bis 21.12. 70 16. 2. bis 17. 3. 71 Meung bot Loire Rouen 519 1956 277 1219 796 3175 2. 2.12. bis 21.12. 70 21.12. 70 bis 19.1. 71 4.12. bis 29.12. 70 Brandeion Bazoches les Haute« Lumeau 378 3 009 — 461 378 3 470 3 *' 0. g 2 29.12. 70 bis 20.1. 71 29.12. 70 bis 17. 2. 71 Baigneaux Lumeau 313 3136 11 1861 324 4997 31. 20.1. bis 23. 2. 70 Baxoches les Hautes Summe Bis 28. 2. 71: 215 Arbeitstage 1210 8101 288 3 541 1498 11642 Auf eines der drei für das XIII. Armeekorps ueuformirten Feldlazarethe kommen bis einschliesslich 28. Februar 1871 durchschnittlich 499 Kranke und Verwundete und 3881 Behandlungstage. ') Feldlazarethe No. 7 bis 12 vergl. 7 bis 12 beim IX. Armeekorps; No. 4 bis (5 gab es nicht. Beilagen zu B; Bezeichnung des Lazareths nach Armeekorps und Nummer XIV. A.-K. 1. Bad. i. Bad. 3. Bad. 4. Bad. «. (=1. Preuss.) x ) 7 2 . 7. 7», 10. Summe Auf wundete und 1 i) Da Beilagen zu Band I. Kranke und erwundete Be- handluiigs- tage 1. August 1870 bis 28. Februar 1871 1034 13 904 1150 9 807 406 5650 3 382 24 762 691 10113 18 465 236 486 i 1539 Kranke und V< 796 3175 378 3 470 324 4997 1498 11642 uar 1871 durchschnittlich Beilagen zu Band I. Uebersieht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. 1(55* Bezeichnung des Lazareths Zeit Ort Kranke und Verwundete Be- haudlungs- tage Kranke und Verwundete Behandlungs- tage Kranke und Verwundete Behandlungs- tage Armeekorps und Nummer der Thätigkeit 1. August bis 31.Dezember 1870 1. Januar bis 28. Februar 1871 1. Augus 28. Febr 1870 bis uar 1871 XIV. A,K. 1. Bad. 7. 8. bis 28.8. bezw. 1.10. 70 8. 9. bis 2.10. 70 30.10. bis 1.11. 70 5.11. bis 16.12. 70 21.1. bis 2. 2. 71 21. 2. bis 16. 3.71 Gunstett Bläsheim Mirebeau sur Beze Vesoul Altkirch Döle 1020 12 952 550 4 532 1570 17 484 2. Bad. 1/22. 10. 8. bis 8.11. 70 27.11. 70 bis 31.1. 71 9.1. bis 14. 3. 71 Brumath Dijon Giromagny 2 727 20 988 146 3 686 2 873 24 674 3. Bad.' 11.8. bis 25. 8. bezw. 2.10. 70 25 8. bis 5.10 bezw. 26.10. 70 10.10 bis 5.12.70 31.12. bis 9.1. 71 9.1. bis 10.1. 71 1. 2. bis 18. 3. 71 Bischweiler Kolbsheim Raon l'Etape u. Neufville Vesoul Lure Döle 1401 12 585 1342 16 850 2 743 29 435 4. Bad. 11.8. bis 4.10.70 13.10 bis 15.10. 70 28.10. bis 28.12. 70 23.1. bis 30.1. 71 3. 2. bis 19. 3 71 Hagenau Epinal Gray Lure Gray 2 042 16 719 1488 5371 3 530 22 090 5. 11. 8. bis 12.10. 70 15.11.70 bis 19.2.71 3. 3. bis 16. 3. 71 Vendenheim Dijon Vesoul 2 668 25 457 350 9 906 3 018 35363 G. (=1. Preuss.)!) 12.12. 70 bis 11.1. 71 4 1. bis 11.1. 71 19.1. bis 15. 3. 71 Dijon Lure Montbeliaid 333 2 772 484 3 642 817 6 414 7 2 . 7. 7i. 3.12. 70 bis 15. 3. 71 10.12. 70 bis 15. 3. 71 30.4. bis 24 5. 71 Chenebier (Jhatenois Hagenau 404 3 901 447 9 545 851 13 446 8. 23.11. bis 1.12. 70 8 12. bis 2.1. bezw. 15.1. 71 3 l.bis28.2.bzw.6.3.71 21.4. bis 24. 5. 71 Epinal Giromagny Morvillars Mülhausen 1713 7 855 1907 10 621 3 620 18 476 9. 21.10. bis 2.11.70 3 11. bis 12.11. 70 15. 12. 70 bis 25.3. 71 St. Hippolyte Widensolen Vesoul 262 1010 1190 9383 1452 10393 10. 16.10 bis 12.11. 70 15.1 bis 23.1. 71 5 2. bis 10. 3. 71 Markolsheiin Tretudana L'Isle sur le Doubs 379 2 316 523 2 330 902 4 646 Summe Bis 28. 2. 71: 1 376 Arbeitstage 12949 106 555 8 427 75 866 21376 182 421 Auf ein Feldlazareth des XIV. Armeekorps kommen bis einschliesslich 28. wundete und 18 242 Behandlungstagc. Februar 1871 durchschnittlich 2138 Kranke und Ver- !) Das im späteren Verlaufe des Feldzugs errichtete XIV. Korps hatte an Feldlazarethen 1. bis 5. (Bad.) und 6. bis 10. (= 1. bis 5. Preuss.). 166* Uebersieht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. Beilagen zu Band ] Beilagen zu ßa Bezeichnung des Lazareths nach Armeekorps und Nummer Zeit Ort Kranke und Verwundete Be- handlungs- tage Kranke^ und Verwundete Behandlungs- tage Kranke und Verwundete Behandlung, tage Bezeichnung des Lazareths mich Armeekorps und Mummer der Thätigkeit 1. August bis 31. Dezember 1870 1. Januar bis 28. Februar 1871 1. August 1870 bis 28. Februar 1871 I. Bayer. 1. 9. bis 22. 9. 70 Remilly sur Meuse II. Bayer. 2'. 11.10. bis 9.11.70 28.10. bis 14.11. 70 12.11. bis 13.11. 70 Artenay Orleans Angerville 3. ( 2. 22.11. bis 23.11. 70 412. bis 18. 12. 70 1.1. bis 3.1. 71 6 1. bis 30.1. 71 6. 6. bis 18. 9. 71 17.9. bis 20.10. 71 bezw. 1.12.71 22.10. 71 bis 20. 7. 73 2. 9. bis 12. 9. 70 23. 9. bis 12.10. 70 Champrond en Gatine Orgeres Villebousin Chäteau la Orange Chäteau la Casse bei Brunoy Laon Sedan Kaucourt Corbeil 2 279 9 457 458 6 930 2 737 16387 t 4'. 4. * 4». 7. 1 • 61. 28.10. bis 14.11. 70 Orleans (!. 4.12.70 bis 16.1.71 2. 2. bis 20. 9. 71 17.9. bis 21.10.71 22.10. 71 bis 18. 7. 73 22.10. 71 bis 14. 7. 73 9. 8. bis 12. 8. 70 30. 8. bis 11. 9. 70 Villeprevost u. Tillay Creteil Soissons Charleville Kethel Bergzabern Sommauthe 3 209 22 839 555 3 811 3 764 26650 8. 12. 1. 2 Summe 9i. 22. 9. bis 8.10. 70 Villebousin 1 9 2 . 9. 2.10 bis 7.10. 70 13.10. bis 14.11. 70 19.12. bis 28.12. 70 12.1. bis 5.6.71 8. 2. bis 3. 3. 71 Mont Huchet Orleans Orleans Brunoy Yeres 2 597 15105 498 3 482 3 095 18 58? Auf e 3200 Kranke un Wiirttemb. 9. 8. bis 14. 8. 70 Langenkandel 2 2. 9. bis 14. 9. 70 (Monvillers Chäteau) Bazeilles 1. 12 . 12. 26. 9. bis 12 10. 70 Corbeil 10. 19.10. bis 14.11. 70 21.12. 70 bis 9.1. 71 17.1. bis 28. 2. 71 18. 3. bis 17. 5. 71 19. 5. bis 3. 6. 71 16. 9. bis 3.10. 70 8.10. bis 25.11. 70 Orleans Orleans Boissy St. Leger Melun Chäteau d'Annain- villiers bei Tournan Bpernay Villebousin 2 535 18 484 1087 10 990 3 622 29474 2 2 . 21. 22. 22. 2. 21. 2i. 21. 22. 22. ] II 11. 2.12. bis 7.12. 70 Ymonville 2 462 16 655 523 6 792 2 985 23447 11. 12. 70 bis 8.1. 71 Meung sur Loire 21.1. bis 12 3. 71 Draveil 3i. 3 32. Summe Bis 28. 2. 71: 656 Arbeitstage 13 082 82 540 3121 32 005 16 203 111515 Au und Vervvunc ein Aufnahms-Feldspi lete und 22 909 Behand al des L Bayerischen Ar ungstage. neekorp-> kom meii bis einsc iliesslich 28. 1 'ebruar 1871 d irchschnittlic 1 3241 Krank Beilagen zu Band I, Kranke und Verwundete Behandlung; tage 1. August 1870 bis 28. Februar 1871 2 737 16387 3 764 26 «50 3 095 3 622 18 587 29474 2 985 16 2<»3 23 417 114 515 Beilagen zu Band I. tlebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. 1G7* rchschnittlich3241 Kraut- Bezeichnung Kranke BeK ranke Be- Kranke Be- des Lazareths Zeit Ort ilud handluiigs- und handlungs- und handlungs- Verwundete | tage Verwundete tage Verwundete tage Armeekorps and der Thätigkeit 1. August bis 31.Dezember 1. Januar bis 28. Februar 1. August 1870 bis Kummer 1870 18 71 28. Februar 1871 IL Bayer. 2. 9. bis 14. 9. 70 Bazeilles 3. 2.11. 70 bis 24.2. 71 14. 3. bis 2. 6. 71 9.8. bis 10. 8. 70 Igny Coulommiers Limbach 674 5 291 94 1705 768 6 996 4". 1.9. bis 17.9.70 Cheveuges 4. 4*. 2. 9. bis 16. 9. 70 9.10. 70 bis 6 3. 71 Prenois Versailles 3 265 35096 998 14 636 4 263 49 732 4*. 16.11. bis 22.2.71 19. 9. 70 bis 8.3. 71 Amblainvillers und Villegenis Bievre 7. 10.10. bis 15.11 71 29.10 bis 15.11.71 19.9. bis 25.9.70 23. 9. bis 24.10. 70 Amblainvillers Villegenis ('roix de Bernis Tont d'Antony 1839 15 414 1578 5 389 3 417 20 803 8. 13 10.70 bis 20.2.71 15.11. bis 20 2.71 16. 3. bis 9. 6. 71 Massy Palaiseau La Ferte sous Jouarre 1795 14 542 684 5 970 2 479 20 512 12. 29.9.70 bis 10.3.71 21.2. bis 7.3.71 Verrieres le Buisson Massy 3 679 17 866 1 395 7 454 5 074 25 320 Summe Bis 28. 2. 71: 1 051 Arbeitstage 11 252 88 209 4 709 35154 16 001 123 363 Auf ein Aufnahme - Feldspital des IT. Bayerischen Armeekorps kommen bis einschliesslich 28. Februar 1871 durchschnittlich 3200 Kranke und Verwundete und 24 673 Behandlungstage. Würlteml», l*. 1» 2 2 , 2 V 22. 22. 2. 24 24 24 22. 22. 3'. 3. 32. I 8. 8. bis 18. 8. 70 20.9. 70 bis 25.3. 71 28. 5. bis 15. 6. 71 29. 5. bis 8. 6. 71 9. 6. bis 15. 6. 71 8.8. bis 9. 8. 71 16. 9. bis 14.12 70 30.9. bis 8.2.71 15.12. 70 bis 2. 2. 71 3.2. bis 11.3.71 10.2. bis 11.3.71 23.3. bis 17. 5. 71 17. 5. bis 1. 6. 71 23.3. bis 22. 5. 71 23. 5. bis 1. 6. 71 3. 9. bis 15. 9. 70 3. 9. bis 18. 9. 70 1.12. bis 15. 2. 71 18. 5. bis 1. 6. 71 Reichshoffen Lagny Vignory Doulaincourt Joinville Fröschwiller Ohäteau Thierry Meaux Meau.x Joinville le Font Joinville le Font Vitry le Francis Montier en Der Vitry le Francais Montier en Der Dom le Mesnil bei Doncliery Donchery Croissy-Beaubourg Lionville 2 492 2 609 621 47 160 32 534 3 968 709 989 84 15 961 10 883 3 944 3 201 3 598 705 63 121 43 417 7 912 168* Uebersicht der Thäti^keit der Feldlazarette ete. Beilagen zu Band Beilagen zu Bezeichnung Kranke BeKranke * BeKranke Bedes Lazareths nach Zeit Ort und handlungs- • und handlungs- und handlung. Verwundete tage Verwundete tage Verwundete tage Armeekorps Ullll Nummer der Tb atigkeit 1. August bis 31. Dezember 1870 1. Januar bis 28. Februar 1871 1. August 1870 bis 28. Februar 1871 Wftrttemb. 10.8. bis 18.8 beaw. 20. 8. 70 Tngwiller x 42 - 4 - 41. 10. 8. bis 13. 8. 70 29. 9. bis 11. 3 71 Lichtenberg Noisiel 1609 22 742 148 5 627 1757 28369 42. 5.10.70 bis 11.3.71 20. 3. bis 20. 5.71 12. 9. bis 28.10. 70 Noisiel Chälong gnr Marne Reims 5. 21.11. bis 19.12.71 2. 6. bis 8. 6. 71 1. 8. bis 23.8. 70 27. 8. bis 18. 9. 70 Pontault und Roissy Joinville Bruchsal Hagenau 1198 19 249 122 2 347 1320 21596 1 62. 12.10. bis IG. 10. 70 Ferneres 6. 6i. 13.10. 70 bis 18. 2. 71 Ferneres 1424 16106 145 6 220 1569 22326 1 62. 17.10. 70 bis 14. 2. 71 Rentilly 6i. 11.3. bis 22.5 71 Reims 62. 22. 3. bis 22. 5. 71 Reims Summe Bis 28. 2. 71: 1170 Arbeitstage 9 953 141 759 2197 44 982 12150 186741 Auf ein Feldspital der Wiirttembergischen Feld-Division kommen bis einschliesslich 28. Februar 1871 durchschnittlich 2025Krani und Verwundete und 31123 Behandlungstage. 2. Lazareth-Reserve-Personal. Bezeichnung Bezeichnung des Lazareths Zeit Ort des Lazareths Zeit Ort 1 nach nach Armeekorps d er Thätigkeit Armeekorps und der Thr ti gk e i t Nummer | Nummer Gavde-K. 11. 9. bis 28 9. 70 Pont ä Mousson T. A.-K. 15. 8. bis 17.8. 70 Teterchen 18.10. bis 10.11.70 Neufchätel sur Aisne 18. 8. bis 27. 8. 70 Chäteau Gras 1' 1. 13.11. bis 31.12.70 Fistnes 18. 8. bis 5. 9. 70 Montoy 7.1. bis 8.3.71 Pontoise 1. 5.9. bis 12.11.70 Maizery 13. 5. bis 21. 5. 71 Kpernay 11.12.70 bis 15 2.71 8. 6. bis 9. 7. 71 Marceleavc Amiens 6 9. bis 26. 9. 70 Pont ä Mousson 2. 8.10. bis 1.12. 70 1.12. 70 bis 7.3. 71 Neuilly St. Front Juilly 14.8. bis 14 12. 70 Boulay und seit 8.11.1 Teterchen 8.3. bis 28. 5. 71 Mitry 2. 12.3. bis 27.7.71 15. 8. bis 8.11. 70 Ronen Teterchen 1.9. bis 31.10. 70 Etain 3. 26.11. 70 bis 28.2. 71 7.3. bis 2.4.71 Gonesse Juilly 28.1. bis 12.2.71 28.1. bis 5. 3. 71 Oons la Grandville 1 Longuyon ?,. 28. 11. 70 bis 23. 1. bezw. Roye 1. 2. n. 13. 8. bis 8.9. bez. 10.12 70 Saargemünd 7.3. 71 desgl. 22.8. bis 27. 8. 7C ) Courcelles sur Nied 28 12.70 bis 5. 3. 71 Clermont en Oi ; t 1 Bezeichnung des Lazareths nach Xumincr und Armeekorps I. A.-K. 1. 2. 3. ::. III. A.-K. IV. A.-K. 1. 2. :s. Sinit&ts-Berioht Beilagen zu Band Kranke und Verwundete Behandlung). tarn 1, August 1870 bis 28. Februar 1871 1757 1320 28369 21596 1569 22326 12150 186741 irchschnittlich 2025 Kraut Ort ätigkeit Teterchen Chäteau Gras Montoy Maizery Marcelcave Amiens Boulay und seit 8.11. Teterchen Ronen Teterchen Cons la Grandville Longuyon Eoye Olermont en 0« Beilagen zu Band 1. tebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe ete. 169* Bezeichnung Bezeichnung des Zeit O rt des Zeit 0 r t Lazareths Lazareths nach nach Nummer und der Th itigkeit Nummer und d e r T h ä t i g k e i t Armeekorps Armeekorps II. A.-K. V. A.-K. 1. 2. 8. 19.8. bis 12.11 7d Gorze 1. 2. 26. 8. bis 28.10. bezw. 7.11.70 Sarrebonrg 19.8. bis 20.9.70 Arnaville 1. 2. 3. 7.10.70 bis 31.3.71 Weissenburg 19.8. bis 10.10.70 Pagny 29.9. bis IG. 10. 70 St. Apolline 1. 1.12.70 bis 28.4 71 Colmar 1. 12.11. bis 22.11.70 8.12.70 bis 3.3.71 11.3. bis 13. 5 71 Noveant Brie Comte Robert Bpernay 2. VI. A.-K. 26.9. bis 27.11.70 Zubern 27. 8. bis 9. 9. 70 Cour Celles sur Nied 1. 2. .5. 22.8.70 bis 11.7.71 Luneville 2 2.10. bis 28.12. 70 Tont ä Mousson 24.1. bis 30. 3. 71 Cliäteau Thierry 1. 16.11.70 bis 1.7.71 Chälons sur Marne •s 12.11. bis 22.11.70 Noveant VII. A.-K. »>• 7.12 70 bis 5. 3. 71 Evry sur Seine 8. 8. bis 18. 8. 70 Saarbrücken 1. 22. 8. bis 29.10. 70 Comy 1.12. bis 20.12.70 Talange III. A.-K. 19.8. bis 12.11.70 Gorze 22.12. 70 bis 14. 3. 71 Sablon l. 21.8. bis 30.11.70 Remilly 8. 8. bis 17. 8. 70 Saarbrücken 13.12. bis 20 3. 71 (lommercy 2, 30.8. bis 30.10. 70 1.6. bis 3.6.71 Noveant Nancy 10. 9. bis 22. 9. 70 Homburg i. Pf. 13. 9. bis 15.12. 70 Pont ä Mousson 2. u. 3. 10.11. 70 bis 13.1. 71 Leg Etangs 22.12. 70 bis 12.3. 71 Orleans 2. 18.4. bis 14.5.71 Bar sur Aube 10.11. 70 bis 15. 2. 71 Laudonvillers 22. 5. bis 3. 6. 71 Reims 10.11. 70 bis 15. 4. 71 Courcelles-Chaussy 4. 6. bis 18. 6 71 Chälons sur Marne 3. 23.8. bis 7.11.70 14.11. bis 28.11.70 22.11. bis 20.12. 70 Noveant Mardigny Delme 2(5. 9. bis 10.11. 70 St. Hilaire 27.12.70 bis 12.3.71 Montigny les .Metz :t. 11.1. bis 11.3.71 Orleans 13.4. bis 31.5.71 Troyes VIII. A.-K. 20. 8. bis 6. 9. 70 Corny IV. A.-K. 11.10. bis 15 12. 70 Ars sur Moselle 30 8. bis 21. 9. 70 Beaumont 8. 9. bis 9.10. 70 Berlize l. 21.9 bis 27.10.70 Stenay l. 20.11. bis 12.12.70 Sedan 4.10. 70 bis 24.3. 71 Nanteuil le Haudouin 27.12. bis 29.12. 70 Etain 26.11. 70 bis 28.2.71 Gonesse 4.1. bis 10.1. 71 20.1. bis 28.2.71 St. Menehould Charleville 10.10. bis 31.10.70 La Moncelle .» 21.11. bis 21.12.70 bezw. Villers ('otterets 20. 8. bis 6. 9. 70 Noveant _. 28.1.71 2. V»2 10.10. bis 5.11. 70 Herny 25.12.70 bis 7.4.71 Chantilly 23.11. 70 bis 29. 3. 71 Soissons 24. 9. bis 10.10. 70 Faubourg de Mouzon 9. 9. bis 22. 9. 70 Courcelles sur Nied. 8. 20.10. 70 bis 6.4. 71 Damm artin 22. 9. bis 2.11. 70 Pange 2.11. bis 23 11.70 Juilly 3. 4.11. bis 23.12. 70 Courcelles-Chaussy 8.1. bis 27.1.71 Hebecourt, Dury und Sains 1.2. bis 9.3.71 Kssigny le Grand 1. 2. :s. 14. 8. bis 27. 8. 70 Saarbrücken 20.3. bis 6.9.71 Noveant SudtSts-Berioht ober die Denteches Heere 1870/71. Beilagen su Bd. 1. 22 170* Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps IX. A.-K. l. 1. 2. 3. X. A.-K. l. Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. Beilagen zu Band I. 25.10. bis 3.12. 70 10. 8. bis 24. 8. 70 30.10. bis 4 12. 70 18.12.70 bis 31.1.71 28.12. 70 bis 13.3. 71 7. 8. bis 2.11. 70 4.11. bis 31.12.70 13.1. bis 11.3.71 2. 9. bis 27.11. 70 27.9. bis 6 11. 70 19.10. bis 24.11. 70 6.12. 70 bis 31.1. 71 8.2. bis 13.3. 71 27. 9. bis 6. 11. 70 1.12. 70 bis 13. 4. 71 2.9. bis 27.11 70 10.12. 70 bis 30.4. 71 Pont ä Mousson Saarbrücken Noveant Neufchäteau Orleans Kaiserslautern Forbach Orleans Ste Marie aux Chenes Mars la Tour l'ont a Mousson Chauinont en Bassigny Orleans Mars la Tour Troyes Ste. Marie aux Chenes Chauinont en Bassigny Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps XI. A.-K. 1. 2. 3. 1. 2. 3. 2. XII. (Kgl Sachs.) A.-K. XIII. A.-K. l. XIV. A.-K. 10. 8. bis 20. 8. 70 bezw. 31.8.70 1.9.70 bis 12.7.71 20. 8. bis 4. 9. 70 1.9. bis 5.10 70 bezw. 2.12. 70 5.10. bis 31.12.70 5.1. bis 1.5 71. 5. 8. bis 19.8. 70 30.8. bis 20 11. bezw. 9 12. 70 27.11.70 bis 30.4.71 10. 8. bis 19. 8. 70 26.8 70 bis 13.1.71 4.2. bis 2.4. 71 8. 8. bis 5. 9. bezw. 24.10. 70 11. 9. bis 30. 9. bezw. 27.10. 70 2.10. bis 12.12 70 21.12. 70 bis 21. 3. 71 81.3. bis 3.5.71 23.12. 70 bis 16. 2. 71 11.3. bis 5.4.71 4.11. bis 10.12. 70 29.12. 70 bis 11.3. 71 1.12. 70 bis 14.1. 71 21.1. bis 31.1. 71 2.2. bis 16.3.71 Sulz Nancy Reichshoffen Sulz Hagenau Mülhausen Alzey Clermont en Argonne Bethel (bis 12.12.70 1. Sekt, allein) Worms St Mihiel Meaux Neustadt a. d. Haardt Stenay Douzy und (bis 10.10.70) La Moncelle Lagny La Fere Meung sur Loire Epernay Reims Cliartres Bpinal Maas-Münster Altkirch Beilagen zu 1 Benennung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps Bayer.') A..F.-S». 1. A.-F.-Sp. 5. H..F.-Sp. 2. H.-F.-Sp. 3. H.-F.-Sp. 4. H.-F.-Sp. 5. Summe Auf 38909 Behandl i) Die Beilagen zu Band I. Beilage" zu Band I. Ort ske i t Sulz Nancy Reichshoffen Sulz Hagenau Mülhausen Alzey Clermont en Argonne Bethel (bis 12.12.70 1. Sekt, allein) Worms St Mihiel Meaux Neustadt a. d. IIa,mit Stenay Douzy und (bis 10.10.70) La Moneelle Lagny La Fere Meung sur Loire Epernay Reims Chartrea Bpinal Maas-Münster Altkireh Uebersieht der Tbätigkeit der Feldlazarethe etc. 171* Benennung Kranke BeKranke Be- Kranke Bedes Lazaretlis nach Zeit Ort und Verwundete handlungs- tage und handlungs- Verwundete tage und Verwundete handlungs- tage und Armeekorps der ThatigKeit 1. August bis 31.Dezember 1870 1. Januar bis 28. Februar 1871 1. August 1870 bis 28. Februar 1871 Bayer.') A..F.-Sp. 1. 6. 9. bis 23. 9. 70 12.10. 70 bis 9. 4. 71 24.9. bis 9.11. 70 Void Corbeil Sedan 1417 18 791 429 11078 1846 29 869 A.-F.-Sp. 5. 8.12. 70 bis 26. 2. 71 13. 8. bis 27. 8. 70 Ghamarande bei Etampes Schaidt 428 5 299 11 1519 439 6 818 H.-F.-Sp. 2. 13. 9. 70 bis 11. 4.71 5.12. 70 bis 4.3. 71 Bonsecours bei Nancy College la Malgrange bei Nancy 1894 28 571 953 22 675 2 847 51246 H.-F.-Sp. 3. 11.9. bis 17.11.70 4.12. 70 bis 17. 6. 71 9.12 70 bis 81.1. 71 Nancy und College la Malgrange bei Nancy Lagny Thorigny 1653 18 697 857 15121 2 510 33 818 H.-F.-Sp. 4. 29. 7. bis 22. 8. 70 12 10. 70 bis 12. 3. 71 9. 8. bis 24. 8 70 Mosbach Corbeil Bretten 3 444 38 413 1432 26 351 4 876 64 764 H.-F.-Sp. 5. 5 9 bis 22. 9. 70 bezw. 8.10. 70 5.10. bis 7.10. 70 Niederbronn und Reichshoffen Coulommiers 1771 32 246 445 14 696 2 216 46 942 9.10. 70 bis 4.3. 71 Etiolles und Soisy sur Et. bei Corbeil Summe 10 607 142 017 4127 91440 14 734 233 457 Auf eins dieser Feldspitäler kommen bis einschliesslich 28. Februar 1871 3909 Behandlungstage. durchschnittlich 2456 Kranke und Verwundete und ') Die Bayerischen Aufuahms-Feldspitäler No. 1 und 5 waren der Spitalreserve zugetheilt. 22* Tl. ■ 172* Uebersicht der Tbätiekeit der Feldlazarethe etc. Beilagen zu Band Beilage 63. Nach Etablirungsorten (alphabetisch) geordnete Uebersicht über die Thätigkeit der Feldlazarethe und des Lazareth-Reservepersonals. Ort der Etablirung Abbevillo . . . Abloii sur Seine Acy le Haut St. Ail . . . . Albert .... St. Albert . . (vergl. Donchery] Alencon . . . Altenstadt . . Altkireli . . . Alzey . . . Araanvillers . Amblainvillers Aniiens . . Ainigne Chäteau Ancy sur Moselle Andilly . . . Angerville . . Annet .... Anoux la Orange Antilly cf'r. Buy Chäteau. . . Pont d'Antony St. Apolline . Arbois . . . . Arcis sur Aube $93 I 5$ woselbst die Etablirung erwähnt ist 8 VII. 6 V. 6 vir. 4 III. 4 4 7 10 VII. IV. VIII. I. VI. 111. 6 V. 8 ' vir. VIII in. in. in. v. VIII. 6 , V. 4 III. 4 i III. 111. III. VI. Bezeichnung des Lazaretha nach Nummer und Armeekorps 4. 8. 12. 9. 4. 12 I. vr. xrrr. <;. G. 2. Hessisches 9. VIII. XI. 11. 111. 1. V. 2. V. 1. Badisches L.-R.-P. XTV. L.-R.-P. 1. XII. 3. IX. 3. tr. 2. IX. 7. TL Bayer 4. rr. Bayer 3 VIII. 8. vrri. 8. I. 7. I. 4. I. L.-K.-P. 1. I. 11. III. 5. VII. 6. Hessischeb 3. IX. 1. IV. ',3. IX. 2. [.Bayer l. xrr. 3. xrr. 1. Hessisches 1. 10. 8. 1. IX. X. II. Bayer X. L.-R.-P. IL i. vir. l. in. Dauer der Etablirung 13.2. bis 16.2.71 23.10.70b.28.2.71 2.10. bis 3 11.70 19.8. bis 21.8.70 18.8. bis 21.8.70 21.8. bis 13.10.70 6.1. bis 12.1. 70 1.9 bis 10.9. bezw. 22. 9. 70 6 2. bis 24. 2. 71 4. 8. bis 6. 8. 70 6. 8. bis 21. 8 70 21.1. bis 2. 2.71 2.2. bis 16.3.71 5. 8. bis 19. 8. 71 19.8. bis 9.9.71 21.8. bis 9.9.70 22. 8. bis 4. 9. 70 10.10 b.15.11.70 16.11.701) 22.2.71 1. 12. bis 8. 6. 70 24.12 70L..2O.4 71 29.12.70b.23 3.71 13.6. bis 20.6.70 20.6. bis 21.7.70 8. ü. bis 9. 7. 70 12.1. bis 22.1.71 19. 8. bis 21.8.70 17.10 bisll 11.70 17 9. bis30.10.70 21.10.70b.27.2.71 19.ll.bis23.ll.70 12.ll.bi8l3.ll.70 29.9.70bis8.3 71 4.10.70 bis 8.3.71 19. 8. bis 6.10.70 1. 9. bis 5. 9. 70 5. 9. bis 5.11.70 23.9. bis 24.11.70 17.8. bis 29. 9.70 29.9. bis 16.10.70 6. 2. bis 17. 3. 71 29. 3. bis 8. 5. 71 Ort der Etabliruni Arcis sur Aube . . Argancy . . . . Arnaville . . . . Ars sur Moselle . Artenay . . . . Ascheres le Alurcbc Athies..... Attigny . . . . Aubigny vgl. Chäteau Aubigny Auboue . . . Auxerre . . . Avancy . . . St. Avold . . . Ay..... Baigneaux . . Balan .... Bannay .... Bau St. Martin . Bapaume . . . St. Barbe . . . Bar le Duc . . Bar sur Aube . Batilly..... Bazeilles . . . . Bazoches les Hautes 8 «3 § M -1 * £ ^ .2 woselbst die Etablirung erwähnt ist 4 hl 4 irr. 4 III. 3 4 7 4 4 3 4 9 9 9 5 4 4 8 8 4 10 10 10 10 10 4 4 5 5 9 V1I1. VIII. VIII. VII. IV. u. VII. II. III. 111. VI. III. III. n- in. VIII. VIII. VIII. IV. III. III. VII. VII. III. III. 111. V. V. VIII. Bezeichnung des Lazaretha nach Nummer und Armeekorps Dauer der Etablira 6. 3. 11. L.-B 1. 10. 5. 4. L.-R, 2. 1. 4. 4. 12*. VI. X. I. p. II VII. VII. VII. Hessisches P. 1. VIII. I. Bayer IX. Hessisches I. VI. 12. 8. 4. 9. 5. 6. 12. 11. 9. 93. 31. 6. 12. 10. 4i. 4. 8 2 . 9. 52. 10. 6. L.-R- 12. 9. 3. 10. 9. XIII I. XII. III. VII. I. I. LT. X. XI. XI. XIII. IV. I. VII. VIII. VIII. VII. VII. X. III. X. 111. ». 2 G. II. II. Bayer. I. Bayer. (sonst IX.) 8.5. bis 29.5.11 29.5. bis 14.6. J] 29. 8. bis 6.11.70 19.8. bis 20.9.| 18.8. bis 8.9.j| 18.8. bis 11.10.7U 25.8. bis 11.10.1(1 11.9. bis 10.11.11) 11.10.bisl5.12.Ii 11.10.bis9.11.70 3.12.70bisl7.1.71 bezw. 29.1.71 3.12.bis20.12.7(i 28.12 70bis3J 3.9. bis 25 9.70 17.8. bis 2tt 8.1 19. 8. bis20.9.;» 8.10. bis 29.10.; 25.12. bis26.12.1 4.1O.bis26.10.!(l 1. ».bis4.10.7) 15.8 bis 20.8.:» 12.9. bis 26.111 2.12. bis 15. liJ 1512.bis29.UI 29.12.70b 20.1.71 1.9. bis 20. 3.10. bis ILIO 28.ll.7Ob.10Jj 6.1. bis 14.1.11 25.1. bis 2. an 6.11. bis 14.11 28.3. bis 25.5.7 9.8. bis 31.1011 1 4. bis 18.4.11 14 5. bis 19i.il 18.4. bis 14.571 19.8. bis 25, 25.8.bisl3.10.i( 2. 9. bis 14 9. 2. 9. bis Hl'. 2.12.bis21.Ö Beilagen zu B Ort der Btabliru BiBoches les Hi Bazoncourt Beaubourg(Cro Beaugency Besumont . Beaomont en ( ums . . . leMuie la Roh Beauvais . . Bergzabern . Berlize . . . Bemard cfr.LaP Bernard Bettlainville . Biebrich . Bievre . . Bischweiler Blaesheim . Blenod les Toni Blois . . Bois Guillaume Konen . Boissy St. Leg« Boucourt (Schlc Boimeval . . Bonsecours (vergl. Nai Bontaucourt Bonlay . . Boulzicourt Bourbonne lesBi prandelon Le Breil Bretoncelli Bretten Brie Comte Ro I Brieiine le Chäl (RienneNapok ■■ Beilagen zu Band I, I Beilagen zu Band I. Uebersieht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. 173« iht über die jpersonals. hnung zareths Dauer ummer id der Ktalilini,) ikorps VI. X. I. II II. II. "II. issisches 1. VIII. I. Bayer IX. »sischejä I. VI. I. :n. tu. r ii. i. 1. IL. X. XI. XI. III. IV. I. ■ II. III. III. rix •ii. x. in. X. . 2. G. II. II. Bayer. I. Bayer. sonst IX.) 111. 8.5. bis 29.5. D 29. 5. bis 14.6.11 29. 8. bis 6.11 ill 19.8. bis 20.9.1 18.8. bis 8.9.i| 18.8. bis 11.101 25.8. bis 11.10.1(1 ll.y.bislO.lUO 11.10.bisl5.12.ii 11.10.bis9.1Lli| 3.12.70bisli.l.il bezw. 29.1.71 3.12.bis20.1i< 28.12 70bis3.1 3.9. bis 25 9.7« 17.8.bis20.a 19. 8. bis 20.9. 8.10. bis 29.10. 25.12. bis26.11 4.10. bis26.10.ill 1.9. bis 4.10 15.8 bis 20.8.7U 12.9. bis 26.11? 2.12. bis 15.12.!) 1512.bis-2ii.li; 29.12.70b 20.1.11 1.9. bis 20.9. i» 3.10. bis 11.11.» 28.11.701)10.3 6.1. bis 14.1.7: 25. i. bis 2. an 6.11.bis 14.11 28.3. bis 25.5,il 9.8. bis 31.1011 1 4. bis 18, 14 5. bisl9i.il 18.4. bis 14.5,11 19.8. bis 25.8.; 25.8. bis 13.10. 2. 9. bis 14 9.; •2. 9. bis 14.9.1" 2.12.bis21Ö ES ,2 — ■3.2. ^ 6DSC Bezeichnung Sis3 , a> Bezeichnung Ort ■§_§« SM des Lazareths Dauer Ort a - s £ w des Lazareths Dauer ■°» s • ^1 nach Nummer %^-~ i S5 «2 nach Nummer der Btablirnng "^H^ und der Etablirung der Etablirung ^. Lh T3 und der Etablirung woselbst die woselbst die Etablirung Armeekorps Etablirung Armeekorps erwähnt ist erwähnt ist liazeehes le» Huntes 9 VIII. 2. XIII. 21.12.70b.l9.1.71 4 III. V*io. it. 29.8. bis 17.9.70 9 VIII. 3 1 . XIII. 20.1. bis 23. 2.71 10. II. 17.9. bis 23.10.70 Buoucourt . . . 4 III. 12. VII. 17.10.bisl0.11.70 3. Hessisches 27.8. bis 15.10.70 Beanbourg(Croissy) 6 V. 3. Württembg. 1.12.70 b. 15.2.71 Bruchsal .... 1 6. Württembg. 1. 8. bis 23. 8. 70 Beaugency . . . 9 VIII. 8. III. 13.12.bis20.12.70 Brumath .... 2 l. 2. Badisches 10. 8. bis 8.11.70 9 VIII. 3. III. 24.12.70bis3.1.71 6 V. 9. I.Bayer. 12.1. bis 5. 6. 71 Beiiuniont .... 5 IV. 3. IV. 8. IV. 30. 8. bis 8. 9. 70 30. 8. bis 8. 9. 70 10 2. I.Bayer. in Chateau la Casse 6. 6. bis 18. 9. 71 5. IV. 30. 8. bis 7. 9. 70 Buc bei Versailles 6 V. 6. XL 24.10.70b.22.2 71 12. IV. 30. 8. bis 3. 9. 70 12. XL 2.11.70 b. 20.2.71 L.-R.-P. IV. 30. 8. bis 21.9.70 Buy Chateau bei Beanmont en Gati- Antilly .... 4 III. 1. IX. 1. 9. bis 5. 9. 70 miis ..... 9 VIII. 1. X. 25.11.70b 23.2.71 10. X. 4. 9. bis 5.11. 70 5. X. 28.11.70 b. 2.1.71 St. Calais .... 9 VIII. 3i. IX. 26.1. bis 6.3. 71 Braune la Rolande 9 VIII. 11. III. 30.ll.bis8.12.70 Carignan .... 5 IV. 12. G. 4. 9. bis 12. 9 70 8 VII. 10. I. 22.12.70b.l6.6.71 10 7. IX. später XIII. 13. 4. bis 26. 5.71 Bergzabern . . . 2 I. 9. I.Bayer. 9. S. bis 12. 8. 70 Cbailbis .... 7 VI. 3. Hessisches 30.1. bis 4. 2. 70 4 III. L.-R.-P. 1. VIII. 8. 9. bis 9.10. 70 Chälons sur Marne 6 , V. L.-R.-P. 1. VI., seit 16.11.70 b. 1.7.71 Bemard cfr.LuFerte Bernard . . 9 VIII. Okt. Etappen-Stabsarzt und Zivilärzte Bettlainville . . . 4 III. cfr. (Jhelaineourt ci'r. Hessange 10 10 4. Württembg. 9. III. 20. 3. bis 20.5. 71 21. 5. bis 4. 6. 71 Biebrich .... 1 7. XII. 2. 8. bis 3. 8. 70 10 7. III. 19.7.71b. 5.11.72 Bievre ..... 6 V. 7. II. Bayer. 19.9.70bis8.3.71 | L.-R.-P. 2. in. 4. 6. bis 18. 6. 71 Bischweiler . . . 2 I. 2- Badisches 11. 8. bis 25. 8. Chamarande bei 9 VIEL bezw. 2.10.70 Etampes . . . A.-F.-Sp. 5. Bayer. 8.12.70 b. 26.2.71 Blaesheim .... 2 I. 1. Badisches 8. 9. bis 2.10. 70 Champagne . . . 9 VIII. 2. IX. 11.1. bis 24.2. 71 Blenod les Toni 4 VI. 7. IX. 16. 9. bis 25.9. 70 Champagnole . . 7 VI. 3. II. 1.2. bis 14.3.71 Blois ..... 9 VIII. 6. X. 22.12.70bis9.3.71 10 3. II. 21.4. bis 9. 6. 71 Bois Guillaume bei Champey .... 4 III. 5. II. 8.10.bisl8.11.70 Konen .... 8 VII. 7 VIII. 7!2.70bisl0.3.71 Champrond en Boissy St. Leger . 6 V. 1. XI. 27.9.bisl0.10.70 Gatine .... 9 VIII. 2. I.Bayer. 22.11. b 23.11.70 6 V. 7. XIII. (urspr. IX.) 11.10.bis21.12.70 9 VIII. 8. III. 15.1. bis 20.1.71 6 V. 1. II. 14.11.70bis5.1.71 Chantilly .... 6 V. 12. XII. 17.11. bis 2.12.70 6 V. 10. T.Bayer. 17.1. bis 28.2. 71 6 V. 12'. XII. 3.12.bis25.12.70 9. IL 3.12.70bisl0.1.71 6 V. L.-R.-P. 2. IV. 25.12.70 b. 7.4.71 Boncourt (Sehloss) . 4 111. 10. III. 20.9. bis29.10 70 Cbarleville . . . 6 VII. 2. VII. 5.1. bis 11.1.71 Bonueval .... 9 VIII. 6«. VI. 31.12.70bis5.1.71 6 VII. L.-R.-P. 1. VIII. 20.1. bis 28. 2. 71 Bonsecours 10 10. XII. 4.4. bis 21.10.71 (vergl. Nancy) 5 VI. H.-F.-Sp. 2. Bayer. 13 9.70bisll.4.71 10 6'. I. Bayer. 22.10.71 b.18.7.73 Bontaucourt . . . 6 VII. 2. VII. 22.12.70bis5.1.71 Chartres .... 9 VIII. 5. XL 25.10.70 b.26.2.71 3 11. L.-R.-P. 2. I. 14.8. bis 14.12.70 9 VIII. 10. XL 2.12.70 b. 14.2.71 Boulzicourt . . . 8 VII. 1*. 1. 13.11. bis27.12.70 9 VIII. 9. V. 512.70 bis 7.2.71 6 VII. 11. XIII. 26.10.bisl3.11.70 12. IV. 26.2 bis 16.3. 71 Bourbonne lesBains 10 VI. 4. VII. 18.3. bis 27.3.71 L.-R.-P. 2. XIII. 29.12.70 b.11.3.71 7. X. 22. 4. bis 4. 6. 71 Chateau Amign i 9 VIII. 11. III. 12.1. bis 22.1.71 Brandeion .... 9 V 1 1 1. 2. XIII. 2.12. bis 21.12.70 Chateau Aubigny . 3 II. 12. I. 17.8. bis 20. 8. 70 Le Breil .... 9 VIII. 12. III. 9. 1. bis 22.2. 71 Chateau Boisvicr . 9 VIII. VK XL 13.1. bis 29.1.71 Bretoncelles . . . 9 VIII. 9. XI. 22.11.bis26.11.70 Chateau Breteaux . 9 VIII. 7. XL 10.1. bis 15.1.71 Bretten .... 2 H.-F.-Sp. 5. Bayer. 9. 8. bis 24. 8.70 1K XL 15.1. bis 24.2. 71 Brie Comte Robert 6 V. 3. XI. l.lO.b.mi.bzu. 12.11. bis 8.12.70 Chateau Brienne d'Armain- 10 VIII. 11. III. 31. 3. bis 18.5. 71 L.-R.-P. 1. II. 8.12.70bis3.3.71 villiers .... 10 ( VIII. 10. I. Bayer. 19.5. bis 3. 6. 71 Brienne le Chateau Chateau du Loir . 9 10. X. 5.2 bis 14.3. 71 (BrienneNapoleon) 10 11. III. 31.3. bis 18.5.71 Gras . . 3 11. 4. I. 14.8. bis 18.8. 70 10. X. 18.5. bis 2. 6. 71 9. I. 15. 8. bis 18.8. 70 174* Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. Beilugen zu Hau,] [ Ort der Etablirung Chäteau Grus . . la Casse bei Brunoy . . . . Chäteau la Grange Morainval Chäteauneuf . . . Chäteau Renault . Thierry V ilain . . Chatenois . . . . Cliätillon sur Seine Chanines . . . . Chaumont en Bas- signy..... Chelaincourt Ohä tean bei Bettlain ville .... Chenebier . . . Chennevieres sur Marne . . . Cheuby .... Chevenges. . . Claye .... Clermont . . . Clermont en Ar gönne . . . Clermont en Oise College laMalgrang vergl. Nancy . Colligny . . . Colmar .... Colombey vergl. Aubigny . . Commercy. . . Compiegne . . £.S=D . <® **£ 0> ^ bebe S c3 H, J 3 ._ KM H ^ w woselbst die Etablirung erwähnt ist Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps Dauer der Etablirung 10 6 10 9 9 6 6 10 10 7 7 7 10 10 10 10 10 6 4 5 e 10 5 6 8 10 10 II. VIII. VIII. V. V. VI. VI. VI. VII. VI. VI. VI. VI. III. VI. V. III. IV. V. IV. VII. VI. VI II. VI. II. VI. VI. VII. 8. 1. L.-R.-P. 1. 1. 2. 2. 1. 3». 9. 32. I. Bayer. I. Bayer. II. IV. XI. IX. 2». Württembg. L.-R.-P. 2. II. XII. X. XIV. VII. VII. X. I. 4. 2. 7». 5. 6. 4. 4. 4. X. 10. X. L.-R.-P. 1. L.-B.-P. 3. 8. X. X. VI. II. X. X. 5. 4. 4. 1. X. 5. VII. 7*. XIV. 10. 5. V-4. 6. 5. IL I. II. Bayer. XII. I. L.-B.-P. 1. XII. L.-E.-P. 3. I. H.-F.-Sp. 2. Bayer. H.-F.-Sp. 3. Bayer. 7. VII. L.-R.-P. 1. V. 12. I. 6 2 . IV. L.-R.-P. III. 2. VIII. 8. G. 8. IV. 1. I. 10. I. 27. 8. bis 3.10. 70 18. 8. bis 27.8 70 6. 6. bis 18. 9. 71 6.1. bis 30. 6 71 19.11.70bis5.1.71 23.3. bis 11.6. 71 1911.bis21.ll.70 19. 2. bis 5. 3. 71 16.9. bis 14.12.70 24.1. bis 30.3. 71 22.3. bis 2. 6. 71 22. 3. bis 3. 6. 71 10.12.70b.l5.3.71 18.12.70b 26 3.71 16.1. bis 7.3.71 26.3. bis 13.6. 71 31.1. bis 3. 2. 71 14.11. bis 6.12.70 15.11. bislO.12.70 6.12.70bis31.1.71 10.12.70b.l3.4.71 20.3. bis 19.6. 71 19. 6. bis 7. 8. 71 4.10. bis 22.10.71 22.10.71 b.3.11.72 3.10. bis 2.11. 70 2.11.bisl5 11.70 3.12.70bisl5.3.71 2.12. bis 5.12. 70 31.8 bis 2.11. 70 1 9. bis 17. 9. 70 19.9.70bisl0.3.71 bezw. 19.3. 71 21. 5. bis 24 7. 71 30. 8. bis 20.11 bezw. 9.12. 70 lS.12.70bis5.3.71 5.12 70bis4.3.71 11.9.bisl7.11.70 15.8. bis 13.10.70 1 12.70bis28.4.71 15.8. bis 20 8. 70 22. 8. bis 23.9. 70 13.12 70b.20.371 2411.70b.l2.3.71 20. 3. bis 5. 6. 71 5. 6. bis 16. 6. 71 16.6. bis 21.6. 71 20. 6. bis 13.9. 71 Ort der Etablirung Connerre . . . . Conflans en Jarnisy (Jons Lagrandville Corbeil..... Corbeil (St. Germain) . . . . Cormeilles enParieie Cornv..... Le Coudray Chäteau Coulommiers . . . Courban . . . . Courcelles Chaussy Courcelles sur Nied Courtivron . . Cravant (Ferme Our- cieres) . . . Creil .... Crepy Chäteau . Crepy en Valois Creteil .... Croissy Beaubourg Croix de Bernis Cngny .... St. Cyr .... Baigny .... Bammartin . . Dammerkirch Dehne . St. Die . Diedenhofen Bieffenbach Bieulouard Dijon . . ^ -C -t woselbst die Etablirung erwähnt ist 4 6 6 6 6 6 6 10 10 4 6 6 10 10 3 9 10 4 10 6 6 6 8 6 5 6 10 7 10 10 6 2 4 7 VIII. III. VII. VII. V. V. V. III. V. V. u. VII. iL III. II. II. VI. VIII. III. V. V. V. VII. V. IV V. VI. III. VII. I. VI. VI. Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps 8 2 . IX. (bezw. XIII.; 9. IX. (bezw. XIII.; 9. III. 7. VII. L.-R.-P. 3. I. 6. I-Bayer 10. I.Bayer H.-F.-Sp. 4. Bayer A.-F.-Sp. 1. Bayer 2. VI. 2. IV. 4. VII. L.-R.-P. 1. VIII. L.-R.-P. 1. VII. 4. XL H.-F.-Sp. 5. Bayer 3. IL Bayer 3. X. 10. VIII. 9. VIII. L.-R.-P. 3. VIII. L.-R.-P. 2. bezw. 3. VII. L.-R.-P. G. L.-R.-P. 2. III. L.-R.-P. 3. VIII. 101. IL 1. 1. 7. 4. 11. 6. 3. 8. 4. 1. 9. L.-R. 2. 10'. 10. 10. L.-R, 3. 8. 7. 3. V >/*3. 5. 2. 6. XI. G. IV. VII. G. I. Bayer Württembg. II. Bayer. I. VI. G. -P. 3. G. VIII. VIII. VIII. -P. 3. IX. IL VII. . u. 12. V. G. Badisches Badisches XIV. IV. VII. Bauer der EtabliruiiT 10. 11 15 19. 28. 23. 1. bis 9.3.71 . 1. bis 6.2.71 9. bis 29.10.70 .1. bis 28.1.71 1. bis 12.2.71 9. bis 12.10 70 .9. bis 12.10.70 12.10.70b.lU71 26 12 10.70bis9.iTl 21.5 bis 31.5.71 20. 5. bis 10 6.71 1.9. bis 5.9.70 20.8. bis 6.9.70 22.8. bis 29.10.70 18.10.70b.21.2.71 5.10. bis 7.10.70 14.3. bis 2.6.71 1.5. bis 20.5.71 15.8. bis 18 8.70 15. 8. bis 4.11.7« 4.11.bis23.12,70 10.ll.70b.15.4Jl 22.8. bis 27 8.70 27.8. bis 9.9.70 9. 9. bis 22.9.70 17.1. bis 18.1. il 8.12. bis 17.12.70 13.3. bis 5.6.71 4.6. bis 10.6.71 29.9.bisl6.11.70 13. 3. bis G. 6.71 2.2. bis 20.9.71 1.12.70bisl5.2.71 19. 9. bis 25 9.7» 19.1. bis 20.1.71 6.10.70bis3.3.71 1 9. bis 7.9 .7« 20.10.70 bWU.il 6.4. bis 4 6.71 5.1. bis 29.1.71 29.1. bis 30.4.7 12.10. bis22.ll.7J 22.11.bis29.13.78 20.5. bis 23 6.71 21.10 71b.22.472 1.1. bis 16.1.71 6. 8. bis 12.8.10 16.8. bis 19.8. 15.ll.70b.191M 27.11.70b.31-1.71 12.12.70b.ll.l.71 Beilagen zu B: Ort der Ktablirui Dijon St. Dizier Dole . Dom le Mesnil Donchery Domont Donchery . Doncourt en Jar Donlainconrt Douzy . . Draveil . . Dury . . Eiiiilioiiue . Eeouen . . Elsasshausen Eiighien Emiery . . Epernay . Epinal Epinay sur Org Essiguy le Grai Etain . . Beilagen zu Hau,] i ,v. XIII v. XIII.) I. I. 3. I. I.Bayer I. Bayer. : . Bayer. . Bayer. I. 7. I. . VIII. . VII. I. >. Bayer. 1. Bayer. K. I. I. i. VIII, !. bezw. II. 3. 2. III. (. VIII I. X 3. 7. I. G. I. Bayer. rttembg. [I.Bayer I. I. e. 3. e. ii. ii. ii. 3. \. [I. ir. 12. G. lisches Tisches V. IV. VII. V. 10.1. bis 9.3.71 11.1. bis 6.2.71 15.9. bis 29.10.70 19.1. bis 28.1.71 Li. bis 12.2.71 23.9. bis 12.10.70 26.9. bis 12.10.70 12.10.70b.lUTl 1210.70bis9.4.71 21.5 bis 31.5.71 20. 5. bis 10 6.71 1.9. bis 5.9.70 20.8. bis 6.9.70 22.8. bis 29.10.70 18.10.70b.21.2.71 5.10. bis 7.10.70 14.3. bis 2.6.71 1.5. bis 20.5.71 15.8. bis 18 8.70 15. 8. bis 4.11.7« 4. Il.bis23.12.il) 10.ll.70b.154.71 22.8. bis 27 8.70 27.8. bis 9.9.70 9. 9. bis 22.9.70 17.1. bis 18.1. Ti 8.12. bis 17.12.70 13.3. bis 5.6.71 4.6. bis 10.6.71 29.9.bisl6.11.70 13. 3. bis 6. 6. (1 2.2. bis 20.9.71 1.12.70bisl5.2.71 19.9. bis 25 9. H 19.1. bis 20.1.71 6.10.70bis3.3.71 1. 9. bis 7.9.71' 20.10.70biA4.il 6.4. bis 4 6.71 5.1. bis 29.1.71 29.1. bis 30.4.71 12.10. bis22.11.70 22.11. bis29.12.7l) 20.5. bis 23 6.71 21.10 71 b.22.4.72 1. 1. bis 16.1.71 6. 8. bis 12.8.70 16.8. bis 19.8.70 15.ll.70b.19.2-71 27.11.70b.31.171 12.12.70b.ll.LB Beilagen zu Band I. Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. 175* Ort Jer Ktablirung -■S.H 3 N ^=j s a o SCQ J* t. fc£ *•"• woselbst die Etablirung erwähnt ist Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps Dauer der Etablirung Dijon St. Dizier Dole . Dom le Mesnil bei Donchery . . . Domont . . . . Poachery . . . . Doncourt en Jarnisy Doalaincourt. . . Donzy ..... Draveil . . . Dury . . . Eauboiine . . Eeouen . . . Elsasshausen . Enghien . . Emiery . . . Epevnay Epiual Epinay sur Orge Essigny le Grand Etaiu .... 10 10 10 7 7 10 10 2 6 4 4 6 10 VI. VI. 5 IV. 6 V. R IV. 4 10 5 6 V. 8 VII. 6 V. 10 6 V. I. V. III. III. VII. 7 VI. 10 6 V. 8 VII. 5 : IV. 4. 3. 5. 4. 7. 2. 3. 1. 8. 12. II. VII. II. IL II. IX. Badisches Badisches II. II. Vl3. Württembg. 7. IV. 12. XI. 10. XL Vs3- Württembg. 3. G. 2. III. 1. Hessisches l 2 . Württembg. 9. XIL 11. XII. 12. XII. L.-B.-P. 3. XII. 11. I. Bayer. 6. VIII. 5. IV. 11. IV. 3. IV. 2. G. 9. XL 2. IV. 10. X. 1. VII. 11. I. Bayer. 8. III. L.-R.-P. 1. XIII. L.-R.-P. 1. II. L.-B.-P. 1. G. 8. xrv 4. Badisches L.-R.-P. XIV. 3. Hessisches 1. VII. 3. Hessisches 10. II. 6. VI. 4. VI. 11. VI. 6. VIII. L.-R.-P. 3. VIIT. 12. III. 4. 2. bis 12 3. 71 14.2. bis 14. 3. 71 19.2. bis 9.5.71 22.4. bis 27.10.71 10.5. bis 18. 6.71 29.3. bis 18.5. 71 1. 2. bis 18. 3. 71 21.2. bis 16.3. 71 16.3. bis 21.10.71 18.3. bis 30.3. 71 3. 9. bis 15. 9. 70 6.10.70bis9.2.71 1. 9. bis 10. 9. 70 bezw. 22. 9. 70 4.9 bis 3.11.70 3. 9. bis 18. 9. 70 18.8. bis 31.8. 70 11.9. bis 29.10.70 29.3. bis 27. 5.71 29. 5. bis 8. 6. 71 1. 9. bis 30. 9. 70 1. 9. bis 8.10. 70 1.9. bis 16.10. 70 2.10. bis 12.12.70 21.1. bis 12. 3. 71 1.12.70bis8.1.71 27.9.70 bis 2.3.71 2. 3. bis 10.3. 71 24.9. bis 14.10.70 14.10.70b. 9.3.71 8. 8. bis 15. 8. 70 30.11. bis 2.12.70 4. 9. bis 5.11. 70 2.11.bis31.12.71 16.9. bis 3.10. 70 23.5.71b. 28.4.72 11.3. bis 5.4.71 11.3. bis 13.5. 71 13.5. bis 21.5. 71 23.11.bis 1.12.70 13.10. b. 15.10.70 1.12.70 b. 14.1.71 25.3. bis 14. 4. 71 14.4. bis 13.5. 71 13.5. bis 22. 6. 71 21.6.71b. 27.7.73 27.9.bisll.l2.70 2 Sektionen seit 14.10. 70 allein 9.11.70 b.17.2.71 12.12.70b.28.2.71 19.1. bis 1.2.71 1. 2. bis 9. 3. 71 28.8. bis 30.8. 70 Ort der Etablirung lE * ^^ woselbst die Etablirung erwähnt ist Etain Etampes . . . Ltis Etangs . . Etiolles und Soisy sur Etiolles . Etzling .... Evreux .... Evry sur Seine . Le Paubourg de Mouzon . . . La Fere . . . Ferme la Huril In La Pourche . Ferneres . . . La Perte Bernard La Perte Milon LaFerte sousJouarre Fismes .... Pleignenx . . . Fleury .... Floing .... Fontaineblean . Porbach . . . Porsthaus zur TTaardt . . . La Fourche . . Frenois .... Fresnay sur Sarthe Pröschwiller . . . St. Germain en Laye St. Germain les Corbeil . . . . Gien..... La Girardrie . . Giromagny . . . 9 10 3 3 3 4 4 6 3 9 6 6 10 9 6 9 6 6 10 6 6 5 4 5 10 3 9 5 10 2 6 6 10 7 9 7 VII. VIII. TT. III. III. V. H.-P.-Sp. 5. Bayer 11. 6. III. VII. 7. IX. bezw. XIII. V. 10. VT. V. L.-R.-P. 3. II. vir. vin. V. VITI. V. u. VII. V. VII. VII. V. III. IV. VII. II. VIII. rv. VIII. i. v. V. VI. VIIT. VI. Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps 1 >auer der Etablirune L.-R.-P. 3. G. 5. VIII. L.-R.-P. 1. VIII. 9. VI. 7'. HI. 1. T. 3. I. 10. I. 9. I. L.-R.-P. 2. bezw. 3. VII. 7. I.V. L.-R.-P. 3. IV. 9. XI L L.-R.-P. 3. XII. 9i. XI. 6 ä . Württembg. 6'. Württembg. 8'. IX. bezw. XHI. 7. xn. 62. 8. L.-R. 7. 1. 6. 7. 9. 8. 9. 4. L.-R.- 2". IV. IL Bayer -P. 1. G. XTI. V. VIII. XL V. XL XI. III. P. 3. IX. XI. 9 2, XL II. Bayer. IV. 2. Württembg. 2. XI. 3. VT. 2. VI. 10. V. 8. III. 8. XIV. 1.9. bis 31.10. 70 12.11. b. 27.12.70 27.12. b. 29.12.70 21.10.70 b. 7.3.71 15.3. bis 19.3. 71 14.8. bis 2.11. 70 15.8. bis 19.8. 70 15.8. bis 18.8. 70 2. 9. bis 4.11. 70 10.11.70b.l3.1.71 9.10.70bis4.3.71 8. 8. bis 13. 8. 70 26.1. bis 4.3. 71 9.10. bis 7.12. 70 7.12.70bis5.3.71 31.8. bis 17.9. 7(1 24.9. bis 10.10.70 3. 5. bis 1. 6. 71 31. 3. bis 3. 5. 71 14.1. bis 21.1.71 12.10. b. 16.10.70 13.10.70b.18 2.71 9.1. bis 25.2.71 3.10. bis 5.10. 70 5.10. bis 22.10.70 16. 3. bis 9. 6. 71 13.11.b.31.12.70 14.9. bis 13.11.70 1.9. bis 14.9.70 4.10. bis 6.10. 70 1.9. bis 22.9.70 1. 9. bis 10. 9. 70 2. 9. bis 11. 9. 70 3. 9. bis 5.10. bezw. 3.11. 70 19.3. bis 23.3. 71 4.11.bis31.12.70 4. 8. bis 5. 8. bezw. 10. 8. 70 7.1. bis 21.1. 71 2. 9. bis 16. 9.70 1.3 bis 7.3. 71 8. 8. bis 9. 8. 70 11.11.70bis8.3.71 20.10.70b.22.2.71 21. 5. bis 31.5. 71 18. 2. bis 9. 3. 71 11.1. bis 15.1. 71 8.12. 70 bis 2.1. bezw. 15.1.71 176* Üebersicht der Thätigkeit der teldlazarethe etc. Beilagen zu Band 1. Ort der Etablirnng ^ ie so SJ5 M g CS |m woselbst die Etablirnng erwähnt ist Giromagny Givonne Gondreville Gonesse Gorze Goudron bei Bean- niont..... Gournay . . . . Grand l're . . . Grand Serancourt La Grange . . St. Gratien . . Gravelotte . . Gray. Grosnes . . Gnignicourt . Guillaume Bois Guise . . . Gunstett . . Habonville Hagenau 10 4 10 7 6 8 8 10 2 IV. VT. V. TIT. TIT. TIT. ITT. IV. VII. IV. VII. VII. VIT. V. VIT. ITT. VI. VI. VI. VI. VI. VI. VII. VIT. VIT. I. III. J 'j2. Badisehes 4. G. 2. G. 9. IX. 5. G. 4. G. 12. G. L.-R.-P. 3. G. L.-B.-P. 1. TV. 8. VI. 5. in. 7. III. 2'. VIII. L.-E.-P. TT u. TU Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps li. 6. 11. TV. T. V. 11. 10. 2. 1. 2. 11. 1. 2. 4. 12. 1. 2. 4. 4. 7. 2. 4. 1. 7. 10 \ 3. li. 7. 12. 1. IX. I. I. II. I.Bayer VIII. VIII. VIII. VIII. VIIT. II. II. II. VIT. VIII. VII. 4. Badisches 4. Badisches V. V. V. VI Tl. Hessisches I. VIII. XII. Badisches 2. (i. 9. G. 11. G. 10. II. 7*10. II. L.-R-P. 3. XI. 6. Württembg. 4. Badisches Dauer der Etablirnng 9.1. bis 14. 3. 71 2. 9, bis 4.10. 70 1. 9. bis 8. 9. 70 16. 9. bis 25.9. 70 21.9.70bis21.2.71 30.10.70 b.22.2 71 21. 2. bis 8. 6. 71 26.11.70b 28.2.71 26.11.70b.28.2.71 26. 6. bis 13.9. 71 16.8. bis 7. 9. 70 16. 8. bis 5.11. 70 16. 8. bis 4. 9. 70 19.8.bisl2.11.70 30. 8. bis 7.9. 70 4.12.70bis28.1.71 30 8. bis 11.10 bezw. 4.11. 70 16.11.bis20.11.70 20.11.bis4.12.70 19.1. bis 10.3. 71 19.11.70bis5.1.71 6.1. bis 30. 6. 71 23.12.70bis6.1.71 18. 8. bis 20.8. 70 18. 8. bis 31.8. 70 18.8. bis 23.9. 70 19. 8. bis 21.8. 70 18.8. bis 7.10.70 19 8. bis 27.8. 70 19. 8. bis 23.8. 70 19. 8. bis 24.8. 70 24.8. bis 26.10.70 19. 8. bis 24.8.70 28.10. bis28.12.70 3.2. bis 19. 3. 71 19.3. bis 31.3. 71 1. 4. bis 20. 5. 71 1.4. bis 7. 6. 71 3.1. bis 29.1. 71 22.12.70b.l0.1.71 16.ll.bis21.ll.70 7.12.70bisl0.3.71 26.3. bis 31.5. 71 7. 8. bis 28. 8. bezw. 1.10.70 18. 8. bis 22.8. 70 18.8. bis 19.8. 70 18.8. bis 22.8. 70 22. 8. bis 27.8. 70 27. 8. bis 16.9. 70 5.10.bis31.12.70 27.8. bis 18.9. 70 11. 8. bis 4.10. 70 Ort der Etablirnng iJs . ® *b bot« 'S N ~ Ü «ffl *7i ^ woselbst die Etablirung erwähnt ist Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps Hagenau . . . Hagondange . . Haueoncourt . . Hayange . . . IKbecourt . . Herblay . . . Herny .... Hessange . . . St. Hilaire . . St. Hippolyte Holnon (vgl.Poeuilly) Homburg i. d. Pfalz St. Hubert . . . La Huril .... Tgny ...... niy ...... Ingwiller .... l'lsle sur le Donbs Isson..... ls sur Tille . . . Jarny..... Jeandelize . . . St. Johann—Saarbrücken .... vergl. Saarbrücken Joinville le Pont Joinville . . . Jouaville . . . Jouy aux Arches Jouy en Josas . Jnilly .... Jussey . . . Kaiserslautern Kolbsheim 6 10 4 4 4 3 4 9 6 5 3 7 10 7 4 4 6 10 10 10 3 2 I. I. TIT. III. iir. VTI. V. III. III. HL ITI. VT. I. ITI. VIII. V. IV. T. VI. VI. III. III. II. III. III. V. V. 12. VIT. 7. XIV. 6. X. 3. X. 2. VII. 6i. VIII. L.-R -P. 3. VTTT. 10. TV. L.-R.-P. VÄ VTTT 5. X. 6. VII. 2. XII. L.-R.-P. 3. TIT. 9. XIV 11. VTI. L -R.-P. 2. TIT. 12. VIII. 9. XI. 3. II. Bayer. 8. V. 41. Württembg 4-. Württembg. 10. XIV. 9. IV. 5. IT. 10. TIT. 8. IIT. 1. 4. 4. 2. 5. 3. 12. 11. 6. 2 2 . III. VII. IIT. VII. VII. VII. VII. VIII. VIII. Württembg. 2i. Württembg. 6. 5. 12. IX. Württembg. Württembg. 1. Hessisches G. G. VIII. XL XII. -1'. 3. L.-R -P. 2. L.-R -P. 3. 6. V. L.-R.-P. 3. 5. 1. 11. 11. 9. L.R.- IV. G. G. IX. 3. Badisches Dauer der Etablim 27.11.70bisl.5.71 30. 4. lüs 24.5.71 12.9 bis20.ll.7n 22.8. bisl8.ll.ro ll.ll.bisll.12.70 27.11.bis24.12.7ll 8.1. bis 27.1.71 12.11.70bis9.2.71 10.10. bis 5.11.70 4.10. bis 2.11.70 2.11. bis G. 11.70 23. 8. bis 26.9.70 26.9.bislO.11.70 21.10. bis 2.11.70 19.1. bis 5.2.71 10. 9. bis 22.9.70 19.8. bis 21.8.70 7.1. bis 21.1.71 2.11.70bis24.2.71 2. 9. bis 10.9 7(1 10. 8. bis 18.8.70 15.8. bis 20.8.70 5. 2. bis 10 3.71 15.3. bis 26.3.71 24.1. bis 17.2.71 10.9.bis29.10.70 11.10. bisl9.10.IO 6. 8. bis 14.8.70 6. 8. bis 8.8.70 7. 8. bis 12. S. 711 6. 8. bis 8.8.70 7. 8. bis*. 8 70 7. 8. bis 22.8.70 7. 8. bis 23.8.7« 11,8 bis 24.8.7« 11. 8. bis 24.8.7« 3. 2. bis 11.3.71 10.2. bis 11.3.71 31. 3. bis 18.5.71 2. 6. bis 8.6.71 9. 6. bis 15.6.71 28. 8. bis 30.9.7« 18. 8. bis 28.8.7« 18. 8. bis 24.8.7« 15.9.bisl8.11.7« 15.10.70b.27.2.71 2.11. bis 1.12.7« 2.11.bis23.11.7« 1.12.70bis7.3.!l 7.3. bis 2.4.71 4.4. bis 20.5.71 7. 8. bi> 2.11.7'' 25.8. bis 5. in. bezw. 26.10.7« Beilagen zu 1 Ort der Etablin Lagny Lamecourt Langenkandel Laon . . . Landonvillers Lauvallier. . Lembach . . Levier . . . Liancourt . . Lichtenberg . Lionville . . Logne vergl. . Longeville Longjumeau . Longnyon . . Lons le Sauin Lorry . . . Louvres . . Le Luat Chat Lumeau . . Luneville . . Lure Maasmünster . Mailly (seit 3 auch Mardig Maintenon Maizery . . Malesherbes . Malgrange, Co la (vergl. Ni Malmaison Le Maus Sauitäts-Berich Beilagen zu Band 1. Dauer der Etabliriin» VTTI. YTTT TIT. 27.ll.70bisT_5.71 30. 4. bis 24.5.71 12.9 bis20.ll.IO 22.8.bisl8.T1.70 ll.ll.bisll.13.70 27.11.bis24.12.7il 8.1. bis 27.1.71 12.11.70bis9.2.71 10.10. bis 5. IT. 70 4. T0. bis 2. TT. 70 2. TT. bis G. 11.70 23. 8. bis 26.9.70 26.9. bis T0. TT. 70 2T.TO.bis2.T1.70 19.1. bis 5.2.71 10. 9. bis 22.9.70 19.8. bis 21.8.70 7.1. bis 21.1.71 2.1T.701)i>24i.71 2. 9. bis 10.9 70 10. 8. bis 18.8.70 15.8. bis 20.8. In 5. 2. bis 10 3.71 15.3. bis 26.3.71 24. T. bis 17.2.71 TO.9.bis29.10.70 1110.bisl9.iaW i;. 8. bis 14.8.70 6. 8. bis 8.8.70 7. 8. bis 12. S. Tu 6. 8. bis 8.8.70 7. 8. bis S. 8 70 7. 8. bis 22.8.70 7. 8. bis 23.8.70 11,8 bis 24.8.10 11. 8. bis 24.8.70 3. 2. bis IT. 3.71 10.2. bis TU.il 3T. 3. bis IS. 5.71 "2.6. bis 8.6.8 9. 6. bis 15.6.71 28. 8. bis 30.9.70 T8. 8. bis 28.8.70 T8. 8. bis 24.8.70 T5.9.bisT8.T1.70 15.iO.70b.271B 2. TT. bis 1.12.70 2.11. bis 23.11. i« 1.12.70bis 7.371 7.3. bis 2.4.71 4.4. bis 20.5.71 7.8. bis 2.11.» 25.8. bis 5.10. bezw.26.10.iO Beilagen zu Band I. Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. 177* 3 L. Bezeichnung "=.2 * ^ 3 ö Bezeichnung Ort des Lazareths Dauer Ort Im 3 u des Lazareths Dauer ^Un ^rS nach Nummer ^1. tj *& ® nach Nummer der Etablirung "•f.-8 ^D und der Etablirung der Etablirung ■<£h3 " -8 und der Etablirung woselbst die woselbst die Etablirung Armeekorps Etablirung Armeekorps erwähnt ist erwähnt ist 6 V. T. Württembg. 20.9.70bis25.3.71 Marange (seit 19.10. H.-P.-Sp. 3. Bayer. 4.12.70bisl7.6.71 mit Pierrevillers) 4 in. 9. X. 2T.8.bis29.TT.70 L.-R.-P. 3. XII. 21.12.70b.21.3.71 St. Marcel .... 4 in. T2. III. 2T. 8. bis 23.8. 70 TO 3. XL 16. 6. bis 21.9.71 Marcelcave . . . 8 VII. TT. VII. 27.TTbisTT.T2.70 Lamecourt . . . 5 IV. 4. IV. 1. 9. bis 7. 9. 70 8 VII. L.-R.-P. T. I. TT.T2.bisT5.T2.70 Langenkandel . . T I. TO. I.Bayer. 9.8. bis 14. 8. 70 Mardigny .... 4 III. 3. VIII. T5. 9. bis 3. TT. 70 Laon . , . . . G VII. 2 2 . IV. 10.9. bis 13.11.70 4 III. 8. VIII. 3.TT.bisT4.11.70 10 TT. XII. 23.3. bis 2. 6. 71 4 III. L.-R.-P. 3. VII. I4.II.bis 28.11.70 10 2. I. 3. 6. bis 17. 9. 71 Mariaville (Perme 2. I.Bayer. 18.9. bis 20.10.71 bei Mars la Tour) 4 III. 2. X. 16. 8. bis 27.9. 70 bezw. 1.12. 71 Ste.Marie auxChenes 4 III. 7. G. 18. 8. bis 2. 9. 70 Undonvillers . . 4 III. 2. I. 3.10. bis 10.11.70 4 III. 6. G. 19. 8. bis 2. 9. 70 L.-R.-P. VII. 10.11.70b,15.2.71 4 III. 8. G. 20.8. bis 26.8. 70 Lauvallier .... 3 II. 2. I. T5. 8. bis 19.8.70 4 III. 2. XII. 18.8. bis 22.8. 70 Lembacli .... 2 I. 4. II. Bayer. 9 8. bis 10 8. 70 4 III. 5. XII. 18. 8. bis 2. 9. 70 Levier ..... 7 VI. 4. VII. 4. 2. bis 16. 2. 71 4 III. 6. XII. 18. 8. bis 2. 9. 70 Liancourt .... 10 4. IV. 8. 4. bis 6. 6. 71 L.-R.-P. IX. 2.9. bis 27.11. 70 Lichtenberg . . . 3 I. 4*. Württembg. 10. 8. bis 13.8.70 L.-R.-P. 3. X 2. 9. bis 27.11. 70 Lionville .... 10 3. Württembg. 18. 5. bis 1. 6. 71 Markolsheim . . . 7 VI. TO. XIV. 16 lO.bis 12.11.70 Logne vergl. Ay . 4 III. TT. X. 12.9.bis26.11.70 Marie..... TO 2. XII. 24.3. bis 31. 5.71 Longeville . . . 4 TU. 7. VII. T.TT.bis2T.T2.70 Mars la Tour . . 4 III. TO. III. 17. 8. bis 2.9. 70 Longjumeau . . . 6 V. 4. IL T8.11.70bis6.1.71 4 III. 2. IX. 17.8. bis 21. 8. 70 Longuyon .... 6 10 VII. L.-R.-P. 3. I. TO. VII. 28.1. bis 5. 3. 71 15.4. bis 22.5 71 St.Martin vergl. Bau 4 HL L.-R.-P. T u. 2. X. 27.9. bis 6.11. 70 Lons le Saulnier . 7 VI. 10 L II. 12.2. bis 28.2. 71 St. Martin. TO 2 . II. 28 2. bis 8. 6. 71 Marville .... G VII. 2. VII. I5.I2.bis 18.12.70 Lorry ..... Louvres .... 4 III. 8. II. 8.10.bis20.11.70 6 V. T2. IL Bayer. 21. 2. bis 7. 3. 71 6 V. 8. G. 28.9.70bis22.2 71 6 V. 8. IL Bayer. 13 10.70b.20.2.71 Le Luat Chäteau . ß V. 10. GL 11.11.70b.l0.2.71 6 V. - 2 1 . Württembg. 30.9.70bis8.2.71 Lumeau .... 9 VIII. 3. XIII. 4.12. bis 29.12.70 6 V. 2-. Württembg. 15.12.70bis2.2.71 3 2 . XIII. 2912.70b.l7.2.71 6 V. TT. XII. 19 10.70b.l0.3.71 Luneville .... 5 VI. L.-R.-P. T.,2.,3.VI. 22.8.70bisll.7.71 G V. 2. XII. 29.T0.70bis7.3.7T 6 VI. 6. IL 11.11 70b.31.3.71 6 V. L.-R.-P. 2. XII. 4. 2. bis 2. 4. 71 10 2. vn. 1.4. bis 31. 5. 71 TO T. XL 23.3. bis 22.9. 7T IL X. 1.8.71bis21.3.72 Mecleuves .... 4 III. T2. IX. T0. 9. bis 16.9. 70 7 VI. 4. Badisches 23.1. bis 30.1.71 4 III. TT. VII 27.8. bis 4.10. 70 3. Badisches 9. 1. bis 10.1. 71 Melun..... TO VII. TO. I.Bayer. 18.3. bis 17. 5. 71 G. XIV. 4.1. bis 11.1. 71 TO T2. VT. 18.5. bis 30. 5. 71 10 3. V. 25.3. bis 19.5.71 St. Menehould . . 8 VII. 1. VIII. 12.11.70bis4.1.71 Maasmünster. . . 7 VI. L.-R.-P. XIV. 21.1. bis 31.1.71 8 VII. L.-R.-P. T. VIII. 4. 1. bis 10. 1. 71 Mailly (seit 3. TT. auch Mardigny) . 4 TU. 8. VIII. 3.10. bis 14.11.70 St. Menges . . . 5 TV. 6. V. 7. V. 1.9. bis 16.10.70 1. 9. bis 12. 9. 70 Maintenon . . . 9 VIII. 7. IX. bezw. XIII. 29.12.70b.l7.1.71 4 III. 9. VII. 15.11.bis8.12.70 Maizery .... 3 II. L.-R.-P. T. I. 5. 9. bis T2. TT. 70 4 III. T2. VIII. 8.12.70bis24.1.71 Malesherbes . . - 9 VIII. 6. IX. 3.12.70bisl8.1.71 Metzervisse . . . 4 III. 3 2 . Hessisches 16.10.bis30.11.70 10 7*. III. 16.3. bis 19.3. 71 Meung sur Loire . 9 VIII. T. XTII. 7.12. bis 21.12.70 Malgrange, College 9 VIII. TT. I.Bayer. 11.12.70bis 8.1.71 la (vergl. Nancy) 5 IV. II.-P.-Sp. 3. Bayer. 11.9.bisl7.11.70 9 VIII. L-R.-P. T. XIII. 23.12.70b.16 2.71 5 IV. H.-F.-Sp. 2. Bayer. 5 12.70bis4.3.71 St. Mihiel .... 5 VI. L.-R.-P. 2. XII. 28.8 70bisl3 1.71 Malmaison . . . 4 IV T. III. 9. 9. bis 28. 9. 70 Mirebeau sur Beze 7 VI. T. Badisches 30.10. bis 1.11.70 4 III. 1 III. 25.10.bis 29.10.70 Mirecourt .... TO 4. TX. 17. 5. bis 14. 6.71 4 III. 6. IX. 28. 9. bis 3.11. 70 Mitry..... 6 V. 6. G. 21.9.70bis8.3.71 Le Mans .... 9 VIII. 3. III. 13. 1. bis 8.3. 71 TO L.-R.-P. 2. G. 8. 3. bis 28. 5. 71 9 VIII. 3. X. 14. 1. bis 8.3. 71 La Moncelle. . . 5 IV TT. G. 1. 9. bis 8. 9. 70 9 VIII. 12. X. 21. 1. bis 8.3. 71 5 IV. 9. IV. 1. 9. bis 2.10. 70 Sanitäts-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. Beilagen zu Bd. 1. 23 .IHB 178* Uebersioht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. Beilagen zu Band] Ort der Etablirung „4I-* «.3» ■=.2 » 0) "E -« bßbß 3 "Va Im o :n J2 h IIa *g woselbst die Etablirung erwähnt ist Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps Dauer der Etablirung La Moncelle . . Mondelange . . Montargis. . . Montbeliard . . Montfermeil . . Mont Huchet. . Montier en Der. Montiere .... Montigny la Orange Montigny le Roi . MontignylesCormeil Montigny les Metz . Montlignon . . . Montmirail . - . Montmorency (Enghien) . . . MontoislaMontagne Montoy..... Monvilliers Chäteau Morainval Chäteau bei Heilles . . Moreuil .... Morsang (Le Cou- dray Chäteau) Morsbronn . . . Morvillars.... Mosbach . . . . Mouchard .... Mouchy . . . . Mourmelon . . . Moussy le Vieux . Mouzon (Paubourg) (Poncay) . (Paubourg) Moyeuvre la Grande Mülhausen Nancy..... vergl. Malgrange „ Bonsecours 4 7 9 7 10 10 6 10 10 10 4 4 7 6 4 4 6 6 6 4 3 3 5 10 2 7 2 7 10 6 6 5 5 5 4 4 4 7 7 10 5 5 5 6 10 10 III. VI. VIII. VI. V. III. III. VI. V. III. III. V. VII. V. III. IL II. IV. VIL V. I. VI. VI. VII. V. IV. IV. IV. III. UI. III. VI. VI. VI. L.-R, L.-R. 7. 10». 4. 6. 112. 12. 92. 2 2 . 2 1 . 1. 5. 4. 7. 11. 8. L.-R 8. 10. P. 3. XII. P. 2. IV. X. IL X. XIV. V. XL I.Bayer. Württembg. Württembg, IX. IX. Hessisches VII. IV. VII. -P. 3. VIL IV. V. Ort der Etablirung 2. IV. 12. III. 6. I. L.-R.-P. 1. I. 10. I.Bayer 3 1 . 5. IV. I. 4. XL 5. VI. 8. XL 8. XIV. H.-P.-Sp. 4. Bayer. 12. IL 3*. IV 10. XIII. 12. G. 7. IV. 11. IV L.-R.-P. 3. IV 6. Hessisches] 4. I. 8 1 . VII. 10. VIH. L.-R.-P. 3. XL 8. XIV. L.-R.-P. XL H.-P.-Sp. 3. Bayer H.-F.-Sp. 2. Bayer 4. IX. 7. X. 3. VII. 2.10. bis 10.10.70 10.10 bis 31.10.70 10.10.bis 14.10.70 7. 1. bis 20. 2. 71 18.11.bis30.12.70 19.1. bis 15.3. 71 5. 4. bis 20. 5. 71 4. 6. bis 21.9. 71 2.10. bis 7.10. 70 23. 5. bis 1.6. 71 17. 5. bis 1. 6. 71 31. 3. bis 5. 5. 71 23.8.bis30.10.70 24.8. bis 10.9. 70 11. 2. bis 9. 3. 71 11.10.70bis2.3.71 1.12. bis 27.12.70 27.12.70 b.12.3.71 1.10.70bis9.2.71 12.9.bis22.11.70 30.11. bis 2.12.70 27.9.bis31.10.70 15.8. bis 18.8.70 18. 8. bis 5. 9. 70 2. 9. bis 14 9. 70 23.3. bis 11.6. 71 28.11.70b.ll.3.71 18.10.70b.21.2.71 2.12.70bis9.3.71 8. 8. bis 16. 8. 70 3. 1. bis 28. 2. 71 bezw. 6. 3. 71 29. 7. bis 22.8. 70 26.1. bis 10.2.71 3. 4. bis 4. 6. 71 25.9.70bis23.2.71 7.10.70bisll.2.71 31. 8. bis 17.9. 70 31.8. bis 17.9. 70 24.9. bis 10.10.70 30. 8. bis 4.10. 70 18.10.bis 13.11.70 12.11.bisl4.11.70 1.12.70bis5.1.71 5. 1. bis 1. 5. 71 21.4. bis 24.5. 71 1.9.70bisl2.7.71 11.9.bisl7.11.70 13.9.70bisll.4.71 17.11.70b.l0.4.71 23.3. bis 8. 4. 71 1.4. bis 31. 5. 71 Nancy Nangis .... Nanteuil le Hau douin . . . Nemours . . . Nesle .... Neudorf . . . Neufchätean . . Neuf Chätel snr Aisne . . . . Neufville (Raon l'Etape) . . . . Neuilly St. Front . Neustadt an der Haardt . . . . Niederbronn . . . Nogent le Bernard Nogent le Rotrou . Noisiel..... Noisseville . . . Nouilly . . . . Noveant . . . . woselbst die Etablirung erwähnt ist Noyon Nuits Orgeres Oriocourt (Dehne] Orleans (Ormes) 10 10 10 10 10 10 10 10 10 10 6 6 9 8 3 7 7 10 6 6 7 6 6 6 2 10 9 6 6 3 3 3 4 4 4 4 4 4 8 7 9 4 9' 9 9 9 9 9 Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps VII. V. V. VIII. vn. IL VI. VI. VII. V. VI. V. V. V. I. I. VIII. V. V. IL IL IL III. III. III. III. III. III. VII. • VI. VIII. III. VIII. VIII. VIII. VIII. VIII. VIII. 5. 6. 7. 1. 12. 11. 7. ■ ^^ L.-R.-P. 2. 3. VI. VII. VII. VII. X. X. X. X. X. VII. 21. IV. L.-R.-P. 1. 12. in. 4. 1. i/2Ö. VII. Theil von 7. L.-R.-P. 2IX. 2. IX. IV. VII. Dauer der Etablirun» 12. L.-R. G. -P. 1. G. 3. Badisches li. G. 9. G. L.-R.-P. 2. G. L.-R.-P. 3. XII. H.-P.-Sp. 5. Bayer. 9. IV. 92. XL 41. Württembg. 42. Württembg. 8. I. 7. I. 11. I. 7. IL L.-R.-P.2.U.3.VIII. L.-R.-P. 2. VII. L.-R.-P. 3. vn. L.-R.-P. 1. u. 3. II. L.-R.-P. 2. IX. 3. I. 2. VII. 2. I.Bayer. 10. VIII. 5. 5. 9. 9. 10. I. Bayer. XL XI. I.Bayer, I. Bayer I. Bayer 8. 4. bis 1. 5.71 11.4. bis 7. 6.71 11.4. bis 8. 6. 71 3. 6. bis 28. 6.71 7. 6. bis 26. 6.71 8. 6. Mb 24. 6.71 16.6. bis 29.7.71 28.6. bis 20.7.71 1. 6. bis 3. G. 71 18.3. bis 14.6.71 18.9. bis 4.10.70 4.10.70bis24.3.71 2O.ll.bis23.11.70 28.1. bis 30.1.71 8. 8. bis 12. 8.70 5. 2. bis 4. 4.71 18.12.70b.31.1.71 28. 5. bis 2. 6.71 12.9. bis 18.10.70 18.1O.bislO.11.70 10.10. bis 5.12.70 15.9. bis 30.9.70 30.9. bis 9.10.70 8.10. bis 1.12.70 8. 8. bis 5. 9. bezw. 24. 10. 70 5. 9. bis 22.9.10 1.3. bis 6.3.71 15.1. bis 21.1.71 29.9.70bisll.3.il 5.10.70bisll.3.il 15.8. bis 3.10.70 15.8. bis 19.8.70 15.8. bis 19.8.70 15.9.bisl2.11.70 20. 8. bis 6. 9.70 30.8. bis 30.10.70 23.8. bis 7.11.70 12.11.bis22.11.70 30.10. bis 4.12.70 28.1L70bis7.1fl 12.2. bis 7. 3.71 4.12. bis 18.12.70 12.1O.bis22.11.70 28.1O.bisl4.11.70 11.10.bisl4.l0.70 15.10.bisl6.11.iO 13.1O.bisl4.U70 19.12.bis2812.70 19.10.bisl4.llfl Beilagen zu 1 Ort der Etablirl Orleans. Orly. . • Ormes vergl. Oj Ormesson . Orsay . . 0urcieres(Fenj Cravant) Pagny sur M(j Palaiseau . Fange . . Parigne l'Eve^ Penehard . . Peronne . . Philippsburg Phlin vergl. M 1 Pierrevillers (Mar l'ipinville Chä vergl. Riche: Piscop . . (Le Luat Chä| Pitlnviers . La Planchette LePlessisBou< Poeuilly . Poligny . Pumponne. Poncay . . Pont ä Moussd Beilagen zu Band! ung reths )rps VII. L. IV, [. I. I. L 2IX. c. Dauer der Btablirun» VII. 1. G. lisches 2. G. !. XII. 5. Bayer, V. I. rttembg. rttembg. I. I. I. I. i.3. VIII. 2. VII. }. VII. u. 3. II. 2. IX. I. [I. I.Bayer. 8. 4. bis 1. 5.71 11.4. bis 7. C. 71 11.4. bis 8. 6. 71 3. 6. bis 28. 6.71 7. 6. bis 26. 6,71 8. 6. bis 24. 6.71 16.6. bis 29.7.71 28.6. bis 20.7.71 1. 6. bis 3. G. 71 18.3. bis 14.«, 71 18.9. bis 4.10.70 4.10.70bis24.3.71 2O.ll.bis23.11.70 28.1. bis 30.1.71 8. 8. bis 12. 8.70 5. 2. bis 4. 4.71 18.12.70b.31.1.71 28. 5. bis 2. 6.71 12.9. bis 18.10.70 18.1O.bislO.11.70 10.10. bis 5.12.70 15.9. bis 30.9.70 30.9. bis 9.10.70 8.10. bis 1.12.70 8. 8. bis 5. 9. bezw. 24. 10. 70 5. 9. bis 22.9.70 1.3. bis 6.3.71 15.1. bis 21.1.71 29.9.70bisll.3.il 5.10.70bisll.3.71 15.8. bis 3.10.70 15.8. bis 19.8.70 15.8. bis 19.8.70 15.9.bisl2.11.70 20. 8. bis 6. 9.70 30.8. bis 30.10.70 23.8. bis 7.11.70 12.11.bis22.11.70 30.10. bis 4.12.10 23.11.70bis7.1.71 12.2. bis 7. 3.71 4.12. bis 18.12.70 [I. I. Bayer. X 1. I.Bayer, I. Bayer I. Bayer. 12.1O.bis22.11.70 28.1O.bisl4.11.70 11.10.bisl4.lO.W 15.1O.bisl6.11.70 13.10. bisl4.1170 19.12.bis2812.70 19.10.bisl4.llH Beilagen zu Band I. Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. 179* Ort der Etablirung Orleans. 133 woselbst die Etablirung erwähnt ist Orly ...... (Inner-vergl. Orleans Ormesson . . . . Orsay ..... Oureieres(Fernie bei Cravant) . . . Pagny sur Moselle Palaiseau .... Fange ..... Parigne l'Ev6qne Fenchard . . . Peronne . . . Philippsburg Phlin vergl. Mailly. Pierrevillers . . (Marange) Pi]iinville Cbäteau vergl. Richemond Piscop ..... (Le Luat (Jhäteau) Pitlnviers . . . . La Planchette LePlessisBoucl Poeuilly . . Poligny . . Pomponne. . Poncay. . . Pont ä Moussoi ard 9 9 9 6 6 6 9 4 4 6 3 3 9 6 8 1 4 4 4 4 6 6 9 9 3 6 8 7 6 5 4 4 4 4 4 4 4 VIII. VIII. VIII. VIII. VIII. VIII. VIII. VIII. VIII. VIII. VIII VIII. VIII. VIII. V. V. V. VIII. III. III. V. II. II. VIII. V. VII. III. irr. in. in. v. V. VIII. VIII. ii. v. VII. VI. V. IV. III. III. III. III. III. III. m. Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps 10. I.Bayer, 6. I. Bayer. 4. III. 1. XIII. 5. Hessisches 5. IX. 9. III. 6. Hessisches 2. Hessisches L.-R.-P. 2. IX. (L.-R.-P. 2. IX.\ iL -E -P. 1. X./ L.-R.-P. 2. III. L.-R.-P. 3. IX. L.-R.-P. 3. III. 4. VI. Dauer der Etablirung 3. 2. II. II. 1. XI. 4. IX. L.-R.-P. II. 8. II. Bayer 9. VII. L.-R.-P. 3. VIII. 1. III. 5. XII. 4. VIII. 2 2 . XL 5. Hessisches 12. X. 9. X. 12. X. 1. 10. 10. 7. 6. 6. 11. 9. 4. 11. 10. 4. 7. 8. 6. 12. 21.12.70bis9.1.71 28.10.bisl4.11.70 6.12.70bisl3.3 71 5.12. bis 7.12. 70 7.12.70 bis 8.3 71 8.12.70bisl3 3.71 12.12.70b.l3.3.71 20.12.70bis5.3.71 11.12.70b.20.2.71 28.12.70b.ll.3.71 8. 2. bis 13. 3. 71 22.12.70b.l2.3.71 13.1. bis 11.3. 71 11.1. bis 11.3. 71 30.9. bis 27.10.70 2.12.70bis3.1.71 27.11.70bis3.1.71 8.12.bisl7.12.70 9.10. bis 5,11. 70 19.8 bis 10.10.70 15.11.70b.20.2.71 14. bezw. 15. 8. bis 14. 11. bezw. 7. 12 70 22.9. bis 2.11. 70 10.1. bis 20 2.71 23.9.bis30.11.70 21.1. bis 25.1.71 1.8. bis 25. 8. 70 28. 8 bis 8. 9. 70 8.9. bis 19.10. 70 19.10.bis29.11.70 20.10.bisl8.11.70 G. 10.11.70b.ll 2.71 G. 11.11.70b.l0.2.71 III. 22 11.70b.l9.1 71 III. 27.11.70bis6.3.71 I. 15.8. bis 18.8. 70 IV. 10.10.70b.lO 3.71 vir. 19.1. bis 16.2. 71 II. 10.2. bis 15.6. 71 XII. 2.12.70bisl0.3.71 IV. 31.8. bis 17.9. 70 G. 17. 8. bis 6. 9. 70 X. 17.8. bis 19.10 70 X. 17 8. bis 5 10. 70 X. 17.8. bis 2.10. 70 III. 18.8. bis 31.8. 70 II. 1.9. bis 25.10. 70 P. 2. G. 6.9. bis 26. 9. 70 Ort der Etablirung AH 1 " woselbst die Etablirung erwähnt ist Pont ä Mousson Pontarlier. . . , Pontault & Roissy Pontavert . . . . Pont d'Antony vergl. Antony. Pontoise . . . . Pontoy vergl. Verny Preuschdorf . . . St. Privat la Mon- tagne .... Provins Puiseaux . Puxieux St. Quentin Le Quesnel . . La Queue en Brie Le Raincy . . Rambervillers Rambouillet . . Raon l'Etape Raucourt . . . Reichshoffen . . Reims Remilly . . . . Remilly sur Meuse Rentilly . . . . Rethel..... 4 4 4 4 4 7 7 6 10 6 6 10 4 4 4 10 10 9 4 9 10 10 8 6 6 6 10 9 9 7 5 2 2 2 6 6 6 6 6 6 4 5 5 6 6 III. III. Hl. III. III. VI. VI. V. V. V. I. TU. III. III. VII. VIII. III. VIII. VII. V. V. V. VIII. VIII. VI. IV. I. I. I. VII. VII. VIT. VII. VII. V. IH. IV. IV. V. IV. u.VII. Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps L.-R.-P. 2 IH. L.-R.-P. 2. II. L.-R.-P. 1. G. L.-R -P. 1. IX. L.-R.-P. 1. X. 122. n. 11. II. 5. Württembg, 1. XII. 122. xir. L.-R.-P. 1. G. 9. rv. 1. V. Dauer der Etablirung 13.9. bis 5.12. 70 2.10 bis 28.12.70 11.9. bis 28.9. 70 25.10. bis 3 12.70 19.10.bis24.11.70 2. 2. bis 5. 3. 71 10. 2. bis 7. 5. 71 21.11 70b.l9.2.71 24.3. bis 30.5. 71 1. XII. 11. X. 11. III. 4. HI. 5. VI. 10. VI. 8. X 12. III. 5. VIII. 8. XII. 1. VIII. 7. I. 5. 11. 8. 11 . 5. XII. 1. IX. 2. XL 11. X. 3. Badisches 6. I.Bayer L.-R.-P. 2. XL 1. Württembg, H.-P.-Sp. 5. Bayer, 12'. VI. 11. VI. 5. Württembg. 12. xrn 11. XIII. 11. XIII. L.-R.-P. 2. XIII L.-R.-P. 1. III. 10. IV. 2. I.Bayer. 6 2 . Württembg. 4. XII. 3.12.70bis7.1.71 7. 1 bis 8. 3. 71 26.3. bis 11.6. 71 6. 8 bis 8. 8. 70 19. 8. bis 8. 9. 70 19.8. bis 11.9. 70 17.9. bis 10.10.70 7. 9. bis 17. 9. 70 19.3. bis 16.5. 71 31.5. bis 16. 6. 71 29.ll.70b.28 2.71 17.8. bis 18.8. 70 22.1. bis 20.3.71 25.3. bis 1. 6. 71 5. 6. bis 18. 6. 71 28.11.bisl9.12.70 312.70bis2.1.71 5.12.70 bis 3.2.71 6.2. bis 17. 3. 71 21 5. bis 1. 6. 71 7.10.bis31.10.70 9. 2. bis 11. 3. 71 10.10 bis 5.12.70 2. 9. bis 12. 9. 70 20. 8. bis 4. 9. 70 8. 8. bis 18. 8. 70 5. 9. bis 22. 9. bezw. 8. 10. 70 5.9. bis 9. 11. 70 5.9. bis 29.11. 70 12.9.bis28.10.70 9.11.70bisll.3.71 22.9. bis 11.10.70 2911.70b.203.71 4.11. bis 10.12.70 21.8.bis30.11.70 1.!). bis 17. 9. 70 1. 9. bis 22. 9. 70 17.10.70b.l4.2.71 9.9. bis 26.11. 70 23* 180* Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarette etc. Beilagen zu Band I. Ort der Etablirun»' 13 v 5 s: ? I« woselbst die Etablirung erwähnt ist Rethel Rezonville Richemont Roissy . . Rombas Roncourt . Rosieres en llaye Rouen..... (Bois Guilluume) Rougemont . . . Roye..... Rozoy . . Saarbrücken Saargemünd Saarunion . Sablon (Le) Sains . . Sanry sur Nied. (seit 3. 10. auch Schloss Crepy) Sarrebourg . . Savy. Schaidt Sedan 10 10 4 4 4 4 6 4 4 4 4 4 4 8 10 10 8 10 3 3 3 3 3 3 3 4 4 8 8 8 4 3 3 10 10 VII. III. III. III. III. V. III. III. III. III. III. VI. VII. VII. VII. VI. VII. II. IL IL IL IL IL IL III. III. VII. VII. Vll. III. II. IL VII. I. VII. u. IV. VU. u. IV. VII. u. IV. Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps 6». 11. 5. 6. L.-R.-P. 1. XII. bis 12 12. 70 eine Sektion allein 5. XII. I. Bayer III. Hessisches II. anfangs nur 2 Sektionen 12. X. 5. Württembg 2. X. XII. XII. X. III. IV. 9. 7. 6. 12. 1. Dauer der Etablirung 1. XIII. 11. I. 7. VIII. L.-R.-P. 2. I. 11'. V. L.-R.-P. 3. I. 12. XI. L.-R.-P. IV. L.-R -P. 2. IX. L.-R.-P. 1. VII. L.-R.-P. 2. VII. 8. XII. L.-R -P. G. iL rv. 3. VII. L.-R.-P. 1. VII. 4. VIII. 42. VIII. L.-R.-P. 3. VIII. 4. VII. 10. V. L.-R.-P. 1. u. 2. V.| 9. VIII. H.-P.-Sp. 2. Bayer, A.-F.-Sp. 5. Bayer, L.-R.-P. 1. VIII. 12. XL 6. XII. 2. I.Bayer. 27.11 70b.30 4.71 1.5. bis 20.10. 71 20.10.70b 14.7.71 18.8. bis 27.8. 70 10. 9. bis 20.9.70 24.9. bis 6 11.70 20.10 bisl8.11.70 21.ll.70b.19.2 71 1.10.bis31.12.70 18.8. bis 21.8. 70 19.8. bis 29.8. 70 27.8. bis 11.9.70 11.9. bis 27.9. 70 16.8. bis 27.8. 70 bezw. 2. Sekt. 3. 9. 70 16.2. bis 17.3. 71 15 12.70b.123.71 7.12.70bisl0.3 71 12.3. bis 21.7. 71 4. 4. bis 3. 6. 71 2811.70b.23.1.71 bezw. 7. 3. 71 2. 6. bis 4. 6. 71 14.8. bis 27.8. 70 10.8. bis 24.8. 70 8. 8. bis 18. 8. 70 8. 8. bis 17. 8. 70 11.8. bis 13.8. 70 13. 8. bis 8. 9. bezw. 10. 12. 70 11. 8. bis 2. 9. 70 6.11. bis 22.12.70 22.12.70b.14 3.71 28.11.bis20.12.70 21.12.70b.l0.1.71 8.1. bis 27. 1. 71 29.9.bisl6.11.70 14.8. bis 25.8. 70 26. 8. bis 20.10. bezw. 7. 11. 70 20.1. bis 24.2. 71 13.8. bis 27.8. 70 24.9. bis 9.11. 70 20.11.bisl2.12.70 10.9. bis 17.9. 70 26.3. bis 20 10.71 22.10.71b.20.7.73 Ort der Etablirunp Sens...... Seraucourt, Grand, Sezanne . . . , Sierck .... Soissons . . . , Soisy sur Etiolles Sommauthe Souilly . . Spachbach Spicheren . Stenay . . Sulz...... Surburg . . . . Tailly..... Talange . . . . Tertry..... Teterchen . . . . Thiaueourt . . . St. Thibault bei Gorze . . . . Thieux..... Thorigny . . . . Torcy..... Toul...... Tournan (Chäteau d'Armainvillers le) Toury Tremery . Tretudans . Tronville . Troyes . . £ 5 woselbst die Etablirung erwähnt ist 9 8 10 4 8 10 10 10 10 6 5 6 2 2 5 5 5 6 2 2 5 4 4 3 3 3 4 4 4 4 6 6 6 6 4 10 10 10 10 9 9 9 4 7 4 4 9 VIII. VII. III. VII. V. IV. V. I. I. IV. IV. IV. V. I. I. I. IV. III. III. VII. IL IL IL III. III. III. III. V. V. V. V. VI. VIII. VIII. VIII. III. VI. III. III. VIII. 6. III. 2. I. 6. III. 3'. Hessisches L.-R.-P. 2. VIII. 7. XII. 6. I. 6. I. Bayer 3. I. H.-P.-Sp. 5. Bayer 9. I.Bayer 8. XII. XL III. XII. IV. Bezeichnung des Lazareths nach Nummer und Armeekorps 1>auer der Etablirtng 2». 3. 7. ..-R.-1 __________ L.-R.-P. 3. XII. 3. Hessisches 4. XL L.-R.-P. XL 1. XL 10. XII. 12. VIII. L.-R.-P. 1. VII. 9. VIII. L.-R-P. 2. I. L.-R.-P. 1. I. L.-R.-P. 3. I. 5. X. 10. X. 5. VIII. 4. IL 11. G. H.-P.-Sp. 3. Bayer 7. XII. XII. III. VII. X. X. 9. 2. 8. 10. 51. 10. 6i. 6 2 . 6 1 . 62. 8. 10. 2. 4. 1. I. Bayer. VI. VI. VI. VI. X. XIV. III. III. Hessisches 16.ll.70b.24 3.71 19.1. bis 10.3.71 2. 6. bis 4. 6. 71 16.10. bis2.12.70 23.11.70b.29.3.71 19. 3. bis 1. 6. bezw. 13. 6. 71 7. 7. bis 25. 7.71 17.9. bis 21.10.71 25.7. bis 17.9.71 9.10.70bis4.3.71 30.8. bis 11.9.70 9.10. bis 19.12.70 6. 8. bis 31. 8.70 9. 8. bis 24. 8.70 1. 9. bis 5. 9.70 21.9. bis27.10.70 11. 9. bis 30.9. bezw. 27. 10. 70 7.12.bisl9.12.70 7. 8. bis 10. 8.70 10.8. bis 2.12.70 6. 8. bis 12. 8.70 29. 8. bis 1. 9.70 12.1O.bis3O.11.70 1.12.bis2O.12.70 18. 1. bis 19. 1. bezw. 27. 1. 71 8.11.bisl4.12.70 15.8. bis 17.8.70 15.8. bis 8.11.70 16.8. bis 27.9.70 17.8. bis 20.8.70 16.8. bis 11.9. 12.9. bis 13.10. 1.10.70bisll.2 9.12.70bis31.1 30.11. bis 6.12, 3.12.70bis5.2. 5.11.70bis31.a 1. 4. bis 4. 6. 8. 6. bis 27. 7. 23.8.71bis6.11 19. 5. bis 3. 6.71 3.12.bis 26.12.70 17.12 70bisl.3.71 3.12. bis 26.12.70 17.12.70bisl.3.il 6.10. bis 2.11.70 15.1. bis 23.1.71 16.8. bis 26.8.70 16. 8. bis 18.8.71 11.11. bis 1.12.70 Troyes . Vailly • ■ Varize . . Vaujours . Vendenheim Vtiideuvresui Veiidöme . Verdau. . Verneville Vesoul Vignory Vignoy . Vigy . Villegenis. Beilagen zu Band I. lung retlis nmer 1>auer der Etablirung 31-pS :. 16.ll.70b.24 3.71 [. 19.1. bis 10.3.71 [. 2. 6. bis 4 6. 71 iisches 16.1O.bis2.12.70 VIII. 23.11.70b.29.3.71 [. 19. 3. bis 1. 6 bezw. 13. 6. 71 7. 7. bis 25. 7.71 [. Bayer. 17.9. bis 21.10.71 25.7. bis 17.9.71 Bayer. 9.10.70bis4.3.71 [.Bayer. 30.8. bis 11.9.70 9.10. bis 19.12.70 6. 8. bis 31. 8.70 9. 8. bis 24. 8.70 1. 9. bis 5. 9.70 21.9. bis 27.10.70 . XII. 11. 9. bis 30.9. bezw. 27. 10. 70 sisches 7.12. bis 19.12.70 7. 8. bis 10. 8.70 10.8. bis 2.12.70 6. 8. bis 12. 8.70 29. 8. bis 1. 9.70 12.1O.bis3O.11.70 .. VII. 1.12.bis2O.12.70 18. 1. bis 19. 1. bezw. 27. 1. 71 2. I. 8.11.bisl4.12.71) 1. I. 15.8. bis 17.8.70 3. I. 15.8. bis 8.11.70 £. 16.8. bis 27.9.70 ü. 17.8. bis 20.8.70 I. 16.8. bis 11.9.70 I. 12.9. bis 13.10.70 3. 1.10.70bisll.2.71 i. Bayer 9.12.70bis31.1.il I. 30.11. bis 6.12.70 :i. 3.12.70bis 5.2.71 I. 5.11.70bis31.3.71 [I. 1. 4. bis 4. 0.71 s. 8. 6. bis 27. 7.71 X 23.8.71bis6.11.J2 I.Bayer. I. r I. r I. r I. X. V. II. II. isisches 19. 5. bis 3. 6.71 3.12.bis 26.12.70 17.12 70bisl.3.71 3.12. bis 26.12.70 17.12.70bisl.3.71 6.10. bis 2.11.70 15.1. bis 23.1.71 16.8. bis 26.8.70 16. 8. bis 18.8.71 11.11. bis 1.12.10 Beilagen zu Band Uebersicht der Thätigkeit der Feldlazarethe etc. 181* Ort S.H=o •a.2 « S rn * g S .5 S- Bezeichnung des Lazareths Dauer Ort ».2 ^ 'S M 9 g« 3 t, Bezeichnung des Lazareths Dauer ä"m -~i i fc S nach Nummer ^~K '" ^-S nach Nummer der Etablirung *§M T3 und der Etablirung der Etablirung < °>2 und der Etablirung woselbst die woselbst die Etablirung Armeekorps Etablirung Armeekorps erwähnt ist erwähnt ist Troyes ..... 9 VIII. L.-E.-P. 2.X. unter1.12.70bisl3.4.71 Villeneuve stützt vom L.-E.-P. St. Georges . . 6 V. 7. VI 19.9.70bis 20.2.71 3. III. Villeparisis . . . 10 3. XL 7. 6. bis 16. 6. 71 10 5. X. 17. 5. bis 14.6. 71 Villeprevost . . . 9 VIII. 6. I.Bayer. 4.12.70bisl6.1.71 10 L.-K.-P. 3. III. 13. 4. bis 31.5. 71 Villers aux Bois . 4 III. 11. IL 20.8 bis 11 10.70 10 3. XII. 22.3. bis 31.5. 71 Villers Cotterets . 6 V. 7. XII. 24.9. bis 1.10.70 Varize ..... 4 III. 12. I. 3.10.bisll.ll.70 u.VII. Vaujours .... 6 V. 10. XII. 19.9.70 bislO.3.71 6 2 . IV. 5.10. bis 22.10.70 Veudenlieim . . . 2 I. 5. Badisches 11.8. bis 12.10.70 L.-E.-P. 2. IV. 21.11.bis21.12.70 VeiideuvresurBarse 10 12. III. 29.3. bis 17.5. 71 bezw. 28. 1. 71 Veiidöme .... 9 VIII. 4. X. 6. 1. bis 9. 3. 71 Villers devant Dun 5 IV. 3. XII. 29.8. bis 12.9 70 5. III. 7. 1. bis 17.3. 71 Villers le Bei . . 6 V. 4. IV. 21.9. bis 12 10.70 6 VII. 7. X. 18.11.70b.l9.3.71 12. IV. 26.9. bis 12.10.70 10 12. X. 28.6.71bis 20.4.72 9. G. 30.10 70 b 20.2.71 Verneville . . . 4 III. 1. IX. 4. IX. 6. IX. 18. 8. bis 28.8. 70 19. 8. bis 28.9. 70 19.8. bis 28.9. 70 3. G. 7. G. 10. G. 12.10.70b.24.2 71 12.10.70b.212.71 21. 2. bis 3. 6. 71 4 III. 5. III. 28.9. bis 19.11.71 10 1. IV 3. 6. bis 13. 6. 71 Verny und Pontoy 4 III. 6. VII. 11.9.bis 29.10.71 4. VI. 13.6. bis 10.9. 71 Verrieres le Buisson 6 V. 12. ILBayer. 29.9.70 bisl 0.3.71 Vionville .... 4 III. 3. X. 16.8. bis 20. 8. 70 Versailles .... 6 V. 12. V. 2. V. 16.9.70 bis 5.3.71 21.9.70bis5.3.71 9. III. 8. III. 17.8. bis 13.9. 70 18.8.bisl0.10.70 5. V. 22.10.70bis 4 3.71 Viroflay .... 6 V. 8. XL 9.11.70bis 8.3.71 4. ILBayer. 9.10.70bis63.71 Viry...... 6 V. 12. VI. 15.12.70b.28.2.71 4. V. 25.11.70bis 5.3.71 Vitry le Francais . 10 21. Württembg. 23.3. bis 17.5. 71 3. XL 28. 2. bis 12.3. 71 2 2 . Württembg. 23.3. bis 22.5. 71 3. V. 6.12.70bis 28.2.71 Void..... 5 VI. A.-F.-Sp. I. Bayer. 6. 9. bis 23. 9. 70 7 VI. 9. XIV. 15.12.70b.25.3.71 Vraignes 1. Badisches 5.11. bis 16.12.70 (cfr. Poeuilly) . . 8 VII. 11. VII. 19. 1. bis 6. 2. 71 3. Badisches 31.12.70bis9.1.71 Vrigne aux Bois . 5 IV. 5. XL 1. 9. bis 19.9. 70 10 5. Badisches 3. 3. bis 16. 3. 71 6. XL 1.9. bis 10.10. 70 12. V. 25. 3. bis 1. 4. 71 Weissenburg. . . 2 I. L.-E-P. V. 7.10.70bis31.3.71 10. V. 1. 4. bis 29. 5. 71 Widdensolen . . . 7 VI. 9. XIV. 3.11.bisl2.11 70 LaVignardiereChät, Wörth..... 2 I. 2. V. 6. 8. bis 24.8 70 (vergl. La Huril) 9 VIII. 9. XL 10.1. bis 14.1.71 bezw. 21. 1. 71 2 I. 4. V. 6. 8. bis 19. 9. 70 bezw. 24.11.70 Vignory .... 10 5. Hessisches 28.3. bis 27.5. 71 2 1. 5. V. 6. 8. bis 9. 8. 70 10 I. Württembg. 28.5. bis 15.6. 71 2 1. 3. XI. 8. 8. bis 30. 8. 70 Vigy ..... 4 III. 1. VII. 2.11.70bis6.1.71 1 L.-E.-P. 2. XII. 10.8. bis 19.8.70 6. VII. 6.11. bis 2.12. 70 6 V. 8. IX. (bezw. XIII.) 15.10.b.21.12.70 11. I. 29. 8. bis 6.11. 70 6 V. 9. IX. (später XIII.) 21.10. bis 9.11.70 Villebousin b.Loug- 6 V. 7. IL 21.12.70bis 6.2.71 jumeau .... 6 V. 9 1 . I.Bayer. 29.9. bis 8.10. 70 6 V. 9. I.Bayer. 8. 2..bis 3. 3. 71 11. I.Bayer. 8.10. bis 25.11.70 Ymonville . . . 9 VIII. 11. I.Bayer. 2.12. bis 7.12.70 2. I. Bayer. 1.1. bis 3 1. 71 3 1. L.-E.-P. 2. V. 26.9. bis 27.11.70 Villegenis .... 6 V. 7. ILBayer. 4. IL Bayer. 29.10.bis 15.11.70 16.ll.70b.22 2.71 Villeneuve St. Georges . . 6 V. 2. VI. 1.10. bis 17.10.70 l 182' Dampfschiff-Miethsvertrag. Beilagen zu Band I. Beilage Ol. Bestimmungen des am 31. Juli 1870 zwischen dem Preussischen Kriegsministerium und der Direktion der Rheinischen Dampfschifffahrts-Gesellschaft zu Köln abgeschlossenen Miethsvertrages. 1. Die Direktion verniiethet der Provinzial - Intendantur VIII. Armeekorps 18 Khein-Dauipfschiffe, wovon 16 vom 1. August ab, der Rest von 2 Schiffen nach Bedürfniss in einer Frist von 14 Tagen zu stellen in Aussicht genommen sind. 2. Die Ausrüstung der Schiffe mit Betten sowie die Besetzung mit Heilgehülfen und Krankenwärtern findet in Düsseldorf auf Kosten und Veranlassung der dortigen Lazarethkommission statt. 3. Die Direktion sorgt für die Bedachung und Bedeckung des Hinterdeckes und womöglich auch des Vorderdeckes der gemietheten Schiffe durch Segelleinen, resp. Theerkl eider in der Art, dass das zu bedeckende Deck gegen Regen und "Wind unter gewöhnlichen Verhältnissen geschützt ist. 4. Die Restaurateure auf den Schiffen haben die Verpflegung des Personals und der Kranken und Verwundeten mit Speisen und Getränken nach Anordnung des begleitenden Arztes zu übernehmen. Die Art und Weise, sowie die Vergütung soll durch besonderen mit den einzelnen Restaurateuren abzuschliessenden Vertrag seitens des Etappen-Generalarztes in Mainz, resp. seiner Unterbehörden festgesetzt werden. Sollte ein oder der andere Restaurateur sich zu dem fraglichen Abkommen nicht verstehen wollen, so steht es der Militärbehörde frei, einen andern an dessen Stelle zu setzen und die Restaurationslokale zu benutzen. 5. Die Schiffe werden erst nach Düsseldorf dirigirt, dort eingerichtet und fahren dann nach Mainz oder einer anderen zwischen der Militärbehörde und dem betreffenden Kapitän zu vereinbarenden Station, woselbst sie Tag und Nacht zur Ver-. fügung des Etappen-Generalarztes zur Fahrt von Ludwigshafen bis zur holländischen Grenze stehen. 6. Der Vertrag dauert auf unbestimmte Zeit und endet mit einer nur der Königlichen Intendantur des VIII. Armeekorps zustehenden achttägigen Kündigungsfrist. 7. Der Miethspreis ist nach dem Durchschnittsertrag der letzten Jahre berechnet worden und beträgt 120 Thaler pro Tag und Boot. Als Tag, an welchem die bezüglichen Boote in Dienst treten, wird derjenige betrachtet, von welchem sich das betreffende Boot zur Ausrüstung in Düsseldorf meldet. 8. Die Kapitäne und Kondukteure sind anzuweisen, den Anordnungen des Etappen-Generalarztes und seiner Stellvertreter nachzukommen. 9. Der Militärfiskus verpflichtet sich der Direktion für allen Kriegsschaden aufzukommen, der den Schiffen durch Angriff, Okkupation oder irgend welche totale oder theilweise Zerstörung zugefügt werden sollte. 10. Sollte der Gesellschaft Kohlenmangel drohen, so ist sie verpflichtet, wenigstens acht Tagen vorher Mittheilung der Intendantur zu machen, damit die Militärverwaltung in die Lage gesetzt ist, der Gesellschaft die Kohlenzufuhr von den westfälischen Zechen zu ermöglichen, resp. durch Vereinbarung mit den anderen Militärbehörden, welche die "Waggons requirirt haben, zu sorgen, dass Zug und "Waggons zur Verfügung gestellt werden. 11. Die Ausführung dieses Vertrages basirt auf der Unterstellung, dass die Schiffe oberhalb St. Goar sich mit der erforderlichen Sicherheit bewegen können; tritt so niedriger Wasserstand ein, dass die Schiffe oder ein Theil derselben die Strecke oberhalb St. Goar aufwärts nicht befahren können oder oberhalb St. Goar liegend in Gefahr gerathen, die Strecke später nicht mehr passiren zu können, so haben diese Schiffe in ersterein Falle in St. Goar liegen zu bleiben und in letzterem Falle das Recht, nach St. Goar herunter zu fahren, wovon dem Etappen - Generalarzt fünf Stunden vorher Mittheilung zu machen ist. Beilagen zu Band I Beilagen zu Band I. Instruktion für die in Saarbrücken und Weissenburg eingesetzten Evakuationskommissionen. •ium und der geschlossenen urchschnittsertrag der gt 120 Thaler pro Tag glichen Boote in Dienst welchem sieh das be- orf meldet, sind anzuweisen, den und seiner Stellver- der Direktion für allen chiffen durch Angriff, r theilweise Zerstörung ngel drohen, so ist sie irher Mittheilung der itärverwaltung in die Kohlenzufuhr von den p. durch Vereinbarung die Waggons requirirt >ns zur Verfügung ge- i basirt auf der Unter- Joar sich mit der er- i; tritt so niedriger in Theil derselben die befahren können oder hen, die Strecke später aben diese Schiffe in iben und in letzterem ju fahren, wovon dem )rher Mittheilung zu Beilage 65. Instruktion für die in Saarbrücken und Weissenburg eingesetzten Evakuationskommissionen. Aufgabe dieser Kommissionen, welche direkt unter dem Kriegsministerium stehen, ist, die vom Kriegsschauplatz an den genannten Orten ankommenden Transporte mit Verwundeten und Kranken nach den in den §§ 36 bis 44 der Instruktion über das Sanitätswesen der Armee im Felde angegebenen Grundsätzen zu ordnen und nach den Reservelazarethen zu dirigiren. Zu diesem Zwecke und um den Patienten die nöthige Erholung zu bewähren, ist daselbst zugleich eine Erfrischungs- und Verbandstation einzurichten, sowie ein Krankendepot für Leichtverwundete von 500 Lagerstellen und ein Etappenlazareth für 200 Lagerstellen. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung wird es sich meist empfehlen, von den ankommenden Zügen sofort die Leichtverwundeten auszusondern, in das Krankendepot zu dirigiren, dort, soweit nöthig, zu verbinden, ruhen und erfrischen zu lassen, und sich inzwischen der Sorge für die Schwerverwundeten zu widmen. Demnächst erfolgt die Weiterinstradirung nach den der Kommission von hieraus direkt angegebenen Reservelazarethen mit dem § 43 1. a. vorgeschriebenen militärischen resp. ärztlichen Begleit- und Pflegepersonal. Ob das bei den ankommenden Zügen etwa vorhandene Pflegepersonal zur Weiterfahrt zu benutzen oder nach dem Anfangsort der Eisenbahn zurückzusenden ist, hängt von der Vereinbarung mit der Etappenkommandantur des letzteren ab. Die den einzelnen Mitgliedern der Kommissionen zufallenden Funktionen, für deren Ausführung sie besonders verantwortlich sind, werden demnach folgende sein: 1. Der Offizier sorgt dafür, dass kein Zug resp. kein Transport ohne militärisches Begleitkommando befördert wird, und giebt letzterem die erforderlichen Instruktionen. Zugleich hält er die militärische Ordnung unter den Ankommenden und Abgehenden aufrecht und beaufsichtigt das Krankendepot und Yerbandlazareth. 2. Der Arzt sorgt für Bereithaltung des ärztlichen Begleit- und Pflegepersonals resp. dafür, dass jeder abgehende Transport mit solchem versehen ist. Er hat auch Namens der Kommission zu veranlassen, dass dieses Personal von den Bestimmungsorten wieder zurückgesandt wird. Bei den ankommenden Zügen sondert er in Gemeinschaft mit dem Offizier die Leichtkranken aus und sorgt dafür, dass allen die erforderliche Pflege zu Theil wird. Das ärztliche Personal und Verbandmaterial für die Verbandstation wird besonders überwiesen. 3. Der Militärbeamte führt das Verzeichniss der überwiesenen Keservelazarethe mit den verfügbaren Lagerstellen, resp. den dahin dirigirten Kranken und Verwundeten und meldet die Zahl der letzteren für jedes einzelne Lazareth am 5., 10., 15., 20., 25. und 30. jedes Monats der unterzeichneten Abtheilung; auch expedirt er nach § 42 die erforderlichen Benachrichtigungen an die weiterliegenden Erfrischungsstationen und die aufnehmenden Berlin, den 2. September 1870. Lazarethe. Zugleich besorgt derselbe die ökonomischen Angelegenheiten des Krankendepots resp. Verbandlazarethes, zu welchem Zweck ihm nöthigenfalls von der Intendantur noch ein Beamter oder Rechnungsführer beigegeben werden kann. Insbesondere hat er für die Beköstigung resp. Erfrischung der auf der Station verweilenden Verwundeten nach Anordnung des Arztes zu sorgen. 4. Der Eisenbahnbeamte wird von den zur Disposition stehenden Etappenlinien diejenige bezeichnen, welche am leichtesten zu benutzen ist, dafür sorgen, dass diese Linien von den abgehenden Zügen auch unbedingt eingehalten werden und dass stets das erforderliche Material vorhanden ist. Der Evakuationskommission in Saarbrücken stehen die Etappenlinien A mit F und G, B und C, der Kommission in Weissenburg die Linien D, E mit K, sowie die Linien für die verbündeten süddeutschen Truppen, letztere vorzugsweise nur für Angehörige dieser Truppen, zur Verfügung. Auch im Uebrigen ist bei der Wahl der Etappenlinien und zu belegenden Lazarethe auf die Heimath der Verwundeten zu rücksichtigen, um dieselben soweit als möglich in der Nähe der Heimath unterzubringen, im Allgemeinen aber auf eine möglichst gleichmässige Benutzung der Etappenlinien Bedacht zu nehmen. Der Dampfschifffahrttransport auf dem Rhein darf für die Folge nur ausschliesslich für solche Verwundete in Aussicht genommen werden, welche nach unmittelbar am Rhein gelegenen Lazarethen bestimmt, also demnächst einem Weitertransport mit der Bahn nicht unterworfen sind. Die Evakuationskommissionen werden sich dieserhalb mit der Provinzialintendantur VIII. Armeekorps in Verbindung zu setzen haben. Dem Vorstehenden gemäss haben die Evakuationskommissionen im Wesentlichen diejenigen Funktionen selbstständig zu übernehmen, welche nach den oben allegirten Bestimmungen den Kommandanturen der Etappenhauptorte unter Leitung der Generalinspektionen zugewiesen sind. Insbesondere werden dieselben auf die sorgfältige Ausführung aller Anordnungen des § 42 aufmerksam gemacht, weil davon im Wesentlichen das Gelingen ihrer Aufgabe abhängt. Zugleich werden dieselben sich in stetem Einvernehmen mit den Etappenbehörden, resp. den General-Etappeninspektionen, sowie auch mit den Delegirten des Königlichen Kommissars und Militärinspekteurs der freiwilligen Krankenpflege zu halten haben. Die Leitung der Geschäfte liegt dem militärischen Mitgliede der Kommission ob. Den General-Etappeninspektionen verbleibt die Sorge für den ordnungsmässigen, nach der Feldsanitätsinstruktion auszuführenden Transport der Kranken und Verwundeten vom Kriegsschauplatz resp. den Feldlazarethen nach den obengenannten Orten. Kriegsministerium. * i t 184* Verfügung betr. Evakuation. Beilagen zu Band I. Beilage 66. Oberkommando der II. Armee. Doneourt, den 20. August 1870. 1. und 2. etc. 3. Die innerhalb des Korpsrayons etablirten Feldlazarethe haben alle transportablen Verwundeten so schleunig als möglich heimwärts zu evakuiren, und zwar aus den südlichen Kayons über Pont à Mousson nach der Eisenbahnstation Remilly, die nördlicheren über Corny resp. über eine demnächst herzustellende Moselbrücke nach der Eisenbahnstation Remilly. Die Feld- lazarethdirektoren haben innerhalb der resp. Korpsrayons die Evakuationen zu ordnen und die Transporte mit dem erforderlichen Begleitpersonal zu versorgen. Zu diesem Zwecke ist die Mitwirkung des freiwilligen Krankenpflege-Personals durch Ver- mittelung der den Korpskommandos attachirten delegirten Johanniterritter in Anspruch zu nehmen. Beilagen zu Ba Überkomm 1. und 2 3. Nach der Armee ki weiteren Trai Pflege überw Aufnahme vo: sind in Pont bereit. Hieri verwundeten, (eidern vom Sanität Bei i Beilagen zu Band I, August 1870. p. Korpsrayons die mit dem erfordersein Zwecke ist die ersonals durch Ver- ichirten delegirtes Beilagen zn Band I. Verfügung betr. Evakuation. 185* Beilage 07. Oberkommando der II. Armee. 1. und 2. etc. 3. Nach Mittheilung der Königlichen Generalintendantur der Armee können Kranke der Armee vor Metz, welche einen weiteren Transport heimwärts nicht vertragen, nach Nancy zur Pflege überwiesen werden, da dort Lazaretheinrichtungen zur Aufnahme von etwa 4000 Kranken hergestellt sind. Ausserdem sind in Pont à Mousson etwa 200 Betten für Schwerverwundete bereit. Hierdurch ist eine verstärkte Evakuatiou der Schwer- verwundeten, welche sich noch in den auf und an den Schlachtfeldern vom 10. und 18. August ctablirten Lazarethen befanden, Hauptquartier Corny, den 10. September 1870. ermöglicht, wenn zu dem kurzen Transporte bis zur nächsten Eisenbahnstation resp. nach Pont à Mousson die disponiblen Transportwagen für Schwerwundete der Sauitätsdetachements benutzt werden. Bei jedem derartigen Transporte ist seitens der absendenden Lazarethe die Etappenkommandantur in Pont à Mousson zu benachrichtigen, welche von den Verwundeten behufs ihrer weiteren Pflege in Pont à Mousson resp. Nancy verbleiben müssen. Die Königlichen Generalkommandos werden ersucht, dieser Angelegenheit durch die Korps-Generalärzte den erforderlichen Impuls geben zu lassen. SamUU-Berieht ubei die Deutschen Heer« : .870/71. Beilagen zu Bd. 1. '¿4 J > 186* Verfügung betr. Evaluation. Beilagen zu Band I. lieilage 68. Oberkommando der IT. Armee. Hauptquartier Comy, den 22. Oktober 1870. 1. etc. 2. In den von den Truppen der Cernirungsarmee besetzten Ortschaften muss zwar im Interesse der gesunden wie der kranken Soldaten die Anhäufung von Kranken vermieden werden und die in den Cernirungsrayons etablirten Feldlazarethe werden deshalb unter den obwaltenden Umständen nicht umhin können, selbst Ruhr- und Typhuskranke, denen ein kurzer Transport unter entsprechender Fürsorge unschädlich ist, nach weiter rückwärts gelegenen Heilanstalten zu evakuiren. Es ist jedoch unzulässig, derartige Kranke den Beschwerden und Gefahren des weiten Eisenbahntransportes nach heimischen Reservelazarethen auszusetzen, wofern nicht besonders dazu eingerichtete Sanitätszüge zur Verfügung stehen. Dergleichen Kranke sind vielmehr in den von den General-Etappeninspektionen resp. von den Königlichen Generalgouvernements ausserhalb des Cernirungsrayons auf den Etappenlinien eingerichteten und einzurichtenden stehenden Kriegslazarethen aufzunehmen und zu pflegen. Um den bei der Evakuation betheiligten Organen die bei Massentransporten schwierige Auswahl zu erleichtern, sind seitens der absendenden Lazarethe die reglementarischen Bestimmungen in Betreff der mitzugebenden Verzeichnisse und Begleitung pünktlich zu erfüllen. Die zu evakuirenden Typhus- und Ruhrkranken sind überdies fortan ausdrücklich als solche zu bezeichnen, welche „nicht weit zu transportiren" sind. Die Königlichen Generalkommandos und General-Etappeninspektionen der Cernirungsarmee haben den unterstellten Law- reihen hiervon Kenntniss zu geben. Beilagen zu Band I. 22. Oktober 1870. erhalb des Cernirungs- ten und einzurichtend« i und zu pflegen, iligten Organen die bei . erleichtern, sind seitens tarischen Bestimmungen misse und Begleitung iden Typhus- und Ruhr- :lich als solche zu he- rtiren" sind, i und General-Etappenden unterstellten Laa- Beilage" zu Band I. Bayerische Ausrüstung mit Arzneimitteln. 187* Beilage 69. Berlin, den 25. Oktober 1870. Mach den hierher gelangten Berichten wird der Evakuation namentlich der Erkrankten, wie das den Anschein gewinnt, nicht immer die erforderliche Rücksicht gewidmet. Wenn schon die Schwierigkeit der bezüglichen Verhältnisse diesseits in keiner Weise unterschätzt wird, und die Krankenzerstreuung im ausgedehntesten Maasse auch von hier aus nach Möglichkeit gefördert wird, um einer Entwickelung grösserer Infektionsherde in der Nähe der Armee und den daraus drohenden Gefahren vorzubeugen, so machen doch die verschiedenen, bis jetzt bei der Armee aufgetretenen, Infektionskrankheiten in ihrem Verhältnis« zu einander und gegenüber den Verwundeten die Beobachtung gewisser Maassregeln für die Evakuation dringend nothwendig. Für die Weite des Transportes wird zunächst nicht bloss die Art der Erkrankung resp. Verwundung, sondern wesentlich auch der Kräftezustand der Betreffenden von Einfiuss sein, ganz besonders aber auch das Maass der auf dem Zuge zu bietenden Schutz- und Pflegemittel. Bei dem unverkennbaren gegenseitigen Einfluss des Kuhrund Typhus-Kontagiums ist eine Sonderung dieser beiden Krankheitsformen während des Transports unbedingt geboten. Sollten hin und wieder Fälle von'Flecktyphus vorkommen, so sind dieselben nur unter ganz absolut zwingenden Umständen von dem Ort des Erkrankens und dem unter Beobachtung aller eminenten Ansteckungsfähigkeit entsprechenden Vorsichtsmaass- regeln zu transportiren. Letzteres gilt im ganzen Umfange auch, wie bereits früher augeordnet, von den Pockenerkrankungen. Eventuell sind solche Fälle an geeigneten in der Nähe gelegenen Orten zu konzentriren. Es könnte füglich unterlassen bleiben, darauf hinzuweisen, dass Verwundete unter allen Umständen nicht mit an Infektionskrankheiten Leidenden in demselben Wagen zusammen trans- portirt werden. Schliesslich wird hier nochmals auf die bereits durch diesseitigen Erlass vom 11. August er. angeordnete Desinfektion der zum Krankentransport benutzten Wagen, sowie auch die Desinfektion der zu gleichem Zwecke gebrauchten Utensilien, Decken, der Auswurfsstoffe etc. verwiesen. Euer Hoch wohlgeboren werden ergebenst ersucht, das in Ihrem Ressort hiernach Erforderliehe mit aller Strenge veranlassen resp. überwachen zu lassen. Kriegsministerium. Militär-Medizinalabtheilung. An die säm tätlichen Armee-Feldkorps-, Etappen- und Provinzial - Generalärzte, Lazareth- direktoren und Chefärzte der Feldlazarethe. '*' t 21* 188* Evakpationskonvention. Beilagen zu Baad "Uli j Beilage 70. Konvention betreffend die Evakuation der Yerwundeten und Kranken mittelst der Pariser Gürtelbahn. Die Deutschen Sanitätszüge, leer oder beladen, können von einer gemischten Station zur andern circuliren unter Benutzung der Pariser Gürtelbahn. Dagegen wird gestattet, von Paris aus in die ausserhalb der Demarkationslinie liegenden Gegenden Verwundete und Kranke bis zur Höhe von 5000 — fünftausend Köpfen zu evakuiren. Zum Zwecke, die Sicherheit und Leichtigkeit der Circulation dieser Verwundeten- und Krankenzüge festzustellen, wird ein Delegirter der Französischen Gesellschaft (au secours des blesses militaires) die Deutschen Verwundetenzüge sowohl leer, als beladen auf der Strecke zwischen einer gemischten Station zur andern begleiten. Versailles, den 11. Februar 1871. (gez.) C ,e - Serrurier. Kiu Deutscher Deputirter wird auf den gemischten Station« der Demarkationslinie sowohl nach Paris zu, als nach den nicht okkupirten Provinzen stationirt sein, und wird dem Zuge durch Unterzeichnung der Deklaration des Delegirten der Französischen Gesellschaft, welcher jeden Zug aus Paris nach der Provinz begleiten wird, sowohl was die Zahl der Verwundeten, als den Zweck der Fahrt anbelangt, die nöthige Beglaubigung ertheilen. Die Französischen Evakuationszüge können Wagen jeder Art benutzen, müssen sich aber den leeren Proviantzügen an- schliessen. (Die Stipulationen des Vertrages zur Ausnutzung der Bahnen vom 18. Januar 1871 werden diesem Vertrage zu Grund gelegt) (ff ez. Fürst v. Pless. Die Konvention wurde vom Fürsten Bismarck und vom Minister Picard unterzeichnet. Chalc Eper nay. Beilsgen zu Band I scr Gürtelbahn. en gemischten Stationen j zu, als nach den nicht id wird dem Zuge durch girten der Französisch« ■is nach der Provinz be- r Verwundeten, als den : Beglaubigung ertheilen. ;e können Wagen jeder seren Proviantzügen an- • Ausnutzung der Bahnen •trage zu Grund gelegt.) Pless. Beilagen zu Band T. Naehweisung der P>tappeninspektionen. 189* Beilage 71. INTaoh wei sung der Etappeninspektionen und der in den okkupirten Landestheilen eingesetzten Etappenkommandanturen. Januar 1871. (Siehe Generalstabswerk, Anlage 180.) I. Armee. General -Etappeninspektion: Etappeninspektion Chantilly. I. Armeekorps: Beauvaia VII. - Metz. Vlli. - Amiens. Boulay. Metz (Etappen-Hauptort VII. Armeekorps). Diedenhofen. Lonyugon. Laon. La Fere. Amiens (Etappen-IIauptort VIII. Armeekorps.) 14 Kommandanturen. Poix. Joryes les Eaux. Rouen (Etappen - Hauptort I. Armeekorps). Soissons. Chantilly. Creil. Beauvais. III. Armee. General-Etappeninspektion: St. Germain les Gorbeil. Bayer. General-Etappeninspektion: St. Germain les Corbeil. Etappeninspektion V. Armeekorps: Chälons sur Marne. VI. - Nancy. XL - Saarburg. I. Bayer. Armeekorps: Weissenburg. IL - - Villeneuve St. Georges. 33 Kommandanturen. Weissenburg. Niederbronn. Hagenau. Zabern. Saarburg. Marsal. Luneville. Nancy. Frouard. Toul. Commercy. Void. Ligny. Bar le Duo Vitry le Frangais. Chalons sur Marne. Epernay. Dorm ans. Chäteau Thierry. Nogent l'Artaud. Nanteuil sur Marne. La Ferte sous Jouarre. Meaux. Esbly. Lagny. Villeneuve St. Georges. Longjumeau. Versailles. Rambouillet. Coulommiers. Tournan. Brie Comte Robert. Corbeil. n. Armee. General -Etappeninspektion: Orleans. Etappeninspektion IL Armeekorps: III. IX. X. 27 Kommandanturen. Corbeil. Orleans. Orleans. Le Maus. Blesme. St. Dizier. Joinville. Chaumont en Bassigny. Chäteau Vilain. Chätillon sur Seine. Nuits sur Armancon. Tonnerre. Joigny. Bar sur Seine. Troyes. Estissac. Villeneuve l'Aroheveque. Sens. Cheroy. Moret. Nemours. Montargis. Puisseaux. Malesherbes. Pithiviers. Juvisy. Etampes. Toury. Orleans. Beaugency. Blois. Maas-Armee. General -Etappeninspektion Dammartin. Etappeninspektion Generalkommando: Dammartin. IV. Armeekorps: Ecouen. XII. - Claye. i 14 Kommandanturen. Pont ä Mousson. Mezieres (Mohon). Rethel. Reims. Soissons. Villers Cotterets. Crepy en Valois. Nanteuil le Haudouin. Dammartin. Mitry. Senlis. Chantilly. Gonesse. Pontoise. Süd-Armee. General-Etappeninspektion in Chätillons sur Seine Ende Januar noch nicht eingetroffen. An der Etappeustrasse XIV. Armeekorps versah Oberst v. Schmieden den Dienst der General-Etappeninspektion. Derjenige der Kommandanten wurde von den jedesmal ältesten Truppenbefehlshabern wahrgenommen. 190* Beilage 72. Kriegskalender. Beilagen zu Bund I. KriegskalencLer mit besonderer Bezugnahme auf das Etappen- und Evakuationswesen. A. Kriegsaktioneu. 1870. Juli. 16./17. Befehl zur Mobilmachung der Deutschen Heere. (16. für Norddeutsehlaud, Bayern, Baden, 17. - Württemberg). 18. Aufstellung von drei Deutschen Armeen. August. i. Treffen bei Weissenburg. 6. Schlacht bei Wörth und Spicheren. 7. Einnahme von Hagenau. 8. Einschliessung von Bitsch. 9. Besetzung von Lützelstein. — Kapitulation von Lichtenberg. 10. Die Badisehe Division tritt aus dem Verbände der III. Armee aus. Beschiessung von Pfalzburg. 11./15. Einschliessung von Strassburg. 12. Eisenbahnzerstörung bei Frouard. (12.8. bis 12.12. Einschliessung und Beschiessung von Pfalzburg.) 13. Eisenbahnzerstöruug bei Dieulouard. Beschiessung von Marsal. B. Maassualimeu mit Bezug auf Etappen- und Evakuationswesen. 1870. Juli. 18. Etappen-Hauptort der I. Armee: Köln. General-Etappen- iuspektion Wadern, IL - Mainz, III. - Mannheim. 23. Anordnung der Krankenevakuation für die IL Armee nach Frankfurt und den rheinabwärts gelegenen Reservelazarethen vermittelst Kheindampfschifftransports. 31. Abschluss eines Vertrages mit der Rheinischen Dampfschiff- fahrtsgesellschaft über Stellung von 18 Dampfern zun Krankentransport. Eintreffen von 16 Dampfern aus Düsseldorf in Mainz. Ausrüstung der Dampfer mit Labe- und Verbandmitteln durch die Lazarethkommission in (Joblenz. August. 1. Dampfschifffahrtstransport - Vertrag genehmigt und der Rheindampfschifftransport der IL Armee zugetheilt. 2. General-Etappeninspektion IL Armee in Kaiserslautern. 4./5. Evakuation von Weissenburg nach Karlsruhe, Mannheim, Mainz. 5. Der Etappen - Generalarzt IL Armee folgt derselben nach Frankreich nach. 6. Etappen-Hauptort der I. Armee nach Saarlouis verlegt. Evakuirung von Wörth nach Karlsruhe, Mannheim, Heidelberg, Mainz. Evakuation von Spicheren über Bingerbrück nach Mainz und Köln. 7. Rheindampfschifftransport ausser der IL Armee auch der I. Armee zugetheilt. 7, Eisenbahn von Saarbrücken nach Remilly in Betrieb gesetzt. Der erste Bayerische Sanitätszug in Weissenburg. lü. General-Etappeninspektion der III. Armee nach Buxwiller. 11. Etappen-Hauptort der IL Armee nach Saargemünd verlegt. 13. General-Etappeninspektion der I. xirmee in Boulay. Beilagen zu Bund I. itionswesen. iuf Etappen- eii. öln. General-Etappen- ispektiou Wadern, [ainz, lannheim. ür die II. Armee nach jnen Reservelazarethen ;s. leinischen Dampfschiff- q 18 Dampfern zum i Dampfern aus Düssel- Labe- und Verband- m in Coblenz. genehmigt und der nee zugetheilt. in Kaiserslautern. Karlsruhe, Mannheim, folgt derselben nach ich Saarlouis verlegt. ihe, Mannheim, Heideleren über Bingerbrück r II. Armee auch der nilly in Betrieb gesetzt. Weissenburg. b'inee nach Buxwiller. h Saargemünd verlegt. Beilagen zu Band I. Kriegskalender. 191* nee in Boulay. A. Kriegsaktionen. 1870. August. lt. Schlacht bei Colombey—Nouilly. Einschliessung und Besetzung von Marsal. 15. Beginn der Belagerung von Strassburg (bis 28. September). 16. Schlacht bpi Vionville — Mars la Tour. 18. Schlacht bei Gravelotte — St. Privat. 19.8. bis 27.10. Einschliessung von Metz. 19. 8. bis 12.9. Einschliessung und Beschiessung von Toni. 19. Bildung der Maas-Armee unter Seiner Königlichen Hoheit dem Kronprinzen von Sachsen. 2S./28. Beschiessung von Strassburg. 23. Beschiessung von Bitsch. 24. Unternehmung gegen Verdun. 24. Einschliessung von Diedenhofen (bis 10. November). 25. Kapitulation von Vitry le Francais. 26. Rechtsabmarsch des Deutschen Heeres nach Norden. 28.8. bis 8.10. Beobachtung und Einschliessung von Verdun. 28. Eisenbahnzerstörung bei Chauvancy. 29. Gefecht bei Nouart. 30. Avantgardengefecht bei Stonne. 30. Schlaclit bei Beaumont. 31. Gefecht an den Brücken von Bazeilles und bei Flize, Frenois, Mouzon, Carignau, Francheval und Rubecourt. 31.8. bis 1.9. Schlacht bei Noisseville. September. 1. Schlacht bei Sedan. 2. Kapitulation der Armee von Chälons. 4. Abmarsch der III. und Maas-Armee von Sedan nach Paris. 5. Beschiessung von Montmedy. 9. Beschiessung von Metz. 9. Kapitulation von Laon. 11. bis 20. Beschiessung von Bitsch. 12. bis 23. Belagerung von Toul. 12. Beobachtung und Einschliessung von Meziöres (bis 19. Dezember). 15. Befehl zur Einschliessung von Paris. P». Maassnalimen mit Bezug auf Etappen- uiid Evakuationswesen. 1870. August. 14. General-Etappeninspektion der III. Armee in Saarburg. 14. Errichtung von zwei General - Gouvernements in Elsass- Eothringen. Linie Bruchsal—Germersheim vollendet. 15. Das Gouvernement von Mainz übernimmt die Airfsicht über den Rheindampfschifftransport. — Etappen-Hauptort der II. Armee nach Pont ä Mousson verlegt. 17. General-Etappeninspektion der III. Armee in Luneville. 18. General-Etappeninspektion der I. Armee nach Corny, der III. Armee nach Nancy verlegt. — Düsseldorf als Etappen- Hauptort der I. Armee allein überwiesen. Etappen-IIauptort der I. Armee nach Courcelles sur Nied verlegt. 19. Gesprengter Tunnel bei Zabern wiederhergestellt. Linie Weissenburg — Vendenheim —Luneville — Nancy fahrbar. Genehmigung der Moseldampfschifffahrt für Krankentransport. 21. Instruktion für die beiden General-Gouvernements von Elsass und Lothringen erlassen, Sitze der Hauptquartiere derselben in Hagenau und Nancy. 23. Bahn bis vor Toul hergestellt und der Maas-Armee zum Gebrauch überwiesen. — Etappen-Hauptort der III. Armee von Mannheim nach Nancy vorgeschoben. 25. Bahn von Nancy nach Pont ä Mousson verlängert. Herstellung von zwei Etappenlinien der Maas-Armee von Pont ä Mousson nach Clermont—Damvillers—Dun. 26. General-Etappeninspektion der III. Armee in Bar le Due. 28. Einschränkung des Rheindampfschifftransports auf zehn Schiffe. Evakuation der in südwestlichen Landestheilen gelegenen Lazarothe nach den östlichen Reservelazarethen angeordnet. September. 1. Errichtung von zwei Evakuations-Kommissionen in Saarbrücken und Weissenburg. 4. Errichtung einer dritten Evakuations-Kommission in Aachen. Verwundetentransport von Sedan—Beaumont durch Belgien angeordnet. — Der General-Etappeninspekteur der Maas-Armee in Sedan. 6. Die Evakuations-Kommission in Aachen tritt in Thätigkeit. k ^■^^^B 192* Kriegskalendev. Beilagen zu Band I. A. Kriegsaktioiieu. 1870. September. Oktober. 21. Einnahme von Chartres. 21. Einnahme von St. Quentin. 21. Gefecht bei La Malmaison (Paris). 22. Gefechte am Ognon (XIV. Armeekorps), gegen Vernon. 17. Brückenschlag über die Seine hei Yillenenve St. Georges. 18. Beschiessung von Toni. 19. Kämpfe auf der Südfront von Paris. Einschliessung und Belagerung von Paris durch die III. und „Maas-Armee". 20. Aufstellung der 4. Reserve-Division zur Besetzung von Ober-Elsass. 22./23. Gefecht bei Villejuif und Vitry, bei St. Cloud und Le Bourget. 23. Kapitulation von Toul. 24. Einschliessung von Soissons. 26. Gefecht bei Artenay. — Beschiessung von Verdun. 27. Ausfallgefechte bei Metz. Gefecht bei Clermont und bei Raon l'Etape. 28. Kapitulation von Strassburg. Ein Theil der 1. Reserve- Division wendet sich nach Schlettstadt und Noubreisach. 30. Gefecht von Chevilly auf der Südfront von Paris. — Vormarsch der Belagerungsbatterien von Strassburg gegen die obere Seine angeordnet. 1. bis 7. Beobachtung 1. bis 15. Belagerung von Soissons. von Montmedy. 5. Gefecht bei Toury. 6. bis 11. Gefechte des XIV. Armeekorps bei La Bourgonce, Rambervillers-Bruyeres. 7. Einschliessung von Neubreisach (bis 27. Oktober). 8. Beginn der Belagerung von Verdun (bis 8. November). 8. Ueberfall in Ablis. 7. bis 10. Gefechte um Paris. 10. bis 24. Belagerung von Schlettstadt. Gefecht bei Artenay. 11. Treffen bei Orleans. 13. Gefechte bei Chätillon und bei Bagneux. 13. bis 15. Beschiessung von Verdun. 14. Vorpostengefechte bei Paris. 15. Kapitulation von Soissons. 17. Gefecht bei Montdidier. 18. Erstürmung von Chäteaudun. 19./20. Scharmützel bei Etrepagny. 20./21. Rekognoszmmg gegen La Fero. B. Maassnalimeii mit Bezug auf Etappen- nnd Evakuationswesen. 1870. September. 16. Errichtung des General-Gouvernements in Reims. 19. Kündigung des Rheindampfschifffahrts-Vertrages. 20. General-Etappeninspektion der III. Armee in Corheil, der Maas-Armee in Dammartin. — Evakuation aus den Reserve- lazarethen der westlichen Provinzen von Preussen, in die der östlichen Provinzen angeordnet und auf die Süddeutschen Staaten ausgedehnt. 23. Umgehungsbahn bei Metz, (Remilly—Pont aMousson) fertig gestellt. 28. Rheindampfschifftransport aufgehoben. Linie Weissenburg — Nancy—Nogent l'Artaud fettig gestellt. Oktober. 1. Aufhebung der Evakuation durch Belgien. 5. Aufhebung der Evakuations-Kommission in Aachen. Rekognoszirung 23. Befehl an die Einschliessungsarmee von Metz zum marsch gegen die mittlere Loire über Troyes. 24. Kapitulation von Schlettstadt. 25. Gefecht bei Nogent sur Seine. Vor- 10. Evakuntions-Kommission von Saarbrücken nach Forbach verlegt. 19. Linie Reims—Boulzicourt in Betrieb gesetzt. 20. Nogent l'Artaud, Etappen-Hauptort der III. Armee. Chfiteau Thierry, Eisenbahn-Verladestation für die III. Armee. 22. Beschränkung der Evakuation von Typhus- und Ruhrkranken aus den Lazarethen vor Metz auf die Lazarethe in Nancy und Pont ä Mousson. 23. Evakuations-Kommission in Chalons sur Marne otablirt. 25. Die Evakuations-Kommission von Chalons sur Marne dm Epernay verlogt. Oktober. ■22. Beilagen zu Band I. mf Etappen- en. ts in Reims. Is-Vertrages. Armee in Corbeil, der ation aus den Reserve- i von Proussen, in die und auf die Südrleut- -Pont ä Mousson) fertig Sogent l'Artaud fertig elgien. jsion in Aachen. brücken nach Forliack I) gesetzt. ler III. Armee. ('bitten« ür die III. Armee. m Typhus- und Ruhr- etz auf die Lazarethe in 3 sur Marne etablirt. ühalons sur Marne narl Beilage" zu Band I. Kriegskalender. 193* A. Kriegsaktionen. 1870. Oktober. 27. Kapitulation von Metz. — Beginn der Belagerung von Neubreisach (bis 10. November). 28. bis 30. Gefechte von Le Bourget. 29. Beschiessung von Le Bourget. 30. Gefecht bei Dijon (XIV. Armeekorps). November. 3. bis 11. Einschliessung von Beifort. Anfang November. Abmarsch der II. Armee von Metz auf der Linie Troyes—Chaumont. 7. Bildung der Armee-Abtheilung Seiner Königlichen Hoheit des Grossherzogs von Mecklenburg-Schwerin. Rckognoszi- rung des Waldes von Marchenoir. 8. Kapitulation von Verdun. 9. Treffen hei Coulmiers. 10. Kapitulation von Neubreisach. 11. Beginn der Belagerung von Beifort (bis 18. Februar 1871). 13./14. Eisenbahnzerstörung bei St. Vit. 14./15. Beobachtung von Auxonne. 1."). Einschliessung von Montmedy und Belagerung von La Fere. Beobachtung von Langres. lii. Vormarsch der I. (Nord-) Armee unter General Frhr. v. Mantenffel nach der Oise gegen die Französische Nordarmee. 1(>. bis 9.1.71. Beobachtung und Einschliessung von Longwy. 17. Gefecht bei Dreux. 18. Gefechte bei Joigny und bei Chäteauneuf en Thimerais. 19. Ueberfall von Chatillon sur Seine. 20. Gefecht bei Nuits. Gefechte bei Beaune la Kolande, Mont- argis, Vrigny, Chevillon. Corvees les Yys. 21. Gefechte bei Choisy le Roi, hei La Fourche und bei Thiron Gardais etc. 22. Vorpostengefechte bei La Ferte Bernard, bei Belleme und bei Vernon. 23./24. Gefechte bei Essert, Cravanche und Vetrigne (BelfortJ. 24. Kapitulation von Diedenhofen. 24. Gefecht bei Ladon undMaizieres. Gefecht bei Clamart und Bredy (Paris). 27. Kapitulation von La Fere. 27. Schlacht bei Amiens. 28. Schlacht bei Beaune la Rolande. 30. Kapitulation der Citadelle von Amiens. 30. Erste Schlacht von Villiers und Champigny. Dezember. 1. Gefechte von Villepion und Patay. 2. Zweite Schlacht bei Villiers und Champigny. 2. Schlacht bei Loigny—Poupry. Gefecht bei Bnzoches les Gallerandes. 3. Gefecht bei Champigny. 3./4. Schlacht bei Orleans. 5. bis 14. Belagerung von Montmedy. 0. Gefechte bei Meung und bei Le Plant. SanitMs-Bericht ober für die heimkehrenden ispektion. Das Oberkou- ibernimmt die Etappen- Linienkommission Reimi mmission von Nancy. Weisaenburg stellt Um ■egelmässigen Fahrten eil Veissenburg aufgelöst. 05 ■ ■■* N IS c3 N C3 03 CT OD CO CO 03 09 09 CS .8 n ä 3 3 ■5 O -« « +J 3 3 £ rM OJ ^ 03 "0 Ö ffl u8j.iap.ioj9g jap iq«z 55 rS fcc « Ja e -a 5 s £ sc T3 3 N m X bC 3 'S öS £ p '-!■ &C •H r^ CO O «3 0 OJ b£ 'S ffl 03 ~ u fc N .— o3 """! .M +a ,c O o " PQ *"■ ffl M Ä £ te M Ä fc 55 — 3 «o T^ ':_. £.35 OD c3 3 B . CS DD -t^ S iH 0 ""3 © Sfl bc o3 & - 5s pq * M O 55 £, so so ö tl § • s e • a^ t- c M CS >-»■ •S ■ * J i i j 4j tf. 3 £ "~1 n3 br„ ^3 © g" "" * bß i—i p3 P o> bo 03 c 1?5 c3 aj & £ £ P S3 3 n .fi O) ■s >u M 3 3 p N iz fc »5 o S kJ 3 s +^ N rS j= > > d ^ J3 .2 1 £ ■9 c- g B B 3 -3 P ^2 -^ HH 'TS OJ S >3 V s « « .'S § 55 198* Geräthe-Ausstattung des Württembergischen Küchenwagens. Beilageu zu Band Beilage 74. Geräthe-Ausstattung des Küchenwagens der Württembergischen Spitalzüge. 1 Eissehrank, 1 grosser Trichter. 2 kleine Trichter, (i Wassereimer, 1 Sparherd mit Geschirr, 1 Ofenschaufel und 1 Feuerzange, 2 Kochkessel, 2 grosse Kochapparate, 2 Kaffeemaschinen, 2 Theemaschinen, 4 Theeseiher, 6 zinnerne Theebretter, 2 grosse, hölzerne Theebretter, 1 Kaffeekanne, 50 Kaffeeschüsseln von Porzellan, 40 - von Zinn, 2 grosse blecherne Kaffeekannen, 5 blecherne Milchkannen, 6 Blechhäfen mit Ausguss, 1 Kaffeemühle, 36 kleinere und 36 grössere Trinkgläser, 30 Blechbecher, 2 Gläserkörbe und 2 Tassenkörbe von Draht, 50 Bestecke, 3 Tranchirbestecke, 3 Tranchirbretter, 3 Schöpflöffel, 1 Schaumlöffel, 2 Rührlöffel, 1 Wasserschöpfer, 50 Blechlöffel, •'! tragbare und 3 aufhängbare Besteckkörbe, 4 kleine irdene Kacheln, 100 tiefe Teller, 50 flache Teller, 4 irdene Milchtöpfe, 4 grosse irdene Schüsseln. 6 Leuchter, 3 Lichtscheeren, 4 Korkzieher, 3 grosse blecherne Spülgeschirre, 4 Putzbürsten, 1 Salz- und 1 Pfeffertonne, 4 Salz- und 1 Pfefferfässchen, 1 Beil, 1 Lager für ein grosses Fass, 6 Portionengefässe je für 14 Portionen Suppe, Kaifee etc. mit Deckel, Henkel und Ausguss, 1 Apparat zum Reinigen der Bestecke, Diverses irdenes kleineres Geschirr, Aufwaschtücher, Reinigungstücher für Geschirr, 10 Centner Tannenholz, Kienholz zum Anzünden, Beilagen zu Bai dei Laufende No. 1 Assiel 2 K affe( 3 Kiiclif 4 Brotsi 5 Buttei i; Comp i Durch 8 9 Wassi 10 Eiska; 11 Spülfi 12 Flascl 13 Feuer 14 Gabel 15 Fleist IG Messi 17 Eisen 18 Gewfi 19 Hack. 20 Hack' 21 Hand 22 Kaffe. 23 Kaffei 24 Kaffei 25 Kaffe. 26 Theel 27 Vena 28 Gusse 29 Koch ii P k 30 Kohl« 31 Kohl« 32 Gross 33 Klein 34 Küchi 35 Coupt 36 Lencl 37 Yerzi 38 _ 39 Neusi 40 41 Fiilll. 42 Schau 43 Holzl 44 Limo: 45 Messi 46 Mülls 47 Messe 48 Brate 49 Messt 50 Messt 51 Messi 52 Ml'^SC Beilageu zu Band I, >pitalzüge. steckkörbe, tonen Suppe, Kaffee etc. 'i jcke, irr, .er für Geschirr, Beilagen zu Band I. Inventarienverzeichniss des Küchonwagens eines Preussischen Sanitätszuges. 199* laufende No. 3 4 5 i; i 8 9 10 11 1-2 13 14 15 IG 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 Beilage 75. Inventarienverzeichniss des Küchenwagens der Preussischen Sanitätszüge. Gegenstand Assietten von Porzellan........ Kaffeebecher von Porzellan....... Küchenbeil............. Brotschneidemaschine......... Butterbüchsen von Porzellan...... (,'ompotschalen von Porzellan...... Durchschlage, grosse......... kleine ......... Wassereimer von Zink........ Eiskasten mit Zinkeinsatz....... Spülfässer mit eisernen Bändern..... Flaschenreiniger........... Feuerhaken.............• Gabel zum Vorschneiden........• Fleischgabeln............. Messingeinsatzgewiehte......... Eiserne Gewichte ä 5, 4, 2 und 1 Pfund . . ■ Gewürzschränkchen........... Hackchen mit Stiel........... Hackemesser............. Handfeger.............. Kaffeemühle ... ...... . . Kaffeeloth.............. Kaffeetücher.............. Kaffeekannen von Porzellan........ Theekannen von Porzellan . . -...... Verzinnte Kasserollen mit Deckel..... Gusseiserne Stielkasserollen mit Deekel . . . Kochmaschine (mit 2 Wasserkasten von Messing mit Hahn, 3 Blechen im Bratofen, 7 Herdplatten, 1 Platte mit 3 Ringen und 1 Aschkasten) .............. Kohlenkasten von Bisen......... Kohlenlöffel von Eisen . . . .'..... Grosse verzinnte Krüge mit Deckel..... Kleine - - - - ..... Küchenbrotter............. Coupeelaternen............ Leuchter von Messing.......... Verzinnte Esslöffel........... Theelöffel von Gussstahl..... Neusilberne Esslöffel.......... Theelöffel.......... Fülllöffel von Blech.......... Schaumlöffel von Blech......... Holzlöffel.............. Limonadelöffel............ Messingmörser mit Keule........ Müllschippe............. Messer zum Vorschneiden........ Bratenmesser............. Messer und Gabeln........... Messerkorb.............. Messerputzstein............ Messerbrett.............. Stückzahl 2 120 1 1 2 4' 2 2 3 2 2 2 1 1 2 1 4 1 1 1 1 1 1 4 2 2 3 2 1 1 1 10 10 4 2 3 144 144 12 12 2 1 3 6 1 1 1 2 144 1 1 1 Laufende No. 53 54 55 56 57 58 59 (10 (51 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 i; egenatan d Kartoffelnapf mit Deckel von Porzellan . . . Bratpfanne.............. Emaillirte Bratpfanne.......... Eierkuchenpfaime........... Quirlbrett mit 8 Quirlen, 6 Holzlöffeln. 1 Reibkeule und 1 Fleischklopfer...... Reibeisen.............. Reibenäpfe von 'Phon.......... ßepositorien von Holz......... Sanciere von Porzellan......... Schneeschläger ............ Grosses Theesieb von Blech....... Kleines - - - ....... Bartschlüssel zu den Coupeethüren..... Dornschlüssel - - - ..... Flache Schüsseln von Porzellan...... von Blech....... Schüsseln von Thon.......... Speisebretter von Holz......... Trittstuhl.............. Polirter Küchenstuhl.......... Lackirte Tablettes........... Bouillontassen mit........... Untertassen von Porzellan........ Tiefe Teller - -....... . Flache - - - ........ Brot tidler.............. Teller von Thon............ Suppenterrine von Porzellan....... Theekessel.............. Küchentisch............. Grosser Sehmortopf mit Deckel...... Kleine Schmortöpfe - - ...... Luftdichte eiserne Kochtöpfe....... Gusseiserne Bauchtöpfe......... gerade Töpfe........ Blechtöpfe mit Deckel.......... Töpfe von Thon............ Sahnentöpfe von Porzellan........ Grosse spitze Kaffeetrichter........ Kleine - - ........ Porzellan-Kaffeetrichter......... Bouillontrichter von Blech........ Gewöhnlicher Trichter von Blech...... Komplette Wage........... Waschbürsten............. Wassereimer............. Eiserner Wasserkasten mit Messinghahn und Holzbank............. Wassergläser............. Wasserschöpfer von Blech........ Weingläser.............. Wiegemesser........ .... Zuckerdosen mit Deckel..... . . . Stückzahl 1 1 1 1 1 1 2 4 1 1 1 1 1 1 2 1 4 20 1 1 2 12 12 120 24 1 3 1 1 1 1 5 3 3 3 2 4 2 3 1 1 2 2 1 2 3 1 6' 1 12 1 9 i. I 200* Ausrüstung eines preussischen Sanitätszuges. Beilagen zu Bau,] t, Reilage 76. Oekonomischer, chirurgischer und Lebensmittel-Etat eines Preussischen Sanitätszuges. 1. Oekonomie-Utensilien. 240 Leibmatratzen von Rosshaar zu 8 Pfd. Füllung. 40 Kopfmatratzen - - - 3 - 660 wollene Becken, 470 ordinäre Bettlaken, 220 Halstücher, 280 ordinäre Handtücher. 220 Hemden, 20 gefütterte Krankenhosen, 20 - Krankenröcke, 40 ordinäre weisse Ueberzüge für die Kopfmatratzen, 200 Paar wollene Socken, 40 - Pantoffeln, 25 Handlaternen mit je 1 Licht, 10 Steckbecken von Zinn mit Deckel. 20 Trinkbecher von Blech, 2 Armbadewannen von Blech, 2 Fussbadewannen von Blech, 6 Borstwische, 2 Brotkörbe, 120 Essnäpfe von Blech, 2 Flaschenkörbe, (i Haarbesen, 2 Nachteimer von Zinn mit Gestell, 10 Nachttöpfe von Porzellan. 30 irdene Spucknäpfe, 4 Schrubber, 2 Waschkörbe, 6 Wärmflaschen von Blech. 20 Weingläser, 20 Salzgefässe von Fayence, 20 Schemel ohne Lehnen, 20 kleine Handspiegel. 40 Kämme, 2 Spülwannen, 2 Stiefelknechte, 4 Korkzieher, 5 Müllschippen, 4 Packnadeln, 1 Pfd. Bindfaden, 2 Tintenfässer, 4 Bierseidel, 20 Steinflaschen, 30 Waschschüsseln von Steingut. 200 Jacken, 20 Mäntel von Flanell, 20 Füllkellen. Zur Reinigung und Beleuchtung. 1 Pfd. Bast, 8 - Waschseife. 8 - Soda, 1000 Streichhölzer, 50 Pfd. Stearinkerzen, 50 - Oel in 2 Blecbkannen, 2. Chirurgische Instrumente, Geräthe und Verbandmittel 20 Stück graduirte Porzellanbecher, 2 - Stufenbahren, 10 Pfd. Charpie, 2 Paar Krücken, 20 Pfd. alte Leinwand, 20 - neue Leinwand, 20 Ellen Flanell, 12 Stück Mitellen, 40 - Schusterspan. 60 - dreieckige Tücher. 12 Blatt Watte, 60 Ellen leinenes Band, 30 Stück zehneilige Flanellbinden. 60 - Gazebinden, 20 - dreieilige -. 40 - sechsellige [ Zirkelbinden, 80 - zehnellige J 20 Ellen gitterartig gewebter Stoff, 20 - Oelleinwand zu Unterlagen. 18 Stück Häckselkissen, 1 Loth Stecknadeln, 25 Stück Nähnadeln, 2 Loth weissen Zwirn, 6 - Waschschwämme, 12 Stück Irrigatoren mit 12 Zink- und 12 Kautschukspitzen, 1 vorschriftsmässig gefüllte Gypsbüchse, 10 Stück Eiterbecken, 1 Etuis mit gemischten Instrumenten. 12 Stück grosse 1 „. , . , , _ . , . Eisbeutel. 12 - kleine I 2 Packkisten, 1 Etuis mit Gypsmesser und Gypsscheere. 12 Tafeln Watte, 12 Stück Armschienen \ ,-. , , _ . , . von Draht. 12 - Beinschienen ) 10 Appareilbretter mit 3 Flaschen. 20 Blechbüchsen, 2 Operationsleuchter. agen zu Bani 125 Pfund Haft 100 - gebi j The 150 - Wei 125 - pras 125 - Salz 200 - Butl 25 Stück Schi 100 Pfund Bac 100 - weis 100 - Kak 10 Schock Ei« 20 Stück Citr 50 Pfund Zwi 130 - Brol 50 - kom 100 - präs 100 - pras 100 - pras l. in einer Packkiste Stnitäts-ßericht ^■■■H Beilagen zu Band I. Preussischen ichtung. ichhölzer, Stearinkerzen, Oel in 2 Blechkannen. und Vertandmittel 12 Kautschukspitzeii, /in einer Pa ikkisti Beilage« zu Band I. Ausrüstung eines Preussischen Sanitätszuges. 201* 3. Lebensmittel. 125 Pfund Hafergrütze, 501) - gebrannten Kaffee, j - Thee, 150 - Weizengries, 125 - präservirte Kartoffeln, 125 - Salz, 2(i0 - Butter, 25 Stück Schinken, 100 Pfund Backpflaumen, 100 - weissen Zucker, 100 - Kakaoinasse, 10 Schock Eier, 20 Stück Citronen, 50 Pfund Zwieback, 130 - Brot, 50 - kondensirte Milch, 100 - präservirtes Ochsenfleisch, 100 - präservirten Kalbsbraten, 100 - präservirte Kalbskarbonade, Stnitäts-ßericht libev die Deutschen Heoru 1870,71. Beilagen zu IM. 1 12 Pfund komprimirtes Gemüse, 125 - Fleischextrakt, 250 Flaschen Bordeauxwein, 40 - Cognac, 40 - Ruin, 40 halbe Flaschen Kapwein, 600 Flaschen Bayerisch Bier, l 3 /* Pfund Gewürz (7 Sorten), 150 - Mehl, 12 Quart Essig, 1 Scheffel Zwiebel, 4 - Erbsen, 16 - Kartoffeln, 500 Pfund Rauchfleisch mit Bouillon, 50 50 50 50 50 25 200 halbe Flaschen Sodawasser. präservirten Wirsingkohl mit Hammelfleisch, präservirte grüne Erbsen, Schnittbohnen, Mohrrüben, feine Graupen, Nudeln, 2« * i % i 202* Ausrüstung eines Bayerischen Spitalzuges. Beilagen zu Band Beilage 77. a. Oekonomie -Ausrüstung des I. Bayerischen Spitalzuges. 600 Kopftücher und Armschlingen 200 Flanellbinden, 600 Lehienbinden, 100 Gazebinden, 1500 Kompressen, 78 Unterlagen, 10 Pack Pflasterflecken, 1 Kiste Charpie, 14 Rollen Marinelint, 20 - Heftpflaster, 12 Ellen Guttaperchaleinwand, 36 - Guttaperchataffet, 30 Blatt Watte, 30 Stück Eisbeutel, 60 - Schwämme, 600 - Hemden, 322 Paar Beinkleider, 150 - Pulswärmer, 400 Stüct Taschentücher, 1350 - Leibbinden, 200 - wollene Jacken, 100 - Kopfnetze, 600 Paar Socken, 236 Stück Betttücher, 100 - Kopfkissenüberzüge, 200 - Handtücher, 24 Servietten, 300 - wollene Decken, 12 grosse Feder- und Rosshaarkissen, 16 - kleine Feder- und Rosshnarkissen, 24 Spreukissen, 40 Paar Filzschuhe. b. Lebensmittel-Etat etc. der Bayerischen Spitalzüge. 230 Flaschen guten Weins, 24 - Cognac, Arak, Rum oder Kirschengeist, 10 Fläschchen Alpenkränterliqueurs, 6 Flaschen Fruchtsaft, 50 - Sodawasser, 6 Töpfe Fleischextrakt, 20 - kondensirter Milch, 100 Pfund Zucker, 75 Kaffee, 20 Reis, 20 Gerste, 10 Gries, 15 Makaroninudeln, 25 feinen Mehls, 20 Schmalz, 5 - Butter, 25 - Salz, Vi gemahleneu Pfeffers, V« Zimmet und Nelken, 100 Schinken, Rauchfleisch, Würste, 5 Chokolade, 5 Pfund Thee, 25 - feinen Zwiebacks, 60 - Schweizerkäse, 500 Stück Eier, 50 - Citronen, 60 - Orangen, 3 Pfund Snlatöl. 3 - Spiritus, 15 - Petroleum, 10 Maass Essig, 1 Topf Senf, 100 Paket Zündhölzchen, 5000 Stück Cigarren, 50 Paket Tabak, 6 Büchsen Schnupftabak, 30 Paket Kerzen, 10 Pfund Seife, 12 Stück Kämme, 12 - Zahnbürstehen, 6 Flaschen wohlriechenden Wassers. Beilagen zu Band 50 Flauellhem 30 wollene Ur 50 Paar wolle 50 Shlipse 100 Leibbinder 20 Paar Schul 100 leinene He 100 Taschentw 100 Handtücht 50 Paar Unte: 50 Leintücher Federkisse 18 Säckchen C Verbandze 1 grosser Sac. 1 Sack Komp: 1 - leinen i - mit 1( Watte in Blatt 1 Schachtel S 12 Feldflasche) 12 Feldtascher Stösser, Handsi 2 Eimer W 50 Flaschen 80 12 6 6 HBHH^^^^^H Beilagen zu Band Beilagen zu Band L Magazinbestand der Württembergisehen Spitalzüge. 203* Beilage 78. Magazinbestand der Württembergisehen Spitalzüge. I. Leibwäsche, Weisszeug. in zwei Körben verpackt, l. in zwei Kisten verpackt, 50 Flanellhemden 30 wollene Unterjacken 50 Paar wollene Socken 50 Shlipse 100 Leibbinden 20 Paar Schuhe, 100 leinene Hemden 100 Taschentücher 100 Handtüchter 50 Paar Unterhosen ) 50 Leintücher in Reserve, Federkissen, Kopfrollen, kleine Kissen. 2. Verbandzeug etc. 18 Säckchen Charpie, entfettete Baumwolle und gemischtes Verbandzeug, 1 grosser Sack Charpie, 1 Sack Kompressen, 1 - leinene Binden, 4 - mit 100 Stück Esmarch'schen Tüchern, Watte in Blättern, 1 Schachtel Schwämme, 12 Feldflaschen, 12 Feldtaschen, Stösser, Handschuhe, Stiefel, Hosenträger. 3. Proviant. 2 Eimer Wein in 4 Fässern ä '/-' Eimer, 50 Flaschen feinen Rothweins, 80 - Exportbier, 12 - Champagner, 6 - Fruchtsaft, 6 - Essig, 20 Flaschen Kirschgeist 1 8 - Rum \ in einer Kiste, 8 - Arac J 50 Pfund gemahlenen Kaffee oder entsprechend Kaffee-Extrakt, 30 Büchsen kondensirte Milch, 20 Pfund Chokolade, (10 - Würfelzucker, 12 Stück gesottenen Schinken, 4 gebratene Kalbskeulen, 15 Pfund Fleischextrakt, 30 - gesalzene Butter, 10 - Salz, 1 - Pfeffer, 8 - Senf, 400 Stück Eier, 50 Laib Brot, 1 Kistchen Zwieback und Anisbrot, 6000 Stück gewöhnliche Cigarren, 2000 - bessere Cigarren, 1 Kistchen Nudeln, 25 Pfund Makaroni, 30 - Stearinkerzen, 1 Kistchen Handseife, Zündhölzer, 30 Pfund Käse, 1 Sack Kartoffeln, 1 - Zwiebeln, 24 Stück Citronen, 25 Pfund Koch'schesFleischbrot, 1 Kiste Würste, 10 Pfund Reis, 10 - Gries, 20 - Sago, 100 Flaschen Sodawasser, 1 Kiste Suppenkräuter, 30 Pfund frisches Fleisch, 1 Fass Sauerkraut, 20 Pfund Salzfleisch, 15 - Erbsen, 100 Paar Seitenwürstchen, 30 Pfund Wagenlichter (für die Wagenlaternen). h • i ,s k 1 26* 204* Verwaltungswegen der Preussischen Sanitätsziige. Beilagen zu Band I. Beilage 79. Inventarienverzeichniss des Verwaltungswagens der Preussischen Sanitätsziige I. bis IX. Gerätschaften. 4 Coupelaternen, 1 Ofen, 1 Kohlenkasten, 1 Kohlenschippe, 1 Feuerhaken, 1 Apothekenschrank, 3 verzinnte Kasserollen mit King, 1 Theekessel, 1 Berzeliuslampe, 1 Handfeger, 2 Wandschränke mit Schlüsseln, 1 Verbandmittelgerüste mit Vorhang, 2 Tische mit Schiebladen, 2 eiserne Bettstellen mit Matratzen, 6 baumwollene Fenstervorhänge, Waschbecken, Wasserkasten mit Spiegel, Wasserflasche, Wassergläser, 1 Tintenfass, 1 Streusandbüchse, 2 Medizin- und Bandagenkasten. Verzeichniss der Arzneimittel eines Preussischen Sanitätszuges. Beilagen 1. Acid. aceticum, 2. Acid. carb. cryst. pur., 3. Acid. phosphor., 4. Acid. tannic, 5. Aeth. sulfur., 6. Arg. nit. fus., 7. Atropin. sulfur. 8. Chinin, sulfur., 9. Chloral. hydr. cryst., 10. Chloroform, 11. Empl. adhaesiv., 12. Empl. canthar. ordin., 13. Flor. cham. vulg., 14. Fol. digit. purp., 15. Fol. senn., 16. Glycerin, 17. Kai. hypermang. pur., 18. Liq. ferr. sesquichl., 19. Liq. plumb. acet., 20. Mixt. sulf. acid. 21. Morf. hydrochlor., 22. Natr. bicarbon. pulv., 23. Natr. sulf. cryst., 24. Ol. oliv, provinc, 25. Ol. ricin., 26. Pulv. spec. opiat., 27. Kad. ipec, 28. Rad. rhei, 29. Semen sinap., 30. Stib. kali-tartar., 31. Tinct. op. benzoic, 32. Tinct. op. croc, 33. Tinct. nuc. vom., 34. Ungt. simpl., 35. Zinc. sulfur. pur. Beilagen zu Band I. Beilagen zu Band Verbandmittel- u. Arzneiausstattimg der Württembergischen Spitalzüge. •205* bis IX. Beilage SO. Verbandmittel- und Arznei-Ausstattung der Württembergischen Spitalzüge. 2 Krüge Oel (feines und gewöhnliches), 1 Krug Glycerin, 2 Pfd. Carbolsäure, 2 Büchsen Chlorkalk, 5 Pfd. Eisenvitriol, 2 Pfd. doppeltkohlensaures Natron, 1 Kistchen Kölnisches Wasser, Diverse Medikamente in 1 Kiste, 1 grosse Blechbüchse mit Medikamenten, 1 ) 2 Blechbüchsen mit Apothekenutensilien, 1 Büchse Rotul. menth. pip., 1 Büchse Pfeffermünzthee, '/-' Pfd. Kamillenblüthen, 2 Pfd. schwarzen Thee, 2 Gläser mit 100 Pillen (ä 2 Gran Chinin), Heftpflaster, gestrichen und in Steintöpfen, 3 Packete englische Charpie, 10 kleine Kautschukspritzen, 10 kleine Zinnspritzen, 2 Klystierspritzen, 8 Luftkissen, 40 wasserdichte Unterlagen, 12 Drahtschienen, Schienen diverser Grösse, aus diversem Stoffe, Pappdeckel, 3 Büchsen Gyps mit Gazebinden, Bänder und Stecknadeln, 1 Körperthermometer, 1 Wandthermometer. 6 Stück Hornlöffel, 12 leere Gläser zu Karbolsäure, 6 Porzellanschaalen, 1 Pfd. Bindfaden, Firnisspapier, Kollodium, 1 Pfd. Insektenpulver, 6 Stück Eisbeutel, 1 Apothekerwage mit Gewichtsatz, 1 Reibschale mit Stösser. *) Opiumpulver, Morphiumpulver, Gliininpulver, Chloroform, Homuannsche Tropfen, Eisenehloridlösung, Riciuusöl, ein leeres Glas. t 1 ,\ * i L k 206* Summarische Cebersiehf über die Fahnen sämmtlicher Deutschen Sanitätszüge. Beilagen zu Band I. Beilage 81. Summarische Uebersicht über die Fahrten sämmtlicher Deutschen Sanitätszüge, nach Monaten zusammengestellt (ausschliesslich des Hattinger Sanitätszuges, über dessen Fahrten nähere Angaben fehlen) 1870 3 sc s •4 F., bef. 55 S % m F., bef. o M O F. bef. 3 o *A F. bef. O £ N P F. bef. 1871 S | CS •"» F. bef. ä 49 fr F. bef. F.|bef. E. ■4 F. bef. 'es F. bef. F. bef. 's 1-5 F. bef. p b(j -4 F.|bef. es fr SS CO« Weissenburger Laz.-Zug No. I. No. II. No. III. — — " — 1 1 aoi 180 1253 \ 1300 "l 183 — — — — — — — — — — — — 2 2 1 551 363 300 Dil.' drei Weissentarga Lazarethzuge wurden im November bezw. Dezember in Berlin zurückbehalten und zur Neuausrüstrag derPreussifichenSaiütttB- züge verwendet. Preuss. staatl. Sau.-Zug No. I. No. 11. No. III. No. IV. No. V. No. VI. No. VII. No. VIII. No. IX. No. X. Hannoverscher San.-Zug) — _ — — __ — 1 1 183 300 180 2 3 1 1 2 1 1 355 596 193 200 385 160 201 1 1 1 1 1 1 1 2 186 186 203 208 192 173 229 401 2 1 2 1 2 2 2 2 2 314 207 320 192 466 374 415 389 398 2 2 2 2 1 2 1 1 1 1 347 397 375 382 75 361 151 501 167 230 2 172 2 491 1 186 1 140 1 233 10 8 7 5 6 8 5 4 3 5 1604 1686 1254 977 1134 1530 899 1145 556 1029 Am 4. September 1871 in Berlin abgetötet. DererstePreusMscheSaiii- tettszue evakuirt die Norddeutschen Lazarette von kranken Franzosen im Juli und August. — Am 11. Mai Abrüstung des Zuges; einzelne Wagen der Okkupationsarmee in Frankreich behufs Evakuation ihrer Kranken übergeben. Am 5. Hai abgerüstet Ende März abgerüstet. Am 23. März iu Berlin abgerüstet. Am 30. März in Berlin abgerüstet. Am 29. Juli in Berlin abgerüstet. Ende März in Berlin abgerüstet. Am 30. März in Berlin abgerüstet. Am 26. März in Berlin abgerüstet. Am 21. März in Hannover abgerüstet. Bayerischer Spitalzug No. I. No. II. No. III. No. IV. 3 1 8 1 674 870 514 112 2 i i i 719 240 159 260 1 1 1 470 566 301 1 1 1 181 215 881 2 1 1 600 232 278 1 1 174 260 2 2 1 409 407 187 1 1 2 166 150 429 1 217 — 12 9 9 3 3 436 2 854 2 708 673 Nach dem Friedensschlia wurden die Bayerischen Spitalzüge in München demobilisirt, doch gingen im Juni und September noch zwei Züge nach Vesoul — Besancon und nach Brunoy-Sevran, theils umKriegsgefangene dahin, theils um Kraute nach Soissons-Laon w bringen. Der vierte Bayer. Spitalzug wurde im Oktober aufgelöst. Beilagen zu Bai Pfilzer Lazaret Sächsischer Sai Württemberg, i N Badischer Lazs Lazarethzüge c v. Eönika Frankfurter Sa Kölner Sanität Sanitätszug d< Bilfsvereins Mainzer Saniti Hamburger Li Beilagen zu Band I >en fehlen). Dm drei Wt issenborg« Lazarethzuge wurden m November bezw. Dezember in Heilin zurückbehalten und zur Neuauartistrag derPreussischenSanitlts- züge verwendet. Am 4. September 1871 in Berlin abgerüstet DererstePreussischeSut- tätbzug evakuirt die Norddeutschen Lazarethe von kranken Franzosen im.hl und August.— Am 11.Mai Abrüstung des Zuges; einzelne Wagen der Okkupationsarmee in Frankreich behufs Evakuation ihrer Kranken übergeben. Am ü. Mai abgerüstet. Ende März abgerüstet. Am 23. März iu Berlin abgerüstet. Am 30. März in Berlin abgerüstet. Am 29. Juli in Berlin abgerüstet. Ende März in Berlin abgerüstet. Am 30. März in Berlin abgerüstet. Am 26. März in Utrlin abgerüstet. Am 21. März in Hannover abgerüstet. Nach dem Frieden bcbIm wurden die Bayerischen Spitalzüge in München demobilisirt, doch gingen im Juni und September noch zwei Züge nach Vesoul-Besancon und nach Brunoy-Sevran, theils umKriegsgefangene dahin, theils um Kraoto nach Soissons-Laon zn bringen. Der vierte Bayer. Spitalzug wurde im Oktober Betlagen zu Band 1. Summarische Uebersicht über die Fahrten sämmtlicher Deutschen Sanit&iszüge. 207* 1870 -^ •n 3 bc 3 < F. bef. u s o, tu F. bef. 3 .o o M O F. bef. 5 a V o F. bef. ,a B 9 N Epernay 1.12.70 3 Görlitz 4 Altenburg 6 Berlin 24.1. 71 G Berlin 17.2.71 7 Hamburg 10.3. 71 8 Oldenburg 25.3.71 Sanitäts-Berich Beilagen zu Band I. I. bis X. Dr. Schultz, chweijrer. merkungen ersten Tage der Führt eziefer ausgeladen. Vloribunder, 2 mit Un- haftete in Porbach aus- iblutung (Brustschuss) sr Fahrt Gestorbener in eladen. .12.70 195 Kranke und e von Amiens nach ('ler- in mit Kopfverletzungen au- le die Fahrt nicht vertragen "fach viertägiger Fahrt traten ielle Blutungen ein; bei einem ■derarm Verwundeten Ersehet Msmus, die jedoch bei An- nöthigen Mittel bis zur An- in sich nicht steigerten. ■r 9. und 10. Fahrt dem Zuge in zwei bewahrten 489 Franzosen Lazarethen Deutsch- Lille evakuirt worden Beilagen zu Band Fahrten der staatlichen Prenssisehen Sanitätsziirrp. 209* Sailitätszug ~No. II. Führer des Zuges: bis incl. Fahrt 4 Dr. Fr. Ermann. von Fahrt- 5 alt Stabsarzt der Landwehr Dr. Börner. / Aus Deutschland nach B rankreich zur Aufnahme von Kranken nach Zurück von Frankreich nach Deutschland Zahl der beförderten Verwundeten und Kranken Bemerkungen Abfahrt von über Abfahrt von über behufs Ent- ladung der Kranken nach 1 Berlin 21.11.70 Weissenburg 24.11. 70' T Lagny 30.11. 70 Lagny 30.11. 70 Chäteau Thierry Epernay 300 •> Epernay 1.12.70 Ohäteau Tliierrv Lagny 2.12. 70 Lagny 2.12. 70 Weissenburg 4.12. 70 Mainz Leipzig Görlitz 7.12. 70 200 Ausserdem 500 in angehängte Wagen 2.. 3. und 4. Klasse. — 1 Mann mit penetrirender Kniegelenks- Schussverletzung in Weissenburg wegen heftiger Schmerzen zurückgelassen; ans gleichem Grunde 1 Mann mit Schussverletzung der Wade ä hont portant mit ausgedehnter Haut verbreni rang in Leipzig. 3 Görlitz Weissenburg 11.12. 70 Epernay 16.12. 70 Kehl 17.12. 70 Würzburg 31 Altenburg 1 (55 J 196 4 Altenburg • Weissenburg 25.12. 70 ' Epernav 4.1. 71 Forbach 6. 1. 71 Nachm. früh 8 Uhr Potsdam 8.1.71 Nachm. 200 Wird zur Reparatur nach Berlin übergeführt. f» Berlin 24.1. 71 Saarbrücken Metz Reims Epernav 31.1. 71 Abends La?ny 4.2.71 Nachm. Lagny 4.2.71 Weissenburir ß.2.71 Wiirzburg Schweinfurt Bamberg Cottbus Berlin 9.2.71 Abends 18t; 5 Typhuskranke, darunter 3 mit heftigen Durchfallen, 2 mit Gangrün der Zehen in Epernay ausgeladen. 92 äussere, 94 innere Kranke. Wird zur Reparatur etc. von Cottbus nach Berlin übergeführt. g Berlin 17.2.71 Weissenburg 19.2.71 Epernay 21. 2. 71 Abds. Versailles 22. 2. 71 Abds. Chartres 23.2. 71 Abds. Le Mans 24. 2. 71 Abds. (9 Wagen in Ch mit 11 Kran Le Mans geft Le Mans 2G.2. 71 Mitt. artres gelassen, *-» k£ fJÜ w SC . G ja ja «3 I ^ I B cö a ja — TS 1\ 55 cc m — h -> 0 lO M — L- I» CQ ed tc i~ ■s 03 aa K » •3 5 9 C_ y "-r Sc 0 2 £ CG CS3 ■; — i* H CD m -— 0 -.. _ ;n 33 rä D +a CO « "£ 3Q [3 93 99 m Ife u CSJ e e g a 02 ^ -O o 02 1 115 .1 q » * ii j ^a p. . >, EH i-H CM i—l lO CO O iC t"» i-t tH CN tH O tH CO tH CQ £ « -S 3 >- rg • « <3 ''S? 3 s W M ja «i bc r. L Sj 7-1 O 3 c- h-J J2 S ScOjj CO 3 OS il'S'S' 8 .!! * »^ 3 2 C ^ n a m «'S gj> J == c Jh £ C,^^ < c *J aä = Ä ■Sei oJ 2 B -^ O «5 Ofi| v^ ^ hL,a co S 5B ^ b t P* bc 3 ^ CO j . > . bc roS sSco g3 0 - ^ r^ 09 .0 p ^ 99 t> w -1 ~ F ~ c — o > ^ A9 3 N 3 k-v C> C3 §•=. E "3 ■— 3j 3 mW s- tu ^13^ 3 3 3 bc [>, ■*E 3 G qj 03 St>Z 1^ O OS CD (N t- OS - v C<] © 53 s ■«j cd Ph id _ SS tH —. L^- h- 1= ^1 d 7^1 c r>3 T-1 CO T— c2 j=-^ c <1 s^> 3 ^v> -u 2 —x lllllll geo | 2 hJ c4 W 1—f , L^ 3^ co 1 - CS . ■- . •O CO j2 co t: .pa . COg bc X DD Ph-S •3 S « ,S ° £ = Z a.» ^ i m cj z g (73 S co PS 0 »N p O 0 *o 0 % J B-^ IT »73 • P-oq bCäprJCN S^ 3 " . as / -n 13 S r -1 * ^ ^ S^ 1 0 g rf J»l Abfahrt voi: Berlin 21. 12 70 Alten bürg Hamburg Meiningen InWeissenbi eiim'etroffe 29. 4. 71 Abfa n-t vi Weisaenbm 6. 5. 71 Erste / CD CO b0 Zweite CO =i w Berlin 8. 1 . 71 Berlin Beilagen zu Band I, £;» g 'bD.*<; £■ bC-O ,M : =« 3 PN S | *> ^ 5|| -u N 5. -§ | »3 = ; 3 ö ; J R 53 § B Kpernay 2.1. 71 Weissenburg | Altenburg mitl22Kranken 3. 1. 71 \ Weissenfeis Orleans Bpernay 10. 3. 71 Bpernay 9. 2. 71 Weissenburg 12. 2. 71 Babenliausen Würzburg Hamburg Weissenburg Mannheim 3 12. 3. 71 Babenhausen22 Meiningen 180 Meininiren Evakuirt 23. 3. 71 die Laza- rethe der I. und IV. Armee In Weissenburg eingetroffen 29. 4. 71 Abfahrt von Weissenburg 6. 5. 71 Metz Sedan Laon St. Quentin St. Dizier Erste ■/. O) bO O N X t & -. «Ö Zweite •■& w a. Weissenburg 27. 5. 71 Evakuirt die Kranken des V. Armeekorps I b. Weissenburg Wird in Clermont und Um- ^ 27. 5. 71 gegend beladen Forbach 1. 4. 71 Weissenburg 14. 5. 71 Weissenburg 31. 5. 71 Weissenburg 2. 6. 71 St. Wendel Berlin Elbing' Berlin 160 192 205 15(5 1(54 Bemerkungen Die Rückkehr des Zuges verzögerte sich infolge Brückensprengung aus Anlass des Ueberfalls bei La Roche und Brienon 25.1. 71. Bei der Rückfahrt von Berlin nach Weissenburg führt der Sanitätszug Nu. 6 am 27. 4. 71 130 Kranke und Verwundete aus dem Baracken- lazareth zu Berlin nach Halle und Hanau über. Erhält am 1(5. 5. 71 in Berlin einen zweiten Küchenwagen. Von den 164 Kranken etc. waren bestimmt nach: Berlin 60, Altona 15, Bergquell 2, Leipzig 74, Jüterbog 4. Landau 9. Görlitz 154 Bergquell 27 Wetzlar 2 Düsseldorf 2 Leipzig 69 Berlin 9 Elbing 54 Berlin 8. 6. 71 Weissenburg i 1) 8 Wagen unter Unterarzt Weissenburg 12. 6. 71 Eysell evakuiren in(Jhaumont, 19. 6. 71 Troyes, Provins, Lagny, Meaux und Epernay 2) Der Rest des Zuges unter Stabsarzt Dr.N i eter in Reims, Amiens, Soissons und die Laza- rethe um Paris Berlin 185 ^und zwar 180 Kr., 5 Verw. 142 und zwar ; 118 Kr., 24 Verw. 186 und zwiii 144 Kr., i-> Verw 111 . Weissenburg 7. 7. 71 eingetroffen Weissenburg 11. 7. 71 Weissenburg 11. 7. 71 Weissenburg 12. 7. 71 Weissenburg 16. 7. 71 Am 29. 7. 71 abgerüstet. Deutschland 140 Dr. Stich. Unterarzt Eysell. Von den übrigen 10 Kranken kamen 8 nach Mühlhausen, 1 nach Düsseldorf, 1 nach Breslau. Ausserdem 60 Kranke in angehängten Wagen befördert. Führer des Zuges Stabsarzt Dr. Nieter. Von den 186 im Sanitätszug beförderten Kranken etc. kamen nach: Berlin 30, Ooblenz 3, Cötheu 6, Hannover 10. Jüterbog 20, Frankfurt Mühlhausen 26, a. M. 27, Görlitz 6, Leipzig 7, Breslau 11, Landau 36. Düsseldorf 4, Stabsarzt Dr. Nüsse. Assistenzarzt Dr. Schweder. • Unterarzt Dr. Hurk. Unterarzt Eysell. Der getheilte Zug brachte nach: Landau 8, Jüterbog 11. Worms 6, Berlin 2, Düsseldorf 3, Altona 10. Frankfurt Bergquell a. M. 12, b. Stettin 4 Wetzlar 3, 1(anzig 2, Mühlhausen 7, Görlitz 1, Leipzig 20, Breslau 8. h • t I % L 214* Fahrten der staatliehen PreussischeB Lazarethzüge. Beilagen zu Band 1. Saiiitätsziig ISTo. TU. SB Abfahrt von Berlin 30. 12. 70 Morgens Oöln 21. 1. 71 Mittags Bestimmt über für die Evakuations- Kommission in Wittenberg Halle Ludwigshafen 1. 1 71 Ohälons Epernuy 6. 1. 7i Morgens Thlonville 22. 1. 71 Abends Wegen Sprengung der Eisenbahn- brücke bei Toul über Sedan 23. 1. 71 Reims Epernay 25. 1. 71 Abends Von der Evakuations-Kommission dirigirt nach Ankunft daselbst Beladen mit Kranken und Verwundeten 8. 1 71 Morgens Amiens 9. 1. 71 Abends 26. 1. 71 Morgens Lagny 26. 1. 71 Nachm. 5 Uhr Amiens 10. 1. 71 201 Ausserdem in 2 angehängten Gütcr- und 1 Personenwagen 3. Klasse 80 Syphilitische, Augenkranke etc. bis Reims bezw. Epernay mitgeführt Lagny 27. 1. 71 Morgens 109 incl. 10 Offiziere Beilagen zu Bau Führer de 3a 3b Darmstadt 7. 2. 71 Morgens Mülliausen 10. 2. 71 Bremen 23. 2. 71 Morgens Weissenburg 7.2.71 Nachmittags Von Weissenburg sofort nach Mülhausen (über Strassburg) dirigirt, 8. 2. 71 Abends. Alle Verw. am Tage vorher durch einen Badischen Sanitätszug evakuirt. Künigshofen 10. 2. 71 Nachmittags Nancy 11. 2. 71 Epernay 12.2. 71 Mittags Porbach 25. 2. 71 Vormittags Metz 25.2.71 Nachts Thlonville Rethel Reims 26. 2. 71, erhält in Reims von der Evakuations- Kommission in Epernay Ordre 5 * Hannover 7. 3. 71 Weissenburg 9.3. 71 Epernay 10.3. 71 Nachm. 13. 2. 71 Morgens Versailles über Laon und Amiens nach Rouen 14. 2. 71 27. 2. 71 Abends 28. 2. 71 Mittags 10.3. 71 Versailles 11. 3. 71 Nachmittags über Abends Chäteau Thierry , Pari- 11. 3. 71 nach Versailles ! Nachmittags Die Nacht vom 11. zum 12.3. 71 bleibt der Zug in St. Cyr wegen Ueberfüllung des Bahnhofs in Versailles Versailles 15. 2. 71 Rouen 28.2.71 La Pere 177, dazu in Epernay 4 Kranke 181 191 incl. 1 Offiz. 2 Schwer- verwundete 193 Versailles 12.3. 71 Lagny Chäteau Thierry Chälons Weissenburg Saverne 74 63 3 8 1 9 151 Darunter: 19 Pockenkranke, 4 schwere Typhuskranke, 2 Typhus - Rekonvaleszenten mit Dekubitus, 1 Geisteskranker Zur Abrüstung Abfahrt von Amiens 11. 1. 71 üb- des: Lagny 27.1. 71 Epe d 6 j M Versailles 15. 2. 71 Epernay Ronen 1.3.71 Morgens vo in i lf Versailles 12.3.71 1. Cl Ep nach Berlin. Beilagen zu Band f. * Wo. TU. Beladen mit Kranken und Verwundeten 1. 71 201 2 angehängten Güter- menwagen 3. Klasse he, Augenkranke etc. w. Epernay mitgeführt r 109 n incl. IS 10 Offiziere es 1 177, dazu in Epernay 4 Kranke 181 2.71 191 incl. 1 Offiz. e 2 Schwerverwundete 193 i. 3. 71 74 • 63 lierry 3 3 8 urg e 1 2 151 (arunter: uike, 'yphuskranke, Rekonvaleszenten mit rUS, uiker Zur Abrüstung Beilagen zu Band I. Fahrten der staatlichen Preussischen Lazarethzüge. 215" ; Führer des Zuges: Professor Dr. Ackermann. Abfahrt Amiena 11. 1. 71 Lagny 27.1. 71 Bückweg über Ohantilly, übernachtet vom 11. zum 12. Januar 1871 Epernay, desgl. vom 12. zum 13.1. 71 Porbach Meaux Chäteau Thierry Epernay 28.1. 71 Morgens, daselbt Aufnahme von 64 Verw. u. Kranken incl. 10 Offiziere Abfahrt von Epernay 29.1. 71 Morgens Metz 30.1. 71 Abends Mannheim 31.1.71. Ankunft am Bestimmungsort Düsseldorf 15.1. 71 Darmstadt 1. 2. 71 früh Morgens Versailles 15. 2. 71 Epernay Lagny, übernachtet vom 15. zum 16. 2. 71 Vitry, desgl. vom 16. zum 17. 2. 71 Porbach, desgl. vom 17. zum 18.'2. 71, in der Nacht vom 18. zum 19. und 19. zum 20. 2. 71 durchgefahren Bremen 20.2. 71 früh Morgens Verwundete und Kranke Zahl 168 23 Offiz. 1 - 1 Bemerkungen Düsseldorf anf früheren Stationen in Bonn / Kreuznach entlassen. 201 Wegen Schmerzen in der Wunde ausgeladen (Schuss in den rechten Vorderarm). an verschiedenen Punkten heimlich entfernt. Am Abend des 13.1.71 bei einem Verwundeten mit WeichtheilechUBS durch den linken Obersehenkel heftige Blutung, die durch Anlegung des Tourniquets gestillt wurde. Ära 14. 1. 71 früh wird bei einem Verwundeten der Ausbruch eines Pockenexantheme kon- statirt. Nach Ausladung des Kranken wird der Zug, da der Bahnhof in Düsseldorf zu klein, nach Cöln übergeführt. 1 Reims 1 Landstuhl i. d. Pfalz 7 Mannheim 41 Heppenheim 43 Benzheim 80 Darmstadt 173 20 während der Fahrt ausgeladen zur Weiterreise in Personenzügen. 1 der Etappe in Chälons als Arrestant überwiesen. 1 wegen Verschlechterung in (Jommercy gelassen (gangräneszirende Pneumonie bei Typhus). 2 Verw. desgl. in Kreuznach (1 Amputirter, 1 Mann mit Schussfraktur des linken Schlüsselbeins und der linken Schulter). 2 in Coblenz bezw. Düsseldorf in Privatpflege gegeben. 155 in Bremen ausgeladen. 181. Ronen 1.3.71 Morgens Versailles 12.3.71 Reims 1. 3. 71 Saarbrücken 3.3.71 Nachm. Lagny 13.3. 71 Abends Chäteau Thierry 14.3. 71 Epernay 14.3- 71 Nachm. Weissenburg 16.3. 71 Morgens nach Berlin. Hannover 5. 3. 71 früh Schweinfurt 19. 3. 71 früh 2 Vw. 1 Offiz. 190 Saarbrücken Bingerbrück Hannover 193 1 Typhus 5 Offiz. 19 Pocken 13 Kranke 1 Verw. 30 70 6 6 Epernay Epernay Nancy Nancy Mannheim Aschaffenburg Wiesbaden Würzburg Sehweinfurt 151 Wegen Verschlimmerung des Zustandes. Zur Weiterreise nach Oöln. Viele Rekonvaleszenten von Typhus, Gelenkrheumatismus, Pneumonie, schwerer Syphilis, Dekubitus nach Typhus. Wegen Verschlimmerung. Zur Portsetzung der Reise mit Personenzügen. Mit 3 Wagen zur Desinfektion. Davon 2 Offiziere zur Weiterreise, 11 wegen Verschlimmerung. Wegen Verschlechterung. ! * i 216* Fahrten der staatlichen Preiissischen Sanitätsziige. Beilagen zu Band!. Sanftätszug Jffo. VIII. Fahrt- Alifn h r t Bestimmt Von der Kvakuationskommission dirigirt No. von am über fürdieKvakuations- Anknnft Kommission in am nach Ankunft daselbst 1 Berlin 15.1.71 Mgs. 4 Uhr 15° Kälte Landau 17.1. 71 G Uhr Mrbeil ■lean> ahn v. Paris 9—12 Uhr mittags) ikenwagen in Orleans. st geht nach im 27. 2. 71 orgens 26.2.71 Abends ovbeil lle Pariser rtelbahn 13.3.71 Abends 9 Uhr Abtakelnng beordert. Beilagen zu Band 1. Fahrten der staatlichen Preussisehen Sanitätsziige. 217* Führer des Zuges: Professor Dr. Mosler. Beladen mit Kranken und Verwundeten Lagny 31.1. 71 ' 131 (darunter 5 Offiziere mit 2 Damen) Meaux 19 Bpernay 79 i 229 zum Tlieil in angehängten Personenwagen beiordert und in Karlsruhe abgegeben Lagny 13. 2. 71 Epernay 14. 2. 71 179 23 202 Tours 28. 2. 71 i 50 Blois Orleans Toury 1. 3. 71 Etampes Corbeil Ohaumont Corbeil 14. 3. 71 1 Wagen nach Etampes geschickt Lagny Epernay Nancy Karlsruhe 55 47 18 16 (isolirt, da sie Hospitalgangrän gehabt hatten) 2 (höhere Bayer. Offiziere) 25 213 130 Bayern ) E^f. s „ cl " ver0 . „ „ J , 1 Typhusfalle und 70 Nord- | gerecht ausdeutsche > sehen( je Wunden 1 Resektion des 2 schwerver- Oberarms, Ruhr wundete 'und Dekubitus Offiziere 1 mit massigem Empyem 4 schwerverwundete Bayern (einer mit Gangrän) 15 Kranke Personenwagen mit 60 Kr. bis Nancy angehängt Personenwagen mit 170 Kr. bis Weissenburg angeh. nach Abgabe der Kranken neu aufgenommen: 15 Bayern \ nach Stuttgart, 35 Württemb.) Ulm, München Rückweg über Ankunft am Bestimmungsort Verwundete und Kranke Zahl Reims Mezieres Sedan Metz In Metz wird ein Krankenzug mit 230 Bayern angehängt, die während zweier Tage mit Suppe und Kaffee vom Zuge verpflegt werden Kehl 15.2.71 Morgens 4 Uhr Beaune la Rolande Nuits Chätillon Ohaumont (woselbst einKrankeu- zug dem Sanitätszug angehängt wurde) Weissenburg 4.3.71 Gürtelbahn von Paris 501 Ankunft in Berlin am 30. 3. 71. Suitäts-Berlcnt üt'ev die Deutschen Heere 1870/71. Beilegen zu Bd. Stuttgart 3. 2. 71 Nachts 12 Uhr Homburg a. H. 17.2.71 Darmstadt 5.3.71 Marburg München 19. 3. 71 171 ! Stuttgart Der Rest war auf früheren Stationen abgegeben Bemerkungen Ausgeladen am 4. 2. 71. Reinigung und Reparatur des Zuges in Cannstadt. 2 Blatternkranke 2 schw.Ty- phuskr. 10 Schwer- verwund. 12 26 16 20 29 85 202 Meaux Epernay Nancy Stuttgart Heilbronn Mergentheim Weikersheim Würzburg Homburg a.H. Ausgeladen wegen Verschlechterung. Reinigung etc. des Zuges in Darmstadt. 85 Süddeutsche , 110 Norddeutsche' Rest auf früheren Stationen ausgeladen. Darunter ein in Orleans am 28. 2. 71 zugegangener Verwundeter mit Schuss in den Rücken am 1.3. 71 in Etampes wegen Schmerzen beim Fahren und ein ebendaselbst zugegangener Verwundeter mit Amputation des rechten Oberschenkels und starkem Dekubitus wegen Schwäche in Corbeil am 1. 3. 71. 15 Lagny Wegen Erschöpfung. Desgleichen in Epernay, Nancy, Weissenburg aus gleichem Grunde Kranke abgegeben und neue dafür aufgenommen. 1 geisteskranker Offizier, der in Nancy dem Zuge übergeben war, in Weissenburg wegen Tobsucht ausgeladen. 69 Norddeutsche in Karlsruhe abgegeben. 145 München 206 (Bayern.) 28 /•' ' I % i % 218* Fahrten der staatlichen Preussischen Sanitätszüge. Beilagen zu band 1. SailitätSKUg X©. IX. Führer des Zuges: Dr. Porth, y. Ans Deutschland nach Frankreicl Abfahrt von ! über zur Aufnahme von Kranken nach Zurück von Frankreich nach Deutschland Abfahrt von über behufs Entladung der Kranken nach Berlin 3.2.71 Nachm. 3 Uhr 30 Minuten Weissenburg 5.2.71 Berlin 23. 2. 71 Frankfurt a. M. Weissenburg 27.2.71 Weissenburg am 22. 3. 71 18.3.71 von Epernay nach Lagny vorgeschoben Epernay 15.2.71 Epernay 7. 8. 71 Weissenburg 17. 2. 71 Berlin Weissenburg Landau 22 8. 3. 71 Frankfurt a. M. 178 <*> a 13 N D S J 189 evakuirt am 23.3.71 die Linie Lagny— Bpernay Weissenburg Wurzburg 40 20.3.71 Dresden 33 Görlitz 94 200 107 Bemerkungen Am 20. 3. 71 zur Abrüstung bestimmt und von Görlitz nach Berlin übergeführt. SaiiitätNzug Xo. X. „Hannoverscher Sanitätszng." Führer des Zuges: Dr. M. Schüller. 1 Hannover 1.1.71 Forbach Metz Epernay Dammartin Mitry Dammartin Crepy Epernay 10.1.71 Weissenburg 18.1. 71 Frankfurt Kassel Lüneburg 89 Harburg 107 } 190 2 Kassel Ende Januar Forbach Amiens und Metz von °ort ^ W' 1 " t, . gen nach Ronen Re,ms geschickt Amiens 4. 2. 71 Sedan Metz Ems 25 Engers 180 (0.2.71) J 205 3 Goblenz 12.2.71 Forbach Metz Reims St. Denis 15.2. 71 Gonesse 17. 2. 71 Chantilly 17. 2. 71 Chantilly 18.2.71 Reims Forbach 19. 2. 71 Bernburg 21.2.71 Abds. 198 i Bernburg 25. 2. 71 Forbach Metz Reims St. Denis 1.3.71 St. Denis 2.3.71 Gonesse Chantilly Soissons Reims 3. 3. 71 Sedan Metz Forbach 4. 3. 71 Bremen Verden Oldenburg 0.3. 71' 200 Am 7. 3. 71 nach Hannover. 5 Hannover 9. 3. 71 Forbach Metz Reims Chantilly Beauvais 14. 3. 71 Gonesse Gonesse 14. 3. 71 Reims 15. 3. 71 Metz Forbach 10.3. 71 Cöthen 130 Bernburg 100 19.3.71 { 230 1 Wagen mit Schwerverwundete« nach Rothensee bei Magdeburg gesandt. 1 Kranker an Typhus unterwegs gestorben. Von Bernburg zur Abrüstung nach Hannover 21. 3. 71. Beilagen zu Barn Fahrter - ■z 3 3 - O i. o bC s N rfi $ 6 üb 1 I. IL Rani 2 II. Erhard 3ÜI. J. Rani 1 l. Hec k e 5 111. v. Well ,L Rothm 7 I. Seitz, 8 IL Rosen! 9 111. v. Wel 10 IV. Solbri 11 I. iL Ran 12 IV. Roth in 13 1. Alier, U 11. Herz, 15 1. Kamin 16 IL Rosen 17 111. Merk, 18, I. Kamm 19 IL Husse! k^k^HHBi^L^L^L^H merkungen Schüllei nach Hannover. t Schwerverwun bc TT 3 — N 3 Ol 9 ■', "O o * fc Oberarzt o 4) •SP 3 3 M 33 W S ; a «3 — OD O — M O H WS CS 7 £ 55 03 W 20 III 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 II III II. III. I. III. II. Stör, pr. Arzt Bayerleiu, desgl. Faist, desgl. Hussel, desgl. Heller, Privatdozent 1 Stör, pr. Arzt Faist, desgl. Auer, desgl. Alt, desgl. Faist, desgl. Solgei', desgl. Faist, desgl. Faist, desgl. 4 4 2 6 1 3 6 3 6 2, 8 Cbandon, pr. Arzt Pauli, Mülilliäuser, desgl. 4 6 - 2 3 3 4 3 3 3 6 ■ 2 5 5 — Abfahrt von Mönchen Richtung des Zuges Ankunft in Mönchen 1870 15. Dez. 24. - 1871 1. Jan. l.Febr. 12. - 18. - 28. - 4. März 9. - 14. - 20. - 11. April Strassburg, Lagny, Strassburg, Mühlacker, Heilbronn, Würzburg Bamberg, Ingolstadt Strassburg, Lagny, Stuttgart, Kempten Strassburg, Lagny, Strassburg, Heidelberg, Würzburg, Erlangen, Nürnberg Strassburg, Epernay, Keims, Laön, LaFerte, Creil, Amiens, Epernay, Reims, Sedan, Metz, Forbach, Halle, Leipzig Ludwigshafen, Saarbrücken, Reims, Epernay, Lagny, Wiesbaden, Darmstadt. Heidelberg, Stuttgart Strassburg, Paris, Versailles, Chartres, Paris, Weissenburg, Hamburg Strassburg, Paris, Ohartres, Le Maus, Paris, Forbach, Köln, Würzburg Strassburg, Paris, Versailles, Saarbrücken, Oldenburg, Cassel, Nürnberg Strassburg, Nancy, Orleans, Ludwi gshafen, Würzburg, Görlitz, Leipzig, Hof Strassburg, Mülhausen (Dammarie), Neuwied, Coblenz, Ingolstadt Strassburg, Meaux, Strassburg. Homburg Strassburg, Paris, Brunoy, Melun, Montereau, Ohätillon zur Seine, Chaumont, Blesme, Nancy, Weissenburg, Stuttgart Strassburg, Epernay, Weissenburg, Frankfurt a. M., Darmstadt Weissenburg, Lagny, Weissenburg, München, Bamberg. Mühlhausen in Thüringen 1870 27. Dez. 1871 8. Jan. 17. - 28. 12. Febr. 24. 27. 3. März 15. - 10. - 17. - 26. - 31. - 18. April j3 _ ^ V 09 f- r> ? 0) £ a fcO cd $E -^3 Ö S 3 C3 1 03 rÜ =- h N * IC 13 24 278 16 28i 365 17 22 174 20 28, 260 12 28 211 21 16 14 16 25, 198 28' 187 28 198 25 28 28 1328 209 162 166 267 12 25 150 12 25 217 Fahrten des Pfälzer Lazarethzuges. Ludwigshafen, Epernay, Le Maus (Connerre), LaFerte Be,rnard, Wolfenbüttel, Braunschweig Ludwigshafen, Amiens, Rouen, Bremen (Ludwigshafen) Weissenburg, Nancy, Chaumont enBassigny, Troyes, Mannheim, Darmstadt, Frankfurt a. M , Celle, Hannover 1 2 8 -- 1 17. Febr. Abf. in Ludwigshafen 1 2 8 — — 1 2. März 1 2 8 -- -- 1 28. - 3. März Ank. in Ludwigshafen ? März ? April 14 28 160 ? 28 28 160 160 Bemerkungen Beilagen zu Band I. Bemerkungen Beilagen zu Band I. Fahrten des Sächsischen Sanitätsznges 221^ CO CD IM CO 33 CS CO CD O CO '55 o :C3 CO CO CD CD 03 s « 3 B 3 .* .£ 3 3a ^ " W sjjodsitß.ij^ 3 0) a (11 ^ M t> M Ä o T3 h O o J* hc.2 BN 3 b •ffi Sjs's * s bc-JS 3 OS fl S +a 3 2 « 3* im 3 jO«-j .ö-oSS (3 3 C o 2° fi £ S 113 o*» sp. 3 Jj ja .3 a ^fe-^ 03 ' ' '~ a ho 5 0) B &0 S 60. :. 60 s » ^ a 3 s p1 5 g ® *o s£~| ß O °5 fa 3 a .-^ a b°b . H i § ä 60- .Sa ä -et 60^? N o . ^ 2 5; — -^ ^ 3 3 m P I §!^|3 -so s -s N E m « •3 - 6CCC a ^ a '^ Sa "3 »"O- § a = 60- 53 GQ 3.3 ^ o P ;^HE3,3^ 3 « 3 a ü ^ g 60^ jJ-§- 3 2 Jr. .S a * a Tr 22 rfi ' m ^ a 'S 6r: - j» 3 := - 60 50 ■" :3 J3 =3 g r£ 03 3 13 a 3 o fe a 'ST) :o3 -- Ja * (V81 O OJ C3 ^ S ^ .^ c"^ =3 os.- a ^ 05 w OQ pci i-l Ö :N 03 rß CQ oj d) ,pH #fh "- 1 ••■ IM. 3HTJ(^i (M .SPS 3a 'R jn SO jfO fM ,_l a > £"<^ 60 +J . 3 20 O i-H jj s H 2j-£ a | §3 3-a a o 3 a CO cö c fl _ d T3 TS IS 5 Ö P S tM CO ■* 222* Fahrten der Wiirttembergischen Spitalzüge. Beilagen zu Band I. T 9 CD O) & m tmmt CO CD o CO CD s CD CD CD CS -l.upij .top .larniQ * £ 1 -r cd W P? 3Äi[ilSaij tI ao[)ii[«z 3 uarauregnz 8utiu9ipgg *g cueiiosuunuiscunmus U3U1UIBSUZ aa^mody (.lvt}si,»Ul^UBlAOIJ '^Z-iy M '°N apuajtici O 1Ö o o © ^ O © rH Ot-T-nOOGO s'Ö fco a- m S ö £ c II i ™t5.9 * OD 32 || OQ ■« OQ 'S ■" H PQ SO «3 ~r. br. br. CD — ^ . 3 3 J3 = 9 s S * bo r.f d X +^ 0- 3 SP ■7 bc /. +j M 0Q M 3 -fco 03 co bC+j ä ^ B 3 j? rv ^ o fc t- CS in -^ C: OO. rt lO ao ■* ts (M CT CT CT CTO ^H CM s CO W CO ■» * 5 II i 31 K 2 ^ i 3 -r- 3 o J S •3 Sc® H S5-J •--■£ 3 ^ & 3 ^< y, 5* C' 5" ir. 3 bc • ~ 3 3 os 3 M /S M "53 a> 3 5 d CQ CO " !»i 3 3 O OJ CG P-. (ä rh fe ■ b ?& Ji3 !S ■3 •= ^ » fe S :=. S 5 — "I! c == O r3i So i g o M CD o ^ s ^h -. >* 3 3) 3 M O ~ 5 M » <* sc CS hpl CO in '1 M 3 r3 3 h X ^5 03 s IL, ^^> cp >. "> a> 3 3^ —' 3J - 0 *£ s c M 3 tQ f^ 3 0> 3^< ;_ Im M 9i 4» CD s J>CM bD 03 _- CD +- CD 3 CD s 0 o CT o o 3 SM ^ N a S 3 0 i s Si ii. rG „■ ffj ä ja _ CD . t- 3 sc 3 -S g^3 -^ V 32 3 ^ CO 3 CO 9 OQ S 9 CO rH t^- Ifl lO Ol CO CO ^H ^ -^ CT CO CT CO tHCTCT -^COrcH-^^cHCO o o CO CT CT ■>* «0 ^cB CT5 ^t<" CJ5 CD CT CT OOCT r-lOO-*COO I I I o » cö oi co öi co co ■* CT co "CO CO CO CO co in co co oo co t*i 1 1 1 1 | H 1 1 1 1 r-t tH tH t-H tH i 1 1 1H 1 ^ tH rH tH tH 1-H T-l T-( rH i-H tH tH tH t-I rH rH rH 1 | CT ^ CO iß -^ lO CM CO m iß oo io co »n ** <* ■^ Oi CT5 lO ^ lO CO COCT-^ COlCcOCOCT CT CO CO CO CO CO CO CO w oo cocococococo bO CD £ o o -o 3 3 ca ^a c er. br. br. ^ 3 - 3 h3 S o Ss 'S 2 ^ Tl PS «OS bc O 3 ^co M o o ^ ^H CT CO ■* lO CO t- CT CO -^cH ' ' CO ~ ' CD :03 X o CO rt CT CT CT CT CT US rH co rH CO 03 tH © CT 0 = br. s 4) Sv 0-0 0 F «3 St ■§§ o c ^i c B S c sc o - •3 ? tr! 02 Beilagen zu Bau LauAbj fende a No. Deuts 1 Karl 2 (1 3 tl 4 .1 5 d 6 (1 7 .1 8 d 9 d 10 (1 11 d 12 d 13 d 14 (1 15 (3 16 d 17 d 18 d 19 d 20 < Beilagen zu Band [ i/o 3 v 2 Ä ^s 1 9 3 3 O hß 5 5 3 -M B e = = 5 5 aT"£ öS n 0ra C S.SWco ■r-i rd £• na od -* rrt C3 s >„- r. H 2 - -° =2 3 "53 a ;n 1»* gl p. c CT". CO 0 CO CT2 H "* IQ 1.0 CO 8 CO H CM lO H rH CT3 i-H 0 CO IM CO 0 a> CO 1 !T> H rH CM 0 ■* 8 M (M o 0 co cc s §1 s ° GQ "C o : MJ8 = : >_= c * iß ■SS e s o : .* B a f a sc • n r - -3 ? OS Seilagen zu Band I. Fahrten des Badischen Lazarethzujres. 223* Beilage SO. Fahrten des Badischen Lazarethzuges. AufLaufende No. Abgang aus Deutschland Wann? Wohin? genommene K ranke und Verwundete Aligabf derselben wohin? Ankunft in Deutschland 1 Karlsruhe 1870 4. Novbr. Raon l'Etape 135 Karlsruhe 1870 9. Novbr. 2 du. 21. Lnneville 111 do. 22 3 do. 2. Dezbr. Raon l'Etape 2G6 do. 4. Dezbr. 4 do. 10. - Lagny 317 Karlsruhe, Heidelberg, Schwetzingen 19. - 5 do. 26. - Epinal 297 Karlsruhe 29. - 6 do. 31. - Epinal 400 K arlsruhe, Schwetzingen 1871 3. Januar 1 do. 1871 G. Januar Epinal 207 Preiburg, Karlsruhe 9. 8 do. 11. - Epinal 350 Karlsruhe 13. 9 do. IG. - Dannemarie 32G Freiburg, Karlsruhe 19. 10 do. 23. - Dannemarie 221 Karlsruhe, Heidelberg 25. 11 do. 2. Februar Basel 56 Karlsruhe 3. Februar 12 do. 8. Dannemarie 187 Karlsruhe, Heidelberg 11. 13 do. 18. - Dannemarie und Sentheim 158 Freiburg, Karlsruhe, Durlach 22. 14 do. 26. Waldshut 96 Karlsruhe 27. - 15 do. 1. Mar« Vesoul 277 Freiburg, Karlsruhe, Schwetzingen 5. März 16 do. 7. - Dijon 244 Karlsruhe, Fulda 13. - 17 do. 15. - Bannemarie 306 Karlsruhe, Heidelberg, Frankfurt, Offenbach 18. - 18 do. 23. - Döle, Long le Saulnier, Pontarlier 206 Karlsruhe, Fulda, Berlin, Stettin 5. April 19 do. 8. April Dijon, Döle, Pontarlier 154 Karlsruhe, Berlin, Stettin 22. - 20 do. 26. - Besancon 89 Karlsruhe 1. Mai h k 224* Fahrten des Hainhurger Lazarethzuges. Beilagen zu Hand 1. Beilage 87. Fahrten des Hamburger Lazarethzuges. d g a h3 Abgang aus Deutschland Wann? Wohin ■>. Aufgenommene Kranke und Verwundete Abgabe derselben wohin? Ankunft in Deutschland Bemerkungen 1 Hamburg 22.11.70 Lagny ca. 140 \ 4.12. 70 Aerzte: Dr. Krause, Dr. Heller, Dr. Halberstadt. 2 do. 25.12.70 Lagny 160 Zum bei weitem grössten Theil an das Hamburger Barackenlazareth 12.1. 71 Aerzte: Dr. Krause, Dr. Heller, Dr. Voigt und Dr. Mancke; die Doktoren Krause und Heller waren dem Zuge vorausgereist, um den Transport der Verwundeten von weiter gelegenen Orten (hauptsächlich Chartres und Orleans) nach Lagny zu leiten. 3 do. 29.1. 71 Gonesse 160 12.2. 71 Aerzte: Dr. Haase, Dr. Krieg und Chirurg Härder. 4 do. 25.2. 71 Moret bei Ohatillon 160 11.3. 71 Aerzte: Dr. Classtn und'Dr. Heck seh er. 5 do. 20.3. 71 Troyes 160 13 nach Darmstadt, 50 an das Allgemeine Krankenhaus in Hamburg, der Rest in das Barackenlazareth in Altona 2.4. 71 Dr. Giemssen, Dr. Bintel und Dr. M elchert. Ausserdem gelangten viele Rekonvaleszenten in Personenwagen, welche dem Lazarethzuge angehängt wurden, mit dem Hamburg« Zuge nach verschiedenen Städten Deutschlands. Beilagen zu 1 über di< u - % Staat] 1 hJ 1 u a G 2 — f. 3 4 50 n-s b O r-i 6 '£ IM rfi V Gl 8 i 9 2 +-> O o3 Y 10 11 12 '8.9 :S "53 13 WS 14 Königreic IS Grosshers 16 Königreic 17 Bayern 18 Königreic IS Grosshers 20 1) Ei 2 ) B. 6. Sanität s-ßeric ii^HHHHHiMHB Beilagen zu Band 1. [eller, Dr. Halber- Heller, Dr. Voigt 'oktoren Krause und ge vorausgereist, um wundeten von weitet ächlich Chartres und leiten. Krieg und Chirurg r. Heckscher. ir. Rintel und Dr. mit dem Bamburgei Beilagen zu Band T. Gesammtiibersicht über die Lagerstellen der Lazarethe des Inlandes etc. 225* Beilage 88. Gresaminttib er sieht über die in den Lazarethen des Inlandes errichteten Lagerstellen sowie über die daselbst behandelten Deutschen und Franzosen. - Lag erstellen Verpfl egte 0 Staatliches Gebiet 3 a > h ü a> & § in staatlichen Lazarethen in Vereins- und Privatlazarethen Zusammen 's & S o. OJ CS ö r— OQ CS ü S | Deutsche s 5 Ol o a C3 e s i tao ►5 a S 1 m 3 ho Dt) 5 Deutsche 3 m O tsa 3 C3 1 „.C g |2| 8 2 £ 0> -O. O BD 3 Q 4> W O § fr fo C 0) «»Ol 1 Gardekorps 4 306 2 708 7 014 22 921 11648 __ 34 569 6 521 — 6 521 29 442 11648 41090 2 o I. Armeekorps 3 361 428 3 789 1868 15 911 8 537 26 316 793 - 793 2 661 15 911 8 537 27109 3 'S "5 II. 7 798 755 8 553 11714 13 370 13145 38 229 37Ö! — 375 12 089 13 370 13145 38 604 4 III. 6 728 185 6 913 19 641 7 512 11381 38 534 116 - 116 19 757 7 512 11381 38 650 5 O ^ IV. 14371 862 15 233 32 381 9 358 24 449 66188 617 - 617 32 998 9 358 24 449 66 805 G c V. 5 231 492 5 723 9 759 10 799 10 451 31009 1274 1 — 1274 11033 10 799 10451 32 283 7 ^ ns VI. 5 706 960 6 666 9 208 8 677 11302 29187 945 1 — 945 10153 8 677 11302 30132 8 § sb VII. 7 661 6164 13 825 28 802 10148 14 050 53 000 8 024 — 8 024 36 826 10148 14 050 61024 9 3 -M O CS vrn. 14 370 3 268 17 638 58 685 8 357 24 076 91118 6 963 — 6 963 65 648 8 357 24 076 98 081 10 ^cc IX. 8 255 388 8 643 17167 11618 5199 33 984 164 — 164 17 331 11618 5199 34148 11 - X. 9 271 394 9 665 22 336 9 934 6 526 38 796 104 1 — 104 22 440 9 934 6 526 38 900 12 WS XI. Znsammen 9 747 1865 11612 61415 6 728 5102 73 245 137 — 137 61552 6 728 5102 73 382 13 96 805 18 469 115 274 295 897 124 060 134 218 554175 26 033 26 033 321 930 124 060 134 218 580 208 14 Königreich Sachsen 6 645 ? 6 645 16 812 5 212 4 721 26 745 j — 1 16 812 5 212 4 721 26 745 15 Grossherzogthum Hessen j ? ca. 3000 9 446 1 ) — _ 9 446 4 937 — 4 937 143831) — — 14 383 16 17 Königreich f I.Armeekorps Bayern (II. 7 383 6 012 9 835 23 230 34 845 ( { 22 912 20306 j 20122 98185 26 969 694 27 663 61 8141 22 912 20306 120 816 125 848 18 Königreich Württemberg 3 611 1631 5 242 12 023 3 320 11191 26 534 3 948 69 401 4 017 15 971 3 320 11260 30 551 19 Groaaherzogthum Baden 5086 2 234 7 320 14 989') — 5 056 20 045 7 228 7 629 22 217') — 5457 27 674 20 Summe 2 ) 125 542 32169 160 711 384 012 175 810 175 308 735130 1 691151164 70 279 453127 175 810 •1 176 472 805 409 628 937 1 ) Einschliesslich Kranke der immobilen Truppen. 2 ) Betreffs der Zahlen für die Kranken der mobilen Armee vergl. Anmerkung 1 auf Seite 255 des Textes, sowie den Text des 6. Kapitels. Sanitäts-ßericht übei die Deutschen Heere 1870 71. Heiligen zu Bd. I. 29 h BBBHHH 226* Spezielles Verzeichniss der staatliehen, Vereins- und Privatlazarethe. Beilagen zu Band I. Beilage 89. Spezielles Verzeichniss der staatlichen (Garnison-, Reserve-, Etappen- und Kriegsgefangenen-), Vereins- und Privatlazarethe. Gardekorps. Staatliche (Garnison-, Reserve-, Etappen- und Kriegsgefangenen-) Lazaretlie. a) b) e) i) e) mit Central- Betten und 6 Zelte, h) 0 k) 0 m) «0 o) P) q) 1. Berlin — Charlottenburg. Garnisonlazareth in der Scharnhorststrasse Turnanstalt, dazu eine Baracke mit zusammen 340 Betten, Lazareth des Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiments No. 1, 135 Betten, Lazareth des Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiments No. 2, 135 Betten, Lazareth des Garde-Kürassier- und des 1. Garde-Dragoner- Regiments, 80 Betten, Lazareth des 2. Garde-Dragoner-Regiments am Bellealliance- platz, 35 Betten (ursprünglich als Garnisonlazareth für immobile Truppen, später ausschliesslich Pockenlazareth ohne Unterschied der Truppen), Lazareth des Invalidenhauses, 27 Betten, Lazareth und Kaserne der 4. Eskadron des Regiments der Gardes du Corps in Charlottenburg, 100 Betten, Garde-Schützen-Kaserne, nebst Lazareth des Garde-Sehützen- und Garde-Pionier-Bataillons. Ausserdem 5 Zelte (unbenutzt geblieben), zusammen 300 Betten, Kaiser Franz Garde-Grenadierkaserne, drei Kasernement*, ein Zelt (nicht benutzt), 600 Betten, Ftappenlazareth im Exerzirhaus des Kaiser Franz Garde- Grenadier-Regiments, 200 Betten, Kaserne des 1. Garde-Dragoner-Regiments (1. und 2. Stockwerk), dazu ein Zelt, 200 Betten, Erdgeschoss, Reitbahn und 4 Zimmer des 2. Stockwerks derselben Kaserne als Etappenlazareth eingerichtet, 80 Betten, Kaserne der 3. Eskadron des Regiments der Gardes du Corps, 110 Betten, Reserve - Krankendepot No. 1 im Landwehr - Zeughaus, 150 Betten, Barackenlazareth auf dem Tempelhofer Felde (in Summe 50 Baracken 1 ), 15 militärfiskalische Baracken zu je 30 Betten, ausserdem 2 Zelte, zusammen 450 Betten, Reserve-Krankendepot No. 2 im Exerzirhaus in der Annen- strasse, 200 Betten. i) Vergl. die Beschreibung des Tempelhofer Barackenlazareths im Kapitel: Zelte und Baracken. 2. Potsdam. a) Garnisonlazareth nebst angrenzendem Kasernement der 4. Kompagnie 1. Garde-Regiments z. F., 296 Betten, b) Lazareth des 1. Garde-Regiments z. F., 133 Betten, c) Kombinirtes Lazareth des Regiments der Gardes du Corps und des Garde-Husaren-Regiments, 60 Betten, d) Kaserne des 1. Bataillons 1. Garde-Regiments z. F., nebst katholischer Kirche, 300 Betten, e) Kaserne des 3. Garde-Ulanen-Regiments, 175 Betten, f) Kaserne des Garde-Jäger-Bataillons, 200 Betten. B. Vereins- und Privatlazarethe. 1. Berlin — Charlottenburg. a) Bestehende Krankenhäuser. Charite-Krankenhaus, 200 Betten, Königin-Augusta-Hospital, 80 Betten, St. Hedwigskrankenhaus, 100 Betten, Jüdisches Krankenhaus, 25 Betten, Lazaruskrankenhaus, 75 Betten, Königliche Universitätsklinik, 28 Betten, Elisabethkrankenhaus, 58 Betten. b) Neuerrichtete Vereins- und Privatlazarethe. Vereinslazareth des Berliner Hilfsvereins in der 2. Garde- Ulanen-Kaserne, 200 Betten, Vereinslazareth in der Barnimstrasse, 110 Betten, Vereinslazareth in der Eisenbahnstrasse, 56 Lagerstellen, "Das erste Berliner Vereinslazareth in der Anklamerstrasse, 63 Betten, Vereinslazareth des Berliner Lokalvereins der Stadtbezirke No. 41—54 in Lichterfelde, 60 Betten, Vereinslazareth des Schlossbezirkes in der Dorotheenstrasse, 44 Betten, Lazareth der St. Thomasgemeinde in der neugebauten barackenartigen Interimskirche der „St. Thomaskapelle", 30 Betten, Vereinslazareth "Westend bei Charlottenburg, in der Villa Anna, 30 Betten, Vereinslazareth des kombinirten Veteranen- und Kampfgenossenvereins in der Leipzigerstrasse, 30 Betten, Privatentbindungsanstalt des Dr. Vocke in der Frankfurterstrasse, 30 Betten, Vereinslazareth in der Britzerstrasse, 40 Betten, Vereinslazareth unter den Linden, 30 Betten, 1. 2. 3. 4. 5. (i. 7. 1. 2. 3. 4. 7. 8. 9. 10. 11. 12. en zu B 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. Vereinsl im Exer in Hasel in der C 10 Bette im Sein Sanitäts in der B 20 Bett« in Charl Kranker Mendels Baracke 20 stäi (au 15 Bai Sui Johannr liehe Hoheit In staatliche] - privaten Verpfleg in staatlicher - privaten A. Sta 1. Braun Marien sammei 2. Danzi 3. Eibin und eil 4. Fried 5. Graue! 0. Instei 120 Bt 7. König a) Gai b) das c) das d) das! e) das a i ) Die au: Kriegsgef'ange Stern (*) nebe versehen. Beilagen zu Band I. aiigenen-), Beilagen zu Band I. Spezielles Verzeichnis« der staatliehen, Vereins- und Privatlazarethe. 227* Kasernement der , 296 Betten, 133 Betten, ;r Gardes du Corps Betten, iments z. F., nebst ;, 175 Betten, ) Betten. rethe. irg. er. itlazarethe. is in der 2. Garde- 10 Betten, , 56 Lagerstellen, er Anklamerstrasse, ns der Stadtbezirke .er Dorotheenstrasse, i der neugebauten 3t. Thomaskapelle", lburg, in der Villa ranen- und Kampf- 30 Betten, in der Frankfurter- ) Betten, Betten, 13. Vereinslazareth der Königstadt und des Spandauer Bezirks im Exerzirliause vor dem Prenzlauer Tbor, 200 Betten, 14. in Haselhorst, Privatlazareth des Herrn Esobwe, 50 Betten, 15. in der Charlottenstrasse 83, Privatlazareth des Herrn Kelch, 10 Betten, l(j. im Sohweizerhof bei Zehlendorf, Privatlazareth des Geh. Sanitätsrath Dr. Lahr, 20 Betten, 17. in der Behrenstrasse 1, Privatlazareth der Frau Eva Krausse, 20 Betten, 18. in Charlottenburg, ein Stockwerk im dortigen städtischen Krankenhause, Privatlazareth des Geh. Kommerzienratbs Mendelssohn-Bartholdi, 25 Betten, 19. Barackenlazareth auf dem Tempelhofer Felde: 20 städtische Baracken zu je 30 Betten, Summe 600 Betten (aussei'dem 25 Zelte, von denen 8 belegt wurden), 15 Baracken zu je 30 Betten des Berliner Hilfsvereins, Summe 450 Betten. 2. Potsdam. Johanniter -Zweiglazareth, eingerichtet durch Ihre Königliche Hoheit die Frau Prinzessin Karl von Preussen, 44 Betten. Rekapitulation. In staatlichen Anstalten standen zur Verfügung 4 306 Betten, - privaten - ... 2708 zusammen 7 014 Betten. Franzosen Summe Verpflegt wurden: Deutsche v. d. mobil. | immobil. Armee in staatlichen Anstalten 22 921 11 648 - privaten - 6 521 — 34 569 6 521 zusammen 29 442 11648 41 090. I. Armeekorps. '4. 5. '6. A. Staatliche (Garnison-, Reserve-, Etappen- und Kriegsgefangenen-)') Lazarethe. Braunsberg, Garnisonlazareth, Lange'sches Quartierhaus' Marienkrankerihaus, Kasino und zwei Privatgebäude; zusammen 150 Betten, Danzig: a) Garnisonlazareth, 500 Betten, *b) Kaserne "Wieben, 750 Betten, Eibing, Garnisonlazareth, Turnhalle, Deutscher Garten und ein Gasthaus, zusammen 250 Betten, Friedland, Garnisonlazareth, 23 Betten, Graudenz: a) Garnisonlazareth, 72 Betten, *b) Kasematten, 90 Betten, Insterburg, Garnisonlazareth und drei Privatgebäude, 120 Betten, Königsberg: a) Garnisonlazareth, b) das frühere Oekonomiegebäude am liossgärtner Thor, c) das Kasernement Dohna, d) das Kasernement Reduit Oberteich (Pockenstation), e) das Schützenhaus, a) bis e) zusammen 290 Betten, J ) Die ausschliesslich oder theilweise zur Behandlung erkrankter Kriegsgefangener bestimmten Norddeutschen Lazarethe sind mit einem Stern (*) neben der laufenden Nummer bezw. dem laufenden Buchstaben versehen. 8. 9. 10. Hl. *12. 13. 14. * f) Volkskasino und *g) drei Lazarethbaracken, f) und g) zusammen 210 Betten, Lötzen, Garnisonlazareth, 40 Betten, Marienburg, Landwehrzeughaus und St. Maiienkranken- haus, 50 Betten, Memel, Garnisonlazareth, 40 Betten, Pill au, Garnisonlazareth, 50 Betten, Tapiau, zwei ermiethete Gebäude, 76 Betten, Thorn: a) Garnisonlazareth, 60 Betten, *b) Sträflingskaserne, o) oberes Stockwerk der Artilleriekaserne, *d) Hotel Danzig, b) bis d) zusammen 240 Betten, Tilsit: a) Garnisonlazareth, 30 Betten, b) städtische Heilanstalt, 60 Betten, c) altes Schloss, 61 Betten, d) Bürgerhalle, 107 Betten, e) Loge Irene, 45 Betten, f) städtische Waisenanstalt, 47 Betten, a) bis f) zusammen 350 Betten. B. Vereins- und Privatlazarethe. Gerdauen, Johanniter-Krankenhaus, 30 Betten, Wehlau mit 20 Betten, 1. und 2. dem Reservelazareth Insterburg zugetheilt, Kobbelbude mit 30 Betten, Bartenstein mit 30 Betten, Königsberg, Vereinslazareth der polytechnischen Gesellschaft mit 20 Betten, 3. und 5. dem Beservelazareth Braunsberg unterstellt, Danzig und Praust, 6 Vereinslazarethe, 264 Betten, Preussisch-Holland, 34 Betten, 6., 7. dem Reservelazareth Elbing zugeordnet. Rekapitulation. In staatlichen Anstalten standen zur Verfügung 3 361 Betten, - privaten - ... _______ 428 zusammen 3 789 Betten. Verpflegt wurden: Deu , sche Franzosen Summe v. d. mobil, immobil. Armee in staatlichen Anstalten 1868 15 911 8 537 26 316 - privaten -__________ 793 — _________—_________ 793 (i. 7. zusammen 2 661 15 911 8 537 27 109. II. Armeekorps. *i. *2. *3. 4. 5. A. Staatliche (Garnison-, Reserve-, Etappen- und Kriegsgefangenen-) Lazarethe. Altdamm, 559 Lagerstellen, Alt-Torney, 500 Lagerstellen, Anklam, Kaserne (66.Betten) und drei Privatgebäude (134 Betten), zusammen 200 Betten, Beigard, Garnisonlazareth, 40 Betten, Bergquell, Wasserheilanstalt, 120 Betten, 29* t f • I 228* Spezielles Verzeichniss der staatlichen, Vereins, und Privatlazarethe. Beilagen zu Band I. *6. Bromberg, Garnisonlazareth (90 Betten), Schützenhaus (300 Betteü), altes Kreisgerichtsgebäude und 2 Krankenzelte = 500 Betten, dazu 50 Betten für Kriegsgefangene, *7. Cörlin bei Colberg, 80 Betten, *8. Cöslin, Garnisonlazareth und 4 Privatgebäude, 200 Betten, *9. Colberg, Garnisonlazaretb,Siedehaus,Pockenlazarethu.s.w. mit 450 Betten, 10. Dem min, Ulanenkaserne, 155 Betten, 11. Gnesen, Garnisonlazareth, 48 Betten, *12. Grabow, 1148 Lagerstelleu, 13. Greifenhagen, Krankenhaus und zwei Privatgebäude, 100 Betten, 14. Greifswald, Garnisonlazareth, Universitätsklinik, Gymnasium und drei Privatgebäude, 400 Betten, 15. Inowrazlaw, Garnisonlazareth, 29 Betten, *16. Krekow-Eckerberg, 690 Lagerstellen, m. Labes, 40 Betten, 18. Liebenwalde, Garnisonlazareth, IG Betten, *19. Nakel, Garnisonlazareth, Kaserne, Schützenh., 150 Betten, 20. Pasewalk,Garnisonlazarethu.2 Privatgebäude, ISOBetten, ♦21. Polzin, 70 Betten, *22. Schie velbein, Schlossgebäude, 80 Betten, *23. Schla we, Garnisonlazareth und 4Privatgebäude, 80 Betten, *24. Schneidemühl, Garnisonlazareth, Zeughaus und 2 Wirth- schaftsgebäude, 120 Betten, *25. Stargardt, Garnisonlazareth, Militärökonomie u. Militär- Handwerkzeug-Gebäude,Exerzirhaus, neue städtische Schule, 475 Betten, *26. Stettin, Garnisonlazareth (der Ausbesserung bedürftig, deshalb nur zum kleinsten Theil belegbar), neues Arsenal, 300 Betten, *27. Stolp, Schützenhaus und 5 Privatgebäude (l als Pockenhaus), 400 Betten, 28. Stralsund: a) Garnisonlazareth, 1 Baracke und 2 Zelte, 2 Privatgebäude, 258 Betten, *b) Hotel Bismarck, 160 Betten, *29. Swinemünde, Garnisonlazareth und Volksschulgebäude, 100 Lagerstellen, *30. Ueckermünde, drei Lokale, 100 Betten. B. Vereins- und Privatlazarethe. 1. Pommersdorf, 152 Betten, 2. Stettin, Diakonissenhaus Bethanien nebst Baracke, Siechenhaus und Absonderungshaus, 272 Betten, 3. Greifswald, das Johanniterlazareth durch den Grafen Behr v. Behrendorf errichtet, 20 Betten, 1., 2., 3. dem Reservelazareth Greifswald unterstellt, 4. und 5. Lebbin und Liebeseele, durch Kommerzienrath Quistorp errichtet und dem Kriegsgefangenenlazareth Swinemünde zugeordnet, 80 Betten, 6. Bialosliwe, 40 Betten, dem Beservelazareth in Schneidemühl zugetheilt, 7. Polzin, Johanniter-Krankenhaus, 35 Betten, 8. Labes, Kreis-Arbeitshaus, 40 Betten, Vereinslazareth der Kreisstände, 7. 8. dem Reservelazareth Schievelbein unterstellt, 9. Schwetz, 26 Betten, 10. Culm, 40 Betten, dem Kriegsgefangenenlazareth Bromberg zugeordnet, 11. Züllchow, 50 Betten, dem Reservelazareth Bergquell zugetheilt. Rekapitulation. In staatlichen Anstalten standen zur Verfügung 7 798 Betten - privaten - ... 755 zusammen 8 553 Betten. Verpflegt wurden: Deutsche Franzosen Summe *v. d. mobil, j immobil. Armee in staatlichen Anstalten 11714 13 370 13 145 38 229 - privaten - 375 — — 375 zusammen 12 089 13 370 13 145 38 229. 10. *11 *12 *13 *14 15 16 "17 III. Armeekorps. A. Staatliche (Garnison-, Reserve-, Etappen- und Kriegsgefangenen-) Lazarethe. Angermünde, Garnisonlazareth, Schützenhaus und vier Privatgebäude, 150 Betten, Bernau, Städtisches Krankenhaus, Schulhaus, Schützenhaus und drei Privatgebäude; 150 Betten, Brandenburg a. H., Garnisonlazareth und zwei Holzbaracken (ä 40 Betten), zwei Kasernen, Neustädtisches Schützenhaus und Seidenfabrikgebäude, Bettenzahl 424, Cottbus, Reservelazareth No. 1, Schloss, Exerzirhaus, zwei Baracken und ein Gasthof, 275 Betten, ferner Reservelazareth No. 2, Garnisonlazareth, Krüger'sche Fabrik, Schützenhaus, städtisches Krankenhaus und Branaschke- sche Kaserne, 270 Betten, Crossen, Schloss, in welchem sich auch das Garnisonlazareth befand, 215 Betten, Frankfurt a. O., Garnisonlazareth, Kasernen No. I, II, III und IV, katholisches Marienstift, Kasino und Herberge zur Heimath, 940 Lagerstellen, Friesack, Garnisonlazareth und zwei Tanzsäle, 65 Betten, Fürstenwalde, Garnisonlazareth, Schützenhaus und ein weiteres Wirthsehaftsgebäude, 80 Betten, Guben, Garnisonlazareth, Turnhalle, Exerzirhaus, Fabrikgebäude, Brauereigebäude, ein Privathaus und ein Schuppen, 290 Betten, Havelberg, Garnisonlazareth mit städtischem Krankenhaus und zwei öffentlichen Lokalen, 170 Betten, Jüterbog, Garnisonlazareth, Schützenhaus, Johanniterspital, Offizierkasino und sechs weitere Privatgebäude, 220 Betten, Barackenlazareth auf dem Schiessplatze bei Jüterbog (eine Holzbaracke, Hauptlazareth), eine Steinbaracke No. 5, drei Holzbaracken No. 16, 17, 18; 167 Betten, Küstrin, Garnisonlazareth u. Artilleriekaserne; 200 Betten, Landsberg a. W., Garnisonlazareth, Schulhaus, Salzmagazin, Landarmenhaus, städtisches Krankenhaus, Reitbahn und eine neuerrichtete Baracke, 300 Betten, Lübben, Garnisonlazareth, Schützenhaus und zwei Privatgebäude, 175 Betten, Nauen, Garnisonlazareth und Militär-Reitbahn, 100 Betten, Neustadt-Eberswalde, früheres Garnisonlazareth, Grim- mersche Kaserne, Exerzirhaus und neuerrichtete Baracken, 250 Betten, Neuruppin, Garnisonlazareth, Ludwigs- und die Landwehr- Zeughaus-Kaserne, 270 Betten, Beilagen zu Bai« »19. Perleberj 110 BetteE »20. Prenzlau schuppen v, 21. Sommerfi 22. Sorau, G gehäude, 2 23. Schwedt '21. Spandau. — das Gai der inimob 25. Sprembei Militärzeuj 26. Straussbi und einem 27. Treuenbi zwei Priva >28. Gross-Wi gehäude, 3 29. Wrietzen 300 Better 30. Züllichai Privatgebä B 1. Angermü terfeld-Teh 2. Brandenl im Gebäud 3. Kyritz, 2 i. Sonnenbi 5. Freienwa zugetheilt, 6. Soldin, 2 zugetheilt. In staatlichen 1 ■ privaten Verpflegt in staatlichen 1 - privaten zi A. Staat] *li Altenbuj Garnisonla Gasthöfe, ■ "2. Aschersl schaftsgeb Hoheit de 295 Bettei zwei Loka Beilagen zu Band I. ung 7 798 Betten, 755 - tuen 8 553 Betten. Franzosen Summe 13 145 38 229 — _______ 37p_ 13 145 38 229. Etappen- und the. itzenhaus und vier lhaus, Schützenhaus h und zwei Holz- len, Neustädtisches e, Bettenzahl 424, i, Exerzirhaus, zwei n, ferner Reserve- •üger'sche Fabrik, und Branaschke- luch das Garnison- sernen No. I, II, III o und Herberge zur ranzsäle, 65 Betten, lützenhaus und ein Ixerzirhaus, Fabrik- ns und ein Schuppen, ischein Krankenhaus ten, vus, Johanniterspital, >'ebäude, 220 Betten, bei Jüterbog (eine baracke No. 5, drei en, kaserne; 200 Betten, ulhaus, Salzmagazin, is, Reitbahn und eine .us und zwei Privateitbahn , 100 Betten, oisonlazareth, Grünem chtete Baracken, ä- und die Landwehr- zu Band I. Spezielles Verzeichniss der staatlichen, Vereins- und PriTatlazarethe. 229* Perleberg, Garnisonlazareth und drei Wirthschaftsgebäude, 110 Betten, Prenzlau, Garnisonlazareth, Kaserne No. 2, Exerzir- schuppen und städtisches Schauspielhaus, 290 Betten, Sommerfeld, städtisches Krankenhaus mit 50 Betten, Sorau, Garnisonlazareth mit Exerzirhaus und Logengebäude, 272 Betten, Schwedt a. O., Schützenhaus, 100 Betten, Spandau, neuerbaute Stresow-Kaserne No. 2, 200 Betten, — das Garnisonlazareth mit 200 Betten war für Kranke der immobilen Truppenkörper reservirt, 25. Spremberg, Garnisonlazareth, städtisches Krankenhaus, Militärzeughaus und zwei weitere Privatgebäude, 200 Betten, 26. Straussberg, Garnisonlazareth mit Montirungskammer und einem Gasthofgebäude, 150 Betten, 27. Treuenbrietzen, Garnisonlazareth mit Kaseruement und zwei Privatgebäuden, 150 Betten, *28. Gross-Warnow bei Grabow, früheres Hauptzollamt- gebäude, 30 Betten, 29. Wrietzen, Garnisonlazareth und Ferdinaudsche Kaserne, 300 Betten, 30. Züllichau, Garnisonlazareth mit einem Fabrik- und einem Privatgebäude, 165 Betten. B. Vereins- und Privatlazarethe. 1. Angermünde, Privatlazareth des Rittmeisters a. I). v. Win- terfeld-Telchow, 20 Betten, 2. Brandenburg, Lazareth des vaterländischen Frauenvereins im Gebäude der Meyerschen Seidenfabrik, 30 Betten. 3. Kyritz, 20 Betten; dem Reservelazareth Nauen unterstellt. 4. Sonnenburg, Johanniter-Krankenhaus, 50 Betten, 5. Freienwalde, dem Reservelazareth Neustadt-Eberswalde zugetheilt, 35 Betten, 6. Soldin, 30 Betten, dem Reservelazareth Landsberg a. W. zugetheilt. Rekapitulation. In staatlichen Anstalten standen zur Verfügung 6 728 Betten, - privaten - ... 185 zusammen 6 913 Betten. Verpflegt wurden: Deutsche Franzosen Summe v. d. mobil, j immobil. Armee in staatlichen Anstalten 19 641 7 512 11381 38 534 - privaten - 116 — — 116 zusammen 19 757 7 512 11381 38 650. IV. Armeekorps. A. Staatliche (Garnison-, Reserve-, Etappen- und Kriegsgefangenen-) Lazaretlie. 1. Altenburg, mit einer Station für Kriegsgefangene im Garnisonlazareth, Schützenanger, Freimaurerloge und zwei Gasthöfe, 400 Betten, "2. Aschersleben, Garnisonlazareth und drei weitere Wirthschaftsgebäude ferner mit dem Schloss Hoyer von Ihrer Hoheit der Frau Herzogin von Anhalt überlassen, 295 Betten, zugleich eine Station für Kriegsgefangene in zwei Lokalen mit 90 Betten, 7. *8. +9. = 10. ►11. *12. *13. *14. *15. 16. *17, *18. *19, *20, Bernburg, Garnisonlazareth, Kaserne, Reithaus, Orangeriesaal, Schützenhaus und Loge, 560 Betten, Burg, Garnisonlazareth, Zeughauslazareth und drei Privatgebäude, 300 Betten, Dessau, Garnisonlazareth, Herzogliche Turnakademie und drei "Wirthschaftsgebäude, 200 Betten, Erfurt, Garnisonlazareth, Kriegsschule, Defensionskaserne, Kaserne No. 3, Martinsstift, liathskeller, drei neugebaute Baracken auf dem Petersberge, 1250 Betten, Eisleben, städtisches Krankenhaus, Mansfelder Hof Gen- tralstelle, Waisenhaus, Loge, Preussischer Hof, Mohrenapotheke und Limmerts Lokal, 400 Betten, Gardelegen, Garnisonlazareth, 30 Betten, Gera, Station f. Kriegsgefangene, Garnisonlazareth, Kaserne, Exerzirhaus, Baracke und Schützensalon, 300 Betten, Gräfenhainichen, Garnisonlazareth, 30 Betten, Greiz, zugleich Station für Kriegsgefangene, 12 Lokale (darunter eine Kaserne und Schützenhaus), 416 Lagerstellen, Halberstadt, Garnisonlazareth, Schützenh., altes Seminar, alter Bahnhof und Försterlings Theater, 398 Betten, Halle a. S., Garnisonlazareth, Moritzburg, Diakonissenhaus, Universitätsklinik und sechs Baracken. Davon eine in der Irrenheilanstalt, 680 Betten, Heiligenstadt, Storms Etablissement, 40 Betten, Komberg, Garnisonlazareth, 30 Betten, Köthen, altes Schloss von Sr. Hoheit dem Herzog von Anhalt überlassen, Turnhalle, Lutzesche Klinik und zwei Gasthöfe, 360 Betten, Langensalza, Garnisonlazareth, vier Wirthschaftsgebäude und Schwefelbad, 290 Betten, Magdeburg: a) Garnisonlazareth, dazu ein Zelt für Pockenkranke auf dem Fort Scharnhorst, 410 Betten, b) Kaserne Magdeburg vor d. Schroldorfer Thor, 240 Betten, c) Kaserne Ravensberg vor d. Schroldorfer Thor, 270 Betten, d) Reitbahn No. 2 vor dem Sudenburger Thor, 80 Betten, e) Trainremise No. 1 auf dem Fort Scharnhorst, 350 Betten, f) Wagenhaus No. 2 auf dem Fort Scharnhorst, 340 Betten, g) Nutzholzschuppen No. 3 am neuen Ulrichsthor, 160 Betten, h) Wagenhaus No. 7 am neuen Ulrichsthor, 150 Betten, i) Baracke No. 48 auf der Ulrichsesplanade, 175 Betten, k) Wagenhaus No. 5 vor dem Krökenthor, 350 Betten, 1) Heergeräth schuppen vor der hohen Pforte (Pocken- lazareth) 70 Betten, m) Baracke No. 58 vor der hohen Pforte, 275 Betten, n) Gewehrhaus in der Citadelle, 300 Betten, 0) Artillerie - Werkstattgebäude in der Bastion Klara, 75 Betten, p) Baracke No. 2 vor dem Sudenburgerthor, 160 Betten. q) Gartenhaus - Etablissement auf dem grossen Werder, 90 Betten, r) Tonhalle auf dem grossen Werder, 160 Betten, s) Baracke No. 73 auf dem Fort Scharnhorst, 150 Betten, t) Baracke No. 75, ebenda, 150 Betten, u) Baracke No. 76, ebenda, 150 Betten, v) Baracke No, 79 vor dem Krökenthor (Betsaal, Schwesterwohnung), zusammen 410o Betten, Merseburg, Garnisonlazareth, Schlossgartensalon, Arbeitshaus und ein Gasthof, 195 Betten, Mühlhausen i. Th., Garnisonlazareth, alte Reitbahn und acht weitere öffentliche und Privatgebäude (wovon eines als Pockenstation), 477 Betten, f. • ! 230* Spezielles Verzeiehniss der staatlichen, Vereins- und Privatlazarethe. Beilagen zu Band I. *21. Naumburg, Garnisonlazareth, drei Kasernen, Schützenhaus und ein weiteres öffentliches Gebäude, 300 Betten, 22. Nordhausen, Garnisonlazareth mit fünf Wirthschafts- gebäuden, 275 Betten, *23. Quedlinburg, zugleich ein Lazareth für Kriegsgefangene in der Montirungskammer des Infanterie-Regiments No. 67, Garnisonlazareth und Wolff'sche Fabrik, 250 Betten, 24. Sangerhausen, Garnisonlazareth, sieben weitere Gebäude (Loge, Schützenhaus etc.), 278 Betten, 25. Schönebeck, Garnisonlazareth, Tonhalle und drei weitere Privatgebäude, 335 Betten, *26. Stendal, Garnisonlazareth, Schützenhaus, städtisches Krankenhaus, Freimaurerloge und ein Privatgebäude, 235 Betten, *27. Tanger münde, Schloss, 50 Betten, *28. Torgau, Garnisonlazareth, zwei Artillerie-Wagenhäuser, Artillerie-Pferdestall, Alltagskirche und zwei Baracken im Brückenkopf, 375 Betten, *29. Weissenfeis, Garnisonlazareth und fünf Wirthschaftsge- bäude, 200 Betten, *30. Wittenberg, Garnisonlazareth, Fridericianum -Kaserne, Defensionskaserne, Reduit Brückenkopf und Wagenhaus daselbst, Artillerie-Wagenhaus in der Dänenbastion, zwei Baracken und ein Privathaus, 789 Betten, *31. Zeitz, Garnisonlazareth, Schützenhaus u. Suppesche Kaserne, 200 Betten, 32. Zerbst, Garnisonlazareth, Kaserne, Hauptwache und vier Wirthschaftsgebäude, 210 Betten, 33. Salzwedel, Garnisonlazareth, 28 Betten. B. Vereins- und Privatlazarethe. 1. Stendal, Johanniter-Krankenhaus, 36 Betten, 2. Tangerhütte, Privatlazareth des Hüttenwerksbesitzers Wagenführ, 20 Betten, 3. Wolmirstädt, 30 Betten, Lazareth des dortigen Vereins, 4. Neuhai densleben, Volksschulgebäude, 20 Betten, Lazareth des dortigen Vereins, 5. Glüsig, Vorwerk, 20 Betten, Privatlazareth des Rittergutsbesitzers v. Nathusius, 6. Neustadt bei Magdeburg, städtisches Krankenhaus von der Stadt und dem Polizeipräsidenten v. Gerhard unterhalten; 10 Betten, 7. Osterburg, 2 Gasthöfe vom dortigen Verein unterhalten, 32 Betten, 8. Seehausen i. A., 20 Betten, Gasthoflazareth 'des dortigen Ortsvereins, 1—8 dem Reservelazareth Stendal unterstellt, 9. Genthin, Johanniter-Krankenhaus und eine vom dortigen Hilfsverein erbaute Baracke (28 und 30 Betten), zusammen 58 Betten, 10. Möckern, Johanniter - Lazareth im Gebäude des Grafen v. Hagen, 20 Betten, 11. Aschersleben, städtisches Hilfslazareth im dortigen Johanneshospital, 30 Betten, 12. Stassfurt, städtisches Lazareth, 30 Betten, 13. Ermsleben, 20 Betten (Oekonomiegebäude des Herrn Wardenberg), 11 —13 dem Reservelazareth Aschersleben unterstellt, 14. Köthen, Privatlazareth Ihrer Durchlaucht der Frau Prinzessin Auguste von Schönaich-Karolath, 4 Betten, 15. Bitterfeld, Lazareth des dortigen Ortsvereins, 25 Betten, 16. Asyl Karlsfeld, ein Saal der Anstalt mit 6 Betten, 14—16 dem Reservelazareth Halle unterstellt, 17, 18. 19. 20. 21, 22, 24 25 26 27 9,H Rossla, Privatlazareth der Frau Gräfin Wittwe zu Stolberg-Rossla, 23 Betten, Rothensee, Lazareth des vereinigten Kreis- und Vaterländischen Frauenvereins zu Magdeburg, 43 Betten, Randau, Privatlazareth des Herrn II anaige, 20 Betten Schönebeck, städtisches Privatlazareth, 40 Betten, 18—20 dem Reservelazareth Schönebeck unterstellt, Heringen, Lazareth der Amtseinwohner, 20 Betten, Sondershausen, im dortigen Garnison - Lazarethgebäude unter Protektion Ihrer Hoheit der Frau Erbprinzessin von Schwarzburg-Sondershausen, 28 Betten, 21 und 22 dem Reservelazareth Nordhausen unterstellt, Gross-Oschersleben, mit 70 Betten dem Reservelazareth Halberstadt zugetheilt, Schwanebeck, Vereinslazareth, 30 Betten, Erfurt, Lazareth des Kreis- und Frauenvereins, 92 Betten, Ileiligenstadt, Krankenhaus der barmherzig. Schwestern, 40 Betten, Calbe a. S., Lazareth des Amtsraths Fischer, 35 Betten, und städtisches Lazareth im dortigen Krankenhaus, 20 Betten, Barby, Lazareth des Amtsraths Dietze mit 20 Betten. Rekapitulation. In staatlichen Anstalten standen zur Verfügung 14 371 Betten, - privaten - ... ______ 862 zusammen 15 233 Betten. Verpflegt wurden: Deu , sche Franzosen Summe v. d. mobil. | immobil. Armee in staatlichen Anstalten 32 381 9 358 24 449 66188 - privaten -________ 617 ______—_______—_______ 617 zusammen 32 998 9 358 24 449 66 805. V. Armeekorps. A. Staatliche (Garnison-, Reserve-, Etappen- und Kriegsgefangenen-) Lazarethe. '3. 4. !). Bunzlau, Schiesshaus, Krankenhaus und 2 Baracken, 150 Betten, Fraustadt, Garnisonlazareth, Schiesshaus und Central- gefängniss, 170 Betten, Glogau, Garnisonlazareth mit 3 Krankenzelten und Thurm- reduit, Barackenlazareth auf dem Exerzirplatz vor dein Breslauer Thor, altes Artillerie-Laboratorium nebst Füllschuppen, Artillerie-Reitbahn und Barackenlazareth bei Lerchenberg, 740 Betten, Görlitz, städtisches Hospital, Turnhalle, neue Schule und 3 Privatgebäude, zusammen 700 Betten, Hirschberg i. Schi., Garnisonlazareth und Militär-Logir- haus, 400 Betten, Kosten, Korrektionsanstalt, 160 Betten, Liegnitz, Garnisonlazareth, Kaserne, neues städtisches Krankenhaus, zusammen 400 Betten, Lüben, Garnisonlazareth, 29 Betten, Mus kau, Niederländischer Hof von Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzen Friedrich der Niederlande überlassen, und 1 Gasthof-Gebäude, zusammen 100 Betten, 10. Nieder-L bäude von zu Stolbe U. Polnisch- sches Kas 200 Betten 12. Posen: a) Haupt' stall, ( statior *b) St. A. und 13. Rawicz, ( Schiesshaus 14. Sagan, G (vom Herzt berg und 15. Samter, 16. Schmiede den Fabril Mende ül Sprottau, früheren R hause und i: 1. Warmbrvj 2. Erdmann 1. und 5 3. Jauer, L Liegnitz u 4. Friedber 5. Laüb an, 4. und J 6. Lüben, G unterstellt, 7. Neusalz i servelazare 8. Fraustac 9. Naumbui lazareth B 10. Schmied 11. Panthen* 12. Conradsc 13. Liebenav In staatlichen A - privaten in staatlichen A - privaten Beilagen zu Band jräfin Wittw e zu 3n Kreis- und Vater- irg, 43 Betten, ianaige, 20 Betten eth, 40 Betten, jeck unterstellt, ner, 20 Betten, son - Lazarethgebäude rau Erbprinzessin in, 28 Betten, aausen unterstellt, i dem Reservelazareth Betten, uenvereins, 92 Betten, rmkerzig. Schwestern, Fischer, 35 Betten, rankenhaus, 20 Betten, tze mit 20 Betten. b mng 14 371 Betten, 862 - imen 15 233 Betten. Franzosen Summe 24 449 66 617 24 449 66 805. , Etappen- und ethe. is und 2 Baracken, esshaus und Central- kenzelten und Thura- «erzirplatz vor dein ratorium nebst Füll- Barackenlazareth bei nhalle, neue Schule Betteu, th und Militär-Logiren, le, neues städtische! i Seiner Königliche» • Niederlande über- nmen 100 Betten, zu Band I. Spezielles Verzeichniss der staatlichen, Vereins- und Privatlazaretlie. •23V Nieder-Leppersdorf, Mariannenstift mit 36 Betten, 2 Gebäude vom Krankenhause des Herrn Grafen Eberhard zu Stolberg-Wernigerode, Polnisoh-Lissa, Garnisonlazareth, Stadtlazareth, städtisches Kasernement, Zeughaus und 2 Privatgebäude, 200 Betten, Posen: a) Hauptlazareth-Gebäude, Gartenhaus, Artillerie-Pferdestall, Offizier-Reitbahn, 3 Baracken und 2 als Pockenstation eingerichtete Häuser, 580 Betten, *b) St. Adalbertkaserne, Kanonierschuppen, Exerzirhaus und 3 Baracken, 560 Betten, Rawicz, Garnisonlazareth, Zeughaus, städtisches Hospital, Schiesshaus und 2 Kasernen, 250 Betten, Sagan, Garnisonlazareth, 2 Kasernen, Dorotheenhospital (vom Herzog von Sagan überlassen), Schützenhaus, Rochusberg und einige sonstige öffentliche Gebäude, 466 Betten, Samter, Garnisonlazareth und Kaserne, 90 Betten, Schmiedeberg, Arbeiterwohnungen undWaarenhaus von den Fabrikbesitzern Geh. Kommerzienrath Schmid und Mende überlassen, 100 Betten, Sprottau, Schützenhaus, städtisches Krankenhaus, die früheren Räume des Garnisonlazaieths im Kreis-Krankenhause und 1 Baracke, 100 Betten. B. Vereins- und Privatlazaretlie. Warmbrunn, Militär-Kurhaus, 120 Betten, Erdmannsdorf, Johanniterkloster-Krankenhaus,50Betten, 1. und 2. dem Reservelazareth Hirschberg unterstellt, Jauer, Logengebäude, 70 Betten, dem Reservelazareth Liegnitz unterstellt, Friedberg a. Queis, 30 Betten, La üb an, städtische und Kloster-Krankenanstalt, 35 Betten, 4. und 5. dem Reservelazareth Görlitz unterstellt, Lüben, Gartensaal, 30 Betten, dem Reservelazareth Liegnitz unterstellt, Neusalz a. 0., Johannis-Krankenhaus, 30 Betten, dem Reservelazareth Sprottau unterstellt, Fraustadt, Johannis-Krankenhaus, 26 Betten, Naumburg a. Queis, 2 Logen, 25 Betten, dem Reservelazareth Bunzlau unterstellt, Schmiedeberg, städtisches Krankenhaus, 30 Betten, Panthenau, Conradsdorf, > t • . ' Trach, 46 Betten. Liebenau, ) ' Privatlazarethe des Grafen Rothkirch- Rekapitulation. In staatlichen Anstalten standen zur Verfügung 5 231 Betten, - privaten - ... 492 zusammen 5 723 Betten. Verpflegt wurden: Deutsche Franzosen Summe v. d. mobil. | immobil. Armee in staatlichen Anstalten 9 759 10 799 10 451 31009 - privaten -________ 1 274 — _______—_______ 1 274 zusammen 11033 10 799 10 451 32 283. VI. Armeekorps. 1. 2. 3. 4. 5. *6. 7. 8. 9. *10. 11. 12. 13. *14. 15. 16. 17. *18. *19. 20. *21. *22. *23. A. Staatliche (Garnison-, Reserve-, Etappen- und Kriegsgefangenen-) Lazaretlie. Breslau, das Garnisonlazareth (war für die immobilen Truppen der Garnison reservirt, enthielt dabei aber eine Reserveabtheilung für mobile Truppen und FYauzösische Kriegsgefangene) nebst 2 grossen Zelten und 1 grossen Holzbaracke auf dem städtischen Schiesswerder, 520 Betten, Brieg, neues Garnisonlazareth und Kasernen I und II, 496 Betten; später wurde das Reservelazareth Brieg Kriegs- gefangenen-Lazareth für die kranken F'ranzosen, welche aus dem Depot in Neisse abgeführt wurden, Falkenberg i. O.-Schl., 2 Baracken (zu 60 Betten), 120 Betten, Frankenstein, Kloster der barmherzigen Brüder und städtisches Krankenhaus, 118 Betten, Freiburg i. Schi., Garnisonlazareth, städtisches Ein- quartierungshaus, Bahnhofgebäude und 1 Privathaus des Kommerzienraths Stenzel, 191 Betten, Gl at z, Garnisonlazareth, städtisches Krankenhaus, Krankenstift in Scheibe bei Glatz und zwei Wirthschaftslokale, 343 Betten, Gleiwitz, Hütten-Gasthof und städtisches Krankenhaus, 100 Betten, Grottkau, Garnisonlazareth, Vogtsches Haus und ein Tanzsaal, 100 Betten, Herrenstadt, Garnisonlazareth, 23 Betten, Kosel, Garnisonlazareth, Hangar No. V und VIII, Fort Wilhelm, zwei Häuser auf der Rogauer Redoute, Kaserne No. XIII, mit zusammen 279 Betten, Kreuzburg i. O.-Schl., Garnisonlazareth, Seminar-Turnhalle und städtisches Krankenhaus, 80 Betten, Militzsch, Garnisonlazareth, 25 Betten, N a m s 1 a u, Garnisonlazarethu.Kavalleriekaserne, 133 Betten, Neisse, Garnisonlazareth, Kaserne No. V, VI (Block 1—4), Heergeräthschuppen, Wagenhaus No. 1, Kriegsschule nebst Turnsaal, Baracke 1 und 2, Artilleriereitbahn; zusammen 1500 Betten, Neustadt i. O.-Schl., Garnisonlazareth, 20 Betten, Oels, Garnisonlazareth und Kasernement zum Preussischen Hof, 190 Betten, Ohlau, Garnisonlazareth, städtische alte und neue Kaserne, Kreis-Krankenhaus und städtisches Krankenhaus, 226 Betten, Oppeln, Garnisonlazareth, St. Adalbert-Hospital, Logensaal, Rittmeister Neumann'sehe Privatkaserne, Hebammen- Lehrinstitut und Herberge zur Heimath, 440 Betten, Ratibor, Garnisonlazareth, Steil'sches Bad, Schiesshaus und Zobel'sche Kaserne, 157 Betten, Reichenbach i. Schi., Garnisonlazareth, Fellbaum- sche Kaserne, Schiesshaus, Gasthaus zum Stern und 2 Zelte, 228 Betten, Rosenberg i. O.-Schl., Garnisonkrankenhaus (Kreiskrankenhaus), 30 Betten, Schweidnitz, Garnisonlazareth, Artillerie - Wagenhaus, Kaserne No. 4, 342 Betten, Wohlau, Garnisonlazareth, 45 Betten. h k 232* Spezielles Verzeichniss der staatlichen, Vereins- und Privatlazarethe. Beilagen zu Band I. B. Vereins- und Privatlazarethe. 1. Waldeuburg, Knappschaftslazareth, 80 Betten, 2. Beutben, städtisches Krankenhaus und fürstbischöfliches Hospital, 40 Betten, 3. Dobran, mit 20 Betten, 4. Falkenberg i.Schi., Johanniterkrankenhaus mit 60 Betten, 5. Kattowitz, Vereinslazareth, 20 Betten, G. Myslowitz, Privatlazareth des Herrn v. Thiele-Winkler, 30 Betten, 7. Myslowitz, Knappschaftslazareth, 40 Betten, 8. Pless, Johannitervereinslazareth, 30 Betten, 9. Rybnik, Maltheservereinslazareth, 80 Betten, 10. Stanowitz, Vereinslazareth, 30 Betten, 11. Sonnenberg, Lazareth der Gräfin v. Schaffgotsoh, 20 Betten, dem Reservelazareth Grottkau unterstellt, 12. Breslau: a) Kloster der barmherzigen Brüder in Breslau 1(30 Betten, b) Hospital zu Allerheiligen 100 Betten, c) Kloster der Elisabethinerinnen 40 Betten, d) Diakonissenanstalt Bethanien 30 Betten, e) Privatlazareth des Herrn Cohn (Moritzhof) 20 Betten, 13. Neumarkt, Vereinslazareth, 10 Betten, 14. Trebnitz, Vereinslazareth, 30 Betten, 12. bis 14. dem Reservelazareth Breslau unterstellt, 15. Wüste-Waltersdorf, Vereinslazareth, 20 Betten, dem Reservelazareth Schweidnitz unterstellt, 16. Reichenbach, Johanniterkrankenhaus mit 40 Betten, dem Reservelazareth Reichenbach unterstellt. 17. Steinau a.D., Kloster der barmherzigen Brüder, 60 Betten. Rekapitulation. In staatlichen Anstalten standen zur Verfügung 5 706 Betten, - privaten - - 960 zusammen 6 666 Betten. P ° Deutsche Franzosen Summe v. d. mobil. ' immobil. Armee in staatlichen Anstalten 9 208 8 677 11302 29 187 - privaten - 945 — — 945 zusammen 10 153 8 677 11302 30 123. VII. Armeekorps. A. Staatliche (Garnison-, Reserve-, Etappen- und Kriegsgefangenen-) Lazarethe. 1. Benrath, Kavalleriekaserne und Gemeindeschule, 150 Betten, 2. Bielefeld, Garnisonlazareth und Kaserne, 150 Betten, 3. Detmold, Garnisonlazareth und Kaserne, 150 Betten, *4. Düsseldorf, Reservelazareth: 1. Infanterie-und Artilleriekaserne (dazu 4 Baracken und 6 Zelte, vom Holländischen Comite zum rothen Kreuz erbaut), zusammen 872 Betten; 2. Husarenkaserne, 220 Betten; 3. Hotel Prinz von Preussen, 90 Betten; Neuhofs Gut, 60 Betten (vom katholischen Knabenwaisenverein überlassen, — Pockenlazareth). Ausserdem gehörten zum Reservelazareth Düsseldorf: 1. das Etappenlazareth in der städtischen Tonhalle, 500 Betten; 2. das Garnisonlazareth für die immobilen Truppentheile, 92 Betten, 5. Neuss (Filiale V.Düsseldorf) städtische Tonhalle, 103 Betten, 6. Fredenbaum, beiDortmund, Sehr öd er's Lokal, 158 Betten, 7. Geldern, Kavalleriekaserne, 100 Betten, 8. Hamm, Garnisonlazareth, Kavalleriekaserne, Schützenhans Bahnhofsgebäude, Fabrik Versterhausen, 390 Betten, 9. Höxter, Garnisonlazareth und drei städtische Kasernen 162 Betten, 10. Kaiserswerth, Krankenzimmer der Diakonissenanstalt, Pollänki's Tonhalle, Schmid's Rheinhalle, Fäser'sSasL 156 Betten, 11. Lippstadt, Husarenkaserne und Gemeindehaus, 150 Betten, *12. Minden, Garnisonlazareth, Defensivkaserne, Geschützschuppen, Reitbahn, Pferdeställe und Wagenhäuser der Artillerie, Gewehrhaus, Pontonwagenhaus, 13 Baracken und fünf Krankenzelte, 1399 Betten, *13. Münster, Hörster-, Rosenthal- und Münzkaserne, Kort- manns Lokal; 402 Betten, 14. Neuhaus, Kavalleriekaserne, 180 Betten, *15. Paderborn, Garnisonlazareth und Kavalleriekaserne, 232 Betten, *16. Soest, Garnisonlazareth, Rathhaussaal und Pollhofs Kaserne, 130 Betten, *17. Wesel, Garnisonlazareth, Geschützschuppen, Landwehr- Zeughaus, Rathhaus und 16 Baracken auf der Esplanade, 815 Betten, *18. Auf der Büdericher Insel bei Wesel, ein Paliisaden- schuppen und sieben Baracken, 500 Betten, *19. Auf der Spellner Haide bei Wesel, zwei als Mannschaftskasernen benutzte Gebäude und 15 Baracken mit 500 Betten. B. Vereins- und Privatlazarethe. a) Dem Reservelazareth Bielefeld waren zugetheilt die Vereist lazarethe zu: 1. Bielefeld, städtisches Vereinslazareth, 100 Betten, 2. Herford, Wilhelmshospital, 50 Betten, 3. Stadthagen, Vereinslazareth im Fürstlich Schaum- bürg-Lippe'sehen Schloss, 40 Betten, 4. Heepen, Vereinslazareth, 40 Betten, 5. Schilde'sehe, Gemeindekrankenhaus, 25 Betten, 6. Jöllenbeck, Gemeindekrankenhaus, 8 Betten, 7. Lage, Privatlazareth, 12 Betten, 8. Lemgo, Privatlazareth, 30 Betten, 9. Detmold, Privatlazareth, 50 Betten, 10. Salzufflen, Privatlazareth, 9 Betten, 11. Rheda, Privatlazareth des Fürsten von Bentheim, 10 Bettet, und Vereinslazareth, 20 Betten, 12. Oldendorf, Krankenhaus, 20 Betten, 13. Halle i. W., Privatlazareth, 20 Betten, 14. Melle, Privatlazareth, 19 Betten, 15. Lübbecke, Privatlazareth, 20 Betten. b) Dem Reservelazareth Höxter waren unterstellt: 16. Höxter, Vereinslazareth, 75 Betten, 17. Lügde, Franziskanerkloster, 8 Betten, 18. Steinheim, Krankenhaus, 20 Betten, 19. Nieheim, barmherziges Krankenhaus, 10 Betten, 20. Brakel, St. Vincenzhospital, 10 Betten, 21. Driburg, Privatlazareth des Grafen Sierstorpff im Kurhaus 24 Betten. c) Dem Reservelazareth Hamm waren überwiesen: 22. Hamm, Schützensaal mit Baracke, 80 Betten, 23. Königsteele, Villa Wisthoff, 40 Betten, 24. Mülheim an der Ruhr, Vereinslazareth, 134 Betten, Beilage» zu Barn ii. Ahlen, St 26. Beckum, 27. Werne, B 28. Duisburg 29. Dortmun 30. Castrop, 31. Bottrop, 32. Essen, 1 100 Bette 33. Hattinge Armenhos] 34. Gelsenk 35. Schloss I 36. Lünen, \ 37. Buer, Vei 38. Oelde, Ki 39. Güterslo 40. Neuenki 41. Rietberg 42. Wiedenb (No. 3' Reserve d) Dem B 43. Geldern 44. Goch, Ve 45. Cleve, V. 46. Xanten, 47. Kempen, 168 Bette e) Den 48. Lippstac 25 und 3( 49. Erwitte, f) De 50. Münster 51. St.Maur (Jesuitenk 10 Betten 52. Rheine, 53. Dülmen, 54. Maria H 55. Haltern 56. Ibhenbü lazareth ', 57. Recklin 58. Emsdet' 59. Borghoi 60. Coesfelc 61. Lüding 62 Burgste 63. Freckei 64 Warend 65 Drenste 66 Ahaus, 67 Plettenl g) Dei 68 Soest, 5 Betten, 24 Bettei 69 Freudei 70 Lüdens 71 Unna, 'S 72 Arnsbe Suuilut— Berieb Beilagen zu Band I. Tonhalle, 103 Retten. er'sLokal, 158Betten, ten, aserne, Schützenhaus Mtt, 390 Betten, städtische Kasernen, r Diakonissenanstalt, inhalle, Fäser'sSaal indehaus, 150 Betten, ivkaserne, Geschütz- nd Wagenhänser der aus, 13 Baracken und Münzkaserne, Kort- tten, ivalleriekaserne, 232 und Pollhofs Kaserne, ichuppen, Landwehr- n auf der Esplanade, esel, ein Paliisaden- etten, lel, zwei als Mann- nd 15 Baracken mit arethe. ugetheilt die Verein* h, 100 Betten. a, Fürstlich Schaum- i, 25 Betten, i Betten, i Bentheim, 10 Betten, i, ren unterstellt: 10 Betten, n, Sierstorpff im Kuren überwiesen: Betten, en, ;h, 134 Betten, Beilage" zu Band Spezielles Verzeichniss der staatlichen, Vereins- und Privatlazarethe. 233* 68 69 7ll 71 72 Ahlen, St. Vincenzhospital, 35 Betten, Beckum, Elisabethhospital, 20 Betten, Werne, Barmherzigenanstalt, 10 Betten, Duisburg, 5 Vereinslazarethe, 322 Betten, Dortmund, Vereinslazareth, 96 Betten, Castrop, Vereinslazareth, 40 Betten, Bottrop, Krankenhaus, 40 Betten, Essen, Privatlazareth des Kommerzienraths Krupp, 100 Betten, und 5 Vereinslazarethe, 120 Betten, Hattingen, Hospital der Heinrichshütte und Luther- Armenhospital, 45 Betten, Gelsenkirchen, Vereinslazareth, 8 Betten, Schloss Holte, Vereinslazareth, 10 Betten, Lünen, Vereinslazareth, 24 Betten, Buer, Vereinslazareth, 15 Betten, Oelde, Krankenhaus, 20 Betten, Gütersloh, Krankenhaus, 153 Betten, Neuenkirchen, Krankenhaus, 5 Betten, Rietberg, Krankenhaus, 14 Betten, Wiedenbrück, Krankenhaus, 20 Betten, (No. 37 — 42 waren vom Dezember 1870 ab dem Reservelazareth Bielefeld unterstellt.) d) Dem Reservelazareth Geldern waren überwiesen: Geldern, Vereinslazareth, 50 Betten, Goch, Vereinslazareth, 25 Betten, Cleve, Vereinslazareth, 300 Betten, Xanten, Vereinslazareth, 40 Betten, Kempen, sieben Vereins- und sechs grosse Privatlazarethe, 168 Betten. e) Dem Reservelazareth Lippstadt überwiesen: Lippstadt, evangelisches und katholisches Hospital mit 25 und 30 Betten; zusammen 55 Betten, Erwitte, Marienhospital, 30 Betten. f) Dem Reservelazareth Münster unterstellt: Münster, Clemenshospital, 40 Betten, St.Mauritz, Franziskushospital, 40Betten, Friedrichsburg (Jesuitenkloster), 16 Betten, evangelisches Krankenhaus, 10 Betten und Müllers Lazareth mit 30 Betten, Rheine, Vereinslazareth, 15 Betten, Dülmen, Vereinslazareth, 26 Betten, Maria Hamicoll, Redemtoristenkloster, 10 Betten, Haltern, Vereinslazareth, 16 Betten, Ibbenbüren, Stadtkrankenhaus, 8 Betten, und Kreisvereins- lazareth 31 Betten, zusammen 39 Betten, . Recklinghausen, Vereinslazareth, lOBetten, Emsdetten, Vereinslazareth, 20 Betten, Borghorst, Vereinslazareth, 15 Betten, , Coesfeld, Krankenhaus, 20 Betten, Lüdinghausen, Marienhospital, 13 Betten, Burgsteinfurt, Marienhospital, 25 Betten, , Freckenhorst, Thiakindishospital, 20 Betten, Warendorf, Vereinslazareth, 16 Betten, Drensteinfurt, Vereinslazareth, 11 Betten, Ahaus, Vereinslazareth, 28 Betten, Plettenberg, Vereinslazareth, 20 Betten. g) Dem Reservelazareth Soest waren unterstellt: Soest, Waisenhaus mit 20 Betten, Marienhospital mit 5 Betten, Weisthoffscher mit 30 Betten, hohe Schule mit 24 Betten, Kreisvereinslazareth mit 60 Betten, Freudenberg, Amtskrankenhaus, 20 Betten, Lüdenscheid, Vereinslazareth, 20 Betten, Unna, Vereinslazareth, 20 Betten, Arnsberg, Vereinslazareth, 30 Betten, Surftute-Bericht über die Deutschen Beere 1870 71 Beilagen /u Band 1. Vereinslazarethe, 177 Betten, 73. Werl, städtisches Krankenhaus, 20 Betten, Franziskanerkloster, 8 Betten, Ostuffeln (Stiftsgebäude), 30 Betten, 74. Neheim, Vereinslazareth, 36 Betten, 75. Husten, Krankenhaus des Grafen von Fürstenberg, 20 Betten, 76. Altena, Johanniterkrankenhaus, 27 Betten, 77. Iserlohn, Kreisvereinslazareth (Schützenhaus auf der Alexanderhöhe), 100 Betten. h) Dem Reservelazareth Düsseldorf waren überwiesen: 78. Düsseldorf, Kloster der Kreuzschwestern, 60 Betten, Marienhospital, 80 Betten, Kloster der Dienstmägde Christi in Bild, 40 Betten, evangelisches Krankenhaus, 140 Betten, Dominicanerkloster, 40 Betten, Franziskanerkloster, 40Betten, Kloster in Oberbild, 10 Betten, Malkasten, 10 Betten, 79. Benninghausen, Barmherzigen-Anstalt, 25 Betten, 80. Ratingen, Vereinslazareth, 40 Betten, 81. Elberfeld, sechs städtische Lazarethe und Lazareth des Vaterländischen Frauenvereins, 301 Betten, 82. Langenberg, Vereinslazareth, 50 Betten, 83. Ruhrort, Vereinslazareth, 90 Betten, 84. Solingen, 3 Vereinslazarethe, 135 Betten, 85. Barmen, 3 Vereinslazarethe, 159 Betten, 86. Dahlen, ) 87. Rheydt, \ 88. Viersen, J 89. Neviges, Vereinslazareth, 30 Betten, i) Dem Reservelazareth Paderborn waren unterstellt: 90. Paderborn, Landeshospital, 30Betten, Vereinslazareth bei den Jesuiten, 30 Betten, Vereinslazareth bei den Franziskanern, 12 Betten, 91. Warburg, 50 Betten. k) Unbekannt, welchem Reservelazareth unterstellt: 92. Haspe, Vereinslazareth, 10 Betten, 93. Bochum, Elisabethlazareth, 40 Betten, Redemtoristen- lazareth, lOBetten, Augustalazareth, 30 Betten, 94. Rees, 3 Vereinslazarethe, 165 Betten, 95. Neuss, zwei Vereins- bezw. Stadtlazarethe, 120 Betten, 96. Siegen, städtisches Hospital, 39 Betten, katholisches Krankenhaus, 36 Betten, evangelisches Diakonissenhaus, 12 Betten, Einfrecht, 24 Betten, 97. Berge Borbeck, Vereinslazareth, 20 Betten, 98. Wattenscheidt, Vereinslazareth, 20 Betten, 99. Apierbeck, Vereinslazareth, 20 Betten, 100. Dorstfeld, Vereinslazareth, 20 Betten, 101. Horde, Vereinslazareth, 20 Betten, 102. Hagen, Vereinslazareth, 20 Betten, 103. Schwerte, Vereinslazareth, 20 Betten, 104. Witten, Vereinslazareth, 20 Betten, 105. Millingen, Vereinslazareth, 20 Betten, 106. St. Annen, Vereinslazareth, 20 Betten, 107. Crefeld, Vereinslazareth, 360 Betten, 108. Mors, Vereinslazareth, 20 Betten. Rekapitulation. In staatlichen Anstalten standen zur Verfügung 7 661 Betten, - privaten - - - - 6 164 - Verpflegt wurden: in staatlichen Anstalten - privaten zusammen 13 825 Betten. Deutsche Franzosen Summe v. d. mobil. | immobil. Armee 28 802 10 148 14 050 53 000 _- ______ 8 024 — ______ — 8 024 zusammen 36 826 10 148 14050 61024. 30 t 1 k rf 234* Spezielles Verzeichniss der staatliehen, Vereins- und Privatlazarethe. Beilagen zu Band I. VIII. Armeekorps. "2 *6 8 9 10, 11 *12 * 13 *14 15. 16. 17. *18. 19. A. Staatliche (Garnison-, Reserve-, Etappen- und Kriegsgefangenen-) Lazarethe. Aachen, Reservelazareth No. 1, Alte Marienthalerkaserne, 150 Betten, Neue Marienthalerkaserne, 230 Betten, Prinzenhof, Gl Betten, zusammen 441 Betten, Reservelazareth No. 2, Neues Gefangenhaus, 408 Betten, Garnisonlazareth, TOBetten, Bonn, Reservelazareth No. 1, Garnisonlazareth, Welsch- nonnenkaserne und Sternthorkaserne, 260 Betten, Reservelazareth No. 2, Reitbahn am Kölnerthor, Anstalt „auf der Höhe", Knabenwarte und Barackenlazareth, 340 Betten, Biauweiler, Provinzial-Arbeitshaus, 125 Betten, Bingerbrück, Gebäude der Rheinischen Eisenbahngesellschaft, 70 Betten (Etappenlazareth), , Coblenz-Ehrenbreitstein, Garnisonlazareth, ehemalige Klosterburg, Wagenhäuser No. 1, 5 und 7, ein städtisches Gebäude in der Vorstadt Laubach (als Pockenhaus), zusammen 682 Betten. Dazu als Hilfslazarethe für Kriegsgefangene das Kaufhaus (Gewerbeschule und der Gasthof zum weissen Ross in Ehrenbreitstein), zusammen 196 Betten, ('arthause, im Lager I bei Coblenz, 14 Holzbaracken (2 für Pockenkranke), 560 Betten, Feste Franz im Lager II bei Coblenz, 14 Holzbaracken, 350 Betten, Düren, Schützenhalle, 150 Betten, Engers, Kriegsschule, Schloss, Direktions- und Marstall- gebäude, 218 Betten, Godesberg, Kölner Hof und zwei Privatgebäude, 100 Betten, Jülich, Garnisonlazareth, alte und neue Kaserne, Strohmagazin (die beiden letzten Gebäude für Pockenkranke), 588 Betten, Kalk bei Köln, 4 Baracken, 750 Betten, Köln-Deutz, Hauptlazarethgebäude, Herrnhaus auf dem Holterhoff sehen Grundstück, Artillerie-Wagenhaus No. 4 und 13 Zelte, zusammen 1055 Betten; dazu als Hilfslazarethe: Schullokal zu Deutz (144 Betten), Müllheimer Pavillon bei Köln (59 Betten), Viktoriatheater bei Köln (156 Betten), Villa Colonia bei Köln (39 Betten ), Villa Blatzheim bei Köln (56 Betten), Villa Flora (46 Betten), Villa Germania (75 Betten), Artilleriewagenhaus in Deutz (300 Betten), zusammen 875 Betten; städtische Schulgebäude, 120 Betten (Etappenlazareth), Kreuznach, städtisches Hospital und Schulhaus, ein Zelt und 7 Privatgebäude, zusammen 582 Betten, M a i u ■/,: ;i ) Hauptlazareth, Lappenhaus, drei Baracken für Leichtkranke und Müusterbaracke für Pockenkranke, zusammen 875 Betten, l>) Prinz Karl Kaserne, Schönbornhof-Kaserne, Neumünster- und Altmünster-Kaserne, 1135 Betten, Mülheim a. R., St. Sebastians-Schützenhaus, 130 Betten, Neuenah r, Gebäude der Berliner Hypotheken-Versicherungs- Gesellschaft, 66 Betten, Neuwied, Turnhalle, Lagerungsschuppeu und Tanzsaal, 84 Betten, Saarbrücken, Garnisonlazareth, Hafermagaziu, Kaserne No. 1, Reitbahn, Gymnasium und Turnhalle, Schulhaus, ( nsinogarten-Bierhalle in St. Johann, neues Casino in Saarbrücken, Brach's Haus, Stolfenhof, neue und alte Schule in St. Johann, Lange's und Brück's Lokal und 11 Baracken, 1193 Betten, *20. Saarlouis, Garnisonlazareth, Kasernen No. III, IV, VI, IX und X und fünf Zelte für Typhuskranke, 940 Betten, *21. Siegburg, Landwehrzeughaus und Baracke, 110 Betten. 22. St. Wendel, evangelisches Schulgebäude, Casinogebäude Demuth's Lokal und vier Räume im Hospital, 105 Betten 23. Simmern, ein gemiethetes Lazarethlokal mit 36 Betten (Etappenlazareth), '24. Trier: a) Palastkaserne, Meerkatzkaserne, Agnetenkaserne, Kirchkaserne, Quarrenkaserne, Artilleriekaserne mit zusammen 1161 Betten (Etappenlazarethe), b) Garnisonlazareth mit 110 Betten, *25. Wahn bei Köln, 3 Fachwerkbaracken, 200 Betten, 20. Wetzlar, Garnisonlazareth, Zwirnlein- und Postel'sclie Kaserne, Reichskammergerichts-Casino, Deutsches und Rie- mann'sches Haus, 285 Betten. B. Vereins- und Privatlazarethe. a) Dem Reservelazareth Aachen waren unterstellt: 1. Aachen, Dominikanerkloster (60 Betten), Privatlazareth des Dr. Scholl (16Betten), Mariahilf-Hospital (130 Betten), das Josefinische Institut (25 Betten), St. Vinzenz-Hospital (42 Betten), der evangelische Frauenverein (16 Betten), evangelisches Krankenhaus (7 Betten), 3 Baracken (84 Betten), Scholastikat der Jesuiten (66 Betten), Privatlazareth des Kommerzienraths Dubois du Luchet (12 Betten), 2. Burtscheid, Marienhospital, 40 Betten, 3. Düren, Vereinslazareth, städtisches Hospital und ein weiteres Lokal, 118 Betten, 4. Heinsberg, Vereinslazareth, 24 Betten, 5. Erkelenz, Vereinslazareth, 20 Betten, 6. Brachelen, Vereinslazareth, 50 Betten, 7. Eupen, Vereinslazareth, 50 Betten, 8. Baeren, Vereinslazareth, 20 Betten, 9. Herzogenrath, Vereinslazareth, 14 Betten, 10. Rothe Erde, Vereinslazareth, 20 Betten, 11. Eschweiler, Vereinslazareth, 20 Betten. b) Dem Reservelazareth Bonn I waren unterstellt: 12. Bonn, Friedrich Wilhelms-Stift (60 Betten),Klinik (50 Betten), Pappeldorfer Allee (35 Betten), Modenheimerstr. (25 Betten), Jesuitenkolleg (12 Betten), Schützenvilla (50 Betten), Privatlazareth des Dr. Sämisch (10 Betten), 13. Oberkassel, Vereinslazareth, 20 Betten, 14. Rheinbach, Vereinslazareth, 30 Betten. c) Dem Reservelazareth Bonn II waren unterstellt: Johanniterlazareth mit 26 Betten, Schneidemühle, 34 Betten, Auf der Höhe, 30 Betten, Johanneshospital, 40 Betten, 15. Mainz, Rochus-, St. Vinzenz-Hospital, 50 Betten, 16. Köln, Marienhospit. (l00Betten),Clarenlistenstift(60Betten), Villa Colonia (40 Betten), Deutsche Flotte (40 Betten), Villa Blatzheim (50 Betten), Volkstheater (50 Betten), zusammen 340 Betten, 17. Trier, Mutterhaus (70 Betten), St. Barbara (50 Betten), Simonstift (20 Betten), Eisenbahnschuppen (70 Betten), Franziskaner (50 Betten), Landarmenhaus (10 Betten), Convict (10 Betten), Hospitien (20 Betten), zusammen 300 Betten, 18. Neuwied, 3 Baracken (72 Betten), 15 Zelte im Schlossgarten (90 Betten), Vereinslazareth mit Ottohaus (60 Betten), zusammen 222 Betten, 19. Heddesdorf, Lazareth der Frau Ingenohl (30 Betten), Lazareth bei Seuser (20 Betten), 20. Rheinbröhl, Vereinslazareth, 30 Betten, Beilagen zu Bai 21. Hönning 22. Dierdort 23. Waldbrt 24. Lin z, Co 25. Erpel, S 26. Unkel, S 27. Königs-« 28. Boppard 29. St. Goar 30. Mülhein 31. Oberwes 32. Andern: (30 Bettei 33. Schweic 34. Ahrweil (8 Betten^ 35. Mettlacl 36. Merzig, 37. Sinzig, ^ 38. Birkenfe 39. Völklin 40. Sulzbac 41. Bachara In staatlichen - privaten Verpflegt in staatlichen . - privaten A. Staat *1. Altona, ( Lüder's i räthin D c Etappenla und Arbeit 2. Auguste: 3. Boitzen f i. Bremen, Altenwalls dazu zwei und altes Tanzsaal i 5. Bützow, 6. Cuxhafei Wohnhaus 7. Elmshor 8. Flensbui 9. Friedlai 60 Betten. 10. Gaarden 11. Grabow Beilagen zu BaiiJ I. No. III, IV, VI, IX 8, 940 Betten, wracke, 110 Betten. ide, Casinogebäude, [ospital, 105 Betten' ikal mit 36 Betten letenkaserne, Kirch- iekaserne mit zu- ethe), !00 Betten, a- und Postel'sclie Deutsches und Rie- •etlie. m unterstellt: en), Privatlazareth sspital (130 Betten), >t. Vinzenz-Hospital rerein (16 Betten), aracken (84 Betten), Privatlazareth des '12 Betten), i, ntal und ein weiteres tten, n, ;n. l unterstellt: ),Klinik(50Betten), merstr. (25 Betten), (50 Betten), Privat- a, L n unterstellt: lemühle, 34 Betten, tal, 40 Betten, i() Betten, rtenstift (60 Betten), flotte (40 Betten), eater (50 Betten), rbara (50 Betten), ppen (70 Betten), haus (10 Betten), etten), zusammen Zelte im Schloss- ;tohaus (60 Betten), nohl (30 Betten), Beilage» zu Band I. Spezielles Verzeiohniss der staatlichen, Vereins- und Privatlazarethe. 235* 21. Hönningen, Vereinslazareth, 30 Betten, 22. Dierdorf, Vereinslazareth, 54 Betten, 23. Waldbreitbach, Vereinslazareth, 27 Betten, 24. Linz, Convict, 60 Betten, 25. Erpel, Schulhaus, 10 Betten, 26. Unkel, Schulhaus, 20 Betten, 27. Königs winter, Hospital, 30 Betten, 28. Boppard, Vereinslazareth, 45 Betten, 29. St. Goar, Vereinslazareth, 30 Betten, 30. Mülheim a. R., Vereinslazareth, 80 Betten, 31. Oberwesel, Vereinslazareth, 66 Betten, 32. Andernach, Vereinslazareth (60 Betten), Kloster Laach (30 Betten), Niedermendig (lOBetten), zusammen 100 Betten, 33. Sehweich und Föhren, Vereinslazareth, 50 Betten, 34. Ahrweiler, Kloster Kalvarienberg (30 Betten), Hospital (8 Betten), 38 Betten, 35. Mettlach, Vereinslazareth, 140 Betten, 36. Merzig, Fabrikgebäude d. Herrn Fettenberg, 40 Betten, 37. Sin zig, Vereinslazareth, 20 Betten, 38. Birkenfeld, Vereinslazareth, 60 Betten, 39. Völklingen, Vereinslazareth, 60 Betten, 10. Sulzbach, Vereinslazareth, 40 Betten, 41. Bacharach, Vereinslazareth, 20 Betten. Rekapitulation. In staatlichen Anstalten standen zur Verfügung 14 370 Betten, - privaten - ... 3 268 Verpflegt wurden: in staatlichen Anstalten - privaten zusammen 17 638 Betten. Deutsche Franzosen Summe v. d. mobil. | immobil. Armee 58 685 8 357 24 076 91118 6 963 — — 6 963 zusammen 65 648 8 357 24 076 98 081. IX. Armeekorps. A. Staatliche (Garnison-, Reserve-, Etappen- und Kriegsgefangenen-) Lazaretlie. 1. Altona, Gasthof zum schwarzen Bären, Bellevue, Storchnest, Lüder's Salon, 9 Baracken (3 davon durch Frau Etatsräthin Donner errichtet), insgesammt 468 Betten, dazu Etappenlazareth 120 Betten, Garnisonlazareth 83 Betten und Arbeitshauskaserne mit 120 Betten für Kriegsgefangene, 2. Augustenburg,Nebengebäuded.Hauptschlosses, 35Betten, 3. Boitzenburg, Schützenhaus und Rothes Haus, 80 Betten, 'i. Bremen, Diakonissenhaus, Behrmann's Cafe, Schützenhof, Altenwallsmühle und 4 Baracken, zusammen 500 Betten, dazu zwei Hilfslazarethe, Garnisonlazareth, Kaserne No. 1 und altes Hannoversches Posthaus, 274 Betten, endlich Tanzsaal und Kegelbahn, 60 Betten für Kriegsgefangene, 5. Bützow, Jeppe'sche Maschinenfabrik, 80 Betten, 6. Cuxhafen-Ritzebüttel, Speicher, Holzschuppen und zwei Wohnhäuser, 48 Betten (Belagerungslazareth), 7. Elmshorn, frühere Bahnhofsrestauration, 100 Betten, 8. Flensburg, Garnisonlazareth, 100Betten, 9. Friedland i. M., stadtisches Hospital und 2 Privatgebäude, 60 Betten, 10. Gaarden bei Kiel, Garnisonlazareth, 35 Betten, 11. Grabow i. M., Schützenhaus, 90 Betten, 12 13 *14 15 16 ;: 19. 20, 21, ;; 22, 23, 24. *26. 26. 27. "28. 29. 30. 31. *32. 33. :: 34. Güstrow, Waldwüstengehöft, später Malzki'sches Grundstück, 40 Betten, Hagenow, Lippmann'scher Speicher auf dem Bahnhof, Schützenhaus und Friedrichshof, zusammen 170 Betten, Hamburg, Allgemeines Krankenhaus (200 Betten), Bethesda (10 Betten), Marienkrankenhaus (25 Betten), Israelitisches Krankenhaus (25 Betten), Freimaurerkrankenhaus (25 Betten), Seemannshaus (200 Betten), Exerzirhaus (200 Betten), 20 Baracken an der Hamburg—Altonaer Bahn (ä 25 Betten), zusammen 1185 Betten, Garnisonlazareth, 60 Betten, Harburg, Kaserne des 2. Bataillons Hanseatischen Regiments No. 75, 100 Betten, dazu Garnisonlazareth mit 35 Betten als Etappenlazareth, Itzehoe, Garnisonlazareth, Julienstift, Gasthaus zum Lübschen Brunnen, 100 Betten, Depotlazareth auf der LockstedterHaide, 3 Lazareth- baracken, 3 Mannschaftsbaracken und 1 Offizier-Baracke (als Pockenlazareth), 350 Betten, Lübeck, 2 Säle im St. Annen-Kloster, Gräflich Rantzau- schesHaus, städtisches Krankenhaus, 9 Baracken zu 30 Betten, zusammen 400 Betten, Garnisonlazareth, 27 Betten, Ludwigslust: a) Garnisonlazareth, Exerzirschuppen, Kaserne No. 2 und 3, zusammen 400 Betten, b) Kuhlmann'sches Privatgebäude, nur vorübergehend belegt gewesen, Mölln, Garnisonlazareth, 17 Betten, Neubrandenburg, Schützenhaus, städtisches Kraukenhaus, Theatergebäude und 4 Privathäuser, 14 Baracken, zusammen 250 Betten, Neustrelitz: a) Garnisonlazareth für Kriegsgefangene und Kranke der immobilen Garnison, 30 Betten, b) Exerzirhaus, 160 Betten, Neumünster, Garnisonlazareth, 30 Betten, Oldesloe, 3 Baracken, 100 Betten, Parchim (zugleich Garnisonlazareth für die immobilen Truppentheile), Garnisonlazareth und 2 Wirthschaftsgebäude, 75 Betten, Ratzeburg, Garnisonlazareth, 38 Betten, Rendsburg: a) Schützenhof, Tonhalle, Kolosseum, Pionier-Speisehaus, 200 Betten, Garnisonlazareth, 164 Betten, b) Scblosskaserne, Artillerie-Wagenhaus, 200 Betten, Rostock (mit Kriegsgefangenen-Lazareth), Stadt-Krankenhaus (80 Betten), Exerzirhaus und Cosselscher Speicher (145 Betten), Garnisonlazareth (45 Betten), 4 weitere Privatgebäude (144 Betten) und 1 Baracke von Professor v. Zeltender erbaut (24 Betten), zusammen 438 Betten, Schleswig: a) Garnisonlazareth, 87 Betten, *b) Gartenhaus und Husarenkaserne mit 80 Betten, Schönberg, 3 Privatgebäude und 2 Baracken, 100 Betten, Schwaan, städtisches Armenhaus, 30 Betten, Schwerin, Garnisonlazareth und die beiden Exerzirhäuser des Grenadier-Regiments No. 89 und des Jäger-Bataillons No. 14, 400 Betten, Sonderburg-Düppel, städtisches Armenhaus, städtisches Kloster nebst Realschule, Turnhalle und ein Zelt, Idiotenanstalt und Artilleriewagenhaus nebst Kanonenschuppen, zusammen 386 Betten (Belagerungslazareth), Stade (später Kriegsgefangenen-Lager), 3 Holzbaracken 100 Betten, Garnisonlazareth, 76 Betten, 30* h 236* Spezielles Verzeiehniss der staatlichen, Vereins- und Privatlazarethe. Beilagen zu Band I. 35. Stavenhagen, Privathaus, 30 Betten, 36. Wandsbeck, Garnisonlazareth, 24 Betten, *37. Wismar (zugleich Garnisonlazareth für die immobilen Truppentheile), Garnisonlazareth und 1 Baracke, 70 Betten, 38. Woldegk, 2 Privatgebäude mit 50 Betten. B. Vereins- und Privatlazarethe. 1. Hamburg, Freimaurerkrankenhaus (30 Betten) und Privat- lazareth von Ollendorff (20 Betten); 50 Betten, 2. Malchin, Johanniterlazareth, 33 Betten, 3. Basedow, Johanniterlazareth, 20Betten, 4. Gross-Luckow, Vereinslazareth, 40 Betten, 5. Kleinplasten, Vereinslazareth, 30Betten, No. 2 bis 5 dem Reservelazareth Stavenhagen unterstellt, 6. Neustrelitz, Carolinenstift, 30 Betten, dem dortigen Reservelazareth unterstellt, 7. Ostorf, Vereinslazareth, 20 Betten, dem Reservelazareth Schwerin unterstellt, 8. Buxtehude, Vereinslazareth, 20 Betten, dem Reservelazareth Stade unterstellt, 9. Ahrensburg, Johanniterlazareth, 25 Betten,'dem Reservelazareth Oldesloe zugetheilt, 10. Rhün, Privatlazareth des Herrn v. Plessen-Trochow, 50 Betten, dem Reservelazareth Bützow unterstellt, 11. Kiel, Privatlazareth des Kammerherrn v. Bülow auf Rothenkamp, 20 Betten, dem Reservelazareth Neumünster zugetheilt, 12. Tressow, Vereinslazareth, 10 Betten, 13. Ludwigslust, Johanniterhospital, 20 Betten, 14. Sülz, Vereinslazareth, 20Betten. Rekapitulation. In staatlichen Anstalten standen zur Verfügung 8 255 Betten, - privaten - ... 388 zusammen 8 643 Betten. Verpflegt wurden: _ . . ,. „ r 8 Deutsche Franzosen Summe v. d. mobil. ' immobil. Armee in staatlichen Anstalten 17 167 11618 5 199 33 984 - privaten - 164 — — 164 zusammen 17 331 11618 X. Armeekorps. 5 199 34 148. A. Staatliche (Garnison-, Reserve-, Etappen- und Kriegsgefangenen-) Lazarethe. *1. Aurich, Garnisonlazareth, früher Amtsgerichtsgebäude, Pavillon im Kriegsgarten (Pockenhaus), 131 Betten, *2. Blankenburg, Garnisonlazareth, Offizierkasino, 75 Betten, *3. Braunschweig, Infanteriekaserne, Husarenkaserne und Turnhalle, 500 Betten, Garnisonlazareth, 89 Betten, 4. Celle, Kavalleriekaserne (120 Betteo), Offizierspeiseanstalt (20 Betten), Königliches Schloss (90 Betten), Schützenhaus (40 Betten) und Konzerthalle (30 Betten), zusammen 300 Betten, Garnisonlazareth, 66 Betten, 5. Einbeck, Garnisonlazareth, Infanterie- und Kavalleriekaserne, 265 Betten, 6. Emden, Garnisonlazareth, 75 Betten, *7. Frenswegen, Kloster (vom Fürsten v. Bentheim überlassen) und ein Wohnhaus als Pockenstation, 50 Betten 8. Göttingen, altes Auditorienhaus (68 Betten), Räume im Ernst August-Hospital (50Betten), Schiesshalle mit Kegelbahn und Schützenzelt (170 Betten), Universitäts-Reitbahn (101 Betten), Räume in der Irrenanstalt (60 Betten), Iufan- teriekaserne (128 Betten), drei Säle im englischen Hof (58 Betten), Schützenhaus (33 Betten). Zusammen 668Betten. Garnisonlazareth, 30 Betten, 9. Goslar, Jägerkaserne(l01Betten),Offizierkasino(35 Betten) städtisches Armenhaus (108 Betten) und städtisches Krankenhaus (70 Betten). Zusammen 314 Betten, Garnisonlazareth 25 Betten, 10. Hameln, Invalidenhaus und Loge, 62 Betten, •11. Hannover, No. I Kriegsschule nebst Fechtsaal, zwei Nebenzeughäuser und drei Baracken, 490 Betten. No. II, Schützenhaus und sechs Zelte (vom Schützenkollegium theilweise unentgeltlich überlassen), 330 Betten. No. III, Welfen- schloss, Hauptgebäude und zwei Seitenflügel, 20 Baracken und sieben Zelte, 1300 Betten. No. IV, Kaserne No. 4, eine Baracke und ein barackenartiges Zelt, 290 Betten. No. Y, Kaserne No. 5 und Baracke, 430 Betten. No. VI, Kaserne No. 6, Baracke und barackenartiges Zelt, 290 Betten. Zusammen 3130 Betten, Garnisonlazareth (170 Betten), Hilfs- lazareth (90 Betten), Blatternhaus (16 Betten), zusammen 276 Betten, *12. Hildesheim, Kasernement und Offizier - Speiseanstalt (140 Betten), Baugewerksschule (70 Betten), städtisches Krankenhaus (75 Betten), St. Bernwerds - Krankenhaus (20 Betten) und zwei Baracken (60 Betten), Garnisonlazareth (81 Betten), zusammen 446 Betten, *13. Lingen, Papiermühle, Spinnereifabrikgebäude, 350Betten, *14. Lüneburg, Schlosskaserne und Nebengebäude, Hilfslazareth und Reithaus, 490 Betten, Garnisonlazareth, 20 Betten, 15. Nienburg, Garnisonlazareth und Bollmannscbes Krankenhaus, 33 Betten, die Baugewerbeschule mit 65 Betten war unentgeltlich zur Verfügung gestellt, wurde aber nicht benutzt, 16. Northeim, Garnisonlazareth und Einquartierungshaus, 75 Betten, *17. Oldenburg, Kaserne des 1. und Füsilier-Bataillons Oldenburgischen Infanterie-Regiments No. 91, Artilleriekaserne, Piusstift und Turnhalle und Baracke, zusammen 480 Betten, altes Arsenal auf der Osternburg und Zivilhospital, 120 Betten als Garnisonlazarethe, *18. Osnabrück, Infanteriekaserne (207 Betten), Privatkaserne (25 Betten), Westflügel des Königlichen Schlosses (70 Betten), Gebäude des Kinderhospitals am Gertraudenberg (16 Betten), Gertraudenbergerkloster (85 Betten), Garnisonlazareth (für die immobilen Truppentheile — 50 Betten), Schützenhofgebäude (100 Betten), zwei Baracken (60 Betten) — zusammen 613 Betten, *19. Papenburg, drei Privatgebäude, 126 Betten, *20. Uelzen, früher Kavalleriekaserne, 50 Betten, 21. Verden, Einquartierungshaus, 72 Betten, Garnisonlazareth, 30 Betten, Wolfenbüttel, Kaserne, 130 Betten, Wunstorf, Garnisonlazareth, Offizierkasino und Kanonenschuppen, 180 Betten. B. Vereins- und Privatlazarethe. 1. Hannover, Henriettenstift, 30 Betten. 2. Braunschweig, Vereinslazareth, 20 Betten, 22 23 Beilagen zu Ba 3. Peine, Reservele 4. Melle, "\ 5. Lingen, 6. Beut hei 7. Georg-] 8. Osnabri Betten, No. und dort 9. Wolfen 10. Aurich, 11. Elze, Vi 12. Lünebu 13. Uelzen, In staatlichen - privaten Verpflegi in staatlichen - privaten A. Sta; *1. Schloss 2. Biebric *3. Breite 4. Coburg Militärh gebäude = 458 *5. Diez, C *6. Eisens v. Eich 7. Bad Ei steinern missaria entgeltli *8. Frank* mit Oe' stehendi lazareth Baracke 14 Bara stein , 200 Bei *9. Fritzl 10. Fulda, Kranke und 0 (150 B. 625 Bei Beilagen zu Band I. v. Bentheim über- tation, 50 Betten, Betten), Bäume im liesshalle mit Kegel- fniversitäts-Reitbahn t (60 Betten), Infan- im englischen Hof usammen 668 Betten, ierkasino(35 Betten), städtisches Kranken- 3u, Garnisonlazareth, Betten, chtsaal, zwei Nebenan. No.II, Schützenkollegium theilweise i. No. III, Weifen- nflügel, 20 Baracken , Kaserne No. 4, eine 290 Betten. No. Y, m. No. VI, Kaserne :1t, 290 Betten. Zu- (170 Betten), Hilfs- J Betten), zusammen 'fizier - Speiseanstalt Betten), städtisches iwerds - Krankenhaus Betten), Garnison- etten, gebäude, 350 Betten, [ebäude, Hilfslazareth areth, 20 Betten, mannschesKranken- i mit 65 Betten war , wurde aber nicht Einquartierungshaus, lier-Bataillons Olden- II, Artilleriekaserne, lsamrnen 480 Betten, ilhospital, 120Bettea etten), Privatkaserne Schlosses (70 Betten), udenberg (16 Betten), jarnisonlazareth (für ietten), Schützenhof- (60 Betten) — zuBetten, Betten, en, Garnisonlazareth, iasino und Kanonen- iretlie. Betten, Beilagen zu Band I. Spezielles Verzeiehniss der staatlichen, Vereins- und Privatlazarethe. 237* 3. Peine, Vereinslazareth, 20 Betten. No. 2 und 3 zum ReservelazarethBraunschweig zugetheilt und dort verrechnet, 4. Melle, Vereinslazareth, 20 Betten, 5. Lingen, Bonifaciushospital, 20 Betten. 6. Bentheim, Vereinslazareth, 20 Betten, 7. Georg-Marienhütte, Vereinslazareth, 20 Betten, 8. Osnabrück, Vereinslazareth, Schloss mit Baracke, 100 Betten, No. 4 bis 7 dem Beservelazareth Osnabrück zugetheilt und dort verrechnet, 9. Wolfenbüttel, Privatlazareth des Magistrats, 20 Betten, 10. Aurich, Vereinslazareth, 20 Betten, . 11. Elze, Vereinslazareth, 20 Betten, 12. Lüneburg, drei Vereinslazarethe, 52 Betten, 13. Uelzen, Vereinslazareth, 32 Betten. Rekapitulation. In staatlichen Anstalten standen zur Verfügung 9 271 Betten, - privaten - ... 394 zusammen 9 665 Betten. Verpflegt wurden: Deutsche Franzosen Summe v. d mobil. [ immobil. Armee in staatlichen Anstalten 22 336 9 934 6 526 38 796 - privaten - 104 — — 104 zusammen 22 440 9 934 6 526 38 900. XI. Armeekorps. A. Staatliche (Garnison-, Reserve-, Etappen- und Kriegsgefangenen-) Lazarethe. *1. Schloss Beberbeck, 65 Betten, 2. Biebrich, Unteroffizierschule, 300 Betten, *3. Breitenau, bei Guxhagen, 70 Betten, 4. Coburg, Kaserne (250 Betten), Exerzirhalle (107 Betten), Militärlazareth (31 Betten), Landkrankenhaus undMarstall- gebäude des Prinzen Alfred von England (70 Betten), = 458 Betten, *5. Diez, Garnisonlazareth, alte und neue Kaserne, 262 Betten, *6. Eisenach, Einquartierungshaus (vom Eigenthümer Herrn v. Eichel-Streiber abgetreten), 180 Betten, 7. Bad Ems, Villa Minkhoff mit Nebengebäude (115 Betten), steinernes Haus (32 Betten), Armenbad (30 Betten), Kommissariat (15 Betten), Sonne, vom Kurpächter Kahlt unentgeltlich -abgetreten (14 Betten) = 206 Betten, *8. Frankfurt a. M., Beservelazareth No. 1, Garnisonlazareth mit Oekonomie- und Nebengebäuden (76 Betten), drei stehende und ein transportables Zelt (72 Betten), Baracken- lazareth auf der Pfingstweide (400 Betten), 10 neu errichtete Baracken (200 Betten) = 748 Betten, Beservelazareth No. 2, 14 Baracken in Sachsenhausen, Gesellschaftsgebäude Affenstein , zusammen 364 Betten, dazu eine Baracke mit 200 Betten als Etappenlazareth, *9. Fritzlar, Armenhospital, 50 Betten, 10. Fulda, Garnisonlazareth (nebst Hilfslazareth für ansteckende Kranke im St. Nicolausgebäude — 55 Betten), Stadtschloss und Orangeriegebäude (340 Betten), Infanteriekaserne (150 Betten) und eine Baracke (80 Betten), zusammen 625 Betten, 11. Gotha, Schiessh., altes u.neues Garnisonlazareth, 225 Betten, 12. Hanau, Infanteriekaserne (360 Betten), Schloss Philippsruhe (250 Betten), Schloss Hanau (320 Betten), Garnisonlazareth (40 Betten), Dominialgebäude zu Wilhelmsbad (130 Betten), zusammen 1100 Betten, 13. Hersfeld, Garnisonlazareth und Kaserne, 250 Betten, 14. Ilildburghausen, Schlosskaserne und Garnisonlazareth, 262 Betten, 15. Hofgeismar, Garnisonlazareth, Gesundbrunnen und Schloss Schöneburg, 320 Betten, *16. Homburg v. d. H., Garnisonlazareth, Kaserne und zwei Baracken (eine derselben auf Kosten und nach Angabe Ihrer Kaiserlichen und Königlichen Hoheit der Frau Kronprinzessin, eine durch die Kurhausgesellschaft, — ausserdem eine Baracke für Pockenkranke), 288 Betten, *17. Kassel, Reservelazareth No. 1, Kriegsschule (Hauptgebäude, Reitbahn, Turnhalle, 2 Baracken), Garnisonlazareth nebst Montirungskammer (1 Baracke für Pockenkranke, 7 Zelte für Typhuskranke), 490 Betten, Reservelazareth No. 2, Traindepot und 8 Baracken, 940 Betten, *18. Marburg, Jägerkaserne und zwei Baracken, 320 Betten, 19. Meiningen, neue Kaserne, 5 Baracken und Georgenkrankenhaus, 300 Betten, *20. Rotenburg, städtisches Krankenhaus, 6 Betten, *21. Bergfeste Spangenberg, 20 Betten, 22. Wabern, Kurfürstliches Schloss, 132 Betten, 23. Weilbach, Königliches Kurgebäude und eine Baracke der freiwilligen Krankenpflege, 200 Betten, 24. Weilburg, Garnisonlazareth,Kaserne,Turnhalle, 174Betten, *25. Weimar, Garnisonlazareth, Schiesshaus und 4 Baracken, 368 Betten, *26. Wiesbaden, Garnisonlazareth (55 Betten), Wilhelm-Heilanstalt (150 Betten), Infanteriekaserne (245 Betten), neue Schule (150 Betten) und 2 Baracken (64 Betten), zusammen 664 Betten, 27. Wildungen, Schloss Friedrichsteiu von Sr. Durchlaucht dem Fürsten von Pyrmont und Waldeck überlassen, 160 Betten. B. Vereins- und Privatlazarethe. a. Zum Reservelazareth Kassel gehörig: 1. Bettenhausen, Landkrankenhaus, 80 Betten, 2. Veckerhagen, Vereinslazareth, 20 Betten, 3. Felsberg, Vereinslazareth, 20 Betten, 4. Melsungeu, Dienstwohnung des Landraths v. Richthof en, 30 Betten, 5. Arolsen, Privatlazareth Seiner Durchlaucht des Fürsten von Waldeck, 25 Betten. b. Zum Beservelazareth Coburg gehörig: 6. Sonneberg, Kreiskrankenhaus, 20 Betten, 7. Eisfeld, Rathhaussaal, 25 Betten. c. Zum Beservelazareth Diez gehörig: 8. Nassau, Hospital, 20 Betten, 9. Schloss Hadamar, 25 Betten, 10. Camberg, Vereinslazareth, 20 Betten. d. Zum Reservelazareth Ems gehörig: 11. Ems, steinernes Haus und Armenbad, 70 Betten, 12. Panorama in Ems, Lazareth des Coblenzer Damenverein«, 80 Betten, 13. Niederlahnstein, Vereinslazareth, 24 Betten, h I 238* Spezielles Verzeichniss der staatlichen, Vereins- und Privatlazarethe. Beilagen zu Band I. zusammen 200 Betten. e. Zum Reservelazareth Frankfurt a. M. gehörig 14. Frankfurt a. M., Kurfürstliche Villa, 140 Betten, Lazareth der Freifrau v. Rothschild, Diakonissenanstalt, Bürgerhospital, Heiliggeisthospital, Bodenheiruersche Klinik, f. Zum Reservelazareth Fulda gehörig: 15. Fulda, Landkrankenhaus, 100 Betten, 16. Hünfeld, städtisches Krankenhaus, 20 Betten. g. Dem Reservelazareth Eisenach zugetheilt: 17. Eisenach, 100 Betten (bestand nur bis zur Errichtung des Reservelazareths). h. Zum Reservelazareth Hanau gehörig: 18. Langenselbold, Lazareth der Prinzessin Marie von Hessen-Barchfeld, 80 Betten, 19. Meerholz, Lazareth des Grafen Ysenburg-Meerholz, 14 Betten, 20. Wächtersbach, Lazareth des Fürsten von Ysenburg, 12 Betten, 21. Birstein, Lazareth des Fürsten von Ysenburg-Bir- stein, 20 Betten, 22. Saalmünster, Lazareth des Dr. Kreushaar, 20 Betten, 23. Gelnhausen, städtisches Lazareth, 20 Betten. i. Zum Reservelazareth Hofgeismar gehörig: 24. Carlshafen, Vereinslazareth, 40 Betten, 25. Lippoldsberg, Vereinslazareth, 30 Betten, 26. Grebenstein, Vereinslazareth, 25 Betten. k. Zum Reservelazareth Homburg gehörig: 27. Oberursel, Vereinslazareth, 20 Betten, 28. Cronberg, Vereinslazareth, 20 Betten. 1. Zum Reservelazareth Marburg gehörig: 29. Marburg, medicinische Klinik, 45 Betten, 30. Treysa, Diakonissenhaus, 92 Betten, 31. Gladenbach, Vereinslazareth, 49 Betten. m. Zum Reservelazareth Meiningen gehörig: 32. Salzungen, Lazareth der Salzbergerschen Stiftungsadministration, 18 Betten, 33. Ostheim, Vereinslazareth, 25 Betten. n. Zum Reservelazareth Weil bürg gehörig: 34. Weilburg, Vereinslazareth, 66 Betten, 35. Schloss Herborn, 50Betten. o. Zum Reservelazareth Wiesbaden gehörig: 36. Eibingen, Vereinslazareth 37. Biebrich, Vereinslazareth 38. Wiesbaden, Augenheilanstalt, Turnhalle und Versorgungshaus, 39. Eltville,Privatlazarethini Schloss Nollrath,. zusammen 200 Betten. Rekapitulation. In staatlichen Anstalten standen zur Verfügung 9 747 Betten, privaten Verpflegt wurden: 1 865 zusammen 11 612 Betten. Deutsche Franzosen Summe v. d. mobil. | immobil. Armee in staatlichen Anstalten 61415 6 728 5 102 73 245 - privaten - 137 — — 137 zusammen 61 552 6 728 5 102 73 382. XII. (Königlich Sächsisches) Armeekorps. 2. A. Staatliche (Garnison-, Reserve-, Etappen- und Kriegsgefangenen-) Lazarethe. Bautzen, Garnisonlazareth (40 Betten) und Kaserne (260 Betten), 300 Betten, Chemnitz, Garnisonlazareth (86 Betten) und Kaserne (214 Betten), 300 Betten, 3. Dresden, Reservelazareth No. I, Neustädter Reiterkaserne (1000 Betten), Ställe (200 Betten), 1200 Betten, vorzugsweise innerlich Kranke; Reservelazareth No. II, Pontonschuppen mit Krankenzelt 700 Betten; Reservelazareth No. III, Pionierkaserne 330 Betten, ausschliesslich Kriegsgefangene, 4. Grossenhain, Garnisonlazareth, 359 Betten, städtisches Kranken- und Armenhaus, 300 Betten, vorzugsweise Verw., 5. Königstein: a) Garnisonlazareth in der Festung, 20 Betten. *b) Artilleriewagenschuppen unterhalb des Festungsplateaus 50 Betten, 6. Leipzig, Reservelazareth No. I, Bürgerschule, 419 Betten, 12 Baracken ä 47 Betten, Pockenstation im Jakobshospital, 20 Betten; Reservelazareth No. II, Kaserne im Schloss Pleissenburg und Exerzirhaus 320 Betten; Reservelazareth No. III, städtische Turnhalle, 200 Betten, 7. Meissen, Jägerkaserne in der Albrechtsburg (Kornhaus), Konvaleszentenanstalt für Deutsche Soldaten, 250 Betten, *8. Uebigau, Fabrik- und Nebengebäude (PockenstationJ, 413 Betten, vorwiegend innere Krankheiten, 9. Würzen, Garnisonlazareth (20Betten), Kaserne (llOBetten) und Gasthaus (70 Betten), 200 Betten, 10. Zittau, Garnisonlazareth und neue Kaserne (600 Betten). alte Kaserne (100 Betten), aushilfsweise war die Hospitalmühle verwendet, 700 Betten, vorzugsweise Verwundete. B. Vereins- und Privatlazarethe. Eigentliche Vereinslazarethe sind nach dem Bericht der Generaldirektion der Reservelazarethe in Sachsen nicht ins Leben gerufen worden, da die staatlichen Reservelazarethe in Verbindung mit den Privatpflegestätten zu genügen schienen. Es sind deshalb darauf bezügliche Gesuche einzelner Vereine von der Generaldirektion abgelehnt worden. Dagegen bestanden in Sachsen eine Reihe von Privat- lazarethen und Privatpflegestätten. In dieser Linie ist vor Allem zu erwähnen das KöniglichePrivatlazareth Röttewitz, welches bis zum 20. März 1871 bestand und 43 Kranke verpflegt hat; ferner das Privatlazareth des Rittergutsbesitzers Dietze in Pommson, welches 95 Kranke verpflegt hat; die evangelischlutherische Diakonissenanstalt erbot sich zur Aufnahme von 120 Verwundeten - gegen billige Entschädigung; die Johanniter hatten ein Lazareth von 30 Betten eröffnet, in welchem 23 Offiziere und 29 Mannschaften Aufnahme fanden. — In Leipzig bestanden zwei von Privaten ausgestattete und unterhaltene Lazarethe mit 50 Verwundeten (3 Franzosen). Das Privatlazareth No. I mit 25 Betten, 6 Monate belegt, und das Privatlazareth No. II der Baronin v. Fuchs-Nordhoff in Leipzig, welches 43 Kranke verpflegt hat. — Ausser diesen bestanden in Sachsen noch 57 Privatlazarethe, welche mehr als einen bezw. bis 40 Kranke verpflegt haben, und gegen 100 Privatpflegestätten, in welchen je ein Kranker Aufnahme fand. Die Gesamnit- Beilagen zu Band ] zahl der von der stellten Lagerstät sehen und Franzo In staatlichen An: . privaten Verpflogt wu in staatlichen Arn- - privaten zusa Grc A. Staatlich Ki 1. Darmstadt Krankenpfleg Kranke (622 Alicen-Hospit mit 27 738 V 2. Babenhaus 3. D i e b u r g, 5 4. Gross-Ger; Verpflegungst 5. Heppenhei tage, (i. Höchst i. 0.. 7. Lampenhei 8. Langen, 45 9. Fürth, 42 K 10. Reich elshe 11. Rüsselshei 11 Pfungstadt 13. Seligenstad 14. Offenbach (t 15. Büdingen, tage, 16. Butzbach, 17. Friedberg, tage, *) Sowohl Staat «id in beiden statt läge angegeben. — staatlichen und Yen Beilagen zu Band I. Armeekorps. , Etappen- und ethe. jtten) und Kaserne etten) und Kaserne städter Reiterkaserne 100 Betten, vorzugs- eth No. II, Ponton- ,en; Reservelazareth isschliesslich Kriegs- 9 Betten, städtisches vorzugsweise Verw., :, 20 Betten. lalb des Festungs- [erschule, 419 Betten, Station im Jakobs- No. II, Kaserne im 320 Betten; Reserve- 200 Betten, chtsburg (Kornhaus), oldaten, 250 Betten, ade (PockenstationJ, leiten, Kaserne (1 lOBetten) aserne (600 Betten), le war die Hospitalweise Verwundete. irethe. h dem Bericht der Sachsen nicht ins Reservelazarethe in a genügen schienen. Le einzelner Vereine Reihe von Privat- r Linie ist vor Allem Röttewitz, welches ranke verpflegt hat; esitzers Dietze in tat; die evangelisch- zur Aufnahme von ;ung; die Johanniter in welchem 23 Offi- lden. — In Leipzig :e und unterhaltene iosen). Das Privat- egt, und das Privat- ordhoff in Leipzig, diesen bestanden in aehr als einen bezw. n 100 Privatpflege- fand. Die Gesammt- Beilagen zu Band I. Spezielles Verzeichniss der staatlichen, Vereins- und Privatlazarethe. 239* zahl der von der freiwilligen Krankenpflege in Sachsen aufgestellten Lagerstätten, sowie die Zahl der hier verpflegten Deutschen und Franzosen kann nicht genau angegeben werden. Rekapitulation. In staatlichen Anstalten standen zur Verfügung 0 645 Betten, . privaten Verpflogt wurden: ? V Betten. Franzosen Summe Deutsche v. d. mobil. | immobil. Armee staatlichen Anstalten 16 812 5 212 4 721 26 745 privaten - ? ? ? '? zusammen ? 9 Grossherzogthum Hessen.*) A. Staatliche (Garnison-, Reserve-, Etappen- und Kriegsgefangenen-) Lazarethe. a. Starkenburg. 1. Darmstadt (drei staatliche Lazarethe); die Oekonomie und Krankenpflege war vom Alicen-Verein übernommen, 3168 Kranke (622 Franzosen), 46 110 Verpflegungstage. Das Alicen-Hospital für Typhus- und Ruhrkranke hat 926 Mann mit 27 738 Verpflegungstagen beherbergt, 2. Babenhausen, 199 Kranke, 7903 Verpflegungstage, 3. Dieburg, 51 Kranke, 2475 Verpflegungstage, 4. Gross-Gerau, zwei Reservelazarethe, 109 Kranke, 4246 Verpflegungstage, 5. Heppenheim, 75 Kranke (l Franzose), 3416 Verpflegungstage, ((.Höchst i. 0., 5 Kranke, 90 Verpflegungstage, 7. Lampenheim, 37 Kranke, 1498 Verpflegungstage, 8. Langen, 45 Kranke, 1498 Verpfiegungstage, 9. Fürth, 42 Kranke, 2647 Verpflegungstage, 10. Reich elsheim, 32 Kranke, 1738 Verpfiegungstage, 11. Rüsselsheim, 120 Kranke, 2513 Verpflegungstage. 12. Pfungstadt, 30 Kranke, 700 Verpflegungstage, 13. Seligenstadt, 96 Kranke, 3261 Verpfiegungstage, 14. Offenbach (drei Reservelazarethe), 1160 Kranke (76Franz.). 1>. Oberhessen. 15. Büdingen, 63 Kranke (2 Franzosen), 1934 Verpflegungstage, 16. Butzbach, 372 Kranke, 12 204 Verpfiegungstage, 17. Friedberg, 216 Kranke (2 Franzosen), 5372 Verpfiegungstage, *) Sowohl Staats- als Privatanstalten sind nach Kreisen geordnet nid in beiden statt der Anzahl der Betten die Anzahl der Verpflegungsage angegeben. — Vergl. übrigens Text betreffs Trennung der staatlichen und Vereins-Lazarethe. 18. Giessen (drei Reservelazarethe), 1619 Kranke (95 Franzosen), 25 307 Verpflegungstage, 19. Grünberg, 174 Kranke, 5173 Verpflegungstage, 20. Hungen, 75 Kranke, 2667 Verpflegungstage, 21. Laub ach, 130 Kranke, 4329 Verpfiegungstage, 22. Nauheim (drei Reservelazarethe), 379 Kranke (1 Franzose), 12 773 Verpflegungstage, 23. Nidda, 112 Kranke, 2905 Verpflegungstage, 24. Schlitz (zugleich Privatlazareth) 38 Kranke, 1850 Verpflegungstage, 25. Vilbel, 133 Kranke, 4447 Verpflegungstage. c. Piheinhessen. 26. Bingen, 585 Kranke (19 Franzosen), 9186 Verpfiegungstage, 27. Guntersblum, 151 Kranke, 4053 Verpflegungstage, 28. Nieder-Ingelheim, 170 Kranke (13 Franzosen), 5228 Verpflegungstage, 29. Osthofen, 111 Kranke, 3402 Verpflegungstage, 30. Pfeddersheim, 154 Kranke (1 Franzose), 2716 Verpflegungstage. B. Vereins- und Privatlazarethe. a- Starkenburg. 1. Darmstadt, sieben Vereinslazarethe, 730 Kranke (130 Franzosen), dazu mehrere Zeltbaracken, Baracken und Zelte (theilweise waren englische Aerzte hier beschäftigt); ausserdem ein Aufnahmelazareth am Bahnhofe, 2133 Kranke 12 189 Verpflegungstage, 2. Bensheim, zwei Vereinslazarethe, 164 Kranke, 8515 Verpfiegungstage, 3. Dieburg, Vereinslazareth, 39 Kranke, 1060 Verpflegungstage, 4. Gernsheim, Vereinslazareth, 91 Kranke, 2731 Verpflegungs- 5. Pfungstadt, Vereinslazareth, 33 Kranke, 625 Verpflegungstage. b. Oberhessen. 6. Gedern, Privatlazareth, 48 Kranke (l Franzose), 1500 Verpflegungstage, 7. Giessen, vier Vereinslazarethe, 433 Kranke (17 Franzosen), 9410 Verpflegungstage, 8. Höchst a. d. N., Privatlaz., 11 Kranke, 739 Verpfiegungstage, 9. Laubach, Vereinslazareth (beim staatlichen Reservelazareth verrechnet), 10. Lieh, Privatlazareth, 87 Kranke, 2001 Verpflegungstage, 11. Schlitz, Privatlazareth (beim dortigen staatlichen Reservelazareth verrechnet). c. Rheinhessen. 12. Bingen, Vereinslazareth, 174 Kranke (38 Franzosen), nebst Zeltlager auf dem Rochusberg vom Deutschen Hilfsverein in London errichtet, 13. Oppenheim, Vereinslazareth,75 Kranke, 1639 Verpfiegungstage, 14. Worms, zwei Vereinslazarethe, 207 Kranke (26 Franzosen), 8214 Verpflegungstage. h 1 X [t H >»■ 240* Spezielles Verzeichniss der staatlichen, Vereins- und Privatlazarethe. Beilagen zu Band I. Rekapitulation. In staatlichen Anstalten standen zur Verfügung - privaten - - ? Betten, ? Verpflegt wurden: in staatlichen Anstalten - privaten zusammen ca. 3 000 Betten. Deutsche Franzosen Summe 9 446 ? ? 4 937 ? ? zusammen 14 383 9 Königreich Bayern.*) A. Staatliche Lazarethe (i. e. Militär-Krankenhäuser, Reserve-, Festungs- und Kriegsgefangenen-Spitäler). I. Armeekorps. l. Augsburg, zugleich Kriegsgefangenendepot: a. Militärkrankenhaus St. Georg (166 Betten); b. St. Sebastianskaserne (144 Betten); c. Gymnasium St. Stefan (76 Betten); d. Realgymnasium (der goldene Saal, 50 Betten); e. Tuchfabrik Haunstetten (200 Betten); f. "Wirthschaftsgebäude in Oberhausen (50 Betten); zusammen 686 Betten, 2. Burghausen, zugleich Kriegsgefangenendepot. Militärkrankenhaus (50 Betten), Maltheserkaserne (Kriegsspital mit 30 Betten), zusammen 80 Betten, 3. Dillingen, zugleich Kriegsgefangenendepot. Militärkrankenhaus (60 Betten), das „Cholerahaus" (für Blatternkranke 80 Betten), städtisches Krankenhaus (14 Betten) und vier grosse Säle in beiden Kasernen, zusammen 314 Betten, 4. Donauwörth, Militärkrankenhaus mit 25 Betten, 5. Eichstädt, zugleich Kriegsgefangenendepot. Militärkrankenhaus (70 Betten) und Willibaldsburg (70 Betten), zusammen 140 Betten, Freising, zugleich Kriegsgefangenendepot. Militärkrankenhaus (72 Betten), Turnhalle (24 Betten), Schiessstätte (24 Betten) und städtisches Krankenhaus (mit 22 Betten), zusammen 142 Betten, 7. Fürstenfeld, ehemaliges Bernhardinerkloster, als Konvaleszentenstation benutzt. Kriegsspital (350 Betten) und Konvaleszentenanstalt (280 Betten), zusammen 630 Betten, 8. Ingolstadt, zugleich grosses Kriegsgefangenendepot, Militärkrankenhaus, Kriegsspital und der Urbansaal im Hofe desselben, 1256 Betten, 9. Kempten, für Kriegsgefangene Konvaleszentenanstalt. — Militärkrankenhaus (60 Betten), Schlosskaserne (200Betten) und das alte Gymnasium (mit 33 Betten), zusammen 293 Betten, (i *) Die staatlichen Anstalten nach Armeekorps, die privaten nach Verwaltungsbezirken (Kreisen) geordnet. •"IC Lager-Lechfeld, zugleich grosses Kriegsgefangenendepot anfänglich Strohbaracken, später vier Säle des dortigen Kasernengebäudes (120 Betten), heizbar gemachte Remisen (80 Betten) und neuerbaute heizbare Holzbaracken (220 Betten), ausserdem eine Marketenderbaracke für Pockenkranke (mit 30 Betten), zusammen 450 Betten, 11. Landsberg, Garnisonspital mit 52 Betten, 12. Landshut, zugleich Kriegsgefangenendepot. Militärkrankenhaus (Blatternspital, mit 44 Betten), Fechtsaal der Jesuitenkaserne (90 Betten) und neue Kavalleriekaserne (224 Betten), zusammen 358 Betten, 13. Lindau, Militärspital, 50 Betten, 14. München (nach der selbstständigen Kommandantschaft München) zugleich Kriegsgefangenendepot: a. Haupt-Militärkrankenhaus an der Müllerstrasse (390 Betten); b. neues Militärkrankenhaus Oberwiesenfeld mit zwei Sommerbaracken (276 Betten); c. Militärfilialkrankenhaus Schwabing mit einer Baracke (90 Betten), besonders für Blatternkranke; zusammen 756 Betten, 15. Neuburg, zugleich Kriegsgefangenendepot. Militärkrankenhaus (60 Betten) und Marstallgebäude (50 Betten), zusammen 110 Betten, H 16. Neuulm, zugleich Kriegsgefangenendepot, Friodensspital No. 9, Vorwerk No. 14 und 2 Spitalbaracken, mit 1350 Betten, 17. Ottobeuren, zugleich Kriegsgefangenendepot, Kaserne mit 80 Betten, 18. Passau, zugleich Kriegsgefangenendepot. Militärkranken* haus 100 Betten, 19. Regensburg, zugleich Kriegsgefangenendepot. Militärkrankenhaus (170 Betten), Notredamekaserne in Stadtamhof (154 Betten) und das Blatternspital auf dem oberen Wöhrd (13 Betten), zusammen 337 Betten, 20. Roggenburg, zugleich Kriegsgefangenendepot, das ehemalige Prämonstratenserklostergebäude mit 74 Betten, 21. Straubing, zugleich Kriegsgefangenendepot. Militär- krankenhaus mit 50 Betten (die Pockenkranken wurden auf die Blatternabtheilung des Krankenhauses der barmherzigen Brüder gebracht), 22. Wülzburg, zugleich Kriegsgefangenendepot, Burggebäude, mit 50 Betten. II. Armeekorps. 1. Amberg, zugleich Kriegsgefangenendepot, Militärkranken- haus (100 Betten), neue Kavalleriekaserne (150 Betten), zusammen 250 Betten, 2. Ansbach, zugleich Kriegsgefangenendepot, Militärkrankenhaus (60 Betten), Jägerkaserne (200 Betten), Hauptkaserne (150 Betten), zusammen 410 Betten, 3. Aschaffenburg, zugleich Kriegsgefangenenstation, Militärkrankenhaus (80 Betten), Remise des Königlichen Schlosses (120 Betten), Forstschule (90 Betten), Orangerie (30 Betten), zusammen 320 Betten, 4. Bamberg, zugl. Kriegsgefangenendepot, Militärkrankenhaus (100 Betten), Koppenhofkaserne (208 Betten), städtisches Krankenhaus (8 Betten für Pockenkranke), zusammen 316 Betten, 5. Bayreuth, zugl. Kriegsgefangenendepot, Militärkranken- haus (90 Betten), Friedrichskaserne (20 Betten), städtisches Schiesshaus (14 Betten, Pockenhaus), zusammen 124 Betten. Beilagen zu Band 6. Erlangen, undFechtsa zusammen 1 7. Forchheij krankenhau: zusammen ' *8. Germersh( krankenhau 9. Landau, ] No. 98, zusi 10. Neustadt 100 Betten, 11. Nürnberg haus (100 B kaserne (80 90 Betten), 390 Betten, 12. Speyer.Mi alte Gewerb ausserdem kaserne (60 zusammen lazarethneb gebäude, Sc 13. Sulzbach, (140 Betten 14. Triesdorf (Konvalesze 15. Veitshöch Forstgebäuc 16. Würzburg gefangenenc halle im Ai Zeller Rase Kugelfangbs Fahrzeugha Restauratioi haltenhaus, seminar, Re stellen, Zweibrücl kaserne (IC 198 Betten. 17 B. 1. München: a. Neuberg 100 Bet b. Privatsp 40 Bette c. Neuberg ordens v d. Spital ( 50 Bette e. Haidhau f. Homöops 15 Bette g. Orthopät h. Augenhc i. Brunnth S.iiiit!lti-Bericht üb Beilagen zu Band I. iegsgefangenendepot, - Säle des dortigen r gemachte Remisen Holzbaracken (220 baracke für Pocken- Betten, itten, nendepot. Militär- 3tten), Fechtsaal der je Kavalleriekaserne i Konimandantschaft depot: 1 Müllerstrasse (390 iesenfeld mit zwei ; mit einer Baracke kranke; nendepot. Militärgebäude (50 Betten), iepot, Friodensspital ken, mit 1350 Betten, endepot, Kaserne mit pot. Militärkranken* ;enendepot. Militär- caserne in Stadtamhof iif dem oberen Wöhrd jenendepot, das ehe- e mit 74 Betten, enendepot. Militär- ckenkranken wurden kenhauses der barm- ndepot, Burggebäude, epot, Militärkranken- Kaserne (150 Betten), lepot, Militärkranken- 3etten), Hauptkaserne igenenstation, Militär- Königlichen Schlosses Orangerie (30 Betten). spot, Militärkranken- (208 Betten), städti- :enkranke), zusammen 3pot, Militärkranken- !0 Betten), städtisches zusammen 124 Betten. Beilagen zu Band I. Spezielles Verzeichniss der staatlichen, Vereins- und Privatlazarethe. 241* 6. Erlangen, Universitätskrankenhaus, Entbindungsanstalt und Fechtsaal (120 Betten), Militärkrankenhaus (32 Betten), zusammen 152 Betten, 7. Forchheim, alte Kaserne (40 Betten), früheres Militärkrankenhaus (30 Betten), städtisches Spital (10 Betten), zusammen 80 Betten, *8. Germersheim, zugleich Kriegsgefangenendepot, Militärkrankenhaus, 581 Betten, 9. Landau, Militärkrankenhaus No. 129 und Kriegsspital No. 98, zusammen 438 Betten, 10. Neustadt a. A., Schlosskaserne und Militärkrankenhaus, 100 Betten, 11. Nürnberg, zugl. Kriegsgefangenendepot, Militärkrankenhaus (100 Betten), Johanniskaserne (90Betten), Kaiserstallkaserne (80 Betten), Vestnerthorkaserne (für Franzosen 90 Betten), Bärenschanzkaserne (30 Betten), zusammen 390 Betten, 12. Speyer, Militärspital (47 Bett.), Realgymnasium (200 Bett.), alte Gewerbeschule (125 Betten), zusammen 372 Betten; ausserdem Mirbachhauskaserne (50 Betten), Deutschhauskaserne (60 Betten), neue Kavalleriekaserne (250 Betten), zusammen 360 Betten, und von Seiten der Stadt 1 Baracken- lazareth nebst Tabakschuppen d. Stadt, Schiesshaus, Frohsinngebäude, Schulzekeller und Bürgerspital mit rund 250 Betten, 13. Sulzbach, Militärkrankenhaus (46 Betten) und Kaserne (140 Betten), zusammen 186 Betten, 14. Triesdorf, Schlösschen nebst Falkenhaus, 160 Betten (Konvaleszentenanstalt für Deutsche Soldaten), 15. Veitshöchheim, Schloss mit Nebengebäuden (100 Betten) Forstgebäude (25 Betten), zusammen 125 Betten, 16. Würzburg, zugleich Etappenanfangsort und Kriegsgefangenendepot, Militärkrankenhaus (226 Betten), Geschützhalle im Artilleriehof (40 Betten), Geschützhalle auf dem Zeller Rasen (30 Betten), Fahrzeughalle (200 Betten), Kugelfangbaracke auf dem Galgenberg (100 Betten) mit Fahrzeughalle, Feste Marienberg (236 Betten für Franzosen), Restaurationsgebäude am Bahnhof (als Etappenspital), Ehe- haltenhaus , Münzgebäude , Wiesenbauschule , Schullehrerseminar, Reisgrubenmühle, Juliushospital, zus. 1200 Lagerstellen, 17. Zweibrücken,Militärkrankenhaus(58Betten),Ernstweilerkaserne (100 Betten) und Heumagazin (40 Betten), zus. 198 Betten. B. Vereins- und Privatlazarethe. I. Oberbayern. 1. München: a. Neuberghausen, Privatspital Sr. Majestät des Königs, 100 Betten, b. Privatspital Ihrer Majestät der Königin Mutter, 40 Betten, c. Neuberghausen, Spital des Königlichen Haus-Ritterordens vom heiligen Georg, 40 Betten, d. Spital des Zweigvereins der Stadt im Vincentinum, 50 Betten, e. Haidhausen, städtisches Krankenhaus II, 100 Betten, f. Homöopathische Anstalt des Professor Dr. Buchner, 15 Betten, g. Orthopädische Anstalt von Krieger, 12 Betten, h. Augenheilanstalt desProfessor Dr.Rothm und, 30 Betten, i. Brunnthal, Naturheilanstalt, Sanitfttg-Beticht über die Deutschen Ueere 1870/71. Beilagen zn Bind I. k. Privatspital der Marienanstalt, 19 Betten, 1. Privatspital der Fraueu Servitinen (Herzogspital), 12 Bett., m. Privatspital des Mutterhauses der armen Schulschwestern, 12 Betten, n. Au, Privatspital des Filialklosters, 18 Betten, o. Katholisches Gesellenhaus, 4 Betten, p. Privatspital des Brauereibesitzers G. Sedlmayr, 12 Bett., q. Privatspital des Brauereibesitzers Schmederer, 12Bett., r. Privatspital des Brauereibesitzers J. Sedlmayr, 9 Bett., s. Privatspital d. Maurermeisters Dürr, t. Privatspital des Privatiers L. Brey, 20 Betten, u. Privatspital des Grosshändlers Steiner, 5 Betten, v. Privatspital des Fabr. Wassermann, 10 Betten, w. Privatspital des Erzgiesserei-Inspektors v. Miller, 6 Betten, x. Rekonvaleszentenstätte des Privat. Mangold, 3 Betten, 2. Fr ei sing, drei Spitäler des Zweigvereins, 65 Betten, 3. Ingolstadt, Vereinsspital, 60 Betten, 4. Rosenheim, Vereinsspital, 45 Betten, 5. Aichach, Vereinsspital (20 Betten) und Privatspital des Kunstmüllers Mayer (6 Betten), 26 Betten, 6. Affing, Privatspital des Grafen v. Gravenreuth, 12 Betten, 7. Altomünster, 12 Betten, 8. Pöttmes, Vereinsspital, 10Betten, 9. Rain, Vereinsspital, 53 Betten, 10. Altötting, Vereinsspital (24 Betten) und Privatspital der Redemptoristen (12 Betten), 36 Betten, 11. Burghausen, Vereinsspital, 18 Betten, 12. Neuötting, Vereinsspital, 30 Betten, 13. Berchtesgaden, Vereinsspital, 12 Betten, 14. Reichenhall, Vereinsspital, 26 Betten, 15. Kirchberg, Privatspital des Dr. Pachmayr, 4 Betten, 16. St. Zeno, Frauenvereinshospital, 6 Betten, 17. Hofhegnenberg, Privatspital des Grafen Hegnenberg- Dux, 18 Betten, 18. Maisach, Vereinsspital, 14 Betten, 19. Nannhofen, Privatspital des Frhrn. v. Lotzbeck, 6 Betten, 20. Olehing, Vereinsspital, 20 Betten, 21. Türkenfeld, Vereins- und Gemeindespital, 18 Betten, 22. Weyhern, Privatspital des Frhrn. v. Lotzbeck, 20Betten, 23. Dachau, Vereinsspital und drei Privatspitäler des Posthalters Ziegler, der Brauereibesitzer Hörhammer und Birgmann, 23Betten, 24. Ebersberg, Vereinsspital, 14Betten, 25. Glonn, Privatverpflegungsstätten, 12 Betten, 26. Schwaben, Vereinsspital, 6 Betten, 27. Steinhöring, Privatpflegestätte, 10 Betten, 28. Erding, Vereinsspitül, 30 Betten, 29. Dorfen, Vereinsspital, 15 Betten, 30. Haag, Privatpflegestätte, 6 Betten, 31. Isareck, Privatspital des Grafen v. La Rosee, 6 Betten, 32. Massenhausen, Privatpflegestätte, 14 Betten, 33. Mauern, Privatspital des Premierlieutenants Freiherrn v. Ostini, 20 Betten, 34. Moosburg, Vereinsspital, 30 Betten, 35. Weyhenstephan, Privatspital der landwirthschaftlichen Zentralschule, 36. Friedberg, Vereinsspital, 20 Betten, 37. Mering, Vereinsspital, 24 Betten, 38. Kösching, Vereinsspital, 35 Betten, 39. Landsberg, Vereinsspital, 91 Betten, 40. Diessen, Gemeindespital, 8 Betten, 41. Laufen, Privatspital des Kapuzinerkonvents, 12 Betten, 31 h f 242* Spezielles Verzeichniss der staatlichen, Vereins- und Privatlazarethe. Beilagen zu Band I. 42. Oedhof, Vereinsspital, 25 Betten, 43. Palling, Vereinsspital, 20 Betten, 44. Teisendorf,Privatspital des Herrn Wieninger, 10 Betten, Vereinsspital 10 Betten, 45. Tittrnoning, Frauenvereinsspital, 20 Betten, 46. Waging, Privatpflegestätte, 10 Betten, 47. Miesbach, Vereinsspital, 23Betten, 48. Elbach, Privatpflegestätte, 49. Holzkirchen, Vereinsspital, 23 Betten, 50. Schliersee, Vereinsspital, 24 Betten, 51. Tegernsee, Vereinsspital, 10 Betten, 52. Mühldorf, Vereinsspital, 22 Betten, 53. Jettenbach, Privatspital des Grafen v. Törring,20 Betten, 54. Neumarkt, Vereinsspital, 20 Betten, 55. Thambach, Privatpflegestätte, 56. Andechs, Privatspital des Benediktinerkonvents, 20 Betten, 57. Bernried, Privatpflegestätte, 12 Betten, 58. Fürstenried, Privatspital Ihrer Majestät derKönigin Mutter, 20 Betten, 59. Garatshausen, Privatspital Sr. Königl. Hoheit des Herzogs Ludwig in Bayern, 20 Betten, 60. Oberalting, Privatspital des Grafen v. Torr in g, 6 Betten, 61. Pasing, Privatverpflegungsstätte, 10 Betten, 62. Schwabing, Genieindespital, 10Betten, 63. Starnberg, Vereinsspital, 20 Betten, Privatspital des Generals v. Lutz, 6 Betten, 64. Tutzing, Privatpflegestätte, 65. Ammerland, Privatpflegestätte, 66. Berg a. L., Vereinsspital, 24 Betten, 67. Ismaning, Privatpflegestätte, 6 Betten, 68. Oberhaching, Privatpflegestätte, 15 Betten, 69. Potzham, Privatpflegestätte, 3 Betten, 70. Sauerlach, Privatpflegestätte, 20 Betten, 71. Schäftlarn,PrivatspitaldesBenediktiner-Konvents,30Bett., 72. Unterhaching, Privatpflegestätte, 10 Betten, 73. Pfaffenhofen, Vereinsspital, 30 Betten, 74. Pörnbach, Privatpflegestätte, 17 Betten, 75. Scheyern, Privatpflegestätte, 30 Betten, 76. Wolnzach, Gemeindespital, 10 Betten, 77. Aibling, Frauenvereinsspital, 20 Betten, 78. Au, Vereinsspital, 31 Betten, 79. Kolbermoor, Vereinsspital, 4 Betten, 80: Neubeuern, Vereinsspital, 5 Betten, 81. Niederaschau, Vereinsspital, 10 Betten, 82. Oberaudorf-Reisach, Vereinsspital, 25 Betten, 83. Pang, Vereinsspital, 12 Betten, 84. Prien, Vereinsspital, 20 Betten, 85. Schongau, Vereinsspital, 15 Betten, 86. Steingaden, Privatspital des Grafen v. Dürkheim- Montmartin. 87. Schrobenhausen, Frauenvereinsspital, 25 Betten, Privatpflegestätte, 3 Betten, 88. Hohenwart, Frauenvereinsspital und Privatpflegestätte, 12 Betten, 89. "Waidhofen, Privatpflegestätte, 2 Betten, 90. Tölz, 2 Vereinsspitäler und 2 Privatspitäler des Franzis kaner-Konvents und des Kaufmanns Kahn, Privatpflege statten, 33 Betten, 91. Benedictbeuern, Privatspital, 6 Betten, 92. Bichl, Gemeindespital, 28 Betten, 93. Gaissach, Privatpflegestätte, 5\Betten, 94. Lenggries, Privatpflegestätte, 8 Betten, 95. Trauustein, Vereinsspital, 54 Betten, 96. A delholzen-Siegsdorf, Privatpflegestätte, 14 Betten 97. Gallertsheim, Vereinsspital, 20 Betten, 98. Grabenstätt, Privatpflegestätte, 12 Betten, 99. Trostberg, Vereinsspital, 15 Betten, 100. "Wasserburg, Vereinsspital, 20 Betten, 101. Amerang, Privatspital des Frhrn. v. Crailsheim, 10 Bett. 102. Gars, Privatspital der Redemtoristen, 12 Betten, 103. Haag, Vereinsspital, 12 Betten, 104. Weilheim, Vereinsspital und Privatpflegestätte, 40 Betten 105. Murnau, Vereinsspital, 20 Betten, 106. Pähl, Gemeindespital und Privatpflegestätte, 6 Betten, 107. Peissenberg, Vereinsspital, 17 Betten, 108. Polling, Privatpflegestätte, 12 Betten, 109. Wilzhofen, Privatpflegestätte, 110. Werdenfels, Privatpfiegestätte. II- Niederbayern. 1. Landshut, 3 Vereinsspitäler, 126 Betten, 2. Passau, Vereinsspital, 50 Betten, 3. Straubing, 2 Klosterspitäler, 60 Betten, 4. Deggendorf, Vereinsspital, 30 Betten, 5. Hengersberg, Distriktskrankenhaus, 18 Betten, 6. Metten, Benediktinerprivatspital, 12 Betten, 7. Plattling, Vereinsspital, 12 Betten, 8. Dingolfing, Vereinsspital, 20 Betten, 9. Arnstorf, Vereinsspital im Gräflich Deym'schen Schlosse, 10 Betten, 10. Landau, Vereinsspital, 20 Betten, 11. Mallersdorf, Vereinsspital und 1 Privatspital der Franziskanerinnen, 30 Betten, 12. Geiselhöring, Vereinsspita-1, 10 Betten, 13. Schierling, Vereinsspital, 10 Betten, 14. Pfarrkirchen, Vereinsspital, 30 Betten, 15. Au, Vereinsspital, 8 Betten, 16. Ergoldsbach, Vereinsspital, 14 Betten, 17. Viechtach, Vereinsspital u. Privatpfiegestätte, 20 Betten, 18. Vilsbiburg, 1 Vereins- und 1 Privatspital der Redemtoristen, 28 Betten, 19. Frontenhausen, Vereinsspital, 20 Betten, 20. Geisenhausen, Vereinsspital, 10 Betten, 21. Lichtenhaag, Privatpfiegestätte, 22. Neufr auenhofen, Privatpfiegestätte des Frhrn. v. Soden, 23. Velden, Gemeindespital, 15 Betten, 24. Vilshofen, Vereinsspital, 48 Betten, 25. Osterhofen, Frauenvereinsspital, 20 Betten. III. Pfalz. 1. Bergzabern, 2 Vereinsspitäler, 2. Klingenmünster, Irrenanstalt, 3. Frankenthal, Kreisarmenanstalt, 4. Kandel, Vereinsspital, 5. Homburg, Vereinsspital, 72 Betten, 6. Landstuhl, Vereinsspital, 60 Betten, 7. Mittelbexbach, Knappschaftsspital, 8. Kaiserslautern, Vereinsspital, 9. Otterberg, Gemeindelazareth, 10. Obermoschel, Vereinsspital, 11. Rockenhausen, Vereinsspital, 12. Kusel, Gemeindespital, 13. Landau, Vereinsspital und 8 Privatspitäler des Dr. Wolff- hügel, Kaufmann Morin und Herrn Neuert, 14 Betten, 14. Edenkoben, 2 Vereinsspitäler, Beilagen zu Band lo. Edesheim 16. Ludwigsl 17. Neustadt 18. Deideshe: 19. Dürkhein 20. Hildebrai 21. Wachenh 22. Pirmasen 23. üahn, Ver 24. Speyer, B 25. Ludwigsh pflegestätte 26. Muttersti 27. Oggershe 28. Schiffers! 29. Zweibrüc 30. Blieskast 31. Ensheim, 32. Hornbach 33. St. Ingbei werkbesitzt rv. ot 1. Regensbu der Frau Stör, des I des Kaufms Zehgrube 2. Amberg, 3. Burgleng 4. Kalimünz 5. Pirkense 50 Betten, 6. Schwand« 7. Cham, Ve 8. Eschenba 9. Auerbach 10. Pressath, 11. Hemau, D 12. Riedenbi 13. Kemnath 14. Nabburg 15. Schwarze 10 Betten, 16. Neunburg 17. Neustadt 18. Weiden, ! 19. Gebelkof« 25 Betten, 20. Mintrach 21. Synching 22. Wörth,Di 23. Roding, 1 24. Stadtami 25. Regendoi 6 Betten, 26. Regensta 27. Sulzbach 28. Vohensti Beilagen zu Band I. ;estätte, 14 Betten, en, Betten, n, railsheim, lOBett 12 Betten, legestätte, 40 Betten, ästätte, 6 Betten, ~n. :ten, ten, i, 18 Betten, Betten, eym'sehen Schlosse atspital der Franzissn, en, jgestätte, 20 Betten, atspital der Redem- :tten, ten, es Frhrn. v. Soden, Betten. Beilagen zu Band I. Spezielles Verzeiehniss der staatlichen, Vereins- und Privatlazarethe. 243* ;äler des Dr. Wolff- ^euert, 14 Betten, 15. Edesheim, Vereinsspital, 100 Betten, 16. Ludwigshöhe. Vereinsspital, 220 Betten, 17. Neustadt a. H., Vereinsspitäler, 18. Deidesheim, Bürgerhospital, 30 Betten, 19. Dürkkeiin, Vereinsspital, 50 Betten, 20. Hildebrandseck, Vereinsspital, 60 Kranke, 21. Wachenheim, Vereinsspital, 22. Pirmasens, Vereinsspital, 100 Betten, 23. Bahn, Vereinsspital, 30 Betten, 24. Speyer, Bürgerspital, Kriegsspital, 25. Ludwigshafen, 2 Vereinsspitäler, 22 Betten, Privatpflegestätte, 26. Mutterstadt, Vereinsspital, 27. Oggersheim, Krankenhaus, 28. Schiff er stadt, Lazareth, 29. Zweibrücken, 3 Vereinsspitäler, 30. Blieskastel, Frauenvereinsspital, 31. Ensheim, Vereinsspital, 32. Hornbach, Frauenvereinsspital, 12 Betten, 33. St. Ingbert, 3 Vereinsspitäler, 2 Privatspitäler derllütten- werkbesitzer H. und Gr. O. Krämer. rV. Oberpfalz und Regensbvirg. 1. Regensburg, 4 Vereinsspitäler u. 3 Privatspitäler I. Kgl. II. der Frau Herzogin Paul von Württemberg, des Dr. Stör, des Bischofs von Senestrey, der Wittwe Pöckel, des Kaufmanns Rümmelein, Dunzinger und des Wirthes Zehgruber, 66 Betten, 2. Amberg, städtisches Krankenhaus, 50 Betten, 3. Burglengenfeld, Vereinsspital, 20 Betten, 4. Kallmünz, Gemeindespital, 10 Betten, 5. Pirkensee, Privatspital des Grafen von der Mühle, 50 Betten, 6. Schwandorf, Vereinsspital, 17 Betten, 7. Cham, Vereinsspital, 22 Betten, 8. Eschenbach, Vereinsspital, 15 Betten, 9. Auerbach, Vereinsspital, 10 Betten, 10. Pressath, Gemeindespital, 12 Betten, 11. He mau, Distriktskrankenhaus, 20 Betten, 12. Biedenburg, Krankenhaus, 10 Betten, 13. Kemnath, Vereinsspital, 6 Betten, 14. Nabburg, Vereinsspital, 20 Betten, 15. Schwarzenfels, Privatspital des Grafen v. Holnstein, 10 Betten, 16. Neunburg v. W., Vereinsspital, 20 Betten, 17. Neustadt a. W. N., Vereinsspital, 16 Betten, 18. Weiden, 2 Vereinsspitäler, 30 Betten, 19. Gebelkofen, Privatspital des Grafen v. Lerchenfeld, 25 Betten, 20. Mintraching, Gemeinde-u. Frauenvereinsspital, 16 Betten, 21. Synching, Distriktskrankenhaus, 15 Betten, 22. Worth,Distriktskrankenhaus u. Privatpflegestätte, 20 Bett., 23. Roding, Vereinsspital, 18 Betten, 24. Stadtamhof-Steinweg, 2 Vereinsspitäler, 40 Betten, 25. Regendorf, Privatspital des Grafen v. Oberndorff, 6 Betten, 26. Regenstauf, Distriktskrankenhaus, 16 Betten, 27. Sulzbach, Vereinsspital, 12 Betten, 28. Voheustrauss, Distriktskrankenhaus, 20 Betten. "V- Oberfrankön. 1. Bayreuth, 2 Vereinsspitäler, 106 Betten, 2. Bamberg, städtisches u. Vereinsspital, 138 Betten, 3. Hof, 2 Vereinsspitäler und Privatpflege-Anstalt, 93 Betten, 4. Hallstadt, Vereinsspital, 10 Betten, 5. Schesslitz, Frauenvereinsspital, 10 Betten, 6. Überhaid, Vereinsspital, 10 Betten, 7. Staffelbach, Vereinsspital, 6 Betten, 8. Forchheim, Zivilkrankenhaus, 15 Betten, 9. Höchstadt a. A., Vereinsspital, 10 Betten, 10. Herzogenaurach, Privatpflegestätte, 11. Kronach, 2 Vereinspitäler, 30 Betten, 12. Unterlangenstadt, Privatspital des Freiherrn v. Küns- berg, 40 Betten, 13. Stockheim, Privatspital des Gutsbesitzers v. Swaine, 10 Betten, 14. Kulmbach, Vereinsspital, 25 Betten, 15. Peesten, Privatspital der Gräfin v. Giech, 10 Betten, 16. Lichtenfels, 2 Spitäler, 48 Betten, 17. Burgkundstadt, Genieindespital, 14 Betten, 18. Ebneth, Privatspital des Freiherrn v. Seckendorff, 12 Betten, 19. Weismain, Gemeindespital, 15 Betten, 20. Münchberg, Vereinsspital, 12 Betten, 21. Naila, Vereinsspital, 12 Betten, 22. Pottenstein, Vereinsspital, 6 Betten, 23. Oberkotzau, Vereinsspital, 25 Betten, 24. Schwärzenbach a. S., Vereinsspital, 16 Betten, 25. Selb, Vereinsspital, 9 Betten, 26. Staffelstein, Gemeindespital, 20 Betten, 27. Banz, Privatspital Sr. Königl. Höh. des Herzogs Maximilian in Bayern, 70 Betten. VI. Mittelfranken. 1. Ansbach, 3 Vereinsspitäler, 90 Betten, 2. Dinkelsbühl, Vereinsspital, 50 Betten, 3. Eichstädt, 1 Gemeinde- und 1 Vereinsspital, 50 Betten, 4. Erlangen, 2 Vereins- und Stadtspitäler, 72 Betten, 5. Fürth, Frauenvereins-, christliches u. israelitisches Spital, 96 Betten, 6. Nürnberg, 10 städtische Vereinsspitäler, 397 Betten, 7. Rothenburg, städtisches Krankenhaus, 41 Betten, 8. Schwabach, 2 Vereinsspitäler, 96 Betten, 9. Weissenburg, Vereinsspital, 50 Betten, 10. Beilngries, Vereinsspital, 10 Betten, 11. Greding, Privatpflegestätte, 18 Betten, 12. Wassertrüdingen, Vereinsspital, 25 Betten, 13. Langenzenn, Vereinsspital, 15Betten, ebenda Privatpflege- Anstalt, 14. Zirndorf, Vereinsspital, 21 Betten, 15. Gunzenhausen, 3 Vereinsspitäler, 45 Betten. 16. Berolzheim, Vereinsspital, 11 Betten, 17. Neuendettelsau, Diakonissen-Anstalt, 30 Betten, 18. Hersbruck, Vereinsspital, 40 Betten, 19. Lauf, Vereinsspital, 20 Betten, 20. Markt-Bibart, Vereinsspital, 24 Betten, 21. Markt-Einersheim, Vereinsspital, 20 Betten, 22. Iphofen, Vereinsspital, 20 Betten, 23. Georgensgemünd, Vereinsspital, 10 Betten, 24. Roth, Vereinsspital, 12 Betten, 25. Wendelstein, Vereinsspital, 11 Betten. 26. Uffenheim, Vereinsspital, 38 Betten, 31* t* ■I •■1 : r t i C 244* Spezielles Verzeiehniss der staatlichen, Vereins- und Privatla/.arethe. Beilagen zu Band I. 27. Burgbernheim, Vereinsspital, 30 Betten, 28. Windsheim, Vereinsspital, 30 Betten, 29. Ellingen, 1 Vereinsspital und 1 Privatspital des Fürsten v. Wrede, 42 Betten, 30. Pappenheim, Vereinsspital, 30 Betten, 31. Pleinfeld, Vereinsspital, 18 Betten, 32. Treuchtlingen, städtisches Spital, 14 Betten. VII. Unterfranken u. Aschafl'enburg. 1. Würzburg, Privatpflegestätten, 2. Aschaffenburg, Vereinsspital undlnstitut der Englischen Fräulein, 90 Betten, 3. Kitzingen, Vereinsspital, 40 Betten, 4. Schweinfurt, 1 Vereinsspital und 1 städtisches Krankenhaus, 73 Betten, 5. Heilger sdorf, Privatspital d.Grafen v.Rotenhan, 25 Bett., 6. Merzbach, Privatspital des Grafen v. Rotenhan, 10 Bett., 7. Gerolzhofen, Vereinsspital, 26 Betten, 8. Hammelburg, städtisches Spital, 50 Betten, 9. Hassfurt, Vereinsspital, 66 Betten, Privatspital des Frhrn. v. Seefried, 4 Betten, 10. Ebelsbach, Privatspital des Frhrn. v.Rotenhan, 22 Betten, 11. Eltmann, Vereinsspital und Privatspital des Bürgermeisters Schmitt, 30 Betten, 12. Obertheres, Privatspital des Herrn v. Swaine, 30 Bett., 13. Zeil, Vereinsspital, 20 Betten, 14. Karlstadt, Vereinsspital, 16 Betten, 15. Arnstein, Vereinsspital, 12 Betten, 16. Kissingen, Vereinsspital, 20 Betten, 17. Mainbernheim, Vereinsspital, 21 Betten, 18. Marktbreit, Vereinsspital, 20 Betten, 19. Marktsteft, Vereinsspital, 20 Betten, 20. Eichelsdorf, Vereinsspital, 28 Betten, 21. Lohr, Stadtspital, Privatpflegestätte, 59 Betten, 22. Neustadt a. M., Privatpflegestätte, 6 Betten, 23. Kreuzwertheim, Vereinsspital, 37 Betten, 24. Miltenberg, 2 Krankenhäuser, 85 Betten, 25. Kleinheubach, Privatspital des Fürsten Löwenstein- Wertheim, 19 Betten; ebenda Gemeindespital, 21 Betten, 26. Ochsenfurt, städtisches Krankenhaus, 20 Betten, 27. Winterhausen, Privatpflegestätte, 28. Grafenrheinfeld, Gemeindespital, 4 Betten, 29. Werneck, Vereinsspital in der Kreis-Irrenanstalt, 30 Bett.; ebenda im Distriktsspital, 12 Betten, 30. Volkach, Vereinsspital, 42 Betten, 31. Dettelbach, Vereinsspital, 43 Betten, 32. Heidingsfeld, Vereinsspital, 61 Betten, 33. Bergtheim, Vereinsspital, 18 Betten, 34. Oberzell, Privatspital des Fabrikanten König, 25 Betten. VIII. Schwaben und. Neubnrg. 1. Augsburg, Vereinsspital, städtisches Krankenhaus, Privatspital der Benediktinerabtei, des Mutterhauses der barmherzigen Schwestern, des Kapuzinerhospizes, des Englischen Instituts, des Diakonissenhauses, des Ordens der armen Franziskanerinnen und der Dominikanerinnen, Reisinger'sche Anstalt, zusammen 437 Betten, 2. Donauwörth, Stadt- und Vereinshospital, 38 Betten, 3. Günzburg, Vereinsspital, 45 Betten, 4. Kaufbeuren, Vereinsspital, 35 Betten, 5. Lindau, Zivilspital, 54 Heften, 6. Memmingen, städtisches Krankenhaus, 50Betten, 7. Neuburg, 2 Klosterspitäler, 46 Betten, 8. Nördlingen, 3 Vereinsspitäler und städtisches Krankenhaus, 112 Betten, 9. Schwabmünchen, Vereinsspital, 10. Langerringen, Gemeindespital, 14 Betten, 11. Dillingen, Distriktskrankenhaus, 15 Betten, 12. Gundelfin gen, Vereinsspital, 13. Höchstädt, städtisches Krankenhaus, 10 Betten, 14. Lauingen, Stadt- und Vereinsspital, 15. Rennertshofen, Vereinsspital, 14 Betten, 16. Burgau, städtisches Spital, 17. Haldenwang, Privatspital des Frhrn.v. Frey berg,20Bett, 18. Ichenhausen, Gemeindespital, 19. Leipheim, Gemeindespital, 20. Wettenhausen, Privatspital der Dominikanerinnen, 21. Illertissen, Vereinsspital, 22. Fellheim etc., Privatpflegestätte, 23. Illereichen, Privatspital d. Gutsbesitzers v.Kaulla, 4Bett, 24. Roggenburg, Johanniterspital, 25. Weissenhorn, städtisches Spital, 30 Betten, 26. Ziemetshausen, Vereinsspital, 27. Rothach, Gemeindespital, 28. Ottobeuren, Vereinsspital, 29. Mindelheim, Vereinsspital, 30. Wörishofen, Privatspital der Dominikanerinnen, 31. Reichertshofen, Krankenhaus, 23 Betten, 32. Oettingen, Vereinsspital und Privatspital des Fürsten v. Oettingen-Spielberg, 50 Betten, 33. Sonthofen, Vereinsspital, 24 Betten, 34. Immenstadt, Frauenvereinsspital, 24 Betten, 35. Klosterholzen, Privatpflegestätte, 36. Nordendorf, Privatpflegestätte, 37. Zusmarshausen, Vereinsspital, 5 Betten, 38. Dinkelscherben, Vereinsspital, 15 Betten. Rekapitulation. Es standen zur Verfügung: in staatlichen Anstalten: im Bereiche des I. Armeekorps 7 383 Betten, - IL - 6012 - zusammen 13 395 Betten, in privaten Anstalten: in Oberbayern...... 2 544 Betten, - Niederbayern..... 627 - der Pfalz....... 856 - - Oberpfalz und Regensburg . 592 - Oberfranken...... 772 - Mittelfranken..... 2 254 - Unterfranken u.Aschaffenburg 1125 - Schwaben und Neuburg . . 1 065 zusammen 9 835 Betten, in staatlichen und privaten zusammen 23 230 Betten. Verpflegt wurden: Deutsche Franzosen Summe v. d. mobil, immobil. Armee in staatlichen Anstalten 34 845 43 218 20 122 98 185 - privaten 26 969 — ________ 694 27 663 zusammen 61814 43 218 20 816 125 848. Beilagen zu Band A. Staat!) 1. Gmünd, und 20 Zeb *2. Hohenasp und Spitalg 3. Kirchhein Könige zu: 4. Ludwigsb racken im das Barackt 4 Wirthschi Lagersteller 5. Mergenth 6. Schloss S Theaterbau, 7. Stuttgart. No. 2. Resei stellen, *8. Weingart spital und I 9. Ulm, zugh der Promer Schulerplätz bergkaserne racken, Bar racken zur Zusamme B. 1. Aalen, 20 2. Biberach, und im Mut 3. Blaubeure 4. Canstatt, 5. Donzdorf, 6. Ehingen, 7. Ellwangei 8. Eningen a 9. Esslingen 38 Betten, 10. Geislinge: gebäude, 26 11. Gingen a. 12. Göppingei krankenhau 13. Grosssach v. König, 14. Hall, Verei 15. Heilbronr spital und i 16. Hemming büler, 5 B 17. Horb, Vere Beilagen zu Band I. s, 50 Betten, ), städtisches Krankenetten, Betten, 10 Betten, tten, Freyberg,20Bett, dnikanerinnen, ;rsv.Kaulla,4Bett, Betten, kanerinnen, etten, tspital des Fürsten Betten, ien, etten. Beilagen zu Band I. Spezielles Verzeichniss der staatlichen, Vereins- und Privatlazarethe. 245* 383 Betten, 012 395 Betten, 544 Betten, 627 - 856 - 592 - 772 - 254 - 125 065 - 835 Betten, 230 Betten. Franzosen Summe 20 122 694 98 185 27 663 20 816 125 848. Königreich Württemberg. 9 A. Staatliche (Garnison-, Reserve-, Etappen- und Kriegsgefangenen-) Spitäler. 1. Gmünd, Stadtkaserne und Klosterkirche, Barackenlager und 20 Zelte, 270 Lagerstellen, 2. Hohenasperg, zugleich Kriegsgefangenendepot, Kasernen- und Spitalgebäude, 88 Lagerstellen, 3. Kirchheim u. T., Schloss, von Seiner Majestät dem Könige zur Verfügung gestellt, 136 Betten, 4. Ludwigsburg, Garnisonspital (3 Wohnhäuser und 8 Baracken im „Jägerhof", sowie 4 neugebaute Baracken) und das Barackenlazareth auf dem „Salon" (8 Kranken- und 4 Wirthschaftsbaracken), später die Marstallkaserne, 513 Lagerstellen, 5. Mergentheim, Garnisonspital, 30 Betten, 6. Schloss Solitude bei Stuttgart, Spital-, Kavalier- und Theaterbau, 260 Betten, 7. Stuttgart. No. 1. Garnisonspital und Infanteriekaserne, No. 2. Reservespital u. Reiterkaserne, zusammen 910 Lagerstellen, 8. Weingarten, zugleich Kriegsgefangenendepot, Garnison- spital und Kaserne im dortigen Klostergebäude, 75 Betten, Ulm, zugleich Kriegsgefangenendepot, Friedensspital auf der Promenade mit 4 Baracken, Friedensspital auf dem Schulerplätzle, Kienlesbergkaserne mit 3 Baracken, Geisen- bergkaserne (kasemattirte, bombensichere Räume) mit 4 Baracken, Barackenlazareth auf dem Schulerplätzle (10 Baracken zur Aufnahme kranker Kriegsgefangenen bestimmt). Zusammen 1329 Lagerstellen. B. Vereins- und Privatspitäler. 1. Aalen, 20 Betten, 2. Biber ach, 2 Lazarethe, 116 Betten, im städtischen Hospital und im Mutterhaus der barmherzigen Schwestern, 3. Blaubeuren, 16 Betten, 4. Canstatt, Seelbergsaal, 18 Betten, 5. Donzdorf, Schloss des Grafen v. Rechberg, 7 Betten, 6. Ehingen, Vereinsspi.tal, 20 Betten, 7. Ellwangen, neues Krankenhaus, 20 Betten, 8. Eningen a. d. Achalm, Vereinsspital, 12 Betten, 9. Esslingen, Vereinsspital im Dienstboten-Krankenhaus, 38 Betten, 10. Geislingen an der Steig, Vereinsspital in einem Fabrikgebäude, 26 Betten, 11. Gingen a. d. Breng, Vereinsspital, 12 Betten, 12. Göppingen, Vereinsspital in der Turnhalle und im Bezirkskrankenhaus, 36 Betten, 13. Grosssachsenheim, Vereinsspital im Schloss des Frhrn. v. König, von diesem zur Verfügung gestellt, 44 Betten, 14. Hall, Vereinsspital im Badhaussaal, 24 Betten, 15. Heilbronn, 3 Vereinsspitäler in der Turnhalle, im Bürgerspital und im Zellengefängniss, 137 Betten, 16. Hemmingen, Spital im Schloss des Freiherrn v. Varn- büler, 5 Betten, 17. Horb, Vereinsspital im städtischen Kraukenhaus, 15 Betten, 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31. 32. 33. 34. 35. 36. 37. 38. 39. 40. 41. Jagstfeid, Vereinsspital, 10 Betten, Kisslegg, Vereinsspital im Schloss des Fürsten v. Wald- burg-Wolfegg-Waldsee, 20 Betten, Laupheim, Vereinslazareth im städtischen Spital und im Schloss, 20 Betten, Ludwigsburg, zusammen 7 Vereinsspitäler mit 111 Bett., — Die Spitäler waren errichtet: 1. im Stadtspital, 2. im Privatkrankenhaus, 3. im Diakonenhaus, 4. in der Kleinkinderschule, 5. in der Kinderheilanstalt, 6. in der Freimaurerloge, 7. in der Augenklinik des Hofraths Dr. v. Höring. Marbach, Vereinslazareth im städtischen Krankenhaus und Methodistenbetsaal, 20 Betten, Mengen, Vereinsspital im Bierkeller, 32 Betten, Mergentheim, Vereinsspital, 20 Betten, Nürtingen, Vereinsspital im städtischen Krankenhaus, 24 Betten, Oberdischingen, Privatspital des Rittergutsbesitzers v. Kaulla in dessen Schloss, 26 Betten, Oeh ringen, im städtischen Krankenhaus, Fürstlich Hohenzollernsches Spital und Schloss, 30 Betten, Plochingen, Johanniterhospital mit 39 Betten, Ravensburg, Vereinslazareth im städtischen Hospital, 50 Betten, Reutlingen, Saal der Methodistengemeinde, 30 Betten, Riedlingen, Vereinsspital im städtischen Krankenhaus, 20 Betten, Rottenburg, Vereinsspital im städtischen Krankenhaus, 15 Betten, Rottweil, Vereinsspital im städtischen Krankenhaus, 20 Betten, Stuttgart, 8 Vereinsspitäler: 1. Bürgerspital, 2. katholisches Gesellenhaus, 3. Diakonissenhaus, 4. Privatgebäude der Erben des Geheimen Legationsraths v. Pistorius (zugleich Passantenlazareth), 5. Gartensaal der Brauerei von Paul Kolle (Privatlazareth des Herrn Kolle), 6. Freimaurerloge, 7. Augenheilanstalt des Dr. Berlin, 8. Olga-Heilanstalt. Ausserdem eine Anzahl von Privatpflegestätten für Kranke und selbst Schwerverwundete und ein Passantenspital des Herrn Vitter. In Stuttgarter Vereinsprivatlazarethen und Privatpflegestätten zusammen 250Betten, Sulz, Vereinslazareth im städtischen Spital 12 Betten, Tübingen, 2 Vereinslazarethe im akademischen Kranken- hause (sammt Baracke) und im Lok'schen Sommertheater, 150 Betten, Tuttlingen, Vereinslazareth im städt. Spital, 25 Betten, Untertürkheim, Vereinsspital im Privathaus der Frau Pfarrer Mann, von dieser ausgerüstet, 16 Betten, Weckersheim, Vereinsspital im Schlosse des Fürsten vonHohenlohe-Langenburg, von diesem zur Verfügung gestellt und zum Theil unterhalten, 55 Betten, Wildbad, 2 Vereinslazarethe im Königlichen Katharinen- stift und in der Herrnhilfe (von Dr. Werner eingeräumt), 50 Betten, Wurzach, Vereinsspital Bärenweiler, 20 Betten. h 246* Spezielles Verzeichniss der staatlichen, Vereins- und Privatlazarethe. Beilagen zu Band I. Rekapitulation. In staatliehen Anstalten standen zur Verfügung 3611 Betten, - privaten - ... 1631 zusammen 5242 Betten, Verpflegt wurden: Deutsche Franzosen Summe v. d. mobil. | immobil. Armee in staatlichen Anstalten 12 023 3 320 11191 26 534 - privaten - 3 948 — 69 4 017 zusammen 15 971 3 320 11 260 30 551. Grossherzogthum Baden. 5. A. Staatliche (Garnison-, Reserve-, Etappen- und Kriegsgefangenen-) Lazarethe.*) 1. Bruchsal, Grossherzogliches Schloss, 70 Betten, 2. Durlach, Infanteriekaserne, 400 Betten, 3. Freiburg, Garnisonlazareth, 100 Betten, 4. Heidelberg, akademisches Spital (110 Betten), Universität (68 Betten), Marstalllazareth (80 Betten), katholisches Kasino (20 Betten), Logengebäude (20 Betten), akademische Augenklinik (34 Betten), kathol. Krankenhaus (27 Betten), Röder'sche Augenklinik (30 Betten), Louisenheilanstalt (12 Betten), Reiss'sche Fabrik (100 Betten), 4 Baracken (128 Betten), Harmoniegebäude (40 Betten). Zusammen 669 Betten, Karlsruhe, Garnisonlazareth, (250 Betten), Polytechnikum (80 Betten), Schullehrerseminar (124 Betten), Turnhalle (100 Betten), altes Seminar (110 Betten), Bahnhofsgebäude (400 Betten), Museumgarten (24 Betten für Offiziere), Baracken (64 Betten), Ruhr- und Blatternbaracken (40 Betten), Friedrichsbaracken, Kadettenhaus (15 Betten für Offiziere). Zusammen 1207 Betten, Mannheim, allgemeines Krankenhaus (66 Betten) Militär- lazareth (130 Betten), Zeughauskaserne (225 Betten), Infanteriekaserne (379 Betten), Schiesshaus (40 Betten), Wolff'sche Seilerbahn (181 Betten), Güterhalle am Bahnhofe (87 Betten), Oberndorf'sches Haus (29 Betten). Zusammen 1137 Betten, Rastatt, Garnisonlazareth, 900 Betten, Schwetzingen, Grossherzogliches Schloss, Orangerie (für Ruhrkranke), Moschel (für Typhuskranke), 500 Betten, Wertheim, Eichler's Hofgarten (28 Betten) undLyceum (75 Betten). Zusammen 103 Betten. *) Alle staatlichen Lazarethe, mit Ausnahme der drei Gamison- lazarethe, wurden vom Centralcomite des Badischen Frauenvereins in Karlsruhe auf Staatskosten verwaltet (vergl Text). B. Vereins- und Privatlazarethe. 1. Adelsheim, städtisches Krankenhaus, 18 Betten, 2. Baden, Armenbad, Turnhalle, städtisches Spital und Gasthaus zum Bayerischen Hof, 384 Betten, 3. Bruchsal, Stiftsspital, 70 Betten, 4. Bühl, Fabrikgebäude, 15 Betten, 5. Karlsruhe, städtisches Pfründnerhaus, Diakonissenhaus, städtisches Gaswerk, städtisches Krankenhaus, St. Vincentius- haus, israelitisches Spital, Offizierslazareth im Fasanengarten, zusammen 140 Betten, 6. Konstanz, bürgerliches Spital, Militärspital, Kaserne, zusammen 70 Betten, 7. Durlach, Rettungshaus, 36 Betten, 8. Ettlingen, städtisches Spital, 36 Betten, 9. Freiburg, Sängerhalle, Rissler'sche Fabrik, Konvikthalle (vom erzbischöflichen Ordinariat gestellt), Carthause, Feld- trapp'sches Lazareth, Logenlazareth, v. Röder'sches Offizierslazareth, Gewerbehalle (vom Kriegsministerium eingerichtet) und klinische Anstalten, zusammen 500 Betten, 10. Emmendingen (Hanfspinnerei), 11. Mühlheim, 12. Gengenbach, städtisches Spital, 34 Betten, 13. Gernsbach, städtisches Spital, 20 Betten, 14. Hüfingen, Fürstlich Fürstenberg'sches Spital, 90 Betten. 15. Illenau, Irrenheil-, -Pflegeanstalt, 20 Betten, 16. Lahr, städtisches Krankenh., Turnhalle u. Baracke, 70 Bett 17. Langenbrücken, Privatlazareth des Badbesitzers Siegel 72 Betten, 18. Lörrach, Fabrikgebäude, 54 Betten, 19. Markdorf, städtisches Spital und Kaplanenhaus, 12 Bett.. 20. Meersburg, städtisches Spital, 12 Betten, 21. Neckar-Bischofs heim, Gräfl. Helmstalt'sches Schloss und Privatgebäude, 14 Betten, 22. Neckar-Gemünd, Rathhaussaal und Elisenstift, 22Betten, 23. Offenburg, Waisenhaus u. städt. Krankenhaus, 148 Betten, 24. Pforzheim, Turnhalle, 78 Betten, 25. Pfullendorf, Hospital, 30 Betten, 26. Radolfzell, Waisenhaus, 24 Betten, 27. Säckingen, städtisches Spital, 20 Betten, 28. Schopfheim, städtisches Lazareth in einem Fabrikgebäude, 50 Betten, 29. Tauberbischofsheim, neues Hospital, 58 Betten, 30. Villingen, Waisenspital, 20 Betten, 31. Waldshut, städtisches Spital, 20 Betten, 32. Weinheim, städtisches Spital, 28 Betten. Rekapitulation. In staatlichen Anstalten standen zur Verfügung 5086 Betten, - privaten - - 2234 Verpflegt wurden: in staatlichen Anstalten - privaten zusammen 7320 Betten. Deutsche Franzosen Summe 14 989 5 056 20 045 7 228 401 7 629 Zusammen 22 217 5 457 27 674 Beilagen zu Bali 0 r. Beilagen zu Band 1. laretlie. 3, 18 Betten, ches Spital und Gart- mis, Diakonissenhaus mhaus, St. Vincentius- azaretli im Fasanen- ;ärspital, Kaserne, zu- tten, Fabrik, Konvikthalle eilt), Carthause, Feld- . Eöder'sches Offiziers- listeriuni eingerichtet) ÜO Betten, Betten, etten, les Spital, 90 Betten. ) Betten, le u. Baracke, 70 Bett Badbesitzers Siegel iplanenhaus, 12 Bett.. etten, stalt'sches Schloss und Elisenstift, 22 Betten, nkenhaus, 148 Betten, etten, einem Fabrikgebäude, ospital, 58 Betten, tten, jtten. iigung 5086 Betten, 2234 mmen 7320 Betten, Franzosen Summe 5 056 20 045 401 7 629 5 457 27 674 Beilagen zu Band I. Durchschnittliche Verpflegungsstärke. 247* 9 St 6 a © © d pd 88 © pH ac © ^5 "So - — © h > ig es d © ac © © © £ pH *4 ac .c o O ac 1 1 5= 35 © p» s- © äC © PH* d © -= © • pH 1 i ac 13 © • pH p-H H3 d © pS ac © d d M d © pd © oc I © TS pH © ac © .3 Qp ac ac d © PH d © — © d d HS pH © © 58 -H ü ac d d c3 ac d d §| ^ I «1 © 3c pq d © © PH pH © äs t— CO o o CO CD CO m CM T-D rH CO OS CS CO © in T-I CS CD IG id t— Gi CO r? 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CO 0J 02 +a CO Cn rH CO cn CM m m CD rH m CO CM CM CM 3 bc t^ rH CO o CT2 1 O o CD s m CS CD r- rH »C CO CM C- CM rH CO OS 00 r~ rH CO 3 T-i rH rH CM rH y-t TM CM © <( CM g , bis Juli 370 CM CO O lO CO CO CS CO m CO CD rH CM CO CM rH CO t- rH CD CD o 00 T-i t- 00 CM CM T-I CM o CO rH rH CO r^ CM GM TH CD CM CM T-I T~i !> CP ^ r-i * 3 CO fcc .5 • OS OS PH 't-H ^2 e B -^> d i 1 , i , i © ■ o © tu o 9 1 CS o?-2 •"4 0J CO > 03 Q ^ s « ardekorps I. Arme II. E 3 ^3 'S 32 OS J3 :oS 'S S B r5 > HH h-1 > H rH l—1 öl < M 53 ' SS 3 3 Cs > £ a o 03 _ h der aaten tschen -r->" »US d welchem ie Verwund und Krank angehörte © 1 V^ S 2 S s j 3 £ Ö T3 C a o v $ t, ü © Pr einschli kleiner des No B TS h ■ i 248* Durchschnittliche Verpflegungsstärke in sämmtlichen Lazarethen des Inlandes. Beilagen zu Band I, Beilage Ol. Durchschnittliche Verpflegungsstärke der in sämmtlichen Lazarethen des Inlandes befindlieh gewesenen Verwundeten und Kranken (Offiziere, Beamte und Mannschaften) der mobilen Deutschen Armee für die Zeit vom 16. Juli 1870 bis ult. Juni 1871. £ Kontingent, April bis einschl. >/■ welchem die Davon wurden 16. Juli Januar Juni 1871 Verwundeten August September Oktober November Dezember Februar März (durcli- q und Kranken verpflegt in: bis ult. 1871 schnittl. B 3 angehörten Juli 1870 pro Monat) Preussen, Preussischen 1 w ES 3122 20342 31843 36 474 40 369 38 749 38 316 37 328 33 839 17 769 einschliessl. Sächsischen 1 253 739 1395 1358 456 492 431 192 105 der kleineren Hessischen ET p 11 636 1031 694 1119 844 862 1173 1023 234 1 Staaten des Bayerischen B CS 27 606 1298 1748 1429 1148 1010 618 509 196 NordWürttemberg. ^ff — 113 559 918 758 493 365 238 107 31 deutschen Bundes Badischen w ~ 3 1533 1457 1242 1030 682 697 769 651 220 Summe 3164 23 483 36 927 42 471 46 063 42 372 41742 40 557 36 321 18 555 Preussischen ] 8-r w P __ 450 762 617 558 1100 1038 680 589 251 Sächsischen 458 1014 1880 2 048 2 385 1945 1359 1020 945 613 Hessischen — 24 37 22 19 44 25 25 26 1 2 Sachsen Bayerischen fg'S- — 9 42 70 61 99 112 42 39 15 Württemberg. O-i cd — 1 13 24 18 54 58 31 13 3 Badischen W — 53 45 14 10 12 4 7 1 Summe 458 1498 2 787 2 826 3 055 3 252 2 604 1802 1619 884 Preussischen ] g-t- 1 1 27 191 220 176 161 110 92 67 32 Sächsischen — 1 6 14 9 2 5 2 1 — Hessischen 32 308 1007 1268 1739 1865 1384 1228 1301 515 3 Hessen Bayerischen ' E % 1 1 31 57 40 24 16 5 8 2 Württemberg. £^ — 1 29 90 37 6 2 2 1 — Badischen w ** — — 1 — — — — — 2 3 Summe 34 338 1265 1649 2 001 2 058 1517 1329 1380 552 Preussischen 1 Cß p __ 190 423 529 500 627 715 323 139 185 Sächsischen — 1 27 12 7 7 11 5 1 1 Hessischen — 7 7 23 24 40 43 41 40 22 4 Bayern Bayerischen P -1 %- 1572 3 584 5334 5 977 5 748 6 605 6 510 5 591 5025 1685 Württemberg. Q* CD — 8 36 88 51 56 53 34 23 6 Badischen cd a w — 200 153 139 77 72 61 34 47 16 Summe 1572 3 990 5 980 6 768 6 407 7 407 7 393 6 028 5 275 1915 Preussischen 1 CO p __ 13 11 14 16 96 155 87 69 187 Sächsischen — .— 2 1 — 8 2 1 1 __ Hessischen — 1 — — 1 21 13 13 9 3 5 Württemberg Bayerischen P £L — 7 2 1 2 28 28 19 13 4 Württemberg. &r? 38 318 340 627 1020 1797 1678 1617 1667 1155 Badischen cd a 1 70 21 16 3 21 31 25 19 5 Summe 39 409 376 659 1042 1971 1907 1762 1778 1354 Preussischen 1 CO p 3 6 18 8 10 24 37 52 16 Sächsischen — — — — — — — — — _ Hessischen b^ — __ — 1 1 — — — 2 2 •; Baden Bayerischen p -1 5L — — 1 2 2 1 1 1 2 1 Württemberg. O-. cd — •— — 1 — — — — — — Badischen OD 185 452 401 497 545 765 1579 1639 1257 800 Summe 185 455 408 519 556 776 1604 1677 1313 819 Preussischen ") a, M 3123 21025 33 236 37 872 41627 40 743 40358 38 547 34 755 18 440 Gesammte Deutsche Armee Sächsischen CO P 459 1269 2 654 3 470 3 769 2 418 1869 1459 1140 719 Hessischen &"e 43 976 2 082 2 008 2 903 2 814 2 327 2 480 2 401 777 7 Bayerischen ( S" §. 1600 4 207 6 708 7 855 7 282 7 905 7 677 6 276 5 596 1903 Württemberg, a. ff 38 441 977 1748 1884 2 406 2156 1922 1811 1195 Badischen J $ a 189 2 255 | 2 086 1939 1669 1550 2 380 2 471 1983 1045 zusar dmen 5 452 30173 47 743 54 892 59124 57 836 56 767 53155 47 686 24079 Beilagen zu Band m Xil 0 0 o •rH •rH PI o «2 ü Bmitäts-Berieht über Beilagen zu Band I. und Kranken e Zeit vom März April bis einschl. Juni 1871 (durchschnitt! pro Monat) 33 839 17 769 192 105 1023 234 509 196 107 31 651 220 36 321 18 555 589 251 945 613 26 1 39 15 13 3 7 1 1619 67 32 1 — 1301 515 8 2 1 _ 2 3 1380 552 139 185 1 1 40 22 5025 1685 23 6 47 16 5 275 1915 69 187 1 — 9 3 13 4 1667 1155 19 5 1778 1354 52 16 2 2 2 1 1257 800 1313 819 34 755 18 440 1140 719 2 401 777 5 596 1903 1811 1195 1983 1045 47 686 ! 24079 Beilagen zu Band I. Durchschnittliche Verpnegungsstärke in säuimtlichen Lazarethanstalten. 249* -o O d r^ 0 T-l 0 CD +-» d CD T3 i-s d 0 o ►> r*J d cd d CD 'S h tSJ :c* CO CD cd CD • 1—1 +3 ^ T/1 bO ?H Xil 43 ig 6J0 ü CD CD a ^3 Ö 42 <1 &ß CD d CD 03 "co co d CD F—H d 0 42 CD o o o> PH a i •rH A J-l CD CD 3 o T3 T3 CO •pH Ö CD ,-~N 43 d -P +-> 45 03 +3 CO •pH <» 4= a 0 a 43 CD o CO p d o3 o 93 S K 03 T3 £ i-3 0 CD • r-1 4= g CD I 3 O o3 CD PQ oT fi d CD 43 ü CD B o :o3 CO d CD d 44 0 $_i 03 CD taütäts-Berlcht Über die Deutschen Heer co co ot CO CM "* GM CM OT HO GM CO OT t- CO CO HO c^- ■* O o CM GM GM 1 i 1 CO 3 CO CD rH co CM CO rH CO G<] 1 i 1 C<1 © Hj CO OT © CO CO Q "* rt r-i CO CO HO CD rH rH r3 CM Ttl O CO CO CM t- ■W CO CM CO CO 3 HO ^H CM CM m ■* OT rH CO HO I rH 1 Qp '^J a ^ 's rG 1» CO CO CO CO CO o OT l>- CO "* GM — CO t- CO rH TU CO r-i ^H O HO OT © -* r- -CM (M r-f rH CO ^H [~ rH rH CO t^ 1 1 rH ^ c 1 1 »3 * rH rH T-i CM CM rH CM rH rH rH t-H (-1 $ t» t" t- r-( s CO t^r CO CO OT 4 OT HO ■* ■* 4= CO rH CO tu OT t^ OT CM t- HO rH £ CM rH CO CO CO rH t^ CO HO © CD HO rH rH C5 CD rH rH CM CM r-i rH rH rH rH CO cd T-H Q 5 CD CO lO CO CM CM CO CO o fc- OT •& CO rH £ © O O c- HO CO CO [>• CO OT CO CO O- s in CO CO co OT CM o HO t>- rH CO OT t^- rH CM CO rH rH rH rH | iß > t-H o % u CD 4=! HO t~ HO o CO CO o CO rH CO CO co co r- «s CO OT CD HO co t- CO $ -*< CO CO CO rH O CO HO CO CO CM rH 1 1 1 4^ i—( rH rH rH rH CM GM GM CD o CD Q r- co O WO »o CO CM CO HO >* r— t- o G<1 SS tO CN t- HO HO CD CO CO rH CO s CO CO CO r-i ■* HO CD OT •* HO fc-» rH HO cd TH rH rH 1 1 1 OT Od CD «} -1-3 O t- o Gl CM CO CM o ■* HO 9 Q t> O CO 1^ HO CD CO 5b r= O CO rH -* 1 1 >* CO CM CO ^H 1 1 1 OT rH r-i ■* ^ Ol •—i 1 1 1 | 1 | | 1 1 | 1 | 1 1 1 1 h> «5 -*J tH P 0) S -4-3 s bO rt a 3 « J o CO 3 -h IE s cb r> M CD W V Ph Davo wurden ve in Lazar des CD i &. £ rl r- 2 < "P M H a i hH hH > rH 1 > HH > 1 r—t 1—1 > HH l-H t— i 1 a 1 1 r—1 1 hH fe ÖJ P H H ^ 3 ^ rH C o g j Kontingent, welchem die Verwundete und Kranken angehörten c-Tra CS J . ö.SSa 8 03 00 — rrj ^ S » (O'O 3 £3 gj« h 1870/71. Einlagen zu Band I. 32 250* Durchschnittliche Vevpflegungsstärke in sämmtlichen Lazarethen auf dem Kriegsschauplatze. Beilagen zu Band I. Beilage 93. Durchschnittliche Verpflegungsstärke der in sämmtlichen auf dem Kriegsschauplatze eingerichteten Lazarethen befindlich gewesenen Verwundeten und Kranken (Offiziere, Beamte und Mannschaften) der mobilen Deutschen Armee für die Zeit vom 16. Juli 1870 bis ultimo Juni 1871. E S Kontingent, Vom April bis einschl. 3 welchem die Davon wurden 1fi bk Januar Juni 1871 Verwundeten ... August September Oktober November Dezembei Februar März (durch- ■O und Kranken verpflegt in: ult. Juli 1871 BchnittL .0 angehörten 1870 pro Monat) 1 Preussen, Preussischen — 4 937 9 554 16 429 15 747 16 997 18 046 14 969 6 069 40901) einschliessl. Sächsischen s= 61 222 630 531 200 231 173 35 24 der kleineren Hessischen go ^ 154 310 313 438 371 406 470 183 54 Staaten des Bayerischen / CO — Et. & - 147 390 789 558 504 476 247 91 45 NordWürttemberg. CO — 40 233 428 206 188 151 72 85 71 deutschen Bundes Badischen " - 128 389 184 152 195 126 440 244 — Summe 5 467 11098 18 773 17 632 18 455 19 436 16 371 6 707 4 284 Preussischen 145 427 294 172 275 275 205 119 28 Sächsischen P: — 246 565 925 932 853 639 409 169 141 Hessischen P rrj — 8 20 10 6 11 7 8 5 — 2 Sachsen Bayerischen f&? — 3 23 33 19 25 30 13 8 2 Württemberg. s — — 13 124 146 141 59 12 5 1 Badischen r — — — — — — — — — Summe 402 1048 1386 1275 1 305 1010 647 306 172 Preussischen __ 110 194 236 143 228 168 208 54 19 Sächsischen P — 6 7 16 8 4 7 3 1 — Hessischen p " — 75 303 572 679 819 651 492 233 118 3 Hessen Bayerischen — 4 31 60 33 35 24 11 6 1 Württemberg. CD — — 28 20 — — 4 3 1 4 Badischen "" 12 3 — — — — — — — Summe 207 566 904 863 1086 854 717 295 142 Preussischen 1 __ 23 371 549 745 790 1107 624 276 148 Sächsischen P — .— 24 12 10 8 18 11 1 1 Hessischen P ^1 — 1 6 24 35 50 67 80 78 18 4 Bayern Bayerischen — 868 1602 2 698 2 247 2 898 3 063 2 239 901 387 Württemberg. m — 18 19 33 26 22 63 13 1 3 Badischen — 10 5 2 — — — — — — Summe 920 2 027 3 318 3 063 3 768 4 318 2 967 1257 557 Preussischen — 3 77 106 63 130 107 49 • 33 103 Sächsischen so — — 12 4 2 11 2 1 1 — Hessischen £0 rTJ — — 1 3 2 28 9 8 4 2 5 Württemberg Bayerischen rCD h^ — 2 15 9 10 38 19 10 6 2 Württemberg. 2 — 102 226 754 781 889 707 333 107 203 Badischen D — 2 3 3 148 1 — — — — Summe | 109 334 879 1006 1097 844 401 151 310 Preussischen — 1 2 31 35 81 261 414 249 13 Sächsischen SB — — — — 2 1 3 2 1 — Hessischen P ^ — — — 3 6 3 1 — 8 1 6 Baden Bayerischen Et?* — — 1 4 7 6 14 11 7 1 Württemberg. CD — — — — — — 5 1 — — Badischen 105 300 237 418 634 392 269 145 — Summe 106 303 275 468 725 676 697 410 15 Preussischen 1 1 — 5 219 10 625 17 645 16 905 1 18 501 19 964 16 469 6 800 4 401 Sächsischen P — 313 830 1587 1485 1077 900 ' 599 208 166 Gesammte Hessischen P ^j — 238 640 925 1166 1282 1141 1058 511 193 7 Deutsche Bayerischen 2. £ — 1024 2 062 3 593 2 874 3 506 3 626 2 531 1019 438 Armee Württemberg. CD — 160 519 ! 1359 1 1159 1240 989 434 ! 199 1 282 Batlischen P — 257 700 | 426 1 718 830 518 709 I 389 — zusan raen — 7 211 15 376 25 535 24307 26 436 27138 | 21800 9126 5 480 i) Vergl. Beilage 92. Beilagen zu Banc über die Norddentf Armeekorps I. IL 1) Köiii; 2) Tapi; 3) Friec 1) Stetti 2 Cösli 3) Ueck Stolp III. 1) Spam 2 Jüter 3) Pranl Neus IV. 1) Magd 2) Gardi 3) Mühll Gera' Rudo Kösei V. 1) Glogi 2) vacat 3) Liegi VI. 1) Kose! 2) Falke 3) Schw VII. 1) Mind< 2) vacat 3) Müns Vlll. 1) Coble 2) vacat 3) Bonn. Neuw Bopp 1) vacat 2) Rendi 3) Wisn Ludw 1) vacat 2) Hank 3) Hann Lünel 1) vacat 2) Bebet 3) Dreis: Franl Wiesl NB. No Nc Nt Beilagen zu Band I. lieh gewesenen utschen Armee • März April bis einschl. Juni 1871 (durch- schnittl. pro Monat) 1 1 6 069 i 35 ) 183 91 ! 85 ) 244 40901) 24 54 46 71 6 707 4 284 > > 119 169 5 8 5 28 141 2 1 ■ 306 172 ! 1 i 54 1 233 6 1 19 118 1 4 t 295 142 [ 1 1 276 1 78 901 1 148 1 18 387 3 ■ 1 257 557 1 ! ) > • 33 1 4 6 107 103 2 2 203 151 249 1 145 410 6 800 208 511 1019 199 389 310 13 1 1 15 4 401 166 193 438 282 9126 ' 5 480 Beilagen zu Band I. Uebersicht über die Zahl der in Pflege gewesenen Kriegsgefangenen. 251^ Uebersicht JBeilage 94. über die Zahl der am 19. Februar 1871 in Preussen einschl. der kleineren Staaten des Norddeutschen Bundes internirten und der an demselben Tage daselbst in Lazarethpflege befindlich gewesenen Französischen Kriegsgefangenen. Armeekorps 0 r t II. III. IV. VI. VII. VIII. IX. XI. 1) Königsberg, Danzig, Thorn, Graudenz, Pillan, Memel 2) Tapiau 3) Friedland, lnsterburg, Feste Boyeni) 1) Stettin (Kreckow-Altdamm) 2 ), Swineiminde, Colberg, Stralsund 2) Cöslin, Labes, Polzin 3) Ueckermünde, Broraberg, Schneidernühl, Selilawe, Scliievelbein, Stolp, Anklam, Cöslin 3 ), Schwedt 3 ), Stargard 3 ) [ststärke der Belegung mit Kriegsgefangenen am 19. Februar 1871 „„ . Mann- 01fizlele! schatten 508 64 388 2 364 21286 6W 31821 5237 Spandau, Küstrin Jüterbog, Warnow Frankfurt a. O., Cottbus, Brandenburg a. H., Landsberg a. W., Neustadt, Perleberg, Prenzlau 4 ) ___ Magdeburg, Erfurt, Wittenberg, Torgau Gardelegen, Tangermünde, Komberg, Gräfenhainichen, Heiligenstadt Mühlhausen 6 ), Quedlinburg 6 ), Aschersleben 6 ), Altenburg 6 ), Greiz 5 ), Gera 6 ), Halberstadt, Zeitz, Stendal, Langensalza, Weissenfeis, Rudolstadt, Sondershausen, Bitterfeld 6 ), Burg 1 '), Naumburg 1 '), Kosen 6 ), Merseburg 6 ), Halle 6 ), Coswig Glogau, Posen vacat Liegnitz_____ Kosel, Neisse, Glatz Falkenberg, Wohlau, Roseuberg Schweidnitz 7 ), Oppeln 7 ), Ratibor 7 ), Beutlien 7 ), Breslau' 67 545 967 1116 13 876 943 Anzahl der vorhandenen Lagerstellen I 1366 3 847 797 Zahl der lazareth- kranken Kriegsgefangenen am 19. Febr 1871 1 199 42 2311 288 599 25 Bemerkungen ') Nur für Offiziere. 2 ) Lazarethe in Kreckow, Alt-Damm, AI t-Torney, Grabow. 3 ) Cöslin, Schwedt u. Stargard nur für Offiziere. 4) Cottbus bis Prenzlau nur für Offiziere. 179 113 140 394 50395 10 854 23 620 70 1) Minden, Wesel 8 ) 2) vacat 3) Münster, Düsseldorf, Bochum, Iserlohn, Paderborn, Soest 1 "Coblenz «)7K öln io)7Mainz 2) vacat 3) Bonn, Aachen 11 ), Andernach n ), Kreuznach"), Ems 11 ), Neuss 11 ), Neuwied"), Saarlouis« 1 ), Siegburg 11 ), Trier»), Wittich 11 ), Boppard 11 ) 1) vacat 2) Rendsburg, Schleswig, Stade, Lockstedter Haide, Altena, Bremen 3) Wismar, Parchim, Neustrelitz, Hamburg, Lübeck, Schwerin, Ludwigslust, Rostock _________________________________________ 1) vacat 2) Hankenföhr 12 ),Emeln 12 ), Papenburg, Frenswegen,Blankenburg,Aurich 3) Hannover, Braunschweig, Oldenburg, Osnabrück, Hildesheim Lüneburg 1) vacat 2) Beberbeck, Spangenberg, Breitenau, Rotenburg, Fritzlar 3) Dreissigacker, Eisenach, lchtershausen, Waldeek, Kassel, Diez, Frankfurt a. M., Giessen, Homburg, Marburg, Nassau, Wetzlar, Wiesbaden, Weimar 35 526 1588 678 25 840 4 885 "20988 3 536 ) 5130 li 300 2 317 2 292 3 390 600 1876 1344 339 1696~ 389 6 ) Mühlhausen bis Gera Gefangenenstationen i n den Reservelazarethen des Orts. 6 ) Bitterfeld bis Halle nur für Offiziere. In Schweidnitz, Oppeln u. Ratibor Gefangenenstationen in d. Reservelazarethen, Beutlien u. Breslau nur f. Offiziere. In Wesel drei KriegS- gefangenen-Lazarethe. 26 905 599 610 I 11889 882 6 777 282 5 751 5157 — : 2 999 820 2 922 4061 985 782 I 211 3 464 17 442 392 536 232 86 171 9 ) InCoblenzzweiKriegs- gefangenen-Lazarethe. 10 ) In Köln drei Kriegs- gefangenen-Lazarethe. u ) Aachen bis Boppard nur für Offiziere. 12 ) Hankenföhr und Emeln zum Depotlazareth Lingen. Insgesammt | 12 266 277 035 | 23 088 | 19 438 | 9. Februar 1871. NB. No. 1) Festungen. l)ie kranken Kriegsgefangenen waren in den dortigen Garnisonlazarethen und Hilfslazarethen untergebracht. No. 2) Lager und offene Orte, mit selbstständigen Depotlazarethen für kranke Kriegsgefangene. No. 3) Offene Orte ohne besondere Depotlazarethe. Die kranken Kriegsgefangenen in den betr. Garnison- oder Reservelazarethen ete. untergebracht. 32* i 9 I ■'■■> t 252* Auszug aus der Beschreibung eines Krankenzeltes. Beilagen zu Band Beilage 1)5. Auszug aus der Beschreibung und Bezeichnung der Bestandteile eines Krankenzeltes zu zwölf Betten für den Felddienst (November 1867) sowie Anleitung zur Aufstellung desselben. I. Beschreibung. Das Krankenzelt hat die Gestalt eines Hauses, ist 28' lang und 20' breit; die senkrechten Seitenwände messen 5'; die Höhe des Dachfirstes von der Erde an gemessen beträgt lS'/i'. Es besteht aus einem in einzelne Theile zerlegbaren eisernen Gerippe und einer darauf ruhenden Bekleidung von Segeltuch. Die senkrechten Seitentheile bestehen aus einfachem Segeltuch und sind oben mittels Lederstrippen und Bändern an die betreffenden durchgehenden Längenstäbe des Gerippes (kleine Reiter) angehängt; unten sind sie durch Holzpflöcke an die Erde angespannt und mit einem Streifen gummirter Leinwand besetzt. Die Giebelwände sind gleichfalls aus einfachem Segeltuch gefertigt und bestehen aus je zwei übereinanderfallenden Gardinen, welche zurückgeschnallt werden können, um die Eingänge zu bilden. Das Dach besteht aus einer doppelten Lage Stoß': einer Lage Segelleinen (Unterdach) und einer daraufliegenden Lage Segeltuch (Oberdach); das Unterdach hängt auf jeder Seite um ca. 1' über die Längenstäbe des Gerippes über und deckt, indem es an die hier angehängten Seitentheile angeschnallt ist, die durch die Lederstrippen und Bänder des Letzteren gebildeten Oeffnungen. Durch Zurückschnallen der überhängenden Streifen des Unterdaches (Fallblätter) nach oben werden die 3V2" breiten Oeffnungen frei und gewähren die nöthige Luftventilation. Das Oberdach ist an seinen unteren Rändern mittels Handleinen und Holzpflöcken direct an der Erde befestigt und bildet so, etwas überstehend, die Traufe des Daches. Im Innern, ca. 4' von der einen Giebelwand entfernt, ist eine Zwischenwand angebracht, welche den entsprechenden Raum für die Wärter und zum Auf bewahren der Requisiten abscheidet; diese Zwischenwand besteht ebenso wie die Giebelwände aus zwei übereinanderfallenden und zurückschiebbaren Gardinen. Der Zeltgiebel ist an jedem Ende mit einer Xeutralitäts- fahne, in der Mitte mit einer schwarz-weissen Flagge geschmückt. Das Gewicht eines Zeltes mit allem Zubehör beträgt S'A Zoll-Centner. 1) 2) 3) 4) 5) 6) 7) 8) II. Die Bestandteile sind: 1 Doppeldach, dessen obere Lage aus Segeltuch und dessen untere an jeder Seite etwas überstehende Lage aus Segelleinen besteht etc. 2 Stück 28 '/»' lange Seitentheile aus Segeltuch etc. 3 grosse Ständer aus 1 '/i" starken schmiedeeisernen Röhren gefertigt etc. 3 Ständerköpfe etc. 6 Sprossen. 10 kleine Ständer. 2 kleine Reifer. 3 grosse starke Sturmleinen, an beiden Enden mit je einem starken Holzknebel versehen, und sechs grosse, mit Eisen beschlagene Sturmpfähle etc. 32 kleine Handleinen. 9) 10) 48 kleine Heringe. 11) 10 Stück Holzeicheln. 12) 3 Fahnen. 13) 2 Paar Lederschuhe zum Verpacken etc., sowie ein schmiedeeiserner Griff zum Verpacken der Gusskreuze. III. Aufstellung. Zur Aufstellung eines Krankenzeltes wählt man am besten einen trockenen und konsistenten Boden. In hygienischer Beziehung ist besonders wünschenswerth, dass das Terrain etwas abschüssig ist und somit einen Abfluss nach irgend einer Seite hin gestattet. Das Zelt wird derartig placirt, dass die am Ort vorherrschende Windrichtung dasselbe diagonal trifft. Zur Arbeit des Aufstellens sind erforderlich: 1 Unteroffizier und 7 Mann; die Leute theilen sich in zwei Abtheilungen: die erste aus 1 Unter- offizer und 5 Mann, die zweite aus 2 Mann bestehend. (Die verschiedenen Manipulationen beider Abtheilungen sind im Original der Instruktion so zusammengestellt, wie sie gleichzeitig vorgenommen werden.) Ist das Zelt gehörig gestellt, so wird rings um dasselbe, dicht an den die Erde berührenden Rand, ein kleiner Graben ausgeworfen, dann nach der abschüssigen Richtung hin ein Abfluss geschaffen, und somit die Feuchtigkeit möglichst entfernt. Der Fussboden im Innern des Zeltes wird — wenn möglich — mit grobem Kies befahren. IV. Behandlung. a. Im Gebrauch. Das Innere des Zeltes wird mit zwölf Betten belegt, sedi> auf jeder Längenseite und jedes ca. 1' von den Zeltwänden abgerückt, so dass bei einer Bettlänge von ca. 6' in der Mitte des Zeltes ein Gang von ca. (>' Breite frei bleibt. Der Kopf des Kranken liegt nach der Zeltwand, die Füsse nach innen. Der Zwischenraum zwischen dem dritten und vierten Bett jeder Bettreihe braucht nur ca. 6" zu betragen, wogegen die übrigen gleichmässig zu verth eilenden Zwischenräume dem Arzt genügenden Raum zur freien Bewegung gestatten müssen. Bei anfangendem Regen sowie Nachts, bevor der Thau fällt, müssen alle Leinen, Sturmleinen und Handleinen gleichmässig nachgelassen werden, da die Nässe das Segeltuch zusammenzieht; später werden die Leinen in dem Maasse wieder angespannt, wie das Segeltuch trocknet. b. Auf Lager. Kein Zeltdach darf zusammengerollt werden, so lange noch eine Spur von Feuchtigkeit in dem Stoffe steckt, da sich andernfalls die schädlichsten Stockflecken bilden etc. Die Seitentheile werden mit ins Dach eingerollt und zwar so, dass die ganzen Streifen der gummirten Leinwand an beiden Seiten sichtbar werden und der Schwefelgeruch dieses Stoffes nach Möglichkeit in dem Raum verbreitet wird. Die Dächer müssen auf Holzlagern ruhen und immer 6* von einander und 1' von den Wänden entfernt liegen, so dass die Luft überall frei circuliren kann. Beilagen zu Band einer Die Lage die eine Längssi Nachdem a möglichst trock stigen Boden di< Rasen, ausgesto* oder dergl. veri Terrain um etwi Reihen gemauer überragen, eine abständen von 4 zu Sockelmitte. 23 sechszölliger solchen Balken j Gebäudes ergeb denen im Licht aus gut gespund Die 10' ho ruhen auf der also 4' von einai Balken bestehen fünfzöllige Queri Gebäudes mit je Die Verbin durch 1 '/a zöllig je 8' auseinande verbolzt sind. Auf dem R; einander, ein vie Knie in der Höh Genau in Enden entfernt, bilden so drei d: von je 8' Seiten] Der Westgi hohe Thür, der 10'Breite. Diel Brettern, welche An den be: breit und 6' hoc riegel und den c dem Boden der Beilagen zu Band zu zwölf Betten iesselben. c, sowie ein schmiede- Gusskreuze. wählt man am besten In hygienischer Be- ,ss das Terrain etwas ich irgend einer Seite die am Ort vorhen- rifft. Zur Arbeit des ,ier und 7 Mann; die lie erste aus 1 Unter- [ann bestehend. (Die btheilungen sind im itellt, wie sie gleich- rd rings um dasselbe. I, ein kleiner Graben en Richtung hin ein eit möglichst entfernt wird — wenn mög- Betten belegt, sechs 1 den Zeltwänden ab- a. 6' in der Mitte des bt. Zeltwand, die Füsse ;n dem dritten und ca. 6" zu betragen, •th eilenden Zwischenfreien Bewegung ge- bevor der Thau fällt, idleinen gleichmässig Segeltuch zusammen- Maasse wieder ange- Verden, so lange noch steckt, da sich andern- etc. Die Seitentheile r so, dass die ganzen ;iden Seiten sichtbar 'ffes nach Möglichkeit uhen und immer (i" fernt liegen, so dass Beilagen zu Band I. Beschreibung einer Baracke für 30 Kranke. 253* Beilage 96. Beschreibung einer im Anschluss an Reservelazarethe zu erbauenden Baracke für 30 Kranke. Die Lage des Gebäudes ist möglichst so zu orientiren, dass die eine Längsseite nach Süden oder Südost liegt. Nachdem auf dem zur Aufstellung der Baracke ausgewählten, möglichst trockenen, durchlässigen und freiem Luftzug günstigen Boden die oberste Schicht, namentlich etwa vorhandener Basen, ausgestochen und mit Sand resp. Kies, Kohlenschlacken oder dergl. verfüllt ist, so dass die Schüttung das umgebende Terrain um etwa 'A' überragt, erfolgt die Aufführung von drei Reihen gemauerter Sockel zu je 23, welche den Boden um 1' überragen, eine Fläche von 1' im Quadrat haben, in Längsabständen von 4' und in Querabständen von 10' von Sockelmitte zu Sockelmitte. Auf diesen Sockeln ruht eine Querlage von 23 sechszölligen Balken, auf welche wiederum eine aus eben solchen Balken gefertigte Schwelle aufgelegt ist. Als Länge des Gebäudes ergeben sich demnach ca. 88', als Breite ca. 21', von denen im Lichten etwa je 1' abgeht Der Fussboden besteht aus gut gespundeten Vi zölligen gehobelten Brettern. Die 10' hohen Kiele der beiden Längsseiten des Gebäudes ruhen auf der Schwelle genau den Seitensockeln entsprechend, also 4' von einander entfernt; sie tragen einen aus sechszölligen Balken bestehenden Rahmen und sind unter sich noch durch fünfzöllige Querriegel in der Höhe von 4' und in der Mitte des Gebäudes mit je 2 Seitenstreben von 6" verbunden. Die Verbindung der beiden Längsseiten oben geschieht durch 1 Vi zöllige Bohlen, welche, auf die hohe Kante gestellt, je 8' auseinander liegen und mit den Sparren auf jeder Seite verbolzt sind. Auf dem Rahmen ist, jedem Stiel entsprechend, also 4' von einander, ein vierzölliges Sparrenwerk aufgeklaut, dessen Scheitellinie in der Höhe von 15' über dem Fussboden sich befindet. Genau in der Mitte des Gebäudes, sowie 8' von beiden Enden entfernt, durchkreuzen sich je 3 Sparrengebinde und bilden so drei die Fachflächen um 1 W überragende Dachreiter von je 8' Seitenlänge. Der Westgiebel erhält an seiner Mitte eine 4' breite, 7' hohe Thür, der Ostgiebel ein grosses Thor von 10' Höhe und 10'Breite. Die Bekleidung der Wände besteht aus ungehobelten Brettern, welche überstülpt sind. An den beiden Längsseiten werden je 10 Oeffnungen, 4' breit und 6' hoch, angebracht, die durch je 2 Stiele, einen Querriegel und den oberen Rahmen begrenzt sind und somit 4' über dem Boden der Baracke liegen. An der südlichen Seite erhalten 6 der Oeffnungen Fenster mit Rouleaux, die übrigen 4 dagegen nur Wetter-Rouleaux von Drillich; an der nördlichen Seite werden alle Oeffnungen mit Fenstern versehen, die, oben an Scharniere befestigt, nach aussen verstellbar zu öffnen sind. Am westlichen Ende des Gebäudes werden zwei 8' breite und 8' lange einfache Bretterverschläge, jeder durch ein Fenster erhellt, hergestellt, die einen kleinen Korridor von 4' Breite und 8' Länge zwischen sich lassen. Der Korridor, in einer Höhe von 7' verschlagen, lässt über sich bis zum Dach hinauf einen Raum, der zur Aufbewahrung von Utensilien benutzt werden kann. Von jenen Verschlagen dient einer als Aufbewahrungsraum für Wäsche etc., für die — wenigstens vorläufige — Unterbringung der Sachen der aufgenommenen Kranken, der andere als Wohnung für 2 Lazarethgehilfen; letzterer wird zugleich als Geschäftszimmer benutzt; hier werden auch die verordneten Arzneien aufbewahrt. Der vorgedachte Korridor ist an der Giebelseite durch eine 7' hohe, 4' breite verschliessbare Thür, an der Seite nach dem Krankenraum durch einen verschiebbaren Vorhang abgeschlossen. Die beiden Flügel des grossen Thores am Ostgiebel öffnen sich nach aussen. An der Innenseite des Thores befindet sich eine verschiebbare Portiere von Drillich von grösseren Dimensionen. Das Dach der Baracke, das die Seitenwände um 3', die Giebelwände um 2' überragt, ist mit aneinanderstossenden einzölligen Brettern und mit Dachpappe eingedeckt. Ebenso die Dachreiter, die ein Dach tragen, das die Stützen 1'überragt. Die seitlichen Oeffnungen derselben bleiben offen. Bei grosser Sommerhitze ist die Dachpappe weiss zu tünchen. Die Latrine wird in einen besonderen Ausbau an der Nordostecke der Baracke verlegt. Der letzte Fächer der Nordwand führt durch eine Thür in einen 3' breiten, i 1 // langen überdachten Korridor,' der durch zwei 6 bis 7 Fuss über dem Boden eingeschnittene, verschliessbare Luken Licht und Luft erhält. Eine zweite Thür führt in den 6' breiten, 8' langen, 7' hohen Latrinenraum, der, wie auch der Korridor, auf eben solchem gemauerten Sockel, wie die Baracke selbst, ruht, durch kleine Fenster erhellt wird und zwei mit Deckeln verschliessbare Brillen enthält. (■> 254* Beschreibung einer Baracke für 30 Kranke. Beilagen zn Band I. Die Hinterseite der Latrine wird in ihrem unteren Theile durch eine Klappe verschlossen, durch welche ein getheerter Kasten, 1'/»' breit, l 1 /»' hoch und 7' lang, der auf Rädern (runden Ilolzscheiben) ruht, unter die Sitze und wieder abgefahren werden kann. Behufs des Abfahrens und Ausleerens wird der Kasten durch einen auf der Innenseite getheerten Deckel verschlossen. Vor der Benutzung wird dieser Kasten etwa zur Viertelhöhe mit Süvernscher Desinfektionsmasse gefüllt und diese nach Bedarf nachgegossen. Längs der Nord- und Südseite des Gebäudes ist ein etwa 2' tiefer Laufgraben mit einem 3' tiefen Sammelloch auszugraben. Modifikationen der vorstehend gegebenen Anweisung werden sich für anderweitige Verhältnisse in Bezug auf Verringerung des Raumes für einige Kranke, auf Vereinfachung der Konstruktion und Einrichtung leicht ausführen lassen. Wo gemauerte Sockel wegeu Zeitaufwand oder sonst nicht ausführbar sind, genügt die Legung des Schwellwerks bezw. Fussbodens auf gut trockenem, mit Kies und hier namentlich gut mit Kohlenschlacken u. s. w. festgestampften Boden. In jedem Falle ist hier wie dort die Festigkeit und Stabilität des Fussbodens besonders zu berücksichtigen. Statt der Fenster beziehungsweise Thüren sind event. Holzklappen beziehungsweise Vorhänge anzubringen. Wo Wasserglas resp. Wasserglasfarben zur Disposition stehen, ist die Baracke mit einem Anstrich derselben zu versehen. Eine Theeküche, bezw. für Barackenanlagen eine Kochküche u. s. w., sind in gesonderten einfachen Bretterbuden einzurichten. Beilagen zu Band zur Beimtzb; Die Grundsi Baracken aufgesl ausmachen, dürfe derselben für de werden, als dies zweck, die Erhe: Permeabilität de dem Fussboden diese Eigenschaft wenigstens eine Fortfall dieser ns der Heizung zu a schädlich zu mac in dem Maasse b zu starker Luftw( in der Baracke b Die nachfolj genden Anhalt gi Gesagten in jede] thunlichst zu err A. In 1) Baracke inneren Seite der Mörtel) mit Ziege gestülpten Ver zur Ausfüllung fahrungsgemäss Koaksasche und ! 2) Baracker Benutzung möglic sondern entweder Seiten, welche nie sehen wird, odei äusseren Verscha zu sehen, dass di eine ruhende is unten vermieden Beilagen zu Band I. infachung der Konlassen. md oder sonst nicht Scliwellwerks bezw. md hier namentlich ,mpften Boden. I n t und Stabilität des Statt der Fenster pen beziehungsweise len zur Disposition e'rselben zu versehen, lanlagen eine Kochin Bretterbuden einBeilagen zu Band I. Anweisung zur Benutzbarmachnn'' der Lazareth-Baracken etc. 255* Beilage 97. zur Benutzbarmachung der Lazareth-Baracken, sowie zur Einrichtung der Exerzirhäuser bezw. Reitbahnen als Lazarethe für den Winter. Vorbemerkung. Die Grundsätze, welche für die Erbauung von Lazareth- Baracken aufgestellt worden sind und das Prinzip derselben ausmachen, dürfen bei den Maassnahmen zur Brauchbarmachung derselben für den Winter nur insoweit ausser Acht gelassen werden, als dies bedingt wird durch den gegenwärtigen Hauptzweck, die Erheizung der Baracken. Demgemäss werden die Permeabilität der Wände, des Daches und der Luftzug unter dem Fussboden nach Bedarf einzuschränken sein, weil durch diese Eigenschaften eine hinreichende Erwärmung der Baracke, wenigstens eine gleichmässige, unmöglich gemacht wird. Der Fortfall dieser natürlichen Ventilation ist jedoch durch eine mit der Heizung zu verbindende künstliche so viel wie möglich unschädlich zu machen. Die Firstventilation wird gleichfalls nur in dem Maasse beizubehalten sein, als durch dieselbe nicht ein zu starker Luftwechsel und hieraus bedingte Abkühlung der Luft in der Baracke befürchtet werden muss. Die nachfolgend aufgeführten Maassregeln werden genügenden Anhalt gewähren, um unter Berücksichtigung des eben Gesagten in jedem Falle das Richtige zu treffen und den Zweck thunlichst zu erreichen. I. Die Lazareth-Baracken. A. In Betreff der Umfassungswände. 1) Baracken, bei denen die Brettverschaalung auf der inneren Seite der Stiele angebracht ist, werden trocken (ohne Mörtel) mit Ziegelsteinen ausgesetzt und aussen mit einer zweiten gestülpten Verschaalung versehen; an Stelle der Ziegel können zur Ausfüllung noch andere schlechte Wärmeleiter, die er- fahrungsgemäss der Infektion nicht unterworfen sind, wie Koaksasche und Lohe, angewendet werden. 2) Baracken mit äusserer Verschaalung erhalten, um die Benutzung möglichst wenig zu unterbrechen, keine Ausmauerung, sondern entweder eine zweite Verschaalung an den inneren Stielseiten, welche nicht gestülpt, sondern mit halber Spundung versehen wird, oder eine Bekleidung mit Steinpappe über der äusseren Verschaalung. Bei der ersten Anordnung ist darauf zu sehen, dass die Luftschicht zwischen beiden Verschaalungen eine ruhende ist, d. h. der Zutritt frischer Luft von oben und unten vermieden wird. Ein drittes Mittel besteht in der Bedeckung der äusseren Verschaalung mit einer 2 bis 3" starken Strohlage, welche mit Eisendraht und Nägeln befestigt wird und einen Verputz durch eine 1 bis 2" starke Lehmschicht erhält. 3) Die Fenster können mit Strohmatten, welche entweder seitlich verschiebbar oder zum Aufziehen bezw. Herunterlassen eingerichtet werden, bedeckt und dadurch für die Nachtzeit gegen das Eindringen der Kälte geschützt werden. 4) Die Thüren ad l) können gleichfalls mit Strohmatten benagelt, bei der Lehmverputzung ad 2) jedoch in gleicher Weise behandelt werden, wie die Umfassungswände, wobei dann selbstverständlich für Hirnleisten gesorgt werden muss, gegen welche sich Strohbedeckung und Lehmverputz anlehnen. Auch können die nach aussen führenden Thüren durch Windfänge verdoppelt werden, welche je nach ihrer Lage nach aussen oder innen vortretend einzurichten sind. ß. Fussboden. Um einen warmen Fussboden zu erzielen empfiehlt es sich, unter den Umfassungswänden der Baracke die Plinthe entweder auszumauern, oder den Raum mit Erde zuzuschütten, oder endlich mit Brettern zu verschaalen; es sind jedoch dabei einzelne einander gegenüberliegende Oeffnungen anzubringen, welche durch Schieber oder Klappen verschliessbar gemacht werden, um nach Bedarf den hohlen Raum unter dem Fussboden zu ventiliren. C. Decken und Dachreiter. Eine doppelte Brettverkleidung noch unter der Dachver- schaalung wird nur bei besonders niedrigen klimatischen Einflüssen für erforderlich erachtet; es muss jedoch unter allen Umständen die Luftöffnung zum Dachreiter durch Bretteinlagen, welche eventuell als Klappen behandelt werden können, bis auf ein durch die Erfahrung festzustellendes Maass eingeschränkt, bezw. zeitweise ganz geschlossen werden. D. Heizung und Ventilation. Die Heizung wird durch eiserne Oefen, und zwar entweder Füllöfen oder Etagenöfen, mit einer Ummantelung zu bewirken sein; es müssen dieselben aber einen sogenannten Feuertopf er- ■P 256* Anweisung zur Benutzbarmachung der Lazareth-Baracken etc. Beilagen zu Band I. halten, durch welchen das Glühendwerden der äusseren Ofenwandungen verhindert wird. Die schlechte verdorbene Luft aus dem Innern der Baracke wird theils unter den Rost geführt und verbrannt, theils durch ein besonderes Ventilationsrohr, welches durch das Rauchrohr erwärmt wird, abgeführt; die gute, frische Luft lässt man dagegen unter dem Fussboden in den Raum zwischen Mantel und Ofen eintreten und über dem Mantel in das Innere der Baracke ausmünden. Es empfiehlt sich auch alsdann, Klappen zur Regulirung der Luftströmung im Ventilationsrohr anzubringen. II. Exerzirhäuser, Reitbahnen etc. Bei der fast durchweg bedeutenden Grösse dieser Bauwerke wird es zunächst darauf ankommen, festzustellen, ob der ganze Raum in jedem Falle in Benutzung zu nehmen ist, oder nur ein Theil desselben, und zwar können hierbei die Bestimmungen über den jedem Kranken in stabilen Lazarethen zu gebenden Luftraum, d. h. 1200 Kubikfuss als Minimum, Anwendung finden. Auch wird hierbei auf die Gewinnung des Raumes Rücksicht zu nehmen sein, welcher für die Verwaltung und Oekonomie erforderlich ist. Die Abtheilung der Räume von einander und von dem eventuell nicht zu benutzenden Theile der Gebäude geschieht am besten durch Brettwände. Die Fussboden müssen überall gedielt und dabei so hoch gelegt bezw. so isolirt werden, dass die Bodenfeuchtigkeit das Holzwerk nicht erreichen kann. Die Heizung und Ventilation ist wie ad I. D. einzurichten, jedoch mit der Abweichung, dass für die zuzuführende frische Luft besondere Kanäle, — unter dem Terrain von Mauerwerk oder Thonröhren, über demselben als Holzkasten — angelegt werden. Beilagen zu Band 15 16 17 18 Buiitltts-BmcM ab« Beilagen zu Band I. u nehmen ist, oder hierbei die Bestimmen Lazarethen zu als Minimum, An- iie Gewinnung des für die Verwaltung ider und von dem Gebäude geschieht len müssen überall solirt werden, dass reichen kann. I. D. einzurichten, uzuführende frische lin von Mauerwerk tasten — angelegt Beilagen zu Band I. Uebersicht über die Krankenzelte und Baracken. 257* 4 5 G 7 8 9 in 11 iL' II! 14 15 Beilage 98. TIeto ersieht über die auf dem Kriegsschauplatze zur Verwendung gekommenen Krankenzelte und Baracken. EtablirungsoH Bezeichnung des Lazareths Gesammt- Zahl der zahl benutzten der Zelte darin entbezw. haltenen Baracken Lagerstellen B e m e r k u n g e n A. Zelte. Wörth 3. P.-L. XI. A.-K. Klsasshausen 9. P.-L. XI. A.-K. Schaidt Bayer. H.-F.-Spit. No. 2 Boulay Kr.-L. L.-R.-P. I. A.-K. Corny L.-R.-P. VII. A.-K. 1. Noveant Kr -L L.-R.-P. Vlil. A.-K. 2. 3. Gravelotte 7. F.-L. VIII. A.-K. Marange 9. P.-L. X. A.-K. Mardigny 3. P.-L. Vlil. A.-K. Gorze Floing Donchery Remilly snr jMeuse Bazeilles Reims Porbach AVeissenburg Sedan 7. P.-L. ITT. A.-K. 7. P.-L. XT. A.-K. 9. F.-L. XI. A.-K. Bayer. A.-F.-Sp. No. 2. I. A.-K. Bayer. A.-F.-Sp. No. 3. IT. A.-K. 11. und 12. 1. F.-L. VI. A.-K. freiwillige Krankenpflege do. Angin-Amerik. Ambulanz 1 kleineres Zelt 1 3 1 36 Buritlta-BericM aber die Deutschen Heere 1870/71. Beilagen zu Bd. I. 30 24 72 48 70 30 10 12 12 9 12 24 2 10 288 Vom 8.—31. August für Amputirte benutzt. Mit Amputirten belegt. Gewöhnliche Mannschaftszelte. — Bau einer Baracke begonnen aber nicht vollendet. Von Mitte August an verwendet. Vom 23. August bis Anfang Oktober mit Verwundeten und Typhuskranken belegt. Vom 21. August bis Anfang Oktober benutzt. Vom 1. September bis 11. Oktober in Gebrauch, 128 Verwundete. Vom 1. September bis 10. Oktober. Vom 1.—19. Oktbr. 16 schwer Typhuskranke, von denen 3 starben; ausserdem 132 Mann mit Typhoid, — davon 14 gestorben. Von der freiwilligen Krankenpflege geliefert. Vorübergehend benutzt. Vom 1.—22. September mit 1 Amputirten (Tetanus) belegt. Im September benutzt. Vom 2.—21. September in Gebrauch; Französische Soldatenzelte zur Unterkunft Schwerverwimdeter und Operirter. Vom 4.—14. September benutzt; wie lud 13. Ausserdem 2 Zelle von der freiwilligen Krankenpflege geliefert. Französische Offizierszelte, mit je einem Pyämischen belegt. Wenig benutzt. Vom 12. September an benutzt; von 8 Betten pro Zelt wurden nur 4 belegt. (Verwundete.) 33 h 1; % 258* Uebersicht über die Krankenzelte und Baracken. Beilagen zu Band I. V. 31 32 33 34 35 30 37 38 39 40 Ktablirungsort Bezeichnung des Lazareths Gesammt- Zahl der zahl benutzten der Zelte darin entbezw. haltenen Baracken Lagerstellen Bemerkungen II . Baracken. 1 ) 19 Sulz 20 Reichshoffen 21 Vendenheim 22 Bischweiler 23 Kolhsheim 24 Stephansfelden 25 Bläsheini 26 Noisaeville 27 Ste. Marie aux Chenes 28 Ars sur Moselle 29 Pont ;i Mousson Noveant Gorze Maizerv Anonx la Orange Corny Laudonvillers Doncourt en Jarnisy Benlilly Floing Douzy Bonsecourg bei Nai 4. P.-L. XI. A.-K., später L.-R.-P. XL A.-K. L.-R.-P. XI. A.-K. 2. 5. Bad. F.-L. 3. - 3. - 2. - 1. - 8. P.-L. 1. A.-K. 5. u. 6. P.-L. XII. A. K 5. n. 10. F.-L. VII. A.-K. 8. P.-L. X. A.-K., dann L.-R.-P. II. A.-K. 2. 3. L.-R.-P. VIII. A.-K. 2. 8 später VII. A.-K. 2. 3. 7. P.-L. [IL A.-K. L.-R.-P. L A.-K. 1. 1. Hess. F.-Laz. L.-R.-P. VII. A.-K. 1. 2. F.-L. I. A.-K. und L.-R.-P. VII. A.-K. 2. u. 3. F.-L. JIL A.-K. L.-R.-P. 111. A.-K. 7. u. 9. P.-L. XI. A.-K. 11. P.-L. XII. A.-K. Baver. H.-F.-Sp. 7. F.-L. VII. A.-K. 6. - VII. - 11. - X. - 12. - X. - 2 kleinere und 15 150 170 160 40 20 80 100 14 80 25 30 50 j 36 10 30 120 100 40 30 60 60 600 Vom 8. August bis 9. September mit Schwerverwundeten belegt. Vom 20. August bis 4. September benutzt. Vom 11. August bezw. 19. Septbr. bis 12. Oktober in Gebrauch. Desgleichen von Mitte August bis 2. Oktober. Desgleichen vom 25. August bis 5. Oktober. Desgleichen von Ende August bis 15. Oktober. Desgleichen vom 8. September bis 4. Oktober. Am 18. August belegt; konnte nur 2 Tage benutzt bleiben, weil sie im Bereich des feindliehen Geschützfeuers stand. Nach der Schlacht am 18. August erbaut. Musste am 26. August wegen Undichtigkeit des Materials etc. geräumt werden. Einfache getheerte Bretterbaracke im Anschlags an einen barackenartigen Güterschuppen. Vom 25. August bis 26. Oktober belegt; bis 1. Oktober mit 34 Schwerverwundeten, von denen 10 starben, dann mit Typhuskranken. Vom 21. August bis Oktober benutzt. Bis 11. November in Gebrauch; mit eisernen Oefen ausgestattet. Vom 15. bis Ende Septbr. belegt. Geräumt wegen Unheizbarkeit. Im September für Schwerverwundete benutzt; im Oktober wegen Kälte geräumt. Von Ende August bis Anfang Oktober für Verwundete benutzt. Vom September bis 6. November mitTyphuskranken belegt. Wegen Unheizbarkeit geräumt. Vom September bis 6. November belegt; mit je 3 eisernen Oefen ausgestattet; trotzdem wegen Kälte geräumt. Von 31 Schwer- verwundeten (darunter 6 Operirte) starben 8 (3 Operirte). Im September erbaut; Ende Oktober für wenige Tage mit Rubrum! Typhuskranken belegt. Von der freiwilligen Krankenpflege erbaut. Von Anfang Oktober bis Dezember mit Ruhr- und Tvphuskranken belegt. Durch drei eiserne Oefen gut heizbar. Vom 15. September bis Oktober mit Schwerverwundeten belegt. Vom 11. Septbr. bis 20. Oktbr. mitTyphus- und Ruhrkranken belegt, Vom 12. bis Ende September 10 Baracken, Anfang Januar 5 Baracken belegt, heizbar. Behandelt wurden: Bayer. H.-F.-Sp. vom 13. 9. 70 bis 11. 4. 71 = 2846 Mann. (238 Verwundete, 419 Typhus, 342 Ruhr; davon 168 gestorben.) 7. F.-L. VII. A.-K. vom 11. 4. 71 bis 7. 6. 71 = 883 Mann. 6. - VII. - - 24. 4. 71 - 7. 6. 71 = 693 - 11. - X. - - 7. 6. 71 - 24. 6. 71 = 227 - 12. - X. - - 24. 6. 71 - 20. 7. 71 = ? ') Ausschliesslich der lediglich administrativen Zwecken dienenden Baracken. — Betreffs der für mobile Sanitäts-Formationen errichteten Baracken zu Mosbach und Bretten siebe Beilage 99, betreffs des Aptirungsbaues zu Kaiserslautern vergl. Text. Beilagen zu Baut /• 3 c8 Etablii 11 Chäteau •12 Mont 13 Mour 11 C'oi 15 Re 16 (Jhaumont 17 Char 18 N« 49 Courcellei 50 St. 1 51 Chälons i 52 For 53 Nanteuil 1 54 Nogent 55 Re 56 For Beilagen zu Band I. ■erverwundeten belegt Oktober in GebraocJ »ber. ». ober, iber. benutzt bleiben, weil feuers stand. Musste am 26. August jeräumt werden. uss an einen baracken- bis 1. Oktober mit ben, dann mit Typhus- ien Oefen ausgestattet. wegen Unheizbarkeit. zt; im Oktober wegen ■ Verwundete benutzt. :ranken belegt. Wegen uit je 3 eisernen Oefen imt. Von 31 Schweren 8 (3 Operirte). enige Tage mit Ruhr- Von Anfang Oktober anken belegt. Düren erverwundeten belegt, ld Ruhrkranken belegt •ken, Anfang Januar 4. 71 = 2846 Mann. davon 168 gestorben.) 7. 6. 71 = 883 Mann. 7. 6. 71 = 693 - 14. 6. 71 = 227 - iO. 7. 71 = ■> 'ormationen errichteten Beilagen zu Band I. Uebersicht über die Krankenzelte und Baracken. •259' 3 c8 Etablirungsort Bezeichnung des Lazaretts Zahl der benutzten Zelte bezw. Baracken Gesamnit- zahl der darin enthaltenen Lagerstellen B e in e r k u n g e n 11 Cliäteau Thicrrv Wurttbg. P.-Sp. No. 2, nachher vom 22. 3. 71 an 4. F.-L. XII. A.-K. 1 48 Vom September 70 bis 2. Juni 71 mit Typhoskranken belegt. 42 Montmirail 10. F.-L. V. A.-K. 1 20 Desgleichen von Ende September bis 20. Oktober 70. Heizung durch 2 Oefen. Geräumt wegen heftigen Sturmes und Regens. 43 Mourinelon 10. F.-L. XI11. A.-K. 6 400 Fertig vorgefundenes Baracken-Lazareth ..Hopital provisoire". Vom 25. 9. 70 bis 23. 2. 71 benutzt. Heizresultate trotz 2 Oefen pro Baracke mangelhaft. Anfang Oktober 120 meist Ruhr- und Diarrhoekranke. 11 C'orbeil a. Bayer. A.-F.-Sp. No. 6 b. Bayer. H.-F.-Sp. - 4 2 50-60 a. vom 26. 9. bis 11. 10. 70, b. bis Mitte März 71. Sehr gut heizbar. 15 Rethel 4. F.-L. XII. A.-K. L.-R.-P. XIL A.-K. 1. 1 200 Ende September in Gebrauch genommen. Wurde nie stark belegt, am 7. 4. 71 mit einigen Pockenkranken. 46 Uhauinont en Bassigny a. 4. F.-L. X. A.-K. b. L.-R.-P. X. A.-K. 1. 3. 1 44 Von Franzosen erbaut vorgefunden. Für Ruhr- und Typhus- kranke benutzt, a. 14. 11. — 6. 12. 70; b. 6. 12. 70 -- Ende April 71. 47 üharleville 10. F.-L. XII. A.-K. 1 16 Am 24. Juni 1871 zum Zweck der Isolirung der Pockenkranken fertiggestellt aber nicht benutzt. 18 Nancy Etappen-Lazareth 8 552 Allmälig von August 70 an gebaut; bis J uli 71 mit 74 484 Kranken und Verwundeten und 78 313 Passanten dieser Art belegt. 49 Conreelles sur Nied do. •? } Einige offene Bretterhütten beim Bahnhof, während des Septembers als Etappenlazareth verwendet; namentlich mit Ruhrkranken belegt. 50 St. Dizier do. 1 22 Nur Typhuskranke. 51 Chalons sur Marne do. Q 120 2 im Oktober, 1 im November zunächst Kantonnementslazareth, dann Kriegslazareth bis 1. 7. 71 (L. R. P. VI. A.-K.). 52 Forbath Etappenlazareth 3 500 Von der freiwilligen Krankenpflege geleitet vom 2. 10. 70 bis 3. 1. 71; verpflegt 39181 Mann. 53 Nanteuil le Plaudoin Etappenlazareth 1 — Zu Etappenzwecken am Bahnhof. 54 Nogent l'Artaud do. 1 80 Desgleichen 55 Reims do. } 60 Einige Marktbuden am Bahnhofe als Etappenlazareth. 56 Forbach a. freiw. Krankenpflege b. L.-R.-P. IX. A.-K 3 2 60 a. Lazareth der freiwilligen Krankenpflege von Anfang August bis Ende September, b. Kriegslazareth 4. 11. — 31. 12. 70. 33* 1 260* Uebersicht üb. d. innerhalb Deutschlands z. Verwendung gekommenen Krankenzelte u. Baracken. Beilagen zu Band J Beilage 99. TT eto ersieht über die innerhalb Deutschlands zur Verwendung gekommenen Krankenzelte und Baracken. A. Zeltlazarethc und in Verbindung ] mit festen Gebäuden benutzte Zelte. Za hl ö 9 •9 a £ a ■ Armeekorps- Bezirk bezw. Staatsgebiet Ort Bezeichnung des Lazareths der Zelte und der in denselben enthalte- nenLager- stellen Bemerkungen 1. VIII. A.-K. Bingen Internationales Zeltlazareth auf dem Rochusberge 18 144 16. 9. bis 26. 10. vom Deutschen Hilfsverein in London errichtet. Behandelt: 172 (meist Verwundete), von welchen 20 = 11.6pCt. starben. — Ende Oktober durch Orkan mehrere Zelte in den Rhein geschleudert. 2. VIII. A.-K. Köln Zeltlazareth am Thürmchen 48 436 22. 8. 70 bis 22. 6. 71. Anfänglich nur 3 vom Lokalkomitee zu Köln beschaffte Zelte, dazu 20, im Januar 1871 noch 25 Zelte vom Hilfsverein in London (18 der letzteren stammten von dem Zeltlazareth tu Bingen), Behandelt: 934 Mann, davon 40 = 4.'.'8 pCt. starben. 3. VIII. A.-K. Köln Garnison- und Belagerungs- lazareth 13 156 Anfang September 70 bis Ende Juli 71. Ueber 400 Typhuskranke. 4. G.-K. Berlin Garnisonlazareth 4 — 5. - - Reservelazareth, Kaserne des 1. Garde-Regiments 1 — 6. - - Reservelazareth, Kaserne des Kaiser Franz-Regiments 1 — Bis Anfang Oktober belegt. 7. - - Reservelazareth, Kaserne des Garde-Schützen-Bataillons 5') — 8. - Berlin (Moabit) Vereinslazareth in der Garde- Ulanen-Kaserne 1 — Bis Anfang Oktober belegt. 9. G.-K. Potsdam Johanniter-Zweig-Vereins- lazareth Ihrer Kgl. Höh. der Frau Prinzessin Carl 1 12 Bis Mitte Oktober belegt. 10. II. A.-K. Bromberg Reserve- (Garnison-) Lazaretli 3 — Bis Ende September belegt. 11. III. A.-K. Frankfurt a. 0. Reserve- (Garnison-) Lazareth 3 — Im August und September benutzt. Beilagen zu Band ] ) Vier dieser Zelte auf dem Albrechtschen Grundstück gegenüber der Kaserne. 6 2 Armeekorp Bezirk 1 g bezw. Staatsgebi 12. V. A.-K. 13. - 11. - 15. - 16. VI. A.-K 17. - 18. - 19. VIII. A.-l 20. - 21. - 22. - 23. - 24. - 25. - 26. - 27. IX. A.-l 28. - 29. X. A.-K 30. XL A.-S 31. Bayern 32. Bayern 33. Sachsen Beilagen zu Band I. eiien utzte Zelte. K e " Hilfaverein in London eist Verwundete), von — Ende Oktober durch ein geschleudert. ch nur 3 vom Lokal- ;e, dazu 20, im Januar rein in London (18 der jeltlazareth in Bingen) = 4.'_>8 pCt. starben. uli 71. Beilagen zu Band I. 261 H Za hl 6 'S <*- 1 Armeekorps- Bezirk bezw. Staatsgebiet Ort Bezeichnung des Lazareths der Zelte und der in denselben enthalte- nenLager- stellen Bemerkungen 12. V. A.-K. Polnisch Lissa Stadtlazareth 1 2 13. - Jauer Vereinslazareth 1 — Als Speisesaal und Aufenthaltsort für Rekonvaleszenten. 14. - Glogau Garnisonlazareth 3 36 Im August und Dezember mit durchschnittlich 24 Mann belegt. 15. - Görlitz Reserve- (Garnison-)Lazareth 1 12 16. VI. A.-K. Breslau Garnisonlazareth 2 24 Vom Traindepot überwiesen. 17. - - Reservelazarethe Bethanien und Allerheiligen-Hospital 2 14 Das Zelt im Hospital Allerheiligen war vom 26. August bis Mitte Oktober belegt. 18. - Reichenbach i. Schi. Reservelazareth 3 90 Für Schwerverwundete und Typhuskranke. — Später in Zeltbaracken umgewandelt (vcrgl. sub B. No. 23). 19. VIII. A.-K. Aachen Reservelazareth I. 3 30 Für Typhuskranke von August bis Anfang Oktober benutzt. 20. - Bonn Reserve- (Garnison-) Lazareth 2 — Im August und September belegt. 21. - Engers - 3 36 Im September belegt. 22. Saarlouis Garnisonlazareth 8 96 1 altes Zelt beim Garnisonlazareth, 5 neue zur Unterbringung kranker Kriegsgefangener, spater noch 2 aus dem Kriegslazareth Boulay überwiesen. 23. - Trier - 5 60 2 davon wurden an das Hilfslazareth Völklingen abgegeben. 24. - Köln Vereinslazareth, Marienhospital 2 16 25. - Saarbrücken Evakuationskommission am Bahnhofe 24 288 Von Anfang September bis 27. Oktober benutzt; meist mit Typhus- und Ruhrkranken von Metz belegt. 26. - - Niederländisches Lazareth in der Ulanen-Kaserne 1 grosses — Vom 17. August bis Ende September mit Schwerver- wundeten belegt. 27. IX. A.-K. Hamburg Reservelazareth 3 — 1 englisches für Typhuskranke, 2 probenuissige für Rekonvaleszenten. 28. - Sonderburg Reserve- (Garnison-) Lazareth 1 — Von August bis Anfang Oktober benutzt. 29. X. A.-K. Celle Reservelazareth 2 52 1 Zelt zu 40, 1 probemässiges zu 12 Betten. 30. XL A.-K. Hanau - 2 32 Von August bis 26. Oktober belegt. — Durch Orkan umgerissen. 31. Bayern Augsburg - 1 10 Konisches Rapportzelt. 32. Bayern Germersheim - 1 10 Desgleichen. 33. Sachsen Dresden II. - 1 8 Mit Schwerverwundeten bis zum Winter belegt. f,, , 262* Beilagen zu Band I. IS. Baracken') und gleichzeitig mit Baracken benutzte Zelte. 0 SC . -+^ bo p 03 s ."t- fK 'cß gs C 6 Armeekorps- Bezirk bezw. Staatsgebiet Ort Bezeichnung des Lazareths M 1 s 03 «> « 03 m p & 'S 3 -2 o s s s -2 -2 3 « pe des Abschn apitel 7, woselb acken erwähnt S 'o •3 3 '33 o ^3 2 2 35u.l2 47 3 VII nein — 1 52 52 3 VII nein — 3 2 ä 40 1 ä 60 140 9 11 ja 3 Zu einer Lazareth-Anlage vereinigt. Heizresultate nicht vollständig i befriedigend. Bis 1. Mai 4199 Mann behandelt (einschl. 2896 Verwundete), davon 7 pCt. gestorben. Wesentlich abweichend von dm übrigen Baracken desHospituk Heizresultate nicht ungünstig. Heizresultate genügend. Von August 70 bis März 71 benutzt. Die kleinere Baracke von Dezember bis Ende März wegen ungenügender Heizbarkeit unbenutzt. Am 10. Oktober geräumt. Heizresultate genügend. — Von November 70 bis Mai 71 ununterbrochen belegt. Durchschnittlich mit 39 .Mann belegt. Heizresultate befriedigend. Von Dezember bis Ende Februar wegen Kälte unbelegt. Vom 9. September 70 bis 15. September 71 belegt. Bis 16. Oktober belegt. Nur während des Sommers belegt. 822 Behandlungstage. Heizresultate befriedigend. J ) Ausschliesslich der Aptirungen, der bei Etappenlazarethen (für Passanten) errichteten und der lediglich zu administrativen Zwecken benutzten Baracken. 2 ) Betreffs der zu Berlin bereits von früher her vorhandenen, für Heeresangehörige benutzten Baracken vergl. S. 383. 3 ) Ausserdem kam im Bereiche des II. Armeekorps eine bei der chirurgischen Klinik zu Greifswald bestehende Baracke zur Verwendung (vergl. S. 383). <) Ausserdem zwei zu Halle bereits bestehende Baracken (vergl. S. 383). Beilagen zu Band I Armeekorps- Bezirk bezw. Staatsgebiet 2. 20 V. A.-K. VI. A.-K. VII. A.-K. VIII. A.-K. IX. A.-K.') x ) Äussere Beilagen zu Band I. Seite. emerkungen 12. Lazareth-'Anlage vertäte nicht vollständig gend. i 4199 Mann behandelt . 2896 Verwundete), da- Ot. gestorben. h abweichend von den Baracken desHospital« ate nicht ungünstig. ,ate genügend. Von 70 bis März 71 benutzt. ere Baracke von De- bis Ende März wegen ■ender Heizbarkeit an- ktober geräumt. ate genügend. — Von er 70 bis Mai 71 mi- ichen belegt. ittlich mit 39 .Mami ate befriedigend. nber bis Ende Februar falte unbelegt. ptember 70 bis 15. Sep- 71 belegt. ktober belegt. end des Sommers be- 22 Behandlungstage. ate befriedigend. ministrativen Zwecken S. 383. ide Baracke zur Ver- üeilagen zu Band I. Uebersicht üb. d. innerhalb Deutschlands z. Verwendung gekommenen Krankenzelte u. Baracken. 263* H Armeekorps- Bezirk bezw. Staatsgebiet Ort Bezeichnung des Lazaretbs 53 M 73 % O pq © « Summe der Betten br, 3 _, **> 53 "3 03 pa g SS* . « 53 3 s - 03 n 8. Gruppe des Abschnitts 3 in Kapitel 7, woselbst die Baracken erwähnt sind _ a 53 'o> -3 _bc ts; 1—1 "*> --. "Sc 53 ,_1 s -c .0 C3 N Bemerkungen l. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 9. 10. 11. 12. 20 V. A.-K. Bunzlau Reservelazareth 2 30u.l0 40 8 VI ja — Heizresultate ausreichend. — Die grössere von Anfang September 70 bis Ende April 71, die kleinere erst vom 24. Februar 71 an belegt. 21 - Sprottau - 1 12 12 2 II nein — '22 VI. A.-K. Neis-e 1 teserve-(Garnison-) lazareth 1 30 30 3 VI nein — Von Juni bis September 71 belegt. 23 - Reichenbach i. Schi. Vereinslazareth 3 30 90 2 VIII nein — Aus Zelten hergestellt. — Im Oktober wegen Kälte geräumt. 24 VII. A.-K. Münster Reservelazaretli 2 30u.75 105 8 VI ja — Für Pockenkranke. 25 Düsseldorf Internationales Lazareth 4 20 80 8 III ja Vorher 8 Zelte benutzt Von Holländischen Vereinen gebaut. — Heizresultate bei Verwendung besten Materials ausreichend. 20 - Hamm Reservelazareth 1 20 20 — VII — — 27 - 1 )ortmund Vereinslazareth 1 30 30 — VII — — 28 - Minden Reservelazareth 1 20 20 8 VI j a 5 29 Wesel (Esplanade) 15 12äl2 lä20 lä36 lä40 240 10 IT .}" Beständig s

IV ja 8 Engl. 5 Russ. Heizresultate befriedigend. 38 Sulzbach 2 30u.20 50 >/s VII nein Die grössere vom 7. bis 15. August mit Verwundeten belegt, die kleinere nach zweitägiger Benutzung geräumt. 39 TX. A.-K.') Altona Reservelazareth 9 4 ä 24 5 a 30 240 10 II ja — |In den beiden Barackenlazarethen zu Altona zusammen 5021 Ver- 40 - - Homburger Reservelazareth 20 25—30 575 10 II ja 2 [ W undete und Kranke behandelt mit 1.1 pCt. Todesfällen.— Heizresultate befriedigend. x ) Ausserdem wurden im Bereiche des IX. Armeekorps zu Kiel zwei Baracken erbaut aber nicht benutzt (vergl. S. 357). V- I.- f k^t **!- ' 264* Beilagen zu Band 1. d 03 'S o> u 03 03 § i ~S1 bp 3 „ 03 ^ qj es M g SS* 03 CO 3 - C3 Q Gruppe des Abschnitts 3 in Kapitel 7, woselbst die Baracken erwähnt sind fc» 03 JE 03 'S 'S U 03 <3 Ö ■*- cä 5'S O 03 w SC Zahl der gleichzeitig benutzten Zelte Bemerkungen 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 41 IX. A.-K. Oldesloe Reservelazareth 3 2 ä 30 1 ä 40 100 4 V ja — Heizresultate nicht völlig befriedigend. — Von Anfang Dezember bis Ende Januar unbenutzt. 42 - Stade - 3 33-34 100 4 I ja — Vom Januar an ausschliesslich für Kriegsgefangene benutzt. 43 Freie Stadt Bremen 4 50 200 8 II n. IV ja 2 1 bei dem allgemeinen Kranken- hause. Heizresultate ausreichend. 3 am Bahnhof Neustadt. 44 IX. A.-K. Freie Stadt Lübeck - 9 30 270 7'/2 I ja — Heizresultate ausreichend. 45 IX. A.-K. Mecklenburg- Schwerin Rostock 1 24 24 8 IT ja Desgl. — Von Anfang Oktober 70 bis Ende Mai 71 benutzt. 40 IX. A.-K. Mecklenburg- Strelitz Neubrandenburg - 2 30 00 4 I nur eine — Vom Lokalverein errichtet, vom Reservelazareth gemiethet. 47 - Schönberg - 2 30 00 1 T nein — Eine Baracke auch im Februar vorübergehend belegt. 48 - Ahrensburg Vereins- (später Johanniter-Jlazareth. 1 25 25 0 II ja — Von Ende August 70 bis Mitte Juni 71 benutzt. 49 X. A.-K. Hannover Reservelazareth 1. (Kriegsschule) 3 30 90 7elegt. mg September 70 bis pril bezw. Mai 71 be- icke vom Lokal verein — Von Mitte Dezember :e März nicht benutzt. ilverein zur Verfügung Von Anfang Sep- bis Knde April belegt. Beilagen zu Band I. Debersicht üb. d. innerhalb Deutschlands z. Verwendung gekommenen Krankenzelte u. Baracken. 265* d % 1 5 Armeekorps- Bezirk bezw. Staatsgebiet Ort Bezeichnung des Lazareths 3 M g S w| 3 s C3 N 0> M g W p R 9 £ S a OD Dauer der Belegung nach Monaten Gruppe des Abschnitts 3 in Kapitel 7, woselbst die Baracken erwähnt sind II P" bc c -3 0> CD «S 5 :£•! O & sc "33 » 'S)« T3 3 ._, 3 3 ä C3 tS3 Bemerkungen 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. IL 12. 58 X. A.-K. llerzogthum Braunschweig Braunschweig Vereinslazareth 1 20 20 6 II ja — Aufgenommen: 57 Mann. 59 XL A.-K. K asscl Reservelazareth I. (Kriegsschule) 3 30 90 8 I ja }' 60 - - Reservelazareth IL (Traindepot) 8 30 240 14 I J a Heizresultate befriedigend. 61 Frankfurt a. M. Reservelazareth I. 1 ) (Pfingstweide) 30 20 G00 17 III ja 1 ITeizresultate ausreichend.— Das Lazareth blieb H/2 Jahr bestehen. 62 Reservelazareth IL (Sachsenhausen) 14 10ä20 4 a 10 240 8Vs III ja Heizresultate günstig. — Im Ganzen 2100 Mann verpflegt (davon 27 gestorben). 63 Vereinslazareth (Kurf. Villa) 7 5ä20 2äl0 120 87a HI ja Heizresultate ausreichend. — Verpflegt: 968 Mann (davon 46 gestorben). 64 - Weilbach Reservelazareth 1 30 30 2Vs III ja "~ Von Ende Oktober ab nicht mehr belegt. 65 Homburg v. a. H. 2 20u.lG 30 7—8 TIu. HI ja Die kleinere von der Stadt und der Kurhausgesellschaft erbaut: 1 feizresultate mangelhaft. — In der grösseren, sehr komfortabel ausgestatteten Musterbaracke I. K. IL d. Frau Kronprinzessin von Preussen Temperaturen ausreichend. 66 - Marburg - 2 30 (50 7 T ja Seitens der freiwilligen Krankenpflege mit Wintereinrichtungen versehen. 67 - Wiesbaden Vereinslazareth 2 32 64 4 II ja — Heizresultate befriedigend. 68 Sachsen- Meiningen Meiningen Reservelazareth 5 30 150 10 I ja Heizresultate befriedigend. — Baracken durch Hochwasser theils weggeschwemmt, theils niedergerissen. 69 XI. A.-K. Sachsen- Weimar Weimar 4 30 120 8 II ja Tagestemperaturen ausreichend. Bis 10. März 71 zusammen 2065 Mann behandelt (davon 19 gestorben). 70 XIT. A.-K. Königreich Sachsen Leipzig Reservelazareth I. 12 55 660 14 II ja Meist mit 400 bis 600 Mann belegt. — Starke Temperaturschwankungen. 71 - - Privatlazareth I. 1 20 20 — III ja — Von Mitgliedern des Hilfsvereins erbaut und unterhalten. 72 Königreich Bayern, 8 ) I. A.-K. München, (Oberwiesenfeld) Reservelazareth 2 32 04 2 VIII nein Anfang Oktober 70 geräumt, im Mai 71 wieder belegt. 73 - München, (Schwabing) - 2 10 20 VIII Aus Holzbaracken hergestellt. — Mit je 10 Typhuskranken belegt. 74 - Neu-Ulm - 2 32 64 3 VI ja Vorzugsweise für Pockenkranke benutzt. ') Ausserdem gehörten zu demselben drei bereits bestehende Zeltbaracken (vergl. S. 359). 2 ) Ausserdem unbenutzt gebliebene Baracken in Bayern zu Bamberg, Aichach, Lindau, Kaikammer, Landstuhl, Kusel (vergl. S. 3GG u. 380). Sanitäts-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. Beilagen zu Bd. I. 34 ; 266* Uebersieht üb. d. innerhalb Deutschlands z. Verwendung gekommenen Krankenzelte u. Baracken. Beilagen zu Band I. 6 ro 9 H Armeekorps- Bezirk bezw. Staatsgebiet Ort Bezeichnung des Lazareths i 3 M CS 3 CD CS 03 Ö cS W o pH r ff3 5* 5 r— SB _ _« 3 'S '-^ '5,2 "fec 53 -t-s ll 1__1 3 cä N Bemerkungen 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 75 Königreich Bayern, n. a.-k. Würzburg Reservelazareth 1 40 40 8 VI ja — Bei freier Lage ausreichende Erwärmung schwierig. 76 ■ Nürnberg Vereinslazareth 2 32 64 7 III ja " Ileizresultate nicht völlig genügend. — Im Ganzen 300 Mann verpflegt. 77 Speyer ' 4 verschieden 266 4 VII ja Heizresultate massig. — Behandelt: 875 Mann (meist Verwundete), davon 17 gestorben. 78 Edenkoben 1 46 46 3 VII nein Bis 9. Oktober benutzt. — 131 Mann aufgenommen, davon 7 gestorben. 79 - Edesheim - 2 50 100 4 VII nein — Bis 11. Dezember belegt. — 174 Mann behandelt, 5 gestorben. 80 Königreich Württemberg Stuttgart - 1 5 5 — VII nein — Nur während der warmen Jahreszeit benutzt. 81 Ludwigsburg Reservelazareth 12 20 240 2>/2 V nein (s. unter Bemerk.) 31 Zur Verlängerung der Nutzbarmachung in den Herbst hinein mit Oefen versehen. — Vom 22. August bis 8. November 70 belegt. Verpflegt: 275 Manu, meist Schwerverwundete (davon 23 gestorben). 82 " Gmünd 25 20 500 V nein (s. unter Bemerk.) Heizeinrichtung wie in Ludwigsburg. Bei Beginn des Winters ebenfalls geräumt. 83 - Tübingen Vereinslazareth 1 42 42 — VII j — 84 - Plochingen Johanniterlazareth 2 20 40 — V ja — Heizeinrichtung wie in Ludwigsburg. Bis 1. Juni 71 belegt. 85 Gross- herzogthum Baden Karlsruhe Reservelazareth (Tornhalle) 2 32 64 6 II ja 144 Verwundete mit 12 s pCt. Todesfällen. — Eine Baracke später mit Typhuskranken belegt. 86 Reservelazareth (Friedriehs-Baracken- lazareth) 6 32 192 6 II ja Seitens der Militärverwaltung erbaut, von der freiwilligen Krankenpflege verwaltet. — Ileizresultate befriedigend. — 427 Verwundete mit 9 pCt Todesfällen. 87 ~ Vereinslazareth (Gernsbacher Isolir- baracke) 1 10 10 6 II ja 88 - ' Vereinslazareth (Städtische Baracken) 2 20 40 4 II ja — Ruhr- und Typhusstation; später für Pockenkranke benutzt. 89 Mannheim 1 ) Reservelazareth (Exerzirplatz) 10 7 ä 22 2 ä 34 1 ä 30 252 4 VI nur 2 1 Ileizresultate zuletzt (vergl. Text) befriedigend. — Vom 8. August bis 9. Dezember 70 belegt. Verpflegt: 332 Verwundete darunter viele Schwer- verwundete (46 gestorben). 90 - Internationales Lazareth 1 24 24 lVs VI nein 10 Bis 20. Oktober benutzt. — 34 Schwerverwundete. 91 - - Vereinslazareth (Schiesshaus) 1 24 24 3 VI — — ') Ausserdem zu Mannheim eine unbenutzt gebliebene Isolirbaraeke (vergl. S. 380). Beilagen zu Banc Armeekorps- d % CD 'S =2 0 hl Bezirk bezw. Staatsgebiet 1. 2. 92 Gross- herzogthum Baden 93 - 94 - 95 - 96 - 97 - 98 - 99 - 100 Gross- herzogthum Hessen 101 - 102 - 103 - 101 - 105 - 106 - 107 - 108 _ 109 - 110 - 111 - 112 - 113 - 114 - Beilagen zu Band I. m e r k u n g e n 12. jage ausreichende Erst'hwierig. ite nicht völlig ge- -Im Ganzen 300 Mann ite massig. — Bc- 875 Mann (meist Ver- , davon 17 gestorben. ,ober benutzt. — 131 .ufgcnommen, davon aen. zember belegt. — 174 handelt, 5 gestorben. nd der warmen Jahres- itzt. igerung der Nutzbar- in den Herbst hinein n versehen. — Vom Lst bis 8. November 70 Verpflegt: 275 Manu, diwerverwundete (da- jestorben). itung wie in Ludwigsei Beginn des Winters geräumt. itung wie in Ludwigsiis 1. Juni 71 belegt. undete mit 12 s pCt. len. — Eine Baracke it Typhuskranken be- Militärverwaltung er- on der freiwilligen pflege verwaltet. — ltate befriedigend. — •wundete mit 9 pCt len. Typhusstation; Bpätel :enkranke benutzt. ite zuletzt (vergl. efriedigend. — Vom it bis 9. Dezember 70 Verpflegt: 332 Verdankter viele Schwerste (46 gestorben). ktober benutzt. — 34 jrwundete. Beilagen zu Band I. Uebersicht üb. d. innerhalb Deutschlands z. Verwendung gekommenen Krankenzelte u. Baracken. 2G7" : CO CD ö Armeekorps- Bezirk bezw. Ort Bezeichnung des S 53 es M o ■ 8 M © CD - S i-* SD S '3 T3 '-+J ■3-2 ST3 'S N 'S j- . n Bemerkungen Staatsgebiet Lazareths «3 E 3 S rf 0 = 03 ■".-§1 CD r^. ü g< 03 CS ti ü J3 3 e+_l CS CD ö "0 a cd 3 N n 32 7. P S*W Öl O f? CS N 17 2. 3. 4. 5. 6. 8. ',). 10. 11. 12. 92 Gross- herzogthum Baden Heidelberg 1 ) Reservelazareth 4 2 ä 35 2 ä 25 120 6 II ja - 340Kranke (darunter 135 Typhuskranke mit 12.G pCt. Todesfällen). — Heizungsresultate befriedigend. 93 - - Vereinslazareth 4 32 128 8 II ja — Für Verwundete bestimmt. 94 - Freiburg Reservelazareth 1 32 32 8 II ja — 95 - Lahr Vereinslazareth 1 20 20 — VII nein — 96 - Mosbach Haupt-Feldspital No. 5 4 40 160 — VI nein — Vom 12. bis 24 August belegt. 97 - Bretten Haupt-Feldspital No. 4 3 50 150 — II — — Ende Oktober durch Orkan zerstört. 98 - - Vereinslazareth 1 20 20 — VII nein — 99 - Konstanz Beserve-(Garnison-) lazareth 1 28 28 — VIII -— — 100 Gross- herzogthum Hessen Darm stadt Reservelazareth (Riedeselstrasse) 1 20 20 10 II ja " Von Anfang August bis Mitte Juni 71 benutzt. 101 - - Vereinslazareth (Orangerie Bessungcn) 11 9 ä 16 2 ä 24 192 8 V ja 12 102 Vereins- (später Reserve-)lazareth (Alice-Hospital) 9 8 ä 30 1 ä 12 252 8 II ja Von Englischer Hilfskolonne errichtet. Im Januar 71 der Hessischen Militärverwaltung- unentgeltlich abgetreten. Bis 15. Juni 71 belegt. Aufgenommen: 926 Mann. 103 Vereinslazareth Elisabethstift (Diakonissenhaus) 2 18 36 6 VIII eine ja 1 101 " Reservelazareth (Krankenhaus der barmherzigen Schwestern) 1 16 16 II " 105 - - Vereinslazareth (Turnhalle) 1 12 12 — VIII — — 106 - Friedberg Reservelazareth 2 1 ä 30 1 ä 10 40 — TI — 1 Eine Baracke von der Bergwerksgesellschaft zu Oberrossbach zur Verfügung gestellt. 107 - Giessen - 4 25 100 10 II — — Vom 6. September 70 bis Ende Juni 71 benutzt. — Verpflegt: 823 Mann. 108 - Nauheim - 1 8 8 — II — — Isolirbaracke. 109 - Offenbach - 4 22 88 — III ja 1 110 - - Vereinslazareth 1 6 6 — VI ja — 111 - Lieh Privatlazareth 1 17 17 — III ja — Aufgenommen: 46 Verwundete, davon 1 gestorben. 112 - Pfungstadt Reservelazareth 1 20 20 — II ja — Vom Alice - Frauenverein errichtet. 113 - Worms Vereinslazareth I. 2 50 100 7 II ja — Bis 31. März 71 belegt. — Behandelt: 398 Mann. 114 Vereinslazareth II. (Heyl'sche Fabrik) 2 64 u. 60 104 9 II ja Vom 21. August 70 bis 15. Mai 71 belegt. — Aufgenommen: 307 Verwundete (davon 15 gestorben). Ausserdem wurde zu Heidelberg eine schon bestehende Baracke bei der chirurgischen Klinik benutzt. 34* t'.\ P I i I \ l >b,- 'I •268* Uebersicht üb. d. innerhalb Deutsehlands z. Verwendung gekommenen Krankenzelte u. Baracken. Beilagen zu Band I, M = Armeekorps- Bezeichnung 2 M C3 E =3 w so § bß s clmitts elbst di nt sind bß © 3 Bezirk bezw. Staatsgebiet Ort des Lazaretts

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