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Der Sanitätsdienst bei den deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71
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III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetaclieinents, Feld- etc. Lazarethe.

das 1. Feldlazarett XI. Armeekorps ohne eigentliche Etabli-rung vom 1. bis 3. September an demselben Orte wirkte.

Das 7. Feldlazareth XI. Armeekorps war kaum in Floingeingerückt und hatte seine Wagen vor der Mairie auffahrenlassen, als Französische Kürassiere durch das Dorf stürmten,ohne das Lazareth zu schädigen. Die Etablirung konnte daherihren Fortgang nehmen. Am 19. September wurde mit derBelegung dreier im Schlosspark aufgestellter Baracken begonnen.Das Lazareth nahm in Summa 447 Mann (darunter 114 Fran-zosen) auf und übergab am 22. September seinen liestand(55 Mann) dem 9. Feldlazarett XI. Armeekorps.

Letzteres hatte am 31. August ärztliches und Pflegepersonalin Tannay bei 50 Verwundeten zurücklassen müssen und dem-nächst am 2. September in Floing diejenigen Verwundetenübernommen, welchen bis dahin das 1. Feldlazarett XI. Armee-korps Beistand geleistet hatte. Das 9. Feldlazarett war zu-nächst in 24, zum Theil wenig geeigneten Gebäuden thätig,indessen ermöglichte eine ausgiebige Evakuation aus sämmt-lichen in Floing arbeitenden Lazaretten allmälig eine zweck-entsprechende Unterbringung der zurückbehaltenen Schwer-verletzten. Das in Rede stehende Feldlazarett übernahmschliesslich die Nichttransportablen aller in Floing befindlichenSanitätsanstalten und verblieb daselbst bis zum 3. November.Vorübergehend erhielt es Unterstützung durch vier Aerzte des2. Sanitätsdetachements XL Armeekorps, ausserdem durch frei-willige Krankenpfleger und durch zugetheilte Studirende derMedizin.

Das 9. Feldlazarett V. Armeekorps behandelte in zehnHäusern 154 Deutsche und 69 Französische Verwundete, über-gab jedoch schon am 10. September die Verbliebenen dem obenerwähnten 7. Feldlazarett XI. Armeekorps.

In den wenig vortheilhaften Räumen der Kirche und Schulewidmete sich das 8. Feldlazarett XL Armeekorps vom 2. bis11. September 189 Verwundeten (darunter 173 Franzosen). Alses seinem Korps folgte, traten die zurückbehaltenen 55 Mannin die Behandlung des 7. und 9. Feldlazaretts desselben Armee-korps.

Die Natural-Verpflegung war bei sämmtlichen in Floingetablirten Feldlazaretten eine gute. Dieses Resultat wurdezum Theil durch Requisitionen, zum Theil durch Lieferungender freiwilligen Krankenpflege erreicht.

In St. Menges das 6. und 7. Feldlazarett. V. Armee-korps. Die hygienischen Verbältnisse daselbst warentrotz der Nähe des Schlachtfeldes keine ungünstigen, weilder Ort hoch gelegen ist und der einsichtsvolle Maire alledie Salubrität betreffenden Maassregeln insbesondere dieauf Beseitigung der Pferdekadaver hinzielenden eifrigunterstützte.

Der Zugang der Verwundeten war in St. Menges sehr be-deutend und währte bis 2 Uhr Nachts. In der Kirche alleinbefanden sich in der Nacht vom 1. zum 2. September über 300 Ver-wundete. Abgesehen von diesen nahm das 6. Feldlazarett imGanzen 430 Mann auf (darunter 350 Verwundete), das 7. imGanzen 232 (darunter 213 Verwundete). Ersteres übergab beiseiner Auflösung am 16. Oktober 7 Mann dem 9. FeldlazarettXL Armeekorps in Floing, nachdem es schon am 12. Septemberdie Pflegebefohlenen des 7. Feldlazaretts mit übernommen hatte.

In Fleigneux das 1. Feldlazareth V. Armeekorps. Das-selbe war am Schlachttage der Korpsartillerie zugetheiltworden und dem 3. Sanitätsdetachement gefolgt. Alsletzteres Mittags bei St. Menges in Thätigkeit trat, wurde

auch das ärztliche und Pflegepersonal des Lazarethzur Hilfeleistung herangezogen. Nachmittags 4 Chies den Befehl, sich in dem Dorfe Fleigneux einzurichtenDasselbe verblieb bei 176 Mann (darunter 160 Verwundetenbis zum 14. September, an welchem Tage es die noch whandenen Pflegebefohlenen an das 6. Feldlazareth V. Armeekoiin St. Menges abgab.

1 n St. Albert (beiDonchery) das 12. Feldlazareth XL Anwkorps. Das zur Etablirung benutzte Fabrikgebäude, inwelcU312 Mann (darunter 299 Verwundete) untergebracht wenlemussten, Hess in hygienischer Beziehung, sehr viel iwünschen übrig, wurde daher, sobald die Noth des Angeiblicks vorüber war (am 10. September), aufgegeben. Da.Lazareth wirkte demnächst (vom 12. bis 17. Septembqim College zu Sedan, dessen traurige hygienische Te:hältnisse dringend der Abhilfe bedurften. Das College hativor der Schlacht als Kaserne, demnächst als erstes As;für ungezählte kranke und verwundete Franzosen gedientEs bedurfte 5 Tage angestrengter Arbeit des gesaminteiLazaretbpersonals und eines von der KommandanturSedan gestellten Militär-Kommandos, um daselbst meinigermaassen den ersten Anforderungen der Hygie»gerecht zu werden. Für 308 zurückbehaltene FranzösisckVerwundete sorgte weiterhin der Etappenstabsarztgenannte Lazareth löste am 17. September das 3. Fei;spital der Württembergischen Division in Donchery atübergab jedoch, da der Dienst an diesem Orte sehrvon einem einzigen Feldlazareth versehen werden könntschon am 22. September seinen Bestand an das daseiverbleibende 10. Feldlazareth XL Armeekorps.

In Vrigne aux Bois das 5. und 6. FeldlazawXL Armeekorps. Ersteres war bereits bis St. Albert toigerückt, als es 4 Uhr Nachmittags der Befehl erreichteauf Vrigne aux Bois zurückzugehen.

Dasselbe nahm 243 Mann auf (darunter 110 Deutsche32 Französische Verwundete), übergab jedoch am 19. Septem!«den verbliebenen Bestand an das 6. Feldlazarett, welches iiGanzen 394 Mann (darunter 172 Verwundete) verpflegte uam 10. Oktober den Rest Deutscher dem 10. Feldlazare;XL Armeekorps, einige Franzosen aber der Behandlung Fr«zösischer Civilärzte überliess.

Von den Feldlazaretten des XII. (Königlich iSäch-sehen) Armeekorps etablirten sich am 1. September da9., 11. und 12. in Douzy; das erstgenannte schon Toimittags, die beiden anderen im Laufe des NachmittagDas 11. Feldlazareth brachte ausser den in 1 2 HausetGeborgenen gegen 200 Verwundete in 30 auf der StreetThionvilleMezieres unbenutzt stehenden Eisenbahnwagaunter; das Personal schob dieselben zusammen und setztvor jeden Wagen eine Leiter. Später baute eine BayerisaPionier-Kompagnie daselbst eine Baracke. Das 7. Tellazareth traf, von seinem bisherigen Etablirungsorte Rasenkommend, am 1. September gegen 5 Uhr NachmittagsiStenay ein und erhielt von der dortigen Etappen-Inspekt«XII. Armeekorps Befehl, vorläufig daselbst zu bleiben, t

Bund I.

die durchpassirendigeschickt zu mach«Das 9. Feldlazsin Lombut (südlichtember früh 5 UhrVormittags 9 7» Uhigewiesen, sich in <indem Wasser und 1welche für 20030willkommen waren ider Fabrikbesitzer c

I. und 2. Septembvon 322 Mann. Imtember, an welchenanderen beiden, in399 Verwundete un

Dasll.Feldlaz:behandelte dort im (

Das 12. FeldlaOrdre erreichte, sofeden vier von diesesich namentlich eindurch seine vortheilan Betten aus. Ins]der von den früher iUehernommenen) 41

Das 7. Feldhrückwärts transportrung von VerbänderKorps-Artillerie an,vorzumarschiren.

Ebenfalls noc

Reinilly sur Meuse (und in Cheveuges

II. Bayerischen Ai

Weitere Einriin den nächstfolgeiseitens des (bereitskorps in Givonne,Floing (siehe oben]Uly, der zweiten Hitischen ArmeekorpsI. und des 10. Aufnahin dem noch bre6. Aufnahms-FeldsRaucourt, welchesVerwundeten derin Anspruch genomzu sein. Am 3. S<nannten FeldlazarXL Armeekorps (bergiseke Feldspitapflege zu widmen btember das Eintnkorps in Doncherydes 12. Feldlazare

Das 8. Feldlazidas 1. Feldlazarethoben) unterstützt, i

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