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Der Sanitätsdienst bei den deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71
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IV. Abschnitt: Kämpfe links der Mosel und Einschliessung von Metz.

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L9. August Abend) derselben Nachgrösseren Gebäuder epersonal II. undnals III. Armee-oder zu mehrerenrar belegt) untei-Gorze war in densrbandplatz. Da»licht selbstständig.311 Feldlazarette.September jedoch,von Kranken zu-chen St. Catherinel-Reservepersonalsion errichtet, diert für den Tram»

i nach Gorze hatte.rnaville je einenJehandlung einigetel dort ohne ärzt-b übernahm derthe und vereinigtegny. Die Krankenwurden vortrefflichverschiedeneimmendsten WeiseAssistenzarzt durch3 4. Feldlazarett

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lieh in Gorze; erster«m 9. November na*

Personals X. Armeekorps zur Aushilfe beigegeben. Am27. September übernahm dieses Personal das Kriegs-lazareth allein. An dem genannten Tage lagen in39 Häusern 210 Verwundete und Kranke, ausserdem 7 inder benachbarten Ferme Mariaville. Das Feldlazarethhatte bei seinem Ausmarsch 9 Mann an Ruhr und Typhuskrank zurücklassen müssen; dem Lazareth-Reservepersonalgingen durchschnittlich täglich 1012 solcher Krankenzu. Auch unter den Einwohnern des Ortes grassirte derAbdominaltyphus. Mit dem Fall von Metz hörte der Zu-wachs für das Lazareth auf; die 1. Sektion wurde deshalbnach Ste. Marie aux Chenes kommandirt; am 6. Novemberkonnte das Kriegslazareth überhaupt aufgelöst werden,nachdem alle transportablen Verwundeten und Krankennach Noveant evakuirt und ein verwundeter Franzose derMaine zur weiteren Pflege übergeben war.

In Thiaucourt wurde das 5. Feldlazareth X. Armee-korps Ende September durch ein Etappenlazareth er-setzt. Ein freiwilliger Civilarzt und ein Oberlazarethgehilfewurden hier dem Etappen-Kommando beigegeben.

Es bestanden 2 Lazarethe: das sogenannte Asyle, für Ver-wundete eingerichtet, am höchsten Punkte des Ortes gelegen,mit zwei grossen, hohen, hellen, gut ventilirbaren Käurnen, unddas für innerlich Kranke bestimmte Maison Crepet, im Innernder Stadt, auch luftig, aber nicht mit so vorzüglichen Räum-lichkeiten. Im Asyle waren Französische Schwestern thätig,in dem andern Hause acht graue Schwestern. Von den Be-satzungstruppen wurden immer 2 Mann als Krankenwärterkommandirt. Der Zugang von den Truppen war bald ein soumfangreicher, dass die Räume nicht genügten und alle irgendtransportablen Kranken nach Pont ä Mousson evakuirt werdenmussten. Am 5. November wurde das Lazareth geschlossen.

Die Bedeutung, welche Pont ä Mousson durch seineNähe an den Schlachtfeldern des 16. und 18. August hatte,wurde in der Folge noch wesentlich dadurch gesteigert,dass auch die Etappenstrasse der Maas-Armee hier mündete,so dass alle Krankentransporte von zwei Armeen, eine Zeitlang als die III. Armee bei ihrem Vormarsch ebenfallsauf diese Etappenlinie angewiesen blieb sogar vondreien hier besichtigt, und die nicht weiter Transportablenzurückbehalten wurden. Nach und nach kamen daselbst6 Sektionen Lazareth-Reservepersonal, die alle den ver-schiedenen Korps der IL Armee angehörten, erst zur Aus-hilfe, dann zur Ablösung daselbst zur Thätigkeit. Den-selben wurden 20 kontraktlich engagirte Civilärzte undzahlreiches freiwilliges Pflegepersonal überwiesen.

Belegt waren 5 verschiedene Lokalitäten: 1. das College,- ein Kasernenkomplex, aus mehreren Blocks bestehend, 3. dasSeminar mit Kirche, 4. das Hospital St. Charles mit der FilialeNativite und 5. das Institut Magot. Am 6. September löste die2.Sektion Lazareth-Reservepersonals des Gardekorps das 10.Feld-lazareth desselben Korps im College ab, um am 26. Septemberwieder durch die 2.Sektion Lazareth-Reservepersonals III. Armee-korps abgelöst zu werden, welche letztere bis zur Auflösungdes Lazareths am 5. Dezember verblieb. Dieses Personal hattevom 13.26. September schon eine Station des 8. Feldlazarethsa. Armeekorps in der unteren Etage des Seminars versehen.

Letzteres Feldlazareth übergab am 2. Oktober seinen gesammtenKrankenbestand an die 2. Sektion Lazareth-ReservepersonalsIL Armeekorps, welche in Gorze frei geworden war und in Pontä Mousson bis zur Auflösung des Lazareths am 28. Dezemberblieb. Die 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals des Garde-korps hatte vom 11.28. September unter dem 6. FeldlazarethIII. Armeekorps eine Abtheilung in der Kaserne inne gehabt;abgelöst wurde das genannte Feldlazareth zunächst durch das12. Feldlazareth II. Armeekorps am 31. August, letzteres am25. Oktober durch die 1. Sektion Lazareth-ReservepersonalsIX. Armeekorps. Dieses Personal übernahm am 25. Novemberauch noch den Krankenbestand von 17 Mann, der nach Auf-lösung des Lazareths in den Hospitälern St. Charles und Nativitevon der 1. Sektion Lazareth-Reservepersonals X.Armeekorps beiihrem Abgang zurückgelassen werden musste. Das daselbstursprünglich etablirte 4. Feldlazareth X. Armeekorps war schouam 19. Oktober durch das letztgenannte Personal abgelöstworden.

In sämmtlichen Kriegslazarethen zu Pont ä Moussonwurden 501 Verwundete und 1104 Kranke mit 30 363 Be- -handlungstagen verpflegt. Das am 24. September im Institut lu james'Magot, einer wohlthätigen Stiftung der Stadt, errichtete Jf^uU^Lazareth für kranke Aerzte, Offiziere und Beamte standunter der Leitung des Stabsarztes der Etappe (Pont aMousson war zur Zeit Etappen-Hauptort IV. Armeekorps)und blieb in dessen Händen bis zu der im Dezember er-folgten Auflösung.

In Ste. Marie aux Chenes war schon am 26. Augustdie 3. Sektion Lazareth-Reservepersonals X. und am 29. dasunvollständige Personal IX. Armeekorps eingetroffen. Beidewaren bis dahin noch nicht thätig gewesen und unterstütztenzunächst nur die vorhandenen Feldlazarethe, um am 2. Sep-tember die gesammten 197 Verwundeten und 2 Kranke inselbstständigem Kriegslazareth zu übernehmen. An sonstigemSanitätspersonal waren vorhanden: 7 Civilärzte, darunter5 kontraktlich engagirte und 2 freiwillige, sowie 10 frei-willige Krankenpflegerinnen, welche hauptsächlich für dieKüche, die "Wäsche und die Aufrechterhaltung der Ordnungund Reinlichkeit in den Zimmern verwandt wurden. Späterleisteten graue Schwestern Vorzügliches in der Kranken-pflege. Die Lage des Ortes, die vorhandenen Räumlich-keiten (Kirche und einzelne grössere Häuser), Wasser- undBodenverhältnisse waren an und für sich zu Lazareth-zwecken geeignet. Die Rolle, welche Ste. Marie in derSchlacht gespielt, hatte diese günstige Sachlage wesentlichgeändert. In der Nähe des Ortes fanden Massenbeerdigungenstatt; auch blieben hier nach der Schlacht bedeutendeTruppen-Abtheilungen konzentrirt, durch welche namentlichderWasservorrath aufgebraucht wurde. Man leerte geräumige,einigermaassen luftige, hinreichend mit Licht verseheneScheunen von dem darin befindlichen Getreide und führtein diese die Verwundeten aus den einzelnen zerstreutenHäusern über, um die Wartung zu erleichtern.

Da bei dem vorwiegend schweren Charakter der Ver-wundungen, zumal bei den grossen Entfernungen bis zurEisenbahn, an Evaluation zunächst nicht zu denken war,so ging man daran, die geräumten grösseren Häuser zu

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