Band Band I.
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III. Abschnitt: Heeresbewegmigen imcli der Mosel. Kriegs- und EtappeslasMethe.
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tl. Armeekorps waren nach Neunkirchen dirigirt worden,kr Standort der Depots des IV., IX., X. und des Garde-Korps war am 9. August der General-Etappeninspektion
nicht bekannt — ein Umstand, welcher die materielle Pflege
ilci' Verwundeten erschwerte.
Noch lückenhaft, weil ein grosser Theil der Aerzte,Urämien und des Pflegepersonals abkommandirt war, hatMg Personal vom 14. bis 27. August 232 Verwundete und21 Kranke verpflegt. Ein Theil des Personals war zu-
ervepersoiJ gleich in einem selbstständigen Ruhrlazareth beschäftigt.
rslautern a Das Abrücken der beiden genannten mobilen Formationenwurde durch die inzwischen erfolgte Einrichtung einesReservelazareths in Saarbrücken ermöglicht. Am 25. Augusttäte die auf solche Weise in Saarbrücken entbehrlichgewordene 3. Sektion Lazareth-Reservepersonals IV. Armee-
das Lazareti porps auch das 3. Feldlazareth 111. Armeekorps in Spickerenab. Dieselbe weilte daselbst jedoch nur bis zum28. xVugust und übergab die alsdann noch verbleibenden% Verwundeten der Obhut des Kreisphysikus zu Saar-brücken.
In Forbach und Stiring-Wendel fand mau Französische
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kerzte sich zurückgezogen, einer ausreichenden ärztlichenHilfe entbehrten. Eine freiwillige Hilfskolonne unter Leitungdes Professor Fischer, welche bis 17. August vom Lazareth-ibernahm i Reservepersoual III. Armeekorps unterstützt wurde, nahm»ich zunächst der Verlassenen an.
In der Folge erhielt Forbach dieselbe Bedeutung fürdie [I.Armee wie Weissenburg für die III., da Mainz, derEtappen-Hauptort, sich nicht als Krankensainmelpunkteignete. Es wurde deshalb die Evakuationskoniuiission 1 )nach Forbach verlegt und am 2. November die 3. SektionLazareth-Reservepersonals IX. Armeekorps von Kaisers-lautern lief zur Bildung eines Kriegslazareths nach Forbachvorgeschoben. liier am 4. November angelangt, machten das College und die Gendarmeriekaserne heizbar undstattete ersteres mit 60, letztere mit 20 Betten aus. DiePeberweisung von sechs Waggons mit Lazarethutensilien,von den Hilfsvereinen aus Kaiserslautern gesandt, kamdem Personal besonders zu statten. Ein Civilarzt desOrtes behielt die Behandlung in den bis dahin von ihmBesuchten Lokalitäten; die neu eingerichteten Räume über-nahm der vorläufig einzige Arzt des Lazareth - Reserve-personals. Erst am 31. Dezember 1870 wurde dasKriegslazareth, welches vorwiegend eine Pflegestätte fürTvphuskranke abgegeben hatte, aufgelöst. Unterstützt voneinem zurückbleibenden Theil des gedachten Lazaretk-Heservepersonals führte der Stabsarzt der Evakuations-kommission die weitere Behandlung vom 31. Dezember 1870W 18. August 1871.
In St. Avold, südlich Forbach, unweit der Bahnliniepaarbrücken—Metz, richtete der Etappenarzt am 20. August
') \ergl. das Kapitel „Krankenzerstreuung*.
in dem hochgelegenen, reichlich mit Wasser versorgtenSchlosse ein Etappenlazareth her. welches bis 17. November1870 bestand. Den Etappenarzt unterstützten zwei Fran-zösische Schwestern und einige von Pocken geneseneFranzosen.
Südlich der grossen Eisenbahnlinie Saarbrücken—Metz,in Saargemünd, wurde das 8. Feldlazareth XII. Armeekorpsam 13. August vom Lazareth - Reservepersoual des Garde-korps abgelöst, welches dort bis zum 8. September mitHilfe eines Civilarztes des Ortes und FranzösischerSchwestern zahlreiche Verwundete und Kranke versorgte.Bei seiner Abberufung wurde der Bestand (57 Mann) aufBefehl des Etappen-Generalarztes der II. Armee in der Be-handlung des Civilarztes und eines als Rekonvaleszent an-wesenden Stabsarztes belassen. Drei Ober-Lazarethgehilfeudes Personals blieben zurück. Der Zugang im Oktober undNovember, nur von den Besatzuugstruppen stammend, warunbedeutend. Am 10. Dezember errichtete das Besatzungs-Bataillon des Ortes ein Kantotinementslazareth, in dessenVerpflegung der Rest von 7 Verwundeten und 20 Krankenüberging.
Endlich hatte in Falkenberg, an der Eisenbahn Saar-brücken—Metz, der Etappenkommandant, da nicht trans-portable Kranke daselbst zurückgelassen worden waren,einen durchpassirenden Feld - Assistenzarzt zurückgehaltenund durch ihn in der Schule am 15. August ein Lazaretheinrichten lassen. Freiwillige Pfleger und Pflegerinnen undvon der Besatzung kommandirte Mannschaften bildeten dasWartepersonal. Das Lazareth bestand bis 11.November 1870.
Der Etappen - Generalarzt der I. Armee verfügte überdie bezüglichen etatsmässigen Sanitätsanstalten vom VU.,VIII. und I. Armeekorps. Das Lazareth - ReservepersonalVII. Armeekorps war am 28. Juli von seinem Mobil-machungsorte Münster gemeinschaftlich mit dem Lazarcth-Reservedepot VII. Armeekorps bis Cell befördert, und vondort auf requirirten Wagen am 7. August Abends in Saar-brücken eingetroffen. Hier erhielten die 1. und 2. Sektion,nachdem sie Nachts biwakirt, Befehl, das 2. und 4. Feld-lazareth YJI. Armeekorps (in den Ulanenkasernen I und II)abzulösen. Der 1. Sektion fehlten noch alle, der 2. nochvier militärische Krankenwärter, an deren Stelle barm-herzige Schwestern eintraten. Am 17. August übernahmdas Lazareth-Reservepersonal IX. Armeekorps sämmtlichein den Kriegslazarethen Saarbrückens noch befindlichenKranken.
In einem kleinen Dorfe unweit Saarbrücken, wohinVerwundete vom (3. August transportirt und in zwei Bergmanns-schlafhäusern günstig untergebracht waren, hatten vom9. bis 11. August drei Aerzte des 5. Feldlazareths VII. Armee-korps den Dienst versehen. Am 11. August aber wurdeein Assistenzarzt des Lazareth-Reservepersonals VIII. Armee-korps nebst 1 Beamten, 1 Revieraufseher und 2 militärischenKrankenwärtern hierher abkommandirt, welcher nunmehrdie Leitung des Lazareths unter Assistenz des einen zurück-
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