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III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements. Feld- etc. Lazarethe.
14. und 15. durch das 5. Feldlazareth VII. Armeekorpsunterstützt worden war. 366 Verwundete aufgenommen,ausschliesslich 154 vorübergehend Gelagerter. Es verbliebin Pange bis in den .Monat Dezember.
In Colligny, einem Dorfe von etwa 40 Häusern, eta-hlirte sich das 7. Feldlazareth VIL Armeekorps, zeitweiligvon dem Personal des 8. Feldlazareths VII. Armeekorpsunterstützt. Ersteres wirkte daselbst ebenfalls noch überdie Kapitulation von Metz hinaus.
In Coureelles Chaussy, wo vorübergehend das 10. Feld-lazareth VII. Armeekorps Beistand geleistet, etablirten sieham Morgen des 15. August das 9. und 10. FeldlazarethVI11. Armeekorps. Das 10. Feldlazareth evakuirte bis zum19. August alle Transportablen und übergab an diesemTage seinen Bestand an das 9. Feldlazareth, welches —ebenso wie die vorgenannten — während der Finschliessungvon Metz in umfangreicher Thätigked verharrte.
Ergebniss.Die Verluste in der Schlacht bei Colombey — Nouilly
sind folgende gewesen: 1 )todt oder in FolgeVerwundung gestorben 70 Offiziere, 1119 Mann,
verwundet .... 153vermissl
^.A^l
1438127
■2-2;) Offiziere, 4684 Mann.Summe: 4907.
Die erste Hilfe leisteten, indem sie am Schlachttageim Schlachtfeldbezirke verfügbar waren, 5'/« Sanitäts-detachements und 4 Feldlazarethe mit 58 Aerzten. so dassauf je 1 Arzt 85 Deutsche Verwundete entfielen.
Zur wirklichen Etablirung während oder kurz nach derSchlacht gelangten 15 Feldlazarethe, von welchen 5 über denMonat September hinaus zugleich mit den Opfern der folgen-den Schlachten und mit den Kranken der Einschliessungs-Armee vor Metz beschäftigt blieben.
Die Zahl der verfügbaren Sanitätsanstalten war somitin der Schlacht bei Colombey—Nouilly grosser, als beiden vorangegangenen Zusammenstössen. Mangel an Trans-portmitteln bewirkte, dass am Vormittag de^ 15. Augustau der grossen nach Metz führenden Strasse noch Ver-wundete der Lazarethpflege harrten.
Kriegs- und Etappenlazarethe.
Der Etappen-Generalarzt der II. Armee verfügte über"27 Sektionen Lazareth-Reservepersonal und 10 Lazareth-Beservedepots. Mehrere dieser Sektionen waren, wie ausdem Vorangegangenen ersichtlich. 2 ) unterwegs beim Auf-märsche der Armee, zum Theil auch durch die zurück-strömenden Verwundeten aus den ersten Schlachten schon
') Generalstabswerk I, Anlage 15 und Berichtigungen.») Vergl. Abschnitt I.
auf Deutschem Gebiete aufgehalten worden. Der EtGeneralarzt that deshalb die nöthigen Schritte, umUebernahme der von jenen Sektionen versorgten LaEinrichtungen seitens der Civilverwaltungen und imniobiUMilitärbehörden zu erreichen.
Da jedoch die von Civilärzten in KaiserslauternHomburg i. Pf. versehenen Lazarethe durch die nach ilj6. August auf der Eisenbahn von Saarbrücken her ewtreffenden Verwundeten und Kranken grössere Bedesbgewannen, so wurde die 3. Sektion Lazareth-Beservepei'snmlIX. Armeekorps am 8. August nach Kaiserslautern iBildung eines Kriegs- und Etappenlazareths beordert. DjJselbe richtete im Laufe des August daselbst 323 Betlein. Den ärztlichen Dienst versahen neben einem Assiefcarzt, der gleichzeitig als Etappenarzt fungirte. drei Chiärzte des Ortes. Am 2. November wurde das Lazamldurch Vermittelung des Bayerischen Kriegsmmisteriums nder Militärverwaltung übernommen. Das Lazareth-Beadpersonal ging hierauf nach Forbach ab.
In Homburg i. Pf. bestand in dem dortigen SchJund Gemeindehaus, ausserdem in einer Bostaurationshaein von zwei Aerzten des Ortes geleitetes Lazareth.grösserer Zuwachs zu erwarten stand, ward von2. Sektion Lazareth-Beserveporsonals Hl. ArmeekorpsAssistenzarzt mit einem Lazarethgehilfen am 10. Septeml»dorthin kommandirt. Am 22. September übernahmBayerische Militärverwaltung auch dieses Lazareth.
Unmittelbar nach der Schlacht bei Spicheren mangejjes zunächst noch an einer ausreichenden Zahl voii Resenilazarethen; auch dorthin mussten daher mobile SanitällFormationen zur Freimachung der Feldlazarethe liponwerden.
Das Lazareth-Reservepersonal IX. Arnieekorp-schon am 9. August Nachts in Kaiserslautern Befehl,zwei Dritteln Beines Bestandes nach Saarbrücken zu majschiren und traf am nächsten Tage dort ein. Die Käulichkeiten des Bahnhofs, namentlich die Schuppen, wimit Verwundeten überfüllt. Für 35 Nichttranspoiiflwählte man die Civilkaserne zur goldenen Wage alszareth, weil sich daselbst Bettstellen. Strohsäcke, Deckfjinii 1 Bettwäsche bereits vorfanden. Von sonstigem Matffljwar zunächst Nichts vorhanden: mit Hilfe freiwilligGaben der Stadt wurde jedoch nach und nach das Notbjwendigst« 1 herbeigeschafft. Die konsultirenden ChiroifjDr.Dr. Busch. Wagner und Gurlt, standen dem Aerztenreich zur Seite. Am 24. August erhielt das Personalfehl, der Armee auf ihrem Vormarsch zu folgen, uacMjes am 17. August noch von der abrückenden 2. Sekti(|Lazareth-Reservepersonal« VII. Armeekorps 65 Verwund^hatte übernehmen müssen.
Am 14. August traf das Lazareth-ReservepersoiIV. Armeekorps in Saarbrücken ein und übernahm 211vier Bäumen untergebrachte Verwundete vom 1. F^lazareth 11 I.Armeekorps. DieLazareth-ReservedepotsBX
(II. Armeekorps warenStandort der Depots
Korps war am 9. AuguEicht bekannt — ein Ums,],.,- Verwundeten ersch
Noch lückenhaft.JJcaiiit.cn und des PfleL, Personal vom 14. I
[•21 Kranke verpflegt.
[gleich in einem selbst[las Abrücken der beideLinie durch die inzwReservelazareths in Saar!Lite die auf solche Wgewordene 3. Sektion La?jrorpsauch das 3. Feldlazali. Dieselbe weilteB8. August und übergaJ86 Verwundeten der 0brücken.
In Foriiach und StilLazarethe vor, derenAerzte sich zuri'ickgezog
j Hilfe entbehrten. Eine fr
I des Professor Fischer, a\Reservepersonal 111. Aisich zunächst der Verla»In der Folge erhiedie II. Armee wie WeistEtappen-Hauptort, sicheignete. Es wurde des]nach Porbach verlegt ujLazareth - Reservepersonlautem her zur Bildungvorgeschoben. Hier ar0 das College und diestattete ersteres mit 60Ueberweisung von sechtvon den Hilfsvereinendem Personal besonderOrtes behielt die Behabesuchten Lokalitäten; dnahm der vorläufig eilPersonals. Erst amKriegslazareth, welchesTyphuskranke abgegebereinem zurückbleibendenReservepersonals führtekommission die weitere Ibis 18. August 1871.
In St. Avold, südliSaarbrücken—Metz, ricl
') Vergl. das Kapitel