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Der Sanitätsdienst bei den deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71
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99
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Band

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^PflegnuÄj^areth-Anstalten Dienste leisteten, theils bei den zahl-

" -.^ ei ^"HiH r eiche 11 Evakuations-Transporten sich betheiligten und eben

^Äierdurcli ein«' geregelte Lazarethpflege ermöglichen halfen.

;'er Witter>D musst«' Feldlazarett'ii durch zit, endlich«-eren Kämpf)hat schleußdacht iiclmirlieterisch, |e Ausdehudmg der ES«ihrerseits um', alle irga

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Band I.

II. Abschnitt: Die ersten Kämpfe der III. Armee etc. Strassburg.

99

Ergebniss:')Die Verluste im Treffen bei Weissenbnrg und in der

Schlacht bei Wörth sind folgende gewesen: 1 )Weissenbnrg:gefallen .... "24 Offiziere 250 Mann,verwundet und au

Wunden gestorben 67 1119

vermisst .... ,, 91 ,,

91 Offiziere 1460 Mann.

Wörth:gefallen .... 106 Offiziere 1483 Mann,verwundet und an

Wunden gestorben 384 ,, 7297

vermisst .... 1373

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490 Offiziere 10153 Mann.In beiden Kämpfen zusammen:581 Offiziere und 11613 Mann; Summa 12 194.

Die erste Hilfe leisteten, indem sie an den Schlacht-en im Bezirk des Schlachtfeldes verfügbar waren, 13 Sa-itatsdetachements und 7 1 /-- Feldlazarethe mit 129 etats-ässigeu Aerzten, so dass auf je 1 Arzt durchschnittlich

n konnten lB 10( ) Deutsche Verwundete entfallen; 20 zur Zeit der

lll " ss( '" """"Schlachten oder unmittelbar nach denselben etablirte Feld-

im 10. Ang»«j azai . et i Rl setzten die Pflege der Verwundeten fort.

in Wörth a^^^^^^^^^

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Einschliessung und Belagerung von Strassburg,11. August bis 27. September. 2 )

Hinsichtlich der Sanitätsformationen war das aus der

ma<; ! ÄGi'ossherzoglich Badisehen Division, der Garde-Land wehr-a.nspoi-tfähig» ivigion und (j(M . j Reserve-Division bestehende Belage-pngskorps von Strassburg auf das aus 3 Sektionen be-gehende Badische Sanitätsdetachement und die 5 Feld-tzarethe der Badisehen Division angewiesen. Von letzterenar indessen No. 1 zur Zeit des Eintreffens der Division<)i* Strassburg am 11. Augustin Folge der Schlachti'i Wörth noch in Gunstett beschäftigt. Von den 4 anderenstand am 10. August das 3. in Bischweiler, das 4. warin 11. August einerseits im Hinblick auf die zahlreichasi'Hist eintreffenden Verwundeten aus der Schlacht beini'tli. andererseits mit Rücksicht auf die in Folge des

'-,, ' i | llass k a lten Wetters sich häufenden Erkrankungen in Hao-enaul der Ivrankeiir

[. Feldlazani).1 dieses Korflas l.SanitttHi auf der200 PersoMtheils in *

zur Etablirung gelangt.

hi erster Linie, in unmittelbarer Nähe der Belagerungs-

rbeiten, kam für die Verwundeten und Kranken des Be-

^gerungskorps das am 11. August in Vendenheim etalilirte

') Vergl. Ueneralstabswerk I, Anlage 9, 8. 102* und Anlage 12,

') Vergl. Generalstabswerk J, 8. 1338 ff., 11, 8. 95.

5. Feldlazareth in Betracht, welchem zur Evakuation derVerwundeten und Kranken (über Seltz nach Rastatt) dieRheinstrasse, später auch die Eisenbahn nach Weissenbnrg zurVerfügung stand; demnächst das 2., welches sich bereits am10. August in dem etwas entfernteren Orte Brumath und derbenachbarten Irrenanstalt Stepliansfelden eingerichtet halle.

Schon vor Beginn der eigentlichen Belagerung abergab die Erhöhung des Krankenstandes Anläse, das inBischweiler verbliebene 3. Badische Feldlazareth näheran Strassburg heranzuziehen und dasselbe am 25. Augustin dem Schlosse zu Kolbsheim, südlich Strassburg, zu eta-bliren. Auch das in Gunstett thätige 1. Badische Feld-lazareth verliess am 28. August den genannten Ort, rücktezunächst nach Wanzenau und etalilirte sich am 8. Septembergleichfalls südlich Strassburg in Bläsheini, so dass nunmehrsämmtliche Badische Feldlazarethe bei Strassburg vereinigtund in Wirksamkeit waren.

Zum Theil gleichzeitig (vom 27. August bis 18. Sep-tember) "arbeitete in Hagenau das 6. WürttembergischeFeldspital, welches daselbst im Ganzen 127 Kranke zuverpflegen hatte.

Mit dem Heranschieben der Vortruppen gegen dieFestung am Abend des 23. August begann auch fürdas Badische Sanitätsdetachement eine Zeit angestrengterThätigkeit. Entsprechend seiner Formation wurde es indrei getrennten Zügen verwendet, von denen der eine inOberhausbergen, der zweite nordöstlich dieses Ortes aufdem linken Flügel der Angriffsfront in Hoouheim, derdritte südlich Oberhausbergeu auf dein rechten Flügel derAngriffsfront, in Fekbolsheim, Verbandplätze etalilirte.

Ausserdem errichtete jeder Zug vorwärts seines Haupt-verbandplatzes einen Hilfsverbandplatz und zwar der inOberhausbergeu stationirte in der Parquetfabrik nahe derKronenburger Vorstadt, der in Hoenheim einen solchen inSchiltigheim, der in Kckbolsheiui stationirte unter demEisenbahnübergange bei Königshofl'en.

Der Hauptverbandplatz des in Bckbolsheim statio-nirteu Zuges wurde im Verlaufe der Belagerung ihmFestungswerken näher gebracht durch Verlegung nach derKarthause zwischen Eekbolshcim und Königshoflen,südlich beider Orte.

Nach Eröffnung der 3. Parallele schoben die Züge ihreHilfsverbandplätze in die 2. Parallele vor.

Ergebniss.Die Verluste während der Belagerung von Strassburgsind folgende gewesen: 1 )todt oder in FolgeVerwundung gestorben 12 Offiziere 165 Mann,

verwundetvermisst

30

68544

42 Offiziere 894 Mann.Summa 936,