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Blind r.
ITC. Abschnitt: Allgemeine hygienische Maas anahmen. Anmerkungen.
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durchgeführt, nachdem die nöthigen Quantitäten diesesMittels herbeigeschafft waren.
Das öftere Vertauschen der Kantonnements und diewechselnde Benutzung der Pelze, Decken u. s. w., namentlichaber die Verwendung aufgefundener Matratzen undDecken begünstigte begreiflicherweise die Uebertragung auchanderer Haut- und Kleider-Parasiten. Die Vertil-tnng derselben war unter den herrschenden Verhältnissensehr schwierig. Zur Beseitigung stand nicht immer dassicherste Mittel, die Benutzung von Backöfen — behufsbesinfizirung der Kleider und Betten etc. — zu Gebote.
Ausser der Reinigung der Lokale durch Aufwaschen milChlorkalk oder Karbolsäure-Lösung, Verbrennung desLagerstrohes u. s. w. wurde das Aufstreuen Persischen In-sektenpulvers hier und da mit Erfolg angewendet: Montureuund Wäsche brühte man mit heissem Wasser oder be-arbeitete sie mit heissen Bügelstählen: sehr wirksam erwiesensich Benzin, Mischung von Terpentinöl und Weingeist zugleichen Theilen, Petroleum; — dazu kamen Bäder undEinreibungen der Mannschaften mit, verschiedenen anti-parasitären Mitteln.
Anmerkungen.
Vorschriften für die Feld-Verpflegung. — Nahrmigswerth der Feld-Portion.
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der Fr
Anmerkung 1.
Preussische Vorschrift für die Feldverpflegung. Nach
pem dnrch Allerhöchste Kabinets-Ordre vom 4. Juli 18G7 erlassenenEeglement umfasste die Feldverpflegong der Armeeangehörigen eineMundportion, welche
a. in eine tägliche Brotportion, und
b. eine tägliche Viktualienportionzerfiel.
Die tägliehe Brotportion betrug 1 Pfund 15 Loth Brot oder1 Pfund Zwieback. Bei obwaltenden Umständen, besonders wennnicht die volle Fleischportion gewährt wurde, konnte der konnnan-dirende General die Portion auf 2 Pfand erhöhen.
Das Brot wurde in Laiben zu 3 Pfund verausgabt, für welchedas Reglement nur einen Gewichtsverlust von 1 Loth in den ersteni drei Tagen und höchstens 2 Loth für spätere Verausgabung znliess.Die Zeichen guter Beschaffenheit waren genau festgesetzt.
Die tägliche Viktualienportion bestand aus:
1) Fleisch:3 /4 Pfund frisches oder gesalzenes Fleisch — Gewicht im
rohen Zustande — oder15 Loth geräuchertes Rind- oder Hammelfleisch, oder10 Loth Speck.
2) Gemüse:7'/a Loth Reis oder
7'/2 Loth ordinärer Graupe bezw. Grütze (Hafer-, Buch-weizen-, Haide- oder Gerstengrütze), oder
15 Loth Hülsenfrüchten (Erbsen. Linsen. Bohnen), oder15 Loth Mehl oder3 Pfund Kartoffeln.
3) Salz: D/2 Loth.
4) Kaffee, in gebrannten Bohnen, D/2 Loth,> in ungebrannten Bohnen, l 3 /4 Loth.
In Biwaks und bei ausserordentlichen Anstrengungen konntedurch Befehl des kommandireliden Generals neben dem Kaffee eineBramitweinportion von 1/12 Quart verabreicht werden. Unter ähnlichen
Sanittte-Berient iuVi die Deutsch«) Heere 1870/71. I. Bd.
Voraussetzungen durfte auch eine Erhöhung der Gemüseportion auf
10 Loth Reis oder
10 „ Graupe oder Grütze, oder
20 „ Hülsenfrüchte oder4 Pfund Kartoffelnund der Fleischportion auf 1 Pfund erfolgen.
Die Sicherstellung der Gesammt-Natural Verpflegung sollte be-stinunungsgemäss in Feindesland stets durch Quartierverpflegung bezw.Requisition stattfinden und nur im Falle unabweisbarer Not-wendigkeit auf die Bestände der vaterländischen Magazine zurück-gegriffen werden.
Anmerkung 2.
Bayerische Vorschrift für die Feldverpflegung.
Brot U/2 Pfund oder Zwieback 1 Pfund.
Fleisch, roh oder gepökelt, T /-' Pfund, oder geräuchertes Rind- oderHammelfleisch '/s Pfund, oder geräuchertes Schweinefleisch oderSpeck ] /4 Pfund.
Gemüse: Kochmehl 13 Loth, Graupen oder Reis (i Loth oder ge-wöhnliche Granpen 8 Loth, oder grobe Hülsenfrüchte 13 bis14 Loth. oder Sauerkraut 20 Loth. oder Kartoffeln 1 Pfund12 Loth.
Salz: V/t Loth zu frischem Fleisch, 1 Loth zu gesalzenem.
Getränke: Bier Vs Maass oder Branntwein Vio Maass oder Wein1 /t Maass.
Gebrannter Kaffee: tys Loth und Zucker 2 /s Loth.
Anmerkung 3.
Nahrungswerth der Feldportion. Um einen Anhalt fürdas Maass des Kräfteverbrauchs eines Soldaten zu gewinnen, hat manseine Leistung mit der eines stark arbeitenden Arbeiters gleich-gestellt.
Nach Donders beträgt die Arbeitsleistung eines gesunden Ar-beiters durchschnittlich pro Tag etwa 150 000 kgmtr und die innereKörperleistung (Girkulation. Respiration u. s. w.) nach Playfair etwa70 000 kgmtr. Summe 220 000 kgmtr.
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