58
1. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung.
Baudll
' Band 1.
schliesslich 4 erhielten die Pensionserhöhung deswegen nicht,weil sie zwar während des Krieges, aber im immobilenVerhältniss invalide geworden waren.
Ausser der bezeichneten Pensionserhöhung beziehen nocheine besondere Pensionserhöhung nach § 13 des genanntenGesetzes 18 Preussische und 1 Hessischer Militärarzt.
Die Invaliditätsursachen der sämmtlichen 257 Aerztefinden sich in Beilage 49 zusammengestellt.
Aus derselben ist ersichtlich, dass über 62 pCt. sämmt-licher Invaliditätsfälle Preussischer Aerzte durch rheuma-tische Krankheiten, Krankheiten der Athmungsorgane unddes Nervensystems (einschl. Geisteskrankheiten) bedingtsind. Die Eigenzahlen dieser Krankheitsgruppen sind:24.6 pCt. für die rheumatischen Krankheiten, 22.6 pCt. fürdie Krankheiten der Athmungsorgane und 15.i pCt. für dieNerven- etc. Krankheiten. 12 Aerzte (= 4.6 pCt. der Pen-sionirten) wurden in Folge von Verwundung, 4 (= l.e pCt.)in Folge von Infektionskrankheiten invalidisirt.
2. Sachsen. 1 )
Von den 201 für das Feld etatsmässigen Aerzten des12. (Königlich Sächsischen) Armeekorps starben:1 Stabsarzt, welcher in der Schlacht fiel,1 Assistenzarzt und1 Unterarzt an Krankheit (Typhus),zusammen 3 Aerzte = 1.5 pCt. des Etats.
Es erkrankten (einschliessl. der vorgenannten Ver-storbenen) 60 Aerzte und zwar verhältnissrnässig ebensovielbei der Truppe wie bei den Sanitätsformationeu.
Ausser 2 Verwundungen durch Kriegswaft'en (wovon1 tödtlich) kam Typhus 11 mal,
Ruhr 7 .. zur Beobachtung.Das Prozentverhältniss der Erkrankungen beträgt30 pCt., das der Verwundungen 1 pCt. <\<^ Etats.
Hierbei ist eine grössere Anzahl von Aerzten, welchezwar krankheitshalber aus dem Felde in die Heimath be-urlaubt wurden, nach überstandener Krankheit jedoch wiederins Feld zurückkehrten, nicht mit in Berechnung gezogen.
Wegen Dienstunbrauchbarkeit wurden 2 Assistenz-ärzte noch im August 1S70 in die Heimatli entlassen.
Wegen Invalidität in Folge des Feldzuges schiedenaus der Armee bis zum 1. Juli 1876:A ssistenzärzte
einschl. der als
solche funktioniren-
den UnterärzteStabsärzte . .Oberstabsärzte.Generalärzte .
16 =tJ9.u pCt. der Invaliden =9 = 21.9pOt. .
14 = 34.ipCt. .2=- 4.8 pCt. .
:8.u pCt. des Etats,-4.47pCt. „ ,
7.«) pOt. .- 0.99 pCt. „ ___.
zusammen 41 Aerzte
') Vergl. Beilagen 50 und 51.
20.4fipCt. des Etats.
Die Invalidität wurde veranlasst durch:Leiden in Folge von Infektionskrankheiten in 3 Fällen,„ „ „ Gelenkrheumatismus „ 9
„ „ Krankheiten der Lungen ,9 »
, , Gefässe „4
„ » * Nerven „ 8
. Augen , 3„ „ anderer innerer Leiden „ 3 „
» „ » äusserer „ , 2 T
Summe 41.Diese 41 [nvaliditätsfälle vertheilen sich auf die eiizelnen .Jahrgänge nach dem Feldzuge folgendermaassen:Vom 25. Juli 1871 bis dahin 1872 15 = 36.6 pCt. der rnvaliifel
1872 „
„
1873
5 = 12.; ..
1873 ,
„
1874
9 = 22.u ,
1874 ,
„
1875
3 = 7.:i „
1875 ,
,
1876
9 = 22." ,
Summe 41.
Eine auf Grund des § 13 des Gesetzes vom 27. Mai 18Jl|erhöhte Pension wurde nur einem invalide geworden.:Oberstabsarzt I. Klasse, welcher durch Glaukom fast erblindet war, bewilligt.
VonUnfällen, welche eine längere ärztliche BehandhuiJim Lazarethe erforderten, wurden 7 Sächsische Militärärbetroffen. Alle sieben Fälle gingen in Genesung über.Von den 9 bei den 3 Sanitätsdetachements etatsmässigtOffizieren erkrankten 6, darunter 3 an Typhus, an welchen!1 Offizier starb.
Von den Lazarethgehilfen sind
11 verwundet, davon 1 gefallen.
126 erkrankt, davon 4 gestorben,
137 erkrankt oder verwundet; 5 gestorben.Der Kriegsetat der Lazarethgehilfen für das Feld beitrug 331, nämlich 168 für die Truppen und 163 für iiiSanitäts-Anstalten. Wenn somit, wie bei den Aerzten, sielder Etat auf Truppen and Sanitäts-Anstalten nahezu gleichvertlieilte. so war dies mit den Verwundungen iiikrankungen der Lazarethgehilfen insofern nicht der Fall|als 65 = 36.9 pCt. Erkrankungen und Verwundungen aidie Truppe und 72 = 44.2 pCt. auf die Sanitäts-Anstalt*entfallen.
Die Summe der Erkrankungen etc. betrug 137 = 41.4p 1des Etats, die Summe der Gestorbenen 5=1..-, pCt.ergiebt sich also bezüglich der Gestorbenen eine absoluileliereinstimmung mit den Verlusten an Aerzten.Die Art der Erkrankungen bestand u. a.11 mal in Verwundungen,5 „ , Typhus,
3 „ „ ßuhr bei den Gehilfen der Truppen,28 „ „ Typhus und
5 „ „ Ruhr etc. bei den Gehilfen der Sanitäts-Anstalt»
Von Krankenwärtern, deren Etat 204 für das Fei
und zwar nur für Sanitäts-Anstalten betrug, sind
107 = 52.5 pCt. erkrankt, davon
14 = 6.9 pCt. des Etats gestorben (einschl. 1 Verunglückten
Die Typhussterblichkeit betrug bei den Krankenwärta
10 von 40 = 25 pCt. der Erkrankungen und die Ruhrsterblictt
1,13= 7.7 pCt. der Erkrankungen.
des
Villi