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Der Sanitätsdienst bei den deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71
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1. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung.

Baudll

' Band 1.

schliesslich 4 erhielten die Pensionserhöhung deswegen nicht,weil sie zwar während des Krieges, aber im immobilenVerhältniss invalide geworden waren.

Ausser der bezeichneten Pensionserhöhung beziehen nocheine besondere Pensionserhöhung nach § 13 des genanntenGesetzes 18 Preussische und 1 Hessischer Militärarzt.

Die Invaliditätsursachen der sämmtlichen 257 Aerztefinden sich in Beilage 49 zusammengestellt.

Aus derselben ist ersichtlich, dass über 62 pCt. sämmt-licher Invaliditätsfälle Preussischer Aerzte durch rheuma-tische Krankheiten, Krankheiten der Athmungsorgane unddes Nervensystems (einschl. Geisteskrankheiten) bedingtsind. Die Eigenzahlen dieser Krankheitsgruppen sind:24.6 pCt. für die rheumatischen Krankheiten, 22.6 pCt. fürdie Krankheiten der Athmungsorgane und 15.i pCt. für dieNerven- etc. Krankheiten. 12 Aerzte (= 4.6 pCt. der Pen-sionirten) wurden in Folge von Verwundung, 4 (= l.e pCt.)in Folge von Infektionskrankheiten invalidisirt.

2. Sachsen. 1 )

Von den 201 für das Feld etatsmässigen Aerzten des12. (Königlich Sächsischen) Armeekorps starben:1 Stabsarzt, welcher in der Schlacht fiel,1 Assistenzarzt und1 Unterarzt an Krankheit (Typhus),zusammen 3 Aerzte = 1.5 pCt. des Etats.

Es erkrankten (einschliessl. der vorgenannten Ver-storbenen) 60 Aerzte und zwar verhältnissrnässig ebensovielbei der Truppe wie bei den Sanitätsformationeu.

Ausser 2 Verwundungen durch Kriegswaft'en (wovon1 tödtlich) kam Typhus 11 mal,

Ruhr 7 .. zur Beobachtung.Das Prozentverhältniss der Erkrankungen beträgt30 pCt., das der Verwundungen 1 pCt. <\<^ Etats.

Hierbei ist eine grössere Anzahl von Aerzten, welchezwar krankheitshalber aus dem Felde in die Heimath be-urlaubt wurden, nach überstandener Krankheit jedoch wiederins Feld zurückkehrten, nicht mit in Berechnung gezogen.

Wegen Dienstunbrauchbarkeit wurden 2 Assistenz-ärzte noch im August 1S70 in die Heimatli entlassen.

Wegen Invalidität in Folge des Feldzuges schiedenaus der Armee bis zum 1. Juli 1876:A ssistenzärzte

einschl. der als

solche funktioniren-

den UnterärzteStabsärzte . .Oberstabsärzte.Generalärzte .

16 =tJ9.u pCt. der Invaliden =9 = 21.9pOt. .

14 = 34.ipCt. .2=- 4.8 pCt. .

:8.u pCt. des Etats,-4.47pCt. ,

7.«) pOt. .- 0.99 pCt. ___.

zusammen 41 Aerzte

') Vergl. Beilagen 50 und 51.

20.4fipCt. des Etats.

Die Invalidität wurde veranlasst durch:Leiden in Folge von Infektionskrankheiten in 3 Fällen, Gelenkrheumatismus 9

Krankheiten der Lungen ,9 »

, , Gefässe4

» * Nerven 8

. Augen , 3 anderer innerer Leiden 3

» » äusserer , 2 T

Summe 41.Diese 41 [nvaliditätsfälle vertheilen sich auf die eiizelnen .Jahrgänge nach dem Feldzuge folgendermaassen:Vom 25. Juli 1871 bis dahin 1872 15 = 36.6 pCt. der rnvaliifel

1872

1873

5 = 12.; ..

1873 ,

1874

9 = 22.u ,

1874 ,

1875

3 = 7.:i

1875 ,

,

1876

9 = 22." ,

Summe 41.

Eine auf Grund des § 13 des Gesetzes vom 27. Mai 18Jl|erhöhte Pension wurde nur einem invalide geworden.:Oberstabsarzt I. Klasse, welcher durch Glaukom fast erblindet war, bewilligt.

VonUnfällen, welche eine längere ärztliche BehandhuiJim Lazarethe erforderten, wurden 7 Sächsische Militärärbetroffen. Alle sieben Fälle gingen in Genesung über.Von den 9 bei den 3 Sanitätsdetachements etatsmässigtOffizieren erkrankten 6, darunter 3 an Typhus, an welchen!1 Offizier starb.

Von den Lazarethgehilfen sind

11 verwundet, davon 1 gefallen.

126 erkrankt, davon 4 gestorben,

137 erkrankt oder verwundet; 5 gestorben.Der Kriegsetat der Lazarethgehilfen für das Feld beitrug 331, nämlich 168 für die Truppen und 163 für iiiSanitäts-Anstalten. Wenn somit, wie bei den Aerzten, sielder Etat auf Truppen and Sanitäts-Anstalten nahezu gleichvertlieilte. so war dies mit den Verwundungen iiikrankungen der Lazarethgehilfen insofern nicht der Fall|als 65 = 36.9 pCt. Erkrankungen und Verwundungen aidie Truppe und 72 = 44.2 pCt. auf die Sanitäts-Anstalt*entfallen.

Die Summe der Erkrankungen etc. betrug 137 = 41.4p 1des Etats, die Summe der Gestorbenen 5=1..-, pCt.ergiebt sich also bezüglich der Gestorbenen eine absoluileliereinstimmung mit den Verlusten an Aerzten.Die Art der Erkrankungen bestand u. a.11 mal in Verwundungen,5 , Typhus,

3 ßuhr bei den Gehilfen der Truppen,28 Typhus und

5 Ruhr etc. bei den Gehilfen der Sanitäts-Anstalt»

Von Krankenwärtern, deren Etat 204 für das Fei

und zwar nur für Sanitäts-Anstalten betrug, sind

107 = 52.5 pCt. erkrankt, davon

14 = 6.9 pCt. des Etats gestorben (einschl. 1 Verunglückten

Die Typhussterblichkeit betrug bei den Krankenwärta

10 von 40 = 25 pCt. der Erkrankungen und die Ruhrsterblictt

1,13= 7.7 pCt. der Erkrankungen.

des

Villi