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Band I.
III. Abschnitt: Mobile Sanitätsformationen.
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[eine reichliche und bequeme, namentlich wurde auch dasI Vorhandensein einer leichten schnell aufzustellenden Feld-bettlade (siehe Zeichnung 5 vorseitig) in vielen Fällen[angenehm empfunden.
Ein Haupt-Feldspital für 500—800 Kranke bestand
aus:
1 Hauptmann als Kommandant,1 Ober- oder Unterlieutenant,
1 Stabs- oder Regimentsarzt als dirigirender und ordiniren-der Arzt,
7 Regiments- oder Bataillonsärzten als ordinirende Aerzte,
8 Bataillons- oder Assistenzärzten als assistirende Aerzte,1 Regiments- oder Bataillons-Quartiermeister,
1 Bataillons- oder Unter-Quartiermeister,
2 Verwaltungs-Aspiranten,
3 Ober- oder Unter-Apothekern,1 Katholischen,
1 Evangelischen Feldgeistlichen,1 Korporal I. Klasse, Schreiber,5 Ober-Krankenwärtern,50 Krankenwärtern,
4 Apotheken-Laboranten,24 Dienern,
111 Gesammt-Kopfzahl.
i>as Material war in:
2 zweispännigen Rüstwagen für das Gepäck,18 vierspännigen Requisitenwagen,1 „ Apothekenwagen,
21 Fahrzeugen verpackt, für welche nachträglich der erforder-liche Train mit 8 Zug- und 5 Reitpferden, worunter 2 für denKommandanten und für den Adjutanten, gestellt wurde.
Das Haupt-Feldspital war behufs leichterer Verwendung[in zwei Hälften getheilt, welche bis auf den nur in einem; Exemplar vorhandenen Apotheken wagen gleich ausgerüstetwaren.
Alle Ausrüstungsgegenstände, über welche die Beilagen
38 und 39 nähere Auskunft geben, waren in den Requisiten-
I wagen verpackt. Diese sowohl, wie auch die Apotheken-
und die Gepäckwagen hatten alle dieselbe Konstruktion
[wie die Arznei- und Verbandwagen der Truppen (s. diese),
ron denen sie sich nur durch die Grösse unterschieden.
Der Arzneischatz eines Haupt-Feldspitals wies über200 Nummern auf. Ersatz für die verausgabten Medi-camente wurde durch zahlreiche Nachschickungen aus demInlande geliefert. 1 )
D. Württemberg.
Der Württembergischen Feld-Division folgten
Feldspitäler. Jedes derselben war auf ein Maximum
ron 250 Kranken ausgestattet und in zwei vollkommen
[gleichmässig ausgerüstete Sektionen getheilt, so dass die
, Spaltung eines Feldspitales in seine zwei Hälften jederzeit
ohne weitere Vorbereitung erfolgen konnte.
') Siehe auch „Depots und Magazine".
Das Personal eines Feldspitales bestand aus:
1 dirigirenden Oberarzt (Chefarzt) mit Disziplinarstrafgewaltüber das gesammte Personal des Spitals und über dieals krank in demselben befindlichen Unteroffiziere undSoldaten,
4 ordinirenden Aerzten,
1 Apotheker,
9 Heilgehilfen,
1 Apothekergehilfen,36 Krankenwärtern,
1 Stösser der Apotheke (Apotheken-Handarbeiter),
1 Spitalkommissar (Verwaltungsbeamter),
2 Fourieren (Schreiber),
1 Oekonom,
2 Köchen,
27 Trainmannschaften etc.
Die Material-Ausstattung war derjenigen der Preussi-schen Feldlazarethe entsprechend.
Lazareth-Reservepersonal oder eine analoge Formationbesass die Württembergische Division nicht.')
E. Baden.
Von den fünf Feldlazarethen der Badischen Divisionwar das fünfte dem Preussischen Reglement entsprechendhergestellt und ausgerüstet; die vier übrigen waren nachälterer Badischer Vorschrift auf eine grössere Zahl vonKranken (300) berechnet und besassen daher ein grösseresPersonal. Gegenüber einem Preussischen Feldlazarethhatte ein älteres Badisches mehr:
1 Stabsarzt,
2 Assistenzärzte,
3 Lazarethgehilfen,6 Krankenwärter,
1 Koch,10 Trainsoldaten.
Auch die Fahrzeuge der Badischen Feldlazarethe1 bis 4 waren nach einem älteren Modell gebaut. Jedesdieser Lazarethe besass neun Wagen (fünf vierspännige,vier zweispännige), welche nach dem Kriege als zu schwer-fällig und nicht leicht lenkbar abgeschafft wurden. DieAusstattung der Feldlazarethe älterer Ordonnanz war reicheran Instrumenten, Essbestecken, Geschirren etc. als die derPreussischen Lazarethe.
Der Transport des Verwaltungspersonals, Apothekers etc.erfolgte bei allen fünf Feldlazarethen mittels eines Omnibus, 2 )welcher bei Evakuationen oder bei Thätigkeit auf einemSchlachtfelde zugleich als Kranken-Transportmittel Ver-wendung fand.
Das Lazareth-Reservepersonal der BadischenDivision bestand — der numerischen Stärke der Letzterenentsprechend — etatsmässig aus zwei Sektionen. Dasselbewurde nur unvollständig aufgestellt. 3 )
') Auch keinen Feldlazareth-Direktor.2 ) Vergl. Anmerkung zu Beilage 28.
s ) In Folge dessen kam es nur vorübergehend zur Errichtung vonstehenden Kriegs- und Etappenlazarethen durch Badisches Personal.
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