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Der Sanitätsdienst bei den deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71
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t. Kapitel: Sanitätspersonal und Sanitätsausrüstung.

Band 1 1

Band I,

sehr erleichtert; 2) bei Etablirung des A r erbandplatzes fälltein zeitraubendes Zusammensuchen der einzelnen Verband-utensilien aus verschiedenen Fächern fort, indem jede dernach der Instruktion vom 29. April 1869 zu errichtenden Ab-theilungen auf dem Verbandplatze nur eine solche Schubladean sich zu nehmen braucht, um in derselben alles Nöthigevorzufinden. Ebenso leicht ist die Zurückgabe des nichtverbrauchten Verbandmateriales, welches einfach in derSchublade verbleiben kann und mit derselben wieder in den

Wagen geschoben wird, also nicht erst wieder gesammel,und auf einzelne Fächer vertheilt werden muss. Endliclliegt in dem Umstand, dass der nicht für bestimmte gleichartige Gegenstände ausgemessene Raum ohne Schwierigkeildie Aufnahme auch nicht vorschriftsmässig geformter Terbandgegenstände gestattet, ein Vortheil, welcher im Feldsbei Ergänzung des'verbrauchten Materiales durch requiriiSArtikel oder durch die freiwillige Krankenpflege von WichtiJkeit sein kann.

II. Formationen zur Behandlung und Pflege der Verwundeten und Kranken.

Mit Ausnahme der Württembergischen Feld-Division,welcher nur eine Kategorie eigentlicher Heilanstalten (dieWürttembergischen Feldspitäler) folgte, verfügten die Deut-schen Heere über zwei zur Krankenbehandlung bestimmteFormationen: die Feldlazarethe (Bayerische Auf-nahms-Feldspitäler) und das Lazareth-Reserveper-sonal, welchem die Bayerischen Haupt-Feldspitälerim Prinzip entsprachen'), insofern auch diese dazu dienensollten, im Rücken der kämpfenden Armee die Stetigkeitder Krankenbehandlung zu sichern, wenn die Feldlazarethe(Aufnahmsspitäler) ihrer besonderen Bestimmung gemässden operirenden Truppen nacheilten, um im Falle neuenZustroms von Verwundeten in erreichbarer Nähe zu sein.

A. Preussen.

Während bei Schöpfung (l(>r Samlätsdetachements dieErreichung grösstmöglicheter Beweglichkeit als eigent-liches Ziel und oberstes Prinzip für die Ausrüstung vor-schwebte, tritt bei den für die Krankenbehandlung be-stimmten Formationen das Bedürfniss nach Vollständig-keit der Materialausstattung mehr in den Vordergrund.Die Art der modernen Kriegführung aber bedingt dieNotwendigkeit, mindestens einem Theil der Lazarethe beialler unumgänglichen Reichhaltigkeit der Ausrüstung zu-gleich die denkbarste Beweglichkeit zu bewahren. KlareHrkenntniss der Aufgabe, diese im Prinzip sich wider-sprechenden Forderungen bis zu einem gewissen Grade zuvereinigen, hat in Preussen nach dem Kriege von 1860zu einer gänzlichen Umgestaltung der Lazaretheinrichtungen

J) Die Bayerischen Haupt-Feldspitaler reprasentiren in einerFormation das Norddeutsche Lazareth-Keservepersonal und Lazareth-Reservedepot.

für das Feld geführt, welche im Kriege 1870/71 ihre er-iProbe bestanden hat.

Der den Neuschöpfungen zu Grunde liegende Gedanlwar der, den Armeen statt der früheren wenigen Olgrossen Heilanstalten in den Feldlazarethen eine grössaAnzahl von relativ kleinen Hilfskörpern beizugetejderen Ausrüstung überall eine sofortige Etablirungstattet, ohne zu verhindern, dass eine gewisse Zahl Mselben stets unmittelbar der Armee folgt und nöthigenfaljdem Schlachtfelde selbst zueilt, um den Schwervcrwundet«die mit einem weiteren Transport verbundenen Schmersund Nachtheile zu ersparen.

Zu diesem Zweck wurde das frühere schwere (Korps!Feldlazareth'), welches eine Verwendung in drei getrennt/Sektionen zuliess, als solches aufgehoben und in drei seilt'ständige Lazarethe mit wesentlich veränderter Ausstatteverwandelt. Ebenso erfolgte die Loslösung der Pep<abtheilung des früheren leichten (Divisions-) Feldlazarethe?von der (zum Sanitätsdetachement umgeformten) fahren*Abtheilung. Statt über drei (in neun Sektionen theilbaiKorpslazarethe und drei Depotabtheilungen von Divisio«lazarethen verfügte somit jedes Armeekorps fortan über zwvöllig gleichmässig ausgerüsteteFeldlazarethe", weltlwiederum behufs weiterer Erhöhung ihrer Beweglichkiund Verwendbarkeit eine solche Einrichtung erhielten,eine Spaltung jedes einzelnen in zwei Sektionen kcincrljSchwierigkeiten verursachte.

J ) Nach der Feld - Sanitätsinstruktion von 1803 waren jeArmeekorps drei solcher Korpslazarethe zugetlieilt. Dieselben »jihrerseits schon aus einer durch das Bedürfniss nach grösserer 1weglichkeit bedingten Dreitheilung des früheren Hauptlazareths (\W|jedes Armeekorps nur eins besessen hatte) hervorgegangen.

2 ) Solcher Divistons - Feldlazarethe besass jedes Armeeilebenfalls drei.

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Die Feldlazaretheton den Truppen oderletachenients, die KrankeTruppen aufzunehmen, zu»Schiebungen der Armirei zu machen und ihrenJedes sogleich mobilizarethon ausgestattet 2 ),alinic von 200 Krankencorps zu gleicher Zeit

h. etwa 8% der Dui

(mittelbaren Nähe ärztli

jiochte.

Die Feldlazarethe füllie Nummern 112. Ein

J ) Siehe diese. ^^^

2 ) Die erst während desnd XIV.) erhielten je drei, die'ei dem XIV. Armeekorps wier I iadischen Division thätig.

Sanitiits-Iiericlit über die Deutsc]