Bail(1 ! Band I.
I. Abschnitt: Bedarf und Deckung des Bedarfs. Bayern.
13
ät Leipzig als kon-
ps Uebernoinmenen1870 164 ärztliche!,rzte, 4 Professoren,irreicher, 13 Aerztider Medizin einschl.vei aus Oesterreich;h ihren Beistand an.sn die feldärztliclienerden. Es konntenunfähige Oberetab*2 anderen älterenStabsarzt, 3 aktiven,rzten dem stellver-he, für die garnison-und Militäranstalten
lung mussten aucli& für eine künftigeurden, zunäclist imwerden. Dieselben.en Vakanzen eineneren Verlaufe (vom!ärztliche Personenlasse, 12 Aerzte 11.1r Medizin,gegenüber dem Soll-
Der Bedarf für den immobilen Theil wurde alsbaldgedeckt, der mobile Theil jedoch rückte mit einem Mangelvon 17 Aerzten ins Feld.
Der Kriegsetat betrug 33 Aerzte mehr als der Friedens-etat. Da in Hessen noch keine Aerzte des Beurlaubten-standes vorhanden waren, so musste der Bedarf soweit alsangängig durch Verträge mit Civilärzten auf Kriegsdauergedeckt werden, was eben nur bis auf den erwähntenAusfall gelang.
In Hessen wurden in erster Reihe die Truppen mitAerzten versorgt. Daher kam es, dass von den 6 HessischenFchllazarethen 2 mit je 4, 1 mit 3, 2 mit je 2 und 1 gar nurmit 1 Arzte ins Feld rückte. Bei eintretender Etablirungsollten die Truppenärzte abwechselnd zum Dienst in dieLazarethe kommandirt werden.
Auch das Hessische Sanitätsdetachement hatte statt 5nur 4 Assistenzärzte.
In gleicher Weise aber, wie in Preussen und Sachsen,war auch in den Hessischen Reservelazarethen noch einegrössere Anzahl von Civilärzten thätig, welche in obigerSumme nicht enthalten sind, und zwar in dem zum Nord-deutschen Bunde gehörigen Theil von Hessen 42. Rechnetman diese zu den obigen Zahlen hinzu, so erhält man fürHessen (ausschliesslich der in den Reservelazarethen Süd-Hessens thätig gewesenen Civilärzte) 122 Aerzte.
Ergebniss.')
Die Rekapitulation des gesammten, im Dienste desNorddeutschen Heeressanitätswesens beschäftigt gewesenenärztlichen Personals ergiebt demnach:
für den Preussischen Armeeverband . . . 5458
für das Königlich Sächsische Armeekorps . 410
für die Grosshcrzoglich Hessische Division. 12'2
für die Reservelazarethe in Mecklenburg . 64
Insgesainint (i054 Aerzte.
Hl
II. Süddeutsche Staaten.
Standes,
3,
neidete,
ssische) Division ■)
tsmässigen Personal-
für das Feld:
A. Bayern.')
Am 15. Juli waren im Dienste der Königlich BayerischenArmee
175 Aerzte des aktiven Dienststandes,29 „ des Beurlaubtenstandes,7 einjährig freiwillige Aerzte.Demgegenüber stand nach dem Mobiluiachungsplaneein Bedarf von 429 Militärärzten und zwar:
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mobile Armee . . .■rsatztruppen . . .Besatzungstrappen . .
immobilen Stellen . .
1
21
53
145
6841
14
236
4
24
11
325452435
Summe
1
3
8-
10
123
275
429
Den speziellen Nachweis hierüber giebt die Beilage 15.
nerkiuig 9.
*) Zu dem Folgenden siehe Anmerkung 10.
Es lag demnach ein noch zu deckender Bedarf von218 Aerzten vor, von welchem sich voraussetzen Hess, dasser sieh während des Krieges durch Verluste, Neuformationenund Errichtung von Reservespitälern noch steigern würde.
Der Etat der Aerzte des aktiven Dienststandes Hesseine erhebliche Vermehrung derselben nicht zu; es tratendemgemäss in der That auch nur 3 Bataillonsärzte in den-selben ein. Die Zahl der Aerzte des Beurlaubtenstandeshingegen konnte zum Theil schon während der Mobil-machung, zum Theil während des Krieges wesentlich er-höht werden.
Vier praktische Aerzte wurden sofort zu Landwehr-ärzten ernannt, ausserdem war noch eine Anzahl dienst-pflichtiger Mediziner vorhanden, welche die Studien vollendetund auch den akademischen Doktorgrad bereits erreicht,aber die Staatsprüfung noch nicht abgelegt hatten. Diesewurden sämmtlich, ebenso wie die bei Ausbruch des Kriegesbereits dienenden einjährig freiwilligen Aerzte zu Landwehr-Assistenzärzten ernannt, deren Zahl hierdurch bis zumSchluss des Feldzuges auf 53 stieg.
Hierzu traten noch die Studirenden der Medizin ausden beiden ältesten Semestern, welche wie in Norddeutsch-
>) Vergl. Beilage 9 und 10"-