Hermann Bote. Morallehren und Reisebücher. Sprüche, Rätsel, Fabeln 687
Seebuch, hgb. 1876, dazu Strauch, Anz. 3,29-33; W.Behrmann, Über die nd.Seebücher des 15. u. 16. Jh.s, Gött.Diss. 1906 und Mitteilungen der geograph.Ges. von Hamburg 21, 63-167. — Roethe, Ein Hildesheimer Itinerar, Nd.Kbl. 40,1926/27,41 f. (15. Jh.). — Johann von Brack, Übersetzung des Buches„De regimine principum" von Ägidius Romanus (um 1415), Stammler, Nd.Leseb. Nr. 40 S. 63 f. und Anm. — O. Heinertz, Die mnd. Version des Bienen-buches des Thomas v. Chatimpre I, Lund 1906, dazu Jellinghaus, Nd. Kbl.27, 56: Der byen boeck, eine Übersetzung des liber apum von Thomas vonChatimpre, beschreibt phantastisch den Bienenstaat in Hinsicht auf denMönchsstaat (Jellinghaus S. 73), gibt also eine Art moralischer Staatslehre.
Das Buch Sidrach
Das Buch Sidrach (Syderak) ist eine Sammlung von allem möglichenWissenswerten in kurzen Fragen und Antworten; ein König Boctus fragt,der weise Sidrach antwortet; Prosa, 388 Fragen und Antworten; es istaus dem Niederländ. übersetzt. Das Buch war ursprüngl. französisch undwurde ins Provenz., Italien., Engl, und Niederl. übertragen. (Jellinghaus,Das Buch Sidrach nach der Kopenhagener mnd. Hs. vom Jahre 1479, hgb.Lit. Ver. 235, 1904; Ders., „Syderak", Nd. Jb. 14, 1988, 59; Priebsch, Dt.Hss. in England I S. 157 f.; Stammler, Hansische Geschichtsblätter 1919, 39;Niewöhner, Eine ripuarische Hs. des .Buches Sidrach', ZfdPh. 57, 183 ff.;Ders., Stammlers Verfasserlex. 1, 318 f.). — Ein volkstümliches Lehrgedicht(15. Jh.) „O geselle nu spare din gut' : Schröder, Gott. Nachr. 1927, 116-18.
Sprüche, Rätsel, Fabeln
Reich an Sprüchen und Rätseln ist die mnd. Literatur (Goedeke S.480;Jellinghaus 3 S.29f.). Sammlungen von Sprüchen: Jellinghaus, Die proverbiacommunia mnd. nach einer Hs. der Kieler Universitätsbibl., hgb. Progr.Kiel 1880; Stellen dazu: Leitzmann, Beitr. 45, 121 f.; K. Koppmann, ZurBordesholmer Hs. der proverbia communia, Kbl. 5, 58 f. — Emil Henrici,Nd. Spruchweisheit, ZfdA. 40, 334-41 (lat. Sprüche in Hexametern oderDistichen, meist gereimt); Ludw. Wolff, Dietrich v. Watzum und die von ihmgeschriebenen nd. Reimsprüche, ZfdPh. 53, 143-47. — Seelmann, Nd. Reim-büchlein, eine Spruchsammlung des 16. Jahrhunderts, 1885. — Gust. Schmidt,Nd. Sprüche aus einer Hs. der Gymnasialbibl. zu Halberstadt, Nd. Jb. 2,1876, 29 ff. 3, 60 ff. — Lübben, Aus dem Vokabelbuche eines Schülers (etwaMitte 15. Jh.), Nd. Jb. 4, 1880, 27 (lat.-deutsch gereimte Sprüche), dazuBartsch, Nd. Jb. 5, 55. — Erik N. Liljebäk, Mittelnd. Exempel, Lund 1931,dazu Agathe Lasch, Anz. 51, 200-2; L. Hänselmann, Mnd. Beispiele ausdem Stadtarchiv zu Braunschweig, 2. Aufl. v. H. Mack, 1932, dazu Ag. Lasch,Anz. 52,52-54. — Glossar: Stammler, Nd. Lesebuch Nr. 30 S.47-49 und Anm.S. 138. — Wilh. Uhl, Die dt. Priamel, 1897, darin Die nd. Priamel S. 235-66.
Fabeln: Reineke de Vos, nd. Äsop, die Fabeln Gerhards von Minden s.ob. Übersetzung von Seb. Brants Narrenschiff s. daselbst.