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Teil 2, Die mittelhochdeutsche Literatur Abschn. 2. Blütezeit Hälfte 2 (1935) Schlußband
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656 Renaissance und Humanismus -

Helm, Zum A. a. B., Hess. Blätter f. Volkskunde 12,1913,217 f.; Ulr. Stutz, Rechtshistorischesin u. zu dem A. a. B., Zs. d. Savigny-Gesellsch. f. Rechtsgesch. 41, 1920, 388-90; Franz RolfSchröder, Stellen zum Ack., GRM. 10, 1922,372-75; Helmut Wocke, D. Ack. a. Böhm., NeueJahrb. f. d. klass. Alert. 49, 1922, 279-88; Rud. Meissner,Dein Klag ist one reimen", Festschr.Walzel, 1924, 21-38; Osk. Steigerwald, Die transzendente Richtung im sog. St. GeorgenerPrediger u. d. Auflehnung dagegen imA. ausB., Würzburg. Diss. 1924, Masch.druck; Walth.Rehm, Zur Gestaltung des Todesgedankens bei Petrarca u. Joh. v. Saaz, Dt. Vjschr. 5, 1926,435-55; Helmut Wocke, D. Dichter des A. a. B., sein Werk u. seine Zeit, Neue Jahrb. f. Wissen-schaft u. Jugendbildung 3, 1927, 562-68; Stammler, Von der Mystik zum Barock S. 19-21 u.Anm. S. 463 u. Reg. S. 547 unter Joh. v. Saaz; Günther Müller in Walzels Handb. d. Lit.-Wissensch. S. 53 ff.; Rehm, D. Todesgedanke in der dt. Dichtung vom MA. bis zur Romantik,1928, S. 115-37; F. W. Strothmann, Die Gerichtsverhandlung als literar. Motiv, 1930, S. 14 ff.31 ff.; Günther Müller, Aufriß hgb. v. Korff u. Linden 2 , 1931, 60; Bernt, Forschungen zumA. a. B., ZfdPh. 55,160-208.301 ff.; Ders., Zur Person des Ackermanndichters, ebda 56,188-94;K. Beer, Einige Bemerkungen zur neueren Ackermannforschg., ebda 183-85 (wird im 3. Jahrg.des Jahrb. f. Gesch. d. Deutschen in Böhmen in erweiterter Form erscheinen); L. L. Hammerich,D.Dichter des Ackermann, ebda S. 185-88. Hss.: Bernt, Ausg. 1917, verzeichnet 15 Hss.(Hs. Ps. Einleitung zu dieser Ausg. S. VIII f. u. S. XIV-XVIII) u. 17 Drucke; s. ferner ErnstKossmann, D. Handschriftenverhältnis im Ackerm. von Böhmen, ZfdA. 28, 25-35 (veraltet);Gottfr. Zedler, Die Bamberger Pfisterdrucke, Veröffentlichungen der Gutenberg-Gesellsch.X. XI, 1911 (s. Bernt, Ausg. S. 94 ff.); Ders., Der A. a. B., das älteste mit Bildern ausgestatteteu. mit beweglichen Lettern gedruckte deutsche Buch u. seine Stellung in der Überlieferung derDichtung, 16. Jahresber. der Gutenberg-Ges. u. SA., 1918; Bresmadruck der Kunstanstalt MaxBreslauer 1924 (Faksimile einer Inkunabel von 1474); L. Jutz, Eine Innsbrucker Ackermannhs.,Arch. 154, 1-17.

Der Verfasser macht in einem Bilde Andeutungen über seine Person: Ichbins genant ein ackerman, von vogelwat ist mein pflüg, ich wone in Behemer-lande Kap. 3, 1 (Bernts Text S. 7, Burdach S. 183); Ackermann nennt er sich,als Vertreter des natürlichen, schaffenden und sich mühenden Menschen-tums in Anlehnung an Genesis 3, 17-19. 23" (Burdach aaO.); vogelwat =Vogelkleid ist die Schreibfeder,einen Pflug legt sich der Dichter bei, weil ersich als ,Ackermann' hinstellt". Seinen Wohnort buchstabiert er als Sacz inBehemer lande Kap. 4, 6-8 (Text S. 9); seinen Vornamen, Johannes, läßt er imAkrostichon der Abschnitte des Schlußkapitels (Kap. 34) erkennen. Burdach(Vom MA. z. Ref. III, 2 S. 14-46 u. III, 3 Reg. S. 47) hält den adeligen HerrnJohannes Pflug von Rabenstein, der i. J. 1384 als Registratur in der königlichenKanzlei in Prag nachgewiesen ist, für den Urheber. Dagegen haben neue ur-kundliche Forschungen (Bernt, Beer, Hammerich, ZfdPh. 55 u. 56 aaO.) dazugeführt, den Dichter in Johannes (de) Tepla zu sehen, der sich auch Johannesde Sitbor (Sohn des Henslin von Sitbor) nannte, zuerst in Saaz, dann 1411 inPrag Stadtschreiber war und um 1414 starb. 1 Der Dichter verlor im Jahr 1400seine Frau Margarete, welches Ereignis seine Klage gegen den Tod hervorruft;bald darauf hat er eine zweite Frau, Clara, geheiratet. 2

1 Die Frage scheint noch im Fluß zu sein; Frau auch von Hugo v. Montfort, Wacker-s. Burdach, Über die Persönlichkeit des nell(s. ob.) S. XXXVII f. Lf.; Niclasv.WyleAckermanndichters, D. Dichter des Ack. a. B. (s. unt.), Translatzen Nr. 15. ed. Ad. v. Kelleru. seine Zeit III, 2 S. 403-24. S. 321-24.

2 Klage eines Witwers über den Tod seiner