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Teil 2, Die mittelhochdeutsche Literatur Abschn. 2. Blütezeit Hälfte 2 (1935) Schlußband
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Einzelne andere Mystiker. Frauenmystik 627

II, 169 f.; Hans Neumann, Stammlers Verfasserlex. 1,580. W.Oehl, Bruder Klaus u. diedt. Mystik, Zs.f. Schweiz. Kirchengesch. 11, 161-75. 241-54. Bruder Hans: Denecke,Stamml. Verfasserlex. 2, 157-59. Zwei Dominikanerprediger namens Johannes Futerer(der ältere und der jüngere) in Straßburg: Hans Neumann, Stammlers Verfasserlex. 1,784-86.Eine Reihe von mystischen Predigten mit den Namen der Verfasser sind gedruckt bei Pfeiffer,ZfdA.8, 209-58; desgl.Sprüche deutscher Mystiker" von Pfeiffer, Germ. 3, 225-43, mitden Namen der Verf.; mystische Traktate u. Predigten verschiedener Verfasser u. deren Namen:Preger, Gesch. d. dt. Myst. II, 116-77. Hier können noch einmal (s. oben)Die zwölfMeister zu Paris" angeführt werden, deren jeder Eckhart, Bischof Albrecht, Der vonKronenberg (die andern sind unbenannt) eine geistliche Lehre gibt (Prosa); Wackernagel,ZfdA. 4, 496-500; Preger II, 131 f.; Borchling, Nd. Jahrb. 23, 114. Eine andere Samm-lung:Die Sprüche der zwölf Meister", in 63 Versen verteilt auf 13 Strophen.Die fromme Müllerin, ein niederdeutscher Traktat, s. unten Mnd.

Frauenmystik 1

Das weibliche Gemüt war besonders empfänglich für die tiefe Innerlichkeitder Mystik und gab seine mystische Schwärmerei in ekstatischen Zuständenund visionären Erscheinungen leidenschaftlich kund. In Dominikanerinnen-klöstern entfaltete sich mächtig der Drangzur Reinigung und Erleuchtung in derGottesgemeinschaft und erzeugte eine reiche literarische Blüte in Briefen undSelbstbekenntnissen (Offenbarungen, Lebensbeschreibungen). Besonders zweigeistliche Frauen haben auf diesen Gebieten wertvolle Schriften hinterlassen.

Margaretha Ebner 2 war 1291 in Donauwörth geboren und trat in dasnahe Kloster Medingen ein, wo sie 1351 starb. Sie hatOffenbarungen" ge-schrieben, die ihre eigenen Erlebnisse sind, und hat die Aufzeichnungen stück-weise an Heinrich von Nördlingen geschickt, den sie als geistlichen Beraterverehrte. Mit diesem führte sie auch einen inbrünstigen Briefwechsel, welcherdie erste erhaltene Briefsammlung bildet, während die Briefe, die sie von Taulererhielt, einfacher sind. Durch Ekstase und Askese waren ihre Nerven krank-haft gestört, so daß sie körperlich viel zu leiden hatte. Sie ging ganz in Jesu-liebe auf. Wohl verwandt mit ihr, doch nicht ihre Schwester war ChristinaEbner, 3 geb. in Nürnberg, Dominikanerin im Kloster Engeltal bei Nürnberg,gest. 1355; sie gibt in demBüchlein von der Gnaden Überlast" eine Schilde-

1 Hieron. Wilms, Das Beten der Mystikerin- Dt. Mystikerbriefe, 1931, 333 ff.; H. Wilms.nen, 2. Aufl. 1923; M. Grabmann, Die deut- Der seligen Marg. Ebner Offenbarungen u,sehe Frauenmystik des MA.s, in Grabmann, Briefe übersetzt, 1928. Abhandl.: Preger,Mittelalterl. Geistesleben, 1927, 469-88; Joh. Gesch. d. dt. Mystik II, 277-88; Priebsch,Schuck, Deutsche Frauenmystik des MA.s, Deutsche Hss. in Engl II S. 111; Joh.Tra-1926; Meta Escherich, Das Visionenwesen ber, Die Herkunft der selig genannten Domini-in d. mittelalterl. Frauenklöstern, inDeutsche kanerin Marg. Ebner, 1910; A. Pummerer, M.Psychologie" 1, 1916, 153-66; Hier. Wilms, Ebn., Charakterbild aus d. dt. Myst. d. MA.s,Das Tugendstreben der Mystikerinnen, dar- Stimmen aus Maria Laach 81,1911, 1-11;gestellt nach alten Chroniken der deutschen 132-44. 244-57; Ludw. Zoepf, Die MystikerinDominikanerinnen u. nach d. Aufzeichnungen Margaretha Ebner (1291-1351), 1914. W.begnadigter Nonnen des MA.s, 1927. Oehl, Dt. Mystikerbriefe 1931, 333 ff.

2 Lit.: Strauch, ADB. 20, 332-34; Ders., 3 Ausg.: G. W. K. Lochner, Leben u. Ge-Protest. Realenzykl. 3 , 1898, 5, 128 f.; Engel- sichte der Christina Ebnerin, Klosterfrau zubert Krebs, Stamml. Verfasserlex. 1, 482-84 Engelthal, 1872; Der Nonne v. EngelthalBüch-(mit Lit.). Ausg.: Strauch, Margaretha leinvon der genaden überlast", von C.Ebner u. Heinr. v. Nördlingen, 1882 (Ausg. Schröder, Lit. Ver. 108, 1871; Wilh. Oehl,der Offenbarungen u. der Briefe); W.Oehl, Christ. Ebnerin, Das Büchlein v. d. Gnaden