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Teil 2, Die mittelhochdeutsche Literatur Abschn. 2. Blütezeit Hälfte 2 (1935) Schlußband
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Die geistliche Tageweise. Osterlieder. Einzelne geistliche Lieder. Sammlungen 597

in der Kolmarer Hs. unter dem Namen Graf Peter von Arberg. 1 DiesegrÖ3e tagewise' 1 des Grafen ist ein Bittgebet unter Bezugnahme auf dasKreuz, Christi Leiden und Tod und Maria Schmerzen, ohne Anspielung aufdie Situation eines weltlichen Tagelieds, während eine zweite, kürzere Tage-weise des Grafen gleich beginnt Ich wahter, ich solt wecken den Sünder, alsoeine wirkliche Kontrafaktur ist.

Osterlieder

Eine Umbiegung weltlicher Frühlingsfreude ins Geistliche ist das Osterlieddes Konrad von Queinfurt (Pfarrer zu Steinkirch am Queiß, f 1382) 2 Dalenze guot. Ähnlich ist das Lob des Osterfestes in die Freude über die wonnig-liche Frühlingszeit eingekleidet in einem niederdeutschen Osterliede (15. Jahr-hundert). 3 Des Venantius Fortunatus in lat. Distichen verfaßter Osterhymnuswurde in 34zeilige Strophen umgearbeitet (Ulm-Augsburger Dialekt, wohlnoch im 13. Jahrhundert). 4

Einzelne geistliche Lieder. Sammlungen

Von einzelnen geistlichen Liedern seien hier noch angeführt: Ein schoneconcert vom leyden Christi (Paul Mitzschke, Anz. f. Kunde d.dt. Vorz. 1883,293-95). Osterlied, 15. Jahrhundert, nd. (Wilh. Müller, ZfdA. 1, 546 f.).Hoffmann, Ad. B1.2, 82 ff. Der Meister der Blumen, F.W. E.Roth,Germ. 36, 265-67. Peter v. Dresden, Koberstein l 6 , 375; Peter v. Sachsen:Roethe, ADB. 25, 476. Ein MischliedVenite, uns gesellen besweretsorgen" (R. Wolkan, Mitt. d. Ver. f. Gesch. d. Deutschen in Böhmen 34,1896, 272 ff.). Conrad Nollstatters Gedicht von des Teufels Töchtern,15. Jahrhundert (H.Schmidt-Wartenberg, Journ.' of. Germ. Philol. 1, 1897,249-51). Das andere Land, 14./15. Jahrh., nd. (Joh. Franck, ZfdA. 44,123-31; Schröder, Gott. Nachr. 1927, 115). Die Lieder der PfullingerHs. aus dem Frauenkloster daselbst sind wohl von Nonnen verfaßt (Ph.Wackernagel 3 Nr. 815 ff.). Eine Trierer Liederhandschrift vomEnde des 15. bis Anfang des 16. Jahrhunderts (P. Bohn, Monatshefte fürMusikgesch. 29, 1897, 37-43). Das Liederbuch der Anna von Köln,Lieder des 15. Jahrhunderts (Bolte, ZfdA. 21, 129-63; s. Suolahti, Neuphilol.Mitteil. 1910, 1-14). Docen, Mise. 2 (1807), 239-57, Sammlung altteutschergeistlicher u. weltlicher Lieder, vorzüglich aus dem 16. Jahrhundert.Rud. Möllencamp, D. jüngere Ebstorfer Liederhs. (nd.), Kiel. Diss. 1911,

1 Hgb. Bartsch, Kolmarer Liederhandschr. urkundl. 1348; Bartsch, Germ. 12, 90; Sin-ger, S. malterl. Lit. in d. dt. Schweiz 1930,27. 193. Andere geistliche Tageweisen ver-zeichnet Koberstein 1, 374. Anm. 35.

S. 578-83, s. ebda S. 179 f. 709 u. Germ. 12

90. 18,62; Reifferscheid, ZfdPh.9, 187-90

Bartsch u. Böhme, Germ. 25, 210-29

Priebsch, Dt. Hss. in England 1,335 ff. Frü- Siehe Kochs aaO.

here Ausg.: Massmann, Aufsess. Anz. 1832, 2 Ph. Wackernagel Nr. 120-22, 388-92;

25 ff.; Ph. Wackernagel Nr. 118, s. auch = 538. Hoffmann S. 78-82.

S. 327-32 == Nr.496-500; Hoffmann S.83f. 3 Wilh. Müller, ZfdA. 1,546 f.

Goedeke, Grundr. I 2 , 237. Peter von 4 Edwin Habel, ZfdA. 53, 199-207.

Arberg war wahrsch. aus dem Nassauischen;